anwesenden ein Brauch, schien, denn t sofort in n Blick hat sie auf der Quetscher ist d außerdem l kennst den ich verlaffen diesem mit urchgemacht, rchie, würde tücke reißen Der hätte n er nicht >ären." ie?" fragte und rother weißt, daß i ist, wenn beim Spitz- rmen Teufel ößer brachte ulwurf mit, aß es besser ;r bisherige 'N wir ihn ist, welcher befriedigen, che, aber sa kühe hatten, "g folgt). fe." nen Revieren B, sichen, Hiehener Zsamilienblätter. Belletristisches Beiblatt zum Gießener Anzeiger. Nr. 14. 1886 Dienstag den 2. Februar. Gin Spiet des Zufalls. Roman in drei Bänden »on Ewald August König. (Fartsetzung). Er war jetzt wieder der adelige Gutsbesitzer, der bedächtigen Schrittes die Straßen durchwanderte und die Zeit nicht todtzuschlagen wußte. Als er den Gasthof „Zum schwarzen Adler" erreichte, stand der Oberkellner mit der Serviette unter dem Arm in der Thür des Speisesaals. „Aller in Ordnung?" fragte -r. „Aller!" erwiderte der Oberkellner, indem er ihn zur Treppe begleitete. „Der Herr selbst ist noch nicht angekommen." „Wir haben noch einige Minuten Zeit!" sagte der alte Herr, während sie die Treppe hinaufstiegen. „Er wäre allerdings unangenehm, wenn er aurbliebe, aber ich glaube er nicht. Meine Leute sind hoffentlich zur Stelle." „Soeben angekommen." „Gut, sobald ich also läute, schicken Sie die Beiden hinauf!" „Und der Portier holt dann einen Wagen." „Ganz recht. Je weniger Aufsehen gemacht wird, desto besser ist er." „Aufsehen genug wird die Geschichte ohnehin machen", sagte der Oberkellner, während er eine Thür öffnete. Peter Michel trat in ein elegant eingerichtetes Zimmer und sah sich prüfend um. Eine Flasche Wein und ein Gla» standen auf dem Tisch, ein Koffer und eine Reisetasche lagen in einer Ecke aus dem Fußboden. „Ich habe das Gepäck hierher bringen lassen, damit es auch in Wirklichkeit aussieht, als ob dieses Zimmer bewohnt sei", nahm der Oberkellner wieder das Wort, nachdem er das Glas gefüllt hatte. „Der Herr könnte Verdacht schöpfen und in der Thür wieder umkehren." Der Beamte stand vor dem Spiegel und rückte seine Perrücke zurecht, welche sich etwas verschoben hatte. „Na, wie sehe ich au«? Sie würden «ich natürlich sofort erkennen —' „Sofort wohl nicht, und wer Sie nicht sehr genau kennt, der vermnthet Sie in dieser Verkleidung nicht. Sie könnten damit getrost auf jeden Maskenball gehen. Apropos, heute Morgen hat ein Fremder, welcher bei uns abgcstiegen ist, nach Ihnen gefragt. Er kam mit dem Nachtzuge und ich ver- muthe, daß er in seinem Zimmer noch ausruht." „Sein Name?" „Mister Smith aus London." „Schön!" nickte der alte Herr. „Wenn ich hier fertig bin, melden Sie mich bei ihm an, ich erwarte ihn." „In der Angelegenheit der grauen Dame?" fragte der Oberkellner neugierig, während Michel sein Glas langsam austrank. „Sie werden es später erfahren." „Schön, schön, ich kann mich gedulden." Damit eilte der Oberkellner wieder hinaus. Er war eben wieder im Speisesaal angelangt, als der Banquier Reichert eintrat und mit leiser Stimme nach dem adeligen Gutsbesitzer fragte. „Nummer vierzehn, eine Treppe hoch, links", antwortete der Oberkellner in seiner geschäftigen Weise. „Soll ich Sie anmelden lassen?" „Nein, es ist unnöthig, der Herr erwartet mich", sagte Reichert, welcher jetzt mit raschen Schritten den