ür. rs Erster Slatt 175. Jahrgang Srettag, 27. März 1925 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick und Verlag! »rlwl'scht Unlverlltäl-.vnch- und Stemöniderti R. Lange in Sieben. Sdjriftleitung und Selchäst,ftell«: Schnllral,- r. »«nähme d*r Anzeige« für die lagttnummtr bis zu» Nachmittag »urhek ohnejedeDerdlndlichtzrit. Preis tdr l mm höhe für Anzeigen von 27 mm 'Brette örtlid)8, «usroärts 10 öolbpfennig; für Ne» Klame-Anzeigen v 70 um 'Breite 36 Holdpfennig, Platzoorschrift 20" .Auf- chlag. - Verantwortlich ür Politik u. Feuilleton; )r jriebr. Will) Lange; ür den übrigen Teil: Ernst Blumschein,- für den Anzeigenteil: Hans Bed^ sämtlich in Gtetzen. Erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertags. Beilagen: ViehenerFonnlienblätter Heimat nn Bild. Monalt'vezf.xspreir: 2®olbmarh u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fern sprech.Anschlüsse: Schriftleitung 112, Der» lagunbGeschäftsstellebl. Anschrift für Drahtnachrichten: UnzelgerGiehe«. potscheckksnto: greetlnrt a. M. 1168«. Der Reichspräsident. Don Gen«ralsuperin1end«nt Prof. D. Dr. S chian in BreSlau. Das gesamte Dolf hat den deutschen Reichs- Präsidenten zu wählen. ®ntfprid>t der riesige Aufwand an Kraft und Zeil der Bedeutung des Amts? Die Befugnisse des Reichspräsidenten sind nicht groß. Unsere Derfassung ist ja so demokratisch, daß sie dem Volk selbst (In Wirklichkeit freilich dem Reichstag) fast die gesamte Macht in die Hand gibt. Dem Reichspräsidenten sind wohl wichtige Rechte zugesprvchen, aber bei den wirklich wichtigen steht der Vorbehalt: „mit Zustimmung des Reichstais". Warum legen wir also der bevorstehenden Wahl solche Bedeutung bei? Der Reichspräsident hat vorwiegend repräsentative Bedeutung. Man fort das nicht gering schätzen. Denken wir — sofern die Dinge einen Dergleich vertragen — an die Bedeutung des Kaisertitels im Reich nach 1871. Niemals wird ein Präsident auch nur entfernt dem Volk sein Broten, was ihm sein Kaiser war. Aber er ist doch in gewissent Grad die Spitze des Bolks. die persönliche Verkörperung. Lind es ist auch in der Zeit der allgemeinen Riv"llierung nicht gleichgültig, wer diese Spitze darstellt. Seit 1919 stand ein Sozialdemokrat an der Spitze des Volks, ein Mann aus dem Arbeiter-- stand. Das entsprach der gesamten Situation der RachkriegSzeit. Das Vü gertum war gelähmt; es toten Kraft und Willen verloren zu haben. Die sozialistische Arbeitei-schaft erhob siegreich das Haupt. Sie beherrschte die Lage. Wenn nicht durch parlamentarische Mehrheiten, dann durch Streiks und andere Gewaltmahregeln. Es war folgerichtig, dah einer der ihrigen das Reich darstellte. Uno es war gut. dah es einer ihrer Besten war. Allmählich hat sich das Bürgertum auf- gerafft Der Jahre Laus hat bewiesen: Es geht nicht ohne daS Bürgertum. Auch ganz demokratisch gemessen: Die sozialdemokratische Arbeiterschaft bat nicht die Mehrheit im Volk. Also wäre es seht ein falsches Aushängeschild, wollte das Doll sich ttnen Präsidenten a'is Eberts Partei setzen. Denn manche Bürger das dennoch wollen, so tun sie eS aus der Sorge heraus, bah eine aus der Herrschaft entfernte Sozialdemokratie das Interesse an der Staatsordnung überhaupt verllere und dann womöglich staatszerstörend wirken konnte. Soll diese Angst wirklich den Ausschlag geben? Ein Bürgertum. das sich von der Angst regieren läßt, wäre wert .unterzugehen. Eine Sozialdemokratie, die den Staat nur dann bejaht, wenn sie ihn partei- mäßig beherrscht, ist für jeden Staat unerträglich. Ein Staat, der einer M nderheit die Herrschaft zugesteht, weil sonst Gewalt droht, gäbe sich selbst auf. Rein: jetzt muh in deutscher Bürger an die Spitze! Seit 1919 hatte die Sozialdemokratie das Amt des Reichspräsidenten inne. Man sprach früher von der internationalen Sozialdemokratie. Sie selber nannte sich so. In den Jahren des Kriegs und nachher hat sie manches gelernt. Auch ihre Internationalität hat, Gott sei Dank, an Farbe verloren. Aber sie kann nun einmal diesen internationalen Charakter nicht ganz verlieren. Es bleibt ihr immer etwas von jenem blinden Glauben an die Liebe und Gerechtigkeit der fremden Völler: sie kann sich praktisch nicht frei machen von der Meinung, daß auch das französische Doll im letzten Grunde friedlich und wohlmeinend sei. Sie ist und bleibt pazifistisch im Sinne jener wirklichleitsfremden Utopien, die uns soviel gekostet haben. Sie ruft dauernd: „Rie wieder Krieg!", ohne zu merken, das; sie damit Frankreich zu jeder frechen Gewalt gegen Deutschland ermuntert. Gut: so war — leider — die Mehrheit des deutschen Volkes 1919 gestimmt. So gehörte ein Mann dieser Art auf den Sitz des Reichspräsidenten. Aber jetzt denkt das deutsche Voll in seiner Mehrheit nicht mehr so. Jetzt wäre es ein falsches Aushängeschild, wollten wir einen „internationalen" Sozialdemokraten an die Spitze des Reichs stellen. Jetzt must ein nationaler deutscher Bürger an d ie Spitze! Aengstliche Deutsche fragen: Was wird das Ausland dazu sagen? Cs ist schlimm, dast diese Frage überhaupt gestellt wird. Geschieht es aber einmal, so sei die Antwort gegeben. Möglich, wahrscheinlich, daß Frankreich, wenn ein nationaler deutscher Burger gewählt wird, aufs neue von Deutschlands Bedrohung sprechen wird. Aber wenn ein anderer gewähll würde, so würde es andere Vorwände finden, um ganz ebenso über die deutsche Gefahr zu klagen. Das solllen wir gelernt haben: Mag Deutschland so friedlich, fo nachgiebig, so verständigungsbereit sein, wie nur denkbar, Frankreich wird Deutschland immer der Friedensstörung beschuldigen. Kann es sich nicht auf, die geringsten tatsächlichen Anhaltspunkte stützen, so wird es lügen, lügen, lügen, wie es denn feit zehn Jahren und langer lügt. Rein, Frankreichs Gunst wird uns nicht lächeln, und wenn wir den allerfanftesten Pazifisten wählten. Wir wollen unseren Weg gehen, nicht den Weg Frankreichs. Wir wollen unseren Mann wählen, nicht den Mann Frankreichs. Wir wollen einen deutschen Mann wählen! Einen nationalen deutschen Mann! Einen nationalen deutschen Bürger! Die 26. Marz. (WB.) Zum Zweck der ^"^gülligen Lösung der Aufwertungsfrage hat die Reichsregierung den gesetzgebenden Körper- schäften die Entwürfe eines Gesetzes über die Aufwertung von Hypotheken u n d ankeren privat rechtlichen Ansprüchen und eines Gesetzes über bie Ablösung öffentlicher Anleihen zuaelettet. Der Entwurf des neuen Auswrtungs- gesetzes bringt für Hypotheken. Grundschulden. Reallasten sowie für hypothekarisch gefieberte Forderungen eine Erhöhung des Auswertung s s a tz e s von 15 auf 25 Prozent, wenn die genannten Rechte zur Zeit D?s Erwerbes innerhalb Der ersten Hälfte des Wehrbei- tragswertes des belasteten Grundstückes lagen. Der Entwurf hält unter Ablehnung einer individuellen Aufwertung an der schematischen Aufwertmrg nach festen Hundertsätzen des Goldmarkoetrages des aufzuwertenden Rechtes fest, wobei es bei der Möglichkeit einer Herabsetzung zugunsten des Schuldners bleibt Der Goldmarkoetrag soll nicht mehr über Dollar berechnet werden, sondern zur Berücksichti - gung der inneren Kaufkraft der Mark nach einer aus Dollarindex und Grosthandels- index ermittelten, für bestimmte Zeitabschnitte festgesetzten Meßzahl. Die neu gewährte Zusatz a u f to e r t u n g von 10 Prozent soll an bereitester Stelle in der zweiten Halste des jeyi- gen Grundstückswertes htnter einer für Kredit- zwecke vorzubehaltenden EigentümergrundschulD im Grundbuch eingetragen werden. Aach dem Entwurf wird der Aufwertungsbetrag ab 1. Januar 1925 mit zwei Prozent, ab 1. April 1925 mit vier Prozent und ab 1. Januar 1926 mit fünf Prozent verzinst. Die Verzinsung der Zusahaufwertung soll am 1. Januar 1928 mit fünf Prozent beginnen. In keinem Falle sollen aber höhere Zinsen gezahlt werden als die ner- einbarten. Die Zahlung des Aufwertungsbetrages soll, tote schon bisher, nicht vor dem 1. Januar 1932 verlangt werden können. Die Aufwertungsstelle kann aber Abschlagszahlungen bis längstens 1935 gewähren. Die Zu- faßauftocrtiuig von zehn Prozent soll bis 1940 gestundet werden. In allen gädeir tonn der Schuldner mit kurzer Kündigungsfrist vorzeitig zahlen. Für Hypotheken und andere dingliche Rechte sowie hypothekarisch gesicherte Forderungen ist Rückwirkung bis 1. Januar 1923 zur Hälfte der Aufwertungsbeträge vorgesehen. Die Aufwertung h;pothelarisch gesicherter persönlicher Restkaufgeloforderungen nach den allgemeinen Vorschriften, also auch über den Rormalsah hinaus, wird für alle nach dem 31. Dezember 1911 bisher 1918, begründeten Forderungen zugelassen. In dem Entwurf des Gesetzes über bie Ablösung öffentlicher Anleihen ist eine endgültige und einheitliche Regelung aller Markanleihen des Reiches, der Länder und Gemeinden vorgesehen. Die Mark- anleihen des Reiches mit Ausnahme der Zwangsanleihe sollen in eine Anleiheablösungsschuld des Deutschen Reiches umgeta-ischt werden. Das älmtauschverhältnis ist bei Dortriegs- und Kriegsanleihen 5 v. H., bei Sparprämienanleihen 2Vs Proz. des Rennbetrages. Die Anleihcablösungsschuld im allgemeinen ist bis zur Erledigung der Reparationsver- Pflichtungen unverzinslich und nicht tilgbar. Abweichend von dieser allgemeinen Regelung werden Anleihealtbesitzer, d. h. Personen, die seit hem 1. Juli 1920 ihre Markanleihen ununterbrochen besitzen, bevorzugt behandelt. Für die Anleiheablösungs- schuld, die sie für ihre Altanleihen erhalten werden, werden jährlich rund 14 0 Millionen Reichsmark verausgabt. Dieser Betrag entspricht schätzungsweise 1 4 Prozent der Ablösungsschuld der Altbefitzer. Er ist mehr a l s d r e i Viertel der Aufwendungen, die das Reich im Jahre 1914 für Die Verzinsung feiner Anleihen zu machen hatte. 50 Millionen Reichsmark dieser Summe werden bei Zugrundelegung der Schätzung von 20 Milliarden Mark Altbesitzanleihen dazu verwendet, die Anleihe- ablöfungsschuld der Altb siher jährlich zum Renn- bctrage zu tilgen. Weitere 25 Millionen werden für Prämien bis zum vierfachen Rennbetrag der ausgelosten Anleihlltücke verwendet. Auf diese Weise erhält ein Teil der Allbesitzer ehre Aufwartung bis auf 25 Proz. ihrer alten Anleihen. Dies wird den Kurs der Wertpapiere der Altbesitzer günstig beeinflussen. Dem Anleihealt- besitzer werden Wunde! sowie Stiftungen und Anstalten gleichgestellt, Die zur mündelsicheren Anlage ihres Vermögens satzungsgemäß verpflichtet waren, auch wenn sie Die Anleihen nach dem 1. Juli 1920, aber vor dem 1. Juli 1923 erworben haben. Eine Unterbrechung der Auslosung soll nur für den Fall Vorbehalten bleiben. Daß Die künftige Finanzlage des Reiches es unbeDingt erforDerlto machen sollte. Reben dieser allgemeinen Prämienauslosung erhallen die Altbesitzer von Kriegsanleihe im Falle ihrer Bedürftigkeit eine jährliche Rente biS zum Höchstbetrage von 2 Prozent ihrer allen Markanleihen. Dies wird schätzun^weise 40 Millionen Mark jährlich erfordern. Diese regelmäßigen Leistungen für Die Anleiheablösungs- chuld sollen ergänzt toerDen Durch künftige Einnahmen des Reiches aus Den Dividenden Der deutschen Reichsbahn gesell» chaft. Mll diesen Mill In soll die Tllgung der Anleiheablösungsschuld der Altb sitzer rerftärft werden. Ein Teil Der Mittel soll für Die Lil- Auswertungsgesetze. gung der Ablösungsschuld Der Reubcfiher Verwendung finden. Darüber hinaus soll noch ein einmaliger "Betrag von etwa 150 Millionen Reichsmark für eine erstmalige größere Vorzugstilgung der Allbesitzanlcihen Der Sparkassen, Den Trägern Der Sozialversicherung unD DeDürftigen mit Kriegsanleiheall- besitz von weniger als 1000 Mark zur Verfügttng gestellt toerDen. Die Markanleihen Der £ ä n De r unD Gemeinden toerDen gleichfalls im Verhältnis von 5 Prozent in Ab- lösungsanleihen umgetauscht. Den Ländern und Gemeinden ist es überlassen, ob auch sie eine älntcrscheidung zwischen Alt- und Reubesitzern vornehmen wollen. Die Anleihen der Länder und Gemeinden sind jährlich mit muv bestens 5 Prozent aber höchstens 10 Prozent zu verzinsen ober zu tilgen. Die Einnahmen Der Länder und Gemeinden aus den werbenden Betrieben sind zur D.rstärkung des Anleihe- Dienstes in gewissem Umfange heranzuziehen. Zu Den Gesetzentwürfen über die Ablösung öffentlicher Anleihen und Auswertung von Hypotheken und anderen privatcechllichen Ansprüchen verlautet, Daß die Regierung die von ihr vorgeschlagene Losung als endgültig betrachtet. Der innere Anlaß zu Dem bedeutungsvollen Schritt war das Bestreben der Reichsfinanzvcr Wallung, die Kreditfähig leit zum Zwecke Der Vorbereit ung neuer Anleihen wiederzuerlangen. Die Gesaintschuld beträgt zur Zeit Der Einrechnung des erwähnten Gesetzentwurfes 70 Milliarden Papiermark Rach ihrer Umwandlung in Gvldmark ermäßigt sich diese Summe auf 3Vs Milliarden Reichsmark. Die Reichslegierung hofft, bereits im ersten Jahr nach Der endgültigen gesetzlichen Regelung Der Frage imstande zu fein, 20 Prozent Der A n- letheschulden abzulösen. Sie hofft ferner, diese Rate in ben folgenden Jahren noch erhöhen zu können. Zu Der Hypotheken- auftoertung ist noch zu bemerken. Daß für die Obligationen keine zufätzliche Auswertung in Aussicht genommen ist. Vielmehr hat sich an Der bisherigen gesetzlichen Regelung in der Frage der Industrieobligat.onen und ihrer Aufwertung durch den neuen Gesetzentwurf nichts geändert. Dem ReichSrat sind die Aufwertungsgesetze zugegangen. Die Beratung Der Gesetze wird in den Ausschüssen am 7. 4. und am 6. 4. stattfinden. Hierauf soll schon am 8. 