Rr. 150 Erstes Erschein» täglich, außer Sonn» und Feiertag». Beilagen: GtetzenerFannlienblätter Heimat im Bild. Monats »ezuorprei-: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech'Anschlüste: Schriftleitung 112, Verlag undGeschästsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: SnzeiHerSletzen. Zranlfurt o. M. 11686. Blatt (75. Jahrgang BiCiistUs, 5... Juni 1925 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen Drud nnd Verlag: Brühl'sche Univerßtäts-Vuch- und Stcinöruderet H Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchul'tratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeVerdindlichkeit. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Bre»teörtli - Arbeitstofendebatte im Unterhaus. Macdonalds Misitrancnsantraq. London, 26. Iuni. (DTD.) 9m Unterlaufe erklärte M a c d o n a l d zu dem emgcbrachten M > ß- trauensantrap d c r Arbeiterpartei, datz die Regierung in der Frage der Arbeitslofigseit ihre Pflicht nicht getan und versäumt habe ihre Ve- uguis und ihren Einfluß anzuwenden. Die allgemeine Arbeitslosigkeit des Volkes fei heute großer als vor dem Kriege. Die Politik der Regierung chädige die Aussichten der Industrie, befchränke die Märkte und vermehre die Arbeitslosigkeit. Was den Außenhandel angehe, fo bestehe der russische Markt immer noch. (Gelächter auf der Regierung^ eite, Beifall bei der Arbeiterpartei.) Wenn man Rußland in den Bereich eines Ueberfeetrcöit» planes brächte (Gelächter auf der Regierungsfeite), so würde man Arbeit für Taufende von Männern und Frauen finden, die jetzt erwerbslos feien. Mac- donald schloß, die Regierung habe eine große s'Iavi- sche Mehrheit und vollkommen freie Hand in ihrer Politik. Trotzdem werde die Lage immer schlimmer. (Beifall bei der Opposition.) Premierminister Baldwin, von der Regierungsseite mit Beifall begrüßt, erwiderte: In einer Zeit wie der augenblicklichen, die ernster sei als das letzte Jahr, müßte versucht werden, das Problem von neuem au prüfen, die Frage in richtigem Licht zu betrachten und sich nicht au einer Aktion treiben zu lassen, die der Industrie, der man zu Helsen wünsche, nichts nützen würde. Das Ar- beitslosenregister weife über 11 Mil- Honen Erwerbslose auf. Das fei eine Zu- nähme von 228 000 gegenüber derselben Zeit des Vorjahres. Da davon 70 000 Erwerbslose auf gewisse Aenderungen im Dersicherungsgefetz Aurückzuführen seien, bestehe in Wirklichkeit eine Zunahme von 160 000 Erwerbslosen, und zwar saft nur in sehr roenlä stabilen Industrien, der Kohlen-, Eisen-, Stahl-, Maschinenbau- und Schiffsindustrie. Seiner Ansicht nach würde, wenndieRuhrbefetzung nicht erfolgt wäre, die heutige Krisis der Kohlenindustrie schon vor einem oder anderthalb Jahren eingetreten sein. In geringerem Maße und in nicht so ernstem Grade bestehe Arbeitslosigkeit in der Baumwog- und Wollindustrie. Baldwin erinnerte an die Abnahme der Auswanderung und die Zunahme der Bevölkerung. Trotzdem seien immer noch 90 Proz. der Bevölkerung beschäftigt. Baldwin drückte die Befürchtung aus, daß die Zahl der Arbeitslosen im Bergbau, die in diesem Jahre 16 Pro;, beträgt, während sie voriges Jahr nur 3 Pro;, betrug, bis zur Beendigung der augenblicklichen trifi» noch zunehmen könnte. Es sei nicht die Aufgabe der Regierung, einen künstlichen Markt an die Stelle des natürlichen zu setzen, sondern nach Möglichkeit den natürlichen Markt zu stärken. Lieber den Einfluß der Autzenpoli- tik auf die industrielle Lage erklärte der Premierminister, die britische Auhenpollttk der letzten fünf Iahre babe ohne Rücksicht darauf, welche Regierung an der Macht war, da- Chaos und die Unruhe in Europa durch Ordnung und Frieden zu ersetzen versucht. ES sei sehr schwer gewesen und werbe noch sehr schwer fein, aber ein wirklicher Fortschritt sei bereit« gemacht. England selbst habe keine geringe Rolle gespielt bei der Wiederherstellung Oesterreichs, Ungarn« und Deutschlands. Entweder habe England selbst im Verein mit anderen Ländern ober durch den Bölkerbund einen steten Einfluß ausgeübt. der unaufhörlich und unerschütterlich auf den Frieden hinzielte, in dem Bewußtsein, baß der Frieden in Europa unbedingt ein wesentlicher Begleitumstand für jeden industriellen Fortschritt in England ist. Auf die Sicherheitspaktderhanblongen übergehend, erklärte Baldwin, die Regierung unternehme jetzt einen weiteren Versuch, um einen Schritt vorwärts zu machen, der nach seiner Ansicht eine große Wirkung auf die Festigung der Lage in Westeuropa haben und zum Beginn der Heilung der alten Fehde und Rivalität zwischen zwei großen Rationen beitragen werde. Wenn diese Bemühungen von Erfolg gekrönt seien, so sei er überzeugt, daß dann ein weiterer Meilenstein auf dieser mühseligen Straße passiert worden ist. Baldwin erflärte weiter, waS die Kreditschwierigkeit mehr als alles andere erhöhe, fei die politische Unsicherheit. Er sei überzeugt, eine der ersten Wirkungen des Abschlusses eines Sicherheitspaktes zwischen Frankreich. Belgien. Deutschland und Großbritannien sei. datz sich die Kreditverhältnisse bessern würben. Baldwin betonte, daß die Dankrate Englands niedriger sei als in jedem anderen europäischen Land, ausgenommen Holland und die Schweiz. Hinsichtlich der Ausfuhrkredite erwäge die Regierung augenblicklich einen Plan zur Versicherung der Schulden. Baldwin erinnerte an die 1923 von ihm vorgefchlagenen Heilmittel (gemeint ist der Schutzzoll». Aber infolge der An- strengungen der Opposition sei feine Partei damals geschlagen worden Dies mache e« um so mehr der Opposrtton zur Pflicht. Umschau zu halten, welchen Beitrag sie zu dem Problem, baS gelöst werden müsse, liefern könne. Seine wirtschaft-politischen Ansichten seien wohlbekannt. Aber er glaube, datz. wenn es möglich wäre, es zum Dorteil Eng- land« fern würde, wenn ganz Europa den Freihandel annehme. Der britische Handel werde niemals stark genug sein, um unerwarteten Erdbebenkatastrophe in Kalifornien Der Badeort Santa Barbara zerstört. Fünf heftige Stötze Lieh »0® Eritkl Gei Auf al Nur Kreuzp|a1 Bietzener --reise. ®ttii ber um Zusammenstoß im Nebel. Dampfer „TuScani a“ hat am Sonm »Di Der tag 200 Hasptro Ein Film Wettervoraussage. Heiter biS halb bedeckt, wechselnde Winde, etwa- wärm«, vorwiegend trocken. Größe baumv Sporth Paris. 30. Zurrt. (TU.) Der Gouverneur Philippinen telegraphiert, daß die Gegend Dulacan durch einen Wirbelsturm verwüstet wurde. 27 Personen wurden getötet. 100 Häuser sind vom Erdboden hinweggefegt und sämtliche Ernten haben schwer gelitten. ♦♦Set® tag eine eindr und vvrbneite msche Siebet, spräche bei n der die (ultui ber Lande am land darlegte lichen und ge Zugehörigkeit tlmstlerische trag ton Siel Äi>lne politische Nachrichten. Berlin, 29. Juni. (WB.) Bei dem Reichspräsident hat heute ein Garten- tee stattgefunden, an dem Mitglieder der Reichsregierung, der preußische Ministerpräsident, die stiinmführenden Vertreter der Länder, die Mitglieder deS Reichstages, die Staatssekretäre der Reichsministerien, der Reichsbankpräsident, der Oberbürgermeister von Berlin, die Intendanten der staatlichen Theater, sowie höhere Offiziere der Reichswehr und der Reichsmarine nebst ihren Damen teilnahmen. Meilen östlich von Halifa? im Rebel den Fischerschoner „R e < gera in in t und zum Sinken gebracht. 15 Mann der Besatzung des ScUägen und Veränderungen im internationalen Handel begegnen zu können. Die elektrische Industrie gebe jährlich eine Viertelmillion für Forschungen aus. In den Vereinigten Staaten dagegen betrage di« Ausgabe einer einzigen Gesellschaft dafür jetzt neun Millionen Dollar jährlich. Sie habe in ihren Forschungseinrichtungen 3000 geübte Arbeiter und vermehre diese Zahl auf 5000. Die Ration werde schließlich den Sieg erringen, die am wirksamsten und sichersten die Wissenschaft vor ihre Industrie spannt. Die Mehrheit des englischen Volkes gewöhne sich nur schwer an die Erkenntnis, daß die Tage für immer vorbei sind, da England für die Welt fabrizierte und den Leuten die- jenigen Waren liefern konnte, die England wollte, und nicht die. die sie wollten, und da sie sie zum Preise, den England forderte, nehmen mußten. Heute nehme England keine beherrschende Stellung mehr ein. Daher hänge der Erfolg der britischen Industrie mehr und mehr von der Güte der Ware ab. die fi« liefere, und von den billigen und wirksamen Produktionsrnethoden. 100 Reuyork, 29. Juni. (üabeldiensl der Tel- union.) 3n Südkalifornien haben hintereinander fünf heftige Erdbeben stattgefunden, wobei 100 Menschen den Tod fanden. Ls wurden besonders große Verwüstungen auf der Insel Santa Barbara angerichtet. Der Drahtverkehr dorthin arbeitet nicht. Auch die Stadt Los Angelos wurde heim- gesucht, Hot aber scheinbar keine größeren Schaden erlitten. Das Erdbeben in Kalifornien San FranziSko, 29. Juni. (WB. Funk- sprach.) Das Erd- und Seebeben in San Franzisko hat in Santa Barbara großen Schaden angerichtet. Es wird auch beträchtlicher Verlust an Menschenleben befürchtet. Das Arling - ton- und das Cabrillo-H o tel liegen in Trümmern. Aus dem Erdboden brachen heiße Quellen. Die in der Rähe der Stadt angelegten Staubecken sind geborsten, wodurch die Stadt zum Teil überschwemmt wurde. Die Verbindung mit Santa Barbara ist sofort gestört worden. Aber dürftige Rachrichten sind doch durchgesickert. Die meisten Gebäude an der Hauptverkehrsstraße der Stadt sind zerstört worven. Gewaltige Flutwellen stürzten von ber Meeresbucht landeinwärts. An zwei Stellen brach Feuer auS, das aber alsbald erstickt werden konnte. — Eine andere Meldung besagt, daß bei der Zerstörung des Arlington-Hotels sieben Menschen umgekvmmen sind. Santa Barbara ist ein sehr bekannter Badeort, berühmt durch seine prächti- •• Die Grundsteuer 1925. Der Hess. Fincmzminister gibt bekannt: Der Fälligkeitstermin des 2. Zteles der staatlichen Grundsteuer für das Rechnungsjahr 1925 wird auf den 15. August verlegt. Schvnfrist: eine Woche. "Don der Feuerwehr. (Sestern nach- mittag 4 Uhr wurde der Feuermelder am Markt- platz abgezogen, worauf ein Radfahrer sofort von ber Wache am Oswaldsgarten ausrückte. Inzwi- schen wurden noch zwei weitere Feuermelder im Teufelsluftgärtchen imb in der Mühkstratze betätigt. Schoners, darunter auch der Kapitän, sind ertrunken: die „TuScania" ist unbeschädigt. Kommerzienrat Guggenheimer f. Kommerzienrat Dr. Emil Guggenheimer, Geheimer Iustizrat und Direktor der Maschinen- sabrik Augsburg-Rürnberg A.-G. in Berlin, ist an einem Herzleiden gestorben. Guggenheimer war 1919 Präsident der Friedensvertrags-Rücklieferungskommission und hat u. a. auch an der Konferenz von Spaa teilgenommen. Weiter hat er auch mit Rathenau am Wiesbadener Abkommen gearbeitet. »<5 hkM* alterst -Wclbu in Brand, $ in kurz StzS U“neirm« ko-f-DaU in »en SE sM an die M Warburg Die 3.45 E Kraftpersonen 5.49 Uhr naa SS bietet sich nach Dattenb " Der 3 und Umg< 19 Juli, wie Sportplatz . Geheimrat Pros. Dr. Dosfius s. Rach langem, schwerem Leiden ist am €u. - tag der frühere Direktor der hiesigen Qhtg: i-, klinik, Geh. Medizinalrat Pros. Dr. Dosfius, verstorben. In der wissenschaftlichen Welt, aber auch in der übrigen Bevölkerung, insbe-. sondere in den Kreisen derer, denen Der Verewigte mit seiner ärztlichen Kunst Hilfe und Heilung brachte, wird diese Trauerkunde herzliche Anteilnahme auslösen. Hebet den 2eben8- gang Vossius haben wir bei Gelegenheit seine« 70. Geburtstages am 10. Februar ds. Is. eingehend berichtet und dabei seine Verdienste gs- bührend gewürdigt. In weiten Kreisen wird man ihm ein dankbares Andenken bewahren. Wie soll man baden? Es aibt für den gefunben Menschen im Som- mer wohl kein größeres Sergnügey. ,a(s sich an heißen Tagen im Wasser zu tummeln und zu erfrischen. Wir sinb leider noch weit ab von dem Ziel, daß jeder Deutsche, ob jung, ob alt, ob männlich ober weidlich, schwimmen kann. Diele müssen sich beshalb mit dem bloßen Baden begnügen und die durch das Schwimmen erzeugte kräftige Bewegung in anderer Weise ersetzen. Wer von dem Bad aber wirklich Nutzen ziehen will, ber muß richtig, b. h. mit Vernunft baden und all da» vermeiden, was naturnotwendig schädlich wirken muß. Auf für den gesunden Menschen — und von dem allein soll hier die Rede sein — gelten besondere Regeln. Die erste davon heißt, daß man nie mit vollem Magen baden soll: Nach ber letzten Mahlzeit sind gut zwei Stunden abzuwarten, bi» man ins Wasser geht. Jedermann weiß ferner, daß man nicht zur Badeanstalt rennen soll, so daß man dort erhitzt ankommt, und daß es unbedingt not- wendig ist, sich abzukühlen, bevor man ins Wasser geht. Im Wasser selbst soll man sich bann kräftig bewegen, damit man mcht anfängt zu frieren. Es ist überhaupt ein viel beobachteter Fehler, zu lange im Wasser zu bleiben; eine halbe Stunde genügt vollkommen. Tritt Frostgefühl ein, so ist das ein Zeichen, daß man sofort das Wasser verlassen soll. Wie oft sieht man aber namentlich Jugendliche, daß sie blaurote Haut und Lippen haben und vor Frost zittern. Ein Fehler ist es auch, allzu oft ins Wasser hinein und wieder heraus zu gehen. Einmal ordent- lich gebadet, sich ordentlich im Wasser bewegt haben, ist das Beste. Natürlich braucht man nicht die ganze Badezeit ununterbrochen im Wasser bleiben, doch soll man die Zwischenzeiten nicht so lange aus- dehnen, daß man immer wieder erst vollkommen trocken ist. Nach dem Verlassen des Bades soll man sich kräftig abtrocknen und abreiben. Und dann nicht lange herumstehen, sondern sich ankleiden und fortgehen! Falsch ist der Gebrauch eines faft den ganzen Körper einhüllenden Badeanzuges. Naß entzieht er dem Körper beim Abtrocknen eine Menge Wärme und ist außerdem oft die Ursache zu der schönsten Erkältung. Und noch eins: Bade nicht nur an sonnigen Tagen, sondern auch an solchen, wo die Sonne nicht scheint. Man soll aber nicht baden, wenn man keine Lust dazu verspürt. Hält man diese Regeln inne, — und das sollte nicht allzu schwer fallen — so wird das frische Bad jedem eine Quelle der Freude und Gesundheit fein. Zur Gießener Flugplatzeinweihung am nächsten Sonntagnachmittag auf der sog. O ch f e n to i e f e werden folgende Flugzeuge bestimmt zugegen fein: 1 Junkers Großverkehrs- flugzeug (12 Personen fassend, 1 Flugzeug der Badisch-Pfälzischen L 'ftverkehrs-A-G. (6 Personen fassend). 1 Maschinr der Südwestdeutschen Luftverkehrs-A.-G. (b Sitze), 1 Maschine (Verkehrsflugzeug) der Hessischen Luftbetriebsgesell- schaft Darmstadt (6 Sitze) und schließlich das in Gießen stationierte ösitzige Verkehrsflugzeug Die Gelegenheit, ein so imposantes Flugzeuggeschwader hier zu Flügen vereinigt zu sehen und nach der Landung auch besichtigen zu können, sollte niemand versäumen! Die Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz. Das Hessische Gesamtministerium gibt folgende Verordnung bekannt: Für das Rechnungsjahr 1925 wird im Volksstaat Hessen eine Sonder st euer vom bebauten Grundbesitz erhoben. Der Steuersatz beträgt für die Monate April bis Juli 60 Reichspfennig und vom 1. August 1925 ab 80 Reichspfennig von vollen 100 Mark des Steuerwertes. Im übrigen finden die Vorschriften der Ver- Ordnungen vom 11. März 1925 und oom 24. März 1924 entsprechende Anwendung mit der nachstehend vorgesehenen Aenderuna. Artikel 10 der Verordnung vom 24. März 1924 wird wie folgt geändert: „Die Gemeinden (Gemeindeverbände) sind berechtigt, mit Genehmigung des Ministeriums des Innern für das Rechnungsjahr 1925 eine Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz bis zur Höhe von 60 Reichspfennig von je 100 Mark des Steuerwertes zu erheben. Eine Erhöhung über diesen Steuersatz hinaus ist nur zulässig mit Genehmigung des Ministeriums des Innern im Einvernehmen mit den Ministerien der Finanzen und für Arbeit und Wirtschaft. Eine Gemeinde kann die Steuerwerte des Grunb-Ge- bäudebefitzes mit höheren Ausschlagsätzen, als sie für das Rechnungsjahr 1925 für die staatliche Steuer auf diese Werte vorgesehen sind, nur dann belasten, wenn sie eine Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz mindestens in der Höhe von 60 Reichspfennig je 100 Mark Steuerwert erhebt. 3m übrigen gelten für die Erhebung der gemeindlichen Sonder- (teuer die gleichen Vorschriften wie für die staatliche Sondersteuer. Neue Steuerbescheide sind nicht aus- xufertigen. Die Anforderung der erhöhten Steuerbeträge geschieht durch öffentliche Bekanntmachung. Borrwtizen. — TageSkalender für Dienstag. FördererkreiS des Hochfchulrings deutscher Art: 8Va Tlhr Hotel Hindenburg Vortragsabend. — Deutscher Iuaendcnmd BiSmcrrck Hotel Hopfeld VolkSueder-Abend. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Der junge Medardus". Aus aller Wett. Theaterbrand. Im Großen Hause der Vereinigten Städtischen Theater Düsseldorf brach durch Denzin- entzündung ein Brand aus, dem zwei Personen zum Opfer fielen. Eine Srtfeufe hatte zum Perückenwaschen sich größere Mengen von Benzin beschafft. Vermutlich bildete sich durch Reiben der benzingetränkten Perücken Elektrizität, die eine Entzündung hervorrief. Zwei Friseusen wurden getötet, eine schwer und eine andere leicht verletzt. Dadurch, daß der wachthabende Feuerwehrmann verlangt hatte, daß das Waschen auf der Wachtstube vorgenommen werde, wurde ein großes Unglück verhütet. Die Wachtstube und die Kassenräume sind vollständig ausgebrannt. In beiden Theaters fallen heute und morgen die Vorstellungen aus. Deutsche Zeppeline nach Dnnerafien. Sven Hedin erklärte in einem Interview, er treffe Vorbereitungen, um mit einem Zeppelin die noch unbekannten Gebiete Jnnerasiens zu erforschen. Er habe zu diesem Zweck bereits Verhandlungen mit Dr. Eckener angeknüpft. Es seien natürlich noch manche Schwierigkeiten zll lösen, bevor das Unternehmen verwirklicht werden könne. U. a. seien auch gewisse Klaufeln des Versailler Vertrages erst zu erörtern. Sven Hedin ist der Meinung, daß mit dem Luftschiff zunächst leichtere Flüge in der Polargegend unternommen werden sollten. Diese würden wahrscheinlich unter Aufsicht Nansens im Sommer 1927 stattfinden. Die Hauptbedingung für seine, Sven Hedins, Mitarbeit bei dem Fluge sei, daß Eckener selbst die Leitung des Luftschiffes übernehme. Lin englisches Geschwader in Memel. Ein englisches Geschwader ist auf einer Besuchsfahrt durch die Ostsee in Memel cinge- laufen. Der Kommandeur des Geschwaders, Kapitän Collins, hat sich mit mehreren englischen Offizieren nach Kowno begeben, wo die Engländer dem litauischen Staatspräsidenten Stulginski und dem Außenminister Tscharnetzki einen Besuch abstatteten. MHj Tret- a b. Lda, im 6445c 7 Akte nach Arthur Schnitzler. Operette von Emmerich Kälmän. Erstkl Gesanffakrflfte, darunter Kammersänger Siegfried Adler aueWien Schuhhaus Metropol Ecke Selters weg Kreuzplatz 64!6a Seltersweg 19 2029A Kots Nutztohlen Fr. Welsch, Homöopath Wetzlar. 643 ID Da» auf Lust" bedeutet eine neue Aera für alle, welche an Übermüdung und tchmereenden Jtztzm leiden. ®ee tzemRotz- jehrer und AnlsmadtitSen recht iH, ***• ttch „auf Lust i# W«*". «Me* getrtebe. unter ber bewahrten Leitung von Ä arl Wenzel (Gießen) und Julius Dahmer (Butzbach) ermöglichte die von jedem Turner mit Spannung ermattete Siegerverkündigung im Rahmen der Feftordmmg. Anschließend bringen wir einen Auszug auS Vom 4. bis 26. Juli verreist. * Jetzt ist die beste Zeit. * den Winrerbedars an jL Brennstoff -u bestellen, empfehle bei billigen r N Preisen u entgegenkommender Bedsenung Sür den übermüdeten, durch vieles Stehen und Gehen erkrankten Fuß erscheint die Möglichkeit „auf Luft zu gehen" als wahre Erlösung. Sie haben in der Tat die Möglichkeit „auf Luft zu gechen"! Denn die Erfindung der durch 7 D.R.P. geschützten Schuheinlage „Pneumette" hat diesen verlachenden Gedanken verwirklicht. Serlngen SU ooe der Remo jfrteperfaub A. Klotz, TTiaVa TflÜrftmit nt IKWllatinttr <7 D. R. P.) grafte das Vach Mb ®e(»«■•«»«• "- l 8 Tage zur Probe Wlt: Gräfin Agnes Esterhazy Ein Film Auserlesener Qualität I Die fabelhaft orte Ausstattung. Saison-Ausverkauf vom 1. Juli bis 14. Juli 1925 Lichtspielhaus,Bahnhofstraße Nur noch heute und morgen: ein erstklassiges Werk „Der junge Medardus<( Droßen-Linden. Barren, _ . Darren, flut. Schüler: Tv. Droßen-Linden. Schumann, Brahms und H«, von Krau Müller-Bangert unb -rau Brandl mit innerster Wärme gelungen: eS fragten noch Gedichte aus Ernst Bertram« Zyklus .Der Rhein". die der BundeSwart mitterlte. An die Feier schloß sich anläßlich deS Stiftungsfestes de« Bunde« ein kleiner Ball, der gelegentlich wiederum durch feinste künstlerische Darbietungen verschönt ward: Frau Müller-Bangert singt Schubert. Frl. Speckhardi sprach Goethe " Sin Weltreifender der in fünf Jahren zu Fuß rund um die Welt pilgern will, stattete uns am Samstag einen Besuch ab. Der Mann, namens Albert Wutz von Bochum, geht in der Tracht eines Original westfälischen Kiepen- kerl Anthraztttohlen Anmachholz Eiertohlen Briketts Buchenholz in besten Qualitäten in Fuhren oder in Säcken frei Keller. H. Trechsler Steinstraste 73 MS9D Telephon 1581 M3 WS ,BOr Won IM m,°.n l'ch bann frältio 2^91 W jrieten, d« bch«r, zu lang, ötunbe genügt 16 H' * efn ""ich 3ufltnbli4#, bafj i Witt unb por H Mr 9Kn- Einmal orbeni. "Wasser bewegt haben, lcht man nicht die ganze 1 Daher bleiben, dach n nicht so lange out« Bieber erst vollkommen |en Des Jaber soll man 1 obreiben. Unb bann dem sich anfleiben imi brauch einer sch ben n Jabeanzuges. Ich beim äbtrodnen eine zudem oft die Ursache Unb noch eine: Jabe igen, sonbem auch an : scheint. Man soll aber ne Lust dazu oerlpiirl. , - unb bas sollte nicht wirb bas frische Bad )e unb GtelunoMt fein. eiter vrihMtz axttag auf bet svg. Agenbe ßluMtugt de« fünfer« ©ttWehri- M 1 Flugzeug bet erfc&ri-X'®. 'S Per- . der Sübtoestbeuilchen ic), 1 Waschin- iKr- hen LusibeNirbtz-s-ll« unb schließlich bai \n Derkebrsflug-eua M mteS Flaazcugge chva- dgt zu lesen und nach igen zu formen, loiue tonnen — das war der Grundgedanke ber tonen Morgenandacht, die Professor Keller von der Aufbauschule hielt, toäbrenb gleichzeitig der katholische Pfarrer Daus in der nahen altehrwürdigen Deorgskapelle amtierte. Unter der kraftvollen und umsichtigen Leitung de« Dau- oberturnwartes Wilhelm Will (Gießen) hatten sich die Turner, über 400 an der Zahl, bald in die schon im Fest buche vorgeschriebene Turn- ordnung gefunden, und mit einem kräftigen .Turner auf zum Streite" rückten die 18 Riegen zu ernster Arbeit an ihre Plätze, ebenso die Fechter, während die nach der so segensreichen Regenwoche herrlich strahlende Morgensonne einen schönen Turntag herausführte. Unter den Gästen befand sich auch Robert Braun (Frankfurt a. M ). der Schwimmwart der Deutschen Turnerschaft. Zu einem Höhepunkt in der äußeren Ont- faltunfl de« Feste« an Farbenfülle. Glan- und Ordnung entttH(feite sich der gewaltige Fest-ug, der sich harmonisch in die aU Fest straft« einzigartig im Gau dastehende, mit WaldeSgrün. Fahnen und Wimpelgirlanden geschmackvoll und einheitlich geschmückte Kaiserstraße einfügte, in freudigem Gegengruh an die lausendköpfige Menge, die die Straße vom Bürgersteig bi« zum letzten Dachfenster füllte. Mit einer kernigen Ansprache de« ersten Dauvertreters wurden die allgemeinen Freiübungen eingeleitet, die sich xu einer eindrucksvollen Massenwirkung von traft- voll-rhythmischer Ordnung gestalteten und lebhaften Beifall auslösten. Abwechslung «reiche turnerische Unterhaltungen boten neben den Uebun- aen von 44 DereinSriegen an den verschiedenen Geräten befonber« auch die Dondervo(führunaen einiger Vereine. Die stille, opferfreudige Arbeit Berechmmasausschuß. fernab vom Fest- ebc, unter der bewährten Leitung von Karl ersteuer Grundbesitz« liniperium SSr Di, ;ur W J"™ rtrt iu er« h'"°ur 5 für d'e Klaften, sind, Sn-nd' br^psen. W Übrigen oeri Sonde/- er SäSSS*** fln1™ Dieo-t°S- utrinS8' chtfKlM' ' ' «et I* ON !,nJ; au»ruiL»r dn Außerdem lief eine iriephoniiche Meldung ein. cr irrenne Ons Lotze und scheinbar stehe der ganze untere Seltersweg in Flammen. Auch einige Der« nunftifle Meldungen gingen ein, die genau bezeich« ieten, es brenne ein Schuppen im Hofe des Hauses Neuenweg 4. Die Wache war auf die Meldung des Äudsahrer» sofort nachgerückt und sand im Hose des Hause» Neuenweg 4 einen kleinen Schuppen in Brand, der nach nähme einer Schlauchleitung in kurzer Zeit abgeloscht war. Die hauptsächlichste Gefahr war schon vorher durch Eingreifen eines Feuerwehrmannes der Frei« (tzailschen Feuerwehr mit einem ßandseuerlöscher und durch Nachbarn so ziemlich beseitigt worden. Bei dieser Gelegenheit muh darauf hingewiesen werden, dah es eine Unsitte ist, dah jeher, der einen Feuerschein sieht, einen Feuermelder abzieht, der womöglich in weiter Entfernung vom Brandobjekt liegt, wie dies euch letzthin bei einem kleinen Brande im Leih- jeftemer Weg Dorf am; ebenso nötig ist es, bah bei telephonischen Meldungen klare unb präzise Angaben gemacht werden, da sonst bie Feuerwehr leicht irregeführt wird, woburch unliebsame Der- zögerungen entstehen. •• Die Kraftpersonenpost "Sieben* I o f—-Rattenberg verkehrt vom 1. 3uli ab in ben Sommermonaten täglich zweimal im Anschluß an die 9.26 Uhr form, unb 5.05 Uhr namm. von Marburg nach Biedenkapf abfahrenben Züge. Die 3.45 Uhr nachm. in Battenberg abgehende Kraftpersonenpost hat Anschluß an ben Zug 5.49 Uhr nachm. von Biebenkopf nach Warburg. Es bietet sich somit eine günstige "Reiseverbindung nach Battenberg, Hahfelb unb Umgegend. "Der Reit- und Fahrklub Gießen unb Umgebung veranstaltet am Sonntag. 19 Juli wieder ein grShere» Turnier auf dem Sportplatz auf Bichler« Hardt. Außer wertvollen Ehrenpreisen stehen 2000 Mark an Geldpreisen zur Verfügung. Das Programm bringt eine Eignungsprüfuna für Reitpferde und eine solche für Gespanne. An Springkonkurrenzen gibt eS ein leichte«, ein mittleres und ein schweres Lagdfpringen; außerdem noch ein Gruppensprm- gen. 3n einer Vielseltigkeitsprüsung werden Die Pferde im schweren Zug und unter dem Reiter gezeigt. Reben einer Reitprüfung für Anfänger werden bann noch zwei Dressurprüfungen für Pferde, bie in ber Vollendung geritten sind, stattfinden. In einem Schaufahren für Arbett«- gespanne. wo Warmblüter und Kaltblüter diesmal getrennt gezeigt werden, ist den Landwirten und Gewerbetreibenden Gelegenheit geboten, ihr hervorragende« Pferdematerial ben Preisrichtern vorzustellen. 3um Schluß finden die so beliebten Gewandl^eitsprüfungen statt. Das diesmal äußerst reichhaltige Programm Wird den Zuschauern viel Abwechselung bieten. Rennungs- schluß ist der 30. Juni, RachnennungSschluß der 11. Juli •• DerGoethe-Bund beging am ScvnS- tag eine eindrucksvolle Rheinlandseier. Umrahmt und vorbereitet durch festliche Märsche und rheinische Lieder, bildete den Mittelpunkt die Ansprache des ersten Vorfitzenden, Dr. Henning, der die kulturelle unb wirtschaftliche Bedeutung ber Lande am .deutschen" Strom für unser Vaterland darlegte, unter Aufdeckung der gesOcht- lichen unb geographischen Grundlagen der alten Zugehörigkeit der Rheinlande zum Reich Der künstlerische Teil der Feier gipfelte in dem Vortrag von Liedern zum Preise des Rhein« von Turnen, Sport und Spiel. Vom Turngau Hessen (D. T.) — Gauturnfest in Friedberg. —o— Zum dritten Male zogen am Samstag und Sonntag die Hessenturner seit 1669 (1875 und 1899) in die alte, malerische und turmreiche Reichsstadt Friedberg, dem kulturellen und wirtschaftlichen Mittelpunkt der goldenen Wetterau. zur Feier ihre« GauturnfesteS ein. In der überaus festlichen und gastfreundlichen Ausnahme ihrer zahlreichen Gäste trat die jahrzehntelange turnerische Tradition zutage, die in vorbildlicher Weise seit nunmehr 80 Jahren von der Turngemeinde Friedberg gepflegt wird. Die arbeitsreichen, mustergültig vorbereiteten Festtage waren daher auch auf ein gegenseitiges ideelle« Geben und Rehmen eingestellt, und diese« tiesiTrnerliche Bedürfnis gab schon der Eröffnungsfeier am Vorabend ihr eigenartige« Gepräge Am Kriegerdenkmal auf der Kaisers!raße begrüßten Bürgermeister Dr. Sehd und Studienrat Thierolf, al« erster Sprecher der Turrrgemeinde, mit echt turnerischen Gedanken die dichtgebrängte Schar der Gäste, während der erste Gauvertreter Arthur Pfeiffer (Wetzlar) sich dem Glückwunfch der Stadtverwaltung zu dem Jubiläumstag des ältesten Gauvereins in herzlichen Worten cmschloß und die D. T. als ein wirksame« Slement der Einheit und de« Wiederaufbaues unsere« Vaterlandes auf- wjeS. Die erhebende Feierstunde, umrahmt von Musik und Gelang, lieh der 'Gauturnwart für turnerisches Geistesleben, Studienrat Schuch- m a n n (Friedberg), mit einer weihevollen Ehrung der im Weltkrieg für uns gefallenen Turnbrüder durch Rede und Kranzniederlegung ausklingen. Die Massen ordneten sich zu einem Festzuge, und sofort ging es zur Arbeit auf den Turnplatz der westlich der Stadt gelegenen historischen ,Seewiese", wo der Kampf um die Gaumeister- schast an Reck. Barren unb Pferd unter aufmerksamer Teilnahme einer großen Zuschauermenge ausgetragen wurde, während die Hüttenkapelle der Stahlwerke Röchling-VuderuS (Wetzlar) konzertierte. Sonntag früh 6 älhr begann nach der üblichen festlichen Ginleitung de« Tage« der Zwölfkampf. Die körperliche Hebung ist nur ein Teil in der Gntwicklung aller der Kräfte, die draußen im harten Wettstreit des Leben« notwendig sind und die nur durch unser Vertrauen in das ringende Seelenleben ber Jugend stark werden Pferd, gut. Siege der Giehener Ruder- gesellschast in Frankfurt. Die Gießener R u d e r g e s«l l s ch a f 1 hatte zu zwei Rennen der Frankfurter Regatta am Sonntag gemeldet und gewann beide Kämpfe, lieber den Verlaus der Rennen ist zu berichten: Preis oom Osthafen. (Zweiter Einer. Ehrenpreis.) 1. Gießener Ruderaesell - schäft (Kurt Georai) 7:36,4; 2. Rudergesell schäft 1874 (Nelson) Halle (Bruno Kosowski) 7:46,8; 3. Frankfurter Rudergesellschast Germania (Walter Oppenheimer) 7:46,9; 4. Ruder-Klub Hassia-Hanau (Georg Trumpfheller) 7:59,8. — Kurz nach dem Start erfolgt eine Kollission zwischen Georgi und Oppenheimer, worauf sämtliche Boote wieder an Statt zuriickgerufen werden. Beim zweiten Start gehen die Boote unter Führung von Halle und Gie tzen auf die Reise. Beim 1000-Meter-Pfahl liegt Halle bereits zwei Längen klar nach der linken Mainseite steuernd. Georgi gibt nach, fängt aber gleichzeitig an, das führende Boot zu verfolgen. An den tribünen hat er den Hallenser Skuller er reicht und zieht mit mächtigem Endspurt an ihn; vorbei. Kosowski ist DoUftänoig erschöpft und kann nur mit Mühe den 2. Platz gegen Oppenheims behaupten. Georgi gewinnt das Rennen überlegen mit 2—3 Längen. Hochschul-Dierer. (Ehrenpreis.) 1. (Rieften er Rudergesellschast d. 1 877 (®iii Müller, Hans Petermann, Kutt Georgi, O. Weber Nonnenhof; St.: Hugo Schmick) 7:20; 2. Akadenn scher Ruderklub Würzburg ausgegeben. — Beim Start verliert der Schlagmann im Gießener Boot den Rollsitz und Würzburg geht mit der Führung davon. Rach 500 Meter haben die verfolgenden Gießener die Würzburger erreicht und beginnen mit ihnen einen hatten Bord-an-Dordkampf. Die Würzburger können das Tempo auf die Dauer nicht aushalten und geben bei 1500 Meter, aussichtslos liegend, völlig erschöpft, das Rennen auf. s« gibt hei* besseres Mittel für alle, welche an H* Sollen dieses Übels leiden (Fußschmer-en, Schwielen, schwache Ikmöchel, rheumatismus- artige Sch«er»en t* den Deinen und iw Kreni) als ,ans Lnft z« gehen". iMtzew le die Pnenmette ber,Atzen. Die Pnenmette trägt zn diesem Zweck ein anatomisches Luftkissen, welches fich weich und sanft an das empfindliche Fußgew-lbe anschmiegt. • Dadurch wird in kurzer Zeit das (Beben elastisch und schmerzlos. Die schonende pneumatische Stützung und Hebung de» Autzbogens beseitigt gleich» zeitig die Ursache des Leidens, nämlich die Übermüdung u. Senkung 1846 ©ieften; 9. Karl Würtz, Tv. Krofdorf. 11. Thrfstian Volz. Tv. Llch; 15. Gg. Hofmann, Mw. Großen; 16. Hch. Römer, Tv. Treis a. b Lumda; 18. Wilh- Hofmann. Tv. Gr.-Linden. Unterftufe, Zwölfkampf: 1. Sieg Karl Kegrl. Tgde Friedberg und Hq>. Schäfer. Tgbe Marburg; 2- Otto Hennina. Tv Lauterbach. 3. Hch Wukkau. Tv. 1846 Gießen und August Berker, Tv. Gr.-Ändon; 5. Fritz WeiterSbaus. Tv. ®t.-2mben; 7. WM Reitz. Tv. 1846 Dießen. 8. Karl Drescher, Tv. Krofdorf; 10. Srich Dilges und Werner Aohl. Tv. 1846 Gießen. Fechter (Altmannen): Säbel, 1. Sieg Fritz Roll, Tv. 1846 Gießen; 2. Siea Ehr. Ziegler. Tv. 1846 Gießen. — Florett, 1. Sieg Karl Hahn. Tv. 1860 Vad-Rauheim; 2 Leo Klein, Tv. 1846 Gießen; 3 Fritz Roll. Tv. 1846 Dießen; 5. Edgar Vogel, Mtv. Dießen. der Siegerliste. _ . Die Gaumeisterschaft am Reck, Darren und Pferd errang Otto Test tor, T. und S. V. Marburg. , — Oberstufe, Zwölfkampf. Shrenfteg Karl Reuter. Tv. 1846 Dießen; 1. Sieg Keller, Tv Durg-Solm«. 2. Sieg Wilhelm Weiß, Tv. Gr-Linden; 3. Sieg Martin Weih, Tv. Dorn- Assenheim; 5. Hch. Leinweber, Tv. Treis a. d. Lumda; 9 Wilhelm Hofmann, Tv. Krofdorf; 14 Karl Keßler. Tv. Gr.-Linden; 15. Heinrich Rabenau, Tv. Treis a. d. Lda. und Hermann Hofmann. Tv. Hungen. — Reunkampf: Shren- sieg Karl Reuter, Tv. 1846 Gießen; 1. Sieg Martin Weih. Tv. Dorn-Assenheim; 2. Hch- Keller, Tv. Vurg-Solms; 3. Han« Rehn, Tv. Ridda; 6 Wilh. Weih, Tv. Dr.-Linden und Gg Liebig, Tv. Grünberg; 11. Hch. Leinweber. Tv TreiS a. d. Lda.; 13. Karl Strack und Albert Hofmann, Tv. 1846 Dießen; 14. Hermann Hofmann, Tv. Hungen; 17. Hch- Becker und Karl Kehr, Tv. Treis a- b. Otu.; 18. Hch. Rabenau. Tv. Treis a. d- Lda. und Wilh. Hofmann, Tv. Krofdorf; 21. Drnst Freitaa, Tv. 1846 Gießen; 22. Karl Keßler, Tv. Gr.-Linden; 23 Kurt Walter, Tv. Treis a. d. Lda.; 24. Wilhelm MagnuS. Tv. Dr.-Linden. Mittelstufe, Zwölfkampf; 1. Sieg Will» Gartenschläger, Tv. 1846 Gießen; 2- Alfred Dck- Größere Posten Strickwesten, Jumper, Ueberblusen, baumw. und wollene Sweater-Anzüge, Oberhemden, Sporthemden, Damenwäsche, Schürzen, Söckchen usw. zu bedeutend ermäßigten Preisen. Auf alle nicht zurückgesetzten Waren bei Barzahlung 10% Rabatt Nur einige Markenartikel sind ausgenommen. JULIUS SCHULZE ? Lcin-, 80. „. MX; -N ► ^ctDQ5ten. 1 ^öben? ■fe«- ■s.-J: 6 nina. -i , ^mmen |6JÜ',06 bloßen Musterriegen: Mw Dießen. Pferd, sehr 8ut; Tv. Krofdorf. Reck, sehr gut. Tv. 1846 ießen, Barren, sehr gut, Tv. Droßen-Linden, Reck, sehr gut^Tv. Langgöns, Pferd, gut; Tv Reck, gut. Iu gend Tv. rren, gut; Tv Langgöns. Vom 1. bis 11. Juli Saison-Ausverkauf C. Röhr & Co 6429a Bahnhof str. 44 h Bahnhofstr. 44 Leibwäsche Prinzeßröcke Hemdhosen Hemden Betten Matratzen - Federbetten Schoner Die Preise sämtlicher Artikel sind erheblich herabgesetzt Wir empfehlen besonders: Bettwäsche Kissenbezüge Ueberschlagtücher Bettücher Damast Küchenwäsche Handtücher Geschirrtücher Frottiersachen Bademäntel Badetücher Frottierhandtücher Wäschestoffe Hemdentuche Batist Zephir Kleiderstoffe Musselin Waschstoffe Voiles Gießen, den 28. Juni 1925. Georg Appel, Gesundheitstechnische Anlagen. Q s Kameraden [05533 Uhr nachm. H n 38, Warzen MNM. Ml.M 1925,1—» II. Kronenlampen. [6436D Junker, Gerichtsvollzieher. Der Vorstand. 