Donnerstag, 51. Dezember 1925 es Blatt 175. Jahrgang Die Hochwasserkataftrophe mehr zu sehen, die Die W i e s e ck ist in und England Italien knoten. Tetvähr.) ch,außer ■exertags und Ab können wir zur Höhe Schritt dorthinauf war doch auch einen weiteren Schritt aufwärts in manchem Auf bringen. Aber ein 1925. Möge 1926 bedeuten! Nr. 305 Lrfchetnttä Sonntags uni imen ran- Lnaahme van »nzelaen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm hohe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspsennig. Platzvorschrist 20'. mehr Chefredakteur. Dr. Frxedr Wilh. Lange. Verantwortlich: für Politik und Feuilleton Dr. Frledr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein: für den An» geigcnteil Hans Iüstel, sämtlich in Gießen. Das Hochwasser in Gießen D i e Lahn ist seit heute früh ober- und unterhalb der Stadt über die Ufer getreten. Die städtischen Bleichen stehen unter »Baffer, dessen Fluten sich vom „Fischerhof" ab über den Alten Krofdorfer Weg ergießen. Das Reustädter Feld steht rechts der Landstraße teilweise, links bis über Heuchelheim hinunter ganz unter Walser, das frühere Schmallsche Häuschen an der Rodheimer Straße ist vom Verkehr abgeschnitten. Der Bootsplatz der Gießener Rudergesellschaft ist ebenfalls überschwemmt, dos Bootshaus der „Hassia" steht 1925. Von Generalsuperintendent Prof. D. Dr. M. S ch i a n. Die Krisis, in der sich das deutsche Volk seit dem Kriege befindet, hat auch durch das Jahr 1925 wei terbestanöen. Ja, gerade dieses Jahr hat, wie mir scheint, den klaren Beweis dafür gebracht, daß es sich um eine tiefgewurzelte, in den wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen gleichsam „verankerte" Krisis handelt, die in kurzer Frist zu überwinden einfach unmöglich!st. Wir haben 1925 gehabt, was viele gute Deutsche vorher als sichere Bürgschaft für einen raschen deutschen Wiederaufstieg angesehen halten: eine bürgerliche Reichsregierung mit.Einbeziehung der Deutsch- nationalen. Wir bekamen nach hartem Wohlkampf in glänzendem Siege Hindenburg als Reichspräsidenten — Hindenburg, den viele Hunderttausende als Befreier Deutschlands begrüßten. Wir erlebten — man wird das nicht bestreiten dürfen — einen, wenn auch nicht grundlegenden, aber doch merkbaren Umschwung in der französischen Politik: denn Herriot und Briand bedeuten, so wenig wir ihr Einlenken irgend Überschüßen dürfen, doch eine andere Tonart. Wir mußten zwar die bittere Erfahrung hinnchmen, daß Köln rechtswidrig besetzt blieb; aber das Ende des Jahres brachte wenigstens den Anfang der Räumung. Wir sahen das Ruhrgebiet von feindlicher Besatzung frei werden. Gewiß: Das alles war, am Recht gemessen, blutwenig, nämlich lediglich ein Aufhören härtesten Unrechts. Aber dos nnfagbnr mißhandelte deutsche Volk mußte froh fein, daß wenigstens dieses Unrecht zu Ende ging. Wir traten in Locarno — wie man auch sonst darüber denken mag — wieder als Gleichberechtigte, nicht mehr als Geächtete^ in den Kreis der Rationen Europas; ja, wir erlebten in London eine besonders freundliche Begrüßung unserer Beauftragten. Wir blieben von inneren Erschütterungen größeren Ausmaßes verschont. Wir behielten — Gott sei Dank! — unsere stabile Wäh- rung. Alles Dinge, über die wir uns dankbar freuen müssen. Ich glaube sogar: Wir dürften uns des Jahres 1925 mehr freuen, als wir gemeinhin tun. Denn wir haben fein Recht, das, was es gebracht hat, an allzu üppig ins Kraut schießenden Hoffnungen zu messen, die weite Schichten Ende 1924 hegen mochten. Vielmehr müßen wir wissen, daß wir tatsächlich manche böse Klippe umschifft, manchem schweren Sturm ausgewichen sind. Das Jahr 1925 verdient Dank. Aber ein Jahr der Krisis war es und bleibt es. Der ruhig Abwägende konnte das nicht anders erwarten. Daß Frankreich uns aus seinen Krallen lassen würde, wenn wir, die Wehrlosen und Machtlosen, ihm Frieden versprachen, — wer konnte darauf rechnen? Daß unsere Nachbarn unseren Waren xvillig ihre Grenzen öffnen würden, — wer durfte daraus hoffen?^Auch sie stehen ja in schweren wirtschaftlichen Nöten! Und wem sollte es gelingen, unsere verfahrenen innerpolitischen Verhältnisse rasch in Ordnung zu bringen? Das liegt einfach nicht in eines ober einiger Menschen Macht. Das sind Zukunftsaufgaben größten Stils. Zwei Momente der Daiierlrisis, in der wir stehen, sind gerade jetzt, da 1925 zur Rüste geht, besonders eindrücklich. Das eine ist die ungeheure innere Zerrissenheit, die sich in unsere mParteiwesen, in unserem parlamentarischen Betrieb, in unseren Wahlkämpfen auswirkt. 1925 hat wieder noch neue Parteien geboren: s o viele Parteien, wie bei den Wahlen dieses Jahres, gab es vorher nicht. Einige davon ist man unwillkürlich versucht, als Parteien der Unbelehrbaren zu bezeichnen. Und nach wie vor geht jede Partei ihren Weg. Die Folge: die noch währende Dauerkrisis. Mit Sorge sehen wir, wie das gesamte parlamentarische System sich selbst ab absurdum führt. Mit Sorge, mit wirklicher Sorge. Keineswegs zähle ich zu denen, die bei diesem Anblick so etwas wie . Schadenfreude empfinden. Wir haben dieses System und müssen damit leben. So ist es furchtbar, wenn es sich als Hemmnis lebendiger Entwicklung erweist. Das andere hervorstechende Moment der Krisis ist die wirtschaftliche Not. In diesem Stück ist es schlimmer gegangen, als wir zumeist gemeint hatten. Daß der Dawes-Plan schwer lasten würde, wußte jeder Einsichtige; daß die Last so schwer sein würde, wußten nicht alle. Es handelt sich auch nicht bloß um Folgen des Dawes-Planes; die Ursachen liegen erheblich tiefer. Die Welt wirtschaft leidet Not, und wir mit ihr, wir aber besonders hart. Die Auswirkungen des Dawes-Plans werden sich in den folgenden Jahren noch stärker bemerkbar machen; gerade dieser Umstand wirkt nieberbrüctcnb. Aber schon jetzt ist die Lage bitter ernst. Lanowirtschaft und Industrie können nicht mehr recht leben. Das . Ende des Jahres bringt große Fragezeichen. Ein Jahr der Krisis war 1925. Eine Krisis kann zum schlimmen Ende führen; sie kann aber auch die Wendung zum Besseren bringen. Und wir lasiert nicht ab von der Hoffnung, daß für uns der Ausgang günstig fein wirb. Nur das sollte uns 1925 gelehrt haben: wir haben kein Recht, mit rascher Aufwärtsbeuiegung zu rechnen. Wir werden in eine schwere Schule genommen. Wir werden auch in Zukunft alle Kräfte brauchen. Langsam nur und mitten in der Brandung, vom Wehr an der Obermühle ist fast nichts mehr zu sehen, die Gärten auf dem früheren Schweinemarkt stehen vollständig unter Wasser. C'._ ?? i' : J :ri :" t 7, geringe Saugkälber 50 istlämmer und McWmmI Äasthämmel und kjase 30 hrte Hammel und Schafe 25. Schweine. Avll- 100 Kilogramm 85 bis 87. 0 Kilogramm 78 bis 84. I bis 120 -Kilogramm 84 on 120 bis 150 Kilogramm erlauf: Sei ffleppeif v\V <-»7 19.07 103,66 Wf*. °°! '{•'äisSfSffc Ä'S* yö* uflA»*c ** oiutonnfl1^;. iöf|jerg «lberger bei ,^gcn vnu an- < zine y 6rfll*c 6 »* ' »orf Ist 6t Art' Sk# MC e'ner S ZWi -rLrH N 4^^;; d« Stiö?*' Mi äi"l"«S*, Wta ta’iV1""« >« U0*6»k4 ^scaa- et äs .‘»Himrnei. Wy,0>"e ng habe versuch? "E 'NS Werter «„S.^ wZös'sche Rkki2^^ -MS A-Ä- «ÄS ° 'N China. 1®“!**'-) ®wral Shi 2"®“!™* Sei. y abzuhaltr». Nach M wurden, als der io in )onge feines Staber wurden ter Luiichengwu ist ein Sohn ls.^4onfl, den Schu im fohrt 'n Tientsin einlud, und dann ,u hat erklärt, dar Lotio ot seines Vaters zu rächen. Mr Feng-Jufiangr. W Nachrichten, rpräsident der Provinz v.^Trott zu Solz, .ha, em Familiengute Fmshau- urg seinen 70. Geburtstag fr. sind aus diesem Aniah tirt schen und Ehrungen baeilet lz, der bekanntlich heute „och iassau im Reichsroi Der- ler länge Fahre den Land' ichötte auch fünf Fahre als itioen Fraktion dem Preuhi- ir sechs Jahre lang Regie- von Kurhessen und wurde ■n Kultusminister trug jum Dbuprälibenttn -er eqolgte im Oluguft 1917. er in den Mhchaftd. Dörseavrrle. U 1937 iil bTi' 106' IÜJ 05,6' 85' jahrsinsel". 1 60. i 39 5 79 31 75 Devisenmarkt Berlin-Frankfurt o. M. Telegraphische Auswahl un g. 68 105 2* :-.8 w 94.75' 16.75' 91-75' 96.4' 135* 96* 104.2* litt.5* 103* ii* 6,12 59* 23 40* 56' 6121* 86* 90.75 95 23 13 37.1* 58* 46.2* 75 H35.7* V6.6' 104.5' zwischen Donnerstag, 31.- Dezember 1925 und Freitag, 1. Januar 1926 beginnt, ist in Phila- des Jahres die Erwerbslosenziffer zwischen 1,2 und 1,3 Millionen Arbeiter! Das sind Zisfern, welche die Krisis im Wirtschaftsleben der Welt 1 leider allzu deutlich bewesen. Das neue Jahr kann nur eine Hoffnung gewähren: daß die an der Weltwirtschaft beteiligten Staaten durch eine gemeinsame Erörterung der schwierigsten Punkte der heutigen Welt- wirtschaftskrisis den Hebel zur Besserung ansetzen. Eine solche Weltwirtschaftskonferenz könnte zunächst die Erkenntnis fördern Helsen, daß das Hebet ein allgemeines ist, das weder aus Besiegte noch Sieger, auf Gold-Arme oder Gold-Reiche, europäische oder überseeische Mächte beschränkt geblieben ist, obschon es hier heftiger, dort schwächer auftreten mag. Das Ziel must also gemeinsame Abhilfe sein. ilnb darum auch der Weg: ein gemeinsamer aller Beteiligten. Berliner Börse. Berlin, 31. Dez. Die letzte Börse dieses Jahres verlief, wie nicht anders zu erwarten war, wieder sehr ruhig. Die Tendenz war im ganzen unsicher, auf einigen Marktgebieten jedoch durchaus freundlich. Zunächst scheint sich der in letzter Zeit vernachlässigte Kriegsanleihemarkt wieder mehr in den Border- rund zu drängen, da an der Börse die Bemühungen der Auswertungsverbände zur Herbeiführung eines Bolksentscheides, mögen sie nun Erfolg haben oder nicht, stark beachtet werden. Die Hm ätze am Markte der aufwertungs- berechrigten Staatsanleihen sind daher großer geworden. Kriegsanleihe verbesserte 'ich anfangs auf 0.196,25, Schutzgebiet auf 4,07 V?. Daneben bestand wieder etwas günstigere Meinung für M o n t a n w e r t e , da in der heutigen Morgenpresse sehr optimistische" Berichte über i den westdeutschen Ebenmarkt veröffentlicht wur- i den, so daß man vertrauensvoller in die nächste Zukunft blickt. Kursmäßig kam die freundlichere Auffassung der Börse kaum zum Ausdruck. Das gestern für Hfa-Werte beachtete Interesse erhielt sich nicht, dagegen blieben Reichs- bant weiter stark gefragt und hatten mehrprozentige Steigerungen ?u verzeichnen. Im übrigen übte man Zurückhaltung, da die heutigen Prämienerklarungen auf den weiteren Verlauf des Geschäftes möglicherweise noch von Einfluß sein können. Am Geldmarkt hörte man Tagesgeld mit 9 bis ll Proz.. Monatsgeld wurde weniger umgesetzt, stand aber zu Pro- longationszwecken zur Verfügung. Im Devi - fenvertehr fchwäckte sich Paris neuerdings ab und stellte lich gegen London auf 131.- Die übrigen Valuten waren kaum Der- 1 ändert. G. ch. A. >m die 0.19 I 0,195 o 21 - 0 21 - 0 805 0.305 0.105 0 212 — 0 185 0 18 - 91.75 — 93,85 I — 39,62 68 106* 50 106.2* 105,6* 45 106* 49.5 106* 105 7* | 40.75 47 80 ' 86* GO,5 I 51* | 66* 24.5 1 21.75 14 ! 27 •3 51 1.9 77,25 0.196 0 2.5 0.21 O.H6 0.21 85,75* 64 52,5* 07* 2'.9 20.5 28 94.25' 95 75' Dorrn., ab 1. Januar 1926 an Sonn- und Feiertagen Aufenchall in Garbenheim vorgesehen. ’* Sonntagsfahrkarten zum Jahreswechsel. Zum Jahreswechsel gelten die Sonntagsfahrkarten, die vom 31. Dezember bis zum 2. Januar ausgegeben werden, ausnahmsweise vom 31. Dezember mittags 12 Uhr bis 3. Januar einschließlich zur Hin- und Rückfahrt an jedem dieser Tage. ** Reue Kraftpostlinie in Ober Hessen. Am 4. Januar wird eine neue Kraftpostlinie auf der Strecke Freien st einau — Lauterbach eröffnet. Vorgesehen ist eine Fahrt täglich in jeder Richtung: ab Freiensteinau 7.15, an Lauterbach 9,25 norm.; ab Lauterbach 6.00, an Freiensteinau 8.10 abends. ** Prämiierte Fuhrleute. Man be- 60 39.5 Buntes Allerlei. Wo kann man zuerst „Prost Neujahr" rufen? Wenn in Berlin das neue Jahr um 12 TIHr 71 91* 6.2 .03 28 0.17 91 25 । 98.15 I 7,7 ! «2.75 136* 96* 104.5* . 104,5* 50 103 5* 71: 91* 6,15 0.03 26 38 5* 57.25* hO* 86.75* 91.75 9;, 25 22.5 3a :>• K 71.5 40 194,85* I 95* I .16.5* | 65,5* ,51.76* I 64,G* 21 21,25 eins Gießen hatten sich die Fuhrleute B a ch e r t, I. Becker, ch. chaussauer, Müller. I. Naumann, K. O p p e r . Rausch, K. Rohm, W. Schwarz, B o l k l und Chr. Wetz am Sonntagvormittag Kaufmännischen Bereinshaus versamemlt, um Prämien in Empfang zu nehmen, die der Vorstand dieses Vereins in feiner letzten Sitzung bewilligt Hütte. Nachdem Lohnkutschereibesitzer Ludw. Haas, I der 2. Vorsitzende des Vereins, die Erschienenen begrüßt und betont hatte, daß der Verein seit 1913 wieder zum erstenmal in der Lage sei, eine bescheidene 'Anzahl kleiner Prämien zu verteilen, dankte Bäckerobermeister Wilhelm L ö b e r im Namen des Vorstandes den Prämiierten in längerer Ansprache mit trefflichen Worten für die treue Pflege und liebevolle Behandlung der ihnen anvertrauten s Pferde und bat sie, auch fernerhin das harte Los dieser edlen Tiere vorbildlich zu erleichtern. Mit dem Vorstand bedauere auch er, daß die Mittel des Vereins es nicht ermöglicht hätten, eine größere Anzahl höherer Prämien zu verteilen. Darauf überreichte Rechner Leidner die Gaben, die mit Dank entgegenqenommen wurden. D i e Tdeihnachtsfeier in der He r- | berge zur Heimat. In dem Bericht über diese Feier (Gieß. Anz. Nr. 302) ist ein Sch- fehler unterlaufen. Richtig must es heißen, daß 80 fremde Wanderer, nicht 33, .an der Feier teilgcnommcn haben. ** Der Verein ehemaliger 116er feierte am Sonntag in der Turnhalle unter starker Beteiligung sein diesjähriges Wechnachtsfest, das einen glänzenden Verlauf nahm. In der Begrü- i ßimgsanfprache betonte der 1. Vorsitzende, Kamerad Kurt Mohr, daß gerade die Pflege der echten soldatischen Kameradschaft dazu beigetragen hat, hie ehemaligen Soldaten trotz parteipolitischer Gegensätze in einer großen Gemeinschaft zusammen- zubalten. Die Errichtung des Ehrenmales für die gefallenen Kameraden des Weltkrieges bedeute einen Erfolg des kameradschaftlichen Zusammenschlusses. Mit einem Hoch auf unser Vaterland schloß der Vorsitzende seine Worte. Das Volksstück .Heimat" | schilderte dann in packenden Bildern die Flucht und Heimkehr zweier Fremdenlegionäre und hinterließ I einen starken, nachhaltigen Eindruck. Die Darsteller gaben ihr Bestes und verhalfen so dem Stück zu vollem Erfolge. Die Kapelle Topp brachte die alten Märsche in der gewohnten schneidigen Art zur Gehör. Der anschließende Tanz ließ auch die Jugend zu ihrem Rechte kommen und hielt noch lange die I weihnachtsfröhliche Gesellschaft zusammen. Bäumen bei der Arbeit. . < Fahrplanänderung auf d er Sirecke Wetzlar —Lollar. Zwecks 5)erjtcl= lang des Anschlusses in Lollar von dem Zuge 3107 von Wetzlar (bisher Lollar an 3.48 nachm.) auf Öen Zug 2559 nach Gießen (Lollar ab 2.25 nachm.) wird ab 1. Januar 1926 an Sonn- und Feiertagen dieser Zug 42 Minuten früher gelegt. Er fährt alsdann Sonn- und Feiertags bereits 1.40 nachm. (statt 2.22) in Wetzlar ab und kommt 2.22 in Lollar an. Zug 3106 von Lollar nach Wetzlar fährt Sonn- und Feiertags in Lollar 5 Minuten früher, also 12.45 ab und trifft in Wetzlar 9 Minuten früher, um 1.29, ein. Weiter werden bei dem Pz. 3113 Wtmlar—Lollar, in Wetzlar ab 6.38 nachm., und bei hem Vz. 3102 Lollar—Wetzlar, in Lollar ab 4.40 sind unverändert geblieben und solange diese bestehen, ist es leider durchaus vergeblich, auf irgendeine sich rasch anbahnende Besserung zu hoffen. Heberblidt man die gesamte weltwirt- schuftliche Situation, so wird man eher bemerken, daß im Jahre 1925 Tatsachen eingetreten sind, die eine Verschlechterung gegenüber der Vorzeit bedeuten. Der erhoffte Aufschwung in den Vereinigten Staaten ist ausgeblieben. Dieser hätte vielleicht auch der europäischen Wirtschaft einen gewissen Anreiz geben können. Die politischen Wirren der Welt sind durch den Krieg Frankreichs in Marokko und die nicht endende Vevolution in China vermehrt worden, beide Tatsachen bedeuten,— ganz besonders freilich die letztgenannten — eine auch wirtschaftlich und weltwirtschaftlich höchst bedauerliche Kalamität, da gerade der Handel des Fernen Ostens für die europäische Geschäftswelt von Wichtigkeit bleibt. Eine weitere Verschlechterung bedeutet das erneute Herabgleiten des französischen Frankem Wenn wir auch in Deutschland keinen Grund haben, die Franzosen um ihre nunmehr offensichtlich angekränkelte Finanzwirtschaft zu bemitleiden, so bleibt doch der weltwirtschaftliche Ausblick dieser erneuten französischen Valutaverschlechterung betrüblich — bedeutet er doch eine immer stärkere Zersetzung der internationalen Währungen, nicht zum Vorteil der an Frankreichs Kundschaft interessierten Lander. Wenn man von irgendeinem Gebiet sagen kann, daß es wie keines die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschastskri'is mitbestimmrn wird, so ist es das Gebiet der Preisbildung. Eine Senkung der internationalen Lebensrnittel- und Rohstoffpreise wäre vielleicht in erster Lime dazu angetan, auf dem Wege der Verbilligung der wichtigsten Bedarfsartikel auch den Verbrauch von Au§ der Provinzialhauptstadt. G ießen. den 31. Dezember 1925. Silvester. Es muß etwas Besonderes um diese letzten Stunden im Jahre sein! Graziös, mit unnachahmlicher Geste, geht der „Sanguiniker" durch die Tür in das umhüllende Dunkel einer kommenden Zeit. Fortuna selbst hält das Füllhorn der Gaben bereit, um alle Wunsche im neuen Jahre zu erfüllen. Lachend hort man ihn fabulieren; das Leben wird nie vermögen, ihn so hart zu treffen, daß er es nicht ertrüge ... Der „Phlegmatiker" sieht mit Ruhe der Zukunft entgegen. Der Silvesterabend wäre ja sowieso gekommen, ob mit, ob ohne Aufregung: