«r. 125 Erster Blatt 175. Jahrgang Donnerstag, 28. Mai 1925 Erschein» luglid), auher Sonn» und feiertags. Deila,en: (Biehentr J«milierforgung deS Rifgebiets erblickte. Die Sozialisten forderten nicht die Räumung Marokko« aber sie wollten keinen Prestig-» krieg. in dem die besten Kräfte deS Lande- zuarunde gehen mühten. (Anhaltender Beifall auf der Linken.) Der Redner fordert absolute Wahrheit über die Orelflniffe in Mar,kk» und beschuldigt das srenzösische Oberkommando, sich über die Stärke deS Angreifers sehr getäuscht zu haben. Icnaubcl verlangte genaue Auskunft über die in Marokko eingesetzten Streitkräfte und die Zahl der Toten und Verwundeten Rach dem Budget- bericht befinden sich 65 000 Mann auf dem Kriegsschauplatz. Wegen der scharfen Zensur gelangten jedoch keine authentischen Rachrichten in die Oefsentlichkeit. Die Hospitäler in Casablanca Men mit Verwundeten dicht anaefüllt. Man befürchte eine Wundbrandepidemie. Er und feine Freunde begrüßten die Zusicherung der Regierung, baff die französischen Truppen nach der Wiederbesetzung der ursprünglichen Linie Gewehr bei Fust bleiben wollten. Die Eröffnung von Friedensverhandlungen fei trotzdem notwendig. Man behaupte, daß Deutschland zur Revanche rüste. Wenn das tatsächlich Der Fall sei, wäre es ein Verbrechen gegenüber der Ration, wenn die Regierung nicht freie Hand gegenüber allen Eventualitäten behalten würde. Lehne Abd el Krim die französischen Friedensvorschläge ab, so sei die diplomatische Stellung Frankreichs nur gestärkt. Der Redner erklärte, dah vor Eröffnung der Frieden-verhandlungen zwischen Frankreich und Spanien ein Abkommen getroffen werden müsse. — Der Kommunist Doriot stritt jede 'Verbindung bet kommunistischen Partei mit Abd d Krim ab. Die Marokko 1911. so werde Marokko 1925 Frankreich zu m Kriege führen. Man muffe den unabhängigen Rifstaat anerkennen. Als der Redner auf die Unfähigkeit der Generale zu sprechen kam, wurde er zur Ordnung gerufen. Er beantragte die Räumung Marokkos Durch sie würbe Frankreich 400 Millionen sparen. Die Kommunisten schlugen den Sozialisten » ein gemeinsames Aktionsprogramm auf folgender Grundlage vor: 1. Frieden mit den Rifleuten, 2. unabhängige Rifrepublik, !. militärische Räumung. Die Sozialisten hätten die Wahl, entweder mit den Kapitalisten eine Gemeinsame Front zu schließen oder aber den kommunistischen Vorschlag anzunehmen. Doriot oerlaS den Brief eine« franzöfifchen Soldaten nom marokkanischen Kriegsschauplatz, in dem über Me kampsmüde Stimmung der Truppen berichtet wirb Mit dem Schreiber deS Briefes erklärten 'ich 800 Soldaten solidarisch. Ein Teil der Abge- ttimeten protestiert energisch. Danach setzten die 'chon mitgeteilten Skandalszenen ein Dir kommunistische Abgeordnete B e r t h o n nachte bcmerfen*vcr»e Angaben über den Pariser Aufenthalt Mohamed Abd el Krim«. deS Bruders von Abd el Krim. 3m Jahre 1928 habe Mohamed Abd el Krim durch Vermittlung des englischen Hauptmanns Gar- dwee Waffen- und MunitionSliefe- rungs Verträge mit Pariser Firmen ibgeschloften. Daraufhin seien Schiffsladun- aen von Waffen nach der marokkanischen Küste abgesandt worden. 3n einem Kontrakt sei festgelegt worden, dah der Rechts- Seiftanb ber Pariser britischen Botschaft im Falle VN Zwistigkeiten Schiedsrichter sein sollte. Der Außenminister Briand stellte daraufhin fest. >ah die französische Regierung niemals De- ishungen zu Stämmen artgeknüpft habe, die von Spanien als Rebellen behandelt wurden. Dte laiel»r>Äung, iie bi, daS Kartell ber Linken bildenben $ar- ifien nach Beendigung ber Marokkodebatte in ter Kammer einbringen werden, und die die Billigung ber Regierung gefunden hat, hat folgenden Wortlaut: „Dte Kammer ist entschlofsen, die Sicher- beit ber französischen Truppen bei «■ durch die internationalen Verträge unter französischem Protektorat gestellten Stämme zu Lewahrleisten. Sie wendet sich entschlossen gegen te lrobcrung<3gcbanfcn. billigt die Annahme des dentschspanischenHandelsvertrags (Eine Nachtsitzung des Reichstags: Das Steuerüberleitungsgefetz. — Der Handelsvertrag und die Parteien. — Neue Derhandlungen mit Spanien. Berlin, 27. Mai. (2 Llhr nachmittags.) Auf der Tagesordnung steht zunächst die zweite Beratung des <5teuerüberleitung8ge- setzes. Abg. Dr. Hertz (Soz.) betont, die Dteuervorlagen der Regierung seien die Aufrechterhaltung des in ber Inflationszeit durchgeführten Systems, die wirtschaftlich schwächsten Schichten steuerlich am stärksten zu belasten. Die Begünstigung des Besitzes komme auch in dem vorliegenden Steuerüberleitungsgesetz zur Geltung. Die Rückerstattung ber Steuervorauszah- lungen würde eine Ungerechtigkeit sein, weil die Zurückzahlung erfolgen müsse aus den Mitteln, die die Lohnsteuer ber breiten Masse erbracht hätten. Gerecht unb zweckmästig wäre es, unter das Jahr 1924 einen Strich zu machen. Eine Rückzahlung könne nur bei Rachweis offensichtlicher Härten in Frage kommen. Abg. Dr. Dr üning (Zentr.) bedauert mit dem Vorredner, dast in der Steuervorlage dem sozialen Gesichtspunkte nicht genügend Rechnung getragen worden sei. Andererseits sei es notwendig. das Steuerüberleitunasgeseh schleunigst zu verabschieden, um endlich der Wirtschaft die notwendige Sicherheit zu geben. Das Existenzminimum bei der Lohnsteuer sei für die grofj- städtische Bevölkerung zu niedrig. Aber eine Erhöhung sei leider nicht möglich, weil sonst der Einnahmeausfall für die Finanzverwaltung zu grob werde. Abg. Dr. Fischer (Dem.) macht der Regierung den Vorwurf, dast sie trotz aller Mahnungen deS Ausschusses die dringendste Steuerreformvorlage zu lange hinausgezögert habe. Zunächst hätte die Regierung eme Vorlage zur Herabsetzung der Amsatzsteuer einbringen müssen. Die demokratische Fraktion richte in einer Entschliestung an die Regierung die Aufforderung, das Versäumte schleunibt nach- zuhohlen. Abg. Dr. Hugo (Dt. Vpt.) bedauert, dah es nicht möglich gewesen fei, die Veranlagung für 1924 durchzuführen. DaS wäre fachlich wohl eine gerechtere Lösung gewesen. Die technische Lin Möglichkeit einer solchen Regelung sei aber von ber Regierung nachpcwiesen worden. Darum sei eS auch ganz unmöglich, den bemo- kratischen Antrag anzunehmen, ber nun erst von der Regierung eine Vorlage in bi.sem Sinne verlange. Der demokratische Antrag auf Ermässigung der Vorauszahlungen würde einen zu groben Einnahmenausfall herbeiführen. Damit fchlieht die allgemeine Aussprache. Einstimmig angenommen wird ein kommunistischer Antrag, wonach eine teilweise oder uolK Erstattung der 1 924 e in be h a l t e n e n Lohnsteuerbeträge auf Antrag, wenn bei dem Lohnsteuerpflichtigen besondere persönliche oder wirtschaftliche Verhältnisse Vorgelegen haben, die seine Steuersähigkeit wesentlich beeinträchtigt haben. Als Verhältnisse dieser Art gelt.n insbesondere auch austergewöhnliche Belastungen durch Unterhalt oder Erziehung der Kinder, durch Verpflichtung zum Unterhalt mittelloser Angehöriger, durch Krankheit, Körperverletzung, Derichuldung und Unglücksfall. Eine Entschliestung des Zentrums, beim Abschlust der jetzigen Steuerreform einen Gesetzentwurf vorzulegen, der das Gesamtjahresaufkommen aus der Lohnsteuer solange auf 1.2 Milliarden beschränkt, bis ein steuerfreies Existenz Minimum von 1 200 Reichsmark jährlich für die Lohn- steuerpflichtigen nicht erreicht ist. wftd angenommen. Der Gesetzentwurf wird in zweiter und dritter Lesung gegen die Stimmen der Kommunisten und Völkischen endgültig angenommen. Erklärung ber Regierung und bringt ihr das Vertrauen entgegen, unter diesen Bedingungen, sobald sie erfüllt sein werden, den Frieden in Marokko herzustellen. Die Kammer sendet den tapferen Truppen aus der Heimat unb aus den Kolonien, die da« Werk Frankreichs verteidigen, Dank unb Grust, lehnt jede weitere Hinzufügung ab unb geht zur Tages- orbnung über. Die Lage auf dem Kriegsschauplatz. Rabat, 28. Mai. (Dolfs. Funkspruch.) Amt- sich- Der Feind hat in der Nacht auf den 26. Mai im Bibanc-Gcbirge einen heftigen Angriff unternommen, der jedoch völlig gescheitert ist. Am 26. Mai ist dieser Abschnitt durch französische Artillerie und Flieger heftig beschossen worden. Sie Gruppe Freydenberg hat feindliche Ansammlungen westlich Taomat angegriffen. Ser Feind ist in Unordnung naH Norden zurückgewichen. Es bestätigt sich, daß ber Feind im Lause dieser Operation besonders schwere Verluste erlitten hat. Die Wiener Univerfitä geschlossen. An der Diener Unioerfität ist es heute wieder zu heftigen S ch l äg e r e i e n zwischen deutsch, nationalen unb sozialdemokratischen und jüdischen Studenten gekommen. An den Unruhen beteiligten sich auch zahlreiche Studenten der Hochschule für Bodenkultur und der Hochschule für Welthandel. Auf Das Haus wendet sich sodann nach 7 Llhr abends der zweiten Beratung des deutsch-spanischen Handelsvertrages zu. Präsident Löbe schlägt vor, heute auch noch die dritte Beratung des Vertrages vorzu- nehmen, die allerdings noch drei Stunden in Anspruch nehmen dürfte. Das Haus stimmt dem Vorschlag zu. Abg. Dr. Scholz (D. Vpt.) gibt namens der Deutschen Volk-Partei, der Deutsch-Rationalen, deS Zentrums, der Wirtschaftlichen 'Vereinigung und der Bayrischen Volkspartei eine Erklärung ab, in der es n. a. heißt: Die hinter der Regierung stehenden Parteien sind der Lieberzeugung, dast in dem vorliegenden Handelsabkommen mit Spanien nicht das erreicht ist, waS für die Bedürfnisse der deutschen Wirtschaft notwendig ist. Insbesondere ist nicht die tatsächliche Meistbegünstigung f ü r D eu t s ch l and er re ich I w.rden Au der anderen Seite sind bem Vertrugsgegner Vergünstigungen cinjeräumt worben, die schon jetzt Zu schweren Beeinträchtigungen ber deutschen Wirtschaft, insbesondere des deutschen Weinbaues geführt haben und weiter zu solchen führen müssen. Diese Beeinträchtigungen sind für unsere Wirtschaft geradezu unerträglich. Unter Erwägung aber ber politischen Momente bie bafür sprechen, insbesondere keinen Vertrags losen Zustand mit Spanien eintreten zu lassen und daher daS Abkommen nicht abzulehnen, seien bit in der Regierung vertretenen Parteien bereit, wenn auch unter Uebertoinbung schwerster Bedenken dem Abkommen ihre Zustimmung zu geben. Ein Teil der Abgeordneten der hinter 5er Regierung stehenden Parteien glaubt jedoch, trotzdem dem Abkommen in seiner gegenwärtigen Form nicht zustimmen zu können. Auch die Mehrheit /amr ihr Einverständnis nur vertreten, wenn sie sicher ist, dah bie Regierung sofort In neue Derhandlungen mit Spanien eintritt mtt dem Ziel einer burchgrrifenden Verbesserung der jetzigen Vereinbarung. Dor allen Dingen muh die volle Meistbegünstigung erzielt werden. Wenn die aufzunehmenden Verhandlungen mit Spanien nicht den erhofften Erfolg bringen sollten, mühte allerdings die Regierung daraus bie Konsequenzen ziehen. Wir erwarten außerbem von der Regierung, dah sie die für die deutschen Wiirzer int Falle der Annahme des Vertrages zugesagten Erleichterungen — Gewährung langfristiger Kredite und Steuererleichterungen — sofort in die Tat umsetzt. Abg Dr. Hilf er ding (Soz.) Deutschland muh eine Handelspolitik treiben, die hinausläuft nicht auf eine Förderung der 'schwerindu- striellen Kartelle und der Landwirtschaft, fonbern auf eine Förderung unferer Fertigwaren und Exportindustrie. Rur so können wir unsere qualisizierten Arbeiter beschäftigen und im Lande behalten. Deutschland ist mehr alS irgend ein anderes Land berufen, die Offensive gegen die protektionistische Handelspolitik mancher Länder zu eröffnen. Wir Sozialdemokraten find sachlich für den deutsch-spanischen Handelsvertrag, aber wir denken nicht daran, der ReichSregierung daS zu apportieren, wozu die Deutschnationalen als Regierungspartei keine Lust haben. Abg. Dr. Rosenberg (Komm.) wirst den Sozialbemokraten Inkotrsequenz vor. Seine Partei werde den Vertrag ab lehnen. beiden Seiten gab es verletzte. Sie Polizei hat mehrere Verhastungen oorgenommen. Die Universität ist bis auf weiteres geschlossen. Sie Rektoren der Universitäten berichteten gestern mittag dem Bundeskanzler über die Stu- dentcnunruhen Der Bundeskanzler forderte die Rektoren auf, mit allen Mitteln dafür Sorge zu tragen, daß die R u Hs unter keinen Umständen mehr gestö". werde. Die Räumungsnote. Englands Auffassung. — Einigung zwischen Paris und London. London, 27. Mai. (Reuter.) Es besteht kein Grund zu der Annahme, dost über den Sicherheits- pakt oder die Lntwaffnungssrage neue Meinungsverschiedenheiten zwischen Lugland und Frankreich entstanden sind. Da, Kabinett hat nunmehr die französische Antwort auf feine Fragen erhalten. Diese muh gevrüft werden, um Frankreich den genauen brififdjen Standpunkt darzulegen und es geneigt zu machen, ihm zuzu- ftimmen. 3m gegenwärtigen Studium kommt eine formelle Konferenz kaum in Frage. In der L n t ■ roaffnungsfrage haben sich England und Frankreich prukttsch auf den plan, der Deutschland überreicht werben soll, geeinigt, lieber bas Mantelschreiben besteht, obwshl es noch nicht fertiege- stellt ist. allgemeine Hebereinftlmmung. 3m allgemeinen ist man dahin übereingekommen, bafj Deutschland seine Verpflichtungen auf Grund des Dawesplanes ausge- Abg M ayer-Berlin (Sem. । Auch öic Denwkraten empfänden eS schmerzlich, dast den Debürsnissen des beutschen Weinyanbeis durch ben spanischen Handelsvertrag nicht genügend Rechnung getragen worden sei. Man müsse c eiben austenpolitischen Momenten Beachtung 1 i- ken und auch die Interessen abtoägen. Ee sei ohne Zweifel, dast bie überwiegenden Interessen auf dem Gebiete der Inbuftrieausfuhr lägen, die immer ein vielfaches der Wareneinfuhr betrage. Ncichsaußeumiuiftcr Ttrcsemaun: Ich möchte der Ditte Ausdruck geben, dast in der Debatte über den spanischen Handelsvertrag nicht auch die Zolltarifnovelle berücksichtigt wird, die sonst wieder der Anlist einer ausführlichen Aussprache sein würde. Zu dem vorliegenden HandelSvertragsentwurf habe ich im Ramen der ReichSregierung zu erklären: Don Vertretern aller Parteien i ad m Form von Erllärungen oder in Reden Wünsche und Anträge an die Reichsregicrung gerichtet worden, die sich einmal auf die Rotlage der Winzer beziehen und weiter wünschen, etwaige Mängel des gegenwärtigen Vertrages bei künftigen Verhandlungen zu beseitigen. Im Ramen der Reichsregierung erlläre ich hierzu, dast i- Regierung bereit ist, alsbald nach Annahme d.S Vertrages in neue Verhandlungen mit Spanien einzutreten, besonders auch im L nne ber vorn Abg. Scholz verlesenen Erklärung her Regierungsparteien. Die Reichsregierung bc (tätigt ferner ihre im HandelSvertragsaus'chuß abgegebenen Zusagen über ihre Mitwirkung ci einer Kreditaktton für die Winzer lotete weitere Hilfsmaßnahmen und wird diese Zusagen sofort In die Tat umsetzen. m Deutschland nicht zum Völkerbund gehört, wäre es doch ein schöner Zug von ihm gewesen, wenn er sich der schwer bedrängten deutschen Minoritäten angenommen hätte. Er hätte dadurch unzweifelhaft für den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund geworben, so ruft er jedoch eine nicht zu unterschätzende Bitter- feit hervor, durch die die Abneigung gegen einen Beitritt nur noch verstärkt wird. Aber auch ein weiterer Punkt der Tagesordnung ist geeignet. daS deutsche Volk vor den Kops zu stos^n. Es soll nämlich die Frage der Militärkontrolle, also die Aeberwachung der Rüstungen Deutschlands und Oesterreichs beraten werden. Dagegen hat der Rat sorgfältig vermieden, auf die Anregungen des Reichsäußenministers Dr. ©tretemann einzugehen und diesen Programmpunkt dahin auszubauen, daß auch für die übrigen Staaten Abrüstungsvor- schläge. mindestens aber doch Rüstungsbeschränkungen unterbreitet werden. Schließlich steht noch die Danziger Brief- kastenfrage ^zur Erörterung, zu der inzwischen vom internationalen Gerichtshof im Haag ein Gutachten abgegeben worden ist. Die Zusammensetzung des Völkerbundsrates bürgt aber nicht dafür, daß Danzig zu feinem Recht kommen wird. Trotzkis Rückkehr. Mit der Ernennung Trotzkis zum Vorsitzenden des Hauptkonzefsions- k o m i t e e s und zum Leiter der Technischen Abteilung des russischen Volk s- wirtschaftsrates breitet fid) über die Kluft des großen Parleistreites in Moskau die Decke der äußeren Versöhnung. Wenngleich Sinowjew in der letzten Zeit mehrfach großen Kongressen ferngebliebcn ist. beharrt er nach wie vor auf seinem Standvunkt der erttufitxm Delt- revolution. 