BeiletrWWs AeWlstt MN MKener AWßlZrr- M. 142. Donnerstag den 2, December. 18c6« Bis zur letzten Klippe. Original-Roman von @. Heinrichs. (Fortsetzung). „Und wie darf ich meinen neuen Freund, meinen Lebensretter heißen?" — fragte Felix. „Ja so, ich stellte mich noch nicht vor", lachte der sonderbare Mann spöttisch, „aber jedes Ding muß einen Namen haben. Nennen Sie mich Katstra; ein hübscher Name, wie?" „Katära?" wiederholte Felix, „der Name klingt nicht polnisch, — er stammt aus dem Griechischen und heißt, wenn ich nicht irre — Fluch —" „Ganz recht, der Name paßt für mich, — ich nenne mich anders. Rüsten Sie sich, mein Freund, wenn KatLra fertig ist, wartet er nicht und würde Ihnen diese Blockhütte als Wächter überlassen." Felix beeilte sich, da der Jäger keine unnützen Worte machte und schon nach einer Viertelstunde verließen Beide mit dem treuen Brutus die Hütte, deren finsterer Bewohner rasch vorwärts schritt, ohne einen Blick zurückzuwerfen auf die Stätte, wo er jahrelang einsam gehaust. 3. Capitel. Ein großer Dampfer, welcher von Caracas ausgelaufen, durchschnitt im raschen Fluge die Wogen des atlantischen Meeres. Derselbe trug Passagiere der verschiedensten Nationalitäten aus allen Welt- thfilen nach Europa hinüber; viele, welche vom Heimweh getrieben, zurückkehrten oder dort mit ihren erworbenen Schätzen sich brüsten wollten, — und andere wieder, die das alte Europa kennen lernen wollten oder von geschäftlichen Interessen geleitet wurden. Es war ein herrlicher, sonnenklarer Tag, — das Meer funkelte wie flüssiges Silber und ein leichter Wind kräuselte die Oberfläche des Oceans, welche der Dampfer wie ein Schwan durchschnitt. Auf dem Deck war's heiß und menschenleer, nur einige Matrosen und der Steuermann am Rade in gewohnter Weise beschäftigt. — Unter dem Zeltdach, welches für die Passagiere der ersten Cajüte hergerichtet war, lagen zwei Herren ausgestreckt auf einer Maite, um ihre Siesta zu halten, zu ihren Füßen ein schöner Hund. Der ältere derselben mochte die Mitte der Vierzig noch nicht überschritten haben, sein schwarzer Bart reichte bis aus die breite Brust herab, das tiefgevräunte finstere Antlitz mit den ; scharfgeschnittenen Zügen, der gebogenen Nase und ' den düster brennenden Augen war schön nnd erschien i in der augenblicklich erhabenen Ruhe wie eine ; römische Camee. Er hatte den Kopf auf die braune doch schön geformte Hand gestützt und betrachtete seinen schlafenden Gefährten, welcher vielleicht acht Jahre jünger sein mochte. Dieser war blond- und schlank, eine echt germanische Gestalt, mit gebräuntem, sehr schönem Gesicht und dichtem Vollbart, mit einem Wort — Felix Rodenburg, der in diesem Moment die blauen Augen öffnete und den Blick des Einsiedlers aus dem Urwald freundlich erwiderte. „Wir sind ungestört", sprach der L fc'ete mit seiner tiefen, klangvollen Stimme, „die geschwätzige Papageienschaar ist in ihrem Verschlage, — Niemand i kann uns behorchen. Ich will Ihnen meine Geschichte erzählen." Mit einem Ruck stand Felix aufrecht und schaute ihn erwartungsvoll an. „Diese Geschichte könnte vielleicht Stoff zu einem ? Drama geben", begann Katara, wie der Einsiedler sich nannte. „Meine Wiege stand in einem polnischen - Grafenschloß, meine Mutter entstammte einem 1 Fürstengeschlecht, — ich war der einzige Sohn und i Erbe und