mb Männchen Zustande der hützten Orten, izahl im Früh, i hin, weshalb ig im Garten en behelligt zu e Ameisen im end der kalten r und Larven, eich nach dem ch jene nun ent« sie leben aus enfreunde. Zu lche gewaltsam ühe" bet ihnen urch Streicheln n Kiefern zum sie dann be« tune Käserchen sie gern, um irrte Flüssigkeit m drängen sich allen zusammen wieder etwa» und Heide al» Insekten, weicht leben die Po« sinter hindurch munterer Gram liebsten die und mit ihren nne beschienenen te der Gletscher- denen Sommer- tswetse, welch tgegengesetzt ist. men Beobachter An düsteren, irrt, aber wenn einige Stunden regt und belebt sichen der steten le den Ausgang msgang." Braut ist ja ein taatspapier- Kunde: „Aber, chlen sind schon anz gut ist." - n nicht schlecht, gut." Schwiegervater mdin besuchend): wch ganz?" - ihnachten ab. iba) in Gießen. Samstng den 1 •• vv amimoldkr WtrrhattungMatt jintt Gießener Amriger (Genrrat-Anzeiger). 1895 Der rechte Erbe. Nonette von A. Nikol«. , (Schluß.) In der Sommer- Hellem Sonnenschein treibt Röschen ein letzte« Mal ihre Ponnys durch die Thore von Lorrtngs« höhe. „Leb' wohl, mein geliebtes Heim, mein theure» LorrtngS- höhs, leb' wohll" schluchzt Lucy, al» sie die schattige Lindenallee hinabfahren. Röschen aber spricht kein Wort, auch schaut sie nicht zurück; ihre Lippen beben — da» ist Alle». Al» sie, auf dem Bahnhof angelangt, der armen Lucy zu einem bequemen Platz verholfen hat, kehrt sie noch einmal zurück und küßt die beiden Ponny» mit inniger Zärtlichkeit. Dann wendet sie den Kopf und steht sich Auge in Auge mit Walcker. Tiefe Trauer spricht au» seinen Zügen; doch seine Lippen blieben stumm. „Abschied nehmen ist stet» schmerzlich," hebt Röschen endlich mit unsicherer Stimme an, „besonders von allen lebenden Wesen. Mein armer Han» und Life — was mag au» ihnen wohl werden?" fügt sie hinzu, während ihr Auge den grauen Ponnys folgt, wie sie dahtntraben im Hellen Sonnenschein- Dann wendete sie sich ab, um ihre Thränen zu verbergen. „Wie stark Sie sindl" spricht er. „Der Schmer», von Lorringshöhe zu scheiden, bricht Ihnen fast da» Herz und doch wollen Sie e» nicht eingestehen." „So leicht bricht Einem da» Herz nicht," entgegnet Röschen mit trübem Lächeln. „Ich weiß auch kaum, wa» ich empsinde. Jedenfalls muß ich jetzt stark sein, um für Lucy arbeiten zu könn n." So schieden die beiden Schwestern von Lorringshöhe. Mit thränenüberströmtem Antlitz, mit einem jungen Lorrlngshöher Kätzchen auf dem Schooß und einem Strauß köstlich duftender Rosen aus dem lieben alten Garten in der Hand, schaut Lucy sehnsüchtig zurück nach dem theuren Heim. Walcker aber sieht nur Röschen mit den tieftraurigen Augen und dem bleichen Antlitz, aus dem der letzte Blutstropfen gewichen ist. e • „ 9 Es ist ein feuchter nebliger Tag im November, an dem Röschen durch die schmutzigen Straßen von Wallstadt schreitet. In alter Weise trägt sie den Kopf stolz erhoben; ihre Züge sind noch so edel wie vordem; doch in ihren Augen liegt ein bekümmerter Ausdruck, den sie auf Lorringshöhe nicht hatten. Vor einem Tapifferieladen bleibt sie stehen und mit enttäuschtem Blick schaut sie nach einem gestickten Teppich und einer Decke, die im Schaufenster hängen. Lucy» Werk — noch immer nicht verkauft! Hinetngehen wäre nutzlos; traurig lenkt Röschen ihre Schritte heimwärts. Sie versteht das Sparen nicht genug; ihr regelmäßiges Einkommen schmilzt schnell zusammen. Die arme Lucy bedarf der Weines und mancher anderer kleiner