also, wozu die Aufregung. Und nun vollends gar um Ereignisse, die eventuell eintreten könnten. Der „Choleriker" braucht keinen Silvesterpunsch, er geht schon lange aufgeregt im Zimmer auf und ab, hat einen roten Kopf. „Eine Wut hat er" auf das neue Jahr, einen Aerger, wie schnell die Zeit vergeht, wie das und jenes überhaupt nicht hätte fein sollen, nein, nicht hätte sein dürfen im alten ^.il)re. Und nun „viel Glück zum neuen Jahre, wir werden es brauchen, werden es alle brauchen!" Und der „Melancholiker"? Sinnend das 3)aupt in eie Hand gestützt, den Blick verloren in dis Ferne gerichtet, schaut er, wie der Zeiger allmählich auf zwvlpUhr vorrückt: „(Ein Jahr — ein langes Jahr für das Leid — ein kurzes für die Freude. — Wieviel Freude gibt es überhaupt?" Nach Eimern zählt das Unglück — nach Tropfen zählt das Glück Da liegt das neue Jahr vor uns, ein verschleiertes Bild zu Sais. — Was birgt sein Vorhang? Ins grauenvolle Dunkel irrt der Blick . . . Wer sagt, daß das Hoffen einen Zweck hat? Wohl stößt man an auf ein gutes Jahr, — doch was find Wünsche? So verschiedenartig, so ganz und gar persönlich ist dieser Weg über die Schwelle des alten Jahres. Und wenn wir aus diesen vier Temperamenten den geraden Mittelweg herausnehmen und uns das Beste von jedem heraussuchen, dann können wir getrost auch diesem Jahre wieder die Hand reichen. Eni bißchen Vertrauen, ein bißchen guter Wille und den Mut z u r T a t : so grüßen wir ' dich, du neues Jahr. Die tUrbeitsmarhtlage im nördlichen Oberhessen. Qm Bereiche des Arbeitsamtes für das nördliche Oberhessen, wozu Stadt und Kreis Gießen und die Kreise Alsfeld, Lauter- b a ch und Schotten gehören, hat sich die Arbeitsmarktlage in den letzten vier Wochen außerordentlich start verschlechtert. Cs wurden beim Arbeitsamt gezählt: Giehen-Stadt: am 1. Dezember 111 Haupt- unterftühungsempfänger, 212 Zuschlagsempfanger, am 31. Dezember 302 bzw. 508; Gießen-Land: am 1. Dezember 405 bzw. 718, am 31. Dezember 950 bzw. 1440; Kreis Alsfeld: am 1. Dezember 178 bzw. 271, am 31. Dezember 336 bzw. 455; Kreis Lauterbach: am 1. Dezember 39 bzw. 59, am 31. Dezember 205 bzw. 240; Kreis Schotten: am 1. Dezember 120 bzw. 220, am 31. Dezember 175 bzw. 343. Insgesamt im ganzen Arbeitsamtsbezirk am 1. Dezember 853 Hauptunter- stuhungsempfänger, 1480 Zuschlagsempsänger; am 31. Dezember 1968 bzw. 2986. Bornotizen 3‘/t% Allen 3°/0 Hessen . . . . . . . . . . . Tcmsche Dertd. Dollar-Aul. bio. Doll -Slvav-Äntreitna-*> 4»/0 Bolltürtta I 5°/0 öolbmcntaner ... • I Berliner HandetSaetellsLatt. Commerz- und Privat.Bünk Tamtfi. und Dlaiionalbaut Deutsche Bank Deutsche BcrrtnSbank .... T iSconto Commandtt Mclallbank Mitteldeutsche Kreditbank . Lcslerreichische Lreditaustalt Weltbank ....... Bochumer Suß • » » BuderuS...... Caro Deorsch'Lurcmburg tyuienltrchcner Bergwerke. Haroeurr Bergbau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln..... llaurahüttr Lberdcdars Phönix Bergbau ..... M»eim:abl ...... • • . Pie bett Montan TclluS Bergbau .... Hamburg-Amerika Paket. . . I i Norddeutscher Llovo . . . | Lhcramvche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Philivv HoUmann .... Anglo-Lont--Guano .... Badische Anilin........ Cdcmiichc Mayer Alavtu . . Goldschmidt .... Gries cimet Electron .... Höchster Farbwerke ..... Solzvcrkoblung ....... I ?HntoerStorr(c......... Schcidcanstalt ........ Alla. E eknintätr-Gesellschakl I Bergmann ........ Mainkraitwerkc . . I Lchuclcri ........ I Siemens & HatAe .... I Ldlerwerke .stleyer ..... I Daimler Motoren. ..... | Henliaensiaedr ........ •’i’eaufn.......... . I Motorenwerke Manvbeim Frankfurter Armaturen • . | .stouserornsobrik ü'raun . . I Metallgesell (baff Frankfurt. | Pct. Union A.utz . . . . . Echulnabrik Herz Sichel . . I Zellstoff Walddof....... Zuckerfabrik Frankenthal . . I Zuckerfabrik Wagbäuicl • . ■ gelegt. Am deutlichsten hat sich die Folge dieser Tatsachen in den E'opäischen Handelsbilanzen gezeigt, die im Jahre 1925, da wo es sich um ( valutarisch gesunde Wirtschaften handelt, eine überaus bedenkliche Verschlechterung erfahren haben. So bet.ug die Passivität der Handelsbilanz des deutschen Reiches im September nicht weniger als 273 Millionen Gm., im Oktober 223 Millionen Gm., die Passivität der englischen Handelsbilanz betrug im November nicht weniger als 40 Millionen Pfund Sterling gleich etwa 300 Millionen Gm. Rirnrnt man die elf Monate des Jahres 1925 bis Rovernber einschließlich, so hat die Passivität der englischen Handelsbilanz sich gegenüber der gleichen Periode des Vorjahres um allein 47,5 Millionen Pfund Sterling, also zirka 950 Millionen Grn. erhöht. Bekanntlich hat diese gewaltige Verschlechterung der eng- lischen Handelsbilanz dazu geführt, daß die englische Zahlungsbilanz taum mehr UeberfdjüHe zur Investierung neuen Kapitals aufweisen wird, also Englands Stellung alsKreditgeber im Jahre 1 925 zum ersten Male fundamental erschüttert worden ist. Die Gefolgschaft all dieser Umftänbc bildet die wachsende Arbeitslosigkeit der Welt. Freilich hat sich in Deutschland auch diese I Ziffer bis Mitte Aovember nicht über das Niveau zu Anfang des Jahres erhöht, sie betrug am 15. Vovemoer aber die absolut hohe Zahl von 471 000. und in England schwankte im Verlauf richtet uns: Auf Ersuchen des T i e r s ch u tz v e r - ~ ' I. 5°/. Tcukkche RcickrSanleibe 4®/o Deutsche Mtchsanlride • 3‘A°/0 Deutsche Netchranlcide 3Deutsche ReichSanleitze Deutsche Sparvramieuaalcihe 4e/0 Preußische KoniotS • . • 4°o Hessen fertigen und hochwertigen Waren zu heben. Allein auch eine solche Verbilligung hat daS Jahr 1925 nicht gebracht. Die Weizenpreise in Aeuyork sind zu Ende des Jahres nicht unbettächtlich höher gewesen als im Hochsommer, und verschiedene Zeichen deuten daraus hin, daß die Welt eher vor einer Drotgetreideteuerung als einer Verbilligung steht. Wie tarne auch der nord- oder südamerikanische Farmer dazu, zu einem erheblich billigeren Preise Getreide anbieten zu können, solange die Löhne, die Kosten aller Verbrauchsartikel, die Preise für Geräte, Maschinen und Düngemittel nicht beruntergeben? ilnö wie soll das geschehen, wenn die Union und andere ilcberfeelänber es für richtig halten, durch außerordentlich hohe Zölle die Einfuhr der billigeren europäischen Waren zu erschweren und zu verteuern? Auch die gute amerikanische Baumwollernte hat zu einer wesentlichen Verbilligung der Tertilrohstoffpreisc und der Fertigfabrikation nicht führen können. Jin ganzen haben sich in der Welt die Kosten der Lebenshaltung nur wenig verändert, was so viel bedeutet wie: sie sind noch immer weit höher als im Frieden. Seht man die Indexziffer der Lebenshaltung für Juli 1914 gleich 100, so betrug sie im September 1925 in England: 176, in Deutschland 144,9, in der Union über 170. Die durch die erhöhten Preise und andere Amstände geschwächte Kaufkraft der Welt bedeutet | in erster Linie eine Schädigung der europäischen Wirtschaft. Denn während Europa — besonders bei dem immer noch versagenden russischen Export — bezüglich seiner Le- bensmittelversorgung auf die überseeischen Länder angewiesen ist, sind diese keineswegs darauf angewiesen, ihre Fabrikatbedürfnisse durch die Einfuhr aus Europa zu decken. Sie Versuchern, sich nicht nur durch Schutzzölle gegen die europäischen Fertigwaren zu ftemmen, sondern haben seit 1918 von Jahr zu Jahr ihre Selbstversorgung an den bisher von Europa eingefübrten Waren gesteigert. Wie dies in der amerikanischen Union, vor allem aber auch in den großen englischen Dominions, Kanada, Indien, Südafrika und Austra- I lien, dann aber auch in Brasilien und Argentinien, in Japan, ja selbst in China auf Kosten der europäischen Exporteure geschieht, I hat ein im Sommer 1925 veröffentlichter amt» I licher englischer Bericht zum erstenmal der ge- I samten internationalen Wirtschaftswelt verdeut- I licht. Dieser Bericht — genannt „älntersuchung über die lleberseemächte" und herausgcgeben von dem sogenannten Balfour-Ausschuß des englischen Parlaments — hat in umfassender Weise die Schwierigkeiten der europäischen Wirtschaftssieua- tion beleuchtet und die Tendenzen der Ent- I europaisierung der Weltwirtschaft tlar= * Das kommende Jahr 1926 ist ein Gemeinjahr von 335 Tagen. Das Hauptfest, nach welchen^ die kalendarische Einteilung des ganzen Jahres vorgenommen wird, nämlich Ostern, , ——. ... fällt auf den 4. und 5. April. Pfingsten fallt 5ßWtto(lfL laut den 23 und 24. Mai. Das Jahr 1926 5 ' ’ . ... . gleicht daher dem Jahre 1920, wo Ostern aus den- Jahresbilanz der Weltwlrlschasl • * Das Amtsgericht ist am Samstag, Aeue gebracht, wobei man nur an die Könfereiiz 2 San?at aetok f’n Den Socamo aB b=n Su^ngSpunt 6off=ntM> * * Starker Sturm braust feit einigen sich enüllenber Erwartungen zu denken braucht. Taaen über unsere oberhessische Heimat. Auf Weltwirtschaftlich aber muh man leibet konsta- den^ Dächern der Stadt treibt er sein loses I tieren, daß eine Wendung 8um Besseren Sviel mit den Siegeln in den Straßen faucht j nicht eingetreten ist. Die chronisch ge° kr die Passagen gar grimmig anlunö tut so, als wordene Weltwirtschafts^i;e dauert unvernundw-t ob er sie auf der Stelle festhalten und ihre- an die Tendenzen, welche ihr 8ug^c liegen Kleider berauben und obendrein auch noch um > f-K -*——’-nh Mmrno diele bie eigene Achse drehen wollte. Diesem üblen, aber immerhin noch erträglichen Treiben in der Stadt steht sein Raufen draußen in den Waldungen unangenehm gegenüber. Im Bereiche der Oberförsterei Eichelsdorf war bis gestern ein Windwurfschaden von etwa 100 Festmetern entstanden. Die übrigen Oberförstereien waren bis heute früh noch nicht im Besitze der Meldungen ihrer Förstereien, so daß man hierüber noch keine Klarheit besitzt. ♦ Unser Gießener „Mädchen für alle s" die Berufsfeuerwehr, mußte im Lause des c, Trigen Tages mehrfach zur Hilfeleistung aus- rilit- .n Es brannte erfreulicherweise zwar nicht, aber vom Sturm um gestürzte Bäume in Gärten und auf ter Ehiu ee nach Annerod, sowie umgefallene :-i'; arapI)enftangcn waren zur Verhütung weiteren Unheils zu beseitigen. Gestern vormittag mußte die Wcbr in der Ludwigstrahe einen Keller auspum-- ven'unb nachts zwischen 10 und 12 Uhr war sie aus i\- Ehaussee nach Annerod zum Wegbringen von 17, 83 । ol *äl 42 82 103,2* ! 9L5* 6.12 ,58.75* 1 27 5 56.75* 62.3 * 86 25* VO 62 Vl 23,0 37.75* 57.75* 45.9* Frankfurter Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 31. Dez. Tendenz: Anfangs lebhaft und fest, dann schwächer. -- Am heutigen letzten Börsentage im allen Jahre schien es, als wollte die Börse sich noch einmal von ihrer besten Seite zeigen. Bei ziemlich flott einsehendem Geschäft konnte sich infolge von Deckungsbedürfnis eine allgemeine Au s - wärtsbewegung durchsetzen, wobei die bisherige Flüssigleit des Geldmarktes und der glatte Verlauf der TUtimo-Abwicielungen einen stimulierenden Einfluß ausübten, so daß sich das KurS- niveau der sührenden Werte kräftig zu heben vermochte. Interesse bestand besonders für Schiffahrtswerte, die 1 bis 2 Prozent höher gingen. Ferner waren Chemiewerte zu höheren Kursen gefragt, und auch einzelne Montanaktien tonnten von der besseren Strömung Butzen ziehen. 2m Vordergründe des Interesses standen wiederum Aeichsbank- anteile, da man für dieses Unternehmen auf eine günstige Dividenden - Ausschüttung rechnet. Der Kurs stieg gegen gestern um 5 Prozent. Vach kurzem Verlaus trat ein Tendenz-Umschwung ein, der mit einem starken Abflauen des Geschäftes verbunden war. Die Lustlosigkeit prägte sich ftärfer aus und kam besonders am Chemiemarkt zum Ausdruck, wo die JnterventionS- fäufe keine Fortsetzung erfuhren. Die anfänglich erzielten Gewinne gingen wieder verloren und die anderen Marttgebiete tonnten ihren Kursstand kaum behaupten. Interesse erhielt sich für Schisfahrts- und Veichsbank-Aktien. Deutsche und ausländische Rernten lagen vernachlässigt und zum Vachgeben geneigt. Der Freiverkehr blieb umsatzlos. Benz 21 Prozent, Trown-Boveri 48 Prozent, Entreprise 8,5 Prozent, Erowag 36,5 Prozent, Krügershall 64 Prozent Ufa 52 Prozent, Unterfraufen 52 Prozent. Der Schlußverlauf der Börse blieb unsicher. Einzelne Erholungen waren belanglos. Am Geldmarkt ist eine leichte Versteifung festzustellen. Tagesgeld stellte sich auf 81/, bis 9 Prozent, Monatsgeld auf 91/» bis 11 Prozent, je nach * Adresse. 2m D e v is e n v e r k e h r war Paris gegen London wieder abgeschwächt auf 129,75. Die übrigen Valuten blieben fast unser» [ ändert. SountaaSdienst d. Aerzte n. Apotbrken am 1.1.26 ort- Dr GÜr:ler Dr. Schäffer. Vellkanavoiliete. _________Zahnarzt: Dr bischer__ I Nenavoftolifche Gemeinde. Gottesdienste: Am Neiijabrstag, nacbmittaavä ■ Ubi; am Sonniag. dem 3. Januar, nachm. 3', Uhr, abends 8' , Uhr. — Tageskalender für Donners- taa: Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „Dee bret Portiersmädel". — Astoria-Lichtspiele: ,,2>er llebtrfall auf die Dirginia-Post''. , olMtU8, x. ... — Tageskalender für srertag hekphia noch 31. Dezember 1925. nachmittags (Veujah r). Stadttheater: 3 Uhr „Die Mau e- 6 Ahr, in San Francisco nachmittags 3 Uhr. königin" (Ende 5 Uhr), 7 Uhr Verfolgen wir dagegendie Zeit in östlicher Vich- fahrt" (Ende 9' ', Ahr). — $}. ®.: 4 Ahr tunfl- f0 jst bei Berlin 12 Tlhr nachts bcispiels- ..Saalbau Sauer" Weihnachtsfewr. - Veichs- \ in Calcutta schon der 1. Januar 1926. bannet Schwarz-Vot-Gold: 3 Uhr und 7.30 Ltyr sorgens 5 Uhr, in Sidney morgens 9 Tlhr und Wintersonnwendfeler, Turnhalle — XJjgtlpWb' au« Neuseeland vormittags 11 Uhr. Die Mitter- haus, Bahnhofstraße: ..Unter freier Flagge . „achtsstunde pes ablaufend^n Jahres 1925 tritt — Palast-Lichtspiele (Kirchenplah): „Kammer- tatsächlich zuerst auf Chatham, einer kleinen, musik". — Astoria-LichtsPieTe: „Mörder an Neuseeland gehörigen Insel, ein. Die De- Bord". , | wohnet dieser Insel können sich daher zuerst „Prost Veujahr" zurusen und diese Insel trägt auch mit vollem Vecht den Beinamen „Veu- ffranHurt a-M. Brrttn 5d)iu3»| i-iltr» ÄBT4 | flirr« 5diiult-l#lniand Nur» ! fl"' ■Sato? M 12 | 31 12 30 12 | 31 12. 80 TkLdr. 31. Dez r. Amtliche Noti runa Amtliche Notierun« toclb «ricr Geld «rtet Amlr-Aloil vuen-Airet Brss.-Antw 168.71» 1.733 19,U3 IC.-J.2l 1,37 19,07 168.74 1.783 19 1'2 169.16 1,737 19,06 Christtania Äopenbogen 85.12 103,17 85,34 103,73 85,29 103,79 85,51 104,05 Stockbolm • 112,61 112,8» 112,51 112,59 Helsingfors 10.645 10,585 10.545 10,685 Italien. . 16 92 16,80 16 94 16.98 London. - 20,335 20,405 20,855 20,405 y «j 4> N C E g-. /BGeilüg, ond zncht- Verein LWewiWel Samstag. 2. Jan., abds. »'/, Ubr, bet 'DlttfiUeb Dto-Peleld: Monatsversammlung. Heuchelheim, Darmstadt, den 31. Dezember 1925. Die Beerdigung findet Freitag, 1. Januar 1926, nachm. 1 Uhr, vom Sterbehaus, Brauhausstraße 32, aus statt. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau E. Meckel Witwe. Bekanntmakhung betr.: Errichtung eines Jugendheimes. Vereinigungen der Jugendbewegung (Jugendbunde), die die Raume des hier zu errichtenden Jugendheimes benutzen wollen, mögen bis zum Dienstag, den 12. Januar 1926 der unterzeichneten Stelle, Gießen, Gartenstrahe 2, Obergeschoß, Zimmer Rr.13 mitteilen, welcher Abend in der Woche gewünscht wird und wie groß etwa die zu erwartende Besucherzahl ist. Es kann keine Gewähr dafür übernommen werden, daß alle Anmeldungen berücksichtigt werden können. Jugendgruppen von Vereinen, die sonst nicht aus Jugendlichen bestehen, können erst nach den eigentlichen Jugendbünden berück- L Bnri Bismarckstr. 6. 1. Jan. FriibLKov- ve» bei W. Böß, pünktlich 11 Uhr. 2. Jan. Kneipe. S‘/9 Uhr addS. ,2*’5c Der Vorstand. Ein Spiel voller Eleganz und Humor in 6 Akten. Hemdentuche Nessel Bettuchstoffe Damaste Handtücher Federleinen echtrot u. federdicht in allen Breiten Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers und des Postvereins, sowie für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir auf diesemWege unseren herzlichsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Katharine Frank geb. Plock Guter Privat- Mittagstisch. levil. auch Abend- tisch) von einem Assessor flcfitdu. Stadlvierkel nördlich der Universität und östlich der Anlagen bevorzugt. Schriftl.Angeb.mit Preisang. n. 010277 an b. Gieß. Anz. erb. Dienstag vormittag 10V2 Uhr verschied sanft nach langem Leiden mein lieber Vater, Schwiegervater, unser lieber Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Jacob Hofmann VII. im 83. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Kröck, Metzgermeister, Gießen, den 30. Dezember 1925. Der Oberbürgermeister Wohlfahrtsamt (Abtlg. Jugendamt) Dr. Frey. im 51. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Link. Der heutigen Gesamtauflage liegt ein Brosoekt der Firma Carl Frensdorf Gießen bet. 12159» Fischerei-Verpachtung. Die sogen. Schasweiher bei Schiffenberg sollen zur Fischzucht auf 9 bzw. 12 Jahre verpachtet werben. Nähere Auskunft über Bedingungen usw. erteilt unterzeichnete Behörde, woselbst auch gefl. Angebote bis einschließlich 11. Januar 1926 einzureichen sind. Gießen, den 29. Dezember 1925. Hessisches Forstamt Schiffenberg. PHON ZWOFIRNUL AUTO Telepli. 240 auch Todes-Anzeige. Ein sanfter Tod erlöste gestern abend nach einem reichgesegneten Leben von ihrem schweren Leiden im Alter von fast 77 Jahren unser herzensgutes Mütterchen u. treusorgende Großmutter Katharina Blank geb, Weber Witwe des Lehrers i. R. Karl Blank. An ihrer Bahre trauern: Helene Blank Käthe Blank Karl Blank, Apotheker, und Frau Berta geb. Kade Fritz Blank, Kaufmann, und Frau Hedwig geb. Maier Dina Blank, geb. Waas, Witwe Heinrich Blank, Pfarrer, und Frau Paula geb. Dörr Rudolf Blank, Dr. phil., Studienrat, und Frau Elsbeth geb. Rabe Georg Blank, Dr. med., und Frau Emmy, geb. Rösener und 9 Enkelkinder. Gießen, Nierstein, Heilbronn, Harxheim, Köppern, den 30. Dezember 1925. Die Beerdigung findet in der Stille statt. 