' "Holk; • etl löhn» ?’M*" rWüm» i‘i~e |en e,5tQUen labt ftn r°gr. «htt - y® Stun, °b°> in in Ä® obere, Unb -gl doch jek( .?■ na- * *te'' w "fi"? « ? * X ld> aufgebe; !uht,, » schwitz. W 11 *Ä'sÄ* *« wte ’JJrÄ cinmal- wie flyjs: wgen hatten. lrf sprach es aus den Jen eine Anklage suchte 1 '^rlletzung folgt i imelshöhn diu sehn. - dabei: wie neu! ratfotä Lien lang gekocht, iuppe. Ihaus 0e 34 iniedekgewlinschten^ iOOD^n' Msl. । schon n - Ferner'- eitsreise ten- spiele” l Wildffesto j mentreund s°-r .Id- Nr. 202 Erstes Blatt 125. Jahrgang Samstag. 29. August 1925 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen »nid und Derlog: SrSHINche Unioerjilütr-Vuch. und Ltemdruckerei H. lange in Sie&en. Lchristlettung und «eldfäftsttcDe: SchuNttahe L Annahme von Lnzetaen fürbielxigesnummetbts zum Nachmittag vorher ohnejedeDerbinblickKeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm ‘Breite örtlid)8, auswärts 10 (Bolbpfennig; für Re. Klame-Anzeigen v 70mm Breite 35 (Bolbpfennig, Platzvorschrift 20'/, Auf. fchlag. - Verantwortlich für ‘Politik u. „ 1, Smww. Han ijli f fehn K8”6 m! x * obrnds Äurüdtnr I doch noch Jr m ®intM! tomM Äuln e>n?n Tisch j? %9en durch h- | an drn 2lSttrr -eben, nur bei kiÄ $ J? “* ?i« Leben to ( 'chasit. toeil e» rin öbtee : öochenmarktpreisr. gust (§änblcrbaile). dm heutigen Dschar-- 220 bis 230 'Pfennig, lat ifl 15, Wftaut lOÄiz -üben JO, Spinat 2 bä 1t nen 30 bi, Kartoffeln 5, Jn 5 dis 8, 'Birnen 40, _ 50 bis 55, "Mnedxnibcn iben 45. M= 6ubx Hahnen M, Tier 15 bis? 120, Laiat 10 bis 15. 6c!: Cimnachgnrlcn 2 bis 5, fc rabi 5 bis 15, Äcttich 10 b Radieschen 20. gelbe Wr den W ' et LandeSuniverfüi • Wvr für Miene und ssedizimfchen Fakultät un*r nil Sotschlich hat w n für Kultus und Unter nifung auf den öehrfiuh! ^niveöitäl Heidelberg ^anbesuniDtrfifflt I Nischen Institut ber Uniwrfi.| elfer $r. WW,6'’''' K it Wirkung vom 1- Dltooer - m^fefiotunbWr ? Institut der Londesun«'' _ Der Prioatdozent an > rt q. M. Dr. ®- -21(uleV wurde R« üanbesuntnerftfal itarbeiter, Pros. ?!Je £»•*! tMrauefagc. ig der herrschenden "Bitteej imtzetaluren. Dinimum lOjji :ab WM- AiederschkgM .im««!* i« »i-i”, iS.5v>" ien bestimmt)^ * üage Bieber»' werden tD» ’ unt 6 ÄT» öS-" yL der 'S* fter ®tO^anod) der öen lann. un6 dot, n ihre ^en unb f bet rn Strav flu|gcn. «r°pݰ-u< vhem m * f. 1 den i . ^rgcn * eu>e aus -7 hadr" bet MSä®- ^1«? raße, J^jrfuM jLjd .V tpi1?; , Arte»’ September, im Saale des katholischen "Beteinß- Hauses statt. ^Brofeffor Stein st raß- Magvo bürg wird über das Thema .Verteidigung der Elternrechte und Freiheit der Erzieh ung-berechtigten" sprechen. " Die 2. Äompagnie des hiesigen Bataillons traf nach dreimonatiger Abwesen, beit Freitag. 28. August, nachmittag-, von Berlin wieder in der (Barmfon ein. • • Die ehemaligen 117er versammeln sich am S*^.ityibenb im Restaurant Post- feiler, um die «Stundung einer Kameradschaft in die •ffiege zu leiten * • (Einen stenograohischen Hnfin • aerkursus in Reichskur,schritt eröffnet laut An. zeige der Gabelsbergor 5tenogrophen-Serern am Montag, 7. September. • • 3 r e b t) Lu gibt heute und morgen sein ceniatumsflaitlprcl tm Konzerthaus Irinfau». • Säfte au- C tcler matt kommen nach Stehen. Unter "Berufung auf da- "Hatto- nalitätenprinzip ist daß alte Oesterreich von feinen Feinden zertrümmert worden. Ein reindeutsches Reftöslernüch ist übrig geblieben, dem man aber unter Mißachtung desselben Grundsatzes die "Bereinigung mit dem deutschen Mutterlande wehrt. Es gilt nun, daS heilige Feuer der Degeifterung für den staatsrechtlichen Ausammenschluh der Bruder stamme wachzuhalten und durch vorbereitende Schritte die Wege hierfür zu ebnen. In den Sienft dieser Aufgabe hat sich auch der Zentralverband deutscher Kriegsbeschädigter und Krieger- Hinterbliebener. Sitz Berlin NO 18. gestellt, auf delsen Einladung hin zwanzig fteierifche Damen und Herren, unter Führung des bekannten Grazer Kullurforfcher« Hofrat Dr. Popelak eine mehr- wöchentliche Deutschlandreife antreten werden. Wie wir hören, werden die steierischen Gäste in kurzer Zeit auch unserer Stabt einen Besuch abstatten Ein öffentlicher Steiererabend im Stadt- theater ist für Donnerstag. 10. September, in Borbereitung. An diesem Abend werden die steierischen Gäste, die sich ausnahmslos ehrenamtlich zur Verfügung gestellt haben, nach sorgfältiger Vorbereitung ein Stück besten heimatlichen Kulturgutes zur Darbietung bringen. In volkskundlicher und künstlerischer Hinsicht verspricht dieser Abend etwas Auhergewohnliches. Herr Hofrat Dr. Popelak hält einen Lichtbildervortrag über „Steirisch" Land und Leut"'. Ein Enkel deS weltberühmten steierischen Dichters Peter Hofegger. Herr Walter Rosegger. Graz, bietet kurze Dorlelungen auS den Werken deS Dichters. Mundartliche Vorlesungen auS Werken Ottokar Ä cm ft od und Klöpfer hat Herr LandeSarchivrat Dr. Hafner, Graz übernommen; außerdem werden gemütvolle Steiererlieder durch die bekannte Weinmeifter-DoUsliederrunde. Graz und Heimattänze in Rationaltracht unter Leitung des Herrn Freytag vorn Volkskundlichen Museum in Graz bargeboten toerben. Der Reinerlös der "Bcranftal- tung wird dem deutsch-österreichischen Kinder- dilfSwerk des Zentralverbandes zugute kommen. Allein im Vorjahre war es der genannten Organisation möglich, durch Vermittlung des Alpen- ländifchen Verbandes der Kriegsteilnehmer 1914 biS 1918. Sitz ®raA. rund tausend erholungsbedürftige deutsche Kinder aus Grohltädten und Onbufttieorten zu einem mehrmonatigen unentgeltlichen Erholungsaufenthalt in die herrlichen Alpenländern zu überführen. Auch in diesem Jahre find schon zwei Transporte deutscher Kriegerkinder nach der grünen Steiermark abgegangen. und öS find österreichische Kriegerkinder in den eigenen Erholungsheimen des Zenlralvei- bandeS deutscher Kriegsbeschädigter und Krieger- Hinterbliebener auf der Rordleeinsel Wangerovg unentgeltich ausgenommen worden Durch daS Kinderhilfswerk sowohl wie auch durch den bevorstehenden Steiererabend wird der deutlc^öster- reichilchen Anschlustbewegung drr zur Zeit beft- mögliche Dienst erwiesen Vorbestellungen aus Eintrittskarten werden schon jetzt bei der Theaterkasse entgegen genommen. fpd. Keine Abzeichen bei Ausflügen inS besetzte Gebiet! Wie wir von zuständiger Seite erfahren, beanstanden neuer- dings die Besatzungsmächte im besetzten Gebiet das Tragen von Vereinsabzeichen jedweder Art. ganz gleich, ob eS harmlose Federn eines Steno- gravhenllub« oder die Rosette eines Wandervereins oder daS kaum sichtbare Smailleschild irgendeiner FuhballklubS ist. SS dürfen nur solche Abzeichen getragen werden, die von der Interalliierten Kommission ausdrücklich genehmigt sind. Der von Mitgliedern der Besatzungs- Mächte im besetzten Gebiet mit einem Abzeichen betroffen wird, hat empfindliche Bestrafung zu gewärtigen. SS empfiehll sich also dringend. ledwedeS Abzeichen zu Hause zu lassen, wenn man sich bei Ausflügen unb Reifen ins befehle Gebiet nicht Unannehmlichkeiten auSletzen Wlll. **• Erleichterungen im Sichtvermerksverkehr mit Am erika und 3u g 0 • f la oien. Auf Grund der Vereinbarungen mit den Bereinigten Staaten von Amerika sind für deutsche Reichsangehörige die zur Einreise nach Amerika unb in amerikanische Inselbesitzungen erforderlichen Sichtvermerke, sowie für amerikanische Staatsangehörige die erforderlichen Sichtvermerke vom 1. September 1925 ab gebührenfrei. Die Regelung bezieht sich jedoch nur auf Nichteinwanderer. Von dem erwähnten Zeitpunkt ab werden ferner nach Abmachungen zwischen der deutschen und der j u g 0 s l a v i s ch e n Regierung die bisherigen Sichtvermerksgebühren für die beiderseitigen Staatsangehörigen herabgesetzt. Erwogen werden deutscherseits, von jugoslaoischen Staats- angehörigen für einen Sichtvermerk zur einmaligen Durchreise ohne Aufenthalt eine Reichsmark, für einen Sichtvermerk zur Durch- reife unb zurück ohne Aufenthalt zwei Reichsmark, für einen Sichtvermerk zur einmaligen Ein- ober Ausreise sowie zur einmaligen Ein- unb Wieder- ausreise oder zur einmaligen Aus- unb Wiederein- reife mit einer Geltungsdauer von drei Monaten fünf Reichsmark unb für einen Sichtvermerk zum beliebig häufigen Grenzübertritt mit einer Geltungsdauer von fechs Monaten zehn Reichsmark. Auf jugoflavischer Seite gelangen entsprechende Gebühren zur Erhebung. XX Bon ber Lahn. 28. Aug. Die Obsternte fällt Heuer in her Cabngegcnb sowie auch in den Seitentälern nicht zum besten auS. Die Apselernle wirb sich in mittleren Erträgen bewegen, die Birnenernte gering ausfallen, in manchen Bezirken sogar eine Misterntc zu verzeichnen fein. Daslelbe ist ber Fall bei Zwetlchen unb Pflaumen in Riederungen, in den Höhenlagen werben die Srträgnitte sich bei dielen Obstarten günstiger gestatten. Eine ausfallende Erscheinung ist, dast wie im Vorjahre immer noch viele Zwetlchenbäume absterben Bornotize«. — Tageskalenber für Samstag. (H. F. F. unb F. G. F. zum 70. Stiftungsfest 84 Uhr Festkornmers im Saalbau Sauer. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße ..Nur mit Frauen ist das Leben schön." — Astoria-Lichtspiele: ..Tom Mix. ber Damenfreunb'. — Tageskalender für Sonntag. ®. 5. F. unb F. G. F. zum 70. Stiftungsfest 11 Uhr norm. Jjauptübung; nachmittags .3 Uhr im Dhilofophenwald Familien-Zufammenkunft — Turnverein v. 1846 7 Uhr, Turnhalle, Familien- Abend unb Sieger-Ehrung. — Gießener Ruber- Gesellschaft 2J Uhr nachm. Bootstaufe und 23er- eins-Wegatto; abends 81 Uhr Preisoerteilung unb Siegesfeier im Bootshaus. — Lichtspielhäuser wie Samstag. Rundfunk-Programm beS Frankfurter SenderS. (AuS ber .Rabio-Llmschau".) Sonntag, 30. August. 8 biß 9 Uhr Morgenfeier, veranstaltet vom Wartburg-Derein (S. D.). 12 bis 1 llhr Mit- tagSkonzert deS HauSorchesterS. 4 bis 5 Uhr: Kinberstunde. 5 btd 6 Uhr: RachmittagSkonzert des HauSorchesterS: Die Oper ber Woche. 6.30 bis 7 Uhr: ..Lebenskunst", eine Reihe von Vorlesungen. 1. Vorlesung: ..Vom Unfug beS Sterbens" von Prentice Mulford. 7 biß 8 Uhr: Stunde bes Rhein-Mainischen Verbände- für Volksbildung „Rufs. VolkSerzählungen", Vortrag von Direktor H. Meißner. 8.30 bi- 9.30 Uhr: Da- Volkslied. Ein Zyklus (12. Abend). Deutsche Seemann-lieber. 9.30 Uhr Rachrichtendienst. Wettermeldung. 9.45 Uhr: Sportfunkbienst. 10 bi- 11 älhr: Eine kleine Rachtmusik, veranstaltet vom HauSorchester. Montag, 31. August. TTlhr: WirtschaftSmeldungen. 4Uhr: Wetterbericht der Gießener Wetterbienststelle 4 Uhr: Wirtschaftsmelbungen. 4.20 Uhr Rachrichtendienst. 4.25 älhr: Wirtschaft-Meldungen. 4.30 bi- 6 Ahr: RachmittagSkonzert des Hausorchesters. 6 Ahr Wirtschaftsmeldungen. 6 bis 6.30 Ahr: Die Lesestunde (Die Rovelle) „Michael Kohl- haas" von Heinrich von Kleist. 7 Ahr: Wirt- schaftsmeldunaen. 7 bis 7.30 Ahr: Stunde des Südwestdeutschen RadioklubS: Vortrag von E Becker „Methoden zur Messung von Wellen- längen". 7.30 bis 8 Ahr: Aebertragung von Kassel: Stunde der Stabt Kassel. 8 biß 8.30 Ahr: Englischer Anterricht, erteilt von Paul Olbrich. Studienrat an ber Musterschule. 8.30 bis 9 30 Ahr Die Reuvermählten. Schauspiel in zwei Aufzügen von Djömstieme Björnson 9.30 Uhr: Rachrichtendienst. Wettermeldung. 9 35 Ahr: Spätankündigung „Radio-Amschau" 9 45 Ahr: Sportfunkbienst. 10 biß 11 Ahr Aebertragung von Kassel. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Ocmcinbcn. GleDen. Sonntag, den 30. August. 12. n. Trinit. Stabtktrche. 8: Pfr. Mahr. Zugl. Shristenlehre lür die Reukonfirmierten a. b. Matthäusgemeinde. 9',: Pfarrass. Hertel. 11: Kinberkirche für bte Markus- gcmcinbc. Pfarrast. Hertel. - IodanneSkirche. 8: Pfr. BechtolSHeimer. Zugl. Shristenlehrc für b. Reu- fonfirmierten a. d. Culaßgcmeinbe. 9‘Zugleich MilitäraoUeSdienst. Pfr. Qutßfelb 11: Kinberkirche für die Zohannesgemeinde. Pfr. Außfelb. 8: Dibel- befprechung im Iohannessaal. Pfarrast. Hertel. — Kirchberg. Iugendsonntag. 10: Kost. 11: Christenlehre für die männliche Jugend. - Mainzlar. 1 — Wieseck. Svang. Demeindefaal, Ikudwigstr. 11, 9',: Pfarrer Groth. Rödgen. - Watzenborn- Garbenteich. Watzenborn-Steinberg: ,1 (Kollekte). Darbenteich: ' ',10 mit Shristenlehre (Kollekte). KathoNsche Gemeinden. Gießen. Samstag, b. 29. August. 4' , u. 7 Beichte. Sonntag, ben 30. August. 