ten des ver- >m früh besonders auch :e erwarben, i glücklichster hte und fand, n im Munde enheit haben, 's Gedächtnis Weife spiegelt Wesens die ade heute in ren Mannesganz plötzlich u erscheinen, ; Unterschied d Schreibens er wiederum • in großer je vergebens uchte. Der die Nachricht gerwittwe in eilends nach stunden ohne cht aussetzen, zil erfahren, ' dieser tieft T5 mittheilte, wllem Tone: vernehme die t, eilen Sie noch lebend ^die Mutter Schulzimmer Säbel ab- . begonnenen stunde hieß, n, holt mal ls leutselige wen keines- M und im len Globus den großen err Lehrer" chrte so die mnisse der Mehrer nach nm Eintritt lobus entsetzt hatte, c eilte. — r an einem Hießener Jamilienblälter. Belletristisches Beiblatt jum Gießener Anzeiger. Nr. 76. Samstag dm 30. Juni. 1888. Der Kröe des Kaufes. Roman von Hermine Frankenstein. (Fortsetzung.) „Es scheint fast unmöglich, daß Du etwas so Schlechtes thun konntest, Jasper, sagte sie. „Aber ich will Dir keine Vorwürfe machen. Die Last der Schuld muß für Dich schwer genug gewesen sein. Und ich weiß, Du kannst nicht bet Ueberlegung gewesen sein, als Du Herrn Tressiltan's Geld nahmst." „Ich war es auch in der That nicht, Hefter I" „Was ist zu thun, Jasper?" „Du mußt nach Berlin zurückkehren, wohin ich nach einiger Zeit auch kommen werde." „Das kann ich nicht, Geliebter", sagte Hefter fest." Ich will Alles thun, was Du sonst von mir verlangst, aber nur verlassen kann ich Dich nicht. Für den Fall, daß das Schlimmste geschieht und Herr Tressilian Deine Verhaftung anordnet, wollen wir zusammen entfliehen!" Lowder biß sich zornig auf die Lippen. „Wenn Du England nicht verlassen willst, so mußt Du wenigstens Glocester verlassen", sagte er. Du kannst in irgend einem entlegenen Orte Unterkunft finden — in Wales, Irland oder Schottland. Wenn Du mich nicht zu Grunde richten willst, wirst Du nicht in dieser Gegend bleiben. In jedem kleinen Landstädtchen gtebt es genug Häuser, die zu ver- mtethen sind; richte Dich dort mit dem Knaben häuslich ein. Ziehe Niemanden in Dein Vertrauen und verlasse Dich nur auf mich. Sobald ich kann, werde ich zu Dir kommen." „Aber wohin soll ich gehen?" fragte Hefter furchtsam. Es schien ihr ein ung mein schwieriges Unternehmen zu sein, für sich und den Knaben eine Unterkunft zu finden. Lowder überlegte. „Ich werde Dir einen abgeschiedenen Aufenthaltsort aussuchen", sagte er nach einer Pause. „Ich will mit Dir gehen. Wie bald kannst Du reisefertig sein?" „Gleich. O, wie froh bin ich, daß Du mit mir gehen kannst", rief Hefter. „Packe also rasch ein. Mach' Dich bereit, während ich hinab gehe und mich erkundige, wann ein Zug abgeht. Ich werde gleich wieder hier sein." Er stand auf und ging hinaus. Hefter begann sogleich ihre Reise-Vorbereitungen zu treffen. Lowder erkundigte sich nach dem Abgang sämmtlicher Eisenbahnzüge. Dann ging er in den Lesesaal der Gasthofes und lftß sich Schreibrequistten bringen, um einige Briefe zu schreiben. Der erste Brief, den er schrieb, war an Sir Arthur Tressilian gerichtet und enthielt die Mittheilung, daß der Schreiber Frau Lowder in einem Zustande unbeschreiblicher Angst und Aufregung gefunden habe und entschieden unfähig allein, besonders mit einem kleinen Kmd, zu reisen. Er habe sich daher erbötig gemacht, sie nach London b's auf den nach Boulogne abgehenden Dampfer zu begleiten, da sie den Weg nach London zumeist fürchtete. Unter diesen Brief schrieb der Betrüger seinen angenommenen Namen — Guy Tressilian. Obwohl der Brief kurz war, brauchte er doch einige Zeit dazu, weil er Guy's Schrift nachahmen mußte. Als er ihn beendet und versiegelt hatte, nahm Lowder einen frifch-n Bogen Papier zur Hand und schickte