:£$Ä lwnalislisK «L? ssMSiÄt ,"5ti zwisch^ 6t und etner hBikn Einordnung^ letzten 3(25 JrtgtBoiK &«^8t, tvird^, ^w^llebens £ der Tod »Ja. : geheimsten _ W u^chau, Kröche, ftmnf..,,^ e Politik, herou^Ä^ °ldy. (Deutfrfje C" •Unb L-ip ig h? ' >ngt unter (einen Sii«« ML nls sie eine japonilibe n> offiziellen ontegelas |d)(ie6 \T. 'die SiÄnÄ gemachten oerjchi-denen Jften deutschen besprich, ' IW, inbr'S teer Nom* bi, panfer innonzkonfrrenz 5- ^er Mmententeil ,en Vertrag einen füi jr mfereffanten Mn he» Regierung unb bem jroge der Militärtonr iHenftifdje Oppofitions iQtors Johnson unb die chen Außenministers. für Musik" iStein. "timet ihr Märzhest m (ach. Der Hauptartikel des berühmten Liedes tir schenken" gewidmet, c in einer neuen sinn- ckroten, sondern erführt ergäbe nach der Meder Inna Magdalena D. 3n untersucht St Paul He Komponisten immer ir Bearbeitung dieses rt wird in einem rät» ic Laute und ihre 2e- Msikpflege" vm bem tert Paul Kurze ehre der Forderung, daß eS chen Oberschulen frei« sie als Memchtssach rricht nehmen wollen, eitjchnst für Citerfltur^ ion Joses Radler und b Wien. Corl Sn» wird eröffnet durch den > von Sauer, Frankstin Br. weist die Schall des iftbüdjern als eine hisl°' aon hajek in Kronstam >n verschollenen frauen Jahrhunderts: wnn dHus 6d)ö*itsbepff N Wien in Soelhe- Die Dichtung des rew bedingten m der 3eu Zoüsried FittboS-n » latt“. horauSgrgch« „Mrlag Das W t (eben Dienstag Leben- als jagten Besorgnis des ^drückt. :- l"/'"^!usamm-nh^ Emd vor L! Mit W »c W8 LÄIZ Ur. <6 Erft« Blatt 175. Mrgang Dienstag, 3(. März (925 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Pnirf und Verlag: vrijhl'sche Unlv«rßtö>r.vuch. «nd Slelndnickerei R. Lange fn «letzen. Schriftleilung und Seschästrftelle: Schnlltratz« 7. lenabmt een Hnjeloeii ftirbl«Iage»nummer ot9 Nachmittag vorher Dbnej#be,Berbmblithhttt preis kür l mm HSde für Anzeigen von 27 mm Brette örtlrch8, auswärts 10 ©olbpfennig; für Rv» ülame-Anzeigen v 70mtU ‘Breite 35 iftolbpfennig, Platzoorschnsl 20 , Aus» schlag. - ‘BeranttDortlid) für Politik u. Feuilleton: vr.Friebr.Wilh Lange; für ben übrigen Teil: Ernst 'Blumfdjein; für ben Anzeigenteil (Haus Be<^ sämtlich in (Biefjen. Erscheint täglich, nutzer Sean- unb Feiertags. Beilagen: V ietzen er Fo m >l i en d IStler Heimat nn Bild. Mouats-Vezf.gsprels: 2 (Bolbmark v. 20 Gold» pfennig für Trügerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fer nsprech.Anschlüsse: Schriftleitung 112, Der» lagundGeschästsstelleSl. Anschrift für Drahtnachrichten Bnjeigcr ®iefcen- pokfcheckronto: Sranffun a. M. UGM. Deutschland und der Garantiepakt. Kein »euer Schritt der Reichsregiernnq Der!in, 30. IKäxx ($11) Entgegen der deutschen amtlichen Richtigstellung am Freitag Der vergangenen Woche sind tn der Londoner und Pariser Presse doch wieder Nachrichten über einen angeblichen neuen Schritt Deutschland- in der Garantiepaktsoage aufgetaucht. Di« die „Telegraphen-Union" an hiesiger zuständiger Stelle erfährt, sind alle diese Meldungen frei erfunden. Die Stellung der deutschen Regierung ist durch da- Interview Dr. 2 t r eiern a n n S in der »Kölnischen Zeitung"' festgelegt, während Englands Standpunkt aus der Eham- berlainrede bekannt ist. 3n England hat man allerdings das lebhafteste Interesse daran, eine Initialiva Deutschlands in den Vordergrund zu schieben, um sich Frankreich gegenüber ein Alibi zu schaffen. Sofort nach Abschluß der Genfer Tagung wurde zwischen bei eng- Achen und der französischen Regierung auf der Grundlage der Instruktionen, die Herriot aus Genf mitgebracht hatte, die Vesprechungen über einen Sicherheitspakt aufgenommen. Die deutsch« Regierung hält es für zwecklos, sich in diese Erörterungen mit neuen Vorschlägen einzudrangen, zumal ein Ergebnis noch nicht dvrliegt. ES ist dagegen möglich, daß Deutschland äu bem Problem Stellung nehmen wird, sobald es festere Form gewinnt. Die Reichsregierung ist selbstverständlich daran interessiert, sich über ben Verlauf der Vesprechungen durch ihre diplomatischen Vertreter in Paris und London sv schnell alS möglich unterrichten zu lassen. Damit unb mit nichts anderem sind auch die öfteren Besuche der deutschen Botschafter in ben auswärtigen Aemtern in Paris irnb London zu erklären. Der Londoner HavaSvertreter gibt von bem Stand der Verhandlungen folgende Darstellung: Die deutschen Vorschläge wurden vor zwei Monaten unterbreitet Seitdem ist der britischen Regierung keine neue Mitteilung seitens der Reichsregierung zugegangen Gerüchte, wonach eine neue deutsche Rote überreicht werden soll, haben ihrer Grand Darin. d.itz ein Sachverständiger der deutschen Botschaft ein Memorandum abgefaht hat, daS dem britischen Außenministerium jedoch noch nicht überreicht worden ist. Dr. Stresemann lieh der englischen Regierung die ersten Vorschläge im Januar zu- gehen. Seine zweite Mitteilung galt der französischen Regierung, die das Londoner Kabinett von ihrem Inhalt sofort unterrichtete. Außer diesen beiden Mitteilungen, die einmal auf direktem unb bann auf indirektem Wege erfolgten, hat der britische Außenminister keine neue Rote erhalten. Die Besprechungen zwischen Loudon unb Berlin werden lediglich durch Vermittlung der Botschafter Dr. S t h a m e r und Lord d'Abernoon geführt. Herriot zur Sicherheitssrage. Paris, 30. März. (‘£11.) Heute vormittag empfing Herriot d:e Vertreter der Kammerkom- iniffron für auswärtige Angelegenheiten Lou- ch e u r s und B o n c p u r t, die von bem Ministerpräsidenten genaue Aus unste über die Der- handl ungen mit Deutschland und die Stellungnahme des Kabinetts zur Sicherheitsfrage erbaten. Rach bem „Temps" soll Herriot erklärt haben, er sei fest entschlossen, mit Deulschlanb vor bem vorbehaltlosen Eintritt in ben Völkerbund keinen Vertrag abzuschlies'en. Im Einverständnis mit Großbritannien habe er j'doch beschlossen, die V e r h a n b l u ii i e n vor der A fnahmeDeutlch-- lanbS in ben Völkerbund aufzunehmen Herriot teilte mit, daß der Entwurf der Antwort auf bie deutschen Vorschläge von Laroche und Dergery feftgeftefit sei. Es wurde ausdrücklich auf die Unantastbarkeit bet jetzigen Grenze hingewiesen. Frankreich verlange auhe-bem vor dem Abschluß des Vertrages Verständigung in der Abrüstungsfrage. Fernei' teilte Herriot auf eine Frage der Abordnung mit, daß das interalliierte Militärkomitee in Versailles feit Montag im Besitz des Fragebogens der Bot- schafterkonserenz sei. Am Schlüsse seiner Ausführungen sagte Herriot: Wir sind an einem entscheidenden Wendepunkt der Geschichte. Die einzige Frage ist. ob Deutschland es ehrlich meint. Es unterliegt feinem Zweifel, daß bie deutsche Regierung augenblicklich feine Auflehnung gegen den Versailler Vertrag plant. Deutschland ist auf bem Wege bet Wiedergenesung unb will sich erst völlig wieder erholen. Mit Sorge erfüllt uns nut bie Zukunft. Daher halten wir bie Aufnahme Deutschlands in ben Dölkerbrrnd für unerläßlich. Deutschland muh von bem Weltgewissen überwacht werben. Die Räumung der Kölner Io^e. London, 30. März. (WB) 3n Erwiderung auf verschiedene Anfragen im Unterhaus erklärte Austen Chamberlain, daß bie Regierung nicht in der Lage sei, ein ungefähres Dalum für die Zurückziehung der britischen Truppen aus der Kölner Zone anzugeben. Sobald bie Regierung Ausschluß hätte über bie Verstöße Deutschlands, derentwegen Die Räumung Kölns hinausgefchoben wurde, würde das Parlament davon in Kennt- 1*8 gesetzt werden. Das Wahlergebnis. Der erste Wahlgang. 3um erstenmal hat am Sonntag das deutsche Volk in freier Wahj fein Oberhaupt gekürt. Es lag wohl nicht an einer zu geringen Einschätzung der Bedeutung dieses Wahlaktes, wenn die Beteiligung in weiten Dolkslceifen manches zu wünschen übrig ließ. Besonders in den Kreisen des Bürgertums hat vermutlich die recht unpolitische Ucberlegung, daß ein positives Ergebnis im ersten Wahlgang unwahrscheinlich sei, viele von der Wahlurne ferngehalten. Auch das regnerische Wetter war einer regen Wahlbeteiligung vielerorts ungünstig. Wie bei der Aufstellung so zahlreicher bürgerlicher Splitterkandidaturen vorauszusehen war, ist der erste Wahlgang ergebnislos geblieben. Keiner der Kandidaten hat bie absolute Mehrheit, mehr als die Hälfte der insgesamt abgegebenen Stimmen, allo rund 13 Millionen, erhalten. Am nächsten kommt ihr der Kandidat des Reichsblocks, Dr. Jarres, der mit 1,3 Millionen Stimmen den allein ernst zu bewertenden Konkurrenten Braun um 2,5 Millionen überholt hat und in einer Reihe von Wahlbezirken, so auch in der Provinz Ober- Hessen, die absolute Mehrheit auf sich vereinigte. Ein Zeichen für bie starke Anziehungskraft einer hervorragenden Persönlichkeit, die ohne parteiliche Bindung in ben Wahlkampf getreten ist. . Die übrigen b rgerlichsn Äanb.baten haben lediglich sich bie Stimmen derer sichern können, die ohnehin Anhänger ihres Parteiprogramms sind. Dr. Marr, der Kandidat des Zentrums, hat in den alten Domänen seiner Partei gut abgeschnitten, aber auf andere Wählerkreise bat feine, von der Zentrumspresse noch am Wahltag? mit Emphase herausaestrichene fta smännischs Persönlichkeit keine Werbekraft ausgeübt, wie heute schon das hessische Zentrumsblalt mit stiller Wehmut feststellt. Ein schlechtes Omen für eine etwa in Aussicht genommene republikanische EinheitSkandi- batur Mar?. Die D em okraten haben in den meisten Wahlkreisen an Stimmen ehtgebüftt Reben der Gilgen rein um mehr als 10 Prorrnt geringeren di. - , lügen, daß viel? Wähler de Bedeutungslosigfeit einer demokratischen Splittert anbibatur er lärmt haben. Vermutlich war doch wohl auch ihr Kandidat Dr. H e I l p a ch in bei- kurzen Zeit deS Wahlkampfes trotz manch trefflicher Reden feiner- feite und weniger tr fflicher Glorif zierungsver- suche der demokratischen Großstadtvrefse den großen Massen zu wenig bekannt geworden. Bemerkenswert für seine Wertung als Politiker unb Staatsmann bü.fte es aber immerhin sein, daß in der Hauptstadt des badischen Staalspräiidenten, am Sih seiner Amtstätigkeit, wo man H:rrn Dr. Hellpach, doch gewiß besser kennt, als in allen and ren Teilen des Reiches, seinen 8500 6‘immcn 40 7C0 Anhänger von Dr. Jarres geg'r.ü‘*erftebcn. Ganz Baden brachte für sein Staats berhaupt 88 000 Stimmen auf, dag gen stimmten für Jarres 241 000 und für Marx sogar 295 000. Beachtung verdient der weitere starke Rückgang der K o m m u niste n, die m hr und mehr in den Schoß der gemäßigten Mutterpartei zuiück- kohren. Auch Ludenborff hat nur eine kleine Schar Unentwegter um sich versammeln können, gewiß ein erfreuliches Zeichen b'.für, daß auch auf Der äußersten Rechten realpolit.sch s Denken d.e Oberhand gewinnt und zur Abkehr von überspannter ideologischer Einstellung Hitlerscher Färbung führt. Der Artikel 41 der Verfassung schreibt vor: „Gewählt ist, wer mehr als bic Hälfte aller gültigen Stimmen erhält. Ergibt sich keine solche Mehrheit, so findet ein zweiter Wahl - gang statt, bei bem gewählt ist, wer b i e meisten gültigen Stimmen erhalten hat". Vielfach hört man bie durchaus irrige Ansicht, als ob in diesem zweiten Wahlgang der Endkampf lediglich zwischen ben beiden erfolgreichsten Kandib_ten des ersten Wahlgangs ftattfinöe, daß es also zur „S t i ch w a h l" komme, analog unserem Rcichstagswahlrecht der Dortriegszeit. Das ist keineswegs der Fall. Das Aus^ührungs- geseh zur Reichspräsidentenwahl läßt es sogar zu. daß für ben zweiten Wahlgang ganz neue Kandidaten in durchaus beliebiger Anzahl auf- gefleilt werden. Es kommt also nicht zur Stichwahl zwilchen Jarres unb Braun, sondern die Verhandlungen der Parteien, bie nun einmal in einem demokratischen Staatswesen bie Faktoren sind, die dem Willen der Doltsmasse, wie sie ihn verstehen, zum Ausdruck verhelfen, können für den zweiten Wahlgang ein völlig neues Bild bringen. Wie dies sich gestalten wird, ist heute auch noch nicht annähernd vorauszusagen. 3m Lager Der Weimarer Koalition wird man vermutlich versuchen, die drei auseinander- gefaUenen Parteien auf eine Kandidatur zu einen. Das Zentrum wirb wohl an der Kandidatur Marx festhalten unb versuchen, Demokraten unb Sozialdemokarten für seinen Kandidaten zu gewinnen. Den Demokraten Dürfte ein Verzicht auf ihre Verlegenheitskandidatur Hellpach nicht schwer satten, dagegen würde es für bie Sozialdemokraten eine harte Ruß sein, ihren Kandidaten Braun zu opfern, nachdem er von den drei Linksbandidaturen bet weitem am besten abgeschnitten hat. Die sozia- liftifche Preise, namentlich bet „Vorwärts", hat sich im Wahlkampf über bie künftigen Möglich- feiten stets sehr vorsichtig ausgelassen und sich noch am Wahlsonntag alle Wege offengebalten. Es wird aber sicherlich eine äußerst schwierige Aufgabe sein, den soziallstischen Massen im Land« die politische Aotwendi-teit eines OvferS । zugunsten einer Kandidatur Marx plausibel zu machen, zumal nach diesem Wahlresultat. Aus der andern Seile Dürfte das Eintreten für eine Einheitskandibatur Braun für das Zentrum das schon lange prophezeite, aber Immer noch durch bie geschickte Taktik seiner Führer verhinderte Auseinanberfallen ber Partei bedeuten. Denkbar wäre schließlich auch, daß die Weimarer Koaliiion sich auf eine demokratische Kandidatur als die am wenigsten anstößige einigt. Vermutlich wäre aber auch hierfür Der rechte Zentrumsslügel und sicher nicht die Bayrische Dollspartei zu haben. Reben all diesen Möglichkeiten erscheint aber auch eine Einigung des Bürgertums nicht von vornherein ausgeschlossen, wenn auch hier die gehässige unb mit persönlichen Verleumdungen nicht sparende Art und Weile, wie der Wahlkamps von mancher Seite geführt wurde, manche Tür zugeschlagen bat, mit voller Absicht Derjenigen, Die von jeher jeder Einigung des Bürgertums entgegenstanden. Es wäre wahrscheinlich des Sbweißes der Edlen wert, wenn endlich einmal sich in allen Parteien besonnene und verantwortungsbewußte Männer fänben, die unter Dciseileschieben b eser rein destruktiven Kräfte Den Weg frei machten für einen nationalen deutschen Bürger an der Spitze des Rei- sich des Schweißes der Edlen wert, tocim sozialistischen Spuk ein Ende setzten. Die Berliner Presse zum Wahlausgang. B e v l i n, 30. März. Während bie deutsch- nalicmalen unb volksparleilich.-n Blätter ihre Zufriedenheit übet den Artsfall der gestrigen Wahl zum Dusdrr:ck bringen, unb erklären, daß Die auf Jarres entfallene Stimmenzahl alle gehegten Erwartungen erfüllt habe, sprechen bic Blätter Der Weimarer Koalition von einem Siege der republikanischen Parteien. Die „Kreuzzeitung" fügt: Die Kandidatur wes wer deshalb von Erfolg, weil dieser 'chwarz-weiß-rvie ^nhettr-anbidat vvir der Mehrheit ber Wähler als bie einzige überparteiliche Persönlichkeit anerkannt wurde. Gr habe daher nach wie vor die meiste Anwartschaft auf den Reichspräsidentenpoften. Die „Deutsche Zeitung" tritt gleichfalls für die Ausstellung von Jarres im zweiten Wahlgang ein unb erklärt, selbst für ben Fall, daß ber Reichsblock allein bleiben sollte, sei er unbedingt flärfer, als er es wäre, wenn er entweder einen mißtrauisch betrachteten anderen Kanbidaten ausstellen oder fonftige Zugeständnisse nach links machen würbe. Auch bie volksparteiliche „Zeit" betont, es verstehe sich von selbst, baß Jarres auch im zweiten Wahlgang Träger der überparteilichen Kanbidatur sein werde. Ein Mann, ber wie er, in einem persönlichen SiegeSzug ohnegleichen über zehn M llionen Stimmen auf sich vereinigte, ein solcher Mann sei im zweiten Wahlgang sellrstverstänblich Der einzig mögl'che Kandidat des Reichsblocks. Das Blatt teilt mit, daß ber Reichsausschuh des Reichsblocks am morgigen Dienstag zusammen- treten werde, um Jarres als Kandidaten für den endgültigen Wahlgang aufzustellen. Die „Deutsche A l l g e m. Z t g." vergleicht Die Gewinne und CB-rlüfte der einzelnen Parteien mitemanber und stellt fest, bah an ber Spitze aller Kandidaten ber Bewerber der tn> Reichs- blvck vereinigten Parteien und Verbände, Dr. Jarres, marschiert. Das Blatt sagt bann, der grobe moralische Erfolg, ber errungen worben ist. wird beim zweiten Wahlgang seine Früchte tragen. Die „Deutsche Tageszeitung' schließt ihre D^trachturrgen mit Dem Satze. ..Der Gedanke, ber bem Reichsblock vorangeleuchtet, Der Im ersten Wahlgang zum unleugbaren Erfolge geführt hat, ist der an bie echte Volksgemeinschaft aller staatsbewußten und christen- tumbewuhten Kreise. Wird dieser Gedanke rein und unverfälscht erhalten, so wird er am 26. April seinen ersten großen, weithin wirtenben Erfolg erringen.