Hl 125 Erstes Blatt 125. Jahrgang Samstag, 30. Mai <925 0 fi Tagungen des Auslanddeutschtums mein gut des deutschen Volkes Warden te k Ehefrau Müller und der Gutsbesitzer Adalbert Wilhelm mußten sich vor dem französischen Militärpolizeigericht verantworten, weil sie als Leiter einer Versammlung der Deutsch- nationalen DolkSpartei in Gerthe nicht verhinderten, daß die Versammlung das Deutschlandlied sang. Die Angeklagten wandten ein, daß gelegentlich einer früheren Dcr'ammlung derselben Partei das französische Zivilbureau den Die Botschafterkonferen; wird morgen vormittag zusammcntreten. Sie wird die endgültige Fassung ihres entscheidenden Beschlusses bezüglich der Entwaffnung Deutschlands sestlcgen. Diese Ent- scheidung wird in Berlin der Reichsregierung durch eine Kollektivdemarche der alliierten Botschafter notifiziert werden. Rach dem „Temps" vermutlich am kommenden Dienstag. c Gefahren. Für uns Möglichkeit, den Anschluß Oesterreichs mit einem Sicherheit-Pakt - für btc un- Sogen, weil eS al- Truppenübungsplatz dient. Zu regelrechten Manövern werdnr Städte und Dörfer deS Ruhrgebiets mit französischer Einquartierung belegt. Schlimmer als diese Last ist der seelische und moralische Druck, der ausgeübt wird. Aach wie vor werden Zeitungen wegen geringfügiger Vergehen zeitweilig unterdrückt ieS genügt die versehentliche Bezeichnung des besetz en Gebietes als ,E i n b r u ch - g e b i e t". Zeitschriften und Bücher werden für immer verboten. Aach wie vor werden Paßkontrollen auS- geübt und wcr versehentlich seinen Au-Wei- vergessen hat. muß je nach Laune der die Kontrolle ausübenden Franzosen fünf bis zwanzig Mark bezahlen: es kann ihm auch blühen, daß er vor das M'l.tärgericht kommt und zehn bis zwanzig, mitunter auch mehr, Goldmark Strafe erhält. Selbst Schüler über sechzehn Jahren werden in solchen Fällen bestraft. ES wimmelt von französischen Gendarmen und Kriminalbeamten: die letzteren überwachen fast alle öffentlichen Versammlungen. in denen sie die Besprechung politischer Angelegenheiten vermuten. Alle nationalen Organisationen fte&en unter schärfster Kontrolle, soweit sie nicht direkt verboten sind, wie die Kriegervrreine, der . den Verdacht gerät, nationalen Verbindungen anzugehören. wird veryaf- tet und streng bestraft. 3n den Militär- Der Sicherheitspakt. Das (Ergebnis der britischen Kabinettssitzung. London, 29. Aiai. Aeuter. Das Kabinett hat heute die verschiedenen Fragen, die sich auS dem in Beantwortung der deutschen Vorschläge vom Frankreich auSgearbeiteten Entwurf der Aote über die Sicherheitsfrage ergeben, geprüft. Die Angelegenheit ist nunmehr soweit gefördert worden, daß e- jetzt möglich ist, der französischen Regierung gewisse Vorschläge zu machen. Es besteht die Hoffnung. daß als Ergebnis dieser Vorschläge demnächst eine Mitteilung nach Berlin gesandt werden kann, die die Grundlage für ein diese Frage betreffende- ilebereinfommen unter Öen Alliierten darstellen wird. Wenn diese Hoffnung erfüllt ist. so darf die französische Antwort als Ansicht der Alltiertenbetrachtet werden. Diese Auf- fassung gründet sich allerdings auf die Hoffnung und den Glauben, daß Frankreich die von England vertretenen Ansichten annehmen wird. Die französische Regierung hat der englischen Regierung Erklärungen hinsichtlich der genauen Bedeutung gewisser Teile des Aotenentwurfs über- mittelt, die noch nicht Har waren. Das englische Kabinett ist über die Stellungnahme, zu der es gelangt ist, völlig einet Meinung, und eS kann al- sicher angenommen werden, daß England noch immer seinen Standpunkt aufrechterhält, wonach die Erörterung eines weitläufigen oder unbegrenzten Planes abzulehnen sei und daß es für einen de - ä 5 82 1? 9 0 35 h ft. 3 7?ft ft « rtC* ft P 2 £) ft 3 ft Oft ~ '""ft" ® * >ft, ° = - t “■ 2 D 0 -ft c f=c Oft _ ft 2. *=: ? v»y* . ft Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertag». Beilagen: Gießener Familienblätt« Heimat hn Vild. Monats-Bejugeneli: 2®olbmarU u. 20 Gold« Pfennig für Irägerlohn, «ch bei Nichterscheinen oo" eingelnen Nummern hifolge höherer Gewalt. kernsprech.Anschlüsse: Schriftleitung 112, Der« »gnndGeichäst-stelleöl. Anschrift für Drahtnachrichten^ IUzeiaerOießen. Potzfchlslonto: franffurt e. HL 11686. ’‘ 0 (yft - Führer! 23on Br. Arthur Graf o.Posadowsky- Dehner. Staatssekretär a. D. Lin Volk will und muß geführt werden; Feste, Tischreden und allgemeine Tugendsprüche genügen hierzu nicht. Hur wcr zielbe- wußt mit kräftiger Hand das Steuerruder ergreift und den selbstlosen Mut bcsilzt, auch mit Sturm und widriger Flut zu fämpfen, wird das Staatsschiff auf sicherer Fahrslraszc erhallen. Die täglichen lleberschwenglichkcitcn, Ratschläge und Anfeindungen ber sogenannten öffentlichen Meinung wirken auf schwache und eitle Raluren verwirrend oder zermürbend; Veifallsbedürfnis ist die Kehrseite der breiten Oeffentlichkeit unserer Zeit. Der Begriff ,.po- likik" verkörpert sich deshalb immer mehr in dem Bestreben, um jeden Preis d i e Mehrheiten zu befriedigen — auch da. wo sie irren. Volks- und Slaalswohl dauernd gefördert haben bisher nur starke un- abhängige Kampfnaturen, auch wenn sie selbst schließlich das Opfer ihres Kampfes wurden: überragende stille Größe verträgt, wie die Geschichte lehrt, auf die Länge kein Volk; Denkmäler und Lorbeerkränze pflegen häufig nur die Buße des zu fpäk erwachten Gewissens zu sein. Die Entwaffnungsnote. Leutschlaud hat finanziell erfüllt. pari». 29. Mai. (IBXB.) Wie bereits be- whktt. hat die Aeparationskommission *" >hr« NeuMyn vormittigsfißung einstimmia IWetit daß Deutschland seine Verpflichtungen dem Darowflan. also seine Reparation«!- ftkraftichluNgen aus Abschnitt 8 des ver- INH* Vertrages erfüllt hat. Diese Feststellung lfc* der S otfchaslerkonferenz. wie sie ll’oebcrt hat. Kn Lause des Nachmittags notifiziert i Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vir -um Nachmittag vorder öbneiebcBerbinblt(hkeiL Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örthd>8, auswärts 10 (Bolbpfennig; für Ne- blame-Anj ü O1: ’S = s«n , &&nf- ft 5 d ? -ft ? Q-,* hör 0 rt »0 ft C ft a- h ft S o ps r=» O ft r* o'n X ff?? » ghh 2- ft -P «h? w «Te81» w i 5,0- muß. Die vornehmste Ausgabe ist es, unsere Arbeit zu vertiefen, nachdem der Apparat deS Schutzbundes nach der Tleberwindung der Inflation überall glänzend arbeitet. Der Verein für daS Deutschtum im Ausland zählt im Reich und Oesterreich zwei Millionen Mitglieder, ein Beweis für die Erfassung auch der weitesten Kreise des DinnendeutschturnS für die nationale Schutzarbeit. Richt nur eine Erziehung zur Kultur- gemcinfchaft. fondern auch eine Erziehung zum Staate wolle der Bund wenigstens indirekt fördern. Der Schutzbund wolle allen staat-politischen Erwägungen Rechnung tragen. Wir erkennen an, daß der Vorschlag de- Sicher- heit-paktes mir von der Sorge um das befehle Gebiet gemacht war. Aber wir sehen zugleich auch gj o f) - - - gibt es keine Mögli« Die Bundestagung des Schutzbundes. M ü n st e r , 29. Mai. (211.) 3n dem traditionellen Rahmen wurde heute vormittag die s c ch ste Bundcstagung deS deutschen Schutz- bundeö der Grenz- und Ausländsdeutschen in der Stadtballe von Münster eröffnet. Alle Gaue des Deutschen Reiches, der deutschen Grenz- und SiedelungSgebiete und der Sprcngsiedlungen der ganzen Welt batten Vertreter entsandt. 3m Auftrag der Leitung des Schutzbundes begrüßte der Vorsitzende. Ministerialdirektor Dr. Götz die Erschienenen, u. a. den in Vertretung des Reichsinnenministers erschienenen Referenten, Vertreter der preußischen Staatsregierung, den Oberpräsidenten GronowSki, einen Senator der Freien Stadt Danzig, den Vertreter des Landeshauptmanns von Kärnten, Vertreter der katholischen und protestantischen Kirche und der Handels- und Landwirtschaft-kammern. Die diesjährige Tagung, so führte der Vorsitzende auS, solle eine Tagung besonders für da- Rheinland fein. Aach weiteren VegrüßungS- worten sprach bann Geheimrat Professor Dr. Schulte-Bonn über die Tausendjahr-Feier des Rheinlandes. Er wies besonders daraus hin, daß der Rhein und feine Landschaft niemals die Eignung zur Grenze besessen hätten. Der Rhein sei nicht Grenze, sondern Der- binbung zwischen Ober- und Aiederdentsch- land. Er beleuchtete die Kolonisationstätigkeit der Rheinländer und schloß mit der Aufforderung, uns frei zu machen von den Fehlern der Vergangenheit und von der Zwietracht. Den Schluß der Vormittags-Tagung bildete ein Vortrag des ersten Vorsitzenden deS Deutschen Schutzbundes, Dr. von Loesch über Deutschtum und Schutzbund. Der Vortrag war zugleich ein Rechenschaftsbericht über die Arbeit am völkischen Zusammenschluß und ein Blick in die Zukunft unseres Dolkstumes. „Wir verstehen das Wort völkisch", so führte er aus, ,nicht im rassigen und nicht im klassenmäßigen Sinn. Die Bewegung des völkischen Schutzes ist noch sehr jung. Damals aber vor dem Kriege war die Arbeit viel leichter als heute. Mit dmi 3a.)re 1918 hat sich die Kampffront verlängert und vertieft. Dom finnischen Busen bis zur Schweiz, in den ehemaligen deutschen Kolonien in Ueber- see ist der Kampf entbrannt. Fast zwei Millionen Vertriebene muhten in das Vaterland zurückkehren, 900 000 aus Pofen und Westpreußen, 150 000 aus dem Elsaß, 100 000 auS Krain, Kärnten und der Steiermark. Die neuen Staaten, aus denen diese Deutschen vertrieben sind, wenden ulle Mittel gegen Deutschland an. 3n Estland und Lettland ist unter dem Titel der Agrarreform der deutsche Boden den deutschen Besitzern gestohlen worden. Deutschland wird in der ganzen Welt in moralische Acht getan. Die Abwchrarbeit hat aber seit 1918 einen mächtigen Aufschwung genommen. Es sind Hunderte von Vereinen, fachliche und regionale Verbände entstanden. Vielleicht ist ein Aebermaß an Organisationen vorhanden, aber wir müssen bedenken, daß der grohdeutsche Gedanke Dc- aefängniffen und Polizeigesängnissen teerte i die Gefangenen noch immer mißhandelt Erst kürzlich hat sich ein junger Mann, der in französische Gefangenschaft geraten tear, aus Verzweiflung die Pulsadern geöffnet. Das Rote Kreuz lindert die Leiden der Verhafteten nach Kräften und hat auch bei Beschwerden höheren Orts Abhilfe erreicht: aber wer den Mut hat, Mißstände anzuzeigen, ist nicht selten den größten Schikanen auSgcseht. Das Singen patriotischer Lieder ist verboten .Ein Versammlungsleiter, der nicht verhindert hatte (und er konnte es nicht!), daß nach Schluß einer Versammlung von den HmauSgehende.1 ..Deutschland über aUei" an- gestimmt wurde, erhielt achthundert Mark Geldstrafe. Französische agenkS provocateurs suchen mit den vielen Verordnungen («s mögen dreihundert sein) nicht Vertraute aufS Glatteis zu führen und bann zur Bestrafung anzuzeigrn. So wurde einer Dtwe. die einen kl einen Buchladen hat. übel mitgespielt . Ein Fremder erschien bei ihr, um Herzogs Roman ,W i e - land der Schmiew zu laufen . Die Frau erklärte, sie kerme daS Buch nid# und führe es nicht. Der Fremde bat. c5 ihm zu beschaffen. Die Frau tat es au5 Gefälligkeit. Einig? Tage darauf erhielt die Frau einen französischen Strafbefehl über 150 Voidmark, da sie ein verbotene- Buch verkauft habe. Zugleich wurde ihr mitgeteüt, daß sie noch vor daS Kriegsgericht komme Diese Politik der Radelsnche kann keine guten Früchte tragen. Kein Voll war so friedllch gefirmt wie Me Bevsllervna m Äbein usb '4 *2 ’o0K>2.^ *.2 ft s V f 3 tfft . 2.^2 öS M.J ftSs?p p cf C- chA :W ft ?-2ft2- Die Leiden des besetzten Gebietes. Au- dem Ruhrgebiet wird uns geschrieben.' Rur selten bringt noch etwas in die Oeffcnt- lichkeit über die Leiden, denen da- besetzte Gebiet au-gesetzt ist. Rach dem Londoner Abkommen und nach Bemdigung des passiven Widerstandes haben zwar gewisse Akte aufgehört. Aber der D r u cf. der auf die Bewohner des besetzten Gebiets auSgeübt wird, lastet auf ihneit nach wie vor. Das Militär tritt in der Oeffcnt- lichkeit nicht miffnung»1orberungcn R e i ch s w e h r m i n i- I r t Dr. Geßler in seiner ausgezeichnet flaren wirkuRgSvollen EtatSrede die Hauptpunkte dar Beanstandungen im vorweg bereits ad ab- -ardum geführt hat. Mit aller Entschiedenheit :»»» der Minister darauf hin, daß die Reichs- v-'hr in allen ihre» Errichtungen, in Zufammen- legung und Stärke dem im Verfailler Vertrag yjgelaff wort der britischen Regierung d.e französische These über die wesentlichsten Punkte befriedige. Iedoch verlange London noch einige Aufklärungen über gewisse Fragen sekundärer Art. Man könne jedoch annehmen. daß ein endgültige» Einverständnis hierüber er; slt iverde. Der Mitarbeiter der HavaSagentur will wissen, daß die Einwendungen des Foreign Office d e Schieds- gerichtSverträge betreffen, durch di? der Sicherheit-Pakt vervollkommnet werden soll. Die Verhandlungen zwischen Pari- unb London würden fortgesetzt. Eine Antwort an die deutsche Regierung tonne erst später erteilt werden. General-Anzeiger für Oberhessen PniJ unt Ptrlag: vrühl'scht UnioerfUdt» Bnd?. und Steini>ruderet R. fange in Sieben. Zchrisilettung und Scf• «0 vor wenigen Tagen wieder im fran- i >ömcha« Senat politiftarende Generale die Welt - 'breden machen wollten, brandmarkte der Mi- iksier mit erfreulicher Deutlichkeit als lächerliche fugen. Uni) nicht» andere» sind die Vor- rOrfe in dsr neuen Entwaffnung»note, die nach Mitteilungen deS „Daily Telegraph" dazu > Erhalten muß, die Erfüllung de» Versailler H fertragt zu verweigern. Wenn gewisse Kreise in Deutschland unS U Dauben machen wollen, mit H e r t i o t und foixlcbt und Bria nd sei ein anderer Geist u; ’ Pari» eingelehrt, der Deist der Versöhnung - Friedfertigfeit, so bedarf e» nur de» ©tu- jedes einzelnen dieser Punkte, um zu rCcnncn, daß sich hinter der konzilianteren, vor- M>>H!igeren Form eines Briand der gleiche un- idipegte DernichtungSwillc. der gleiche Zmpe- iaüSmuS verbirDt. der die Poincarö und i?liller and zu unversöhnlichen Gegttern einer Sefriebung Europa» machte. Die neue Rote soll ith wird nichtzS andere» sein, als ein neues hiied in der Reihe der französischen Bemühungen M Verewigung der Militärkon- t» oll«, zur Verewigung der Rhein- ie sehung! Darum milcht man unter alte Fortgängen harmloseren ZnhaltS solche, deren Er- iriung für ein großes Voll von Ehre und ktLatsgasühl ungeheure Zumutungen ia»st«lli. Forderungen, an deren Erfüllung man nicht glaubt deren Erfüllung man selbst I » iuch gar nicht will. Denn nur durch das I Sliitat dauernder Kontrolle, dauernder ilnrubc ^oibem die franzöfifch-.m Politiker, mögen sic jMncar^, Herriot oder Briand heißen. Frank- ! '«ch» Militärherrschast am Rhein und damit i Europa aufrechterhalten zu können. Rach einem i; Strt BriandSin der DienStagdebatte im Senat ; FMkgt „ein kleiner Schauer der Beun- f|ju b i g u n g". den ein französischer Minister Dcr- ‘ ' rt, um sich über internationale Verträge bin- usetzen. sobald die Erfüllung eines dort beten en Artikels einem Kontrahenten unbe- ist. Damit ist im Zeitalter des Völker- And» die Herrschaft der rohen Gewalt. daS «astrecht proklamiert, widerlich verhüllt durch amloS heuchlerische Phrasen von Pazifi-mus Vtzlkernersöhnung. Damit ist auch eine fruchtbringende Dis- on deS Sicherheit»vertrage-, von dessen Ab- ch die Welt Entspannung und Befriedung cr- ki*t, in welle Ferne gerückt . ilnb das ist auch k n» der verborgenem Ziele biefer Gntwaffnungs- t'H Sicherheit will Frankreich. Sicherheit für sch und feine östlichen Trabanten, soweit sie Garantie der französifchen Herrschaft in Epa bebeutet. Aber Frankreich braucht den ch«heit-pakt nicht, solange seine Truppen am b 'in solange polnische und tschechische »ee unter französ scher Oberleitung bk deutsche grenze bedroh«. . solange französische Kontroll- -Mne jeden deutschen Flintenlauf, jede deutsche ro bgtanatc zählen . Mrlllärkontrolle und Rhein- M-tung, da» ift Frankreichs beste Sicherheit, h e» nicht freiwillig aus bet Hand geben wirb li eine» neuen Vertrage» teilen, ber auch dem S^pner Frieden und Gleichberechtigung gewährt. 0'9 “ n fl b e c Frieblof igkcit. bas L sicherheit-plan, zu bem bic neue ßtövaksnungsnvte ein neuer Baustein fein wird. Art der Die zu der die kühler und Stärke und Sein Kern Wettervoraussage. Starke westliche Winde, bedeckt, Regenfälle. Das nördliche Fallgebiet hat an Die Witwe Felix Dahns wurde zu Feier ihres 8 0. Geburtstages durch Ernennung zur Ehrensenatorin der JUnUer» (er Trupp griff am 27. Mal die Stellung bei Beni Doulan an. Er wurde nach erbittertem Kampf, an dem die französischen Maschinengewehre sich beteiligten, zurück geschlagen und lies; auf dem Schauplatz des Gefechts zahlreiche Tote und Verwundete zurück. zu dienen." Aus aller Welt. Witwe Felix Dahns Chrensenatvrin Universität Breslau. Die Demission Thugutts. Der polnisch: stellvertretende Ministervräsi- dent Thugutt hat seine Demission genommen, er ist aus dem Kabinett Grabski aus- geschieden. Sein Rücktritt hat aber nicht nur die 'Bedeutung eines Personalwechsels. er geht darüber weit hinaus und kommt einer Kampfansage der gesamten Linksparteien gegen die Regierung gleich. Die Gründe, die ihn zu diesem Schritt veranlassen, sind ver- chiedener Art. Einmal hat seine Ostpolitik auf der Rechten lebhafte Tlnzufriedenheit hervorgerufen, weil er in den Ostprovinzen Ordnung chuf und damit Rußlands Wünschen entgegenkam, das wegen des Verhaltens Polens gegenüber seinen östlichen Minderheiten schon wiederholt mit detn Säbel rasselte . Dann aber hat der gesamte Wirtschaftskurs des Kabinetts Grabski den Ausschlag gegeben, gegen den er ich nicht durchzusetzen vermochte, so daß die von ihm versuchten Reformen negativ blieben. -Zu gleicher Zeit hat aber auch die Arbeitspartei, der Thugutt angehört, eine scharfe Kundgebung gegen die Regierung verösfrntlicht und sämtliche Linksparteien aufgefordert, in die Opposition zu gehen, so daß es für ihn nicht mehr möglich war, weiterhin im Kabinett zu bleiben. Unmittelbar nach feiner Demission, gab Thu- gutt eine Erklärung an die Presse, in der er einen Ueberblick über die Schwierigkeiten gab, denen er während seiner Ministerschaft begegnet sei. Er sagte: „Obwohl ich in der Minderheitenfrage nicht zu anspruchsvoll gewesen bin, ist es mir nicht gelungen, auch nur die bescheidensten Forderungen durchzubringen. Ich habe nur verlangt, daß die be- tehenden Gesetze durchgeführt werden und die Verfassung eingehalten wird. Inzwischen haben ich während meiner Amtszeit die Z u st ä n d e in den Gefängnissen verschlechtert. Den hochentwickelten ukrainischen Genossenschaften sind Kredite von der Regierung verweigert worden. Diele der niederen Dramten im Ministerium des Innern zeigen eine beispiellose geringe Achtung vor den Gesetzen, sodaß in der Verwaltung ein System der Provokationen, des Ver- chleierns, des Mißbrauchs und der Wcklkür ein- gerissen ist. Infolge der ständig wachsenden Widerstände habe ich mich entschlossen, meiner Sache an einem anderen Ort und in einer anderen Ausdehnung beträchtlich gewonnen. liegt heute südöstlich von Island, gewinnt aber nur langsam Raum nach Osten hin, wo Fallen des Barometers gemeldet wird. Unter dem Einfluß seiner südlichen Ausläufer werden wir dis Pfingsttage mit vorwiegend trübem regnerischem und stürmischem Weiter, verbunden mit ziemlicher Abkühlung zu rechnen haben Das unsichtige nebelige Weiter hat sich weiter bis zum 85. Breitengrad ausgebreitet. Wahrscheinlich dürften die Flieger, selbst wenn sie den Bückflug vom Pol angetreten haben sollten, eine Landung vornehmen, um zu vermeiden, daß die beiden Flugzeuge sich aus dem Gesicht v e r l i e r e n. Die „H o b b y" hat die Vack- eisgrenze vom Kap Willkomm bis zum 80,23. Längengrad abgesucht, ohne die Flieger gesichtet - 2^uhr; es ist D r a ch e n s a a t, was Frankreich hier ausgesät hat. Die Demütigungen, die sich dieses aufrechte, tapfere Volk hat gefallen lassen müssen, brennen in den Herzen. Einsichtige Franzosen — man hat sie unter gebildeten Offizieren — sehen selbst das Verhängnisvolle einer solchen Politik ein. Das Ruhrgebiet wird auf- atmen, wenn seine Leidenszeit beendet ist. Es denkt nicht an Rache, aber es will Öen Franzosen zeigen, daß durch redliche Arbeit ein freies Volk sich Wertung verschafft. Die bedrohten Besatzunystruppen. Mainz, 20.Mai. (Wolff.) Die französische Desahungsbehörde hat verfügt, daß die seither von der Mainzer Schühengesell- schäft veranstalteten regelmäßigen Schießübungen als militärische Uebungen im Sinne des Artikels 1 der Verordnung Rr. 295 der Rheinlandkommission anzusehen sind und bis auf weiteres unterbleiben müssen. Rückkehr des Reichspräsidenten nach Berlin. Hannover, 29. Mai. (TU.) Reichspräsident von Hindenburg ist in Begleitung seines Sohnes, des Majors v. Hindenburg, nach Berlin abgereist. Am Hauptbahnhof war nur ein kleines Absperr-Kommando der Schutzpolizei zu sehen. Die Abreise trug keinen offiziellen Charakter. Bei der An- und Abfahrt des Reichspräsidenten kam es zu lebhaften Kundgebungen der Volksmenge. Der Reichspräsident ist heute nachmittag gegen 6 Uhr mit dem fahrplanmäßigen Zuge wieder in Berlin eingetrosfen. haben. __________ Ein klerikal-sozialistisches Kabinett in Belgien. Brüssel, 30. Mai (TU.) König Albert hat gestern abend 6 UI)r den ^^"liken Pvuille empfangen. Es scheint, daß Pouille mit der Kabinettsbildung beauftragt worden ist. Wir begrüßen diesen Beschluß mit Genus - tuung, denn er ist geeignet, unserer Stabt J>f:l rechtzeitigen Anschluß an eine mächtig aufwärts strebende, verkehrspolitisch und wirtschaftlich weitreichende Entwicklung sicherzustellen. G>ev^ folgt mit diesem Beitritt dem Beispiel vieler derer, auch gleich großer Städte, in denen >n^ ebenso wie auch in unserer Stadt erkannt Hat, vM hier her' Anschluß nicht verpaßt werden darf u. daß das investierte Kapital wirklich sehr gut ab' legt ist. Besonders erfreulich ist, daß unser ®™**' Parlament den Beschluß e i n st i m m i g gera6‘ damit einhellig zum Ausdruck