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B ft o"" S 27- ft 335 vti *?JT# ÄP ?!ft„ 2 3 ft -» ür= '- r!8 ’" = 3 .. t» ft " tz eltkohlen-Krisis Die * Damit hat die Krise im Dvrs 0 r allen den nicht wird, lischc &aargebiet eine für das gesamte an« letzten Fran- Durch Be- eine fühlbare Erleichterung nur bei denjenigen Nationen Hervorrufen die von dem Palt, an dem sich die eng» Regierung beteiligen wirb, unmittelbar William Bryan-s-. Neu York. 27. Juli. (WTD.) William Hennings Bryan, der frühere Staatssekretär und mehrmalige Präsii enlschastskandidat, ist in Day- ton (Tennestee) gestorben. Er wurde tot in seinem Bette ausgesunden, nachdem er sich nach einem kräftigen Abendessen mir der Erklärung zur Ruhe begegeben hatte, daß er sich wohl fühle. England und der Sicherheitspakt. Baldwin und Chamberlain über die deutsche Antwortnote Die Räumung von Essen. Essen, 26. 3uli. (WTB.) Die Räumung der Stadt Essen durch die Franzosen, die schon vor einiger Zeit begonnen hat, ist in vollem Gange. Das Iustizgebäude ist bereits frei- gegeben worden. Das Polizeipräsidium ist von den deutschen Behörden bereits abgenommen worden, wenngleich sich noch Franzosen im Gebäude befinden. Das Gebäude des Bergbaulichen Rumänien verbietet deuts en Ferienkindern die Einreise. Wien, 27. 3uIL (TU.) Dor kurzer Zeit wurde ein Sonderzug, der 300 deutsche Ferienkinder auf Ferien in das Banat bringen sollte, an der rumänischen Grenze angehal - ten und zurückgeschickt. Wie jetzt bt* schlutz der Delegiertenkonferenz straft, Solidarität zu üben. Vereins ist bisher noch nicht geräumt worden. Gestern vormittag erfolgte der Abzug von drei Batterien mit je drei Geschützen deS französischen ArtillerieregimentS 25. Bereits um V*6 Uhr früh verlieh die erste Batterie daS Bredeneyer Truppenquartier, der um l/510 Uhr die zweite folgte. Nachdem dann um 1 Uhr mittags die Trikolore eingezogen worden war, verlieh auch die letzte Batterie mit dem Rest der Mannschaften Bredeney. Die Truppen wurden auf dem Bahn- Hof Essen-Süd mit dem Marschziel Landau verladen. Um 3 Uhr nachmittags besichtigte eine Kommission von Stadtvertretern das freigewordene Gymnafium, dessen Innenausstattung größeren Schaden davongetragen hat. Mit allen Kräften wird in den nächsten Wochen an den Wiederausbau der Schule herangegangen werden, so dah voraussichtlich der Lehrbetrieb nach den Herbstferien wieder ausgenommen werden kann. Die Räume legen in ihrer derzeitigen Beschaffenheit ein beredtes Zeugnis der 2'/?iährigen Besetzung ab. Der Abzug der Artillerieabteilungen ging ohne jede Reibung mit der Bevölkerung vor sich. Dem Vernehm eit nach wird am Dienstag früh ein Bataillon Infanterie Essen verlassen. fördern. Wo es so offenbar im Interesse der großen europäischen Nationen liegt, von der Vergangenheit loszukommen und sich einer besseren Zukunft zuzuwenden, bin ich der festen Zuversicht, daß die Regelung der Sicherheitsfrage und die Behebung dieses Gefühls der Furcht vor einer künftig drohenden Gefahr, die den Weltfrieden wiederum erschüttern könnte, meinen Wohlfahrtsfürsorge Familien werden bei einem Tagesverdienst von nicht viel mehr als 1 Mark nach Abzug der Steuern und sozialen Lasten schon längst Unterstützungen zugewiesen. Die Entsendung von Abordnungen nach Gens hat bei dem lOOlägigen Bergarbciterstrcik zu Beginn der Ruhrakcion 1923 keinen Erfolg gezeitigt. Die Nichtbeautwortung re-fd,teurer dringender Petitionen ist ebenfalls in keiner Weise geeignet, die berechtigte Erbitterung der Bergarbeiter 3um sozialen Frieden zu führen. Das noch im Saargebiet statio ierte französische Militär hat eine größere Anzahl Panzerwagen demonstrativ ausfahren la f -n Auch die ,neutrale“ Regierungskommission stellt Lern französischen Dergsisius ihre eigene bewaffnete Macht zum Schutze der Gruben zur Verfügung, w^halb bereits am Samstag zahlreiche Belegschaften die Einfahrt verweigert fjaben. Die französischen Grubenverwaliungen haben bereits mitgeteilt, daß die erforderlichen Spezial-Kohlen- mengen nicht weiter geliefert werden können. Infolgedessen werden in der Hüttenindustrie zahl- reiche Betriebseinschränkungennvtiren- big,' so daß für Mitte der Woche auch größere Entlassungen von Hüttenarbeitern Entwicklung angenommen, die . Wirtschaftsleben von den schwersten Folgen sein muß. Es handelt sich um etwa 74 000 Bergarbeiter, die nunmehr vollständig der allgc- bevor stehen. Die englische Bergbaukrise. London, 26. 3ult (WTD.) Premierminister B a l d w i n verbrachte heute fast den ganzen Tag mit den Vorbereitungen für seine morgige Besprechung mit dem Ausschuß deS Gewerk- schaftslongresses. Der Sekretär des Dergarbeiter- verbandes Cook erH i.ie in einer Unterredung, die er Pressevertretern gewährte, aus den Bemerkungen verschiedener Staatsmänner, darunter auch deS Premierministers, müsse man schließen, daß die Hoffnung für eine fried liche Regelung der Dergbaukrise nur «ehr gering fei Diese Staatsmänner hätten weiter nichts vorzuschlagen, als dah die Bergleute ein Kompromiß eingehen sollten. Die Bergleute würden aber bestimmt keine Vereinbarung an- nehmen, die eine längere Arbeitszeit oder eine geringere Bezahlung als im Jahre 1914 vorfehe. Die allgemeine Besorgnis wegen eines möglichen Generalstreiks der Bergleute spiegelt sich in den gestern gehaltenen Reden zahlreicher Kabinetts- Mitglieder und Politiker sowie in den Leitartikeln der Blätter wieder. Der „Dbfervcr" bezeichnet d 1 e kommende Woche als eine der kritischsten in der Geschichte der britischen Industrie. Die Konferenz der Transportarbeiter und Eisenbayner befchloß, im Falle der Arbeitseinstellung in den Bergwerken Maßnahmen zu treffen, um die Beförderung von Kohlen zu verhindern. Der Vollzugsausschuß der Bauarbeiter faßte eine Entschließung, in der der Generalrat des Gewerkschaftskongresses aufgefordert wird, einem Aktionsrat zu ernennen, um die volle Unter ft üfoung der organisierten Arbeiterschaft für die Bergleute in der gegenwärtigen Krise zu sichern. Kein Streik der französischen Bergarbeiter. Paris, 27. Juli. (WTD. Funkspruch.) Der für heute angesehte Streik der französischen Bergarbeiter unterbleibt. Die Vertreter der Bezirksvereinigungen haben in diesem Sinne beschlossen, da durch Vermittelung des Ministers für öffentliche Arbeiten eine Kompromißlösung gefunden wurde, durch die die Frage der Lebensmittelteuerungszulage vom 15. September v. 2s. geregelt wurde. Nur die Bergarbeiter des Bezirkes Carmaux haben eine andere Stellung eingenommen und beschlossen, am heutigen Montag einen 24ftünöigen De- mon st rations streik zu veranstalten, um den Grubenbesitzern zu zeigen, dah sie mit der getroffenen Lösung nicht zufrieden sind. inneren, hat man den Eindruck, daß man auf einem toten Punkt angekommen ist. Der Staatssekretär des Aueßern hat tn seinen Reden erklärt, daß wir den Sicherheitspakt nich< so aufsassen, als ob er uns neue Verpflichtungen auferlegt, die zu den Verpflichtungen hinzu- irctcn, die uns als Unterzeichnern der Völkerbundessatzung obliegen. Die vorgeschlagenen Vereinbarungen sind im Geiste der Völker- bundssahung abgefaßt worden und befinden fid- in ükbereinftimmung mit dem Bunde Ich begrüße es daher, daß in der deutschen Antwort diese beiden Probleme, die untrennbar mit dem Sicherheitspakt und Deutschlands Eintritt in den Völkerbund verbunden sind, in Verbindung gebracht werden. ES ist wahr, daß Deutschland noch immer mißtrauisch ist, wenn eS von einer Gefahr spricht, eine entwaffnete Nation inmitten bewaffneter Nachbarn zu fein. Abeer Deutschland hat das Recht, über diese Dinge gehört zu werden, wenn cs Mitglied des Völkerbundes ist, und kann dann den Großmächten gegenübertreten, damit diese ohne unnötige Verzögerung dazu übergehen, die Frage dec Abrüstung, die einen Teil der Dölkerbundssatzung selbst bildet, zu erwägen. Wir haben noch einen langen Weg vor unS, bevor wir den Frieden Europas sichern können! aber wir machen Fortschritte. Wir erkennen an, wie dies auch die Franzosen tun, daß es Drei Etappen zum Frieden gibt: Sicherheit, Schiedsspruch und Llbrüstung. Wir entwerten setzt Maßnahmen für die Sicherheit, die auch bc; Einsetzung e ner So'.ieds.-.er'.chts- barkeit beiten werden. Wenn wir diese beiden Etappen erfolgreich zurück egen, werden wir schon viel getan haben, um die Inangriffnahme der größeren Frage der Verminderung und Einschrünlung der Rüstungen vorzubereiten, zu der die Mächte, die den Versailler Vertrag unter-,eichnet haben, verpfli.chtet find. Wir selbst haben einen beträchtlichen Anfang mit Der Verminderung unserer Rüst u n g e n zur See auf der Washingtoner Kon- ierenz gemacht. Wir haben unsere Rüstungen zu Lande unter das Dorkriegömah vermindert. Unsere Luft macht ist nur gering im Vergleich mit der mancher anderer Länder. Das Problem ist ungemein schwierig, wie jeder gemerkt hat. der sich Damit beschäftigt hat. Aber wenn wir die überwältigende Bürde deS Mißtrauens und der Angst, die auf den Ländern Europas lastet, beseitigen können, dann können wir die berechtigte Hoffnung hegen, das Ziel zu erreichen. In einer Rede in Birningham erklärte der Staatssekretär des Auswärtigen, Austen Chamberlain u. a.: Ich arbeite für die Regierung am Zustandekommen eines wirklichen Friedens, welcher der Welt das Gefühl der Sicherheit und deS Bertrauens gibt. Denn nur auf dieser Grundlage kann sich für uns ein neuer Wohlstand aufbauen. Die deutsche Regierung hat auf die französische Role über den Sicherheitspakt geantwortet. Offen gestanden, bin ich etwas enttäuscht Darüber, daß die deutsche Ant- lvortnote so gehalten ist, daß meines Erachtens weitere schriftliche Meinungsäußerungen ganz unvermeidlich werden, anstatt daß der Augenblick gekommen wäre, wo die Vertreter Der beteiligten Länder sich zu einer oersönlichen Aussprache versammeln tonnten, um eine allseits befriedigende Vereinbarung zustandLzubringen. Ich erkenne jedoch an, daß die Note von dem Wunsche diktiert ist, die Dorschläge für einen gegenseitigen Sicherheitspakt, die von der deutschen Regierung selbst ausgingen, von der englischen Regierung begrüßt und von Den verbündeten Regierungen Frankreichs und Belgiens im Tone freundlichsten Entgegenkommens beantwortet wurden, weiter zu London, 25. Juli. (WTB.) In einer Rede über die außenpolitische Lage, in einer Der- fammlung der Konservativen in Knowsloh, sagte Premierminister Baldwin u. a.: Das befriedigendste Merkmal der außenpolitischen Lage ist der offenbare Wunsch der Mehrheit des deutschen Volkes, daß die Verhandlungen, die auf einen dauernden Frieden in Europa hinzielen, fortgesetzt werden. Sic deutsche Antwort auf die französische Note ist eingetroffen. Wenn ich auch nicht imstande bin, ihren Inhalt ausführlich zu erörtern, so erkenne ich doch ihre versöhnliche Absicht an. Die Lage selbst enthält viele Schwierigkeiten, aber der wesentlichste Faktor ist wie immer der Wille, diese Schwierigkeiten zu überwinden. Ich glaube, daß dieser Wille in Deutschland und bei den Alliierten besteht, ja, dah er heute stärker ist als zu irgendeiner Zeit seit dem Kriege, aber es ist notwendig, daß keine Zeit verloren wird und dah die Verhandlungen ohne Unterbrechung weitergehen. Stabilität in Europa ist nicht nur* für daS politische, sondern auch für das wirtschaftliche und industrielle Leben von Interesse. Wir und Franki'eich wünschen, daß Deutschland sobald wie möglich in Den Völkerlnmd eintritt. Wenn es einmal Mitglied deS Bundes auf der Grundlage völliger Gleichberechtigung ist, werden alle vor uns liegenden Problemen eine neue der Meinung, dah es in Anbetracht der Notlage der Saarbergarbeiter keinen anderen Ausweg gebe, als von dem letzten Gewerkfchastsmittel, dem Streik, Gebrauch zu machen. 3n der Abstimmung wurde einstimmig beschlossen, am 27. 3uli geschlossen auf allen Gruben in den Streit 3u tre- t c n. Die Organstationsleitung wurde mit der Führung des Streiks beauftragt. Die Delegierten be- | schlossen weiter, die Notstandsarbeiten 1 durchzuführen. Sie erklärten ferner, dah sie selbst für Ruhe und Ordnung sorgen und unverantwortliche (Elemente fernhalten würden. Der Christliche Metallarbeiterverband hat folgende Anweisung an seine Mitglieder gerichtet: Nachdem die beiden großen Bergarbeiterorgani- fationen den Streik für den 27. Juli beschlossen haben, tritt für die im Christlichen Metallarbeiterver- band organisierten (BrubenmctaUarbeiter der Be- vom 25. Juli in klarere Gestalt gewinnen. Don Streitigkeiten, den internationalen wie berührt werden, sondern eine fühlbare Erleichterung in der ganzen Welt. Und ich hoffe, daß dann auch andere Dölker in ihrer eigenen Sphäre angesichts der ihren Weltteil bedrohenden Gefahren sich veranlaßt sehen können, das Beispiel der westlichen Großmächte erfolgreich nachzuahmen. Schon die Anregung zu diesem Meinungsaustausch, die bloße Tatsache, daß ein derartiger Dvrschlag von Deutschland ausging und von den Alliierten begrüßt wurde, hat ein merkliches N a ch l a s s e n der bis dahin vorhandenen Spannung bewirkt. Die Räumung des Ruhrgebiets und der der Sanktivns- st ä d t e ist im Gang oder steht bevor, und wenn Deutschland, wie ich hoffe, ehrlich und reibungslos die restlichen Forderungen der Alliierten in der Entwaffnungsfrage erfüllt, so werden die Alliierten ihrerseits veranlassen, daß Köln zusammen mit der ersten Zone des besetzten Gebietes von fremden Truppen befreit wird. Es darf nicht angenommen werden, daß wir an den Beziehungen unserer Nachbarn zueinander und an ihrer Sicherheit oder an den Frieden in Europa kein Interesse hätten. Don mancher Seite hat man sich dagegen gewandt, daß wir die be st eßenden Grenzen zwischen Frankreich und Belgien einerseits und Deutschland andererseits in irgendeiner Form garantieren wollen. Aber es muß betont werden, Saß die Unversehrbarkeit dieser Grenzen die Grundlage unseres eigenen Schuhes bildet. Es stand in unserer Macht, durch Uebernahme einer Garantie für dieses Friedensabkommen Frankreich und Belgien ebenso wie Deutschland das Maß von Dertrauen zu vermitteln, daß diese Mächte in einem Der- tragStocrf, an dem wir nicht beteiligt sind, n i e finden könnten. Das Pariser Echo. Paris, 26. Juli. (WB.) Die gestrigen Reden Baldwins und Chamberlains finden in Paris Beachtung. Das ^Journal" schreibt, Baldwin habe in seiner Rede das Thema behandelt, man müsse Deutschland sofort in den Völkerbund aufnehmen. Der englische Premierminister habe allo vergessen, daß Deutschland noch nicht einmal die Absicht kundgegeben habe, die Bedingungen der Entwaffnung durchzusührcn. Durch oen Völkerbund welle Deutschland Sanktionen verhindern: durch dcn Völkerbund wolle Deutschland Oesterreich angliedern und durch Den Völkerbund wolle Deutschland die Verträge revidieren, ja sogar die rheinische Besetzung mildern. Um keinen Preis könne Frankreich zulassen, daß die Sicherheitsfrage nach Genf getragen werde, bevor alles mit London und Berlin zu Frankreichs Zufriedenheit geregelt sei. Der „Gaul 0 is" nennt Die Rede Baldwins eine Rede, wie Mac dona Id viele gehalten habe, denn es scheine, daß Baldwin sich noch Illusionen über die pazifistische Offensive großen Stils, die Deutschland eingeleitet habe, hingebe. Das „Journal des Debats" ist nicht nur mit Baldwins, sondern auch mit Chamberlains Rede unzufrieden. Durch Derartige Reden, so erklärt das Blatt, ermutige man Deutschland, sich widerspenstig zu zeigen, weil es daraus den Schluß ziehe, daß es England gegen Frankreich unterstütze. Die Erklärungen Eharnber- lains feien ebenso unklar wie die Baldwins. (Eine Stelle der Rede Baldwins sei besonders beunruhigend. (Er habe fick auf das Manöver der deutschen Regierung eingelassen, die in ihrer Note schon jetzt die Frage der allgemeinen Abrüstung berührt habe. Dieses Problem könne erst in Angriff genommen werden, wenn gewisse Bedingungen ma- terieller und moralischer Art erfüllt seien. Wenn Baldwin habe sagen wollen, England werde Deutschland nach dieser Hinsicht unterstützen, dann werde Frankreich in die Möglichkeit verseht, die Frage der Bewaffnung zur See aus die Tagesordnung zu sehen, denn es gebe kein Dekret, das allein den maritimen Mächten das Recht zuerkenne, an ihre Verteidigung zu denken, und es klinge wie Ironie, bei dieser Gelegenheit von der Washingtoner Konferenz zu sprechen. Wenn man eines Tages Deutschland eine Konzession machen wolle, Dann wäre es Doch viel besser, ihm ein KolonialmanDat anzubieten, was nach Ansicht Des Blattes feine Ungelegenheiten Hervorrufen könne. Was aber am meisten an Den Reden Der beiden Staatsmänner beunruhige, sei, daß sie offenbar jenes Abkommen aus dem Gedächtnis verloren hätten, das vor mehr als einem Monat zwischen Chamberlain und Briand erzielt worden sei. Sie schienen sich auch nicht Daran zu erinnern, daß Deutschland seine Vorschläge vom 9. Februar William Iennings Bryan, einer Der namhaftesten Führer Der amerikanischen Demokraten, ist am 19. März 1860 in S lern (Illinois) geboren, widmete sich dem Rechtsstudium und ließ sich 1871 In Lincoln (Nebraska) als Advokat nieoer. Cr entwickelte eine eifrige politische Tätigkeit, schloß sich der demokratischen Partei an und wurde 1890 ins Repräsentantenhaus gewählt. Seine Hinneigung zur Doppelwäbri^ng veranlaßte im Jahre 1896 Die silberfreundliche Mehrheit Der demokratischen Nationalliberalen zu Chicago, ihn zum Präsidentschaftskan.