1894. -5x5)---H« Uirt-rchaltrzirgsblatt jum Gietzrnev Anzeigsv (GsneVal-Anzeigev) Dienstag, den 13. Februar. Der Rosenhof. Novelle von C. Western. (Fortsetzung.) „In der Schlacht gegen Bourbaki und die französische Armee, die sich nach Baden und Württemberg hineinschmuggeln wollte, hatten die Feinds den Prinzen verwundet. Ich sah das Unglück und ich habe den Prinzen in den Arm genommen und mitgeschleppt bis in die Schanze. Die Franzosen sind mir hinterher gewesen, aber ich habe den Prinzen doch gerettet. Nachher habe ich den Schuß in die Schulter gekriegt, bin in das Lazareth geschafft worden und habe meinen Offizier, den Prinzen, nie wieder gesehen, auch nichts von ihm gehört!" „Das war aber undankbar, Joseph!" * „Wer weiß, ob der Prinz nicht tobt ist? Er war ja auch schwer verwundet. Uebrigens hatte ich doch nur meine Pflicht gethan." Die Beiden waren bis an den Almpfad gekommen, als ein Schuß fiel. „Nun rufen sie mich doch schon," sagte Joseph. „Leb' wohl, Loni; ich besuche Dich einmal da oben, wenn ich freie Zeit habe I Mir hat der Rosenbauer nichts zu sagen. Behüt' Dich Gott!" „Behüt' Dich Golt, mein Joseph!" Sie nahmen Abschied und er schaute ihr so lange nach, bis sie um den Vorsprung verschwunden war, dann kehrte er schnell zurück. Vor der Hütte seiner Mutter stand schon ein fürstlicher Jäger in grüner Uniform, mit handbreiten Goldtreffen am Beinkleide und auf der Schulter, einem hohen breiten Hute auf dem stolz erhobenen Kopf, um den ein Busch dunkelgrüner Federn wehte, und einem Hirschfänger an der Seite. Er war ein Leibjäger, wie man sie nennt. Ungeduldig wartete er schon auf den Führer Joseph Ropp, als dieser eilig herbeisprang. „Nun komm' nur flink," sagte der Leibjäger. „Die Herrschaften sind mit dem Diner bald fertig, dann soll das Bergsteigen gleich losgehen. Seine Hoheit, Prinz Adalbert, sind ganz verseffen und närrisch auf das Bergsteigen. Na, ich danke schön! Gott sei Dank, daß Seine Hoheit der Herzog nicht so sehr dafür schwärmen; die hören lieber eine große Oper oder sehen ein neues Schauspiel gern! — Ich auch! Na, wie der Herr, so der Knecht!" Joseph sah den Leibjäger von der Seite an und murmelte; „Wie Ihr gescheidt seid!" „Das wollte ich meinen! Wer immer so in der Hauptstadt lebt, in den Palästen der Großen, der hört und steht, wie es in der Welt zugeht." „Ich beneide Euch fast! ' „Grämt Euch nicht so sehr darum," meinte der Leibjäger, als er mit Joseph weiter ging. „Der Eine lebt so, der Andere so, und Ihr könnt hier auch glücklich sein." „Ja, hier in den Bergen ist es schön," erwiderte Joseph, „wenn nur nicht auch hier oft ein Mensch dem andern das Leben sauer machte." „Also es ist hier genau wie in der Stadt," sagte der Leibjäger lachend. „Aber da ist ja schon das Schloß Hoch- Schwengau-" Es war ein stolzer Bau, dieses Schloß, einst der Besitz Nürnberger Patrizier, die verarmten und dasselbe an das Herrscherhaus des Nachbarlandes abtretsn mußten- Jetzt war es der Sommersitz der regierenden Dynastie. Man schritt an Wachen vorbei durch das Thor in den Schloßhof, wo bereits Maulthiere der fürstlichen Touristen und ihrer Begleiter harrten. „Seht, dort hinter jenen Fenstern speisen die Herrschaften! Nun geht es aber gleich fort in die Berge!" meinte der Leibjäger. „Wartet