13. Sonntag nach Pfingst. 6’ , Deichte, 7 Mcste. 8 Kom-, 9 Hochamt mit Predigt, 11 Messe mit Predigt, 2 Andacht. — Freitag. 0' « SegcnßamL — Grünberg. 9',, Mcste mit Pred. - Hungen. 8 Meste mit Pred. - Sich. 10 Hochamt mit Predigt. ■--1----IL-.- '-J-- -----11___l L__ . J_i Miet-Pianos Pianohaus Gegründet 1876 Bahnhofstr. 65b GIESSEN Fernruf Nr. 1367 Filiale: Lieh (Oberhessen) 8107D Der Vorstand. werden. Jakob Hofmann und Frau. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Kindes sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Gießen (Löwengasse 11), 29. August 1925. 07077 IVlänner-Bade verein. Nachruf. Am 27. d. M. verschied nach kurzer Krankheit unser Vorstandsmitglied Herr Christian Zimmer. Wir betrauert den frühen Heimgang unseres Freundes, dem wir ein ehrendes Andenken bewahren Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sowie für die zahlreichen Blumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers am Grabe, sage ich auf diesem Wege meinen herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Sack und Kinder. Reiskirchen, den 29. August 1925. 07092 Geschäftseröffnung Der werten Einwohnerschaft von Gießen zur gefl. Kenntnis, daß ich mich ab 1. Sept, als selbständiger Schuhmacher Ederstraße 20 H niedergelassen habe. Um geneigten Zuspruch bittet Willy Becker, Schuhmacher WUT 1 IG 38 P. S. Bergaeu ■•taUagelk-Per- eenea wagen, 6-Sitzer.rassiR.taubenKrau lackiert, reue Karosserie, mit Bosch licht, Anlasser, KilometentähL. 8-Tage- Uhr. Suchscheinwerfer.Boschhorn, ele- gan'e Ausstattung, fahrbereit; 1 l-Tennen-Laiiwagea, Dion-Boutong.gebraucht. mit besond. groß Ladefläche; J Zyklonen«, 2-Sltier, mit Gepäckkasten, gibt preiswert ab „7)D üolsrelorm e. G. m. b. B. Bad-Jianbeim 24. 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Die Besichtigung kann vormittags erfolgen. 8099D L. Althoff, und Allkttonator Die 3Heien ©rbbeere Schwarze AuanaS, auch Blut- crdbeere genannt, hm durch Ihre ungeheure Tragbarkeit alle Wett oerblüfft Zur Hauvterntezeit, welche lehr früh emletzt, zahlt man an einem Pflanzstock bis 15 und mehr mit {Riefen- fruchten beladene tfrmfctftenaeL Ein Zruchianlatz von 300 St. und mehr an einem Stock kann man oft zählen. Um gepflegte Bilanzen liegen die Krüchte dermaßen dicht, daß fie sich bauten- weife übereinanberbrängen muffen, um überboupt Blav zu nrrden. Man kann die Riefenfrückte tm wahrsten Sinne beS Wortes „scheffeln". 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Unsere Mitglieder sind hierzu freundl. eingeladen. ^’c Der Vorstand. MMMMHH Heute abend 8 Uhr Ehren-u. Abschieds-Abend des Kapellm. Herrn Curt Scharf mit auserwähltem Programm I Montag, 7. September, abds 7 Uhr, eröffnen wir in der Bezirksschule - Westanlage — einen MsWttlttzWNg i.d Reichskurzschrift für Damen u. Herren, unter Leitung eines staatlich gevr. Lehrers derReichS- kurzschrist. Unter- richtsgeld 10 Mk. Anmeldungen an Herrn Franz Haustein, Wilhelmstr. 6, ober zu Beginn des Unterrichts erbeten. GabelSbergerSte nogr. - Verein von 1861 und Damen- verein „Gabelsberger-. tiVc 29.-, 39.-, 75.- Kostüme Rips, Gabardine, Mk. 3u der beuffchea Metropole ei? ich auf defchwingler Sohle, wo der Steuerliubrounn häuft, wo iw Reichs» tag sanfte Weisen tenea uod sich Segnet preisen, rachevoll mit Mund und Zaust, daß es ihre Wöhler graust. Weil Dr. Unblutig ins Ausland will, um auch dort die Äukirol-Fußpflege noch mehr pi propagieren, so ist es selbstverständlich, daß er vom Außenminister ’Dr. Stresemann empfangen wird. ö|t doch Deulschland in der Zuhpslege in der Welt voran, denn eine deutsche Zirma, die Äukitol-5abrik, bat sie volkstümlich gemacht. Dr. Stresemonn will Dr. Unblutig auch schon deshalb sprechen, weil sein russischer Kollege Radek in einem umfangreichen, kürzlich in der grössten russischen Zeitung, der „Draroba“, erschienenen Artikel dem deutschen Volke den Rat gibt, in der verlängerten Siegesallee ein Denkmal ouftustellen, mit der Anschrift: -Dem Dr. der Hühneraugenkunst StrisiWM» Unblutig." Aadek begründet dos wie folgt (wir geben den Artikel nur auszugsweise wieder): ......Zeht denkt der Bourgeois, daß die Gefahr der Revolution vorüber sei. und er wendet sich in Teilung seiner Hühneraugen ju. Ls gibt kein Land, in dem jedwede Propaganda so miserabel war, wie m Deutschland. Aber die Propaganda von Äukirol ist getaöeju blendend. Das Lob des Äukirols brüllt [ojufagm buchstäblich aus jeder Zeitung dem Leser entgegen. Hier ist Scher, und Uebetlegung und der Befehl vereint: Beseitige deine Hühneraugen durch Äukirol I Äukirol ist ein gan, einjigartiges Mittel gegen die Hühneraugen. Wer sich des Äukirols bedient, der braucht sich von seinen Hühneraugen weder durch Din jetten noch durch Messer ,u befreien, er kann sein (Ziel ohne Schmerjen und unblutig erreichen. Ls lebe der Dr. Unblutig, heult die Reklame. Der Doktor ohne Blut, der die Welt von den Hühneraugen befreit, ohne iemanbem Schmerjen ju beeilen. Diese Reklame ist so eindringlich, dah ich, der ich ,wan,ig gute und schlimme Zahre Besitzer von Hühneraugen war, mich der Reklame beugte und unblutig und ohne Schmerjen meine Hühneraugen los wurde. Als ich aber den Zustand der Hühneraugenlosigkeit glücklich erreicht hatte, verstand ich, dah das Äukirol nicht nur ein seltenes Mittel gegen die Hühneraugen fei. 6ch begriff, dah es ein tiefes Symbol darstellt, ein Symbol, das Deutschland und seinem Minister des Auswärtigen den Weg wies, sich von den französischen Hühneraugen im Rheingebiet und den Zolgen des schweren Versailler Vertrages ,u befreien. Dr. Gustav Lkesemann, Deutschlands Minister des Aeuheren. gehört ju denjenigen Leuten, die den iit|cn symbolischen Sinn des Lebens erfaßt haben. Ls besteht kein Zweifel dah die Jbre des Sarantiepaktes 'ö l»mer Seele erwacht ist, als er feiner Hühneraugen wegen ein Äukirolbab nahm. Man dachte bi-der, man t-omie eooeto franjösische Vajonette, die auf die Brust Sermanias gerichtet sind, nut dadurch in Schoch halten, man eben- soviele nach der anderen Seite richtet, man könne die franjösischen Hühneraugen ,m Rheingebiet nut mit Hilfe langwieriger und schmerzhafter Operationen entfernen. Als aber Dr. Stresemonn die Wundetwitieung des Äukirol- Zuhbodes verspürte, da dachte er: Ls hat doch eine §eit gegeben, wo olle Welt mit dem Kuchenmesier an den Sneraugen herumpolkle, sich selbst und den Hühneraugen Schmer, bereiten». Und jeßt. Du nimmst 2 Liter heißes Her, schüttest Äukirol-Sußbab hinein und merkst sofort, daß alles, was bisher hart ani de,neu Zuhen war, an- fängt weich M werden. Äonn man nun nicht aus der Anerkennung der Rechtmäßigkeit des Versailler Detltoges eine Lösung Herstellen und ihr alle Versteinerungen aus dem deutschen Äotper baden, die durch den Druck des VersoNler Vertrages auf diesem Äotper entstanden sind? Sobald dos Hühnerauge weich geworden ist, nimmt man dann am anderen Lage ein Stückchen Äukitol-Vsias.er, legt es auf das Hühnerauge und in 24 Kunden,-m Höchstfälle in 48 Stunden, fällt das Hühnerauge unblutig und fchrnenlos ab. Lassachlich der Vergleich stimmt, nimmst, dachte Dr. Stresemann. ein Stück ‘Papkr und schreibst den Satont.epakt daraus, legst inn auf die erwe.chim Hühneraugen Sermanias und die ^ran;osen gehen aus der Rhemtone heraus. Rach ein paar (Zähren, vielleicht W® eitoas später, aber immerhin: sie gehen. „ . , . . 4 _, .. . „ . „ Dr. Stresemann hat es verstanden, vielem Gedanken einen konkreten Charakter )U geben. Und alle Amt, der internationalen -Diplomatie, die sich i>is Lahm m.t der Lneugung von Grften besaßt haben, d.e Deutswl«» Lai) in die Wunden streuten, lenkten ihren Blick plötzlich au, dm hetstellimg des Äuk.tol-Zuhbades und des Äuk.r^ Hühneraugen-Psiastets. Wenn das nicht bis nim 6erb|t gelingt so wird der Aerfte-Rat des Völkerbundes siw m einer besonderen Session versammeln und, sie sollen sehen, Äukirol siegt auch hier, weil Äukirol ein Zeichen der seit ist. Wer sich aber nicht kukirolea losten will, der verdient, daß man ihm die Hühneraugen einfach abtritt ° rooSn nicht mttersuchen, ob der Außenminister Radek bestiglich der Politik recht hat denn die Äukirol- Sabrlk ist kein politisches, sondern ein kaufmännisches Unternehmen, aber was er über Äukirol sagt, das stimmt Ls muß ja stimmen, denn Radek kukirolt selbst 'Das Äukirol-Hühneraugen-Dsialter, besten Wirkung er so anschaulich beschreibt, kostet vorläufig noch 75 Tifl- die Schachtel und reicht nrt Beseitigung von wenigstens 10 Hühneraugen aus. •Das Äukirol-Sußbob, besten gute Dienste Radek ebenfalls lobt, kostet 50 Pfg. Ls kräftigt R«ven un» Scßnen und ist eine Wohltat für <3üße, die durch Ueberanftrengung schwer wie Blei geworden sind. Ls wacht den Sana wieder jugendlich, federnd, frisch und leicht Der Äukirol-Streupubrr verhütet Schwitzen, Brennen und Wundlaufen der Siße. Line Blechdose, beten Inhalt bei tägsichem Gebrauch wochenlang ausreicht, kostet nur 1 Mark. 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Herr Professor Steinstras- Magdeburg wird einen Vortrag halten über das Thema: „Derteliiigung öet Glternredite und Steinelf der Goieljungsöefedjflglen" Eltern erscheint inMasten z. dieser Kundgebung Es findet steine Diskussion statt. Billa 13 Zimmer evtl. 4- u.3-Zimmer-Wob' unngen, gegen Hergabe von Darlehen zu vermieten. Schriftl. Angebote m. Mark-Angabe der Darlehen unt. 06992 au den Giest. Anz. UM 3 immer an solide Dame zu vermieten [07091 Marktplatz 17 III. Möbl. Zimmer mit elektr. Licht und Klavier z. verm orioe Bleickstr. 33 v. Besseres Fräulein Näheres in der Ge- schäftSstelle des Gieh. Anzeigers. 07070 Vsekäiifs \ Pferdeverkauf. Berkaufe ein mitt« leres Pferd (Stute) well überzählig. SriMAM". n, ~>74 Hattenrod. Eine Belgier Stute 4 Jahre, unter aller Garantie zu verkauf. Heuckelbcim, Mlttelstraste 3. °707' ZwerglangsGhan schwarz, beste Legerasse , B. R 23—25, gibt ab 07053 A. Bechtbold, LaunSback 178. LVohuhaus (Villa) nahe am Bahnhof, mit 13 Zimmern, Bureau, bzw. 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S096c Gep» Kl. 202 Zweites Blait Siehener Anzeiger General-Anzeiger für Gderhejjen)Samstag, 29. August 1925 JubiläumstageinZriedrichshasen Don unfyem P. St^Sonderkorrespondenten. ßriebrit^bofcn, Ende August. (Nachdruck, oud) mit Quellenangabe, lurbokn.) 3;enn hie lebten zehn Jahre sich etwas freundlicher für uns entwickel! hätten, jo würden in diesen lagen über dem Bodensee wohl ein paar Geschwader von Riesenluftschlfsen heuten. Aber das Auge, das wahrend der großen, für die Luftschifjentwicklung programmatische Rede Dr Eckeners durch das Fenster des Kurgartenhotels über die weite Fläche des Sees zur entfern- ten Kette der Alpen hinüberschweift, sieht nur ein paar Flugzeuge, die Prapagandasluge ausfuhren, um ihre große Schwester, das Luftschiff, zu ehren, dem diese Festtage gewidmet sind. Aus allen (Bauen des Reiches haben sich hier die 'JÄittäippfer und Freunde des großen Zeppelinschen Werkes PftfammelL Die Gestalt des großen Erfinders ist wieder kbenbia geworden, und (ein Werk sieht mahnend und anspornend vor aller Augen. Schließlich hat doch Dr. Eckener recht, wenn er sagt, daß die Tragik, die über dem Werk des Grasen Zeppelin liegt, zugleich die Tragik des deutschen Vaterlandes sei. Unser Luftschiff, das deutscher Geist ersann, deutsche Technik gebaut und deutsche Fuhrerkraft zum ersten Mal in die Lüfte gesteuert Hai. fahrt unter amerikanischer und italienischer Flagge. Das ist die stille, beinahe unausgesprochene Melancholie, die alles durchklingt, was in diesen Tagen hier in Friedrichshafen gedacht und gesprochen worden ist. Sie gab allen Feiern von vornherein eine gewisse Dämpfung, einen Ernst, eine unwillkürliche Zurückhaltung. Es mag wohl Leute gegeben haben, die das große Werk des Grafen bereits für tot hielten. Gerade im Augenblick, da die Wirtschaftskrise mit erschreckender Schärfe in den Vordergrund tritt, ist uns unsere materielle Verarmung erst recht zum Bewußtsein ge- kommen. Das Diktat von Versailles liegt wie eine schwere Grabplatte auf der Zukunft der Lustschifs- entwicklung. Es verbietet uns, das große stolze Schiff zu bauen, das der Welt zeigen könnte, was Deutsch, land, sobald ihm die Bahn der Kraftentfaltung frei- gegeben