agsjägern er- i Vorzug hat, vor einigen lgd eingeladen or ihre Rohre orbei und der i ihm da» grein Männchen »türlich große Vorwürfe auf rßens, worauf te: „Ick konn in (guckt mich veh thut), dat- 1" Die Jagd lit dem weichen warb, das gelte Gattin, die ihres Gatten etm Ausweiden den der Wild- >it, dem Thiere versprachst Du, wieder, trinkst, zu Liebe!" „Na, Aujust, Haste bet jroßi r Klaffe: „Nee mit drei Mark iu tanzen heute ht, Herr Graf." >t?" — Dame: t." :den! Beim Bart S.: „Bei Ihnen x: „Wie geht^s inke, ganz wohl." te, er fei von den it bald unter den .Freilich, freilich c Hühnerjagd er- nett Hund. „Aber innte Ihnen denn trlich," entgegnete lein Hund hinten gehalten!" (Au!) ,Geschwind, Hülse nmachti Was be- mge?" - Bedien- Juwelier laufen? - Bauer: „Zahn- ffen Sie mich eine mn sonst nichts?, gen S' denn, wenn Sießm, Nr. 9 i M q, / - UWWMMM ^WWtzWMWK^ ISS 3. " --h——-2abe?" „Nun?" „Daß das Waffer bis zum Schlöffe steigen und es zer- chellen, hinwegspülen möchte, weit hinaus in das Meer, daß nichts Lebendes verschont werde — am wenigsten ich selbst." „Welch' eine Uebertreibung, Adele! Demnächst geht Ihr Beide nach Nizza, Du und meine Frau, da sollt Ihr das Leben erst recht genießen. Ich komme Euch nach — sind das nicht herrliche Aussichten?» Das junge Mädchen schauderte. „Nach Nizza?» wiederholte sie. „Ganz fort von hier — ganz fort?" „Für den Winter," ergänzte er, ihr das windzerfauste Haar aus der Stirn streichend. „Adele, keine Todesgedanken wieder. Man lebt, unt selbst glücklich zu sein und Anderen Glück zu spenden." Seine Blicke magnetisirten die ihrigen. „Wir haben wachenden Sinnes einen Traum durchlebt, Adele — einen süßen, herrlichen Traum, nicht wahr? Umso schöner, weil die Wirklichkeit ihre Rechte einfordert." Und als sie angstvoll schwieg, ließ er sie auf den Sitz hinabgleiten und brachte das Boot an's Land. Ihre Hand in der seinen, ging er dann mit ihr zum Schlöffe, ohne noch viel zu sprechen. Mit einem leisen „Gute Nacht!" verschwand sie durch eine Seitenthür, während er zum vorderen Portal ging und hier die Klingel zog. , , , Ein Lakai öffnete und oben an der Treppe, mit hoch- gehaltener Lampe in der Hand, stand Ruth. „Endlich kommst Du, Hans!" „Was, Du schläfst noch nicht?" „Aber wo warst Du denn?» forschte sie. Er schlug den Regenrock auseinander- „Schau' her! — Heute ist's für jegliche Erklärung zu spät.» Und dann erloschen auf Moldt die Lichter. Wer nicht schlief, der barg doch das Gesicht in den Kiffen und suchte wenigstens die Schauer der letzten schreckensvollen Stunden für den Augenblick zu vergessen- n u , Rur Eine nicht. Am Fenster ihres Zimmers stand Abele und sah hinaus in die Nacht. Schauer nach Schauer ging durch ihre Adern, sie schluchzte bald und sah dann wieder mit dem Ausdruck des schrankenlosesten Glückes vor sich hin. Ein Kampf, der alle ihre Lebenskräfte in Anspruch nahm, ein heißer, leidenschaftlicher Kampf tobte in ihrer Seele und ließ sie in einem Augenblick zittern, im andern jubeln. Erst als der Morgen dämmerte, warf sie sich angekleidet auf ihr Bett, aber nur, um mit offenen Augen weiter zu träumen. Auch auf Dornau war die Vernichtung hereingebrochen, viel stärker und gewaltiger noch, als Erich befürchtete. Der Schaden mochte viele