^WD «MM BÖ#®»; von erziren ;t mal : Sache rrkrankt äsident: Wannen?" i selber ist Du sehen, a wohl ittag!" sehen he Er- (o, jo, i aufi trium» ich in ite ich ünden etzt de« Karl?" hämt): schäme Lirthr- nacht!" an, ich Gottes Finger. Erzählung von C. von Falkenberg. (Schluß.) So verging der Winter. Die Liebenden sprachen sich oft im Vorstübchen bei Mutter Gertrud, und als nun der Frühling in Sicht war, konnte man sich auch hier und dort treffen. Allerdings hatte es Erdmann sehr verstimmt, daß Juttas Vater seinen Besuch ebenfalls nicht angenommen und jeden Annäherungsversuch vereitelte. Desto öfter trafen sich die Liebenden an der Eiche und manches Brieflein ging durch diesen seltsamen Postkasten hüben nach drüben, von drüben nach hüben. Aber der Verräther schläft nicht und das Auge der Eifersucht blickt scharf! „O nein," schrie da Bult zornig, „so ist es nicht! Aber den Schleicher, den Erdman«, den soll der Teufel holen! Nein, ich halte mein Wort und wenn ich Jutta an den Haaren zum Altar ziehen soll!" „Nun, nun," begütigte ihn der Rentmeister, „das verhüte der Himmel! Ich denke, es läßt sich noch Alles im Frieden schlichten! Binnen Kurzem bin ich Rentamtmann und dieser Titel, dieser Ansehen wird Fräulein Jutta wohl mit ihrem Schicksal versöhnen!" Dabei versprach er dem zornigen Mann, ihn zu begleiten, wenn er Jutta und Erdmann, die sich an der Eiche träfen, überraschen würde. — Es war ein wundervoller April-Abend, als Jutta mit Erdmann unter der Eiche zusammentraf. „Weißt Du, Jutta," sagte Erdmann, nachdem sie auf dem Steine Platz genommen, „daß ich große Hoffnungen auf die Kunst-Ausstellung in der Hauptstadt setze? Ich habe zwei Kainin-Friese in schwarzem Marmor und eine Statuette der Pomong in carrarischem Marmor ausgestellt; werden meine Werke preisgekrönt, so versuche ich es noch einmal, trete vor Deinen Vater hin und halte um Dich an!" „Da brauchen Sie sich keine Mühe zu geben," klang hier die Stimme Bults verbtffen hinter der Eiche heraus, „Sie sind ein Redde und bekommen Juttas Hand nie, hören Sie, nie! So wahr Gott der Allmächtige lebt, ich halte Wort, es sei denn, daß diese Eiche nicht mehr stände und vom Wind fortgeweht wäre!" Dabei riß er Jutta rauh empor und schrie: „Komm' heim, Mädchen! Du bist hier am falschen Orte!" Aber Erdmann blieb trotzdem gelaffen. „Es ist gut!" sagte er kalt. „Jutta, wir sehen uns wieder! — Jan van der Bult, jetzt ändere ich meinen Sinn und sage Ihnen: So wahr Gott lebt, ich hole mir Ihre Tochter, denn Sie vergewaltigen unsere heilige Liebe." „Das findet sich!" lachte Bult höhnisch und stieg die Stufen hinab; der Rentmeister aber, der diese Gelegenheit benutzen wollte, dem Herrn Steinmetzen eins auszuwischen, lächelte höhnisch und sagte: „Diese Blume ist nicht für . . ." Er vollendete nicht, denn er erhielt von Erdmann einen Stoß und flog die Stufen hinab. Dort lag er zu Bults Füßen, welcher kalt sagte: „Stehen Sie auf, Herr Rentmeister!" In den Bart aber murmelte er: „Der ist ein ganzer Mann, aber ein Redde! Rein, nein, es bleibt bei meinem Ent- schluffe!" Als sie zu Hause waren, blieb er gegen Juttas Erwartung ruhig und sagte nur: „Höre mich, Jutta; was ich jetzt Der neue Rentmeister Asmus Hähnel, ein noch junger, aber total verlebter Mann, der sich nicht im entferntesten mit Erdmann meffen konnte, hatte es verstanden, sich Bults Gunst zu gewinnen. So kam ein Ränkeschmied in das Bult'sche