1925 s 2 L ?ö ? LA» ? W - r-k-sr §.<3^02,3. O2GA2 ' 3d?ftsv* »2^ = = ö 2 ' 2 v- e> MZ^ ;-=> Sm “ &A ß» 3-^ tfa ~ o • o c *1 *" «w ° c -J o g59$6)h »q? x ^3* E = Ö ’S. - Ä g " 3 $ r- - S tn S' » JirJIZ Erstes Blatt 175. Jahrgang Klame-An zeigen d 70mm Breite 35 (Bolbpfcnnig, Platzoorfchrift20 .Ausschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh. 12ange; für den übrigen leit: Ernst Blumschem; für den Anzeigenteil: HanrBeck, sämtlich in Gießen zrettag, Zs. Juli (925 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerdindlichkeit. Dreis für I mm KSde Eichenerer:;:: General-Anzeiger für Oberhessen vnlck und Verlag: vrühl'sche Universilätr-Vllch- und Zteindruckerei K Lange in Stetzen. 5chnftleitung und Geschäftsstelle: Schulstraße r. t cheint täglich, außer £;tv und Feiertags. Beließen: I ßenerFanttlienblätter Heimat im Bild. L anats-vezugspreir: 11 clbmark u. 20 Gold- füiig für TrLgerlohn, i | bei Nichterscheinen ti einzelnen Stummem 5 ge höherer Gewalt. Iicnsp rech-Anschlüsfe: ieiftieitung 112, Der» ,und«eschäftsstelle51. schrist für Drahlnach- !»?n:>nzei«er»sehell. postschelltents: >effurt a. M. 11686. Ium 32. i Vie alte Turnerstadt Gießen hat jetzt zum ifjfaen Male die Freude, ein Kreisturnfest des Isiinelrheinkreiles willkommen heißen zu können. 3m ersten Male zogen die Mittelrheiner im Jlric 1842 in der Provinzialhauptstadt Ober- 81 ent« ein, um hier ihr Kreisfest zu begehen. r nächste Besuch zum gleichen Zwecke erfolgte Jahre 1874 (Sine kurze Zeitspanne später, Jahre 1883, fand zum dritten Male ein IbeetumfefttTcffen in Gießen statt, ein Dutzend Akne weiter, 1805, reichten sich die Jünger Alms wiederum in Gießen beim Kreisturnfest Hand zum Gruß. Lind nun nach einem Zeit- I« von der Länge eines Menschenalters wird tzen erneut seinen Namen als Kreisturnfeststadt die Geschichte des Mittelrheinkreises der D. T. ein ragen. Schwer und außerordentlich drückend ist die 3nt, in der Gießen jetzt das Kreisturnfest in r Schwestern in den besetzten Gebe le n zur Genüge erfahren. Ob ihr Heim ar Rhein oder an der Mosel, im Hunsrück oder lh Launus, in Rheinhessen oder im Saargebiet überall haben sie den furchtbaren Druck ■8irf8 rachsüchtigen Feindes in tausendfacher Anr zu erleiden. Der freien Regung turnen» fex Geistes und Lebens wurde und wird noch Jt.iK von den Bkachthabem und willfährigen Lengen Frankoerchs in allen Tellen des be- f Stern Gebiets unter allerlei Vorwänden DeWalt ar^ctan. Aber trotz dieser Schwierigkeiten ist der egt e deutsche Turnergeist in unseren 9: Lbc r n und Schwestern in allen Teilen fr- besetzten Gebietes lebendig geblieben, er ist rti> heute und sicherlich immerdar der alte, fr c seiner großen deutschen Aufgabe bewußte Seift Zahnst je stärker der Druck der übermütigen v ualthaber wurde, desto fester schlossen die Sjmet und Turn erinnert die Reihen. Diesem ^ammcnstchen war so mancher Erfolg des S-.it ichtums bei seinem 2lbwehrkampfe an der « •ii, an der Mosel, am Rhein und im Taunus iü ixrvorragendem Maße zu verdanken: an den l t Vaterland. I Aber noch ein Weiteres möchten wir zu 'J'liilm des Kreistuntfestes als rühmliches Der- : fr 1": der Deutschen Turnerschaft hervorheben. 'B< Dirb, leider mit Recht, so oft geklagt über die :ipknßsche. soziale und konfessionelle Zerrissenheit Of kies Volkes, ein Umstand, durch dessen Dulden ' L> - manche gute Wegstrecke unseres Wieder- Hlch ömmens selbst preisgegeben hoben. Das ' 2c»r t Volksgemeinschaft wird zwar viel (□muefrt, namentlich wird es von berufsmäßigen 'MlLikern arg strapaziert. Aber die Taten? Die ’ 3 « Dort aus diese Frage brauchen wir nicht zu • $c-en, denn jeder laim ja tagtäglich selbst beob- • Ä-lwn, wie stark die Gegensätze in unserem Volke lt)cr sind. Ein ganz anderes Bild sehen wir frjtgen in der Deutschen Turnerschaft. Hier i|dis Wort Volksgemeinschaft Wahr- 5’i t und Tat! Da wird nicht danach gefragt, läe der Einzelne parteipolitisch abgestempelt ist, । or welcher Sprosse der sozialen Stufenleiter er 'find oder zu welcher Konfession er sich bekennt: I5rr kennt man nur Turner und Turne- ulnn en. die dem einen großen Ziele zu streben. : fr-xi die turnerische Schulung des Körpers und 'fr- Deistes im Sinne Zahns und durch die Der- itfiung dieser Grundsätze Dienst am Volk, auf- fruenbe Arbeit für das gemeinsame deutsche '3:l(rland zu leisten: hier gUt nur die Tat, iit)t das leere Wort: hier heißt es, sich einfügen : h 3eih und Glied, sich dem Ganzen unterord- Hci. das wertvoller ist als der Ernzelne. Diese ■ &)i-[ung ist uns gerade unter den heutigen '3cr bältnissen von höchstem Wert, heute, da der ' Ku für Unterordnung. Disziplin. Hingabe an IM große Ganze und Zurückstellung des Eigen- nnevesses viekfach abhanden gekommen ist. Und ■JlnC die Deutsche Turnerschaft mit aller Kraft bemüht, diesen Minusposten in unserem ' -Tolläleben von heute zu beseitigen, weil sie die ^u^end im wahren Dolksg emein- Mittelrheinischen Kreislurnsest Turnunterricht. Aeuherft anregend wirkte s e c den und Stadt inger schaftsgedanken erzieht und in diesem j dessen Mittelpunkt bald 2U) o l fl°)ur^C- Sinne auch stets auf die Aelteren einwirkt, Zugendtreiben suchten und fanden.' Viele Anregungen brachte den rechte Feld |ur seine turnerischen Bestrebungen. Die Segnungen der Leibesübungen ließ er beiden Geschlechtern zugute kommen, erstmalig auch den Mädchen, für die er sich einen besonderen Uebungsstoss schuf. Seit 1835 erteilte Spieß auch an dem Lehrerseminar in dem nahen Münchcnbuch- Turner des MittelrheinkreifeS in unserer herzlich willkommen! Gut Heil! Adolf Spieß. Don H. Oßwald, Bad-Nauheim. der Anerkennung. Unseren Gästen aus dem Mittelrheinkreis stehen Tage angestrengtester turnerischer Betätigung, aber auch Stunden frohlauni- ger Erholung in unserer Mitte bevor. Möge alles, waS in monate- langerArbeit hier geleistet wurde, und alles, was herzliche Bürger-Gastfreundschaft in diesen Tagen zu bieten bereit ist, dazu beitragen, unseren Gästen den Aufenthalt unter uns zu einer wertvollen Erinnerung zu machen. Möge daS Kreisturnfest alle guten Erwartungen erfüllen, die heute bei seinem Beginn gehegt werden und möge es zu einem weithin ragenden Markstein in der Geschichte des Mittelrheinkreises der Deutschen Turnerschaft emporwachsen. Mit diesem Wunsche grüßen wir das Fest und heißen alle Turnerinnen deshalb gebührt dieser Arbeit, die auch im Wittelrheinkreise der D. T. mit Eifer, Liebe und Erfolg geleistet wird, am heutigen Tage ein besonderes Wort deS Dankes und früh. Unter den Vertretern des deutschen Turnens nimmt Adolf Spieß als Schöpfer, Lehrer und Meister neben Jahn eine hernorrageNde Steile ein. Die von Guts Muths angeHuteie Richtung, die Leibesübungen zur angemeixen Schul- angelegenbeit zu erheben, griff er wieher euf und führte sie zu einer Vervollkommnung für bie damalige Zett, die wir heute noch bewundern. Sein Verdienst ist es, die Gebiete der Frei- und Ordnungsübungen für die Turnkunst erschlossen und systematisch erschöpft, sowie die Betriebsform der Gemeinübungen auch auf die Geräte, von denen er einige neu erfand (Langbarren, Stangengerüst, Leiter) ausgedehnt zu haben. Auch führte er die Musik in den Dienst der Turnkunst ein. Dem Mädchenturnen hat er zuerst entscheidend Bahn gebrochen, wie überhaupt das S ch u l t u r • n e n eigentlich erst ins Leben gerufen. Der ausgezeichnete Schulmann betrachtete die Schule als eine Erziehungsanstalt, den obligatorischen Turnunterricht als den anderen Fächern gleichwertig. Er verlangte einen schul- und stufenmäßigen Aufbau des Lehrstoffes, für jede Schule eine Turnhalle und die heule noch so heiß umstrittene tägliche Turnstunde. Soweit seine Forderungen noch nicht verwirklicht sind, hat sie die Gegenwart wieder erneut aufgegriffen. Namhafte Schulmänner und Führer des Turnens treten mit Nachdruck für sie ein, weil unser heranwachsendes Geschlecht der körperlichen Ertüchtigung mehr denn je bedarf, wenn es für den schweren wirtschaftlichen Kampf gewappnet sein soll. Die deutschen Turner bewahren ihrem unoer- geblichen Meister und Vorkämpfer in Dankbarkeit ein treues Gedenken. Zu seinem Grabmal in Darmstadt haben Turner, Turnerinnen und Turnfreunde aus allen Teilen Deutschlands beigesteuert. Das vor einiger Zeit renovierte Geburtshaus schmückt eine von den Lauterbacher Turnern gelüftete Gedenktafel, und die im Jahre 1907 erbaute Turnhalle zu Lauterbach trägt den Namen des verdienstvollen und berühmt gewordenen Landsman- nes Am 30. Juni 1910 fand in Lauterbach eine erhebende Spieß-Feier statt, zu der Turner aus allen Teilen des MittelrheinkreifeS in echter lur- nertreue gewallfahrtet kamen. Als ein glücklicher Zufall muß es darum bezeichnet werden, daß das 25. Gauturnfest 1898 und neuerdings auch das 50. (JJautumfeft des fieffenturngaues 1923 die Hessen- tumer nach Lauterbach an eine historische Turn- jungen Leuten das mit Hanauer Turnern geknüpfte Freund- schastsbanb. 1826 sehen wir Offenbacher und Hanauer Zumgenoflen,unter ihnen den damals schon wan- berfrohen Adolf Spieß, die e r st e gemein- schaf tliche Turn- fahrt auf den Feldberg auS- sühren. Solche Wanderungen wurden in den folgenden Iah- ren immer häufiger unternommen,sie sind als die Vorläufer der heutigen von dem Frankfurter August Ravenstein begründeten Feldbergfeste zu betrachten. 1828 wanderte Adolf Spieß nach der Stadt, die uns Mittelrheiner in diesen herrlichen Tagen beherbergt, nach der LandeS- universitätSstadt Gießen, um hier eifrig Theologie zu studieren. Daneben betrieb er aber auch die freien Künste, vor allem Musik und Zeichnen. Seine Neigung zur Ausübung der Leibesübungen mußte, da keine Turngelegenheit bestand, in eifrigster Pflege des Fechtens und in anstrengenden Turnfahrten ihre Lefriedigung finden. Leider blieb dieser erste Gießener Ausentyalt, so fördernd er im Umgang mit gleichgesinnten Freunden auch gewesen sein mag, nicht ohne schädigenden Einfluß auf die Ge- sunoheit des jugendlichen Burschenschaftlers. Eine Verwundung der Lunge, die er als Sekundant bei einem akademischen Duell erhielt, legte den Grund zu einem unheilbaren Leiden. 3m Frühjahr 1829 wanderte Spieß nach Halle, wo er zwei Semester seinen theologischen Studien oblag. Nichts lag für den turnbegeisterten Jüngling näher, als von hier aus Jahn in Kölleda zu besuchen. Was ihm der Turnvater von feinem Turnerleben erzählte und der feste Händedruck, der ihm zum Abschied wurde, blieben Adolf Spieß ein Erlebnis, das befruchtend auf sein ganzes Leben und Lebenswerk wirkte. Auch Guts Muths, dem trefflichen Lehrer, Erzieher und Turnschriftsteller, galt sein Besuch. Spieß behielt „das Bild dieses verehrten Mannes in lebendiger Erinnerung fest" und freute sich, „den Edlen gesehen zu haben". Die Weihnachtsferien 1829 verbrachte der Hallenser Student in Berlin, wo er wiederholt den Turnübungen im Eiselenschen Institut beiwohnte und selbst fleißig mitturnte. Frühjahr 1830 sehen wir Adolf Spieß wieder in Gießen, lieber feine Turnererinnerungen dieses zweiten Gießener Aufenthalts sagt er selbst: „Als ich im Frühjahr 1830 wieder nach Gießen zurück- gekehrt war, errichteten mehrere Turnfreunde in einem Garten einen kleinen Turnplatz, auf welchem wir uns täglich übten. Ich selbst sammelte zudem noch eine Schar von 12 fimaben, die ich bann im Turnen unterrichtete, und so war der Anfang gemacht, dem Turnen auch immer größere Verbreitung zu geben. Im Laufe des Sommers meldeten sich so viele zur Teilnahme an unseren Turnübungen, daß unser kleiner Turnplatz verlassen werden mußte. Freunde unserer Bestrebungen räumten uns einen in der Stadt gelegenen Platz ein, auf welchem die gegen 150 Turner angewachsene Schar nun mehrere Male wöchentlich zu den Hebungen sich versammelte. Die Turngeräte waren mehrere Recke, Barren und Springet (Pferd); zum Spielen zogen wir Öfter in geordneten Gliederungen unter Gesang auf den alten Turnplatz, der eine Viertelstunde vor der Stadt auf einer ebenen Höhe im Walde lag. Mein Amt war das des Leiters und Lehrers bei den Hebungen, und hier führten mich die Umftänbe wie von selber barauf, im Anfänge einer jeben Hebungszeit, bie zu einer Drbnung vereinte Turnschar in solchen Hebungen zu betätigen, welche im Stehen, Gehen, Laufen unb Springen ausführbar finb. Allgemeine unb freudige Teilnahme fanben biefe mit jebem Tage sich fortentroicfelnben Hebungen namentlich auch barum, weil bie Gliederung aller ihre Belegungen im Takte geeinigt fühlte, wie beim (Singen, bas mit bem Turnen oft wechselte. Ein solch fröhlich-freies Turnerleben konnte aber bei bem Geist jener Zeit nicht von langer Dauer fein: benn noch beftanb ja bie lurnfperrc. Die Polizei griff überall ba ein, wo sich trotz bes Turnverbotes ber „ft aats'gefährliche" turnerische Geist immer wieder belebte, und fo fand auch Spieß' Gießener Tätigkeit im März 1831 auf Anordnung bes Darm- städtischen Ministers du Thil ihr Ende. Mit dem Jahre 1832 begann Adolf Spieß feine Lehrtätigkeit. Zunächst übernahm er eine Stelle als Hauslehrer bei bem Grafen Solms-Rödelheim in Assenheim (Setter! . .. tyonruf Olr. 1354 Äranfenfrafttoagen " Abschied Heater. M i .Ter wahre Jakob wieder imferes ci ttihmv. Daus Kurt Joachim Münchener Schau paar Dvrsvssi leit wieder nach " Der M rer. den Studenten Karl Folien, der zugleich I am Schluß der nächsten W«, afio 1912, hnö SSaubt der foa Gießener Schwarzen war. dagegen hat ei sich auf 114 Vereine mir 11 D/i UebeiJm?f)t als 100 Zahre hinaus aber reichen sie Mitgliedern.ZehobenrdieZahl der Vereine hat uns heute die Bruderhand; denn der „Trieb", sich mehr als vervierfacht d e.. Zahl der Villaus dem unser 32. Kreisfest eine so glänzende glieder mehr als verfünffacht Ehrend sie in den SSermftätte aesunden bat war auch schon ihr ersten 25 Zähren nahezu gleichgeblieben ist. Und Turnvlan U1S tmä erste größere Tupfest, das nach 1912 ist der Bestand erheblich Weiter- Gießen in seinen Mauern sah, wurde am 22. 