sich an, an Blanche zu schreiben. Aber bei den Worten: „Meine innigst geliebte Blanche!" hielt er inne. Konnte er an da« unschuldsvoll vertrauende Mädchen mit den Worten eines Liebenden schreiben» während die Küsse seiner holden jungen Frau noch auf seinen Lippen brannten, während ihm das Jauchzen seine» lieblichen Knaben noch in den Ohren klang? Konnte er zwei edle und reine weibliche Wesen so unglücklich machen? Er schob da« Papier von sich und stützte den Kopf in die Hände. Er saß allein in der Zimmer- Ecke und nur das Auge des Msehenden erkannte, was in seiner Seele vorging. Lange saß er still und regungslos, aber die Habsucht und seine Leidenschaft für Blanche erstickten alle Gewissensbisse. Er schob sich das Papier wieder zurecht und schrieb, abermals Guy's Handschrift nachahmend, einen leidenschaftlichen Brief an Blanche, worin er ihr befeuerte, wie grenzenlos er sie liebe und wie schrecklich es ihm sei, fit nur für wenige Tage zu verlassen, und daß er k« nicht thäte, wenn es sich nicht darum handeln würde, die unglückliche Frau seine« armen Freunde» Lowder zu beschützen. Als die Briefe be-nbigt und versiegelt waren, ging Lowder hinaus und schickte einen Boten damit nach Tressilian-Hof. — Dann ging er in den Gasthof zurück, um sich zu seiner Frau zu begeben. „Jetzt muß ich mich Hester's und des ftnaben entledigen", dachte er. „Ich will sie nach Northumberland bis an die Grenze bringen. Zwischen den Cheviot-Hügeln werde ich schon irgendwo ein Häuschen für sie finden und 806 dort wird sie wie lebendig begraben sein. Sie wird leben und sterben in diesem entlegenen Winkel und nicht ahnen, daß ich unter einem anderen Namen der Gatte einer Anderen bin! Meine Kühnheit be- siegt da» Geschick!" Mit trimphirender Miene betrat er da» Zimmer seiner Frau. Fünfundzwanzigste» Kapitel. Vom Halse geschafft. Der kurze Dccembertag neigte sich seinem Ende entgegen, als Jasper Lowder mit seiner Frau und seinem Kinde die alte Stadt Glocester verlieben, um nach der im hohen Norden gelegenen Grafschaft ;u reisen. Sie hatten ein Coups für sich allein; Hefter bettete ihren Knaben auf einem der gepolsterten Sitze und deckte ihn mit ihrem Shawl zu. Dann setzte sie sich ihrem Knaben gegenüber und ließ ermüdet ihren Kopf auf Lowder's Schulter sinken, mit einer zärtlichen Vertraulichkeit, die ihm in's Herz hätte schneiden sollen. „Ah, es ist so gut, wieder einen Gatten zu haben, auf den man sich stützen und zu dem man emporschauen kann", sagte die Frau lächelnd und seufzend. Lowder schlang seinen Arm um ihren Leib. „Du kannst nicht mehr liebevoll und frei zu mir emporschaurn", sagte er mit scheinbarer Bitterkeit. „Wie tief muß ich in Deiner Achtung gesunken sein, Hefter! Wie sehr mußt Du mich verabscheuen!" „O nein, nein!" rief Hefter in schmerzlichem Tone. „O nein, gewiß nicht, lieber Jasper! Du bereutest, sobald Du erkanntest, was Du gethan hattest. Ich will nicht glauben, daß Du in jener schrecklichen Nacht bei Besinnung warst. Ich schaue mit Stolz zu Dir empor, Jasper, und bete Tag und Nacht, daß unser Knabe heranwachsen und so werden soll, wie sein Vater." In dem matten Dämmerschein, der in dem Coups herrschte, sah Jasper Lowder's Gesicht geisterhaft aus. Es that ihm leid um die arme, sanfte, schüchterne Hefter, deren einziger Fehler ihre namenlose Liebe für ihn und ihr grenzenloses Vertrauen zu ihm war. „Der Himmel gebe, daß ein Besserer aus ihm wird, als aus mir geworden ist!" sagte er unwillkürlich in heiserem, gebrochenem Tone. Dann herrschte ein kurze» Stillschweigen zwischen dem Paare. Hester war ganz still im Uebermaß de» Glückes, als sie sich von dem schützenden Arme ihres Gatten, den sie für tobt