gebracht hat, 03 unser Gemeinwesen einen guten u N 0 6 . kunftsreichen Weg betritt, wenn es hier n geht. Katholiken und Sozialisten, werden die 12 Portefeuilles miteinander teilen. Die Ministerpräsi- dentschast ist den Katholiken Vorbehalten. Die Sozialisten erhalten dafür das Auswärtige und das Justizministerium. Die Marokkodebatte in der französischen Kammer Die Kammer billigt den marokkanischen Krieg. Paris, 29. Mai. (WB.) Die Kammer setzte in ihrer heutigen Rachmittagssihung die Interpellationsdebatte über Marokko fort. Der Aba. Malvh sprach sich über ferne Reise nach Spanien aus. Gr verwahrt sich dagegen. daß irgendwelche Geschäftsgründe dafür maßgebend gewesen seien. Er habe kerne andere Sorge gehabt, als durch die Herbeiführung einer Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Spanien dem Interesse seines Landes zu dienen. Er habe' nur über ein Abkommen verhandelt mit dem Blick zum Frieden und nicht mit dem Blick zum Kriege. Add el Krim habe es verstanden, Frankreich und Spanien zu veruneinigen. Er habe indirekt Friedensangebote gemacht, aber nur der spanischen, nicht der französischen Regierung. General Primo de Rivera yabe seinen Abgesandten freies Geleit angeboten. Aber Add el Krim habe nichts mehr von sich hören lassen. Es sei ihm nur darum zu tun gewesen, Waffen und Kriegsmaterial in die Hände zu bekommen. Malvh betont, daß eine Friedensmöglichkeit nur bestehe, wenn Frankreich und Spanien aufrichtig zus ammenarbeiteten. Der kommunistische Abg. Marcell Cachin erklärt, daß Frankreich und Spanien vor 20 Iah- ren Marokko unter sich aufgeteilt hätten. England hätten sie befertigt und ihm für diese Selb st-- entäußerung freie Hand in Aegypten gelassen. Wie könnten Frankreich und Spanien heute behaupten, daß sie mit ihren Soldaten den Frieden ins Rifgebiet tragen wollten. Habe man denn die 14 Grundsätze des Präsidenten Wilson nach dem Kriege ganz vergessen, durch die man allen Völkern der Welt das Selbstbestimmungsrecht versprochen habe? 300 Millionen Muselmanen würden in der'Welt durch die Großmächte der westlichen Völker beherrscht. Der Ministerpräsibent möge dem französischen Volke sagen, was Marokko Frankreich eit 21 Iahren an Menschen und Geld gekostet habe und* wieviel dieses Marokko der französi- chen Republik noch kosten werde, in einem Augenblick, in dem so viele Milliarden den ranzösischen Finanzen fehlten. Cachin verliest dann eine Tagesordnung der Kommunisten, in der die sofortige Einstellung der Feind- e l i g k e i t e n gefordert wird. Der sozialistische Abg. Renaudel erklärt, es sei notwendig, daß das Abkommen, das man mit Spanien treffe, keinen militärischen Hinter- aedanken in sich berge. Gestern sei es zu einem Mißverständnis gekommen, als Briand von der Llnmöglic^eit gesprochen habe, unter Ausschluß Spaniens mit Abd el Krim zu verhandeln. Es ei deshalb eine neue Erklärung notwendig und er erwarte von der Regierung, daß, wenn das" Abkommen mit Spanien unterzeichnet sei, die Verhandlungen mit Abd el Krim eingeleitet würden. Er verlange nicht die Räumung von Marokko und er verlange nicht, wie die Kommunisten, die Desertton der Soldaten, onbern baldige Friedensverhandlungen. Außenminister Briand Frankreich b<1 bis jetzt eine rein defensive Haltung eingenommen. Da man das Selbst- bestimmunasrecht der Völker anführe, müsse man auch zugeben, daß es Stämme gebe, die das Recht hätten, sich Frankreich zuzuwenden. Diese seien auch geplündert worden. Sie haben Frankreich nicht verlassen dürfen. Als Frankreich 1914 am Rhein bedroht worden fei, habe es allen Völkern, die es kolonisiert habe, freigestellt, über sich selbst zu verfügen. Alle Kolonien hätten sich Frankreich angeschlossen und alle ihre Bewohner hätten sich als Franzosen gefühlt .Das sei die Freiheit der Völker: Heber s ich selbst zu verfügen. Frankreich habe Marokko zivilisiert. Es habe heute gute Wege und Eisenbahnen unt> seine Bewohner arbeiten und prosperieren. Wenn die Friedensverhandlungen kommen f ülten, sei es notwendig, daß man sich vorher mit Spanien verständigt. Frankreich habe Spanien gefragt, ob es sich mit ihm für einen rascheii Frieden einsehen wolle. Eine Teilung des Ri^gebiets komme nicht in Frage. Frankreich werde feine Beeinsluhungszone nicht überschreiten, aber es werde auch nicht vergessen, daß noch heute französisches Blut in Marokko vergossen werde. Wenn der Friede geschlossen worden sei, dann werde man vielleicht beinerfen, daß das Heer der Rifleute nicht nur Rifleute, sondern viele Abenteurer enthalte, von denen viele gern Frankreich diplomat.sche Verwickelungen bereiten würden. Frankreich habe keinen imperialistischen Gedanken. „ Bei der Abstimmung wird die Priorität der Tagesordnung des Kartells der Linken mit 537 gegen 29 Stimmen zuerkannt, worauf die Tagesordnung selbst mit erhobenen Händen f a ft einstimmig angenommen wird. Dom marokkanischen Kriegsschauplatz. Paris, 30. Mai. (TU.) Nach einem Havas- Bericht aus Fez wird das französische Oberkommando eine neue Umgruppierung vornehmen, und zwar soll noch eine Reihe Posten ausgehoben und die Besatzung zurückgezogen werden. Diese Maßnahme ermögliche es, daß ein Teil der Truppen, die seit mehreren Monaten ununterbrochen in vorderster Linie kämpfen, in Ruhestellung gehen können. Der amtliche Bericht aus Rabat besagt, daß die Lage im westlichen Abschnitt unverändert ist. Einige Rif- häuptlinge haben sich nach dem Hauptquartier Abd el Krims in Adjier begeben, um dort Instruktionen einzuholen. Bei Amjot werden s e i n d l i ch e Truppenbewegungen beobachtet. Auch im Zentrum hat die Situation keine Aenderung er» fahren. An zwei Punkten ist es dem Feinde gelungen, hinter dem Rücken der Franzosen oorzu» dringen. Die Stellung in Sker wurde am Abend des 27. Ma> heftig, jedoch ohne Erfolg, angegriffen Auch auf dem östlichen Kampfschauplatz hat sich nichts Nennenswertes ereignet. Ein 250 Mann star- fität Breslau geehrt. Forschungsreise In die Wüste Gobi. Reuter meldet, daß der amerikanische Forscher Andrews in Urga (Mongolei) angekommen sei und erklärt habe, daß er während seiner letzten Expedition nach der Wüste Gobi wertvolle Entdeckungen von menschlichen Knochen und Skelettteilen gemacht habe, die er dem Steinalter zuschreibe. Andrews habe wiederum eine Anzahl versteinerter Dinosauruseier gefunden. Die Teilnehmer an der Expedition hatten unter sehr schweren Strapazen und der Ungunst der Witterung zu leiden. Zeitweise waren die Schneefälle so stark, daß der St r a f t ro a g e n eingeschneit war und nur mit vieler Mühe ausgegraben werden konnte. Großfeuer in einem Dorfe. Aus Lübeck wird gemeldet: In dem Dorfe L 0 k f e l d bei Reinfeld ist im Haufe des Landmannes Koop durch Ueberkochen von Teer Feuer ausgebrochen, das sich innerhalb von zehn Minuten auf zehn Gebäude ausgedehnt hatte. Da sich die Besitzer der Eehöste bei der Feldarbeit befanden, konnte das Inventar und das Vieh nicht ge r,c 11 e t werden. Eine Frau hat bei dem Versuch, ihr Geld aus dem brennenden Hause zu retten, schwere Brandwunden erlitten. Zehn Familien sind durch das Feuer obdachlos geworden. Der Landmann Koop, seine Schwiegermutter und seine Schwägerin sind wegen fahrlässiger Brandstiftung verhaftet, aber nach ihrer Vernehmung wieder sreigelassen worden. Der Wettschwindler klanle wieder verhaftet. Die Dresdner Kriminalpolizei hat den Wettkonzerngründer K l a n t e verhaftet, weil er seine frühere Tätigkeit wieder aufgenommen hatte. Es war Klaute, der in Dresden sich unter falschem Namen aufgehalten hat, gelungen, von einer Anzahl solcher Leute, die nicht alle werden, größere oder kleinere Summen zu erschwindeln. Wie erinnerlich, war Klante seinerzeit krankheitshalber aus der Haft entlassen worden. Raubmord an einem Knaben. Am Donnerstag sandte der Fleischermeister Schuboth aus Bärenthoren (Streis Zerbst) seinen vierzehn Jahre alten Sohn nach Zerbst, um Einkäufe zu besorgen. Freitag vormittag wurde der Junge' mit durchschnittener Kehle im Walde ausgefunden. Es liegt Raubmord vor. Von den Tätern fehlt jede Spur. Freispruch im Dresdner s)inkemannpro;eh. In der Revisionsinstanz in dem Prozeß gegen die Störer der Dresdner Hinkemann-Aufführung wurden alle Angeklagten freigespro- d) e n. In der Begründung heißt es: Kundgebungen des Mißfallens gegenüber Theateraufführungen find strafrechtlich frei, sobald sie in der Grenze des Rechts blejben. Eine Ueberschreitung der Notwehr liegt nicht vor. Frithjof Nansen in Berlin. Frithjof Nansen, der Präsident der Jnter- nalionalen Studiengesellschaft zur Erforschung der arktischen Gebiete, traf Freitag vormittag 9.30 Uhr auf dem Stettiner Bahnhof in Berlin ein. Er wurde von dem Vorstand der Gesellschaft, Geh. Rat Kohlschütter, und dem bekannten Flugzeugführer Walter Bruns empfangen. Vom Neichsoerkehrsnunisterium hatten sich Ministerialrat Brandenburg und vom Auswärtigen Amte Legationsrat F 0 r ft n e r auf dem Bahnhyf eingefunden. Professor Nansen befindet sich auf der Reise nach der Schweiz, um von dort aus den K a u - k a j u 5 aufzusuchen. Den kurzen Aufenthalt in Berlin will dazu benutzen, um mit deutschen Sachverständigen über die Erforschung der arktischen Gebiete mit Zeppelinluftschiffen zu beraten. Professor Nansen, der einen außerordentlich rüstigen Eindruck macht und dessen markante Züge unter dem breiten grauen Schlapphut den hervorragenden Menschen und Forscher kennzeichnen, antwortete'auf die Frage, ob man um das Schicksal Amundfens besorgt sein müsse, mit einer energischen abwehrenden Handbewegung. Eine Flugzeuglandung am Nordpol halte er bei günstigem Meter durchaus für m ö g - 1 i ch. Wenn Amundfen noch nicht zurückgekehrt sei, liege das daran, daß der Forscher den Nordpol erst durch Messungen suchen müsse. Diese Messungsarbeit werde mehrere Tage in Anspruch nehmen. Im Hotel Adlon sand ein Frühstück statt, das Reichsverkehrsminister Krahne zu Ehren Nansens gab. An dem Frühstück nahmen u. a. teil: Reichskanzler Dr. Luther, Reichsfinanzminister v. S ch > i e p e n , der norwegische Gesandte Scheel, der österreichische Gesandte Dr. Riedl, der deutsche Gesandte in Oslo, v. Romberg, der Borgende der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung der Arktis, Prof. Kohlschütter, Dr. Eckener war leider im letzten Moment verhindert, an dem Essen teilzunehmen. Nansen hat am Abend 6.40 Uhr vom Anhalter Bahnhof aus Berlin wieder verlassen. Prof. Nansen hält ein Ueberfliegen der arktischen Gebiete mit Zeppelin- Lustschiffen in absehbarer Zeit für durchaus möglich, „wenn nur erst die Zeppeline da sind", so erklärte er. Nansen wird mit den maßgebenden Stellen in Berlin die Vorbedingungen für den Bau eines neuen Zeppelin-Luftschiffes erörtern, das wissenschaftlichen Zwecken dienen soll. Es handelt sich dabei um die geplante Luftschisferpeditioi, noch bisher unerforschten arktischen Gebieten des sogenannten Harri Standes, das zwischen Alaska und dem Nordpol liegt: „Ich werde die Expedition wahrscheinlich selber unternehmen, erklärte Nansen und fügte hinzu, daß er das Luftschiff für das geeignetste Mittel halte, große wissenschaftliche Expeditionen auszuführen. Nansen beaibt sich von Berlin nach dem Kaukasus, wo er im Auftrage des Völkerbundes die Möglichkeiten für uie Ansiedlung der armenischen Flüchtlinge aus der Türkei prüfen wird. Während seines Aufenthaltes in Berlin find politische Fragen nicht zur Sprache gekommen. „Ich bin", so erklärte Nansen, „mit meiner Reise nach dem Kaukasus so sehr beschäftigt daß ich dazu auch feine Zeit gehabt hätte." Schlechtes Melter in der Polarzone. Wie dec Sonderberichterstatter des „Petit Pari- ficn“ von Bord der „Farm“ aus drahtet, ist das Wetter plötzlich umgeschlagen. Der Himmel ist von schweren Wolfen bedeckt und e s schneit ununterbrochen. Die beiden E x - peditionsschiffe sind entsprechend den Weisungen Amundfens nach Norden aufgebrochen, um längst des Polareises Ausschau nach dem Flugzeug zu halten. Ein Funkspruch vom Bord der „Farm" meldet: Aus Stadt und Land. Gießen, Den 33. Ul'". 1925. ' Pftngsten. Pfingsten ist nicht nur das Fest des heiligen Geistes, sondern auch der Geburtstag de-, christlichen Kirche. Jene Geistesbewegung, die sich im Jahre 33 unserer Zeitrechnung am jüdischen Psingstsests zu Jerusalem so mächtig regte, hatte zur Folge, daß sich eine große nchar von Ehristgtäubigen zu einer Gemeinschaft zusammenschloß, aus der das größte Wunder aller Zeiten heuorging, nämlich bi: lieber-. Windung der antiken Welt und des römischen Imperiums burdj den christlichen Glauben, der im Anfang nur in den Seelen einiger Zöllner und Fischer vom See Genezareth lebte. Keine Institution der Welt ist so bekämpft, herabgesetzt und ongeschul- digt morden wie die christliche Kirche, gleichviel in welcher Form sie auftrat. Besonders in der Neu zeit ist das geschehen. Voltaire, Häckel und Nietzsche Haden heftige Worte gegen sie -gebraucht. Es gibt Volksoersamlungen, in denen das Wort Kirche nut erwähnt zu werden braucht, um einen Sturm der Entrüstung und des Spottes heroorzurufen. Es gibt Zeitungen, die das Prädikat der objeftioen Berichterstattung und der sachlichen Kritik für sich in Anspruch nehmen und die dennoch von der Kirche nur bann reden, wenn man einem ihrer Diener etwas Unrühmliches nachreden kann. Millionen von Flug« blättern, die der Kirch ihre Sünden Vorhalten, werden heute in die Häuser geworfen. Man wirft der Kirche, ihren Führern, ihren Priestern und Pfarrern vor, daß sie unduldsam und stets bereit seien, andere, die sich ihrem Dogmenzwang nicht fügen, mit Ge. malt zu unterdrücken. Menschen, deren Geschichts- kenntnis sehr gering ist, wissen doch von der Unterdrückung der Albigenser, von dem Kstzerrichter Konrad von Marburg, von der Verfolgung Servets durch Calvin und dem Hamburger Hauptpastor Goeze, dem Gegner Lessings, zu berichten. Man wirft der Kirche das Streben nach Geld und nach Macht vor, man verurteilt ihr Einmischen in weltliche Händel. Sogar ein so tief religiöser und geistvoller Mann wie Houston Stewart Chamberlain weiß die Bedeutung der Kirche nicht zu würdigen. Daß sie zerspalten ist, wird ihr gleichfalls nicht zum Ruhme nachgesagt. Endlich bezweifelt man, ob sie für die nächsten Jahrzehnte noch weiter bestehen wird, gerade in der Neuzeit hat man ihr ost den baldigen und unrühmlichen Untergang oorauege- sagt. Es verlohnt sich, über diese Vorwürfe einmal nachzudenken, wobei die christlichen Kirchen in ihrer Gesamtheit in das Auge gefaßt werden sollen. Es mag zugegeben werden, daß Unduldsamkeit und dar Streben nach Macht sich nicht selten mit dem Ansprüche, daß man Hüter der ewigen Wahrheit sei, zu- fammengefunben haben Aber steht diesen Schatten- sotten nicht ungleich mehr gegenüber, das in leuchtenden Farben prangt? Die Gemeinschaft derer, die an Jesus glauben, ist heute wie vor Jahrhunderten noch die machtvollste der Welt, sie umspannt die ganze Erde und gewinnt von Jahr zu Jahr an Boden. Indem die Kirche in Dogmen ihre Glaubens- erfahrung niebergelegt hat, hat sie dieses kostbar« Gut vor Verfälschung und Umdeutung geschützt, es den Nachlebenden gewissenhaft überliefert und damit ein Geschlecht nach dem anderen zum Lichte geführt. Was die Kirche an werktätiger Hilfe geleistet hat und noch leistet, kann durch humanitäre Bc- ftrebungen nicht ausgewogen werden. Hingabe, toeioftDedeugnung, Aufopferung, Verzicht auf da» eigene Wohl sind wesentlich nur da zu finden, wo der Grundsatz herrscht: Um einen ewigen Kranz dies arme Leben ganz. Viele Menschen müßten verzweifelt durch das Leben gehen, wenn ihre Kirche ihnen nicht eine Spenderin des Trostes und tzes Friedens märe. Mögen auch die Kirchen, wie sie in der Wirk- litgteit bestehen, noch so sebr auseinander gehen wie streitende Schwestern, Schwestern Jinb sie dennoch, Abarten der einen Pflanze, schreitet der evangelische Christ durch einen katholischen Dom, wie in Stein und Farbe die ganze heilige Geschichte dargestellt ist und die Pfeiler auswärts weisen, so ist sein Herz voll von Andacht, auch er bringt Maria, der Mutter Jesu, Verehrung entgegen, umgekehrt erbauen sich Katholiken an b« Liedern Paul Gerhardts und an den Gebetbüchern der großen evangelischen Erbauungsschriftstellec. Mit keiner Prophezeiung sind die Meischen so se-jl zuschanden geworden als bann, wenn sie der Kirch» den baldigen Untergang in Aussicht gestellt haben, heute entfaltet die Kirche ein viel regeres Lebei als etwa im Anfang des neunzehnten JahrhM berts. Trotz aller Mängel und aller menschlich bedingten Unvollkommenheit ist die Kirche heute noch die Werkstatt des heiligen Geistes, und die, die 311 ifjr gehören, gedenken dieser Tatsache am Feste der- heiligen Geistes mit Dank und Freude. H. B. • E Gießen und der Luftverkehr. Die Stadtverordnetenversammlung beschlos in einer gestern stattgehabten Sitzung, einftimniii die Stabt Gießen mit einem Aktienkapital vo' 50 000 Mk. an einer in Kürze hier zu gründende- Luftverkehrsgesellschaft zu beteiligen Diese Gesellschaft, die ihren Sitz in Gießen habe« wird, stellt sich die Aufgabe, den Luftverkehr w die Provinz Oberhessen und den Lahngau in jede! Weise nutzbar zu machen: sie wird zu diesem Zweck schon in den nächsten Wochen fahrplanmäßig drei mal wöchentlich mit einem ombernen sechssttige: Verkehrsflugzeuge ber bekannten Junkerwerke eine» Zubringrrbienst von Gießen nach Frankfurt a. ® aufnehmen. Die hiesige Gesellschaft wirb in 'Serbin bung treten mit ber Südwestdeutschen LuftverkeP gesellschaft A.-G. Frankfurt a. M. Die Stabil orbnetenversarnmlung beschloß weiter, der hieW Gesellschaft pachtweise die sogenannten OchsennE an der Straße nach Rödgen zu überlassen, die nac dem Gutachten des amtlichen Sachverständigen al Eigenschaften besitzen, die an einen Flugplai- 2. ober 1. Klasse gestellt werben. Die HerrichMi des Flugplatzes übernimmt die Stadt. HBNKSa IgrHanfsborean: Gießen, Schanzenslr. 16, Tel. W «llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllg Schlafzimmer Tanne, Eiche, Nußbaum, Mahagoni in größter Auswahl 5530a Hausrat I Gießen a. d. 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Derehn»i >' t) Äot^iH« y/ an ben 'rbauiingslWT die , wenn Mfj; ussichl fleftettt -- i viel rtgtttt J eunzehnlenM d aller nWjM’ die Kindes Hes.unbb«.^ itfadje ‘im 3» > Freude. ■ Dorwüri« tinm len Kirchen in ih werden loh. fc hulbiamltü ujit bei feilen nüi im Ei len Wahrheil l, leht die!« 6Nrr ibcr, bas m Iniien n|d)Qft kn; die»» uor IdchanderUs t, sie iBifann ki Jahr ja Loh' " pnen iiit Glauben t fie biefti loliiv1 beulung gclchM n jberlieferl unb bc? bietet sich kamialkratliaen äiiterenemcn durch bc- girt^nieden Stauf bcr jluSnuuunncreditc für eine nllfeiiin nlmucnb beeuiachlelo vai. ge'ch.. bcrcoir. techn. Neueruna. ^achkenmnisie mdii enorbethd. ba feine Fabrikation, nach «ezirkcnröire 10X) biS 500 Mark notmenbta, welche entivr. Verdienst von 15000 bid 75000 Mark verschoben, do nach ivciSb-75° „Nutzen. Angeb. umAnaabe h-btovonibL Mitte lerbeu unter II. H. S377nn Hei«'.. Fidler, -Inn -Erved. 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Tie Post- nd>Ubriefc muffen au, volle 133 Am. lauten und werden dis zu 5C03 Xm. uu gestellt Sie werk n im ganzen deutschen Reichövoftg.b.el eingelöst und gelten ein halbes 3ahr lang, täglich formen bis zu 500 Am. abgehoben werden tu? Auszahlungen können auch nachmittags und Sonntags verlangt werden, folaag? die Scholle.- der betc.'s,enden Postanftall geSfinet sind Ale Zu*- weis genügt jeder behördliche Au.wne mit Lichtbild und cigenhändiaec Unterschrift b?j Inhaber-. Für die Abhebungen wcrdni keinerlei Gebührei', erhoben Der 'Betrag, auf bc.t der Postkreditblies lauten soll. Ist v r der AuS tellung deS Prstkred'tbriesHefts mit ^hlkarte oder -- von Postlcherkfunden — durch Postüberweisung an ein Postscherkamt ciniufen?cn. (^ebübren sind nur bei der Bestellung des Postkreditb^efrs zu cni- richten. Sie betragen 10 Psenn g für je 13) Am. mindestens lAm. Außerdem sm> für das Post- trebltbricfbcfl 33 Pseimig zu zahlen. Dafür wird das tzesi dann vom Postscheckamt unter .Ginschreiben' nn die gewünschte 2lnlchrilt foftenk* zugesandt. Dörr einen Postkreditbr ei mit auf die Reise n nrntl. reist ruhiger und sorgloser, als wenn er seinen Geidbedari für die ganze Reisezeit bei sich fuhren oder sich auf die Rachfeaidung von Geldbeträgen verlass, n muh, die oft nicht zur Sewünschten Ieit eia» reff en. Anträge auf AuS- ellung von Postkreditbriefen nehmen alle Post- anstalten entgegen, die auch bereitwillig jede gewünschte weitere Auskunft über den Postkceoit- briefixrfebr erteilen. ~) Dom hessischen RorftblenfL 3n Neffen entfallen nach der am 1. Oktober 192-1 in Kraft getretenen Bezirksein teilung in fünfundsiebzig Forftamtsbezirke auf ein oorftamt durchschnittlich 2300 Hektar beförderter Wald unb zirka 180 Hektar fiameralbomänen ober im ganzen zirka 250'« Hektar Derwaltunasow jette unb durchschnittlich 312 Hektar unter rtorft- sd)Utz stehender Prioativald. Wahrend sich die ssläche der Rdmcralbomänen (gegenüber bem früheren Bestände) etwas verringerte, hat sich die zu bewirt- schastenbe Walbsläche um rund 10 500 Hektar burch Ankäufe usw. erhöht. •• Oberhessischer Kunstverein. Die Auestellung ber Aquarelle hessischer Kunstbenkmäler von Prof. Bronner - Mainz ist auch an ben beiben Psingsiseiertagen von 11— 1 Uhr geöffnet. Der letzte Deffnungstag dieser Ausstellung ist Sonn- lag, 7. Juni. — Neu ausgehängt ist die Totenmaske von Geheimrat 9t a t o r u aus Marburg, angefer- tigi von Bildhauer ft ö b b i n g. Die Vorbereitungen zum 116er« Tag in Giehen. Jo» Hotel Hindenburg tagte unter dem Borfitz tze» Elf am tau »schufses färben 116 er- lag zum Zwecke der Gründung der einzelnen Anschüsse. Sämtliche hiesigen Regimentsoercinigunqen ier 116« unb ihrer KriegssormaÜonen halten M tu ber Ißerotuna eingefunden. Nachdem der Dor- ätzende ausführlich über ben Awecf ber einzelnen Unterausschüsse gesprochen baue, schritt man ur Wahl derselben; dabei sind somtl'che Reqmienlsver- etnigungen bedacht worden. An der opißc des -estousichuffeb stehl Major o. D L.ndenau .am Toripeitben bei Flnanzauslchusfe» wurde Fabrikant auguft Salzer von L.