:t Sacher» Al» im Fichtner'- rgen, hörte ie regungs- Ferdinand, beim heute widerte die erwiderte ispieler auf iött hatten, mge Levin- • us: „Groß- fangen mit unge, wenn von einem i Kopf, daß Onkels, der e. Al» man ewegt bleibt, ch kann nicht ’e Ihnen den ;ch auch." ite Frau Ge- Dank, Herr ngl Sie hat nn die Taffe „Du frierst er anziehst?" den Gerichts- >e eins belegte - zwei Mark feinem Recht»' n ja, wie ich verloren I" — ungenügsamer । Sie ihn in um Rath zrr zu studiren. um sich selbst erenöther selbst ch sie gewinnt ; Eitelkeit. en. Untevhclltttngsblatt zuin Gietzenev Anzeiger* (Geneval-Anzeigev) ’Jlr. 72 1893. •Ser s — r«- । ei , ■ - i ; ff "'S -.:f Donnerstag, den 22. Juni. Verschlungene Pfade. Roman von Max Hochberg. (Fortsetzung). „Fräulein Ehrenberg ist ein ganz armes Mädchen," fuhr Götz nach kurzer Pause fort, „und wurde von ihren Eltern in die Balletschule gegeben. Das Kind mußte ihnen von frühester Jugend an Geld verdienen und widmete sich nicht au» Liebe diesem Beruf. Sie hat Stolz und Ehrgeiz und will nicht Tänzerin bleiben, sondern strebt nach Kräften vorwärts. Sie darbte sich am Esten und an der Kleidung die Ausgaben für Papier ab, um sich Rollen auszuschreiben, nähte am Tage für Geld und schrieb und studirte in der Nacht. Sie hat sich aus einer verwahrlosten Umgebung emporgehoben, wie die Lilie aus dem Sumpf. Wer im Ueberfluß und Reichthum aufgewachsen ist, wird das freilich nicht zu würdigen misten! Wem jeder Wunsch, jede Laune gewährt wird, weiß nicht, was es heißt, zu darben und sich im harten Kampf um's Dasein die heiligsten Güter zu bewahren. Ich will Ihnen keinen Vorwurf daraus machen," fügte er milder hinzu, denn ihre Zerknirschung ging ihm doch zu Herzen. „Bitte, zürnen Sie mir nicht wegen meiner freien Sprache. Sie zwangen mich dazu! Sind Sie mir böse?" Sie schüttelte leise den Kopf, ohne aufzublicken. Er glaubte, auf ihrer Wange einen feuchten Streifen zu sehen, doch war das wohl nur Täuschung. Wie er sich aber jetzt unter dem Kronleuchter im Tanz mit ihr drehte, gewahrte er in einem der aufwärts strebenden Maiglöckchen an ihrer Brust eine Thauperle, die sich bei der raschen Bewegung löste und herabtropfte. Im Innersten bewegt, drückte er die zarte Gestalt für einen Augenblick fest an sich. Ihr verging fast der Athem vor Schreck, allein Asta kand ihn deshalb nicht unausstehlich, wie Herrn von Fernow. — Sie waren durch den Saal gewirbelt und reihten sich dem Zuge wieder ein. Da nahte Ruler von Steffeck und holte sich Asta; nach ihm nahm Fernow sie in Anspruch und darauf Prinz Alexander. Als Götz sie später noch einmal auffordern wollte, vereitelte es ihm Erna, indem sie behauptete, ihr Mann habe da» ältere Recht. Hans sei schon zweimal abschlägig be- fchieden morden und habe sich darüber beschwert- Er würde es der Schwägerin ernstlich übel nehmen, müßte er wieder zurückstehen. Die Mama nickte mit wichtiger Miene zu den Beweisgründen ihres Lieblings und Götz mußte sich wohl oder ' bescheiden. Andern Tages wollte er sich erkundigen, wie den Damen der Ball bekommen sei. Es hieß, die Herrschaften seien ausgefahren. — Den Schaukästen, in welchen die Theaterzettel ausgehängt waren, hatte man eine rothe Affiche zugsfügt. Die Besucher der Festvorstellung lasen mit Verstimmung und nicht geringem Staunen: „Wegen plötzlicher Erkrankung des Fräulein Eckstädt wird Fräulein Felicitas Ehrenberg die Rolle der Viola übernehmen- Sie läßt um gütige Nachsicht bitten." Der rothe Zettel rief ein lebhaftes Hin- und