betrauert hatte, umschlungen fühlte. „Weißt Du schon, wohin wir gehen, Liebster?" fragte Hester endlich und weckte ihren Gatten damit aus seinen Träumereien. Lowder fuhr erschrocken in die Höhe. „Ich bin noch nicht ganz entschloffen", sagte er. „Ich möchte gern einen abgeschiedenen Ort finden, wo Du mit dem Kinde in Sicherheit leben könntest. Wenn Guy Tressilian sich weigert, mein Verbrechen 5 zu verzeihen, so will ich mich mit Dir verbergen! Wenn er mich wieder in seine Dienste nimmt, würde ich von Zeit zu Zeit zu Dir kommen, um Dich zu sehen und später einmal würde ich Dich mehr in meine Nähe bringen, so daß wir öfter beisammen sein könnten. Du wirst Dich oft einsam fühlen, Hester, alur Du wirst mit der Aufsicht und Er- ziehung unseres Knaben genug zu thun haben und ich weiß, daß Du die Einsamkeit um meinetwillen ertragen wirst!" „Sehr gerne, Jasper! Zu wissen, daß ich in einem Lande mit Dir lebe, wird mir schon eine große Freude gewähren! Es wird mich glücklich trnchen, zu wissen, daß Du so oft zu mir kommen wirst, als Du nur kannst! — Daß ich Dich von Zeit zu Zeit sehen werde — wird mein Loo» mehr al» erträglich, ja sogar angenehm machen! Du brauchst Dir meinethalben keinen Kummer zu machen", sagte die selbstlose, treuherzige Gattin. Die Frage, wohin er sie bringen sollte, begann Lowder ausschließlich zu beschäftigen. Er sann lange darüber nach. Er erinnerte sich, daß einige Tage nach seiner Ankunft in TressiliaN'Hof und bald nachdem er in Besitz von Guy Tressilian'» Privatgütcrn getreten war, dir er von feiner Mutter — Lady Tressilian — geerbt hatte, Sir Arthur Tressilian ihm, dem angeblichen Sohn miigetheilt hatte, daß er im Norden noch eine Besitzung, ein Erbtheil von einem mütterlichen Verwandten habe. Lowder hatte sich damals bezüglich dieser Besitzung erkundigt und erfahre», daß sie au» etlichen zwanzig Joch bestehe, an dem Abhange eines der Cheviot-Hügel gelegen sei und daß ein kleines Landhaus dazu gehöre. Es war von einem Bauer aus dem Norden bewohnt worden, der in der Nähe für feine Schafheerden eine Weide gemiethet hatte; aber dieser Mann war kürzlich gestorben und feine Wittwe lebte jetzt allein. Lowder verfiel auf einen herrlichen Gedanken. Warum sollte er Hester nicht nach Gloan-Fell, wie der Ort genannt wurde, bringen? Warum sollte sie nicht auf dieser Besitzung, als deren Eigenthümer er sich jetzt betrachtete, sicherer al« irgendwo verborgen sein? Eine Vorsicht erschien ihm jedoch als nothwendig. Sir Arthur könnte zufällig erfahren, daß der Ort einen neuen Miether habe, und da wäre es gut, wenn Hester unter einem anderen, als ihrem eigenen Namen bekannt wäre. Er schlug ihr augenblicklich vor, den Namen zu verändern und gab al« Ursache an, daß er sonst in Gefahr fein könnte. Hefter ging sogleich daraus ein. „Welchen Namen soll ich annehmen, Jasper?" fragte ste. „Deinen alten Namen. Nenne Dich Frau Hefter Blees! Ich habe von einem Hause gehört, das in Northumberland als Gloan-Fell bekannt ist! Es gehört Herrn Guy Tressilian, Hester, aber Niemand von den Tressilian's kommt dorthin. Sir Arthur sagte, daß fein Sohn gut thäte, den Platz in ein Förster! und R> letzte £ würde. Namen »3^ Herrn! „D Wir n haben, zahlen Wenn folgen „31 nicht." „D Pacht, dieselbe einem möge, wird g Aber s er ist He denen Stund und Ql unterb' und st Ur der gr in der Reifen Arm Hut t hoch h @1 Fran besten langt lange macht. Lowdi seiner in fei' tiger, E mager rotinfe wie V H Huhn bett t unter ich n geben nach feine n 307 r verbergenl immt, würde um Dich zu ich mehr in r beisammen asam fühlen, icht und Er, i haben und meinetwillen , daß ich in r schon eine nich glücklich mir kommen ich Dich von a