1894. sMKKM v: ^SiSEsi.'*!i«uÄJ«sS ^MMÄWL«K SteaSg^^ägggBMf WFT< WWWGWW^ MMKEMWMSj^Ä MNGOMMZ E^MowMB ippen« । auch eine mich serabel Kar- c aus, mecker impft sttzt Nasser und ; man ; des : der ifalen vor offene stkind nkösel itiffel ninbe« umig rsilie chtes, ormt ! mit und rbsen beide n seit schäft- rauen ■ über leben vor- l Be« ,34 inigen nn in ter."" igstens ir' ich n S' nfen." Bahn- ?' - eren." ■ “ - -----h—e^,- ■+• Wappenschildern reich verzierten Capelle befiuoet sich das büchst- Kleinod des Klosters, das Bild der schwarzen Madonna Es ist gewöhnlich mit einem Vorhänge von Goldbrokat verdeckt, welchen der Priester mährend der Messe emporheben darf Echte Perlen, Saphire, Smaragde, Rubinen und andere edle Steine zieren den Rahmen des Bildes. Das Haupt der Himmelskönigin' und das des Jesuskindes auf ihrem Arme ist mit einer goldenen, reich mit Diamanten besetzten Krone geschmückt. Den aus Ebenholz geschnitzten Gnadenaltar umgeben acht massiv silberne Statuen. In verschwenderischer Pracht sind überall die größten Kostbarkeiten, Edelmetalle und merkwürdige Reliquien angebracht und außerdem ist er noch mit zahllosen, der Jungfrau Marrn geweihten Opfergaben behängt- Es sind größtentheils golvene oder silberne Abbildungen menschlicher Körpertheile, unter denen große und kleine Herzen am meisten vertreten st-td- c*n bgj Kirche war heute auch nicht annähernd Raum für alle Besucher, darum hatte sich ein großerTheil derselben vor dem Portal gelagert, bis auch sie an die Reihe kam. Die Altäre und Beichtstühle waren dicht umgeben von den Wall- sabrern, welche ihre Sünden beichteten, die Communion empfingen und zu Ehren der Gottesmutter Buße thaten. Starke Weihrauchdüfte erfüllten die schwüle, asketische Lust, zahllose Kerzen- ffi wissen, über 2 nüterti Er hü nämli ihm g denn er nu — II wort ( sicht«! paar sagte regen gange Sie l zeugt wenbi werbe unb ' stünb' habe! imZ ersah solche Ihne schw! ihrer lichke bis ahne unsei ahnt benti lichst serei wen miß erfa legte ber Toe geft fahi trisi Leb wer mtd zu Lyk schr »I ten Se unt Ick Wi tei Be off' 3« bet Si Mi — 122 — lichter flackerten mit röthlichem Licht an den Wänden und in I prächtig, denn diese« Schauspiel hat einen pikanten, prickelnd« den Länden der Pilger, die voll gläubiger Hoffnung da« hehre | Retz an sich, der ungemein fesselnd wirkt. Auch gehört es ja Wunderbild als heilige Quelle der Hülfe und Gnade begrüßten. I zum guten SCon, wenigstens einmal im Leben einer Wallfahrt Aller Augen waren der Capelle zugekehrt und ein Jeder suchte I nach Czenstochau beigewohnt zu haben. Außerdem haben wir nach Möglichkeit vorzudringen, um seine Andacht auf den I noch eine besondere Freude dabei, liebe Casimira, wtr sahen Stufen be« Gnadenaltars zu verrichten. In der ganzen Kirche I unsere besten Freunde roteoer. S S?