3n Wirklichkeit aber hat er innenpolitisch seinen Rückzug vollzogen, und die Ernennung des Qkrbarmten stellt damit gleichzeitig die von der russischen Landwirtschaft und Industrie, zum Teil aber auch von den kommunistischen Parteigängern zwangsläufig geforderte Konzession an die bürgerliche Außen- welt dar. Die beiden von Trotzki jetzt besetzten Posten sind in ihrer volkswirtschaftlichen und politischen Bedeutung die gegebene Basis für bto Betätigung Trotzkis in der Richtung seiner Politik, I um derentwillen er einige Monate im Sudan verbringen mußte. Fügt man d.e zuverlässige Version hinzu, die Verbannung Trotzkis sei lediglich zu dem Zwecke erfolgt, um den schon früher I als notwendig erkanntem Rückzug Sinowjews zu verschleiern, so hat die privatwirtschaftliche Zm- tiative und die ihr zuneigende kommunistische Opposition den vollen Sieg errungen. Freilich, der Streit ist noch nicht zu Ende. Aus den Reichstags- ausschüffen. Berlin, 27. Mai. (TU.) Der Auswertung s a u s s ch u ß des Reichstags nahm die einzelnen Bestimmungen des § 5, der die Zahlungstermine für die Aufwertungs- tapitalbeträge usw. vorschreibt, entsprechend dem Kompromißantrag der Regierungsparteien an, ferner eine Entschließung, die die Regierung ersucht, alsbald mit den in Be- I tracht kommenden Grundkreditanstalten in Verbindung zu treten, um unter Ausschließung eines gesetzlichen Zwanges die Möglichkeit zu schaffen, daß Die Aufwertungsbeträge der Htzpo- thekengläubiger von den Grundkreditcmstalten gegen Ausgabe von Pfandbriefen abgenommen werden. Weiter wurde beschlossen, für jede Frak- tion einen Vertreter für eine beim Reichswirt» schaftsministerium für die Frage der Modifizierung der Hypotheken zusammentvetende Kommission zu entsenden. Im Steueraus schuh des Reichstags wurde ein Antrag angenommen, wonach es in das Ermessen der Finanzbehörde gestellt Wird, bei einem offenbaren Mißverhältnis zwischen dem Versteuerten Einkommen und dem Verbrauch eine Veranlagung nach dem Verbrauch vorzunehmen. Weiter hat der Ausschuß beschlossen, daß eine Besteuerung nach dem Ver- j brauch nicht erfolgen darf, wenn der Steuerpflichtige nachweist, daß er den Verbrauch aus seinem Vermögen bestritten hat, das bei seinem Entstehen in den letzten drei Iahren der Besteuerung nach dem Einkommensteuergesetz unterlegen hat. Ferner bestimmte der Ausschuß, daß eine Besteuerung nach dem Verbrauch nur Anwendung finden Darf, wenn der Verbrauch mindestens 15 000 Reichsmark jährlich beträgt. Die Regierungsvorlage enthielt als Grenze einen Iahresverbrauch von 8000 RM. Schließlich beschloß der Ausschuß, daß bei der Veranlagung besondere wirtschaftliche Verhältnisse, die die Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen wesentlich beeinträchtigen, durch Ermäßigung oder Erlaß der Einkommensteuer berücksichtigt werden, wenn das Einkommen 16 000 Reichsmark nicht übersteigt. Als Verhältnisse dieser Art sollen außergewöhnliche Belastungen durch Anterbalt oder Erziehung einschließlich der Berufsausbildung der Kinder, durch gesetzliche oder sittliche Verpflichtung zum Unterhalt mittelloser Angehöriger, durch Krankheit, Körperverletzung, Verschuldung, Änglücks- sälle, darunter Ernte- und Hochwasserschäden oder durch besondere Aufwendungen am Haushalt gelten. Die für die zur Haushaltung Steuer» j pflichtigen zählende Ehefrau und für jedes minderjährige Kind vorgesehenen Ermäßigungen sollen auch gewährt werden, für die Ehefrau und die minderjährigen Kinder, die nicht- zur Haushaltung des Steuerpflichtigen zählen und für uneheliche minderjährige Kinder, die nicht zur Haushaltung zählen, wenn sie von dem Steuerpflichtigen ganz oder im wesentlichen unterhalten werden. Noch keine Nachricht von Amundsen. JnErwartuuaderRückkehr.—Besseres I Wetter. — Norwegische Hilfsaktion. Oslo, 27. Mai. (TU.) Die arktischen Sach- | verständigen empfinden keine Nervosität^ über das Schicksal Amundsens. Sie halten eine Rettungsaktion für verfrüht. Die norwegischen Fischerflotten in Grünland und Nowaja Semlja sind angewiesen, nach den Fliegern Ausschau zu halten. Nach einer Neuyorker Kabelmeldung hat sich I außer Coolidge jetzt auch Marinesekretär Wal- bürg über eine Entsendung des Lustschiffes ,.S h e- n a n o o a h" dahingehend geäußert, daß eine derartige Hilfsexpedition kostspielig, gefährlich und wahrscheinlich erfolglos sein werde. Man rechnet Da» mit, daß Amundsen sich auf dem Wege nach Alaska befindet. An Bord des Schiffes der Flugexpedttion mar» tet man mit steigendem Interesse auf Amundsen. Sollte er bis Freitag nicht zurückgekehrt sein, so erwägt man, Hilfe von außerhalb herbeizurufen. Das Weller hat sich jetzt bedeutend gebessert. Auf Rordsplhbergen ist Sonnenschein und steigende Temperatur. Lerteidigungsminister 3 a t d b j c n erklärte | Journalisten, daß die Situation jetzt derartig sei, daß die nötigen Vorbereitungen a u g e n b l i ck - l i ch in Angriff genommen werden müßten, um für eine etwa erforderliche Hilfeleistung bereit zu sein. Der Staatsrat werde auf den Marinestationen untersuchen lassen, ob zwei Flugzeuge mit einem Kriegsschiff nordwärts geschickt werden können. ~)ie Flugzeuge würden nicht bis zum Pol nordwärts gefdjirft werden, sondern in großem Bogen bedeutende Strecken absuchen und so die verhältnismäßig große Möglichkeit haben, die Flieger zu finden, falls diese nicht allzuweit von Spitzbergen herabgegangen sein sollten. Kleine politische Nachrichten. In Düsseldorf begannen dje Verhandlungen der Allgemeinen deutschen Arbeitsnachweistagung. Landeshauptmann Dr. Horion begrüßte die Tagung. Der erste Tag ist Fragen der Arbettsmarktpolitik gewidmet. Als erster Redner sprach Professor M o m b e r t» Gießen über den deutschen ArbettSmarkt der Iahrhundexlwende unter dem Einfluß des Wandels der Kultur. Sodann sprachen Lüttaen- Magdeburg und als letzter Redner Professor W e h r l e - Aürnbera über Ziele und Grenzen der Arbeitsmarktpolitik. * Wie der „Vorwärts" berichtet, beschäftigte sich das Ehrengericht, das auS mehreren Richtern und zwei deutschnationalen Reichstagsabgeordneten bestand, mit der Weigerung Dr. Bests, der Aufforderung der deutschnationalen ReichstagSsraktion nachzukommen und sein M a n- bflt niederzulegen. Das Ehrengericht billigte einstimmig das Verhalten Vests, der sein Mandat beibehalt. Im Plenarsaal des ReidMiwirtschaftsrats fcnib gestern eine Protest Versammlung gegen die preußischen A u sl üh r u n g s best immun g e n über das Grundschulgeseh statt. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der die Ausführungsbestimmungen des preußischen Kultusministers zum Grundschulgesetz als verfassungsmäßig und gesetzlich nichtig bedetd)- net werden, weil sie Zweck und Ziel der Grund» schulgesehnovelle in das Gegenteil verkehren und den Aufstieg der leistungsfähigen Kinder hemmen. Es wird verlangt, daß zedem Kind, das das Pensum der Grundschule in drei Iahren durchgemacht hat, die Möglichkeit gegeben ist, die im Grundschulgeseh vorgesehene Aufnahmeprüfung für die höhere Schule abzulegrn. • Dlätlermeldungen aus Sofia zufolge wurde das Todesurteil an den Tlrhebern des Domben-Attentats in der Kathedrale von Sofia, Friedmann, Zadgorski und Koeff, vollstreckt. Alm 8 Llhr führte man die Verurteilten auf einen großen Platz im 'Westen der Stadt, der rings von trtfhinenartigen Anhöhen umgeben war, wo sich eine Zuschauermenge von über 50 000 Personen angefammeU hatte. Rach der Llrteilsverlesung und Beichte der Verurteilten wurden Koeff und Zadgorski und schießlich Friedmann gehenkt. Die Henkersdienste verrichteten drei Zigeuner. Aus aller Wett. Eröffnung der Grotzdeutscheu Kunstausstellung in Darmstadt. D a r m ft a d t, 27. Mai. (WTB.) Heute mittag ist in Gegenwart zahlreicher Vertreter von Behörden, der Künstlerschast und in Anwesenheit vieler geladener Gäste die Großdeutsche Kunstaus- st e l l u n g auf der Mathildenhöhe eröffnet worden, die eine der Hauptoeranstaltungen des „Darmstädter Sommers" ist. Die Ausstellung ist mit Unterstützung der Stadtverwaltung ein Unternehmen der Darmstädter Ortsgruppe der Allgemeinen Deutschen Künstlergenossenschaft. Als deren Vorsitzender hielt Professor G e t r o st - Darmstadt die Eröffnungsrede, I worauf der Minister v. Brentano im Auftrag der hessischen Regierung Glückwünsche überbrachte. Als Vertreter der Stadt sprach Oberbürgermeister Dr. G l ä s s i n g. Der städtische Kunstreferent, Bürgermeister Buxbaum, erklärte hierauf die Ausstellung für eröffnet. Als Vertreter des Haupt- ausschuffes der Allgemeinen Deutschen Künstler- genossenschast war Professor Fenkohl-Berlin anwesend. Die Ausstellung ist von deutschen und österreichischen Künstlern beschickt; sie ist sehr vielseitig und deshalb eine der bemerkenswertesten, die in den letzten Jahren hier stattsanden. Es sind auch Künstler der verschiedensten Richtungen vertreten und die bedeutendsten Namen alter und junger Kunst darunter. 3m ganzen weist die Ausstellung nahezu 600 Werke | der Malerei, Graphik und Plastik auf. Turmeinsturz in Bad Dürkheim. Am Dienstagnachmittag zwischen 2 und 3 Uhr ereignete sich auf dem Bismarckturm auf dem Peterskopf ein großes Unglück. Eine Schulklasse hatte den Turm bestiegen, als plötzlich der Boden unter den Füßen der Schüler wich und in den Turm hineinstürzte. Während des Einsturzes des Betonbodens an der Westseite des Turmes befanden sich auf ihm ein Lehrer und etwa zwölf Schüler aus Frankenthal. Mit dem Boden stürzten neun Kinder auf die unten befindliche Terrasse und wurden sämtlich mehr oder weniger schwer verletzt. Vier Kinder erlitten Beinbrüche, davon ein 12jähriger Keabe innere Verletzungen, während die übrigen mit Weichteilverletzungen davonkamen. Der Lehrer und zwei Schuler blieben deshalb von dem Sturz verschont, weil sie f.d) an einer etwas seitwärts gelegenen Stelle befanden, die nicht einstürzte. Etwa zwanzig auf der unteren Terrasse befindliche Schüler konnten fid) vor dem Einsturz der Betonmassen noch rechtzeitig in Sicherheil bringen, sonst wäre eine große Anzahl erschlagen worden. Nack) Anlegung von Notverbänden durch die Sanitätskolonne Frankenthal wurden die Verletzten in das Städtische Krankenhaus nach Frankenthal übergeführt. I Ein schwerverletzter Schüler ist auf dem Transporte I verschieden, während bei den übrigen keine Lebensgefahr besteht. Als Ursache des Unglücks nimmt man an, daß eine Bodensenkung den Riß in den Betonwänden verursacht hat, denn bereits in der vergangenen Wod)e wurde von Ausflüglern feftgestellt, daß der etnge- stijrzte Boden einen großen Riß hatte und schwankend war. Luftverkehr Hamburg—Dresden. Am Dienstagabend landete aus Magdeburg komend ein sechssitziges Junkers-Verkehrsflugzeug I auf der Elbe bei D r e s d e n. Bei den in D r e s d e n und Magdeburg veranstalteten Flügen handelte es sich um die Vorbereitung der im Juli zu eröffnenden Wasserflugstraße Dresden — M n g d e b u r g — H a m b u r g. Wie die Lustoer- kehrs-Aktien-Gesellschast mitteilt, sind die Flüge befriedigend verlaufen. Es wurde festgestellt, daß sich die Elbe zur Eröffnung eines solchen Verkehrs sehr gut eignet. Mit der neuen Linie nach Magdeburg und Hamburg erhält Dresden eine weitere wichtige Strecke, die sich insbesondere auch für den sächsischen Luftverkehr eignet und ohne Schwierigkeit bis Prag verlängert werden kann. Eckener Dr. h. c. der Grazer Technischen Hochschule. Die Grazer Technische Hochschule hat gelegentlich eines Besuches Dr. Eckener und Dr. Dürr zu Ehren-Ooktoren ernannt. Schwerer Verkehrsunfall in Breslau. Wir hören aus Breslau: Ein Autobus riß an der Ecke der Kaiser-Wilhelm- und Viktoria- Straße ein vier Stock hohes Gerüst um, Ein von dem Gerüst herabhängendes Seil verfing sich in dem Trittbrett des Wagens; der Hührer des Autobusses fuhr weiter, ohne etwas gemerkt zu haben. Im gleichen Augenblick stürzte dasganzeGerüst in sich zusammen und riß die darauf arbeitenden Handwerker in die Tiefe. Drei Arbeiter waren sofort tot, zwei wurden schwer verletzt in» Krankenhaus gebracht. Der stellvertretende Polizeipräsident und Vertreter der Staatsanwaltschaft begaben sich sofort an die Unglücksstelle. Spritschieber Kopp auögeliefert. Der vor einigen Monaten in Rotterdam von einem deutschen Kriminalbeamten in Verbindung mit der bolländischen Polizei verhaftete Spritschieber Kvpp ist setzt wm Öen BoHSriRMte 1 Behörden ausgelrefert und sn daS Derttn« LlntersuchungsgefängniS über geführt toodxm. DaS Verfahren gegen Kopp wird mit dem gegen MÄ j Spritschieber Weber verbunden. Zwei Dienstmädchen vom Blitz erschlag«. / | Nach einer Meldung aus Halle erschlug dep Blitz in Landgrafroda zwei Dienstmädchen eines Landwirts, die mit ihrem Arbeitgeber vor einem Gewitterregen unter einem Baume Schutz gesucht hatten. Der Landwirt wurde betäubt uno er bolff sich bald. Beim Vaden ertrunken. , Auf dem Kummerower See bei Demmin wurde ein junger Mann beim Baben vom Herzschlag getroffen und sank sofort unter. Zwei andere junge Leute ertranken bei dem Rettungsversuch. Schweres Eisenbahnunglück bei Sofia. Wie wir hören, entgleiste bei Sofia ein Personen zug infolge falscher Weichenstellung. Soweit bisher festgestellt -werden konnte, sind 10 Personen getötet und 20 schwer verletzt worden. Wieder ein großes Erdbeben von 37 Minuten Dauer. Nach einer Meldung aus Neu-Orleans stellte der Seismograph der dortigen Universität ein großes Erdbeben fest, das ununterbrochen 3 7 Minu - t e n dauerte, und zwar von 2,23 bis 3 Uhr früh. Das Zentrum des Bebens liegt 10 000 englische Meilen südlich von Neu»Orleans. Explvsionskatastrophe in Mulden. In Mukden fand eine schwere ExPlo - s i o n statt, die viele HLuser zerstörte. Man zähtt bisher 300 Tote. Dergwerkskatastrophe in Amerika. Aus Raleigh (Aorth-Carolina) wird gemeldet, daß in einem Bergwerk der Carolina Coal Company infolge einer Explosion etwa 50 Bergarbeiter verschüttet wurden. Die Explosion ereignete sich gegen Mittag. Dicht« gelbe Rauchwolken machten ein Einbringen in den Schacht unmöglich und verhinderten so das Rettungswerk. Zwei mit Gasmasken ausgerüstete Bergleute drangen eine kurze Streck» I in den Schacht, waren jedoch gezwungen, zurück» Ären. Eine spätere Meldung besagt, daß eine :re Gruppe von Rettungsmannschaften I sechs Tote geborgen habe. Mettervo raussage. Bei vorwiegend westlicher Luftströmung weiterhin halb bis ganz bedeckt und Regenfälle. Temperatur wenig geändert. Linser Bezirk ist mehr und mehr unter den Einfluß von westlicher Luft gekommen, die durch die in breiter Front ostwärts nach Mitteleuropa vordringenden Tiesausläufer bedingt ist. Das Zentrum des Wirbels scheint sich etlraS abzuschwächen. Für morgen