Unterchaltrrngsblatt jrnn Gieszsnev AnzeLgrv (Geneval-Anzeigev) 189,3 Es Ulf. I Li WM WZ WM ‘ -t$ den unbewachten Augenblick zu nutze machend, legte er den Arm um ihre Hüfte und zog sie rasch an sich, ihr Haar und ihren Hals mit Küffen bedeckend. Mit einem erstickten Aufschrei suchte sie sich von ihm loszuringen. Ihre locker gesteckten Flechten lösten sich dabei und fielen über den Rücken hinunter. „Und meine schönen Locken giebst Du noch heute frei, schmeichelte er. „Ich will sie gleich selber lösen!" „Laß mich los! Ich rufe um Hülfe!" drohte sie. „Herzchen, wirst nicht so thöricht sein, Dich und mich zu cornpromittiren," entgegnete er. „Ich mache mir für meinen Theil verwünscht wenig daraus! Du wirst ja doch meine Frau, wenn das Trauerjahr um und ich von Erna geschieden. zu rühren. , n„ „Sei gut und großmüthig, wie Du es immer warsi, beschwor er sie flehenden Tones/' gedenke des seligen Glückes unserer Jugendtage! Du kannst mich nicht zu Grunde richten wollen, es ist unmöglich. Weißt Du, was ich thiin werde, wenn Du mich nicht erhörst? — Mir bleibt nichts weiter übrig, als mir eine Kugel durch den Kopf zu jagen!" „Das sprachst Du damals auch," entgegnete sie tonlos, „und warst im Herzen längst entschloßen, mich fallen zu lassen. Da war Erna Deine einzige Rettung! Ich durfte mcht em Gemüth derlei unvernünftige Entsagungsgedanken, die Zeit I Die Angelegenheit wegen des Testaments werde ich tn Deinem lindere den Schmerz um den Entschlafenen, und die natür- Namen regeln. Brauchst mir nur eine Vollmacht auszustellen, lichen Rechte, welche sich auf die Dauer nicht unterdrücken Ich will heute ohnehin zu Salzmann, ihn wegen der Scheidung ließen, kämen dann wieder zur Geltung. Sie solle bedenken, consultiren." rote viel Gutes sie mit dem ihr von Rechtswegen zufallenden „Hans!" schrte Leonore entsetzt auf. Ste hatte sich von Reichthum thun könne. — Er habe sie lieb wie sein eigenes ihm losgeriffen- Kind und halte es für seine verwünschte Pflicht und Schuldig- er sie noch einholen konnte, wurde du- von der keit, sie vor einer Uebereilung zu bewahren. I Halle zum Vorzimmer führende Thur geöffnet. Hans wich Aber der gute Geheimrath hatte tauben Ohren gepredigt; zurück, weil Jemand nahtt. dafür wurde ihm die Genuathuung zu Theil, daß Leonore Gleich darauf trat Franz em. ihm dankend die Hände drückte und erwiderte, sie wiffe recht „Die gnädige Frau befehlen? fragte er. Da er mcht wohl, wie gut er es mit ihr meine. Er sei ihr in Wahrheit gleich Antwort erhielt, fuhr er fort: »Emma^meinte, metnen ein väterlicher Freund, nur diesmal könne sie seinem Rath Namen gehört zu haben, wir waren Beide in der Halle be- nicht folgen. Sie handle nicht, wie es klug fei, sondern wie schästigt." Seme Augen schtelten dabet nach Leonorens sie bandeln müsse, und kein Mensch würde im Stande sein, hängenden Zöpfen. sie durch Ueberredung auch nur eine Minute in ihrem Ent- „Warten Sie vorläufig nebenan b gebot Leonore nut sLlusse sckwankend zu machen. rafcher Faffung und wies mit den Augen nach der Thur. Sie fühlte sich innerlich frei seitdem, als habe sie ihr „Ich werde Ihnen später