ire§, noch völlig l. Sie bereute .neva§, Catilina gegangen, und ngeblich bereits ;r überzeugt ge- ie Bitten seiner ;e Behandlung keine Rücksicht. Gefangenen im Rale sogar die t Ruthenstreichen quis von Denia, 1526 an den Tortur gegen sie ott einen Dienst s Werk begehen. , eine solche Bend die Königin, Tochter, unsere se", wobei aller- lauungen betreffs ;aren. — Nach an hinfällig und Bett nicht mehr, t Leiden endete. > ein Alter von rnundvierzig üana die Wahniber gewöhnlich; Z'ntrigue, Nieder- chnsinn getriebene war ihr Schicksal t Philipp's Seite n von Spanien rer Nachkommen- inrde. Während inbrüten in dein Tordesillas war, s deutscher Kaiser die Welt. Ihr t König von Unebenfalls deutscher erst als Königin n Manuel, nach nkreich vermählt; hlte sich mit dem die dritte, Maria, nd Böhmen, und im Namen ihres ande; die jüngste rrde als Gemahlin Die Fülle des Fürstin offenbarte len Sohne, dem ganz Europa in ier auch die von offenkundig her- etsch) in Gießen. chichener Jamikienbläller. Belletristisches Beiblatt ;um Gießener Anzeiger. Nr. 107. Donnerstag den 6. September. 1888. Im Kaufe Immendorf. Original-Roman von Emilie Heinrichs. (Fortsetzung.) Von dem kleinen Sopha erhob sich jener Mann, welcher soeben der Gefangennahme entgangen war. Er hatte fich im Dunkeln befunden und starrte die Eintretende jetzt mit angstvoll verstörtem Blick an. Wir haben schon bemerkt, daß seine desolate Kleidung nicht mit der vornehm-stolzen Haltung, welche er sich zu geben wußte, harmonirte. Er sah verwildert aus, als ob er in der letzten Zeit viel im Freien genächtigt, — die braunen Augen, welche denen Hedwiga's glichen, waren geröthet, da» trotz alledem sehr anziehende Gesicht von einem wüsten, ungepflegten Bart entstellt, man hätte ihn für hoch in den Vierzigern halten müsien, obwohl er in der That erst 36 Jahre zählte. Ulrike setzte das Licht auf den Schreibtisch und blickte ihn einige Minuten schweigend an. Er hatte die Augen finster zu Boden gesenkt und schien ent* schloffen zu sein, das Schweigen nicht zu brechen. „Setze Dich, Ulrich!" sprach fie ernst, aber mild, „hast Du Hunger und Durst?" „Hunger? — nein", erwiderte er dumpf, „aber Durst, brennenden Durst!" Sie schritt schweigend an ein Wandschränkchen, entnahm demselben eine Karaffe mit Wein und ein Kelchglas. „Trinke", sprach sie kurz. Er goß sich mit zitternder Hand ein Glas voll und stürzte es hinunter. Als er das Glas wieder füllen wollte, hielt sie ihn zurück. „Später", sagte sie herb, „jetzt steh' mir erst Rede, woher Du kommst und wa« Du verbrochen hast, um dar Gesetz an Deine Fersen zu heften?" „O, das ist kurz gesagt", lachte er spöttisch auf, „Du hast es vermuthlich noch nicht vsrgeffen, Tante Ulrrke, wie mein Vater mich behandelt, wie hülflos ich hinausgejagt wurde." „Dein Vater ist tobt —" "3ch las es zufällig in einer Zeitung, wäre recht gerne zum Bsgräbniß gekommen, um als legitimes Familienhaupt meine Rechte in Anspruch zu nehmen, doch verhinderten mich verschiedene Umstände daran." „Dein Vater hat Dich enterbt", entgegnete Ulrike im ruhigstem Tone. „Das Recht des Sohnes, des freiherrlichen Titels und dieses Stammhaus der Ahnen konnte er mir nicht rauben —" ! „Du irrst, Ulrich, da» Sohnesrecht hattest Da \ durch Dein Betragen verwirkt, der freiherrliche Titel l der Jmmendorf mit seinen Standesvorrechten kann | keinem Enterbten zukommen» und dieses Haus gehört ; uns längst nicht mehr. Die Unglück! che, deren Ver- < derben Du auf dem Gewissen hast, erkaufte es mit I ihrem Gelds, als die Gläubiger Deines Vaters die \ Hand darnach ausstreckten. Diese» Haus gehört der | Tochter jener Frau —" „Hedwiga —" murmelte der Verfolgte. „Ja, Deine Stiefschwester, welche Dich Haffen i müßte und Dich doch errettete vor Schimpf und Schmach. Sprich, Unglücklicher!" setzte sie mit feierlicher Stimme hinzu, „was hast Du verbrochen? Weshalb den flüchtigen Fuß hierhergesetzt, um De'- ne» Vaters Ehrs zu brandmarken?" Der junge Mann hatte sich auf's Sopha nieder» gelaffen und jetzt das Haupt mit finsterem Stolz erhoben. „Nun wohl, höre mich an, Tante Ulrike und dann richte mich. Du allein hast ein Recht dazu, weil nur Du ein Herz voll Liebe und Nachsicht stets für mich gehabt, und es vorhin auf'» Neue bewiesen \ hast. Als ich hier tm Dunkeln saß, hier in diesem i kleinen Raum, wo Du stet» für des Hauses Ehre ! und Ansehen gedacht, gerechnet, gesorgt, da überkam e» mich mit einer Scham, wie ich fie niemals empfunden, Du, das selbstlose Wesen, welches dar höchste Lebensglück des Weibes einer egoistischen Kranken geopfert —" „Still!" gebot Ulrike streng, „lästere die Unglückliche nicht, welche durch fremde Schuld in ein lebendiges Grab gestoben worden. Ich will von Dir keine Lobhymne, sondern eine Antwort auf meine Frage hören." „Schon gut, Tante!" nickte der Verfolgte düster, „Du kannst es mir nicht wehren, Deiner mit Liebe und der Andern mit Groll zu gedenken, mir das vernichtende Schamgefühl nicht nehmen, daß dis letzten männlichen Nachkommen unseres Geschlechts feige, jämmerliche Buben, und nur ein Weib würdig des ehrenvollen Hauses der Ahnen gewesen. Es sind jetzt über zwölf Jahre her, seitdem ich diese Schwelle zum letzten Male überschritten. Wahr ist's, daß ich für den tollsten Studenten, den berüch- tigsten Raufbold auf der Universität galt und studiren für höchst überflüssig hielt. Es haben Viele dasselbe gethan, die später zu Rang und Ehren gekommen —" „Weil sie zur rechten Zeit zur Vernunft gekommen sind", schaltete Ulrike ruhig ein. „Mag sein, sie werden wohl ein angenehmeres 422 und nur noch als Adam Sturm exlstire. Ein trefflicher Name, nicht wahr?" setzte er ironisch hinzv. „Sollte ich doch einen neuen Adam anziehen, als man mich so väterlich in den Sturm der Welt hin- ausstteß. Nun also, ich lernte in Australien einen Mann kennen, der ebenfalls ein Deutscher und gebil- beten Kreisen entstammte. Gegenseitige Bildung und Neigung schloß unsere Freundschaft, und wir waren bald, wie man zu sagen pflegt, ein Herz und eine Seele. Auch er hatte sich, rott ich glaube, einen anderen Namen beigelegt, um seine Familie nicht zu compromittiren, und wir waren schweigend darin Lbereingekommen, unser« Namen und Abstammung al» persönliches Gehetmniß zu bewahren. John Walter, wie er sich nannte, war wie ich ein verlorener Sohn, noch einige Jahre jünger und auch ärmer als ich, da ich endlich als Bereiter eine mir zusagende Beschäftigung gefunden hatte. Ich theilte Alle» mit ihm, denn Du