: Vierkrawalle jii Verhütung eines ie Studenten eine Die darauf ausging, tc», so lange dies lären. Hatte man so zog zu später ein Trupp Studern ct Aufstellung, und sang des Inhalts' wär', wir kämen >en unter jämmer- re Säcke, Pferde, änentücher benutzt hme in aller Stille chsten Abend wieder ieten sich natürlich, eres die Wiederho. ändern. Als aber rksgesellen die Bier, es dabei mit den cht betrachteten, zn : sie, jedenfalls zur irboten. Leber die Nützlichkeil i gehen die Ansichten, ; Kreisen, mindestens twa hinsichtlich des ahe behaupten, das f nur einen nichts. icieHen einen Höchs! es erblicken, in bei > Unrecht thut man iptung! Eingehende >en dargethan, dch nderungen eine un- t; man hat Beispick tunben nicht wenige! Engerlinge verzehrt messen, was dieser für Unmassen von ier kann der Schaden, Pflanzenwurzeln an . Zugestanden nrnf lwnrf sich in mancher esonders im Geinirse- ) wenn er in erstem hin energisch verfolgt stwieseu empfiehlt es j einzufangen, da ei mrichtet, wie etwa« ndstücken wieder aus' hr nützt, als schade! tiefen, in Weingärten Hiehmer Jamilienblaiter. Belletristisches Beiblattzum Gießener Anzeiger. Nr. 59. Samstag bett 19. Mai. 1888. iiwrinnHiiraimir'iaMMBMMMaMBBaaiffiaMBaaaBiBSMcaBaiaa Der Gröe des Kaufes. Roman von Hermine Frankenstein. (Fortsetzung.) Zehntes Kapitel. Die Ankunft des Betrügers. Im Schlöffe Tressilian herrschte freudige Erregung, denn es war aus Paris eine Depesche einge- troffen, daß der Erbe des Hause» in kürzester Zeit, nach fünfjähriger Abwesenheit, wieder in die Heimath zurückkehren werde. In dem Gemeinde-Gasthause zu Ardleigh wurde mit großer Lebhaftigkeit über den jungen Erben gesprochen und man fragte sich, ob diese Erziehung und jene Reisen in fremden Ländern den jungen Erben verdorben hätten oder nicht, denn Jeder erinnerte sich seiner als eines fröhlichen, zu allen ordentlichen Schelmenstreichen aufgelegten Knaben, der aber das beste, edelste, großmüthigste Herz befaß, voll Geist und Frische. Würde er so rein und unverdorben zurückkommen, als er gegangen war, so fragten sich die Untergebenen Sir Arthur'«, wie er sich selbst gefragt hatte. Der Morgen der glücklichen Tages der ersehnten Ankunft brach endlich an. Es war ein düsterer, stürmischer Novembermorgen ohne Sonnenschein. Aber wie unfreundlich es auch draußen sein mochte, im Schlöffe selbst herrschte nur Heiterkeit und Frcude. Der Wagen war bereits nach Glocester gefahren, um den heimkehrenden Erben abzuholen. Sir Arthur wanderte in glückseliger Rastlosigkeit durch die Zimmer und seine trüben Ahnungen waren vollständig verschwunden. In allen Räumen des Schloffes loderten behaglich wärmende Feuer; das Speisezimmer war mit Laub und Reisigkränzen festlich geschmückt worden und die lange unbenutzten Zimmer der armen Guy in Stand gesetzt , den Heimkehrenden aufzunehmen. Der stattliche Haushofmeister gab mit vor Entzücken glühendem Gesichte in seinem Zimmer sämmt- lichen Dienern Befehle und die würdige Haurhäl- terin eilte durch cllr Gänge und Schloßräume, um sich zu überzeugen, ob Alles in gewünschter Ordnung sei. D-r Salon wurde unter der Oberaufsicht von Blanche, Sir Arthur's Mündel, geschmückt, und sie halte die Glaehäaser ihrer herrlichsten Gewächse ? beraubt, um den Salon in einen fast feenhaft schönen l Raum umzuwandeln. Um 12 Uhr trat endlich tiefe Ruhe in dem l Schlöffe