12188D Suche tüchtiges, erfahrenes s 12265V Billige fctaWe «T'’8' Monatsversammlung Samstag. 2. Jan., abends SV, Uhr, im Vereinslokal. Um zahlreiches Erscheinen btnet ,M40c Der Vorstand. 9 G Bauerscher Gesangverein e. V. Am 1. Januar lNeujahrStag», 10'/, Ubr vorm.: Jriib- fdiobbcn im Cas6 Ernst Ludwig. Zahlreiche Bel ei- liaung erwünscht. Heute morgen 81/* Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Krankenlager mein lieber Mann, unser guter, treusorgenderVater,Schwiegervater,Großvater,Schwager und Onkel Heinrich Link, Lokomotivführer IIIIIIIIIIIIIIIIIIIUIIIUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Seltene Gelegenheit Platz-bezw. Bezirksvertretungen für die ROYAL- SCHREIBMASCHINE die beste Schreibmaschine derWelt zu vergeben. 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Dezember 1925 Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen) Nr. 505 Swettes BIM kaum ber renber als das Gefühl, daß inan an den oerant- fie durch sinnloses und unmäßiges Trinken, worin entwickeln beginnt, ist, wenn wir die Nerven verlieren, der steile Ausstieg zur Gesundung, müssen uns wirtschaftlich wieder aufrichten, das die Hauptaufgabe des Jahres 1926 sein. Der nicht Wir wird Weg u n - Lebenswille. Aus Goethes „Lila". Feiger Gedanken Bängliches Schwanken, Weibisches Zagen, Aengstliches Klagen Wendet kein Elend, Macht dich nicht frei. Allen Gewalten Zum Trutz sich erhalten; Nimmer sich beugen, Kräftig sich zeigen. Rufet die Arme Der Götter herbei. und Scherben an die Türen. Bei uns besteht dieser Brauch des „Döpperoerfens", wenn in einem Haus „Stricker" beisammen sind. Die Silvesternacht gilt auch als Wetterprophetin. Bläst in ihr der Wind von Osten, so hofft man auf ein gesegnetes Obstjahr; kommt er von Süden, so gibt es viel Korn. Bon Westen verheißt er Milch und dem Küstenbewohner Fische von Norden aber Kälte und Sturm. Auch aus die Träume tn der Silvesternacht muß man wohl achten; sie geben Fingerzeige fürs kommende Jahr und seinen Berlauf. So wie „im Spiele des Kindes ein tiefer Sinn" liegt, liegt auch diesen Bräuchen ein ernster Gedanke zugrunde. Möge sich dessen das Heranwachsende neue Geschlecht stets bewußt bleiben. Es wäre zu beklagen, wenn sie mit vielem andern, durch das Alter Geheiligtem, 'm Dergesienheit geraten imb verschwinden. Chrysanthemen zu Silvester. Bon Erika von Watzdorf-Bachoff. Die steilen kühlen Chrysanthemen, leise umhaucht von herbem Ruch, sind für des Jahres Mschiednehmen ein farbiger Siloesterspruch. Der Blütcnblätter unzählbares schmales vereintes Kräuseln spricht zu uns als Wunder und als wahres wißendes Blumenangesicht. Das flüstert: Eure Sommer starben, wir blühen ohne ihr Geheiß zarklila, gelb imb kupferfarben und wie ein Schneetag blendend weiß. Silvester und Silveftergebräuche. Bon Heinrich Kraushaar. Der letzte Tag des Jahres ist dem Papste Sylvester geweiht und darum auch nach ihm genannt. Er war von 314—335 römischer Papst, und man setzte den 31. Dezember als seinen Todestag an. Der Uebergang vom alten zum neuen Jahr wurde bereits bei den ältesten Völkern auf wilde und mis- gelasiene Weise gefeiert. Bei den Indern, Aegyptern und besonders den Persern besuchte man sich, wünschte sich Glück und beschenkte sich gegenseitig, weil man hoffte, daß dann das ganze Jahr in ebenso günstiger Weise verlaufen würde. Auch unsere Vorfahren, die alten Germanen, feierten bereits Silvester und Neujahr, und zwar in einer Weise, Oie tms an die Gegenwart erinnert: sie entweihten sich ja leider noch heute für gar viele die Bedeutung dieses ernsten Tages erschöpft. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich eine groge Zahl von Silvestergebräuchen gebildet. Sie beruhen alle auf dem Glauben, daß der Mensch an der Wende des dahinfcheidenden Jahres eine Frage an das Schicksal frei habe. Wer gern über die Ereignisse des neuen Jahres unterrichtet sein will, sticht mit einem Messer aufs Geratewohl in die Bibel oder das Gesangbuch und liest den Vers, auf den sein Blick zuerst fällt. Daraus schließt er auf Glück oder Unglück, Todes- oder Krankheitsfälle der nächsten Zukunft. Auch über seinen Aufenthalt im neuen Jahre kann man sich vergewissern, indem man um 12 Uhr nachts die Schuhe hinter sich wirft, und die RichMng, nach der die Spitze weist, gibt Aufschlun, über das Gewünschte. Wer mit verhülltem Antlitz rückwärts über die Schwelle schreitet, der sieht dort einen Sarg oder eine Wiege stehen, je nachdem der Familie ein Sterbefall oder eine Geburt bevorsteht. In Rodheim bei Hungen ist während des Krieges ein aller Mann gestorben, der — alle Rodheimer beschwören es — eine ganz besondere Gabe hatte. Er ging um 12 Uhr nachts auf den Kirchhof und schaute durch ein Fenster in die dunkle Kirche hinein, dann sah er dort alle die sitzen, die im kommenden Jahre starben. In der "teujahrsnacht vor seinem Tode sah er einen Unbekannten dabei imd erzählte es seinen Angehörigen mit dem An- sügeu. daß er sich wohl selber gesehen habe. Im neuen Jahre starb er denn auch tatsächlich. Wer um Mitternacht Wasser aus einem Brunnen schöpft für sich und die Seinen, ist das ganze Jahr über gegen brauchers. Die Denkschrift des Reichsverbandes der Industrie ist außerordentlich beachtlich und vor allen Dingen deshalb erfreulich, weil in ihr die Gemeinsamkeit wirtschaftlicher Not und Abhilfe für alle Erwerbsschichten so scharf betont wurde. Daß angesichts dieser Lage in unserer Wirtschaft meine Einstellung zu den Dawesgesetzen dieselbe ist wie im vorigen Jahr, bedarf kaum ber Erwähnung. Sie sind unerfüllbar und tragen schon jetzt erheblich zu dem Entblutungsprozeß unserer Wirtschaft bei. Die Tröstung mit ausländischen Krediten zu kaum erfüllbaren Zinsbedingungen ist schwach, beim Kredite sind keine Geschenke. Viel wichtiger scheint mir zu sein, daß man heute dem Volk restlos die Wahrheit über unsere Lage sagt. Denn unliebsame Ueberraschungen erzeugen Paniken, während ich unferm innerlich gesunden und starken Volk durchaus zutraue, daß es klar erkannte Notlagen stark und mit der erforderlichen Ruhe erträgt. Nichts wirkt auch draußen deprimie- Deutschlands Aufgaben für 1926. Führende Parlamentarier über Deutschlands politische und wirtschaftliche Ziele im neuen Fahr wörtliche» Stellen die Folgen der wirtschaftlichen I Lage nicht erkennt ober mit unangebrachtem Opti | mismus bemäntelt. Allein der Blick auf Amerika hilft uns auch nicht, er tötet sogar den natürlichen und dem Deutschen innewohnenden Trieb zur Selbsthilfe ab. Eine weitere Aufgabe, an der mit allem Nachdruck gearbeitet werden muß, ist die Entgiftung unseres politischen Lebens. Wie soll sich ein Volk, derartig zersplittert und mit Gefühlen des Hasses gegeneinander durchsetzt, zu der großen gemeinsamen Kraftentfaltung aufraffen, die wir zur Befreiung aus unserer politisch unterdrückten und wirtschaftlich schlechten Lage nötig haben. Wie wenig wird der Weg gegangen, den oer Reichspräsident von Hindenburg mehrfach gewiesen hat, und der darin besteht, auf die Einigung des deutschen Volkes hinzuarbeiten. Aber Parteien und Parlament verewigen die Zersplitterung. Aus all diesen Gründen stehe ich auch dem ^Parlamentarismus in seiner heutigen Form als großer Ketzer gegenüber. Wieviel Zeit wird allein verbraucht, um in langen Debatten den Nachweis zu erbringen, daß jede Partei immer und von jeher Recht gehabt hat. Daß die Presse wesentlich an der (Einigung mitwirken kann, ist klar. Heute sieht sie zum Teil ihre Aufgabe darin, die Ansicht des Gegners möglichst zu verschweigen — auch gerade kein Zeichen der Stärke der eigenen sachlichen Argumente. llnb noch eine Ausgabe sehe ich: Wie es stets aus rein menschlichen Gründen eine vornehme Aufgabe sein wird, Not und Elend zu mildern, so mutz andererseits doch auch mehr und mehr das Verständnis dafür geweckt werden, daß einzelne Volksschichten mit Forderungen und Wünschen sich nicht außerhalb der Gesamtheit, außerhalb wirtschaftlichen Könnens und Vermögens der Gesamtheit stellen dürfen. Ebenso falsch, wie unsoziales Empfinden in dem Kopfe eines Unternehmers wäre, ebensowenig sollte der Arbeiter seine wirtschaftliche Grundlage trennen wollen von der des Betriebes, in dem er tätig ist. In dem Gedeihen des Betriebes liegt nun einmal ein reales Band zwischen Arbeiter und Unternehmer. Es soll mit den vorstehend gezeichneten Ausgaben nicht gesagt sein, daß ihre Fahl damit erschöpft ist. Die Zukunft birgt gewiß in ihrem Schoß noch manches, was uns ernsthaft beschäftigen wird! Vielleicht an einer Stelle eine außenpolitische Ueber- raschung, hoffentlich aber an anderen Stellen endlich der Auftakt zu der etwas nüchternen Erkenntnis bei uns, daß andere Länder nur dem Antrieb ihres Egoismus folgen, so wie wir es endlich lernen sollten: denn das Hemd sitzt uns nun mal näher als der Rock." Der hessische Reichstagsabgeordnete und als solcher führendes Mitglied der Deutschen Volkspartei, Reichs- und Staatsminister a. D. Dr. Becker erklärte: „Was uns nottut, ist in zwei Begriffen zusammengefaßt: arbeiten und sparen. Und weil wir arbeiten müssen, müssen wir auch zusammen arbeiten, das heißt, wir dürfen uns nicht in kleinlichen parteipolitischen und parteiwirtschaftlichen Kämpfen aufreiben. Rur so kann die deutsche Wirtschaft wieder auf ihre Höhe van einst gebracht werden. Das Wort „Zusammenarbeiten" gilt sowohl nach innen als auch nach außen. Wir müssen auch international mit anderen Völkern in g e - meinfamer Arbeit vorwärts st reben und die außenpolitische Linie, die wir bis jetzt inne- gehalten haben, weiter verfolgen. Dieser außenpolitische Kurs hat uns, wenn auch nur in geringem Maße und nicht so, wie wir es erhofften, so doch immerhin gewisse Erfolge gebracht. Wenn ich von der Notwendigkeit des Sparens sprach, jo meine ich sechstverständlich dabei weniger den einzelnen in Deutschland, ber ja heute sowieso im allgemeinen kaum mehr besitzt, als er zum Leben braucht, als vielmehr bie öffentliche Finanzwirtschaft, bie mit ihren Ausgaben unbebingt auf das Notwendige beschränkt werden muß." Von den S o zi a l d e m o k r a t e n erklärte Dr. Rudolf Breitscheid: „Es ist außerordentlich schwierig, am Beginn eines Jahres die Aufgabe» aufzuzeigen, die eine Nation in den nächsten 365 Tagen lösen soll. Namentlich in den gegenwärtigen Zeitläuften, in denen jede Stunde neue Probleme stellen kann. Ich muß mich daher daraus beschränken, einige der wichtigsten Forderungen aufzuzählen, die nach meiner Ansicht im Jahre 1926 von dem deutschen Volk und der deutschen Regierung zu erfüllen sind. Krankheit und Tod gefeit. Junge Mädchen gießen in der Neujahrsnacht Blei und sammeln das ganze Jahr über dafür die zerbrochenen Dleilofsel. Das Bleigießen war noch vor wenigen Jahren in Rödgen anzutreffen. Aus der Gestalt des Bleies schloß inan auf das Aeußere und den Beruf des Zukünftigen. Auch aus dem Kaffeesatz wollte man mancherlei erkennen. Sehr verbreitet ist die Sitte, daß die Jugend am Silvesterabend, sobald es 12 Uhr geschlagen hat, und bie Glocken zu läuten begonnen haben, durch das Dors zieht. Sehr schön ist dieser Brauch in Ettingshausen — und wohl auch in den Nachbar- dörsent —, wo die jungen Leute, Gesangbttchlieder singend, die Ortsstraße auf und ab ziehen. Dazwischen rufen sie „Prosit Neujahr" und beglückwünschen die aus den Fenstern schauenden älteren Leute durch Handschlag. In den Wirtschaften gibt es für die verheiratete» Stammgäste derweilen Kaffee und Kuchen. In Rödgen und den übrigen Dörfern des Buseckertales dagegen gab es vor dem Kriege um 12 Uhr für den Mann ein Würstchen mit Brot und Freibier. Dann versammelte sich alt und jung auf dem Hose des Wirtshauses, und nach einem dreimaligen „Profit Neujahr" ftieg eine Parodie zu dem Liede „Wie schön leuchtet ber Morgenstern" zum nächtlichen Himmel hinentt. Mit ben erwähnten Umzüge» hängt eine grobe Unsitte zusammen: das Neujahrsschießen. Es soll die Freude über das neue 9ahr zum Ausdruck bringen, kehrt sich aber oft durch die dabei vorkommenden Unglückssälle ins Gegenteil um. In Norddeutschland „wirft" man auch bas neue Jahr an- man wirft alte Topf', Teller, Schüsseln ' Ein neues Jahr steht vor ber Tür, ein Jahr, das kaum leichter sein wird als das vergangene. Soviel, glauben wir, kann man bereits die nächste Zukunst übersehen. Daraus ober entsteht die Frage: Welche Ausgaben hat Deutschland im neuen Jahre zu erfüllen, um wieder zu Wohlstand und Zufriedenheit zu gelangen. Wir haben deshalb eine Umfrage bei führenden Parlamentariern über Deutschlands Ausgaben im neuen Jahre veranstaltet. Die erteilten Antworten veröffentlichen wir in ber Reihenfolge, wie sie uns zugegangen finb. Dabei erklärte ber Vorsitzende des Vorstandes der Demokratischen Partei Anion Erkelenz: Es fommt alles darauf an, daß wir im Jahre 1926 nicht die Nerven verlieren. In der Sache haben mir schon Schlimmeres durchgemacht, als mir tm Jahre 1926 dtirchzumachen haben werden. Denn früher ging es weiter abwärts. Was sich jetzt zu in den Zeiten des Ruhrkampses nicht glaubten, so sehr müssen wir sie mit Sorge betrachten. Wenn es nun aber nicht gelingt, die deutsche Industrie wieder in ihrem Export ganz erheblich zu stärke», wie will man bann die Verpflichtungen aus dem Dawesplan erfüllen. Es kann gar keinem Zweifel unterliegen, daß ein Export von barem Gelbe von Reparationszahlungen mit bem Be stanbe der deutschen Währung nicht verträglich ist. Der Transfer-Agent wird daher gar nicht anders könne», als diese Tatsache zu bescheinigen. Dann aber kommt die große Frage, wie die Entente- floaten bas ihnen zustehenbe Gelb in Deutschland a n l e g e n wollen. Wenn bie beutsche Industrie an sich schon um ihren Bestand zu kämpfen hat. bann wirb es gar nicht möglich fein, bas betreffende Gelb in Deutschlanb noch roieber in neuen Ändn- ftrieanlagen zu verwenben. Auch mit Sachliesc r u n g c n wirb ber Ausweg nicht ohne weiteres zu finben fein, denn bamit mürbe tuicbcr die einheimische Industrie in Frankreich und England in entsprechendem Maße beschäftigungslos gemacht. Wir können nur hoffen, daß es einsichtigen Staats männern auf der Gegenseite möglich sein wird, hier einen Ausweg zu finden, der auch für die Deutschen gangbar ist. In solcher Einsicht bestände eine wirklich brauchbare Rückwirkung des Geistes von Locarno! Nun kommen aber zu diesen Schwierigkeiten auf ber Einnahmeseite bie weiteren Schwierig- teilen auf ber Ausgabeseite. Von ber Sozialdemo- kratie werben roeitgehenbe Forderungen s o zialpolitischer Art gestellt, und im Reicks tage ist immerhin eine Mehrheit oorhanben, bie weitgehenb entgegenkommen will. Außerdem melben die Beamte n weitgehende Ansprüche auf Gehaltserhöhung an. Namentlich die letzteren sind sachlich ohne Zweifel begründet, denn die unteren Leamtenklasfen haben heute schwer zu ringen, wenn sie sich der Teuerung gegenüber behaupten wollen. Wo sotten aber die Mittel hergenommen werden, um solche Forderungen zu befriedigen. Die deutsche Wirtschaft ist heule schon mit Steuern über lastet, und diese Steuern satten zum großen Teile wieder verteuernd auf die Produktion. Es wird also nicht möglich fein, kurzerhand auf der einen Seite die 'Ausgaben zu erhöhen und bann ben (Etat burch eine ebenso einfache Erhöhung ber steuerlichen Einnahmen roieber in bas Gleichgewicht zu bringen. Möglich ist nur eine äußerste Anspannung ber Kräfte auf ber einen Seite, bazu aber eine tragbare Einschränkung auf der anderen Seite. Zur Zeit machen sich diese ganzen Schwierigkeiten innenpolitisch dadurch bemerkbar, daß keine Partei die Verantwortung für die Regierung ber fommenben Zeilen tragen will! Daß wir auf diese Weise aber nicht roeilerkommen, liegt auf der Hand. Allerdings scheint es in Deutschland ge wissermaßen notwendig zu sein, daß zunächst ein großes Chaos yerbeigeführt wird. Wir wollen Höften, daß diesmal die Lösung möglichst schnell kommen möge, denn wir brauchen nichts dringender als eine feste Regierung. Was wir brauchen, ist eine nüchterne Verhandlung unter ben Parteien über das tatsächlich Mögliche in ber inneren Politik." Vom Zentrum äußerte sich Reichsminifter a. D. Johannes Giesberts. „Ob bas neue Jahr Deutschlanb endlich bie cp sehnte Ruhe unb ben Beginn des Aufstiegs bringen wird, hängt namentlich von der Gestaltung unserer innenpoltifchen Verhältnisse ab. Nie haben die deutschen palittschen Parteien größere unb veranlroortungsreichere Ausgaben zu losen gehabt, als es jetzt im kommenden Jahre der Fall sein wird. Ich erwähne dabei nur die Ordnung unserer Wirtschaft und die mit dem Eip tritt Deutschlands in den Völkerbund zusammenhängenden Probleme. Wer bie bisherigen politischen Koalitionen in Deutschlanb unb die darauf basierende Regierungsbildung unter dem Gesichtswinkel des verlorenen Krieges, der Revolution und der dadurch bedingten natürlichen Schwierigkeiten betrachtet, wird vieles entschuldige» können. Nunmehr aber ist die Zeit gekommen, wo sowohl in der inneren Politik als auch im Partei wesen und bei ben Regierungen Stabilität einsetzen muß, soll unser Volk das Vertrauen zum deutschen Volks- staat behalten und das Ausland endlich die Ueber- zeugung gewinne», daß die deutschen politischen Verhältnisse zukunftsreich finb. So kann ich nur ben Wunsch und bie Hoffnung