dem heroischen j m der Stadt, wollte, wurde verbreitet und ! heldenhaften oention accep« ib glorreichen ausgeführten nächsten Tage fischen Armeen ll in's Haupt- it hatte. ib in Verdun )er Präfident an und der mit Alexander f. in guillotinirt lorifizirte, be- ierdun, indem rußen, welcher err der Stadt düng folgt.) n. Netter? tet. nb. Fr. Tr. । in Gießen. n Nr. »8. , /ä) Dienstag i>en 13. August. _ E. R — 1 . . ... _____r- —- ,t - - W '—-------------- —----------- —.... ,r^ Q. - ~linrT?'*,ii^—»-4—.•* WJ UnterhaMngsblatt zum Gießener Anzeiger (General-Anzeiger). r- ♦ V♦ V •• V V ammeoidkr t z -s -» - ..r' >ä jL_y -• /. MWWWMMIMZMEWVZLsMWTANME St Dora. Novelle von Marie Treuter. (Fortsetzung.) Dora war den Tag über schweigsamer als gewöhnlich und wich den Blicken meine« Bruders geflissentlich aus. Mit heimlicher Angst beobachtete ich von jetzt an mein Kind. Es war nach meines Bruders Abreise oft zerstreut, und ich fühlte instinktiv, daß sein Herz ein Geheimniß bewahrte, welches es der M, tter nicht anzuvertrauen wagte. Was sollte, war konnte ich thun? Sollte ich den Ort verlassen, ehe Dora noch über die Gefühle ihres Herzens klar würde? Ich vermochte es nicht. Eine geheimnißvolle Macht fesselte mich an diesen Ort, die Macht der blauen Augen. Wieder kam ein Sonntag, und da ich mich wohler fühlte, so gedachte ich mit Dora dem Gottesdienste in der kleinen Dorfkirche beizuwohnen. Gewöhnlich bestanden die Andächtigen meist au» den Anwohnern des Ortes, diesmal aber waren fast alle Plätze der kleinen Kirche mit Kurgästen besetzt. Die Landleute brückten stch in bie Ecke und stiegen auf bie Emporen. Dora stand mit vielen Anderen im Gange neben den Bänken. Da» Lieb, welches vor bem Beginn ber Predigt von der Gemeinde gesungen wurde, war beendigt, unb darauf horte man bie Schritte des Prebiger« auf ber Kanzeltrepps. c ,'?h iU ®?ra hinüber. Freudiges Erstaunen malte sich auf ihrem Antlitz. Jetzt ertönte eine Stimme leise, gedämpft unb dennoch In lebet Silbe deutlich. Diese Stimme zwang mich, empor« zublicken. Da stand er, hoch aufgerichtet, die Hände etwas er» hoben, den Blick nach oben gerichtet, dem Bilde eines Apostels gleich. Nachdem er ein kurzes Gebet gesprochen, folgte die Verlesung des Evangeliums, 1. Corinther 13. 1 — 13: «Wenn ich mit Menschen und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz und eine klingende Schelle." Voll und .mächtig tönten jetzt die Worte von seinen Rippen. Ich schloß die Augen und gab mich traumverloren dem Zauber dieser Stimme hin. „Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebs, diese drei; die Liebe aber ist die größte unter ihnen." Wieder blickte ich empor, fast in demselben Augenblick sah auch er nach unserem Platze herüber. Ich sah, wie er augenbicklich zusammenzuckte und eine Röthe seine Stirn und Schläfe überzog, wie sich ein dunkler Schatten über seine lichten Augen breitete. Dora» Anblick hatte ihn verwirrt, e» unterlag keinem Zweifel, er liebte ste. Wie im Traum hörte ich bie Predigt, vernahm ich ben Gesang der Gemeinde. Mit wankenden Knieen verließ ich, auf Doras Arm gestützt, das Gotteshaus. „Ist Dir nicht wohl, mein Mütterchen?" fragte sie, stch tief zu mir herabbeugenb. Dabei sah ich, baß ihre Wangen brannten. ' - «Führe mich zu ber Bank