ein. Die Vorbereitungen waren alle beendet. Herrlicher Blumenduft und behagliche Wärme rurchströmten das ganze große Haus. Befriedigt von der Wirkung des Ganzen zogen sich der Baronet und Blanche in ihre Gemächer zurück, um sich für den nahen Empfang des Erwarteten anzukleiden. Sir Arthur kehrte bald in tadelloser Salon- Toilette in das große Empfangszimmer. zurück und eine halbe Stunde später trat auch Blanche daselbst ein. Sie sah unbeschreiblich schön aus. Ihre Kammerfrau hatte ihr verrathen, daß Blau Master Gvy's Lieblingsfarbe sei, und sie hatte daher ein höchst elegantes, himmelblaues Seidenkleid angezogen und sich mit einem Halrbande prachtvoller, milchweißer Perlen geschmückt, die er ihr vor einigen Monaten aus Konstantinopel geschickt hatte. Es war mittlerweile 1 Uhr geworden und in Iber großen Halle entstand ein leichtes Geräusch. Der Haushofmeister und die Haushälterin hatten nämlich fämmtliche Diener des Schloffes in Festgewändern daselbst ausstellen lassen und Mr. Purmton stand an der Spitze der männlichen, Mrs. Goß an der Spitze i der weiblichen Diener, bereit, den Heimkehr enden Erben mit freudigen Zurufen zu begrüßen. Eine Viertelstunde erwartungsvoller Aufregung verging, bis stch endlich das Rollen von Rädern bemerkbar wachte. „Onkel, !i:Kr Onkel!" rief Blanche in erregt freudigem Tone; „er kommt, er kommt, ich sehe den Wagen." Sie schaute noch längere Zeit mit forschenden Augen die Straße entlang dem Wagen entgegen, l dann huschte sie leise aus dem Salon und begab stch in das Biblioth kzimmer. Sir Arthur eilte mit zitternden Gliedern und wild pochendem Herzen durch die Halle zu dem Portale hinau und blieb dort mit ausgebreiteten Armen stehen, um seinen Sohn zu begrüßen. Der Wagen hielt, der Schlag wurde von Innen geöffnet und ein junger Mann sprang aus demselben. Dieser junge Mann war Jakpec Lowder. Tadellos gekleidet, seine schlanke Gestalt gerade wie ein Baum, sein Gesicht aufwärts gerichtet mit den forschenden, blauen Anzen und den unter dem ' Schnurrbarte bebenden Lippen erschien er gar schön ° und freundlich, nur weniger schön und freundlich :{*) in Gießen, 288 äis der eble Erve, den ei in dem fi Manisch en Bauernbause zurückgelaffm hatte. Das Herz des Eindringlings schien einen Augenblick lange stille zu stehen. Er war nicht gewiß, daß der Herr auf der Freitreppe oben Sir Arthur sei, den er sich älter vorgestellt hatte, dann sprang er mit etrem leisen Ausruf, der wie ein Freudenschrei klang, die Treppe hinauf und stürzte in Sir Arthur's Arme. „Mein Sohn! Mein Sohn!" rief der Baronet fast schluchzend vor Freude. „Mein theurer Vater!" rief der Eindringling mit gut erheuchelter, kindlicher Zärtlichkeit, „wie habe ich diesem Augenblicke entgegengeharrt! Deine Freude belohnt mich für olle Leiden dieses letzten Unfalles, der mir bald verhängnißvoll geworden wäre." Das Herz des Baronets war in diesem Augenblick so voll, daß er nicht sprechen konnte. Die heiligsten Empfindungen einer edlen Vaterherzens durch- strömien ihn. Er ergriff den Arm des jungen Mannes, Lowder sanft zwingend, sich auf ihn zu stützen und führte ihn langsam in dir Halle, wo die Dienerschaft versammelt war. Sir Arthur blieb hier einen Augenblick stehen, denn es ertönten Hochs zum Willkommen des vermeintlichen Sohnes und Lowder grüßte nach rechts und links, dankend für den herrlichen Empfang. Er