Blatt Mittwoch, 29. Zu» 1925 175. Jahrgang iehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesien Drud unö Verlag: vrühl'sche Universitäts-Buch- und Lteindruüerei R. Qinze in Sieben. Schriftieituilg und Seschüftrftelle: Zchnlftraße X. Der Sicherheztspakt Die Lage des Bergbaus 5 Cd 0 " 5 beit und unmittelbar nach bereit QfekUubfafiuiig antworten toürbcn. DorauSsichtlich werben bie Arbeiter am Samstag zu ben Vorschlägen Stellung nehmen. ßßs-B I 8’" 3Ea. iääU Mnnaqun uon Unzetaen für bie lagtsnummerbis zum Nachmitrag vorher ohnejebeDerbinblichkcit. Preis für \ mm höhe Iür Anzeigen von 27 mm Breite örtlichö. auswärts 10 Goldpfennig; für Re» Klame-An »eigen v 70mm Breit« 35 iwldp'ennig, (£)(£«_ ,VsSö 9 9a* 9 = 0$ IN-N ' ■ p» ,ü n Die Räumung Kölns. London, 28. Juli. (WTB.) Auf eine Anfrage im Unterhause, wann angesichts der äugen* bllcklichen Durchführung der Räumung deutschen Gebiets die Regierung Köln zu räumen beabsichtige, erwiderte M c N e t l l, die Räumung werde er» folgen, sobald die deutsche Regierung die Ausführung der in der Rote der Alliierten vom 4. Juni enthaltenen Abrüstungsmaßnahmen vollendet haben werde. Auf eine weitere Frage, welcher Fortschritt auf dem Wege zu einem Einverneh» men über die Behandlung dieser Angelegenheit er* zielt worden sei, erwiderte McReill, dies sei eine andere Angelegenheit. Diese Anfrage müsse vorher angemeldet werden. Die Räumungsvorbereilungen in Essen. Essen, 28. Juli. (T. U.) In den Ausstellungshallen, vor dem Polizeipräsidium usw. sind starke Truppenkontingente zusammengezogen. Auf dem weiten Manöverfelde am Südrande der Stadt wird in geschlossenen Abteilungen noch fleißig exerziert. Es ist damit zu rechnen, daß der Rest der Besatzung Essen nicht vor kommenden Freitagabend verlassen haben wird. Am Freitagvormittag W Uhr ist anläßlich des Einholens der Trikolo r e am Hauptquartier, dem Gebäude des Berg- baulichen Vereins, eine gewaltige Truppenoorführung zu erwarten. Rach dem Abzug der Besatzung werden am Samstag die vor 2$ Jahren verdrängten Schupoabteilungen in Essen wieder einfücfen. ihß Die Ärlfis des Nuhrbergbaues. Die Konferenz der Arbeitsgemeinschaft für das Ruhrgebiet. Berlin, 28. 3uli. (TU.) 3m Reichs» arbeitsministerium fand heute unter Leitung des A r b e i t s m i n i st e r s Dr. D r a u n s eine Besprechung über die Lage im Ruhrgebiet und Mittel und Wege zu deren Behebung statt. Wie der Minister in der Einleitung ausführte, handele cs sich keineswegs nur um augenblickliche Absatzstockungen, sondern um eine allgemeine Krise auf dem Weltkohlenmarkt, wie die Schwierigkeiten des englischen Bergbaues zur Genüge zeigten. Seitens der Arbeitervertreter wurde hervorgehoben, daß cs für die bedrängte Lage der Bevölkerung und der Wirtschaft im Ruhrgebiet im übrigen Deutschland und auch im besonderen der Reichsregierung an dem nötigen Derständnis fehle. Grundursache der kritischen Lage des Ruhr- bergbanes sei der Krieg mit seinen Rachwirkungen, insbesondere die Ruyrbesehung. Die Wendung der außenpolitischen Lage sei in erster Linie ein Erfolg der nationalen Haltung der Bevölkerung an Rhein und Ruhr und insbesondere der Arbeitnehmerschaft. Das Ruhrgebiet müsse als Rotstandsgebiet anerkannt und behandel: werden. Den Zechen- stillcgungen in ihrem jetzigen Rahmen müsse Einhalt geboten werden. Pflicht der Regierung sei es, zu ermöglichen, daß die Hal- denbestände abgestohen werden könnten. Durch Rotstandsmaßnahmen müsse die Wirtschaft im Ruhrgebiet aufrecht erhalten werden. Die rigorosen Entlassungen von Bergarbeitern müßten unterbunden und ausreichende Entschädigung der Opfer der stillgelegten Betriebe erreicht werden. Bon Arbeitgeberseite wurde Klage wegen ilcserfpannung der steuerlichen Lasten und der hohen Materialpreise geführt, wozu noch die zu hohen Lasten der s o - zialen Fürsorge kämen. Dementsprechend forderten die Arbeitgeber Einführung der Vor- lriegsarbeitszeit und die Einschränkung der sozialen Versicherung auf den Vorkriegsstand. Bei der Kritik, die in der deutschen Oefsent- .chkeit an der Rote der ReichSregicrung vom > Februar geübt wurde, wurde bemängelt, daß ch die Vertreter der deutschen Außenpolitik ifcht noch kürzer gefaßt und auf die Darrung der Pakt-3dee beschränkt hätten. Die । reite deutsche Rote in der Pakt-Frage (vom !? 3uli) beschäftigte sich in erster Linie mit den Einwendungen und den Gegenvor- Hlägen, die Driand einige Wochen vorher ; macht hatte. Der Reichsaußenminister und der Reichskanzler haben bei jedem Anlaß betont. eS sich im gegebenen Augenblick nur darum radeln könne, einen allgemeinen Radien zu schaffen, und daß die Ausfüllung des Lohmens mit 3nhalt einem Rotenwechsel der heiligten Mächte und schließlich einer Konferenz überlassen bleiben müßte. Diese Zurück- ialtung mag in der ersten Phase der Derhand- lunaen richtig gewesen fein; ob sie es immer sein Dito, ist sehr fraglich. Obwohl der britische Botschafter in Paris, 2orb Grewe, auf Urlaub ist, hat die Londoner Regierung unmittelbar nach Dekanntwerden der '.»eiten deutschen Rote Verhandlungen mit betn französischen Außenministerium eingeleitet Der derzeitige britische Geschäftsführer in Paris, yhippS. hat mit dem Generalsekretär des Quai gfat), Berthelot, ausführlich konferiert und ben uch gemacht, zwischen den beiderseitigen »schcn eine Diagonale zu ziehen. Roch mehr *n wir uns für die Tatsache interessieren. der Rechtssachverständige deS französischen Außenministeriums. Herr Fromageau, nach Eintreffen der deutschen Rote in Paris sofort ach London gereist ist. um dort mit dem ) rästischen Sachverständigen des Foreign Office, Hearst, über die Formulierung eines gc- Snelnfamcn britisch-französischen Aor s chlages in der Pakt-Frage zu unter- bandeln. Fromageau ist inzwischen nach Paris zurück- gekehrt, um sich zu informieren, wieweit die f nigung der politischen Vertreter beider Länder Über den 3nhalt des gemeinsamen Vor- stlageS gediehen feien. Bon gewisser Seite wird l>jat behauptet, daß der Entwurf eines ge- " .infamen britisch-französischen Pakt-Angebots an Kutschland bereits Dorliege. Roch ehe -Hie deutsche Rote vom 22. 3uli in Paris über- nicht wurde, hieß cs, Driand hoffe die Ant- dert spätestens in vierzehn Tagen fertig zu idbcn. Obwohl Driand sonst ein großes Talent i kündet hat, Verhandlungen in die Länge zu ichen, wenn er dies für vorteilhaft hielt, — |: ist es doch keineswegs ausgeschlossen, daß ter französische Außenminister diesmal sehr lijnell arbeitet und die Welt eines Tages mit (nein fertig formulierten Pakt-Angebot über- lischt. Dann wäre die 3nitiative aus bic Begenfeite übergegangen und wir hätten. ‘• 'W' äoS’-J Die Initiative bei den Verhandlungen. — Vor einem PaKtentwurf der Alliierten. Ministcriatoicettor G r i e ß e r warnte demgegenüber vor übertriebenen Zahlen über die sozialen Belastungen. Einzelne Unternehmer« füchrer errechneten die soziale Belastung für 18 Millionen Menschen auf volle 52 Wochen, während infolge Erwerbslosigkeit, Krankheit und sonstiger .Unfälle nur 35 bis 36 Wochen pro 3ahr m Betracht kämen. Der Fragenkomplex über den Schutz der Arbeitnehmer bei Stillegungen und Betriebs- einschränkungen wird in einer gemeinsamen Kommission, die in den nächsten Tagen zusammentritt, eingehend beraten werden, ebenso die Differenzen wegen des Ausmaßes der sozialen Belastung. Auf die Klagen von Arbeitnehmerseite über A n- werbung ausländischer Arbeiter für den deutschen Bergbau wurde vom Reichsarbeitsministerium bedauert, daß einzelne Mißgriffe den Arbeitsämtern in dieser Beziehung unterlaufen seien, bic für die Folge unterbunden würden. Auch von Arbeitgeberseite wurde die Einstellung ausländischer Arbeiter verurteilt. Auf Wunsch der Arbeitnehmer-Organisationen findet morgen in der Reichskanzlei eine Besprechung zwischen der Reichsregierung, der Landesregierung und den Arbeitnehmerverbänden über die Lage im Ruhrgebiet statt. Die Saarbergleute in Paris. Vorschläge des französischen Zlrbeits- ulinifters. Paris, 29. 3ult (WB.) Arbeitsmirrister Laval hat heute eine Abordnung der Derg» arbcitergewerkschaften aus dem Saargebiet empfangen. die ihm barlegte, daß die Löhne u n- g e n ü*g e n b seien, ba bie Lebensbedingungen im Saargebiet besonders schwierig feien. Der Minister entgegnete ihnen, daß die Löhne in diesem 3ahre bereits bemerkenswert erhöht worden feien. Rach Prüfung der statistischen Angaben über die Kosten der LchensHaltung im Saargebict und der finanziellen und wirtschaftlichen Lage der Bergwerke im Zusammenhang mit der Lage auf dem Kohlenmarkt machte der Minister den Mitgliedern der Abordnung bestimmte Vorschläge. Die Delegierten nahmen dies zur Keimtnis und erklärten, daß sie die Vorschläge der Arbeiterschaft unterbreiten tour- Ur. 175 Erstes Erscheint täglich, außer Somu unb Feiertags Beilagen: AießenerFamiltenblLller Heimat im Bild. Mo-at».B«jUSSprei§: : Doldmark u 20 Gold- ■ Pfennig für Irägerlohn, ■ »Ach bei Nichterscheinen on einzelnen Nummern ifolge höherer Gewalt. ;ernfprech'Anschlüsie: ichriftleitung 112, Der- . »zundGcschästsstellebl. Inschrift für Drahtnach- !lchten:»nzeiaerSießen. Postscheckkonto: Sianflurt a. M. 11686. Abgeordnete der Rechten, so daß diel Opposition mit Leichtigkeit die B e s ch I u ß - u n f ä h i g f c i t des Hauses herbeiführen konnte. Die Dienstag-Sitzung galt der Fort- setzung der zweiten Lesung der Steuervor-- lagen. Um das Verfahren abzukürzen, wurden beim Einkommensteuergesetz ganze Gruppen von Paragraphen zusammengefaßt und zur Beratung gestellt. An der Debatte beteiligten sich natürlich nur die Vertreter der Sozialdemokraten, Kommunisten und Demokraten, während die Regierungsparteien auf Grund ihrer Montags-Erklärung in die Verhandlungen nicht eingriffen. Zu einem sehr stürmischen Auftritt kam es, als der Kommunist Reubauer der Deutschen Volks- Partei den Vorwurf machte, sie hätte bei den Wahlen von der Industrie Korruptionsgelder bezogen. Eine sehr empörte Erwiderung des Volksparteilers Winnefeld wurde durch die Kom- . m uni ft en mit einem Hagel allergewöhnlichster Schimpfworte beantwortet. Vizepräsident Bell konnte erst nach Aufteilung einer Reihe von Ordnungsrufen die Ruhe wieder herstellen. Sitzungsbericht. Berlin, 28. Juli. Das Haus wendet sich der Beratung der Paragraphen 2 bis 5 des E i n komme n st e u e r g e s e tz e s zu, die die Steuerträger bezeichnen und die steuerbaren Einkünfte aufzählen. Das Haus stimmt diesem Teil des Gesetzes zu. Die Paragraphen 6 bis 29 werden unter Ablehnung der Abänderungsanträge in der Aus- schußfassung angenommen. Abg. Dr. Fischer (Dem.) beantragt die Einführung eines Paragraphen 9a, wonach bei Gewerbetreibenden, die Handelsbücher führen, der zu versteuernde Gewinn nach den Abschlüssen der letzten drei Wirtschaftsjahre berechnet werden soll. Abg. Hertz (Soz.) bezeichnet es als einen Beweis der Verantwortungslosigkeit der Regierungsparteien, daß auch Abg. Keinath von der Deutschen Volkspartei den gleichen Antrag eingebracht hat. Wenn eine prinzipielle Unterscheidung zwischen Lohnsteuer- und Deranlagungspflichtigen gemacht werden solle, dann werde auch die Sozialdemokratie für die vollständige Beseitigung der Lohnsteuer kämpfen. Abg. Reubauer (Kom.): „Der Antrag Keinath war nur gestellt worden, damit die Deutsche Volkspartei bei der nächsten Wahl nicht die Korruptionsgelder der Industrie verliert. (Unruhe und Protestrufe rechts!) Es ist doch nicht zu bestreiten, daß die Volkspartei der Industrie für einen großen Betrag das Mandat des Abgeordneten Hugo verkauft hat. (Unruhe rechts!) — Die Unruhe steigert sich. Abg. Winnefeld (D. Dpt.) macht dem Redner erregte Zurufe. Von den Kommunisten wird ihm zugerufen: „Halts Maull — Du Dickfreß! — Renommierfritze! — Im Hause bilden sich erregte Gruppen. Vizepräsident Dr. Dell schafft schließlich Ruhe. Die gleichlautenden Anträge Dr. Fischer (Dem.