1888. Samstag den 14. April. Nr. 44. i । I gölte Schatzkasten." Ich möchte nicht behaupten, daß Onkel David mit seiner Schroffheit und Unzugänglichkeit eine be- bezahlen. Bezahlen muß man jede Bewirthung bei Freunden und Bekannten nicht nur durch schickliche und g rn gegebene Erwiederung, nicht nur durch die Steuer des Trinkgeldes, welche von dem die Thüre öffnenden Hausgeiste unnachsichtlicher als vom Steuer- boten eingefordert wird, sondern auch durch dis Ausgaben für Wagen und Garderobe; was aber noch weit schwerer in's Gewicht fällt, durch den Aufwand an Kraft und Zeit. Die großen, glänzenden Gesellschaften kommen in dieser letzteren Beziehung den Geladenen gewöhnlich am allertheunstm zu stehen und im höchsten Maße sonder» beliebte Persönlichkeit in der Familie und namentlich bei deren jüngeren Mitgliedern war; ebenso wenig wünsche ich je dahin zu kommen, mir seine Handlungsweise in ihrer ganzen Ausdehnung anzueignen und Anderen zur Nachahmung zu empfehlen; leugnen kann ich aber nicht, daß ich, je älter ich werde, mehr Gelegenheit erhalte, mich seines Ausspruchs zu erinnern und dessen Weisheit und Richtigkeit anzuerkennen. Bleiben wir zunächst bei den Geschenken stehen. Ich will mich nochmals dagegen verwahren, daß ich sie nach Onkel David'S Vorschrift abschaffen möchte, man würde sich dadurch viele Blumen von seinem Lebenrpfade reißen, aber es giebt in den Geschenken eine Art von Luxus, der mit keinem anderen Worts als Unfug bezeichnet werden könnte. Eine Bekannte von mir, eine gute, warmherzige Frau, die Anderen gern eine Freude bereitet und sich gern erfreuen läßt, erzählte mir, sie habe bei der Heimkehr von einer Reifs 16 Torten vorgefunden, die ihr von I ebenso vielen Bekannten geschickt worden waren und für die sie durchaus keine Verwendung gehabt. Da habe sie weinend neb n ihren Torten gesessen und bedacht, daß sie jedem der Geschenkgeber bei einer sich demnächst ereignenden Rückkehr von der Reise wieder eine schöne Torte schicken müsse, denn: man muß alles bezahlen, auch die Torten, die man nicht ißt, mit mehr Geld als die Verhältnisse gestatten. Ganz ähnlich ist es mit den Blumensträußen, den Bonbonschachteln, den kleinen, zierlichen Luxus- Gegenständen, di? jetzt bei hundert verschiedenen Anlässen geboten und empfangen werden. Es ist im Grunde nur ein kleiner Kreis Begüterter, der sich i dergleichen gestatten darf, aber dis Mode, der gute Ton erheischen, daß man die Sitte mitmacht, wenn auch der Empfangende schon bang des Augenblicks gedenkt, wo er die „Aufmerksamkeit" erwiedern muß und an ihm der Spruch sich erfüllt: man muß alles Wan muß alles öezaßkm. | Eine Skizze aus unserem gesellschaftlichen Leben. Von Jenny Hirsch. (Nachdruck verboten.) Onkel David, wie die ganze Familie ihn nannte, | obgleich er für die meisten Mitglieder derselben eigent- lich Groß- oder Urgroß. Onkel war, rin alter Hage- | stolz, galt für einen Sonderling und war es auch. I Er hatte ein schroffes, abweisendes Wesen, ließ sich durch nichts in seinen regelmäßigen Gewohnheiten stören und nahm nie eine Einladung an. Drangen Nichten und N.ffen in ihn mit der Bitte, doch einmal bei ihnen an einem Sonn- oder Festtage zu speisen, so lautete seine nicht unfreundliche, aber bestimmte Antwort stets: „Laßt mich in Ruhe mit euren Einladungen, ich nehme sie nicht an, man muß doch alles bezahlen. Die gleiche Antwort