besaß keine weiteren Geschwister. Mein i Vater war loyal und dem Czaren treu ergeben, er f erklärte die Wiederherstellung Polens für ein Hirn- i gespinnst und haßte, ja verabscheute die Verschwörer, l während meine Mutter, eine echte Polin, im Ge- r Heimen, mit jenen in Verbindung stand, ja die Jn- ! surrection unterstützte und die Hauptsäden in der > Hand hielt. Sie suchte mich in diesem Sinne zu - erziehen und mein ganzes Naturell schien mich in \ der That dazu befähigen zu wollen, da ich wild und l jähzornig, mich jeder Ungesetzlichkeit hinneigte. — ] Seltsamerweise aber fühlte ich mich mit meinem । ganzen Herzen zu dem Vater hingezogen und er- j blickte in ihm mein Ideal, — sein sanftes und doch festes, sicheres Wesen erregte meine Bewunderung, kein Widerspruch, keine Laune trübte die Harmonie seines Innern, den wie aus einem Guß gebildeten Character, — nicht der leiseste Hauch den spiegelblanken Schild seiner Ehre. So steht er noch vor mir in seiner Manneswürde, er, welcher niemals mit Wort und Eiden ein frevles Spiel getrieben, i Der Czar-Befreier, wie die Bauern den zweiten i Alexander nannten, hielt noch größere Stücke auf ? meinen Vater als der eiserne Nikolaus, welcher keinem Polen traute und meinen Großvater mütter- , kicher Seite nach Sibirien sandte, wo er verdorben und gestorben ist. — Bei solchem Widerstreit der 566 Gefühle und Neigungen konnte für meinen Character , nichts Gedeihliches erwachsen, denn während das Herz mich zum Vater hinzog. revoltirte der tolle ; Kopf und fühlte sich von dem Zauber der heimlichen ! Verschwörung gefesselt. Die wilden phantastischen l Träume der Mutter hatten einen bestrickenden Reiz z für mich, — ich schwärmte für Freiheit und wußte j nicht einmal, was dieses verlockende Wort, welches - Tausend und 'er Tausende in seinen Zauberkreis ; gezogen - chtet hat, im Grunde bedeutet, daß j o" polnischen Edelmann, doch niemals s .v frommen konnte. — Mein Vater hatte j . , einer offenen, geraden Rechtschaffenheit keine i Ahnung von der Gefahr, welche seinem Hause drohte ; und lächelte über die exaltirten Ideen der Mutter, 5 denen er überhaupt zu seinem Schaden keine Be- ; achtung geschenkt, weil er sich die meiste Zeit in ; Petersburg aufhielt. Eines Tages lernte ich im Salon meiner Mutter jenen Halbrock kennen, welcher einige Jahre älter als ich, zu den Hauptverschwörern gezählt und von den Polen, welche sich um meine Mutter geschaart, ganz besonders verhätschelt wurde. Er stammte aus Posen, gehörte durch seine Mutter zu uns und war ebenso klug, gewandt und schlau als schön, aber auch völlig mittellos, was ihm in unseren reichen Kreisen nicht als Fehler angerechnet wurde. Ich war bezaubert von ihm, die Jugend läßt sich so leicht verblenden — und wir schlossen Freundschaft auf Leben und Tod." Eines Tages lernte ich in Warschau die Tochter eines deutschen Edelmannes kennen und verliebte i mich sterblich in sie; Hedwig von Reichnitz war eine ! wunderschöne Blondine, sanft und gut, nur eine | schwache und nachgiebige Natur, welche mich auf| Befehl ihrer Mutter, einer Polin und Freundin s meiner Mutter heirathete, obwohl sie nicht mich, i sondern meinen Freund Halbrock liebte. Die Arme, ! sie opferte sich dem Moloch Gold, da sie wohl aus - altem Geschlecht, aber mittellos war. Zn schwach, - zu Widerstandslos, betrog