4. die Plena rberatung auf die Tagesordnung gesetzt werden. Abrüstung und Sicherheit. Schon in feiner Antrittsrede hatte Präsident E o o l i d g e mit großer Wärme den Ab nstungs- gedanken vertreten und Darauf hingewiefen, daß Amerika feinen ganzen Einfluß für die Weiterverfolgung des Gedankens cmfeßen werde. Jetzt beginnt das Weiße Haus Den Gedanken in die Tat umzusetzen und Vorbereitungen für eine neue Abrüstungskonferenz zu treffen. Zunächst werden Die militärischen Sachverständigen Amerikas die technischen Vorarbeiten erledigen und Vorschläge auS- arbeiten. Auf Grund dieser Vorschläge wird Dann Kellogg seine Entscheidungen treffen, die insofern von besonderer Bedeutung sein werden, als es sich nicht allein darum handelt, das Programm festzusetzen, sondern auch die Staaten auszuwählen, die eine Einladung zu der neuen Abrüstung'k nferenz eß.lten formen. Allerdings wird auch noch die Wahl des Tagungsortes hierfür von befonberer Bedeutung fein. Sollte Washington, woran wohl kaum zu zweifeln ist, zum Tagungsort bestimmt werden, dann wird ohne Zweifel auch Deutschland eine Ein- Ztadung erhalten, da in Washingtoner Regierungskreisen der Wunsch besteht, alle Rationen, die Interesse an der Awüstungsfrage haben, einzuladen. Das würde natürlich auch auf Deutschland zutreffen, das ja das einzige Land ist. das wirklich abgerüstet hat. während alle andere Staaten noch in Waffen starren und ihre Rüstungen auch weiter betreiben, obwohl in Genf ein sogenannter Völlcrbund sitzt, der sich abquält, Garaillien gegen Den Krieg zu schaffen. Ob sich Die kommende Abrüstungskonferenz auch mit der Abrüstung z u Lande befassen wird, Die ja für Europa von besonderer Bedeutung wäre, ist recht fraglich. In Washington glaubt man, Daß Die Beschränkung Der Luft- rüstung im Vordergrund stehen wird, weil Die Luftwaffe eine Entwicklung genommen hat, Die für frmmenDe Kriegsfälle von ausschlaggebender Bedeutung sein wird. Auch Die Einschränkung Der U b o o t to a f f e wirb eine große Rolle spielen. Die Widerstände in diesen Fragen werden natürlich sehr erheblich fein, und es wird sich ein langwieriger Gedankenaustausch zwischen den Hauptmächten notig machen, eh? Die Einberufung Der Konferenz erfolgen kann Man rechnet Damit, Daß di S nicht vor Dem Herbst dieses Jahres möglich sein wird, so Daß kaum vor Dem nächsten Jahre mit ihrem Zusammentritt gerechnet werden kann. Welche Aussicht dann noch eine Abrüstungskonferenz hat, wird im wesentlichen von Der Entwicklung Der Welllage abhängig sein. Der Sicherheitspakt. Lonbon, 26. März. (Tllll) Der diplomatische Korrespondent des „Dally Telegraph" gibt heute auf Grund Der Rede Chamberlains und anDeten Materials eine Voraussage zur künftigen Entwicklung der Dinge. Er glaubt, daß Der französische Botschafter d e F 1 eu- r i a u, Der inzwischen nach London zurückgekehrt ist. wahrfcheinlich eine Reihe von Angeboten und Randbemerkungen der französischen Regierung mitgebracht haben wird, Die voraussichtlich England und Die Alliierten in Den Stand setzen werden, weitere Einzelheiten von Deu tschland zu erbitten. In London ist man nicht der Ansicht. Daß von selten Der Alliierten eine formelle Rote wegen Der deutschen Vorschläge nach Berlin geschickt würde. Vielmehr würden dafür einige Zeit noch Die Besprechungen auf dem Wege über die Do tschafter stattftnden. Möglicherweise würde Die deutsche Regierung den beteiligten Mächten ein zweites Memorandum oder ein Hilfsmemorandum z ul enden, in Dem Die deutsche Regierung klarlegen würde, wie sie sich die Entwicklung eines Ueoerernkommens zwischen den östlichen und westlichen Rachbarn dächte. Es verlautet, daß Die deutsche Regierung den Abschluß von Sonderverträgen mit Den einzelnen QtaAbarn beabsichtigt.Verträge. Die jetzt nach Lage Der Dings Im einzelnen verschieden sein müßten, Die aber alle Schiedsgerichtsverträge sein müßten. Die schon bestehenden Schiedsgerichts- uuö Schlichtungsverträge zwischen Deutschland auf Der einen, Schweden, der Schweiz und Finnland auf der anderen Seite würden bei Den künftig abzu schließenden Verträgen als Musber Dienen. Indessen würden diese z toe i Gruppen von Verträgen in wichtigen Punkten voneinander ab* Weichen: in Den Verträgen mit den Reutralen find Streitfälle, Die Wirkungen des Welt- kriegen sind, ausdrücklich ausgeschlossen, wohingegen diese Streitfälle einen wesentlichen Bestandteil Der künftig mit Den Alliierten zu vereinbareichen Verträge bilden würden Automatisch würde sich aus dem Schiedsgericht-» vertrag der Eintritt Deutschland- in den Völker. bund ergeben, um Deutschland in den Stand zu sehen, sich deS Völkerbundes zu bedienen. Laut „Daily Rews" ist die Dlättermcldung, daß Deutschland seinen Eintritt in den Völkerbund von der Räumung Kölns abhän- g i g machen wolle, nach Meinung gut unterrichteter Kreise in London nicht zutreffend. Die Ansicht wachse, daß Die Aufnahme Deutschlands in Den Völkerbund und Die Räumung Kölns fast gleichzeitig im Herbst statt-- finDcn wird. Man glaube jedoch unD hoffe, Daß Die Berliner Regierung in ihrem Anträge an den Völkerbund Den ihr gegebenen Rat beherzigen und keine Bedingungen stellen werde. Den Standpunkt Frankreichglaubt der „Matin" dahin zusammenfaffen zu fön« neu. daß Frankreich zunächst nach wie vor bereit ist. die deutschen Vorschläge im Gäste größter Sachlichkeit und guten Willens zu prüfen. Was Polen anbelangt, dem Großbritannien in Der ganzen Angelegenheit die Rolle des Sünden- bockes zugewissen habe, so bleibe die Haltung Frankreichs hierin unverändert. Polen wolle fein Hindernis für die Sicherungsfrage Im Westen bilden, sich aber andererseits streng an Den Versailler Vertrag halten. Dies sei auch die Ansicht Der französischen Reg erring. Die Frage sei. ob Deutschland, wenn es zur getreuen Beachtung des Vertrages an- gehalten toeiDe. seine friedlichen Vorschläge aufrecht erhalten würde. Das erscheine wenig wahrscheinl ch. Interessanter als diese Angaben des „Ma- tin" sind Die Erklärungen, Die eine ungenannte hochstehende politische Persönlichkeit dem Berichterstatter gemacht hat. Die Persönlichkeit, die in nahen Beziehungen zum Ka- bmett Baldwin steht, hat folgendes erklärt. „Kommt Deutschland um vorbehaltlose Aufnahme in Den Völkerbund ein, fo wird der Garantiepakt im Westen ohne weiteres zustandekommen. Was Die Ost grenze anbelangt, so steht öle englische Regierung auf Dem StanDpunkt: Wenn Deutschland nach Aufnahme in den Völkerbund sämtliche Übernommenen Verpflichtungen erfüllt und damtt Den Beweis des guten W illens erbringt, so kann es kraft Artikel 19 des Döllerbrrndpaktes gellend machen, daß fei ne O st grenzen Öen wirtschaftlichen Bedürfnissen Der betreffenden Gebietsteile nicht entsprechen." Die vorstehenden Im Sperrdruck toiederg gebenen Ausführungen zeigen, tote der „Malin" ausdrücklich hervorhebt die Auffassung des britischen Kabinetts. Amerika für die deutschen Vorschläge. Reuhork, 26. März. (B. Z.) Chamber- Iains Rede wird von allen Blättern ausführlich in großer Aufmachung gebracht. Alle Zeitungen veröffentlichen günstige Kommentare und begrüßen Den Hauptinhalt Der Rede. Das offizielle Washington lehnte eine Kommen, tierung ab. doch ließen Der Regierung nabe» stehende gterfoner wissen, daß die Teretntgte-it Staaten bie von Deutschland vorgeschlagene Regelung begrüßen und Erfolge davon erhoffen. Washington ist an einem Zustandekommen des Sicherheitspattes schon deswegen interessiert, weil vorher die A b r ü - stungSpläne wegen des Widerstandes Frankreichs aussichtslos seien. Chamberlains Ansicht über das Genfer Protokoll entspräche durchaus der Amerikas. Auch die Bereinigten Staaten hoffen dah das Protokoll nunmehr endgültig fallen gelassen worden sei. Sie nehmen an, dah auch in der September-Tagung des Mlkerbundes der Gedanke nicht wieder ausgenommen werden wird. Vorbereitungen in Washington. London. 27. März. (WTB. Funkspruch.) Der Washingtoner Berichterstatter her „Wornrng Post" schreibt, die vorgestrige Konferenz zwischen Präsident Coolidge und Senator Bor ah hat sich hauptsächlich mit der geplanten Abrüstungskonferenz besaht. Coolidge und Dorah seien der Ansicht, daß, wenn die Borschlage Chamberlains angenommen tourben, dies die Arbeit in Washington wesentlich erletch- lern müßte. Sie stimmten weiter darin überein, daß die Frage der Landrüstungen nicht m Washington zu erörtern sei, obgleich sie nichts tun würden, um eine solche Erörterung unter den auswärtigen Mächten zu verhindern, wenn diese der Ansicht seien, daß dadurch irgend etwas erreicht werden könne. Beide seien außerdem entschlossen, keine Erörterung der Frage derauswärtigenSchulden stattfinden zu lassen. Senator Borah würde es gern sehen, dah sowohl Ruhlanb als auch Deutschlan d an der Ftottenkonferenz teilnehmen, weil deren Anwesenheit dem Frieden förderlich sein würde. England und die Abrüstungskonferenz. London. 27. März. (WTB. Funkspruch.) Die britische Regierung hat in Beantwortung einer diesbezüglichen amerikanischen inoffiziellen Mitteilung die Bereitschaft Großbritanniens ausgedrückt, an der von den Bereinigten Staaten einKuberufenden Abrüstungskonferenz teilzune^ men, und in der weiter erklärt wird, daß auch die Dominions vertreten sein würden. Das Genfer Protokoll. Paris, 26. März. (WB.) 3m Senatsaus- schuß für auswärtige Angelegenheiten erstattete der Delegierte Frankreichs beim Dölkerbund, Senator * e n r t d e Louvenel. Bericht über das Genfer Protokoll. Frankreich müsse den Grundsätzen, die im Protokoll von Genf niedergelegt seien, treu bleiben, bevor ein Sicherheitspatt außerhalb des Protokolls unterzeichnet werde, sei es notwendig, dah zwischen den ettaa- ten, Vic jetzt Mitglieder des Voller- bundes find, ein Pakt abgeschloffen werde, auSgestattet mit militärischen Konventionen. Erst dann könne der Patt auf Staaten ausgedehnt werden, die dessen Klauseln annehmen, nachdem sie in den Döllerbund eingetreten sind. So allein, erllärte Iouvenel, werden wir uns davor sichern, dah die Zulassung Deutschlands zum Döllerbund (dem Hüter der Verträge) nicht dazu führen kann, daß er ein Bund zur Revision dieser Ver- träge werde. Der anwesende Senator Bourgeois stimmte den Konllusionen Iouvenels zu, worauf der Ausschuß einstimmig beschloß, diese -Konklusionen als einmütige Willensäußerung der Kommission dem Ministerpräsidenten zu übermitteln. Der Kontrollbericht. (Sin zweites (Hutschten Aochs. Paris, 27. Marz. (TU.) Aach den Mor- aenblättem hat die Botschafterkonferenz gestern den Fragebogen ausgearbeitet, der heute vvrnrittag dem Borsitzenden des Interalliierten Militärausschusses in Bersailles. Ma r s ch a l l Foch, überreicht werden soll. „Echo de Paris" erfährt aus sicherer Quelle, dah die Aufsorde- rung an den Interalliierten Militärausschuß, ein zweites Gutachten auszuarbeiten, trotz der in der Borwoche geseihten grundsätzlichen Entscheidungen bisher nicht erfolgen konnte, weil zwischen den alliierten Botschaftern Meinungsverschiedenheiten bestanden, die auf Grund neuer Instruktionen der Regierungen jetzt behoben werden formten. Die An- schlüssigkeit der Bvtschasterkonferen; hätte ihren Grund darin gehabt, dah die englische und französische Regierung erkannten, ein Einvernehmen über die deutschen Abrüstungen und das Kölner Problem sei nicht zu erreichen, solaüge die Frage der französischen Sicherheit und der Entmilitarisierung der Rheinlande noch nicht geklärt fei. Rachdem Herriot eingewilligt habe, auf der Grundlage der deutschen Dorschläge über die Sicherheit Frankreichs zu verhandeln, hätte man den Augenblick für gekommen gehalten, die beiden bisher zurückgestellten Probleme mit verschärftem Rachdruck wieder in Angriff zu nehmen. Die preuhische Krisis. Protest der Rechten gegen das geschäftsführende Ministerium. Berlin, 26. März. (TU.) Zu Beginn der Sitzung des Ständigen Ausschusses hatte der Abg. von Campe ' g - n »tcht tcllN€$men würden Die Opp^ckic parreten verliehen darauf den öaxu. -ser Ausschuß nahm dann die D e r o r d n u n g z u r Grundsteuer an, ebenso die Ergänzungsverordnung zur Reuregelung der Gewerbe- (teuer. Hierauf behandel de er die Verordnung über die Verlängerung der W a hl z e 11 der Provinziallage und der Kreistage. Gr drllig.e die Rotverordnung über die Wahl der Provnr- ziallandtage und der Kreistage, dre als Wayl- termin den 1. Juli festsetzte, und brach dann die Derhandlungen ab. Der deutschnationale Redner gab folg«we Erklärung ab: Die deutschnationale Fraktion hält das Zusammentreten des Ausschusses für versa ss u ng s w i d r ig und wird evtl, die Gultlg- keit der Verordnungen a n f e ch t e n. Die oeutsch- nationale Zrattion ist der Auffassung, daß es nicht in dem Aufgabenkreis eines geschastsführ enden Ministeriums liege Gesetzesvolagen von einschneidender politischer und wirtschaftlicher Bedeutung zu machen. Dr. Marx, der sich in Sigmaringen aufhält, wurde von den Parteien der Weimarer Koalition telegraphisch nach Berlin berufen Er dürfte voraussichtlich bereits in der heutigen Sitzung des ständigen Ausschusses teil- nehmen. Erst nach Fühlungnahme mit Dr. Marx werden sich die Parteien der Weimarer Koa- lttion über ihre Stellungnahme zu dem über- partellichen Beamtenkabinett schlüssig werden. Die Besprechungen über die Bildung eines Beamtenkabinetts werden zwischen dem Zentrum und den Deutschnationalen fortgesetzt. Ministerpräsident Zeld für eine EinheiLskandidatur. München. 