-2.-R. 11b be- t-immi. per Breiscal'Sschust erhielt den Auftrag, ■ ne grohzügige Werbearbeit nicht nur in Ober- •elfen, sondern auch bei den ftricgerDereiiten unb BemmentcVereinigungen fielfens unb des Lahntal- »j fiiifulten. Man rechnet mit dem Besuch von -loa zwois- bis fünszehntausend Teilnehmern 3um Besten des Dcnkmalfonds soll am e r ft c n $flngfttag ein Blumentag mit klartenoer- hiuf (Denkmalskarten vom Hher-Denfftcin) abge- NUcn werben. Die hiesigen Gartner haben in ent- R^genlommenber Weife Blumen in Aussicht gestellt, tiine Anzahl Frauen unb Mädchen bcr Kameraden »erben den Berkaus in die f)anb nehmen. Die Weihe des 116er Steins auf dem Tandgras-Philipp.Platz in Verbindung mit dem 816er«Iag soll nm 6. September stattfinden, hierbei soll besonders den auswärtigen Kameraden nb Verbänden Rechnung getragen und ihnen die tv-flen Plätze in der nächsten Nähe de» Denkmals i»gewiesen werden Der Plag selbst wird abge- l|«u bauniS m txer Weit- teilen die Schdnhett bei MoPllNedoS in wohl unübertroffener ncher Vorlendung nun Ausdruck aebeachu Der Jtertranraq de» jtonwerfe» wird diesmal bew .Q nmInh Verein tür 3em»w- wb euhtften zur Erbauung einer Zuflucht f*r fteffchrdete freuen unb Mädchen (6ie*e heutigr — Bom Lichtspielhaus. Bahnhofstraße. wird uns gefdrieben Boni zweiten Feiertag eb kommt hie letzte Sübyolerpeditfvn des ftapilänS Scott unter dem Titel . Da» grrf-c weide Schweigen" »ur Av^üknma Bekanntlich kam ftapitän Seott nicht mehr lebend zurück. Die HilfSeepedition fand die Leichen der Iorscher in ber Aäl»c des PolS. Die mit aus gefunden en Aufgaben bewiesen, bah Scvtt den Pot erreicht hatte und ferner die ungeheuren Schwierigkeiten. denen die Forscher s-^ vor der Bettung erlagen Die Teilnehmer der Sffpedltion hatten bis zuletzt Aufnahmen gedreht Diese Bilder sind ei i ftulturdokumenl von GwigkeitSwert. ein bleibendes Denkmas menschlichen Heldentum», da» nicht irdischen Gütern, londeen einer reinen Idee, einem ehrgeizigen Dillen zuliebe, unsägliche Ansirengunaen und Leiden aus sich nimmt und auch den Opsertod für diele Idee nicht scheut. Daft dieser Kulturfilm nicht nur in Per ganzen Welt eine ungemein starke Wirkung erzielt hat. ist allgemein bekannt, und eS ist mü Sicherheit anzunehmen, haft auch bei unS Pafi Werk in allen Sinwohnerfchichten starkes Interesse finden wird. Man beachte die heutige An- »eige. Betseinng voll Vosserlkliviiislllveilko. Das Verlegen von ca. 700 m gust- eiserner Rohre von 200 mm Durchmesser für die Stadt Grünberg soll öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen, Bedingungen unb Zeichnungen sind bei unS einzusehen. Angebote auf Vordruck, der bei uns käuflich Ist, sind bis Dienstag, den 9. Juni, vormittags 10 Uhr, hier einzureichen, woselbst deren Eröffnung erfolgt. Zuschlags! rist 3 Wochen. Giehen, den 29. Mai 1925. 5550c Kreisbauverwaltung: CellariuS. Holzsubmisston. Die Gemeinde Reiskirchen verkauft im Wege schriftlichen Angebots nachverzeichnetes Holz: Ticht.-Schnittholz3. Kl. 26t.— 2.445m. 5ichten-Stämme 2. w 1 „ = 2.22 e „ 3. . 15 . =21,93 , 4. , 40 , =42.91 . 5a-„ 75 . -52,49 . 5b.. 123 . =39,37 . Lärchen-Stamm 5. _ 1 , = 0,57 , Aus dem Jahre 1924 Tichlen-Stämme 5h,ftl. 7 St. = 3,29 3m. Das Holz lagert im 3orsiort WalberS- berg, ist mit Rinde gemesien. jedoch entrindet. Die Angebote sind getrennt nach Sortimenten und Klaffen pro Seftmctcr bis zum Freitag, dem 5. Juni, nachmittags 1‘, ilbr, bei unlerzetchneter Bürger- n'.msterei cinzureichen, wo alsdann im Gemeindehaus die Eröffnung erfolgt. Aähere Bedingungen werden daselbst bekanntgegeben. Reiskirchen, den 29. Wai 1925. Bürgermeisterei Reiskirchen. 6 $0« ber 5571D Zur Aufilärung in Nr. 123 des Giekcner An zeig, unterer io Slunbfcbeft sowie fämtL Hausbesitzern von Kletzen und Umgebung zur Kenntnis, dan ich von jetzt ab mein Geschäft selbständig betreibe u.. waS von «rott. Werte ist, nicht der Dachdeckervereint,ung nnoeböre. Daher reei unter den sestgeletzten Breiten Der vereinigt!»; saintl Dachdeckerarbeiten prompt und fndteemäN zur Ausführung bringe. Fritz Heck Bedachungsgeschüfl, Kaiser-Aller Z5p. HTM Bekanntmachung Detr.. Die Ausführung des Reichs -Vieh. seuchengesetzeS; hier: die Ausschläge der Beiträge auf Diehbesitzer und Viehhändler. Die in Gcmähheit deS ReichS-Dieh« seuchengefetzes aulgeftcllten Listen der beitragspflichtigen Pferde- und Rindvieh» besiyer der Stadl Giehen und der ®c- markung Schiffenberg liegen während 8 Tagen vom Tage der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung ab auf dem Stadthaus Bergstraße 20 - Zimmer Ar. 3 - zur Ginsicht offen. Einwendungen gegen die Einträge können nur während dieser Offenlegungsfrist und nur von den beteiligten Vieh- besttzern vorgebracht werden Giehen, den 26. Mai 1925. Der Oberbürgermeister. S. D.: Dr. Rosenberg. 55588 HARNSTOFF (Floranid) 1 ^•1 .... Sonderangebot! Ich gebe vom 1. bis 10. Juni auf alle Artikel meines sehr reichhaltigen Lagers in nur erstklassigen Spielwaren, Sommerspiele für Kinder, Gummibälle, Roller, Holländer, Turngeräten, Hängematten, Tennisschläger und Bälle, Korbwaren und Geschenkartikel 10 Prozent Rabatt Tennisschlägerreparaturen sowie Neubespannung derselben werden gut, schnell und billigst hergestellt, sstbd spieiwarenhaus Moritz Gregor! 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Ju«i- Gllslflllkl Ö.500-W Wtt Iwtüeotrrt Znm ersten Male! l Der ßflöreW Schwank in 8 Alien von Bach u. nrnoi»! Anf.8.Endel0'/«Ubt Der Vorverkauf w ginnt am MtttwsD dem 3. Juni. (-SlTo 2. Feiertag: WlBW im DereinSlokal. " v«r VoreteU. Gesangv. Heiterkeit. 1. Pfingsttag: ÄDtiierMOfl nach dem Lcktffcn- berg. Abm^rlcb vünktl. 7 llhr son Eisenbahn überMig am Schi sie n b. irffl- 2. Pfingsttag. nachmitlaa-^ 3o*illienüU6flM nach Annerod gelbarbt). P Ter BorstmiL Nr. 125 Zweites Blatt Giehener Anzeiger IGeneral-Anzeiger für Gdertzejjenj Der politische Sommer. Don Staatsminifter von Loebell. Präsident des Reichsbürgerrats. Nachdem auch der kleine politische Zwischenfall, der bei der Beratung des deutsch-spanischen Handelsvertrages hätte entstehen können, gnädig an uns vorübergegangen ist. bietet äußerlich die politische Xiaflc ein Bild der Ruhe und Ordnung. 21n eine politische Krise denkt nach der Wahl Hindenburgs -um Reichspräsidenten niemand mehr. Man ist wohl auch bei der Sozialdemokratie davon überzeugt, daß weder die Zollvorlage noch die Ent- scheidungen über die Auswertung oder die Steuer- Vorlage zu einer politischen Ärife führen könnten. Trotzdem ist unsere politische Lage relativ ernst, und es können im Laufe des Sommer» zwar nicht von der inneren, wohl aber von der äußeren Politik her die ernstesten Krisen entstehen. Seit der Bildung des englischen konservativen Kabinetts steht die große europäische Politik vor der Frage, ob die von Chamberlain erstrebte enge Entente zwischen Frankreich, Bel- gien und England zustande kommt. Es würde mit dem Abschluß eines solchen Bündnisses, das zeitweise sicher auch in Pari» sehr ernst gefördert wurde, der latente Gegensatz zwischen England und Frankreich beseitigt gewesen sein, der zwar niemals mit einer für uns irgendwie günstigen Wirkung, aber doch immer in entscheidendem Maße die europäische Politik seit dem Tage beeinflußt hat, wo England das von Frankreich in Versailles erstrebte Militärbündnis verweigerte, und Frankreich die von England erwartete Schuldentilgung nicht einleitete. Inzwischen haben sich nun zwar die Dinge so entwickelt, daß Chamberlain in London weder ein Militärbündnis mit Frankreich, noch überhaupt einen inneren Zusammenschluß hat durchsetzen können. Man schwankt in London zwischen einer Politik, die möglichst ein Gleichgewicht zwi- schen Deutschland und Frankreich, aber auf der BaftL französischer militäri- scher Macht und deutscher wirtschaftlicher Arbeit wieder herstellen soll, oder einer Politik, in der sich England, das nach dem Wort eines Diplomaten am stärksten den wirklichen Frieden nötig hat, vollständig von den europäischen Fragen isoliert und sich nur mit der Wieder- Herstellung der Ordnung im englischen Weltreich be- sck)äftigte. Die Zurückdärnrnuna Chamberlainscher Pläne ist sicher zum Teil durch den deutschen Vorschlag des Sicherheitspaktes erreicht worden. Denn dieser Vorschlag bot für England die Möglichkeit, dem von ihm erstrebten Gleichgewicht in einer Form Ausdruck zu geben, bei der auch Englandprak- t > s ch b e t e i l i g t war. Aber so gut der Vorschlag des Sicherheit-Paktes gewesen sein mag, als er im Februar bekannt wurde, so gefährlich können die Wirkungen heute sein, nachdem man in Paris nicht ungeschickt operiert und uns damit wieder aus der Vinic der entscheidenden Handlungen heraus- gebracht. Der Vorschlag des Ächerheitspakies veranlaßte Paris zunächst, die kleinen östlichen Staaten und später auch Italien über Wien zur Agitation für einen östlichen und süd- lichen Sicherheitspakt aufzureizen. Damit war schon eine Diskussion über den Sicherheitspakt angeregt, die den öcutfdicn Vorschlägen nicht günstig sein konnte. Weiter begann man in Puris sofort wieder mit stärkerer Hervorhebung der Entwaffn ungsfrage. Man verzögerte dann aber absichtlich die Antwort auf die Entwaffnungs- frage, die Antwort in der Räumungsfrage und die Antwort auf den Sicherhcitsvorschlag. Dadurch zwana man London, mit seiner Energie für den deutschen Sicherheitsoorschlag zurückzuhalten, und heute hat man in Paris eine Situation erreicht in der London zwar in der Presse die Schuld am Scheitern des Sicherheitspaktes Frankreich zuschiebt, praktisch aber nichts für uns tut, vielmehr der Gedanke der Isolierung erheblich an Raum gewinnt. Paris hat aber in dieser Situation noch die Möglich- feit, uns erhebliche E n t w a f f n u n g s f o r d e - r ungen zu stellen, ohne daß England dagegen Einspruch erhebt, uns in der Räumungssrage einen Äompromi ß vorzuschlagen, der noch so schlecht fein kann, ohne daß England sich für uns bemühen wird. Wenn nicht alles täuscht, werden wir vielleicht in vier Wochen die Entwaffnungsnolc und die Räumungsnote in der Hand haben, während man den Sicherheitsvorschlag still begraben wird. Dann flcfj£ Deutschland vor sehr schweren und entscheidenden Fragen. Eine nochmalige Abrüstungsforderung onuehmen, heißt: Der Entente abermals das Recht zur beliebigen Ausdehnung des Vertrages von Verfaille s zuzuge- stehen. Einer nochmaligen Hinausschiebung der Räu- mung der ersten rheinischen Zone zuzusiimmen. heißt: die letzten Sicherungen, die der Vertrag von Versailles uns schließlich noch läßt, preisgeben. Wenn der Vorschlag dec Sicher- heitsvaktes eine Entlastung Deutschlands im diplomatischen Kampf um die Entwasinungssorderungen der Entente und um unser Recht auf Räumung bringen soll.-, dann ist diese Möglichkeit heute schon ausgeschlossen. Wir stehen wahrscheinlich in wenigen Wochen vor der gleichen schwierigen po- litischen Situation, die wir dreimal ausziehen. Wenn Frankreich bis zum 16. August ehrlich die Verpflichtung der Räumung des Ruhr- gebietes einhalten will, ist eine äußerliche Berichte- bung der politischen Krisen um cm halbes Jahr möglich. Setzt Driand. der schon einmal eine ähnliche Andeutung gemacht haben muß. auch wenn nachträglich das übliche Dementi erfolgte, nicht einmal die Räumung des Ruhrgebietes durch, dann stehen wir vor der fchwersten außen politi- schen K a t a st r o p h e , das hat auch kürzlich der Außenminister Dr. Stresemann bekanntlich schon angedeutet. AeWMNm Oberhessens und des angrenzenden Lahngebietes ist der seit 175 Jahren erscheinende Giehener Anzeiger mit seinen anerkannt hervorragend ausgestalteten, in eigenem Redaktions- und Buchdruckereibetrieb bearbeiteten Beilagen Giehener Familienblätter Dienstags und Samstags Heimat im Bild Donnerstags Die Scholle Ratgeber für Viehzucht-, Feld- und Gartenbau Freitags Bezugspreis einschliehlich aller Beilagen 2 Mk. monatlich und 20 Pf. für Trägerlohn. - Bestellungen nehmen entgegen in Giehen die Trägerinnen und die Geschäftsstelle des Giehener Anzeigers, auswärts über 200 örtliche Zweigstellen und die Post. nacheinander erlebt haben, als es sich darum handelte, unerfüllbare Reparationssorderun- gen der Entente zurückzuweisen. Man muß sich heute allen Ernstes wieder daran erinnern, daß der Grundgedanke der sranzösi- schen Politik darin besteht. Deurtschland durch unerfüllbare, äußerlich auf dem Vertrag von Versailles aufgebaute Forderungen immer wieder moralisch oor der Welt ins Unrecht zu setzen und damit V e r st ö ß e gegen den Vertrag von Versailles und militärische Maßnahmen gegen Deutschland am Rhein zu rechtfertigen. Das ist jahrelang der Kern der französischen Reparationspolitik gewesen, wobei England, besonders bei der Besetzung des Ruhrgebietes, juristisch immer uns recht gegeben, praktisch immer durch Zurückhaltung Frankreich unterstützt hat. Als dieses politische Geschäft mit der Reparations- Politik nicht mehr zu betreiben war. weil Frankreich allmählich die Unterstützung der wirtschaftlich eingestellten Kreise der Welt verlor, stimmte Frankreich den Londoner Vereinbarungen und dem Dawes- gutachten zu. Es zog auch in gewissem Umfange bic politische Konsequenz aus der wirtschaftlichen Vereinbarung, indem cs wenigstens die Räumung des Ruhrgebietes bis zum lOluguft zusagte. Die französische Diplomatie hat aber in London genau gewußt, daß sie zunächst auf dem Gebiete der Ent- waffnung genau die gleiche politische Taktik wieder entfalten könnnte, die mit den Londoner Dereinbaningen auf dem Gebiete der Reparationspolitik beendet war. Und es scheint, daß die französische Diplomatie zunächst recht behält. Der kommende Sommer wird also mit recht ernsten politischen Kämpfen crsül't sein. Ware der Termin des 16. August nicht, so würde man vielleicht in Frankreich, da man selbst große Sorgen hat. die eigentliche Entscheidung bisindenHerbsthin- Es ist nicht schwer, aus dieser Situation die innerpolitischen Folgen zu ziehen. Ge schlosse- ner Widerstand des deutschen Volkes gegen eine abermalige französische Bedrückungs- Politik ist selbstverständliche Voraussetzung icder außenpolitischen Aktion Deutschlands in den nächsten Monaten. Das Programm, mit dem Hindenburg sein hohes Amt angetreten hat: S e l b ft - adjtung im Innern und Gleichberechtigung nach außen, darf nicht durch parteipolitische Manöver, die sich hier und da schon wieder bemerkbar machen, zunichte gemacht werden. Das ist die einzige Forderung, die bas deutsche Volk an seine Politiker vor dem ernsten politischen Sommer zu stellen hat. Gibt es in unserer außenpolitischen Lage noch die Möglichkeit eines Erfolges, dann nur im Zeichen Hindenburgs. Sine nachdenkliche Statistik. Seit Jahrzehnten kämpft die französische Vation mit allen Mitteln gegen die stetig zunehmende Verringerung de« Geburtenüberschusses. sie scheut sich nicht, selbst farbige Elemente in sich aufzunehmen, um durch Zuführung f.ischen VluteS dem allmählichen Ab- sterben Einhalt zu tun. Dennoch sinkt d e Geburtenziffer ständig, noch ein .Krieg wie der letzte, und das französische Volk ist für immer erledigt. Wie steht cS aber nun mit Deutschland? Vicht viel besser. Der Verla iler Vertrag und die Inflation haben der Volksgesundheit einen so heftigen Stoß versetzt, daß namentlich in den G.-oß lädten der GeburtmäbersHuß ähnlich wie in Frankreich in den letzten Jahren unaufhaltsam zurückgegangen ist. Die Situation ist außerordentlich b^enklich, wenn a.cht Sind sie da--? Von I. o. Dülow. Es gibt Dinge, an denen ich zu zweifeln be- Sinne. Das eine ist der ©aurifanfar, und das andere er Nordpol. Zunächst, ob sie da sind. Ob sie nicht barer Schwindel find. Um sie. um ihre Beziehungen ist ein so lautes, so langes Geschrei erhoben worden, daß die Annahme immerhin gerechtfertigt erscheint, es gäbe sie überhaupt nicht, gäbe sie nur, um ihren Managern recht viel Geld zu bringen. Sie sind wie Romanfiguren. Man schildert sie mit glühender Liebe, man gewinnt die Herzen von Millionen Lesern für sie, man gibt an, von ihnen alles zu wissen, vorn ersten Hosenknopf bis ,|um letzten Haupthaar, nnb doch sind sie nickt da. Sie werden verglauvlicht durch den Film, sie scheinen fast greifbar, aber nie- wand kann sie fassen. Auf der weißen Leinwand vor- getäuscht, verschwinden sie mit dem Erlöschen des Lichtes. Sie fmd nur ein Ergebnis der glänzenden Reklame. es nicht mit den beiden Erdgrößen ebenso gehen. Werden sie nicht vielleicht verschwinden, wenn man sie wirklich faßt, verschwinden, wie alle Jiober, die sich um ihre Eroberung bemühten? Wie, wenn nun wirklich einer auf den Gipfel des Daurisankars gelangt? Zunächst wird er versuchen, zu verschnaufen, das kann er aber nur, wenn ihm der cauerftofi vorher nicht ausgegangen, wenn der Luftdruck noch stark genug ist. um das Blut in die Hülle Jer Haut zuruckzupreffen. Dann wird er sich einmal rechts, einmal nach links umschauen, einen Stein auf unen andren türmen, wenn es schön Wetter ist, einen -abelhaften Rundblick „genießen-, und wenn er, wie vabrscheinlich. in Wolken steckt, ihn später dennoch schildern und dann so schnell wie möglich in tiefere Legionen verschwinden, um wieder aufatmen zu können. Und wenn Arnundsen, der durch seine Reklame Äber den beabsichtigten Rordpolflug mindestens dreimal so bekannt ist. wie er durch die Erreichung seines Zieles je hätte werden können, dorthin gelangt ist. was wird er erlebt habenAuf irgendeine Schnee- wüste wird er sich hinstellen, ein paar Instrumente aufbauen und nun am Stande der Sonne ermeffen, ob er wirklich am Nordpol ankam oder ob er ein Stückchen nach vorn oder nach hinten zu rutschen hat. Der Nordpol ist ja, mathematisch gesprochen, em Punkt, noch nicht so groß wie ein Stccknnde'kopk. tHegt vielleicht auf dem Grunde eines abgrundtiefen Meeres ober auf der Spitze eines Eisberges. Cook hatte zwar früher behauptet, ihn ge- funben zu Haden. Man hat es ihm geglaubt, bis ein anderer ihn widerlegte. Vielleicht hat er es sogar selbst geglaubt. Wir wissen, daß der Nordpol wandert. Vielleicht hat er gerade in der letzten Woche, in der Arnundsen nicht nackgemessen. eine kleine -^eise angetreten, und er setzt sich vertrauensvoll auf einen «SdjrteefloB, der einmal Nordpol war, aber bies eisige Präsidium längst an einen andern abtrat. Vielleicht ist es praktischer, die Straße fest- zustellen, auf der der Nordpol wandert, und sich einfach hinzufetzen und zu warten, bis er ankommt, ben Hut zieht, unb sagt: „Hier bin ich, können Sie mich als Reklamechef gebrauchen?" SRarum hat noch niemand ernstlich versucht, den Mond zu entdecken? Ich vermute, weil er so sicher da ist, daß man nicht an ihm zweifeln kann. Am nördlichen Punkt der Wett und am höchsten Serge der Erde zweifle ich zwar nicht, wohl aber, baß sie gerade da sind, wo man sie sucht. N Der Lambrechter Ne.srbork nrtb der Türkheimer Käskönrg. Mit ben Pfingstfest waren in alter Zeit manchmal gewisse Abgaben verbunden, unb bid’ Rechtssitten leben noch heute in zwei Pfingst- bräuchen der Psal^ fort, dem La.nbrcchter Derß- bock unb dem KaSkönia von Dürkheim. Die Lambrechter muhten sich durch die feierliche Darbringung eines Deihbockes alljährlich da« Recht der Weide in bestimmten Gebieten des Deidct- beimer Walde« auf- neue sichern, unb noch heute wirb der Oeleiter bet Docke« in Deibel- heim mit Käsebrot unb Dein bewirtet unb i er Vock die HauptfehrnSwü r d i gke: t be# Tage-, wird zwischen 5 46 und 6 Uhr avendS unter lebhafter Beteiligung von alt unb jung versteigert. 190-6 feierte man in Lambrecht bas Svbjähriae -Jubiläum btefer Sendung beS historischen Geiß- bockes. den der jünqfk Lambrechter Dürg.r, noch ehe die Sonne de« Pfingstdienstags aufgegangen ist, in bie Mauern be« Weins rohen DeidcSheim bereirbringen muß. Kaiser Ruprecht bestätigte schon im Jahre 1401 bie Lieferung als ,altcS Herkommen", so daß die Sitte bereits weit über ein halbes Jahrtausend alt sein muß. Interessant ist eS. daß Vapoleon I. un- term 26. November 1808 im Feldlager in Spanien dem Vertrag durch eigenhändige Unt*r- schrift aufs neue Geltung verliey. 