WMenM gelt, ent« ie be- : vor« sacht; -s. — clichen treicht 1 und i am man Zahn« Säge# n die wahrt te auf. womit erden- gute 2V2 nftein, ramm epfeln n, in 18 der heiß? sogar einem 1 kann schung Leber« achen. aß ich & auf« ! nicht kriegt ' auf, r zer- !l Ich irigen, ) aus« as ein 1, daß, rertem Sinfall TxS—M- Novelle von U. Deis. blieben!^$ ^etr Scheffler?" Er blickte fragend auf. nur ich, und nächst Gott danke ich Ihnen." Scheffler wehrte mit der Hand. „Wer weiß, ob ach Ihnen nicht ebensoviel danke, wie Sie mir." Auf dem Tische lag ein mit Bleistift beschriebenes Blatt. Er ergriff dasselbe, es war an ihn gerichtet. „Als Ehrloser mag ich nicht mehr leben. Auch fehlen mir die Mittel, ein Leben zu führen, wie es mir gefällt. Das Ihnen gestohlene Geld ist im Spiele Alles wieder verloren, ich besitze nichts und habe keine Lust, mit harter Arbeit erst wieder etwas zu verdienen. Wenn es Ihnen möglich ist, ver« geben Sie mir meine Betrügereien- Glücklich bin ich durch mein Vergehen nie gewesen," Scheffler sah schaudernd zur Leiche hinüber. „Auch fehlen mir die Mittel, ein Leben zu führen, wie es mir gefällt. - Wie lange war es her, da war derselbe Gedanke ihm durch s Hirn gefahren und hatte es ihm fast verbrannt. Gottlob, es war vorüber! - Harte Arbeit hatte der Beklagenswerthe da (Schluß.) I vor ihm gescheut, ihm hatte er sie aufgeladen. Er richtete sich Scheffler blieb allein. Mechanisch fast öffnete er noch ! hoch auf. Ja, er war noch E zu alt, um arbeiten zu einmal das vor ihm liegende Wirtschaftsbuch und ließ seine lernen seine Rtaftroar ®aS $atte Augen über die Ziffern gleiten. Die betrügerische Hand, welche schon bei der Arbeit Achten Tage gemerkt, sie gemalt, würde nicht neue hinzusügen- Eine andere ehrliche I „Kommen Sie, Müller, nes er fest, ,, LL 'S- 'ÄÄ W ÄW Tn S' Ä Neuen, das werden sollte, nachdachte, baute sich seine eigene überantwortet war. Ihnen folgten andere, meist- kleine « no TS.» S »K L Ä “ "Ä*SÄ*"-*» «s eilte die Treppe hinunter. Vor der Thür des Jnspectors Der Gutsherr wäre im Rechte S^/bN'^tteerdleF^rde KSÄtZWÄX sää* ’S* m SRSSNWWW r Doch I manche Noth. Und doch brauchte man zum Hereinbrmgen des I Getreides alle Kräfte und durfte nicht zu hart auftteten- 1 Wenn dann einmal das Auge über die GebäudemHound Dorf ging, so war der Anblick erst recht nicht erquicklich. Schäden fast überall, wohin der Blick gerichtet wurde. Da wurde es dem Besitzer von Tannenhof recht schwer um's fierst und fast hätte er es machen wögen, wie der Franz, der ihn vom Bahnhofe auf feinen jetzigen Wohnsitz geführt batte. Das war des früheren Verwalters Vertrauter gewesen. Die neue Ordnung der Dinge hatte ihn vertrieben- Emes schönen Morgens war er verschwunden. Aber das waren nur kune Augenblicke der Entmuthigung. Wenn er dann auf die h^den Kinder seines Verwalters sah — die Familre Müllers Nnterhaltnngsblatt )um Gieszener Anzeiger (General-Anzeiger) Samstag, den 3. Februar. 