war jetzt kalt genug, zu bemerken, wie zahlreich die Diener waren und sich darnach eins Vorstellung von der Größe des Haushalts zu machen, und seine Augen leuchteten von himmlischer Befriedigung, als er dachte: „Das war also Guy Tressilian's Heimath I Armer Junge! Was hat er nicht Alles verloren? Und was", fügte er triumphirend hinzu, „habe ich nicht Alles gewonnen?" Sir Arthur führte seinen vermeintlichen Sohn zwischen den beiden Reihen von Dienern in bett Salon, wo er ihn wiederholt innigst umarmte. „Mein theurer Sohn", sagte er mit erstickter . Stimme, „erst als ich unlängst Deinen Brief erhielt und erfuhr, wie nahe ich daran war, Dich zu ver- lie.en, ward es mir klar, wie theuer Du mir bist. Die Krankheit vor mehreren Jahren — und dieser kürzliche Schiffbruch haben Dich verändert, mein Junge. Bleib' stehen und laß mich Dich anschauen." Ec drückte Lowdcr sanft vor sich und schaute ihm prüfend in's Gesicht. Dies war eine schreckliche Prüfung für den Usurpator. Trotz seiner Bemühungen, sich zu beherrschen, wurden Mne Wangen bleich und seine Lippen bebten. Er erinnerte sich der wirklichen Verschiedenheit zwischen ihm und Guy und eine namenlose Furcht erfaß e ihn, daß der Baronet den Betrug oemerken werde. Er wagte es nicht, fein? gesenkten Augen, in denen feine ganze Angst deutlich zu lesen stand, aufzuschlagen, und eine tödtliche Schwäche übermannte ihn. Aber Sir Arthur, die furchtbare Fälschung, welche gemacht wurde, nicht ahnend, glaubte, daß Lowder's Bläffe und Zittern nur von bei Aufregung beS Empfanges hsrrühre, und eben, als Lowder anfing, zu glauben, daß Alles verloren fei, rief Sir Arthur aus: „Ja, Du bist verändert, Guy, aber nicht mehr, als ich erwartete. Ich glaube, Du hast noch immer eine gewisse Aehnlichkeit mit Deiner Mutter." Es schien, als ob eine schwere Last von Lowder's Herzen genommen sei. Er schaute jetzt wieder zu Sir Arthur auf mit vertraulichem Ausdruck. „Ja, ich habe mich verändert, Vater", sagte er; „aber Du konntest doch wissen, daß der Knabe, den Du sorischicktkst, nicht als Knabe nach Hause kommen werde. Die Jahre haben mich verändert; Krankheit, Reisen und Studium den alten knabenhaften Ausdruck verwischt. Aber Dich hat die Zeit nicht verändert; Deine Gestalt ist noch eben so aufrecht, Dein Haar so schwarz und Deine Stirne so glatt, als ich Dich zum letzten Male sah." Sir Arthur lächelte. „Ich will hoffen, Guy, daß Du nicht erwartest, mich als gebeugten, schwachen Graubart mit 44 Iah- ren zu finden?' fragte er. „Rein, wahrlich nicht", sagte Lowder erröthrnd und sich zu einem Lächeln zwingend. „Ich erwartete Dich zu finden, wie Du bist, derselbe schöne Vater, auf den ich stolz zu sein pflegte. Ich hoffe, Du wirst eben so viel Gelegenheit haben, auf mi- stolz zu fein, als ich auf Dich. Ah! es ist so süß, wieder daheim zu fein." Er setzte sich in einen nahen Fauteuil und lehnte den Kopf zurück. „Du stehst bleich aus, mein Junge", sagte Sir Arthur beunruhigt. „Diese Aufregung und Dein Reisen waren zu viel. Hast Du durch Deinen Schiffbruch gelitten?" „Ja, ziemlich v'el", sagte Lowder. „Der Stum war schrecklich und ich wurde mit solcher Gewalt gegen die Felsen geschleudert, daß ich mir fast den Schädel zerschmetterte. Ich bin dem Schicksale meines Begleiters nur mit harter Mühe entronnen. Der Doktor hat es mit gesagt, daß ich die Folgen meiner