1851 wollten die Deidesheimer den Vock nicht annehmen, wer! er zu spät eintraf und auch nicht „bic vorschriftsmäßige Körperbeschaffenheit" auf weise — er muß nämlich .wohlaehörnt und wohl imstande" fein. Die Lambrechter aber, bi? ihre Weiberechte zu verlieren fürchten, prozessierten deswegen sieben volle Jahre beim Zweibrücker AppellationSgericht, daS 1858 au ihren Gunsten entschied, doch mußten alle Döcke seit 1851 nach- geliefert worden. Jetzt nimmt man daS Eintreffen deS gehörnten Gaste« nicht mehr so streng: er kann auch nach Ctonnenaufgar.a und sogar im Eisenbahnwagen anlangen, viel.eicht kommt er nächstens im Auto. Der Lambrechter Deißbock ist von Pfälzer Dichtern oft gefeiert worden, ja sogar zum Mittelpunkt etnw * breiartigen Lustspiels von Schaufert .6 in Kuh jur rechten Ze i t" gemacht worden, lieber dem Großen Waslrr ^anisiag, 5ä iiiüi (925 | bald ein starker Arm für bessere Dohn- Verhältnisse, für eine Rückwanderung aus da- Land unb energisch? Bekämpfung aller Volksseuchen sorgt, to.rbcn in einem Jahrzehnt bie zwanzig Mtlliorei fehlen, die 1918 nach Elenikneeaus Worten zuviel waren Durch ben Versailler Vertrag ist jedoch b.i» d.uifche Volk in eine Kampfstellung g g.nübci feinen lei ig 6er ®ebii verlangt, damit wir dereinst, wenn es gilt, die ilavische Flut auszuhalten, auch über ausreichende Kräfte verfügen Regierung unb Parlament sollten eS sich angelegen sein lassen, mehr denn ;c ihr Augenmerk der DevölkerunyS- Politik zuzuwenden, damit wir vor einem äbn- lichcn Schicksa» bewahrt bleiben, wie es der französischen Ration droht. Augenpolitische Umschau. Don Professor Dr. O. Hoetzsch, M. d. R. Allmählich wirkt daS Hin unb Her der Roten zwischen London unb Paris oder vielmehr die Vorbereitung bet Roten zwischen diesen beiden Kabinetten einigermaßen lächerlich. DaS Blatt der englischen Arbeiterpartei spricht auch schon von dem .Trauerzeremoniell für dm sterbenden Eicherheittpakt". Man hat daS Gefühl, als würden diese Derhandlungen in Paris absichtlich in die Länge gezogen und in London nur noch mit halber Kraft geführt. Vier Monate fast sind vergangen, seitdem die deutschen .Anregungen" Chamberlain weiter- halfen, nicht» ist seitdem zustande gekommen. Diese Lage ist so für die englische Politik, insonderheit für den englischen Außenminister, immer kläglicher und deprimierender geworden. Vriand sagt nichts, fährt nicht nach London, sondern bereitet die Antworten an Deutschland vor. 3n ihnen will er so allmählich den Sinn der englischen Vorschläge ins Gegenteil verwandeln. Er will nämlich aus einem Pakt zu drei oder fünf gleichberechtigten Mächten ein Protokoll machen, das den Versailler Vertrag zugunsten Frankreichs weiter auslegt. Er will bet der Gelegenheit auch noch den Artikel 80 des Versailler Vertrages, der von dem Verbote des Anschlusses Oesterreichs an Deutschland handelt, gleichfalls zu« aunsten Frankreichs verschärfen. Er ist sicher, bah er bei einer solchen Politik doch ziemlich die Mehrheit seine« Dolle« hinter sich hat. und darauf kommt es doch recht an, wenn aus inneren ®rün- btn da« Kabinett Painlevs in diesen Wochen in Erschütterung geraten sollte. Die Kammer in Paris ist am 25 Mai in Pari« wieder zusammengetreten. Man sieht deutlich, wie man sich bemüht, daS Kartell der Linken zusammenzuhallen, und wie doch die GegensäNlich- f eit en darin zutage treten. Das läßt sich vielleicht noch in der inneren Politik überbrücken. Aus die Dauer wird es in der marokkanischen Frage nicht gehen, die sich allmählich zu einer immer größeren Gefahr für Frankreich aus wächst. Man ist doch in einem regelrechten Kriege. Abd el Krim führt diesen Krieg nicht als einen Kampf von Danden. sondern mit guter Ausrüstung und auf ein wohlüberlegtes Ziel .nämlich die große Bahnlinie von Fez nach Algier zu erreichen und au durchstoßen. In jedem Fall ist das ein Kampf. Der lange dauert, von Frankreich Opfer fordert und alle möglichen Schwierigkeiten in sfch tragen kann. Zugleich entfacht er tm Innern die Auseinandersetzung um bic Kolonialpolitik. Es liegt nahe genug, da jetzt Spanien über Marokko zurückgeht, für Frankreich in der kolonialen Sx- pansion weiterzugehen, deren Absichten schon 1904 und 1905 klar waren. Aber das will die Linke in Frankreich selbst nicht, unb das paßt außerdem nicht in eine Politik der Sparsamkeit und de« 5rieben«, die man braucht. So liegt nahe genug, daß die Ableitung aus diesen Schwierigkeiten bann gegen Deutschland gesucht wird und Driand. wogegen er im Innern selber wohl auch nicht viel hat, in die Dahn des reinen R.chts- kurse« In der Außenpolitik zurückleitet. DerechtigteS Aussehen hat die große Rede Mussolini- vor seinem Senat am 20. Mai gemacht. Seit langen Jahren war da« wieder einmal eine außenpolitische Kundgebung eine« Landes, da« vollständig von inneren Ausein- andrrfehungen lahmgslegt war. Diese Kund- geb-ing war bnnerkenSwert scharf, sagen wir es ?Irid> mit einem Wort, gegen Deutsch- a n b. unb sie lieh bie Möglichkeit einer Orientierung Italiens nach Frankreich hin ahnen, zum mindesten deutete sie dergleichen für ba« bat ein Deutschamerikaner, der Pfälzer Lorenz Rohr zu EvanSville In Indiana ein „Lied vom Lambrechter Dock" in Pfälzer Mundart gedichtet, da« heute in Lambrecht heimisch geworden ist. Während der Drauch vom Lambrechter Deißbock noch heute lebendig ist, ist ein anderer Pfälzer Pfingst-Rechtsbrauch erloschen. Es ist dies der Einzug des ..Käskönigs" in Dürkheim. der einen Zins, zum allergrößten 'Stil in Käse bestehend, nach Dod Dürkheim brachte, um damit verschiedenen Dörfern die D^ide- berechtigrng im ehemaligen Dürkheimer Bruch flu sichern Dieser Einzug war mit einem Grenz u m r i 11 verbunden. Aus den Dürger- föhnen Dürkheims würbe einer zum König gewählt, dem ein Marschall zur Dodienung bei- gegt&en war. Dieser begab sich jährlich, Pfingstmontags früh, in Begleitung von zwni Aechtern und einem starken berittenen Gefolge in bie zum Weidegang berechtigten Dörfer unb Höfe, um ben Zins für bie Gerecht tarne in Empfang zu nehmen, unb well der größte Teil desselben in Käte bestand, wurde er der Käskönig genannt. War der Umritt vollendet und bie Gaben gesammelt, so hielt der König nachmittags feinen Einzug in bie Stadt, mit einer Krone von blauen Kornblumen geziert und einem auf einem Stab befestigten, gefrönten Käse als Zepter in der Hand Aus dem oberen Markt erwartete ihn eine aus den Jungfrauen Dürkheims gewählte Königin, sowie auch den Marschall eine Gefährtin unb nachdem bie Dürgerwache einrn Kreis geschlossen tanzten b* Le Paare nach den Tönen ter Musik. Gal'cmd umwogte die Menge bat Schauspiel, bi« bann endlich der ganz« Schwarm in baZ auf 3 Tage von allen Abgaben befreite Wirtshaus, das Königreich genannt, zum Zechen, Schmausen und Tanzen zog. englische Kabinett ein wenig drohend an. Mit Frankreich hat Italien den gleichen Standpunkt in der internationalen S ch u l d en f r ag e. die durch Amerikas Anregung jetzt ins Rollen gekommen ist. Zu Frankreich fühlt sich Italien jetzt in der Sicherheitsdiskussion hingezoaen, mit der es seine Ansprüche, die Garantie der Bren - ner-Grenze anmeldet. Wenn sich Mussolini so entschieden gegen eine „Annexion" Oesterreichs durch Deutschland wendet, wie er es tat, so kann dabei nur die Idee zugrunde liegen, allmählich den Dodm für eine irgendwie geartete Vereinigung Deutschösterreichs mit Italien zu b reiten. Denn er ist viel zu Flug, um nicht zu wissen, daß so rein negativ die österreichische Fraga nicht behandelt werden kann. Negativ in dem Sinne, daß man den Anschluß an Deutschland verbietet, dir Donauföderation nicht will, fren Auseinandersall Oesterreichs an die Nachbarstaaten ausschließen möchte (weil keiner dem anderen einen Teil gönnt), die Hilfe aber, die notwendig wäre, um Oesterreich dauernd auf den Deinen zu halten, keiner weder bringen kann noch will. Dann ist jeder Ausweg verrammelt. Was geschieht dann, wenn Oesterreich, wie sein Schritt vor dem Völkerbund andeutet, tatsächlich nicht weiter kann? Die italienische Presse deutet cS eben an, und wir sehen darin den bestimmenden Grund für Mussolinis Rede, daß man dann in Italien an eine A n - gliederung. mindestens an eine Einflußsphäre Italiens denkt. Cs sind merkwürdig verkünstelte und verkehrte Gedankengänge, in denen sich untere Gegner bewezen, um nur ja nicht irgendwie etwas für Deutschland Günstiges berauskomnren zu lassen. Jeder Unbefangene sieht doch, daß das, was Mrsso'i i vorschlägt, das Glrichgewich: Europas zu erhalten und Italiens Stellung im Mittelmeer auszudehnen, niemals mit Frankreich und mit Frankreichs Vormachtstellung in Europa erreicht werden kann, sondern nur mit Deutschland und mit England gegen Frankreich. Aber die Abneigung gegen den D.siegten des Weltkrieges, Wohl auch die innere Sorge vor den trotz aHcm im deutschen Volke steckenden Lebenskräften führt auf diese 3rrtoege, von denen sich die italienische Politik ja doch einmal zurücksinden wird und muß. Leichter wird so das Schachspiel für England nicht. Es ist in einer reichlich schwierigen Lage. Es täuscht auch niemand in der Welt darüber hin, toemt man aus England Stimmen hört, nun Europa einfach sich selbst zu überlassen, wenn dieses den Sicherheit-Pakt nicht fertig bringe, den England nicht brauche, den der Kontinent nötiger habe als England. Mit Derlckub, daS stimmt nicht! Die Sicherheitsfrage ist nicht nur die bekannte Forderung Frankreichs gegen Deutschland, nicht nur, wie wir das formulieren müssen, die Sicherheit Deutschlands gegen Frankreich, sondern auch die Sicherheit Englands gegen Frankreichs Vorma cht in Europa. Der englische Botschafter in Amerika hat es offen ausgesprochen, daß England den wirtlichen Frieden Europas beinahe notwendiger brauche als das übrige Europa, und wie es mit Europa verbunden ist, hat Ehamberlain in seiner Rede vorn 24. März klassisch ausgcdrückt. Man braucht nur die Zahlen seiner Ausfuhr nach Amerika und die der Ausfuhr Amerikas nach England mit den Zahlen seiner Schuldenverpsl Achtung zu addieren, um dann zu fragen, wie England fr i e Differenz bezahlen soll, ohne an Europa zu verdienen. . Dafür ist aber Voraussetzung, daß Europa wirklich 1 zur Ruhe und zum Frieden und zur wirtschaft- F-lichen Arbeit kommt, änd das läuft im Augenblick eben in der Sicherheitsdiskussion über den Sicher- * heitspakt zusammen. Auch auf Nordamerika kann England nur in begrenztem Maße zahlen. Amerika hat sich an Europa interessiert und bleibt es. ES wird auch in der Schuldenfrage einen neuen Druck ausüben. Aber in der Sicherheitsfrage, in einer rein politischen Erörterung, wird Amerika ganz bestimmt nicht so vorangehen, wie es das mit dem Dawesplan im vorigen Jahre tat. Dann bleibt aber eben für die englische Politik nichts übrig, als entschlossener vorwärts zu gehen als bisher. Ein völliger Fehlschlag dieser langhingezogenen Sicherheitsverhandlungen, für die ja nur die Zeit bis zum Beginn der Genfer Dölkerbundstagung zur Verfügung steht, wäre auch für ein so starkes Kabinett wie das heutige englische ein schwerer Schlag. Deutschland hat.das seine getan, die deutsche Politik soll jetzt Nerven und Ruhe behalten. Die Reihenfolge, in der für sie die Fragen zur Erörterung stehen, liegt fest. Für uns kommt erst die Räumungsfrage und der Schluß mit der Militärkontrolle, dann die Sicherheit gegen die berühmten „permanenten Elemente" der Dölker- bundstontrolle, dann die Sicherheitsfrage überhaupt mit unseren Forderungen und Bedingungen und dann die MlkerbundSfrage mit unserem Standpunkt 5um Artikel 16 usw. Daß auS diesen Erörterungen etwas herauskornme im Sinne der englischen Vorschläge, daran ist E n g l a n d w e 1 t mehr interessiert als wir. So ist die außenpolitische Lage für Deutschland jetzt wahrhaftig sehr verwickelt, gar nicht leicht, aber auch durchaus nicht ungünstig. 3'cfr v- mann, der das durchdenkt, fällt sofort da5 Bild aus dem Kartenspiel ein. Da man Deutschland habxn will und da man Deutschland in diese Sache hereinzuziehen sucht, sitzt Deutschland jetzt bei dem großen Spiel, das gespielt wird, tatsächlich in der Hinterhand. Es ist eben nicht ausschließlich Olstekt der Politik der andern, sondern ist, namentlich wenn man das a'l:s und die Handelsvertragsverhandlungen -usammen- nimmt, auch einigermaßen wieder Subjekt in der Politik geworden. Das hsffische BeamtsE'edelrmgsgefstz. O S a r m ft a 61, 30. Mai. (Priv.-Tel.) Wie wir erfahren, ist der Entwurf des Beamten- siedlnugsgesehes soweit fertiggestellt, dc.ß er in Kürze dem Landtage zugehen kann. Die Beamtensiestl'.-ngsverordnung des Reimes vom 11. Februar 1924 ermächtigt bekanntlich Länder und Gemeinden entsprechende Vorschriften für ihre Beamten, Angestellten und Arbeiter zu erlassen. Von dieser Ermächtigung habe bisher nur Preußen und Sachsen Gebrauch gemacht. In Hessen ist die Zabl der Beamten, welche für eine solche Siedlung in Betracht kommen, nur gering. Trotzdem wird von der Beamtenschaft sowohl wie vom Landtage (Anträge Storck und Hattemer) Wert auf eine dem Vorgehen deS Reichs entsprechende Maßnahme gelegt. In gleicher Weise wir nach der ReichS» bearntensied-lungsverordnung soll auch den abgebauten hessischen Beamten durch Umtoanfr- tung von Ruhegehalt und Warte- geld in eine Rente die Kapitalbeschaffung erleichtert werden. Die Kapitalbeschaffung selbst soll grundsätzlich Sache des Siedlers bleioen. Soweit die Beschaffung privater Geldmittel auf Schwierigkeiten stößt unfr den Siedlern eigene Mittel nicht oder nicht in genügendem Vdaße zur Verfügung stehen, ist beabsichtigt, staatliche Zwischenkredite hierfür bereit zu stellen. Das Reich hat für Reichsbeamte für solche Zwecke bei frer Deutschen Wohnstättenbank A.-G. in Berlin Kredite zur Verfügung gestellt, die 1. im Höchstbetrage von 2 000 Mark je Siedlung als Rentenkredite, verzinslich zu 5 Prozent jährlich, 2. im übrigen als Zwischenkredite, verzinslich zu 6 bis 10 Prozent jährlich weiterbegebrn werden. Das Religionsbekenntnis bei der Volkszählung. Von frer Hess. Zentralstelle für die Landes- statistik wird uns geschrieben: Bei fror Volks-, Berufs- unfr Betriebszählung am 16. Juni wird zum erstenmal wieder seit der Volkszählung 1910 die Frage nach dem Religivnsbekennt- n i s erhoben. Sie ist nicht nur vorn Standpunkt frer Kirchen unfr Religionsgesellschaften, sondern auch vorn Standpunkt der Bevölkerungs- Wissenschaft von großem Belang. Denn die Verschiebungen innerhalb frer Konfessionen, wie wir sie von Volkszählung zu Volkszählung feststellen fönnen, sind zum kleinsten Teil auf lieber- unfr Austritte zurückzufuhren. Vielmehr sind sie das Ergebnis Der starken Wanderungsbewegung, die sich jahraus, jahrein innerhalb unseres Volkes vollzieht unfr unter freu Schlagworten „Land- flucht", „Zug nach frer Stadt", Zug nach dem Westen" hinreichend bekannt ist. Aus dem Religionsbekenntnis lassen sich deshalb interessante Rückschläge auf die Binnenwanderung der Bevölkerung ziehen. GS ist klar, daß es fr et Statistik bei frer Frage nach frer Konfession nicht auf frie Erfassung frer religiösen Gesinnung an- kommt, zumal sich innere Zustände unfr Merkmale naturgemäß jeder statistischen Erfassung entziehen, fraß sie vielmehr nur dir äußere Zugehörigkeit zu einer Religwnsgesellschaft feststellen will. Deshalb muß sich jeder solange noch als evangelisch, katholisch, israelitisch usw. eintragen, als er nicht formell aus diesen Religionsgemeinschaften ausgetreten ist. Die Bekenntnisse werden wie folgt gegliedert: 1. Christen, 2. Israeliten, 3. Andere nicht christliche Rr- ligivnsgesellschaften (Mohammedaner, Buddhisten usw.), 4. Personen, frie feiner Religionsgesell- schast frer Gruppen 1 bis 3, aber einer Vereinigung zur gemeinschaftlichen Pflege einer Weltanschauung angehören (z. B. Freireligiöse, Anthroposophen, Theosophen, Spiritisten u. frgl.), 5. Personen, frie keiner Religionsgesellschast unfr keiner solchen Vereinigung angeboren (Dissidenten, aus frer Kirche Ausgetretene, ohne Bekenntnis usw.). Die Christen werden wieder geschieden in a) Evangelische, b) Römisch-Katholische (einschi. Unierte), c) Griechische und Ruf- sisch-Orthodoxe, d) Altkatholiken, e) Sonstige. Die Evangelischen weiter in 1. Angehörige der Landeskirchen, 2. Angehörige evangelischer Freikirchen a) evang.-l'.'tyerischer, b) evang.-resor- miertcr Frei?ira,en c) frer Brüdergemeinde (Herrnhuter) und äh '.l. 3. Sonstige Evangelische a) Mennonitcn. b) Baptisten, c) Methodisten, d) Neuapostolisck e c) Adventisten, f) Sonstige (z. D. CSmitc Bibelforscher, Quäker, Darbysten usw.). Wie über alle Übrigen Angaben wird auch über die des Religionsbekenntnisses aufs strengste das Amtsgeheimnis gewahrt. Sie werden ausschließlich zu statistischen Zwecken verwertet, unfr an keine Behörde oder Privatperson werden irgendwelche Auskünfte persönlicher Art erteilt. Die Verfassung, frie im Artikel 136 festgesetzt daß niemand verpflichtet ist, seine religiöse ile&crgeugung zu offenbaren, läßt eine solche Frage bei statistischen Erhebungen ausdrücklich zu. weil der Einzelne gegen jede mißbräuchliche Verwendung feiltet Angaben genügend sicher gestellt ist. Aus der Provinz. Landkreis Gretzen. !*! G t o ß e n - L i n fr e n, 29. Mai. Sein löjähriges Stiftungsfest, vetbunfren mit einem großen Gesang Swett st reit, begeht am 13., 14. unfr 15. Juni der hiesige Gesangverein „Harmoni e“. Am Wettsingen beteiligen sich 16 Vereine mit §00 Sängern, außerdem erwartet man etwa 20 Gastvereine, so daß mit einer Beteiligung von 2000 Sängern zu rechnen ist. Bon feiten der Eisenbahnverwaltung wird in entgegenkommender Weise ein Sondet- zug eingelegt werden. * Großen-Linden, 30. Mai. Der Hilfs- l a d e m e i st e r i. R. L. Schaum II. feiert am ersten Pfingstseiertag in körperlicher und geistiger Frische seinen 8 8. Geburtstag. d. Lang-GönS, 29. Mai. Die Frage frer Schaffung einer öffentlichen, zu jeder Zeit für Wagen- und Fußgängerverkehr benutzbaren Verbindungsstraße zwischen den Orten Lang-Göns und Dornholzhaus en hat durch eine zwischen diesen beiden Gemeinden getroffene Vereinbarung einen fr .fr: utenfren Fortschritt gewonnen. Die Gemeinde Dornholzhausen erwirkt gelegentlich frer zur Zeit im Gange befindlichen wirtschaftlichen Umlegung frer Grundstücke die Ausweisung des erforderlichen Geländes zur Fortführung des als DLtbinfrungs- sttahe zu benutzenden „M andelerweges" in der Gemarkung Dornholzhausen. Beide Gern e i n fr c n bauen den „Mandrlerweg" in ihren Gemarkungen gleichmäßig und vorschriftsmäßig auf'mindestens vier M»ter Breite aus unfr unterhalten ihn dauernd. Die Gemeinde Dornholzhausen baut außerdem über ihre Gemarkungsgrenze hinaus weitere 500 laufende Meter des Weges auf Lang-Gönset Gemarkung aus. Hierfür liefert frie Gemeinde Lang-Göns aus ihrem Steinbruch im Distrikt „Sichenzahl" das notwendige Steinmaterial oder räumt frer Gemeinde Dornholzhausen auf froren Erfordern das Recht ein, frie Steine ohne besondere Qlfrga&e selbst zu gewinnen. Die Tlnterhaltung auch der von der Gemeinde Dornholzhausen in frer Gemarkung Lang-Göns ausgebauten Wegestrecke ist dauernd Sache der Gemeinde Lang-Göns. Der Ausbau soll beiderseits bis zum 1. Januar 1930 erfolgt fein. Die von der Gemeinde Dornholzhausen in frer Gemarkung Lang-GönS zu bauende Strecke von 500 Metern soll schon bis zum 1. August 1926 ausgeführt fein. Sofern dieser Termin überschritten wird, verschiebt sich ent- sprechend auch frer Endtermin .1930. Darüber, ob beide Gemeinden ihrer Ausbau- und älnter- haltungspflicht richtig nachkommen, entscheiden gemeinsam frie für beide Gemeinden zuständigen Kreisstraßenbaumeister unfr im Streitfälle das KreiSamt zu Gießen unfr frer KreiS- ausschuß zu Wetzlar. Vom Schnittpunkt des Mandrlerweges mit frer preußisch-hessischen Lan- freSgrenze soll nach dem frer Gemeinde Lang- Göns gehörigen Steinbruch im Distrikt „Eickenzahl" ein Anschlutzweg hergestellt werben. Soweit frie Gemarkung Dornholzhausen berührt wird, wrrd das für den Weg erforderliche Gelände im Tlmlegungsverf ähren von Dornholzhausen ausgewiesen werden. Die etwaige Br- fefiigung und Unterhaltung dieses Anschlußweges ist Sache der Gemeinde Lang-Göns, wofür sie das Recht erhält, diesen zur Holz- und Steineabfuhr zu benutzen. Schließlich hat sich die Gemeinde Lang-Göns verpflichtet, die von der Gemeinde Dornholzhausen sowie von deren Einwohnern benötigten Bruchsteine aus dem Steinbruch im Distrikt „Eichenzahl" zu dem gleichen Preise zu liefern, wie frie Abgabe an die Einwohner von Lang-Göns ftattfinfret. t Treis a. Lda., 29. Mai. Nachdem der hiesige Untererheber Johannes Becker XII. dahier sein Amt als Rechner des hiesigen Spar- und Lorschußvereins, das er über 25 Jahre mit großer Umsicht und Treue geführt, wegen anderweitiger Arbeitsüberlastung zum 1. Juli gekündigt hat, wurde Phil. Wolf II., Muhlen- besitzer, dahier, der seitherige Vorsitzende des Aufsichtsrates des Vereins, zum Rechner bestellt. Als Vorsitzender des Aufsichtsrates wurde der Landwirt Otto Zechen ernannt. — Der 6ejangver- e i n „H o f f n u n g" dahier hält am 2. Pfingst- feiertag das Fest seiner Fahnenweihe ab. Kreis Schotten. □ Laubach, 29. Mai. Dor hiesige Musikverein hat sich unter frer Leitung von Heinrich Diehl in neuerer Zeit sehr günstig entwickelt. Dieser leite-: fri: Kapelle, frie mit 12 Stimmen des: ,t ist. feit 1922. Außer Märschen, Potpourris unfr Liedern werden auch schwierigere Konzertstücke a. 2 ckührt. Herr Diehl leitet auch freu Musikverein rvn Gonterskirchen. — Im hi:sil-e.' D .rnverein, fressen Besuch infolge des WestKrieges etwas zurück- gegangen war, ist unter fei.-.em neuen Vorsitzenden W. Schreiner r e :e5 Leben erwacht. Die Teilnahme an den Hebungen ist wieder besser, unfr es ist Aussicht vorharrfren, daß die alten hohen Leistungen wieder erteilt werden. Auch übt daS rrruerrichtete Trommler- unfr Pfeifer- Korps unter seinem Leiter K. L e i fr n e r regelmäßig unfr eifrig. Kreis Alsfeld. I *1 Alsfeld, 29. Mai. Eine Tagung über A r b e i t s u n t e r r i cht, veranstallet vom KreiSlehrrrverein Al'selo, findei jier vom 8. bis 10. Juni statt. AlS Redner sprechen Rektor G r u p e-Frankfurt unfr Lehrer H ils- fr o r f -Darmstadt. — Von einem wütenden Bullen aufgespießt wurde Der 32jährige Knecht unfr Viel'Wärter Karl Eiff- länfrer auf fr em Riedchel'schen Gute im nahen Altenburg. Er wollte einen Bullen von der Weide heimbringen, als dieser plötzlich in Raserei geriet unfr den ahnungslosen Wärter angriff. Der Bulle spießte den Unglücklichen mit den Hörnern auf und schleufrerce ihn in die Luft. Darauf stürzte sich das Tier mit den Hörnern auf ihn und ritz ihm frie Kleider vom Leibe. Durch herbeieileirde Leute mutzte das Tier von seinem Opfer oertrieben werden. Eiffländer war auf der Stelle tot. Kreis Büdingen. I! Büdingen, 29. Mai. Von der Bevölkerung des Kreises Büdingen wird es schon seit langer Zeit als unangenehm empfunden, daß sowohl von Gelnhausen als auch von Gießen keine späteren Abendzüge gehen. So muß man z. B. heute schon um 5 ilfjr von Frankfurt weg, um abends Büdingen noch zu erreichen. Man will jetzt an die Reichseisenbahnfrirektion Frankfurt a. M. herantreten und darum bitten, einen Spätzug von Gelnhausen bis Nidda und einen solchen von Nidda bis Gelnhausen durchzuführen. Hierdurch würde vor allem der Geschäftswelt ein vorzüglicher Dienst erwiesen, da man in Stockheim und Gelnhausen dann bedeutend später nod) Anschluß von Frankfurt bzw. Bebra erhalten würde. Diesbezügliche Anträge sollen auch den hessischen Landtagsabgeordneten zur Befürwortung übergeben werden. — Die Raiffeisengesellschaft, die in letzter Zeit überall Filialen gründet unfr insbesondere fren landwirtschaftlichen Genossenschaften schwere Konkurrenz macht, gründet z. Z. auch hier eine Niederlage. Ein größeres Lagerhaus mit Cßureauräumen wird direkt neben dem Bahnhof errichtet. „?" Dinter-Schmitten. 