Vommuag, 29. jaimar 1923 175. Jahrgang Hl 24 Erster Blatt Der deutsch-französische Garantiepakt mit uni Kilo- •enn leine die Verhandlungen ihr om Freitag gestellt habe, wird von den Blättern als sehr u n b c f r i e d i g c r t> bezeichnet. Die französischen Zugeständnisse seien so minimal, daß es der deutschen Wirtschaft unmöglich erscheine, sie anzunehmen. Der französische Handelsminister habe für das vorgelchla- gcne Provisorium vier Warenlisten ausgestellt, aus Grund deren nur sür solche Waren der französische Minimaltarif Anwendung finden soll, welche für die Ausfuhr n ach Frankreich kaum in Frage kommen, während diejenigen Waren, an deren Ausfuhr 'Deutschland interessiert fei. unter den erhöhten -j arik fielen Eine Entscheidung über die französischen Vorschläge dürste erst nach der Berichterstattung Dr. T r e n d c l e n b u r g s an daS ReichSknbinett zu erwarten sein. Die saarländische Wirtschaft verlangt die Markwährung. Saarbrücken. 29. San. (XU.) Die Ha n» delsiammcr Saarbrücken hat sich in ihrer Vollsitzung entschieden gegen die vom französischen Finanzminister Elemente! geplante Einführung einer neuen Saarwähruirg ausgesprochen. Es tarn dabei übereinstimmend zum Ausdruck ,daß macht haben? Und sollen wir im Ernst daran denken, die Verpflichtungen, die wir Frankreich gegenüber auf uns nehmen, auch Polen gegenüber einzugehen? Etwa um ihnen freie Bahn zu schaffen für ihre Vorstöße gegen Danzig? Rein, ein Garantiepakt, wie er von der .Germania" empfohlen wird, nützt uns nichts, er fesselt uns nur. Die Franzosen müßten aber auf ihr Verlangen nach der Rheingrenze verzichten, wenn sie einen Garantiepakt mit eingingen. Unb weil sie nicht darauf verzichten wollen, darum wollen sie nichts von dem Garantiepakt wissen. Kein französisches Entgegenkommen in den gollverhand- lungen. Die Finanzlage des Reiches Die Etatrede des Reichsfinanzministers. Berlin, 28. Ian. (WTB) Heute wurde» Spitzenverbände der Landwirtschaft, der In» dustrie, des Großhandels, des Kleinhandels, der Schiffahrt, des Handwerks und des Bankwesens bei dem ReichSwirtschaflsmintsterium vorstellig, tionalsozialisten zu verderben. Die bofumentarv schen Beweise für Deutschlands Verfehlungen gegen seine Entwaffnung-Verpflichtungen will er nicht veröffentlichen. Alle Redensarten, die er macht, können nicht darüber Hinwegtäuschen, daß er darum gegen die Veröffentlichung seine- ^Beweismaterrals" ist. weil er weih, dah diese- Beweismaterial Plunder ist, der eine ernsthafte Untersuchung nicht aushält. Aber selbst, wenn die Franzosen wollten: Was könnenuns ihreGarantien nützen? Können wir um eine Antwort aus diese Frage verlegen sein, nach den Erfahrungen, die Wir mit dem Kölner Vertragsbruch ge- die erneute Umstellung auf den Saar franken zu schweren wirtschaftlichen Erschütterungen im Saargebiet sühren mußte. Sie sei in keiner Weise durch den Der- failer Vertrag begründet. Für das Saargebiet komme bei seinen Währung-- und Kreditnöten, in die es feit Einführung des französischen Franken als gesetzliches Zahlungsmittel geraten sei, lediglich die Wieder-Herstellung de- früheren Zu- standes. das heißt die Rückkehr zur Mark. liefen. . So ist damals unser Garantievorschlaa von den Franzosen behandelt worden. Unb heute? Aun heute wirb er. bevor er überhaupt noch die diplomatisch greifbare Formel angenommen hat also pränumerando sozusagen, genau ebenso behandelt. Das weiteste Entgegenkommen unter den französischen Blättern zeigt die E r e R o u v e l l e". die dem Gedanken eines von Deutschland anzubietenden Garantiepaktes an und für sich wohlwollend gegenübcrsteht. aber doch verlangt, daß Dr. Luther eine „intereffanleve Reise" Vorschlägen müsse, als sie der Reichskanzler Cuno vorgeschlagen habe. Womit das Blatt offenbar meint, daß wir den Franzosen nicht bloß ihre Ostgrenze, sondern auch den Polen, den Tschechen und den russischen Randstaaten, also den Da sa l l e n Frankreichs und seinen Hetzhundeti gegen Deutschland, ihre Grenzen garantieren sollen. Der bekannte politische Schriftsteller (Sau- Min der unter dem Olamcn Pertinax au« Paris für den Londoner .Daily Telegraph" korrespondiert. ist kühl bis ans Herz hinan. Di-r französische Regierung werde, so sagt er, bei ihrer Entscheidung über ein eventuelles deutsches Ga° santieangebot die Artikel 42 bis 44 des Friedens- Vertrages in Betracht ziehen, die den Deutschen alle militärischen Vorkehrungen auf dem rechten Rheinufer innerhalb einer fünfzig ~ ' Meter breiten Zone untersagm. bi Art von deutschen Versprechungen könne als so wertvoll angesehen werden, wie die in dem erwähnten Artikel angegebenen Garantien. Ganz ablehnend verhält sich das ^Journal de« Sc bat«“, es schreibt, ein deutsch-französischer Sicherheitspakt hätte keinen Sinn, da für Frankreich die Sicherheit ton bet 21 d) - tu ng der Vertrag e unb namentlich von dem DersaMer Vertrag ab hänge. Belgien, Polen und die Tschechoslowakei dächten nicht daran. Deutschland anzugreifen, ihr einziger Wunsch sei eS viclmchr. nicht vonDeutschlandange- griffen zu werben. ilnb ähnlich klingt'- aus dem ^emps . Deutschland wolle, so schreibt er. Frankreich einen Sicherchcitsvakt Vorschlägen im Austausch gegen die sofortige Räumung de- Ruhrgebiets und der Kölner Zone, sowie gegen eine Erleichterung für die Besetzung des linken Rheinufers, ohne sich toeiter darum zu kümmern .ob es seine akr* Pflichtungen erfüllt habe. „Wir sehen wohl . schließt der „Temps". .was wir habet verlieren. aber wir sehen nicht, was wir dabei die Eteuergesetzentwürfe herbeiführeii zu Rnncn. Es könne nicht Ausgabe der neuen Steuergesetzgebung sein, durch höhere Steuerlätze als die bisherigen größere Steuerleistungen aus der Wirtschaft herauszuziehen: vielmehr gehe die 2lufgabe im weiten Umfange gerade dahin, die aus der Inflationszeit ftanunenDen übermäßigen Belastungen abzu bauen und den wirklichen Wirtschaftsertrag zu besteuern. Man werde die möglichen Steuereinnahmen für das kommende unb für das darauffolgende Rechnungsjahr auf runb 6 Milliarden veranschlagen können, von denen gegen 2 Milliarden für die Länder und Gemeinden bestimmt fhtb. Der Gesamtbedarf des Reichs einschließlich der Ausgaben für Reparationszwecke werde sich in Summen bewegen, die mit etwa 4 Milliarden 1925 beginnen unb bis 1930 auf mindestens 4900 Millionen steigen. Das fei in Anbetracht der voraussichtlichen Steuereinnahmen ein außerordentlich trübes Bild. Der Haushalt für die Kriegslasten erfahre infolge des Londoner Abkommens unb Sachverständigen-Gutachtens eine grundlegende Umgestaltung. Auf der einen Seite zeige der Haushalt erstmalig eine Belastung des Deutschen Reiches durch die Jahresleistungen auf Grund des Londoner Abkommens unb des Sachverständigen-Gutachtens, andererseits eine wesentliche Entlastung infolge des Wegfall- derjenigen Ausgaben eingetreten, die künftig aus den Jahresleistungen Deutschlands durch den Generalagenten für die Reparationszahlungen zu bestreiten sind. Wir stehen jetzt in finanzieller Hinsicht an einem Wendepunkt. Der Minister appelliere an da- 23aterlanb«gc» fühl aller Parteien der Reichsreaierung mit allen Kräften zu helfen, um bas Ziel der enbgültigen finanziellen Rettung unseres Vaterlandes zu erreichen. Es handle fich hierbei nicht um Parteifragen. sondern um eine Frage allgemeinster raterländischer Bedeutung. Wir haben keinen Grund zu Pesstmi-mus. wenn wir die Reichs- sinanzen schonend behandeln, aber auch nicht zu einem übertriebenen Optimismus. Der Kampf um die Aufwertung. Eine Eingabe wirtschaftlicher Verbände. Mit dem Amtsantritt des Kabinetts Luther tauchen in Pari« Gerüchte auf. wonach sich bte neue deutsche Regierung ernstlich mit bem Gedanken trüge. Frankreich einen Vertrag von Der Art jenes G a r a n t i e p a kte s anzu- bieten. den der Reichskanzler Eu n o 1922 vor- geschlagen hatte. Der aber damals von Poin- care abgelehnt worden war. Diese Ge- rächte wurden von den Pariser Blättern begierig aufgegriffen und bilden immer noch den Gegenstand eingehender Erörterungen, an Denen sich neuerdings auch die englische Presse sehr eifrig betiiügt. Gesteigert wurde das Interesse der englisch-französischen Oesfentlichkeit an der Garanliepaktsrage durch einen Artikel, der am letzten Sonntag in der .Germania . dem fich- cenben Berliner ZentrumSblatt. erschien. Es wurde in diesem Artikel dargelegt, baß man das französische Verlangen nach einem verstärkten Schuh der Ostgrenze Frankreichs nicht einfach als Schwindel unb als Vorwand für eine macchiavellistische Expansionspolitik ansehen ^^DaS Angebot Euno«, das in der Tat geeignet gewesen wäre, die jämmerliche Angst des waffenstarrenden Frankreich vor dem vollkommen wehr- imb waffenlosen Deutschland zu beschwichtigen, hat damals Poincars abaelehnt, und zwar in derselben groben und beleidigenden Art, in der während des Weltkrieges die Franzosen und ihre Verbündeten bie beu tschen Friedens- anerbietungen abgelehnt hatten. Die theatralische Art, so sagte Poincare, in Der das deutsche Angebot voraebrachl worden sei, lasse fort! Sicherheit daraus schließen, baß es von einem Hintergedanken diktiert worden fei* von dem Hintergedanken nämlich, eine Propaganda gegenden französischen Militarismus zu entfesseln. Zudem könne bet einem disziplinierten Volk, wie dem deutschen, die Maschine der Volksstimmung leicht nach einer bestimmten Richtung hin in Deweguna gesetzt werden, unb endlich solle Deutschland erst einmal den Versailler Vertrag erfüllen, ehe e- mit Vorschlägen komme, die letzten Ende- auf eine Acnberung diese- Vertrage- hinaus- um dessen Aufmerksamkeit auf die wirtschaft-- unb währungspolitischen Wirkungen zu lenken bie sich auS einer über bie Dritte ©teuer» Notverordnung hinausgehenben Aufwertung von Hypotheken, Indust rieo bl ig a tionen unb sonstigen privaten Forderungen sowie aus einer uferlosen Erweiterung des KreiseS der aufwertungsfähigen Privatforderungen ergeben müsse. Unter Zustimmung des Vertreters des Reichsbankdirektoriums wurde von allen Verbänden betont, baß eine Erweiterung Der Aufwertung bie Grundlagen der Däh- rungsstabilisierung sowie bie in den Goldbilanzen vorhandenen Unterlagen der Kr editw irtschaf t im In- und Ausland ernstllch gefährden müsse unb daß im weiteren Verfolg solcher Maßnahmen die Steuer- traft bet Bevölkerung vor un erfüll» bare Ansprüche gestellt würde. Es wurde bargelegt, baß Die Aufwertung-» Möglichkeit für tarnten hier ir Besicht kvn. gewinnen." Ebenso kühl ablehnend gegen Den Garantie- pakt-Gedanken wie die stanzöfische verhält sich die englische Presse, wohl in Der Befürchtung, daß Deutschland unb Frankreich gegen England gemeinsame Sache machen können, wenn sie sich erst einmal irgendwie zusammengefunden hätten. Kutz und gut: Die Herrschaften wollen nicht, unb daß auch Herr H e r r i o t nicht Wollen wird, kann niemand bezweifeln, Der das zweideutige Spiel beobachtet hat. das er in diesen Tagen wieder gegen Deutschland 'vielte. Herr Herriot, Der sich schon bei den Verhandlungen Fbet das Londoner Abkommen den französischen Rationalfozialisten verkauft hat, ist jetzt völlig in ihrem Bann, und je fadenscheiniger seine Ministerherrlichkeit wirsd, zwrso sorgfältiger hütet er sich, es mit den Rw- GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühl'sche UniverstlSlL-vvch- und Steinöruderei K Lange in Sieben. Lchristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze L Berlin, 29. Ian. (Wolff.) Die fran- 1 zosische Antwort auf die Rückfragen, welche i stanoes, o Die deutsche Delegation für Die Handelsvertrags- I in Frage. Die Reichsregierung zur Sicherheitsfrage. Berlin. 28. Ian. (WTB.) Sowohl Die Londoner _Dallh Expreß", als auch der Pariser „M a t i n“ beschäftigen sich heute wieder mit dem Gerücht einer deutschen Aktion zur endgültigen Lösung der Frage der Sicherheit Frankreichs. Das letztgenannte Blatt weih sogar zu melden, daß die Aeberreichung einer derartigen Rote morgen zu erwarte» sei. Die Mitteilungen des englischen und französischen Blatte- werden von den Berliner Blättern als unzutreffend bezeichnet. Die ReichSregierung sei sich wohl durchaus tlar über die Bedeutung, welche die Sicherheitsfrage für die Entwicklung der europäischen Politik besitzt. Dem Gedanken, Sicherhettsgarautien für den Frieden zu schassen, stehe sie nicht nur sympathisch gegenüber, sondern sie habe auch ihrerseits sehr reale Interessen au seiner Derwirk- l i ch u » g. Das Sicherheitsproblem greife aber in alle schwebenden Fragen Jo tief ein, daß eS augenblicklich nicht möglich sein würde, in einer kurzen Formel die beste Lösung des Problems zu finden. Die Reichsregierung sei aber entschlofien, an der Lösung des Problems positiv mitzuarbeiten. Aach einer „D. Z."-Melduug will der Derichierstatter des „Daily Expreß" aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, daß die deutshe Regierung ihre Dotscha ter und Gesandten in den Hauptstädten der Alliierten beauftragt habe, den alliierten Regierungen zu erklären, daß Deutschland bereit sei, einen Sicherheitspakt mit den Alliierten abzuschliehen, wenn die Alliierten bereit seien, sich zu der baldigen Räumung der Kölner Zone zu verstehen. Englands Sicherheitswünsche. Die Rhein Sckieidelinie. Entmilitarisierung der Rhcinlande. London, 29. Ian. ( Boss. Ztg.") Seit einigen Wochen ist ein Meinungsaustausch zwischen London, Paris und Brüssel über die Lösung der Sicher Heils- frage im Gange. Eine Kommission milltärischer Sachverständiger, die Gelegenheit hatte, nicht nur den englischen, sondern auch den französischen unb den befischen Standpunkt kennen zu lernen, wie- darauf bin. Daß der Besitz der Scheidelinie durch eine befreundete Macht unb ein entmilitarisiertes Rheinland wesentlich im englischen Interesse liege. Die englischen militärischen Sachverständigen seien überzeugt, baß Deutschland weder die Absicht habe noch zur Zeit imstande sei, einen Krieg gegen England ober gegen diese von England für seine Sicherung als lebensnotwendig gehaltene Position zu entfachen. Da man jedoch nicht voraussehen könne, wie stark die mllitärischen Einflüsse in 10 oder 2 0 Jahren werden könnten, halte man es auf englischer Seite für zweckmäßig, Deutschland aus diplomatischem Wege von denjenigen militärischen Abmachungen Kenntnis zu geben, die England mit Frankreich und Belgien abschließen werde, um die R he i n— Schelde-Linie gegen militärische Angriffs- pläne vom Osten her zu sichern. Der Kontrollbericht. Neue Verschleppnnqsmanövcr? Paris, 28. Ian (WTB.) Einige Abend- blätter enthalten Nachrichten, Die angesichts Der bis jetzt verbreiteten Ule IDungen, Der Generalbericht Der interalliierten Mstitärkontrolllom- mission werbe in etwa 14 Tagen vor liegen unb alsdann unmittelbar Der Deutschen Regierung unterbreitet werden, recht seltsam klingen. Es wird jetzt behauptet, daß der Bericht kaum vor Herbst im Besitz der deutschen Regierung sein könne. ES ist nicht ersichtlich, wer diese Nachrichten verbreitet. Da sie sich fast gleichlautend in einigen Abendblättern be» Lnnetzme von für bie lageennmmerMe zum Nachmittag vorher ohne jcdcDeibtnblichveil Preis für 1 mm HS he für Anzeigen von 2« mw Dreitt ürtIid)8,austDürti IO ©oltpfcnnig; für Re- Klame-Anzeigen oTOmir Breite 35 Goldpsennla, Platzoorschrift20' .Ausschlag. - Derantwortlick futvolitiku. Feuilleton Dr. Friede. Will). Lange, für den übrigen 2eil" Ernst Dlumschem Mr den Anzeigenteil' Hans Deckt sämtlich in Gießen. finden, muß man annehmen, daß sie von einer amtlichen französischen Stelle ausgehen. Der Pressechef des Pariser Auswärtigen Amtes erklärte dem Vertreter Der .Telegraphen-lllnion", Daß Die Antwortnote Stre- semanns in amtlichen Kreisen Den Denfbar ungünstig st en Eindruck hervvrgerufen hall Gr wies daraus hin, Daß Verschlungen Deutschlands bei der Vermehrung der Po- lizeibestände, Der Neubildung des Generalstabes und der Herstellung von Kriegsmaterial sest- gestellt wurden. Es gehöre ein seltener Mut unb eine merkwürdige Wahrheitsliebe au der Behauptung, baß Deutschland in der Abrüstungsfrage den DersaMer Vertrag erfüllt habe. 2Iußer- orbentlub großer Rachdruck werde auf die Tatsache gelegt, daß die Kontrollkommission einstimmig die deutschen Verfehlungen fest gestellt und englische Offiziere in verschiedenen Fragen in ihrem Urteil mitunter schärfer gewesen find, als Die französischen Mitglieder. Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertag». Beilagen: GießenerFamiliendUttter Heimat im Bild. tNonats-tzezf^rprei»: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Träg er lohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsprech-Anschlüsie: Schriftleitung H2, Derlag undGeschästsstelleöl. Anschrift für Drahtnach- richtenAnzeigerGietzen. pskjchtckkonto: Frankfurt o. M. H686. Berlin, 28. Ian. (Wolfs.) 3m HauShalts- auSschuß des Reichstags gab Reichsfinanzminister von Schlieben eine eingehende Schilderung Der finanziellen Lage und zeigte im einzelnen, wie nur durch das System der Kontingentierung Der Reichsa usgaben tu Derbircdung mit Der wider Erwarten günstigen Entwicklung der Steuereinnahmen eS gelungen fei, Die Finanzwirtschaft wieder in Ordnung zu bringen. Gegenüber den Klag. n Der Wirtschaft über zu scharfe steuerliche Eingriffe Der Finanz Verwaltung wies der Minister Darauf hin, daß es notwendig war, die auf das Existenzminimum zurückgeschrittenen Reichsausgaben durch entsprechende Einnahmen zu decken. Der Reichsfinanzminister rechnet damit, daß nach Abwicklung aller Verpflichtungen llleberschüfse nicht mehr vorhanden sind mit Ausnahme eines Betrages, der auf 140 bis höchstens 200 Millionen zu beziffern fein wird, der den Betriebsfonds der Reichshauptkasse darstcllt. Vor dem Kriege hatte das Reich einen festen Betriebsfonds von 600 Millionen Marll Troy des Gebiets- und Bevölkerungsverlustes find aber die Geldanfprüche an die Finanzverwaltung viel größer geworden. Zu den Problemen, die neuerdings Die Oef- fentlichkeit stark beschäftigen, gehören insbesondere Die Deamtensragen anD Die Aufwertungsfrage. Die Beamtenschaft als wichtigste Stütze des Staates muß jederzeit dienstfähig und bienftfveubig erhalten werden. Das Reici^füianzministertum legte Dem Reichstag eine Denkschrift üjer die gesamte Entwicklung der Beamtenbesoldung vor. Dem Reichstag wird ferner der Entwurf eines Gesetzes über eine zweite Aenderung Der Per- sonalabbauverordnung zugehen. Durch Den Gesetzentwurf soll bie Anwendbarkeit Der Abbauartikel weiter beschränkt weiden. Die Aufwertungsfrage darf nicht allein vom fiskalischen Interesse beherrscht fein, sondern auch Die Forderungen sozialer Gerechtigkeit und des Fortbestandes der wirt- schaftlichen Kräfte müssen erfüllt werden. Freilich müsse bet der Regierung das Wohl des Volksganzen den Schädigungen des einzelnen vorangehen und da- Leistungsvermögen der Dirt- schast maßgebend sein. ®tc Lösung für die Wirtschaft muß endgültig sein. An dem falls würde immer wieder Beunruhigung in sie hineingetra- gen und ihre Arbeits- und Kreditfähigkeit beeinträchtigt. Soweit die Leistungen in Verbindung mit der Aufwertung der öffentlichen Anleihen möglich seien, würben mit an erster Stelle solche Pe^onen oder Anstalten zu berücksichtigen sein, die Dem Daterlande in Der Zeit der höchsten Rot iß re Ersparnisse oder Mittel zur Verfügung stellten. Unter diesen Personen besonders diejenigen, Die durch bie Entwer- tung in Hot geraten, unb Anspruch auf Berücksichtigung fei ferner denen zuzuerkennen, die unter dem Zwange Der Rechtsvorschriften noch in der Zeit Der Geldentwertung öffentliche Anleihen erwarben. Entscheidende Bedenken würden Dagegen bestehen. Daß an diesen Vorteilen solche Äreifc zum Rächtest der Verlustträger teil- nehmen. die in spekulativer Ab sicht in der InslationsPeriode mit geringen Mitteln große Anleiheposten kauften. Für die Beurteilung der Deckungsmöglichkeiten des Etats seien Drei Faktoren von entscheidender Bedeutung. nämlich dir Destalluvg Der künftigen Steuergesetzgebung, das Aufkommen aus Den Steuern in ihrer neuen Gestaltung und Die Regelung DeS Finanzausgleichs. Der Minister hofft in Den nächsten Tagen Die Entscheidung Der Reichsregierung über MMMZeilW Mark go der Näh^ 2hn Mittwoch ereignete sich in von Linden ein schwerer üngluddfalL Die Arbeiter der Lleberlandzentrale der Pfalz- i mit entfesselt habe, jetzt ein müßiges und br- i vermeiden. i Don der badischen Regierung wird mit, feilt. Nachdem durch Berichte der Taaespre« durch Ohreaseuse rmd durch d» mit seinen anerkannt hervorragend ausgestalteten, in eigenem Nedaktions- und Druckereibetrieb bearbeiteten Beilagen Bezugspreis einschließlich aller Beilagen 2 Mk. monatlich und 20 Pf. für Trägerlohn. — Bestellungen nehmen entgegen in Gießen die Trägerinnen und die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers, auswärts über 208 örtliche Zweigstellen und die Post. Neutralisierun uferS trnirDe von werte muhten bei Fundamentarbeiten für einen Hochspannungsleitungömaft Sprengungen vornehmen. Da die Explosion der Sprengkapsel nach längerer Zell nicht erfolgte, wollten der Monteur Maus aus Mannheim und der Elektriker Dohle aus Wesenberg die Ursache der Verzögerung der Explosion feststellen. Als sie gerade an die Sprengstelle gelangt waren, erfolgte die Explosion. Dabei wurde dem Dohle der Kopf und rechte Arm abgerissen und der Bauch vollständig ausgeschlitzt. Der Monteur Maus, dcm ebenfalls der Kopf abgerissen wurde, wurde etwa 10 Meter weit geschleudert. Deide hinterlassen ihre Frau und vier unmündige Kinder Marokkanische Kämpfe. Paris 29. San. (WTD. Funkspruch.) Nach einer Meldung des „Journal" aus Madrid hat Deutschland die Mögllchkeit einer Erhöhung der Polizeimannschasten von 90 000 auf 150 000 zu gestatten. Dieser große taktische Fehler der Alliierten 6ii.be den Hauptgrund für die gegenwärtigen Schwierigkeiten. Was die Frage des deutschen Rüstungsmaterials angehe, so müs.e man a n n e h m en , daß Deutschland noch über große Waffenlager verfügt, da es sich hartnäckig weigere, eine Aufstellung über sein Rüstungs- material auszuhändigen. Deutschland verstoße damit gegen die Artikel 868 und 869 des Versailler Vertrags, die bestimmten, daß Deutschland innerhalb von zwei Monaten sein Kriegsmaterial zerstören müsse. Frankreich könne nicht im Frieden leben, solange eS Waffenge rausch aus Deutschland vernehme. In dem Augenblick, da sich die Notwendigkeit industrieller Zusammenarbeit äußerst fühlbar mache, nehme in Deutschland der Rache- g e d a n k e immer mehr zu. Vielleicht habe man falsch daran getan, der Rückkehr des Kronprinzen nach Deutschland keine Bedeutung bei- zumessen und die Kriegsschuldigen von einem deutschen Gericht aburteilen zu lassen. Sei es nicht unmoralisch, daß ein Jahrhundert nach dem Lode Napoleons der Mann, der den Krieg aravemts^en Senats an die ttnterrichtöverwal- tung offenkundig geworden ist, daß die Rede des Prof. Frhr. Marschall v.Dieberst ein bei der ReichSgründungSfeierderäLni- versität Freiburg schwere Ausfälle gegen den heutigen Staat und einzelne seiner Repräsentanten enthalten hatte, hat das Unterrichtsministerium von dem Redner das Manuskript der Rede eingefordert. Prof. Freiherr Marschall von Bieberstein hat es ab- gelehnt, dieser Forderung nachzukommen. Hierauf ist gegen ihn ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. yerauszupregen, yaven die Eltern an mittel* alterliche Foltern erinnernde Strafen angewandt. Das Kind ist von seinem Vater, während es von der Mutter festgehalten toorDen ist, von mittags bis in di e Nacht hinein in kurzen Pausen mit einer Hundepeitsche durchgeprügelt worden. Als durch diese Folter ein Geständnis des Kindes nicht erreicht wurde, wurde der Junge nackend in eine Kiste g esperrt, in der er nur mit zusammengekrümmten Knien sitzen lomitc und wo er 21/2 Lage und zwei Nächte zübringen mußte. Als Strafessen wurden ihm gekochte . Kartoffelschalen vorgesetzt. Durch das Wimmern des Kindes und sein Fernbleiben von der Schule wurden die Mißhandlungen aufgedeckt. Das Kind wurde der elterlichen Erziehungsgewalt entzogen. Das Gericht verurteilte den Vater zu 3, die Mutter zu 4 Monaten Gefängnis. Beisetzung der Opfer von Zeche „Hannibatt. .Unter großer D t itigung der Bochumer Bevölkerung und in Anwesenheit der städtischen Behörden wurden die Opfer von „Hannibal" bestattet. In der Lohnhalle d'r Zeche „Hcm- nibaT, die eine würdige Ausschmückung erhalten hatte, waren die sieben Särge unter Lorbeerbäumen aufgebahrt. Die Pfarrer beider Konfessionen hielten Ansprachen. Gin neuer Dankskandal. Der Direktor der Landes-Pfandbrief« a n st a l t in Berlin, der Geheime Regierungs- Gießener Familienblätter Dienstags und Lomstags Heimat im Bild Donnerstags Die Scholle Ratgeber für Viehzucht-, Feld- und Gartenbau Freitags rat Nehring, ein feit Jahrzehnten im preußischen Staatsdienst stehender Beamter, ist p l 5 h° lich unter Verzicht aus Pension und all' sonstigen ihm zustehenden Rechte aus seinem Amt aus- geschieden. In. eingeweihten Dankkreisen verlautet, daß Geheimrat Nehring zum Schaden Kredite Aus aller Wett. DarLarische Ettern. Vor dem Schöffengericht Tempelhof halten sich die Eheleute Paul und Anna Wasser- st r a h w gen schwerer Mißhandlung deS eigenen KtwdeS zu verantworten. Die Ellern hatten den lljährigen Knaben im Verdacht, 11 Mark, die für die Miete bestimmt waren, gestohlen au haben. Hm aus ihm ein Geständnis seines Instituts einem Konsortium in Höhe von mehreren Millionen Währt habe. Explosionsunglück das spanische Kriegsmrnisierium aus Mawkko Nachrichten erhalten, daß ein heftiger Kamps zwischen Raisuli und Abd et Krim stattgefunden habe, in dem Raisuli und einer der Führer Abd cl Krims gefangengenommen worden sei. Die spanischen Behörden hätten strenge Maßnahmen ergriffen, um eine Rückwirkung auf die Lage der spanifchen Truppen zu Aus Stadt und Land. Gießen, den 29. Januar 1925. Vorrwtizen. — Lageskalender für Donnerstag. Stodttheater, 63/i Uhr: »Mein Detter Eduard". — Vortrags-Vereinigung, 8’A Uhr. Neue Aula der Unibcrfltät: Lichtbilder-Vortrag. — Schuh- und Polizeihund-Sportverein 1922, 8 Hhr int „Postkeller": Jahreshauptversammlung. — Süd' Westdeutscher Rad io klub, 81/» Uhr, Hörfaäl des Physikalischen Inslituts: Vortrag. — Lichtspiele Haus, Bahnhofstraße: „Die Nibelungen", l.Teil „Siegfried". Wettervoraussage. Weiterhin trübe, südliche bis westliche Winde, milde, noch leichte Niederschläge. Der Zerfall des kontinentalen Hochdruckgebietes, das öen winteclichne WitterungscharäktLi- zu Anfang dieser Woche bedingte, hat rasche Fortschritte gemadyt. Warme Luftwellen dringen von Frmckreich nach Zentraleuropa vor und bewirken beträchtliche Milderung der Temperaturen in ganz Deutschland, so daß heute morgen auch der Osten und Schlesien frostfrei sind. Wtr liegen auf der Südostseite eines kräftigen Nordmeerwirbels, so daß auch morgen die Zufuhr warmer feuchter Luft noch im wesentlichen anhält. * " D i e Februar-Miete in Hess en. Das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft gibt bekannt, daß die für den Monat Dezember v. Is. festgesetzten Derechnungssähe der Miete auch für den Monat Februar bestehen bleiben. ** Die Nacheichung der Mabe und Gewichte in der Stadt Gießen findet im Februar wie folgt statt: Vom 2. bis 7. Februar: Marllstrahe, Rittergasse, Neustadt, Löbershof, Mühlstraße, Kleine Mühlgasse, Kornblumengasse, Westanlage, Nordanlage, Oswaldsgarten, Hamm- straße. Lahnstraße, Rodheimer Straße, Krofdorfer Straße, Schühenstraße, Hardt. — Vom 9. bis 14. Februar: Bahnhofstraße, Tiefenweg, Kap- lansgasse, Katharinengassc, Lowengasse, Wolken- gasse, Schanzenstraße, Frankfurter Straße, Alice- strahe, Wilhelmstraße, Liebigstraße, Leihgestemer Weg Riegelpfad, An den Bahnhöfen, Ebelstratze. Friedrichstraße, Hofmannstrahe, Crednerstraße, Hillebrandstrahe, Klinikstraße, Wetzlarer Weg, Grabenstraße, Hinter der Westanlage. — Dom 16. bis 21. Februar: Neuenweg, Neuenbäue, Sonnenstrabe, Erlengasse, Weidengasse, Garten- ftraße. Stephanstrahe, Hessenstrahe, Schiffender - ger Weg, Ludwigsplah, Ludwigstratze, Süd-- antage, Dismarckstraße, Goethestraße, Dleich- strahe, Bergstraße, Löberstraße, Sicher Straße, Kaiserallee, Wolfstraße, Woltkestraße, Eichgärten, Großer Steinweg, Roonstraße, Gutenbergstraße. Von der Strecke Kirchhain — Durg-Nieder-Gemünden. Vom 1. Februar ab werden auf der Strecke Kirchhain— Burg-Rieder-Gemünd:n die Bahnhöie Nruhaus, Nieder-Ofleiden, Schweinsberg und Amöneburg Sonntags für den Fahrkarten- und Gepackverkehr geschlossen. Die Züge hatte,: jedoch dort fahrplanmäßig auch Sonntags. Die von Den genannten Stationen aus geltenden Fahrkarten toeuben Sonntags in Den Zügen durch die Zugbediensteten verkauft. Zeit-, Arbeiter- und Schülerkarten können entweder an den Sonntagen auf der dem Verkehr geöffneten Bestimmungsstation oder am vorhergehenden Tage auf der Ausgangsstation selbst gelost werden. Reisegepäckabfertigung ist von unb nach den genannten Stationen Sonntags ausgeschlossen. RDD. Mehr Höflichkeit! Aus Den Kreisen Der Derkehrsoeamten, insbesondere Der in den Reisebureaus angestelllen, werden immer wieder Klagen über die zunehmende Unhöflichkeit deS Publlkums übermittelt. H wdorgeboben wird dabei, daß es gerade auch Aigehörrge der gebildeten Kreise sim>, Die sich zu Ausbrüchen nervöser Gereiztheit Hinreitzen lassen. Namentlich in Zeiten Oberhesfens und des angrenzenden Lahngebietes ift der seit 175 Jahren erscheinende Gießener Anzeiger g deS rechten Rhein- ben Vertretern Gcoh-Dri- tanniens und der Vereinigten Staaten nur gegen das Versprechen eines