27. März. (TU.) Dle Daye- rffche Bolkspartei hat gestern abend eine große öffentliche außerordentlich stark besuchte Dec- sammlung abgehalten, in der Ministerpräsident Dr. Held betonte, daß er nicht die Absicht habe, irgendeine Wahlrede zu hatten. Er halte es nicht für vereinbar mit der Würde des hohen Amts, um das er sich bewerbe, wenn er in die Niederungen dcs Wahlkampfes heruntersteigr. Der Reichspräsident müsse ein Mann fern, der das Programm des deutschen Volkes in seiner Rot und seinem Elend verkörpern könne. Es sei unbedingt notwendig, für den zweiten Wahlgang eine Einheits- kandidatur zu ermöglichen. Es wäre das größte Unglück für das deutsche Boll, wenn nicht ein Einhettskandidat, der das Der trauen der überwältigenden Mehrheit des deutschen Volkes hätte, gefunden würde. Rur einem solchen Mann sei es möglich, den konfessionellen Frieden zu wahren, die Parteien zusammenzuhalten und dem Ausland gegenüber eine starke große Front mit einem Willen zu zeigen. Dr. Isrrss und dsr konfessionelle Friede. Karlsruhe 27. März. (TU.) Dr. Jarres gab einem Vertreter der „Badischen Presse" folgende Erklärung ab: Dach Kenntnisnahme von der Wahlkundgebung des Evangelischen Bundes habe ich der Dundesleitung mitgeteilt, dah mit einigen Worten dieser Kundgebung meiner Meinung nach dem Frieden unter den Konfessionen wenig gedient sei. Ich bebaute es lebhaft für meine Person, baß eine derartige Schärfe in den Wahlkampf getragen wurde, für die ich die Verantwortung ableh-- n e n muh. da sie meiner ganzen Auffassung nicht entspricht. Der Rothardtprozeh. Magdeburg, 26. März. (Wolff.) Die heutige Sitzung wurde durch Veclesu g eines aus Kassel ein gegangenen kreisärztlichen A t - t e st e s über den Gesundheitszustand Scheibemanns eröffnet. Rach dem Attest ist Scheidemann vor Ablauf von drei Monaten einer aus ühtlichen Zeugenvernehmung oder umfangreichen Degenüberstelllmg nicht gewachsen. Der Generatstaatsanwatt erklärt, die Staats- anwaltscha-t könne auf keinen Fall auf die Vernehmung Scheidemanns unter Gegenüberstellung von Maltzahn, Eckert und Richard Müller unter Hinzuziehung Dittmanns verzichten. Die Staatsanwaltschaft schlage daher nochmals vor, in Kassel anzufragen, ob nicht im Verlaufe der nächsten Tage eine Vernehmung Scheidemanns in Kassel möglich sei. D e Verteidigung erklärt. wenn die Anzeige der heute beabsichtigten Rede Scheidemanns in Kassel nicht genüge, dann wolle sie den Beweis stellen, dah Scheidemann nicht so krank wäre, da er sich am 23. März in der Stadtverordnetenversammlung in Kasse! zwei Stunden lang mit einem Gegner herumgeschlagen habe. Die Verteidigung sei der Ansicht, daß die Vernehmung Scheidemanns an Gerichtsstelle -u erfolgen hat. Auf den Einwurf der Staatsanwaltschaft. dah. falls sich die Anmöalichkeft der Vernehmung Scheidemanns Herausstellen würde, der Prozeh nicht weiter geführt werden fönne, erklärt die Verteidigung, ein sachlicher Grund für die Vernehmung Scheidemanns liege nicht vor. da er schon erschöpfend vernommen worben sei. Der Zeuge Dittmann schildert bann den Verlauf der Sitzung vom 29. Januar in einer von der Darstellung des Zeugen Müller abwei- chenden Weise. In längerer Gegenrede äuhern sich ote Zeugen Dittmann und Müller über bie Entstehung des Flugblattes, das nach Dtttinann am 29. Januar entstanden ist, wahrend Mul^r darauf bestehen bleibt, dah das Flugblatt am 30. Januar beschlosst, illegal gedruckt und noch am Abend unter den Streikenden verbreitet wurde. Eine läng re Aus ünandersehung entsprnnt sich zwischen Richard Muller, der dabei bleibt dah er der Verfasser deS Flugblattes fei, Dttt- mann und der Verteidigung über die Frage, ob es möglich war, das Flugblatt in so kurzer Zett herzustellen, wie es Richard Müller angibt. Der Zeuge Müller sagt aus, die SPD-Vertreter hätten bei der Verlesung seines Flugblattentwurfes sehr aufmertjam zugehört, aber keiner! ü Widerspruch geäußert. Für den Eintritt der Mehrhetts- sozialdemokratie in die Streikleitung habe er sich deshalb eingesetzt, weil daduich die politische und moralische Wertung des Streiks großer wurde. Der Eintritt der SPD. sei auch deswegen willkommen gewesen. weil gerade die Sozialbemottaten das Wirken der U n a 6» hängigen in den vorhergehenden Streiks a l S Landesverrat bezeichnet hatten Da fei die ^Feststellung interessant gew sen dah beim brttten politischen Massenstreik bie Mehrheltssozialdemokraten selbst Den sogenannten Landesverrat mitmachten , _ L Generalstaatsanwalt Soßmann überreicht dem Gericht eine Ausgabe der „Kasseler D o l k s st i m m e" vom 25. März, tuortn mit» geteilt wird, dah Scheibemann erkrankt sei und nicht sprechen werde. Rechtsanwalt Lütge- b r u n e teilt mit, dah er eine Mitteilung erhalten habe, deren polizeiliche Bestätigung unterwegs sei und wonach Scheidemann am 2 3. März in Homburg v. d. H. und Umgebung verschiedene Versammlungen selbst abgehalten habe. Der Tschekaprozeß. Leipzig, 26. Marz. (Wolff.) Rechtsanwalt Wolff stellt zu Beginn einen weiteren umfangreichen Deweisantrag auf Herbriziehung der Akten, Verlesung der Urkunden und Ladung von Zeugen als Gegenbeweis zu vom Gericht zur Erörterung gestellten Beweisthema, dah die Vorbereitungen der KPD. einem bewaffneten Aus st and dienen sollten. Im Ge- genteil war die Gefahr eines faszistischen Patsches grob, es habe eine schwarze Reichswehr existiert und es seien auch jetzt noch nationalistische Verbände vorhanden, die illegal organisiert und schwer bewaffnet seien Der „Stahlhelm" habe in Gotha in Verbindung mit der Reichswehr ein illegales Direktorium geplant, das mit Massen- terror arbeiten sollte. Reichsanwali Reumann bittet, die Deweisanträge a ls unerheblichabzulehnen, da sie zeitlich und sachlich in keinerlei Zusammenhang mit der vorliegenden Straftat ständen. Rur für solche Zeugen bestehe eine Dernehmungspslicht, die zur Haupt- verhanblung, also vor tBiglnn geladen wurden, während in der Hauptverhmidlung geladene Zeugen nur bann zu hören seien, wenn nach Entscheidung des Gerichts die Beweisthemen für die Sache erheblich seien. Sämtliche Verteidiger, auch bie Offizialverteidiger stellen sich auf den Standpunkt, bah damtt den Grundrechten der Angeklagten und der Verteidigung Abbruch geschehe. Das Gericht beschließt, die von der Verteidigung geladenen Zeugen nicht zu vernehmen, da sie nicht vorgeladene Zeugen im Sinne deS Gesetzes seien. Es sei unzutreffend, daß Öen Angeklagten auf diese Weise das letzte Recht genommen werde. Die Angeklagten hatten jederzeit das Recht, Deweisanträge zu stellen und dadurch die Entscheidung über einen für die Sache erheblichen Punkt herbeizuführen. Rechtsanwalt Wolf stellt hierauf den Antrag, den Privatdozenten Professor Dr. G u m b e l (Heidelberg) als Zeugen und Sachverständigen über die von den illegalen Rechtsorganisationen geplanten und zum Teil ausgeführten Putschplane zu vernehmen. Für die Vorbereitungen von links, die lediglich Abwehrmaß- nahmen gegen die faszistische Gefahr darstellten, sei das staatliche Notwehrrecht in Anspruch zu nehmen, das heim Kapputsch zu einem so glänzenden Erfolg geführt habe. Hierauf wird bie Verhandlung auf Freitag vertagt. Die Güterzugkonserenz der Reichsbahn. Berlin, 27. März. In Wiesbaden fand bie 5. Güterzugskonfevenz der Deutschen Reichs- bahng sellschaft statt. Zur Beratung ftantben die Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit der Güterzüge und die Herstellung günstiger Fernverbindungen zwischen Oesterreich und Deutschland, den deutschen Seehäfen, Holland, der Schweiz und dem Rheinland, zwischen Holland, Köln und Hamburg und zwischen Köln und Berlin. Es wurde beschlossen,, die Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit im allgemeinen durchzu- ftihren und die Fernverbindun -jen so wesentlich zu verbessern, daß auch eine Verbesserung des Rahgüterve rkehrs eintreten kann. Mussolini in der Kammer. Dom, 26. März. (Agencia ©tefani.) Rach feiner völligen Wiederherstellung erschien heute Ministerpräsident Mussolini in Begleitung der Minister Federzoni und Rocco im Sihungssaale. Sämtliche Abgeordnete erheben sich von den Plätzen und begrüßen den Präsidenten mit begeisterten Zurufen: Es lebe Mussolini! Es lebe der Fastzismus! Bei Versuchen der Kommunisten, die Internationale an- zufiimmen, stü-zten sich mehrere faszisttsche Abgeordnete auf die äußerste Linke, wo ein Handgemenge stattfand. Nachdem die Ordnung wiederhergesteltt war. wiederholten sich die Kundgebungen für Mussolini. Der Kammerpräsident C a s e r t a n o begrüßt namens der Kammer und aller vaterlandsliebenden Italiener Mussolini und beglückwünschte ihn zu seiner Wiederherstellung. Zahlreiche Abgeordnete drängten sich zum Regie- rungstisch, um dem Präsidenten die Hand zu drücken. ^Für morgen werden bedeutsame Erklärungen Mussolinis zur äußeren Politik erwartet. Valsours PaMMnareise. Jaffa, 27. März. (TA.) Der arabisch- mohammebanisch-christliche Bund drahtete cm Lord Balfour, an die englische Regierung und an die palästinische Regierung, der Bund erhebe Einspruch gegen Balfours Besuch in Palästina. In diesem Besuch müsse er eine Bestätigung dafür erblicken, daß Palästina den Zton ist en ausgeliefert werden soll. In dem Ginspruchstelegramm wird darauf hingewiesen, daß England feine Grenzen gen Einwanderer schließe, daß es dagegen die Grenzen Palästinas unzähligen unerwünschten Elementen öffne. Lord Balfour wurde gestern in Jaffa erwartet. Arabische Kundgebungen sind nicht beabsichtigt, nur die Geschäfte sollen geschlossen bleiben. Die Zionisten sind mit Waffen versehen. Aus aller Welt. Todessturz im Förderkorh. (Sine furchtbare Grubenkatastrvphe tnirb aus Merlenbach in Lothringen gemeldet, ©egen 2 Ahr nachmittags waren etwa 80 Gru -- Le ™ar^it(:c der Grube „Saar und M)sel" im Begriff, mit dem Förderkorb aus der Grube auszufahren, als plö'eich bad Drahtseil des Förderkorbes sich loste und der Korb etwa 300 Met« tief in die Grube hinabstärzte. Die Grube ist militärisch besetzt und bewacht. In der Umgebung der Grube spielen sich erschütternde Szenen ab. Eine umfangreiche Hilfs- aktion ist in vollem Gange. B sher sind 3 0 Schwerverletzte an die Oberfläche geschafft worden- Die Zayi Der Toten wird auf 50 bis 60 geschätzt. Die Opfer gehören verschiedenen Nationalitäten an. Es befinden sich unter ihnen Saarländer, Polen und Tschechen. Rach den letzten Rachrichten von 8 Ahr abends nimmt man an, daß die Zahl der L o t e n etwa 50 beträgt. Bis um 6 Ahr abends waren 30 Mann geborgen, darunter zwei Tote Zwei Bergleute sind sofort nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus gestorben. Alle übrigen sind durchweg sehr schwer verletzt. Man befürchtet, dah die noch nicht geborgenen Bergleute, es handelt sich um 50 Mann, s ä m t= l i ch verloren find, denn diejenigen, die nicht bei dem Sturze des Förderkorbes zu Lode gekommen sind, dürften in dem auf der Sohle des Schachtes steheirden Wasser ertrunfer sein. Es sind Gerüchte im Umlaufe, daß das Unglück nicht allein auf einen Seilbruch, sondern auch- auf Fehler in der Kon st rut = t i o n der Förderanlage selbst zurückzuführen sei. Die Direktion hat über die Gründe noch keine Auskunft gegeben. Deutsche Fllegererfolge im Ausland. Wie dem Deutschen Aero-Lloyd telegraphisch gemeldet wird, wurden zwei Verkehrsftugzeugc der Adria-Aero-Lloyd unter Führung der Piloten Äoack und Stein dor f nach dem ersten Flug des regelmäßigen Dienstes Balona--Tirana bei ihrer Ankunft in der albanischen Haupt st adt von den Behörden und der Bevölkerung mit großem Jubel begrüßt. Dieser neue Luftdienst hat nicht nur siir den wirtschaftlichen Aufbau Albaniens, sondern für 6er gesamten Balkan als ein Glied der Verbindunc von Italien zum Balkan besondere Bedeutung Grrppeerkrankungen in Spandauer Schulen. Wegen Grippeerkrankungen, die 40 Prozent der Spandauer Schulkinder ergriffen haben, find zwei Schulen in Spandau geschloffen toorben. Der Stadtschulrat hat das Gesundheitsamt um Desinfektion der betreffenden Schulen gebeten. Die Krankheit nimmt glücklicherweise einen normalen Verlauf, so daf man den Unterricht bereits am Montag wirk wieder aufnehmen können. Bestrafter Tierguäler. In Altlandsberg wurde der Malermeister Quast, der in Reuenhagen ft, einem Lokal einen jungen Hund des Lokalinhabers lebendig in den brennenden Ofen geworfen hatte, wegen Tierquälerei und Erregung öffentlichen Aergemisses zu 4 Wochen Haft verurteilt. Der Derurtettte hatte die Tat aus Verärgerung über einen Doraufgegangenen geschäftlichen Verlust begangen. Selbstmord eines Messerstechers. In Wien wurde ein 20jähriger Elektro* technller von seinem 43jährigen Freunde aus Eifersucht durch Messer st i ch e schwer verletzt, nachdem er bk Beziehungen zu seinem Freunde abgebrochen hatte, der Recgung zu einem Mädchen gefaßt hatte. Der Täter stürzte sich daraufhin aus dem Fenster und starb bald daraus. Werrervoraussaqe. Veränderlich mit Niederschlägen bei zunehmender Milderung. Die durch den langgestreckten, von Island bis zum Baltikum reicheiüten Hochdruckrücken bedingte nördliche Luftströmung über Mittel- und Westdeutschland wird bald abgelöst von milde; feuchter Lust aus südlicher bis westlicher Ric^ tung, deren Einströmen durch das schi;elle südöstliche Wetterziehen eines neuen, hn Raum zwischen Island und Skandinavien erlchienenen Fall- gebiete# gegeben wird. Aus Stadt und Land. Gießen, den 27. März 1925. Zur Reichspräsidentenwuhl. Angült'ge Stimmen. Von amtlicher Seite wird uns geschrieben: Bei der letzten Reichstagswahl war die Zahl der ungültigen Stimmen im 33. Wahlkreise Hessen - Darmstadt auf 12 666 oder 2 Prozent sämtlicher gültigen Stimmen gestiegen. Die Ursache dafür lag gewiß darin, dah viele Wähler immer noch nicht verstehen, wie sie ihren Willen auf dem' amtlichen Stimmzettel zum Ausdruck zu bringen haben. Eine Auszählung der ungültigen Stimmen bei den Reichstagswahlen hat ergeben, daß von deren Gesamtzahl nicht x$äf niger als über 8000 „weihe Zetter', d. h. Stimmzettel ohne jede zulässige Kennzeichnung waren. Es ist kaum anzunehmen, dah dabei eine Absicht dieser Wähler vorlag, virimehr wird eS in den meisten Fällen wohl so gewesen fein, dah die Wähler glaubten, es genüge, wie bei frü*- beren Wahlen, wo jede Partei ihren eigenen Stimmzettel hatte, einfach die Abgabe deS Stimmzettels. Von der obengenannten Zahl waren 2138 um deswillen ungültig, wett auS der zulässigen Kennzeichnung der Wille des stimmenden nicht unzweifelhaft zu erkennen war. Der Prozentsatz der ungültigen Stimmen Ist ein so hoher, dah alles getan werden muß, um für die erforderliche Aufklärung beim Wähler zu sorgen, wie er f. inen Stimmzettel abzugeben hat. Das Gesetz schreibt vor: „Die Stimmabgabe erfolgt derart, dah der Wähler durch ein auf den Stimmzettel gesetztes Kreuz oder aus andere Weise kenntlich macht, welchem Vorschlag er feine Stimme gibt.