- und Keinath (D. Vpt.) werden darauf gegen die Stimmen der Volkspartei und der Demokraten abgelehnt. Die Paragraphen 30 und 31 werden unverändert angenommen. § 32 der Regierungsvorlage wollte die Besteuerung der Veräußerung eines Gewerbebetriebes dann eintreten lassen, wenn der Deräußerungsgewinn den Betrag von 5000 Goldmark übersteigt. Der Ausschuß hat die Grenze für die Steuerfreiheit bis zu 25000 Goldmark erhöht. Nachdem § 33 angenommen ist, wird der § 37, der den Begriff des Kapitalvermögens definiert, vorgenommen. Abg. Schneider- Berlin (Dem.) begründet einen Antrag, der kapitalvermögenssteuerfrei lassen will Zinsen aus Kapitalforderungen jeder Art bei .Sparkassen, Banken und anderen Kreditanstalten, soweit sie bei einem Gesamteinkommen des Steuer- pflichtigen von weniger als 8000 Mark jährlich den Betrag von 300 Mark nicht übersteigen. Die Kom- 7 promißoorlage kennt in diesem Falle keine Grenze für eine Steuerbefreiung. Der demokratische Antrag wird gegen die Stimmen der Antragsteller ab gelehnt, die Bestimmungen der Vorlage angenommen. Es folgt die Besprechung des § 41 usw., der die Leistungsgewinne aufzählt. Abg. Hölle in (Komm.), der das Wort dazu erhält, wird mit Zurufen von der Rechten empfangen und antwortet darauf. Präsident Löbe mahnt den Redner zur Sache. Abg. Hölle in: „Dann sagen Sie erst einmal diesen Burschen da (nach rechts), daß sie ruhig sein sollen!" Präsident Löbe ruft den Abgeordneten Höllern zur Ordnung, der daraufhin einigen Abgeordneten der Rechten zuruft: „Gucken Sie in den Spiegel, dann werden Sie an Dahton erinnert!" (Heiterkeit.) Dann begründet der Redner einen Antrag, der die Freilassung eines Betrages von 500 Mk. bei der Besteuerung von Leistungsgewinnen, wie sie die Regierungsvorlage bestimmt, streichen will. Der kommunistische Antrag wird abgelehnt. § 49 besagt, daß auch der Verbrauch an Stelle des Einkommens der Besteuerung zugrunde gelegt werden kann, toerm das festgelegte Einkommen eines unbeschränkt Sieuerpslichtigen in einem offenbaren Mißverhältnis zu seinem Verbrauch steht. Unter Ablehnung aller Abänderungsanträge wird diese Fassung angenommen. Das Haus vertagt sich auf Mittwoch. Aus den Reichstags- ausfchüfsen. Der Haushaltsarrsfchust bei Reichstags setzte die Beratungen des allgemeinen Finanzetats fort. Abg. Dr. Q u a a tz (Dnll.) gab eine Uebersicht über,den Etat im Vergleich zum Jahre 1913. Der Bedarf des Reiches sei gegenüber 1913 um 400 Millionen g e ft i e - gen, der der Länder um eine Milliarde. Dabei müsse man beachten, daß außerdem bei den Ländern eine gewaltige Schuldenentlastung eingetreten sei. Die Ueberweisungssumme an die Länder betrage 2,2 Milliarden, wovon die Länder ein Drittel mit 800 Millionen behielten, während sie an die Gemeinden zwei Drittel abführen. Ts gehe daraus hervor, daß der Sparhebel in erster Linie bei den Gemeinden angesetzt werden müsse. Der Etat wurde dann bewilligt. Der Haushaltsausschuh nahm ferner einige Ergänzungen an, die der Sparausschuh aus- gearbÄtet hat, und die in das Haushaltsgesetz eingefügt werden sollen. Danach bedarf es zur Einstellung von Beamten und Deamten- anwärtern im Reichsdienst der vorherigen Zustimmung des R e i ch s m i n i st e r s der Finanzen. Die erfolgten Einstellungen sind dem Haushaltsausschuß des Reichstags unverzüglich mitzuteilen. In bzn Reichsverwaltungen, in denen eine Verringerung der Planstellen zum Zwecke der Verminderung des Deamten- körpers notwendig ist, dürfen freie Planstellen nicht wieder besetzt worden. Die Feststellung, ob eine Verringerung der Planstellen zum Zwecke der Verminderung des Beamtenkörpers in einer Verwaltung notweirdig ist, trifft der Reichsminister der Finanzen im Einvernehmen mit dem für die Verwaltung zuständigenReichs- minister. Werden bereits als planmäßige Beamte angestellt gewesene und gemäß § 65 der An- stellungsgrundsähe für eine höhere Besoldungsgruppe einberufene Dersorgungsanwärter, die wegen Ungoeignetheit aus der Dienstleistung für höhere Besoldungsgruppen entlassen werden, in ihrer früheren Besoldungsgruppe wieder beschäftigt, so sind sie, falls Planstellen dieser Besoldungsgruppe nicht frei sind, bis zum Freiwerden der nächsten Planstelle, in die sie einzurücken haben, so zu besolden, als ob sie als planmäßige Beamte ihrer früheren Besoldungsgruppe wieder angestellt worden wären. Dor Rechtsausschuß setzte die Beratung der Amnestie Vorlage fort und nahm in der Gesamtabstimmung den § 1 an. Bei § 3 wurde von sozialdemokratischer Seite beantragt, keinen Unterschied zwischen den Delikten zu machen, die vor dem 1. Oktober 1923 und denen die nachher begangen worden sind. Reichsjustizminister F r e n k e n erklärte dazu mit Bestimmtheit, daß die Reichsregierung_ an den Fristen und Terminen f e st h a l t e n müsse, der Unterschied zwischen den Dingen vor fünf Jahren und später sei entscheidend. Der Ausschuß nahm dann § 4 der Amnestievorlage in der Gesamtabstimmung an. Danach werden von der Amnestie diejenigen Personen ausgeschlossen, die im Zusammenhang mit der Straftat ein Verbrechen gegen das Leben oder ein Verbrechen der schweren Körperverletzung, schweren Raubes, sowie Raubes, wie er in § 250 des Strafgesetzbuches charakterisiert ist, Brandstiftung, der vorsätzlichen Gefährdung eines Eisenbahntransportes und Verbrechen gegen das Sprengstoffgeseh begangen haben. Ferner wurde § 5 angenommen, der bestimmt, daß die Gesamtstrafe in der unter die Amnestie fallenden Einzelstrafen enthalten sind, so verkürzt wird, wie es dem Anteil der amnestierten Einzelstrafen entspricht. Der Handelspolitische Ausschuß besprach die Positionen Fett, Oel, Fische usw. Ter Abg. ®erauer (Daher.Volksp.) begründete den Kompromiß antrag auf Mindestzölle für Geflügel. Tie Regierungsparteien hätten sich bei diesem Antrag von der Auffassung der Sachverständigen leiten lassen und hofften namentlich im Interesse der mittleren und kleinen Landwirte zu handeln, wenn sie diesen Produkten einen besonderen Schutz gewährten. Die sozialdemokratischen und kommunistischen Redner wiesen sämtliche Zollpositivnen ab. Die Dersolffungsseier der Reichsregierung. Berlin, 28. Juli. (T. 1L) Die Reichsregierung veranstaltet auch diesjährig im Reichstag am 11. 8. eine Verfassungsfeier, an der u. a. die Reichs- regierung und diepreußischeRegierung vollzählig teilnehmen werden. Außer einer F e st - rede werden musikalische Beiträge geboten werden. Der Reichskanzler wird eine Ansprache halten und ein Hoch auf das deutsche Volk ausbringen. Der Reichspräsident, der gleichfalls an der Feier L’.Inimmt, schreitet nach dem Festakt vor dem Reichstagsgebäude eine Ehrenkompagme der Reichswehr ab. Die neue Offensive Abd el Krrms. Paris, 29. Juli. (WTB. Funkspruch.) Aus Fez wird über die Kampftage am 28. Juli berichtet: Die Bedrohung von Ouezzan durch Riftrup- pen, die gestern von Deschebel- Sarsar heranrückten, besteht weiter fort. Die feindlichen Streitkräfte östlich von Fez-el-Bali und nördlich von Ouergha erhielten weitere Verstärkungen. Dadurch werden die ©tarne der Fichtala bedroht. Im mittleren Frontabschnitt ging der Feind einige Kilometer südöstlich von Tiza vor. Er vertrieb einen französischen P o st e n , der aus franzosentreuen Eingeborenen bestand und steckte das Wach- gebäude in Brand. Durch einen Angriff regulärer französischer Truppen wich der Feind wieder etwas nach Norden ans. Im Osten entfalten die Rifleute bei den Tfuls und Branos, die die Verhandlungen mit den Franzosen aufnehmen wollten, eine rege Propagandatätigkeit. Eine weitere Meldungbesagt, daß in Casablanca bedeutende Verstärkungen gelandet wurden. Der Feind scheint jetzt seine Truppenauf- stellung beendet zu haben, und man begegnet an den verschiedenen Frontabschnitten einer aktiven Tätigkeit. Diese Aktivität bekunde sich vor allem in Handstreichen gegen nicht abtrünnige Dörfer, die in Brand gesteckt wurden. Alles in allem scheinen die Rifleute die Absicht zu haben, vor dem Eintreffen weiterer französischer Verstärkungen einen großen Schlag zu unternehmen. * Gestern vormittag hat in Rambouillet, wo der Präsident der Republik seinen Sommersih genommen hat, ein COtini ft errat stattgefunden. Der Iustizmimster gab bekannt, daß der Kriegsminister unb der Marineminister Antrag auf Strafverfolgung wegen gewisser falscher Zeitungsnachrichten und wegen gewisser verleumderischer Artikel gestellt haben, die dazu bestimmt feien, das Heer z u zermürben. Gegen alle Machensch-aften, die während des Marokkofeldzuges die Soldaten und die Matrosen auswiegeln, ihre militärische Pflicht zu verletzen und den Befehlen ihrer Vorgesetzten den Gehorsam zu verweigern, würde das Schwurgericht bzw. die Strafgerichte vorgehen. Kleine politische Nachrichten, Wie der „Lokalanzeiger" meldet, wird sich der Reichspräsident von München aus wahrscheinlich nach Dietramszell im Alpenvorland südlich von München begeben, wo er in den verflossenen Jahren wiederholt als Jagdgast des kürzlich verstorbenen Freiherrn von Schilcher geweilt hat. Reichswirtschaftsminister Reuhaus hat an den Präsidenten des Industrie- und Handelstages, Franz v. Mendel lohn, anläßlich seines 60. Geburtstages ein Glückwunschtelegramm gerichtet. Der Reichskanzler hat an den Ehrenvorsitzenden deä Reichsverbandes der Deutschen Industrie, Dr. ing. h. c. Sorg e, anläßlich dessen 70. Geburtstages ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm gerichtet. * Die Völkerbundskommission für geistige Zusammenarbeit hat den Professor der Rationalökonomie an der Universität Freiburg, von Schulze-Graevernih, zum Leiter der 2lbteilung für wissenschaftliche Fragen ernannt. * Aus Veranlassung der Besatzungsbehörde sind in Ludwigshafen vier junge Leute wegen Zugehörigkeit der im besetzten Gebiete verbotenen Organisation Wiking, Ortsgruppe Mannheim, Der- haftet und in das Gefängnis in Ludwigshafen eingeliefert worden. Sie werdegn sich demnächst vor dem französischen Kriegsgericht zu verantworten haben. Aus aller Welt. Der Breslauer Schachkougreft. In der heutigen siebenten Runde des Meisterturniers gewann Rubinstein ein in hervorragendem Stil geführtes Damengambit bereits im 30. Zuge gegen Dlümisch. Prof. Becker gewann auch eine sehr gut geführte Partie gegen von Gottschall. Daß Riemzowitsch eine unregelmäßige Verteidigung gegen Moritz zum Siege führte, darf man als Sell> st Verständlichkeit nehmen. (Moritz hat von den bis jetzt gespielten Partien noch nicht ein Remis erzielt.) Die Sensation des Tages war die Verlustpartie Grünfelbs gegen Wagner. Wagner hat bis jetzt in diesem Turnier überhaupt hervorragend gespielt. In einer Remis- ft ei hing brachte es Samisch noch fertig, durch einen Fehlzug gegen Bogoljubow zu verlieren. Die Partie Dr. Tarrasch gegen Reti wurde in einer für Dr. Tarrasch auf Gewinn stehenden Position abgebrochen. Der Stand des Turniers ist nach der siebenten Runde folgender: Riemzowitsch, Bogoljubow 5l/s, Wagner 5 Punkte. In der achten Runde des Landesvorkämpferturniers gewann heute wiederum Holz- Hausen gegen Fuchs: Gilg gewann in hervorragender Weise gegen Kühn, ebenso Orbach gegen Urbach. Müller hatte gegen Schmidt die Dame gewonnen, bot ihm Remis an, derselbe