54 war jetzt von Berlin nach hier übergefiedelt, — wie sie sorg« los und glückselig in Hof und Garten spielten oder dem dankbaren Blick ihrer Mutter begegnete, die still und treu im Hause ihres Amtes wartete, dann zog ein zufriedenes Gefühl durch sein Herz: „Gottlob, das ist doch wenigstens ein Erfolg!" Dann war auch noch der alte Walter da und dessen Häuslichkeit wurde ihm oft der Zufluchtsort, wenn es ihm in Hof und Feld fchwül geworden war. Das Ehepaar sah auf ihn wie auf seinen Sohn, so sehr sie den Herrn in ihm respee« tirten. Und wenn's ihm einmal muthlos werden wollte, so war gerade fein Förster der Mann, welcher das erste Recht hatte, ihm mit erfreulichen Zahlen zu widersprechen, der Erste, welcher int Laufe des Winters nicht unbedeutende Summen au» dem Holzverkauf abliefern konnte. Mit der Arbeit wuchs dann aber auch die Lust an der Arbeit. Scheffler ging nicht mehr wie früher als ein Fremder über fein Feld. Er hatte Alles da werden sehen und Müller war ihm ein guter und getreuer Lehrmeister gewesen. Seine Gutsnachbarn, welche ihn im Anfänge mit Mißtrauen angesehen, hinter seinem Rücken auch wohl die Achseln über ihn gezuckt hatten, änderten bald ihre Meinung. Ehrliche Arbeit wird zuletzt immer ge- achtet und daß der Besitzer von Tannenhof es sich sauer werden ließ, mußten sie Alle anerkennen, wenn auch nicht Alle wie er und fein Verwalter regelmäßige Besucher des Gotteshauses waren. Scheffler aber hatte in jener Gewitternacht im Thiergarten und an der Leiche seines betrügerischen Verwalters doch etwas gelernt von Jenem, ohne dessen Schutz der Festeste ein schwankendes Rohr ist; und er suchte ihn. So vergingen zwei Jahre. Tannenhof zeigte ein anderes Aussehen als an jenem trüben Sommertage, wo der neue Herr seinen Einzug gehalten hatte, das neue Regiment seinen Ansang nahm. Es standen noch dieselben Gebäude, einzelne auch heute noch eines Neubaues bedürftig- Aber man sah, es war eine bessernde Hand über sie gegangen, der alte Schmutz, die alte Unordnung waren gewichen- Die Fenster im Wohnhause waren blank und hell, der int ersten Frühjahre angepflanzte Weinstock reckte schon an manchen Stellen seine grünen Ranken hoch hinauf. Wieder war's ein Sommertag, ein Sonntagnachmittag mit der ganzen schönen Sonntagsstille, die nur das Land, nicht die Stadt kennt. Scheffler saß hinter dem Hause in der grünbelaubten Veranda. Die Mittagscigarre war geraucht, das Zeitungsblatt eben aus der Hand gelegt. Drüben am See hinter dem Garten, der jetzt nicht mehr verwildert war, sondern einen freundlichen Anblick gewährte, spielten die Mücken int Sonnenglanz und aus dem Walde herüber klang das Gurren der wilden Taube. Ein Zug der Zufriedenheit lag auf dem Antlitze des auf das freundliche Bild Hinschauenden. Es war ja nicht das einzige Erfreuliche, was ihm da vor Augen sich ausbreitet?. Seine Arbeit hatte etwas geschafft. Zwar, es war lange nicht alles Ueble beseitigt, weiteres, unausgesetztes Mühen lag vor ihm. Aber er brauchte jetzt nicht mehr zu fürchten, daß ihm die Last zu schwer werden, daß er von der Arbeit, einer nutzlosen Arbeit überwältigt werden würde. Er durfte sich sagen, daß er von Jahr zu Jahr weiter kommen würde. Das füllte ihm die Brust mit stolzer Freude. Hatte doch auch er seinen Antheil an diesem Erfolge, wenn er ihm auch