bleibt der eingetretene Witterungscharakter bestehen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 28. Mai 1925. Mehr Munrenschrnuck. Von Gartenbauinspektor R e n t s ch, Friedberg. (Rachdruck verboten.) Vor ungefähr 10 Iahren — im Weltkrieg — kam man vielerorts auf den Gedanken, den Blumenschmuck des Hausgartens, ja sogar des Balkons, zu Gunsten der Gemüsezucht zu opfern. Die Rotwendigkeit der Sicherstellung Dec Ernährung, der Mehrerzeugung von Rahrungs- Mitteln ließ diese Maßnahme, soweit es sich um Gärten handelte, teilweise gerech fertigt erscheinen, denn wir hatten Weltkrieg! Iede Einfuh vvn Nahrungsmitteln war uns damals abgeschlossen. Von einer Gemüsezucht in Balkon- und Fenster» kästen war aber nicht viel Ersprießliches zu er» warten. Es war ein Unding, wenn empfohlen wurde, Salat, Kohlrabi, Blumenkohl, Tomaten und anderes mehr auf Dem Balkon zu ziehen. Bei Tomaten war es bei föhniger Lage vielleicht noch am ehesten möglich. Ruf jeden Fall liegt aber heute nirgends mehr ein Grund vor, zu Gunsten irgendeiner Gemüsepflanze aus byt Blumenschmuck zu verzichten. An Rahrungs- Mitteln ist heute fern Mangel mehr; ja an Gemüse ist heute überall Lleberfluh, der Derart auf die Preise Drückt, Daß die Existenz vieler deutscher Gemüsezüchter auf Dem Spiele steht. Die hollänDi- schen Gärtner und auch die anderer Länder überschwemmen Die Märkte unserer StäDte mit Gemüse, und zwar zu einem Preis, für Den es in Deutschland meist nicht gezogen werden kann. Dort, wo man also in Zeiten 'der Rot den Blumenschmuck verbannte — in Hausgärten, Vorgärten, auf Ballonen — sollte man ihm seine alt erworbenen Rechte wieder einräumen. Ueber- | Haupt sollte man sich der schmückenden Eigenschaf« I ten der Blumenwelt mehr bewußt werden und recht viel davon Gebrauch machen. Leider stellen unsere meisten Vorgärten Grasplätze dar, Die oft genug noch schlecht gepflegt sind unD schließlich als Bleichplah dienen. QNöchte doch jeder. Der sein Haus an eine Straße, besonders an eins verkehrsreiche Straße g-baut hat, sich bewußt fein, daß er Dann Den Vorgarten schön zu erhalten hat, um das gesamte Straßenbild zu heben. Man wende nicht ein, daß Das heute für Den Hausbesitzer zu teuer sei. Es bedarf keines Blumenschmuckes, der vielleicht aus irgendwelchen aus- länvischen, empfindlichen Pflanzen besteht, Die sich nur mit großen Kosten ersetzen lassen. Bringen wir die Blumen, die unsere Großeltern im Hausgarten zogen, wieder mehr zur Geltung, und wir haben einen Blumenschmuck, der aaco für weniger Beiyittelte heute noch erschwinglich ist. Ich erinnere hier an unsere Frühlingsblühsr, die jeder sich im Garten heran^ieh«n kann, wie Stiefmütterchen, OZergißmeinnicht, ONaßliebchen und Phlox. Sie ersetzen uns vollständig da« schönste Beet holländischer Tulpen. Für den Sommer haben wir Dann Astern, Tagetes, Löwenmaul, Zinnien, Levkojen, Relken, Begonien und andere. Roch billiger sind Diejenigen Blumen, Die man balD an Ort und Stelle säen kann, wie z. 03. die verschiedenen Mohnarten: Calendula Kapuzinerkresse, Reseda, Cosme i. Eschscholhia, Fuchsschwanz, Schleifenblume, Calliopsis und andere. Für den, der über geeignete Aeberwinte- rungSräume verfügt (heizbare Glasv:randen, Helle, wenig geheizte Zimmer, Helle, frostfreu: Keller), feien diie verschiedenen Sorten Pelargonien (Geranien), Fuchsin, Heliotrop, Agera- tum, Mimulus, Oltarguriten (nicht zu verwechM" mit Wucherblumen) und Sakvien erwähnt. Für 1 einige Mark lassen sich auch junge Pflanzen da- tpn beim Gärtner beschaffen Tann f i h er Luder herrlichen Knoll en dcgonien gemacht die wohl bei der ersten Anschaffung etwa» teuer fmo, Sann aber bei geeigneter Behandlung mehrere Jahre immer wieder zu. v-rweeden s.nd iln) schließlich sollen die vielen Stauden erwähnt werden. Giese sind ausdauernd, bai hetstt. sie können mehrere >>ahre an Ort und 5‘ellc stehen, ohne daß man sie verpflanzt. Bei richtig« Auswahl kann man vorn zeitigen Frühjahr dis in den spätes Herbst, ja bi- in den Winter (Christrose) immer etwa- Blühendes haben. Was den Balkon- und Fensterlchmuck anbe- trifft, so ailt vieles vom Dorherges aalen. Bedingung ist. dast Kasten au- Holz. Ton nder Zementbeton vorhanden sind. Denn man die bkr $ur Dcslanzung in Frage kommenden Pflanzen in Töpfen zieht, werden sie nie so gut gedeihen In den meist kleinen Tbpsen trocknen si: zu leicht aus. und e- mangelt ihnen auch darin an Nahrung richtiger Pflanzenkosten bietet den Pslanzen mehr Erde und gleichmäßigere Feuchtigkeit. Don der Dahl de> Pslanzen wäre zu sogen, daß man dadurch möglich'« Abwechselung inS Straßenbild bringen soll. ES ist deshalb nicht richtig, wenn man immer der an und für sich herrlichen, leuchtendroten Meteor-Pelagonlc und den rosa blühenden Epheu-Pclargonien den Vorzug gibt. 3n bezug aus Genügsamkeit stehen die Pelargonien zweifellos obenan SS gibt dach aber davon auch schöne weiße, rosa und dunkelrote Sorten Auf einem nicht her vollen Sudsonne ausgesetzten Balkon oder Fenster wird sich durch eine Dcpslanzung mit Fuchsien und HLngesuchsien eine schöne Wirkung erzielen lassen. Für sonnige Lagen eignen sich Petunien gut. Line l>errlichz, dunkelblaue Sorte, die .Karlsruher Rathauspctu- nie", ist schon mehr bekannt. Von rankenden Pflanzen seien hier Eobaea, Winde und Kapuzinerkresse erwähnt. Die Auswahl läßt sich noch v««rößern, besonders für die. denen ein gröberer Geldbeutel zur Verfügung steht. Da die- aber bei den meisten Leuten nicht der Fall ist. mag sie genügen We>m diese bescheidenen Feilen dazu beitragen, daß dem Blumenschmuck mehr Interesl-e entgegengebracht wird, so ist ihr Zweck erfüllt. Aus ein- möchte ich aber noch Hinweisen. Es wäre eine dankbare Ausgabe der örtlichen (Barten- baubcrcinc. wicder die in Vorkriegszeiten üblichen Balkon- und Fensterschmuck.Wettbewerbe auszu- schreiben. Die Preise brauchen nicht hoch zu sein. Man gibt sich aber Mühe un.d möchte nicht zu» rückst eben, wenn die Häuser der Nachbarn geschmückt sind. Wenn wir auch ein armes Volk Jiewvrden sind, so sind wir doch noch lange nicht o arm, daß wir uns allen Blumenschmuck »er» sagen müßten. Drum nochmals: Pflanzt Blumen in eurem und um euer Heim! Gießener «sti)d i upreife. am 28. Mai (Händlerpreise). ö« kostete auf dem heutigen Wochenmarkt da- Pfund' Butter 190 bis 200, Matte 35 bis 40, Käse 60 bis 65. Wirsing 50, Rotkraut 40 rote «üben 5, 6pinat 15, Aömischkohl 10, 6par» gel 120, Unterkohlrabi 6. Tomaten *200, Zwiebeln 25. Rhabarber 30. Kartoffeln 5, Honig 40, junge Hahnen 100, Suppenhühner 120; das Stück: Gier 11. Blumenkohl 120 bis 132, Salat 20 bis 25. Halatgurken 100 bis 120, Lauch 5 bis 10; das Bund: Radieschen 15. gelbe Rüben 50. •• Die Miete in Hessen. Dom Staats« preffeamt wird uns mitgeteilt: Auf der Tagung des Deutschen Mieteroerbandes, die vor kurzem in Berlin stattsand, soll die Behauptung ausgestellt war« den sein, daß die Saalmiete in Hessen auf 150 o. H, der Friedensmiete festgesetzt werde. Diese Behauptung ist nach unseren Erkundigungen an zuständiger Stelle frei erfunden. Boraussichtlich durste die 100. vrozentige Friedensmiete erst zum 1. April nächsten Jahres erreicht werden. *♦ Achtung Rentner! Dom städtischen Wohlfahrtsamt wird uns geschrieben 3n Rentnerkreisen herrscht noch immer Unklarheit über die Zahlung der Wohnungsmicte. Rentner, die in Fürsorge beim städtischen Wohlfahrts- amte stehen, zahlen nicht die Nollen 80 Prozent der Frü densmltte, sondern zichm den Betrag der Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz ab. Diele wird dem Hausbesitzer, ime bisher, aus Grund der D.'schrimgung des D^HUahrtsanues erlassen. Es gilt dies nicht, soweit Untermieter einen Teil der Honderstcurr mit ihrer Miete an den Rentner absühren ' Kein Hackfleisch auf Vorrat während der wärmeren Jahre szett! Das Kreisamt Sichen gibt im neuesten Amts' vcrkündigungsblatt bekannt Mit Rücksicht auf die Bedeutung, die dem Hackfleisch b;t der Entstehung von Fleischvergiftungen zulommt. ist In die Fleischverkaufsordnunq das Verbot ausgenommen worden. Hackfleisch während der wärmeren Iahrcs^it auf Vorrat hcrzustellen, und vorgeschrteben. bah solches Fleisch bei Bedarf stets frisch »u bereiten ist Df TUetzgrr werden jetzt aus oiek Vorschrisl erneut hingewiescn " Die Seh älter Im ®tefiener Kleinhandel. Wie der Zentralverband der Angestellten uns mit teilt, sind durch Schiedsspruch des SchltchtuugsauSschufses Siesten vom 18. Mai die Gehälter für hie Kleinhandclsangestellten für die vtfit vom I Mai bis einschl. 30. September neu festgelegt worden Der Schiedsspruch ist von beiden Teilen anerlaniu. " Gedruckte Psing st karten tr erben sowohl unter Umschlag, als auch offen nur bann für 3 Pfennig mit der Post befördert wenn in ihnen nicht geändert oder hinzugefügt «st. Zulässig ist nur bic Rächtragung ober Acnderung der Absenderangaben Erhalten solche Glückwunschkarten Zusätze die aber nicht inehr als 5 Worte betragen dürfen z. D. ^sendet" oder .zum Psingstsefl sendet mit Grüßen" und bgl., so kosten sie bei der Versendung im Briefumschlag sowohl im Orts- als auch im Fernverkehr 5 Pfennig Werden sie offen verschickt, so unterliegen sie im Ortsbereich einer Gebühr von 5 Pfennig Unzureichend freigemachte Sendungen werbe« mit Nachgebühr belastet. Es kann daher den Versendern nur dringend geraten werden. die Bestimmungen zu beachten. " Errichtung eines Krüppelheims mit Lehrwerkstätten f ü r Hessen. Vom Kreisamt Siesten »Brzirksfürsorgestelle» wird uns geschrieben: Der Hessische Fürsorgeverein für Krüppel, mit dem Sitz in Darmstadt iVorsitzender Bürgermeister Mueller, Darmstadt), der sich seit Jahren für die Heilbehandlung körperlich Behinderter einsetzt und allein im Jahre 1924 Die Heilbehandlung von 107 verkrüppelten Kin- bern ermöglichte, wendet sich zur Zeit in einem Rundschreiben an die Bevölkerung Hessens und erbittet Gaben für die Errichtung einer Krüppel- kllnif, verbunden mit Lehrwerkstätten. Leider bat man es in Hessen noch nicht soweit bringen können, obwohl eine derartige Anstalt, die bei Den ungeheueren Schäden, die Rachitis und Skrofulose unter unseren Kindern, besonders während der Hungerjahre, anrichtete, so bitter nötig wäre. Wohl hat die Innere Mission ein kleines Heim in Nieder-Ramstadt einzurichten vermocht, das segensreich gewirkt hat, aber es ist für Hessen zu klein, und vor allem fehlt es an einer Möglichkeit zur Einschulung Ver- lrüppelter in einen Berus. Ein solcher aber allein vermag den körperlich Behinderten Daseinszweck und DaseinSsreudc zu geben. Es wäre daher nut zu wünschen, wenn Der Aufruf des durch feine ersprießliche Tätigkeit bekannten und geachteten Vereins vollen Erfolg hätte. Wer aus irgend einem Grund bas Werbe- zirkular des Vereins, dem reicher Bilberschmuck ehemals verkrüppelter und jetzt geheilter Kinder beigefügt ist, nicht erhielt, möge dennoch eine Gabe auf Postscheckkonto Frankfurt am Main Rr. 5326 einsenben. • • Eine Kundgebung des Hessischen Sparerbundes. Der Vorstand des Landesverbandes Hessen desHypothekengläubiger- unb Sparerschuhverbandes für das Deutsche Reich (Hessischer Sparerbund» hat dieser Tage eine Enlschlietzung gesaht, in der es u. a. heiht: .Die von der Rei-b-vegierting geplante 21b- lösuirn aller öffentlichen Anleihen des Reichs, der Länder und der Gemeinden, bei der 95 Proz. der Kapitalforderungen gestrichen werden, bedeutet die Bankerotterklärung aller öffentlichen Verbände, nichts zum Nachteil de» Großkapitals, das sein Vermögen in anderen Derlen als in deutschen Qlnlnbim angelegt bat. 'ondern zum Verderb des Mittelstand« und der ft einen Sparer, die seit Senei ationen ihre Sparkapiw .e,i der össentlichen Hand amx'tltditt und dem Reich in seiner höchsten Rot th. letzte» geopfert haben Niemals war es le Deutschland auch nicht tn Zeiten der höchsten Not, Rechten», bi? Fsrberun- gen ber Gläubiger cinsack) ganz ober teilweise zu streichen, es kam stets nur Stundung und Zin» nacht ah in Frage. Auch die heutige Notlage des Reichs vermag ein solche» Verfahren bei bem die Sparer die Lasten des verlorenen Krieges nahezu allein tragen würden, nicht zu recht- fertigen." * * 3bren 80. Geburtstag kann am Samstag. 30. Mai. Frau Ja l k-H i r s ch Witwe. Marktstraste wohnhaft, in voller Gesundheit begehen Die alte Dame ist seit 50 Jahren verwitwet • • Diebstahl. 2n ber letzten Nacht würbe in einem Hause der fiicbigfirafoe ein Einsteighieb- stahl ausgeführt. Der later ist durch ein im Parterre gelgenet-, ofsenstehc/ides Fenster emaestiegen und Hot eine ichwnrzc, lederne Brieftasche, drei Hemden und einige Taschentücher entwende» * • Festgenommen wurde ein junger Mann aus Hattenrod wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen und eine Frauensperson wegen liederlichen Umhertreibens. * • Austrieb auf dem heutigen 9 runf für ter Viehmarkt. 1 Ochse, 13 Kühe, 1623 Kälber. 94 Schale, 845 Schweine Bornotizen. — Tageskalender für Donnerstag. Oberhessifche Gesellschaft für Natur- und Heilkunde: 84 Uhr »m Höriaal des Physikol. Instituts: Bor- träge von Geheimrat Prof. Dr. König und Dr. Hock. — Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: „Reocille". — Astoria - Lichtspiele „Düstere Schatten, strahlendes Glück". Oberhessischer Geschichtsverein. Man berichtet uns. Der diesjährige Sommerausslug führte den Verein am Sonntag, 24. Mai, in besonderem Salonwagen 4. Klasse nach bem Südzipfel unserer Provinz, in die ysenburgische Residenz Büdingen. Zahlreiche Mitglieder, zum Teil auch aus dec Umgcgem), hatten sich cingefunben; die Ortsgruppe Butzbach war ofsi» ziell durch ihren Vorsitzenden, Studienrat Pros. Horst, vertreten. Von Büdinger Herren am Bahnhof empfangen, hielten die Teilnehmer bei strömendem Regen unter Führung des Herrn Lehrers H e u s o h n au- Lorbach ihren Einzug in die Stabt Bon ber Ungunst der Witterung unbeeinflußt, stattete man zunächst der auf bem Friedhof gelegenen Dotenkirche. ber bem hl. Remigius geweihten ursprünglichen Pf rrkirche, einen Besuch ab Lang- und Querhaus bider ältesten Kirche Büdingens gehören der romanischen Epoche an. ber auf quabratischer Grundlage errichtete Thor der Wende des 14. Jahrhunderts, der Innenraum, Der im Chor alte Malereien, Darunter die vier Evangelisten, aufweist, ist durch ältere und jüngere Einbauten aus Holz verunstaltet. Durch stilgerechte Wiederherstellung ließe sich ein schönräumiges Gotteshaus wiedrr- aewinnen. Um das Ende des starkfallenben RegenS abzuwarten, änberle die Gesellschaft ihr Programm und hörte einstweilen in den gastlichen Räumen des „Furstenhoss" den eigentlich für einen anderen Teil des Tages vorgesehenen Vortrag des Herrn H e u s o h n. Dieser gründliche Kenner der Heimatgeschichte sprach in knapper Sachlichkeit übet den Büdinger Vannsorst, ein riesige- zwischen Kinzig und Nidder sich erstreckendes Waldgebiet, das den Kern der Herrschaft Bübingen bildet. In diesem Forst besah der König Den Wildbann, d. h. das alleinige Iagdtecht, auch da, wo ber Wald im Besitz anderer Grundherren stand. 