29. Mai. Jede Festlichkeit größeren Stils, an der sich die ganze Sommersprossendildung im zrühling. Besteht bei Ihnen Neigung zur Sommersprossenbildung, so kaufen Sie in der Apotheke 25 Gramm weißes Eitalbol-Wachs, um damit frie befallenen Hautstellen zu behandeln- Sicher erhältlich: Uni* versitäts-Apotheke zum goldenen Engel. 4860A Kranke Nerven bedeuten ein langsames, qualvolles Hinsiechen. Mit nervöser Gereiztheit beginnt es und endet mit den heftigsten neuralgischen Schmerzen, die das Dasein uns und andern zur Qual werden lassen. Starke Arzeneien können nur schädlich fein, vielmehr brauchen wir ein unschädliches Mittel, das uns langsam die Gesundheit wiedergibt. Lasten Sie sich in Ihrer Apotheke oder Drogerie das Heftchen „Der neue Weg zur Gesundheit" geben. In Gießen in der Universität-Apotheke zum goldenen Engel bekommen Sie es bestimmt. 265158 ^-nratils tfhig V Eine prachtvolle Leistung stellen öle Ur-Krank-Lezeuginffe üar. Nichts kann feiner und eöler sein al s 20embrand öieser von v allen Kennern hochgeschätzte alte Heinbranö. Keinen Pfennig unö keinen Heller/ Deutscher/ für auslan- öische Getränke mehr! Item kann nichts köstlicher sein/ als ftr^ran# KolnerÄom ein Likör, v so öem Klagen wohltuet unS ein gar wonniges Behagen erzeuget. Alee Krank/ L.-G./ Köln a. Rh./ Hamburg (Lhilehaus)/ Serlin W . 11 Hcsscn-Naffau. fpb. Frankfurt a. M., 29. Mai. Unter bigfeit, geheimnisvolle Berbindungen zwischen Geistern und Menschen bilden den Stoss der eigen- ad'gen. mit großer Sprachkunst übersetzten Erzählungen. 295 sowie Roßhaar-Kapok-Wolle MATRATZEN Patent-Matratzen finden Sie in reichster und preiswertester Auswahl nur in dem Spezialgeschäft POLSTERMOEBELHAUS Gießen A. Wehrheim Löberstr.17 533 ID Vertreter für Gießen und Umgebung: Gmil Slhmoll, ließen, SnnUfnrter Str. 7, Tel. 83 MlkchMMU Zu haben in Drogerien. Parfümerien und Friseur- geschästen. Witwe Plank; Rettlekuren mit Älasiagebchandlung bei ©. Koch, Seltersweg 75, O. Dath, Bahnhofstraße 61. 5537D Waschstoffe und leichte WM Wollwselio in sehr großer Auswahl außergewöhnlich preiswert Reste ganz besonders billig L.Bernard Bismarckstr. 6 L *rs J Büchertisch. — Lafcadio Hearn, , Japanische Geistergeschichten. Herausgegeben und übertragen von Gustav Meyrink im Propyläenverlag, Berlin. Lafcadio Hearn war einer der ersten, die Buntes Allerlei. Gefährdete Pflanzenkleinode. Die schöne Jahreszeit bringt wieder eine Völker- Wanderung in Wald und Flur und damit auch eine Gefährdung unserer Pflanzenwelt, an der sich das unbedachte Begehren |o vieler Spaziergänger vergreift. Verschiedene deutsche Länder haben bereits strenge Verbote erlaßen, um einzelne Pflanzen vor der Ausrottung zu schützen, aber auch derartige Maßnahmen nützen nicht viel, wenn nicht im Volk selbst -das Empfinden dafür tiefere Wurzeln schlägt, daß cs sich hier um unersetzliche Schätze unserer Heimatserde handelt, die Rücksicht und Pietät verdienen. Dor gar nicht zu langer Zeit blühten noch auf unseren Fluren die reizvollen Orchidcenarten, wie der Frauenschuh, die herrliche N e st st ä n d e I, das wohlriechende Waldvögelein, die heute nicht mehr zu finden sind. Aber auch widerstandsfähigere Pflanzenschönheilen sind schon im Sterben. Wer kennt z. B. noch die schöne Kuh- oder Küchenschelle, wegen ihrer auffälligen Sarncnständc auch Teufelsbart genannt Ehemals war sie überall zu finden, heute zählt sie zu den größten Seltenheiten. Fast völlig verschwunden ist ein Verwandter von ihr, der liebliche, kaum 10 Zentimeter hohe W i n t e r l i n g , auch ein Hahnenfußgewächs, das bei lauem Wetter schon Ende Januar die gelben Blütensterne durch den Schnee schob. Zu den ersten Frühlingsblühem gehört das F e ls e n st e i n t r a u t, auch Goldkorbchen genannt, das früher alle Felsen und Hänge in Mitteldeutschland mit den dottergelben Blüten schmückte; jetzt taucht es nur hie und da noch auf und steht vor der völligen Ausrottung. Eine große Seltenheit ist auch das Waldwindröschen geworden, das ehemals mit feinen weißen Blumen jeden Kalkhügel zierte, aber der Begehrlichkeit der Menschen zum Opfer fiel und sich auch in feinem letzten Zufluchtsort Thüringen nicht mehr lange halten wird. Das Adonisröschen, einst von Unzähliyen gepflückt, wird heute nur noch ganz selten von einem Glücklichen gefunden und ist aus manchen deutschen Ländern, wie z. B. dem Freistaat Sachsen, völlig verschwunden. Aber nicht nur Land- pflanzen sind dem Untergang geweiht, sondern ebenso Wasserpflanzen, wie der herrliche Wasserliesch, der zierliche Froschbiß, der interessante fleisch- fressende W a s s e r s ch l a u ch. Die weiße Wasser- rose sucht man durch Pflückverbote zu schützen, aber wie lange noch? (E? ist wirklich höchste Zeit, daß alles getan wird, um hier zu retten, was noch zu retten ist. Die verschiedenen Verbote gegen Mißbrauch von Pflanzen- settenheiten allein genügen nicht. Zur Unterstützung der behördlichen Maßnahmen muß eine in weiteste Kreise des Volkes dringende Aufklärung einsetzen, die die Augen öffnet für die unwiderbringlichen Werte, die ernstlich bedroht sind. deckt haben. Nicht nur bot erotische Volksleben bildet die Anziehungskraft der fremdartigen aber unerhört reizvollen Geschichten, sondern mehr noch der eigentümliche Zusammenhang zwischen dem All- Geisterhaften. Zarte romantische aber her Watirsagtkunst, der Glander rcgennaflen Straße in- Schleudern und rannte in voller Fahrt gegen einen Baum, an dem c- in Trümmer ging. Die Insassen wurden dabei aus dem Wagen geschleudert, kamen aber verhältni-mäßig gut davon Vtn Reisender erlitt einen Beinbruch, die übrigen Hautabschürfungen und Muskclp re Hungen. Die Gießener Lanitätskolonnc brachte die Ber- lehtetr mittel- Krankenautos in die Chirurgische Klinik in Gießen. d. Groh-Rechtenbach. 29. Mai. Au- Mitteln der öffentlichen Fürsorge werden zur Zeit in den Gemeinden der hiesigen Bürgermeisterei unterstützt: 16 Sozialrentner, 4 Klein- Am 2. Pfingstfeiertag 5526V Eröffnung meiner neu hergerichteten Gartenwirtschaft welche ich für Pfingstausflüge empfehle. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Gut besetzte Musik, Tanz auf 2 Böden. Es labet freundlichst ein Ludwig Döpp Wirtschaft „3ur Germania", Alten-Buserk. Amtsgericht Wetzlar. 2 Wetzlar, 28. Mai. Angeklagt war der Bürstenmacher E. von Wetzlar wegen Hehlerei, weil er einen von seinem Sohne gestohlenen Geldbetrag von 75 Mk. an sich genommen utrb auch teilweise für sich verbraucht hatte. Ein Rest von 41 Mk. konnte durch die Polizei noch beschlagnahmt und der rechtmäßigen Eigentümerin wieder zurückgegeben werden. Der Sohn ist seinerzeit wegen diese- Diebstahls vom Jugendgericht Wetzlar verurteilt worden. Der 2Ingcnagte war geständig und wollte aus Rot die Tat begangen haben; weiter wollte er die Absicht gehabt haben, sobald er hierzu in der Lage sei, das Geld der Bestohlenen wieder zurückzuerstatten. Das Gericht erkannte auf 1 Monat Gefängnis TBegen Verstoßes gegen ba£ Viehseuchen- gefcb hatte der Händler S. von Krofdorf durch Strafbefehl 10 Mk. Geldstrafe erhalten und hiergegen Berufung verfochten. 3n der heutigen Verhandlung kam da- Gericht zur Vertagung. da erst abgewartet werden soll, bis eine Entscheidung auf eine gleiche in der Revision-» Instanz befindliche Sache ergeht. Eine Anklage wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, Beleidigung und Bedrohung eines Polizeibeamten führte den Schuhmacher H. aus Albsh a u se n auf die Anklagebank. Das Urteil Gemeinde beteiligt, gibt Veranlassung, dem Dorfbilde ein besonder-- schönes Aussehen zu geben. In diesem Sinne wittkr auch hier bad 3 Tage nach Psingsten stattfindende Fest der Zahnen- weihe untere^ Gesangvereins. Fast jedes Haus hat schon oder wird noch bi- zu diesem Zeitpunkt ein neue- Gewand erhalten. Was lange hinausgeschoben, weil der Kostenpunkt gescheut wurde, wird jetzt örcigniä: Man pinselt und weißt, ölt und lackiert, tüncht und tapeziert, nagelt und hämmert, und alles mit der Emsigkeit. die drängende Zeit gebietet. Jedes Haus soll wie ein Schmuckkästchen aufgeputzt werden, damit da- gesamte Dorfbild den zu erwartenden Gasten einen möglichst freundlichen Anblick gewährt Die Geschäftsleute arbeiten vom Morgen- 8rau bis in die späte Rächt, um noch alle Wünsche esri t-igen zu können. Hoffentlich verklärt auch die strahlende Sonne an den Festtagen das neue Dorfgewand. so daß blanke, feste-frohe Augen sich daran erfreuen können. Mrciö Lauterbach. □ 6 l i h . 29. Mai. Oberforftmeifter Seeger Tchoß unlängst einen guten Rehbock mit einem g a n zu n g e w ö h n l i ch geformten Gehörn. Die Stangen sind stark und durch fließe Perlen und große Rosen ausgezeichnet, edoch Ist der Rosenstock. wie dies meistens bei solchen Gehörnen der Fall ist. verhältnismäßig kurz. Da- Gehörn hat acht Enden, die teilweise verdreht sind, es ist ganz monströs entwickelt und stell! eine ganz eigenartige Abnormität dar. Man kann sicher sein, daß das Gehörn aus der Ausstellung eine Medaille erhält. — Die AeS- kulapschlangen, die vor einem Jahrhundert durch den Großvater des jetzigen Grafen Görtz von dessen Weltreise mitgcbracht und auf dem .Richthof" angesiedelt wurden, haben sich bis zum heutigen Tag erhalten. Dieser Hof liegt an der Rordostgrenzc der Provinz, im Fuldatal, 2'2 Stunden nördlich von Schlitz. Gr enthält ein schmuckes Schlößchen des Grafen Görtz, worin er Im Sommer bis in den Spätherbst hinein wohnt. Die Schlangen, braungrau gefärbt, find durchaus harmlo-: fie nähren sich von Mäusen und Vögeln. Sie erklettern die Gipfel der höchsten Bäume. Ihre Länge beträgt gegen Z Meter. Ihre Gier legen fie in den Pferdemist. Dei diesem Hof ist ein prachtvoller Bestand von Buchen imb Lärchen, wie er kaum mehr in der Provinz vorhanden ist. Die Lärchen erreichen eine Höhe von 35—42 Meter. Starkenburg und Nheinhesftn. * Darmstadt, 29. Mai. Die Zucht- und Rutzviehrnärkte in Darmstadt werden nach Aushebung der für den Kreis Darmstadt verhängten Seuchensperre jetzt wieder regelmäßig abgehalten Die Termine find feststehend am 1 und 3. Mittwoch jeden Monats Der nächste Rkarkt findet also am 3. Juni statt. (Siehe Anzeigenteil.) MrrU Wetzlar. • Atzbach , 29 Mai. Sin A u t o u n f a l l, der zum Glück noch glimpflich verlies, ereignete sich heute mittag gegen 12 Uhr in der Rühe unsere- Dorfes. Ein mit fünf Personen besetztes Auto, das auf der Reife von Erfurt über Dießen nach Reuwied begriffen war. kam in der scharfen Kurve vor unserem Orte infolge Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. 1. Pfingstfeiertag, den 31. Mai. Dießen. Stadtkirche. 8: Pfr. Mahr 9'Pfr. Becker. 11: Kinderkirche für die Matthäus- und MarkuSaem Pfr. Becker - Johannesttrche. 8: Psr. BechtolSheimer. 9‘ : Pfr. Ausfeld. 11: Binder» kirche für die JobanneSgemeinde. Pfr. AuSfeld. - Kirchberg. 10. Kollekte für die Lutherstiftung. 11: Heil Abendmahl für Staufenberg. Rackm !' . — Watzenborn-Darbenteich. Watzenborn-Steinderg: 1 fKirchenchor und Einzelgesang). Garbenteich. 9' , IKollekte für die Lutherstiftung« - Wies eck. ä1 Opfer für die Lutherstiftung. 10'.: Kinderkirche. 2. Pfingstfeiertag, den 1. Juni. Dießen. Stadtkirche. 8: Pfarrass. Hertel. 9' Pfr. Mahr. Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markusgem. - JohanneSklrche. 8: Pfr. Ausfeld. 9'^ : Pfr. BechtolSheimer. Beichte und heil. Abendmahl für LukaS- und Johannes» gemeinde. 11'/«: Kinderkirche f. die Lukasgemeinde. Pfr. Bechtvlsheimer. - Kirchberg. 10. Lollar V . - Watzenborn-Garbenteich. Watzenborn-Steinberg. */,10. Garbenteich. 1. - Wieseck. 9' Opfer für die Ausschmückung der Kirche. Katholische Gemeinden. Dießen. Samstag, den 30. Mai. 4' , u. 7 Deichte. Sonntag, den 31. Mai. Pfingstsonntag. , Beichte, 7 Messe, 8 Kom.. 9 Hochamt m. Predigt, 11 Messe m. Predigt, 2'/, Vesper m. Segen. 4‘ , u. 7 Beichte. Pfingstmontag. 6' ? Beichte, 7 Messe, 8 Kom.. 9 ' Hochamt. 11 Meße, 2' , Andacht mit Segen. - Donnerstag. 4. Juni. 4'/, Beichte. Freitag, 5. Juni. 6' « Segensamt. — Grünberg. Pfingstmontag. 9", Messe mit Predigt. - Hungen. Pfingstsonntag. 8 Hochamt m. Pred. Pfingstmontag. 6 Andacht. — Lich. Pfingstsonntag. 10 Hochamt mit Predigt. Pfingstmontag. 7' , Hochamt. — Laubach. Pfingstmontag. 10 Messe mit Predigt. Bad Lippspringe am Süd-Teutoburger Walde das Bad des Mittelstandes heilt Erkrankung der Atmungsorirane, Grippefolgen Magen- u. Verdauungsleiden u. Nierenkrankheiten TIA tilge Prelle für Unterkunft ii.Kurmlitel rentenr und 3 Landarme. Die Unterstützung der Sozial- und Kleinrentner erfolgt durch den zirksfürsoraeverband (Kreivwohlfahrtsamt i Wetzlar, diejenige der Landarmen durch LandeSfürforgeverband kLandeshatlptmann) Düsseldorf. 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Aus der Fülle der Gedanken und Wünsche, die in den Kriegslagen diese» Jahres auf der grofi- deutschen Volkstagung in Ruf [lein in erwftrr Arbeit und in buntfarbigen Bekundungen unseres Volkes zum Ausdruck gelangen, werden Iich zwxi Stimmungen heraushebcn: die ^ehnsuchl nach immer stärkerem Skulturzufammenfchluft oller Deutschen in der Well, nach Vereinigung bei in geichlossenem Volksblock Mittel- europa lebenden Deutschen, nachdem beispielsweise die am volktumfchutz arbeitenden Lereine, der 33er ein für das Deutschtum im Ausland, der sich mit dem neuen verbände „Deutscher Cchulocrem Süd- mark" zusammentzeschlossen Hai, dem ans dem Schul- t*rein und der „cubmarf" Jicuflebilbelcn Verbände, nunmehr in geschlossener Front flehen. Neben dieser ofle Herzen beherrschenden Sehnsucht wird sich auch ei» Gefühl der Genugtuung bemerkbar machen über die Fortschritte, die der Gedanke der Zusamenge» hörigleii und der gegenseitigen Verpflichtung alles l»as deutsch ist, in den legten fahren gemacht hat. Der Aufschwung der Idee: „Deutsche Gemeinschaft" ist eine Tatsache, die auf den verschiedensten Lebensgebieten in die Augen springt. Nm »ur ein» herauszugreifen, die Jugendbewegung in ihrer Dielgestalt und ihrer Unzahl von Bünden und verbänden ist einheitlich im gemeindeutschen Benni fitfein und in all den Bestrebungen, die diesem Dewuytsem durch die Tat dienen. Die Vrcffe. ja selbst da» Parieiwesen zeigt den Willen, die Slim- nmnosentwicklung äu fördern ober ihr wenigstens per*»t zu werden. Am klarsten tritt diese erfreuliche «nkwicklung in dem Anwachsen des ältesten und grHstlen der dem deutschen Gemeinschaftsgedanken btenenben verbinde, de» „Vereins für bas Deutschtum im Auslanb". zutage. Ein Jahrzehnt ist verflossen, seit der 3eit vor dem Herembruch der Weltkatastrophe und ihren wirtschaftlichen wie ideellen Auswirkungen, ein Der- gleich der Entwicklungen ermöglicht war. Zwar ist auch das Jahr 1914 für den „Verein für das Deutschtum im Ausland" besonders in der Gestal- tung der Arbsitstüligkeit durchaus kein Normal- fahr flMwfen. Die finanzielle Leistung liegt damals nnch sinigermatzen im Rahmen geordneter Verhält- niffe. vor zehn fahren betrug der Unterstützungshaushalt etwa 140 000 Ak. Wenn der Haushaltsplan sie das vergangene Jahr 1924 einen Ausgabe- peste» vsn 640 441 Mk. aufweist, und wenn der B»ranschlag für 1025 im Zeichen der Million steht, so bedeutet das, zumal alledem, was wirtschaftlich und politisch im vergangenen Jahrzehnt sich ereignet hat, eine» gewaltigen Fortschritt. Das grafte fest- gpsügie Reich mit seinen nahezu unerschöps'ichen Wirtschaitzemöglichkeiten und seinem graften Ertrags- Ueberlchüffe abroerfenben Volkevermögen hat etwas mehr als ein Zehntel der Beträge aufgebracht, die h» ie das in einem machtlosen zerstückelten Reich »ahnende oerxrmte beiufdje Volk den um ihr Da- f>m als Deutsche, um ihre deutsche Kultur kämpfen- den Brüdern durch den Verein zur Verfügung stellt. Hinter diesen nüchternen Zahlentatsachen ver- ocryx sich Entwicklimgen, die nichts anderes be« tyiden, als den Anfang einer völligen geistigen Um- Schichtung Im nationalpolitischen Denken. Der Krieg und seine Folgen haben uns Deutschen das Tor in das gröftere Deutschland aufgeftoften. Eindringlichste Lehre der tzriedensdiktate war es uns, daß Grenzen für den Volksgedanken nicht Scheidewände find imd haft für den vtaatsgedanken Grenzen den geschichtlichen Entwicklungsgesetzen unterworfen sind. Der Verein hat sich im vergangenen Jahrzehnt nicht damit begnügt, von den Früchten der oben gekennzeiclneten Entwicklung zu zehren. Er hat nicht lediglich die Stimmung und die größere Opfer- Willigkeit für feine Unterstützungstätigkeit nutzbar gemacht, sondern er hat entsprechend seinen Gatzuna-vorschriften daran gearbeitet, die wachsende (fcfenntni» zur gesteigerten und aUaemein werdenden Kenntnis auszugestalten. Ein Hauotgrund für die Abgeschlossenheit bes Volkstumsgebankens im Jahr Thomas Münzer. (Ium 400. $ot>:8lag am 30. Mai.) Q^on Br. F. Ernst. Ma« Jahr 1525 in Deutschland, das bet Beuemerhcbungcn, enthielt im Kerne, an ben Ideen, an Taten und Untaten, an Absich en und Hoffnungen gemessen, alle«, was die spätere» Jahrhundert in Europa und sogar in der «anyen Welt an Sozial-Revolutionen hervor- osbrach: staben. England. Frankreich, Amerika, -outschland. sogar Ruftland sind nichts als grofte Abhandlungen und Variationen über das Thema, d«s die Bauernunruhen von 1525 anschlugen. Treitschke hat recht, wenn er den geiftiflen Höhepunkt d.eser Bewegung ihre Kiy- ßallisationfachse, nämlich den Geist Thomas 2Hun- JeM einen Spiegel nennt, der die Erscheinungen iwftigcr Zeiten Prophet.sch in sich auffängt. Der ganze ^Lcengang der folg-nden Jah.hunderte und d« neueren Zeit, soweit er politisch und religiös »in revolutionärer ist, findet sich bei Thomas Münzer, teils angedeutet, teils ausgesprochen. Am hellsten (und man kann sagen auch 'am sau- barsten) tritt, was in ihm nur unvollendet und aufblitzend war, in der englischen Revolution ein Jahrhundert später hervor, und waS im germanischen Mutterlanbe, in Thüringen, anze- fengen und miftraten war, verwirklichte sich zuerst ix den beiden angelsächsischen Weltreichen d.es- feit» uns jenseits des Atlantischen Ozeans. Das Jahr 1525 war MünzerS Gröftc und sein Ende. Am 15. Mai führte er während der Schlacht bei Fraxkenhausen wie ein Prophet seine Anhänger in die Spiefts der Gegner, wurde in die Flucht mitgeriffen später gefangen genommen und am 30. Mai nach Folter und Qualen Eingerichtet. ThvmaS Müller ist zu S t o l l b e r g am Harz im Jahre 1439 oder 90 geboren studierte wahrscheinlich in W i 11 c n b e r g und Leipzig, bann ali Lateinmagister in Aschersleben und Halle tätig. war er 1515, also fünfundzwanzig Jahre alt, schon Probst in einem Kloster bei Aschersleben 1520 alS Prediger in Zwickau geciet er in die Kreise der Schwarmgeister, die sich um Aiklas Storch gesammelt hatten. 