die beiden jaule ihnen i den knir- agende Ge- mondschein- at sie seuf- !N Thälern iiger, weihe» ut und kein ,en Glanzes lernde Welt der Gottes- , Erbsünde Tod, glän« ers Throne, daß zaube- ütergetragen heißt: „Die wo Kirchen x dann auf nende Töne, r wogen sie der klaren, ns den Thä- ilang, einigt verschwimmt en zur Frühhohen Bogen- egelt sich der t Altarkerzen. Ürend, dann e der Orgel, all! brausend begegnete da, Försterhause Sport. Vier ten auf einer und Zweigen ster lang hin- a der Kirchen- g tröstend in särzers seinen e der große ieine sich der hatte. Lang- und langsam den weißen Hießen« Jamilienblättn. BellMstischW VMM MW Mßerm Aqüßm Wss. Rr° 153 Donnerstag dm 80. Dccember. Seufzer von ihr ausgenommen und entfaltet. Es enthielt nur wenige Zeilen, eine Emladung zum Souper nach einer bekannlen Villa auf der Uhlenhorst in Hamburg, was aber die Sache pikant machte, war eine abscheuliche Randglosse des Empfängers, durch welche er die Schreiberin lächerlich gemacht und als goldene Gans verspottet hatte. Die Tinte der beiden Handschriften war verblichen, das feine Velinpapier vergilbt, — aber — der Staatsanwalt fühlte in diesem Augenblick etwa« Ungewöhnliches in feiner Brust, ein starkes Herz« klopfen — unter dem Namen der Schreiberin stand eine dritte, sehr schwarze Handschrift, welche unzweifelhaft mit derjenigen der Randglosse identisch und dem Anschein nach erst ganz kürzlich niederge- schrieben war. — Vielleicht, so fuhr es dem in höchster Erregung darauf niederschauenden Helmut h blitzschnell durch den Sinn, hat der Betreffende beim Anblick dieser verblichenen Schriftzüge sich der Erinnerung hingegeben und mechanisch, weil er die Feder just in der Hand gehalten, einige für ihn sehr verhängnißvolle Zeilen darunter gekritzelt. „Er ist es, — er ist es", rang es sich in diesem Augenblicke wieder bebend von den Lippen der All-.s zu ertragen." „Mein armes Kind!" sagte der Banquier, sie besorgt anblickend. „Du siehst wahrhaftig ganz elend und angegriffen aus." „Lassen Sie uns hineingehen, vielleicht ist die Borner erwacht", sprach Hrlmuth, „ich möchte nur zwei Worte mit ihr reden, da ich wenig Zeit habe." Er schritt ungenirt voran, in diesem Augenblick alle Galanterie bei Seite fetzend, und stand im nächsten Augenblick neben Madame Borner, welche in der That aufgestanden war und, vor ihrem Bett sitzend, wie geistesabwesend auf ein Bild starrte. , Helmmh war leise, ohne von ihr bemerkt zu werden, an ihre Seite getreten, um ebenfalls aufmerksam das Bild in ihrer Hand zu betrachten. Es war ein auf Elfenbein gemaltes Pastellbild einer schönen jungen Dame, welche der Staatsanwalt sofort erkannte. Doch verhielt er sich ganz still und schien befriedigt darüber zu sein, daß der Banquier Borner. „Das glaube ich selber, „liebe Madame!" sagte Helmuth mit fester Stimme, „wäre ja aber auch kein Unglück, wie?" Mit einem leisen Schrei wandte sie sich zur Seite und starrte ihn sprachlos an. „Geben Sie mir diese Sachen, meine Liebel," fuhr er in seiner bestimmten Weise fort, „Sie werden dieselben jedenfalls ohne Erlaubniß des Besitzers bekommen haben." „O, Gott, nun bin ich verloren!" jammerte die Entsetzte, auf ihre Kniee niedergleitend, „haben Sie Erbarmen mit mir, Herr Staatsanwalt!" „Nur, wenn Sie mir rasch mittheilen, wie Sw in den Besitz dieser beiden Dinge gekommen sind. Aber kurz und bündig, ich habe keine Minute mehr übrig." „Ich ging hin zu Mylord Archibald wegen des Duells, — traf ihn nicht in seinem Zimmer, das z und seine Tochter ihn ruhig gewähren ließen und Mts zm Men Klippe. sMS“”“»- w Original-Roman von E. Heinrichs. t außer dem Bilde auch einem zusammengefalteten