Extravaganzen. „Die Wohnung ist zu theuer für uns," denkt Röschen traurig. „Es bleibt uns zu wenig zum Leben. — Schon habe ich Schulden gemacht. Was soll noch daraus werden?" Mit glühenden Wangen und bang klopfendem Herzen tritt sie muthig in den nächsten Putzmacherladen und fragt schüchtern, ob man nicht Arbeit für sie habe. Aber man mißt sie mit mißtrauischem Blick; traurig und enttäuscht geht sie weiter durch Kälte und Regen. Als sie daheim in die bescheidene Wohnung tritt, schaut Lucy, die bei mattem Lampenlichte fleißig ist, rasch von ihrer Arbeit auf. „Ist meine Decke verkauft?" fragt sie schnell. „Noch nicht," versetzt die Schwester traurig. „Wozu mich weiter dann bemühen? Fast scheint'» unmöglich, irgend etwa» zu verkaufen," spricht entmuthigt die Kranke, läßt die Hände mit der Arbeit sinken und lehnt sich müde in den Stuhl zurück. Schweigend tritt die Schwester an das Fenster und läßt ihr Auge mit trübem Blick auf der Landschaft draußen ruhen. „Ich fürchte, die Wohnung ist zu theuer für uns," spricht sie endl.ch in leisem, bekümmertem Ton. „Noch ärmlicher wohnen? O Röschen, wie traurig wäre da» für mick, die ich Tag für Tag hier sitze und nie das Hau» verlassen kannl" „Ja, Lucy, Du hast Recht," spricht die Schwester, bückt sich und küßt die Arme. „Wir bleiben hier. Ich werde wohl noch andere Arbeit finden." 180 - Sie spricht ss hoffnungsvoll — wenn sie doch auch so fühlte I Doch Lucy hat volles Vertrauen zu dem Muth der edlen Schwester und trocknet ihre Thränen. «Herr Walcker kommt heute zum Thee," spricht sie; „vor einer Stunde war er hier und sagte, er käme wieder." Ist es des Feuers matter Schein, der Röschens Wangen plötzlich so erröthen macht? Mit einem Male ist sie wie verwandelt; aber nur die schwache Flamme sieht das Lächeln um ihren Mund, das Glück in ihren Augen. All' diese Monate hindurch ist er ihr Freund gewesen. Armuth und Sorge hat sie einander nahe gebracht, wie in glücklich ungetrübter Zeit re nie hätte kommen können. In vergangenen Tagen hätte die stolze, glückliche Besitzerin von Lorringshöhe bet der Idee gelacht, daß der Ton von eines Mannes Stimme, die Berührung von eines Mannes Hand ihr leichtes Herz könnte schneller schlagen machen. Doch jetzt, wenn sie die Wahl hätte zwischen ihm und Lorringshöhe, würde ihr theures, altes Heim nur wenig Aussicht haben. Wie plötzlich sich besinnend, ruft sie dann schnell: „Wir haben nichts zum Thee I Und, Lucy, Du weißt, wie angestrengt er des Tages über ist und des Abends dann der kräftigen Kost bedarf. Ich eile, um schnell noch etwas einzukaufen.' Mit der kleinen, schlechtgefüllten Börse in der Hand läuft sie davon, nach alter Weise mit ihrer hellen Stimme ein munteres Liedchen trällernd. „Wie schade, daß auch er so unvermögend istl" denkt Lucy, mit sinnendem Blick in die Flamme schauend. Mit vor Freude strahlendem Auge, mit leerer Börse und vollem Korb kehrt Röschen heim. „Hier ist Fleisch, große schöne Eier und frische Butter I« ruft sie voll Stolz. „Lucy, schau', war ich verschwenderisch? Ich kaufte eine Flasche guten Weins — es ist so kalt und ungesunde, feuchte Luft," setzt sie, halb entschuldigend, hinzu und schaut auf ihre Schätze nieder, aus Furcht, die Schwester könne ihre vor Glück und Freude strahlenden Augen sehen. Dann macht sie sich behend daran, den Tisch zu decken. „Wenn wir nur, wie einst auf Lorringshöhe, ein paar schöne Rosen für unsere Tafel hätten," meint sie lachend, mit vergnügtem Blick noch einmal