1521 finden wir ihn in Prag, wo er die verstreuten Strahlen des Hussitenwe'enS in sich auf- mmntt. Seltsame ülnruhr treibt den jungen Prediger, dessen Anfprachm von innrrem v.sionärem Seu«; glühen wieder nach Deutschland, 1523 'itzt * in Ältstedt m Thüringen, verheiratet sich mit einer ausgetretenen Nonne, richtet den dem- Lietzener Anzeiger (Heneral-Anzeiger für Gberhefseir)Samstag, 5 . Mai (925 Gehäuse eines in der Zusamensenung . sehr beschränkten Vereines, wie fie bis zum Kriege befranb, war bas Versagen der Schule bei der Vermittlung von Witzen über bas Gefamtbeutschtum unb in der Erziehung zum vc-lksbeutschen Bewuht- sein. So wuchs ein Geschlecht nach dem .nbern heran, ohne auch nur etwas von ber Verbreitung des Deutichtums in ber Welt, von den Sorgen. Stumpfen unb Opfern ber auf sich selbst gestellten unb feindlichen Uebermacht preisgegebenen Volksgenossen zu wissen. Bei ben kommenben Geschlechiem nun must bic Erziehungsarbeit einsegen. Die Schule niuft oolksbewuftte Deutsche erziehen, bie sich allen ihren Srübern, mögen sic biesseits ober irnseits mehr ober weniger zufälliger Staatsgren- zcn wohnen, oerpflichtet fühlen. An biesem Punkte Hot ber Verein bei ben in Frage kommenben Reichs- unb Staatsstellen ben Hebel angesetzt unb grundsätzlich in ben maftgeben- ben Streifen Verstänbnis gefunben. lieber ben Schul- untericht hinaus rnuft ober ber Jugenb, bie sich in ganz anberem Mofte als vor bem Kriege zur Betätigung in ber Oefsenilichkeit brängt, im volks- beutfchen Gemeinschastsgebanken ein Ziel gegeben werben, dos sie erfüllt, bas zu Arbeit unb Opfer erzieht unb bas bie verhängnisvolle parteipolitische Nutzbarmachung an sich gesunber In- fünfte ausschliefti. Die Deutsche Gemeinschaft — bas soll ber Ceitftern aller Jugendbewegung sein, auf welchen Pfaben sie auch immer wanbele. Diese Betätigung ber Jugenb innerhalb ber Reichsgrenzen für bie Jugenb brauften ist nicht nur ber " ' tbarfte, sondern auch ber wertvollste Er- fola ber letzten Jahre. Manches ist erreicht seit einem Jahrzehnt. — Unendlich mehr aber rnuft unb kann erreicht werden. Selbstlose Hingabe an die Sache. Opfer an Gelb unb Zeit, glühende Begeisterung unb ber Wille zu unverdrossener Arbeit im groften und kleinen wird ben Verein seinem Ziele näher führen. Denn ihn trägt heute, im Gegensatz zu vergangenen Zeiten, ber Strom ber volksgcschi Istlichen Entwicklung. Der gewaltige Arm bes Geschehens, ja: ber Taten unserer Feinde! hat unser Schifflein in diesen Strom hlneingestoften Wir werden zu zeigen haben, baft wir es zu steuern wissen. Septis Magna. Don Professor, Dr. ®. Rodenwaldt, Generalsekretär des Archäologischen Instituts des Deutschen Reiches. Tripoli, Mai 1925. Mit einem feierlichen Empfang bei dem Din- daeo, einem Angehörigen der allen seldschuckischen Familie der Karamanli, die bis zum Jahre 1830 über Tripolis geherrscht haben, wurde in Anwesenheit des Duca diSpoleto und des italienischen Kolonialministers eine internationale wissenschaftliche Zusammenkunft beendet, die von einem faszinierenden Zauber erfüllt war. Zu einem „Conveguo archcologico“ hatte der Generalgouverneur von Trrpolitanien, Graf Volpi, gelegentlich der Ausgrabung von Septis Magna Archäologen aller Länder cingclabcn. Die deutsche Neichsregierung hatte eine Delegation, bestehend aus den Herren Professor A o a ck von der ilnioerfitäl Berlin, Geheimrat Wiegand, dem Leiter der Berliner Antikensammlungen, und dem Unterzeichneten, entsandt. Dank dem feinen Takt und der vollendeten Grazie der Gastgeber vollzog sich dieses erste internationale wissenschaftliche Zusammensein nach dem Kriege in ungetrübter Harmonie. Bon den drei Städten, die daS antife Tripolis bildeten, ist O c a von der modernen Stadt Tripoli überbaut, während S all va t ha und Septis Magna öde Trümmerstätten sind. SeptiS Magna war die Heimat deS Kaisers Septimius Severus. Ergreifend ist das Bild, das sich heute dem Besucher bietet. Das Stadtgebiet liegt auf einer niedrigen Höhe läng« des Meeres, das noch in einen Teil der gewaltigen antiken Hasenanlage eindringt. Auf der einen Seite begrenzt es die Steppe, auf der anderen die Palmenyaine der Oase von Homs. Wie gewaltige Wogen bedecken das ganze Stadtgebiet Dünen gelben Wüstensande«, aus denen überall die mächtigen Trümmer cmpcrragc.i. tue keine Naturgewalt hat vernichten können. Mit bewunderungswürdiger Energie haben die italienischen Archäologen begonnen, die verschütteten Bauwerke wieder aufzudecken. Der Wüstensand, den einbringentca Arabern erlag, hat wie eine weiche, schützende Hülle manches bewahrt. waS an anderen Orten nicht so gut erhalten ist. Die Säle der gewaltigen Thermenanlagen sind in ihren unteren Teilen so gut erhalten, da st fie sogleich wieder in Benutzung genommen werden könnten. Reiche Neste deS üppigen Statuen- schmuckes sind der Zerstörung entgangen. Wir wurden Zeugen der ric'igen Arbeitsleistung, die eine Basilika von imposanten Mähen allmählich au« der deckenden Huiie wieder emporsteigen läftt. Don einem vierteiligen Dogen, der zu Ehren des SeptimiuS Severus errichtet war. ragte nur ein formloser Nest a%« den Dünen hervor: jetzt konnten wir durch das Gewirr der Werkstücke schreiten, die vollständig erhalten zu fein scheinen, und binnen kurzem wird es möglich fein, diese- historische Monument mit seinem ganzen reichen, überau« interessant en Relief - schmuck wieder aufzubare: Die mächtigen Kaianlagen des HafenS sch.iien fast unbenutzt. Schwerlich hat die innere Bedeutung der Stabt je ihrem äußeren Gewände entsprochen: ihre Prunkbauten waren ein Erzeugnis kaiserlicher Dem ersten Tage der wissenschaftlichen Be« folgte eine Stunde der Nom antik dem milden Mondschein drr Sommernacht wurden die Thermen von Hunderten von Fackeln phantastifch erhellt, während Kavalkaden berittener Araber mit geschwungenen Fackeln die Ruinen umkreisten. Die Derbindung der Wissenschaft von der Vergangenheit mit der Stimmung der Gegenwart war vielleicht die bezeichnendste Eigenart dieser Tagung. Die italienischen Gastgeber haben unS den Zauber der Landschaft uxd den Duft des Orients geniesten la'fen, aber auch in Akten feierlicher Repräsentation und im Anschauen schaffen-freudiger Arbeit die ganze jugendliche Kraft empfinden lassen, die in dieser Kolonie am Werke ist. Die neue Turn- und Sportplatzanlage in Metzen. Die Verwendung beim 32. Mittelrheinischen Kreisturnfest. Auf dem waldumsäumten Trieb, dem Hauptschauplah des 32. Mittelrheinischen Kreisturnfestes, ist die neue, große ©ieftener Turn- und Sportplatzanlage, für deren Schaffung das Kreitturnfest be** entscheidende Anlast war, nun in der Hauptsache fertiggestellt. Was jetzt noch zu tun übrig bleibt ist nur Kleinarbeit, die gar schnell bewältigt sein wird. Die Stadtverwaltung und die interessierten Vereine, insbesondere die Gießener Turnerschast und dec Sportklub 1900, die sämtlich für diese Anlage kräftig unb opferfreudig wirkten, haben sich dort etn schönes Denkmal bürgerlichen DemeinsinnS und weitblickender Der- waltungstätigkeit gesetzt. Durch sehr umfangreiche Srdbewxgungsarbei- ten, die zur Planierung der weiten Fläche not- toenbia waren, hat man zwei grofte Sportplätze geschahen, bie jeden Wettbewerb mit den meisten aroftstädtischen Ginrichtungen dieser Art aushalten, ja, die manche Groszstadtanlage sogar noch übertreffen werden. Die Plätze dürften bei ben Mittelryeinturnern und -turnerinnert sicherlich volle Zufriedenheit finden. Die Anlage wird durch die sog. Lagerstrafte in zwei Teile geschehen. Beim Mittelrheinischen KreiStumfest wird der Sportplatz an der Drünberger Strafte — an dem zur Zeit noch die Böschungen hergestellt werden, damit der Stadt die Möglichkeit geboten wird, dort noch Grassamen einjjufäen — für die Massenfreiübun- gen, das Geräteturnen und die Kreis-Meisterschaftsspiele Verwendung finden. Auf diesem Platz ist die große Tribüne für die Ehrengäste, die Turnleitung für die Massenfreiübungen und die Pressevertreter erbaut, unmittelbar davor anschließend ist ein Podium für die Musik errichtet, das 100 Musikern Raum bietet. Von der Tribüne aus hat man einen prächtigen Ausblick auf ben weiten Platz unb die herrliche landschaftliche Umgebung. Die Fertigstellung dieses DaueS steht unmittelbar bevor. Die amphitheatvalisch angeordneten Sitzreihen für die Ehrengäste bieten weitreichende Unterbringungsmöglichkeiten. Seitwärts sind Arbeitsräume für die Presse, die eine ungestörte Tätigkeit gestatten. Auf der toageredet en Dachfläche finden an beiden Seiten Die Dorturner Aufstellung, noch etwas Wetter seitwärts die Kampfrichter, auf dem erhöhten Stand wird der Leiter ber Masfenaufführungen seinen Platz haben. Der Raum unter der Tribüne.enthält zu beiden Seiten Telephonzellen für die Pressevertreter, Raum für eine Handwerker-Bereitschaft zur Vornahme evtl. Reparaturen an den Turngeräten, Bureaus für die ^Umleitung und schließlich noch weitgehende Unterstellmöglichkeiten für Turngeräte. Der Tribünenbau, der nicht nur für daS Turnfest errichtet ist, sondern der als Dsstandleil der Anlage für alle weiteren Feste dort oben stehen bleibt, macht durch die zweckmäßige Raumeinteilung und de stabile Bauart einen guten Eindruck. Als Zierde weist ber Bau an der Stirnseite in beabsichtigter Schlichtheit nur die bekannten Turnerzeichen. daS vierfache F, auf. in ber Mitte soll noch der Reichsadler angebracht werben. Sobald daS geschehen, wirb ber Bau einen Anstrich in Heller Farbe erhalten. Der Platz am Philosoph enwald wird vorwiegend für die volkstümlichen Wettkämpfe (Lausen, Springen, Kugel- stoften ufto.) benutzt werden. Zu diesem otoccf, aber auch für künftige Veranstaltungen anderer Vereine, wird auf diesem Platz u. a. auch eine vorschriftsmäßige Aschenbahn angeleat, die zum Teil schon fertiggestellt ist. Die Beschaffung ber Schlacken war mit außerordentlichen Schwierigkeiten verknüpft, eS gelang aber dank der tatkräftigen Mithilfe einiger Herren, auch diese Frage zufriedenstellend zu losen. Während die Aschenbahn für die Läufe Verwendung findet, wird die Platzmitte für das Springen unb Äugel- ftoften Raum bieten. Dieser Platz wird nach dem Kreisturnfest an den Sportclub 1900 übergehen, während der Platz an der Grünberger Strafte den Turn- und anderen Sportvereinen zur Verfügung bleiben wird. Der Zuschcn cr- (Ptercfem Sie bei -/laof nur fliesen KINDERWAGEN Meth dem Urteil der Verbraucher der beste für Jhr Kind schen Gottesdienst ein und kam mit Martin Luther in Zwietracht, ör war längst über den Wittenberger Reformator, den er zuerst sehr verehrte, bann aber als einen „Weichling" bezeichnete, der „Dem schwachen Fleischlosen unterläge“, hinausgewachsen und zwar nach links. Gr war auch längst aus Dem rein religiösen Gebiet ins Polit.fche hinübergewechs tt: hatte er zunächst die Kirchcnrcformation im Auge, so bewegte ihn schon im Jahre 1523 die Rationalreformation, bie Dolksumwälzung nach seinen Vorstellungen, bic im Wesentlichen auf eine Art kommunistischen Gottcsstaates hinauslie en. Seine Abschauungsn waren frei von den brünstig orgiastischen Ideen der Wiedertäufer in Münster, D.e sich doch s nst dem Kommunismus mit Raturnotwend gkeit an- zuschlieften scheinen. Der Zulauf zu seinen Predigten, der Zusammenstrom der Menschen war ungeheuer, feine persönliche Wirkung eine sehr starke. Es war wie eine Wallfahrt Seine Predigt richtete sich auf die Freiheit, gegen Geistlichkeit unb grofte Herren. Seltsamerweise tuchte er zunächst bic Reformation vom Haupt aus zu beginnen, er vermeinte b.e Fürsten zu überzeugen.' ($r schrieb Briefe an Kurfürsten Friedrich den Weisen und den Herzog Johann tx>n Sachsen. .Ihr sollt Such nicht erbarmen über die Abgöttischen. z-rbrscht ihre Altäre, zerschm ifrt i.;re Bilder und verbrennet sie, auf haft ich nicht mit Euch zürne!" Erscheint bic-S enge, so waren ands- rcrseits seine Gedanken der Zeit wett vorauS- eilend, er kämpfte für Befreiung aus jeder beengenden Fessel: alle deutschen Völker, alle Christen sollten in den Bund gezogen tnerben, zu gemeinsamem Kampfe cinaelaben werden, alle Dinge sollten gemein sein. Die Arbeit wie die Güter, es sollte davon an Jeden nach Bedarf und Gdcgenhctt auSgcteilt werden. Die Fürsten unb Herren sollten dabei fein, sie sollten brüderlich erinnert werben. Weigerten sie sich, sollten sie vertrieben und getötet werden. Solche Meinungen verbrettet Münzer durch Predigt. Sendboten. die er durch ganz Deutschland schickte (die 72 Jünger und zahlreiche Schriften, die ihm ein eigener Drucker in Eilenburg in die Presse nahm. Auf dem Schloft zu Allstedt sprach er zu den sächlichen Fürsten, dir ihn ruhig anftörte.-t: 2lch, Ihr lieben Herren, wie hübsch w rd der Herr' unter die alten Töpfe schweiften mit einer eisernen Stange! So ich bas sage, werde ich aufrührerisch sein, wohlh n!" Diesem JeremiaS- fanatismus gegenüber schwiegen d e Fürsten, als WünLcr diese Rede aber drucken lieft, Wielen sie den Drucker auS. Münzer schrieb Dagegen unb veröffentlichte an anderer Stelle seine schartste Schrift. Da stand Luther gegen ihn auf in der Schrift „Brief an den Fürsten von Sachsen von dem aufrührerischen Geist". Dem W.ttenberger Reformator war besonders die Vermischung religiöser und politischer Ziele, wie sie Münzer eigentümlich waren, zuw der. Do kam es zu vielen Klagen der Fürstenherren unb Prediger gegen Münzer und er muhte Allstedt v.rlassen. Er wandte sich nach Mühlhausen in Thüringen, der freien Reichsstadt, die damals die ansehnliche Zahl von 10 000 Einwohnern chatte. Da fand er seinen bösen Geist Heinrich Pfeiffer rwr. einen hochbegabten gewesenen Mönch, ein DolkSprediger wie Münzer, ein Revolutionär wie er. War aber Münzer ein Träumer, ein Fanta» siemensch. Der in Träumen lebte unb nach Träumen sein Leben gestaltete, so war Pfeiffer ein harter scharfer Kopf, Der touftte, was er wollte, Der auch Münzer fraglos seinen Absichten unter- zwingen wollte. Do kam Das sonderbare Schauspiel zu Wege, Dah zwei Schwarmgeister in Mühlhausen lehrten und jeder Den anderen als Pferd vor seinen Wagen sperren wollte. Aber doch erreichten beide zusammen, baft d e Volksmenge ihnen zufiel. Der alte aristokratische Rat abge- scht wurde und von dem lüsternen Haufen die Klöster, Kirchen und Häüser Der Reichen g plündert wurden. Das war zu Beginn DeS Bauernkrieges. Dann kam aber Durch An in gkett Der beiden Führer Der Rückschlag, Aufrichtung Drs alten Regimentes und Vertreibung Der b iben, MünzerS unb Pfeiffers. Sie wanbten fich nach Sübdeulfchland unb wirkten in Franken und Schwaben, Jünger Münzers Durchzogen Die Lande. In der Zeit war es fo, dah man Sonntags keinen Schritt gehen konnte, ohne allenthalben auf Hausen von Bürgern und Bauern ?u stoften. Die einem Preb ger zuhörten. Unb cs ist wah.schrinlich. baft Die im Monat Mär» daS Jahres 1525 mit Blitzesschnelle in Deutschland ver- brcüeten „12 Artikel ber Bauern' ;um Teil, wen gstenS bem Debanken nach van Themas .Münzer stammen, während fie ii ihrer Ganzheit vielleicht sogar ber Feder Pfeiffers entsprossen sind. In bkfer Zett finten wir aber Münzer unb Pfeiffer schon toieber in Mühlhausen, wo ihre Scharen, bie sie nicht mehr an ber Hand halten, in Eichsfcld unb Aorb Düringen Bilderstürmen mit übelster Plünderet oeroanben. Da starb FriÄftnch ber Meise am 5. Mai, sein Aach- folger Johann umstellte Münzer bei Franken- hausen, wo er, der vom Kriegswesen nicht Die geringste Ahnung hatte, bi.rtaufenD Bauer i ot auf Dem SchlachtfelDe lieft und selbst flüchtete. Er barg sich in e.nem Hause zu Fr anftnhau en, lag zu Bett und gab sich ben Anschein e.r.eS Schwcrkranken. Da fand ein Knecht in lener Tasche Briese der Fürsten unb verriet ihn. Sein Ende war in fe nem Fanatismus frei n- groft. Dann warf man ihn in em Verlieft unb quälte ihn weiter, „gräulich wur)e mi. ihn u.n- gegangen, sobaft er in ber Wunbfi.beruhe n ch Den Foltern zwölf Kannen Wasser Qetrun.cn haben soll'. Aus Dem tiefen Turm sch ien er einen rührenden Dries an b c Bürger von Mühlhausen, worin er sie aufforSerte, d e Gnade Der Fürsten für ihre Stadt anzurussn Er sei es herzlich zufrieden. Da ft er f elbst, gleich'am alS Opfer für Die Eigennützigkeit und Torheit an- Derer, von hinnen müsse ater er bitte flr fe ne junge Frau, Daft sie es nicht entgelten müs e und Daft man ihr ihr gor nqe8 Gut lasse." Wenige Tage später holte man den Pre,ph-ten m3 Le^er vor Mühlhausen. Man h ti-e if> i au' einem Karren angeschmiedet, Da lag er bäuchlings, beide Äün.e unb Füfte mit schweren Ketten an die Bal en des Wagens genietet. Da stellten sich fc.ne ilctertoinbet vor ihn und sprachen ihm hoch- mütiglich zu. Der eine wollte ihn bekehren, dec andere hielt ihm die erschlagcme.i Bauern vor. Da kam der Geist über Den Gefesselte': zu b n salbadrigen Reden der Her.ea und Fürsten, Die um ihn standen, schwieg er christlich, aber er c ob feine Stimme und redete ihnen inS Gewisfen. Allzu GrofteS habe e: gewollt, Daran fei er zugrunde gegmgen. fie sollten in sich gehen unb ihre Lome nicht allzu Drücken und sollten flc ,ig in ber Schrift lesen uiD erkennen, wie e3 b n Tyrannen am SnDe ergehe Dann schwieg er unb empfing ben Todesstreich. Dein Haupt rollte in den Sanb. aber feine Ideen lebten. Doch nach einem Jahrhuirdert waren heimliche Anhänger drS Hingerichteten in Thüringen und ben umliegenden Landern zu spüren. Gröfter aber ist feine W rfung im Geistigen. AuS Oliver EromwellS beiftentem Puri- tanerkopf schauen fsine Sedankon, in M rcbraus, I. I. Rousseau» Diderots Gedankxnwelt ist sie lebendig, manche von den Gr.hen De*: Jakobiner führen unbewuftt seine Worte, in den fo^alan Bewegungen des 19. Jah-.hundertS tönen Mün- zerkche Wei'en an unb fchlieftlich, wenn bie Führer Der Soll^etrepublik richt allzu vorderasiatisch syrisch entstammt wären, würde auch bei ihnen, noch stärker als es Der Fall ist. ber G«st des Allstedter Präsidenten zu spüren fein. raum um beide Plätze herum weist sehr große | Ausmaße auf; er wird noch erweitert durch die Möglichkeit, große Zuschauermassen auf der sog. Lagerstraße, die beiden Plätze der Länge nach durchschneidel, auszustellen. Dor den Plätzen, in der sog. Kirschenallee, ist die Herstellung der Baracken, enthaltend die Zmkleideräume für die Turner und Turnerinnen, die Post, SanitätSwache, Feuerwehr, Polizei, Auskunftstelle für alle das Turnfest betreffenden Fragen, Wohnungsnachweis usw., gleichfalls sehr flott voransc'.angen; in etwa acht Togen dürfte auch die e Aufgabe vollständig erledigt sein. Ferner sind im Anschluß an diese Baracken umfangreiche Wasserrlo ettanlagen vorgesehen, mit deren Ausbau man zur Zeit beschäftigt ist, und schließlich werden noch ausreichende Waschanlagen geschaffen, damit sich die Turner und Turnerinnen nach getaner Turnarbeit auch von Staub und Schweiß reinigen können. Alles in allem ist sestzustellen: Die ganze Anlage ist unter ausgiebiger Verwendung früherer Erfahrungen nach neuzeitlichen Gesichtspunkten hergestellt worden, und man kann sicher ein, daß sie nicht nur bei den Einheimischen, andern auch bei den Gästen vollen Beifall finden wird. Die Fahrpreisermühigung für Turn-, Sport- u. Wanderfahrten. o. Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft, Reichs- bahndirektion Berlin, hat unterm ö. April neue Bestimmungen über die Fahrpreisermäßigung zugunsten der Jugendpflege erlassen. Bei Prüfung der Frage, ob und welche der im Laufe der Zeit eingesiihrten zahlreichen Fahrpreisermäßigungen eingeschränkt oder beseitigt werden sollen, hat die ständige Tarifkommission der Deutschen Eisenbahnen beschlossen, von der Aufhebung der Fahrpreisermäßigung für gemeinsame Jugendf-Hrten zwar abzusehen, die Ermäßigung aber von 50 Proz. auf 33z Proz. des vollen Fahrpreises festzufetzen. Die Tarifbestimmungen hierüber werden künftig mit denjenigen über Fahrpreisermäßigung für allgemeine Gesellschaftsfahrten verbunden und traten am 6. April 1925 in Straft. Die Bescheinigung übet die behördliche Anerkennung als Jugendpflegeverein fall zur Vereinfachung nicht mehr von der Eisenbahnverwaltung, sondern unmittelbar von der Stelle abgegeben werden, die für die behördliche Anerkennung zuständig ist. Welche Stellen hierfür in Frage kommen, ist durch frühere Erlasse dec Reichsministers des Innern und des preußischen Ministers für Volkswohlfahrt bestimmt. Bis zunt Ablauf des Kalenderjahres 1925 verbleibt es noch bei der Ausstellung der Bescheinigungen (gelbe Starte) durch die Eisenbahnver- moltung. Auf die von Vereinen für die Jugendpflege unter Leitung sachverständiger erwachsener Per- sonen veranstalteten gemeinschaftlichen Ausflüge jugendlicher Personen, die das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, werden folgende Bestimmungen angewandt: 1. Die Vereine müssen als Jugendpflege treibende Vereine behördlich anerkannt sein. 2. Die Ermäßigung beträgt 33J Proz. und wird nur bei Reisen in der 3. oder 4. Klasse gewährt. Es müssen mindestens 10 Personen einschließlich der Aufsichtspersonen teilnehmen. Auf je 9 jugendliche Personen darf höchstens eine Aufsichtsperson ent- . fallen. Die Mindestentfernung für bie Fahrt muß 10 Tarifkilometer betragen. Für Schnellzüge wird die Ermäßigung nicht gewährt. 3. Der Verein hat die Ermäßigung bei der Abgangsstation schriftlich zu beantragen. Beansprucht er die Ermäßigung auch für die Rückreise, so kann dieser Antrag mit dem Antrag auf Gewährung der Ermäßigung für die Hinreise verbunden werden. Mit dem Anträge sind vorzulegen: A. Eine Bescheinigung des Vereins, a, daß er behördlich als ein die Jugendpflege ausübender Verein anerkannt ist; b) daß es sich um einen Ausflug zur Jugendpflege handelt. B. Eine Bescheinigung des Leiters darüber, a) wieviel Aufsichtspersonen und wieviel jugendliche Personen an dem Ausfluge teilnehmen; b) daß die jugendlichen Personen zur Teilnahme an dem Aus- fiuge berechtigt sind und keine von ihnen das 20. Lebensjahr überschritten hat. C. Die Bescheinigung der zuständigen Behörde darüber, daß der Verein als Jugendpflege ausübender Verein anerkannt ist. Die Bescheinigung gilt ein Kalenderjahr. Zu den Anträgen und Bescheinigungen muß der von der Eisenbahnverwaltung zu beziehende Vordruck verwendet verwendet werden, der mit dem Vereinsstempel zu versehen ist. Für gemeinschaftliche Reisen größerer Gesellschaften (Gesellschaftsfahrten) von mindestens 30Personen ober bei Lösung von mindestens 30 Fahrkarten zu einer gemeinschaftlichen Fahrt kann für die 1., 2., 3. oder 4. Klasse eine Ermäßigung opn 25 Prozent des Fahrpreises für einfache Fahrt gewährt werden. Zwei Kinder im Alter von 4—10 Jahren werden für eine Person gerechnet; für ein einzelnes Kind wird der Fahrpreis für eine erwachsene Person gerechnet. Bei Benutzung von Schnellzügen wird der Fahrpreis für Schnellzüge der Fahrpreisermäßigung zugrunde gelegt. Die Mindestentfernung für eine Fahrt muß 50 Tariftilometer betragen. Hin- und Rückfahrt rechnen je als eine Fahrt. Der Fahrpreis wird für jede Person auf 10 Pf. abgerundet. Für die Zeit vom 2. Tage vor bis einschließlich dem 1. Tage nach den beiden Oster-, Pfingst- und Weihnachtsfeiertagen wird die Ermäßigung nicht gewährt. Die Eisenbahnverwaltung kann die Ermäßigung auch an anderen als an den vorher genannten Tagen, z. B. zu Anfang der großen Sommerferien, versagen ober die Teilnahme auf bestimmte Züge verweisen. Die Eisenbahnverwaltung kann einzelne Züge von der Benutzung ausschließen. Gesellschaften von mehr als 50 Personen dürfen Schnellzüge nur mit Genehmigung der Abgangsstation benutzen. Die Gesellschaftsfahrt ist zwei, und wenn die Benutzung von Schnellzügen zu genehmigen ist, drei Tage vor Antritt bei der Abgangsstation schriftlich anzumelben unter Angabe des Reiseziels, der zu benutzenden Züge, der Wagenklasfe und der Teilnehmerzahl. Sie wird aber noch bis zwei Stunden vor Abgang des zu benutzenden Zuges berücksichtigt, wenn nicht allgemeine betriebliche Schwierigkeiten entgegenstehen. Das Fahrgeld ist spätestens zwei Stunden vor der Abfahrt zu bezahlen. Die Abfertigung erfolgt auf Beförderungsschein. Jeder Teilnehmer erhält außerdem eine Gesellschaftskarte, die in Verbindung mit dem Besörderungsschein als Fahrkarte im Sinne der Bestimmungen des Tarifes gilt. Für die Hin- und Rückfahrt werden je besondere Beförderungsscheine und Gesellschaftskarten ausgegeben. Die Ermäßigung kann nach näherer Bestimmung der Eisenbahnverwaltung auch bet Benutzung von Unternehmerfahrscheinheften gewährt werden. Wird eine angemeldete Gesellschaftsfahrt nicht ausgeführt, so ^inb der Eisenbahn alle durch die Vorbereitungen erwachsenen Kosten zu erstatten. Die vorstehenden Bestimmungen über die Gesellschaftsfahrten sind neu. Schulfahrten zu wissenschaftlichen und belehrenden Zwecken genießen nach wie vor die 50prozentige Ermäßigung. Die Verkümmerung der Vergünstigung für die Jugendpflege ist bedauerlich. Jetzt wird sich zeigen, ob der Reichstag, die Verbände, die Jugendpflegestellen und vor allem die Jugend selbst sich das bieten lassen. Wird die angekündigte Verschlechterung ergebungsvoll hingenommen, dann darf man sich nicht wundern, wenn über kurz ober lang auch noch bie mehr als dürftige Ermäßigung von s, ganz beseitigt wird. Dem Reichstag ist inzwischen eine Anfrage der Abgeordneten Dr. Lüders, Ziegler, Schuldt und Gen. zugegangen, was die Reichsregierung zu tun gedenke, um diesen Schlag gegen das Jugendwandern abzuwehren. Turnen, Sport und Spiel. Vom Tnrngarr Hessen (D T.) <£ Friedberg, 29. Mai. Unter strömendem Regen wurde gestern abend auf der Seewiese das Entscheidungsspiel um die G a u m eist e r s ch a s t in der F a tt st d a 11 - M e i ster- klasse ausgetragen. Tgm. Friedberg, der der eigne Platz unter den obwaltenden Witterungsver- hältnissen günstig war, war im Gegensatz zu den Vorspielen dem seitherigen Gaumeister, To. 1846 Gießen, überlegen und gewann mit geringem Vorsprung die M e i st e r s ch a f t. Tgm. Friedberg hat somit den Gau Hessen bei den demnächst stattfindenden Meisterschaftsspielen im Gauverband zu vertreten. Aenderungen im D. N. A. vo. Gemäß einem früheren Beschlüsse wurde auf der Hauptversammlung des D. R. 21. eine neue Satzung angenommen, nach der im QlufBau des Deutschen Reichsausschusses eine einschnei-' dende Veränderung vollzogen wird. Der bisherige Tlnterschied der sogenannten Stamm- und Anschlußverbände kommt in Wegfall. Damit ist ein lange Zeit von der Deutschen Turnerschaft geäußerter Wunsch, der später auch von einzelnen Sportverbänden auf genommen wurde, erfüllt. Die Versammlung hieß nach längerer Aussprache den vom Vorsitzenden der Deutschen Turnerschaft Dr. Berger, dem Vvrsitzeiwen des Satzungsausschusses im D. R. 21., vorgelegten Satzungsentwurf in allen Punkten gut. Die grundsätzliche Arbeitsreforin des Reichsaus- fchusses wurde dahin geklärt, daß er nur diejenigen Ausgaben übernimmt, die überverband- lich, d. h. alle oder wenigstens einen großen Teil der ihm angeschlossenen Verbände angehen. Die Reu- bzw. Wiederwahlen ergaben folgende Zusammensetzung des Vorstandes im D. R. A.: Vorsitzender Staatsminister Dr. Lewa l d; stellv. Vorsitzender: Staatsminister a. D. Dominicas, Oberstudiendirektor Berger, F. Linnemann; 1. Schriftführer: Reg.