6427D IJ Helene Vossius geb. v. Fournier nebst Kindern und Enkeln. Die Einäscherung findet in Friedberg in der Stille statt 05541 I. 3 Sofas, 1 Küchenbüfett, 1 Hand- Nähmaschine, 1 kleine Waschkommode, 1 Fräsmaschine, 1 Ueberzieher, ein Trumeauspiegel, 1 Serviertisch, einen rundenTisch, 2 Stühle, 1 kl. Schreibtisch. BestinV*t: 1 gut erhalt, zweitür. Gisschrank, 4 neue prachtvolle elettrische Die Beerdigung findet Mittwoch, den l.Juli, nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 6409D Gießen (Asterweg 52, Crednerstraße 12), den 29. Juni 1925. Nahezu 14 Jahre war er in meinem Betriebe beschäftigt und war stets ein Züchtendes Vorbild treuester Pflichterfüllung. Bei seinen Mitarbeitern war er infolge seiner vorzüglichen Eigenschaften beliebt und geachtet Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht unsere Mitglieder von dem Ableben des „ -------XL schmerzlos Dr. Buf- lebs Warr.eneer- Am 28. Juni, nachmittags 5 Uhr, entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Schwager und Onkel Herr Georg Diehl Rangiermeister i. R., Veteran von 1870/71 im Alter von 76 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Familie Georg Diehl Familie Heinrich Klotz. 1871 - 1921 Hiermit erfülle ich die traurige Pflicht, unsere Alterskollegen von dem plötz. lichen Ableben unseres lb.Kameraden Martin Balser in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet am 2. Juli, 21/, Uhr nachmittags statt. 6437 D 3. A.: Rüdiger. B. a. V. Metzen. Nächste gusammenkunft (tn Farben) nicht am 1., sondern Mittwoch, den 8. Juli, auf dem Schützenhaur. la Handkoffer sehr billig 1606c Carl Schunck Statt besonderer Anzeige. Heute entschlief nach langem, schwerem Leiden mein teurer Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater, der Geh. Medizinalrat Dr. Adolf Vossius Professor der Augenheilkunde i. R. Statt besonderer Anzeige. Gestern abend ya9 Uhr verschied plötzlich und unerwartet nach kurzem, schwerem Leiden mein guter Mann, unser lieber Vater, Großvater, Schwiegervater, Schwager und Onkel Herr Martin Balser im 55. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Lina Balser und Kinder. Gießen (Landgraf-Philipp-Platz 6), den 30. Juni 1925. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 2. Juli, nachmittags 2V2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 6446D MliMmM Babnbosstr. 27 Jernsvr. 1631 KurzMnittmS huM Bestellungen nimmt wieder entlegen SllWsMMlk Lollar "‘d B. Nuhn A. G. Mlnno Donnerstag, den 2. Juli: Mammtnnn der Samen im 3otfl- gatten. Treffpunkt 3 Uür an der Sibltotief. Luftvertehr Attiengesellschast Sberheffrn-cahnga«. Zernsprecher: zlughase» 2491, Geschäftszimmer 229. Begin» des fahrplanmäßigen Luftverkehrs am 6. Juli 1925. Jeden Montag, Mittwoch und zreitag: Bekanntmachung. In unser Handelsragist« QCbtA wurde heute basügltch der Firma Pfeffer & Ulbrich, (Sieben eingetragsn: Kaufmann Alfred Al brich in Giohen ist mit Wirkung vom 1. Mai 1925 aus der offenen Handelsgesellschaft «uSaeschieden und ist diese erloschen. OaS Geschäft ist unter Hebet- nähme der Aktiven und Passiven auf den Kaufmann Theodor Pfeffer in Gießen als Sinzelkanfman« tbeeflegang«, der eS unter der Firma seines AarnsnS weiter» führt. Gießen, den 26. Juni 1925. 6412c Hessisches Amtsgericht. Prima fooM täglich frisch, empfiehlt Weisel. 05550 Markt str. 14. MlllitkW 2 Ml versteigere ich Neuenweg 28 (im Löwen) zwangsweise gegen bar: Der Welckervortrag von Prof. Bieber wird wegen der am 3. Juli stattfindenden Opernaufführung auf Dlenatac, den 14. Juli verschoben. 6420D Um Mnanl d. L tilie geziemend in Kenntnis zu setzen. KameradschaftlicheVereinigung E. L. 116. Nachruf. Am 29. Juni verstarb plötzlich und unerwartet nach einer schweren Operation mein Monteur, unser Mitarbeiter Martin Balser Zlugscheine und Auskunft: W. Moeser, G. m. b. H. Gießen, Seltersweg Firnsprecher 128, sowie sämtliche Filialen. Mugpreir: Gießen—Frankfurt Mk. 20.— 6423D) Frankfurt—Gießen Mk. 20.— einschl. Benutzung des Kraftwagens nach bzw. vom Flugplatz. Frische Seelisebe treffen Mittwoch, Donnerstag u. Freitag früh billig ein. CIHntaii Babnbofstrake 59 Televb. 66. 6443c üenfiietlioiiö. DonuerStag, bett 2. Juli, liachmilt. 3 Uhr: Mitgliederversammlung im Kalb. Vereins- bauS. 06Me Der Vorstand. ab Gießen 9,— Uhr vorm. ab Frankfurt 5,30 an Frankfurt 9,25 „ „ an Gießen 5,55 Verschiedenes | Warne hiermit jedermann, meinem Sohn Robert etwas zu leiben oder au borgen, da ich für nichts mehr batte. 05560 MHesMchW. Heurbelbeim. Vereine 6ifenü.-Beteln Slellrn. Der diesjährige Sommerausflug findet am 5. u. 12. Juli nach Aschaffenburg start. Abfahrt 10.24 vorm. Karten zum Preise von 70 Pf. kör' <-n von denPensionären und Wariegeldemv- sängernabMittwoch den 1. ^ult, beim BahnhvsGienentGe- räteoerwaltung^ m Empfang genommen werden. Die übrigen Mitglieder bestellen u. erhalten die Karten bei ihrer Dienststelle. 05544 Der Borstand. Sieben r Waldbühne. Somslog, 4. Juli, nachmitt. 4'/, Uhr: Ein Sommerlranni in DinkelsbüliL Lustspiel mit Musik und Tanz von Helianthus. 3nm Betreu öet Stiegsölinöen. Kaffeneröffnung 4U, Ende nach 6 Ubr. Karten zu Mk. 1.20 ii. —.60 an der Kasse und im Vorverkauf bet OaUler. &ueD Bei schlechtem Wetter wird die Llus- führung verschoben. Näheres wird durch einen Anschlag mit Stadthaus, mittags um 2 Uhr, bekannt gegeben. z«W Mittwoch frübSUbreintrcffend Pa.Schellfische groste zum Kochen Pfund 60 Pf. kleine zum Backen Pfund 35 Pf. Cabttau o. K. im Ausschnitt Pfund 35 Pf. Seelachs o. K. Pfund 28 Pf. 6435c Frische Fischkoteletts Pfund 35 und 40 Pf. Neue Matjesheringe 3 Stück 55 Pf., Stück 20 Pf. Bene moltö-Kfltiofleln Frische Sier Slck. 15 Pf., 10 Stck. 1,45 D!k. atörer. 4112D Carl Seibel Germ anl »Drogerie Frankfurter Str. 39. Hansa Handelsschule I ,/. Künzel mann I Gießen, Bahnhofstr. 601 vorm. Hermes Prospekt frei, y Sei fiS? leine UgJ® uns jedem Senil gepriesen ® wenig gerad wie ein ekle men ist. , Deutschen |ei dem unter und das ® dem ganzen jedem, der c offenbar we Fremdling, (eben, hat | nistet, tritt e in den Sen« Machtbereich auf das rei Ufer seitlich i deckung. Es berühmten Ährtal,, der denen höhe: Entdeckung, den Spefjari wenige Höst Ungedul der uns feil hauptbahnhc sehen wir ni Köln läuft, sich grau Mi der Bewohm loch Jndustri doii Bernal Rheins mit । unendlicher I ländische La rühmten djei sich bebfuttn der Straße r grüne Bäum noch wie vor ter wohnen, Zeit oerbrän ■M dies ifi sammengebai hörig als her zu, der Stab das oben ai Siegtal übers ren ober jun eine Strafan uns aufnimr kosten, hier die Franzose lagen Nichte, mnkil i>I. l m. 150 Zweites Blatt taHMBznaaam —i— r- ■- Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vderheffen,» »■■■■■■■■■■nBaDiKMBMMaaaMaMSKxnaMBBanDUHnaaB Seitlich des Rheins. 'S. Rothenburg, Mitte Juni. Dos gewaltige Lied der Arbeit bricht im Ruhr» gebiet ntenals ab. Der Feuerschein der Hochöfen erhellt flackernd von beiden Seiten das Abteil der Nachtzuaes, der dem Rhein entgegenbraust. Auch um diese früheste Morgenstunde schon sieht man Menschen bei ihrer Arbeit, oder sieht man die Ab- losungsschicht zu neuer Arbeit streben. Ein Inbu- slricwerk recht sich an das andere. Die ganze Landschaft wird durch diese Gebilde von Stein, Glas und Eisen, die sich unheimlich groß gegen den dämmernden Horizont auf reden, bestimmt. Man glaubt fast, hier könnte es keine lebendigen Bäume mehr geben, feine grungeschwellten Wiesen, keinen Anger von Tautropfen überglänzt. Und doch, auch an der Ruhr gibt e3 Winkel, wo die Natur noch nicht von der Zivilisation verdrängt ist, gibt es lauschige Plätze am Fluß, wo man glauben' Tonnte, in irgendeiner jener deutschen Landschaften 4» sein, wo das deutsche Volkslied seine Geburtsstätte hat. Aber diese Winkel, diese vom Moloch der Industrie noch n)cht gefressenen Stätten, sieht der Durchreisende nicht, ihm bleibt nur unverwischbar zurück der Eindruck einer gewaltigen, endlosen im Fiebertempo rasenden ■Stabt der Arbeit, die von Dortmund bis an den Rhein reicht. Der Rhein! Du Strom, der du heute, da du uns Schmerzen bereitest, doppelt geliebt wirst von jedem Deutschen, dessen Schönheiten mehr als je gepriesen werden und der doch zu wenig, allzu- wenig gerade jetzt besucht wird, weil die Besatzung wie ein ekler Heuschreckenschwarm über dich gekommen ist. Es sollte höchste nationale Pflicht für jeden Deutschen fein, den Rhein zu besuchen und den Brüdern unter der Fremdherrschaft Trost zu bringen und das Bewußtsein innigster Verbundenheit mit dem ganzen deutschen Land. Kein Opfer ist das, da jedem, der am Rheine wandert, höchste Schönheiten offenbar werden und es jedem möglich ist, den eklen Fremdling zu umgehen ober wenigstens zu über- sehen. Hat sich der Feind am Strome selbst festgenistet, tritt er hier in Scharen auf, so sieht man ihn in den Seitentälern doch nur vereinzelt, reicht sein Machtbereich überhaupt nur an wenigen Stellen auf das rechte Ufer hinüber. Und dieses rechte Ufer seitlich des Rheins harrt fast noch erst der Entdeckung. Es ist so wenig bekannt gegenüber dem berühmten Waldland der Eifel, dem pitoresken Ahrtal, der lieblichen Mosel und den roeinbeftan- denen Höhen der Nahe, und es verdiente doch seine Entdeckung. Nur den Taunus kennt man, vielleicht den Spessart und bann das Frankenland. Aber wie wenige hörten erst vom Westerwald? Ungeduldig schnaubend schon wartet der Motor, der uns seitlich des Rheins führen soll, vor dem Hauptbahnhof Düsseldorf. Don der Gartenstadt sehen wir nichts. Die Landstraßen, die in Richtung Köln läuft, führt durch Stabtgegenben, in denen sich grau Miethaus an Miethaus reiht und man es der Bewohnerschaft ansieht, daß auch sie vom Mo- loch Industrie erfaßt und zermahlen wird. Da, kurz von Benrath, kommt ein blinkendes Stück des Rheins mit ein paar Erlen am jenseitigen Ufer und unendlicher Ebene dahinter, schon vorbringende holländische Landschaft. Leverkusen mit seinen weltberühmten chemischen Werken, die eine Großstadt für sich bedeuten, ist schnell durcheilt, Rechts und links der Straße wogende Kornfelder und dazlvijchsn in grüne Bäume gebettet Herensitze, auf denen heute noch wie vor hunderten von Jahren Abelsgefchlech- ter wohnen, aber mehr und mehr von der neuen Zeit verdrängt werden. Mülheim wacht eben auf. Auch dies ist eine Stadt, von Industrie erfaßt, zu- fammengebaut ohne Tradition, mehr der Ruhe gehörig als dem Rhein. Weiter geht es auf Siegburg zu, der Stadt, die durch ihr Zuchthaus bekannt ist, das oben auf einer Höhe liegt und das liebliche Siegtal überschaut, als fei es ein Schloß hoher Her- ren ober zum mindesten ein Sanatorium und nicht eine Strafanstalt. Ehe aber dieses liebliche Siegtal uns aufnimmt, ist der Wehrmutstropfen noch zu kosten. Hier an diesem wichtigen Brückenkopf sitzen die Franzosen zu Häuf, haben sie große Lageranlagen rrichtet, in denen es von Schmutz starrt, ob- wohl die deutschen Erbauer gezwungen wurden, geradezu luxuriöse Unterkunftsstatten zu schaffen. Hier grinst die schwarze Schmach frech dem Weißen ins Gesicht und denkt nicht daran, sich auf den ma- rokkanischen Schlachtfeldern für Frankreich Gloire zu opfern. Vorbei! Erst als wir die Grenze des Brückenkopfes hinter uns haben, vermögen wir voll die Geschichten am Abend. Don Maria M 0 n tz. Die e r ft e : Als das Feuer brannte, war es belagert von vielen, die sich wärmen wollten, oder ein Licht daran anzuzünden, um es auf ihren Tisch zu stellen über Blumen und Bücher. Oder sie brauchten die Glut, um ihre Suppe daran zu kochen. Als aber das Feuer daran verlosch, war der Herd einsam und ganz leer und der Wind blies die Asche in alle Himmelsgegenden. Die anderen aber freuten sich ihrer Wärme und des Lichtes auf dem Tifch und waren satt von der Suppe, dachte aber niemand an die gestohlene Glut und die erloschene Wärme. Wie sollten sie auch? Denn ihrer keiner hatte das Feuer brennen geheißen. Es gibt ja viele Märchen. Vielleicht ist dies eins und nicht einmal das traurigste. Wer weiß das? Die zweite: Am Fluß sang eine Nochttgall, Abend für Abend. Sie sang tief und schön, und sie konnte es immer besser. Auf einmal war sie still. Keiner hörte sie wieder. Was mit ihr geschehen ist, weiß man nicht. Vielleicht hat sie die Katze geholt ober ein Marder, vielleicht sitzt sie auf den Eiern ober füttert ihre Kinber. Es kann aber auch fein, daß ihr bas Herz gesprungen ist bei ihrem tiefsten bunkelsten Ton. Wer weiß bas? Riemanb, und das ist vielleicht gut. Denn bann würden die Leute nie mehr eine Nochttgall hören können, ohne an diese eine zu denken. Und es gibt ja doch viele Nachtigallen, so viele, daß es auf eine nicht ankommt. Denn man will, kann man jeden Abend ein andere hören. Schließlich, es muß ja nicht unbebinat eine Nochttgall fein; bie andern fingen doch auch ganz schön. Amseln zum Beispiel. Die dritte: Hunderttausend Rosen blühten im Garten, lieber Nacht schlug der Hagel hinein und am Morgen waren sie tot. „Vielleicht, wenn die Sonne genug scheint, kommen wieder neue, es sind so viele Knospen ba", sagte bie Prinzessin, als sie am Morgen in ben ©arten kam. Aber in der andern Schönheit dieser Landschaft zu genießen, die uns wie ein Reinigungsbad umgibt. In der Frühsonne erglänzend, windet sich durch prangnbe Felder, tief- grüne Wiesen, zwischen weiten Obstplantagen, deren Baume schon sich der Blüte entäußert haben, hindurch das Band der Sieg, immer wieder erinnernd an die Saale in der strahlenden Helligkeit ihrer Ufer. Ringsum werden diese von fünften Hügeln gesäumt, die wiederum Laubwald bekränzt. Iubi- liernb steigt eine Lerche auf. Höher und höher führt uns der Weg. Rauher wird die Luft, herber die Natur. Die Dörfchen, durch die wir kommen, ducken sich mehr und mehr zufam- men, verlieren den heiteren Anblick des Faehwerk- baus und zeigen mehr und mehr den Stein, der hier gebrochen wird. Basalt. Links von der Straße öffnet sich bas Runb eines solches Bruches. Gewal- tige Säulen,toie Orgelpfeifen fast, nebeneinander- gestellt, tragen eine dünne -Humusschicht, die nur sehr genügsamer Vegetation, wie Tannen Kiefern, Wacholbergebüsch und Ginster Nahrung gibt. So wie diese Steinsäulen nebencinanbergefieat sind, scheinen sie schon behauen zu sein, scheint bie Natur den Ehrgeiz gehabt zu haben, ihnen bereits bie Bestimmung vorzuzeichnen, Räuberfesten zu sichern, Flußläufe unb aar bas Wasser einzubammen unb schließlich sich als Dorbschwellen burch bie Stäbte des Lanbes zu ziehen. Höher hinauf ber Weg. Immer noch höher, bis bie Wolken fetzen vom Hirn- mel nach uns zu greifen scheinen. Dann auf eine Kuppe. Bald abgeplattet unb ganz mit blühendem Ginster bestanden. Ginster, Ginster, so weit man sieht, in gelben Zungen brennen b. Dann wieder stell hinunter, wieder hinauf und wieder hinab. An Schluchten vorbei, in denen sich Tannenwald zu- fammenbrängt, in mofigem Grün träumend. Und wieder hoch hinauf in einsame Oede. Wie ein Kra- tergrunb öffnet sich die Hochebene, in ihrer Mitte unendlich still, wie vom Star geschlagen, fast blind ber Augenspiegel eines Maar, eines jener vulkanischen Seen, wie sie bie Eifel birgt, in deren Tristheit alle Traurigkeit ber Welt versunken scheint. Trift auch die Siedlung, die sich hier Menschen bauten, Hadamar. Wie von einer unbestimmten Traurigkeit verhangen auch die Gesichter der Bewohner, die in dieser Einsamkeit leben und dem kargen Boden nur unter schwerster Arbeit ihres Lebens Not- dürft abringen. Wie schwarze Vierecke in den Hirn- mel hineingeschnitten, stehen Kiefernwälder da, die unvermittelt auf dem niedrigen Gestrüpp oder ben spärlich bestandenen Ackerfurchen aufsteigen. Dann bleibt bie Traurigkeit hinter uns. Frische Laubwälder drängen sich an den Weg, das Korn wird höher, sanft gleiten wir in ein Tal hinunter, durch das ein Dach schwätzend plätschert, das Idiom ber Bewohner gewinnt sübdeutsche Färbung, die Häuser haben helleren Anstrich, weicher runden sich bie Höhen unb in großer Schleife läuft ber Weg durch wohlbestandene Felder nach Limburg hinein. Ein Blick auf bie hohe Kirche, bie auf einem Basalt- ^(fen aufaerichtst, über ber Lahn thront. Ein Blick auch auf Den Marktplatz mit seinen alten, gedrängten Häusern, mit Bilbersprüchen unb Fachwerkge- zier. Noch einen Blick auf bie Stadt zurück, ein Blick auf ben Dom, ber den Talkessel beherrscht. — Belaubter oerben bie Wälder, freundlicher bie Felder. Eingebettet in Obstgärten bie Dörfer, die wieder farbige» Fachwerk zeigen. Fröhlich treibt bie Ems Mühlen. Hier ist der Goldene Grund und wahrhaft golden ist dieser Grund mit feinem schon befruchte tert Korn dem hellen Grün seiner Obstbäume unb ben flachshaarigen Kinbern, bie unter Gelach unb Gekreisch die watschelnde Herbe ber Gänse zur Tränke treiben. Wieber steigt bie Straße an. Wälber nehmen uns auf. Braun unb buftig links ber Straße bunt- ler Tannenwald, während sich rechts an die Straße licht und von Sonnenflecken durchspielt mit schlanken hochragenden Bäumen Buchenwald angestedelt hat, der zum Rasten auffordert. Immer weiter Walder, Wälder, mehr und mehr Buchen, bann Eichen bazwischen, deutscher, echtester deutscher Wald. Nun ein überraschender Rundblick über ein durchflossenes Tal mit Wiesenhängen, von einem blauen Schleier überflimmert. Der Taunus hat uns aufgenommen. Gepflegter werden