ten möchte aber erden. Dieselbe rng des Körpers i nun die Betten sam gelüftet, so entstehen, deren sucht werden, chärfsten Tadels. t, welchen das inchen noch nicht ch in den Kindererden meist auch betten eingehüllt, 'eichzeitige unsin- lche nur zu oft Und strampelt erträglichen Hitze । sind unkundige t armen Kleinen i, vielleicht auch schm Schiebekin- lerin das Kind > eine die Seh- de scharlachrothe i, wenn bezüglich hrem Anhängsel en. Man schütte e aus und treibe wlche Prinzipien- offenen Fenstern nehmen müssen, dürfen und bis den Herumlaufen , welche sich von h das Material d ist ebenso ver- le-Emballagen. Egon W. uchbarschaft von on Wölfen heim» htes wäre, denn Dörfer her, die eine Summe, die i Zweck erreichen, ht. Mau rechnet, Kinder von Wöl- 1 Mögliche gethan, am leit anzufeuern f gesetzt, aber die x eine besondere Vernichtung für chießener Jamilienblätler. Belletristisches Beiblatt zum Gießener Anzeiger. ■$1^ 01, Samstag dm 26. Mai. 1888. Der Gröe des Kaufes. Roman von Hermine Frankenstein. (Fortsetzung.) „Erinnert Ihr Euch der kleinen Cressy. die Frau Goß au« der Armmschule nahm?" fragte Blanche. „Cressy ist jetzt mein Kammermädchen. Str erinnert sich Eurer sehr gut, Guy, weil Ihr immer so freundlich mit ihr wäret." „Die Haushaltung h t sich wenig verändert, seit Du fortgingst, Guy", sagte Sir Arthur. „Die alte Heimath noch weniger. Sobald sich das Wetter auf- k ärt, mußt Du mit Blanche einen Streifzug über das Gut machen. Ich habe vor einem Monate ein prächtiges Reitpferd für Dich gekauft. Es steht itn Stalle und harrt Deiner Verfügung. Du wirst auch Jagdpferde und Hunde finden. Du mußt Dich nur mit unserer einfachen Lebensweise zufrieden geben und ich zweifle nicht daran, daß sie Dir nach Deinem Universttätsleben und dem Wanderjahre sehr angenehm sein wird." „O, gewiß", sagte Lowder. „Wenn ich gar nichts sonst gelernt hätte, so habe ich doch gelernt, mich meiner Heimath zu freuen." „Ich vermuthe", sagte Sir Arthur, welcher immer den Gefühlen Anderer Rechnung trug, „daß Du die gu'e Frau Goß schon gerne sehen möchtest, die in Deiner Kindheit alles Mögliche that, was sie Dir an den Augen adsehen konnte. Ohne Zweifel hat ihr Purmton erzählt, wie freundlich Du mit ihm warst und hat damit ihre Eifersucht erregt. Du kannst auf ihr Zimmer gehen, Guy, wenn Du willst, aber bleibe nicht lange au». Ich kann Dich jetzt nicht lange entbehren und ich hätte Frau Goß hier« her berufen, wenn ich nicht dächte, Tu willst sie lieber allein sehen." Lowder blickte bei diesem Vorschlag verlegen vor sich hin. Aber da e» Sir Arthur und Blanche höchst natürlich schien, daß er die Hau hälterin zu besuchen wünsche, stand er auf und erklärte lächelnd, daß er die gute alte Frau überraschen wolle. Aber kaum war er draußen in der Halle und allein, al» sich ferne Stirne virdunkrlte und er murmelte: „Verwünscht I Ich möchte gern wissen, wie ich das Zimmer der Haushälterin finden soll, ohne meine Un- kenntniß des Hause» zu verratlen?" Zwölftes Kapitel. Olla's Drangsale beginnen wieder. Während sein falscher Freund, Jasper Lowder, sich auf dem Platz ststsetzte, der rechtmäßig Guy Tresstlian gehörte, ihm Heimath, Erbschaft und Anverwandte stahl und ihn einem schrecklichen