3u(i gestiegen, wenn auch die Kriegs- und Rachkiegs- 1818 gefeiert Bekanntlich war der turnerische zeit nicht ohne Schwankungen verlaufen ist. Zn Gedanke bei seinem ersten Auftreten mit außen- diesen statistischen Verhältnissen, die mit je 25 und innerpolitischen Zielen und Idealen der Zeit 3ahren zusannnenfallen, dürfen wir aber neben verwoben und mußte deshalb auch an ihren äußeren Ursachen gewiß mit Recht auch die Aus- Schwankungen teilnehmen. Wirkung innerer Kräfte sehem In dem Auftrieb der vierziger Zahre ent- Einen symbolischen Ausdruck der Sache kann stand diesmal vorwiegend aus bürgerlichen Krei- man vielleicht darin sehen, daß die fahrige m in Gießen der T u r n v e r e i n v 0 n 1 8 4 6", Zubelfeier des Gaues in dem kleinen Der^ der in turnbrüderlicher Zusammenarbeit mit dem stadtchen Biedenkopf stattfmid, die 50ja^nge 1885 gegründeten Männerturnverein uns Zubelfeier dagegen den ungleich größeren Rah- baö Kreisfest aetüftet hat. Um dieselbe Zeit men der Stadt ® 1 eß en aufsuchte. Uebrigens flößen wir auchO schon auf die ersten Verbands- war dies die bisher erste und einzige Gelegercheit, beftrebungen in unserem Gaugebiet. Die Anre- wo Gießen ein regelrechtes ©autuimfeft ßaüe. gung ging von dem heute noch durch und durch Gießen ist turnfreundlichen Städtchen Butzbach aus. Der rheinischen Kreisturnfeste. 1862 1874 1883, 1895 Leiter der dortigen Surngemeinbe und spatere 1925, und damit hat sie zur Zeit die Hochstzahl Gau- und Kreisvertreter Moritz Kuhl faßte unter alten Städten des ^ttelrheinkr^ er- auf einer Zusammenkunft in Ziegenhain am reicht. Dem Gau Hessen aber hat die Gießcmer 6. April 1847, der auch Aug. R a v e n st e i n Turnerschast - und Lms sottrhr nie vergesim aus Frankfurt beiwohnte, die Turngemeinden Verden I — wahrend des Weltkrieges, unterstützt, von Butzbach Friedberg, Gießen, Homburg v. d. durch ihre zentrale Lage im Gaugebiet, einen un- Höhe, Marburg und Ufingen zu gemeinsamem fäßbaren, lebenswichtigen Dienst ^viesen inneren Ausbau und besonders zu weiterer Aus- durch, daß sie sechs Zahre (1915 biS 1920) einfache breitung des Turnens zusammen. Gauturnen vorbereitete und erfolgreich durch- orellung ves 0 1 führte; sie ist damit dem Zusammenhalt und Bald aber wurde diese löbliche Tat überholt, turnerischen Leben des Gaues in schwerer und z'war j>on oben her^durch ^^en ^größeren cine außerordentlich wirksame Stühe ge- Gaues wird durch den Weltkrieg eingeleitet. Rach seiner langen schweren Zeit erleben wir jetzt einen Auftrieb der Leibesübungen, der auch do, , Gau Hessen neue und schwere Aufgaben steU An ihnen mitzuarbeiten ist die Gauleitung fetz 1 entschlossen und wird nichts versäumen. Aebn i den seitherigen Dezirksturnwarten find du; Sondergaüwarte aller Teilgebiete der LeLetz I Übungen in den Gauausfchuß eingetreten, W einzelnen Bezirke werden zu größerer Derart wörtlicher Mitarbeit herangezogen; neben de Bezirksturnwart ist der Bezirksvertreter gesteh und seine Gautreue wird insbesondere dazu be tragen, den ausgedehnten Gau innerlich zu festi gen. Möge es dem engeren Gauvorstand ä Gemeinschaft mit dem Gauausfchuß und de» Turnausschuß unter der bewährten Führung bti 1. Gauvertreters Arthur Pfeiffer (Wetzlar und des Gauobertumwarts Wilhelm Wil; (Gießen) beschieden fein, auch unter den neuen, stark veränderten Verhältnissen unseren lieb« Gau Hessen in feiner Blüte zu erhalten und zu mehren. Infolge des zwischen den Sportoerbänden “J der Deutschen Turnerschaft ausgebrochenen Sampl1! hat diese die Schwimmbewegung selbständig orgac - fiert mit dem Endergebnis, daß sie heute ber«c- nach kurzer Lebensdauer eine beachtenswerte v» lang im deutschen Schwimmleben einnimmt, um/* mehr, als sich gerade die Turnerfchwirnmer c® volkstümlichen Betriebsformen des Schwimm^- widmen, im Gegensatz zum Schwimmverband, »*- haupt ächlich den Wettkampf und die Leistung w den Vordergrund stellt. So Hot dieser sonst so w Der Aufschwung des Turnerfchwimmens. Turnen und Schwimmen gehören eng jufam men, ja. Schwimmen ist im Sinne des Vaters btr Turnkunst, F. L. Jahn, Wasserturnen und bom ein Teil des vielseitigen Turnbeariffs. Schon be ersten Turner, die sich um Jahn sammeltrr schwammen eifrig und tummelten sich in der m Pfuelfchen Badeanstalt an der Spree. Stets ist bt: Schwimmen in den deutschen Turnvereinen k trieben worden, und keine sommerliche Wand» fahrt ging vorüber, bei der nicht eifrig tzeschw» men wurde. Viele Vereine richteten Schwimm- ui Badetage ein und setzten Uebungostimden an, c denen das Schwimmen gelehrt wurde und forip> schrittene Schwimmer sich ausbildeten, um sich gtflt benenfalls an Schwimmwettkämpfen zu beteilige Aus dem anfänglichen allgemeinen Schwim» betrieb in den Turnvereinen erroudrfen dann bi Schwimmriegen und Schwimmabteuungen, bi allmählich zur zielbewußten Pflege des Schwi» mens und Wasserspringens in allen seinen Forwa übergingen. Schon am Ende des 19. Iahrhwidelt war eine Anzahl von Schwrmmabtellungen tw Händen. Sie mehrte sich gewaltig, als die Eam und Kreise der Deutschen Turnerschaft und ttiW die Deutsche Turnerschast selbst dazu überginga bei ihren großen turnerischen öeranftattungen as schwimmerische Wettkämpfe auszuschreiben ul durchzuführen. Das Deutsche Turnfest in Frankfurt a. M. 190 sah erstmalig auch die Austragung von SchwiM wettkämpfen in größerem Maßstab bei guter Se teiligung. 1913 in Leipzig wurden die SchwiM Aus bet Rot unseres Volkes ist das deutsche Turnen geboren. Der Rot sollte es abhelfen: es sollte ein wehrhaftes Geschlecht schaffen, das in der Lage war, mit der Kraft seiner Arme das Franzosenjoch abzuschütteln. 3ebe Zeit hat ihre eigenen Röte und ihre eigenen Bedingtheiten Wiederum schmachten wir unter dem Zrar^ zosenjoch. Aber das wissen wir auch: durch die Kraft der Arme allem werden wir uns niemals von ihm frei machen. ®axu bedarf es vielmehr zuerst und vor allem einer völkisch- sittlichen Erneuerung von innen heraus. An ihr muß die Deutsche Turnerschast arbeiten, wenn sie daseinsberechtigt sein soll. Kann sie das mit den Arbeitsmitteln, die ihr sur Verfügung stehen? — Wir sagen tausendmal: jal Worüber klagen wir denn heute? Ueber die Zerrissenheit unseres Volkes, das wehr als WMZMWMLßMMI SJ“ÄJKÄunb, der Turngemeinden 3u .^meinen «erteJ ,l" firhurtir für Deutschland und aus den Turngemeinden Butzbach, Friedberg, mÄ unö in §em man nur Gießen, Grünberg, Laubach, Marburg Rauschen- deutsches Volk arbeiten uno in Wetzlar, denen dann noch Homburg S Ä v.d H., Alsfeld unö Homburg a. 0. Ohm folgten, von parteipolitischen Unterschied ’ • ^,Turngemeinde" war her übliche Vereinsname, Wir klagen über Weichmuttgkeit unö Turnverein" der Derbanösname.) Die Organi- lensschlafsheit, über feiges Sich-Ergebem uver ?afion geschlossen durch den am 14. Mai Mangel an Mut und Furcht vor dtt Veram lß4g in Mainz gegründeten Mittelrheiniwortung. Wir fuhren die fugend hinaus zu e z i r ks v e r ba n d. 2lber schon am männlichem Tun und mutvollem -wagen, e-er J2 1852 wurde der Lahnbezirksverein unter Sport kennt nur wenig Mutübungen. -ueDim- Srucf t>er Reaktion wieder aufgehoben, nach- gen des Laufens, Werfens und Springens ( - i>em er tn &en Jahren seines Bestehens auf gesehen allein vorn Stabspringen) ersoroern $urntagcn un£> Bezirksfesten die Turnfache eifrig Kraft, Ausdauer, Geschicklichkeit, aber keinen geföri)ert ^ttc $n öcr turnerischen Leitung, Mut. Bei unferm deutschen Gerätturnen tote indbefonbere öer Ausbildung von Vorturnern, wir es in der Turnerschast pflegen, giot e tritt ^ieE schon der mit der turnerischen Entwick- zahllose Mutübungen sowohl für Anfänger wie Gießens und des Hessengaues eng ver- für Gipfelturner. Die Deräte sind hart und I toa(^fene Christ. Rübsamen hervor, der oft hoch. Da kann man sich Schöpfer der Gießener Zugendfeste, fallen Unö weil man es weiß, heißt es Die 3äbne zufammenbeißen unö Öen Willen fest in Wieder lam der Anstoß zum Zusammen- die Hand nehmen, wenn man ans Ueben geht, schluß in unserem Gebiet von oben her, diesmal Es gibt feine bessere Schule des Mutes, und aber mit dauerndem Erfolg. Auf Betreiben der sie tut öen verweichlichten unö feigen Menschen Offenbacher Turner traten die im Mittelrhein- I unserer Zeit so unenölich gut. gebiet noch bestehenden Turnvereine toicöer in Sie Baben noch anöere Fehler. Sie sind engere Fühlung, unö so kam für Öen 27. Marz SSE Lid Mittelrheinkreises am 27. März 1909 als Mit- benfen nur baran, tot Turnerschaft locken die grünber des Kreises Erinnerungsurkunden. Das unb S der 1. Mittelrheinische Turnfest wurde am 5. unb b Mr aeben mtt^hr in 6. August 1860 zu Offenbach abgehalten und St unb Seuen uS toenn toir aus unserem Gebiet von Gießen, Butzbach, Fried- Tviid» im Wald den Leib durch berg, Marburg, Ridda, Usingen, Schotten, Vilbel nU nn im Turnen und Spiel und Wetzlar beschickt. Erster Sieger war Gg. L 0 h und bi^siim mach^i Wir von Gießen. Auf dem mit dem 2. Mittelrheini- Vokäm häfti?en unö ftnmen scheu Turnfest zu Oberstein (1861) verbundenen STrerMüb au*^iffS gefunöe ©eele, | Surntag wurde bad ganze Verbandsgebiet in nm rilntni-lichen unö Ehrfurcht vor I neun Bezirke geteilt; einer davon war ber „Be- Lt Sn 1^ 0eek beucht unser zirk Gießen", aus dem sich unserer jetziger Volk beute Menschen mit solcher Seele verkom- „1- Gau Hessen" entwickelt hat. Am 17./19. Volk h^lte 1 des Alltags August 1862 war dann ber Mittelrhein- men nicht im Materialisnms des Alltag^ fr erftenma[ mit fein€m Kreisfest in Deoenken wir schließlich, wie stark unfer Gießen zu Gaste, und in demselben Zahre, Volk durch den Kneg und dieKriegsfolgen tor 5 ostober 1362, trat der 1. Dezirksturntag in perlich verschlechtert worden ist. mtt zusammen. Aus dem »Bezirk Gießen" unserer Zugend.steht es ost bttter ^aurig aus^ tourbe alsbald ber „Bezirks Hessen" unö feit dem Blutarmut, Bleichsucht Rachitis Ruckgratsv«: Turntag am 15. April 1877 zu Marburg der frümmungen tauten fürchterlich unter ihr. Was AefÄ" Ä Ä? “^nT8^ nWU S ®er^e^irt Hessen" umfaßte vier Unter- und Heilmittel schaffen. Kein gaue: Gau Gießen, Gau Oberhesfen, Oberlahngau QlnMann9 sie geben. Helfen und heilen kann gestand bis 1874) und Usgau (bestanö bis 1885). nu? Öta Ratur unb die natürliche frei-fröhliche Der „Gau Hessen" aber wurde auf dem 42. Turw- Bewegung in Sonne, Licht unb Wasser. Auch tag am 5. Rovember 1882 zu Gießen m sechs t.-—. stellt sich die Deutsche Turner- Bezirke eingeteilt: 1. Bezirk Marburg, Bieden- schast in den Dienst des Volkes. Das frohe und köpf, Homberg a.d. Ohm; 2. Dezstk Gießern Lich, kräftige turnerische Leben, in dem sie ihre Zu- Laubach, Wieseck, Hauseii b. ^\c6en, CSJeoIar n,,fjipfit ist das beste Mittel, der dro- unb Herborn; 3. Bezirk Ribda, Ortenberg, Qc^ot» SeÄSfl der deut- ten; 4. Md Lauterach, Alsfeld, Schliß; 5. De- Men M-nschen Wrtfam ,u begegnen. Anspach, Butzbach und Wehrheim. (So tauschten im Laufe der Zahre die Bezeichnungen „Bezirk" und „Gau" ihre Plätze im Aufbau der Organisation.) Wie man sieht, ragte der alte Usgau, ber übrigens stets ein reges turnerisches Leben zeigte, noch drei Zahre (1882 bis 1885) in die neue Bezirkseinteilung des Gaues Hessen hinein, so daß die betreffenden Vereine in einer Doppel- Organisation standen, die 1885 beseitigt wurde. Roch 1904 hielt der Gau Hessen sein Gautumfest in Ufingen ab, das trotz der weiten Entfernung zahlreich besucht war. Allmählich aber orientierten sich die Vereine dieses Abschnittes verkehrstechnisch günstiger, so baß einige Zeit ber Gau fünf Bezirke zählte, bis er nach bem Weltkrieg burch Teilung des ftarlgetoorbenen 1. Bezirks Marburg wieder einen 6. Bezirk erhielt, diesmal im Rorden Iaha^! 1 ijspji' gltanPalt 1 lciL Die am Krer | Auhe.rden^ .verkehren rtj Sonders«« : i Uhr Ut fli ■ -1 Uhr vm. F&'Srt lb»» rc» *?■ wirb wie gewöhn« Nachzug 569 oetl 11.10 Uhr nm. Strecke Giehen- Pz. 121 verseh ‘ Friedberg ab W om. Pz. 182 6ie| nm 2. August bi 3ua 782 Sieben Friedberg, ■ U 729 Siek bis Marburg. Strecke Sir Die Züge verkr eoll. mit Nachzugei Lkrcke Sieh Die W verk eoll. mit Nachzüg * zum Montag rer Metzlar. Siehe " Ser 2 S kolonne vom M Staii"$utnf übertragen tootbi itigen fiänbige 2 int Kolomtenöepot Mg werden Sm ber Lohn, svtoie 1 M Mtttvoch ai jung, noch der Z bracht. Ob Steu, ober ob er ein S her noch nicht be das Urteil noch : D.,, .^u^geho whwamt teilt m ^ming des Le ZWtrahe und Rhoden. iSR Uhr cm. Gieren — Gelnhausen: U n iversitäts-Restau rant □□ 5513a Fernsprecher 196 Plockstraße 5 Inh.: F. C. Günther Saal und Räume für private und gesellschaftliche Veranstaltungen Mittag- u. Abendessen Fürstenberg-Bräu Gut gepflegte Weine mit bet Spezialität: Rahmeis in Portionen • Schlennnerbecher Lieferung von Torten und Gebäck außer dem Hause □ie Schwimmwettkämpfe beim Kreisturnfest rtöen morgen vormittag von 8j bis 12 Uhr und achmittogs von 2 bis 6 Uhr in der Müllerschen Bebeanftolt statt. Näheres im heutigen Anzeigen- Sonderzug iixßen ab 9.00 Uhr nm., hält auf allen Stationen iis Gelnhausen. Pz. 516 Gieren ab 11 Uhr nm. bis B ü - )Ingen, hält aus allen Stationen. Der Zug 516, der sonst 10.43 Uhr nm. fahrplan- «fjifl bis Hungen verkehrt, fällt am Sonntag aus. Aus Stadt und Land. Gießen. den 31. 3u(i 1925. Fahnen heraus! Mitbürger« Schmückt bk Straße« § ahnen und Grün zur Verherrlichung t »eiStarnfestes! Niemand bleib« abseits! für 1924. DaS Grundkapital wird vrm 0,8 awt 2 Mill. Nm. erhöht. • Zollunion zwischen Frankreich, Belgien und Luxemburg? Zwischen den genannten drei Staaten sind, wie die .Textil" Mach«" mitteilt. Verhandlungen eingelcilet worden, welche die Schaffung einer Zollunion zum Ziel haben. Der jetzt zwischen Frankreich und Belgien bestehende modus vivendi ist als Vorläufer dieser Zollunion anzusehen. Börsenkurse. Wirtschaft. • Der Großhandelsindex für Juli. Die auf den Stichtag des 29. Juli berechnete Grohhandelsindexzifser ist gegenüber dem Stande vom 22. Juli (134,3) um 0,3 Proz. auf 133,8 zurückgegangen. • Westbank A. G.. Frankfurt a. M. Die H. V. genehmigte die Äm.