6-ich en er Jamilienbläiter. Belletristisches Beiblattzum Gießener Anzeiger. M. 139, Samstag, bett 24. November. 1888. Gräbern im Grabesnächte, ?n vom Himmelsrund Blumen, Wenn er tagt. Und rings in Gräbern ti jäh verscholl, die im Hafei ie Liebe sla ie Liebe, di :, schlaft süß, geliebt ühlen Grabesgrund, Von Kinderlust, di Von müden Herzer Von Jugend, sonst Und drüber Kreuze Aus eurer schauerdunklen Welt! Wer all' die Grabespforten sprengte, Ob Riedgras oder Blumen drauf Und all' die Thränen rasch verdrängte — Ha, tausend Himmel schloss' er auf! jwei Kaiser auch, im Heldenruhme, j’n glanzverklärt am dunklen Ziel: welkte Deutschlands schönste Blume, schwieg ein goldnes Saitenspiel. Suchst wehmuthsbang den Leichenstein Und weißt, wenn noch die Todten träumen, Dein Weib träumt nur von dir allein. eure Huget roe it an euren G richt untergeht! Karl Du trägst den Kranz, den blumenlosen, Erinnerungsvoll zum Gräberfeld . . . Stehst traurig bei Cypressenbäumen, Da ruht der Mund, der dich entzückte Das Haar, mit dem du oft gespielt, Die weiße Hand, die warm dich drückte Und doppelt fest im Leid dich hielt. Da ruht das Herz, das du erkoren, Das deine Sonn', dein Sternenglanz, Das ew'ge Liebe dir geschworen — Heut' schmückst Du's mit dem Todtenkranz. 558 Junkek! Erzählung von Friedrich Friedrich. (Fortsetzung.) Regungslos saß Marie da. Noch hatte ihr Vater die Thür nicht erreicht, da sprang fie auf, eilte zu ihm und umschlang ihn mit beiden Armen-- „Vater — Vater! Laß mich hier!" rief sie bittend. Unwillig wandte Prell sich um. „Marie!" rief er streng, heftig. „Laß mich hier, Vater", fuhr das Mädchen bittend fort. „Laß mich hier — stoß' mich nicht von Dir!" „Marie — fei doch nicht thöriSt!" sprach Prell, sich zusammennchmend und weniger heftig. „Paula wird es Dir nicht übelnehmrn, wenn fie acht bis vierzehn Tage allein ist — morgen Mittag reist Du fort!" Gr drängte sie zurück und verließ das Zimmer. Laut schluchzend warf sich Marie auf einen Stuhl, das Gesicht mit beiden Händen bedeckend. Eine unbezwingbare, ahnungsvolle Angst hatte sie erfaßt. Es war ihr, als ob fie lorgeriffen sei von dem Herzen ihres Vaters, als ob fie ihn verloren habe ohne ihre Schuld, nur weil er Paula mehr liebte als fie. Paula hatte weder Prell» HeftigkeitMch Marien» Schmerz begriffen. Theilnrhmend trat sie zu ihr und legte ihren Arm der Freundin um den Hal». „Marie!" bat sie, „sei ruhig, füge Dich dem Willen Deines Vater». Ich bleibe ja gern die kurze Zeit allein, da ich weiß, daß Du in der Residenz Vergnügen haben wirst. Sei ruhig!" Im heftigen Schmerze kannte Marie sich selbst nicht mehr. Unwillig stieß sie die Freundin zurück. Sie war e» ja, die ihr die Liebe ihre» Vater» entzogen hatte, fie hatte mit ihrem Eintritte in diese» Haus ihr Glück untergraben. „Marie!" rief Paula vorwurfsvoll. „Hab' ich Dir ein Leid zugefügt?" „Ja — ja!" rief die Schluchzende. „Laß mich allein — geh' fort — fort!" Sie bedeckte auf'» Reue da» Gesicht mit beiden Händen. Zögernd stand Paula da. Marien» Worte waren für fie ein Rärhsel. Nie hatte fie das sonst so ruhige, sanfte Mädchen in einer so aufgeregten Stimmung gesehen. Sie fühlte stch frei von jeder Anschuldigung, mochte Mariens Mund sie auch ausgesprochen haben. Schweigend verließ fie das Zimmer. Bis zum folgenden Morgen blieb Marie allein eingeschloffen auf ihrem Zimmer. Al« Prell am Abend mit Paula allein saß, fragte er kurz: „Wo ist Marie?" und als Paula ihm mittheilte, daß fie sich auf ihrem Zimmer eingeschloffen habe, sprach er kein Wort