Schicksale überließ, war der Sohn des Baronets nicht ganz freudlos. Fron Vicini behandelte ihren fanften, stillen Pflegling mit fast mütterlicher Sorgfalt und Zärtlichkeit. Sie hatte selbst keine Kinder und die Pflege des armen trübsinnigen Guy schien eine Lücke in ihrem warmen Herzen auszusüllen, dem zärtliche Fürsorge ein Bedürfniß war. Tomasa war in seiner Fischerbarks fast immer auf dem Meere und Teresa war daher viel allein. Er war also ganz natürlich, daß sie ihrem schwergeprüften, neuen Inwohner sehr zugethan war. Da er nur wenig sprach und seine früheren Kenntnisse des Italienischen ganz vergessen zu haben schien — denn wenn er sprach, bediente er sich seiner Muttersprache — so machte sie keine Versuche, mit ihm zu plaudern; aber sie sorgte unablässig für ihn und seine Toilette war immer so nett und fein, daß Guy stets wie ein Gentleman aursah. Er belohnte Vicint's treue Pflege mit sichtlicher Zuneigung, welche der meckeren Bäuerin ungemein schmeichelte. Aber es geb Eine, an der er mit einem Anfluge von jener Lebhaftigkeit hing, die ihm in seinen glücklichen und gesunden Zäten eigen gewesen war. Diese E ne war Ollr. Er verehrte das junge Mädchen mit den leuchtenden, schwarzen Augen, wie man eine Heilige verehrt. Tag für Tag saß er auf der Felskuppe und erwartete, mit traurigen, sehnsuchtsvollen Blicken in das Thal hinabblickend, Olla's Besuch. Rur wenn er sie erblickte, irrte ein Lächeln über b-e erstarrten Züge; nur wenn sie ihm vorsang, traten Thränea in seine schwermüthigen Augen. Es schien in der That, als ob sie allein die Fähigkeit hätte, einen Schimmer von Leben in seiner schlafenden Seele erwecken zu können. Und Olla ließ den geduldigen Wächter auf der Felrkuppe nie umsonst warten. Jeden Vormittag, ob Regen oder Sonnenschein war, besuchte sie ihn mit pür ktlichstcr Regelmäßigkeit. Sie brachte ihm Früchte zur Equickung, und Bilder, deren Betrachtung ihm Vergnügen zu machen schien. Sie sang ihm Lieder, Op-rn-Arien und Balladen vor und der arme Guy wurde ihres Gesanges nie müde. Mit in Gießen. 246 Eine heil« Die Stoiloff Katsersto hatten fi aus ihn durch bi von ihre bereits i „Schani in allen diverses Herr £)6 betreffen stünderl Aker bii Geschäft ließen fi mal, n „Dcr H der Her vom „F Wiener „Ntum riki" rc. Ruhe: silis trü was bei „Oss B net zufr könn' i Candida Das /traurige, Stein gk msnfchliä --Ich finden", steigend. 2000 Fi von feir Neapel; Er ß zurück. Eire Teresa S in welch vierzehn Hochzeit Dies bei ihrer fich das stummem Entzücken lauschte er dem Wohllaut ihrer s süßen Stimme, und nur während sie sang, blitzte es i hie und da wie verständnißvoll über seine schönen - Züge und traten Thränen in seine blauen Augen. ; Olla's Interesse für Tressilian wuchs Tag für Tag. Es war nicht Liebe, was sie sür ihn fühlte, — aber seltsames, zärtliches, ja fast schmerzliche« Mitleid. Sie fühlte jene beschützende Lüde für ihn, wie sie hochherzige Menschen immer sür die Hilflosen fühlen; und es schien Olla, als hält« Tressilian in feinem namenlosen Unglücke und seiner Verlassenheit einen Anspruch an sie. , Sie war jedoch nicht sein einziger Besuch, Pa- lestro kam oft in die Fischerhütte, angeblich um Teresa zu besuchen, in Wirklichkeit aber, um sich