sie mich, der sie mehr als sein Leben liebte und sich einbildete, Vorzüge genug zu besitzen, um ein Frauenherz zu fesseln. Nicht, daß sie mich im Sinne der Welt hintergangen und als mein angetrautcs Weid Ehre und Pflicht vergessen hätte, aber daß sie mich an ihre Liebe glauben ließ, mit mir zum Altar trat, während jeder Pulsschlag ihres Herzens einem Andern^ gehörte, war Betrug, war ein todeswürdiges Verbrechen. — Sie hatte Halbrock schon früher gekannt, und ihm ihr Herz zu Eigen gegeben. Als der kecke Abenteurer, denn etwas anderes ist dieser Mensch niemals gewesen, — vor den stolzen Edelmann zu treten und um Hedwigs Hand zu werben wagte, wurde er wie ein Hund hinausgejagt. Dann kam er zu uns nach Polen, um den Verräther zu spielen und meine freigebige Mutter zu plündern. Mittlerweile war Hedwig's Vater gestorben und die beiden verwaisten Frauen ebenfalls in unser gastfreies Schloß gekommen. — Halbrock war just, mit einer wichtigen Mission betraut, nach Paris abgereist, wo er monatenlang festgehalten wurde. Bei seiner endlichen Wiederkunft fand er Hedwig als mein Weib. Ich war zu glücklich, zu ehrlich und offen, um Argwohn zu faffen, obwohl ihr tödtliches Erblassen bei seinem Anblick, wie sein sichtliches Erschrecken mich nachdenklich hätten machen müssen. Ich vertraute wie ein Thor und dünkte mich stolzer als ein König, da die köstlichsten Güter der Menschheit, Liebe und Freundschaft mir zu Theil geworden. Eines Tages aber nahm der tückische Zufall mir die Binde von den Augen und machte mich elender als den ärmsten Bettler. Mein Vater war aus Petersburg heimge- kehrt und hatte mehrere russische Gäste mitgebracht. Wir ritten auf die Bärenjagd, mir zur Seite der unzertrennliche Freund Halbrock, wie mein Vater mit einigem Mißvergnügen bemerkte, weil er von vornherein eine starke Abneigung gegen ihn gefaßt hatte. Ich sehe die Gesellschaft noch vor mir, meistens Russen, von welchen ich mich ziemlich unhöflich isolirle; nur einer, ein schöner hochgewachsener Mann fiel mir durch seine frappante Aehnlichkeit mit Halbrock auf; es war ein schwedischer Graf Altors, von welchem ich später noch reden werde. Die Jagd war lebhaft und amüsant, ein riesiger Bär wurde gestellt und nahm meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Ich bemerkte es nicht, daß Halbrock mir abhanden gekommen, die Jagdlust hatte mich vorwärts getrieben, ich sah mich plötzlich allein dem Bären gegenüber und wäre in der Ueberraschung verloren gewesen, wenn jener Gras Altorf nicht in diesem kritischen Moment an meiner Seite ausge- taacht wäre, da ich nämlich, wie ich zu spät bemerkte, meine Munition bereits verpufft und kerne andere Waffe zur Hand hatte, als mein Waidmeffer. Der Schwede war ein wahrer Nimrod, er knallte das Unthier nieder, als ob's ein Eichkätzchen gewesen wäre, wandte sich dann ruhig zu mir und sagte: „Wenn ich Ihnen einen Rath geben darf, so ist es der, jenen Schuft, den Sie Freund nennen, ebenso niederzuschießen, da derselbe schlimmer und gefähr- Ücher ist,' als Meister Braun." — Ich blickte ihn wie betäubt an, und der Gedanke, einen Wahnsinnigen vor mir zu haben, durchzuckte mich mit einem unheimlichen Schauder. — „Sie glauben mir natürlich nicht", setzte er kalt hinzu, „gut reiten Sie schnell heim, wenn Sie Hans und Wappens child unbefleckt halten