1895 amnwRPlatkr ,UntrchaUu»gsdlaU )um Gießener Ameiger (Generai-Aweiger) en, । und efers ofort igkeit man den ckten- ireren if die 8 gut mit fünf» higen Sauce rinige t und : man man lau» etwa» stunde ll auf :n mit oerben alzene eraus« ienbem ächtet, hwitzt. le gut eßt sie te mit be bi» Salat, i Auf- Sutter. werben einen dünnt, schwitzt jt man Suppe Mg and» fung weil amit and« der )UNg des M recht eben. Das Ischen Oel sichen t der iifisch lüfien Ihr Vermächtniß. Roman »en Maximilian Mergelt* (Fortsetzung.) „So hören Sie bentt, gnädiges Fräulein," begann Hell« mutt). „An jenem Tage, bevor ich das erste Mal nach Wil« denau kam, da träumte ich einen gar sonderbaren Traum. Ich wandelte lange durch einen herrlichen Wald und war froh und glücklich gestimmt. Die Vögel sangen so schön, so wunderbar, wie ich sie nie zuvor gehört. Von den Ufern einer idyllischen Waldsees folgte ich dem Ruse einer Taube, einer gleichen, auf deren Locken ich Sie aufmerksam machte, als wir das Gestell überschritten. Als ich mich endlich in der Nähe glaubte, da verstummte der Ruf und lange suchte ich den Vogel in den Wipfeln der hohen Eichen. Allein es war vergebens. Doch am Stamme eines hohen Baumes, der weithin seine Zweige ausbreitete, fand ich Sie, gnädiges Fräulein, schlafend auf weichem Moose im hohen Farrnkraut. Mit inniger Rührung habe ich Sie lange betrachtet; auf Ihrem Busen trugen Sie eine weiße Rose, umgeben von Vergißmeinnicht. Auf meine Rniee fiel ich nieder und wollte sprechen, aber ich fand keine Worte und als ich dennoch sprechen wollte — da erwachte ich. — Al« ich am Tage darauf zu Ihnen kam, da brachte ich Ihnen ein Bouquet mit den näm« lichen Blumen, vielleicht erinnern Sie sich noch? Ich sah, daß Ihnen diese Blumen Freude machten und war hoch beglückt." Still hatte Gertrud diesen Worten gelauscht, ein heiliger Ernst blickte so feierlich aus ihren edlen Zügen, als ginge sie zum Tisch des Herrn am Charfreitage. „Herr Ingenieur," sagte sie ergriffen, „ich erinnere mich wohl Ihrer Blumen — noch an demselben Abend habe ich sie dem Bouquet entnommen — und aufbewahrt. Alle Morgen und alle Abende halte ich sie in meinen Händen," sprach sie mit kaum hörbarer Stimme und gesenkten Augen, — „und wenn ich auf die Blumen blicke, dann — dann denke ich an Siel" „Aber diese Blumen werden welken 1" „Es schadet nichts, sie sind mir dann ebenso lieb," er« Samstag de« 21, September - widerte Gertrud und ihre Augen suchten dar Haideblümchen, das zwischen Moos emporsproßte, — „hat doch ein welkes Röschen im vergangenen Jahre am Tage der silbernen Hochzeit meiner Eltern eine gar bedeutende Rolle gespielt." „Und wenn ich Ihnen nun für diese welken Blumen etwas anbiete, das immer frisch bleibt, so lange er Gott gefällt," — und er legte die Hand auf sein Herz, — „war würden Sie dann sagen?" „Dann — dann," erwiderte sie mit zitternder Stimme, „dann würde ich er dankbar annehmen." „Ach, Gertrud — meine liebe Gertrud," rief Hellmuth leidenschaftlich und umschlungen hielt sich ein Paar in seligen AugeMicken; ein Paar, dar keine Worte fand und befielt Gefühle auszudrücken nur die Sprache sagt, die dar Herz durch'« Auge spricht. „Mein Karl," sagte sie leise und Freudenthränen glänzten in ihrem Auge. c ,, Glückliche Menschen standen unter der Eiche, welche wie schützend ihre Zweige ausbreitete. Liebevergefien standen sie lange und empfanden, wie stürmisch die Wellen be« Herzen« hervorbrachten ben Götterfunken, der