*“”“ *“ dE-n °"d b°- " In der Räbe des Klosters liegt eine große, von hohen Tode meine« Gatten so einsam wie eine Nonne gelebtI Sie Bäumen umschattete Wiese. Sie war schon seit undenklichen I wissen, daß ich mich sehr unglücklich an seiner Seite fühlte, steilen der Sammelplatz und Erholungsort der müden Pilger, I denn meine zarte Natur paßte gar nicht zu seinem rauhen welche arößtentheils^die Nacht unter freiem Himmel auf den I Character. Ach, gute Antolka, was habe tch durchgemacht I Steinstufen der Kirchen oder in den Ställen und Scheunen zu- I Aber Sie kannten ihn ja! Wenn er berauscht war- und nutirnAt Batten denn die kleine Stadt Czenstochau konnte die I leider war er es häufig, — beleidigte er mich in schrecklicher Kracht hatten, denn die kleme «a« ^zenfloryau % Entre nous,« sie hielt die Hand vor den Mund, „er Grasfläche w?r ^ZaM profane Leben und Treibet eines mißhandelte mich sogar! Ich mußte mich ein paar Mal vor SÄen Jabrmarktsu finden. Bude reihte sich an Bude, solchen Ausbrüchen seines Rausches mit dem Keinen Roman SSäutrZen mei« polnische Juden mit langen Seiten- ausdem Hause flüchten und so lange verstecken, bi« er wieder locken und struvviaen Bärten. Sie waren in unsaubere, übel- I nüchtern war. — Ach, es war damals ein furchtbares Dasein ripAenh? Kaftans aekleidet und boten Branntwein, Häringe, I für mich!. Auf dem Edelhofe herrschte ein wüstes Treiben, nnb in Oel aesottenen Stockfisch feil, welche I Tag und Nacht kamen Gäste an, die sich mit Zechen, Karten- ftAftpn gihfah sanden Auch kleine StändeMit Meth, Thorner I Herren recht erhitzt waren, dann flogen Teller und Gläser, so- M? Ä» He ,-M-n «-»!«-» durch di« z-»si-- °d-- an - Kleinkram bunte Tücher, Bernsteinschmuck unb Kalischer Schuh- I Köpfe ber entsetzten Dienerschaft. Zuweilen brach ihre Zügelwerk welches in ganz Polen einen vorzüglichen Ruf besitzt I lostgkeit unb Wildheit in solcher Weise hervor, daß mich wahn- L.r „„j, gnanhel fand hier ein ergiebiges Feld, seine I sinnige Angst packte unb ich erst dann wieder aufathmete, Tbätiakeit zu entfalten, aber auch dem frommen Wahne wurde I wenn Alles still wurde und die gleichfalls bezechten Kutscher manch sauer verdienter Rubel zum Opfer gebracht: Rosen- ihre Herren vom Erdboden^aut asem in die Wagen schleppim kränre direet von Jerusalem bezogen, und kleine, in Elfenbein 1 und fluchend mit ihnen davonfuhren. aesabte Svlitter vom heiligen Kreuze wurden mit dem größten | Frau Casimira zog ihr Taschentuch hervor und drückte er Eifer als echte Kleinode angekaust. Auch Gebetbücher, Amu- I wiederholt an die Augen. Dann fuhr sie fort: „Die Ecinne- letr Cruzisire Heiligenbildchen und Pilgerstöcke waren in größ- I rung daran macht mich ganz krank, kann absolut an jene ^'»Ä«d-7um ÄdKr-AL?« uuchs-ul- gebracht Lei. u« Schauder d-nl°«8< Wille« £ au» m.. tu werden. Ein altes Weiblein bot den Vorübergehenden ge- - ich schrieb Ihnen doch ausführlich! - Oder wiflen Sie weihte rothe Kerzen an, die, bei schwerer Krankheit angezündet, nichts mehr, Antolka?^ attp KAmprren linderten die Trunksucht heilten und vor Hexen- I „Doch, doch, ich erinnere mich noch ganz genau, Ihr krau spuk und Brandschäden'schützten. Im Nu hatte das Weiblein riges Schicksal erregte meine innigste Teilnahme, erwiderte ÄjTeÄÄ Mt 1° hbreu Si« weit«! Gaiie war dm» da. kleinen Tischen waren ferner eine Menge silberner und I viele Weiniriuken allmälig stumpf und gleichMig geworden, wächserner Gliedmaßen ausgelegt, darunter viele Herzen. Diese I auch seine Gesundheit hatte gelitten und ehe noch Romanse Anfachen und doch so beredt sprechenden plastischen Gebilde Universttätsstudien in Wilna beenden konnte, wurde feinSat t £*”“6“*bem