militärischen Garantie- Paktes abgelehnt. Herriot kommt zu Der Feststellung, daß die Rheinlandbesehung mit Der Sfcagc des Garantiepaktes eng verknüpft fet Im weiteren Verlauf seiner Kwnmer-. binettes und behandelte Dabei Die Fragen Des Genfer Protokolls, der alliierten Schulden, der Wiederaufnahme der Diplomatischer Beziehungen zu Sowjet ruhland und schließlich diejenige der Räumung Der Kölner Zone. Das Genfer Protokoll bedeute leine Bedrohung der französischen Sicherheit. Frankreich habe es zuerst unterzeichnet und erwarte, daß es nun auch von den anderen Nationen ratifiziert werde. Selbstverständlich trete das Protokoll erst Dann in Kraft, wenn über die Abrüstung eine grundsätzliche Verständigung zustandegekommen fei. Die französische Regierung betonte von neuem, daß Deutschlands Aufnahme in den Völkerbund wünschenswert sei, unter der Voraussetzung, daß man sie nicht an irgendwelche Zugeständnisse oder Vorbehalte knüpfe. Herriot wies darauf hin, daß Frankreich besonders in der Frage Der Kontrollkommission Des Völkerbundes einen durchschlagenden Erf 0 lgerzielt habe. Prüsibent der Kontrollkommission für Deutschland werde ein Franzose fein. Zur Frage der interalliierten Schulden erklärte Herriot, selbst vom rein geschäftlichen Standpunkt aus müssen die Schuldner Die ungeheuren Schwierigkeiten Frankreichs ein» sehen, Die eintreten würden, wenn Frankreich feine gesamten Schul den bezahlen müßte. Was Rußland angebe, so wolle die französische Regierung kein Urteil über die innere Politik der Sowjets fällen, aber Rußland dürfe nicht länger aus Der europäischen Gemeinschaft ausgeschlossen bleiben. In der Frage der Räumung des Kölner Gebietes, sagte Herriot dann, habe seine Regierung etne Politik des Einvernehmens mit den Verbündeten befolgt. Gr schätze sich glücklich, Der Kammer bet dieser Gelegenheit die Versicherung geben zu können, Daß Die Freundschaft zwischen Den beiden großen, sich ergänzenden Völkern, Frankreich und England, niemals so herzlich und gefestigt gewesen sei, wie im gegenwärtigen Augenblick. Der Redner ging Dann ausführlich auf die Frage der Mili- tärkontrvlle und der deutschen Verfehlungen ein. Frankreichs Anwesenheit am Rhein fei Die letzte Bürgsch as t für seine Sicherheit. (Lebhafter Bll, all auf allen 'Danken. )Die französische Forderung auf Verlegung der Grenzen Frankreichs an den Rhein und quemes Leben als Gutsbesitzer führen dürfe? Haben Sie acht, schloß Herriot unter lebhaftem Beifall, daß nicht einer Der größten Kriegsschuldigen mit Hilfe der 3ntrigante't in Bayern wieder Fuß faßt. Herriot erntete groben Beifall, als er sagte, Die Sicherheit Frankreichs sei die erste Bedingung für Den Frieden Europas und Der Well. Auch bei Der Opposition fand er lebhafte Zustimmung. Zum Dchlub gab Herriot unzweideutig zu verstehen, daß eine Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich nicht möglich fei, solange Der idealen französischen Demokratie (?) eine Demokratie gegenüberstehe, Die tatsächlich eine Oligarchie Dar» stelle (!). Die französische Presse zur Rede Herriots. Paris, 29. Jan. (£11.) Herriots gestrige Kammerrede wird von Der Morgenpresfe als ein großer Erfolg angesehen. Die Blätter der Opposition heben hervor, daß die Stunde des Burgfriedens wieder geschlagen habe. Es trage sich nur, ob der Beifall der Opposition nicht Herriot den linksstehenden Sozialisten entfremden werde. Die Oppositions- blätter stellen ausdrücklich fest, daß auchPoin- car6 die Rede Herriots ohne auch nur ein Wort daran zu ändern, hätte verlesen können. Herriot habe eine Rede des reifsten Patriotismus gehalten und der „Figaro" schreibt, die Kammer werde die Verbreitung der Rede beschließen und man müsse sie dazu beglückwünschen. Die gestrige Sitzung bebe ute einen Zusamm enschluh aller P a r- t eien und werde nicht ohne Folgen bleiben. Die wunderbare Rede Herriots fei eine furchtbare Erwiderung auf Die Note Strefemanns. Zum Chef des Höchsten Kriegsrates Der russischen Sowjetrepublik wurde als Nachfolger Trotzkis General F r u n s e ernannt, zum Chef Der Ostseeflotte Der ehemalige Uhrmachergeselle Matrose Z vw. Frontwechsel Herriots. (£ine Hetzrede in der Kammer. Paris, 28. Ian. (Tld) Herriot gab heute nachmittag in Der Kammer eine umfassende Darstellung Der Außenpolitik seines Ka- menöen Rechtsverhältnisse an Der für Den Schuldner bestehenden rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Unmöglichkeit scheitern muß, von feinen privatrechtlichen oder öffentlichrechtlichen SchuldnernAuf- Wertung zu erlangen. Die Verbände stellten Die Forderung, dah dieser Gegenstand ausschließlich vom Standpunkt der Interessen Der Gesamtbevölkerung und Gesamtwirtfchaft behandelt wird. Sie verlangten ferner Die alsbaldige Schaffung einer klaren, alle Zweifel ausschließenden Rechtslage. die diese Verhältnisse den Zufälligkeiten Des richterlichen ®rmeffenÄ im Einzelfall entzieht und namentlich davon absieht, durch rückwirkendes Eingreifen in erledigte und abgewickelte Schuldverhättnisse Verwirrung und UnorDnung in Das gesamte Wirtschaftsleben zu tragen. Bei einer solchen Regelung muß nach Der ckleberzeugung Der vertretenen Verbände an Der Grundlage der Dritten ©teuer® Notverordnung unter allencklmständen fest- gehalten werden. Die Verbände richten an Den Reichswirtschaftsminister die Ditte, dem Reichstag ihren Wunsch zu übermitteln, zur Vertretung ihrer Auffassung vor Dem Aufwertungs- auSschu hdes Reichstages Gelegenheit zu erhalten. Der Barmat-S andal. D-c Verwirrung der Fäden. — Beziehungs- rrnd D tternwlrtschaft. Berlin, 28. Jan. (Wolff.) Im preußischen cklntersuchungsausschuß für Die Barmat® Kutisker- Angelegenhell erklärte bei Beginn der heutigen Sitzung ein Vertreter des preußischen Innenministeriums, daß beim Polizeipräsidium sestgestellt werden konnte, daß Iwan Kutisker schon am 10. Dezember 1918 nach Berlin zugereist fei und am 1. Dezember 1919 erstmalig polizeilich angcmetDet wurde. Die Aufenthaltsgenehmigung für Iwan Kutisker sei nicht von Rcgierrmgsrat v. Müller, sondern von Geheimrat Müller und einer anderen Persönlichkeit erteilt worden. Der Vertreter des preußischen Innenministeriums verlas ein vom Privatbureau des Ministers Severing am 23. November 1920 an den zuständigen Referenten des Ministeriums gerichtetes Schreiben, in Dem mitgeteilt wird, Reichskanzler Dauer habe Den Minister gebeten, sich Dafür zu interessieren, daß Der Familie Darmat, Die Der holländische!: Gesandtschaft angehöre, auf Der Durchreise von Rußland nach Holland keine Schwierigkeiten gemacht würden. Der Ausschuß beschließt sodann, die genannten Personen sowie Den Fhrn. v. Maltzah <1 zum 29. Januar zu laden. Finanzrat D r e k e n - seid äußerte sich sodann über die Geschäf te Der Preußischen Staatsbank mit Dar- mat Die Geschäftsverbindung sei tm Mai 1923 auf Grund einer Enrpfehlung und eines Schreibens des Reichskanzlers a. D. Dauer vom sächsischer ©efanhten Dr. Grad nauer ausgenommen worden. Diese Briefe seien an Den damaligen StaatsbankpräsiDenten v. Dumbois gerichtet gewesen. Der Vorsitzende des cklnt.ersuchungsausschusses faßt das Ergebnis Der cklntersuchung Im Falle Darmat dahin zusammen, daß hie Sachbearbeller auS sachlichen oder unfach- llchen Gründen, ohne die Generaldirektion Pflicht- gemäh zu unterrichten. Den Kredit über Gebühr erhöhten. Es wird nunmehr beschlossen, die Angelegenheit Michael in geheimer Sitzung zu verhandeln. Hierauf wird die Oesfenllichkeit ausgeschlossen, um die Frage zu beantworten, welche Firmen noch größere Kredite als Barmat von der Staatsbank erhalten haben. Räch Wiederaufnahme Der Oeffentlichkeit beschließt der Ausschuß für morgen Nachmittag auch den früheren Präsidenten der Staatsbank, jron Dumbois, zu laden. Am Schluß Der heutigen Sitzung wird Dann ?wch Die Mitteilung gemacht, das morgen auch Staatssekretär Meißner vom Bureau des Reichspräsidenten in Der Sitzung erscheinen toerDe, um über das Barmat gewahrte Dauervisum Akten vvrzulegen. Vie hessische Regierungsfrifis. Das Zentrum für Erweiterung der Koalition nach rechts. D a r m st a d t, 28. 3an. (DU.) Zwischen dem Zentrum, Der Deutschen Dolkspartei und dem Bauernbund des hesfrschen Landtags fanden Besprechungen über Die Regierungsbildung mit Rücksicht auf Die von Den Sollaldemo- fraten und Demokraten gefaßten Befchlüfse ftait. Die Telunion erfährt hierzu, daß eine grundsätzliche Verständigung zwischen den Drei Fraktionen erzielt wurde. Das Zentrum steht, wie von mabgebenDer Seite verlautet, auf dem Standpunkt, daß eine Erweiterung der Koalition nach recht« unbedingt statt finde n muh, im Gegensatz zu Dem Beschluß Der Demokratischen Fraktion. Kleine politische Nachrichten, Mehrere Blätter melden, es scheine nunmehr feftzustehen. Daß DieWahldesprsußischen MinisterpräfiDenten Durch Den Landtag am Dienstag, Dem 3. Februar vorgenommen werbe. Die ,Doss. Ztg." hält es für wahrscheinlich, daß ein Angehöriger des Zentrums zum preußischen Ministerpräsidenten von Der Weimarer Koalition vorgeschlagen werden Dürfte. Der Führer des „Stahlhelm", Franz Seldto, Der Hochmeister deS »Iungdeutschen Ordens". Arthur Mahraun, der Vorsitzende Des Nationalverbandes deutfcherBe- russverbände (vaterländische Arb itnehmer- bcwegung) Fritz Gehler, sowie zur Vertretung weiterer chmstttcher nationaler Arbeitsgruppen, Der Arbellersekretär Willi Dietrich, haben zum Zweck gemeinsamer vaterländischer und fozialer Arbeit eine Zentralstelle in Berlin errichtet, die Den Damen „NattvnalauSschuh" tragen soll. Der .Vorwärts" veroffenllicht einen Ausruf des Vorstandes der fozialDemokratifchen Par ter an Die Parteigenossen, in welchem zum schärfsten Kampf gegen die Kommunisten aus-> aesordert und u. a. die Ratifikation des Abkommens von Washington und ein Ar- beitSzeitgesetz. DaS den Achtstundentag wiedethersteltt. gefordert werden. rede verlas Herriot den Artikel eines sozialistischen BlatteS über die militärische Ausbildung Der Deutschen Hochschul- jugend. Aus Die Polizeibestände eingehend, betonte er, Die Verbündeten hätten 1920 auf Der Aon- deS seren- in Boulogne Den großen Fehler begangen. ZS ^uW'id Ende se> 1^ -csaW ein« einer bu er dre A MliK? M'- an yodr' werden . fd o6Ä Ä? Srleb-l» m Ahst beid^en.^ runfl 8ljjf S-S 3SÄ-3* aller AowenöK eiwbMcreM eine Wuröigu meinSe, die sich gewußt hat, t>en Leihen läßt. . « 2Iuftrie Frankfurter r fen 5, Dullen 2. Schafe 666, Schtve tau' ' Diefeä, tot Saale der Aauptversar willigen Fe die Wehr erst i hervorgehoben, i bereits zwei Hc legen muhte, den wachsen war. 5)i größere Ergänzui rüstungsgegenstär Leitung der We der Wehr mehr grüßen, wem sich meinnütz/gen Dcre /cöer-eit gelingt, Pflichtfeuerwehr < Tagesordnung tou über den Beitriti noch kein Deschluf zungen nicht nah, 1 Mainzla und Dorschuh Sonntag eine © Der Verein hat t stellung noch mch mm entweder au beschlossen, die Kg sich Deut Hesli'ch Darmsiad! und de: rMiehen. Geschä den auf Aeichsm: A ton Inleress Äoffc beizutreten,. chwt Dcschästsbeti v Treis a. 'WinN wurden Ml, 13 ®jet>aare unb 9 Personen b; »Ä; 1120 Personen. । 2lllend PAWmuc Wn bekommt, bi Mn Friedhof. ® ho ä: fS h G,eßen (LU(1 I gfej» N ^hwieeer6oh; I Heinr leinen 1 Mch xUvurch, ■ ?t Ä Folter d \^W toUc£ ■' * »JÜ*' 2* uft"""' Ate , ?.° er ^en iflJu^ttnfltn sSfttS* Mf 4«^. tt12.^!* i«. ?,V nij'J*« ,fTOec M?fe Jtanbal' »L’$ffl«bhUk LrD- giti SWento B ium erf* Jothum Xrobite Evnrn TRart Sluck 1 1$ m du M L°rbeüen für oprenMgei, ’L $RWd nach sollten der M^r W'bto ßfefttiter e Ursache der Sen Een. 2te sie gerade toapen, erfolgte bk dem DoW der assen und der Dauch >er /Dvnteur Mutz, gerissen wurde, tnurbc ^ert. Deide hinter, w unmündige Binder und Land. den 29. Januar 1925. izen. t für Donnerstag. Mein Mer Eduard". 81/, Uhr, Am» 2ula er-Äortrag. - Schuh rein 1922, 8 Uhr im Versammlung. - £üb- '/, Hör, S)orfa6l ö» o'ttrag. - ßid;'(vki Äidelungen", l. TeU Maye. che bis westliche Dinde. ichläge. . irntalen Hvchdruagcbic- । Mtterungscharaller;u tingle, Hal reiche Krt- ' Luftvcllen bringen vor. iropa vor und vrwMn - ber Lcn'peraturen in * heute morgen auch bn ei sind. M liegen A . igon Aordmevw'rbvs, , Zufuhr warmer feuchter j anhalt. Niete in tzessem ' 'cheit und DlrtsM ! «EiM« ;T»^Ä '“»«HM ®6< ’E durch _7_r. M yr dem sgfcg? K-?: fÄr^ ö,i ^wv>p_. m: 9VL. Maßnahmen abfeben. Trotzdem am adben am Dran Henkel'* Seifenp] 9241d) wenig gebraucht, weg. Umstellung zu verkaufen Gest. Anfragen beförd. uni J.V. 392 Jnvalidendank, Srankfurt a. Mai« zifchereiverpachlung Mittwoch, den 4. Februar 1925, nachmittags 2 . Uhr, wird die der Gemeinde Allendorf a.'d Lumda zustehende Fischerei (Lumda) auf hiesiger Bürgermeisterei öffentlich auf 6 Jahre, unter den im Termin benannt gemachten Bedingungen verpachtet. Allendorf a. d. Lumda, 28 Januar 1925. Hess. Bürgermeisterei Mendorf a. d. Lumda. 949D Nein. ist sparsam imGebrauch und von ausgezeidinsfer Wa&hwirfamg! höheren Löhne ausgezahlt wurden, Sanwtag früh schon die ersten Streiks auS. Die Arbeitnehmer-Organisationen wurden ausgesor- tert. die Arbeit in den Betrieben spätestens am 28. Januar wieder auhunebmen. Da die» mcht erfolgte, wurden die Betriebe nun geschlossen. :knkdi Urniano bewilligt wert« konnren TM Arbeitgeber erklärten sich bereit, am 2L. ds. Mts. die Lohne aus Grund chreS Angebote- aus- zuzahlen. wenn die Arbeitnehmer von Otvril* -- - - - - — ■*--**tq Die Große Auswahl ! Is Rohhaarbesen und sonstige Sürstenwaren. Reparaturen von Bohnern sowie Anfertigung von Spezialbürsten. Ludwig Hermann IV. Dleichstratze 12. 069i Unterfertigte erfüllt hiermit die traunge Pflicht, ihre i. a B., i. a. B., A. H., A. H. von dem Ableben ihres lieben i. a. B. Ludwig Lamberth geziemend in Kenntnis zu setzen. Wir verlieren in ihm einen treuen Freund und Kameraden, der uns allen durch die Ruhe und Klarheit seines Wesens, durch seine vorbildliche Pflichttreue ans Herz gewachsen war. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Akad.Techn. Verbdg. „Skizze“ Darmstadt I. A.: Markwort X Darmstadt, den 28. Januar 1925. Gctt dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen liehen Mann, unst-rn treusorgenden \ ater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Born scheuer nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, im Alter von 27 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Dora Bornscheuer geb. Schmidt Ann! Bornechener Heinrich Bomwchener, Vater Kami;le Peter Schiul 4 Familie Johannes Theiß Familie Heinrich Schmidt. Gießen (Ludwigstr. 5i, Sehlen, den 28. Januar 1925. Die Beerdigung findet Samstag, den 31. Januar, nachmitt itrs 1', Uhr. von der Kapelle des Ne‘en Friedhofes aus statt. 0841 Empfehle WWMbflM. . .0.90 M Isjunges KuWM . 