wird, zu leisten vermag. Jeden von denen, die in diesen Tagen nach Friedrichshafen gefahren sind, haben wohl ähnliche Gedanken bewegt und beengt. Aber wer den Ernst, die Energie und die Zuversicht milempfinben konnte, bie bie Männer beseelt, bie heute bie ersten Träger und Vollender des Werkes des Grafen Zeppelin sind: wer ihren unbeirrbaren Glauben an bie Zukunft miterlebte, wird alle schwankenden Gedanken weit hinter sich geworfen und sich an ihnen wieder aufgerichtet haben, um be i Blick letzt in bie Zukunft zu lenken. Dos Werk Zeppelins i st nichttot. Das ist bas Ergebnis biefer Jubiläumstage. Gewiß, bie Zeiten sinb schwer. Die Zeppelinwerke, bisher noch nie ein profitliches Unternehmen, haben kein Gelb mehr, weil bas, was bie ins Ausland abgelieferten Luftschiffe eingebracht haben, inzwischen auch wieder aufgezehrt ist. Auch weiter zugegeben: alle eben aufgezählten Schwierigkeiten sind vorhanden, aber es lebt hier am Bodensee ein starker Wille, bas Werk zu erhalten, und wo ein Wille ist, ist auch ein Weg Unb bie,en Weg haben Eckener unb Dürr unb ihre Getreuen bereits eingeschlagen. Er führt über bas ganze beutsche Volk, das barm mithelfen muh, hier einen ber urbeutschesten Gedanken in neue Tat umzusetzen. Vertreter aller geistigen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Kräfte und Richtungen haben in ihrem Aufruf gesagt, um was es jetzt geht. Die Zeppelin-Eckener- Spende soll die Mittel aufbringen, bas Werk zu erhalten unb ein neues Luftschiff zu bauen. Schon einmal hat bas beutsche Volk bamals nach jener Echterbinger Katastrophe feine Groschen zusammen gelegt unb aus Trümmern ein neues Werk geschaffen. Damals burchledten wir glücklichere Tage, wußten wir noch nichts von ber Not, bie heute auf uns lastet. Aber gerabe je größer diese Not ist, je mehr Leben wir haben versinken sehen, umso stärker muß ber Impuls zu biesem großen Werk, umso härter t^r Selbsterhaltungstrieb sein, ber bem beut» scheu Namen wieder Geltung verschaffen will. Es gibt, wohl in Deutschland neben dem greifen Hindenburg keinen Mann, ber so populär ist, wie Hugo Eckener. Wenn wir, mißtrauisch geworben burch manche zweifelhafte Erscheinung unserer Tage, überhaupt noch Vertrauen zu verschenken haben, so gehört es in erster Linie mit biesem Mann, der mit seiner Fahrt über ben Ozean in ben bun- leisten Stunben unserer letzten Geschichte bte Augen ber ganzen Welt wieber auf eine große beutsche Tat gelenkt hat, unb ber jetzt bie Führung zu UM em Vollbringen übernimmt. Dr. Eckener hat in Gesprächen öfter als einmal von bem Vertrauen gesprochen, das er in die Hilfe des deutschen Volkes setzt. Er ist ein Mann des praktischen Lebens mit nüchternem, klarem Blick Er ist sich auch nicht im Zweifel über die Schwierigkeiten, die namentlich ja auch in ber Richtung der Frage liegen, ob bie Entente uns ben Dau eines großen Kreuzers erlauben wirb. Ist bie technische Möglichkeit ber Gröhenherstellung an 4*d) auch unbegrenzt, so baß wir bei genügenben Mitteln ein Schuf von minbe- stens 2000 000 Kubikmter Inhalt bauen konnten, so würde es uns bie Größe der vorhanbenen Hallen immerhin geflohen, ein Schiss mit 105 000 Kubikmetern in Angriff zu nehmen. Diese Größe wäre das zunächst Erreichbare, — wenn bie Entente die Begriffsbestimmung fallen läßt. Das wirb freilich noch einen schweren Kampf kosten. Wir hoffen, daß eine starke Volksbewegung ben Alliierten unb namentlich ben französischen Staatsmännern Har- machen wirb, einen wie ungeheuren Fehler sie begehen würben, wenn sie ben Bogen weiter über- spannen würben. Geben sie nach, so wirb bas Nord- polschiff aus ber Dolksspenbe heroorgehen Aber vielleicht ist es zunächst richtiger, sich gar nicht einmal so sehr in ben doch etwas fernliegenbcn Pol- gehonten zu verbeißen. Die Hauptsache ist boch, daß bie Zeppelinwerke als solche aufrecht erhalten bleiben, bis wir unsere Bewegungsfreiheit wieber haben. Unb barum ist bas Nächste unb Wichtigste nich ber Kampf um Genehmigung burch die Entente, ber sich schon von selbst eines Tages zu unseren Gunsten entwickeln wird, sondern vielmehr die Spend e. Bauen können wir auf alle Fälle, wenn wir nur die Mittel dazu haben. Schaffen wir aus außenpolitischen Gründen nicht gleich das große Schiff, so bauen wir ein kleineres von 30 000 Kubikmetern, bas man uns ja gnäbigft gestattet hat. Auch dieses Schiff wirb ben beutschcn Namen burch die Lüfte tragen unb ein Werk deutschen Lebenswillens fein. Helfen wir nur alle mit, fo wirb bas große Werk, das glückhaft Schiff, gelingen „Halloh 1010“ — „Hier Feuerwache". Lum siebzigjährigen Bestehen der (Siefteuer freiwilligen Feuerwehren. Irgendwo in der Stabt brennt eS. Am-nächsten Telephon wirb*bie Feuerwache benachrichtigt oder der rote Feuermelder dwch Einschlagen der Scheide in Bewegung geletzt Am Schaltbrett in der Wachtstube auf OSrralbegarlcn fbringt der Zeiger auf die Bummer des Melder«: lieberen im Hause ertönen die Glocken, die Mannschaft reißt Helm und Unifovm vom Haken und springt auf die Motorspritze, die durch das geöffnete Tor schrillend baronbrauft 3n den Straften stockt jeder Verkehr; beim Ertönen des Feuerivehrsignals hat jede« Fahrzeug sofort zur Seit« zu fahren und zu halten. 2lm Melder gibt es Auskunft über das Wo. die Ankunft des Fahrzeuges wrrd tele- phomfch zurückgemeldet und nun geht es an die Bekämpfung des Brandes Mas sich so in Minutenschnelle abspielt, ist durch ein ganzes, lange erdachtes unb gut durch» probteS Organisationssystem so geworden, wie es heute ist. 3n der ganzen Stabt sind die rot» gestrichenen Feuermelder verteilt, die mit einer eigenen Leitung an die Feuerwache an geschlossen sind, so baft auch bei Gewitter, wo sonst die oberirdischen Leitungen der Post außer Betrieb sind, Feuer gemeldet werden kann. An mehreren verkehrsreichen Stellen der Stabt sind an die Feuermelder noch besondere ilnfallmelber angeschlossen, zu denen ber Schlüssel gleichfalls am Melder befestigt ist und durch die man telephonisch die Auer- wache von einem Unfall benachrichtigen kann. Solche ilnfallmelber sind am Markt, bei 6-afe Hettler, an der alten Bürgermeisterei, am IDalltor, in der Heuftabt unb an der Festhalle eingebaut. Grofte Betriebe, bei denen besondere Gefahr beim Ausbrechen eines Feuers drohen würde, haben eigene Melder, fo daft die Feuerwache schon beim Alarm orientiert wird, daft hier mit größeren Schwierigkeiten zu rechnen ist. Eine besondere Sicherung in weiten unübersichtlichen oder schwer zu begehenden Räumen bedeutet ber automatische Feuermelder, der auf Wärme reagiert unb beim ileberschretten einer gewissen Temperaturgrenze selbsttätig die Wache anruft. Solche Melber besitzt die Gailsche Zigarrenfabrik; im Stadttheater und in der Festha11e, wo sie zweifellos wegen der regelmäßigen starken Menschenansammlungen notwendig wären, fehlen fie leider noch. Die automatische Auslösung der Alarmsignale in der Wache war schon oben erwähnt. Dem Wachthabenden bleibt nur übrig, die Rümmer des ausgelösten Melders durch Signai in den Autoschuppen zu geben mitsamt dem Zeichen, ob es sich um Feuer oder Unfall handelt. Die« Feurwehrleute. die, sieben an ber Zahl, staubig wechselschichtig Dienst tun. erscheinen, am Tage durch bie Klingel, nachts durch Licht und Klingel geweckt, an der Motorspritze, reiften die dort in peinlicher Sorgfalt bereitliegenden Uniformstücke vom Haken, springen auf ihren Platz unb fahren zur Feuerstelle. Die Motorspritze, bie mit einer Minutenleistung von 2000 Litern bis zu 12 Schlauchleitungen zu speisen vermag, führt 400 Meter Schlauch mit, ist mit einem groften Scheinwerfer versehen, der das Arbeiten bei Rächt wesentlich erleichtert, sie ist weiterhin ausgestattet mit einer 10 Meter hohen Schiebeleiter. drei Hakenleitern, einer 'Dachleiter, einer Stockleiter. Anstelleiter. Tragbahre, Sprungtuch, mit Rettungsgerät: wie Sauerstoffapparaten, Verbandszeug, Handfeuerlöscher und verschiedenem Werkzeug. Ein Fahrtrichtungsanzeiger gibt für bie Fahrzeuge auf ber Strafte rechtzeitig bie zu nehmende Fahrtrichtung an. so daß nach Möglichkeit jeder Aufenthalt unterwegs vermieden wird. Stellt sich an ber Brandstelle heraus, daft bie Wachtmannschaft allein nicht imstande ist, des Feuers Herr zu werden, wird über den einge- schlagenen Melder bei der Wache Hilfe angefordert. Das geschieht, indem durch eine eigene Ringleitung. an die zur Zeit 42 Feuerwehrmitglieder angeschloffen sind, Rachfchub verlangt wird. Die an gerufenen Mitglieder der „Gießener freiwilligen Feuerwehr" und der „Freiwilligen Gailschen Feuerwehr" begeben sich danach sogleich an ihre Wagen am Brandplah und in die Reustadt, von wo aus das Weitere veranlaßt wirb. Bei Großfeuer werden bie Sirenen auf dem Markt und an ber Realschule in Bewegung gesetzt; das ist das Zeichen für alle Wehrmitglieder. sich auf dem kürzesten Wege zur Verfügung zu stellen. Die Städtische Feuerwehr, bie, wie bie beiden anders deren TOjähriges Jubiläum heute unb morgen festlich begangen wirb, bem Kommando des Branddirektors Braubach unterstehen, ist in ihrem Wacht- gebäube gleichzeitig in städtischen Diensten als Handwerker beschäftigt. Alle vorkommenden Arbeiten und Reparaturen an Geräten, Wohnungs- bedarfsgegenständen unb Kleidung Werden von den Wehrmännem in eigenen Werkstätten vorgenommen. So verläuft das Leben des Feuerwehrmannes in steter Arbeit und Wachsamkeit im Dienst an feiner ihm zum Schuhe anvertrauten Stadt: „®ott zur Ehr, Dem Rächsten zur Wehrs- unb „Dem Rächsten Schutz, Dem Feuer Trutz!" Geschichtliches. Man braucht noch kein Jahrhundert der Geschichte nachzublättern, um etwas über das Feuerlöschwesen, soweit organisierte Feuerwehren in Betracht kommen, zu erfahren; denn die Tätigkeit dieser Organisationen trat erst kurz vor Ende der ersten Hallte des 19. Jahrhunderts in Erscheinung. Wohl bestanden lange vor diesem Zeitabschnitt kn. drshcrrliche und gemeindliche Verordnungen zum Schutze der Mitmenschen und ihres Eigentums vor der verheerenden Wirkung des Schadenfeuers, aber sie standen nur auf bem Papier, die vom Brand Betroffenen waren in erster Linie auf sich selbst, bann erst auf die Nachbarn unb Einwohner ihrer Gemeinden angewiesen, allzuoft auch auf deren Wohlwollen. Die zielbewußte Organisation fehlte. Dor bem 3ahre 1840 gab es in Deutschland überhaupt feine Feuerwehr. Den Anfang mit ber Grünbung einer solchen machte im Jahre 1841 bie Stabt Meißen in Sachsen. Einen weiteren Ruck zu organisierter Brandhilfe verursachte im Jahre spater der große Brand, der om Himmelfahrtstag 1842 bie «tobt Hamburg heimsuchte. In Hessen wurde im Jahre 1845 die erste Freiwillige Feuerwehr in Offenbach a. M. gegründet, 1849 folgte Darmstadt, im gleichen Jahre Mainz. — Oberhessen trat erst (pater auf ben Plan, bie erste oberhessischc Feuerwehr gründete Alsfeld im Jahre 1851, 1855 folgte Lauterbach und im Herbst des gleichen Jahres (öleften, wc gleich zwei Wehren gegründet wurden. In einer von bem bamaligen Tabakfabrikanten Gg. Ph. (Bail, dem Gründer ber Firma gleichen Namens, für ben 6. Oktober 1855 einberufenen Versammlung melbeten sich 36 Bürger unb bilbeten nach Annahme ber vom Kreisamte genehmigten Satzungen bie „Freiwillige Gailfche Feuerwehr . Sie wurde „militärisch organisiert" und gliederte sich in eine Spritzen- und Steigermannschaft. Die Firma Gail beschaffte Spritze und Löschgeräte auf eigene Kosten. Der Gründer war zugleich lebens, länglicher Protektor ber Wehr, dieses Ehrenamt ging auch bis auf ben heutigen Tag auf feine männlichen Nachfolger über. Der Stadt stand die Wehr als eine private selbständige gegenüber, stellte sich aber bei allen Bränden, auch auswärtigen, zur Verfügung. Der erste Kommandant war Ferdinand Gail, Sohn des Gründers, bis 1871, zur Zeit steht Fabrikdirektor Karl Wenzel der Wehr als Hauptmann vor. An aktiven Mitglie- dern zählt die Wehr etwa 80, an inaktiven, d. h. solchen, die wegen vorgeschrittenen Alters von Hebungen und Löschdienst befreit sind, etwa 30. 