-ErvffnungSbilan; | per 1. 3anuar 1925 sowie den Jahresabschluß Probedoie und illustrierte Broschüre über S&uß- llogsDflege kostenlos und unverbindlich durch I „Unaa‘,-Gesell6ch.m.b. H-.BertinW 57,BtilowBtr. 56. Briet 4.197 19,4» 6,61 30,436 20 01 IM.H2 16,6ä 77,94 69.46 112,98 82,02 60.75 12.46 5,87 Frankfurter Abendbörse. Frankfurt a. M-, 30. Juli. Die Geschäftslosig. teü an der heutigen Abendbörse war so stark ausgeprägt, daß Umsätze nur in einzelnen Fällen zustande kamen. Die Kurse zeigten nur geringe Veränderungen, doch neigte die Stimmung weiter zum Nachgeben. Während sich deutsche Anleihen zu behaupten vermochten, schwächten sich Pfandbriefe und Städteanleihen etwas stärker ab. Interesse be- stand für kein Gebiet, und die Abendbörse schloß lustlos und schwächer. Deutsche Anleihen: öprozent. Kriegsanleihen 0,227$ Geld, 0,230 B. Ausländische Renten: 4proz. Türkische (Administration) 8, 4proz. konv. Türken von 1905 7, do. von 1908 6,25, Zolltürken 6,80, Ungarische Goldrente 8,15. Bankaktien: Den eiche Sertb Dollar-Ant. bto ioa.-e^ae-aüurrilna-'l *l6 .................. 6*/» Ql .................. Berliner HcmdelSgelellschatl. Lommer». nnd Pri var-Bant. ®annft und Slarionalban! Deutichr Bank ..... Denttche veretnSdank • - • « tternte Comoumdit MetnlliMmr ....... MlitelLentsche drtbUbant Ctfttnrtdjifdit EredttaastaU- Westbank ........ Pod)inner (5n| ........ BuderuS ....... Cato Deotird-Lurrmbnrg ..... ÄeNeiitrrchcucr riergwerf» . . harpener Bergbau ... Äoluotrtt Lichrr-ledea. ... Kaliwerk Weneregeln. .... Laurobnlte ....... Oberbevari .......... Pbönir Bergda» ...... «beinskadl ..... Äxbttf Montau ....... TelluS Bern bau bombuta-Änuntü Paket. . * Norddeutscher Llovd . . . Chrramllche «Serke Bibtn . . -iemenlwcrk Heidelberg . . . Pbiltvv HoUmann ... Änglo-Com -ffluane ..... Badische Anilin Chemische Mover Hlairte .. Ädldichmid» .... GrlcS enner Electron .... höchster Farbwerke ..... Pvl,verkol,luuo . ..... tliUloeeSw> rke ........ ErbetdeanilaU vllo ElektrUtiLtA-Seielllchatt verpmann ...... 'Fevmkrastweree Lchuckerl . ...... Siemens A Halske .... »dlrrwrrte Älepct ..... Daimler Motor«. ..... Heyltaenllaed» - ..... Megntn...... .... Motorenwerke Mann beim Frankfurter Bnnorartn Konservenferbrik Braun . . Metallgelell^afr Frankfurt. ^chub'abrik Her» . . . . .. Sichel. ......... Zellstoff ÄatMof •tudfrfabrtf Frankenthal . . Hutf erfahrt? ffiaabäufcl — Der Freiwilligen DanitätS- Rlvlonne vom Boten Kreuz ist anläßlich des KreiS-TurnfesteS der LlnfaN-Aettungsdienst Vertragen worden. CM werden an den Fest- ’ fußen ständige Wachen auf dem FehPlah und n Kolonnendepot Sonnenstr. 2 gestellt. Gleich- Uig werden Samstag bei dem Schwimmen an Lahn, sowie Freitag- und SamStag abend - bot den Veranstaltungen in der Festhalle Dcnn- itZwachen eingerichtet sein. Während des Fest- iqeS am Sonntag stellt die Scmitätskolonne fliegende Wachen an nachstehenden Punkten Hlor Stadt auf: Walltor, Ecke Vordanlage, Veu- tcith, tS.dc Westanlage; Seltersweg, Gcke Süd- ilagc; Marktplatz, RathauS; Gartenstraße. Gcke rlldanlage: Molttestraße, Ecke Kaiser-2Mee. ! Sei ter können m dringenden Fällen unter Tele- »onruf 01 r. 1354 und 1010 SanitätSleute oder rankenkraftwagen benachrichtigt werden. •• Abschied vom Gießener Stadt- *'■ »eater. Mit der heutigen Vorstellung von Per wahre Jakob" verabschieden sich drei Mit- ;lieber unseres StadttheaterS vom hiesigen Pu- ' \ lilum: Maus Olels vn, Felix Olorfolk und ,'tort Joachim Baum. Herr Daum ist an das lMnchener Schauspielhaus verpflichtet, das Che- toar Olorfvlk-Olelsvn verlegt seine Tätig- \mt wieder nach Berlin. •• Der Mörder Adolf Steul wurde an Mittwoch abend, am Tage seiner Verurtei- lu_ng, nach der Zellenstrafanstalt in Butzbach versucht. Ob Steul das Urteil schon anerkannt hat, :lver ob er ein Gnadengesuch beabsichtigt, ist bis- berr noch nicht bekannt geworden. Dis heute hat baS Urteil noch nicht Rechtskraft erlangt. Aufgehobene Straßensperre. Das sislizeiamt teilt mit: Die am 20. Juli angeordnete Zerrung des Leihgesterner Wegv zwischen der :ndwigstraße und dem Aulweg wird hiermit auf- Hjoben. Bornotizen. — Tageskalender für Freitag. L Mittelrheinisches Kreisturnfest, 8$ Uhr Festhalle 3 -grüßung der Gäste aus dem besetzten Gebiet. — : adttheater: 8 Uhr „Der wahre Jakob". — Licht- :-klhaus Bahnhoistr.^ „Fridericus Rex" 1. und LeiL— Astoria-Lichtspiele. „Hyänen des Meeres." Landkreis Gießen. * Ober-Hörgern, 30. Juli. Am 1. August s^eht, wie schon kurz erwähnt, die setzt 71jährige «dämme Frau Anna Margarethe S c i p p geb. ? 1 ringer, ihr 50jähriges Dienstjubiläum. 3-m Professor Kehrer in Gießen für ihr Amt vor- ’c.-eitet, ist die Jubilarin noch heute in liebcnsroür- ster Weise vorbildlich in ihrem Berns tätig. Ihre 1 se wird nicht nur von Wöchnerinnen, sondern <4 in Unglücksfällen gern in Anspruch genommen nd, was die Hauptsache ist, auch sehr gern gewährt. ,'cran hat weder die Vervollkommnung des öffent- icn Fernsprechnetzes noch der Bau der Butzbach- it)cr Eisenbahn etwas geändert. Zur besonderen iicude aller Beteiligten gereicht es, daß während der Tätigkeit der weisen Frau weder Wöchnerinnen, noch Kinder bei der Geburt verstorben sind. Die besten Wünsche der Gemeinde sind bei der lieben, hochverehrten Jubilarin während ihrer weiteren, «öffentlich noch recht lange dauernden Amtstätigkeit. Kreis Friedberg. Rieder-Florstadt, 29. Juli. In sei- ner Efungsten Sitzung besprach der Gemeinderat den Neubau einer Autohalle, die in Nie- der-Florstadt gebaut werden soll. Seit Bestehen unserer Autooerbindung wird eine Halle in Ober- Florstadt benutzt, die für die Wagen mit Anhänger nicht mehr ausreicht. Die Reinigung der Wagen ist schwierig, weil Ober-Florstadt noch keine Woster- leitung besitzt. Der zweckentsprechende Umbau der Halle und die Zuführung von Wasser wird etwa 4000 Mark kosten. Die Verlegung der Endstation nach Nieder-Florstadt wird eine wesentliche Verringerung der zu fahrenden Kilometer bringen; von täglich zehn Zügen brauchen dann nur noch drei über Nieder Florstadt hinauszufahren, sieben enden hier. Man spart dadurch täglich etwa zehn Kilometer, bei 300 Arbeitstagen 3000 Kilometer, bei 70 Pf. Unkosten für den gefahrenen Kilometer wäre dies eine jährliche Ersparnis von 2100 Mk. Die neue Halle wird 14:16 Meter groß und ist auf etwa 9—10 000 Mk. Baukosten berechnet. Die Gemeinde Nieder-Florstadt stellt das Gelände, liefert die Mauer- und Chausseesteine zu einem Dor- zugspreis und beschafft 7000 Mk. der Bausumme. Die Zinsen dieses Kapitals überfteigen nicht we- entlieh die Miete, die seicher an die Gemeinde Ober-Florstadt bezahlt werden mußte, da beide Gemeinden laut Vertrag zur Stellung der Halle Der- pflichtet sind. Die Gemeindevertretung erklärte sich einstimmig für das Projekt, über dessen Ausführung nun der Derbandsausschuß entscheidet. Der- bandsvorsteher L u x bezeichnete die finanzielle Lage des Autooerkehr-Zweckoerban- des als günstig und das Weiterbestehen der Auto- linie bis zu einer Ablösung durch ein besseres Verkehrsmittel als gesichert, was mit großer Befriedigung ausgenommen wurde. Sorgen mache nur der schlechte Zustand der Straße, dessen Folge außerordentlich viel Reparaturen seien. Vorläufig wären 20 000 Mk. zum Walzen und dieselbe Summe für Kleinpflafter vorgesehen. In Anbetracht des eigenen Interesses an der Instandsetzung will man an den Kreis die Walz- und Kleinpflastersteine zu einem möglichst niedrigen Preis aus dem Gemeindesteinbruch abgeben. Kreis Schotten. lg. Gedern, 29. Juli. Dem in der Gießerei des Hirzenhainer Hüttenwerkes beschäftigten Arbeiter Jost aus dem nahen Steinberg fiel ein schwerer Formkasten auf den Körper und verletzte ihn derart schwer, daß er ins hiesige Krankenhaus überführt werden mußte. Soweit bis jetzt festgestellt wurde, ist ein Bein gebrochen, am anderen Bein und an der Brust erlitt er schwere Quetschungen. Der Bedauernswerte hat bis jetzt noch nicht das Bewußtsein erlangt Startcnburg und Nhcinhcffcn. fpd. Höchst a. M., 30. Juli. Ein hiesiger Handwerksmeister versuchte seine Frau und vier Kinder dadurch zu vergiften, daß er ihnen Arsenik in die Suppe schüttete. Die Angehörigen erkrankten und mußten dem Krankenhause zugeführt werden, befinden sich aber auf dem Wege der Desserung. Der Täter versuchte s i ch darauf zu erhängen, wurde jedoch rechtzeitig abgeschnitten. Er muhte gleichfalls ins Krankenhaus verbracht werden, da er sich bei dem Selbstmordversuch eine schwere Kehl- kopsverlehung zugezogen hatte. Heften-Nasfau. fpd. Frankfurt a. M., 30. Juli- Im Monat Juli kamen im Dereich des Polizei- bezirls Frankfurt 6038 Anzeigen zur 'Bearbeitung. Darunter befanden sich 2549 Anzeigen wegen Tleberlretungen, 786 Anzeigen wegen Ver- brechen und Vergehen. Festgenommen wurden vorläufig 1165 und endgültig 819 Personen. — In der Dleichstrahe, Ecke Peterstor, wurde in der vergangenen Aacht eine Dame von einem Dlnbekannten verfolgt, der ihr die Handtasche zu entreißen versuchte. Passanten stellten den Räuber, der sich jedoch wieder losrih. Im gleichen Augenblick zog aber der Dursche einen Revolver und gab auf seine Verfolger sechs Schüsse ab, von denen einer einen Herrn an der linken Drust traf. Der Täter konnte unerkannt entkommen. — Der seit Monaten von der hiesigen Kriminalpolizei gesuchte Woh- nungs- und Dilleneinbrecher Wilhelm Steg- mann aus Frankfurt wurde dieser Tage in Wiesbaden verhaftet. Dei der Durchsuchung der Wohnung des Einbrechers sand man ein ganzes Warenlager gestohlener Sachen vor: Perserteppiche, Gobelins, Oelgemälde, Meißener Porzellane, Fayencen und viele andere Sachen. Alle diese Wertstücke stammen aus Einbrüchen, die er in Frankfurt und verschiedenen Rachbarstädten beging. — Mehrere Frankfurter Herren unternahmen Mittwoch vormittag mit dem Auto einen Ausflug rn die Rähe von Wetzlar und mußten bei Weidenhausen wegen eines geringen Motordefektes Halt machen. Beim Anlassen des Motors schlug plöAich eine riesige Stichflamme heraus und setzte den Wagen in Brand. Die Fahrgäste muhten sich von dem Wagen entfernen,-da man eine Explosion des gefüllten Benzinbehälters befürchtete. Ein Heb ergreif en deS Brandes auf den nahen Wald konnte verhütet werden. Der Kraftwagen verbrannte biS aus die Eisenteile. Strecke Gießen—Fulda. Pz. 572 von (Brünberg verkehrt wie werk- vos: (Brünberg ab 5.31 Uhr vm., Gießen an 6.20 Ihr vm. Pz. 569 Abfahrt 10.46 Uhr bis Grünberg rirb wie gewöhnlich gefahren. ?lachzug 569 verkehrt bis Alsfeld. Gießen ab 11.10 Uhr nm. Strecke Gießen—Frankfurt a. 2fi. und kastel. Pz. 727 verkehrt am 2. August wie werktags. ' t l e b b e r g ab 5.28 Uhr vm., Gießen an 6.25 .Ifjr vm. Pz. 782 Gießen ab 10.39 Uhr nm., verkehrt n» 2. August bis Frankfurt a. M. Ein Nach - ing 782 Gießen ab 11.39 Uhr nm. verkehrt bis a r l e b b e r p. Pz. 729 Gießen ab 10.43 Uhr nm. verkehrt Marburg. Strecke Gießen—wehlar—Limburg. Die Zuge verkehren wie sonst an Sonntagen, iutL mit Nachzügen. Strecke Gießen—Wetzlar—Dillenburg. Die Züge verkehren wie sonst an Sonntagen, toll, mit Nachzügen. In ber Nacht vom Sonntag lum Montag verkehrt ein Personenzug bis R t 6 l a r. Gießen ab 12.00 Uhr nm. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. On Billiancn SR art aoSaedrückl. BuenoS-iNrrS, London. Rtu- toort Japan, Nio bt Janeiro für eine Einheit. Wen anb Bebaerfi für 100000 ®nbäten, alles übrige für 100 Einheit-«.) Tele graphische Auszahlung. hVMtz MMMNS. inunen yehören eng « st im Sinne bes $air n, Wasserturnen und! en lumbeariffs. Sfterr., i 100 Krone, Rumänische Noten...... Schwedische Noten Sch»ochee Note»....... Svfinische Noten Tschechoslowakische Noten . . Unaanfdje Noten . . . « • EIBE Universitäts-Cafe mit eigener erstklassiger Konditorei SP/- DaMche NetchKanlekd, - #/, lentffte NeichSan leihe . »'/,•,> Deutsche ReichÄmleth, Deutsche RetchSemleide . Deeijtbe 8 parprtumen ob letbe «•„ Preuhisch« Äowfoli • • . f/t Hessen ^55? -drei TB“ denen hn «ßw K M «N y eilen einen geaj un «rei«, y Io txmiQ durch den der Snfoüflmy drsubungen, der auch ' laxere NflobtTi die ®ouklha£ nl^tÄ betläumen. i irksturntvarten sind Teilgebiete der M Eslchusi ringetieten, -den zu größerer tx« herangezoM- neben 1 :c gehe, irö inibtlonbtu ba^u 5e ten Sau innerlich zu W engeren GaudvchM i TauMjchuh und ' :t bewLHNen Zührung hur^jeijser itvarlS Wilhelm T ■in, auch unter den io irhältnisien unseren K Iüite zu erhalten v' Die Sonderzüge am Kreisturnfest-Sonntag. Außer ben fahrplanmäßigen Zügen )e:kehren am Sonntag, 2. Auguft, nach bie I Igenben Züge: Strecke Gleßen—Gelvhaufen. S o n b e r 3 u g 2 ch l ü ch t e r n - G i e ß e n: hluchlern ab 4.50 Uhr vm., Gelnhausen an 5.44 1 Itr vm.. hält auf allen Stationen. Gelnhausen ob H) vm., halt auf allen Stationen bis Nibba; b Nidda hält er in Hungen unb Lieh. Gießen an DeatfAe Bant Hfl. 12, Dtscvntv 105. Dresdner 100, Mitteldeulfche Crcbtibant 96^0, Qeperr^chischc Kre- bitaftien 7,70. TtontanaHien: Dtani M, Äaii Ü)*r- - leben 123, Kali Westeregeln 136.50, Jnduftrieaktien. Sdlerwerkc Kleyer 55, AEG. 96,75, Dycker host Sc Dibmann 37,50. Fuchs Waggon (MÄ, Eloktrisch Üicht unb Kraft 94,25, Hol-marm 58, WemmeMU 28, Justus Sichel 24. Setliner DStft. Berlin, 30. Juli. Die Vermutung, daß die Rentenbank einen größeren amerikanischen Kredit erhält, und die gestern einer freundlicheren Stimmung zum Durchbruch verhalf, stellte sich in dieser positiven Form als voreilig heraus, doch glaubt man in Dörsenkrelfen, daß die Derhanb- jungen hierüber rocitrr sehr günstig stehen. Der heutigen Tendenz wurde dadurch eine Stütze geboten, um so mehr, als gleichzeitig verlautete, bah bie Verhanblungen ber deutschen ©Dibble- f ontbant mit amerikanischen Danken wegen ber Diskontierung von Dreiinonatswechseln bereits zu einem befriebigenben Abschluß geführt hätten. Leiber wurden diese anregenden Momente dadurch illu- arisch gemacht, daß vom Montanmarkt aus eine neuerliche Verstimmung sich über die Aktienmärkte ausbreitete, da hier bie Nachricht zu Ab- faben führte, wonach ein Regierunaskrebit ü r ben Ruhrbergbau nicht in Aussicht genommen ist. Auä) eine am 30. Juli erfolgende neue Beschränkung ber heutigen Kohlen- unb Koksausfuhr nach Frankreich bringt feine Aussicht auf Besserung ber Lage im Ruhrbergbau. Ebenso eröffneten bie Aktienmärkte in schwacher Haltung. 