“ Von allen rechtsorientierten Zeitungen ist es allein bie „Berliner Börsenzeitung", bie eine Kandidatur Jarres nach dem Ausgang des ersten Wahlganges als erledigt ansieht und Die in groß ausgemachter Schlagzeile und in langen Ausführungen eine Sainmellandidatur Gehler fordert. Die „Germania" schreibt über bas Ergebnis ber Wahlen: Der deutsche Gesundungs- Prozeß sand darin Ausdruck, bah die verfassungstreuen Parteien Der Mitte zusammen erheblich mehr Stimmen aufbrachten, als bie im Reichsolock vereinigten offenen unb versteckten Verfassungsgegner. Gestern gingen die Parteien ber verfassungstreuen Mitte gesondert vor, im zweiten Wahlgang müssen sie vereint schlagen. Der Rechtsparteikanbidatur Jarres muh im zweiten Wahlgang ein verfassungstreuer Dollskandidat gegenübergestellt werden. Die „Dossische Zeitung" schreibt: Die Drei republikanischen Parteien gegen die sich Der gemeinsame Ansturm von rechts richtete, sind nicht geschwächt, sondern gestärkt aus der Schlacht beroorgegangen. Sie brauchen nur noch ihre getrennten Kolonnen zusammenzu- 1 chliehen, um ben Erfolg von gestern zu einem überwältigenden Siege zu gelt alten. Georg Bernhard unterstreiche daß das erfte Anrecht Darauf, republikanischer Einigungskandidat zu werden, zweifellos Otto Braun habe. Man müsse bem sog. Aeichsblock einen Dolksblock gegenüberfteilen, unb es wäre ein hoher Sieg des republttanischen Gedantens. wenr eS gelänge, die Sozialdemokraten selbst zum Eintreten für eine nichtsoAialistische, republikanische Sammelkanbidatur zu bewegen. Theodor Wells schreibt im „Berliner T a g e b l a t t“ u. a Dis Volk habe allen Dettühmmgs- und Täu schungsversuchen zum Trotz gestern fiat und deutt lich bewiesen, daß eS die republikanische Republik wolle. Der „Vorwärts" spricht sich glelchfatts für eine republikanische öammellan- bi Dafür aus und erklärt, daß die Sozialdemokratie offenfunbig bereit sei, im entscheidenden Wahlgang dem republikaniichen Gedanke,' zum Sieg zu verhelfen. Der Sah: Der Präsident, schaftswahlkamps geht um die Republik! müsse für Die Verhandlungen, die ber Kandidatenaus. stellung zum zweiten Wahlgang vorangehen, die Grundlage sein. ♦ Laut „Germania" tritt Der Reichsparteivorstand der Zentrumspartei Dienstagmittag 12 Uhr zu einer Sitzung mit Der Tag sordnung „Präsidentenwahl" Aulammen. Zwei Stunden früher wird Der Reichsausschutz des Reichs blocks sich versammeln, um fich mit Der Kandidatenaufstellung für Den zweiten Wahlgang zu beschäftigen. Bayern für eine bürgerliche Sammelkanbidatur. München, 31. März. (Wolff.) In ihrem Kommentar zu Dem Ausfall des ersten Wahl ■ ganges ber Reichspräsidentenwahl schreibt Die Bayrische Vollsparteikorrespondenz u. a., es gebe nur eine Lösung und diese heiße: Bürgerliche Sammellandidatur. Man müsse Dort anfangen, wo man aufgehört habe, als die bernahe go lungene Einigung sämtlicher bürgerlicher Kräfte an ber Taktik Der unentwegten Iarresleut- scheiterte. Es werde schv»er sein, W Zentrum zu einer gemeinsamen Schlacht front zu bringen; doch werde sich die Bayrische Volkspartei vorbehaltlos in den Dienst der Sinigungsidee stellen. ES liege im Wesen dieser Idee, daß die Sache über die Person gestellt werden müßte. Das Echo des Auslandes. Die Pariser Presse. Paris, 30. März. (LU.) Die Pariser Presse beschäftigt sich auch heute eingehend mit dem Ausfall der Reichspräsidenleilwahl. Die Mittagsblätter betonen, daß die Linksparteien durch einen Kompromißkandi- ba ton in ber Lage seien, einen endgültiges Sieg davonzutragen. Die „Information" führt aus: „Sicher hat Herr Jarres gestern eine imponierende Anzahl von Stimmen erreicht, und er bleibt für den zweiten Wahlgang ein ernsthafter Gegner; aber selbst wenn man ihm die von General Lubendorff, bem Besiegt ex des gestrigen Tages, und die von bem Boyern, Herrn Held, erzielten Stimmen zuzählt, wird er nicht mehr als ungefähr 13 Millionen Stimmen auf sich vereinigen, gegenüber 16 Millionen Stimmen, die die drei Linksparteien zusammen mit ben Kommunisten erreicht haben. Weim die Weimarer Parteien Disziplin halten und ihre Wahlkampagne richtig zu führen verstehen, ist ihr Erfolg sicher.' — Im allgemeinen enthält sich bie Presse einer Kombination über ben neuen Kandidaten. Sin einziger Rame wird genannt, der beet Dr. Wirth, den ber Berliner Korrespondent des „Matin" als ben aussichtsvvllsten Kandidaten der Linksparteien bezeichnet — Der „T e m p s" bemerkt, daß die Aufstellung einer Einheits-Linkskandidatur auf die größter Schwierigkeiten stoßen werde. Es sei nicht anzunehmen, daß Braun zugunsten Marx' oder umgekehrt verzichte, da ein Teil der Demokraten und Katholllen aus Abneigung gegen einen sozialistischen Reichspräsidenten zu ben Rechtsparteien übertreten würben. Das „Journal des Debats" schreibt Die Rationallsten könnten sich rühmen, im Wachsen begriffen zu fein. Aber Die republikanischer Clemente hätten gleiche Fortschritte er- zielt. In Wirklichkeit gäbe es Enttäuschunge:' auf beiden Seiten. Es fei wenig wahrscheinlich - daß die Sozialisten, die mehr als die Hälfte bei republikanischen Stimmen repräsentierten, Darin einwilligten, einfach die Schleppenträger vor Marx zu werden, wenn dieser ihnen nicht ernft< Garantien gebe für die Aufrechterhaltung der Verfassung. Die 'Verantwortung des Zentrums sei groß in dieser Angelegenheit. Von ihm hänge es ab, die Wage nach der Seite der Verjaffung hin ausschlagen zu lassen, oder einen Mann um Präsidenten zu wählen, der unter dem Deckmantel der ßegaFität die Wiederherstellung der Monarchie vorbereiten werde. Die „Liberts" schreibt, die sehr geringe Stimmenzahl, Die Ludeick>orff erzielt b-ibe sei ausfallend Wenn die Parteien der W imarer Koalition fähig wären, sich zu vereinigen, konnten sie den Sieg davontragen. Welche Aufsichten beständen aber dafür, daß alle Katholiken für einen Sozialisten, oder daß alle Sozialisten für einen Katholllen stimmen werden? Aul alle Fälle stehe aber Dr. Jarres mi, eir.tr beträchtlichen Stimmenzahl an erster Stelle. Er sei für Den zweiten Wahlgang gut plaziert und auch diefesmal wieder hätten die Rechtsparteien grobe Disziplin gezeigt. Italien. Der .Popvlv" preist Jarres als den Mann der nationalen Strömungen, welche die wirtschaftliche und politische Wiedergeburt anstreben, nacktem Deutschland sich selbst wie- der gefunden habe. Diese Strömungen nehmen täglich an 'Bedeutung und Umfang zu. seitdem sie in den sozialistischen und demokratischen Parteien die Auflösung der nationalen Kräfte sehen. Die „Epoca" schreibt: Die Franzosen deuteten die Erfolge von Jarres falsch Dieser zeige, daß Deutschland die Demütigungen der letzten Jahre nicht mehr länger ertragen wolle. Trotz aller Nachgiebigkeit sei es den bisherigen demokratischen Regierung^ nicht gelungen, die Schande und Schmach der Ruhrbesehung und die Teilung Oberschlesiens zu verhindern. Man müsse auch in Betracht ziehen, daß England entschieden s o zi a l i st e n - seindlich unb für konservative Regierungen in Europa sei. Der gestrige Wahlgang habe gezeigt, wie wichtig das deutsche Doll die nationale Würde adjte, eine Eigenschaft, die unumgänglich notwendig sei, wenn ein Volk leben und fortschreiten wolle. Das „Gio male d'Jtalia" macht die Entente für den Sieg der nationalistischen Parteien verantwortlich to.-gen der Richträu ° mutig Kölns entgegen den klaren Bestimmungen dä Versailler Vertrages und der lächerlichen Vorwände, welche sie gebraucht hätte, um diese Nichtbeachtung des Versailler Vertrages zu recht- fertigen. Jarres sei ein Mann von großem Talent und großer persönlicher Anziehungskraft, Energie und Ausdauer, welcher sich als Bürger - meister und ausgezeichneter Verwalter bewahrt habe. Der demokratische „M o n d o" meint, daß sich die Linksparteien vereinigen müßten, um nicht der Gefahr ausgesetzt zu fein, mit der Präsidentschaft das Steuer der Verfassung zu verlieren. Oesterreich. Das Ergebnis der gestrigen Wahlen für den Reichspräsidentenposten, über das die Blätter ausführliche Berichte veröffentlichen, hat den Voraussagen in Wien insofern entsprochen, als es keine Entscheidung gebracht hat. Uebereinstimmend stellen die Blätter fest, daß die beiden radikalen Parteien von rechts und links seit den letzten Reichstagswahlen erheblich an Stimmen eln - gebüßt haben. Andererseits wird ein bedeutendes Uebergewicht der Parteien der Weimarar Koalition verzeichnet. Sie nehmen daher an, daß beim zweiten Wahlgang ein von diesen Parteien aufgestellter Kandidat gegenüber den vereinigten Rechtsparteien die entscheidende Mehrheit erhallen würde. Neuwahlen in Preußen? Berlin, 31. '.Närz. (Prv.-Tell des WTB.) 3u der heutigen Sitzung des Preußischen Landtages, auf deren Tagesordnung die Wahl des Ministerpräsidenten steht, bemerkt das .,23 e r l. Tageblatt*, daß nach dem Erfolg der drei republikanischen Parteien in Preußen bei dem ersten Wahlgang der Reichspräsidentenmahk wem ner denn je ein <3ninb dafür vorhanden sei, von der bisherigen Regierungskoalition abzuge'yen und ein Beamtenkabinett zu bilden. Das Blatt glaubt, daß die sofortige Auflösung des Landtags und die Ausschreibung von Neuwahlen für den 26.'April, dem Tage des zweiten Präsidentschafts- yohlgcmges, die Folge des Wahlresultates sein lÄerte. Wie der „Münstersche Anzeiger" erfährt, ist Mr Landeshauptmann von Westfalen, D i e ck - ifta n n , von der Zentrumsfraktion ersucht worden, a$5 preußischer Ministerpräsident die Bildung eines Bcamtenkabinetts zu übernehmen. Dieckmann hat die Berufung abgelehnt. Ein deutscher Wahlsieg in Sonderburg. Sonderburg, 30. Marz. (TU.) Bei der Durgenneisterwahl in Sonderburg wurde der bisherige aus einer reindeutschen Alsener Familie stammende Bürgermeister, Lehrer a. D. Johann Jacobsen (Soz.) mit Hilfe deutscher bürgerlicher Stimmen auf oi er Jahre wiedergewählt. Die deutsch-französischen Wirtschaftsverhandlungen. Pari s. 30. März. (WB.) Heute fand im Handelsministerium eine Vollsitzung der beiden Delegationen für die deutsch-französischen Wirt- schaftsverhandlungen statt, bei der vereinbarungsgemäß die Listen der gegenseitigen Zugeständnisse überreicht wurden. Die deutsche Delegation hat zwei Listen überreicht: Eine Liste A. in der die Ausnahmen von der Meistbegünsti- gung für die Dauer des Provisoriums auf-- geführt sind, und eine Liste B, die die Zoll- bedingungen und Zollherabsetzungen enthält. Französischerseits wurden drei Listen überreicht, deren Ausst llung zwischen den Delegationen im Februar vereinbart worden war, und zwar eine Liste A mit den Waren. Htr die Deutschland den Winimaltarif erhält, eine Qiste B, die die Waren enthält, für die Deutschland den Minimaliarif erst bekommt, wenn die Kammer einen entsprechenden Gesetzentwurf angenommen hat und die bis dahin einen entsprechenden Zwischen tarif vorsieht, und schließlich eine Liste C. aus der die Waren verzeichnet sind, für die Deutschland auf Grund des jetzt geltenden Minimaltarifs Zollsätze zwischen dem Generaltarif und dem 'Mi-> irimaltarif bekommen soll. Die beiden Delegationen haben das Studium der Listen sofort begonnen. Der erste flüchtige Eindruck der französischen Listen ergibt schon, daß noch große Schwierigkeiten zu überw ndeu sein wec- bcn. bis dir Verhandlungen zu einem beide Teile befriedigenden Abschluß gelangen. Italien zu dem interMiertm KchMenprMem. M a r i a n ö . 30. b'lrürz. (Sil.) Die Frage der Revision dec interalliirrten Schulden wird in faszistischen Parlamentskreisen lebhaft erörtert. Man bereitet eine große Propaganda zur Aufklärung der Gläubiger lande r, namentlich Amerikas, über die von Italien im Kriege geleisteten Opfer vor. General Zup- velli bat im Senat eine Rede gehalten, v. ‘ ixr er die entscheidende Bedeutuna der italienv- • scheu Reutralitatserklärung bei Ausbruch des Krieges und feinen späteren Eintritt in den Krieg beleuchtete. Ferner teilte er mit, daß bei der italienischen Mobilisierung 400 000 in Amerika lebende Italiener sich zur Heimiehr gemeldet hätten, daß man diesen aber Schwierigkeiten bereitete und sie auf den Sin tritt in die italienische Armee verzichten mußten. Als später Amerika in den Krieg eintrat. seien mindestens 100 000 Italiener in die amerikanische Armee einbevufen worden, in der sie eine wichtige Rolle gespielt hätten. Damit habe Italien einen großen Tribut an Amerika geleistet. Ein polnisch-russischer Zwischenfall. Warschau. 30.März. (WTD.) Daginfki und Wiczorkiewicz, zwri kommunistisch e O f f i zi e r e, die sich verschiedener terroristischer Verbrechen schuldig gemacht, deshalb zum Tode verurteilt, später .aber zu lebenslänglichem Kerker begnadigt wurden, sollten auf feffor Bartholomy, Der sich außerstande erklärte, gegen die Manifestanten Disziplinarstrafen zu Der bangen und der sich anderersefts auch geweigert hat, mit Hilfe der Behörden gegen die Beeinträchtigung der Freiheit der Vorlesungen einzuschreiten, feines Amtes als Doyen der rechtswissenschaftlichen Fatultät enthoben wird. Die rechtswissenschaftliche Fakultät wird bis auf weiteres geschlossen. Lediglich diejenigen Studenten, die Kriegsteilnehmer sind und zum April zum Examen zugelassen sind, werden von der Schließung nicht betroffen. Dor dem Strafgericht ist gegen f ün f Studendenten. die sich am Samstag an den Kundgebungen vor der rechtswissen- schaftlichen Fakultät aus Anlaß der angesagten Vorlesung von Professor Soelle beteiligt hatten, verhandelt worden. Zwei Studen- t e n wurden wegen Tätlichkeiten gegen Polizisten verurteilt', der eine zu 14 Tagen Gefängnis ohne Bewährungsfrist, der andere zu zwei Monaten Gefängnis mit Bewährungsfrist. Zwei weitere Studenten, die nur der Beleidigung für schuldig erkannt wurden, wurden zu 48 Stun- WtUIH Hüll Wflll Oberhessens und des Lahngebiets, Kultur und Politik der eingesessenen Bevölkerung spiegeln sich in ihrem Heimatblatt, dem Gießener Anzeiger und in seinen Beilagen. 3n jeder einzelnen Textabteilung den hohen Anforderungen entsprechend, die sich eine moderne Tageszeitung von Bedeutung selbst stellen muh, ist für den Wietzener Anzeiger richtunggebend die Pflege desHeimatgeda .lens. Sie kommt besonders wirksam zum Ausdruck in den Beilagen Gießener Familienblätter Dienstags und Samstags Heimat im Bild Donnerstags Die Scholle Freitags Gewidmet der Belehrung und Unterhaltung in der Familie, der heimatlichen Landschaft und ihren Eigentümlichkeiten in Bild und Wort, der Garten- >und .Hauswirtschaft, sowie der , Bebauung der Heimaterde, bieten diese drei Beigaben Eigenes, auf die Leserschaft besonders Abgestimmtes, nur hier mit ßid>c und Sorgfalt gusammengetragenes, also Kultur im besten Sinne. So werden diese Beilagen ausschliehlich in eigener Redaktion bearbeitet und im Betrieb des Giehener Anzeigers gedruckt. Der Vierteljahreswechfel und die damit verbundene BezUgs- erneuerung geben Anlah, an das Wesen der Zeitung zu erinnern, die jedem ein willkommener täglicher Gast sein will. Intervention der Regierung der Räteun-on gegen zwei in Ruhlar.b eingekerkerte Polen, ehren Pri nter und enm polnischen Kon- sularboamten ausgetau'cht werden. Wie „Kurier Poranny" meldet, näherte sich her Stfen» bahnzug mit den beiden Kommunist en bereits der russische:: Grenzstelle, wo der Austausch statt» sinken sollte. a'<- vlotzlich einer der den Transport begleitenden polnischen Polizisten den R vvlver zog. sich rasch den beiden Häftlingen näherte und einige Schüsse auf sie abgab. Baginfti wurde auf der Stelle getötet Wiczorkiewicz soll tv dlich verletzt sein. Der Polizist übergab dann dem Füh er der polnischen Eskorte seinen Revolver mit dein Bemerken, er glaube, eine patriotische Tat vollbracht zu haben. Der 3ug wurde zur polnischen Grenzsta'ion zu- rüdgelettet. Der „Kurjer Porarmy" fuhrt die verbrecherische Tat des Polizisten auf die Hetze zurück, die in der letzten Zeit von der rtationa» listrschen Presse gegen die A slieferung derbe den Kommunisten geführt wurde. Der Tater, der Polizeiunteroftizier R u r a s z ko, wurde fefigenommen. Gr wird in kürzester Zeit vor das Gericht gestellt werden. Wie die Abendblätter erfahren, hat dccs Warscha -er Auhenministe- riuni die polnische Gesandtschaft angewiesen, die Regierung der Rüteunion von dem Zw schenfall vfsiziell in Kemrtnis ;u sctz rr, um ihr die Ur» fache der Richteinhaltung des Abkommens über den Gefangenenaustausch darzulegen. Gin gleicher Schritt wird von dem polnischen Auhnmtmst ertum bei der Warschauer Gesandtschaft der Rätermivn unternommen Kunst und Wissenschaft. Schlirstung der rechtsw fsenstbaftlichen Fakultät der Pariser Un versität. In Paris ist am Montagvormtttag der Rat der Uniberfität zufammengetreten, um sich mit den anlählich der angefagten Vörie u gen frö Vcllerr.ch slehrerir Gecrg: Soelle st.ttge untenen Zwischen fäll n tmb ben gu etgreifenien Mahnahmm -u beschäftigen. Der Rat der Universität, der unter dem Vorsitz des Rektors der Sorbonne. Pros. Avpel. statt- fand. hat sich in feinem Gutachten für die Schließung der rechtswisfcnschaft- lichen Fakultät bis auf weiteres aus- gcsprochen. Dieses Gutachten des Rates der ilniDerfität ist Unterrichtsminister Francois 2 l ° b e r t zur Kenntnis gebracht worden. Der Unter, ichlsminist er hat eittschieden, datz der Doyen der r echtswisterrfchaftlichen FockUltät. Pro- Ven Haft mit Bewahrungsftist und zu 25 Franken Geldstrafe sowie ein weiterer Student nur mit 25 Franken Geldstrafe belegt. Josef Partsch f. Berlin, 30. März. - richt vom Hinsch den Ihres hochg schätz'en Gemahls bewegte mich tief. Die Wisse '.schäft des internationalen Rechts vrlert in dem Dahi'-g gangenen einen hervorragend befähig'en Gl hcten, der fein umfassendes Wissen unermü')= lich dem Dienst des Vaterlandes nutzbar machte. Ich bitte Sie, meiner herzlichen Teilnahme versichert zu sein. gez. Simons. Rudolf Steiner In Dörnach ist Dr. Rudolf Steiner, der bekannte Leiter der anthroposophischen Be° w-gung, Montag vormittag 10 Ahr nach lang- jährigenr Leiden im Alter von 6c Jahren gestorben. 2lus aller Welt. Berliner Kolonia'woche. Luther. Sirefemann und Seih sprechen. Berlin, 31. März. (TU.) Anläßlich der Eröffnung der Berliner Kolonialwoche widmete Reichskanzler Dr. Luther namens der Reichsregierung einige Geleitworte. Er sagte u. a.: Sechs Jahre entbehrt das deutsche Volk seine Kolonien. In angespannter Arbeit weniger Jahrzehnte haben deutsche Ansiedler und Kaufleute, beutle Beamte und Aerzte. deutsche Missionare und Soldaten die deut- fchen Schutzgebiete derart entwickelt, daß ihre Wirtschaft und Verwaltung mit den Kolonien der größten und ältesten Kolonialoölker nicht nur wetteifern konnten, sondern sie in mancher Beziehung übertrafen. Meinen Wünschen und meiner Hoffnung gebe ich in den Worten Ausdruck: Deutsches Volk, gedenke deiner Kolonien! Dr. St re sein an n erklärte: Die Kolonial- frage üft für unser auf ein zu enges Gebiet zu- sommengedrängtes Volk ohne die Möglichkeit des Bezuges der für feine Erklärung und Industrie notwendigen Rohstoffe von allergrößter Bedeutung. Dem festen und zähen Willen des geeinten Volkes zur kolonialen Betätigung kann auf die Dauer der Erfolg nicht versagt werden. Gouverneur Seitz führte aus, datz man Heu« vor zwei schwerwiegenden Entscheidungen stehe. Die eine sei bereits gefallen: Die deutschen Landsleute in Südwestafrika hätten mit überwiegender Mehrheit beschlossen, sich der Uebertragung des südafrikanischen Staatsbürgerrechts nicht zu widersetzen, um sich eine Mitwirkung bei der künftigen Selbstverwaltung des Schutzgebietes zu sichern. Die zweite Entscheidung sei die des Eintritts Deutschlands in den Völkerbund Von der Regierung fei zu verlangen, daß sie auf den Boden der Forderungen der Kolonialdeutfchen trete und die Interessen des ganzen deutschen Volkes wahre. Beisetzung der Opfer von Merlenbachs Unter Beteiligung enter ungeheuren Menschenmenge fand am Montag die Be isetzung der Opfer der Merlenbacher Katastrophe statt. Don Rah und Fern waren die Teilnehmer herbeigeeilt, so daß man ihre Zahl auf 70000 bis 80000 schätzt. Um 10i,i Uhr vormittags Begann in der Lohnhalle der Grube, die in eine Kapelle umgewandelt war, das Hochamt, das von Bischof Peltz von Metz zelebriert würde. Aach dem Hochamt ergriff Arbeitsminister Petra! das Wort, der der Trauer des ganzen Landes gedachte und den Hinterbliebenen das Versprechen gab. daß für sie gesorgt werde. Rach weiteren Ansprachen der Direktoren der Saar- und Moselgesellschaft war die kirchliche Feier gegen zwei Uhr nachmittags beendet. Der Zug teilte sich entsprechend den Herkunftsorten der verschiedenen Opfer, für die in ihren Wohnorten gesonderte Feiern stattfanden, die gegen 4Vg Uhr beendet waren. Don der Regierungskommission des SaargebieteS nahmen an der heutigen Feier sämtliche Mitglieder mit den Abteilungsdirektoren und Generalsekretär M o r i z e teil. Die saarländischen Opfer waren bereits gestern, bestattet worden, in Raßweiler, tix> die Mitglieder der Regierungskommission Rauft, Kohmann und Lambert und in Karlsbrunn, wo die Herren DezenSki und <5te= phens anwesend waren. Neun Bergleute verunglückt, In einem Kohlenbergwerk bei Rew- castle sind neun Bergarbeiter durch Wassereinbruch abgeschnitten worden. Aus Stadt und Land. Gießen, den 31. März 1925. Gießener Wocherrrnarktpreise. am 31. März 1925 (Händlerpreise). Es kosteten: Butter Pfd. 210—220 Pf.. Matte 35, Käse 70, Wirsing 30, Weißkraut 20, Rotkraut 30, gelbe Rüben 10, rote Rüben 10, Spinat 75. Unter-Kohlrabi 8, Mischgemüse 20, Gruw- lohl 20, Rosenkohl 70, Feldsalat 100, Tomaten 150, Zwiebeln 30, Meerrettich 60—100, Schwarzwurzeln 50—70, Kartoffeln 5, Aepfel 15—20, Birnen 12, Dörrobst 35, Honig 40, junge Hahnen 100, Suppenhühner 120, Gier Stück 12, Blumenkohl 60—80, Salat 30—40, Salatgurken 150. Gn- Vivien 100, Lauch 5—10, Sellerie 50 -70, Radieschen Bd. 20—40. Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 71/3 Uhr „Die verlorene Tochter". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Jackie Coogan. — Die Menagerie und Raubtier- dreffurschau auf OSwaldsgarten gibt morgen ihre letzten Vorstellungen (siehe Anzeige). Wettervoraussage. Merst bedeckt, südwestliche Winde. Ri^er» schlage, milder, später kälter. DoS neue isländische Fallgebiet gewinnt in breiter Front Raum nach Süden und bringt mit südwestlichen Winden mildere Witterung unb Riederschlüge. Ein nachfolgendes Hochdruckgebiet dürfte in den nächsten Tagen eine abermalige Abkühlung bewirken. * ** D i e Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten im März 19 2 5. Die nach ber neuen, erweiterten Grundlage berechnete Reichsindexziffer für die Lebeirshaltungs- kosten (Crmährung, Wohnung, Heizung, 'Beleuchtung, Bekleidung und sonstigen Bedarf) beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsomtes für den Durchschnitt des Monats März auf 136,0 (gegen 135,6 im Vormonat). Sie hat sich um 0,3 v. H. erhöht. Rach Oer alten Methode würde sich die Indexziffer für den Durchschnitt März auf 125,7, also um 0,5 v. H. höher als im Februar (125,1) stellen. ** Zahlungspflicht für verstärkte Abnutzung bei: Kreisst rahen. Aus Darmstadt wirb uns berichtet: Der Derwal- tungsgerichtshof verhandefte am Samstag in einer Klagesache der Firma Johann Krömmelbein II. in Lauterbach gegen bie Kreise Schotten unb Lauterbach wegen Heranziehung zu den Kosten der Kreis- strahenunterhaltung. Die Firma war vom Kreisausschuh des Kreises Schotten zu einem Strahen- unterhaltringSbeitrag von 300 Mk. verurteilt worden, weil ihr Automobil unb Anhänger die Straßen bei den H lzab uhren so stack abnutzten, daß Mehraufwendungen im Betrage von 400 Mart zur Wiederherstellung notwendig waren Die Firma verlangte eine gleichmähige Heranziehung aller Straßenbenuher zu den Kosten und erhob gegen den Beschluß des KreisauS- schusses Beschwerde beim Provinzialausschuh. Dieser wies die Klage ab, fetzte jedoch den Kosten beitrag für die Strahenunterhaltung auf 200 Mark fest. Der Verwaltungsgerichtshof, vor dem die Klagesache jetzt gebracht wurde, verwarf die gegen das letzte Urteil eingelegte Berufung. Aehnlich erging es der Firma mit ihrem Einspruch gegen den KceiS Lauterbach, wobei es sich um einen Betrag von 200 Mark handelte: auch diese Klage hatte den Instanzenweg durchlaufen und ist jetzt vom Verwaltungsgerichtshot kostenpflichtig abgewiesen worden. Aufgehobene Straßensperre Da die Straßenaufbruchsarbeiten in der Wetzsteingasse zwischen Walltorstraße und Wetzstein- sttaße beendet sind, hat das Polizeiamt die art= geordnete Straßensperre wieder aufgehoben. §auö der Handarbeit und Ausstattung. Unter dieser Firma wurde im Seltersweg in dem bisher Hartmannschen Geschäft ein Unternehmen eröffnet, das die feinen Erzeugnisse weiblicher Handarbeiten (Stickereien, Klöppel ufto.). Wäsche unb Gardinen aller Art vor das Publikum bringen will. Zur Geschäfts- erÖffnung hatte die Firma am Sonntag eine Ausstellung veranstaltet, bie bei den Besuchern einen outen Eindruck hinterließ. Man darf sagen, 'M. r für SieostaA. te verlorene Tochter", trafc: Jackie Soo-vr e unb ‘Xaubliev Mgarten gibt morgen Gehe An-rige). russage. gliche Dmde. Weder» (ter. . . . Zallgebiet geötnnj in j, Süden unb bringt mildere Witterung ant lgendes Hochdruckgebtel agen eine abemaligc ind Land. dm 31. Mrz IS», marltyreise. Öänblnbrtile). 210-220 Hatte DeiUraut 20, Aot° rote Aüben 10, Öbv Wchgemüse 20. Mn- Malat 100, Tomaten .tich 60—100, ochvoy- eln 5, Äepsel 15—20, ontg 40, junge Hahnen iet Stück 12, Humen- öalatgurkw 150, 9n- Selleüe 50-10, la- tElÄe? ’®Qn kiN üLKr «'ne 2rj»m!^«chtc ÄZ.S 9 WtzLv Ssgam, d, ,tf«‘ Ä“ »«h.l ’ w et w« gegen »5*ä Elegie äKä -n unb "^wrben. in £l ÄTh n ^ezenLfi unb 6&. VrnlnglgA, «rgwerk bei Aw- c.garbeiter bunb l^Uen worben. icn im Marz IS25. | !TÄ I 5"« Statischen R« c. erhöht. 2^ 5 125.7. also um 0.5 ; »«(ia>> Kit», djl !ur »""“jm am 6*M "aaffr»«4 fi? rysgs SyVjÄ i«8*erS? acht lvU^k. ^ettt» 4 der o11^* wodv r^Äarf ha"A ^I^ü^lbcn- t«'V> » KB sSsKs L-S- terf'^ M6 öefl ^etoftTt iw*I ietner gAtegencrt snv reid>- fraltigm Warenauslage m den Schaufenstern sowohl tote in den Derraufsräumen. unb mit seiner weiträumigen und lichten 3nneircnmchrun-i den Wettdewerb mit jedem Grohstadtgcs chäf t aus halten farm. ** SvjahrigeS VefchäftSjubiläum. Lus ihr 50jährig«i Bestehen kann morgen die AunftbanMung 3. Hirz im Seltersweg zurück- blicken. Der Tatkraft des Gründers. Herrn Hirz fen, gelang es, sein Geschäft aus kleinen Anfängen heraus zu angesehener Höhe ernporzu- führen, fo daß er es vor einigen Jahren seinen Söhnen als ein in der Bürgerschaft gutrenom» miertes Unternehmen übergeben konnte. Die ^irma veranstaltet in diesen Lagen eine 3u6i- laurnS-AuSstelluno. *• Das Arbeiten in Bäckereien am Karfreitag. Wie das Kreisamt im neuesten Amtsverkündigung rblatt befanntgibt, wird den Bäckereien und Konditoreien für Karfreitag die Erlaubnis zum .Kuchenbacken von nachmittags 5 Ilhr ab bis zum Beginn der regelmäßigen Arbeitszeit des Osterfamstags erteilt Alle anderen seither für den Karfreitag erteilten Ausnahmebewilligungen find ausgehoben. Landkreis Gietze«. ' Klein-Linden, 30. März. Auf Beran lat fung der hiesigen Lehrerin Gartner wurde am Sonntag in der neuen Schule eine Ausstellung der von sämtlichen Schulklassen angefertigten Ha ndarbeiten veranstaltet. Die Arbeiten zeugten von grohem Fleiß der Schülerinnen und tüchtigster Anleitung durch unsere Lehrerin Don hohem Interesse war auch die kunstgewerbliche Sammlung, die Fräulein GartnerS eigene Arbeiten zeigten. Diese wies Klöppelarbeiten von den einfachsten bis zu den kompliziertesten Mustern, Aquarellmalereien auf Leinwand und Tuchstoffe. Kunst-, Weihend Buntstickerei auf. Die Gemeinde zeigte reges Interesse. Möchten dieser von der Gemeinde aufs lebhafteste begrüßten Deranstaltung wertere folgen! al. All endvrf (Lahn), 30. März. Gestern ist der Storch hier wieder eingetreffen. i. Ettingshausen, 30. März. Heute wurde durch Oberregierungsrat Dr. Heh vom KreiSamt Giehen der neugewählte Bürgermeister Ludwig Opper U in sein Amt einaesührt unb in einer zu diesem Zwecke abae Hal tonen Gemeinberatssibung verpflichtet. Do stehl nach P/tiäfrriger Pause wieder ein Bürgermeister an der Spitze unserer Gemeindeverwaltung. t Grünberg. 30. März. 3n Gegenwart des KreisseuerwehrinspektorS D i ck o r £ wurde den Feuerwehrleuten Anton K r e u b e r und Karl 3 ö ck e l VI. Hierselbst daS Feuerwehr- abzeichen für 40jährige Dien st zeit mit einer feierlichen Ansprache überreicht. — Am Sonntagabend sand in der hiesigen Stadt- lirche ein PassionSkonzert der Darm- städter Madrigalvereinigung unter 2eitung von Dr. Roak statt. DaS Programm der Deranstaltung war in drei Hauptteile eingeteilt. Erstens Gesänge von Rot, Tod und Glend. Der zweite Teil behandelte Passions» Klänge, und der letzt« Teil leitete über zum Auferstehungsgedanken der Osterzeit. Besonders hervorzuheben und dankenswert sind die Einleitungen, der Privatdozent Dr. Roak am Anfang der Teile zu jedem einzelnen Stück gab, die es erst ermöglichten, jedes Spiel und jeden Gesang mitzufühlen und mitzuerleben. Die stimmlichen Leistungen der einzelnen Mitwirkenden waren hervorragend, unb Dr. Roak verstand das Ganze mit sicherer Hand zu leiten und zusammenzufügen. Am Schlüsse des Konzerts bankte Pfr. Schmidt der Darmstädter Madrigalvereinigung für die erbauende und feierliche Stunde, die sie Grünberg durch diese Deranstaltung geschenkt bat; ebenso den zahlreichen Besuchern für ihr Srschei» nen und gab dem Wunsche Ausdruck, bah die Madrigalvereinigung sich bald wieder in Grünberg zu einem Konzert einfinden möge. Kreis Friedberg. Bad-Nauheim, 28. März. Am Vor- ttbenb des Wahltages veranstalteten die hiesigen zum R e t ch o i o a zuiammengeschtossenen Gruppen ttn Saal der Viktoria-Lichtspiele einen wohlgelungenen Deutschen Abend zum Gedächtnis des <8e- burtstaqeg Bismarcks. Zunächst wurde die vor- treffliche Bildcrreihe „Der deutsche Rhein" mutter- gültig als Lichtspiel vorgeiührt. Dann hielt Oberst Immanuel-Marburg die Hauptrede. Er zeigte, was fein Geist noch heule ist und für die Zukunst sein soll: „Die Serförperung der Einheit, der Charakterstärke, der Reinheit im Staatsieben-. Es war ein hoch anregender Abend, der tiefen Eindruck machte Kreis Büdingen. „?“ Aid da. 30. März. Die weithin bekannte Englersche Villa in Bad-Salzhausen ging mit den dazu gehörigen ßänöercien zum Preise von 200 000 Mk. in den Besitz eines Dankdirektors aus Frankfurt über, der sie als Sommerwohnfiy benutzen will. Die Heber- gäbe erfolgt schon am 1. Mai. - Die Fabrikation von Feinpapieren, die vor Jahresfrist völlig am Boden lag und zu fortwährend dem Detriebsskillstand Veranlassung gab. hat sich in den letzten Monaten so gehoben, daß die Stasfelsche Papiersabrik in Ober- Schmitten sich zur Einstellung neuer Arbeitskräfte und vorübergehender Svnn- tagsorbeit entschließen muhte, um die vorliegenden Aufträge rechtzeitig ausführen zu können. X Orten berg. 29. Märn. Heute nachmittag fanö die Dorstellung und Prüfung der diesjährigen Konfirmanden statt. Die Gemeinde hakte sich zu der Feier sehr zahlreich eingefunden. 18 Knaben und Mädchen kommen in diesem 3ahr am 2. Ofterfeiertag zur Konfirmation. Die Feier wurde durch zwei 2- und 3ftimmig gelungene Ehöre verschönt. Kreis Schotten. -i- Schotten, 30. März. Aachdem vor einigen Wochen die Maul- und Klauenseuche in unserem Kreise erloschen war. ist sie jefct erneut im Gehöft des Altbürgermeisters Diehl- Aainrvd feftgefteHt worden.. — Der Schristleiter deS .Frisch auf“, des Organs deS D. H. E., Lehrer Linck zu Audingshain, der bereits durch Herausgabe eines D. H. C.- Liederbuchs mit Holen sich großes Verdienst erworben, beabsichtigt jetzt, einen zeitgemäßen „Führer" durch den Vogelsberg und Schotten zusarnmenzustellen. 3n diesem sollen die Unterkunftsmöglichkeiten ganz besondere Berücksichtigung finden. — Die Basalt- werke des A i d d a t a l s. die in diesem Frühjahr wieder ausgebaut werden, geben einer großen Zahl von Steinbrechern und -richtern Arbeitsgelegenheit, so daß Arbeitslose in unserem Tale saft nicht vorhanden sind. Auch Fuhrwerksbesiher haben dabei dauernde Beschäftigung. Kreis Alsfeld. J-fr Alsfeld. 30. März. Am Freitagabend hielt Studienrat Prof. Decker von der hiesigen Oberrealschule als Veranstaltung . er Ortsgruppe Alsfeld der Dürer-Gesellschaft im Phh° siksaal der Oberrealschule einen Dortrag über „Der moderne Mensch und das klassische Altertum". Der Dortragende, der Altphilologe ist, wühle das Thema außerordentlich interessant zu gestalten, indem er den Wert des klassischen Altertums auch noch für den modernen Menschen hervorhvb und an zahlreichen lehrreichen Beispielen aus der griechischen und römischen Her« sasfung and Kunst deren Dorbildlichkeit nachzuweisen verstand. Aeicher Beifall belohnte den Redner für seine allgemein verständlichen, in- teessanten, nahezu zwei Stunden dauernden Ausführungen. Starkenburg unb Rheinhessen. * Darmftadt, 30. März. Zn London ft a r b der Kaufmann LudwiaWuqner, ein geborener Darmstädter, der es in England ;u einer führenden Stellung in kolonialwirtschaftlichen Unternehmungen gebracht hat. Er war aber seiner Vaterstadt treu geblieben und suchte sie alljährlich auf. In einem besonders engen Verhältnis stand er zur hessischen Kunst; viele hessische Künstler hat er durch Ankauf ihrer Werke gefördert. Ludwig Wagner hat dem Landesmuseum in Darrn- ftaot im X*aute Der Zähre eine Reche von bedeutenden Gemälden geschenkt. Hessen-Rassau. ][ Marburg. 29. März. 3n her hiesigen evangelischen Gemeinde werden heute und am nächsten Sonntag insgesamt 3 76 Kinder. und zwar 176 Knaben und 200 Mädchen, fon firmiert — Das hiesige Studentenheim, das bekanntlich auch hie Förderung begabter Studenten sich angelegen sein läßt, hat die Stadtverwaltungen der Provinz ersucht, bei Aufstellung der Stals 5 P s. pro Kopf her Beoölkrung als Beitrag für das Studenienheim und feine Fürsorgearbeit einzu- seyen Ss sieht zu erwarten, dah sich die Kommunen diesem Wunsche möglichst anschliehen. — Die Arbeiten zur Freilegung der Grundmauern der srüheren Kreuzkapelle in der Äähc des Elisabetbbrunnens bet Schröck sind neuerdings unter Leitung Kasseler und hiesiger Sachverständiger wieder ausgenommen worden Dis jetzt ist bereits eine Mauer von neun Meter Länge freigelegt. 1[ Laasphe. 29. März Beim Spielen mit einet Schußwaffe erfchoh in Schwarzenau ein 14jähriger 3unge einen drei 3ahre älteren Kameraden. fpd. Frankfurt a. M, 29. März. 3m Monat Mürz sind im Polizeibezirk Frankfurt insgefamt 4353 Anzeigen erstattet bzw. bearbeitet worden. Darunter befanden fich 1752 Anzeigen wegen Ueberttctung, 692 wegen Der- brechens und Vergehen. Dorläufige Festnahmen wurden 892 und endgültige Festnahmen 636 vor- Henommcn. Fundanzeigen wurden 117, Anzeigen über Leichenfachen 26 und Dermißtenanzeigcn 30 vorgelegt. An Unfallmeldungen wurden 185 und an Brandanzeigen 24 bearbeitet. — Sine mit großem Geschick arbeitende Bande hat es zur Abwechslung aus die frei an Markthallen stehenden Drückkarren abgesehen und stiehlt sie trotz schärfster Beaufsichtigung in erheblichem Maße. Am nächsten Tage findet man dann die ihres Inhalts beraubten Karren in einem entlegenen Stadtteil wieder vor. Alle Bemühungen der Polizei, der Täter auf frischer Tat habhaft zu werden, waren bislang ergebnislos. Schwurgericht Gießen. * Gießen. 30. März. Ws erste Sache der lausenden Schwurgerichtsperiode wurde die Strafsache gegen den Metzger D. M., geb. 22. 1. 1900 zu Gambach, oerhandeit. Vorsitzender: Landgerichts- direktor Kramer, Anklagevertreter: Amtsgerichtsrat Dr. W o d a e g e, z. Z. an der Staatsanwaltschaft Gießen, Verteidiger, die Rechtsanwälte K a tz-Irankfurt und Aaro n-Gießen. Der Angeklagte ist in Gambach im väterlichen Geschäft, einer Groß-Schlächterei, tätig. Zm Sommer o. Z. hatte er als Vertreter feines Vaters den Metzgergesellen Emil Münzenrnayer in Stellung genommen. Münzenmoyers Lohn wurde ftet« nur sehr unregelmäßig ausgezahlt. Es waren meist größere Rückstände vorhanden. Schließlich verklagte Münzenmayer die Firma wegen rürfftänbigen Lohns bei dem Amtsgericht Butzbach. Zn diesem Prozeß wurde der Angeklagte als Zeuge vernommen, und zwar eidlich. Er beschwor, daß zwischen ihm und M. nicht vereinbart worden sei, daß dem M. die Wäsche gewaschen und geflickt werden muffe, ferner, daß außer einem Wochenlohn von 25 Mk. dem M. keine besonderen Vergütungen für Fahrten mit dem Fuhrwerk nach Frankfurt zugefagt wor- den seien. Die Unrichtigkeit des ersten Punktes wurde durch eine Reih« von Zeugen nachgewiesen, insbesondere auch durch solche, denen der Angeklagte gelegentlich selbst von der Vereinbarung erzählt hatte. Auch zum zweiten Punkt hielt das Gericht auf Grund der glaubwürdigen Aussagen Münzenmoyers und eines weiteren Zeugen das beeidigte Zeugnis des Angeklagten für falsch. Weiter war dem Angeklagten zur Last gelegt, er habe zu Unrecht abgestritten, daß er bei her Entlastung dem Münzenmayer zugesagt habe, er bekäme eine Restschuld von 320,50 Mk. bezahlt. Zwar wurde als feftaeflellt angesehen, daß der Angeklagte eine entsprechende Aeußerung getan hat. Das Gericht vertrete jedoch mit der Möglichkeit, her Angeklagte sei fich bei her ^vestetfnmg Der 3rnHerweg «d* mehr bewußt gewesen, zumal es sich um einen erregten Auftritt gehanbelt hatte. Znsowett wurde ein Meineid verneint. Wegen der beiden anderen Punkte lautete jedoch das Urteil am 1 Zahr 6 Monate Zuchthaus wegen wistenlich falschen Eides Ferner wurden dein 2lngcflagten die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer non 5 Zähren aber könnt. Auch wurde die dauernde Unfähigkeit aus« iprodjen, als Zeuge oder Sachverständiger eidlich nernommen zu werden. 2 Monate Untersuchung» hast wurden auf die Zuchthausstrose angerechnei Die Verteidigung halte Freisprechung, der Staatsanwalt 2 Zohre Zuchthou - nebst Rebenstrafen beantragt. Amtsgericht Wetzlar. £.' Weylar, 30. März. Wegen Betrugs war hie Ehefrau Peter F. von Wetzlar ange Flogt. Ihr warf die Anklage vor ihrem Sohn bei Erlangung eines Darlehens behilflich ge wesen zu fehl, indem fie durch Dorspiegelung salscher Tatsachen fie übernahm btc Bürgschaft. besitze Grundvermögen unb werde auch den Betrag innerhalb 4 Wochen zuimckzahlen — den als Zeugen geladenen Äaulmann Friedrich M aus Wetzlar zur Hergabe des DarlebenS Oe ran fahle. Die Angeklagte bestritt den Betrug unb schilderte die Ängal»en des M. als vollkommen unwahr, im gleichen Sinne tagte der als Zeuge geladene Sokrn der Angeklagten aus. Das Gc richt sprach die Angeklagte frei und belastete ben Zeugen Kaufmann Friedrich M. mit den der Staatskasse und der Angeklagten entstandenen Kosten. — Wegen 3agdver gehens waren der Schuhmacher Eduard W von K r o f d o r s und der Schuhmacher Gustav H. aus Friedewald unter Anklage, letzterer auch noch wegen Widerstands Wie her Zeuge, Gemeindesörster M. von Krofdorf, bekundete, sah er gelegentlich eines Dienstgangs am 18. 