kannst r» nicht ahnen, Tante, wieviel ein guter Kamerad, dem man vertraut, in der Fremde werth ist. Da» sind nun gerade zwei Jahre her, ich fühlte mich zum ersten Male wieder glücklich und zufrieden, und wünscht« keine Veränderung, weil auch mein Freund durch | meine Vermittelung Beschäftigung erhalten. E« mögen dreiviertel Jahre her sein, al» John eines Abend» nicht in unsere gemeinschaftliche Wohnung zurückkehrte. Ich begab mich zu seinem Arbeitgeber und erfuhr, daß er an diesem Tag« überhaupt fich nicht habe sehen lasten. Er hatte am Morgen bei Tage«, anbruch mit mir wie gewöhnlich die Wohnung verlassen und da ich an diesem Tage, wie er wußte, eine Reise machen mußte, so konnte ich erst am Abend, anstatt wie sonst Mittag« zum Essen heim, kehren. Kurz und gut, John «« fort , um nicht wieder zu kommen, «r hatte mich schmählich hmter- I gangen und beraubt, indem er meine nicht geringen Ersparnisse an sich gebracht und mit einem deutschen Dampfer nach Europa abgesegelt war." Ulrich hielt inne, fuhr leicht mit der Hand über die Stirn und goß heftig ein Glas Wein hinunter, während Tante Ulrike mit unbeweglichem Antlitz zuhörte. , , , Ich verspottete mich selber ob meiner Thorheit, einem Menschen wieder einmal vertraut zu haben", fuhr der junge Mann jetzt rascher fort, „und empfand nur noch das Gefühl der Rache. - Ein glücklicher Zufall brachte mir einen für meine Verhältnisse bedeutenden Gewinn, kurz entschlossen benutzte ich die erste Gelegenheit, um nach Europa zurückzukehren, um den Betrüger zu erwischen und selber Gericht an ihm zn üben. So kam ich nach England, von dort hierher —" , , . , Er brach kurz ab, um wieder zu trinken und , wieder hindert« Ulrike ihn daran. „Willst Du den schlimmsten Abschnitt Deines ; Berichts durch Wein trüben?" fragte sie ernst, ,,wa« , brachte Dich mit dem Gesetz in Conflick, Unglücklicher? „Ich will nichts trüben, nichts verwirren, Tante t versetzte er bitter lächelnd, „nur die strengste Wahrh-it Familienleben, einen vernünftigen Vater, eine liebe- I i volle Mutter besessen haben." | 1 „Du hattest mich, Ulrich!" „Ja, Tante Ulrike, Du warst mir viel in jenen t Tagen, aber nicht genug, um mir Respect einzu- ; flößen. Vergieb, Dir fehlte hierzu da» nöthige Alter. « Sich', mir starb zu früh die Mutier, sie soll gut | gewesen sein, viel zu gut für den flatterhaften Esinn j des Vaters, des mir leider all' feine bösen Eigen« schäften vererbt hat. Mach' kein strenges Gesicht, Tante, wozu dis Wunden verbergen, wandelt der - Tod die Menschen zu Heiligen? Ich halte dies für z eine sehr laxe Moral. Obwohl ich dem Aeußern l nach ein echter Jmmendorf war, so wurde ich doch stets gescholten und bestraft, weil der Vater in mir ein verjüngtes Spiegelbild seiner eigenen Ich» et# blickte und die« höchst unbequem finden mochte. Tante Irmgard'» Tragödie hatte sich bereit» abgespielt, als ich den ersten Kinderschuhen kaum entwachsen war — „Wozu diese Reminiscenzen der Vergangenheit?' Unterbrach ihn Ulrike, „fie gehören nicht hierher. Antworte mir —" ' „ , „Gleich, Tante, es lief mir nur durch den Sinn, was Alles dazu beigetragen, um mich zu einem ge- hetzten Flüchtling zu machen. Schließlich, wenn man arm und heimathlos, ohne Beschäftigung zu