9hir heimische Staatsanleihen, namentlich Gemeinde- unb Lanb- anleihen, behaupteten sich, wobei für letztere bie Bildung eines S ch u tz v e r b a n d e s der An- leihebesitzer sich auswirkte. V o r k r i e g s - pfanbbriefe waren etwas ermäßigt. Am Geldmarkt stellte sich der Satz für tägliches Geld auf 9 bis 11 Prozent unb zeigte damit eine gewisse Versteifung an. Ausleihungen einige Tage über den Ultimo hinaus 11 bis 12 Prozent. Monatsgeld stellte sich auf 10} bis 11) Prozent. Jrn Devifenverkehr lagen polnische Wahrungen schwächer, ebenso nordische Devisen, dagegen waren Paris und Brüste! gering gebessert. Die Reichsmark notierte in London 20,40, Amsterdam 59,29, Paris 5. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 30. Juli. Es wurden notiert: Weizen. Wetterauer, alter Ernte 24 bis 24,50, Roggen, inländischer neuer Ernte 21 bis 21,75, Hafer, inländischer 20,50 bis 2.3,50, Mais (gelb) 21,50 bis 22, Weizenmehl, inländisches (Spezial 0) 38 bis 38,25, Roggenmehl 30 bis 31,50, Weizen- riete 11,90 bis 12,25, Roggenkleie 12,50 bis 12,75. Tendenz: stetig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers"^ Frankfurt a. M, 30. Juli. Auftrieb: 23 Binder: darunter 18 Ochfen, 1 Dulle. 4 Färsen und Kühe, 702 Kälber. 110 Schafe, 440 Schweine. Es wurden für 100 Pfund Lebendgewicht gezahlt: Kälber: feinste Mastkälber 78 bis 85, mittlere Mast- und beste Saugkälber 70 bis 77, geringere Mast- und gute Saugkälber 60 bis 68; Schafe (Weideinnstschafe): Mn (Hämmer und Masthämmel 46 bis 51, geringere Masthämmel und Schafe 35 bis 45; Schweine: vollfleischige von 80 big 100 Kilo 90 bis 92, vollfleischlge unter 80 Kilo 85 bis 89. vollfleischige von 100 bis 120 und 120 bis 150 Kilo 90 bis 92. Marktverlauf r Flotter Handel, schnell ausverkauft. MechNche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Oft. Veltgionsgemelnbe. Gottesd. L b. Synagoge (Südanlage). Samstag, den 1. August. Borabd. 7.45, morg. 8.30, abds. 8.25 u. 9.05. Gottesdienst der ist. AeligionSvesellschaft. Sabbasteier den 1. August 1925. Freitag abend 7.25, Samstag vorm. 8.00, nachm. 4.30, Saobatausgang 9.05, Wochengottesdienst morgens 6.3O, abends 7.00. Rundfunk-Programm des frankfurter Lenders. (Aus der .Radio-Umschau^.) Samstag, 1. August: 12 Uhr: Nachrichtendienst. 4 Uhr: Wetterbericht der Gießener Wetterdienststelle. Wielfchaftsmeldun- gen. 4.20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.30 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert des HausorchOsters. 6 bis 6.30 Uhr: Jugendstunde: Aus „Gockel, foNtfel unb Gacke- leia" von Äemens Brentano 6.30 bis 7 Uhr: Briefkasten. 7 bis 7.30 Uhr: Aus Historie unb Phantasie (Anekboten und Rätsel). 7.30 bis 8 Uhr: Übertragung von KÄsel: Stunde der Stadt Stoffel .Längste rheinische Ächtung", Borlrag von Dr. Arthur Ruppert. 8 bis 8.30 Uhr: Stunde des Frankfurter Bundes für Dolksdikbung — Dortrag von Dr. Schuckmann „Ein Ausflug in die Basaltbrüche von Steinheim". 8.30 bis 9.30 Uhr: Die SolODioline. 10 bis 11 Uhr. Fiat JuMal ober Die verrutschte Augenbinde. Heitere Gerichtsszenen. fest in Snmtsmt aJR UW >ewegung . unttrüy haltnO 5-, @au-,5 ®ettIa7 Jcben d«n te&st b. MÄ-L KEE- MM Srantftn 1 a.M. Berlin Schluß 56h* | Dlittag bSrl« Äwre 65rle Nur» । 29.7.1 30 7. 29.7. | 30 7 0.2375 0.230 0.225 0.235 — — 0.265 0.325 — 0,250 0,23 O.iM 0.42 0.420 0.42 0,130 0.15 1.1325 0,25 0,250 0.255 1.2725 — 0.27 0,82 0.29 — 0,24 0,25 0,275 ii,24 0,27 0,25 »».75 88.75 91.75 91,75 93,8 93,9 93.9 94 6.40 6,8 6.25 6,25 31 31,5 35,1 34 127 128.25 127 127.50 95 95 95.5 95,25 115 114.5 114 5 114 50 116.13 116.13 116.5 117 60 — 105 105 103 105,25 Kf 80,25 • 95,7.5 05 5 95,25 £5,25 7.70 7.70 7.90 7,87 0.085 0.07 0,1 0.10 63.5 — 62 63,75 45.75 46 46,5 46.50 — — 39 39 61 62 62 62 51.5 — 53 51.5 100 100 99,75 101 123 123 123,25 1245 136 136,5 20 40 21). 87 40 40.25 40.13 40.13 45 41.75 46,5 45.5 77 76,75 75.90 "<5 58.50 59,25 58,5 59,60 72.5 75,75 73,5 75,75 52 50 — — 52 53 51,13 — 53 53 >3.13 53 70 70 57,75 58 58.25 57,75 — — 92 91,1 122.5 122,50 121.5 122,5 0 45 0.45 — 97 75.75 .8 77 112.25 112.75 112..5 11 ,40 112,90 113,25 113 11 .25 5.70 5.60 — 65 25 65 66 15.75 100 99.13 — 96,75 »6.75 96,jO 97.25 72.50 72.25 72 72,3 82.25 8.3 25 — — 58.25 58.75 7,50 58 75.50 i 75 74,75 74.5 56 55 ^.25 55.13 50.2. .9.5 4 ,75 48,75 35 5 36 w 45 45 45 44 1 65 62,5 0.12 : 0.425 — * 0.755 0 755 — — 99 100 — 72 1 71.5 73 64,25 4(J 40 39 38 27 24 28 28 9.45 9,55 9,6 9.60 70 69 — 60.75 60.75 60 7ö 62 29 3 Kit 30 Juli Amtliche Notierung (Selb Briet Amtliche Notierung (5)eld Bmit.-iftott. 168.3d 16.8,81 168.44 ite.86 «Ukn Aires 1.691 1.695 1.691 1,695 Brsi.-AnM). 19,40 19,44 19 38 (9,42 Christiania. Kopenbagen 77,20 <7,40 77,40 77,6(1 95,98 96,22 96,03 96,27 Stodbolm • 112,72 113,01 112.73 113,01 helüngforö- 10,568 10,608 10.565 10,605 Italien. . 15,36 15,40 15.42 15.46 London. 20,376 i0,428 20,379 20,43« Neuvork . . 4,195 4,205 4,195 4,205 Pari«. . . . 19,90 19,94 19,93 19.97 Schwei, . . 81,45 81,65 84.43 84,63 Svciuiea. . 60,77 60,93 60.67 60,83 ^t*oTe Jan 1,72- 0.491 1,732 0.493 1,727 0.403 1,761 1.495 Wien in D-- 59,207 DefL abgeft >9,067 9,207 39,067 Trog .... 12,4'14 12,474 12,43 12.47 Belgrad . . 7,265 7,585 7.57 i.59 tiubatx-fi . . Bulgarien 5,1-95 3,035 1,915 3,045 5,895 3,035 5,915 3,045 tiiflabon . -0,825 20,875 20 875 .0,925 Doniig. . . fionftanti» 80,90 81.10 80.90 81,10 2,325 2,335 2,32 2,33 Athen- . 6.69 6.71 6.69 6.71 Banknoten. s Verkauf kommen. Nachstehend einige Beispiele: 7309a Wir liefern kurzfristig: |W RN“ 24 Jahre alt, bisher KIfO 7310c Helm. Hansa \ Steingut- Handelsschule I Emmach- J.Kunzeimann - töpfe Lcn! 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Da niemand auf den Gedanken gekommen ist, aus diesem quantitativen und qualitativen Unter- ichied ein Geschäft zu machen, sollen die gewichtigen Soldi jetzt eingezogen werden. 3n Rom ist die Radsahrerin eine unbekannte Erscheinung. Eingeborene Bubiköpfe wollen mit der Diogeneslaterne gesucht sein. Jedes Haus hat so viele Hausbesitzer, als es Wohnungen hat. Man kaust seine vier Wände, dann kann man damit machen, was man will. Sind mehr als zwanzig Hausbesitzer in einem Sebäude vereinigt, dann bestellen sie zur Regelung ihrer Streitigkeiten einen permanenten Anwalt. Wenn man den Hahn aufdreht, so braucht deswegen noch kein Wasser zu kommen. Dieses Element flieht nur tröpfelnd in die von den Fremden als Kamine angesehenen blechernen Wasserbehälter auf dem Dache. Erst wenn sie 'eidlich voll sind, spenden sie, zuerst den oberen Hausbesitzern und so allmählich stockabwärts, das belebende Rah. Da die serbatoi der vollen Tonnenglut ausgesetzt find, kann man im Sommer ohne weiteres ein Warmbad nehmen. Immer vorausgesetzt, dah die oberen Hausbesitzer etwas übrig lassen. Das Eisenbahnfähren wird um so billiger, je weiter man fährt. Damit keine Wärme verloren geht, ist auch in den Hundstagen die zweite Klasse für acht Plätze eingerichtet und felhst im Schlafwagen erster Klaffe bekommt man einen Dettgenossen zugeteilt. Alle Italiener sind und jeder die Grenze überschreitende Fremde wird sofort Zwangsmarkensammler. Marken auf jeglichem, was nach Papier aussieht. Oder nach Luxus. Zu den zu versteuernden Luxusdingen gehörten noch vor vier Iahren Seife und Hemd. Ietzt tragen nur noch die besseren Seifen, von 1 Lira aufwärts, die Steuermarke. Jedes an Behörden irgendwelcher Art gerichtete Schreiben muh auf Stempelpapier geschrieben sein. Auch Hunde, Dienstmädchen und Klaviere sind Luxusgegenstände und müssen dementsprechend versteuert werden. Richt also, dah ein Hund bloh eine einzige Marke zu tragen hätte, die Luxussteuer beträgt vielmehr das Doppelte. Das bürgerliche Haus ist jetzt beim Trichtergrammophon und dem Linoleum als den jüngsten Errungenschaften der Reuzeit angelangt. Heißt das. der neue Bodenbelag wird angekündigt. Bis heute sind auch in den feinsten Häusern noch die Zimmerböden gepflastert wie in anderen Ländern die Gehsteige. Die Futuristen versichern, mit der Zeit würden sogar Oefen aufgestellt werden und die Aerzte bestreiten schon jetzt die allgemeine Meinung, man würde sich dann einen Schnupfen zuziehen. Das Handtäschchen dec Florentinerinnen besteht im Winter aus einem irdenen Henkeltöpfchen, in dem glühende Holzkohlen ruhen. Darüber reibt man sich die Hände warm. Der Wärmespeicher ist leicht zu ergänzen, denn in Italien herrscht in der Küche noch überwiegend der Holzkohlenherd vor. Fiume ist mit der Annektierung durch Italien um eine gute Einnahmequelle gekommen. Solange es Freistadt war, brauchten di« Scheidungs- luftigen nur den Sprung über die Adria zu tun. Damit ift's nun aus. Im ganzen Regno weisen die goldenen Fesseln keine Lücke mehr auf. Bei der Arbeit lacht und singt alles. Denn niemand zwingt die Arbeiter mehr, zum Frühstück das rote Hehblättchen zu lesen. So wird ihnen auch das Essen nicht versalzen und der Feierabend verströmt in Harmonie. Man kann durch die äuhersten Vorstadt - quartiere gehen, selbst mit einem Mädchen am Arm, ohne angerempelt zu werden oder auch nur etwas nachgerufen zu bekommen. Das niedere Volk in den Großstädten ist von einem vorbildlichen Anstand, der weibliche Teil in seiner Iugend von nicht minder bestechender Grazie. Es gibt keine Pazifisten. Man nimmt die Säuglinge schon mit ins Theater. Begleiten sie dort auch zuweilen auf ihre Weise das Siegfried- motiv oder Isoldes Liebestod, so lernen sie doch beizeiten, so daß schon den Mädchen von sieben Iahren nichts Menschliches mehr fremd ist. Ob's daran liegt, wenn die Sittlichkeit in Italien in gewisser Beziehung auf einem unendlich höheren Riveau steht als in den „hochzivilisierten" Landstrichen. In der Hauptstadt sieht es um 9 Uhr abends so aus wie um 10 Uhr etwa in Regensburg. Dom Berliner oder Pariser Rachtleben keine Spur. Die Römer sind so altmodisch, die Rächt zum Schlafen zu benützen. Die Römer sind gar» nicht konservativ. Das alte Rom verbrauchte täglich eineinhalb Millionen Liter Waller für seine Thermen, das moderne nicht einen einzigen. Denn die Hauptstadt hat es noch nicht zu einem Hallenbad gebracht. Wer schwimmen will, für den ist der gelbe Tiber da. Elementare Umwälzungen: Epuckverbot! In Italien! Es gibt Spuckwächter, die von den Auslandkredit und deutsche Wirtschaft. Man darf es bereits als ein Lieblingsthema bezeichnen, das in dec deutschen Oefsenllichkeit immerzu wieder behandelt wird, nämlich die Frage, welchen Einfluß die uns zugeführten A u s l a n d l r e d i t e aus die Entwicklung der nneren Wirtschast zehabt haben und welche Voraussetzungen dafür gegeben sind, daß der Kreditzufluß aus dem Auslande nicht völlig versiegt. Tatsächlich ist nach dem Londoner Abkommen, in dem zum ersten Mal dem Ausland gegenüber unumwunden und uneingeschränkt Einsicht in die deutschen Bücher gewährt wurde, das Zutrauen zu der deutschen Kreditwürdigkeit im Ausland von neuem gehoben worden. Wir erlebten es auch, daß Die großen Weltmagnaten der Wallstreet deutschen Kreditnehmern und Anleihesuchern weitestgehendes Entgegenkommen gewährten. Vicht unerhebliche Summen nahmen ihren Weg von den Bereinigten Staaten von Rordamerika )U uns. Besonders berücksichtigt wurden dabei latürlich in erster Linie neben den großen Konzernen die öffentlichen Körperschas- ; e n , insbesondere Städte, Gemeinden und Kom- nunalverba nde. Ihnen wurde zum Teil die Möglichkeit gewährt, dringende kommunale Arbeiten zu vollenden, die gewährten Wittel wurden also schnell verbraucht und in kommunalen Unternehmungen aller Art angelegt. Run sollen die ausländischen Kreditquellen n der Hauptsache aber der produktiven Wirtschaft Vorbehalten sein, während das neugebildete inländische Kapital nicht etwa nur für öffentliche Bauten Derwendung finden darf, felbst wenn die in dieser Hinsicht auferlegte Beschränkung gewisse Rachteile für die Entwicklung der Kommunen mit fich bringen sonnte. Aber auch die Industrie ist vielfach nicht in der Lage gewesen, die ihr zugeführten Kredite anders verwenden zu können, als zur Abdeckung bestehender Verbindlichkeiten und Instandsetzung der vernachlässigten Bauten. Don einer produktiven Anlage ist in den wenigsten Fällen bei der Industrie die Rede gewesen. Wenn aber Auslandgell» nach Deutschland hereingenommen wird und dort nicht zu vroduktiver Verwertung verwendet wird, bleibt Die große Gefahr bestehen, daß unsere Wirtschaft noch mehr als bisher in die materielle Abhängigkeit vorn Ausland gelangt. Besonders kreditbedürftig ist infolge des Anwachsens der sozialen Lasten, des unendlich schweren Drucks der Steuersorderungen und der immer weiter gestiegenen Preishöhe für alle Bedarfsartikel sowie auch der zu zahlenden Löhne zweifellos unsere Landwirtschaft. Daß durch den Neuaufbau der R e n t e n k r e d i t a n st a l t die Hauptkalamität beseitigt jein wird und eine starke neue Kreditquelle sich hierdurch der Landwirtschaft erschließt, kann mit Befriedigung sestgestellt werden. Leider wird es aber noch immerhin eine längere