“ • Der Wähler soll also, wenn er sich In die „Wahlzelle" begibt, dort auf den ihm vorher übergebenen amtlichen Stimmzettel ein Kreuz zu dem Namen des Anwärters fetzen, dem er feine Stimme geben will. Das Kreuz ist m den hinter dem Namen des Kandidaten gedruckten Kreis einzuzeichnen. Es muh nicht ein Kreuz sein, auch ein anderes Kennzeichen in dem Kreis ist zulässig. Auch „auf andere Weise" kann der Wähler auf dem Stimmzettel kenntlich machen, welchem Vorschlag er feine Stimme gibt Darauf aber kommt es ist jedem Falle an, dah aus der Kennzeichnung der Wille des Abstimmenden unzweiselhast zu erkennen ist, toenr der Stimmzettel nicht für ungültig erklärt werden soll. . i Der Wähler geht also am sichersten, wenn er hinter den Vorschlag, dem er seine Stimme geben will, in den dafür vorgesehenen Kreis ein Kreuz setzt. Die AbstimmungL- vorsteher sind angewiesen, in der „Wahttjelle- einen Bleistift auSzulegen: doch empfiehlt es sich für den Wähler, selbst einen Bleistift auf dein Gang zur Wahlurne zu sich zu stecken. Stimmberechtigte, die dcs Schreibens unkundtg Achten k. ^vt a6envbltn s«b?6*«eb,. fr'Mal* ‘■y ‘ a p h n^- J*öi d?K >!& Nauto«'«' '«M * «»M, iSär* Ä *asi LL'L ,onbttt Mtum^ Miln. Änm, bu ia ^ulfinbn (\vn ÖMnSX Alschulkal bat bd Won der bet* ^ÄranfH nimmt m Verlauf, fD Aonlaz tDlti ttiltr. teud* der Mül«, ^^agen hi einem Lotolmhabers enden Ofenae- erqualerel uiL * zu 4 Wochen eilte hatte We Tat rt öoeau^eganflenen [en. Zerstech««. jähriger Slektrv» >nzen Freunde aui liche schwer verletzt, n zu seinem Freund }ung zu einem Md- er stürzte sich daraus. > starb bald daraus usstiqe. erschlagen bei zmch strecken, vm Island n Hochdruckücken berg übev Wittel* und abgelöft oon mübe bis westlicher lidy ch das schreite süd reuen, im Lamn zvi- nen erschienenen Fall- jnb Land. den 27. Mrz 1925. identenwLhl. t tonnte. oird uns geschrien, igsvahl war dü Zahl bn 33. Wahlkreise 666 oder 2 * i gestiegen. Die ^r- zettel »um Ausdruck L'L'LS vor: mä dv schlag er , «sch in di' ), ve^ihm vorher aus W ?tim,n3ClMien do» fett ist - ÄT* :i»g am 'd-m • ® fu f1*/m**** «E6y*1 । karten geahmt, Äuge von Dr. Schhnck aus. Yi Wd. nur 50 Pfg. Klnderzeitung »Der kleine Coco" graflsl Neu erbchieneni „Ftps Lachzeitung für liebe kleine Kinder.11 Wolle Vermählte Eberbach (Baden) r kaut! 02H80 D Das Beste ist das Billigste! Der Küche Schaft! Der Hausfrau Glückt Das große Buller-Meisterstück! ganz so die Wörishosener Blutsaft teiu GifenöräöQrnt, auS reinen Pflanzen- näbvfolacn, bhubilbenb, appetitanregend. A em echi: Wörttzhoiener Raiurheil, Glberfelb Niederlage: General-Depot n.Nieder!, s. Gienen NeformhnuS Baut Scholz Gienen, ShremvL 5 9n wenigen Tagen war ich durch Pneumette meine Schmerzen los. Mit der von Ihnen bezogenen Pneumette*) bin ich fehr zufrie> den. Da ich noch auher Senhfufo heftige Schmerzen an den Lallen hatte, so lieferten Sie mir ein anders geformtes Kissen, womit ich einen großartigen Erfolg halte und in wenigen Tagen meine Schmerzen los war und mich wie neugeboren fühlte. Mein Mann trägt ebenfalls von Ihnen die Pneumette und ist auch zufrieden und haben wir in unserem Bekanntenkreis sowohl hier als auch in München, die Pneu wette aufs wärmste empfohlen. Lina L., Offenbach a. M. *) im amtlichen Verkehr festgestellt worden, ohne daß die Ermittlung der Verbreiter bzw. Fälscher gelang. Die Reichsbahnverwaltung hatte insofern einen empsindlichen Schaden dabei, als die gefälschten Karten von den Tätern bei den verschiedenen Fahrkartenausgaben der einzelnen Stationen mit dem Bemerken vorgezeigt wurden, man könne wegen plötzlich emgelretener Dehinde^ rung die Fahrt nicht antreten und bäte um Rückgabe des Fahrgeldes. Aach Abzug der üblichen Gebühren wurde dann auch in den weitaus täUtge nufTtibnmg fanb, kam »etzt m BertttnOung mit älteren bekannten Kleinigkeiten des Russen Semen Iuschkewitzsch Tragikomödie „Sonkin und sein Haupttreffer* heraus. Die Darstellung unter des begabten Regisseur» Buch > feinziselierender Leitung bot Toni Impekoven Einzig, Leontine Sagau. Beu Spanier und Hans Ncrking ttzelegenhit. schauspielerische Feinkunst in einem Reichtum psychologischer und figürlicher Nuancierung zu zeigen, die allein, und zwar zum ersten Male dem eigenllidien Zweck bei Karnmcrspiele gerecht ward. Das Stück selbst ge riet ins ^Hintertreffen, die Gescistchte von dein armen Teufel Sonkin, der den Itcrftanb verliert als er mit dem Houpttrefsen endlich das Ziel keines arm seligen Lebens erreicht, ist künstlerisch ohne Be beutung, selbst russisches Wesen strahlt nicht aus den zerfließenden Szenen. Nur die prachtvolle Darstellung fesselte das Interesse an dem Stjict Die dramaturgische Zielsicherheit fehlt anscheinend den Kainrnerspielen noch. Und doch gibt es eine reiche Literatur, die diese intime Bühne zu einer Notwendigkeit machen könnte. l. w. 6en fest, dah die Karten technisch vollendet waren, nur war da- Geheimzeichen wenig gut gelungen. Sofort wurden alle Bahnhöfe von der Flucht der beiden Burschen benachrichtigt, und auch das Aeußere der Kerle, soweit dies mir möglich war, beschrieben. Als einige Stunden später der Frankfurl-Ham- buoger D-Zug in dem Hamburger Hauptvahn- hof einlief, wurden die Fälscher von der dortigen Eisenbahn-Kriminalpolizei verhaftet. 3n dem mitgeführten Rohrplattenkvffer befand sich eine vollständig eingerichtete Druckerei mit s hr zahlreichem Tppenmaterial. Sogar ein stattliches Handbuch zum Erlermen der schwarzen Kunst fehlte nicht. Außerdem barg der Kolfer noch grobe Mengen fertiger und halbfertiger Fahrkarten. Den Koffer mit der Druckerei führten die beiden Schwindler au' ihren ausgedehnten Reisen stets mit sich. Unterwegs in den Gasthöfen stellten sie dann nach Bedarf die erforderlichen Karten her. So hallen die beiden Männer auch in Frankfurt in einem Gasthaus nahe dem Bahnhof regelmäßig Wohnung genommen. Durch den Holeldiener „reklamierten" sie dann am Hauptbahnhof die angeblich nicht benutzten Karten und erhielten das Geld dafür. Es handelt sich um den wegen Ürlunden- und Fihrkartensäl- schung bereits vorbestraften 24jährigen Kunstmaler OSkor Schöne aus Schwäbisch-Hall und den gleichallrigen Reisenden Karl Lamperts aus Hamburg. Beide hatten sich im Gefängnis ken n en g e l e rn t und sich nach ihrer Zreilafllina für das Fälscherunternehme.r zusammengeschlosten. Ihr lohnendes Handwerl hatten sie schon feit Monaten betrieben, vornehmlich auf den Stationen der Strecke Heidelberg-Frankfurt. Dieben- Hamburg Die Unter- suchunyen über den Umfang der Fälschungen sind noch nicht abgeschlossen. Matratzen Kapok la «ewr durch wrpertiche cpevrechen «ymoert rtnb, ihren Stimmzettel eigenhändig auSzufüllen. oder in den Umschlag zu legen und diesen dem Ab- ftimmungsvrrsteher zu übergeben, dürfen sich im Abstimmungsraum der- Beihilfe einer Dec- trauensperson bedienen. Die Bert rauens Person vertritt nicht den Stimmberechtigten. Dieser muh persönlich im Abstimmungsraum erscheinen und mit der Vertrauen-Person vor dem Ab- stimmungSvvrstand treten oder getragen werden, unter Umständen auch die Dertrauensperson mit hi die Wahlzelle nehmen. Vornotizen. — TageSkalender für Freitag. Stadttheater- ZV» IIhr .Sappho". — Deutsche De- mokratische Partei, 8,z4 ilbr Turnhalle Wähler- Versammlung. — Lichtspielhaus, Bahnho'strahe: „Lotosblume". — Astoria» Lichtspiele und Palast- lichtspiele: „Der Mann ohne Verven". — Au- dem S t a d 11 he a t e r bu r e a u wird uns geschriebene Um auch auswärtige 3n- lereffenten den Besuch der so überaus sehenswerten Vorstellung von KlabundS „Kreide- kreis" zu ermöglichen, ist der Anfang dieser Vrstellung m Snnlg — entgegen der Angbaaae tm Wochenspielplan — auf 7 ühr abgeänoert worden; infolgedessen kann mit einem Ende der Vorstellung gegen 93/< Uhr gerechnet werden. Schlacht pferbe sowie verendete fett- cbeii freie Pferde kauil 3121D Dfokslyillllds größte menngetie d. Haoü- (ier-5[?nur-5ö)flQ Ä. Fischer ihLBolzmü ler. Meerrettich Nur Selbständigkeit führt zum Ziele! Fabrik mit luhaitocn BerkauiSar- Nkeln ble:et lüchu en Herren und Firmen durch Ucberirannnj der Alleinvertretung höchsten Berdienst-Kaoital für Warenlager erforderlich Seine, lei VUen»- gebühr. Erne Referenzen. Angebote unier „Bona" n Ala Haieasteln » Vealer, Angianrg D 56 „„A vvn VKonotstonen gegeben Tmo, empfretzll es Uch ledoch, diese zu beschaffen, da der Preis hrerfur gegenüber der , Teilmonats karte" geringer ifl Sür die 13. Woche (vorn 29. Marz bis 4 <^n tverden die Wochenkarten noch an je»ermann zum seitherigen Preise ausgegeben^ . Die Giehener Frühjahrsschau- «J t nächsten Sonntag oVn den Schaustellern wird im heutigen Anzeigenteil bekanntgegeben. dah sie für die Messewoche, di- bcs zum 4. April dauert, grohe Vorbereitungen treffen, um der Bürgerschaft Darbietungen viel- fettigster Art zugänglich zu macyen. Man be- achte^ bte Anz^iae. Fleischbeschauerversammlung. 2un nächsten Sonntag findet in Giesten die Frühjahrs Versammlung der arnllichen Fleifchbefchauer des Kreises Gietzen statt. Diese Versammlungen sind von großer Bedeutung, da auf ihnen die Fletschbeschauer über den neuesten Stand ö*t örragen, die ihren Dienst betreffen, informiert werden. Diesmal wird u. a. auch die Frage der Leberoaelerkrankungen besprochen. Räheres in der Bekanntmachung im neuesten Amtsver- kündigungsblatt Vmcksschcn aüerAtt bie vrüki'scbe Unweriitete;fcrtid r. i R. (nnge. Gic^n. Sdsnlffr. 7 ’• Aufgehobene Straßensperre. Rachbem die HauSanschlußarbeiten in der ®e= org-Philipp^ail-Straße beendet sind, hac das Polizeiamt die am 30. Januar ungeordnete Straßensperre wieder aufgehoben. "Wichtig für Renten-Empfänger. Es werden mit Wirkung vom 1. April monatlich gezahlt: An Empfänger von Invaliden-. Kranken- und Altersrenten 16 Mk. (feit- ber 14 Mk.), Witwen- und Witwerrenten 12 Mk. (feither 10 Mk.) und Waisenreitlen für jedes versovgungsberechtigte Kind 8Mk. (seither 7 OHL). ®ine Erhöhung der llnfallrenten ist nicht ver- fügll Bemerkt sei noch daß die Quittungen zum 1. April amtlich beglaubigt sein müssen. — DerPreiSaufschlagder Reichsbahn. Amtlich wird mitgeteilt: Wie bereits bekannt, werden vom 1. April ab die Fahrpreise für Monats- und Schülerkarten um nmb 25 Pro-- *ent erhöht. Die Fahrpreise für die bisherigen Wochenkarten werden nicht erhöht Die Wochenkarten werden jedoch künftig nur an Arbeiter im engeren Sinne ausgegeben, das sind solche Personen, die mit mechanischen und Handarbeiten beschäftigt find. Die Ausgabe erfolgt nur gegen Vorlage eines vom Arbeitgeber auszustellenden und von der Qrtspoli^eibehörde zu bescheinigenden Arbeitsausweises. Die Vordrucke für die Ausweise sind zum Preise von 2 Pf. für ein Stück an den Fahrkartenschaltern erhält- lich. Soweit sie aus Materialmangel auf einer Station nicht erhältlich sind, wird den Berechtigten ein Rachteil auS dem Mangel nicht entstehen. Die Fahrlartenausgab^n werden mit entsprechenden W.uungen versehen Kaufmännische Angestellte. Beamte usw. haben Mnftig keinen.Anspruch mehr auf die seit- berigen Wochenkarten. Um jedoch auch diesen Berufskreisen entgegenzukommen, wird ab 1. April 1925 eine Zeitkarte für die Kalend«woche, bie die Bezeichnung „Teilmonatskarte" trägt, ciuSgegeben Wo die Voraussetzungen zur Lösung Die frankfurter Kammerkpiele. Seit kurzem hat Frankfurt eine dritte ftäb- tische Bühne, die in einem ßoaeniaal in der Nähe des Opernhauses untergebrachten Äammenfpielc. Sie stehen unter der Leitung des Intendanten Weichert vom Schauspielhaus, die Vorstellungen ryerden mit Schauspielhauspersonal bestritten. Nach Shakespears „Liebesleid und ^Lu ft", das sich für den speziellen Zweck intimer künstlerischer Vorstellungen nicht so recht eignete, aber eine sorg- Rundfunk-Programm des frankfurter LenderS. (AuS der „Radio-llmschau".) Samstag, 28. März: 10.45 ühr. Wirtschaftsmeldungen. 11,55 Ühr Zeitangabe 12 Ühr Rachrichtendienst 3 und 4 ühr. Wirtschaftsmeldungen. 4,20 ühr. Rach richten dienst. 4.30 bis 6 il^r: Wunsch-Rachmittag des Hausorchesters 6 älhr: Wirtschastsmeldun gen. 6 bis 6,30 ühr Jugendstunde: Aus bem Vornan „Peter Simpel" von Kapitän Marvhat. 6.30 bis 7 ühr: Der Briefkasten. 7 bis 7,30 U^v: Vortrag von Otto Schwerin: „Großstadtverbrecher und Schutz gegen das Gaunertum!" 7,30 bis 8 lK)r: Funkhochschule. Vortrag von Prof. Dr. Schultz: „Ibsens und Strindbergs Problemen- kreis". 8 bis 8.30 Ahr: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: Vortrag von Rektor Förster „Heber den Wert der Beschäftigung mit fremden Sprachen". 