unter ben Akazien, Dora," sagte ich mit erzwungen ruhiger Stimme, „bie feuchte Kirchen« lüft war für mich keine paffenbe Atmosphäre." Seltsam, Dora schwieg, träumerisch ging ste neben mir her, bis wir bie Bank erreicht hatten. Ich fühlte, baß ich allein sein mußte. „Nimm Dein Bab, Dora," sagte ich schnell, „ich werde Dich hier erwarten." Dora gehorchte. Ich war allein, für nur wenige Se« künden nur, denn schon erklangen Schritte ganz in meiner Nähe. Vor mir stand der Mann, dessen Bild meine Seele folterte und den mir ein merkwürdiges Verhängniß selbst an den einsamsten Orten in den Weg führte. Sine Bitterkeit ergriff mein Herz, welche mir die Kraft gab, dem Manu ruhig in die leidenschaftlichen Augen zu blicken. „Sie hier, Madame?" redete er mich an. „Welch glückliches Geschick führte mich an diesen Ortl" Ich zwang mich zu einem höflichen Lächeln, bet Muth begann mir nachdenklich zu sinken. Er nahm an meiner Seite Platz, er fragte mich nach meinem Befinden, bedauerte mein längere» Unwohlsein. Alle seine Worte klangen hastig, aufgeregt. Dann schwiegen wir Beide minutenlang. Ich machte eine Bewegung, um mich zu erheben. Diese Bewegung rüttelte ihn au» feinen Träumereien. „Wollen Sie mir eine Viertelstunde Gehör schenken, - 378 - Madame/' ftagte er hastig. „Ich möchte Ihnen etwas er- z cm v Ä zählen, Sie um etwas bitten." | zUl QD (TtttF* 94 erschrak nicht über seine Worte, ich wußte ja um war er bitten würde w U0ie ,0/ um r 9toman *"4 5 ct ,Un 6a,bou uttb 8- Morr««». .Bitte, «Wen' Sie," fegte ich mit eilig« Ruh«, r, ®r sah mich an, fragend, befremdet. Sein Blick erhellte I (Fortsotzung.) - Säpiftwusts'i * — MÄsa ?s,r—-—- « fJSrsSS EndliL^kam " ^sprächen genügend scheinend wollte. I Herzog von Braunschweig versprochene Strafe aufruerleaen N'h kam eine Aufforderung von einer der größten Küsten- Keine Festung, SWäsSä“ = J? gefiel mir dort sehr gut, nur Eines fehlte mir, eine „ Die Garnison von Verdun wurde mit kriegerischen Ehren Genosstn, eine Lebensgefährtin. Man sandte ste mir nach, I Atlassen. Sie defilirte mit Waffen und Gepäck. SrS t, e en meiner Amtsgenoffen in den fremden Welt- I . t Lefebvre, zum Capitän ernannt, wurde mit dem 13. ^n° lyenen. i santerie-Regiment der Nordarmee zuaetbeilt und , ein lu^es sanftes, blondes Mädchen, das man I t[eine Alice mit sich, welche durch den Wahnsinn 98h6e hatte, und welches aus I Srer Mutter eine Waise geworden war. So machte^ man M»nn?^,^be über das Meer ging, um einem wildfremden I W wieder auf den Weg, Zorn und Hoffnung auf Revanche ^ben zu reichen. Wir führten I itt* Herzen, und Alle schwuren sich, die übergebene Stadt bald S Nes, friedliches Leben mit einander, indem wir vereint w eder zurückzuerobern und die Preußen und Oesterreicher »ÄWSÄS 8Ä'm"etMe8t“ä‘6"- L.'S Ä,Ä “ Me,m Ä* » Der Erzähler Mächte eine Pause, ein tiefer Atbemma I AmRandedesNichts. ^b ^ine breite Brust, dann fuhr er etwas schneller fort: I m Während diese Ereignisse sich im Osten vollzogen und „Unser Glück währte nicht lange. Eine Seuche war aus- Dumouriez und Kellermann die Invasion in Valmy aufhielten gebrochen, welche das ganze Land verheerte. Mein Weib I unA^ran^e^ wie die Republik retteten, indem sie die Oester- fand bei dem Samariterdiensts, den sie der Gemeinde in sicher und