2n diesem Forst gelegen, »eboch rechtlich streng von ihm zu scheiden, ist der Büdinger Wald im engeren Sinn eine als Zubehör zur Reich-burg Gelnhausen dem Reiche zugehörige Waidmark Oberforfimeifter waren als Lehen-träger des Reiches die Grasen von Sclbold, die chr Litt auf Die ihnen fianun- verwandten v-erren von Büdingen vererbten Diefe> Geschlecht erlosch um die Mitte des 13 Jahrhunderte und fcfntcrlich feine reichen Güter und Aemler vier Tochiermännern des letzten Herrn, darunter Ludwig von Elenburg, besten H« uS endlich von 1871 an Alleinbesitzer her Herrschaft wurde. Der Vortragende zeichnete Ui kurzen Strichen die Grenzen bet weiteren und engeren Bezirks, lief. Blicke sich auftun in die ältere Siedlungsgeschichte des Waldes, 'eine Verfassung und sein Recht und erläuterte seine Darstellung durch gut gewählte Einzelheiten Rach Dem gemeinsamen Mittagessen hatte sich da» Detter ersreulicherweise ausgeklärt, und ber Runhgang durch die Stabt konnte beginnen Wicber war es Herr Heusohn. der dieses lebendige Stück Mittclaltcr. da- sich hier am Abhang des Vogelsberg-, am Ost ran de des alten Sauer Weiterelba wunderbar erhalten bat. Dein Verständnis her Beschauer durch keine kundigen Erklärungen nahcbrcichf Man Iah hie mittel» alterlichc Stobt entstehen, ihre Beseh wun gen wachsen, sah sie sich um eine Reustadt schlichen und mit ber Burg ein starkes Bollwerk bilden Die interessanten Hauptgebäude ber Innenstadt, bas Steinerne Haris, das Rathaus. Die Stabt- kirch« wurden besichtigt und schließlich bem durch bas dankenswerte Entgegenkommen deS surstlichen Besitzer- kern Verein gcoffneltn Schloß und seiner romanischen Kapelle mit ihrem prächtigen spätgotischen Gestühl sowie dem herrlichen Park ein Besuch abgestatlet. Den Dank des Vereins für die treffliche Führung durch Herrn Heusohn, der sich so hingebend dem Verein zur Verfügung iestcllt hatte.-war durch den Borfitzenben beim Isen bereits Ausdruck verliehen worden. Die Gesellschaft aber trat hochbcfricdigt von bem Geschauten unb Gehörten mit bem viel zu früh abgehenden letzten Zug die Heimfahrt an. K. E. Turnen, Sport und Spiel. Die Lommcrspicle deS D. D im Tnrngan Hesse«. 4- Friedberg, 25. Mai. Unter der umsichtigen Leitung deS Gauspielwarts Seibert- Weylar kamen gestern auf der .Seewiese", nachdem in den Bezirken schon vor einigen Wochen die Meisterschaften festgestellt, die Gaumelsterschaf 1 e n in den Sommerfptelen der D. T. zum AuStrag. Es nahmen Mannschaften des 1.. 2. und 3. Bezirk- daran teil. Die Playverhält- nisfe auf der Seewiefe sind vorzüglich, aber starker Wind unb der später einsetzenbe strömende Reffen beeinträchtigten die Spiele nicht unwesentlich. so dah sie auch nicht -um Abfchluh geführt werden konnten unb das Endspiel in der Faust ball-Mei st erklafse aus Donnerstag abend verschoben werden muhte. 3n Schlagball und in der Faustball» AlterSturnerklasse war je bloß eine Mannschaft gemeldet, die ohne Spiel Gau- meister wurden, unb zwar in Schlagball: Madern Lv. Marburg: in Faustball - Altersturner Tv. Wetzlar. 3n der Faust- ball-^-Klasse wurden die zmn Lell fehr schönen und intereffanten Spiele zu Ende geführt. Nachstehend die Ergebnisse: Tgm. Friedberg lf — Tv. Nidda 63:49; Tv. 1846 Glehen N — Akad. Lv. Marburg II 52:33; Tgm. Friedberg II — Tv. 1846 Gießen II 27:13; Mab Tv Mar- bürg II — Tv. Nibba 49:36. Die Gntscheldung zwischen Tgm. Friedberg II unb Akad. Tv. Marburg II endete mit 28:31 für Akad. L v. Marburg II, welch letzterer somit Gau- meister in der Faustball-^Klafse ist. In der Faustball-Meisterklaffe wurden unter Anwendung Der Fehlerwertung folgende Spiele geliefert: Mab Lv. Marburg - Tv. 1846 (Sieben 60: 40 für Gießen,' Mad Lv. Marburg — Tgm. Friedberg 71:39 für Friedberg. Wie schon gesagt, fällt die Lntschrldung in dieser Klasse am Donnerstag. Dem bisherigen Spielverlaus nach dürfte sie aller Voraussicht » ich Tv. 1846 Gießen den Sieg bringen. Wir werden über da- Ergebnis de- Enbkampfes noch berichten. 54601) Hendon Branil ®ajäne au. möbl. ft«« QUtmöbi, ailUUltl u a r a o ß ,,,i! «<'« ««t» ** eleftr. Licht lot ober Nene» Baue 2L SonniqemöDLjiniiner GuteVcrpllcguug. tÄcrpllcguug. m. Waschvorrichtun», »rdier »u t-erm a.eL 1065. 9», au vermiet. Näher. Teltersweg 62 II. 54&5D sucht. Walliorstr. 68. tstoonstraste 18 l. MW5 Statt besonderer Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe, herzensgute, einzige Tochter, Nichte und Kusine Elfriede im Alter von 18 Jahren nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden in Arosa (Schweiz) plötzlich und unerwartet in ein besseres Jenseits abzurufen. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen •_ Eisenbahn-Sekretär Eberhard Schmidt und Frau Elise geb. Buß. Gießen (Wilhelmstraße 50), Gambach, den 28. Mai 1925. Die Beerdigung findet Freitag, den 29. Mai, nachmittags 4 Uhr statt. Danksagung. Für die vieleu Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unsere« lieben Ktades sagen wir innigen Dank. Familie Otto Alt Frau Kath. Volz Wwe. ___________ OH® Mietgesuche ! Schön möbl. WM von berufstätiger Dame gesucht. Schrtttt. flnaeboic unter an den Gtetz. An» erbeien ,Stüienängeböt^ W» Saubere Putzfrau für nachmittags ae- y • * ■9 Todesanzeige. Frau Elisabeth Bautz Ww. im 81. Lebensjahre. 5466 D Lehrer Jacobi und Familie. Lollar, den 27. Mai 1925. Die Beerdigung findet Freitag, 29. Mai, 31/« Uhr statt Gestern abend verschied sanft nach längerem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Loiiar, den 26. Mai 1925. 046W Danksagung. Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgans? unserer lieben Entschlafenen, für die Kranz- und Blumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn geistlichen am Grabe der Verstorbenen sagen wir innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebener. I. d. N.: Juliane Landmann. Gewandter Reisender zum Besuch der Handwerker- und Händler- Kundschaft gesucht. Schriftliche Angebote unter 5431D an den Gießener Anzeig, erbeten. Viinötltmüfcle sucht einen bet der Bäcker- kundichasi flut ein* flelübrten, nachweislich tüchtigen Nütawiito Schrillt. Snaeboie unter 5438V an den Äleh- An», erbeten. Zum vroömoiie- weisen Berir. eines leicht verkaustichcn Hau-ballunflSanit. wird tüdrttfl., rede- oeroonbicr, fletfiifler Herr leichter tstebenoerd. für abgebaute Beamte» gesucht StürtfiL Angebote unter 54S9D an den (Hieh. An», erbeten. Tdchitgcr f. dauernd gei. w Lllilb. Belten VL, ^Brbtite Maurer werden sofort eingestellt. 5452O Baustelle DolKshalle. Meldung bet Polier Etzelmnller. htaalmiß-Taflß! 28. 29. 30. Sämtliche8lanufakturwaree und Trikotagen habe ich während dieser Zeit, troiz meiner bekannten billigen Preise bedeutend herabgesetzt Günstige Einkaufsgelegenhcit für Sommerstoffe Oberhemden Mako-Wäsche Textll-Verkauf Gustav Guteestei* PlockstraBe 12 II. Für Pfingsten! Kein Laden! M4,a Kein Laden! M« SoiWirieW Wm WesfleW. Außerdem empfehle meine starkvrozentig. Branntweine u. Biere Sa&~ Täglich Gulasch! Sauerbraten, warme Wurst. Guter Mittagstisch! yMU Fritz Ketzler. 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Hugo Simm, Mitglied de« Prager Parlaments. 3u keiner Zeit noch ist die außerordentliche Bedrängnis des Sudetendeulschtums im.tschechi- I Hen Staate so klar vor filugcn getreten wie heute. 3n den ersten Jahren deL Bestandes des ichechischen Staates, von berp alle Bedrängnis «uSgeht, holten feine Schöpfer zunächst staatS- »:ganisotorische Arbeiten vorzunehmen. Aber auch ktese Arbeiten waren nichts anderes als Vorbereitung. als Schaffung der Mittel, welche öie ungezügelte Einwirkung in das Leben der MinderheitSnalionen der tschechoslowakischen Re- riablik ermöglichen sollten, Mittel, die nunmehr «it Planmäßigkeit angewandt inertem. Man rennt mit denselben an gegen die Rutsche Schule, die Grundlage der Tüchtigkeit b-rt Sudetendeutschen, man nimmt den deutschen Soden seinen Eignern man schädigt die deutsche lAtrtfchast, Oer. ichtet sie und zertrümmert damit r»ch den Arbeit-Platz Zehntausender Menschen. Gehen wir etwas genauer in die Verhältnisse d«S so viel genannten Staates ein, in dem diese Dinge geschehen. Er ist als V ö l k e r st a a t gebildet. DaS iu verleugnen, vermag nicht einmal der Friedens- r«rtrag von S t. G e r m a i n. Auch in ihm finden vir auf das Faktum des Nationalitätenstaates i^zugnehmende Bestimmungen. welche d i e Rechte ber nichttschechischen Völker, dar Millionen Deutscher, der Magyaren wie ter anderen präzisieren. Damit wird der tschecho- Yrwakische Staat in seiner völkermähigen Struk- tur verraten. Die MinderheilSschutzbestimmungen bat genannten Friedensvertrages, die bock) nur n. Mindest m ah deS Schuhes der nicht aus eichenem Willen staatSpoliNsch bestimmten Völker harfl eilen, werden troydem nicht beachtet, vielmehr trachtet da« tschechische Volk, das allein ti< tschechoslowakische Republik leitet und ver- reifet, die Dezimierung und S l a w i s i e- »ng der Minder heitsnationen durch- ichführen, um zum wahrhaft tschechischen Staate >rm politischen Höchstziel des tschechischen Volkes ju kommen. Der in dieser Richtung lausende .'»litische Wille ist sehr stark. Man könnte behaupten, dah dieser politische ILille seine Ursachen in sekundären Derände» tu »gen, im Wachstum der tschechischen Nation hat ■ t*r eine Folge ist gewisser durch den Krieg und •i* Nachkriegszeit geschaffenen Krisenverhältnifse, icht zuletzt der ArbeilSkrise. welche, so oft sie nrstritt. den kausalen Zusammenhang zwischen Arbeit und Leben eine« Volkes erschüttert. Man !Jrmlc behaupten, dah aus diesen Gründen Klau« die Tschechen ihre Methoden üben, durch dr» sie versuchen, die allgemeinen Schwierigkeiten tc sich selbst auf Kosten der Minderheiten zu b erigieren. Wenn sie auch hierzu kein moralische« Ischl hätten, vielmehr die größere moralische glicht, al« staatssührendes Volk die Kriegsaus- rirkungen zum Guten aller zu wenden, am besten » gemeinschaftlicher Arbeit mit den anderen, tbt verstünden dennoch vieles, wenn die oben an- lefißrten Gründe für bat Verhalten des tschechi- Aen Volkes mahgebend wären Sv sehr wir unB aber auch bemühen, in un- x« größten Kunst, der objektiven Betrachtung jischichtlicher und Dölf ermäßiget- Entwicklungen in< zu üben, einen au« der Entwicklung zwangs- iiiiifl herauSsliehenden Grund für die Arbeit >-r Prager Zentralisten als Repräsentanten des Hcchischen Volkes finden wir nicht Sin histori- '^*8 Recht, das die Tschechen ermächtigte. Siegen da- Besitztum der außer en anzu rennen, es ■ •u stören oder es in ihren eigenen Besitz über- |;uleilen, wie das letztere bei der ,Bodenreform" M^schieht, gibt es für kein Volk Schon der Hin- rli auf ein solches ist für die heutige Zeit- ji Raffung blamabel Mil diesen Begründungen Id® gebt c« nicht Es bleibt nichts übrig, als ■ ■iir die Methoden im tschechischen Staat die Er- llätung zu finden in dem ausgesprochenen Cha- lafter eines Eroberervolkes, als das sich tschechische Ration erweist, die in ihrem ge- Marokkanische Bilder. ä Don ®. v. Angern-Sternberg. Die wenigen Eisenbahnlinien, die in Marokko Ito-aut worden sind, passen nicht in das heilige Ikitb der Sherifs Sie find wie riesige curo- ^ilche Ketten, mit denen die Ungläubigen aus ®en Norden das Reich des Sultans fesseln und ji: Sklaverei halten wollen. Als sie vor wenigen |5ü|ren gebaut wurden, kamen die Reiterscharen den Duars und Oasen auf ihren edlen Pser- jirt herbeigejagt und schossen au« ihren langen ■JliTiten auf die Erdarbeiter. Aber der Sultan «nie den Ungläubigen Konzefsionen erteilt, und «re Maschinengewehre hielten die Unzufriede- frx in Schach Heute können Fez, Tetuan und «ueache ohne besondere Mühe mit der Bahn er- *"cbt werden. Aber nach wie vor bleiben die ®i«-lfchienen ein aufgezwungener Fremdkörper peßenan laufen die Karawanenftrahen, die weit h 2a« Innere der Sahara.nach dem glühenden li Fl et und nach Timbuktu führen. 3 m Atlasge- i:ce ist alles ebenso wild wie vor hundert wren. Düstere Felfenmasfen, ausgedörrte fÄhen, in denen Giftschlangen und Skorpione i^s m. und in denen Rächt« Schakale bellen und benen lachen. Durch die öden Flächen läuft t» immer, nackt und sonnenverbrannt, der r.' Astari, der Bote des Sultans, der auf der .mft, in einer ledernen Umhüllung, die gesürch- klert Befehle und die Post seines Herrn durch LS Land trägt. CSScnn in der Sonnenglut sich jedes Lebens m verkriecht und Feuer im flimmernden Glas irr: dem Sande und, Steinen zu brennen scheint, si muß der El-Aftari dennoch keuchend seinen "Tcj verfolgen. Man nannte sie früher die Pfeile ej Sultans, weil sie in ihrem fieber beutel die Günstigen Todesurteile ihres Herrn in die Wligensten Oasen trugen. Vie wurden von den 'reSbern mit 3ammergeheul und von den Män- itm mit Verwünschungen empfangen Der Sui- ttci erklärte sich zum Erben des Verurteilten, null so waren es denn fast immer die Reichen die JfaEen mußten, und deren blutenber Kopf durch Duars getragen wurde. Der El-Aftari er- ■Ki>: selten das dreißigste Lebensjahr. irgendwo tttemxg« erliegt er dem Sonnenstich, und seine i^ohen bleichen am Rande der Straße. Zieht tf« Karawane vorüber, so steigt der Führer Ibn seinem Dromedar herab, lieft ein G^bet über züchteten Verlangen nicht zu befriedigen ist. Aus diesem Geiste entspringt jede Maßnahme. Wie könnte der Kampf gegen bie deutsche Schule begründet werden mit dem Drange de« tschechischen Volkes nach Lebensraum? Der 'Bestand der deutschen Schule ist keine Gesahr für bas fieben der tschechischen Nation. Sie ist es niemals gewesen. Trotzdem muß sie verschwinden. Ober ist ber Bestand deutschen Bodens, der friedlich auf demselben wirtschaftende deutsche Eigner, der Arbeiter, ber Angestellte eine Gefahr für den Staat? Wahrhaftig nicht. Der Ertrag ber rationell wirischaftenben Deutschen, gleichgültig ob Dauer, Großgründler oder 3nbu- ftriemann. ist doch eingestandenermaßen für das fieben des tschechischen Staates die größte Voraussetzung. Dennoch wird die Existenz der deutschen Schule, des deutschen 'Bodens, der deutschen Wirtschaft und ber durch diese garantierte deutsche Arbeitsplatz vernichtet Der Ervberergeist des tschechischen Volkes befiehlt, die Grundlagen der Tüchtigkeit, insbesondere der deutschen Minder- heitSnation, zu st ö r e n , obwohl eingesehen wird, baß diese Grundlagen auchsolchebesStaa- teS find Aber man duldet keinen Besitzer neben sich man vernichtet ihn DaS Besitztum nimmt man unbeschädigt ober beschädigt Unerhörte Wunden sind dem Sudetenbeutsch- tum bisher geschlagen. So sind einzig im 3ahre 1924 neue 14 Prozent deutschen kulturellen Besitzstandes genommen worden. Die Bodenreform wird weitergetrieben bis zur Vollendung des Prozesses der Ueberfüßrung von 4 000 000 Hektar land- und forstwirtschaftlichen Boden« aus den Händen deutscher privater Besitzer in den Besitz des Staates oder dem Staate genehmer Q3obenertocrber. Der deutsche Beamte wird in kurzer Zeit aus aHen Remtern des Staates gejagt fein DaS wird gemacht, obwohl man weiß, baß dieser prächtige Mensch traditionell vorbildlich: Arbeit geleistet hat Die deutsche Wirtschaft wird um soviel Blut gebracht, — der auf ihr lastende Steuerdruck ist ein gewaltiger —, daß sie ihrer Aufgabe kaum mehr gerecht zu werden vermag. Große Unternehmungen legen sich um. das weiß Gott mobilere tschechische Kapital springt ein, übernimmt und ergänzt den Plan der Führer der tschechischen Expansion. Da« Raffinement des Kampfes, der gegen das Subetendeutschtum geführt wird, besteht hierin, daß man aus der Erkenntnis, baß dem deutschen Volk nur durch di e Erschütterung seiner Arbeitsmöglichkeit bei- zukommen ist, rücksichtslos Konsequenzen zieht. Die Arbeit, aus ber einzig unb allein ber Unterhalt eine« Menschen wie eines Volkes bestritten werden kann, eine eherne These, die auch für uns besteht, wirb immer unzulänglicher. Man zerstört bie geistige Elastizität ber Deutschen, seht sie dadurch beim Kampf um« Brot, bei dein bie Tüchtigkeit entscheidet, in Nachteil, man nimmt uns Zehntausende unserer Arbeitsplätze. Wie schon betont würbe, wirb in kurzem ber letzte Nest deutschen Staatsbeamtentums gewesen sein, kein Deutscher mehr Anwärter sein dürfen auf die vielen Arbeitsplätze im Boden- unb Waldbefih. Rur ber tschechische Anwärter wirb Arbeit finden. Die Dinge komplizieren unfer fieben gewaltig. Unser Nachwuchs wird auf ganze Unterfunft«- moallchkeiten wie sie ber Staatsdienst, ber fianb- uno Forst besitz, der Bergbau bot. verzichten müssen. Zumindest werden wir in Zukunft kaum einen geringen Teil der 3ntellegenzen, die in diesen Berufen unterkamen, produzieren dürfen. Möglich, daß wir noch als Arbeiter schlechthin eine Zeit das fieben fristen. Dann aber droht bei Fortführung dieses Systems ber Tob, den wir nur abwehren könnten, wenn in ber weiten Welt für unseren Nachwuchs Arbeitsplatz gc- schaffen würde. Dadurch, daß wir so in Zukunft nicht mehr hier wären als Sudelendeutfche, wäre das politische Ziel der tschechischen Ration erfüllt, der tschechoslowakische Staat wäre Nationalstaat. wäre i h r Staat Ohne Zweifel würde es zu den letzten Herausforderungen des tschechischen Systems nicht gekommen sein unb nicht kommen, wenn der Abwehrkampf der Deutschen wie der dem Toten, wirst einige Haufen Sand über feine Augenhöhlen unb löst bie fiedertasche von feinen Schultern, um die Befehle des Sultans weiterzugeben, denn Wohl können die Boten de« Sultans sterben, nie aber dürfen seine Befehle unausgeführt bleiben. Das Lied des El-Aftari lautet: „OKutter, tritt mir nicht in den Weg: Bruder, bedeck dich mit der Zeltwand, damit ich dich nicht sehe, denn meine Zeit gehört dem Sultan und meine Seele Allah. Wenn ich sterben werde und der Sand meine Gebeine bedeckt, so tretet in der Nacht hinaus und ruft laut meinen Namen und schaut hinauf zum Himmel. Als Antwort lasse ich dann auf Euch meine Tränen als goldene Sternschnuppe fallen". 