Loo» mehr rachen! Du r zu machen", rllte, begann kr sann lange nach seiner rchdem er in crn getreten nj Tresfilian l ihm, dem rr im Norden h dieser Beaus etlichen ie eines der kleines Land, l Bauer aus er Nähe für : hatte; aber seine Wittwe n Gedanken, in, Fell, wie Sarum sollte Eigenthümer idwo verbor- jedoch als ig erfahren, ie, und da mderen, als t Namen zu er sonst in darauf ein. Jarper?" Frau Hester irt, das in st I Es ge- sr Niemand 2ir Arthur Ratz in ein Förflerhaus umzuwandrtn, denn es giebt viele Hasen und Rebhühner in der Umgegend. Es wäre der lktzie Ort in der Welt, wo man uns Beide suchen würde. Du mußt Acht geben, daß Du nie die Namen Tresfilian oder Lowder erwähnst." „Ich möchte lieber nicht an einen Ort gehen, der Herrn Tresfilian gehört, Jarper", murmelte die Frau. „Dann willst Du also nicht thun was ich sage? Wir werden keine Verpflichtung gegen Tresfilian haben, denn ich habe genug Geld, um die Methr zahlen zu können, auch ohne jenes — jenes Geld. Wenn Du Dich weigerst, meiner Führung zu folgen —" „Ich thue es nicht, Jarper — O nein, gewiß nicht." „Das ist gut. Eine Frau hat jetzt den Ort in Pacht, die Wittwe des früheren Pächters. Sie kann dieselbe indeß nicht mehr weiter behalten und hat in einem Briese ersucht, daß man sie ihr abnehmen möge. Ich will den Pachtzins bezahlen und ste wird gewiß gerne bei Dir als Haushälterin bleiben. Aber sie darf nicht wissen, daß ich Dein Gatte bin; er ist besser, wenn sie es nicht weiß." Hefter versprach, sich in alle Forderungen, von denen sie viele nicht verstehen konnte, zu fügen. Die Stunden vergingen. Dar Kind schlief noch immer und auch Hester verfiel in einen unruhigen, häufig unterbrochenen Schlaf; aber Lowder saß aufrecht und starrte fortwährend in die finstere Nacht hinaus. Unermüdlich brauste der Zug gen Norden, und der graue December,Morgen dämmerte schon, als er in der Station Alawick einfuhr. Hier stiegen die Reisenden aus; Lowder trug sein Kind auf dem Arm und machte sich unkenntlich, indem er seinen Hut tief in's Gesicht drückte und sich den Rockkragen hoch hinaufschlug. Ein Wagen wurde gemiethet; Lowder stieg mit Frau und Kind in denselben und ließ sich nach dem besten Gasthofe des Städtchens fahren. Dort angelangt bestellte er zwei Zimmer und es dauerte nicht lange, so hatten sie stch's in denselben bequem ge, macht. Nachdem sie sich etwas erwärmt hatten, ließ Lowder ein opulentes Frühstück auftragen: er rückte seiner Frau den Stuhl zum Tisch, nahm den Knaben in seine Arme und benahm sich ganz wie ein umsich- tiger, wohlwollender Familienvater. Eme freudige Nöthe bedeckte Hester's bleiche, magere Wangen, als sie ihn beobachtete, und sie wünschte, daß er immer bei ihr und so sein könnte, wie jetzt. „Apropos, Hester", sagte Lowder, ein Stück Huhn zerlegend, „Du wirst mir natürlich oft schrei, den wollen. Er wäre nicht sicher, wenn Du mir unter meinem wahren Namen schreiben würdest und ich werde Dir daher eine angenommene Adresse geben. Du kannst mir unter „John Harroville" nach Glocester schreiben. Notire Dir diese Adresse." Hrstcr nahm ihr Notizbuch heraus und befolgte feine Weisung. „Jarper", sagte sie zögernd und mit flehenden Blicken, -ich möchte Herrn Tresfilian die hundert Pfund gerne zurückgeben. Mir scheint er fitzt, als ob ich ste unter einer falschen Angabe bekommen hätte." „Thorheit", sagte Lowder in rauhem, hartem Tone und sich von ihr abwendend. „Man würde glauben, Du hättest plötzlich allen Glauben an meine Ehrlichkeit und in meinen Verstand verloren." Halb erschrocken stammelte Hester eine Entschuldigung hervor und betheuerte, daß sie ihm unbedingt gehorchen werde. Die Mahlzeit war einge- nommen und Lowder