die Straßen. Wanderer ziehen singend balin unb werfen uns Blumen- sträucher in ben Wagen. Schnurgerabe ist ber Fahrweg. Immer noch links Tannenwald und rechts bas helle Grün der Buchen. Nur ein Blick auf bie hochragende Ruine, mehr erlaubt bie Zeit nicht, von Bad Königstein zu sehen. Weiter rast ber Wagen, bis bie Borftabt von Frankfurt bas Tempo hemmt. ♦ ♦ Nicht um Stäbte zu schauen, ist man gefahren, Natur, Natur will man In sich aufnehmen. Den Main entlang geht e» weiter, lieber ihn hinweg auf steinerner Brücke unb bann in bas Vorgebirge bes Spessarts hinauf, bas weiche Konturen zeigt unb nichts von jenen Räubergeschichten ahnen läßt, bie uns Hauff erzählt. Dann wieder hinunter zum Main, der geruhig zwischen seinen grünen Ufern fließt. Nun sind wir im bayerischen Gebiet. Weißblau leuchten bie Wegweiser unb gelb finb die Post, kästen, bie man an den Häusern der wohlhabenden Dörfer sieht. Auch Aschaffenburg darf uns nicht lange aufhalten, wenn auch bie herrliche Schloß- terra sie mit ihrem dlühenben Rosengesträuch zum Ruhen und '.Haften geradezu zwingend einlabct Weiter geht's. Wieber steigt bie Straße. Wieder umfängt uns Waldesluft. Herrlicher, ozonreicher noch als drüben im Taunus. Noch einmal müssen wir über ben Main unb bafür tief ins Tal hinunter. Und dann geht es immer zwischen Tannen hindurch, hinauf in den Hochspessart. Ist dieses Waldgebiet schön! Gibt es irgendwo in Deutschland noch einen Ort, ber so in meilenweiten Wäldern eingebettet ist, wie dieser köstliche Flecken Rohr- brunn, dem niemand das Recht abftreiten wird, sich Luftkurort zu nennen. Immer tiefer werden die Wälder, immer höher recken sich die Tannen empor. Immer mächtiger werden die Buchenstämme, sich mit Eichen um den Platz streitend. '2lbv trotz des dunklen Tannengrüns, trotz der Unendlichkeit dieses Baumgewirrs von Buche und Eiche, Eiche und Buche hat dieser Wald eine Helle Festlichkeit, gibt er Durchblicke ungeahnter Schönheit frei, weit über Wälder hinweg, weit über Höhen, deren Baumkronen von einem sanften Zephir wiegend bewegt wird. Oh nein, der Spessart ist etwas ganz anderes, als man ihn in der Jugend träumte, da man Hauffs „Wirtshaus im Spessart" las unb Dunkel- feit unb Einsamkeit fürchtete, in ber Räuber lauern können. Geht man nur einen Schritt vorn Wege, so umfängt einen ber Wald mit mütterlichen Armen. Man streckt sich aus in ein Feld von blühenden Maiglöckchen unb schaut burch bas grüne Laubdach hindurch in einen strahlend blauen Hirn- mel. Oh, wie ist es hier schön! Deutscher, warum kennst du so wenig bie Schönheit beiner Heimat. Fast ohne Uebergang führt hier bie Straße hinunter ins Tal. Hügel sind noch rechts und links, aber hier ist ber Walb ausgerodet und vielfältige Frucht tragen die Felder. Die Straße macht eine Biegung und auf einmal, ganz unerwartet, klimmen zu beiden Seiten Weingärten hinan, deren Trauben den Doxbeutel keltern, unb schon ist auch Würzburg ba. Und über die Brücke, die von zwei Löwen bewacht wird, geht es hinein in die köstliche Stadt, auf daß diesem gnadenreichen Tage noch eine holde Krönung werde durch St. Kilians Gaben. Nicht so schnell kann man sich am Morgen von Würzbura losreißen. Immer wieder hängt ber Mick am weinbestandenen Berge, den das geruhige Geviert ber Festung abschsteßt. Immer roieber will dieses unb jenes Haus altbeutfcher Architektur einen in Bann schlagen, mag man sich nicht aus bem teinernen Traum lösen, als ber bi« Residenz ba- tcht. Nun liegt die Stadt hinter uns, und wie zum lesonderen Feste geschmückt umgibt sie ein Kranz hn alten Gelb leuchtender Lupinenfelder, die berauchend itiit ihrem Dust die Luft burchschwänoem. Wieder -jähen und Täler. D Täler weit, 0 Hohe/.. Altmeister Thomas Landschaften breiten sich verwirklicht vor dem trunkenen Auge aus. Hier scheint alles zu blühen. Jeder mit Rotdorn bestickte Strauch am Wege, jede Wiese ist ein Blütenmeer. Tänzerisch wie Elfen, die der Sonnentag schus, schwingt sich ein Reigen von Birkenstämmchen einen sanften Abhang hinauf. Dann wieder ber Schatten eines Laubwaldes unb wieder golblobembe Lupinenfelder. Eine Schafherde kreuzt unsere Straße, erschreckt ducken sich Oie wolligen Tiere vor dem fauchenden Ungetüm zu einem Haufen zusammen, oom eifrigen Spitz zum Ueberfluß noch anaebellt. Aengstlich blökt ein weißes Lämmlein nach ber Mutter. Alle Dörfer haben hier fast Stabtcharakter. Mit hohen, fchindelbebeckten Firsten, bie tief hinunter- reichen, scharen sich bie Häuser um die hochgelegene Kirche. Ein Tor führt in die Siedlung hinein und ein gleichbewährter Ausgang entläßt uns. Jede Siedlung einer Wagenburg vergleichbar, wie unsere germanischen Voreltern sie xusammenstellten, wenn der Feind sich nahte. Hier spricht jeder Stein vpn deutscher Geschichte. Hier aus dieser Natur ist sie geboren, unb hier in dieser Natiir hat sie unvergängliche Denkmale sich geschaffen. Nacht erfroren alle Knospen und am Morgen gingen die Blätter gelb. „Ach," sagte die Prinzessin, als sie im Garten spazieren ging, „reißt bie Dummen Rosen aus. Ich will mich nicht mehr über sie ärgern. Ich will überhaupt keine Rosen haben unb Ball spielen. Uederhaupt — Rosen find gewöhn- lief) vulgär sind sie — unb in unserem Treibhaus wachsen viel schönere Blumen." Schießlich, man kann ja nicht wissen, vielleicht hat sie recht. Prinzessinnen haben immer recht — wenigstens im Märchen. Vielleicht auch sonst noch irgendwo, aber das weiß ich nicht mehr so genau. Die vierte: Ein Mensch wollte gerne sterben. Da nahm er ein spitzes Messerchen und ritzte sich damit bie kleine blaue Aber, die über sein Handgelenk lief und immer fa lebendig hüpfte. Als aber das Blut her- ausfprang, da war jeder Tropfen ein funkelroter Stein, edel unb kostbar, und je mehr das Blut floß, um so rascher sprangen, rollten und fielen die Steine. Ach, dachte der Mensch, da wollte ich ster- ben, weil bas Leben arm und traurig war, aber nun bin ich reich. Warum bin ich nicht eher auf die Idee gekommen? Verband seine Wunde, las seine Schätze sorgfältig zusammen unb der Goldschmied bewunderte ihren schönen Schüft und gab ihm viel Geld. Später, viel später traf ber Mann eine Frau. Sie war sehr schön, er liebte sie. Nur war er immer traurig, wenn er bei ihr war. Sie hatte eine Kette um ben Hals von lauter roten Steinen und sie lagen wie Blutstropfen auf ber weißen Haut. Die letzte: Abend für Abend erzählte der fremde Mann. Immer trauriger wurden bie, bie ihm zuhörten. Sie merkten, daß es bunlel würbe, unb daß ihre Hänbe leer waren. Schweigend taten sie am Tage ihre Arbeit und keiner hörte ihre Frauen fingen. Trotzdem mußten sie immer wieder hingehen, unb bie Frauen brachten sogar ihre Kinder mit, bie sie noch nicht allein (offen konnten. Ein Abend war schwül unb gewitterig. Kein Stern war ba unb es war buntler als sonst. Da kam ein Kind gelaufen unb auf feiner Hanb flimmerte ein sanftes grünes Leuchten. „Guck doch, ich habe einen Stern gefunden —" rief es unb freute sich. Aber ber Mann sagte: „Stern nennst du das? Das ist ein winzig kleines Tier, am Tag ist es häßlich unb ich kann es tottreten, wenn ich will." Da sah das Kinb ben Mann mit großen Augen an unb sagte: „Ach du, es leuchtet aber doch —" Da stand der Fremde auf unb ging weg. Man sah ihn nie mehr. Bold vergaßen die Menschen, daß er dagewesen war und sie traurig gemacht hatte. Von dem Kinde sagen manche, es sei später mit ihm nicht ganz richtta gewesen—andere, wenige behaupten, alle Dinge hätten aufgeleuchtet in der Berührung seiner Hande — und so wäre es also ein Dichter gewesen? Wie gesagt aber, sie sind sich nicht einig geworden — und vielleicht hatte« sie beide recht. Willst du es entscheiden? Die Gemälde des Polygnot. Vierter Delcker^vortrag von Professvr Schrader. Am 26. 3uni sprach der hervorragende Frankfurter Archäologe HanS Schrader vor einer stattlichen, gespannt lauschenden Zuhörerschaft über Polygnot. Don den Werken dieses großen Malers der perikleischen Zeit ist nicht daS kleinste Bruchstück erhalten. Die Hatten und Tempel, deren Wände er mit großartigen, si- gurenreichen Kompositionen geschmückt hat, sind bis auf geringe Reste verschwunden. Tiber em eigenes Schicksal hat es gewollt, daß gerade von seinen Werken ausführliche, Figur für Figur beschreibende Schilderungen erhalten sind, daß gerade er zu den ganz wenigen bildenden Künstlern gehört, die in den Werken deS Aristo- telev erwähnt und gepriesen werden. Dieser nennt ihn einen guten Ethographen und Witt Damit sagen, daß seine Kunst auf die Darstellung deS Innerlichen und der gesamten seelischen Hal- tung deS Menschen ausgegangen sei. So ist die Phantasie und der Scharfsinn b* Altertumsforscher von jeher bemüht gewesen, sich in ®t- öienstag, 5ü. Juni 1925 Dieses Denkmal, dessen Zinnen unb Türme nun am Horizont auftauchen, nun von fern schon wissen laffenb, daß man sich einer wahrhaften Stabt nähert, einer Stabt, die viele Feinbe vor ihren Mauern sah. viele siegreich abjchlug unb sich in höchster Gefahr rettete durch Den wackeren Trunk ihre» Bürgermeisters, Rothenburg, dies Denkmal deutscher Kultur, bas in ganz Deutschland nicht seines gleichen hat, ist das köstliche Ziel unserer Fahri von der Ruhr bis ob ber Tauber. Aus der Provinz. Landkreis Gießen. X K l e in - L i n b c n , 29. Juni. Dährcnb hier in den letzten Jahren bie Bautätigkeit ganz ruhte, ist nach Beendigung der Felbbereinigung unb Eröffnung neuer Baulinien eine große Bauluft eingetreten. Viele zur Miete wohnenbe Familien sind baren, sich ein Eigenhaus zu bauen; es werben keine Anstrengungen gescheut, bies Ziel zu erreichen. Durch Verwendung früher hier nicht gebräuchlicher großer Zementschlackenfteine wirb es möglich, ein mittelgroßes Wohnhaus in einigen Wochen im Rohbau fertigzuftellen. Diese Steine sind sehr fest, anscheinend warmhaltig und werden vielfach durch Sclbfffabri- fation hergestellt. Wie bei allen Unternehmungen beut, spielt natürlich die Geldbeschaffung eine große Rolle; in dieser Hinsicht war es früher besser bestellt. d" Lollar, 30 Juni. Zu der am nächsten Sonntag bevorstehenden Bürgermeisterwahl sind bis jetzt zwei Kandidaten genannt, unb zwar ber seitherige Bürgermeister S rtj m i b t unb bas Gemeinbcratsmitglied Wisseman n. Letzterer ist eine in allen Kreisen ber Einwohnerschaft bekannte Persönlichkeit. Heber ben Ausgang ber Wahl ist sehr schwer etwas vorauszusagen. • Großen-Duseck. 28. 3uni. Heule fand hier in unsrem Kirchspiel das ®uftan-2lbDlt* Fest für das Dekanat Gießen statt. Morgens predigte Pfarrer L 0 r h . vor dem Kriege in Deutsch-Ott in Lothringen, jetzt in Burg- Gräfenrode, in Oppenrod unb mittags hier in der lieblich geschmückten Kirche vor den zahlreich erschienenen Gustav-AdolfS» Freunden. unter denen auch bi« auswärtigen Festgäste nicht fehlten. Aus seiner 28jährigen Tätigkeit in ber Lothringer Gemeinde hart an der Grenze wußte er außerordentlich anschaulich von der Äot, aber auch von der Gründung evangelischer Gemeinden zu berichten. Die oberste Schulklasse unter Leitung von Rektor Inderthal, sowie der hiesige Posaunenchor belebten durch ihre Mitwirkung den FestgotteOdienst. Aach einer Pause sand sich wieder eine zahlreiche Zuhörerschaft im Drückschen Saale ein. Dort erstattete Pfarrer Decker- Gießen den Rechenschaftsbericht und zeigte dabei, wie der Gustav-Adolf-Verein ein treuer Helfer ist unsren Auslanddcutschen. Wo evangelisches GlaubenSleben herrscht, da besteht auch der Zusammenhang mit bem deutschen Vaterlande. Pfarrer L 0 r tz zeigte dann an ergreifenden Beispielen, waS die Evangelischen von Frankreich, das doch die „Glaubensfreiheit" zu- sicherte, zu erdulden hatte Don der verheißenen Brüderlichkeit, Gleichheit, Freiheit und Mensch- liebtett in alter und neuer Zeit war nichts zu spüren. KircheTrrat Strack- Gießen, begrüßte mit herzlich' n Worten als Vorsitzender des Zweigvereins die Gemeinde und ermahnte zur Treue gegen die Glaubensgenossen, sowie zur regen Beteiligung am Haupftest im September in Gießen. Vorträge deS Posaunenchors ver- schönten auch diese Feier. Zrnn Schluß gedachte der Ortspfarrer des 28. 3uni als deS Tages, wo der Friede von Dersailles geschlossen wurde, mahnend trotz allen Anrechts, daS unferm Vaterland« durch denselben widerfahren ist, erst reckt treue evangelische Christen zu sein, denn unser Glaube ist doch der Sieg, der auch diese Welt der Lügen überwinden wird. Die schöne Feier Nana auS in dem gemeinsam gelungenen Liede: .Ich hab mich ergeben". Dte Kollekten erbrachten die Summe von etwa- mehr denn 100 Mark. !*! Elimbach, 29. Juni. Der dienst- älteste Bürgermeister deS Kreises Dießen dürste der hiesige Bürgermeister Stein sein. Or leitet seit 42 Jahren die Verwaltung der Gemeinde. Da er auf ein Alter von 76 Jahren zurückblickt, so hat er Die Absicht, sich nicht mehr aufstellen zu lassen. ' Watzenborn-Steinberg, 30. 3uni. Der älteste Einwohner unserer ®e- danken oder in Zeichnungen PolygnotS Kunst zu vergegenwärtigen. Kein Geringerer al« Goethe hat sich mit seinem Meyer eifrig Darum bemüht, Weicker in einer in der Berliner Akademie gelesenen Abhandlung ausführlich darüber gehandelt. Erst seit den achtziger Jahren ist man wesentlich weiter gekommen durch Die Auffindung von griechischen Dasengemalden, die, offenbar unter dein Eindruck polhgnotischer Kunst entstanden, einzelne Motive oder ganze Gruppen für ihre dekorativen Zwecke verwenden. Der Vortragende suchte von hier aus einen neuen Weg zum Verständnis der polygnotischen Malerei, indem er zum Vergleich mit solchen polhgno.ttsch beeinflußten Vasenbildern Werke ber gleichzeitigen großen Bildhauerei beranzvg. die, wie jene Wandgemälde, zum Schmuck hervorragender Bauten gedient haben, wie diese also in architet- tonischen Rahmen zur großen Wirkung in Äähe und Ferne bestimmt waren. 3n diesem Sinn« erläuterte er hn einzelnen die Giebelgruppen und Metopen vom Zeustempel in Olhmpia und fand in ihnen überraschende Parallelen zu jenen Vasenbildern, zugleich aber auch darüber hinaus den deutlichen Ausdruck einer vertieften, aufS Innerliche gerichteten Auffasfung der alten Sagen und Menschentypen, also gerade das, waS wir als bezeichnend für Polygnots Kunst auffassen müssen. In einem einzelnen Falle, an ber Gruppe der Ken tau ren kämpfe auf dem Westgiebel, scheint sich mit Sicherheit zu ergeben, daß ein großes Wandbild polygnottscher Art die ©lebet* darstettung angeregt hat, die aber um der architektonischen Wirkung willen viele im Gemälde frisch empfundenen Motive abgeschwächt und zurechtgerückt hat. Aber im ganzen genommen ist in den Ochmpia-Skulpturen eine ganz auffällige innerttche Verwandtschaft mit'polhgnotischer Malerei unverkennbar: sie können am ehesten einen Blick in das Innerste dieser Kunst gewahren. — Der auf nächsten Freitag, den 3. Iuki, au- gefetzte Vortrag von Prof. Bieber totrb laut Inserat wegen der an diesem Abend stattftnden- den Opernaufführung auf Dienstag, den 14. Iuli. verschoben. v.