Herreden in den Theaterräumen hervor. Das Publikum war Dank der Geschwätzigkeit der Garderobedamen bald informirt. Fräulein Eckstädt hatte sich am vorhergehenden Abend mit dem Regisseur überworfen und im Laufe des Vormittags aus Bosheit absagen lasten. Der Intendant war rathlos gewesen, welches Stück gleich geben, in dem die betreffende Dame nichts zu thun hätte- Herr Selter, der Intrigant, hatte sofort Aushilfe gewußt; er schlug Fräulein Ehrenberg, feine Schülerin, vor. Sie habe die Rolle der Viola gerade jetzt bei ihm studirt; was ihr an Routine abginge, ersetze Jugend und Begeisterung- Sie fei für die Partie wie geschaffen, habe Temperament, große Innigkeit des Ausdrucks und werde sich überdies mit ihrer schlanken, knabenhaften Figur bester ausnehmen, als das „stattliche" Fräulein Eckstädt. Es war noch in der Eile eine Probe abgehalten worden, die zur leidlichen Zufriedenheit des Intendanten ausfiel und nun harrte das Publikum gespannt der Dinge, die da kommen sollten. Herr Selter hatte sich mit der Annahme nicht verrechnet, daß seine Schülerin schon aus Opposition gegen Fräulein Eck- städts Sosheit eine warme Aufnahme finden würde- Felicitas Jugend und Schönheit thaten das ihre- In der ersten Scene merkte man ihr die Sefangenheit an, dann aber spielte sie mit zunehmender Wärme; die Segeisterung für ihre Rolle trug sie und ihr weiches, schönes Organ gewann sich alle Herzen im Sturm- Nach dem ersten Act mußte sie mit der Vertreterin der Olivia erscheinen. Der Applaus galt zumeist dem Debüt der jungen Tänzerin- Die Fürstin, der von der Caprice der Eckstädt Kunde geworden, gab ihren Beifall kund, ein Signal für die Insassen des ersten Ranges, mit ihrer Zufriedenheit nicht zu kargen. Götz war während der Anfangsscene in größter Unruhe gewesen. Er ängstigte sich über die Maßen um seinen Schützling. „Würde mir an Deiner Stelle wie eine Hühnermutter vorkommen, deren Entenjunges munter schwimmt. Muß ein ähnliches Gefühl für Dich sein?" neckte ihn Steffeck. Heinz hörte und erwiderte nichts. Vor Aufregung verstand er von Rulers Bemerkungen keine Silbe, 286 Der Vorhang war nach dem Hervorruf der Darstellerin ''ckscligen *enant im ch zu Hause v auf ihr lel*W fie hat dm applau« 1-dNch ««bient?* lobte Seim “ ’sw.TÄ'Ät hat? - L-t ihn hMd«l. fach verdient! Hätte ihr das nicht zugetraut," erklärte Ruler mit großer Lebendigkeit- „Beneide Dich darum, daß Du es warst, der den Stern aus dem Dunkel holte! - Apropos, lieber Leint, lasest mir da neulich ein allerliebstes Ding vor. Verstehst es wirklich meisterhaft, Verse zu schmieden, muß^man Dir lassen, alles, was recht ist! Könntest es mir -igent»ch ab. treten? Briefe schreiben, weißt Du, ist m« «« Gräuel! Macht sich überdies per Poesie besser, will man sich emer Dame ($*& ttuT ttidßt teiltet» bci5 böS ia) tttcttt I Von einer schlanken Palme und dem Vonfernestehen kam etwas v°;. Besinnst Du Dsih^ ihn mit der Angelegen, heil die ihn augenblicklich nicht im geringsten interessirte, los zu werden. Ec suchte und sand das fragliche Gedicht, riß das ®lat‘StbÄb.?».fV««Tbit? M nicht, öeln/?" erkundigte sich Ruler vorsichtshalber zweimal. ^^„Kennt's Keiner, als Du!» lautete kurze Antwort. | Und Du trittst mir die Autorschaft ab? hoch, Ruler!" Götz wurde ärgerlich- är Vorhang ging wieder in die Höhe und der zwe t ad”gOä«Tb^rb«^Ä-»™-” «°° t-W, 9i”9 S in bet weiten Seit* be« schilderte mit fort gerissen. Als unter einem wahren s,*bttr‘4«,set S'S“ w“ 7 , *\ ^Alle Gläs« unb Angen richteten sich sofort auf bie Loge, 1 ".WMMSL-.