weiter darüber. Er war überhaupt still, verstimmt, so daß auch Paula nach dem Esten ihn verließ und stch auf ihr Zimmer begab. Marie war am andern Morgen ruhig, gefaßt, dennoch schien eine Veränderung in ihr vorgegangen zu sein. Sie war ernst, kalt. Sie hatte ihre Sachen gepackt und al» fie am Mittag von ihrem Vater und Paula nach dem Bahnhof gebracht wurde, nahm fie ohne eine Thräne von ihnen Abschied. Es lag in ihrer Ruhe fast etwa« Unheimliches, Aengstliche«. Ihr Vater schien es nicht zu bemerken, denn er war freundlich gegen ste und rief ihr nach, al« fie bereits im Wagen faß, sie möge sich viel Vergnügen machen — er werde sie selbst aus der Residenz wieder abholen. Er kehrte mit Paula allein in sein Hau» zurück. Paula war verstimmt. Vergebens hatte sie stch den Austritt zwischen Marie und deren am Vater Tags zuvor zu erklären versucht. Martens Ruhe und Kälte beim Abschied hatte ste noch mehr befremdet. Sie hatte ihr kaum die Hand gereicht, und doch waren fie innig befreundet gewesen, doch wußte sie nicht, wodurch fie Marie beleidigt hatte. Der Doktor sprach wenig, bi« sie in seinem Hause wieder ankamen. Paula wollte stch auf ihr Zimmer begeben. Er bat sie, mit auf seine Stube zu kommen. „Ich habe mit Dir zu sprechen, Paula", fügte er hinzu. „Setz' Dich — setz' Dich, Paula", sprach er, als sie auf seinem Zimmer an gekommen waren. Er konnte seine innere Unruhe nicht verbergen. Aufgeregt schritt er mehrere Male im Zimmer auf und ab. Dann blieb er vor Paula stehen. „Hat Dir Marie mitgetheilt, weshalb ste so ungern fortging, weshalb ste hier zu bleiben wünschte?" fragte er. Er blickte sie scharf, beobachtend dabet an. „Nein", erwiderte Paula, ihm unbefangen in'» Auge blickend. Er sah, daß sie die Wahrheit sprach. „Dich wird ihr Benehmen befremdet haben?" fuhr er fort. „Ich begreife e» in der That nicht", erwiderte Paula. „Ich habe ihr kein Leid zugefügt." „Da» weiß ich", sprach der Doktor, und seine Stimme wurde milder. „Ich weiß e» selbst nicht, was so lebhaft den Wunsch in ihr erweckt haben kann, hier zu bleiben. Mehr al« einmal hat sie mich — Du wirst es ja selbst wiffen — gebeten, ihr die Erlaubniß zu einem Besuche in der Residenz zu geben. Ich habe ihre Bitte abgeschlagen — ich hätte er vielleicht nicht thun sollen, allein es wurde mir schwer, mich von ihr zu trennen, ich wäre dann i in diesem geräumigen Hause ganz allein gewesen, hätte Niemand gehabt, mit dem ich bei meiner Heimkehr hätte plaudern können. Ich konnte sie nicht entbehren. Dennoch bereue ich jetzt, daß ich sie nicht s schon früher zu ihrer Tante gesandt habe. Ich sehe ein, daß meine Erziehung nicht die richtige gewesen ist. Marie ist gut und sanft, ihr Charakter ist schmiegsam, und so hoffe ich, daß meine Schwester 559 gefährlich. Liebe. ....... Er kannte die Frauen, er fand die Eigenschaften einer jeden heraus und wußte diese schlau zu benutzen. Deshalb war er ihnen so Ec war daran gewöhnt, daß die jungen Mädchen sich in ihn verliebten, er wußte er und dieser Bewußtsein gab ihm in dem Verkehr mit ihnen eine außerordentliche bestechende Sicherheit. Bei allem Leichtsinn, bei aller Wildheit seiner ' Charaktere, bei allen Ansprüchen, die er machte, I besaß er doch 'eire offene, frei sich gehen lassende noch jetzt an ihrer Erziehung nachholen wird, war I Berger war der einzige Sohn de» rerchsten Kauft ich versäumt habe. Ich will er Dir gestehen, Paula, I mann« in der Stadt — der einzige Erbe seiner daß er meine Absicht ist, Marie noch längere Zeit I Vaters. Sein Vermögen war für