aussprechen, daß im künftigen Jahre roieber Politik auf lange Sicht unb nach feften Grunbfätzen möglich wer ben wirb." Was die Außenpolitik anbetrifft, so ist bie erste Pflicht ber Eintritt in ben Volker- bunb zu dem öcnlbar frühesten Termin. Dazu kommt dann bie Beteiligung an der '21 b r ü ft u n g s- f o n f c r e n 3, zu ber eben die Einladung in Berlin cingetroffen ist, unb ferner bie, Teilnahme an der i vom Völkerbund geplanten W i r t s ch a f t s k o ufere n z, die versuchen soll, einen gewissen Ausgleich zwischen den ökonomischen Interessen der europäischen Staaten zu finden. Dringend ist ber Ab- schluß von Handelsverträgen mit Frankreich, Polen, Spanien usw. mit dem Zweck, die Exportmöglichketten unserer Industrie zu verbessern. Dabei werden sich die Schwierigkeiten heraus- stellen, die aus der Hochschutzzollpolitik erwachsen, und ihnen Rechnung tragenb, werben wir an die Vorbereitung eines Zolltarifs heranzutreten haben, ber im Gegensatz zu dem zur Zeit geltenden provisorischen der Verwirklichung freihändlerischer Grundsätze näherkommt und kurz gesagt der europäischen Zollunion den Weg freimachen hilft. Daß wir außerdem weiter in ber Richtung ber Befreiung ber besetzten Gebiete arbeiten müssen, versteht sich ebenso von selbst wie die Notwendigkeit, an unserem Teile an der Hineinbeziehung Rußlands in das System der dem Frieden und ber Verständigung dienenden Verträge mitzuwirken. Innenpolitisch jeheim mir besonders dringlich die Ratifizierung des Washingtoner Abkommens über die Arbeitszeit und der Erlaß eines entsprechenden deutschen Gesetzes. Ebenso, erforderlich ist ein Gesetz über die Arbeitslosenversicherung und, solange es noch fehlt, eine Erhöhung der Erwerbslofenunterstützung. In dasselbe Kapitel gehört auch bie Verbesserung der Bezüge der Beamten, besonders der unteren Gehaltsklassen. Einer neuen Steuerreform, die auf die Lage der Wirtschaft und auf den Notstand der Arbeitnehmenden sowohl wie des kleinen Mittelstandes Rücksicht nimmt, werden wir nicht entraten können. Der Preisabbau ist mit wirklichem Ernst in Angriff zu nehmen, eine bessere Kontrolle derKarte11e muh Platz greifen, unb es hat alles zu geschehe», um bie im Interesse ber Herabsetzung der Produktionskosten erforderliche Organisation der Industrie zu unterstützen. Unabweisbar ist eine R e - form der Iustiz und Rechtsprechung sowie der allgemeinen Verwaltung *m republikanischen Sinne. Nicht zuletzt auch die Abwehr der unerhörten Ansprüche der ehemaligen Fürstenhäuser. Das wären so einige van den Ausgaben, die sich bem ersten Blick barbieten. Viele anborc werben sich ihnen anfügen. Die neue Regierung wird in ihrem Programm von ihnen reden müssen. Aber zunächst ist es erforderlich, diese neue Regierung zu bilden?' Von der Wirtschastspartei führte Universitätsprofessor Dr. Bredt aus: „Das neue Jahr wird uns vor außerordentlich schwere Fragen stellen, und es fcheim, daß die vollen Auswirkungen des Weltkrieges überhaupt erst jetzt in die Erscheinung treten. In ganz Europa besteht eine Absatzkrise, unb fast jeder Staat leidet darunter, daß feine Produkte nicht tn der notroen- digen Weise nach außen verwertet werden können. In Deutschland wird das Prob'em der Arbeitslosigkeit vermutlich im Mittelpunkte des innenpolitischen Interesses verstehen, und wir dürfen uns nicht verhehlen, daß hier noch vielleicht außergewöhnliche Maßnahmen notwendig sein werden. — Die ganzen heutigen Handelsvertragsverhandlungen zeigen im Grunde nur das eine, daß die ganze Welt zuviel produziert, daß aber bie entsprechenbe Konsumkraft fehlt. Die Verhandlungen mit Frankreich unb mit Polen schweben noch. Gerabe hier aber können noch weitere Komplikationen hinzukommen. In Frankreich und in Polen machen sich die Folgen des Krieges zwar später bemerkbar als in Deutschland, ober darum nicht weniger stark. Deutschland hat seine Inflation hinter sich, und heute kommt alles und jegliches darauf an, daß wir die neue Währung unter allen Umständen halten. Polen hat auch schon seine Inflation hinter sich, aber ber Zloty hält sich auch jetzt roieber nicht, unb bie neue Inflation, scheint in vollem Gange, wenn auch etwas onbers gestaltet. In Frankreich beginnt erst die Inflation. Schreitet aber die Geldentwertung in diesen beiden Landern weiter fort, dann entsteht für Deutschland die ungeheure Gefahr eines internationalen Dumpings. Wenn unsere Industrie neben ben allgemeinen Schwierigkeiten auch noch mit solcher Konkurrenz zu kämpfen hat, wie will sie sich bann auf bem Weltmärkte überhaupt noch behaupten. So sehr wir allo unseren alten Feinden bie Erfahrungen gönnen, die sie uns heißt: wirtschaftlichere Gestaltung ferer Arbeit. Ersparnis, wo es geht, aber andererseits: Steigerung ber Kaufkraft ber Bevölkerung. Der Weg ist steil. Es gibt viele Pessimisten, bie glauben, wir können ihn überhaupt nicht zurücklegen. Wir werben ihn zurücklegen. Dreiünbsechzig Millionen Menschen sterben nicht. Aus bem Gewirr der Ziffern in den Staatshaushalten, in ben Bilanzen, in ben Privathaushalten usw. gibt es fast keinen Ausweg. Das Leben aber findet immer einen Ausweg. Wir werden unsere Last schleppen müßen unb dürfen nicht verzogen, und dann wird der Tag neuen Ausstiegs so sicher kommen, wie der Morgen dem Abend folgt." Von der d e u t j d) n a t i o n a l e n Reichstags- ftaktion äußerte sich der Direktor des Pommerschen Landbundes Johann-Georg von Dewitz: * „Ich sehe es zunächst als eine unabweislichc Aufgabe an, unsere Wirtschaft in Ordnung zu bringen. Man hat für die gegenwärtige Wirtschaftskrise den Namen „Reinigungskrise" gesunden. Wenn aber über dieser „Reinigungskrise" große Massen in Not unb Elend geraten, scheint der Zweck ber Nei- nigungskrise verfehlt, ihr Gewährenlassen gefährlich — sogar für ben Staat. Das Erschwerend unserer Lage ist, daß über Parteien unb aufgeblähtem Regierungsapparat durchgreifend Maßnahmen immer langsam erst Platz greifen! Daher jetzt wieder der Ruf nach der Diktatur, der, und bas sollte zum Nachbenken anregen, immer bann kommt, wenn wir irgenbroelche Krisen burchmachen. Die wichtigste Grundlage, die der E r n ä h r u n g , wird ins Wanten kommen. In der Landwirtschaft sieht es böse aus. Die Landwirtschaft wird immer nur vom parteipolitischen Standpunkt aus angesehen und hat die undankbare Rolle, dem Volk das Brot geben zu sollen unb bafür Prügelknabe eines großen Teils des Volkes zu sein. In unserer politischen unb wirtschaftlichen Lage scheint es mir einsichtiger und klüger, wenn auch ber Jnbustriearbeiter sie als ein Sorgenkind betrachtet, bas er um feiner selbst willen erhalten muß. Wenn über Haß unb Mißgunst der Parteien dann realer Schaden entsteht, ist es bei der langfristigen Wirtschaftsart ber Lanbwirtschaft schwer, Abhilfe zu schaffen. Eine beängstigend große Zahl von großen unb kleinen Betrieben ist illiquibe geworden, sogar Stillegungen von ^Betrieben fanden statt. Hier Hilfe zu bringen, liegt allerdings im dringendsten Interesse des Ver- Gießen an der Jahreswende 1925/26. Rückblick und Ausblick. Der letzte Lag des Jahres 1925 ifl gekommen. She bevorstehende Mitternacht wird den Schluß- strich ziehen unter ein Jahr, das als ein schweres in der Geschichte unseres Bolles fortleben wird. Eine Wirtschaftskrise von ungeheurem Ausmaße brach in diesem Jahre über unser Reich herein, allenthalben war das Ringen um die Existenz in den verflossenen zwölf Monaten sehr hart, die Enttäuschungen wurden für viele immer häufiger und schwerer, und die Zahl der Opfer dieser Krise schwoll ständig an. Für viele Volksgenossen wurde aus dem Jahre des harten Ringens ein Fahr der Rot. Man denke nur an die Landwirtschaft, die noch vor ein paar Fahren guter Verhältnisse sich erfreuen konnte, man betrachte die drückende Lage von Gewerbe, Handel und Fnduftrie, und man versehe sich verständnisvoll in das erschütternde Elend der Erwerbslosen. Düster wie der Regenhimmel dieser letzten Dezembertage, liegt heute vor unserem rückschauenden Biic! auf das große Ganze das Fahr 1925 da, und nur spärlich sind die Lichtpunkte, die wir aus diesem Krisen- jahr mit hinübernehmen in das neue Fahr 1926. Diese ungünstige Ge'amtentwicklung im Reiche fand ihr Spiegelbild natürlich, auch in unserer Stadt, Das wirtschaftliche Leben spürt die vielen drückenden Fesseln gar sehr. Der Fndu- serielle und der Kaufmann, der Handwercker und auch die Konsumenten haben unter der allge-- metnen Kapitalnot schwer zu leiden. Zu der Geldknappheit kommt der schwere Steuerdruck, der trotz mancher Milderungen in der letzten Zeit noch immer eine außerordentlich starke Belastung dar- stellt. Welche tiefgreifenden ungünstigen wirtschaftlichen Folgen diete Mühlsteine am Halse unseres deutschen Wirtschaftskörpers auch in unterer Stadt zeitigen, hat der Verlauf des dies- jährigen Weihnachtsgeschäftes wieder gezeigt. Durchschnittlich ist. wie wir in unserer Weih- nachtsausgabe berichteten, das diesjährige Geschäft m den Weihnachtswochen um 30 bis 40 Prozent hinter dein vorjährigen zurückgeblieben, wobei aber noch zu beachten ist, daß diesmal nur Waren der billigen und mittleren Preislagen begehrt wurden, während di» höher preisenden Gegenstände nicht mehr gekauft werden konnten. Ein weiteres bezeichnendes Merkmal für den Rückgang der heimischen Wirtschaft ist die Tatsache, daß Ende 1924 bei dem hieägen Arbeitsamt 140 Erwerbslose gezählt wurden, während das Amt Ende 1925 deren, rund 300 verzeichnet, lind endlich ist sehr beachtenswert, daß im Fahre 1924 hier drei Konkurse eröffnet wurden, denen am Ende dieses Fahres neun gegenüberftehen. wobei wir ziffernmäßig leider nicht ermitteln tonnten, wieviel kleinere Unternehmungen sang- und ilang- los dahinges'.mten sind. An Hand dieier kurzen Stichproben und auf Grund eigener aufmerksamer Beobachtungen wird jeder gerecht und einsichtig urteilenbe Mitbürger gugeben, daß von dem früheren guten Fundament unserer heimischen Unternehmungen aller Troßen und Branchen große Teile verfallen und infolgedessen auch die Bauwerte selbst in Mitleidenschaft gezogen, ja hier und da sogar in schwerste Rot geraten sind. Die weitere Auswirkung dieses Zustandes hat " natürlich auch die Kreise der Arbeitnehmerschaft aller Grade ersaßt und so schließlich zu dem Rie- devgcmg der allgemeinen Kaufkraft geführt, den heute Produzent und Konsument in gleicher Weise t beklagen. Trotz dieser schweren Rot der Zeit hat die ^kommunalwirtschaftliche Entwicklung unteres Gemeinwesens im abgelaufenen * Fahre eine Anzahl recht erfreulicher Fortschritte gemacht. Daß diese Pluspunkte in der Kommunalbilanz von 1925 nur durch Opfer der Bürgerschaft zu erreichen waren, aber nicht etwa Zeichn von großer Wohlhabenheit der Stadt sind, sei hier besonders hervorgehoben. Gestützt auf diese Grundlage war es der Stadtverwaltung und dem Stadtparlament möglich, dem Ausbau einer Anzahl neuer Straßen im Süd- Viertel der Stadt zuzustimmen, wodurch zunächst wenigstens etwas Bauland erschlossen wurde. Weiter stimmte man in erfreulicher Weise dem Ausbau unserer höhereven Mädchenschule durch die Errichtung einer Studienanstalt zu, in der zunächst die Obersekunda ab Ostern d. Fs. als erster Schritt vorharck>en ist. Zur anerkennenswerten und verständnisvollen Unterstützung des Sports ließ man die vortreffliche Sportplatzanlage auf dem Trieb erstehen, der eine aobere Stadt von her Größe Gießens wohl kaum etwas Gleichwertiges an die Seite stellen farm; ferner unterstützte man bereitwillig den Verein für Bewegungsspiele bei der Schaffung seines schönen Waldsportplahes. Zur Hebung des Verkehrs zwecks Schaffung neuer Erwerbsquellen für die Geschäftswelt förderte die Stadt in richtiger Erkenntnis der Tragweite dieses großen Gedankens freu Bau der Volkshalle; die wirtschaftliche Auswertung dieses Bauwerks ist nun eine Frage der Verlebrswerbung, über die wir weiter unten noch einige Worte sagen. Als ein rühmliches Zeichen bürgerlichen Gemeinsinnes sei in diesem Zusammenhang die Tatsache betont, daß durch fteiwillige Anteilscheinzeichnungen 185 720 Mk. für den 'Bau gezeichnet wurden, wodurch bestätigt wird, was früher schon wiederholt zum Ausdruck tarn, daß dieses Bauwerk ohne die opferbereite Hilfe der Bürgerschaft überhaupt nicht entstanden wäre. Ebenfalls aus guten vertehrspolitischen Gründen verhalf die Stadt dec Luftverkehrs-A.-G. Oberhessen in Gießen durch Betelligung am Aktienkapital mti) durch Gestellung des Flugplatzgeländes zum Erstehen. Den Wünschen der Feuerbestattungs- sreunde wurde durch die Schaffung einer Em- äscherungsanlage auf dem Reuen Friedhof Rechnung getragen. Beachtenswerte Mittel wurden für die Reubefestigung von Straßen zur Verfügung gestellt. 5ür die Anleihegläubiger der Stadt lind im Haushaltsplan über 200 000 OTT. vorsorglich vorgesehen, die bis jetzt zwar noch nicht verausgabt werden tonnten, da neue reichsgesetzliche Vorschriften eine andere Regelung bezwecken, die aber der Verwendung im Sinne der reichsgesetzlichen Vorschriften Vorbehalten bleiben und zum gegebenen Zeitpunkt den Gläubigern zugeleitet werden. Zum Bau von Wohnungen stellten die städtischen Körperschaften selbstverständlich auch in diesem Jahre wieder sehr ansehnliche Mittel bc- reit, die indessen int Jahre 1925 nicht völlig zur Verwendung iainen uni) nun mit ihrem Restbetrag der noch bevorstehenden Arbeit auf diesem Gebiete dienen sollen. Daß hier die andauernde fiirsorgende Tätigkeit der Stadt — obwohl durch diese allein keine befriedigende Lösung der gewaltigen Ausgabe erwartet werden kann — notwendig ist, mögen einige Zahlen zeigen: Ende 1924 bezifferte sich die Gesamtzahl der Wohnungsuchenden auf 2003, unter denen 704 als sehr dringend und dringend oorge- merkt waren, Ende 1925 sind es 2044 Wohnung- suchende. wovon 770 als sehr dringend und dringend gelten. Von den Wohnungsuchenden waren ohne eigene Wohnung Ende 1924: 1005, Ende 1925 : 987, mit Wohnung 998 bzw. 1057,unter 25 Jahren 109 bzw. 92. Im Jahre 1925 gelangten 126 Altwohnungen zur Vergebung, von der Stadt wurden 23 Wohnungen, vom Staat 14 und von privater Seite 38 neu erstellt, diesem Wohnungszuwachs von 75 stehen allerdings 48 baufällige Wohnungen gegenüber, die geräumt werden müssen. Daß die vorwärts- und aufwärtsweisenden Maßnahmen im Rahmen des Haushaltsplanes getroffen wurden und daß die Stadtverwaltung, wenn nicht unangebrachte Anforderungen an fle gestellt werden, ohne Nachtrags- forberung auszukommen hofft, das ist ein in dieser trüben Zeit besonders erfreulicher Punkt. Als sehr bedeutsame Ereignisse in der Gießener Stadtgeschichte von 1925 seien schließlich noch die auf Lebenszeit erfolgte Wiederwahl des Oberbürgermeisters Heller und die auf zwölf Jahre bemessene Wahl des Beigeordneten Dr. Hamm hier erwähnt. Beiden Herren, insbesondere aber dem Ober- bürgermeister, stehen schon aus der heutigen Sichtweite große und verantwortungsschwere Aufgaben zur Lösung bevor. Daß ihnen diese Werke zum Besten der Stadt und damit auch zu ihrer eigenen Freude gelingen mögen, das ist der Wunsch, den wir bei der Wiederwahl des Oberbürgermeisters bzw. Franziska. Roman von Liesbet Dill. 32. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Eines Abends sagte Franziska plötzlich: »Du wolltest doch einmal in dem Heidelberger Institut wissenschaftlich arbeiten bei dem berühmten Doktor, Öen Ramen weih ich nicht mehr." Franziska behielt niemals andere Romen als die der Bühnenkünstler. Haffe wunderte sich über ihr Gedächtnis. „Hast du einen Grund mich sortzuschicken?" fragte er. Er nahm ihren Kopf zwischen ihre Hände. »Sei doch nicht immer so mißtrauisch", sagte sie. „Fch hab' so wenig Zeit für dich, nachher im Sommer will ich mit dir hinausfahren ins Grüne, aufs Land, auf Wiesen, liegen unter Bäumen, Blumen suchen. Aber jetzt fühl' ich mich nur müd' und elend.. „Dann ist es doppelt nötig, daß du mich hast", erwiderte Hasse sehr bestimmt. „Was ist es mit deinem Herzen übrigens, Franziska? Er horchte auf diese unregelmäßigen Schläge und griff noch ihrem Puls „Du scheinst Fieber zu haben." „Ach geh, ich hab' die erste Orchesterprobe gehabt, das hat mich ein bissel aufgeregt“, sagte sie und entzog sich Öen unbequem forschenden Blicken. „Ein Pulver kannst du mir vielleicht geben gegen das Herzllopfen, wenn du so gut sein willst." „Gegen Herzklopfen gibt's keine Rezepte als ein vernünftiges Leben", sagte Hasse. „Du rauchst zu viel und ißt zu wenig, das ist alles. Tu, was ich dir sage, dann hört das Herzklopfen von selber auf.