3n ber Nähe der Hauptstadt F« ist die Landschaft freundlich und wasserreich. Die Streßen beleben sich. Kleine Karawanen und einzelne Reiter ziehen vorüber, auch Gruppen von reichen Mauren im violetten seidenen Burnus, über den ein Mantel aus weißem Musselin geworfen ist, galoppieren auf prächtigen Rossen unter Dalok- rufen heran und heischen, daß man ihnen Platz macht. Bettler unb Krüppel bitten am Weg- ranbe um Almosen und strecken dem Reisenden ihre verdorrten, braunen Arme entgegen. Waffenklirrend und schreiend, nähert sich jetzt ein Zug marokkanischer ©olbaten, neben den Zügeln halten sre in der Hand die Enden von Ketten, die einigen Gefangenen um den Hals geschlungen sind, an öenen f*c vorwärts geaerrt werden. Es sind die Führer von aufständigen Triben, gegen die ber Sherif eine Straferpwition au«gefanbt bat Leidenschaftslos und finster blicken bie Gefange- 2®” }*or sich hin, gänzlich gleichgültig gegen ihr Schicksal, trotzdem sie ganz genau wissen, daß binnen wenigen Tagen ihre Köpfe an die Mauern der Zitadelle genagelt ober an Staketen auf dem Basar ausgestellt fein werden. - Die Soldaten unb die Rebellen schweigen, bis plötzlich einer der Gefangenen dem Offizier in gutturalen, schrillen Tönen etwas zuruft: es muß eine schwere Beleidigung gewesen fein, denn wütend wendet sich der Offizier, ein ungeschlachter Reger, dem Aufsässigen zu. Der aber speit ihm verächtlich ins Gesicht Der Reger sagt fein Wort, heult nur kurz vor Wut auf, dann blitzt fein krummer Säbel unb der Kopf des kühnen Rebellen ist fast vom Rumpfe getrennt, ein Strahl heißen Blutes springt aus ber Wunde. Das Pferd geht durch und ber in den Fesseln hängende Tote bleibt am Wege liegen. Vielleicht ßat ihn ein anderer MinderheitSnationen. beim auch sie trifft alle«, wa« die Deutschen trifft, von allem Anfang an eine vernünftige Form gehabt hätte. Don einer solchen aber, al« dem richtigsten Ausdrucke des Willens zur Selbfib?bauD- tung, ist bisher nicht viel zu verspüren gewesen. Das subetendeutsche Volk ist tu sehr aufgelöst in Parteien, jede mit airderen politischen Auffassungen Der Mangel eines einheitlichen Widerst andeS gegen bie allen brohenben Gefahren hat zur Folge gehabt, baß der Prager Zentralismus immer kühner feine Tätigkeit fortsetzt. Die Erkenntnis dieses Fehlers im politischen Verfahren des sudentenbeutfchen Volkes wurde erst in ber letzten Zeit Allgemeingut der Eu- detenbeutschen. gcrab? ans bem eingangs erwähnten ilmflanbe heraus, baß unsere Bebräng- nis immer großer wird Die Sudetenbeutschen lösen sich immer mehr von der Reflerion ber politischen Zustände der Vorkriegszeit, in ber die Stellung der Deutschen ja doch eine andere war. wenngleich auch damals schon, bie allzu große Spaltung in Parteien, die sich gegenseitig bekämpften. Schaden stiftete, heute aber fördert der Parteikampf innerhalb deS deutschen Volles ber Tschechoslowakei bie Pläne ber tschechischen Expansion weit mehr als früher. Also muß man sich anbere Methoden zulegen. Diese Methoden werden weit mehr im Volk« selbst als notwendig erkannt, als sie jetzt schon durch die Politik interpretiert werben. Aber chre Interpretation kommt mit. gezwungenermaßen. Das große politische Konzept ber Subeten- deutschen im tschechischen Staate ist bie Konzentrierung ihrer Kräfte, zu denen auch noch alliiert werden müssen bie Kräfte der anderen Minderheitsvölker. Richt baß bie Parteien verschwinden müßten, wohl aber müssen sie sich z u f a m m e n f i n b en zur Organisierung gemeinsamen Kampfes um die Behauptung gemeinsamen Besitztums: der Schule, ber Schollc, ber Wirtschaft, des Arbeitsplatzes. Dieser Aufgabe gegenüber find bie“fpeziellen programmatischen Ausgaben ber deutschen Parteien unte rgeorbnet. Lediglich von der Organisierung des politischen Lebens ber Minberhe'itSvölker ber tschechoslowakischen Republik hängt es ab, dem auf sie lastenden Druck des zentral regierten Machtstaates eine filenberung aufzuzwingen. Diese Minderheiten sind an Zahl zusammenge- nommen. wenn dem tschechischen Volke nicht überlegen, so doch gleich. Sie haben es selbst in der Hand, durch die Konzentrierung ihrer Kräfte dem steten Einfluß in ihr Leben ein Ende zu bereiten. Der wird immer größer und so wird die augenblickliche Bedrängnis ber Deutschen und ber anberen Minberheiten im tschechischen Staate nicht Anlaß fein müssen, den Untergang dieser Rationen zu prophezeien. Diese Bedrängnis wird zum großen Lehrmeister. Aus der Provinz. Landkreis ttictzcn. * W ie s e ck, 27. Mai. In unserer Gemeinde wird am 13., 14. und 15. Juni das Lezirksfeft des B. D. R., verbunden mit 25jährigemJubi- läum des Rad f.-D ereins 1900 Wieseck stattfinden. Der Verein, der gleichzeitig 25 Jahre dem B. D. R. angehört, hat in den verflossenen Jahren manchen schönen Sieg errungen und ist nicht selten mit den ersten Preisen von Bezirks- und Dereinsoeranstaltungen nach Hause zurückaekehrt. Als bleibende Erinnerung an diese Errungenschaften find dem Verein eine stattliche Anzahl von Wert- preisen zugefallen, die das Vereinsheim schmücken. Im vergangenen Jahr wurde in dem Verein der Saalsport mit ausgenommen, um auch in Saal- Wettbewerben konkurrieren zu können. Die juaend- lichen Mitglieder, die großes Interesse an dem Saal- sport zeigen, haben sehr gute Fortschritte zu ver- zeichnen und werden erstmalig bei dem Bezirksfest in den Wettbewerb treten. Außer den vielen Saal- konkurrenzen sowie dem großen Preiskorso,- wie er wohl in Wieseck noch nicht gesehen wurde, sei auf das Zweier-Mannschaftsfahren „Rund um Wiese ck", ca. 60 ff m., hingewiesen, das wohl glückliches Schicksal vor Schlimmerem bewahrl. Kühne Anführer feiner Sorte werden bisweilen langsam in heißem Pech gesotten . . . ober, wenn sie sich unterwerfen, begnadigt. — Die Sitten find grausam. Der maurische Rechtslehrer fillfafi sagt: „Ueberall, wo Menschen sind, da soll auch der Henker fein. Abburachman, Dein tapferer Vorfahr, o Sultan, war mächtig, groß und weise, aber eigenhändig köpfte er seine Brüder und Söhne. Hassan sagte, baß, wen die Ketten brücken, bem soll der Henker den Weg 8um Paradiese offnen. Mansur tränkte den Sand mit dem von ihm vergoffenen Blut, und noch heute singt das Volk lehr Lob in den Zelten. Höre, o Kalif, sei wie ber Wolf in den Bergen, verzeihen soll allein Allah, der Barmherzige." So geschieht es denn, daß Mulei-Hassan ebenso wie fein als gütig bekannter Rachfolger Rbdul- Atis noch vor zwanzig Jahren ohne Gewissens- biffe feine W.dersacher blenden, köpfen oder in Pech sieben ließ. — Vor ben Toren van Fez drängen sich Züge von Kamelen, Dromedaren, Reiter auf prächtigen, filbergezäumten Maultieren .und auf Pferden auS El-CHalil, dazwischen schreiende Eseltreiber. Ernste Mauren, Berber, Araber unb Reger. Fast nackte Derwische oder Mönche, die sich schwere Ketten um den Leib gewunden haben, schlagen unermüdlich auf eine kleine Hand trommel. Eine Reihe von Blinden, an ihrer Spitze ein weiß- bärtiger, würdiger Greis, um dessen Hals unb Anne sich Giftschlangen winden, wartet am Wege. Irgendein Irrsinniger mit blutigen Striemen auf dem Rücken tanzt in einer Wolke von golb g schimmerndem Staub, den f.-in? Füße au sw rbe n lassen. Reiter mit Jagdfalken auf dem Arm kommen heran, und wieder Kamele, auf deren Hocker in kleinen seidenen Zellen vermummte Frauen sihcn — Vor den mit wunderbarer Arabesken gezierten Toren hocken schweigende, halb träumende Gestalten Das Kinn haben sie zwischen den hvchgezvgenrn Knien vergraben unb starren mit offenen Augen ins Leere ohne sich um die Sonnenlast zu kümmern. Ihr geistiges Auge m g die Zeiten schauen, als aus allen Ländern am Mittelmeer reiche Beute h erber zusammcnfloß und Scharen von weißen Sklaven um S kl ar innen durch dieselben Tore vor den Thron des Sultans getrieben wurden. Die Stadt ist ein versteinertes, maurisches Märchen. Eine seltsame Symphonie von blauem Mosaik, von geschnitzten Zirmen unb von tausend allgemein mit großem Jnlereste verfolgt werden dürfte. Eine gröbere Anzahl von (Ehrengaben, gestiftet von verschiedenen Vereinen, Pri^mpersonen sowie der Gemeinde Wieseck sichen zur Verfügung. Der festgebende Verein, helfen Vorarbeiten sehr rege im Gange sind, wird es an nichts fehlen lallen um diese Tage zu einem großen Sport- und Werbesest ztt gestalten. !•! Garbenteich. 27. Mai. Im Rathaus fand am Sonntag eine Versammlung der Landwirte flau, wobei Bürgermeister Burk den Vorsitz führte. Vor etwa 20 Jahren ist nämlich die F e l d b e r 11 n i g u n g durchgefahrt wor- ben mußten. liefbauinfpektor st u l l m a n n - Gie- Fluren und Gewanne dringend drainiert werden, jetzt stellte sich aber heraus, baß verschiedene ßen hielt einen Vortrag, wie die Ausführung der Drainierung auf bem Wege der Bildung einer Wassergenossenfchaft geschehen könne. Man beschloß, eine Wallergenossenschaft zu gründen, für bie sich auch die meisten Besitzer bereit erklär- ten. In her nächsten Gemeinberatssiftung soll beschloßen werden, wie die Mitel dis zur endgültigen Bildung der Genoßenschaft vorgelegt werden können. * Lich . 26. Mai. Auf Sonntag nachmittag hatte ber hiesige Männergesangverein ..Eäcilia" zu einem Konzert in Steins Saalbau eingelaben. Die Ehöre nach ben Gesichtspunkten Gott, Heimat, _ ebe“ j - gaben bem Dirigenten. Lehrer Stein, wie den Sängern Gelegenheit, ihre Kunst im besten Lichte ^u zeigen. Erakles Zusammenfingen, tch auch nicht um dieses grausame Schauspiel, nur einer von ihnen speit bem Unglücklichen im Dorübcrgchen v.-rächüich ins Gesicht: sie schauen auch nicht zu den Wänden hinau, an die mit langen Stiften die Köpfe zweier Gerichteten genagelt sind. Nebenan liegt der Fonduß das maurische Gasthaus. Die Gasse trägt ben sonderbaren Namen. Konzentriu.'ung ber Vernunft. Es ist bie Vernunft Afrikas, der wir hier begegnen. G« ist, als ob die Zeiten Harun al Raschids hier wieder lebendig geworden find. Alles, was 'ich seit dem großen Kalifen g'änber* hat, ist nur an der Oberfläche geblieben. Das mau.i'che Kalifat ist heute, trotz Franzosen und Span ern, ebenso europafremd wie vor 500 Zähren geblieben. Ä t MM-- - IW fj 4 MA MAGGI Fleischbrüh Würfel z*.-* (Nachdruck verboten.) 52, ^ortleftung „Hüten Sie sich^ uns Leim Herannahen der bewaffneten Männer machteri die Franzosen Feuer am Nordpol. Technisch-politischer Roman aus der Gegenwart. Von Karl-August von Laffert. sich schußfertig. ns auf einem freien Tern- lorium irgendwie' zu belästigen!" schrie der Franzose. „Frankreichs unerbittliche Mche wäre Ihnen gewiß." . Lassen Sie es nicht zum Aeußersten kommen , bat Linda auf deutsch und blickte Sanders flehend an. Dieser verzog keine Miene aber sein Inneres verhärtete sich um jo mehr, „Nähertreten!" befahl er der Schutzwache. Dann postierte er sie mit kurzem Wink im Halbkreis vor die Franzosen. „Fertig zum Feuern!" Die Karabiner flogen von den Schultern. Die Sicherungen wurden herumgelegt. Das brachte das heiße Blut des Franzosen zur Wallung. „Ich will doch mal sehen, wer mich anzufassxn wagt" sagte er und schritt direkt auf den Führer der Abteilung los. Mach Platz!" schrie er diesen an. Als der drahtige frühere Unteroffizier sich nicht rührte stieß er ihn kraftvoll zur Seite. Doch schon packte ihn ein anderer Sicherbeitsmann am Arm. Da fuhr der behende Franzose giftig herum und schlug ihm mit geballter Faust ins Gesicht. Der Deutsche taumelte und das Blut schoß ihm aus der Nase. Sofort wollte er sich auf seinen Gegner stürzen aber Nagel hielt ihn zurück während gleichzeitig der Franzose durch sechs starke Männerarme an weiteren Tätlichkeiten gehindert wurde. Zugleich schrie Sanders den französischen Soldaten zu: „Wer nur eine Bewegung macht, wird erschossen!" „Ich danke Ihnen sehr, mein .yerr. Sie hoben den von uns erwünschten Zwischenfall geschaffen. Jetzt werden Sie auch die Folgen tragen." „Entwaffnet fier befahl Sanders kurz. Ruhig gaben die Franzosen die Gewehre ab. „Und nun zu Ihnen, Herr Offizier", sagte Sanders. „Zwiefach vergingen Sie sich gegen unsere Gesetze. Zunächst landeten Sie hier ohne Erlaubnis. Sodann beleidigten Sie einen meiner Beamten. Für Lage gewesen. Ueberaehend zur hessischen Politik legte der Redner die Gründe dar, die dazu geführt haben, daß wir in Hessen noch durch die Weimarer Koalition beglückt sind und ging auf die Verhandlungen und die Stellung der einzelnen Parteien gelegentlich der letzten Regierungsbildung em. Mit reichem Beifall dankten die Anwesenden dem Redner für seine hochinteressanten Ausführungen. In der anschließenden Aussprache konnte noch auf manche „ragen 'Auskunft gegeben werden. _ Der starke Besuch der Versammlung aus allen Zeilen des Kreises zeigte, daß die ruhige, von nationalem Geiste getriebene Politik der Deutschen Bolkspartei im Volke immer mehr Anklang findet und daß sich auch die große Masse der Wähler das Wort Stresemanns zu eigen macht: Durch Opfer und Arbeit zur Freiheit. Starkenburg rrrrD Rheinhessen. 0 Darmstadl, 27. Mai. Wie uns berichtet wird, macht sich der Raummangel in der Technischen Hochschule immer mehr in störendem Maße bemerkbar. Bor ollem müssen der Hauptbücherei weitere Räume zur Verfügung gestellt werden. Dann ist eine erhebliche Erweiterung des Volkswirtschaftlichen Instituts dringend geboten. Ferner müssen den neuen Professuren für Psychologie und Philosophie Räume geschaffen werden. Die Ingenieurabteilung bedarf ebenfalls der Erweiterung schon mit Rücksicht auf das im Werden begriffene und unentbehrliche In- genieur-Laboratoriuln. Von besonderer Bedeutung ist endlich die Herstellung von Räumen für das neue Institut für technische Gesteinskunde, das von der Industrie geschaffen werden soll. Der große Senat der Technischen Hochschule hat sich in seiner letzten Sitzung eingehend mit diesen Fragen beschäftigt und schlägt zur Beseitigung des Raummangels die alsbaldige Belegung der ehemaligen Mag- d a l e n e n f a f c r n e vor. Zuvor müßte aber für das dort untergebrachte Dersorgungsamt eine andere Unterkunftsmöglichkeit geschaffen werden. * Darmstadt. 