I* Papier besondere Aufmerksamkeit zu schenken; dasselbe lag auf dem Schooße der ganz in der Erinnerung versunkenen Frau und wurde nun, als sie das Bild mechanisch sinken ließ, mit einem ^tlSM vor. Sie wollte, nachdem Reimann ver uns uver z das Duell gesprochen, ein wenig allein promeniren, | da ich Vera nicht verlaffen mochte. Jedenfalls ist die Aermsts zu jenem sogenannten Mylord, auf den sie ■ wirklich ernstliche Hoffnungen gebaut zu haben scheint, ’ gegangen, um bas Duell zu hintertreiben. Sie blieb ungewöhnlich lange aus, weshalb ich Herrn Henning, der gerade vorüberging, bat, sich ein wenig nach ihr umzusehen. Er brachte sie richtig heim von den Klippen, wo sie wie eine Irrsinnige aufs Meer hinausgestarrt hatte. Ich redete ihr zu, sich nieder- zulezen, sie aber seufzte nur, ließ Alles mit sich machen wie ein folgsames todtkrankes Kind und sprach leise mit sich selber, als sie sich allein wähnte." „Was zum Beispiel?" fragte Hrlmuth.^ „Sie jammerte mit leiser, schluchzender Stimme: „Gott mag mir verzeihen, wenn ich irre; — wie schrecklich sah er mich an ohne die Brille — und dann der Brief, o Gott, der Brief und ihr Bild — und wenn er das gethan hätte — o — mein armer Kopf, mein armer Kops!" — So jammerte die Arme unaufhörlich, bis sie endlich einschlief. Es gehören in der That eiserne Nerven dazu, um dies -roch iiche tut: litte lein ?gec her- ßen :eff- uns Sie in eser den und der del- lich tge* die und bas lins tdle »ort gm ügt tche n", Sie der sich, be- mk- am llen ttel sich :em arf im i (Sieben 614 unverschlossen war, die Leute im Hotel sagten mir, daß er daheim sei; ich wollte warten auf ihn, — sah, daß er beim Packen war, erblickte dieses Bild und den Brief auf dem Tische gerieth ganz von Sinnen darüber, nahm beides zu mir und sah ihn plötzlich ans dem Nebenzimmer treten ohne Brille. Da lief ich wie wahnsinnig hinaus und wollte mich von der Klippe stürzen, als Herr Henning mich fand und nach Haufe brachte. — O, mein Gott! — läge ich doch im Meere, wo es am tiefsten ist." „Es soll Ihnen nichts geschehen, nur ruhig, meine Liede! — Legen Sie sich zu Bett, sollen nicht weiter belästigt werden." Er warf einen Blick auf seine Uhr und schritt rasch ins Wohnzimmer, nachdem er das Bild und den Brief mit dem Bedeuten zu sich gesteckt hatte, daß beides bester bei ihm als bei ihr aufgehoben sei. „Sehen Sie ein wenig nach der Borner", sagte er zu Natalie, „die Aermste ist krank, — sie muß sich niederlegen und schlafen. Adieu, ich spreche später wieder vor." Ohne Baier und Tochter eine weitere Erklärung Zu geben, war er wie ein Pfeil hinausgeschoffen. „Der scheint hier im criminalistischen Fahrwafler zu sein", brummte der Banquier verwundert, „dann ist mit ihm nichts anzusangen." „Er ist ja deshalb auch herübergekommen, Papa! — Gott weiß, was sich noch Alles hier auf diesem Eiland entpuppen wird." „Das glaube ich selber, Kind!" lächelte Gotthard, vergnügt an Felix denkend, „werden am Ende noch manche Ueberraschung hier erleben." „Ich möchte am liebsten mit Vera heimkehren, Papa!" meinte Natalie nachdenklich, „gegen freche Verleumdung und Unverschämtheit kämpft man, wenn man sich nicht auf das gleiche Niveau stellt, vergebens." „Unsinn, Kind! — mein Schutz reicht vollkommen aus, die frechen Bengel im Zaum zu halten. Uebrigens", setzte er leiser hinzu, „mußt Du jetzt die Folgen Deiner Menschenliebe tragen; ich habe genug gewarnt vor der Intimität mit dem Findel« tinde und den immerhin auf einer gesellschaftlich niedrigen Stufe stehenden Pflegeeltern desselben. Nun hast Du es, obwohl ich dem Hartung es nicht vergeben kann, einen solchen Scandal gegen