ohne seine Getreuen, den Alten im Walde und Müller nicht zu Theil geworden wäre. Ja, wenn er sein Leben verglich mit seinem früheren, er würde nicht tauschen. Jetzt hatte er wirklich einen Zweck, für welchen er arbeitete, ein Ziel, nach dem er strebte. Ein glücklicher Mann erschien er sich- Ein Jauchzen ließ ihn aufsehen. Auf einer Bank am See saß Müller mit seiner Familie, sein jüngstes Töchterchen, das in Tannenhof geboren war, auf dem Arme. Das Kind griff nach einer Blume, welche die Mutter ihm vorhielt und jauchzte hell auf, wenn es sie erfaßt hatte. Die beiden andern Kinder standen an Vater und Mutter gelehnt und blickten lachend auf die kleine Schwester. Ein Stich ging dem Zuschauer durch'« Herz- „Ein glücklicher Marm" und doch so einsam? Nicht Weib nicht Kind stand bei ihm. Und dabei hatte er jenes Bild nicht aus seinem Herzen verloren, das ihm einst vorgeschwebt, das er hatte fassen wollen und es war ihm entglitten. In der ersten Zeit der schweren Arbeit hatte er dann Frieda Mone fast vergessen und wenn ihr Bild in den langen Wintertagen vor ihm aufgetaucht war, so hatte er es zu bannen gesucht- Damals durfte er nicht zu ihr treten, sie nicht an seine ungewisse Zukunft ketten. Aber nun? So weit Menschen rechnen konnten, war seine Zukunft eine sichere, durste er jetzt nicht wieder die Hand aus- strecken? Sollte er einsam bleiben? Er brauchte es nicht, er wußte, es gab in der Umgegend manches Mädchen, das ihm auf seine Frage kein „Nein" geantwortet hätte. Aber er wußte, einsam würde er doch bleiben, wenn nicht jener Mund, der ihm einst sein „Nein" entgegengerufen hatte, jetzt da» „Nein" in „Ja" wandelte- Allein, war sie auch noch frei, hatte sie nicht vielleicht ihr Leben lange an das eines anderen Mannes gebunden? Er hatte keinen brieflichen Verkehr mit Hartmann gepflogen, der nicht mit ihm. In der Zeitung hatte er zwar keine Verlobungsanzeige gefunden, aber das bewies nichts. Ihm wurde es unruhig. Wenn er heute zu ihr träte, würde sie dasselbe sagen wie damals? Und wo war sie jetzt und wo sollte er sie suchen? — Lange saß Scheffler in tiefem Sinnen; da sprang er plötzlich auf und ein Zug des alten Uebermuthes glitt über sein Antlitz. Eben kam sein Verwalter mit seiner Familie den Gartenweg herauf- „Müller, ich reise heute mit dem Abendzuge nach Berlin, komme in einigen Tagen zurück." Frieda Mone war alleirr im Wohnzimmer, demselben, in welchem einst Scheffler aus ihrem Munde die abweisende Antwort empfangen hatte. Ein Klopfen an der Thür ließ sie von ihrer Handarbeit aussehen. Es war doch freudiges Er- schrecken, als sie den Eintretenden erkannte, wenn auch das Senken ihrer Blicke das freudige Aufleuchten des Auges verbarg. Er trat schnell auf sie zu, nicht mehr der Mann von früher; jede Schlaffheit war aus seinen Zügen gewichen. Wohl sah man ihm an, daß das Leben an ihm gearbeitet hatte, ein Zug des Ernstes lag auf seinem Gesichte, den man sonst vergebens suchte. Aber man sah auch, daß er selber in der Arbeit des Lebens gestanden, selber gearbeitet hatte. Und das stand ihm gut, besser als die Blasirtheit von früher. „Sie haben mir einst