Zeit dauern, bis sich diese Neuorganisation in die Lage versetzt sieht, auf dem Geldmarkt helfend ein- gieisen zu können. Wertvoll dürfte die Einrichtung erst dann n-erden, wenn der Auslandkreditverkehr rur die Landwirtschaft seste Formen gewinnt, und zwar unter Ausschaltung aller Zufälligkeiten und ständiger Schwankung der für die Kreditgewährung aufzustellenden Forderungen. Wir Haven es nun erlebt, daß jedesmal, wenn die Kreditfrage aufgerollt wurde und gleichzeitig Verhandlungen im Gange waren, die für un ere ehemaligen Feinde unser Zugeständnis und un ere Unterschrift benötigten, von den verschieden ten Seilen her höchst eigentümliche Drohungen aus» gingen, die ungefähr immer den gleichen Inhalt halten: „Wenn Ihr Deutscken etwa von uns Bor- schlisse verlangt, so müßt Ihr zunächst diesen oder jmen Punkt der Tagesordnung in unserem, d. h. im Sinne der früheren Feinde, ohne Widerspruch erledigen." So geschah es bei den Vorverhandlungen über das Dawes-Abkommen, so war es ler Fall bei den Hindenburg-Wahlen — And im gegenwärtigen Augenblick hören wir wieder tiefe Stimmen, daß es nur für Deutschland neue Kredite geben könne, wenn man dort bereit ist, cuf die Vorschläge zum Sicherheitspakt ein- Mgehen. Diese Methode der indirekten Beeinfluß iung deutscher Entschlüsse und Interessen verdiente rndlich einmal so scharf gekennzeichnet zu werden, baß diejenigen Kreise, die solchem Doppelspiel zuneigen, die Lust zu einer ständigen Wiederholung verlieren. Aber genug von diesen zerrissenen Mas- sentlichsten Kreisen davon überzeugt sein, daß die großen Geldgeber ebenso wie die kleinen letzten Endes ihre Entscheidung nur davon abhängig machen, ob sie es mit einem kreditwürdigen oder kreditunwürdigen Kunden zu tun haben. Deutschlands Kreditwürdigkeit, cb es sich um die Industrie oder die Landwirtschaft handeln mag, hängt einzig und allein davon ab. daß wir bedacht auf ständige Steigerung und wirtschaftlichere Gestaltung der Produktion h.erfür im Lis dahin führt die Deutsche R e n t e n b a n t, die als Wahrungsinstitut die Krediwersorguna der deutschen Landwirtschaft nicht selbst übernehmen konnte, für ihre TochtergeseUschaft die notwendigen Vorberatungen, ine lediglich informatorischen Charakter tragen. So sind u. a. seit Monaten Vor- Verhandlungen mit amerikanischen Kreditgebern eingeleitet, die sich allmählich zu einem positiven Er- gebnis zu verdichten scheinen. Endgültige Abmachungen sind bisher nicht getroffen worden, da man deutscherseits mit Recht erwarten muß, daß die amerikanischen Kreditgeber in wesentlichen Punkten Das grohe Heimatblatt der eingesessenen Bevölkerung Bietzens, der ganzen Provinz Oberhefsen und des benachbarten preußischen Lahngebiets ist der im 176. Jahrgang erscheinende Gießener Anzeiger ' mit seinen drei in eigener Redaktion bearbeiteten und in eigenem Betriebe gedruckten regelmäßigen Beilagen Gießener Familienblälter der Unterhaltung und Belehrung dienend durch sorgfältig ausgewählten, gediegenen literarischen Lesestoff Heimat im Bild der heimatlichen Landschaft, ihren besonderen Eigentümlichkeiten und ihrer Kultur in Bild und Wort gewidmet Die Scholle von Fachleuten und Kennern der Heimaterde für die Landwirtschaft und Gartenbau treibende Leserschaft bearbeitet Für die Geschäftswelt, Behörde und Familie, für Wirtschaft, Handel und Verkehr ist der Gießener Anzeiger Das grohe Anzeigenblatt eigenen ßanbe die entsprechenden Voraus- fetjungen schaffen. Bei dem gegenwärtigen schweren Kamps, der um die Reuordnung unseres Steuer- und Zollsystems im Parlament geführt wird, haben sich der Regierung die ersten Sachkenner der Wirtschaft zur Verfügung gestellt. Es ist bedauerlich, daß diese im wesentlichen nur von sachlich geprüften und mit aller Objektivität gewonnenen Gesichtspunkten herausgebrachten Vorschläge in den Parlamenten einer ‘Beurteilung unterliegen, die, wie es bei der gegenwärtigen Verhandlung der Zoll- und Steuerfragen sich wieder zeigt, lediglich von parteiisch einseitigen Politikern ausgeht. Ie eher wir über dieses Stadium des Parteikampfes um die deutschen Wirtschaftsgrundlagen hinaus kommen, um so flüssiger wird auch der ausländische Geldmarkt sein. Der Dollarkredit für die deutsche Landwirtschaft. Berlin, 30. Juli. (T. U.) Die Meldungen von "bem Abschluß eines Hundertmillionen. Kredits, der der deutschen Landwirtschaft über die deutsche Rentenbank-Kreditanstalt zur Verfügung gestellt werden soll, eilet), da die Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt erst am 5. August ins Leben treten soll, wie wir von gut unterrichteter Seite er- " " ' .......11 voraus. ihrer Bedingungen ein erhöhtes Entgegenkommen zeigen. Die Verhandlungen laufen von Anfang an auf die Gewährung eines großen Kredites hinaus. Im Laufe der Verhandlungen machten die amerikanischen Unterhändler jedoch den Vorschlag, zunächst einen Teil der beantragten Summe der deutschen Rentenbank als Probekredit zur Verfügung zu stellen. Den in Frage kommenden deutschen Hypo- thekeninstituten ist bei einer Besprechung im Laufe der letzten Tage über den Stand der Vorverhandlungen Mitteilung gemacht worden. Die amerikanische Haltung läßt darauf schließen, daß man in dortigen Geldgeberkreisen der Gewährung eines größeren Kredits für die deutsche Landwirtschaft keines- wegs ablehnend gegenübersteht. Intensivierung der Landwirtschaft. Berlin, 31. Juli. (Wolff.) Laut „Lokalanz." liegen dem Reichstag seitens der Regierungsparteien mehrere Entschließungen vor, die eine weitere Intensivierung der Landwirtschaft bezwecken. Beim Reichstag soll ein Ausschuß eingesetzt werden, der sich mit der Steigerung der landwirtschaftlichen Er- Zeugnisse beschäftigen soll. Neben der Pflege der Landwirtschaft auf dem flachen Lande wird der Ausbau des landwirtschaftlichen Fachschulwesens gewünscht. Es sollen Mu (ter- wirtschaften eingerichtet und die landwirtschaft- Wirtschaftsberatung ausgebaut werden. Der technische Ausbau der landwirtschast- lichen Betriebe soll soNgesührt werden. Ferner lall das bäuerliche Genossenschaftswesen gefördert, die bäuerlichen Betriebe oerinehrt ;mb eine verständige Siedlungspolitik getrieben werden. Man erhosst aus allen diesen Mag. nahmen eine solche Intensivierung der deutschen Landwirtschast, daß Deutschland von der Einfuhr landwirtschaftlicher Produkte unabhängig gemacht wird. Der Kampf im englischen Kohlenbergbau Don unserem W. v. K.-Berichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) London, 30. Juli 1925. Allmählich beginnt die englische Deffentüdjfeit zu begreifen, daß es sich bei dem Kampfe im englischen Kohlenbergbau nicht so sehr um einen Lohn- karnpi, sondern um einen Ausdruck der allgemeinen Krisis der englischen Wirtschaft handelt. Die englischen Familienväter und Hausfrauen werden nervös und kaufen Kohle. Selbst wenn es gelingen sollte, den Streik am 1. August zu verhindern, so ist damit das Problem als solches nicht gelöst. Das Eigentümliche der Lage besteht darin, daß nicht etwa nur die Bergleute der Meinung sind, die gezahlten Löhne wären zu niedrig. Niemand unter den Arbeitgebern, den Bergwerksbesitzern, hat bisher behauptet, daß die gezahlten Löhne zu hoch wären. Ja, man erkennt offen an, daß sie in Anbetracht der Lebenshaltungskosten eher zu niedrig als zu hoch sind. Die unüberwindliche Schwierigkeit besteht darin, daß die Bergwerke bei den gegenwärtigen Unkosten der Erzeugung Kohle nicht verkaufen können, daß aber andererseits auch bei Herabsetzung der Produktionskosten der Absatz höchstwahrschein- lich nickt gesteigert werden kann. Die Ansicht der Kohlenbergwerksbesitzer, es käme auf eine Preis- berabfejjung an, ist nach Meinung sehr sachverstän- biger Beurteiler der Lage ein Irrtum, denn, lagt man, die Kohlenkrisis in England ist eine internationale Erscheinung und sie ist mit den alten Mitteln wie Lohnherabsetzung, Verlängerung der Arbeitszeit, technischer Verbesserung der Schächte usw. nicht lösbar. Woran liegt das? Die letzten Jahre haben uns eine vollständige Umwälzung der Energiewirtschast ge- bracht. In der Schisfahrt dient in immer zunehmendem Maße Del als Brennstoff. Jedes neugebaute Motorschiff vermindert die Nachfrage nach Kohlen um Hunderte von Tonnen im Monat. Die internationale Handelsschissahrt hält das Motorschifs für sparsamer. Die englischen Bergarbeiter müssen den Schaden bezahlen. Die Kriegsflotten find vermindert worden. Die Abrüstung zur See, dos Auf- hören des englisch-deutschen Gegensatzes in der Nordsee bedingt eine weitere Verminderung der Nachfrage nach englischer Kohle, die durch die gegen- märtige Sparsamkeitspolitik der englischen Admirali- tat noch gesteigert wird. Vor dem Kriege verschiffte man englische Kohle bis nach China, heute ist cs fast unmöglich, sie in Hamburg abzusetzen. Die gewaltige Zunahme des Automobllverkehrs in England bewirkt eine Verkehrsverminderung auf den englischen Eisenbahnen. In England sind in den letzten 12 Monaten etwa 200 000 Automobile und Kraftfahrzeuge aller Art neu in den Verkehr gebracht worden. Die englische Kohlenindustrie hat letzten Endes den Schaden davon. Der Zubringerverkehr der Großstädte wird fast nur noch mit Lastkraftwagen bewerkstelligt. Die Filiale der Fordschen Automobilfabrik in Manchester hat in der kurzen Zeit ihres Bestehens über fünfmal hundert- tausend Wagen, und die Fordwagen sind fast aus- schließlich Lieferwagen, in England verkauft. Der englische Kohlenbergbau muß die Zeche bezahlen. Früher lieferte er die Verkehrsenergie. Kohle ist veraltet. Abgesehen von diesen Veränderungen derEnergiewirtschaft des englischen Mutterlandes hat der Krieg eine Umgruppierung der Welt- i n d u st r i e verursacht. Allenthalben in Südamerika, Südafrika und Kanada, in China, Australien und Neuseeland, in Indien und Hinterindien sind Fabriken entstanden, welche schon heute ein gut Teil der Dinge Herstellen, die man früher aus England und Europa hezog. Sie verbrauchen die am Orte gewonnene Kohle ober sie verwenden Wasser- in flagranti erwischten Missetätern sofort zehn Lire einkassieren. 3n den Lebensmittelläden wurde das Betasten der Waren und insbesondere die handgreifliche Untersuchung des Brotes auf seine Würbe untersagt. Wenigstens steht es so auf dem Papier. In Rom wurde vor nicht langer Zeit als achtes Weltwunder die erste Teigknetmaschine vorgeführt. Es gibt, Italien ist das Land der persönlichen Freiheit, keinen behördlichen Donntags- und Abendschluß dec Verkaufsläden. Iedec arbeitet, wann und solange ec will. Diele Geschäfte halten bis abends 10 Ahr offen. Die Dienstmädchen sind noch nicht zu Hausgehilfinnen avanciert. Sie bescheiden sich wt dem geringsten Essen und wissen nichts von einem Achtstundentag. Rur halt die amore —! Da die Zeitungen keinen nennenswerten Inseratenteil kennen und die Frauen nicht einmal den Roman lesen, leben sie von den Liebesabenteuern, die den Hauptplatz einnehmen. Um als Heldin in die Zeitung zu kommen und damit den Treulosen zurückzuge vinnen oder die nichts davon wissen wollenden Eltern zu versöhnen, muß man die nächstbeste Flasche austrinken, in der nicht gerade Wein ist. Gegenwärtig sind Salzsäure, Tinte und vor allem Iodtinftur in Mode. Das Hauptnahrungsmittel in Italien ist nach allgemeiner Versicherung unerschwinglich teuer geworden: kostet doch jetzt der Liter vom Besten seine zwei bis drei Lire! Das find fast 50 Ps- Für einen einzigen Liter goldgelben Frasati oder blutschwarzen Delletri! Dec italienische Salat ist in Italien unbekannt. Ec heißt hier russischer Salat. i lüfte. Die englische Kohlenindustrie hat den Jü)ooen davon. Weder die Kohlenarbeiter noch die Bergherren sind imstande, an diesen Dingen das geringste zu ändern. alledem tritt aber noch ein Faktor hinzu, der unmittelbar für die gegenwärtige Katastrophe verantwortlich ist: nämlich die Währungspolitik der englischen Regierung. Die Stabilisierung des englischen Pfundes, es war vor einem Jahr mehr als 10 Prozent weniger wert als jetzt, das Pfund notierte in Neuyork damals 4,36 und heute 4,86, hat eine Preiserhöhung der englischen Kohle um 10 Prozent verursacht in einem Augenblicke, wo eine Preisermäßigung angebracht gewesen wäre. Die Negierung ist deswegen unmittelbar an der Kohlenkrisis beteiligt. Sie gehört sogar zu den Schuldigen. Damit wird die Krisis im englischen Kohlenbergbau eine politische Frage. Die Kohlenbergarbeiter haben in diesem Zusammenhänge die Unterstützung der gesamten englischen Industrie hinter sich. Dort bekämpft man die Währungspolitik mit allen Mitteln, denn die Regierung hat trotz der Stabilisierung des Pfundes die Steuerlast von 16 Milliarden Goldmark erhöht und nicht vermindert. Damit ist eine Herabsetzung der allgemeinen Lebenskosten unmöglich geworden. Aber es ist nicht einer, der einen Ausweg aus dieser Krisis wüßte. Der einzig positive Faktor, der allenfalls einen Streik verhindern könnte, ist die A n g st o o r einem Stampfe in der englischen Industrie, dessen Folgen unübersehbar sind. Allen beteiligten Parteien: der Regierung, den Bergwerksbesihern bleibt nichts zur Begründung einer friedlichen Lösung als der Appell an die Furcht. Und das ist eine Politik, die von vielen maßgebenden Persönlichkeiten als Beweis der völligen Unfähigkeit des Kabinetts Baldwin angesehen wird. Zuspitzung der Lage in England. Vor dem Ausbruch des Bcrgarbeiterftreiks. London, 30. Juli. (WTD.) Die Krisis in der britischen Vorgwerksindustrie ist in eine äußerst kritische Phase eingetreten. Die gesamte Preise äußert sich fast durchweg wenig zuversichtlich in bezug auf die Möglichkeit der Vermeidung des Streits. „Evniing News" schreibt, während noch immer die Hoffnung bestehe, daß der Streik vermieden werden könne, bereite die Vesierung Maßnahmen vor, falls ihre Bv- nü'Oungen, einen Ausgleich zu schaffen, scheitern sollten- — Laut »Preß Association" sei man in Regierungskreisen der Ansicht, daß die Lage äußerst ernst, aber nicht hoffnungslos sei. Dem gleichen Blatte zufolge sind eiligst Polizei- Verstärkungen nach Ammonford in Wales entsandt worden, wo es infolge des Streiks der Arbeiter in den Anthrazitkohlenbergwerken zu Unruhen gekommen ist. Auch in England wächst die Erregung unter der Bergarbeiterschaft ständig. Gestern wurde auf verschiedenen bestreikten Gruben die Ausführung der Notstandsarbeiten verhindert Die streikenden Arbeiter drangen in die Betriebe ein und bedrohten die dort mit Aotstandsarbeiten beschäftigten Beamten. Die Polizei mußte wiederholt eigschreiten. Auch während der letzten Aacht wurde verschiedentlich versucht, die zur Sicherung der Betriebe zurückgelassenen Arbeiter zu vertreiben. Eine Anzahl von Bergwerken befindet sich daher ohne Heber- wach u n g. Berfchiedene Gruben sollen bereits vor dem Ersaufen stehen. Die Aussichten auf eine Verständigung werden immer geringer. Auch Baldwin ist es nicht , gelungen, eine Einigung herbeizuführen. Die Ver- ' Handlungen sind auf dem toten Punkt angelangt. . Baldwin erklärte den Vertretern der Berg-- ~ leute endgültig, daß die Regierung nicht im» / stande sei, der Kohlenbergwerksindustrie eine Subvention zu bewilligen. Der Sekretär der Bergarbeitergewerkschaft E o v k bezeichnete diese Erklärung des Premierministers als eine Kriegserklärung an d ie Arbeiter. Die Gewerlschaften haben die letzten Dor- kehrungen für den Streik getroffen. Mit den Eisenbahnergewerkschaften sind besondere Vereinbarungen getroffen, nach denen die Eisenbahner den Transport von Kohle für indu- strielle und private Zwecke verweigern werden. Sie sollen sich ferner dazu verpflichtet haben, Fräulein Fob. Roman von Anders Eje. 33. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Wie Sie vielleicht wissen, Herr Milltorp," sagte er, „bin ich längere Zeit auf Geschäftsreisen abwesend gewesen. Jetzt will ich aber die erste Gelegenheit benützen, um Sie als meinen nächsten Aachbar, von dem ich schon soviel Lobenswertes gehört habe, aufzusuchen. Gestatten Sie mir zu sagen, daß es mich außer-' ordentlich freut, als Aachbar einen so Welt-- erfahrenen Mann haben." Milltorp quittierte die Liebenswürdigkeit in seiner wortkargen, zugeknöpften Weise. Das Gespräch floß nun eine Weile in neu« Irakern, ungefährlichem Fahrwasser dahin: cs drehte sich um Ackerbau, Viehzucht und ähnliche Dinge, über die Gutsbesitzer eben zu plaudern pflegen. Milltorp wartete die ganze Zeit auf das, was Fellips eigentlich hierhergeführt hatte, denn ex war davon überzeugt, daß hinter diesem vorgeblichen Höflichkeitsbesuch ganz andere Absichten lagen. Aber Fellips war jetzt, während er über Pferdezucht und Futtereinfuhr dozierte, selbst nicht ganz klar darüber, wie er sich aus der Situation heraushelfen sollte. Plötzlich kam ihm eine Idee. Er sagte, scheinbar spontan und herzlich: „Sagen Sie mir, Herr Milltorp, wollen Sie mir nicht das Vergnügen machen, heute bei uns zu speisen?" Milltorp nahm die Einladung an, und Fellips erhob sich, um sich zu verabschieden. Der Wirt begleitete seinen Gast höflich zur Treppe hinaus, unterließ es aber, die ihm entgegen- gestreckte Hand zu bemerken. „Attcndcz, mon ami,“ knirschte der Dank- direktor, als er wieder zu Pferd stieg, „wir werden ja sehen, wer von uns beiden in dieser Affäre zuletzt lacht ....." Gr ritt in derselben Gangart heim, in der er hergeritten war, wenn auch in entgegengesetzter Richtung. Er lieh die Stute durch die kleine Pappelallee zum Waldrand hinaus in gemächlichem Schritt schleichen. Herr Fellips war in ein scharfes Dachsinnen versunken. Er be* auch das Auffüllen der Kohlenbestände der Eisenbahnen abzulehnen. Aur Krankenhäusern und Wohllätigkeitsanstalten sollen Erleichterungen der Kohlentransporte gewährt werden. Der Kohlenimport soll von den Hafenarbeitern verhindert werden. Der Bergarbeiterstreik im Saargebiet. Saarbrücken, 30. Juli. (TU.) Die Abordnung der Saargrubenarbeiter ist nach ihrer Rücksprache mit dem französischen Arbeitsminister heute zurückgekehrt. Das Ergebnis der Pariser Besprechungen ist, entgegen anders lautenden Meldungen, lediglich in allgemeinen verwaltungstechnischen Vorschlägen (Knappschaftsreform usw.) zu suchen, mit denen sich eine Revierkonferenz am Samstag befassen wird. In der Frage des Lohnkonfliktes hat das Arbeitsministerium keinerlei Zugeständnisse gemacht, vielmehr hat die französische Dergwerksdirektion die Dergarbriteroraani- sationen schriftlich wissen lassen, daß sie sich infolge des Streikes auch nicht mehr an das Lohnabkommen von 5 Prozent gebunden fühle. Infolgedessen sind noch keinerlei Aussichten vorhanden, daß der Streik in absehbarer Zeit sein Ende finden wird, zumal auch die Lohnverhandlungen zwischen den Angestelltenorganisationen und der Bergwerksdirektion auf dem toten Punkt angekommen sind, so daß für die nächsten Tage mit dem Streik von etwa 3500 Angestellten der Saar« gruben gerechnet wird. Die Streiklage ist ziemlich ruhig. Die Zahl der Arbeitswilligen hat sich nicht vermehrt. Die streikenden Bergleute werden zum Teil von den Landgemeinden des Saargebiets mit Aotstandsarbeiten beschäftigt. Seit gestern hat die Grubenverwaltung den Strom der Leitung der Landstrecke Saarbrücken—Heusweiler zeitweilig gestört. Die Streikposten verhalten sich gemäß den Anweisungen der Streikleitung auch gegenüber dem demonstrativ wirkenden französischen Militär besonnen und zurückhaltend. Aur aus dem Kreis Saarlouis wird eine starke Erregung der ^Bergarbeiter gemeldet, weil dort französische Reiterpatrouillen verschiedene Zwischenfälle provoziert haben sollen. Zwischen den Derg.rrbeitergewerkschaften und den Landwirtschaftsorganisationen in dem Trierer, Birkenfelder, Baumholder und Pfälzergebiet sind Vereinbarungen getroffen worden, wonach die in diesem Gebiet wohnenden Streikenden nach Möglichkeit bei den laufenden E r n t e a r 6 e i t e n Verwen düng finden sollen. Der Raubbau der französischen (Hrubeuvcrwaltunqeu »n den saarländischen Kohlengruben hat in der Dudwe.lerGegend genau wie inSchnap- pach sichtbare Folgen gezeitigt. 30 000 bis 40 000 Kubikmeter Derghalde sind bei der Grube Dud- weiler in den Bahnkörper eingebaut worden, so daß die Geleisanlagen eingesackt und abgesperrt werden mußten. Durch Dau einer neue Unterführung mußte der Dahnbau gestützt werden, wofür .über eine Million Franken angefordert wurden. — In der Schnappacher Gegend herrschen die gleichen Zustände. Hier und in Dudweiler mutz eine große Anzahl von Häusern wegen Einsturzgefahr nieder- gerissen werden, so daß über 1 00 Familien vbdachlo s geworden find. Vorstellungen bei der französischen Grubenverwaltung sind unbeantwortet geblieben. Auch die Bergbehörden, die einem französischen Beamten unterstellt sind, schweigen sich aus. Bei dem herrschenden . Antreibersystem ist es den Bergleuten überhaupt unmöglich, die notwendigen Sich^erheitsmaßnah- men zu beachten, so daß im letzten Vierteljahr die täglichen Grubenunfälle um 61 Prozent gestiegen sind. Die deutschen Dergarbeiterorganisationen fordern schon seit Monaten vergeblich die Besetzung des Oberbergamtes durch einen deutschen Fachmann, um dieSicher- heit des Grubenbaues mehr wie bisher zu garantieren. Die Krisenlage im Saargebiet, die mit dem Bergarbeiterstreik am stärksten in Erscheinung ge° gann ganz neue Kombinationen zu erfinden, immer von dem Offensivplan ausgehend, der ihn am Morgen in so guten Humor verseht hatte. Der Besuch bei Milltorp hatte ihn auf eine neue, satanische Idee gebracht, die einem doppelten Zwecke dienen sollte. Dieser edle Herr, der die Menschheit reformieren wollte, oder zum mindesten die ackerbautreibende Klasse in der Umgebung von Warminge, sollte ihm ein glänzendes Werkzeug werden, um damit gleich zwei Fliegen auf einen Schlag zu treffen. „Attendez, Monsieur Milltorp, attendez, Mademoiselle Fob, Ihr bildet Euch vielleicht ein, daß Ihr auf der Bühne steht und spielt, wie es Euch gefällt.....aber der Regisseur bin ich, und bald, meine Damen und Herren, werden Sie die große Szene im dritten Akt spielen müssen .....“ Wenn er die Situation nicht allzufalsck) beurteilte, muhte sich sehr leicht eine kleine Begegnung arrangieren lassen, man mutzte Fob und Milltorp unter Umständen allein lassen, die Aussichten auf einen kleinen Skandal eröffneten. Und dann würde sich eine brillante Gelegenheit für die geplante Offensive gegen Gaboh ergeben. Herr Fellips fühlte sich von diesen niedlichen Kombinationen ordentlich erfrischt, er setzte die Sporen in die Flanken des Pferdes und gab ihm einen freundlichen Klaps auf den Hals. Das ist eine glänzende Idee, laß uns das Tempo forcieren, Corah! Der Bankdirektor kam in vorzüglichem Humor auf seinem Gute an. Er rief Lynn, der sich gerade im Hof befand und überlieh ihm das Pferd: „Aimm die Corah, sie ist brav gelaufen!" Das Mittagessen Hatte Fellips im Grünen arrangieren lassen, unter einem großen Birnbaum. Da seine Phantasie einmal in eine bestimmte Richtung geraten war, spann sie mit rühmenswerter Ueppigkeit immer wieder neue Details aus. Es war ihm die Idee gekommen, das Diner zu einer Kopie jenes Mittagessens zu machen, bei dem Fob und Gabby als Kellnerinnen aufgetreten waren. Milltorp fand sich mit amerikanischer Pünktlichkeit em, und auf die übrige Gesellschaft treten ist, scheint oor weiteren Komplikationen zu stehen. Die angekündigten Betriebs- einschräkungen in der Hüttenindustrie infolge Ausbleibens der Spezialkohlen werden Ende der Woche zur Tatsache. In verschiedenen Werken sind bereits Feierschichten und größere Arbeiterentlassungen angezeigt worden. Dazu kommt, daß auch die Lohnregelung in der Schwerindu- st r i e , in der den Arbeitern durch Schlichtungsspruch eine 8proz. Lohnerhöhung zugestanden worden ist, in den Gewerkschaftskreisen ablehnend ausgenommen wurde. Wenn auch die Erklärungsfrist bis zum 5. August läuft, so ist doch heute schon bestimmt damit zu rechnen, daß es bei der weiteren ablehnenden Haltung der Arbeitgeber in der Schwer- und Hüttenindustrie ebenfalls zum Streik von 20 000 Arbeitern kommen wird. Die Wirtschaftskrise im Nuhrbergbau. Duisburg, 31. Juli. (WTB.) In der Stadtverordnetenversammlung des Jndustrieortes Homberg bei Duisburg erklärte die Stadtverwaltung, dah durch die Stillegung der Zeche „R h e i n p r e u h e n" und durch die Arbeitseinschränkung In den umliegenden Werken die Stadt Homberg so schwer getroffen worden sei, dah sie den städtischen Beamten am Montag nur den halben Gehalt zahlen könne. Schwierigkeiten im tschechischen Bergbau. Prag, 31. Juli. (TU.) Auch in der Tschechoslowakei macht sich unter den Bergarbeitern eine große Unruhe bemerkbar und die Verhältnisse im englischen Bergbau werden von den Arbeitern eingehend verfolgt. Die Lage des Bergbaues ist keineswegs günstig, überall sind große Arbeiterentlassungen vorgenommen worden, im ganzen bisher etwa 10 000 Mann. Weitere umfangreiche Kündigungen stehen bevor. Eine Bergarbeiterkonferenz wird sich mit der Lage des Bergbaues eingehend beschäftigen. Die Räumung von Essen und Mühlheim. Essen, 31. Juli. (WB.) Die Räumung von Essen hat sich bis kurz vor den von der Besatzung angegebenen endgültigen Termin hingezogen. Heute früh werden die noch nicht zurückgezogenen Jnfanterieabteilungen die Stadt verlassen. JmLaufe des morgigen Bormittags werden auch die nod) besetzten Gebäude (Polizeipräsidium, die Ausstellungshallen an der Nord- und Papestraße, Landratsamt und Bergbauverein) den deutschen Behörden zur Verfügung gestellt. Dix Uebergabe des letzten öffentlichen Gebäudes erfolgt 8.45 Uhr früh. Im Anschluß daran werden die letzten Besatzungstruppen, das Inf.- Regt. 171, Essen verlassen. — Das in Mühlheim liegende Bataillon des Jnf.-Rgts. 168 wird heute früh die städtischen Gebäude verlassen haben. Die Truppen werden in der Richtung Duisburg abtransportiert. Die Anzeichen der beginnenden Räumung der Stadt Duisburg durch die Besatzungstruppen sind noch sehr gering. Es ist nicht festzustellen, ob es sich bei den avmarschieren- den Truppenteilen nur um Truppenverschiebungen handelt. Zur Zeit sind sämtliche beschlagnahmten Gebäude noch besetzt. Auch ist von vorbereitenden Uebergabemaßnahmen an die städtische Verwaltung noch nichts bekannt. Der Finanzausgleich. Berlin, 30. Juli. (TU.) Im Reichstag ist jetzt der entscheidende Kompromißantrag der Regierungsparteien zum Finanzaus- gleich, nachdem bekanntlich über die Höhe der ©teuerüberlettung eine Uebeveinstimmung nicht erzielt werden konnte, eingegangen. Demnach erhält der Artikel 3 a des Fincmzausgleichge- setzes folgende Fassung. Um die Länder und Gemeinden im- stand zu halten, ihre Ausgaben insbesondere auf sozialem und kulturellem Gebiet zu erfüllen, werden den Ländern und Gemeinden, wenn sich ihr Anteil an der Einkommensteuer, der Körperschaftssteuer und der Umsatzsteuer insgesamt in den Rechnungsjahren 1925 und 1926 auf weniger als 2,1 Milliarde Reichsmark beläuft, die daran fehlenden Beträge aus Mitteln des Reichshaushalts, insbesondere brauchte man nicht zu warten, da sich ohnehin alle im Schloß befanden. Als Milltorp sich vor Fob verbeugte, sagte Fellips in liebenswürdigstem Tone: „Ich habe beschlossen, Herrn Milltorp zu meinem Freund zu machen, Fob. Es wäre lieb von dir, wenn du mich darin unterstützen würdest." Wäre ein Außenstehender Zeuge dieses Picknicks gewesen, so hätte er sicher geglaubt, eine Gesellschaft glücklicher und sorgloser Menschen zu sehen, die von den gewöhnlichen Alltagssorgen befreit waren und den Tag nach Horazens Rat genossen: Carpc diem, buam Minimum credula postero. Aach autzenhin war an dem großen Tisch unter dem Birnbaum nichts von Gespensterstimmung zu merken, die wenigen Tage vorher den Lunch im großen Speisesaal beherrscht hatte. Alle, auch der neue Gast, hatten sich. ziemlich in ihre Rollen gefunden, auf alle Fälle hüteten sie sich, gleich zu Beginn überrumpelt zu werden, — von jener Seite, von wo man Ueberraschun- gen erwarten durfte. Der Regisseur setzte aber Die Aerven der Mitspielenden auf eine harte Probe, mit Ausnahme jener des Herrn Kehler. Dieser war in dem Stadium, auf die ganze Welt zu pfeifen, bis auf die eine, der fein ganzes Interesse gehörte und die sich jetzt in seiner unmittelbarsten Aähe befand. Gabby hatte es nicht leicht, Keylers eifrigen Reden zu lauschen und gleichzeitig dem zu folgen, was sich an der anderen Seite des Tisches zutrug. Herr Fellips unterließ es nicht, eine kleine Rede zu halten, in der er anschließend an sein Arrangement mit scherzhaften Uebertreibungen die Geschichte von dem Eisenbabnpicknick erzählte. Herr Milltorp hätte nur sehen sollen, wie entzückend sich Fob und Gabby als Kellnerinnen ausgenommen hatten. Die beiden Mädchen hatten zwar noch nicht die rechten Handgriffe losgehabt, daS hatte sie aber nur um so reizender gemacht. Der Zufall entscheidet so viel in unserem Leben, und schwerlich hätte .damals jemand ahnen können — nun hörte man aus seiner Stimme beißenden Hohn heraus! — daß dieses Mittagessen das erste Glied in einer aus dem Auskommen der nichkverp-Sndeten brauchsabgaben zur Verfügung gestellt werden. Auch zur Weinsteuer ist jetzt ebt go, meinfamer Antrag aller Regierungsparteien tx*x gelegt worden. Danach betragt bfcc ©teuer ftp, Schaumweine 30 Proz., für die übrigen Wei»! 