“ Als Haffe auf die Straße hinaustrat, stieß er im halbdunklen Hausflur mit einer Dame zusammen. Er griff an öeu Hut und ließ sie vorangehen, indem er eine Entschuldigung murmelte. Er sah sie nicht an, er dachte cm das, was er dort oben mit Franziska gesprochen. Seine Pulse stürmten: er ging wie ein Rächt- Wandler durch die nebligen Straßen. Die Worte Franziskas hatten Wurzel geschlagen. Gr überlegte, daß es für ihn am besten sei, sich einmal auf kurze Zeit von ihr zu trennen. Zu den nerDöfen Frauen pflegte er zu sagen: es gibt keine Rerven. Allen nervösen Zuständen liegt ein innerliches Leiden zugrunde, danach muß man suchen. Fa, ja, die Herren Aerzte. Was war es denn jetzt bei ihm, das ihm das Herz wie ein Hammer schlug, daß er sich wie von einer Schwäche angewande'c fühlte, daß er diesen weißen Hals, der so voll aus hen Spitzen herauswuchs, mit beiden Händen hätte zusam- menprefsen und erwürgen tönnen. Er liebte sie, liebte sie so wahnsinnig, leit kurzer Zeit erst, feit er sic als Giulietta gesehen, seit er die Künstlerin in ihr erkannt, feit sie ihm zu entgleiten drohte. Mit dem Ausdruck eines Fanatikers dachte er daran, sie unter seinen Willen zu zwingen, ohne ihr wehzutun und ohne sie zu oeränbern oder zu verlieren. Fhre Künstlerschaft drängte sich zwischen ihre Liebe, er empfand es wie einen Schmerz, daß sic Freiheit von ihm forderte, gerade jetzt. Es war, als ob ein dunkler Schatten auf seinen Weg gefallen sei, und er sah diesen Schatten plötzlich vor sich mit seinen grellen, leuchtenden Augen, dem festen Römerprofil, dein bleicher, Gesicht mit dem zurückgeworfenen dunklen Haar. .Und zum erstenmal wuchs ein Verdacht in ihm: „Martert?" Er wußte nicht, daß die Dame im dunkelgrünen Tuchkleid Elisabeth gewesen war, die mit ihm auf der Schwelle des Hauses zusammen- getroffen war. Elisabeth, die eine Schneiderin, die im Rach- barhaus wohnte, suchte, hatte sich im Rebel in der Tür geirrt. Sie blieb stehen und sah ihm nach wie er die Straße hinunterging und in der Dämmerung wie ein Schatten verschwand, den der weißliche Dunst In ftch aufsog. Sie fühlte ihr llopsendes Herz Plötzlich matt und immer stiller werden. - - Cs ist vorbei, dachte sie... Sie las den Ramen ., Franziska Rott" an der Haustüre. Sic starrte diesen Ramen an. Also war es wahr, was man sich zuflüsterte, daß Hasse in ihrem Hause aus und ein ging wie ein... Sie sprach das Wort Liebhaber nicht aus. Es brach wie Haß in ihr aus gegen dieses kleine runde Schild, diesen Ramen, diese Sängerin, die sie von der Bühne her kannte. Es war also wahr. Daß sie so länge sich hatte betrügen lassen... Wenn ihr Vetter Worth ihr hier begegnet wäre, so hätte sie es als selbst - verständlich empfunden, ihn auf solchen Wegen anzutreffen. Aber er, der anerkannte Wissenschaftler, der Chirurg mit der sichersten Hand, von dem ihr Vater mit Hochachtung sprach, an dessen Zukunft sie glaubte wie an einen Stern... bei dec Einführung des neuen Beigeordneten zum Ausdruck gebracht haben und den wir jetzt am Jahreswechsel noch einmal aussvrechen. Dem alten Stadtparlament hat der Oberbürgermeister am 18. Dezember beim Parlamentsschluh den Dank der Bürgerschaft für die geleistete treue und hingebungsvolle Arbeit ausgesprochen. Dieser Dankeskund- gebung kann jeder Mitbürger zustimmen, denn das alte Parlament hat sich in vielerlei Hinsicht um die Entwicklung unseres Gemeinwesens verdient gemacht. Darüber darf man allerdings nicht vergessen, daß jetzt noch Aufgaben wichtiger Art ungelöst vor uns stehen, die im alten Stadtparlament in guter Weise hatte erledigt werden können. Diese Versager werden die Pluspunkte der alten Stadtverordneten etwas verringern. Es ist uns hierbei bewußt, daß nicht das Stadtparlament in einer Sitzung über die Versager entschieden hat, aber innerhalb des Kreises der Stadtverordneten hat man der Entwicklung der Dinge keine andere Wendung gegeben. Hier liegt die Verantwortung. Damit kommen wir nun zu einigen wichtigen Zukunftsaufgaben unferer Kommunalpolitik. Zunächst die Versager! Hier steht im Vordergründe die Straßenbahn- frage Gießen- Wieseck. Wir wissen, daß Wieseck die Verhandlungen abgebrochen hat. nachdem die Sache allzu sehr auf die lange Bant zu kommen schien, es ist uns aber auch gegenwärtig, daß das geplante Werk eigentlich nur durch die unzweckmäßige Art der Behandlung zum Scheitern gekommen ist. Hierbei mag hüben und drüben gefehlt worden sein, fest steht jedoch daß man in Wieseck den Eindruck bekam, in'Gießen fehle der gute Wille zur Verwirklichung des großen Gedankens. Dieser Eindruck fand nach unserer Kenntnis hinsichtlich der Stadtverwaltung in den Tatsachen feine Begründung, aber es wurde, namentlich auch von den Stadtverordneten selbst versäumt, diese irrige Ansicht durch weitsichtige positive Taten zu beseitigen. Run ist die Wie- secker Autolinie, an deren Zustandekommen man in manchen Gießener Kreisen erst nicht glauben wollte, mit zwei großen Wagen im Betrieb. Wer ihre Freauenz beobachtet und das lieft, was unser Wiesecker L Mitarbeiter an anderer Stelle dieser Rümmer über den bisherigen Betrieb des jungen ^Internehmens berichtet, und wer diese Fnanspruchnahme vergleicht mit der Besetzung unserer Straßenbahn aus der Richtung Marl urgerstraße. der wird zugeben müssen, daß die Wiesecker Berechnung des Verkehrsbedürfnisses und der Verkehrsmittel-Frequenz bis jetzt mehr als doppelt zutreffend nxtr. Selbst wenn wir annehmen, die heutige Wiesecker Auto-Frequenz werde sich im Laufe der Zeit um 50 Prozent vermindern — andere gewichtige Erwägungen sprechen aber gegen diese Annahme — Sann wird die seinerzeit für die Straßenbahn- Rechnung angesetzte Frequenz von täglich rund 450 Passagieren aus Wieseck immer noch erheblich übertroffen werden, älnsere früher ausgesprochene ^leberzeugung, die Straßenbahnlinie nach Wieseck werde dem Gießener Straßenbahnbetrieb Vorteil bringen, darüber hinaus aber auch der Stadt weitgehende Entfaltungsmöglichkeiten gestatten, finden wir in den jetzigen praftischen Ergebnissen bestätigt. Trotz der neuen „verpaßten Gelegenheit" sind wir der Ansicht, daß in dem Gießener kommunalpolitischen Aufgabenverzeich- nis das Kapitel Straßenbahnfrage Gießen— Wieseck nicht gestrichen werden darf. Diese Angelegenheit werden wir weiterhin auf- merffam xu verfolgen haben, und sobald wie nur irgend möglich werden wir erneut den Versuch machen müssen, diese wichtige Verkehrsfrage der beiden Gemeinden aus dem jetzigen Zwischen- stadium herauszubringen. Für werbende Anlagen — und das sind doch Derkehrseinrichtun- gen! — wird Wohl auch in Zukunft die Finanzierung in annehmbarer Weise zu ermöglichen fein, wie sie ja Wieseck trotz der scharfen Kapitalknappheit auch jetzt gelungen ist. Wie dann allerdings die Derhandlungsgrundlage sein wird, kann man heute nicht wissen. Eine weitere Aufgabe, die in den beiden letzten Fahren schon Hasse ging auf dunklen Wegen, und auf einem solchen war sie ihm begegnet. Es war zu Ende zwischen ihnen. Sie wußte es nun. ilnb während sie zu dem ersten Stockwerk nach jenen erleuchteten Fenstern aufschaute, hinter deren zugezogenen seidenen Vorhängen rosenrotes Licht schimmerte, krampfte Elisabeth die Hände zusammen, um die Tränen zu unterdrücken, die ihr die Wangen herabliefen. Die andere hatte gesiegt „Wenn wir ein Unheil ahnen, haben wir fast immer recht." Die „Salome" war auf dem Spielplan für den zweiten Pfingstseiertag angekündigt: es sanden schon die ersten Proben mit Orchester statt. Hasse war nach Heidelberg abgereist; er hatte versprochen, zur Auftührung herüberzukommen. Es kam " ihm vor, als ob Franziska seine Abreise als Erleichterung empfand. Am letzten Abend hatten sic noch eine Szene wegen des Schleiertanzes miteinander gehabt, und sie waren unausgesöhnt voneinander gegangen. Er freute sich nicht auf diese Aufführung, von der die ganze Stadt seit Wochen sprach. Er hatte das bestimmte Gefühl, daß für ihn damit eine große Enttäuschung verbunden fei oder Schweres. . Erst als er einige Tage von ihr entfernt war, durch Stunden Eiscnbahnsahrt von ihr getrennt, kehrten seine Gedanken beruhigter zu ihr zurück. Er sah sie jetzt, wie sie war. Von ihren Schmetterlingsflügeln war der Schmelz abgefallen, aus dem jungen Mädchen war das reife Weib erstiegen, ohne ilebergang, plötzlich über Rächt. Fhre Schönheit blühte auf und entfaltete sich jeden Tag mehr, als lebte sie ein zweites, unheimliches Leben, das sie innerlich reifte, als schasste in ihr ein fremder Geist immer neue äußere Formen. Reize unb Anziehungskräfte. Sie war jetzt gefährlich schön, diese neue Franziska mit ihrer fiebernden Arbeitsfreude gleit, ihrem unerschütterlichen Mut zum Geben, dieser Siegerinnenmiene, dem fliegenden Haar, den leuchtenden Augen, unlogisch, echt, naiv und so reif dabei. Dieses wunderliche Gemisch von einem künstlerisch empfindenden und dabei ganz ungebildeten Weib war ihm neu. Fhre Freude am Leben war so ansteckend wie ihr Lachen. — Hasse hatte selbst an dieser Verwandlung gearbeitet; vom ersten Tag an hatte er ihr Vorhaltungen über unedles, unausge- sHr energisch hätte in Angriff genommen werden müssen, ist die umfassende Dauland-Gr- schliehung. Heber deren Dringlichkeit braucht man wohl kein Wort weiter zu verlieren. Dasselbe gilt für die Reuherrichtung eines großen Teiles unserer Straßen, die heute vielfach in einem Zustande sind, der nachgerade unerträglich ist. Auch mit den Fragen einer großzügigen Verkehrswerbung hätte man sich nach unserer Ansicht im alten Stadtparlament bereits gründlich befassen müssen. Diese Tätigkeit ist sehr notwendig im Interesse der Volkshalle. Der Volks- Hallebau wird unseren Stadthaushalt belasten, wenn wenig oder gar nichts geschieht in der Werbung zu seiner häufigen Benutzung, er wird aber sicherlich keine Last werden, wenn es durch energische Werbearbeit gelingt, alljährlich öfter große Veranstaltungen aus dem Reiche hierherzubringen. Lediglich mit Lokalveranstaltungen, die nur für Gießen und die umliegenden Landkreise Fnterefse haben, kann der große Zweck nicht erreicht werden! Für den Vercehrsvercin allein ist diese Aufgabe der Derlehrswerbung viel zu groß; hier bedarf es toeitgreifenberer Mittel. Eine Angelegenheit, öie*‘ge$entoärtig noch in der Schwebe ist, betrifft die Auto- Omnibusverbindung mit Krofdorf. Fellingshausen, Crumbach. Hoftentlich gelingt es hier, wenn auch vielleicht noch keine Straßenbahn so doch zunächst wenigstens eine Autolinie zu schaffen. Daß die Wohnungsbaufrage der werteren tatkräftigen Arbeit der Stadt bedarf, steht siir jeden verantwortungsbewußten Kommunalpolitiker außer Frage, wenn auch, wie oben schon gesagt, sicher ist, daß nicht alles Heil von der Stadt allein kommen kann. Dem neuen Stadt- bebauungsplan darf man wohl bald entgegen- sehen. Fn weiterer Ferne tauchen bann noch die Gaswertfrage, die Rutzbarmachung der Lahnwasserkraft, Eingemeindungsfragen in Verbindung mit weiteren verkehrspolitischen Projekten usw. auf. Das Jahr 1925 hat unserer Stadt trotz her Rot der Zeit recht willkommene Neueinrichtungen gebracht. Die Stadtverwaltung und das alte Stadt- parlament sind bei diesen Fort chritten in anerken nenswerter Weise Führer gewe en, die Bürgerschaft hat die Opfer in gutem Bürgersinn auf sich genommen. Des Erreichten wollen wr uns freuen! Den noch ungelösten Aufgaben der Stadt wird sich nun das neue Stadtparlament mit Kraft und Weitblick in Gemeinschaft mit der Verwaltuna widmen müf- fen. Auch hier wird die Bürgerschaft auf dem Wege nach vorwätts sicherlich gerne folgen. Geben wir nun dem neuen Jahr und der neuen Arbeit mit Hoffnung und dem ernsten Willen znm Gelingen unserer Anstrengungen entgegen. « Ein Nettjahrsbrief vom ttallche. Liewer guder ZcitrrugsonkeN Lang is es her, daß ich Dr net mehr ger schriewe hob. Kaa Wunner, wann mr aus der Schul eraus is unn for de Lehrer nix meffr ze lerne braaidjö unn daderfür der Emst deS Lebens am eim eran geörete is. Alleweil besuch ich not noch die Fcvchwerkvortbildungsschul for Schusterlehrling undere Stufe netotg dem väuchlings- haäm. Der Herr Lehrer hat gleich zu met ge» scvgd, wann ich schpäter emal „Stiefel" net richdig unn groß in de Rechnung« schveiwe duhn däht — duS Wort hab ich iwwern erste Sonntag fuffzig Mal groß schreiwe müsse —, denn er hat gesagt, warm ich diese- erste Hauptwort der deutschen Schbvache net richdig schreiwe duhn dähd, damn vLhd ich mei 6?ame allerhöchstdens ü-rtewe im Dveußische bestehe, atotoer niemals net in aner üniverfidüdSschbadt, wo uff höhere Düldung geguckt werb. Fn der letzt Fortbildungsschulstund hawwe mer dann uns aach iwwer höhere Dinge unter- hale. Zunächst hawwe mir, um de älnnerrichs- schdosf uff e hehere Stufe ze hebe, daß ®e’ schichdliche nutzerer Schusterkunst von höherer Warte aus beschbroche. Von de Wilde, die wo fa Schuster unn ka' Stiefel noch net hawwe. Von oene dann aach di Redensart schdammd, $ieb mer emol en Dorn aus dem Fuß. Kir^ich is aanet bei meim Meister gewest unn hat die* selb Redensart gebraucht, met Meister atotoer hat gesagt, der Dorn wär' em ze groß unn hat — aach in sein lehre Sack gegriffe! Wie der glichenes Spiel gemacht, er verachtete die Sänger, die nicht einmal den Fnhalt des Stückes kennen, in dem fie' auf treten! Auch Franziska hatte das in den ersten Fahren fertig gebracht. Sie las nichts, wollte keinen Bach hören, weigerte sich, zu den Vorttägen über Kunstgeschichte zu gehen. Aber er bewies ihr, daß alles, was er ihr vorschlug, sie anspornen sollte, etwas Besseres zu lernen, zu sein und zu geben. llnd nun, da er es erreichte, baß sie lernte, machte er ihr ihren Ehrgeiz zum Vorwurf. Der Künstlerin nicht, aber feiner künftigen Frau And er begann darüber zu grübeln, ob er recht tat, sie m feine Welt heruberzunehmen. Die Rübe, die er sich von seiner neuen Tätigkeit versprochen, von der körperlichen Entfernung von ihr, wollte nicht über ihn kommen. Fmmer fah er sie vor sich, aus der Chaiselongue, abgespannt, mit geschlossenen Augen, und er sah die Tränen von ihren Wimpern rinnen. So herunter waren ihre Rerven, daß sie weinte ohne Grund. Oder hatte sie irgendeinen vor ihm verheimlichten Kummer? Gab es eine Regung ihrer Seele, die er nicht kannte? Aber wer kannte sie denn, die Frauen? Franziska gab sich offen, sie war so unkompliziert, fo einfach, ganz Weib, an ihr war ihm alles bekannt und verständlich. Er mußte sie besitzen, aber nicht in diesem ewigen Kampf um ihren Besitz! Ein Versuch beschäftigte ihn. der, wenn es ihm gelang, ihn zu klären, ihn mit einem Schlag zu einem in der wissenschaftlichen Welt bekannten und verdienten Mann machen tonnte, Unb mm erkaufend Mack?", Hot des Dvnariusse Schorfch «rufe? Di soll doch bloß uns Schusder schadde, dah di Schdiwwel in Gäiße länger hahle solle. Soll die viellrichd aach Der Ameriganer bleche? Unn .mßer schdädtische Schdraßekehrbeamte ferseht er in c’ höcher ®e- haltsklasfe, wie sich deß geheerd for Leut, die aach in Gäiße wos f cha l f e unn die kenne dann aach alsemol c Reif mache hin inx her. uxm .mehr sage kmhn darf ich net — unn bann könnt mer ja for die neu’ Glosflfizierrnxg der Gehälter sorrje vom Kehrbearnde an uffwärtS — ber kla' Philibbi Hot nix bergege — umx wann’S nachend- her net „lcnrge" dxchn dähd. boxen dähde mer die Schdeuern aus ber Schdadka») b«ahln unn bräuchde die ameriganifche Beröx:mber iwwer- hcrupt net mehr umx so. Da Hot uff emol der Herr Lehrer uff hochdeutsch geruffe: »Der Teufel halte bei solch' Ose- zeug von Schusterlehrllrrgen Fachunterricht. fei* Bader bte Schusters Rappe for ni? äfDtmtert sonnetn uff Wechsel reit —, die gefilterte Lackschuh mit Franse. Wer die beträte duhd. macht e gut Pardi»! Prost Rex^vhr! Del Kallch«. Eine interessante Betriebsstatistik der wiesecker Autolinie. •L Wxc notwendig die endllche Schafsmxg eines Berkehrsmittels zwischen Dießen und seiner größten Borortge- meinde Wiefed war, ist für jeden aufmerk' famen Beobachter der Wiesecker Autobuslinie klar erftchtlich. Wer die ixmner stark besetzten, zxrm Teil sogar überfüllten Wagen dieses Unternehmen* steht, für den ist ohne weiteres klar, daß hier ein dringendes Bedürfnis oorlag, dem exxdlich abgehvlsen werden mußte. Die Abstellung dieser Berkehrsnot erforderte nur ein wenig Weitblick und vor allen Dingen den Willen, auch tatsächlich etwcxS zu schaffen, und die Angelegenheit nicht bei wohlwollenden Worten und schönen Gesten auf sich beruhen zu lassen. Daß der nunmehr zum Gnde seiner Amtszeit gelangte Wieseder ©emeixtberat diese Angelegexxheit in ber herzhaftesten Weise anfaßte uxxb durchführte. hat ihm xstcht nur bie Achtung uxtb den Dank der Wieseder Anwohnerschaft, sondern weit darüber hinaus weiter wxxrunalpolltisch tnterefflerter Kreise gesichert. Axxch in Wiefed gab es Stimmen, die dem neu zu schaffenden Unternehmen mit größtem Pessimismus gegenüberftanben xmb die nichts unversucht Heben, um eS nicht zur Wirklichkeit werden zu lassen. All diese Stimmen sind verstummt — zum größten Teil schon seit dem Tage, an d4m die Wagen ihren Dienst aufnahmen. All diese Kreise gehören jetzt zu den eifrigsten Befürwortern des weiteren Ausbaues des UateruehmeuS. Wie weit der Personenverkehr auf der Strecke zwischen Wiefed uxtb Gießen durch die beiden Autoomnibusse ersaht wird, zeigt am besten fol- gende Zusammenstellung: Am 13. Dezember wurden die Wagen in Betrieb genommen, bis zum 29. Dezember, also in 17 Tagen, wurden befördert: Boxx Wiefed nach dem Bahnhof oder umgekehrt vom Bahnhof nach Wiefed 5100 Fahrgäste auf Ginzelfabrscheine. 3600 auf Wochenkarten, 2400 auf Fahrscheinhefte, von Wie- sed his Walltor. ober Ecke Wieseder Weg-Marburger Straße bis Bahnhof ober umgekehrt 6300 auf Gixxzelfahrscheine, 2400 auf Wochenkarten. 2400 auf Fahrscheinhefte. Innerhalb des Ortes gütige Fahrscheine wurden 1100 gelöst, während 2100 Fahrscheine vonx Walltor bis Bahnhof ixx der frag- stchen Z«i uxngefefct wurden Se ergib' -) hieraus bk für bas Unternehmen crfvc'ftf ’ Tatsache, baß insgesamt 16 400 Personen le IT Ingen befördert warben b h. also: Die beiden AurvS wurden täglich von 1 500 Personen in Anspruch genommen. AngestchtS dieser Zahle.- lüssen edle Zweifel an ber wirtschaftliweix Durchfixhrulxg i"» unter großen Mühen und nach Uebexwixxd.-.ng vieler unb schwerer Hindernisse geschaffenen Ber- kehrSnrtttels schweigen, auch dxe. die das Moment de» Aenartiaen xmb der Oieugierbc u stark in Rechnung stellen. Hierbei wird nämlich vergefsexr. daß in den Morgen- und Abendstunden wo sich ber Verkehr besonders schwierig gestaltet, heute noch nicht allen Bebürsickssen Rechnung getragen werden kann, unb daß ein coeniuell abf lauen Der Betrieb bann sofort durch die Personen, die seither nicht iixitgcnommen werden konxxten, wcttge- -.nacht wird. Zn bedenken rst weiter, daß wir uns In einer Zeit benfbar schlechtester Geschäftslage befinden und daß sich mit a u f- lebender Konjunktur natumottoenbiger- Welse auch die Ixxanspruchnahme des Desörde- rxmgSxxxtttelS stärker belebt. Rundfunk-Programm. Freitag, 1. Januar 8,30 bis 9,30 Ut>r Blorgenfeia. 