gesagt, so ziemlich an derselben Stelle, wo wir heute stehen, Sie fühlten so etwas wie Liebe für mich, aber mir fehle der Beruf, die rechte Arbeit, darum könnten Sie nicht die Meine werden. Sie hatten Recht damals, ich habe es jetzt erfahren. Heute steht's anders mit mir, ich habe einen Beruf und — habe ihn lieb, habe Arbeit, ja so viel Arbeit, daß ich allein sie nicht bewältigen kann. Wollen Sie mir helfen? Der reiche Mann von früher bin ich nicht mehr, aber bescheidenes Brot für uns Beide kann ich schaffen? — Frieda, wollen Sie Arbeit und Ruhe, Freude und Leid mit mir theilen, wie's uns Gott befcheert?" Er hatte ihr die Hand hingestreckt, sie legte fest die Ihre hinein, nachdem sie ihm ins Auge gesehen hatte. „Ich will." - Als die Mutter eintrat, fand sie ein Brautpaar. „Ihre Bewilligung, liebe Frau Schwiegermama, zur Werbung hatte ich noch von früher. So dürfen Sie auch heute nicht „nein" sagen, wenn dieser harte Kopf seine Meinung geändert hat." Bewegt schloß die alte Frau ihr Kind in die Arme und schüttelte dem neuerworbenen Schwiegersöhne die Hand. „Behüten Sie mein Kind, wie Gott Sie Beide behüte!" — „Scheffler, Du hier?" rief Hartmann dem Freunde entgegen, als jener bald darauf seinen Kopf in die Thür steckte. „Nicht allein, lieber Schwager. Deine Schwägerin ist es satt, sich mit den liebenswürdigen Rangen in der Schule herumzubalgen. Sie will sich jetzt auf das Erziehen eines bejahrten Mannes legen — damit meine ich mich nämlich. Jahrelang bereits hat sie eine unauslöschliche Neigung für mich hi Herzen getragen, wie ich daraus schließe, daß ich einen unwiderstehlichen Zug in die Sophienstraße fühlte. Das konnte doch nur von einer solchen Neigung herrühren. Ich kam und — Du siehst das Resultat. Jst's nicht so, Schatz?" Er küßte ihr die Antwort von den Lippen.-- „Müde bin ich und hungrig wie ein Wolf, Schatz. Hast Du bald etwas für mich zu essen?" „Es wird nicht lange mehr währen. Eben habe ich Werner zu Bette gebracht und gesagt, daß man den Tisch decken soll. ES ist wohl ein heißer Tag gewesen draußen?" „Ja, ja, es hat redlich geschafft werden müssen." Frau Frieda Scheffler trat zu ihrem Manne, der sich auf einen Stuhl der Veranda geworfen hatte und strich ihm über die heiße Stirn. Er sah liebevoll zu ihr auf- „Zwei Jahre sind's nun, daß wir zusammen arbeiten. Aber nicht wahr, meine kleine Frau, schön waren sie, auch wenn's tüchtig zu arbeiten gab." Sie nickte ihm die Antwort zu. Er stand schnell auf und schlang den Arm um sie. „Du hattest Recht, als Du mir einmal sagtest: Da ist das Glück des Lebens, wo man treu arbeitet unter Gotter Segen und ich danke es ihm, daß er mich arbeiten gelehrt hat." Gemeinnütziges. Den Schlaf der Kinder nicht stören! Auch größere Kinder sollen nicht aus dem Schlafe, welcher doch immer erquickt, geweckt werden. Es kann leicht pafsiren, daß durch das Wecken ein wahrer Angstzustand mit Zittern und Krämpfen bei sonst gesunden Kindern hervorgerufen und anhaltende Verstimmung erzeugt werden. Ein Säugling oder ein Kind, da» Hunger hat, erwacht von selbst und das Schreien oder das vom Gesicht ablesbare Verlangen