Haus und rasch war der Rentmeister Bults erwählter Günstling, der bald eine Parthie Tricktrack, bald Schafskopf mit ihm spielte. Der Rentmeister verstand es meisterhaft, das heiße Eisen zu schmieden. Er benutzte leine gute Stunde und fing bei dem alten Herrn an, behutsam zu sondiren, und fand ihn auch nicht abgeneigt, in eine Heirath mit Jutta zu willigen. „Heirathen muß das Mädel ja doch einmal!" meinte der Vater lächelnd. „Allerdings, und ich werde sie auf den Händen tragen!" versicherte der Rentmeister. „So machen Sie sich bas Mädel geneigt!" lachte Bult. „Ein gewandter Mann versteht das!" Von diesem Tage an erwies Hähnel Jutta alle möglichen Aufmerksamkeiten, aber das junge Mädchen blieb kalt wie Eis. Run schöpfte der Arge Verdacht und schlich ihr auf Schritt und Tritt nach, wobei es ihm gelang, nicht nur ihre Rendezvous mit Erdmann an der Wodanseiche und bei Mutter Gertrud im Stübchen zu entdecken, sondern auch den Platz auszuspüren, wo sie ihre Briefe an Erdmann verbarg. Ein solches Briefchen zeigte er dann Jan Bult eines Tages vor. Dieser gerieth in eine gewaltige Aufregung, als der Arglistige ihm das Alles zeigte und heuchlerisch hinzusetzte: „So hoch ich die Ehre schätze, lieber Freund, die Sie mir mit einer Verbindung zwischen Jutta und mir anweisen, so leiste ich doch gern Verzicht, wenn Sie anderweitig gebunden sind!" le ließ mhüllen, Dieses gemacht, mehrere beiden Stellen hängen, aren in rr drei Pfund lgrweise anderes in Fol- Wiegen i, wenn mb ein ibt alle ser Ge- 1894. J w- Sir. 95 ' *■ —s-g.—. -—■ ■ *—■ —.— 7,.., Anterchaltnngsblatt zrrirr Gietzsner AnzeiKev (Genspal-Anzergev) Donnerstag, de« 15. August. — 378 — ”e: Dich Wl 3n rter I .»«»IM« «in det Sntt, meine Start, Ente Mni- Wochen ist Hochzeit!" I tige Meisterin!" 1 »Mit Erdmann?" frug sie schüchtern. „Et, da arbeiten wir schon umsonst." entaeaneten die „Thörin, mit dem Herrn Rentmeister Hähnel!" kräftigen Männer. „Aufgepaßt, eins, zwei, HLnHt Jutta sah diesen, der dabei stand, spöttisch an und sagte I ätzten zehn Mann ihre Brechstangen ein und der Werkmeister dann ebenso ruhig: „Gut, Vater, ich werde gehorsam und nicht I commandirte. Nach einer Viertelstunde war der Baum noch widerspenstig sein, ich werde nicht Nein sagen am Altäre, aber I keinen Zoll gerückt. Da hieß Erdmann zwölf Pferde holen, ehe ich dorthin gehe, werde ich diesen Leib zerstören, der den I Sie wurden an Ketten gespannt und angetrieben. Die Stein- Herrn Rentmeister gereizt hat, dieses Leben von mir werfen, I Bietzen halfen nach und der Baum war beseitigt. welches ohne Erdmann für mich keinen Werth hat! Schleppt Jndeß hatte sich das halbe Städtchen an der Unglücks« Ihr mich zum Altäre, so wird Herr Hähnel nur eine Leiche I stätte versammelt; der alte Pastor Gesenius stand neben Jan tzeirathen!" und sprach ihm Trost ein, Mutter Gertrud aber sagte zu ihm: „O, nur zu," spottete da der erbitterte Vater, „ich will | „Jan van der Bult, sehen Sie nun, wohin der Haß führt? Dich schon bewachen!" I Gott selbst gibt Ihnen heute ein Zeichen: der Baum, bei dem „O, Vater," entgegnete sie nun tief ernst, „kennst Du I Sie geschworen, ist nicht mehr! Er erschlug Euch fast Euer mich so wenig, daß Du denkst, ich hielt nicht Wort? Gott I Kind, denn ich will um Erdmanns willen, Euretwillen und weiß es, daß ich das thun muß I Mein Herz gehört Erdmann I auch zuletzt um meinetwillen wünschen, daß es noch lebt I