2In Geräten stehen zur Verfügung eine Metzsche Saug- unb Druckspritze, ein Mannschaftswagen, ein Hybrantensahrzeug, sowie eine mechanische Leiter. — Eine größere Anzahl Wehrmänner sinb, soweit sie nicht von früher her landesherrliche Auszeich- nungen besitzen, mit Diplomen für mehr als fünf- zehnjährige Dienstzeit ausgezeichnet. Die Gießener Freiwillige Feuer-, wehr, z. Z. der Gründung (15. Dez. 1855) „Gießener Feuerwehr-Corps", spater „Städtische Feuer- wehr" genannt, ist ein städtisches Institut. Zu ihrem ausschließlichen Gebrauch stellte die Stadt eine Metzsche Spritze zur Verfügung, für bie persönliche Ausrüstung ber Wehrmänner sorgte bas Korps selbst. Der erste Hauptmann war H. Ferber, später Christoph Rübsamen, ber Grünber des Turnvereins 1846 unb eifriger Förderer des Turn- unb Schwimmsports, Besitzer der heute noch destehenben Müllerschen Babeanstalt. Sein Streben ging dahin, bie Feuerwehr im Turnverein aufgehen zu lassen bzw. in eine freiwillige Turnerseuerwehr umzu- wandeln, in bie nur aktive Turner ausgenommen werden konnten. Er drang aber mit seinen Plänen nicht durch und trat mit einer Anzahl Mitglieder aus der Wehr aus. Die obsiegende Partei, unter Führung des Buchdruckereibesitzers Fr. Ehr. Pietsch, setzte es durch, daß jeder Bürger der Wehr beitreten konnte. — 9m Jahre 1867 übernahm ber Advokat Weidig das Kommando; er war bemüht, bie Aus- rüftungen unb Einrichtungen ber Wehr zu oervoll. ftänbigen, fand aber nach feinem Empfinden nicht immer die nötige Unterstützung, es gab Mißstim- mung zwischen der Wehr und bem Stadtrat, bie sich so zuspitzte, daß im Mai 1882 bie Wehr sich a u f l ö ft e. Aber schon am Tage nach ber Auflösung wurde eine Versammlung einberufen und eine neue Feuerwehr unter der Bezeichnung «Gießener Freiwillige Feuerwehr" gegründet. Jrn Grunde genommen kann bie neue Wehr als Fortsetzung ber aufgelösten betrachtet werden, daran ändert die Tatsache nichts, daß sich eine Anzahl Ausgetretener zu einer „Gießener Alt- Feuerwehr" zusammenschloß; diese hatte keinen Einfluß auf die fernere Entwicklung ber freiwilligen Feuerwehren. Aus Grund des neuen Feuerlöschgesetzes wurde im Jahre 1889 auch eine Pflichtfeuerwehr errichtet; sie ist aber ohne Bedeutung geblieben. Die Stabt förberte bas Lösch- wesen durch Bewelligung von Mitteln zur Vervollständigung des Löschwesens, Errichtung eines Steighauses am Brand usw. Seit etwa 15 Jahren besitzt die Stadt eine einen vollständigen Löschzug darstellende M o • torspritze, mittels deren es in ben meisten Fällen möglich war, ausbrechenbe Bränbe im Keime zu ersticken, ohne baß bie freiwilligen Feuerwehren einzugreifen brauchten, unb bei auswärtigen Brän- ben rasch Hilfe zu leisten. Eine ständige Feuerwache im Gerätehaus am Oswalbsgarten liegt stets in Bereitschaft. Die Gießener Freiwillige Feuerwehr selbst verfügt über zwei Löschzüge mit je einer mechanischen Leiter, einem Mannschaftswagen, einer Spritze und einem Hydrantenwagen. Die aktive Mannschaft besteht zur Zeit aus ca. 130 Wehr- männern. Kommandant ist zur Zeit Brandinspektor Fritz Wenzel. Der Oberbefehl über beide Wehren liegt in den Händen des Stadtbaudirektors Braubach. Die beiden Wehren haben feit ihrem 70jäh- eigen Bestehen burch ihr rasches unb erfolgreiches Eingreifen bewiesen, baß die Sicherheit ber Stabt bei Feuersgesahr bei ihnen in guten Händen liegt. Wir prüften die Jubilare und rufen ihnen zu: „Gut Wehr!" Lpiclplan der Krankst Theater. Opernhaus. Sonntag, 30. Anguß: Intermezzo. Montag, 31.: Der Freischütz Dienstag, 1. September: Die i*üi>in. Mittwoch. 2.: Der Wassenschied. Donnerstag. 3 : Der Troubadour. Freitag, 4.: Mignon. Samstag. 5.: Carmen, Sonntag. 6.; Die Meistersinger von Rürnberg. — Schauspielhaus. Sonntag, 30. August: Einer von unsere Leut. Montag. 31.: Der Kreidekreis. Dienstag. 1 September: Die drei Zwillinge. Mittwoch. 2 : Bürger Schippel Donnerstag, 3.: Die Andacht zum Kreuze. Freitag. 4.. Einer von unsere Leut. Samstag, 5.; Bürger Schippel. Sonntag, 6.: Die drei Zwillinge. Der Abbruch der Schuldenverhandlungen. Die englisch-französischen Schuldenoerhandlun- gen, zu denen extra ber französische Finanzminister 0 a lila u r nach London gereift mar, sind ergeb- iusIps verlaufen. Mehrere Tage hindurch haben sich Winston Churchill unb Eaillaux über bie Hohe brr Jahresraten herumgeftritten. England verlangte ursprünglich zwanzig Millionen Pfund, Frankreich glaubte nur neun Millionen Vorschlägen zu können. Nach heftigen Auseinandersetzungen gingen die Engländer auf vierzehn Millionen herunter und Frankreich auf zehn Millionen hinauf. Damit war natürlich noch immer keine (Brunbk reiche Wciferoerhandlungen gegeben, so daß jetzt die Besprechungen ergebnislos abgebrochen werden mußten. Für Frankreich, speziell für Herrn Eaillaur, tft der Ausgang der Verhandlungen höchst unerfreulich, um so mehr, als Frankreich für feine kostspieligen Kolonialkriege Geld gebraucht, dessen Austreibung ihm jetzt im Auslande sehr er« fchwert wird, da selbstverständlich die ausländischeit Geldleute mihtrauisch werden unb mit der Hergabe von Krediten zurückhalten, um nicht selbst in die Verlegenheit zu kommen, eines Tages mit der fran- zosischen Regierung heftige Kampfe wegen der Rückzahlung ber Schulben ausfechten zu müßen, wie bas jetzt in Conbon ber Fall war. Die französische Regierung glaubte anscheinend auf* Grund der englisch-belgischen Verständigung in London auf größtes Entgegenkommen rechnen zu können. Es wurde aber seinerzeit sofort von ber Londoner Regierung mitgeteilt, baß Frankreich nicht zu hoffen brauche, es werbe ebenso günstig gestellt werben wie Belgien. Trotzdem fuhr Herr Eaillaux in der festen Annahme nach London, baft cs ihm gelingen werbe, ein ähnliches Abkommen bei ber Lonboner Regierung durchzubrücken. Seine Stellung bürste burch biefen Mißerfolg nicht unerheblich erschüttert werben, zumal bie Sozialisten seit langem mit seiner Finanzpolitik unzufrieden sind. Die Franzosen scheinen aber trotz des negativen Ausganges ber Lonboner Verhandlungen ihre Hoffnungen auf eine für Frankreich günstige Schuldenregelung nicht aufgegeben Zu haben, Herr Eaillaux hat jedenfalls ben Pressevertretern mit* teilen lassen, baft er mit neuen Vollmachten ausgerüstet noch London zurückkehren werde. Die Festigkeit der englischen Regierung ist vom deutschen Standpunkt aus zu begrüßen, da sich Frank- reich jetzt bequemen muß, feine Ausgaben ein« zuschränken unb burch Verringerung ber Besotzung im Rheinlanb die Einnahmen aus bem Dawes-Adkommen zu erhöhen. Aus der Provinz. Landkreis Gießen. * Lang-Gons, 27. Aug. Bei der hiesigen Beigeordnetenwohl wurde der seitherige Beigeordnete Wilh. Karl R o m p f mit 597 Stimmen wiedergewählt. Der sozialdemokratische Geaen- landidat, Kartosselhändler Karl Rühl, erhielt 139 Stimmen. Am Abend deS Wahltages brachten die Vereine dem Reugewählten einen Fackelzug. Es wurde nach altüblichem Brauch eine Tanne vor der Wohnung aufgeftellt. * Beuern, 27. Aug. Bei der hiesigen Beigevrdnetenwahl wurde unser seitheriger, allseits beliebter Beigeordneter, Wagner- meister und Fleischbeschauer H. Arnold V., einstimmig mit 418 Stimmen wiederaewahll ES ist dies gewiß ein schönes Zeichen für das Vertrauen, das unser Beigeordneter in hohem Mafte gemeftt. Kreis Friedberg. Hr. Rieberflorstadt, 28. Aug. Derselbe Wirbelwind, der in Münster so großen Schaden anrichtete, berührte scheinbar am Montag, 24. August, kurz nach l/21 Uhr, den links der Ridda gelegenen Teil unseres Dorfes. Dunkles Gewölk überdeckte den Himmel in der Gegend von Friedberg. Plötzlich horte man, vorn Walde (Richtung Bönstadt) herkommend, ein gewaltiges Pfeifen und Sausen in der Lust. Die Wolken wurden im Kreise h^umgeschleudert und durcheinandergewirbelt, etwa so, wie manchmal bet Gewittern zu beobachten ist. Die Leute im Felde flüchteten heim in Erwartung eines schweren Wetters. Run brauste mit gewaltiger Wucht der Sturm heran, bog die Bäume um, riß Reste und Zweige ab und schüttelte das Obst. Die ersten Häuser hatten den stärksten Anprall abzuhalten, die Ziegel flogen von den Dächern. Fenster und Läden wurden auf- und zugefchlagen. 3n den Gärten knickten die Dalien, die Stangenbohnen wurden aus der Erde gerissen und fort- getragen. Die Windrichtung änderte sich dauernd, die Häuser ächzten im Gebälk. In etwa 5 Minuten war alles vorüber. Der Wirbel war in Richtung Dornaffenheim weitergezogen. Regen fiel dabei nur wenig. Auch alte Landwirte geven an, noch nie eine solch gewaltige Raturerschei- nung beobachtet zu haben — Die in Hanau gekaufte Halle ist nun abgebrochen und hierher gebracht worden. Es wird sofort mit dem Wiederaufbau hier begonnen, damit noch diesen Herbst die Autos darin untergebracht werden können. — Die hiesige Volksschule plant mit den Schülern der oberen Klassen und den Fortbildungsschülern eine Rheinsahrt bis zum Riederwald. Auch Erwachsene können daran teilnehmen. Um die Kosten möglichst niedrig zu hasten, soll von Frankfurt a. M. aus schon ein Schiss benutzt werden Etwa 300 Personen werden sich an der Fahrt beteiligen. Äreis Büdingen. !! Büdingen, 27. Aug. Auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung stand wieder einmal die Bürgermet ft erwähl. Es lag ein Antrag vor, der die Aufgabe des Berufsbürger. meisters und bie Wahl eines ehrenamllichen Bür« germeifters für die Stadt Bübingen forderte. Der Antrag wurde jedoch erneut abgelehnt. Angenommen wurde jedoch der Vorschlag des Kreisamts, bie Ruhegehalts- unb Hinterbliebenenoerforgung genau wie bei den Staatsbeamten zu regeln. — Die Schaffung der Kraftpoftlinie Büdingen — Merkenfritz hält der Gemeinderat für sehr be- orüftenswert, auch der Sraftpoftlinie Büdingen— Düdelsheim — Lindheim — Eckartshausen — 2an« genbergheim — Hanau steht der Gememderat sehr sympathisch gegenüber, während die anderen vor- geschlagenen KrarwosUinien der Gemeinbeoerire- tung weniger wichtig erscheinen. Wegen ber Ge, Währung von Zuschüssen für die Heiden genanntes väv jal •.iw’ Kraftpostlinien wurde die Angelegenheit der Fi- nanzkommission überwiesen. Nach dec Stellungnahme dieser Kommission soll die Vorlage an die Rechts- und Verwaltungskommission erfolgen. — Die Aufstellung eines Obst- urtb Südwarenoerkaufshäuschen auf dem Marktplatz durch Herrn Gilberts wurde genehmigt. — Der Antrag bei der Strom- berechnuno der Ueberlandanlage Friedberg für die Stadt 5 Reichspfennig mehr zu heben, wurde vorläufig zurückgestellt. — Am nächsten Samstag und Sonntag wird der „Historische Verein für Hessen" unter sachkundiger Leitung Büdmgen besichtigen. Samstag abend findet im Hotel Stern mit dem Büdinger Geschichtsoerein sine Zusammen- kunst statt, in der verschiedene Vorträge über die 'B—.nger Geschichte gehalten werden. In Echzell wurde der seitherige Beigeordnete Landwirt Philipp Stoll II. zum drittenmal wieder als Beigeordneter gewählt. In Gettenau wurde der seitherige Beigeordnete Hermann Ost heim II. mit 228 Stimmen einstimmig wierdergewählt. In W o l f bei Büdingen waren als Kandidaten Hsinrich Graul und Landwirt Konrad Nagel aufgestellt. Nagel wurde bei eifrigster Wahlbeteiligung mit 10 Stimmen Mehrheit gewählt. Bisses wählte wiederum seinen alten Beigeordneten Adolf Greif (Landwirt) mit 129 Stimmen. 6 ©timen waren ungültig. • Nidda, 28. Aug. 3n der letzten Gemeinderatssitzung wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Die Lieferung des zur Herstellung des Weges nach dem Friedhof erforderlichen Kleinschlages wird den Maurermeistern Drott und Lupp laut Angebot übertragen. Die Anfuhr soll verakkordiert werden. — Der Ankauf eines Schafbockes zum Preise von 408 Am. wird genehmigt. — Dem Hermann Drott werden 100 Kubikmeter Bruchsteine aus dem Steinbruch an der Dauernheimer Straße zum Preise von 50 Pf. pro Kubikmeter abgegeben. — Der Kaufpreis für das städtische Baugelände rechts der Zufuhrstratze zum Güterbahnhof wird einheitlich auf 2 Am. pro Quadratmeter festgesetzt. — Dem Gesuch des Sportklubs Viktoria 1912 Nidda um Verlegung des Dreschplatzes kann nicht stattgegeben werden, da ein anderer geeigneter Platz nicht zur Verfügung steht. — Zwecks Errichtung einer neuen Turnhalle ist die Stadt bereit, den erforderlichen Bauplatz von ca. 950 Quadratmetern nach dem vorliegenden Lageplan dem Turnverein zu überlassen. — Die Kommission für die Prämiierung gelegentlich des diesjährigen Herbstmarktes wird auS den Herren Bürgermeister Schleuning -Wallernhausen, Bürgermeister Krug» Heuchelheim, Beigeordneter Hofmann- Michelnau, Landwirt Gustav M o g k - Grund-Schwalheim, Landwirt Otto Beltz er I. -Borsdorf, Landwirt Wilhelm Reinhardt-Geiß-Nidda, Oberamtmann S t e g k - Ringelshäuser Hof, Landwirt August Lenz- Dauernheim. Landwirt Louis Bechtold- Nidda und Bürgermeister Schultheiß- Bingenheim gebildet. — Der Ankauf der lebenden Gewinne für die Verlosung wird den Herren Deig. R u 11 m a n n und Gemeinderats- mitglieöern Wagner, Zeih und Mann übertragen, während mit dem Ankauf der toten Gewinne die Herren Gatzert, Petermann und R u ’n f betraut werden.