°Rat Dr. Martin; 2. Schriftführer-: Georg Har; Schatzmeister: Geh. Legationsrat Dr. Frisch; stellv. Kassenführer: Dr. Frey; Beisitzer: Prof. Dr. Reinhardt, Generalpräses Mvsters, Rechtsanwalt Lang, Dr. Sydow, Professor B r o ß m e r , Oberbürgermeister B o e ß; Generalsekretär: Dr. Diem. Die nächste Vorstandssitzung und der Vertretertag werden zum 5. Sept, nach Berlin einberufen. Kirche und Schule. Friedberg, 29. Mai. Eine Kreis- lehrerkonferenz der Lehrerschaft des Kreises Friedberg, die sehr stark besucht war, wählte den seitherigen Kreisobmann, Rektor Koch-Friedberg, einstimmig wieder. Be'chlossen wurde, im Lause des Sommers eine pädagogische Wochezu veranstalten, bei der in erster Linie der A r b e i t s s ch u l g e d a n k e in Vorträgen und llnterrichtsproben behandelt werden soll. — An der Fahrt des D. d. 21. nach Kufstein nehmen von der Augustinerschule, der Aufbauschule und der Schillerschule zusammen 120 Schüler und Schülerinnen und 8 Lehrkräfte teil. Spielplatt der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 31 .Mai: Lohen- grin. QHonlag, 1. Juni: Die Fledermaus. Dienstag, 2.: Der Rosenkavalier. Mittwoch, 3.: Der Evangelimann. Donnerstag, 4.: Die Hugenotten. Freitag, 5.: Susannens Geheimnis. Hieraus: Tanzsuite Couperin-Strauß. Zum Schluß: Gianni Schlecht. Samstag, 6.: Die lustigen Weiber von Windsor. Sonntag, 7.: Die Walküre. — Schauspielhaus. Sonntag, 31. Mai: Goethes Faust 1. Teil. Montag, 1. Juni: Der Kreidekreis. Rätsel-Ecke. .Kreuzworträtsel. Es bedeuten: 54| 41 l 55 57 59 18 28 30 11 20 44 17 । 331 19 I Von links nach rechts: 1. Rechtsbegrifs. 2. Hochherziges Geschenk. 3. Aromatische Frucht. 4. Zeitbegriff. 5. Präzosition. 6. Abkürzung für die Vereinigten Staaten von Rordamerika. 7. Französischer Artikel (männl.). 8. Figur der griechischen Mythologie. 9. Aegyptischer Sonnengott. 10. Wagentteil. 11. Deutscher Filmschauspieler. 12. Heilmethode. 13. Zwischenstufe in der Entwicklung eines Jnsetts. 14. Mohammedanische Herrscher (Mehrzahl). 15. Hautprodukt. 16. Ausruf. 17. Anliegen. 18. Papst. 19. Germanischer Gott. 20. VergnügungSlokal. 21. Geschmacksrichtung. 22. Bauwerk. 23. Frairzosischer Artikel (weibl.). 24. Präposition. 25. Ausdruck im Geldverkehr. 26. Selten. 27. Haustier. 28. Stadt in Wolhynien. 29. Jüdischer Priester und Schrtft- gelehrter. 30. Wertzeichen. 31. Rest. Von oben nach unten: 32. Körperteil. 33.Teil des Hauses. 34. Jüdischer Gelehrter. 35. Abbild. 36. Französischer Artikel (weibl.). 37. Türkische Rohrflöte. 38. Vorname (einer Romanfigur Thomas Manns). 39. Rebensluh der Donau. 40. Getränk. 41. Rechtszustand. 42. Glänzendes Anstreichmittel. 43. Sohn Abrahams. 44. Fahrzeug. 45. Auerochse. 46. (Siehe 9). 47. Ge- schmackscmpsindung. 48. Grasfläche. 49. Versuch. 50. Löwe. 51. Gesichtsteil. 52. Dergfestung in Messenien. 53. Schweizer Kanton. 54. Wagenteil. 55. Sportgerät. 56. Kasten. 57. Stammvater. 58. Schreibgerät. 59. Römischer Kaiser. (Karl Henckel, stud. ehern.) Besuchskartenrätsel. Erich P. Hefft Solingen Was spricht dieser Herr? Silbenrätsel. Aus den Silben: a, Bee, den, chel, da, del, den, des, di, di, drach, e, ei, erb, eu, fal, fen, such, gar, glas, go, goto, gut, hei, hu, i, jer, le, lers, li, mann, mans, me na«, ne, ne, ne, vor, nis, o, pi. pu, re, ri, rich, rich, sa, sar, schu, fen, si, te, teil, ter, tes, tor, turn, u, un, ur, ve, öer, wel sind 26 Worte zu bilden, deren Anfangs- und Endbuchstaben, letztere von unten nach ohen gelesen, einen Wunsch der Redaktion ergeben. 1. Deutscher Dichter. 2. Staatsbeamter. 3. Daum. 4. Holländischer Schriftsteller. 5. Frucht. 6. Gerichtsspruch. 7. Himmelsrichtung. 8. Bekannte Filmdiva. 9. Zimmerschmuck. 10. Griechicher Dichter. 11 .Planet. 12. Vogel. 13. Wie 8. 14. Griechische Münze. 15. Baumfrucht. 16. Hund. 17. Blume. 18. Rebensluh der Donau. 19. Wie 8. 20. Englische Stadt. 21. Komponist. 22. Gebäck. 23. Männername. 24. Französische Stadt. 25. Fürstengeschlecht. 26. Oper von Lortzing. Grgänznttgsrätsel. Es soll den Wörtern: Linse, Lachs, Burg, Orden, Eck, Trick, Rubel. Ehre, Bier, Irene, Lorenz, Ukas, Singen, Reif je ein weiterer Buchstabe am Anfang angeseht werden, so daß neue Wörter entstehen, und zwar ebenfalls Hauptwörter. Miteinander verbunden ergeben diese dann ein beliebtes Vergnügen. Scharade. Das erste ist einer, ders böse meint. And kennt nur Hassen und Reiben; — Die letzten drei, im Herzen vereint, Sind der Himmlischen ewige Freuden. Das Ganze mischt sich in bittrem Streit In des Lebens friedliche Süßigkeit. Rösselsprung. und wärt» klärt fen sicht'lick Hirnes ftert | menö flam« | gei- und der gos- I neu her, i uns-] aus i ge len und bt» | heil'- in lprop wir mel» er Ichau'i fen Auflösungen. Bruchstückrätsel. Herat, Isis, Melle, Muff, Epos, Lufst, Falster, Aurich. Himmelfahrtsfest. Magisches Zahlenquadrat. 13 20 15 18 16 14 17 12 19 Rätsel. So nett — Sonett. Silbenrätsel. 1. Moschee, 2. Akzent, 3. Ibis, 4. Echse, 5. Naphtha, 6. Freytag,. 7. Rekle, 8. Olmütz, 9. Eiszeit, 10. Sonde, 11. Torgau, 12. Emdeu. 13. Urban. Maienfroste unnütze Gäste. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Redakttonsttsch Ein kleiner Irrtum. Man erzählt uns: Das Töchterchen eines UniversitätsprofessorS kommt aus der Schule nach Haus. Es soll einen „ Aufsatz" machen über die Verse: „Und frißt er nicht zu jeder Zeit, so frißt er doch nach Möglichkeit." Großes Erstaunen bei der Mutter, Ratlosigkeit. Was hUft's? Die Mutter geht zur Lehrerin. Und was war des Rätsels Lösung'? DaS Thema lautete (der bekannte Gesangbuchvrrs): „Und hilft er nicht zu jeder Frist, so hilft er doch, wenn's möglich ist." P. B. i. B. Der lakonische Wunsch. Ein schottischer Dorfgeistlicher ist in die Stadt gekommen und bei Freunden zu Besuch. „Wollen Sie vielleicht ein Glas Tee, Mr. M'Glasson?" fragt ihn die freundliche Hausfrau. „Danke, kein Tee", erwiderte der einsilbige Herr. „Vielleicht ein Täßchen Kaffee?" „Kein Kaffee." „Wie wär's mit etwas Kakao?" „Kein Kakao." „Run, vielleicht ein Glas Whisky mit Soda?" „Kein Soda." Berufswahl. „Ich lasse meine Tochter etwas Ordentliches lernen", meinte der reichgewordene Herr Meyer. „Was denn zum Beispiel?" „Ra, vielleicht Gesang." „Warum nicht Malerei oder Schriftstellerei?" „Rein, nein, wenn sie malt, verschwendet sie die gute Leinewand, und wenn sie schreibt, daS schöne Papier, aber wenn sie singt, tritt nur zeitweilig eine atmospärische Störung ein." Dienstag, 2.: Goethes Faust 1. Teil. Mittwoch, 3.: Der verlorene Sohn. Donnerstag, 4.: Die Andacht zum Kreuze. Freitag, 5.: Goethes Faust 1. Seil. Samstag, 6'.: Goethes Faust 1. Teil. «Sonntag, 7.: Der Kreidekreis. Rundfunk-Programm des Aranksurtsr Senders. (Aus der „Radio-Umschau".) Pfingff-Sonnlag, 31.2Hai. 8—9 Uhr: Morgenfeier mit Ansprache von Prediger Wächter. 12—1 Uhr: Pfingst-Konzert des Hausorchesters. 4—5 Uhr: Nachmittagskonzert des Hausorchesters: Georges Bizel (f-3. Juni 1875). 5 bis 6 Uhr: Äinberstunde. 8.30—9.30 Uhr: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung: „Die 2lppelmänner", romantisches Lustspiel v. Achim von Arnim, uorgetragen vom Frankfurter Künstlertheater für Rhein und Main. 10—11 Uhr: Die Entwicklung der Violinsonate. Ein Zyklus, erster Abend (nachgeholt). Sonaten von H. I. F. Biber (1644 bis 1704), G. F. Händel (1685—1759), und G. Tartini (1692—1770). pslngsl-Montag, 1. Juni. 8—9 Uhr Uebertragung von Kassel: Morgenfeier. Chorgesänge. Ansprache von Pfarrer Stein. 12—1 Uhr: Übertragung von Kassel: Pfingst-Vor^ rnittags-Konzert. 4—5 Uhr: Uebertragung von Kassel: Kinderstunde. 5—6 Uhr: Nachmittagskonzert des Hausorchesters: Die Oper der Woche. 8.30—9.30 Uhr: Geistliches Pfingst-Konzert: Kantaten von Joh. Seb. Bach.10—11 Uhr: Uebertragung von Kassel. ___L__L_______1 I _________L_U' .■-■!ll»"«Begg«g HEITMANN'S Sonntagsdienst d.Äerzte n. Avotbeken am 31.5.35. Dr. Klewltz. Prof. Dr. Honinmann. Engelapotheke. Zahnarzt: Dr Fischer, Settersweg. Am 1. Juni iPfingstmontaw: S.-N. Dr. Schliephake. Dr. Geyer. Pelitanapotheke. Zahnarzt: Dr Banin, SelierSwea.______ reinigt und tarnt zugleich / % kalt - ohne Kochen z alle Stoffe u. Kleldungs- stücke aus Wolle, Seide, '/W-y* Baumwolle G 1 H Einfach • bequem • billig fc„5ag Marke ,,Fuchskopf im Stern" Erhältlich In Drogerien, Apotheken usw. Ein gegebenes Versprechen ist eine ernsthafte Angelegenheit und will ivohl bedacht sein. Sie Klagen über die Beschaffenheit des Kaffeegetränkes? 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Son 9 a r I • ’fl u g n ft von ß 0 f |e rt 54. ^onienunv (*Rüd)örud ocrOoirru Telegram 1» bet „2 0 n 0 0 n N c w »" aus Archangelsk. „ttrfabre faeben von einem AngefulUcn der ger» nitino«rulfi|cixn Rordlandkompagnte, daß ein gerade aus Tlütmta eingeloufenes Suntcmdeflrümm ben Angriff eines franzöfifchen vombengelchwaders auf das Piattnberglvc l von Nova Thule meldet. Da ?» überall telonnt Ist, daß das Ucberfliegen und Landen dort verboten ift, fo sah sich Oie Veraultung von Plaiinia veranlaßt, das franüsi'.T> Gcichwadcr durch Funkfpruch zum fofonigcn verlaßen de» Nord- landgebiete» auszufordern. Dtcstm berechtigten Ber- langen wurde von den Französin nicht entsprochen, sondern im Gegenteil die urbebinptc Kapitulation ntrkingt, ivtdrigcnfalls sofort die Feindseligkeiten eröffnet wurden Vieser Drohung kam die Verwaltung zuvor und befahl ihren dort zur Berteidigung der Anlagen postierten Kampffliegern, die Französin zu vertreiben. Bei Abgang des Telegramms stan- den beide Teile im heftigen sseuergeiecht. Vie Franzosen ließen gleichzeitig eine Anzahl schwerster Bomben fallen, die eines der dortigen Gebäude in Brand steckten." Funkspruch der Moskauer Groß ft fl 11 0 n an alle „Die Regierung von !)?0Da Thule läßt uns durch ihren T'ertreicr mit dec Ditte nm allgemeine Bekanntgabe folgendes mitteilen: Am 15. August, 4.29 nachm. wurde von un- ftrer Deobachtungsftation in Plotinia das Heron- nahen eines auf zwölf Flugzeuge geschaßten Gc- schwaders gemeldet. Alsbald erhoben sich unsere vier Derteidigungsslugreuge, um für alle Hälse vorbe- reitet zu fein Unser Funkenanruf stellte französische ßuftstrcitkräste fest, die un» alsbald zur Kapitula- tion aufforberten. *?ßir antworteten, daß eine weitere Annäherung als feindlicher Akt aufgefaßt würde. Der Gegner drohte mit schwerem Bombardement aller unserer Anlagen, falls wir uns nicht sofort unterwürfen. Daraus gab der gerade anwesende Pro- fitem, Herr Santa», den Befehl zum Angriff. 4.35 i-ochm fiel der tritt Schuß von unserer «eite, der zunächst absichtlich blind gefeuert wurde. Der Gegner antwortete mit einer Gefchoßgarbc au» allen Ma- schinengewchren. Die Unsrigen konzentrierten das neuer auf die beiden ersten feindlichen Flieger, die alsbald schwer befchadigt zu Boden sanken. Unser Bestreben ging dahm. den Feind vom Ueborsliegen der leicht zerstörbaren Anlagen fernzuhalten. Leider gelang da» nicht völlig, und ein Bombenwurf aus einer französischen Maschine zerstörte eine glücklicherweise geräumte Arbeiterwohnung. Der nun solgende f’.cmpi war nach kurzer Zeit entschieden. 3ebn feindliche Flugzeuge stürzten ab. drei davon bren- ncnd. Die beiden legten vermochten zu entfliehen. Aus den abgestürzten Flugzeugen retteten wir zwölf Mann unverletzt, fünf Schwer- und neun Leichtver- legte Die beiden entkommenen Flugzeuge riefen une sünszehn Minuten später durch Funkspruch an. Sic erklärten sich gcfangcngcbcn zu wollen, da ihr Denzinvorrot zum Ruckslug nicht ausreichte. Wir nahmen die bedingungslose Unterwerfung an. Die genaue Namensliste dec Toten, Verwundeten und Ueberlebenden veröffentlichen wir morgen. Alle Ge- iangenen bleiben so lange in Nova Thule, bis Frankreich sede feindliche Absicht gegen uns aufgibt. So sehr diese Zwangsmaßregel unseren Ansichten zuwiderläust, so müssen wir im Interesse der Sicher heit Nova Thules darauf bestehen, weil die Teil- nchmer an dem Luftkompfe in der Lage wären, Aussagen über die Kampfweise unserer Derteidi- gungsflugzeuge zu machen. Don unseren Leuten wurde ein einziger durch Zufallstreffer leicht verlegt. Die Regierung von Nova Thule." Telegramm vom Quai d'Orsay (chiffriert) an den Botschafter Frankreichs in Berlin. „Machen Sie deutsche Regierung für Schaden verantwortlich, den deutsche Untertanen durch Der- nichtung eines unserer Luftgeschwader über Nova Thule veranlaßten. Nur wenn sofortige, weitesi- gchende Genugtuung zugesagt wird, können wir von dec Verhängung schärfster Repressalien ab- sehen. Ministerium des Aeußern." Befehl sür >ie Agentenabteilung de» engliichen Admiralstade». ..Die Berntchtung eines der besten französischen Flugzcuggeschwader m Nova Thule erfolgte dem Oerr.ebnen nach durch nur met Kampfflieger, die völlig unversehrt blieben. Er besteht das größte Inieresie, möglichst genaue Angaben über Rou- struktion, Größe, Bewaffnung und Banzerung die- fer Flugzeuge zu erfahren Ätln Geld darf eefpert werden Auch die anscheinend nebensächlichsten Angaben sind mit Gold aufzuwiegen. Englische Machtstellung zur Lust fleht auf dem Spiel. Der Erste Lord der Admiralität' Telegramm an Blankenburg. Kalmikowfkafa. „Bravo.' $agcn.“ 12. In finsterer Nacht schritten zwei Manner durch die Lüneburger Heide. Der schwarzverhangene Hirn- mel gestattete gerade noch die wehenden Konturen der Birken zu erkennen, die mit unregelmäßigen Abständen den tief ausgefahrenen Feldweg säumten. Hier konnten nur Ortskundige sich zu recht - finden. Schweigend tappten die beiden nebeneinander her. Das helle ,/tuitt" eines Käuzchens lieh sie aufhorchcn und Haltmachen. Der eine von ihnen nahm beide Hände vor den Mund und antwortete mit dem dumpfen ,Huhu" der Mooreule. Dann seßten sie vorsichtig ihren Weg fori. Gleich daraus tauchte zur Linken eine schwarze Masse auf, der sie zustrebten. Tie umschritten einen hohen Torshaufen und befanden sich jetzt unmittelbar vor einem niedrigen, länglichen Schuppen. ,^alt!" ertönte eine Stimme. »Heilige Ferne!" gab einer der Männer leise zu- rück. „Losung?" fragte die erste Stimme. „Niedersachsen!" war die Antwor'. „(Eintreten!" Eine hölzerne Tür öffnete sich zu einem schwach beleuchteten Raume. Hinter den Ankömmlingen schloß sich das Tor, während gleichzeitig der bien« dende Strahl einer elektrischen Taschenlampe über ihre Köpfe fuhr. Beide trugen schwarze Gesichts- masken. .Ihr seid die kotzten", tagte der Tttnn mit der Blendlaterne, der ebenfalls maskiert war. „Daher kommt ihr?' ..Von Merbowicck. Dir mutzten einen Umweg machen, »eil »fr uns deobechtm eleullen.' „Es ist gut Kommt |ur Waciaweilimgl" Die TÄr jw 8nnem be» Gchuppens öffnete sich und schieß sich feferl wieder butter ihnen Der ziemlich helerleuchtete Jlauiw, des en Fenster dicht verhängt war tu. leßte ne>e breiig Kenner, alle mit maskierten flrhrtrttm. Ehrer tvnstieen Klei- dune nach schienen die lerlnehnvT brr arnrtmen Bersammluna zu den mittleren etinben zu gehören. Die Ttfhrgr.il trug eite, lenee Äilliinnentel mit hoch rigefnipften Kregen. I» deß Ne .rrnirren wenig erkenntlich waren. Alle setzen etri cimachen ^olzsesteln. Mele reuchttn trotz der Werten ihre kurzen Pforten .Heil Niebersechsenl" riefen die zuletzt Erschienenen. die mit dem gleichen Rme begrüßt wurden Einer der Männer erheb sich und sagte: Dir sind vollzählig. Ich eröffne die hiesige Sitzung der .^eiligen Feme und f*iaac per. da es sich um eine befonter« wichsiße Angelegenheit handelt, zunächst alle örtlichen Sachen zurückzuftellen. Seid ihr einverstanden?" Alle stimmten zu, nur einer der zuletzt (finge» tretenen bet ums Hort. „Brüder der Feme,' begann er hastig, ,.un» droht Gefahr, vielleicht sogar schon heute. Ich weiß au» sicherer Quelle, t-aß mir nermten sind. Man wird un» verhaften und vor Gericht stellen." Der Vorsitzende unterbrach ihn. „Du erzählst uns nichts Raues. Gerade dar- über wollte ich berichten. Weißt du nachher noch etwas Besondere» anzuführen, bann sage es, wenn ich fertig bin." Er richtete sich hach auf. „Brüder! Leider stimmt es, man ist ber .^eiligen Ferne auf der Spur. Und heute bereit» fällten überall in Deutsch- land unsere Führer, '»weit ihre Namen den Be- Hörden verraten mürben, verhaftet werden." Diese Worte erregten große Unruhe unter den Versammelten, und einzelne Rufe, wie .Tod den Verrätern!", wurden laut (Fortsetzung folgt.) Gietzener Radfahrer-Verein 1885 e°V am 6.,7. und 8. Juni 1925 40.Stiftungsfest MUWW ie5 lMkSSMMS.MS", M Jk»lsSkk SOssSlkk 6er Kunstreigen, 1er, 2er Kunstfahren, 2er, 3er Radball Straßenrennen: Landesverbandsmeisterschaft des Landesverbandes „Hessen" 186 km. Große Sternwanderfahrt der Landesverbandsvereine. Aufruf! Der 116er Verband errichtet zum Gedächtnis seiner toten Kameraden ein Ehrendenkmal aus dem Landgraf-Philipp-Platz. Die Vollendung des Denkmals steht bevor, die Einweihung findet im September statt. In Treue und Unvergetzlichkeit unserer Gefallenen, die ihr Bestes fürs Vaterland und für uns alle hingegeben haben, wollen wir ein bleibendes Wahrzeichen schaffen. Jur Ehre unseres ruhmreichen Regiments und Zierde unserer alten Garnison- ftadt wird das Werk unter dem Motiv Wiederaufrichtung erstehen. Unseren Helden und ihren Hinterbliebenen sind wir es schuldig, etwas Würdevolles zu schaffen Weite Kreise der Bürgerschaft haben sich durch freiwillige Spenden für das Gelingen des Werkes eingesetzt, dafür sei herzlichst gedankt. Größere Beträge sind noch bis zur endgültigen Fertigstellung erforderlich. gur Beschaffung weiterer Mittel findet vom 2. bis 7. Juni durch Damen der Ilker-Vereine ein Postkartenverkauf mit der Ansicht des Denkmals statt. Es ergeht auch diesmal an die gesamte Bürgerschaft die Bitte, durch Kauf der Karten ein kleines, leicht tragbares Opfer für unser Denkmal zu bringen. Besonders wird gebeten, die Karten an ehemalige Angehörige oder Bekannte, die im Regiment oder einer seiner Formationen gedient haben, baldmöglichst zu versenden, um damit auf die Errichtung und Einweihung aufmerksam zu machen. Lindenau, Major a. D. 116er-Verband Kurt Mohr I..R. 116 Heeresanwalt Waldeck R.-I.-R. 116 3ng. Fr. Dunkel I.-R 186 Amtsgerichtsrat Neuroth Landw-Off.-Derein Lehrer Keil L.-I.-R. 116 Bankdirektor (Briesbauer R.-I -R. 222 Gustav Petri R.-I.-R. 26-f I HOTEL KÖHLER I = Z empfiehlt für Pfingsten = MITTAGESSEN I. FEIERTAG II. FEIERTAG D Ochsenschwanzsuppe, Königinsuppe, - Schinken u. Stangenspargel, Seezunge geb., So. Rem. = = So. Holland ais, „ , £ = = Kalbsriick-en.Salat,Kompott, Roastbeef gam.ert, | H Schokoladeneis j Punschtorte = 5 Reichhaltige Abendkarte. D E Im Ausschank vorzüglichen | 1923er Guntersblumer per Glas 40 Pf. | | 1922er Gimmeldingerstraße per Glas 60 Pf. | Flaschenweine in großer Auswahl = W beste Qualitit zu billigsten Preisen mtoi I ^llllilllllllllillllllll(IIIIHIIIIIillllllllllflllllllllllll||(||||||H|||||!|||||l!HII!llllillllllHIIIIIF General a. D. Mohr Off.-Derein 116 1. Pfingtt Freiertag, 31. Mai: Wetzlar, Schützengarten 3.15 Uhr 3.15 Ubr ttesSMlsMl auSgeführt von der gesamten Kapelle der Stahlwerke Röchling-Buderus A.-G. unter perfönL Leitung des Kapellmeisters Herr» 3L Rothe. Eintrittspreis: 1. Blatz MÜ L—, 2. Platz Mk. 0.75 einfcbL Steuer. Bei ungünstiger Witterung findet daS Konzert im Saale statt. 5493 D Praxis geschloffen bis 7. 6. 25. 55410 Zahnarzt Dr. Petsch. (Siehe Plakate.) 5Moc Während derReisez^l empfiehlt sich der Bezirkssparkasse Gießen >mU1I) XWeinstubeX r Naaf’s Häuschen' Vorzl Mittag u. Abendtisch la gepflegte reintönige Rhein-,Mosel-,Saar-nNaheieloe V zu soliden Preisen J \'Valltor«tr,3 I die MMW « knMe im feuersicheren Panzerraum Ein kleines Wunder! MSGlklvmMlnelarZgril. iZahr Garantie. fiDurch schlage. TtchtbareSchrist Äcin 2-öicheun. Normal roaleenlänge. Aul Wunsch i. bequem» Batoniahlano 1 t1»Prosv. u.SchristonO.SOM. VartrlabeatelL w. vergeb. F. 