Hichmer JamilienbMler. Belletristisches Beiblatt;um Gießener Anzeiger. Nr. 38. Donnerstag bett 29. März 1888 3>te verkorene Wiöek. Original-Roman in 3 Bänden von Dr. Carl Hartm ann-Plön. (Fortsetzung). Nachdem die Begrüßung und Vorstellung vorüber war, lenkte sich das Gespräch auf den wohlihuenden Aufenthalt der Krcnken in der stärkenden Waldluft, und dis Sängerin lieh ihrer innigen Dankbarkeit für die freundliche Sorge des Geheimraths herzlichen Ausdruck. Etwas vor neun Uhr traten die beiden Freunde den Rückweg an. Die Gesellschaft befand sich schon im Schloß und gleich darauf ging man zu Tisch. Frieda war nicht zugegen. Herr von Stolzenberg hatte Allxandra den Arm geboten und war während des Essens sehr aufgeräumt. Er hatte Gedelmann vorhin im Kastellanszimmer aufsuchen wollen, ihn dort aber nicht gefunden. Es hieß, er sei nur kurze Zeit auf seinem Posten gewesen und auf sein Zimmer gegangen, weil er sich nicht ganz wohl gefühlt. Allein dort ihn zu finden war unmöglich, und sich die Begleitung eines Führers zu erbitten, wäre zu auffällig gewesen. Nach Fichtenberg wollte er den Kasten überhaupt gar nicht erst hinschleppen, und so hatte er beschlosien, sobald nur seine Verlobung auch Frieda's Eltern gegenüber einen festen Abschluß erhalten, denselben in Gegenwart seiner Braut aus irgend eine Art zu öffnen. , ' Als endlich der musikalische Abend zu Ende war, kehrten Siegfried und der Mediciner in das Jäger- Häuschen zurück, während die Uebrigen, die mit ihnen gekommen waren, nach dem Bahnhof sich verfügten. Nach kurzem Aufenthalte bei Langenbach's Tanten brachen die beiden Freunde auf und gingen den größten Theil des Weges, in Gedanken versunken, schweigend nebeneinander her. Al» sie das Thor erreicht, bltrb Langenbach einen Augenblick horchend I stehen. Der Bahnhof schien ausgestorben, kein Ton drang von dort herüber. Der Mond warf seine Strahlen nicht bis hierher, innerhalb des Thorbogens war es im Verhältniß ziemlich dunkel. Langenbach schritt nun bis an die Nische, trat über da» kleine eiserne Gitter und erfaßte mit beiden Händen die Madonna. Er drückte und schüttelte an der Figur, die er plötzlich mit einem energischen Rucke in die Höhe hob und dann auf den Boden niederließ. E» klopfte ihm doch jetzt das Herz vor Erwartung, al« er die marmorne Platte abhob, die den Hohl- ! - raum des Postamentes verschloß. Auch Siegfried hielt unwillkürlich den Athem an. Langenbach fuhr mit dem Arme in die Höhlung, z „Nichts!" tönte es aus der Nische heraus. „Nichts!" wiederholte der Mediciner. „Tabula > rasa!“ "Trösten Sie sich, Rohdenberg", fuhr er fort, aus der N'.fchs heraustretend, „und denken Sie, daß Sie entweder für die Eigenschaften eines Millionärs nicht prädestinirt sind oder noch nicht die Reife erlangt haben, ein solches Vermögen zu verwalten. Vielleicht kommt sie noch!" Nach einigem Suchen und Tasten wurde die Figur glücklich wieder an ihren Platz gebracht; Langenbach ergriff Siegfried'» Hand und sagte: „Sie sagen ja kein Wort, mein Freund!" „Es ist vorbei", entgegnete Siegfried, „und das ist nur gut. In der letzten Secunde wünschte ich, daß wir den Schatz finden möchten, weil man da- mit so viele Andere hätte glücklich machen