läutete, um sich die Rechnung bringen zu lassen und einen Postwagen zu bestellen. Als dieser gekommen war, sagte Lowder zu dem Kutscher: „Könnt Ihr uns zu einem Hause bringen, welches Gloan-Fell genannt wird und auf der Gebirgsseite, zwischen Ramrhopd und Alnham liegt? Es ist unweit eines kleinen Dorfes, welches Gloan- Fell genannt wird." „Wo Gloan-Fell ist, weiß ich, Herr", sagte der Kutscher. „Und da werden wir auch dar Haus wohl finden." Er stieg auf den Bock, schwang die Peitsche und der Wagen rollte durch das freundliche Städtchen. Lowder beachtete erst die Richtung, dir der Kutscher einschlug, als rr da» Städtchen verließ und dann wandte er seine Aufmerksamkeit Hester und dem Kinde zu. . Der kleine Junge war wach und eben so heiter, sröhlich und gutmüthig, als am vergangenen Tage. Er rückte unruhig auf den Knieen seiner Mutter hin und her, dann streckte er seine zarten Arrmchen au« und lispelte den Namen, den ihn Hefter gelehrt halte: „Papa!" Der Name, von der lieblichen, weichen Kinderstimme ausgesprochen, durchzuckte Lowder's Herz; aber er wankte nicht in seinem Entschlüsse, sein Kind zu verlassen, wie sein Vater ihn verlassen hatte. Er nahm da« Kind in seine Arme, herzte es und spielte mit ihm und wünschte in seinem Herzen, daß er reich wäre und Blanche Jrby nie gesehen hätte; er hätte dann mit Hefter und seinem Kmde glücklich sein können. Der Morgen war trüb und stürmisch; aber die Pferde griffen tüchtig au» und um 10 Ufr hatten sie Gloan-Fell erreicht. Es war ein kleines Dorf, welches aus einer einzigen Straße bestand und bei dem Krämer deffrlben erkundigte sich der Kmscher, in welcher Richtung Gloan-Fell liege. Er erhielt die Auskunft, daß er etwa eine Meile weiter fahren müsse und sie setzten ihren Weg fort. Als sie ungefähr eine Meile von dem Dorfe entfernt waren, erblickten die Reisenden ein kleines, aus Stein gebautes Haus, das sehr malerisch inmitten eines jetzt freilich winterlich kahlen Gartens lag. „Dies muß der Platz fein", sagte Lowder, als der Wagen vor demselben hielt. Es sieht aus, al« 308 ob es ein altes, verfallenes Jagdschloß wäre. Bleibe hier, Hefter, während ich meine Erkundigungen einziehe I" Er öffnete die Wagenthüre, sprang heraus und näherte sich allein dem Hause. Die Jalousien eines Fensters waren offen und Lowder schaute durch dieselben in eine Helle und kleine Küche. Auf sein Klopfen erschien eine ältliche Frau an der Thüre. Sie war eine große, hagere Person, M einem ehrlichen, gutmüthigen Gesichte und sehr reinlich gekleidet. Er war die Wittwe des früheren Pächters von Gloan-Fell. „Seid Ihr Frau Tooker?" fragte Lowder. ,Die Wittwe von Jakob Tooker?" Die Frau antwortete bejahend. „Ich komme von Herrn Trefstlian, dem Besitzer dieses Ortes", sagte Lowder. Die Frou legte ihre Hand an das Ohr. „Ich bin ein wenig schwerhörig", sagte sie. „Wollt Ihr nicht herein kommen, Herr?" Lowder folgte ihr in die Küche. „Ich komme von Herrn Guy Trefstlian, Madame", sagte er etwas lauter; „ich bringe einen Brief von Herrn Trefstlian." (Fortsetzung folgt.) Vermischtes. Wie alt sind unsere Bäume? Es sind schon alte, theilweise sogar sehr alte Herren, die ihre ehrwürdigen, bemoosten Häupter Hochrecken und strecken jetzt zum blauen, sommerlichen Himmel und die zu den Liedern der kleinen Sänger, die sich um ihre Kronen schaaren, auch ihre eigenen Lieder uns entgegen rauschen, — Lieder die gleich ihnen etwas vom Zauber-Elixir ewiger Jugendfrische in sich tragen. — Und doch — was Alles haben sie schon erlebt, diese Baumriesen, welche noch niemals sich vom Fleck gerührt' wieviel Menschen und Zeiten haben sie überdauert! — Alt genug dazu sind sie freilich, denn wenn sie auch nicht