nahm es nicht an und verlor noch die Partie. Schönmann lieferte eine gute Partie gegen Hussong und Bergmann gewann schließlich gegen Kaltheuner, so daß heute ein Ausnahmetag herrschte, insofern in beiden Turnieren keine Partie mit Remis endete. Der Stand des Landesvorkämpfer- turniers ist: v. Holzhausen 8 Punkte, Orbach, Gilg 6, Kühn 5Vr. Schonmann, Schmidt 5. v. Holzhausen dürfte in den letzten drei Runden schwer einzuholen sein, andererseits wieder trifft er dabei mit drei der besten Spieler zusammen, nämlich Gilg, Schönmann undSchmidt. Schweres Schadenfeuer. Stade, 29. Juli. (TU.) Gestern mittag kurz nach 12 Uhr brach in Reukloster ein Feuer aus, das in rasender Schnelligkeit den ganzen oberen Teil des Dorfes ergriff und in Asche legte. Soweit bis jetzt fest- gestellt werden konnte, entstand das Feuer in der Futterküche des Gastwirts Dammann und wurde dann durch den Luftzug auf die Diele getragen, wo gerade Korn abgeladen wurde. Durch den Wind und die Trockenheit begünstigt, wurde die Feuergarbe auf andere Häuser getragen. Dieser ganze Vorgang spielte sich in etwa 10 Minuten ab. Es sind 12 Wohnhäuser und etwa 10 Rebengebäude ein Raub der Flammen geworden. Der Schaden ist sehr groß. Manche Besitzer haben dix ganze Roggenernte und die erste Heuernte verloren. Ein spielendes Kind verbrannt. In Treptow an der Rega geriet am Dienstag das Stallgebäude des Arbeiters B o r ch m a n n, in welchem Kinder mit Streichhölzern spielten, in Brand. Das fünfjährige Töchterchen Borchmanns erlitt so schwer Verletzungen, daß es bald darauf st a r b, während der dreijährige Bruder des Mädchens noch gerettet werden konnte. Eine 13jährige Lebensretterin. Am Sonntag rettete ein 13jähriges Mädchen in Bonn aus dem Rhein einen Mann, der bereits dreimal untergegangen war, mit eigener Lebensgefahr vom Tode des Ertrinkens. Die Lehrerbildung in Baden. Die babifche Regierung hat dem Landtag den Entwurf eines Gesetzes über die Ausbildung der Dolksschullehrer vorgelegt. Danach findet die Allgemeinbildung für den Lehrer beruf mit der Hochschulreife ihren Abschluß. Seine besondere Ausbildung erhält der Lehrer auf der Hochschule und in der in Verbindung mit dieser stehenden Lehrerbildungsanstalt. Die Dauer dieser Ausbildung soll vier Semester Betragen. Gabelsberger für Einheitskurzschrist. Der in München tagende 12. Bundestag des Deutschen Stenographenbundes Gabels- Berger beschloß eine Aendemng der Satzungen dahin, daß als Ziel des Deutschen Steno- graphenbunbes die Verbreitung und Förderung der deutschen Einheitskurzschrift erklärt wird. Als erster Bundesvorsitzender wurde Regierungsrat Blauer, Dresden, gewählt. Als Sih des Bundes wurde Dresden bestimmt. Der nächste Bundestag findet 1930 in Berlin statt. Erdbeben in Italien. Rom, 29. Juli. (WTB. Funkspruch.) In E e r i g n o l a (Provinz Foggia) wurde heute früh 4,30 Uhr ein heftiges Erdbeben verspürt, das an verschiedenen Häusern Schaden anrichtete. Wettervoraussage. Zunächst noch Fortdauer der herrschenden Witterung, später etwas auftlärenb. Wie vorausgesehen, ist das Tief weiter nach Rordosten abgezogen. Wir liegen auf seiner Südseite. können daher rwch mit einigen Störungen rechnen. Stärkere Riederschläge sind jedoch nicht wahrscheinlich. Die Tempraturen werden in den nächsten Tagen wieder etwas anfteigen. Gestrige Temperaturen: Maximum 18,2 ©rab Celsius. Minimum 13,2 Grad Celsius. Aus Stadt und Land. Gießen, de» 29, IE 1SÄ.? J Der Festzug beim Kreisturnsest^ Im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes ver4 öffentlicht die Leitung des 32. MittelrheinffchWf j Kreisturnfestes ausführliche Eingaben über dotz Festzug der Fünfzehntausend, der sich am Sonntag nachmittag durch die Hauptstraße» der Stadt bewegen wird. Wie gestern schon mitgeteilt, wird der Festzug in einem Zug gehen, und dadurch wird jeder Schaulustige die Möglichkeit haben, an beliebiger Stelle der Festzug-Marfchstraße den ganzen Zug besichtigen zu können. Ein Zo- sammenballen der Menschenmassen an einer bestimmten Straße kann also vermieden werden, was man im Interesse der Verkehrssicherheit nur begrüßen muß. In dem Festzuge werden etwa 1000 Fahnen mitgeführt, ungefähr 12- bis 14 000 Turner und Turnerinnen werden den Kernpunkt des Zuges bilden, die Gießener Vereine sorgen durch rege Beteiligung und durch Gestellung von vielen Fe st wagen und prächtigen Gruppen für eine besondere Bereicherung des für unsere Stadt und für Oberhessen außerordentlich sehenswerten Ereignisses. Etwa 700 Mann Marschmusik werden den Zug begleiten und auch ihrerseits bestrebt fein, durch reges und schneidiges Spiel das Ganze in bester Weife zu gestalten. Der-Zug, der in Sechser-Reihen marschiert, geht durch 'folgende Straßen: Walltorstraße — Lindenplatz — Markt- ftraße — Bahnhofstraße — Westanlage — Seltersweg — Mäusburg — Schulstraße — Neuen-Bäue — Südanlage — Goethestraße — Ludwigstraße — Kaiserallee — Festplatz. Die Abmarschzeit — 2 Uhr nachmittags — wird unter allen Umständen pünktlich eingehalten. Zur festlichen Ausschmückung der Häuser fordern der Oberbürgermeister und der Bau- und Dekorationsausschuß heute in Anzeigen auf. Daß unsere Mitbürger diesen Aufforderungen in bereitwilligster Weise entsprechen werden, kann man wohl als selbstverständlich ansehen, und so darf man mit Sicherheit darauf rechnen, daß unsere Stadt sich den nach vielen Tausenden zählenden Gästen in schönster Weise präsentieren wird. Für den Sonntag nachmittag plant übrigens unsere Gießener Fluggesellschaft noch allerlei Ueberraschungen, die den Festzugteilnehmern sowohl wie auch den Zuschauern besonders eindrucksvoll sein werden. Bornoti $en. — Tag es ka len d er für Mittwoch. 32. Mittelrheinisches Kreis turn fest: 8V2 Uhr „Liebigshöhe" gemeinsame Sitzung sämtlicher Einzelausschüsse. — Gießener Ruder-Gesellschaft: 8V2 Uhr Bootshaus Generalversammlung. — V.H. C. bei Hopfeld Monatsversammlung. —■ Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Aristokratenbluf^ * •* Grobfeuer in Annerod. In der letzten Rächt gegen 12 Uhr Brach in dem Sägewerk von Wilhelm Kehler in Annerod Feuer aus, das sich sehr schnell ausbreitete. Um 12.10 Uhr lief auf der Gießener Feuerwache am Oswaldsgarten die telephonische Meldung ein: „Großfeuer in Annerod, Rachbarhäuser in Gefahr. Bitten um Hilfe." Die Wache rückte nach Genehmigung durch den Branddirektor sofort aus und traf in kurzer Zeit in Annerod ein. Da das Werk fast isoliert steht und es ziemlich windstill war, war die Gefahr ftir die Rachbarschaft in kurzer Zeit beseitigt. Die Wache, die sich an den Löscharbeiten mit der von der Firma Auto-Schneider leihweise zur Verfügung gestellten zweirädrigen Motorspritze beteiligt hatte, konnte bereits um 1.10 Uhr wieder abrücken. Die Anneröder Feuerwehr konnte trotz sehr raschen Erscheinens und Anspannung aller Kräfte das entfesselte Element nicht allein bewältigen. Das Werk ist völlig niedergebrannt: dabei sind auch Maschinen, große Holzvorräte, Möbel, Kleidungsstücke usw. mit vernichtet worden. Das Wohnhaus hat keinen Schaden erlitten. Der Brandschaden ist sehr groß, da der Eigentümer, wie berichtet wird, nicht versichert ist. Die Entstehungsursache ist noch unbekannt. — Bei dieser Gelegenheit muh es erneut als Unfug bezeichnet werden, daß bei auswärtigen Bränden, deren Feuerschein hier zu sehen ist, immer wieder Feuermelder in der Stadt selbst abgezogen werden. Dies ist vollständig zwecklos, da ja der Betreffende über Ort und Lage deS Brandes keinerlei Auskunft geben kann. ** Sie Lahnbrücke wieder völlig frei. Das Polizeiamt Gießen teilt uns mit: Die von uns unterm 16. Juni angeordnete Verkürzung der Fahrgeschwindigkeit auf der Lahnbrücke wird hiermit aufgehoben. ** Der Strahenbahnfahrpreis an den Sagen des Kreistum festes beträgt einheitlich ohne Rücksicht auf die befahrene Streckenlänge 20 Pf. In der Hauptverkehrszeit wird der Betrieb auf der Strecke Marktplatz— Friedhof erforderlichenfalls eingeschränkt. (Siehe heutige Bekanntmachung.) ** Straßensperre. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten ist der Wartwea zwischen der Straße An der Warte und dem Aulweg bis aus weiteres für jeglichen Fuhrwerks- und Rad- fahrverkehr gesperrt. ** Promotion. Der Diplom-Handelslehrer Richard Frei an der DeffentL Handelslehranstakt ist von der hiesigen Universität zum Doktor der Staatswissenschaften promoviert worden. •• Eine gemeinsame Sitzung aller Kreisturnfest-Ausschüsse findet heute abend 81/? Uhr auf der Liebigshöhe statt. ** Erhöhung der Invalidenrenten. Ab 1. August zahlt die Post zu den bisherigen Renten der Invalidenversicherung bei Invaliden 4 Mk.. bei Witwen 2,40 Mk. und bei Waisen 2 Mk. für Rechnung der Versicherungsanstalten. In der Angestelltenversicherung ist mit Wirkung ab 1.7.1925 der Grundbetrag bei Angestellten um 10 Mk., bei Witwen um 6 Mk. und bet Waisen um 5 Mk. erhöht worden. Die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte erteilt Berechtigten ohne besonderen Antrag neuen Bescheid. ** D i e Anmeldung des Altbesitzes an Anleihen. Halbamtlich wird mitgeteilt: Durch die Presse acht die Nachricht, daß zur Durchführung des Anleiheablösungsgesetzes ein Reichs- kommissariat in Berlin gegründet sei, das seine Tätigkeit bereits ausgenommen habe. Diese Mitteilungen eilen den Tatsachen voraus. Es ist zwar die Einrichtung einer besonderen Stelle vorgesehen, die über die Gewährung der Altbesitzrechte entscheiden soll: die Stelle kann aber erst ins Leben gerufen werden, wenn die Ausführungsbestimmungen zum Anleiheablösungsgesetz ergangen sind. Dies ist noch zen. r für Mittwoch. 8'/, ujj Sitzung sämtlich« ?r Aukr-wsellschK eralversammlung. - uatsversammlung. - e: „Ariftokatenblut". >sty ^^ug.snN'hkeir W?F8 StaSa ef'*n^ÄM 8en sV; ""len de; fü/” Kn fir etliÄ*'S« Ä: Ld'eL^'K kllnnl 2=®""' ^Ä?"k»7 pÄ &ä5 L* In ! * ""l'Sen, unb i "V M »»len ÄH** löS Plant fl6rifltn$un, noch bauern be\onbtxS tin. Annerov. In btt c brach in dem Sägt« hier in QInnmh r schnell ausbrellelk. der Eichener Feutr« die telephonische Dcl« \ Annerod, Nachbar« m Hilfe." Die Dacht rch den Äranddirektrr zer Le// in Annerod rt steht und cS ^cm« iic Gefahr fxvt d beMtzt. Die Dach tea mit der von btt Mise zur Derfügurz Motorspritze beteilig'. 1.10 Uhr wieder ab« Feuerwehr lomte tot inb Anspannung ad« ment nicht allein bf völlig niebergebtaiml. 1, große Holzvorralt, 0. mit vernichtet wat' [ keinen Schaden er« ist schr groß, da der wird, nicht verficheü ist noch unbekannt, ch es erneut als Iht« dah bei auswurtiga in hier zu schm Z ■t in der Stadt fdw [ft vollständig McM jer Ort und Lage der inst geben kann. de wieder »»U'l eften teilt uns nut. aSgeorbnefe $eW „f der tonirmfe w» ■SsÜ»«1*4 SSUSn» ®,flen Bornahwc ää-^sv «irtääS* enf. *<*Ä .rfität zum Dow irrt worden. aIlct ft'X’fÄ* «* bisherigen U Au den v'sye' u gRL tg bei 2n°° Vt. für bei * ; W- ihanstallen. lln ö?jg25 t Wirkung °b b« stellten um Krhöh. i!ä >n o°äe Do^ffilbt- gangro Damen- und Herren Gummimäntel gje$^S^ ‘c? in allen Formen und Farben äußerst preiswert 7244a Oettel BV 8*i-»W! w v|*j u in allen Größen Zur Ausnützung einer hervorragenden Ä • ____ . . _ -L-i-L. ra—n-x..