1 i. 1924 bei Tages grauen am Eingang zum Kroidorser Wald. Distrikt „Role Gräben", zwei Männer. Einer von ihnen hielt ein Gewehr schußfertig im Arm. wählend der andere anscheinend ohne Waffe war Auf seinen Anruf in etwa 45 Meter Entfernung ergriffen die beiden verdächtigen Personen die Fttrcht. Aus den weiteren Anruf .Halt, oder ich schieße", drehte sich der eine mit dem Gewehr Bewaffnete um. kniete nieder und legte auf den Zeugen cm. hat sich jedoch gleich wieder, wahrscheinlich, als er sah. daß auch der Zeuge schuß- fertig war. wieder zur Flucht gewandt. Der Zeuge will dann noch einen Schrotfchuß auf den Fliehenden abgegeben haben, doch verschwand dieser schnell in 6en nahen Wald. Erkannt hat der Zeuge keinen dieser beiden, doch hatte er Derdacht auf den Angeklagten W. Durch einen kurz nachher am Tatort gefundenen Hut kam auch der Angellagte H. her zur Damaligen Zeil in Krofdorf wohnte in Verdacht. Beide An geklagte bestritten die Tat. eben bestritt H. daß her auf gefundene Hut ihm gehöre. Äas Gericht kam mangels Beweises zur Freisprechung der Angeklagten. Bier junge Burschen auf Riederkleen, her Hilfsarbeiter Karl R., bei Landwirtschaftsgehilfe Wilhelm K. der Schlosser Wilhelm A. unb her Landwirtschaftsgehilfe Will> G., waren wegen Sachbeschädigung finge nagt, well fie. wie die Anklage behauptet in der Silvesternacht 5 elektrische Strahenlarnpen vorsätzlich durch Schüsse zerstört haben, ferne, wegen unbefugten Schießens in der Rähe xxä> bewohnten Gebäuden ufto. Sämtliche Angeklagten bestritten die Sachbeschädigung. Diese formte ihnen auch nicht durch die vernommenen Zeugen nachgewiesen werden. Es erfolgte daher auch wegen Sachbeschädigung Freisprechung und wegen des unbefugten Schießen« Verurteilung zu je 70 M k. Geldstrafe. Sommcrfprofienbiltung im Zrvhling. Besteht bei Ihnen Aeigung zur Sommersprosten- bildung, so müssen Sie gerade in ben Frühlingsmonaten etwas ordentliches dagegen tun. Wir raten Ihnen, in her Apotheke weißes Eckalbvl-Wachs 50 ober 25 Gramm, zu kaufen, um sofort mit bei Behandlung der befallenen Stellen zu beginnen Sichererhältl-: Ilnivers -Apotheke.Zum nold. Engel" HS unb portofrei, zusammen mit einem interessanten Büchlein übet richtige Schönheitspflege. Auch ein hübsches Heftchen mit ben Bildnissen unb Unterschriften unserer berühmtesten weiblichen und männlichen Filmsterne, die sich lobend über die köstliche Marylan-Ereme äußerten, wird beigelegt. Alles kostenlos. Run schreibt eiligst an den Mary la n-Vertrieb, Berlin 248, Friedrichstraße 18.3310D MIMliiM-.ta- Samen Volldünger, Steckzwiebel, Knollenbegonien SM-AlmM Inh.: Eugen Scheel, MävLlmrg 17. Schellfische o. K. Labliau „ „ Seelachs „ „ Seehecht Grüne Heringe Mittwoch früh billigst etntrefftnb empfiehlt C. G. Kleinhenn Bahubofftr. 56. Telephon 66. BeüellnnaeU für die Geiertage u. Karwoche für alle Lorten Slufr - Geenicbe erbitte möglichst zum Samstag, [w? Wir bringen wöchentlich an dieser Stelle Sonderangebote die Sie in Ihrem Interesse besond. beachten wollen Unser 1. April-Angebot Zur Einsegnung: Halbschuhe Chevr. m. Lackk. u. Boxk. Cw 10.50, 950, 7Ski U Lack-Halbschuhe gutes Fabrikat 1 16.50, 14 JO, 18.50 14 Lack-Spangenschuhe mit 1 u. 2 Spangen 44® 1550 14.25 13Ä) II Schuhhaus Metropol Seltersweg 19 33120 x>um . General-Vertretung unb Niederlage: Mersm m Moi 921 MIWvNw« Am Mittwoch» dem 1. April, nachm. 6 Uhr Unbet eine Feuerlöschprobe mit dem Trocken-Feuerlöscher „Flamor" auf dem Pferdemarkt in Giehen statt. Hierzu werden Feuerwehren, Behörden, Handwerker, Fabrikanten, Landwirte, Gefchäftsintzuber, Haus- unb Aulobesitzer ufro. frbL emgelaben. besch vero misst oder gäbe vle Fr Von . Die letzte Rte Wisse, „gegen yonr^eiten i "°hl zur Dei gEw'ssermghen Sj °"ch m 2r Fragen S8Fbi-« u. ?eben der L ^en. l ^.Unterbew . 2J*“ vor Q- >""den und Fi pdL Sai jÄ; »*» eine ‘ fafc« \r m *?. ”Örp( K.Ss« >rK- sä die rl(? d>er llr Haiti? 9etQbe N'che!?' I es MlllillllllllllllilW^^ Grebs Spezialhaus für Herrenmoden 02839 Frühjahrs-Neuheiten Bauer, Tuchhandlung Moltkestr. 22 I. Stock Detailverkauf 3327 D den Gteftener Anzettler. Garte» 3315V gesucht. 3310D gesucht. in sehr groß. Auswahl, außergewöhnl. preiswert 2. 02842 ucbt 3310V an der holländischen Grenze sucht tüchtige l^ut möbl. Zimmer mit Vervfteauna. 02804 Preisen und sonstige Hausgeräte. 3318V WIL IFisdieriUeizmOller »um Sckarrieren von Kunststeinen OdkrjI U im 6012g mrdtincb gute Qualitäten bei billigster Berechnung Kolonnaden-Neubau am Bahnhof Anatornisdirichtig Vollendet iaSchönheil undforei on) Radsportwerbewoche lk/ des Bundes Deutscher Radfahrer s'»äcrM* *8 iut. i (BteBen, Oewaldsgarten. [mto Tüchtiges, nicht zu junges Mädchen dnS im Haushalt erfahren ist, zum 15. 4. ob 1 5. gegen hoben Lohn gesucht [02S21 Stoffe für Herren- und Damenbekleidung Httttumsche wird tadellos gut u. billig gewaschen und gebügelt bei 08828 ftrttit Kenner Kirchenplatzt8ll lkS. Mnloerfüiih- Hetortnn. Dor und nach dem Theater warme unb kalte Speisen na a Fürstenberg-Drau Acker 7500 qm, mit Sandkaute. Nähe Neuer Tische, Gartenstühle, Blumenständer und -Krippen, 1 Trumeauxspiegel, verschiedene Bilder, Wandbretter, Gartengeräte. Ferner sehr gut er, haltens und neue Herren- u. Damen- Klelder. Don 2 Uhr nachm. zwangsweise, bestimmt 1 saft neue Schreibmaschine (Urania), 1 Partie Leinöl und Lederöl in 5-Kilo-Kannen, 100 Eimer Schmierseife in Zinkeimern, eine große Partie Faurradteile, wie Sättel, Gummi, griffe, Aa-fen, Glocken, Speichen, Felgen, Fahrradkörde, Ketten, Baumaterialien! LeistungSsäbige^irma sucht etngestihrten siethigen Außerdem elnlarblge, Mlwarse und weiße Kleiderstoffe foljann SrleötiOööl 3 Maurermeister in Lauback. llllllillllllllllllllllllllllKIIIII Stadttheater Mittwoch, 1.Avril, L miitmoth-nfldiab.- Dorftenunfi von 6s/< vi" r>' ,Uhr: Ble ffoifetui. Operette in 3 Akten von Leo Fall. iiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiuÄim [Ulstein-Stille alle Größen lagernd im 846a Modehaus Salomon Mittwoch, 1 April: Monatsversammlung O. « V «rn Leistungsfähige Weinbreneret imd Ltkörfabiik mit Domizil Nähe Frankfurt a.M. sucht zum Berkaus ihrer Qualitats- Erzeugn sse tüchtigen, beim Detailhandel nachweislich gut eingefllhrten WklSSMlll für Oberhessen gegen hohe Provision, evtl. Uebernahme eines reichhaltigen Kommissionslagers gegen Sicherheit. — Schriftliche Angebote mit Angabe von Referenzen und bisheriger Tätgkeit erbeten unter 3272V an - FRÜHJAHRS REUHEITER -> außergewöhnlich preiswert I 90 und 100 cm breit, in großer < EC MHUSI Auswahl Mtr. 3 40, 2.90, 1.85, U»mv> 105 cm breit, reine Wolle, aparte AR ßOö Farbenstollungen Mtr. 6 90, 6.50, '*■*** Föntere,no Wolle'in v“enMÄ 2.50 Wollmusselin imd Wolle* neueste M^undeinfarb^ Z AZ Bamenconl Ware . ™ . Meter 3.90 filfloiete° ßMWlüW werd, fachgemäh u. preisweit gestimmt u. revar. Ufflss (Bieben, DlotfKLll Telephon 2403. Anken! gbr.SMaD. u. Harmoniums. Einzig dastehendes System (fbient).d*e fuße individuell formgerech# eniukleide» Alleinige Niederlage für Gießen und Umgegend: Schuhhaus W. Herbert GIESSEN, Marktplatz 2, neben der Engel-Apotheke L. BERNARD Bismarckstraße 6 Vertreter welche bei der erstklassigen Grossisten- sowie Spezialkundschaft nachweislich gut cinge. fährt sind. Offerten mit Refereuzangaben unter K. D. 4404 an Rudolf Messt), Köln. Pumpen und vieles andere. Don weiterem vorausfichtNch teilweise bestimmt 1 Partie Schuhe, Sandalen und Tornister, 2 Ladenschränke, 1 Iagdwagen, 1 Nähmaschine, 1 Schweistapparat, eine Hobelbank, 1 Trumeauxspiegel, zwei Klaviaturen, 1 Mechanik, 10 Rollen Kupferdraht, 1 Büfett, 4 Stühle, verschiedene Küchen- und Gasherde, Obst- preffen, Tonvasen, 1 Warenschrank (auch als Akteuschrank verw.), mehrere Damen, und Herren-Räder, Kleider- schränke, Divans, Schreibttsche, 1 Personenauto, 1 komplettes Eßzimmer Alte angesehene Zigarren-1 UMg blMÄ und Tabakfabritt 3sooss Neuen Baue 22 Freitag, den 3. April 1925, abends 8 Uhr: Große öffentliche WerbeMgebung Lampionzug durch die Stadt mit Werbevortrag auf dem Landgrat- Philipp-Platz. Anschließend Zusammenkunft auf der Liebigshöhe. Gießener Radt-Ver. v. 1885 • Radclub Germania v. 1899 Die Wanderer, Gieß. Radf.-Ges. v. 1896 • Radi-Verein Fortuna 3332V Verkäufe | Deutsche WserlMdiu Stammtafel. Ein- aetrag im 8. Z.-Bd. Nr. 130296, einmal nero, ol8 Begleit-, Wach» u. Zuchthund vorzgl. geeignet, zu verkauf. Barna*. Lauback. 02/<6 MSMklMNM liefert in jeher ge®4nfd)tee Au»stattn-'g pretsmert di« DrUht scheUntverfttLW» Druckerei. 3L Lange. | Vereine | Baer, r>ellbandlg., Nordanlage 1, nm OSwaldsgai ten. jVerschiedenes| Donnerstag, den 2. April, 9 Uhr vm. öffentliche Bet5feioerniio von Möbeln und Hausrat nur gegen bar. 02773 Landgrebe Fnßmiihle Großen' Buscck. 1800 Maik von Geschäftsmann a.if 3 Monate gegen SOinrbc Sicker' eit u. gegen hohe Zinsen ioiort zu leihen gesucht. Schr. Ang. u. 02793 an den Giest. Anz. Morgen Mittwoch: —JIM WMWk sofort z. vertu. Le«r env0gc.-Wl. m Mietgesuche | Nach Gtehen ver- fester Beamter mit elfjähr. Sohne sucht 2 möblierte Zimmer mit Küche od.Kücheu- benutzung. Sckristl. Angeb. mit Preis unter 02824 an den Gieh. Anz- erbeten. Wohnung8iau8oh^ Tausche meine 7-8-Zimmer Wobng. mit Bad, Balk.u Konif.-sonnig und schön, wünsche v-OZimmerm Bad. Schriftl Angeb. mit. 02S14 a. d Gies;. Ani. 'Stellenangebot] Herr gesucht von Hamburger Zigarr. « Firma z. Be i k. a. Gaitw., Beamte, Beh. ufro. a»eA Wild- Sckümaun, Hamburg 22. Woltkestratze 1. [Stellengesuche] Zeichner mit praktischer Ausbildung s. in Giehen ob. Umgeg. Stellung oder ähnliche, in den Beruf einschlagende Beschäftigung. Schrtstlich.Angebote unter 02689 an den Gieb- Anz. eibeien. füv Gietzen und weitere Umgebung. Trirum und Provision. Schriftliche Angebote unter 02827 an den Giehener An- geiger erbeten.__ Nicht zu junges grätiktn aus guter Familie, erfahren in einfacher Buchführung, Schreibmaschine u. Steno- aravbte, findet sofort angenehme Dauer- strllung. Ausführliche Angebote nut Ge- LaltSansprüche unter 3284D an den l W4«Heuer La»«iger erbeten. LicdcrkMj. Sonntag, k». Avril, abends, bei K. Boller. Nächste Singstunde Mittwoch, bf« 8. Avril. 3295p Nähe Marburger Straffe, bnterOeko- nom Gottmann, 1761 qm, mit 50 Obstbäumen und 100 Stachelbeersträucher in Baulinie ganz oder geteilt in 4 Teile ä 440 qm uuter günstigen Zahlungsbedingungen tnoeMen Karl Amendg Großen-VindtnÄ Tel. Gtehen 1364. Bäckerei mit gröherem Haus inStädtchenHessenß, Hau vtstraffe,gelegen ihyvothekensiei» für 20000 Mk. bei 10 000 Anzahlung zu verk. Bäckerei in gröberer Stadt m. Hausnahe^rank- furt für 12000 ML bei 5-6000 Anzahl, zu verL 'Kl. Hvvo- cheLs Bei Kauf wird Geschäft und Wohnung frei. 8321A (Seifenhof u. Hott) Frankfurt a. M. Taunusstrahe 36. Eleganter Glar- Landauer mit doppelter Bereisung, sehr gut er halten, zu verkaufen. C. il. Nowack 8 Sohn Schon lenstrahe 3. Jagdwoqeu Break Pritschenwagen Bäckerwagen.^-eder- karren, Laternen zu verkaufen. Eine frattler- Wälimanchlne zu kaufen gesucht. O. Faber Karosserie u. Fahrzeit'bau Mühlstrahe 22. qmio Zu verkaufen 3in(-Baöeroanne mit gutem Gasbadeofen u. all. Hube ör Sttöienhetö 100Xti5cm,®iibeifcn verschiedene °-w Wutmler Seien. (Sieben, Äie»tieri 7. — Ä — r, , Friedhof, ganz oder Frau H. Rusch I geteilt zu verkaufen. Äouildberg ö. 1 Braugasse 6. *,D Junger Chaulbr für Personen- und Lastwagen, Führerschein 11 und Illb, auch gel. Schlaffer, sucht Stellung. Schriftl. Angebo'e unter 02812 an den Gieh. Anz. erbeten. 'UnitänöJiOdirn 20 Jahre alt, das nähen und bügeln kann, sucht Stelle zu Kindern oder in beferem Haushalt. Schr. Angeb. unter 027!>9 a. d. Gies,. Anz. Ich suche Stellung als HugShalteri». Schriftl. Angebote unter 02818 an den Gies. Anz. erbeten. Tapeziergebille gesucht. 02809 Carl Belz, Roonstraffe 36. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Wegen Erkrankung meines Mädchens suche ich für möglichst umgehend Mädchen d. selbständig kochen kann und etwas Hausarbeit übernimmt. Bedingung: Zeugnisse aus guten Häusern. 33251) Borzustellen abdS. 7 llbr, mit Aus nähme Dienstag und Donnerstag. Arou Ornll Tilemann Seit> rswea 64. Wer leibt 700 Mark oder übernimmt Bürgschaft mit Guthaben bei einer Kasse sürgenannteSumme gegen besteh 18°/olge Goldhyvothek auf, *, Jahr. Schriftl-I Angebote nnt. 02780 an den Gieh. Anz. Denlicher Schäferhund entlaufen. Abzu» geben 62794! Heuckelbeim Ludwigstrane 25. ___Tel. 1085. 3MD Hum 1. April möÄ.Zinnner zu vermieten [02811 LubwigSvl. 15 II. Elegant möbliertes Zimmer an Dauermieter zu vermieten [02803 Moltkestr. lS Ill, I. @ut möbl.Stmintr an soliden Dauermieter A» vermieten Bleichstr. 10 I. Gut möbliertes Zimmer per 1. Avril zu vermieten 02826 Kaiserallee 2 1, t. KU.Ammr an 1 ober 2 Herren zu vermieten [02805 Noon st rakc 26 p. Mttbl- Zimmer mit elcftr. Licht zu vermieten [02801 1 Lann - Kelbet- fahrer 1902 schwere Buxbaum Lelbitbinderpresse, s bis 10 P. 8. Est- linger Motor- baudsäge, Eckrot- ntüblc, 1 m Durchmesser. alle» gut erhalten, betriebssähtg zu verknusen. Schr. Angebot, uttt 02815 an den Gieh. Anz. Zwei gut erb., wenig gebrauchte eiferne MÜRD billig zu verk. 02761 Prof.K.L. Sckmidt Liebigstrahe W III. Damen- und Herrenrad zu verkaufen 02S0C Gnautbitr. 24 II. Dunkel eichen mod. Schreibtisch wegen Platzmangel zu verknusen. Anzu- sehen DienStng — Mittw. 3—4 nnchm. Asterwea 32 p. s)ioch wenig gebr nnhbnumvol. ovaler Tiiehfom.PlttsobBOfe wegen Platzmangel preiow.z.vk Wieseck GiehenerStr.95.°E Ein häusel- u. Zäüepflug und ein Zauchefatz zu verkaufen Ebelttraste 32. [Kaufgesuche | Wir suchen zwecköUnterbreitng. anKaiifintereffenten vklfSvsl. Maler jeder Art. Angeb. v. Selbfteigentüm.erb. n en Verlag Hans-a. Grundbeails, Frank- fort a. ML, ZeU 51. Altes viel tBleiröhrem kauft Brühttche Druckerei O Schulstr. 7-U Zickelselle kauft zu den höchsten Junker, Gerichtsvollzieher. IuverlälligerMaschinistzurBedienung einer Strahenzuglokomobile unb des elektrischen Lichtes sofort gesucht. Bewerbungen mit Angabe der Gehaltsansprüche bei freier Kost und Logis erbeten an Deutschlands größte Meaanerie n. Ranb'ierdrBssnr-SchaG Licker Straffe 9. Anständ. schulentl. Mädchen s. tagsüber zu einem "iude gesucht. Sckr. Augeb. unter 02798 an den Gien. Anz. Ehrliches Wen für Saus- u. Gar en- arbeit für 15. Avril 31t SM M Schußwaffen aller Art besonders Mauserpistolen, Kal. 7,63, mit 1000-m Bister unb Holzanschiagkasten, sowie Parabellumpistolen (08) kaufe lautend und überbiete jedes Angebot. Auch gebe ich bafür in Tausch fabi ikneueTascken- Viitulcn oder Flodert u ich Wahl. Sämtliche Pistolen, die an mich geliefert werden, sind beicklaanabmefrei. 3234V Doppelflinte Kal. 16, dringead gelackt. Herm.Becker,Gießen Televh. 1658 Kaiseralle »0 Tclevh. 1658 Mittwoch, den 1. April 1925, versteigere ich Neuenweg 28 (im Löwen) dahier gegen Barzahlung und zwar: a) bestimmt 1. von 10 Uhr vormittags ab freiwillig 1 Kleiderschrank, IDerttkow, 1 Schreib tisch mit Sessel, 1 Schaukelstuhl, vier Nohrstühle, 1 Lieaestuhl, verschiedene Vertreter gesucht Leistungsfähige Branntwein ■ Groh- handlg. Süddeut'ch. futit für ihre Sve° zialartikebSchwarz- Wälder Kirfchwaffer, Zwetschgenivaffer, Obstbranntwein, einen besonders In Wirtekreisen gut ein- gefübrren Vertreter geg. hohe Provision. Sckr Angeb. unter F. J. 4001 (3275831 an den Gieh. Anz. erb. Erste Wein- grohbellerei sucht einen bei feinster Prioafknnd- chast u. Hotels ufro. besten- eingeführten Reisenden oder rSeneraluertreter. Hove Bezüge. Schriftl. Angebote unter 3296D an den Gteh. Anz. erbeten. Sbpelseter als Meister in Danerstellllng gesucht. 3,87V Hanauer Stempeisabrik Schwachhöfer & Opstelten Hanau a. M. Guter 9ofen|(tineWer der in der Woche 2 bis 3 Hosen mit- machen tarnt, gesucht. Schr. Angeb. unter 028 0 a. d. Gieh. An». Ein selbständiger Bäcker für aufs Land ge- suck'. Näh. Wolken- gaffe 13. [02831 Ebendaselbst prima Feiertagshefe. Einen tüchtigen tin. Nr. rb Swetter Blatt Tietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vverhefsen) vienriag, 3s. März (925 j?'!entver,° lngen. t ®Hen; Sie,. , Ahgers C ^Nehion .durchs un9 der Ge- $ VM nach W dÄ M- ou Ur. A et ^Memde- 5tt folgt ^meindcvich- nes nach Ar. rentarifs seft- 'ie folgt: find dir her- lur die Atiq- -zahlen.» ige der Der- Kraft. Vie Aenderung igssteuer Mm ik Aenderung wird während heinung dieser gerechnet, bei ienststunden zu sieingaffe, zwi- find, wird die trahensperrung Atw ies vcil vni. e ge- Mitnvo-b-1- Monats- lö. en « , v. rb. • a. ak- 6L 1 ft Ver Zinanzausglerch zwischen Reich, Länder und Gemeinden. Don Bürgermeister Dr. Riepoth, Schlitz M. b. L Seit der Gründung des Deutschen Reiche- hat der Finanzausgleich die De Ziehungen zwischen der Zentralgewalt und den Gliedstaaten beherrscht, ohne dah es seither gelungen wäre. hass Problem der Steuerverteilung wirklich zu 'Öfen. Man wirtschaftete zunächst ziemlich rei- ningslo- nach dem System: Indirekte Steuern dem Reich, direkte Steuern »en Ginzelstaaten. 3e mehr sich aber die Aufgaben des Reich- vergrößerten, desto unhaltbarer wurde dieser Zustand. Die dem Reich lersassungsgemaß dastehenden Einnahmen aus Zöllen und Verbrauchssteuern reichten zur Deckung .der Ausgaben nicht au-: wohl oder ibel muhten die Einzelstaaien Zuschüsse leisten. §)ie- geschah in der Form von M a t r i k u l arbeit r ä a e n , die je nach der DevölkerungS- zahl der QöunZkSft aalen ausgeschlagen, einen gleichmäh gen Wohlstand dieser Staaten vorau-setzten. Da diese Voraussetzung falsch war, muhten diese Art Zuschüsse auherordentlich ungerecht wirken und drückend empfunden werden. Dazu kam, dah die Höhe der geforderten Beiträge nicht feststand — sich sogar meisten- In steigender Tendenz bewegte —. so dah die einzelstaatlichen Finanzninister einen unsicheren Faktor in ihrem Haushaltsplan hatten, der eine solide Finanzwirtschaft äuherst er- schwerte. Obwohl man also die Mangel deS Systems nur zu sehr empfand, nahm man lieber alle Schwierigkeiten In Stauf, als daß man am dem Prinzip gerüttelt hätte. Die Folgen sollten sich bald fühlbar machen. Bet der Höhe der Anforderungen de- Reichs war o- zur Verhütung einer Desorganisation der einz^staatlichen Hau-hätte nicht zu vermeiden, dah zuerst eine Begrenzung, dann eine Stundung der Matrikularbeiträge eintrat, mit dem Ergebnis: auherordentlich?