-N- "L » t tt noch Asi- sei «irlsich >n jung «"bnn- übeileat sie sei zawesim eben nur ein große« Kinb, man burfe >h- •tftjSIg "Zr ft 'n- t«eism Ä« Ä”lt ”* bet BegM* sle h,„>. verthetbigte Stau non SchSuhch erfchroLen Ihre Lochte,. ,Asia >si nur ,n rufch ,n 1ÄJÄT» »n bie «gaben ft- Vavier ab um des Nachts Rollen auszu chrelben!" d^^teffeck batte ihr schräg gegenüber Platz genommen. Seme Lächeln nicht unterdrücken. „ Kteffeck I" subr „Sie brauchen nicht zu lachen, Herr vonSteffecki suy ibn Alta aereitt an. „Fräulein Ehrenberg hat sich aus einer verwahrlosten Umgebung emporgehoben wie die Lilre aus de Sumpf. Wer im Ueberfluß und Reichthum aufgewachsen ist' wird das freilich nicht zu würdigen wissen. Wem jeder Niimlck iede Laune gewährt wird, weiß nicht, was es heißt, zu darben und sich )m Kampf um's Dafein die heiligsten ®ÜteS)fc Hümngestalt Steffecks erhob sich. „Gnädiges Fräu. lein" saate er mit tiefer Rührung, „Sie sind ein Engel! Es isi ba« eine abgehobene, banale Phrase, bie man gebauten. to« imSnnb fahren pflegt. Ich aber,«ebranche ben W druck aus vollster, innerster Ueberzeugung. Er hatte sich verabschiedet, noch ehe es Frau von Schon- Holz klar geworden, ob es ihm Scherz oder Ernst mit seinen ®Ort*63”tte”»o« seiner Log- au« mit Wgenbem Stimm | »ÄebffÄ Ä S£ « ÄS Sa’« SMÄ V Ausruf: ^„Natürlich, damit er mrt meinem Kalbe pflügen Ruler kehrte zurück in der Absicht, sich gegen Götz über Ge wandte das Gesicht nach der Schönholz schen Loge. Der SO«««H-S« *>* pinen Scbritt vor und bot Asta em riesiges BouquN. E war mit Schwanenpelz umsäumt und enthielt nurVellchen und weiße Camelien. Auf der Karte stand folgendes. »Ruler ffifoffed bittet Fräulein von Schonholz, beifolgendes ei£ inütrtt“«, «ug«Ä& wenig' «bau“ n“o”"bet ®abC,|y gÄt >«, „wollte N«"7"Sch°«h°l> eine kleine Aufmerksamkeit erzngem Sre ist ein Engel! „So, findest Du?" grollte Götz. _ cxrt itpbet meine aufrichtige Meinung. ^'Norüelluna war zu Ende. Felicitas hatte durch ihr SUWS 5 L Äe tf'ÄÄlt 4ben, rJBsssÄw 1 ,7haben unb geleitete sie, e« al« ®»W«bi8nng basm bean. et i? 5 Xm’eng«*« P-Pi-- ft Me W zitterte vor Ungeduld, zu wissen, was es halten möch und konnte die Zeit kaum erwarten, bis ft" angelangt waren. Sie eilte in trennen. Zimmer, um seinen Inhalt zu lesen. Mit v Stolze erfüllte es ihre junge Seele, daß ihr ein Sonett gewidmet. Er befang die holde Mä. Schmuck ihrer Frühlingsschwestern, der lieblichen Frau von Schönholz hatte sich inzwischen zum I setzt und ihrem Manne auch die fatale Bougetaffar. aetheilt. „Erna wird selbstredend furchtbar böse sein, « sie Sie hat sich schon lange darüber aufgehalten wie ' l Willen wir dem Kinde ließen und warum. «n'ihr den Brief wechsel mit dem Maler immer noch gestatteten. „Einen harmloseren Briefwechsel soll man-sich unter v Sanne suchen." Nahm Herr von Schönholz Asta in Tcr v Der Maler liefert prachtvolle Reifebeschreibungen. 24 letzter Tage dazu! ate sie dieBriefe ordnete un je ein halbes | Dutzend davon, nach dem Datum geordnet, mit e Seide hat i warm Von er ab senden ausges mild k nicht könne Und £ vermer prinzes H aus ih sei Da Du m copulir fanden Rouo I' A einen 2 sie pfei Wangei s himmli »e recht v wird'S mag." »R glöckchen T f/**- Schönho bringen S das Get ,,W sonst aus »W schied F Lieutena habest e§ zu mach, »Ni zeterte i machte 9 „S Schönho! schuldetei »S »Ich ha! hat, noc sicher gi Flitterw, f bewa' ersck ha R. Hauje 0 Hei geschaut, die Luft bekam. „A! redete e Vorhände Verse? halten! und