—„ cn „ ; „ Zur Weinbereitung Wolfseheibeo u.Messer Weinhesen, Gärröhren, Korbflaschen, Korkspunde Centtal-Srogerie, Schuistrahe Stcinb[ödc drohen, auf ein geringe- Maß zu beschränken, werden jetzt vielfach gröbere Sprengungen vorgenommen, so dah bas gefahrbringende Drechen der Steine vermieden wird. iSine gewaltige Sprengung, die groste Vorbereitungen erforderlich machte, fand am Samstag in unserem Dafallsteinbruch am „Eichkoppel statt. Nachdem ein vorauSgegan- gener Sprengversuch zu dem man 5 Zentner Sprengstoff verwandle, ein nicht befriedigende- Ergebnis zeitigte, füllte man jetzt das Dohrloch mit 7 Zentner Sprengstoff. Die Detonation, die weit im Niddatal vernehmbar war. übertraf alle Erwartungen. Sie rif) ein Riefenloch m den Steinleib des Derges. warf Stein riesen von 100 bis 200 Zentner Gewicht wre einen Spielbnll au» der Liese und forderte in einem Augenblick eine ungeheure Menge von Basalt zu Tage. Der Sprengtrichter ist so grob, dast er von dem nach Schotten fahrenden Zuge gut als solcher zu erkennen ist. Gerade dieser Steinbruch, der sich durch die Qualität und vorteilhafte Lagerung der Dasaltmasse auözeich- net, soll zu einem Grobbetrieb umgewandett werden Mit dem Dau einer Schwebebahn zum Bahnhof wird in diesen Tagen begonnen. Man hofft, 200 Arbeiter darin beschäftigen zu Zur Ausnützung einer hervorragenden technischen Erfindung, Patent-Weltartikel, suche Teilhaber mit 6000.- Mark. 50% Gewinn werden garantiert. Schristl. Angebote u.06246 an d. Siebener Anzeiger. J. Weinert, Papierwaren, Neuenweg S. 7T*D sowie Nafier-Mefser und Rasierklingen werden auf Spezial-Maschinen haar- scharf geschliffen. 06265 8r.vrücker,Vismarcksttahei0. Garbenbänder ieurigaefärbbarke ..Prima“ empfiehlt 7111c Sameoiaiis Bahn, Babnbontrake, Telephon 1403. u. Biberschwänze liefen promptu. billigst C. Siübsamen ©iehen Xdepbtm 1659. Wortes: „Lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen!" über die hohe Bedeutung der Gufta v - Ad 0 ls- BereinS-Arbeit für die evangelische 3u- genderziehung in der Diaspora sprach. 3n dem eigentlichen Festgottesdienst am Nachmittag war die geräumige Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Trotz der ungünstigen Witterung hatten sich auch einzelne Teilnehmer aus Nachbarorten eingefunden. Festredner war auch hier wieder Pfarrer Weitz. Er, der schon 14 Jahre lang in der Diaspora wirkt, verstand es meisterhaft, in anschaulichster Weise mit zu Herzen dringenden Worten auf Grund des Petriwortes: „Bauet euch auf znm geistlichen Hause!" über die Wichtigkeit und hohe Aufgabe doS Gustav-Adols-Vereins zu sprechen. Daraus erstattete Pfarrer ® ö de I, Hungen, als Schriftführer und Rechner des Zweigvereins, den Rechenschaftsbericht und die Rechnungsablage über das abgelaufene Jahr und entbot den Grutz des Hessischen Hauptvereilw. An Hauslollekten und Konfirmandengaben brachten die zum Verein gehörenden Gemeinden im letzten Jahr 2079,20 Mk. auf. eine Summe, die noch viel zu niedrig ist im Verhältnis zur Notlage in der sich die meisten unserer Diaspora- aemeinden befinden. Auch dieser Redner konnte aus Erfahrung sprechen. Er hatte als Feldprediger Gelegenheit gehabt, zu sehen, was evangelische Not ist, besonders in Südrutzland. Seiner Ansprache hatte er den Psalm 84 zugrunde gelegt. Die Nachversammlung, die auf dem schonen Warthügel stattfinden sollte, muhte infolge der llngunft der Witterung ebenfalls in dem Gotteshause abgehalten werden. Pfarrer Weitz berichtete aus der Geschichte seiner Filialgemeinde Hälsen stamm, Pfarrer G 0 ck e l über seine Erlebnisse als Garnison- und Feldprediger. Zur Verschönerung von Festgottesdienst und Nachversammlung trugen ganz besonders ein Hungener Gesangs-Quartett unter Leitung von Pfr. G 0 d e l und der hiesige Posaunen- chor bei. Die Kollekte betrug 80 W!. „?" Eichelsdorf, 28.3uli. Um die Gefahren, die den Arbeitern in den Basalt- steinbrüchen durch sich loslösende können. _ lg Gedern, 26.3uli. Die letzte Farn ilie der hier längere Zeit untergebracht gewesenen Ausgewiesenen, die größtenteils durch Entgegenkommen der fürstlichen Vertvaliung ibiterfunft im Stollbergschen Schlosse sanden, verlies am Freitag unseren Ort, um nach toter Heimat Höchst a. Main zurückzulehren. Wahrend der langen Zeit ihres unfreiwilligen Exils hatten sich die Ausgewiesenen einen groben Freundes- und Dekanntenlreis erworben. Wenn sie auch naturgemäß im Heimatboden fester tour- zeln, als dies bei uns der Fall sein konnte, so darf doch wohl angenommen werden, dah sie sich jederzeit gerne des hier gefundenen <8ntgc- genkonnnenS erinnern werden. —^Inserem hoch- betagten und verdienten Mitbürger Wilhelm Kirchdorfer und seiner Ehefrau geb. Naumann war es vergönnt, heute im Kreise ihrer Familie und zahlreicher Freunde das seltene Fest der goldenen Hochzeit in gcifuger und körperlicher Frische zu feiern. Einer schone" Sitte gemäb zog das Jubelpaar um 1 ilpr nachmittags zur Kirche, wo die Einsegnung und Lieberreichung einer Ehrenurkunde durch Hofprediger Widmann erfolgte. Die hiesige Gefolgschaft des Zung deutschen Ordens der Herr Kirchdorfer angehört, veranstaltete abends im Saale des Dergwirtshauses eine würdige Feier zu Ehren des Jubelpaares. — Heute wurde der langjährige Rechner, Kirchenrechner und staatlicher Untcrerheber i. R. Philipp 8 r a n 8 i zu Grabe getragen. Eine Lungenentzündung, die ihn mir wenige Tage ans Krankenlager fesselte, setzte feinem nimmermüden Schaffen em Ziel. Der Verstorbene war ein Mann von seltener Arbeitssreudigkeit und Gewissenhaftigkeit, der sich der größten Wertschätzung seiner Mitbürger erfreute. Dies tarn zum Ausdruck in einem gewaltigen Trauerzuge, wie ihn unsere Gemeinde selten sah. Don nah und fern waren Freunde und Bekannte herbeigeeilt, um dem Dahingegan- genen die letzte Ehre zu erweisen. Der Ortsgeistliche, Hvfprediger Widmann, schilderte den Verstorbenen in tiefempfundenen Worten als einen Mann der Arbeit und treuesten Pflicht- erfüUung, der jederzeit gerne seine Arbeitskraft in den Dienst des Staates, der Gemeinde und der Kirche gestellt habe. Besonders letztere, der er lange Jahre als Rechner und Mitglied der Kirchenvertretung gedient habe, sei ihm zu großem Danke verpflichtet. Eine große Anzahl von Kranzspenden wurde mit ehrenden Nachrufen seitens der Gemeinde, der Kirchenvertretung, der Freiwilligen Feuerwehr, doS Turnvereins, des Hess Rechnerverbandes, der Beamten des Finanzbezirks Nidda und des V. H. C. am Grabe ntebergdegt. Noch vor wenigen Monaten ehrte der hiesige Zweigverein des V. H. C.. dessen Mitgründer er gewesen war, den jetzt Verstorbenen in Anerkennung seiner Verdienste durch Verleihung der Ehrenmitgliedschaft. Kreis Büdingen. Ortenberg, 27. Juli. Unter freudigster Anteilnahme des größten Teils der Gemeinde feierte gestern der hiesige Evangelisch-kirchliche F r a u e n ü e r e i n sein zehnjähriges Destehen. Der Festtag wurde eingeleitet durch einen erhebenden Festgottesdienst in der schön geschmückten Kirche, in dem der Festprediger, Pfr. Wagner (Darmstadt), im Anschluß an Evang. Markus Kap. 5, Vers 19 und 20, der das weite Gotteshaus füllenden Gemeinde, insbesondere den sehr zahlreich erschienenen Frauen die rechte Grundlage und das wahre Ziel aller echten Frauen- vereinsarbeit und jedes christlichen Frauendienstes in geistvollen Ausführungen auszeigte. Der Gottesdienst wurde umrahmt von einer reichen Liturgie, schönen Chorälen und den beiden Chören in I. S. Bachs machtvoller Vertonuny „Lobe den Herrn" und „Dir, dir, Fehooah will ich singen , die der Kirchengesangoerein ebenso machtvoll zu ■ Gehör brachte. Die für die Krankenschwesternsta- tion erhobene Festkollekte erbrachte 31,60 Mk. Am Nachmittag folgte dann die eigentliche Festversamm- liing im festlich geschmückten tzirzelschcn Saal. Der Ortsgeistliche eröffnete, begrüßte, gedachte der im legten Jahr Verstorbenen, warf einen kurzen Rückblick auf die Vergangenheit und ermunterte zu neuen Taten in der Zukunft. Dekan Schäfer (Tübingen) überbrachte die Glück« und Segenswünsche des Dekanats, Pfarrer Wagner die de» Verbandes und feines Vorstandes, eine Reihe von Glück- wunschfchreiben kam zur Verlesung, ein Telegramm kam leider erst am anderen Tage an. Zur Unterhaltung trugen bei ein kleines Theaterstückchen, ferner verschiedene mundartliche Gedichte, die großen Beifall sanden, und verschiedene Lieder. Eine Tellersammlung ergab 54,90 Mk. Um 6 Uhr konnte ber Leiter die schon verlaufene Versammlung mit Worten des Dankes an alle schließen, nachdem er noch zur zahlreichen Beteiligung an der großen Gustav-Adolf.Tagung in Gießen vom 20. bi# 22. September aufgeforbert hatte. Kreis Weimar. nicht geschehen. Es ist daher vollkommen zwecklos, wenn sich Anleihegläubiger schon jetzt melden und Anträge auf Anerkennung als Altbesitzer stellen. Sobald die Vorbereitungen beendet sind, wird dies öffentlich bekanntgemacht. Es wird bann auch b-kanntgegeben. an welche Stellen bie Anträge zu achten sind und welche Nachweise im einzelnen torqcleqt werden müssen. •• Personalien Ernannt wurden durch GnifdJiefiung des Ministers des Innern vorn -2 3uli der Referendar Dr. Ernst Leu tert kwi Sieben zum Regierungsassessor; am 23. 3uh Jet Privalbozent der Philosophie und Pädagogik Dr Paul Luchtenberg in Köln mit TDir- fjng vom l. April 1925 an zum planmäßigen cuberordentlichen Professor für Psychologie und Pädagogik an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, — Aus dem Staatsdienst entlassen vurde am 23.3uli der Polizeiwachtmeister Philipp Kuhn zu Giehen mit Wirkung vom f August 1925. 3n den Ruhestand versetzt uurbe am 24. Juli der Obcrftubicnrat an dem Realgymnasium zu Gießen Theodor Schaumann auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1 August 1925 ab. ADV. Beschleunigung des Fracht- liüdgutvertchrs nach und von Oesterreich Zur Förderung des Verkehrs zwischen Deutschland und Oesterreich haben die beteiligten Eisenbahn- und Zollbehörden eine Einrichtung «schaffen, die den Güteraustausch bei gleichzeitiger Entlastung der Grenzübergangsbahnhöfe teschleunigen und verbilligen soll. Bisher wurden die Stüdgutsendungen aus den teutsch-österrcichischen Grenzbahnhöfen zollamtlich Gehandelt, was vjel Zeit erforderte. Jetzt werden Sie Stückgüter auf bestimmten Bahnhöfen gesammelt und unmittelbar in geschlossenen Stückgutwagen über die Grenzbahnhöfe hinaus 1 ach Wien Südbahn, Matzleinsdorf, Linz, Villach chbf. und Innsbruck Hbf., sowie nach München Hbf. und Nürnberg Hbf. befördert. Beim Aufkommen genügender Gütermengen kommt auch direkte Verladung und Beförderung nach Empfangsstationen mit Cisenbahnzollstellen in Frage. Bon den Sammelstellen werden die Wagen ohne Verzug den Ilmlabe- oder Empfangsstationen unmittelbar zugesührt. Dabei ist zu beachten, daß die Güter mit direkten Frachtbriefen aufgegeben werden: die Grenzübergangsstation ist jedoch nach tote vor im Frachtbrief anzugeben, da sie für die Frachtberechnung matzgebend ist. Bewährt sich das Derfahren, so ist seine allgemeine Einführung im AuSlandverkehr beabsichtigt. "PostpaketenachKonstantinopel. Von jetzt an werden gewöhnliche Postpakete über 5 bis 10 Kilogramm nach Konstantinopel (Stam- 6ul, Pera. Oalata) zur Leitung, über Hamburg (Seeweg) angenommen. Die Beförderungsgebühren für diese Pakete betragen 4,65 Reichsmark. k. Der Verein „Indischer National f 0 n d s" veranstaltete am Sonntag vormittag im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, eine Vorführung des neuesten Palästina'ilms ..Erez 3f tae l", Bilder von der jüdischen Aufbauarbeit in Palästina. In einem einleitenden kurzen Referat wurde darauf hingewiefen, in welch ausgedehntem Maße seit Iahrzehnten in Palästina gearbeitet wird, um aus Wüste und Sumpf wirtschaftlich und kulturell wertvolle Objekte zu schaffen. Hier zeige sich, daß das jüdische Volk nicht nur geistig, sondern auch produktiv zu arbeiten verstehe. Die vorgesührtcn Filmbilder gewährten zunächst einen interessanten Einblick in das alte Palästina, von dem viele aus der Geschichte des Alten Testaments inanches gehört und gelernt, aber meist nicht gesehen haben. Seit der in 1911 erfolgten Gründung de« Keren Kajemeth Lejisracl ,Jüdischer Nationalfonds) erfolgte eine völlige 'Imtoanölung der wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse in Palästina. Durch Abgabe von Vodengelände an die meist mittellosen Einwan- derer durch den Keren Kajemeth wurde die Grundlage für eine breite unb sozial gesunde andwirtschaftliche Kolonisation geschaffen. Auch -tc städtische Siedlung hat einen großen Fort- hritt aufzuweisen. Olbgcsehen von der völlig >euerrichteten Stadt Tel Atoito sind in (Jerusalem, Haifa und Tiberias ganz neue und moderne Stadtviertel entstanden. Eine Reihe von nbuftricllen Unternehmungen, besonders der Tabak-Industrie, hat großen Aufschwung genommen. Auch in sanitärer und kultureller Hinsicht hat Palästina in den letzten Iahren bedeutende Leistungen aufzuweisen. 