\ e i n b e, Johann Eberhard P t tz, früher Weih- bindermeister und Landwirt, feiert heute, 30. Juni, seinen 90. Geburtstag in voller Gesundheit. Seine Nachkommen bestehen aus sechs Kindern, 19 Enkeln und 10 Urenkeln. is. Steinbach, 29. Juni. Auf dem Ge- sangswetLstreit in TraiS a. d. Lda. errang der hiesige Gesangverein „Germania" unter scharfer Konkurrenz mit 167 Punkten in der ersten Landklasse den ersten Preis. — Bei der am nächsten Sonntag stattfindenden Bürgermeisterwahl dürfte unser seitheriger Bürgermeister Krämer einstimmig wieder- gewählt werden, da bis dahin kein Gegenkandidat aufgestellt wurde. * Hungen, 28. Juni. Dem Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr zu Hungen Gustav Gerhardt wurde beute durch Kveisfeuerwehrinspektor Dickors das von der Regierung verliehene Ehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit überreicht. Kreis Friedberg. ' Friedberg, 29. Juni. Wie Regierungs- rat Dr. Rindfuß vom hiesigen Kreisamt in einem Artikel im „Oberhess. Anz." mitteilt, wurden im Kreise Friedberg im Jahre 1 9 2 4 insgesamt 19 2 Neubauten, darunter 132 Wohngebäude mit 176 Wohnungen errichtet. Don den 132 neuerbauten Wohnhäusern waren 121 Kleinhäuser mit 1 bis 2 Wohngeschossen. Darunter entfielen Neubauten auf Bad-Nauheim 13, auf Friedberg 45, Wohngebäude auf Bad- Nauheim 13, auf Friedberg 13, einzelne Wohnungen auf Bad-Nauheim 214, auf Friedberg 21. Der Landkreis Friedberg ohne die Städte Friedberg und Bad-Nauheim, die den Ertrag ihrer Sondersteuer selbst bewirtschaften, erhielt vom Staat aus dem Ertrag der Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz 63 000 Mk., womit 55 Wohnungen mit Daudarlehen beliehen wurden. ' 1*1 Münzenberg, 28. Juni. Zu einer gewaltigen Kundgebung für da - bemühte Deutschtum gestaltete sich die von dem Jungdeutschen Orden. Ballet Oberhessen, heute veranstaltete Sonnenwend- feier. Früh morgens trafen schon die Ordensbrüder der Bruderschaften Gießen, Laubach, Lich» Gedern, Offenbach a. M., Lauterbach, Lützel- linden, Friedberg, Bad-Nauheim, Büdingen, Bleiche—Niddertal und Biebertal ein. Auch der Wikingbund, Stahlhelm und die Nationalsozialisten hatten der Einladung zahlreich Folge geleistet. Alm 11,30 Tlhr fand ein^F eldaotteS- dienst auf dem Steinberg bei Münzenberg statt, der durch den Ghoral „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" nach echt christlicher Weise eingeleitet wurde. Nun folgte die Predigt des Pfarrers Adolpb - Gießen, in derer in ermahnenden Worten der Jugend anS Herz legte, welche Verantwortung sie trage durch den Niedergang unseres Vaterlandes. Hierauf schloß sich eine Besichtigung der einzelnen Wanderabteilungen an, die Komtur Major a. D. Wichert- Büdingen und Dalleiwanderwart Dr. Weimer-Büdingen abhielten. Die Besichtigung zeigte, daß die Wanderabteilungen ihrer körperlichen Ertüchtigung Genüge geleistet hatten. Sodann rücften die Einheiten nach Oberhörgern zurück. Um 3 Uhr nachmittags versammelten sich di« jungdeutschen Brüder und Gäste bei der Oberhörgener Mühle. Komtur Wichert ergriff zu. Beginn das Wort und zeichnete in kurzen, ernsten und markigen Wckrten die außen- und innenpolitische Lage unseres Reiches. Hieran schloß sich 'die Erhebung der Gefolgschaft Holzheim zur Bruderschaft und die Bannerweihe der ^uderschaften Gießen, Lich, Gedern, Holzheim ichd der Junagefolgschaft Klein-Linden. Auch eine größere Anzahl Novizen wurden nach ihrer b Schotten, 29. Juni. Gestern fand, wie schon kurz aemeldet, hier unter großer Beteiligung der Bevölkerung die Bürgermeisterwabl statt. Ausgestellt roaren zwei Kandidaten, der seitherige Düraermeister Menge! und der Kaufmann Hermann D u ch a r d t. Der Wahlausschuß Menge! hielt am Freitagabend eine Bürgeroeffamnüung in der Turnhalle ab. Gegenredner traten nicht auf. Die Wahl Mengels war so gut wie sicher. Trotzdem war die Aufregung am Wend de» Wahltages ungeheuer. Eine große Menschenmenge erwartete da» Resultat vor dein Rathaus. Bürgermeister M e n - g e l erhielt 1065, Duchardt 155 Stimmen. Ein brausendes Hurra erfolgte hierauf von der Mange. E» formierte stch sofort ein Fackelzug mit Musikbegleitung mit dem Gegenkandidaten an der Spitze unter Beteiligung fast der gesamten Einwohner- schäft Schottens und marschierte zum Hause des Bürgermeisters. Hier angenommen, spielte die Musik, der Turn- und Gesangverein sana ein Sieb, und alles stimmte ein in den Hochruf auf den Bür- germeister. Der Bürgermeister hielt unter großer Ergriffenheit eine kleine Dankrede und aelobte, auch fernerhin für da» Wohl der Stadt zu sorgen. Ver- trauen um Vertrauen, Treue um Treue! Alsdann setzte sich der Zug abermals in Bewegung, und es ging nun in die Turnhalle zu einer Feier. Die Stadt Schotten hat also fast einmütig ihrsm seitherigen Bürgermeister erneut da» Vertrauen ausgesprochen. — Vergangene Woche ist die Ersatz- gl o ck e für die wahrend des Krieges abgelieferte Glocke eingetroffen. Am Freitagnachmittag wurde sie an ihren Ort aebracht und am heutigen Sonntag e i n g e w e i h t. Die neue Glocke ist um das Doppelte größer als die alte Glocke. -v Schotten, 28. Juni. Seitdem Stadt- vvrstand und lokale Ausfchüffe der Verschönerung des Stadtinnern und gefälligem Blumenschmuck das Wort redeten, hat sich unser Stadtbild sehr zu seinanGunsten verändert, unb man darf erwarten, daß diese Veränderung im Lcuife des Jahres noch weitere Fortschritte macht. Diele Häuser der Hauptstraßen haben ein neues Gewand bekommen. Man bevor- zuat satte Farbentöne, die aber durchaus nicht aufdringlich wirken, sondern dem Ganzen einen belebten, farbenfrohen Ausdruck verleihen und Auge und Herz des Beschauers erfreuen. Äugest achelt von dem Reiz des Wettbewerbs, zeigen Fenster und Balkons herrlichen Blumenschmuck, der wie ein blühender Willkomm anmutet. Natürlich dominiert daS weithin leuchtende Rot der Geranien, die sich deshalb so großer Gunst erfreuen, weil sie unentwegt Blüten auf Blüten treiben, bis ihre Kraft erschöpft ist. Auch sonst hat sich manches verändert, was der Stadt zum Vor^il ist. Tlnschönes ist verdeckt, verschwunden, eine stattliche Zahl von Ruhebänken, in der Um- gebung ausgestellt, lädt zum Ruhm und zu stiller Beschaulichkeit ein, während ringsum die grünen, lebenspendenden Berge des Vogelsbergs mrd seine von Buchenwald umsäuinten Wiesentäler grüßen. Man sollte wünschen, daß der Gedanke, das Heimatbild zu verschönern, selbst bis ins kl ein st e Dorf hineingetra- gen würde. An gutem Willen dürste eS auch in der dörflichen Welt nicht fehlen. Wenn erst die anregende, beratende und führende Hand sich findet, dann wird der Eifer, an ber Verschönerung des Dorfvildes zu arbeiten, nicht erlahmen. Vielleicht bedürfte es nur einer Anregung seitens der KreiSämter, und auch di« dörfliche Bevölkerung würde den Gedanken, das Heimatdorf zu verschönern, um es um so mehr lieben zu förmen, mit Freuden auf greifen. fll Laubach, 30. Juni. Heute fand die Wahl des Beigeordneten statt. Der bisherige Beigeordnete, Kaufmann Diehl, wurde mit 280 Stimmen (von 1279 Stimmberechtigten) wiedergewählt. Ein Gegner war nicht aufgeftellt toorfcen. — Nach der Zählung vom 16. Juni £>$. Is. beträgt die Einwohnerzahl der Stadt insgesamt 1829. Vorübergehend anwesend waren an diesem Tage (es war das Fest des .Laubacher Ausschusses") 156 Personen — Dem» nächst ftndet hier eine Beratung der Stadtverwaltung mit der .Deutschen Siedlungsgenossenschaft", e. G. m. b.H., mit dem Sitz In Heidelberg statt. Diese Gesellschaft beabsichtigt, zur Linderung der Wohnungsnot auch hier Häuser zu errichten und zu vermieten. Ein gleiches ist, wie wir hören, in Schotten und Gedern geplant. — An Stelle deS verstorbenen Bäckermeisters Gemeinderat Friedrich Gö- b e l ist Kammerdirektor Birnbaum in den Gemeinderat eingetreten. — Der Erweiterungsbau deS Johann-Friedrich. Stifts an der Schottener Straße macht gute Fortschritt«. Der Sockel, aus Schichtmauerwerk von schön behauenen grauen Öungfteinen bestehend, und das Erdgeschoß stehen bereits im Rohbau und stellen sich (24 Meter lang, 12Va Meter breit) recht stattlich dar. Im Erdgeschoß wird (in der Mitte mit vorspringendem Erker) ein Operationssaal hergerichtet werden. Das Krankenhaus, das noch ein Obergeschoß erhalten soll, wird gegen 40 Betten enthalten. Dr. Philippi, früher in Münzenberg, wird an der segensreichen Anstalt arbeiten. „?" Ober - S ch m itten, 28. Juni. Bei der heute stattgehabten Beigeordnetenwahl ist Friedrich Schnabel mit 132 Stimmen tzum Beigeordneten gewählt worden. Sein Gegenkandidat Wilhelm Wirth III. konnte 88 Stimmen auf sich vereinigen. Im Verhältnis «ur Bürger- meifterwahl war die Wahlbeteiligung schwach. Sie betrug nur 67 Prozent. Insbesondere war es der weibliche Teil, der sich als wahlmüde zeigte. — In Rainrod wurde bei scharfem Wahlkampf August Konrad mit 218 Stimmen zum Beigeordneten gewählt. Sein Gegenkandidat K. V i e h l erhielt 154 Stimmen. . )—( Ruppertsburg, 28. Juni. Nach der letzten Volkszählung hat unsere Gemeinde 694 Einwohner gegenüber 680 bei der vorhergehenden Zählung. Dem Geschlechte nach sind 323 männ- lich und 371 weiblich. Sie verteilen sich auf 138 bewohnte Häuser mit insgesamt 160 Haushaltungen. Die Berufszählung ergab 145 landwirtschaftliche und 63 gewerbliche Betriebe als Haupt- und Nebenberufe. Bei den landwirtschaftlichen bandelt es sich fast nur um kleinere Betriebe. Nur 6 bewirt- schäften mehr als 40, darunter nur einer über 100, aber weniger als 200 Morgen. Viele sind nur Nebenberufe der zahlreichen Arbeiter der Fabrikbetriebe zu Friedrichshütte. § Ulrichstein, 29. Juni. Am aestrigen Sonntagnachmittag fand auf dem Schlohberg ein Volksmissionsfest statt, das auch auS der Umgegend, insgesamt von etwa 450 Personen, besucht war. Die Ansprachen waren von Darbietungen deS MusikvereinS Ulrichstein, gemeinsamen Liedern und Gebet umrahmt. Der Orts- geistliche, Pfarrer Kornmann, sprach über Hebräer 13, Vers 14 als „ein Ruf an die Jugend — ein Wort an die Eltern , Pastor Horst, der jetzt im Dienst der oberhessiscyen kirchlichen Vollsmission steht, sprach über Jes. 43. Vers 4 „eine frohe Botschaft". Die Kollekte für die VoWmission ergab 57 Mark. Kreis Alsfeld. Alsfeld, 29. Juni. Gestern sand dahier da» SSjähriae Stiftungsfest des Radfahrklub» Brabant, verbunden mit dem Dundesfest des Radfahrerbundes Oberhessen, auf dem Lindenplatz statt. Die Festlichkeiten wurden eröffnet durch Konzert, Reigenfahren, Gesangsvorträge, turnerische Vorführungen cm Samstagaoend. Am Sonntag morgens um 5 Uhr fand die Abfahrt der Rennfahrer für das große Straßenrennen statt, das für die Jugendklasse 40 Kilometer, Altersklasse 50 Km., Ansängerklaste 80 Kilometer und für die A-Älaffe auf 105 Km. festig gesetzt war. Die zurückgelegten Zeiten waren durchweg gut, immerhin war da» gebirgige Gelände im Kreise Alsfeld mit teilweise starken Steigungen für manchen Fahrer doch eine ungewohnte Anstrengung, so daß es manche Ausfälle aab. Um 2i Uhr bewegte stch ein imposanter Korso und Festzug der 26 teilnehmenden Radfahrervereine durch die Straßen unserer Stadt. Besonderen Eindruck im Festzuge machte die Reitergruppe des Reitervereins Alsfeld. Auf dem Feftplatze begrüßte der Sun- desoorfitzende Mü 1 ler - Lich die Festversammlung, indem er mit markigen Worten die Entwicklung und Bedeutung des Radfahrersports schilderte. Weitere Ansprachen schlossen sich an. Für den Radfahrklub Brabant sprach dessen Vorsitzender I a • tob Knierim II. Die Glückwünsche der Stadt Alsfeld überbrachte Bürgermeister Dr. V ö l s i n g. Von den Frauen und Jungfrauen des Vereins wurde ein Bandolier für die Standarte des Verein» und eine Fahnenschleife überreicht. Gegen 5 Uhr fanh alsdann in der Festhalle die Preisoerteilung statt. Verschiedene Reigen, die vorgeführt wurden, fanden großen Beifall. Abends nach eingetretener Dunkelheit wurde ein großes Brillantseuerwerk abgebrannt. Auf zwei Tanzböden wurde, wie immer, eifrig getanzt. Am Montag bewegte sich der Festzug, diesmal in kleinerem Maßstabe, wieder nach dem Festplatz, woselbst Reigenfahren, Volksbelustigungen und Tanz den Abschluß des Festes bildeten. Infolge des günstigen Wetters war der Besuch des Festes, besonders am Sonntag, ein außerordentlich großer, die neue Festhalle war am Samstagabend bis auf den letzten Platz besetzt. Hesson-NeFau. V Hermannstein, 29. Juni. Unser Ort wird nun die langersehnte Wasserleitung bald bekommen. Die Hauptqlwlle wird in der- Nähe des Girmeser Wäldchens aesaßt werden, wo man reichlich Wasser zu finden hofft. Bei dieser Höhe des Wasser- dehälter- wird der Wasterspiegel noch mindestens 10 Meter über die Wobnungen der höchsten Ortslage hinausgehen, so daß also jede» Wohnhaus mit Trink- wasser aus der Wasserleitung versorgt roerten kann. Sollte das Wasser der einen Quelle doch nicht ausreichend sein, so wird noch eine zweite Quelle in den Wiesen am Blarbachtal gefaßt werden. Der gesamte Bau der Wasserleitung wird auf 70 000 Mk. berechnet. Sobald die Finanzierungsfrage erledigt ist, wird mit dem Bau begonnen werden; vielleicht noch in diesem Hordst oder im nächsten Frühjahr. ][ Marburg, 29. Juni. Gelegentlich der gestern hier tm Landgrafenhause abgehaltenen Jahresversammlung deS ilnincrf1- tätSbundeS Marburg wurde auch eine Rheinlandfeier abgehalten. Sie begann mit einem Festakt in der Aula bet Universität, wobei Prof. Dr. Edmund Stengel über „Rheinland« und das Reich" sprach. Anter den zahlreichen Teilnehmern bemerkte man auch Ober- Präsident Dr. Schwandet aus Kassel. Nachmittags schloß sich eine alla«neine Feier int Stadion an, an der die Garnison, die Studenten und die Vereine teilnahmen. Ansprachen hielten Oberbürgermeister Dr. Voigt, Rechtsanwalt Dr. Grimm und ßanbrat Schwebel. Die Schuljugend führt« unter der Leitung des Turnlehrers Fischer wvhlgelungene Massenfreiübungen vor. Abends fand bann bei dem BiSmarck- turm, mit dem Sonnenwendfest der Studentenschaft verbunden, eine Rheinlandfeier statt, bei der stub. jur. Schallwig und der Rektor der Universität, Konfistorialrat Professor D. Bornhäuser, Ansprachen hielten. Mit einem Fackelzug nach dem Kämpfrasen schloß der Tag, der Marburg einen großen Fremdenverkehr brachte. fpd. Frankfurt a. M, 29. Juni. Die Jugend wvh lfabrtS-Lotterie, deren Hauptgewinn nach Bad Homburg v. t>. H. fiÄ. stand unter einem Tlnftern. Oer Loseverkauf durfte auf Beschwerde der Sotterieeinnehmer nicht mehr im Straßenhandel stattftnden und muhte ftch auf di« freundliche Hilfe von Ladenbesitzern beschränken. Dadurch kam es, daß von den vor- gesehenen 800 000 Losen 100 000 unverkauft blieben. Di« Folge war eine wesentliche Herabsetzung der Preise, indem ein Achtel der Gewinn« eingezvgen wurde. Man hatte mit einem Reiirgewinn von 300 000 Mk. gerechnet, die Unkosten verschlangen aber derart hohe Summen, daß man jetzt ziffrieden ist, toerm ein Remgewinn von 200 000 Mk. übrig bleibt. Don dem Erlös Wenn ich dich nicht brauchen kann? Kaufst du wieder Schuhcreme ein, DarFs die Marke „Welt" nur sein! I jsS- iw •. ■ 1 \:>v . ♦. ’-'l' : WO fällt ein Drittel an die Weg scheide, em Drittel an die konfessionellen Verbände und ein Drittel an die übrigen Einrichtungen der Iugendwchl- sahrtspflege. 3m allgemeinen brachte die Bevölkerung der Lotterie recht wenig Verständnis entgegen, die Brückenbau-Lotterie war weit mehr volkstümlich. Der erste Hauptgewinn fiel einem jungen Zahnarzt, Dr. Mela, zu. der sich nun auS dem CrlöS des Gold- und Silberschatzes eine eigene Praxis in Frankfurt gründen will. — Ein Arbeiter in der Glauburgstraße kam fast jeden Abend angetrunken nach Hause und mißhandelte dann seine Frau. Dieser Tage reifte die Frau zu ihren Verwandten nach Aorddeutschland. AlS man den Mann mehrere Tage nicht gesehen hatte, lieh man die Wohnung öffnen und sand ihn tot im Bett vor. Er war einer Alkoholvergiftung erlegen. — 3m Dahnhofsviertel, wo eS sich unangemeldet aufhielt, wurde ein von zahlreichen StaatSan- wattschaften gesuchtes Detrügerpaar verhaftet. Es handelt sich um den 49jährigen Fritz Michaelis und die 37jährige Modisttn Lisette Haas, DaS Paar stellte Bestellscheine für eine Düsseldorfer Firma auf eigene Rechnung aus und kassierte dann die Provisionsbeträge ein. Beide sind schon vielfach vorbestraft. Kreistag des Kreises Gießen. iflitr.S7 l. Laden in beiter Lage zu vermieten. 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Mer meistens reichen seine Kenntnisse nicht so weit, und vielleicht reizt es ihn nicht einmal, die Psyche dieses durch die Geschichte hin- und hergeworfenen Volles mi studieren. Da« Rennpferd steht ja im gesicherten ©taH; wozu sich noch über feine Herrn nfl ausregen? Damit ist da« Problem für sie abgetan. Die Einsichtigen öfter, die politisch unft wirtschaftlich Denkenden wissen, daß diesmal die Frage tiefer liegt unft nicht mit dem Spott- lieft auf den mit Gütern überhäuften und doch so unglücklichen Schnokeloch-Hans abgetan werden kann. Ihnen bedeutet das Elsaß nicht nur die „wieftergewonnene Provinz", sondern eine sehr harte Ruß, die mit rauher, unverdaulicher Schale in dem schönen, süßen, farbensatten Fruchtkorb Frankreichs liegt, eine Ruß, die geknackt werden muß und um deren Besitz man sich nicht immer und unbedingt zu beglückwünschen braucht. Vieles trennte einstens den demokratischen, daseinssveuftigen Elsässer, dem eine Dänselefter. ein goDperlender. .wadedrechendec Rapp- schwhrer" mehr aalten als Titel und Orden, von dem preußischen Beamten. Schulrat, De- heimrat und seiner zugeknöpften, standessicheren Gattin, die die Zielscherbe seines Spottes waren. Mer mehr noch trennt den eigenwilligen, im Wahrsten Sinne des Wortes partikularistischen Elsässer von dem bi« ins Innerste .militaristischen" Frankreich, wenn man unter Militarismus die Zentralisation aller Strafte, daS völlige Auf- gehen de« Einzelnen im großen Ganzen unter Preisgabe der eigenen Wünsche und Neigungen versteht. Frankreich hat, ohne das Elsaß zu rechnen, 84 Departement«, aber nur ein Pari«. In diesem festgefügten Rahmen wird sich da« Elsaß niemals finden,' es denkt nicht daran, in einer allgemeinen „mdre Patrie" aufzugehen. SS hat wohl — und auch da« darf man in Deutschland nicht übersehen — französische Sympathien! aber fein Ehaoakter ist eigenbrötlerisch, ist deutsch, und au« diesen grundsätzlichen Verschiedenheiten entstehen alle Kämpfe unft Reibungen. Dinsten« hatte man in allen französischen Propagandablättern das Schlagwort geprägt: »L'Alsace Lorraine au, Alfacirns-Lorrains"; heute hat man da« Kind umgetauft; man nennt es „Regionalisrnu«", und unter diefer Flagge sammeln sich alle Bekämpser der Zentrali- fation, die Bekenner der völkischen Eigenart, die sich auch in einer eigenen Verwaltung. Wirtschaft, Gesetzgebung auSleben möchte. Die Mficht Frankreichs, auch im Elsaß das Qaiengefe6 durchzuführen. die Religion au« dem Unterricht zu verbannen, hat auch die durch und durch französisch gesinnten Klerikalen in die Arme der Re- gionalisten getrieften, so daß auch sie Bekämvser dieser großen Walze geworden sind, die in dem einigen, auf Pari« blickenden Frankreich allo« zu einer spiegelglatten Fläche ebnet. Man ist auch mit dem Schulunterricht unzufrieden, weil auch hier im Gegensatz zur analytischen Methode da« Zentraliscttivnsprinzip, der Gedankendrill, da« Schema für alle herrscht. Man arbeitet mit den besten Schülern, an diese Fräulein Fob. Roman von Ander« Gje. 8. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Herr Fellips hielt cs nicht der Mühe wert, aut die Frage de« Mädchens Antwort zu gebsn, sondern begnügte sich mit einem Achselzucken. Es schien ihm, daß er schon genug geantwortet habe. Dafür zog er hastig den Tisch an sich, — eines der hohen, likörgefüllten Dtengelgläser fiel um unft zerbrach. — stieß den Stuhl zurück und erhob' sich heftig, .Ich will bei Ihnen sitzen", sagte er kurz. .Sie haben recht", sagte da« Mädchen ruhig und erhob sich gleichfalls. .Sie haben recht, und es ist zu dumm, daß wir nicht früher daran gedacht haben. Früher — jetzt ist es wohl schon — “ Fräulein Lisa wiederholte daS Achselzucken des Dankdirektors .Sie wollen doch nicht schon aufftrechen?" .Gewiß will ich da« tun." Da« Mädchen nickte und lächelte. -Aber erst will ich Ihnen noch für den angenehmen Abend danken." Fräulein Lisa« Lachen wollte ganz unschuldig sein, aber eS lag doch ein ziemlicher Spott darin, und Fellips merfte dieS deutlich. Er Pflegte sich damit zu brüsten, daß er eine Selbstbeherrschung besitze, die ihn niemals im Stiche lasse, aber jetzt schien sie ihn beinahe *u verlassen. Rur mit größter Anstrengung hielt er ein Schimpfwort zurück, daS — er sah eS ein — endgültig alle Wege zu dem ersehnten Ziel abgeschnitten hätte. - ES wurde für einen Augenblick stille. Fellips betrachtete da« Mädchen mit zusammengepreßten Lippen, und sie wiederum sah ihn mit Augen an, deren Hellen Glanz auch die ärgste Racht- schwärmerei nicht trüben zu können schien. Sie stand dort und war rasend süß, und Fellip« dankte seinen Göttern, daß er feine üble Laune noch bezähmt hatte. Zum zehntenmale an diesem Abend sagte er sich, daß die Eroberung dieser Kleinen ganz besondere Vorsicht erfordere, — und doch hatte er sich imme- topfte" gmn ungeschickt benommen. wird der Maßstab gelegt, um allerbeste« Material au erzielen, und die Minderbegabten fallen zu Dutzenden durch und müssen die Klassen verdoppeln. Da« bedeutet für die Eltern oft einen großen wirtschaftlichen Verlust, und man denkt an die Lehrer von anno dazumal, die sich auf den Einzelnen einstellten unft auch die Schwächeren milriffen. Im Handel und in der Industrie kritisiert man die veralteten Methoden her westlichen Rachbarn, diese« zähe Festhalten am Hergebrachten, an längst Ueberlebtcm, die Vorsicht, den Mangel an Großzügigkeit. Sie kaufen .ftix viöces!" (10 entrüstete Ausrufungszeichen) in den Fabriken, wo früher Bestellmtgen von Hunderten von Stoffstücken einliefen. Das stürmische, von der Presse unterstützte Verlangen, auS Straßburg einen Vaumwollhafen, den Endpunkt der offenen rheinischen Schiffahrt zu machen, wird wahrscheinlich ungehört verhallen und an den Widerständen von Le Hüvre und Marseille, alS älmladeplätzen für die amerikanische und ägyptische Baumwolle, scheitern, obwohl im Elsaß und dem nahen Lothringen vier Millionen Spindeln laufen. Auch im Kunst- und Theaterleben hat man viel au vagen. Alles steht still. Wo sollen die elsässischen Maler ausstellen, an wen ihre Bll der verkaufen? In den großen Pariser Salons verschwinden ihre Rainen, und e« fällt keinem mehr ein, die elsässische Kunst auf Kosten der französischen zu protegieren; im kleinen elsässischen Kunsthaus in der Brandgafs4 aber ist zwischen überlebter Marketterie und — übrigen« sehr guten — SufflenHeimer Töpfereien, kein Austaufch, keine wechselseitige Anregung, kein Flug ins Weit« möglich. So malt, zeichnet, modelliert man eben im engen Rahmen toeiter und kommt nicht voran. Richt anders geht es den Dichtern und Schriftstellern. Da« Deutsche ist noch immer verpönt. Deutsche Bücher werden gewissermaßen im Hinterhaus statt im Laden, Dort freilich in erstaunlicher Zahl verkauft. In welcher Sprach« sollen die Schriftsteller also au ihren elsässischen Lesern reden? Das Deutsche wird verboten, und franzöfiscbe Bücher finden wenig Absatz. Es bliebe noch daS Elsässische Deuffch, da« mit Rachdruck, in bewußter Opposition gesprochen wird. Aber, wenn auch im Eden-Operetten-Theater Püppchen, die Dollar- prinzellin, die Zarin Katharina, „saute be mieuf, ihr Elsässisch .bobble", so kann man sich nicht gut ein Werk über gotische Kirchen, Heidenmauern, alte Druidenstätten im landläufigen Platt denken. Ebensowenig natürlich in der Oper den elfäsfferten Lohengrin oder Parsifal. So muß man im Elsaß einstweilen noch auf deutsche Kunst verzichten, und wenn sie einmal geboten wird, wie diesen Winter, als daS DaSler Stadttheater den „Don Carlo«" und „Faust" spielte, ist das Haus biS auf den letzten Platz auSverkauft. Man hat in der Zeit nach 70 in Deutschland viel zu viel über daS »elsässische Problem" gegrübelt und geschrieben und dadurch, daß man es al« bestehend betrachtete, der französischen Propaganda Vorschub geleistet. Die Franzosen finZ) klüger und leugnen diese« Problem einfach weg. Aber sie wissen wohl, daß dieses Elsaß für sie im Grund einen Fremdkörper bedeutet, der immer schwerer zu r-erbauen fein wird, und an dem sich jeder, der daS gottgesegnet« Land besitzt, die Zahne abbei^er. muß. P-m. Recht und Justiz in Sowjet-Rußland. Rach dem Zusammenbruch de« russischen Zarenreiches und Dem lieber gang der Macht an die Bolschewisten mußt« natürlicherweise auch die Justiz im sowjetistiscken Sinne neugestaltet werden. Hierbei wurde, wie hervorragende Sowjet-Juristen tn ihren theoretischen Schriften betonen, das Prinzip der Gerechtigkeit bewußt verlassen und durch das Prinzip der Zweckmäßigkeit ersetzt. Einige gehen sogar so weit, daß sie auch den Begriff .Recht" durch einen .der Ideologie de« Proletariats näher liegenden" Begriff erseht sehen wollen. So beklagt sich ein namhafter Rechtsgelehrter bitter darüber, daß die neuen Kodizes auf der Grundlage der alten Ratürlich waren ber Champagner die Schuld und die Liköre. Fellips begann — ganz ruhig, wie ihm schien, — mit Andeutungen davon zu sprechen, wie vorteilhaft es für ein armes und abhängiges Mädchen wäre, die Freundin eine« reichen Mannes zu sein, besonders, wenn dieser Mann nicht nur reich, sondern auch freigebig sei. Diese Andeutungen die ganz allgemein gehalten waren, hörte Das Mädchen mit ruhigem, etwa« zerstreuten Lächeln zu, — sie nahm sogar für einige Augenblicke am äußersten Rand eine« Stuhle« Platz. Don diesen allgemeinen Betrachtungen ging Fellips zu einer eingehenden Prüfung der LeftenSurnstande und der Zukunfsaus- sichten de« Fräulein Lisa über. Diese Aussicht, bat ganze Leben Kellnerin zu sein, zwischen den Tischen und einigen halbbetrunkenen Herrengesellschaften dahinzualtern. Zigarrenrauch und Frivolität zu atmen, in die stickige Luft eine« Kaffeehauses gesperrt zu sein, — wenn man da« Meer liebte . . . lieber diesen gut gelungenen Kontrast nahm Herr Fellips' Phantasie einen Löwensprung, jetzt war er bereit, dem Champagner zu danken dafür, daß ihm diese Zukunftsbilder — ferne Weiten und blaue Luft — eingefallen waren. Mitten hinein in diese verlockenden Schilderungen gähnte Fräulein Lisa. Unft ft .um brach sie in Lacyen aus. — nicht ein verlegenes oder entzückte« Lachen, wie man es von einem jungen, netten Servicrmädchen in Fräulein Lisas Situation hätte erwarten können, sondern es war ein Gelächter deS Mutwillen«, so wie über eine lustige Anekdote oder eine tolle Kar kttur Fellips unterbrach sie an diesem Abend ein zweitesmal. Lachte man über ihn so? Bor feinen Augen fiel plötzlich ein Regen von roten Sternen Hemieder, — ohne ein Wort warf- er sich auf daS Mädchen, packte es bei den Armen und preßte ihren Kopf zurück. Fellips hörte und sah nicht. Er hatte sie gegen die Wand gedrängt, im nächsten Augenblick . . . Im nächsten Augenblick fühlte er den Boden unter den Füßen wanken, einen Stoß, einen heftigen Schmerz unter dem rechten Ohr. — und die roten Sterne verdichteten sich zu einem blau- viDfctten Vorhang der für ci-vge <5'fünften fein .europäifch-bürgerlichen" Rechtsbegriffe beruhen, und daß. waS an ihnen wirklich neu ist, eigentlich sehr dürftig erfcheint. Die Sowjetregierung hat in Rußland folgende Gerichte eingesetzt: 1. das Volksgerichl in der Person eine« Volker.chters ober emc« Richters mit zwei Beisitzern, 2. ein höhere« Gericht in den DouvememeatSslädlen und 3. ein oberstes Gericht als Berufsinstanz. Die Volksrichter werden auf ein Jahr gewählt, können aber w eder gewählt werden. Die Staatsanwälte werde-,i Dagegen von der Regierung ernannt. S.e gehören ausnahmslos der kommunist.schen Partei an und müssen ihr Amt im sogenannten „revolutionären Sinn" ausüben. der für da« offizielle Rußland allein maßgebend ist; dasselbe gilt von den Richtern. Die Gerichtsverhandlungen sp.e'.en sich toftne die düstere Feierlichkeit ab. die für die Zaoenzeit bezeichnend war. Del den Verhandlungen gibt da« anwesende Publikum sehr oft seinen Gefühlen höchst ungcn.ert Ausdruck. So rief vor kurzem bei der Verlesung des Urteil« am Schluß einer Moskauer Gerichtsverhandlung ein Zuhörer dem amtierenden Richter zu: „Du bist ein Schuft!' Der Richter erwiderte in aller Seelenruhe: .Ach was. du bist selbst ein Schuft!" und fuhr dann ruhig fort. alS inäre nicht« geschehen. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß da« Privateigentum im kommunistischen Rußland keineswegs oogdfre1. sondern — wenn auch nur — mit Einschränkungen aeseHlich geschützt wird. Der Zivilkodex bestimmt hierüber zunächst allgemein, „baft die Zivilrechte der Sowjetbürger insofern geschützt werden, als sie dem sozial-wirt- schaftlichem Sinn der Sowjetversassung nicht widersprechen". Der Grund und Boden, der in Rußland ja als Staatseigentum gilt, kommt al- Oftjekt des Privateechts allerdings nicht in Frage. Mit Abschaffung deS Privateigentums am Grund und Boden fiel auch die alte Einteilung des. Eigentums in bewegliches unft unbewegliches. Der Zivilkodex unterscheidet daher nur Staatseigentum, kooperatives Eigentum unft Privateigentum. Alles Sanft, aller Wald, alle Eisenbahnen unft alle Flugzeuge dürfen ausschließlich nur dem Staate gehören. Fabrikbetriebe mit begrenzter Arbeiterzahl dagegen, sowie HandelS- unternehmungen, Maschinen, Delft, Wertpapiere, Schmuckfachen, Edelmetalle und Hautrat aller Art können auch im Privateigentum stehen. Abgesehen von diesen Beschränkungen enthält der Zivilkodex keine Bestimmungen, Die nicht in den bürgerlichen Sesetzbüchern anderer Staaten annähernd ebenso zu finden wären. Sr behandelt sämtliche Transaktionen de« Zivilrechtes, wie Darlehen, Verpfändung, Kauf und Miete. Sogar daS Wechselrecht ist ausführlich berücksichtigt. Im Strafgesetzbuch wird der sowjetistische Standpunkt weit stärker betont, alt im Zivil- toftef. Da« Strafgesetzbuch hat den Zweck, »den Arbeiterstaat vor Verbrech«, zu schützen, wobei dieser Schutz durch Anwendung von Maßnahmen sozialen Selbstschutzes an den ilebertretem der revolutionären Rechtsordnung verwirklicht wird". Al« Verbrechen wird jede Tat bezeichnet, die die .Grundlagen de« Sowjetshstem« oder der Ordnung, die al« älebevgangSvrdnung zum tom- munisttschen System vom Sowjet-Staate dnge- führt ist,- bedroht". Die Strafen werden nach dem .sozialistischen Rechtsempfinden" verhängt. Bei Bestimmung de« Strafmaße« wird zu allererst geprüft, oft da« Verbrechen im Interesse der Wiederherstellung der Macht fte« Kapitalismus oder im eigenen Interesse des Täter« verübt worden ist. Im übrigen soll jede Strafe so ftemeffen werden, daß ihr Zweck. Der Schutz fte« Staate« unft der Gesellschaften voll erreicht wird. Darüber ftinau« aber sollen dem Verbrecher ferne überflüssigen Leiden zugefügt werden. Die Strafen sind: Ausweisung au» Rußland, Zwangsarbeit, Einzelhaft, Beschlagnahme be» (Eigentums, Geldbuße, öffentlicher'Tadel. Auf schwerere politische Verbrechen und „Banbitiemus4 steftt bie Tobesstrafe burch Erschießen. Für einfachen Die6- stahl ist Einzelhaft bi» zu sech, Monaten verwirkt, für Einbruchsbiebstahl Einzelhaft bis zu zwei Jahren. Morb wirb mit Einzelhaft bi» zu höchstens ackt Jahren bestraft. Die Abtreibung al» solche ist nicht strafbar, boch wird die Unterbrechung der Schwangerschaft, die von einer nichtärztlichen Person herbeigeführt ist, mit Gefängnis bis zu einem Jahre be- Bewußtsein verhüllte. Als Fallip« sich dann auf zitternden Knien zu erheben versuchte, sah er den Rücken eine« Herrn, der auf der anderen Sette de« ZimrnerS stand unft damit beschäftigt war, Fräulein Lisa tn den Mantel zu helfen. „Gehen Die nur ruhig die Treppe hinab, Fräulein", sagte dieser Herr. „Riemanft soll Ihnen ein Haar krümmen. Dafür bürge ich Ihnen." Rachdem bie Tür sich hinter dein Mädchen wieder geschlossen hatte, machte der ungebetene Gast eine korrekte militärische Kehrteuchwendung und trat dicht vor bie Augen deS Herrn Fellip«, dem e« mit äußerster Kraftanwendung gelungen war, fein Taschentuch au« der linken Manschette zu ziehen. Erst in diesem Augenblick entdeckte Horaee Milltorp, wer der andere war. Wäre die Situation nicht so verflucht melodramisch gewesen, hätte er in schallendes Gelächter au«- brechen müssen, — über sich selbst unft über den Herrn Bankdirektor, am meisten aber über sich selbst. Den Plan, seine RettungStat mit einer nächtlichen Moralpauke zu beschließen, gab Mill- trop aber auf. Sr begnügte sich mit einem einzigen Wort, aber dafür wurde eS um so ausdrucksvoller: „Lümmel!" Dann ging er den gleichen Weg zurück, den er gekommen war — zwischen einem zerrissenen, mit Silberborten geschmückten Vorhang und einem erbrochenen ZürfmgeL----- Vom Savoh bi« zum Imperial waren eS kaum zehn Minuten für einen, der zu Fuß ging und Eile hatte. Fräulein Lisa brauchte diese Rächt knapp sieben Minuten. Auf der Rückseite des Imperial-Gebäudes, die auf ein Seitengäßchen hinausging, gab es zwei Eingänge, einen für die Lieferanten von Bier, Eis und Mineralwasser, und einen schmäleren mit der Aufschrift: Für die Bedienung. Herr FellipS hätte große Augen gemacht, wenn er gesehen hätte, wie schnell unft re'olut Fräulein Lisa diese« Seitengäßchen passierte unft dem großen EingangStor zueilte. daS noch im hellsten Licht erstrahlte. Das Mädchen hatte kaum den Fuß auf die erste Stufe des teppichbelegten Einganges gesetzt,' als die Türe aufgerissen wurde unft der Portier herbeieilte, ein Bild der Dienstftraft. Die Ucbertragung einer Geschlechtskrankheit ist mit Gefängnis bis zu drei fahren bedroht. Straffrei fmb bagegen nach dem neuen russischen Strafgesetzbuch sowohl homojerueUe als auch sonstige widernatürliche Gcschlechtsbeziehungen. Wie man sicht, sind bie Strafen in Rußland im Vergleich zu den Strafen anderer Länder ziem- lidj milde. Trotzdem ist sestgestellt worben, daß bie Zahl der Verbrechen in Sowset-Rußlanb mit jedem Jahr bedeutend abnimmt. Die größte Zahl der Verbrechen entfällt auf Amtsübertretunaen und „Sthic- bungen" aller Art. Bemerkenswert ist, daß das Auftreten von Massenmördern, bas in letzter Zeit in vielen anderen Ländern ausfallend häufig ist, in Sowjet-Rußlanb seit geraumer Zeit überhaupt nicht norgetommen ist. Typen wie Landru in Frankreich, Haarmann, Angerstein und viele andere in Deutschland blieben dem nachrevolulionären Nuß- land erspart, da» Dafür allerdings die blutige Periode des politischen Terrors und Bürgerkrieges hatte. Selten finb bemgcmäß in Rußlanb auch Sen- fationsprozeffe im europäisch-amerikanischen Sinn. Immerhin finb einige schon geführt worben. Großes Aufsehen erregte erst vor kurzem In Moskau ein Morbprozeß, in ben bie ganze Familie eines angesehenen Kleinbürgers verwickelt war. Der Fa- milienoater, ein nach russischen Begriffen wohl- habenber Mann, unterhielt em Verhältnis mit einer Witwe, für bie er große Ausgaben machte. Bei einem Familienrat wurde nun in aller Form beschloßen, ihn zu beseitigen und das Familiengut zu retten. Die Kaltblütigkeit, mit der der Mordplan ausgefühtt wurde, erregte allgemeine Entrüstung und Teilnahme. Ein Eifersuchtsdrama, bei dem ein Student, der aus gebildeten Kreisen stammte, feinen Nebenbuhler erschoß, wurde dagegen gar nicht beachtet, denn Eifersucht gilt nach den heutigen russischen Derhältnisien als lächerlich und eines Sowjetbürgers unwürdig. Die Preße bezeichnete ben Fall als „tvpisch-burgerlich" unb vertrat in allem Em ft bie Auffassung, baß ber Täter eine be- fonbers schwere Strafe verbient habe, nicht etwa weil er genwrbet, sonbem weil er sich an romantische Liebe»geschichtchen verzettelt unb bamit bewiesen hat, baß er ein echter „Bourgeois" ist. Der Bour- gois aber rangiert in Sowjet-Nußlanb bekanntlich «eit, weit hinter bem ärgsten Verbrecher. Vertretertag des V.C., Berendes der Tnrtierschaften nuf deutschen Hochschulen. Der 52. Vertretertag ber deutschen Hvchschul- turnerschasten sanft in Jena unter fter Leitung fter Vorsitzenden Turnerschaft „Saalla" statt. Zu Beginn der Tagung wurde dem Reichspräsidenten v. Hindenburg, ber Ehrenmitglied der deutschen Hochschulturnerschasten ist, ehrerbietigste Grüße gesandt. Sodann gab der V. C. seiner Vaterländischen Grundeinstellung da- baburch lebhaften Ausdruck, baß er ber Iahr- tausenbfeier fte« Rhein'anftes gedachte. Auf Antrag Dermaniae, Bonn, wurde folgendes, unter großem Beifall angenommene Telegramm abge- scmdt: „Der V. C., Berband der Turnerschoflen auf deutschen Hochschulen, gedenkt zu Beginn seiner diesjährigen Tagung der Iahrtansendseier der Z>rgehörtgkeit der Rhetnlande zum Deutschen Reiche. Getreu seinen Grundsätzen, emzutreten für ein großes, einiges Deutschland alter Deutschen, will der V. C. auch weiterhin Mitarbeiten an ber Erziehung feiner Mitglieder und unsere« Volkes zur Zusammenfassung aller Kräfte in der Hoffnung, bald wieder ein freie« Deutschland ohne Schranken zwischen besetztem und undefetz- tem Gebiet zu haben." Es wurden neu ausgenommen: die Turner- schaften „Alt-Württemberg", Stuttgart, „Gottin- aia , Döttingen, unft die neue gegründete Turner- fchaft „Deutschritter", Danzig. Letztere war vom V. C. zur Stärkung und zur Pflege be« Deutschtums im Osten, zur Förderung der körverli^n Ertüchtigung und Wehrhaftmachung des deutschen Volke« ins Leben gerufen. Endgültig ausgenommen wurden: die Tumerschaften „Friberici- ana“, Leipzig, „Askania", Berlin, und „Ror- mannla", Döttingen. Wieder aufgetan wurde burch V. L.