und einen Andern will ich nicht zum Manne!" j Wollen Sie nun endlich verzeihen, wie ich längst verziehen Jan van der Bult zuckte die Achseln und entgegnete: I habe?" „Das werden wir sehen; kommt Zeit, kommt Rath!" I Da brach endlich die Angst um Jutta die Eisrinde dieses Als Erdmann nach Hause kam, warf er sich in den Sessel I starren Herzens und Jan van der Bült reichte weinend Mutter und klagte überlaut. Da trat Mutter Gertrud zu ihm und I ®er ®‘e Hand. fragte: „Hat Bult Dich gekränkt, Erdmann? Er ist nicht so .., Kinder, wändte sich diese erklärend an den Pastor, schlimm, aber die alte Feindschaft hat das Gute in ihm er« I »"eben^stch schon lange, gerade wie wir uns haßten." stickt, gerade wie bei uns! Du, Du guter Junge, hast mich erst I wird Gott das liebe Mädchen auch bewahrt haben!" aus dem Schlafe geweckt! Was meinst Du, soll ich mal zu I antwortete der Geistliche und drängte näher an den Schau« ihm gehen?" j platz, denn jetzt waren die Trümmer des Brunnenhauses fort« „Nein, nein, Mutter, es würde nichts nützen, vielleicht nur I geräumt. Erdmann war der Erste, welcher sich dem Brunnen schaden! Laß mich nachdenken!" i näherte und — da hing Jutta, zwar ganz durchnäßt und vor „Kannst Du sie denn nicht aufgeben, Erdmann? Es gibt Frost klappernd, im Bassin, einer Ohnmacht nahe, aber sonst der braven und schönen Mädchen ja so viele, die es als eine I unverletzt. In das Bassin geschleudert, war sie der schmettern« Ehre ansehen würden, sich mit Dir zu verbinden." I ben Wucht der Balken glücklich entgangen. „Ach, Mutter," rief er da, „wenn Du wüßtest, was Jutta | Erdmann nahm sie in seine Arme und trug sie in der mir ist! Sie ist mein Leben, mein Alles! Wenn Dich nun einst I Mutter nahes Haus. Jemand von dem Vater hätte reißen wollen?" I Hier spielte sich nun auch die letzte rührende Scene des „Es wäre ihm nicht gelungen!" I ganzen Familienstreit-Dramas ab, denn der alte zitternde Bult „Siehst Du? — Nein, ich hole sie mir heimlich, fahre I küßte zuerst fein Kind, dann Erdmann und legte die Hände mit ihr nach England, lasse sie mir antrauen und komme mit I ber Beiden ineinander, indem er sagte: „Laß mich Du zu Dir ihr als Frau zurück. So soll es sein!" | sagen, wie in der Jugend, Du braver Erdmann. — Werdet „Amen, Gott gebe seinen Segen dazu, ob's schon nicht I glücklich, meine Kinder! — Und nun, Mutter Gertrud, nun, recht sein mag!" Herr Pastor, sind Sie zufrieden?" Damit wandte sie sich kopfschüttelnd ihren Geschäften Den braven Arbeitern und Knechten, die die Pferde so wieder zu. I rasch gebracht, schenkte Bult 100 blanke Thaler, gerade so, * * I wie Erdmann Wort hielt. | Und was that um diese Zeit der Herr Rentmeister Hähnel? Es war der 26. April 1864, der den Bewohnern dieser | Bei der Nachricht von der Verlobung, welche blitzschnell Gegend ewig unvergeßlich bleiben wird, denn es entstand mäh« I die Stadt durcheilte, hatte sich der arglistige Mensch noch zur rend der Nacht ein Orkan, wie ihn die ältesten Leute nicht rechten Zeit aus dem Staube gemacht, denn später stellte sich erlebt hatten. j ein großes Defizit in der ihm anvertrauten Kasse heraus. Erdmann ließ eben gefügte Sandsteinplatten, welche der I „Ach, da habe ich mir eine schöne Suppe eingebrockt," Orkan umgeworfen, in Sicherheit bringen, da erscholl ein un« rief bei dieser Nachricht Vater Jan, „ich habe für den Schuft geheurer Krachen, begleitet von einem Doppelgeschrei: der j für tausend Thaler bei der Rentenkafle der Hauptstadt gut« Sturm hatte die Wodanseiche umgeworfen und diese hatte das | gesagt!" Brunnenhaus, den damaligen Zankapfel zwischen den Reddes I „Macht 'nen Strich durch, Vater!" lächelte Erdmann, und Bults, zerschmettert. I „Besser tausend Thaler verlieren, als solchen — Schwieger« Da stürzte jammernd der alte Bult herbei. I sohn gewinnen I" „Jutta," schrie er wie wahnsinnig, „Jutta, mein Kind!" „Hast Recht!" lachte der Alte. Erdmann hörte den Ruf und war schon an seiner Seite. I Und Jutta? — „Wo ist Jutta, Herr Bult?" frug Erdmann. I ®8 ist wohl unnütz, zu versichern, daß ihr Glück nun „Da drinnen!" jammerte der Alte ganz gebrochen. - vollständig war, besonders als ihr Verlobter am Tage darauf „Wenn sie noch lebt!" ” in der Ausstellung den Ehrenpreis, bestehend in einer großen „Barmherziger Gott!" rief er und stürzte zurück. „Rei« ff’S Vater Jan erklärte, daß er mers, Rammer, Lüders," - es waren drei riesige Stein« T Ä solchen Schwiegersohn sei. So verschmerzte er metzen, welche im Hof hantirten, — „ruft alle Mann herbei b Ä” <» . o , r und bringt Brechstangen mit! Schnell! Schnell!" e. J» H<"Wt des jungen Paares in Lauterthal ge« Sie waren in der Minute am Platze, Jan van der Bult mehr ^Volksfest ^als?ne FamiliMeie?^ "" Rasens & ohnmächtig auf dem oben hervorsprießenden I Am Tage nach der Hochzeit kamen dann Werkleute und Nun bürt" wirb I rissen die Mauer im Garten ein; beide Gärten wurden ver« Jhr ficrettet 6 i ' " einigt und Jan van der Bult verschrieb sein Eigenthum seinem 3t **1 Schwiegersohn. Dieser ließ den Lauterbrunnen wieder frei stWer ist denn da drinnen? fragten die Männer« • legen, und nachdem der Eichenstumpf ausgerodet war, eine — S7S — Mantel und 's war g'wiß a a „Wo hast denn üüders Achs pflanzen, die herrlich an der Stelle gedeiht, wo früher der große Baum stand. Vater Bult und Mutter Nedde haben längst das Zeit, liche gesegnet; der Lohhof ist istzt Arbeitsplatz des Bildhauers und Steinmetzmeisters Erdmann Nedde, der zugleich Raths- mann und Obmann der Rathsmannschaft ist. Jutta ist eine vorzügliche Hausfrau und Mutter geworden und Ebert Wollin ist M Rector an seines Vaters Statt. Wenndiebeiden alten Freunde zusammen spazieren gehen und ihnen kommt der Brunnen zu Gesicht, so lächelte Erdmann und sagte: „Der dal klnglück usid das Glück der Familie zugleich verursacht I „Net amal ganze zwa Tag." „Nur?" „Maßt, i bin halt a fermer Steiger!" „Der Prater is schön, net wahr?" „Da hab' i net 'nein kinnen." „Warum denn net?" zuMrtt- - Ja - an unbändiges Schloß habens vorgehängt." g'wiß"? Jager~ Sag' mir, Landsmann, Du bist „Ob i aner bin!" „Hast schon viel Gamsen g'schoffen?" bie matl n,et' ziemlich i g'schoffen Jägerlatein. I W*ber Erzherzog: „unb in der ______ i Weanerstadt wirst do a 'n Kaiser g'sehen hab'n?" erräb? Lerr er^elnefnbren ''Jagd-Zeitung" von Hugo gangem Änn^wir Sttirer^leb'n und ster?n Kr unfern Kaiser erzählt Herr Rossegger folgende nicht Übel erfundene „Das ist schön," lobte der Errbnoa ™ ' Schnurre: Der Vater des Kaisers Franz Josef, Erzherzog 'n Kaiser g'seh'n?" WW J^anz Carl, hielt sich mit Vorliebe in Steiermark, in der I „Spazier'n is er gangen." Gegend von Mariazell auf. Er durchstrich oft stundenweit I „Wie hat er denn ausg'schaut?" Aam und unerkannt die re zenden Umgebungen. Er unter- „Na, natürlich in an großen rotben hielt sich auch