hier!" Schon nach fünf Minuten traten mehrere Herren in Civil und Uniform aus dem Portal des Schlaffes heraus. Sie bestiegen die Maulthiere, sine Trompetenfanfare schmetterte durch den Raum und die Cavalkade setzte sich in Bewegung. Als man den Bergpfad erreichte, trat der Vornehmste des Zuges, ein noch junger Mann in dunkler Uniform und Feldmütze, auf der Brust einen großen Stern, zu Joseph, der rüstig an der Spitze marschirte, heran mnd sagte: „Ihr seid der Führer?" „Jawohl, Excellenz!" „Königliche Hoheit!" verbefferte ein Begleiter des Reiters den Führer. „Jawohl, Königliche Hoheit!" sagte nun auch Joseph. „Ihr kennt den Weg über den Kahberg, den Kegel, die Oese, den Wildsprung und den Küchel in der angeführten Reihenfolge?" frug der Prinz. „Jawohl, Königliche Hoheit, doch ist dieser Mg sehr be- schwerlich. Bequemer macht man die Tour vom Kegel nach dem Kuhberg, der Oese, dem Wildsprung und dem Küchel." „Aber ich finde den anderen Weg interessanter!" bemerkte der Prinz. „Wie Königliche Hoheit befehlen, so führe ich!" sagte Joseph ehrerbietig. 70 Das thut er vielleicht sein Lebenlang nicht I" meinte der Dabei hob Joseph seine blauen Augen zu dein Prinzen „ aus. Herr Gott, was war denn das? Das war ja Josephs Prinz. Lieutenant von Belfort her- Auch der Prinz schien Joseph wieder zu erkennen und fragte diesen: „Haben Sie nicht den Feldzug gegen Frankreich mitgemacht? Und haben Sie nicht bei dem Werder'schen Corps gestanden?" „Jawohl, Königliche Hoheit I" antwortete Joseph im mili- tärischen Tone. „Da sind Sie wohl Joseph Ropp, mein ehemaliger Unteroffizier?" * „Jawohl, Königliche Hoheit, und Sie sind mein Lieutenant von damals?" „Ja, das stimmt, Ropp! Freilich, jetzt bin ich Generalmajor und Sie brauchen sich nicht zu wundern, daß ich so schnell avancirt bin; das ist einmal so bei uns Prinzen. Wie ist es Ihnen gegangen, Ropp, seit dem Feldzuge?" „Richt gerade gut, Königliche Hoheit; hab' bis vorigen Herbst im Lazareth zu Straßburg gelegen!" „O, das thut mir leid!" „Wie lange haben Sie denn bis zu Ihrer Genesung gebraucht, Königliche Hoheit?" fragte Joseph treuherzig. „Rur ein Vierteljahr!" „Ich glaubte, es wäre schlimmer gewesen; waren bei Belfort schwer verwundet, Königliche Hoheit!" „Haben Sie meine Wunde gesehen, Ropp?" „Ra, ich werde doch, da ich Eure Hoheit schwer verwundet vom Boden aufhob und eine Viertelstunde weit durch'« Feuer schleppte." Bei diesen Worten sprang der Prinz vom Maulthiere herab, faßte Josephs Hand und rief bewegt: „Ropp, Sie haben mich aus dem Feuer geschleppt?" „Das wissen Sie nicht?" „Daß mich ein Soldat aus dem Feuer getragen, wurde mir allerdings später erzählt, aber daß Sie es gewesen sind, Ropp, davon hatte ich keine Ahnung; ich war ja bewußtlos und hernach waren Sie nicht mehr bei dem Bataillon!" Jetzt stand Joseph wie beschämt da und meinte verlegen: „Königliche Hoheit, wenn ich das gewußt hält', so hätt' ich gar nix gesagt!" Der Prinz aber entgegnete gerührt: „Sie sind mein Lebensretter, Ropp! Ich habe auch durch die Zeitungen meinen Lebensretter aufgefordert, sich bei mir zu melden; aber es war vergeblich! Freilich, Sie konnten sich damals auch nicht melden, da Sie in Straßburg im Lazareth lagen. Jst's nicht so?" Joseph schwieg, weil er nicht die rechte Antwort