Tausende betragen, vielleicht den ganzen Wohlstand auf eine Reihe von Jahren hinaus gefährden. — Mit finsterer Miene standen die Taglöhner an der Stätte ihrer mühevollen, nun gänzlich zerstörten Arbeit. „Wäre nicht dieMöve so muthwillig erschossen worden!» sagte Einer und hatte mit diesen Worten der allgemeinen Stimmung den Ausdruck verliehen. „Wer weiß, ob man dann ein so großes Unglück beklagen müßte." „Ja, die Möve! — Was will überhaupt die Frau mit dem blassen, unheimlichen Gesichte und der Pistole in der Tasche auf Dornau? Ich sehe sie fast täglich." „Ich auch. Drüben am Moor klettert sie über die Gräben und im Walde sitzt sie zwischen den dichtesten Kräutern, die Hexe. Irgend etwas sammelt sie immer.» „Im Steinbruch habe ich sie neulich getroffen, da hatte sie ein schwarzes Tuch um den Kopf geschlungen und sang ein 88 Lied, gan» für sich allein, das klang anders, wie alle anderen Lieber, die ich jemals hörte. Es war eine fremde, verrückte Sprache — und als mich das Frauenzimmer sah, da lachte sie hell auf. „Das ist für den Schreck, guter Freund!" — damit warf sie mir einen Thaler zu." „Du hast ihn doch nicht aufgehoben, Michel?" „Wie werde ich denn! Wenn nun das Weibsbild wirklich ein Währwolf ist, dann könnte ja —" „Pst! — Der Herr kommt!" Aber Erich ging an den Leuten vorüber, ohne stehen zu bleiben. Er hatte sich jetzt nach hartem Kampf zum Entschlüsse durchgerungen und war in sich ruhiger geworden. Die schuldige Summe mußte fort aus dem Hause; der aufreibende Zwiespalt ließ sich nicht länger ertragen. Nein, nicht länger I Wir hatte er nur bis jetzt zögern können! Und in diesem Sinne begrüßte er den alten Herrn, der auch während den entscheidenden Stunden nicht zu Bette gegangen war. „Es ist Alles hin, Großvater, viel mehr noch, als ich dachte — wir müssen Geld aufnehmen, um nur einigermaßen balanciren zu können." (Fortsetzung folgt.) Elektrische Thiere. Bon Dr. Ludwig Staby. (Nachdruck verboten.) In dem großen Kampfe um's Dasein ist ebenso wie in jedem anderen Kampfe eine der wichtigsten Voraussetzungen für das erfolgreiche Bestehen desselben das genügende Vorhandensein von Waffen, und zwar von Waffen, die sowohl zum Schutze und Trutze dienen, wie auch dazu, ihrem Besitzer Beute zu verschaffen, ihn zu befähigen, seine Mitgeschöpfe, die ihm zur Nahrung dienen, in seine Gewalt zu bekommen. So mannigfaltig wie die Formen des Thierreichs selber sind nun auch diese Waffen gestaltet, neben den weit verbreiteten, wie Zähnen, Krallen, Stacheln, Gehörn u. s. w-, finden wir ganz sonderbare und eigenthümliche Mittel, die diesem Zwecke dienen, ich erinnere nur an das Gift der Schlangen, die Abschreckungsmittel des Lamas, Stirikthieres, an die Verstellungskünste mancher Thiere, an die Eigenschaften vieler Reptilien und Jnsecten, das ergriffene Glied einfach fahren zu lassen und dem dadurch verdutzt gemachten Angreifer zu entfliehen und anderes mehr. Eine der seltensten und interessantesten Bildungen zur Wehr und Waffe finden wir unter den Fischen, eine Waffe, die sich äußerlich an der Gestalt des ThiereS nicht kennzeichnet, sondern die im Innern des Körpers verborgen ist, aber unter der harmlosen Marke von gefährlicher und verderbenbringender Wirkung ist, nämlich die Eigenschaft