seine eigenen Landsleute zu provociren. Der Mensch muß betrunken gewesen sein." „Gewiß, die Hauptsache aber gipfelt in der Rache, weil Vera ihn abgewiesen und Frau Hartung aus Furcht vor einer solchen Mesalliance dem Sohn dis Geschichte mit der nöthigen Ausschmückung aufgetischt hat. So erzählte mir Reimann, der sich sehr, ritterlich gegen uns benommen hat." „Vera sollte sich nur hier mit ihm verloben", bemerkte der Banquier, „das würde der häßlichen Geschichte auf einmal einen anderen Anstrich geben und sie selber in den Augen der Fremden rehabili- tiren." „Als ob dieses schöne, sittenreine Wesen solches nöthig hätte", ries Natalie erregt, „wie kannst Da nur so herzlos reden, Papa! — Vera liebt ihn nicht und soll nicht geopfert werden, so lange ich es hindern kann. Sie ist dem Kar! Reimann freundschaftlich zugethan, das ist Alles, es wäre unedel von ihm, feine Ritterdienste sich jetzt fo hoch bezahlen zu lasten und von der augenblicklichen Situation dm höchsten Vortheil zu ziehen." ,Könnt's ihm nicht verdenken, wenn er's thäte", brummte der Banquier, „wäre fürwahr ein schlechter Kaufmann, die günstigste Conjunctur unbenutzt zu lasten. Worauf wartet Deine Prinzessin denn eigentlich? Im Umsehen sind Jugend und Schönheit fort und sie muß wie der wählerische Storch mit Fröschen vorlieb nehmen." „Oder mit mir vereint ein freies Leben führen", fiel Natalie sarkastisch ein, „und den Storch mit seinen Fröschen im Sumpfe lasten." „Da haben wir'S — deshalb also! — Na, mir soll's gleich sein, Kind! — Ich möchte nur recht bald etwas Gutes essen, und Dich bitten —" „In's Hotel zu gehen, Papachen! — dort essen und dann den Reimann aufsuchen. — Mein Himmel!" setzte sie erschreckt hinzu, „ich schwatze hier in's Blaue hinein und vergesse meine Kranken. Auf Wiedersehen, Papa!" Sie küßte ihn und schlüpfte in die Kammer. „Scheinen hier alle den Spleen zu haben", brummte der Banquier, kopfschüttelnd vor den Spiegel tretend, um ein wenig Toilette zu machen. „Will nur den Felix lieber aufsuchen", suhr er fort, nahm Hut und Stock und verließ würdevoll das Haus. 11. Capitel. Lange vor der bestimmten Duellstunde befanden sich die Herren v. Wülfing und Reimann auf dem Leuchtthurm, um von hier aus die ganze Insel zu observiren und in sicherer und bequemer Weise den muthmaßlichen Anschlag der Gegner vorher kennen zu lernen. Kein Gebäude konnte hierzu dienlicher sein, da die Gallerte des Leuchtthurmes eine unbefchrä-kts und vollständige Aussicht bietet und die ganze Insel mit ihrer ebenen Fläche nach allen Richtungen hin vor dem Auge des Beschauers liegt. Die beiden Herren machten es sich hier oben so bequem als möglich, da um diese Zeit keine weiteren Besucher des Thurmes zu befürchten waren. Sie rauchten ihre Cigarren und plauderten • von gleichgültigen Dingen, wobei ihre Blicke ruhelos umherschweiften und ziemlich häufig von den Taschen-Fern- gläsern Gebrauch gemacht wurde; auch hatten sie einen dem jungen Reimann befreundeten Arzt aus Hamburg, welcher sich hier zur Cur aufhielt, in's Geheimniß gezogen und von diesem das Versprechen erhalten, sich zur bestimmten Zeit am Nordhorn ein» zufinden. „Sehen Sie dort, Herr Baron!" rief Reimann plötzlich hastig aus, mit der Rechten nach den letzten Haust ich le nett; S nickte n ein", bald Man Oeffc h Ehre R im II einer wohl! junge 3 die j stand Hand einen H Sest Söh sann sürch ( ihrer ! Iah' arbe und Klip die die 1 dem Bra dazu wett dem Kun sam Suc nach die Ueb< noch Opf jede' selb- „zu' noch Ged ahn solle 615 Häusern des Oberlandes deutend, „cs ist, so wahr i ich lebe, Mylord mit seinem Anhang, - das scheint nett zu werden." Der alte Herr