können!" „Das ist sehr edel gedacht, aber nicht Jedem wird der Vorzug verliehen, Großmuth zu üben, und die es können, thun es so selten. Kommen Sie, der Wartesaal auf dem Bahnhof ist erleuchtet, wir wollen noch eine Flasche Wein trinken, der Wein hat die Eigenschaft, alle Sorgen in milderem Licht erscheinen zu laffen." Im Wartesalon fanden sie einen schlafenden Kellner vor, den sie erst wecken mußten. Nachdem eine Flasche Wein bestellt war, erfuhren sie zu ihrer großen Freude, daß ein Extrazug signalisirt sei, der nach einer halben Stunde eintreffen und hier an- halten würde. „Ich habe noch einen Auftrag für Sie, Sieg, fried", sagte Langenbach nach einer kleinen Pause. „Sie sind ja darauf vorbereitet, daß da» Fräulein Wolter ihre Liebe nicht Ihnen, sondern möglicher« weise einem Andern zugewandt hat. Es ist gewiß sehr weise und vernünftig, dies gleich als eine vollendete Thatsache anzusehen und sich nicht mit fruchtlosen Hoffnungen noch zu tragen; so würden Sie auch die Bestätigung dessen, was Sie bereits als feststehend angenommen, mit mehr Ruhe hinzunehmen im Stande fein." „Wie habe ich da« zu verstehen?" fragte Siegfried, „Sie sprechen von einem Auftrag, einer Bestätigung —" „Fräulein Wolter hat mir einen Brief für Sie gegeben mit dem ausdrücklichen Befehl, denselben erst an seine Adresse zu befördern, wenn wir die Schlangenburg verlassen." 150 Swdfd äW1" b mit ,chm°b-n Men. ®»W ''''b,L7h»Vd7L^^^ »em «— noch geliebt- nicht wahr?" Großmama." L«- ln CM ***'*J.l*fc de» «-IM4-» ,,«nen »tief non U^ »S' W* ffÄ’ miedet, «egftled Ich 36« »l£-sÄ «,“®Ä „@,te„ sie mit ten SB* -eien Sie ihn roU«e6f* -««.-M.° da« •»«= MJg» M» et, mt XÄ-? >« «g, L änßete Ruhe, feine ^"?L°nd^in Mnetllch die Auf- sinn erkünstelt habe- während chu inner« regung fast verzehrt. 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Sieairied das Eouvert Mit zitternden Händen r^ß Siegsrt^^ JU herunter und entfaltete d seiner Hand Ende gelefen, entsank Tisch. und die Arme fielen erschlafft aus oen «wjw ............ Darf ich den Inhalt erfahren? fragte unb^e5 «ar SatÄMnetW." ",Der Name steht nicht darin." Q ist natürlich Stolzenberg. So sind ja L L«* bM | "MIL'£m b««* b“ble,et|SftUÄ **X*«! «'« K &.1Äb * Slegftieb’a »—» — nb eu « »le em Kann, Rdhtenbet,!" "m ml»'« uetMen!" Ach M-tM «»—eine Sie nur nicht müßig die «an Mdicin!" 151 Glanz der Liebe, als sie gestern Abend bei Tisch $ sich unterhielten, sich anblickten und lachten? Fährt sie nicht jeden Tag zu ihm nach Fichtenberg? Nur um dort zu malen? Nein, um ihn zu sehen I Ha, wenn dar entscheidende Wort schon zwischen ihnen gesprochen wäre, wenn es in diesem Augenblick an bk Thür klopfte, wenn sie zu mir hereinträte und mir zuriefe: Ich muß von Dir gehen, denn ich liebe einen Anderen I" In diesem Augenblick klopfte es an die Thür. Wolter fuhr erschrocken zusammen und rief dann Herein. Der erregt Eintretende war der Prokurist Bärmann. „Sie sind abermals hier? Was hat dar zu bedeuten? Sie machen ein Gesicht, als wenn unsere Fabrik in Flammen stände! Was ist geschehen?" „Ach, Herr Geheimrath", erwiderte der Procurist, der allmählig wieder zu Athem gekommen war, Alles, Alles ist verloren!" * „Um Gotteswillen, reden