so lange in der Tiefe geschlummert und nun zur Höhe steigt, die ihn einst gegeben. „Laß uns, meine liebe Gertrud, alle Jahre nach dieser Stelle gehen, wo wir uns heute Liebe und Treue sür's ganze Leben gelobt!" Tief in die Eichenrinde schnitt Hellmuth zwei verschlungene Herzen, dann traten sie eiligst den Rückweg an. „Wir wollen unsere liebe Gesellschaft noch nichts merken lassen, hörst Du, Gertrud, e« soll eine Ueberraschung werden. Und wenn der Papa aus Marienburg zurückkommt, so schreibst Du es mir sogleich, meine liebe wilde Trude." — Die Abendsonne warf die schrägen Schatten der hohen Tannen bi« in die Hälfte de» Thalkessel« und man rüstete stch langsam zum Aufbruch. Lauter Jubel erschallte, äl« „das Ganze" zum Sammeln geblasen wurde. Wie der Zug gekommen, so setzte er sich auch wieder in Bewegung nach dem Schulhause, vorauf nun die Musik, die patriotische Lieder spielte, welche von der nachfolgenden Schaar begleitet wurden. Durch das Dorf ertönte dann der Preußenmarsch und Jung und Alt stimmten fröhlich ein. Kräftig klang er au» dem Gefolge der Erwachsenen, dar dreimal länger war, al« her ZV 446 — Zug der Kinder. Nach einer kurzen Ansprache des ersten | Besonderes vorfällt, so wird es das Thema sein noch drei Lehrer» war die Feier für die Kinder aber nur für die I Wochen lang bis zum nächsten Jahrmarkt. Kinder — beendet, die nun vergnügt nach Haufe gingen- Jetzt ging es zum lustigen Tanz. W Der Bauer Sommerfeld, der die größte Stube im Dorfe hatte, stellte dieselbe gern zur Verfügung. Tisch, Commode und Betten wurden schnell nach dem Garten gebracht und alsbald fanden sich die Bauernsöhne und Töchter, die Jnspee- toren, die jungen Forstleute, auch verschiedene junge Damen und Herren aus der Stadt dort ein. Die beiden Lehrer mit ihren Frauen folgten auch sehr bald, und wenn diese auch schon mit fünf und sieben Kindern aufwarten konnten, so fegten sie doch ganz gern noch einmal über die Dielen. Der kleine Jnspector Helm führte die Polonaise an nach den lustigen Klängen des Radetzkymarsches. Aber der kleine Helm war ein Schalk. Er führte die Gesellschaft aus der Stube in den Garten und durch die bunte Bohnenlaube ging es am Gänsestall vorüber, wo sie mit dem lauten Geschnatter empfangen wurden, das diese Thiere schon im alten Rom zur gewiflen historischen Berühmtheit gemacht. Unter Pflaumen- und Aepfelbäumen ging es zurück, den Weg entlang zwischen Runkelrüben- und Gurkenbeeten, dann an den hohen Sonnenblumen am Hausgiebel vorbei und zum vorderen Eingang wieder hinein. „Wilhelm," sagte Mutter Sommerfeld, „nun krauch mal in den Rauch und hole mal den großen Schinken und die dicke Wurst herunter, wir wollen unfern Gästen — so nannte sie die Gesellschaft — auch etwas vorsetzen. Vater, der ohnehin dazu nicht zu gebrauchen ist, ist von der Musik nicht wegzukriegen." Viele Erinnerungen waren es, die in Vater Sommerfeld wieder auftauchten; war es doch die Musik seines Bataillons, die ihn zum heißen Kampfe geführt und wenn auch nur noch Wenige dabei waren, welche die glorreiche Zeit mitgpmacht, so war doch vor Allem der Dirigent ein alter Kriegskamerad. Zwei Brode schnitt Wilhelm unverdrossen zu Stullen und „die Gäste" ließen sich auch nicht lange nöthtgen. Für einige Faß Bier hatten die jungen Männer inzwischen gesorgt, das sie eiligst von dem Gastwirth herbeigeholt. Nun kam der Tanz erst gründlich an die Reihe und alle Winkel wurden tüchtig ausgekehrt. Polka, Walzer