auchLui"°7S** Mitten ^auf dem Festplatze, unter einer weitästigen Platane, kommen, um Ordnung zu schaffen, denn unser Gut war ver- war für die vornehmen Leute, welche das Marienfest besuchten, schuldet, die Revenüen verkümmert, all«L®”® ein soaenanntes Lerrschastszelt errichtet worden. Hier saßen Mein Mann hatte sich wenig um die Landwirthschast getunt unter bem grauen, mit rothen Einfaffungen reich verzierten wert und sich vollständig auf seinen Jnspeetor und ans unfern Leinwandbache Gräfin Kwilecka und die Herrin von Lpgotta. Hofjuden verlassen. Roman war nun Tag und Nacht that g. Die Damen waren eben aus ber Kirche gekommen, erfrischten er engagirte einen anderen Verwalter und fand auch emen sich an einer Schale Fruchteis und erwarteten die Procesfion, ehrlichen Juden, der uns Geld zu mäßigen Pcocenten le hb welche den Schluß der Kirchenfeier bildet- Vor bem Zelte So gelang es seiner Energie und Umsicht, den Rum von uns stand Pavel mit den Gebetbüchern und Rosenkränzen der fern zu halten- Wenn Roman meinen Damen und ergötzte sich an dem lebhaften Jahrmarktstrubel, reiche Frau zu suchen, dann wird auf Lygotta bald wieder Frau Casimira lehnte mit halbgeschlossenen Augen in ihrem Alles ins Gleiche kommen! ..^inmSiemcht auch, Sessel und schlürfte langsam ihr Eis. Zuweilen stieß sie einen tonia, daß er verpflichtet ist, bald zu heirathen? Naturuq Seufzer aus, während die Gräfin bem fremdartigen, bunt- reich! Und es gibt hier genug re che und liebenswürdige Edel- bewegten Schauspiel ihre ganze Aufmerksamkeit widmete und fräuleins, die meinen Roman mit Freuden nehmen würden, in tn?™ Krten ihr Vergnügen darüber aussprach. aber denken Sie nur - er will nicht, - er will partout S nennen”©ie fSgute SSaV Frau v. Nie- nicht, so viel ich auch zutede! Es ist wirklich un egreifl ch, linrka" schüttelte verwundert den Kopf. „Da muß ich zum welchen Eisenkopf er in dieser Beziehung Alst! Dabei habe ich ersten Male Ihrem stets so feinen Geschmacks meine Anerken- ihm vorgestellt, daß wir, falls eine reiche Frau in s Sau« nun« versaaen denn mich macht das entsetzliche Getöse und käme, doch aller Sorgen ledig wären, Gesellschaften geben, der ^abscheuliche Oelgeruch vollständig nervös. Man kann Reisen in's Ausland machen könnten. Sie werben begreife^ wirklich kaum einen Schritt vorwärts setzen, ohne auf elende Antolka daß ich nach jahrelangem Kummer mein Leben «»ch ober schmutzige Menschen zu stoßen. Sie sagen das gewiß nur ein wenig genießen möchte! Mon vwu ich würde in dteM aus Höflichkeit zu uns, Antonntschka!» B k I F^«-auch meine Toiletten undCoMürenausParirbeziehen Ich saae die Wahrheit," versetzte die Gräfin, indem sie wie Sie es thun! Aber glauben Sie, daß er meine joeen lebhaft ihrenFächer hin und her bewegte. „Ich amüstre mich ! verwirklicht? Bewahre! Er will vorläufig nichts vom Heirathen -7 1L3 — Kiffen sondern erst versuchen, ob er sich durch eigene Kraft I gut - aber sie steckt voller Schwärmereien und phantastischer über Wasser halten kann. Nicht einmal Visiten auf den Nachbar. I Ideen. Da hat sie es sich zum Beispiel feit einiger Zeit in aittern will er machen, wo reiche Töchter zu haben sindl - I den Kopf gesetzt, eine Nonne zu werden, um ihre Sünden im Er hätte kein Talent