Reform« »82a '£ Wta, MM tltaet twi tammai iii. dieses Artikeln wertet • sachgemäß und fni big bebient im U« UrtxjM ». tfitrei ftxofborf März, Doraittage Krofdorf beiZreund ien Krofdorf. Distriii nb Waidhaus, W- SKm.;Keis«NKm. IRm.:KnüPpelSSRm Sorset Verbind .ßÜStöA^ erldht^ no^tC Km.; Reifer 5 Km unb) 17 Km.; Kflftt ib versteigert. 2088U lsteigemg. bt» 4. Uta MH Mass 'NV Är »d. ^cUbMb^^’6 tersteiserung. SSftSS*’ St*«»* • ; 53,4« - ’sauWtW«*' M««> >•«* knüppel Muer ^0 3. M fangen lu - l im ürt <«05 » *?*»#> ftcr: rs; Lr. 50 Erster oiatt Samstag, 28. Februar 1925 (75. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vnlck vnd Verlag: vrühl'jche UnioersitStr-vuch- und Steinöruderd R. Lange in Stehen. §chriftleitung und Selchäftrttelle: Zchul'trahe 7. 8«nabet o»a Injtlgf« für btt Ingeenemmci bis juwi tzachmurag vorher ohne jebe'Derbinblidihcit Preis tur | mm HStze für Anzeigen von 27 mm Breit« cirtli*8, auimärt« 10 (Bolbpfennig; für Ke- Klame-An ,eigen v 70 i.m Breite 35 Eoidpfenntg, Pluyvorfchrist 20" Auf- fchlag. - Berantworilich für Polin« u. Feuilleton: Dr Friebr Will) bange; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein;für den Anzeigenteil Hans Beck, sämtlich in Gießen. Erschein, täglich, aufctr Sonit» und Feiertag«. Beilage«: EiehenerFomilienb lütter Heimat im Bild. üieMtiil’ejrpnels: 2®olbmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerloh«, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infslge höherer Gewalt. Frrnsprech.Anschlüsse: 2chriftl»,tung 112, Ihr« lagundGefchüft»stelle5l. Anschrift für Drahtnachrichten Unzelger-ietze». pollfchecklonto: Frankf-N a. M. 11686. Reichspräsident Ebert t. Berlin, 28. Februar. (Wolff Funkspruch.) Der Reichspräsident ist heute vormittag 10.15 Uhr, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben, sanft entschlafen. Am Sterbelager befanden sich seine Gattin, seine beiden Töchter, sein Sohn und der Schwiegersohn Dr. Jaenicke, sowie Staatssekretär Dr. Meißner. Wenige Monate vor Ablauf feiner Amts- perivde reiht ein tra-ifcheS Geschick den ersten Präsidenten brt Deutschen Reiches in der Dollkraft seine« Leben« au- der Dahn. Mil rauher Hand greift so der Tob menschlichen Entschei- dungen vor und beraubt da« politifche Leben de« neuen Deutschland einer seiner stärksten Persönlichkeiten. In seiner Antrittsrede vor der Rationalversarnmlung in Weimar erklärte Friedr. Ebert: Ich will al - 'Beauftragter deS ganzen deutschen DolkeS handeln, nicht als Dormann einer einzigen Partei. Ich bekenne aber auch, dah Ich ein Sohn des Arbeiter stände« bin, ausgewachsen in der Gedan- tentoeh des Sozialismus, und dah ich weder meine Herkunst noch meine Ueberzeugung jemals zu verleugnen gesonnen bin. Wenn e« ihm auch nicht immer gelungen ist, sich von den parteipolitischen Dindungen freizuhalten — sch->n die "Versuche dazu führten die sozialdemokratische Partei in heftige Opposition zu dem Manne ihres Der traue ns — so wird auch der politische Gegner ihm gerne zugesteben, dah er nach Kräften dahin strebte, sein Höhe- Amt als "Beauftragter des ganzen Volkes zu führet«. Damals in "Weimar lag die Entscheidung zwischen Scheidemann und Ebert. Dah sie für Ebert ausfiel, war eine der letzten Beweise politische Dersiändnisses. die die Sozialdemokratie seit der Revolution für die staatspolitischen Rotwendigkeiten erbracht hat. Ebert war unstreitig der Bedeutendere von beiden und wohl der letzte große Führer der deutschen Sozialdemokratie nach Bebels Tode. Sin Schuhmachersfohn, ehr gelernter Sattler, ist er früh mit dem Marxismus in Berührung getreten und hat auch mit der Strenge des Sozialistengesetzes Bekanntschaft gemacht. In Bremen wird er ansässig, kommt in den Bürgerrat. Bebel wird aus ihn aufmerffam. holt ihn in den Parteivorstand, läßt Ihn in den Reichstag wählen und arbeitet mit allen Kräften daran. Ebnl zu seinem Rachfolger zu machen. In diesem Fall besah Bebel Menschenkenntnis, Ebert hat fein Dertrauen nicht betrogen, er war von den Sozialdemokraten Immer einer der Rationalsten. Er hat den Kampsgegen Haafe siegreich durchgefochten, hat die Absplitterung der Unabhängigen geschehen lassen, weil er sich von seiner Linie der Land ^Verteidigung nicht abbringen lassen wollte. Richt mnsvnst hat er zwei seiner Sohne auf dem Felde der Ehre verloren. So war eS aus der Psyche des Prinzen von Baden heraus das Selbstverständliche, dah er am Tage der Revolution Herrn Ebert dem Kaiser als Reichskanzler empfahl. Aber die Ereignisse gingen rascher, dies Amt hat Ebert nie angetreten. der Soldatenrat mochte einen Strich durch die Rechnung, als .DolkSbeauftragter" wurde er aber doch das ungekrönte Haupt der Revolutions- reaierung und am 11. Februar 1919 mit 277 von 379 Stimmen — wenige Tage nach seinem -iS. Geburtstage — zum provisorischen Reichspräsidenten gewählt. Dom Hl-gnllcben Standpunkt hat seine Amtsführung oft Gelegenheit zur Kri ik gegeben. aber da- soll nicht hindern, auf der anderen Seite anjuerfvnncn. dah die Schwierigkeiten. denen er sich gvgcnübevfab, oft genug unüberwindlich waren. Redmt alle« nur in allem, hat er es taktvoll verstanden, sich in seine Stellung hineinzuleben und die ersten Ansätze einer Präsidententradition zu schaffen. Und deshalb senkt sich an seinem Sarge achtungsvoll auch dieFahne derjenigen, die ihn oft genug bekämpfen muhten. Der letzte ttrankheitsbericht. Berlin, 28. 5ebr. (00X03. Funkspruch.s Die den Herrn Reichspräsidenten behandelnden Aerzle gaben heute morgen 9 Ahr folgenden Krankheitsbericht aus: „Heute morgen gegen fünf Ahr machte bte Bauchfellentzündung plötzlich Fortschritte. Der Kräftezostand deS Reichspräsidenten nahm schnell ab. Zur Zett schläft der Reichspräsident. Die behandelnden Aerzte halten seinen Zustand für hoffnungslos." 3m Laufe de« Tages Hefen von vielen Seifen In grober Zahl Teilnahmskundge- b u n g e n für den Reichspräsidenten ein. Der französische Dttschllter Margerie sprach persönlich dem Staatssekretär Dr. M e i h n e r die Wünsche des Präsidenten der Republik, des Mimst erpräsidenten und der französischen Regierung für die b-l ige Wiederherstellung des Reich p ä- fidenten aus. Der italienische Bitschifter Graf Dosdari, der dänische Gesandte Kammerherr Zohle. der portugiesische Geschäftsträger de R a S c i m e n to und der Geschäftsträger von Kolumbien ©errano Blanko stattetm Besuche .ab. Don dem hier weilenden portugiesischen Gesandten da "Beige Simoes und dem Gene- raEonfuI von Honduras gingen Telegramme ein. Die Oberbürgermeister von Berlin und Heidelberg übermittelten die besten Wünsche dieser Städte für baldige Besserung und Gesundung. Hriedrich Eberts Lebensgang. Friedrich Ebert ist am 4. Februar 1871 in Heidelberg geboren. Er besuchte die Dolks- schule in Heidelberg und erlernte dann das Sattlerhandwerk. Rach der Lehre machte er die übliche Handwerksburschenzeit durch, wanderte durch Süd- und Rorddeulfchland und kam auch nach Bremen. Als Zeichen einer gewissen politischen Frühreife darf die Tatsache angesehen werden, dah er bereits 1892 eine Redakteurstelle an der sozialdemokratischen ,"Bremer Bürger- a e 1t u n g" einnehmen konnte Eberl ist bis zu seinem Eintritt in den Parteivorstand 1905 in Bremen geblieben. Rach seinem Ausscheiden aus der „"Bremer Bürgerzeitung" betrieb er kurze Zeit eine Gastwirtschaft und übernahm dann das Bremer Arbeitersekretariat. 1900 wurde er in die "Bremer Bürgerschaft gewählt; er war hier der anerkannte und auch von den politischen Gegnern hochgeschätzte Wortführer der Sozialdemokratie. Später wurde er auch Mitglied des Dürgeramtes. 3m Iahre 1905 wurde die Zahl der Sekretäre im Dorstand der Sozialdemokratischen Partei vermehrt, und der 1913 in Jena stattfindende Parteitag wählte auf diesen Posten Ebert, der im Iahre vorher dem Parteitag neben Singer präsidiert hatte. Rach Singers Tode kam Ebert bereits als Vorsitzender der Partei in Frage; er lehnte indessen ab. Die große Mehrheit des Parteitages vereinigte sich dann auf den Königsberger Rechtsanwalt und Reichstagsabgeordneten Haase, der an Singers Stelle gewählt wurde. Rachdem nun aber 1913 auch die andere Stelle des Parteivorlihenden durch Bebels Tod frei geworden war berief der sozialdemokratische Parteitag von 1913 Ebert doch in das Dorsitzendenamt. Zum Reichstag kandidierte Ebert früher im 18 hannoverschen Wahlkreis und 1912 in Elberfeld-Barmen, welchen svreis bis zur Auflösung 1906 der Abgeordnete Molkenbuhr Der- trat. "Bei den Wahlen 1907 ging der Kreis verloren, er wurde bei den letzten Wahlen von Eben für die Sozialdemokratie zurückerobert. Unter der Relchskanzlerfchaft des Prinzen Max von Baden trat er in das Ministerium ein. Am 9. Rovember 1918 stellte er sich neben Scheidemann an die Spitze der Revolution. In der Rationalversammlung vom 11. Februar 1919 wurde er zum Reichspräsidenten gewählt und später von dem neuen Reichstag in diesem Amt bestätigt. Das Handelsprovisorium mit Frankreich. Am 12. Oktober kam zwischen der deutschen und der französischen Handelsdelegation eine Uebereinfunft zustande, nach der Frankreich sich grundsätzlich für die Gewährung der Meistbegünstigung de facto auSsprach. Die Pariser Regierung jedoch verlieh diesen Grundsatz der Wirtschaftsverhandlungen sehr bald näher fest zulegen sind. Hinsichtlich des endgültigen Handelsvertrags wurde lediglich die Zusicherung erteilt, daß die Frage der elsah- lothringischen Kontingente Gegenstand von Erfrierungen bilden. wieder, so daß eigentlich von Weihnachten biS jetzt in bet Hauptsache um die Anerkennung des Prinzips der Meistbegünstigung durch Frankreich gerungen wurde. Jetzt ist es-der deutschen Taktik gelungen, Frankreich zu diesem Prinzip zurück- a u f ü b r e n und d i e Basis für eine Der» ständigung über einen vorläufige n und im Anschluß daran über den endgültigen Handelsvertrag zu finden. Da in den letzten Wochen alle jenen Warengruppen durch- gefprochen wurden, für die sowohl Frankreich als auch Deutschland Meistbegünstigung verlangen, erscheint es nicht ausgeschlossen, daß das Provisorium unmittelbar vor seiner Unterzeich- nung steht. Allerdings muß festgestellt werden, daß die Schwierigkeiten noch keineswegs restlos aus dem Wege geräumt worden sind; über verschieden« Zollfragen ist man sich noch nicht ganz einig, bei der bekannten Hartnäckigkeit der Franzosen muß man wohl mit der Möglichkeit rech^-en, daß eines Tages die Der- banblungcn wieder auf einen toten Punkt an- langen und daß es neuer Anstrengungen bedürfen wird, um den Handelsvertrag schließlich doch noch unter Dach und Fach zu bringen. Der Inhalt des Provisoriums. Paris, 28. Febr. (TA.) „Information" glaubt In der Lage ju fein, den Inhalt des französischen Provisoriums genau wiedergeben zu können. Danach räumt Deutschland Frankreich folgende Dergünstigungen ein: 1. die Meistbegünstigung für den grö'ten Teil seiner Aus uhra't kel, mit Ausnahme bt* stimirt-r numerischer Kontingente; 2. die Zollermäßigung für eine Reihe näßer angegebener Erzeugnisse, über die jedoch noch keine vollständige Einigung zustande gekommen ist; 3. Aushebung von Schutzzöllen für andere Waren-, 4. Dorzugsb'han^lung gewisser Elsaß-Lothringer Kontingente. Deutschland wird während der Dauer des modus vivendi die Zusage deS Mindest- tarifs für eine Reihe von Ausfuhrartikeln und deS Zwischentarifs für andere Artikel er» halten Was den endgültigen Handelsvertrag ondelangt, fo wird Deu.sch'and die Meistbegünstigung erba ten. Es sind jedoch gewisse Ausnahmen vorgesehen, die zu einem bestimmten, im voraus sestge'etz en Ze tpuntt fort» fallen sollen. Auf diese Weise we-den gewisse Industriezweige wahrend eines Ze traums von einem bis zwei Jahren geschützt und erst in der Folge den Bestimmungen des endgültigen Vertrages angevaßt. Frankreich wird im Austausch diese Meistbegünstigung erßal'en. ferner Tarifermäßigungen sowie andere Dvr- teile und schtießlich auch, wenn keine dritte Kla-'t E n'pruch erhebt, die D^rzugsbehand» lung elsa^-lothringischer Droduk'e. Wie der Bert e er der •_ e egraph:nu ion von d^n zuständigen Stellen erfährt, ist die Darstellung der „Information" in einzelnen Punkten nicht zutreffend. Was die Frage der elsah- lothringi'chen Warenkoatingente anbe'angt, so würde Frankreich eine Ausnahmebehandlung unter Bedingungen zugesichert, die jedoch noch Die Kontrollfrage. London. 27. Febr. (WB.) Der Bericht der Kontrollkommission wird denD otschafter- r a t möglict-erweise in der nächsten Woche zu- gehen. Freilich sei des noch nicht sicher. Ebenso fei es unbestimmt, ob die Beratungen der Alliierten auf einer Konferenz oder durch h:e Vermittlung der Dotschaf er erfolgen werde. Meldungen über Meinungs.-erfchicbenb.iten wegen der Machtbefugnisse des Dersailler Kornitres sind unrichtig. Das Komitee sei nicht be ug . Bedingungen zu formulieren, außer wenn eS hierzu später von den alliierten "^g erungen aufgefordert werden sollte. Ob E h a m b c r - Iain auf der Reise nach Genf Paris besuchen werde, sei noch unsicher. Don keiner Seite sei jemals vorgeschlagen worden, die Deutschen sollten den Bericht der alliierten Komm sfion erörtern. Tatsächlich sei auch von Deutschland n i e- ma 1 s ein Ersu chen i n dieser Richtung gestellt worden. ES könne jedoch als sicher angenommen werden, daß Bemerkungen in der Beantwortung der alliierten Dote in Empfang genommen werden würden. Die Rote selbst werbe schleunigst fertig- gestellt werden, sobald der Bericht der Militärkontrollkommission v.-n den alliierten Regierungen vollständig geprüft worden sei. Der Pariser Berichtersta t r des ..Matche^ e GuardianS" weist aut die Gefahr hin, dah versucht werden könnte, Deutschland unmögliche Forderungen zu stellen, um die Aufrechterhaltung der Besetzung der Kölner Zone zu rechtfertigen, bis die britische Regierung eine Ent cheidunz in der Frage des Genfer Protokolls gefallt habe. Das Blatt bedauert, dah die britische Regierung sich anscheinend bis jetzt noch nicht von diesem Druck befreit, noch Frankreich einen klaren Dorschlag gemacht habe. In Regierungskreisen verlautet, dah der französisch-engli'che Meinungsaustausch in der Sicherheitsfrage fortschreitet. England werde einen Dertrag nur unter der Doraus- sehung unterzeichnen, dah sich Frankreich rückhaltlos an der von Evolidge vorgeschlagenen Abrüstungskonferenz beteiligt. England fordert von Frankreich die Beschränkung deS Unterseeboot- und Flugzeugbaus und der Flottenrüstnngen, womit sich Frankreich nicht einverstanden erklären will. Man nimmt jedoch an, dah es England gelingen werde, seine Forderungen durch gewisse Zugeständnisse in b:r Sicherhllts'ra^e g g.n Deutschland durchzusehen. Der Berichterstatter des .LokalanzeigerS" in Paris hatte Gelegenheit, eine sehr mahgebende französische Persönlichkeit über die Sicherhoits- frage zu befragen. Der Gewährsmann erklärte ihm: Frankreich Lgt auf die R geluni der Sicherheitsfrage schon allein aus dem Grunde den allergrößten Wert, weil es darauf bestehen muh, dah die Grenzen Polens unbedingt so gewahrt werden, wie es im Dersailler Dertrag vorgeschrieben ist. Frankreich betont diese Garantie Polen gegenüber so stark, um dadurch vornehmlich eine Annäherung di ses Staates an die Kleine Entente zu fbrbcm. Die Memelfrage spielt dabei auch eine große "Rolle, Unsere Toten. Don Dr. Otto Everling. Ein halbe- Jahrzehnt ging unter deutsche- Doll durch ein Meer von Blut und Tränen. Wir haben einen der furchtbarsten Kriege der Weltgeschichte erlebt, den. wie unter Doll am 1. August 1914 instinktiv fühlte und wie das nüchterne Studium der veröffentlichten Akten von Tag zu Tag bestätigt, und französische Rach- sucht, russischer Machttrieb und englischer Geschäftsneid aufdrängte. Die Blüte der deutschen Mannheit, zwei Millionen deutscher Söhne, führte der Kampf fürs Daterland In frühe Todesnacht W i r gedenken der Toten! Die Glocken Hingen von Turm au Turm durch- weite deutsche Land. Und überall wohnen Mütter, in deren Herzen es immer wieder mit unfaßbarem Schmerze klingt: Mein Junge, mein lieber, blondeG Junge I Ueberall weilen Frauen, die mit Sehnsucht ein fernes Grab suchen. daS ihre Lebenshoffnung umschließt. Es gibt niemand unter uns, der nicht mit heißem Schmerz und tiefer Wehmut irgendeinen Toten grüßt, der allzu früh und fern der Heimat fein Leben für unS gelassen. „Da sei dann euch, ihr treuen Toten, der Brüder ernster Schwur entboten, zorn'ge Tränen rinnen drein, nimmer soll, daS ihr vergossen, euer Blut umsonst geflossen, nimmer soll- vergessen sein." Jeder Dollstrauertag muß ein Weihetag werden, an dem wir uns innerlich rüsten, eine Wende des deutschen Schicksals und einen Deutschen Tag herbeizuführen, da der Donnenglanz der Freiheit Deutschlands schmachvoll dunlle Knechtschaft wieder bannt. Wie mit einem Faustschlag hat man unferm leichtfertig und listig entwaffneten Boll am deutschen Rheinstrom erst kürzlich wieder bewiesen, daß wir immer noch wehrlos der Willkür preisgegeben sind, daß Recht und Gerechtigkeit, für die unsere Gefallenen gekämpft und geblutet haben, auch jetzt noch mit Füßen getreten werden. „Wenn heut ein Geist Hern lederst iege, zugleich ein Sänger und ein Held", wenn heut einer aus der hochgesinnten Jungmannschall, die vor einem Jahrzehnt in unbeschreiblichem, tiefernstem Begeisterungssturm in den Kampf hinauszog, auS feinem Grade aufstiege und durch die Lande ginge, was würde er sehen und sagen? Unmittelbarer, ergreifender, mit berechtigterem Zorn und mit erschreckteren Augen als wir würde er schauen, was aus dem stolzen großen Bismarckreich geworden ist! Wie ein Bannfluch liegt über dem Rheinland, über dem Osten, über dem ganzen Daterland, ja über Europa und der ganzen Erde das dämonische Dersailler Diktat. Das deutsche Dolk, dessen Stirn wund war von dem Lorbeer, den seine Wehrhastigkeit in vier Jahren unerhörter Hel. dentalen errungen, liegt geschlagen am Boden, durch den größten Weltbetrug der Geschichte entwaffnet, an seinen Grenzen zerstückelt, wirtschaftlich gefährdet, politisch entrechtet, der Frei' heit und Souveränität beraubt. Der unglückselige Kriegsausgang und die im entscheibenden Augenblick einsetzeide doppelt unheilvolle Umwälzung haben eine große Beranr- rung der Deister und Gemüter uns gebracht, haben zeitweise aus unterem deutschen Doll einen Haufen uneiniger Menschen gemacht, so dah es bisweilen ist, als ob der Deutsche den Deutschen gar nicht mehr verstehe. Alle die schweren, strittigen Fragen deS menschlichen Gemeinschaftslebens wurden mit einer geradezu elementaren Wucht unter uns aufgeweckt, ja. aufgepeitscht Und immer noch fehlt es an Kraft und Klarheit, an Einsicht und Einheit der Gesinnung, diese Fragen zu lösen. Uns fehlt eine gemeinsame Beurteilung der Vergangenheit und darum auch eine gemeinsame Rettung für die Zukunft Mehr denn je finden wir unter unS verschiedene De riffe von Gut und Döse, von Gerechttgkett und Liebe, von Dolk und Gemeinschaft, von Schicksal und Geschichte. von Menschheit und von Gott. Eins soll unS zunächst helfen, die sehnsüchtige Trauertlage um unsere Toten, der tiefe Schmerz um Deutschlands Schicksal, der zugleich für die meisten und besten unter uns der tiefste Schmerz ihres Erdendaseins ist. Solches Leid muh unter uns den Willen zur Einigkeit, ^ur Verständigung und Versöhnung der Stande und Stämme neu wecken und pslegsam fördern helfen, und mit ihm muß wieder erwachen der tapfere alte Sinn für Wehrhaftigkeit. Roch niemals konnte ein Dolk ohne Wehrhaftigkeit seine Eigenart in_ der Geschichte behaupten. Dreifach gilt das für unser deutsches Dolk. das Herzvolk Europas mit den vielen ungeschützten Grenzen und den vielen ungezähmten Feinden. Auf dem Wege eines gemeinsamen Hanen Geschickes hat noch stets ein tüchtiges Dolk sich selbst wieder gefunden und in den verworrenen und verwirrenden Menschheitsgeschicken die Stunde erlebt. die ihm mit dem wehrhaften Sinn der Bat er Rettung und Freiheit wreder schenkt. Roch scheint eS. olÄ ob die bittere Rot uns nicht besser, sondern vielfach schlechter gemacht hat. Unb dennoch wollen wir getrost sein. Je entwürdigender uns die Fremdherrschaft m.