einiger Fische, electrische Schläge austheilen zu können. In dem ganzen Thierreich lind nur einige wenige Fische mit dieser characteristischen Waffe ausgerüstet und es dürste gewiß interessiren, die ältesten aller vorhandenen electrischen Maschinen einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Als ersten der drei vorkommenden electrischen Fische nennen wir den Zitterwels (Melaptcrurus electricus), einen ungefähr ein bis zwei Fuß langen Wels, dessen glatte schleimige Haut auf grauem Grunde zahlreiche schwarze Flecken aufweist. Sein Vorkommen beschränkt sich auf den Nil, Senegal und einige andere Flüsse des afrikanischen Continents. Das electrische Organ des Zitterwelses liegt zwischen der Körperhaut und den Muskeln, wo es sich als dünnes, aus mehreren Häuten bestehendes Gewebe, die eine gallertartige Masse einschließen, hinzieht und zwar über den ganzen Körper. Am Bauche ist diese Masse am größten und umfangreichsten und sie besteht aus einer großen Anzahl von Säulchen, in denen ähnlich wie in einer Volta'schen Säule die Electricität erzeugt und von den vielfach verzweigten Nerven geleitet wird. Der electrische Schlag des Zitterwelses ist nicht von bedeutender Kraft, er vermag nur kleinere Thiere zu lähmen resp. zu tödten. Die Meere der südlichen Länder beherbergen die zweite Familie der electrischen Fische, die Zitterrochen, unter denen der Marmelzitterrochen (Torpedo marmorata) wohl der bekannt ste ist. Der Marmelrochen erreicht bei einer Länge von 5 Fuß und einer Breite von 21/2 bis 3 Fuß ein Gewicht von 50 bis 60 Pfund, die Unterseite des Fisches ist hell gefärbt, während die braune Oberhaut mit mehr oder weniger weißen Marmelflecken geziert ist. Das electrische Organ liegt zu beiden Seiten des Kopfes bis zu den Brustflossen hin, es besteht aus einer großen Zahl sechseckiger, prismatischer Säulen, die senkrecht von unten nach oben gehen und deren jede durch Querwände in eine große Anzahl scheibenförmiger Zellen, die mit einer klaren, gallertartigen Flüssigkeit gefüllt sind, getheilt ist Diese electrische Batterie, durch zahlreiche Nerven und Adern genährt und erhalten, kann eine bedeutende Kraft entwickeln und ein ausgewachsener Fisch vermag Schläge auszu- theilen, die einen erwachsenen Menschen sofort betäuben und umwerfen. Die positive Electricität ist an der Rückseite, die negative an der Bauchseite angesammelt, einen Schlag kann man nur erhalten, wenn man mit zwei Punkten des Fischkörpers von verschiedener Electricität in Berührung kommt. Der Rochen vermag, wie alle electrischen Fische, seine Schläge willkürlich zu ertheilen, je größer die Körperfiäche ist, die man beim Schlage berührt, desto heftiger ist die Wirkung der elec« Irischen Entladung Der im Mittelmeer vorkommende Zitterrochen war den Griechen und Römern eine bekannte Erscheinung, sie kannten ebenfalls die merkwürdige Kraft, die den Thieren innewohnte, wenn sie dieselbe auch nicht zu d mten wußten. Der alte N ckur- forscher Konrad Geßner, wegen seiner Vielseitigkeit der deutsche Plinius genannt, sagt von dem Z tterrochen unter Anderem: „Wiewohl die Z tteifiich von Natur im schwimmen langsam und träge sind, so hat doch dieselbig Natur ihnen eine solche Kunst und Kraft verliehen, daß sie auch die