27. Mal. Die Ern» Weihung des Darmstädter Flugplatzes und die Flugzeugtaufe der neuen Ver- kehrsmaschine und der Sportslugzeuge findet am zweiten Pfingstfeiertag statt. Am Tage danach treffen die am Deutschen Rundflug teilnehmenden 91 Flugzeuge hier ein. — Zur Entwässerung des Rieds wird ein Hauptentwässerungskanal angelegt, der vom Pumpwerk am Kammerhof bis nach Erfelden führen soll. Der Kanal wird etwa 5 Kilometer lang werden: es toicb zu seiner Herstellung eine Erdbewegung von rund 36 000 Kubikmeter erforderlich sein. Die Erdarbeiten sind, jetzt ausgeschrieben. fpd. Offenbach, 27. Mai. Zu dem Lustmord an der elfjährigen Erna Dörfel ist zu berichten, daß die Kriminalpolizei hie Täter bereits ermittelt und den einen f e ft • genommen hat. Es handelt sich um den 22jähr. Arbeiter Adam Fuchs aus dem Rachbarort Bürgel, dex schon seit Tagen unter dem Verdacht, an dem Verschwinden des Mädchens nicht unbeteiligt zu sein, in Haft faß. Fuchs wurde heut» der Leiche gegenübergestellt und hat sofort ein umfassendes Geständnis abgelegt. Danach hat er gemeinsam mit dem noch flüchtigen 22jährigen Philipp März aus Bürgel am 14. Mai das Mädchen in den Wald gelockt. Dort wurde dem Kinde Gewalt angetan und es Dann von dem entmenschten Paar erschlagen bzw. erwürgt. Die Leiche verscharrten sie dann in dem Walde unter Gestrüpp und Laub. März ist seit mehreren Tagen flüchtig und wird sich, da er mittellos ist, wohl bettelnd umhertreiben. Die beiden Mörder waren Insassen des Dersorgungshauses, hatten sich aus diesem widerrechtlich entfernt und trieben sich seitdem lungernd in der Stadt herum. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 27. Mai. lieber die für das Rechnungsjahr 1925 anzuwendenden Bemessungsgrundlagen für die Veranlagung zur Gewerbe st euer haben die Gemeinden des Krei. ses in diesen Tagen Beschluß gefaßt. Im allgemeinen find als Bemessungsgrundlagen der Gewerbeertrag und das Gewerbekapital gewählt. Die Zuschläge zu den Steuergrundbetragen, die sich für die einzelnen Gemeinden je nach ihrem Finanzbedarf in verschiedener Höhe bewegen, sind nach dem Ertrage und dem Kapital gleichmäßig festgesetzt. Der Fischfang ist der Besteuerung nicht unterworfen. Die Zahlungsfristen sind im allgemeinen vierteljährlich bestimmt: nur da wird monatliche Zahlung gefordert, wo die Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperfchastssteuer monatlich zu leisten sind. Beschlüsse, die über 200 Proz. Zuschläge zur Gewerbesteuer vorsehen, bedürfen der aussichtsbehördlichen Genehmigung. — Der Kreistag hat beschlossen, daß die im Rechnungsjahr 1924 erhobenen Kreis- und Provinz i a l ft e u e r n als Boranszahlungen für das Rechnungsjahr 1925 solange weiter erhoben werden ollen, bis der Kreishaushaltsplan für 1925 ausgestellt ist. Der Kreirhaushaltsplan wird voraus- lchtlich im Juni dem Kreistag zur Beschlußfassung vorgelegt werden. — Zur Instandsetzung der in Unterhaltung des Kreises und der Provinz stehenden Straßen sind zwei Dampfwalzen im hiesigen Kreise in Tätigkeit. Zur Zeit ist die eine Walze in der Bürgermeisterei Rechtenbach, die andere in der Bürgermeisterei Greifenstein beschäftigt. — In sämtlichen Bürgermeistereien des Kreises werden in diesem und im nächsten Monat Nacheichungen der Wiege - und Meßgeräte der Gewerbetreibenden, Kaufleute, Großhändler, Fabriken usw. abgehalten. Auch die Landwirte, die regelmäßig einen Teil ihrer Erzeugnisse abzusetzen pflegen, sind mit ihren Maßen und Gewichten eichpflichtig. Ueber die Durchführung der Nacheichustgen wird nach deren Beendigung durch die Landjäger und Polizeibeamten eine Kontrolle oorgenommen werden, wobei diejenigen Personen, die von den Nacheichungstagen keinen Gebrauch gemacht haben, ihre Gegenstände dem Eichamt in Koblenz an den öffentlich bekannt- gemachten, zeitlich beschränkten Abfertigungs- und Nacheichungstagen vorzulegen haben. d. Dornholzha u f e n, 27. Mai. Aus dem in der vorigen Woche in Frankenberg an der Eder ftattgefundenen B u l l e n m a r k t haben die hiesige Gemeinde und die Gemeinde Münchholzhausen je einen Vogelsberger Zuchtbullen gekauft. Die benachbarte Gemeinde Hochelheim hat auf dem gleichen Markt zwei Vogelsberger Bullen bei der Auktion gesteigert. d. Groß-Rechtenbach, 27. Mai. Zur Anhörung der Beteiligten über die Zuziehung der hiesigen Ortslage zum Umlegungsverfahren fand in der neuen Schule ein Termin statt, den der Kulturamtsvorsteher zu Wetzlar, Regierungsrat Daubenspeck, als vom Lanbeskulturamtspräsidenten zu Düsseldorf bestimmter Kommissar leitete. Da in dem Termin nur zwei Einwendungen erhoben wurden, kann die Zuziehung der Ortslage zum Umlegungsverfahren als gesichert angesehen werden. Zn dem benachbarten Klein-Rechtenbach fand ein gleicher Termin statt, in dem leine Einwendungen erhoben wurden. Auch dieser Ort wird also in das dort z. Zt. im Gange befindliche Amlegunatverfahren mit einbrz-ogen Werdern — 3n der Bürgermeisterei Rechtenbach sollen nicht weniger als vier neue Schlachthäuser errichtet werden, davon je eins in Lützellinden, Hochelheim, Ebersgöns und Oberkleen. — Die Zahl der Erwerbslosen in Der hiesigen Bürgermeisterei ist bis auf einen (in der Gemeinde Münchholzhausen) zurückgegangen. Dieser wird von Der Gemeinde mit kleinen Rotstandtarbeiten beschäftigt. Hessen-Nassau. J[ Marburg, 26. Mai. Nach vierstündiger Beratung wurde in der gestrigen Stadtverord« netensitzung der Stadthaushaltvoranschlag mit 2 446 000 Mk. in Einnahmen und Ausgaben festgestellt. Das Steueraufkommen beträgt rund 1600 000 Mk. Die direkten Steuern stellen sich auf 375 Proz. vom Grundbesitz und 400 Proz. vom Gewerbe. Verschiedene Abgaben, z. B. diejenigen für die hier gewaltig zunehmenden Hunde, wurden erhöht. fpd. Frankfurt a. M., 27. Mai. 3n dem ehedem politisch und vor allein territoriell zerklüfteten Ras sauer Lande trifft man noch überall in den Gemeinden Landeshoheitszeichen. An die Zeit des Herzogtums Aassau erinnern an Den A^rkierungszeichen die Buchstaben H. M. an das Mainzer kurfürstliche Regiment das Rad, an die Freie Reichsstadt Frankfurt die Buchstaben F. K. (Frankfurter Kastenamt), an Die Hessen-Homburgische Herrschaft die Buchstaben H. H. und an die Jahre, da die Provinz Hessen-Rassau zum Königreich Preußen ge» hörte, die Buchstaben K. P. Fortan Dürfen alle Gemarkungssteine nur das Zeichen P (Preußen) tragen, die übrigen Steine werden entfernt. Der Beschluß ist bedauerlich, Denn die alten, oft sehr schönen Hoheitszeichen stehen niemanden im Wege und haben zweifellos eine geschichtliche Berechtigung. Wo bleibt hier der Denkmalsschutz? Hanau, 27.Mai. (Wolff.) Heute morgen gegen 9 Ähr wurde im benachbarten Langen- Frankreich. Um so liebenswürdiger find die offiziellen Freundschaftskundgebungen der englischen Regierung gegen den alten Kriegskameraden. Mir würde als Franzose Angst vor soviel Liebe werden. „Timeo Danaos et Dona ferentes." Es geht etwas vor in London, sage ich Ihnen. Vielleicht für uns nicht unangenehm. Präsident Sanders hat ziemlich vorschnell und undiplomatisch gehandelt. Man konnte den französischen Flieger mit vollendeter Höflichkeit empfangen und ihn mit Liebenswürdigkeiten Derartig einseifen, daß er hochbefriedigt wieder abgefahren wäre. 2lber Das Schlimmste ist immer, wenn Damen, unD noch dazu schöne Damen, bei volitischen Zwischenfällen anwesend jind. Dann muß bas Männchen seine Kraft vor dem Weiblichen zeigen und haut über bas Ziel hinaus. AVer Das ist nun mal geschehen. Also heißt es: Die Konsequenzen ziehen. Ich nehme an, daß Die vier Kampfflieger von jetzt an in ständiger Bereitschaft in Platinia liegen. Frankreich hat in aller Stille von Dänemark die König-Oskar-Bucht an Der Ostküste von Grönland gepachtet. Dort ist seit einigen Wochen ein sogenanntes Mutterschiff für Flugzeuge stationiert, ein alter großer Kreuzer, der etwa zwölf Militärftug- zeugen als Stützpunkt und Hasen dient. Nach mir zuaegangenen Nachrichten soll er bereits eingefroren fein. Doch unterhält er regen Funkverkehr mit der Eiftelstation und steht auch durch Flugzeuge in direkter Verbindung mit Frankreick, und Benzinvorräte. Ich halte es daher für nirfjt ausgeschlossen, daß von dort aus noch in allernächster Zeit ein Angriff auf Nova Thule versucht wird. Für Petrolea ist natürlich nichts zu befürchten. Erstens liegt es zu weit von Grönland entfernt, und zweitens ist es für Fremde kaum aufzufinden. Ein Angriff wird sich alsy nur gegen Platinia richten. Ich bin aber davon überzeugt, daß unsere vier Kampfflieger auch einer dreifachen Ueberlegenheit gewachsen sind. Ick möchte jedoch empfehlen, sich im ^alle eines Angriffes nicht Der bereits ausgestellten Maschinengeschütze zu bedienen. Die wahre und wirksame Verteidigung, wie sie Kersten ausgearbeitet hat, ist ja erst im nächsten Jahre ganz vollendet und muß bis dahin streng geheim bleioen. Daß Die erste Oelquelle Derartig reichen Ertrag liefert, bestätigt meine Erwartungen von Den San- beiDe Delikte bestrafe ick Sie in meiner Eigenschaft als frei erwählter selbständiger Präsident dieses Landes mit 1000 Goldfrank Buße." „Ich erkenne die Strafe nicht an." „Darauf verzichten wir gern und verlangen nur die sofortige Bezahlung. Im Weigerungsfälle wird Ihnen eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten zuerteilt." „Und was geschieht mit meinen Leuten?" „Die bringen wir als lästige Sluslänber auf dem nächsten Wege an Die LanDesgrenze. Da sie aber Dort verhungern würden, lasse ich Gnade vor Recht ergehen und die Mannschaft nach Archangelsk befördern. Ihr Flugzeug wird als Kriegsmaterial beschlagnahmt." „Ich protestiere." „Ihr Protest ist gehört, wird aber an Der Tatsache nichts ändern." ,Lch weiche der Gewalt!" sagte der Franzose. Dann befahl er Dem Unterofizier, zum Flugzeug zu gehen und Das geforDerte Geld zu holen. Finster starrte er vor sich hin. Als Der Unteroffizier gegangen war, sagte Sanders in völlig verändertem Tone: „So, mein verehrter, tapferer Herr Offizier. Nachdem wir nunmehr unsere Differenzen zur gegenseitigen Zufriedenheit beigelegt haben, bitte ich Sic, ein kleines Frühstück bei uns einzunehmen, wie es die hiesigen Verhältnisse gestatten. Auch für Ihre Leute soll ausreichend gesorgt werden. In zwei Stunden fährt das Flugzeug nach Archangelsk." 10. B rief HagensanBlanken bürg (durch Flugpost). Mein lieber B.! Also jetzt haben wir unseren poliüschen Zwischenfall. Das ist ja ein schönes Hallo in Den Zeitungen. Die Pariser Blätter verlangen natürlich Annexion von Nova Thule. Don irnt- schiildigungen, Äeldentfchädigungen oder ähnlichem will niemand etwas wissen. Die französische Regierung selber schweigt. Also plant sie Böses. Die englischenZeitungen spotten ziemlich schadenfroh über Den französischen Goliath, Der gegen den nordischen Zwerg vorzugehen wagte und sich eine verdiente Ohrfeige holte. Ueberhaupt wird Der Ton der Londoner Presse immer gereizter gegen Ruhestand lebende Schulrat Süß betroffen. In der Bismarckstraße, in Der Tlähe seiner Wohnung, stolperte er über ein dicht am Boden gespanntes Drahtseil und fiel so unglücklich auf Die Hände, daß er beide Arme oberhalb des Handgelenkes brach. Das Drahtseil war 5um Zwecke von Kabelreparaturen gelegt und ist jedenfalls von Dem schon älteren Herrn nicht gesehen worden — Der heutige Schweinemarkt war sehr stark befahren, wohl schon deshalb, weil Die letzten Märkte wegen Der Seuchengefahr ausfallen mußten. 'Während Die Bauern ihre Ware ziemlich gut verkauften, mußten die Händler das meiste unverkauft wieder mitnehmen. Die Preise waren ziemlich hoch und schwankten von ca. 26 bis 38 Mk. !*! Butzbach, 27. Mai. Im hohen Alter von 78 Jahren st a r b der Bauinspektor i. R. Philipp Metzger. Er war einer Der wenigen noch lebenden Kriegsteilnehmer aus dem deutsch-französischen Kriege 1870/71, in dem er mit dem Eisernen Kreuze ausgezeichnet worden mar. ♦ Kirchgöns, 26. Mai. Im vorigen Jahre wurde Lehrer Rahn dahier, der 42Jabre lang mit seltener Pflichttreue an Der hiesigen Schule gewirkt, auf GrunD Des Beamtenabbaugesetzes in den vorläufigen Ruhestand versetzt. Stets hat Lehrer Rahn alles getan, Die KinDer in echt christlichem Geiste zu erziehen und ihnen ein möglichst hohes Maß von Kenntnissen zu vermitteln. Da er auch jederzeit an Den gemeinnützigen Bestrebungen der Gemeinde teilgenommen, so erachtete es diese als Pflicht, ihm gelegentlich seines Geburtstages für fein treues Wirken herzlichen Dank darzubringen. Reben dem vollzählig erschienenen O r t s v o r - stand, dem Gesang, Krieger- und Turnverein versammeiten sich abends 9 Uhr viele Ge- meindeglieder zu einer Feier vor der Lehrerwohnung. Nachdem Der Gesangvereine einige Chöre in wirkungsvoller Weise vorgetragen, gratulierte Bürgermeister H a n a ck, indem er sich über die vielen Verdienste des Lehrers 9!ahn in und außerhalb Der Schule anerkennend aussprach und im Namen der Gemeinde dem gew-ffenhoften Lehrer ein prächtiges Geschenk übergab (fine weitere Ansprache wurde gehalten von Obersteuersekretär N e r n , 1. Vorsitzender Des hiesigen Gesangvereins, der auf die vielen Verdienste des Lehrers als früherer langjähriger Dirigent Des Vereins hinwies und ihm die stete Dankbarkeit des Vereins versicherte. Turnwart Hanack gratulierte in herzlicher Weife im Namen sämtlicher Turner, die nahezu alle zu den früheren Schülern des gefeiencji Lehrers zählen und sich seiner gleich- falls in steter Dankbarkeit erinnern. Lehrer Rahn dankte für alle Beweise der Liebe und Anerkennung und versicherte, daß ihm der Tag unvergeßlich fein werde. Kreis Büdingen. ' Stockhei m, 27. Mai. Am Sonntagnachmittag hielt hier der Kreisverein Büdingen Der Deutschen Volkspartei seine diesjährige Kreistagung ab. Nachdem Geschäftsführer Weißer- Gießen kurz über Den Stand und die Aufgaben Der Organisation berichtet hatte, schritt man zur Lorftandswahl. Unter großem Beifall wurde Der bisherige 1. Vorsitzende Amtsgerichtsrat Muhl -Nidda wiedergewählt. Anschlie- tzend an die Vorstandswahl sprach HerrOberstudien- Direktor Dr. Keller- Büdingen, Mitglied Des LanDtages, über die politische Lage im Reich und in Hessen. Eingangs seiner Ausführungen wies er auf den Unterschied hin, der sich in Der Wahl zur Nationalversammttmg 1919 und in Der Wahl zum Reichspräsidenten 1925 bemerkbar macht. Damals haben Die Parteien, Die letzthin für Marx eintraten, 4| Millionen Stimmen aufgebracht. Die Selbstbesinnung hat in Der Einstellung Des Volkes gesiegt. Sozialdemokraten und auch Demokraten sind im Grunde an ihren Versprechungen gescheitert. Heute hat sich Die gern De Linie Der nüchternen klaren Realpolitik der Deutschen Volkspartei Durchgesetzt. Wozu wir uns bereits vor einem Jahr bekannten, dazu bekennen sich auch heute Die Führer Der Deutschnationalen Dolksvartei. Uebergehend zu den politischen Tagesfragen vehanDelte Der ReD- ner u. a. Die Aufwertung unD Den deutsch-sva- niscken Handelsvertrag. Dort hat der Austritt des Abg. B e st aus Der Deutschnationalen Partei viel Staub aufgewirbelt, beDinqt Durch Die Versprechungen Des Wahlkampfes. An Der Lösung, wie auch am deuiich-spanischen Handelsvertrag könne man Kritik üben. Aber Die Kritik habe Die Pflicht, unter Berückstchtigung Der Entwicklung und Der bestehenden