die Verhältnisse in der Residenz zu lassen. Ich mochte er ihr nicht I der Provinzialstadt ein bedeutende« und es wäre sagen, um ihr den Abschied nicht zu erschweren. Ist I auch groß genug gewesen, ihm in der Residenz ein sie erst einige Wochen dort, hat sie da« Leben und I glänzendes Leben zu gestatten. Der junge Berger die Zerstreuungen der großen Stadt erst kennen ge- I war Kaufmann wir sein Vater, indeß schien er es lernt, so wird sie sich weniger zurüäsehnen und mei- I nicht au« Neigung geworden zu sein, sondern nur nen Entschluß ruhiger ausnehmen. Ich habe mit I um das alte Geschäft sortzuführen und nicht in an- mir selbst gekämpft — e« ist mir schwer geworden, I dere Hände übergehen zu lassen. diesen Entschluß zu fassen, wenn ich Dir dadurch I Er war es, aus den Paulas Vater sie noch auf eine Gefährtin geraubt habe, weil Du hier allein I dem Sterbebette aufmerksam gemacht hatte. Berger bist — ich mußte e« thun, Paula, nun füge auch I besaß in der That einen trefflichen Charakter. Du Dich darin." I Dafür war er freilich an äußeren Vorzügen nicht Paula versicherte ihm, daß sie gern in dem I reich. Er war durchaus nicht hübsch zu nennen, ja Hause allein sein wolle, wo sie eine freundliche Aus- 1 er konnte fast für häßlich gelten. Nur wer ihn nähme und so viel Liebe gefunden habe. I länger und näher kannte, wer au« seinen Augen Prell streckte ihr die Hand entgegen. Sie zitterte I fein Herz heraurlas, wer wußte, wie viele lresfl'.che leise. Dies war da« einzige Zeichen, wodurch seine I Eigenschaften er besaß, für den verdrängte der innere innere Aufregung sich verrieth. I Mensch gleichsam die äußere Erscheinung, er konnte „Ich vertrete ja Vaterstelle an Dir", sprach er. j ihn sogar hübsch finden. „Ich meine e« gut mit Dir, und deshalb habe stets Berger war in der ganzen Stadt beliebt. Er dasselbe Vertrauen r» mir, welches Du zu Deinem po$te nte Quf feinen Reichthum, ließ denselben nie Vater gehabt hast. Wenn Du Wünsche hast, Paula, I Quffancnber Weise hervortreten. Von all' den jungm sage sie offen, und wenn Du Dich allein fühlst auf Männern, mit denen er in gesellschaftlichem Verkehr Deinem Zimmer, komm' jeder Zeit hierher zu nur lebte, besaß kein Einziger Vermögen, allein er fügte — auch ich fühle jetzt mehr wie früher das Be- sich ihnen stets, lebte nie besser wie sie. dürfniß mich auszufprechen." I Paulas Vater hatte ihn ganz richtig erkannt. Dann fprang er hastig auf und verließ das I Berger trug in sich die volle Gewähr, daß er feine Hau«, weil er noch einen Kranken besuchen müsse. I §rftu glücklich machen werde. Deshalb hatte er fein Prell« Benehmen gegen Paula fand in der I Kind gebeten, ihn nicht zurückzuweisen, wenn er um ganzen Stadt die allgemeinste Billigung. Selbst I tLe H^d anhalten sollte. diejenigen, welche ihm südlich« waren,.wußten an- I §)er junge Förster Hellmann war in bett meisten erlennen, daß er £ eJeS I Beziehungen fast das Gegentheil von Berger. Ohne nicht mehr zu §un rm Stande war. Wie sein I vermögen trat er doch stets auf, als ob er zehnmal Kind hatte er sie in feinem Hause ausgenommen. I . ,»■ », toM» nch jm Zusammenleben mit Die m hilft I Bekannten nicht diesen, sondern verlangte, daß Vormundschaft«,Gerichte uirdergelegt und er selbst I R $$ ihm richten sollten. Er war leicht auft machte nicht den geringsten Anspruch daran. Alle I | B h «nd batte einen Eertineri Sinn, allein er Bedürfnisse Paulas ^stritt er, und sie durfte kaum I ^s§ß in seinem Aeußeren außerordentlich viel Ge- einen Wunsch äußern, so erfüllte