erhielten diejenigen, welche sich beisallen ließen, dem Onkel David zum Geburts- tage, zu Weihnachten oder auf eine andere Veranlassung hin ein Geschenk machen zu wollen. „Ich schenke nichts und lasse mir nichts schenken", war sein unumstößlicher Grundsatz, und wer den Versuch machte, daran zu rütteln und den Onkel mit einem Geschenk zu überraschen oder zu überrumpeln, that dies zu seinem eigenen Schaden. Ec wurde mit seinem Angebinde heimgeschickt, erhielt noch eine beißende Bemerkung auf den Weg, und hatte er die Ttckr schon in der Hand, so tönten ihm noch die Worte nach: „Wer klug ist, läßt sich nichts schenken, Hichener Iamilienblätter Belletristisches Beiblatt?um Gießener Anzeiger. denn man muß doch alles bezahlen." Die einzige Ausnahme, welche Onkel David von diesem Grundsätze machte, geschah in den Fällen, wo die Gabe die Eigenschaft des Geschenkes verliert und die des Almosens annimmt. Ec gab den Armen reichlicher sogar, als mit seinen nicht allzu glänzenden Vermögen». Verhältnissen in Einklang stand, es sah aber beinahe aus , als thue er such dies nur, um neue Belege für feinen Lieblingsausspruch zu erhalten. \ Sobald ein Bettler den ihm gereichten Zehrpfennig “ mit dem Wunsche einsteckte: „Der liebe Gott möge es Ihnen tausendfach vergelten, mein guter Herr!" sagte er mit seinem sarkastischen Lachen: „Da hört ihr es ja, es muß alles bezahlt werden; da bekomme ich schon wieder eine Anweisung auf unseres Herr- 178 denjenigen, von denen man keine Erwiederung er- , heischt, die man einladet zur Belebung, zur Unter- l Haltung der Gesellschaft. Der Künstler, der Schrift- steller, der Musiker, die Schauspielerin und die Sängerin, welche sich in dieser Art gesellschaftlich verbrauchen lassen, werden ts bald genug schmerzlich an ihrer Gesundheit und an ihrem Können erfahren, daß man alles bezahlen muß. Lese ich in der Zeitung in einem Gartenloca! Concert und Feuerwerk bet freiem Eintritt angekündigt, so weiß ich, daß das Eintrittsgeld in Speisen und Getränken mit entrichtet wird und habe obendrein die Befürchtung, es könne ein Gedränge entstehen, das Opfer kostet. Wie furchtbar hat stch in Stockholm an denen, welche den Gesang der Msson ohne Entgelt hören wollten, so wie vor mehreren Jahren in Berlin beim Zapfenstreich, der Spruch bewahrheitet: „Man muß alle» bezahlen." Wer hätte es nicht schon erfahren, daß die Dienste, die ihm aus Gefälligkeit geleistet und die Arbeiten, welche ihm ohne Bezahlung geliefert werden, in der Regel am allertheuersten zu stehen kommen ? Man kann und will sich nichts schenken lassen, und der Betreffende hat auch gar nicht die Absicht, dies zu thun; er will nur nicht fordern, sei es aus Bescheidenheit, sei es aus Berechnung, denn auch er ist durchdrungen von der Ueberzeugung: Man muß alles bezahlen. Und doch, so hoch das Geld im Preise stehen mag, ein so gewaltiger Zähler es im Verkehr der Völker bildet, es ist noch lange nicht die höchste Münze, mit welcher täglich gezahlt werden muß. Man zahlt mit seinem Hirn und seinem Herzblut, man zahlt mit arbeüsvollen Tagen und schlaflosen Nächten, mau zahlt mit seiner Person, mit seiner Gesundheit, mit seinem Leben. Kein Fortschritt der Wissenschaft, er wird bezahlt durch ungeheure Anstrengungen, durch Verbrauch einer ungeheuren Summe geistiger Kraft; kein Kunstwerk wird geschaffen, ohne daß dessen Schöpfer sich voll und ganz einsetzt, kein