die nöthigen Anwetsungen erthetlen. Herz damit losgekauft. Hatte ihr der Himmel wirklich noch Hans knirschte vor Wuth mit den Zehnen- '°Nte*"niSutue Ä Mi nehmen Sie erschrak — es war daraus verschwanden, setzte sie stolz- Sie griff nach den Zöpfen und nestelte sie Konnte es nicht durch Zufall in ein anderes Etuis gerathen wieder am Hinterkopfe fest. „Ich bat Dich, das Medaillon sein? Si^' suchte und vermißte nun mit Bestürzung auch mit den Brillanten und Ludwigs Hochzettsgeschenk zu schonen, das Hochzeitsgesihenk ihres Mannes. Sollte Hans? — Aber fuhr sie fort. „Warum nahmst Du das mit weg? hatte sie ihm denn nicht ausdrücklich gesagt, er möge die „Um gmügendes Unterpfand zu geben für-die Summe, beiden Gegenstände nicht anrühren? — Sie war ganz ver- die ich brauchte,' entschuldigte er/ich verdrießlich. „Es läuft wirrt und "fing von Neuem zu suchen an, als Emma meldete, auf eins hinaus, werden die Sachen ruruckgefordert. Du Herr von Malten wünsche die gnädige Frau in dringender kannst es zeden Tag veranlaßen, Dir steht za hinreichender Angelegenheitzusehen. Capital zur Verfügung, ohne die durch Salzmann m Hppo- Sie begab sich nach dem Salon, um ihn sofort wegen theken angelegten Gelder." d«r M-ndm^S-ch-n S“n SelienW eitte £ma Ä ich StaTut wie»«," «ch-lt- 'et »tlegot ^vS'Ä8“e ’** "’b r,e U"aenum 8mii UT s a««- EndliL" rief'er endlich wird mir das Glück zu Theil, nug, brauchst Dich darum nicht einzuschränken, und ich werde «ft Äffen 'und unm Mr Augen zu sprechen! Dirs ewig danken erlöst Du mich aus den^ Klauen: die^ Wußtest Du, Geliebte, wie ich nach diesem Augenblick ge- Halsabschneiders. Durch ben unerhörten Zins belf sch SM'Seimr”6e•****’ 3~_*6 Du aMmmst^ich^ m nW bagefle«, doch! Meinst Du von Capitalien, über die ich einst Rechnung abzulegen hab. etwa hätte aufgehört? Dich zu lieben? - Niemals!" be- Nach meinem Rechtsgefuhl stehen mir nur die Zinsen zur theuerte er. „Was ist mir Erna? — Nichts! Ich schwöre | Verfügung/ Dir zu, sie hat mein Herz nie besessen!" „Dann hättest Du sie nicht heirathen sollen," wars sie mal versuchen, mich bei Tanke Anna für Dich zu verwenden. Es thut nicht gut, freit man nur um Geld. Verkauftes Lieben rächt sich im Leben. Wohl dem, der es nicht an sich erfährt," setzte sie mit einem Seufzer hinzu. „Leonie, weise mich nicht zurück!" flehte er von Neuem. „Bedenke, Du stößt einen Verzweifelnden von Dir, der zu Allem fähig ist. Ich will mich bessern, will Dir ein treuer Gatte werden; ich schwöre Dir, ich will ein neues Leben anfangen!" Er sank vor ihr nieder, ihre Kniee umschlingend, sein Gesicht in ihr Gewand-pressend. „Hans, laß ab, zwinge mich nicht, den Diener zu rufen!" — Er erhob sich. Ein finsterer, trotziger Zug legte sich in sein Gesicht, ein Ausdruck, der sie erschrecken ließ. „Hans," sagte sie mit vor Aufregung vibrirender Stimme, „höre mich an! Erna ist Dein angetrautes Weib! Bekenne ihr ehrlich, wie es mit Dir steht und versprich ihr, Dich zu ändern. Was ich an Geld aufbringen und entbehren kann, will ich Dir zuschicken. Es thut nichts, wenn mein Schmuck auf Jahr und Tag bei Friedberg als Pfand verbleibt. Morgen