ß- handelt. um so mehr wird nach der Erfahrung der Geschichte und nach einem tiefen Gesetz des Gemeinschaftslebens die gemeinsame Rot das Gift der gegenseitigen Erbitterung durch den Geist sozialer Verständigung, den Hast der gegenseitigen Beschuldigung durch die Kraft nationaler Wiedergeburt überwinden. Darum 'wollen wir uns ernst in die großen Fragen und Ausgaben der Zeil vertiefen, wollen unermüdlich in der Arbeit stehen, wollen trotz allem freudig uns den echten Lebensgütern hingeben: Frühling und "Liebe, Wald und Feld. Kinderaugen, Sternenglanz und edle Frömmigkeit! Dann wird die weltgeschichtliche Unmöglichkeit offenbar werden, das deutsche Millionenvolk mit allen seinen Fähigkeiten und Leistungen dauernd zu knechten, dann wird der Deutsche den Deutschen wieder verstehen, dann wird die Stunde kommen, wo die grimme Rot ihr Erziehungswerk getan hat und die rettenden Kräfte deutscher Einigkeit uns Recht und Freiheit wieder schenken. Und dann wissen wir. daß auch die Millionen des Weltkrieges nicht u m - sonst gestorben sind. Dann erwachen die getreuen Kämpfer, steigen aus ihrem Grabe und rufen mit Geisterstimme: Auf. auf. mein liebes deutsches Volk! Laß deine Falken, deine Adler wieder steigen! Aoch schlummern sie. die Opfer des großen Krieges, weihevoll und still. Aoch sind wir langst nicht am Ziel. Und dennoch! „Wenn heut ein Geist herniederstiege, zugleich ein Sänger und ein Held", wenn er am Dolkstrauertage durch die deutschen Lande ginge von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt, wenn er in die Herzen schaute in vielen tausend deutschen Häusern. dann soll er auch heut schon sprechen dürfen: .Richt kann ich rühmen, nicht verdammen, untröstlich ist's noch allerwärts — doch sah ich manches Au;e flammen, und klopfen hör' ich manches Herz," Die Franzosen im Saargebiet. Deutsche Protcst-Note an den Vö kerbund. Berlin, 28. Febr. (SU.) Die Reichsregierung hat dem Generalsekretär des Völkerbundes eine Rote übersandt, in der sie gegen die Anwesenheit franzosi- scherTruppenimSaargebiet protestiert. Die Rote hat folgenden Wortlaut: Mit Schreiben vom 22. September 1924 haben Sie die Abschrift eines vom Rat des Völkerbundes am 19. September 1924 genehmigten Berichts über die französischen Truppen und die örtliche Gendarmerie des Saargebiets übersandt. In diesem Bericht ist die Regicrungskomm ssion des Saar- aebiets ersucht worden, dem Rat des Völkerbundes ergänzende Angaben zu machen über gewisse Punkte. Der deutschen Regierung ist nicht bekannt, ob der Völkerbund inzwischen die gewünschten Angaben erhalten hat. Sie kann nur feststellen, daß wiederum fünf Monate vergangen sind, ohne daß die Angeil egenheit Fortschritte gemacht hätte. Die Frage der Zurückziehung der französischen Truppen auS dem Saargebiet und der Errichtung einer örtlichen Gendarmerie zieht sich nunmehr volle fünf Zähre hin. Die deutsche Regierung hat in dieser Frage elf Schreiben an den Völkerbund gerichtet. Sieben- »na l hat sich der Rat des Völkerbundes damit befaßt. Mehr als ein Drittel der für die Gesamt- 4bauer des Sonderregimes für das Saargebiet vorgesehenen Zeit ist abgelaufen und immer 'noch dauert ein Zustand an, den der Rat selbst am 13. Februar 1920 als vorübergehend bezeichnet hat. Am 30 Mai 1924 hatte die deutsche Regierung erklärt, der Hauptmangel dieses Zustande- liege darin, daß sein Ende nicht abzusehen sei. Heute, saft ein Jahr später, trifft diese Vermutung noch ebenso zu. denn die Regierungskommission, die für die örtliche Gendarmerie 3000 bis 4000* Mann zu benötigen glaubt, verfügt nach ihrem eigenen Bericht mit Beginn des ZahreS 1923 erst über 570 Mann. SS genügt, diese Tatsache fefhuftellen. Die deutsche Regierung kann sich nicht damit abfinden, daß die Aegeluna einer so wichtigen Frage Jahr für Jahr verschoben wird. Sie hat einen Anspruch daraus, daß die Dertragsbestimmungen über daS Saargebiet auSgeführt werden und bah nicht in diesem Gebiet auf unbegrenzte Zeit vertragswidrige Zustände herrschen. Der Tert de« DerttagS ist völlig Har: Die Aufrechterhaltung der Ordnung im Saargebiet soll ,nur durch örtliche Gendarmerie erfolgen. Diese Bestimmung läßt die jahrelange Anwesenheit französischer Truppen für die Auf- rechterhallung der Ordnung nicht zu. UeberdieS verträgt sich die Anwesenheit französischer Trup- Pen, wie die deutsche Regierung immer wieder betonen muh, auch in keiner Weise mit dem EHara kl er deS Saargebiets als AbstimmunaSgebtet, da Frankreich an dem Ergebnis der Abstimmung interessiert ift. Gestützt auf ihr klares Recht und auf eine fünfjährige Erfahrung muß daher die deutsche Regierung jeder weiteren Verschiebung dieser Frage mit allem Nachdruck wider- sprechen. Sie erwartet vom Völkerbund, dah er nunmehr endlich dem Vertrag von Versailles und seinen früheren Beschlüssen Anerken- nung verschafft. $rantrcid)s Außenpolitik. Paris, 28. Febr. (TU.) Vor der Senats- kommissivn für auswärtige Angelegenheiten beantwortete Herriol den Fragevogen der Kommission über die vier wichtigsten Probleme der französischen Außenpolitik. Aach einem amtlichen Bericht führte Herriot u. a. auS: 1. Die Verhandlungen mit England über die S ch u ldenf rage werden mit größter Herzlichkeit fortgesetzt. Die Haltung der Vcretnlgten Staaten hat sich in die, ec Frage seit dem vergangenen Jahr nicht geändert. 2. Die verbündeten Mächte werden sich in einer Aussprache über die Sicherheitsfrage die sich nicht länger hinauSschieben läßt, schlü.sig werden. Auf deutscher Seite scheint man im Begriff zu stehen. Vorschläge zu unterbreiten. -u denen die Regierung jedoch aus» fchliehlich im Rahmendes Versailler DertragS Stellung nehmen wird. 3. Die französisch-russischen ^Beziehungen wurden ans politischen G.ünden wie auch zum Schuhe der französischen finanziellen Interessen wieder ausgenommen Die Regierung bemüht sich zur Zeit, eine Regelung der öffentlichen und privaten Schuldverpflichtungen Rußlands herbeizuühren. Die Sowjetregierung und das russische Volk wollen, dah die Wrangelflotte ohne jede Formalität übergeben würde. Die ftanzöftsche Regierung hält aber an den Bedingungen fest, die von ihrer Vorgängerin ausgestellt wurden. Die Wrangllslorte wird nicht üvergeben, solange diese Voraussetzungen nickst er.üllt sind. Dann werden zum Schutze der Ra idstaaten am Schwarzen Meer besondere Ma-nahmen ergriffen werden. 4. Die Frage der Unterbringung der deutschen Schuldverschreibungen (Eisenbahn- und Industrie-Schuldverschreibungen) ist nicht vor ein.gen Monaten spruchreif. Das französische Heer. Paris. 27. Febr. (WB.) Bei der Beratung des Finanzgesetzes in der Kammer über die budgetäre Festsetzung der Effektivbe stände der Armee, die für das Jahr 1925 auf 607000 Mann festgesetzt ist. verlangte ein kommunistischer Abgeordneter die Herabsetzung dieser Effektivbestände auf 500 003 Mann. Dem tritt Kriegsminister General Rollet entgegen und erllärt, entgegen der^Dehauptung des kommunistischen Abgeordnete. wonach die französische Armee im Jahre 1913 503 000 Mann betragen hnbe. hat ihre Stärke schon damals 616003 Mann bct.agen. Frankreich habe jetzt auch noch dos Rheinland zu besetzen, und es unterhalte Truppen in der Levante, was 120 030 Mann in Anspruch nehme. Auch der sozialistische Abgeordnete Paul Do nc ou rt nah n zu dieser Frage das Wort und erklärte, er schlrehe sich den Ausführungen des Kriegsministers an. Man könne die Stärke der Armee nicht mittels eines Zusahantrages, wie ihn der kommunistische Abgeordnete vorgeschlagen. habe, herabfetzen. Die Effektivstärke einer stehenden Armee herabzusetzen, sei ä u h e r st gefährlich. Der Artikel, der die Gesamtstärke der französischen Armee für das Jahr 1925 auf 637 033 Mann fest- setzt, wird alsdann angenommen. Der Kampf um Mossul. Der britische Propagaudafeld^ug. — Das türkenfreuildllche Mossul. Konstantinopel, 27. Febr. (TU.) Zur Entkräftigung der tendenziösen en lischen Berichte über die Stimmung der Bevölkerung des Mossul Gebietes wird amtlich gemeldet, daß General D s ch e v a d Pascha, der türäsche Vertreter bei der Grenzregelungs-Kcmmission täglich Sympathiekundgebungen von den Vertretern der m Hammedanischen Mehrheit erhalte. Die unter englischem Ein'luß stehenden Irak- Dehörden suchen der r.ige Kundgebungen gewaltsam zu unterdrücken und die neftoria- nischen Kreise zu Gegenkundgebungen aufzustacheln. Die einflußreichsten türkenfreundlichen Führer seien von den englischen Behörden unter nichtigen Vorwänden In Haft genommen worden. Die britischen politischen Agenten bemühten sich auch, die Völkerbundskom- mission zu beeinflussen, indem sie die Vertreter der türkenfreun^lichen Bevölkerung in dem Verkehr mit den Mitgliedern der Kommission hinderten und der Kommission die Türkenfreunde als verbrecherische oder unzuverlässige El-mente schilderten. Außerdem hatten die englischen Agenten „Demonstrationskolon- n e n“ 'ausgestellt, die den K m.nissionsmitgliedern in die umliegenden Ortschiften ti^r au Seifen und bei Ankunft der Kommission antitürktsche Kundgebungen veranstalten. Der Kurdenaufstand. Konstantinopel, 28. Febr. Wahrscheinlich wird Ministerpräs dent Ismet Pascha das Oberkommando über dieRegierungs- truppen erhalten. Es sei auch die Rede davon, den Berliner Botschafter General Kemal Eddi Sami nach Angora zu berufen. Wie vom Kampfgebiet gemeldet wird, sollen gefangene Aufständische imBesihvonausländifchenWaf- f e n und Uniformen gewesen fein. Der Tschekaprozeh. LeiPzig, 27. Febr. (Welff.) Zu-ächst wird ein Dries verlesen, den der Angeklagte Hucke nach seiner Vernehmung an den Untersuchungsrichter schrieb, in dem er feine Aussagen als i h m vorgehaltene Aussagen Reumanns bezeichnet und sie z u r ü ck n i m m t. Cs wird festgestellt, daß trotzdem keine neue Vernehmung des Angell gt en stattgefunden hat. Der Angellagte Meyer war feit 1922 in der Zentrale tätig, zunächst in der Expedition, dann in der Waffenabteilung. Er fuhr nach Hamburg, um von dort zuerst 32 und dann vier Kisten mit Waffen und Munition nach Berlin zu verladen, und zwar als Stahlwaren. Wo die Waffen herkamen, will er nicht wissen. Wie der Vorsitzende erllärt, stammten sie aus Thüringen und sollten zunächst beim Hamburger Putsch und nach dessen Scheitern in Berlin Verwendung finden. Der Angetlagte sagt weiter aus, daß der Angeklagte Kuhls, der fein ständiger Verbindungsmann gewesen fein soll, lediglich gelegentlich Botendienste verrichtete und nicht eingeweiht war. Auf Vorhalt des Vorsitzenden, dah sie regelmäßig zusammen in der russischen Handelsmisfion gescsen hätten, erllärte der Angellagte, daß dort eine Kantine gewesen sei, wo neben zahlreichen deutschen Angestellten der Handelsmission auch Außenstehende sowie Angestellte der Viktoria- Versicherung sahen. Gr bestreitet, an der Unterbringung der Waffenlager in Berlin beteiligt gewesen zu fein. Davon, dah Rausch erledigt werden sollte, habe er nichts gewuht. Die Partei erkenne den individuellen Terror als Kampfmittel nicht an. Er selbst würde, wenn die Partei sich dem individuellen Terror zuwenden sollte, automatisch aus derselben auischeiden. Reumann erwidert, dah der Inoividualterror, ebenso wie die Partisan- und die militärischen Organisationen zu den illegalen Kampfmitteln der Partei gehöre, die im kommunistischen Programm nicht festgelegt seien. Die politiiche Leitung sei mit der Bildung seiner Gruppe einverstanden gewesen und habe sie unterstützt. Meyer sagte weiter, er habe nicht gewuht, dah Rausch von Reumann erschoßen worden war. Reumann gibt auch zu, dah ferne frühere darauf bezügliche Aussage nur eine Schlußfolgerung war. Der Angeklagte Kuhls erllärte. für Meyer lediglich Gänge besorgt zu haben. Dieser habe ihn niemals üoer seine Tät giert aufgeklärt, sondern lediglich gesagt, es handle sich Darum, die Verbindung innerhalb der Partei aufrecht» zuerhalten, um ihren Verfall zu verhüten. Der Angellagte H a l l ü p, der von Beruf Mechaniker ist, ist feit einigen Jahren literarisch tätig. Er gründete eine proletarische Spielgemeinschaft mit einem Bureau in seiner Wohnung und schrieb für diese Stücke. Davon, daß in feiner Wohnung auch das Bureau des Zentralrevolutionskomitees gewesen sei. will der Angellagte nichts wissen. Das Paket mit belastenden Schriftstücken, das in seinem Schlafzimmer versteckt aufgefunden wurde, erllärt der Angellagte nicht zu kennen. Es handle sich um einen Schurkenstreich gegen ihn. Die Papiere feien durch Lockspitzel in seine Wohnung geschafft worden. Reumann erklärt dazu, er habe die Räume ausdrücklich für Parteizwecke gemietet. Es sei aver möglich, daß Hallup über die Art der Tätigkeit nich. unterrichtet war. Der Angeklagte I n t o r f 'hat im Herbst 1923 einige Male Kurierdienste für die Partei ausgeüot. Später stellle er seine Wohnung für einen Herrn Hans und einen zweiten Herrn Hellmuth zu Besprechungen zur Der.üguag. Dann wohnte Margies bei ihm. Heber d e Art der Besprechungen erklärt er, nichts zu wissen, was Reumann bestätigt. Länder und Zinanzaurgleich. Die Bedenke» des preußischen Ainanznrinifters. Berlin, 27. Febr (Wolff.) Die Vertreter der im Steuerausschuß des Reichsrats vertretenen Länder hacken sich gestern im preußischen Finanzministerium zu einer Besprechung zusammengefunden. Im Laufe der Beratungen führte der preußische Finanzminister Dr. Hopker-Aschofs, dem Preußischen Pressedienst zufolge, u. a. aus: Die Länder sind bereit, die Lage aller Wirtschaftstreise zu berücksichtigen, die Verwirklichung der Pläne des Reiches würde indessen die Länber bei dem Ausbau ihrer Steuern zu Wegen zwingen, die für die Wirtschaft außerordentlich gefähr- l i ch sind. Die Berechnungen des Reiches, dah die heutigen Ausgaben der Länder und Gemeinden die Friedenssätze um 45 bzw. 50 Prozent übersteigen, beruhen auf unzulänglichen Grundlagen: die unabweis'.ichen Bedürfnisse sind höher. Die Länder und Gemeinden erhalten für 1924 von den Einkommen- und Körperschaftssteuern 93 Prozent, von der Umsatzsteuer 23 Prozent, zusammen sind dies etwa 2740 Millionen. Für 1925 will das Reich den Ländern und Gemeinden von den Einkommen- und Körperschaftssteuern nur 75 Prozent und von der Umsatzsteuer 30 Prozent, zusammen etwa 1950 Millionen zuweisen. Die Lander würden dadurch gezwungen werden, die R e a l st e u e r n in einer We se anzuspannen, dah sie von der Wirtschast gar nicht getragen werden könnten. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, daß u. a. die Kosten der Schutzpolizei von 190 auf 100 M llionen heiabgefetzt und die Grunderwerbssteuer von vier auf drei Prozent ermähigt werden soll. Das Reich verweist die Länder auf die HauS- z i n s st e u e r. Der Finanzminister führte im einzelnen aus, daß auch die Hausftnssteuer nicht genügen könne, die Bedürfnisse der Länder zu decken und fährt dann fort: Die Länder und Gemeinden können sich nicht auf eine Steuer verweisen lassen, deren Durchführung auf die Dauer noch ungewiß ist. Die Länder müssen vöm Reiche verlangen, ihnen unverzüglich einen Entwurf für die ilebergangörege lung vorzulegen, da es unmöglich erscheint, den endgültig m Finanzausgleich noch rechtzeitig vor dem 31. März zustande zu bringen. Die Ausführungen des preußischen Finanzministers sanden bei den Vertretern der Länder einmütige Zustimmung. Es wurde beschlossen, den preußischen Finan;minister zu beauftragen, feine Ausführungen namens der vertretenen Länder im Reichsratsausschuß zu wiederholen. In der Aussprache über die einzelnen Gesetzentwürfe wurde als einmütige Auffassung hervorgehoben, daß die Belastung der öffentlichen Betriebe der Gemeinden mit der Körperschafts- und Umsatzsteuer unannehmbar sei. Die preußische Krisis. Berlin, 27. Febr. (TU.) Der preußische Ministerpräsident Dr. Marx ist sich dahin schlüssig geworden, eine R e u w a h l als preußischer Ministerpräsident nur dann anzunehmen, wenn Gewißheit besteht, daß diesmal daS von ihm zu bildende Kabinett ein Vertrauensvotum erhält. Da diese Frage dis zum nächsten M'ttwoch aber kaum geklärt sein dürste, strebt M.nisterpräsident Marx eine Verschiebung des neuen WahlterminS an. Der Beamtenabbau in Preuhen. Berlin, 28. Febr. (TU.) 3m Haupt - ausfchuß des preußischen Landtags gab Ministerialrat Zimmer vom preußischen Finanzministerium Aufschluß über d i e Reichsnovelle zur Personalabbauverordnung. Der Ausschuß beriet dann Anträge der Deutschnationalen Dolkspartei, der Deutschen Volkspartei und der Sozialdemokraten auf Aufhebung bzw. Aende- rung der Persontlabbauverordn n" Die Regierung erllärte, dah die preußi che Staatsverwaltung noch immer eines weiteren Abbaus bedürfe. Angen mmen tour' e ein sozialdemokratischer Antrag, wonach ein Abbau auch bei den Wahlbeamten unter den Voraussetzungen des § 21 zulässig und in den Fällen, in denen Wahlbeamte im Gegensatz dazu abgebiut worden sind, eine neue Entscheidung herbeizuführen ist. Angen mmen wurde ferner ein sozialdemokratischer Antrag, sofort jeden weiteren Abbau aus Grund der Person I» abbauDerorönung einzu st elfen i nö die dazu erforderliche Gesetzesvorl'ge beschleunigt vorzulegen, dazu ein vollsparteilicher Antrag, daß die Aufhebung der Anstellungs - und Befördernnassperre im Reich gleichzeittg auch In Preußen zu erfolgen hat. Baden und die Aufwertunysfraye. Karlsruhe. 27. Febr. (WTD.) Der Landtag beschäftigte sich mit der Aufwertungsfrage unb nahm dazu mit allen Stimmen bei Stimmenthaltung zweier Kommunisten eine Reihe von Richtlinien für die alsbaldige Aenderung derdrittenSteuernotverordnung an. Darin wird u. a. eine angemessene Erhöhung bcS Huridrrsatzes von 15 Proz., die Verpflichtung zur Aufwertung von Sparkasseneinlagen nach Maßgabe der Wirtschaftslage der verbürgenden Gemeinden, ein wenn auch nur beschränkter Zinsendien st bei öffentlichen Anleihen, die Besteuerung bei Jnflationsgewinne und eine nach bem Grundsatz der Auswertung bemessene Entschädigung der Auslanddedschen unb Vertriebenen gefordert. Kleine politische Nachrichten. Der neuernannte deutsche Botschafter in Washington. Frhr. von Malhan, ist mit feiner Familie auf dem Hapagdampfer „Albert Dallin" nach Reuyork abgefahren. Geh. Kommerzienrat Dr. h. c. Ernst v. Bor» sig wurde als Rach olger Dr. Sorges zum Vorsitzenden der Vereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände gewählt. Zum Ersten geistlichen Vizepräsidenten deS evangelischen Oberkirchenrats in Preußen ist der Geheime Oberkonftstdrialrat Dr. Conrad gewählt worder • Die deutsche Kriegslastenkommission in Paris übergab der Reparationskommission eine Rote mit dem Antrag festzustellen, daß die rumänischen Forderungen, die in der letzten Zeit zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Deutschland und Rumänien geiührt haben, auf Grund des Sachverständigengutachtens aus den ’Satoe.annuitäien abzudecken sind, wenn und soweit Deutschland geha.ten fein sollte, die Forderungen zu befriedigen. e Rach einer Dlättermeldung kam es in bem rumänischen Ort Lugos bei der ersten Vorführung des Ribelungenfilms zu deutschfeindlichen Demonst ativnen, die von dem Dire.tor der staatlichen Lehrer» präparandenanstalt inszeniert worden waren. Erst nach dem Eingreifen der Behörden konnte die Vorführung zu Ende geführt werden. Wegen der fristlosen Entlassung zweier Kan» nenwäscherinnen wurde in einer Betriebsversammlung der Meierei Dolle, die etwa ein Viertel der Berliner Bevölkerung mit Milch versorgt, für heute der Streik beschlossen. BereitS in den gestrigen Abendstunden wurden Streikposten aufgestellt. Eine längere Dauer des Streiks würde die Milchversorgung Berlin- aufs schwerste gefährden. e Die Anama-Indianer im Gebiete von San Blas h iben sich wegen angeblicher Grausamkeiten und Uebergrisfe der Beamten von Panama empört. Wie berichtet wird, erschlugen die Aufständischen über-20 Personen, darunter den Reffen des Gouverneurs von San Blas. Die Indianer verkündeten ihre Unabhängigkeit unb forderten die Vereinigten Staaten auf, die Schutz- Herrschaft über sie zu übernehmen. Der amerikanische Kreuzer „Cleveland" ist nach dem Schauplatz des Aufstandes ausgelaufen. Aus aller Welt. Deutschlands erftrS (YrostvcrkeßrS-^luqzenq. Der neue Typ der Junkers-Ganz- metall-Flugzeuge für die Beförderung von zehn Passagieren ist von der Ga- ranllekommi'sion der Entente freigegeben worden. Man wartet nur noch aus die Erledigung der innerdeutschen Formalitäten, um den Dienst im Rahmen der Transeuropaunion auf den deutschen Luftlinien aufzunehmen. Die Maschine soll zunächst auf der Strecke Zürich — Wänchen — Dürnberg — Frankfurt oder Leipzig —Berlin eingesetzt werden. Schwere Sturmschaden in England. Der Sturm, der an den vier letzten Tagen an der britischen Küste herrschte, wurde wieder stärker und verursachte bedeutende Schäden, namentlich im Kanal, wo er von einer sehr hohen Flut begleitet war. Mehrere Wellenbrecher wurden stark beschädigt. Die Schiffahrt hacke viel zu leiden: zwei Menschenleben sind zu beflogen. Sin Opfer, ein neunjähriger Knabe, wurde von einer Welle ersaht unb in die See gezogen. Ein junger Mann, der sich, um ihn zu retten, ins Wasser stürzte, ertrank eben» falls. Der zwischen Penzance unb den Scilly» Jnscln verkehrende Passagier- und Postdampfer muhte nach Penzance zurückkehren, wo er in beschädigtem Zustand eintraf. DaS Kabel zwischen Penzance und den ScUly-Inssln ist gerissen, bei Porthleven, einem Fischerdorf an der Mountsbucht in Cornwall, spülte eine Springflut die User fort Der Deich unb ble Uferst r a h e wurden auf eine Strecke von mehr als hundert Fuß toeggefegt unb die Fundamente der Häuser beschädigt. An verschiedenen Punkten der Südküste wurden Grd- unb Felsen stürze beobachtet. Blutige Familientragöbie. Der Reisende Deck erschoß noch einem vor» aufgegangenen Streit seine Frau unb verwundete seine beiden 4- und 6jährigen Kinder schwer. Rach dieser Tat jagte sich Beck eine Kugel ins Herz, so dah er sofort tot war. Eines der beiden Kinder ist kurz nach der Einlieferung In das Klnderfpital seinen Verletzungen erlegen. Auch das zweite Kind dürfte kaum mit dem Leben davonkommen. Anterfchlagungeu in Breslau Die gestrige Sitzung des Breslaues Stadtparlamenis beschäftigte sich mit den Unterschlagungen des S tadtinspektors Mayer. Rach einer Erklärung des Stadtkäm» mercrs haben die Fälschungen Mayers bereits 1920 begonnen. Der ungetreue D amte fälschte nicht weniger als 320 Kassenbelege. Der Gesamtbetrag der Unterschlagungen bei der Sladthaupt- kasse beläuft sich auf etwa 500 000 Mark. GS wurde ferner mitgeteilt, daß ungefähr s/4 aller Angestellten der Stadthauptkasse sich von Mayer Geld glliehen hatten. Daraus dürfte zu erklären fein, daß niemand von seinen engeren Kollegen den Magistrat auf den verschwenderischen Lebenswandel Mayers aufmerksam gemadjt hatte. Die Ivogün verläßt München. Bon her Generaldirektion des bayerischen Staatstheaters wirb mitge.eilt, dah QHaria Ivoaün , Karl Erb und Gabriele E n s l e r t h. ■nt bk ^’toniUne toi?Nun! ^'lsion h $arti ® * o m m 4 f Ho n l“ft’ ölt c.n- öle In -er jÄ'US JRSS 19 l»w. blt %. Ilimg Atodtr Rn - Dörnberg - lg-Derlio du* in England. i vier letzten LuM Ichte, wurde vtedet Utende Schaden, et von einer W . Mehrere M Die vch-»-> tt Wenfchenlebe" er, ein ncunW Delle erfail “J ® r Wann, der H ® l6”fa?y » e Vucden »t I. S * lnt..5L.