Alles überschauend. Man hörte Schritte auf der Treppe und gleich darauf tritt Walcker bei ihnen ein — mit einem Korbe in der Hand. „Sie sind mir doch nicht böse?" spricht er, zu Röschen gewandt. „Ich habe Geburtstag heute; gern hätte ich meine Freunde im eigenen Hau» gesehen. Doch, da ich wußte, Lucy konnte nicht kommen, bringe ich mein Geburtstagsmahl mit her zu ihr." „Herr Walcker . . . ." hebt Röschen verlegen und et# röthend an. „Wenn Sie mir zürnen, will ich wieder gehen. Doch ist's ein traurig Ding, allein zu trinken auf das eigene Wohl I Ich ward so reich bedacht mit allerhand Geschenken." Ohne noch der Worte mehr zu machen, setzt er den Korb nieder und hebt den Deckel. „Zuerst hier diese Blumen — ein Strauß Reseda und duftender Veilchen!" „Wie die Blumen auf Lorringshöhe!" haucht Röschen. Indem er ihr die Blumen reicht, hebt er den Blick und ihre Augen begegnen sich. Die Veilchen reicht Röschen der Schwester, die Reseda behält sie für sich. „So üppig, so schön, so duftend, als wären sie aus meinem Garten!" spricht sie weich. „Das sind sie auch," erwidert Jener schuldbewußt. — „Doctor Sinklar sandte sie mir. Und diese Vögel," fährt er fort und zieht ein Bündel Schnepfen hervor, „die geben Sie Ihrer Magd, daß sie sie zum Abend bereite. Ist's mir ge» stattet, so bleibe ich heMe hier." „Gern," versetzt Röschen herzlich. „Warum aber haben Sie all' Ihre Schätze uns gebracht?" „Weil sie von Lorringshöhe sind," antwortete er schnell, „und Sie darum das meiste Anrecht darauf haben. Auch möchte ich bitten, daß Sie und Lucy auf meine Gesundheit trinken," fährt er fort, zwei Flaschen Champagner aü» dr« Korbe nehmend. „Die aber sind nicht von Lorringshöhe," sagt Rösch, in fast verweisendem Tone. „Herr Walcker, Sie sind;t verschwenderisch!" „Rur einmal im Jahre — nur heute an meinem @( burtstagsfest," antwortete er lächelnd. Den ganzen Abend hindurch trägt Röschen den klein! Strauß Reseda von Lorringshöhe an der Brust. III. Drei Tage später — drei kalte, trübe Rovembertag« - schreitet Röschen durch die nassen, schlüpfrigen Straßen m Walckers Seite in ernster Unterhaltung. „Ich will Alles thun — will jedwede Stellung annehm» aber die arme Lucy muß bleiben, wo sie ist. Ich werd! arbeiten; wie viele Mäschen und Frauen helfen sich feltz ständig durch die Welt." „Sie aber paffen für ein solches Leben nicht." „Dann muß ich's lernen," entgegnet sie. Und wie j um die Straßenecke biegen, fügt sie hinzu: „Ich hoffe, Luc;! Arbeit hängt nicht mehr am Fenster- War sie gestern Aber! noch da?" „Ich kann mich in der That nicht entsinnen," entgegnt! er und meidet ihren Blick. „Sie haben wohl kaum daran gedacht," lacht sie uni schaut zu ihm auf. Doch bei dem zärtlichen Ausdruck, mit dem fein Auge auf ihr ruht, senkt sie rasch die SBimpttn; schneller schlägt ihr Herz und dunkle Röthe färbt plötzlich ihn Züge. Hat sie in vergangener Zeit wohl ein Glück gekannt, das dieser stummen Liebe glich? Sie haben den Laden erreicht und Röschen hat bii Freude, den Platz leer zu sehen, wo Lucy» Arbeit hing. Während ihr Begleiter draußen auf sie wartet, triff Röschen ein. Kaum fünf Minuten später kehrt sie froh is erregt zu ihm zurück. „Fünfzig Mark! Wie wird sich Lucy freuen! Wer «. die Arbeit wohl genommen haben?" „Was liegt daran?" erwidert Walcker und fährt dm plötzlich fort: „Ich habe eine Neuigkeit, die auch Sie uii Ihre Schwester interessiren wird." „Eine Neuigkeit?" „Ja; ich hörte, Ihr Vetter Humbert Lorring gedenk« sich nächstens eine Frau zu nehmen." „Ich kenne ihn nicht — weshalb sollte e» mich denn in teresstren?" „Wenn er ledig bliebe, würden Sie einst wieder Herrn der Besitzung werden," fährt Jener fort und schaut da» Md chen forschend an. „Meinen Sie nicht, daß ich auch ohne dies könnte ßlfii' lich fein?