aufr 287 Seidenbändchen umschloß. Sie las mir einige Stellen vor — hat mir wirklich Spaß gemacht — und ich sehe nicht ein, warum wir dem Kind die harmlose Freude rauben sollen! Von wem ist denn das wunderschöne Bouquet dort?" fragte er ablenkend. „Herr von Steffeck war liebenswürdig genug, es ihr zu senden, wahrscheinlich in der freundlichen Absicht, sie für den ausgestandenen Schreck und meine tadelnden Worte zu trösten." Andere Leute werden ihr unbedachtes Benehmen nicht so mild beurtheilen wie er. Toffskys schicken ihre Annette gar nicht mehr so oft zu uns wie früher, aus Besorgniß, sie könne Astas emancipirtes Wesen annehmen, sagte mir Erna. Und Herr von Fernow, fürchte ich, hat es sehr unliebsam vermerkt — und es war auch stark, sein Bouquet der Theaterprinzessin zuzuwerfen." „Was thut es? Asta macht sich doch nun einmal nichts aus ihm! Sie findet ihn unausstehlich; jetzt wird er, Gott sei Dank, Bescheid wissen und sie nicht mehr umschwärmen. Du und Erna, ihr hättet sie freilich am liebsten mit ihm copulirt. Ich weiß wahrhaftig nicht, was ihr an ihm gefunden habt. Das Kind ist mir viel zu gut für solchen Rouö!" Asta theilte eben die Portieren auseinander und hielt einen Augenblick zögernd auf der Schwelle inne- Dann flog sie pfeilgeschwind an ihres Vaters Hals, sich mit glühenden Wangen an ihn schmiegend. „Papachen," flüsterte sie, „Herr von Götz hat mir ein himmlisches Gedicht gemacht, ein Sonett, denke Dir, ein Sonett!" „Ei, was Du sagst! Mein Töchterchen scheint sich ja recht viel darauf einzubilden. Eine poetische Schmeichelei wird'r fein, mit welcher er schon manche Andere beglückt haben mag." „Nein, Papa," brüstete sich Asta, „mich und meine Maiglöckchen von gestern hat er besungen!" „Da haben wir's! Meine Befürchtung!" rief Frau von Schönholz. „Deshalb mußte er uns auch bis zum Wagen bringen? Es war mir doch gleich verdächtig 1 Warum hast Du das Gedicht angenommen und nicht sofort zurückgewiesen?" „Wie kann ich denn? Ich stieg eben ein! Er wäre ja sonst auf die Erde gefallen," bekannte Asta. „Wir werden das Gedicht in ein Couvert stecken," entschied Frau von Schönholz, „und Du wirst es dem Herrn Lieutenant zurückschicken und dabei ausdrücklich vermerken, Du habest es nicht sofort retournirt, um die Sache nicht auffällig zu machen." „Nein, das thue ich nicht, das fällt mir gar nicht ein," zeterte die Kleine los, als ginge es ihr an's Leben. Sie machte Miene, der Mama das Blatt wieder zu entreißen- „So werde ich's statt Deiner thun!" erklärte Frau von Schönholz sehr bestimmt. „Das fehlte gerade noch, diesen verschuldeten Lieutenant." „Schwager Hans hat auch Schulden!" erboste sich Asta. „Ich habe es ganz deutlich gehört, wie er den Herrn gebeten hat, noch mit dem Schein zu warten- Das Geld wäre ihm sicher genug! Er könnte sich nicht von vornherein in den Flitterwochen mit seiner Frau auf Kriegsfuß stellen." , 'N deshalb möchte ich Dich vor dem gleichen Schicksal bewa' 'ürnte Frau von Schönholz. Ihre Geduld war ersck ie hatte sich vor Aerger ganz entfärbt- Erna ho umsonst über das enfant terrible geklagt, und der ältesten Tochter, Asta noch ein Jahr aus dem Hauzv ü. geben, verdiente ernstlich erwogen zu werden. Herr von Schönholz hatte einen Augenblick verdutzt dreingeschaut. Jetzt sah er besorgt seine Frau an, der vor Aerger die Luft wegblieb und deren Nasenspitze eine kreidige Farbe bekam. „Aber ich bitte Euch, weshalb ereifert Ihr Euch denn?" redete er beschwichtigend zu- „Es ist gar kein Grund dazu