fand und nickte nur beifällig. Der Prinz aber fuhr leutselig fort: „Kommen Sie, Ropp, ich muß Sie den anderen Herren vorstellen!" Der Prinz drehte sich herum und sprach zu dem umstehenden Gefolge: „Meine Herren, hier sehen Sie den Unteroffizier Ropp, der mir bei Belfort im Kampfe gegen das Bourbakt'sche Corps zur Seite gefochten, mich verwundet aus der Gefechts- linie bis in die Schanzen geschleppt und mir unzweifelhaft durch seine aufopferungsvolle That das Leben gerettet hat, wobei er selbst schwer verwundet wurde. Dieses ist auch die Ursache weshalb mir damals die näheren Umstände meiner Rettung unbekannt blieben I" Joseph stand ganz verwirrt da, in den Reihen des Ge» folger aber hörte man beifälliges Gemurmel und die Offiziere ergriffen die schwielige Hand des Führers und schüttelten sie herzlich. Der Prinz aber bestieg wieder jein Maulthier und sagte: „Kommen Sie, Ropp, das Weitere besprechen wir im Weiterschreiten!" Der Prinz hatte eine liebenswürdige Art und Weise zu fragen, und so wußte er binnen zehn Minuten Alles aus Josephs Leben und kannte zumal auch dessen großes Herzeleid. „Was wollen Sie nun in Ihrer Herzensangelegenheit be- ginnen? fragte der Prinz theilnehmend. „Ich will warten, Königliche Hoheit, bis der Rosenbauer seinen Sinn ändert!" Joseph seufzte nur und schwieg. „Ra, dann will ich 'mal dem hartnäckigen Manne den Kopf zurechtsetzen! Soll ich?" sagte dann der Prinz und sein schönes Antlitz strahlte in echt fürstlicher Großmuth? ” „Ach, wenn Sie das wollten, Königliche Hoheit, da würden Sie zwei Menschen, die Loni und mich, glücklich machen!" „Gut, ich denke schon darüber nach, wie ich es am besten anfangs- — Haben Sie Lust, eine Stelle in meinen Diensten anzunehmen oder möhten Sie sich einen Hof kaufen?" „Königliche Hoheit, ich bin Bauer mit Leib und Seel'I So ein kleines Weingutel mit Haus und Hof ginge mir über Alles I Aber woher das Geld dazu nehmen? Ein paar hundert Gulden habe ich mir schon gespart, aber die reichen doch nicht um einen Gutshof zu kaufen!" erklärte Josef offenherzig. Der Prinz lächelte und meinte: „Run, wir werden ja noch sehen, was in der Sache gethan werden kann." „Da ist schon der Kuhberg, Königliche Hoheit!" rief jetzt Joseph, seines Fühceramtes gedenkend. Die Herrschaften stiegen nun von den Maulthieren und genossen die wundervolle Aussicht auf den Strom und den großen blauen See zu ihren Füßen. Hier konnte man mit dem Dichter ausrufen: „Ja, wunderschön ist Gottes Erde Und werth, darauf vergnügt zu sein!" Dann ging es weiter auf den hohen Berg, welcher der Kegel genannt wird. Es war beschwerlich, ihn zu ersteigen, dafür war aber die Aussicht oben desto lohnender. Da lag die hohe Kette der Alpen in all' ihrer Herrlichkeit, rückwärts erhoben sich die heimischen Berge und dazwischen zog sich wie ein breites Silberband der Strom dahin. Die Herren hatten ihre Ferngläser vor den Augen und sahen sich Alles genau an. Run kam der beschwerlichste Theil der Tour, die Oese, ein Bergpfad, der oft durch Felsen hindurch ging, die gleich einem natürlichen Thor sich darüber gelagert. Hier mußte jeder Schritt überlegt werden und Joseph mahnte wiederholt zur Vorsicht. So kam man endlich ohne Unfall in die hochromantische Gegend des „Wildsprung", wo der Gebirgsbach gegen zwölf Meter tief in das Thal hinabstürzt, um auf dem Felsen sich meistentheils in feinen Sprühregen aufzulösen. 