—Es liegen eine Anzahl Gesuche um Gewährung von Baudarlehen vor. Soweit die Gesuche Gewährung von Darlehen aus dem Sondersteueraufkommen betreffen und bereits in Aussicht gestellt waren, werden sie genehmigt. Die übrigen Gesuche um Gewährung von Darlehen zum Selbstkostenpreise müssen zurückgestellt werden, bis die Darlehen anderweitig beschafft sind. — Einem Gesuch um Ermäßigung der Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz für Rj. 1924 wird aus Billigkeitsgründen stattgegeben. — Der Gemeinderat nimmt Kenntnis davon, daß das Landesvermessungsamt für die Katastervermessungen in der Gemarkung Nidda, die fast restlos z. Z. der Inflation ausgeführt und bezahlt worden sind, eine Forderung von 11517,90 Rm. stellt. Die volle Aufwertung der Papiermarkfordcrung wird abgelehnt und die Bürgermeisterei ersucht, die erforderlichen Schritte ohne Verzug einzuleiten. — Zwei Gesuche um Reparatur von städtischen Mietwohnungen werden an die Daukommission verwiesen — Gelegentlich des Niddaer Herbstmarktes soll ein Dulle angekauft werden. — Zum Schluß kommen eine Anzahl Gesuche um Zuweisung von Wohnungen und Tauschgenehmigung zur Erledigung. -s. Nidda, 27. Aug. Am Mittwoch, dem 2. September, hält die Vereinigung der Dorfkirchenfreunde für das südliche Oberhessen vormittags 10 älhr in Nidda im „Gambrinus- faat“ die Herb st Versammlung. ’Derhand- lungsgegenftanb: ..Kunstpflege in der Dorfkirchenbewegung". Referent: Pfarrer Hindenlang, Karlsruhe. Alle Freunde der Dorfkirche sind herzlich willkommen. '! Ober-Mockstadt, 27. Aug. Dec hiesige Posaunenchor feierte am letzten Sonntag sein 25. Bestehen. Die ganze Gemeinde, sowie alle Vereine nahmen regen Anteil an der Feier des Vereins. Früh morgens leitete Choralblasen den Tag feierlich ein. Am Nachmittag fand im Freien eine sehr schön verlaufene Feier statt. '! Düdelsheim, 27. Aug. In D ü d e l s ■ h e i m findet am Sonntag 30., und Montag, 31. d. Mts., der alljährliche sehr bekannte Dübels- Heimer Markt statt. Der Düdelsheimer Markt ist genau wie der Kalte Markt in Ortenberg, der allerdings noch bedeutend größer ist, ein Treffpunkt für die ganzen umliegenden Ortschaften. Kreis Wetzlar. xx Wetzlar, 28. Aug. Der Provinzial- landtag der Rheinprovinz hat der Wohlfahrtspflege besondere Aufmerksamkeit zu- gewandt und u. a. aus Anlaß der Iachrtausend- feier einen Betrag von 160 000 Mk. für Schaffung und Ausbau von Jugendherbergen, ferner 150 000 Mark für Kinderspeisungen und 1,2 Millionen Mark für den Ausbau der Orthopädischen Kinderheilanstalt in Süchteln bereitgestellt. d. Wetzlar, 28. Aug. Das Preußische Staatsministerium hat angeordnet, daß die Neuwahlen zum Provinziallandtag der Rheinprovinz am Sonntag, 25. Oktober 1925, stattzufinden haben. Aus den gleichen Tag werden voraussichtlich auch die Neuwahlen zum Kreistage anberaumt werden. — Der Regierungspräsident zu Koblenz hat eine viehseuchenpolizeiliche Anordnung erlassen, wonach die Einfuhr von lebendem Geflügel (Federvieh) auS Italien verboten ist. — Die Beschädigung der Reichstele- graphenanlagen durch mutwillige Zertrümmerung der Porzellandoppelglocken hat in letzter Zeit einen derartigen Umfang angenommen, daß sich die Postverwaltung veranlaßt sieht, gegen diesen Unfug ganz energisch vorzugehen. Im hiesigen Kreise scheinen die Linien ganz besonders der Zerstörungswut der Jugend ausgesetzt zu sein. So wurden in letzter Zeit Zerstörungen festgestellt an den Straßen Wetzlar— Schwalbach, Wetzlar—Ehringshausen—Oberlemp und Wetzlar—Drandoberndorf. Auf der letzteren Strecke wurden sogar seit der Instandsetzung der Telegraphenlinie im Monat Mai d. I. auf der Strecke Grube Iuno—Schwalbach eine Menge Glocken erneut zertrümmert, die zur Aufrechterhaltung des Betriebes ausgewechselt werden mußten. Die Landjäger sowie die sonstigen Polizeibeamten linb angewiesen, gegen den Unfug energisch einzuschreiten und die Täter unnachsichtlich zur Anzeige zu Bringen. XX Aus dem Hüttenberg, 28. Aug. Unsere Landwirte klagen vor allem in Dornholzhausen über eine heftige Mäuseplage. Das trockene Frühjahr hat die Vermehrung der schädlichen Nager sehr begünstigt. Das Iahr 1922 galt bekanntlich allgemein als starkes Mäusejahr. d. Vollnkirchen, 28. Aug. Die seit der Pensionierung des Lehrers Scherer von einem Schulamtsbewerber auftragsweise verwaltete hiesige Lehrer st eile wird demnächst zur endgültigen Besetzung ausgeschrieben werden. a. Hochelheim, 28. Aug. Der Bau der Brücke über den Schwindbach auf dem Wege von hier nach Kleinrechtenbach ist dem Maurermeister Schuster von hier als dem Wenigst- fordernden übertragen. Der Weg von Birklar nach Kleinrechtenbach ist wegen des Brückenbaues vom 1. September ab bis auf weiteres polizeilich gesperrt. Der Verkehr wird über Hörnsheim umgeleitet. d. Oberkleen, 28. Aug. In seiner letzten Sitzung beschloß der Gemeinderat u. a. folgendes: 1. Das Defizit der Kirchenkasse aus dem Rechnungsjahr 1924 als freiwillige Leistung und ohne Anerkennung einer Verpflichtung auf die Gemeindekasse zu übernehmen: 2. dem Anträge des Iagdpächters auf Verlängerung des im Iahre 1928 ablaufenden Iagdpachtvertrages auf weitere 6 Iahre nicht stattzugeben, 3. die Bezüge einzelner Gemeindebediensteten anderweit festzusetzen, 4. die Räumung der Gemeindewiesengräben im Herbst d. Is. in der Fronde auszuführen, 5. das im Kleebache und im Mühlgraben bisher von Privatpersonen ausgeübte Fischereirecht für die Gemeinde zu beanspruchen, 6. für den Gemeindevorsteher einen Anschluß an das öffentliche Fernsprechnetz Herstellen zu lassen, 7. für notwendige Kulturarbeiten einen Nachkredit von 300 Mk. zu bewilligen, 8. für die den Landwirten eingeräumten Saatgutkredite die Bürgschaft auf die Gemeinde zu übernehmen, 9. zu den Schularztkosten den Betrag von 25 Pf. je Kind aus der Gemeindekasse zur Verfügung zu stellen, 10. den Beitritt der Gemeinde zum Kreisziegenzuchtverein abzulehnen. d. Reiskirchen, 28. Aug. Zum Flurhüter der hiesigen Gemeinde wurde der Landwirt Hermann Auriga von hier gewählt und von dem Landratsamt bestätigt. Starkenburg und Rheinhessen. * Darmstadt, 28. Aug. Auf dem Exerzierplatz bei Babenhausen stürzte der Darm- Mädter Flieger von Massenbach von der akademischen Fliegergruppe in Darmstadt bei einem Probeflug mit einem neuerbauten Flugzeug a b. Der Flieger blieb unverletzt. Die Ursache des Absturzes war ein Versager des Motors. Seine Rettung verdankt der Flieger nur dem Umstande, daß das Flugzeug beim Absturz gegen einen Baum schlug, der umgerissen wurde und dadurch die Wucht des Falles milderte. Das Flugzeug ist vollständig zertrümmert. * Darmstadt, 27. Aug. Die Zahl der Studierenden an der Technischen Hochschule betrug während des abgelaufenen Sommersemesters 2259, mit 39 Hörern und 208 Gästen (darunter 100 Frauen) 2506. Am stärksten sind die Studierenden im Maschinenbau mit 796 und in der Elektrotechnik mit 649 vertreten. Unter den Studierenden deutscher Staatsangehörigkeit befanden sich 1174 Preußen, 702 Hessen, 115 Bayern und 62 Badenser. Von den 211 Ausländern sind 64 Bulgaren, 24 Norweger, je 12 Chinesen und Litauer, je 10 Schweden, Russen und Esten, und 9 Ungarn. fpo. Offenbach, 28. Aug. In der Stadtverordnetenversammlung wurde ein Fehlbetrag von 1 060000 M k. fest gestellt. der durch erhöhte Steuerleistungen ged«kt werden soll. — Der Gaspreis wurde von 16,5 auf 18 Pf. für den Kubikmeter erhöht, sofern es Einheitsgas ist, das Automatengas soll auf 20 Pf. pro Kubikmeter gesteigert werden. - Hessen-Nassau. fpd. Frankfurt a. M., 27. Aug. In der Braubach st raße,' durch die vor langen Iahren der Braubach floß, legte man bei Ausschachtungsarbeiten für Häuserneubauten in einer Tiefe von mehr als zehn Metern ungezählte P f a h l r o st e aus Eichenholz frei, die zweifellos mehr als eintausend Iahre alt sind. Die Roste waren noch ausgezeichnet erhalten und haben durchweg eine Länge von mehr als zwei Meter. Nun rammt man für die Fundamente der neuen Häuser Betonsäulen in die Tiefe. Ob diese auch die Lebensdauer wie die Eichenroste besitzen? — Auf dem Main erschienen dieser Tage die ersten Möven. Das frühzeitige Eintreffen dieser Wintergäste bedeutet hoffentlich nicht einen frühen und kalten Herbst. fpd. Frankfurt a. M., 28. Aug. Die Kriminalpolizei nahm den 68jährigen Eduard Steinberg fest, der sich durch Zeitung s- anzeigen, in denen er sich als Geldgeber angab, große Geldsummen erschwindelt hatte. Der Mann ließ sich Vorschüsse geben, hüllt« sich dann aber in Schweigen. Einen Heidelberger Fabrikanten betrog er um 65 000 Mk. Die Zahl der Geprellten scheint außerordentlich groß zu sein. Verantwortlich für den lokalen Teil: t. V. Ehrhard Evers. Sonntagsdienst d.Aerzte «.'Avotbeken nm 30.8.25. Prof. Dr. Honigmann. Dr. W. Klein. Hirsdmvocheke. Zahnarzt: Dr. Adam, Liebigstr. 17. 'Unv-e rHHtftUcii (M’bra«c/> / Wer weiß, wie nahe Dir Dein Ende! Schütze Deine Familie! Dringe Sie nicht In Not und Verschuldung! Sofortige Hilfe im Todesfälle gewährt der unter Neichsaufsicht stehende von den obersten kirchlichen Behörden empfohlene Deutsche Begräbnis-Dersicherungs-Derein Deutscher Herold. 8094 Jedes Mitglied hat einen unbedingten Rechtsanspruch, keine ärztliche Untersuchung erforderlich, keine Wartezeit, billigste Prämien von 10 Pfg. bis 35 Pfg. für 100 Mk. pro Woche bei lOjähriger Beitragszeit, bei 20 Iahren geringer, dann beitragssrei. Alle Gewinne und Ueberschüsse nach Beendigung des 2. Jahres fließen den Mitgliedern restlos zu, auch während der späteren beitragssreien Zeit, die Versicherungssumme nimmt also stetig zu. Aufnahme finden normalgesunde Personen bis zu 80 Iahren. Geschäftsstelle für den Kreis Gießen: Karl Walter, Hofmannstraße 6. Fordern Sie Prospekte an! HSA* Mitarbeiter, Damen und Herren wollen sich melden. Fordern Sie Prospekte an! Zwetschenverstelgerung. Dienstag, den 1. September, vormittags 9’/, Uhr, sollen die Zwetschen an der Straße LangSdorf - Dettenhausen öffentlich meistbietend versteigert werden. Anfang 9‘/} Uhr Ortsausgang nach Bettenhausen. Langsdorf, den 27. August 1925. Bürgermeisterei Langsdorf. Kneipp. 80721) lMMWIllM Idjaftshammer. Stellen- Braunschrseig. nachwei» frei. SO64A Direktor J. Krause. MmiWMrMiile. Hühnerfutter Fischmehl, Garneelen, Muschelkalk Knochenschrot, ave Körnerfutter Saat-Niemand 06850 Inhaber: E. Scheel. Ulttmbnrf 17 Dr.Wolf Walltorstraßc 48 von der Reise zurück 8606V Kleiderstoffe Meine Lager sind gefüllt mit neuen einfarbigen u. gemusterten Kleiderstoffen Sie finden bei mir jedes neue Gewebe jede moderne Farbe Infolge günstiger Abschlüsse besonders preiswert L. 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September 1925, vormittags 10 Llhr, auf dem Rathaus zu Langd Drainagearbeiten veranschlagt zu 2000 Mark vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hessischer Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote in Prozenten des Voranschlags verschloßen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum Eröffnungs. termin ejnzureichen sind. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 22. August 1925. Hessisches Kulturbauamt Gießen. 8108D V. für ffliiletatoes rotes Hö mm am 9. September 1925 in Gießen (Oberheffen) auf dem städtischen Diehmarktplahe a. d. Margareten- hütte, vormittags 11'/, Uhr. Auftriebe 40 Bullen und 20 weibliche Tiere aus den besten Juchten der Unterverbände in Oberhesien, Wetzlar, Westfalen, Waldeck, Biedenkopf und Kurhessen. Gelegenheit zum Erwerb erstklassiger Zuchttiere. Auskunft durch den [8069D canüwlMMkaMer-MsslMf.Sbec- liefleo in (Sieben, ZrlelMMtze 6. unö öle SauotgeWslsslelle Des Betöonöes in vnöervorn. neuWser Slrnbe 64. 