nach Tressilian zu erkundigen. Der Schreiber war, wie es schien, ernstlich fe# müht, das Geld zn verdienen, dar ihm Jasper Lowder für seine Mühe als Spion gab. Tressilian hatte eine seltsame Scheu vor Palest ro, al« ob ihn eine innere Stimme warne. Einige Tage nach dem Besuche Devererx Gower'S bei Tressilian kam Palestro in einer Barke von Palermo nach dem Hause der Vicini'r. Wie gewöhnlich wich Guy mit sichtbarer Abneigung vor ihm zurück. Der Schreiber, der auffallend gut gekleidet war und eine goldene Uhr an einer goldenen massiven Kette, sowie einen großen Siegelring und eine Busennadel mit einem großen Amethyst trug, erkundigte sich daher bei Mrs. Vicini nach dem letzten Ausspruche Doktor Spezzo's über den jungen i Engländer. „Ei, Jacopa, habt Ihr eine reiche Erschüft gemacht?" fragte Mrs. Vicini neugierig. „Ich sah Euch noch nie so elegant!" „Meine Arbeit wird gut bezahlt", erwiderte der Schreiber, der sich wohl hütete, ihr zu sagen, wem er seinen neuen Wohlstand verdankte. „Und es ist, wie Ihr sagt, Teresa, ich habe vor kurzer Zeit eine Erbschaft gemacht und kann nicht leugnen, daß es mir besser geht wie früher. „Das ist erfreulich", verletzte Teresa. „Aber wen habt Ihr beerbt, Jacopo? Wir haben keine Verwandten, die ein Vermögen hinterlassen könnten." „Ihr vielleicht nicht", entgegnete Jacopo Palestro etwas hochfahrend. „Ich aber hatte einen Onkel, der ein reicher Fluchthändler in Messina war. Doch um auf das zurückzukommen, was ich Euch sagen wollte, Ihr erinnert Euch wohl, daß, als ich im vorigen Jahre in Nec pel war, ich mich in ein junges Fräulein Namens Giuditta Carvelli verliebte. Ich machte ihr einen Heirathsantrag, aber sie wies mich ab. Sie war die Erbin eines Gasthofes und schönen Weingartens und wollte sich nicht an einen armen Schreiber wegwerfen. In meiner Wuth warf ich ihr vor, daß ihre Familie aus Räubern bestehe, daß der Räuberhauptmann, welcher der roch- Carvelli genannt wird, ihr Bruder sei. Sie kehrte sich aber nicht daran und sagte mir, daß sie mich heirathen würde, wenn ich ihr eine Jahresrente von 2000 Frcs. zubrächke. Ich erklärte ihr, daß cs unmöglich sei, und ging fort, ihren Hochmuth verwünschend. Aker die Zeiten haben sich geändert. Ich habe jetzt die Jahresrente von 2000 Fr cs. - ja noch mehr —" „Unmöglich Jacopo!" fick ihm Teresa in's Wort. „Aber Ihr wäret immer ein Prahlhans!" „Ich schwöre, daß es wahr ist, Teresa I Dir alte Onkel, der vergangene Woche in Messina starb, hüt mir da« Geld hinterlassen. Und j tzt kehrt mein Sinn wieder zu Guiditta und ihrem kleinen Gasthof in Neopel zurück. Man könnte durch denselben reich werden. Und d'e hübsche, schlaue Guiditta ist spar- sam wie rin Geizhals." „Wann werdet Ihr nach Neapel gehen?" .Morgen, Teresa, mi dem Dampsboote." „Aber vielleicht ist die hübsche Guiditta schon vcrheirathet?" „O nein", rief der Schreiber, einen Brief in seiner Tasche hkvumdrehend. „Ich schrieb ihr vor einigen Tagen und fragte sie, ob der alte Handel noch giltig sei und heute habe ich ihre Antwort erhalten; sie schreibt mir, daß er noch gelte und daß ich nach Neapel kommen könne, wenn ich die 2000 Frcs. jährlich habe. Ich habe mich sür die Ueberfahrt eingeschrieben und bin gekommen, um Euch um