finden, ganz heruntergekommen ist, gehört nur ein Ohnge- führ dazu, um der Polizei verdächtig und zum Ver- brecher gestempelt zu werden." „Ulrich!" sprach die Tante, seine Hand ergrei, send, „darf ich Deinen Worten entnehmen, daß Du schuldlos verfolgt wirst? Antworte mir offen, rote Du es als Knabe, als Jüngling stets gethan, und ich will Dir glauben, da Du bei all Deinen Fehlern mich doch niemals belogst." Ein freudig-stolzes Lächeln überflog des Manne- Antlitz; er umspannte mit festem Druck ihre Hand und versetzte, ihrem angstvoll fragenden Blick begegnend: „Ich bin schuldlos, Tante Ulrike! Ein Anderer, dem ich blinde« Vertrauen geschenkt, hat dasjenige an sich selber begangen, für welcher ich kennst den Verbrecher und verbirgst Dich unnöthig, Ulrich?" fragte Ulrike entsetzt. „O, täusche meinen festen Glauben an Deine Wahrhaftigkeit nicht." t i . Ich jhue es nicht, bei dem Andenken meiner Mutter, das ich stets heilig gehalten, schwör« ich'« Dir! — Mit meinen Irrfahrten, meinen Kämpfen und jammervollem Leben der letzten Jahre will ich Dich verschonen, - ich habe e« zu Wasser und zu Lande versucht und gefunden, daß ein junger Mann, welcher zwar mit noblen Eigenschaften, aber nur mit einem Flickwerk geistiger Kenntnisse unv unprak- tischem Sinn ausgerüstet, in die Welt hinaussteuert, es schließlich in der Existenzfrage nicht mit dem einfältigsten Bauernburschen, dessen Capital nur einzig in roher Kraft besteht, aufzunehmen vermag. Weg damit! - Doch tröste Dich, Tante Ulrike, mit d-r Versicherung, daß ich meinen Namen sofort abgelegt berichten, den Steuer die Ueberfo der Paffagi was immer chifchen Fa nach Wien einbüßte - „Am § strenger A „Was achfelzucker Ein echter Familien-< Spieler f< verzeichnet Sigismun „Ja, und de» 5 Held und deutung i der Welt Geschlecht Ulriä ungewöhr „Ver unterdrü, ner Bert gern mit zum Vor Vater es welcher hinzogen „Ich Dein «i fehlte - „W< „Sc den Mu Es war mein oi tiefen em man »er« as sind nun h zum ersten und wünscht« Freund durch en. E» mögen eines Abend» >nung zurück« cbeitgeber und anpt sich nicht ;en bei Tages« Wohnung ver- wie er wußte, ich erst am m Essen heim« ort, um nicht nützlich hinter« nicht geringen sittem deutschen »(I der Hand über Bein hinunter, glichet» Antlitz einet Thorheit, aut zu haben", „und empfand Ein glücklicher Verhältnisse be« benutzte ich die zurückzutehren, selber Gericht England, von zu ttinlen und blchnitt Deines sie ernst, „war , Unglücklicher?" wirren, Tante!" eengste Wahrheit ewporschwingen kann." „Ach, das hätte ich mit schon aneignen wollen, Tante, nut der Wust alter Sprachen, besonder» da» Griechische war mir in der Seele verhaßt, da man | alle Zeit darauf verwenden mußte, um mitzukommen, 1 obwohl die Kriege jener alten Helden mich stet» begeisterten. O, e» flieht nicht» Vethängnißvollere» im Menschenleben, al« ein verfehlter Beruf, weil eö in der Regel ein zweckloses Leben bedeutet." Ulrike schwieg, doch blickte ste mit schmerzlichem Mitleid aus den gebeugten Mann, den letzten männ«- lichen Nachkommen de» einst so ruhmreichen Geschlecht», bet, ein geächteter: Flüchtling, unter dem Dache seiner Ahnen vor dem Gesetze Schutz ge« sucht hatte. „Nun, was hilst's", nahm Ulrich j-tzt wieder mit