Sieg auf dem Schlacht- felde erkämpft, ohne daß er erkauft wäre mit Blut und Leben. Da» höchste Glück des Weibes, das Mutterglück, wird bezahlt mit Angst und Schmerz, und wer zählt dis sorgenvollen Tage und Nächte, die Mühen und Thränen, welche die Erziehung selbst des bestveranlagtrn Kindes der Mutter kostet? Der berühmte, hochgestellte Mcknn, der Besitzer eines sehr großen Vermögens, sie werden angestaunt und beneidet, und doch, wie mancher, welcher stch wünschte, an ihrer Stelle zu stehen, er ahnt und weiß nicht, wie viel es sie gekostet, dahin zu gelangen, wo sie sich befinden und wie auch sie, wenn sie mit sich selbst reden, sich wehmüthig eingestehen: Man muß alles bezahlen. Die Schalen steigen auf und nieder, was die eine füllt, das leert die andere. Dieser bezahlt den ersehnten Aufenthalt im sonnigen Italien mit der Trennung von den Menschen, die ihm am liebsten sind und die er in der Heimath zurückiaflen muß, jener emsagt dem Glücke um de» Ruhmes willen, denn man muß alles bezahlen. Und es ist gut, daß es so ist, und gut, sich dessen bewußt zu werden. Mühelos fällt uns nichts in den Schooß, es will alles erarbeitet, errungen und erstritten werden; ohne daß wir auf der einen Seite ein Opfer bringen, wird uns kein Glück, kein Gut zu Theil. „Zwischen Sinnenlust und Seelenfrieden bleibt uns ewig nur dir bange Wahl I" ruft der Dichter, den höchsten Preis bezeichnend, den so viele zahlen — zahlen für Dinge, die dieses Preises nicht werth sind. Der Friede der Seele, das ruhige Bewußtsein, die Ehre, das sind Münzen, mit denen man nie kaufen sollte; was man auch dafür ein- tauscht, der Gewinn ist den Einsatz nicht werth. Aber selbst wenn es stch um geringwerthigere Dinge handelt, sollte man stch mehr, al» es im Allgemeinen zu geschehen pflegt, fragen, ob der Gewinn den Einsatz werth sei, und eingedenk der Wahrheit sein: Man muß alles bezahlen. Kand und Kandschuy. (Schluß.) Die ritterlichste Rolle aber hat unstreitig die Handbedeckung im Mittelalter gespielt, in jener Zeit also, welche dis auf den heutigen Tag, trotz all' der ihr innewohnenden Rohheit, uns gleichsam in eine Zauberhülle und Fülle von Romantik getaucht erscheint. Die Sendung eines Handschuhes bedeutete damals nicht nur Fehde und Trotz, sie war auch zugleich das Symbol für eine Schenkung, eine Gnade. „Es darf Niemand einen Markt aufrichten, es fei denn, daß der Kaiser auf die Stadt seinen rechten Handschuh sendet", wird uns in alten Chroniken berichtet. Oder: „Wo man neue Städte bauet, muß man da ein Kreuz setzen auf den Markt und man hängt auch de» König« Handschuh daran, daß man sehe, daß es de» Königs Wille sei." Kirche und Staat — christliche und weltliche Obrigkeit — sollte somit durch die Symbole des Kreuzes und des Handschuhs vertreten fein. Aber nicht nur die verschiedensten „Gerechtsame" versinnbildlichte der damals beinahe souveraine Handschuh, nicht nur verlieh er Münz-, Markt- und Städterecht, er galt zugleich als ein Bote des Krieges wie des Friedens, er befestigte die Freundschaft gleich einem „Händedruck in Stellvertretung", er vertrat die Stelle eines Testamentes, spielte bei Verträgen eine Rolls und kennzeichnete Lehnpflicht und Demutb. Er figurtrte bei Gericht wie bei geistlichen Ceremo« nien, bei Kaiserwahl und Königrkrönung, Verleihungen kirchlicher und weltlicher Würden, und zwar stet» in hervorragender, symbolischer