“ versetzte sie weich, doch ohne auszublicken. „O ja, da» glaube ich wohl. Doch wenn Sie morgn hörten, es sei ihm irgend etwas zugestoben, Lorringshöhe fti wieder Ihr Eigenthum — wären Sie darob nicht glücklich! Kehrten Sie nicht froh dahin zurück und vergäßen gern d« jüngsten trüben, sorgenvollen Zeit?" „Warum sagen Sie mir dies Alles?" Ein Blick aus ihren Augen — und Glück und Fren! strahlt aus seinen Zügen. „Röschen," hauchre er, „rathe ich recht? — Wenn § die Wahl hätten zwischen Lorringshöhe und mir — » wählten Sie?" „So können Sie noch fragen?" entgegnet sie mit stolzes glücklichem Gesicht. Und in Regen und Kälte wiederholt sich die alte, B Geschichte. „Aber ich bin so arm," kommt es stammelnd von M chens Lippen; „ich wäre Dir doch nur eine Last." „Muß mich die Arbeit nicht glücklich machen, wen« für Dich ist, für meine kleine Frau!" entgegnete er voll ®>0-! und Glück- - 131 - pagner aüs dr« / sagt Rörchj, ;r, Sie sind n an meinem @t ichen den liefe cust. siovsmbertage - igen Straßen s> ellung annehme« ist. Ich werd! »elfen sich sM Nicht." te. 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Er steht dabei und schaut ihr lächelnd zu, und wie sie seinem Blick begegnet und fühlt, daß sie allein es ist, die feinem Leben diese Freude bereitet hat, fühlt sie ein Glück in ihrer Brust, wie sie es nie zuvor empfunden. Wie glücklich ist auch Lucy ob der Neuigkeit I „Nun werden wir uns nie mehr einsam fühlen," spricht sie erfreut. „Und ich, mein Nörchen, will fleißig sein und so viel ich kann, das Meine thun, in Deinem neuen!! Hausstands Dir zu helfen." Wie glücklich sind die Drei an diesem Abend! Und wie es kam — sie wissen's selber nicht; bald lenkt sich das Gespräch auf Lorringshöhe. Walckcr bemerkt, wie Röschens Stimme zittert und ihre Augen sich mit Thränen füllen, als sie des lieben alten Heims gedenkt. „So sehr noch sehnst Du Dich nach Lorringshöhe zurück?" „O nein," versetzt sie lächelnd, „ich habe ein weit größeres Glück gefunden, als mir verloren ging." Er schaut ihr in die lieben blauen Augen und ist zufrieden. „Würdest Du Wallstadt sehr ungern verlaffen, Röschen?" „Nein; ich bin zufrieden, wohin Du gehen willst." „Ich habe meine Stellung hier aufgegeben." Röschen ist es recht; ihre Hand in der feinen, sitzt sie da und schaut mit frohem Auge in die Zukunft, die so hell und rosig vor ihr liegt. Es schwebt ihr eine kleine ärmliche Wohnung vor — vielleicht in einer schmalen engen Straße; aber sie sieht sich froh und glücklich, wie sie auf des Geliebten Heimkehr wartet. „Soll ich Dir ein Bild von unserem einstigen Heim entwerfen?" fragt er zärtlich. Sie nickt. Er ergreift auch die andere Hand und hebt an: „Wir werden auf dem Lande leben." „O, wie mich das freut!" haucht Röschen weich, als sie der grünen Wiesen, der goldenen Felder und der schäumenden Bäche gedenkt. „In einem langen, niedrigen Hause mit vielen Essen und Giebeln, und einem großen, altmodisch angelegten Garten mit vielen hohen, alten Bäumen; in der Ferne sieht man den Fluß, wie er sich zwischen Feldern und Wiesen hinschlängelt." Mit halb erschrecktem Blick und bleichen Wangen schaut Röschen zu ihm auf. „Das wäre ja wie in