vorhanden! Was capricirst Du Dich eigentlich auf die paar Verse? Wirst im Leben noch viel dergleichen Krimskram erhalten! Oder ist Dir Herr von Götz etwas? — Sei ehrlich und aufrichtig, das verlange ich! Hat er Dir feine Liebe gestanden und gefragt, ob er bei Deinen Eltern um Deine Hand anhalten dürfe?" Asta blickte ihn aus großen, verwunderten Augen an. Sie schüttelte energisch bett Kopf- „Weshalb also der Streit um des Kaisers Bart?" „Weil das Sonett so schrecklich hübsch ist," vertheidigte sich Asta. „Nun, dann will ich mir das schrecklich hübsche Sonett morgen in Ruhe durchlesen und Du wirst es mir vorläufig überlassen. Es ist bei mir gut aufgehoben." Asta willigte leise schluchzend ein, während Frau von Schönholz sich die Stirn rieb- Sie war auf'» Tiefste empört über diesen Verzug ihres starrköpfigen Kindes. Den Morgen darauf erschien Erna, wie Frau von Schönholz vorausgewußt, ganz Entrüstung. Sie erging sich in den härtesten Ausdrücken über ihre Schwester, zumal nachdem sie erfahren, die Kleine habe ihren Mann mit seinem Gläubiger belauscht und Alles ausgeplaudert, was sie aufgeschnappt. Das besiegelte Astas Geschick. Erna bat die Mama, anspannen zu lassen; mati wolle zu Toffsky fahren- Elsa fei zur Vollendung ihrer Erziehung ein Jahr in einem sehr strengen Pensionat für adlige junge Damen in Brüssel gewesen- Man könne das Nähere erkunden und sich nachdem mit der Vorsteherin in Verbindung setzen- Den Leuten könne man sagen, sie sei auf längere Zeit bei den Verwandten in Pommern zum Besuch. Das bezeuge zugleich aller Welt das vernünftige Einschreiten der Familie gegen Astas Thorheiten. Es sei die höchste Zeit, sie in ihrer Freiheit zu beschränken, bis sie das Flegeljahr überwunden, andernfalls wisse man nicht, wessen man sich noch von ihr zu versehen habe. Der Familienrath war einig, da die Majorität der beiden Frauen Herrn von Schönholz überstimmte. Halb und halb fand er ja selber, sie hätten Recht- Asta hatte in letzter Zeit viel von sich reden gemacht. Sie war Sonntags während der Parade wie toll mit den beiden Rappen über den Schloßplatz gefahren und die halbe Stadt hatte den Mund darüber aufgesperrt, sie hatte im Theekränzchen offen erklärt, der Vampyr sei ihr nach den Eltern der liebste Mensch auf der Welt. Daß dies Alles nur dem kleinen Lieutenant zum Aerger geschehen war, ahnte freilich Keiner. Nun hatte sie sich wieder int Theater auffällig gemacht — ja, Erna hatte Recht, sie trieb es zu bunt. Als nun aber Asta hereingerufen werden sollte, um den über sie gefaßten Beschluß zu vernehmen, jagte es ihn aus dem Zimmer. Er rief Johann, ihm schleunigst in den Ueberzieher zu helfen, denn er fürchtete den Jammer seines armen verrathenen und verkauften Kindes und wollte ihren Thränen entfliehen. Erna war dessen froh. Jetzt konnte sie der Kleinen au» Herzensgrund eine Leetion ertheilen. In beißendster Weife machte sie sich über ihre Albernheit lustig, der Geliebten des Herrn von Götz ein Bouquet zuzuwerfen. Es sei wirklich ein wahrer Segen, daß der Maler nicht mehr hier sei und nicht wisse und begreife, wie lächerlich sie sich damit in der ganzen Stadt gemacht habe. „Wer erhält denn das große Talent, diesen aufgehenden Stern am Theaterhimmel?" höhnte sie. „Wovon lebt sie, seitdem ihren Vater, den immer betrunkenen Choristen, der Schlag gerührt hat? Wer bezahlt ihr die Wohnung am Neumarkt, die sie seit seinem Tode inne hat? Früher hatten sie nur eine ärmliche Hofwohnung in einem alten, rumplichen Haufe der Wallstraße, wo