Sie!" „Meine Prophezsihungen sind eingetroffen — der Bank er Römer hat sich heute Morgen insolvent erklärt." „Insolvent erklärt? Unmöglich! Das Gerücht ist falsch! Von wem haben Sie das?" „Von Römers Buchhalter, dem ich vorhin br- gegnere. Die Herren vom Gericht sind schon dort gewesen und haben Alles versiegelt." „Also Wahrheit, entsetzliche Wahrheit? Allmächtiger Gott, dann bin — auch ich — ruinirt!" Wolter sank auf einen Lehnstuhl nieder und bedeckte mit beiden Händen das Gesicht. Es entstand eine lange Pause. Endlich ließ Wolter die Hände vom Gesicht herunterfallen, letzteres hatte wieder ganz den gewöhnlichen ruhigen Ausdruck, er war wieder der Mann der vollsten Selbstbeherrschung, und mit ebenso ruhiger Stimme sagte er: „Haben Sie etwas Näheres gehört? Wie stehen feine Sachen? Ob viele Activa da sind?" „Es weiß wohl noch Niemand etwas Bestimmtes." „Sie müffen mit dem nächsten Zuge wied r zurück, Herr Bärmann. Ziehen Sie möglichst genaue Erkundigungen ein, gehen Sie zu Dalberg, Römers Prokuristen, von ihm werden Sie noch am ersten Etwas erfahren können, und verschweigen Sie vorläufig, daß wir in so hohem Maße dabei engagirt sind. Waren Sie hier schon im Comptoir?" „Nein." „So bitte ich Sie dringend, weder dem Comptoirpersonal, noch sonst Jemandem auf der Schlangenburg heute schon von Römers Concurs ein Wort zu sagen. Ich werde wahrscheinlich gegen Abend noch nach der Stadt fahren, vielleicht können Sie mir dann schon einige Mitthrilungen machen." (Fortsetzung folgt.) 5>te Kaiserkrone. Aus dem Leben unseres entschlafenen Kaisers. Erzählt von Robert von Hagen. (Nachdcuck^verboten.) Man schrieb den 31. März 1814. Eine große Menschenmenge drängte sich aus den Pariser Boulevards, um Zeuge des Einzuges der verbündeten Souverains und ihrer Heere zu sein; ganz Paris scheint sich an einem Platz versammelt und concentrirt zu haben. Sie drängten sich um die Monarchen mit dem fast einstimmigen Ruf: „Vive le roi de Prusse! — Vive l’empereur Alexandre! — Vive Louis XVIII,!“ Der Zug dauerte mehrere Stunden, während deren 50,000 Mann erlesener Truppen der Schlesischen und Großen Armee in breiten und tiefen Kolonnen auf den Boulevards hindefilirten. Die Truppen defilirtsn an den Monarchen auf den Elysäischsn Feldern vorüber und schlugen dann ihre Bioouaks auf. Die Monarchen aber bezogen die Fürstmge- mächer in dm Tuillerien. * Am nächsten Tags- meldete sich bei den diensthabenden Offieieren der engeren Umgebung des Königs Friedrich Wilhelm III. eine junge, in tiefes Schwarz | gekleidete, außergewöhnlich schöne Dame. Dieselbe > nannte sich Vicomteffe Turgot de la Barre und war 5 von ihrem Töchterchen, einem liebreizenden Kinde von I etwa 9 Jahren begleitet. Das letztere trug ein prachtvolles Bouquet in' den kleinen Händchen. „Messieurs", begann die Dame mit hoheitsvoller Würde, „ich wünschte der Gnade theilhastig zu werden, von Sr. Majestät dem König von Preußen in Audienz empfangen zu werden und demselben eine Bitte vortragm zu dürfen, von deren Erfüllung mein und dieses unschuldigen Kindes ganzes Lebensglück abhängig ist." „Madame la Vicomteffe", erwiderte der Adjutant, ■ „Se. Majestät empfangen nur in dienstlichen Angele- f genheiten. Wollen