Verhältnisse etwas Besseres, was aoer wirklich Durchgeführt werden kann, an Die Stelle Des Erreichten zu setzen. Dazu fei sie bisher nicht in der dcrsschen Fähigkeiten. Bei Dem sich immer fteigern- Den Neubau von Flugzeugen rechne ich Damit, Data bis Weihnachten alle Teile Der großen 40 OOOpfet- Digen Nohölmotoren herangeschafft sinD. Ebenso die Dazugehörigen Dynamos. Sodann muß Der Transport des 2000 Kilometer langen Kabels erfolgen der ein ganz gewaltiges Gewicht besitzt. Ein M Davon ist ja bereits angelangt, Denn mit dem Foh- schreiten Des Eistunnels roirD praktischerweise gleto Das Kabel eingebaut unD direkt zur Äraftübertrn- gung an Die Arbeitsstätte verwanDt. Die Leistung Der großen Eisbohrmaschinen von stündlich fünfzig Meter ist an und für sich rcti groß, besonders Da gleichzeitig zwei ParalleltunnelK erbohrt werDen. Beim Arbeiten in einer Richtung würden wir aber erst in etwa Drei Jahren bki Kennanland angelangt sein. Bei zwei neuen beitsfteUen würde diese Zeit sich um bas Fünffach, bei Anlage einer dritten um Das Siebenfache W' kürzen. Denn von jedem neu anzulegenden Ausgangspunkt kann man ja gleichzeitig nach beide' Richtungen vorgehen. „ Diese Anlage von möglichst Drei weiteren J beitsfteUen, gleichmäßig auf Der ganzen » bis Kennanland verteilt, muß also im nächst Jahre sofort in Angriff genommen werden, llnlci - dessen muh Die Ausrüstung Des Kabeldampfers W- sich gehen, der die 230 Kilometer von Kennanla^ nach'Kap Barrow legen soll. Zu Ausgang des M" ters kann er schon in Wladiwostok bereit sein, U®1 bei (Eintritt eisfreien Meeres sofort bis Nome D fahren. . .. _ Wegen Legung Der Ueberland-StarkftromleitU'-s von Kap Barrow bis Nome und weiter bis Do: ? couoer verhandle ich mit leistungsfähigen ainem" nischen Firmen. Die Regierungen von Kanada u»> die der Vereinigten Staaten stehen unserem vr,e jekt freundlich gegenüber. Wir können Die Zession auf fünfzig Jahre gegen unentgeltliche D gäbe von fünf Prozent unseres Stromes erhallo»- Jetzt ist auch der Zeipunkt gekommen, UW* Gesellschaft in ein Aktienunternehmen bmzugesM^- Erstens werden uns dadurch ungeheure ffapiw*“* zusließen, die sehr willkommen sind, da unseren Geldbedarf kaum mehr wird decken konn< (Fortsetzung folgt.)' Eiusamilit oUtreritc'xifli Amo- Garn Mb, zu ve 6chr. Nmi. flii beii Gje 1 ' 'Oai U-. Gerichtssaal. ][ Marburg, 26. Mai. Das hiesige Amtsgericht verhandelte über einen räuberischer Lleberfall auf ein mit vier Personen besetztes Auto, der den durch die bekannten Heber« fälle aus einsame Bahnhöfe mehrfach genannten Gebrüder Beyer gur Last gelegt wurde .Für den einen Angeklagten endete die Sache mit einem auf ach t Jahre Zuchthaus lautenden Urteil, das jedoch nicht vollstreckt werden kann, weil seine Strafen schon, 15 Jahre Zuchthaus erreicht haben. Der Mitangeklagte mußte freigesprochen werden. Es kommt nun vor einem anderen Gericht noch ein H e b e r - fall auf eine Bahn sta tion, jedenfalls Brilon-Wald, zur Aburteilung. selbo ld die 81jährige alte Frau K. Kleiber, die mit ihrem zweijährigen Cnkelchen die Gänse auf die Weide führen wollte, beim Heberschrei- tgij der Gleise von der Lokomotive eines von Hannu kommenden Kleinbahnzuges erfaßt. Der Frau wurde das linke Bein abgefahren und dem Kinde ein Fuß. Beide Verletzte wurden nach dem hiesigen Landkrankenhaus überführt, wo die Frau wenige Stunden nach ihrer Einlieferung gestorben ist. Amtsgericht Gießen. ' Gießen. 26. Mai. Zwei Bewohner L. und R. eines hiesigen Hauses sind seit längerer Zeit wegen Mietstreitigkeiten uneinig. Zu Reu- jahr erhielten nun R. und seine Frau sog. Azkarten, auf Deren einer ein schwer betrunkener Wann von seiner Frau die Treppe hinauf- geschleppt wird, und auf der die Worte standen „Dieses Modell paßt für Lumpenzeug." Die andere Karte zeigte dagegen das Bild einer älteren grau, die ein Schnappschloß vor Dem Munde hatte und die Worte ausrief: „Ach, hätt' ich nur mein Schlappmaul zu." 3n Der Annahme, daß die beiden Karten von L. herrührten, aDref* fierte R. sie an diesen und dessen Ehefrau um und warf sie in dessen Briefkasten. Die Folge war eine Privatklage des L. gegen R. wegen Beleidigung. Dieser bestritt zunächst, die Karten an L. geschickt zu haben, gab dies jedoch nachträglich zu. Er behauptete aber zugleich, L. habe Die Karten zuerst an ihn gesandt und erhob deshalb Widerklage gegen ihn wegen Beleidigung. Cs sollte ein Gutachten des Sachverständigen Dr. Popp in Frankfurt a. M. erhoben werden, ob L. tatsächlich die Karten ursprünglich geschrieben habe. Dies unterblieb jedoch, weil R. den erforderlichen Kostenvorschuß nicht leistet« und seine Widerklage nachträglich zurückzog. A. wurde nach seinem Geständnis der Beleidigung des Privatklägers L, und dessen Ehefrau für schuldig erkannt und mit Rücksicht auf die getarnten Hmstände zu Der gelinden Geldstrafe von 20 Mark verurteilt. Dazu kommen aber noch Die erheblichen Kosten. Fürwahr, teuer« Hzkarten! Auch für solche Prämiiert 4, Aul ft |H‘ UrJurn OS er 16. 5454c meisteret. 5435D eicUrdMftter Ä M-Wtt Herren Fahrrad Alt« viel , uc. J . Stilr-L1°fL-SSSS-M B-ibIWLrL-, verkausen. Wniif u< verkaufen iurtrr 2tr. 2t», Hof ttavlauciaosse 2. 00 Mk Moo Mk. im Preise herabgesetzt Mk. 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Kl. 10 Hk. 10.56 Fstm., 5a Kl. 69 St. 40.51 Fstm., 5b Kl. 576 St. 117.54 Fstm Kiefern- und Fichtestammhoi; ist entrindet, jedoch mit Ainde gemessen. Aähere Auskunft erteilt Förster Deutz, Wetter- seid. Die Angebote sind gut verschlossen mit der Aufschrift «Angebot auf Autz- Holz" versehen, bis zum 6. Juni d. IS. an die unterzeichnete Bürgermeisterei ein- zureichen. Die Oeffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart der etwa erscheinenden Bieter am 8. Funi d. Is., vormittags 11 Uhr. auf dem Bureau der Bürger- Men. pS W e Dort« fj?' ■■ tei Segen JT* bit rbl# «M '.ch elanbt und t* " totfltn 'M* t« bei 8^.., tot a>D. ■Ak verdorbene u. empfindliche Füße mit stark ausgeprägten sog. Frostballen gibt es einen fertigen Or.OMil Stiefel Möbelfabrik Th.Briick Inhaber: Th. 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A. in w.: Senden Sie mir bitteper Nachnahme zirka 100 gr. Toluba-Kerne! Es dürfte Sie interessieren, daß ich bei meiner vorigen Kur vor etwa ll/2 Jahren zirka 30 Pfd. Abnahme za verzeichnen hatte. Leider hatte ich keine Vorbeugungskuren gemacht und so ist es wieder Zeit zur neuen Kur. Ich gebrauchte allerdings öfter dreimal täglich 3 Korne habe mich aber hervorragend wohl gefühlt, also keinerlei Schädigung gespürt trotz der hohen Dosis. 4860A Herr Dr. med. M. in G.: Nach den ersten Wochen des Gebrauches der Toluba-Kerne ohne Störung des Verdauungsmechanismus, konnte ich trotz Beibehaltung der alten Lebensweise des Patienten eine Gewichtsabnahme von 4 Pfund konstatieren. Patient fühlt eich wohler als früher and wird die Kur gern fortsetzen. Herr Medizinalrat Dr. P. in L.t Nachdem sich die erste Sendung als erfolgreich gezeigt hat, ersuche ich um Zusendung einer Packung zu 90 gr. 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Schneider geschäft Aus plombierten Kannen bei: Bleichstraße 15, Adam Kircher, Automobilgeschäft Rodheimer Str. 42, Klaus L Ditzel, techn. Oele und Fette Grarsamen-Zubmisfion. Die diesjährige Grassamenernte aus den Staatswaldungen soll unter den üblichen Bedingungen auf dem Submissions- wege vergeben werden. Einem von den .Interessenten geäußerten Wunsch entsprechend. soll die Vergebung in einem l Termin hier in Darmstadt stattfinden, der am Dienstag, dem 16. Juni d. IS. F‘ durch daS Forstamt Darmstadt (Ohly- strasse Ar. 75) abgehalten wird. Es kommt die Gratsamenernte aus folgenden Forstämtern zur Verpachtung: Beerfelden, Dieburg, IägerSburg, Iugenheim, Kelsterbach, Lampertheim, Lorsch, Mönchbruch, Aaunheim, Diern- heim, Alzey, Mainz, Altfeld, Burg- Gemünden, Eichelsdvrs, Eudorf, Grebenau, Homberg, Kirtorf, KonradSdorf, Nidda, Nieder-Ohmen, Romrod, Göringen zu Romrod, Schotten, Storndorf und Wahlen. Die Grassamenernte der Gemeinde Ilbenstadt — Forstamt Friedberg — von 1 ha im Ztmmetwald Schlag 1 wird bei dieser Gelegenheit mitverpachtet. Die Dieter erkennen die Submissions- bedingungen durch Einreichung ihrer Gebote als rechtsverbindlich an und find 14 Tage an diese gebunden. Nähere Auskunft erteilen die betreffenden Forstämter. Es empfiehlt sich, vor Abgabe der Gebote sich mit diesen inS Benehmen zu sehen. Die Gebote sind schriftlich — unter Bezeichnung des Forstamts und der Walddistritte — mit der Aufschrift „Grassamensubmission" späte» stenS bis zu dem dem obengenannten SubmisfionStermin vorhergehenden Tage, also spätestens bis Montag, den 15. Juni If. IS. bei dem Forstamt Darmstadt ein- zur^chen. Für jedes Forstamt ist das Gebot auf einem besonderen Blatt abzugsben. Darmstadt, den 20. Mai 1925. 5436V Sekretariat des Ministeriums der Finanzen Abteilung f. Forst- u. Kameralverwaltung. Vergebung Oer Kanalisierung der Straften im Siedfungr- gelSnde in lviftmar. Die Ausführung der Kanalisierung in den vorgedachten Straßen soll sofort in einem LoS vergeben werben. Angebotsformulare werden von dem Gemeindevorsteher in Wißmar abgegeben. Bei demselben liegen auch die Bedingungen zur Einsicht aus. Die Angebote sind bis zum 6. Juni in verschlossenem und mit entsprechender Anschrift versehenem Briefumschlag an das hiesige Bürgermeisteramt einzureichen. ErösfnungStermin nachmittags 5 Uhr. Zuschlag bleibt Vorbehalten. Krofdorf, den 25. Mai 1925. Der komm. Bürgermeister: 5459V Brockmeier, Drucksachen aller Art ftattung jtilrein und^preirwert die vrühi'fche UnlversstSts-Vrnckerel. R. Longe. Giehen. Schulslr. 7. Knaben-Waschanzüge, Knaben-Hosen und -Blusen • Knaben-Spielanzüge in schöner Ausmusterung und billigst Ein Posten Damen-Lodenmäntel u. Damen-Mäntelaus imsÄi6rten weit unter Preis M-lpp« für die Pflngst-Tour in billigster Preislage. Größte Auswahl in Platten aus Films. 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Weißbinder- und Anstreicherarbeiten. Los 1: Außenputz 800 qm. Los2: Innenputz Erdgeschoß links 1000qm Wandpuh, 300 qm Deckenputz, 330 qm Mineralfarbenanstrich, 430 qm Oelfarben- anstrich auf Holz. LoS 3: Innenputz Erdgeschoss rechts 1130 qm Wandputz, 330 qm Deckenputz, 600 qm Mineralfarbenanstrich, 215 qm Oelfarbenanstrich auf Holz. LoS 4: Innenputz Obergeschoss links 850 qm Wandputz, 280 qm Deckenputz, 200 qm Mineralfarbenanstrich, 425 qm Oelfarbenanstrich auf Holz. LoS 5: Innenputz Dachgeschoss links 900 qm Wandputz, 280 qm Deckenputz, 230 qm Mineralfarbenanstrich, 410 qm Oelfarbenanstrich auf Holz. Los 6: Innenputz Dachgeschoss rechts 900 qm Wandpuh, 355 qm Deckenputz. 200 qm Mineralfarbenanstrich, 430 qm Oelfarbenanstrich auf Holz. 2. Grd- und Maurerarbeiten (Einfriedigung, Stützmauer) 100 cbm Erd- aushub, 230 cbm Bruchsteinmauerwerk. 3. Steinhauerarbeiten: 1,50 cbm Treppenstufen, 25 qm Abdeckplatten. 4. Dlitzableiteranlage. Zeichnungen, Bedingungen und Angebotsvordrucke sind auf unserem Amt einzusehen, die letzteren zum Selbstkostenpreis solange Vorrat reicht erhältlich. Die Angebote sind verschlossen und mit der Aufschrift _KreiSamtsneubau Büdingen" bis zum Eröffnungstermin am Dienstag, dem 9. Juni 1925, vormittags 11 Llhr, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14Tage. Büdingen, den 27. Mai 1925. Hessisches Hochbauamt. Frey. 5448D Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde am 14. Mai 1925 bei der Firma Chielur, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Giehen folgendes eingetragen: Die Gesellschaft ist durch Beschluss der Gesellschafter vom 6. Februar 1925 aufgelöst. Kaufmann Friedrich Schlenk in Frankfurt a. M. ist zum Liquidator bestellt. Giessen, den 25. Mai 1925. 5441c _________Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. Der Wellerweg in Dutenhofen, eine VerbindungSstrahe von der Provinzial strahe nach dem Ort, ist vom 2: Iuni 1929 ab bis auf weiteres wegen Ausbau des Weges gesperrt. 5458D Krofdorf, den 27. Mat 1925. Die Wegepolizeibehörde. Der komm. BürsermeÄßrr Brock««»» Nr. <25 Drittes Matt Gießener ioiizcii-rr nötiieiübiuigiuter jur Dvei Hetzen) ■——■i—nrrr-’-inr nr «11 M i ■— ■— i ■ i ■ ■■ i.m— ■—bi—m—Twrin 28. Hl Gl ^925 Der CrqanzungsetaL zum 34 000 '21m. unD DoslvjLwr.i Hal *iunq kon 1J1 5 68 Programm n. a. 1 20 VS.21 Banknoten. (ÜClb SnmtfurtcT QlbcnöJör’c. Abend- M itclLeutsche Oeitcrrcij) 1d>. Oiabi-'JUin m 105,5 so 101 ,4-i m 125 112*5 5‘icft. ba» *2? e ring». 63 50 07 ;o 0.61 100 117,62 120 72 !' 13 0,5 97.' 110 '-> 121 67.2 108 136.13 H7.50 119.50 120.2. 16/' 60.25 107 120.60 107,50 103.25 SO 79 63,25 2.65 69 4.1 54 aber )uqIu. den hier fiele 101.75 124.00 124.62 0.5386 0,125 D.c Er- 1925 20.W 78 AS xu,36 30.35 1*8 119 16.67 70,72 59.12 111.88 81,10 .0,50 5.87: 100 0.2 64.5? 60. den aufwärts). 6.30—7 Uhr: Die Lesestunde (Meisterwerke der Weltliteratur): Aus „Soll unh Reiben" von Gustav Freytag. 7—7.15 Uhr: Die Besprechung. 7.15—7.30 Uhr: Esperantountcrricht. 7.30—8 Uhr: Funkhochschule. Dortrag von Prof. Küntzel: „Aus der Geschichte des deutschen Urt7ernehmertums" (II. Abt., 2. Vortrag). 8—8.30 Uhr: Übertragung von Kassel: Stunde der Stadt Staffel — Vortrag von Schriftsteller W. Scheller: ,Hessens Anteil an der deutschen Dichtung der Gegenwart". 8.30 Uhr: „Der Bettel» student", Operette in drei Akten von Millöcker. An» schließend: Nachrichtendienst, Wettermeldung, Sportbericht. 17.25 l 61 I 6. I I 90 • 2.8 63.50 67 65 2,7 66,5 45 56 2,4-1 46 10,60 '.'4.7 92.4 Faksimile-, heraus Alfred 5 t c i T^rzasser des „A l pin i s m u >. i n plaudert in einem iüuftnenen Aufs! teuerlichen Crfterfteigungen 'n Öen und Zeichaimgea von Jan von (? n ck Claude L o r r a i n . : 3 o l i .0 n ber, dcr r -:: ekopf de» etrusktschcn ebner» und die 7 o t e n- I Darbe auf die Stam-natt :' 8 Prozent Dividende auf die 820 Mart verteilt und au 271 590.9! Mark vvrq ckrog i Dörse'lrir. .'.325 47,25 10.55 65,25 102,25 80.25 70.511 65 1(12,51. 89.90 70,62 64 2.75 (1,6 1.08 112.5 t :I25 2.8 47.25 10.75 3.2 66,75 Frankfurt a. M., 27. Mai. Die borst? zeigte ein unerfreuliches Bild der Lustlosigkeit und Schwäche. "Sei stillem Geschäft setzten sich die Rückgänge allerdings in flcine- rem Ausmaße fort. Einige wenige CBcne verkehrten auf dem Stande der heutigen Rachbörse. Demcrlenswerl ist die neue Kurseinbuße, die öic Aktien des Unternehmens Dyckerhofs & Widmann erlitten: in wenigen Tagen ging das Papier von ca. 56 auf 47,5 zurück. Auch deutsche Kriegsanlechen lagen weiterhin recht schwach und hatten eine neue Senkung auf 0,505 zu verzeichnen. 3m freien Verkehr hörte man eine Rotiz von 0,500. Der Bankaiiicnmarkt blieb behauptet mit Ausnahme von Rcichsdcmkanreilen, die ein weiteres Prozent einbüßten. Die Abend- borsc schloß geklxifteiDa und m.t Reigung zur Ss wäche. Deutsche Anleiher.: 5proz. Reu.s- an.e Yen 0.505. An.-wndilä e Ren c. Ungarifd'C Gsidr nie 8,6 Banlakrie, 7omm rzbank 101.37. DarnTschdrcr Bank 124, veutsc c var.i 125 x 3 F rieb* st die große .! bcmfdbe.i .'iappe mit Niger, der Bildern". pon aber- ,cn. Bilder .',25 3,12 41.5 10,62 66.25 12 Uhr: Nachrichtendienst. 3 unh 4 Uhr Wirt, schaftsmeldungen. 4.20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.30 bis 6 Uhr: Haussrauennochmittag in Musik und Wort. Programm ». a.: „5)auswirtschaftliche Erziehung unserer Töchter", Vortrag von Frl. Ella Schwarz, Leiterin des Städtischen Kindergärtnerinnen Seminars. 6 Uhr: Wirtschostsmeldungen. 6—0.1'» Uhr: Juristenfunk. 