u :ath (zu dem Com« irgen Sie ein Bi! Je." — Der Eom» »rück- — „Ich and dritter Klass rath; ich kann d enn Sie drit! arum haben Sie d eise beleidigt Hali :rt, daß er bei d, nacht hat!" : — was ist de lua — bös weij rine fein, wo n darauf neh« m neuen Kleid satz und den Mch! vas das MädäK sie von ihrem x । schönes Haar?' - Fnterhattilngsblatt ?«m Orrßrirrr Aiyriger (General-AMiger). 1895 _s LmisiönßUttsk 4 W« OK W HM § ycn. st: „Sepp, wart rod an Döi' Ar veißt nit, dah! Der Einbrecher. Humoreske von Gebh. Schätzler-Perasini. (Schluß.) Durch den Garten donnerte in diesem Moment ein Schuß. ®s krachte die alte Büchse, daß die Fensterscheiben zitterten. Martha ruckte stöhnend zusammen und Ella sank auf- schreiend in die Kniee und schlug die Hände schmerzlich bewegt vor s Gesicht. „Jetzt — ist er todt!" Ms müßte sie ihn noch einmal sehen, sprang sie auf, eilte in den Hintergrund und riß die Gardine vor'm Fenster auseinander. Doch was war das? Sie fühlte sich a tempo erfaßt und sanft an die Brust eines Mannes gedrückt; sie wollte ausschreien — ein lauter Kuß explodirte auf ihrem Munde, da rollte auch schon die ^ "e wieder zusammen und hing ruhig, als wäre nichts vorgefallen, herunter. tmJ?1«;et^ ^nnte Ella aufschreien — es war nur der Ueberraschung wegen. „Was ist denn das?" erhob sich Martha. Schwesterchen!" "" ei" M a6er i(^ bitt unschuldig, Leise trippelnd kam Ella vor und hielt die Hand vor den Martha schaute eigen nach der Fensterfüllung. „Wer ist denn dort hinter der Gardine ?" " p ni^t" versuchte die Unschuld zu ent- S R e8r bVs,?a[ ber Freund des Räubers, >em zweites Ich, wie er sagte." , „Schon wieder Einer?" fuhr die Schwester auf. Das ifi ia eine schöne Wirthschaft in dieser Nacht !" 1 " „Nicht wahr, Schwesterchen," fragte Ella neckisch. . jenen H«rn von Sarlouis sollst Du heirathen?" Ä^von diesem Tone blickte Martha sie an. „Du 5aft Deine Angst ja wunderbar schnell verloren!" und lich zum Ohre der Schwester und lispelte heimlich: „Ja - feit ich weiß, daß unser spanialten das 5. Hest dir Beiträge den SJoti mdeln und dadurch i i überbieten 'ein mit A. Hartleben's Seti rngen", „Schlagirew pparate", „Putz- l Milche Schilderung' (fischen Grenzgebirg! >iele kleine Miitheilu» enthält das Heft i Leistung ist, von l it behauptet der „0 Schriften außerhalb üpschen, daß sein i che erstrahlenden J ibften Erscheinung r die bekannte illus c* (Stuttgart, > 5 Pf.) in ihrem ne :r Feder Eugen Z> ich Stahl'scher Ag« eserkreis ausüben c ; gesellschaftliche Tn» >r Dr. Kleins Erörin- es der Erde mit nf „Die Börsen-H-ll- >be „Zur Coslöir^ Crispi" und die W (feit der j.tzigen n ein so zahlr-M"' nack befriedigt wird scher Ritter lebt!" Und mit einem pfiffigen Gesichtchen nach hinten deutend, fügte sie bei: „Dort hinten steckt er!" „Wie kannst Du denn behaupten, daß —" Mitleidig schaute Ella auf. „Er hat mich doch schon auf dem Balle geküßt, na — und die Küsse, die kenne ich!" Martha verzog unwillig den Mund. „Ah, — der liegt ja in seinem Blute!" Die Gardine flatterte auseinander und der junge Fremde stand, heiter lächelnd, unversehrt vor den Damen. „Da ist er schon wieder!" rief Martha. „Sie leben also?" frohlockte