»ent: „Nanu, ren voll Wattr bin unglücklich rester durch r» en.” cheinende Wochm at auch in dies«» roonnen. Das i[t derartiger, daß ei berflächliches, * sind durch geifttz ff en edler Weibli^ oder unterhaltende, Gebiete der Mod, n und Erfindung!! ansprechender Fon n Verbreitung «i ;en empfehlen r ndlung oder Po de. -<■ VV S» V V MW MN WÄ TW HnterWMMM MM Gießener AnMer (Oeneral-AnMger). Weg, recht, elecht i rt, st it, eigt >ey»a) » «W* Unebenbürtig. Roman von H, von Ziegler. (Fortsetzung.) Rudolf blickte noch sinnend vor sich hin, ein schwerer Entschluß rang sich in seinem Innern durch, aber al« er auf- blickte, war sein Auge klar, die Stimme fest, al« er sagte: „Mutter, ich werde Dir gehorchen — ich reise mit dem Onkel.” „Brav, mein Sohn,” antwortete die Dame und in ihren Augen schimmerte eine Thräne, „Mutterliebe ist da« Einzige im Leben, wa« keine Wissenschaft und kein Verstand begreifen wird; e« ist schwer für eine Mutter, den Sohn oder die Tochter an ein anderes Herz abzugeben, nicht mehr die Erste zu sein, an welche die Kinder denken, für die sie existiren, aber die Liede kann Alles und das Gebet hilft mit über die dunklen Stunden natürlicher Eifersucht hinweg.” Therese, Melanie und der alte Graf kamen nun auch herein; man setzte sich zum Thee; aber nur Melanie plauderte heiter, die anderen waren ziemlich still geworden. „Du hast den Brief Hohenthal« wohl in Deinem Zim- mer gefunden, Therese?" frug die Gräfin und die Angereoete erwiderte: „Ja, Mama, aber ich konnte ihn jetzt nicht lesen, sondern spare e» mir bi» nachher auf.” »Elst müssen wir unser interessantes Abenteuer erzählen,” lachte Melanie, „Du besonders, Therese, hast Dich daran er» götzt und Dein Bild stört gewiß heute die Nachtruhe jenes Herrn.” „Nun, so erzählen Sie, Fräulein Melanie,” forderte der ®raf "uf, „Sie machen um ganz begierig auf ein roman- tische« Erlebniß.” „Leider spielen ja doch die Herren der Schöpfung eine hervorragende Rolle hier auf Erden und da» ist auch in unserem Abenteuer der Fall.” Mit diesen Worten begann das schöne Mäachen seine Erzählung und warf Rudolf einen herausfordernden Blick zu, den er jedoch gar nicht beachtete, denn ihre Worte berührten ihn jetzt entschieden unangenehm. »Wer mag jener Herr zur Stetten sein,” meinte der alte Graf, als Melanie ihre Erzählung beendigt hatte, „es ist natürlich kein Adel, wenigstens kein deutscher.” „Er sah aber sehr nobel aus und hatte tadelloses Be« nehmen,” meinte Rudolf, „ich hätte mich gern noch länger mit ihm unterhalte«. Therese, weißt Du schon, daß ich mit Onkel Wildenstein nach Norwegen reise.” Die Schwester blickte überrascht und erfreut auf, doch noch ehe sie zu antworten vermochte, klirrte Melanies Thee- löffel zur Erde und sie rief beinahe entsetzt aus: „O wirklich, Graf, Sie wollen fort und uns allein lassen? Das ist nicht schön von Ihnen und ich bin ganz böse darüber.” Graf Rudolf blickte erstaunt Fräulein von Roden an, dann traf er das Auge der Mutter- War das die junge, angebetete Dame, welche er zu seiner Gemahlin machen wollte? Zeigte sie so offen ihr Interesse für ihn ohne jede mädchenhafte Scheu und Zurückhaltung? Er antwortete auf Melanies Worte gar nicht, sondern sagte zur Schwester: „Nun, Therese, hast Du kein Wort für mich?” „O doch,” sagte diese, ihm zärtlich zunickend, „die Reise wird gut für Dich sein, sehr gut! Reise mit Gott — aber recht bald!” Ob sie ebenso wie die Mutter dachte? Man erhob sich, um noch ein wenig im Garten zu pro* meniren, und