zum Courmachen, antwortete er mir I Kloster abzubüßen. Können Sie sich solche Ueberspanntheit von nämlich, und er hätte auch noch kein Mädchen gefunden, das einem Mädchen von sechzehn Jahren denken? Mer sie muß ibm gefällt- - Das ist doch geradezu wunderbar, nicht wahr, wieder zur Vernunft gebracht werden und das beste Mittel ist denn in Pole« gibt es reizende Fräulein ohne Zahl. Wenn eine schleunige Verheirathung. Wie wäre es, Casimira, wenn er nur suchen wollte, er würde schon sinden, aber er will nicht. I wir Beide aus unseren Kindern ein glückliches Paar machten, - „Nein, nein, ich heirathe noch nicht!" Das ist die Ant- dann wäre uns Allen geholfen! wort auf alle meine flehenden Bitten!" Frau von Bielinska schlug ganz entzückt die runden Händ. Die Gräfin hatte die Herzensergüsse ihrer Freundin mit chen zusammen. «Ein Brautpaar rief sie aus. „Roman sichtlichem Interesse angehört. Als diese geendet, nickte sie ein und Spiridia, ein glückliches Paar! Ach, Antonia, ich kenne paar Mal wie zustimmend vor sich hin. „Ja, liebe Casimira," mich nicht vor Freude! Aber ist es wirklich wahr, scherzen sagte sie, „Sie haben viel Schweres überwinden müssen, aber Sie nicht?" . reaen Sie sich jetzt nicht mehr darüber auf, denn was ver. Mit solchen Angelegenheiten scherze ich nicht! Im Gegen. Smen, ist vergangen, und es ist ganz recht von Ihnen, daß theil, ich habe Alles ernstlich in Erwägung gezogen! Roman Sie Ihre Hoffnung auf die Zukunft setzen, Auch ich hinüber, hat eine reiche Frau nöthig - mein thürichtes Kmd einen zeugt davon, daß sich noch einmal Alles zum Besten für Sie verständigen Mann, der im Stande ist, ihr die romanhaften wendet. Wenn ich mich ganz zu Ihnen ausgesprochen habe, i Grillen aus dem Kopfe zu treiben. Ich hatte unendlichen werden Sie sich wundern, wie merkwürdig unsere Gedanken I Aerger und Verdruß mit ihr. Denken Sie nur, das unbeson. und Wünsche übereinstimmen und wie richtig ich, ohne voll. I nette Mädchen knüpfte hinter dem Rücken der Pensronsvor. ständig mit Ihren Verhältnissen bekannt zu sein, combinirt steherineinenLiebeshandelmit einemdeutschmStudenten an! He!" „Barmherziger Gott! la pehte? Und das sagen Sie nur 9 „Ach, ich wundere mich selten über etwas, was mit Ihnen heute erst?" im Zusammenhänge steht, theure Antonia, Sie sind eine kluge, I Ein leichtes, sarkastisches Lächeln glitt über die Lippen erfahrene Frau und finden für Alles das Rechte!" I der Gräfin, doch beachtete sie den Emwurf ihrer Freundin Danke schön sür Ihre gute Meinung. Und wenn Sie nicht, sondern fuhr tnt ernsten Tone fort: „Das gedankenlose solches Vertrauen zu mir haben, dann will ich auch offen mit I Kind wußte natürlich nicht, was iS that, es war auch nur ein Ihnen reden, ganz so, wie es mir um's Herz ist." Die Gräfin I ganz unschuldiges Verhaltniß. Er hatte ein paar schöne schwieg plötzlich, zog ihr Taschentuch hervor und rieb eifrig an I Redensarten gemacht und sie dieselben für baare Münze ge« K^eibenen Äe lenim?alft wdHe sie ein paar in Wirk, nommen. Das ist Alles, S e-sehen, wie es so im Leben Weit gar nicht vorhandene Staubflecken davon fortwischen, I geht, da führen die Kinder mitunter kleine Romane auf, ohne bis sie endlich mit etwas gepreßter Stimme fortfuhr: „Sie I daß