eine Gefälligkeit zu bitten." „Gut, was ist das?" „Er ist nur eine Kleinigkeit", sagte der Schreiber etwas unruhig. „Ich w'll Euch nur bitten, doß Ihr mir wöchentlich schreibt, während ich fort bin. Ich komme jeden Monat einmal nach Palermo und während der übrigen Zeit schreibt mir, was es hier Neues giebt." „Aker ich kann nicht schreiben und ich werde Euch wenig Neuer zu schreiben haben." „Ich will Jemanden bezahlen, der statt Euch schreiben kann", — entgegnete Palestro eifrig, „oder die schöne, schwarzäugige Engländerin, die zu dem armen Wahnsinnigen kommt, wird sür Euch schreiben. Sie spricht unsere Sprache sehr gut und was die Neuigkeiten betrifft, so schreibt mir, wie es Tomaso bei seinem Fischfänge geht, was man sich in der Nachbarschaft erzählt und — und — von dem jungen Engländer, der ro'e ein Steinbild draußen sitzt. Ich interesstre mich sehr für ihn und möchte gerne hören, war er thut und wie es mit ihm weiter geht." Er nahm au« seiner Tasche ein Fünffrankenstück, schob e« Frau Vicini zu, welche zu ihm sagte: „Ich sehe es ganz gut rin, daß Ihr Euch sür den armen Unglücklichen interessirt, Jacopo, und ich will Euch jede Woche einen Brief schicken. Ich wünsche Euch Glück zu Eurer schönen Braut und ich hoffe, daß es Euch gut gehen wird!" „Das wird der Fall sein!" rief der Schreiber. „Jetzt will ich Euch Lebewohl sagen. Grüßt mir Tomaso, den Fleißigen — es würde mich t ödten, so i arbeiten zu müssen, wie er." Er nahm Abschied von ihr und entfernte sich, i Neben Tressilian blieb er stehen und sagte einige . Worte zu ihm, erhielt j-doch keine Antwort. Dar mmöglich sei, schend. Aker habe jetzt die och mehr — sa in's Wort. 18!" Teresa I D«r Messina starb, tzt kehrt Mi in leinen Gasthof denselben reich iditta ist spar. gehen?" >sboote." Suiditta schon inen Brief in schrieb ihr vor er alte Handel :e Antwort er* gelte und dc-ß wenn ich die e mich für die .kommen, um e der Schreiber Bitten, doß Ihr fort bin. Ich ermo und wäh- was es hier und ich werde i." der statt Euch ro eifrig, „oder in, die zu dem c Euch schreiben, t und was die wie es Tomafo an sich in der - von dem jun- Id draußen sitzt, tb möchte gerne jm weiter geht." Mffrankenstück, ihm sagte: ß Ihr Euch für Jocopo, und ich i schicken. Ich i Braut und ich I" f der Schreiber, n. Grüßt mir ; mich tobten, so d entfernte sich, und sagte einige Antwort. Dar 24? ?!taurige, theilnahmslose G sicht hätte ebenso aus Stein gehauen sein können, so ernst und baar olles menschlichen Interesses war cs. „Ich werde ihn in fünfzig Jahren noch ebenso finden", murmel'e Palestro, zu seinem Boote hinab- steigend. „Er ist das Kapital, welches mir jährlich 2000 Frcs. Inter-sien einträgt. Teresa wird mich von seinem Befinden unterrichten. Und jetzt nach Neapel zu Guiditia. Er stieg in sein Boot und ruderte rach Palermo zurück. Eire Woche nach Palestrv's Abreise erhielt Teresa Bicini einen Brief von ihrem Verwandten, in welchem er ihr schrieb, daß er feine Gutditta in vierzehn Tagen heirathen werde und lud sie ein, zur Hochzeit zu kommen. Diesen Brief zeigte Frau Bicini Fräulein Olla bei ihrem nächsten Besuchs und auf Ansuchen erbot sich das Mädchen, denselben zu beantworten. (Fortsetzung folgt.) Der Wroncandidat. Eine