es nichts als verrufenes Gesindel gab! Wer bestreitet die Ausgaben für sie und die Alte, welche bei ihr die Rolle der Anstandsdame vertritt? — Wer gibt ihnen Essen, Trinken, Kleidung? - Wer läßt die Tänzerin einen nachträglichen Schulcursus durchmachen und hält ihr verschiedene Lehrer? — Wer bezahlt ihre Ausblldung bei Belter, dem Intriganten? — Wer, frage ich? - Ihr Galan, der Herr von Götz, der sich deshalb bis über die Ohren in Schulden setzt!" Asta stand mit fliegendem Athem und geschlossenen Augen, während dies Hagelwetter über sie erging und all' das junge Grün und die tausend Blüthenknorpen ihrer Seele mitleidslos zu Boden schlug und verwüstete, (Fortsetzung folgt.) » WS = Aus Kindermund. Als mein drittes Kind anlangte, brachte es natürlich in den Geschwister von vier und zwei Jahren mit. Darob großes Bratwürste auf Matrofenart. Man schneidet einige Zwiebeln würflich, röstet sie in Butter gelb, dünstet sie mit rothem Wein ein, gibt die rohen Bratwürste nebst Pfeffer, Salz, gehackten Kapern und Sardellen und etwas geröstetem Mundbrod dazu, kocht sie mit dem nöthigen rothen Wein eine Viertelstunde auf, fettet sie ab und gibt sie sogleich zu Tische. Der kleine Theodor hat beim Mittagstisch das Vaterunser zu beten; bei der Stelle: „Unser täglich Brod gib uns heute unterbricht er sich plötzlich, deutet verwundert auf Papas Platz und spricht: „Aber Papachen, da hast Du ja noch etn Einige Kinder spielen mit der Puppe, entkleiden dieselbe und entdecken an einer Stelle des Körpers, daß der Preis dort steht. Lange betrachten sie die Ziffer und besprechen die merkwürdige Entdeckung, die sie gemacht. „Eme Mark fünfzig, sagte Davsv endlich und, als wäre ihr eine Erleuchtung gekom- men, hebt sie ihre Röckchen auf und sagt zu ihrer Freundin: „Ach, bitte, sieh' doch mal nach, was ich kostel Nedaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Der Knabe meiner Nachbarin, fünf Jahre alt, dem das Fordern streng verboten war, fragte mich, als er bei einem Besuche Himbeeren auf dem Tische stehen sah und sie gerne prvvirr yüü<>: „Haben Sie als Kind auch so gerne Himbeeren gegessen wie ich?" Mein Dritter — ein kleiner Schlauberger — war als neunjähriger Knabe in eine andere Klaffe versetzt und bat seine Mama eines Tages: „Mama, möchtest Du wir Meder em Bischen beim Rechnen helfen?" - „Ja, gern." — „Also sieh , bitte, sieben und acht sind sechzehn und sechs sind zweiund- - „Hör', Walter, das ist aber wirklich arg, daß Du gleich mit einem Fehler anfängst." — „Ja, liebe Mama, ich weiß wohl, daß sieben und acht fünfzehn sind, ich wollte nur erst mal sehen, ob Du auch wirklich rechnen kannst." — Es hatte sich nämlich bei den früheren Rechnungen trotz der Hilfe doch ab und zu ein Fehler eingeschlichen. Der siebenjährige Kurt geht mit seinem Vater spazieren. Unterwegs berühren sie einen Kirchhof. — Kurt: »-P^ter, müssen alle Menschen sterben?" - Vater: „Ja. alle Menschen müffen sterben I" — Kurt: „Müssen auch alle Menschen h er begraben werden?" — Vater: „Ja, alle Menschen werden hier begraben." — Kurt: „Wer begräbt denn den letzten Menschen?" * * Hachse, eine billige Speise. Dazu benutzt man das Fleisch, wovon die Suppe bereitet wurde, auch sonstige S LLSLMMI xMWMMLL gute Butter dazu. Einfache Salzkartoffeln eignen sich am tapeziert sein. , , besten als Beigabe. Sollte man nicht genug Fleisch oder Reste haben, so kann man sich damit helfen, daß man etwa vier bis sechs Loth Reis reinigt, brüht, mit einem Stückchen Butter, Brühe und