r Buchhändler ng der Stich- heiten nur ge- diese Specula- ls erweist sich cultiviren als annten zweiten die namentlich >n sehr häufig it außerordent- tereignisse nur Wieder andere h mit dem Ver- nederen Volks- die namentlich ischen Theater re gehören und t der untersten ieder sind meift Streifen Papier iftigt wird, so : nach zu sehen der That auch r Straßenbuchahrsagebüchlein, die Kinder und ün, Witz- und : der genannten endsten Stellen , um die Kaus- ne Herrschaften, meisten Haare? ien Sie dieses agen, daß das meisten Haare er nicht immer ern improvisirt h Niemand zu schließlich der twortet, welche rer hervorrust. die fliegenden auch Missions- te Erbauungs- chen Metropole Gegenwärtig rscheinung fast ien, zumal in >aften bestehen, en von Haus vertheilen — solche Sachen g in London aße angeboten n Fällen nur ■ und die flie- r am meisten ndwerk. Hießener Jamilienblälier. Belletristisches Beiblatt ;um Gießener Anzeiger. M 108 Donnerstag den Im Kaufe Immendorf. Original-Roman von Emilie Heinrichs. (Fortsetzung.) „Es ist aber wirklich komisch für Hedwiga und mich, daß unsere Brüder fast zur selben Zeit wie eine Bombe in die Heimath fallen", bemerkte Magda kopfschüttelnd. „Allerdings ein eigenthümlicher Zufall", nickte der Major, „aber, du lieber Gott, es scheint doch nur seltsam, weil Ihr beide befreundet seid. Und nun genug davon, Kinder, — ich möchte mit Egon einen Spaziergang machen, er sehnt sich sicherlich darnach, das Pflaster der alten Vaterstadt einmal wieder zu betreten." „Und ich gehe mit Eurer Erlaubniß zu Hedwiga", rief Magda eifrig. „Ja so", bemerkte der Major etwas zögernd, „das hätte ich bald ganz vergeffen, — Fräulein Hedwiga war vorhin, al» Ihr nach dem Bahnhof wäret, bereits hier, ist aber heimlich entflohen, als Ihr zu- rückkchrtet. Na, lies ihr nur gehörig den Text dafür, Magda I" Diese gelobte es feierlich und die beiden Herren begaben sich auf ihre Zimmer, um sich zum Spaziergang umzukleiden. 8. Der Tag war ausnahmsweise schön; mit mildem Glanz strahlte die Sonne durch die entlaubten Bäume und spickte in wunderlichen Reflexen mit den buntgefärbten Blättern, welche die Wege bedeckten. Das kleine Gehölz draußen vor der Stadt, wo sich das letzte Drama des unglücklichen Ulrich abgespielt, wurde im Sommer fleißig besucht, während es jetzt als Aufenthalt lichtscheuen, obdachlosen Gesindels ebenso sehr gemieden wurde. Hierher lenkten Onkel und Neffe, als sie ihren Rundgang durch die Stadt vollendet, ihre Schritte, weil zwischen diesen Bäumen, wie Egon bemerkte, seine schönsten Knaben-Erinnerungen sich bargen. Das welke Laub rasch lte unter ihren Füßen, hier.und da klang noch ein Vogellaut an ihr Ohr, sonst war Alles strll, kein Windhauch regte sich in den kahlen Zweigen. Der Major, welcher bislang die Unterhaltung geführt, war plötzlich sehr schweigsam geworden, nur zu veilen einen forschenden Seitenblick auf den Neffen heftrnd, dessen Augen wie träumend umhkrinten. „Du schwelgst in Erinnerungen, mein Junge!" 13. September. 1888. unterbrach der Major plötzlich da» Schweigen, „kommt Dir diese dürftige Vegetation gegenüber Deinen tropischen Erinnerungen nicht recht kläglich vor?" „Gewiß nicht, Onkel! — Die Heimath behält stets ihren alten Zauber. Doch kann iS bei meinen Troprn-Erinnerungen mich einer gewissen Trauer mit Zorn gemischt nicht enthalten, da dieselben mich einer Schurken gedenken lassen, der mein Vertrauen auf unerhörte Weise mißbrauchte. Er nannte sich Rüding, war ein existenzloser Deutscher, den ich aus Mitleid aufnahm, zu meinem Secretair machte und schließlich von ihm um werthvolle, wissenschaftliche Schätz?, das mühevolle Resultat vieler Jahre, betrogen und beraubt wurde." „Hm", versetzte der Major, „so scheint's manchem Landsmann draußen ergangen zu fein. Ich möchte Dir wohl eine vertrauliche Mittheilung machen, wobei ich nicht blos auf Dein Schweigen, nämlich strengste Geheimhaltung, sondern auch