Sie die Güte haben, Ihr Anlie- i gen schriftlich einzusenden und ich werde Sorge tragen, j daß das Schriftstück unvsrweilt in die Hände Sr. | Majestät gelangt." „O, mein Herr", flehte dis Dame und in ihrs wunderschönen milden Augen traten Thränen, „o, mein Herr, jede Minute ist so unendlich kostbar — und, ich habe deshalb Vorsorge getroffen. Nehmen Sie hier aus des Kindes Hand dies Bouquet — ich habe es zufammengestellt von Blumen, welche vereint mein Leid besagen und klagen. Ihr ritterlicher König — er kennt wohl auch die Sprache der Blumen; — ich i las einst, daß die edle so früh Heimgegangene Königin ■ Louise ihn eingeweiht in diese poesiereiche Sprache, s O, mein Herr, überreichen Sie dies Bouquet Ihrem ! hochherzigen König." — „Madame", erwiderte ein etwas mürrischer alter \ General, welcher dies Gespräch mit angehört hatte, - „in Zeiten, wo die Kanonen ihre deutliche Sprache 152 * * I | I „Monseigneur! Mein Gatte, der Vicomte Turgot de la Barre, Enkel des gleichnamigen Ministers Lud» wig XVI., ist Kapitän des 4. Carabiner-Regiments und wurde bei Möckern gefangen genommen. Er hat sich hinreißen lassen, den Befehlen des Commanban- ten, welcher den Gsfangenen-Transport führte, den Gehorsam zu verweigern und d'e mit ihm gefangenen französischen Soldaten zum Widerstand aufzumuntern und soll es denn leider zu Thätlichkeiten g> kommen sein. Deswegen soll ihm kurzer Proceß gemacht, und mein unglücklicher Gemahl nach den Gesetzen des Ke isges standrechtlich erschossen werden. O, mein Prinz' Beim Andenken an Ihre verklärte Mutter, der per» sonificnten Milde und Grcßmuth, beschwöre ich Sie, erwirken Sie beim Könige Gnade für meinen Mann, erhalten sie diesem Kinde den Vater, mir den Gatten und einer alten Mutter, die in unaussprechlicher Liebe an ihm hängt, den einzigen Sohn! Mor stgnevr, Gnade! Gnade!" , Grace ä mon päre!“ flehte das kleine Mädchen. ‘ Der junge Prinz schien gerührt, versprach dem König die traurige Angelegenheit vorzutregen und auch das sinnbildliche Bouquet zu übermitteln. So» dann entließ er Huldreick st Mutter und Tochter. zu sein." „Monseigneur!" rief die Vicomte sse mit freudigem Erschrecken, das kleine liebliche Mädchen aber trat einen Schutt vor und in ihren zur Bitte gefalteten Händchen das Bouquet versteckend, sagte es mit süßer, zarter, flehentlicher Stimme: , 0h Monseigneur, Prenez ces fleurs, Oh grace ä mon pere !Ä *) „Monseigneur! — sie find dem König bestimmt, diese Blumen I Sie besagen all' mein Leid I" sagte die Dame mit vibrirender Stimme. „Der König soll sie erhalten, diese Blumen, und nun, Madame, wenn cs beliebt, theilen Sie mir mit, was Sie von Sr. Majestät zu erbitten gedenken." Dabei wies der Prinz galant nach einem Fauteuil. Mit Zaudern nahm die Comteffe Platz und ihr Töch- terchcn neben sich stellend begarn sie: *) O hoher Herr! .Nehmt diese Blumen! O Gnade für meinen Vater!" reden, ist wenig oder gar keine Zeit vorhanden, der Blumensprache zu huldigen. Ich kann Ihnen nur wiederholen, Madame, was Ihnen bereits der Herr Adjutant mittheilte: wenden Sie sich schriftlich an Se. Majestät." ' „Aber meine Herren, meins Herren", flehte die Dame unter Thräncn und mit gefaltet erhobenen Händen, „es