Verletzungen noch längere Zeit fühlen werde. Er hatte Recht; denn gestern war ich den ganzen Tag nicht klar im Kopse." „Mein armer Guy!" seufzte der arglose Baronet. „Wir müssen Acht geben und Deine Gedächtnißkräfte nicht anstrengen, bis Du Dich wieder ganz wohl fühlst. Wir müssen sehr dankbar fein, daß Du vor dem Geschicke bewahrt bliebst, das Deinen armen Freund ereilte. Wie, wenn es mein Sohn gewesen wäre, der so iplötzlich irrsinnig wurde? Ich glaube, den Schlag hätte ich nicht ertragen können. Wir wollen Dich zärtlich pflegen, mein Guy, und Deine Kraft und Dein Gedächtniß werden zurückkehren. Ach, Guy, Du siehst nicht aus, wie der liebevolle, warmherzige Junge, den ich fortgeschickt habe, aber ich weiß aus Deinen Briefen, daß Du noch immer dasselbe Herz und dieselbe Natur hast. Es ist gut, daß ich Dich wieder daheim habe." Dr drü Es stat er wischte „Wie! regung, D Dich auch „Anbei „Ja, d kann sie g erspäht, um uns bi Ich weiß, Ich will st Er sta „So i den Vater Blanche ti Sir Arth Lowder Jarpe Ausdruck । messen hie feiner Mn ging ihnei eine groß trat auf i zarte Ersd röthet un ihm empo Lowde ein Weser ihre Züge lich, wie । „Die dachte er. Hoch und rief: „Dies herrliche i Ec mc da er nid von dem Mädchen sie war e erlangt ol und Guy sich selbst, Sir 21 blick an, dann trat des Zlmn Die 2 überschwe' des Mädö cs, zu bei Guy 28Ö Aufregung des Lowder anfing, fei, rief Str aber nicht mehr, hast noch immer Mutter." ast von Lowder'r jetzt wieder zu Ausdruck. Later", sagte et; der Knabe, den ch Hause kommen rändert; Krank, ten knabenhaften \t die Zett nicht eben so aufrecht, Stirne so glatt, 1/ n nicht erwartest, bart mit 44 Iah« Lowder erröthrnd ib. „Ich erwar- , derselbe schöne legte. Ich hoffe, haben, auf mich ih! es ist so süß, utcuil und lehnte unge", sagte Sir egung und Dein cch Deinen Schiff. er. „Der ©turnt t solcher Gewalt ; ich mir fast den >m Schicksale mei> Mühe entronnen, aß ich die Folgen Zeit fühlen werde, r ich den ganzen r arglose Baronet, e Gedächtnißkräfte lieber ganz wohl sein, daß Du vor as Deinen armen ein Sohn gewesen rde? Ich glaube, ,en können. Wir Guy, und Deine rden zurückkehren, wie der liebevolle, ffchickt habe, aber ß Du noch immer hast. Es ist gut, II tzr drückte Lowder's Hand warm. Es standen Thränen in den Augen des Baronets, er wischte ste aber fort und sagte dann lächelnd: „Wie selbstsüchtig ich bin. Guy. In der Aufregung, Dich zu sehen, vergeffs ich ganz, daß Andere Dich auch sehen wollen." Slnbctc ?" 'Ja, die kleine Blanche, Du weißt doch. Wohin kann sie gegangen sein? Sie hat den Wagen zuerst erspäht. Sie muß in die Bibliothek geflüchtet s-in, um uns bei der ersten Begrüßung allein zu lassen! Ich weiß, Du bist ungeduldig, sie zu sehen, Guy. Ich will sie holen." " Er stand auf und ging, um Blanche zu suchen. „So ist'« gut", murmelte Lowder. „Ich habe den Vater getäuscht. Jetzt heißt'«, die goldlockige Blanche täuschen. Wird sie argwöhnischer sein, als Sir Arthur? Horch! Sie kommen!" Elftes Kapitel. Lowder wird mit seiner neuen Umgebung bekannt. Jasper Lowder hatte seinen Zügen kaum jenen Ausdruck gegeben, den er für diese Gelegenheit angemessen hielt, als Sir Arthur Trefstlian in Begleitung seiner Mündel in den Salon zurückkehrte. Lowder ging ihnen einige Schritte entgegen, während sich eine große Aufregung feiner bemächtigte. Blanche trat auf ihn