ehe er's ahnte, war Melanie an Graf Rudolfs Seite, koketter und unwiderstehlicher denn je- „Sie sind mir böse, Graf?” frug sie schmollend. „Wieso, gnädiges Fräulein? Ich wüßte nicht, weshalb,” antwortete er- „O, ich merke es recht gut und deshalb reifen Sie auch ab. Wissen Sie denn nicht, daß ich sehr große Sehnsucht nach Ihnen haben werde?” Ihre dunklen Augen schmachteten ihn an, da« röthliche Haar flammte im Mondenltcht und Graf Rudolf fühlte, daß alle seine guten Vorsätze wie Eis in der Sonne schmolzen. „Wirklich, Fräulein Melanie, werden Sie mich vermissen ?” „Natürlich, ich reise dann auch bald ab, denn ohne Sie ist'» langweilig hier.” „Aber wenn ich nun wiederkäme?” Melanie jauchzte auf wie ein Kind. „Dann komme ich 150 ebenfalls zurück. Aber — es ist ja gar nicht möglich, Sie wollen mich nur quälen." „Daß ich wiederkehre, Melanie, ist, so Gott will, sicher, aber ob Sie mich dann ebenso jubelnd empfangen werden, wie heute, wie jetzt, das ist die Frage. Wollen Sie mir treu bleiben?" Sie legte bedeutsam beide Hände auf die Brust und sagte: „Natürlich und Sie sollen sehen, daß ich kein solches Kind bin, als Sie denken." „Auf Wiedersehen dmn, Melanie," flüsterte er, sich zu ihr neigend und ihre Hand küssend. „Auf Wiedersehen, Rudolf," hauchte das Mädchen, dann eilte sie fort und der Graf bedeckte seufzend die Augen mit der Hand. „Liebt sie mich wirklich oder hat die Mutter Recht, daß Melanie nur ehrgeizig und berechnend ist und sie nur meinen Stand und Namen erringen will?" Als sich die Herrschaften dann zur Ruhe begeben hatten, stand Therese noch droben in ihrem Zimmer, um den Brief ihres Verlobten zu lesen; es waren vier eng beschriebene Seiten voll treuer Liebe und sie seufzte leise, als sie dieselben überflog- „O, Eduard, Deine Liebe beschämt mich tief. Ich kann sie nicht so erwidern, al« ich sollte." Und ihre Gedanken flogen zurück in die Bergschänke zu jener Gewitterstunde, da sie dem schönen fremden Manne gegenüber geseffen und seiner tiefen Stimme gelauscht hatte. Wer war er? Weshalb betonte er den gesellschaftlichen Rang- unterschied so bedeutsam? Der Brief sank zur Erde, nachdenklich stützte sie das Köpfchen mit der Hand und sann nach. So waren alle die stolzen Grafen Wildenstein, besonder« Rudolf; eher hätte er sich, ohne mit der Wimper zu zucken, die rechte Hand abgehauen, al« daß er ein Mädchen ohne Namen heimgeführt, auch wenn er sie wirklich lieben sollte. Und auch der Vater, die Mutter, sie lebten in den Grenzen ihrer Stellung, und sie selbst, Therese, hatte bisher ebenfalls nie ander« gedacht. Und nun kam ein Fremder, von dem sie nichts wußte, und sein Blick, der Ton seiner Stimme wälzte diese Anschauungen um! Thränen traten in ihre schönen Augen, sehnsüchtig breitete sie beide Arme au« — aber umsonst, er war fort, sie wußte nicht einmal seinen vollen Namen, um ihn in stiller Stunde vor sich hin zu murmeln Und nun zog in dieser lauen Augustnacht Bild auf Bild an ihrer Seele vorüber; eine andere Männergestalt trat vor sie hin mit ernstem, vorwurfsvollem Blick — Eduard, Baron Hohenthal. Er war groß, breitschulterig und nicht schön, aber seinem bartlosen Gesicht war der Stempel zuverlässiger Gutmüthigkett und treuer Beständigkeit ausgeprägt, so daß Jedermann darüber vergaß, wie häßlich er aussah. Und auch Therese hatte nicht daran gedacht, daß der Baron häßlich war, al« er im Frühjahr sie gefragt, ob sie die Seine werden wolle. Es war an einem lauen Apriltag gewesen, sie ging