« Rinder l kurz <*- durfte kaum * deS }!Äg -L - bÄ®i> ^n.^ dab Kti D« öerwreagcrthfrert izflUgHtixtc Cptm- GnkembleS, mit Ende dieser Spielzeit aui dem ^verbände der Staalsthealer ausscheiden. 17 Lot« bei einem Liseabahaunsall. Der .Eorriere delle Sera" meldet aus Del- gratf), daß sich auf der Linie Bielowa—Agram bei &eti»3t>an ein schwerer Eisenbahn- zusammen st oh ereignet hat. DiS jetzt wurden etwa 17 Tote und 30 Verletzte geborgen. ALHere Einzelheiten fehlen noch, doch befürchtet man, bah die Zahl der Opfer noch größer ist. Eia Autobas verbrannt. Vach einer Meldung der .Central Vetos' ist hundert Kilometer von Indore Lntfernt auf dem Wege nach D o m b a h ein Autobus, in dem 50 Personen Platz genommen hatten, in Brand geraten. 23 Personen sind in den Flammen umgekommen, 8 trugen schwere Brandwunden davon. Aus Stadt und Land. Sieben, den 28. Februar 1925. Die Beerdigung des Bürgermeisters Krenzien. Eine überaus grobe Trauergemeinde hatte sich gestern nachmittag in der Kapelle deS Heuen Friedhofs versammelt, um dem so plötzlich heim- gegangenen Bürgermeister Krenzien die letzte Ehre zu erweisen. Drele konnten, trotz Ausnutzung aller Raummögltchkeiten, zu der Kapelle keinen Zutritt finden und erwarteten den Sarg vor der Kapelle, um wenrgstenS dort noch stillen Abschied von der sterblichen Hülle des beliebten WanneS nehmen zu können. Mit den Familienangehörigen des Verstorbenen hatten die Stadtverwaltung. Mi'glieder aller Fraktionen der Stabtverordnetenver a nmlung. wertere Dehörden- und Üniversitälsvert.e'.er sowie zahlreiche engere Freund« und ehemalige Kameraden deS Entschlafenen in unmittelbarer Vähe deS Sarges Platz genommen. Abordnungen beider Siebener Feuerwehren stellten zur letzten Ehrung deS Mannes, der ihnen alS städtischer Dezernent für das Feuerlöschwesen besonders nahe gestanden, mit umflorten Zahnen die Totenwacht. Die Kapelle Weller leitete die Trauerfeier mit einem Vers von .Iesus. meine Zuversicht" ein. Pfarrer BechtolSheimer hielt dann auf Srunb des Bibelwortes Iesaia 55, 7 und S, die Gedächtnisrede. Er führte ungefähr folgendes auS ES ist ein altes Wort der Heiligen Schrift, daS da fagt: .Ein Mensch ist in seinem Leben wie DraS. er blühet wie eine Blume auf dem Felde, wenn der Wind darüber gehet, ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennt man nicht mehr." An dem Entschlafenen Hal eS sich bewahrheitet. unerwartet. auS einem tätigen Leben bat ihn Gott abgerusen. An seinem Sterbetag stand er vom frühen Morgen bis zur sinkenden Rächt in der Pflichterfüllung. Vergänglich wie des Menschen Leben ist auch daS Glück der Familien. Der Sterbetag deS Heimgegangenen war der Tag. an dem er und feine Gattin sich vor 17 Iahren zum erstenmal sahen. Die Ehe der beiden war erfüllt von herzlichen Beziehungen. mit inniger Liebe hing der Entschlafene an seinen drei Kindern. Er war ein wahrhaft deutscher Mann, alle die edlen Eigenschaften, di« In dem Idealbild« des deutschen ManneS vereinigt sind, waren bei ihm zu finden. Thüringen. da» Herzland Deutschlands, war feine Heimat, von da führt« ihn Gott In daS westliche Grenzland, wo er mehrere Iahre als O fixier stand. Aber die Veigung zum künstlerischen Schaffen, die Veigung zur Architektur liehen ihn biefe Laufbahn unterbrechen, er widmete lich dem Studium. So kam er nach Hessen. Hohe ethische Eigenschiften waren in ihm au finden. In treuer Pflichterfüllung und mit zähem Fleiß widmete et sich den Interessen Gießens Uns re Stadt ist arm an dem. was man malerisch nennt, cS fehlen fast ganz die allen charakteristifchen Gebäude. eS fehlen die stimmungsvollen Plätze, die Straßenzüge hat man früher nach dem Gesichtspunkt der Vützlichkeit, nicht nach dem des künstlerischen Gefchm ckes angelegt. Hier zu bessern, war des Heimgegangenen unablässiges Bemühen. Tatkräftig suchte er die Wohnungs- verhältnisse zu bessern. ViemalS haben seine HerzenSgüte und seine Freundlichkeit versagt, die Herrn ft en und Geringsten erfreuten sich seine- besonderen Wohlwollens. Seine Liebe zu Titer- land und Volkstum hat er im Kriege bewährt, zweimalige schwere Verwundung hat er in dem Gedanken ertragen, daß für das Vaterland kein Opfer zu grob fei. Sein Herz Ist jedoch in den schweren Kämpfen nicht pari geworden, jahrelang wirkte in ihm das Furchtbare nach, das ec In der Sommeschlackt gesehen hatte. In den letzten Iahren durchzog ihn oft die Ahnung eineS frühen und plötzlichen Ablchetdens. ein freundliches Lächeln verklarte noch i n Tode seine 3üae. Gott wird an der Gattin daS Wort erfüllen: Ich will dich nicht verlassen, noch versäumen. an den Kindern wird eS zur Wahrheit werden: DeS Vaters Segen baut den Kindern Häuser. Der Veue Friedhof war feiner besonderen Fürsorge unterstellt, nun wird er selbst an diesem Orte ruhen. Seine Seele Ist zu Gott gegangen. In die jenseitige Heimat, wo die sich wiederfinden sollen, die hier unter Tränen voneinander gegangen sind. Im Ql amen der Stadtverwaltung, der Stabt- vervrdneten-Versammlung und der Dürgerschast widmete Oberbürgermeister Keller feinem bewährten ersten Mitarbeiter und Stellvertreter, dem vorbildlichen, allezeit pflichttreuen Beamten, dem edlen, stets hilfsbereiten und liebenswürdigen Menschen Krenzien mit seinem lauteten, aufrechten Charakter herzlichste QBorte des Dankes und der nie verlöschenden Anerkennung für sein stetes, hingehendes Mühen um das Wohl unserer Stabt. DaS Andenken an den Bürgermeister Güntber Krenzien werde in Gießen unvergänglich in hohen Ehren fortleben. Stadtbaudirektor Braubach sprach namens aller städtischen Beamten und An- gestellten, die heute daS Hinschttden eines Vorgesetzten zu beklagen hätten, der stets Mensch zum Menschen gewesen, dessen vornehmer Charakter und Güte ihm in allen Herzen ein unvergängliches Denkmal gesichert habe Für den Deutschen Osfizterbunb würdigte Oberst a. D. KleinhanS die Verdienste und edlen Eigenschaften des Verblichenen, mit dem er vor Vpern zusammen gekämpft, der dann in den Karpathen daS Vaterland verteidigt und als aktiver Offizier im Frieden, später im Kriege und zuletzt in der Heimat als Beamter In jeder Dez ehung seine Pflicht und Schuldi'kelt getan habe. Der Arbeiter D i e r a u sprach im Auftrage der städtischen Arbeiter dem entschlafenen Vorgesetzten Dank aus, denn er sei stets ein wohlwollender und gerechter Vorgesetzter gewesen. Das Beileid des Hessischen Stäotetages überbrachte Bürgermeister Vl ü l l e r - Darmstadt, der betonte, als eine Persönlichkeit von untadeligem Charakter, alS ein vorbildlicher Mensch werde Günther Krenzien allen stets vor dem Auge stehen. Ober- regierungsrat Dr. Heß widmete dem viel zu früh Heimgegangenen Manne im Ola men deS KreisamteS. des Äteidiage» und des KreiS- auSschusses herzliche Dankes- und ehrende An- erkennungswrrte. seine Mitarbeit im Kreistage werde stets in bester Erinnerung bleiben. Oberst Fett, der Kommandeur des Inf.-Regts. Qlr. 15, brachte die herzliche Anteilnahme der Offiziere des Standorts Gießen zum Ausdruck, die in dem Entschlafenen nicht nur einen im Frieden und im Kriege trefflich bewährten Kameraden verloren hätten, sondern auch einen 'Beamten des Magistrats der Siadt. der stets für bie militärischen Belange volles Verständnis und Hebend- würdiges Entgegen!, mmen bekundet habe. Bürgermeister Dr. Kühn- Wehl ir sprach d iS herzliche Beileid dieser Vachbarstadt aus und rühmte dabei besonders den gerechten und sozialen Sinn des Qkrftorbenen. Lkniversitäts-Pro essor Dr. Sraemer gab in bewegten Worten die tiefe Trauer des Gesellschastsvereins kund: der Verein werde sein verehrungZwürdiges Mitglied Krenzien. her im besten Sinne des Wortes ein Vorbild gewesen sei. nicht vergessen. Für die beiden (Siebener Feuerwehren sp ach K mman- dank Fritz Wenzel herzliche Beileidsworte und dankte Dem Verstorbenen für seine eifrige Förderung der Feuerwehren. Landgerichtsdirektor Wiener als Vorsi-ender der Freiwill.gen 6a- nitätskolonne vom Roten Kreuz kleidete Deren Trauer in herzliche Wirte, Lehrer Kling als 1. Sprecher Der (Siebener Turnersch ist brachte die Anteilnahme der Turner zum Ausdruck. Rektor Loos stattete namens Der Deutschen Demokratischen Partei dem Heimgegangenen Par- '"-mitglie^ unD KreiStagSaboe^tbnrten herrlichen Dank ab u ib rühmte Die edl.n Wesenszüge des ^irilorbe.-en. QTL letzter Redner gio ^arrer Ausseld im Rainen der Altcrsveretnigung Dem Toten Die Versicherung. Dab die Alterskameraden ihm auch über das Grab hinaus Liebe und Treue bewahren werden. Sämtliche Redner legten Kranzspenden an der Brhre nieder. Unter Dorantritt der Feuerwehr-Spielleute, der Kapelle Weller, der beiden Feuerwehren. der ©antlälÄolonne. einer Reichs bahn--Abordnung und in Begleitung eine» sehr groben Trauergefolges wurde die sterbliche Hülle zur Gruft geleitet und dort In der üblichen Weise zur letzten Ruhe gebettet An die Bürgerschaft Gießens richtet der Oberbürgermeister in unserem heutigen Blatt« bl« Aufforderung, am morgigen DolkStrauertag bie Häuser m i t Flaggenschmuck aus Halbmast zu versehen. Hofsentlich wirb biefer Aufforderung in weitem AuSmah entsprochen. stVcttervorausiaqe« Zeitweise aufllärend. später Abkühlung, geringe Regenfäll«. Wenn auch die Regenfälle nachgelassen haben. so bleibt der veränderliche Witterungs-Charakter mit Veigung zu Viederschlägen bestehen. Bornotizen. — TogeSkalender sür SamStag. Oberhefs. Kunstverein: 8'/* Uhr grober Hörsaal der Universität Vortrag. — Marine-Verein: Monatsversammlung. — Zentral-Verband der Angestellten: 8‘ g Uhr Saalbau Sauer Werbeabend. — Leibgardisten: 8V1 Uhr DereinSlokal OtbentL Hauptversammlung. — Lichtspielhaus. Bahnhof ft raste: .Messalina". — Palast-Licht- splele. .Mutterliebe". — Astoria-L.chtspiele: .Die Jagd um die Welt in 18 Tagen". — TageSkalender für Sonntag. Stadtthea er: 3‘j Uhr. .Minna von Darnhelm". — 7« ? Uhr: .Der KreidekreiS". — Hess. Wehr- gemetnschaft, 10 Uhr vormittags. Sitzung des g-oben Ausschusses. — Wartburg-Verein. 8 Uhr Licht bilder-Dortrag. — Llchtlp.elhäuser wie Samstag. — Der Zentralverband der Angestellten veranstaltet, so schreibt er unS, heute abend 8.33 Uhr im Saafbau Sauer. Veu- stadt, einen Werbeabend, verbunden mit künstlerischen Darbietungen unter Mitwirkung deS Hiern C. I u h n k e vom Stadt t Heater. Alle kaufmännischen und Durea'aangcstellten sind zu dieser Veranstaltung eingeladen. VähereS in der Anzeige vom Donnerstag. — Die Arbeitsgemeinschaft der Militär- und Regimentsvereine veranstaltet am 7. März im Saalbau Sauer einen Lichtbildervortrag. Dinkdireltor Grießbauer wird über .Die Luftfahrt im Krieg und Frieden" sprechen. VähereS im heutigen Anzeigenteil. .« Q Die Verzinsung der Domanial- g es alle. Obekanntlich ist am 1. Februar 1925 Die Verordnung zur Aenderung der Steuerzins- ordnung in Kraft getreten, wonach die Zinssätze für DorzugSzinfen auf 12 Prozent jährlich und der Höchstsatz für StundungSzinfen aus S Prozent jährlich festgesetzt sind. Wie wir hören, hat das Finanzministerium angeordnet, dast vom gleichen Tage ab für alle Dornanialgefälle (Erlöse auS Holzverkäufen. auS Obauplatzverläufen. für Miet- unb Pachtzinsen und bergt.) die StundungSzinfen auf 9 Prozent und die Vorzugszinsen quf 12 Prozent jährlich herabzusetzen sind. —d. Dei der gestrigen Drennholz- Versteigerung der Stadt Gießen wurden folgende Durchschnittspreise gelöst: Duchen- scheiter 18 Ml., Eichenscheiter 13 Ml.. Erlen- f(beiter 8 Mk., Fichte^scheiter 8 QDL. Duchen- knüppel 1330 Mk.. Eichenknüppel 9 Mk. Eschen- knüppel 11 Mk.. Duchenstöcke 8 Mk.. Cichenstöcke 6 Mk. Fichtenstöcke 3.50 Mk. je Rm, Duchenreisig 36 Mk., Eichenreisig 18 Mk., Fichtenreisig 14,50 Mark je 100 Wellen. •’ Gegen das Zugabewesen. Der Gröhe Ausschuß deS Reichsverbandes des deutschen Vahrungsmittel-GroßhandelS hat auf einer Tagung in GoSlar zur Frage deS Zugabewesens einstimmig folgenden Obeschluß gefaßt. „Der Große Ausschuß des Reichsoerbandes stellt mit 'Bebauern fest, daß im HandÄ mit Vahrungsmitteln in letzter Zeit das Zugabewesen wieder an Ausdehnung gewinnt. Er erachtet es als mit der Auffassung des ehrbaren Handels nicht für vereinbar, durch Zugaben die Preisberechnung für die Oda re selbst zu verdunkeln, und den Arschein eines besonders vorteilhaften Kaufe- zu erwecken. Der Große Ausschuß empfiehlt den Mitgliedern des ReichsvervandeS. kein« Grzeugmffe zu Dcrtretoen, bei denen in irgendeiner Form Zugaben gewährt werden. Der Grobe Ausschuß ermächtigt die Geschäftsleitung des ReichSverbandeS. namens des Reichsverbandes daS Untoefen der Zugaben aul das nachdrücklichste zu bekämpfen, und sich notfalls für den Erlaß wirksamer gesetzlicher Tor« schritten einzufetzen." Zur Begründung dieses Beschlusses wird u. a, getagt: Der ehrbare Handel bat es au allen Zeiten verschmäht, durch Zugaben die Berechnung deS Preises feiner Darc zu verdunkeln. Da der Lieferant die versprochenen Zugaben nicht kostenlos Herstellen kann, sondern selbst kaufen muß. fo kann er sich den Gegenwert in der Regel nur dadurch verschaffen, daß er nach Beschaffenheit. Maß ober Gewicht eine geringere Ware liefert. Der Käufer wird also durch Di< Zugabe über den wahren Wert getäuscht, aul der anderen Seite unter der Borspiegeluna eines besonder- vorteilhaften Kaufes verlockt. Mit wenigen Ausnahmen ist dieses Gebaren eineS ehrbaren Kaufmannes nicht würdig. •* Wohnung-einbruch Am Dienstag abend gegen 10 Ufcr wurde hier in einem Hause in der Sonnenstraße ein Wohnung-einbruch au6- gesührt und nachstehende Sachen entwendet, eine goldene Damenuhr. eine silberne Herrenuhr mit Goldrand mit Gravierung .Gewidmet von de: Gi ßener Freiwilligen Feuerwehr zum 25. Dienst- jubiläum", eine Haaruhrkette mit Goldeinfassung ein golbner Siegelring mit schwarzem, viereckigen Stein und zirka 90 Mark. Dor Ankauf der Wert- fachen wird gewarnt. Zweckdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. •• Ausstellung Alice-Schule. Man schreibt uns: Durch daS Sntgegenkommen von Rektor L o o S ist eS in diesem Iahre auch ermöglicht. die Iahresarbeiten des Handacveits- lehrerinnen-Seminars der Alice-Schulc brbfknt kicher Ausstellung zu zeigen. Eine weitere AuS Heilung von Handarbeiten. Zeichnungen und selbstgefertigten Lehrmitteln findet am 8. gebt Steinstr. 10 statt, von Arbeiten des Fröbelsemi- nars am 7.. 8. und 9. Sehr. In der Dartenstraße, Fröbel-Semlnar. Man b-xichte die heutige Anze:gc •• Weitere Vachrichten „AuS Stabt und Land" besinden sich Im 2.Blatt. Graphik im Oberhesstschen Kunstverein. Im Turmhaus am Brand zeigt der Oberhessische Kunstverein eine Sammlung Graphik die beftritten wird von den Vamen K. F. Lipp mann- Frankfurt, L. D P r e cb n e r, Leo Kayser- Darmstadts Heinrich H a o e r l - München und Arthur Rein- Wittenberge. Die Porträtköpfe Lippmanns zeigen einen gesunden, starken Strich, sind klar und einfach im Umriß und sauber, will sagen ehrlich in der Anwendung der technischen Mittel. L. D B r ech- n e r s Arbeiten stammen auS dem Spiel von Licht und Schatten. Leider hat er sich durch sein Handwerkszeug (der Holzschnitt drängt ja auf eine Verdichtung von Hell und Dunkel) verführen lassen, statt in eine stofflich geklärte Steigerung in verschleiernde Symbolisierung zu verfallen, die unehrlich und ungesund ist. Die .Madonna del Mare" ist ein noch schwacher, aber anzuerkennender Versuch auf einer anderen Linie. Leo Kayser- Darmstadt zeigt seine starke Seite In der subtilen Behandlung von Licht und Luft, in der er — mulattS mutandiS — in der Wirkung seiner Griffelarbelt an französische Impressionisten an klingt l.Im Dark von Veits-Höchheim"). Auch in .Waldsaum'^ und .Hainbuchen" ist Die zarte Lebendigleit der Atmosphäre sein fest«- gehalten. e—S. Verkauf tn den wnacWaqiyen KINDERWAGEN QrdOie Fabrik Oer Weil momm «v «Men'-*» 'jixr—-eo .Farn06 8l mS^lierieS Zimmer und eine Kammer, b. hl eleftr.Vtdji, s l ob. f 'äter 4. arm. Selterswcs 5211. 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Denn feir teiligt ist, N Körperffaft rat ameritanifäer 6h natischer Gewand Mllllem als bei rungen W®, i Dor allem mutz des Senats - r den dieses Komi Vertrag rasch i Oberhaus des J Seschichte der 1 drastische Olluft ein wichtiger I lert. .Ein Lech bemerke einst ( büterer ErsaHru die Arena Petri und wie er den V"Her. er wird lassen" am gegenüber dem s 'gierigeren Qf. «JW« europäischen lament, weis die JiÄ eines der 5 ?^Drauch,dei ^cht w für seine bat es Urschenden des wtt dem ersten rechnet mit b Niederlage L"llchen EiL Ä - Par Mimerendste? sSK Ncbunn ; r oei Ä ^Üersons °Kngt h Auinc 3m ^rvha uchtunq x? Pvi sS?, ÄS s'che P^d^us nächg 'Ung $t| N«n e>nex Men f di» h,neue)i OtF,; Är.ö'J Swener ölatt 2be»oib ■itnoot ^Stiulek ben «Ul, Bitte KckHtkch MniaLdmLM» 1925, abend» 8 W M- Fnftii bti Stoib. TMtt, l^ßahnbo^xci^ 'M- uabllflte Wtbften trroütMt 2li6c DOlBOlMüöl. 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K e l l o g gs . zu wecken, um ihn dazu anzustacheln, als Nachfolger deS Staatssekretärs Hughes soviel persönliche Initiative zu entwickeln, wie eS seine Abhängigkeit vom Staat und dem Präsidenten Coolidge nur zu- tifcL Man wartet in London begierig aus den Augenblick, wo Onkel Sam seine vorläufige auhen- polllischc Zurückhaltung als „stiller Beobachter", ouS der er seit dem Versailler Frieden nur selten herauStritt. grundsätzlich a u s g i b t, und — natürlich in innigem Einvernehmen mit dem Foreign Office — den Gang der weltpolitischen Ereignisse aktiv zu beeinflussen sucht. England braucht amerikantschen Wind für seine Segel, denn der Geist deS „Isolationismus", der die maßgebenden politischen Kreise in Amerika noch kv stark in seinem Dann hält, hat die britischen Dominion- angesteckt, die infolgedessen die Initiative Downing st reets in allen Fragen, bei denen die Verantwortlichkeit des gesamten Weltreiches mit im Spiele ist, völlig lahmzulegen drohen. Dur in dem Maste, wie die Washingtoner Regierung Neigung entwickell, gewagte Lchachzüge der Londoner Diplomatie zu decken, werden sich die Dominions auS ihrer Lethargie gegenüber den außenpolitischen Voten deS Mut- r^rlandeS ausrütteln lassen. Kellogg hat man in London alS einen überzeugten Anhänger der Auffassung von einer gemeinsamen weltpoliti- >Len „Mission der englisch-sprechenden Völker" 'chätzen gelernt: man hofst alles von dem persönlichen Ginslust. den er auf Coolidge und vor allem den Senat, dem er selbst angehört hat, mit dessen politischer Maschinerie er also vertraut ist, auSzuüben vermag: man fürchtet alles von einem Versagen dieses Einflusses. Denn der Wind, der aus dem Senat dem Deisten Hause entgegenweht, entspricht nicht gerade den Wünschen englischer Staatsmänner, und die DeujahrSbotschast deS Präsidenten L solid g e machte ganz den Eindruck, als werde dessen persönliche Außenpolitik nie eine Windfahne allen Launen des Senates gehorchen. Der Leiter deS Washingtoner Staatsdepartements hat mm zwar, trotzdem er auch wichtige innerpoli- ttsche Funktionen auSübt, vorwiegend den Präsidenten in Dingen der auswärtigen Politik zu beraten, aber waS hälfe es ihm, wenn es ihm Itlänge, diesen von Fall zu Fall dazu anzu- J-ornen, eine etwaige Angst vor der eigenen ••ouragc >u überwinden, wenn der Leiter des außenpolitischen Komitees des Senates halsstarrig auf einem andersartigen Standpunkte beharrte. So «atfvlgreich jeweils ein amerikanischer Staats- lefretär In seinen persönlichen Unterhandlungen mit anderen Mächten gewesen sein mag, alte leine Anstrengungen bleiben fruchtlos, wenn der Senat die vvrgeschlagene Regeluna nicht gut» beißt. Denn kein Vertrag, an dem Amerika beteiligt ist. hat Gültigkeit, ohne daß ibn diese .'Körperschaft ratifiziert. Demgemäß bedarf ein amerikanischer Staatssekretär nicht weniger diplomatischer Gewandtheit im Verkehr mit heimischen Politikern alS bei dem De streben, fremde Regierungen seinen Vorschlägen günstig zu stimmen. Dor allem must er daS austenpolitische Komitee deS Senats — und im besonderen den Vorsitzenden dieses Komitees — zufriedenstellen, wenn sein Bertrag rasch und ohne Obstruktion durch das Oberhaus des Kongresses gehen soll. Die neuere Geschichte der Vereinigten Staaten liefert manche drastische Illustration zu der Möglichkeit, dah rin wichtiger Vertrag in diesem Stadium scheitert. „Ein Vertrag, der vor den Senat kommt," l'tmerfte einst Staatssekretär Hay auf Grund bitterer Erfahrungen, „gleicht einem Stier, der die Arena betritt: niemand kann sagen, wann iitl> wie er den Todesstoß erhält, aber etwas ist sicher, er wird niemals die Arena lebend ver- lalfcn." Ein amerikanischer Staatssekretär hat gegenüber dem Kongreß auch insofern einen schwierigeren Stand als der Premierminister eines europäischen Staates gegenüber dessen Parlament, weil die Verfassung ihm verbietet, Mitglied eines der Häuser zu sein, und nach einem - Iten Brauch, der so zwingeird ist wie ein Gesetz, tert er nicht persönlich vor dem Senat erscheinen, , um sich dort in mündlicher Aussprache für seine Vorschläge einzusetzen. Nun hat eS Kellogg in dem gegenwrtigäen Vorsitzenden des außenpolitischen Komitees nicht mit dem ersten Besten zu tun, sondern ausgerechnet mit dem Senator B o r a h, der seit ber Diederlage 2 a Follettes, der seinen politischen Einfluß in dem romantischen Versuch, eine dritte Partei zu gründen, verpuffte, die faszinierendste Persönlichkeit im öffentlichen 2c- ben der Vereinigten