- Anwachsen der Reich-schuld Verschiedene Finanzreformen brachten dem Reich zwar Erleichterungen, jedoch keine dauernde finanzielle Gesundung. ES verdient festgehulten zu werden, dah die nationalliberale Partei schon damals eine Reichsvermögenssteuer forderte, um dem Finanzelend zu steuern. Leider drangen ihre Bestrebungen nicht durch. Run kam der verlorene Krieg und damit Anforderungen an die Reichskasse. wie sie niemand bisher geahnt hatte In dem an sich berechtigten Bestreben, das Reich aus der demütigenden Abhängigkeit von den Einzelstaaten zu lösen, nahm man den Ländern und Gemeinden die Steuerhoheit auf dem wichtigsten Gebiet der Einkommensteuer weg und beteiligte sie lediglich in einem gewissen Verhältnis an den Reich-steuern. Hatte man früher vom Reich al- dem Kostgänger der Ginzelstaaten A?sprvchen, so verfiel man jetzt tn den umgekehrten Fehler und machte Lander und Gemeinden mm- deftenS m demselben Umfang zu Kostgängern des Reich-. Die eben skizzierte Entwicklung der Rach- krreg-zeit, bekannt unter dem Ramen Erzbergersche Finanzreform, ist von den Vertretern der Gemeinden von Anfang an aus- schärfste bekämpft Worden. Mit Recht wie- man darauf htn, dah dos SelbflverwaltungSrecht der Gemeinden ohne finanzielle Selbständigkeit praktisch bedeutungslos ist. Aber noch mehr. Die finanzielle Abhängigkeit muhte logischerweife auch daS finanzielle Verantwortungsgefühl, daS in den heutigen Rotzeiten erst recht notwendig ist, ertöten. Länder und Gemeinden, denen der bewegliche Faktor im Budget fehlte — die Real steuern waren meist bis zur höchst zulässigen Grenze angespannt —, forderten immer wieder Erhöhung der ihnen Angewiesenen Anteile an Reichssteuern Der Reichsfinanzminister formte sich der Berechtigung dieser Ansprüche nicht entziehen, so wurde denn auch der Reichsanteil an Einkommensteuer von ein Drittel aus ein Viertel und zuletzt sogar auf ein Zehntel ermäßigt. Solange Länder und Gemeinden gegen das Reich um Erhöhung ihrer Steueranteile kämpften, bildeten sie eine Einheitsfront, sobald aber die Unterverteilung der vom Reich überwiesenen Anteile erfolgen sollte, waren in ihrem Verhältnis untereinander ähnliche Schwierigkeiten zu überwinden. Besonders in Hessen wurde die gröbere Machtfülle des Staates ausgenutzt und den berechtigten Interessen der Gemeinden nicht genügend Rechnung getragen. Während im Rechnungsjahr 1913 die veranlagten Einkommensteuern mit 53,3 Prozent auf die Gemeinden und 46,7 Prozent auf den Staat entfielen, erhöhte man durch das Hessische Aus üHrungsgesetz vom 27. 3. 1924 die Anteile des Landes an der Reichscinkommen- fleuer auf 60 Prozent. Die Gemeinden muhten sich mit 40 Prozent begnügen. Es ist erklärlich, dah besonder- die Gemeinden nicht aufhörten, immer wieder zu betonen, dah die Finanzwirt schatt der Kommunen aus der Abhängigkeit vom Reich befreit und wieder auf eigene Fähe gestellt werden mühte. Erfreulicherweise hat die Reichsregierung jetzt eingesehen, dah sie mit ihrer Steuergesetzgebung grundsätzlich andere Wege einfchlagen muh, wenn sie reparationsiähig bleiben und doch den Lebensnotwendigkeiten der Länder und Gemeinden Rechnung tragen will. Das Ergebnis dieser Erwägungen liegt vor in dem .Entwurf eines Gesetzes über Aenderungen de- Finanzausgleichs zwischen Reich. Ländern und Gemeinden". Grundsätzlich erfüllt der Entwurf die Forderungen der Gemeinden, indem er ihnen unter Drosselung des Reichstarifs auf ein Viertel der bisherigen Sähe das Zuschlagsrecht zur Einkommensteuer gewährt. Ohne also die grundlegende Bedeutung und den grundlegenden Vorteil der Reuregelung gegenüber dem MebM 6er Skm Siebe« 1925 Dom alphabetischen Einwohner- und Firmenoerzeichnis liegen die Buchstaben E bis einfchliehlich H vom Montag, dem 30. März, an drei Tage lang zu jedermanns Einsichtnahme offen. Wir bitten dringend um Nachprüfung auf Richtigkeit und Vollständigkeit der Einträge und um Einzeichnung etwa erforderlicher Aenderungenund Ergänzungen (BeftoWe M MreWAerkM Schulstrahe 7 jetzigen Zustand zu verkennen, gilt es doch vom Standpunkt der Gemeinden aus zu erreichen, dah das DeteiligungSverhältnis durch die gesetzgebenden Körperschaften für die Gemeinden nicht ungünstiger gestaltet wird als bisher. Insbesondere mühte mit aller Entschiedenheit Widerspruch erhoben werden, wenn etwa der den Zeitungsnachrichten zufolge bestehende Fehlbetrag im hessischen Hau-Halt unter Zurücksetzung der Gemeinden g e b c (f t werden sollte. Bei dieser Gelegenheit muh erwähnt toeröen, dah die günstige Finanzlage einzelner Grohstädte keineswegs verallgemeinert werden darf, denn es kann wohl heute wieder mit Recht behauptet werden, dah eS den Gemeinden, die über eigene Einnahmen aas Grund- oder Waldbefitz nicht verfügen, um so schlechter geht, je kleiner sie s.nd. Die Heuorbrrunq sollte nach den ursprünglichen Plänen des Reichsfinairzministers zu De- giirn des neuen Rechnungsjahres, spätestens aber Ende Mai herbeigeführt sein. Diese Absicht hat sich nicht verwirklichen lassen. In Verhandlungen mit dem Reichsrat kam ein Kompromiß zustande, wonach die Beratungen b?r Gesetzentwürfe zwar sofort auf genommen werden sollten, im übrigen aber wurde die Geltungsdauer des jetzigen Finanzausgleichgesetzes bis zum 30. September 1925 verlängert Der Finanzminister sagte weiter zu, dah bei dm endgültigen F nanzausgleich den Ländern im Rechnungsjahr 1925 von den Ueber- Die Frühjahrsmüdigkeit. Don Dr. med. D. Hähnlein. Die letzten fünf Dezennien haben die medi- zinische Wissenschaft foroeit gefördert, dah wenig- ftens gegen die gefährlichsten und verbreitetsten Krankheiten brauchbare Waffen in genügender Zahl zur Verfügung stehen. Nachdem man somit gewissermaßen etwas Luft schöpfen darf, beginnt man auch mit der Bearbeitung weniger dringlicher Fragen und beschäftigt sich mit jenen Erscheinungen, die in erster Linie theoretisches Interesse haben. , . Neben den Forschungen, die in bas otelenleben des Kranken, besonders in das geheimnisvolle Reich des Unterbewußtseins einzudringen versuchen, erregten vor allen Dingen die Probleme der gesunden und krankhaften Konstitution das Interesse der Wissenschaft. Unter Konstitution ist in diesem Sinne die Summe aller körperlichen und seelischen Eigenschaften zu verstehen, aus denen sich der Gesamtorganismus aufbaut, und die in ihrer | c - weiligen Gruppierung ihn zu besonderen Krankheiten (Gicht, Diabetes, Gcistcskrarilhclten) geneigt erscheinen lassen. Sehr bedeutsam war cs in erster Linie sestzustellen, inwieweit die Konstitution eine von der Geburt her unabänderliche Begebenheit ist, und inwieweil sie durch die Ernährung, Körperpflege, klimatischen Einflüsse usw. 5er Veränderung fähig ist. ---ehr geistvolle <-pez.al- forschungen haben sich bemüht, Licht in btejca ungemein schwierige Gebiet zu tragen, und es ift 3--ö- gelungen, eine besondere Veranlagung zur Gicht, xu gewissen Kinderkrankheiten, zu Arterienverkalkung usw. festzustellen, die durch geeignete Lebensweise bekämpft werden kann. Zu diesen Einwirkungen auf die Konstitution ist zweifellos auch die sonderbare, fast krankhafte M ü ö i g t e i t zu rechnen, von der viele Menschen zu Beginn des Frühjahrs befallen werden. Es handelt sich hier um eine jener flüchtigen Erscheinungen, die sich gerade noch in der Grenze des Normalen hatten und die darum den Befallenen nicht in ärztliche Behandlung führen. Aus diesem Grunde ist es befonbers schwer, genügendes statistisches Material in die Hand zu bekommen, das eine wisienfchaflliche Klärung der Entstehungsursache erlauben würde. Trotz der genannten Hindernisse hat sich der finnländische Arzt Dr.Ehrström die Mühe gemacht, ber Frühjahrsmüdigkeit und ihrer Bedeutung nachzusorschen. Wie berichtet wird, glaubt Dr. Ehr- ström m der Frühjahrsmüdigkeit den Ausdruck eines Nährstoffmangels sehen zu muffen. Wir sind ja im Winter zum großen Teil auf Kon- servenkost angewiesen, und mich die Milch und Butter, die wir beziehen, ist nicht ganz vollwertig, da das Vieh nur Trockenfutter erhält. Dabei werden in unserer Wintemahrung vor allem die zum Leben unbedingt notwendigen sogenannten „Ergänzungs- ftoffe" verringert fein, und es wäre an und für sich schon denkbar, daß dieser Mangel sich nach einigen Monaten bemerkbar macht. Diese Erklärung kann aber dennoch nicht voll befriedigen, denn in diesem Fall müßte ja die Frühjahrsmüdigkeit ganz unabhängig von der Witterung zu Beginn des neuen Jahres auftreten. Die Tatsachen widersprechen dem durchaus; Nicht der kalendarische Termin, sondern das Wetter bestimmt das Eintreten dieser Erscheinung! Ist der Winter lang — etwa wie der vorjährige —, so kann es Mai werden, bis wir die Frühjahrsmüdigkeit gehäuft finden: bei milder Witterung dagegen begegnen wir ihr schon im Februar. Zweifellos hat also das Wetter einen erheblichen Einfluß auf die Entstehung der Frühjahrsmüdigkeit. Und das stimmt mit ähnlichen Erscheinungen recht gut überein, denn es ist statistisch feftgeftefü, daß die Witterungslage auf unser ganzes Wohlbefinden eine tiefgehende Wirkung ausüben kann. Bei schlechtem Wetter sollen me!;r Menschen Selbstmord begehen als bei gutem, in bestimmten Monaten häufen sich die Geisteskrankheiten, in anderen die Verbrechen. Warum sollte die feuchte, stürmische Wärme des Frühjahrs nicht müde machen!? , „ Dunkel bleibt aber trotzdem, auf welche Weise das geschieht. Sind cs die starken, barometrischen Schwankungen, die aus unser Nervensystem oder den Blutdruck einwirken? Beschleunigt die wiedererwachende Kraft der Sonnenstrahlen unseren Stoff- Umsatz, so daß wir aus diesem Grunde ermüden? weisungsfteuern etwa der gleiche Gesamtbetrag an 11 cbertocif ungen zukommen soll wie der. der ihnen auf der Grundlage der gegenwärtigen Anteilverhältnisse an Reichssteuern zusteyen würde. Gerade die letztere Vereinbarung ist außerordentlich wichtig, da Länder und Gemeinden jetzt ihren Etat arfstellen müssen und es unerträglich emosi'nden würde, bezüglich der Eingänge an RichSsteueranteilen w eöenun mir vage Schätzungen angewiesen zu sein. Dom Reichs'ag muß erwartet werden, daß er seine Beratungen so fördert, daß die gegenüber dem jetzigen Zustand einen unverkennbaren Fortschritt bedeutende Reu- ordrnmg baldmöglichst in Kraft treten kann. Deutsche Kolonialarbeit im Orient. Von Rittmeister a. D. Wilh. o Trotha. Schon vor dem Kriege hatten ein paar tausend deutsche Siedler in Palästina Musierkolo- nicn geschaffen, die bezeugten, daß der Deutsche ein erstklassiger Kolonisator und Kulturpionier ist. Der Krieg zerschlug alles, was in mühsamer Arbeit in etwa 40 Jahren aufgebaut war. Daß die Welt augenblicklich auf dem Kopfe steht, weiß nachgerade jedes Kind, aber es scheinen sich doch nach und nach andere Ansichten als die „offiziellen von Versailles" durchzuringen, denn in Pa- läftina hat man die einstigen deutschen Kolonisten und Lehrer dortiger deutscher Schulen wieder zu- rückgerufen und diese Deutschen wirken nun feit Jahren wieder in ihrer alten, „neuen Heimat in der Fremde". Zwar sind lange nicht alle ehemaligen Bewohner wieder zu der Stätte ihres früheren Wirkens zurückgekehrt, aber immerhin sind doch im ganzen wieder 1000 Deutsche in den Kolonien Haifa, Jaffa, Dilhelma, Sarona, Umel, Ahmed, Betlahm und Jerusalem eifrig an der Arbeit. Die Siedelungen sind zum Teil geschloffene, eigene Dörfer, in denen nur als Arbeiter wohnende eingeborene Araber, auch Beduinen, mit wohnen, oder sie sind in sich geschloffene Siedelungen, angebaut an orientalische Städte. Hierbei kommen Haifa und Jaffa in erster Linie in Betracht! Immerhin sind sie gemeindlich auch da von den Eingeborenenstädten insofern abgesondert, als sie als selbständige Gemeinden ihre Straßen und sonstigen Gemeindeangelegenheiten für sich bauen und verwalten. Und wenn auch diese Steuern stark auf den einzelnen drücken, so fällt da draußen keinem Gemeindemitglicd ein, deshalb eine besondere politische Ansicht ober kommunale Einstellung zu haben. Schulen, Kirchen, Bechäuser der Templer und Krankenhäuser sind wieder in vollem Betriebe, und auch die Engländer, und das ist bezeichnend für deren Einstellung den Deutschen gegenüber, riefen die deutschen Leiter und die deutschen Lehrer des syrischen Waisenhauses in Jerusalem sofort zurück. In die einzelnen deutschen Schulen gehen auch die Äinber der in Palästina lebenden Engländer. An Landesprodukten werden in erster Linie Mais, Weizen, Hafer, Sesam, Kartoffeln und sonstige Kerner- und Hülsenfrüchte gesät und geerntet. Man trifft auch auf weite Kürbis- und Gurken- feßter. Die Kürbisse dienen als Schnitzel zum Vieh- Butter, nach dem die Kühe gut und reichlich Milch geben. D e Landwirtschaft wird nach Möglichkeit mH den neuesten Mitteln und Geräten betrieben, und da das Land selbst gut ist, so gibt es auch etwas her. Sehr ausgedehnt In allen Gemeinden ist der Anbau von Wein und Drangen. Letztere werden bald wieder ein Weltartikel fein, wie die Iasfa- orange schon vor dem Kriege z. B. einen großen Teil des deutschen Heimatmarktes beherrschte. Auch die Palästinaweine finden jetzt etwas mehr Anklang. wie vor dem Kriege. Sehr stark wird die Anpflanzung von Dlioenbäumen betrieben, da vielfach das Del der Dlive das Fett ersetzt und auch erhebst h wohlfeiler als letzteres ist. Warum unu aber, fragt sich der Laie unwill- fürlio), hoben diese paar hundert Menschen ganzen Landstrichen ihre Gepräge aufgedrückt. Das Rätsel soll, in ein paar Worten gesagt, schnell ge- löst sein. Gute Beispiele veranlassen zur Nachahmung und da diese deutschen Bauern keinen Eingeborenen ihre Weisheit aufdrängen, sondern in steter, rühriger und rüstiger Arbeit Werte schas- sen, also praktische Wirtschaft treiben, so kann sich der Eingeborene diesen augenfälligen Nesultaten nicht verschließen und muß selber arbeiten, will er selbst neben diesen Leuten etwas verdienen! Et lernt von ihnen, ahmt die nuhbringebn Arbeit nach und verspürt daran Fruchte, tbns ih das gante Geheimnis. Gegen diese deutsche Tüchtigkeit ift nur ein Kraut gewachsen und das heißt: Mitarbeiten oder Untergeber/ Reden und Versprech ngci sind dem Orientalen unfaßbare und nicht greifbare Dinge, aber was er sieht, glaubt er, und bat et den Vorteil, in der anderen Art zu arbeiten unt zu leben, erst begriffen, dann ahmt er sie nach und somit sind unsere deutschen Dauern da draußen Kulturträger des Deutschtums wie sie fein sollen und Kolonisatoren, die uns so leicht kein Land und Volk nachmacht. Buntes Allerlei. Aus der Urgeschichte des Haushuhns. Seit wann bei1 Meirich das Haushuhn kennt und züchtet, läßt sich mit Sicherstes wohl überhaupt kaum nachweisen, doch kann man cm- nehmen, daß die Babylonier bereits im dritten, wahrscheinlich aber schon im vierten Jahrtausend v. Ehr. das Huhn kannten. Diese Annahme begründet sich besonder- barau ß die Bezeichnung Hahn im Syrisch, a und Reuhebräsi schen zunächst assyrisch-babylonischen ilrfp;:n q erkennen läßt, dieser jedoch aus dem Sumerischen stammt, einem Idiom, das einst in Dabylomen gesprochen wurde, aber schon um das Jahr 2000 v. Ehr. nurmehr als Gelehrtensprache in Gebrauch war. Das Huhn muh also lange vor dieser Zeit den Babyloniern bekannt gewesen fein Die Einwanderung des Hausstuhns nach A e g y p t e n hatte man bisher auf einen wr» haltnismähig späten Zeitpunkt verlegt Diese Frage wurde aber in letzter Zeit, und zwar be: Gelegenheit der Ausgrabungen im Tal der Königsgräber zu Theben einwandfrei geklärt. Man hatte allerdings schon angcnomm>'r., daß das Haushuhn in der Zett zwischen 1000 und 150C v. Ehr. nach Aegypten gelangte, da in den An nalen von Tut hmosis III., der ungefähr zwischen 1501 und 1447 lebte, von Vögeln gesprochen wird, die „täglich gebären", und da man auher- dnn aus einem au- der gleichen Zeit stammender Wandgemälde von der Grabkavelle einGroß' Wesirs eine Metallvasc abgebildcl sand, d'e einen dem Haushahn durchaus ahilichm Bogel- köpf darsteltte. Mit voller Sicherheit haben aber erst die jüngsten Ausgrabungen zu Theben ergaben. dah das Haushuhn auch schon den alten Ägyptern bekannt war: man fand nämlich einen Kallstein-Ostrakon aus der Zeit zwischen 1425 und 1123 v. Chr. und auf diesem Bruchstück war sehr naturwahr und äußerst charakteristisch elr Haushahn abg^bildet. Durch diesen kostbaren Fund, der sich jetzt im Britischen Musum zu London befindet, ist somit die Feststellung gelungen, dah da- Haushuhn schon im 2. Jahrtausend v. Chr in Aegypten gedichtet wurde. Der unpraktische Edison. Edison, der große Erfinder, dem die Dell so gewaltige Fortschritte in der Technik und iw Wirtschaftsleben verdanft, soll im praktischen Leben höchst unbehttflich und unerfahren gewesen sein. Gin intimer Freund von ihm erzählt, daß Edison für seine erste Erfindung von der Western Telegraph Company 40 000 Dollar geboten toutöen. Edison traute nicht seinen Ohren: et lieh sich die Summe wiederholen und meinte bann, man wolle sich über ihn lustig machen Eine Woche später empfing er einen Scheck über 40 000 Dollar, glaubte immer noch an einen Scherz und ging zu der Dank, auf die der Scheck lautete, um zu sehen, was passieren würde. „QBk wollen Sie Ihr Geld anlegen ?" fragte Ihn bet Kassieret. „Ich weih nicht," erwiderte Edison. „Stiicgt man denn auf den Scheck etwa-?" Der erstaunte Kassierer rief den Direktor der Dank herbei, der dem Erfinder erst auseinanderleyen muhte, daß er nun ein reicher Mann sei. Edison aber wollte das Geld in bar angezahlt haben, und als man es ihm in einem ungeheuren Hausen kleiner Scheine geben wollte, wußte er nicht, wie et eS unterbringen sollte. Er lieh sich nun erst Sicher werden verschiedene Ursachen -usam- menwirfen. Aber noch einen Weg der Losung möchte ich wenigstens Anbeuten. Alle großen „Umstimmungen" in unserer Konstitution sind von Müdigkeit begleitet. Wir treffen sie in den Pubertäts- jähren, wenn aus dem Kinde das Geschlechtswesen sich heranbildet, wir finden sie kurz vor der Menstruation, in der die Geschlechtlichkeit der Frau periodische Höhepunkte erreicht, eine Art Brunst, allerdings in sehr abgeschwächter Form, bringt auch das Frühjahr für den Menschen mit sich. — Vielleicht sind die gärenden, treibenben, umformenben Säfte es, die ihn kurz vor dem Ausbruch höchster ßebensenerge noch einmal erschlaffen lasten. 125. Jubiläum d r deutschen optischen Industrie. Am 1. April werden es 125 Jahre, daß der Rathenower Pfarrer Wilhelm Sünder und der Feldpredig r Samuel Ehristoph Magner in Rathenow die optische Schleifanstalt eröffneten, die daS Stammhaus der heutigen Emil Dusch A.