oft gerne mit urgemüthlichen Gebtrgssöhnen, j Scepter in der rechten Hand." zumal wenn diese keine Ahnung zu haben schienen, mit wem I „So ist er spazier'n gangen?" ^da verkehrten. Auf einem dieser Spaziergänge - erzählt I „Halt ja." E NH »„„^6eMte der Erzherzog einem ältlichen Manne I „Sag' mir, Landsmann, Dein Vater aus einer von Mariazell entfernten Gegend. Der Erzherzog | Jager?" bie <®rünau Erlasses zu und hatte | „Was soll er denn sonst g'wesen sein?" betreffs eines Ortes, zu dem er gelangen wollte, eine Frage I „Na, es gibt schon no Väter, die kane ^aaer sind " zu stellen. Der Aelpler wußte zwar nicht, wen er da vor sich I „Was is denn nachher Dein Vater g'wesen?" Ä W nUl bereitwilligst Auskunft, sondern ",Kais er," antwortet- erbot sich, dem Fremden nach dem erfragten Ziele das Geleite I „Du, red' net so laut!" warnte der Begleiter den kats-r« än9e£?rrtl^n e^e8raerntro^e te eine lebhafte Unterhaltung, lichen Prinzen. „Wenn Di der Gendarm hört, wirst arret rt ^'"antwortete der Gefragte. >as is er denn?" ... ,~err gehörte offenbar der Jägergilde an, denn | „Kaiser," antwortete wieder der Erzherzog. b i S?“' . , , »Gehst no net!" sagte der Aelpler lachend. „Host a Ucb ro e ^atS Dir denn in Wien ge- I Kinder?" fragte er den Erzherzog weiter. f k.Ä8be?rt3^^08 sroe ter- r. . -1 "Gott sei Dank! Da iS gleich mei Franzi." „Guat, das kannst Dir denken. So grün is's net wie „Was is denn der?" hni 9uat &ftt’8 mir S'fall'n und Aufsehn'n I „Kaiser," war abermals des Erzherzogs Antwort. yav t gnua g macht." | Der Steirer lachte laut auf. „A , ben5rt'" ^gte der Erzherzog mit einem „Dann ist mein zweiter Sohn Max," fuhr der Prinz fort. Schmunzeln. „Und net wahr, groß soll die Kaiserstadt sein?" I „Was is denn der wieder?" „Größer als Mariazell." I „Kaiser!" "Das will ich Dir schon glauben," meinte ver Erzherzog. Der Jäger lachte noch lauter- "aar s«««me net‘ I »Dann hab t zwei Schwiegertöchter." . /'Hast denn a die Burg g'seh'n, wo der Kaiser wohnt | „Was sau denn dö?" und bHinzenA'. „Kaiserinnen!" " bbt si • Die ist ganz von Gold mit brillantenen j Der Aelpler weinte vor Lachen. Als er wieder zu Athem kam, fragte er: „Na, und wer bist nachher Du?" "ttnh hör ftAf U „U r- t L "I hält' a Kaiser sein können," antwortete der Erz« k(~."Unb ber is mit an rothen Sammt überzogen, daß j Herzog. Dinner net naß wer'»." I Der Steirer machte einen Luftsprung und schlug ein roöS macht i selber seh n," rief der Erzherzog Schnippchen. Die vermeintliche Aufschneiderei ergötzte ihn über 9 Aus- | alle Maßen. Der Erzherzog lachte vergnügt in sich hinein. Kar m m r 8' ?u mußt halt amol auf Weän geh'n." I Als sie aber nach Zell zurückkamen, da gab es ein ehrfurchts- „gwach gsehn?" examinirte der Erzherzog I volles Verbeugen vor dem Erzherzog, ein Nicken und Hutziehen e ^^Kb^«ia Unterhaltung ungemein gefiel. I und Handküssen, daß dem Jäger schier grün und blau vor den ,, ^'Sandör Erzklacheln!" rühmte der Steirer. „Der Klanste Augen wurde. r», »I dank Dir für Dei' Begleitung," sagte ihm jetzt der "E98,. net sagst! I Erzherzog in seiner allbekannten Gemüthlichkeit. „Und kommst "E' : . mahr. I wieder nach Wien und der Prater ist zug'sperrt, so frag' nur 9Qt«5n benn b Burgmusi g'fall'n?" I nach 'n Erzherzog Franz Karl. I werd' Dir schon aussperr'n prä$U - - Am Kirta' spielen's bei uns a net laffen!" ™ A. I * Der bestürzte Jäger fiel dem kaiserlichen Prinzen zu