Ella. „Ja, im Falle Sie erlauben!" erwiderte er. Mit strengem Blicke musterte ihn Martha und fragte: ,,Wte kommen Sie denn wieder hierher?" „Ganz einfach," erwiderte er zuvorkommend, „ich kletterte drüben hinunter und da wieder herauf." den Hals haben Sie sich nicht gebrochen ?" wendete sich Ella neugierig an ihn, wobei sie ihn von oben bis unten betrachtete. Er drehte die Spitzen feines Schnäuzchens und bedauerte. „Es thut mir leid, Nein sagen zu müssen! - Unkraut uergelji nicht, lehrt ein altes Sprichwort. Ich gab nur bis etzt kein Zeichen, da ich fürchtete, Ihr Herr Papa könnte sich sofort einfinden, und ich muß gestehen, eine Schußwaffe ver« i .A 2nmer e*n gewisses Kitzeln, wenn ich wehrlos bin. Und jetzt gestatten Sie mir endlich, auch meinen Namen zu nennen: Max —" , "Aeh — äh —!" jammerte im Vorzimmer laut Papa Birkendorf. Wiederum allgemeiner Schreck. „Schnell fort — Papa ist dal" Wie es so kam, wußten die Mädchen selbst nicht; ste drängten Beide den interessanten Fremden gleichzeitig mit der größten Schnelligkeit hinter die Gardine. Tiefathmend, wie schon früher, standen ste da. 4. Der Taubendieb. Birkendorf wankte seufzend in's Zimmer; mühsam stützte " fich auf die alte Büchse. Das Haupt gesenkt, den Nacht- mützenzipfel auf der Nase, so bot der alte Herr ein äußerst klägliches Bild. - 122 „Kinder," äWe er, „es ist geschehen I" Die beiden Mädchen eilten, ihn zu unterstützen, denn seine Kniee schlotterten bedenklich. „Papa I" rief Martha. „Wie stehst Du aus?" Sie führten ihn zum Sopha. Dort angekommen, schleuderte er mit schmerzlicher Bewegung den Zipfel von der Nase in den Nacken. „Habt Ihr den — Schuß gehört?" „Ja, hier oben hat's auch geknallt," sagte Ella. Martha nahm dem Vater das Gewehr ab und die beiden Mädchen setzten sich rechts und links neben ihn. Er schüttelte sich wiederholt und zog den Schlafrock höher- „Hu — hui Dieser entsetzliche Seufzeri" „Wer hat denn geseufzt, Papa?" drängle Ella. Der alte Hauptmann a. D. streckte erschüttert seine langen mageren Arme von sich und würgte heraus: „Kinder, seht Euren Vater an, an seinen Händen klebt Bluti Ich habe — einen lebendigen Menschen todtgeschossen!" „Also doch?" kam es gleichzeitig aus dem Munde beider Töchter. „Es ist furchtbar I Jetzt gäbe ich viel darum, wenn es nicht geschehen wäre. Ich sah, wie sich das Gebüsch theilte — Rascheln — sinnlos drückte ich ab und gleich daraus erklang ein langgezogenes Todesröcheln." Birkendorf griff nach seinem Kopfe. „Ich werde noch verrückt — ich hör's immer noch, wie es quiekte — o 1" Plötzlich bekam Ella Angst. „Da war es der Andere, jener Herr von Sarlouis!" rief sie laut. Birkendorf schnellte vom Sopha auf. „Was sagt Ihr? Herr — von —" Besänstigend legte Martha ihre Hand auf seinen Arm und drückte ihn auf die Polster nieder. „Laß Dir sagen, Papa. Wir waren wach, wir sprachen den jungen Mann, den Du suchtest; wir wollten ihn entfliehen lassen und von ihm, der ein Freund des Herrn von Sarlouis ist, erfuhren wir, daß dieser ihn stets begleite. Dieser Freund aber lebt!" „Ruhe, ja, wer gibt mir Ruhe? Aber da muß ein Miß- verständniß walten; die beiden Herren können doch nicht Diebe