allerschnellsten sisch zu ihrer speiß und Nahrung kriegen mögen, nemlich was sie beriert, daß solches zu stund entschläfft, müd, lam und tobt wird. Sömliche Kraft erzeigt sie nit allein gegen den Fischen und Thieren, so in Wassern waren, sondern auch gegen den Menschen, gegen den Fischern, welch sie zu Zeiten in die Garn kommen; solches ist den Flschern wol bewust, werden von keinem angetastet, denn so sie mit der Hand berührt werden, vorauß so sie verletzt oder truckt, so entschläfft das Glied, bekompt von großer mächtiger Kälte, so von solchem Fisch fleußt, ein un- entpfindlichkeit und entschlaffen." Also ihm mar es schon bekannt, daß der Zitterrochen, ein ausgeprägter Raubfisch, sich seiner Beute dadurch bemächtigt, daß er sie durch einen elec* irischen Schlag betäubt und die Bewegungslosen dann in aller Ruhe verschlingt. Der gefürchtetste und gefährlichste unter den electrischen Fischen ist der Zitteraal (Gymnotus electricus), der Trembla- dor der Spanier Südamerikas, ein Fisch von beinahe gleichem Aussehen wie unser Aal, der eine Länge bis zu 6 Fuß bei einer Sckwere b.s zu 40 Pfund erreichen kann. Der Zitteraal kommt in einem großen Theil Südamerikas vor, wo er besonders in den Flüssen, Seen und Lachen Nordbrasil'enS und der angrenzenden Länder sehr häufig ist, er findet sich nur in Wasser von durchschnittlich mindestens 25 Grad Celsius, in kälteren Strömen, wie z B. in den Gebirgsflüssen, fehlt er gänzlich. Sein Lieblingsaufenthalt sind die warmen Gewässer der weiten unendlichen Ebene, der Pampas Südamerika», und hier kommt er oft in großer Anzahl in jedem Bach und jener Pfütze vor. Trocknet zu Beginn der heißen Zeit sein Wohngebiet aus und kann er sich nicht in liefere Tümpel zurück« ziehen, so bohrt er sich in den Schlamm ein und verbleibt darin in einer Art Winterschlaf bis zur nächsten Reaenzeit. Der Züteraal verräth seine Anwesenheit in einem Wasser dadurch, daß er alle halbe Minute mit dem Kopf an die Oberfläche des Wassers kommt, um mit hörbarem G.räusche Luft einzuathmen, die er bei dem sofortigen Untertauchen durch die Kiemenspalten wieder entweichen läßt Das Bemerkenswertheste an ihm ist das electrische Organ, das fast vier Fünftel des ganzen Körpers einnimmt. In zwei größeren und vier kleineren - 86 - aalen fortbauert. Wir meinten nicht anders, als alle Thiere, welche man Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schm Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen Bündeln erstrecken sich die elecirischen Batterien von dem hin« I , teren Ende der sehr kurzen Leibeshöhle bis in die Spche des i Schwanzes, die beiden größeren Batterien liegen direct.unter - der Laut, während die kleineren von Muskellagen eingeschloffen sind. Sie bestehen aus aneinander liegenden LängSbündeln, deren jedes durch zahlreiche Zwischenwände in viele, mtt einer roih. lich-aelben, weichen, gallertartigen Mafle ausgefüllte Plättchen einqetheilt ist; jedes dieser Plättchen trägt feme Heroen* enbiXn und ist ein Electricitätserzenger. Wenn man nun in Betracht zieht, daß aus jeden Zoll Lange "nes der Bündel- fasern ungefähr zweihundertundfunfzig dieser Electricitäts- erzeugungs-Plättchen kommen, so wird man leicht emsehe«, daß die electrische Kraft der ganzen großen Batterien