handelt sich um Leben oder Tod meines Gatten, des Vaters dieses Kindes." Im selben Moment öffnete sich die zu den inneren Gemächern führende Flügelthür, und ein schlanker blutjunger Officier trat in die Adjutaniur. Die anwesenden Osficiere nahmen sofort ehrfurchtsvolle Stellung an, der junge Officier aber blickte erstaunt und fragend auf die anwesende so flehentlich bittende Dame und auf das kleine Mädchen mit dem herrlichen Bouquet. Es war der 17jährige, eben erst zum Kapüän avancirte Prinz Wilhelm von Preußen. Einer plötzlichen Inspiration folgegebend, welche ihr sagte, daß sie das, was Ihr soeben abgeschlagen, von diesem ho Hutt vollen Jüngling mit mehr Glück erwarten dürfe, verbeugte sich die Con teste tief vor dem Prinzen und sprach ihn an: „Ich weiß es nicht", sagte sie, „wer hier vor mir steht, aber eine innere Stimme deutet mir, daß Sie, mein Herr Ojficier, den Willen und die Macht haben, einem armen schwachen, tiefgebeugten, ja, der Verzweiflung nahen Weibe den Weg zu Ihrem erhabenen König zu zeigen, damit es zu feinen Füßen Gnade erflehe für den unglücklichen Gatten, der Gefangener ist in der Festung Glatz in Schlesien und vor ein Kriegsgericht gestellt werden soll l" „Madame", erwiderte Prinz Wilhelm, „ich bin Kapitän in Diensten des Königs von Preußen, meine Machtbefugnisse gehen nicht allzuweit. Der König ewpsängt heute die Behörden von Paris, feine Zeit ist gewesten — wollin Sie aber, Madame, einem Prinzen von Preußen, der vor Ihnen steht, sich offenbaren, so wird er versuchen, Ihnen nach Möglichkeit dienlich Redaktion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. * „Welch' warmer Fürsprecher du bist, wenn es gilt, Anderer Leid zu heilen 1" — Diese Worte richtete Friedrich Wilhelm III. an den jungen Kapi'än Prinz Wilhelm, nachdem dieser mit aller Macht und dem Feuer der Beredsamkeit die Bitte der Vicomtesse Turgot de la Barre vorgetragen hatte. „Laß sehn die Blumen, ich werde versuchen, ihn zu deuten, diesen Selam I" Das Bouquet bestand aus Blumen, wie sie nur ein großartiges Treibhaus auszuweisen hat. Der König nahm das Bouquet zur Hand und betrachtete es, laut jede Blume benennend: „Narcisse, — Rosmarin , — Thymian, — weiße Hyacinthen, — Ra- munkel, Krausewünze, Salbei, Himmelsschlüsselchen und — eine Kaiserkrone! Ja, ja", sagte der König — „diese Blumen, sie deuten das, was ich eben aus Deinem Munde gehört: Mein Gatte, ein Osficicr, ist im Felde und in Gefahr, ich fürchte seinen Tod!.. Run, ich werde mir sofort eingehenderen Bericht über den allerdings sehr ernsten Fall einfcrdern und nach Erwägung der Umstände handeln **). Du aber, Du eifriger Anwalt, Du sollst auch nicht leer ausgehen für Deine edelmüth'ge Bemühung, — eine Blume hier aus dem Sträußchen will ich Dir schenken, — hier nimm sie, — sie sei Dein, die Kaiserkrone!" Und Prinz Wilhelm hat sie erhalten die Kaiserkrone. Dem 74jährigen Greise sollte nach blutigen Kämpfen die Krone winken, die dem 17jährigen Jüngling der Vater im Scherz gespendet hatte. Wie er die Kaiserkrone sich erworben und 17 Jahre lang ihre Bürde getragen: in den ehernen Tafeln der Geschichte steht es etngegraben. *♦) Der Officier wurde zu sechsmonatlicher Festungshaft begnadigt.