Staaten vorstellt. Das ist fein . Hundertprozentiger" im Sinne der anglo- > rierikanischen Herrenkaste, denn er ist väter- ! cherseits deutscher, mütterlicherseits irischer Ab- flümmung und auch seinen ganzen Anschauungen i'.tsprechend Exponent eines weitherzigen Ameri- Qnismus, der der kontinental-europäischen Blut. Mischung innerhalb des Volkes der Vereinigten Staaten voll Rechnung trägt. Er ist antyentra- «.lisch, antibureaukratisch und sucht die amerika- nsche Politik zu den isosationistischen Grundsätzen George Washingtons, John Adams, Thomas Jeffersons. James Madisans, James Monroes ur.b John Quincy Adams zurückzuorientieren, wsnach sich die Union von verwickelnden Bünd- I n issen mit europäischen Völkern sernhallen soll, xfrn heutigen Völkerbund sieht er eine Ein- lihtung, die eher den Ausbruch neuer Kriege •i® einen dauerhaften Frieden begünstigt, ein Instrument, um einen internationalem Zwist in Wien Weltkrieg zu verwandeln". Er ist auch g«gen Amerikas Beteiligung am Weltschieds- Gerichtshof, es sei denn, er lasse sich ganz .im Völkerbunde trennen. Und trotzdem ent- teckelt Dorah eine Leidenschaft für internationale .'tongreffe. Aus feine Anregung und unermüdliche Propaganda war die Washingtoner Ab- 'trstungslonfersnz zurückzuführen, deren Einberufung Präsident Sjarbing lange hart- nedtg widerstrebte, weil er das amerikanische Ilottenbauprogramm vom Jahre 1916 uneinge- schränkt durchgeführt wissen wollte. Dah nun die ctfte große Ausgabe, die Kellogg auf seinem neuen Dosten zu lösen haben wird, in der Vorbereitung einer neuen Abrüstungskonferenz bestehen wird. U dir wenigstens für die Seerüstungen die halbe Arbeit der ersten zri Ende führen soll, beweist Gtetzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gverhessen) klar, wie stark der Gang der Wellereignisse die Washingtoner Außenpolitik inzwischen in die von Dorah gewünschte Richtung gedrängt bat. 3m Sinne Dorahs sollen internationale Konferenzen Amerika nicht mit neuen politischen und militärischen Verantwortlichkeiten belasten, sondern ihm Gelegenheit geben, durch freundschaftliche Vereinbarungen Kräfte zu entfesseln, die die Weltwirtschaft von Hemmungen befreien würden, bic jetzt immer gefährlichere politische Spannungen herbeiführen. Eine WeltwirlschaftS- k o n f e r e n z soll, wenn eS nach Dorahs Wünschen geht, erst die Voraussetzungen für eine auch die 2a nbruftungen mit eindegreisende allgemeine Abrüstungskonferenz schaffen. Aus leben Fall wünscht Dorah bic amerikanische Außenpolitik toeüumfaffenb orientiert zu wissen und tritt daher mit größtem Rachdruck für eine schleunige Anerkennung Sowjetruß- l a n d s ein. DaS Wesentliche ist gleichwohl bei der Politik DvrahS nicht in seinen, teilweise gewiß lllusionären Weltkonserenzbestrebungen zu suchen, sondern in seinem hartnäckigen Bestehen auf einer unbedingt selbständigen, von den europäischen Westmächten unabhängigen amerikanischen Außenpolitik. Es ist nun sehr wohl möglich, daß über kurz ober lang neue ernste Verwicklungen in O st a s i e n das Washingtoner Staatsdepartement in die Zwangslage bringen Staatsangehörigkeit bet Hennessy an. Es wurde aber nachgewiesen, dah die Familie zwar auS Irland stamme, dah sie von dort alS Anhänger des englischen Throirprätendemen Stuart 1764 nach dem Kontinent floh, wo sie sich zuerst in Ostende, dann in Eognac niederlieh und sich 1787 naturalisierte. Es ist nicht auszudenken. waS der Menschheit geschehen wäre, wenn die Familie Hennessy in Belgien geblieben wäre. Hätte man dann einen Kognak weniger oder einen Ostende mehr. - Die Kenntnis vom Ursprung der Veuve Elicquot verdantt man einer Veröffentlichung der „Annales historiques de la Revolution fron- caise". die sich mit den zwölf Bürgermeistern von Reims unter der Revolution und dem ersten Kaiserreich befaßt Der letzte unter ihnen war der Tuchfabrikant Jean Nicolas Ponsardin (1747 bis 1820). Er war von 1810 bis 1820 im Amt und erwarb sich Napoleons Gunst so sehr, dah dieser ihn zum Baron deS Kaiserreiches machte. Dieser behäbige Herr. den uirs ein Oelgemäldc von Leon Job' zeigt, hatte feine einzige Tochter Barbara 1798 dem Ehampagnersabri kanten Francois Marie Elicquot vermählt, aber schon nach wenigen Jahren starb der Gatte, lind nun nahm Barbara Elicquot- Ponsardin das Geschäst in ihre eigenen, sehr energ.schen Hände. Unb als cs blühte und gedieh, da wollte sic selbstbewuht auch der Fabrikmarke und der 'Firma ihren Namen geben, und so entstand die Deuve Elie- Die ge»Ae Tasesreiiung -ObevhessenS mtb des Lahngebleles ist in seinem ISS. Zadvgang der Gietzenev Anzeiger Das s«ir ÄttterSslimrssblati ist seine Dienstags und Samstags erscheinende Beilage „Gietzenev Samilienbrättev" Die einzige ViiSeebeUag« ist seine eigens für das Seirrratgeblet bearbeitete DonnevstagSgabe Heimat im Bild" Der iachveesstandis« Aaisebev für Landwirtschaft, Gartenbau und Viehzucht ist seine SveitagSbeilage JDte Scholle" könnten, ben Senat in Fragen von größter politischer Tragweite, die rasch entschieden werden müssen, vor vollendete Tatsachen zu stellen, und dann könnte Kellog doch noch Gelegenheit erhalten, etwaige diktatorische Fähigkeiten zu entwickeln und der amerikanischen Außenpolitik einen von dem Willen Dorahs unabhängigen KurS zu geben. Die Dorahschen Pläne sehen für ihre volle Durchführung voraus, daß der Wellfriede in absehbarer Zeit nur durch kriegerische Ereignisse von mehr oder weniger lokaler Bcbrutung unterbrochen werden wird, aber das Verhängnisvolle in der amerikanischen Wellstettung seit dem Versailler Frieden liegt gerade darin, dah die Gläubigerrechte deS Volkes der Vereinigten Staaten, die gerade Dorah fürs erste am allerwenigsten angetastet sehen wlll, automatisch den qetoiü an und für sich ehrlichen Weltfriedensbestrebungen amerikanischer Staatsmänner entgegenwirken. Jene Gläubigerrechte sind in allzugroßem Umfange an der Aufrechterhaltung des „Status quo" In Europa und Asien gebunden: die revolutionären Kräfte aber, die diesen Status auo bedrohen, scheinen in dem Maße unwiderstehlich zu wachsen, wie die Großmächte, einschließllch Amerika, mit ebensolchem Doktrinarismus, wie nach den napoleonischen Kriegen die „Heilige Allianz" ein Prinzip starrster „Legitimität" verfechten, wonach die Völker für alle Handlungen haftbar sind, die vergangene Regierungen in ihrem Namen begangen haben. Es liegt eine bittere Ironie darin, daß sich Dr. S u n y a t s e n, der entschiedenste Verfechter einer vollen Unabhängigkeit Chinas, bei seinem Verlangen nach Aufhebung aller „ungleichen Verträge" auf die Unabhängigkeitserklä- rung der Vorväter des amerikanischen Volkes beruft. Bei dem stürmischen Tempo, daS die Unabhängigkeitsbewegungen in den asiatischen Kolonien und Halbkolonien anzuschlagen begonnen haben, könnte über kurz oder lang die Well- aeschichle über die amerikanischen Weltfriedensbestrebungen zur Tagesordnung übergehen und man braucht sich dann gar nicht zu wundern, wenn man gerade den Friedensapostel Dorah die Völker am lautesten zum allgemeinen Kampf gegen das aufrufen Höri, womit man in London, in Vorahnung der künftigen Gelegenhell, für die angelsächsische Well wieder den Ton anzugeben, vorsorglich schon jetzt den „zivilisierten Völkern" Schrecken einzujagen sucht: gegen das Gespenst eines „Bolschewismus in Asien". Buntes Allerlei. Hennessy und Veuve Cliequot. Die Grllstehung von 2 der bekanntesten Wetn- marten beleuchten: Der Kognak Hennessy und der Champagner VeuveClicquot. Die französische Republik hat den Abgeordneten Jean Hennessy, der fett 1910 der Kammer angehört, zum Botschafter in Bern ernannt Das gibt Gelegenheit, an den Urfprung einer Familie zu erinnern, die seit hundert Jahren Abgeordnete hervorbringt außer dem Kognak, den sie schon ein halbes Jahrhundert vorher erzeugte. Jaques Hennessy (1765 bis 1843) war der parlamentarische Stammvater. Als er mit der Berufsbezeichnung: „negociant en eau dc vie" 1824 in die Kammer gewählt wurde, fochten die Gegner, deren Kandidat der Kognakfabrikant Martell gewesen war, die französllche quot, die Dreivierteljahrhundert lang eine Königin war. bis sie von Zellen, die mit den ihrigen verglichen im Geschmack „sehr trocken" waren, verdrängt wurde. rabakzeichelt Man hat gesagt, daß alles, waS eS gibt, auch gesammelt wird, und tatsächlich ist ja nichts zu gering, selbst nicht ein alter Knops oder ein Pfropfen, um Interesse zu erregen und den Wunsch nach Vermehrung und Vervollständigung dieses Gutes zu erwecken. So kann es denn nicht weiter verwundern, daß man auch alte TabakSzeichen sammelt, denn die Tabakspackungen und Etiketten waren in früherer Zell sehr reizvoll, wurden von Künstlern ausgeschmückt und sind im Holzschnitt, Kupferstich, Stahlstich und anderen Formen vervielfältigt älrfprünglich hatten diese Marken nur den Zweck, den Hersteller und fein Erzeugnis gegen Nachahmung zu schützen. Aber im Lause der Zell entfaltete sich hier ein reicher Schmuck, in dem sich kulturgeschichlliche Vorgänge, die Trachten und Anschauungen, ja selbst die hohe Politik, kurios spiegeln. 3m ganzen ist diese ..Tabakkunst" ein Teil des weiten Gebietes der Reklame und zeigt, wie künstlerische Hebung mit dem Handel verbunden ist. Die alten Tabak- -eichen sind naturgemäß sehr selten, denn sie waren ja für den Tag geschaffen und der Vernichtung besonders ausgesetzt. Einzelne Stücke werden von Sammlern gehütet, aber eine umfassende Zusammenstellung war nicht vorhanden. Ta ist nun plötzlich eure solche Sammlung aller Tabakzeichen an einer Stelle entdeckt worden, wo sie Sammler und Forscher am wenigsten vermutet hätten. Man fand eine Fülle interessanten Materials in drei Sammelbänden, die in der Bibliothek deS Reichspatentamtes ein verborgenes Dasein führten. Die Bände stammen aus den Jahren 1829 und 1841, in denen nämlich die Vorschrift erlassen worden war, dah die Nürnberger Fabri- k e n ihre Tabakzeichen einliefern mühten. So wurden sie. wie eS der „Amtsbedars" mit sich brachte, ein geklebt und ausbewahrt. Diese buntfarbigen alten Zeichen sollen nun in ihren künstlerisch und kulturgeschichtlich merkwürdigsten Exemplaren in einem Werk veröffentlicht werden. das Dr. Paul Otto und Dr. H. Dockwitz im ‘Berliner Widder-Verlag herausgeben. Der Große StaalSpreiS der Berliner Kunstakademie. Die Konkurrenz um die großen Staats- Preise der “Berliner Akademie der Künste ist auherordenllich zahlreich von Künstlern beschickt. ihn den Preis für Malerei haben sich 48. um den für Bildhauerei 19 Künstler beworben. Tie Akademie der Künste hat den Preis für Malerei “Bernhard DoerrieS in Hannover, den für Bildhauerei Joseph Henselmann in München zugesprochen. Die Wettbewerbsarbeiten werden öffentlich ausgestellt. Ein Stipendium für AuSlandstudien. Paris. 23. gebt. (WTD- Rach Blätter- Meldungen aus New Pork hat der frühere amerikanische Senator GuAgenheimer 600 COO Pfund Sterling zur Gründung eines Fonds für Stipendien gestiftet für die llnterstühung amerikanischer Srudenten.dieimAus- lande studieren. 40 bis 50 Studenden können auf Grund dieser Stiftung ihre Studien im Auslande durchführen. Samstag, 28. Zedruar 1925 Jur Bekämpfung des Borgunwesens. Von her Hessischen Handwerkskammer wird »ms geschrieben: 6in empfindlicher Kapitalmangel beherrscht fett Monaten die deutsche iS-irifdxift. Besonders bet gewerbliche Mittelstand. Handwerk und Eir-zclhandel haben unter bei verminderten Kaufkraft weiter Bevölkerungsschichten und unter der schleppenden Zahlungswelle schwer zu leiden. Rur bei Inanspruchnahme hochverzinslicher Kredite ist eS in vielen Fallen möglich, bic Betriebe weilerzusühren. Dabei liegt in den meisten Gewerbezweigen verhältnismähig günftiger Geschäftsgang vor. Aus träge werden im allgemeinen reichlich erteilt. Der Konsument glaub: aber bic Zahlungserledigung nach eigenem Ermessen sich einrichten und immer wieder hinausschieben zu können. Eigenartig berührt ein solches Verfahren. wenn man andererseits bedenkt, dah immer wieder auS der Derbraucherschaft der Rui nach Preisabbau ertönt, wenn man erwägt, das fortgesetzt bic PreiSprüsungsstellen die cm ■ zclnen Zweige des gewerblichen Mittelstandes zur Herbeiführung einer Preissenkung an den Verhandlungstisch zwingen und oierbei unentwegt die Höhe der Geschäftsunkosten glauben an- zweisclr. zu müssen. Man überlegt nicht, wie die leider cingcriffenc verschleppte ZahlungSweise den Gewerbetreibenden zwingt, mit hochverzinslichen Krediten zu arbeiten, was naturgemäß die Geschäst Sun kost en steigend beeinflussen muh. Ist es doch Tatsache, bat) z B zahlreiche Gewerbetreibende trotz erheblicher AuS- st ä n d e Geld lechen muhten, um nur die Steuer- fcibetungen von Staat und Gemeinde beiric- digen zu können. Wenn man die Ausstände der einzelnen Zweiqe des gewerblichen Mittelstanbcs einmal statistisch zu erfassen versuchte, man würde staunen. welche gewaltigen Zahlen zum Vorschein kommen, und würde es bann eher begreifen, wie stark die Produllion durch solche Passivposten belastet und verteuert wird. Sind doch Fälle nachweisbar, in denen tatsächlich der im Jahre 1924 einkalkulierte Iahre-arbeitsverdienst von den Zinsen für Kredite ausgezehrt wurde, die alS Ersah der Ausstände ausgenommen werden muhten. Dabei das eigenartige Verhallen vieler Lieferantenfirmen. Ist es doch an der Tagesomung. dah der Gewerbetreibrirde feine Rohstoffe und Halbfabrikate, was an sich richtig ist. nur gegen Barzahlung ober in bestimmt festgesetzten kurzen Zahlungsterminen beziehen kann. Sind die Termine verstrichen, folgen Zwangsmaßnahmen. Vieffach liegen aber in solchen Fällen Gegenrcchnungen. seit Monaten erteilt, voi. Werden diese reklamiert oder Ausrechnung gefordert. bann heißt es. es wäre noch keine Zeit zur Nachprüfung gewesen. Eine Gegenseitigkeit wird also nicht zuerianrrt. 3m 3ntereffe der Gesundung deS GeschästS» lebens muß in diesen Dingen Wandel geschaffen werden. Gewiß wird nicht verkannt, dah auch die hier behandelte Frage mit der Not Deutschlands zusammenhängt, letzten Endes nur nach Konsolidierung der gesamten auhen- und innerpolllifchen Verhältnisse eine grundlegende Lösung finden lärm. DieS fchlieht aber nicht auS. darum zu werben, dah jedermann etwas mehr über die wirtschaftlichen Zusammenhänge nach- denkt. jedermann sich bemüht, in die LebenSnot- toenbtgfeiten der einzelnen Berufszweige sich hir.e'mzudenken und sein Verhalten bei Auftragserteilung und bei Zahlung geleisteter Arbeiten entsprechend einzurichten. Ein Amtsgerichtsurteil, das kürzlich in einer Lieferungsstreitigkeit erging, führt u. a. aus' „Geschäftswelt und Handwerker haben oft noch lange nicht ersaht, unter welchem wirtschaftlichen Drua Arbeiter und Beamte stehen, sind mit ihren Preisen oft den Friedenspreisen voraus, während Löhne und Gehälter iroch lange nicht den Friedenssland erreicht haben." Mit gleichem Recht kann man auch daS Gegenteil behaupten und sagen, die Beamten und Arbeiter hätten noch lange nicht ersaht, unter welchem schwerem Druck der anständige reelle Handwerker und Gewerbetreibende steht. Nur wirtschaftlicher Unverstand kann eine Herabsetzung der Erzeugerpreise auf ober unter Frie- bensstand fordern, in einer Zeit, in der allein die steuerlichen und sozialen Belastungen ein Vielfaches des Friedensstandes betragen und der selbständige Gewerbetreibende heute allein an Steuern nahezu das zahlen muh, was er sich in früheren besseren Tagen an Gewinn aus feiner Arbeitskraft an rechnen konnte. Dazu stehen die Gehälter gewisser Beamtengruppen und die Arbeiterlöhne über Friedenswert, wenn man die tatsächliche Friedensbasis und nicht ben sog. Reallohn zugrunde legt. Letzteren billigt man aber! nach dem Wortlaut der oben toiebergegebeneil Begründung der Geschäftswelt und dem Handwerk nicht zu. Nochmals, mehr Verständnis für die Lebens- bebüriniffe der einzelnen Erwerbsschichten. In derzeitiger Notlage des gesamten Volkes dürfen die einzelnen Berussgruppen sich nicht gegenseitig zerreiben, sondern nur im gemeinsamen verständigen Zusammenarbeiten aller mit allen liegt die Grundvoraussetzung deS Wiedererstarkens unserer Wirtschaft. Helfe jeder an seinem Teil. Wer Aufträge vergibt, sorge für rechtzeitige Zahlung: daS ist Ehrensache. Wer nicht über Barmittel verfügt, warte mit seinen Aufträgen bessere Zeiten ab. Denn wenn er den bei Auftragserteilung übernommenen Zahlungsverpflichtungen nicht Nachkommen kann, vermindert er das Betriebskapital des Unternehmers und macht sich einer Preissteigerung schuldig. Mindestens aber trägt er mit dazu bei. den nötigen Preissenkungsprvzeh zu verzögern. Ter Verbraucher darf feine 'Utadjt, die er zweifellos heute besitzt — man denke nur an bai tm einseitigen Derbraucherinteresse erlassene Preistreibereirecht, an die Wohnungszwangs- wirischaft und bergt, mehr —, nicht dazu benutzen. sich souverän über ba& hinwegzusetzen, was man im Geschäftsleben Treu und Glauben nennt. Das vielfach recht eigenartige Verhalten bei Anfordeurng schuldiger Gelder, daS in Ungehalten hell mit entsprechenden Redewendungen zum Ausdruck kommt, ja öfters mit Drohungen auf “Boykott usw. verb mden ist. stellt einen Mißbrauch biefer Machtstellung bar, der nicht scharf genug bekämpft werben kann. Auch bie Verbraucher, besonders die Kreise, die ihr Einkommen aus öfsenllichen Mitteln be* i ziehen, haben ein Jntevesfe am Empvrblühen von Handel und Gewerbe. Werden die werktätigen Schichten unseres Volkes durch säumige Zahlungen lahmgelegt, dann stocken starke Steuerquellen und den öffentlichen Körperschaften kann es nicht gelingen, die Finanzen dauernd in Ordnung zu bringen, waS sich wieder zum Nachteil anderer Derussgruppen auswirken muh. Tas Dorgunwesen war schon zu allen Zeiten der Krebsschaden unserer Handwerkswirtschaft, daher ist es Ehrenpflicht eines jeden, der an der Gesundung der Verhältnisse mitwirken will, sich dem Kampfe gegen diese Hnfitte cmzu- schließen. Zehe ehrliche Arbeit ist ihreS Lohnes wert. Deshalb zahle jeder sofort nach abgeschlossenem Kauf oder nach Erledigung erteilter Auftrage. Die nationale Bedeutung der Leibesübungen. Von Sportrat Fritz Strube -Hannover. äleberall in der Welt ist die Pflege der Leibesübungen, sind Spiel und Sport, Turnen und Wandern zu neuer Dlüte gekommen. Man hat erkannt, daß Leibesübungen, systematisch betrieben, nicht nur dem Körper zugute kommen, ihn gesund, kräftig und widerstandsfähig machen, sondern dah in ihnen auch ein Mittel gegeben ist, den Menschen, namentlich den jugendlichen, heranzubilden zu Charakterfestigkeit, Mut, Tatkraft und Anstand. Aber das alles ist's noch nicht allein: Doch viel zu wenig erkannt ist die hohe nationale Bedeutung, der vaterländische Geist, der aus dieser Pflege des Körpers, des Geistes und des Charakters sich naturgemäß entwickelt. Die Leibesübungen find daran, eine Volksbewegung zu werden. 3n ihnen spiegelt sich das Wesen und die Eigenart eines Volkes am besten wieder. Gin Volk, da- an Körper und Seele krank, wird immer mehr und mehr im Kampf ums Dasein unterliegen, denn ihm fehlt neben Kraft und Gesundheit, die eine unumgängliche Voraussetzung für Arbeitsfreudigkeit und wirtschaftliche Betätigung sind, der Wille nach vorwärts, der nationale Auftrieb. Das Deutschland von heute gleicht in manchem und vielem dem vor hundert Jahren. Damals erstand ihm ein Mann von der geistigen und sitttlichen Größe Zahns. Heute greift man seine Gedanken wieder auf, denkt sich in das Fühlen, Sinnen und Streben dieses Mannes wieder hinein und erkennt, daß sein Weg auch der Weg ist, den das durch den Krieg entnervte, durch wirtschaftliche Dot entkräftete, durch Lok- kerung der Sitten haltlos gewordene deutsche Volk wieder gehen muß. Zn den Leibesübungen ist uns das Mittel zur Gesundung, der äußeren wie der inneren, gegeben und gewiesen. Wie im alten Griechenland, so lind und werden auch heute diejenigen Völker in der Welt am meisten geachtet, deren Dame sich mit Leistungen verknüpft. Wir sind selbstverständlich weit davon entfernt, etwa nur den Leistungen im sportlichen Wettkampf die Krone zuzuerkennen, aber ebensosehr wollen wir daran arbeiten, immer weitere Kreise darüber aufzu- klären, dah wir uns dieses Mittels nationaler Propaganda nicht entäußern dürfen. Vor dem Kriege verfchafste un£ Haims Braun, die Größten unseres Schwimmsports, Männer wie Froitzheim u. a. Ansehen in der Welt. Das ist nach dem Krieg so gut wie verloren gegangen. Der deutsche Sport in allen seinen Zweigen hat schwer um seine Existenz gekämpft; angesichts der Verhältnisse nur ganz natürlich. Jetzt aber sproßt überall neues Leben, •regt sich überall neue Tatkraft, ilnö gottlob können wir hinzusügen, daß uns, wenn vorerst auch nur wenige, auch Männer erstanden sind, deren Dame in Verbindung damit, daß sie Deutsche sind, überall in der Welt wieder darauf aufmerksam gemacht hat, daß Deutschland noch nicht von der Bildfläche verschwunden und aus dem Wettbewerb der Dationen auszuscheiden gewillt ist, H o u b e n , Schwimmer wie Rabe- macher und Fröhlich, unsere tapferen Segelpslieger haben der Wiederaufrichtung deut scheu Ansehens im Ausland mehr genützt, als viele Politiker und Staatsmänner durch ihre Reven oder Taten. Deutsche Sportleuts aus deutscher Schule — wir nennen Schelenz, Holz, Waitzer, Kobs, WlSmar — haben fremdländische Olympiateilnehmer trainiert und ihnen zum Sieg verholfen. Die Deutsche Hochschule ijur Leibesübungen hat die Anerkennung des Auslandes fast in größerem Maß gefunden, als die des eigenen Landes. Diese Pionierarbeit deutschen Sports, die von Innen nach außen wirkt, hat aber auch noch ein anderes Gutes. Schon mehren sich die Meldungen, dah sich bekannte, erfolgreiche amerikanische Sportleute aus ihre deutsche Abstammung besinnen und wieder stolz auf ihr Deutschtum sind. Manche finden vielleicht auch wieder den Weg nach Hause. Wertvoller ist die Unter» stühung, die aus dem Aufstieg der Leibesübungen in Deutschland erwächst, für die große Zahl deutscher Turn- und Sportvereine im Ausland. Lange genug waren sie sich selbst überlassen und kämpften allein auf fast verlorenem Posten für Ehre und Airsehen ihrer Heimat. Auch zu ihnen hat das Streben des Mutterlandes, durch die Pflege von Leibesübungen wieder gesund und kräftig zu werden, ein neues festes Bindeglied geschaffen. So werden nicht nur körperliche, sittliche und nationale, sondern auch kulturelle Werte erhalten und vermehrt. Aus Stadt und Land. G i e b e n, den 28. Februar 1925. Gictzeirer Wochenmcrrkwreise am 28. Februar (Händlerpreise). Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200 bis 210, Matte 35, Käse 70, Wirsing 20, Weißkraut 12, Rotkraut 20, gelbe Rüben 10, Spinat 45, Unter-Kohlrabi 8, Grünkohl 20, Rosenkohl 50, Feldsalat 100, Endivien 100, Tomaten 150, Zwiebeln 20 bis 25, Meerrettich 40 bis 100, Schwarzwurzeln 60 bis 70, Kartoffeln 5, Aepfel 10 bis 20, Dirnen 15, Dörrobst 25 bis 35, Honig 45, junge Hahnen 100, Suppenhühner 100, Gänse 100 Pf. das Pfund, Eier 10 bis 11, Blumenkohl 60 bis 150, Salat 50, Lauch 5 bis 20, Sellerie 30 bis 70 Pf. das Stück. • *• Die Indexziffern. Die auf den Stichtag, 25. Februar, berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber dem Stande vom 18. Februar (136,1) um 0,4 auf 136,7 gestiegen. Die Lebensrnittel haben von 134,5 auf 135,1 oder um 0,4 Proz., die Jubustrie- stoffe von 139,1 auf 139,8 ober um 0,5 Proz. angezogen. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten für Mittwoch, 25. Februar, blieb nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamtes gegenüber der Vorwoche (125,2) unverändert. "* Zum Po st verkehr mit dem Saargebiet. Das Saargebiet ist mit Wirkung vom 10. Januar dem französischen Zollsystem eingeordnet worden. Für die Einfuhr von Waren sind daher die Bestimmungen der französischen Zollgesehe und Tarife maßgebend. Es ist zulässig, in offenen und verschlossenen Briessendungen zollpflichtige Waren nach dem Saargebiet einzuführen, soweit die Einfuhr nicht verboten ist. Dähere Bedingungen sind am Postschalter zu erfragen. Für Postpakete gelten nunmehr in bezug auf die Beifügung von Briefen, auf die Zollinhaltserklärungen und die Ein- und Ausfuhrverbote dieselben Bestimmungen wie nach Frankreich. ** Hauptversammlung der Männer- und Frauenvereinigung der Matthä usgemeinde. Der stellvertretende Vorsitzende, Lehrer W e h r h e i m, erstattete nach einleitenden Begrühungsworten den Geschäftsbericht über das abgelaufene Dereinsjahr. Seit Gründung der Vereinigung im Januar 1920 mit 82 Mitgliedern hat sich die Zahl derselben heute auf 848 erhöht. Der Bericht des Rechners, Postassistenten Römer, zeigte recht günstige Kassenverhältnifse, so dah man zur Unterstützung von bedürftigen Gliedern der Matthäusgemeinde und zur Bekleidung von Konfirmanden insgesamt 800 Mk. bereitstellen konnte. Der Voranschlag für das Jahr 1925 sieht namhafte Beträge an Unterstützungen Bedürftiger, an die Mädchen- Hidwni .«■wm iT«wrii"HMiiu in mwwill uiiiii in ’aiMjrwuuT.f— und Jungenvereinigung der Matthäusgemeinde und an die neu auflebende Chorschule vor. Der seitherige 1. Vorsitzende, Tteftor Knauh, hat aus Gesundheitsrücksichten sein Amt niedergelegt. Die Hauptversammlung hat mit Bedauern davon Kenntnis genommen und ernannte einstimmig den verdienstvollen Mitbegründer und seitherigen Leiter der Vereinigung zum Ehrenvorsitzenden. Die statutengemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden wieder gewählt, der Dor- flanb wurde weiterhin ergänzt durch die Herren: Schreinermeister Deil, Marburgerstrahe, Kaufmann Fritz Jung, Derwaltungssekretär i. R. Lamp, Sattlermeister Malkomesius und Kaufmann und Drogist August Michel. Außerdem wählte die Hauptversammlung Lehrer W e h r h e i m einstimmig zum ersten Vorsitzenden der Männer und 5rauent>erelnigung. Der neue Vorsitzende unterstrich besonders die soziale Wirksamkeit der Vereinigung und formte feststellen, daß die Männer- und Frauenvereinigung der Matthä»sgemeinde ihre Aufgaben, die ihr bei der Gründung gestellt wurden, bzw. die Hoffnungen, die man auf sie setzte — wenn auch nicht alle — so doch recht viele erfüllen konnte, daß die Vereinigung in anerkennenswertem, erfreulichem Aufblühen begriffen ist. Der Hauptvorstand des Deutschen Evangelischen G e m e i n d e t a g s , an dessen Spitze der bis vor kurzem an der Gießener Universität wirkende nunmehrige Generalsuperintendent D. Dr. Schian in Breslau steht, beabsichtigt, vom 19. bis zum 22. April in Offenbach a. M. einen deutschen evang. Gemeindetag abzuhalten. Die Organisation ist entstanden aus der vor 15 Jahren gegründeten Konferenz für evangelische Gemeindearbeit. Begründer war f. Zt. der Pfarrer D. Stock in Berlin-Lichterfelde', der inzwischen aus seiner reichen Arbeit abgerufen worden ist. In den kirchlichen Verfassungen, die in den letzten Jahren geschaffen worden sind, hat der Gemeindegedanke einen festen Platz gewonnen. Es darf darum erwartet werden, daß die bevorstehende große Tagung ihren Vorgängen imen sich würdig an die Seite stellen wird. In ihr klingt wieder die soziale Frage. Dazu tritt — neben anderen — die Frage des Verhältnisses zwischen Kirche und Wohlfahrtsarbeit. *• D i e älmzugskosten für ausge- toiefene Beamte. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, wird in einem Runderlaß des preußischen Ministers des Innern zur Kenntnis gebracht, daß sich der Reichsfinanzminister damit einverstanden erklärte, dah die Llmzugskosten für ausgewiefene Beamte, die nicht in ihren früheren Dienstort zurückkehren, sondern nach einem anderen Orte verseht werden, dann zu Lasten des Reiches gehen, wenn die Entfernung von, Zufluchtsort zum früheren dienstlichen Wohnsitz im besetzten Gebiet die Entfernung vom Zufluchtsort zum neuen Wohnsitz nicht oder nicht wesentlich überschreitet. Ist das letztere der Fall, so gehen hie Llmzugskosten ganz zu Lasten von Preußen. RDV. Magdeburg plant eine Stadthalle. Durch eine Sammlung in der Stadt Magdeburg will der dortige Derkehrsverein die Mittel 5um Bau einer Stadthalle zusammen- 6ringen. Der Erfolg der Mitteldeutschen Ausstellung im Jahre 1922, die das Wirtschaftsleben der Stadt in günstigstem Sinne beeinflußt hat, da sie mehr als eine Million Besucher nach Magdeburg führte, hat neben der geographischen Lage der Stadt die Hoffnung erweckt, durch Kongresse, Ausstellungen, Verbandstagungen und dergleichen weitere günstige Erfolge zu erzielen. In diesem Jahre sind wieder drei große Ausstellungen geplant: die Gießerei-Ausstellung der Formermeister, die 75jährige Jubiläumsausstellung der deutschen Zuckerindustrie und die Mitteldeutsche Handwerkerausstellung. Dis heute sind außerdem mehr als 60 Kongresse und ähnliche Veranstaltungen angemeldet. Der Appell an die Einwohnerschaft fordert zu freiwilligen Spenden für den geplanten Bau auf. Die Hoffnungen, die man in Magdeburg auf dieses Unternehmen zum Vorteil der Einwohnerschaft seht, treffen in gleicher Weise auch auf den Gießener Plan zu. Der Unterschied ist nur der: in Magdeburg will man Spenden haben, hier dagegen soll die Düvgerschast das Geld gegen Zinsen wM Rückzahlung anlegen. Wo oa der Ginwobn«^ schäft bei gleichem, guten Endziel mehr geböte» wird, bedarf hiernach keiner Betonung. D. Red» " Fe st genommen wurde eine Stauen* Person wegen Urkundenfälschung und Betrug-, Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion de« Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Verhunzung deS Gießener Stadtbildes. Jeder auswärts lebende Gießener, der gelegentlich mal wieder in seine Vaterstadt kommt, muh von Entsetzen geschüttelt werden, wenn er bemerkt, wie das Gesicht der Stadt wieder häßlicher geworden ist. Rachdem ja doch einmal dank den Sünden der Väter der große Eisenbahndamm den Romen „Gießen an der Lahn" zu einem imaginären Begriff macht, sollte man denken, dah Fabrik, bauten jetzt auf die landschaftliche trostlose Gegend an der unteren Lahn und nach Klein- Linden zu beschränkt würden. Aber nein, der einzige Auslauf, der dem Gießener geblieben ist, nach dem Schiffenbergerwald, mußte durch einer1 neuen riesigen FabriÄasten verschönt werden. Wendet sich hier der Gast nut' Grausen und gedenkt den Blick von der Grünberger Straße nach Westen zu genießen, so sieht er auch diesen durch häßliche Reihenhäuser vollkoiftmen verbaut, die anderswo ebensogut Platz gehabt hätten. Wer früher im Frühling die Frankfurter Straße hinabwanderte, der hatte feine Freude am blühenden Flieder und den Akazien, die die Straße beiderseits umgaben. Aber auch damit glaubt man anscheinend jetzt auf räumen zu müssen, wenigstens sieht man, wie im Vorgarten des Hauses der Cisenbahnverwaltung diese schonen Sträucher und Bäume in rücksichtsloser Weise ausgerottet werden. Auch zwischen Bahnhof und Anatomie glaubte man anscheinend das Bild durch ein (so notwendiges) Casä mehr verschönen» zu können, als durch schöne Anlagen. Wenn wenigstens das noch unbebaute Land an der Lahn hinter dem Juxplah und zwischen den Bootshäusern mal zu Anlagen verwandt würde! Aber auf so etwas darf der Gießener keine Hoffnung haben. Auch da werden wohl bald trostlose Reihenhäuser und Fabriken stehen Gießen, Dem das belebende Element der Industrie fehlt, hätte es doch so nötig, sich dafür zu einer schonen Stadt zu entwickeln, aber leider ist das Gegenteil der Fall, und man kann nur staunend und trauernd dieses negative Wunder der Unnatur mit ansehen. Ein Gießener, der seine Stadt liebt. Briefkasten der Redaktion. (Aechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Redaktion.) S). I. H. in L. Ihre Frage werden tote in der nächsten Ausgabe unserer Bnlage „Die Scholle" beantworten. Den mitgesandten Bericht werden wir nicht abdrucken, denn für anonym übermittelte Berichte haben wir grundsätzlich keine Verwendung. ^i(sHu8hslt o'ms Or.S’dl.rs Siwalin Unerreichte Hei toaste, eine Wohltat für . BeinBeldende. 1884ss In Apotheken erb. Ersatzmittel -urückmeisen. Sonntagsdienst o. Aerzte u. Avotbcken am 1.3.23. Dr- Schäffer. Fran Dr. Marx. Hirschavotbeke. Zahnarzt: Dr. Zägrr, firnnfrurrer ■Sirene. -Tflhlo fpnberDorrQnenö XUultillU bemäbri bet: Hehl, । BexenschaD, Rheuma, Nerven- und Ischias, i Kopfschmerzen Togal stillt die Schmerzen und scheidet die Harnsäure aus. - Fragen Sie Ihren Arzt. — In allen Apotheken erhältlich. 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April in dem nesorbanten Scbulgebäuda. 19-1- u.2-Jahresklass. Höhere Handels- klasaeni'/vU. 1 Jahn. Prospekte und Anmeldungen durch die Schulleitung: yutzholzversteißerMg Dienstag, den 3. März l. Jtz. soll in den Waldungen der Gemeinde Alten-Buseck Holzversteigerung. der Fürstlichen Lberförstcrei Lich. Dienstag, den 10. März, 9.30 Uhr vor mittags beginnend, werden in Steins Saalbau zu Lich aus den Distrikten Mühl^ berg, Konzebühl, Höler, Hard und Lange> berg versteigert: Raummeter: . ecböu Marv-Sir. 10 m stm-, Georg Philipp Gail A.-G. Wilhelm Gail’sche Tonwerke A.-G. Tief erschüttert bringen wir hiermit zur Kenntnis, daß am Mittwoch, dem 25. Februar 1925 ganz unerwartet der langjährige Seniorchef unserer Firmen, der seitherige Vorsitzende des Aufsichtsrates unserer Gesellschaften d?r leiste Stadt liebt. r Redaktion. >ne Verbindlichkeit je tion.) hre Frage (Derben feit unserer 'Mage ,Jii Ten mitgelanbtoi eichen der Teilnahme an den Opfern des grohen rieges am 1. März die Häuser mit Flaggenschmuck auf Halbmast 'drucken, denn für a n o- de haben wir gninbfflfr deren Leitung in den langen Jahren, allein auf seinen Schultern ruhte. Wir betrauern in dem Heimgegangenen eine starke Persönlichkeit von aufrichtigem und wahrer Herzensgute, einen umsichtigen Führer und Berater, der auf der Höhe seines mit Stolz auf sein Lebenswerk zurückblicken konnte. Als leuchtendes Vorbild treuer Pflichterfüllung und Hingabe an das Ganze wird er serer Erinnerung leben. im Saalbau Lauer am Gzwaldsgarten Eintritt 50 Pf. Alle deutsch und sozial gesinnten Frauen und Mädchen, inrde- sondere die Zrauenoereine, werden hierzu herzlich cingeladen. Jungdeutsche Schwesternschaft Siesten. Or.SidLrsSiwalin^ e, eine Wohltat füt dende. Winelziirudwetten. verschieden ist. Seine Lebensarbeit gehörte ausschließlich der Festigung und Entwicklung unserer Firmen, NeichLverband Deutscher Mineraldrunnen. Blaue Anzugstoffe erstklassige Qualitäten sehr preiswert. 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Den verehrten Einwohnern von Pich und Umgegend zur gesl. Kenntnis, öo§ Ich Sie GSlk ierel sei Slrmo tzerm. SeSer Dise. üurtaonunen W und sie in der fehbenncit Branche als Kunst und HandelSaärtnerei mit Lamcubaudluna unter dem Namen ( ermann verwandt F W da werden wohi l! ¥^abrtttn Men1 «nb« Clement der 3n. 9 so notig, sich bafüi enttDldtln, aber kibtt । ju versehen. u. ’Hvotbtfen am 112' . L . __ Dinn. viriWtit. Glehen, den 28. Februar 1925. Der Oberbürgermeister. Strlrt- artlhl Besonder« P1*- "todenstoH Prinzeirö® Schlüpfer Sfrümpfe Wollgarne Maschinen- Strickerei Sonnens*r- ; Wir üben<; NB- Sstrü®’1 meS Ausiric^ 77^7 7 AS» Nachruf Am 25. Februar 1925 verschied plötzlich unser langjähriger Seniorchef Herr Geh. Kommerzienrat Dr. h. c. Wilhelm Gail Der C. C der Starkenburgia i. A.: Douckvy 2171V XXX 1854-1904 Gießen, den 27. Februar 1925. 2148D Der Vorstand 6166V >3 M Nachruf. Am 25. Februar 1925 ist Herr Geheimrat Dr.h.c. Wilhelm Gail ■ rung4t>erelni hofes aus statt. 01820 01856 F o. F. F Der Vorstand =1MD billigst 1694 D Die Gießener Freiw. Feuerwehren. 2167D und Patin Elli 21680 Betten (fjolz und eisen) 01812 * ist durch einen raschen Tod von uns geschieden. Wir betrauern in dem Entschlafenen unseren Vorsitzenden und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Dr. Frey Beigeordneter — 4 Dat ©rünbum Duster Äilli sigen wirtscl Kanzleiberg 7, am Alten Schloh. Trümpert Landgerichtsrat. verschieden. Das Oberhessische Museum in Gießen verdankt seinem Wirken Unendliches. Mit Wort, Rat und Tat war der Verewigte unermüdlich bereit zu fördern und zu helfen; bis in seine letzten Tage hinein hat er die Gail'schen Sammlungen, seine ureigenste Schöpfung, an der er mit herzlicher Liebe hing, ausgebaut und erweitert- Das Museum betrauert in ihm nicht nur den stets hilfsbereiten Geber, sondern auch den beratenden Freund, dessen reiche Erfahrung ihm auch in schweren Zeiten uneingeschränkt zur Seiten stand. SftmMe- Bneln Men Die Angestellten und Arbeiter der Firmen; Georg Philipp Gail A.-G. Wilhelm GaiTsche Tonwerke A.-G. * t. Unterfertigter C. C. betrauert das Ableben seines lieben alten Herrn Ein zielbewußter, großzügiger Kaufmann von edler, feinsinniger Menschlichkeit, war er uns in den langen Jahren unseres Zusammenwirkens ein treuer Freund geworden. Tiefe Dankbarkeit erfüllt uns alle beim Andenken an diesen seltenen Mann. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß gestern nachmittag 48/« Uhr plötzlich und unerwartet unser innigst- geliebtes Töchterchen, Schwesterchen, En Reichen im zarten Alter von 8 Monaten entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen Familie Ludwig Müller III. Heuchelheim und Gießen, den 26. Februar 1925. Die Beerdigung findet Sonntag mittag um 1 Uhr von dem Trauerhause Bachstraße 31 aus statt. ' Lehns ftonMoI. meindcwaL e flämme 3. w- 22,15 Ml, 3>c 35,15 Ml, 3. 5a RL21.05? Holz 18 <1 In tiefem Schmerz: Frau Anna Kümmel und Kinder nebst allen Angehörigen. Wieseck, den 27. Februar 1925. Die Beerdigung findet Sonntag, den 1. März, nachmittags 2% Uhr, vom Sterbehause, Wagengasse 10, aus statt. Oberhessisches Museum und Gail’sche Sammlungen Prof. Dr. Kramer. grvhzügig ai zu sehen. Ä Jturinlereffen bientr, Dom <- f Unser lieber Alters-Kamerad Herr Geheimer Kommerzienrat Dr. Wilhelm Gail Gestern abend V,6 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld getragenem Leiden mein innigstgeliebter treuer Mann, unser treusorgender Vater, mein lieber Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe im Alter von 44 Jahren. Herr Karl Braun In tiefem Schmerz im Namen aller Trauernden: Anna Braun geb. Valentin Wolfgang Braun Lola Braun. Gießen, (An der Hardt 12), den 27. Februar 1925. Die Beerdigung findet am Montag, dem 2. März, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Fried- Arn 25. Februar verschied plötzlich und unerwartet Herr Geh. Kommerzienrat Dr. W. GAIL Chef der Freiw. Gail'schen Feuerwehr. Mit ihm verliert das Feuerlöschwesen unserer Stadt einen unermüdlichen, hilfsbereiten Förderer, der für unsere hohen Ideale stets ein warmes Herz zeigte. Glaserei Einrahmungen, Spiegel, Bilder, alle Reparaturen Speise- und Saatkartossein sowie Saathafer empfiehlt 01816 Friede Hofmann Heuchelbeim Marklstrahe 16. voraussichtlich Montag, den 2. März kommt bet der Güterabfertigung Langsdorf 1 Waaen Aallasche (Düngekalk) meistbietend flennt Barzahlung zur Versteigerung. Güterabfertigung Langsdorf Geheimer Kommerzienrat Dr. phil. h, c. W. Gail Palatiae Bonn Hausrat-Gießen Ulndenplah Karosserien Geschäfts-,Luns- Wagen Geschäfts- und Federkarren Reparaturen in Wagner-, Sattler-, Schmiede- un d Lackierwerkstätten. Otto Faber Glefien, Tel. 1096. Mühlstr. 22. tit9D Todes-Anzeige. Heute morgen gegen 2 Uhr entschlief sanft, nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden, mein herzensguter Gatte, unser unvergeßlicher und treubesorgter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Philipp Kümmel II. Altveteran von 1870/71 im 77. Lebensjahre. tatWitrt sind, gabt Mngi Anlehnuna a Verpflichteter Jahresbetttä Mart beweg nach Ansicht Kreise die fi tigen Mittel teressenten x lautet, ist der schulischen 1 schlülse lassen Kissinger Kur Kisschen ist - Sri( ötabtbeto bei Dücgenne hallige und v yerige Feuerg soll niedergele M soll da neue Lchulhauses. Ausschuh «deuluna fr sollen alle ; hin, auherder Jtl Aitgiie Der städti chiese, der sick m einem entwossen & «. noo x Plane fn !l,u" i* offen iür B,“ 'S;?. M Dister Äen V nut an ’Ä fünf N'L tfu i » LiH' Li- ®lcn a r.» Ä 214, t b11 - J arferenl'» ’ mil • Lonv S'SfS szZ 1J!1 W?r ,9 Juchenreistg '■ Ä-chenstode 5 HolrsubM meisteret,ha«« «chtenstamM D.WvulYsn^ Mrt je SN Am 25. d. M. verschied unser Mitbegründer u. Ehrenmitglied SmSeh.Sm.-Mlk.MWl In dem Verstorbenen verliert der Verein einen stets fördernden und helfenden Kameraden. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Ingenieurschule feciiniKumAdenbarflSa.-A m bf .(Staatskomm.) ’Aachlnenb.Elektrotechnik,Automobllb PreUv.Verpflefrunk imStudterendenk' - Rom.-Beg Apr n.Oki | du WümcI H Gedenkfeier ;u Ehren unserer Gefallenen Sonntag, den 1. März 1925, vormittags ll‘/a Uhr pünktlich, in der Neuen Aula der Universität. Gedenkrede Herr Pfarrer Decker. Weiter wirken mit: Frau Dr. Spohr, Herr stud. theol. Knodt, Herr Juhnke, Mitglied des Stadttheaters, und die Wellersche Kapelle. Die Einwohnerschaft Dietzens wird zur Teilnahme herzlich eingeladen. Eintritt unentgeltlich. Zur Deckung der Unkosten wird am Ausgang ein freiwilliger Beitrag erhoben. Fahnen» abordnu^gen können wegen Platzmangels nicht zugelaffen werden. Sämtliche Plätze sind numeriert. Die Ausgabe derAummern erfolgt am Eingang. 02002D Volksbund Deutsche Kriegsgräderfürsorge Ortsgruppe (Stehen. auf Teilzahlung! _____________________1747» flr. 50 Drittes Blatt Aus der Provinz. Landkreis (tieften. • Sich. 27. Febr. Wegen Vornahme von ®berg" war vollständig beseht. — Heute feierte unter allgemeiner Teilnahme der Bevölkerung Bäckermeister G. W indisch und seine Ehefrau, geb. Jung, daS Fest der Goldenen Ho chzei t. Der Jubilar, der mit seiner Gattin aus Rheinhessen hierher verzogen ist. betrieb lange Jahre mit großem Erfolge seine Bäckerei, die er dann bei zunehmendem Mter einem seiner Sohne übergebeti hat. Er war ein tapferer Mitkämpfer des ruhmreichen Feldzuges von 1870/71 und gehörte zu der Kompagnie. die unter Führung von Major Kattrein das Schloß Ehambord erstürmte. Einer seiner Söhne ist Ministerialrat in Darmstadt, ein anderer ein in weiten Kreisen belohnter Kunstmaler in Frankfurt. Kreis Schotten. Schotten, 27. Febr. Die Vorbe- reitungsarbeiten für die diesjährigen Bürgermei st erwählen sollen so frühzeitig beginnen, daß die Wahlen tn u n f e r m Kreise schon am 5. ober 12. Juli stattfinden können. Mit diesem frühen Wahltermin w ll man erreichen, dah selbst b?i notwendig werdenden Stichwahlen die Amtszeit der seitherigen Bürgermeister nicht verlängert werden braucht. Die fälligen Beigeordneten- und Gemeinderatswahlen fordern gleichfalls einen frühen Wahltermin. -t- RadingShain, 27. Februar. In der vergangenen Woche schied unser langjähriger Lehrer Braun von hier, um eine Schulstelle inRüsselsheima.M. zu übernehmen Während seiner hiesigen Wirksamkeit verstand er eS. sich daS Bert rauen der ganzen Gemeinde in hohem Maße zu erwerben. Seinen Schülern war er ein zielbew'ißter. gerechter, die Kindes- feele verstehender Lehrer. b?m Gesangverein alS Dorsitzenber ein weitblickender Führer und Förderer. Dein Wirken in der hiesigen Gemeinde wird unvergessen bleiben l Starkenburg und Rheinhessen. • Darmstadt, 27. Febr. Rach der letzten Statistik befanben sich am 1. Januar 1925 in Darmstadt 25 223 Haushaltungen und 24 027 Wohnungen. E s fehlen 1 2 0 0 Wohnungen. die nur durch Reubau beschafft werden tonnen. Die Stadtverwa'tung schlägt deshalb vor, im Jahre 1925 den Bau von etwa 320 Wohnungen vorzufehen. Sie will selbst Mietwohnungen errichten, daneben aber den privaten Wohnungsbau durch Darlehen finanzieren helfen. Die Beträge sollen durch eine Mietzinssteuer in Höhe von 20 Prozent der Friedensmiete aufgebracht werden. Darmstadt würde dadurch etwa 2,5 biS 3 Millionen Mark erhalten. Einschließlich der Wittel zur Erhaltung der alten Gebäude stellt sich der Gesamtbedarf für das Wohnungswesen im Bauprogramm des Jahres 1925 auf 5 200 000 Mack. = != Offenbach, 26. Febr. Wie in allen größeren Städten, ist auch die hiesige evangelische Kirchengemeinde in einige selbständige Kirchengemeinden zerlegt, an deren Spitze eigene Kirchenvorstände stehen. Die gerne infamen Angelegenheiten erledigt ein Gesamtkirchenvorstand. Allmählich haben dessen Geschäfte hier einen solchen Umfang angenommen, daß sich die Einrichtung einer besonderen Geschäftsstelle erforderlich machte. Diele ist jetzt ins Leben getreten. Ihre Leitung hat Bürgermeister a. D. Mosbach übernommen. Kreis Wetzlar. xx Weylar, 27. Febr. Wie ein langer Wurm zieht sich eben ein 75 Zentimeter tiefer Graben von bet Rähe des städtischen Gaswerkes den Riedergirmeser Weg entlang durch R i e • dergirmes bis in die Rähe der Gastwirtschaft Reinhardt. Eine Telephon-Kabelleitung wirb hier gelegt Die Erbarbeilen Verden meist durch Arbeitslose auSgeführt, die hierdurch angemessenen Verdienst erhalten. XX Raunheim. 