Preußen zwangen, sich nach Belgien zurückzuziehen aufopferndster Weise leistete, ihren Tod. Die Begütertsten I — was machte indeß Bonaparte? der Bevölkerung flohen das Land der Schrecken. Mir kam I lebte in großer Sorge inmitten seiner Familie, die dieser Gedanke nicht, nur für das Leben meines kaum zwei- I Marseille geflüchtet hatte und aller Hilfsquellen ent- jährlichen Töchterchens zitterte ich. Eine mir bekannte I war. Kaufmannswittwe, deren Gatte ein Opfer der Seuche ae- I , - ^ach mehreren Pilgerfahrten von Wohnung zu Wohnung worden war, erbot sich, mein Kind mit nach Deutschland zu I « ärmlichen Stadttheilen, ohne Erbarmen von unerbittlichen nehmen, wohin sie zu ihren Verwandten zurückkehren wollte I Bermiethern ausgetrieben, fand endlich Madame Lätitia Bona- Jch sollte es mir, wenn alle Gefahr beseitigt wäre, von ibr I paGe\bi^e.fü^ne Seele, dieses energische Herz, eine ziemlich zurückholen. Schwer trennte ich mich von meinem Lieblinae I £?*Ienbe Behausung in der Rue du Faubourg de Rome. Der aber es blieb keine andere Wahl; hier erwartete ibn der I e,inet reicher Seidenhändler Namens Clary, der sichere Tod. Ich sollte mein Kind wiedersehen." 9 I ben Exilirten sofort große Sympathie entgegentrug. Wieder machte der Prediger eine Pause Sein blonde« I « Das Leben der Familie Bonaparte war arbeitsam und Haupt war tief auf die Brust herabaesunken unh iZS I SÄtbi0, Von früher Dämmerung an beschäftigte sich Madame tolle eine große Bonepdrte mit der »irthschest, segle, mnsch, bereitete die de. dem SÄ ä S s äfJSUk ÄÄw,,b“w * ** * fast b(e S4°ffn“n9 OR0feit meiner 8‘ebe iau6te miT , Während des Tages beschäftigten sich die Mutter und die Herr zu Zb? ' HÄ fei™ Bewegung trägniß ihnen beim Lebensunterhalt half. sämä®rü£ft”5 ffS&tSSff *’*• =fFpS?«£ ZSS5S““ Äb?y"mttÄ:,urtlU,&l'@£tä'e , ®“’9««eÄ1Wo Gespenst bei «end« immer oor Bugen, fünm'ufk”*91” ”‘6et,eU8""8' b”6 *6en1 D» Ä7gl»NMdEff^""§ en. Ohne Nutzen _______ (Fortsetzung folgt.) j für sein Land, entwaffnet, sühlte er, daß sein Genie zur Ohn« ’ macht verurtheilt war, hatte er kein Vertrauen mehr zu sich - 378 - Dann, um sich der Dankbarkeit zu . entziehen und au4 j um einer eventuellen Weigerung aus dem Wege zu gehen, ver- I uetz Desmazis rasch seinen Freund, indem er zu ihm sagte: I »Auf Wiedersehen! Meine Balancella legt an, die Matrosen I erwarten mich. Glück auf, Napoleon!" Und rasch den Fußweg hinabeilend, den er gekommen I war, um den verzweifelnden Kameraden zu so gelegener Zeit I überraschen, schritt der großmüthige Desmazis seiner Barke I zu, hieß die Segel aussetzen und fuhr rasch ab. Mittlerweile hatte Bonaparte, ganz erstarrt, seinen Retter I ohne ein Wort fortgehen lassen; wie fascinirt betrachtete er I dieses Gold, das ihm vom Himmel zu fallen schien. Plötzlich fuhr er auf, stürzte in die Stadt, fuhr wie eine Trombe in | das ärmliche Zimmer, wo Madame Bonaparte mit ihren Töchtern wohnte und streute, wie ein Säemann den Samen, die Goldstücke auf den Tisch, indem er rief: „Mutter, wir stnd reich! Schwestern, jetzt könnt Ihr alle Tage essen und Euch jede ein neues Kleid kaufen. Ja, das ist eine Fügung des Schicksals." Und er ließ freudig die Goldstücke um stch rieseln und sein Ohr ergötzte sich an dem Klingeln des Metalle« auf dem