blickte durch sein Fernrohr und nickte dann lebhaft. „Sie schlagen den Weg nach der Kartoffel-Allee ein", sagte er erregt, „ich zähle außer jenem Archibald und seinem Secundanten noch sechs Engländer. Man hat es also wirklich auf die größtmöglichste Oeffentlichkeit abgesehen." „Auf einen Scandal, eine Beschimpfung deutscher Ehre und deutschen Namens, unzweifelhaft", rief R imann mit funkelnden Augen. „Dort geht unser Arzt", — fuhr Wülfing nach einer Pause fort, „wir wären also unserer drei, wohlbewaffnet und furchtlos. Kommen Sie, mein junger Freund I" Reimann drückte dem ritterlichen alten Herrn die Hand. „Ich danke Ihnen für Ihren freundlichen Beistand, Herr v. Wulfingl" sagte er bewegt, „Sie handeln wie ein rechter Edelmann, ich bin stolz auf einen solchen Secundanten." „Ei was, ein Mann von Ehre steht allemal auf Seiten de« Rechts. Zeigen wir nur jetzt den Söhnen Albions, daß deutsche Männer stets zusammenhalten und auch die Uebermacht nicht fürchten." Sie verließen den Thurm und schritten schweigend ihrem Ziele zu. Bekanntlich war die Felseninsel Helgoland vor Jahrhunderten viel größer als heute; die rastlos arbeitenden Wogen haben ihr fester Gestein zerklüftet und ausgehöhlt, haben mit gierigem Zahn ihr Klippengewand zerbröckelt und manches Stück in die unergründliche Tiefe hinabgezogen. Sie haben die sogenannte Düne, die eigentliche Badeinsel von dem Mutterschooß losgeriffen und ihre schäumende Brandung triumphirend als eine breite Wogenscheide dazwischen gelegt; — so wühlen sie Jahr um Jahr weiter, nagen mit rastloser, nie ruhender Arbeit an dem Felsgestein, bis dereinst vielleicht nichts mehr Kunde giebt, von dem „heiligen Land" als ein einsamer Leuchtthurm auf der letzten Klippe im Meer. „Wäre es nicht gescheidter, wenn auch wir uns Succur« holten", bemerkte Herr v. Wülfing plötzlich, nachdenklich stehen bleibend. „Sie wiffen wohl, daß die gerechteste Sache der Uebermacht und dem Ueberrnuth weichen muß und in der Regel auch noch dem fürchterlichen Fluch der Lächerlichkeit zum Opfer fällt. Das Gebühren der Engländer geht jedenfalls auf dergleichen hinaus." „Ich gestehe, von dieser unbehaglichen Empfindung selber beschlichen zu sein", versetzte Reimann düster, „zumal unsere Gegner sich zu regelrechten Waffen noch nicht entschloffen haben. Ich fühle bei diesem Gedanken mein Blut sieden und zugleich die Vorahnung eines unvermeidlichen Unglücks. Wen aber sollen wir in's Vertrauen ziehen?" „Jeden Landsmann, der das Herz auf dem rechten Fleck hat. — Sehen Sie, dort , kommen noch mehr Herrn, man scheint cs auf eine öffentliche Vorstellung abgesehen zu haben." Reimann blickte scharf hin und rief erfreut: „Das sind Freunde, — Hamburger —" „Den einen erkenne ich", sagte Wülfing. „Ja, das ist Henning, welcher jedenfalls Lunte gerochen, — der Mensch ist fürchterlich neugierig - und Lärm geschlagen hat. Hurrah, es ist Fräulein Gotthard's Vater, der Banquier mit dem Hamburger Staatsanwalt, den ich zu Hartung'« Beistand her- citirt habe." „Ich sehe noch zwei Herren und einen großen Hund." „Sind mir unbekannt, doch jedenfalls vortreffliche Miirte. Bitte, Herr Baron, taffen Sie uns den Herren entgegen gehen." „Zum Henker, Reimann, was machen denn Sie für Streiche?" rief der Banquier, ihm schon in einiger Entfernung die Hand entgegen streckend. „Ich danke dem Himmel, der Sie zu dieser Stunde hierher gesandt", versetzte Reimann, den beiden bekannten Herren die Hand schüttelnd, und dann den alten Baron mit warmen Worten der Anerkennung vorstellend. Der Banquier dankte dem liebenswürdigen Eoel- mann auf das Herzlichste, daß er sich so ritterlich seiner Tochter und