- D i D a t e n zu nominieren. Bryan unterlag aber Dem Republikaner Mac Kinley und hatte 1900 und 1908 als Präsidentschaftskandidat dasselbe Schicksal. Nur einmal gelang es ihm, ein Amt zu bekommen, als er nämlich 1913 entschieden für Die Wahl Wilsons zum Präsidenten eingetreten war Er wurde nun dessen Staatssekretär des Aeußeren, erregte jedoch bald Aussehen und Unwillen dadurch, daß er als Staatssekretär in einem Variete auftrat und sein Verhalten damit erklärte, daß er zum Lebensunterhalt und zur Bestreitung fci.ier Ausgaben ein Jahreseinkommen von mindestens 20 000 Dollars haben müsse, als Staatssekretär aber nur 12000 Dollars beziehe. Während des Kriges, im Juni 1915, trat er von feinem Amt zurück und widmete sich seither Der Journalistik, kurz vor seinem Tode ging sein Name noch anläßlich des Affenprozesses Durch alle Blätter. heimfallen, nachdem schon in den Wochen teilweise nur Drei Schichten bei 45 ken Wochenlohn verfahren worden sind. Verhandlungen haben die deutschen Hörden für die im Trierer, Birkenfelder unD Pfälzer Gebiet wohnenden Bergleute eine gewisse ~ ' g e getroffen. Einer großen Anzahl von werden bei einem Tagesverdienst Bergarbeiterstreik im Saargebiet. Saarbrücken, 26. Juli. Der Gewerk- verein ChristlicherBergarbelter hat am Sonntag In einer Revierkonserenz nochmals zu dem Lohnangebot der Bergwerksdirektionen Stellung genommen. Die Konferenz war von 6 0 0 Delegierten besucht, und alle Ortsgruppen und Gruben waren vertreten. Alle Sprecher waren einmütig gemacht habe, weil es gemerkt hätte, dah Frankreich und England int Begriff gewesen seien, sich über das Sicherheitsproblcm zu verständigen für Den Fall, daß die zwischen Paris und London getroffenen Abmachungen wieder in Frage gestellt würden. Es könne kein Sicherheitspakt abgeschlofsen werden, wenn Frankreich und England nicht solidarisch blieben. Hr. l<3 (Elftes Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Beilagen: GießenerFamilienb lütter Heimat im Bild. Monats-Bezugspreis: 2 Goldmark u 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech.Anfchlüsse: 5) sei. Die sozialdemokratische Fraktion beantragt die Bestimmung, daß Angestellte nicht entlassen werden dürfen, um ihre Stellung mit Versorgungsanwärtern zu besehen. 2lbg. S ch u l d t -Steglitz (Dem.) betont die Rotwendigkeit, den Reichswehrangehörigen eine sichere Aussicht auf Versorgung nach dem Ablauf ihrer 12jährigen Dienstzeit zu eröffnen. Der Antrag, daß Angestellte nicht entlassen werden Dürfen, um ihre Stellen mit Versorgungsanwärtern zu besehen, könnte die bedenkliche Wirkung haben, daß ein aus sachlichen Gründen entlassener Angestellter sich zum Einspruch berechtigt glaubt, wenn später seine Stelle durch einen Versorgungsanwärter besetzt wird. Die demokratische Fraktion werde dem Gesetz zustimmen. Abg. Dietrich- Franken (Völk.) erklärt die Zustimmung seiner Freunde zu der Vorlage. Die. Vorlage wird in zweiter und dritter Lesung endgültig angenommen. Hierauf wird die erste Beratung des Uniformschutzgesehes sortgeseht. Abg. Dr. Haas (Dem.) ist grundsätzlich mit der Vorlage einverstanden. Es müsse aber dafür gesorgt werden, daß die Uniform nicht getragen werde bei Veranstaltungen, die sich gegen den Staat und gegen die deutsche Republik richten. Die demokratische Fraktion behält sich ihre endgültige Stellungnahme bis zu den Ausschuhverhandlungen vor. (Beifall.) Abg. Sänger (Soz.) betont, daß auch die Sozialdemokratie immer anerkannt habe, daß im Offizierkorps und vor allem im aktiven Osfizier- korps in den fünf schweren Jahren des Weltkrieges manche Beispiele größter und restloser Pflichterfüllung zu verzeichnen sind. Wenn die -Uniform ein Symbol der Staatsautorität sei, dann könne die alte Uniform doch nur das Symbol des verflossenen Kaiserreiches sein. Wenn ein Anspruch auf das Tragen dieses Symbols erhoben würde, dann hätten die Herren von Rechts für diesen Anspruch 1918 kämpfen sollen. (Beifall links.) Der Abg. von Ramin habe als könnte er seine Behauptung als Augenzeuge hier die schwersten Vorwürfe gegen die Sozialbeweisen. ES gebe nichts jämmerlicheres, un- demokraten erhoben und den Anschein erweckt, ehrlicheres und verwarfenereS, als die jüngste Retirade des Herrn von Ramin. Die Völkischen haben den politischen Mord in Deutschland immer betrieben und verherrlicht. Dabei hätten sie trotz aller großen Reden rein gar nichts für das deutsche Vaterland getan. Die Arbeiter im Ruhrgebiet hätten bei der Abwehr des französischen Ruhreinbruchs weit mehr an deutschem Patriotismus geleistet als alle Völkischen zusammen. I Wir könnten stolz sein auf das deutsch« Doll, 1 das seine Gesundheit dadurch bewiesen habe, daß die völkische Bewegung so schnell, so erbärmlich und so schmählich zusammengebrochen sei. (Lebhafter Beifall links.) Roskes Werturteil sei in einer Zeit gefällt worden, in der die Partei gespalten gewesen sei, und durch zahlreiche Werturteile über Roske kompensiert worden. (Heiterkeit.) Abg. v. Ramin (Völk.) wendet sich gegen die Ausführungen des Abgeordneten Sänger. Man könne den Völkischen keinen einzigen Fall nachweisen, in denen sie einen politischen Mörder in ihren Reihen gehabt hätten, wohl aber hätten die Sozialdemokraten Adler nicht abgeschüttelt. Mit Ehrhardt und Arco hätten die Völkischen nichts zu tun. (Gelächter links I Zuruf des Abg. Hof (Soz.): .So ein Feigling!") Präsident Lobe ruft den Abgeordneten Hof zur Ordnung. Damit schließt die Ansprache. Die Vorlage geht an den Rechtsausschuß. Das Haus vertagt sich auf Mittwoch: Steuergesetze. Das neue MroMabkommen. Abschluß der französisch-spanische» Konferenz. Paris, 26. Juli. (WTB.) Havas berichtet aus Madrid, daß die französische-spanischen Delegierten der Marolloko77fcrenz gestern abend ein Abkommen über die Grenzen der französischen und spanischen Einflutzzcrne in Marokko und die Zusammenarbeit der französischen und spanischen Behö ..n unterzeichnet habe. General I o r d a n a, der Vorsitzende der Konferenz, hat der Presse ein Kommumquö übermittelt, in dem es heißt: Die Konferenz ist zu Ende. Jetzt bandelt es sich rnn die äußerst schwierige Aufgabe, die Beschlüsse durchzuführen. Die Reise Marschall P e t a i n s nach Ceuta und Melilla ist der erste und wichtige Schritt, der die Aufrichtigkeit der französisch- spaniscl>en Zusammenarbeit zeigt. Das erste in die Praris umgesetzte Llbkommen ist insofern vorteilhaft, als eine Zusammenarbeit der französischen Marine mit dem von der spanischen Marine ausgeübten Ueberwachungsdienst zum Zwecke der Unterdrückung des Waffenschmuggels zu Wasser und zu Lande ermöglicht wird. Eine völlige Verständigung ist hinsichtlich der Ueberwachung der Zone von Tanger erzielt worden, und zwar derart, daß die durch das Tangerstatut vorgesehene Reutralität gewahrt bleibt. Das Abkommen enthält die Grundzüge des Vorgehens beider Länder, um den Frieden zu erzielen. Wichtig ist hier vor allem die beiderseitige Verpflichtung, keinen Sonderfrieden zu schließen. Uebrigens bedeutet die Festlegung der Friedensgnmdlage keineswegs, wie man vermutet hat, daß Frankreich und Spanien die Absicht haben, den Rebellen den Frieden anzubieten, oder, daß sie dies bereits getan haben. Als Friedensgrundlage muß die Sicherung eines soliden und dauerhaften Friedens unter Wahrung derWürde Frankreichs und Spaniens dienen. Es ist nicht möglich, sich gegen Frankreich, das gegen den Aufstand kämpft, der seinen HaupthiÄ in der spanischen Zone hat, abzuschließen. Ein solches Vorgehen wäre gefährlicher Egoismus. Um alle abgeschlossenen Vereinbarungen durchzuführen, ist es unerläßlich, das Abkommen von 1912 hinsichtlich der recht ungenau festgelegten Grenzen der Zonen zu interpretieren. Da es jedoch unmöglich ist, diese Grenze endgültig zu bestimmen, da genaue Unterlagen sowohl französischer wie spanischerseits fehlen, hat man eine Art Modus vivendi auf der Grundlage des Vertrages von 1912 gefunden, der alle Interessenten befriedigt. Kunst und Wissenschaft. Donaueschinger Musiklage. Bei außerordentlich zahlreicher Anwesenheit von Musikern, Künstlern und Kritikern nahmen die Do- naueschinger Kammermusikaufführungen ihren Anfang. Gleich im ersten Konzert zeigte sich bei Ernst K r o n e k s neuer Schöpfung für Kammerchor „Die Jahreszeite n", wie fruchtbar und be- deutunHvoll die diesmal von Donaueschingen zur Diskussion gestellte Idee einer Neugestaltung des alten Madrigal st ils werden kann. Die Kroneksche durch die Stuttgarter Madrigalvereinigung unter Hugo Holle vollendet gebotene Uraufführung fand außergewöhnlich warmen Beifall, ebenso die italienischen Madrigale von Wilhelm Weißmann für fünf- und sechsstimmigen Chor. Von den anderen Werken beanspruchte des Finnen A a r r e Mericantokonzert für Violine und Klarinette größtes Interesse. Weniger gefallen konnten zwei Streichquartette des jungen Schweizers Ehrhardt Ermatinger, die eine reichlich spröde Haltung haben. Auch Klavierlieder von Hans Eisler, die Hedwig K a n z kunstvoll zu gestalten sich bemühte, hinterließen keinen bleibenden Eindruck, fanden aber immerhin als gute Talentproben Anerkennung. An die Erfolge des ersten Konzerts reihte sich am Sonntag eine weitere wertvolle Uraufführung an. Auf chorischem Gebiet dominierte Paul Hindemith mit fünf Madrigalen nach altdeutschem Text und Felix Poti re k, der mit drei frommen geistlichen Frauenliedern besonderen Beifall errang. Auch Max ® utting bewies in zwei mehrstimmigen gemischten Chören starkes Können. Unter den anderen Ur- und Erstaufführungen war das Quintett von Heinrich Kaminski und das Konzert zur Flöte und Violine mit Begleitung eines kleinen Orchesters des Russen Alexander T s ch e röt' i n i n die weitaus überrragentien Leistungen. Bei dem Konzert für Streichquartett Alfred Casel - l a s erzielte das Frankfurter Ama-Quartett einen spontanen Erfolg. Die in letzter Stunde noch ins Programm eingefügte und mit Spannung erwartete Uraufführung einer Klaviersonate von Igor S t r a v i n s k i begegnete dagegen nur weniger, nicht sehr überzeugend klingender Anerkennung. Mit kleineren Werken waren auf dem Programm noch Jarnac, Paul Dessau und Otto Hegel vertreten. Aus aller Welt. Die Zukunft des Luftschiffs. Anläßlich der Deutschen Verkehrsausstellung in München hielt Dr. G ck e n e r einen Vortrag über die internationalen Luftschifflinien. Dr. Eckener führte in seiner Rede u. a. aus: Während öaö Flugzeug von fast allen Staaten gefördert wird, ist das Luftschiff durch das Diktat der Siegerstaaten in Deutschland, dem einzigen Lande seiner Zukunft, ausgeschaltet. Dem Flugzeug gehören Strecken bis 2000 Km., dem Luftschiff dagegen Entfernungen größten Ausmaßes. Die Grunde, weshalb ein Luftschiffverkehr in nennenswertem Blaße sich bisher noch nicht entwickelt hat, erblickt Dr. Eckener in erster Linie in dem noch nicht absolut öurchgeörungenen Vertrauen zu der Fahrsicherheit. Die Frage, ob bad Luftschiff die ihm vorbehaltenen Strecken mit größter Sicherheit durchmessen könne, sei vollständig zu bejahen. Trotz der durch das Luftschiff zu erzielenden großen Reiseverkürzung konnten bisher die nötigen Geldmittel für die Unterstützung dieses Verkehrs nicht aufgebracht werden, weil das Kapital an eine Rentabilität von Lustschifflinien nicht glaubt. Dr. Eckener gab eine genaue Rentabilitätsberechnung einer der geeignetsten Strecken für den Luftschiffverkehr, Sevilla—DuenoL-A'reZ. die bei einem Kapital von 43 Millionen eine Verzinsung von 22^2 Proz. in Aussicht stelle. Zum Schlüsse streifte Dr. ©dener die Frage eines Polarsluges im Luftschiff, der besonders geeignet sei, den Glauben an die Sicherheit des Luftschiffes im Weltverkehr zu vertiefen. Er betrachte einen P 0 larflug für daS beste Mittel, um das zu vollenden, was mit der Fahrt des Z. R. 3 begonnen wurde: der Welt Vertrauen zum Weltluftschiffverkehr zu geben. Entwicklung des deutschen Flugwesens. Auf der Münchener Verkehrswissenschaftlichen Woche wies der Presse-Ches der Junkers-Werke, Fischer v. Poturzyn darauf hin, daß die Luftschiffahrt zu einem wichtigem Instrument des modernen Slaatswescms und der Wirtschaft geworden sei und daß Deutschland jetzt vor der Schicksalswende stehe, eine Luftmacht zu werden. Die Luftnote sei auf den Aerger und die Rervosität zirrückzuführen, die die großen Fortschritte des deutschen Luftverkehrs hervorgerufen hätten. Im ersten Halbjahr dieses Jahres sind vom deutschen Luftverkehr 3V, Millionen Flug- Kilometer geleistet, 44 000 Passagiere und rns- gesamt 4300 Tonnen befördert worden. Gegenüber 1924 hat sich der Luftverkehr in Deutschland mindestens verdreifacht, währ«rd er in England und Frankreich zurückging. Der Waldoraud ntt der polnischen Grenze. Im Kreise Schwerin brennt, wie schon kurz gemeldet, seit Freitag vormittag längs der polnischen Grenze ein ungeheures Waldgebiet von etwa 4000 Morgen, das zum Bezirk der Oberförsterei Waihe gehört. Das Feuer ist über die polnische Grenze gekommen und breitet sich bei dem herrschenden starken Ostwind mit rasender Geschwindigkeit durch die weiten Kiefernwaldungen zwischen Waitze, Forsthaus Rote Heide, Kara, Kvanzin- bruch und Lubiath aus. Samstag mittag bestand für einzelne Gehöfte des Ortes Schneidemühl Brandgefahr. 