Hietzener Jamiüenblättei. AeLetriKisches AeidiaK Mm Gießener AnMM «' irmi n TTTIOTn»Mcxc*> .Helmuth wa werden, an ihre merksam das Bil war ein auf El fchönen jungen T fort erkannte. ! schien befriedigt ' er küßte sie auf die Stirn - - - Der kleine Friedel sah jetzt, daß es Ernst war mit des Vaters Fortgehen. Als ihn dieser nun aushob und küssen wollte, hielt er energisch die Fäustchen vor die Backen und strampelte wüthend mit den kleinen Beinen. Ich mag das Christkindl mt", schimpfte der kleine Karl, „Du kannst's ihm nur sagen. Wenn es jetzt nicht gleich kommt, bet' ich mein Sprüchlein nit und sein Eselein kriegt auch das Heu nit und den Hafer, den ich und die Grethe vor die -i.hur gestellt haben. Gar nichts kriegt das Christkindl, keinen Kuchen und keine Zuckerplatz, die essen wir jetz' allein". Dann fing er richtig an zu flennen und die Geschwister stimmten im Chorus em. Selbst der kleine schiefbeinige Dackel, der sein Fell am warmen Kachelofen rieb, und den es schon lang arg wunderte, daß sein großer Genosse mit durfte und er nicht, heulte wehleidig ein Bischen nut. „Ruhig bist'", schrie ihn der Förster an, und zu den Kindern sagte er: „Schämt euch was. Wenn ihr's so macht, wird sich das Christkindl schön wundern , über Eure große Bravheit und ihr kriegt sicherlich * Schnee--- nichts. Seid still ich komm' gleich wieder?' Noch ' einen Händedruck der Frau, einen Kuß auf die ' ^^7 A. Schevda - Druck unb Setk-u der Brüh,',»en Druckerei (ftt Lbr. in G.ehm Mäulchen der leiser weinenden Kinder, die beiden Männer schritten hinaus. _ In die tiefe Fensternische gelehnt, schaute ihnen die Försterin nach und lauschte bang an den knirschenden Schritten der Männer, deren ragende Gestalten große Wandelschatten auf die mondschem- beglänzte Schneefläche warfen. Dann trat sie seufzend zu den Kleinen zurück in's Zimmer. * $ * lieber den weiten Wäldern, in den Thälern und auf den Höhn ruht der Friede. Heiliger, weihevoller Friede der Christnacht. Kein Laut und kein Ton. Ewige Sterne leuchten zitternden Glanzes aus dem Firmament hinab auf die zitternde Welt und künden den gläubigen Menschen, daß der Gottessohn, der vor Jahrtausenden hinabstieg, Erbsünde und Verderbniß zu lösen, durch seinen Tod, glän- zend und herrlich zur Rechten Gottvaters Throne, daß er ■ ein einziges Wort gesprochen, daß zauberischer Klang Posaunen der Engel weitergetragen in's unermeßliche Weltall. 'Das Wort heißt: „Die Siete. Dort und da aus den Thälern, wo Kirchen stehen und Menschen wohnen, kommen dann auf Schwingen der Nacht klingende, fummende Tone. Bald leiser, bald heller und deutlicher wogen sie her, ein Meer von Tönen scheint in der klaren, kalten Luft zu schwimmen. Es steigt aus den Thälern herauf, zieht den Bergesrücken entlang, emigt sich zu harmonischem Rythmus und verschwimmt leise im Aether. Die Kirchenglocken rufen zur Früh-