6 Hier standen in buntem, anmuthigen Gemisch Tannen, Eichen und Buchen umher und es war bei der drückenden Hitze ein wahrer Genuß, im feinen Sprühregen des Baches zu stehen. Auf ein Zeichen des Prinzen lagerte' sich unter den Bäumen die ganze Gesellschaft, um zu rasten und einen Imbiß aus den mitgesührten Vorräthen einzunehmen. Der Prinz bestand während der Siesta darauf, daß Joseph in seiner Nähe sitzen sollte, auch richtete der edle Fürstensohn nach manches freundliche Wort an Joseph. Nach einer halben Stunde ward aufgebrochen und abermals ging es bergan, bis man das „Küchel" oder wie die Leute sagen „den Küchel" (die Küche) erreicht hatte, einen konisch geformten Felsen, der fast wie ein Küchenherd aussah. Hier stand ein Wirthshaus am schäumenden Bache und dicht dabei eine Sägemühle. Zwei Minuten davon schnitt die Landstraße durch die Berge und auf dieser ritten die Herrschaften weiter nach F'.ssen, wo man die vornehmen Touristen erwartete. Die Maulthiere wurden im Wirthshause mit den dort bereit stehen» den Pferden vertauscht, um auf den schnellen Rossen weiter nach der nächsten Bahnstation zu reiten. Ehe sich die Caval- kade in Bewegung setzte, nahm der Prinz von Joseph Abschied und sagte dabei: „Sie werden von mir noch hören, Ropp!" Der Reisemarschall des Prinzen war dann an den Führer herangetreten und hatte ihm zehn Goldstücke eingehändigt. So hätten Seine Königliche Hoheit befohlen, sagte der Reisemarschall zu dem ganz verwirrt dastehenden Joseph. Dieser stand noch lange auf der Bergeshalde und sah den Reitern nach. Zuletzt entzog ihm eine Biegung des Weges die Aussicht auf die Reiter und er machte sich auf den Heimweg. — 71 i" Hast Recht, Joseph!" erklärte der Rosenbaum Hab' ir „Wie soll ich'» Dir danken?" rief halblaut der Rosen» bauer. „Daß Euch der Geier. .." fluchte der Bauer, „sie sind uns nach! Lauf , Joseph, lauf!" Raschen Laufes kamen sie so bis zum Wildsprunq. „Weißt Du was, Bauer?" meinte Sepp nun. „Hier leg' ich mich nieder und erwarte sie. Du hast doch nicht» ver» loren, was Dich verrathen könnte?" „Nein! Hier ist der Stutzen, — da die Tasch' und'das Pulverhorn; Alles ist da!" Darauf schlug Joseph vor: „Jetzt laß ich Dich an meinem schwinge mich auf und wie der Sturmwind ging es dahin- I" e Ich aber den Berg hinab und da wurden die Blitzrappen wild." ,, "Nein- Bauer, auch wenn Du mir noch mehr zu Leid ,^han hättest und weit drohender aussähst, verrathen würde ich Dich doch nicht, denn das wäre nicht edel. Aber ich fürchte mich auch nicht vor Dir; ich habe ein gute» Gewissen!" „Joseph," entgegnete der Rosenbauer weich, „5Du kennst mich; ich bin nicht bös, aber das Wildern - hole es der Geier, ich — kann es nicht lassen!" „So haben die Leute also Recht!" „Mögen sie Recht haben! Höre! Dazumal, als Du mir das Leben gerettet, war ich auch auf der Pürsch. Da hatte rch mein Gespann in das Holz gestellt. Die Jäger kamen mir auf die Fährte, ich laufe, krieg' das Gespann noch zu fassen, V. Da drohte mich im Lauf zu stören Die Felswand, schroff und nackt, Der wilde Katarakt r I „Ach, laß die alte Geschichte ruhen, Rosenbauer," erwiderte . Platen. I Joseph, „sie