0.56 „ laBinösfflflrlttüen . . i.oo „ Bo tiöeef ugö Lende stets Im Ausschnitt (Siebener Jleischhalle 32 Walltorstraste 82 mtiuutmxg gefeiert. (Zahlreiche Freunde und Gönner des Vereins füllten den Saal des .Gasthauses »um Löwen . Aach einer BegrüfnmgSansprache machte ern Lichtbilder» vortrag die Anwesenden durch Dort und Bild mit Aussen, Körperbau und Pflege der Ziegen naher belannt. GS schloß sich bann ein gemütliches Beisammensein mit Sana an. — Da der Winter biS jetzt auherordentlich günstig blieb, viel mehr Holzmacher zur Verfügung ftapten und weniger Holz zu füllen war als in früheren Gübren, so ist auch hier die Holzhauerei nahezu beendet. Hoffentlich bleibt die CBM1- lecung gelirche, dah die zahlreichen Arbeitslosen Beschäftigung finden tonnen. Kreis Alsfeld. "N Merlau, 28. Ian. Der in Ar.22 des „(Sich. Anz." aus Aeisfirchen gemeldetesch w in- del ist auch im Pfarrhause zu Merlau versucht worden. Der junge Mann gab an, er sei von dem Pfarrer in Saarbrücken mit dem Vertrieb zweier Bücher aus dem Verlag von Hirsch» Konstanz zum Besten eines Saarbrückener Waisenhauses beauftragt. (Sin Lutherbuch und ein Dillbertestament, Katalogpreis 60 Pi. und 1 Mk. verkaufte er für je 3,50 Ml. Aus die Frage, wieviel vom Erlös dem Waisenhaus zu- komme, machte er unsichere Angaben: er .glaube“, daS Waisenhaus erhalte 2,50 Ml. vom Eremplar. Bedauerlicherweise konnte er schriftliche, mit Stempel versehene Empfehlungen von Pfarrämtern, sogar eines Dekans, vorweisen. Irgendwelche b hörbliche Genehmigung zur Sammlung besah er nicht. Mrcid Lauterbach. :: Lauterbach, 28. Ian. In der gestrigen G c m e i n d e r a t s s i tz u n g wurde zunächst das neu cintrctenbe Mitglied Postassistent August S e e l l n g an Stelle des nach Grohenlüder versetzten Stationsvorstehers D. Mohr durch den Bürgermeister eingesührt. Hieraus wurde die Tagesordnung wie folgt erledigt. Infolge eines früheren Beschlusses hat die Wasserversorgung eine Erweiterung erfahren. Die Ergiebigkeit der Quellenzuteitung erforderte nunmehr die Vergröberung des Hochdruckbchäl- t er 6. Die betr. Arbeiten wurden dem Wenigst- fordrcttden, Maurermeister St. MetzendorflII., hier, übertragen. — Die Iagd- und Fischereipachten für 1925 wurden auf Friedenspreise festgesetzt. — Das Wartegeld an die beiden Hebammen wurde ab 1. Ianuar 1925 aus je 200 Ml. beschlossen. — Für Blindenbildung bzw. für Schriftenbeschaffung wurden 50 All. bewilligt. — Die Errichtung einer Krie- gcrgeOcnfftätte soll mit dem hierzu erwählten Ausschuss demnächst besprochen werden, damit die Ausführung möglichst noch in diesem Iahre erfolgen kann. — Ern Antrag auf Erlast von F u st st e i g b e i t rä g e n muhie abgelehnt werden. Von den drei Gesuchen um lleberlafsung von Baugelände wurde eins genehmigt und der Kaufpreis auf 3Mk. für den Quadratmeter festgesetzt, die beiden übrigen vertagt. Der Ankauf eines AckerS für 350 Mf. ist einem früheren Beschluh zufolge geschehen. Starlcnvurg nno Rheinhessen. =1= Offenbach 21. Ian. Die Stadt- verordneten-Dersammlung hält nächsten Donnerstag eine Sitzung ab. Bewilligungen verschiedener Art sind beantragt im Gesamtbetrag von nahezu 400 000 Ml., wozu allerdings zum gröstten Teil die verschiedenen Erneuerungsfonds sowie Detriebsüberschüsse herangezogen toerben. Immerhin bleiben noch 120 000 Akk. zu Lasten des Voranschlags 1924. In der gleichen Sitzung kommt auch die Rechnung fü r 1923 zur Vorlage. Sie schlieht nach einer vom Oberbürgermeister verössentlichten Zusammenstellung mit einem Hebe rschust von 1 Z2Z 030 Mk. ab. Heber die Rechnung 1 92 4 hat man schon kürzlich aus einer amtlichen Kundgebung erfahren. dast 2 330 000 Mk. Mehrausgaben und Z20 000 Mt. Wettigereinnahmen, zusammen also 3 550 000 Mk. AuSgabenplus nur eine Mehreinnabme von 1980 000 Mf. gegenüber» steht, so dast 15Z0000 Mk. nach dem Stand von Mitte Dezember 1924 ungedeckt blieben, die also den nunmehr festgestelllen Rechnungsrest von 1923 aus zehren wird. D a r m st a d t, 28. 3an. (SH.) Aus der zum. Dergrevier Darmstadt gehörigen 03 raun- kohlengrube Gewerkschaft Messel ist nach Genehmigung der hessischen Regierung die Technische Rothilfe ring.letzt worden. Die Hrsache deS Streifs der Drlegschaft sind Lohn- Mfferenaen. — Heute wurden die streikenden Holzarbeiter, Sattler, Tapc-zierer ufto. im Landesverband Hessen fristlos entlassen. Die Betriebe sind ab morgen geschlossen. Am 21. ds. Mts scheiterten die Lohnverhandlungen, da die Forderungen d:r Arbeitnehmer nicht in F>haftes< Verkehrs rfnb .4 fefrr oteTe, ole .asch die Kigel verlieren, wenn sie nach ihrer Rlemung nicht schnell genug von einem Beamten abgefertigt werden. Man vertehe sich einmal in die Lage des Beamten, der von morgens bis abends mit Anfragen bestürmt und, von Arbeit vielfach überlastet. sein Möglichstes tut, um dem Publt^m gerecht zu werden. Da er aber dem grob Hnhot- lichen nicht mit gleicher Münze dienen bart, so wird ihm feine Arbeit zur Qual, und der Relfende trügt am (Jnbe selbst den Schaden. Ist es. nicht eine alle Erfahrung, dast Ruhe und Hofltchrett immer am weitesten kommen? -Sin Besucher des Goethe abendS. den Fräulein Glse S P e ck h a r b t am letzten Donnerstag veranstaltet hatte, übermittelt un^ in einer Zuschrift einige Angaben baruber toonn er die 3icle dieser Aoende erblickt. Ss heiht ba: .Dicht Rezitationsabende, an denen sie per- sönliche Kunst zeigen will, nicht bunte Abende, an denen Klaviervirtuosen zu Wort tommen sollen, nicht Vortragsabende, an buien neue Ergebnisse wissenschaftlicher, philosophischer und künstlerischer Schau vor den Hörern ausgebreitet weiden sollen, sind von Frl. Speckhardt be- alsichtigt, nein, schlichte Stunden gemmnsamen Grlebew» in dem Werl eines deutschen Dichters, bei taten sie selbst au« tnnerern Drang die Fuh- cung zu übernehmen üch sehr wohl berechtigt halten darf. Daher der rein sachliche, auf subjektive Gestaltung von vornherein verzichtend- Vortrag deS Doetheabends, daher daS Sprechen der Gedichte, die gewih nicht alle nach dem De- sichtspunft eines eigenen inneren Verhältnisses ausgewählt waren. Wie dies auch der Kritiker oollkommen richtig fühlle. Aber gerade diese 0clf ftentäufjerung offenbart eS, wie wenig eS die Veranstalterin auf ..Grfolg" im landläufigen Sinn abgesehen hat. Gewis; bleibt es das Recht und .'uch das Verdienst des Kritik-rs, sachlich- Ausstellungen zu machen, auch wir. das Publikum, tun dies: indessen gewinnt doch durch die Er- tenntniS dessen, was Frl. Speckhardt will, weil sic es aus lünstlerisch-m und didaktischem Temperament heraus muh. der ganze Sinn ihrer Veranstaltungen ein eigenes Licht, das bei aller Rotwendigteit kritischer Eiiz foe.tung doch eine besondere Würdigung ihre, Ziele nötig macht, eine Würdigung, die denn auch die Ge- mein de. die sich Frl. Sp. bereits zu schassen gewußt hat, den Abenden voll und ganz ange- deihen läßt." •* Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtvieh markt: Ochsen 5, Dullen 2. Färsen und Kühe 3, Kälber 814, Schafe 666, Schweine 362. Landkreis Gießen. • Wieseck, 29. Ian. Gestern abend sand tm Saale der Bürgermeisterei die diesjährige Hauptversammlung der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr statt. Wenn auch die Wehr erst zwei Iahre besteht, so sei doch hervorgehoben. dast sie im vergangenen Iahre bereit- zwei Hauptproben ihre- Könnens oblegen muhte, denen sie nach Lage der Sache gewachsen war. Da inzwischen von der Gemeinde größere Ergänzungen der Gerätschaften und Ausrüstungsgegenstände gemacht wurden, so hofft die Leitung der Wehr, daß auch das Interesse an der Wehr mehr wächst. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn sich noch mehr Einwohner dem gemeinnützigen Verein anschlicßcn würden, damit es jederzeit gelingt, die Ausgabe auch ohne die Pflichtfeuerwehr zu erfüllen. Die reichhaltige Tagesordnung wurde glatt erledigt und tonnte über den Beitritt zum Kreisfeuerwehrverband nod) fein Beschluß gefaßt werden, da die Satzungen nicht näher bekannt waren. * an a i n ä t a r, 28. Ian Der hiesige S p a r- und Vorschuhverein e. G. m. b. H. hielt cm Sonntag eine Generalversammlung ab. Der Verein hat die gesetzlich vvrgeschriebene Hm« ftellung noch nicht vorgenommen und muhte sich nun entweder auflösen ober umstellen. Es wurde beschlos len, bie Stoffe weiterbestehen zu lassen, und sich tan Hesll chen Genossenschaftsrerband in Sarmftabt und Der Landesgenossenschastsbank an- zuschllehen. Geschäftsanteil und Haftsumme wurden c-'f Reichsmark festgesetzt. Eine gröhere An- zahl von Interessenten erklärte sich bereit, der Nasse beizutreten, die nun in ben nächsten Tagen ihren Geschäftsbetrieb wieder eröffnen wird. - Treis a. d. L d a., 28- 3an. In unserer Gemeinde wurden im letzten Iahre 21 Kinder getauft, 13 Ehepaare getraut. 20 Kinder konfirmiert und 9 Personen beerdigt. An Gaben für christliche Liebestätigkeit gingen bei tan Pfarramt ein 1529 Goldwarl. Am hl Abendmahl beteiligten sich 1120 Personen. -4- Allendorf a. d 2ba„ 2Z. Ian. Ein grober Leichenzug. wie ihn unsere Stadt selten zu sehen bekommt, bewegte sich gestern nach dem bie» fiacn Frick Hof. Galt es doch, unserem allbeliebten, "WsWsWs in Ermöleben am Markt »u verkaufen. ErforderUch 20000 Mk. (8MD ). E. Gagel, Loblenz. Tolles Zahnweh stillt Dr. Bnfleb's deet. Zahntropfen. Wer hohle Zähne hat, plombiere mit Deminkltt. 106D E. Kam, Central-Drogerie, Schulstraßc langjährigen Forster Aeinrtd) Fran; Die letzte Ehre zu erweisen. Auster den Vertretern der Vereine, denen der •atkblaftne angehört halt«, Krieger-. Gesang- und Turnverein. legte auch Bürgermeister Rein im Ramen der Stadt. Forst- rat Schneider- Diesten für die Beamten der Oberförsterei Treis und der Kreisvorsiyende des FSrstervereins Kränze nieder. D AuS dem oberen CumbataL 28. Ian. Der Ohm-Lumdatal-Sängerbund Hill am Sonntag einen Sängertag in Merlau bei Gastwirt Hörle ab. In der vorausgehenden Dorstandssiyung wurde der Gesangverein Aiedergernünden in den Bund ausgenommen. Dem Bunde gehören nunmehr 19 Vereine an. Das Dundesfest wurde dem Gesangverein .Sängerlust- Ober-Ohmen übertragen und soll am 12. und 13. Iuli stattsinden Als Bunde-- chor wählte man das Lied „Bleib deutsch du herrlich Land am Rhein" von Arnold Der Beitritt zum Hessischen Sängerbund wurde beschlossen. Don den beiden Orts-, sowie von zahlreich erschienenen Rachbarvereinen tourten abwechselnd einige schön gefangene Chöre vorgetragen. wodurch die Tagung einen angenehmen Abschluß fand. Kreis Friedberg. vw. Butzbach. 28. Ian. Dah man auch in heutiger ernster Zell nicht aller gesellschaftlichen Hnterhallui.gen entsagen darf, liegt auf der Hand. Hnd wenn diese nun gar einen ernsten Hintergrund haben, so ist erst recht nichts dagegen ein- zuwenden. Wemr unsere Freiwillige Feuerwehr zu Ehren ihrer im Dienst ergrauten Mitglieder, zur Anfeuerung für die Iungmannschaft. es an Treue und Gewissenhaftigkeit den Allen gleich zu tun, gleichsam nach sauren Wochen ein frohes Fest veranstaltet, mrd wenn unsere Deutsche Kolonialgesellschaft zu einem Kolonialen Bierabend einlud, gelegentlich welches Polucioberleutnant Göt° zinger aus Darmstadt, der früher als Ofsizier in unseren Kolonien stand, eine Lichtbildersammlung aus Deutsch-Ostafrila vorführte und auch dadurch der herzlichen Mahnung: „Vergeht unsere Kolonien nicht! Wirket unermüdlich mit, dah uns der freventliche Rauh zurückgegeben wird" sichtbaren Ausdruck lieb, so schlug man damit zwei Fliegen mit einer Klappe. Man erinnerte an die Vereinspflicht und verbrachte ein paar gemütliche Stunden mit gleichgesinnten Menschen. Kreis S^otren. Q Laubach, 28. Ian. In der gestrigen Sitzung des Gemeinderats lag zunächst eine Eingabe des Iagdpächters um Er- mä higung der Pachtsumme vor. Der Herr hat erst im vorigen Iahr die Gemeindejagd für 8Z00 Mk. auf neun Iahre gepachtet. Das Ergebnis im ersten Iahre waren — 18 Hafen. Der Gemeinderat beschloh eine Ermähigung auf 6000 Mark. — Oberreallehrer Gerhard hatte um Heberlassung eines Bauplatzes vonGemeinde- gelände im sog. ..Alter Hof, westlich vorn Arresthause gebeten. Sein Antrag toiro genehmigt: der Quadratmeter wird ihm zu 2 Mk. verkauft. Der Zugang zu seinem Anwesen wird von der Kaiserst ra he eröffnet werden. Damit ist die Stadt im Innern ausgebaut. — Dem Laubacher Musikverein wurde eine Beihilfe seitens der Stadt bewilligt. — Auherdem wurde die D i e n st- sicherheit deS Rechners durch eine Kaution festgesetzt. □ Lardenbach, 28. Ian. Die Winterfrucht steht sehr gut. Besonders der Klee hat sich bertoorragenb entwickelt. Dagegen hat das Korn durch die Schnecken schwer gelitten. Einzelne Aecker muhten umgepflügt und mit Weizen frisch au-gesät werden. „ ?“ Eichelsdorf. 28. Ian. In den letzten Iahren wurden von der hiesigen Oberförster ei verschiedene Holzabfuhrwege unserer Feldmark cha uss ler t und damit beni- bar beste Verbindungswege von und nach dem Walde geschaffen. Ietzt soll ein am sog. Weinberg entlang führender Weg in gleicher Weise hergerichtet werden. Abgesehen von der nun leichteren und bequemeren Holzabfuhr begrübt unsere Landwirtschaft, die besonders an guten, gesteinten Gemarkungswegen interessiert ist das Entgegenkommen der Forstbehörde mit dankbarer Freude. Auherdem wirken diese Wegebauten auch in sozialer Hinsicht segensreich, indem Arbeiter und kleine Landwirte Verdienstmöglichkeit haben. — Den in Staatswalddi strikten mit schwach e m H o l z s ch l a g beschäftigten Holzhauerrotten wird, um sie nicht tm Verdienst zu schmälern, in entfernteren Distritten Arbeit zu- gewiesen. Die gröberen An- und Abrnarschwege werden dabei gern In Kauf genommen. )—) Ruppertsburg, 26. Ian. Der hiesige Ziegenzuchtverein, der zur Zett 45 Mitglieder zählt, hat gestern seine Winterver- Srcie Wetzlar. T Raunheim. 28. Ian. 3m letzten Frtll, jahr wanderten 16jüngerePersonen. darunter auch ein stellenloser Lehrer, von hier nach Brasilien. Eine ist dort gestorben, die andern sch'.eiben fast durchweg gute». Sie haben sich selb ständig ansässig gemacht. Im nächsten Srübjabr wollen nun wieder 10 Personen, herunter cm Ghepaar von über 60 Iahren. ihren QIngeböngen forthin folgen. Vor genau 200 Iahren. im Winter 1724 25 wanderten von hier und dem benachbarten W-aldginnes 82 Personen aus nach Litauen. Hn gam und Südruhland. - Gin Wildere r oon hier wurde auf frischer Tat ertappt. ®r stand schon lange im Ruse dieses unsauberen Hand' Werks. He^cn-Ra?sau. ][ Marburg. 