100 Meter vor dem Forst- Haus Rote Heide gelang es herbeigeeilten Bewohnern, das Feuer im Süden zum Stehen zu bringen, während es im Borden auf die Dörfer Kara, Kranzinbruch und Lubiath weiterellte. Im letzten Augenblick gelang es, das Feuer vor Kaza dadurch zum Stehen zu bringen, daß man ein Gegenfeuer anlegte. Die Ortschaft Kranzinbruch und das Forsthaus Kran» zinbruch schweben noch in Gefahr. Den aus der ganzen Gegend herbeigeeilten Wehren dürste es jedoch gelingen, auch im Borden der Elemente Herrn zu werden. Soweit es sich übersetzen läßt, sind bis zur Stunde etwa 44)00 Morgen Wald, darunter mehrere große Einschläge mit aufgearbeiteten Hölzern abgebrannt. Der Schaden beträgt Millionen. Die Rettungsarbeit war äußerst schwierig, da keine Chaussee, nicht einmal eine bessere Lehm- straße durch die Wälder führt. Die wenige Kilometer östlich des Brandherdes gelegene Chaussee Driesen—Birnbaum gehört von Eulenburg ab zu Polen. Wie verlautet, soll das Feuer in den polnischen Wäldern in der Gegend der ehemals deutschen Försterei Schlangenlug dadurch entstanden sein, daß polnische Holz- schaler bei der Arbeit Zigaretten rauchten. Das Zeuer zog mit Windeseile über die Grenze. Auf polnischer Seite sind nur etwa 80 bis 100 Morgen verbrannt. Großer Waldbrand bei Stettin. In dem umfangreichen TrebbinerGuts- fvrst in der Bähe von Stetttn entstand ein Waldbrand, der, durch die große Hitze und Oft- wind begünstigt, eine riesige Ausdehnung erlangte. Dis gestern abend waren etwa 5000 Morgen Hochwald und Schonung vernichtet. Etwa 200 Personen waren bei den Löscharbeiten beschäftigt. Verschiedene Ortschaften waren durch das Feuer gefährdet, tonnten aber gehalten werden. Der hannöversche Moorbrand gelöscht. Hannover, 26. Juli. (WTB.) Die Gefahr einer weiteren Ausbreitung des Moor- und Heidebrandes bei Resse in Hannover ist beseitigt. Der heute früh einsetzende Regen hat schon viel von dem glimmenden Torf gelöscht. Das Feuer hat sich bis zuletzt in den Grenzen gehalten, die die Gräben ihm boten, wenn auch in der letzten Bacht die Lage noch äußerst gefährlich war. Der Schaden ist beträchtlich hoch. Einige tausend Morgen Moorland und Wald wie auch der gesamte Wild- bestand wurden vernichtet. Besonders hart wurde das Gebiet um den Abbenser Berg getroffen, wo über 120 Morgen 60 bis 70 Jahre alten Baumbestandes vollkommen niederbrannten. Die Brandstätte bietet einen trostlosen Anblick. Piraten auf der Donau. Eine Bande von 20 Piraten, die aus geflüchteten rumänischen Matrosen und bulgarischen Kommunisten besteht und unter der Führung eines ehemaligen rumänischen Offiziers steht, führt auf der Donau zwischen der rumänischen und bulgarischen Küste in der Bähe der Städte G a l a h und A u st s ch u e ck mit einem Motorboot Raubüberfälle auf Schiffe und Schleppdampfer aus. Die rumänischen und bulgarischen Behörden haben gemeinsam die Verfolgung der Piraten ausgenommen. Wettervoraussage. Heiter bis halb bedeckt, auffrischende westliche Winde, etwas wärmer, meist örtliche Niederschläge. Das Tief liegt fast unverändert über England. Auf dem Kontinent ist der Druck wieder angestiegen und zeigt zur Zeit durchweg steigende Tendenz. Dadurch hat sich die Gefahr des Tiefdruckeinbruches und damit die Regenneigung etwas verringert, ohne aber I völlig beseitigt zu sein. Aus Stadt und Land. Gießen, den 27. Juli 1925. y ** Zum Prozeß gegen den Mörder S t e u l. Wie uns von unterrichteter Seite mit* geteilt wird, ist der Zutritt zu der morgigen! Verhandlung des Gießener Schwurgerichts gegen den Mörder Adolf Steul von Dellershäm I nur den Personen gestattet, die im Besitze einer Eintrittskarte sind. Als Zugang ist die Tür an der Südseite des Landgerichtsgebäudes freigegeben, alle übrigen Zugänge, auch der vom! Amtsgericht her, sind gesperrt. ** Eine gemein same Sitzung sämtlicher Kreisturnfe st- Ausschüsse findet am Mittwochabend auf der „Liebigshöhe" statt. Man beachte die heutige Anzeige. ** Persvnalie. Ernannt wurde der Justizwachtmeister bei dem Amtsgericht Gießen Georg Karl Haupt zum Justizwachtmeister bei dem Landgericht Gießen. f. Protest Versammlung der G a st - Wirte. Der Verein der Gastwirte von Gießen! und Umgegend hatte am Donnerstagabend in Öen Saalbau Sauer zu einer Versammlung einge- laden, die sich gegen die geplante Einfügung des Gemeindebestimmungsrechts in den Gesetzentwurf zur Regelung der Schanllonzefsions- frage wendete. Außer den (Siuberufem nahmen der Vrauereiverband Oberhessen, der^Verein Öen Spiritusinteressenten, der Verein reisender Kaufleute, der Verband deutscher Porzellangeschäfte, sowie die Organisationen der Hotel- und Resrau- rationsangeftellten an den Verhandlungen teil. Auch die Handelskammer war vertreten. Bach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden des Gastwirtevereins, Caffechausbesitztzc I. K 0 r- n er, referierte Gastwirt Sauer uoer die geplante Einfügung des GemeindebesttinmungsrechtS in den Gesetzentwurf zur Regelung der Schank» lonzesfionsfrage. Er führte ungefähr folgende- aus: Wie bereits bekannt, ist im Haushaltungsausschuß des Reichstags bei der Beratung des Etats des Ministeriums des Innern durch einen geschickten Schachzug der Abstinenzbewegung ein Antrag angenommen worden, der die Einfügung des Gemeindebesttrnmungsrechts in Öen Gesetzentwurf über die SchanKonzessionsfvage fordert. Wird dieser Antrag im Plenum angenommen, dann besteht kaum noch eine Möglichkeit, zu verhindern, daß das Gemeindebestimmungsrecht in Öen neuen Gesetzentwurf eingearbeitet wird. Mit! der Einführung des GemeindebesttmmungsrechtS in Deutschland ist die grundsätzliche Anerkenntnis der absttnenzlerischen Forderungen verbunden. Ist das Prinzip erst einmal durch Regierung und Reichstag anerkannt, dann wird es der Abstinenzbewegung leicht sein, Schritt für Schritt weiter Boden zu gewinnen, um schließlich früher oder später zu dem ersehnten Ziel der Trockenlegung Deutschlands zu fonunen. Bur wenn eS gelingt, alle Kräfte der am Gärungsgewerbe Interessierten mobil zu machen, besteht Aussicht« diese in unser Wirtschaftsleben schwer einschneidenden Bestimmungen zu verhindern. In der anschließenden regen Aussprache wurde allseitig Verwahrung dagegen eingelegt, daß ein verhältnismäßig kleiner Teil der Bevölkerung fortwährend versuche, die große Masse des Volkes in bezug auf den Genuß von allohvlischen Ge- fränfen zu bevormunden. Wer mit Maß unZ) Ziel derartige Getränke zu sich nehmen wolle, dürfe nicht durch gesetzliche Maßnahmen daran gehindert Werdern Allgemein war rtran der Auffassung, daß nur durch scharfen Protest aller Beteiligten (auch der Konsumenten) die Durchführung der geplanten Maßnahmen verhütet werden könnte. Auch der Vertreter der Handelskammer stellte geeignete Schritte an maßgebender Stelle in Aussicht. Zum Schlüsse wurde folgender Protest, der den hessischen und den anderen Abgeordneten übermittelt werden soll, beschlossen: „Wie wir erfahren, soll über das Gemeindebestimmungsrecht im Reichstag erneut abgestimmt werden. Die heute im Saalbau Sauer versammelten Unterzeichneten bitten dringend, im Interesse der Erhaltung der unmittelbar und mittelbar beteiligten Gewerbezweige, ferner im Interesse des WirtschaftsfriÄ)ens und der Wirtschaftseinheit zwischen Bord und Süd das Gemeindebestimmungsrecht unter allen Umständen abzulehnen, um so mehr, als der Alkoholmiß- brauch durch den neuen Strafgesetzentwurf hinreichend unterdrückt wird." ** Auftrieb auf dem heutigen Frankfurt er Schlachtviehmarkt: 470 Ochsen, 52 Dullen, 841 Färsen und Kühe, 387 Kälber, 135 Schafe, 3035 Schweine. Vornotizen. — Lageskalender für Montag. Achtspielhaus, Bahnhofstraße: „So spielt das Leben". — Astoria-Lichtspiele: „Eine unheim- liche Bacht". Landkreis Gießen. Qn. Großen-Duseck, 26. Juli. Bei dem heute in Mainzlar veranstalteten Schüler- Wetturnen des Lahn-Dünsberg- Gaues des Südwestdeutschen Turnerbundes errang die Riege des Turnvereins „Gut Heil" hier den Wanderpreis unter acht Mitbewerbern mit 92 Vs Sek. Beim Einzelwettturnen holte die unter dem zweiten Turnwart W. Hahn gut geschulte Riege noch eine stattliche Zahl beachtenswerter Preise. * Hungen, 26. Juli. Gestern nachmittag ereignete sich bei den letzten Häusern unserer Stadt an der Langsdorfer Straße ein A u t o - Unfall, der leicht schwere Folgen hätte haben können. Ein von einer Dienstreise in mäßiger Geschwindigkeit zurückkehrendes, mit zwei Personen besetztes Auto begegnete gegenüber der Holzschneiderei von Müller dem Fuhrwerk des I Karl Zimmer, das von dessen Sohn gelenkt I wurde. Obwohl die Straße sehr breit hier ist, I wich der Fuhrmann nicht aus, so daß 1 das Auto genötigt war, über die Randsteine I des Kleinpflasters hinauszufahren. Bei dem nassen I Wetter und dem aufgeweichten Boden des neben I der Straße hergehenden Reitpfades kam das I Auto ins Schleudern, und bei dem miß- I lungenen Versuche, es wieder über die Randsteine auf die Straße zu bringen, stürzte es die Böschung hinab. Die Insassen famen mit dem Schrecken davon, der Kraftwagen wurde nicht allzu schwer beschädigt. Kennzeichnend für den rücksichtslosen Fuhrmann ist es, daß er, ohne bei dem Unfall, den er verschuldete, zu helfen, weiterführ und den von seiner Gemütsttefe zeugenden Ausdruck tat: „Wenn doch alle so verrecken täten, wie die öa unten!“ Es erscheint höchste Zeit, daß bald die Einrichtung eines Polizeiautos getroffen wird, um rücksichts- 1 lose Fahrer auf der Landstraße fest-ustellen, die * au» S!%3? es 0 W' Hemarb ***** * Scho*! Ob WS 'S»* SV ä ßcknntms fr G- SÄ' ganze «reis M 'Krofdvr getmeiftcret nermeisterel M des W' sand, hatte Ich ' derbesehunk zu befassen. Aa Die ÖPS s°ü-Ue Top Don schönem nachmittag auf de dem Trieb das d turnen (Reich: anftaltuna mar,, dem in Den nö ftaftfinbenben 3 Noch am Samsfa flaut regnete, fta guten unb grofoü reichlich tief, unb a ate ein kurzes 0ea neigt, eher mit eit fingen zu rechnen, golt ein Einsehen 1 dem man sehr jufi Kurz nach 2 U Turnerjugen Topp und der s nerschast, iie i waldsgarten aus i: Zuschauermenge fit /labt, Marktplatz, ( -v-'gstraße, Kaisern! mittlerweile schon e iunben, die im Lau hebüch anwuchs. M Sormieru den und Mädchen M der Marschm Dorschende der Q ^ting, die jung spräche begrüi unb dem hinwei der Austakt sei z W.des littelrK Men in ei: ,unkrem deutsche liger Sieger, di, deutsche Bolk hat Wn einmal eine Men ihm Mann e5,üus der 2», um mit ihr - Pfegen. (ft N". seine (j allen, bi™M 7 »mH m Ueutc ’ür gut3 n tt0[ fach 2 ?°',5tuVun$0rpei den heutig eu?r U"eremiit4üm ‘,r Semei®1«1 b° Ä L " unter k Nfüfr Ur »0 I rifeäl».; bet m HL '"Saits Ä ’»tt ?Äihu O: t. ' ^ fifie *Wnt *v *ös DLtz -^rlannnluna i L'rK - Äfr LÄsK S**6 rtfe*» iri ff ^khunrt. J Beratung 6r« » 3imetn durch em?R ^fhnenMemg fjn !MecA Einfügung * -" Öen St Mwnsfmge fordert Jnenum angeronnnen. eDMlrit, ju tS WUmrmgjttty xn ingeaMti ftitb. M mdrbeKuMingkchtr ölähliche Qlnertcimtnu ^ngen verbunden. H durch Regierung und wird es der Absti. Schritt für Schritt um schlichlich früh« en Ziel der Trocken, nnnen. Hur wenn es am Gärungsgewerbe chen, besteht Äusstcht, .eben fchwer einfchnei- verhindern. In ö« Sprache mrde all. .en eingelegt, dah ein Teil der Äevvllerung grvhe Masse des Volkes von alkoholischen De- Der mit Mab und Ziel । nehmen wolle, dürfe i&na&men baraii ge- war Man der 'M- cha'chen 'Hrvt^t aller stumentrnl die Durch« .stnahmen verhütet wer- Zertreier der Handels- ichritte an mabgebender Schluffe wurde folgen- hessischen und den an« mittest werden soll, be- rcn, soll über das ®c« n Reichstag erneut ab- ite im Saalbau Sauer ten bitten dringend, im der unmittelbar und «bezweige, ferner im nedens und der Dw- rd und Süd daS Ge- niet allen Umständen als der AlKholmd- Sttasgeseymtmrs hm« af dem heutigen achlviehmarkt. 4 Färsen und Kühe. *' 5 Schweine. «tizett. ... für Montag, t '.ö° W® “ S<: .®to *”■ Gictzen. -LA »ch-» urnvereln -ei- Lurnvarl --- er Preise. Mittag uli. ^8ern unserer letzten 2utv> fer SUa^ M haben DieM^ Mi begegn^ Uhrwerk d» Iller de« Th« gelebt von de^A hier rahe K «a». f» S M niä)^ Aandstemc ® ii» tim* , unö^ bic Rand- r"?9ie ^^ 5* ■a£,;J^raft^£nb für W.frf Aennzel^.st (j, ’^^ öa AÄu-S wie ö*.e kic EnE^j, daß ^xh, uw Ä die nicht nur den Verkehr stören, sondern auch da« Leben ihrer Mitmenschen gefährden. Das sind aber nicht nur Autofahrer, das sind no-ch viel mehr Fuhrwerke. die weder einem Radfahrer noch einem Auto glauben austvelchrn zu müssen. Kreis Friedberg. 3 Bieder-Florstadt, 25. 3uli. Die Aidda. die bisher den ganzen Sommer über einen sehr niedrigen Wasserstand halte, ist infolge der letzttägiaen Regengüsse wieder st a r k im Steigen begriffen. Für den Unterlauf kann ein weiteres Anwachsen gefährlich werden, da die Nidda dort nicht reguliert ist. und die vielen Windungen das Wasser viel langsamer weiter- lassen. als e« ankommt. Der untere Seil der hiesigen Gemarkung würde damit der Gefahr einer UeberschwenTmung ausgesetzt. Kreis Schotten. Schotten, 25. 3uli. Unser« landwirtschaftliche Schule ist. an der Zahl ihrer Schüler gemessen, die I ( e i n ft c allerSchu- len dieser Art in Helfen. Frn letzten Wmtev baltc he nur eine Klaffe nut heben Schulern. Ob die schlechte Ernte des vorigen wahres dre dmherigen Berkehrsverhältmsse des Vogelsberg^ >m Winter oder mangelndes Interesse überhaupt ben Schulbesuch so slnrk beeinflußten, ift schwer ju sagen jedenfalls wäre der Wegfall der Schule infolge schlechten Schulbesuchs ein ungeheurer Schaden für die landwirtschaftliche Bevölkerung unseres Gebirgsbezirls, da insbeson- beoe das hiehge Landwirtschaftsamt in ben letzten 3ahren überaus anregend und befruchtend auf den Anbau unserer Kulturpflanzen in dem gebirgigen Teil unseres Bezirk- erngewirkt hat. Man hofft, dah diese ErkenntmS den landwirtschafttreibenden Teil unserer Bevölkerung veranlassen wird, rhre Fachschule stärker mit Schülern zu beschicken, bannt die drohende Auslösung der Schule unterbleiben wird. — Die durch einen (chweinehändler eingeschleppte Maul- und Klauenseuche ist wieder erloschen und der ganze Kreis von der Seuche frei. Kreis Wetzlar. geltenden Recht werden bekanntlich die Land- ürgermeister nicht gewählt, sondern von dem Oberpräsidenten auf Vorschlag des KreiSaus- schuffeS nach Anhörung der Bürgermeistereiversammlungen kommissarisch oder auf 12 Kahre ernannt. Wenn nun auch die Bürgermeisterei- versammlungen kein Wahlrecht besitzen, fo haben sie doch einen erheblichen Einfluß bei der Besetzung der Bürgermeifterstellen insofern, als bis zur Einführung der neuen Gemeindeordnung die Ernennung des Bürgermeisters auf 12 3ahre nur dann möglich ist, wenn sich die Bürgermeisterei- verfammiung mit "3 Mehrheit zugunsten des von dem Oberpväsidenten in Aussicht genommenen Kandidaten erklärt hat. Gestern hatte sich nun die Bürgermeistereiversammlung von Ay- bach mit der Frage zu beschäftigen, ob man bet Ernennung des Bürgermeisters a. D. unb Bureau- direklors Brock meier aus Reuwied die Zustimmung erteilen wolle. Herr Brvckmeier ist seit ca. 3 Monaten mit der Verwaltung bet hiesigen Bürgermeisterei betraut. Man erkannte in der Sitzung allgemein seine Tätigkeit an. Bei der Abstimmung ergaben sich 14 Stimmen für und 7 gegen ihn, so dah die erforderliche 2z -Mehrheit erreicht wurde. Gegen Herrn Brockmeier stimmte die gesamte Linke Es wurde aber durch ihre Sprecher betont, dah sie nichts gegen die Person unb Geschäftsführung von Herrn Brockmeier einzuwenben habe, sondern dah sie lediglich deshalb gegen ihn stimmen mühte, weil der Oberpräsident bie beantragte Aus- schreibung der Dürgermeisterstelle a b gelehnt habe, unb ihrem früheren Beschlüsse, wonach die beiden Bürgermeistereien Ahbach unb Launsbach gemeinsam tagen wollen, nicht entsprochen worden sei. Heffcn-Naffau. ' Marburg, 25. 