und Galopp, auch Walzer und Damenengagement, so ging es dann egal fort, lustig und vergnügt, bis die Sonne von gestern Abend auf der anderen Seite des Hauses in die Fenster schien. Aber auch im Kruge war heute „Ballmusik". Dort sanden sich die Holzschläger, Knechte, Mägde und die sogenannten kleinen Leute ein. Nach Harmonika und Geige drehten sich die Paare nach der wilden polnischen Mazurka. Besonders oft wurde „Krakoviak" gespielt und bei dieser Polka sang dann die ganze Gesellschaft in polnischer Sprache mit; denn was bei den feinen Polen der in Rußland verpönte „Sensenmarsch" ist, der dort nur hin und wieder verstohlen gespielt wird, denn der Himmel ist hoch und der Czar ist weit, das ist bei dem gewöhnlichen Polen der „Krakoviak". Und den „Krakoviak" spielte die Fidel auf dem Jahrmarkt, die Flöte des Hirten und die Harmonika an lauen Sommerabenden vor den Hütten oder im Kruge beim Tanz. Aber die Pfeifen ließ man heute auch nicht ausgehen und von außen war kaum die Hängelampe zu erkennen, die mitten in der Stube hing und das Licht spendete; sie sah so aus wie der Mond, der einen Hof hat. Als dann später die Fenster geöffnet wurden, kam es so hoch, als wenn der kleine Mann auf dem Lande bäckt und das Holz noch grün ist. Aber auch hier herrschte die denkbar beste Stimmung und als am hellen Morgen endlich Harmonika und Geige Ruhe fanden, hatten sich schon Verschiedene im Freien ausgeschlafen und Andere gingen im Schlangenlauf nach Hause. Alle blickten aber froh zurück auf das gestrige Walvfest und nicht zum wenigsten Frau Rendant und Frau Controlleur, denn nun hatten sie wieder Stoff auf lange Zeit. Heute wird nun das Fest erst recht vorgenommen und wenn nichts Elftes Capitel. Zu den Gewohnheiten des Baumeisters Heyd gehörte ein pätes Schlafengehen und ein frühes Aufstehen. Als großer Naturfreund und ganz mit sich selbst zu- rieben, konnte er stundenlang Felder und Wälder durch- keifen. Hundertmal konnte er dasselbe sehen, dasselbe hören und sein Interesse und seine Freude daran waren immer die- elben. Wenn die goldene Abendsonne des Samstags einen schönen Tag prophezeite, dann war er schon besonders früh auf und ein Ziel war gewöhnlich die Waldeshöhe bei Jagen 14 und 15. Es war ihm eine innige Freude, zu sehen, wie die grauen Nebel in die Höhe stiegen, wenn die Sonne in ihrer majestätischen Erhabenheit den jungen Tag begrüßte, wenn Hirsche und Rehe aus dem Walde treten, scheu umherspähen und dann ruhig am Wiesenrande ihr Frühstück suchen. Amseln und Finken melden sich vereinzelt, wenn der Tag erwacht. Bald ruft der Kuckuck, dann wird es lebendiger in den grünen Laubwohnungen. Immer mehr Sänger finden sich, immer heller klingen die Stimmen, bis sie endlich einem Liede gleichen, das die Vogelschaar zum Himmel sendet. Seit des Baumeisters Anwesenheit in hiesiger Gegend war es heute das erste Mal, daß er zu späterer Stunde auf der Anhöhe erschien. Dienstlich war er verhindert, — es mochte 11 Uhr sein; aber er wollte nicht auf sein gewohnte» Vergnügen verzichten, um so mehr, da seine Arbeiten hier zu Ende gingen und er nicht wußte» wie oft er noch von hier hinabsehen konnte in die ihm heimisch gewordene Landschaft. Unter der hohen finsteren Tanne erblickte er heute zum ersten Male eine Bank — ein abgehobeltes Brett auf zwei in die Erde gerammten Pfählen befestigt. Lange konnte sie noch nicht stehen. Wer mag sie nur hergebracht haben, fragte sich Heyd. Vielleicht der