Speisesaal verließ. Einige Minuten später trat er in das Zimmer, in welchem der Beamte vor seiner Weinflasche saß. „Sie dachten wohl, ich werde nicht kommen", sagte er. „Ich habe mich allerdings einige Minuten verspätet —" „Ich habe ja nichts zu versäumen", unterbrach Michel ihn lächelnd, indem er ihm Hut und Schirm abnahm und ihn durch einen Wink aufforderte, Platz zu nehmen. „Daß Sie Wort halten werden, habe ich auch keinen Augenblick gezweifelt." „Sie sind also nicht wieder bei dem Geldwechsler gewesen?" „Nein, was sollte ich dort?" erwiderte der alte Herr ruhig. „Wir haben ja das Geschäft abgeschlossen, Sie zahlen mir für das Pfund Sterling sechs zweiundzwanzig sechs, — haben Sie die Rechnung aufgestellt?" „Die Rechnung ist leicht zu machen", sagte Reichert, indem er sein Portefeuille aus der Tasche holte. „Sind es genau zweitausend Pfund?" „Ganz genau." „Sehr wohl, zweitausend Mal sechs dreiviertel Thaler macht dreizehntausend fünfhundert Thaler. Sie wünschen große Banknoten?" „Jawohl." „Ich werde Ihnen den Betrag tn stebenund- zwanzig Fünfhundert-Thaler-Noten aurzahlen." „Gut", nickte der Beamte, „so wäre uns also 54 Beiden geholfen und Sie machen ein ausgezeichnetes Geschäfts- Reichert öffnete sein Portefeuille. Seine Hände zitterten, als er die Banknoten auf den Tisch zählte. „Wo ist das englische Geld? - fragte er, und ein leises Mißtrauen spiegelte sich in dem Blick, mit dem er zu dem alten Herrn aufschaute. „Ich werde mir meine Cassette bringen lassen--, sagte Michel, der nun auch ein Portefeuille aus der Tasche geholt hatte, das er offen vor sich hinlegte. „Bitte, diese Fünfhundert-Thaler-Scheine —'ich entdecke eine Nummer, vor der öffentlich gewarnt worden ist. Und hier wieder eine und hier die dritte. — Lieber Herr, wie kommen Sie zu diesen Banknoten?" Das hagere Gesicht Reichert's war todtenbleich geworden. Er wollte die Scheine hastig zusammen- raffen, aber der alte Herr kam ihm zuvor und legte seine Hände darauf. „Das muß ein Jrrthum sein--, sagte Reichert mit heiserer Stimme, „wie kommen Sie nur auf diese Dummheit.-- „Bitte, cs ist nichts weniger als eine Dummheit, nur Vorsicht-- sagte Michel, welcher seine Ruhe noch immer bewahrte. „Ein Freiherr von Busse hat diese Nummern bekannt gemacht und davor gewarnt, sie in Zahlung zu nehmen. Die Scheine sind nach einer Cassenberaudung des Banquiers spurlos verschwunden.-- „Aber davon weiß ich ja nichts, ich habe diese Noten auch in Zahlung genommen." „Sie kennen wohl den Banquier Reichert?" „Weshalb fragen Sie?" „Nun, bei ihm könnten Sie sich ja erkundigen." , „Das soll auch sofort geschehen'-, erwiderte Reichert rasch, der unter diesem Vorwande der Gefahr zu entrinnen hoffte und in seiner furchtbaren Aufregung nicht daran dachte, daß er sich in einer Falle befinden könne, die ihm absichtlich gestellt worden war. „Bitte, geben Sie mir die Banknoten zurück." „Aber, lieber Herr, was wollen Sie bei Reichert, er ist ja fallit." „Er soll mir nur sagen, ob ihm diese Noten wirklich gestohlen worden sind", antwortete der Banquier in wachsender Verwirrung. „Dann kann er sie ja von Ihnen zurückfordern.-- „Dann muß mir Derjenige, von dem ich sie erhalten habe, den Schaden ersetzen." „Herr Sonnenberg vielleicht?