3ult Um die Aeubau- tätigfeit anzuregen, werben nach einer Bekanntmachung beS Magistrats die st ä b t i - schen Zuschläge zur Grunbvermö- genssteuer für Reubauten, welche im Fahre 1925 begonnen werben, auf brei 3 ahre ganz unb auf weitere brei 3ahre zur Hä lf te erlassen. Für bie im Fahre 1924 begonnenen, aber erst in diesem Fahre fertiggestellten Reubauten wirb für die Rechnungsjahre 1925, 1926 unb 1927 bie Hälfte der städtischen Zuschläge jur Grunbvermögenssteuer erlassen. Diese Vergünstigungen werben nur gewährt, wenn bas Grundstück in der Zeit, für welche bie Steuervergünstigung gewährt wirb, im Eigentum des Bauherrn ober seiner Familienangehörigen verbleibt. ' Kr 0 fd 0 rf, 24. Fuli. Die gestrige B u r - flcrmciftcrciDerfammlung der 2ür - flcrmciftcrci Ahbach, die unter bem Dor- htzc des Beigeorbneten Leib in Krofborf statt- sand, hatte sich mit ber enb gültigen Wie- Lerbesetzung ber Bürgermeister st eile zu besassen. Rach bem in ber Rheinvrovmz Iugendturnen in Gietzen. Die Reichsjugendweltkämpfe. — Der Auftakt zum 32. Mittelrhein. Kreisturnfest. ein konnte. Don schönem Wetter begünstigt, sand gestern nachmittag auf dem neuen städtischen Turnplatz auf dem Trieb das diesjährige Gießener Jugendturnen (Reichsjugendwettkämpfe) statt. Die Veranstaltung war zugleich ein erfreulicher Auftakt zu dem in den nächsten Tagen in unseren Mauern stattfindenden 32. Mittelrheinischen Kreisturnfest. Hoch am Samstag, als es fast den ganzen Tag über fiark regnete, standen die Hoffnungen auf einen guten und großzügigen Verlauf der Veranstaltung reichlich tief, und auch am gestrigen Sonntagmittag, als ein kurzes Gewitter uns berührte, war man geneigt, eher mit einem Fiasko als mit einem Gelingen zu rechnen. Aber chließlich hatte der Wettergott ein Einsehen und be chcrte uns ein Wetter, mit bem man sehr zufrieden ein konnte. Kurz nach 2 Uhr setz e sich der Festzug d e r Turnerjugend unter Vorantritt der Kapelle Topp und der Fahnen der Gießener Turne r f ch a s t, die die Veranstalterin war, vom Os- umldsgarten aus in Bewegung und ging, von der Zuschauermenge freundlich begrüßt, durch die Neustadt, Marktplatz, Schulstraße, Neuen Baue, Lud- wigstraße, Kaiserallee zum Trieb. Dort hatte sich mittlerweile schon eine große Menschenmenge eingefunden, die im Lause des Nachmittags noch sehr erheblich anwuchs. Nach Formierung der beiden Gruppen (Knaben unb Mädchen) rückten diese unter den Klängen der Marschmusik vor das Festpodium, wo der Vorsitzende der Gießener Turnerschaft, Lehrer Gg. Kling, die junge Schar mit einer trefflichen A n • 1prache begrüßte. Nach dem Willkommengruß unb dem Hinweis darauf, daß diese Veranstaltung ler Auftakt sei zu dem großen turnerischen Ereignis des Mittelrheinkreises der D. T., sagte er u. a.: . Wir leben in einer ernsten Zeit. Schwer lastet auf unserem deutschen Volkstum der Druck übermächtiger Sieger, die es zu vernichten drohen. Das deutsche Volk hat aber vor mehr als hundert Jahren schon einmal eine solche Zeit durchgemacht. Da erstanden ihm Männer, deren Streben darauf gerichtet war, cs aus der Knechtschaft und dem Elend zum Licht und zur Freiheit emporzusühren. Unter diesen ragt ein Mann hervor, Friedrich Ludwig Jahn, Lehrer an einer Berliner Erziehungsan. ftalt Er hatte erkannt, daß vor allem die Jugend körperlich ertüchtigt werden müfle. So zog er im Hrühling 1810 mit der Jugend hinaus m Wald und Flur, um mit ihr zu spielen und turnerische Uebun- gen zu pflegen. Er versäumte aber auch keine Gelegenheit, seine Schüler von den Großtaten der Väter zu erzählen und die Vaterlandsliebe in den jungen Herzen wachzurufen. Wie damals, fo auch heute wieder ruht auf ber deutschen Jugend die Zu- hmft unseres Vaterlandes, mit berechtigtem Stolze schauen wir auf euch. Dank und Anerkennung euch ollen, die ihr heute eure Kraft im friedlichen Wettkampfe messen wollt. Haltet fest an dem, was ihr für gut unb richtig erkannt pflegt das Turnen und ftärft euren Körper, haltet aber auch fest an eurem Volkstum unb euerem Vaterlands. Laßt uns darum ben heutigen Wettkampf beginnen, indem wir ein Treugclöbnis zum Vaterlande ablegen und rufen: Unserem lieben deutschen Daterlande ein dreifaches , Gut Heil!" Begeistert stimmten die junge Schar und die große Zuschauermenge in den Ruf ein, dem sich der gemeinsame Gesang der ersten Strophe des Deutschlandliedes anschloß. Runmehr begannen die turnerischen Darbietungen unter ber Leitung ber Oberturnwarte K. Erb unb R. Paul. Als Einleitung zeigten die Knaben unb bie Mäbchen je für srch Mafsensreiübungen nach Musik, bie bei den Zuschauern lebhaften Beifall fanben. Daran schlossen sich bie Einzel-Wettkämpfe ber verschiedensten Art an, bei benen man sehr viele ausgezeichnete Leistungen sehen tonnte. Aus bem »orberen Teile des Trieb konzertierte währenbbem die Kapelle Topp, deren Darbietungen gieich- 'alls viel interessierte Zuhörer sanben. Adenbs gegen 1/58 iHjr sand auf bem Turnplatz bie Siegerverkünbrgung statt, anschließend erfolgte der gemeinsame Rückmarsch unter Dorantritt bet Musrk zur Stabt. Die Siegerliste. Knabe». Altersklasse L Sechskampf. 1. Preis Emil Arnold 11 Punkte, 2. Otto Leinweber 108 P., O. Lindenstruth 105 P., 4. H. Müller 104 P., 5. E. Ploch 103 P., D. Bier und Werner Lotz 102 P., 7. F. Spuck und F. Thiel 100 P., 8. F. Arnold 99 P., 9. F. Hübner 98 P., Ludw. Ranft, Wilh. Ran, Hch. Schmieder und Hch. Seipp 97 P., 11. Erich Krämer 96 P., 12. Hans Heller, Hch. Roth- ärmel, Karl Sauer, Ernst Stenzel und Ferd. Stremmel 95 P., 13. Wilh. Reeh, Hans Schütz, Rich. Sänzer und Karl Schäfer 92 P., 14. O. Rappold, Otto Rühl und Erich Volk 91 P., 15. Otto Günther, Karl Schwinn und Adolf Weihrauch 90 P., 16 Pr. Otto Kern 89 P., 17. Pr. Friedr. Schütz 88 P., 18. Hch. Schäfer 86 P., 19. Ludw. Vogt 85 P., 20. Erich Klotz 84 P., 21. Walter Holziael und Emil Mörlcr 83 P., G. Schwan 82 P., Herrn. Groh, Ludw. Ham und Helmuth Schäfer 81 P., 24. Karl Ott 80 P., Rich. Ritz 79 P., 26. Walter Kröm- melbein und Emil Ziegler 78 P., 27. Fritz Werner und Hch. Wagenbach 77 P., 28. Hans Bürck, Georg Herbert und Ludw. Lotz 75 P., 29. Kurt Becker, Heinz Jmmel, Wilh. Kern, Hans Vogt und Ernst Weeg 74 P., 30. Max Hardt und Hans Rübsamen 72 P., 31. Frz. Peters, Willi Schmidt 71 P., 32. Willi Ellermeier, Franz Krämer, Hans Dechert, Ernst Pfeffer, Ludw. Schneider und Ludw. Detter 70 P. Altersklasse 11. Jleunfampf. 1. Preis Werner Nohl 172 Punkte, 2. Wilhelm Schneider, Kurt Katz 166 P., 3. Karl Marx 158 P., 4. Kurt Kohlhast 157 P., 5. Willi Schwan 155 Punkte, 6. Werner Kraust 154 Punkte, 7. Lorenz Schlamp, Karl Trechsler 151 P., 8. Karl Kling 149 P., 9. Kurt Horeyfeck 147 P., 10. Heinr. Mosbach und W. Glitsch 141 P., 11. K. Schick 140 P., K. Kähne 139 P., 13. L. Faber 137 P., F. Bock- stahler, F. Müller 134 P., 15. Wilh. Wagner, Erich Seyb 132 P., 16. W. Schmidt 128 P., 17. Karl Fay 126 P., 18. Walter Weiß 121 P., 19. Heinz Kraushaar 120 P. Altersklasse UI. 1. Preis Hans Dietrich 159 Punkte, 2. Willy Strauch, Fritz Morneweg, Willy Goubeaud 153 P., 3. Rudolf Spuck 143 P., 4. Otto Zöller 137 P., 5. Rolf Erich Rittershaustn 133 P., 6. Heinrich Geißler 131 P., 7. Rudolf Buß 130 P., 8. Otto Gerhard 124 P., 9. Heinz Meyer 121 P., 10. Karl Fißler 120 P. Mädchen. Altersklasse I. 1. Preis Erna Althaus 100 P., 2. Else Bickelhaupt 99 P., 3. Martha Seisarth und Anna Schnied 96 P., 4. Otti Volke und Elis. Trechsler 95 P., 5. Mathilde Koch 94 P., 6. Erika Bock, Riis. Leuning und Anna Pfund 93 P., 7. Erna Loh 89 P., 8. Anni Simon unb Anni Schwengter 88 P., 9. Anni Marx Luise Müller und Marie Philipp 87 P., 10. Gretel Blumschein, Hanni Euler, Else Hamel, Lieselotte Noll, Ruth-Esther Schott, Hercha Spatz und Liefet Weigel 86 P., 11. Meta Amend, Martha Becker und Maria Leidner 85 P., 12. Ottilie Ernst, Marie Knapp, Therese Korndörfer und Elisabeth Müller 84 P., 13. Klara Kuhl, Gerda Schmittgall und Marie Weiß, 83 P., 14. Erna Stamm, Gerttud Dippel, Erna Konrad, Hanni Marquardt und Gretel Otto 82 P., 15. Elli Weiß 81 P., 16, Käthe Bötz, Hanni Hartman. Hilde Hexamet, Paula Neuser, Lilli Pietz, Paul. Richtberg, Gertrud Schmidt und Agnes Weberpatz 80 P., 17. Anneliese Heß 79 P., 18. Gretel Euler, Else Gerhard, Anna Möbus, Ma- riechen Sttoh, Agnes Schneider und Emmy Wied- meyer 78 P., 19. Wilhelmine Andrea, Franzsika Hammel, Emmy Philipp, Anna Mattem, Auguste Niklaus, Elisabeth Schick und Ria Vogt 77 P., 20. Erna Meß und Luzie Scheel 76 P., 21. Hedwig Hobzigel, Matg. Höset, Ruth Lotz, Gretel Meuser, Käthe Runkel, Berta Schmidt, Gretel Sterk, Mara. Wicth und Marg. Zeiß 75 P. 22. Marlen Kaufmann, Mariechen Kaiser, Frieda Krüger und Luise Dchus 74 P., 23. Elisabeth Rockel und Marie Wiener 73 P.. 24. Martha Kray, Gretel Muller, Marie Repp und Else Schüßlcr 72 P., 25. Elinede Fischer, Anneliese Giffel, Liest! Hofmann, Elisabeth Honig, Else Lotz. Anna Ruckelhaus und Hnldegard Schmalz 71 P., 26. Johanna Castein, Elisabeth Sieck, Gretel Schwarz und Lina Wagner 70 P., 27. Anni Laucht, Gretel Lisch, Ernestine Hinterlang und Berta Reuter 69 P., 28. Margrit Dumke und und Ellen Wegett 68 P., 29. Elsbeth Ehrhardt, Marg. Mattern, Marie Reh, Erna eommer und Antonie Schürmeyer 67 P., 30. Toni Eller, Käthe Fuchs, Emmy Langsdorf und Anni Leutheuser 66 P., 31. Len> Appel, Minna Kümmel und Lucia Zerbe' 65 P.. 32. Ottilie Dinkel und Elis. Hickel 64 P., 33. Marie Hamel, Helene Maus, Ottilie Menges und Carla Müller 63 P., 34. Lotte Kopp, Frieda Münch, Emma Roth. Erna Ruckstuhl und Elsa Weisbeck 62 P., 35. Irene Löhr, Elisabeth Müller und Martha Repp 60 P. Altersklasse II. 1 Preis Charlotte Amend 136 P., 2. Else Klein- rath 133 P., 3. Elisabeth Blum, Gertrude Ziegler 126 P., 4. Marie Krelschmar 121 P., 5. Chrisse Castein, Emmy Heß 118 P., 6. Helene Gräser, Han- nel" Weg 117 P., 7. Mathilde Hamel, Emmy Mun- nich, Erika Herzog 116 P., 8. Elisabeth Bingener 115 P_, 9. Eleonore Krüger 114 P., 10. Gretel Lang, Lotte Mohr 113 P., 11. Marwil Peters 111 P., 12. Käthe Wagner, Erika Guth 109 P., 13. Johanna Stichler 108 P„ 14. Carola Henn, G.e- sclotte Unverzagt 107 P., 15. Emmy Leunmg 105P., 16. Elisabech Euler 103 P., 17. Elly Zipp. Lina Lang 102 P., 18. Louise Becker, Emilie Rumps 101 P., 19. Martha Neuling 98 P., 20. Louise Gau- tcrin 93 P., 21. Paula Bürck 91 P. Wirtschaft. • Reue Detriebseinstellungen im Fnbustriegebi et. Die Verwaltungen ber Zechen „Glückaufsegen" in Hacheney unb »Kaiser Friebrich" in Barop, beibc im Besitz ber Luxemburg, haben bei ber Regierung in Arnsberg den Antrag gcsteNt. zum 1. September b. F. ben Betrieb einstellen zu dürfen. Ferner soll genant sein, in ber Zeche „Wiendahlsbairk" vom l.Sep- tember bie Wassererhaltung einzustellen. * Verkaufsangebot des StinneS- kvnzerns an den Bremischen Staat. Wie der DHD. erfährt, hat der Stinneskonzern die am neuen Hafen in Bremerhaven gelegene frühere Brikettfabrik Hansa, welche der Mldgarb gehört, dem bremischen Staat zum Kauf angeboten. Das ausgedehnte Werk liegt bereits feit Fahren still. - Westerwalder ErzverWertungs- A-G. in Braunfels. Die Gesellschaft, bei ber bie Chemischen Werke Kurtius in Drnsburg maßgebenden Einfluß besitzen, beschloß, infolge der äußerst ungünstigen Wirtschaftlage in Liquidation zu treten. Berliner Produktenbörse. Berlin, 25. Juli. Der Probuktenmarkt war weiter fest. Bei kleinen Umsätzen blieb ber Markt jeboch ruhig. Es notierten pro Tonne: Weizen (märk.) 245 bis 250, Weizen (Juli) 269 bis 266,50, Weizen (September) 253 bis 252, Weizen Oktober (254,50 bis 254, Roggen (märk.) 197 bis 202, Roggen (Juli) 212, Roggen (September 206 bis 207, Roggen (Oktober) 211 bi« 209,75, Wintergerste 187 bis 195, Futtergerste 198 bis 212, Hafer (Juli) 192. Hafer (September) 193, Mais (La Plata, loko Berlin) 211 bis 216, Raps 345 bis 350; pro Doppelzentner: Weizenmehl 33 bis 35,50, Roggenmehl 27,50 bis 29,50, Weizenkleie 13,50, Roggenkleie 13,60 bis 13,70, Biktoriaerbsen 28 bis 33, Heine Erbsen 25 bis 26,50, Peluschken 23 bis 26,50, Ackerbohnen 24 bis 26, Wicken 26 bis 28, Lupinen (blau) 12 bis 13 80, Lupinen (gelb) 15 bis 16,50, Rapskuchen 16,70 bis 16,90. Leinkuchen 23 bis 23,20, Trocken- schnitzel 11,80 bis 12, Torfmelasse 9,75, Kartoffel- flocken 26 bis 26,10, Zucker 21,50 bis 22. Vücherlisch. — Das Steuerüberleitungsgesetz vom 29. Mai 1 925, herausgegeven von Dr. Adolf Hollaender, Rechtsanwalt. Berlin, mit ausführlicher Einleitung, den einschlägigen Ergänzungsvorschriften, den Durchführungsbestimmungen mit Anmerkungen, mit Erläuterungen und sorgfältig bearbeitetem Sachregister, Preis 1,80 Mk., Verlag F. Bensheimer, Mannheim. — Das „Eteuerüberleitungsgeseh" behandelt die Lieberleitung in die regelmäßige Veranlagung nach dem künftigen Einkommensteuer- u. Körper- schaftssteuergeseh, die Ablösung der Einkommen- unb Körperschaftssteuer für 1924, die Vorauszahlungen und den Steuerabzug vom 1. Ouni 1925 ab. Fn der vorliegenden Ausgabe ist das Gesetz durch eine ausführliche Einteilung und durch Anmerkungen zu den einzelnen Paragraphen erläutert. Der Band eignet sich besonders zum praktischen Gebrauch für jeden Kaufmann und Industriellen, für Lohn- und Gehaltsbezieher, für jeden freien Arbeiter und Kapitalrentner, für die das sofort, teilweise sogar mit Rück- Wirkung, in Kraft getretene Gesetz von einschneidender Bedeutung ift. 389 — Der neue Lohnabzug 1925 mit Lohnabzug-Tabellen. Für die Praxis erläutert von Ministerialrat Dr. Pissel und Rechtsanwalt Dr. Koppe. Berlin. Hauptschriftleiter der Deutschen Steuer-Zeitung". Fndustrieverlag Spaeth & Linde, Berlin W 10, Wien I. Der Lohnabzug ist vom 1. 3uni 1925 ab vollständig neu gestaltet, insbesondere treten eine ganz neue Berechnung des steuerfreien Lohnbetrages (Existenzminimum) und ein Ausbau der Abzüge für Familienangehörige (Kinderprivileg) ein, die für die Lohnbureaus völlig neue Berechnungen notwendig machen. Die vorliegende Darstellung enthält die gesamte Materie in der zur Zeit geltenden Fassung. Rechtsprechung und Erlaß- Praxis sind bis auf die jüngste Zeit berücksichtigt. 388 — Die Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung und Fugendpflege in Hessen gibt eine Flugschrift zur Fahrtausendfeier der Rheinlande heraus, die il a. folgende Aufsätze enthält: Studienrat Dr. König-Gießen über .Rhein. Reich und Volk^ Frau Dr. Kempf- Frankfurt a. M. über .Rhein und Reich in der Gegenwart, mit besonderer Berücksichtigung der Aufgaben der Frauen". — Die neueste Rümmer der »Illustrierten Zeitung" «Verlag F. 3. Weber Leipzig), die der Reise und Dem Verkehr gewidmet ist. wird i>on Der Leserwelt freudig begrüßt werden, doppelt sreudig in der jetzt allgemein herrschenden Ferienstimmung. Dr Paul Fechter erzählt in seinem Aussatz Vom Wandern zum Reisen" von der gcschchrlichen Entwicklung des ReisenS. Die heutige Zeit mit all ihren modernen Derlehrseinrichtungen und lechnischen Wundern spricht zu uns in dem Arlttel .Die Derttsche Verkehres-Ausstellung in München" von Ewald Beckmann, den eine Anzahl Photographien und Zeichnungen beleben Der Beitrag .Die Reise um die Erde beute und morgen" zeigt nicht nur die modernen Verkehrsmittel unb ihre rasende Geschwindigkeit, sondern entrollt auch ein interessantes Zukunftsbild. Fn dem folgenden treten und die verschiedensten Reiseziele entgegen: Das Seebad, die Alpenwelt. Eine Bildcrtasel führt uns reizvolle Landschaften ..unseres schönen Vaterlandes" vor Augen. Auch das Modetableau steht im Zeichen her Reisezeit. — Heft 29 der .Lustigen Blätter" bringt Bilder von Zille und Siininel: .Ländlicher Ausflug" und .Bei 35 Grad". Rett ist auch das Bild von £ riirr: .Volkerbundarche" (mit dem politischen .Zoo" an Bord). Unterschrift: »Michel komm, uns fehlt noch der Esel!" — Das bcutfdjc Reichsheer. Oraanisa- tion und Laufbahnen nebst Anlagen, von Haupt- mann Ludwig von der Leyen. Verlag von Zuck- chwerdt L- Co., Berlin-Steglitz, Schloßstraße 41. Preis 1,50 Mk. — Mancher Vater, der seinen Sohn gern Soldat werden lassen möchte, mancher junge Mann, der Lust dazu hat, im Heere cinzu- trcten, hat sich schon überlegt, wo er wohl Auskunft über manche Fragen bekommen kann, die er vor solchem entscheidenden Schritt beantwortet haben möchte. Einen Wegweiser für solche gibt das vorliegende Buch. 383 — Taufend Fahre rheinische Dichtung. Eingeleitet und herausgegeben vmr Richard Wenz. Köln. Erschienen in M a x K 0 ch- 2 er lag, Leipzig. — Dieses Buch ist der erste Versuch, die großrheinische Dichtung sowohl betrachtend als auch auslesend zusammenzufassen. 