alte Rudow, vielleicht war es auch der alte Herr Oberförster, der sie herbringen ließ. Einen Vers, mit Bleistift geschrieben, bemerkte der Baumeister auf derselben, er bückte sich und las: Wandrer, wenn Du müde bist, Laß Dich ruhig nieder, Denn vielleicht Du niemals siehst Dieses Plätzchen wieder I Denn vielleicht Du niemals stehst dieses Plätzchen wieder, wiederholte Heyd nachdenkend und setzte stch aus die Bank. Sinnend sah er hinaus über Waldesabhang und Wiesenrain; er konnte nicht müde werden, dieses Panorama zu bewundern, dessen herrlicher Anblick ihn immer und immer wieder anzog. An seinen Betrachtungen störte ihn das Geräusch einer Wagens, der vom Kreuzwege herzukommen schien- Es wird Jemand nach Lindenheim fahren, sagte er sich und sah den Fußweg hinab, der zum Dorfe führte. Von Weitem bemerkte er jetzt einen Menschen der Weges kommen. Er blickte aufmerksam hin und sah wieder hin- Wenn mich nicht alles täuscht, dachte er, so ist es der Oberförsters Tochter. Heyd hatte sich nicht getäuscht. Langsam ging er ihr wenige Schritte entgegen uyd grüßte sie ehrbietigst. , . „Guten Tag, Herr Baumeister," sagte Hertha lächelnd und reichte ihm die Hand. „Ich bin überrascht und erfreut zugleich, Sie hier zu sehen." „Und ebenso ergeht es mir, Fräulein Steuer." „Waren Sie schon hier oben, Herr Baumeister?" „Fast an jedem Sonntage mit Sonnenaufgang, heute war ich so früh verhindert, sonst wäre ich längst wieder fort. „Auch ich weile sehr oft hier und des Sonntags fast immer um diese Zeit." . „Aber seit wann mag nur diese Bank hier stehen, die ich heute zum ersten Male erblickte.-" „Seit vorgestern, Herr Baumeister, der Papa ließ sie von einem Holzschläger herzustellen." , „ „Und diese freundliche Einladung rührt dann auch von Ihrer Hand her?" - M - Hertha nickte leicht. „Nun, ich hatte mich als den müden Wanderer betrachtet und mich der herrlichen Natur erfreut. Sie, Fräulein, wollen nun gewiß dasselbe thun, und da möchte ich Sie in Ihrem Vorhaben nicht stören," und Heyd erhob sich. „Aber ich bitte recht sehr, Herr Baumeister, bleiben Sie doch hier, e» ist ja genug Platz für zwei, denn mich stören Sie durchaus nicht." „Wie ich sehe, befinden Sie sich recht wohl, und wie geht es Ihrem Herrn Vater?" fragte Heyd, nachdem er sich gesetzt hatte. „Danke, recht gut, Herr Baumeister, er ritt heute nach Jagen 49. Doch Sie wissen vielleicht nicht, wo dies liegt?" „Nein, ich glaube nicht, daß ich jemals dort gewesen." „Nun, so drehen wir uns um. Dort drüben über Lindenheim hinweg sehen Sie zwischen jenen Tannenwipfeln die Ihnen wohlbekannten Schornsteine der Mühlen von Heidefließ und ein wenig links ab liegt Jagen 49. Morgen kommt nämlich der Herr Oberforstmeister aus Marienwerder zur Revision, und da sieht der Vater noch einmal nach dem Rechten." „So, so, nun danke ich Ihnen, Fräulein. — Wie ich eben merke, waren Sie fromm, Sie kamen aus der Kirche, ich glaube es an Ihrem Gesangbuch zn ersehen." „Sie haben Recht, ich kam von daher, aber Sie gehen doch auch gewiß recht oft zur Kirche?" „Leider nein! Zwar gehe ich hin und wieder einmal in ein Gotteshaus, doch kommt es nicht all zu oft im Jahre vor. Sie sehen mich überrascht an, denn Sie halten mich — gewiß nicht mit Unrecht — für keinen frommen Menschen." „Ich kann nur Gutes von Ihnen denken," erwiderte Hertha. — „Ihre gute Meinung rührt mich sehr, doch gestatten Sie mir, daß ich Sie mit dem vertraut mache, was ich glaube: „Recht thun