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Un «iß. es abend un Freiheit lang vor wäre oh „Abc dieser £ bertmal festes damals rsi M( K( Undx desöt Frei geworden. Erzählung von Klara Prteß. 7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Du denkst auch nur an dich. Anna, und hast keine Spur von Verständnis für mich! Mem Gott, man Hot doch auch etwas ganz anderes gewollt und geträumt, wie solch em Zeitungsschreiber zu werden! Wenn ich nur noch ein paar Jahre ganj frei für mein eigen Schaffen und Schreiben hätte leben können, vielleicht wäre doch noch ein anderer Kerl aus mir geworden. Aber mit der Hetzpeitsche seid ihr hinter mir heraewesen, die sieben Jahre lang. Da soll ein Mensch dann arbeiten! Aber ich habe getan, was ich konnte: und jetzt komme ich •fit, will alles, was du willst, tue olles, was von einem anständigen Menschen ;u verlangen ist — und nun ist das dein Dank und Empang!" „Geh'. — du bist frei!" sagte Anna. Sie stand hoch und schlank vor ihm. und ihre ausgestreckte Rechte wies nach der Tür. Und zum erstenmal feil diesem Wiedersehen schien sie ihm wieder schön. Am liebsten hätte er sie umarmi und damit diesen Zwist wie schon so manchen früheren zu Ende gebracht. Aber so stolz und fremd war ihre Haltung, daß er sie nicht zu berühren wagte und vergeblich nach einem guttn. versöhnlichen Worte suchte. — — — Max Braten war gegangen. Und es war gut so. denn mit Annas Kraft und Ruhe ging es zu Ende. — Sie sah ihn drüben über den Hof gehen und in dem dunklen Torweg verschwinden. — Und jetzt oerfuchle Tante Lotte noch einmal zum Guten und zum Frieden zu reden. Aber Anna fiel ihr schroff in» Wort: ,^Loß das. Tante! Ich weiß jetzt, was ich will. Und ich schäme mich, daß ich es jetzt erst weiß. Es ist alles aus. Ich schreibe ihm nach heute abend und sende ihm den '.Ring zurück. Er soll seine Freiheit haben. Er soll mir nicht ein ganzes Leben lang vorwerfen können, dah er glücklicher geworden wäre ohne diese Fessel!" „Aber weißt du denn, Kind, ob du ihm mit dieser Freiheit ein Gutes antust? Ob es nicht hundertmal besser für ihn wäre, er hätte dich und ein festes Stück Pflicht und Arbeit? Ich habe es ja damals gleich gesagt, es wäre eine Torheit, daß ihr euch so früh gebunden habt. Aber geschehene Dinge sind nicht ungeschehen zu machen. Ihr könnt bte sieben Jahre nicht aus eurem Leben auslöschen. Das will er denn eigenllich vom Leben - Du bist dos Beste, was er haben kann denle gar nicht an ihn", sagte Anna. .Zch denke endlich auch einmal an mich. Was ist denn mein Leben gewesen diese sieben Jahre lang? Nach ledern Brosamen seiner Liebe habe ich mich dank- dar geduckt. Keinen eignen Gedanken, keinen andern Inhalt hat mein Leden gehabt. Wie fein Schatten, wie sein Echo bin ich herumgegangen all die Zeil. Aber letzt will ich mich selbst wieder- haben. Ich muß doch auch ein eigen lieben irgend- wo haben und damit wieder anfangen können." »Nur übereile nichts, mein Kind. Siehe ihn noch einmal wieder, warte wenigstens bis morgen früh." „Damit Mutters Tränen mich wieder weich und unentschlossen machen? Und mein bißchen Willen dann wieder nicht ftandhalt? Tante Lotte, hilf mir doch das Rechte tun, du bist immer ehr- Uch mit nur gewesen. Sage, daß cs das Rechte ist und ob ich ihm heute abend noch abschreiben soll!" „9hm. in Gottes Namen, Kind, tue es, wenn du selbst de» Weg siehst — hier, nimm meine Feder und die Schreidmappe. Ein Glück, daß Mutter schon schläft. Wird das ein Reden und Jammern werden morgen früh. Aber dann beiße die Zähne aufeinander. Ich helfe dir. so gut ich kann, schon weil-r!" Tante Lotte humpelte aufgeregt umher. Sie brachte bas Schreibzeug und ihre alte, mit Rosen und Vergißmeinnicht bestickte Schreibmappc. Dann setzte sie sich in ihr eignes dunkles Zimmer neben- an und meinte ein paar heimliche Tränen um Annas Leid und um eigenes, längst begrabenes. Anna schrieb — wenige kurze, knappe Zeilen. Sic fühlte, daß sie nicht weich werden durfte. Dann zog sic den Goldring vom Finger, den er ihr da- mals vor fieben Jahren gleich von München ge- schickt, und steckte ihn mit in den Brief ins Kuvert. Sieadressienc an sein Hotel und trug dcn Brief gleich über den dunklen Stiftshof nach dem Torweg, wo ein Briefkasten gerade unterhalb her Laterne Zur Bequemlichkeit der Stifsbamcn angebracht war. (Einen Augenblick stanb Anna schweratmenb still. Der Herbstwind stob durch die offene Pforte von der Straßenseite herein und häufte die dürren Blätter in den dunkeln Ecken des Durchgangs. Es schlug langsam Zehn auf 6t. Marien, lieber den Hof ftapfre der Pförtner heran „Na, noch ein bißchen unterwegs zum Ausgucken?" sagte er wohlwollend zu Anna. „Ader da ist nicht viel mehr los auf der Straße, und es wird nun Zeit zuzujchließen." Da warf Anna den Brief in den blauen Kasten. Er fiel schwer auf den Boden. Daß so ein kleiner Ring jo viel wiegen konnte!-- Und bann ging Anna heim in das kleine Haus unb stieg bie ichmale Holztreppe herauf m das Schlafzimmer, wo ihre Mutter ruhig schlief. Ganz mechanisch zog sie sich aus unb kämmte unb bürstete wie alle Abenbe sorgfältig ihr starkes, blondes Haar. Und bann legte sie sich in ihr schmales, eifer- nes Bett unb lag bie Nacht burch still unb wach mit offenen Lugen unb gefalteten Hanben. Ganz still unb abgestorben war ihr zumute. So mußte man im Sarge liegen, so weit weg von allem Sehnen. Glauben. Hofsen. bas es boch irgenbwo in der Welt gab. Ein schriller Schrei klang burch bie Nacht. Waren es bie roilben Gänse auf ihrer Wanderfahrt gen Süden, ober tauchten bie brci Jungfrauen aus dem Master auf? Unb riefen sie roieber nach einer, bie krank lag vor Liebesnot, bah sie morgen zum Wasser gehen muhte und Ruhe finden von allem Lieben und Leiden? — Gegen Morgen kam ein Stündchen Schlaf und dann das wehe Erwachen und die schwere Pflicht, der Muter bas Vorgefallene mitzuteilen. Die Frau Oberlehrer weinte wie em ftinb, dem man sein liebstes Spielzeug fortgenommen hat. „Das ist ja gar nicht möglich!" sagte sie. „So aus- einanberzugchen. wenn man sich sieden Jahre lang liebgehabt hat. Unb so viele Leute wissen es schon! Papa unb ich sinb doch auch jahrelang verlobt gewesen unb sinb boch so glücklich miteinanber geworben. Wenn ich gestern abenb nur babei gewesen wäre, aber Lotte war immer so scharf unb immer gegen bie Manner, die hat bich natürlich nur bestärkt. — Aber Aenne, so eine Verstimmung zwischen Liebesleuten will doch gar nichts sagen, fei nur recht lieb unb versöhnlich gegen ihn, wenn er nachher kommt. Wir Frauen müssen doch den schwersten Weg gehen, Kind. Und was sott sonst aus dir werden" Ein entlobtes Mädchen, das ist so etwas schrecklich Trauriges! Und du bist viel zu alt. um irgend etwa» anderes anzusangen." Dies U ebennah von mütterlichem Jammer gab Anna ihre volle Festtgkeit wieder „So. Mutter, nun meine dich ruhig aus." sagte sie. . Unb dann trinke deinen Äaffee und Iah alle wetteren Worte, es wird bodi nicht anbers TI Utting. Du tust mir |a so furchtbar leib, aber mir selbst ist heute morgen ganz frei und leicht um» Hs baue :d) all die Jahre eine Kette nach- Geschleppt unb konnte nun enblich frei gehen, morn ich wollte Unb so alt bin ich noch gar nicht. Mutter, habe noch soviel Zeit unb Zukunft vor mir. Unb Tante Lotte laß nur ganz in Ruhe, die hat mir gestern und immer nur gutgeraten.* Es war ein heller Herbstmorgen da rußen. Die Sonne zwang die Rebel herunter. Da sah viele» heller und lichter aus wie gestern abenb. Anna tat ihre gewöhnliche Arbeit in Küche unb Hau»« halt. Sie hatte Angst daß Max Braten boch noch einmal kommen möchte, unb war doch enttäuscht, als der Morgen verging,und ihn nicht ins Stift brachte. Gegen Mittag kam ein Brief, an Tante Lotte adressiert. Broken schrieb, daß er Anna momentan für so nervös und erregt halte, bah er Nicht an sie zu schreiben wage. Bei ruhiger Ueberlegung würbe ihr schon bie Einsicht kommen, bah sie ihm gestern biiter unrecht getan. Aber er trage ihr nichts nach unb hielte sie selbstverständlich nach wie vor für gebunden, sei auch bereit leben Augenblick in» Stift zu kommen, fobalb Anna ibn misten laste, baß er ihr willkommen sei. Borerft wolle er ollerbings, auch um Anna Gelegenheit zu geben, roieber ruhig unb vernünftig zu werden aut drei Tage nach itrüroro. Seine Gegenwart sei dort drin- genb nötig. Unb borthin erbäte er sich Nachricht. Die Mutter fanb ben Brief reizenb unb wollte ihn gern gleich beantworten „Damit ber arme Mensch sich nicht weiter ängstigt unb einmal wieder etwas Freundliches hort." Aber Tante Lotte verbot ihr bas ganz energisch. Sie selbst schrieb am Abend bann ein paar lurze, klare Zeilen, bie Annas Entschluß billigten unb ihm rieten, von allen weiteren Annäherung»- versuchen abzusehen. (Fortsetzung folgt.) Maxim. Maercker Kostenlos lUlxhJÄec zur richtigen Düntfune erteilt: Landwirtschaftliche Auskunftsslelle des Deutschen Kalisyndikals c.m-b.H. „Ohne die Kalr^V——^Salze würde zur Zeit die Ausübung der Landwirffchaff in den von der Natur weniger gesegneten Gegenden unseres Vaterlandes überhaupt nicht mehr möglich sein. Jdusspruche hervorragender deutscher Landwirte u. landw. 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August 1925 ine 'Bet- immer i, 5,4 ngs. ihn der Se Möbel .Ei jo." „Wie machen Sie denn das?" ..Ei, fe mache'-, wäi die Leu' annerschwo aach. brcnfe Schnaps unn Däier unn esse Käsebrut »ilnn wovon lewe Sc dann?", fragte Hanauer verwundert. »Don trockenem Drvt unn Kaffee." »Unn wovon noch sonst?"' »Don sonst nix", lachte der Gefragte. spruch erhoben, ohne damit durchzudringen. Die Dorzugsrente bedeutet oh Jünger findet und ihr selbst in ruhigen, abgelegenen Dörfchen Heim- und Pflegestätten geschaffen werden, das verspürt der 3. Bezirk, dem im letzten Jahre der Turnverein „Jahn", ^Inter-Schmitten und neuerdings der Turnverein Cichelsachsen beitrat. Um nun der Einwohnerschaft die Schönheit des Iahn- schen Turnens zu zeigen, um zu werben für die Sache und die Deutsche Turnerschaft, trafen sich am vergangenen Sonntag verschiedene Vereine des 3. Bezirkes in Eichelsachsen und zeigten unter der Leitung von Bezirls-Tumwart Zeschkh- Schotten, was deutsches Turnen ist. An Reck und Darren zeigten die Turner aus Merkenfrih, Schotten, Unter-Schmitten und Ridda. von den kleinsten Öugenbtumem bis zu den Besten im Gau. schöne Leistungen. Gemeinsame Freiübungen vereinten sie, die gut durchgeführt wurden. Äls Ans dem 3. Bezirk im Hessenturngan D- T. Daß die Iahnsche Turnkunst noch Drei kämpf: Weitsprung 3,2—5,2 Meter; 100- Meter-Lauf, 17—13 Sek.; Kugelstoßen (15 Pfd.), 3,5—7,5 Meter. Frauenturnen, Dreikampf: 50-Meter-Lauf, 9—7 Sek.; Weitsprung, 2—1 Meter; Kugelstoßen (5 Pfd.), 8—12 Meter. Kyaben - Dreikampf: 100-Meter-Lauf, 18 bis 14 Sek.; Bierkampf: 100-Meter-Lauf, 16—12 Sek.; Weit sprung, 4,2—6,2 Meter; Kugelstoßen (10 Kg), bis 9,4Meter; Stabhoch, 2—3Meter. Zöglir »So. feil is hier ze Land net Mode," bekam er zu hören, „aber no wos wolle se bann?“ ..Eie verzeihe." sagte der Hanauer, „ich stamm' aus erc ziemlich korzlewig Familie unn da Hot mer aner aus Vilwel in Sachsehause erzählt, hier im Ort dähde die Leut so alt werrn unn do wollt ich cmol frage, wie dos die Leut mache dähde unn wos es dadefor for e Middel gab. Wie alt sinn S i e dann zem Beischbiel?" »Ich sein im zwaundachzigste". vernahm er daraus. decken Zwischen Lauterbach uni> besagtem Dorle war niemand auf der Landstraste zu sehen als ein altes Käseweibchen, dasauf dem Kopfe einen bemalten Korb trug, dessen Inhalt — es wehte gerade Nordwind — sich dem einsamen Wanderer schon von weitem verriet. „Guten Tag. Frauchen." so redete er leutselig die Alte an. „wie geht's?" „Gi gaut" Und er frug die Alte weiter, die ein Gesicht hatte, wie der Kern einer Walnuß zur Weihnachtszeit aussieht: »Ist es beim wahr, daß hier bei Euch die Leute so alt werden 7‘ bitterlich. Auf dem viereckten Tische stand, tot« drüben, ein leeres Glas und zwischen den trtrt Beinen etliche Krüge. „Verzeihe Se. wo's is los? Warum weine Se bann, littoer Mann? Es iS Ihne hosfendüch doch nix baffiert?“ „Mir net, awwer mei'm ahle Grohvadderk Uff den muß ich doch uffbasse unn do is er mir doch vorhin brauste des Dreppche enuimer gefalle unn der ahld Mann liegt eht im Bett unn autscht so arg.