8.30 vis 9,30 ilhr: Sinfonie- Konzert: 1. Ouv. „Iphigeme in Aulis" (mit Schluß von Wagner) Gluck: 2. Sinfonie Rr. 6 (Pastorale) Beethoven. Musikalische Leitung: Dr. Ludwig Rottenberg, Erster Kapellmeister am Frankfurter Opernhaus. Ein Orchester wcs Mit° gliedern des Franlfurter Opernhausorchesters. 9.30 ühr Rachrichtendienst, Wettermeldung. Sportbericht. 10 bis 11 ühr. Konzert des Man dvlinen-Quartetts „Estudinntina". (Spanisches Programm.) Schlnnk sein heißt jung sein! Llebermählge Körperfülle macht alt und seht bas Wohlbefinden herab. Wir raten Ihnen, in der Apotheke 60 oder 30 Gramm echte Toluba-Kerne zu kaufen, die unfchädllche Stoffe von fettzehrender Wirkung enthalten. Sicher: Llniversitäts-Apothete „Zum goldenen Engel". 2992A Schmidt, Asterw. 5. Altes Blei «BleirSbrem lauft Brühlfche Druckerei *U,D Schul,«. 7/3. metftert Fällen der Wert der Karte, ohne day man sie näher nachgeprüft hatte, in barem Geld-c zurückgegeben. Autzerdem waren die Fa br- außerordentlich geschickt nach- daß nur ein sehr geübtes - Fälschung entdeckt hätte. Inzwischen war die Zahl der aufgedeckten Fälschungen so stattlich geworden, daß man die einzelnen Eisenbahnpc-lizeibehörden benachrichtigte, die die Spuren bis nad) Hambura feststellten. Dor einigen Tagen versuchten nun die Schwcnd- ler die gefälschten Fahrkanen auch an dem Dchaller des Dahtchofes Gießen anzubringen. Der Schaltcrbeamte erkannte die Karten nach kurzer Prüfung als gefäffcht. Während er die Schwindler mit der Auszahlung des Geldes hinhielt, telephoi i.rte die Dahnhofsverwaltung sofort! nach Sranffurt und erbat nähere Instruktionen. Inzwischen aber hatten die Schwindler Lunte gerochen und flüchteten. Man stellte in Gie- 1 Butzbach, 28. März, Man hüte sich vor Nachahmungen! Der oft billigere Freie ist auf Qualitätsunterschiede und Mindergewicht zurOckzuführen. Es werden neuerdings Tafeln angeboten, die bis zu 10% weniger wiegen als Palmin. ■ Der Vorstand. Gießen, den 26. März 1925. 3132V W 3136ss Gießen (Neuer Friedhof), den 26. Märt 1925. 02661 Gießen, Krofdorf, Günderod, den 27. Märt 1925. Die Beerdigung findet Samstag 8/*2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. (mJ) | 1873 Altersvereinigung 1923 Unser lieber Alterskamerad I Ernst Gümbel S ist gestorben. Die Alterskameraden werden gebeten, ■ an der am Samstag nachmittag 8/42 Uhr auf dem ■ Neuen Friedhof stattfindenden Beerdigung recht ■ zahlreich teilzunehmen. (Eine der größten Versicherungsgesellschaften beabsichtigt in Gießen eine neue Geschäftsstelle zu errichten und sucht zu diesem Zwecke einen in allen Zweigen versierten Herrn als Generalagenten Wir Meten : Zeitgemäße, feste Bezüge, hohe Provisionen und Reisespesen. Alle erforderlichen Mittel zum Ausbau der Organisation werden zur Verfügung gestellt. Inspektoren zu Lasten der Gesellschaft. Wir verlangen: Unermüdliche Schaffensfreude, gute Beziehungen, ausgesprochenes Organisations- und Werbetalent. Ausführliche Offerten erbeten unter F.H.C. 647 an Rudolf Mosse, Frankfurt am Main. Danksagung. Für die vielen wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Tochter sagen wir allen auf diesem Wege unseren tiefgefühlten innigsten Dank. Friedrich Sier. Donnerstag früh l/,3 Uhr entschlief sanft nach schwerem Leiden mein lief er Mann, unser guter Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Ernst Gümbel Schuhmacher im 52. Ubensjahr. In tiefer Trauer: Anna Gümbel und Kinder SW! WIM«! WllkkM! am, öra Hm öes Bttftet*! Ml, e« Mn ks WWs! M, tai MM Arm SrrWles! Daher (*) bei Nr. 6 tn MnmKls. UtzMMGM s Cin Aadiofünk (st einpassiert Vom Cngel. der den Mond poliert SUr Aia-Sendung besten Dank petzt putzt er sich noch mal so blank!* Ata pultf aßef M Lichtspielhaus Bahnhofstraße Bente bis elnschL Mittwoch, den 1. April Der erste Großfilm in Naturfarben Lotosblume Die Geschichte einer kleinen Frau Schmetterling. Nach dem berühmten Roman von Frances Marion in 5 Akten. — In der Titelrolle die junge japanische Künstlerin Anna, Slay-Wong. Aus den Pressestimmen: Die Sinne tauchen buchstäblich in ein Meer von Farbenrauseh und Erdenherrlichkeit . . . soviel greifbare. berückend unmittelbare Schönheit hat die Lichtbildbühne noch selten verschenkt.....Ganz hervorragend die junge, ungemein sympathische Anna May Wong .... Im Ausdrucke der Innigkeit, hingebungsvoller Liebe und überouellender Zärtlichkeit fesselt sie gane besonders ... Ihr Gesicht hat viel Madonnenhaftes ... Um dieser Darstellerin willen lohnt es sich allein schon, den Film anzusehen.. Jeder muß diesem äußerst bemerkenswerten Filmerz'eugnis sein Augenmerk zuwenden .... 8139c Ferner: Baby Peggy als Geschäftsführerin Lustspiel in 2 Akten Dazu: Harry und sein Esel Groteske in 2 Akt. Eintrittspreise: Hark —.80, 1,—, 1,50, 58,—. Großes Orchester. Jugendliche haben zur Maehmitia$*aafftih- rang ermäSkten Eintritt: 50 u. 80 Pfennig. 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Los I Entwässerungsanlage außerhalb des Gebäudes (zirka 665 edm Erdaushub, 15cbm Lchachtmauerwerk, 318 Meter Rohrverlegung ufro.) Los II Entwässerungsanlage innerhalb des Gebäudes (zirka 360 Meter Gußrohrleitung, 88 Meter galv. Rohre, 130 Meter Normaldleiabflußrohrc ufro.) Los III Wasserleituug bn Gebäude (zirka 775 Meter galv. schmiedeeiserne Rohre, 75 Absperrhähne ufro.) Los IV Gasleitung (zirka 850 Meter schmiedeeiserne Rohre, 40 Abjperr« Hähne, Hirka 200 Schlauchhähne in verschiedenen Weiten ufroj Die Verdingungsunterlagen und Zeichnungen liegen von Montag, den 30. d.Mts., ab auf unserem Amte, Stephanstraße 18, zur Einsicht offen. Don diesem Tage an sind Angebotsvorschriften (keine Zeichnungen) daselbst, solange der Vorrat reicht, zum Herstellungspreis erhältlich. Angebote sind verschloßen, mit entsprechender Aufschrift versehen,bisSamstag. den 11. April ds. Is., vormittags 11 Uhr, dem Eröffnungstermin, bei uns einzureichen. Iuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 26. März 1925. Hessisches Hochdauamt Gießen. I. D.: Kuhlmann. 31426 holzversteigerung. Dienstag, den 31. März dS. kommen im LangSdorfer Gemeindewald nachverzeichnete Holzfortimente -um öffenf- lichen Ausgebvt. 1. 1 Duchen-Stamm 4. ÄL= 0,50 5fbn. 2. 1 Lärchen „ 5. . =■ 0,49 „ 3. 1 Kiefern e 3. . - 0,99 ,, 4. 3 , , , 5. „ = 1.45 „ 5. 15 Ficht^StLmme 4. „ =16,78 „ 6. 49 o 5a» „ =31.00 „ 7. 152 „ 5 b», =46,19 „ 8. 2Eichen-Gtämme5. . - 0,45 „ ' 9. 425icbten*5)erbfL 1. , = 4,43 „ 10. Buch«t-Scheiter =16,8 Rm. 11. „ Knüppel -14,7 „ 12. Eichen- . - 1.5 „ 13. Fichten, u. sonst. Knüppel --17,00 „ 14. Buchen-Reiser = 7,00 „ 15. Fichten- „ =14,00 „ 16. „ u. Buchen^töcke=37,00 o Zusammenkunft vormittags 9 Ähr am Bahnhof. Langsdorf, den L6. März 1925. Bürgermeisterei Langsdorf. Bender. 3135D h® MÜM Jul. Aulmann, Metzgermeister, ____________Marktstratze. 02684 «MaWMMKW Ich bitte um sofortige Rückgabe der entliehenen Bücher, da Austausch erfolgen muh! Letzte Bibliothekstunden vor Ostern: Montag, den 6. April, nachin. von 3 bis 6 Uhr. Wiedereröffnung: Montag, den 20. April. Cs sind neue Bücher vorhanden. Der Bibliothekar: Gros. Vertreter welche in Drogerien und Apotheken nach, weisbar bestens eingeführt sind gegen hohe Provision zum Vertriebe von Kaugummi gesucht. Bevollmächtigter trifft persönlich ein Schriftliche Angebote unter 3145D an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. Büglerin nimmt noch einige Kunden an auher dem Hause. Sclnistl. Angebote utit. 02670 an den Gieß. Anz 500 Mark bei 700 2)1 f. Rückzahlung auf 1 ftaor gesuchte Schr. Ang u. 02668 an den Gieß. Auz. 1000 W. auf ein Jadr bet guter Sicherheit und 1400 Mk. Rückzad. lung gesucht. Schr. Angebote unt. 02669 an den Gieß. Anz. Suche 50001R. auf 1. Hypothek füt Landwirtschaft von 26 Morgen Land. Sehr. Ang. u. 02681 an den Gieß. Anz. T.C? SamStag,28.März Kneipe Sonntag,29.März Familien- abend im 93ereine t*« W"” Seiner ®ln gvliesdievl 73. Plalms. 1 Hetmoch bftw Mh bei mdnei deinem Rat, ir en." @t eriimer geschichtlich ber Kg Land brde brechung Habei Ouperinlen M wohnen u tzea Deucrnam üjen allen Äir ost durch ih Dohle des Sr zeigte, Vie Afaubensvortes die große Aealtl tragen vWe bi Sefen aufbaue Aellwtg sei he Feinde mtd ® Sine solche Leiden erprobt gewiß. Aach d folgte die Det aewn Superint Äi sichtbares ■ 41t Suptrintcn An Gesang dem Anllegen a des Frauenchv! memdegesang le des neuen Suf nnlehnte an dc Lonntogs. das öptilung erM Mngerbicnft am Kche Kürbnisi r a DeKMstoEchle' die Predigt aui heute noch btn : er nach 3efu 'l iigensloett war digeis, dah die Ordnung — aud jn der bztv. but liehen habe. 6t bat, ba6 r l'ch-n Dirfens | m den Fehler di die grvhe Idbff vergöttere ceten Jeiechtigke neue Super inlens !^en ein treuer &1’ Feuer -echnisch-pg^^ L°n «ar, . ’Jortfeßung. d-b AZ 'M 2",7b T?'no etwas ijt - Inn c* 0Qnber9 ?Lnur d bhin sehr Eie hxt Meinte r^enben^^n f ftonö m/Urm < SS.:» Ä6re P*e ®h tonten d, N? Nk h$U^ *erh'ä » »•3'5 JÄ,n”“W»s I ®X* 0268. MMW •Sfg iflC i 58 fr ;er iL »ei nd ib> lir. 569 1fr " gS.^ •£> !l”c reter St-s* Llsoo»® tf-%5 §ZS- nr.?3 ö werter ölatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Dderyessen) Zrettag, 27. Mrz 1925 agner Die früheren Superintendenten in der 3. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Jti Feuer am Nordpol. Lechnisch-polittscher Roman aus der Gegenwart. Bon Karl-August von Laffert. Aus der Provinz Lanvkrcis toteren. von 2000 Mk. und übernehmen die Kosten. Der Pachtpreis ist je zur Hälfte nach Rechtskraft des Vergleichs und am 1. Juli 1925 zu zahlen. Die Parteien sind sich darüber einig, daß der Preis von 2000 Mk. nur ausnahmsweise mit Rücksicht auf den derzeitigen Stand des Wildes festgelegt wird und dah bei der Festsetzung des Pacht- Preises für das Jahr 1926 wieder von dem für das Pachtjahr 1924 vereinbarten Pachtpreis von 2204 Mk. ausgegangen wird. Der Stadtvorstand stimmte diesem Vergleiche zu. — Das hessische Kulturbauamt in Gießen schlägt vor, 1 in Flur 12 eine neue D r a in ag ele i t un g im Anschluß an eine bereits bestehende auszuführen und 2. eine Entwässerung der Wiese des Heinrich Zimmer VIII. in den Daubenwiesen vorzunehmen. Die Kosten belaufen sich für beide Fälle zusam- Amtseinführung des Superintendenten eines Kuraufenthaltes in Langen-Schwalbach starb. Wohl der geifttg bedeutendste in dieser Reihe ist Jakob Rambach. Sr war 1693 als Sohn eines SchremerS in Halle a. d. S. geboren, widmete sich zuerst dem väterlichen Handiverke, als er dann in seinem Berufe einen Unfall erlitt und längere Zeit auf dem Krankenlager zubringen muhte, ertvachte in ihm der Trieb zum Studium. Rambach ist berühmt als Dichter geistlicher Lieder, er starb hier im Alter von 42 Jahren Im Jahre 1735. Sein Grabdenkmal ist in die Friedhofsmauer rechts vom Eingang ehr gefügt, die Inschrift ist in lateinischer Sprache, in einem sehr verschnörkelten Stile abgefaßl, sie preist die VoiIüge des allerdings verdienten Mannes. Rach Rambachs Tod blieb das Amt zuerst unbesetzt, es wurde von den Professoren Rollius und Liebknecht versehen. Johannes Georg Liebknecht, geboren 1679 zu Wasungen, starb hier 1749. Er toar Professor der Mathematik und zugleich der Theologie, das Thema seiner Antrittsvorlesung war Demgemäß „Die glückliche Verbindung der Mathematik mit oer Theologie". Er toar der Urgroßvater des be° kannten Politikers Wilhelm Liebknecht. Don 1735 bis 1782 waren Johann Georg Denner, der Sohn eines Gießener Bürgers, von 1783 bis 1785 Johann Georg Rosenmüller, der 1815 als Professor zu Leipzig starb, hier Superintendenten. Es folgten Georg Bechtold (1786 bis 1805), Justus Balthasar Müller, ein geborener Gießener, (1806 bis 1821) und Karl Christian Palmer (1821 bis 1831). Zwei Jahre lang war die Stelle unbesetzt, dann wurde Friedrich Karl Simon aus Gettenau zuerst Superintendentur-- vikar und von 1837 bis 1874 Superintendent. Die älteren Gießener wie überhaupt die älteren Ober- hessen werden sich dieses Mannes, der hier am 14. Dezember 1881 gestorben ist, noch erinnern. Mit der Einführung der Kicchenverfassung im Jahre 1874 wurde der Amtssitz des ober- hessischen Superintendenten nach Darmstadt verlegt. Rach einer Frist von 51 Jahren wird nun wieder die alle Tradllion aufgenommen, und damll einem lang gehegten Wunsche der ober» hessischen Pfarrer entsprochen. .Das klingt alles ganz wahrscheinlich", meinte -kalter. ..Ich vermag mir aber nicht oorzustellen. daß diese Ausstrcti hingen der Energie auf das sogenannte Unterbewußtsein derart einzuwirken vermögen. Man müßte doch auch sonst gelegentlich einmal irgend etwas von diesem Atomzerfall merken." „Das ist auch der Fall. Und zwar besitzen wir Menschen ein Organ, das sogar den feinsten wissen- schaftlichen Instrumenten überlegen ist. Nämlich unsere Nase, die aber noch nicht im entferntesten so ausgebildet ist, wie z. B. die des Hundes. So Kann die Anwesenheit von nur einhundcrtmillionstel Milligramm Jodoform durch den „Geruch" leicht gespürt werden, durch chemische Analyse niemals eine Flut von riechenden Partikelchen nach allen Richtungen entsendet und doch in 100 000 Jahren Trft ein Tausendstel seines Gewichtes einbüßt." „Wenn nur die Hälfte von dem au trifft, was Sanders behauptet, dann ist er ein Phänomen", wiederholte der junge Ingenieur. „Ich bin sehr gespannt, was für ein Urteil Herr Sanders heute über unsere Bohrung abgeben wird", meinte Walter. Sie näherten sich dem schieferfarbenen, spitz- ragenben Turm, der in einer kleinen Schlucht stand. Rechts ein Holzschuppen mit dem puffenden Motor zum Antriebe der Maschinen, links ein Gewirr von Eisenrohren verschiedener Stärke. Balken und Bretterstapel. „Noch fünf Minuten bis zum Schichtwechsel", tagte Nagel. Sie betraten das dämmrige Untergeschoß des Turmes, das durch sparsame Glühlampen bürfria er’-ent wurde. Der rumänische Unteringenieur stand mit dem Bohrmeister an der sich langsam drehenden Maschine. Als er seinen deutschen Chef erblickte, machte er kurze Meldung: .Zweieinhalb Meter Fortschritt. Wir sitzen Immer noch im Sandstein. Das Spülwasser kommt mit fünf Prozent Oe( vermischt zutage." „Wann kann der nächste Bohrkern gezogen roer- fcen?" fragte Nagcb von 1610 bis 1626 im Amte, Haberkorn, der aus Butzbach gebürtig und der Sohn eines Schreiners toar, von 1643 bis 1676. Unter dem Bilde Winkelmanns steht geschrieben: „Sieß Ehrengedächtniß hat die ehrenvolle und tugenbfam? Frau Barbara Winkclmann Wttb. ihren in dem Herrn ruhenden Ehevogt seliger-, mit welchem sie 13 Jahr in Sieb und Einigkeit gelebt und durch Gottes Segen 4 Söhnlein und 3 Mägdlein erzielet, unter welchen noch eine Katharina und zwei Söhne Johannes Jost und GeorgiuS am Beben find, zu seligen Ehren aufrichten lassen." Don Haberkorn meldet das Epitaphium: „Hat dem Fürsdenthum Hessen in die 41 Jahre, als von 1633 biS ins 1676 Jahr, nemblich ein Jahr als Hofprediger, in die 33 Jahr alS Super- intendens und darunter zugleich 26 Jahr als Professor Theologiae und also bis in das 72. 