-Burschen die lange Jahre suspendierte ,Turnerschast „Palatta", Erlangen. Die weiteren DerpandluTrsen des Vertretertages fterüftrten die Stellung deS V. C. zur bereitschast, bie golbftestickte Mühe tief herab- gezogen. „Guten Abend", grüßte bas Mädchen, so munter und ungeniert, alS oft es erst acht abends wäre. Die Kellnerschaft stand stramm. Habt Acht. „Seine Exzellenz erwartet bas Fräulein un Blauen Salon", meldete der Portier. „Ein so neugieriges altes Mastodont", flüsterte bas Mädchen und trat in den Fahrstuhl. III. Der kleine Scherz der Exzellenz. An Fräulein Gabbh Dulcroff. c/o Wr. D. I. Tyronal Londonderrh. Geliebter Mitverbrecheri Wa« sagte ich, alS wir unS im Herbst bei diesem ekelhaften Schiff verabschiedeten, das Dich in bie Vereinigten Königreiche brachte? Erinnerst Du Dich noch, Gabbh? Ich wiederholte, daß bas Abenteuer vom sechsten Juli noch nicht abgeschlossen war mit Papas großen lebenden Vil- dern, dem halb entzückten, halb verlegenen Applaus des Publlkums und den Trinksprüchen ber beiden jungen Damen, in Wein des Jahrganges 1909 ausgebracht, da die Herren schon allen Champagner ausgetrunlen hatten Du erklärtest Dich außerstande zu begreifen, was noch für Komplikationen kommen sollten, seitdem die Intrige enthüllt wurde, und Papa mußte lachen, aber ich halte meine Ahnungen. ÜnD jetzt haben sie sich bewahrheitet, Gabbh. Erinnerst Du Dich noch, wie alles gekommen trat! Oder hast Du fte3 Tennischampions von Londonderrh wegen alles vergessen? Run denn, ich werde Dein Gedächtnis auffrifchen. Staunst Du über meines, so will ich Dir sagen, daß Papa und ich — aus eine n bestimmten Anlaß — die fraglichen Ereignisse der vergangenen Rächt kollationiert haben. Die Geschichte begann also mit dem drahtlosen Telegramm an Bord der Jacht. Dos plumpste mitten in den Lunch hinein, und Papa Filemon war recht unwillig, weil er nicht gestört fein will, wenn er bei feinem Mosel sitzt. (Fortsetzung folgt.) > n u t'j I beginnt am 1- Juli und wird an Billigkeit Außergewöhnliches bieten Die zum Verkauf kommenden Waren sind im Preise bedeutend herabgesetzt Von den vielen Artikeln aus allen Abteilungen führe nachstehend einige Beispiele an: Damen-Hemden mit Stickerei 2.98, 2.66, Russenkittel 125 5” aus solider Siamosenqualität . . I25 575 05 Nessel . . . 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In dem idyllisch gelegenen Odenwaldstädt- chen Erbach versammelten sich am Samstag und Sonntag die Vertreter der Kriegerkamerad- haltbare Qual., zirka 115 cm breit Frottees große Restbestände, z Teil ganz vorzügl. Qual. 100 cm breit, 2.50, Kopfkissen sol. Qual., in reich gest. sow. Hohl- saum- u. Hogenausführ. 8.00, 2.90, Damen-Korsetts Hüfthalterform in verschiedenen Farben ........ ......... Korpulente altern schnell, auch entstellt übermäßige Körperfülle das Aeuhere. Korpulente und alle zum Starkwerden Veranlagten sollten gerade im Sommer zur Reduzierung ihrer Körperfvrmen etwas Ordentliches tun. Wir raten, 30 Gramm echte Toluba-Kerne zu kaufen, die unschädliche, aber wirksame, den Körperansatz reduzierende Stoffe enthalten. Sie erhalten Toluba- Kerne in den meisten Apotheken, sicher AniversitätS- Apotheke zum goldenen Gugel. Die Bestandteile sind auf der Verpackung angegeben. kar. u. gestr. 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Äutorrn dL Beachten Sie gefl. meine 4 Schaufenster Zirka 1OOO Stück Damen- und Kinder-Schürzen aus guten Stoffen verarbeitet, zu unerreicht billigen Preisen RESTE aus allen Abteilungen W RESTE besonders Damastreste, 130 em Kupons, von ca 1—8 rn, ganz bedeutend unter Preis Haushaltartikel verschiedene zurückgesetzte Sachen bedeutend ermäßigt W* Luftballon beim Einkauf von 3 Mark gratis! nationalen und völkischen Bewegung. Vach Ansicht dcS V. C. vermochte der 2. Akademikertag in Elberfels eine klar? Orgin'.fjtion der Bewegung nicht zu schaffen. Vur der Deutsche Hochschul- ring wurde als die alleinge Vertretung der in der Aladrmikerb:wegung tä.igen Zung-Akademi- kerschaft erklärt Da indes nach Ansichl des V. C. der D. H. R nicht de Gewähr dafür bietet, datz die studentischen Verbände, ihrer bishe.igen völkischen Tätigkeit entsprechend, sich im D. H. R. auSwirken können, behält sich der V. C. vor, neben dem D. H. Ä. in der Akademikerbewegung als Verband selbständig seine Pflichten zu erfüllen. Dadurch soll die Verpflichtung der Mitglieder des V. 0. zur Mitarbeit in den örtlichen Hvchschulriimen nicht berührt werden. Um die Erziehung der Füchse und ihre Durchdringung mit wahrhaft nationalem, völkischem Geiste zu gewährleisten, erscheint eine hinreichende Beschäftigung mit der völkischen Akademikerbe- wegung und ihrer Geschichte dringend notwendig. Dieses soll durch Erörterungsabende und durch eingehendes Studium des demnächst neu heraus« zugcbenden TurnerschafterhandbucheS, das nach der hochschulpolftischen Seite besonders ausgebaut werden soll, weiter vertieft werden. Zur Durchführung der nationalen Arbeit im Verbände (Schulungswochen, Grenzlandwanderungen, Teilnahme an Tagungen des Schutzbundes der auslandsdeutschen Organisationen und ähnlicher volklicher Gruppen) wurde zunächst ein Grundstock von mehreren tausend Mark sofort zur Verfügung gestellt und ein Amt für vaterländische Arbeit geschaffen. Dem hochschulpolitischen Amt wurde für seine Tätigkeit der Dank des V. C. ausgesprochen. Weiler fand ein Vortrag über „Politische Fragen im heutigen Deutschland" statt, der von dem in der deutschen Akademikerbewegung führenden Dr. Wieprecht- Frankoniae-DreSlau gehalten wurde. Gr führte aus: Die politischen Verhältnisse im heutigen Deutschland sind gekennzeichnet durch Parteiwirtschaft und Parteigegensätze. Durch daS Listenwahlsystem gelangen nur ausgesprochene Parteimänner in Parlamente. Dieses System ist geeignet, die Kluft zwischen den einzelnen Parteien fortgesetzt $u vertiefen, und verhindert eine Verjüngung der Ab- geordnetenschast durch Hinzutritt neuer und parteipolitisch unbefangener Männer. Gin weiteres Hindernis für den politischen Ausgleich stellt die Tatsache dar, daß fast alle Parteien die Vertretung wirtschaftlicher Gruppen bilden, und die meisten Abgeordneten mit der Verpflichtung zur Wahrung bestimmter wirtschaftlicher Belange ihre Mandate ausüben. Girre äleberschätzung der wirtschaftlichen Aufgaben PrinzeBrÖcke solide Stoffe, mit Hohlsaum und Stickereigarnitur .... 4.98, 3.98, D.-Nachthemden feine Renforc6qualität mit Stick, und in gestickt. Ausführung 5.95, Untertaillen guter Kretonne mit Stickerei 1.36, 95, Schlupfhosen für Damen in vielen Farben, mit und ohne verstärkte Mitte......... 18 ■7 I35 95 I25 48 jl5 78 schäft Hassia aus allen drei Provinzen des Hessenlandes, um über wichtige Verbands« und Dr- ganisationsfragen zu raten und zu taten. Erbach, das im schönsten Festschmuck prangte, machte seinem Namen als gastfreundliche Stadt alle Ehre. Im Schützenhof fand Samstag ein wohlgelungener Begrüßungsabend statt, bei welchem Gesangvereine, eine Musikkapelle und der Schauspieler A u sie lder vom Landestheater Darmstadt mitwirkten. Der Protektor des Haffiatages, Gras von Erbach-Erbach, hieß die Kriegerkameradschaft Hassia willkommen, und Medizinalrat Dr. Vogt sprach Worte des Dankes an das gastliche Erbach. Die begeistert aufgenommene Festrede hielt Medizinalrat Dr. Strien er; Beigeordneter Egner überbrachte die Grüße der Stadt. Der Sonntag begann mit der Ehrung der Gefallenen im Weltkrieg. Medizinalrat Dr. Vogt- Butzbach legte namens der Hassia einen Kranz nieder. Am Kriegerdenkmal 1870/71 aus dem Marktplatz sprach Pfarrer von der A u. Die Hauptversammlung begann um 9 Uhr im Schützenhof unter Leitung des ersten stellvertretenden Präsidenten Medizinalrat Dr. Vogt- Butzbach, der trotz seiner fast 80 Jahre mit seltener Frische seines Amtes waltete. Dem verstorbenen ehemaligen Präsidenten Freiherrn von Heyl und den verstorbenen Kameraden widmete er einen warmen Nachruf. Kreis- direkter von Werner- Erbach sprach im Auftrag des Ministeriums, das die Verhandlungen mit Inter- esse verfolge, da die Hassia sich besonders auch der Fürsorge für die Kriegsopfer angenommen habe. Für den Reichskriegerbund Kyffhäuser sprach Gäbler- Berlin, der die zielbewußte Tätigkeit der Hassia hervorhob. Die Wünsche des badischen Kriegerbundes überbrachte Heitmann aus Karlsruhe. Der Geschäftsbericht für 1924 ergab die er- freuliche Tatsache, daß die Vereine und Bezirke neu aufleben, so daß der Verband jetzt in 614 Vereinen 35 826 Mitglieder zählt. Die Jahresrechnung 1924 schließt mit einer Einnahme von 30 644 Mark und einem Ueberschuß von 21668 Mark. Zu einer Aussprache kam es über die Stellung des Reichskrieger- bundes zur Reichspräsidentenwahl und zum Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Das Präsidium gab eine zufriedenstellende Erklärung und betonte die parteipolitische Neutralität der Hassia. Eine Sterbe- taffe soll baldmöglichst wieder ins Leben gerufen werden. Von besonderer Wichtigkeit war der A n - trag Gießen, der die obligatorische Einführung des Derbandsorgans e f f t • scher Kamerad" fordert. Dieser Antrag wurde mit einer Ergänzung des Präsidiums angenommen. lieber das Dertragswesen referierte Mohr- Obereschbach, über das Sammelwesen Linden- struth- Darmstadt, über Unterstützungswesen Stumpf- Butzbach. Es besteht die Absicht, jeden den. Ein Reichskriegertag findet im nächsten Herbst in Leipzig statt, em Sonderzug der Hassia ist geplant. Zum 1. Präsidenten der Hassia wurde Oberst Schliepha ke aus Darmstadt ein - stimmig gewählt, der aus Gesundheitsrücksichten zurückgetretene Präsident Neidhardt wurde einstimmig zum Ehrenmitglied er- nannt. Die ausscheidenden Prä sidia lmitglieder 6 d) a b e • Alsfeld, Ofenloch - Finthen und Zeunges-Bensheim wurden wieder-, Kapes- f e r • Bubenheim neu gewählt. Als Ort des Hassiatages 1926 wurde Bingen und als Ersatz Schlitz bestimmt. Heber den Hassia - Ka - lenoer berichtete Oberregierungsrat Linden- struth- Darmstadt. Er betonte, daß der Kalender sich größter Beliebtheit erfreue und alljählich eine bedeutende Einnahmequelle für die Hassia bedeute, sie würde zu Unterstützungen verwendet. -^Sodann wurde beschlossen, die Fürsorgeabteilung des Verbandes weiter auszubauen, über die besondere Organisation, die den Namen „Krieger- kameradschaft Hassia, Landesgruppe der Kriegsbeschä- diäten und Hinterbliebenen^ erhält, referierte ein- geyend Lehrer Ihrig-Darmstadt. Gäbler- Berlin berichtete über die Verhandlungen in der Fürforgefrage mit der Reichsregierung. Ein weiterer Beschluß geht dahin, daß die Jugendpflege innerhalb des Verbandes im Sinne der Richtlinien für den Ky ff Häuser-Iugendbund orga - nisatorisch ausgebaut wird. Sodann wurde die Gründung von Hassia-Ehrungen be- schlossen, die in Form von einem Hassia^khrenkranz, Fahnennägeln an Kameraden und Vereine für hervorragende Verdienste um die Rrie- aerkameradschaft Hassia verliehen werden sollen. Um 2 Uhr nahmen die überaus harmonisch verlaufenen Verhandlungen ihr Ende. Herren-Netzjacken Qf solide haltbare Qualität.....Ül» Schlupfhosen QgQ Kunstseide, in vielen Farben, richtige Damengröße.......W Hemdentuche 80 cm breit, bewährte Qualität, Meter 1.28, 88, Haustuch schwere, solide Qualität, 80 cm breit, Mein Saison-Ausverkauf gegenüber den staatspvlitischen trägt mit die Schuld an mancher unglücklichen Entwicklung staatspolitischer Fragen in der Nachkriegszeit. Die völkische Bewegung will gegen die politischen Mißstände im Parteiwesen Front machen. 3m Interesse der Erfassung aller Volksschichten durch die höllische Bewegung, die zu Unrecht mit lärmendem Judenhaß identifiziert wird, ist ihre Vergeistigung und Verinnerlichung anzustreben. Der Streit um die Staatsform darf nicht nur mit starker Voreingenommenheit geführt werden. Der Weg politischer Aufwärtsentwicklung muß über geistige Vertiefung und Ausbildung des Volles, besonders der Jugend, führen. Politischer Kampf ist geistiger Kampf und erfordert geistige Waffen. Vicht auf lärmende Bekundungen, sondern auf still arbeitsame Bereitmachung des deutschen Volles kommt es an. Die Gntwick- lung zu diesem Ziel muh mit dem Blick in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit angestrebt werden. Das Wesen gesunder Fugend besteht in dem Dorwärtsdrängen. Auch die berufenen Führer des Volkes, auf die wir hoffen, können ihre Aufgabe nur im unbeirrten Vorwärtsschreiten auf das in der Zukunft liegende Ziel erfüllen. Weitere Stunden waren für eingehende Aussprachen über die völkische Akademikerbewegung und insbesondere über den 2. Akademikertag in Elberfeld Vorbehalten. Gin Ausflug führte die Vertreter aller Turnerschaften in Gemeinschaft mit den Alten Herren Thüringens in das Schwarzatal nach Bad Blankenburg, das zum ständigen Fest- und Tagungsort des Verbandes der Turnerschaften auf deutschen Hochschulen erkoren wurde. Die bei Bad Blankenburg gelegene Veste Greifenstein soll ausgebaut, ein HÄ den-Ehrenmal soll errichtet und ein Sportplatz geschaffen werden. Sämtliche Anträge des Amtes für Leibesübungen, die eine besonders starke Betonung des nationalen Turnens im Sinne Zahns bezwecken, wurden mit großem Beifall angenommen. Eine Beteiligung an der Dportausstellung in Braunschweig fand Zustimmung. Bei der Behandlung von Ausdehnungsfragen wurden vor allem die Gesichtspunkte: Erhaltung des Deutschtums an den Grenzen und Verbreitung des Gedankens der wehrhaften Leibesübungen herdorgehoben. Zn allen waffenstudentifchen Fragen arbeitet der V. C. im Waffenring wie bisher mtt. Mädch.-Schürzen vorzügl. Slamosenqual., Leinen u. g »T bunten Stoffen . . 1.85, 1.46, L19, ■ W Knaben-Schürzen F® verseh. Ausfuhr, Slamosen- und »1® Leinenqualität. . . 1.76, 1.46, 95, W Wir führen bekanntlich nur beste Qualitäten in tadelloser Verarbeitung und bieten somit eine Besonders empfehlen wir: Breeches 7.50, große Auswahl, ML 15. Sakko-Anzüge lovercoat- •emusterten Turner-Hosen 7.75, Mk. 8.50, weiß Satin allen ML 30. Fabrikate Imprägnierte Mäntel Mk. 36 Wasch-Anzüge Lüster-Sakkos Mk. 16 Gebrüder Stamm Schulstraße 6405a in gestreiften und Cheviots, Mk. 48.-, Gummi-Mäntel beste Qualitäten erster Firmen, in verschiedenen Formen ML 42.-, 30.- 25.-, 22.-, Staub-Mäntel Mk. 10.-, 9.- Sakko-Anzüge mod. 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Welche ®ner- giemengen aber bei dieser Säugling«eislung die gequälten 31t em durch Herum rennen verbrauchen würden, das wird nicht angegeben. Die beiden unb Bernhard Shaw mit etwa 300 000 Mark im Fahr. Man erwartet jedoch, stast Shaw im Laufe der nächsten Jahre den "Rekord von Hall Laine erreichen, wenn nicht schlagen wirst, da seine Bekiebtheit ständig tm Steigen begriffen ist. Doch waS will staS alles sagen gegen die Honorare, die Sad Dempseh erzielt, der in den letzten acht Jahren durchschnittlich 6 Millionen Mark verdient hat? Aber Dernpseh stoyt, und die anderen dichten nur. Die Kopfform nach der Mode. Der Bubikopf, auf besten elegante und vor- schriftSmätzige Gestaltung unsere Damen einen so großen Mert legen, ist glücklicherweise nur eine Sonberart der Frisur, und die Damen, denen fein Schnitt so viel zu schaffen macht, mögen sich damit trösten, daß sie wenigsten» nicht für eine modische Form de» ganzen Kopfe» zu sorgen brauchen. Die Schönen auf den Denen Hebriden, der bekannten Inselgruppe im Stillen Ozean, sind sehr viel schlimmer dran al» unsere .Bubiköpfe," denn die Mode ihre» Lande» verlangt von ihnen ge- bieterisch, dass sie nicht den Haarschnitt, sondern die Kopfform in ganz beftimmter Weise verändern muffen. So gilt in vielen Gegenden dieser Inseln nur der Frauenkopf für vornehm und elegant, der nach hinten lang und spitz zugeht und dessen Stirn zurücktritt. Rundköpfe und vortretende Stirnen werden al» unvornehm und unschön verachtet, und eine Frau, die mit einem solchen Kopf erscheint, kann nicht auf die Verehrung und Liebe der Herren der Schöpfung rechnen. Hm diese Mode- form de» Kopfe» zu erreichen, werden die mannig- fochsten Methoden angewandt, die schon beim Säugling beginnen müssen, venu man etwa» erreichen will. Kaum hat ein Baby da» Sicht der Welt erblickt, so wird ihm. wenn e» weiblichen Geschlechte« ist. eine Binde ganz eng und fest um den noch weichen Kopf gelegt, und diese« enge Band drückt da« Kleine so langt, bi« der Kopf schmal und spitz zulaufend geworben ist. Andere Mütter legen den Kopf de« Säugling« zwischen schwere Steine, sodaß er sich nicht nach der Breite entwickeln kann, sondern schmal und hoch wachsen muh. Die Eingeborenen von Manihiki verwenden Bretter, in die der Kopf hineingenagelt wird. Die kleinen Kinder werden sogar am Kopf aufgehängt, um ihn in die Länge zu ziehen. Die Bewohner von Polynesien wieder kennen eine bestimmte Art deS Massieren», die die aleiche Wirkung erzielen soll, und manche Mütter üiertre ben diese Massage, sodaß die Köpfe so lang und dünn wie Mohrrüben werden. Auch da» ist aber ein Fehler. Der Kops darf nicht zu dünn und schmal sein: er muh vielmehr die schlanke, hohe und spitze Form haben, die der Frau allein den Zutritt zur »seinen Gt sellschast und da» Herz d«S Manne» verschafft. Die Qltbc.iv.v ..