12 bxs 1 Uhr Mitiagvftärrbchen des AauSorchefterS: Altitalienische Musik. 3,30 bis 4 Uhr Die Stunde ber 3ugert0. 5 bis 6 Uhr: Koixzexst des Arbeiter- Zithervereins. 6 bis 6,30 Uhr: Die Lesestuirde. 6,30 bis 6.50 Uh- Dücherstunde. 6,50 bis 7 ilfri: Der Briefkasten. 7 bis 7,55 Uhr Märchen für Große. 8,05 biS 8.30 Uhr: Stunde des Frankfurter Buxches für Volks bildxmg. „Haben die Stern« Einfluß auf das mexxschUche Schicksal?", Bvrtrag von Profess»r Sittig. 8,30 bis 9,30 Uhr Rercjahrs-Konzert U 30 bis 10,30 Uhr: Wicdei'- holung auf vielfachen Wunsch. ..Heilige Rächt". Sine Weihnachtstegenbe in oberbayrischer Qltxmb- art von Ludwig Thoma. Samstag, 2. Januar. 3,30 bis 4 Uhr: Die Stunde ncr Fugend. . Axxs dem deutschen Liederkranz" । Liedefovr- träge Frankfurter Schulen): Kirchnerschule. Ebor- kitcr. Berthold Gasche. 1. xmb 2. Mädchen- klasse. 4.30 bis 6 Uhr: Rachmittagskonzert d«S Haxisorchesters: Oubertüreix voxx Zoharm Strauß. 6 Uhr Uebertragung axxs dem Fraixklurter OpernhauS: „Siegfri-ed". Musikdrama in Drei Aufzügen von Richard Wagner. Anschließend: Uebertragung aus Berlin: Tanzmusik ber 'Berliner Funkkapelle. Derfobte Forchheim fOberftanfcen) fitriebberg ddebiwfl flaiferfh?. 116 Rmchch» 1926 fyHebDerg n. ViMngen sKr. Gießen) N«xßche «6 Verlobte IhrVorteil! Gieß«, Weßkrr ?leujahr 1926 9$ SeStersweg 50 Statt Karten! I Darrdringen, Rensahr 1926 der 010298 Gr.-Umstadt (Stärkend.) Mxxschenheim (Oberh.) Silvester 1925 r 13153Q iiachm. 4 Uhr abends 8 Uhr Statt Karten! Gießen Tüchtiger, branchekundiger, nicht zu junger & 1 r Gießen (Roonstr. 8), den 30. Dezember 1925 iJI64D 1 Dr. med. Alfred Kallenbach und Frau Ruth geb. Siedel r r r r r Kitty Greb Fränzel Reitze tale SmWeier AbscMedsabend I Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen zeigen in dankbarer Freude an —Brohsu^Vufack Lauterbach (Oberhessen) Mastort (z.Zt. Chicago) 31. Dezember 1925 Große Versteigerung Samstag, 2. Januar 1926, ab 2 Uhr nachm., versteigere ich in Leihgestern, Bahnhvsstraße 15, infolge Wegzugs den gesamten Haushalt: 122630 2 Kleiderschränke /gut erhalten), zwei Kommoden (poliert), 1 Sisschrank, ein Sofa, 1 Salontisch (poliert), 1 Aacht- fchränkchen, 1 Büchergestell, 1 Aäh- mafchixxe, 1 Kücheneinrichtung (weiß lackiert), i Kücheneinrichtxmg (gelb, neu- zeillich), 1 Klapptisch(rund),1 Tisch, einen Serviertisch, 1 Bettstelle (Elche) mit Sprungrahmen, 2 Bettstellen, 1 Schifs- mannsöfchen mit Rohr, 2 Backtröge, 1 eisernen Schubkarren, Partie Honig- und Milchtöpfe, 1 KesseldeckeKZxnDlech), 2 Korbflaschen (je 25 Liter). 1 Partie Wirtschaftsgläser usw., verschied. Haus- haltsgegenstände: ferner Samstag, 2 Januar 1926, borm. 10 Uhr, versteigere ich im Hofe des Gasthauses z.Löwen, Gießen, Reuenweg 28: 1 Federpritschenwagen, i Lastauto (4 t, Marke Opel, 40 P.S.), einwaxxdsrei. Ludwig Hartmetz, Auktionator, Gießen Reuenweg 28, Telephon 1414. Elli Krug Hans Miller, Kaufmann Verlobte Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Bretel Adame Karl Niedermayer Erna Günther Dr. Hermann Roth Landwirtschafts-Assessor Verlobte Die Verlobung ihrer Kinder Maria und Wilhelm zeigen an Stabtbaumeifter Köhler und Frau Pfarrer Wilhelm Köhler Sophie Dort Wilhelm Schäfer Verlobte Ihre Verlobung geben bekannt Liefe! Gähtgens Dr. phil. Heinz Barth Hess. Landwirtschaftrreferendar ftted-Wilhelm, VoerttngSsteve«, . Wtetche. ■ Mr yerdfeueruug unb Hstllöfen von den Rechen Centrum, Mnrga reihe Qcöpel, Diergardt, Prinz- Regent verbrenne« saft ge- rnch-nnd rauchfrei «. diuterlaffen nur wenig Rückstände. Erhältlich in allen arökere« Noblen- handlungeu. IIH8A Wtm- Bfitetfs, heizkrästifltte, sparsamste.billiaste Feuerung tn FÄllöfen von beu Zechen ®blet, Alstaden, Earl Svnke, Gott- Für die uns in so reichem Matze dargebrachlen Glückwünsche und Geschenke zur Vermählung danken wir herzlichst Philipp Naumann und Frau Lina geb. Vogt Lich, Dezember 1925 Maria Köhler Wilhelm Köhler ctmd. theol. Lustlos Rheinländer Ab Januar die beliebten Hoetr jen starker Wind stellte sich ein, dunkel, mweige schüttelte. Ein Gewitter der die h. Die Finsternis wuchs, der schien irurm, und im Au verschlang das Wind wnze Burg. Rur die zwei mächti- Slntoettc runde und der fünfeckige, hoben gen Tüeuchten drohend vom Himmel ob. sich im ächzte und knarrte kläglich unter Die äöhen. Zu Tode erschrocken (gewiß, den krben, aber doch nicht gerade vom er tqen werden) sprang Abraham auf, Blitz! schützendes Dach zu flüchten. Aber um hn fest? Was hotte ihn am Rockwacht und zog chn mit unwiderstehlicher zipck? Die Zweige der Linde hatten ihn Kttatlen gepackt, der ganze Daum, wie w Sturm gerüttelt, geschüttelt, gedreht e arf sich auf das wehrlose Männchen, vngen. 3m Au war es von geschmeidi- eln umschlungen, geknebelt und hochge- wie ein Bündel Lumpen. Die Lindenzogen, die Efeuranken schoben, und eins, innerten. Otto und Liesel Tand aus Nürnberg öu sein. 3hre erste Frage war, wie es dem Vater ginge, und als sie vernahmen, er sei aus dem Gefängnis entlassen worden und erwarte ile voller Angeduld, kannte ihre Freude keine Grenzen. Sie zweifelten keinen Augenblick an der frohen Botschaft, waren es doch Eusrasia Zerlina und Sinsorosa, die dvei guten Feen' die sie so überbrachten, wie sie sie von der Schwalbe vernommen hatten. Der Olbschied vom Feenland, von Morgana und chrem glänzenden Hofstaat fiel ihnen freilich Tage erst waren sie hier, aber diese hatten genügt, um mit allem Volk gut «zreund zu werden; denn in Wirklichkeit war es eine unendlich lange Zeit gewesen, weil im Feenland die Tage nicht nach Stunden gezählt werden, sondern nach Vergnügungen, und der Vergnügungen so viele sind, daß man sie nicht zählen tann. Die Zauberer und Hexenmeister, die guten Geister und Kobolde bemühten sich um die Wette, wrmer neue Spiele zu erfinden. Die kleinen Feen i^rrhäuften sie mit Geschenken, die Zwerge rmd Wichtel ergingen sich in tausend Späßen. waren so komische Zwerge darunter, daß man stch den Bauch halten mußte vor Lachen, wenn sie anfmgen, und ihr Vorrat an Hanswurstereien uno tollen Ein fällen war unerschöpflich. Es gab Erdmannchen, die waren nicht gichßer wie Maikäfer und konnten brummen wie gereizte Bären. Es gab Baumweiberchen, die waren noch kleiner und formten stolz tun wie Hofdamen. Es gab Mohnlänzerinnen, das waren die allerwinzigsten und die allerfeinsten. So eine Klattchmohnblüte war für sie schon ein Ballsaal. Besonders Liesel hatte diese graziösen Dlumenelsen in ihr Her, geschlossen und eines Tages ein besonders niedliches Zwillingspärchen aus dem roten Batlsaal m,t nach Hause genommen. Sie hießen Om» bretta und Ombricina, aber Otto meinte, bas seien ja viel zu lange Namen für solche Aichtse, und taufte sie Lu und 2t. Liesel setzte sie in ihre runden Ohrringe. Lu in den linken, Li in den rechten, wie auf eine Schaukel, und sie waren so leicht, daß Liesel es gar nicht merkte, wenn sie, das hatten sie bald heraus, zu schaukeln anfin-en. (Forts, folgt.) ! Leinderats si^wir l0en ic l-ider auch bereits oct einigen großen. Bränden Proben ihrer 'Väliiir. ke" ablegen mutzte. Auch dcL üSanfiÄ? rfk?eß der Gemcinderat nicht sp^ rat ?n m PÄÄen- ©SneBE. fen bpr anrnhn^x1 ber.cJfte ini Dolksstaat Hes- len. Der anläßlich der widerrechtlichen V SS KnfSmJSi blc[e™ Zweck einberufenen Sitzung hnd raC^tra! “n.« m einer Kundgebung, die an DesamtNilNisterium Wei ter geleit 2? wurde P"test gegen ökesen QkÄ j‘üX SSJSSS38 Ä ?-r Mutigen Tu^LVe.' I „ ^r ^uzcigers nachzulcsen. Widmet auch der äo“afanmfnnmrat VF fauf hin Lin du Losien, datz es sich nach Ab- | einigen wahren zum Segen der Ge- metnoe auswirkt. Lind dann hat sich her rsv DüL^t- der am 31. Januar 1^ von der Bühne abtrat, cm bleibendes Verdienst ectoor- A n s n n - " erledigt gebliebenen Durchführung b^Ä^tÄ ft n'Z' -u einer titfng ÄSfa roocoen ist. — Als auffällige Erfcheinuna die eigenartigen Charakter hat darf zum Eand bezeichnet werden, daß der w.e d e s OlbschiedFivort vor afiem an die niHt wiederkehrenden Mitglieder, nach Hause gehen mußte. Wenn auch kein Mitglied des Gemeinderats die oft recht mühevolle und aufreibende QL> beit um des öffentlichen Dankes willen geleistet hat, so war es doch seither ein schöner Zug. unter all das Trennende, das bei einem leb- Vasten Gedankenaustausch in Erscheinung tritt bet einem derartigen Abschluß einen Strich zu ziehen. Datz diesmal hiervon zum ersten Male Abstand genommen wurde, ist bedauerlich, hof- fentlich aber nicht geeignet, in die zukünftigen Verhandlungen eine Schärfe zu tragen. ,. ,/*' i c f e d, 29. Dez. Weihnachten erhielt dieses 3ahr in einigen M u l f l a f f e n tote denen der Lehrerinnen F r a nk und L e h e r- Sups und des Lehrers 3u n g, einen frohen Auftakts in K 1 n d e r a u f f ü h r u n g e n in den weihnachtlich geschmückten Klassensälen, die auch von den zahlreich versammelten Eltern sehr dankbar aufgerommen wurden. Eine weihnachtTlch ge- Konfirmanden st un de war der Dckdbetrachtung „Weihnachten in der Kunst" ge- widmet, wobei Bilder von Dürer, Cranach Rem- Ium Jahreswechsel. Bon Oberbürgermeister Dr. 3 a r r e s, Duisburg. Das erste Viertel des 20. 3ahrhunderts geht zu Ende. Als die Silvesterglocken am 31. Dezember 1900 das neue Säkulum einläuteten, sah das deutsche Volk mit stolzer Zuversicht in die Zukunft. 3n starker, furchtgebietender Rüstung stand das Reich als stärkste Waffen- macht der Erde dal Don seinem unbedingten Friedenswillen hatte es viele Beweise, zuletzt noch während des englischen Burenkrieges gegeben. Die berechtigte Sorge ernster Dater- landsfreunde, daß die unzulängliche Außenpolitik der nachbismarckschen Zeit Deutschland über kurz oder lang infolge seiner wirtschaftlichen Krastent.ältung trotz dieses Friedenswillens in furchtbare Konflikte bringen könnte, blieb leider allzu unbeachtet und vereinzelt. fNach der Krise der vergangenen 3ahre schien die deutsche Wirtschaft auf unaufhaltsamem Wege nach oben. Materiell ging es gut; und so schien die Zukunft gesichert. Die Festigkeit des Reiches galt als^ unerschütterlich. Kaum besonders beachtet und mit einer Leichttgkeit, welche dem Rechtssinn des Volles, wie der Tüchtigkeit seines Richterstandes in gleicher Weise Ehre machte, hatte sich soeben die Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches mit seinen einschneidenden Rechtsveränderungen vollzogen, und damit ein neues, einigendes Band um das Dolksganze gezogen. Die folgenden 3ahre gaben der Zuversicht an der 3ahrhundertwendc Recht. Die kleine Wirtschaftskrisis am Anfang des 3ahrhunderts wurde spielend überwunden, und es entfaltete sich nun die ökonomische Kraft des Reiches in beispielloser Weise. Rur, daß davon viel zu viel geredet und Aufhebens gemacht wurde. Für den tiefer in die Dinge Blickenden mußte die starke militaristische Einstellung des Ganzen und die Unbekümmertheit, mit welcher das Volk im allgemeinen die weltpolitische 3solierung Deutschlands verkannte, schwere Sorge bleiben. Und doch gab die große Welttatastrophe des Krieges der Welt zunächst ein Bild deutschen Seelenschwunges, wie sie es auch von diesem gefürchteten und deshalb gehaßten Volke nicht erwartet hatte. Olber es reichte nicht aus und ließ nach deuttcher Unart zu früh nach. Es bleibt meine Lieberzeugung, daß trotz aller Unzulänglichkeiten, namentlich in unserer politischen Führung, das große Ringen dem deutschen Volke hätte gewonnen werden können, wenn auch nur ein kleiner Bruchteil allgemeiner Mehr- anftrengung geleistet worden wäre, und wenn das Volk in dem Bewußtsein, daß es sich um Alles und das Letzte handle, nicht wankend gemacht worden wäre. Zu spät brachten die furchtbaren Folgen des Niederbruches und das Erwachen aus den 3llusionen der Staatsumwälzung das deuttche Volk zur Erkenntnis. Erst das 3ahr 1925 zeigte mit seinen grausam sprechenden Zahlen die ganze Trostlosigkeit der wirtschaftlichen Lage eines geschlagenen und gefesselten Volkes. Sieben 3ahre sind notwendig gewesen, um der Welt und auch der Masse des deuttchen Volkes selbst diese furchtbare Klarheit zu geben. So bitter diese Erkenntnis ist, es ist gut, daß sie endlich klar zutage liegt. Daraus dürfen wir die Hoffnung fchöpfen, daß es dem deuttchen Volke, das an Tüchtigkeit, Kernigkeit und Rührigkeit auch heute noch seinesgleichen in der Welt sucht, gelingt. der Dinge Herr zu werden. Sehr mit Recht hat Dr. Georg Solmßen in seinem beachtenswerten Vortrag „Finanzwirtschaft gegen Parteiwirtschaft" kürzlich einleitend darauf hingewiesen, daß das in diesen Tagen so stark hervortretende Drängen nach einer Neuordnung der Beziehungen unter den Kulturvölkern. nichts anderes sei, als die Erkenntnis der unabwendbaren Notwendigkeit, einen Aus- oeg aus dem wirttchaftlichen Wirrsal zu finden, n das die Uebersteigerung des Machtprinzips die Menschheit gestürzt habe. Auch als rechtsstehender Politiker kann ich in der außenpolitischen Entwicklung der bei de n letzten 3ahre nur einen erfreulichen Fortschritt zum Desten der deutschen Sache sehen. Die Festigkeit der deutschen Währung und die harte Zurechtrückung Heim, heim. 3m Feenland ist's wunderschön, zu Hause aber schöner, damit wäre alles in bester Ordnung, und die Geschichte könnte zu Ende fein, wenn — QHana nicht so große Füße gehabt hätte. Die Nachricht, daß Abraham Schloß seine Schutt» dem Bürgermeister eingestanden habe und der Puppenpeter auf freien Fuß gesetzt worden £1 traf gegen Ende April im Feenland ein. P^martel hatte die schnellste aller Schwalben mit der Botschaft betraut und ließ hinzufügen, »Of /OUe sich zur Heimreise rüsten. Otto und Liesel die an diesem Abend todmüde ins Bett gesunken waren weil sie den ganzen Tag über Verstecken und Dlindekuh und Schneider-lech-die- Scher gespielt hatten, empfingen nachts den zweiten Besuch von Titania, der Waldfee Diesmal trug sie nicht das Fläschlein mit dem Krautertrank bei sich, der vergessen macht, sonoern das Erinnerungswasser, das mit Hilfe von. Mispelzweigen hergestellt wird und das Gedächtnis zurückbringt. Kaum hatte sie damit die Lippen der schla' .'den Kinder betupft, als feit des deutschen Schuldners glaubten oder zu glauben vorgaben. Der Machtrausch unter den Siegern macht offenbar allmählich auf Grund eigener bitterer Erfahrungen der wirtschaftlichen Vernunft Platz. Dr. Solmßen sagt mit Recht, daß man allmählich erkenne, wie Macht allein seiner Seele wascheri. Mil dem Tode habe er alles gesühnt, dachte Abraham und trat mit dem festen Entschluß, sich wie ein Stein in die Tiefe fallen zu lassen, in das Drunnenhaus. Aber der Todeshauch, der ihm aus dem Abgrund entgegenströmte, war so eisig, daß er zurückschauderte. Draußen war's Frühling und die Lust so lind und weich, der ... .......... Flaum im Schwalbennest konnte nicht wärmer rei saß Olbraham Schloß, von dem merf» sein: der Flieder blühte und würziger Geruch,en Olufzug in die Höhe befördert, rittlings strömte auv der Erde. Nur einmal noch dieseer Aestegabel und verhältnismäßig nicht Herrlichkeit atmen, nur einen Zug noch mit volleruem. Noch ehe er zur Besinnung kam, Lungen bevor es ins nasse Grab ging! 3mmeiete sich das zweite und größere Linden- bereit, zu sterben, verließ Abraham den trauriger: die kahlen Zweige belaubten sich. Da, Ort, um noch ein wenig auf und ab zu gehck Blatt auf Blatt hervor, sie wuchsen, ent» Wenn er der schonen Welt Lebewohl sagte, ind da, schneller, als man es erzählen kann, er sie noch ein letztes Mal betrachtete, verlach Blatt auf Blatt hervor, sie wuchsen, enter nicht mehr als der arme Sünder, dem tteten sich, bideten ein dichtes, grünes Dach, der letzte Wunsch gewährt wird. Er gerisd Abraham sah sich eingesvonnen wie eine in den inneren Burghof und ließ sich, jreibenraufe. bereit, zu sterben, auf die Steinbank zu Er empfand weder Todesangst mehr noch Füßen einer Linde nieder. Lebensüberdruß. Er hatte nur das behagliche Es war eine uralte Linde, die im 3cfüfjL nichts mehr denken zu müssen. Das war der 3ahrhunderte Stück für Stück chres sc schön von der Linde. Es war noch schöner, spendenden Laubdaches verloren hatte. C I rf au »«fen. SmSaSre t>or- lüft verurteilt. Erwürbe sofort verhaftet Der Vorankck^ kWn sich im Rahmen bed Staotsantnnlt bean.rn^ ' " kberhessen. WrKstMF »3 pn-krcjs G.ctzc... Sage“-Echd'° U IpÄt L°Ll Jeter aiuftrtteltBIrfluns bet Gemeinde, e« tX L ohne den Ausgen m QIngnff genommen und durcb- .Möglichkeit zum Lustigsein au geführt, ^mitunter über den Üblichen Rahmm Sn i[t -us'der TStNdL Tät-eit emc^ Gemeindeparlaments hinaus! v?n die Nutzbarmachung Swgen.ch "h durchweg zum Ruhen der Ge- Das ’ü'88" Oedland erwähnens- memde^r ihrer Glieder auswirkten. Der erste ^-^onnene Gelände wurde in Var- wichtieDcschlutz betraf den Dcitril? zur an 600 Quadratmeter geteilt u^d Dau.-tte Dietzen, einem gcmcinnühiacn Interessenten verpachtet. Die fein Land Da ul ^b. Die Angelegenheit wirbelte seiner I € ^^virtschaftung hatten Als sübl- UÄ ®“?Ä^U‘ÄSrV± 5 V1 l?9S weh rS™pfu&C I Mithtlfe des 01^.0?^ zweifellos der weiteren mit9'lOOC®WrC'(toUr^ nai>%b” S'°b!li- G ^.0 Prozent aufgewertet. Ein be- bJ? r Gebiet in unserer Gemeinde 5..