sein! Was wollte denn der eine bei Euch so in der Nacht?" „Herzen stehlen!" replicirte Ella. „Was? Wie? Wo ist er?" polterte der Hauptmann. Die Gardine schwenkte auseinander — der nächtliche Eindringling trat hervor und grüßte chevaleresk. „Ich wünsche ergebenst Guten Morgen! Hier bin ich!" Birkendorf fuhr wüthsnd auf und es schien, als wollte er den lächelnd Dastehenden mit den weitgeöffneten Augen verschlingen- „Erlebt?" jammerte der alte Herr. „Da hätte ich also Deinen Bräutigam getödtet?" Sein Mund verzog sich schmerzlich. „Ich eilte, wie von Furien gepeitscht, hinweg, Frank sucht die Stelle ab, — o, ich Unglücksmensch!" „Beruhige Dich, Papa, Du bist ja unschuldig!" tröstete Martha- „Herr — he! Wie kommen Sie daher?" fuhr nun der Hauptmann den Fremden an. „Durch's Fenster!" „Sie sind ein Gauner!" „Ich muß widersprechen — noch nicht." „Was wollen Sie denn da?" „Einen Spatz fangen!" rief aus der Ecke Ella. „Ach ja!" machte der Fremde, und es flog ein sehnender Blick hinüber zu dem jungen Mädchen. Allein Birkendorf grollte ihn an: „Herr, machen Sie keine Witze; meine Tauben wollen Sie stehlen!" Er schleuderte einen Strafblick nach seiner Tochter. „Nur eine davon," bekam Birkendorf auf seine Anschuldigung zurück. „Also doch! Man sieht Ihnen das nicht an." Er trat dicht an den vermeintlichen Dieb heran. „Wissen Kie auch, daß ich Ihren Complicen erschossen habe? Der liegt im Gebüsch!" Niederschmetternd sollten diese Worte wirken; aber es wurde anders. „Ach Gott," lachte der Fremde, aus's Höchste amüstrt, „lassen Sie ihn liegen, der ruht gut da unten!" Das war selbst dem Hauptmann a. D. zu stark. „Sie haben recht viel Gefühl für Ihren Freund," sagte er. „Sie behaupten wahrscheinlich noch immer, daß Herr von Sarlouis heute bei Ihnen war?" „Gewiß!" „Lüge! Jener Herr ist Cavalier durch und durch, wie man mir versicherte, und würde nie —" Der Hauptmann verstummte ärgerlich, als er das lachende Gesicht des Fremden bemerkte. „Betrachten Sie jenen Dolch dort," sagte dieser, „er gehört ihm; ich ließ ihn vorhin liegen." Wie ein Falke stürzte Birkendorf nach dem Tisch. Er nahm die Waffe und drehte unter dem Lampenlichte den blinkenden Stahl. Sofort stieß er einen Ruf der Ueberraschung aus. „Das Familienerbstück der Sarlouis! Auf der Klinge steht der Name des Stammvaters!" „Nun sehen Sie?" Niedergedrückt ließ Birkendorf die Waffe auf den Trsch gleiten. „So steh' mir Gott bei! Herr von Sarlouis ist erschossen; er starb sür einen Unbekannten!" „Erlauben Sie mir, es verhält sich anders," warf bet junge Mann dazwischen, „jener Unbekannte ist tobt und Herr von Sarlouis lebt!" Der Nachtmützenzipfel flatterte wieder in der Luft. „Herr, was soll das? Mein künftiger Schwiegersohn?" Ella rieb sich mit dem Zeigefinger das Näschen und sagte verwirrt: „Jetzt verstehe ich gar nichts mehr." „Mein Name ist Max von Sarlouis!" stellte sich der Fremde vor. Als platze eine Bombe, so fuhren die drei Personen auf. „Was?" schrie Birkendorf und verlor seine Nachtmütze. Martha erbleichte, während Ella das Mündchen schmollend verzog und ärgerlich meinte: „Jetzt krieg' ich ihn doch nicht - schade!" Langsam erholte sich Birkendorf von