365 — Zum Jubiläum einer der denkwürdigster^ alpinen Erstbesteigungen, nämlich derjenigen deS Matterhorns durch Edward Whympor am 14. Juli 1865, gibt der .,A lp e n f r e u n d" (München. Amalicmstraße 9) sein 1. Fulihest als eine verstärkte Sondernummer heraus, die eine ganze Anzahl wichtiger Dokumente zum erstenmal in deutscher Sprache publiziert. — Das S t e u er ü be r l e i t u n g s g e s e tz vom 29. Mai 1925. Für die Praxis erläutert von Ministerialrat Dr Pissel, Berlin und Rechtsanwalt Dr. Koppe. Berlin. Fndustrieverlag Spaeth 8- Linde. Berlin W 10. — Der vorliegende Handkommentar ist ganz auf die Bedürfnisse der Praxis zugeschnitten. Er enthält neben einer anschaulichen Einführung die gesamte Gesehesmaterie in erläuterter Form nebst den vollständigen Durchsührungsbesttmmungen. Der Kommentar wird für die Beachtung der bevorstehenden Fristen. Termine und Rechtsbehelfe dem Steuerpslichttgen ausgezeichnete Dienste leisten. 387 — Johannes v. Guenther: ,War- tinian sucht dsn Teufel". Engelhoms Romanbibliothek. Ganzleinen 2,50 Rm. — Sngel- horns Romanbibliothek, die ihren Reuaufbau mit großer Energie fortseht, macht unS jetzt mit dem baltischen Dichter Johannes v. Guenther bekannt, den wir nach diesem Werk sicher zu den fesselndsten Erscheinungen unseres Schrifttums zählen dürfen. Erfüllt von Ehrfurcht vor dem Leben auch in seinen Wunderlichkeiten, seht sich hier ein Dichter, auf seine Weise fromm wie jeder Humorist, auseinander mit dem Sehnen der Zeit nach Religion. 408 - Für unsere Kinder, ein nützliches Bilderbuch. Vierteljahresschrift. Herausgeberin Klara Sander, Köln. Verlag G. Braun, G. m. b. H. in Karlsruhe i. B. - Es ist ein Leichtes, die Kinder einfach, prakttsch und geschmackvoll anzuziehen, wenn man die Anregungen verwertet, die die neue Vierteljahresschrift bietet. Das soeben erschienene Heft 4 zeigt Sommer-, Fest- und Schulkleider für Mädchen von 6 bis 12 Jahren, für die ganz Kleinen werden Häkelkleider gebracht, Abbildungen für Sommer-, Fest- und Schlafanzüge für kleine Knaben dürften befonderS willkommen fein. Die Abbildungen stellen ein großes Ereignis im Leben der Kinder dar - Mutters Geburtstag. Reime und Geschichten, die zum Vorlesen bestimmt sind, machen die Bilder noch intereffanter. Kleidbo- schreibungen und Schnittmusterabbildungen sind dem Heft beigegeben: Schnittmuster können bezogen werden. - »Reue Frauenkleidung und Frauenkult ur", Zeitschrift für persönliche, künstlerische Kleidung, Körperkultur und Kunsthandwerk. Mit Schnittmuster- bezw. Handarbeitsbogen oder sonstiger Beilage. Herausgegeben von der Werbestelle für Deutsche Frauenkultur Karlsruhe. 21. Jahrgang 1925.Juliheft (7). VerlagG.Braun, G. m. b H. Karlsruhe. Das soeben erschienene Heft 7 der „Oleuen Frauenlleidung und Frauenkultur" bringt eine Abhandlung mit Abbildungen ^Reue Kleidver- zierungen". Unter 20 ausgesucht schönen Abbildungen von Sommer- und Stilkleidern (auch trübe Sommertage sind berücksichtigt) findet wohl jebe Frau Anregungen, die sie für ihren eigenen persönlichen Geschmack verwerten kann. Wie beinahe jedes Heft enthält auch Rümmer 7 Kinderkleider und Hüte, übet „Das Verhältnis der Mutter zu ihren Heranwachsenden Kindern" schreibt Dr. Else Müller, Frankfurt. „Die Rotwendigkeit der hausmütterlichen Erziehung der Mädchen" beleuchtet Gräsin Eva von Baudifsin- Wie m dem scheinbaren Durcheinander des ftutenden Lebens doch eherne Gesetze herrschen, zeigt Otmar Dittmcnm in dem Aufsatz „LebenSrhythmus". Dem Kunstgewerbe ist ebenfalls Raum gewidmet in Abhandlungen mit Abbildungen wie „Gedanken über Spitzen" und „Von der Einführung der Klöppel- spitzen in Deutschland und ihrer Wiederbelebung". Das reichhaltige Heft beschließt der Aufsatz von Prof. Dr. Karl Holl: „Shaws Heilige Johanna". Die Beilage mit farbiger Abbildung bringt .Textilarbeiten aus den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst, Berlin". Für Nervenkranke u. Nervös-Erschöpfte. Spexialkerautelt Haifa «Id 1. Tannai bei Frankfurt a. M Bebaut eingerichtet, vorzügliche Veroflegung (auch Diät-Kuren). Mäßige Preise Prospekt durch Dr. ü. Schulze - Kahleysw, Nervenarzt 2 Akte tollen Humors. '-7200c Fi'uchtsäcke Kreuzplatz 15 Inh.i Wilhelm Horn Telephon 773 konkurrenzlos. Erford. Kapital zirka Mk.4000. Näh. d. Lhem. Fabrik RobertHeinrich.geitzAylsdor Tel. 240 auch nachts Stellenangebote) F sucht. 06237 7196D Langjährige Garantie. 7123D Gießen, den 27. Juli 1925. 7202V Knorr Suppenwurst ZurWeinbereitura Ws w treffen beute u. mor- treffen beute mor- 3S75ss Weinhefen, Gärröhren, Korbflaschen, Korkspunde Eentral-Vrogerie, Zchulstrahe H. Schäfer, Drescherei, Alten-Bnieck. in verschiedenen Größen und Preislagen gen ein. Hamburger FisehMIg. A. Hoch Neehllgr. 10 Schulstrahe 10 Telephon 1612. l"°'c I. A. d. C. Florachütz x a. i. ist, wenn mit Master 20 Minus en gekocht, tafelfertig. Keine Zutaten mehr nötig 1 7 Sorten. 1 Stuck = 6 Teller. Infolge Ueberlastungmit Aufträgen wird für den dortigen Bezirk zur ögberoahned.hochlohnRndenFabpikation eines lag ich taen-ßedarls-iFlikels solvente Firma gesucht. Nachweis- bar enormer Umsatz und Verdienst, fast Kaiser-Natron bei Magenverstimmung auf Reisen - unentdekkffckHokiöasülIgMeHelikiäe^' ' Arn.^kQlM'^Vw^.Bie.leFeld. " Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für die überaus reichen Kranzspenden beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege allen unseren innigsten Dank. Familie Noll, Ostanlage 27. Franz Bock, Polsterwerkstätte für Neuanfertigung und Reparaturen Telephon 2432 Cließon Liebigstraße 93_____ Sitar vi.n Dauermieter per sofort gesucht. Schrisll. Angebote unter 7159V an den Gteff. Anz. erbeten. Die Beerdigung unseres lieben Kameraden Heinrich Borig Zugführer findet Dienstag, den 28. Juli, nachmittags 3 Uhr, statt. 7203D Um zahlreiche Beteiligung bittetderVorstand. Statt Karten. Für die anläßlich des Todes unserer geliebten Mutter und Schwiegermutter Frau Recha Kann bewiesene Teilnahme sagen auf diesem Wege herzlichsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. 06241 Ein geübter WW der mit Selbstb.- Preffe vertraut, ne- la Handkoffer sehr billig 1606c Carl Schunck Frc Aomc 301 Fortsetzung. Sorace Ml Wnerjagö uni ^Doppelbüchse so s. man «Mtumlichen * Mnen Seite In dieses ff *■einen eb Manzuirei lolange cMten ^atte in 5 ,an$n gerat« 3mie Ame sucht sofort oder später Stellung als Privatsekretärin, Lohnbuchhalter. od. Verkäuferin. Schrisll. Angebote unt. 7138D an den Gießener Anzeiger erb. ßanft >? -Schein»' ^nugen bllsleia-üGbnilte alle Größen lagernd im 846a Modehaus Salomon. Schreibmaschinen- Reparaturen 05773 Karl Overbeck Gießen, Rodheimer Slraße 58. Ser Kieran ov-„-gd« 1 ol»L-s w i'11' tiätf W der ■ Stz $»■ SÄ *» SS.feu S& “BT Ai der fM Delire neu« 'S-’ rt(h in grvher £ zelnen wurden ! 10 000’® 1 Iokla-Annla desrckord von) 32:14; 2. Mat 4x100'2 lerinnen: 1. 51,8)- 2. Frnnla Drei'ant Oääskeläiuen'S- MmbergWP 4x400-2 3; M 2. DeuW Schwimm 1, chutsch-Deiltsch land 1:465. Dr Deuilchland 1:2 DeBchlcmd r., 1. DeuWand IvEeier-Lage' 2, Ochemich 1. Doer-DeW fan& 3:45,2. Andren ler StraßM 1:23:01; 2. 2i Mer Strafen &iglanb. Sinet 18,15 P. Av-er Dresden 20,45 ' tie Echierih-Frei ball: Deutschland ball: Deutschlml spiel: Zweier-Ac 3m Gewil im Entscheidung; Meter, 2. Eih- Kugelstol 1. Drivm-Ltttlai 7,79 Meter. Ktlgelftoß 1. KoMo-Finn Finnland 12,72 : Die Arbeiter tun. Sie wurde sl Me sesigestellt i im Stadion über rnaritrr eingreis auch sämtlich I? Samstag v Abgeordneten t garten zu eine. Der MlkMMMMtl findet in der üblichen Weife wie in den früheren Jahren statt. 3. MM: vserde- und MduieWarlt 4W:BinW.5iWineu.3iegeni« Beginn des Auftriebs 6—8 ^Ihr Dorrn. Auftrieb aus verseuchtem Deobachtungs- und Sperrgebiet verboten. Ursprungs. zeugniffe vorlegen. 7193D Mittwoch,' den 5. An au st: Krämermarttl! Volksfest! _________Bürgermeisterei Schotten. Astoria-Lichtspiele, Seltersweg Ein© unheimliche flacht Abenteuer- und Detektivfilm in 6 Akten. Dazu: Baby Peggy a8s Berichterstatter Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige f Pflicht, ihre lieben A. H. A. H. und i. a. B. i. a. B. von dem Ableben ihres lieben A. H. Erast Schleider, Forslassessor, Worms aktiv 1913-1920 geziemend in Kenntnis zu setzen. In tiefer Trauer: Die Landsmannschaft „Darmstadtia“- - VeÄJ 1 Foxterrier- llüde mit Stammbaum 1 Jagdhund Mauhbaars preiswert alsbald zu verkaufen Näh. 06239 Tiezstraffe 14 p. Am Samstag mittag '/,! Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden mein inmgstgeliebter Mann, unser treusorgender, lieber Vater, Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Heinrich Borig Zugführer im Alter von 45 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Maria Borig geb. Janz nebst Kindern. Gießen, den 27. Juli 1925. Die Beerdigung findet Dienstag, den 28. Juli, nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 3nm MM Vertreter gesucht zum Verkauf von clektr. JllnminationS Beleuchtung. [06243 Krohn & Co., G. m. b. H., Roonstraße 24. Tel. 361. Junges Mädchen für Hausarbeit von 8—3 Uhr, nur werktags. wird gesucht w48 Marktvlatt, 21. Vertreter die regelmäßig 7201 ss Aller-ii. 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Liebet Zemsel, sagt er, steh nu mal en bisken still — weil ick dir jetzt herunterpussen will. ml*1 ^osrottung zu vermeiden, muß die Gemse flüchtiger werden, und das hat einen weitblickenden Zagdpächter veranlaßt, Kreuzungsversuche zwischen Gemshenne und Flohbock 3U machen, oeren Resultat man hier fleht. Er hat zugleich wert darauf gelegt, möglichst große Gemsbarte zu züchten, denn ein wirklich schönes (Exemplar repräsentiert einen Wert von 200—300 Mark, und wie die Abbildung zeigt, ist auch das gelungen. Das schwungvolle Gebilde am rückwärtigen Ende des Tieres ist der Zlohgamsbart. 3U kukirolen braucht die §lohgemse nicht, sie macht Sprünge von mehreren Kilometer lange- Aber „Gw" müssen kukirslenl 6ic werden viel graziöser und elastischer durch die Weltgeschichte gehen, wenn Sie das tun. ,e "Erden kukirolaufen wie eine Biene, und wenn Ihnen jetzt manchmal die Füße schwer "'E Blei sind, so werden Sie dann mit einer wuppttzität springen, marschieren und tanzen, daß Sie über sich selbst staunen. -i beißt richtige, also Kukirol-Zußpflege betreiben. Zeder Tourist, jeder ehemalige Infanterist weiß, wie schmerzende, müde Füße auch die sonstige Leistungsfähigkeit herabsctzen, und wie sehr die ganze Haltung sich bessert, wie Mut und Llnternehmungolust wachsen, wenn die Fuße keine Beschwerden mehr machen. Jum Kukirolen braucht man die echten, in der ganzen West bekannten Kukirol-Vräparate. Ersatz dafür gibt es nicht _ Sie kaufen am vorteilhaftesten eine volle Kur-Packung (Preis nur 2 Mark), die alle drei ,'raparate enthäst: das wohltuende, Nerven und Sehnen stärkende Kukirol-Fußbad (Doppel-. Packung 50 Pfg.), den Kukirol-Streupuder (Blechdose 1 Mark) gegen Schwitzen, Brennen undwundlaufen, und das vielmillionenfach bewährte Kukirol-tzühneraugen-pflaster (Packung 75 Pfennig). Wollen Sie aber zuerst nur einen kleinen versuch machen, so kaufen Sie eine kleine prvbepackung Kukirol-Fußbad für 30 pfg. .Millionenfach bewährt' sagen wir, und das ist Mnc P6mrc-6cnn Millionen kukieolen! Cun Sie es auch! Sie werden cs als eine Wohltat empfinden, denn Sie haben doch wohl fdjen bemcrK, daß schmerzende, ermüdete Füße das gesamte Befinden sehr beeinträchtigen. Alle Apotheken und Fachdrogerien führen die echten Kukirol-Präparate. ... Geschäfte, denen es infolge der allgemeinen Geldknappheit finanziell besonders Kbleajt geht, versuchen an Stelle der Kukirol-Präparate andere Artikel loozuwerden, weil sie an ölefen mehr verdienen. Diese anderen Präparate sind nur im Einkauf billiger, well sie quÄitaflv uaö auch quantitativ geringer find als die Kukirol-Präparate und infolgedessen im Einkauf billiger sein müssen. Alden Sie Gekhäfte, die ihren Geldbeutel Ihren wünschen voranstellen. Die Kukirvl - Präparate werden unter Aufsicht eines approbierten Apothekers und eines Notwendigkeit der Fußpflege wird heute allgemein anerkannt, roufjtige Aufklärung erteilt Ihnen unsere neue Druckschrift, die wir Ihnen auf Verlangen kostenlos und portofrei zusenden. HtkiM.Mrtt KM Kris», Groß-Salze bei Magdeburg Fabrik: Kottrolftraßr. verwaltungsgeLätröe: NeitbahnstraSe. (Vermietungen j iliööl. MlM zu vermieten öem ftnifcrnücc 16 II. \ Mietgesuche^ Kinderloses Ehepaar sucht bis Mitte September ein keresZimtr Schr. Angeb. unter 06242 a. d. 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Nachweis, und Verdienst, säst -rsord. kapitalzilka d.Lhem. Fabrik sch^eMylsdor maschinen- araturen m )verbeck 'wlmer Straße 58. Mck. ,,tknbaliMng^vun- hon immer öic ’-Wnilt. tt Aumttung te um .rbüd)ftnbn0rbirflebn- WuXtnJ»A\ -rim/Unö das Hal em« itmebennt unb51chW jf gelegt, möglichst fltM entiert einen Wri* , Dos tchwungvollr ©r jon mehreren N'-lomeM Stig marschieren unö MM guhro'-ow grtnntn sS“®*1 «sss -•tsätf pröparate. be^ndeoJ ^en E antrlorit Iliontog, 27. Juli 1925 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger fürOberhesfen) Nr. (75 Zweitez Blatt Die Arbeiter-Olympiade in Frankfurt Die Bedeutung des 31 beide Finnland. Drei (Nachdruck verboten.) 