Lorringshöhe," spricht sie;s „ein solches Heim finden wir niemals wieder." Er nimmt ihr lieber Gesicht zwischen die Hände und schaut ihr in die sanften blauen Augen. „Warte, mein Liebling, bis ich zu Ende bin. — I» unserem Heim sehe ich ein großes Zimmer mit eichengetäseltem Fußboden und kostbaren, antiken Porzellangefäßen voll Rosen und duftender Maiblumen auf dem Tische; ich sehe, wie meine kleine Frau mir entgegenkommt und mich küßt, mich zärtlich küßt, wie ich Dich jetzt küsse," und damit beugte er sich zu ihr nieder. „Nicht doch, spricht sie fast schmollend, „warum ein Heim mir vorspiegeln, wie wir es doch nimmer haben können?" Wider Willen werden ihr die Augen feucht. r - Beim Anblick ihrer Thränen schwindet das Lächeln aus unb seine Züge nehmen einen unend.ich zärtlichen Ausdruck an. „Röschen, erräthst Du nichts.? - Muß ich es Dir also lagen?" 34 verstehe Dich nicht," erwidert sie und duckt verwundert zu ihm auf. .. , "Jo laßDir sagen, Geliebte, daß das Haus, Dein liebes, altes Heim Lorringshöhe, seiner Herrin wartet!" ? Was ist geschehen? Ist Vetter Humbert todt? fragt Röschen ganz erschrocken. „O nein," fährt Jener lächelnd fort; „doch sr gedenkt sich eine Frau zu nehmen." „Ich verstehe Dich nicht," erwidert Röschen sinnend. Da schließt er sie in seine Arme. „Kind, Liebling, räthst Du es denn nicht? — Wird e» Dich glücklich machen? Und wirst Du mir verzeihen können, daß ich Dich die ganze Zeit hindurch betrog? — Auf andere Weise hätte ich mir Deine Liebe nimmermehr erwerben können!" Halb erschrocken, halb beglückt sieht sie zu ihm auf. Mit einem Male fallen all' ihre Pläne, die sie über da» Glück süßer Armuth geschmiedet, zusammen. Ihre bebenden Lippen haucken: „So bist Du Humbert Lorring und ich —" „Du bist Herrin von Lorringshöhe," vollendet er schnell. „O sag', Geliebte, daß dies in Deiner Liebe keinen Unterschied macht," spricht er mit bittender Stimme, denn der Wechsel auf ihrem Antlitz entgeht ihm nicht. „Röschen, schau' mich an!" Der Ausdruck eines leisen Schmerzes, der aus seinen letzten Worten klingt, er dringt tief in ihr Herz, — ein Blick, ein einziger Blick, und die stolze Herrin von Lorringshöhe, sie ist für immer besiegt. ♦ „Ich glaube wahrlich, Röschen thut es leid, daß sie nicht arm ist, wie sie wähnte," sagt Lucy lächelnd. „Sie vermag noch kaum zu fassen, daß Walcker und Humbert Lorring ein und derselbe sind." Strahlenden Auge» spricht Lucy von ihrer baldigen Rückkehr nach Lorringshöhe, ihrem alten, lieben Heim. Aber den anderen Zwei, deren Augen die Sprache der Liebe reden, denen gilt Reichthum und Armuth gering, so lange sie einander beglücken. Das Martern der Hluhthiere. Von Oskar Kresse. '------- (Nachdruck verboten.) Die wissenschaftliche Vivisection ist ein nothwendiges Uebel, zu diesem Resultat wird jeder vernünftige Thidrfceund nach reiflichem Erwägen des Für und Wider mit Resignation gelangen. Denn zur Ergründung der Krankheitserscheinungen am menschlichen Organismus und der Mittel zur Beseitigung derselben ist es nothwendig, daß Versuche am lebenden Thiers angestellt werden, da man auf andere Weise unmöglich zum Ziele gelangen könnte. Das Secieren der Leichen läßt sich mit dem Auseinandernehmen unbekannter stillstehender Maschinen vergleichen, wobei man wohl die Zusammensetzung derselben auf das genaueste kennen lernen kann, nicht aber den Betrieb selbst. Dieser läßt sich nur erforschen, während das Werk im Gange ist, und daher ist es gekommen, daß wir über den