28. Ianuar Der W oh- nungSmangel. der durch die polizeilich an geordnete Räumung mehrerer durch Bergsturz oedrobter Häuser am Marbachor Weg noch verstärkt wird, führte in der gestrigen Stadt verordnet ensitzung zu einer mcbrttunbi- gen, oft sehr scharfen Auseinandersetzung zwrschcn den fast an Zahl gleichen Anhängern und Gegnern der Wohnringsztoangswirtschaft. Laut Magistratsbeschlnst sollen Wohnbaracken erbaut und auf) erb cm beim Minister- der Versuch gemacht werden, zu erwirken, dast in Marburg die gesetzlich nicht mehr zulässige Beschlag nähme über grober Wohnungen doch noch bis zum 30.3uni d. I. Geltung bat. Es tourte u. a darauf bingetoiclcn. dast 19 Familien direkt obdachlos werden und wettere 213 Familien auf der Dring!ichkettsliste sieben, deren Woh nungsgesuche schleunigst erledigt werten mübten Rach langer Aussprache wurde folgender Antrag angenommen: ..Die Stadtvervrdneten-Derfamm- lung sieht zunächst von ter Beschlustsassung über Weiterführung ter WohnungszwangSwirtschast bis 30. v 1925 ab und gewährt dem WohnungS^ amt eine Frist von 6 Wochen, damit in dieses Seit auf dem Wege gütlicher Derhand^ lung die erforderliche Anzahl von Wohnungen bereit gestellt werden kann. Gs geschieht das i-i der bestimmten Erwartung, dast die Inhaber übergroßer Wohnungen freiwillig und nn sozralen und nationalem Interesse ihre verfügbaren Räume frei geben. Für die Durch führitng dieser Mahnahmen werten 30000 Ml. bewilligt. Die grobe Wohnungsnot erfordert de schleunigte Abhilfe." spd. Fr a n kf u rt a. M.. 28. Ian. Sicherv Anzeichen deuten darauf hin. daß ter als Mörder des SchneitermeisterS Dillemuth fest- geftollte 24)übrige Schneider Wilhelm Huppe lsberg aus Barmen, ter zuletzt hier wohnte, ins besetzte Gebiet geflüchtet ist und sich dort bei ter französischen Fremdenlegion anwerben lieh. Es tourten sofort •oon den hiesigen Behörden die erforderlichen Auslieferungsanträge gestellt, denen wahrscheinlrch stattgegeben toird. Rundfunk-Programm des Frankfurter Lenders. (Aus ter „Radio-Hmschau-.) Freitag. 30. Ianuar: 11,55 Hhr: Zeitangabe. 12 Hhr: Rachrichten- dienst. 4 Hhr: Wirt sch aftsmeldungen. 4.30 bis 6 Hhr: Hausfrauen-Rachmittag. Vortrag von Frau Stadtrat Else Lllken: ..Hausfrau und soziale Arbett". Ferner: Wochenschau des Frankfurter Hausfrauenvereins. 6 Hhr: Wirtschattsmeldungen. 6 bis 6 30 Hhr: Die Lesestunte (Meistertoerte ter- Weltliteratur) Aus „Soll und Haben" von Gustav Freytag (Fortsetzung). 6.30 Hhr: Vortrag von Otto Schwerin: „Wie schuhe ich mein Heim gegen Einbruch? ' Z bis Z.30 Hhr: Vortragszyklus ter Philosophischen Vereinigung Frankfurt a. M (DozeM: Pfarrer Taesler). 12. Vortrag: „Kants Dcgründung ter Religion". Z.30 Hhr: Gsparanto- Hnterricht. 8 bis 8.30 Hhr. Die Besprechung lTheater und Kino). 8.30 Hhr: Tanzmusik der Kapelle des Tanz-Palais. 9.30 Hhr: Rachrichten. Wettermeldung. Sportbericht. 9.40 Hhr: Die Spät anfunbigung: „Reues Operettentheater!" 9L5 Hhr: 3eltDorbcTcuunfl. 9.56 Hhr: Drei Minuten der Hausfrau. 10 Hhr: Zeitangabe. 10 bis 11 Hhr: Varietö. Ein Akt von Heinrich Mamr. Textil-Verkauf Besonders billiges Angebot! Trikotagen Manufakturwaren Uni-Satins für Masken-Kostüme äußerst preiswert! AW in jeder Preislage. 0850 Gegründet 1876 Fernruf 1367 Filiale in Lieh (Oberhessen) nebote erbeten an 0839 MSeWs Salomon. Sflmlftraße. 44c im 930D .•ignet). 1820 Wellen Buchenreisig 255 Eichenreisig. Zusammenkunft: Anneröder 8. Schneisü. Weg, ! 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Zusammenkunft: Kreisstrahe nach Haubringen in der Rahe des Steinbruchs. 3. Freitag, den 6. Februar 1925, vormittags 9'- Uhr beginnend, Bezirk des Försters Arft, Abt. 16a, 24 u. 25 im Fernewald, 28,8 Rm. Eichenscheiter Bekanntmachung. Betrifft: Verpachtung der Obstverkaufs- Plätze am Selterstor und am Reuenwegertor. Aus die Bekanntmachung in den Aus» hängekästen weise ich hiermit hin. 939B Giehen, den 23. Januar 1925. DerObecbürgernreister. 3. D.: Krenzien. Gustav Gutenstein :: Plockstraße 12II :: In kleinen bass. Haushalt durchaus Wes ölteres MW das nur in besseren Häusern ronr, im Kochen ganz selbständig und in Hausarbeit bciuQu:ert in, per ba d oder 16.2. gelacht. Seb? gute Behandlung. Lohn Mk. 40.—. throne Wäsche ansier dem Hause. Angen. Stelh. flöte Zeugnisse Bedingung. Iahrt wird bei Einig, verg. Fran Knill Baum, Höchw< a. Ti. Rathenauetr. 3 II, Tel.259 (reess 0- Dame geg.Möbel' rmr Büdo und merken Sie sich: und Wäschesicher beit Büde Terpentinöl-Creme u. kl. Zinsen ÄH leih. Immer für die Schuhe nehme. 0831 ^n'bet^SUt».Btidowerk- cheai, Fabrik. Sohweeniaaea a, N. BtennOoti'BeiflelgeriinfleiL > Aus den Waldungen decStadtOiehen sollen versteigert werden: * 1. Montag, den 2. Februar 1925, vormittags 9'- Mr beginnend. Bezirk '.W Kein Laden! Kein Laden! Vertreter. Schriftliche Angebote unter 945D den Giehener Anzeiger. Uter-FIOgel gut erhalt., preiswert zu verk. (für Gesangverein ge- dhs Försters Brück, Abt. 51a u. 54 Stadtwald; 162,4 Rm. Buchenscheiter leMtieo aus achibarer Fa» mtlte sofort und ZLelnäitteo zu Ostern gesucht. Springmanns Schuhhaus Gicsteu Bahnhosstrahe. „ Eichenscheiter „ Buchenknüppel „ Eichenknüppel „ Lärchen» u. Fichtenknüppel HLZInsr sucht berufstätiges Iräuletn. Schriiil. Angeb. unter 087)3 an den Gieg. Anz. I MmWW für Landmaschinen zum Besuche der Landkundschaft in Oberheffen von altem Unternehmen zum alsbaldigen Eintritt gesucht. Bewerber mit Branchekenntnissen, und, die nachweislich mitErfolg gereist haben, werden bevorzugt. 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Dor und nach dem Theater warme und kalte Speisen 830a Fürstenberg-Dräu Stenograph. - Gesellsclialt Galielsberger undDamenahteilung(KV.) Samstag, 3 l.,8U, „Stadt üidr: PMc BetWenö. Ab Samstag, den 31. Januar grotzer Transport toetoto dho oMW Me Gespanne von 1,50 bis 1,65 Meter Vertreter »on aUartcn; und Zigaretteusabrik bei hohen Provisionssätzen «Sachleuie be- voizugti sofort gesucht. Genaue Unterlagen mit Angabe bisheriger Tätigkeit und Gröhe des Bezirks unter F. A.G. 439 an Rudolf Moffr, Srankfvrt tu M. [928bs Herren-Trikothemden mit Einsatz . Mk. 2.75 Herren-Normalhemden mit Einsatz Mk. 3.50 Herren-Unterhosen..........Mk. 2.95 Gestrickte Kinderröckchen m .Leibchen 1.35 in der Rahe Frankfurt a. M. seit Jahren bekannt und bestens liefernd sucht zwischen Giehen -Dilbel, Marburg, Dillenburg und Braunfels bei Delikatesten- und Spirituvsengefchäften nachweislich solventen und bestens eingeführten 3150 Wellen Buchen- u. Eichenreisig 15,8 Am. Eichen- u. Fichtenstöcke. Zusammenkunft: Karlschneise am Kohlschlag (Abt. 16) im Fernewald. Zahlungsbedingungen: Die Holz- geldschuld wird gegen Stellung sicherer Bürgerschaft innerhalb 3 Wochen nach dem Dersteigerungstag auf die Dauer von 3 Monaten gestundet und zwar für die ersten beiden Alonate zinslos und für den letzten Monat gegen Berechnung von 12% Jahreszinsen. Intelligentes junges Mädchen mit guter Handschrift zur Bedienung der Haustelephonanlage eines lebhaften Geschäftsbetriebes in Giehen gesucht. Bewerbungen mit genauen Angaben über seitherige Betätigung, Alter und Gehaltsforderung unter 884V an den Gieh. Anzeiger erbeten. Sebr. Osenberg Gießen. Telephon 862. GMW'Nb EkWlWlA in beiten Lagen, unter günstt en Bedingungen zu verkauf. Näheres durch G. Katz, Ludwlgstrane 45. Aeltere MMl «O JlßM nicht unter 50 Jahren, zur Bewirtschaftung der Toiletten auf Bahnhof Giehen sofort gesucht. Borzustellen in der Zeit von 1-3 Uhr nachmittags im Biertunnel des Bahnhofs am 31. Januar 1925. Eisenbahn-Klosett-Betrieb °82->05h. Krasselt & Co. Angesehene leistungsfähige Sektkellerei sucht bestens eingeführten Vertreter für den Bezirk Giehen. Es kommen nur Herrn in Frage, die mit der Kundschaft bereits in enger Fühlung stehen. Gute Verdienstmöglichkeit. Angebote unter K. T. 124 an Rudolf Mosse, Trier. ot! 2,95 '**'« 1,35 kin Januar AH. ,cb9Äd#,K 4b|irbl Rechtfertigung de« alten Regimes, um die Wie- deraufiichtung der Monarchie, sondern die Ärieg«- schuld ift eine Frage, von deren Lösung daS Wohl und Wehe auch jeden Arbeitet» kindeS ab hangt. Auch die Lüge von deutschen ®rcuelialen wäyrend de« Krieges entbehrt jeder Grundlage. Sie diente nur dazu, die ganze Welt auf den unbezwingbaren deutschen Riesen zu hetzen. Was uns not tut, ist das Heranreifen eine« an Leib und Seele gesunden, durch Arbeit und Opfer geläuterten Geschlechts. Das Schicksal des deutschen Dolles wird nicht auf dem Schlachtfeld entschieden, sondern in unS selbst bestimmt. Gegen den militärischen. wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruch Hilst feine Versassungssorm, kein Parteiprogramm, keine Phrase von übernationaler Gemeinschaft. Weltdemokratie und Gleichheit. Rur eine geistige Wiedergeburt, nur der Sieg des Deutschtums, selbstlose Liebe und Treue zum Dolksganzen tonnen Helsen. Deutsche Männer und Frauen! Schreibt euch in eure Herzen ein da« Wort des Arbeiterdichters Karl Fröhlich. ES zu erhalten und zu gestalten. Deutschland stirbt nicht!" Frau Tiara Wende. M. d.R.. sprach bann über die Behandlung der KriegSschuldsrage. In der Opiumhöhle. Don John F r c c m a n. Die Vorstellung, welche die meisten Menschen non einer Oprumhöhle haben, ist gewiß falsch, denn so oft man auch diese Bezeichnung in abenteuerlichen Büchern findet, ist dieselbe „fern vom Schuß", denn die Verfasser derartiger Geschichten find fast nie in einer Opiumhöhle gewesen. Solch eine Opiumhöhle ist denn auch selten das, was wir unter einer Höhle verstehen, sondern häufig ein regelrechter Raum von einiger Ausdehnung gelegen hn Erdgeschoß an der Straße. Dies ist der Fall in jenen Ortschaften Oftafien«, wo das Opiuntrauchen nicht mit Strafe bedroht ist. Als ich di-' erste derartige Opiumhöhle besuchte, erblickte ich eigentlich nichts als Schläfer, die auf CQZattcn lagen, indes andere rauchten. Am Eingang hockte ein steinalter Chinese mit spärlichem Kinnbart hinter einem kleinen rotgestrichenen Ladentisch. Das verschrumpelte Männchen ersuchte mich knurrend, zehn (mexikanische) Dollarcents zu entrichten. Jahre später, als ich sutn zweiten Male quer oder vielmehr längs durch die Wunder- insel Iava fußr, blieb ich einige Zell in Batavia. Ick wohnte in dem etwas höher gelegenen Stadtteil, der Welloreden heißt und einer Gartenstadt gleicht, wohingegen das alte Batavia nach dem Vorbild der alten niederländischen Städte angelegt wurde. Man findet dort noch allertumliche Steinbauten, welche jetzt als Lagerhäuler der tropischen Produkte verwandt werden. Obwohl ich selbst dem Oviumteusel bislang keinerlei Opfer gebracht hatte, so erfaßte mich eines späten Abends. als ich von einer ..VuN , einer Festlichkeit, nach Hause suhr. ein un- bezwingliches Verlangen, die Oviumhöhle in Ba- den 31, Januar Transport M DW 50 bis 1,65 Meter Preislage. w smbtt- ürphon 862. mit hinab. Diese Treppe war nur kurz, sie hatte vielleicht sieben Stufen. Wir wandten uns um eine Ecke. Hier siel mein Auge auf einen großen, teuflisch bemalten, fratzenhaften Götzen. Vor diesem blieb mein stummer Führer stehen. Ich weiß nicht, ob er einen Knopf gedrückt hat, oder in welcher Weise er sich mit dem Götzen zu schaffen machte, denn das unsichere Licht der fleinen Oel- lampe verbarg vieles. Jedenfalls schob sich die Göhenfigur wie von innerer Kraft getrieben um mehr denn Armlänge zur Selle und - ich blickte in einen dämmerigen Raum, der hinter der Figur lag. Scheinbar war niemand dann. Doch da näherte sich unhörbar und rasch ein Mensch, ein Chinese in gelbem Seidengewand, indes mein Begleiter einen dünneren schwarzen Kittel trug. Der Chinese redete mich höflich auf Holländisch an. indem er lächelnd tagte: „Körnt binnen, Mynheer." Angesichts der großen Heimlichkeit all des Bisherigen bereute ich meinen nächtlichen Gang etwai. denn ich sagte mir, daß man sein Leben nicht so verspielen soll, wie cs. hier leicht geschehen könnte. . Doch diese Regung wich. Wer in Asien ist, muß mit Asien leben. Immerhin — icder faßt diesen Fall anders auf. Das Dämmerige Gemach war ein Dorraum. Cine Tür führte in den Rebenraum. Dicker Qualm lag in Der Luft, jener erregende berauschende Dust des OpiumS. Dort lagen Men- schon aus Matten aus dünnem, chenisischem Geflecht am Boden, andere sah ich auf langen Rohrstühlen ausgestreckt. Die Atmosphäre war zum Ersticken. Die Decke war niedrig. Petroleumlampen, jene alten Kronen früherer Zell, ßtngen hier und da von Der Decke und warfen ihren - etlichen Schimmer auf graue Rauchschwaden. Dem dicken Chinefen. der an Der Tur vor einem tun Den schweren Tisch im Singaporestuhl un- Glauben zu Diesem Land, erhalten und zu gestalten sind wir gesandt. Mögen wir sterben, unseren Erbeii gilt Dann Die Pflicht. der über den „Dersailler Vertrag“. Das deutsche Volk empfindet mit vollem Recht Den Inhalt und Geist des Diktats als in schreiendem Widerspruch zu den Erwartungen stehend, nut denen es dem „Frieden der Gerechtigkeit" entgrgengesehen hatte, sowie zu den Versprechungen imd Abmachungen des Waffensti'.l- standes. Diese Widersprüche sind Inhalt des Rotenwechsels zwischen der deutschen Abordnung unter Graf Brockdorff-Rantzau und Der Entente. Die Deutschen ve fochten Den Standpunkt. Daß Die Grundsätze des Wilsonprogramms verletzt und Die Versprechungen auf einen Frieden Der Gerechtig- ,-sri« M . M, tabrik- ** w.«. Jmk,.w„W* -.M-.- ...•»-»**"*“ **”*■ mir mehrtägigen Ausschließungen bestraft wur- den Die übrigen Mllglieder Der Opposition haben, mit geringen Ausnahmen. daS LvS ihrer ausgeschlossenen Genossen freiwillig geteilt und sind Den Sitzungen Der Rationalversammlung fett- bex ebenfalls fern geblieben. In dem Derart ent- ftanDencn Runip'parlament W ird: dann seitei'S der MehrheilSpartei Die für Die geictzgebcrtiDen Derhaod'.ungen und insbescrdere für Den Schutz Der Minderheitsrechte so überaus wichtige neue Geschäftsordnung mit Der größten CeelcnrutM verbandelt und rasch genug angenommen Dann vertagte sich daS HauS und man gab sich (Xi Hoffnung hin. daß die l^l'ch-frohl.che Weihnachtszeit auch hier Wandel schaffen werde. SS kam aber anders. Das akute t^rlamentarische Liebel vertiefte fich zu einer chronischen Krankheit. Die Bauernregel, nach Der Die Zeit Der beste Arzt ist. hat sich diesmal nicht bewahrt. Infolge des stillen Widerstandes deS sogenannten Linksblocks scheinen die Singe eine Derartige Entwicklung nehmen zu wollen, daß der parlamentarische Frieden nur durch grundsätzliche Zugeständnisse der Regierung wird bcrgdteUt werden können. Die Opposition ist nanrltch fest entschlossen, aus der ihr auferlegten doppelten Maßregelung politisches Kapital zu fchlll* aen und verkündet klipp und klar, daß ohne Gewährung deS allgemein n c n und geheimen Wah 1 re ch t e S von ihrer Rückkehr ins Parlament keine Rede sein könne. lind hierin wird man ihr nicht Unrecht geben können. 5>citn konnte ein ideales Mahi- recht bisher auch weder entdeckt, noch erfunden werden, so steht doch soviel fest, daß ohne dis geheime Abstimmung der unversallchte Volks- Witte nicht zum Ausdruck zu [omnicn Dcrrnag. «Iso auch kein gesunder Parlamentarismus denkbar ist. Der neue Wahlrechtsgesetzentwurf deS Grafen.Bethlen soll im Wesen feiner daraus bezüglichen Verordnung angepaßt sein. ES verlautet j'dock. daß Detblen zu gewissen Zugeständnissen bereit sei. Ramentlich soll für die Mit- glieder der Mehrheit die Stettungnahrne für Die offene oder geheime Wahl frcigeftcllt. also nicht zur Parteifragc gemacht werden. 