}^ s^ohnungswesen. Dieser Rot ist _____________, _________ - . , b-s°L-re Ausü nicht mehr imstande sei. die Wirtschastsgesehe gewidmet worden. Nachdem die drei zu bändigen, die sich aus der Aaturnotwcndlg-^ ,n r»er Philosophenstrahe mit ihren feit des Zusammenlebens der Völker für die^ ^^nungeni uni> Der Ambau des Kling por" sie miteinander verbindenden Dcziehungen ev ^vvr»gebaudes mit seinen 8 Wohnungen geben. So bin ich der Auffassung, daß die br. aAzn.^2r?rn’ &ie Fertigstellung Der von Stresemann und Luther verantwortete Auße ^„.,<._f^genossen,chaft begonnenen zwei großen bolitit sich auf eine/ natürlich gegebenen I ®Äen16?“ " ansschljehlich mit flteSü Deutschland vorteilhaften Linie bewegt. R U^rt‘ ®tn Privathaus, vor weni- den Erfahrungen, die wir gemacht Haden, ' fU Ohren erbaut, wurde durch Wegzug verkäuf- kein Deutscher dem Völkerbünde Vertrauen von der Gemeinde erworben und Sympathie entgegenbringen. Trotzdem wir^ tonffm Dreizimmerwohnungen ge» ?v»t- (S.irrfriH nirhf tM>inn»ihi>n TflHeiT ‘WiV h I ' IlCn. ÜU)0n Vorher War Mit 8c>Iii rT\~7, — auAffl! ^'nfcn erhatt. Auf diesem Gebiete ist re chsick^r Demeinderat ein überaus Feld der Bctätiguna. Die an. Leibesübungen bekundete der scheni Ausstieg und jähem Fall"an"Tragik I !>oH'clten schönen gödien der Weltgeschichte wVramaturctie i^n^ um ben uns heute reichste. Es ist eine ©rurfDcegcn^.€n ^nr dgums. in seine ur- wonach ledige Erwerbslose 20 Mark verl)eirat"te Vergänglichkeit unseres^ in dieser Hoff- 30 Mark erhielten, gefuu^ innere Ärah;a6 es anders wer- haltungsberechtigte 5 Mark Durch dm Kaul nung halten Der W, es anders werden der Wasserkraft der Wi7seck besteht die den möge der Vorst welches dem beut- Möglichkeit, daß die sonst d^m Verderben aus^ ch-n' n/®5r soeben werden gesetzten Wiesen des Wiesecktales wieder zu voll- schen Volke zum n- wertigen Wiesen werden. Die Beendigung der “ ^sindsichen Feldbereinigung ctartf dielen Beschluß erst voll zur Auswirkung kommen lassen. Auch auf steuerlichem Ge- Beamter. ^«nn sich der Gemeinderat sehen lassen, ein j M Avch dem Voranschlag für 1925 belaufen sich gnesn ® n s V Dez. Ein Bea mte r die Ausgaben auf 157 566 Mark, die Einnahmen 5 ‘ 132556 Mark. Es blieben durch atealg 8 8 ? 7 6 6 5 5 4 4 3 3 2 2 11 Weitz. 6 5 3 2 7 Ist der genaue Betrag durch Zusammenzählung zu ermitteln. 18.60 22.79 Mk. der andere. Sie. Freut machen Sie 3.72 —.47 daß eine Abrundung der '.01 10 Pfennig wie schon seithl Es sind zu entrichten: Monatliche Friedensmiete: Mk. —.25 —.50 e Aufgabe, lems Rr. 41. nander. ^ufw. \ usw. '«Harnt m. Pred. - Lich. V/2 Meffe m. Pred' Sireelrtikche Gemeinden. MettglvnSgemelndr. ^otteäö. i. d. Synagoge Samstag, 2. Januar 1926. Lorabd. prg. 9.00, abds. 4.45 u. 5.25. tesdienst der ifr. Deligionsgesellschaft. Ur den 2. Januar 1926. Freitag abds. 8-30- nachm. 3.30, Sabbat- y25- Wochengoltesdienst inorg. 7.10 und Schach-Gcke. De ar bettel von W. Orbach. Der jetzige englische Premierminister und Führer der konservativen Partei Stanley Baldwin erzählt, daß er kürzlich auf einer Reise im Zuge einen alten älniversitatskaineradcn getroffen habe, der bereits ein älteres Semester in Oxford war, als Baldwin dorthin kam. Der Premierminister stellte sich ihm als „Baldwin' vor, „Baldwin? Baldwin?" sagte ' „Ach ja, jetzt erinnere ich mich an mich sehr, Sie zu treffen. Was jetzt eigentlich?" 1— 2— 3— 3i 4— 5— 6— 6z 7— 8— 9.— Die Aanuar-Miete in Hessen. Das hessische Gesamtministerium hat die gesetzliche Miete für den Monat Januar 19 26 auf 93 Prozent der Friedensmiete festgesetzt. Hierin befindet sich für laufende Instandsetzungskosten ein Zuschlag von 15 Prozent der Friedensmietc. Gleichzeitig wird der durch die Bekanntmachung des Gesamtminifterium vom 24. März 1925 festgesetzte gewerbliche Zuschlag für Minne mit einer Oriedensmiete von 601 bis !800 Reichsmark ein- ^Weitz zieht und setzt in zwei Zügen matt. 4 Steine. Kdö. Db2, Tc5, Sd7. ^w a rz: 3 Steine. Kd3, La2, Be3. Endspiel Nr. N. ^Don Dr. S). Neustadt, CarlSbad. Schwarz. ianuarmiete: \ Mk. \ —.24 V—.47 l—.70 V—.93 \1.86 V-79 110 \72 Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen. Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaition des „Gießener Anzeigers". Problem Nr, 42. Don Chr. Günzburg. 1. Preis in einem Turnier einer russischen Zeitung. Schwarz. Berechtigte Ditte. Der Einbrecher, der eben verurteilt worden iftr bittet noch einmal ums Wort: „Könnte mir nicht ein dreimonatiger Aufschub bewilligt werden?" „Warum?" fragt oer Richter. „Ja, sehru Sie, hoher Gerichtshof," erwidert der schwere Junge, „die Strafe bringt mir gerade jetzt zu großen Verlust. Es ist doch in unserer Hochsaison." Mainqarr. WSN. Frankfurt a. M., 30. Dez. Der Frankfurter Milch Händlerverein gibt folgende erfreuliche Neujatzrsbotschaft bekannt: Mit Wirkung vom 2. Januar ab wird der Detail- verkaufspreis für Milch um 4 P f. pro Liter gesenkt. Der Preis ab Laden wird demnach 30 Pf., ins Haus gebracht 32 Pf. betragen. — Der von einem dreitägigen Jagdausflug gestern abend heimkehrende, im Baugraben 22 hier wohnhafte Wirt August Sauter stürzte Zwischen Frankfurt-Süd und Frankfurt-Hauptbahnhof, ohne daß der Borfall von den Mitreisenden bemerkt worden war, aus bis jetzt noch unaufgeklärter Ursache aus dem fahrenden Zuge. Seine Leiche wurde heute vormittag am Bahndamm in der Nähe der Forsthausstratze aufgefunden. WSN. Hanau, 30. Dez. Der Kreistag hat beschlossen, sich an der Jubiläumsspende für die Marburger Universität mit 6000 Mk. zu beteiligen. — Der Vorsitzende teilte mit, daß der Kreishaushalt voraussichtlich einen Fehlbetrag non rund 1 30 000 Mk. haben werde. Der Fehlbetrag soll durch Verwendung des vorjährigen Ueberschusses gedeckt werden. gegen die Geslügelseuchen. — Lungenseuche in Lich. — Maul-- und Klauenseuche in Watzenborn- Steinberg, Langsdorf, Leihgestern und Grünin- gen. — Bekämpfung der Krähen. — Abgabe von Feuerwerkskörpern. — Peue Rentenquittungen. — Feldbereinigung Allendorf a. d. Lahn. — Behandlung der Zugtiere im Winter. — Dienstnachrichten. Gießener Wochenrrmrktp reise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter: 150 bis 180, Matte 35 bis 40, Käte 65 bis 75, Wirsing 15 bis 20, Weist- kraut 10 bis 12, Rotttaut 15 bis 20, gelbe Aüben 15. rote Rüben 15, Spinat 50, Unter» Kohlrabi 10 bis 12, Grünkohl 25, Rosenkohl 60, Feldsalat 120 bis 150, Tomaten 80, Zwiebeln 12 Meerrettich 30 bis 100, Schwarzwurzeln 50 bis 70, Kartoffeln 4, Aepfel 15 bis 18, Birnen 30 junge Hahnen 120, Suppenhühner 120, Gäule 110 bts 310, Nüsse 60 bis 90 Pf.,- das Stück: Eier 18 bis 19, Blumenkohl 60 bis 150 Endivien 10 bis 20, Lauch 5 bis 15, Sellerie'20 bis 40 Pf. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Donnerstag, 31. Dezember. Silvesterabend. o 8 : Pft. Mahr. - Johannesktrche.: ?^AMolsheimer. - Wieseck. Liturgische Jahresschlustfeler. — Watzenborn-Garbenteich. Watzenborn » Sternberg. 8 Jahresschlustfeier. - _ Freitag, 1. Januar. Neujahr. Hetzen. StadMrche. 9'/,. Pfr. Becker. Kinberk. st o. Markusgemeinde. Pfr. Becker. 5: Pfarrasst Hertel- - JohanneSkirche. 9'/,: Pfarrer Ausfeld. 5 ’m. f- d- Johannesgem. Pfr. Ausfeld. 5. Pfr. Muller. — Wieseck. 9 :/4: Opfer für die >ArmenpfI. 11: Lzrnderk.- Watzenborn-Darbenteich. 'Uvatzenborn-Steinberg: lO.Garbenteich: 1. (Kollekte.) ' V Kirchberg. 10 (Kollekte) nachm. 17,: Lollar. \ K. holische Gemeinden. schließlich von 10 Prozs 'Räume mit einer Frie^ Prozent und für Reichsmark von 15 Proz»e von über 1800 gesetzt. y° Prozent herab- Zur Vermeidung uon\ ■ ■ .....~in wird bemerkt, id) oben auf volle 'statthaft ist. ander ab, welche sämtlich mit stürmischem Beifall ausgenommen wurden. > Holzheim, 30. Dez. Die Erwerbslosigkeit hat auch hier an Umfang Angenommen. Die Zahl der ^lnterstützungSempfauger ist bereits auf 35 gestiegen. Da unser Dorf vielfach als ausgeprägtes Bauerndorf angesehen wird, ist diese Zahl ziemlich hoch. Durch den Beginn der Holzhauerarbeiten haben wieder 12 bis 15 Arbeiter für einige Zett Beschäftigung gefunden. Allzulange wird aber auch diese Arbeit nicht andauern, da unser Waldbestand schon reichlich gelichtet ist und deshalb die zu fällende Holzmenge im Vergleich zu der früherer Jahre ziemlich bemessen ist. Streik Friedberg. ss. Friedberg, 31. Dez. Das hiesige Polytechnikum, das für die Entwicklung unserer Stadt eine immer größere Rolle spielt, hat auch im vergangenen Jahre trotz der Ungunst der Zeit einen erfreulichen Aufschwung genommen. Die Zahl der Studierenden betrug im Sommersemester 619, im Wintersemester ist diese Zahl noch überschritten worden. Als eine sehr zeitgemäße Neuerung ist zu begrüßen, daß nunmehr den Studierenden der ersten drei Semester die Teilnahme am Turnen und Sport zur Pflicht getnacht wird und der Meldung zur Vorprüfung eine Bescheinigung über die Beteiligung an Leibesübungen beigefügt sein muß. Die Hebungen bestehen in Fußball, Schlagball, Handball, Schleuderball, Ballweitwurf, Stasetten- laufen usw., außerdem sind Kurse für sportliches Fechten und Schwimmen eingerichtet. Als immer dringendere Notwendigkeit stellt sich die Errichtung des beschlossenen Neubaues heraus, da aber zur Zeit die benötigten Mittel nicht auszutreiben sind, soll im Frühjahr wenigstens mit der Errichtung des einen Flügels, der das Maschinenlaboratorium und einen größeren Hörsaal enthalten soll, begonnen werden; man hofft, diesen Teil bis zum Herbst 1926 fertigzustellen. Die Einrichtung des Ausschreibens der Preisaufgabeo für die einzelnen Abteilungen im Betrage von 50 Mk. hat lebhaften 2(nflang und starke Düeiligung gesunden; mehrere der preisgekrönten Arbeiten tonnten schon praktisch Verwendung finden. Auch die Einrichtung eines studentischen Mittagstisches hat sich als sehr segensreich bewährt; über 250 Studierende nehmen daran teil. Diesen wird zum Preise von 40 Pf. (früher sogar nur 30 Pf.) ein auskömmliches Mittagessen geliefert. Die Stadt ist diesen Bestrebungen durch Lieferung eines großen Gasherdes eutgegengekommen. Auch eine F l i e g e r g r u p p e hat sich an der Anstalt gebildet, welche Segelflugzeuge baut und im nächsten Semester auch mit dem Dan eines Leichtflugzeuges mit Hilfsmotor beginnen will. So darf man sich wohl der Hoffnung hingeben, daß das Polytechnikum unter der jetzigen tüchtigen Leitung und besonders nach Errichtung des Neubaues auch in der Folge immer stärkeren Besuch aufzuweisen haben und unserer Stadt immer mehr zum Segen gereichen wird. Bad-Nauheim, 30. Dez. Heute abend sand hier die letzte Stadtverordneten- sjtzung dieses Jahres, zugleich auch die letzte Sitzung des seikh^gen Stadtparlaments, unter bem Vorsitz von Bürgermeister Dr. Kayser statt. Mt Ausnahme von Beigeord. Stahl waren sämtliche Stadtverordnete anwesend. Der Bürgermeister dankte dem Hause für fein? er- Ans Dem Amtsverkündis silatt. * Das Amtsverkündigungsblatt N r. 100 vom 29. Dezember enthält: Die Wahlen zum Provinzialtag. — Die Wahlen zum Provinzialausschuß. - Hegezeit für Fasanen, Dirk- und Auerhennen. —Bildung einer Wasser- genossenfchaft in Saasen. — Waffergenossen- schatt . Zellerau" zu Billingen. — Maßregeln MeinBEn. WSÄ. Worms. 30. Dez. 3n der gestrigen Sladwerordnetensihung wurde ein Kredit von 650000 Mark zur Ausführung u m - sangreicher Rotstandsarbeiten bewilligt. Außerdem bewilligte das Stadtparlament noch weitere Mittel zum Ausbau des Frted- Hofs. Auch diese Arbeiten werden als Rotstandsarbeiten ausgeführt. Die Arbeiter werden mit tarifmäßigem Lohne bezahlt und als reguläre Arbeiter beschäftigt. Ein erheblicher Teil der etwa 2000 Erwerbslosen in Worms dürfte dadurch untergebracht werden. Preußen. iS Wetzlar. xx Aus dem KreiseWetzlar, 30. Dez. Als eine sehr segensreiche Kultur- und Aufbauarbeit müssen die Wanderhaushaltkurse bezeichnet werden, die vor nahezu einem Diertel- jahrhundert von der Kreisverwaltung zur Einrichtung kamen. Lim der starken Rachfrage aus den acht Landbürgermeistereien zu entsprechen, mußte eine zweite Haushaltungslehrerin eingestellt werden. So konnten in den Tagen vor Weihnachten zwei Kurse beendet werden. In K ah e n f u r t waren 26 angehende Ha "sfrauen und am Parallellursus in der entlegenen kleineren Gemeinde DlasbaH 17 Personen am Llnterricht beteiligt. Die Abschlußprüfungen fanden in Anwesenheit des Landrats und der beteiligten Bürgermeister statt. DiÜkreis. bl. Herborn, 30. Dez. Seit einiger Zeit sind im hiesigen Kreise Bestrebungen zur Herausgabe eines Kricgsgedenkbuches im Gange. Das Werk soll die Bilder und die Personalien der gefallenen Brüder aus dem hiesigen Kreise enthalten. — In der Rähe von Deilstein kam ein Jäger zum Sturz, wovei sich das Jagdgewehr entlud. Die Schrotladung drang dem Begleiter in den Leib und die Arm c. Der Mann mußte einer hiesigen Klinik zugeführt werden. WeiE^^' Weiß: 4 21^^. gewinnt. Schwarz: 2 6$d4, Bd6, Bg6. Eine * 1 * * * 1 g7, Lösung Don 1. Dd7-e6, f3 1....., Kh4 1....., h5Xg4 Die Narrenkappe. Splitter und Sperren vom RedaktionStifch. Aufschlag. Ein biederer Mann rauscht in ein Safe un bestellt sich einen Mokka. Rach einer Viertelstunde will er zahlen. Der Ober: „Ein Mokka-neunzig Fennje, bitte''- Der Gast empört: „Reunzig Pfennig? And nocl dazu war die Milch total sauer! ' Der Ober: „Einmal saure Milch — fünfzi: Fennje, eins vierzig, bitte!“ Rum purum. "Koch, de Grogg is noch ummer to swak, kannst du cm nich'n beten nördlicher mafen?" — „Del geiht nid), Kaptein, wi sünd all an Nordpol!" Er weih Bescheid. Die Lehrerin sucht den Kindern die Sündhaftigkeit des Stehlens klar zu machen und gibt ihnen ein Beispiel: „Run denkt mal. ich steckte die Hand in jemandes Tasche und nähme ihm das Geld heraus. Was wäre ich dann wohl?" Die Kinder denken angestrengt nach. Schließlich meldet sich der kleine Karl: „Fräulein, dann wären Sie seine Frau." Schwäbische Kunde. Kommt da in Ulm zur Bahnkasse ein Schwäble mit dem berühmten offenen Köpfte und losen Mundwerk — so wird in „Reclams llni< versum" erzählt —. Fragt der Kassierer nach freundlicher Schwabenart: „Wohin möchten Se denn gerne fahre?". — Lacht das Kerlche: „Ei. wlfset Se, gerne fahre möchte 'ch e bissele nach Süditalie, 's Billjette gebe Se mer nach Böp- Pinge!" Ausgerechnet Baldwink f :: Tuchhandlung H95ll) $Hersweg 91,1. Stock - \ brandt, Ludwig Richter, Llhde u. a. besprochen I wurden. In jedem der drei Festgottes - । Dienste wurden zwei Weihnachtschöre geboten, die der Frauenchor unter Lehrer Stoll, die Schulklassen Petri und Schneider vorbereitet hakten. Bei der liturgischen Feier des ersten Festtags kamen besonder-- Konsirmanoen mit Deklamationen zu Wort. Die Predigt des zweiten Festtages hatte zur Entlastung des Ortsgeistlichen der Generalsekretär des Evangeuschen Bundes. Pfarrer Haupt-Gießen, übernommen. Am zweiten Festtag erfreuten die © i e ß e- n e r v o m Bund Deutscher Jugend- vereine mit Gliedern des hiesigen Wartburgvereins nachmittags die Schuljugend und aoends die Großen durch ein mit großer Hingabe und reichem Können aufgeführtes a l t d e u tsch es Krippenspiel. Bei der Chnstfeter der Kinderkirche am dritten Tag kamen besonders die Kleineren zu Wort; 80 Kindern wurden dabei Weihnachtsbüchlein bescher!. Zn , gemeinsamer Feier vereinigten sich am Abend Frauen- und W a r t b u r g v e r e i n. Ersterer hatte wie früher wieder verschiedene ©infame, Arme und Kranke durch Lebensnntteigaben u a. erfreut. Qiadi einer Ansprache des OrtSgeistlichen spielten Mädchen und Jungen des Wartburgvereins zwei trefflich wiedergegeoene Weih- nachtsbübnenstücke. Bei Liedern. Kaitee unO Kuchen fiogcn schnell die Stunden dahm. Rach einer Bescherung durch den Rilolaus vergnügte sich die Jugend mit Gesellschaftsspielen. V Aletn-Linden, 28. Dez. Am 1 Feiertage hielt der hiesige Gesangverein Arion" in Der „Deutschen Elche feine diesjährige Wei »nachts sei e r ab Rach Cem einleitenden Sängergruß begrüßte ctanbauleru- täv L. Weinandt als 1. Vorsitzender die sehr zcch'lreich erschienenen Gäste. Die unter der be° währlen Leitung von Kvn'-ad Ritolai aus Großen-Bufeck zu Gehör gebrachten Ehore fanden reichen Beifall. Stimmungsvolle Konzert- nüdc wechselten mit den einzelnen Choren. Der zweite Teil der Feier brachte u. a. die Aufführung des tief ergreif enden Bollsstncks aus dem 15. Jahrhundert „Der Glockenguß zu Breslau , das von den Darstellern aufs beste gegeben wurde. Die ernste Stimmung, die das Stuck erweckt batte, wurde durch ein Licht!ptel ab- gelöst. Das Programm fand durch eine Ber- Iolunq sehr wertvoller Gegenstände einen fröhlichen Abschluß. Die Sängerschar blieb dann noch in fröhlicher Gesellschaft be-ifammen. • Annerod, 29. Dez. Am -werten tfete^ tag hielt der Radfahrerverein im Saalbau Engelhardt bei vollbefthlem Hause ferne Werh- nachtsieier ab. Das reichhaltige Programm verlief glänzend. Die Rollen waren sehr gut verteilt und die Spieler stellten voll und ganz ihre Kraft an die Aufgabe. Es wurden ein Weihnachtsstück und ein 'Stoma gegeben schl.eß- litt noch eine Posse. Die Pausen wurden von Humoristen des Bereins ausgefullt. ^amttiche Darbietungen wurden sehr beifällig ausgenommen. Ein Tanzvergnügen bildete den Ausklang der Veranstaltung. , . . 2ttbad). 28. Dez. Gestern sand im Saale der „Stadt Lich" die diesjährige Weihnachtsfeier des Mandolinen- und Wander- Vereins „Wanderlust" Albach, Ortsgruppe Lahnhöhen-Dundes", statt. Hierzu hatten sich zahlreiche Freunde und Gönner des Mandolinenspteles eingefunden. Der erste Vorsitzende Otto Klein hielt Friedensmiete: 20.— 4.