nach Nahrung zeigt es am deutlichsten an, während ein schlafendes, gesundes Kind in der Regel keinen Hunger hat. Es würde eine übertriebene Fürsorge sein, schlafende Kinder deshalb zu wecken, weil man vielleicht der Meinung sein könnte, dieselben hätten nicht genügend Nahrung genommen. Alles Erwecken — bei Kindern käme das Erwecken dem Erschrecken nahe — ist dem Kinde nicht förderlich und muß daher vermieden werden. * ♦ ♦ Wenn man lackirte Sachen unvorsichtig abwäscht, wohl gar mit heißem Wasser, so wird der Lack bald abspringen und die Vergoldung verschwinden. Sie können dagegen jahrelang wie neu erhalten werden, wenn man sie mit Baumöl und etwas Mehl durch Abreiben mit einem Wolllappen reinigt. * * * Beseitigung der Eisenflecke. Um die unangenehmen Eisenflecke schnell zu beseitigen, braucht man kochendes Wasser, ein zinnernes Gefäß und Kleesalz. Man nehme atjo kochendes Wasser, gieße dasselbe in ein zinnernes Gesäß, dazu eignet sich am besten ein zinnerner Bettwärmer, befeuchte den Fleck gut und streue eine kleine oder große Messerspitze, je nach der Größe des Fleckes, Kleesalz darauf und verreibe mit einem Finger das Kleesalz auf dem Flecke. Durch die Hitze verdunstet das Wasser sehr schnell und muß man sich daher ein Gefäß mit warmem Wasser in der Nähe hinstellen, um immer wieder den Fleck anfeuchten zu können. Wann und wie sollen wir das Gemüse reinigen? Jedes Gemüse foll erst unmittelbar vor dem Gebrauche in der Küche gewaschen und gereinigt werden und zwar durch rasches Durchschwenken desselben, ja nicht aber, wie dies häufig mit Salat und Spinat geschieht, daß man es längere Zeit im Wasser liegen läßt, da dadurch der Wohlgeschmack der Gemüse bedeutend leidet, indem es, wie man sagt, „ausge- wäffert" wird und insbesondere das volle Aroma, wie bei Carviol, Sellerie und Petersilie, vollständig verloren geht. 55 “ Jedenfalls für unsere Hausfrauen ein wohl zu beachtender Wink. * * * ♦ Wie man Kartoffelknödel macht. Man reibe sieben rohe, mittelgroße, gewaschene und geschälte Kartoffeln und neun gekochte Kartoffeln von gleicher Größe, mische sie mit zwei ganzen Eiern und einem Eidotter, Salz und Mehl zu einem glatten, weichen Teige, forme Knödel und koche sie in Salzwasser. Man sollte stets einen Versuchsknödel einkochen. Vermischtes. Von dem Leben und Treiben auf einer Sioux- Jndianer-Reservatiou erzählt ein Bericht der „L. Z.": Die Reservation dehnt sich Tausende von Meilen weit aus, die Häuser liegen sehr zerstreut; nur unweit der Stören (Ver- kaussläden) liegen Häuser und Zelte näher beisammen. Elf Gründe — jeden Grund durchfließt ein Bach, der in den Makusita mündet — gehören nach der Pineridge-Azentur, wo sich ein Resident befindet. Die Austheilung der Lebensmittel erfolgt alle Monate einmal, die des frischen Fleisches alle vierzehn Tage. Jeder Mann, jede Frau, jedes Kind, und wenn es erst einige Tage alt ist, bekommt eine Karte zu diesem Zweck. Damit gehen sie zur bestimmten Stunde zu ihrem Austheilhaus, das jeder Grund hat, und bekommen für die Person folgende Lebensmittel: 5 Pfund grünen Kaffee (gute Sorte), 2 Pfund Zucker, etwas