am Waldesrand spazieren und athmete mit vollen Zügen die milde Frühling-luft; um sie her sproßten Anemonen und Leberblümchen, auch Gänseblumen blickten zwischen durch und in mädchenhaftem Uebermuth bückte sie sich, um ein« derselben zu pflücken. „Er liebt mich — von Herzen," klang e« halblaut von ihren frischen Lippen, sie war so vertieft in ihre Beschäftigung, daß sie hinter sich Männertritte im weichen Boden überhörte. Plötzlich endlich fragte eine freundliche Stimme: „Nun, Comteß, wem gilt da« Orakel?" daß sie tief erschrocken herumfuhr. „Ah, Baron Hohenthal," lächelte sie dann unbefangen, „Sie haben mich fast in die Flucht getrieben, aber nun sollen Sie auch da« Resultat meiner Mühe wissen! Er liebt mich — über alle Maßen, kann'« gar nicht lassen —" „Wer soll der Glückliche sein?" hatte er gefragt, so ernst, daß sie ihn verwundert angeschaut. „Ja, da« weiß ich noch nicht," antwortete sie ganz harmlos, „das muß die Zeit erst lehren, wenn er kommt." Da strahlte sein gute«, breite« Gesicht wieder fröhlich auf und er nahm ihre Hand in die seine. „Da« freut nM Gräfin, freut mich von Herzen." „Sie sind immer so gut zu uns Zwillingen gewssi, lieber Baron," sagte sie harmlos, „fast wie ein Onkel uni Rudolf und ich werden'« nie vergessen." „Ich will gar nicht ein Onkel fein, Comteß Therese/ fuhr er empor, „mein Sinn steht ganz ander« und Sie solle, hier unter Gotte« freiem Himmel zum ersten — vielleicht einzigen Male — hören, daß da» Orakel mich meint, der $|| über alle Maßen liebt." Sie war jedenfalls völlig aus dem Stegreif, diese E, klärung, und alle Beide wurden sehr verlegen. HoheW kämpfte und rang noch immer mit sich, al« Therese ihn Fassung schon wieder erlangt hatte. „O, Herr Baron, was meinen Sie? Sie können des unmöglich daran denken, mich junge«, zwanzigjähriges Ä chen zu heirathen?" „Und weshalb nicht, Comteß? Ich bin fünfunddreiß Jahre alt und noch immer allein; vielleicht ist'« unbescheidei die Hand nach solch' lieblichem Rosenknöspchen auszustrecki aber ich denke — Sie werden mich auch lieb gewinn« meinen Sie nicht, Therese?" »Ich — ich weiß es gar nicht," stammelte sie besang« und blickte auf das am Boden liegende Gänseblümchen- HM es denn in der That Eduard von Hohenthal gemeint, als ei verkündete: „lieber alle Maßen, kann's gar nicht lassen?" Es war der erste Mann, welcher so zu ihr redete, er that ihr so leid, als er da vor ihr stand und sie mit fam treuen Augen bittend ansah, und dann kam auch ein mch mädchenhafter Stolz dazu, daß sie, gerade sie, die Erwählt! diese« reichen, allbeliebten und geschätzten Manne« sei- Uni dann wußte Therese eigentlich selbst nicht mehr, wie Alle« gekommen, wie sie Ja gesagt und versprochen hatte, Hohen, thals Weib zu werden. Sie war nach Hause gelaufen uni zur Mutter, um ihr Alle« zu erzählen; diese hatte zuerst ete tiefe, wahre Herzensfreude empfunden, ihr Kind an der 8# eines Mannes wie Hohenthal zu wissen, doch allmälig fara auch ernste Bedenken, sie faltete die Hand der Tochter in'« ihren und fragte dringend: „Liebst Du ihn auch, mell! Therese? Wirst Du das ganze lange Leben, sei es hell ob« trübe, an seiner Seite ausharren mögen?" „Da« hat er mich auch gefragt, Mama," lachte sie sich lich, „und es wird schon gehen; er meinte, er werde mich lehren, ihn zu lieben." Das Mutterherz hatte noch viel fragen mögen, es wm nicht zufrieden, daß die Tochter noch nichts von der Siebt wußte und konnte doch gar nichts thun, als deren Geschlil dem Allerhöchsten, dem