seiner Ueberraschung- „Das — das ist nicht — möglich," stammelte er matt- Max von Sarlouis lächelte kopfnickend abermals. „Doch, doch!" sagte er bestimmt- „Hören Sie erst meine Selbstbiographie: Fünfundzwanzig Jahre alt — drei Monate drei Tage nicht mitgerechnet — noch unverheirathet, jedoch im Sprunge, es zu thun- Verlebte meine Jugendzeit bis zu meinem zehnten Jahre hier bei Ihnen, Herr Hauptmann; war der treueste Freund Ihrer beiden Täubchen hier — die damals allerdings theilweife noch im Tragbette lagen — und komme nach langen Jahren nach der Residenz und hierher, um mir eines davon zu holen. Meine genaue Ortr- kenntniß werden Sie nun begreiflich finden-" „Er —I" flüsterte Martha bebend, während Birkendors plötzlich ein lautes Gelächter aufschlug. „Also doch!" kicherte er. „I, Du Galgenstrick! Also eine solche Taube wolltest Du? Die hättest Du bei Tag, nicht mitten in der Nacht als Einbrecher holen können. Aber sei mir auch so willkommen I" Er packte den jungen Mann und tätschelte ihn väterlich auf die Backe. „Wie mtiT der tolle Gedanke auf dem Balle kam," lachte Max, „das erzähle ich Ihnen später, Papa- Freilich war e$ unbedacht, allein ich unterwerfe mich auch jeder Strafe, die über mich verhängt wird; ich thue Buße in Sack und Asche. Für jetzt bitte ich Sie um die Hand Ihres Täubchens." „Die Hand? Sehr gut! Also das ist Deine Buße" aber warte nur, Dein toller Streich soll Dir in der Ehe vergolten werben! Meinetwegen, da —" Birkendorf faßte die zitternde Hand Marthas — „hier hast Du fiel" Ein feines Lächeln umspielte die Lippen des nächtlich^ - 123 Der lieg! tat; aber es öchste amüstrt, II t stark. „Sie tgte er. „Sie von Sarlouis nd durch, wie er das lachende dieser, „er ge« em Tisch. Er mpenlichte den : Überraschung luf der Klinge auf den Trsch -arlouis ist er» >rs," warf bet tobt und Herr der Luft. Schwiegersohn?" schen und sagte II ' stellte stch der ilgenstrick I Also t Du bei Tag, n können. Aber ei Personen aus eine Nachtmütze, tdchen schmollend h ihn doch nicht e Ueberraschung. te er matt ibermals. gören Sie erst jre alt — drei unverheirathet, reine Jugendzeit tt, Herr Haupt« i Täubchen hier Tragbette lagen ;r Residenz und ne genaue Orts« rend Birkendors !lte ihn väterlich alle kam," lachte Freilich war es ider Strafe, die Sack und Asche. Täubchens." ist Deine Buße? Dir in der W kendorf faßte die siel" t des nächtliche» Freiers. «Pardon," sagte er gedehnt, „meine Taube hat andere Federn." In der Ecke hob Ella die kleinen Finger in die Höhe und rief ängstlich: „Ich bitt’« ja, Papa!" „Wetterelement! Was soll das nun wieder?" brummte der alte Herr. „Gib ihm die Ella, Papa!" bat Martha leise. „Ich bin’s zufrieden." „So - ?" Ein Licht ging ihm auf; er zwickte die Augen zusammen und fixirte Max. „Ah! Also hier ist der hübsche Bart zu finden?" „Gefällt Ihnen mein Bart, Papa?" „Nein, mir!" kicherte Ella vergnügt. „So steht es mit Euch?" nickte Papa Birkendorf. „Na, dann nehmt Euch in — na, punktum I" Mit Blitzesschnelle folgten Umarmungen, Küsse — doch das kennt der freundliche Leser selbst — ich hoffe, aus eigener Erfahrung. Hauptmann Birkendorf zerrte ein buntseibenes Tuch aus bet