27. Febr. 2Lud) hier hat man sich entschlossen, sobald wie möglich an den Dau einer Dasserl eitung heranzutreten. Wenn auch einige Leute mit ihrem Drunnen- wasser sehr zufrieden sind, andererseits auch hier Brunnen vorhanden sind — besonder- an tiefer gelegenen Stellen deS OrteS —, die für Trink- -wecke ungeeignetes Wasser liefern, so sieht man in der Reuanlage einer Wasserleitung einen bedeutenden Fortschritt. Gute Quellen sind in nächster Rähe des Dorfes, besonder- im .Kochsgrund". vorhanden, so daß daS Dorf mit einer reichlichen Menge Wasser versorgt werden kann. Daß bei einem Brande das Wasser, welches mit Kübeln und Eimern herzugcbracht wird, nicht mehr auSreicht. ist allgemein bekannt. Sine Wasserleitung liegt im Interesse eineS jeden Bewohner-. Welch großer Schaben bei Feuersgefahr — besonders im heißen Sommer durch Blitzschlag — entstehen kann hat man leider gar oft erfahren. Gin starker Wasserstrahl au- einem Hydranten bringt meist in kurzer Zett den Brand zum Stillstehen und großer Schaden wird in den meisten Fällen dadurch verhütet. Die Hausfrauen wissen bei dem fast stündlichen Gebrauch des Wassers eine Wasserleitung bis zur Rähe de- Kochtopses besonders zu schätzen. Auch eine R e u- vermessung des Gemeindelandes soll hier bald stattfinden. Hcgcn-Nanau. ^Königsberg 2 Uhr: Der Kreck^krcis Fr Ilog. 6, abends 8 Uhr: MaSken- wagen der Holtorttruppe: Der Widerspenstigen Zähmung. SamStag. 7., abend 71/2 Uhr: Wenn wir Toten erwachen. Sonntag. 8.. nachm. 3 Uhr: Wilhelm Tell abends 7», Uhr: Bummelstudenten Samstag, 28 zeornar 1925 Gerichtsfaal. • Limburg. 25. Febr Heute fand gegen den Monteur Theodor Dender au- K r 0 s - d 0 r f die DerufungSVerhandlung vor der biefigen Großen Strafkammer statt. D war angellagt. versucht zu haben, in der Rachl vom 20. auf 21 Sepl 1924 einer FrauenSPerlon unftitl d) Gewalt anzu- tun. Der Angeklagte behauptete, derart be* trunken gewesen zu sein, daß er von der Tat überhaupt nichts mehr wisse. DaS Schöffengerichi hatte ihn zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt, auf die Auslage der Verletzten hin. einer gewesen Elise H. au» Gießen. Trotzdem durch Zeugei vor dem Schöffengericht Wetzlar ein B.weis angetreten war. daß die H. eine unglaubwürdige Perlon fei, wurde der Beweis al» unerheblich abgelehnt. In der heutigen DerufungSverhand- lung wurde in einwandfreier Weife nackgewiesen, daß die Angaben der H. keinerlei Glauben verdienen. Die 6traHammer hob daher daS Urteil 1. Instana auf. sprach den Angeklagten frei und belastete die Staatskasse mit den Kosten deS Verfahrens. 2 Wetzlar, 26. Febr. 3n der heutigen Sitzung des EinzelrichterS standen folgende Fälle zur Verhandlung an: Der Reifende D. auS A l t e n d 0 r f ist bc- schuldigt. fich des (Betrüge» und der Unterschlagung schuldig gemacht au haben. Den Betrug erblickt die Anttagebehörde darin, daß der Anac- klaate als Reisender feiner Firma vorfpiegelte. Bestellungen gemacht zu haben, fich dafür Provision zahlen ließ, wahrend er in Wirklichkeit gar keine Bestellungen getätigt hatte. Die Unterschlagung wird in der Aneignung von 10 Krügen Klärmittel erblickt. Der Angeklagte bestreitet, vor- sätzlich gehandelt zu haben. Er wird antragsgemäß zu insgesamt 60 Mark Geldstrafe verurteilt. Dem Mechaniker D. auS Aßlar wird zur Last gelegt, einen Feldstecher im Werte von 110 Mark, sowie 13 geschlissene Linsen, einen Hohlspiegel und einen Zpparat zu optischen Instru menten seinem Arbeitgeber entwendet au haben. Der Angeklagte gibt zu, einzelne Teile seiner Firma entwendet zu haben, auS denen er sich dann den Feldstecher zusammengesetzt habe. Den Diebstahl an den übrigen Sachen bestreitet er. Das Urteil lautet auf 1 00 Mark Geldstrafe an Stelle von 20 Tagen Gefängnis. Der Kaufmannslehrling D. auS Garben« heim ist deS Widerstandes beschuldigt, welchen geleistet zu haben er bestreitet. Der Angeklagte ist mit 2 Kameraden eines Abends gegen 10 Uhr von einer Bierreise durch Wetzlar gegangen. Wie der Schupo-Beamte als Zeuge bebau, tc’. hätten der Angeklagte und der eine Begleiter den Beamten angerempelt, gejohlt und gepfiffen. Der Angeklagte cnUog sich Dann der Feststellung seiner Personalien durch die Flucht, wurde aber von dem Beamten eingeholt, der ihn nun zur Wache bringen wollte. Aus dem Wege dorthin soll sich der Angellagte wiederholl zur Erde geworfen haben. DaS Gericht kann nickt jest- stellen, daß sich die Beamten In der rechttnaßi gen Ausübung ihres Amtes befunden haben und erkennt dem Anträge deS AmtsanwallS entsprechend auf Freisprechung. Der Lohnbuchhalter D, jetzt In Halle a. d S., ist wegen Betruges angeklagt. Die Verhandlung ergibt, daß der Angellagte In einem Zeitraum von etwa 8/4 Jahren durch falsche Eintragungen in den Lohnbüchern sich nid) und nach etwa 5300 Mk. angeeignet hat. Der Angeklagte war hi'r bei der F.rma Leih im Loh 'bureau beschäftigt und ist nach Aufdeckung der Veruntreuungen sofort entlassen worden. Der Anllagever- treter betont, daß der Angellagte. der ein Monatseinkommen von 240 Mk. hatte, nicht auS Rot zu der Tat getrieben worden ist, und beantragt w gen des groben DertrauensbruchS 1 Jahr Gefängnis. Das Gericht sieht die Sache etwaS milder an und erkennt auf 6 Monate Gefängnis. Rach Verbüßung vvn 2 Monaten wird bei guter Führung deS Angeklagten für den Rest der Strafe eine Bewährungsfrist von 3 Jahren bewilligt. Wegen Mundraubs Hal fich die Ehefrau H. aus Wetzlar vor dem Richter zu verantworten. Gegen die ihr bereits durch Strafbefehl zudiktierte Geldstrafe von 15 Mk. hat sie Einspruch erhoben. Die Anllage legt ihr zur Last, zusammen mit dem Invaliden O., der sich bei der Geldstrafe beruhigt hat. 2 Hühner der Zeugin Sch. zum alsbaldigen Verbrauch entwendet zu haben. Die Angeklagte bestreitet die Tat und will von der ganzen Sache nichts wissen. Sic wird mangels Beweises freigesprochen. Wegen IagdvergeheTis ist der Arbeiter W au8 Raunbeim angettagt. Der Angellagte gibt zu sich strafbar gemacht zu haben. Die Anllag« behauptet, er habe am 9. Januar 1925 in der Gemarkung Raunheim zwei Halen geschossen. Rach Verurteilung zu einer Geldstrafe vor 50 Mark erklärt Der Angeklagte. Daß er sich bei dem Urteil beruhige. Beantragt war eine Geldstrafe von 100 Mark. Die Händlerin K. auS Gießen war durch Strafbefehl' mit einer Geldstrafe von 10 Mk. belegt worden unter der Anschuldigung, in Vollnkirchen beim Gewerbebetrieb im Llmherz eßen den Arbeiter D. aus Gießen ohne Erlaubnis mit sich geführt zu haben. Das Gericht verwirst den Einspruch der Angellagten. da diele nickt erschienen ist. 2 Wetzlar. 27. Febr. Unter dem Vorsitz des LandgerichtSrats Sammet aus Limburg trat heute das Schöffengericht in Weylar zu einer Sitzung zusammen. Die Anklage vertrat Oberstaatsanwalt Dr. Da cm ei st er aus Limburg. Der Händler Otto D. aus K l a s e l d hatte sich unter der Anllage des fortgesetzten Betrüge- im strafschärfenden Rückfalle, des Diebstahl- und der Unterschlagung zu verantworten. Der Angellagte ist trotz seiner Jugend — er ist erst 22 Jahre alt — wiederholt, wegen Betrüge-, schwerer Llrkunden'älschung ufw. vorbestraft. t$r ist im wesentlichen geständig. DaS Dorstrafenregister deS Angeklagten weist nicht weniger als 16 Vorstrafen auf. Das Urteil lautete auf eine Gesamtstrafe von 1 Jahr 3 Tagen Gefängnis, wobei sich der Angeklagte beruhigt. Wegen gefährlicher Körperverletzung war der Arbeiter K. aus Steindorf angeklagt. Der Anklage liegt folgender Sachverhalt zu Grunde. Am 26. 8. 1923 brach auf der Kirmes in Oberbiel zwischen dem Angeklagten und dem Zeugen D. ein Streit aus. Der Oberlandjäger K. trennte die Streitenden. Als der Oberlandjäger sich den Flamen deS Zeugen D. notieren wollte, sprang der Angeklagte von hinten auf D. zu und versetzte ihm einen Schlag in den Rücken, und zwar mit einem Messer. D. trug erhebliche Verletzungen davon. Der Angeklagte bestritt die Beschuldigung. Der oben geschilderte Sachverhalt wurde aber von den Zeugen bestätigt. Die Verhandlung wurde zwecks weiterer Beweiserhebung vertagt. 3m letzten Falle hatten sich die Arbeiter D. und K. aus Wetzlar wegen gemeinschaftlichen Einbruchsdiebstahls (D.. der erheblich vorbestraft ist. befindet sich im strafschärfenden Rückfalle) und wegen versuchter Brandstiftung zu verantworten. Die Angeklagten verbüßen zur Zeit eine ihnen vom hiesigen Gericht im vorigen Jahre zudiktierte Gefängnisstrafe und wurden aus der Strafhaft in Freiendiez vorgeführt. Das Gericht erachtete die Angeklagten des Einbruchsdiebstahls für überführt und verurteilt D. zu 1 Jahr und K. zu 6 Monaten Gefängnis! beide auch zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von je 3 Jahren. Von der Anklage der versuchten Drandstistung wurden die Angeklagten freioesprochen. Der Antrag der Staatsanwaltschaft lautet gegen D. auf 2 Jahre 3 Monate Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust und K. auf 1 Jahr 1 Monat Zuchthaus und 3 Jahre Ehrverlust. Große Strafkammer. * Gießen, 24. Febr. In mehrstündiger Verhandlung wurde in der Berufungsinstanz gegen den ehemaligen Eisenbahnasiistenten Heinrich 6., früher in Bad-Raubeim. verhandelt. Dieser hatte während der Inflationszeit als Schalter» keamter am Bahnhof in Dad-Rauheim mehrfach mit der Hand geschriebene Fahrkarten nach entfernteren Orten ausgestellt, auch die entsprechende Geldsumme eingenommen, jedoch die Abschrift der Fahrkarte auf einen näheren Ort und einen viel geringeren F hrpreis lautend hergestellt und auch im Einnahmebuch die geringere E nnahme notiert. An sich muhte der Angeklagte Ur- und Abschrift der Fahrkarte mittels einer Pause gleichzeitig anfertigen. Er hat jedoch instruktionswidrig beide Urkunden getrennt geschrieben. Die Differenz will der Angeklagte angeblich dazu benutzt haben, um Fehlbeträge zu decken, wie sie zur damaligen Zeit häufig vorkamen. Die Anklage lautete auf Verbrechen wegen Unterschlagung im Amt i. S. der § 350, 351 StGB. Die Vorinstanz hatte Unterschlagung verneint und nur wegen Betrugs in vier Fällen zu Geldstrafen verurteilt. Dabei ging sie davon aus, dah der Angellagte die Fehlbeträge bestim- mungsgemäh zu ersehen hatte und dah er durch feine Manipulationen seine Vorgesetzten über die Höhe der Ersatzansprüche getäuscht und dadurch einen Betrug begangen habe. Da ferner der Angeklagte. nachdem seine Handlungen entdeckt waren, in dem Einnahmebuch Radierungen vorgenommen hatte, die die Straftat verdecken folLen, war er weiter wegen Urkundenfälschung In Tateinhell mit Verfälschung einer amtlich anvertrauten Urkunde zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat verurteilt worden. Diese Freiheitsstrafe war ihm gleichfalls in eine entsprechende Geldstrafe umgewandelt. Die Berufungsinstanz bejahteUnterschlagung im Amt in vier Fällen bzw. ein Verbrechen i. S. des §351 StGB. Sie gab der Berufung der Staatsanwaltschaft statt. Die geseh ich? Mindestrafe für ieben der vier Fälle waren 6 Monate Gefängnis. Es wurde auf eine Gesamt st rafe von neun Monaten Gefängnis er.'annt. Dabei waren dem Angpftagcen mildernde Umstände zugebilligt. Andernfalls hätte auf Zuchthaus erkannt werden müssen. Turnen, Sport und Spiel. Städtewettkampf Fulda — Eisenach — (Hießen. Der Städtewettkampf im Kunstturnen Fulda — Eisenach — Gießen, welcher ursprünglich am 1. Februar stattfinden sollte, gelangt nunmehr am morgigen Sonntag, im Fürstenhofe zu Eisenach, zum Austrag. Die Gießener Mannschaft (Daum, B.-pler, Strack, Hofmann, Trechsler, Bücking, sämtlich vom Turnverein von 1846) muß diesmal ohne Reuter antreten, welcher noch an einer Handverletzung leidet. Boxkämpfe. Berlin, 27. Febr. '(MTB.) Im Sportpalast besiegte der zur Zeit beste englische Boxer Phil. Scott den deutschen Schwergewichtsmeister Samson-Kö r ner nach Punkten. In drei weiteren englisch-deutschen Boxkämpfen schlug H a h m a n n den Engländer Stanley Glenn in der fünften Runde, Dieckmann den Engländer Bat es in der ersten Runde Knock-out, während der Kampf zwischen Friedemann B(H> ®n9^nI)cr Vkurton unentschieden Anschluß des rheinisch-westfälischen Jndnftr egcb ctcs an den ZLZeltlnftverkehr. Im Essener Rathaus fand eine Versammlung statt, die sich mit dem Anschluß des rheinisch- westfälischen Industri'gebiets an den Weltluftverkehr beschäftigte. Es wurde eine Luftverkehrsgesellschaft „Ruhrgebiet A. ©.“ gegründet, die ihren Sih in Essen haben soll. Die Gesellschaft wird ausschließlich dem offen!» lichen Verkehr dienen und den Anschluß des Industriegebiets an den deutschen und internationalen Flugverkehr durchführen. Sie wird Personen und Güter aller Art auf dem Luftwege befördern und Flugzeuge vermieten. Sie wird sich auch an anderen Luftfahrtunternehmungen beteiligen und Interessen- und Betriebsgemem- schaften mit anderen Werken eingehen. Das Aktienkapi.al beträgt 2 050 000 Marn Finanziell beteiligt sind die Großstädte des Industriegebietes, die Industrie- und Handelskammer Essen, der Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk, verschiedene industr.elle Werke Rheinland-Westfalens und die Junkers-Flugverkehr A. G. Rundfunk-Programm des Frankfurter SenderS. (Aus der „Radio-Umschau".) Sonntag, 1. März: 8,30 Uhr: Morgenseier, veranstaltet vom Wartburg-Verein Frankfurt a. OIL: 1. Motette: Dläserchor des Wartburgvereins (Leitung Peter Rauschenberger): 2. Choral: Gib dich zufrieden und sei stille (Kirchenchor der M itthäusgemeinde, Dirigent Herr Dreier): 3. Dtolinsolo: Len« K h- fer; 4. Gesangsolo: Litanei von F. Schubert: A. Hürlimann: 5. Ansprache: Pfarrer Schrenk von der Matthäusgemeinde: 6. Chor: Geh in deine Kammer von Max Reger (Ktrchenchor der Mtt- thäusgemeinde): 7. Gesangsolo: Komm süßer Tod von I. S Dach: Fräulein Hürlimann: 8. Motette: Dläserchor des Wartburgvereins. Fräulein Hürlimann. 4 bis 5 Uhr: Trauermuftk des Hausorchesters. Trauermarsch aus der A?-Dur-Sonate Beethoven. Maare Ische Trauermusik, Mozart, Trauerm rsch a. d. „Eroi- ca", Deethoven, Ave verum, Mozart, Trauer- morsch aus Saul, Händel. 5 Uhr: Ansprache des Sprechers des Dolksbunbes Deutsche Kriegs- gräberfürs^rge, Redakteur Ernst Klein. 5,10—6 Uhr: Kinderstube. 6—7 Uhr: Stunde des Rhe'n- Mainischen Berb-n'^es für D'lk 6U'ung: 1. Aus dem Leben der K ckteen, Vortrag von Palmen- gartenMreltor Kraus. 2. Von D umen und Gärten, Gedichte und Lieder, vorgetragen von Gertrud Paulan. 8,30 Uhr: Ernste Volkslieder: 1. Morgengesang (Holländisch), 2. Ich kenne e n Lied (Dlämisch), 3. D^nrowellen (Portugiesisch 4. La Pal-ma (Spanisch), 5. Die schwarze Gondel (Italienisch), 6. Ungars PrelZ (Ungarisch). 7. Verlassen (Kärntnerisch), 8. Vcsperge'ang (Russisch). 9. Reiterlied (Polnisch), 10. Finnland- Wald (Finnisch). 11. Klage (Schwedisch), 12 Hirtenlied (Rorwe isch). 13. Jung Harald (Dänisch), 14. All meine Gedanken (Deutsch), 15. Der treue 3onnie (Irisch), 16. Hält der Mond die Wache (Schottisch), 17. Koran-Gesang (Arabisch), 18. ^lebest! ge (Türkisch). Ausführende: Hendrik Veld- k mp-Hllland (Gesang): am Flügel Dr. Ren- hrl) Merten von der Frank urter Oper. Anschließend Rachrlchten, Wettermeldung, Sportbericht, Montag, 2. März: 11,55 Uhr: Zeitung be. 12 Uhr: Nachrichtendienst. 12,55 -1 Uhr: Äauener Ze.lzeiä^n. 4 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 4,20 Uhr: Nachrichtendienst. 4,30—6 Uhr. NachmittagZkonzert des Hausorchesters: Musik aus vergangenen Jahrhunderten Ouvertüre zu Iphigenie in Aulis (Gluck), Air a. d. D-Dur-Suite (Dach), Men- ett (Gossec), Largo (Händel), Bourke (Dach), Glok- kenspiel von Cythere, Kl viersolo (Cou erln). Ouvertüre zu Samson (Händel), Am Flügel Dr. R. Merten. 6 Uhr: Wirtsch'ftsmel^ungen. 6—6,30 Uhr: Die Lesestunde: Arabische Erzählungen aus der Zelt her Kalifen. 6,30—7,30 Uhr: Die Besprechung (Literarischer Teil'. 7—7,30 Uhr: Vortragszyklus des St d gesundhelts m es — Vortrag von Stadtmodizin trat Dr. Fischer- Defoh: „Rassenhygiene und Eheberatung . 7,30 bis 8 Uhr: Vcririg von Prof. Dr. Dreve.m nn: „Das Senckenbergische Museum". 8 Uhr: Englischer Unterricht. 8,30 Uhr: Übertragung von Cassel: Aus dem Zyllus „Haus- und Kammermusik vor 100 Jahren", Liederabend. Au führende: Alice Tanner-Wünsch, K.mnermusiker der Kasseler Staatsbühne. 9,30 Uhr: N ch.ichten, Wettermeldung, Sperl bericht. 10—11 Uhr: Der Wettlauf mit dem Schatten, von Wilh. v. Scholz. Kirchliche Nachrichten. Svangel sch« Gemeinden. Gießen. Sonntag, den 1. März. Invokavit. Stadtkirche. 9'/,: Prof. D. Hans Schmidt. 11: Kin- dertirche für die Markusgem. Psarrast. Hertel. 6: Pft. Mahr. IohanneSkirche. 91,: Zugl. Militär- gottesdienst. Pfr. Ausfeld. 11: Kinderkirche für die Iohannesgem. Pfr. Ausfeld. 6: Pfarrais. Schult, h.sts. Deichte und heil. Abendmahl für LukaS- il Iohannesgem 8: Bibelbefprechung int Johannes- saal. Pir. Ausfeld. - Mittwoch, den 4. März, abends 6 Uhr: 2. Passionsand, in der Johannes« kirche. Pft. Ausfeld. - Kirchberg. 10. Lollar l1/, Staufenberg ll/8. — Wieseck. 10. Katholische Gemeinden. Dießen. Samstag, 28. Februar. 4' ,u. 7 Beichte. Eonytag, 1. März. 1. Fastensonntag.' 6*', Beichte. 7 Messe, Kom. ö. Männer, Ö Rom., 9 Hochamt m Pred., 11 Meße m. Pred., 5‘/a Christenlehre u. Passtonsandacht. — Grünberg, 9V3 Messe m. Predigt Freitag 6" t ©egenäamt. Israelitische Gemeinden. GotteSdien,. oer ifr. AeligronSgesellschafs. Sonntag, den 1. März 1925, vormittags 10 Uhr. Gedenkfeier zu Ehren der Gefallenen deS Weltkrieges. Husten / Heiserkeit PETERS Fährrad Reifen W M werden Ihnen imbefannte Krankheiien beim ®e« üvniid) der Sagitta-L"uste "'Bonbons, die Sie in ollen Vlpotbefcrr erhalten können. Stets uonhttg: Aootbeke stvofdorf 1NI4A Hur 4 Pfsnnia Met MAGGI FHIsctihrOh-WOrlel i ii ii■ ö >—nMmmM«TOHn—gli"*,*’iiipiinniuriiirmimT>itii um« —, iL in ihm wiiiiibii ih 2124c MaGGH gut>, sparsami K ci»‘ Einfach mit kochendam Wasser Obergoss m, ergiut der Würfel kräftige Fl i cabrühe z im Triikan und Kochen, zum verbessern oder Verlängern von Sepien u d Soßen alle- Art. Die Maggi-Oeseilschatt hat ihre Erzeugnisse der Kontroll des Direktors des Hyjljnlsc en Ins’ltuts der Universität Berlin, Geheimrat Professor Dr "Martin Hahn, unterstellt. MAGGI5 !»] HM Betel Iflihi. WWeMHiekeii. Bon Bonaetslog. den 5. wr 6lo BlltlmoiO, den 11. M findet im Soole Des em Sole W oon 9 W mm. 615 4 W Kl* ein verkauf von größeren und Kleineren landwirtschaftlichen Maschinen zu den ünstigsten Preisen und Zahlungsbedingungen statt. 2173 V 3. A.: Reiber. jeder Art 21R2a ——— Großes — Lager aller Wasch- und Toiletten - Gegenstände bei Rudolf Rödiger Walltorstraße 35 Versteigerung.! Die Gräflich Solms-Laubach'sche Nent- kammer versteigert durch den Unterzeichneten > am Dienstag, den 3. März 1925 vormittags 10 Uhr, öffentlich meistbietend gegen Barzahlung im Schlosse zu Laubach (Hessen) das dortige, überzählige Innen-1 tar wie Gebrauchsmöbel aller Art, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Tische, Stühle, Sessel, Sofas, Betten, Kommoden, Schränke, Schreibtische usw. Antiquitäten jeglicher Art, Einzelmöbel aller Zeiten und Sttlarten, Uhren, Spiegel, O lgemälde, Bilder, Porzellane, Beleuchttmgskörper ufw. Besichtigung: Sonntag, den 1. und Montag, den 2 März, jeweils von 10 dis 3 Uhr. Der beauftragte Sachverständige und Auktionator 19470 Eugen Krug. ■|« Vrucftleiden^e -J« bedürfen keiner Overation. oder eines lastinen Q-eberbanCev, wenn Sie mein '.''ruchbano „Jvcal"olme • X e be r- eigenes Sn «ein, ober d ö '.Britdibnnb .Qolitinbiiö D. ?)? P. tränen, daS Beste, was erfriert, rutscht und drück nicht, Taa । nb Nacht tragbar. Garantie für tadelloses Passen. Vet •. 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Schneise. 3. rirnsiag, t mittags 91 der jtztadiwoll 123,6 124,6 34 83,4 2,4 124( 174( 6( If 48/ 2 Wol btt Aus den Ai sollen am TonnerStai vorni in der Sastwn in tzietzen ver 4 Stück (h 7,i 8 „ 17 „ 19 „ < n 17 „ 5 „ 2 n » II I „ 101 „ 3 H Iß 14 25 3 1? 112 Tichienderb ho - seither *’**{£; ®le6en, de . Ter 6" 3,8 Fi' 9,7 Fic 1,1 Gid =4 Bii =0 Fick Ei 8,; &i 12, Eick 10,( Buc 6,44 Buc 6,87 Bui 4,05 Sie 8,3 Fich 12,6 Fich Klas Sief, Esch'c vehöronche Anzeigen BtfnnöoHoerfteloeningen. 