man sie verhindern kann! Aber dieser Liebestrüdel war ahnen wohl gar nicht, welches der eigentliche Beweggrund ! das Schlimmste nicht, was geschah. Die Vorsteherin hatte dem »nierer Reise nach Crenstochau ist?" I Kinde die wahnsinnigsten Vorwürfe deshalb gemacht, sie einer Frau von Bielinska riß ganz erstaunt die Augen auf, sie I Verbrecherin gleich Tage lang eingesperrt und sie von allem abnte gewiß nichts Ich, ich," sagte sie, - „o doch - ich Verkehr mit den anderen Pensionärinnen abgeschlossen. Infolge denke b lieben Spiridia zarte Gesundheit ist die hauptsäch. dessen hält sich Spiridia für eine große Sundenn. sie ist lichste Veranlassung dazu- Und sie hofft auf die Gnade un« I schwermüthig und traurig, kränkelt häufig und ihre Reue, ihr serer Madonna. Sie wird auch nicht vergebens hoffen, denn I Schmerz über die von ihr begangene Unbesonnenhert ist so m.nn Mn girit meBr belfen kann so ist man ihrer Hilfe ge» I groß, daß sie keinen anderen Ausweg kennt, als in s Kloster wiß. Das habe ich kürzlich erst bei meinen Gichtschmerzen I zu gehen und Buße zu thun. Aber mein Mann und rch denken erfahren. Vier Wochen curirte der Doetor an mir herum, da I gar nicht daran, solche Schwärmereien gut zu heißen, wir wer« reL? mir die Michalina ein wollenes Tüchlein mit dem Bilde I den vielmehr Alles aufbieten, um unser einziges Kmd dem ter Gebenedeiten auf und im Nu waren die Schmerzen fort." I Leben und der Welt zu erhalten, Eme Verbindung mit Ro« Die Gräfin lächelte überlegen. „Nun, vielleicht wird meine I man, den wir achten und lieben, dem auch Spiridia schon als Tochter durch die Gnade der Mutter Gottes auch wieder I Kind die herzlichste Zuneigung zeigte, ist unser größter Wunsch gesund! — Doch ich habe noch andere Dinge bei unserer Wall« I und wir sind Beide überzeugt davon, eine gute Wahl getroffen jn machen, damit Sie mich völlig ve s h oon widerte scharf: „Spiridia ist an Gehorsam gewöhnt und kennt MPWMWMMWM Willen hätte, es ihm gar nicht schwer fallen würde, eines der I s^üher sch 0 9 - Braut noch nach Nonnen« reichsten und schönsten Edelfräulein zur Frau zu bekommen, unmöglich, daß sie stchais seine w Bei seiner bestrickenden Persönlichkeit würde er überall mit I fc^texer u P mein sRoman jst wohl der rechte Mann offenen Armen empfangen werden, dessen bin rch gewiß- I "9'1 Merwann'ten Mädchen die thörichten Gedanken zu Ja, es ist eine große Gnade von Gott gute und brave Kim ba u, einem überspannten Maoqen uu^et u»b ®ie\un&JSSR rÄÄ ® ÄÄ! Ä ÄWÄ?.Ä. i» > -w *" - "”b ’ * ” *** $nr,<6,m- 124 Vermischtes Gemeinnütziges aufgelegt. Liternvisches Porzellan rc. sehr gut. den Aegyptern einnimmt. Ich fürchte, wenn er erfährt, daß die Petite fchon ein kleines Abenteuer — man muß ihn doch davon in Kenntniß fetzen, nicht wahr? Mit einem Wort, dieser kleinen, unschuldigen Liaison wegen würde er sich vielleicht veranlaßt fühlen, die vortheilhafte Partie auszuschlagen und Nein zu sagen!" (Fortsetzung folgt.) Frommer Wunsch. Bauer (zu seinem Sohne, der Theologie studirt): An's möcht' i von Dir no erleben, Bua, daß D' amal als Geistlicher mei Grabred" halten thät'st!" Königsberger graue Erbsen (alte Weiber). Man nehme für sechs Personen 3/4 Liter Erbsen und weiche sie Tags vorher in Fluß- oder