Blutkreislauf in unserem Körper erst unterrichtet sind, seitdem durch das Bloßlegen des Herzens und anderer wichtiger Körpertheils am lebenden Thiere Beobachtungen in dieser Richtung gemacht worden sind. Ebenso hat man die Funktionen der einzelnen Theile des Gehirns und deren Einwirkung auf die Bewegungen der Muskeln vermittelst der Nerven dadurch festgestellt, daß man nach Lähmung eines bestimmten TheilS des Gehirns besonders an lebenden Hunden beobachtete, welches Glied resp welche Muskel unbeweglich geworden war. So reichte ein Hund, welcher gewöhnt war, auf Verlangen mit der rechten Vorderpfote zu grüßen, dem Vivisector, der ihm den integrirenden Theil des Gehirns zu dieser Pfote zerstört hatte, auf dessen Aufforderungen mit traurigen Blicken die linke, nachdem er mehrmals vergeblich versucht halte, die rechte zu bewegen. Bekannt ist es, daß man, um die Natur der Arzneien, Gifte und eventuellen Gegengifte dafür zu ergründen, mit lebenden Thieren experimentieren muß Ebenso werden die Kenntnisse von der Uebertragbarkeit der Kranlheiten und die Mitts! zu ihrer Verhütung durch Versuche an Thieren gs- •I Echryda. - Druck und Verlag der Brühl'schen UniverfitLtS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Ech-Yda) i* uM. d.bw-n,.° g-ÄÄÄÄS Thiere der wissenschaftlichen VwlsectlON zum Ofer fallen, da I beil^ Jllustrirte Klassiker-Bibliothek mit Chamissos innigen Gedichte e« doch zu einem oernü stigen Zweck, zum Herl der leidenden . * Menschheit geschieht, im Vergleich zu dem sinnlosen Hinschlachten I täubung! Dress grausame Unsitte ist bet UN» so zur Sitte i unfcr ^gthwild zu kreuzen, setzt böhmische Fasanen au« Uli geworden, besonder« auf dem Lar de und in den Heineren I sucht den nordamerikanischen und auch den mexikanischen Wildputer k« Städten, daß wir die Qualen gar nicht bemerken, unter I uns zu akklimalisiren. Mit dem mexikanischen Trutwild, dem sogenciUM denen da« kleinere Schlachtvieh, wie Kälber, Schafe, Zregen I Bronzeputer, sind die Versuchs nicht so gut gelungen, das norda» Beim Bauer Müller ist heut Schlachtfest. Der Schlächter | Handlungdes ^Herrn br. Koepei t Altenburg m der bekannten Ich ist schon früh zur Stelle. Um sechs Uhr siedet das Wasser I Zeitschrift „st. s«b»rt«s« (Verlag Cöthen in Anhalt) ist der n°ri im Kellel da« Stecken de« Schweine« kann also beginnen, I amerikanische Wildputer in den int Herzogthum Altenburg belegcnc noch zuvor die Kinder zur Schule gehen. Nachdem man auf | Leinawaldung-n schon vollkommen emg^burg-rt. dem Hofe eine Schütte Stroh ausgebreitet hat, begibt sich I Sehrbemerkenswerthe„VerbesserungenimEisenbahn«>esess der Schlächter in den Stall und befestigt einen Strick an I firingt im iü„8ften Ci3.) heft d-r iüustrirten Halbmonatsschrift ,Vo» einem Hinterbeine de» nicht« Gute» ahnenden und sich mit I zum nutet* iStuttgart, Union Deutsche V-riagsge,!,,- n n ftrÄnhonhpn F'biere« Nun wird e» rückling» I s chast. Preis d-s Heftes 75 Pfg.) cm Auf,atz tn Anregung, den ■ allen Ktästen sträubenden DhiereS ^n w ro es ruuung» i v v 8ej* ^pfehlen möchten. Die Art,« herauegezogen und je eine erwachsene Person padt e« an I ,unfcren verschiedenen deutschen Systemen, insbesondere >. den lang herabhängenden Ohren, um e» nach dem Slroytager I p^ußischen, bei aller Anerkennung ihrer guten Seiten sachkundige fc tu diriairen. H er wird da« Schwein auf die Seite ge- I fleübt unb insbesondere auch die volkswi th chastliche Seite der Ws Morsen und einige Männer halten