-- Reichert blickte ihn starr an, der letzte Blutstropfen wich aus seinen Wangen, seine Lippen zuckten krampfhaft, ein dumpfes Stöhnen entrang sich seiner Brust. Peter Michel hatte durch den Druck auf einen Knopf den elektrischen Läute-Apparat in Bewegung gesetzt; er nahm Perrücke und Brille ah und heftete die hellen, klugen Augen fest und mit durchdringendem Blick auf har Antlitz des Banquiers, „Sie selbst sind Reichert", sagte er in einem Tone, der keinen Widerspruch duldete; „Sie selbst haben die Banknoten verschwinden lassen I" Der Banquier war auf seinen Stuhl wieder zurückgesunken, unsagbare Angst sprach aus jedem Zuge seines Gesichtes. Was sollte er auf diese Anklage erwidern? Er erinnerte sich der Drohungen Sonnenberg's, er mußte annehmen, daß dieser ihn verrathen hatte. Und seine kluge Frau, die ihm hätte rathen können, war nicht zugegen, er selbst aber wußte keinen Rath. „Und wer sind Sie?-- fragte er mit heiserer Stimme, während er mit der Hand über die Stirn strich, auf welcher große Schweißtropfen perlten. „Beamter! Haben Sie es noch nicht errathen? - „Der Criminal-Polizei?" „Jawohl! Und da die Beweise Ihrer Schuld nun in meinen Händen sind, so werden Sie einsehen daß Leugnen Ihre Sache nur verschlimmern kann. Was Sonnenberg an jenem Abend gesehen hat . ." „Der Schuft!" brauste Reichert auf. „Seinen Aussagen darf Niemand Glauben schenken . . ." „Seine Aussagen sind ebenso glaubwürdig, wie die jedes anderen Mannes", fuhr der Beamte mit scharfer Betonung fort. „Und wären sie es nicht, so könnten wir sie nun entbehren, da ja der Besitz dieser Banknoten Ihre Schuld beweist." „Es sind Banknoten, die ich von meinem Schwiegersohn empfing, um das Geschäft mit Ihnen zu machen--, fuhr Reichert noch einmal auf. „Was wissen Sie von den Nummern? Es ist nur eine Finte!" „Doch nicht, verehrter Herr--, erwiderte Michel ruhig. „Das Haus, welches Ihnen damals im Auftrage des Freiherrn von Busse das Geld sandte, hat sich große Mühe gegeben, die Nummern der betreffenden Banknoten durch naträgliche Nachforschungen festzustellen, und dies gelang um so eher, weil die Summe aus sehr großen Noten bestand, deren Nummern ein vorsichtiger Kassirer zu notiren pflegt. So haben wir denn ein Verzeichniß erhalten, und in diesem Verzeichniß befinden sich einige von den Nummern, die hier liegen. Sie werden selbst nicht an der überzeugenden Kraft dieser Beweise zweifeln, und ich kann Ihnen nur den guten Rath geben, die Schuld offen einzugestehen." ,Machen Sie mich nicht unglücklich!" jammerte Reichert, der nun gleichmütig geworden war. „Ich bedaure Sie, aber meine Pflicht muß ich thun. Wo ist das übrige Geld?" Der Banquier gab sich den Anschein, als ob er die Frage nicht gehört habe; er warf einen scheuen Blick auf die Thür und fuhr mit den zitternden Händen durch seinen dünnen rothen Backenbart. „Lieber Gott, dieser Sonnenberg ist ja nichts weiter als ein armseliger Glücksritter--, sagte er. „Sie dürfen ihm wirklich keinen Glauben schenken." „Wollen Sie mir nicht sagen, wo das übrige er in einem „Sie selbst m!" -tuhl wieder ) aus jedem widern? Er lenberg's, er then hatte, hätte rathen aber wußte mit heiserer :r die Stirn it perlten, t errathen?' shrer Schuld Sie einsehen mmern kann, ehen hat .." lf. „Seinen ;fen . . ." avürdig, wie Beamte mit sie es nicht, ja der Besitz von meinem ist mit Ihnen auf. „Was ist nur eine iderte