Regenwasser ein, brmge sie auch mit solchem Wasser zu Feuer, salze sie ziemlich flarf und lasse sie zwei Stunden lang kochen, dann auf einem Seiher Mefferklingen einzukitten, nehme man zwei Theile pulverisirtes Kolophonium und einen Theil Kreide oder Ziegel- mehl. Das Pulver wird in das Loch eingefüllt und die Messerklinge möglichst heiß.hineingesteckt. Einfacher Kitt. Man siedet ungefähr drei Blätter Gelatine in X U Liter Essig und kittet damit gebrochenes Glas, * Schellfisch zu kochen. Man zerlege den Fisch in dreisingerbreite Streifen und salze ihn 1 bis 2 Stunden ein. Der Kochtopf darf nicht zugedeckt werden. Kurz vor dem Anrichten bringt man den sauber gewaschenen Frsch mit Salz und Zwiebeln in stark siedendes Wasser, läßt ihn einige Minuten tüchtig kochen, dann noch einen Augenblick in der Brühe ziehen, und servirt ihn mit klarer Butter und Mostrich oder mit Mostrichsauce. * # ♦ Weiße Bohnen auf englische Art. Man gebe, sowie die Bohnen abgekocht und rasch abgeseiht sind, ein gutes Stück sehr frischer Butter dazu und lasse sie damit nur durch und durch heiß werden und die Butter recht durchziehen, richte nun gleich an und bestreue sie mit Cayennepfeffer. Blumig. „Kellner, dieser Käse riecht aber furchtbar!" — „Ja, er ist die Rose unter unseren Käsen!" Genutzltben bei den allen Aegypiern. Wie mir in den vortrefflich angelegten und an neuen Gesichtspunkten überaus reicher „Jllustrirten Weltgeschichte von I- G. Vogt" lesen, hat man sich von dem geselligen Leben der Aegypter früher eine ganz falsche Vorstellung gemacht. Man dachte sie sich stets als ernste melancholische Leute, weil sie sich so viel mit ihren Tobten beschäftigten, ihnen so viel Sorgfalt zumendeten. Diese Anschauung ist durchaus unzutreffend. Die Aegypter waren vielmehr sehr lebensfroh, heiter und lustig. So liebten sie überaus Gastmähler, wie zahlreiche Darstellungen beweisen, und bekundeten dabei eine Raffinirthcit des Lebensgenusses, die, wenn auch in anderen Formen, vor der unserer modernen Lebensgenüsse keinesw-gs zurücksteht. Den Gästen wurde, sobald sie Platz genommen hatten, das Haupthaar gesalbt. Die dabei verwendeten Salben wurden in. sehr feinen Alabaster- oder Thongesäßen bewahrt und waren so vorzüglich lu||t, |1V .—„ , zubereitet daß die Ueberreste einer alten Salbe in einem Alabaster- ablaufen und vermische sie mit folgender Sauce: Man brate fläschchcn,'das im Museum zu Alnwich-Castle ausbewahrt wird, noch 125 Gramm würfelig gefchnittenen Speck aus, entferne die heute nach 3000 Jahren, ihren Geruch erhalten haben. Nachdem das ? xa, i„ kam Soft ->m-> sein I Haupthaar gesalbt war, erhielt feder Gast eine Lotosblume, die er Grieben und röste in dem zuruck! gebltebenen Fett e ne sein ®ge’b bcr%n$jeit in Hand behielt, auch wurde ihm ein Halsgehackte Zwiebel und einen Eßlöffel Mehl, gieße / 4 Liter I {ra(!en QUg Blumen umgelegt. Selbst der Kopf wurde Mit Blumen- Wasser und vier Eßlöffel Essig daran, würze mit einem Thee- gewindelt umkränzt. Bedient wurden die Gäste von Aufwärterinnen, lisssel Salr und streue die Grieben oben darüber. Beilagen I die nur Ohr und Armringe, Gürtel und Blumen trugen, 'M übrigen ' ... „omöbnkieben gelben Erbsen I aber höchstens mit einem vollständig durchsichtigen Stoff