-G geworden ist. In der von Dr. Karl Albrecht verfaßten, jetzt im Richterschen Verlage, Erfurt, erid)ienenen Schrift über de Geschichte der Dusch- gesellschaft finden wir das Dromemoria abgedruckt. mit dem die beiden Gründer über ihre Ziele Aufschluß geben. Besonder« bemerkms- weri sind die Stellen, die von der Kinderarbeit in der Industrie handeln: Veranlaßt durch Er. König!. Majestät Befehle an die Regimenter, das Industriewes rn unter der Jugend — diesem Keime künftiger Staatsbürger — zu fordern, haben die Unterschriebenen zu Rathenow, eine Fabrik von allen Arten geschlissener Augenweiden ge angelegt. Wir lassen unter unserer Anleitung jede Gattung konvexer und konkaver, einfacher und zusammengesetzter Augengläser schleifen und unfertigen, nach den besten oder deutschen Künst- letn, Mikroskope, dunkle und Helle Kammern und Seeröhre lSehrohre). wie sie verlangt werden, zu einem möglichst niedrigen Preise. — Untere Fabrik hat die eigentümliche Einrichtung, dah sie einzig durch Knaben von 8 biS 13 Jahren in Tätigkeit erhalten wird, ohne daß diese Kinder ihre gewöhnlichen Schulstunden versäumen dürfen. — Die vorzüglichsten Zwecke unserer Anlagen und Erfindungen sind: a) Dem gänzlichen Mangel einer solcher, optischen Kunst-Fabrik im Staate abzuhelsen, und mit der Zeit alle Arten ausländischer, optischer Merkzeuge etttbehrllch zu machen. — b) Den höchst grausamen Mißhandlungen der Augsburger und Rürnberger Drill m'abriten, in Hinsicht auf die Augen unserer Mitbürger, Einhalt zu tun. — c) Den Industrie—Schul —beschäftigungen in Rathenow, nach dem Wunsche des Chefs und Kommandeurs vom Leib-Earabinier-Regimente mehr Abwechslung zu geben. d) llnfeter Jugend, besonders der militärischen. schon früh mehr Geschmack iu nützlicher Tätigkeit beizubringen, damit der künftige Soldat daran gewöhnt sein möge, sich auch außer' feinet Wach- und Dienstzeit ernährend zu beschäftigen. e) Rach Maßgabe der überhand nehmenden Teuerung und Armut, den oft um das Drol verlegenen Eltern zahlreicher Kinder, hilfreich beizusptingen, indem wir jedem in unserer Fabrik arbeitenden Kinde respektive einen jährlichen Lohn von 8 bi- 36 Talern au-zahlen. — Um zum Voraus einigen scheinbaren Ein» würfen zu begegnen, beinsrfen wir: Daß. wenn wir Kindern einen ausgebreiteteren Wirkungskreis zur nützlichen Tätigkeit anweisen, dirs für keinen Stand, am wenigsten für den unfrigen, den der Bolls- und Iugendlehrer, im geringsten entehrend, oder auch nur unschicklich fein könne Dah bei der Leichtigkeit unserer Mafchinen. und bei der Art unserer Behandlung der Ki ide rin jedes derlelbigen mit innigem Derg-'ü^en und ohne allen Zwana an die Arbeit geht und des Morgens kaum die Zett der Eröffnung der Fae brifgebäube erwarten kann. Dah die Zahl der Kinder In Rathenow, welche sich für unsere Dienste haben engagieren lassen, nach Vollendung aller erforderlichen Maschinen vollkcNnn^l groß genug für unsere Absichten ist, — Frankfurter Theater beim Banknoten. Börsenkurse. Tntnnt: Kldr Färsen und Kühe, 342 Kälber, 316 Schafe. Schweine. Es wurden befahlt pro Zentner 1065 3444 na rm reicl schl Ffi nähme Plumer Abends zu tun Oie Die 27, in« Ht un Gi j ur Fi F; mörkte eröffneten zu teilweise ermäßigten Kursen, im allgemeinen nante man jedoch die Schlußnotie- sage danl am allen träge, die vorher dem offenen Geldmartt entzogen waren. Es handelt sich also hier nur um Aslluxisitfilc er, welche die weltbekannten Astmol Asthmap» äparate noch nicht kennen, haben Gelegenheit geger Einsendung von 2C Pfg. in Briefmarken Huste* von Astmol-Asthmapulver gratis und franco zu erhalten, um dieses an sich «iiiszuprobieeen. Ran wende sich dieserhalb an tieleBOS Caem. Industrie. G.m.b.tt., Frankforti.il. Spctehentreie 4/1 t>on dem jxirmcr darüber unterrichten, tote man das Geld anlegen und kleine Summen durch Scheck- abheben könne. d2zu noch die in der letzten Zeit in stärkerem 2uabe wieder zu beobachtende Verschlechtcrung der Konjunktur, so ergibt sich ganz von selbst, daß von einer grundsätzlichen Besserung vorläufig noch nicht die Rede sein kann. * Rundfunk-Programm des Frankfurter LenderS. (Aus der „Radio-Umschau".> Dirnstag, 31. März: 4 Ahr: Wirtschaf.smeldung:n. 4,20 Ahr: 2tach-» richtendienst. 4,30—6 Ahr: Rachmittagskonzert des Hausorchesters: Opernfantasien: 1. Hoffmanns Erzählungen (Offenbachs. 2. Samson und Delila (Saint-Sayns). 3. La Boheme (Puccini), 4. Maskenball (Verdi), 5. Tannhäuser (Wagner), tz. Die toten Äugen lD'Albert'. 6 Ahr: Wiri- schaftsmeldungen 6—6,30 Ahr Die Lesest unde (Meisterwerke der Weltliteratur): Aus »Soll und Haben" von Gustav Frehtag (Fortsetzung). 6,30 bis 1 Ahr: Vortrag von Dr. Schwarzlofe: .Konstantinopel". 7 Ahr: Die Besprechung (Literarischer Teil). 7,30—8 Ahr: Vortragszyklus des Stadtgesundheitsamtes: Herr Dr. Flefch-Thebe^ sius: „Die Luberkulose außerhalb der Lungen (chirurgische Luberlulose). 8—8,30 Ahr: Funk- Hochschule. Vortrag von Professor Dr. Schultz: „Deutsche Literaturrevolution in drei Jahrhun- 'denen". 8,30—9 Ahr: Der Steinerne Gast, Drama von Puschkin. 9,30 Ahr: Rachrichten, Wettermeldung. Sportbericht. 10 bis 11 Ahr. VolksliedenDuette, gesetzt von Wilh. Berger. Mittwoch, 1. April: 3 und 4 Ahr: Winschaftsmeldungen. 7—7,30 Ahr: Vortragszyklus der philosophischen Bereinigung (Dozent Pfarrer Taesler), 18. Vortrag: „Goethes Weltanschauung". 7,30—8 Ahr: FunlhochschAe. Prof. Kiintzel: „Aus der Geschichte des deutschen Unternehmertums". 8. Vortrag. 8—8,30 Ahr: Zur Ru.idfunk-JahveSfeier: Vortrag von Dr. Hans Flesch: .Ein Jahr Frank- surter Programm". 8,30—9,30 Ahr: Zur Rund- funk-Jahresfeier: Parodie und Witz in der Mw fix. ]. Variationen über „Kommt ein Dogerl gelogen". Siegfried Ochs, 2. Molly on the sharc, Perry Grainger. 3. „Minrmar", Paul Hindemith. V Erstaufführung einer neuen für diesen Abend tamponierten Parodie von Paul Hinde- nlith. Aussührende: Das Amar-Quartett. die Herren Licco Ämar. Walter Caspar, Paul Hindemith. Rudolf Hindemith. — Am Flügel: Dr. Reinhold Merten von der Frankfurt er Oper. 9,30 Ahr. Rachrichten. Wettermeldung, Sport, bericht. 10—11 Ahr: Volkslieder-Duette. gesetzt Don Wilhelm 'Berger. Ausführende: Franz und Margarete Wartenberg. — Am Flügel: Dr. Merten von der Fraiwsurter Oper. eine Verschiebung, nicht aber um eine tatsäch- rungen der letzten Woche. Ihre Begründung findet liehe Besserung her Geldmarkklage. Ott nun t man die Geschäftsstille zum Teil darin, dost der Geld- Berliner Dorfe. Berlin, 30. März. In der neuen Woche entwickelte sich das Geschäft bei Beginn des Verkehrs in unverändert ruhigen Bahnen ab. Die A k t i e n » mar ft nun doch mit Dem heranrückenden Ultimo eine Anspannung erfahren hat. Der Geldbedarf war heute starker, tägliches Geld war heute mit 8 bis 10 Prozent, Monatsgeld 10 bis 12 Prozent, Geld über den Ultimo hinaus 10 bis 11 Prozent, Privatdiskont 8 Prozent. Weiter verstimmte der ergebnislose Verlaus der gestrigen Reichsprasidentenwahl, der einen zweiten Wahlgany erforderlich macht. Angesichts der noch immer nicht geklärten Partei- konftellation für den nächsten Wahlgang entspringt hieraus für die Börse ein gewisses Moment der Unfidjerbeit Am Montanmarkt wurde die Stillegung einiger Betriebe des Bochumer Vereins lebhaft besprochen. Das Publikum blieb dem Geschäft weiter fern, so daß sich der Auftragseingang unverändert schleppend vollzog. Am Anleihemarkt neigten Kriegsanleihe zur Schwache, bei den übrigen Staatsanleihen, in denen anscheinend ein erhebliches Decouvert besieht, behaupteten sich die am Samstag wieder heraufgesotzten Kurse. Am Devisenmarkt holte das englische Pfund wahrend der Vormittagsstunden den kürzlichen Rückgang nicht auf. Der Franken lag reichlich im Angebot. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (9a B'awnen Wort auSaedrückt. BurnoS-AireS, London. Neu- uort. Iavau. Mo t>c Sanctro für eine Einheit. Wim und »Mbflöeft für 100000 Ein Veiten. allcS übrige rür 100 Ernheitea.) Telegraphische Auszahlung. Turnen, Sport und Spiel. Lahn-Dünsberfl-Gau, I. Bezirk. Am Sonntag fand in Bieber die erste Be« zirksvorturnerstunde statt, welche sehr gut besucht war. Angetreten waren 12 Turnwarte und 21 Vorturner. Durchgeturnt wurden die Frei- und Geräteübungen für das Oaufeft in Leihgestern und das Vundesfest des Südwest- deutschen Turnerbundes in Dietzenbach bei Offenbach. Erfreulicherweise konnte beobachtet werden, daß im letzten Winter fleißig geübt wurde. Die Pflichtübungen, welche schwierig gehalten sind, wurden größtenteils sehr gut ausgeführt. Anschliehend an die Aebungsstunde fand die Wahl des Bezirksturnwartes statt. Es wurde her seitherige Turnwart Karl Giesse! aus Rodheim a. d. D. wiedergewählt. * Betriebseinschränkungen Bochumer Verein. Der Bochumer verein teilt mit: Die durch die ungünstige wirtschaftliche Lage veranlaßte Einschränkung seitens der Stahl- gemeinschast zwingen den Bochumer Verein zu erheblichen Betriebseinschränkungen, und zwar wird oon den drei im Feuer befindlichen Hochösen ab 1. 4. einer gedämpft und das leistungsfähige Stahlwerk bis auf weiteres vollständig stillgelegt. Durch diese Maßnahme hofft der Bochumer Derem, die durch ungünstige Preise heroorgerufenen Verluste verringern zu können. 16 Deutsche Dereinsbank, Frankfurt a. M. Die Gesellschaft legt ihren Geschäftsbericht für 1924 vor und teilt mit, daß die Durchführung der Kapitalserhöhung auf 6 Millionen Rm. nunmehr erfolgt ist. Der Abschluß für 1924 weist einen Reingewinn von 210 222 Rm. aus, aus dem die bekannte Dividende von 6 Prozent auf das alte Stammaktienkapital ausgeschüttet, 21622 Rm. für Tantiemen verwendet und die Restsumme vorgetra- 3m (Heuen Theater absolviert die bekannte Schauspielerin Maria O r s k a ein Gastspiel. Sie bringt einen Franzosen, Bernerin, mit. „Die Eousine aus Warschau". Die Orska sprüht, glitzert. ihr Spiel moussiert. Wan glaubt dieser Cousine Sonso gern ihre Abenteuer mit Herzögen und Sultanen, all die 37 Dummheiten, über die sie sehr ungeniert parliert. Man glaubt dieser Frau, der die mondäne Linie angeboren scheint, daß sie alle Männer in ihrem Amkreis in heillose Verwirrung bringt; um so mehr befremdet der sentimental-resigm e- rende Schluß. Ein Unterton des Bedauerns mischt sich tn die Freude über das hinreißende Spiel dieser Künstlerin, denn dieses echt französische Quartettspiel, in welchem öfters das kennzeichnende Wort »Cochon" fällt, ist nichts als Ehebruch und trotz aller Verbrämung ein zu geistloser Rahmen für die charmante Schauspielerin, der man nachrühmen muh, daß sie iutmer über den ausgesprochenen Zweideutigkeiten schwebt. Damit ist auch das Arteil über das Stück gefällt. Ausgezeichnet war die Aufführung. Alois Großmann sorgte für flottes Spiel um den Gast herum. Ilse Ewald und Martin Gien taten ihr möglichstes. Otto Wallburg war ein Partner, wie ihn sich die Orska besser nicht wünschen konnte. Ausdrücklich sei erwähnt, daß der starke Erfolg ves mit dem Machwerk des Franzosen nichts hatte. L. W. gen werden soll. Frankfurter Abendbvrse. Frankfurt a. M.. 30. März. Bei leblosem Geschäft verkehrte die heutiae Abendborse in unsicherer Haltung und zu wenig veränderten Kursen. 3m allgemeinen bröckelten die Kurse, da geringes Angebot sich erneut geltend machte, weiter leicht ab. Gut behauptet blieben nur Bankaktien. Anleihen und Pfandbriefe blieben ohne jede Bewegung. Die Börse schloß geschäftslos. Bankaktien: Barmer Bankverein 1,58, Commerzbank 109,50, Darmstädter Bank 138. Deutsche 'Dank 134,75, Discoickogesellschaft 127, Dresdner Bank 114.50, Reichsbant 144,50, Rheinische Kreditbank -1, Oesterreichische Kreditaktien 8,65. Montanaktien: Mansfelder 4,25, Kali Aschersleben 18, Westeregeln 22,23. Chemische Aktien: Badische Anilin 144,75, Höchster Farbwerke 13?,75, Holzverkohlung 8,13. Sonstige Jndustrieaktien: Kkeyer 3.60, AEG. 11,40, Gement Heidelberg 91.75, Dyckechoff 4,75, Gebr. Iunghans 12, Karlsruher Maschinen 72 minus 1, Siemens und Halske 72,50, Wahtz und Frehtag 3,45, Zellstoff Wald- Hos 12,60. Lebendgewicht: Rinder. Ochsen: vollsleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 34—60, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 46—53, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 38—45; Bullen: vollfleischige ausgemästetc Färsen höchsten Schlachtwertes 48 bis 52. vollsleischige jüngere 40—47, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 30—39; Färlen und Kühe: vottfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 53—-60, üoUflei- schige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtvertes bis zu 7 Jahren 45—53, wenig gut entwickelte Färsen 44—52, altere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 34—44, mäßig genährte Kühe und Färsen 22—32, gering genährte Kühe und Färsen 15—20. Kälber: feinste Mastkälber 74—80, mittlere Mast- und beste Saugkälber 65—73, geringere Mast-» und gute Saugkälber 56—64, geringe Saugkälber 45 vis 55. Schafe: Mastlämmer und Mafthämmel 50—52. geringere Masthämmel und Schafe 35—44, (Merzsch.r fe) 18—30. Schweine: vollfleischige bis 44, mäßig genährte Hämmel und Schfte von 80 bis 100 Kilo 65—68, unter 80 Kilo 58- 64. von 100 bis 120 Kilo 65—67, von 120 bis 150 Kilo 65—67. unreine Sauen und geschnittene Eber 50—60. Marktverlauf: Reger Handel, ausverkauft. Sranffurier Ge!re^"b?rse. Frankfurt a. M.. 30. März. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 19,25—25, Roggen, inländischer 19,25—23,25, Sommergerste für Brauzwecke 23—30, Naser, inländischer 17—22,25, Mais gelb 19,50—19,75, Weizenmehl 38—39, Roagenmehl 31,50—32x50, Weizen- und Roggenkleie 13,25 bis 14,50, Erbsen 25—30, Linsen 40—50, Y)eu. füddeut- sches, gut trocken 9,50—10, Weizen- und Koggen* stroh 5,50—6, Treber, getrocknet 18—18,50. Ten* denz: Schwach. Berliner Produktenbörse. Berlin. 30. März. Der Produktenmarv verlief schwankend, im Frühverkehr fester, aber zum Schluß nachgebend. Gerste still. Hafer gesucht und Futterartikel nur in billigen Sorten gefragt. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märk. 249 bis 252, do. April 273. do. Mai 273 biö 274. do. Juli 263,50 bis 269, Tendenz fester: Roggen, mark. 234 biS 238, do. Juli 237.50 bis 236,50, Tendenz fester: Gerste, mär!. 225 bis 246, Futtergersie 200 bis 224. Tendenz ruhig: Hafer, märt. 186 bis 194, do. Juli 188.50, Tendenz fest. RlaiS, ohne Aotiz, Tendenz still: Raps 395 bis 400. Tendenz still: Leinsaat 390 bis 400. Für je 100 Kilo: Weizenmehl 33,25 bis 36, Tendenz ruhig: Roggenmehl 31.50 vis 34, Tendenz ruhig: Weizerckleie 14, Tendenz behauptet: Roggentleie 14,50, Tendenz behauptet: Biktoriaerbsen 22 bis 29. kleine Erbseir 13 bis 20. Futtererbsen 18 bis 19, Peluschken 18 bis 19. Ackerbohnen 19 bis 20, Wicken 18,50 bis 20. Lupinen, blau 10,50 bis 12,'-do. gelb 12,50 bis 14.50, Serradelle, neu 13 bis 15,50, Rapskuchen 15,30 bis 15,60, Leinkuchen 21 bis 21,20, Trockenschnihel 10 bis 10.20, Torfmelasse 9,20, Kartoffelflocken 19 bis 19,20. -.177 21 47 76 66 20 014 2 15 U6 88 17 2 t t5 81 18. »7 11? 81 8» 82 39,90 U ä95 5,76 Berlin, 30 März. Ttmcrlfantfdje Note» . . ,, , ?che Note«...... .«:«Kron« Noten ..... Schwedische Noten Schweizer Noten ...... Kpnnische Noten....... Tschechoslowakische Noten • . Unsarische Norea . . . Wirtschaft. Die Lage des(9e!d- «nd Kapitalmarktes. Bei Beginn der Inflation betrugen die Einlagen bei Sparkassen und Genossenschaften rund 400 Will. Mt.: zu Beginn dieses Jahres waren sie auf 2 Milliarden Mk. gestiegen: davon war die eine Hälfte jederzeit verfügbare Kassenbc- siände. Infolge des günstigen Ganges des Versicherungsgeschäftes betrug die Zunahme des . Geldbestandes bei öffentlichen und privaten Der- sicherungsunternehmungen in demselben Zeitraum rund 500 Mill. Mk. ileber den Geldbestand bei den Danken lassen sich genaue Zahlen nicht geben, da noch nicht die Bilanzen sämtlicher Banken veröffentlicht sind: man kann jedoch schätzen, daß die Guthaben bei den Banken sich ungefähr vervierfacht haben und daß sie sich, zur Zeft auf mindestens 3 Milliarden Mt. belaufen. Die Bestände bei den Staats- und Kommunalbanken werden ungefähr 1,5—2 Milliarden betragen; hier ist allerdings mit einem Rückgang zu rechnen, sobald die Finanzreform durch- geführt ist. Einen wichtigen Faktor bilden auch noch die öffentlichen Betriebe. von denen man z. D. allein die Bestände bei der Reichspost mit rund 500 Mill. QKt veranschlagen kann. Dazu kommen noch die AuSlandkredite. bereit Höhe man auf 1L—1,5 Milliarden Mk. schätzen kann. Von diesen Krediten wird ein nicht unerheblicher Teil als Kasfenbestand im Ausland selbst unterhalten: ein weiterer wesentlicher Teil ist und wird für die Beschaffung von Rohstoffen verwandt, während der Rest zur Beschaffung von flüssigen Betriebskapitalien gedient hat. Zur Zeit kann man die allein bei deutschen Geldinstituten angesammelten Geldbeträge auf ungefähr 8—9 Milliarden Mark schätzen: gegenüber der Lage anfangs 1924 ist also eine nicht unerhebliche Besserung za verzeichnen. Die Hauptsorge der nisten Zlckunft wird in einer den Bedürfnissen her Wirtschaft besser gerecht werdenden systematischen Durchorganisierung des Geldmarftes zu liegen haben: gerade auf diesem Gebiete hat bisher (wie bekannt) ein heilloses Durcheinander geherrscht. Zu übertriebenem Optimismus liegt aber keine Veranlassung vor. Man darf nicht vergessen, daß das deutsche Volkseinkommen und Volksvermögen noch immer etwa 40 Prozent unter der Friedenshöhe liegt. Weiter sollten wir uns stets nernegentoärtigen, daß b;c Einfuhr im Jahre 1924 um etwa 2,5 Milliarden größer gewesen ist als die Ausfuhr, und daß Anzeichen zu einer Besserung gerade aus diesem wichtigen Gebiete in keiner Weise vorhanden find, ein üntftanb, der in bezug auf die Wäh- rungSstabilisierung nicht unbedenklich stimmen muh. Schließllch ist auch recht bedenklich, daß nach einer Mitteilung der Reichsbank die deutschen Großbanken die ihnen eingeräumten Kre-> bittontingente nur ganz vereinzelt voll ausge- nutzt haben. In dieser, angesichts des anhaltend großen Kreditbedarfs ansch'inend sehr merkwürdigen Tatsache kommt zum Ausdruck, daß von den Banken nur verhältnismäßig wenig Kreditsuchende für unbedingt frebittoürbig gehalten werden. Die Diskontermäß gnng der Reichsbank bedeutet einen Anlaß zum Optimismus auch nicht. Sie stellt im Grunde genommen nichts anderes i>ir als eine Verschleierung der wirklichen Verhältnisse. Denn sie konnte nur ermöglicht werden dadurch, daß die öffentlichen Stellen (Seehandlung, Post. Reichsbahn usw.) die von ihnen au^geliehenen Gelder gekündigt und auf die Reichsbank übertragen haben. Die jetzt der Reichsbant zur Verfügung stehenden Mittel, die deren flüssigen Stand und damit die Diskontermäß a"ng e'möglicht haben, sind bemnaoo in Wirklichkeit nichts anderes als De- 4.197 21 57 76 94 20 114 72 i? 167 7t 17 31 ty 18 *>.27 119 9S H 22 69,20 12.455 6,78 5% »reft<6f RrNv Sankey» 4*/. ®cnN*e WeMMett(ei»e . Deutsche Relch^anleihe S0,-. Dcukschr Nciküsanlei!