Herrn aller Herren, zu empfehlen, welcher Alles herrlich hinausführt. Am nässten Morgen kam Baron von Hohenthal, um von Graf Wildenstein die Hand feiner Tochter zu erbitten. Dai war ein Freudenfest für das ganze Schloß, Bruder Rudolf der in der Residenz bei den Husaren diente, wurde telegraphisch benachrichtigt und Therese kam aus dem Freudenräusche gai nicht heraus. Freilich, am Abend, als der Bräutigam fortgefahren wai und als sie allein in ihrem Stübchen am offenen Fenst« stand, da kamen urplötzlich Thränen, heiße, bittere Thränen, die gar nicht enden wollten und die doch eigentlich keim« Grund hatten. Es war, als sänge und klänge eine Wunden melodie tief drinnen in der Seele, als könne sie aber nii heraufdringen; und das pochende Herz that so weh, es hw zerspringen mögen und wußte doch nicht, weshalb. Heute nun rannen die Thränen ebenso heiß, heller klotz die Melodie herauf au» der Tiefe de» Herzen» — aber ein anderes Bild stand vor Therefens Seele, männlich-schön, stattlich und doch so unerreichbar fern. Droben schimmerten die Sterne, sie fanden einen Abglanz in des Mädchens blauen Augen und leise, so leise, daß e wie ein Hauch in der warmen Nachtluft verwehte, flüstam sie vor sich hin: „Auf Wiedersehen!" Sch< Wildenst' Hau« in gesucht, i vor Weis Alten ge sammte | Heu regnete i welche fi in’« The, der Lam; tief übe: Rudolfs er ein, I Fräulein so gewoi litt unfi flimmern Freier d „N> abholen; »31 singt ein gierig, tl z/31 Oper w können." »T Diner a »3 darf ich »V rückte f „Du wk „U Wie steh Er schwer- „3 thun, ur »B umschwä »F Dame i „O laß Dick sie hat „D Er ging'» t „B sparen, „0 ob ich'» ich liebe Di, Therese Vater; und moi „<$ Gräfin Do Wildenfl am Pros eine Da Haarfle, Neben i der sehr lich ung Tl sodann 151 "Da« freut mty »illtngen geroefii ie ein Onkel u® Comteß Therese/ '» und Sie foffet — vielleicht auj H meint, der legreif, diese & legen. Höhens als Therese ihn Sie können bof 'zigjährige« M in fünfunddreiß ist's unbescheidei hen auszustreck ch lieb gewinne nette sie besang« eblümchen- Hütt! l gemeint, al- ez nicht lasten?" zu ihr redete, er md sie mit Ww t auch ein wmig Isie, die Erwählt« vranne» sei. Uni mehr, wie Alle« den hatte, Hohen- use gelaufen uni r hatte zuerst ei$ lind an der SS ch allmälig ka« er Tochter ink ihn auch, meint , sei es hell obtt " lachte sie frch , er werde mich t mögen, es wgi s von der Lied« «ls deren Gescht«! n, zu empfehlen, chenthal, um vsn n erbitten. De« Bruder Rudolf irde telegraphisch eudenrausche gar fortgefahren war offenen Fenster bittere Thräne«, eigentlich keine« ge eine Wunden e sie aber nii so weh, e« häd halb. «eiß, Heller klang en« — aber ein männlich-M n einen Abglanz so leise, daß ei «wehte, flüsterte Scharfer Octoberwind wehte über die Stoppeln, der Wilbenstein stand verödet, denn die gräfliche Familie hatte ihr Haus in der Residenz dieses Jahr zeitiger als sonst ausgesucht, weil Comteß Therese einen Cursus für Gesang noch vor Weihnachten durchmachen wollte- Sonst war Alles beim Alten geblieben; Rudolf stand bei den Husaren und die gesummte Familie freute sich auf den bevorstehenden Winter. Heute war äußerst unangenehmes Wetter draußen, es regnete und stürmte durcheinander und Gräfin Wildenstein, welche sich erkältet fühlte, hatte darauf verzichtet, die Ihrigen in's Theater zu begleiten. Sie saß in ihrem Boudoir bei der Lampe und arbeitete fleißig, das milde, vornehme Gesicht tief über die Stickerei gebeugt. Draußen klirrten Sporen, Rudolfs