interessirt mich nicht!" Der Wirth des Gasthauses „zum Küchel" war etwas neu» I L Der Bauer brummte unverständliche Reden in den Bart ^a ur; betrat mit dem Abenddunkel der heim» I “nb ^*"t neben Joseph weiter. Plötzlich pfiff ihnen aber eine kehrende Joseph die Gaststube, um sich an einem Glas Bier Kugel um die Ohren, auch hörte man sofort einen Büchsenknall. a(5 E ?rth sich ihm auch schon näherte und ' " " " """ ' " " ~ Sfiitt U sH"*en gewesen, woher sie kämen und rf J Ä' FKph gab dem neugierigen Wirthe gut- Si ff" 0 Bescheid und Aufklärung über Alles, hielt babei länger als eine Stunde im Wirthshause auf, beson- derWirth gern über die Schlacht bei Belfort und den Prinzen Genaueres zu hören wünschte. Der Wirth lud dann JLphzum Abendbrod ein und dieser nahm die Einladung an. Mahl verzehrt war und Joseph noch ein Glas schäu- i ~wieg an meinem senden Bieres getrunken hatte, machte er sich wieder auf den ®ei( rum Fall hinunter, dort stellst Du Dich unter den Bach, Weg, um der Heimath zuzueilen Er wählte jetzt den besseren roo Dich Keiner steht und Keiner sucht!" Weg über den Wildsprung, die Oese und den Kuhberq nach „"Host Recht, Joseph!" erklärte der Rosenbauer. „ dem Kegel zu- Es war inzwischen Nacht geworden. Der wo$l * aIs »ehnmal dort unten gesessen, stundenlang! Mond schien nur wenig und im ganzen Walde ringsherum war "Dann mach' schnell!" es still wie in einer Kirche. - Da fiel plötzlich ein Schuß! ~ Joseph wickelte sein Seil los und schlang es um. einen — Ec klang gedämpft wie aus weiter Ferne. Joseph stand I Felsengrat; der Bauer faßte es und ließ sich hinab, st'.ll und horchte. Sollten hier Wildschützen ihr Wesen treiben? Dann rollte Joseph das Seil wieder zusammen, knüpfte - Joseph hatte nichts bei sich als Messer und Bergstock. e* “n semenGürtel und legte sich gemüthlich dicht am Wege Wenn er den Wilddieben in die Härde fiel, so wollte er sich nieder, den Bergstock neben sich. uchtig wehren, denn sie sollten nicht immer die Galanten I t ^'Wenn sie nur keine Hunde bei sich haben," murmelte er, fielen. Es fielen inzwischen noch zwei, drei, vier, fünf Schüsse I "^«st ist der Rosenbauer doch verloren!" schallte noch einmal der dumpfe Knall einer Büchse wie r, J^b hatte noch keine fünf Minuten gewartet, so stürmte vorhin durch die Luft und Alles war wieder still. j schon ein Jäger, den Stutzen im Anschlag, herbei; es war Kaum hatte aber Joseph noch fünf Minuten den Wea I -T bem Anblicke des am Boden liegenden Mannes verfolgt, als er dicht vor der Oese an verschiedenen Stellen I aU<$ o„e: haben wir ihn!" des Bergabhanges das Knacken des Kiefernq strüpps hörte "~a8c?r ^e ntm Joseph gedehnt- Es war hier offenbar Jemand auf der Fluch? un/von meh»' I •«. “ ' ba8 $ ber Rechte 1" brummte der Ober- Gu!müthigk?it sogleich^ die ^Partei "des"Verfolgtem De?Flüch" I »uÄ Fremdenführer!" schrie der SM Ä W S 2^*» fr* b°nn 3OM et„a« Mit seiner Hilfe kam der Verfolgte auch vollends auf den I "^/°mnck Du her ?" examinirte ihn der Oberjäger. Vorsprung hinauf. Es war - der Rosenbauer, der jetzt keu- I gehts Euch an? Fragt höflicher, wenn Jhr's wissen chcnd vor seinem ehemaligen Knechte stand. 