3aßr seines Lebens treulich und fleißig gebent und ist am 5. April 1676 in Christo Jesu sanft und selig entschlaffen wartend allhier auf die fröhliche Auferstehung von den Loten." Vor Haberkorn waren Johannes Dietrich aus Gemünden an der Wohra und Ludwig Seltzer, der aus Gießen stammte, hier- Superintendenten, an beide erinnern in der Kapelle Epitaphien Auf Haberkorn folgte Philipp Ludwig Hanneken, der 1706 in Wittenberg gestorben ist, dann kam Christoph Johann Dielefeld aus Wernigerode, nach diesem Johann Gottfried Schupart, ein geborener Württemberger, der 1731 während sein alle Gedanken an Petroleum aus und stelle mich auf die mir bekannten Ausschläge von strömendem Wasser ein" Damit begann er seine Tätigkeit. Zunächst ging er um das Bohrloch herum und näherte sich dies-m jedesmal so weit, bis die Stute zu zucken anfing. 2In einer Seite schlug sie schon in größerer Entfernung vom Bohrlochs aus. Hier blieb er stehen und ging bann langsam Schritt für Schritt immer weiter, verließ das Innere des Turmes und machte erst etwa 15 Meter von feinem Rande entfernt holl. Auch die Rute, die sich bisher unaufhörlich bewegt hatte, stand hier still. Sanders bat Nagel, den Bohrmeister herbeizurufen. „Führt das Bohrloch genau senkrecht nach unten?" fragte er diesen. „Meinem Gefühl nach ja", entgegnete Walter . Doch weiß ich, daß man sich hierin täuschen kann Das Gestänge ist so elastisch, daß geringe Abweichungen von der Senkrechten nicht zu bemerken sind. „Bereits in 50 Meter Tiefe weist das Bohrloch die erste Abweichung nach nordwestliche'- Richtunc auf", sagte Sanders. „Diese vermehrt sich prozentual mit größerer Tiefe und erreicht schließlich die Ausmessung von fast 17 Meter. Obgleich das Bohrloch zufälligerweise genau über der hier ziemlich schmalen, ölführenden Spalte angefetzt war, hat es diese Spalte jetzt um etwa fünf Meter verfehlt „Fabelhast!" rief Stefanescu begeistert. „Das soll nun aber geschehend" „Weiterzubohren hat keinen Zweck", meinte Sanders. „Bei etwa 50 Meter Tiefe würde die Bohrung sich der Oelspalte allerdings bis auf etwa drei Meter nähern, bann aber sich schnell wiede» entfernen." „Also müßen wir sprengen", rief Stefanescu. „Glauben Sie bk fünf Meter bis zur Del« spalte mit Sicherheit zu durchschlagen?' „Es muß versucht werben." ,Lch rate, troft bes Gutachtens meines oer- ehrten beutfchen Kollegen, noch minbeftens 50 Meter tiefer zu gehen", riet Iorga. „Vielleicht treffen wir boch noch auf DeL Sprengungen find immer etwas riskant. (Fortsetzung folgt.) „Es ist bald so weit." „Hoben sich Die Herren der Direktton angemeldet?" „Soeben wurde aus Campina telephoniert, daß sie gerade von dort aufgebrodjen sind. Sie könnnen jeden Augenblick eintreffen." „Also ausnahmsweise einmal stüher, als an- gesagt war. Dann wollen wir sofort Schichtwechsel vornehmen." Der Stumäne gab dem Bohrmeister kurzen Befehl. Dieser hob durch einen Hebeldruck das viele hundertMeter lange Gestänge mit der unten daran befindlichen Bohrkrone etwas in die Höhe. Dann brachte er die Drehbewegung zum Stillstand. «Lassen Sie die Spülung noch zwei Minuten gehen", sagte Slagel. „Sonst könnte der sich setzende Dohrschlamm die Krone festklemmen." Als das mahlende, surrende Drehen der Bohrmaschine ftummte, hörte man nur noch das Glucksen der Wasserpumpe und das leise Rauschen des Bohrwasiers, das mit zehn Atmosphären Druck im hohlen Bohrgestänge bis in die Tiefe des Loches getrieben, von'dort zwischen der Wand des Bohrloches und dem Gestänge wieder nach oben flutete, wobei es alle zermahlenen kleinen Gebirgsmasien mit sich führte. Gleich darauf ertönte ein Psi ff, der alle Maschinen zum Stillstand brachte. Die bisher beschäftigte Mannschaft, sechs Arbeiter, begaben sich aus dem Maschinenraum und dem oberen Stockwerk des Turmes ins Freie, wo bereits die neue Schicht wartete. Walter stellte kurze Fragen an seinen rumänischen Kollegen, während Nagel einen schnellen Rundgang durch die ganze Anlage mochte. Der Klang einer Autohupe rief ihn heraus. Stefanescu, Sanders und Iorga entfliegen dem großen, weißen Wagen. Nagel eilte herzu. „Wie steht es? fragte Stefanescu. „Seit den letzten 24 Stunden neun Meter Fortschritt im weichen, teils bröckeligen Sandstein, der mit Petroleum durchtränkt ist", antwortet der junge Ingenieur. Sanders reichte ihm die Hand. „Hat sich der Oelzufluß vermehrt?" fragte er. „Nein." „Wie tief sind Sie gekommen?" „493 Meter Verrohung sitzen im Bohrloch." Sanders nahm seine Wünschelrute und ging mit langsamen Schritten rings um den Bohrturm herum. Aufmerksam und ohne ein Wort zu ipre- chen, folgten ihm die anderen Herren. An verschiedenen Stellen oollführte die Rute die bekannten Ausschläge. Bei jeder neuen Bewegung machte der Deutsche halt und markierte die betreffende Stelle durch ein in den Baden geritztes Kreuz. Zum Schluß prüfte er mit aufred)tgefteUter Rute die Tiefe des Oeloorkommens. Dann gab er feine Erklärungen. Die Bohrung ist richtig angesetzt, ziemlich genau über einer schrägen, ölführenden Erdspalte, die aus großer Tiefe zu kommen scheint. Das Petroleum steht unter hohem Druck und müßte beim Anbohren der Spalte selsttätig aus dem Bohrloch fließen. „In welcher liefe vermuten Sie die Oelspalte?" fragte Stefanescu. „Die oberste Schicht steht in 485 Meter Tiefe." „Merkwürdig", meinte Iorga. „Das Bohrloch besindet sich genau über der von Herrn Sanders gefundenen Oelspalte, die es bereits um fieben Meter durchdrungen hat. Und obgleich das Petro- leum unter starkem Druck fteLen soll, kommen doch nur etwa fünf Prozent im Spüwasser mit nach oben." Ohne ein Wort au entgegnen, sagte Sanders dem deutschen Ingenieur: „Lasten Sie, bitte, die Pumpe an." Nagel eilte ins Maschinenhaus, und Walter begab sich an die Spülvorrichtung. Gleich darauf setzte der Pulsometer ein, worauf aus der Ausflußrohre ein schwacher Strahl einer schwärzlichen Flüssigkeit in das Sammelbecken lief, dessen dunkle Oberschicht in schwarzgrünem Gefunkel irisierte. Sanders ergriff aufs neue die Rute und begab sich ins Innere des Turmes bis unmittelbar ans Bohrloch heran. „Ich werde jetzt versuchen, den genauen Verlauf der Wassersäule des Spülwassers festzuftellen. Weicht sie von der Senkrechten ab, so beweist das die gleiche Abweichung des Bohrloches." „Einen Augenblick", bat Stefanescu. „Bitte, sagen Sie mir, wie Sie es fertig bekommen, nachdem soeben noch die Ausstrahlungen des Oeles fo mächtig auf Sie gewirkt haben, sich jetzt auf die Einwirkungen der Dastersäule emzustellen?" „Eine Erklärung ist nicht so einfach", sagte der Deutsche. „Ich schalte in meinem Unterbewußt’ Da- Amt eines Superintendenten, also eines Leiters der evangelischen Geistlichen und kirchlichen Vorgesetzten, ist jahrhundertelang mit der Stadt Gießen verbunden gewesen. Rachdem die althessischen Gebiete, die heute zur Provinz Oberhessen g hören, ursprünglich der Superinten- dentur Marburg unterstellt waren, ist, als diese Gebiete zur Landgrafschaft Hessen tarnen, eine Guperintendentur In Gießen geschaffen worden. Die Reihe dieser Superintendenten eröffnet Jeremias Dietor, der 1556 zu Alsfeld geboren und 1609 zu Gießen gestorben ist. Sein Grab siegt auf dem Asien Friedhof, über der Gruft, in der er beigesetzt worden ist, erhebt sich eins der kleinen, kap eilen artigen Häuser, die heute noch stehen und die ursprünglich an der östlichen Mauer des Gottesackers ftanben. Vor zwei 3aßrcn toar es nötig, daß Diese Gruft eröffnet wurde, da die darüber liegende Platte eingesunken war. Wan fand dabei, daß über den Särgen Viktors und seiner Ehefrau biS In das 18. Jahrhundert hinein andere Särge in vier Schichten aufgestellt worden waren. In Friedhofskapelle befinden sich die lebensgroßen Stmidbilder der Superintendenten Johannes Winkelmann und Peter Haberkorn. Winkelmann, der ursprünglich Schmied werden sollte, stand Heute mittag fand hx der festlich geschmückten Stadtftrche die feierliche Amtseinführung bes neuen 6 u |> e r i n t e n b en t e n der Provinz Oberbesse n, OberkirchenratS Wagner, statt. Die Kirchenreg'erung. Vertreter des Landeskirchenamtes und des Landeskirchon- taaS. etwa 150 Pfarrer auS der Provinz Ober» Hessen, viele Ehrengäste, unter diesen zahlre che Vertreter weltlicher Behörden, sowie eine große 'Menge Gießener Geme:ndeang^hörrger tooonten dem feierlichen und für unsere ooerhess sche Kirche denkwürdigen Akte bei. Der weite Raum der Kirche war bis auf das letzte Plätzchen gefüllt Geführt von den Pfarrern der Gießener Kiochengeinrinde zogen unter Glocken klang Prälat D. Dr Diehl, der neue Superintendent Wagner, Geheimrat D. Flöri ng und als Vertreter des verstorbenen Superintend nten D. ■Öuler Pfarrer D. W a i h, gefolgt von den ober- ch-ssischen Dekanen, in das Gotteshaus em. Der Gottesdienst wurde mit einem Orgelpräludium und dem von einem Knabenchor gefangenen „Ach bleib mit deiner Gnade" etngeleitel. Seiner Einführungsansprache, die nach einigen gottesdienstlichen Handlungen folgte, hatte der Herr Prälat D. Dr. Diehl die Worte des 73. PsasinS, Vers 23 und 24 zugrunde gelegt: »Dennoch bleibe ich stet- an dir, denn du hältst -mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach »deinem Rat. und nimmst mich endlich mit Ehren an." Gr erinnerte daran, daß die Feier an kirchen- geschichtlich berühmter Stätte stattsiide, die „belüg Land" bedeute. Rach fünfzigjähriger Unter- Brechung habe jetzt Oberhessen wieder einen eigenen Superintendenten, der inmitten seines Be- Xtrft wohnen und amtieren werdd Er wünschte föem Reu ernannt en den Geist dieser vortrefflichen alten Kirchenmänner, die in schweren Zeigten oft durch ihr gläubiges „Dennoch" ihr Amt rtxnn Wohle des Oberfürstentums geführt hätten. Sr zeigte, wie eS zu diesem „Dennoch" des fSVru bensw ort es komme für denjenigen, dem Gott «die große Realität seines Lebens sei, der sich getragen wußte durch Gottes Willen, und der sein Leben aufbaue aus EtoigkeilSgrund. Diese Gin- stellung sei heute, da der Kirche allenthalben Feinde und Gefahren entstehen, doppelt nötig. r. Dieser Voranschlag schließt in Einnahmen und Ausgaben mit einem Betrage von 16 000 Mark ab und erfordert einen städtischen Zuschuß von 9000 Mk. Der Stadtvorstand nahm hiervon Kenntnis unb bewilligte den angeforderten Bedarf. — In der Sitzung vom 17. Februar b. Js. hatte ber Stadtvorstand den Jahrespachtpreis für die Jagdberechtigung im 3aJ>re 1925, genau wie im Vorjahre, auf den 'Betrag von 2204 Mk. festgesetzt. Die Jagdpächter haben es abgelehnt, biefen Betrag zu bezahlen unb Reufestsehung des Pachtpreises durch das Sorrderpachteiurgungsamt beantragt. In ber Verhandlung vor dem Svnderpachteini- gungsamt in Gießen am 18. März tarn vorbehaltlich der Genehmigung deS Stadtvorstande« folgcnber Vergleich zwischen dem Bürgermeister unb den Jagdpächtern zustande: Die Pächter zahlen für das Pachtjahr 1925 die Summe Buntes Allerlei. Eine neue englische Südpolar-Expedition. Drei englische Forscher. Sheltpn, Der- nocchi und Worleh, treffen Vorbereitungen für eine neue Expedition, die nach dem König- Eduard-VlI.