Stimme ließ sich vernehmen und gleich darauf trat er ein, herzlich, liebevoll wie immer, aber sehr ernst. Seit Fräulein von Roden in der Hauptstadt aufgetaucht, war er so geworden; das Lächeln verschwand von seinen Lippen, er litt unsäglich, denn er liebte das Mädchen mit dem roth« flimmernden Haar und sie — ließ sich von einem anderen Freier den Hof machen. „Run, Rudolf, Du willst Papa und Therese zur Oper abholen; was wird heute gegeben?" „Zar und Zimmermann, Mama; die Rolle des Zaren singt ein Herr Friedrich zum ersten Male. Ich bin sehr begierig, ihn zu hören." „Ja, das Zarenlied ist auch der Glanzpunkt der ganzen Oper und es thut mir sehr leid, Euch nicht begleiten zu können." „Dn bist erkältet, Mama; wirst Du denn morgen zum Diner auch die Gäste empfangen können?" „Ich denke; ebendeshalb schone ich mich heute. Rudolf, darf ich Dich einmal etwas fragen?" „Was immer Du willst, Mama." Der junge Offizier rückte sich ein Tabouret herbei und »ahm darauf Platz. „Du weißt, daß ich vor Dir nie ein Geheimniß habe." »Und ich weiß Dein Vertrauen zu schätzen, mein Sohn. Wie stehst Du mit Melanie?" Er hatte diese Frage erwartet, dennoch aber seufzte er schwer- »34 liebe Sie mehr denn je, Mutter, und will Alles thun, um sie erringen." „Was ist's mit dem rumänischen Fürsten, der sie so umschwärmt und auszeichnet? ' „Fürst Porscu bewirbt stch gleichfalls um die junge Dame und dennoch hoffe ich, zu siegen." , „ "O, Rudolf, gib nicht der Leidenschaft Gehör, sondern laß Dich warnen; Melanie ist nicht für Dich geartet, denn sie hat kein Herz und kein Gemüth." „Mutter, ich kann nicht von ihr lassen." Er stöhnte dumpf auf bei den Worten und der Gräfin ging» wie ein Dolchstich durch die Seele. „Mein armer Sohn, könnte ich Dir diese Schmerzen ersparen, könnte ich Dich glücklich sehen!" , »Glücklich," — er lachte schneidend auf, — „wer weiß, ob ch s werde, wenn Melanie die Meine ist, aber dennoch - rch liebe sie bis zum Wahnsinn." Die Thür ging auf, heiter wie ein Sonnenstrahl trat Therese ein, schon in Toilette zur Oper, hinter ihr kam der und^man ^brach^auf" bte ästige Erregung Rudolfs ßkafÄ? ÄUtt8't^tler4en'" Werte Letzterer der Gräfin zu, „bete für mich I" ®!?8, war bereits ziemlich gefüllt, als die Wildenstein fche Familie ihre Loge betrat, welche ziemlich dicht a9,,r. 3h"en gegenüber verbeugte sich grüßend tfLT im weibm Atlaskragen, röthlich flimmerten ihre K°?Eechten, es war Melanie von Roden mit ihrer Mutter. Reben ihr lehnte ein brünett aussehender, untersetzter Lerr der sehr lebhaft mit ihr sprach und mit dem Monocle ziemlich ungenirt die Gesellschaft musterte- * Therese erwiderte ziemlich kühl den Gruß und flüsterte sodann dem Bruder zu: „Da ist ja Fürst Porscu auch" Ich t hätte früher nie gedacht, daß Melanie in dieser Weis« eine Kokette sei." Herrlich setzte die Ouvertüre ein. Der alte Graf hatte sich's, ein großer Musikliebhaber, wie er war, bequem gemacht, so daß er den ©einige« beinahe den Rücken zuwandte Er bemerkte daher auch nichts von Allem um sich her, son- dern setzte seelenruhig den Operngucker vor die Augen- Der Vorhang rauschte empor, die Schiffszimmerleute der Sardamer Werft standen auf der Bühne und seitwärts an einem Tische saß über die Arbeit geneigt Peter Michajlowitsch, der verkappte Zar- Jetzt blickte er empor und — den zitternden Händen der Comteß Therese entsank der Theaterzettel, während Rudolf überrascht emporfuhr und der Schwester zuraunte: „Das ist ja Herr zur Stetten, Therese, jener