schwarzen Thee — den sie aber gewöhnlich gleich wegwerfen, da sie sagen, er wäre schon aufgekocht und wieder getrocknet, — 2 Pfund Speck, 10 Pfd. Mehl, 1 Pfund Salz, 3 Pfund Bohnen, ein Stück Seife (gewiß 1 Pfund), etwas Backpulver (Pacing Poudre) und fünf Pfund Mais. Das Bild um das Austheilhaus ist sehenswerth. Hier in Manderson (S. Dakota) wird gewöhnlich an 289 Personen ausgetheilt. Zu Wagen, zu Pferde kommen sie an. Die Frauen sind alle in ihrem Putz, bemalt, roth und gelb — blaue Farbe scheinen sie weniger zu lieben, — in ihre Tücher gehüllt; Manche stolzirt im Sammetkleid einher, mit einem Gürtel, der au» gelben oder weißen, auf Leder angehefteten Blechstücken besteht, Manche in gelbem oder hochrothem Atlas- kleid. Die Schuhe, auch ganze Strumpsthelle an die Schuhe angebunden, sind zierlich mit Perlen benäht. Die Frauen holen das Essen, kein Mann trägt etwas. Die Männer halten zu Pferde dort. Manchem sieht man nicht den Indianer an, er trägt die gewöhnliche Tracht der Weißen, aber Mancher bemalt das ganze Gesicht, in die langen Haare zu beiden Seiten des Gesichts sind lange Pelzstreifen eingeflochten; das Hemd ist roth oder grün, einen Schurz trägt der Indianer und jedes Bein ist besonders mit Hosen bekleidet; jeder Theil hängt mit einem dicken Band am Halse fest. Perlschuhe mit Federquasten, ein dickes Tuch mit Perlstreifen und farbigen Bändern benäht; eine lange rothe, % Elle breite, reich mit Gold- und Silberfäden und Flitter bestickte Binde um den Leib, die wohl eine Elle hinten nachschleppt, all' das vervollständigt seine Toilette. Mancher nöthigt einem bald das Lachen ab. So trägt Einer mit aller Grandezza, deren er fähig ist, einen bunten Tischteppich mit langen Chenillequasten und dazu einen Cylinderhut, als wenn er von einer Maskerade herkäme. Wieder ein Anderer trägt einen langen, roth und weißen Bademantel mit Aermeln und auch Quasten dazu. Und dieser Lärm, dies Geschrei, ehe Alles befriedigt ist! Jedes muß sich zu den vor- genannten Lebensmitteln die Säcke mitbringen und ein Aus- theilmann unter Aufsicht von Polizei aus Pineridge wiegt Alle» ab. Im Uebrigen aber sind die Sioux-Jndianer schon recht cultivirt. Sie essen nur noch mit Messer und Gabel, die sie vornehm zu handhaben wissen. Die Meisten treiben Ackerbau, und Viele sind fleißig und haben ihr Blockhaus, den Stall, Acker und Vieh, Alles in gutem Zustand; aber Andere liegen den größten Theil des Tage» träge da, rauchen und spielen Karten, lassen sich das Essen zum Lager tragen und stehen nur «- 68 • auf, um dar bereits gesattelte Pferd zu bestergen und der Jagd oder einem Besuch in einem der nächstliegenden Häuser obzu- liegen. Manche Frau hat da ein herber Loos, drei bis vier kleine Kinder stnd da und womöglich wird noch eins auf dem Rücken getragen. Die Mutter schafft Alles still: sie kocht das Effen, wäscht, richtet den Wagen zur Fahrt her, holt Holz im Walde und zerkleinert es. Hundefleisch ist der größte Lecker- biffen. Sie geben oft für einen kleinen Hund 5—6 Dollars; ein großer kostet oft so viel wie eine Kuh oder ein schönes Kalb. holt die zornbebende Mama. — „Bei