5erner soll im besten Falle den Orten mit geordneten Stadf- Dcrlretungcn und den industriellen Mlltelpimkten die g. Heime Wihl ^gebilligt werden. DteS scheint allerdings geschickt ausgettügelt denn m den übrigen ausschlaggebenden ländlichen Bezirken wäre immerhin noch genügend Raum für „freies Watten" geboten. ... . _ Verschiedene Anzeichen sprechen dafür, daß die Stimmung in d^r Mehrheitspartei auch keine einheitliche ist. Die nüchternen und Weller ausschauenden Mitglieder beninnen pun einzu- sehen daß das durch die Geschäftsordnung zwar berechtigte, jedoch attzufcharfe Vorgehen deS Dor- fitzenden weder zeitgemäß, noch zweckmäßig war. Sie denken mit einem gewissen Unbehagen daran, Daß Die VerhanDlungen über so schwerwiegende Probleme, wie Der erste StaatSvovanschlag in Goldwährung, die Wahlrechtsvorlage und d»c Reform des Oberhauses, ohne Mitwirkung der Opposition erledigt werden sollen. Qlnbcpe wieder meinen, daß man sich über daS störrische Verhalten der Opposition nicht weiter aufzuregon brauche, denn sie werde über kurz oder lang. Doch klein beigeben. Daß Diese parlamentartschk Zerfahrenheit auch der Regierung unbequem und unerwünscht ist, geht schon auS den Annäherungsversuchen deS Vorsitzenden deS Hauses Diese Bemühungen waren aber vergebens Rach eifolglofcm Herumtasten läßi jetzt die Regierungspartei wohl in Übereinstimmung nut ihrem Oberhaupt, erklären. Daß Der erste Schritt nun- mehr von Der anderen Seite erfolgen muffe. In Der Öffentlichkeit ist wiederholt Der verführerische Gedanke ausgetaucht, Graf Apponyi möge Die Ausgleichsverhandlungen in Die Hand nehmen. Die erste Boraussetzung dieser vielverlprechenden Lösung des parlamentarischen Knäuels, nämlich das daraus bezügliche Ansuchen beider Parteien ist jedoch bis jetzt nicht erfolgt. Alle Bemühungen haben sich bisher als eitel erwiesen. Dem Grasen Bethlen scheint diese Tal- mit her Kriegsschuld beschäftigt, ist nicht etwa daS Ergebnis einwandfreier ilntcrfud)ungcn, sondern lediglich der brutale Ausdruck des Wll- lenS der Sieger. Den Deutschen unausführbare Lasten auszubürden, um Deutschland unfähig zu machen, sich jemals wieder aus seiner Riederlage zum Widerstand oder zur Konkurrenz auf Dem Weltmärkte zu erheben. Man will uns das Lebensmark aussaugen. Aber noch lebt Der Deutsche Zorn. Er wird eine Bolks- betoegimg entfachen ähnlich Der. Die vor fünf Iahren Die Feinde in Der AuslieferungSfrage Hum Rückzug zwang. Roch leben Das Deutsche Ehrgefühl, Deutsches Volks- unD Vaterlands- bctoußttein. Richt Deutschland. fonDern die En- IcnlcDölter werdeir über kurzem auf Der Anklagebank sitzen, wenn man in Berlin von Den verfügbaren Unterlagen Den rechten Gebrauch macht, ohne nach Dem Geschrei Der Linksparteien \u fragen. Hier hanDelt es sich nicht um die Die politische Lage in Ungarn. Von unserem Budapester F. K. Mitarbeiter. Wenn zwei einander gegenüberstehende poll- tische Parteien sich auf ihr vermeintliches Recht versteifen, Der politische Karren beiDer sich in einer Sackgasse grünDlich verfährt unD kerne Den Rückzug antreten will. Dann muß nottoenDigcr- weise eine verzwickte Lage entstehen, Deren Entwirrung stets schwieriger wird. Der Teist Der Zerklüftung vcr-pslanzt sich auS der Gesell- schast in das politische Leben und umgekehrt. Um die Triebfedern dieser auf Die Dauer unhaltbaren ZustänDe zu begreifen, muß man etwas weiter zurückgreifen. Es ist wohl fchon cm Monat her. Daß in einer traurig-DenttourDigen Sitzung Der ungarischen Rationalversammlung etwa em Dutzend oppositioneller Abgeordneter infolge andauernder Widerspenstigkeit auf Anordnung des Vorsitzenden mit Gewalt entfernt und überdies beweglich faß, zahlte ich fünf Gulden. Darauf händigte er mir eine Pfeife mit plattem Kops, ein Töpschen mit schwarzer oder schwarzbrauner Salbe", ein Metallstäbchen und ein kleines offenes Licht Ich nahm die Utensilien, tat. als ob ich ein alter Kunde, schritt durch Den Raum nach hinten, sand ein leeres Lager unD. ohne Die Geräte zu besehen, legte ich mich nieder. Schweigend blickte ich in Den Rebel. Dicht neben mir lag ein Iavane in guter KleiDung mit IciDcncm Kopstuch. Rie sah ich einen solchen Aus- Druck von körperlichem Zerfall, als in Diesem Gesicht. Er war wohl aus Dem Opiumrausch erwacht. Die Augen blickten starr unD glasig, er erschien wie ein Paralytiker. Die Wangen namenlos tnochig, eingefallen. Rur von lederner Haut überzogen. Die Lippe hing schlapp, willenlos herab. GebcnD tot. Siner Drüben stöhnte im Schlaf. Ein paar Der Besucher. Darunter ein Mischling, zwei Chinesen unD ein Europäer rauchten gcraDc. Das Einziehen Des RaucheS aus Der Pfeise Hang wie ein röchelnDeS Schlürfen) Einige Chinesen lagen wie tot am BoDen. Starr. Wehe, wenn sie erwachten. Den kurzen Augenblicken seligen Vergessens, süßen sinnberauschen- Dcn Traumes in ParaDieseswonnen folgt tage* langes Elend; bleiern die Glieder, schwer der Kopf, erlahmt Der Wille. Das EnDe ist Ruin? Des Körpers. Dcs Geistes. Der Seele. Ungehindert verließ ich Diesen Raum, Diese wahrhaste Opiumhöhle. Es war bereits Heller Tag. und Die Sonne Der Tropen stanD heiß im Zen ich. Ich war Drunten cinqe’d)lafcn und erwachte — trotz Des Rauches Dieser Höhle — nm leichten ©licDcrn und frohem Sinn UnD Das ist immerhin etwas, wenn man einen solchen Keller Des Lasters verläßt. warme vndkaw Speisen J Zürstenberg'Dröl» Stadttheater ä’Ä lfÄ'c SS kommen mußte. Daß Der Angriff Die b« stc VerteiDigung ist Denn wenn wir hatten warten wollen, bis Die F Inde bei uns mngo brachen waren, wäre unsere Lage lehr sch.imm gewesen. Auch Die Verletzung der Reutrali töt Belgiens spricht sch inbar ggn uns. England und Deutschland waren die Rachbarn Belgiens, und die Belgier wußten genau tote die Franzosen, daß Der französische Gene- ralftab ebenfalls einen Durchzugsplan Durch Belgien gefaßt hatte. Was aber für Den fran° zöfifchen (Seneralftab keinen Borwurf bcDaUet, Darf auch kein Vorwurf gegen Die Deutschen sein. Wir müssen auch zur Ossenswo übergehen. Wir müssen vor allem Die Behauptung bekämpfen, wir hätten Die zerstörten Gebiete Ror df rankreichs nicht aufbauen wollen. Wir haben sie angeboten, aber man hat Drüben unsere Hilfe abgelehnt. Rachmittags sprach Dr. Emmy Doigllan- ta Hill 30. Januar 08M letzel- Garten am Hamm und er Acker aus dem Mrunaö- berg ,u oerf. Nah. Meöde NsslkilM billig zu Dtrleitien. Näh. fnk@dd)Orti* fteileöjyLJ^ 30i l |Udl. feil gebrochen« seien. Die Entente beharrte Da- i gegen Darauf. Der oorgelcgtc Frieden enllpr eiche Den Grundsätzen Der Gerechtigkeit unD dem Wil- soiiprogramm. Es stellt sich hevauS. daß in Deutschland und Der Entente beiderseitig Der Begriff der _Gerechtigkeit" ein fundamental verschiedener ist und cS enthilllt sich Die ganze Furchtbarkeit des Mißverständnisses über O'ii zu erwartenden „Frieden der Gerechtigkeit . Wir müssen erkennen, daß das Dcktat ProDukl der Geheimverträge ist. die schon 1915 und die folgenden Iahre unter den Ententemllgliedern abgeschlossen wurden, und von Denen Wilson, wie sich berauSgcftellt hat. keine Ahnung hatte. In Diesen "Verträgen toirD Die Welt verteilt. wirD Deutsch land verlleinert und vcrstückelt ohne icdc moralische Bedenken. Andererseits ist der Vertrag Die Aussührung Der Antwort. Die 1916 Die En- teilte auf Wilsons Vermlltlungsangebot gegeben batte. Sie ist Der Ansicht, daß es unmöglich ist. bereits heute einen Frieden zu erzielen, welcher ihr Die Wiedergutmachungen. Rückerstattungen und Bürgschasten sichert, auf welche sie em Recht hat infolge des Angriffs, für welchen die Mlltel- mäch'.c die Verantwortung tragen. Zum Dritten ist Versailles zum guten Teil Vrvd 'kt Des SchlagwortkriegeS. Der gegen Deutschland geführt wurde. In Der Ideologie, mit Der Die Entente sich und ihren Völkern gegenüber den Krieg. ..Gewalt ohne Grenzen und ohne Ende" umnebelte, der Krieg wurde für Die Grundsätze d.s Rechts und der Gerechtigkeit gegen Deutschland als die Verkörperung des bösen Prinzips Des Kncges, Der Gewalt, geführt, und sem Ziel war ein Frieden, der nicht nur diesen Krieg, sondern alle Krieg« beenden sollte, ein Dauer- sriede der Gerechtiglett. Was aber letzten Gndes die Enteille unter Recht versteht, sprach sie in der Mantelnote aus. Der Vertrag sei seinem ..Grundwesen" nach Darum ein Rechts- fricDe, weil er einen ehrlichen unD bewußten Versuch Darstelle, seine Herrschast deS Rechts. qcgrünDct auf Der ilebercinftimmunq Der Alliierten, und erhalten Durch Die organisierte öffentliche Meinung Der Menschheit zu schaffen, welch« als Grundlage DeS Friedens vereinbart wurde. Das Entfcheidende ist die Hebereinftimmung mit der organisierten ösfenllichen Meinung der Menschheit. Diese aber war auf die Überzeugung vorn schuldigen und verbrecherischen Deutschland hin organisiert, und mit dieser stimmt nun freilich Der Vci-raiNer Vertrag g>vade imt feinen unmenschlichen Härten überein. Sie gelten inuner noch als gerecht Dem verbrecherischen und schuldigen Volk gegenüber. OSir haben alS Deutsche ün Versailler Der- tcag somll das Produkt eines Geistes vor uns, der gerade deshalb, weil er als Vertrag eine rein abstrakt nicht menschlich fühlende Gerecht,g- feit zu vertreten glaubt, darum fo getoaltatig, so vernichtend gewirkt hat. Als zweiter Redner sprach General a. 3. Friederichs über die bisherigen wirtschaftlichen Verluste und Belastungen Deutschlands durch das Dersailler Diktat. ____ Dann ernähren Cie es sofort mit dem von dem berühmten Gelehrten Geh. )iat Prof. l)r. 71 Zunh gefundenen und von mehr als 2000 Merzten de- HüÄk Auslandes glänzend begutachteten spezififchen Haamahrmittel umag&olan Wie gestern schon lurz gemeldet, sprach aus , ö«r politischen Schulunaswoche des D^ttchen ; Frauenausschusses zur Bekämpfung Schuld- Tügc als erster Redner Professor Dreher. Friedberg über Bedeutung und Behandlung der Kriegsschuldfrage . Die klaren und zwingenden Ausführungen btt Redners, der sich auf eine überwältigend« Fülle von Tatsachenmaterial stutzte, machten außerordentlich tiefen Eindruck und zerrissm un- erbttllich da« Gewebe feindttcher £htg«rdunfte. <4ür das wehrlose deutsche Volk gibt es ketn Recht tote die Richträumung der Kölner Zone uns wieder einmal zeigte. Die Lage von Deutschlands Attcinschuld am Weltkrieg ist der rote gaben, Der sich durch «"<- Entwicklungsstufen unteres Elends seit dem Dersailler Schänd- vertrag zieht, jenes Vertrags. Der uns als den AuSwurs Der Menlchhell brandmarkte. Die KriegSschuldsrage schließt das rechtliche. daS wirtschaftliche und das moralifche Wohl von Kind und KindcSkind in sich. Von der gerechten ßöfung dieser Frage hängt Deutschlands Zukunft ab die Wohlfahrt Europas und der Welt- fried« Immer eingehender beschäftigen fich die tüchtigsten Köpfe aller Länder mit dieser Frage, ein Zeichen, daß die Wahrheit auf Dem Marsche Ift Ohne Unterschied der Partei, des Beruss und deS Geschlecht erheben wir Deutschen deshalb einmütig gegen die Schuldlüge lfiumC2?D^nC,gcmäß Wilsons bT Punkt^uiid I Der Kamps gegen Die Schuldfragekannmu.- Äen Zusagen die in Versailles schmäh- geführt werden als eine rem Rutsch« Sach^ -MMKÄL? UWZMM fertig war unD eS versäumt hat. seine Kiicgs- rüftung entsprechend Der Stärke feiner Bevölkerung zu steigern. Sechsmal hätte seinerzeit em DeS Friedens. Denn wir brauchten ja nur die Wirkungen unseres beispiellosen Geburtenüberschusses von 25 000 Köpfen jährlich abzuwarten, um unsere Stellung immer mehr zu verankern. Deutschland Darf mit gutem Gewissen Dem Urteil Der Geschichte entgegensehen, Deutschland hat den Krieg nicht gewollt. fonDern gefürchtet! Rirgends in Der Welt findet fich ein schriftlicher Beleg für Deutschlands Kriegsabsichten, der natürlich mit Wonne von unseren Feinden gegen unS ausgeschlachtet würde. Viermal hat dagegen Deutschland im Kriege Den Frieden her- beizufühicn gesucht. Der Artikel Des Versailler Diktats, Der sich , UM» , । MM clQjoi unb nach dem in Theater ro$£ icötxi) reine ernfteDCtt sorgen zu bereiten. Er vertraut auch Weiler auf fein Glück und ®e» schick. Stets ein Meister zwischen Szhlla und Eharhbdis. vermochte er bisher auf der goldenen Mittelscheibe zwischen Rassenschühlern und Sozialisten das Gleichgewicht zu behaupten. Mil beiden ging er. wenn es die politische Lage erheischte, um den Preis von Zugeständnissen, Abkommeri ein, um sie später wieder im geeigneten Augenblick zu kündigen. Das Land aber ist Vieser Stvaußeupolttik der Regierung und der Trutz- Politik der Opposition wahrlich schon müde. Es wäre ohne Zweifel für beide Seiten wünschenswert, daß aus diesem unerquicklichen Hader das lang ersehnte, den neuzeitlichen Anforderungen genügende Wahlrecht hervorgehe, das — wenn nicht alle Anzeichen trügen — allein die Gewähr und Voraussetzung für eine bessere Zukunft iln» garns ist. Der Ausbau der Höheren Mädchenschule in Gießen. Das Gießener Stadtparlament wird in seiner morgigen Sitzung über den Ausbau der Höheren Mädchenschule durch Errichtung einer Studienanstalt zu entscheiden haben. Zn den Kreisen der Elternschaft sieht man dieser Entscheidung mit großer Spannung entgegen; man erwartet, daß sie zugunsten des Ausbaues getrof" n wird. Die Rotwendigkeit dieser Vervollkommnung unseres Gießener und damit des oberhessischen Schulwesens überhaupt wird jeder zugeben müssen, der bei der Betrachtung von Bildungsfragen große Gesichtspunkte walten läßt. Man weih, daß der Daseinskampf auch für das Heranwachsende Madchengeschlecht weit schwerer sein wird als früher und selbst, heute. Richt alle unserer heutigen Zungmadchen dürsten später mal Hausfrauen werden, denen her Schuh des Ehegatten vor den schlimmsten Stürmen des Lebens zur Seite Stehen wird. Diele der Mädchen werden viÄmechr für Jahre, unter Umständen sogar für ihr ganzes Leben hinaustreten müssen in den Erw«bskampf. Das ist eine harte Prüfung, die wir diesen Mädchen nur dadurch erleichtern können, daß wir ihnen alle in unserer Macht 'liegenden Möglichkeiten zur umfassendsten geistigen Durchbildung erschließen, damit sie sich ein vollkommenes Rüstzeug für das spätere Leben schmieden können. Die jahrzehntelange Wieder-- Aufbauarbeit an unserem Vaterlande erfordert vollwertige Menschen im weitesten Umfange, Vollwertige nicht nur des männlichen Geschlechts, sondern auch des weiblichen. Solche Menschen heranzubilden sollte auch für Gießen und für Oberhessen nicht nur eine Sache fein, die man eben macht, well man auf dem Gebiete „doch «auch was tun" will, sondern man muß die Erfüllung dieser Aufgabe als nationale Pflicht gegenüber unseren Rachfahren ansehen, ein Dienst, vor dessen Leistung