— —.50 21.50 Mt. sprießliche Tätigkeit im Dienste der Stadt und der Allgemeinheit und vera^sch-edete mit Herz- ,^.Hen Worten die Stadt'oe^ordneten, die im neiven Parlamente nicht mehr \ertretcn sind. Zur Beratung standen nur wenigs Punkte von zumeist nicht wichtiger Bedeutung^.Ueber die wich» tigsten Beschlüsse berichten Ajr in nächster Rümmer. _ \ Bad - Nauhe > m , 30. Dez. Pie „Bad-Nau- beimsr Zeitung" berichtet: Gestern Wurden in hiesiger Stadt zwei Arbeiter me(h Sittlich- keitsverbrechen f e ft g e n o m iv n und dem Amtsgericht zligesührt Es wird üjnc'W Last ge- kat sich an einem 14,ahrigen MaN°„, bns in diesem Frühjahr konfirmiert worden y nergom gen zu haben. Einer davon wird sich »Vn Bliit- s xh a n de zu verantworten haben, da Mädchen seine Stieftochter ist. <- *** Steinfurth, 29. Dez. In letzten Sitzung des Gemeinderats wurde i r neu- gewählter Beigeordneter Stonrab \s h i l t j m, in sein Amt eingeführt und durch den buv eifier vereidigt. Außerdem wurde er durch öa^fnit3= gericht Bad-Nauheim als stellvertretender Ades- beamte für unsere Gemeinde eidlich verpslicyn Ans der Schachwckt. März 1926 soll in Wien, unter der Leitunc pes Wiener Schachmeisters Heinrich Wolff, eir internationales Schachturnier stattfinden. (& werden voraussichtlich daran teilnehmen: lubow, Capablanca, Marshall, Torre, Rubir stem, Riemzowitsch, Dr. Tartakower, Rett, Jäter Grünfeld, Kmoch und noch verschiedene ant>er. Meister. Bedauerlich ist das Fernbleiben Dr E Laskers, welcher sich zur selben Zeit in Reuyor befinden wird. Starkenburg * Darmstadt, 30. Dez. In der DV iburqer Straße hat sich an zwec Stet das Straßenpflaster gesenkt. An eit Stelle war sogar ein Lastauto bis uM die Räder eingesunken. Aehnliche Bol fälle haben sich in einer anderen ^lraße schch mehrfach gezeigt; sie find auf eine waöoafk ________; Kanalisationsanrage zurückzuführen, wodurch slM , b c Freunden und Bekannten ein ini6D und Bekannten ein beste Neujahrswünsche Verwandten Unserer werten Rux 12190V und Bekannten l 12193D r rherzlichenGlückwunsch Mulcuto» Werk, Solingea Zum neuen Jahr! Umtausch alter Malcuto-BoslerkHnoeo x r. U.ÄJ- wra;e. W- iizres durcl Unserer werten Kundschaft zumIahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche! r^ULCUTO MLD f2riteSrt’te9art Meiner werten Kundschaft sowie allen Freunden und Bekannten Unserer werten Kundschaft ein fröhliches neues Jahr!' fahrrad bestimmt. Bern Unseren werten Gästen,Freunden u. Bekannten ein frohes neues Jahr! Lichtspielhaus Bahnhofstraße Unseren werten Gästen und Gönnern ein recht fröhliches neues Jahr! Familie Römer Restaurant „Germania" 12220D ' Gerichtsvollzieher in Gießen Steinftrahe 13. Meinen werten Gästen u. Kunden ein recht fröhliches neues Jahr! Ihren werten Gästen und Gönnern ein recht fröhliches neues Jahr! Heinr.Hofinannu.Familie Gasthaus zur Linde, Lollar 12205V rfi.sw* 6*80 meoc Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten Meiner werten Kundschaft ein glückliches neues Jahr! Konsumverein Gießen undUmgegend e. G. m. b. H. r Unseren wertenGästen,Verwandten Freunden und Bekannten s ein frohes neues Jahr! r GastwirtFriedrichManku.Familie r Wiefeck Beginn neuer Kurse Wogtsche \Bande:sschüleGieÖenJ \ Goethestraße 32 / X 12094a X Samstag, den 2. Januar 1926, norm. 11 Uhr, versteigere ich im Löwen, Reuenweg, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: a) 1 Klubdiwan mit 2 Klubsesseln, 1 große Frisiertoilette, I Schreibtisch (Diplomat), 1 Chai e- longue, 2 gute Hobelbänke, eine Fournierpresfe, 1 Herrenzimmertisch, 1 Herrenfahrrad. Die Versteigerung findet bestimmt statt, b) voraussichtlich bestimmt: 1 Klavier, c) aus freier Hand: 1 Damen- Allen Gästen, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Gastwirt Ludwig Krieger u. Familie, Wieseck Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten wünschen wir ein gesegnetes neues Jahr! Ludwig Häuser u. Fam., Steinberg Bäckerei 12203V Hansa Handelsschule /. Kunzeimann Gießen, Bahntwtstr N) vorrn. Hermes Neue Kurse < 4. Januar. Unserer werten Kundschaft, Gästen und Bekannten wünschen wir ein gesundes, glückliches neues Jahr Franz Rathenow und Familie „Gasthaus zur deutschen Eiche" Metzgerei 122120 Klein-Linden Friede, Freude und Segen im neuen Jahre wünscht allen Bekannten, Gönnern und Gästen Anton Wickert Hausmeister im Kath. Dereinshaus 010249 Unseren werten Gästen, Verwandten, j Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche r zum Jahreswechsel! Ludwig Dern und Frau; Cafä u. Konditorei,Großen-Linden I ' 12201 Dl heizungr- anlage mit allem Zubehör vert. billigst 12151V gMtitofjfiin „Schöne Aussicht". i Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Pekanntcn ! die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! 122130 ; Karl Hinterlang und Familie ! Metzgerei, Klein-Linden gesegnetes glückl. neues Jahr! Ioh. Steinbach Fahrrad- und Vähmaschinenhandlung ' Eigen. Reparaturwerkstatt, Ludwigslr.62 Herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel allen unseren lieben Gästen, Kunden, Freunden und Bekannten Heinrich Braun u. Familie, Wieseck Gastwirtschaft und Metzgerei H. Abel, Wetzsteingasse 19 HW. Abeljr.,Alicestrahel7 0102'9 Schuhhaus Schnell, Lollar Allen Verwandten, Freunden und Bekannten sowie unseren verehrten Kunden von Lollar und Umgegend 1221 ID ein frohes Neujahr! Familie Georg Schnell Lollar, Hauptstraße 94 Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Karl Faatz und Frau, Wieseck Spirituosenhandlung 12192V Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! 122070 FamilieTarlDolkmann,Lollar Metzgerei und Wirtschaft I L. Kronenberg, Bäckermeister Gießen, Löwengasse 23 12231D Meiner werten Kundschaft, Freunden and Bekannten herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! H. Schön, Schiossermeister Eiscnwaren, Oefen, Herde und Haushaltungsartikel 12236D die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Otto Haas und Familie Metzgerei u. Wirtschaft, Wieseck, Alicestr. Gebrüder Männche 12232V Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! Tonr. Nürnberger und Frau Mehgerrneister, Lollar 13810D Unserer werten Kundschaft sowie allen Freunden und Bekannten die herzlichsten Glück- und Segenswünsche zum Jahreswechsel! Familie Jakob Schlosser Spenglermeister, Krofdorfer Straße^lL Meiner werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Heinrich Moos VII., Lollar Metzgerei und Wirtschaft „„,D (Gasthaus zum Deutschen Hof Allen Freunden und Gästen i herzlichen Glückwunsch Ihren verehrten Kunden und Gästen diebestenGlückwünsche zum Jahreswechsel! Konr. Moos und Familie Lollar, Neujahr 1926 12206V Unserer werten Kundschaft, Gästen und Bekannten 12209V ein glückliches neues Jahr! Familie Ludwig Hofmann VI. „3um Löwen", Lollar Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! Christ. Kaiser u. Frau, Lang-Gons Iwiebackfabrik 12204V Palast-Lichtspiele Kirchenplah W. Schmid und Frau „Ium Braustübel", Wolkengaste 010301 Weinstube u. Kolonialwarenhdlg. Ioh. Seibel Wwe. 12216V Unseren werten Geschäftsfreunden, | Verwandten und Bekannten die i herzlichsten Glückwünsche - zum Jahreswechsel! H. & F. Schmidt \ Friedrichstraße 5 010285 : Zagdverpachtnng. Mittwoch, den 6. Januar 1926, nachmittags 4 Uhr, soll die der Gemeinde Treis a. d. Lda. gehörige Jagd aus die Dauer von 6 Jahren und zwar vom 1. Februar 1926 bis 31. Januar 1932 auf dem Rat Hause dahier neu verpachtet werden. Die Jagd ist in 2 Bezirken eingeteilt,und umlaßt insgesamt zirka 370 ha Wald sowie zirka 570 ha Feld. Das Aus- cefcot erfolgt erstmals getrennt und zweitens insgesamt. Der Jagdbezirk schließt an den Bahnhof Treis a. d. Lda. an. Aähere Bedingungen werden vor dem Termin bekanntgegeben. 12239V Treis a. d. Lda., 30. Dezember 1925. Will, Bürgermeister. Ein ! glückliches neues! Jahr j 1 wünscht ihrer verehrten Kundschaft ! I Hausrat G.m.b.H.! Lindenplatz 1 | Geschäftsführer Schwarzenberg * 12238a t statt, wozu jeder Bürger u. jede Bürgerin, die noch etwas für Natur u. Historisches übrig hat, eingeladen wird. Anzug der Lchälcr, Hirtenkleider mit Schippe und Bandelier. Gas Tragen von direkt auffälligen Kleidern wird gebeten, an diesem Tag zu unterlaßen. Der Vorstand. Heinrich Balser und Frau Elektroinstallateur 122590 lttchtigte Ditte. r, der eben verurteilt toorben mal ums Dort.' JÖitnte mir tiger Aufschub bewilligt versiegt öet Mln. „3a, \M )VM“ erwidert ber schwere si bringt mir gerade setzt zu Vs ist doch in unserer Hvch- Unserer werten Kundschaft, Freunden, Verwandten und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre! Metzger 121870 Wilhelm Koch u. Familie, Rödgen Unseren Freunden und Gönnern em fröhliches neues Jahr! j Unseren werten Freunden und Gästen ein recht fröhliches neues Jahr! Familie Fritz Strasser Restauration „Rheingold" Silvesterabend: 010261 Großer Rummel!! lelseuchen. - Lungenseuche in iö Klauenseuche in Dahenbvrn- tors Leihgestern und @rünm= ng der Krähen. - Abgabe M n - Reue Sentenqmttungen. ig Alendorf a. d. Lahn. - > igtiere im Dinier. - Vochenmarktpreise. >0. dai 6tüd: sc 60 bis 150, ttnbt» chTNachrichten- ßfr.Htabr. ieimer. 7 T^.Sarbenteich. - «fi* - nbetg. i7?euia&r. _. <,r» i'STÖtÄÄ Meinoen- ^.5', Äe'chue'dung ^mredigl- s — * • <öcngp116- ZUM neuen Jahr! Karl Faber 12258 V r Meiner werten Kundschaft r ein qlückliches neues j Jahr! - Schneidermeister Karpf Ludwigstraße 35 010118 Astoria-Lichtspiele Selterweg W «Ml« ist am 2. Januar 122468 * ^^Cun?Äen?e!?’e’bilt»' Pa-w-J Rum Purum. ' ^'b Bescheid. • »örauJem, dann träten 3i> >t°°bische Kunde. X aut Bahntaste ri, 2ft? °lsenen ÄÖpfle und I l°d>rd in „AeclamS M • otagt der Kassierer nun ^benatt: ,/Wohin möchten L- - - Lacht das ftcricbe: »■ ft "ft ’4 e b^le nah nette gebe 6c met nach Ivp- ^rechnet Daldlvinl englische Preniieminister und wativcn Partei Stanley Bald- er kürzlich auf einer A-ist in. ' Lniversitälskameraden geirol ercits ein älteres Semester i- 1 Baldwin dorthin kam. In stellte sich ihm als „Baldwin' Baldwin?" sagte der andev. nnerc ich mich an Sie. Freut |u treffen. Das machen 6i? I Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten r ein glückliches neues > Jahr! H. Trechsler und Familie Brennmaterialien-- u. Kanoffelhandlg. 12194D Meinen verehrten Gästen, Freunden und Gönnern wünsche ich ein fröhlichesneuesIahr! Fritz (Breilid) Restauration „Ium Gambrinus" Klinikstraße 21 12237D Unseren verehrlichen Mitgliedern diebestenGIückwünsches zum neuen Jahr! 14 ,ut (Meiner verehrten Kundschaft t die herzlichsten Glückwünsche: zum Jahreswechsel! I Adolf Göbel, Schuhmachermstr. t Auf der Weißerde 9 t t 010291 i Leder-Handlung Willy Schomber Kirchenplatz 6 12197V Meiner werten Kundschaft sowie : Freunden und Bekannten zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche Heinrich Klaholz Tabakwarengrotzhandlung Westanlage 7 Gießen Fernspr. 623 12174V Ein gutes Jahr wünscht feinen Freunden „Der Werkladen" Bietzen Lowengasse 22 010292 r r | Meiner Kundschaft, allen Freunden l und Bekannten UMWll Am 8. Ian. 1926 findet in Hungen, .Darmstädter Hof" ansangend ein ,?00‘ Der Dorstand 122I9D Danziger ^reistaat- vrtesmarken USt. verlch. kl.Wer- te, nebr., 1 30 St. versch kl. Werte.neu, 3^, 3 -St versch-bohe Werte, nebr., 2 ", 50 St. versch. hohe •?2erte,neu.8-^,lSaü Dza-5toyae5>l,iSav Dzq- Rlitflföort 3 .*. Beil, v- Vtachn. oder Kaste t. Voraus. £ff- frcibet6L («gerbard Penner, Tlegeakef, i^reitt. Dza- - KRAUSE-STEINHÄGER ==i?=: ” ______ _ . —————— Brennerei zu Großen-Linden s X 12222V j Cafe Aftoria 11 | wünscht seinen verehrten Gästen, ; f Freunden und Bekannten r r ee -w -re ’ • z glückliches i Telephon 833 1 L 12175V Gust. Belitz Maler, und Weitzbindermeister 010284 Brot- und Feinbäckerei 12200V Wolkengasse 16 12225V 12163a Unseren werten Gästen und Bekannten Peter Sommer und Familie Familie Franz Soldan i F SZ- Unserer werten Kundschaft, allen Gästen, Freunden und Bekannten ein Meiner werten Kundschaft, meinen Gönnern und meiner geschätzten Nachbarschaft wünsche ich Wilh. Westbrock Kanalreinigungs-Institut Ein glückliches neues Jahr wünscht seiner verehrten Kundschaft, Freunden und Bekannten Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten die besten Glückwünsche zum neuen Jahre! Heinrich Krahl und Frau, Grotzen-Linden Q l- Cl Meiner Kundschaft, allen Freunden u. Bekannten die besten Neujahrswünsche! Bäckerei Schomber, Walltorstratze Wünschen unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neuesIahr! r | Allen Lesern, Mitarbeitern I und Freunden des Gießener Anzeigers wünschen wir ein gesegnetesneuesIahr! Schriftleitung u. Verlag des Gießener Anzeigers August Schneider (Auto-Schneider) Unseren werten Kunden, Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Willy Hoeltersu.Frau Wiener Feinbäckerei und Cafe ,2176V HerzlicheGlückwünsche zum Jahreswechsel allen unseren werten Gästen, Kunden, Freunden und Bekannten Carl Heckmann und Frau Metzgerei und Gastwirtschaft ,Ium alten Schützenhof", Kaiserallee 30 12196D Allen Freunden u. Bekannten ein frohes neues Jahr! Familie W. Feuerbach Marburger Straße 281 0102% Herzlichen Glückwunsch zum Jahreswechsel allen unseren Kunden, Freunden u. Bekannten Heinrich Weimar und Familie Konditorei und Cafe : Brot- und Feinbäckerei Ernst Hebstreit u. Frau Konditorei und Caf6, Gießen 1219SD Meiner werten Kundschaft, allen Freunden und Bekannten die besten Neujahrswünsche! Oberhess. Korbwarenhaus Heinrich Hetz Schulstraße, neben der Stadtpost 010274 l L $ Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten wünschen wir ein glückliches neues Jahr! Friedrich Müller und Frau, Watzenborn Brot- und Feinbäckerei 12202V ; Meiner werten Kundschaft, sowie allen Bekannten j herzlichen Glückwunsch zum neuen Fahr! Unseren werten Gästen und Gönnern ein fröhliches neues Jahr! Heinrich Dippel u. Familie, Bietzen Meinen werten Gästen, meiner verehrten Kundschaft, Nachbarschaft, Freunden und Bekannten herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr! Gustav Loichinger nebst Familie Wilhelmstraße 49 12170D I Allen unseren Kunden, Freunden u. Gönnern wünschen wir herzlichst ein glückliches Neujahr! Glasermeister Karl Euler u. Familie " 12184D Unserer werten Kundschaft, Gästen, Freunden, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Fritz Hinterlang und Familie, Klein-Linden Metzgerei und Wirtschaft 12214V Allen meinen werten Kunden, Bekannten und Geschäftsfreunden wünsche ich ein glückliches neues Jahr Eduard Sack l2l80D Holz-,Kohlen-u.Baumaterialienhandlung Unseren verehrten Gästen zum Jahreswechsel die besten Glückwünsche! Familie Krämer, Restauration „Ium Andres" 121C1Q Den werten Gästen, Freunden und Gönnern meines Lokals wünsche ich ein recht gesegnetes neues Jahr F. T. Günther Universitäts-Restaurant, Plockstr. • 010267 : Unseren werten Schülern, Freunden, Gönnern und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! Tanz-Lehr-Institut Bäulke 12167V I Herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel 12168D allen Kunden, Freunden und Bekannten t Wilhelm Flecken st ein und Frau Wilhelm Michel und Frau Steinstr. 48 12252V Meiner werten Kundschaft, sowie allen Freunden und Gönnern ein glückliches neuesIahr H. Pfeiffer, Schuhmachermeister Meiner werten Kundschaft ein gesegnetes neues Jahr Unsrer werten Kundschaft, Freunden u. Bekannten herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! L. Best und Frau, Bleichstraße 11 12164V Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten wünsche ich ein glückliches Neujahr! Bäckerei und Cafe Jacob Appel, Krofdorf 12186V Unserer verehrten Kundschaft zum Jahreswechsel die herzl. Glück- und Segenswünsche! Konrad Emmerich und Frau Walltorstraße 23 12178V Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr! A. Rahneseld Pfälzer Hof 12179D r Q r - I Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr! Unserer werten Kundschaft von Gießen und Umgegend sowie allen Bekannten ein kräftiges Prosit Neujahr! I viel Gluck j im neuen Jahre! r Meiner Kundschaft \ die besten Neujahrswünsche r B.Amend,Schuhrnacherrnstr. : und Frau, Hundsgasse 4 12199V Ihrer werten Kundschaft, allen Gästen, Freunden und Bekannten die besten Glückwünsche zum neuen Jahr! ♦ Familie Paulus Gerhard, Steinbach Metzgerei und Gastwirtschaft 010251 Steinstrahe 23 12195V Neujahr! 92 6 Familie Körner 121-6 Allen Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Fritz Kremer Wwe., Rest. Stadt Marburg Marburger Straße 27 12171D Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! August Lotz, Wieseck 12185D Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten 12,24V ein frohes neues Jahr! Tapeziermeister Theodor Erb und Frau, Sonnenstraße 12 Ium Jahreswechsel wünsche ich meiner verehrlichen Kundschaft, allen Freunden und Bekannten ein gesegnetes glückl. neuesIahr! Edgar Borrmann Eisenwaren-, Werkzeug-, Haus- und Küchengerätehandlung 12217V tk Ein gesegnetes neues Jahr wünschen ihren Freunden, Gästen ■ und Gönnern Gastwirt Dechert u. Frau Kühler Grund 12181D Herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel allen Gästen und Bekannten 12165V W. Bastian Witwe, „Postkeller" (V/Tr^Ä 0*11 Xiitl z* Allen unseren verehrten Gästen, Bekannten und Freunden 12223c y,a'e ’SLir0herzliche Glückwünsche zum neuen Jahr! Dachdeckermeister Wilhelm Heck j Kaiserallee 38! niszv Telephon 756 r .............................................- I Frankfurter Str. 41 12168D Unsrer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche ZUM Jahreswechsel Karl Krug, Metzgermeister, und Familie Marktplatz 23, Telephon 1472 1Ilb9D A-? die besten 121730 glücklichesneuesIahr! Neujahrswünsche M. Betzold und Frau Licher Straße 57 12221V Unserer werten Kundschaft, allen Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! Karl Lapp und Frau Diezstraße 7 12218V