20 Proz. Für die Zeit bis zum 30. Septeücker 1927 ermäßigen sich die Steuersätze um ein Viertel. Als Uebergangsvorschrtft wird in daS Gesetz aufgenommen, daß ein Drittel des Betrages, der in der Zeit vom 1. Juli 1925 bis zum 30. Juni 1927 aufkommendrn Weinsteuer zur Behebung der Avt des Winzerstandes zu verwenden ift Die Vorschrift über die Ermäßigung der Steuersätze soll am 1. August 1925 in Kraft treten. Im übrigen wird der Reichsfinanzminister den Zeitpunkt des Inkrafttretens bestimmen. Auch zur Bier- und Tabaksteuer sind neue Kompromißanträge der Regierungsparteien eingegangen. Deutscher Reichstag. Berlin, 30. Juli. Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung des Körperschafts st euergesehes. In der allgemeinen Aussprache wendet sich Abg. Meier aus Baden (Soz.) gegen die Steuertarifvorlage, die zugunsten des Großkapitals einen Steuerabbau bringe, der in krassem Widerspruch stehe zu den fiskalischen Gesichtspunkten, die die Regierung bet der Einkommensteuer und bei den Verbraucherst euern vorange- stellt habe. Die Sozialdemokratie lehne für eine solche Politik jede Verantwortung ab. Präsident Lvebe stellt mit dem Ausdruck der Genugtuung fest, daß Abg. Meier aus Baden die ihm zustehende Redezeit nicht voll ausgenutzt habe. Abg. Korsch (Komm.): „Ich werde das Haus für den Vorredner entschädigen und । meine Redezeit voll aus nutzen. (3urufe rechts!) Abg. Creuzburg (Komm.) zu einem Zwischenrufer der Rechten: „Sei ruhig mit deiner versoffenen Stimme!" Präsident Loebe ruft den Abg. Creuzburg zur Ordnung und bemerkt, bei der Wiederholung derartig roher Zurufe werde die A u s s ck l i e - ß u n g von der Sitzung erfolgen. (Beifall.) Abg. Korsch (Komm.) bekämpft die Vor» läge, die eine unerhörte Begünstigung der Besitzenden sei. Das ganze Gesetz sei eine Anweisung zur Steuerdrückebergerei der Kapitaltsten in Paragraphen gefaßt. Die allgemeine Aussprache ist damit beendet. In der Einzelberatung wendet sich Abg. Meier-Baden (Soz.) gegen die Absicht, die Steuerpflicht auf öffentliche Elektrizitätswerke und andere Versorgungsbetriebe auszudehnen. Abg. Dr. Rosenberg (Komm.) beantragt im § 10 die Wiederherstellung der Regierungsvorlage, wonach zu dein steuerpflichtigen Einkommen der Gesellschaften auch die Dividenden gehören sollen, die im Steuerabschnitt ausgeschüttet worden sind. Der Ausschuß habe daraus und aus der Tantiemenbesteuerung eine Kann- Destimmung gemacht. Die Abstimmungen werden zurückgestellt. 2lbg. Hölle in (Komm.) beantragt, in einem neu einzufügenden § 23a die Offenlegung der Körperschaftssteuerlisten vorzuschreiben und den । Steuersatz für die Erwerbsgesellschaften auf 25 Prozent zu erhöhen. Abg. Meier-Baden (Soz.) bedauert, daß I in der Vorlage der Gedanke der Quellen- befteuerung gefallen sei. Wenn man die | Löhne bei der Quelle erfasse, könne man bei den | Erwerbsgesellschaften nicht anders verfahren. Bei der nun folgenden Abstimmung werden alle Aenderungsanträge abgeleynt. Die Körper- schastssteuervorlage wird in der Fassung des Ausschusses angenommen. Es folgt die zweite Beratung des Vermögens- und Erbschaftssteuergesehes. In der allgemeinen Aussprache führt Abg. Strobel (Soz.) aus, die der Vorlage des Ausschusses gegebene Fassung verrate deutlich die Steuerscheu der Besitzenden. Wenn es sich um Steuerzahlen handele, versage der Patriotismus der sogenannten vaterländischen Parteien. Ein wirklicher Patriot müßte für den Aufbau der Desitzsteuer fein. Die Ausschußbeschlüsse seien aber ein radikaler Abbau der früher beschlossenen Vermögens- und Erwerbssteuer. Während in England die Erbschaften wirkungsvoll steuerlich heran- Kette würde, die dann zwei glückliche Menschen aneinandergebunden. Und so weiter. Herr Fellips machte versteckte Ausfälle nach rechts und nach links und wandte sich schließlich direkt an Milltorp. Er sprach die Hoffnung aus, daß dieses erste Beisammensein der Beginn einer dauernden Freundschaft zwischen ihm, Fellips und seinem Haus und seinem geschätzten erfahrenen Gast und' Nachbar sein werde. Er bat alle, ein Hoch auf Herrn Milltorp auszubringen und auf fortgesetzt gute Nachbarschaft und Freundschaft. Nach der Mahlzeit, als die Sonne schon unterging, schlug Herr Fellips einen Spaziergang zum Meer vor. An einem geschützten Aussichtsplatz, ganz unten am Strand, hatte er den Kaffeetisch decken lassen. Als einem geschickten Arrangeur war es ihm leicht gelungen, die Gesellschaft so sich teilen zu lassen, wie ec es von Anfang an gewollt hatte. Cs brauchte keine weitere Einladung, um Herrn Kehler zu veranlassen, sich von den anderen zu trennen, — unter einer gewissen Voraussetzung. Unö die Voraussetzung zeigte sich nicht unwillig. Sobald Fellips konstatiert hatte, daß das Tete-ä-tete zwischen Fob und Milltorp im Gange war, verschwand er unauffällig. Keyler war es nicht schwer gefallen, Gabby zu den Strandklippen hinabzubringen. „Haben Sie schon das Meerleuchten gesehen, Fräulein Dulroft? Ich werde es Ihnen zeigen." Der Augenblick schien ihm jetzt besonders geeignet, mit der schweren Artillerie vorzurücken. Aber da zeigte sich der allgegenwärtige Regisseur. Fellips kam von der anderen Seite der Klippen zum Meer herabgeklettert. Jetzt war es nicht mehr der liebenswürdige Gastgeber, der sprach, sondern der mächtige Chef, der sich an feinen Untergebenen wandte, seinen in hohem Grade Untergebenen. Er sand einen Genuß daran, Kehler wie einen Schuljungen zu behandeln. „Da bist du endlich, Kehler. Ich wunderte mich schon, daß ich dich nirgends finden konnte. 27a ist ein Ciltelegramm, das du sofort besorgen mußt!" (Fortsetzung folgt) steuer ‘ 2lbg- «Jin *s ’R Ä« » ick K «T Bö» Kr: Srö Ä Ä; SärfS- gefreute imtet reutsMö. Dan VE in erheb ehe nian uberh 65 firne nicht an; sie wurde handele sch u leren Regierung um tonne mau er triebe im den Demokrat Damit sch mmg der 21 bis 5 in der Um 9 Dertagun Währen! kommt es zu Mitgliedern i einander fällt der Au das angericht Abg. Le diese Deniern Abg. Da: entrüstet aus sich gegen die Abg. tz - erregt auf i drängen sich das Da-tois wird ein 3y gemeinen Li 91} Ufrt die testen rat ein. der QBortftn geraume $eit Um 10‘. Sitzung toiebe. Abgg. Flori rufe wegen bei IDahr.Dpt.) 5 §cr Präsii Beschluß des 2 beute noch erle tat sich Szeni haben, nicht Abg. Florin ( drüben (rechts ja Wollen!) : Norin einen O der vorliegend arbeitet werde mittag erledig! nmg steht au' Ms Der H des Äeichst die Zollbor! den zugunsi lehnt. Ang g'erungspar. lrag, der de entzieht, bis belegen Zu slersch betriff hinten, des Abgeoi w8 jur Am nomwne Ern Ä Aert, NNlung OEI Ist da Sinne Ifleleit Deuts inck Gefa i Hoi I Bes'n i" il 8 ZK ^nträ^ Vb»l- Btn. oer q^, Reichstag. »« m*R*5 ^»de> IH ,g>Ä 3 kl der 6in!nJ.~ roItQtie l£etK™n^ Bi® UL- Z^'hu einem 3J, ,6ei ruhig mit k^nv kn Dg^ SraiM ^krMe-ZL° «W^J. ÄS.?*’ ’M dÄampst die Dei ^rgunstigung der H besetz sei eine Ande- rgerei der Kapitaltstv >rache ist barnit beend« ung wendet sich L» AM die Wsicht,-st ll'che ElrVchMver/c lsbetriebe aiiWnrn rrg (ÄomnJ beantragt ellung bet fogiemn^. u ftatttpfiityigen %\n» fi auch die Dividenden öteuerabichnitt miägt- DMchus) W bataui xiteuenmg eine Rcm> oerben jurüdgefteUt. tun.) beantragt, In ein« 3 bie Offenlegung le torgult&retben und bt Ssgefe/ffchaften auf ' i (6^.) bäxiueil, des xmte btt Quellet' sei. Denn man h ässe, könne man bei de ht anders verfahren >en Abstimmung teerte abgclehnt. Die Aördr in der Fassung des 3u> Beratung des bschaftSslrutrgtsthti. Aussprache führt A e der Vorlage des A^ ig verrate deutlich d den. Denn es sich u Äage der Patriolisnu indischen Podien. ft e für den Aufbau « Ni ic M.5Äim fÄSvÄ f, Xi- Sonne schl* 3?&d:”X An ""em g en nm Einem F lassen. «J fl.iungn ti ih-» rita Tw* °l" 6t« M'«L , um ftennen,' anderen 8U ’% ö fr iuS «*"' ®° * inabl"611”9 ™ ,,|ih werd«. fcW on der a^^t w»1* swurd’E^- ^r lfl”,, ^&n ‘n M r^s rt ** atS rgentinlerin ein Wettervoraussage. Bei wechselnder Bewölkung südliche bis westliche Winde, wenig Temperaturveränderung, zeitweise Regen. Die Wetterlage wird auch morgen bedingt von einem kräftigen skandinavischen Wirbel, der sich seit gestern nur wenig ostwärts verlagert hat. Seine Randbildungen reichen bis zur BiS- caha. Der über Südeuropa lagernde höheve Druck kann sich deshalb nicht nordwärts ausbreiten. so daß der unbeständige Witteruygs- charakter bei vorwiegend ozeanischer Luftströmung zunächst fortdauert. Gestrige Tages-Temperaturen: Maximum 22,8 Grad C.. Minimum 12,8 Grad C. Riederschlagsmenge: 5,2 Mm. Die französisch-spanischen Beziehungen. Madrid, 30.Juli. (WTB.) Die Blätter bringen lange Berichte über den herzlichen Empfang Pt tains in Tetuan, wo er im Namen der französischen Negierung P r i mo de Rivera das Grohkrcu; der Ehrenlegion über- reichte. P i t a i n erhielt das Großkreuz des spanischen Militär- und Verdienstordens. Im königlichen Palast zu Santander hat zu Ehren des französischen Geschwaders ein offizielles F e st - essen, ein Empfang und ein Boll ftattgefunben. Auf einem der von der Stadtbehürde für die fron- zösischen Marineoffiziere veranstalteten Landaus- flug hielt der französische Botschafter eine Ansprache, in der er erklärte, daß die alte französisch-spanische Freundschaft heute, wo die beiden Nationen ge- meinfam für einen Dauerfrieden in M a - r o k k o arbeiteten, fester sei als jemals. Er schloß mit einem Hoch auf den König von Spanien. Der Botschafter erhielt das Großkreuz des spanischen Militärverdienstordens. Ueberwad)ung der Gewässer von Tanger. Paris, 31. Juli. (TU.) Nach einem Bericht des Generals Iordana haben französische Kanonenboote die Uebermachung der Gewässer der internationalen Zone von Tanger übernommen Auch englische Schiffe werden sich beteiligen. Todesurteil wegen Gattenmordes. Das Schwurgericht in Frankenthal verhandelte gegen den 28 Jahre allen Fabrikarbeiter Friedrich Biehl aus Neuhofen wegen Mordes an feiner Frau. Der Angeklagte, ein heruntergekommener, brutaler Mensch, vertrank feinen ganzen Lohn und mißhandelte die Frau aufs schmählichste durch Prügel, und Stocks chläge. so dost sie eines Tages, des Martyriums müde, bei ihren Eltern in Waldfee Schutz suchte. Der Angeklagte holte sie am 16. April wieder zurück. Am nächsten Morgen fiel das völlig verstörte Wesen _bcs Biehl den Mitbewohnern auf, und als die Frau bis zum Abend noch nicht zu sehen mar, erstattete man An zeige. Beim Deffnen der 'Wohnung fand man die Frau mit ein geschlagenem Schädel und einem Strick um den Hals tot im Bette vor. Der Täter war mittlerweile nach Mannheim geflohen, wo es der Polizei gelang, ihn zu verhaften. Er hate sich angeblich im Neckar ertränken wollen. Die Verhandlung entrollte ein erschüt- tembes Bild von bem unsäglichen Martyrium der Flau. Nach breioiertelftünbiger Beratung verkün- bete bas Gericht das Todesurteil unter Ab- erfennung der bürgerlichen Ehrenrechte. Das Ende eines Mandolinenständchens. In BuenoS-Airos ereignete sich vor mnu>n nach Einholung neuer Instruktionen t> i c Des prechun gen bald wieder aufnehmen würde. Der Korrespondent des .Temps" glaubt yu wissen, das britische Schahamt hätte vorgeschlagen, ein vorläufiges A b kom - men für die Dauer von drei bis vier Jahren ab» zuschließen unb zwar auf der Basis von 3af>- reSzahlungen in Höhe von vier biS fünf Millionen Pfund Sterling. Eail- lauf habe aber ein vorläufiges Abkommen entschieden abgelehnt. .Matin" schreibt, eS scheiue, bah der Dorsitzende der französischen De- Der Sturz des polnischen Zloty. In den letzten Tagen hat sich an den ausländischen Devisenmärkten eine starke Bewegung gegen Den polnischen Zloty bemerkbar gemacht, der in- solgebessen außerordentlich scharf im Kurse nachgab unb auf der anderen Seite in Warschau selbst den amerikanischen Dollar in die Höhe schießen ließ. Die polnische Presse versucht, wie nicht anders zu erwarten ist, Deutschland für diesen Vorgang verantwortlich zu machen. Sie übersieht aber dabei, baß einmal bie polnischen Devisenbestimmungen selbst zu einem großen Bedarf der dortigen Industrie an ausländischen Zahlungsmitteln geführt haben. Zum anderen kann das Ausland nicht verstehen, daß Polen fein Heftes Industrierevier, nämlich Over schlesien. einfach bem Verfall ausliefert unb baburch ber polnischen Währung eine der stärk- ften Stützen entzieht. Gerade in wirtschaftlichen Dingen ist die internationale Finanzwelt ganz besonders empfindlich. Wir haben seinerzeit erleben müssen, daß einzig und allein wegen der Unterbindung ber Produktion im rheinisch-westfälischen In- buftriegebiet burch die französische Besatzung b i e Mark ins Bodenlose stürzte. Heute befindet sich Polen in einer ähnlichen Situation, nur mit bem Unterschieb, baß es bie Wirtschafts- kalastrophe in Oberschlesien selb st oerschulbet hat unb immer noch keinerlei Anstalten trifft, durch ine Verständigung mit Deutschland dem Chaos Einhalt zu gebieten. Aus aller Welt. Der 8. deutsche Studenlentag. Berlin, 30. Juli. (SU.) Der 8. Deutsche Studententag begann heute im Herrenhaus mit der Tagung der Fachgruppen der Deutschen Studentenschaft (Studien- tag), nachdem in den Tagen zuvor bereits mehrere Fachgruppen- und Hauptausschuß-Sitzungen stattgefunden hatten. Der Studientag wurde durch den Vorsitzenden der Deutschen Studentenschaft, Walter Zimmermann, mit einem Hinweis auf die Bedeutung der Kleinarbeit der Fachgruppen eröffnet. Der Vorsitzende des Studientages, Diplom-Kaufmann Böhme, begrüßte die Vertreter des preußischen Kultusministeriums, Vertreter des Verbandes deutscher Diplom-Kaufleute und Abordnungen der Studentenschaft aus Riga und Dorpat und erteilte Herrn Dr. Vü- Die weiße Kohle. Deutschland aus der Internationalen Ausstellung in (Ärenoble. Grenoble, 30. Juli. (WTD. Havas- Heute vormittag hat Handels Minister Ehaurnct, der den verhinderten Minister des Acußern, Briand, vertritt, die ausländischen Abteilungen der Internationalen Ausstellung für elektrische Triebkraft (Weiße Kohle) feierlich eröffnet. Außer Schweden und Italien, die eigene Pavillons haben, sind alle anderen fremden Staaten in einer gemeinsamen Halle untergebracht. 