Michel damals im Geld sandte, lummem der igliche Nach- l um so eher, oten bestand, ?r zu notiren rzeichniß er- en sich einige Sie werden ft dieser Be- ur den guten ehen." )!" jammerte n war. sicht muß ich n, als ob er einen scheuen en zitternden ackenbart. ist ja nichts sagte er. ien schenken." > das übrige Geld ist?" fragte Michel. „In diesem Falle müßte ich in Ihrer Wohnung Haussuchung halten, und menn das Geld nicht gefunden wird, auch Ihre Frau Verhaften lassen. Sie ist ohnedies der Mitschuld dringend verdächtig." „Und wenn es gefunden wird?" fragte Reichert. „Würde mich das entlasten?" „In gewisser Beziehung ja, vorausgesetzt, daß wir es in Folge Ihres Geständnisses finden." „Sie würden mich dann nicht verhaften?" „Ich bedaure, diesen Wunsch nicht erfüllen zu können, denn wie ich bereits bemerkte, meine Pflicht muß ich thun. Aber ich würde in diesem Falle die größte Schonung walten lassen. Sie fahren von hier in einem Wagen zu dem Untersuchungsrichter, welcher allein darüber entscheiden darf, ob Sie in Untersuchungshaft gebracht oder wieder entlassen werden sollen." „Können Sie bei ihm ein gutes Wort für mich einlegen?" sagte der Vanquier, der sich an dieser Hoffnung klammerte. „Vielleicht." „Nun, denn in Gottes Namen! So werde ich wohl fortan von der Gnade meiner Kinder leben müssen", seufzte Reichert tief. „Es war überhaupt eine unüberlegte Geschichte, und wenn der Zufall mich nicht begünstigt hätte . . ." „Bitte, wo ist das Geld?" „In einem alten, schwarzen Lederkoffer, der einen doppelten Boden hat." Das Bekenntniß war kaum über seine Lippen, als Reichert es auch schon zu bereuen schien. Er stampfte zornig mit dem Fuß auf den Boden und fuhr mit den Händen nach seinem kahlen Haupte, als ob er sich selbst für diese Feigheit ohrfeigen wollte. „Es war nicht nur eine unüberlegte, sondern eine sehr ehrlose Geschichte", sagte der Beamte, dessen Stimme jetzt nicht mehr ruhig, sondern scharf und schneidig klang. „Und schlimm genug, daß Sie den Zufall benutzten und ruhig zusahen, wie ein braver, ehrlicher Mann schuldlos verurtheilt wurde. Und nun verlangen Sie, daß auf Sie Rücksicht genommen w rde? Mit welchem Recht, wenn ich fragen darf? Haben Sie irgend welche Rücksicht auf Dornberg, auf seine Schwester und auf seine Braut genommen? Wäre es Ihnen nicht höchst gleichgültig gewesen, wenn er seine ganze Strafe verbüßt, seine Ehre und sein Lebensglück für immer verloren hätte? Nein, mein Herr, Sie können Line Schonung und keine Rücksicht verlangen, Sie so wenig wie Ihre Frau, die höchst wahrscheinlich Ihre Mitschuldige ist." „Nein, nein!" rief Reichert, der diese Erklärung mit wachsender Angst vernommen hatte. „Glauben Sie das nicht!" „Die Untersuchung wird es ergeben", erwiderte Michel ruhig, indem er die Thür öffnete. Zwei Polizeibeamte traten ein. Der Banquier fuhr entsetzt von seinem Sitz empor, aber ein Blick in das ruhige entschlossene Gesicht des alten Herrn belehrte ihn, daß jeder Protest, jede Bitte fruchtlos bleiben werde, et nahm seinen Hut und folgte schweigend, mit gesenktem Haupte den Beamten und bald darauf rollte der Wagen von dannen, der ihn ins Gefängniß brachte. Peter Michel rieb mit vergnügter Miene die Hände und legte die Banknoten in sein Portefeuille, dann ließ er sich rasch durch den Oberkellner bei Mister Smith