gerade 1000 Jahr erreichen, wie Frau Fama gern behauptet, so ist ihr Alter doch oft recht respectabel. — Der Nestor deutscher Waldbäume ist aber nicht die Eiche, wie man gern zu glauben pflegt, sondern ein bescheidener Nadelholzbaum: unsere Fichte, der Traum unserer Jugend in weihnachtlichem Lichterglanze, die Jugendwärme unseres Alters in rother Ofengluth! — Ja treu sind seine Blätter, obwohl sie eigentlich nur Nadeln sind! — Bei einer Fichte wäre ein Wiegenfest von 800 Jahren nichts Unwahrscheinliches, unser Liebling jedoch: die Zier unserer Wälder, die vielbesungene deutsche Eiche, dürfte kaum öfter thr 600 jähriges Geburts-Jubiläum feiern, als ein Mensch den hundertsten Geburtstag. - Ihr zunächst stehend an Alter und Weisheit sind Kiefer und Lärche, ebenfalls Nadelhölzer also, dagegen wird die herrliche Edeltanne nicht über 500, Buche, Ulme, Ahorn nicht mehr als 300 Jahre. — Auch des Südens Bäume sollen sich nicht durch viel höheres Alter auszeichnen, nicht einmal die Cedern des Libanon! Nur Einer macht eine Ausnahme: der schlichte Oel- oder Olivenbaum, welcher geradezu unglaublich alt wird, da er, wenn man ihn umhaut, stets wieder neu ausschlägt und treibt. — Auf diese Weise sollen in Italien bei Palermo noch Oelbäume vorhanden sein, die über 800 Jahr alt sind, folglich noch auf die Saracenen sich besinnen können; bei Athen befindet sich ein Olivenwald, dessen Exemplare von der Blüthezeit Griechenlands zu berichten vermöchten, und die Oelbäume zu Gethsema am heiligen Oelberg bei Jerusalem werden wohl dieselben sein, unter denen einst der Erlöser wandelte, litt und kämpfte. — Ja, wenn die Bäume erzählen könnten! —Wohl rauschen und flüstern sie uns zu von vergangenen Tagen, — wer aber kann die Sprache deuten? — Nur ihr lispelnd Lied weckt ein Echo in der eigenen Brust, und klingt dort wieder, als Nachhall aus vielleicht so ferner Kindheit, Jugend und Liebeszeit. — Eigenthümliche Art, Stahlröhren aus massivemStabeisenherzustellen. In einer kürzlich abgehaltenen Versammlung der physikalischen Gesellschaft in Berlin erstattete der Präsident, Professor Du Bois Reymond, Bericht über eine Mittheilung Siemens bei der letzten Sitzung der Akademie der ! Wissenschaften. Eine 10 Fuß lange Stahlröhre mit vollkommen glatten Innen- und Außenoberflächen und äußerst gleichmäßiger Bohrung, bereit Wände augenscheinlich auf allen Punkten von vollkommen gleicher Dicke waren, mar nach folgender, von Maunermann in Remscheid patentirten Methode hergestellt worden. Zwei gegen die unteren Enden leicht konische Walzen läßt man in der gleichen Richtung neben einander sich drehen, worauf man einen rothglühenden Stahl- cylinder zwischen diese beide bringt, der sofort durch die rotirenden Kegel ergriffen und aufwärts getrieben wird. Aber die Stahlmasse kommt auf der Höhe nicht als fester Kern empor, sondern in Gestalt der hohlen Stahlröhre, welche Siemens der Versammlung vorlegte. Professor Reefen gab folgende Erklärung dieses überraschenden Resultates. In Folge der Eigenschaften des glühenden Stahles packen die roü- renden Walzen nur die äußere (Schicht-) Lage des Stahlcylinders und drängen diese nach oben, während gleichzeitig die mittleren Theile des Cylinders zurua- blei'oen. Das Resultat ist demnach genau dasselbe, wie man es bei dem Prozesse der Herstellung von Glasröhren aus Glasstäben beobachten kann. Thr. Pietsch) in Gießen« Redaction: A. Sche yda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Lo den ei Trefstl D' bringe was k gezeich ,5 schriet sagte Agent mit il ist un < Hl hatten man und ! nicht G-tr« bete Miet bitter Euch ist ei hier zwan h'er nehn 5 Ham fürch koche Gest ganz nehr eiSli ihr hott Hai