Mann, den wir in der Bergschänke trafen. Weißt Du es noch? Welch' wunderbares Wiedersehen!" „Ja, ich erkenne ihn," erwiderte Comteß Therese scheinbar gleichgiltig, während er in ihrem Innern stürmte und tobte; ihre brennenden Augen hafteten unverwandt an den seinen und, angezogen wie durch ein magnetisches Fluidum, hob auch er den Blick und sie erkannten sich voller Entzücken.' Es war gut, daß Graf Rudolfs Aufmerksamkeit drüben in der gegenüberliegenden Loge beschäftigt war und ihm die Erregung der Schwester entging; der rumänische Fürst neigte sich gerade über Melanie, die seine Worte lachend und mit kokettem Blick beantwortete. Peter Michajlowitsch hatte sich inzwi chen bereits gefaßt; leuchtenden Blickes, hochaufgerichtet stand er auf der Bühne und sang — für das blonde Grafenkind, das er nicht vergesse« hatte, dem jeder Gedanke, jeder Athemzug feit jener Gewitterstunde gegolten. In athemlosem Entzücken lauschte Therese dieser tiefen, weichen Stimme und als er im letzten Acte das fchwermüthige Lied sang: „Einst spielt' ich mit Scepter, mit Krön' und mit Stern," da schimmerten ihre Augen feucht und sie hätte am liebsten hellauf geschluchzt. Dann war Alles vorüber — da« Zarenschiff glitt scheidend dahin, hochaufgerichtet, den Herrschermantel stolz um die Schultern geschlagen, stand Peter darin, sein leuchtender Blick flog hinauf zu ihr — der Vorhang fiel und Therese saß wie erstarrt da. Was war geschehen/ daß es so öde und leer um fie her schien. „Run, Kind, komm' nur, der Wagen muß sonst so lange warten," mahnte der Graf ungeduldig. Rudolf hatte den Paletot schon übergehangen und hüllte die Schwester zerstreut in ihren Shawl. Draußen im Corridor traf man mit Frau von Roden und ihrer Tochter zusammen. Melanie stürzte auf die Freundin zu und rief lachend, triumphirend: „Run, liebste Therese, bist Du zufrieden, daß Du Deinen schönen Unbekannten wieder gesehen hast? Haha, wer hätte gedacht, in jenem Herrn, ja, wie hieß er gleich? einen Opernsänger zu finden»" „Aber er sang sehr gut," warf Fürst Porscu dazwischen, „ich bin ein großer Verehrer einer solchen Stimme." __ »Aber, liebe Melanie," mahnte Frau von Roden die Tochter schüchtern, „wir müssen uns beeilen, der Thee wartet." „Adieu, Therese, träume von dem schönen Zaren! Leben Sie wohl, Graf Wilbenstein! Ihren Arm, Durchlaucht, wir müssen Mama folgen," rief Melanie hastig und eilte mit der Mutter und dem Fürsten davon. Immer tiefer sank Graf Rudolfs Ideal von der Höhe, auf die er es gestellt, aber bei ihm war leider die Leidenschaft noch mächtiger, als alle Vernunftgründe. In ihrem Zimmer angelangt, schob Therese hastig den Riegel vor und sank, die Hände aus das pochende Herz gepreßt, in die Kniee. So hatte sie ihn wiedergesehen, hatte sein Ange auf sich ruhen gefühlt und seine Stimme ver. nomnten; ihr Puls flog, ihr Blick schimmerte wunderbar und Thränen rannen über ihre Wangen. „Er ist es," stammelte sie athemlo», „ein Sänger, ein gottbegnadeter Künstler! Also das war die chinesische Maner, die uns trennte. Stein, nein, ste ist niedergerissen, wir find nicht engherzig wie vor Zeiten!" In dieser Nacht kam nur wenig Schlaf in Theresens - ISS - Äugen, ruhelos wanderte sie auf und nieder und achtlos blieb der Briet Baron Hohenthal» auf der Toilette liegen, welcher gestern für sie angelangt war. Schon in diesen einsamen Stunden begannen jene Kämpfe, die Gräfin Therese nun fort und fort durchringen sollte und wenn sie die Augen schloß, tauchte