aus London anmelden, der ohne Zögern und wie es schien mit großer Freude den Besuch annahm. (Fortsetzung folgt.) Mach Mein Ziel. Novelle von Ms ritz Lilie. (Fortsetzung.) V. Vor einem großen Hause in der Parkstraße hielt der Wagen des Barons Eschenheim, der den Bitten seiner Tochter nachgegeben hatte, sich. mit dieser nach dem Befinden Victors zu erkundigen. Krankenbesuche waren nicht seine Passion, und wenn es irgend anging, überließ er es seiner Frau, dieselben abzustatten. Aber diese war selbst leidend, wenigstens glaubte sie es zu fein; Liesbeth aber allein in die Wohnung des Verletzten gehen zu laffen, ging nicht wohl an. So mußte er sich bequemen, feine Tochter zu begleiten, und er that dies heute um so lieber, als die Baronin sehr übet gelaunt war und ihn mit Klagen und Seufzen unausgesetzt quälte. Der Kranke saß in einem Lehnstuhl, der Kopf war noch immer verbunden, und die bleiche Gesichtsfarbe deutete auf die ausgestandenen Leiden. Er wollte sich erheben, als der Baron und feine Tochter eintraten, aber rascher als man es dem kleinen, wohlbeleibten Manne zutrauen konnte, war dieser Jenem zur Seite und drückte ihn wieder in den Sessel zurück. „Sitzen geblieben!" rief er heiter, indem er für sich und Liesbeth Stühle heranrückte und Platz nahm; „wenn man Reconvalescent ist, braucht man sich nicht um die Etiquette zu kümmern. Aber wie geht's, wie steht's, wird man Sie denn endlich einmal bei uns draußen sehen?" Victor zuckte mit schmerzlichem Lächeln die Achseln. „Für die nächste Zeit werde ich mir dieses Vergnügen wohl noch versagen müssen, so sehr ich mich auch hinaussehne in die Natur", versetzte er, und sein Blick streifte mit zärtlichem Ausdruck das junge Mädchen. „Sobald es Ihnen der Arzt erlaubt, nehmen 56 Sie bei uns Wohnung, so lange es Ihnen beliebt", führ der Baron fort. „In meinem Hause steht Ihnen jeder Zeit ein bescheidenes Zimmer zur Verfügung und die Landlust wird Ihnen sehr wohl thun." Victor verneigte sich dankend. „Das müssen Sie annehmen, Herr von Ranschen- dorff", rief Liesbeth lebhaft, „wir tragen damit nur einen ganz winzigen Theil unserer Schuld ab. Aber wenn Sie erst bei uns Aufenthalt genommen haben, dürfen Sie nicht eher wieder fort, als bi» Sie vollständig genesen sind." Der Patient lächelte; die Theilnahme des jungen Mädchens, ihre aufrichtige Sorge für seine Gesundheit riefen da» Gefühl freudiger Genugthuung in ihm hervor. „Kiner so freundlichen Einladung v»rmag ich nicht zu widerstehen, obgleich meine Anwesenheit auf meinen Gütern sehr nothwendig ist", sagte er, und seinen Worten hörte man die innere Befriedigung an. „Aber es kann auf ein paar Tage früher oder später nicht ankommen und sobald ich das Zimmer verlassen barf. soll mein^erster Ausflug zu Jhum sein." Der Diener der Kranken trat ein und übergab demselben einen Brief, der soeben angekommen war. Victor erbrach das Couvert und las die Unterschrift. „Von Herrn von Sohr, aber e» ist nicht seine Handschrift, sondern die eines Kanzlei-Beamten", meinte er kopfschüttelnd, „Verzeih.» Sie, wenn ich rasch den Inhalt überfliege, aber es muß eine besondere Bswandtniß haben, daß sich Alfred zu seinen Mittheilungen einer fremden Frder bedient." Mit Spannung blickt« Victor in da» Schreiben, aber je weiter er kam, desto unruhiger wurden seine Züge. Endlich