30. Fortsetzung. mir der von e. denen sonstigen Geschäfte vor. Daß die Frankfurter Geschäftsleute das Feilbieten von xZcbrndmittcln und Bedarfsart ik.ln gestattet tp.ir. glänzende । machten, bedarf nicht der Erwähnung. obendrein noch so entgegenkommend, das) er fein Gespräch selbst gerade zu jenem Punkt führte, zu dem Gabby sonst vielleicht erst auf vielen Umwegen gelangt wäre. „2a. ich weih natürlich, dah Frau Fellips hier sehr einsam lebt, und ich habe mich über die Ursache gewiß viel mehr gewundert, als Sie. Ich kann Ihnen ja anvertrauen, daß ich eine alte Freundin der Frau Fellips bin, ich darf wohl sagen, ihre beste. Wir haben uns seit der Zeit, bevor sie sich verheiratete, nicht mehr gesehen, und jetzt sehe ich zu meinem Erstaunen, daß sich seither, ganz abgesehen von der Heirat, so ungeheuer viel verändert hat." Horace nickte, ohne zu antworten. „Sie verstehen," fuhr Gabby fort, „man will nicht den Leuten, nicht einmal seinen Freunden mit Fragen kommen, die an Saiten rühren, die .... Sie wissen ja, was ich meine." „Sehr gut," sagte Horace lächelnd, „und jetzt möchten Sie wissen, ob ich nicht ..... „3a, — danke, daß Sie mich so gut verstehen, — klar herausgesagt: ob Sie nicht als Nachbar das eine oder das andere über Frau Fellips gehört haben?" Aufrichtig gesagt, Fräulein Dulcroft, das habe ich wohl. Ich habe verschiedenes gehört, feit ich hierher gekommen. Es muh ja unvermeidlich auffallen, daß eine jungverheiratete, vermögende Frau hier so abgeschlossen auf einem entlegenen Schloß sitzt, ohne Verkehr und fast ohne jede Berührung mit der Außenwelt." Horace schwieg einen Augenblick, so als ob er überlegte, wie weit er in seinen Mitteilungen geben solle. Aber Gabby ließ ihm keine Ruhe. Sie zerplatzte fast vor Ungeduld. „Erzählen Sie weiter, erzählen Sie alles!" sagte sie, nahezu atemlos vor Spannung, was für Enthüllungen nun kommen würden. „Erwarten Sie nicht zu viel, ich bin nicht allwissend. Aber mit dem wenigen, was ich weih, werde ich Ihnen dienen. Das erste Seltsame war der plötzliche Bruch mit der Exzellenz, Frau Fellips Vater. Meines Wilsens hat sie jede Verbindung mit ihm verloren. Den Grund konnte ich nie recht erfahren. Aber der Postmeister hat sich einmal eines Abends, als er etwas angeheitert war, verraten, und machte für die Einkommensteuer 1924. Der Hansa-Bund für Gewerbe, Handel und Industrie teilt mit 3n § 5 des SteucrüberlcitungsgcsetzeS vom 29 Mai 1925 ift vorgesehen, daß die Steuerpflichtigen in bestimmten Fällen, ig denen vor Inkrafttreten deS SteuerüberleitungsgefeheS Vorauszahlungen für das Kalenderjahr 1924. für in das Kalenderjahr 1924 fallende mit dem Kalenderjahr nicht übereinstimmende Wirtschaftsjahre oder für in das Kalenderjahr 1925 fallende Teile eines Wirtschaftsjahres 1923 24 geleistet worden sind, ohne daß eine Entscheidung über die Vorauszahlungen ergangen ist. innerhalb zweier Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes. d H- bis zum 31. Juli 1925, eine anderweitige Festsetzung der Vorauszahlungen be antragen können. Die Begründung hat sich daraus zu erstrecken, daß der Steuerpflichtige entweder überhaupt nicht vorauSzahlungspllichtig sei. oder daß er zu hohe Vorauszahlungen bewirkt habe. Weiterhin ist im § 9 des Steuerüberleitungs- gesches (sog. Härteparagraph) bestimmt, daß der Ablösungsbetrag für das Iahr 1924 aus Antrag herabgesetzt werden kann, wenn bei dem Steuerpflichtigen besondere persönliche oder wirtschaftliche Verhältnisse Vorgelegen haben, die seine Eteuer- fähigkeit wesentlich beeinträchtigen. Auch dieser Antrag muß bis zum 3 1. Juli 1925 ge ft eilt werden. Die Bedeutung des 31. Iuli 1925 ist in weiten Kreisen der Steuerpflichtigen teilweise nicht genügend gewürdigt worden. Der Hansa-Bund erachtet es daher für notwendig, hiermit nochmals auf diesen Termin aufmerksam zu machen. Er hat bereits bei dem Reichsminister der Finanzen den Antrag gestellt, den Termin um mindestens einen Monat zu verlängern, um allen Steuerpflichtigen die Möglichkeit zu geben, das ihnen im Steuerüberleitungsgeseh vorgesehene Recht wahrnehmen zu können. der Massen zu säst gigantischen Leistungen steigerten. Trotzdem wickelte sich der Verkehr auch hier nahezu reibungslos ab Richt minder stark gestaltete sich der Verkehr auf dem Hauptbahnhof. Auch hi.r kamen nen- nensw.ne Unfälle und Verkehrsstockungen nicht 1. Koti 3 Juli die preußische Staatsregierung begrüßte Geheimrat Richter- Berlin die Versammelten. Den Gruß der Stadt Frankfurt übermittelte Bürgermeister Gräf. Treffliche Worte fanden sodann die Vertreter der einzelnen Länder für den Gedanken der Völkerversöhnung. Wohl 30 OOO Menschen füllten in den Abendstunden in fürchterlicher Enge die Riesen- räume der Festhalle bis ins entlegenste Winkelchen, weitere 30 OOO belebten die übrigen Hallen und die zahlreichen Plätze des Messegeländes, als ein Ehor von 1200 Sängern die Olympia offiziell eröffnete. Im Mittelpunkt dieser Feier stand die Festrede des Schriftstellers Hermann Wendel. Während dieser Rede gab eS in der kleinen Festhalle weitere Ansprachen und Ehorgesänge. danach eine Reihe schöner sportlicher Darbietungen, die die Massen immer wieder zu mächtiger Begeisterung entflammten und hinrisfen. Trotz der nach Zehntaufenden zählenden Menge gab es keinen Zwifchensall. Der dritte Tag. Den Höhepunkt der Sonntagsveranstaltuogen bildete der Stafette: 1. Finnland eine Dame gerade einer — nun sagen wir, einer Unannehmlichleit ausgesetzt war. ®amalS wäre eine Vorstellung ganz und gar nicht am Platze gewesen. Aber in diesem Fall hier hat sich die kleine Unannehmlichkeit so leicht und schmerzlos abgespielt, daß Sie mir vielleicht gestatten, meinen Ramen zu nennen. Horace Mill- torp, zurückgekehrter Auswanderer aus dem wilden Westen gekommen, behaupten die Ceute. „Danke. Gabby Dulcroft, gegenwärtig Gast auf Warminge, bei Frau Fellips. Sie sind mir übrigens nicht ganz unbekannt, Milltorp, ich hab von Ihnen schon gehört." „Soo, — da kann ich mich ja vermutlich freuen, daß Sie schon im Vorhinein in der photographischen Abteilung Ihres Gedächtnisses ein ganz besonders schmeichelndes Porträt von «— - besitzen. Ich weih sehr gut, daß ich hier in Gegend nicht sehr beliebt bin.“ „Ich habe das eine und das andere Ihnen gehört. Aber ich versichere Sie, daß ich zwischen Urteil und Motiven des Urteils zu unterscheiden weih. Doch ist es ja nicht meine Absicht, Ihnen zu schmeicheln, obwohl Sie mich dazu cingclaben haben. Vor allem: Dank und Preis für Ihre Hilfe! Ich weiß, ich weiß, Gentleman usw., — aber wenn Sie in diesem sehr dramatischen Moment nicht gekommen, weih .ich Augsburg. Fünfkampf für Männer: valo-Finnland. 2. Dirtauen, 3. Kristoffersvn, waltete ihres schwierigen Amtes mit Takt und Ruhe. Gegen 1 Uhr traf der Zug im Stadion ein, dessen mächtige Räume diese Menschenmafsen nicht zu fassen vermochten. Ueberall im nahen Walde lagerten sich die Gruppen deshalb und erholten sich von dem langstündigen Marsch, der große Ansorderungen physischer Art an alle Teilnehmer stellte. Rach längerer Pause nahmen sodann die Wettkämpfe im Stadion ihren Fortgang. Auch der dritte Tag zeigte die finnischen Kämpfer fast auf der ganzen Linie wieder siegreich. die hauptsächlich bei den Kämpfen der Leichtathleten in der Hauptbahn Großes leisteten und in den Laufkonkurrenzen fast alle Plätze belegten. Im einzelnen sind die Resultate wie folgt: 100-Meter- Lauf f ürMä nner.l.Lt tolen-Finnland 11,3 Sek.. 2. Mattia, 3. Mankki. beide Finnland. 100-Meter-Lauf für Frauen: 1. Frl. Dittmar-Hannover. 2- Frl. Hochhvlzer-Rürnberg. 3. Frl. Hippler-Magdeburg. Gewichtswerfen für Männer. 1. Laiho-Finnland, 2. Silius-Finnland. 5000-Meter-Lauf-Entscheidung. 1 Iokela- Finnland 15,31 Min., 2. Salmi. 3. Duo- riner, beide Finnland. 4mal-100-Meter-Staffel lür Männer (Entscheidung): 1. Finnland 44 Set-,, 2. Lettland. 3. Deutschland. Kugelwerfen: 1. Lindborg-Finnland. 2. Laiko-Finnland. 3 Darthel-Iena. Dreisprung für Männer: 1. Dirta- nen-Finnland 14,28 Meter, 2. Takkinen-Finnland. 3. Hauerstein-Rürnberg. 100 00 - Meter - S t ra ße n g e b e n: 1. Durchhardt-Derlin 48,38 Win.. 2. Wolff-Rons- dorf. 3. Bohner-Rüderoth. Hammerwerfen: 1. Raiho- Finnland 43.29 Meter, 2. Silius-Finnland. 3. Hofele- O lympische ---- 3.43.2 Min.. 2. Deutschland. 3. Oesterreich. Speerwerfen für Männer: Andeutungen von einer Menge von Briefen, die niemals ihren Bestimmungsort erreicht hätten. Als ich nach deren Verschwinden fragte, hörte er plötzlich auf, weiterzureden. Vielleicht waren feine eigenen Finger dabei nicht ganz rein. Ein wenig später aber begann er von einem Mann zu reden, einem mächtigen und reichen Schurken, den man bei lebendigem Leibe schinden und in seinem eigenen Garten aushängen solle.. Sie geben zu, daß es nicht fo leicht ist, sich aus diesen Bruchstücken klar zu werden." „Rein, vielleicht nicht, aber wer weih dies mit den Briesen ist vielleicht gerade daS Ende des Garnes, nach dem ich suche, um den Knäuel aufzuwickeln.“ „Ich glaube, dies Ende werden Die in der Hand haben, wenn Sie die Ursache des Bruches mit der Cxze lenz kennen. Aber jetzt find wir in die Rähe Ihres Hauses gekommen und da begleite ich Sie nicht weiter. Ich halte es nicht für wünschenswert, daß wir ohne zwingenden Grund mitsammen gesehen werden. Denken Sie an mich, trenn ich Ihnen irgendwie behilflich fein kann." Horace kehrte in den Wald zurück, und Gabby ging langsam der breiten Straße zu. Sie hatte jetzt an fo vieles zu denken, und in ihrem Kopf begann eine Unzahl von Möglichkeiten herumzuschwirren. Aber sie beschloß, vorläufig einmal sich zur Ruhe zu begeben und für heute der Vorsehung für den gelungenen Anfang in ihrem neuen Metier zu danken. Das hier geschilderte Gespräch zwischen Gabby und Horace wurde am Rande einer Waldlichtung geführt. Aks die beiden sich trennten, tauchte der Waldhüter auf, — der sympathische Gentleman, dessen sich der Leser auS einer früheren Begegnung mit Horace erinnert, — er hatte den ganzen letzten Teil des Gespräches belauscht. Jetzt zog er fein Rad aus dem Gebüsch hervor, schob es auf Die Straße und raste im Exprehtempo zum Postamt, um an feinen Herrn und Meister ein Ciltekegramm aufzugeben. Dann bestieg er wieder fein Hab und murmelte schadenfroh vor sich hin: „Da wird der Herr Bankdirektor einen anständigen Wechsel diskontieren müssen." . . (Fortsetzung folgt) Horace Milltorp tauchte auf. Er war auf der Hühnerjagd und kam gerade des Weges daher die Doppelbüchse über der Schulter. Wenn nichts anderes, so sagten ihm die wohlbekannten Züge des männlichen Teilnehmers an diesem eigentümlichen Tete-ä-tetc, daß dieses auf der anderen Seite vielleicht nicht ganz freiwillig war. In dieser Annahme wurde er weiters durch Die deutliche Absicht des mehrerwahnten Herrn bestärkt, einen ebenso unzeremoniosen, tote raschen Rückzug anzutreten. Was aber wiederum Milltorp solange zu verhindern veranlaßte bis er erfahren hatte, unter welchen Umstanden Die junge Dame in Die Gesellschaft seines alten Defannten geraten war. „Ach nein, wart noch ein wenig, mein Junge,“ sagte er, und nahm scineü Freund beim fragen, „erst möchte ich hören, was du der Dame hier eigentlich zu sagen hast.“ Daraus mit einem chevaleresken Gruß zu Gabby: „Verzeihen Sie, Fräulein, daß ich mich hier einmenge. Aber aus gewissen Ursachen mochte :ch annehmen, daß diese Einmengung vielleicht nicht ganz unwillkommen ist. Was wollte der Kerl von Ihnen?" „Er schien sich sehr für mein goldenes Armband zu interessieren," antwortete Gabby lächelnd. „So. Run, das hätte ich ja ahnen können. Und jetzt, mein Freund, kannst du deinem himm- lischen Vater danken, daß wir zwei nicht unter unS sind. In Anwesenheit von Damen mache ich nicht gerne Skandal. Aber sei sicher, daß ich dich einmal noch besser erwischen werde, als das letztemal. Ich werde dir die Flügel noch ordentlich beschneiden. Und jetzt verschwind!" Horace und Gabby sahen sich einen Augenblick an. Dann lachten sie beide „In Situationen solcher Art,“ sagte Milltorp, „ift "eä nicht immer fo leicht zu wissen, ob man sich vorstellen soll oder nicht. Ich habe einmal das Vergnügen gehabt, dazwischenzutreten, als Festzuq. Er war Ereignis und Erlebnis zugleich. Dah diesem gewaltigen Zuge Wohl eine halbe Million Menschen als Zuschauer beiwohnten, ist eine sicher nicht zu niedrig gegriffene Zahl. Mele Sonder- züge führten noch in der Frühe tausende toei- terer Gäste aus Hessen und Nassau und Den Rheinlanden in die Stadt. Schon um 7 Uhr früh begann der Aufmarsch der Zuschauer nach den Feststraßen. Gegen 9 Uhr setzten sich von den einzelnen Quartieren die Turner nach den Sam- melplätzen für den Festzug in Bewegung. Und als sich um 10 Uhr vorn Zoologischen Garten aus der Riefenzug in Bewegung fetzte, umsäumte Die Straßen eine in Frankfurt noch nicht erlebte Zufchauermenge. In Reihen bis zu zwanzig Gliedern standen in drangvoller Enge zu beiden Seiten der abgesperrten Fahrbahn die Menfchen- mauern. Aus den Fenstern schauten die Leute, von den Dächern, von den Bäumen, von Den Hausgesimsen, überall Gesicht neben Gesicht. Mustergültig hatte der Ordnungsdienst sür alles vorgcsvrgt. Alle zwanzig Meter standen Sanitätsmannschaften, überall hatte man Unfallstationen eingerichtet. Den Zug eröffneten etwa 4000 Radfahrer in ihren malerischen Kostümen. Als der Riesenzug am Kaiserplah eintraf, gabelte er sich hier. Die bis hier in Reihen zu 16 Personen marschierenden bzw. fahrenden Gruppen teilten sich in solche zu je acht Gliedern. Der rechte Flügel marschierte über Die Kaiserstrahe, Den Bahnhofsplah und die Wilhelmsbrücke nach der Forsthausstraße. Bon hier aus marschierte die Friedensstrahe und die Untermainbrücke nach der Forsthausstraße. Bon hier aus marschierete man dann wieder in Reihen zu je 16 Personen gemeinsam nach dem Stadion. Den Radfahrern folgte der Bundesvorstand, dann die ungezählten Tausende von Turnern und Turnerinnen, begleitet von einem Wald von Fahnen und mehr als hundert Musik- korps und eigenen Trommlern und Pfeifern. Das Auge vermochte die Fülle der Eindrücke, die in dieser Stunde auf es einstürmten, nicht zu fassen. Stürmisch begrüßt wurden die Ausländer, die Tschechoslowaken (etwa 400 Mann), Die Finnländer, die Belgier, die Franzosen, die Schweizer, die Oesterreicher, dann die Danziger mit besonderem Jubel. Und nun folgten in buntem Durcheinander die Schwimmer, die Ruderer, die Stemmer, die Ringer, die Wanderer. Fast alle deutschen Volksstämme waren in diesem Aufmarsch vertreten, die blonden Friesen und Holsteiner und Pommern, die Sachsen, die Schlesier, die Bayern in ihren Gebirgstrachten, die luftigen Rheinländer, die Düsseldorfer .,Radschlager“, die Schwarzwälder, Pfälzer, die Berliner, die Harzer usw. usw. Nahezu eineinhalb Stunden währte der Vorbeimarsch an dem Zuschauer. Die Regie klappte ausgezeichnet. Alles vollzog sich in größter Ordnung und wickelte sich wie ein Uhrwerk ab. Kein Mißklang störte die Stunde. Die Polizei Finnen. Speerwerfen für Frauen: 1. Frl. Drivin-Lettland. 2. Frl. Iäskoläinen-Finnland, 3. Frl. Inbersans-Lettlanb. 400-Meter - Freistilschwimmen für Männer: 1. Götke-Deutschland in 5,59,3 Min Freistilftafettenschwimmen für Frauen 4x100 Meter: 1. Deutschland mit 20 Meter Vorsprung, 2. Finnland. Faustballme ister fchaf t: Verein Sandhofen gegen WilhelmSberg. Raffballmeisterschaft: Zeih gegen Barmen 11:2. , , Schlagball - Du n de s me i st e r s ch a f t (Endspiel). Meister wurde Teutonia-Hamburg gegen Magdeburg mit 75:37. Länderschlagball - Wettkampf: Sieger Deutschland gegen Tschechoslowakei mit 89:57 Punkten. Begleiterscheinungen. Die SanitätSmannfchaften hatten während des Festzuges alle Hände voll zu tun. Diele Personen waren den stundenlangen Strapazen in Den Straßen nicht gewachsen, wurden ohn- rnächttg und mußten in den zahlreichen „fliegenden“ Unfallstationen betreut werden. Ernstere Unfälle kamen trotz der Riesenmengen nicht vor. Im Stadion kam man an Den Kassen umfangreichen Betrügereien auf die Spur In der Stadt auf den Straßen verkauften bisher nicht ermittelte Personen Eintrittskarten für das Stadion, die nicht nur gefälscht waren, sondern auch keinen Stempel der Steuerbehörden trugen. An den Kassen wurden die Schwindeleien sofort festgestellt. Die Besitzer solcher Karten muhten neue Eintrittskar- te n nachlösen. Die gerissenen Schwindler haben jedenfalls ein ausgezeichnetes Geschäft gemacht. Außerordentlich schwierigen Dienst hatte die Straßenbahn, die fast sämtliche Linien in Cinminutenabständen nach dem Stadion durchführen lieh. Der Strahenbahnbetrieb nahm Riefenformen an, die sich abends beim Abtransport nicht.....