Geschlechts ben finstern Blick auf da« jetzt I ungewöhnlich strenge Antlitz der Tante. I g „Verzeih' mir die Vermessenheit", sprach et mit unterdrücktem Hohn, „doch erlaube mir auch me net Vertheidigung anzusühren, daß ich nur gar zu getn mit jenen ruhmreichen Adler unser» Geschlechts zum Vorbild genommen hätte, wenn der gestrenge | Vater e» erlaubt, mit die militärische Karriere zu welcher Neigung und Anlage mrch unwiderstehlich hinzogen, nicht grausam ver chloffen hätte.' „Ich weiß", nickte Ulrike milder, „doch war Dein Vater im Recht, weil da» Vermögen dazu fehlte _i< „Welche» et dutchgebracht —" Schweig! - ich will bett Tobten nicht durch den Mund seines eigenen Sohne» beschimpfen lassen. @« mar allerdings ein großes Unglück für Dich, mein armer Junge!" setzte ste leise und mit einem tiefen Seufzer hinzu, „da, Studiren war nun e n« mal Deine Sache nicht, obwohl der heutige Osficier auch nur durch gründliche» Wissen und Können sich sichtlicher Anstrengung da» Wort, 'M ist hin, verloren ist verloren! Es war eine neue Thorheit von mir, einem Schurken nachzujagen und hierher zu kommen, wo man mich längst zu den Tobten^ geworfen. Ich könnte Dir jetzt ein Märchen ausbin- den Tante Ulrike, um einen Glorienschein mir zu geben. Doch wozu? — Mein Dasein ist verspielt, so will ich Dir Alle», arch da» Schlimmste sagen, die lautere Wahrheit mit «einem Manneüwort daß kein Fremder e» ahnt, wer ich bin und diese» Ge , heimniß mit mir begraben werden soll. Ulrike zuckte leicht zusammen. - |x,.w kam nach Hamburg und traf hier I den^Stemrmann de» Dampfer» , mit welchem John ., gemacht. Von ihm erfuhr ich, daß I her VassÄle^waAeinlich nach Wien gegangen fei, ** ’’S» da John einer österrei« S«le entstammte. Ich reiste also sofort 5U* ich d7 Hälfte meiner Baarschaft Spieltisch vermuthlich", schaltete Ulrike mit ’iretI0$ßa6,irolUfte®»l Tante?" erwiderte der Neffe achselzuckend, „bin ich nicht der Sohn^meinet'Vater»? ($iM «Atet Emmendorf? — Du wirst ttt unterer Familien. Chronik gelesen haben, daß die pafstonirten Spieler seit dem vorigen Jahrhundert vrelfach» dort verzeichnet stehen. Unser Vorfahr, der tapfere @i9t5aTia,"e^ott allerdings ein Freund der Würfel und de» Becher», nebenbei ober auch ein ruhmreicher Held und ein Edelmann in be» Worte» bester B^ beutuna gewesen fein. Vergleiche Dich um Aller in bet Welt nicht mit biesern stolzen Adler unseres „Nun^also, ich hatte in Wien meine halbeBaar schäft am Spieltisch gelassen unb meinen 30J« W gefunden. Einer zweifelhaften Spur folgend, dm^ wanderte ich Oesterreich und Tyrol, und wandte mich endlich, al» meine Mittel fast gänzlich erschöpft waren, mein Aeußere» einem Vagabonden glich, i» bumpfer Verzweiflung dem Norden wieder zu. »nbe« stimmte» Sehnen, nenne e» meinetwegen Leimweh, Tante Ulrike, trieb mich fast willenlos in b j « matb »urück. Ich wollte ja nur da» Vaterhaus Wiedersehen, nur das alte Dach 6egrit|en, unter welchem ich doch ein Herz wußte, da» den wilden । Ulrich einst geliebt. Verzeih', Tante, ich wollte» Euch nicht unter die Augen treten, nur D ch «och einmal au« der Ferne sehen und dann für immer verschwinden. - E« sollte ander, kommen, wem an der Wiege schon ein Unstern geleuchtet, wird ihn niemals ^wieder