will ich die Tante aufsuchen und in Deinem Interesse wirken. Ich hoffe das Beste! Und, nicht wahr, Hans, nun versprichst Du mir auch, den Gedanken an Scheidung fallen zu lassen? Du gehst jetzt zu Erna und versöhnst Dich mit ihr. Du wirst dein Glück nicht mehr außer dem Hause suchen? Zerstreuungen machen das Herz nicht reich. Du wirst sie bald nicht vermissen, wenn Du nur ernstlich willst! Vielleicht ist der Himmel Euch gnädig und knüpft Euch fester aneinander durch gemeinsame Bande —" Sein grelles Lachen nahm ihr den Muth zu weiteren Worten. „Schon gut, schon gut!" wehrte er, die Hand erhebend, „habe genug gehört. Ich will Dich nicht länger belästigen!" Er wandte sich ohne Adieu- „Nein, bleib', sei mir nicht böse!" rief sie, im Innersten bewegt. „Ich kann nicht anders! Ich meine es wirklich ehrlich und gut, indem ich Dir den einzig richtigen Weg zeige —" Er war schon aus dem Zimmer.. Schweren, schleppenden Schrittes ging er den Weg zurück, den er elastischen Ganges, mit gehobenem Kopf, voll stolzer Zuversicht gekommen war. Aufblickend, gewahrte er am Fenster ihres Boudoirs seine Frau und bemerkte, wie sie sich bet seinem Näherkommen rasch hinter der Gardine versteckte. Er wandte sich nach ihren Gemächern. Da kam ihm die Jungfer entgegen und überbrachte ihm einen Brief, der eben abgegeben wäre. Die Aufschrift trug orthographische Mängel und rührte von einer im Schreiben wenig geübten Hand her- Hätte der Lieutenant den Brief gewendet und einen Blick auf die Rückseite geworfen, so würde er gewußt haben, daß er von unberufener Seite geöffnet worden, denn die gummirten Streifen saßen nicht glatt, auch waren sie noch feucht vom Betupfen mit nassem Linnen. Mechanisch erbrach er das Schreiben. Es war von Minna Rettich. Sie theilte ihm mit dürren Worten mit, das ewige Herumspringen habe sie satt; zudem habe Hans in letzter Zeit blutwenig für sie gethan, und sie sehe nicht ein, weshalb sie ihre Jugend um nichts verschleudern sollte. Kleinschmidt habe zwar eine Nase, die einem Kupferbergwerk nichts nachgäbe, dafür habe er aber Haus und Hof, Pferd und Wagen und, da sie ihn unbarmherzig habe zappeln lassen, wolle er sie heirathen. Kein Mensch könne ihrs verdenken, wenn sie zugreife. Schönheit und Jugend sei keine Waare, die man lange auf Lager habe. Er riß das Schreiben der Länge und Quere durch. „Wenn das Schiff sinkt, dann flüchten sich die Ratten," murmelte er verächtlich. Er ging zum Boudoir seiner Frau und fand es von innen abgeriegelt. „Erna," rief er, „mach' auf, ich möchte Dich sprechen!" Nichts regte sich im Zimmer. „Ich muß mit Dir reden, hörst Du! Ich komme keiner 319 - Lappalie wegen, mach' auf! — Ich bitte Dich darum, Erna, mach' auf!" Lautlose Stille — trotz seiner dringenden und mehrfach wiederholten Aufforderung. „Erna, öffne!" Sein Ton wurde befehlshaberisch und drohend. Keine Antwort. „Erna, willst Du so gut sein und öffnen! — Es könnte leicht sein, ich bäte Dich nie wieder um etwas! Erna — Erna —" Er faßte die Klinke und rüttelte an der Thür. Alles umsonst! — Der Riegel wurde nicht zurückgeschoben. * ♦ ♦ In der Frühe des nächsten Morgens