“ „Ihr Grostvadder?? Ei — lebt der berat noch? Wie alt sind Sie denn?" „Ich sein eht im siwwenunachtzigste. met* lietoer Mann." Der Hanauer sperrte Mund und Aase auf. „Ei, wie alt is bann Ihne Ihr Grostvad- ber?" fragte er stutzig. „Dos kann ich Ihne mit bem beste Wille net sage. Er is häi (hier) blöhlich aner von de älb’ftc Leu. Awwer wann S.es genau wisse wolle, bann gehn Se enrol enibb in s ParrhauS; uns Parmer ber kann« Ihne nochschlage, der Hot mein Grvhvabber selwiges Mol gebaufbl" Jetzt würbe es denn doch unserem Hanauer zu stark unb er merkte, bah ihm die beiden Alten einen ganz gewaltigen Bären ausbinden wollten. Er ging von bannen. »Schicke Se uns bah Id en annem her", rief ihm ber Erstbesuchte lachend durchs offene Fenster nach — Am OrtsauSgang las unser Hanauer: Filialdorf Uzhausen. Da wußte er genug unb er begriff, weshalb ihn bet dürre Barbier in den Vogelsberg geschickt hatte. »Ei. es is doch net ze glatoe! Des mer von trockenem Brod unn Kaffee so ahld werd, hätt ich net for meglich gehahle. Gicbts denn hier im Derfche wirklich noch mehr so ahle Leut, wie der Dilweler gesogt Hot?" fragte der Besucher immer weiter „Dos will ich mahne, do driwwe immer ber Ortsschbraß driwwc. do mohnt mei Brurer, ber is etzenb sechsenachzig ahlb und schbield noch die Kinnsinagd. Besuche Se en doch emohl, ber merb sich freue.“ Der Hanauer bedankte sich für bic freundliche Aufnahme unb ging hinüber inS Aach- barhaus. Er blieb einen Augenblick vor einem Treppchen stehen, bas vom Hausgange unmittelbar in die Wohnstube führte, aus ber ein starke- Schluchzen an sein Ohr drang. Das Wernen eines Kinbes ober einer 'Frau konnte bas nicht sein. Eo ging er beim über besagtes Treppchen zur Türe hinein unb traf dort einen älteren, breitschulterigen Mann an. Der meinte anscheinend zicht auf das Auslosungsrecht eine Derzinsung oeS alten Anleihekapitals in Höhe von 2 Prozent. bei Verzicht auf das Auslosungsrecht eine Derzinsung von 21/? Prozent, bei einem Gläubiger von über 60 Jahren, der auf das Aus- losungSrecht verzichtet, von 3 Prozent mit der Höchstgrenze von 800 bzm. 960 bzw. 1200 Mk. Don diesem Verzicht auf das Auslosungsrecht werden allerdings voraussichtlich nur solche Kleinrentner Gebrauch machen, die ohne Angehörige leben, denen sie die Anleihepapiere hinterlassen möchten. Der Verzicht auf das AuslofungSrecht bedeutet in diesem Falle gewissermaßen Hergabe des Kapitals zur Erreichung einer höheren Leibrente Die Höhe der Vorzugsrente richtet sich allein nach der Höhe des nachzuweisenden Vermögens an Anleihen, nicht nach sozialen Bedürfnissen. Die Vorzugsrente, über die eine auf den Damen des Gläubigers lautende Urkunde ausgestellt wird, ist eben eine Art Rente oder Zinsleistung des Staates auf ihm geliehene« Kapital und nicht eine Maßnahme sozialer Fürsorge. Sie bedeutet eine Rückkehr der Rentner in den Kreis der selbständigen Existenzen, eine Scheidung von der Fürsorge. Auch die Auszahlung der Vorzugsrente soll durch besondere Reichsstellen unb nicht durch die Wohlfahrtsämter erfolgen, so daß der Eharakter des Almosens hier sortfällt. Der Rentner erhält vielmehr in der Dorzugsrente einen, wenn auch nur geringen Zinssatz für seine Anleihepapiere. Dun ist aber die Zahlung ber Dorzugsrente an die Bedürftigkeit des Anleihe- b e s i h c r s gebunden, d. h. an bem Dachweis, baß fein Jahreseinkommen den Betrag von 800 Mk. nicht übersteigt, wobei Renten der Reichsversiche- Schläfzimmer, Speisezimmer, Herrenzimmer, Küchen- und Einzelmöbel, Slahldrnht- und Auslage-Matratzen, Chaiselongues, Diwans, Klubmöbel (eigener Werkstatt). Beste Qualität. Billigste Preise. Teilzahlung gestattet. rung, Versorgungvbezüge der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen und ähnliche Leistungen außer Ansatz bleiben. »Dachmeis der De- dürstigkeit . das hat für die Rentner einen peinlichen und bitteren Beigeschmack. In Kreiser, der Kleinrentner besteht bic Besürchrung. daß dieser Dachwei- der Bedürftigkeil sie wieder auf Gnade und Ungnade der Beurteilung der Wohlfahrtsämter ausliefem mürbe. Demgegenüber ist auf bic Begründung der Regierungsvorlage zu verweilen, wonach die Bedürstigteit sich in erster Linie nach bem Einkommen des Rentners zu richten bat und die Feststellung der Dürftigkeit in möglichst einfacher Weise erfolgen soll, ohne daß in die persönlichen Verhältnisse des Antragstellers näher eingebrungen wird. Dieser letzte Punkt ist von befonberer Bedeutung. weil die Kleinrentner mit Recht bei Durchsetzung des Rechtsanspruches das Dachsorlchen in ihren persönlichen Verhältnissen als peinlich emp- sinden. DaS Gesetz sieht ausdrücklich bei Rent- nem über 60 Jahre keine weitere Dach- Prüfung und in andern Fällen eine Dachprüfung erst 5 Jahre nach dem Beginn der Dorzugsrente vor. Es muß erwartet werden, daß sowohl die Ausführungsbestimmungen zur VorzugSrente ‘ als auch die praktische Handhabung durch die mit der Ausführung betrauten Behörde^ sich fern halten von engherziger Bureaukratie und den Geist großzügigen Verständnisses atmen für die besondere Lage dieser Kreise des Mittelstandes, die dem Täter- lande ihr Hab und Gut geopsert haben. Man hat geschäht, daß unter der Wirkung der beiden Aufwertungsgesetze etwa 20 bis 25 Prozent der Kleinrenter aus der Fürsorge ausscheiden und ihre selbständige Eristenz zurückgewinnen. Die dadurch in der Fürsorge ersparten Mittel müssen restlos dazu verwandt werden, um d i e heute ganz unzureichenden Renten der in der Fürsorge verbleibenden Rentner entsprechend zu erhöhen. Weiter dürfen den Rentnern mit den steigenden Mieten nicht neue Belastungen auf- etlegt weiden. Völlige Befreiung von der HauSzins st euer ist eine Dotwendigkeit. Ganz ungelöst lassen die Aufwertungsgesehe bic Frage ber Versorgung ber zahlreichen Klein- rentner, bic unter Zwang oder in bitterster Dot ihre Anleihepapiere verkauft haben, um von dem Erlös ihr Leben zu fristen. Die Re- ?ierung hat sich hier trotz allen Drängens zu einerlei besonderen Maßnahmen verstanden, vielmehr diese Rentner auf die Fürsorge verwicfen. die aber doch al« eine Leistung der Entschädigungspflicht des Reiches nicht angesehen werden kann. Die Frage ist noch nicht abgeschlossen. Alle Freunde des Rentner- standes müssen nunmehr ein besonderes Gesetz zur Entschädigung der Kleinrentner erstreben. Bczirksvcrtrcter T umer Wolf. Unicr-€dynitten» noch einige Worte gesprochen, bie mitrissen unb begeisterten unb so recht angetan waren, sür unsere Sache bie Aelteren unb Eltern zu gewinnen. ba leuchteDn bie Augen, unb frohe Turnerlieber unb Daterlank-sweisen ver'chönten bie Zeit bes Zusammensein« mit ben Eichel- sachsener Turnbrüdern. Möge bem jungen Bezirksverein ein reges Vereins'.eben befchreben sein unb feine Arbeit sei fruchtdringenb für untere Turnsache unb unsere Heimat. Wcrbcschwinimscft in Marburg. Die alljährlich veransta 'e.e am vergangenen Sonntag ber Gießener 2 chto immve rein ein Werbefest Diesmal in Gestalt eine« Klub- zweikampse. gegen ben Kasseler S. D. von 1898 in Marburg. Der 'Bestich des Feste- von feiten des Marburger Publikums war sehr gut. Die Abwickelung ber Rennen ging glatt von statten unb mit großem Interesse verfolgten die Zuschauer bic spannenden Känrpse. In schwimmeri- scher Beziehung könne hießen die meisten Erfolge bucken. Gießen führte 39:42 Punkte. Die mit Ersatz spielende Dai crballmannschaft von Gießen mußte sich von Kassel 3:1 geschlagen bekennen. ebenso verlor die Iugeabinannschast. bie ihr erstes Spiel au«trug. 2 0. Dadurch konnte Kassel mit 47 46 Punkte ben Klubkamps gewinnen. Die Gründung eines Schwimmvereins in Marburg ist in die Wege geleitet unb dadurch ist bem Werbcsest ein voller Erfolg beschickten. Tchw inni-Lättderkampf Deutschland Lchweiz. Heule unb morgen findet im Franks urtev Schwimmstadion der Länberkainpf im Schwimmen zwischen Deutschland unb berSchweiz statt. Die deutsche Mannschaft ist zum größten Teil aus Schwimmern von Süd- unb Dest- beutschlanb zusammengestellt. Dach ben biSheri- gen Leistungen der Schweizer, die übrigens nur ein Hallenbad in St. (Sillen besitzen, wo ihnen Gelegenheit zum Wintertraining gegeben ist, dürfte mit einem Siege Deutschland« zu rechnen sein. Als Füllwcttkämpfc für den Länderkamps veranstaltet ber Gau I < Frankfurt), Kreis V des Deutschen Schwimm verbände« ein G a u j u g e n d s ch w i >n m f e st, zu dem recht zahlreiche Meldungen eingegangen sind. Hieran nimmt auch der Gießener Schwimm ver- c i n mit seiner gesamten Iugcndmannschaft. welch« in letzter Zeit gute Fortschritte gemacht hat, teil. Russische Huverlässiqkeitsfahrt 1925. Dach mehrfacher Verschiebung des «Start- beginn- hat die Russische ZuverlassigkeitSfahrt, welche von Leningrad über Moskau nach Tisli« und von dort wieder zurück nach 'Moskau geht, am 18. August in Leningrad ihren Anfang genommen. Am Donnerstag trafen bie in verschiedene Gruppen eingeteilten Fahrzeuge nach einer anstrengenden Sturm- unb Regenfahrt In Moskau ein. In einzelnen Gruppen ereigneten sich einige schwere Unfälle mit erheblichen Defekter, besonders bei den Amerikanern. Es wurden viel Federbrüche verzeichnet. Die Stoewer-Mann- schaft, welche mit drei -Personenwaaen bie Fahrt mitmacht, berichtet von solchen Unfällen, welche sich in ihrer Kolonne ereigneten. Die brei hellblauen Stoewerwagen haben sich glänzend bewährt und haben bie Strecke bis Moskau mit einem Stundendurchschnitt von 50 bis 60 Kilometer strafpunktfrei zurückgelegt. Die Weiterfahrt der verschiedenen Kolonnen aus Moskau ist auf Sonntag, den 23Augusi. festgesetzt. Die nächste Etappe wird voraussichtlich Tula, ca. 180 Kilometer südlich von Moskau, fein. Turnen, Sport unb Spiel. (Erfolge des Turngaues Hesse» beim Rhöttturne« auf der Wasserkuppe. <£ Die Wassersuppe, die nun schon seit Wochen wieder der Mittelpunkt des Rhönsegelflugs ist, erlebte durch das 19. Rhönturnfest eine begrüßenswerte Abwechslung. Alle Vorkehrungen waren getroffen, um den Wettkampf deutscher Turner würdig zu gestalten. Der bekannte Segelflieger Martens hatte Heuer erstmalig die Platzvoroereitungen übernommen und die weiten Hallen seiner Schule in hochherziger Weise zur Verfügung gestellt. Sonderzüge, viele Hundert von Personen- und Lastkraftwagen, ungezählte Motor- und Fahrräder brachten die Teilnehmer und Zuschauer heran. Don allen Seiten strömten die Menschen dem Gipfel des Berges zu. Auch durch Vorführung von Schauslügen war für Unterhaltung gesorgt. Das Fest nahm einen wohlgelungenen sportlichen Verlauf. Als Wettkampfübungen waren in diesem Jahr vorgeschrieben: Turner-Oberstufe: Die ahle Leu' von Uzhausen. Eine Vogelsberger Schnurre von Franz Gros. (Rachdruck verboten.) Im ganzen Vogelsberg lügt niemanb. Das geschieht nur rings um ihn herum. Diese« schicke ich zum besseren Verständnis für diese wahre unwahre Geschichte voraus. Kam da eines Tages ein dürrer Barbier von Vilbel, bem ber Schalk hinter ben Ohren saß. unb ber von sich unb seinem Ötanbe zu sagen pflegte, baß er den Leuten „tiefer in ben Hals sehe al« alle Doktoren zusammen genommen“ in einer Sachsen Häuser Aepfclwein kneipe mit einem zusammen, der fürchtete, dick zu werden, unb bab zu ft erben, unb der deshalb alltäglich stark dem Hohenastheimer zusprach. Der Furchtsame stammte nicht au« Sachsenhausen selbst, sondern au« Hanau, und da gerade am Stammtisch der besagten Wirtschaft, „Zum goldene Bembel" hieß sie, die Rede davon war, daß der „Aeppelwei" lebensverlängemd wirke, erzählte unser dürrer Barbier so nebenbei, im Vogelsberg — dicht bei Lauterbach — liege ein Ort, in bem gebe es bie ältesten Leute auf weit und breit. Uralt würden sie dort. Ihr Mittel, wie sie das fertig brächten, verrieten sie aber nicht. Die Hanauer gelten als leichtgläubig. Und der Unfrige war es besonders. In seinem Glauben. daß er srüh sterben müsse, lieh er sich von unserem Dilbeler Auf- und Abschneider bic Lage des besagten Ortes genau beschreiben, um schon tags darauf über Lauterbach in den Vogelsberg zu fahren, von wo aus er auf Schuster« Rappen dem Dorfe, wo die Leute so alt werden, in hoffnungssroher Erwartung -ustreben. Dort glaubte er endlich daS wahre Lebenselixier zu ent- Ernst Rau Telephon 958 Walltorstr. 