10 Wellen 100 Rm. 10 170 irs 2885 260 350 50 50 Buchenscheiter, Chd)en(d)eüet, Buchenknüppel, Eichenknüppel, Birkenknüppel, Rm. Stück 22,2 8 50,6 2 24,6 8,5 4,6 flui den Waldungen der Stadt Gießen sollen versteigert werden: Anschließend werden noch einige 9tm. Knüppel- und Stockholz aus dem Philo- sophcnwald versteigert. Aosammenkuuft: Grünberger Straße — 7. Schneise. Zofammenkuaft: Licher Straße 8. Schneise. 331,8 81,7 80,2 62,2 1,0 0,4 3160 1520 34,7 40 ,, Weißtonnenknüppel, Wellen Duchenreisig, „ Eichenreisig, Rm. Buchenstöcke, „ Eichenstöcke. 1. Mittwoch, de» 4 JWrj 1925, vor- »Utoflo iy2 Uhr bcgillaeib, Bezirk de« Förster» Brück, Abt. 28a, 43a, 48 und 49 (Stadtwald) und Abt. 17, unb 20a (Philosophenivald): 10 Rm. Buchenscheiter, Eichenscheiter, Buchenknüppel, Eichenknüppel, Kiesernknüppel, Fichtenknüppel, Birkenknüppel, Eichenstöcke, Fichtenstöcke, Buchenreisig, Hainbuchenreisig, Eickenreisig, Siesernreisig, Fichtenreisig, Aspenreisig, Ahornreisig, Fichtennuyreisig, Fichten-Bohnen- stangen. 2. Freitag, den 6. März 1925, vormittags 8% Uhr begi»»e»o, Bezirk de» Förster» Arft, Abt. 77 und 80 (Stadtwald): 3. Iknoiafl, den 10. März 1925, vor- 10 mittags 9'/2 Uhr beginnend, Bezirk de» Försters Arst, Abt. 81c, 8öa und b (Stadtwald): 123,6 124,6 34 83,4 2,4 1,2 1240 1740 60 16 48,4 Rm. Buchenscheiter, „ Eichenscheiter, „ Buchenknüppel, „ Eichenknüppel, „ Elsbeerenknüppcl, „ Fichtenknüpvcl, Wellen Buchenreisig, „ Eichenreisig, „ Fichtenreisig, Rm. Buchenstöcke, „ Etchenstöcke, 2 1 „ Fichtenstöcke. Zusammenkunft: Licher Straße — .Schneise. Gießen, den 25. Februar 1925. Ger Oberbürgermeister. I. B.: vr. Rosenberg. 21218 Nutzholzversteigerung der Stadt Gieße». Au» den Waldungen der Stadt Gießen sollen am Donnerstag. dem 12. März 1925, vormittags 10% Uhr, in der Gastwirtschaft „/für LicbtgShöhe" in Gießen versteigert werden: 4 Stück Eichenschnittholz 1. Klasse ---- 7,07 Fstm., 8 „ Eichenschnittholz 2. Klasse --- 8,71 5 ft in., 17 „ Eichenschnittholz 3. Klasse --- 12,14 Fstm., 19 „ Eichenschnittholz 4. Klasse --- 10,63 Fstm., 4 „ Buchcnschnittholz 2. Klasse --- 6,44 Fstm., T „ Buchenschnittholz 3. Klasse = 5,87 Fstm., T „ Buchenschnittholz 4. Klasse = 4,02 Fstm., 17 „ Kiefernschnittholz 3. Klasse -- 8,31 Fstm., 5 „ Eschcnschnittholz 1.—3. Klasse = 4,91 Fstm., 2 „ Fichtenschnittholz 1. Klasse --- 3,81 Fstm., 7 ,, Fichtcnschnittholz 2. Klasse- 9,75 Fstm., 1 „ Fichtenschnittholz 3. Klasse = 1,19 Fstm., 101 „ Eichenstammholz 2.—6. Klasse = 42,83 Fstm., 3 „ Birkcnstammholz 5. und 6. Kl. = 0,89 Fstm., 15 „ Fichtenbauholz 2. und 3. Kl. = 18,63 Fstm., 14 „ Fichtcnbauholz 4. Klasse -- 12,69 Fstm., 25 „ Fichtenbauholz 5a* und 5b* Klasse-9,39 Fstm., 3 „ Kiefernbauholz 4. und 5. Kl. --1,78 Fstm., 17 „ Eschenbauholz 5. und 6. KL-- 4,32 Fstm., 172 Fichtenderbstangen 1. und 2. Klasse -- 14,14 Fstm., 15,58 Rm. Eichengartcnpfosten (Nutz- schertcr). Durch diese Versteigerung soll den Gewerbetreibenden, Handwerkern usw.Ge- legcnbeit geboten werden, ihren Bedarf an Nutzholz zu decken. Häusler sind von der Versteigerung ausgeschlossen. Losceintcilung «nebst Slammverzeich- viö für da» Schnittholz) kann zum Preise von 1 Mark von unterzeichneter Stelle bezogen werden. Als Zahlungsbedingungen gelten die seither maßgebenden Bedingungen für die Holzversteigerungen der Stadt Gießen. Gießen, den 26. Februar 1925. Der Oberbürgermeister. I. B.: vr. Rosenberg. 21206 ÄäienüöÄ geroüntmteh lasfiam ng inireln a.orelsniPüi öieBrtiniw Htio.-Dtuderel B. Longe, (Biesen, Slvvlsn.7. halbe Arbeit,billiges Wafchen und dieVaiche fadpIloS ( nuoindeq bekannten\ iuuumvj.niemals lose. / . Persil I unübertroffene Wafdui Bcknniitnmchnng. In unser Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: Am 20. November 1924 bei der Finna Georg Appel, Gießen: Zn Wetzlar ist eine Zweigniederlassung errichtet. Am 20. Februar 1925: a) Die Firma Werner Schmid, Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Werner Schmid in Gießen. Ter Werner Sckimid Ehefrau, Charlotte geb. Schulz in Gießen ist Prokura erteilt, b) Die Firma Heimfunk Philipp Sommerlad, Gieße». Inhaber ist der Kaufmann Plülipv Sommerlad in Gießen, c) Die Firma Heinrich Wagner, Gießen. Inhalur ist der Kaufmann Heinrich Wagner in Gießen, d) bic Firma W. König u. Co., Gießen. Gesellschafter sind die Kaufleute Walter König und Heinrich Bock, beide in Gießen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 15. August 1924 begonnen. Heinrich Bock ist von der Vertretung und Zeichnung der Firma ausgeschlossen. Heinrich Bock ist mit Wirkung vom 10. Januar 1925 au» der offenen Handelsgesellschaft au-geschieden und diese erloschen. Das Geschäft wird von Walter König als Einzelkausmann fortgeführt unter seitheriger Firma unter Ucbernahme der seither im Geschäfte begründeten Forderungen und Verbindlich, keilen, e) Bei der Firma Otto Schmidt, Gießen: Ltto Schmidt Ehefrau, Frieda geb. Schnecko in Gießen, ist als weiterer persönlich haftender Gesellschafter in da- Geschäft emaetreten. Tie offene Handelsgesellschaft hat am 12. Januar 1925 begonnen. Tie Firma ist geändert in Ltto «chmidt u. Co. f) Bei der Firma Golden» berg n. MarcuS, Gießen: Ter Louis MarcuS Ehefrau, Johanna geb. Rosenstiel in Gießen ist Prokura erteilt. Am 24. Februar 1925 bei der Firma Großhaudelogefellschaft Strauß u. Co. in Gießen: Tie Kaufleute Moritz Strauß, Siegmund Rosenbaum, Leopold Maner und Isidor Rothschild sind au- der offenen Hanoelsgesellschaft ausgeschieden. Die Prokura des Ferdinand Baer ist erloschen. Ten Kaufleuten Hermann Beverstcin und Heinrich Ohr in Gießen ist Einzelprokura erteilt. 21398 Gießen, den 25. Februar 1925. Hessisches Amtsgericht.__________ Holztnvmrfsion. AuS den Waldungen der Gemeinde Daubringcn soll nachstehendes Nutzholz auf dem SubmissionSwege verkauft iverden: 1. Kiefern-Stämmc: 1. Klasse 1 Stück mit 0,98 Fstm. O. I, ou u ff ^u,oo n Ktefern-Nutzscheiter, 3 m lang, 42,5 Rm. 2. Fichten-Stämme: 3. Klasse 4 Stück mit 5,05 Fstm. 4. „ 14 „ „ 13,54 „ 5a* „ 62 „ „ 35,88 w 5b* „ 188 „ 47,29 „ 3. Erlen-Stämme: 4. Klasse 1 Stück mit 0,48 Fstm. 5. ,, 1 „ „ 0,64 „ 6. „ 7 „ „ 1,77 „ Die Angebote sind verschlossen mit Aufschrift „Holzsubrniffion", getrennt nach Sortimenten und Klassen, in Reichsmark bis Freitag, den 6. März L 3»., nachmittags 4% Uhr auf unterzeichneter Bürgermeisterei ein* zureichcn, wo die Eröffnung der Angebote erfolgt. Tie BerkautSbedingungen werden vor der Eröffnung bekanntgegeben. Tas Holz liegt zum großen TeU an chauffierten Wegen, 20 Minuten vom Bahnhof Mainzlar, entfernt. Nähere Auskunft erteilt Förster Müller, Alten* Buseck. Daubringen, den 27. Februar 1925. Bürgermeisterei. Preis.2127V VMVM MMWllMN mö Glcöetfüugsntöeiten. Für die Walzung der KrciSstraßen sollen nachstehende Arbeiten öffentlich vergeben werden: 1. DaS Anfahren von 2000 cbm Kies, 2. das Eindeckcn und Einschlämmen von 9400 cbm Dalzmateriallen, 3. das Wasserfahren mit 2 Doppel- spännern. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen auf unserem Amtszimmer (Zimmer 22) im RegierungSgcbäude, Landgraf-Philipp-Platz 3, offen. Daselbst sind auch Angebotsunterlagen gegen Er- stattung der Selbstkosten erhältlich. Tie Angebote sind bis zum Dienstag, den 10. März 1925, vorm. 10 Uhr, poftfrec einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. 2145c Gießen, den 26. Februar 1925. Kreisbauverwaltung Gießen. CelloriuS. Bekanntmachung. Die über das Vermögen der Firma Piorkow u. Lohrmann, Nährmittelwerk in Gießen, anqeordnete GeschäftSaufsicht ist durch rechtskräftige gerichtliche Be- stätigung des Vergleichsvorfchlags der Schuldnerin vom 19. Dezember 1924 beendet. Gießen, den 21. Februar 1925. 21428 Hessische- Amtsgericht. Bckanntmarltnng. In unser Handelsregister Abt. 8 wurde eingetragen: Am 14. Februar 1925 bei der Firma Schumann-Werk, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Mittclstmühle bei Altcn-Vnseck: Durch Beschluß der Gc- sellschasterverlammlung vom 5. Januar 1925 ist das Stammkapital aus 2700 Reichsmark umgestellt worden. § 3 der Satzung cst geändert. Am 24. Februar 1925 bei der Firma Gießener Oel- nnd Fettfabrik, Aktiengesellschaft in Gießen: Karl Lamm ist aus dem Vorstand ausgeschieden. Gießen, den 25. Febr. 1925. 21408 Hessisches Amtsgericht. Brenn- und Nutzbolzversteigerung int kicher Ltadtwalde. Au» Försterei l werden versteigert: Donnerstag, den 5. März vd. I»., vor- mittags 10 Uhr, Zusammenkunft an der Kreuzung der Niederbessinger- und Suhl- schneise: Brennholz: Scheiter, Rm.: Buchen 20, Kiefern 3, hici'ten 4 Knüppel, Rm.: Buchen 25, Hainbuchen 15, Eichen 16, Birken 20, Kiefern 3, Fichten 8, Weichholz 50. Reisig-Wellen: Buchen 8600, Eichen 2500, Birken 450, Kiefern 100, Fichten 260, Erlen 250. Stöcke, Rm.: Buchen 33, Eichen 16, Kiefern 23, Fichten 63, Erlen 3. Samstag, den 7. März dS. IS., vor- mittags 10 Uhr, Zusammenkunft beim Pflanzgarten an der Hattenröder Straße: Nutzholz: Stämme: Hainbuchen 18 Stück 2,25 Fstm., Birken 16 Stück 3,31 Fstm., Eschen 4 Stück 0,57 Fstm., Ahorn 8 Stück 1,36 Fstm. Derbstangen: Fichten 34,53 Fstm., Eichen 20 Stück 1,37 Fstm., Hainbuchen 13 Stück 0,68 Fstm. Bohnenstangen: Fichten 2800 Stück. Nuyfcheiter, Rm.: Erle 5. Nutzkuüppcl, Rm.: Eichen 105, Erlen 20, Kiefern 7, Fichten 21. Nuyreifig, Rm.: Fichten 215, Eschen 1,6. Tas in Distrikt Plattenwald, Fichten- ko f, Rehtranksberg und Gänsweide lagernde Nutzholz wird an Ott und Stelle versteigert, während alles andere nicht vorgezeigt wird. Lich, den 24. Februar 1925. Hessische Bürgermeisterei Lich. Völker. 2126V Nutz- und Brennholzversteigerung. Donnerstag, den 5. März, werden aus Staatswald, Tistr. Nieder-Lcilbach, der Försterei Alten-Buseck und einigen Abteilungen der LberförstereiTreis a. d. Lda. versteigert: Stammholz: Eichen 4. KI2 Stck.—1,18 Fstm.; Buchen 3. Kl. 1 Stck.--0,71 Fstm.; Lärchen 5.Kl.3Stck. = 0,62 Fstm.; Weymouthskiefern 4. kl. 1 Stck. = 0,23 Fstm.; Fichten 4.KI. 1 Stck. -- 0,27 Fstm., 5a-Kl. 8 Stck. ---- 4,17 Fstm., bb-Kl. 34 Stück--- 8,69 Fstm. Dcrbstangcn: Fichten 1. Kl. 11 Stck, 2. Kl. 8 Stück. Rcivftangen: Fichten 1. Kl. 60 Stück. Rutzschctter:32 Rm. Eichen (2,5 m lange Gartenpfosten), 2 Nm. Hainbuchen (1,25 Meter lang, rund). Nuyknüppcl: 6 Rm. Eichen (2,5 m lange Pfosten). Scheiter: 107 Rm. Buchen, 44 Rm. Eichen. Knüppel: 132 Rm. Buchen, 22 Rm. Hainbuchen, 133 Rm. Eichen, 7 Rm. Kiefern, 6 Rm. Fichten. Reisig: 280 Rm. Buchen, 238 Rm. Eichen, 5 Rm. Linden. Stöcke: 45 Rm. Buchen, 72 Rm. Eichen, 5 Rm. Fichten. Zusammenkunft 9^Uhr am Pflanz- gatten in Tistr. Seilbach. Borgezeigt wird nur das Holz in Nieder-Seilbach, Abt. 10; blau unterstrichene Nummern werden nicht versteigert. Auskunft erteilen Förster Müller zu Alten-Buleck und Bing zu Treis a. d. Lda. sowie da- Forstamt. 2129V Gießen, den 26. Febc. 1925. Hess. Forstamt Gießen. "NuWzMersteigeruug. Am Mittwoch, dem 4. März diese- Jahres von vormittag- '<13 Llhr ab, rommtn im Gemeindewald Rohbach (Kreis Biedenkopf), zur Terfteigerung: 745 Stück Fichrenstämme mit 300 ^stm., davon 20 Stück astfreie Schneidstämme mit 18 Fstm. Inhalt 170 Stück Kicfcrnstämme mit 59,54 Fstm. 2 . Lärchen „ e 2,07 . 102 . Eichen . . 53,48 , 2. 3 . 4, 5. Klaffe. 7 Stück andere Laubholzstämme mit 1,05 Fstm. 2 Stück Buchenstämme mit 1,40 Fstm. 2 Rm. Sichennutzscheiter. 10 , . knüppel 10 . Radelnutzscheiter 2 . knüppel 464 Stück Fichtenstangen 1., 2., 3. Klaffe. Zusammenkunft im Ott. Roßbach, den 20. Februar 1925. Der Bürgermeister: Wagner 2073V 5MI- nnö BonMjoerllelgnang Mittwoch, den 11. und Donnerstag, den 12. März 1925, von vorm. 10 Uhr ab, bzw. von vorm. 9 Uhr ab werden in dem Hosmannschcn Saale zu Grebenau, Kreis Alsfeld, Oberheffen, au» verschiedenen Staatswalddistrikten de» Forstamt» Grebenau versteigett: Schnittholz, Kiefern: 2 I. Kl. mit 3,38 Fstm., 28 II. Kl. mit 31,39 Fstm., 133 III. Kl. mit 86,12 Fstm. Stammholz, Eichen: 2 II. Kl. mit 1,43 Fstm., 2 III. Ül. mit 2,38 Fstm. Bauholz, Kiefern: 3 II. Kl. mit 7,13 Fstm., 105 III. ÄL mit 150,18 Fstm., 167 IV. KI. mit 161,03 Fstm., 293 V. Kl. mit 173,76 Fstm. Bauholz, Fichten: 14 III. Kl. mit 24,27 Fstm., 35 IV. Kl. mit 37,90 Fstm., 15 Va-Kl. mit 10,43 Fstm., 62 Vb-Kl. mit 21,86 Fstm. Sämtliche- Holz ist ohne Rinde gemessen und auf kosten der Forstverwaltuna bereits entrinbet. Kiefern und Fichten sind OualitätShölzer auS den besten Schlägen de» Forstamts. Im Distrikt Sommer- elkenrod wird Kiesernbauholz III. und IV. Kl. erst von den Nummern 2640 bzw. 2815 ab aufwärts versteigert. Das Holz ist vorher einzufehcn; nachträgliche Bean- ftanbungen werben nicht berücksichtigt. Nähere Auskunft erteilen bie Herren Förster Ruppert zu Bieben, Hebberich unb Herbolb zu Grebenau, Schmibt zu Udenhausen unb baS unterzeichnete Forsi- amt. Stammholzauszüge bei I. bis IV. ÄL können, soweit vorrätig, für 50 Pfennig je Stück von uns bezogen werben. Grebenau, Kreis AlSfelb, 26. II. 1925. Hcsfifcheo Forstamt Grebenau. Zimmer. 2097 D Nutzholzversteigerung Dienstag, den 3. März L 3»., vormittags von 9 Uhr an, kommen aus ben Walbungen bet öemeinbe Großen-Buseck, Distr. Hoheberg, WellerSkopf, ESp, Gellacker, Eichwald unb Beuernegrabcn zur Versteigerung: Eichen-Ltämmc: 1. AI. 0,75 Fstm., 2. Kl. 6,30 Fstm., 3. Kl. 10,41 Fstm., 4 Kl. 10,72 Fstm., 5. Kl. 6,97 Fstm., 6. Kl. 10,16 Fstm. Buchen-Ltämme: 3. Kl. 4,94 Fstm. Birkcu-Ltämmc: 5. Kl. 0,73 Fstm. Lärchcu'Ltämme: 4. Kl. 1,05 Fstm., 5. Kl. 1,15 Fstm. Kiefern-Ltämme: 3. Kl. 1,28 Fstm., 4. Kl. 0,21 Fstm. Fichten-Ltämme: 1. Kl. 4,05 Fstm., 2. Kl. 1,52 Fstm., 5b*ÄI. 9,70 Fstm., 15 Abschnitte 6,56 Fstm. von 30—50 cm Durchmesser. Fichten-Derbstangen: 1. Kl. 66,63 Fstm., 2. Kl. 6,35 Fstm. Nutzscheit: Eichen 7,8 Rm.; Rutzlnüppel: Eichen 2 Rm.; Nutzknüppel: Fichten 1,6 Rm. Die Zusammenkunft ist am Eingang vom Hoheberg. Auskunft burch Förster Wagner, Großen-Buseck. 2047V Großen-Buseck, ben Febr. 1925. Hessische BürgermeistereL GanS. Nutz- und Brennholzversteigerung. Freitag, den 6. März, vorm. 9 Uhr, werden aus den Staatswalddistrikten Hexenbusch 13 und Wüstung 14 der Försterei Großen-Linden versteigert: Stämme, Fichten: 1 St. 4. .HL = 0,53 Fstm., 14 St. 5a-Kl. -- 7,54 Fstm., 15 St. 6b»SL --- 5,60 Fstm. Nutzscheiter, Rm.: 26 Kiefern (3 m lang), 7 Fickten (3 m lang). Nutzknüppel, Rm.: 21 Fichten (3 m lang); ferner Scheiter, Rm.: 128,1 Kiefern, 6,3 Fichten. Knüppel, Rm.: 33,7 Kiefern, 8,1 Fichten. Neifig, 100 Wellen: 1,6 Buchen, 19 Kiefern, 8,7 Fichten. Stöcke, Rm.: Kiefern 29, Fichten 11,2. DaS Holz wird nicht vorgezeigt und wird deshalb vorhettge Besichtigung empfohlen. Zusammenkunft in Tistttkt Hexen- bufch am Bahnübergang. Nähere Auskunft durch Herrn Förster Seipp, Forsthaus Hüttenberg unb bie unterzeichnete Stelle. Gießen, den 27. Febr. 1925. 2I30D Hessische» Forstamt Lchiffeuberg. Bekauntmachnng. Die über baS Vermögen bet Firma Lel-Inbustrie Siegfried Stern in Gießen ongeordnete GeschäftSaufsicht ist durch rechtskräftige gerichtliche Bestätigung des VergleichsoorschlagS der Schuldnerin vom 13. Dezember 1924 beendet. Gießen, den 19. Febr. 1925. 21418 Hessisches Amtsgericht. Zischerei-verpachlung. Montag, ben 16. März b. I., mittag- 4 Uhr, wird im .Hessischen Hofe' in Butzbach, bie dem Fürstlichen Hause SolmS-Braunfels zustehende Fischerei in der Wetter innerhalb ben Gemarkungen Rieder-Beffingen, Gambach und Griebel auf 12 Jahre öffentlich meistbietend der- pachtet. Braunfels, den 24. Februar 1925. Fürstliche Rentkammer, 2010V Hol ,Versteigerungen im Rockenberger Marlwald. Mittwoch, ben 4. und Freitag, den 6. März L FS. wird das fiskalische Losbolz, bestehend in 343 Rm. vuchenscheiter, 343 „ Buchenluüppcl, 343 „ Eichenknüppel, 1369 „ yuchenreisig aus den Forstorten Hommelshausen, Rußstatt, Steinbiigel, Horstköpsel, Eisenzahl, Leegrund, Alter Hof, Aue, versteigert. Zusammenkunft ant 1. läge vormittag» 8'; Uhr auf der Straße Oppershofen— Södel am Waldeingang Forstott Aue. Zufarnrnenkunst am 2. Tage vormittag» 9 Uhr am Pslanzgattcnhäulcken. Friedberg, 26. Februar 1925. Heffifchca Forstamt Friedberg. _______________Augst. 2131V ^tammholz-versteigetting Am Mittwoch, dem 4. März be. 3»., vorm. 9JJ Uhr, iverbcn auf bet Provinzial- ftraße Wetzlar- Herborn zwifchen Aßlar und Werdors öffentlich meistbietend vet- fteificrt: 78 Efchenstämme mit 22 Fstm. Länge 2—5,40 m. Durchmeffet 20- 54 cm. Wetzlar, den 26. Febr. 1025. 2128V Die Kreiöstraßen-Bauverwattung. Holzsttbinission. Die Giemcinbc Londorf verkauft im Wege fchriftlichcn Angebot»; Lo» 1. Eicken- Schnittholz: 1 Stamm 1. fllnffc 0,57 Fstm., 2 Stämme 2. „ —1,71 Eichen* Stammholz: 2 Stamme 2. Klaffe --- 1,85 Fstm., 5 3. ,, -2,90 „ R „ 4 „ -4,53 „ 2 „ 5, „ =1,02 Lo» 2. Fichten Stammholz: 1 Stamm 1. Klaffe » 3,75 Fstm., I „ 2. „ -- 3,32 „ 36 Stämme 3. .. ----- 74,23 ,. 55 „ 4. „ =72,40 „ 28 „ 5a ,. -23,16 „ 1 Stamm 3b- „ --- 0,48 Los 3. Fichten-Stammholz: 18 Stämme 3. Klaffe 31,32 Fstm., 38 „ 4. „ 32,57 51 „ 5a* „ =27,42 „ 120 „ 5d- =32,88 „ Hiervon Käferholz: 6 St. = 11,30 Fstm., 4 St. = ö,76 Fstm. Sämtliche» Holz ist mit Rinde gemessen. Bon Los 3 sind bereits rund 80 Fstm. entrindet. Angebote find in Reichsmark, getrennt nach Lofcn und Klaffen, mit der Aufschrift „Holzfubmisfion" bis fpätesten» Samstag, den 7. März l. 3»., vormittags 11 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei cm- zureichen, woselbst auch die Verkaufsbedingungen eingesehen werden können. Londorf, den 27. Februar 1925. Bürgermeisterei Londorf. Aurnann. 2189V Holzsubmission. Aus den Waldungen der ltzerneinds Großen-Buseck kommen folgende Holz Sortimente zum Verkauf: Fichrenstämme 2. Kl. 14 St. mi 36,04 Fstm. „ 3. „ 64 „ „ 73,54 (2 Lose) „ 4 „107 „ „104,00 (3 Lose) „ 5a „146 „ „ 90,80 „ (3 Lose) 5b „428 „ , 99,03 „ \ (3 Lose) Ktefernstämme 3. „ 6 „ „ 4,63 „ „ 4 „ 13 „ „ 7,09 „ 5. ,, 1 „ „ 0,30 „ Tie Angebote sind verschlossen, nach Sortiment und Klaff-, .t getrennt, bis zum Donnerstag, den 5. März 1925, mittag» 1 Nhr, bei ber unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo anschließend die Eröffnung erfolgt. Tie Verkaufs- bedingungen, denen sich die Säufer mit bet Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, können bei uns eingejchen werben, auch werben bieselben in bem Termin bekannt- [eacben. Das Holz lagert an guten Abuhrwegen, V* Stunben von ber Bahn« ation Olroßen-Buseck entfernt unb wird auf Wunsch butch Förster Waguer bahiet vorgezeigt. Großeu-Buskck, 27. Febr. 1925. Hess. Bürgermeisterei. _____________Gans.________2149V Nutzholzversteigerung Nächsten Mvutag. den 2. März, unb Dleuütag, ben 3. März, kommen im Söd- let Gemeinbcwalv solgenbe Holziotti- mente zur Versteigerung. Eichenstämme-. 3. Kl. 8 Fstm., 4. ftl. 39 Festm., 5. Kl. 42 Fstm., 6. Kl. 31 Fstm. 47 Fichtenstämme 14 Fstm. 7 Buchenstamme 10 Fstm. M Wcttztanueustämme. 8 Kiefern stamme. 127 Fichtendcrbftaogeu. 242 Wcißtanaenderbstaugeu. 