suchte August mit verstörtem Aussehen die Jungfer auf. „Minna, es ist etwas passirt!" stotterte er athemlos, in abgerissenen Lauten, während seine Zähne aufeinander klappten, als schüttelte ihn der Frost. „Es ist nicht richtig — dem Herrn Lieutenant sein Arbeitszimmer ist von innen geschlossen. — Ich habe geklopft, gerufen, gelärmt — Luise hat schon dabei geholfen. — Es muß etwas passirt sein! — Manchmal schläft er ja lange und fest — wenn er erst früh nach Hause gekommen — aber er ist doch zu ermuntern. — Er pflegt fich auch nicht einzuschließen!" Der Bursche mußte sein Taschentuch ziehen, nm sich die perlenden Angsttropfen von der Stirn zu wischen. „Liebe Minna, mir ist so eigen — zum Sterben bang — wenn Sie die gnädige Frau wecken wollten? — Ich laufe derweilen nach dem Schlosser auf der Nachbarschaft; denn es muß doch geöffnet werden! — Vielleicht ist er auch plötzlich krank geworden!" rief er mit einemmal und über sein gutmüthiges Gesicht flog es bei dieser Vorstellung wie Sonnenschein. „Freilich, das kann ja auch sein! Mir ist ein Stein vom Herzen. Schulzens Fritze aus meinem Ort war ja auch wie todt und hörte und sah nichts, wie er die Starre hatte!" Von neuer Zuversicht beseelt, stürmte er davon- Welcher Anblick bot sich den entsetzt Zurückweichenden, als die Thür aufgebrochen wurde. Der Lieutenant lag regungslos am Boden. Sein Kopf streifte fast die Thür- schwelle. Er war anf's Gesicht gestürzt. Seitwärts unter dem rechten Knie hervor blitzte es im Metallglanze — der Doppellauf einer Pistole. Seine Augen waren geschlossen und sein Gesicht trug die Ruhe eines Schlafenden, nur die nach innen gekrampften Füße zeugten von einem kurzen Augenblick des Todeskampfes. Er hatte sich ins Herz geschossen. (Schluß folgt.) Gemeinnütziges« Zeichen der Echtheit des Honigs. Bleibt nach Mischung desselben mit der dreifachen Portion Spiritus oder Branntwein und nach Aufschüttelung kein schleimiger Satz im Glase, so ist der Honig echt; das Vorhandensein solchen Satzes aber beweist, daß derselbe mit Syrup, Zuckerwasser oder anderen Surrogaten verfälscht ist. « ♦ ♦ Neber das Aufbewahren geräucherter Fleisch- Waaren im Sommer. Da es im heißen Sommer seine Schwierigkeiten hat, geräuchertes Fleisch vor dem Verderben zu schützen, so seien folgende Conservirungsmittel empfohlen: In der warmen Jahreszeit hängt man Schinken und Rauchfleisch in einer dunklen oder doch der Sonne wenig ausgesetzten Kammer auf. Um die Schmeißfliegen fern zu halten, näht man die mit trockenem Stroh umwickelten Schinken und das Rauchfleisch in grobes Packleinen ein. Empfehlenswerth ist es, bei Schinken die Fleischseite mit Kalkwasser zu bestreichen; die Kalkkruste, welche hierbei entsteht, läßt sich beim Gebrauche der — 320 ff ,®U( Student B: „Ja, ein wahres , - Druck und Verlag der Brühl'schcn Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Redaction: A. Scheyda. Saxifraga (Judenbart), Jsolepis, Elematrs (Waldrebe), Passiflora (Passionsblume), Hoya (Wachsblume). Lauberde oder bessere Moorerde mit Sand, Sphagnum (Sumpfmoos), Wurzel- fa ern, Holzkohlenstückchen und Ziegelstückchen