eines aus. gewachsenen Fisches sehr beträchtlich fern muß, und das ist sie auch in der Thai- In seinem Wohngewäffer ist der Zitter aal daher der gesürchtetste Feind aller anderen Wafferthiere, als sehr gefräßiger Räuber verschlingt er Fische, Krabben und allerlei Kerbthiere, die ihm in den Wurf kommen. Meist nur Nachts auf Raub ausgehend, durchschwimmt er in anmuthig schlängelnden Bewegungen das Waffer in der Nähe von Beutethieren angekommen, entladet er plötzlich ferne electrischen Batterien und im nächsten Augenblick schwimmen alle im Bereich des Schlages gewesenen Thiere betäubt oder tobt auf bet Oberfläche des Wassers, fernen gefräßigen Kinn, laden eine leicht erreichbare Beute. Es ist selbstoerstandlich, daß der Zitteraal auf diese Weise dem Fischreichthum der Ge. wäffer ganz erheblichen Abbruch thut, ja, daß er in geschlossen I nen Teichen und Seen sehr oft den ganzen Mischbestand vernichtet. Aus diesem Grunde wird er von den Eingeborenen tövtlich gehaßt, wie er andererseits wegen seiner gefährlichen Waffen sehr gefürchtet wird. , „ In höchst intereffanter Weise schildert Humboldt den Fang der Zitteraale; er sagt unter Anderem: „Die Indianer sagten, sie wollten mit Pferden fischen. Nicht lange, so kamen unsere Führer aus der Steppe zurück, wo sie ungezähmte Pferde und Maulthiere zufammengetrieben, brachten ihrer etwa dreißig und jagten sie in's Wasser. , Der ungewohnte Lärm vom Stampf»n der Rosse treibt die Fische aus dem Schlamme hervor und reizt sie zum An« griffe. Der Kampf zwischen den so verschiedenen Threren gibt das malerischste Bild. Die Indianer mit Wurfspeeren und langen, dünnen Rohrstäben stellen sich in dichter Reihe um den Teich, einige besteiaen die Bäume, deren Zweige sich wagerecht üoer die Waffeifläche breiten. Durch ihr wildes Geschrei und mit ihren langen Rohren scheuchen sie die Pferde zurück, wenn sie sich aus's Ufer flüchten wollte- Die Zitteraale, betäubt vom Lärm, vertheidigen sich durch wiederhole Schläge Lange scheint es. als solle ihnen der Sieg verbleiben. Mehrere Pferde etlieaen den unsichtbaren Streichen, von denen die weientl-chsten Organe allerwärts getroffen werden; betäubt von den starken, unaufhörlichen Schlägen sinken sie nieder. Andere, schnaubend, mit gesträubter Mähne, wilde Angst im starren Äug', raffen sich wieder auf und fuchen dem um fte tobenden Ungewitter zu entkommen: sie werben von ben Indianern in s Wasser zurückgetrieben. Einige aber entgehen ber regen Wachsamkeit der Fischer; sie gewinnen bas Ufer, straucheln jedoch bei jebem Schritt unb werfen sich in den Sanb, zum Tode erschöpft, mit erstarrten Glieder.,. Ehe fünf Minuten vergingen, waren zwei Pferde ertrunken. Der anberthalb Meter lange Aal brängt sich bem Pfe»be an ben Bauch und gibt ihm nach ber ganzen Länge feines eleetrischen Organs einen Schlag; bas Herz, die Emaeweide und die Bauchnerven werden dadurch zumal betroffen. Derselbe Flsch wirkt so begreiflicherweise weit stärker auf ein Pferd als auf den Menschen, wenn bieder ihn nur mit ber Hanb ober bem Faß berührt- Die Pferde werden ohne Zwettel nicht todtgeschiagen, sondern nur betäubt, sie ertrinken, weil sie sich nicht aufraffen können, so lange der Kampf zwischen den anderen Pferden und Zitter- zu dieser