Schlafrocktasche unb rieb seine Stirn bamit. „Herrgott, war bas eine Nacht!" sagte er aufathmenb. „Aber bei Morgen bricht an unb mit ihm eine neue, fröhliche Zukunft!" rief Max, Arm in Arm mit seinem Bräut- chen, froh bewegt. Alles schien am guten Ende, da stieß mitten in der Be« haglichkeit plötzlich Birkendorf einen ächzenden Ton aus und schlug sich entsetzt auf die Stirn. „Um Gotteswillen! Was ist denn?" rief Alles. Der alte Herr knickte förmlich zusammen und jammerte: „Das hatte ich ganz vergessen — ich bin ein Mörder. — Drunten liegt ja doch ein Todter —" Mit rascher Bewegung stand Max am Fenster. „Das wollen wir gleich feststellen." Er beugte sich hinaus und rief: „He, Gärtner, haben Sie den Leichnam gefunden?" Deutlich vernahm man die Bejahung durch eine heisere Stimme. In furchtbarer Spannung hatte Birkendorf gehorcht; nun zitterten ihm die Beine und er brachte nichts als: „O — o — o!" heraus. Einen Augenblick hatte Max überrascht in’« Zimmer zurückgeblickt, aber sogleich waren ihm Zweifel an der Glaub« Hastigkeit dieser Leiche aufgestiegen. „Wer ist es denn?" rief er hinaus. „Der Molly, unser Hauskater!" grunzte es vom Garten herauf. Max trat in's Zimmer; laut lachten die beiden Damen; er gab fein eigenes Lachen dazu. Hauptmann Birkendorf verdrehte erst das Gesicht, als hätte er Galläpfel geschluckt, immer mehr in die Höhe stieg er aus seiner niedergedrückten Stellung, und auf einmal schrie er ein mächtiges „Hurrah!" Als Fahne schwenkte er seine weiße Zipfelmütze. „Das war das Todesröcheln!" rief ihm Max zu. Birkendorf machte einen gravitätischen Schritt und rieb sich die Hände. „Welch’ ein wonniges Gefühl," schmunzelte er seelen« vergnügt, „ich bin nur Katzenmörder!" Zu dem glücklichen Paare gewendet, fuhr er fort: „Ihr habt einander unb für Dich, Martha, — ba muß ich eben einen anberen Täubrich suchen!" „Mein süße» Täubchen!" flüsterte Max selig und schaute in die klaren Augen Ellas. „Werde ich auch gerupft?" neckte sie. Ein lauter Kuß war seine Antwort. Papa Birkendorf stand bei Seite und blinzelte zu den Küssenden hinüber. Die Spitzen seines Schnurrbartes drehend, brummte er grimmig: „Bombenelement — wie so ein Kuß schmecken muß! Weiß mich kaum mehr zu entsinnen. Ich wollt, ich wär’ auch noch so ein junger Springinsfeld und könnte auch mitthun — na, punktum!" Darauf faßte er seinen künftigen Schwiegersohn am Arme und zog ihn, allerdings nicht ohne Mühe, zu sich heran. „Höre mal," sagte er, „nun wollen wir die Tauben schlafen lassen. Du bist der Marder — also hinaus aus dem Schlag. Wenn es Tag wird, magst Du wieder vorsprechen, und Ihr zu Bett! Habt keine Sorge, jetzt wachen Zwei für Euch!" Seinem Schwiegersohn in spe lisvelte Birkendorf noch heimlich zu: „In meinem Keller steht eine kleine Batterie rothe Kerls; ich brauche Jemand, der mir hilft, ihnen die Hälse zu brechen. Hihihi!" Unten knallten Pfropfen; sogar an einem alten Soldatenliede versuchte sich Birkendorf, — oben schlief nur Martha; das Bräutchen lag in den weißen Kissen selig und träumte offenen Auges von süßem, sonnigem Liebesglück. Und sie hat es wohl gefunden. Winterkeöen der Insekten. Von Dr. Hans Fröhlich. -----— (Nachdruck