vermischt, ist die passende Erde für Orchideen, Bromeliaceen, fremde Aroideen und fleischfressende Pflanzen (Jnsectivoren). v‘______„Kellner!" - Das Menu und ein französisch' In einem unserer Restaurants. „Sie befehlen, mein Herr?" - Manu ur deutsches Wörterbuch I" Fleischwaaren schnell mittelst Wasser abwaschen. Geräucherte Würste bewahrt man im Sommer am besten in nicht gehetzten Oefen auf, doch muß man Ar Luftzug sorgen. Etwa bei feuchter Witterung entstehender Schimmel kann leicht durch Abbürsten von den Würsten entfernt werden. NuMqueur. Man zerquetscht 30 Stück Wallnüffe, die Ende Juni bis Mitte Juli gepflückt sein muffen, gibt 30 Stück Gewürznelken, 2 Gramm guten Zunmt hinzu, thut Alles in eine Flasche und gießt ein Liter Cognac darauf. Die Flasche bleibt an warmem Orte einige Wochen stehen und wird häufig geschüttelt. Nach dieser Zeit gießt man die Flüssigkeit möglichst klar ab, filtrirt sie und versüßt mit klar gekochtem Syrup (1 Kilogr. Zucker und Vs Liter Wasser). Nußltqueure werden grün gefärbt. (Nicht unerwähnt mag hier bleiben, daß zur Herstellung von feinen Liqueuren nur ganz fuselfreier Alkohol gewählt werden darf. In Ermangelung von Cognac ist wirklich reiner Kornfchnaps gut zu benutzen. Das Filtnren geschieht durch weißes Filtrirpapier oder auch durch Filz oder Flanell. Der Liqueur muß ganz klar werden. Setzt er beim Stehen dennoch etwas Bodensatz ab, so muß er behutsam in andere Flaschen gegossen werden.) ♦ * Das Eidotter läßt sich längere Zeit aufbewahren, wenn man es 24 Stunden in gesalzenes Wasser legt und dann trocknen läßt. Eier aufzubewahren ist nur zu empfehlen, wenn es sich um März- oder Septembereier handelt. Für kürzere Zeit, etwa 6-8 Wochen, bewährt es sich stets, wenn man sie in einen großen Topf schichtweise in Salz oder Asche legt, so daß sie sich nicht berühren- Lange Zeit halten sie sich, wem man etwas vorgewärmte Eier, je 5—6 in einemNetze suns Secunden in kochendes Wasser taucht, das in reichlicher Menge vorhanden sein muß, damit es nicht leicht aus dem Kochen kommt. Dann verpackt man sie lagenweise in Häcksel oder Heu und bewahrt sie auf. * , « Ocksenschwanzsuppe. Das dicke Ende von zwei Ochsenschwänzen wird in kochendem Wasser 10 Minuten auf- gewallt, in kaltem Wasser abgekühlt und in Portlonsstucke gehauen, mit kochendem Wasser und */* Liter Sherry bedeckt, wieder auf das Feuer gestellt, mit Suppenwurzeln und einer Zwiebel langsam weich gekocht. Zu gleicher Zeit dämpft nian einige Dutzend weiße Perlzwiebeln und Vi Liter in Scheibm geschnittene Karotten in Butter mit guter Bouillon weich, garnirt die Fleischstücke in einer Schüssel damit und stellt sie warm. Die Bouillon wird, 2 Liter betragens mt einem Eßlöffel in Butter hellbraun gebratenem feinem Mehl verkocht, Jähen, das Fett aber abgefüllt. Die Ochsenschwanzsuppe wird über in Butter gebratenen Semmelscheiben angerichtet, das Fleisch nebenher gereicht. * Blumenerden. In sandiger Compost- oder Mistbeet- erde wachsen die meisten krautartigen Topfgewächse, wie Fuch- sien, Pelargonien (Geranien), Heliotrop, Primeln, Zmeranen, Petunien, ferner alle Blumenzwiebeln, wie