Bedeutung, ja oft j gleichbedeutend mit dem feierlichstm Eidschwur, wie 179 zum Beispiel bei Belagerung einer feindlichen Stadt, vor deren Thore ein von dem Befehlshaber hinge- fchleuderter Handschuh so viel bedeutete, als das hei- lige Gelübde: „Sieg oder Tod!" — Auch im Dienste der Wiflrnschaft hat sich der Handschuh ruhmreich hervorgethan, als eine Art von Attribut erworbener Doctorwürde, während er in der Poesie wenigsten« indirect verherrlicht und unsterblich geworden durch Schiller'« Dichtung: „Der Handschuh." — Bon da ab freilich ging es bergab mit dem ledernen Titanen und gegenwärtig ist er — besten mannigfaltige und so launisch contrasti- rende Bedeutungen sehr lebhaft daran erinnern, daß er eigentlich ein Geschöpf des Weibes ist — wir allgemein bekannt, fast nur mehr zum Träger modern-gesellschaftlicher Kulturbestrebungen herabge- funken. — Das ist das Loos der Schönen auf der Erdei Warmbier. Ein humoristische» Reise-Erlebniß in den afrikanischen Gewässern. Erzählt von Dr. John Sehlke, Schiffsarzt. r (Nachdruck verboten.) Nach herzlichem Abschiede waren wir endlich von Kamerun abgefahren, hatten die Flußmündung passtrt und dampften nun vergnügt nach Süden, um unser nächste» Ziel, Banana am Congo, zu erreichen. Unfern letzten Pastagier hatten wir in Kamerun abgesetzt, und so waren wir denn recht hübsch entre nous — nur die Schiffs-Officiere unter sich. Wir pasfir- ten die Linie, tauften die Neulinge auf'« Gründlichste und hatten nun Gelegenheit, in den nächsten zwei Monaten die so oft mißbräuchlich citirte „tropische" Hitze so recht con amore zu studiren. Und wir lernten sie kennen, diese Backofenhitze, wir erprobten praktisch, wie es den berühmten drei biblischen Herren im feurigen Ofen zu Muthe war und hätten vielleicht gern mit ihnen 'mal auf ein paar Stunden zu unserer Erholung getauscht. Und dabei der Durst, r dieser unstillbare Durst, der sich nach dem Genuffe de« lauwarmen, mitgeführten Elbwasters nur fortwährend zu steigern schien. Freilich hatten wir ein paar hundert Flaschen Bier an Bord, Bier ja, aber kein Ei«. Und: „Entsetze Dich, o Publikum", wir tranken da« 22 Grad warme Bier mit einer Con- sequenz, einem Eifer, wie e« nur deutsche, womöglich akademisch gebildete Kehlen fertig bringen. Folgendes höchst sinnreiche Verfahren, welches übrigens bei allen Tropenfahrten gang und gebe ist, wendeten wir aber doch an, um da« Getränk wenigstens um 1 bis 2 Grad abzukühlen. Jede einzelne Flasche wurde etwa eine Stunde, bevor sie getrunken werden sollte, in einen wollenen Strumpf gesteckt; dieser wurde oben sorgfältig zugebunden, dann wurde die so armirte Bouteille in'« Master getaucht und darauf an einem dem Lastzüge möglichst kxpaaicten Orte „hochgehißt." So versuchten wir praktisch, war wir in der Schule theoretisch von der „Verdunstungskälte" gelernt hatten. „Doctor", so rief mich eine» Morgen« unser Ehes-Ingenieur V. an, „Doctor, wenn Sie sich heute ganz besonders liebenswürdig gegen mich betragen, dann sollen Sie zum Lunch eine ganz extra kühle Flasche Bier bekommen!" Und damit wie« er auf die Groß-Mar« Raa, an welcher drei auf oben geschilderte Art versorgte Buddeln hin- und her- schwankten. „Werbe mir die denkbar größte Mühe geben", antwortete ich schmunzelnd. Bald zog sich aber unser „Dampsvorstand" in seine Sabine zurück und al« ich eine halbe Stunde später an seiner