zu, kindlich und reizend, eine feenhaft zarte Erscheinung, die frischen Wangen sanft ge- röthei und die klaren grauen Augen schüchtern zu ihm empor gerichtet. Lowder schaute sie bewundernd an. Er hatte ein Wesen gesehen, so rein und unschuldsvoll, wie ihre Züge ste erscheinen ließen — so engelhaft lieblich, wie er sie fand. „Die leibhaftige Verkörperung meines Ideals!" dachte er. „Wie wundervoll schön und zart ste ist!" Hoch erröthend streckte Lowder seine Hand aus und rief: „Dies ist die Blanche meiner Träume. Welch' herrliche Heiwkhr!" Er machte eine Bewegung, als wollte er sie küssen, da er nicht recht wußte, welche Art von Begrüßung von dem Heimgekehrten erwartet wurde; aber das Mädchen wich dieser L-ebkosung instinctiv aus. Für sie war ein Kuß etwas zu Heiliges, um so leicht erlangt ober gegeben zu werden. Ein zwischen ihr und Guy Treffilion gewechselter Kuß, dachte sie bei sich selbst, konnte nur ein Verlobungrkaß sein. Sir Arthur schaute das junge Paar einen Augenblick an, als sie seiner ganz vergessen dastanden, dann trat er zu einem Fenster an dem unteren Ende des Zimmers. Die Begrüßung, von Seite Lowder's laut und überschwenglich, verlegen und schüchtern von Seite des Mädchens, war bald vorüber, und Blanche wagte cs, zu dem jungen Manne aufzuschauen. Guy Trefstlian war jahrelang der Held ihrer Träume gewesen. Sie hatte ihn mit allen edlen Eigenschaften ausgestattet, und jetzt umgab der Heiligenschein ihrer feurigen Einbildungskraft den Mann, der Guy's Stelle ufurpirt hatte. Ihrer unerfahre- nen Phantasie erschien der zurückgekehrte vermeintliche Erde als die Ve'.köiperung alles Schönen und Edlen; und sie gestand sich in der Tiefe des Herzens, daß es ihr nicht schwer werden würde, ihn zu lieben. „Ihr habt Euch sehr verändert, Herr Tressilian", sagte ste, ihm ihre bebende Hand entziehend. „Herr Trefstlian!" wiederholte Lowdcr vorwurfsvoll. „Bin ich dem alten Namen Goy entwachsen? Ober wollt Ihr mich belehren, daß meine fünfjährige Abwesenheit mich den Freunden meiner Kno- benjahre entfremdet?" ,,O nein, nein!" versetzte Blanche verwirrt. „Ich — ich glaube — die Jahre haben uns nicht als Knabe und Mädchen gelassen, wie wir waren, als Ihr sortgingt. Aber wenn es Euch zu kalt und förmlich klingt, daß ich Euch Herr Trefstlian nenne, so will ich künftighin Guy zu Euch sagen. Und Ihr müßt mich Blanche nennen, wie Ihr es stets zu thun pflegtet." „Etz ist also ein Vertrag?" sagte Lowder lächelnd. „Ich hoffe, Ihr findet mich nicht zu meinem Nachtheile verändert?" „Ich will Euch nicht schmeicheln, indem ich Euch meine Meinung sage", entgegnete ihm Blanche lächelnd und erröthrnd. „Alur verzeiht mir! Ihr seht er- mübct aus. Möchtet Ihr nicht lieber auf Eure Zimmer gehen?" Sir Arthur kam auf ihren Ruf herbei. (Fortsetzung folgt.) Wie matt zu einem Schloß, einem Aorst und einer Iran kommen kann. Ein sehr reicher Finanzmann unter Ludwig XV. von Frankreich war der Beamte Bouret, dessen sehnlichster Wunsch war, einmal dem Könige vorgestelli zu werden. Nachdem er es endlich mit vieler Mühe bahingrbracht hotte und dem Könige im Park des Schlosses Marly in stummer Ehrfurcht gegenüber stand, sprach dieser lemsrlig zu ihm, daß er sich freue, ihn kennen gelernt zu haben, und schaß er bei nächster Gelegenheit ihm einen Gegenbesuch machen werde, um aus seinem Landsitz Obst mit ihm zu essen I — Das war nun freilich eine große Ehre, dem armen Bouret aber war es doch, als rührte ihn der Schlag I Der König wellte ihn — ihn ouf feinem Landsitze besuchen, dort Obst bei ihm verspeisen und — er hatte ja gar keinen Landsitz.schatte keine Obstbäume I Alles sah erwartungsvoll ouf ihn — die schadenfrohen Hofleule kicherten verstohlen — da ermannte sich Bouret soweit, um erwidern zu können, daß des Königs Besuch auf feinem Landsitz 240 Line hohe Ehr« fein würde! — Nun aber hieß es nm jeden Preis sich einen Landsitz in größter Elle zu verschaffen, der Königs Wunsch mußte ihm Befehl sein! Stolz erhob sich bald, inmitten eines schönen Parks mit vielen Obstbäumen, das wie durch Feen- Hände mit Hilfe des Goldes aufbebaute Schloß des Herrn Bouret, vollständig im Geschmacks Ludwig XV. gehalten. — Wo aber blieb die Hauptperson, der König? — Jahr und Tag war schon vergangen und »och immer war der König nicht erschienen. Da faßte endlich der neugebackene Schloßherr sich ein Herz und versuchte abermalige Audienz beim König zu erlangen. Als ihm dies gelungen war, erinnerte er ehrfurchtsvoll den König an sein Vec- sprechen, ihn auf feinem Landsitz zu beuchen. Der König nahm ihn abermals sehr huldreich auf und versprach, das Versäumte sehr bald nachzuholen; da die Jagdzeit ja vor der Thüre sei, so wolle er im Forst des Herrn Bouret jagen. — Nun besaß freilich Herr Bouret jetzt nebst seinem .Schloß auch einen Forst, aber es gehörte noch gar mancherlei dazu, um denselben der Ehre würdig zu machen, daß ein Ludwig XV. darin jagen konnte. Es blieb also nichts anderes übrig, als nun für einen Marstall mit herrlichen Rosien, für Jäger, Treiber und Jagdhunde, sowie für allerlei edles Wild zu sorgen. Als mit enormen Kosten Alles in Stand gesetzt war, erwartete Herr Bouret auf's Neue den Besuch des Königs, dessen Status er in Bronze zur besonderen Huldigung für denselben hatte unfertigen lassen. Und wieder kam der König nicht, um großen Kummer des Schloßherrn, welcher endlich nichts Besseres zu thun wußte, als nochmals bis zum Könige sich zu drängen. Ludwig XV. aber war leidend, alternd, von der Gicht geplagt, seine Aerzte hatten ihm die Jagd verboten und größere Ausflüge waren sür ihn mit mancher Schwierigkeit verbunden. Trotzdem versprach er möglichst bald zu kommen und ließ inzwischen der Madame Bouret seine Gewogenheit versichern. — Leider aber gab es gar keine Madame Bouret, da Herr Bouret noch unvermählt war. Der König aber erwartete eine Hausfrau im Schlosir zu finden — er durfte also nicht enttäuscht werden! — Schleunigst schaute der unermüdliche Höfling sich unter des Landes Töchtern um, um in kurzer Zeit der glückliche Gatte einer jungen Frau zu sein, schön und hochstehend genug, um als würdige Schloßherrin den Besuch des Königs zu empfangen, der indesien — wieder ausblteb, denn Ludwig XV. konnte knae Besuche mehr machen, er starb, ohne sein Versprechen erfüllt zu haben und ohne daß Herr Bouret ihn wiedir sah, denn der kranke König konnte ihn nicht mehr empfangen. Trotzdem hatte der unverbesserliche Höfling mehr Glück als Verstand gehabt bei seiner Handlungk» weise, denn, im Besitze eines herrlichen Landsitzes, schönen Forstes und einer vortresflichen Frau, fühlte er sich dem König stets zu innigem Danke verpflichtet- K. R> vermischtes. Selbstbereitung von Brausepulver. Mit leichter Mühe