können d Weaner stolz d rauf sein," meinte der Prinz. I Füßen und bat um Verzeihung. Der Erzherzog hieß ihn auf- „und bist «UH Ms Stephansthurm g'stieg'n?" I stehen. Er beschenkte ihn für seine Dienstleistung, dann zog "roja r c , j er ihn mit nach der Wallfahrtskirche und sagte: „Jetzt gehst »Wie lang hast denn nauf braucht?" s aber gleich beichten, daß D' mich so ang'logen hast!" 380 Gemeinnütziges. Weinstöcke in Blumentöpfen sind eine freundliche Zierde für das Balkonfenster oder die Veranda. Um dieselben aus Samen zu ziehen und zum schnellen Fruchltragen zu bringen, wird folgendes Verfahren empfohlen: Die Samen in ein Gefäß gebracht, und die Erde in demselben wird mit stark concentrirten Dünger gemengt. Nach der Saat wird das Gefäß mit Glas bedeckt und in einer Temperatur von 15 Grad gehalten; nach acht Tagen wird die Wärme auf 25 bis 30 Grad erhöht. Haben die Pflänzchen das dritte Blatt getrieben, so werden sie in 8 cm. große Schalen gesetzt und in gleicher Temperatur gehalten. Nach 3 Wochen erfolgt das Umsetzen in größere Töpfe. Haben sie eine Höhe von 60 cm. erreicht, so werden sie beschnitten, was in einer Höhe von 2 bis 4 m wiederholt wird. Auf diese Weise erlangt man schon im dritten Jahre Trauben. » $ $ Amalgam für spiegelnde Glaskugeln. 80 Gr. Wirmuth, 20 Gr. Quecksilber- Das Wismuth wird mit dem erhitzten Quecksilber zusammengeschmolzen, die Flüssigkeit in die vorher innen vollkommen gereinigte Kugel gegosien und dann gleichförmig so geschüttelt, daß sich das Amalgam an allen Thetlen des Glases als spiegelnder Körper festsetzt. Die fertiggestellte Kugel wird mit einem Pfropf luftdicht verschloffen. * • Rostflecken entfernt man aus leineuen Taschen» tüchern durch Waschen in einer Lösung von einem Theil Ammoniak und sechszehn Thetlen Wasser- Auf dem Lande legt man sie zu diesem Zwecke mit bestem Erfolge in Buttermilch. ♦ Schleien mit Rahmsauce. In möglichst wenig Wasser, dem man 20 Gramm Butter, 10 Gramm Liebigs Fleischextract, Salz und eine kleine Zwiebel beigefügt hat, kocht man die zertheilten Schleien gar. Dann verdickt man die Brühe mit einer Mehlschwitze, würzt sie mit Pfeffer, Ci« tronensaft, Muskatblüthe und Capern, verkocht sie mit einem Viertel Liter dickem, sauerm Rahm, bindet sie mit 1 bis 3 Eigelb und gießt sie über die Fische- ♦ Beerenwein mit gleichem Quantum herbem Roth- wein verschnitten, gibt einen vorzüglichen Trank, bei dem die den Beerenweinen eigenthümliche, alkoholfcharse Eigenheit weg- fällt. Knochen als Futter für Federvieh Die nicht ausgekochten Knochen der Rinder, Schafe und Schweine, grob zerstoßen und mit etwas Schrot, gekochten Kartoffeln und dergl. vermischt, sind sehr gut zur Fütterung des Federviehs, namentlich der^ Puten oder Truthüner, zu gebrauchen. Alles Federvieh frißt das Knochenmehl, auch ohne Zusatz von Schrot und anderen Dingen, mit Begierde und wird dadurch schnell und außerordentlich fett. Nur muß man es dabei nicht an Wasser und auch nicht an gründigem Sand fehlen lassen, mit dessen Zuthun es besser verdaut. Daß die Knochen so große Nahrhaftigkeit für das eine kräftige Verdauung habende Geflügel besitzen, erklärt sich daraus, daß sie 33 bis 38 pCt. Gallerte enthalten. ♦ Umlegbare Weinspaliere von A. Walfard in Reims bestehen aus einem um seine Fußpunkte drehbaren Gestell, welches zum Erdboden in verschiedene Winkelstellung gebracht werden kann, um die Reben bei Bodenbearbeitung