heitere Geschichte aus Bulgariens jüngster Vergangenheit von H. Atony. (Nachdruck verboten.) Die drei Herren mit den sechs f, die Herren Stoiloff, Grekoff und fiele-ff, waren kaum in der fiaiserstadt „an der blauen Donau" angelangt und hatten kaum den aus Buda-Pest, eventuell auch noch aus ihrem thruren Bulgarien miigebrachten Staub durch den Herrn Hausknecht des Hütels Metropole von ihren Kleidern wegstriegeln losten, da erschien bereits in Pausen von fünf Minuten der Herr oberste „Schani" des Hüiels und überbrachte Visitenkarten in allen nur denkbaren Dimensionen und mit den diversesten Aufschriften. Gleichzeitig avisirte der Herr Oberkellner mit lauter Stimme den Namen b?6 betreffenden Herrn, der „nur a ganz klans Viertel- stünderl dir Herren aus Bulgarien sprechen möcht'." Aker die Herren aus Bulgarien, die kannten das Geschäft schon von neulich her, von Vuda-Pest avs, ließen sich bei ihrer Toilette nicht stören und jedes- mal, wenn svccessive der Herr Schani avisirte: „Dcr Herr Wand'l von der „Vorstadtzeitung", — der Herr Lusti vom „Extrablatt'l", — Herr Huber vom „Fremdenblatt", — Here Hofer vom „Neun Wiener Tageblatt", — Herr Nudelmey r von d-r „Ntuen Freien Preßl" — Herr Hahn vom „Kikeriki" ec. läßt bitten, nur a klans Viertelstünderl", — — erwidert;' Herr Sioiloff stets mit stoischer Ruhe: „Sar-dick rumili beglerbeg Niko polis silis tria, Russ esuk kasan kama tria ditza* — was beiläufig in's Wienerische übersetzt lauten mag: „Oes Bagagi über anandcr, wollt'« öe uns denn net zufrieden laflen? Kruzitürken Sackerlot! Euch könn' wer net krauchen — wir brauchen an Candidaien I" Das war ein großer Strich durch die Hoffe ungen und Erwartungen der Herren Interviews. Betrübt hörten sie die Botschaft, sahen stch lange las Hü el von Bußen an und sandten dann di« mitgebrachten Setzerlehrlinge, welche spornstreichs eventuell p r Fioker ober Comsortable den gehofften Bericht nach der betr. Redaction hätten schaffen sollen, — per pedes zurück. Sag' nur, hcut' giebr's no nix, — Lois'l hast v rsianden? . . . Bua ellendige!" Es wor d»r Herr Berichterstatter dir X... Zeitung, deffen g'knickts Hoffnungen der arme Lois'l büßen mußte und die Worte: „Der Zankoff hat ganz recht gehabt", vor stch brummend, verließ Herr Hlawatzek das Terrain, um im nächsten Dreher'schen beim Pfiff Böslauer und an klau' Guilasz mit Ncck-rln die gute Laune wieder herzustellen. Auf dem Wege dahin traf er einen College» vom „Ganz funkelnagelneuen Wiener Tage- und Nachtblatt", ber in rasender Eile anhergesaust kam. „Na wohin denn, Spezi? Wolln's amend gar die bulgarische Drei - Männcr-Deputation interviewen ?" „Na warum denn nit?" „Na wifs-n's war? Blamiren's sich fchon lieber nit, der Portier vom Hüt-l, der wird schon saugrob, wenn noch einer kommt, s' wird Nemand vorg'lossiN." „Ah, pop>rlapop, — das wär' nicht schlecht. Ja selbstredend, a lebe Zeitung wird nit vorg'lafsin — nein, nein, ich ro tt Sie durchaus nicht beleidigen, — aber wissen S', — a Weltblatt, wie unsers, für das «xistirt überhaupt kein Portier." „Na, woll'n S' wetten, daß Sie — Sie großes, großes „Weltblatt" auch nit vorkommen?" eroberte Herr Hlawatzek im höchstgereizten Tone. „Woll'n S' wttten um fufzig