auf Deine Beihülfe rechne." „Ich verspreche beides, Onkel!" versetzte Egon, „da ich fest davon überzeugt bin, daß Major Tell- kamp mich nur zu ehrenhaften Dingen verpflichten kann." „Sehr richtig, mein Junge", nickte der Major, sich prüfend nach allen Seiten umblickend und dann mit halblauter Stimme fortfahrend: „Bemerkst Du wohl, wie da» Gebüsch hier herum geknickt, der Boden zerstampft ist, als ob kürzlich ein Kampf hier stattgefunden habe?" Egon blickte überrascht umher und dann den Onkel an. „Allerdings bemerke ich dergleichen", erwiderte er ebenfalls mit gedämpfter Stimme, „sollte dies vielleicht mit Deiner geheimnißvollen Mittheilung in näherer Verbindung stehen?" „Ja, mein lieber Egon", versetzte der Major, „komm' jetzt, ich will Dir Alles mittheilen." Er schritt rasch voran, dem Ausgang des Gehölzes wieder zu und brach erst das Schweigen, als sie dasselbe hinter sich und das freie Feld erreicht hatten. „So, mein Junge", begann er, seinen Arm in den des Neffen legend, „bei Geheimnissen muß man vorsichtig sein und den Blick ringsum frei haben, um sich stets versichert zu halten, nicht belauscht werden zu können." Im langsamen Weiterschreiten begann er jetzt, ihm Hedwiga'« Mittheilungen zvm Besten zu geben und mit der wärmsten Theilnahme das Geschick der Familie Jmmendorf, wie speciell das de» unglücklichen 0 in Gießer;. 434 Ulrichs zu schildern. Er erzählte bem sushorchenden Neffen Alles, was Hedwiga ihm über das Drama im kleinen Gehölz mitgetheilt, und schloß mit der Versicherung, daß er von Ulrichs Unschuld so fest überzeugt sei, wie vom eigenen Dasein. Als er schwieg, blieb Egon stehen, schaute den Onkel fest an und sagte: „Ich thetle Deine Neber» zeugung und will Dir beistehen, den Unglücklichen zu retten. Ja, mehr noch, er muß der Gesellschaft zurückgegeben werden, was am Ende nicht gar zu schwer fallen dürste, weil man ihn, wenn ich recht verstanden, nicht als den Sohn des Henn von Im» mendorf erkannt hat." „So sagte mir Hedwigs — " „Eine brave Schwester, welche, ohne zu fragen und ohne zimperliches Bedenken dem Verfolgten ein Asyl gab", nickte Egon beifällig. „3a, es ist ein wackeres Mädchen", bestätigt« der Major, „das Ebenbild der Tante Ulrike, was Charakter und Herz anbetrifft, im Ueöriaen aber —" „Wohl das Ebenbild der blonden Irmgard, wie?' „O nein, sie ist allerdings bildhübsch, die kleine Hedwiga, aber dabei eine echte, brünette Immendorf. Ihre Mutter war, wie Du weißt, eine reiche Bürgerliche, — welche, unter uns bemerkt, durch ihr Geld den Zusammensturz des Hauses verhütete." „Wofür sie schlechten Loh« geerntet, nicht wahr, Onkel?" „Leider, die Arme starb sozusagen im Exil, woran allerdings das ahnmstolze Fräulein Irmgard, welches den Freiherr» gänzlich beherrschte, ein gut Theil schuld gewesen. Kennst Du die Geschichte dieser zweiten Gemahlin?" „Nm vom Hörensagen ein wenig, ich kümmerte mich damals nicht viel um solche Geschichten." „Warst auch noch zn jung dazu", nickte der Major-, schwermüthig in die Ferne blickend, „interessirt es Dich jetzt, dieselbe zu hören?" „Um ein klares Bild jener Familie zu erhalten, - sehr, Onkel!" ‘ „Nun, die erste Gemahlin des Freiherrn von Im» mendorf war eine hochadelige Dame aus uraltem Geschlecht, deren einziger Sohn der unglückliche Ulrich ist. Sie starb früh und der Wittwer, ein paffte» nirter Spieler, wirthschaftets mit dem großen Vermögen wie ein Wahnsinniger darauf los. Hätte er seine Schwester Ulrike nicht im Hause gehabt, welche mit kluger Berechnung die häusliche Wirthschaft zu führen verstand, die Herrlichkeit wäre schon längst zusammengebrochen. Man munkelte bereits von einem Bankerott, als der alternde und bereits grauhaarige Verschwender sich in der zwölften Stunde noch de» bürgerlichen Goldfisch angelte, zum Entsetzen der kranke» Irmgard, welche darüber fast gestorben wäre. Nun, sie mag sich bei dem Gedanken der Rache wieder aufgerichttt haben, da sie das