verboten.) Wenn der Winter sein schneeiges Leichentuch über Feld Flur ausbreitet, so werden zwar zahllose thierische Individuen darunter zum ewigen Schlaf begraben, aber viele andere verfallen nur vorübergehend in einen erstarrenden Schlaf und werden von den ersten warmen Sonnenstrahlen wieder wach geküßt, denn keine einzige Gattung darf ihren gänzlichen Untergang finden. Noch andere beweisen sogar eine so energische Lebenszähigkeit und Widerstandskraft gegen die Kälte, daß sie fast ohne jede Erstarrung den Winter überdauern. Merkwürdiger Weise sind hierbei in großer Zahl gerade jene kleinen Lebewesen, die Insekten, vertreten, welche im Sommer theils durch ihres Körpers Pracht, wie die Schmetterlinge als lebende, schwebende Blumen unser Auge erfreuen, theils als zudringliche Schmarotzer, wie die Mücken und Fliegen, uns allenthalben behelligen und belästigen. Gewiß höchst wunderbar ist es, daß Insektenlarven, von denen so manche kaum einen Milimeter Länge haben, so viel Lebenskraft besitzen, daß sie die ganze kalte Periode unbeschadet überleben. Der Entwickelungszustand freilich, in welchem die Infekten überwintern, ist ein sehr verschiedener. Die meisten ausgewachsenen Thiere lernen nur des Sommers Freude kennen und sterben, sobald der erste rauhe Sturm die Blätter von den Bäumen schüttelt, schnell dahin; aber ihre Nachkommenschaft harret im Ei« oder Larvenzustande, in geschützten Winkeln sicher verwahrt, des kommenden Frühlings. Jedoch gibt es auch zahlreiche vollkommene Insekten, welche, freilich uns nicht mehr zu Leid als zu Freud, nie ganz unserer Behausung fehlen und auch draußen in der Natur sich einem aufmerksamen Beobachter oft zeigen. So finden wir in den Küchen oder Wohnzimmern, welche längere Zeit kalt stehen, immer noch einige von unseren treuesten Stubengenoffen, den Fliegen. Diese sind aber im Winter viel zudringlicher und unangenehmer als im Sommer; denn fast stets halb erstarrt fliegen sie oft genug direkt in die heißen Speisen hinein, ober sitzen- auf unserer warmen Nase so fest, daß ein einfaches Schütteln des Kopfes sie nicht zu verjagen vermag. Auch viele intimere und intimste Schmarotzer führen bekanntlich ihr stechendes und beißendes Dasein leider im Winter ruhig weiter. Die Parasiten der Säugethiere sind vielfach als Puppen an den Haaren ihrer Wirthe, z. B. der Schafe und Hirsche, fest anklebend zu finden und die auf Vögeln lebenden Arten bleiben im Winter meist in den Nestern derselben als Puppen liegen. Da nun viele dieser Vögel, wie die Schwalben, ihre alten Nester wieder aufsuchen, so finden auch die oft nicht zum Fliegen fähigen Parasiten im Frühling regelmäßig wieder ihren Tisch gedeckt. Treten wir an einem klaren Wintertage in ein unbewohntes Zimmer, so kann sich uns leicht der liebliche Anblick darbieten, daß wir am sonnenbeschienenen Fenster einen Schmetterling, meist Fuchs oder Pfauenauge, lustig umherflattern sehen. Kommen aber trübe, kalte Tage, so müssen wir oft lange suchen, ehe wir diesen Wintergast in irgend einer dunklen Ecke ober am Zweige einer Topfpflanze roieberftnben. Solche dafür nicht Milben zu Literarisches Geineinniitziges TS i Der gucken