kann man sich Brausepulver selbst bereiten und kommt hierbei jedenfalls um fünfzig Procent billiger weg, als wenn man es sich in bet Apotheke oder beim Droguisten kauft. Bekanntlich ist nicht die Kohlensäure, sondern das Laugensalz (Alkali) der wirksame Bestandtheil im Brausepulver. Eine zweckmäßige Mischung desselben besteht aus 5 Theilen doppelkohlensauerm Natron und drei Theilen Weinsteinsäure, wodurch es alkalinisch wird. Ein solches Brausepulver bewahrt man am besten aus wenn man es in eine Pappschachtel thut oder bet freien Luft aussetzt; auch hält es sich noch einigen maßen gut in einem mit Papier überbundenen Glase, am wenigsten aber in luftdichtverschlossenen Gefäßen. Diese Regeln können auffallend erscheinen, so lange man von der vorgefaßten Meinung ausgeht, daß die Bestandtheile dieses Pulvers durch die Feuchtigkeit bet Atmosphäre zur Zersetzung veranlaßt werden, sie sind aber erklärlich, wenn man annimmt, daß umgekehrt die Luft das Pulver trocken hält. Einfluß des Klimas aus die menschliche Lebensdauer. Viele Menschen sind der Ansicht, heiße Länder seien Einwanderern aus kalten Klimaten gefährlich und umgekehrt, in kälteren Zonen könnten Personen, die unter den Tropen geboren seien, nicht lange leben. Diese Ansicht scheint indessen auf irr- thümlichen Voraussetzungen zu beruhen. Die Erfahrung lehrt vielmehr, daß Menschen, welche aus kälteren Gegenden nach heißen Zonen verschlagen wurden, ein ungewöhnlich hohes Alter erreichten. Der Verlängerung der Lebensdauer scheint besonders das Klima der Insel Jamaica günstig zu sein, vor allem wirkt es in dieser Beziehung auf die Neger ein. Dort starb im Jahre 1868 ein Neger, der mindestens 190 Jahre alt sein mußte, denn er konnte sich noch auf Begebenheiten aus dem Jahre 1708 besinnen. Ferner gab es um dieselbe Zeit auf Jamaica einige Neger, die in einem Alter von 107 bis 140 Jahren standen und sich dabei einer ausgezeichneten Gesundheit erfreuten, so daß sie möglicher Weise heute noch leben. Endlich lebte Ausgangs der 50er Jahre in Kingstown, der Hauptstadt Jamaicas, ein Mulatte, dessen Alter auf ca. 180 Jahre geschätzt wurde. Auf solche fern- hafte Naturen paßt das Bibelwort, nach dem des Menschen Leben siebzig, und wenn es hoch kommt, achtzig Jahre währen soll, jedenfalls nicht, und nur den Nachsatz, daß es nur Mühe und Arbeit gewesen, würden jene hochbejahrten Neger ebenfalls haben unterschreiben können. Verschnappt. Eine junge Frau läßt sich von ihrem Kammermädchen auskleiden. Die Unterhaltung nimmt dabei einen ziemlich zwanglosen Charakter an. „Die gnädige Frau ist wohl sehr glücklich" - bemerkt das Kammermädchen. „O gewiß, meine Liebe, bin ich das." — „Der gnädige Herr ist ein so schöner Mann und so lieb." — „Findest Du?" - „Ach ja, gnädige Frau, und wie er küssen kann!" Druckern (Fr. Ehr, Pikt ich) in Gicßm. KchgNisn: K. Eche yda, — Druck und Verlag der Brühl'schm Kr. 60. C Roi Lowbe ob er sich sich habe. Sir 8 „Dein werben, C in Paris Du nicht umkleiden1 Lowde den Arm dem Emp über die bi die t Heils Allee, thei „Dein Arthur, bi achteckiges zartgeschw Dame häi verändert dem ich Z zmückkehn Zimmer i eigenen V war sie die zwei Tage hänge un! hatte sie « um sich ü entscheiden Ich übrrlc Du hinab! zimmer fir halben St Nachdi mal zärtli und ging ihn erroar Allein rolefenen j mit prüfe! Die E ebenso ges überall br ratur des