'Zahlreiche Bilder zeigten die Neueinrichtungen von Krankenhäusern und Schulen. Erst in allerletzter Zeit wurden das Technikum in Haifa und die Hebräische Universität in Jerusalem eröffnet, an deren Einweihung Vertreter aller Negierungen unb Par- eien teilnahmen. Landkreis Gießen. a Krofdorf, 27. Iuli. Der R a d - E l u b Teutonia" feierte gestern sein 15j ädriges Stiftungsfest. Dazu waren die hiesigen Vereine unb zahlreiche auswärtige Nav- fahrvereine erfchienen. Sonntag vormittag < ilpr begann das 100 Kilometer-Stratzenrennen. Dte Fahrt ging über Rodheim a. b. D, Fellingshausen, Frankenbach, Eiserne Hand, Hcrbvro, Wetzlar. Dutenhofen. Klein-Linden. Gief>en zurück nach Krofdorf. 2lls erster traf Irla-Her- born. in 3.12.30 Std. ein, er errang somit den Bezirksmeister 1925. Zweiter war. Siegtr. Haas-Dietzen 1885, in 315 Std. Dritter O. Heß-Gießen in 3.15.45; vierter W. FrieS jr.« Krofdorf in 3.17.40; fünfter I- Mar- Gießen in 3 17.50; sechster Ad. Feidhausen-Weilburg ut 3 23.10; siebter Alb. Stroh-Wißmar in 3.24.30; achter P Reeh-Krosdorf in 3.29; neunter Appel - Gießen 85 in 3.29.10; zehnter Ad. Weber» Krofdorf in 3.34 Std. Um 2 Ubr nachmittags bewegte sich ein Festzug durch den Ort, voran die Radfahrer im Korsofahren. Die Verwertung hatte folgendes Resultat: Klasse A: 1.Preis Fortuna" Gießen mit 11,48 Punkten. 2. Preis Germania" Wißmar mit 10,96 Punkten, 3 Preis Wiefeck mit 9,96 Punkten. Klasse b: 1.PreiS „Wanderer" Gießen. Klasse C: 1. Preis Giehen 1885, mit 11.90 Punkten. 2. Preis Lollar mit 9,64 Punkten. Iugend-Korso: 1. PreiS Wieseck mit 11,12 Punkten, 2. Preis .Germania Giehen mit 10,34 Punkten, 3. PreiS Krofdorf mit 8,79 Punkten. Auf dem Festplatz fand dio Begrüßung statt. Bei dem anschließenden Neige,ifahren errangen im sechser Schulreigen 1 Preis „Wanderer" Gießen mit 8,61 Punkten. 2 Preis „Germania" Wißmar mit 8,35 Punkten. 3 Preis Sinn mit 8.1! Punkten; im sechser äugenbretgen 1 Preis .Wanderer" Gießen 1 Mannschaft 9,08 Punkten, 2. Preis Wieseck 2 Mannschaft 8.48 Punkten. 3. Preis Giehen 2 Mannschaft 8,36 Punkten; 2er Mannschaft Kl A: 1. Preis .Germania" Gießen l.Nkann- schäft Kl b: 1. Preis „Germania" Gießen 1. Mannschaft, 2. Preis Krofdorf 2. Mannschaft. 3 Preis Krofdorf 1. Mannschaft. Im weiteren Verlause des Nachmittags wurden noch Kunstfahren und Radballspiele vorgeführt. Um 7 Uhr abends wurde die Preisverteilung vorgenommen. Starkenburg und Nhcinhc^en. -!- Of f en bad), 28. Iuli. Die städtische Sparkasse, die zu Anfang 1924 nur 24 Sparbücher mit Goldmarkeinlagen aufwies, konnte Ende des genannten Jahres bereits 4032 auftoeifen mit durchschnittlichen Einlagen von 236 Mk. Der Einstigen bestand wuchs von 4577 Wk. aus 943 096 Mark und bis März 1925 um eine weitere Million. Die Bücher mit Einlagen bis zu 102 Mk, machten 64 Proz., diejenigen bis 500 Mk. 30 Proz. und die höheren nur 6 Proz. ber gesamten Einlagen aus. ein Beweis, dah die kleinen Sparer am eifrigsten waren, eine Folge der Sparprämienverlosung. Hessen-Nassau. bl. Dillenburg, 28. Iuli. Der Krei« erwarb von bem Staat einen Lichtbilder- a pparat, ber zur Vorführung eine« guten Lichtbildes in den Gemeinden Verwendung finden soll. bl. Dillenburg, 27. Juli. Die günstige Lage der B a s a l t st e i n i n d u st r i e des Kreises halt an. Seither verfügte der Dillkreis schon über eine große Anzahl von Steinbrüchen, die sich neuerdings bedeutend vermehrte. Wo nur eben ein einigermaßen günstiges Steinfeld ist. wird ein Bruch erschlossen. Die Preise des Bodens steigen naturgemäß ins Schwindelhafte. Von dem Westerwald kommen tagtäglich ganze Züge hochbeloden mit Basaltftein. Gerade hier liegt der Basalt in Mengen, so daß seine Erschließung sich rentabel gestaltet. — Nach einem Beschluß der städtischen Körperschaften wird die Höhere Mädchenschule ab 1. April 1926 in eine sechsklassigeMittelfchulefur Schüler beiderlei Geschlechts eingerichtet. bl. A u S b e m D i l l t a l. 28. Iuli. Die G c- treibeerntc verspricht hier biejemge de« Vorjahres erheblich zu übertreffen. Soweit bis jetzt geerntet werden konnte, war bet Ertrag ein recht guter. '•! ßid), 27. Juli. Die Landwirtfchasts- f ammer veranstaltete dieser Tage in Lich eine Schafbockauktion von der Stammherde der iiirftlidjen Gutsverwaltung. Es standen vorzügliche »uchttiere zur Verfügung, die Preise waren sehr hoch. — 3n Götzen wird am 29. Iuli eine meliere Schafbockauktion durch den Landwirtfchasts- tammerausschuß für Oberhessen abgehalten. Es handelt sich hier um das veredelte oberhefsifche Landschaf. Mrcie Alsfeld. m. Mücke, 26. Iuli. Auch hier macht bie Bautätigkeit gute Fortschritte. 3m Rohbau steht bas Wohnhaus eines Bahnbeamten aus Stockhausen. Lehrer Gemme r-Merlau beginnt mit bemfetben. 2 Bahn- und 2 Postbeamten von hier, die bereits Bauplätze auf der Mücke erworben haben, werden demnächst folgen. So ist unsere noch vor 50 Iahren nur aus bem Mückewirtshaus bestehenbe Mücke bereits zu einem Elefanten angewachfen. bet fast bie 2 Kilometer lange Lücke zwischen Flensungen unb Merlau aus füllt unb noch immer nicht ausgewachsen ist. Obgleich bie Mücke bereits über 250 Einwohner zählt, so existiert sie bis bahin nut geographisch, nicht aber politisch, ba sie teils zu Flensungen, teils zu Merlau gehört, was besonders für unsere Schuljugend wegen des weiten Schulweges sehr unangenehm ist. Man trägt sich deshalb hier mit dem Gedanken, bei dem Hess. Ministerium die politische Selbständigkeit ber Mücke zu beantragen. Es bürste wohl bie Zeit nicht mehr allzusetn sein, bah auch unsere Mücke eigene Verwaltung unb eine eigene Schule bekäme, ihr vielleicht noch mit ber Zeit bie Gemeinben Merlau unb Flensungen eingeglicbert würben unb Mücke bann noch als Station an ben Dahnen Gießen— Fulba unb Mücke—Hungen Marktrecht bekäme, was im Interesse ber zahlreichen Geschäfts- unb Kaufleute auf der Mücke sehr zu begrüßen wäre, zumal bie Mücke ben Hauptverkehrs- punlt für ben Vogelsberg bildet. *!* Merlau. 27. Juli. Der hiesige ® e - meinderat hatte beschlossen, den seither von der Gemeinde an die Kirche gezahlten Zuschuß zur Bestreitung der kirchlichen Ausgaben vom Rechnungsjahr 1926 an abzulehnen, weil bei den gegen« wärtigen Steuerverhältnissen die Grundbesitzer und Gewerbetreibenden dadurch stärker belastet würden als die Lohn- und Gehaltsempfänger. An Stelle des Beitrags der Gemeinde wünscht der Gemeinderat die Einführung von Ortskirchen ft euer n. Diese wurde auch vom Kreisamt empfohlen. Kirchen- Vorstand und Gemeindevertretung beschlossen einstimmig, dem Wunsch des Gemeinderats zu willfahren, da sie sich davon überzeugten, daß dadurch in der Tat die kirchlichen Umlagen gerechter verteilt werden und die Erhebung der Ortskirchensteuer keine allzugrohen Schwierigkeiten und Kosten verursacht. Die Steuer wird durch das Finanzamt gegen eine Gebühr von 5 Proz. der Umlage mit den Landes- kirchenfteuern zusammen ausgefchlagen, erhoben und dann an die Kirchenkaffe abgeführt. Kreis Schotten. )—( Ruppertsburg, 27. Iuli Gestern feierte dahier ber Zweigverein Hungen- Solms des Hess. Gustav-Adolf- Vereins sein Iahressest. Vormittags sand ein Iugendgottesbienst statt, in bem Pfarrer Weitz, Bieber bei Offenbach, unter Zugrundelegung des Statt Karten.' Gießen, den 28. Juli 1925. 725 ID Vertreter: Sanitätsrat Schliephake 06293 Eisenbahn-Sekretär Adolf Bruß nebst Kindern. in 7241c Wetzlar. 7259V (Es ladet ein Peter Gaub zum Ausnahmepreis von Wik. 90.00 06276 Achtung! 06294 gesucht. Siidanlaae la gelbfleischige kl. 20 und ab Lager. 7250V am Gießener Brandplatz TQ3TC Für die uns anläßlich unserer Silberhochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten danken herzlichst jedes Quantum laufend lieferbar (Händler bzw. Großabnehmer Vorzugspreise). Waggonfrei jeder Station, frei Haus Hermann Sauer, Gartenstr. 13 Lag.u.Bureau: Walltorstr. 365)., Tel. 1154 Gießen, den 28. Juli 1925. Städtische Straßenbahn. 3. D.: Kunhemüller. Grünberg. Gießen, den 28, 3uli 1925. Kreisbauverwaltung. 3. V.: Schneider. Sehi Euch vor! 7J6&C aus? Schrifil. Angebote unter 06295 an den Gtest An» Gebrauchtes, gut et« halt. Hcrrcnfabr- rad zu kauf, gesucht. Schr. Ang. u. 7249D an den Gieß. Auz. Die Beerdigung findet in der Stille statt. Wir bitten, von Beileidsbesuchen abzusehen. Arbeitsvergebung. Das Dach der Stadtkirche zu Grünberg soll um- bzw. neugedeckt werden. Angebote sind bis zum 6. August d. I., vormittags 10 Llhr. bei der Bürger- Heute morgen entschlief nach langem Siechtum plötzlich und unerwartet unser lieber Sohn, Bruder, Neffe und Vetter Heinz Kneipp, stud. phii. im Alter von 20 Jahren. Lesen und Ausschneiden! Achtung! Sonder-Angebot 50000 AIumiDiumtöpfe 10 Mark franko pro 11 Stück 1t. Abbildung (gegen Vorkasse oder Nachnahme), und zwar. 5 Schmortöpfe mit Deckel 3/*, 1, 2, 3, 4 Ltr. Inhalt sowie 6 Milchtöpfe mit Zierrand. Außerd. liefere ich auf Wunsch mit Schmortöpfe. 5. 6 Ltr. Inhalt Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: A. Kneipp, Lehrer. Carl Beiz und Frau Roonstratze 36 Frankfurt a. M. (Raiffeisenstr. 60), im Juli 1925. __7229D «FFräuleinlß aus guter Familie^ nicht unter 18 Jahren, welches sich in der bürgerlichen sowie feineren Küche ausbilden will und sich für 1 Jahr verpflichtet, per sofort gesucht. Cafe - Restaurant Domschenke Hansa Handelsschule J. Kunzeimann Gießen, Bahnhofstr. 60 vorn. Hermes 3. August v neue Kurse. i Dr. Neumann Spendet verreist Vielter Freiw. Feuerwehr, ß DieKameraden werden ersucht, die Wachzettel für den Wachdienst zum Turnfest von Donnerstag ab bis Freitag mittag 12 Uhr im Turmhaus am Brand in Empfang zu nehmen. Das Kommando. $müil885f.$. Donnerstag, den 30. d. MtS., pünktlich 9 Uür: Versammlung im Hessischen Hof. Tagesordnung: ."yeitAllfl KreiSturnkest. Bestimmt erscheinen ™*c Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer guten Mutter Frau Am Broß geb. Schmidt sagen wir allen, insbesondere dem Kavallerie-Verein Gießen und dem Mandolinen- und Gitarren-Verein „Neapolita* unseren allerherzlichsten Dank. Tüchtige Vertreter gesucht zum ständigen Besuch sämtlicher Automobilbesitzer des dortigen Bezirks zum Verkauf erstklassig. Autozubehörteile und zwar: Staadard-Patent-Faßpampa Original Wood Miln, D.R.P. 