“ „Wie cs geendet hätte. Also Fräulein Dulcroft find Gast bei Frau Fellips. Ich muh gestehen, daß dies etwas fehr Merkwürdiges ist. Denn soviel ich weiß, — und der Tratsch zeichnet sich hier auf dem Lande durch die gleiche Schnelligkeit aus wie in der Stadt, — hat Frau Fellips früher keinen einzigen Gast empfangen. Höchst merkwürdig!" Gabby und Milltorp gingen nebeneinander her und Gabby dachte sich, daß sie jetzt eine Chance gewonnen habe, gerade jene, mit dev sie wenn auch ganz unbestimmt, gerechnet hatte. Sie hatte Willtorps Gesicht in den wenigen Minuten ihres Gesprächs eindringlich studiert, und es war ihr vom ersten Augenblick an sympathisch. Das scharfumrissene. etwas schroffe ®e- sicht, ferne aller Modeblattschönheit, verriet entschlossenen Willen, Kraft und Verläßlichkeit. Und jetzt erwies er sich — vielleicht unbewußt — Rundfunk-Programm des frankfurter Senders. (Aus der „Radio-Umschau".) Dienstag, 28. Juli. 12 Uhr: Nachrichtendienst. 3 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 4 Uhr: Wetterbericht bei Gießener Wetterdienststelle. 4 Uhr: Wirtschafts- melbimgcn. 4,20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.30 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert des HausorchefterS Aus Wald imd Heide. 6 bis 6.30 Uhr: D.e Lesestunde (Meisterwerke der Weltliteratur): Aus „Soll und Haben" von Gustav Freytag (Fortsetzung). 6,30 biS 7,30 Uhr: Übertragung von Kassel: Kasseler Vortragsabend Hanö Dohma spricht Lyrik, Balladen und Novellen. 7,30 bis 8: Funkhochschule, Vertrag von Prof. Küntzel: „AuS der Geschichte des deutschen Unternehmertums“ (2. Abt., neunter Vortrag). 8 bis 8,30 Uhr: Die Büchcrstundc. 8,30 Uhr: Uebertragung von Kassel: Robert Kothe-München. Anschliefrend: Nachrichtendienst, Wettermeldung, Sportsunldienst. Fräulein Fob Roman von Anders Eje. Der zweite Tag. vo Die Veranstaltung der ersten Arbeiter- Olympiade in Frankfurt a. M. hatte am Samstag durch den anhaltenden Regen zunächst eine starke Beeinträchtigung erfahren. Der größte Teil der Kämpfe, die morgens auSgetrw- jen werden sollten, mußte unterbleiben. Denn^> traten PetruS zum Trotz immerhin ansehnliche Gruppen von Arbeitersportlern zu Spiel und Wettkampf an. Besonders die ^‘nglamPi« zogen das Publikum an, das die G^xmdtheit Der Kämpfer bewunderte Auch das Dera - turnen in der ausgedehnten Halle übte große Anziehungskraft aus, zumal.sehr gute Leistungen etaielt wurden. Auch am Nachmittag wollte es vorerst nicht aufhören zu regnen, wodurch der Sport sehr beeinträchtigt wurde, bis um Die fünfte Stunde sich die Wolken ein wenig lich- den. Die zweite Hälfte des Tages galt hauptsächlich den Hauptproben für bu am Sonntag stattfindenden Massenübimgen; Schwimmen, Fuß- ball und Leichtathletik Die Kampfplätze waren sämtlich von einer -Zahlreichen Juf^uermengc umgeben, die mit großem Interesse den Spielen folgte In der Leichtathletik wurde eine ne ue W e 11 r ek o r d z e i t aufgestellt. Die 4 mal 100-Meter Damenstaffel brachte Deutschland in 51,3 an sich (alter Rekord 51,8 Sek.) vor Finnland in 56,36. Auherordent- jch spannend war am Abend das Fußball- Länderspiel zwischen Deutschl and und ter Tschechoslowakei, das Deutschland mit 6:1 gewann Aus dem Massenübungsplatz ter sich übrigens infolge seines sandigen Bodens alS ziemlich widerstandsfähig erwies, sammelten sich in großer Zahl Turner aller Lander zu einer großen Probe der Masfendarbietungen. Im einzelnen wurden folgende Ergebnisse erzielt: 1 0 000-Meter-Lauf (Entscheidung): 1. Iokela-Finnland 32:51,5 (der bisherige Dun- Desrekord von 34:07 geschlagen: der Weltrekord 32: 14; 2. Kailar-Finnland 33:02. 4xl00-Meter-Staffel s. Sportlerinnen: 1. Deutschland 51,3 (Weltrekord. 51,8). 2 Finnland 58:56. Dreikampf für Sportlerinnen. Jääskeläinen - Finnland 284 P. 2. Hvchholzer- Hürnberg 268 P. 4x400-Meter-Staffel: 1. Finnland 3:34. 2. Deutschland 3:37,5. Schwimmen: Frauenrucken 100 Meter: 1 Hutsch-Deutschland 1:43,4. 2. Henriksen-Finnland 1:46,2. Brust 100 Meter: 1. Schleiernick- Deutschland 1:25,4 (distanziert). 2. Iaskulski- Deutschland 1:28,1. 4xl00-Meter-Bruststafsel: 1. Deutschland 6:45. 2. Finnland 6:45,1. 4>< 100-Meter-Lagenstaffel: 1. Deutschland 5:25,2. 2 Oesterreich 5 47. Frauenbrust 200 Meter: 1. Boer-Deutschland 3:42.1. 2. Henriksen-Finnland 3: 45,2. Radrennen: 50 Kilometer Internationaler Strahenwett bewerb: 1. Pirson-Belgien 1 23:01; 2. May-England (Radlänge). .6^X1000 Meter Straßenwettbewerb: 1. Oesterreich; 2. England. Einer-Kunstfahren: Leonhard-DreSden 1815 P. Zwier-Kunstsahren: Gebr. Leonhard- Dresden 20,45 P Gruppen-Kunstfahren: Falte Schieritz-Freithal 21,35 P ^eier-Rad- bafl: Deutschland-Oesterreich 4:2. Dreier-Radball: Deutschland—Oesterreich 2,0. Gesellschaftsspiel Zweier-Radballpolo: 3:3. ■ Im G ewichtswerf en (12-/- {tdo) ftegte im EntscheiDungskam.ps Laihe-Finnland mit 15,59 Meter, 2. SilluS-Finnland 15,11 Meter. Kugelstoßen für Damen (5 Kilo): 1. Drivin-Lettland 8,07--, 2. Matt Ne-Finnland 7,79 Meter. _ , Kugelstoßen für Manner (7VS Kilo): 1. Kotivilo-Finnland 12,98 Meter, 2. Lcnho- Ftnnland 12,72 Meter. . .., Die Arbeitersanitätskolvnne hatte ziemlich zu hm. Sie wurde fortgesetzt in Anspruch genommen. Wie festgestellt wurde, ereigneten sich am Tage im Stadion über 100 Unfälle, bei denen die Sa- inariter eingreisen mußten, wenn die Unfälle auch sämtlich leichter Art waren. Samstag nachmittag versammelten sich die Abgeordneten der einzelnen Länder im Palmengarten zu einer akademischen Feier. Für BS® —_ __ —n verleiht rosiges, jugendfrische« S» AntliU u.ein rein, zirterleinl. 0 ■ KaiSb■ • Alles dies erzeugt die echte y s " L -AStedampferd-SeSs SH SPrfR ff« Sm ff die beste Lilienmilchseife amonnni^töiK Kreax-Droo. Anenal Mol), Neustadt-Drog. Hans Noll, P. J. tzlfihs, Selleulabrlk, Bcrmanla-Drog. C. Seibel, Adler-Dronerte V. Wald Schmidt, Drogerie Gaorg Wallenfels, Drogerie Otte VTiaterhoif. 16a Aus Natur und Technik. Das Ohr des Rundfunksenders, Don Wilhelm D u ch m a n n. Wenn wir uns als neuzeitliche Menschen den Genüssen des Rundfunks hingeben und uns an Klarheit und Deutlichkeit der Vorführungen erfreuen, so ahnen doch die wenigsten von uns, wie viele Sorgen den Erbauern der Sender gerade das Ohr des Senders, das Aufnahmeorgan für die Schallwellen, gemacht hat und noch macht. Die durch die Sprache und die Töne der Musik hervorgerufenen Luftschwingungen müssen bekanntlich in elektrische Schwingungen verwandelt und durch die Antenne als drahtlose Wellen ousgesendet werden. Die größte Schwierigkeit auf dem Weg vom Munde der Sängerin oder der Geige des Künstlers bis zur Antenne liegt nicht etwa im rein elektrischen Teil der Sendeanlage, in dem die Ströme verstärkt und umgeformt werden müssen, sondern an der ^lebergangsstelle der Schwingungen aus der Luft in die elektrischen Leitungen. Bei den ersten Rundfunksendern wurde als Schallaufnahmeorgan ein einfaches Kohlenkörnermikrophon verwendet. Man glaubte, daß es sowohl Sprache wie Musik hinreichend verzerrungsfrei in elektrische Schwingungen verwandeln werde. Dem war aber durchaus nicht so. So gut sich das einfache Kohlenkörnermikrophon in der Drahtfernsprecherei bewährt hatte, so konnte es doch den beim Rmrdfunk an es gestellten Anforderungen nicht genügen. Seine Mängel sind in der Hauptsache in Folgendem begründet: Die verhältnismäßig große Masse der Mikro- Phonmembrane hat ganz bestimmte Eigenschwingungen, die im Bereich der noch hörbaren Töne liegen. Trifft also ein solcher Ton die Membrane, so sind ihre Schwingungen größer, als bei anderen Tönen, ja die Schwingungen können sogar so heftig werden, daß ein Klirren auftritt, das alle anderen Töne übertönt oder verschluckt. Ferner kann die Membrane höheren Schwingungszahlen gar nicht folgen, so daß diese von der äkebertragung gänzlich ausgeschlossen werden. Die Sprache oder die Musik werden dadurch verzerrt. Eine Anzahl streng wissenschaftlicher Forschungen, gerade auch aus der jüngsten Zeit, hat uns gezeigt, daß die Sprache aus Schwingungen bestehl, deren hauptsächlichste Schwingungszahlen etwa zwischen 50 und 500 in der Sekunde liegen, bei denen aber auch noch Oberschwingungen bis zu 10 000 vorkommen. Gerade solche hohen Schwingungszahlen kennzeichnen auch den Klana mancher Musikinstrumente; man muß deshalb für ein wirklich brauchbares Rundfunkaufnahmeorgan unbedingt die Forderung aufstellen, daß es bis zu dieser Grenze verzerrungsfrei arbeitet. Bei der Drahtfernsprecherei hatte man sich bisher mit einer Empfindlichkeit der Mikrophone für Schwingungen zwischen etwa 700 und 2100 in bet Sekunde begnügt. Durch das Weglassen der höheren Schwingungen gehen aber die Feinheiten der Sprache und ganz besonders ihre Klangfarbe verloren; bei der Sprachbildung sind es nämlich vorzüglich die Schwingungen zwischen 2000 und 4000, die die persönliche Klangfarbe ausmachen. Run haben wir uns durch langjährigen Gebrauch des Fernsprechers an die Klangeinengungen so gewöhnt, daß wir das, was in der Sprache fehlt, selbst hinzubenkem Das wird uns erst klar, wenn wir uns mit jemend fernmündlich in einer fremden Sprache unterhalten, die wir zwar beherrschen, aber infolge des Fehlens der kennzeichnenden Oberschwingungen doch nur sehr schwer verstehen können. Bei der Suche nach einem brauchbaren Aufnahmeorgan verfiel man zunächst darauf, eine Anzahl kleinerer Mikrophone zusammenzuschalten, die gemeinsam den Sender beeinflussen. Hierdurch werden die Abmessungen und die Massen der einzelnen Membranen bedeutend geringer, die Eigenschwingungen liegen höher, und die Mikrophone sprechen leichter auf höhere Töne an. Sn der Praxis haben sich diese sogenannten Ringmikrophone gut bewährt, und sie sind auch noch vielfach im Gebrauch, so z. B. beim Berliner Voxhaussender. Sie hatten den Vorzug, daß man zwischen den Mikrophonen und dem Sender keine Vorverstärkung einzuschalten braucht. Der Rachteil, daß sie bei höheren Tonen in Eigenschwingungen geraten, ist dabei jedoch T.och nicht beseitigt, was sich ja beim Geigen- oder Flötenspiel oder auch beim Sopran oft genug zeigt. Man suchte daher die schädlichen Massen soweit irgend möglich zu verringern oder sogar ganz zu beseitigen. Eine sehr schöne Lösung stellt das Kachodo- phon dar. Es beruht auf dem gleichen Grundsatz wie die Elektronenröhren: Zwischen einem beheizten Draht, der Kathode, und einer ihm gegenüberstehenden Platte oder dergleichen, der Anode, besteht ein Spannungsunterschied von 500 Volt, so daß dauernd ein Clektronenstrom übergeht. Während die Elektronen bei den Verstärkerröhren im stark luftverdünnten Raum übergehen _■ und durch ein dazwischengeschaltetes Gitter beeinflußt werden, arbeitet das Katho- dophon in der freien Luft. Auf die in der Luft übergehenden Elektronen treffen nun die Schallwellen, die die Luft in Bewegung sehen. Dadurch wird der Elektronenübergang beeinflußt und zwar im gleichen Rhythmus wie sich die Luftteilchen zwischen Anode und Kathode bewegen. Dadurch entstehen entsprechende Pulse im Gleichstromkreis, die man ohne weiteres zur Steuerung des Senders benutzen kann. Die mit dem Kathodophon übertragenen Rundfunkvorführungen zeichnen sich durch sehr gute Klcmg- reinheit selbst bis zu den höchsten Tönen aus. Eine andere Lösung ist das Bandmikrophon, das auf dem gleichen Grundsatz beruht, wie der bekannte Bandlautsprecher. Bei beiden ist zwischen die Schenkel eines sehr starken Magneten ein ganz dünnes Aluminiumbändchen gebracht, das keine nennenswerte Eigenspannung hat und daher fast völlig frei von Eigenschwingungen ist. Dieses Bändchen ist in einen Stromkreis geschaltet. Beim Lautsprecher verändert man diesen Stromkreis, indem man ihm Sprachschwingungen aufdrückt; die so im Bändchen auftretenden elektromotorischen Kräfte bewegen es dadurch im Kraftlinienfeld je nach Stärke und Richtung der Stromstöße. Hierdurch wird die Luft in Schwingungen verseht. Treffen umgekehrt auf ein solches Bändchen Luftschwingungen, so wird es im elektromagnetischen Felde bewegt, und es werden in ihm elektrische Ströme erregt, die ein getreues Abbild der Luftschwingungen sind. Sie sind allerdings sehr schwach und müssen vor den Eintritt in den Sender verstärkt werden. Besonders gute Ergebnisse sind auch mit dem kapazitiven oder Kondensatormikrophon erzielt worden. Bei diesem ist ein außerordentlich dünnes Aluminiumblättchen — es ist nur ein zweitausendstel Millimeter stark und wiegt nur etwa acht Hundertstel Gramm — zwischen zwei sehr dünnen Seidenmembranen ausgespannt. Auf der Vorderseite liegt darüber in einem zehntel Millimeter Abstand eine mit zahlreichen Schlitzen versehene Metallplatte: hinter dem Blättchen ist ein 2 Millimeter dickes Luftpolster angeordnet, das von einer festen Platte abgeschlossen wird. Das Aluminiumblättchen bildet also sozusagen eine räumliche Begrenzung des Luftpolsters, das durch die auftreffenden Schall- schwingungen zufammengedrückt oder- ausgedehnt wird. Diesen Schwingungen folgt das Aluminiumblättchen sehr genau; durch die Abstandsänderung von der davor liegenden geschnitztem Platte ändert sich im gleichen Rhythmus auch die Kapazität zwischen dem Blättchen und der Platte. Das Kondensatormikrophon ist in einen sich selbst erregenden Schwingungskreis mit einer Elektronenröhre geschaltet, und die geringen Kapazitätsänderungen beim Besprechen genügen vollständig dazu, die Wellenlänge der erzeugten Schwingungen zu verändern. Durch lose Koppelung mit einer ständig gleich bleibenden Wellenlänge von anderer Schwingungszahl werden der dadurch entstehenden Schwebung Schwankungen aufgedrückt, die nach entsprechender Verstärkung wiederum zur Steuerung des Senders benutzt werden können. Die ganze Anordnung ist äußerst empfindlich; sie ist mit gutem Erfolg bereits in der Wirklichkeit versucht worden. Rebenber sei erwähnt, daß man mit einer solchen Anordnung überraschende Ergebnisse bei der Unter- suchung der Zusammensetzung der Sprache gefunden hat. Roch ein anderer Weg sei kurz gestreift, den man in Amerika erfolgreich betreten hat, nämlich den der Ausnutzung der Druckelektrizität. Eine ganze Anzahl von Kristallen, die unsymmetrisch aufgebaut sind, haben die merkwürdige Eigenschaft, ständig eine geringe elektrische Spannung an ihren Enden aufzuweisen, so z. B. Quarz, Turmalin, Feldspat. Zucker, Kampfer, Weinstein und ganz besonders Seig- nettcsalz. Roch eigentümlicher aber ist, daß sich diese Spannung verändert, wenn der Kristall in einer bestimmten Richtung gedrückt wird. Beim Rachlassen des Drucks ändert sich die Spannung ebenfalls sofort. Treffen auf einen solchen Kristalt Schallwellen auf. so kann man bei geeigneter Anordnung von dem Ende des Kristalles unmittelbar Elektrizität abnehmen, die alle Feinheiten des auftreffenden Schalls naturgetreu wiedergibt. Dabei scheint der Kristall keine untere Reihschwelle zu haben, also selbst auf so schwache Reize anzusprechen, durch die eine Membrane überhaupt nicht in Bewegung gesetzt wird; er bevorzugt auch keine bestimmten Schwingungszahlen. Auch hierbei ist eine Umkehrung der Umwandlung von mechanischer Schwingung in elektrische möglich, denn wenn man einem solchen Kristalt Wechselstrom zuführt, so erzeugt er den Schwankungen des Wechselstroms gleichende Luftschwingungen; an Stelle eines Fernhörers benutzt, fängt er sogar an zu sprechen. Roch stehen wir am Anfang der Entwicklung. Zweifellos wird uns die nächste Zeit weitere Fortschritte auf diesem Gebiet bringen, die auf einfache Weise eine vollkommen getreue Umwandlung der Sprache und der Musik in elektrische Schwingungen gewährleisten. Die Essener Bauaus- stellungundihreBedeutung Von Dipl.