er denselben. I roinnent)e6 »nd für junge Mädchen Verlockender. Er sm WnnT irt8h» stflht blickte I war ein schöner Mann, groß und schlank gewachsen. Mehr al« ein junger Mann in der Stadt bli te I gtßnc, eng anschließende Jägerrock hob seine mit stiller Liebe auf Paula. Sie war | @gpaIt „och vortheilhafter hervor. ^naeb?ickt^batte^^der^^ttiblt^sich^lmch^^sie iruch^att Dazu besaß er eine außerordentliche Gewandt, feffelt ^Es aiebt h GMter^durch^welche sich ein h-tt in allen gesellschaftlichen Formen und war im S!? h 0 MUS rtnneinnen süblt und e« I Stande, eine ganze Gesellschaft allein zu unterhalten. Aua? weT die Macht bMen üb r Sinter ihm lag ein leichstnnig und etwas wild durch- der er sich schwer wieder zu befreien vermag, und die diese Schlinge fester und fester ziehen, wie sie wollen. Paula besaß diese Macht, allein sie kannte dieselbe noch nicht, unbewußt übte sie dieselbe au«. Von Allen, welche mit liebendem Auge auf Paula blickten, hatten wohl zwei die meiste Aussicht, ihre Hand zu gewinnen. Es war der junge Berger und der gleichfalls noch junge Förster Hellmann. Beide bewarben sich auf da« Eifrigste um Paula» 560 Lriterkeit und ein guter Theil Gemüthlichksit, so daß ihm Wenige böse sein konnten. Er besaß mehr Feinds als Berger, aber im Allgemeinen war auch er in der Stadt beliebt und in allen Gesellschaften ctcfßß^tt* Sein Revier grenzte fast unmittelbar an die Stadt und seine Wohnung war kaum eine Stunde von ihr entfernt. . Von allen jungen Mädchen, die er kennen gelernt hatte, war es Paula allein, welche einen dauernden Eindruck in ihm hervorgerufen. Er liebte leidenschaftlich, ungestüm, und so sehr er sich sonst zu beherrschen verstand, vermochte er diese Liebe doch nicht zu verbergen. Offen sprach er es aus, daß Paula die ©einige werden solle, möge es kommen, 7-wie es wolle. Er war Paulas Herzen nicht gleichgiltig. In seiner ganzen Erscheinung lag zu viel Bestechende«. So wenig eitel ste auch war, so schmeichelte es ihr dennoch, daß sie es sei, der er sein Herz zugewendet habe, daß ste von allen Mädchen der Stadt beneidet werde. Ihr Herz allein würde sich für ihn entschieden haben. Sie kannte feine leichtfertige Vergangen- heit, seinen leicht auffahrerd-n Sinn — welches Mädchen traut sich nicht die Kraft zünden Geliebten i auf eine bessere Bahn zu lenken. Auch Berger war ihr nicht gleichgültig, eie kannte seinen trefflichen Charakter, sie wußte, daß er Alles aufbieten werde, feine künftige Frau glück- lich zu machen, er war reich und zu seinen Gunsten sprachen die Worte ihres Vaters, die sie nicht ver- geffen hatte, die ihr wie ein heiliges Vermächtniß erschienen. M Durch den Tod ihres Vaters war ihr für lange Zeit jeder Gedanke an Berger und Hellmann entrückt. Jetzt war fast ein Jahr feitdemzentfchwundrn, der Schmerz über ihren Verlust hatte feinen herben Charakter verloren, da» Leben trat wieder mit feiner ganzen Forderung an sie heran. Maris weilte noch immer in der Residenz, und sie fand deshalb um so wehr Zeit, an dis früheren | Verhältnisse zurückzudenken. Prell bot Alles auf, um sie aufzuheitern und zu zerstreuen, so war sie auch mit Berger und Hellmann in der letzten Zeit viel zusammengekommen. Sie konnte ein Gefühl der Freude nicht verbergen, daß nach so langer Zeit Beide noch mit denselben Empstndnngen gegen sie erfüllt waren. (Fortsetzung folgt.) Kaiserin Iriedrich in ihrem Wirken für Kunstgewerbe und Fraueu- bildung. Ein Gedenkblatt zum 21. November, von Otto Odrich. ^Schluß.) Aber nicht allein das Wirken zur Hebung