auch gewisse finanzielle Dedenken des Heute verstummen sollten. Don diesen großen prinzipiellen Gesichtspunkten aus muß man diese Angelegenheit, die für die Unv versitäts- und Provrnzialhauptstadt Gießen, wie auch für die ganze Provinz Oberhessen von weittragendster Bedeutung ist, betrachten und entscheiden. Daß diese Angelegenheit sehr wichtige De- tange der Stadt Gießen und der Provinz Ober- Hessen berührt, ist in unseren Spalten schon mehrfach betont worden. Erst jüngst wieder hat Universitätsprofessor Do. Herzog in außerordentlich eindrucksvollen Darlegungen (m Ar. 14 des „Gießener Anzeiger") auf die hohe Bedeutung dieses Ausbaues hingewiesen. Wem es um den Fortschritt in unserer Stadt und in unstzrer Provinz zu tun ist, der wird den For- dLrungen jenes Artikelschreibers zustimmen nttffen. Es ist doch in der Tat ein betrüblicher -Erstand, dah die oberhessische Provinzialhaupt- skadt bis heute noch nicht im Besitze einer solchen Studienanstalt ist, wahrend die Hauptstädte der beiden anderen hessischen Provinzen (Darmstadt und Mainz) dieses Dildungsinstitut schon längst besitzen und andere große Städte in Starkenburg und Rheinhessen (Offenbach und Worms) den gleichen Vorteil genießen bzw. ihn durch die Errichtung der Studienanstalt erstreben, wobei man aber noch weiter beachten muß, daß auch in dem kleineren Marburg jetzt gleiche Bemühungen um eine solche Anstalt im Gange sind. Es ist nicht etwa kommunaler Reid, der uns veranlaßt, über den heutigen Zustand Beschwerde zu führen, sondern lediglich die Erwägung, daß durch diesen Mangel in Gießen und in Oberhessen wichtige Interessen empfindlichen Schaden erleiden. Heutzutage können nur ganz wenige Eltern die Mittel aufbringen, die erforderlich sind, um eine Schülerin nach Darmstadt oder Offenbach zum Besuch der Studien- anstalt zu schicken; man denke nur mal darüber nach, was die Pension kosten wird, ganz zu schweigen von den übrigen Stoffen und schließlich auch zu schweigen von der Einbuße am Familienleben. Wer diese Opfer nicht bringen kann und auch die Rachteile nicht in Kauf zu nehmen vermag. die mit der aieberfutzrung 1 eines Riaders in die Oberrealschule (z. B. Verlust eines Schuljahres) verbunden sind, dem bleibt unter den heutigen Umftänben nur übrig, sein Mädel ohne abgeschlossene höhere Schulbildung zu lassen. Diesen Gießener Kindern bleiben in Zukunft wegen des Mangels der nicht abgeschlossenen Vill>ung mancherlei aussichtsreiche SebenSberufe verschlossen. Daß die Beibehaltung eines solchen Zustandes vom Standpunkt einer verani wortungsbewußten Kommunalpolitik aus unerträglich ist, liegt auf der Hand. Befriedigende Verhältnisse in der höheren 'Mädchenschulbildung in unserer 6Iaht können eben nur erreicht werden durch den Aufbau einer Studienanstalt auf das heutige Institut. Damit wäre allen berechtigten Interessen her Gießener Elternschaft gedient, und man hätte weiterhin auch die Aussicht, daß diese ötudienanstalt Schüleriimenzuzug aus der Provinz, namentlich aber aus den benachbarten Kreisen befämc. Die Kostenfrage ist, wie Prof. Dr. Herz o g in unserer Rr. 14 ebenfalls berechnet hat, mcht so einschneidend, daß sie zum Abschreckmittel würde. Bei einer städtischen Haushallsrechnung von mehreren Millionen dürsten die für diesen Ausbau erforderlichen 16 000 Mark jährlich, die aber erst in mehreren Jahren voll völlig werden, noch aufzubringen sein. Hoffentlich stellt sich un^r Stadt- Parlament bei der morgigen Entscheidung in dieser Angelegenheit recht großzügig ein und faßt einen Beschluß, mit dem unsere Stadt als geistiger Mittelpunkt Oberhessens, als der Heimatsort der Landesuniversität zufrieden sein kann. Diese zufrieden st eilende Entscheidung kann nur dahin gehen, daß dem Ausbau der Höheren Mädchenschule durch Errichtung einer Studienanstalt mit Wirkung von Ostern dieses Jahres ab zugestimmt wird. Hess. HypothekengLäubiger- und Sparer-Schutzverband. —!— Darmstadt, 26. Jan. Am Samstag hielt der Landesverband Hessen des Hypotheken-Gläubiger- und Spa- rer-Schuhverbandes eine Mitgliederversammlung und Sitzung seines großen Vorstandes ab unter dem Vorsitz des Geheimrats B e st. Aus dem Geschäftsbericht ist die erfreuliche Tatsache zu entnehmen, daß sich die Aufwertungsbewegung in immer größerem Maße ausbreitet. Der Verband zählt 20 Ortsgruppen. In der letzten Zeit hat namentlich die Ortsgruppenleitung G r o h - äl m st a d t eine sehr rege Tätigkeit entfaltet. Sie hat den vorderen Odenwald vorzüglich bearbeitet und dehnt ihre Agitation nunmehr auch auf den südlichen Teil aus. Von Worms aus sind verschiedene neue Ortsgruppen gegründet worden. In O b e r h e s s e n ist die Gründung der Ortsgruppen Alsfeld und Lauterbach zu erwähnen, während sich in Friedberg eine solche vorbereitet. Es ist bekannt geworden, daß aus Kreisen dec Industrie und der Landwirtschaft lebhaft gegen die Aufwertungsbestrebungen gearbeitet wird. Der Verband besprach deshalb sehr eingehend die zu treffenden Maßnahmen. Zur Vorbereitung künftiger Wahlen wurde ein Wahlausschuß gebildet. dem außer zwei Herren des geschäfts- führenden Vorstandes je ein Verbandsmitglied aus jeder Provinz angehört, aus Oberhessen Frau Schaar in Friedberg. Wie man erfahrt, soll die Vorlage eines neuen Aufwer- tungsges ehentwurfes unmittelbar bevorftehen. Der Reichsverband wird deshalb in einer Eingabe an sämtliche Fraktionen des Reichstags seine Forderungen eingehend barlegen. Der Vorsitzende des hessischen Rentnerbundes. Bürgermeister a. D. Porth von Offenbach, legte seine Anschauungen zur Aufwertungsfrage dar, die dahin gehen: Richt Aufwertung, sondern Schuldanerkenntnis. Damll fand er den vollen Beifall der Der- sammellen. 2 5. Jubiläums-Ausstellung des Oberhessischen Geflügelzuchtverbandes. rr. Schli tz, 26. Ian. Die Ausstellung, welche in der für diesen Zweck wie geschaffenen, geräumigen Turnhalle stattfand, war, trotzdem unsre Stadt Schlitz für derartige 'Veranstaltungen geographisch nicht allzu günstig liegt, sehr stark be- schickt; wies doch der Katalog weit übet 500 Rummern auf. Am Samstag wurde die Ausstellung, die unter dem Ehrenvorsitz des Grafen Wilhelm von Schlitz genannt von Görtz stattsand, in Gegenwart zahlreicher Verbands- mitgfteber und Ehrengäste feierlich eröffnet. Es hielten dabei Ansprachen- Kaufmann H. Reinhardt, der Vorsitzende des hiesigen Geflügel-- zuchtvereins. Landtags abgeordneter Bürgermeister Dr. R i e p o t h für die Stadtverwaltung, Kreisdirektor Dr. Michel- Lauterbach für die Staatsbehörde und schließlich Verbandsvorsitzender Jean Kolter- Dad-Rauheim, der die Ausstellung für eröffnet erklärte. Ein anschließender Rundgang zeigte dem Sachkenner, auf weich' beachtenswerter Höhe ine Geflügelzucht tn Overhessen steht, dank der jahrelangen rastlosen Arbeit der auf diesem Gebiet führenden Männer, dank auch der ^Unterstützung, welche die Bestrebungen des Verbandes sowohl von feiten der Behörden, wie auch von Privaten haben erfahren dürfen. Das bewiesen auch die diesmal gestifteten zahlreichen wertvollen Preise. ES erhielten: den Soedler- Erinnerungspreis: H. Reinhardt II.-Schlitz: Ehrenpreise: H. Reinhardt, K. Ochs-Willofs, H. Dilling VII.-Echzell, A Schneider-Ober-Gleen, O. Soedler-Rieder-Gemündeit, H. Stephan-Sandlofs, H. K ä s - A ! l e n d o r f a. d Lda. G. Den- zel-Ober-Rvd, Gebr. Krümm elb ein-Laitterbach, L. Stephan-Maar, O. Weller-Schlitz, Schmidt- Hildebr and-Buh dach, H. Mogk III- Echzell, Ph. O st hei m^ Echzell, W. Heß- Echzell, K. Rühl-Grünberg, H. Keil- Strebendors, O. M a y - L a n g - G ö n s , H. Wahl-Angersbach, L. Stoll-Lehrbach, Psr. Krä- mer-Ober-Dreidenbach, K. Kaletsch-Lollar, W. Bücher-Homberg. Ph Drusius- Lollar, H. Gerbig-Schlitz, W. Hartmann- Dannenrod. K. Pimper- Butzbach, K. Schaub Schlitz. H. Wennerhold-Zell, Gg. Suse- michel-Huhdorf, Jean Kolter-Bad-Rau- h e i m, R. Hilger - Weckesheim. L. M o g f» Echzell. H. Ganzes-Bad-Rauheim, I. Peter-Maar, K. K r u g - H o m b e r g, H. Daum- Frischborn, K. Schäfer-Hutzdorf, W. Krug-Als- f eli:, K. Henning-Lauterbach. W. Weber-Schlitz. Außerdem kamen noch zahlreiche 1.. 2. und 3. Preise zur Verteilung. Die Ausstellung war von nah und fern sehr stark besucht. Schwurgericht. ' Gießen, 26. Jan. Unter dem Vorsitze des Landgerichtsdirektors E r a in e v wurde heute gegen den Arbeiter Albert Hein von Bad- Rauheim wegen Mordversuchs verhandelt. Die Vernehmung des Angeklagten und die Beweisaufnahme ergaben folgendes Bild: Hein ist im Jahre 1901 zu Bad-Rauheim geboten. Er besuchte die dortige Volksschule und lernte bann in den verschiedensten Berufen, ohne es jeweils lange in seiner Stellung auszuhalten. Die Che feiner Eltern war bis vor etwa zwer Jahren eine glückliche. Von dieser Zett ab kam es, offenbar deshalb, weil sein Vater Beziehungen zu einem Mädchen anknüpfte und sich nicht recht um ferne Familie kümmerte, zum Bruch zwischen den Eltern. Es sanden öfters erregte Auftritte statt. es kam zu gegenseitigen Mißhandlungen und Bedrohungen, so daß die Polizei mehrmals ein- schreiten muhte und sogar die Strafgerichte sich mit diesen Cßorgängen zu beschäftigen hatten. Bei allen diesen Vorkommnissen stand Albert Hein auf Seiten seiner Mutter! er griff mehrmals seinen Vater an, so dah dieser den Schutz der Behörden in Anspruch nehmen muhte. Das Landgericht Gießen sprach die Scheidung der Ehe seiner Eltern aus und erklärte beide für schuldig; das Oberlandesgericht Darmstadt verwarf int Dezember 1924 die Berufung der Frau Hein. Obwohl die Eheleute Hein in Scheidung lagen, bewohnten sie dasselbe Häuschen in Dad- Rauheim, allerdings in getrennten Räumen. Die Ehefrau Hein benutzte die im unteren Stocke gelegene Küche; ihr und ihrer Tochter Schlafzimmer befand sich im ersten Stock. Dort war auch das Schlafzimmer des Ehemannes Hein. Albert Hein hatte sein Zimmer in einem Rebengebäude. Als Albert Hein am Abend des 9. Rovember 1924 nach Hause kam. fand er seine Mutter weinend in der Küche. Sie klagte ihm ihr Leid übeo ihre traurigen ehelichen Verhältnisse und gebrauchte dabei, wie schon öfters, Redensarten wie: „Wenn das Aas doch verreckte; es wäre besser, wenn der Kerl tot träte, wenn man ihn umbringen würde. Wenn ich die Kraft dazu hätte, würde ich es selbst tun." Albert Hein kam in große Aufregung, zitterte am ganzen Körper und knirschte mit den Zähnen. Dann' nahm er, als seine Mutter zu Bette ging, ein Buch- und versuchte zu lesen. — Gegen 3,412 ülhr kam sein Vater, der in Frankfurt gewesen war, in sein Haus zurück und ging die in den oberen Stock führende Treppe hinaus. Als Albert Hein die Tritte seines Vaters hörte, elfte er ihm nach und schoß von der Treppe aus auf ihn, der sich umgeb rept hatte. Der erste Schuß traf diesen in die Unterlippe, der zweite Schuh in den Hinterkopf, da der ileber- fallene sich in fein Zimmer flüchten wollte. Ehe er in dieses konnte, Packte ihn Albert Hein an, hielt ihm den Revolver vor das Gesicht und drückte los; glücklicherweise versagte die Waffe. Der Ehemann Hein riß sich los, eilte auf das Polizeiamt und Albert Hein wurde alsbald sestge- nommen. Während er zunächst den Beamten gegenüber so tat, als wisse er gar nicht, was geschehen sei, gab er später zu, auf seinen Vater geschossen zu haben. Er behauptete aber, in Rotwehr gehandelt zu haben, da sein Vater ihn angepackt und am Halse gewürgt habe. Diese unwahren Angaben hielt er spÄer nicht mehr aufrecht. Er behauptete, wie er dies auch in der Verhandlung tat, Einzelheiten nicht mehr zu wissen. Die vacyverstanoigen sprachen sich dahm dah Albert Hein ein Mensch mit reizbarer Rev» venschwäche, ein Hysteriker und Reurastheniker sei. Er fei für seine Tat verantwortlich; es sei aber nicht anzunehmen, daß er bei dem licbetfaH auf seinen Vater fähig gewesen sei, mit lieber« Icgung zu handeln. Staatsanwalt Fischer beantragte 3 Jahre Zuchthaus wegen Totfchlagsversuchs. Rechtsanwalt C s f o f f c r hielt nicht für ausreichend nach- gewiesen, daß Albert Hein seinen Vater habe töten wollen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Totfchlagsversuchs zu 2 Jahren 6 Mo-> naten Zuchthaus. Es hielt für erwiesen, daß Albert Hein seinen Vater habe töten wollen, ohne dabei jedoch mit ilcbedcgung zu handeln. Bei der Strafzumessung wurden die traurigen Familienverhältnisse, aus frmen heraus die Tat entstanden sei. die geistige Veranlagung des Hein, feine leichte Beeinflußbarkeit und seine Deem- flussung durch seine Mutter strafmildernd bevütf» sichtig I. Gerichtsfaal. ' D a r m ft a b t, 28. Jan. (Eigener Bericht.) Das Schwurgericht verurteilte gestern den Händler Heinrich Eifcnbach. geb. 1887 in Dreieichenhain, der zur Zeit wegen Hehlerei eine Zuchthausstrafe in Diez verbüßt, mögen Totschlags zu 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Cisenbach hatte den Kellner Robert Müller aus Pirmasens im Mai des Jahres 1921 in seinem Hause erschossen und die Leiche im Keller verscharrt, wo sie nach etwa 21/.' Jahren gefunden wurde. Die Verurteilung konnte nur auf Grund von Indizien erfolgen. 5er Verurteilte erklärte, daß er die Strafe nicht an nehme. Turnen, Sport und Spiel. Die Nhönftteger beim Zugfpitzflug. Unsere deutschen Segelflieger haben tn Italien auf dein Trümmerfeld von Asiago gelernt, in schwierigem Gelände doch noch Glänzendes zu leisten. So lag der Gedanke nahe, auch in Deutschland nicht nur im ausgesprochenen Segelfluggelände, wie in der Rhön oder in Rossitten, Segelflugversuche zu machen. Man ha« noch so gut wie keine Erfahrungen übxr das Segeln im Hochgebirge mit feinen schroffen Wildwechseln. Besonders interessante Beobachtungen müssen sich dabei außerdem im Winter ergeben, da durch die gleichmäßige Schneelage die partiellen Sonnenerwärmungen fortfallen und damit die thermischen Einflüsse und ungleichen Luftströmungen. Cs läßt sich also ein viel genaueres Studium der Windablenkuna, abhängig von den Dodenunebenheiten, durchführen. Diese Fragen und Rätsel locken jetzt unsere besten Segelflieger nach Bayern, wo die Zugspihveranstaltung den gegebenen Rahmen unb die Umgebung von Gaimnsch-Partenkirchen ein besonders günstiges Versuchsgelände bieten. Das ausgesprochene Segeln wird allerdings etwas schwieriger werden, da in den tieferen Regionen meist der nötige frische Wind fehlen wird. Da müssen die Segler schon höher hinauf. Man rechnet bestimmt mit der Teilnahme von Martens mit seinem „Moritz", von Fuchs mit dem „Allen Dessauer" und Papenmeyer mit dem eleganten ..Konsul". „Moritz" hat seine Hauptstärke in der leichten und schnellen Montage, das besonders im Winter von großem Vorteil ist. Der „Alte Dessauer" ist zwar auf der Erde schwierig zu befördern, verblüfft aber in der Luft durch fabelhafte Wendigkeit. Der „Konsul" hingegen hat seine Hauptstärke in weiten Strecken und Heber» landflügen. Garmisch-Partenkirchen wird also den Genuß haben, zur Zeit des Wettbewerbes um den Zugspitzflug auch die Segelflieger von den Höhen des Kochelberges aus zu beobachten. Durch die Verschiedenheit der Maschinen werden sich dabei die interessantesten Einzelheiten ergeben. Wichtig für Rudcrvercine. Der Minister für Handel und Gewerbe hat, dem Amtlichen Preußischen Pressedienst zufolge, verfügt, daß im Interesse der Forderung ber Jugendpflege alle diejenigen Rudervereine von Abgaben in den fiskalisch-n Häfen an den Brnnen- wasserstraßen befreit werden, die sich durchs eine Bescheinigung darüber auSwnsen, daß sie einer staatlich geförderten Organisation für Jugendpflege angeboren und daß es sich um eine Ruderfahrt im Interesse der Jugendpflege handelt. Diese Bescheinigungen müssen mit dem Stempel oder dem Siegel der Organisationen oder einer staatlichen Behörde versehen fein, müssen an Bord der Ruderboote geführt und bei den Abgabestellen vorgelegt werden. Jur BluLreinigung und Aufftischung der Säfte ist die jetzige IahreS- zeit besonders geeignet Wir raten Ihnen, in der Apotheke 30 g Herbex-Kerne zu kaufen, die unschädlich, aber von vorzüglicher Wirkung sind. Sofern in anderen Apotheken nicht erhältlich, sicher Hniversttäts-Apotheke „Zum goldenen Engel". * Verbesserte* Lichtwirkung Gefällige Tropfenform M. BJe 3 3 !?