lo». Als ich heute Nachmittag die I Vaterstadt erreichte und in einer Wirthschaft draußen vor dem Thore einkehrte, um mir sür m^ne letzten I Pfennige einen Trunk zu verschaffen, Ein erster I Blick auf den treulosen Freund, der bei meinem An I blick buchstäblich versteinert wurde und dann sein I Heil in der Flucht suchte. Ich K« p^schnell nach, I durch den Garten, über ein gepflügte» Land in das I kleine Gehölz hinein, wo ich ihn, mit dem Terrain I besser bekannt, bald in der Falle hatte. Was nun I fnrQt» ;n schwer zu beschreiben, er riß einen Revolver I schlug, — der Schuß ging in die Büsche. Wir rangen wie zwei Todfeinde mit einander, - e» gelang ihm, ein Dolchmesser zu ziehen, war er doch mitMordwaffen gut versehen, während ich»nurmeine Fäuste und einen Stock besaß, doch fest entschlossen, ihn zu tödten. Plötzlich brach et mit einem @Jrd zusammen, und im selben Moment fühlte ich mich ebenfalls zu Boden gerissen. Ein Mann kniete aus meiner Brust und schickte sich an, mich zu fesseln, wobei et mir ganz gemüthlich «"theilte, daß er zur Polizei gehöre, mich schon vor dem Betreten jene» Wirthrhause» scharf beobachtet bade undsofortnach geeilt sei, um noch eben zur rechten M anzukom- men mich auf frischer That abzusangen. Bevor er i die Fesseln aus seiner Rocktasche»ziehen. konnte, hatte i ich ihn von mit geschlendert und die Flucht «griffen. | Zu meinem Glück wurde -«rasch dunkel , ich fühlt- ‘ den Verfolger auf meiner Ferse, bald schlossen sich 424 Kg an unb gebot mir, ihr zu folgen, — Tante Ulrike, — Hedwigs ist ein Engel, sie verbarg mich, | oöne weiter zu fragen, da sie in mir nur den Unglücklichen sah." 'Aa der Augenblick zu schwer für einen Scherz JJ» U£ri!e"' versetzte der junge Mann trübe lächelnd, „so bedaure ich, Deine verlockende Wahl als Illusion bezeichnen zu müssen." N „Weshalb? — Würde eine wirkliche Besserung Dir so gänzlich unmöglich erscheinen?" „Nein, Tante, vor einer solchen Probe würde iS mich nicht scheuen, — mein Charakter hat sich im Sturm der Welt hinreichend gestählt, um die Meta- morphose dauernd vollziehen zu können, da der Spieltisch in Wien mir nur die Mittel zur Durchführung meiner Rache hergeben sollte. Aber Du vergiss-st. daß die Polizei auf mich fahndet —" „Man hat Dich nicht als den Sohn dieses Hauses erkannt!" dürft^"cherlich toa8 ö6er doch später geschehen noch mehrere Männer und Knaben dieser Hetze an. Wie ich in unfern Garten, in'« Haus gelangte, frage mich nicht darum, Tante! — Die Erste, welche mich hier erblickte, war Hedwiga, - sie stieß keinen Schrei au«, hörte meine athemlose Bitte um Schub vttFtU ah ituk fr. . ... i> » —. v Ulrike blickte ihn nachdenklich an. „Unserm alten Johann können wir unbedinat vertrauen", sprach sie nach einer Weile, „er hat ehe. dem bei Deinem Großvater und Vater al« Kammerdiener fungirt und wird noch hinreichend davon ver. stehen, um Deinen äußeren Menschen nun in eine anständige Form zu bringen. Die elegante Garderobe Deines Vaters, - Du weißt, er hielt stets auf eine tadellose Außenseite, — steht Dir zu Gebot. — Da ich annehmen muß, daß dieses Haus noch immer heimlich bewacht wirb, so bleibst.Du morgen hier ms zur Abenddämmerung, — vielleicht —" Sie brach ab und dachte wieder