wohl neben Zar Peters edelschönem Antlitz ein anderes auf, dasjenige Rudolfs, finster, drohend und unversöhnlich. (Fortsetzung folgt.) Gemeinnütziges. Der Osterhase fängt schon an, stch bemerkbar zu machen. In Form eines lustigen Spiels für kleine Kinder hat ihn L. Meggendorfer, der Herausgeber der „Lustigen Blätter", für den billigen Preis von 1 Mk. auf den Markt gebracht und der Verlag von Gustav Weise in Stuttgart hat Freund Lampe mit Würfeln in elegantem Earton und sonstigem Zubehör so allerliebst ausgestattet, daß unsere Jugend gewiß gern nach dem alten Hausfreund, der uns zu Ostern das Haus voll Eier legt, greifen wird. Die beigegebenen süßen Oster» Ererchen, die beim Spiel verwendet werden, bilden einen ganz besonderen Reiz der hübschen Neuheit. — Zu haben oder zu beziehen durch alle Buch«, Papier» und Spielwaarenhandlungen. Versuche, die Leuchtkraft des Petroleum- zu verbesteru. Gegenüber der großen Coneurrenz, welche das Gaslicht und Gasglühlicht, sowie neuerdings auch das elektrische Licht an vielen Orlen der Petroleumlampe bereiten, ist e» dringend geboten, die Leuchtkraft der Petroleumlampe zu vermehren. Diese Bestrebungen sind aber nicht leicht durchzuführen, da sich die chemischen Eigenschaften des Petroleums fast gar nicht ändern laffen und nur durch größere Reinheit desselben deffen Leuchtkraft erhöht werden kann. Als Zusätze, die im Petroleum gelöst und mit diesem verbrennend erhöhend auf die Leuchtkraft wirken, haben sich nun aber doch Kampfer und Naphthalin erwiesen und tritt durch einen solchen Zusatz eine wesentliche Vertheuerung diese« Brennstoffes ein. In neuerer Zeit werden auch Mischungen von verschiedenen Salzen, so z. B. eine unter dem Namen „Petrolith", ange» boten, die, in den Ballon der Lampe geschüttet, die Leuchtkraft steigern, fowie das Rußen der Flamme und das Schwitzen der Glasbehälter verhindern sollen. Da nun aber derartige Mischungen sich weder in Petroleum lösen, noch sonst eine chemische Veränderung desselben hervorzurufen im Stande find, so muß von Verwendung derartiger Zusätze abgerathen werden. Der einzige Nutzen, den solche Zusätze bringen können, würde nur darin bestehen, daß etwa schlecht gereinigtes, wasser» und säurehaltiges Petroleum entwässert und entsäuert werde, da die Mischungen Kochsalz und Soda enthalten. Dies erreicht man aber auf billigere Weise, wenn man Kleinigkeiten dieser Salze in das Aufbewahrungsgefäß des Petroleums gibt Von Frankreich aus wird aber jetzt ein Zusatz von 1 pCt. Amy- lacetat zum Leuchtpetroleum empfohlen. Durch diesen soll nicht nur die Flamme weißer brennend werden, sondern es soll auch eine Verdeckung de« unangenehmen Geruches statt» finden, da Amplacetat einen angenehmen Fruchtgeruch besitzt. Dieser Versuch, das Petroleum zu verbessern, ist sehr der Beachtung werth, doch sei dabei hervorgehoben, daß solche Versuche nicht fahrlässig von den Consumenten selbst, ivndern nur von Technikern, Chemikern u. s. w. unter Beachtung geeigneter Vorsichtsmaßregeln gemacht und erst nach Erprobung an dem in den Handel gebrachten Petroleum angewandt werden dürfen. • » • Erfrorene Pflanzen zu rette«. Oft kommt es vor, daß Zimmerpflanzen durch plötzlichen Temperaturwechse draußen oder dadurch, daß sie einige Tage tn einer k-lten Stube vergessen wurden, Frost bekommen. Es ist nun nicht stets der Fall, daß dadurch ihr Tod sofort bedingt wird, besti ein Gefrieren des Zellsaftes, welche» den Tod verursacht, tritt erst bei sehr hohen Kältegraden