di Mauer n< und den schauen ti sich; das die ländli weiter ut Butterblu Jnm Herrin ur der Rund großer M ist groß i hübschen i heraus. ' leichten S Bande ui füttert I $ diesen sar froher Si Der und süß; Alles sche Ein um den g, Körner a, einen Bes kleinen br Die voll in i Tauben, Schrittes bi« an bii an milden Wintertagen'erscheinende und am Sonnenschein sich a Eier legen. Auch als Fleischthier ist die Rouen-Ente sehr zu labende Schmetterlinge werden gewöhnlich für erfreuliche Vor- I empfehlen, da sie sich leicht mästen läßt; die Erpel können boten eines nahen Frühlings gehalten; jedoch mit Unrecht. I bei entsprechender Pflege bis auf 5 Kilo gebracht werden, Ungefähr 100 Arten, also beinahe der dreißigste Theil aller | während die Enten meistens 3,5 bis 4,5 Kilo erreichen. Schmetterlingsarten Deutschlands, pflegen sich im Spätherbst | Der Braten einer Rouen-Ente ist außerordentlich wohlschmeckend, aus ihren Puppen zu entwickeln und den Winter an verborge- | weich und saftig. * neu Orten zu verbringen, um dann im Frühjahr, für die I * Fortpflanzung sorgend, ihre Eier an den frtschgrünenden I neues Rostschutzmittel. Das allzu leichte Rahrungspflanzen der Raupen abzusetzen. Von den Tag- I Rosten der im Haushalte und in den verschiedenen Gewerben re. fchmetterlingen sind dies hauptsächlich: Fuchs, Pfauenauge, I verwendeten stählernen Werkzeuge, wie Sägen, Meißel, Säbel Trauermantel, 6-Vogel und von den Rachtschmetterltngen I u. bergt, bildet bekanntlich einen Uebelstand, dem man durch mehrere Eulen, Wickler und Motten. Ja, es gibt sogar I die verschiedensten Mittel nur schwer abhelfen kann, weshalb einige, welche als echte Winter-Jnfekten bezeichnet werden I ein öfteres Putzen dieser Instrumente erforderlich ist. Ein können, wie der Frostspanner. Und treten wir erst hinaus I sicheres Rostschutzmittel soll man nun nach einer Mittheilung und Schauen unter die Dachrinnen und überhängenden Dächer | vom Patent- und technischen Bureau von Richard Lüders in oder lösen die lockere Rinde der Bäume ab, so finden wir | Görlitz auf folgende Weise erhalten: Man läßt ein Mund noch weit mehr Überwinternde Schmetterlings-Puppen,-Raupen l Speck aus und setzt diesem ca. 15 Gramm Kampfer zu; und -Eier. Für Gartenbesitzer ist dabei besonders bemerkens- I darauf schöpft man den auf dem Fette schwimmenden Schaum «erth, daß die Baumweißlinge, der ebenso schädlichen Kohl- | ab und fügt etwas Grafit zu, um der Mischung eine stählerne Weißlinge würdige Gattungsgenoffen, sich als junge Raupen I Farbe zu verleihen. — Mit diesem Mittel bestreicht man zwischen den Blättern für den Winter einspinnen und die so- I die betr. Werkzeuge, die jedoch vorher sorgfältig gereinigt genannten Raupennester bilden; daher ist die gänzliche Ver- I werden müssen, und läßt dieselben dann 24 Stunden liegen, nichtung solcher Blätterballen von größter Wichtigkeit. i worauf man sie mit einem weichen Lappen wieder abwischt. K WAber auch in Bächen und Teichen lebt und webt es I Die so behandelten Instrumente sollen sich mehrere Monate trotzWrost und Eisdecke. Da finden sich, bald ruhig im I hindurch ohne jeden Rostanfatz halten. Schlamme eingewühlt, bald