6 I rooB[t* , . „ Joseph, Du bist es? ' rief der Bauer mit zitternder ««.iS? ^chte srch Josef bereit, als wollte er weiter. — Stimme. „O, hilf mir schnell den Weq versperren dann 1 s^^^. umringten ihn über ein halb Dutzend Jäger und können die Jäger nicht weiter!" ' I Du hier keinen Wilderer vorbeilaufen sehen?" Joseph verstand das aus -dem Grunde. Mit Hilfe des «T- au£!r fra9*e J°^ph naiv. Bauern schob er ein großes Felsstück quer vor den enaen I [°¥en' PstlZer aber meinte: „Wenn wir das Durchgang, wodurch derselbe vollständig gesperrt war. Nur I 0 ^ten wir ihn schon fangen. Aber viel» mehrere Personen konnten bei der Enge des Ganges mittelst I et$* S m der Rosenbauer aus Schwengau aus!" einer Stange oder eines Baumes dasHindernlß zurückschieben I n» ekomm' näm« unbKLWL7 “ÄÄ3S > - -• - 1 Mit verstelltem Trotze. „Das ist wahr!" meinte Pfilzer weise. „Vorwärts! Zwei zum Küchel hinab, daß der Wilderer die Landstraße nicht gewinnt, wir Anderen eilen zum See hinab!" Nach einer Minute stand Joseph wieder allein. Er lauschte noch eine Weile. Alle Jäger waren fort. Er ließ dann, wie er mit dem Rosenbauer verabredet, das Seil wieder hinunter in den Fall und holte den Bauern wieder herauf. „Für dieses Mal bist Du gerettet, Bauer!" sagte Joseph. „Zwei Jäger find zum Küchel, die übrigen sind zum See hinab." willst!" Vermischtes Buden!" Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Ganz einfach. „Du, Bummel, ich muß heute au», ziehen, weil ich schon über ein Jahr keine Miethe bezahlt habe! g. । — „Merkwürdig! Bei mir ganz der gleiche Fall!" —■ „Das trifft sich ja prächtig! Da tauschen wir ganz einfach .unsere Ein lieber Neffe. Erbonkel: „Wann hört denn Deine Studienzeit auf?" - Neffe: „Nach Deiner Testament», eröffnung!" gestorben." " • Schlagfertig. „Paul, iß nicht so viel; es ist eine alte Regel: wenn's Einem am besten schmeckt, soll man auf» hören." — „Ach Papa, gib mir noch etwas, mir schmeckt'» noch nicht am besten !" ♦ Freundliche Aufklärung. „Herr Wilke, Ihr Fräulein Tochter hat mir gestattet, mich bei Ihnen um ihre Hand zu bewerben. Bevor ich aber meinen förmlichen Antrag stelle, möchte ich Sie fragen, da es sich um eine so überaus be» deutungsvolle Angelegenheit für mein Leben handelt, ob in Ihrer «erthen Familie schon Fälle von Irrsinn vorgekommen sind?" - „Sie sagen, daß meine Tochter mit Ihrer Bewerbung Aus der Jnstructionsstunde. Unteroffizier: „Woran erkennen Sie Ihren Herrn Hauptmann ?" — Rekrut: „An der Glatze." — Unteroffizier: „Dummkopf! Wenn er nun den Helm auf hat?" - Rekrut: „Hernach kenn' ich ihn an der rothen Nase." * , Das Entbehrlichste. Studiosus (beim Quartierwechsel zur Dienerin): „Hören Sie, Monika, wenn Sie schon was sall'n laff'n, dann wenigstens nur die Studirlampe!" * * • „Splitter." Die Schneider leben von der „Ueber» zeugung" Anderer. Alles umsonst. „. . . . Siehst Du, liebe Freundin, Backfisch-UnterhaltZng. Leonie: „Jst^DeinPapa ich möchte schon so lange einen neuen Salon!" - „So suche ftu$ Qegen bie Civilehe?" - Ilse: „Das Nicht, aber leider Deinen Mann durch Thränen dazu zu bewegen!" — „Nützt flegen bte Militärehe!" nichts! Da kauft er mir neue Handschuhe." — „Dann be« 1 " kommst Du Deine Nerven!" — „Da meint er, ich wollt' einen neuen Hut." — „Und wenn Du in Krämpfe verfällst?" — ,-Kauft er mir ein neues Kleid." — „So werde doch ohn» mächtig!" — „Dann meint er, ich wollte nach Nizza." — „Cv