-« . DeutkL^r-arvrMnicnMUethe <®/o BnurnlÄL KonlolS . . . ** » Hcffru ......... Leonchs Berts. Dvkl»r°Anl. dto. Dokl-.Schotz-Anwetsoa..) <•/• Heütflrfdt ....... ß*/e Sokdmertkaner..... Berliner HandelSarsellschast. Gorxantttr- rmd Pnvo^Bank. Darmft. und ')ch'ü)a«ldank . Deutsche Bant Deackch« BereiaSbank .... DiSconto SommiraMt .... MrtaabaM........... Mitteldeutsche Kreditbank. . Oefttl-rrichtsche Lredttanftalt Aestbank Bochumer Sutz ...... BuderuS Caro Deutsch-Lurembur, Äeisenttrchener Bergwerke. . Harveuer Bergbau ÄaltwerK «cherSleben.... Äaitwerk Wefterozel« Laura Hütte Obcrdedars Phönix Bergbau ..... Rveinstahl Site deck Montan ....... TevuS Bergbau. ...... Lamdurg-Ameaka Paket. . . Norddeuttcher Llovb Lheramtsche Werke «(bin . . Zementwerk Heidelberg . . Philivv Hotzmaiur Angls Cour -Guano .... Badische Anilin Chemische Mayer Alatztn . . Goldschmidt Gries eintet Elretron .... Höchster Farbwerk Hotzverkoylnug • • RütgerSwerke ....... Lchetdeanstalt ....... All«. EiektriittätS-Gesellschoft Lergmann . Mainkrastwerkc ....... Schuckort . . Diemen- & Hal-K ..... Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motor«. ..... Hevligenstaedt " eguin Motorenwerk Mannheim . g-ranlfnnrr Ännatnr« . . Konservenfabrik Braun Metollgelca cyaft Frankfurt Pei Union . Schvh'abrik . . , . , Ltchel ckellftol« «aldbof . . . . ^nNer-abrik Frankentdal . . 3udtnabri( Saghaufel Frankfurter Pferdemarkt. spd. Frankfurt a. M.. 30. März. Dem heutigen Pferdemarkt waren mehr als 900 Tiere zupeführt. Der Besuch durch Käufer ließ zu wünschen übrig, besonders fehlten die Landwirte der weiteren und näheren .Umgebung. Die Frühjahrsbestellungen sind hier bereits hindernd im Wege. Der Markt verlauf war schleppend. Gs wurden bezahlt für beste schwere belgische Arbeitspferde bis zu 2500 Mark, für gute belgische Arbeitspferde 1700 bis 2200 Mk., für mittlere Ackerpserde von 1200 bis 1700 Mk. Schlachtpferde waren wenig angeboten, auch war die Qladjfrage recht gering. Der Markt wurde nicht ganz geräumt. §r«mkf«rter Schlachtbiehrnarkt. Frankfurt a. M., 30. März Auftrieb: 1615 Rinder: darunter 497 Ochsen, 53 Bullen, ■ tftücfaßare, Stores, Frises bises in und Kamine ^öpert/itrages und Stiper* Kanten empfiehlt in reicher JtusiMlfu billigen Preisen »r. Mär, 30 März UmtlirtjB ‘.Kotiertnt} w>»' ; io"t t l| iinnta. 65 67 fü 83 65 9 ß>i 08 Kov^nk>as?n 70 tiO 76 80 76 72 113.14 :6 91 Stockholm - 113.05 113-33 113.12 6elfinafor5 tttoKen. . London. . . 10,515 17.115 10 605 17 2 5 10.567 17,18 20,039 10,607 17 rr 20 043 20.093 20 089 Nenyork . . 4.195 4, Mi 4,19» 4,305 22 195 Pnri4. ■ • 23 '3 2? 18 13 1 <5 Sidwetz - bv 0, 81 11 80 8 19,975 20 03» Danzig. . . Konst.utin. 79 85 79,70 79 90 2.175 i.l»! 2.1.5 2,1 P5 Utben. . - t> 69 t 71 6,64 t> 66 ^rrTiVnrft "*1 fPrr”M echluh- »V X» SchlUh:. UfenO« >e 54>tuS» 5 .v. » Sckluki» T'lttag ' rT« 28. X 30 8. 28. 3. 30 3 0 IJ8 0 689 70, f,S'5 0,78 n,73 n 75 " 73 0,79" 0 71 " 72 !» 870 0 8*5 u S) 0 8« o 0,40 0 36 '• 383 0.770 0 87 > 0.80 0.8.5 0.8 0 9t) 0 93 0 95 1 io —ee 0 90 0,89 0 8! tt.TT 94.75 9« 7» 94,75 94 76 >1,63 M 65 1 75 1 75 9,75 9,68 9,6 9,5 iw '62 157,5 158 109 2 » 109.5 109,5 109,r« 138 IW IJ7.5 137.75 134 7 134,75 135 0,36 —— — w* «27 127 irr r» 127.10 117 116,SO — 99,75 99,75 100 100 8 85 8 6 8 25 8,62 0.11 0,11 0,2 0.3 — 81 83 80.63 16 y. 17 .7 17 12 '7 19,25 10.13 10 .» 10 IS 71 73 13 73 72 4 82,73 81 83 81 7 139 138 2 - 13’ 80 !38 18.3 l 18 1 18,13 22.3 3 S J2 75 .2,25 (1 !M 3 95 6 90 6,7. 10,6 10.75 0.5 10 4) 3,25 61,25 8 .25 ft i. 6i> 54 4 0 58 8> 103 '' 106 4 25 104.5 3.Ö 3 4 - 86,50 85..! 86 25 »4 75 »2,5 90,25 91 63 90,12 93,0 91 75 —- 85,75 86 85,25 85 5 __ 151 » 148 148 ?S 114.7 46,50 1,5 0 49 1 > », 115 ’ 113,73 113 6 ■ 0 .i 63 27 50 138,62 13: 73 138 137 8 8. 0 8 V — 16 13 16 16.75 6,30 0.90 116 50 1 4! 41 1 40 •1 30 18 3 8.SU .8.50 81) 87 64 25 -13.90 93.62 73 72,5 73.25 73 60 60 363 ; 3 60 5.7 * 6> 3.70 । 5,70 3,4 S 4.. 8 8 8 25 1 8.5 — — 1)3 — 0,62 0 63 1 1 1.1 1,35 1 131 4 1 1,5 - 3,'S 2 25 5,25 । 3.73 — 3 7 3 5 2.5'5 3 575 2,6 ! 3 55 12 > 1 60 18,51 ! 14.ö 4.’ 53 3,425 ! 3 473 — Lang-Göns, Klein-Linden, den 30. März 1925 Die Beerdigung findet Mittwoch, 1. April, nachmittags 31/. Uhr, statt. 3303 D Pfund Pfund WD llllllliilllllllllllllilllllllllllllHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIlilllllillllHIIllllllllllllllillllllllllllllll rei Klein-Linden, den 27. März 1925. 02683 Danksagung 3306D lichen Familie Lehrer Habicht Familie Stadtbaumeister Zörb 02782 JnngeS, enerniftfie® Mädchen erteilt An- ton icrinnen gründ- JOE LOE (betragene Herren- kleider und ednibc icbr vreldw nbAu* t,o6D Inhnimilr 1 ■ Einzelküchenssiiränke Einzelkilciientlsche Aufwaschtische Piitzsdffänkdiea Sleinhntt WW8WM Klavierunterricht. Hosmannftr. 4 b Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie die überaus zahlreichen Blumenspenden beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen danken wir herzlichst. Gießen (KrofdorferStr. 12) u. Gleiberg, 28. März 1925. 02707 pm oiitt Tmiit gesucht Aum Nach- bilse ilnterrichi für Ih'otheinniit und Slliebra 'Ansuugs- gründe». StbuftUcbe Llngeb. unter 332äD an den Gieh. An« »einer erne en. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen 6 Uhr unseren lieben Vater, Schwiegervater und Großvater Gegründet 1900 — Preislisten franko Welch edler 'Mensch leibtberutetät.Taine WO Mk. gegen Rückgabe non 125 Mk. In monotL Raten von 20 Mk. Lchr. Ang. it 02M20 an den (Mich. ?INA. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Gerlach Familie Stork. KvMiiriii Boechltte .Lira Wagen BtlüCli- ui Füirkirru Bejeratireu In Wagner-, Sattler-. Schmiede,- uud Lackierwerkstätten. Otto Faber Gießet, Tel. NOfi. - ühlstr. 22. y,,D Gießen (Schiffenbergerweg 45), den 30. März 1925. 3290D WeAri« für KnnbenanAÜge tn4 £>aib> geiucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des (Mich. JhiAetn 02*22 */Z7ör V bringe ico' das warne Jedermann, meinem Sohne Hermann was zu leih oder zu borgen, da ich für nichts haste. Adam Janoschkfski 02789 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine innigstgeliebte Frau, unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Evi Elisabeth Einig geb. Weihrauch nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 81 Jahren heute morgen in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Adam Emig, Oberpostschaffner i. R. Joh. Emig u. Frau geb. Brückmann Franz Roth Wwe. geb. Emig Ludw. Meißinger u. Frau geb. Emig nebst Enkel. Gießen (Wilhelmstr. 45 III), den 30. März 1925. Die Beerdigung findet statt Mittwoch, den 1. April 1925, nachm. 21/, Uhr, auf dem Neuen Friedhof, und das Seelenamt Donnerstagmorgen 61/, Uhr. MW9 Es streckt nach Ihr sich Jede Hand Im ganzen deutschen Vaterland Well sie dns, was man längst vermißt In köstlichster VoDendung isL Fein wie Butter! Billig wie Margarine t ' , Pfd. nur 50 Pfg. Bne> kleine Coco* graft» I modern lasiert gestrichen die Kiste mit netto 5 Psd. x 1.20 AWKMM öolMosstrabe 27. Setufpr. 163L Johannes Konrad Rompf Gastwirt nach längerem Leiden im 67. Lebensjahre in die Ewigkeit abzuruten. Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm August Rompf II. und Frau Familie Wilhelm Rühl Familie Wilhelm Runge. MeMe Mittwoch früh 9 Hör eimrefsend: NSHieilWe°.LPsd.i5-', ff. Gohlifln o.ä. "Bfb.aou. 35-ä Seeims ibSTeSIK: 3ü-> Wl!MMMihe2,d.r5-'. Drucksachen MerAtt ftattung Itilrcin und preiswert Me vrühl'fch« Unioerfitcktr-Vriickerei. R. kanae. Siehe», Schvlftr. 7 MOOOGO»«kH»V»OO»G»GOOO»GGO«GOOOGOOOOOOG autlmgellilzahllini HausratGießena.L Gemeinnützige Möbelversorgung für das Rhein- Main- und Lahngebiet, G. m. b. H., Lindenplatz. 33178 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen Frau Auguste Hock geb. Haus sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Insbesondere danken wir Herrn Pfarrer Ackermann für die trostreichen Worte am Grabe, der Krankenschwester für ihre liebevolle Pflege und allen denen, die uns hilfreich zur Seite standen. Die trauernden Hinterbliebenen: Carl Hock und Kinder. Für die vielen Beweise der Liebe und Teilnahme, insbesondere für die reichen Kranzspenden bei dem Heimgange meiner innigstgeliebten Gattin, unserer unvergeßlichen, treuen Mutter, Schwiegermutter und Großmutter FrauKatharinaLepper geb. Rinn sagen wir unseren herzlichsten Dank. In tiefster Trauer: Johannes Lepper Familie Obermann Familie Fuchs Diese deutscheOualilätsmarke an Wohlgeschmack unübertroffen an Nährwert dem Fleische gleich in all^r Kürze zubereitet bietet jederzeit 3298es eine köstliche Mahlzeit. WrseWkMlkll verfertigt und liefert prompt und billig L. Germer, Heuchelheim Zur Messe eingetroffen ein großer Posten Schürzen Einige Beispiele meiner Leistungsfähigkeit: Wiener TrAgernchürzon 1.05 J .lumperftchüriien.........1.80 .X JumpoFNchürzon. gebleicht 1.90 ./k Nehle*iecheM lloppclleinen, extra weiß 3.75 X Xeuente KaMukNchibr#en au» prim.Satin 0.50 .* Klelderfieiiilrzen aueSat. u. Lein., v 5.90—8.50 Ji Wiener Kleiderschürzen von 4,50—6.50 .* Kna* enwehürzen von —.85 Ji an MMdchesechüreen von 1.50 -A an Achten Sie bitte auf die Bude am Messeplatz gegenüber dem Zirkus. Versäumen Sie nicht die Gelegenheit! Sämtliche Schurzen eigene Anfertigung. Schließer ausBerlin U ■ ?'#L- W < ... .. ... y.... ... . --TTV-W ii?V: N. Werbe-Tage 1 St 1 m 'i V y M 3lachloemt M |;- :w: r-UM !^U V, v 'fl «, C*d<3 Taghemd 243 Mk. 5.20 Beinkleid 4783 S Mk. 4.40 Nachthemd 2775 MK. 7.75 Prtnzehrock T 382 S Mk. 9.75 Hemdhose C 89 Mk. 9.50 Roßhaar, Vorlagen Reichhaltige Auswahl! D 3312a - S293e iVogtsche Hansa. BahnhofstraBe in größter Auswahl 3314c r. T379J5 MteDFQCk i 7 245 | 7fcgh.emd. 4762^ Jbetnklezd fMUu/’j'foF/nJ 7~5Ö2 Täuien^ö 236 Tag&ezTid. f <767 fjemdhaee 244 Tayhemd cee fjerndbesd 2772. Dtachthemä 277Ö Jfadithemd Robert Schönau, Gießen Fernruf 1269 Nllf SelterSWeg Ql Fernruf 1269 Sonderangebote in allen Abteilungen Einige Beispiele aus unsrer Damenwäsche-Abteilung raaos4 fötlienrocki Taghemd 244 Mk. 4.50 Beinkleid 4780 S Mk. 4.50 Nachthemd 2776 Mk. 7.90 Prinzeßrock T 381 S Mk. 9.90 Hemdhose C 88 Mk. 8.50 Tsorß fätltenFock 'JSI 47<3aö ,7 fl fSchlarfform.) LW ßeinxteid Taghemd 236 Mk. 2.50 Beinkleid 4781 S Mk. 8.40 Nachthemd 2772 Mk. 5.90 Prinzehrock T 379 5 Mk. 6.90 Hemdhose Mk. 6.75 476S>5 i ^fyüchAjpffijnn) ■■ ßelnkleuZ. 4 7<33'3/ MüapffirraJ TSelniUeLcL Taghemd 245 Mk. 3.50 Beinkleid 4782 S Mk. 4.10 Nachthemd 2778 Mk. 7L0 Prinzeßrock T 380 S Mk. 8.25 Hemdhose C 87 Mk. 7.40 243 I Taghemd. Krupp-Lastkraftwagen 1% M« 1 Ttr.eee SMmIImI- eei 1 Teeeea Leettrettweew •ew e Speilalfakrxeuga Jeder Art Ur 6tadtvorwaItBR|M. Faun-Werke /FßUm A.-G. Nürnberg 1 W» 1*4 Teaaaa . . u •eAaeM-Laitwagea uH \ ö off 6/84 FS Feraoneawaien ßinefal-Veitulei: Gustav Heuser, Frankfurt I.M fehlllerptat« 617. Fel. Hana* 76*7 Beste Bezugsquelle für preiswerte,solide Möbel KüNer'i Sweater-Anzüge Westen Kleidchen Frdr. Teipel Gießen Perfekte MM nimmt Stick- u. •£'o6l» sanmarbett. an aller Art. Zu er fr. tn der («eschattsst. d. Gieh. Anzeigers. [07245 Polstermöbel, Matratzen mit Kakop, Wolle usw. Teppiche Dekorationen Teilzahlung gestattet Flügel, Pianos, Harmoniums Bechstein, Blüthner, v. Berdux- München, Feurich, Hönisch, Thürmer, Grunert, Mannborg, Hofberg Phonola, Triphonola Auf Wunsch Zahlungserleichterung! Langjährige Garantie! Bei Barzahlung höchster Rabatt! Th. Brück - Möbelfabrik Inh.: Th. Weinert Gießen, Brandplatz gegenüber d. alten Schloß Drucksachen aller Art stattung stilrein ond^preiswert bk Vrühi'sche UniveriitStr-Drnckerei, R. Lange, Sieben. Schvißr. f 2.770' 2Z£&dZ2£IDd 7 % Fritz Nowack Ausstattung shaus 3326a Die be^ * 'S N**.61.**' LM'»"« I# W9* ckiici S;-fi sT.s; Ä'inHc« | && S LrciS#bi- Ltrtf » ,fr em ©enierffirometcr binwohncriahl v Seelen. Del der <_ Zuwachs feine Die Levöllerung Snjeftr sehr gem ukrainischen rnhl, an der D Nische Clemc mbt cs noch zay deutsche ciebi die rumänischen 1 tionale Minderhe fchaftlich ist M Agrargebici feine Anzichuugs rische Duhland a ous 'Ackerland <■ Mldern (266 (XX geringe Ausnuhu Umstand, daß ouc etwa 80 V.H. de- bebaut waren 2 jst unwirtschastlick -run-bcsi-cs seit Hf ein ernstes 5, lung. Sin Aufsch zücht zu verzeic Reinen Landwirt kann. Sine beton? bet noch die Die westeuropäischem nicht, und als D Land ist, sei ertix mihlen bestehen, einem kläglichen bahimeh Bessara hundert Kilomete Feuers ^'Ich-polilischei AonKar^ 81 Fortsetzung. LLZ hT«.* *" pen . .Prozent der ■ -Z>aAuUm?^ebi hte1 F*S k'S"0”' li der dur,t «offen ">ei alphabeten und i SS iff dfü tc zu diesen ffcfyrt der Weg über Rumänien. 3n diesem Kalle aber harchelk es sich hier nicht um einen 5trett zwischen zwei benachbarten Staaten, fon- bem um einen Konflikt von internationaler Bedeutung. Den leitenden Staatsmännern in Moskau muß bekannt fein, daß Polen im Kriegsfälle unbedingt auf feiten Rumäniens 'ingreisen und daß die kleine Entente Bulgarien und Ungarn im Schach halten würde. Ob Rußland für einen modernen Krieg gerüstet ist jnb ob feine Verkehrsmittel ausveichen würden, um große Truppenbewegungen zu gestatten, entzieht sich in Rumänien der objektiven Beurteilung. Keinesfalls darf sich aber die Sowjetrepublik in der Illusion wiegen, daß sie technisch nicht gut ausgerüsteten Armeen gegenüberslehrn würde. Sowohl Polen als auch Rumänien wissen, Sah sie von Osten her Gesahren ausgesetzt sind Pie großen Kriegsrüstungen, die in den Heiden Ländern mit Hilfe Frankreichs Feuer am Nordpol. Technisch-politischer Roman aus der Gegenwart. Don Karl-August von Lassert. 8. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Die Volkskommissare unseres glorreichen Sow- sktrußlands wissen, welch getreuen Anhänger sie kn mir besitzen. Ich zahle eine erhebliche Summe in Goldriibeln, verpflichte mich zu jährlichen Lie- ferungen von (Betreibe und muß binnen zehn Jahren 40 Prozent der jetzt noch unkultivierten Steppen und Sumpfgebiete angebaut haben." „Dazu gehört ein gewaltiges Betriebskapital", »einte Stefanescu. „Das habe ich." „Wohl aus Reootutionsgewinnen?" fragte die Prinzessin Stirbey boshaft. „Oder besaßen Sie schon vor dem Umsturz großes Vermögen?" „Früher war ich Pferdehändler und hatte ge- cabc Konkurs angemelbet, als ber große Krieg ausbrach", geftanb Strakoff ungeniert. „Später erholte ich mich burch Kriegslieferungen unb konnte bei ber Revolution meine kommunistischen Freunde mit mehreren tausend Pferden für die völlig neu zu schaffende Sowjetarmee unterstützen. Ich wurde bann Verpflegungskommifsar für die hungernden Provinzen und beschäftigte mich auch privatim mit Getreidehandel. Hierbei erübrigte ich etwas Geld, knüpfte Geschäftsverbindungen mit Deutschland an unb erreichte schließlich einen Abschluß mit einem dortigen Großindustriellen, ber mit mir„ gemein-- som die Provinz Kirgissa ausbeuten wirb." „Sind diese unverblümten Offenheiten nicht etwas unpolitisch?" fragte die Prinzessin. ,Mindestens dürste Ihr deutscher Geschäftsfreund eine derartige Bloßstellung unfreundlich empfinden." „Ich rede so viel, daß man mir doch nur die Hälfte glaubt. Und von dem, was man mir glaubt, ist noch nicht einmal die Hälfte wahr ', spottete ber ,Lst Ihr Unternehmen bereits im Gange?" fragte Sanders. ,Lnnächst erreichten wir, baß die vor der Re- velunon bereits bestellten Länbereien wieder angeraut sind, jo daß wir schon m diesem Jahre eine Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für Vderhessen)Dienstag, 3s. März seit Jahren durchgeführt werden bedürfen hier nicht erst des besonderen Hinweises. Schließlich könnte es auch keiner der Westmächte gleichgültig sein, ob am Schwarzen Meere Rußland sich zum Alleinherrscher auswrrft. Die finanzielle Hilfe und die Llnterftühung der Schwerindustrien der Verbandsmächte wäre Rumänien unb Polen sicher. Rußland hätte dagegen kaum die Möglich- kett, KriegsmiUel einzuführen, da ihm die sest- ländische Zufuhr durch seine Gegner abgeschnitten wäre, der Seeweg sich aber bisher immer als praktisch wertlos erwies, da die Häfen von Wladiwostok und Archangelsk sehr ungünstig liegen. Ob man sich in Moskau unter diesen Umständen leichten Herzens zu einem derartigen Abenteuer entschließen kann, das ist die große Frage, von deren Beantwortung allem Anschein nach das Schicksal Osteuropas abhängt. hessischer Handelskammertag. Der Hessische Handelslammertag hielt kürzlich in Frankfurt am Main unter dem Vorsitz des Geh. Kommerzienrats Dr. Bamberger- Mainz eine Sitzung ab, die hauptsächlich der Beratung der neuen Steuergesetzentwürfe galt, worüber ShndlluS Dr. M e e ß m a n n berichtete. In eingehenden Verhandlungen nahm man zu den wichtigsten Fragen folgende Stellung ein. Der Handelskammertag begrüßte es lebhaft, daß die Regierung eine Beseitigung der jetzigen unübersichtlichen Steuergesetzgebung anstrebt und einen einfachen. Haren Aufbau der Steuern zu schaffen sucht. Die einzelnen Gesetzentwürfe geben jedoch zu starken Beanstandungen Anlaß 1. lleberleitungsgeseh. Dieser Entwurf sieht die Beibehaltung der jetzigen Einkommen- und Körperschaftssteuer-Dorauszahlungen auf Grund des Umsatzes für das Rechnungsjahr 1925 vor. Die hessischen Handelskammern forderten demgegenüber dringend eine baldige vi deutliche Veranlagung für das Rechnungsjahr 1924. wie dies in t>cv 2. Steuernotverordnunrf ausdrücklich bestimmt war, damit das jetzige rohe System der Besteuerung nach dem Umsatz so bald als möglich beseitigt wird. Die sich aus der Veranlagung etwa ergebenden Rückzahlungen an die Steuerpflichtigen sind durch Verrechnung auf die künftigen Steuerleistungen zu bewirken, da zugegeben werden muß, daß eine Rückzahlung in bar dem Reiche nicht möglich sein wird. Für die Zeit, in der die Einkommen- und Körper- schaftssteuer-Dorauszahlungen noch erhoben werden. sind sie alsbald wesentlich, etwa auf die Hälfte der jetzigen Sähe zu ermäßigen. 2. Reichsbewertungsgesetz. Dieser Entwurf sieht eine einheitliche Bewertung des Vermögens und der einzelnen Vermögensarten für die Steuerzwecke des Reichs, der Länder und Gemeinden vor. Dieser Zweck entspricht in vollem Umfange den Wünschen der Wirtschaft. Der Handelskammertag war aber der Ansicht, daß hierzu der Erlaß eines besonderen Reichs- bewertungsgesetzes nicht erforderlich ist. daß es vielmehr genügt, wenn in das ReichsVermögenssteuer gesetz die Grundsätze der Bewertung ausgenommen werden mit der gleichzeitigen Bestimmung. daß. soweit Länder und Gemeinden ihre Steuern auf das Vermögen gründen, fie die nach Maßgabe des Vermögenssteuergesetzes ermittelten Werte zu übernehmen haben. Die Länder und Gemeinden sind an der Wertfeststellung zu beteiligen. An den Bewertungsgrundsätzen der Reichsabgabenordnung ist feftaubatten, insbesondere ist die Bewertung der Anlagegegenstände nach dem Anschaffungspreis vorzunehmen und em Gesamtwert festzustellen, der auch bann gilt, wenn er von der Summe der Einzelwerte nach unten abweicht. 