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Kirche (Sfirifti füi bii ift der offijiti eine faktische, wenn titulierte Einheit d ihren Teilnehmern .ans den grvhten x ift die Bewegung, : ichtbar werden tt durch die seelischen liegenden Iahrzehi christlichen Böller, sicher, Benö Wall zeitig vor Stockho Buche ,Dje Einign ichen Glauben aus Aot dieser Jahre i Christen mobil gern, Dilation der M dmgemäh alle je- Meine Sprechstunde fällt vom 31Juli bisl8. Aug. aus D. Daub i Heilkundiger, Alsfeld am Wartweg, 2Min. von der Schönen Aussicht, bist. z. verk. Schr. Ang. 11. 06296 an den Giest. Anz. Halbtags- anteil der Luhmühle bet Lützellinden zll ver- kausen.Tntcn Hofen, Haus Nr. 21 Hotel-Restaurant Bayrischer Hof * “ T2460 Morgen Donnerstag, 30. Juli Mk MelsMk iVsrsckisdsnsrl Gebildete aeuiWglöDöerin in Gießen, 30 Jahre in England gewesen, erteilt Unterricht in Literatur, Konversation GcschnstSkor- respondenz. Einzelstunden oder in Zirkelt». Lchr. Ana. u. 061(3 an d. G. Anz. 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Die christliche Welt- Lonferenz zu Stockholm. Lon Geh.-Rat Prof. D Adolf De iß mann, Berlin. Mitglied des Internationalen Äomitce6 der Weltkonferenz deS praktischen Christentum". In der zweiten Augusthülfte 1925 treten V]) G. (er 506c ck Wer führtgewiffen- bat, h** SiefiamerabenW« den ersucht. d>e Vachzettel für den Wachdienst ium Turnfest von Dan- ZO 9. | r w* 5’293 ri! euerer Zeit auch früher schon gegeben: die --rohen internationalen Verbände der 3ung- ii rünner- und Iungfraucnvereine, der christlichen Studenten, der Mission haben seit Zahr^ehnten ihre Weltzusammenkünfte gehabt, zum Teil Ver- !cnflaltungen von ganz erheblichem Ausmahe. Lber immer waren es freie Vereinigungen, die »ahinter standen, nicht die Kirchen als solche. §ie Stockholmer Tagung, deren Zustandekom- i en hauptsächlich den unermüdlichen Bemühun- 1 en des lutherischen Erzbischofs von Llpsala, t'athan Söderblom, verdankt wird, ist eine Konferenz der Kirchen, beschickt von amtlichen »Abgeordneten, die eine Gesamtseelenzahl von . troa 300 Millionen protestantischer, anglikani- icher und orientalischer Christen repräsentieren '□erben. Der Deutsche Evangelische Kirchenbund, ; ie Zusammenfassung sämtlicher deutscher Landes- richen, sendet unter Führung seines Präsidenten ID. Dr. Kapler eine Delegation von etwa 70 Abgeordneten, Theologen uno Laien. Männern urb Frauen nach Stockholm. Sechzehnhundert Jahre nach dem ersten ökumenischen Konzil von Vicäa (325) also ein neues und neuartiges christliches Weltkonz'll Dah die römisch-katholische Kirche nicht teilnimmt, ist ihr freier Wille gewesen', deshalb ist Stockholm aber ii keiner Weise feindselig gegen Vom. Dah in >er römisch-katholischen Christenheit troh der amtlichen Nichtteilnahme ein starkes Interesse an der Tagung vorhanden ist, ist sicher. In einer vielbeachteten Schrift hatte kürzlich der bekannte Münchener katholische Theologe Professor Pfeil- Ichifter die ganze auf Stockholm zudrängende Bewegung mit ebenso groster Sachkenntnis wie Lhmpathie gewürdigt, und schon seit einiger Zeit Ixiben sich große katholische Organe eine Dericht- crstattung über Stockholm gesichert. Neuartig ist Stockholm wegen seiner weltweiten Beschickung. Kkäa war nur die Vertretung der kleinen, mit t>rr Mittelmeerwelt sich deckenden antiken christ- i-dyen Welt. In Stockholm wird der gesamte bristanisierte Erdkreis seine Abgesandten ver- sirnmeln. ein so niemals vorher möglich ge- dxsenes Parlament der Nassen und der Völker, ter Sprachen und der Konfessionen. Neuartig aber wird Stockholm auch sein durch sein neues P rogramm. Man wird weder über eine dogmatische i cxh über eine kirchenrechtlich-verfassunasmätzige ßtnigimg aller Kirchen verhandeln Sondern über praktische Dingel „Allgemeine Konferenz der klrche Christi für praktisches Christentum — ist der offizielle Name der Konferenz, die -ine faktische, wenn auch dogmatisch nicht formulierte Einheit der christlichen Gesinnung bei ihren Teilnehmern vorausseht. Herausgeboren >..»s den größten 3deen des Neuen Testaments, fifr die Bewegung, die in Stockholm hiswrisch sichtbar werden wird, aufs stärkste beeinfluht burch die seelischen Erfahrungen des hinter uns liegenden Jahrzehnts der Selbstzerfleischung der christlichen Völker. Ein junger hessischer Geistlicher. Ren6 Wallau, hat in einem noch rechtzeitig vor Stockholm erschienenen vortreftlichen laiche „Die Einigung der Kirche vom evangeli- hen Glauben aus" gezeigt, wie die ungeheure Mot dieser Jahre in allen Ländern die ernstesten Christen mobil gemacht hat zu einer neuen Evangelisation der Menschheit. Die Konferenz will demgemäß alle jene Fragen aufrollen und in Zum 1OO. Geburtstag der Stahlfeder. Ein Jahrhundert ist jetzt verflossen, seitvenc ,um erstenmal die Stahlfcderfabrikatwn fabrit- mihig und in größerem Umfang aufgenommen il»urde. Zwar hatten sich Erfinder schon lange bemüht, den Gänsekiel durch ein haltbareres Tatenal zu ersehen, aber erst im Stahl bot lich der Stoff bar, der eine ideale Lösung er- i in öglichte, und nicht früher war es so weit, um Itc Stahlfeder als Massenartikel herzustellen, bts ntan gelernt hatte, die Schreibfedern aus den (arten Stahlbändern auszustanzen. Wie so manche große Erfindung, die dann die ganze Dell eroberte, sind die Anfänge der Herstellung :>en Stahlfedern in Dunkel gehüllt. Es wird : «richtet, daß bereits ums Jahr 1803 ein Englän- > ö gch. 9*7 fe fjatiÄ piff« \ MA»?« LflerunS e dieser L^igung- fe** Order^ 4jc Cßcrie’.ö 3*r Sriff»"«!“ : »liffsrN Lh-Z rar er be! 11 3m Frühjahr 1 Melöheim u ® IM von Muschenh Mmnm mit ihr ar Ten. Anfangs Sepie ter die Woche über ton Samstag abe: Mersheim war, g< in anderen ilmftar 1J. September mit, Jellersheim nach - tc ihr Vorhalte ubc enteren Männern g He Wirth habe dies ibrebeten dann, sich 'eiben Stelle zu ti and) dort. Sie oi nach einem ßaserac M lam dann, zu weigerte sich, mit i zu gehen, da er 1 3m Zorn habe < den Vorgang, in eingeschlagen und Mehgermeiler den habe er dann liec gegangen, f)abe b< lifäljuteate geieg 'ttuni>en in öle : gangen: dort habe anzt. Um 11 Uhi . -ach Hause begleite .mit und habe dü ernten Steinbruch -Am nächsten Mvrg ■ imd habe die W: < üi er geflohen, als belannt geworden 1 ’egion nicht angei ^ach dem Elsaß ge e^gewiesen wocdei liet-aufgehalten u n Frankfurt a. M iie Tat lediglich in vorher den Entsch ’ Etingen. Da diese Anga wichtigsten M verschiedene 1 deute sage er die hauptet habe, er düng der Mch er wisse nicht, 'ommen sej. Äus der i 50 Zeugen) sei a gervorgchoben. 2 Verschwinde «schäft gerne dm Verdacht, das -ch-Ledtember 19; Wwb'zei und i ®elä ^Wachtmeister - dem Tage MdeldeckeeL -Ingen tn J’n8CT Ä 7 Ää« iS», am 14 eii °uch nU°undd gegeben I ftrantjuxt a-M 27. 7. I 2« 7 27. 7. Datum: Banknoten. t) fjerr ftnorfe nicht l.r?orroegifd)c Noten ®tuifd)'Ceftm. a 100 Arenen Nuinänssch- Noten 20 Olbenbbärft. Die heutige des der teil Gießener Wochenurarktpreise am 28. Juli 1925 (Händlerpreise). übtüeyw o.n da :"myn Se mal fünj 'Rappe. »’faiiafttDnflffj, richt. Snorte (anheim I W btt O^ttia unb bem Lchwchr ihn- °i AU essen gedachten, orke und begann den 'ßen Tages zu wech. etzt for eene Berliner hast lern Sliljesühl. mrst verlangen! Aber >, müssen roa uns dach richten" Frau Snorte >ie fühlte, daß sie da, Ahr fort: „Un mit btt ilooller Mensch ißt in t Jerichte, |ojenanntt Engerer Zeit verfeindet ist, habe den Bries auf» ,griffen. Als der Briefträger nach Rücksprache nrit ^rau A.. die dies entschieden bestritt, der -rau Sch. hiervon Kenntnis gab, behauptete Diese der Brie' sei nicht ausgerissen, sondern cttDa fingerlang ausgeriht gewesen. Bei einer töäteren Gelegenheit, bei der wiederum die Rede auf den Vorfall kam. suchte der Briefträger die angebliche Beschädigung de« Briefes auf eine formlose Weise zu erklären, allein Frau Sch. meinte sie wisse besser, was das. nämlich die «rau 2l. und ihre Familie, für wären. Wegen i Itlet Äeusterung erhob Frau A. Privatklage ureaen Beleidigung, die mit einer Verurteilung ilas er zu geben ge> ebenfalls am finor» rt verständnislos die in Frau Knorke durch» Angeklagte nicht zu erkennen gaben, das; sie noch weitere Beweiserhebung oder Gutachten wünschen, schloß der Vorsitzende gegen 6 Uhr abends die 95e- weisaufnahine. Die Weiterverhandlung wurde bann auf morgen, Mittwoch, vormittag 8* Uhr, vertagt: in ihr werden die Plädoyers des Staatsanwalts und Verteidigers gehalten werden, darauf wird sich Gerichtshof zur Beratung zurückziehen. Das Ur- dürste um die Mittagsstunde zu erwarten fein. Amst.-Non Buen-AireS Brss -Antw Lhnstionta Kopenhagen etodpotm Cttfingforfl. Mallen. . Loudon. ‘.'(tanort . - Doris. . . Schwetj - Spanien - Japan . . «io de Jan. Wien ln D - CefL abgest Prag . . . • Belgrad . . Tubapeft • - Bulgarien Lissabon Danzig. ■ Konstantin- Athen. . Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200 bis 210. Matte 40. Käse 65, Wirsing 30. Weißkraut 30 bis 40. Rotkraut 40, gelbe Rüben 40. rote Rüben 20. Spinat 40. Römischkohl 15. Bohnen 20 bis 35. Erbsen 30 bis 40. Mischgemüse 20. Tomaten 35 bis 40, Zwiebeln 20, Pilze 35. Kartoffeln 7 bis 8. Frühäpfel 50 bis 75. Falläpfel 12 bis 25, Birnen 40 bis 60. Dörrobst 35, Kirschen 60 bis 80. Heidelbeeren 50. Stachelbeeren 25 bis 40. Johannisbeeren 45. Brombeeren 50 bis 70, Himbeeren 70. Pflaumen 60. Aprikosen 80. Mirabellen 80. Pfirsiche 130, junge Hahnen 100 Pf. das Pfund: Eier 1ä bis 15, Blumenkohl 50 biS 120. Salat 10. Salatgurken 15 bis 60. Cimnac^urken 3 bis 6. Ober-Kohlrabi 15. Rettich bis 50 Pf. das Stück. Rad!eschen Bd. 20 Pf. Der Prozeß gegen den Mörder Adolf Steul. * Gießen, 28. Juli 1925. Unter dem Vorsitze deS Landgerichtsdirektors 2 tamer wurde heuie gegen den Metzger Adolf t e u 1 von Bellersheim wegen Mordes ver- ha tdelt. Die Anklage vertrat Staalsanwalt ; Kisch er: die Verteidigung führte Rechtsanwalt Justiz rat Hamburger Der Erösfnungsbeschluh legt Steul zur Last, ene Vorhalte gemacht Er behauptete, lute sage er die Wahrheit. Falls er früher bc- r, puptet habe, er habe vorher schon die Ermor- Mng der Wirth geplant, so sei das nicht richtig: et wisse nicht, wie er zu dieser Angabe ge- (emmen sei. Aus der umsangreichen Beweisaufnahme Bankaktien: Berliner Hanbeivgeplljchasi 127. Commerzbank 95,50, Darmstädter 'Bant 115, Deutsche Bank 116,5<>. Discontogesellschast 104,75, Dresdner Bank 100. Miitetdeutjctic Creditbank 95,75, Reichs- baut 123,50, Rheinische Kreditbank 89, vesterreichi- schc Kreditaktien 7,80. Montanaktien. Deutsch- Luxemburger 62. Gelsenkirchen 52. Mannesmann 69, Mans!elderW59^50, Kali Aschersleben 124, Kali Westeregeln 137,50. Chemische Aktien: Th Goldschmidt 78, Höchster Farben 113,87, Holzverkohlung 5,85. Transport werte: Baltimore 48. Inbustriealuen: AEG. 97,25, Bergmann 72,50, Daimler 50,50, Dyckerhoff 37. Felten 123,50, Fuchs Waggon 0,6^ Holzmann 58, Lahmeyer 72L0. Gebr. Iunghans 70, Siemens und Halske 77, Badischer Zucker 62. Berliner Börse. (Eigener Drahtbertchl des .Gießener Anzeigers".) Berlin, 28. 3uli. Die Börse eröffnete im allgemeinen auf der Basis der gestrigen Schlußnotierungen. konnte sich allerdings noch etwas befestigen, da durch den Verkauf des Deutsch- Lu r-Aktien-Paketes eine wesentliche Erleichterung eintreten konnte. Es stellte sich auch heute wieder heraus, daß außerhalb der Börse die Ungewißheit über die Entwicklung deS Efsettenmarkles noch groß ist. Kaliaktien lagen im Angebot, obwohl die Verhandlungen der deutschen Direktoren in Amerika eine Ertveilerung des dortigen Kattabsatzes erwarten lassen. Durch den heran* nahenden Ultimo macht sich am Geldmarkt eine Anspannung bemerkbar. Die Sätze für tägliches Geld waren 8‘,. bis 10 Proz., Monalsgelß 10V8 bis 11 Proz.. Geld einige Tage über den Ultimo hinaus 10 bis 11 Proz. Am internationalen Devisenmarkt war die Befestigung der dänischen Währung auffallend. Kopenhagen stellte sich gegen London auf 20.50. Auch die übrigen nordischen Devisen waren Drei» von begünstigt. Das englische Pfund blieb gegen Reuhork mit 4,859/t unverändert. Heutige Reich-- markiwtierungen London 20,40, Paris 5,03, Amsterdam 59,29. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (9m Billionen Mark auLgebritckt. vuenoL-Alre«. London. 71t* Dorf. Japan. Rio be Janeiro für eine Einheit Wien anb Bebapef: für 100000 Änheilen, olleS nbriae für 100 Sinheltra,» Telegraphische Auszahlung. 50 Zeugen) sei als Wichtigstes das Rachstehende xrvorgehoben. Am 23. September 1924 wurde iXi» Verschwinden der Wirch der StaatS- rstwaltschaft gemeldet. Die Ermittlungen ergaben >en Verdacht, daß Steul sie beseitigt habe. Am 25. September 1924 wurde unter Zuziehung der Schutzpolizei und der benachbarten Gendarmerie- ixamteii das Gelände um Bellersheim abgesucht. Oberwachtmeister Weber von Lich fand hierbei die Leiche in dem Eteinbruch verdeckt vor. Roch .im gleichen Tage wurde die Sektion vorgenom- ■ nen; diese ergab, daß der Tod durch Durch- hneiden des Halses und Zertrümmerung der 2chädeldecke erfolgt war. Die Wirth war am II. September 1924 gegen 8 Tlhr aus dem Hause Irer Dienstherrschaft weggegangen. Mehreren ireundinnen, denen sie auf dem Wege zu dem Treffpunkt mit Steul begegnete, erNärte ste^ fte . abe noch einen Gang: später käme sie auch zu Ingermüller. Dabei war sie in froher, vergnügter Stimmung. Das war daS letzte Mal, das sie i^benb gesehen wurde. Kurz vor 9 Ufrr kam Steul, der inzwischen die Wirth getötet hatte, vom F?lde aus in das ■Oorf. Am Eingang bat er einen dort stehen^n ingen Mann um Feuer für seine Zigarette. 3m )orf traf er mehrere Bekannte: er sprach mit iclen, ging noch einmal nach Hause (um sein Keffer wegzutun) und dann mit diefen zu Anger- uüller. Keinem dieser Zeugen fiel in seinem X-nehmen etwas auf: er war gerade wie sonst, iluch alle Personen, die ihn barm in der Wirt- -xjft gesehen und mit ihm gesprochen und teil- .'ise getanzt haben, machen diese Bekundung. Von besonderer Bedeutung war noch folgende "ic'tftenung: Steul war am Vormittag des 4. September von einer Zeugin an dem Stein- rueb in dem er dann nachts die fSeiche ver- cckt' hatte gesehen worden. Er hatte dieser ngegeben, daß er im Auftrage seines Vaters frucht Haufen umstellen solle. 5>ie Beweisaus- nabme ergab einwandfrei, daß Steuls Vater am 14 September keine Frucht mehr auf dem Selbe hatte und daß er einen derartigen Auftrag auch nicht gegeben hatte. Tonnen im Jahre 1924, während die Erzeugung von Kartoffeln zurückgegangen ist von 44 Mill. Tonnen auf 36,3 Millionen Tonnen. Die Fleischproduktion pro Kopf ist von 43 Kg. im Jahre 1913 auf 17,9 Kg im Jahre 1923 gesunken. Die Zuckererzeugung beträgt heute mit 1,1 Millionen Tonnen nur 40 Prozent der VorkriegS- erzeugung. Will bei diesen Tatsachen das deutsche Volk seinen LebenSstand erhalten, so kann die- nur ermöglicht werden, wenn die Ausfälle in unterer wirtschaftlichen Grundlage durch höchste Anspannung der Leistung, begleitet von sorgfältigster Kalkulation in allen öffentlichen unb privaten Haushaltungen, bei größter Sparsamkeit gedeckt werden. Die heutige Wirtschaftslage rechtfertigt nicht die Hoffnung, daß wir diesem Ziel näher gekommen find. Industrie. Landwirtschaft und Gewerbe find unter Einbeziehung der Industrie- Obligationenschulb des Londoner Abkommens insgesamt mit ca. 15 Milliarden Mark verschuldet, einem Betrag, der annähernd einem Drittel des aefamten deutschen Inbustrieverrnögens entspricht. Der Ausnahme weiterer Schulden sind Grenzen gezogen. Mit Schuldenwirtschaft allein kann sich die Industrie nicht helfen: diese wird vielmehr den Zusammenbruch der Betriebe beschleunigen. Die sogenannte Ankurbelung der Wirtschaft durch die ©ebulbena’.ifnabme hat zu einer Selbst- täufd-ung geführt. Obwohl die Betriebe un allgemeinen infolge der dauernden Absatzkrisis nur mit 70 Proz. ihrer Leistungsfähigkeit beschäftigt sind. liegt merkwürdigerweise die Zahl der Arbeitslosen zur Zeit nächt erheblich über dem Vorkriegsstand. wenn man berücksichtigt, daß früher 700 000 Mann im Heeresdienste untergebracht waren. Lediglich durch die Schuldenaufnahme bat sich aber bis heute die Arbeitslosenzifter künstlich verringern lassen. Dies tamr unmöglich von Dauer sein. Wenn verhängnisvolle Zusammenbrüche (abgegeben von Bergbau und Eisenindustrie) noch nicht in dem Umfang eingetreten find, wie fic befürchtet werden mußten, so ist das lediglich daraus zurückzuführen, daß die deutsche Wirtschaft durch ihre gesunde Entwicklung in ben Jahrzehnten der Vorkriegszeit eine starke innere Kraft erreicht hat, und daß ein solcher Wirtschaftskörper nur langsam abstirbt. Sucht man aber nicht endlich die Grundlagen gesunder Wirtschaftsentwicklung wieder zu gewinnen, so kann der Absterbimgsprozeß nicht aufgehalten werden. • Weitere Stillegung int Ruhr- gebiet. Wegen Absatzmangels werden am 31. August auf der Zeche ..Trianon" der Deutsch- Luxemburgischen Bergwerks- unb Hütten-A.-G. achthundert Mann zur Entlassung kommen. Leiber sieht sich bie genannte Gesellschaft gezwungen, bie Zeche „Kaiser Friedrich" am 1. September und am 1. Oktober die Zeche „Glückauf" stillzu- fegen. Durch bie Stillegung ber beiden Zechen werden etwa 3000 Beamte und Arbeiter beschäftigungslos. Dörfenkurfe. £ rfm-tbifetc Woteu...... Gttiroelter ‘Jlotcn . , epanrtdjt '/loten....... Tschechoslowakische PlotcB ■ . Ungarische 'Jlotcn . . . Frankfurter Vh DeoNche MckchSantrlv« 4% LcuUchr ReichSanlethe • »*/,% Deutsche Rcichsanletve 3°/(, Deutsche ReichS.rnlctbe • Deutsche Sparprcuntenanletd« 4% 'S reu 6 Hebt ÄonfoLS . . . «°.O Hessen 3*/,% p essen yfe Hcüeo .... ...... DeutsDe Wcrtb Dollar-Snl. dto- Doll. Schatz. Auwetsua-'I *U Hontürfen......... 5°/e öolbmerffanet ... - Berliner Handelsgesellschaft Lommcrz- mid PriPavBank Darurst- und Natioualvant Deutsche Bant ..... Deutsche BeretnSbauk .... l>tüLßnto ^omntanbü MetalldcuU ...... Miltetdeutiche Creditbank Ocsserrrichiscoe Lredttanslall Weftbauk B och unter Guß ...... BndcruS ........ Caro ........ Deutsch Luxemburg MtHenhrtbcner e-crgwerfe. - fcarpenti Bergbau fioluocrfe Äschersleben. . . . «altwerl Westeregeln .... Laurahütle - ....... Dbtrbeöarl ...••••••< Phonu ttiergban ....... Rheruslahl . . ...... fRiebtd Momart ...... Lellus Bergbau..... . Hamdurg-Amertla Paket. . . Norddeutscher Llovd - - , Cherumtsche Werfe Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Hopmann ..... Anglo Loni -(Suano . . . ». Badische Auildi Lbemische Maver Slavin . . Goldschmid« ..... ’ eimer Electron .... Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung NütgcrSwerke . ....... Scheideaustalt ........ klllg ElekrrUttälS.GesellschaN B-.ramarm ^camlrasiwerfe ........ Schuckert Siemens A HalSkr «ldlerwerke K'ever ..... Daimler Motoren. ..... Hepliyrnssaedt . . ..... 'J’ieautn. ........ Motorenwerk Manu beim frankfurter Armaturen ssonserveusadrik Braun . . Meiallgesell^chaft Frankfun • Pet- Union Ä -Ä Schob'abrik Heri ...... Sichel ......... Zellssoss Saldhof....... -Zuckerfabrik Frankenkh« • - Luckerfabrik Dagbäwel - • 5ranffu,t7r Briet 4.196 19,39 7.91 40,425 IV 86 IGR.88 15,57 18,10 59.45 112,88 80.97 60 87 12,46 5.87 Metzen. Eine in einem bv Frau Sch. behaup- mehrmals Postsachen, seien, falsch bestellt, nif Verspätung oder ibe. Anfangs Marz hentlich einen für die s in den Drieslafien n Hause wohnenden es in dem Kasten be- ld heraus und legte srau Sch, die ach ihn an sch nahm, dem ‘Briefträger r jjt Beispiele anführeu. dann lönnen Sie sch sortsehen sollen. um, wuhte aber «M JtÄSÄ * * chon flirt» will icn am ,Men ch iK aÄ6t ist -Lb-^e Mlutch (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger^'.) Frankfurt a. M., 28. Juli. Es wurden notiert: Weizen. Wetterauer 24 bis 24,50,Roggen inlänb. neuer Ernte 20 b-s 21.75, Hafer, inlänb, 20,50 bis 23,50, Ma s (ge bi 2i,7> bi3 22, We z n- mehl, inlänb., Spezial 0 37,75 bis 38,25, Roggenmehl 30,25 bis 31,50, Weizenlleie 11,90 bis 12,22, Roggenlleie 12,50 bis 12,75. Tenbenz leicht nach- g^tenb. Derttner Produkkeabörfe. Berlin, 28. Juli Am Probuttenmarkt wart die Stimmung stark zurückhaltend und die Preis« für Brotgetreide gaben empfindlich nach. Die Ar- fache dazu war bie weitere Ungewißheit über bie Zollentfcheibung. Gerste nur wenig umgefetzt, Hafer, alte Ware, matt, neue nur wenig äuge» boten. Mehl sehr still, ebenso Futterartikel ES wurden notiert für 1000 Kilo. Weizen, märk. 243 bis 248, do. Juli 263 bis 265, do. Sept. 248 bis 250, do Oktober 249 bis 252. Roggen, märk. 193 bis 197, do. Juli 201 bis 205, do September 198 bis 201, do. Oktober 203 bis 205, neue Wintergerste 187 bis 195, Futtergerße 198 bis 212 Hafer, Juli 185, do. September 188, Mais, loko Berlin 213 bis 215, do. Juli 206. Raps 350 bis 355; für 100 Kilo: Weizenmehl 33 b 3 35, Roggenmehl 27,50 bis 29,50, Weizenlleie 13,60, Roggenlleie 13.70, Dittoriaerbsen 27 bis 35, kleine Erbsen 25 bis 27, Futtererbfen 23 bis 26,50, Peluschken 23 bis 26,50, Ackerbohnen 24 bis 26, Wicken 26 bis 28, Lupinen, blau 12 bis 13,50. do. gelb 15 bis 16,50, Rapskuchen 16,80 bis 17. Leinluchen 23,40 bis 23,50, Druckenschnihel 12 bis 12 20. Torfmelasse 9,75, Kartofselllocken 26 biS 26,20, Zucker 22. Die Verhandlung wurde hier durch eine Mittagspause unterbrochen. In ber Nachmittagssitzung wurde zunächst bie Zeugenvernehmung fortgesetzt. Aus ben Betunbun- gen ber zahlreichen Zeugen ist heroorzuheben, baß zwei Beamte ber Frankfurter Kriminalpolizei über- cinfiimmenb aussagen, Steul habe ihnen gegenüber bei seiner ersten Vernehmung ein volles Ge- ftänbnis ber Morbtat abgelegt unb bobei auch angegeben, baß er ben Plan zu ber Beseitigung ber Elisabeth Wirth vorher gefaßt hat, bie Tat also nicht als Folge einer momentanen Eingebung an zusehen ist. Irn übrigen berichten biese Zeugen nach bein Geständnis des Angeklagten Einzelheiten über bie Tat, woraus hervorgeht, baß ber Mörder feinem unglücklichen Opfer zuerst ben chais burchschnitten unb es bann noch nut schweren Steinen burch Schläge auf ben Kopf schwer verletzt hat. Die übrigen Zeugen gaben namentlich Auskunft über ben Lebenswanbel ber Ermorbeten unb bes Angeklagten. Uebereinftimmenb stellen bie Zeugen ber Elisabeth Wirth bas beste Leumunbszeugnis aus. We> r ergibt sich aus ben Aussagen, baß bie Ermorbete nur mit bem Angeklagten ein Verhältnis unterhalten habe in ber Hoffnung, baß er sie heiraten werbe. Auch bie Aussagen über bas Vorleben bes Steul lauten nicht ungünstig. Er wirb als arbeitsamer, ruhiger junger Mann geschilbert, der kein Trinker war, der nach dem Genuß von Alkohol lustig und wohl auch etwas grob unb rauh erschien, aber keinen Streit hatte unb auch nicht zu Exzessen neigte. Er hat wohl auch mal Rebensarten gemacht, aber schon lange vor ber Tat (er könne wie bem Vieh auch einem Menschen ben Hals ab« djneiben), bie stark nach Ausschneiberei klingen, aber biese grausige Tat hat ihm niemanb zugetraut. Im Dorfe hat er sich jcbenfaUs auch eines guten Rufes erfreut. Mit ber Vernehmung bes Untersuchungsrichters, ber bie Feststellungen im Untersuchungsprotokoll erhärtete, fanb bie Zeugenvernehmung ihren Abschluß. Hierauf würbe ber Sachverstänbige Kreisarzt Mebizinalrat Dr. Wagner gehört. Er berichtete zunächst über ben Besunb ber Leiche ber Elisabeth Wirth unb über bas Ergebnis ber Sektion. Danach teht sest, baß ber Angeklagte bas Mäbchen burch bie