oder bei sonstigem Schutz in eine vortheilhafte Stellung bringen zu können. Die Eckständer sind zu dem Zwecke in einen festen Bock seitlich drehbar, und die Zwischenständer stehen frei auf dem Boden. Blumenkohl in Esstg einzumachen, um den- selben für den Winter zu conservieren, wird seltsamer Weise wenig gehandhabt. Man nimmt recht weiße, saubere Köpfe, entfernt alle grünen Blätter, sowie die holzartige Rinde an den Stielen, wäscht sie einige Male gründlich und läßt sie auf den Durchschlag ablaufen. Hierauf legt man sie so dicht wie möglich, aber ohne sie zu beschädigen, in Fäßchen oder steinerne Töpfe nnd zwar so, daß zu unterst eine Lage getrocknetes Pfefferkraut und darauf Blumenkohl, bis Jbas Fäßchen voll ist, abwechselnd zu liegen kommt. Das Ganze wird dann mit ein paar Mal gekochtem und wieder abgekühltem, gutem Weinessig begossen, den man zuvor durchwein Drittel Wasser verdünnt hat. Hierauf schlägt man das bis oben gefüllte Fäßchen fest zu. In steinernen Töpfen übergießt man Alles mit Talg und bindet dieselben mit einer Blase zu. Beim jedesmaligen Herausnehmen nimmt man den Talg weg, zerläßt ihn von Neuem und gießt ihn wegen des Luftabschlusses wieder darauf. Der Essig muß immer über dem Blumenkohl stehen. Die Gefäße sind an einem trockenen, kühlen Orte aufzubewahren. ♦ ♦ ♦ Wie werden gelbe Rüben eingemacht? Besonders für Kranke sehr zu empfehlen. Man nimmt hellgelbe und dunkle, von letzteren etwas mehr, schneide sie in Scheiben, diese in Streifen, wie ein dünnes Schwefelholz, koche sie hierauf in Wasser weich, schütte sie in einen Seiher, daß sie ablaufen, und lasse sie auf einem Tuch etwas trocknen. Dann schneide man die Schalen von zwei Citronen ebenso und koche sie im Wasser weich. l/2 Kilo Zucker geläutert, dann V2 Kilo Rüben, die Schalen und der Saft von Citronen und ein Bischen Vanille zusammen aufkochen lassen. Wenn erkaltet, in Gläser oder Steintöpfe gefüllt. Gut gefeuchtetes Arac- papier darauf gelegt. Außen mit weißem Papier und Pergamentpapier fest verbunden. Die Sauce von der Masse muß stets darüber gehen; sie halten sich fünf Jahre, müssen aber öfter nachgesehen werden, ob sie noch feucht sind, wenn nicht, frisch darüber gekocht. Vermischtes. In der Sommerfrische. Miether: „Was haben Sie mir denn für eine Schlafstube vermiethet! Es regnet ja hinein. Ist denn das immer so?" — Wirth: „O nein, nur wenns regnet." * * * Verschiedener Vorzug. Hedwig: „Hör', Vater/ heute hat mich der Lehrer allen meinen Mitschülerinnen vorgezogen, so hat er sich über meine Arbeiten gefreut." — Vater: „Das gefällt mir sehr von Dir, Hedwig! Run Max, wie steht's nun denn bei Dir, hat Dich Dein Lehrer auch vorgezogen?" — Max: „Gewiß hat er das und noch dazu an den Ohren." ♦ ♦ ♦ Verschna ppt. Gast (der eine Portion Hasenbraten gegessen hat): „Der Hase hat aber wenig Fleisch an sich gehabt, Frau Wirthin!" — Wirthin: „Das ist aber seltsam, das Luder hat mir doch in den letzten Wochen mindestens zehn Pfund Wurst gestohlen." ♦ ♦ ♦ Heiliger Hubertus. Erster Sonntagsjäger (dessen Pulver alle geworden): „Hast Du noch Munition?" — Zweiter: „Schnaps habe ich noch, aber keine Wurst mehr!" * * ♦ Sein Bescheid. Förster: „Warum haben Sie denn \ nicht geschossen? Sie standen ja wunderbar!" — Sonntagsjäger: „Ja, ich stand schon wunderbar, aber der Hase nicht, 1 der lief wunderbar!" Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) in Gießen.