6.10—6.30 Uhr: Stenographischer ,~ort» bildungskursus für alle Systeme (Diktat von HO Sil- Wirtschaft. Hmichincridr Passivität der deutsche» AiiftenliattdelSbilauz. Der d utsche Außenhandel zeigt im April gegenüber dem Vormonat folgende Aenderungen (alles in 1000 Rm.) Ein fuhr 1080 939 gegenüber 1 110 534 im März (4 680 764 für 3a nuar bis Avril 1925 Einfuhr- Demgegenüber beziffert sich die GefamtauSfuhr für April auf 672 376 (im März: 711 171 und im 1. Quartal 2 712 409). Die reine Wareneinfuhr zeigte im April gegenüber dem Vormonat wertmäßig eine Abnahme um rund 33 Mill Am Gleichzeitig ist die reine War-nauefuhr um 38.1 Mill. Rm. zurückgegangen. Die sich auf Grund cheS reinen Warenverfehr-' (unter Ausschluß des Außenhandels mit Gold und Silber) ergebende Passivität bc Handelsbilanz beträgt somit im April 3 37 Mill Am. gegen 328 Mill Rm. im Vormonat. Die Einfuhroermin- derung gegenüber dem Vormonat entfällt hauptsächlich auf Rohstoffe (26.7 Mill Rm j: her AuS- suhrtückgang verteilt sich auf Lebensmittel und Octränfe mit 8 Mill. Rm.. Rohstoffe und Halbfabrikate mit 9 Mill. Rm und Fertigwaren mit 22 Mill. Rm Ans dem Amtsvcrkündiftungsblatt. * Das Amtsverkündigungsblatt Ar. 42 vom 26. Mai enthält: Statistik der Hessi- schen Obst- und Gartenbauvereine. -- Lagerung von Getreide. Heu usw. in der Röhe der Bahn. — Fleischverkaufsordnung. — Das Verhältnis der Schulen in Hessen zum republikanischen Staat. — 3ugenbfeierlag. — Rachträge zu den Friedhofsordnungen mit entsprechenden Polizeiverordnun- ■gen der Gemeinden Röthges, Gellshausen. Göbelnrod, Bersrod und Albach. - Einsendung der Kreisabdeckerei-Verzeichnisse. — Dienstnachlichien. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit de; Redaktion.) — Biedenkopf 1925. Lieber die Berechnung der gesetzlichen Miete ist folgendes zu bemerken: Bei der Berechnung der gesetzlichen Miete ist von dem Mietzins auszugehen, der für die mit t>cm 1. Iuli 1914 beginnende Mietzeit vereinbart war (Friedensmiete). Der Vermieter hat dem Mieter auf Verlangen Auskunft über die Höhe der Friedensmiete zu geben. Besteht über die Höhe der Friedensmiete Streit oder ist eine solche überhaupt nicht bekannt, so ist fie auf Antrag eines Bertragsteiles von dem Mieteinigungsamt festzustcllen. In diesem Falle ist ein ortsüblicher Mietzins sest zusetzen. Iedcr der Der- tragsteile kann die Reusestsehung der Frtedens- miete in gewissen, im Gesetz genau umgrenzten Fällen bei dem Mieteinigungsamt beantragen. Die Friedensmiete kann sowohl erhöht wie vermindert werten. Das Mieteinigungsamt bestimmt auch, von welchem Zeitpunkt die neue Friedensmiete der gesetzlichen Miete zugrunde zu legen ist. Falls Sie mit der festgesetzten Miete nicht einverstanden sind, wäre von 3f)nen bei dem Kreismieteinigungsamt Einspruch gegen die Festsetzung zu erheben. Reichshaushalt. G Berli n, 27. Mai. i Priv.-Lel., Reichsregierung hat dem Reichsrat je eine gänzung zu dein Haushaltsplan für 1924 und 127,2 I 0.5 96 119,75 117.75 fi2 88 2‘> 69 120 14.« 16.9 61 Ö.’l 10S,75 8'1.7. 85.50 2 80 62.75 67 5.5,7? 72.75 67 25 von einer vielseitigen und arbeit Zeugnis ablcci -- Timm Kröger 63 NI M 87,1: i>8.2, I *1,2.5 8.1 ®r d tbc, ck 10?. R iaSbanl 183,5?, Är<2 itaftien 7,30. Montan.ik. e-. 'M u s einem Jugendland. (23c rl. Gg. bester- mann, Braunfchneig—Hamburg- Wenn auch da» 3'!ycho'.ogil«ße > ?(.-icr fRone'le. deren starl auto- bioqraphischer ' inschlag sie besonders lesenswert macht, die Hauptsache ist jo ist «■-■ doch ganz in der leben warmen und plastischen Handlung m.igelet. Die nrohe Anschaulichkeit, mit der der Dichter eigene» Ctleben in »em Vcbensgang eines feinsinnigen Baueruburschen und sein' - reichen, kampfersülllen Innenlebens i Iden macht bicie 'louellcn nicht nur zu einer Gipfelleistung in Grögers Schaffen, sondern zu einem her besten Werke der gcsanuen modernen Rovel.estst 247 V’t war zu v ni>e In dem .lauer z u Holbein" l.I.. läube i mrt gewohnter । Zeit der demju n Zeichentu Titel gibt er gleichzc : g eim vorgclegt. AuS der Haushalt »crgänzung für 1425 sind folgende Meyrausgaben zu erwähnen. beim Auswärtigen Amte eine Gefam'.- Mehrausgabe von 5,4 Millivnen Rm Sie soll in der Hauptsache dazu dienen. 22 neue Ausland- verlrclui gen 'einzurichten un.er ihnen d c Generalkonsulate und Konsulat in Frankreich Ferner sind sie bestimmt, in Lissabon, Smyrna Oslo. Sofia und Serajewo reichseigen Gebäude für unsere Vertretungen zu erwerben b i.i Reichs Ministerium deS Innern 5-»20'0 Mk für Unterhaltung der Kriegergräber beim Reichsministerium f ü t bi e besetzten G e - biete 450 000 Mk. als Beitrag des Reichs zu den .kosten der Tausendjahr-Feier der Rhei.i- lande. beim ReichswirtschaftSministe- rium 700000 Mk für Mehrkosten der Volks-. Berufs' und Delriebszäblulig Mehrausgaben beim Reich3arbej sminifierium: 5Mi! ltonen Mark zur Eihöhung des TDohnungvfür- forgefonds und . 826 Ml- als Anteil des Deutschen Reiches an den Unterhalt ngSkosten des Internationalen Arbeitsamts in Genf, beim ReichSverkehrSministerium 2.b Mi'l Mark für Beteiligung des Reichs an den Aufwendungen für die Aufrechterhaltung der Schnell- behnlinie Swiaemünde-P lluu. beim Reichs- f inan zm inisteriu m 4"0 003 Mk fü^ Aus bilbung von Steuerveranlaq ingSbeamten im Vuch- und B. triebsprüfungsdienst. ferner insgesamt 3 Millionen Mark für vorübergehende Personalverstaickuna beim Rcichsentfchädigungs- amt für Kriegsschädm, 450 000 Mk für Errichtung von Zollämtern in Baden. 655 000 Mk. zum Dau von Finanzamtsgebäuden. Im Haushalt der Allgemeinen Finanzverwaltung erscheint eine Mehrausgabe von 300 000 Mk für den Fonds zur Linderuna der Beamtennot und von 4,8 Millionen Mark für weitere notwendige Aufwendungen auS Anlaß des Ärieaes und der Demobilmachung. Der Haushalt für die Ä r i e gs- lasten endlich bringt eine Mehrausgabe von 30 Millionen Mark, bestimmt zur Förderung deS Wohnungsbaues im betefcten Gebiete. alten, seine Spieleratz Von S cho n - 5% Zrnfffte fflrKf “inTrCe <*:, Iru'ltt. iHaut Torrn t. und Naiionatvank TeuvSe Bank Drulsche Vereinedank ■ . . zt»(omo ttommanbii Melallvauk. MNteldeuvchr CrcdUbank CtfUiTeictniE&t (EnbüamtaU ötftbanf........... Bochumer Satz . ..... Ludern« ..... Tato . »-Lurem'.urg irchenrr 'e.gwerle. Lorve.ier Berat'1 . . McUlö«r?e irtim hebea« . . . Äalüoerf •k .crrc.cia..... Laurahütte. Öberdedarl ®böntr Beraoaa ...... «heiiniahl ........ Riede k Montau ....... Telluü vergdou ...... bamburg Amerika Paket. . . Norddeutscher U'Ioud ... Lheramtsche Werte Albto . . etemeanveik Heidelder« . . Dbuivv boljmann...... «iifllo Tont .Guano . . .. Badische Anilin Lbemttche Maver fJasta .. »•IM'binibt ' Sirt-S eimer Electron . . .. höchster ffart>rotrte...... potzverkodlnno ........ RtnoerSlverte......... Lcheldeanstalr Alla- a’Jte ...... Adlenverkc Klever ..... Daimler Motoren. ..... Hrdltacnstaedl......... Meanin Motorenwerke Wcumvclm . strankkurrcr klrmalurea . .. Monr;rotnfabdr Braun . . MeuUlgesell chatt Frankfurt. vct. Union A.'L Schuhlabrl.' Her» . . ... Sichel Zellstoff Salbbof .... 3u(fui-'nbrir Ttranfcntbal . . Zuckerfabrik Daabaulel - . - ^ird)Iiche Rachrichten. Israelitisch- Gemeinden. Ifr.Leligionsgeui4.inde. Tottesd, i.d.Synagoge (Süd-Anl.> Irellag, den 29. Mai unh Gamtdag, den 30. Mai. Wochcnfest. Freitag. Dorabd. 7.45, morg. 8.30 Predigt. Samstag. Boral d. 7.4", mora' 8.30, abds. 5.40 und 9.20. 3fr- Religionsgesellschaft. Freitag, 29. *3Hat und Samstag, 30. Mai. Wochen fest. 1. Tag. Dorabd. 8.15, vorm. 8.00, Predigt. 2. Tag. Dorabd.' 7.45, Dornt. 8.00. nachm. 4.30. Festesausgang 9.20. WochengotteSdicnst morg. 6.30, abends 7.00. Rundfunk-Programm deA frankfurter ScuderA. (Aus der ^Radio-Umschau".) Frettag, 29.Ma': * Die Wiedereinführung des Cffektenterminhandels. Die Verhandlungen. welche zwischen der Interessengemeinschaft der Berliner Privatbankfinnen, der Der- otnigung von Berliner Banken und Bankiers (Stempelvereinigungf. der Maftergemeinschafl und den Kursrnatlern wegen der Wiedereinführung deS Eftektenterminhandels an der Berliner Börse gepflogen worden sind, haben in allen wesentlichen Punkten zu einer Ucbcremftimmung geführt. Die noch offenen Fragen formaler und redaktioneller Ratur wurden einem UiTtemu6- fchuß zur Erledigung überwiesen. Der Zeitpunkt des Beginns des Terininbandels ist nunmehr lebiglich von der Herabfetzung des Stempels, allo von der Gesetzgebung, abhängig. * D r. Edmund Stinnes aus der Firma Hugo Stinnes ausgeschieden. Wie die TU. von der Firma Hugo StinneS und von Herrn Dr Edmund Stinnes erfährt, ist Dr. Edmund Stinnes im beiderseitigen Einvernehmen aus der Firma Hugo Stinnes ausgeschieden. Die „Boss. Ztg." teilt mit. daß der Anlaß zu dem Ausscheiden in Meinungsverschiedenheiten persönlicher und geschäsllicher Art zwischen den beiden Brüdern zu suchen sei. Die Leitung des Stinnes-Konzerns übernimmt jetzt Hugo Stinnes junior, als alleiniger Bevollmächtigter der Universalerbin Frau Elaira Sttimes. Edmund Stin° nes, der älteste Sohn, übernimmt eine Anzahl Unternehmungen, die in ldserem Zusammenhang mit dem Großkonzern Stinnes stehen. * Hessen - Nassauische G a s . A.. G., H ä ch st a. M. Die Gesellschaft beruft zum 10. Juni eine o. H. 23. nach Höchst a. M. ein, die u. o. Be- ichluß fassen soll über die Erhöhung des Gesell- fchaftskopitals um 1 280 000 Rm. und die Festsetzung der Formalitäten der Begebung. • Hansa-Lloyd-Werke A.-G. Bre- m e n. In der o. H. D. der Hansa-Lloyd-Werke A.»G. in Bremen wurde der Abschluß für 1924 genehmigt und die Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 2 400 000 Rm. Stammaktien unter Ausschluß des gesetzlichen DezugsrechtcS der Aktionäre beschlossen. Es werden 8 Prozent Divt- Lricf 4,197 20,78 79,20 20,46 20,95 168,1'5 16,75 71,08 59.42 112,44 81..MJ 6U,8o 12.56 5.895 -ich ihren Udschlu eten Deullck^ Deteinsbant 77, Di 112,50, Dresdner Dank 104.75, Dedifrunrarft Derim-Frankfurt a. M. tIu Mllionci: »art auBcebrüdt ucuoS-AlreS, London, Neu- v«ck. Japan, Rio dr Lianciro für eine Ein bett, Wien und für WO000 Einheiken, alles iibrlae für 100 ki.ibeiken.) Telegraphische Auszahlung. Berlin, 27. ÜWat. fUKcrflanltdie Nolc» . , . , , Betffrtcbe Noten ...... DrmiiLc Noten ...... SnfllifdK Roten........ )ran;önschc Noten ..... oolländnche Noten ..... Otalieni'ckc No:cn ..... Norwegiirde Roten . . . , . 2. her Farben 117,75, Th. Goldfchmidi i-c. Höchster Farbwkelc 117,75. Industrieaktien: Kiener 2.65. Dyckerhosi <& W dmann 47 50. Inaq 1. Gebe Innghans 79,25, Rheinmetall 41, Zucker Frankenthal 3 20. Offftcin^udcr 2,75. Berliner Börse. ((Kigccer Drahtbericht des „Gießener Anzeigers"^ Berlin, 27. Mai. Nachdem an dcn letzten Börsen tagen infolge der allgemeinen Verstimmung der Börse und vielfach zu Geldbefchaffungszwecken erhebliches Material her.usgekommen war, bat sich die gesamte Stimmung heute erheblich beruhig,. Es m,iß dabei heroorgehoden werden, daß innen und außenpolittsche Fragen bei der gegenwärtigen L c thargie her Börse kaum irgendwelche Be acklk'.'ug finhen, ebenso hie Nachrichten aus öem Reich nicht den Einfluß ausüben, wie dar unter normalen Verhältnissen her Fall wäre. Das Publikum beurteilt die (Hcwinnmüglichkeiten am Effektenmarkt recht pessimistisch und ist allgemein zur Abgabe des bisherigen Esfetienbesitzes geneigt, während die Lanken, welche sich im Hintergrund halten, in den letzten lagen kaum fühlbar zu fiursinternentionen schritten. Heute wurde onget'lich eine Reihe von Slcrkauss- Aufträgen namentlich des Provinzpublilums bei den Lanken zurückgehaltcn. Die Tendenz der Aktien Märkte war geteilt, es fehlte bei stillem Geschäft jede Einheitliche -)oltung. Am Geldmarkt sind die Sätze weiter angespannt Togesgeld erfordert 84—10 Prozent, Monalcgeld (ll—114 Prozent. Geld einige Tage über den Ultimo 104—11 Prozent. Es ist selbstverständlich, daß darin eine weitere £)em mung für das Börsengeschäft liegt Die schwache Haltung desfranzösischen Franken hat eine Verstärkung erfahren. Die Tatsache, daß der französische Finanzminister nicht bereit erklärt hak, das Budget yi balancieren, ferner die Stampfe in Marokko und die unklare politifche Vage haben den Franken kurs gegen London auf 97,50 herab- gedrückt. Nordische Werte dem gegenüber etroas erholt. Auch das englische Pfund gegen brn Dollar gut gehalten. An Marknotierlmgen meldeten heute vormittag: London 20,43, Amsterdam 59,24k Zrnnlfrrrler ®ctrc:D- Ci 5 2-3. Mai 27. Mai Amilitze 'Voti runa Amrliche Dotierung (Selb v'rief Meld Brief 168,57 .99 168.49 168,91 Bucn-Airc^ 1.706 1.710 1.702 1.706 Brss-AnM' 20 87 Z0,93 20,75 20,81 Lbrülicuiia 7N.94 71,12 70,91 71,(9 .Qoyenbäecu 78.4T. 79,15 78,98 79,18 Gtoitbolm . 112.21 112.49 112,19 112,47 6ctftnofor3. Italien. . . 10 575 16,70 10,615 16.74 10,57 16.64 10.61 16.68 London. . 20.394 20,446 20,394 20,446 9i cunort . . 4.195 4,20' 4,195 4,20.'' TariS. . . 21,19 21,26 20,94 21,00 Schwtt) .. 81 165 81,365 81.16 81,36 Gpanicu . 60.87 61,03 60.72 1'81.88 Fan 1.763 l 140 1,757 Mtt 1.744 0.441 1,748 0.446 Vien In D-- £eft. abacli 39.055 >9,155 59,05^ 59,195 Trag .... '2.43 12,47 12,432 12.472 ‘.Beigrab . . 6,98 7,00 6,99 7,01 VndavkK. . ,93 5,9- □ JO 5,92 arten .3.028 3,038 3,015 3,025 Lissabon 20 475 20,52.1 20,525 Tanüfl • • Si). 92 11.12 30,925 81.12.5 Konst, utl» 2,30 2,31 ',Z97 2,327 Akdrn. . 7 37 7,39 7.29 7,31 aus in der Luftleere gedarrten, nicht abgeschlijjenen Hajerktrne/i, enthalten alle natürlichen Kalk- und Phosphorverbindungen sowie die Vitamine (Ergänzungsnährstoffe) des unversehrten Haferkerns. Tägliche Verarbeitung bis 600 Zentner Hafer. 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Klapp-Manschetten weiß Panama Selbstbinder, g.Quaiität, mod. gemust., gestr., 1.65,1.25, Strickbinder,mod.Dessin, extra preiswert. . 0.95, 0.75, Leder-Sportgürtel prima Qualität 1.25 Halb-Westen,gute Qaüt., hell u. dunkel gemust. 4.25, Netzjacken, makofarbig, extra preiswert, Gr. 4-6 1.75, Socken, feste Baumwolle, gut verstärkt, schwarz und Holz-, Korb-, Bürsten- und Seilerwaren, Rotzhaarbesen, Bohner,Fensterleder,Schwämme, Ausklopfer, Türvorlagen, Gartengeräte und Gietzkannen meine Liebe! Wir Frauen find die Krone der Schöpfung u. die Büffel-Beize, gelb, rot, braun, Ift das befte färbende Boden* \ wachs für Bretterböden u. Treppen fowle I p6 \ für abgenutzte geftridiene Böden. Gibt I | Farbe u. Glanz, fdimubt nicht, riecht nicht bfcJL u jft (ehr fett. Der Rnftrich wird hart wie Lade u. ift naß wifebbar. Daher „büffle“ wie ich und merke Dir den Vers: Der „Büffel“ fteht * Für Qualität! Ludwig Uohlermann IV Bleichstratze 12. BtOUOCII, feine,.......'/.'Pfund 0.23 Btfllinen, feinste, . . V.-Vfunb ° 0.35 an gonöüiitmiwog.... . . '/.-Pfund 0.23 MWMen ... ^/.'Pfund 0.40 fiolosfloflen.........-/.-Pfund 0.23 MiWk-MOW.....'/.-Pfund 0.15 Blelonge-Banootis, f-m,«-, -/.-Pfund 0.20 WMNdlW ... . . . ^/.-Pfund 0.20 Gremfdjofoiflüeitangen . . 3 stück 0.25 Welienmeöl ia........Mund 0.22 Blölenmehl. feines Ur. o . Pfund 0.24 Auszugsmehl, feinstes . . . Pfund 0.27 Alisziigsmhl in Handtuchsäckchen 5430c „Worte Wognet“ 5-Pfd.-Säckchen 1.60 lO-Pfd.-Säckchen 3.10 Ufintcnho Hande|sschu|e VUyiuUllG Goethestraße 32 Beginn neuer Kurse 20. Juli Prospekt kostenlos durch die Schulleitung Dr. Reukauf. [5380a sind eine ganze Reihe wirklich aparter Neuheiten ein getroffen Ich empfehle reiche Auswahl erstklassiger Qualitäts - Schuhwaren vom einfachsten bis feinsten Geschmack Billigst gestellte Preisei Al'.EINVERKAUF von ENGELHARDT5 CHASALLA-NORMALSTIEFEL Der einzige fertige Stiefel nach Maß! 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