ließ er die Hand mit dem Briefe finken. „Der Bedauernswerthe ist vorige Nacht überfallenworden", erzählt» «r, „man hat ihn mißhandelt und verletzt. E» gehört eine beispiellose Frechheit dazu, in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt ein derartige» Attentat auf Gesundheit und Leben auszuführen, aber freilich, die Polizei kann nicht überall sein, und »6 ist nicht möglich, an jedem Baum der Landstraße einen Wachtposten aufzustellen." „Ueberfallen?" riefen der Baron und seine Tochter wie aus einem Munde. „Er ist eine traurige Wahrheit, eine Rotte Wegelagerer, die sich hinter Gebüsch versteckt hatten, sprang ihm in den Weg, als er zu später Stunde nach der Stadt zurückkehrte. Einer der Kerle faßte da» Pferd am Kopfe, während ei» zweiter dem nichts Ahnenden die Zügel entriß und die brennenden Wazenlaternen verlöschte. Der dritte der Räuber aber forderte den Legationssekretär kategorisch auf, abzusteigen und ihm Geld und Pretiosen zu übergeben. Herr von Sohr, welcher keine andere Waffe, als die Pritsche bei sich führte, hieb mit aller Kraft auf die Angreifer ein, aber diese rissen ihn vom Bocke herab und schlugen ihn mit Knütteln so uw menschlich, daß der Aermste außer verschiedenen anderen Verletzungen auch einen Bruch des rechten Unterarmes erlitt. Da» Geräusch eines heranrollenden Wagens verscheuchte die Räuber, und mit Hülfe des Eigenthümers jenes Gefährtes tonnte der Angefallene den Nest des Weges zurücklegen." „Schrecklich!" flüsterte Liesbeth im Tone innigstei Theilnahme. „Ich mache mir Vorwürfe, den Legationssekretär so lange bei mir zurückgehalten zu haben", sagte der Baron, indem er aufstand und erregt einen Gang durch'» Zimmer machte. „Ich glaube, Mitternacht war vorüber, al» er mich verließ, aber wir waren in eine so angenehme Unterhaltung vertieft, daß er für mich immer noch zu früh aufbrach. Warum aber nimmt auch Herr von Sohr niemals einen Kutscher oder Diener mit, wenn er ausfährt?" fuhr der kleine, alte Herr heftig fort; „ich weiß, daß es ihm das größte Vergnügen macht, selbst zu fahren; aber wenn er erst zu später Stunde heim- kehrt, könnte er schon aus Vorsicht einen Domestiken mitbringen." „Wer denkt an die Möglichkeit eines Ueberfalles?" versetzte Victor. „Herr von Sohr ist ein ausgezeichneter Reiter und ein noch besserer Rosselenker, und die Sicherheit, mit welcher er die Zügel handhabt, hat schon oft die Bewunderung aller Sportsmen erregt. Der Angriff muß gänzlich unerwartet gekommen sein, sonst hätte er sich die Zügel ganz sicher nicht entwinden lassen; hätte er das Pferd in seiner Gewalt behalten, würde er die Räuber vielleicht zu Boden gefahren haben, mindestens aber ihnen durch die Schnelligkeit seines Rosses entronnen sein." . (Fortsetzung folgt). Literarisches. „Industrie-Blätter". Wochenschrift für gemeinnützige Erfindungen und Fortschritte in Gewerbe, Haushalt und Gesundheitspflege. Herausgegeben von Dr. E. Jacobsen die Gese In i über ihr macht, d werden 1 kam and und decr machen. Sie ba» ano sie es g Glauben warnt n Sie fiel ihr sie am scharfen Sie Briefes gewissen klärte l forderm Sa innerlid die körn Zwk sprach s müsse, jedensall „Er Dsra, sich ver Zeit ge: „D muß m »G such, e Redaktion: 81. Scheyba. — Druck und Berlaz der B rü hl 'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.