bekleidet waren, wie zu gewoynucyen getven.Grofen. Beweis genug, wie üppig und schwelgerisch das wohlhabende Volk geworden war. Nach reichlichem Tafelgenuß folgten zum Schluffe gewöhnlich Trauben, Feigen, Melonen, ja sogar Confect. Unter dem herrlichen Tischgeräthe zeichneten sich vor allem schöne Weinflaschen aus, die mit Blumen besteckt wurden. Zur Kühlung der Luft ließ man aus Töpfen, die auf einen Ständer angebracht waren, frisches Wasser hin- durchsickcrn und abtropseln. Mäßigkeit beim Gastmahle scheint nicht gerade die starke Seite der Aegypter gewesen zu sein. Wenigstens rechneten sie die Trunksucht und die Unmäßigkeit zu ihren 42 Todtsünden. Auch finden wir unter den uns erhaltenen Bildern zahlreiche Scene», in denen Betrunkene von Dienern heimgeschafft werden. Selbst weibliche Trunkenheit haben die aegyptischen Maler verewigt. Auf einem Gemälde sind die Folgen übermäßigen Weingenusses bei einer Frau geschildert, der eine Dienerin schleunigst mit einem Gefäße zu Hülfe eilen muß. Ueberhaupt nehmen die Frauen an den Gastmählern häufig Theil; wir haben Darstellungen, auf welchen nur Frauen vereinigt sind, und andere in denen die Gesellschaft gemischt ist, ein Beweis für die freie Stellung, die die Frau bei Gesichert. Strolch: „Ist das der richtige Weg zur Waldschänke?" — Bauer: „Ja, aber nehmen Sie sich in Acht! Die Gegend ist unsicher und ehe Sie htnkommen ist'r Nacht." — Strolch: „O, mir geschieht nichts! Ich stehe ja Das Unkraut im Garten wächst alle Jahre wieder, I unter 3lu^t 1 . selbst wenn man es jedes Jahr noch so Geschmeichelt. Richter: „Er sind dem Zeugen hat. Das kommt von der geradezu riesig>n -famenerz ugung Qu6etbem^inige größere wissenschaftliche Werke fortgekommen; vieler Samen. So erzeugt z. B-einv emzige Pflanze ver öermutbe daß Sie die bei der Gelegenheit auch mitgenommen Kamille und der Saatmohnes je 60,000 Samenkörner; andere ^^n," - Angeklagte (geschmeichelt): „Na ja, - so ganz Unkräuter ähnlich. Aus diesem Grunde ist • eme sorgfältige istmangeradeauch nicht." Reinigung jeder Saat erforderlich ; wenige Uakrautkörner I ungebuoet man gerave auy w. können nach einigen Jahren ungemeines Unheil anrichten. 1 Zweideutig. Schwiegermutter: „Aber, lieber Franz, * • * l baß Du Dir noch die Mühe machst, mich aus die Bahn zu Chamvignonzucht. Die Vorarbeitungen hierzu begleiten!" — „O, ich begleite Dich sehr gern auf die Bahn!" können jetzt getroffen werden- Guter frischer Pferdemist wird I * « * ausgeschüttelt, langes Stroh ist nicht zu gebrauchen, dieser Verschnappt. Ein Mann bietet einem Juwelier eine Dtist wird auf 2 Fuß hohe Hausen geschichtet und ein Thermo- Anzahl gestohlener Diamanten zum Verkaufe an. „Waren meter hineingesteckt; steigt die Temperatur über 40 Grad fie schon einmal gefaßt?" so fragte der Juwelier. — „Hä, Reaumur, so mtrd umgefetzt, bleibt sie unter 40 Grad, so j nee dazu sind wir zu klug.!" kommt der Mist in Keller, in Stall oder sonst an warmen dunklen Ort. Nun wird die Brut eingesetzt, festgetreten und, wenn nöthig, mit warmem Wasser übergossen, sieht man die weißen Fäden der Brut, so wird 3 Centimeter hoch Erde Redaction: A. Schcqda. — Druck und Verlag der Brühl schen Druckerei ;Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.