stirb!" — „O, das glaubt er nicht mehr; ich bin schon so ost einverstanden ist?" — „Ich schätze mich glücklich, diese Frage bejahen zu dürfen." — „Dann erachte ich e» für meine Pflicht als Vater, Ihnen zu sagen, daß meine Tochter bedenkliche An» lagen zum Irrsinn an den Tag legt." ♦ ♦ e Gutgemeinter Rath. Assessor (zu einem College«). „Ich möchte um Ihren Rath bitten. Rechtsanwalt Grob hat mich vorhin einen Esel genannt. Soll ich ihn fordern, oder soll ich ihn verklagen?" — College: „Fordern Sie ihn lieber, denn wenn Sie ihn verklagen, ist er im Stande und beweist, was er gesagt hat!" * e • Gewissenhaft. Richter: „Ich mache Sie daraus aufmerksam, daß Sie jedes Wort beschwören müssen. Sie dürfen also keine Thatsache behaupten, die Ihnen etwa nur vom Hörensagen bekannt ist Zuerst wollen wir nun mal Ihre Personalien feststellen. Wann sind Sie geboren?" - Zeuge: „Ja, Herr Präsident, das kann ich nicht beschwören, das weiß ich wirklich nur vom Hörensagen." „Dadurch, daß Du da» Wildern läßt! — Wohin willst I ^Jch steige de« Hang hinab und umgeh' das Küchel; dicht an der Straße habe ich mein Gefährt im Walde verborgen. Komm' mit!" _ - ix „Um Dir beizustehen, Bauer, wenns noth thut! Ja, ich will es thun!" erklärte Joseph. Sie kletterten den steilen Abhang hinab und waren nach einer halben Stunde bei dem Wagen- Die Rappen wieherten, als sie ihren Herrn erkannten. Die beiden Männer hatten da» Gespann bald aus der Straße, saßen auf und fuhren rasch davon. Es war ein ernstes Gespräch, das sie sodann führten. „Laß das Wildern nun sein, Bauer!" ermahnte Joseph. „Sonst kommst Du noch in böse Häuser!" „Ja, Joseph, ich muß versuchen, es zu lassen, die Jäger passen mir zu sehr aus die Finger; aber daran ist Niemand schuld als der Schuft, der Pfilzer; er hielt um die Lom an und ich zeigte ihm die Thür!" ,Ho versprich auf Dein Wort, daß Du's Wildern lassen wwi»;' , , . rxx-a I Sarkasmus. (In einem Restaurant hat ein Herr aus „Ich versprech « Aber was mich ärgert, ist der schöne etnen ihm nicht gehörigen Hut ergriffen, reicht den» Sechzehnender, den ich ihnenlassenmußtbl-islch Artyu rechtmäßigen Besitzer zurück.) „Verzeihung, xä-pnb9iei4,"-"3a’ zusammenbricht und will ihn ausweiden; da Mert s: Halt! auswendig! . . Ich nehm' den Stutzen und lauf fort in s Gebüsch. Die I , , , Kugeln pfeifen um mich her, ich aber nicht faul, geb' auch Ein sicheres Mittel. A. - „Lieber Freund, borgen Feuer, weil ich den andern Lauf noch hatte. Das Andere Sie mir geschwind 100 Thaler, ich habe mein Portemonnaie E Du schon!" zu Hause gelassen und keinen Pfennig mehr bei mir." - B.: Sie waren bei dem Tagelöhnerhäuschen angelangt. „100 Thaler kann ich Ihnen nicht geben, aber ein sichere» Laß mich absteigen, Bauer! Gute Nacht!" sagte Joseph. Mittel, solche bald zu bekommen." - A.: ,Me find außer. Mnb halt' reinen Mund!" I ordentlich gütig I — B.: „Hier haben Sie 15 Pfennige, ''.Hab' keine Sorg'!" murmelte Joseph. I fahren Sie mit der Pferdebahn nach Hause und holen Sie Das Wägelchen fuhr mit dem Rosenbauer davon und I sich Ihr Portemonnaie. * „ dem Prinzen. Und dann erzählte Joseph seine wunderbare Ihnen neu ich sandte - war es nicht schön^! Sprachen die B«NM, mit dm W». Wtj#» W» S'mFw» - »Ä b« Stab (Fortsetzung folgt.) wieder haben?"