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Feiertag: „Gebrandmarkt“ Skandal In der Kleinstadt C spanflendc Akte. — Ferner: „Die Rosenkreutzer“ Ein Roman aus dem alten Oesterreich. 5 Akte. 5 Akte. ALLEN ZOCKER. Vertreter: Otto Schmidt, Gießen, Bahnhofstraße 48, Telephon 1560 74 ■„ „,m «MMM föiflendtän öellmll s~ WtzesSWkWlk G Cafe ErnstLudwig 5552c Gartenkonzert Ä. 2. Pfingstfeiertag Sffentl. Tanz Anfang 4 Uhr. Es ladet freundlichst ein Franz Rathenow. 5531D O A L 0) Ausgeführt von der Kapelle der ehemaligen Militär- Musiker. — Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Saale statt Dienstag, den 2. Juni (3. Pfingsttag), abends 8 Uhr MM« zu Grunde Sehen Ihre Blumen und Pflanzen, wenn Sie solchen nicht sofort mit Hallmayer’s Pflanzendünger Klein-Linden L Gasthaus zur Deutschen Eiche Eintritt frei! 5534D Eintritt frei! Inh.: C. Wörner Tel. 190 am Stadt-Theater zu neuem Leben, Wachstum u. üppigem Blühen verhelfen. Kaufen Sie denselben honte noch, achten Sie aber beim Einkauf auf die weltbekannte, nebenstehende Schutzmarke. Zu haben in Di oeerien. Samen- und Blumcnbandlungen, sowie vorher ! nachher/'' sonstig einsohiftÄ. Geschäften hbliftireitiBerl ausgeführt vom Musikkorps des I. (Hess.) Grenadier-Bataillons, 15. Inf. Reg. Leitung: HerrObermusikmeisterW.Löber Auserwähltes Programm Liebigrhöhe An beiden Pfingsttagen, nachm. 4-7 Uhr Hotel-Restaurant Hindenburg iiiiiiiiiiniiiiiimiiiiiiiiiunHiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiimiuiminmim 2. Pfingst-Feiertag, den 1. Juni 1925, abends 8 Uhr Großes Tapeten Alle Neuheiten in reichster Auswahl Tekko und Salubra die lichtechte und abwaschbare Wandbekleidung. 5509a Eine große Partie zurückgesetzter Tapeten ganz besonders billig Leipziger Soloquartett für Kirchengesang Mittwoch, den 3. Juni, abends 8 Uhr: Konzert in der Johanneskirche. Eintrittskarten zu 2.— und 1.— Mk. sowie Programme bei E. Challier und abends an der Kasse 55180 ! Lisbigzhöhe. ) 31. Mai 1925, Pfingstsonntag, morgens 7-9 Uhr ! W Wkimekl ) ausgeführt von der Kapelle ehem. Militärmusiker unter ) Leitung des Herrn Hermann Topp, Musikmeister a. D. \ ' 5535D Alle ellemlW BILDENDE KUN ST: (BroBöeutffle und besflsche kuast- aussleliungen * LerWeüeueSonüerveraustallungen * MUSIK: NlMerkonzerke Oer Berliner und Bcesöner Skuaisooer (Kleiber, MM, Diener Bhliönrnionlter (Bruno Walter), SesMes Ecnöes- tWWTMWMM)* BÜHNENKUNST: ZeWiele öesöeiftföjen canSestheakers * SPORT: GrobeZlngmellbe- werbe. Automobil- unö motorrab - Hennen. Blumenkorso, Saljrrnö- Strab?mennen, Wasserivorttonturrenzeii, Heil- und Mrlurnier. SSlk --?orktonturrenzen, Tennisturnier, öunöeausfiellung * GAR- TE^iSAU: Grobe GarkenbauaussleUung * LITERATUR UND GEISTESKULTUR: Tagung Oer Keyserling- Woche, Literatm-Menbe * Architektur-Ausstellung * Zes! oer Arbeit Hessische Sanbelsschau * Zahlreiche Kongresse WIMM TkiitUlS Heuchelheim Jigtalsclieii Heus veranstaltet am 28. Juni 1925 auf Vurg Münzenberg eine jungdeutsche Kundgebung verbunden mit Sonnenwendfeier. Sie ladet hiermit alle vaterländischen Verbände und Freunde der jungdeutschen Bewegung ein. Die Bruderschaft Gießen. UU Wb werden gebeten, zu einer Besprechung wegen a) Neuerrichtung der Kameradschaftlichen Bereinigung Gießen - Stadt und Landkreis b) Teilnahme an der Standartenweihe der Hauptgruppe Darm» stadt vom 20. — 22. Juni 1925 am SoMW,r.WW,Mm.RW im Eisenbahnhotel (Hopfeld) Gießen zu erscheinen. Kameraden, die am Erscheinen verhindert sind, können Ihren Beitritt zur Vereinigung schriftlich erklären und die Anmeldung bis zum Sonntag, 7. Juni 1925, an das Eisenbahnhotel richten. 04713 MMm etzem. WM AMkWser. 4764ss Prospekte bereitwilligst durch den Oberbürgermeister und den Verkehrs-Verein, Darmstadt Feier des 70. Stiftungsfestes am 2. Pfingstfeiertag im Gasthaus zum Schwanen. Die Musik wird ausgeführt von der Kapelle Topp in Gießen Eintritt frei. Es ladet ein der Vorstand. Mauersteine la |H| Feldbrandu. Ringof.,ebenso rhein 098 Schwemmsteine liefert prompt und billigst, C. 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Dur wenige Stunden trennen unS noch von dem Beginn deö Deutschen RundflugeS 1 92 5 am Pfingstsonntag früh um 4 Ahr auf bcm Zentral-FIughafen Berlin. Tempelhofer Feld. DaS über Erwarten günstig? MeldcrgebniS bat bewiesen, daß der den Ausschreibungen zu Grande liegende Gedanke durchaus richtig war Durch nahmhafte Preisstiftungen wurde unsere Cuft- sahrzeuginduftrie für diesen großen allgemeinen Flug wett bewerb angespornt, an der Schaffung betriebsticherer. brauchbarer Klein- und Sport- flugzeuge sowie an der Vervollkommnung zuverlässiger deutscher Leichtmolore unverdrossen weiterzuarbeiten. Außerdem scheint hierdurch, trotz der unS durch den Feindbund wider Vertrag und Recht aufcrlcgten schweren Fesseln, endlich neues Leben in die Werften und Betriebe unserer Flugzeugwerke gebracht zu werden. Die Ren- nungSliste der Teilnehmer für daS wohl überhaupt größte slugfportliche Ereignis mit Motorlandslugzeugen des 3n- und Auslandes enthält jedoch noch manche andere erfreuliche Tatsache, die nicht nur wenige Kenner unteres Flugwesens wissen dürsen, sondern die Gemeingut sein sollten jedes Deutschen, dem daS Wieder- erstarken unserer zühringenden Luftfahrt am Herzen liegt Betrachten wir einmal zum Vergleiche ähnliche Veranstaltungen der DorkriegSjahre, einer Zeit, da unsere edle Fliegerei noch in den ersten Anfängen steckte. Zunächst wäre der Deutsche Rundflug 1911 zu nennen, für dessen Teilnahme sich 22 deutsche Zivilslieger hatten einschreiben lassen. 3n 13 TageSstrecken wurden insgesamt 1 900 Kilometer durch meist mit französischen Motoren ausgerüstete Flugzeuge zurückgslegt; die durchschnittliche Tagesleistung betrug somit 145 Kilometer. Zum „Dritten ZuverlässigkeitSsluge am Oberrhein 1913“, der nach dem Protektor der beiden ersten Flüge und stets treuen Freunde deS Flugsports. Prinz Heinrich von Preußen, genannt wurde, tvaren 23 Flugzeug? gemeldet, von denen sich 12 im Besitze der Heeresverwaltung und 11 im Privatbesih befanden Dieter Wettbewerb konnte schon alS ein Kennzeichen heimischer Technik gewertet werben, da die Motoren deutschen ArsprungS waren. Beim .Prinz- Heinrich-Zlug 1914" erhielten 40 Teili»ehmer. darunter 20 Zivilslieaer. die Startberechtigung. Die vier Etappen und die Aufklärung-Übungen umfaßten gegen 2 200 Kilometer Der Deutsche Ruirdslug 1925 dauert 10 Tage, der Streckenplan weist eine ungefähre Länge von 5 300 Kilometer auf. durchschnittlich wären also 1 100 Kilometer zu bewältigen. Aus den ersten Blick scheint eS. dast diese gewaltigen Flugstrecken zu erhebliche Anforderungen an die Bewerber stellen. Dieser Teil der umfangeichen Ausschreibungen ist deshalb auch in der Oeffent- lichkeil bereits scharf angegriffen worden. Denen, die von teilweise irrigen Voraussetzungen aumgingen, mag aber cntgegengehalten werden, dast hinter jedem Starttag ein Ruhetag liegt, der von Sen Dachzüglem zum Aufrucken benutzt werden kann. Andererseits können die maßgeblichen AuS- schußmitglieder die Steigerung der Flugleistungen früheren Veranstaltungen gegenüber, trotz Der schwächer gehaltenen Motore, auf Grund der ander deutschen Segelflugforschung gewonnen acro- dtznamischen Erfahrungen jederzeit verantworten. Sieger im Deutschen Rundflug 1925 ist das Flugzeug, welches die größte Ktlomelerzahl innerhalb der 10 Fluglage zurückgelegt hat. Der Wettbewerb ist also in erster Linie eine Dauer- und Zuverläsfiakeitsprüfnr.g. wohingegen beim unmittelbar Im Anschluß zum Qhiltrog kommenden „Otto-L.tienthal-Pr? s" die Maschinen hinsichtlich ihrer Flugeigenschaften und Einzelleistungen er- propt und belohnt werden. Zugel-asfen sind hier überhaupt nur Flugzeuge, die beim Deutsch.n Rundslug bestimmte Mindestleistungen erfüllt haben. Ein Sonderpreis in Höhe von 40 000 Mk. zum Ankauf von Sportflugzeugen, die für den ländlichen Kleinflugverkchr geeignet sind, durfte von ganz besonderer Bedeutung fein, da er Den Kreis privater Flugzeugbesiher in erheblicher Weise zu fördern imstande ist Rock ein Wort über die Flugzeugführer selbst! Manch klangvoller Dame befindet sich darunter. Von der alten Motorgarde nehmen teil die ehemaligen Zivilslieger Dipl.-3ng. Wit- terstätter, bereits beteiligt am Deutschen Rundflug 1911, Basser, Landmann, 3ngenieurc Offet- mann und Angewitter, die Prinz-Heinrich-Flic- der Earganico. Frhr. v. Frehbera. der Gewinner deS Kaiserpreises im Ostmarkenflug 1914 sowie die ehemaligen Militärflieger Adet, Lötzer, Bäumer. Blume, 3akobS, v. Balow, Zander, Student, Ritter, Lorenz, Krupp und v. Kötzpea. Die Sport- flieget sind vertreten durch Raab, Dietrich, Rieseler, v. Bismarck. Dechert, Dillik und Röhr, die motorlose Elite durch Dotsch, Hackmack, Martens, Spieß, O ZuchS, Thomas, Stainer. Kegel. Don den Verkehrspiloten beteiligen sich Zimmermann und Dörr. Wie auch der Deutsche Rundflug 1925 letzten Endes ausgehen mag, wir werden unS die Zuversicht nicht nehmen lassen, daß deutscher Geist und Zähigkeit sich auch im Reiche der Lüfte behaupten und das wieder aufbauen, waS unS französischer Haß vernichten wollte. Aneingeschränkter Dank gebührt daher allen denen, die durch Stiftung namhafter Preise den Wettbewerb überhaupt ermöglichten, und den vielen stillen Mitarbeitern, die sich für diese gewaltige flugsportliche Veranstaltung voll und ganz einfehten. Die deutsche Luftfahrt ist eine Angelegenheit der Ration, die Angelegenheit jedes einzelnen. Es handelt sich nicht nur um das Ansehen Deutschlands in der Welt, sondern vor allem auch um die Weiterentwicklung einer 3ndustrie, die Tausenden wieder daS täglich? Brot geben könne, darum: „Deutsches Volk, fliege du wieder And du wirst Sieger durch dich allein." Ansere Stadt Gießen wird am 2. und 3. 3 uni von den Teilnehmern des Deutschen RunbflugS überflogen werden. Gießen ist alS Rotlandeplatz vorge'ehen, und zwar ist dafür der Hintere Teil des Triebs be- reitgeftellt. Ob Landungen erfolgen, kann heute natürlich nicht gesagt werden. Wirtschaft. Börse und ( elbmarfct. Die letzten Tage des Mai scheinen die Fonds-Börse in eine i krisenhaften Zustand zu bringen, der sich getoif'ermaß?n als Re mgun tz Z- prozeß nach Aus hör.'n der 3nslationseerhäl'.- nisse darstellt. 'Bekanntlich t nb der Bar e während und nach der 3nslationSzeit zahlreiche Elemente »ugeströmt, di? einem regulären, normalen Geschäft finanziell n cht g.wachsen lind. Da sich nun gegenwärtig aus d?n v.'rschcden- ften Anlässen zahlreiche Kreis« von ihre Wert» papierbesitz trenn?n und hierdurch ginz ee ebliche Kursverluste cingctrcten sind, scheinen sich m.chr Hände in Verlegenheit zu befinden, als man gemeinhin annimmt. Daß auS dem Warenhandel viel Effekten verkauft werden, um die bring mften Verpflichtungen et füllen zu können, il bekannt. Daß aber auch erste Firmen, denen man sonst den denkbar besten Ruf beilegt, in ernsten Geld- beschaffungSsorgen sich besinven. scheint neuer- dingS gleichfalls ein starker Anlaß zu den Po- siticnSlosungkn an der Börse zu fein. So erhält sich seit Tagen hartnäckig ein Gerücht daß ein erstes Berliner Privatbankhaus in größere n Umfange Effekten realisiere und Kredite zurückziehe, sowie Reuausleihungen weitgehendst einschläi.1 . Daß man die Vorgänge im StinneS-Konzern gleichfalls mit Verkäufen von Wertpapieren von dieser Seite in Verbindung bringen will, ist von unS in den täglichen Börsenberichten bereite erwähnt worden. Ob diese angeblichen Abgaben tatsächlich den Umfang haben, wie man an her Börse vermutet, steht jedoch dahin und i l nach den bisher vorliegenden Erklärungen aus tem StinneS-Konzem kaum zu vermuten. Jedenfalls stehl fest, daß hinter der Baisse-Bewegung dieser Woche einige schwache Hände flehen, die ihrerseits angesichts der fehlenden Aufnahmefähigkeit der Börse Mitläufer in Eftektenvrnkäufen nach sich ziehen Di? Großbanken kündigte: zwar vor Wochen die Absicht einer Stützungsaktion für die Effektenbörse an, lassen aber entsvrechcnde Maßnahmen ausbleibcn Möglich, daß sie einem ReinigungSprozeß innerhalb Der Börse, wie er sich bei einem auch nur kurzen Anhalten der derzeitigen Verstauung ergäbe, nicht norgreifen wollen, um für die bevorstehende Einführung des offiziellen Terminhandels eine gesündere Grundlage zu schäften. Es sind noch zu viel Leute an der Börse tätig, die zu den eingangs erwähnten 3nflationSgästen gehören und jeßt dieses Gebiet lieber wieder verlassen sollten Daß nach ihrer heutigen Verfassung die Börse einen lebhaften Terminhandel aufbringen kann, erscheint unS zum mindesten fraglich, wenn man den Verlauf des Prämien-ErklärungstageS am letzten Mittwoch betrachtet. Wenn auch im allgemeinen die Abwicklung der Geschäfte glatt e folgte, so ist doch zahlrriches Material herausgekommen, daS die Mutlosigkeit noch weiter verstärkte 3n- folge der Verknappung deS Geldmarktes zum MonatSwecksel zogen doch zahlreiche Kontrahenten die Zahlung der Rücktritt-Prämie der Abnahme da Effektenstück? vor Dä rend also da- Termingeschäft grundsätzlich kursregul e'cn > toir- ken soll, hat sich in diesem Monat zum mindesten eine recht fragwürdige Erfüllung dieser Aufgabe ergeben. Jur Arbeitsmarktlage, 3n der zweiten Aprilhälfte ist die Zahl der aus Mitteln der öffentlichen Erwerbslo'enfür- sorge unterftüßtej Vollerwerb lolen laut .ReichS- arbeitSblatt" Weiler zurück.pe. anpc - An foq. HauptunterstützungSempsän! ern (?a3 heißt Vollerwerbslose — ohne die mit unterstützten Fa- milienangehörigen — fog. Zuschla a emvfänger^ wurden gezählt: 1 Avril 1925 465 731: 15. April 1925 393 287; l.Mai 1925 320 831. Für daS männliche Geschlecht war die Cntw'cklung etwas günstiger alS für daS weibliche Bei beiden Geschlechtern ergibt sich in der Zeil vom 15. April biS l.Mai bei den männ.iten Anterstüften eine Besserung um 10,4, bei den Frauen um 8,3 v. H. Die Bewegung auf dem Aroenarkle zeigte im April bei den öffentliche i Aroeit'n? weilen der Städte mit mehr als 50 000 Einwohne.u e:n Anhalten der bisherigen günstigen Cntmicfung. 3n der ersten Maihälfte (von: 1 :-i5 15. Mai) hat sich die » <*', Trml*r •V/. V»ntlsche Mover fltaMa . . • .... «neS elrncr fflectren . . .. Verfiel tzer^werk, ..... voltcxrkbiluna ....... "üiGtrirecrfe ......... Echcibeanllalt ........ Nllo 6idtn4lr*tl.«tkafc6ah Ptrflmann ....... V'flüifrafneerfe........ Lchuiteri ....... . k «menS A ^Lrte - b>7 7!vcrk« Kleve, ...... *oimler V.eiarec. ...... tzevllicriftoevt . ...... etmn ...... Mcrorrowerkr Maonhetm ffrun'!urlfr Armaturen Vrean W 79,40 '1 <40.50 80 2,70 2,7 — 61.56 62.5 61 62 <7 — 86.25 68,25 — 71.2.5 71.15 M 67,5 66,25 05.8 — — 107 104.5 126.2.5 128 126,5 127 80 0,51 0.61 - — 97 «7 »7 96.70 116.25 118.50 115 115.50 117 75 119 50 117 118.75 6,« 4.80 — — 72.5 72.5 72,4 74.40 188 1W.60 — 100 100 25 100 100,13 78 5 79 79 7» 79 — - — •0 •8,50 69 81.6 64 61.75 89 5 2,7 2.80 #,<2 67.25 69 M 62 67.5 42 4.1 — — H 61 51,5 51,6 — — •8.6 — 1,08 1.01 1 0.9 111.7.5 2 82.7 111.25 — — z 3 2,3 2.4 46.25 45 44 44 10 50 101 10.40 10.13 1 30 3.25 —. — 65,75 62 75 61.25 63 Berltnei Dör'e. (Sigener Drahtbericht deS „Gießener Anzeiger-"^ Berlin, 29. Mai. Die Erwartungen, die man vielfach in Bezug auf eine Befestigung o»r Aktienkurse am heutigen Wochenschluß hegt.', haben sich nicht erfüllt. Vereinzelt fanden zwar bei Beginn der Börft geringfügige Deckungen statt, die eine unwesentliche Erholung der Kurse berbeifüßrten, im Ganzen genommen erhielt! sich aber die schwache Tendenz der Vortag? aufrecht. Ramcntlich Montanwerte waren verein^?lt weiter befestigt, vor allem rheinisch-westfälische Werte auf die bevorstehenden Arbeiterentlassungen hin. Der heute bereit« bekannt gewordene dividendenlose Abschluß der Deutschen Erdölaktiengesellschaft ist in deren Aknekursen, die bekanntlich seit kurzem starke Einbuße erfahren hatten, bereits auegeöriidt. Die günstigen Ausführungen in der gestrigen Auf- fichtSratSfiyung der Gesellschaft bewirkten nun heute einige Rückkäufe, die den KurS etwa- befestigten. Die Geldfühe haben neuerlich eine Anspannung erfahren. Der Satz für tägliche- Geld zog auf 9’ . bis 11 Prozent an. doch ist nach unseren 3nsormationen mit dem Beginn de- 3uni wieder mit einer Erleichterung der gegenwärtigen steifen Verfassung des Dörsengeldkur'e- zu rechnen Monatsaeld unverändert mit 9'/, biS ll1 , Prozent. Am Devisenmarkt trat heute vormittag keine wesentliche Veränderung ein. DaS englische Pfund konnte sich gegenüber den ermäßigten Dortagskurs en und gegen den Dollar eine Kleinigkeit befestigen. Auch Die Franc-Devise und Mailand erholten sich etwa-. Der DeschäftSumfana am Devisenmarkt war jedoch gering Die Mark notierte vormittags in Amsterdam 59,20' , Paris 4.74' ,. Zürich 122,95, London 20,43. Das englische Pfund behauptet damit gegenüber der Mark den seit kurzem erreichten Üeberparistand. Trrfn—3ran?furt a. M. kyn VUIlentr. De.rk üuSerbrückl BuknoL-LIrrk, London, Reu- b.'rf, Rio be Qaretro für eine (Hnbeii, Wien uub Sudavell für 160C60 km beiten, alle« übrige für 100 kindeiteo.I Telegraphische Auszahlung. Banknoten. ’< M9.187 59,054 «1,194 Prag • FfhrQb . . 12.425 12.465 12,425 12.465 0 06 6.98 6.87 6.89 »ndapist. □ 93 5.9.’ 5,8 8 5.918 SPutMrien ^'ffavon 3,005 3,015 2,965 2,977 20 525 iO.675 20,475 20,525 Tanjin. . 80 925 81.12.5 SO,925 81.125 flenfunll» • 302 2,31? -..95 2,305 ttlbüi 7 39 7.41 7.33 7.35 8?erUa. 29 Mai. vmerlfanltche Role» . , , , . velgjtche Roten ...... Timfdie Roten ..... t*Olif*e Sloeen ....... strmussische Roten...... Holländische Roten Olnlierrifrfie Roten ..... Rorweaifche Roten Dem ‘jt Ceficrr-, i 100 Kronen Rumänische Roten...... Schwedische Roten ..... Schwerer Roten Svanische Roten Hchechollowalische Roten . . Ungarische Roten Ctetb Z0.5H 78.7.M Ä.Bti .-1,99 Ifid.I« 16.Kl 70, AO i9.09 112,02 81,11 60,65 12,50 5.87 Briet 1.197 20,68 19,18 .0,46 22,09 168,94 16,89 70,80 5'1.39 112,58 81,61 60.95 12,56 5.8» Frankfurter Schlackstviehlnarkt. (Eigener Drahtbericht de- „Gießener Anzeiger-".) Frankfurt a. M, 29. Mai. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 22,75 bi- 24,50, Roggen, inlänb. 20,25 bis 24, Sommergerste für Drauzwecke 21,50 bis 26, Hafer, inländ. 19 bis 23, Mai- (gelb) 21,25 bis 23,50, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 39 bis 40, Roggemnehl 31,75 bis 33, Weizenkleie 13, Roggenkleie 14,25. Tendenz fest. Berliner Produkt' Berlin, 29. Mai. Der Produktenmarkt war bei großer (tzeschäftsstille anfangs befestigt, später trat aber wieder ein kleine Abfchwächung ein. Nächste Börse Dienstag, 2. Juni. (£s wurden notiert für 1000 Kilogramm Weizen, mark. 264—267, Weizen. Mai 274—272, Roggen, märt 214—218, Roggen, Mai 221 Roggen, Juli 218,25—217,50, (tzerste, mark. 226—242, Futtergerste 200—218, Hafer, mark. 235—243, do. Mai 220-222, do. Juli 198, Mais 208—211. Es wurden notiert für 100 Kilogramm Weizenmehl 34—36,50, Roggenmehl 29,75 bis 31,75, Weizcnkleic 13,80, Roggenkleie 14,40 bis 14,50, Biktoriaerbfen 23—27, kleine Erbsen 22 bis 25, Futtererbsen 19—21, Peluschken 18,50—20, Ackerbohnen 19—21, Wicken 20—22,50, Lupinen, blau 10—11, Lupinen, gelb 11,50—14, Serradelle 13—15,25, Rapskuchen 15,20—15.60, Leinenkuchen 22 40—22,80. Trockenschnitzel 9,80—10, Kartoffel- flocken 19,10—19,30. «Scotts EnrulZion (Deutsches Fabrikat) Ist seit Jahrzehnten in allen Kulturifindern das HährmlUel tiir Ute Jugend ScolKs Emulsion fördert die Enf- wldielung. kreffigt den Knodtenbou und wirkt bltUreinlgend. Bel zurüdt- gcbBebenen und tdiw&düldtcn Kindern ut sie unentbehrhd) und dient als Ergänzung der täglichen Nahrung. Man hüte sld) vor Nadiahmimgen. da diese off an 5feUe des Orlginalprfiparaies empfohlen werden. Scott'$ Emulsion Ist In affen Apotheken und Drogerien tu haben. Niederlagen. Central-Drogerie Karn. 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Nennstiel Seltersweg 81 Fachgeschäft für den gesamten Bureaubedarf Fernsprecher 1196 5510a 'M LA: -' ..Äss nämlich die „Meisterschaft in Deutschland" zu erringen. Dieses einzigartige Ergebnis ist umso bemerkenswerter, als an dem Wettbewerb, der gleichzeitig eine strenge Prüfung für alle Schreibmaschinensysteme, die für Schnellschreiben überhaupt in Frage kommen, war, die qualifiziertesten Konkurrenten Deutschlands teilnahmen. — Aufs neue hat sich die „ContinentaP'-Schreibmaschine, welche in ihren Qualitäten auch von den renommiertesten ausländischen Fabrikaten in keiner Hinsicht übertroffen wird, Origlm|»Eckendor!er Dickwurz, pflanzen laufend ab^ugeb.om9 9el«rlÄ deiner Leihgestern. Weg 21 5mm 1 /J fliese ngänse, Enten etc. R»> eile Bedienung, lliustr, Katalog gratis". Hefner. Geflügelpart Hainsfadt R 3 Baden. Amateure. Alle Photo - Arbeiten, Entwickeln und Anientgung der Bilder schnell und „Continental“-Schreibmaschine gewonnenI Zum zweiten Male fand am 3. Mai, anläßlich der Bureaufach-Ausstellung in Berlin, ein vom Fachverband der deutschen Bureau - Industrie veranstaltetes Schreibmaschinen -Wettschreiben statt. Wie schon beim ersten Wettschreiben 1923, gelang es auch diesmal Fräulein Elli Gralow, Kiel, für ihre auf „Continental" erzielte außergewöhnliche Leistung Aaloteilen Motor- Fahrrädern Vernickelung«- \ werk \ Kaiserallee V 43. Zelcpij. 1682. M®c Beton- Mischer Ciienbieger iieuschncider Stainvier Bau- Pumpen 5277D Ziarren öedc^euge Blechwaren liefert aus Borrai Curi Weissoerber Frankfurt a. M. I KFätnrgsn i defeittg! schnekl. ' 3ar*;;v-r- mild, ua- sehcJL JnoLea u. fast l ulte LatUicifi. 1000000 3 !. bciv. 7 zck. 1.50. - Vrvg. Lsro. Schulstr, Mtiore allerbeste Fabrikate, in allen Größen allerbilligst. 1603c Carl Schunck. Hansa I Handelsschule \j. 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