3 Einkommen st euergesehentwurf. Der Entwurf bringt keine grundsätzlichen Aende- rungen des bestehenden Gesetzes 3n Bezug auf den Daris enthält er die wesentliche Verbesserung, daß statt der Progression bis zu 60 Proz. des Einkommens eine Steuer von 10 bis 35 Proz. mit der Maßgabe erhoben werden soll, daß die Gesamtsteuer 3313 Proz. nicht übersteigt. Ist auch dieser Sah noch sehr hoch, fo erklärt sich doch der Handelskammertag mit dem Tarif einverstanden unter der Voraussetzung, daß auch im Falle der Einführung von Zuschlägen der Länder und Gemeinden die angegebenen Sähe nicht überschritten bzw. alsdann für das Reich entsprechend glänjcnbc (Ernte erhoffen. Wir belieferten die Besitzer mit Saatkorn unb verlangten äußerste Ausnutzung bes Bobens." „Arbeiten benn auch bie Leute genügenb?" „Wir brachten es ihnen bei. Die Stratoffschen Gesetze gestatten keine Faulheit. 11 bis 12 Stunden müßen bie Kanaillen arbeiten." „Wo bleiben ba ihre kommunistischen Prinzipien fragte Fürstin Linba. „Die Kirgisen zeigten sich ber Räteregierung feindlich unb würben baher ber Wohltaten bes Kommunismus verlustig ertlärt, bis siö sich von 0runb auf gebessert haben." „Es gibt boch aber auch noch andere Leute in Ihrem Lande", meinte Sanders. „Was geschah mit dem Grundbesitz?" „Privateigentum gibt cs nicht. Alles gehört dem Staate Kirgisia. Die ehemaligen Großgrunb- besitzer, ebenso wie bie Bauern, sinb von uns als Pächter wiedereingesetzt. Eino strenge Kontrolle sorgt dafür, daß sic gut bestellen und chre Leute fleißig herannehmen, damit sie ihre ziemlich bedeutende Naturalpflicht abzuliefern vermögen. Wir beriefen deutsche Landwirte unb Ingenieure, führten landwirtschaftliche Maschinen unb Geräte ein und wirtschaften nach den modernsten Methoden." Also der typische Kapitalismus unter kommunistischer Flagge", meinte die Prinzessin. „Ober ber typische Kommunismus unter kapitalistischer Flagge", entgegnete Stratoff. „Sie kommen boch im Ernst fein Kommunist mehr sein?" fragte bie Fürstin. „Ich bin überzeugter Kommunist, mehr denn je. Nur burch ben Kommunismus kann bie Gesundung ber Welt kommen. Glauben Sie, daß in unserem alten Rußland ein Werk wie das meinige möglich gewesen wäre?" — Erst mußte die ganze verrottete sogenannte Gesellschaft zusammenge- schlagen werden, erst mutzte das ganze Volk durch Jahre unsäglichen Elends hindurchgehen, bevor die Gesundung und Wiedergeburt eintreten konnte. Glauben Sie mir, auch bas übrige Europa, speziell die romanisch orientierten Länder, darunter nicht am wenigstens Ihr sittlich entartetes Rumänien, müssen erst kur; unb Hein geschlagen werden, bevor wieder ethisch hochstehende Gefühle, wie 'JRädtfteniiebe, Duldsamkeit, Frömmigkeit und In° ermähigt toerfcm müssen. Als einen großen Fortschritt begrüßte es ber Handelskammertag. baß künftig für bie Ermittlung des Einkommens die Handelsbücher maßgebend fein sollen insoweit die Kaufleute zur Führung von Hanbelsbüchern verpflichtet sind. Der Handelskammertag wünschte die Ausdehnung dieser Bestimmung auch auf Kaufleute, die, ohne dazu verpflichtet zu sein. Bücher führen. Die vorgesehene Vorschrift, daß Ausländer für Einkünfte aus Forderungen, Beteiligungen. für Zinsen. Anlagen und bergt. Einkommen steuer zu entrichten haben, steht nut der allgemein anerkannten Rotwendigkeit. Auslandskredit für die deutsche Wirtschaft heranzuziehcn, in Widerspruch. Daher wurde bie Beseitigung dieser Bestimmung gewünscht. Weiter wünschte ber Handelskammertag die Ausnahme einer Bestimmung, daß das Einkommen aus gewerblichen Betrieben aus dem durchschnittlichen Gefchäftsge- winn der drei letzten Zahre zu ermitteln ist. Wenn diese Bestimmung auch in dem jetzigen Uebergangsstadium noch nicht durchgeführt werden kann, ist ihre Aufnahme in das Gesetz doch aus grundsätzlichen Erwägungen erwünscht. 4. Körperschaftssteuergesetz. Der Körperschastssteuer-Gesehentwurf. der ebenfalls grundsätzlich nrcht von dem heutigen Gesetz abweicht, sieht eine Freistellung der Versicherungs- Vereine auf Gegenseitigkeit, bet Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften, deren Gekchäftskreis sich auf die Mitglieder beschränkt, und ber Gc-- nossenschaftszentralen von ber Körperschaftssteuer vor. Diese Bevorzugung hielt ber Handelskammertag für durchaus ungerechtfertigt, da sie durch die wirtschaftlichen Verhältnisse nicht begründet ist. Ebento hielt er es für notwendig, daß die vorgesehene Befreiung ber öffentlichen Sparkassen unb ber wirtschaftlichen Unternehmungen der Reichsbahn beseitigt wird: nur der Eisenbahnbetrieb selbst kann die Befreiung von der Steuerpflicht beanspruchen. Hinsichtlich ber sogenannten Schacht elgesellschaften wünschte der Handelskammertag eine Erweiterung der vorgesehenen Ausnahmebestimmungen, da es sich hierbei um eine ungerechtfertigte Doppelbesteuerung handelt. Zu den Steuersätzen gilt das bezüglich der Einkommensteuer Gesagte entsprechend. 5. Vermögens- und Erbschafts- fleuer. Für die Bewertung des Vermögens sollen im allgemeinen bie Bestimmungen der Reichsabgabenordnung gelten, womit ber Han- delskammertag einverstanden war. Eine wesentliche Reuerung enthält der Entwurf insofern, als die offene Handelsgesellschaft in Bezug auf die Dermögenssteuervflicht den juristischen Gesellschaften gleichgestellt wird. Diese Bestimmung steht in Gegensatz dazu, daß bei der Einkommensteuer nicht die offene Handelsgesellschaft, sondern bie einzelnen Teilhaber der Steuerpflicht unterliegen. Der Handelskammertag vermochte keinen ®runb einzusehen, warum die offene Handelsgesellschaft bei der Vermögenssteuer anders behandelt werden soll. Der Steuersatz ist von 5 auf 2°/oo herabzusehen, da der Sah von 5°/00 für ebne laufende Steuer vom Vermögen viel zu hoch ist. - Gegen die Erbschaftssteuer erhob der Handelskammertag lernen Widerspruch, obwohl auch bie hier vorgesehenen Sätze al« außerordentlich hoch anzusehen sind. 6. Derkehrssteuern. Der Handelskam- mertag empfahl eine Herabsetzung der Börlenumsatzsteuer mit dem Ziele der Anpassung an die Frieden«sähe. Die Steuern auf ausländische Banknoten, ausländisches Papiergeld und andere ausländischen Zahlungsmittel sind ganz fallen zu lassen. Für kleinere G. m. b. H. (etwa biS 50 000 Mk. Kapital) ist eine besondere Ermäßigung ber Gesellschaftssteuer zu empfehlen. Bei ber Grunderwerbs- steuer sprach sich der Handelskammertag dagegen aus. daß den Ländern unb Gemeinden ein Recht zur Erhebung von Zuschlägen eingeräumt wird, ba der Grundbesihwechsel zum Schaden ber Bautätigkeit bereits zu stark belastet ist. Bei dem Kapitel ..Geldentwertungsausgleich bei bebauten Grundstücken" wünschte ber Handelskammertag folgendes^ Die in ber 3. Steuernotverordnung enthaltene Bestimmung, daß der Obligationensteuer solche Schudlverschreibungvn nicht unterliegen, für welche bebaute Grundstücke haften, die einer Hauszinssteuer (Eondersteuer für ben bebauten Grundbesitz) unterliegen, ist in dem Entwurf auf solche nerlichkeit, die Herrschaft über die Geister der Menschheit antreten/ „Ihre Ansichten scheinen mir doch andere zu sein, als es die offiziellen Kundgebungen der russischen Regierung aussprechen", meinte Stesanescu. „Die Massen sind nur mit Schlagwörtern zu ködern oder mit roher Gewalt zu ihrem Besten zu zwingen", sagte der Russe. „Bedenken Sie, was Männer wie Lenin und Trotzki erreicht haben. Im brodelnden Hexenkessel obenauf zu schwimmen, war bereits ein Kunststück. Eine Heldentat aber war es, aus diesem Chaos allmählich wieder Ordnung zu schaffen und Schritt für Schritt die Zügel der Regierung anzuziehen bis zur diktatorischen, unumschränkten Gewalt." „Jene Männer sind sicherlich genial", sagte Sanders. ,Zch sehe nur keinen großen Unterschied gegen das alte Rußland. Damals ein allmächtiger Zar, jetzt mehrere noch unumschränktere Diktatoren." „Der Unterschied ist gewaltig. Früher gab cs eine große, faule, nichtswürdige Oberschicht, die nie selber einen Finger rührte. Diese Leute sind weg- gefegt oder verarmt. Heute muß jeder arbeiten, und wirklich hoch kommt nur der Tüchtige. Jetzt erst gibt es eine wahre Auslese der Besten und damit einen wirklichen Kulturfortschritt." Er erhob sich. „Gestatten Sie, Fürstin, daß ich von meinem Zimmer ein kleines Produkt der neu entstandenen Industrie von Kirgisia hole?" Als er im Schloß verschwunden war, meinte die Prinzessin spöttisch: „stratoff hat recht. Die Auslese der Besten marschiert. Dom bankerotten Pferdehändler und Getreideschieber ,um fast unumschränkten Herrscher eines ganzen Landes." „Eine beachtenswerte Größe", sagte Sanders nachdenklich. „Ein genialer Gauner, der uns alle zum besten hat", meinte Stefanescu. „Woher mag der Mann seine Kultur genommen haben, die er unleugbar besitzt?" fragte Fürstin Linda. „Er kleidet sich diskret und doch völlig modern, seine Formen sind gut, wenn auch nicht vollkommen, seine Art und Weise zu reden, ist selbstbewußt, aber nicht renommisttsch. Kurz, er be- Grundstücke bi c Wohnzwecken bienen, beschränkt Diese Beschränkung, die sachlich burch» aus unbegrünbet ist. ist zu beseitigen. — Ferner wünschte ber HanbelSkammertag eine Herab- sehung ber Kosten im Beschwerde- unb Einspruch verfahren 7. Gesetz über b a ö gegenseitige Besteuerung-recht des Reich-, der Lander unb Gemeinden. Der Grundgedanke, daß Reich, Länder und Gemeinden mit ihren Wirtschaftsbetrieben körper- und vermögens- steuerpflichtig sein sollen, ei-fchien dem Handelskammertag durchaus berechtigt Es ist aus wirtschaftspolitischen Erwägungen durchaus geboten, daß auch die wutfchaft liehen Betriebe der öffent- lieben Körperschaften zu einer kaufmännischen Buchführung und Bilanzziehung gezwungen werden. 8 Gesetz über den Finanzausgleich. Eine Reuregelung des Finanzausgleichs erschien dem Handelskammertag zur Zeit noch verfrüht. Ehe eine Reuregelung erfolgt, müssen die Verwaltungsausgaben zwischen Reich. Ländern und Gemeinden klar geschieden sein, außerdem müssen die wirllichen Erträge der neuen Steuern bekannt sein Eine Abänderung der jetzigen Anteilsverhältnisse ohne dicke Hinterlagen würde eine schwei-wiegende Rückwirkung aus andere Steuergebiete (Grund- unb Gewerbesteuer» nach sich ziehen. Der Handelstanmrertag schlug deshalb vor. die Reuregelung deS Finanzausgleichs einstweilen noch hinauszuschicben. 9. Entwurf eines neuen "Sabot- und Biersteuer gesehes. Der Handelskammertag sprach sich entschieden gegen die beabsichtigte Erhöhung der B eestener um 100 Prozent, ber Tabaksteuer um 25 bzw. 50 Prozent im jetzigen Augenblick aus 3m Anschluß an die Beratung der Reurcge- lung der Reichssteuern behandelte der Handelskammertag auch die Gemeindegetränkesteuern, die in einer Anzahl von hessischen Städter eingeführt sind. Er bezeichnete diese Steuern als ungerechtfertigte Sondersteuern, die fahr unwirtschaftlich und infolge der unterschiedlichen Höhe der Steuer in den einzeliren Gemeinden schwer tragbar sind. Eine Beseitigung der Gemcindegetränkestcuerir sei dringend zu wünschen. Der Handelskammertag sprach sich weiter gegenüber den Bestrebungen, die Versicherungsgrenze in der Angeftellten- versicherung auf 5000 Mk. zu erhöhen, für eine Belassung der Grenze von 4000 Mk. aus. 3n der Frage der Wegebau-Vorausleistung nahm der Handelskammertag mit Befriedigung davon Kenntnis, daß die Hessische Regierung die Erhebung von Wegebau-Vorausleistungen nicht beabsichtigt, und stellte sich aus den Standpunkt, daß die Aufbringung der Kosten für den Ausbau der Straßen durch ein Reichsgesetz geregelt werden muh. Rach der Beratung einiger interner Angelegenheiten wurde die Sitzung geschlossen. Aus -em AmtsverkiindigungHblatt * Das AmtSverlündigungSblatr Rr. 25 vvm 27. März enthält: Reichspräsident«»' wohl. — Märkte in Lich - Fleischbeschauerversammlung in Gießen. — Wassergenossenschaft 3nheiden. — Forst- und Jagdschutz. Arbeiten am Karfreitag. Lacheichung im Kreis« Großen. — Bläschen aus schlag des Rindviehs. -- älrkundenstempelgeseh. — Straßensperre. — Gefunden, verloren. — Dienstnachrichten. Vertreter und lager: Barth & Co„ Gießen, LndwlgstraBe 57. Trinkt Groscv -ler gur Frühlings-Blulreinigung ist der Gebrauch von Herbex-Kernen zu empfehlen Die echten Herber-Kerne erhalten Sie zu 60 ober 30 Gramm nur in Apotheken- Sicher: ilniberfltätS« Apotheke „Zum goldenen Engel". Die Bestandteile sind auf der Packung angegeben. 2992A sitzt nichts von jenem widerlichen Typus des Kriegs- Revolutionsschiebers, wie er jetzt in fast allen Ländern der Erde zu finden ist." „Mir ist er im höchsten Grade unsympathisch", erklärte die Prinzessin. Stratoss kam zurück unb stellte ein mittelgroßes Kästchen vor die Fürstin hin. „Was stellt es vor?" fragte die Fürstin. „Es ist ein Schmuckkästchen für Damen", er» tlärte er. ,F)ergestellt aus reinem Platin, bas wir an den Südabhängen des Urals gewinnen." Die Fürstin öffnete. Der Kasten enthielt drei herausnehmbare Kassetten, jede mit verschieben großen Fächern. ?lües aus reinem, weiß glän« bem Metall. „Ein prachtvolles Stück", rief Stesanescu begeistert. „Sicher viele Millionen wert." „Ein amerikanischer Juwelier bot mir anbei?» halb Millionen Dollar dafür", sagte Stratosf. Die Fürstin bewunderte entzückt die fein ziselierte Arbeit. „Machen Sie mir bie Freube, cs mit aus Ihr Zimmer zu nehmen, um zu versuchen, ob Ihr Schmuck bann Platz finbet", bat ber Russe. „Lassen wir bas lieber", sagte bie Fürstin lachend. „Es würde mir sonst zu schwer, mich wieder von bem herrlichen Stück zu trennen." Doch als Stratoff erneut in sie brang, willigte sie ein. Dann roanbte sie sich an Stefanescu. „Wann gebenten Sie uns morgen früh zu ver lassen?" „Mittags soll die Sprengung im Bohrloch ftattfinben. Wir müssen also gegen 11 Uhr abfahren." „Ich möchte aber vorher noch Herrn Sanders in Tätigkeit sehen!" rief die Fürstin. „Er hat mir versprochen, eine Quelle hier beim Schloß zu suchen. Bisher holen mir unser Trinkwasser eine halbe Stunbe weit mittels Wagen." „Sollte bie Zeit nicht etwas knapp werden?" meinte Stefanescu. „Dann stehen wir eben früher aus. — Also, meine Herren, ich schlage vor, wir gefjen jetzt bald zur Ruhe und finden uns morgen früh um halb neun wieder zum Frühstück ein. Ctnoei^tanben?" (Fortsetzung folgt.) Sf Preiswert© Schuhe! V 0# -S Sandalen und Segeltuchschuhe WeiSe Schuhe und Stiefel Eigene Geschäfte in; nMI MMMI Cafe Amend & Bäckermeister Schneider und Familie 2 0.Sonder-Konzert 4* 3301c Fernsprecher 1659. Gießen, den 20. März 1925. 02795 I I MM M Memm ■ft 5240 § Gießen, Neuenweg 32 2809D Mittwoch, /. April abends 8 Uhr v.Wette* n * 5 V (R C feil“4 M Sttlksklilsels frühe und späte Sorten ia. sjtifelitlelfdi empfiehlt 2448D* H, Trechsler Steinstratzc 73 Tel. 1581 Geschäfts-Uebernahme! Den geehrten Bewohnern von Gießen und Umgegend die ergebene Anzeige, daß ich mit dem 1. April d.J. die Mm te Um L Mp übernommen habe und empfehle mich in allen vorkommenden Schlosserarbeiten, als auch Reparaturen von Maschinen, Ausführung von autogenen Schweißarbeiten, sowie Lieferung von Rolläden und Jalousien. Ich bitte Sie, das Vertrauen, das Sic meinem Vorgänger erwiesen haben, auf mich übertragen zu wpllen. Hochachtungsvoll Karl Braun, Schlosserei Wetzsteinstraße 36. Oer kluge Manu taut vor. Sie kennen dieses Wort und seinen Sinn. Wendt* •Sie es also auf fhrt üeeundheit an Begreifen Sie, was der Beamte Ihnen sagen will; Schützen Sie >slcb rechtzeitig durch Tragen von SchwammKummi-Heilma.c- rjaiien gegen Ischias, Rheumatismus, Neuralgien, Rachen- und Bronchialkatairn. Melden Sie aber bereits an diesen Krankheiten, dann folgen SJe dem Worte: Aliceschulverein! Donnerstag, d. 2. April 1925 von vormittags 11 — 1 Uhr, und nachmittags von 2—5 Uhr Können die Winterhalbjahr in den Kursen für Schneidern, Weihnähen, Sticken und Bügeln gefertigten Arbeiten in der Sonnen- strahe 21 und diejenigen der Haus- haltungsschule in der Stein- strahe 10 besichtigt werden. 3311D la Gartenkies Silberkies, Mainkiesel in aßen Körnungen gesiebt und gewaschen, C. Rübsamen , 33OOQ Billige gute Rhein - Weine 1922 er iDQelfeeimer Rotwein 1.15 1822 ec Niersteiner Qcaitfcal ft 1.26 1922 er NierslaUer Holländer ./< 146 1822 er Nlergteiner Oaluenberg / 1.60 1921er Köngernheim Gg!8grn6e « 1.89 v. Al. inkl. ©lad u. Kisten ohne Steuer in 30?r u. Wer Sitten gegen Nachnahme i',n 21 er Niersteiner Dnalilälsiueinen uerlange man Preisliste NarlSchiitzler ir., Weinbau, Rier stein a. Rb. is.inz Deutschiands größte Menagerie :: und Raubtier-Dressur-Schau:: A. Fischer & C. Holzmüller. Unwiderruflich Mittwoch letzter Tag! Täglich das große Sensations-Programm Ferner täglich von 10— 1 Uhr: Raubtier -Dressur-Proben und Menagerie- Besichtigung, 0182b von 11—12 Uhr: Matinee (Konzert des Hausorchesters). Einheitspreis für diese Veranstaltungen: Erwachsene 50 Pf,, Kinder 25 Pf, - Vorverkauf für die Vorstellungen: Zigarren- geschäft Ei kmeier Loeb, Marktplatz 15 und Bahnhofstraße 52. Prima nahgestreaste Wtt'lWm alle gangbaren Breiten auf Lager Lack-Halb- und Spangenschuhe yenen- und vamentleider portieren, veckenusw. werden in einigen Tagen tadellos chemisch gereinigt u. gefärbt. Tranersachen innerhalb 24 Stunden. Bettfedern werden tadellos gereinigt u. umgeftillt, aus Wunsch in einige« Stunden. zürberei L. g. Lroon Fabrik und Laden: Marburgerstr. 40. Filiale: Seltersweg 25. Teteph. 869J^D ; Arb e itsv ergeb ung. Unter Hinweis auf den Ministerial- -erlah vom 16. Februar 1893 und seine Ergän-ungen werden nachstehende Arbeiten des inneren Ausbaus vom Amts- gertchlSneubau in Altenstadt in öffent- stchem Wettbewerb ausgeschrieben. 1. Schreinerarbeiten: Los 1 Amtsräume des Erdgeschosses, Los 2 Amtsräume des Obergeschosses, Los 3 Wohnräume, Los 4 Austentüren, Los 4 Sitzungssaal (Innenausbau!, zw lammen: 350 qm Tannenriemen, 256 qm Pitsch-pine-Aiemen, 250 qm Dachfuhboden, 55 Stück Dreifüllungstüren und 4 Stück Auhentüren. 2. Anstrich, und Tapezierarbeiten: Los 1 Amtsräume, Los 2 Wohnung, zusammen: 415 qm Oelfarbenanstrich, auf Hplz, 60 qm Oelfarbenanstrich auf Puh, 132m Oelfarbenanstrich ausMelall, 305 qm Oelen des FufihoüenS, 210 qm Treppen au beizen, 845 qm Leimfarbe, 910 qm Tapezieren und 60 qm Aupsenbefpannung. 3. Triolinlieferung und Verlegen. 380 qm Triolin. Zeichnungen, Vedingungen und An- gebotsunterlagen find auf unserem Amt eiuzusehen. Die letzteren sind daselbst zum Selbstkostenpreis, solanae Vorrat reicht, erhältlich. Die Angebote sind verschlossen xmb mit der Aufschrift Amtsgericht Alte,r- stadt bis zum tLröfinungstermiir am 10. April 1925, 11 Ahr vormittags bei uns cinzureichcn. Zuschlagsfrist 14 Tage. Vüdingen, den 27. März 1925. Hessisches Hochhauaml __gez. Sre h. 3257D L