-Jng. Mangold, Duisburg-W. (Nachdruck verboten.) Die Bautechnik ist ein für unser gesamtes Wirtschafts- und Kulturleben äußerst wichtiger Industriezweig, welcher nicht nur Staat, Gemeinden, Jndustriegesellschaften und die anderen Bauherren großer und umfangreicher Bauten, andern auch infolge der leider immer noch in so hohem Maße vorhandenen Wohnungsnot weite Kreise unserer Bevölkerung auf das lebhafteste interessiert. Wie ist es schon seit Jahren der Wunsch manches Stadtbewohners, ein eigenes Heim zu beißen. Leider ist heute vielen durch die neuen Erhöhungen der Baukosten, welche nicht zum mindesten durch die außerordentlich beträchtliche Steigerung der Bauarbeiterlöhne verursacht sind, die Erfüllung dieses Wunsches wieder in weite Ferne gerückt. Um so mehr ist es notwendig, daß alle Mittel und Wege benutzt werden, um unsere Bautätigkeit nicht nur zu heben, sondern auch vor allen Dingen technisch zu verbessern. Gerade in letzterer Hinsicht läßt sich noch außerordentlich viel nachholen. Die Essener Bauausstellung, welche von berufener Seite als reine Fachausstellung veranstaltet wird, soll nun den schon seit Jahren gehegten Plan verwirklichen und an Hand des von zahlreichen freischaffenden Architekten, von Architektur- und Jn- genieurvereinen und von den von der Ausstellungs- leitung nach sorgfältigster Prüfung zugelassenen Baufirmen zur Schau gestellten Materials dem Besucher aus allen Kreisen und Ständen unseres Volkes zeigen, wie unsere Bauwirtschaft gefördert und verbessert werden kann. Eine Hebung unserer Sau« t^a^' welche unbedingt erfolgen muß, kommt nicht nur den zunächst Beteiligten, sondern durch die Lieferung der Materialien und Werkzeuge unserer gesamten Industrie zugute und wird ein Weg sein, um die große Arbeitslosigkeit zu vermindern. ist besonders heroorzuheben, daß durch die Ausstellungsleitung unbedingte Gewähr dafür geboten ist, daß ihr Aufbau und das auf ihr gezeigte *™r swch fachlichen Gesichtspunkten geordnet ist und überflüssige Wiederholungen auf ein und demselben öemet, wie sie besonders bei Messen ja kaum zu vermeiden sind, fehlen werden. Der Besucher erhält auf ’Vr einen selten guten, interessanten und vollstän- digen Ueberbllcf über alle in den Kreis der Ausstellung hinemgezogenen Gebiete. Es ist unbestreitbare Tatsache, daß die Lage der Ausstellung im Zentrum des Ruhrgebietes, welches mit seinen starken Beziehungen zu allen Kreisen der Industrie und Wirtschaft als das Herz der deutschen Wirtschaft überhaupt anzusprechen ist, der Ausstellung einen außerordentlich starken Rückhalt gibt. Da- 3U kommt noch, daß der über das ganze Reich verbreitete Verband Deutscher Architekten- und Jnge- nieur-Vereine seine diesjährige Abgeordneten- und Wanderversammlung mit der Eröffnung der Ausstellung in Essen zusammenfallen läßt. Dadurch haben die berufensten Vertreter unserer Bauwirtschaft die ^klegenheit, an dem hier Gezeigten nicht nur fruchtbare Kritik zu üben, sondern ihre Erfahrungen darüber gegenseitig auszutauschen und wertvolle Anregungen und Verbesserungen für die Bautätigkeit mit nach Hause zu nehmen Sie gewinnen aus eigener Anschauung ein Bild des Bau- und Wohnungswesens im Ruhrgebiet, welches durch die unterzubringenden großen Menschenmassen, durch den großen Umfang geschäftlicher und anderer Zweckbauten, ivelche dem Zusammenleben so großer Menschenmassen in städtischen oder halbstädtischen Siedelungen entsprechen, welches durch die dauernde Erneuerung, Ergänzung und Verbesserung all der viel- artigen Industrie- und Verkehrsbauten so außerordentlich interessant ist. Die vom 18. Juli bis zum 16. August dauernde Bauausstellung Essen ist in fünf große Gruppen gegliedert. Die Baustosse für den Auf- und Ausbau, welche die Grundlage für alle Bauten bilden, machen den Anfang. Wir besitzen nicht nur viele sehr brauchbare natürliche Baustoffe, welche noch viel zu wenig bekannt sind, sondern unsere Technik hat gerade in der letzten Zeit eine größere Zahl neuer Baustoffe für den äußeren Auf- und inneren Ausbau hergestellt, welche wesentlich zur Verbilligung unserer Bauten beitragen und sich vor allen Digien auch in der Parxis in jeder Weise bewährt haben. Unsere natürlichen Baustoffe, wir weisen z. B. nur an die umfangreiche Sleinindustrie am Mittelrhein und in der Eifel hin, können noch ein ganz anderes Absatzgebiet als bisher erhalten, wenn sie nur überall da verwandt werden, wo sie aus technischen und örtlichen Gründen in Frage kommen. Massivbau, Holzbau, Eisenbeton und Eisen stehen heute mehr denn je im Wettbewerb. Dies wird auf der Bauausstellung besonders berücksichtigt und dem Besucher Gelegenheit gegeben, sich durch Anschauung zu überzeugen, wann die einzelnen Baustoffe in Frage kommen und welcher unter den gegebenen Verhältnissen der konstruktiv beste und wirtschaftlich billigste ist. Hieran folgen die Baumaschinen, Baugeräte und Bauhilfsmittel. Gerade hier ist ein Gebiet, wo noch ungeheuer viel auf dem Bau draußen zu verbessern ist. Rur wenige Großbauten wurden bisher nach betriebstechnisch modernen und rationellen Gesichtspunkten durchgeführt. Besonders die kleinen Baustellen unterscheiden sich oft noch sehr wenig von der Bauart nach Urgroßvaters Zeiten. Es ist höchste Zeit, daß hier eine Aenderung eintritt und durch weitestgehende Anwendung moderner Baumaschinen und Baumethoden die Zahl der beschäftigten Bauarbeiter vermindert und die Bauzeit verkürzt wird. Dadurch wird sich eine recht erhebliche Verbilligung ergeben. Eine wertvolle Ergänzung zum Baubetrieb finden wir in der Darstellung der Bauunfälle und die notwendigen und möglichen Maßnahmen zu ihrer Verhütung. Die Gruppe „Neue Baukonstruktionen" erstreckt sich nicht nur auf die reinen Bauteile, sondern greift über auf das Gebiet der Gesundheitstechnik und auf das der Wärmewirtschaft des Hauses. Beide Gebiete sind bisher viel zu wenig beachtet worden. Während des Bauens ist man ohne große Unkosten in der Lage, das Haus so zu erstellen, daß es in viel günstigerer Weise den Anforderungen der Gesundheitstechnik und der Wärmewirtschaft entspricht. Bessere Gesundheitsverhältnisse seiner Bewohner und weniger Bedarf an Heizmaterial find. die Folge dieser zweckentsprechenden Bauten. In dieser Gruppe sind auch alle Zweige unseres Bauhandwerks, soweit sie nicht schon in einer der vorhergehenden Gruppen Unterkunft gefunden haben, vertreten. Die Gruppe „Deutsches Bauwesen", welche von den freischaffenden Architekten und Ingenieuren sowie von den einzelnen Vereinen des Verbandes Deutscher Architekten- und Ingenieur-Vereine reich beschickt ist, wird durch einen Ueberblick über ausgeführte und geplante Bauwerke in den letzten Jahren geben mit ganz besonderer Berücksichtigung der einzelnen Fach- und Landesgebiete. Die letzte Abteilung „Industriebau" gibt der Ausstellung eine sehr wertvolle Ergänzung, welche gerade im Ruhrgebiet, der Stätte der stärksten industriellen Schaffens ausnahmslos begrüßt werden wird. Hier werden die so mannigfaltigen Zusammenhänge zwischen Bautechnik und Industrie gezeigt. Denken wir nur an die Dielartigen Verwaltungs-, Geschäfts- und Werkbauten, welche sich alle dem Betrieb und dem Geschäftsgang der in ihr untergebrachten Industrie aufs engste anschließen müssen. Eine besondere Bedeutung kommt den heule auf so hoher Entwicklungsstufe stehenden Lagerhaus- und Silobauten zu, welche immer mehr nicht nur im Transportgewerbe, sondern auch in jedem industriellen Betriebe Anwendung finden. Wir erwähnen nur die Tief- und Hochsilos zur Lagerung der Kohle und die vielartigen anderen Silos für Werkstoffe jeder Art. Hier finden wir auch eine eingehende Darstellung der Entwicklung desArbeiterhauses in feinen verschiedenen Formen von früher bis heute. Es ist sehr verständnisvoll von der Leitung gewesen, daß sie sich in dem Umfang der Ausstellung eine weise Beschränkung auferlegt hat. Außer dem Hochbau und Ingenieur-Hochbau ist nur noch der städtische Tiefbau soweit vertreten, als er in unmittelbarer Beziehung zu den beiden erstgenannten Gebieten steht. Dadurch ist die bei anderen Ausstellungen so oft gefundene UeberfüUe des Materials vermieden. Zum Schluffe ist noch zu erwähnen, daß eine größere Anzahl weiterer Fachvereinigungen die Bauausstellung gerne dazu benützt hat, um ihre diesjährige Tagung nach Essen zu verlegen. Wir nennen u. a. die Vereinigung der Fuhrparkleiter Deutschlands, mit deren Tagung eine kleine, aber sehr beachtenswerte Ausstellung für Straßenreinigung und Müllbeseitigung verbunden sein wird. Zu den schon vorhandenen Hallen auf dem Essener Ausstellungsgelände in Bredeney sind noch weitere, darunter eine nach dem System Zollbau errichtete, hinzugetreten. Deutsche Bindemäher. Don Friedrich Martin. F. Der immer fühlbarer werdende Mangel an Landarbeitern und die anhaltend ungünstige wirtschaftliche Lage der letzten Jahre zwingen den deutschen Landwirt, in immer stärkerem ..av.edanach zu trachten, die Ernte in jeder nur öu beschleunigen. Eine wesentliche Hilfe bietet sich ihw in der weitgehenden Verwendung guter Erntemaschinen. ' Reben Gras-- und Getreidemähern, Heuwendern und Rechen ist in erster Linie der Bindemäher dem Landwirt als wertvoller Helfer willkommen. Das gemähte Getreide wird bei dieser vollkommen selbsttätig arbeitenden Maschine durch endlos um- laufende Tücher hochbeforderl und von besonderen Packarmen zu einer festen Garbe zu- sammengeörückt. Rachdem das Bindegarn herum- geschlungen und der Knoten von den sogenamrten Knüpffingern gebunden ist, wird der Faden angeschnitten und die fertige Garbe ausgeworfen. Die ersten solchen Maschinen entstanden bereits vor 60 Jahren in Rordamerika-, Uio die Einführung der Maschine in die Landwirtschaft infolge der bedeutenden Größe der Ländereien und der verhältnismäßig geringen Bevölkerungs- zahl früher einsetzte und schnellere Fortschritte machte. Als auch in Deutschland die Rachfrage nach diesen Maschinen rege wurde, zögerte die deutsche Maschinenindustrie selbstverständlich mcht, den Bau dieser verwickelten Erntemaschine mit vollem Eifer aufzunehmen. Sn der heutigen Zeit ist es doppelt zu begrüßen, daß es ihr inzwischen gelungen ist, die deutsche Landwirtschaft durch gute, zweckmäßige und preiswerte Erzeugnisse mehr und mehr für sich zu gewinnen. Es fördert die gemeinsamen Lebensbelange von Deutschlands Landwirtschaft und Sndustrie, wenn der deutsche Landwirt deutsche Landmaschinen und Geräte vorzieht. Damit bietet er der Sndustrie den nötigen Rückhalt und unterstützt ihre Entwicklung. Andererseits sind die guten deutschen Maschinen den Bedingungen, wie sie für die deutsche Landwirtschaft zutreffen, besser angepaßt, und die Ersatzteilbeschaffung und Instandsetzung durch einheimische Werke sind einfacher. Veränderlichkeit im Nestbau der Vögel. Von Rudolf Hermann. Ich besitze aus verschiedenen Gegenden und von verschiedenen Nistbäumen Vogelnester, die durch ihre Eigenart auffallen. Zwei Buchfinkennester, eines aus einer Fichte, ein anderes aus einer Buche, Zeigen beide den charakteristischen Typus, weisen aber Moos von verschiedener, den Nistbäumen angepaßter Farbe als Außenbetleidung auf. Das eine hat dunkles, das andere Helles Bekleidungsmaterial. Bei Nummer 3, aus einem mit Kalkmilch bespritzten Obstbaum, sind außer dem sonst üblichen Baustoff viele Papierschnitzel (Mimikry) verwendet. Nr. 4 stand in einer Birke am Rande einer Wiese, auf der Sckafe weideten. Es war außen mit Birkenbast, Schafwolle und kleinen Pappkartonstücken, im Innern mit weißen Pferdehaaren und Wolle bekleidet. Auch hier eine mimikrierende Erscheinung. Nr. 5, aus der Gabelung einer Pappel, weist außer Vast ins Grünliche spielende kleine Papierstreifen auf. Ein Nest der Waldamsel aus einer Fichte, sehr eigen mit Moos und Fichtenreisig umkleidet, hob sich gegen ein gleiches Nest aus der Laube eines Schrebergartens und gegen ein anderes von einem mit Efeu bepflanzten Grabe derart ab, daß der Nichtkenner die Nester, trotz des sonst typischen Baues, verschiedenen Vögeln zugesprochen haben würde. Ein in einem Stachelbeerstrauch angelegtes, beutelförmiges S) ä n f l i n g s n e ft, mehrere Gelb- spötternester sowie verschiedenartige Bauten vom Zaunkönig würden Zweifel über ihre Verfertiger gelaßen haben. Für solche Veränderlichkeiten spricht wohl in erfterßinie der Selbsterhaltungstrieb bzw. die Sorge um den Schutz der Nachkommenschaft, sodann aber wohl auch vererbte Erfahrung. Auf der anderen Seite möchte man für mit weniger Sorgfalt angelegte Nester in der Nähe menschlicher Wohnungen den Grund gelten lassen, daß der Vogel dort, wo er sich von vornherein geschützt fühlt, auch wohl weniger zweckmäßig handelt, als beispielsweise der Buchfink, der durch Schutzfärbungsstoffe fein Nest Späherblicken zu entziehen sucht. Zwei neue Elemente entdeckt. Masurium und Rhenium. Wie Geheimrat Prof. Nernst in der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin mitteilte, sind soeben von zwei deutschen Gelehrten, dem Re- gierungsrat Dr. Walther Noddack von der physikalisch-technischen Reichsanftalt und Fräulein Ida Tacke unter Mithilfe von Dr. Otto Bergs nach zweijähriger planvoller Arbeit zwei neue Elemente entdeckt worden, die mit den Namen „Masurium" und „Rhenium" bezeichnet wurden. Ebenso wie das kürzlich entdeckte „Hafnium" wurden auch die beiden Elemente Masurium und Rhenium durch Röntgen- spekkroskopie aufgefunden, wobei sich ergab, daß beide Elemente dem Mangan, einem eisenähnlichen Metall, verwandt sind, während sie in ihren typischen Eigenschaften mehr dem Platin und Osmium nahekommen. Die Auffindung der beiden Elemente wurde durch die geringen Quantitäten ihres Vorkommens außerordentlich erschwert und erst nach mühevoller Arbeit konnte aus bestimmten Mineralien, die auf Grund der Kenntnis der chemischen Eigenschaften allein in Frage kamen, durch ein geistreiches Verfahren eine Konzentration der Elemente durchgefuhrt werden, so daß sie schließlich durch das Röntgenspektrum einwandfrei festgestellt werden konnten. Das periodische System der Elemente, das im Jahr 1869 durch Lothar Meyer feftßeftelit wurde, ist durch die neuen Entdeckungen wiederum glänzend bestätigt worden. Von den feststehenden 92 Elementen sind nunmehr 89 bekannt. Während beim leichtesten Element, dem Wasserstoff, die Kernladung 1 beträgt, zeigt das schwerste Element, das Uran, 92. Beim Masurium beträgt die Kernladung 43, beim Rhenium 75. Die beiden neuen deutschen Entdeckungen werden in der gesamten wissenschaftlichen Welt das lebhafteste Interesse erwecken und dem Ausland erneut Hochachtung vor deutschem Forschergeist abnötigen. Dr. P. L. S&Ä? Aä Ein neu $et N'ft ?tiS Ks§mM £Ä* bah dieses W'P Duntle des Bet lü hung fomme. 3U denheilm S°be M honen aokornaiisch ob für sie eine unp iich sei. Die ülaru' ta« Meilung der Bit eines verslotzes g< lanbjone ergriffen flehe ferner in öe Schiedsgericht reich. Auch »M Mche Forderung ■ oerichlsoerlräge im Stein des Anstoßes schofler in London, I „M Parisien" tu len, die sich ans \ Stege des intetnati „Sie Tlounelle“ bie Mdetannahet die Mellung, da gegenkommen illlk die Unke Asien fordern. 1 Hein unb sogar c, Solibaiität bet engi In Gfilna erlauft i yi wissen, daß deme den stenzösischen Bo sind und warnt Bria' pslichtmgen. Das V folgen ansmetksam, gehen Frankreichs ir Die Sie im 5 Berlin, 27. & Machst dem gestern 'N. Eichhorn einen! leten stehend ongehö i Aus der Tagesord ta Tteuervorlc 5m Flamen bet 5 Abg. Tr. -'ne gemeinsame Et Jierungsparteien hii Men Einzelheiten .Mn zuzustimmen. chaft sowohl als £mnr geradezu ),e binonziage des e°I°tionslastk Mderung nicht zu. S^ieilungsiab «Ski ES: LZr Sind ’M fteich ^"-Ueg' Wen m}en ^di )-n. »als bi 1UtSPaSn.a6 71einbeDerfrlamlei ÄS .. Ab-. Ntegf.1™' dich -M°F°uskr< ■ *