-Land und von dort nach Süden ober Osten gehen soll, um die unbekannten Gebiete von GrahamS-Land zu erforschen. Die Reisenden wollen sich dabei eines neuen Motorwagens von 40 P.S. bedienen, der auch bei den schwierigsten Bodenverhältnissen vorwärts kommen kann. Sie sind jetzt zu diesem Zwecke nach Rorwegen gegangen, um hier das neue Gefährt unter nördlichen Verhältnissen zu erproben. Radium für die Schweiz. Die Krebssterblichkeit der Schweiz ist nach derjenigen Dänemarks unter allen Staaten Europas die höchste. Aus diesem Grunde hat die S'Hweizerische Verein gung fü: Krebsbekämpfung, wie in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift" mitgeteilt wird, bei der Eidgenössischen Regierung Den Antrag gestellt, zur Anschaffung von Radium einen D.'trag von 1 Million Franken auszusehen. Das Radium, das da'ür angeschafft wird, soll allen Kliniken und Krankenhäusern für die Behandlung von geeigneten Krebskranken zur Verfügung gestellt werden. Die Einrichtungen, die für die Radiumb eh and lung notwendig sind, müssen von den einzelnen Kantonen selbst geschaffen Werdern Die Ausbeutung der Oelfelber des Irak. Der Vertrag zwischen der Türkischen Petroleum-Gesellschaft und der Regierung deL Irak, Der diesem internationalen Unternehmen Die Ausbeutung der Petroleumschähe für 75 Jahre sichert, wird zu einer systematischen Durchforschung des Landes nach Oelvorkommen führen. Vor Dem Kriege sind ja von Deutschland Vohrun- gen unternommen worden. Wie ein Direktor der Gesellschaft in Der ..Times" ausführt, soll eine geologische Expedition ausgesandt werden, um das ganze Land, mit Einschluß des Vilayets Basra, zu durchforschen. Vestimmte Gebiete, die von bet Expedition festgelegt werden, sollen dann durch systematische Bohrungen untersucht werden. Die Opfer der wilden Tiere in Indien. Nach einer Statistik, die in englischen Blättern veröffentlicht wird, sind 1923 in Britisch. Indien 23 000 Menschen von wilden Tieren getötet worden, unb zwar fanden 603 durch Tie. ger den Tod, 500 durch Leoparden, 460 durch Wölfe, 225 durch Krokodile, 105 durch Bären, 90 durch Wildschweine, 55 durch Elefanten. Der weitaus gröh'e Teil der Opfer, nämlich 20 000, erlag den Giftschlangen. Im Kamm gegen die wilden Tiere wurden in demselben Jahr 1766 Tieaer getötet, 610h Leonarde». 3186 Bären 1929 Wölri und chenvorbcrrö war nicht schlecht beraten. a!r er der Aufführung einer musikalischen Pas- sionSandacht seine Zustimmung gab Zahnarzt Munch aus Darmstadt, ein Meister Du Orgel, führte uns allein, und begleiten von Vio- Iltncello und Geige in das Reich her Töne eine- Dach und Händel. Daneben liehen eine San tte (Sopran) und ein Sänger (Tenor) in meh ' 58 370 Penfion wurde der Rechts- und Ftnonzkommission zur Aeußerung unb Stellungnahme übergeben. — Der Bürgermeister beantragte, den Gas-, Wasser- unb Kanalabschluh an die in 1924 und jetzt neu zu erbauenden Prioathäuser auf Kosten der Stadt bis an die Grenze des Grundstückes, jedoch nut an erschlossenen Straßen, zu legen. Hiermit soll eine Beihilfe von feiten der Stadt an die Bauluftigen geschaffen werden. Der Antrag wurde zum Beschlug erhoben. — Für die Erbauung einer staatlichen Förster- wohnung bat dar Hochbauamt um Bereitstellung eines geeigneten Bauplatzes. In Vorschlag wurde ein Bauplatz in der Kälberbach gebracht. Der Gemeinderot konnte in bezug auf die Anbohrung der Hauptleitung des Wasserstranges seine Zustimmung nicht erteilen. — Ein Hauptpunkt der Tagesordnung war die Beratung und Stellungnahme zu den zu schaffenden A u t o l i n i e n. Die Post nahm die Errichtung einer Autolinie Büdingen — Buches—Düdelsheim — Lindheim — Hainchen — Hun- bacher Kreuz—Himbach — Eckartshausen — Marienborn—Langenbergheim—Ostheim in Aussicht. Der Privatunternehmer N i e d e n t h a l von Eckarts- Hausen dagegen plant die Schaffung einer direkten Autolinie von Büdingen nach Hanau unter Ausschluß der Orte Orleshausen—Calbach, Eckarts- Hausen, Marienborn und Langenbergheim. Während die Poft einen Zuschuß der betreffenden Ge meinben verlangt, sowie den Dau einer Autohalle mit Reparaturwerkstätte in Eckartshausen, stellt Niedenthal keinerlei derartige Anforderungen. Die Autooerbindungen werden insbesondere den Arbeitern der erwähnten Orte zugute kommen. D.er Gemeinderat sprach seine Sympathie dem Nieden- ihalschen Projekt aus und setzte sich für besten baldigste Verwirklichung ein. — Um den Klagen der Bewohner des Steinwegs abzuhelfen, wurde die Pflasterung des Fußsteiges auf der einen Seite der Straße beschlossen. — Hinsichtlich der Unklarheiten. die bet Punkt 6 der Tagesordnung in der letzten Sitzung (Vergebung der Pläne und Bauleitung für die zu erbauenden Fomiltenhauser) sich ergaben, teilte der Bürgermeister mit, daß nach feiner Ansicht es sich nur um einen Irrtum der Protokollführung handeln könne. Er bat, den Boukommifsionsbeschluß nachträglich noch zum Gemeinderatsbeschluh zu erheben. Die Gemeinderäte Hildner, Dr Eber- l i n g und Walther widersprachen dem jedoch in längeren Ausführungen. Schließlich stellte Gemeinderat Walther den Anirag, festzustellen, ob die KreisbauoerwaUung Pläne und Bauleitung der zu erbauenden Häuser unentgeltlich vornehmen müsse- Verneinendenfalls fordere er die öffentliche Ausschreibung der Arbeiten. Der Antrag wurde ab- gelehnt, während der diesbezgl. Antrag des Bürgermeisters angenommen wurde und die Pläne und Bauleitung somit endgültig in die -and des Technikers Knaf gelegt wirb. Mit der Erläuterung der Pläne durch Gemeinderatsmrt- glieh Knaf schloß die oft stürmisch verlaufene $'6U,!r Nidda, 26. März. Die hiesige Ge- werbe schule beschließt nächsten Samstag das Winterhalbjahr mit einer Schlutzfeier und einer Ausstellung der gefertigten Zeichnungen unb Schülerarbeiten. — Der Bademeister M odus in dem benachbarten Salzhaufen blickt jetzt auf eine 40jährige Dienstzeit an dem genannten Bad zurück. Während dieser langen Zeit Rat er es verstanden, durch gleichbleibende Aufmerksamkeit und Freundlichkeit sich das Wohlwollen aller Badegäste zu erwerben. — Nachdem bereits Sonntag die Sozialdemokratische Partei eine Wahlversammlung obgehalten, in der der Abg. Lux für den Kandidaten Braun sprach, veranstaltet -er Reichsblock kommenden Freitag eine vaterländische Kundgebung unter Mitwirkung der hiesigen Feuerwehrkapelle. Als Redner ist Oberstudiendirektor Dr. K e 11 e r - Büdingen gewonnen. . • Aulen-Diebach, 26. Marz. 3m Knegs- jahr 1917 wurden, wie in vielen anderen Gemeinden, auch in unserer Kirchenorgel die zinnernen Prospektpfeifen befchlagnahmt. Durch Bereitstellung der Geldmittel durch die Gemeinde konnten jetzt die Ersatzpfsifen angeschafft werden. In-dieser Woche wurden die neuen Pfeifen von der Firma August Forster, Gisßen-Lich, geliefert und in die Orgel eingebaut. Mrete «tfwffett« •O Schotte 1t. 26. Mörz. Gemeinde-- und Kirchenrechner Bindewald in Stümper- 1 e n r o d feiert am 27. d. Mts. sein 2 9 j ä h r i - ge S Die n ft i u & 11 ä um. Er hat es verstanden, sich während dieser Zeit das Vertrauen der Einwohnerschaft zu erwerben Born Krets- direkt or des Kreises Schotten ging hem Zu- bilat ein Glückwunschschreiben au. „?* Eichelsdorf, 26. März. Der hiesige M ä n n e r g e f a n g v e r e i n „Eintracht" darf die seltenen Ehre für sich in Anspruch nehmen, wohl den ä l t e st e n aktiven Sänger in seinen Reihen zu hoben. In diesen Tagen feierte nämlich fein 2. Bassist Heinrich Bechtold seinen 7 6. Geourtstag. Der überaus Rüstige ist noch mit ganzer Seele bei her schönen Sangessache, war Mitbegründer des Vereins und langjähriger eilter Vorsitzender. Der Verein ehrte feine Sangestreuo, indem er ihm an feinem Geburtstage ein Ständchen brachte und durch feinen Vorsitzenden herzliche Dank- und Wnnschworte entbieten ließ. Es wäre zu wünschen, daß biete vorbildliche Treue und die Hingabe an eine edle Sache recht viel Nacheiferer fänden! § Lilrich ft ei n. 26. März. Hier wurde am Mittwoch das etwa zweijährige Kind einer S ch i r m f l i > io de Jan Wicu in D-- 0,462 t,4o4 O.tol 1,463 reft. abgest 69,13 69,37 59,045 69, Ito Praa .... Belgrad . . 12 44 12. 8 12 4 IM« t 63 6 64 6 61 6,63 Budapest. . Bulgarien 6.815 6,815 k 81 6,83 1,145 2,055 2,05» 5,06» Lissabon 19 9-> 19 975 19,975 20 02 • Danzi«. . . .lionst ntio. 79,85 c 18 80 05 -.19 r/7.? 2.18t 79 93 -.194 Alben. . • 9.76 t 78 b.69 0.71 Dank noten. o>eo» 4.198 16 76 81 20 142 52 12 IW 92 17 21 t5 96 19.262 in 71 bl 18 60,20 V 162 5,80) 4.171 ?1 36 76 <9 SV 042 2 00 117 05 17 13 65 64 £8. 62 112 8t W 78 69 8 > 12 495 6,785 -------- Dorfe. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger--.) r <.4 1- n’t An der heutigen Börse setzte sich die freundlichere Auffassung des gestrigen Tages fort. Die Geschäftstätigkeit toax allgemein angeregt unter Führung der 21p» I- den- Die Stimmung der Spekulation für (X^urch eine Stütze erfahren, daß der Aufwertungsentwurf der Reichsregierung, SPertfn, 28 Mär^ ?lmertkanische Roten .... Belgische Noten . ....... Täiillch^' Noken ...... . Englische Noten. ...... Französische Note» ..... Holländische Noten .... italienische Noten .... I Nottoegische Roten Dcutsch-Afterr i ioo Krone» Rumänische Noten Echwkdtflde Roten Schweizer Noten . Svanischo Noten . Tlch.choUowatische Note» - . Ungarische Hloitn . ... Berliner Datum: Wenn auch die bisher bekanntgewordenen Zahl« nicht voll zutreften, eine HöHerbewertung bet deutschen Staatsanleihen erlaubt. Kriegsanleihe» eröffneten mit 0,7 unb wurden bald mit 0,72 um» gesetzt. Die Kurse der übrigen Staatsanleihen! bewegten sich entsprechend. Lebhaft waren die Umsätze auch inHyPotheken-Pfandbrie» f e n, die durchweg leichte Kursbefestigungen durch- fehlen. Die Börse rechnet auch hier mit einer Erhöhung des Aufwertungssahes der 3. Steuer. Rotverordnung. Auch die Aktienmärkte wurden von dieser Tendenz beeinfluht, zumal auch hier noch eine Reihe von anderen Anregungen Vorlagen. Sv sanden einmal zu den h^abgesetzien Kurfen vermehrte Rückkäufe statt, während andererseits die Siluationsber-ichte vom rheinisch- westfälischen Eisenmarkt und von anderen Gewerbszweigen wieder optimistischer lauteten. Die ersten Kurie bewegten sich daher teilweise beträchtlich über dem Riveau der Vortage. Am Geldmarkt blieb bei herannahen.de Ultimonadj wie vor einflußlos. Es werden weiter die bisherigen Sähe genannt, zu denen reichliche Witte) vorhanden find. Tägliches Geld 7 bis 9 Prozent, Monatsgeld 10 bis 12 Prezent. Privatdiskont 8 Prozent. Der D e v i s e n m a r k k' lag heute vormittag international gut, bemerkenswerte Veränderungen sind nicht eingetreten. Börsenkurse. 5*/ TrnneDc 5Rfte 2 .3. 26 X 2». 3. 26 3. 0 682 0 705 0 69 ”7 69* — w» " 8 0.8 0,820 0.81 0,785 0 795 1 05 1 05 1,02 1.035 0 46i 0.490 ■ 18 0.46 0.9 0.930 0/25 0,95 1 — 1.05 0 96 — 1,10 1 1 1.15 •R— •—V 0 93 0.96 94 75 94.75 — 91 65 11,76 1 75 »1 75 9 85 S.75 9 7 0 63 38,5 38.5 •w— 156 159 155,75 159,5 108 59 108 75 08 80 103 B7.5 137,5 1'8 138 181,73 134 5 134 134,50 0 36 0 35 126,5 126 75 176,13 127 117,5 116 - — 1<)7 1UÜ 106,50 190 8.90 8 9 8.75 8 75 0,11 0 11 0,3 0 !! 81 81,1» 81,5 16.75 17 20 17 10 17 10 25 10 10.13 73 '» 10 50 T? 73 72,4 81,5 <-3 t 00 138,75 139 38 L5 140,5 *y 18,25 17 30 18,25 32,5 2 •22,76 6.75 6 0 6 8 6 00 10. '9 10, -0 6 1 61,2.5 ' 1 75 60 62 6$ 55 5 2> •4 60 *5.10 04 10.3 13 103 6 103,e0 3 ö 3.5 - -w 86,5 88 ti6,ro 86 5u 91 76 03 9„5t) 93 60 _ _ 91 91,2' —. — I 6 675 5 70 84,25 83.» ■w — 146 166 23 147 146 116.25 146,; — 0,49 — 113 11?,9 112 35 113,51. — /.I 6o 27.13 135^ 27 62 137 138 138.5 8,05 8 16 16 16 16,5- 140,5 110.25 11 50 11 50 11.40 11 60 17,7 —— 17-90 18,25 8- 5 89 — 63 25 64.5 r3,5 63,80 72 73,5 78 M 73 5 ' 70 65 3 62 3.62 5.6 5,7 5 62 6,63 3,2. 3 3 — 8 r 8.3 8 1 8 1 - 102,75 102,73 0 65 0,62 1 1 1 1 131,25 131 25 - 2,1'75 2 2 2,23 3,3 3,8 3.7 3,1 ■',90 6 2,75 13 3 12 3 12,3 12,41 . 15 4 i'-ö — 3,4 3.4 — •** Frankfurter Schlachtviehmarkt. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers-.) Frankfurt a. M., 26. März. Auftrieb. 2 Ochsen, 6 Färsen und ftüf>e, 1412 Kälber, 694 Schafe, 500 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfd Lebendgewicht: Kälber: Doppellender feinster Mast 85 6:8 90, feinste Mastkälber 74 bis 80, mittlere Mast- und beste Saugkälber 65 bis 73, geringere Mast- und gute Saugkälber 56 bis 64, geringe Saugkälber 45 b s 52. Schafe. Maftlammer unb Mastyämrnri 45 bis 50, geringe« Mast Hammel und Schafe 36 b's44, mäh g genährte Hämmel und Schafe (Merzfchafe) 20 bis 35. Schweine: Dollflerichige von 80 bis 100 Kg f4 b's 66, unter 80 Kg 58 bis 64. von 100 b’« ■*20 Kg. und von 120 bis 150 Kg. 64 bis 66 Mk. Marktverlauf: Kleinvieh bei lebhaftem, Schweine bei ruhigem Handel ausverkauft. Frankfurter Getreidebörse, (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers^.) Frankfurt a. M., 26. März. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer19.50 bis 25.50. Roggen, inländischer, 19.50 bis 24. Sommergerste für Drauzwecke 23 bis 30, Hafer, inländischer 17 bis 22.25. Mais (gelb) 20 bis 20.25, Weizen» mehl, inländisches, Spezial 0, 39 bis 40, Roggen- mehl 3250 bis 34, Weizenkleie 13 bis 13.25, Aog- genkleie 14.25 bis,14.50. Tendenz: Fest. Berliner Produktenbörse. Berlin, 26. März. Der Prvduktemnarft war auf höhere amerikanische Meldungen weiter fest, besonders für Roggen. Das Geschäft in Gerste war klein, Hafer begehrt und Futterartikel ruhig. Es wurden notiert für je 1000 Kilo. Weizen, märt. 248 bis 251, do. Avril 270, do. Mai 273 bis 275, do. 3uli 299,50 bis 271,50, Tendenz fest, Roggen, märt. 234 bis 238, do Juli 238,50 bis 239, Tendenz fest, Gerste, mär!. 225 bis 246, Fullergerste 205 bis 224, Tendenz still, Hafer, märt 185 bis 193, Tendenz fester, Mais, Mai 180 bis 181, Tendenz still, Raps 395 bis 400, Tendenz stetig, Leinsaat 390 bis 400; für je 100 Kilo: Weizenmehl 33,25 bis 36, Tendenz fester, Roggenmehl 31,75 bis 34,25, Tendenz fest, Weizentleie 14. Tendenz stetig, Roggenkleie 14,50, Tendenz fester, Diltpriaerbsrn 23 bis 30, kleine Erbsen 18 bis 20, Futtererbsen 18 bis 19, Peluschken 18 bis 19, Ackerbohnen 19 bis 20, Wicken 18,50 bis 20, Lupinen, blau 10,50 bis 12, do. gelb 13 bis 15,50, Rapskuchen 15,30 bis 15.60, Leinkuchen 2120 bis 21.70, Trockenschnihel 10 bis 10,20, Torimelaste 9J0, Kartoffelstöcken 19 bis 19,20, MWkil SlßgWKMes V'n's W7 W*' __bt I, Ru » l’1-1 Hl4|, *5 0 7« II W »'M on n ott iz,l '100 Teleph. 130 GIESSEN Neustadt 1 3114a M Iti 1. Was habt Ihr am nächsten Sonntag zu tun? HM m>\ nwt't w -Hl.» 18.6 i K ' M.5 '8,1 73,5 78M 3 61 । 8.C 5 62 ! j,U 2. Wen sollt Ihr zum Reichspräsidenten wählen? 0.