Boden. Später ließ Napoleon durch die Polizei seinen Wohl» thäter suchen. Desmazis, in einem Dorfe der Provence verborgen, beschäftigte sich mit Gartenbau. Er cultivirte Veilchen und schien stch des Kameraden, dem er so rechtzeitig beigesprungen, nicht mehr zu erinnern. Napoleon kostete es unsägliche Mühe, ihn zu bewegen, dreihunderttausend Francs als Rückzahlung anzunehmen. Gleichzeitig verlieh er ihm die Stelle eines Verwalters der Gärten der Krone. Die zehntausend Francs, welche der einstige Regimentskamerad geborgt, retteten nicht nur Bonaparte vom Elend und die Seinigen vom Verhungern, sie erlaubten auch Josef, eine reiche Heirath zu machen. Herr Clary, der Besitzer des Hauses, besaß zwei reizende ' Töchter: Julie und Desiree. Josef machte Julie den Hof und sie wurde bald seine Frau. Bonaparte, fortwährend mit Heirathsprojecten beschäftigt, beneidete Josefs Glück. Er warf ftin Auge auf Desiree und trat mehrmals als ernsthafter Bewerber auf. Aber er wurde abgewiesen, höflich, sanft, aber dennoch abgewiesen. Zwei weibliche Niederlagen bildeten das Prälubium der Triumphe jeglicher Art des künftigen Siegers. Desiree schien nicht mehr als Frau Permon von seinem kränklichen Aussehen und seiner problematischen Zukunft verlockt zu werden. Der Refus Desiree Clarys ärgerte ihn lange. Die Hartnäckigkeit, mit der er sie verfolgt hatte, steigerte seine Gereiztheit und der Wunsch, eine eclatante Rache an der kleinen, dummen Person zu nehmen, die ihn ausgeschlagen hatte, der in der Folge berufen war, unter einer anmuthigen Schaustellung von Prinzessinnen und Erzherzöginnen zu wählen, trug viel dazu bei, ihn bald in die Arme der Wittwe Beauharnais zu führen, jener Frau, die eines Tages die Kaiserin Josefine sein sollte. Was Desiree Clary betraf, so war ihr Schicksal, wenn auch weniger blendend, trotzdem ein glänzende«. Sie heirathete Bernadotte und wir werden sie als Königin von Schweden wiederfinden. Solcher Art war die Situation Bonapartes im Momente, als Lefebvre und seine Frau mit den Bataillonen der Nord- armes auf das unsterbliche Dorf Jsmappes marfchirten- XVI. Jemappes. Robespierre hatte gesagt: „Der Krieg ist lächerlich." Und er hatte hinzugefügt: „Trotzdem muß man ihn führen." Das war dar republikanische Credo. Der Krieg war lächerlich, weil es weder Soldaten, noch Generale, noch Waffen, noch Munition, noch Lebensmittel, noch selbst, sah nicht mehr auf dem verdunkelten Firmament jenen Stern, der ihn bisher geführt hatte. Das Gefühl seiner Jsolirung drückte ihn nieder und vor Allem konnte er den Gedanken nicht ertragen, seiner Mutter zur Last zu sein, statt sie zu unterstützen. Mit starrem, wildem Auge betrachtete er das Meer, das leise gegen den Fels schlug. Wenn er sich von dessen Höhe herabstürzte, zerschmetterte er sich sicherlich den Schädel. Vom Leben erlöst, befreite er auch die Seinigen von einem unnützen Esser und überließ ihnen die von der öffentlichen Wohlthätigkeit gewährte Brodration. So stand er da, eine Beute der düstersten Entschlüsse, zögernd und stch über dieses Zögern vor dem Tode Vorwürfe machend, sich selbst einredend, daß er nichts mehr auf Erden zu hoffen habe, und seine starren Augen schienen von dem finsteren und wirbelnden Abgrunde unter ihm angezogen zu werden. So