Gulden? Ham' S' Courage?" „Es ist gut", erwiderte Herr Strobel siegesbewußt, — die Wette ist angenommen, die Wette gilt!" „Topp, Handschlag! Kavalbrrparole!" „Topp! Natürlich!" Die beiden Rivalen schieden. Der eine eilte zur Restauration, der andere zur Deputation. „Sapperlot, dar ist aber foul. Also richtig, kein Mensch, keine Seele wird vorgelaffen. Sind da« Trotzköpfe diese Bulgaren! Nit a mal fünf Minuten lassen sie sich sprechen. Die schlafen wahrscheinlich oben, oder spielen Terok oder Sechsundsechzig. Ich wollt' ja weiter w'x wiffen, als „wer", „warum" und „wann", „weshalb", „weswegen" und „ob", „zu welchem Zweck", „ob nach Berlin", „ob zum Bismarck", „nach Petersburg" — „ob vielleicht auch einen kleinen Abstecher nach Sibirien", — „ob's auch mit guten Pelzen versehen sind" rc-, — wester wollt' ich ja gar nichts fragen. Ja, was is denn da zu machen? Ja, und dann auch noch 50 Gulden. Eure dummr Geschichte!" Diesen Monolog führte Herr Strobel, al», nachdem er alle Minen hatte springen laffen, er zi der Ueberzmgung j gelangt war, daß H.rr Hlawatzek halt doch recht 248 sehen. Was machen die Studien?" Strobel, dis befinden sich t bald designatus zu fein?' der Heiligen Hilfs wird fluchen!" „Herrgott von Mannheim, da fällt mir etwas ein", setzte Herr Strobel fort, — „wiflen S' was, Herr Crndidat? Sie können mir einen unbändigen G'fallen thun, — doch halt — wie heißen — wie heißen S' denn mit Ihrem Vornamen?" „Ferdinand! Aber ich heiße auch noch Hieronymus, Johann von Nepomuk, Anton von Padua —" „Genug, genug, Herr Thron, Ferdinand genügt vollkommen und stimmt außerdem bis aufs Tüpferl am i. Sagen Sie, Herr Thron, sind Sie im Besitz von Visitenkarten?" n 1 „Nein", erwiderte der Candidat, erstaunt über die sonderbaren Fragen, „min, meine bescheidenen Mittel erlauben mir solchen Luxus nicht; aber vielleicht zu Neujahr, wenn mir der liebe Gott das Leben schenkt, laffe ich mir 25 drucken." (Schluß folgt.) tiefen Seufzer. „Hat man Aussicht, ,.O, mit Gottes und ... . cs sich ja machen. Vorläufig heißt es, Stunden, Stunden, so viele Stunden wie möglich geben und in christlicher Demuth hinnehmen, was mir armen, sündigen Menschen beschieden." ' „Na, der Theologe verleugnet sich nicht bei Ihnen, „Herr Thron", da» muß man sagen, — übrigens Donnerwetter--" „Aber, aber, Herr Strobel — nicht flu — flu — Allerlei KedanKenspäyne. Die Ehe ist die Seelenwanderung der Frauen, denn sie ! verwandelt dieselben in andere Geschöpfe, als sie früher waren, s Gute Entschlüsse gleichen stubensiechen Personen, denn ■ beide müssen — ausgesührt werden. Niemand kann seiner eigenen Gesellschaft ausweichen, es sollte sich darum Jeder so gut wie möglich aufführen. i Stolz kostet uns mehr, als Hunger, Durst und Külte. Manche Menschen gleichen dem Thee: Ihre Kraft und : Triftigkeit kommen erst dann bei ihnen zum Vorschein, wenn : sie eine Zeit lang in heißen, Wasser gewesen sind. i So lange der Mensch jung ist, will er auf Niemand ‘ hören, und wenn er alt ist, will Niemand auf ihn Horen, j Frauen und Waagen haben darin ein- merkwürdige ; Aehnlichkeit mit einander, daß die — Zungen beider selten stille stehn. . .. KlugeVorsicht. In Biscaya herrschte früher die Gewohnheit, daß Jeder so viel Holz hauen