des Kunstgeiverbes ist das Verdienst der „Deutschen Fürstin," sie wandte ein ganz besonderes warmes Interesse der Errichtung von Instituten zu, deren Zweck die Ausbildung des weiblichen Geschlechts nach allen Richtungen hin, sowohl in wirthschaftlicher als auch in gewerblicher Beziehung ist. Einer theils direkten, theils indirekten Unterstützung der hohen Frau hat sich das 1869 in Berlin gegründete „Victoria-Lyceum" stets zu erfreuen gehabt und wenn im§ Institut auch nicht die Ziele erreichte, denen es züstrebte und denen es gewidmet war, so hat es doch reichen Antheil an der Verbesserung der Erziehungssysteme auf wissenschaftlichem Gebiete. Einige Zeit danach- wurde die jetzt unter der Leitung des bewährten Pädagogen, Direktor Professor Huot stehende „Victoria-Schule," eine Erziehungsanstalt allerersten Ranges eröffnet, in der durch den Einfluß der Kronprinzessin zum ersten Mal der Turnunterricht für Mädchen eingeführt wurde und mit deren Entstehen ein neues Zeitalter auf dem Gebiete des Mädchenschulwesens beginnt. Weiter sind es zwei derjenigen Institute, welche heute in voller Blüthe stehen, die ihre Existenz oder doch ihr Fortbestehen und ihre schnelle Entwickelung ihrer hohen Protek- torin verdanken: „Das Heimathshaus für Töchter höherer Stände" und „Das Lettehaus." Ersteres, mit Pensionat verbunden, hat durch seine Gewerbe- und Handelsschule Großartiges geleistet. Dem Lette- verein, seinen Grundsätzen getreu „ein Verein zur Förderung der Erwerbsfähigkeit des weiblichen Geschlechts," hat noch keine andere ähnliche Berliner Anstalt den Rang streitig gemacht. 1868 eröffnete die Kronprinzessin die erste „Frauen- Jndustrie-Ausstellung, welche nicht unerheblich durch die ausgestellten Malereien und Handarbeiten zur Förderung des Sinnes für Kunst und Wissenschaft beitrug. Sie nahm den „Verein für Volkserziehung und Gesundheitspflege" unter ihre specielle Obhut und ist noch heute die Seele dieses wichtigen Instituts. Ferner gelten ihre eifrigen Bestrebungen der „Victoria- Fortbildungsschule für Mädchen" und dem „Pestalozzi- Fröbelhaus", an deren Thätigkeit sie stets den innigsten Antheil nimmt. Entschieden das größte Werk | der Nächstenliebe der edlen Fürstin hat in der Gründung des „Vereins für häusliche Gesundheitspflege" seine Verwirklichung gefunden. Die Früchte dieses Vereins, dem die hohe Frau stets mit Rath und That zur Seite steht, sind unter anderm die Ferien-Kolonien, die Errichtung des Seehospizes zu Norderney für Kinder unbemittelter Eltern und die Rekonvaleszentenhäuser in Blankenburg und Heinersdorf. Möge die hohe Frau trotz der schweren und tief beugenden Schläge, die sie in ihrem letztverflossenen Lebensjahre so hart und unerbittlich trafen, nachdem sie in der Zurückgezogenheit an den Orten, wo sie ihre Kindheit verbrachte und wohin sie sich demnächst zu begeben gedenkt, Kräfte sammeln und finden, um ihr segensreiches Wirken und Schaffen lange noch zum Heile des deutschen Volkes und der deutschen Wissenschaft und Industrie weiter walten zu lassen. Nr. Wie Pre! demselbe mochte Er I wollte n die Schi sich auf und schl schlanker frische E kommen Die zimmer i gemüthli gezogen. >,Jch In i gelehnt, weichend haft dm Paula, ihrem S Eine leuchtete gönnen, es auch i ihren M bei dem Berg und strit von Beil Beide gl Dem glitt übe wenn er regung x Paul auf Tän ja die K ihre Aug Mädchen Tanz üb um ste t Thril Ei Lk Prell Akdartionr A. Hcheqda. — Druck und «erlag der «r Utz t'scheu Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) in Gießen.