•’ i Tf.ri 10, 0 ?2,C0 3#,r > C-.30 7,5 11, Ql.ilci^e.narlt behielt brodelten leicht ab. Fertig zum Rochen M8D 13)11 14,62 k,< ,40 '. 62 4,40 1»,4) 13,13 3 14.5 5,10 •.'0 fi, 0 73,20 CS 7. 1. '4 94,7: 11,SJ erlich biC der den 6.13 144.1 3 ,40 36) 11,0) 7J.5 V'.V 3 3 -8'J i 11,62 0-7» w 0,14 101 5 21.9 14,33 97 106,7 > 143 17,70 22, >0 8.1 13 68,9) 61 75 ■4? 3,25 SS, 0 3,15 6.6? IV 13..8 0 7 19.10 174. 6 7 14 25 13,45 0,37 19 »<1 1.9 1 .6) '0.40 0,1.3, 101 71 U.il 1,23 0.74, 8 98 1 44' 0, -!0 Darmstädter Haus Doppelspaten-Anstich Prima Ausschankwein 1,2 j 2,5 4 2.05 14,2 • 0,849 .,01 '.IS 3. 5 1.29 1.42 icn öcruvn gut tun. ehre Ausmerkfamteit schon heute mrf diele Sragc zu richten. heblich übcr.ieufcnet Der Ausgadekurs stellte auf 93--1 Proz. Qlueflcbenfc; Firma war national Elly (So., eine Tochtergesellschaft national tfilt) Bank. Der Prospekt brzifsert 62 143 5 325 rvv 16,73 23 75 Wohnungs ■ Einrichtungen undsämtlicheEinzelmöbel von einfache terb isfeins ter A usjührung »6,76 28 20 26 62 sind IHaggis Suppen in Würfeln. Sie brauchen nur noch Kurze Zeit lediglich mit Wasser gekocht zu werden, weil die Würfel bereits alles enthalten, was zu einer vollständig fertigen Suppe gehört. Diele Sorten wie Eier-Slernchen, Eier-Rudeln, Erbs mit Speck, Grünkern, Pilz, Reis mit Gemüse, Reis mit Tomaten, Königin, Tapioka echt, Windsor usw. Ein Würfel für 2 Teller 12 Ps. 9$>c 1.3$ 94.75 99.3 ”11 Dor einer Freigabe der Ausfuhr von SchiffahrtSaktien? TBie das »nerl. Tgbl." hört, beabsichtigt die Regierung die Frage, ob Da» Verbot de» VeikausS von deuNchcn «schiffahrtSpapicren an Ausländer aufgehoben toeibcn kann, einer neuen Prüfung zu unter» ziehen. 3u diesem Zwecke finden in den nächsten ■Sagen im ReichswtickschaslSminlltcrium Drfprc- chungen der Regierungsver'reter mit Interessenten aus '3nnt=. Börsen vnf' Reederei! reis en s alt Sie AEG. -Anleihe erheblich überzeichn et. Die in Reuyork emittierte 7vro- 194.6? i°r : 2 1 78 - 93 £4,75 11,41 10..0 0126 icn 13 .1 so 14,-0 • 04,51; r-M 7^5 14 7. 6» 63.2. 4,r; 3?i.C 22 42 ^'ctzMienvurgev Zellstoff 35J5. öcmcni 3>eiDol- berg 101. Dyckerhvff 5.1. Holzmann 6.12. Gebr. ZungyanS 13. Metallgelellichaft 1?,4, Rhein stahl 13, Julius Sichel 3. Doigt und Schier 2,35, Frankenthalzuckcr 5.50. , Dörlenkerle. _____________ (Ohne Sciräbr.) Man überzeuge sich von meiner Leistungsfähigkeit durch Besichtigung meiner großen Ausstellungsräume von meiner Kulanz durch Nachfrage nach meinen Zahlungsbedingungen c, 4,1 10,5 0.7 8 17 r v; 97 IC.’ 133 17,76 23 1» 67.7 59 78 58, c 2,2 31, 0 13.35 I "c Auszahlung. riaog. u, fco.d n r bai tbre e-y.-um.i ■> ”r • on-oCe o'7 ? rrht .>'> Hnr n.'-en'^^u >- h ul Perfn. 7.e- . -■£ [)■«.'.r- >, n ... u-i-rlrC. gegenwärtigen Anteil deS ErporlS am Gelamt» umsah aus 62 Proz. Der Buchwert Der Dia» schinenanlagrn wird mit 2 383003 Dollar angegeben, wahrend sich der Wiederherstellungswert dieser Anlagen auf 50 Mill. Dollar belaufen würde. • Schuhfabrik Herz A. G.. Frankfurt a. Main. Der Aufsichtsrat schlägt der am 26. Februar ftattHnbenbcn H.-D vor, das Ä.-K. von 25 Mill. Pm Stamm- und 1 Mill. Pm. Dorzugsaktien auf 1 530 000 91DL Stamm» und 40 000 RM. Dorzugsaktien umzustetlen. * Sfalcontoetie X*®.. Frankfurt a. Main. Die Falcon-Werle A.-V., welche seit Beginn deS wahres 1924 dem Ricbeck-Konzern angeboren, stellten in der vergangenen Mache Antrag auf Geschäftsaussicht. Heber die Ursachen ist nichts Räheres bekannt. Däbcrc Aufklärung bringt die am 31. Januar srattsindende G.-D. • Deutsch-Luxemburgische Berg - Werls- und Hütten - A.°G in Bochum. Zusammenlegung deS Stammaktien» kapitalS im Verhältnis 10:7. Der Aus- sichtSratSsihung vom 27. 3mxuat wurde die Papierma rkbilanz zum 30. September 1924 und Die Reichsmai terüffnungsbilanz zum 1. Ott ober 1924 vorgelegt. Die Ter.ctlung einer Dividende für 1923 24 kommt nicht in Frage. Die Reichs- markervsfnmigSbilanz ergibt einen lleberschuh der Vermögenswerte über Die Verbindlichkeiten von 127 500 000 RM., der bei der Kapitalumstellung wie folgt Verwendung finden soll: Die Stamm' aftien sollen im Verhältnis von 10:7 von 130 Milk. Pm. auf 91 Mill. RM. zusammengelegt werdeit. Die 130 Mill. DIL Vorzugsaktien erfahren eine Zusammenlegung im Verhältnis 20:1 auf 6 500000 RM. 30 Mill. RM. werden der Rücklage zugeführt. Frankfurter Abendbörse. Frankfurt a. DL 28 3an. 3m Abend- verkehr tonnte sich die fette Stimmung ni^-t voll behaupten: cs kam erneut zu einer Abschwächung, die mit einem recht stillen Geschäft Hand in Hand ging. Besonders die heute mittag stark gesteigerten Werte, wie Phönix und Rhetnstahl. wurden realisiert, aber auch alte übrigen Werte 101 6.12 147. S 33,45 0» 26.7 10 *0 2?,’ 23, t Frankfurter Getreidebörse. (eigene: Dtahkbericht dcS ,G « ßene: Anzcigers'.) Frankfurt a. DL, 28. 3a.1. ES wurdet notiert. ÜSettcroucc Weizen 22 bi* 26,75, Roggen. inl. 22,75 biL 26.50. Braugerste 26,50 bis 34 50 5)nfcr, inl. 18.^0 bis 23,2*. Dtai« lgelbl 23,25 bu8 23,75, WeizenmcL. inl., Speztal C 43 bis 45, Roggenmehl 33.50 di» -2. Weizen kiele 15,35 bis 15,50, Roggen kleie 15,25 biS 15,40. Tendenz: fest. Berliner Produktenbörse. Berlin. 28. San Der Produllenuiaill war wieder sehr test auf Argentinische tförbc- lunflcn Der Inland'Fmpo''thandcl kann die Steigerung nicht mehr mitmachrn. da die Dtübtcn su ben jetzigen Preisen keinen Absatz mehr finden. Duhcrb.in wird der Wellmarli dauernd durch die russischen Käufe irritiert. notierte die Tonne: Weizen 'markt 267 bis 273. Metzen (DiäiÄ) 297.50 bis 290, Weizen «Mat, 307,50 dis 3'38 25. Roggen (märl.) 26 t bi« 270, Reggen (Februar, 287, Roggen 'März! 294. Roggen (Avril, 299.50 bis 300.30. Roggen «Mais 306 bis 305. Gerste (mark.) 280 bis 338 Futtergertte 230 bis 252. I'iafrr (mark > 194 bi8 203. Hafer (bDir.m.’, 184 bis 192. Hase' (Mait 223 b'S 225 50. MaiS «lolo Berlin, 225 bi- 228. Blois (Mai' 220. Rav- 405, Leinsaat 410 bis 420; ter Doppelzentner Weizenmehl 36,25 bis 39. Roggenmehl 36 bis 3^, Wcizenkleie 17,40. Rvggcnlleie 17 dis 17,30, l^ihoviaerbfcn 29 bis 35 kleine Erbsen 21 bi« 23. Futtererbsen 20 bis 22' Peluschken IS bis 19, Ackerbohnen 20 bis 22, Wicken 18.50 bis 20. Lupinen (blau) 13 biS 14. Lupinen (gelb) 16 bis 16,30, Serradelle (neu) 17 bis 81.50, Rapskuchen 19 bis 19 20. Leinkuchen 25,50 bis 25,70. Trockenschnihcl 9.80 bis 10 Tvrfnielasse 10 bis 10,20, Kartoffelfsocken 21 bis 21,50. Zucker 19 bis 20. Kirchlich" Nachrichten. Asraelilische Gemeinden. Isr. ReligionSgemeinbr. GotteSd. t. Gcmeindeh. Lonystrahe 4. Samstag, den 31. Januar. Borabd 5 00. morg. 9.00, ab> <. 5.25 u. 6 05. 3fr. ReliglonSgeseklschaft. Sabbatfeier, 31.Ian. Freitag abö. 4.50, Samslag norm. 8.30, nachm. 3.30, Sabbatauögana 6.05, Wvchengottesdienst morg. 7.00, abends 5.00. eine MeMM im Miker vulente unk c.Ue zum Siarfroerben Veranlaßte von besonderen Wert, weil der Sldrper tn der falten IahreSiei eine besondere tUeinuim 4nm Antav zeigt. Wir tater 3bnen ui der Avoti-eke eckne Tolnba .gerne, 30 obei (iO «v,rarnm, au kanten 1111b damit eine Kur vorzu- nehmen. Tolnbaen bali übrigens leine Stosse, die da« Rätsel locken jetzt w» !>ch 'Nem, too Die laebenen Nahmen imb isch-Parten5lchen ein iSfldänbe bieten. Das rd alleüings etwas )cn tieferen Regionen inb fehlen wird. Ta icr hinauf. Man rech- nähme von Martens xuchs mit dem .Alten • mit dem eleganten e HallMäcke in bei tage, baä befonfai rteii ist. Ser .2lte Erde schwierig yi der W durch fabel- vnsul" hingegen hat Qtteden und Heber- nllrchen wird also den es Wettbewerbes um Tegelslieger von den s zu beobachten. Durch Ikaschinen werden sich Einzelheiten eignen, idervercive. )cf und Gewerbe bd, Pressedienst zufolge, der Förderung der n Ruberrcrdnc von Häfen an den Pinnen' , die sich durch eine Krisen, dah fi- einer ifation für 3u8«tb» «sich um eine Kuper; MegehandrU.M^ 1 dem otembet ober men ober einer ftaab ein, mässe!' an 3od mb bei den Lbgobv Wirtschaft. Nvttvendigkeiteu der Tteuerpolitik. 3m Durchschnitt des SabrcÄ 1924 haben die Steuern, gernellen am Umsatz, in vielen Fällen bis zum Zehnfachen und bei den kommunalen De» toerfcefteuem sogar bis zum Siebzchnsachen der Vorkriegszeit betragen. Man kann annehmen, dast durchschnittlich 1924 10 bis 12 Pro», des Umsatz^ weggesteuert worden sind (teilweise aber auch 13 bis 15 Proz.) gegenüber 1 bis 2_Proz. früher 3m allgemeinen muhte 1924 an Steuern soviel gezahlt werden, wie der Desamtverdienst ui guten Fried cnsjahren toar; dabei ist zu beachten, daß m der Regel 1924 Gewinne nicht erzielt worden lind, so dah Einkommensteuern im engeren Sinne eigentlich gar nicht hätten bezahlt zu werden brauchen. , Run sind zwar in der letzten Zeit einige Erleichterungen in der Höhe der Steuern eingetreten: weitere stehen bevor. Andere ebenso schlimme Schärfen werben aber nach wie vor beibehalten. Besonders schlimm ist. dah die Steuern nicht vom wirllichen irinkommen ober Vermögen erhoben werden, sondern ireiterhin nach bloher Schätzung unter Zugrundelegung ganz willkürliicher Ziffern. Die Einkommensteuer z B. wird nicht nach dem Einkommen, sondern nach einem in der Regel viel zu hoch angesetzten Dermögenswert erhoben. 3n tei Regel ist ei so, dah selbst dann Steuern be» sabTt werden muffen, wenn überhaupt kein Ertrag vorhanden ist. Diese Besteuerung verkeniü. dast eine Ertötung der Wirtfchaft auch eine Ertötung der Steuerquelle bedeutet. Der Staat lebt aus ttoften ter Wirtschaft. Dabei ist besonders bedenk" lich, dah die Steuerempfänger bisher ausschliehlich von Vorschüssen lebten, die erst später endgültig sostzusetzen sind. Dadurch ist namentiid' bet manchen Gemeinden eine Ausgabenwirtlchast ein-» gerissen, die mit den eigentlich vorhandenen Ein iiabmcmögnd) teilen im schärfsten Widerspi-uch steht. Dazu kommt noch ein anderer Puntt. Ein Äaupterfordemis jeder Steuergesetzgebung ist, dah lte unverrückbares Recht schasst, jede Willfur aus- schlieht und von durchsichligcr Klarhell ist. Das übereilte Tempo der Steuergesetzgebung der letzten . Rheinisch: Kre.itbank 3 50. Mvntanaktien: Gelsenkirchen 102. Harvri 2- 162. Mannesmann 73,62. Mansfelder 6 20, Phönix 67,75, Rheinische Draunkohlen 57,75, Ri::inst ahl 64—63.75, Rombacher Hütte 36. Ri-b-ck Montan 53.50. Tellus 3,25, Laurahüttc 8.37, Kali Aschersleben 17,75. W ftcregeln 23. iSlc- mische Aktien: Dadisch- Anllin 34,37, Ehemisch: Griesheim 26,75. Sch:id:anstalt 23,25, Elberfelder Farben 28.10 Goldschmidt 25,37. Höchster Fa'bcn 28. Rütgerswerk: 20.50. Elektr oaltien AEG. 13.25. Licht und Kraft 9, Felten 47,50. Öabr.tc^r 14.95. Transporlwerte: Hapag 31.50, Rorod. Lloyd 4,10. Schantungbaon 4. Don sonstigen Transporlwerten behaupteten Autvallien ihre feste Hallung: Kleycr 4,15, Daimler 6,50. Drrliner Börse. (Eigener Drahtbericht 6c3 .Gießene. Anzeigers".) Berlin. 28. Sanuar. Die Tendenz der heutigen Börse war zunächst durch große Zurückhaltung gekennzeichnet. Die außenpolitische Lage ist nicht geeignet, die Spekulation besonders anzuregen. Hinzukommt, dah sich der Geldmarkt leicht versteift hat. Das Hauptinteresse konzentrierte sich auch heute wieder aus M 0 n 4 t a r. to c r t c , wo allerdings Stinnes mit Ausnahme von Bochumer vernachlässigt waren. Man versprach sich für letzteres Papier als Ergebnis der heutigen Aussichtsratssitzung etwas Delon- bered und rechnet in erster Linie damit, daß das Umstellungsverhällnis hier clwaS günstiger ausfallen wird. Lebhaftes Geschäft sand in Hohenlohe, Mannesmann, Phönir und Rheinstahl statt. Dei Phönix gewinnt das Gerücht über den Anlauf der Zeche Ewald unter Verwendung der Vorratsaktien dadurch Rahrung. daß an westlichen Börsen Ewald-Kuxe von einer Seite konsequent aufgckauft werden. Am Markt der heimischen Renten hat die gestrige Cr- llärung des Reichsfinanzministers zunächst stark abschwächend gewirkt, bis Mittag konnten sich über die vorbörslichen Kurse wieder et.-a6 erhöhen. Kriegsanleihe wurde mit 0.77 biß 0,79 gehandelt. Tägliches Geld war mit 9 bis 12 Proz. gesucht. Monatsgeld 9- bis 12' - Proz. Privatdiskont 81/» Proz. Am internationalen De- oisenmarlr hat das englische Pfund wieder steigende Tendenz angenommen. Möbelfabrik Th. Brück Inhaber: Th. Weinert $*'. TrarTfrt 9tct «*/. Drösche Dr.Nich« ölnch»LnI»1hi J*- Den st-, WcWanldt» l'tnVd), eyjrpriinruuaaLrtN <*. srrußls», Äotieia . . - . Diflet-Hwl bt». d»q.. eeae-euurtuno. <•/. Montatfut.........| Cufbmtrr!»« ..... I Berliner Hcuide1»ocsrlN-aIl ffpnuntrj« nub *Driuct-!t* 0 7. Januar Januar Rtbarl 11 NrmN-e •J.‘onavair . . - •Klo bf 3ao Frterab .- L'llodov Kilil *S.,1 21 t- 11.7 14.8 t 64,3? :4 91 54,17 ' chv» SS :o,-7 W.fi. 7J) ; 17,43 20,114 :o,in 4.1 »S 4,7 JS »2.61 17,Gl l*S! 41,1 tS»73 ‘8 ,7 .«03 । f.119 ..-6 11,60 ».63 4,85 ■,(81 1JL88 1,-6 8,7 :,Hd 1*17 4.4’3 1^9 6 Hfl e,8R l».b '0,1' Da n kn S8.1l I T1.J2 11,83 rs.ei Ij.16 /.it rj.1.7 4,1 »i 12, 6 10,9» *v,0J ?.«) ',669 *.6i'i 'l'" 8 63 2)01 oten. •«,61 11,tu 14.51 », * r».!0 ’Mc 17.68 20.187 18, s? 41,18 GXUl '.«9 11,50 tßü Zu SJ6M 1*bl7 1*94 6.M8 P0.1? rofi Poft --?r. ws - oll »Olt Pofi POll reL vast . oC »ost voQ pell poß voll von voll •oi> voll 1 Ot .-oll von ood roll soII 00N voll voll voll 00U ood von voll voll >011 vou joU voll uOU vu.'Vit Fr»•»-. 88. Januar. I Uto-irt. •i. 8mrr;fanlltt, Worte ..... Bekalf-, Boten ...... T.v.uM« “'loten ....... (rnaiiidif "Monu........ ftrancSR««? “Jlotttt...... poUondckche Tlotcn...... 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