Wasser ja, bei trockenem Brod aber nicht," entgegnete Karl grinsend. — „Warum nicht bei trockenem Brod, Du Lümmel, wenn ich will," ruft der Papa aufgebracht. — Und Karlchen antwortet: „Weil ich's in's Wasser eintauchen würde." Verfänglicher Bescheid. „Die Cigarren sind diesmal schnell verbraucht worden! Sie nehmen doch etwa keine, Johann?" — „Bewahre! — Uebrigens stnd sie mir auch viel zu schwer, Herr Baron!" gerettet." Sicheres Zeichen- Haushälterin (zu ihrem Herrn): „Herr Zwackler, der Herr Baron wünscht Sie zu sprechen. Er scheint sehr übler Laune zu sein — als ich auf sein Klopfen nicht gleich aufmachte, nannte er mich 'ne alte Gans —!" — Herr Zwackler: „Führen Sie ihn schnell in den Salon hinüber! Wenn er grob ist, bringt er Geld!" Aus der Jnstruktionsstunde. Unteroffizier: „Was geschieht also, wenn der Herr Hauptmann zu Euch in's Zimmer tritt?" „Nun, Huber?" — Rekrut: „Er schimpft." Auch ein Lebensretter. Ein Pariser Bettler sprach kürzlich einen Offizier an: „Kennen Sie mich nicht mehr, gnädiger Herr?" — „Nein, ich erinnere mich nicht mehr, Dich je gesehen zu haben." — „Und doch haben Sie mir vor dreiundzwanzig Jahren das Leben gerettet, gnädiger Herr, wofür ich Ihnen ewig dankbar bin." — „Ich, Dir?!" - „Ja wohl, ich war Soldat in Ihrer Compagnie, und als Sie in der Schlacht bei Sedan sich aus dem Staube machten, war ich der, der ihrem Beispiele folgte — und so war ich Das Leben auf einer nordamerikanischen Farm schildert ein junger, deutscher Landwirth, der sich seit etwa Jahresfrist im Staate Iowa der Vereinigten Staaten befindet, wie folgt: Das Leben hier auf der Farm ist ganz verschieden von der heimischen Landwirthschaft. Der Farmer und ich bebauen zur Zeit 305 Acker Land. Das heißt, wir bestellen das Land, so wett es geht, und was nicht besät wird, bleibt ein» fach liegen. Die meisten Farmhäuser sind noch Bretterhäuser oder noch Blockhäuser, aus roh zusammengesügten Balken, die mit Lehm beschmiert stnd; die besseren stnd Bretterhäuser in Form der Schweizerhäuschen. Alles Vieh, Pferde wie Rind- vteh, ausgenommen die Zugpferde und Nachts das Milchvieh, sind frei auf der Weide. Die Ställe sind einfache Buden oder Zelte, wenige Stämme, an die einige Bretter genagelt sind, das Vieh liegt auf dem bloßen Boden. So ist er bei den meisten Farmern. Die Haare würden jedem deutschen Landwirth zu Berge stehen, wenn er die hiesige Bewirthschaftung sähe. Andererseits hat man hier Maschinen, die wirklich gut • sind, so z- B. Maschinen zum Ernten. Eine solche schneidet das Getreide, bindet es in Garben und trägt die Garben zusammen; man braucht dieselben blos mit der Hand aufzustellen. Dann hat man eine Vorrichtung zum Heuabladen. Ein Mann, ein Junge und ein Pferd laden in vier Minuten den schwersten I Selbstbewußt- „Herr Lieutenant, denken Sie gar Wagen Heu oder Stroh in eine Scheune, sie mag noch so nicht an» Heirathen." — „Zu schwer, passendes Pendant zu hoch oder lang sein ab. Und so gibt es hier noch mehr Ma- finden 1"-- schinen, die man in Deutschland nicht kennt, aber sehr gut ge- * * * brauchen könnte, da sie eine Menge Arbeit ersparen. Erwähnen