15 Fichteurrißstangcn. Zusammenkunft Eingang des Salbe?, Kreis'iraße nach Oppershofen. Hess. $ütgeimei#örurf, auch mit Quellenangabe, verboten. Essen. Ende Februar. Durch den Kanzlerbesuch im Rheinland und noch mehr durch die furchtbare G r u - benkataftrophe aus .Minister Stein" ist her deutsche Westen neuerlich wieder in den Vordergrund getreten. Der Reichskanzler hat hem besetzten Gebiet versichert, bah er sich durch seine srühere Essener Tätigkeit noch heute mit ihm verbunden suhle, und die Kundgebungen herzlicher Teilnahme wie die Spendensamm- lungen für die armen Hinterbliebenen der Opfer des Dortmunder Unglücks, die im ganzen Reiche einen wohl kaum erwarteten Erfolg gezeitigt haben, sind doch ein Beweis dafür, dah das deutsche Volk sich der Röte seiner Brüder hier im Westen bewußt ist. So werden all diese Kundgebungen denn auch hier wohl verstanden und dankbar empfunden. Aber dazwischen mischt sich doch bereit-wieder die Sorge, dah die Ekandalaffären. aus denen heute peinlicherweise neun Zehntel des gesamten Geschehens in Deutschland zu bestehen scheint, da- Interesse bald wieder zu ersticken drohen, und dah der Westen dann wieder in Da« Dunkel 'einer Interesselosigkeit zurück- fäHt, die genau das Gegenteil von dem ist, was die Bevölkerung der besetzten Gebiete verdient hat und was die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zukunftsnotwendigkeiten im gesamtdeutschen Interesse erfordern. Man sollte sich übrigens im unbesetzten Deutschland, vor allen Dingen aber in der Residenzstadt, in der die Fäden politischer Intrigen augenblicklich offenbar so dick gesponnen werden, wie selbst in den ganzen letzten fünf Jahren nicht, darüber klar werden, dah die Art. wie sich ein gewisser Teil der großstädtischen Presse mit der Frage der Ruhrentschädigungen beschäftigt, durchaus nicht daS geeignete Mittel ist. den Interessen des Westens zu dienen. Jeder, der £ie furchtbare Situation des Ruffliegens des passiven Widerstande-, die Haltlosigkeit und das ,-ckunstSdunkel jener Tage zwischen dem Druck der Franzosen und den Ausständen der Kommunisten hier im Ruhrgebiet miterlebt hat, weih, unter toie schwerer Verantwortung die Entschlüsse jener kritischen Zeit gefaxt worden sind In der mehr oder minder urteilslosen Masse aber wirkt die Hetze von heute nur beflruftiü. Die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse des Ruhrgebietes sind Ohnehin bis zum Zerreihen gespannt, sie müssen ganz natur- notwendig durch die von Berlin her herübergetragenen Treibereien noch mehr verschärft werden. Unh doch braucht diese- Land an der Ruhr nicht- so notwendig tote Ruhe und Sammlung. Man darf nicht vergessen, was es in den letzten Jahren durchgemacht hat. Durchgemacht unter den Quälereien der Besatzung, unter dem heroischen Kampf des passiven Widerstandes, den es auf sich genommen und getragen hat, obwohl die ganzen vorhergehenden Jahre hiev von politischen und sozialen Zuckungen erfüllt gewesen waren, tote in keinem anderen Teile des Reiches. Man darf auch die schweren Enttäuschungen und Depressionen nicht übersehen, die der Zusammenbruch vieler Hoffnungen im (Befolge hatte. Man muß soyar noch weiter ausholen: Die Indust rialrsieruny des Westens ist mit Riesenschritten vor sich gegangen, so dah die Zusammenballung so gewaltigen Menschenmassen nicht schnell genug den notwendigen ausgleichenden Aufbau nach der kulturellen und sozialen Seite hin finden konnte. Als der Krieg ausbrach, war alles noch im Werden. Fünf Jahre später muhte mit viel bescheideneren Mitteln und unter sehr viel schwierigeren Umständen da wieder angeknüpst werden, too der Faden 1914 abgerissen war. Die Röte der Besetzung haben ihn abermals durchschnitten, und jetzt stehen wir wieder am Anfang. Und dabei sind diese Aufgaben so verwickelt und mannigfaltig! Der jetzige Reichskanzler hat als Oberbürgermeister von Essen einmal gesagt, die Kultur gehöre zuerst dahin, wo die Arbeit sei. ®r hat dieses Wort für seine Stadt in praktische Wirklichkeit umzumünzen versucht und unbestreitbare Erfolge darin erzielt, die gewiß häufig auf Kosten anderer Teile des Industriegebietes gingen, wie z. D. im Fall des Folkwang- museums, das er nach dem Tode seines Gründers (Biebener Stadttheater. Roscnow: Kater Lampe. Gestern abend wurden im Stadttheater drei vollwertige Pausen gegeben. Zwischendurch spielte man RosenowS köstliche Komödie „Kater Lampe". Die vorwiegende Beschäftigung während der Pausen war ein grohes Gähnen, was weder Re- ferat noch Wertung braucht. Von dem , Zwischenspiel" ist folgendes zu vermerken: R e u m e r f e I. ein Tifchlergefelle beim Holzdrehermeister Schbnherr, hat in den kleinen Srzgebirgsort einen Kater mitgebracht, ein Tier, das er Kindern weggenommen, die es quälten. Er hat es auf gezogen, und nun hängt er an ihm. Run läuft das Tier hier und dort umher und schaffi dem armen Gesellen allerorten Feinde, insbesondere den reichen Spielwarenverleger R e u b e r t mit seiner Frau, auf deren Pelz der Kater eine Rächt geschlafen hat. Auch beim Gemeindevorstand E r m i s ch e r wird das unschuldige Tier Anlah zur Zertrümmerung von einem ganzen Tellerbord. So kommt es zur Beschlagnahme der injurierten Katze im Hause des Holzdrehermeisters Schönherr, wöbet sich der autoritätswütige Gemeindevorstand ein zerkratztes Gesicht und den Spottnamen ..Katzenermischer" holt. Die Katze wird dem Gemeindediener ©eifert. der zwölf Reugroschen am Tage verdient, zur Aufbewahrung übergeben. Doch macht der geizige Gemeindevorstand feine Anstalten, dem kleinen Manne das Pflegegeld auszuzahlen. Sv baff tert es. dah am dienstfreien Sonntagabend bei Seiferts ..Hasenpfeffer" auf dem Tische steht, und den läßt sich weder der Dezirlsgenbarm Weigel noch der Landbriefträger Ulbrich entgehen, zumal der letztere noch eine gute Flasche Schampus mitgebracht hat. (Dies außerdienstlich) Am Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vveryefsen) Samstag, 28. Zedrnar (925 Osthaus von Hagen nach Essen herübergeholt hat. Aber eS ist nicht -u bestreiten, dah Essen von allen Städten des Ruhrgebietes bereit- am weitesten vorgeschritten ist. und die Person des neuen Oberbürgermeisters eröffnet die Aussicht, dah auf diesem Wege weitergegangen wird. Ellen ist immer mehr Mittelpunkt und City de- Ruhrgebietes geworden, und hieran knüpfen sich nun die Aussichten, knüpft (ich die ganze Linie der kommenden Entwicklung des gesamten Gebietes. ES ist ja heute schon eine einzige große Stadt. Die Schwierigkeit liegt nun in der Aufgabe, aus dem kommunalen, verwal- tung-mähigen und grenzpolitischen Durcheinander ein organisches Ganze- zu schallen. Man hat schon an eine gigantische Zusammenfassung der kommunalen Verwaltungen gedacht, muhte diese Pläne aber im Widerstreit der örtlichen Interessen al- phantastllch bald wieder fallen lassen und ist genügsam genug gewesen, sie durch den Gedanken der sogenannten Streifen st ädte au ersehen, d. h.: jede Stadt hat das Bestreben, im Rorden an den Rhein- Herne-Kanal heranzureichen, der daS Industrieland umfaßt, im Süden bi- an die Ruhr herunter. weil hier der Uebervölkerung noch viel und schönes Siedlungsland entgegengcstellt toerben kann. Essen hat diesen Gedanken bereits ziemlich restlos durchgeführt, die Städte östlich von Essen liegen in schwerem Ringen um feine Verwirklichung. Dazu kommt, daß bei der Wanderung der Kohle und der Industrie über den Kanal nach Rorden in diesem Teil des Ruhrgebiets neue und gewaltige Organisation-- und Kolvnisationsausgaben entstanden sind, die größte Sorgfalt heischen, damit die Fehler der überstürzten Entwicklung im Süden hier vermieden werden. All diese Ausgaben aber setzen voraus, daß das Land zur Ruhe und zur sachlichen Arbeit kommt. Die Verlegung der Regierung von ArnSberg nach Dortmund, die nun erfolgen wird, ist ein Symptom der Schwerpunktverlagerung. ein Symptom aber auch für die Bedeutung dieses ganzen Problems. Richt minder groß sind die Ausgaben auf wirtschaftlichem Gebiet. Der Bergbau muh sich die durch die Abschnürung verloren gegangenen Absatzgebiete erst langsam wieder zu- rüderobern. Feierschichten sind noch immer an der Tagesordnung. Sie sind der beste Maßstab für die wirkliche Lage der Ruhrindustrie. Da sie Arbeitgeber wie Arbeitnehmer treffen, geben sie aber auch bereits einen Fingerzeig auf die wirtschaftliche und soziale Lage der Arbeiterschaft. auf die Spannungen, die sich aus den wirtschaftlichen Verhältnissen von selbst ergeben. Der Bergbau trägt unter den unsichtbaren Schäden der Besatzung noch heute viel schwerer als unter denen, von denen man gemeinhin spricht. Müssen doch ganze Zechen gewissermaßen von Grund auf neu aufgebaut werden, weil die Mißwirtschaft der Regie sie in einem Maße heruntergebracht hat, von dem sich der Laie kaum eine Vorstellung machen kann Vielleicht hätte auch das Unglück von „Minister Stein" nicht diesen Umfang angenommen, wenn die Durchführung der modernen Steinstaubsicherung gegen Explosionsgefahren nicht durch die Franzosen um l1 , Jahre verzögert worden wäre. DaS ist nur ein Beispiel, das die Situation grell beleuchtet. Sin trauriges Beispiel aber deshalb, weil eS die soziale Spannung, die Radikalisierung eines großen Teile- der Ar-- beiterschaft noch weiter vorgetrieben hat. Das Unglück liegt kaum vierzehn Tage zurück, und schon zeigen sich seine Auswirkungen, nicht zuletzt veranlaßt durch den kommunistischen Mißbrauch zu politischer und sozialer Hefe. Die Gewerkschaften sind in den letzten Wochen mit neuen Forderungen herausgekommen, die Schiedsgerichtsverhandlungen nahmen aber einen Verlauf, daß der Reichs- und Staatsk mmiffar Mehlich sich gezwungen sah. den Vorsitz nie- derzulegen. Die besonders radikale Belegschaft einer Zeche hat bereits beschlossen, vom l.März ab nach sieben Stunden wieder auszufahren. Der Wettlauf im Konkurrenzkampf der Gewerkschaften untereinander, der sogar den Führer der christlichen Bergarbeiter in ein erstaunlich radikales Fahrwasser geführt hat, der Unterton in der Rede des Reichstagsabgeordneten H u s e m a n n bei der Trauerfeier in Dortmund, der nicht nur für feinen frei gewerkschaftlichen Alten Verband, sondern auch für die übrigen Organisationen sprach, all das find Warnungssignals ernstester Art. Gerade weil sie erst ein Anfang sind. Das kommt ja auch in der Kundgebung der vier Dergarbeiterverbände zu der Verbind- lichkeitserklärung des Schiedsspruches durch den Reichsarbeitsminister unmihverständlich zum Ausdruck. andern Tage ist Reihenschenk bei Ulbrich. dessen Frau die Dorfichenke führt. Da trifft sich denn alles wieder, was so mit- und gegeneinander gegangen ist. und auch der atme Tischlergeselle kommt, mit vielen Talern aus einer Erbschaft ausgerüstet, und erlegt die Derpflegungskosten für sein Tier in bar. Die Sache soll nun „in den vorigen Stand zurückversetzt werden". Leider ist das nach dem Dorgefallenen nicht mehr möglich, und es ergibt sich zum allgemeinen Gaudium, dah der Seifert „ihr den Kopf abgeschlagen, seine Frau sie gebraten und Weigel und Ulbrich sie gegessen" haben. Auch alles andere zwischen dem Ermischer und dem Reubert und dein Schönherr und dem Reumerkel und dem Weigel kommt in Ordnung, und wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Der dritte Akt ist eine der köstlichsten Szenen, die der Raturalismus geschaffen hat. Dieses Aktes wegen liebe ich das Stück, dieses Aktes wegen wird es auch stets immer wieder aulgc- führi werden. Hier ist wieder einmal eine Rolle zu spielen. Diesmal lag sie auf den Schultern von Max Hoffmann. In der Maske vorzüglich, hatte er für den alten, vertrottelten Gemeindediener entzücketide Bewegungen und gute Töne. Seine Frau (Luise Jüngling! fand die rechte Einstellung zu der verschlagenen Verbrecherin Heinen Formates. Rollen sind auch der Ermischer mit seinem ..Ich wasch' mich nachher" und der B^irksgendarm Weigel, der alle- mitnimmt, was sich ihm unterwegs so bietet. Rudolf Goli (Ermischer) hatte die Lacher auf seiner Seite. Fell? R o r s o l k als Weigel könnte verschiedentllch seinem Temperament die Zügel schießen lassen, wobei er (im dritten Akt) von Karl D v l ck (Ulbrich) lebendig unterstützt wurde. Karl Juhnke und Ruth K r e n z waren ein gutgesehenes Spielwarenverlegerpaar, Paul Für alle Stellen, die dazu berufen sind und die Verantwortung haben, ergibt sich au- dieser Lage der unabweiSliche Zwang, diese Gefahren abzumildern. DaS ist nicht möglich mit dem Mittel der von Berlin inszenierten Skandalhetze. die nut Oel in- Feuer gießt, sondern nur dadurch, daß man überall Verständnis für die besonderen Schwierigkeiten und Bedürfnisse des Ruhrgebietes zeigt, daß man diesen Bedürfnissen pfleglich entgegenkommt, und so langsam wieder eine ruhige Atmosphäre schafft, wie sie zur Durchführung der großen Aufgaben notwendig ist, die hier der Lösung harren. Und bei all dem soll man nicht vergessen, daß mit Dortmund erst der kleinere Teil deS Ruhrgebietes von der Besatzung befreit ist. Londoner Lebenshaltung. Don unserem K-Korrespondenten. Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! London. Ende Februar 1925. Der Deutsche lernt schon in der Schule, daß England eine Insel ist. Jeder Deutsche lernt eine Reihe von Eigentümlichkeiten des diese bewohnenden Dolk-stammeS. Schiller sprach von den Polypenarmeen der Briten. Der liberale Deutsche zitiert: My House iS my castle. Der auf dem rechten Flügel Stehende erwähnt da- perfide Albion. Der deutsche Arbeiter weiß, dah hier die Heimat des Kapitall-muS zu finden ist. Wieder andere sehen in dem Engländer den Dertreter vollkommenster moralischer Heuchelei, während der Literat oder Literaturbeflissene in diesem Infeilande die Heimat Shakespeares verehrt. Jeder sieht in England etwas andere- und auch dem Touristen fällt einmal diese, ein andermal jene Seite des englischen Leben- auf. Der Politiker sucht eine Eintrittskarte für da- Parlament zu erwischen. Der Kaufmann betrachtet sich andächtig die Bank von England oder die 'Royal Exchange, der Kommnnalpvli'iler versucht, in die Gnbr.) iLreditbank 2, Oesterreichische 5trebttamen 9,50. Montanaktien: Deutsch-Luxemburg 79,50, Otavi Minen 29,12, Rombacher Hütte 31, Kali Aschersleben 18,75, Westeregeln 24. Chemische Attien: Th. Goldschmidt 23. Elektroattien: AEG. 11,95, Licht und Kraft 8. Transportaktien: Nordd. Lloyd 4,05, 2"/ioproz. Oesterreichische Südbahn 10,30, do. von 71 10,30. Sonstige Industrieaktien: Kleyer 4,05, Dyckerhoff 4,60, Holzmann 5,85, Gebr. Jung- Hans 12,62, Rheinisches Metall 10,80, Chemische Mainz 10,10, Badischer Zucker 3,90, Heilbronn- zucker 3,80, Offsteinzucker 3,90. Börsenkurs« ________________(Ohne Gen-ähr.)________________ 5% Deutsche RclchSanlcthe . 4°/0 Deu'sche Michsanleihe . 3‘/2°/n Deutsche Aeichoanleihe 3°/ Deutsche Neichsanleibe . Deutsche Lparpramicnanlethe 4% Preußische Konsols . . . 4° o Hessen........... 3«/o®/o Hessen 3% Helsen Deutsche Wertb. Dollar-Ant. dto. Doll -Schay-Anwetlng.') 4% Zolltürken 5% Goldmerikaner ..... Berliner Handelsgesellschaft. Commerz» und Prtvat-Bank. Tarmst. und Naiionalbank . Deutlche Bank......... Deutsche BereinSbank .... DiSconto Commandit .... Mctallbank........... Mitteldeutsche Creditbank. . Teste, reichliche Creditanstalt. Weltbank............ Bochumer Guß ...... . Buderus............ Caro Deutsch-Luxemburg ..... Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpeuer Bergbau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln..... Lauroluitte........... Oberbedarf .......... Phönix Bergbau ...... 9l()eiri|iah(......... . 9iiebcrf Montan Tellus Bergbau Hamburg-Amerika Paket. .. Norddeutscher Llovd . . . . . Cheramische Werke Albt» . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann Anglo-Cont -Guano . . ... Badische Anilin....... Chemische Mayer Alapdt .. Goldschmidt........ . Gries eimer Eleetron . • * * Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung ........ Rütgeröwerke Lcheideanstalt......... All». Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann Mainkrastwerke Lchuckert............ Siemens & Halske..... Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt......... '"'egutn............. Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesell chaft Frankfurt. Per Union A-G Schuhfabrik Herz . . . . . . Sichel.............. Zellstoff Daldhof Zuckerfabrik Frankenthal .. Zullerfabrik Waghäusel . . . ftrtmffmf t M. tBrrTln Schluß, fu-ra Schluß!,. Abend- bö le Schluß. Hu s Schluß». Mittag, b rf« -6. 2. 27 2. 26. 2. 27 2. 0,68 0.663 0.695 0,665 —— 0 «8 — 0.885 0.9 0,88 0.915 0.87 1,2t 1.255 1.270 1,275 0,46 0,45 0 185 0.455 1 0i 1.05 1.06 1 05 1.10 — 1,25 1,25 1.15 1,15 1.16 1.22 1,21 1.66 1,10 1, 2 94,75 04.75 94.75 94.75 91,55 01,30 91 15 91,50 10,8 10,62 10.62 10 6 39, '5 39,5 46 44,1 158 161,5 6,25 160 160 6,10 6,67 6,12 13,63 13 40 13.60 13.60 131 62 131,2 131,75 130,75 0.44 0.44 — 123,90 123,75 123,63 123,40 114 115 -V- — 2 2 2 2 9.5 9,5 9.70 9.50 0,12 0,12 0 25 0 225 — 88,25 90,50 88,9 18,80 19,50 19.20 12 1 19 — 12.2 12 81 79.50 80.62 79 40 9t 88,75 SO 88.5 14'» 147 148,75 147.4 18 90 19 18,75 19,25 24 25 24 24 6 24.4 7 75 7 7 7 60 7.5 10.95 11,25 10.80 11 63 90 63,75 f.4 63.70 57.75 57 9 57 60 {-7.70 46 5 46 50 46,8 46 50 3,70 3 70 — 100,2 99 5 99,62 99,40 4,1 4,05 4,10 4 95.50 95.75 — _ 5,90 5.85 5,9 5,9 — '— 159 160 30,2 0 45 30.25 30,50 30,13 0,45 —- — 23 10 23 23,13 22,80 25 4 25.4 25 50 25.50 5 90 26 25,90 26 8 8 8 9 — — 18.7 18 50 18,4 18,40 145 145 — — 12,1 11,95 12 12 19 5 19,3.5 19,62 19,12 11 25 11 20 — — 69,5 68 75 69 10 69.50 80 79 25 80,13 79,75 4 12 4 05 4 12 4,12 5,98 5,98 5,9 5,9 3,6 3,6 •— — 8,9 9,2 9.4 101,25 9,25 — — 101,25 0,6 — 1 11 1,11 14 1,1 136 136 2,4 2,375 2,3 —• 4 3 9 4 2 90 80 2 8 12.50 12.50 12 62 12,40 4 62 4,75 — — 3.85 3,90 — — R. Fedrn rr 37 Februar {Report. 26. |’7. BmiHctje 'JioHeriiiti Jln-ru 4:' iSelö »0 - r > li rtr'-f Crcio Briet Amst.-rston 167.99 168.41 167.74 168.10 toll doll Buen.-AtreS 1,662 1,666 1.664 1,664 voll voll Brss.-Antw 20,98 21.04 21.01 21 10 voll voll Chrtstianta. 63,87 64 03 63.82 63,94 voll voll Kopenhagen 74,81 74.89 74,71 74 89 voll DOll Stockholm . HelfingforS Italien - - 113,02 113.30 113,02 113,30 voll voll 10,.55 16.89 10.59 16.93 10.558 16.98 10,5'>8 17 00 voll voll voll voll London. . ■ 19,975 20,02' 19,918 19 968 voll voll 9!euhork . . 4,195 4.205 4,195 21,56 4,205 voll voll Paris. . . 21,544 21 605 21,62 voll voll Schweiz . . 80,58 80.78 80.50 80.70 voll voll Spa teil . 59.28 59,42 69.23 59,37 Japan . . . -Hfo de Jan 1,66 1,684 0,461 1,663 1,667 Voll voll 0,459 0,455 0,457 voll voll Wien in D-- voll voll Cefl. abgest 5,91 5,93 13.46 6,91 5,9' voll voll Prag . - . . 12.42 12.42 12,'6 voll voll Belgrad . . 6.72 6.74 6.68 6 70 voll -vll Budapest. . Bnl-wrien 5,782 3,055 5.802 3,065 5.775 8,055 5,795 8,065 uuu voll voll voll L'sfabon 19,975 20 025 19,975 20,025 vll voll Domig. . . Konst..ntin. 79 15 79.35 79.0 79,22 voll voll 2,115 2.1 5 2,075 2.025 voll voll Athen. . . 6,615 6,638 6.59 6,61 voll voll Berlin, 27. Februar. Geld Prtri Neoart. »1. Amerikanische Noten ..... Belgische Noten ....... Dnni'chc Noten ........ Englische Noten........ Franwiische Noten ...... Holländische Noten ...... Jt lienische Noten...... Norwegische Noten...... Dcutsch.Oesterr, ä ioo Kronen Numantschc Noten...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . ... 4.172 20 97 74 51 10.893 21 60 167 33 16 98 63,59 5,91 112.77 80,37 69 20 12,39 5 74 4,192 21,07 74 89 19 991 21 72 168 10 17.06 63,91 5,93 113.33 80,77 59,50 12,45 6,76 roll voll Voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht deS „Gietzener Anzetg«rs*.H B e r l i n, 27. Febr. Die eindringlichen Worte des Herrn von Siemens auf der Generalversammlung der Siemens & Halske-A. ®. über die Zukunft der deutschen Wirtschaft werden sehr beachtet und lösten eine allgemeine Zurückhaltung an der heutigen Börse aus. Das Börsenbild gestaltet sich daher völlig uneinheitlich, doch scheinen zunächst die Kursgewinne noch zu überwiegen. Auch das heraus- kommende Material ist sehr knapp und so kam für eine Anzahl von Werten überhaupt kein Kurs zustande. Am Montanmarkt prägte sich diese uneinheitliche Tendenz am schärfsten aus. Gelsenkirchen und Köln-Neuessen lagen schwächer, dagegen Rheinstahl und Phönix gebessert, auch Deutsch-Lux behaupteten ihren Kurs. Am Markt der Elektrowerte zeigte sich starke Nachfrage nach Akkumulatoren. Siemens konnten ihren Kurs nur leicht befestigen, während Schuckert und Felten unverändert liegen. Auch bei Bankaktien blieb die Tendenz unsicher und zurückhaltend. Reichsbank leicht befestigt. Am Schiffahrtsmarkte bildet die Aufhebung des Ausfuhrverbotes für Schifsahrts- attien noch immer ein belebendes Moment, doch können die Kurse zumeist nicht behauptet werden. Hapag waren leicht gebessert. Der Petro» leümmarkt lag uneinheitlich, ebenso der Markt der chemischen Werte. Heimische Renten eröffneten etwa zu den gestrigen Schluhkursen. Der Geldmarkt liegt unverändert, tägliches Geld 9 bis 12 Prozent, über den Ultimo hinaus 12 bis 14 Prozent. Arn internationalen Devisenmarkt ist eine leichte Abschwächung des englischen Pfundes festzustellen. Paris und Brüssel weiter abgeschwächt, Lire leicht gebessert. Frankfurter Getreidebörse (Eigener Srahtheridit des „OicTr-er Anzeigers Frankfurt a. M., 27. Febr. GS wurden notiert: Weizen 21,50 bis 26, Roggen, inlänb. 22,25 bis 25,50, Sommergerste für Drauzwecke 24 bis 31, Hafer, Inland. 17,50 bis 22,75. Mais, gelb 22,25 bis 22,75, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 41 bis 44,75, Roggenmehl 36,50 bis 39,75, Weizenkleie 14 bis 14,25, Roggenkleie 14,25 bis 14,50. Tendenz: Fest. Berliner Produktenbörse. Berlin, 27. Febr. Der Produktenmarkt verkehrte heute besonders für Roggen schwach, trotz Amerika. Weizen dagegen behauptet. Hafer gefragt, ebenso Mehl, Futterariikel wenig beachtet. Es notierten je 1000 Kg.: Weizen (märt.) 255 bis 263, Weizen (März) 278, Weizen (Mai) 294Vf bis 293V2. Tendenz fester. Roggen (märk.) 250 bis 255, Roggen (März) 264 bis 263, Roggen (April) 274, Roggen (Mai) 283 bis 281 Ve. Tendenz stetig. Gerste (märk.) 252 bis 265, Futtergerste 215 bis 238, Tendenz ruhig. Hafer (märk.) 186 bis 193» Hafer (Mai) 203 bis 207, Tendenz ruhig. Mais (loko Berlin) 223, Mais (Mai) 202Vr. Tendenz ruhig. Raps 390. Tendenz ruhig. Für je 100 Kg.: Weizenmehl 35,25 bis 37,50, Tendenz ruhig. Roggenmehl 35.00 bis 37.25, Tendenz ruhig. Weizenkleie 14.50 bis 14.60, Tendenz ruhig. Roggenkleie 14.70 bis 14.80, Tendenz ruhig. Diktoriaerbsen 27.00 biS 32.00, klein«' Erbsen 20.00 bis 22.00, Futtererbsen 19.00 bis 21.00, Peluschken 18.00 bis 19.00, Ackerbohnen 19.00 bis 21.00, Wicken 18.50 bis 20.00, Lupinen (blau) 12.25 bis 13.75, Lupinen (gelb) 14.50 biS 16.00, Serradelle (neu) 14.25 bis 16.50, Rapskuchen 17.80, Leinkuchen 23.00 bis 23.50, Trocken» schnitzel 9.20 bis 9.40. Torsmelasse 9.50, Kar- tosselslocken 19.80 biS 19.90. Ohre Stuhlverstopfung Müssen Sie schnell'tenö befeitiaen. bevor die unausbleiblichen -lolflen einrcien. Wir raten Abnen, in der Apotheke echte Herber-Keme zu kaufen, die unschädlich, aber von prompter Wirkung sind. Ber- langen Sie ausdrücklich Herber-Kerne. Sicher erhältlich: Univ.-Apotheke Zum goldenen Engel. Die Bestandteile sind ans der Packung angegeben. Mensch, bedenk, «er du mich bist, .Komet "der beste zreliaus ist! Das neue Modell K 24 der Komet-Freilaufnabe ist ein Glanzstück der Fahrradtechnik. 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Mehl, inlSnbilchri^ iymehl 36,50 bti '• Ngenfiele Uzz mbörse, ?r Jrobuftenmefl r Roggen lchivach n behauptet tznier rariilel wenig be. tfl.: Deinen (märt) 218, Drizen (QHai) .«. Roggen (märt) i64 bta 263, Roggen M bis 281'/?, len- 52 bis 265, Sutter- uhig- §afer (mmfi 18 bis 20?. Xenbflu 223, Mais (L 390, Lendens nty hl 35,25 bis A l( 35.00 bis K2S. 14.50 bis 14.60, Xen. .70 bis 1480, Tew 7.00 bis 32.«, klein, ttererfifen 19.00 bis 19.00, Mfabofotn b\i 20 00, (hip in« n (gelb) 14.50 bis bis 16.50, W* M 23.50, Ia>dw meW 9JÄ, Ra» BLÄdiil. DijMZ. kSf«>Ä ^mMaSd (fliehen lelepoon 1233 Auftrage, auch Revaraturen, werden schnell und sachgemäß auSaesührt. 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