verharrte er eine lange Stunde am Rande des Nichts. Der Anblick einer in der Ferne auftauchsnden Barke, die sich der Küste zu nähern schien, entriß ihn seiner verzweifelten Betäubung. „Es muß ein Ende gemacht werden," sagte er rauh zu sich selbst. Schon berechnete er die Entfernung und den noth« wendigen Anlauf, um sich vom Felsen tn's Meer zu werfen, als eine Stimme, welche seinen Namen aussprach, ihn bewog, stch umzudrehen. Ein wie ein Fischer gekleideter Mann lief mit ausgebreiteten Armen auf ihn zu- Ueberrascht und gereizt, in seinem Entschlüsse gestört zu werden, wollte ec rasch den Felsen hinab und einen sicheren Ort aufsuchen, wo er seine düstere Absicht ausführen konnte, als der Fischer ihm zurief: „Bist Du es, Napoleon? Was zum Teufel treibst Du hier? Du verleugnest mich doch nicht? Desmazis, Deinen alten Kameraden vom Regiment de la F«re? Hast Du denn unsere schönen Abende in Valencia vergessen?" Bonaparte erkannte nun seinen alten Kameraden und sie umarmten sich. Desmazis erklärte, daß er beim ersten Grollen der Revolution ausgewandert sei. Er lebe nun ruhig in Italien, bei Savanne, an der Küste. Nachdem er erfahren hatte, daß seine alte, in Marseille lebende Mutter ernstlich j erkrankt sei, hatte er auf seine Kosten — denn er war sehr reich — eine Balancella ausgerüstet und war im Costüm eines Fischers in den Hafen gelangt und dort, ohne Aufmerksamkeit zu erregen, gelandet. Nachdem er sich über das Befinden seiner Mutter, das sich bet seiner Ankunft sehr besserte, beruhigt hatte, begab er sich auf das Meer. Aus Vorsicht hatte er seinen Matrosen den Befehl gegeben, ihn außerhalb des Hafens aufzunehmen. Er wartete hier auf seine Barke. „Aber Du, was machst Du in dieser einsamen Gegend?" fragte er mit Interesse. Bonaparte stammelte einige undeutliche Erklärungen. Dann verstummte er und begann, in finsteres Sinnen zurück- fallend, von Neuem starr das grüne Wasser zu betrachten, das die schwarze Spitze des Felsens mit Silber umsäumte. ....jw-wa® Du denn?" sagte der gute.Desmazis I »Du hörst mir nicht zu, es freut Dich also nicht, daß I ^^^^st- Was für einen Kummer hast Du denn? I e n ^"gluck? Antworte doch! Wirklich, Du stehst I wie ein Narr aus, der sich umbringen will." I Bonaparte, von dem theilnehmenden Tone des Kameraden I E"-ent» ihm feine Situation und gestand fein n Wunsch, seinem Leben ein Ende zu machen. I Fnmtn'Ä' nur i?** ist es?" sagte Desmazis. „Nun, dann I komme ich zur rechten Zeit. —> Da," fuhr er fort, indem er I Stab1 %teIL iosmachte, „hier sind zehntausend Francs in I ®°lb. Ich brauche sie im Momente nicht. Du wirst mir I wenn Du kannst. Nimm also und rette die I '•vvinigen i hielt dem ganz betäubten Bonaparte die zehn- I »N »W Sage ein j Aeld gab. Nichts von dem, was einem Volke gestattet, einen Angriffskrieg zu unternehmen oder stch in fein Territorium zurückzuziehen, um einer Jnvaston den Weg zu versperren Die Generale waren lauter Royalisten und Verrätber- Dumouriez, Dillon, Custine, Valence. Der junge Herzog von Chartres, der stch später Louis Philipp nennen sollte, wurde von dem General en chef be. sunfiigt. In einer geheimen Abstcht, die Zukunft durch viele Jahre vorwegnehmend, hatte Dumouriez dem königlichen Prinzen eine sehr glänzende Rolle reservirt: Der junge