und Niemand scheuen, das sind meine Grund« sätze. — Gern will ich zugeben, daß es die Seele stärkt, das Auslegen des Evangeliums von einem treuen Seelsorger zu hören; doch sagen Sie selbst, Fräulein Steuer, haben Sie jemals in der Kirche ein inniges Gebet, so innig, wie Sie es in Ihrem Kämmerlein oder allein in Gottes freier Natur sprechen können, zum Thron des Schöpfers gesandt? Ich glaube nicht! Schauen Sie hinauf zu lichter Höhe, zu der unendlichen Wölbung des Himmels, — das ist mein Dom, das ist meine Kirche. Hören Sie nur den herrlichen Gesang der Vögel — das ist mein Gesang, meine Orgel, mein Kirchenchor, und sehen Sie hinaus, soweit Ihr Auge blickt, hier und dort und überall empfinden Sie Gottes Odem, das ist Gottes Wort, das ist meine Predigt. Unerschütterlich steht in meinem Innern das Glaubens- bekenntniß unserer Kirche; wohl weiß ich, daß ich ein sündiger Mensch bin und dennoch hoffe ich als Zöllner einst Gnade zu finden vor dem Thron des Allmächtigen." Schweigend vergingen einige Secunden- „Leider werde ich nicht oft Gelegenheit haben, von dieser Stelle herabzusehen in das liebliche Thal, das das Herz erhebt, denn meine Arbeit hier ist bald vollendet." „Sie wollen fort!" fragte Hertha und blickte den Baumeister überrascht an. „So ist es — in drei Wochen vielleicht, dann gehe ich nach der nordöstlichen Seite unseres deutschen Vaterlandes, nach Memel, Heydekrug, — dort werde ich wohl ein Jahr zu thun haben- Cs sind daselbst größere Bauten auszuführen als auf dieser Strecke und ich werde vielleicht nie mehr nach dieser Gegend kommen." „Ihr Scheiden wird uns schwer fallen," sagte Hertha ruhig. „Auch mir wird es so ergehen." Heyd fuhr fort: „Nirgends Beständigkeit, Kommen und Gehen, das ist nun einmal der Welten Lauf und wenn ich die» auch nicht ganz in diesem Sinne auf mich anwenden kann, so ist doch wenigsten« Ihr Vers ganz wie für mich geschaffen: Denn vielleicht Du niemals siehst Dieses Plätzchen wiederI" Wieder schwanden einige Secunden schnell dahin untz Jeder schien mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt. Dann erhob Hertha ihre Augen, sah ihren Nachbar ruhig an und sagte: „Herr Baumeister, ich möchte Sie wohl um etwa« bitten, wenn ich die Ueberzeugung hätte, Sie nicht zu betrüben- Ein Gedanke ist es, der mich viele Stunden, Tag und Nacht, beschäftigte und den ich nicht ergründen kann!" Ueberrascht sah Heyd in ihre treuen Augen. „Sprechen Sie nur, Fräulein Steuer, wenn ich Ihnen irgendwie und wo mit Rath und Thal mit meinen schwachen Kräften dienlich sein könnte, so würde ich es mit tausend Freuden thun für die Ehre Ihrer Bitte und Ihre« Vertrauens." „Ich danke Ihnen, Herr Baumeister, denn ich wußte, daß Sie so sprechen würden, so hören Sie denn: An einem unfreundlichen Februartage war es, leichte Schneeflocken sandten uns die finsteren Wolken, die, ein Ganzes bildend, unbeweglich am grauen Himmel hingen. Auf einer kleinen Bahnstation hielt unser Zug, der mich von Tante Walten brachte. Ein Herr stieg ein, vornehm und ernst, wie ich ihn später oft und gern gesehen. Ganz theilnahmslos für alle Anderen, schien er sich selbst genug, denn so erschien er mir. Sein Blick traf bald ein unscheinbares Mädchen, das sinnend nur an ihren Vater dachte. Doch wie ich nach dem Herrn hinüberblickte, schien er erbleicht wie ringsumher die Landschaft. — Was war es wohl, das jenen Herrn erbleichen machte? Nur Zufall war'« — so dachte ich lange Zeit- — Auf