3n dieser Halle haben neben Deutschland ausgestellt: Die Vereinigten Staaten, Spanien, Rorwegen, die Schweiz, Südslawien und Polen. Auch das Saargebiet ist mit einer kleinen Ausstellung vertreten. Der Erössnungsje.er wohnten Vertreter aller ausländischen Länder bei. 3n der deutschen Abteilung, die vorn Zentralverban.d der deutschen elektrotechnischen Industrie organisiert wurde, wurde Handelsminister Chaumet von Kommissar Alzhösser empfangen, der bis in alle Einzelheiten gehende Erläuterungen über Diapositive und die verschiedenen hydroelektrischen Anlagen gab, die durch Abbildungen ihrer Einrichtungen vorgesührt wurden. Die deutsche Abteilung zeigt die Anlagen mit allen technischen Einzelheiten in übersichtlicher Weise in einem vornehmen, einfachen Rahmen. Am stärksten ist auf ber Ausstellung Italien vertreten, bas im ganzen drei Hallen erbaut hat unb barin viele Maschinen in Betrieb vorführt. Auherbem hat Italien auch elektrische Lokomotiven unb elektrische Zentralen für Stromversorgung von Bergbahnen ausgestellt. Nach bem offiziellen Besuche dankte namens bes Derwaltungsrates ber Ausstellung ber sozialistische Abgeordnete unb Oberbürgermeister von Grenoble Mistral den Vertretern ber ausländischen Länder. Ohne Deutschland zu erwähnen, nannte er bie Abteilung eines ehemals feinblichen Lanbes, bas an diesem Friebenswerke mitarbeite. Er sprach bie Hoffnung aus, baß bie Erwartungen, bie bie Veranstalter dieser Ausstellung hegten, sich erfüllen möchten, unb daß ber sriebliche Wettbewerb in Grenoble mit zur Dölkerversöhnung beitragen möge. In Grenoble könne man erkennen, baß alle Kulturvölker einem gleichen Ideal zustreben. Die englisch-französischen Schuldenverhanblungen abgebrochen. Paris, 31. Juli, lWolff. Funkspruch) Die französische Delegation für bie Schuldenregelung wird heute aus London zurückerwartet. Die Verhandlungen sind vorläufig abgebrochen worden, da es nicht gelungen ist, die Gegensätze zu überbrücken. „Petit Parisien" ist bemüht, den ungünstigen Eindruck des Mißerfolges mit dem Hinweis zu verwischen, daß die französische Deleeinigen Tagen ein tragischer Vorfall, der trotz seines blutigen Ausganges eines komischen Beigeschmackes nicht entbehrte. Zwei junge Leute brachten einer 22jährigen Argentinierin ein Ständchen. Diese aber, eine temperamentvolle Südamerikanerin, nahm kurzerhand einen Revolver und schoß mehrmals vom Fenster aus auf die Musikanten. Beide wurden verletzt. Der eine durch Kopfschuß so schwer, daß er in hoffnungslosem Zustande in daS nächste Hospital gebracht werden mußte. Die Revolver- schühin wurde verhaftet. Schwarze Pocken in Ruhrort. Der praktische Arzt Dr. Ragel ist an den schwarzen Pocken erkrankt und in eine Isolierbaracke verbracht worden. Dr. Ragel hat sich wahrscheinlich bei einem Krankenbesuch die Krankheit zugezogen. Rachforschungen nach dem Krankheitsherd sind im Gange. Rach den Feststellungen des Kreisarztes handelt es sich um einen Fall von echten Pocken. Eine Million Besucher bet Iahrtausend-AuSstellung. Am Donnerstag gegen Mittag betrat der millionste Besucher die Jahrtausend-Ausstellung der Rheinlande in Köln. Es ist Frau Della Wecska aus Deutz. 3hr wurde eine mit Brillanten besetzte goldene Ayr überreicht. gezogen würden, stehe die deutsche Erbschaftssteuer eigentlich nur aus dem Papcer. Staatssekretär P o p i tz bezeichnet die vom Abg. Ströbel angestellten Vergleiche zwischen der englischen und ber deutschen Besihbesteuerung als nicht zutressend. Praktisch liege eS trotz ber verschiedenartigen Steuersysteme so. bah ber deutsche Besitz steuerlich stärker belastet sei als ber englische. Der Vergleich der absoluten Zablen beS Steueraufkommens unb beS Volkseinkommens zweier so verschieden gestellten ßänber führe zu falschen Schlüssen. Wir wären glücklich, wenn Deullch- lanb wirklich so reich wäre, wie eä ber Abg. Ströbel annehme Abg. Ströbel, bet sicherlich m gutem Glauben gehandelt habe, habe Deutschland mit ber Mitteilung seiner Zahlen kaum einen guten Dienst erwiesen Die Dawessach- verstänbigen hätten ja selbst bie Unmöglichkeit berartiger schematischer Vergleiche anerkannt. Der Besitz sei in Deutfchlanb wirklich stark genug belastet GS sei richtig, baß m ber Inflationszeit nicht nur die allgemeine, sondern auch die Steuermoral gesunken fei. Mit der Gteuer- novelle wolle man gerade der deutschen Wirt- schast bie Möglichkeit geben, mit einem festen Steuersystem zu rechnen. (Deifatt bei der Mehr- ttog. Dr. Dornburg (Dem.) hebt die ungeheure Belastung Deutschlands durch die Reparationen hervor. Die deutsche Wirtschaft schmachte unter einem Zinsfuß von 18 Prozent. Daß Deutschland heute ein ganz anderes System haben müsse als z. B. England, verstehe sich von selbst. Man vergesse immer, daß die deutsche Wirtschaft in erheblichem Maße vorbelastet sei, ehe man überhaupt an ihren Besitz herankomme. ES käme nicht auf die wenigen großen Kapitalien an; sie würden nicht ausschlaggebend sein. Es handele sich um die große Masse der mittleren Kapitalien. Gerade auS der Denkschrift der Regierung über die Inslcrtioirsgewurnbesteuernng könne man ersehen, daß die mittleren Betriebe im Erliegen seien. (Zustimmung bei den Demokraten.) Damit schließt die Aussprache. Rach Ablehnung der ÄenderungSantrage werden die § 1 bis 5 in der Ausschuhfassung angenommen. Am 9 Ahr beantragte Dr. Hertz (Soz.) Vertagung. Während der GeschästSordnungSdebatte kommt es zwischen Kommunisten und Zentrumsmitgliedern in dem Saale zu lebhaften Au s- einandersetzungen. Bei den Kommunisten fällt der Ruf. Das war wieder der Pfaffe, der das angerichtet hat! Abg. Leicht (BcU)er. Dpt.) protestiert gegen diese Bemerkung. Abg. Bayersdörsser (Bahr. Dpt.) schlügt entrüstet auf den Tisch des Hauses und wendet sich gegen die Kommunisten. Abg. Hör nie (Komm.) geht gleichfalls erregt auf ihn zu. 3n einem dichten Knäuel drängen sich d.e Abgeordneten zusammen. Durch das Dazwischentreten verschiedener Mitglieder wird ein Handgemenge verhindert. 3n bem allgemeinen Lärm unterbricht Präsident Löbe um 9' , Ahr die Sitzung und beruft sofort den Ael- testenrat ein. 3m Saale geht während ber Pause ber Wort streit zwischen rechts unb links noch geraume Zeit weiter. Am 10‘ . Ahr eröffnet Präfibent Lobe die Sitzung w.cder. Er erteilt den kommunistischen Abgg. Florin und Oben di eck Ordnungsrufe wegen ber von ihnen gegen den Abg. Leicht iBayr. Dpt.) gerichteten beleibigcnben Zurufe. Der Präfibent teilt weiter mit, daß nach bem Beschluß beS AeltestenrateS die Dermögenssteuer heute noch erledigt werben müsse, da bie Mehrheit sich Szenen, wie sie sich vorhin abgespielt haben, nicht gefallen lassen könne. (Der Abg. Florin (Komm.) ruft: Dann sollen bie da drüben (rechts) nicht so viel laufen! Sie sind ja bcfoHenl) Der Präsident erteilt dem Abg. Florin einen Ordnungsruf unb teilt mit, daß der vorliegende Stoff heute nicht mehr verarbeitet werben könne unb am Freitag vormittag erledigt werben soll. Auf der Tagesordnung steht außerdem der R o t e t a t. Aus den Reichstags- ausschüsien. Der Handelspolitische Ausschuß des Reichstages verabschiedete heute endgültig bie Zollvorlage. Die Anträge der Linken mürben zugunsten ber Kompromißvorschläae abgelehnt. Angenommen wurde ein von den Regierungsparteien unterstützter demokratischer Antrag. ber der Reichsregierung die Ermächtigung entzieht, bisher zollfreie Waren mit Zöllen zu belegen. Zu den Paragraphen, bie das Gefrierfleisch betrifft, gelangte mit den Stimmen ber Linken, des Zentrums und eines Volkspartei- liehen Abgeordneten em sozialdemokratischer Antrag zur Annahme, ber die ursprünglich vorgenommene Ermächtigung der Regierung zu der bekannten Verteilung des Gefrierfleisches in eine Verpflichtung umtoanöelt. ___________________ scher baS Wort zu keinem Referat: „Hochschuk- ziele und Berufsbildung". 3n Leitsätzen stellte er bie Forderung auf: Abkehr von bet Mechanisierung, Betonung des Perföniichkeitswertes. Entwickelung der schöpferischen Eigenart unb Wetterführung ber Ausbildung aut der Grundlage beS SpezialiSmuS zur Aniverfaiität. Der zum Deutschen Studententag erscheinenden Festnummer der Berliner Hochschul,tach- richten hat btt preußische Ministerpräsident Braun daS Geleitwort zum Gruß an den Studententag geschrieben, in dem eS u. a. heißt. Dem Deutschen Studenten- lag gelten bie aufrichtigen Wünsche der preußischen Staatsregierung. Ter Tagung harren in heutiger Zett viele Ausgaben von großer Trag- iveite, von deren richtiger Lösung mehr ibhängt, al» nur das Gesch'ck deS Srubententages 1L a. werden bie wirtschaftlichen Röte unb Schwierigkeiten im Vordergrund der Beratung st ehern. An sich ist der neue Typus der Werkstudenten, fo sehr dabei auch das Studium ersch>wert wird, nur au begrüßen, weil er die Studenten nut vielen schaffenden BerusSstän- den in enge Berührung bringt, und ihn dem gesamten DolkSorganismuS ein gliedern wird. Möge der Geist der StaatS- bürgerlichkeit in dem besten Sinne der Wille zum 'Aufbari des solidarischen Dolksemp- findens und zum Abbau des gegenseitigen Hasses und Verkennens in Zukunft unsere ganze akademische Jugend beseelen. Zugestimmt wurde danach einigen SntschUeßun- gen, in denen die Regierung ersucht wird, den Gesetzentwurf eineS ZolltarifeS nach dem neuen Zollfchema noch in diesem 3 a h r « dem Reichstag vorzulegen und wegen Hinzuziehung von ReichStagSmitgliedem zu den Arbeiten deS ReichSwirtlchaftSrateS mit diesen in Verbindung zu treten. Sobald die Arbeiten hinreichend fortgeschritten sind, wird der Reichstag einen Ausschuß einsetzen, der eine Prüfung der Grundlagen der deutschen Gefamttvirtschast vor- zunehmen hat. Der Ausschuß wird sich in den nächsten Tagen noch mit einigen Handelsverträgen befassen. Im Haushaltsausschust wurden heute Anträge der Sozialdemokraten und Demokraten über die Entschädigung der im Dienst der Regie verbliebenenDe- amten. Angestellten, Arbeiter usw. behandett. Die Regierung wandte sich gegen bie Schaffung eineS Gesetzes, das Rechtsansprüche schafft. Anter Ablehirung ber Anträge wurde eine Entschließung des Zentrums auf Bildung eines Härtef onds in Höhe von 5 Millionen Mark angenommen, ferner ein deutschnatio- naler Zufahantrag, der Erhebungen über die Zahl der in Betracht kommenden Personen sordert. Ferner wurde eine Entschließung des Zentrums angenommen, den DerwaltungSrat der Reichspost so zusammenzusetzen, daß auS jeder Fraktion ein Mitglied entnommen werden kann. Dann wurde ber Rotetat verabschiedet, mit der Aenderung, dah er biß 30. Rovernber dieses 3ahres gelten soll. Ein sozialdemokratischer Antrag auf Erhöhung der Grundgehälter für die unteren Reichsbcantten wurde abgelebt, angenommen dagegen ein deutschnationaler Antrag, ber die Reichsregierung ermächtigt, den 10-Prezent-Satz des Wohnungsgeld-Zuschusses nötigenfalls übet 100 Prozent zu erhöhen. Icgation einige Vorbehalte bezüglich der Gesamtziffer der britischen Guthaben gemacht habe, indem er darauf hin gewiesen habe, daß die englischen Dienste und besonders bic Frachtkosten während deS Krieges in hohem Grade überzahlt worden seien. Die Fraitzosen hätten sodann Zahlungen in Mark und in Papierfranken angeregt, bie, wie man erklärt, 6 Millionen Pfunb jährlich nicht übersteigen sollen Der englische DelegationSsührer habe jedoch dieses Anerbieten ungenügend betrachtet. DER WERKLADEN ist das Dürerhaus am Platze und ein Im Sinne der Dürer-Werkbundbestrebungen geleitetes Unternehmen. Gepflegt wird eutsche Wertarbeit u.gös und es Handwerk. Indanthren-Stoffe und Kleider Gebrauchs-Gegenstande aus Holz, Keramik, Bast, Metall. Besichtigung jederzeit ohne Kaufzwang. Der Werkladen, Löwengasse 22, Gießen a. L. 06372 . _____ tötet Laus u Nisse mit ♦•inem Schlage. Zu kirewr y .. '■ Jahrelange o°OdermeyN'?^edfttn^l f)Crb2*SeifC beseitigt, nachdem viS dabin all« anderen angewandten ®ht:el versagten. Dostass.v.lnP Der St. Üh. —.65, Sy.* verstärkt M. L— Zur Nacvbcbandlung lst Verb a