nach. (Fortsetzung folgt.) Ulrike athmete tief und schwer, dann reichte sie ihm die Hand und sprach mit vor Bewegung zittern- der Stimme: „Armer Junge, ich kann Dich weder richten, noch verdammen. Du hast für den Leicht, sinn Deiner Jugend hart büßen müssen und scheinst jetzt nur noch die Wahl zu haben zwischen —" „ stockte und schaute mit einem schmerzlichen Blick auf den Unglücklichen. „Vollende nur, Tantel — zwischen Schande und Tod!" setzte er ruhig hinzu, „Du wirst den letzteren Ausweg somit für geboten halten." „Nein, Ulrich, das meinte ich nicht", sprach die Tante, seine Hand fest in der ihrigen haltend, „Du sollst jetzt nur noch die Wahl haben zwischen einer vollständigen Umwandlung Deines inneren und äußeren Menschen und damit zu einem neuen, glücklicheren Dasein oder einem Scheiden auf Nimmerwieder- kehr. Wähle!" „Hatte der alte Johann Dich gesehen?" „Es muß wohl sein, da er »ns später die Nach, richt von der polizeilichen Durchsuchung brachte." „Weiß Hedwiga, wer Du bist?" „Sie erkannte mich, als ich von Rührung und Rene übermannt, ihren Namen nannte. Dann brachte Johann mich in das geheime Versteck, welches ich verließ, als der Polizei-Commiffar nebenan in «er Rumpelkammer Miene machte, Gewalt anzuwen- den, um mein Versteck zu entdecken. Da begegnetest Du mir, Tante Ulrike, um mich hierher zu bringen und vor her Schande zu bewahren. Daß Du es meinetwegen nicht gethan, sondern nur des Hauses Ehre hast retten wollen, macht den Werth der Thal nicht geringer." Sfcbaction: i. B. Hermann Elle. - Druck Mermif chtes. I Eine Gouvernante steht mit ihrem Zögling im Zoologischen Garten vor dem Bärenzwinger, in welchem sich em großer und ein kleiner Bär befinden. Gouvernante: „Wenn du nicht artig bist, Lieschen, dann kommt der junge Bär heraus. Der frißt die kleinen Kruder!' Lieschen: „Und der alte Bär, der frißt wohl die — Gouvernanten?" rr nicht. Soldat: „Das ganze Militär- lebeu habe ich satt, es ist nicht zum Ertragen. " Köchin: ! „Kannst Du nicht kündigen?" ©ipfetber Faulheit. Bemoostes Haupt: „rfachs, zähl doch mal meine Semester zusammen mein Alter kommt morgen her, der könnte vielleicht danach fragen." Immer derselbe. Garnisonpfarrer (bei der Trauung): „Und nun fragte ich Sie, Unteroffizier Gottlieb Muller, wollen Sie die hier anwesende Jungfrau Elise Schulze als Ihr ehelich Gemahl an- nehmen?" - Unteroffizier Müller: „Zu Befehl, Herr Pfarrer!" J Im Bade. „Sie sind noch nicht abgecult!" warnte die Schwimmmeisterin, da wollte ein Fräulein mit der Tournüre iu's Wasser steigen. Humoristisches. Dame (zu einem über ihr wohnenden Herrn): „Ihr Hund ist doch geradezu unausstehlich, er heult die ganze Nacht." — Herr: „Dafür spielt er aber auch am Tag kein Klavier." .,^°^bung. Unteroffizier (der einen Gefreiten gotteslästerlich fluchen hört): „Warum fluchst Du, verdammter Kerl?('-Gefreiter: „Ich bereite mich auf das Unterofftzier-Examen vor." Getroffen. Ein Lieutenant (will einen Wirth, der ihm öfters Gefälligkeiten erwiesen, in Gesellschaft mehrerer Kameraden foppen): „He, Weinmeier, sagen Sie mal, wo haben Sie eigentlich gedient? Haben Sie überhaupt eine Ahnung davon, wie ein Gewehr Weinmeier: „Nun, Herr Leutnant, hab ich Ihnen nicht oft genug was vorgeschossen?"