durfte, als er brauchte. Damit das Holz aber nicht so sehr abnehme, war die Sitte eingeführt, daß alle Hausväter und erwachsenen Manner an einem bestimmten Tage an den Ort sich begaben, wo sie das Holz geschlagen hatten. Ein Jeder mußte daselbst zwei Bäume pflanzen, die er zu dem Ende ans feiner Baumschule mitbringen mußte. Waren die Baume gepflanzt, so tanzten sie vergnügt um einen nut Wein gefüllten Schlauch, leerten ihn aus und gingen vergnügt nach Hause. Vermischtes. Erfindungen, Neuerungen, Verbesserungen. Zwei neue Verwendungen der Photographie für die Wissenschaft sind aus letzterer Zeit zu melden. Es ist nämlich zunächst Professor Plügel und Dr. Tilanus gelungen, die Bakterien, welche das Leuchten der Seefische erzeugen, nach Kochs Weise in Reinkulturen zu züchten. Bringt man sie auf Glasplatten, so erscheinen diese im Dunkeln mit gehabt hatte. GedavkenveÜ schritt er den Kärntner , Ring entlang, da hörte er sich plötzlich von einer : höchst bescheidenen Stimme angesprochen: „Herr Strobel!" kam es flüsternd von den Lippen eines großen, äußerst schlanken Jünglings, dessen strohgelbes, resp. semmelfarbiges langes Haar mit den hellen Vergißmrinnichteugen malerisch harmo- nirte. Der junge Mann trug — wir wiflen nicht * warum — keinen Ueberzieher, dafür aber einen ; Kneifer. Daß sein schwarzer Anzug schon etwas | stark abgeschabt war! — große Geister sehen übir : so etwas hinweg — und im Uebrigen, wen geht f denn das etwas an?" „ , ,, I „Ah, Sie stnd's Herr Thron? Na, freut mich, : Sie wieder einmal zu sehen. Was machen die - Akhaktisn; A. Acheyda, — Druck und Perlag der Brüh!'schm Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) m Gicßau leuchtenden Punkten übersäet, und Professor von ■. Haren Nomon hat danach Photographien hergestellt. ; Auch hat man die Photographie in dem Jrrenhause, der Salpetrwre, in Paris verwendet, indem interessante Krankheitserscheinungen bei Irren, Hypnotisir- ten, Hysterischen rc. durch Momentbilder in fortlaufender Reihe festgelegt worden sind. Bekanntlich ist es jetzt gelungen, auch des Abeuds Augenblicksaufnahmen durch das sogenannte Blitzpulver der Firma Gadicke und Miethe anzufertigen. Es besteht im wesentlichen aus Magnesium und chlorsaurem Kali und hat die Eigenschaft, daß es in weniger als ‘/io Sekunde verbrennt und eine dem Sonnenlichte fast gleiche Helligkeit hierbei entwickelt. Dadurch ist der bekannte Augenarzt Professor Cohn in Breslan auf den Gedanken gekommen, die Pupille des Auges im Dmikeln zu photographieren. Die Pupille hat nämlich un Finstern einen bedeutend größeren Durchmesser, als bei Tageslicht, daher können Einzelheiten um so leichter erkannt werden. Eohns Aufnahmen gesunder und kranker Augen, Staarerscheinungen re. geben bis ins Kleinste den Anblick wieder, welcher sonst nur in einzelnen Augenblicken durch den Augenspiegel möglich ist. Das Wesentliche bei diesem Verfahren war die glückliche Erwägung des Professor Cohn, das Blitzpulver verpuffe so schnell, daß erst nachher das Auge Zeit hat, sich zu schließen, nachdem dre photographische Aufnahme im Dunkeln bereits erfolgt ist. - CH- T. - „Ach ich danke, Herr Strobel, die b.findm sich ; Gottlob wohl," erwiderte der junge Mann mit einem s