e« fest, indem sie sich mir I ins richtige Licht gestellt wird läßt annehmen daß sich unter te der Wucht ihres Körpers darauf legen Der Schlächter I „Chiogsia" m kniet am Hälfe de« Thiere«, wahrend er den einen Fuß auf I y Ureibofer auj bag ästhetische hinüber. Eine Reche von OrigmalskiW den Kopf desselben stellt und diesen dadurch zu Boden drückt. I au§ tzer Studi-nmappe von Fr. Kallmorgen schildert uns die malerhcht, Do» Geschrei de« Schweine» wird noch übertönt durch den I Reize der Fischerstadt in der Lagune, die von den gewöhnlichen Sterblich!, SuM d°. weite dn „Sn" l« solche« Schauspiel nicht ungenoffen vorubergehen laffen kann I Sjä($er unb roer für die Sterne der Bühne, lnteresstrt, b(6 Und auf dem Leibe de« Opfer« Plötz genommen hat, soweit I vermittelt' C. Frank Dewey in seinem „Besuch bei Miß Lillian Nussill iolcker irgendwie vorhanden ist. Nun stlcht der Schlächter I bie Bekanntschaft einer amerikanischen Operettensängerin, die ihre dir da« Opfer tn den Hal«. Sofort spritzt ihm da« warme Blut maligen Triumphe ebenso ihrer Kunst wie ihrer pikanten Schkmp Über Meffergriff und Arm, bi« e« dann ruhiger in eine verdankt. „ * . davor gehaltene Schüffel fließt. Jude« macht natürlich da« I Beßen ausländischen Romane und Novellen i« gefolterte Thier unter anhaltendem Geschrei die heftigsten I deutschen Leserwelt in guten Uebersetzungen zu verdolmetschen, das« Anstrengungen, sich von seinen Peinigern zu befreien; doch I die Aufgabe, welche sich die bekannte Halbmonatsschrift -««« kremdt di« SNW-M--N sich »Ich! « M’«”«•»** h, je mehr da» Schwein schreit, desto beffer ist e», denn 1 »&' er b innt mit ben bxej großen Romanen: „Madame Chrys«» bei jedem Schrei spritzt da« Blut lebhafler au» der Wunde I t^me« Oon sßiene Soti( ein ebenso unterhaltendes ms liebenswürdig« hervor. Höll der Quell aber zufällig auf zu fließen, so I Lebensbild aus Japan, das bei den augenblicklichen Vorgängen mL zwischen ist die davor gehaltene Schüffel voll geworden, sie I frappirenben Streiflichtern auf die Culturzustände im modernen Zar« muß entleert werben. Bl« dies geschehen, hält der Schlächter I rcicf^ unb ^Teß" von Thomas Hardy, das anerkannte Meisterwerk 1 die Wunde mit der Hand zu! Man mag sich eme Vorstellung I modernen realistischen Erzählungskunst Englands. An diese wer' von den Schmerzen de« Thiere« machen, in deffen Halse I sich später die neuesten Romane von Alphonse Daudet „Tl- k- Wit b.m Mschm-si» «Uf biefe »die g# »«■ den ist. (Schluß folgt.) I iiegenben ersten drei Heften die kleineren Erzählungen „Ein gru^in! I träum" von Gestur Pälsson, die „Stria" von A. Fogazzaro, < a.aaaa ».XS*I Tscherkeß" von W. Korolenko und im Feuilleton die Aufsätze | mord aus Liebe" von Cesare Lombroso, die „weiblichen Studmt , ,, r mlt, a„ u.r I Amerika" von G. St. Aubin, Emile Zola über „Rom" K. ” Unverbesserlich. Mama: „Weißt Du auch, daß 1 auc§ bct neuc Jahrgang mit Glück in die Fußstapfen ferner Borg« Tommp Jone» sich gestern beide Ohren erfroren hat?" — | Das erste Heft des neuen Jahrgangs ist in jeder Buchhandtun, I Johnny: „Ja, Tommy hat eine sehr gute Mama; die läßt Ansicht zu habem ■___„ Der von Eggor scheu Alpe die berück Lage dies Rupprecht der farbei daran zu zu versuck Der beanlagte Spiel uni lieber feit lichen Sli Erbgut a nehmen > aurschwei Vor seine sich die Z und zöger Wege wä nach den Kau wo die € Tisch bei stürzte sic gekleibetei spitzen S „Gi bentscher heißt, ro, hier im suchen w «D- wiberte ( gchenber