Fischerei gebraucht, müßten nacheinander zu Grunde gehen. Aber allmälig nimmt die Hitze des ungleichen Kamp es ab und die erschöpften Aale zerstreuen sich. Sie bedürfen j«tzt langer Ruhe und reichlicher Nahrung, um den erlittenen Verlust an galvanischer Kraft wieder zu ersetzen. Die Indianer versichern, wenn man Pferde zwei Tage hintereinander in eine Lache laufen laffe, welche sehr viele Zitterer beherbergt, gehe am zweiten Tage kein Pferd mehr zu Grunde Maul- thiere und Pferde vernethen weniger Angst; ihre Mähne sträubte sich nicht mehr, ihr Auge blickte ruhiger. Die Aale kamen scheu an's Ufer der Teiche geschwommen und hier fing man sie mit kleinen, an langen Stricken befestigten Wurfspeeren. In wenigen Minuten hatten nur fünf große Aale, die meisten nur lncht ber Eingeborenen vor diesem Fisch, ist demnach wohl begründet, empfinden sie doch oft genug betm Baven ganz unvorhergesehen die unheimlich wirkende Kraft des una » sichtlich von ihnen berührten Aals; in manchen Gewäffern kann wegen der Häufigkeit der Thiere gar mcht gebadet wer- I den; ist es doch sogar vorgekommen, daß m Brasilien eine Straße, die das seichte Bett eines Flusses durchquerte, verlegt werden mußte, weil in dem Flusse die Zitteraale sich so vermehrt hatten, daß alljährlich viele der durchwatenden Maul- thiere^vorleihmU sgetö M bafe W He Zitteraale, mie alle anberen electrischen Fische, gegenseW durch ihre Schläge nichts anhaben können. Die electrischen Batterien sind also in jeder Beziehung ihren Trägern sehr wirksame Waffen und sie bilden einen intereffanten Beleg für die Mannigfaltigkeit der I Mittel, die von der schaffenden Natur für ihre Zwecke verwendet werden. Vermischtes. Nicht allzu schwer. Sie '.„Weißt Du, Mann, was ich mir heute wünsche?" - Er: „Ein neues Kleid. - Sie - Wahrhaftig, Du hast meinen Gedanken errathen! — Er. „Na, als ob das fo schwer wäre, — bei bett paar Gedanken, die Du hast!" # „ Ein Handschreiben Friedrichs d" Großen Ein preußischer Oberst fuhr eine Zeitlang beständig int Post' tune \tnb wenn er über Laub fuhr, ließ er bett Sorreiter auch bas 'königliche Posthorn tragen. Das Postamt beschwerte sich barüber förmlich unb ber König schrieb deshalb eigenhändig an ben Obersten: „Mein lieber Oberst! Es ist Euch erlaubt, fo viele Hörner zu tragen, als Ihr wollt, aber nur kem Posthorn, denn bas ist wiber bie Verorbnung. Frrebrlch. * * Abgeblitzt. Herr (zu einer jungen Dame, welcher er vergeblich ben Hof gemacht): „Mein Fräulein, ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie innig ich Sie liebe." — Junge Dame. Das ist mir sehr angenehm, baß Sie ba» mcht sagen können- I * * * Merkwürdige Bürgermeisterwahl. In der Stabt Grimsby in England wurden die Bürgermeister früher sm originelle Weife gewählt- Man führte bie Bewerber, auf ben Gemeinde-Anger, verband ihnen die Augen und ließ jeden ew Bündel Heu halten- Ein Kalb wurde dann in ihre Müte gebracht; derjenige, von deffen Bündel das Thier zuerst fraß, wurde als neues Stadtoberhaupt feierlich proclamirt- * * * Gegenseitiges Bedauern. Advocat: „Es thutma sehr leid, Herr Müller, aber Schneider Scheer hat mir seine Rechnung bei Ihnen zum Einkassiren gegeben- — Müller. „Und Sie wollen sie einkassiren? Sie thun mir wirklich sehr I leid."