^ng de» schreienden Babtz«. Wenn ein Baby schreit, so bedeutet dies eine harte Arbeit, sowohl für bas Baby selbst wie für die beteiligten Eltern und Wärterinnen. Aach den Unterfudningen zweier Professoren von der Universität Rochester, über die In der .Umschau" berichtet wird, rst entsprechend der gesteigerten Arbeitsleistung der Rahrungsverbrauch schreiender Kinder höher alS der solcher, die ruhig in der Wiege liegen. Wenn daS Kind eine be- Die indiskrete Schulfreundin. „So, die (Brett Müller ist Ihre Braut? Die nannten wir in der Schule immer die Dame in Schwarz'." „(Bing sie immer in schwarzer Rielbuna?" „Nein, sie hatte immer so einen schwarzen Hals!" Herrn Assessor hörte ich heute nur die Flügel, Lottes Lotte (geschmeichelt): ,Lum (Engel?' Schwester: „Nein, zur (Bans!" Buntes Allerlei. Honorare, die sich sehen lassen können. 2ttS Lord Beaconsfield während feinet Mi- nisterpröfir'entschaft von einem ehrgeizigen Der- leger die hübsche runde Summe von 10 000 Pfund Sterling ,200 000 Mark, für die DilchauSgabe feine« „Sndymion" erhielt, galt dies als das höchste Honorar, das jemals bezahlt worden war. Der Verleger ging daran fast zugrunde. Heute zahlen die Verleger wesentlich mehr, vorausgesetzt. daß sie willen« und imstande sind, Autoren zu gewinnen, die im Mittelpunkt der öffentlichen Gunst stehen, und in den meisten Fällen machen sich die enormen Aufwendungen, bte in solchen Fällen gang und gäbe sind, reichlich bezahlt. 3n Deutschland werden die betreffenden Verhältnisse meist streng geheim gehalten, aber in England ist man offenherziger. So veröffentlicht soeben ein bekanntes Literaturblatt eine eingehende Statistik über die (Einkünfte einer Reihe von berühmten englischen Autoren. An der Spitze marschiert Hall Cai ne, der ausgezeichnete Romanschriftsteller, dessen jährliche Einkünfte auf 1200000 Mark geschätzt werden. 3 M Barrie, der Schöpfer von „Peter Pan", wird auf 900 000 Mark im (Zähre geschätzt. Verhältnismäßig niedrig ist dagegen da» Einkommen von H G Wells, aber immerhin bringt er es auf 400 000 Mark im (Zähre Seine .Weltgeschichte" hat ihm überdies außerordentlich hohe Summen eingetragen, die hier nicht berücksichtigt sind unb sich schätzungsweise auf 1400 000 Mark belaufen. An vierter Stelle stehen Arnold Denn et Professoren ziehen auS ihren Berechnungen den praktischen Schluß, daß da» Schreien der BabNS ebenso anstrengend wie lanatoeilig ist, upd daß es sich daher au« Gründen Der Sparsamkeit und Bequem! ichlG empfiehlt, den kleinen Kindern so wenig Anlaß rote möglich zum Scharten zu Untertaillen («asakform) 3.50 Kaffeedecke, 130x130 cm 1.55 7.25 9.95 9.90 25.00 45.00 59.00 98.00 1.35 1.95 9.90 6.20 7.60 5.90 1.65 2.40 2.95 2.85 3.30 9.90 Serviette, 6Ox6O cm, Halbleinen Serviette, 60x60 cm, Reinleinen Teeaedeck 130x160 cm, mtt 6 Sennetten. Kiffendezug, 80x80 cm, m. Stickerelclnsähen Koitertuch, 160x250 cm, festoniett, pr. Stoff Sommerstoffe Wegen Aufgabe dieses Artikels auf unsere bedeutenden Restbestände in Voiles, Frottees usw. 20% Rabatt auf die bereits stark ermäßigten Preise! Is Damast, Indanthrensl^ben,130x160 cm »ruckdecken, poften mit kleinen Fehlern 1 130x160 cm Schürzen UMperschÜrze, bedruckter Tretonne . . . 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Erden einen sehr der sich auch au bis in die Mol machen sich aber saison) Zeiitzn v bemerkbar, öo j. nur bereits r 123,75 86 113,9 115 6.25 71 109,5 95.25 74 87 5 62,75 80 "2 60 44.25 44.5 Spanische ÄÖtat Ungarische Moten ... . 4.197 19,05 81,00 '0,40 19,27 168,69 15,08 73,28 59,44 112,83 81,99 61,00 18,455 5,85 89,75 93 7.40 35.5 120.5 98 120,25 120.5 108 93,75 97.50 7,5 0,1 56 54,5 69,75 60.50 114.50 15 121 51 54 93,25 74 74 2,8 58 60,13 Sockenhalter fester Gummi, äußerst preiswert Damen-Strümpfe starke Baumwolle, Doppelsohle, Hochferse, schwarz und farbig Damen-Strümpfe Seidenflor, verstärkte Hochferse und Doppelsohle, schwarz und moderne Farben, sortiert........... Herren-Socken feste Baumwolle, gut verstärkt, schwarz und farbig......... 2 Paar 0.95 für 100 Kilo: Weizenmehl 34 bis 36,25. Roggenmehl 29,75 bis 31. Weizenkleie 13 bis 13,20, Roggenkleie 14. Diktoriaerbsen 26 bis 31,50. kleine Erbsen 25 bis 26,50. Futtererbsen 21 bis 24, 21 bis 23, Ackerbohnen 21 bis 22, 120,10 i 98 120.50 i 120 ' 108 I 97 0,15 58.25 56 53 70 61 113.5 15 18,90 49.50 5.75 92,10 72,75 j 74,5 Amerikanische Note» ««latsche Noten . . Dänische Noten . . . Englische Noten. . . »rontöfito« Note» . Holländische Note» . Büchertisch. — Lehrbuch der ReichSkurzschrist für Schul-, Vereins- und Selbstunterricht. 1. Derkehrsschrist von Studienrat Dr. Hans Roloff in Schlitz. 8°, 44 Seiten. 1925. Verlag von Emil Roth, Gießen. 1 ML Das Lehrbuch zeichnet sich durch geschickte, übersichtliche Behandlung und Anordnung des Stoffes aus: es darf daher als ein ausgezeichnetes Lehrmittel zur Einführung in die Reichskurzschrift angesprochen werden. Die anschauliche Darstellung und der vorzügliche methodische Aufbau verraten den erfahrenen Schulmann, der genau weih, was ein Schüler in einer Stunde gut aufzunehmen in der Lage ist. — „Reue Musik-Zeitun g". Illustrierte Monatsschrift nrit Musckbeilagen. Verlag Earl Grüninger, Rachf. Ernst Klett, Schriftleitung: Hugo Holle, Stuttgart, Vierteljährlich 3,60 Mk7, Einzelheit 0,80 Mk. *l6 Hontftrftn........ 5e/e Sofbmtrtfanet ... , Berliner Handelsgesellschaft. (Kommen- and Privat Bank Dann ft und Narumallxmk Deutsche Bank ..... Deutsche veretnSdank ... DiSconlo Commandil • . Metall bank.......... Mitteldeutsche Eredtlbank Oesterrrtchisch« TredttaostaU. Westdank ....... Bochumer Satz . ...... Bnbtrul ......... Laro Deutsch-Lllremburg...... Gelsenkirchener Äergwerte. . Harvener Bergbau Äoltrocrte Sscherslebeu. . . . «altwerk öeftmgel» Kaurabütte ..... Oderdedars ......... Bbönu Bergbau ...... «betnftqM . . . ...... Nie beit Montau........ TelluS Bergboa. . «arg Amerika Paket. . . letmdjer Llovd Lberamtsche Werke «lbtn . . Zementwerk Heidelberg . . Pbilivv Holjmann...... Aualo-Eont -Guan» .... Badisch« Anilin..... . . Ebemische Maver Skavüi .. Goldschmidt . . .... Gries beim er Electron .... Höchster Farbwerte...... Holzoerkodluna ........ NütaerSwerte - ........ 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Baugewerbes mit ihren Hilfsindustrien einer erheblichen Anzahl von Personen Beschäftigung gewähren. Außerhalb dieser Gewerbezweige hat sich die Arbeiksmarttlage aber nur besser gestaltet in einigen Zweigen der Metall- und der chemischen Industrie, während sie sich sonst überall verschlechtert hat. Sogar in der sonst gut beschäftigten Textilindustrie ist eine Verschlechterung zu beobachten; so haben z. B. die Spinnereien, um Entlassungen größeren Amfangs zu vermeiden, in den Texttlbezirken von Forst und Spremberg ihre ganze Belegschaft beurlaubt. In Oberfranken arbeiten die Färbereien usw. nur mit 15 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit. Für die künftige Gestaltung ist bedenklich, daß die besser« Beschäftigung in der Landwirtschaft und im Baugewerbe nicht auf eine Zunahme der inneren Stärke dieser beiden Gewerbe zurückzufuhren ist, aus der man auf eine dauernde bessere Beschäftigung von Arbeitskräften schließen könnte, sondern fast ausschließlich auf den Saisoncharakter. Zwar befruchten zur Zeit die günsttge Lage dieser Gewerbe auch noch zahlreiche Hilfsgewerbe. So weist z. B. die Industrie der Steine und Erden einen sehr starken Beschäftigungsgrad auf, der sich auch auf andere Rebengewerbe (z. B. bis in die Möbelstoffabrikation) erstreckt. Es machen sich aber jetzt schon (mitten in der Hochsaison) Zeichen von Rachlassen der Konjunktur bemerkbar. So z. B. sind im Baugewerbe nicht nur bereits (wie in der Industrie Rheinlands und Westfalens) zahlreiche Bauten sttllgelegt worden, sondern es läßt auch (wie in der Rheinprovinz und Brandenburg) die Zahl der neuen Bauaufträge sehr zu wünschen übrig, so daß es stellenweise bereits zu größeren Entlassungen gekommen ist. Bezeichnend ist auch, daß Gewerbe wie die Glasindustrie, die größtenteils für das Baugewerbe arbeitet, neue Aufträge nur in ganz geringem Umfange in der letzten Zeit hereinbe- fommen hat. Aehnliche Meldungen kommen auch aus der Schwemmstein- und auS der Holzindustrie. Es erscheint ausgeschlossen, daß der in der letzten Zeit zu beobachtende Unterschied in der Lage der Wirtschaft und des ArbeitSmartteS noch lange Zeit anhalten wird. Bisher haben viele Unternehmer trotz der schlechten Konjunktur ihre Arbeitskräfte weiter beschäftigt, um sie nicht auf die Straße sehen zu müssen und um sich einen Stamm an Facharbeitern zu erhalten. Die Detriebsmittelkrisis auch bei den fundiertesten Werken, die eine Anspannung deS Betriebskapitals gebracht hat, wie man sie in Friedenszeiten nicht rannte, ist aber krzwischen so stark geworden, daß Rückwirkungen auf den Arbeitsmarkt nicht auSbleiben können. DaS zeigt sich z. D. im Bergbau, wo früher die zur Entlastung gekommenen Arbeiter auf anderen Zechen, im Baugewerbe usw. Unterkommen finden loimtea; daS ist jetzt jedoch nicht mehr möglich, so daß die Zahl der tatsächlich erwerbslosen Bergleute in den letzten Wochen stark zugenommen hat. Die Sanierungskrise der deutschen Wirtschaft, von der wir erst die Anfänge erleben, wird sich auch auf den Arbeitsmarkt erstrecken, dis auch dieser sich, ebenso tote die Zahl der Betriebe und der Unternehmer, dem verringerten Kapital angepaht hat. Die Zusammenhänge zwischen Kapital und Arbeit, die bisher vielfach geleugnet zu werden pflegten, werden sich wahrscheinlich in der Zukunft in aller Schärfe äußern. Z u ck e r a k t i e n leicht befestigt. Auch die Aftien de.' T c r r a i n - Unternehmungen konnten sich weiter Hel Der Einheitsmarkt der Industries opiere zeigte dagegen, wenn auch überwiegend feste Kurse, keine einheitliche Haltung. Et.rrl v< rm chlässigt lag der deutsche Renten- markt. Pfandbriefe leicht befestigt. Auch der Freiverkehr vermochte von der freundlichen Stimmung nur wenig zu profitieren. Api 0,4, Beckerstahl 0,825, Beckerkohle 5,12, Benz 60 Prozent, Drown-Boveri 58 Prozent, Entreprise 17, Growag 80 Prozent, KrügerSyall 94 Prozent, Kunstseide 286 Prozent, Petroleum 72 Prozent, Ufa 76,5 Prozent. Im weiteren Verlaufe wurde das Geschäft etwas lebhafter. Stark gefragt blieben Montan- und Chemiewerte, die weiter nach oben gingen. Auch für die anderen Gebiete war die Stimmung zuversichtlicher und besser geworden. Rach der glatten Erledigung deS Ultimo beginnt sich am Geldmärkte eine Erleichterung bemerkbar zu machen. Tägliches Geld wurde schon zu 10 Prozent genannt Auch Monatssgeld ist leichter, der Zinssatz ist ungefähr 10 bis 11 Prozent. Im D ev i se n ve r ke h r setzte erneut eine scharf rückläufige Bewegung des Pariser Franken und ital. Lire ein. Paris gegen London 107,90 bis 108, gegen Kabel 22,20. Mailand gegen London 138. Das Pfund zog mit 4.861/* gegen Kabel etwas an. Die Mark liegt unverändert. 2'Svfttttmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (An Simonen Mort aussed rückt. Buenos Air«?, London, Neu» Japan. Rio be Janeiro für eine Einheit, Wien und BwbaDeft kür 100000 Em Veiten, alle- übrige für 100 Einheiten.) Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger-".) Berlin, 30. Juni. Die Börse erlebte beute sofort bei Beginn des Verkehrs eine a 11 g e -i meine Hausse. Während der letzten Tage, als der Geldmarkt noch verhältnismäßig flüssig war, lagen die Märkte stabil, dagegen setzte ausgerechnet heute mit einer gleichzeitigen bedeutenden Versteifung des Dörsengeldes eine allgemeine Aufwärtsbewegung ein. Die Erklärung hierfür liegt nur in der Tatsache, daß der Ultimo für überwunden gehalten wird und an mehreren Märkten ein größeres Decouvert besteht, da vielfach Leihstücke gekündigt worden sind. Die hierauf einsehenden Deckungskäufe veranlaßten das Hervortreten einer günstigen Stimmung, auch auf den hiervon betroffenen Gebieten. gen. Denn die günsttge Entwicklung des Är- beitsmarktes ist nur darauf zurückzuführen, daß Während des Saison-Ausverkaufs nicht zurtlckgesetzten Artikel 0.4175 0.55 0.545 0.6975 0,55 Rein statistisch zeigt der Arbeitsmarkt zur Zeit ein hefriedigendeS Aussehen. Die günstigen Momente verlieren jedoch sofort, wenn man an eine nähere Untersuchung geht. Es stellt sich dann heraus, daß die schlechte Lage der Wirtschaft auf dem Drbeitsmartt viel stärker Ausdruck kommt, als es die nackten Ziffern Frankfurter Dorfe. (Eigener Drahtbericht deS „Gteßener Anzeiger-".) Frankfurt, 30. Juni. Tendenz: Fest. — Obgleich daS Geschäft anfangs die engen Grenzen beibehielt, konnte die Auswärtsbewegung an den Aktienmärkten heute weitere Fortschritte machen. Maßgebend hierfür waren besonders die Aussichten auf die Räumung an der Ruhr, die nach wie vor anregenden Einfluß ausübten. Das Kaufinteresse erstreckte sich vornehmlich wieder auf den Montan- und Chemie- markt, wo sich die festere Tendenz besonders ausprägte. Die Aktien dieser Gruppen wiesen neue Steigerungen biS 2 Proz. auf. Am Montan- marlt konnten Harpener um 4 Proz. anziehen. Elektrowerte, die gleichfalls begünstigt waren, verkehrten etwas zurückhaltender. Bankaktien blieben ruhig bei kaum veränderten Kursen; nur Reichsbankanteile zogen um weitere 2 Proz. an. Schiffahrtswerte befestigt. Auch Autoaktien erzielten gute Avancen, wogegen Maschinen weniger hervortraten. Beachtenswert ist ferner, daß erstmalig wieder aus Publikumskretsen zahlreiche Kaufantrüge eingelaufen waren. Der M o n t a n m a r 11 war gut befestigt. Die lange vermißten Pluszeichen tauchten selbst bei Rebenwerten wieder auf. Der Geldmarkt zeigte, wie schon eingangs erwähnt, eine beträchtliche Versteifung, nachdem schon gestern die Privatdiskontsähe eine wesentliche Erhöhung erfahren hatten. Tägliches Geld war stark gesucht und nicht unter 10 Prozent zu haben. Monatsgeld nominell 10 biS 111Z» Prozent. An internationalen Devisenmarkt lagen Franken und Lire im Angebot. Rordische Devisen dagegen anhaltend befestigt Heutige Marknotierungen: London 20,43, PariS 5,27, Zürich 122,55, Amsterdam 59.37'/,. Märkte. Frankfurts: Getreidebörse. (Eigener Drahtberichi des „Gießener Anzeiger-"f Frankfurt a. M., 30. Juni. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 21,50—23,50, Roggen, inländischer 19—21, Hafer, inländischer 18.50—22.50, Mais, gelb 21—22,50, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 36—36,50, Roggenmehl 29—29,75, Weizenkleie 11,75, Roggenkleie 12,50—12,75, Tendenz: Ruhig. Berliner Produl.c... : Berlin, 29. Juni. Der Produktenmarkt war behauptet. Die schwächeren amerikanischen Meldungen beeinflußten den Markt deshalb nicht, da der Bedarf für prompte Ware im Hinblick der neuen Ernte ziemlich erheblich ist. Es wurden notiert für 1000 Kilo: Weizen, Juli 262 biS 264, Roggen, märt 219 bis 223. oo Juli 212,50 bis 214, Futtergerste 204 bis 218. Hafer, mark. 231 bis 239, do. Juli 193,50 bis 195. Raps 350 bis 365; ^rantfart a-M Berlin Schluß t-Uhk- fcurs Bure Schluh. Anfang Rim \ turt D-Nllm: 29. 6. 0. 6. 29. 6 30. 6 Telegraphische Auszahlung. 29 Juni 30. Juni Amtliche Non rang (Selb Brief Amtliche Notierung Geld Brief Ümfl.-iHott. Buen.-AireS Brff.-Antw. Thriftiania. «opinvageu Stockholm - HelsingforS. Italien. . London. . Peuyork . . Part«. . . Schweiz . . Svanicn - - stapan . . . iHlo de Jan- Wien inD-» Ceft. abgest- Prag .... Belgrad . . Budapest. . Bulgarien Lissabon Danzig. . ■ Konstantia. Athen - 168.19 1.697 19.08 71,9b 82,70 112.43 10.5'8 14,86 .'0,391 4,195 19,26 81,47 60,92 1,703 0.457 59,057 12,434 7,32 5,825 3,04 20,425 80,98 2,255 6.84 2 165,61 1,701 19,12 72,14 82,90 112,72 10,608 14,90 20.43.3 4,205 19,30 81,67 61.08 1,707 0.459 59,19. 12.474 7,34 5,915 3,05 20,475 81.18 2,265 6.86 inknote 168.04 1.692 18 63 74,81 84,34 112,47 10,5'5 14.76 20,393 4,105 18.99 81 46 60.87 1.715 0.452 59.057 12,43 7,345 d.895 3,03 20 475 80 90 2-255 6 94 N. 168,46 1.696 18.87 74,99 84,56 112,75 10,605 14.8b 20,445 4,205 19,03 81,6 i 61,13 1.719 1.454 59,197 18,47 7,365 5,915 3.04 20, ffifi 81.10 2,265 6.96 Berlin, 29. Juni. Geld Brief Frankfurt a,ITL lsmiMimfiMm Ä 1. bis 15. Juli statt !3 SasMMU iamenszuaW. Ullrich Zu haben m allen Avotbek'-n und Drogerien, bestimm. Eentral-Drogerie, Sckuinr. Dermania-Drog., Frist. Str. 29 Kaiser-Drogerie [2564a ^Euz-Drogerie, Bahnhoi'tr. 5® Drog. Winierhon, Kreuzvl. 9/101 Der diesjährige Saison-Ausverkauf der unterzeichneten Schuhwaren-Firmen findet in der Zeit vom Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der MonopolBranntwein. vertriebSgefellschaft mit beschränkter Haf. tung in Dietzen eingetragen: Durch Beschluh der Desellschasterverfammlung vom 9. Mat 1925 ist die Gesellschaft aufgelöst. Der Kaufmann August Balzer in Dietzen ist zum Liquidator bestellt. Besonders vorteilhaft finden Sie auf Tischen zum Ausstichen: Nestbestände Sommerkleidchen Größe 50-90 cm, ä stück Restbestände gestrickte Kinder-Jumper ä stück TOarU I 'M Ms Nestbestände gestrickte Kinder-Westen Gr-ße 1-5, a stück ’ Mark R 111 Nestbestände Damen-Iumper ä stück ......mark Ij SB Nestbestände Zephir- und Perkal-Oberhemden in Weiten 40 und 41, a stack .... Mark . 1 Nestbestände Hemdenblusen ä stück ^ar& E ® ■ Kunstseidene Trikot-Prinzeßröcke in allen Farben, ä stück Mark M 1 W W Küchenhandtücher Größe 48/48, weiß-rot, weiß-blau, karriert, 6 Stück Mark 2.00 Etamin 150 cm breit, für Gardinen, per Meter Mark 1.10 Einen Posten trüb gewordener Wäsche bedeutend unter Preis Mäusburg 10 Franz Bette Mäusburg 10 «f J *4 ■ o > • 3 u 6 jly fi ’ J 4