wollen." — Der Warner verließ mich und ich gab meinem Roß die Sporen und jagte heim. Was soll ich von meinen Empfindungen lange erzählen, nur so viel, daß ich erst zur Besinnung in der Nähe des väterlichen Schlosses kam und nun die ungeheuerliche Geschichte belächelte. Doch stieg ich vor der Parkpforte ab, warf dem Wächter die Zügel zu und fragte beiläufig, ob mein Vater mit seinen Gästen schon heimgekehrt sei. Er verneinte und bemerkte dann, daß nur Herr von Halbrock zu- ; rückgekommen sei. Mich durchfuhr es bei diesem i Namen wie ein tödtlicher Schreck. Rasch eilte ich ' durch den Park, auf einer geheimen Treppe, zu ■ welcher nur mein Vater und ich den Schlüssel be- 867 das Waidmester blitzte in meiner Zand - doch bevor ich den Stahl in seine Brust lenken konnte, lag ich röchelnd am Boden. Der Judas war nut zu. vorgekommen. — Ich lag darnieder — er war natürlich entflohen, doch meine Frau konnte ich nicht auseben - sie durfte meinem Lager sich nicht nahen, obwohl keine eigentliche Schuld die Ärmste treffen konnte, da sie den Versucher von sich abgewiesen, ob auch ihr Herz noch immer für rhn schlagen Zöchte. (Fortsetzung folgt). saßen, in's Schloß und geradenwegs nach den Ge- 1 mächern meiner Frau, wo ich einige Augenblicke athemlos stehen blieb, die Hand aufs Herz preßte und mich selber zu verhöhnen strebte, wobei ich den Schwur that, jenen Schweden vor meine Klmge zu fordern, wenn er, wie ich hoffte und glaubte, gezogen. Ich trat leise ein und schlich wie ein Dreb durch das Vorzimmer. Drinnen war es todtenstill, die Thür nur angelehnt; ich trat geräuschlos em und schritt unhörbar auf dem dicken Teppich weiter bis zur Sammt-Portiöre, welche dieses Gemach mit dem Boudoir meiner Frau verband. Hier Mate mein ___ii Der Einsiedler aus dem Urwald, welcher bislang mit monotoner Stimme düster vor sich hmbuckend, seine Geschichte erzählt hatte, schwieg plötzlich, sprang, wie von einer Feder emporgeschnellt, auf und lehnte sich über den Schiffsrand, um eine Weile m das blitzende Meer zu schauen und den starren Blick dann in die endlose Ferne zu richten. „Wieder in die Welt zurück", murmelte er, „o, läge ich begraben im Urwald!" Er lachte bitter auf und streichelte den Huno, der ihm gefolgt war. . „Verzeihen Sie, mein Freund!" wandte er sich achselzuckend an Felix, welcher sich ebenfalls erregt erhoben, „ich muß Ihnen als ein Feigling er Schemen, der sich vor einem Schatten fürchtet. Aber die Welt ist mir verhaßt, denn wenn ich dieser einen Giftschlange den Kopf zertreten, züngelt es doch wieder von allen Seiten empor. Ich fühlte mich in meiner erhabenen Einsamkeit stolz und sicher und der eine Name schon genügt, um die alten Leidenschaften des Haffes und der Rache wieder zu erwecken, um mich aus meiner stolzen Ruhe herauszureißen. _ Kann jener Elende mir den Glauben und das süse Vertrauen der Jugend, mein verlorenes Paradies, mir zurückgeben? — Bah, es ist Alles eitel hienieden, ich hätte im Urwald bleiben sollen!" „Um jenem Schurken zu gestatten, sich immer wieder neue Opfer zu suchen?" fragte F-lix vorwurfsvoll. „Freilich, freilich, aber die Menschheit verdient es nicht bester. Doch hören Sie weiter — denn bis hierher war er noch ein Ehrenmann." Er warf sich wieder unter das Sonnendach, stützte den Kopf und begann auf's Neue: „Ich hörte in dem Boudoir