unbedingt löblich wirkenben Schnitte in ben Hals umgebracht hat, unb baß er erst noch biefer Tat bie Schläge mit ben Steinen aus ben Kops seines Opfers ausführte. Uebrigens hatten bie Steinschläge allein schon löbliche Wirkung gehabt, selbst wenn bem Mäbchen ber Hals nicht burchschnitten worben wäre. Entgegen ben jetzigen Angaben bes Angeklagten ist es als unbebingt ieststehenb anzusehen, baß ber Ermorbeten zuerst bie löblichen Schnitte unb bann erst bie Steinschlage beigebracht würben. Weiter gibt ber Sachverstänbige an, baß bas Mäbchen nach bem ärztlichen Besunb im anderen Stand, unb zwar schon in weit entwickeltem Maße gewesen sei. Im zweiten Teile seines Gutachtens sprach sich ber Sachverständige über den Angeklagten aus. Er hat ben Steul im Untersuchungsgefängnis wiederholt unb sehr ein« gehenb nach allen Richtungen hin untersucht unb habet stets einen durchaus normalen Befund fest- gestellt. Insbesondere liegt gar kein Anlaß vor, an der geistigen ^ollwertigkeil des Angeklagten zu zweifeln, auch von vorübergehenden geistigen Störungen ober Funktionshemmungen kann nicht gesprochen werben. Der Sachverstänbige schlußfolgert, baß bem Steul ber Schutz bes § 51 bes Strafgesetzbuches nicht zugebilligt werden kann. Da ber Staatsanwalt, ber Verteibiger unb ber .’3rte 28 7. Frankfurt a. M., 28. Juli. Abenbborse eröffnete zu weiter nachgcsenbcn Kurien boch stellten sich im Verlaufe infolge geringer Nachfrage für einzelne Werte leichte Erholungen ein bie aber zu einer allgemeinen Befestigung nicht führten: die Stimmung blieb uneinheitlich und un- sicher. Don Montanwerten zogen etwas an Deutsch- Luxemburger, Mannesmann. Kaliwerte schwächten sich' leicht ‘ ab. Chemische Aktien waren gehalten. Elektrowerte erholt. Am Bankaktienmarkt zogen Berliner Handelsgesellschaft 2 Proz. unb Reichsbankanteile 0,5 Proz. an. Schiffahrtsaktien blieben um- iah(os Am Deutschen Rentenmarkt würben Äriegs-- onleihen zu 0,232$ bis 0,235 gehanbelt. Die Abenbborse schloß bei lustlosem Geschäft in zumeist be- haupleler Haltuna. Deutsche Anleihen: Schutzgebiets- anleihe 4,350, 3-prozent. Preußische Konsuls 0,290. Rundfunk-Programm des frankfurter Tenders. (Aus der „Radio-Umschau".) Donnnerstog. 30. Juli: 12 Uhr: Nachrichtenbienst. 3 Uhr: Wirtschasts« melbungen. 4 Uhr: Wetterbericht ber Gießener Wetterbienststelle unb Wirtschaftsmeldungen. 4.20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.30—6 Uhr: Nachmittagskonzert des Hausorchesters: Wiener Operetten. 6 bis 630 Uhi: Die Lesestunde (Aus fernen Ländern): Aus dem Buch „Südamerika, bie auffteigenbe Welt" von Colin Roß. 6.30—7 Uhr: Vortrag von Dr. Pfeil „Die Schönheit ber Harmonie (Die erziehe- rifche Bedeutung ber Leibesübungen) 2. Teil". 7—7.30 Uhr: Stunbe bes Sübwestbeutschen Rabis- Hubs — Vortrag von Ranbewig „Die Entwicklung des Funtwesens hn Ausland". 8.30—9.30 Ubn Tanzmusik der Tanzkapelle Steinmetz. 10—11 Ugr? Opemabenb. Berlin. 28 Juli. rimcrltanlfdit Worte belgische Noten . . Dänische Noten . . . Englische Noten. . . Französische Noten . vollänbilchc Noten . Molirnische Noten . Mivtschast. Jur Entwicklung der Lebenshaltung. Ein Fortgang der Passivität der Handelsbilanz im bisherigen Umfang läßt für den gesamten Verlaus deS Jahres 1925 eine Gesamt- Passivität in Höhe von 4 bis 5 Milliarden Reichsmark befürchten. Die deutsche Wirtschaft Benötigt, um Staat und Volk erhalten und ernähren und daneben noch Reparationsverpflichtungen zahlen zu können, ein Emfuhrsoll im Werte von mindestens 14 Milliarden Rm. Der Gegenwert dafür kann nur durch ein Devisen schaffendes Aussuhrfoll in gleicher Höhe erbracht werden. Heute beträgt unsere Ausfuhr nach Vorkriegswert umgerechnet. aber nur 50 Prozent der Ausfuhr des Jahres 1913 und nur 30 Prozent des benötigten Ausfuhrzolls. Der Paffivfakdo der Gesamthandclsbilanz muß auf den Gefamt- stand der deutfchen Wirtschaft und damit auf die Lebenshaltung des Volkes von entscheidendem Einfluß sein. In welchem Umfang auch abgesehen davon durch das Versailler Dittat und seine Folgen ein unmittelbarer Druck auf die Lebenshaltung des deutschen Volkes kommen muh, ergibt sich aus folgenden SeftStellungen: Die Bevölkerungsdichte im heutigen Reichsgebiet beträgt auf den Quadratttlometer 132 Menschen: sie liegt um 6,5 Prozent über der Bevölkerungsdichte in dem größeren und reicheren Deutschland der Vorkriegszeit. Für diese dichtere Bevölkerung ist der RahrungSmittellpielraum erheblich verengt. Die mit Brotgetreide bestellte Ackerfläche ist von 7,2 Millionen Hektar des Jahres 1913 auf 5,8 Millionen Hektar im Jahre 1924 zurückgegangen, die Äartoffelanbaufläcbc von 2,8 Millionen Hektar auf 2,7 Millionen Hektar. Die Erntestatistck zeigt für 1913 eine Drotgetreideerzeugung von 14.6 Millionen Tonnen gegenüber 8,7 Millionen »-SS. lau UQjltDneng^r $ I -.5$- AK Tu et* ,;86 l5~e7 16x6 7~f5! ” Han|. I» Mm rf8-es ‘ t8 hie®. ' 6rau*6«« >XeZ.'- . -f5ii * 6o[lflänbig abae. Ott jlpwi dlx? 5'9uten- 4Xi3 ^-d4 iuf. 3t. 21. tollen. H 3. Tdl matt. Berlin SdJIuf). ml,la, Au'* bsrle Wett' 1.176 19,29 97.4 19,76 167,9« 15,49 .7.70 59,15 112,32 KO,57 60,67 12,40 5.83 Getreidebörse. 27. Inti 28 Jul, Amtliche Noti runfl Wclb Brief Amtliche Notterunq Seld Brlrs 168.14 1.691 19,41 77,20 95,63 112,66 10,573 15,415 .'0,373 4.195 19,82 tL4’< 60.65 1,71 0.491 59,06 12,4 l 7,38 5,^5 3,035 20,825 KO,77 2.335 3.69 168,86 t .695 19.45 77.40 95.87 112 94 10,613 15,455 tü.422 4,205 19.86 M.63 60.81 1.722 0.495 «,202 >2.474 7.40 5,915 3,04.'. 20,875 80.97 3,345 6.71 168.27 1.690 19.375 77.50 97.1K 112,66 10.673 1.5 32 20.373 4.195 19.8r Kl 42 60.81 1,718 0 188 59.077 12.454 7.40 >.595 1,035 30 825 80 95 2.335 •i 69 168.79 1.694 19.415 77,70 07.42 112.91 10.613 15.36 20.423 1.205 19.86 61.62 91,00 1.723 i.<90 >9,207 12.474 7.42 >.915 3.045 U.875 115 2,345 6.71 0.2425 0.235 .2475 2375 — 0,32 0.30 0,28 0.29 0,29 0.255 0.57 0,48 0.575 0.51 0.175 0.175 0.17 0.17 0.29 0.26 0.285 .267 _ — 0.38 0.34 — 0,275 — 1 0 31 — 0.275 0.29 , 0.31 89.75 89.7.> 91.75 91.75 93.8 93.75 93.85 ! 93.85 6.75 | 6.50 6,5 1 — | 6,5 124^ 127 125 25 126 96 1 95 50 96 96 116.75 115 15.25 i — 116.62 । 116.5 117 ■ 117 63 . 62 - I — 105 104 75 105,10 06.50 82.5 i 82.5 — — 96 95 75 95.5 95.2 7.85 7.80 7.75 7.90 0.085 0.0 5 0,1 I 0 1 — 63.75 63.75 47 5 16.25 47 47,50 43 43 43.25 42 63,50 62 62,9 62,90 53 5 52 53 52 50 102 101.5 103 101,75 124 124 125 123.75 137,5 137.5 20.80 20.50 43 10 40.40 40.25 49 1 49.5 46.5 79 77,50 79 -8.62 62.25 61.5U 61.61 60.9 74 74.5 52.5 75 74,5 53 — 53 52.60] 52.5 52,40 54,25 54 14,13 54 1 71.75 71 — | 58.5 58 58.25 58,5 — — 95 93 123,75 123,1.3 124 123.5 — 0.45 — 79,50 78 78,1 77 113,90 113.50 113.5 113,5 11» 113.90 114.5 114..' 5.85 5,85 — 69 66 67,8 67 100 IUÜ — — 9 .75 97,25 98 96 75 73.75 72.50 73.75 73.1 83.5 82/. — — 58.6 58 -8.75 58,10 77 i 77 77,5 1 77 57 1 56, .6.5 1 57 50,75 1 50.5 50.9 ! 50.1 37 1 37,75 «— 45 41 44 — | - 65 66,75 0.4 0.42 — — 0.78 0.77 0,75 0,75 l'KI 911 — 73.5 73 72.5 74 43,5 40 39 39 30 2S 32 — 9.75 9,55 9.6 9.65 i 0.25 71.25 — — 62,25 62 61,75 60,25 &S SshEUER^ V.V/////////ZW///////, *< Prima nahgestreckte MleKül-MliMII alle gangbaren Breiten auf Lager zriedrich MB. Mmm Gietzen, Neuenweg 32 6919D 32. MiHeirlieinisita telonfal in Men A5. Aug.\ 'Beginn neuer Kurse VogUche .HandtehuleGieöen \, Ooethestraße 32 J* X. 6254a z/ Ullsleia-SEhflille alle Größen lagernd im 846a Modehaus Salomon. LNWWW8MMÄW 31.3üi iis 4. M Ito Am Sonntag, 2. August, pünktlich nachmittags 2 Uhr beginnend MWllMWNW Der Zug setzt sich aus den nachstehenden drei Gruppen zusammen: Gau 3 Gau Aufstellung: Rodheimer Straße 5 Gau Die Festlegung 7234c i. 2. Gau n 2L 23. 25. 6. 12. 26. Gauverband 4 Saar-Bltes Blies Saar Aufstellung: Ost-Anlage, Süd-Anlage Spitze Walltor. 13. 24. 19. 15. 17. Gau Hessen „ Main Musik „ Frankfurt w Onenbach'Hanau n Kinzig 10. 11. 16. 27. Der Festzug geht durch folgende Straßen: Walltorstraße — Lindenplatz — Marktstraße — Bahnhofstraße — Westanlage — Seltersweg — Mäusburg — Schulstraße — Neuen Bäue — Südanlage — Goethestraße — Ludwig- straße — Kaiserallee — Festplatz. Spitze Neustädter Tor Main-Taunus Feldberg Unter-TaunuS Mittel-TaunuS Aar Musik Abteilung B Aufstellung: Nord-Anlage Spitze Walltor Artillerie-Verein Musik Abteilung A Aufstellung: Marburger Straße Spitze Walltor. Kavallerieverein Zuglettung Gießener Freiwillige Feuerwehr Freiwillige Gatl'sche Feuerwehr Musik Ehren-, Fest- und geschäftSfllhr. Ausschuß, Kampfrichter 4. 18. 21. 7. 14. Gauverband Rhein-Hessen Süd-Nassau Rhein-Nahe Hunsrück Musik Gauverband Rhein-Mosel Lahn-Dill Untermosel Mosel Musik Gauverband Abteilung C Gießener Vereine Aufstellung: Steinstraße Spitze Turnhalle am OSwaldsgarten Hessische Letbdragoner Musik Hessische Letbgardtsten (115) Schützenverein Radfahrerverein 1885 Kriegerverem Gießener Rudergesellschaft Gesangverein Concordia Gesangverein Bürgergesellschaft Musik Verein ehemaliger 116er (K.-W.-Rgt.) Gesangverein Harmonie-Gemütlichkeit Verein Rudersport Radklub Germania Bauerscher Gesangverein Gesangverein Heiterkeit Bäcker-Innung Gießener Sportklub von 1900 Aiusik Gesangverein Liederkranz Gesangverein Frohsinn Fleischer-Innung und Schlachterverein Brüderschaft Radfahrverein Wanderer Gesangverein Liedertafel Mandol.- u. Gilarrenverein Neapolita Musik Hessischer Automobilklub Hessischer Motor-Sportklub Marineverein Gießener Turnerschast Gauverband 2 A u f st e l l u n g: Hammftraße Spitze Neustädter Tor Gau Rhein-Main „ Odenwald „ Spessart „ Odenwald-Jahn Ntttelmosel-Saar Musik Gauverband 6 2m § 52 wird 3m Itoet & . rage vvrgesel vwt Ernlommeirstk ^rag tron 10 000 L1" ««.«Wb b 8 ^rvM fee (Sc ^her ftSS,otefefri ' NanznS.Ee $ baß zweite $ M 360 Mark Mde Kind 450 1 für bie Eheirau s W als 8000 7 Zur Lohns, rungsparteien bei steuerfreien E lato (30 Mark lnJje.l4 bleiben. i*Äd9^Äi"i der ü5cr > f» ä?"« ä die Xifm c- NIVI De» t? 9.e 'ur Fr« UTW Heuer 8 nnet bi SÄ !,llon toolk ! euer ob,n’ ouftän^. -W 31. Mober au W hier nur u oahme immerhin k d-cvvr. dah be mmg ausgegeben ha hinaus die ersvrder beisammen zu haltm txt Opposition die b( Erledigung der vorl [xi Endlose hina Mittwoch waren nur in Sitzungssaal, als toriagen beim Sa! xtzseht wurde, die b: keuci durch einen t Werten Tumult end SW Berlin, 29 wird ohne Debat überwiesen. Sie zweite 2 steuergesehes ‘Sei § 50, bet grunbet 2bg. Irr nmgSantrag bar Äe, Pcuersreie Ein 1100 Marl erhöh kau um 100 Mar 130 Mk„ für das für das dritte Sir vierte und sedes so Kinder im Alter vr Eie Cinkünste bezie Der Antrag, t Mark über die ßeht, W übereinsl beschluh die Erhöht öein dritten Kind e Villa sofort oder in absehbarer Zeit beziehbar zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 7257V an den Gießener Anzeiger erbeten. Kartoffelsäcke 7194a empfiehlt H. 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Bismarck- unb Bratheringe. 7264c Reue MatjeSberinge NWGMMO Babnbosstr. 27, Fernivr. 1631 Statt Karten Lieschen Krausch Heinrich Kirchner Verlobte Virklar b. Lich Schotten 1MMW der Häuser 1Vie ein Gebild aus Himmelshöhn Jst hier der blanke Mond zu sehn. 'Der ATA-Cnge! locht dabei: Mit ATA wird er stets wie neu! pulst und reinigt atte» /■££ der Würde des Turnfestes entsprechend, mit Fahnen in allen Farben und mit Grün vorzunehmen. Der Bau- und Dekorations-Ausschuß Franz Brück. Herbert. 723Qr An die Einwohner von Gießen! Ich richte an die Einwohner von Giehen die Bitte, zum 32. Mittelrheinischen Kreisturnfest die Häuser festlich zu schmücken! Der Oberbürgermeister.