« 1 ] ire ü 3i Ml 3- 6 12 3 3. Wie müßt Ihr wählen? Wahloorschlaq Nr. 1 Nr. 2 n Nr. 3 ii .. Nr. 4 ■fr) Dr. Jarres KtrJtUtf: b»u**rk.vabert.Rha Frau Huhn, Steinstratze 70. US 108 M ; ',50 113 Morgen Samstag, 28. > ® 75 » «2 •« Der Reichsblock OrLsausschuh Gretzen Hansa Handelsschule J. Kunzeimann Gießen, Bleichstr. 5 21. April und 4. Ma! Beginn neuer Kurse. .1,1 J'i . i n 81,6 81.8 16 ItM 8 116.25 Itf,! 112« llfi.ü 27.11 !' v 1,10 H.M 11,75 Hauptpreislagen: Mk. 45- 48- 55- 65- 68.-72- und höher 1 5 ■I 60 ‘5 tu ii3 6 ilti.tfl «k S-,50 03 M -70! -65 5.11 S.- IM,71 ^80 1'8 131 >-«.V 106,50 l. Wi Dl. iS 1,1 0,1 0i u 173 16 16,5 100 l«8 W.M in Die neuen Ulsterformen 3,75 81 13,31 Ulster mit runden Aermeln, also ohne die charakteristische Raglanform, kommen wieder stark in Aufnahme. Der neue Ulster hat einen breiten Kragen und dementsprechend auch sehr breit gehaltene Klappen. Die engen Ulster und Mäntel der letzten Saison sind abgetan. Der richtig geschnittene moderne Ulster ist weit gehalten und damit auch seinem Zwecke wieder mehr entsprechend. Für schlechtes Wetter wird dem leichten, ungefütterten Raglan der Vorzug gegeben. Rag Ians sind sehr weit gehalten und dürfen die darunter getragene Kleidung nicht drücken. Sie müssen tiefe Aermelöffnungen haben, um leicht schlüpfen zu können. Für diese Mäntel werden auch senk- rechteTaschen gemacht. Der Rücken ist so weit gehalten, daß ein Schlitz überflüssig ist. 6. Trechsler Lieinstr. 73, Tel. 1581 empfiehlt sämtliche Srtnumitrriolitn in nur beiten Qualitäten. Nußkohlen Anihrazitkohlen Eiformkohlcn LrikcUs Koks Anmachholz e Sllcheuholz. ö suppe WgWer 981 MUng! 250 Stck. Ktuiig! großen schneeweißen Blumenkohl treffen morgen auf dem Drandplatz ein. Jedes Stück 1 Mk. Semet Kopfsalat, festen und roten Rosenkohl. Grünkohl, rote Karotten und Orangen werden zu Len billigsten Preisen verkauft Für Hotels, Kochanftalten und Groh- Verbraucher beste Einkaufsquelle. 02662 Erster Tone treffen von der Wretumnrf auS Son^böben ein: Ein 'Ii ag 1011 prima Speiirfartoffrln „Tcobara", auer- lannte Sorte, forme ein Waggon Saat- Kartoffeln LdcmäldttBliiie und werv.n noch ^Seitenlinien anae- noninien. Wied r- Verkäufer u. Groh- Verbraucher Voi- -ugSpreise. v*a* Weiss L Petri Graben>tr.7,Tel.l313 NW Jemoft. Ml Mähler und Wählerinnen! Am 29. März tritt das deutsche Volk zur Wahl des Reichspräsidenten an die Urne. Dem Volke ist die Verantwortung für die Wahl seines obersten Führers anvertraut. Die Deutsche Demokratische Partei schlägt den 18 b's Aäcrbo^ W\ Slz SS ^nsluht üVHt Ä n&F r/VHL « M 160.1 >7» I 13,6 t , 71,14 68 180 .6 ‘3 70 w ZV :"l V ,tt '171 551 5 8 '. Ot; 10313 351 3.5 ä-s; &j l«l M ei I «j- 675: 5 70 'M 83.» ■1 733 137,5 „ M 5 < 0 31 .136 75 .1 118 " 1UÜ w 8 < 1011 um 73'8 V vor. Sie ist überzeugt, daß er dem versassungrmätzigen Gelübde 6e$ Reichspräsidenkn: || seine Kraft dem Wohle der deutschen Volkes | B | zu Widmen, 11 | die Verfassung und die Gesetze zu wahren, 11 I Gerechtigkeit gegen jedermann zir üben | ß getreulich nachkommen wird. Er wird Interessen eines Landes, einer Klaffe, HJUJI dnes Berufes, einer Konfession bevorzugen, ein Parteimann, UmUmh der Vertrauensmann aller Bürger, ein pmvCl El wahrer Führer des ganzen Volkes sein. Dr. hellpach ist mit dem verstand und dem Herzen Anhänger der republikanischen Staatsform, an der ohne die größten Gefahren für Volk und Reich nicht gerüttelt werden darf, die aber erfüllt werden mutz mit wahrhaft demokratischem Geiste, kraft dessen jeder Staatsbürger in dem Staate seine Angelegenheit erblickt, an der er beteiligt, berechtigt, an deren Verwaltung er mh berufen ist. Herr Dr. hellpach ist nicht belastet mit Bindungen an überlebte, fast vergessene monarchische Einrichtungen, er kann freimütig feiner Ueberzeugung folgen. In ihm präsentieren wir den Wählern einen Träger des großen nationalen und demokratischen, des liberalen und sozialen Gedankens unserer Feit. Jeder, der eine zielbewuhte Politik der Mitte zwischen denen, die nach rechts oder links aus- einqnderstreben, für die richtige hält, I jeder der es ablehnt, daß die ungeheuren Lasten, die unser Volk aufzubringen hat, auf die Schultern der unteren und mittleren Schichten desselben abgewälzt werden zu Gunsten namentlich der Großindustriellen u. Großagrarier, jeder der es ablehnt, daß den Schwachen und Enterbten ihr gutes und heiliges Recht noch länger vorent- l halten werden soll, darf nicht dem Kandidaten des Rechts- blotfs, sondern muß Herrn vr. hellpach seine Stimme geben. Sorgt dafür, Ihr Wähler und Wählerinnen in Stadt und Land, daß der gegebene Kandidat der verfassungstreuen Parteien für den zweiten wahlgang sein wird: Herr 3138e Dr. Wilhelm hellpach. beite Qualität, sehr preiswert, Repar. u. 9?eubcsiebcii in ein. Werkst, m.cletir. Betrieb. ■Al b Fr. P= Sack 17 >ucn Bäue 17 - 0.« 113 UM - <1 4 ii 15 i 1'5 * „ 3,11 M - chtviehmarlt. Gießener Anseig^l 26. Wrz WnH. W. 1412 faM W ■ssas SMr NW IN Ä9 e von 80 jQO hi« rrfaufl- ‘reibe65tf^ . bV'g'* Tendenz- W L t* ®Ä; /Ä $enS Sg i irpndenZ 5% b» Hierher bas machen! 3149D Äi U u|jj -i - KB,<5 11®.71 szliMs-S W II ? ”51 V? i 88,5 | 2 » •« ’K'I lot tk« , ll.pch '7. i.w i 0,1)6 , , 2 1 e u I - hin *■ Haus der Handarbeit und Ausstattung Wir eröffnen unser neues Unternehmen am kommenden Montag, dem 30. März, zuvor veranstalten wir am Sonntag, dem 29. März eine großzügige Ausstellung modernster künstlerischer Handarbeiten-Gardinen und eleganter Wäsche Die zwanglose Besichtigung, zu der wir hiermit ergebenst einladen, soll zeigen, was wir auf diesem Gebiet zu leisten vermögen. Wir werden in unserem neuen Unternehmen nur allerbeste Qualitäten zu mäßigen Preisen bringen und hoffen, daß es unseren Bemühungen gelingen wird, auch weiterhin das Vertrauen unserer werten Kundschaft zu erringen laus der Handarbeit und Ausstattung Seltersweg 81 Komm.-Ges. 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MSrz 1925 Die belgischen Dokumente Kommt die Rede auf die „Belgischen Dokumente", so richtet sich das Augenmerk meist in erster L‘mie auf die sogenannten „Conventions Anglo>Bel> ges", jene engti fch-belgiichcn Militärbesprechung in den Jahren 1906 und 1912, mit denen fick vielfach die Vorstellung eines von den Belgiern schon vor dem Striegc begangenen Reutralitotsbruches verbindet Diese Lchriskstiicte, die im September 1914 natti der Belegung Brüssels durch einen Zufallsfund in deutsche .f)anb gelangten, bald darnach von der Reichsregierung veröffentlicht wurden und großes Aufsehen machten, sind aber keineswegs das historisch oder politisch Bedeutungsvollste, was an Dokumenten während der mehrjährigen deutschen Verwaltung in Belgien ' Schon vor einigen 3ahren fanden in Berlin amerikanische Massenprotestversammlungen statt, in denen eine edle Amerikanerin, Miß Ray Bevcridge. gegen die schwarze Pest am Rhein kämpfte. Aber noch immer führen die Franzosen den Rachekrieg am Rhein gegen Deutschlands Frauen und Kinder fort. Miß Beveridge sagte damals schon: ,Täglich werden neue Lügen in Amerika aufgedeckt. die klar zeigen, wie das amerikanische Volk von Wilson und seinen Agenten in den Krieg gezogen wurde, täglich schließen sich mehr oder weniger wichtige Elemente zusammen, um die Wahrhell an den Tag zu bringen, täglich wächst die Zahl der ehrlichen Amerikaner, die lieber zugeben, Deutschland Unrecht getan zu haben, als fernerhin Unrecht zu tun. Diese Elemente bestehen jetzt nicht nur aus Deutsch-Amerikanern und 3rländern, sondern enorm ist auch der Zuwachs an Stockamerikanern. Frankreich hat sich die Verachtung der ganzen zivilisierten Welt zugezogen. „Wer hat den Krieg gewonnen?" sagte sie weiter. „Richt Frankreich, nicht England, nicht Polen, sondern Amerika. Wer kann einen ehrlichen Frieden erzwingen ? Rur Amerika." Es wurden unter härtester Bedrohung öffentliche Freudenhäuser gefordert von den Franzosen, wie immer den Männern zur Lust, den Frauen zum Leid. Deutsche Mädchen muhten unmenschlichen, zum Teil verseuchten Destten zur Verfügung sein. Wie neultch auf einem Kongreß amtlich fest gestellt wurde, alltags 40—50, Samstags und Sonntags 60—70 Soldaten für jedes Mädchen. (Rach anderen amtlichen Berichten 80—90.) Wo die Zahl noch nicht genügte, wurden anständige Frauen, junge Mädchen und 3ungens täglich aus den Häusern oder von der Straße geholt: es ist nicht selten vorgekommen, daß weihe Frauen mit Gewalt aus den Betten geholt wurden, und daß ihre Ehegatten, ihre Kinder, mit dem Revolver bedroht, machtlos zu- fehen muhten, wie sie von Farbigen vergewalttgt wurden. Aerzlliche Statistiken beweisen, daß 80 Prozent angesteckt und für ihr Leben lang unglücklich gemacht wurden, darunter 40 Prozent Kinder unter 14 Fahren. Wie mag es in den Herzen der Mütter aussehen, die ihre Lieblinge, das letzte bißchen Glück ihres Lebens, auf solche Weise verloren haben und die seellschen Verwüstungen dieser unglückllchen Geschöpfe mit erlebten?! Wenn eine Ration wie Frankreich alle diese Verbrechen seit 6 3ahren begeht, straflos begeht, um ihre Rachsucht gegen ihre gesitteten, fleißigen Rachbarn zu befriedigen, dann mühten sich die Frauen der ganzen Welt zusammen tun. um diese Kulturschande in die Welt hinauszu- schreien, bis diese Schmach von Deutschlands 'Frauen gesühnt ist. Klingt es nicht wie Hohn, daß Deutschland 3000 Mk. monatlichen Sold für jeden Soldaten zahlen mußte und dadurch selbst die Mittel geben rnuhte, damit sie die Rassen- schändung, die Mulattisierung und Syphilisierung des deutschen Volkes in ausgedehntestem Maße betreiben können! Es muhte zur Feindschaft gedungene Kinder Afrikas ernähren, statt ungeduldigen deutschen Kindern das notigste Brot geben zu können. Sträubt sich nicht dagegen jedes edle amerikanische Herz, jede amerikanische Frauenseele ? Allein in einer Stadt des Rheinlandes waren in einem 3ahr 2323 uneheliche Geburten zu verzeichnen, von den Müttern standen allein 809 im Alter unter 16 Fahren. Frankreich führte die Menschenopfer wieder ein, als Friedensgabe an die deutschen Frauen. Wie amtliche Statistllen beweisen, werden noch täglich im besetzten Gebiet rund 100 deutsche Mädchen geschändet und noch Knaben und Kinder ruiniert So sehen die Rechte der Frauen aus in unserem aufgeflärten Zeitalter, weil die Frauen dazu schweigen. Ahnen Sie, was es heißt, das mit anzusehen als Deutsche, und noch Hab und Gut opfern müssen, um die Unterhaltungskosten für unsere sadistischen Peiniger damit zu zahlen, damit sie vor unseren Augen ihr zügelloses Dasein führen können? Wie ist cs möglich, wird die Rachwelt fragen, dah die Alliierten diese Verbrechen Frankreichs, die Rasseschändung an den Frauen und Kindern duldeten? Sechs Fahre duldeten? Wie ist es möglich, dah noch heute die Anstifter des Weltbrandes, unter dem jede Ration mehr oder weniger gelitten hat, frei Herumlaufen und die deutsche Ration, die vorher 44 Fahre den Frieden bewahrt hat, für den Krieg gestraft wurde und noch immer wird? „Es kann der Beste nicht im Frieden leben, wenn es dem böfen Rachbar nicht gefällt!“ Was haben unsere Peiniger aus unserem schönen, sonnigen, hochkultivierten Rheinland gemacht? Deutschland, kannte aus feiner Leidensgeschichte früherer Zeiten feinen sadistischen Erbfeind jenseits des Rheins aus den früheren Kriegen, darum kämpfte das deutsche Volk begeistert seinen Abwehrkampf, kämpfte bis zur letzten Kraft, zäh, tapfer, opferfreudig, heldenhaft vier Fahre lang, dann sechs Fahre wehrlos bis zum sogenannten Friedensschluh. Thomas Carlyle, der große Geschichtsphilosoph, schreibt 1870 an die „Times": Keine Ration hat je einen so schlimmen Rachbar gehabt, wie Deutschland in den letzten 400 Fahren an Frankreich gehabt hat. Schlimm auf jegliche Art: srech, räuberisch, unersättlich, unversöhnlich, angrifss- lustig." Und in demselben Fahr schreibt die „Daily Rews": „Frankreich hat sich stets in Deutschland eingemischt. Es war nicht die eine oder die andere Regierung, die es getan hat, sondern das ganze französische Volk. Alle Staatsmänner, Fmperialisten oder Republikaner, toarer gleich eifersüchtig auf Deutschlands Einheit, gierig nach deutschen Landen. Ein Krieg für den Rhein war immer populär und wird es immer fein." Frankreichs Größenwahn kann nicht besser gekennzeichnet werden als durch die Losung, die es in den Kriegen gegen die Engländer unter der Fungfrau von Orleans ausgegeben hat: „Wer gegen Frankreich kämpft, kämpft gegen Gott." Wir stehen ball) an dem Wendepunkt eines neuen Fahres, 1925 ist wieder ein Vierteljahr- Hundert vor unseren Augen verflossen, 10 Fahr davon eine Geißel der Menschheit, die von dem 20. Fahrhundert den Völkerfrieden erhoffte zum Aufstieg der gequälten, itrenben MenschhÄt. Gibt es nicht schon genug Elend auf unserer kleinen Erdkugel, daß künstlich Herzeleid und Elend geschaffen werden müssen durch Feindschaft und Rachgier, Reid und Mißgunst? Wann wlld das glückliche Amerika, das Land des schnellsten Fortschritts, der bedeutendsten Erfindungen, den Weltfrieden erfinden und in die Tat umsetzen zum Wohle aller Frauen und Kinder, für die es stets soviel Liebe und Anerkennung zeigte und darin den anderen Rationen ein Vorbild war. Hoffen wir, dah das Fahr 1925 das segenbringende der heute in Waffen starrenden Rationen sein möge. 2llle Augen der leidenden Frauen ruhen auf Amerika als Helfer in der Rot. Mittag- und Abendessen Fürstenberg-Bräu 6ut gepflegte Weine Vor und nach dem Theater kalte und warme Platten ______________________________________972a Unjve rsitäts-R estaurant Plockstraße 5 Inh.: F. C. 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