Trumps. Dame (im Theater): „Ach, heutzutage will ich noch eine Maschine, die das Heu auf den Wagen ladet. (e6t c8 £elne Siegfrieds mehr!" — Herr: „Schade, meine Gebaut wird hier nur Mais, hier Korn genannt, und Hafer, I @näi)i(.e ... . denn Drachen gibt's genug!" ganz wenig Weizen, außerdem Gerste und Heu, das ist Alles. H * Sehr bedeutend ist die Viehzucht. Ein Farmer hat oft bei Boshaft- Aeltlichs Kokette: „Der Assessor Neumann 300 Acker Land 80-100 Stück Rindvieh, 100-200 Schweine . behütet, ich sei sünfunddreißig Jahre alt; na, dem und 30-40 Pferde. Aber wegen der Menge Viehes hat ^l ungeschminkt die Wahrheit sagen!" - Jüngere: dasselbe nur geringen Werth. Die Lebensmittel sind hier gut $a8 t$ue [te£)er nicht; denn wenn er Dich ungeschminkt und ungemein billig, namentlich Mehl, Fleisch, eingemachte ft roto er Dich mindestens auf fünfundvierzig schätzen!" Früchte und überhaupt Alles, was in großen Massen gebraucht I M • e • und mit Maschinen hergestellt oder zubereitet werden kann, I Höchste Natur. Herr: „Aber ist die Perrücke auch man hat für Alles Maschinen- So kommt es, daß man auf a»t?" — Friseur: „Ich sag Ihnen wenn's erschrecken, sträubt jeder Farm reichliches und ausgezeichnetes Essen erhält. Man C wird überhaupt mit zur Familie gerechnet. Aber was sind I w * e * das auch für Dienstherren hier! Farmer ist hier jeder deutsche I - csrife kämmt aus der Schule nach Lause Maurergeselle, überhaupt Jeder aus "^^ste" Klass efann I wieder einmal das Schreibheft voller Tintenflecken, es zu einem Farmer bringen. Hier schändet eben die Arbeit I sn^ter hält strenges Gericht, doch das Söhnchen bringt nicht. Jeder arbeitet und muß arbeiten. Man kann hier, ^aler ya r i g ' J* ., ruu ~ diesmal wenn man spart, viel Geld zurücklegen, mindestens das Drei- I U unschuldig $ Neben mir sitzt' ein kleiner Neger: fa* n>ie in D-uMmd, aber man umi lehr vorMig fein, LWüLTÄ' denn es wird hier auch viel Schwindel getrieben, was aber Denke Dir, dem hat yem ne Jcaie gemmer. nach den hiesigen Verhältnissen reelles Geschäft ist. Man kennt Bäuerin fiu ihrer Tochter): „Schau, auf der Farm keinen Sonntag und keinen Feiertag. Hat man . Praktisch. Bäuerin (zu y l)aft sich verheuert (vermiethet), so ist man gebunden wie ein Sclave. I 8 t6un Qr8 Qre; «w Nasen nein m schneuzen?" Eine besonders Harts Arbeit ist das Holzhauen. Es gibt hier nix besseres z thun, als glet Bei Rajen nein zu lyneuzen, viele große Wälder, die fast ausschließlich aus harten alten Ansvieluna *Beim Tbee: „Nun, Fräulein Eichen bestehen, deren Holz ungeheuer fest und schwer ist. I ggQ, wünschen Sie russischen oder chinesischen Thee?" — ------------ Backfisch: „Mir bitte, the dansant!" Der kleine Karl hat wieder eine schlechte Censur I * • * nach Hause gebracht. Papa und Mama sind wüthend. „Wir In ein Fremdenbuch schreibt ein Philosoph: werden Dich bei Wasser und trockenem Brod einsperren I" I liebe bei allen Sachen den Kern." — „Mit Ihnen t|t gm ruft Papa. — „Ja, bei Wasser und trockenem Brod!" wieder- I Kirschen effen," schrieb ein Witzbold darunter. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.