Salz weich kocht; dann bräunt man etwas Butter, rührt das Fleisch und den Reis gut durcheinander, gibt etwas Pfeffer, Muskatnuß und etwas gehackte Citronenfchale dazu, läßt aber, wenn man Reis anwendet, dis Zwiebel weg. Hemetnnütziges. Wie werden die Tauben gefüttert ? Man füttere täglich zwei- bis dreimal und gebe den Thieren Nicht mehr, als sie bei jedesmaliger Fütterung fressen, namentlich nicht so viel, daß Futter auf dem Boden liegen bleibt. Wenn die Thiers bei jeder Fütterung begierig über das Futter herfallen, dann werden sie auch stets mit Eifer ihre Jungen füttern und sie gesund erhalten, während solche Tauben, we.che viel Futter erhalten, sich übersättigen, faul werden und ihre Jungen eingehen lassen- Stehendes Futter ist somit zu verwerfen. Tauben, welche freien Ausflug haben, füttere man nur auf dem Hofe, weil das Futter reiner erhalten bleibt; ffl man indessen zur Schlagfütterung gezwungen, so sorge man dafür, daß sich das Futter mit den Auswurfstoffen nicht mischen kann. Als durchaus schädlich ist schweres Futter, wie Erbsen und Wicken, zu bezeichnen. Erbsen können nur schwer verdaut werden und deshalb ist eine reichliche Fütterung derselben schädlich, da hierdurch stets Krankheiten entstehen und in vielen Fällen der Tod herbeigesührt wird. Wicken verdauen die Thiere zwar leichter, doch sind auch diese nur spärlich zu verabfolgen. Gerste und Buchweizen sind leichte und geeignete Futterstoffe für Tauben, bei bereit Anwendung der Liebhaber die wenigsten Verluste und Krankheiten zu beklagen und sich einer guten Nachzucht zu erfreuen .haben wird. Die Wochenausgabe des „Abend" hat in einer ihrer letzten Nummern ein Preisausschreiben für die besten characteristischen Aeußerungen aus Kindermund gebracht. Die eingelaufenen Antworten darauf sind theilweise köstlich, wir lassen hier einige Proben derselben folgen: An meinen Jüngsten, 4 Jahre alt, richtete ich einmal die schon so oft dagewesene und sich noch millionenmal wiederholende Frage: „Wie lieb hast Du mich?" Er antwortete: „Wie Zucker, Chocolade, Marzipan u- s. w." Natürlich genügte mir so viel Liebe nicht und ich sagte: „Nur so wenig, mein lieber Victor?" Darauf antwortete er: „O, wie Brillanten, Diamanten und alle Edelsteine der Welt und noch dreimal bis zur Sonne und wieder zurück." Auch das war mir noch nicht genügend. Da nach kurzem Besinnen platzte er heraus: „Du, Du Liebegottmamal" Jetzt pflanze, wenn Du Georginen-Liebhaber bist, gut bewurzelte Stecklinge in Töpfe, stelle sie recht warm, an- fangs schattig und erst wenn sie angewurzelt sind, der Sonne ausgesetzt, begieße sie recht häufig mit lauem Wasser. Haben sie die Töpfe durchwurzelt, was in der Regel in kurzer Zeit geschehen sein wird, so gebe man ihnen um ca. 5 Centimeter größere Töpfe, worin sie auch bleiben. Als Erde gebe man eine von gröberen Theilen gereinigte Mistbeeterde, welche mit Sand vermischt wird. Auch ein guter mit Sand gemischter Gartenboden ist geeignet. Hauptsache ist, ihnen von Zeit zu , Zeit einen Guß mit aufgelöstem Tauben- oder Huhnermist promrr yane zu geben. Ebenso sind Düngungen mit aufgeschlossenem 1 atmDeeren Knochenmehl oder Hornspänen zu empfehlen. Da man die Georginen in Töpfen bei Eintritt der Herbstfröste in das Zimmer stellen kann, so wird man sich bis in den Winter hinein an den Blüthen erfreuen können. - Die eben genannten Düngerarten sind überhaupt für die meisten Blumen vortrefflich, nur müssen sie stets in reichlichem, warmen Wasser aufgelöst sein, groß Stuck!