ein, wohl aber sterben solche Pflanzen ab,» wenn sie plötzlich bedeutend höheren Temperaturen ausgesetzt werden. Man bringe sie deshalb nicht in ein warmes Zimmer, sondern in einen Raum, deffen Temperatur bei etwa Null Grad liegt. Auch ein Bespritzen mit recht kaltem Waffer sorgt für eine allmälige Wiedererwärmung. Um schlechte Kartoffeln im Frühjahr schmackhasi zu machen, schneidet man vor dem Kochen von einer jeden ein Stückchen ab; der unangenehm schmeckende Saft dringt beim Kochen dann an dieser Stelle aus der Kartoffel. Der Abfall kann zur Aussaat oder als Viehfutter verwendet werden. • * Richtiger Heckenschnitt. Man schneide die Hecke« nie, wie e» meist noch üblich, senkrecht viereckig, sondern konisch zu: ungefähr so, daß, wenn die Hecke am Boden 50 Cenll meter breit, dieselbe oben bloß eine Breite von 35 Centnnete. besitzt- Infolge dieses Schnitte«, der schon lange Jahre in Amerika angewendet wird, erhalten auch die untersten Zweig« Licht, Luft und Regen und bleiben grün, e» entstehen feine Lücken. Bei älteren Hecken ist, wenn dieselben verjüngt werden sollen, mit Ausnahme lückenhafter Tannenhecken, dieser Schnitt gleichfalls zu empfehlen. VernMehtes. Zum Nachdenken. Eine schmähsüchtige Frau meldet« sich bet ihrem Seelsorger, dem berühmten Philippus Neri (im 16. Jahrhundert) zur Beichte- Er gab ihr auf, ihm ein geschlachtetes Huhn vom Markte zu holen, es unterwegi zu rupfen und die Federn auf den Weg fallen zu lassen. ® war sehr verwundert, that aber was er begehrte. Als fn mit dem gerupften Huhne kam, sprach Neri zu ihr: „Nm geh' noch einmal wieder zurück und such' alle Federn zusammen, die du hast fallen lassen." — „Da« ist unmöglich," antwortet« sie, „der Wind hat die Federn längst verweht!" — ,,®ena« so", erwiderte er, „ist e« mit deinen bösen Reden. Du et» zählst Geschichten über andere Leute und weißt nicht, mal aus ihnen wird. Sie machen ihren Weg durch die ganz« Stadt, und deine Mitmenschen haben Verdruß und Unehr« davon. Verstreue keine Federn mehr!" Zweideutige Galanterie. Ein Stutzer lernt auf dem Perron der Stadtbahn eine Dame kennen und knüpft mit ihr eine Unterhaltung an. Al« der Zug naht, steigt er mit ihr in ein Coups dritter Klaffe, obgleich er ein Bill«! zweiter Klaffe gelöst hat- — Die Dame: „Aber, mein Herr, Sie werden doch um meinetwegen nicht eine Klasse niedriger fahren!" — Der Herr: , O, meine Gnädige, um Ihrer werthen Gesellschaft wegen würde ich einen Viehwagen w verschmähen!" • Gutgemeinte Warnung. Ein Schusterjunge gi»! bei einer Milchfrau vorüber, die vor ihren Wagen ein» Esel gespannt hatte. Während dieselbe Kunden bediente, ft e« dem Esel ein, fortzugehen. Der Schusterjunge, welch diese« sah, tief der Milchfrau zu: „Sie, Frau Kathl, 3?1 Geschäftsführer geht.durch 1'^ Auf Umwegen. Nachtwächter: „Sie haben Kaineel zu mir gesagt! Wissen Sie nicht, wen Sie vor sich habe«' — Student: „Pardon, 'S war'n Versehen. Aber sagen «’ mal, darf ich ein Kameel Nachtwächter titulirett?" — SW Wächter: „Was geht mich da« an!" — Student: dann gute Nacht, Herr Nachtwächter!" Rsd«ti«r: «. Echehda. — Druck «ch B«rlag der Brühl'scheu UmvrrfitätS>Brrch- und Stcinbruderei (Pietsch & Tcheyda) M Stießt Am t Stetten be »ES schade, das Weise, feil Ther leichthin zi ein Sänge nicht oft." „Ger auch auf borener H „D, welche sich wohl wled „Mo bach im 5 fammen g »Hm »Sei „Nu Sieb an t grsang Li „®e erröthend, The, als sie al , »Fr komme, it Traumbil meine Se< Glei zum Pho einem Bi Toilette.