Thür vorüberging, hörte ich schon einen lebhaften Wettstreit zwischen dem Schnarchen und Pusten seiner natürlichen Athmungswerkzeuge und den Kraftäußerungen de« gespannten Dampfe«. Mißmuthig stieg ich zum Hinterdeck hinauf, warf «ich in meinen Madeira-Stuhl und guckte andauernd die drei Flaschen in ihrer luftigen Höhe an. „Nun, so nachdenklich?" fragte da hinter mir die Baßstimme unsere« zweiten Officier«. ,3a, sehen Sie 'mal dort!" antwortete ich mit einem Blick in die Takelage de» Fockmastes. „Da find Wanten und Raaen und Segel" gab er höchst gleichmüthig zurück. „He, Spring", rief er dem dritten Osficier zu, „sehen Sie da oben etwas Besonderes?" Der Angerufene verneinte energisch. „Alle Wetter!" klang es aber plötzlich wie aus einem Munde; und schon hatten Beide die drei „Wollenen" entdeckt. — „Ihre???" Stummes Kopfschütteln meinerseit« und ein Wink nach der Cabine de« ahnungslo« Schlafenden. — Er: „Hm,' hm"; ich: „Hm, hm!" Stumme Beratung zu Dreien, und dann unisono: „Die müssen wir haben." Ein Pfiff ruft den Matrosen Hendrik zur Stelle. „Siehst Du?" „Wull Herr." „Hendrik, geh' een« haben (nach oben), und führ' den Budde! dal!" (Herunterholen.) „Führ' den Buddel dal", antwortete der Matrose, nach Schiffsgebrauch den Befehl wiederholend. Fünf Minuten später stehen die drei Verschworenen kreuzfidel hinter dem Rauchsalon und stoßen auf das Wohl des freundlichen, diesmal unfreiwilligen Spenders an. Doch, was ist eine Flasche Bier für drei durstige Seemannskehlen!? E» folgte eine stumme Brrathung, je ein Blick in die geleerten Gläser und einer nach dem Himmel, d. h. nach der Stelle de« Himmels, wo die beiden anderen „Marienthaler" hängen, und „Hendrik!" tönt es wieder. „Jo, Herr!" „Krieg' die andre dal." „Andre dal", echot schon gehend der Matrose. Und, kurz u d gut, nach weiteren fünf Minuten holte Hendrik auch die dritte herunter. So, da« war nun geschehen; aber wa« weiter? Sollten wir dem armen V. die drei leeren Flasch, n hinhängen? Das geht doch nicht. — „Ich hab's", ruft jetzt der „Dritte." „Doetor, gehen Sie hinunter nach Ihrer Apotheke und bringen Sie die Büch!« 180 mit Lakritzen." „Aber wozu?" — „Gehen Sie nur schnell!" — Ich hole das Verlangte, und schon haben die andern beiden Bösewichter die Flaschen mit See- waffer gefüllt. Da kein Vertreter des Reichsgesund' Heits-Amtes in der Nähe war, so fürchteten wir keine Anklage wegen Vergehen gegen das Nahrungsmittel- Gesetz und fabricirten dann aus Seewaffer und Lakritzen ein schön braun aussehendes, sogar schäumendes Getränk, welches sorgfältig gekorkt von dem verschmitzt lachenden Hendrik wieder an seinen ursprünglichen Platz zurückbefördert wurde. Zweiter Act. Es klingelt, nämlich der Ober- Steward läutet zum Lunch, zum Groß-Frühstück. Personen: Die vorigen, außerdem Herr V., der gut geschlafen hat, Herr Thomsen, der erste Osficier, und schließlich der Kapitän. „Gesegnete Mahlzeit, meine Herren", damit setzen wir uns zu Tisch. „War trinken Sie?" fragt der aufwartende Steward. „Mir eine Flasche Livrou." „Mir Rheinwein" rc. rc. „Mir", verlangt der unglückliche Chef - Ingenieur, „mir bringen Sie eine von den Flaschen Bier, die vorn an der Mars-Raa hängen!" »All right.“ Das Gewünschte wird gebracht, V. entkorkt eins Flasche, während drei Gestchter sich mit krampfhaftem Ernst über ihre Teller beugen. Athemlofe Stille. Plötzlich donnert V. los: ,6o