arme, reiche Opferlamm weidlich gequält haben soll." „Und Ulrike?" fragte Egon mit einem forschenden Seitenblick auf den Onkel, „nahm sie sich des unglückiichm Opfers nicht an?" „Gewiß, sie rhat, was in ihrer Macht stand, vermochte das Schicksal derselben jedoch nicht abzuwen- bett.' Die Schwägerin starb in ihren Armen. Dz bin ich schon beim Abschluß, ohne begonnen zu haben, unterbrich mich, bitte, nur nicht wieder, mein Sohn! Die junge Baronin, sie zählte erst 17 oder 18 Jahre, stammte aus X>, jener Universitätsstadt, wo Ulrich Jmmendorf studirts und auch Du Dir dis Hörner abgelaufen haft." „Ach richtig, sie war die einzige Tochter des reichen Großhändlers Holberg —" „Na ja, unterbrich mich nur nicht immerfort, ich verliere stets den Faden. Auf einem Balle lernten \ sich drr Student und drr Goldfisch keanerr und lieben, ß er war ein bildhübscher Junge und sie ein Engel, \ wie's in dem Lxikon der Verliebten heißt. Da ge- l riech der Alte nach X. und kaperte sich selber den i Engel, um seinen Finanzen aufzuhelfen. Ec machte | die Geschichte heimlich mit dem Großhändler ab, der £ schon lange nach einem hochadeligen Schwiegersohn l sich umgeschaut haben mochte, und sandte den Wild- ? fang von Sohn, der ihm als Nebenbuhler etwas ’ unbequem erschien, auf ein Halbjahr auf Reisen, j Ulrich hatte keine Ahnung von dem Verrath; er s reiste vergnügt mit einer vollen Börse» welche der ! Großhändler jedenfalls gespickt hatte, nach Paris, : um dis französische Sprache an der Quelle zu studiren, l wie der Vater lachend bemerkte, und fand bet seiner s Heimkehr die junge Stiefmutter im Vaterhause." „Das war ein niederträchtiger Streich", mur- t melte Egon, al« der Major eine Pause machte. „Dafür mochte es der Sohn auch halten", nahm j jener auf's Neue das Wort, „es soll eine furchtbare I Scene gegeben haben, — deren blutiger Ausgang : nur durch die besonnens Ulrike verhindert worden. - Sie war'«, welche bett Betrogenen soweit beruhigte, : und ihn zur Rückkehr nach der Universität bewegte. => Von da an batirt erst bas eigentliche wüste und l tolle Treiben des jungen Mannes, welcher sich be- f täuben wollte, um dis Rachegeister zu bändigen, an : ein ernstes Studium aber nicht mehr dachte. Die : Ferien verbrachte er regelmäßig auf Reisen, da der : Vater mit dem Gelds nicht kargte und der tolle ; Ulrich den Vorsatz gefaßt zu haben schien, bas Gold l der Stiefmutter in alle vier Winde zu zerstreuen. » Nach Hause kam er niemals. Die kleine Hedwiga j wurde geboren, brachte der armen jungen Mutter : aber weder Frieden noch Glück, da der Freiherr l feine eigenen Wege ging und nur Ulrike ihr Schutz z und Liebs gewährte. Endlich, nach sechs ober sieben \ wüst verlebten Semestern machte Ulrich sein Examen, ‘ fiel natürlich glänzend durch und kehrte ziemlich ge- I drückt in die Vaterstadt zurück, wo er sich ein Logir i miethets und nnr mit mir verkehrte. Ich war der- <■ zeit sein einziger Freund und weiß, welch' trefflicher e Kern in ihm steckte, und daß eine richtige Erziehung * ein glänzendes Resultat geliefert hätte. Der arme s Junge ging mit dem Plane um, in Oesterreich sein i Glück als Soldat zu versuchen. Der Krieg stand in ? Aussicht, er hofft«, dort rasch zu avanciren und studirte u schäften, ficht must mied und auswich, liebte, spr urplötzlich und nach ich zurückk davongego betreten, kleine He! Freiherr, Reitpeitsä die Stich war mied — aber i mächttg jungen F mensein ihre Sch- entgegen zurück, u zu geben Kinde» v williges 1 Badekur nur von dazu bett Hedwiga sie zur c väterlich, von dem Dann st „We vater in „lln führen, versetzte Freiherr nicht ar Großhä und seit werde, sind bei „W fragte 6 ,,Si heil uv sches E, Tochter das Gc nähme über g gutherzt war vo ihre ®' gescheut ungerec müsse. 435 >cht stand, ver- licht abzuwen« Armen. Da ins.i zu haben, mein Sohn! aber 18 Jahre, dt, wo Ulrich >r dis Hörner : Tochter der immerfort, ich Balle lernten se