meiner Frau eine S imme, welche mir das Blut zu Eis erstarren ließ. Halbrock redete auf meine Hedwig ein, indem er mit leidenschaftlichen Worten sie beschwor, mit ihm zu entfliehen, ihre Antwort blieb mir unverständlich, doch als er immer heftiger in sie drang, an ihren Schwur, den sie ihm einst geleistet, sie erinnerte, das Recht des Herzens geltend machte, da schluchzte sie laut auf und rief: „Wie kannst Du mich so grausam quälen — ich liebe meinen Gatten nicht, werde aber keinen Schritt vom Pt ad der Ehre und Pflicht weichen." — Rasend vor Wuth und Schmerz schlug ich die Portiöre zurück und stand vor dem Verräther; Wer war der Water? Eine Erzählung aus Amerika. (Fortsetzung.) Dr. Westen empfing es mit eigenthümlrchen Ahnungen und las unter steigender Erschütterung folgende Mittheilung: „Mein theurer Freund I" Wenn Du diese Zeilen empfängst, bin ich Nicht mehr. Meine einzige Sorge war es, so lange ich lebte, Deine Achtung nicht zu verlieren, denn der Gedanke, daß es anders zwischen uns werde, war mir unerträglich. In diesem Augenblick aber, wo Du dieses liest, bin ich der Meinung der Menschen entrückt, fern von Hoffnung wie von Furcht und so mache ich Dir eine Mittheilung, die Dich tief erschüttern wird, die ich aber nicht unterlasten kann, weil mich in jeder frohen Stunde der Gedanke quälte, ein Anderer könne für eine That büßen, die ich begangen. Eine Unthat war es, die ich Dir bekennen muß, denn die Schuld am Tode meines Onkels trägt Niemand als ich und doch, ich schwöre es Dir, ich habe die That nicht gewollt, es war ein unseliges Verhängniß, daß Alles so kam. O, dis Erinnerung an jene furchtbare Nacht hat mich nie wieder verlassen, in ihr ruhte das Geheimniß meines düstern Lebens. Du weißt, daß meine Eltern früh starben und mir sehr wenig hinterließen. Was wäre wohl aus mir geworden, wenn nicht mein Onkel sich meiner erbarmte und sich, freilich nach seiner Weise, meiner Erziehung angenommen hätte? Ein Familienleben hatte er nicht gekannt, sondern war nach allen seinen Grundsätzen ein unerschütterlicher Junggeselle, der auch nicht einmal die herzliche Kinderfreundlich, keit mancher älterer Herren besaß. Es war ein großes düsteres Haus, das er bewohnte und von dem er seine wenigen Bekannten auch noch möglichst fernzuhalten fuchte. Nur zu bald störte ihn auch mein frohes Kinderspiel und ich erinnere mich noch, wie ich mich gefreut habe, als er mich im zehnten Jahre, um den Ruhestörer los zu werden, in ein Pensionat brachte, wo ich bis zum 17. Jahre blieb, um dann mich den medicinischm Studien zu widmen. Es war ausschließlich mein Onkel, welcher alle Kosten meines Lebensganges bestritt und der mir auch alle 568 (Schluß folgt). Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Thr. Pietsch) in Gießen. Redaktion: A. Scheyda. — Es war längs nach Mitternacht, als ich beim Laufe meines Onkels ankam. Ich bewunderte im Stillen selbst mein Diebes-Talent, welches mir ein- aeaeben hatte, wollene Strümpfe mitzunehmen, welche ich jetzt vor der Hausthür über die Stiefeln zog, wodurch mein Schritt unhörbar wurde und ich auch keine deutliche Fußspur hinterlassen konnte. W de. rteEm M- «*£*; I Ä Nach Ablauf dieser Zeit kehrte rch m fern Husz I . S .P e feine Schulden auf ' aber L1NL w’ää und ich sah wohl e n, daß wir in Smn und> G «J w bo^ bett einzigen Ausweg aus schwaä durchaus nicht harmonirten. Ich br^.ch. i ! uer Notb zeigte. In der nächsten halben Stunde nur irgend einen meiner Sreunde Abends zu b esu , I Gedanke schon vertrauter; das Ziel so gerieth er darüber außersich, denner allc bU Gelder, die mein Onkel vorhin wieder verlangte meine Gesellschaft als ^zayler unv Karle | . nehmen müssen nnb die er parthie, mb, um -« Im, >u Kg«, ich I»- -»»«« in ,-,«m Schl-!