deren Schutzbefohlenen angenommen, worauf er den Staatsanwalt, sowie die beiden Amerikaner, letztere als Sennor KatLra und Bruder aus Caracas vorstellte. In kurzen Worten theilte Reimann liefet das VorgesMne mit. „Die Herren Engländer wollen jedenfalls eine Boxerei in Scene setzen", bemerkte Felix. „So ist es, mein Herr!" bestätigte Wülfing. „Dann überlasten Sie mir das Feld", wandte sich Felix an Reimann, „ich bin mit diesem Sport vertraut." „Und ich werde meinem Bruder mit Vergnügen sccundiren", setzte Katära hinzu. „Bravo!" rief der Staatsanwalt, sich vergnügt die Hände reibend, „dann können wir der Sache schon ruhiger entgegen sehen." „Man wird mich der Feigheit beschuldigen", bemerkte Reimann nachdenklich. „Unsinn, Mann!" schalt der Banquier, „Sie stehen nach deutscher Art mit Pulver und Blei oder der blanken Waffe parat, haben ja Alles bei sich, wie ich sehe, — wer darf Sie da der Feigheit beschuldigen? Ich bin den Herren von Herzen dankbar für ihr Anerbieten und acceptire im Namen meiner Tochter, verstehen Sie, Reimann? — Wollen John Bull" die Stange halten und in jedem Sattel gerecht uns zeigen. Herr Baron!" wandte er sich an diesen, „entscheiden Sie als Edelmann, Ihrem Urtheilsspruch wollen wir uns unterwerfen. Darf ich als Vater nicht den Vorschlag der Herren im Namen meiner beleidigten Tochter acceptiren?", Der alte Herr nickte lebhaft. 61ö unvcrsc daß er sah, dc und d Sinnet plötzlich Da lie von de und nc ich doc «E meine nicht n Er rasch i den B daß b< in- er zu sich n später O! zu geb „2 Zu seit ist mii „G - Si Eiland „5 vergni manch c HX, Papa! derlei wenn vergeb «X aus, Uebrij die F genug kinde niedri. Nun! vergeb eigene muß iX Rache aus Z bis G getisch sehr, i s rr bemer Gesch und s Liren. s ir k„Sie haben recht, Herr Gotthard! — und auch ich bin den Herren dankbar, daß sie uns in dieser schwierigen Lage ihren unschätzbaren Beistand angeboten. Gegen den Vorwurf der Feigheit schützen uns die Waffen und unser bereits dort anwesender Arzt." „Nun, dann rasch vorwärts!" rief Reimann, sichtlich erleichtert, „damit die Herren Gegner nicht zu lange auf uns warten." Der Staatsanwalt war in eineribesonders guten Laune, er witterte, wie Henning bei sich selber trlumphirend meinte, Morgenlust und dieser letztere fühlte einen ganz unbändigen Stolz, daß der große Criminalist auf seinen Scharfblick etwas gab. Da er, seiner unruhigen und neugierigen Natur nachgebend, überall herumspionirte, so war es ihm auch nicht entgangen, daß Dr. Hklmuth, nachdem er in fliegender Eile ein wenig dinirt, sich zum Gouverneur begeben hatte und von diesem schon nach einer Viertelstunde ganz vergnügt zurückgekehrt war, um die beiden Amerikaner und den Banquier abzuholen. Als Henning dann herausgebracht, daß sich sämmt- liche Herren nach dem Nordhorn begaben, hatte er sich ihnen ganz listig angeschloffen, weil er, wie Helmuth meinte, zu dieser Expedition allerdings un- streMg gehöre. Es konnte in diesem Augenblick sicherlich keinen glücklicheren Menschen auf der Insel geben, als den braven Hutmacher Henning, wenn nicht vielleicht der Hamburger Staatsanwalt mit ihm concurriren durfte, weil dieser mit stiller Zärtlichkeit zuweilen an seine Brusttasche griff, wo der verhängnißvolle Brief und das Bild einer Längstverstorbenen ganz friedlich neben dem von dem Gouverneur ausgestellten Haftbefehl steckten, von welchem er natürlich nichts sehnlicher wünschte, als ihn gebrauchen zu können. So erreichte die kleine Gesellschaft, welche tüchtig ausschritt, in weniger als einer halben Stunde das Nordhorn, wo die Engländer, welche sich Zeit ge- laffcn, soeben auch erst angekommen