jenem Balle sah ich Sie wieder, Herr Baumeister, und lebhaft trat mir der Moment vor Augen, wie Sie damals krank den Zug verließen. Mein Interesse erwachte von Neue.n. Wir tanzten; und als Sie mich dann wiederfahen — schwand abermals die Farbe von Ihrem Gesicht und Sie glichen bald der weißen Landschaft an jenem Februartage. Jetzt war es mir fast klar, daß ein tiefer Schmerz in Ihrem Innern wohnen müßte, daß ich die Veranlassung war, dis den Sturm herausbewegte und Schmerz in Ihnen wachrief. Ich fühlte nur den einen Wunsch — Ihnen nie mehr im Leben zu begegnen, damit Sie Ruhe fänden. — Und dennoch; das Geschick führte Sie bald in unser Haus und wenn ich Sie auch dann und ferner scheinbar ruhig fand, ja, von einer imponirenden Ruhe und Erhabenheit, so schien es mir immer, als wäre in dieser Stille ein Vulkan, der nur ruhig arbeitet nach einer großen Erregung, die vorausgegangen. Oft habe ich im Stillen gewünscht, Ihr Vertrauen zu besitzen, oft habe ich gedacht: Könntest Du seine Schwester sein, Du würdest Alles daran setzen, diesen edlen Mann zu trösten, ihm Muth zuzusprechen und ihm seinen Kummer tragen helfen — denn getheilter Schmerz ist halber Schmerz. Ich wußte, daß Sie oft in unserem Walde weilten und habe oft stundenlang gesucht, und wenn ich glaubte, Sie wären dort, so erfuhr ich am folgenden Mittwoch stets, daß Sie an anderen Orten waren. So habe ich Ihnen denn heute meine Bitte vorgetragen, die mich eine große Ueberwindung kostete, die mir manche schlaflose Nacht bereitete. Verzeihen Sie mir, Herr Baumeister, ich konnte nicht anders. Erwägen Sie nun .selbst; — sagen Sie mir, daß Sie meine Hilfe nicht mögen und nicht bedürfen, dann werde ich ruhig sein, selbst wenn Sie niemals Wiedersehen dieses Plätzchen und diesen stillen Wald." Hertha war zu Ende. Als sie begonnen, klangen die vibrirenden Saiten seines Herzens wie Aeolsharfentöne in wilder Sturmesnacht. Ihm war wie einem Greise, der nach trüben Erfahrungen seiner müden Wanderjahre still und ruhig jetzt das Lied hört: „Es ist bestimmt in Gottes Rath," jenes Lied, das ihm im Knabenalter einst am Grabe seiner Mutter viele, viele Thränen, Kummer und Herzeleid gebracht. Nun, an der Wende seines Lebens, eines Daseins voller Sorgen, Mühe und Arbeit, klingt ihm aus allen bitteren Erfahrungen immer und immer wieder: Was Gott thut, das ist wohlgethan. Unzählige Bilder jagten wieder aiNseinem geistigen Auge vorüber, die er unverwandt in der Ferne erblickte. 448 «tiamm kürte er H-ribas Worte, die ihm so lieblich, so 6 bedeutend größer, als jene, welche sich von den Gebrauchs« wobltbuend klanaen wie die Schalmei desLirte« eine» schönen | gegenständen jemals ablösen können. Jene gelegentlichen Meld- Alpenlandes. — Al« sie zu Ende war, sah er zum Dom des 1 """"" ^«itunaen. daß ~eute, z. B. nach Genuß vor Himmel», hörte den Gesang der Vögel und empfand den Odem Gottes, und stille Zufriedenheit zog in fein trauerndes Herz. (Fortsetzung folgt.) Redaction: A. Gcheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schm UmverfikStZ-Buch- und Steindruckerei (Pietsch L Schehda) m GußM. ungen in den Zeitungen, daß Leute, z. B. nach Genuß von Cognac, der in Aluminiumfeldflafchen aufbewahrt war, er« krankt seien, sind demnach entschieden unglaubhaft; e» hat sich vielmehr als sichere Thatsache ergeben, daß bei den« jenigen Mengen von Aluminium, welche wir mit . den Speisen und Getränken in uns aufnehmen, Sind Eß- und Trinkgeschirre