Herzog sollte die Meuse occupiren und die auf Valenciennes und Lille marschirenden Oesterreicher aushalten. Man schob ihm also Lorbeeren zu, die sich in eine Krone verwandeln konnten. Obwohl sich der Herzog von Chartres ast dem unsterb- l chen Tage von Jemappes sehr tapfer benahm, war es ein einfacher Bedienter, Namens Battiste Renard, im Dienste Dumouriez, der die verwirrte und im Rückzüge befindliche Brigade des jungen Prinzen anfeuerte und so den Sieg des Centrums entschied. ö Die Armee — es war keine Armee, sondern eine Cohorte von zusammengewürfelten Kämpfern, von denen viele noch die Blouse oder den bäuerlichen Kittel trugen, viele ohne Gewehre, nur mit eilig ergriffenen Piken bewaffnet, — besaß keinen . Zusammenhang, keine Disciplin und keine Instruction. Es I mr das Volk, das sich erhoben und in einem Augenblick der Begeisterung die Waffen ergriffen hatte, die ihm in die Hände kamen und in wildem Durcheinander zur Befreiung des Heimathsbodens herbeieilte. ü Z^?k?/"^b bahin, diese hehren Freiwilligen, k"b^?x^°^illaise, die Carmagnole, das Qa-ira bildeten den Rhythmus des lärmenden Marsches. Aber diese heldenhafte Bande besaß Vertrauen, Feuer, Begeisterung. ° ' I Bald trug sie in Valmy den Sieg über die alten, krieg. I gewohnten Truppen davon. 0 I , ZemopM, wo die improvisirte Infanterie der republi- I konischen Freiwilligen, freilich von alten Unteroffizieren wie I Hoche und Lefebvre, commandirt wurde, welche die zum Feinde I übergegangenen adeligen Offiziere ersetzten — wurde auf I zwanzig Jahre hinaus Königin der Schlachten. .. Am 5. November 1792, bei Sonnenuntergang, erschien I die Arnzee der Republik vor den mächtigen Positionen von I Jemappes. I Die Höhen, welche die Stadt Mons umgeben, tragen drei Dörfer, welche heute Centren von Kohlenbergwerken sind: Cuesmes, Bathaimont und Jemappes. Die Oesterreicher hatten sich in diese Positionen zurück, gezogen. Redouten, Holzhaufen, Palltsaden, vierzehn kleine Schanzen, eine zahlreiche Artillerie, in den Wäldern im Hinter, halt liegende Tiroler Jäger, Cavallerie, die in den Thälern zwischen den drei Dörfern zusammengezogen und bereit war, vorzustürzen, um die unvorsichtigerweise zum Sturm der Hügel ^ansteigenden Franzosen niederzusäbeln, bildeten die natur- uche Festung, welche die Freiwilligen erobern wollten. Der Herzog von Sachsen-Teschen, Reichsfürst, Lieutenant des Kaisers von Oesterreich, Gouverneur der Niederlande, führte das Ober- commando. Unter seinem Befehle stand Clerfayt, ein geschickter General, dessen weise Rathschläge jedoch nicht durchdringen konnten. Clerfayt traute der gallischen Begeisterung nicht und statt den Angriff abzuwarten, schlug er vor, des Nachts in drei Colonnen über die überraschten Franzosen herzufallen und sie zu zerstreuen, eheste einen Schlachtplan fassen konnten. Bet einer solchen Ueberraschung stände der Vortheil auf Seite der krtegsgewohnten und disciplinirten Truppen. . EMcherweise hielt der Herzog von Sachsen-Teschen j eine nächtliche Attacke für wenig ruhmvoll: Er träumte von der Apotheose einer aufsehenerregenden Schlacht bei Hellem Tage. Dumouriez benutzte die Unthätigkeit des Feindes, um feine Armee in einem Halbkreise aufzustellen: General d'Horville I 880 - “ i ^^ttianbJrte den äußersten