87 Kleinrentner und Aufwertung. Don Direktorin Dr. Matz, M. d. R. Dachbcm bie Auswirkungen ber Qlufrocr- tungsgesetze sich in ruhiger Betrachtung überblicken lassen, ziehen bic einzelnen beteiligten Kreise bas Ergebnis für ihre besondere Lage. Die in allen Gläubiger- unb Eparerkreiscn, so hat die Auswertungsgcschgebung auch bei ben Kleinrentnern Enttäuschung ausgelöft. Es bars auch vom Standpunkt ber Freunde bes Rentner- stanbes nicht verkannt werben, bah bie beiden Aufwertungsgesetze gegenüber den übrigen Gläubigern und Sparern ben Rentnern immerhin wesentliche Begünstigungen unb Bevorrcchtun- gen bieten. Im Gesetz über bie Hypothekenauswertung wirb sich neben ber Zurücklegung be« Ruckwirlungstermins bie Ausdehnung ber Möglichkeit einer individuellen Auswertung auf weitere Einzelfälle nach § 10 für die Äleinreritner günstig auswirken, wenn auch der Wunsch bc« Rentnerbunbes, bei ber Rückzahlung ber Hypotheken auf die Verhältnisse be« Gläubigers besondere Rücksicht zu nehmen, keine Verwirklichung gefunden hat. In bem Gesetz über Ablösung ber öffentlichen Anleihen war angesichts ber begrenzten Mittel, die daS Reich für die Aufwertung zur Verfügung stellen konnte, die Art ber Verteilung dieser Mittel von außerordentlicher Bedeutung. Die Gliederung der Reichs- aläubigcr in Alt- unb Deubesiher unb bie besondere Berücksichtigung bc« RentnerstandeS durch die Dorzugsrente bedeutet eine Regelung m erster Linie nach wohlsahrtspolitischen Gesichtspunkten und ist al« eine ben Verhältnissen der Rentner besonders angepaßte Lösung anzusehen. Verschiedene Besserungen gegenüber der ur» sprünalichen Regierungsvorlage sind in der zähen hartnäckigen Arbeit des Ausschusses noch erreicht worben, so die Ausdehnung der Vorzugsrente auf bie bedürftigen Besitzer aller Reichsanleihen gegenüber bem ursprünglichen Plan ber Regierung, nur die Besitzer von Kriegsanleihen $u bedenken, sodann die Erhöhung der Bedürstigkettsgrenzc von 600 auf 800 Mk.. die Erhöhung der Höchstgrenze der Vorzugsrente von 600 bzw. 900 auf 800 bzw. 1200 Mk.. weiter bie Sicherung der völligen Steuerfreiheit der Vorzugsrente unb die Erhöhung des bei Festsetzung der Unterstützungen össentlich-recht- licher Art frei zu lassenden Betrages von 180 auf 270 Mk. Gegen die Freilassung jedweden Betrages hat der Reichsrat schärfsten Wider- dazau." — Lachend ging hie Alte ihres Weges fürbaß. Als unser Hanauer endlich um bic Mittagszeit an das erste Haus des aesuchten Dorfes kam — es hatte uraltes Balkenwerk unb blinde Fensterscheiben — klopfte er nach feiner Städter- art höflich an die Haustüre. Da niemand öffnete, drückte er auf die Klinke und trat ein. In ber Stube — linker Hand — traf er einen Mann von guter Gestalt mit vollem, leicht ergrautem Haupthaar. Er hatte ein faltenloses Gesicht unb rote Wangen, ging in ber Stube auf unb ab und rauchte eine lange Pfeife. Auf dem Tische stand ein „ViertclchesglaS" unb in ber Ecke zwischen bem Bett und einem reich geschnitzten Kleiderschrank etliche Flalchcn. ,.Do. wos gibt'«?“ fragte er ben Hanauer. Dieser machte eine Verbeugung und sprach: „Entschuldige Se. daß ich hier einbring, atoer ich hatt a'geklopst. unn da sich niemand gemelbt hatt, war ich so frei unn bin eigetrete.“ Weitsprung. 2,2—4,2 Meter, Kugelstoßen (5 Pfd ), 5—9 Meter. Der Dreikampf der Altersturner, der von den Turnern feit Jahren geiordert wird, sand noch nicht statt. Er soll aber im nächsten Jahr bestimmt in den Tumplan eingcglicderi werden. Eine besondere Aufmerksamkeit erwies die neue Heimatzeitschrist ..R h ö n E ch o" allen Siegern insofern, als ste ihnen ein Freiabonnement auf ein holdes Jahr cinraumtc unter gleich^itiger (üewäh rung einer kostenlosen Versicherung auf Unfall unb Sterbsoll für diesen Zeitraum. Der <9au Hessen, der durch das Gießener Kreis- tumiest sehr stark in Anspruch genommen war. war in diesem Jahre nicht so stark wie jrüber an den Wettkämpfen beteiligt. Nachstehend oernssentlichen wir seine Erfolge. Wir geben in lebet Stufe apd) ben ersten Sieger an. Turner-Ober st ufe (47 Bewerber, 29 Sieger): 1. Sieg I. Dauter, Tgrn. Fulda, 82 Punkte, 14. Hermann Möller, Tv. Lauterbach, .'>8; 16. Hch. Stein, Tv. Lauterbach. 56 P. Unter ft ufe (240 Bewerber, 195 Sieger» 1. W. Engel, To. Hausen (Frankfurt), 91 Punkte. 5. Hch. Lang, To. Kirchhain, 80; 8. Hch. ttankel, Tv. Kirchhain, 77; 9. E. Römer, To. Kirchhain, 76; 12. Hch. Diehl, Tv. Kirchhain, 72; 14. Will). Heinz, Tv. Riebcr-Wcisel, 70; 2o. Hans Schneider, T. u. Spv. Butzbach, 64; 21. Karl Jost, Tv. Lauterbach, 63; 23. A. Depperling. To. Münchholzhausen. 61; 25. L. Flach, Tv. Lauterbach, 59; 27. Hch. Gürnbel, Tv. Lützellinden, 57; 28. Herman Kühne, Tv. Lauterbach. Richard Greb, T. u. Spv. Butzbach, Walter Schmidt, To, Alsfeld, 56; 30. Ernst Schmidt, To. Lützellinden, K. Seibert, Tv. Kirchhain, 54; 34. P. Schneider, To. Münchholzhausen, 50; 37. Eduard Wenzel, To. Lützellinden. 47; 38. Otto Ester, Tv. Rieder Weisel, 46; 41. Karl Fink, Tv. Lauterbach, Karl Greh, Tv. Lauterbach, 43 Punkte. Beachtenswert erscheint uns, besonders in der Unterstufe, die große Anzahl der Sieger, die mit Ueberpunkten die mögliche Höchstpunktzahl weit überschritten haben. So konnte der erste Sieger der Unterstufe allein 31 Ueberpunkte sich buchen lasten, an jedem Gerät also durchschnittlich 10 Ueberpunkte. Auch unter den Siegern aus dem Gau Hessen befinden sich einige, die eine hohe Zahl von Heber- punkten erreicht haben, ein Beweis für den guten Turniport, der auf der Rhön in diesem Jahre geboten wurde. Knaben (100 Teilnehmer, 43 Sieger): 1. F. Ortwein, Tv. Hattenhausen, 76; 4. Hans Haub, Tv. Rieder.Weisel, 72; 5. Karl Dorsch, T. u. Spo. Butz- bad), 69; 6. Heinz Griesseller, T. u. Spv. Butzbach, 68; Heinz Reigelhuih, To. Rieder-Weisel, 65; 8. W. Sommerlab, To. Münchholzhausen, 64; 10. Hch. Reigelhuth, Rieder-Weisel, 60; 11. Gg. Mandler, Tv. Rieder-Weisel, 58 Punkte. Frauen (70 Bewerber, 24 Sieger): 1. Erna Strohmeier, Tv. Homburg v. b. H., 68; 13. Elli Langbein, T. u. Spo. Butzbach, 46 Punkte. Mit zusammen 30 Siegen hat unser Gau Hessen also auch beim Rhönturnen einen schönen Gesamterfolg errungen. Als Kampfrichter war aus bem Gougebiet K. Th. Helfenbein, der alte Lauterbacher Turnerführer, tätig. Den Staatswanderpreis erhielt Turnverein Homburg v. d. H. mit der 4mal 100-Meter- Staffel der Oberstufe in 514 Sek. Den Schüler- Wanderpreis holte sich der Gymnasial-Turn- verein Hersfeld. Kirche unb Schule. B. Der Evangelische Bund in Hessen hält seine diesjährige Hauptversammlung am 5—7. September im rheinhessischen Alzey ab. „Deutsch-cvangclisch, ein Bekenntnis für dich, deine Familie, dein Volk" ist die Losung, unter der die Tagung stehen soll. Heber diese Themata werden in einer großen Volksversammlung am Sonntagnachmittag sprechen: Studienrat Dr. Avemarie - Darmstadt. Oberschulrat Dr. M ot s app-Stuttgart und Psr. von der Heydt- Düsseldorf. Für die Abgeordneten- und Mitgliederversammlung am Montag, dem 7. Sept., sind zwei Vortrage vorgesehen: „Wir Evangelischen und das öffentliche Leben" von Studiendirektor Fahrenhorst-Spandau, und „WaS »: 9.90 S. T35 1175 ’»■ 3.30 h 11.50 2.95 »■ 12.90 3.75 '■ 12.60 jen . ß lackiert tod2St* 36O.* 185'* 296.- tesii wnd tum WMn lunb Mtzrin angf- kommen. Scbontnbt \ Behandlung tie neu mit la la blut. Wäsche wirb gebleicht. Schr. Angebote unter 'Ml an unlerväfche iomle Ausbesl-m den an . nr «DonttwjS^L u. 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August Amtliche Notierung Amtliche 9 Geld Dotierung Brief Geld Briet Amft.-rlioll- 169.02 169,44 169,04 169,4u Buen-Aires 1.690 1,694 1.686 1.690 Brss.-Antw- 19 02 19,06 18.9' 19,03 Christtania. 83,15 83,35 82,75 82,95 Kopenhagen 104,32 104,58 103,32 103,58 Stockholm . 112,63 112,91 112.6; 112,91 Helssngfors. 10.575 10,605 10.567 10.607 Italien. . . London. . . 15,725 15.765 15,77 15,81 20,374 20,426 20,372 20,422 ytcubort . . 4.195 4,20- 4.195 4,205 Parts. . . Schweiz . . 19,73 19,77 19,71 19,75 81.30 81,50 81,27 61,47 Svanten . 60.32 60,48 60,32 60.4 > Japan . . . 1.712 ') 525 1,716 1,704 1.703 91 io de Jan. '527 '.526 0.52: Wien in D- Oest. abgest ,9,12 59,2b >9,12 12,43 59,26 Prag .... 12,43 12,47 12,47 Belgrad . . 7,505 7,525 7,512 7,525 Budapest. . Bulgarien . 5.895 3.03 5,915 3,04 5,895 3.03 5,916 3,04 Lissabon 20 825 20,875 20,875 20,925 Danzig. . . 80.80 81,00 80,80 81,00 fionftanttn. 2.43 2,44 2,45 2,46 Athen. . 6 38 6.40 •».40 6.42 Berlin, 28 August. Geld Brief Amerikanische Noten ..... Belgische Noten........ Dänische Noten........ Englische Noten........ Französische Noten ...... Holländische Noten...... Italienische Noten ...... Norwegische Noten...... Deutsch-Ocstcrr., ä ioo Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... Schwester Noten....... Spanische Noten....... Ifaedjonowarw Noten . . Ungarische Noten....... 1,20 18,85 103,09 20,34 19,71 168,55 15,81 82.99 59.033 112,39 81,15 60,03 12.38 5.84 4.22 18,95 103,61 20,44 19 81 169.38 15,91 83,41 59.333 112,95 81,55 60.33 12,44 5.88 io Es bedeuten: 5 T T X' l£J Kreuzworträtsel. jKl N 3 1 atsel. K E 4 T ' V'MT |vo|t| >3ize IST räl|el i >3 M AnScrnach, 3. AM, 6. Geruch, 1. Unzam, U. tyna» uchrr. cht». ] » 'dere 12. Oübtitol K '8 der tite» ;S£e zen. w. fl'* der Sununbtit," totgung. tsel. tc9cn dir 5mi(tn J. 3.$i^ti, 4. Liph. a, <■ iotqau 8 Ihn! .*« «Ä 15. Eroica, 16. 3uhw Erbe. mkappe. vom ÄevaktionStisch. Witter! Qty.ÄWt oahs Zeiten gegeben!' in ba W W in der 2rch« ntt haben eben ichon iss gehabt!' Mchen. macht das neue $ien|l« >n kostbaren Teppich aus- i Sie recht forgfältifl mit rall.",M,'l°S>N'nn° i drauf \tfyn, daß er noch It." iegenoeiler. Gehetzter, dieser W las damals!'«M«». uh in dreitaufend von vom, oon Wr* ist inen lagen - W lache einsach j®wW2 AI, dah ich noch de° nite.-.i' »sss vhy) 80 I.rwfcnlW1 WjJ Kartoffel' lling. nach MtbM' h-im-r. M-L sHsS »KZ '? kann E.i °-lue E BlNt eTiQlteU 2»'' :en Tagen sLs« ten * __ sein jede rbd Ml* L'iUtflfi 7151c M. Cb. ihisiein Festfolge : DAS NEUESTE? IIiIttI!IIIIIIII!!IIII!I!IIIIIIIilIlII!IIl!I!!IIlIIII«I!I!IIIIIIiIIIIllIlIIttI!!IIIIII"IIIIINWIIIWII«I 8IO5D lllllllllllllllllllllllllililllllllllllilllllllllllllllll!lilllillllli:llllllllllllllll!llllllllllllillhllillli lUUlUM KLEIN-LINDEN SO Pf 78760 ilnöres". Gasthaus zur Deutschen Eiche Münchener Vierhalle nebst Münchener Bedienung Meine Äetn Laden! Äeht Laden! WIM Dr. Heinrich Roese. (Klavier, Theorie Geschichte der Musik) Neuanmeldungen jederzeit Sprechstunde: 12 — 1 Uhr Montags - Freitags. PEnOtodAUlHCRXiBRESDEM General Vertretung und Kommissionslager: Ph. Herrmann, Gießen Telephon 1165, Bureau u. Lager Seltersweg 12 H. MN6D Grotze Auktion VOLLES FOÖMAT VD6NEHME BLECH PACKUNG 5 PFENNIG Samstag, 5. September: 6 30 Uhr abends: Sammelruf der Kapelle Topp durch die Hauptstrahen der Stadt. 8 Uhr abends: Vegrützungsabend in der Dolkshalle 3eftfpiei: General ’Qorh Schauspiel in 5 Aufzügen. - Spielleitung Karl Juhnke, Mitglied des Stadttheaters. Konzert ousgeführt vorn Musikkorps des I. (hessischen) Grenadierbataillons 15. Inf.-Negts- Leitung: Herr Obermusikmeister Löber. Auf dem Festplatz: Konzert der Kapelle Topp. Sonntag, 6. September: 6 30 Uhr vormittags: Weckruf, ausgeführt von der Kapelle Topp. ab 7.45 Uhr vormittags: Empfang der auswärtigen Kameraden, 9.45 Uhr vormittags: An treten zum Feldgottesdienst, 10 30 Uhr vormittags: Feldgottesdienst auf dem Landgraf-Philipp-Platz, hieraus: Denkmals enthüllung 2 Uhr nachmittags: Antreten zum Festzug, Oswaldsgarten, Steinstr., Nordanlage, 2 30 Uhr nachmittags: Feftzug, Neustadt, Bahnhofstraße, Westanlage, Settersweg, Goethestraße, Ludwigstratze, Kaiseravee, Trieb. 3n der Dolkshalle und auf dem Festplatz großes Militärkonzert. 10 Uhr abends. Groher Zapfenstreich. Der Unterricht hat in vollem Umfang wieder begonnen. O i -Kränze Braut Modehaus Salomon Gießen, Schulstraße. 7891a ! i Tanz in gedeckten Hallen und im Saal ia Speisen, la Exportbier sowie Münchener Löwenbräp Gute Weine zu billigsten Preisen Musik wird ausgeführt von der Kapelle Topp Montag ab 9 Uhr grotzes Frühschoppenkonzert Groher116-Tag Denkmalsweihe vom 5. bis 7. September 1925 in (Siesten. 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