ms MtamtoumbU@e‘ gesundheitsschädlich? I -—— Von Dr. Hans Fröhlich. I ------- (Nachdruck verboten.) I M b« »«um b« RE-m hmm> mA a*"Ä, Ä w* sich die bedeutende Schwere, sowie dei manchen, z. B. blei« I f mürre Kartoffeln auf den Tisch stellen. Das ist total und rinkhaltigen, auch die umichtig; gekochtes Obst wiegt an Nährgehalt die Kartoffeln geltend. Daher ist ganz natürlich, daß die tu den letz | . . weniger empfunden, al» diese, Jahren so emporblühende Aluminium-Industrie alsbald Eß I )» leistet verdaulich ist. Im Verhältnisse zum Obst und Trinkgeschirre der mannigfachsten Art aus diesem leich« weil es Wt nmm Speise. Das Obst testen aller Metalle herstellte. Wie verhält es. sichaber mit | Blut und Knochen und wirkt anregend auf da» Gehirn den Aluminiumgeräthen in Bezug auf die Gesundheit? Zur i Obst und lasset namentlich die Kinder Obst N SS SÄ SX ÄÄ« * -«'«- * *-■ * *.»"*•• S’Xä sWJK&s -bä lichsten Erfrischungsgetränken: Wasser, Rothwein, Cognac, ge $ , >ne aene[ .um Feuer gestellt, wo man Ml unb Ä bÄÄÄÄ Iw«•*» w. bi« r.« Bewegungen beim Gehen nachzuahmen. In allen Fällen zelgten | geworden sind. Sodann treibt man sich nun an den Wandungen der Gefäße und in den Flüssig- » einem Sieb! damit in demselben die ketten selbst mehr oder weniger feinkörnige Abscheidungen, | ' $ < n rurückbleiben. Der so erhaltene Zwischen« wahrscheinlich bestehend aus Thonerde und organischen Sub- | - ,, , , h m:eher zn ben »ese[ aefiUIt und so lange stanzen Von großer Bedeutung ist es aber, daß die Menge Mschbre wird wieder n dm KeM Auu^un dieser Abscheidungen mit der Zeit erheblich abnimmt, weil der I Mei6t @{n gerinaer Zusatz von Gewürzen wie *-e m »5*»« 2tää u. ~ ist, das Ausscheuern der Gefäße zu vermeiden, damit der 1 „us unreifen Weintrauben. Man schützende Einfluß des unlöslichen Belass nicht verloren geht. | .. MBeeren mittelst einer Holzkeule und treibt den ÄÄ“?.XÄ“ * Äff Ä »■* l" minium, während sich von einem schon vorher halbstündig mit I -SopTe. , * Wasser gekochten Becher bei demselben Experiment nur 1,2 i Man »erstampse die S94™ >»»«• Wchd-M Mb. B-ch-r m« San ÄRJÄ'.“ 5. «f i- gut ausgescheuert war, wobei natürlich der schützende Belag I c .r .cMucker Diese Mischung setze L ÄLn «K -ab et bei bem £ st“ « Z'VW <=»» «'L-Nin?--ÄÄ« g««**“b muß man auf eine zweckdienliche Behandlung derselben bedacht erfrischende Limonade. * , sein. Die für, sonstige Küchengeräthe ebenso geeignete wie all- Die Beeren werden in einem Holz- gemein übliche Reinigungsmethode durch warme Soda ö ung »r-mveer-WMg sa °j^^uwarmem Wasser über« nicht zu empfehlen. Deshalb rathen die Aluminiumfabrikanten man d e Flüssigkeit ab und bringt den M st i Broschüren, die gen.»»,« R-inignng-miU-l ,» -er. Foß, ^»Siltiunb «, » m ist also nachgewiesen, daß Bestandtheile des Aluminium Faß an einem warmen Orte bis zum Frühjahre liegen, sich in Flüssigkeiten auslösen. Wirken diese nun beim Genuß I —~ gesundheitsschädlich? Um dies zu untersuchen, wurde mehre« I Verimscht-s. ren Hunden täglich eine steigend vermehrte Dosts Aluminium . .. » bem iun(ten Assessor mit dem Kutter einaeaeben. Als Folgen davon traten nur I Zurechtweisung. Nichte. »NM oem verhältnißmäßig ganz geringe Verdauungsstörungen ein Eben- I unterhalte s^ich sehr gerne - er spricht wk er ch so verhielt es sich bei zwei Aerzten, welche regelmäßige [ — Tante: „Ja, aber wie ein Buch vas man nw Mengen Aluminium einnahmen; und dabei waren diese Dosen ’ darf! __-