munter sogar unter dem Eise I * . herumschwimmend, die schlechtweg als Wafferkäfer bekannten weiße Gaze wandelt gewöhnlich in bett Palpicormer u«b Dyhcjden. Uttb * J sogenannten Lumpenbeutel; und doch ist sie nicht untauglich, so erscheint alsbald der Taumel »61^ | jonbern ei0net $$ vortrefflich zu practischen Fleischsäcken, sogleich auf der Wasserfläche seins ü-bernen Bogen zu ziehen 1 b{g genug sind, um reichlich Luft auch im Sommer beginnt. Aber wir wolleni noch mehr Lebendiges sehen und I b^ch^laflen und dicht genug, um die zudringlichen Fliegen nehmen deshalb einen größeren Stein behutsam aus dem I 0h^halten. Sie können daher trefflich benutzt werden, um Wasser heraus. Da erblicken wir eine Menge kleiner Röhrchen I ^ches Fleisch an die Luft zu hängen, oder ausgeschnittene fest anzeklebt, welche in ^.^r^enthumlrcher Weise aus I g$infen JU bewahren. Man näht die Säcke au» größeren Steinchen, Schnecken und Holzstückchen erbaut sind. Drücken I ga.eaQjen, bie kleineren Stücke geben entweder — wenn wir eine solche Röhre em wenig den Fingern zusammen, glücklicher Weinstocksbesttzer ist - Säckchen zum Schutze so schaut, allerdings unfreiwillig, an dem Ende ein häßliches I retcenber Trauben, oder aber, nachdem man die Appretur Köpfchen hervor: das ist die Larve der Eintagsfliege. j völlig au8 den Stücken gerieben und sie dreifach übereinander Auch die Luft wird an müden Wintertagen belebt durch j [gt ^Qt ^och sehr gute Staubtücher, die man natürlich einige Mückenarten, z. 8. Tnchocera hiemahs mege bawn » s&be[n verwendet, da sie im Sonnenschem ihre lustigen Tänze aufführen. Von den Rnb- verhaßten Stechmücken dagegen pflegen nur die Weibchen I u » • * eine so große Ausdauer zu besitzen, daß ein zur Erhaltung I im 11m Msbl aeaen sw ss »» a s Manchmal kommt es auch vor, daß sich ein Frühlings- | nicht im Geringsten an feinem Geschmack, bots in seinem Zeitsinne irrt und schon an sonnigen Wintertagen aus seinem geschützten Quartier hervorkriecht. Namentlich dem Maikäfer geht es häufig so. Bekanntlich verlebt besten Larve, der sogenannte Engerling, zum großen Leidwesen der Gärtner mehrere Jahre in der Erde. Die eigentliche Verpuppung fällt in den Spätsommer, der Käfer ent- i Tlein der Weisen- eröffnet sein diesmaliges (6.) Heft wickelt sich dann im Herbste und verbleibt als solcher in seiner mit einer ausführlichen und anziehenden Schilderung des Bienenstae tes, tiefgelegenen Erdhöhle noch ungefähr bis zum Mai jdes fol- I eS enthält ferner eine fachgemäße, mit vielen Abbildungen auSgestattete aenden Labres wird aber bisweilen durch warme Witterung I Beschreibung der Einrichtung der Weinkeller, ein astronomisches Feuilleton eia. c nt,,,«11. riSAhtß fnfnf 1 l über Kometen, sehr schöne Abbildungen von den Hamburger Werften, schon früher an die Oberfläche gelockt. (Schluß folgt.) I ejne Abhandlung über Teichwirtschaft oder Karpfenzucht und eine illu- ..... I strikte Beschreibung der Fabrikation von Glaspapier. Nicht minder 1 reichhaltig ist der Notizentheil, welcher 18 Abbildungen und nachstehende kürzere Mittheilungen enthält: fahrbare elektrische Bohrmaschine, Zellen- Kaimapparat für Mälzereien, Don8u