- mitSuSnu« einem »14«SBorwunbe, mid) uiiber^ ““ 1 „'cti6(it6en Mibe. Mil feiner Sebenswelfe wo einzuquartirren, den ich aucy bald darin fano, | $ . ■ behnnt; ich brauchte nur unge- daß meine ersten Patienten alle m einem entlegenen •n1 b9§ gimmeI iU gelangen. Während ich Stadtviertel wohnten. Als ich ihm die Eroffnmig f^he^ bie Oertlichkeit vorstellte, machte, zeigte er sich nicht überrascht, obwohl es mir | neuer Einfall. Zwischen dem Hause schien, daß etwas Besonderes rn ihm vorgmg. Wenn | Dnfelä und dem seines nächsten Nachbars ich ihn später besuchte so lag etwas ergenthum ch meines Onkels unv Durchgang, zu dem Gemessenes in seinem Wesen, an dessen Tragwn.e 9 $ 9 ber Straße, aber doch von den ich aber nicht dachte. Ich Lüüechäusern her gelangen konnte. Das Schlaf- dankbar entgegen und hatte auch alle Ursache da^m I «• 9 . 8 Enkels hatte zwei Fenster nach dem denn auf mein Jahreseinkommen war ich immer noch früherer Zeit, als das Nachbar- sehr angewiesen. Du magst Dir aber memen Men Hofe und> em aus Mye Fenster nach Schrecken ausmalen, als plötzlich von dem Bank | 9 s^malen Durchgänge hin. Vor letzteres hatte *t^dur/den Ä'mX U da b« Echrau, -- Mich, daß der Onkel sich für meinen Wegzug rächen vbllig^eckte^ a(§ Knabe, war ich wollte! Um Mich zu überzeugen, eilte ich noch Abends I meinem Spielen auf den Schrank ge- zu dem Banquier, doch besten Comptoir war eben ba6 Fenster entdeckt; seither geschlosten worden und, in der Thur trat ich-- tt«f ^//^cht wieder daran gedacht. Jetzt, in den meinen Onkel, der mir mit großer Ruhe erzäy te, I , ber furchtbarsten Aufregung und Angst fiel es ärgerte ihn, daß er zu fM gekommen sei, denn S unden °-r A ' i u Entdeckung er habe mehrere tausend Dollars ZmserN die « L« ^ichzi'tert- vor Aufregung, aber der gestern eingenommen, depomren wollen. Bei dieser | jenes Durchgangs luten 0eUrt.it tat ich M dem er m«ge auch Ä“ dal e? ml. meine bescheidene Rente nicht vergessen, worauf er | ■ Logik mit Unrecht vorenthielt. Dennoch mir aber mit ironischem Tone entgegnete, ne * nach meiner uguid) im Begriffe war, habe er dieselbe nicht, aber ich würde doch wohl nicyt empfandq) e» leyr^gur,^ erwarten, daß er den Unterhalt eine langen | t zuweilen schon im Gefüngniste be- Menschen bestreiten solle, „ber gegen seine Gesell | Qbei ich war auch entschloffen, meinem Nich ÄüL wÄtTu ®te-- » die «ifchnid «»Meilen, wem ich durchrieselte mich einen Augenblick eiskalt; wenn der ergriffen wurde. - -- - ■ Onkel dabei blieb, so war ich verloren, denn eine Last von Schulden bedrängte mich. In der Verzweiflung machte ich meinem Onkel Mittheilung von meinen Verpflichtungen, ich bat, ich flehte ihn an, er möge mich doch wenigstens noch vor meinen Gläubigern retten, er drückte mir aber nur mit frostigem Lächeln die Hand und wünschte mir einen guten Abend. Mich faßte eine wahnsinnige Wuth; jch sandte einen wilden Fluch hinter ihm drein,