waren, während der Hamburger Arzt bereits ungeduldig umherwanderte. Die Gegner waren durch die Anzahl der Deutschen sichtlich frappirt und warfen sich höhnisch- bedeutsame Blicke zu, während Mylord Archibald mit gelangweilter Miene, beide Hände in den Taschen versenkt, der ganzen Gesellschaft den Rücken zuwandte und auf die See hinausschaute. Ob der Blick hinter der blauen Brille vielleicht ein sehnsüchtig in die Ferne schweifender war, ließ sich nicht ergründen. Plötzlich wandte er sich langsam um und betrachtete gleichgiltig die Seme; ein leichtes Erblassen, sowie ein blitzartiges Zusammenzucken seiner hohen, eleganten Gestalt schien Niemand bemerkt zu haben als vielleicht der Staatsanwalt, welcher sich im Hintergründe aufhielt und nur allein den für ihn äußerst intereffanten Mylord beobachtete. „All right!“ sagte dieser, zu seinen Landsleuten tretend und mit ihnen einige leise Worte wechselnd. „Sie sehen, daß auch wir die Oeffentlichkeit dieses Zweikampfes nicht scheuen", nahm Reimann jetzt das Wort, „wenn's beliebt, Mr. Archibald! — ich überlaffe ihnen die Auswahl der Waffen. Habe außer diesen Pistolen auch zwei Stoßdegen in netto, wählen Sie!" „Bah, Sir!" lächelte Mylord verächtlich, „wir boxen, — das giebt kein Aufsehen und bringt uns auch mit dem Gesetz nicht in Conflict." „Ich bin kein Faustkämpfer", rief Reimann zornig, „gleiche Sonne, gleiche Waffen, meine Herren 1" „Unsinn! — wer schießt und sticht sich hier auf der Klippe? —" erwiderte Mylord, ein Gähnen unterdrückend, „ich fürchte Ihr Kinder-Spielzeug nicht, Sir! meffe aber lieber die eigene Kraft." Er warf den Rock ab und streifte gleichmüthig die Aermel des feinen Battisthemdes auf, um seine museulösen Arme zu zeigen unb,ein; elegante Boxer- Stellung anzunehmen. Die beiden Amerikaner hatten kein Auge von Mr. Archibald verwandt, jetzt blickten sie sich gleick- zeitig an und nickten sich bedeutungsvoll zu, worauf Felix rasch zu dem Staatsanwalt'trat, um diesem einige Worte zuzuraunen. „Ah, famos!" flüsterte dieser, sich vergnügt dis Hände reibend, „lüften Sie ihm die blaue Brille, lieber Felix!" „Na, hören Sie mal", rief'ber Ranqaier jetzt, dicht vor Mylord sich hinpflanzeud, „ein Ochse möchte doch noch kräftiger sein als Sie, wenn's allein darauf ankäme, in dieser Weise seine Ehre zu restaurireu und eine Beleidigung zu rächen. Sie haben es gewagt, meine Tochter öffentlich zu beleidigen, wehrlose Damen zu beschimpfen und nennen sich einen Gentleman. Nun gut, ich nehme als Vater Ihre brutale Herausforderung zum Zweikampf an und übertrage das Rächeramt einem werthen Freunde, der sich darauf versteht, — können sich dann immer noch mit dem Kinderspielzeug Ihres anderen Gegners vertraut machen, mein werther Sir!" Er wandte sich jetzt zu Felix, welcher ebenfalls seinen Rock abwarf und sich dem sichtlich unangenehm überraschten Mylord Archibald ruhig als Gegner prüsentirte. „All right!“ murmelte er wieder, sich im selben Augenblick auf Felix stürzend, um diesen durch einen Faustschlag nieder zu werfen. Doch der Schlag ging fehl, Felix war demselben gewandt ausgewichen und hatte in der nächsten Seeunde den Gegner mit Riesenkraft umschlungen und auf die Kniee niedergedrückt, während die Brille fortgeschleudert wurde. „Heureka!" schrie Felix in diesem Augenblick mit einer fast jubelnden Stimme, und mit wuthverzerrten Zügen blickte Mr. Archibald in die funkelnden Augen des Polen, der auf Felix Ausruf hinzugesprungen war, um den mit übermenschlicher Kraft sich wehrenden Mylord zu bändigen. (Forts, folgt). Redaction: R. Scheyda, ™ Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr, Ehr, Pietsch) in Gießen,