rechten Flügel, Beurnonville den । Achten, der auf Cuesmes marfchirte, der Herzog von Chartres I ©entrunt occupirend, sollte Jemappes von vorne angreifen' ■ | General Ferraud manöverirte in der Flanke des Dorfes zur I $ n a^tete' Colonnen, in Bataillonen vor. 1 I ^rücken. Die Cavallerie unterstützte die Flanken, die Artillerie ' T^n' um dieThäler zwischen den K I Hügeln zu erfüllen. Husaren und Dragoner waren zwischen I S8n£8 und Jemappes zusammengezogen, um der österreichi- '' I schen Cavallerie den Weg zu versperren. s I Nachdem diese Dispositionen getroffen waren, wurden I ^ Feuer angezündet und man brachte die Nacht mit gegen. 1 fettiger Beobachtung zu. I Ärenb Schlacht sich vorbereitete, begab sich in dem I ^ewendaal, das in der Nähe von Jemappes zwischen 1 den beiden Armeen lag, Folgendes: ’ W I Aach und ein Gehölz schützten es vor den Franzosen I ab berk ^nter den Thürmen sich erhebende Berg vor dem I Feuer der Oesterreicher. I . Als neutrales Terrain zwischen den beiden Lagern war ' I das Schloß von den beiden Generalstäben als Vorposten be- I zeichnet worden. Französische Recognisceure hatten unter seinen Mauern I von entgegengesetzten Seiten kommend, österreichische Patrouillen getroffen. Sie hatten sich mit einigen Flintenschüssen begrüßt I dann Dg sich jede der kleinen Truppen zurück, um über \ I die Position Bericht zu erstatten. I ™ Die Oesterreicher behaupteten, daß das Schloß in der Macht der Franzosen sei und die Franzosen erklärten, daß die I Oesterreicher davon bereits Besitz ergriffen hätten. Das Resultat davon war, daß die Behausung des Barons I von Lowendaal ihren natürlichen Bewohnern überlassen blieb. I t Baron Lowendaal, der am Vorabende angelangt war, I hatte der Abmachung gemäß seinen Freund, den Marquis von ] Lavaline, und dessen Tochter Blanche bei sich empfangen. Da I die Truppen ihre Concentrationsbewegungen noch nicht aus. führten, hatte der Baron, in Blanche verliebter als je und von Leonard über die Folgen seines Liebesabenteuers mit Herminie von Beaurepaire beruhigt, nicht gezögert, die Vor« bereitungen zur Hochzeit zu beschleunigen. (Fortsetzung folgt.) VevuMehtes. . O weht Mutter: „Ist es wahr, daß Dein Mann ein heimlicher Säufer geworden ist? Das wäre ja schrecklich I" — Tochter (weinerlich): „Wenn er es noch wäre, liebe Mama; aber der säuft ja schon unheimlich I" ♦ e • Unbegreiflich. Hebamme (mit dem Neugeborenen eintretend): „Herr Professor, gratuliere! Sie haben einen prächtigen Jungen bekommen!" — Professor (das Kind erstaunt betrachtend): „Hm! . . . höchst interessanter Fall. So jung und schon eine Glatze!" ♦ * Biel verlangt. Redacteur: „Was wollen Sie?" - Strolch: „Vier Mark! So viel kostet mein Hut, den mir gestern der Regen verdorben hat, trotzdem schönes Wetter in ihrer Zeitung stand. Sie sind doch nach dem Preßgesetz verantwortlich." v * * Höchst unwahrscheinlich. Er (nach dem Theater): „Nun, wie hat Dir das neue Stück gefallen?" — Sie: „Ganz nett. Etwas ist aber unwahrscheinlich: Der zweite Act soll drei Jahre nach dem ersten spielen, und darin kommt noch immer dasselbe Dienstmädchen auf die Bühne." Redaktion. A. Gchryda. Druck und Verlag der Brühl'schen UniverfitätS-Buch- und Stcindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Gießen.