Hyazinthen, Tulpen, Narcissen, Crocus, alle Treibsträucher, wie Syringen, Spiraeen, Deutzien Reine: sandige Heideerde verlangen Azalien, Camelien, cKftrtte „ad Moose (Sellaginella, Lycopochum). Lauberde, der auch etwas leichte, kräftige Mistbeeterde zugesetzt, werden kann, eignet sich besonders sür Alpenveilchen, Gl^mren und andere Gesneriaceen, Blüthenbegonien, Gardenien, Bouvardien, Clivien, Blattbegonien, Zierspargel (Aspangus), Cacteen,Laub erde, Composterde, leichter Lehm und Sand, zu gleichen!Lheilen gemischt, ergeben die Erde für Palmen, Araucanen, Myrthen, Oleander. In fandiger Lauberde und Compost- oder Mistbeet, erde, zu gleichen Theilen gemischt, wachsen Gummlbäume, Dra» caenen, Aralien, Coleus, Pandanus, Philodendron, sowie unsere meisten Ampel- und Schlinggewächse, als TradescanUa, Panicum, Vevinischtes. Classisch. Ein Bräutigam schickt seiner Braut am Vor- mittaa ihres Wiegenfestes eine Torte, auf welcher in Zucker- guß die^ Worte „Ewige Treue" stehen Die Braut mu von dieser Torte aar zu viel genoffen haben, so daß ihr immer übel wurde, denn als am Nachmittag der Bräutigam selbstkam und sich beim Vater nach dem Befinden der Braut erkundigte, erwiderte dieser: „Wie's ihr geht? Wie der schönen Müllerin im Lied: Die „Treu" hat sie gebrochen- Das billigste Costüm. „Papa, ich brauche Geld, ich will mir ein Costüm zum Maskenball machen lasten. ,So? Als was willst Du denn gehen? — „Als Schwalbe. — „Das ist eine kostspielige Idee! Weißt Du was: stopf Dir Watte in die Ohren und geh' lieber als Taube. ♦ • Ein Mißverständnis Ein bayerisches Regiment lag in einer kleinen Stadt Norddeutschlands in Quartier, so- fott nach Ablegung der Waffen machten sich »wer durstige Seelen auf die Suche nach enter Bierquelle. Gleich in der ersten Straße bemerkten sie ein Schild, aus besten Inschrift sie herausbuchstabirten: „Friedrich Wilhelm Schulze, Lohgerber — „Du," sagte der Eine, „da ganget m r nein, da schenket s Logerbeerl" * , Angewandte Geographie. Asteffor: „Sehen Sie dort die Geheimrathstochter! Das wäre eme Parthte ur Sie, Serr Professor! ... Sie ist zwar nicht allzu Mg und ihre Schlankheit läßt zu wünschen übrig, aber sie hat hohe weib- Ucke Tugenden und 40,000 Mark Aussteuer!" - Proftsior der Geographie (nach einem prüfenden Blick auf die Dame, die einen Höcker und einen Kropf hat und noch dazu em Touruüre trägt): „Danke sehr — die Dame ist mir zu ge birgig!" , , Ganz neu. ber einen Treiber angeschosten, welcher nun fürchterlich schreit. „Ich hatt nie gedacht, daß eine Hase so brüllen kann! BerechtigterStolz. Der Kammerdiener einer Durch' laucht geht mit erhabener Miene und gerötheter Wange durch- Vorzimmer. Da begegnete ihm ein College und Aagt. „Nun, Johann, wie siehst Du aus?" - Stolz erwidert Johmm- „Habe soeben eine höchsteigenhändige — Ohrfeige erhalte Verlockend. A-: „Schön ist's dott, sag' ich» Dir, M> Meine Frau war ganz sprachlos!' — B-: „Sprachlos sühr' ich die meinige auch hin!' .... Tröstlich. Student A. (aus dem Heimwege): wie die Häuser wackeln!" - Student B : „Ja "« Glück daß wir unser Geld nicht auf Hypotheken gestellt haben ' * *