Ur. 199 Erstes Blatt 175. Jahrgang Mittwoch, 26. August (925 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vruck und Verlag: vrühl'fche Universitäls-Vuch- und Steinörudcrci R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerdindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlichtz, auswärts 10 Goldpfennig; für Ne« Klame-Anzeigen v 70mm Breite 35 Goldpfennig, Plahoorfchrist 20°/, Aufschlag. - Verantwortlich für ‘Politik u. Feuilleton: Dr. Friede. Will). Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: HansBeck, sämtlich in Gießen Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Beilagen: GießenrrFamilienblätter Heimat im Bild. Monati-Vezugipreis: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Träger lohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech.Anschlüsse: schriftleitung 112, Der- lag undGeschästsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten:Anzelger«iehen. postscheckfonto: $ranffurt a. M. 11686. Re- eine fierung alle ihre Machtmittel anwenden, um ungerechtfertigte Preisverteuerung der Kartelle bifler Seite folgendes gesagt werden: Die bürd) die Steuergesetzgebung erfolgte Entlastung der Wirtschaft, insbesondere die Herabsetzung der Umsatzsteuer, muß unbedingt zu einer Verbilligung der Waren führen, wenn auch die Birfung nicht gleich am 1. Oktober einsetzen wird, da viele noch im Handel befindliche Waren noch mit den alten Steuern belastet sind. Ferner dürfen die neuen autonomen Zollsätze nicht zu einer etwa gleich hohen Preisoerteuerung benutzt werden, da erst die in den Handelsvertragsoerhandlungen zu vereinbarenden Zölle der Preis- jeltaltung zugrunde zu legen sind. Um dies zu er- reichen, wird auf die beteiligten Wirtschaftsorgani- Nationen hingewirkt. Des weiteren wird die Md ein paar Thr Inspektors ver- :.rsr- ulein 63 ®ate Lottes netten - schnittspreise erzielt: Hohleiche pro Merger ca, 20 Mk., Heegstrauch pro Morgen ca. 15 Mk., Waldbrunn en pro Morgen ca. 12 Mk., Plocks- brücke pro Morgen ca. 20 M7.. Wiefecktal pro Morgen ca. 30 Mk. ** 25jähriges Dienstjudilä um. Ein in jetziger Zeit seltenes 3übiläum kann Frl. Elise Küster feiern. Dieselbe ist feit 25 Jahren ununterbrochen in Stellung bei Frau Geheimrat Diermer. Die Vorsitzende des Alice-Frauen- vereins überreichte Frl. Küster als Zeichen bet Anerkennung ein Diplom und eine silberne Brosche. * Die Voltshallenbaulotterie erweckt in allen Schichten der Bevölkerung Ober- Hessens besonderes 3ntereffe. Viele, denen es nicht möglich war, seither etwas zu diesem stattlichen Bau beizutragen, begrüßen die Gelegen- beit, durch die Volkshallenbaulotterie auch etwas opfern zu können. Aber neben der Opferfreudigkeit zieht auch bet Gedanke, für wenig Geld unter Umständen außerordentlich wertvolle G e- Winne zu erhalten. Auch- dj,e Aussicht aus einen Freiflug im Funkers-Flugzeug gibt Manchem Veranlassung, sich rechtzeitig in dey Besitz von Losen zu sehen. •* Verzeichnis b$r gefundenen und verlorenen Gegenstände. Das Verzeichnis über die in der Zeit vom 1. bis 15. August 1925 auf dem Fundbureau als gefunden unb verloren gemclbetcn Gegenstände liegt vom Tage der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung auf die Dauer von einer Woche auf dem Polizeiamt, Weidengaffe Rr. 5, Zimmer Rr. 3, zur Einsicht offen. * * A11besitzer von Industrieobli. g a t i o n en werden durch den Hypothekengläubiger- und Sparerschutzverband aufgefordert, ihre Ansprüche anzumelden. (Siehe Anzeige.) • * Der Gießener Ruderklub Has - f i a veranstaltet am nächsten Sonntag zum Abschluß der diesjährigen Rudersaison ein Sportfest auf der Lahn, bei dem recht spannende Wettkämpfe zu erwarten sind. Die von dem Verein errungenen Preise sind im Schaufenster des Schuhhaufes Süß in der Marktstrahe ausgestellt. X Der R a d s a h r e r b u n d Gau Hessen unternahm am Sonntag seine letzte Gau-Wanderfahrt mit dem Ziel Marburg. Vormittags um 8 Uhr erfolgte die Abfahrt der Gießener Radfahrer- vereine über Lollar—Niederwalgern, leider war die Sttaße infolge des vorhergegangenen Regenwetters an manchen Stellen verschlammt. Nach Ankunft in Marburg gegen 10| Uhr wurde in den Stadtsälen ein Frühstück eingenommen; später erfolgte eine eingehende Besichtigung der historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Gegen 4 Uhr erfolgte die Rückfahrt, welche durch inzwischen erfolgtes Abttock- nen der Sttaße bester vonstatten ging. Schönes warme, staubfreies Wetter gestaltete die Fahrt zu einer schönen Tour. * Der Geflügel- unb Dogeizuchtverein Gießen unternahm am Sonntag. 23 August, per Lastauto einen Ausflug nach Echzell, der Hochburg der hessischen Geflügel- zücht, um dem dortigen Geflügelzuchtverein einen Besuch abzustatten unb besonders die Tiere der bedeutendsten Züchter zu besichtigen. Die Teil- nebmer waren nicht wenig erstaunt über das wunderbare Material hauptsächlich an schweren Hühnerrassen, wie: Orpington, Whandotten in verschiedenen Farbenschlägen, Helle Süsser unb weiße amerikanische Leghorn; aber auch leichtere Rassen waren vertreten in: Minvrka, Italiener, Hamburger. Rheinländer, Thüringer Pausbäckchen unb Kaulhühner. 3n den meisten Geflügel- Höfen fehlten auch die Tauben nicht. Es warm zu sehen: Altdeutsche, Hestische und Brünner Kröpfer in mehreren Farbenschlägen, Elster- Tümmler und Luxtauben. Richt unerwähnt dürfen die Zwergraffen bleiben, deren fehr schwierige Aufzucht in Echzell bei ben meisten Züchtern mit Erfolg gefrönt würbe. Hierin teuren vertreten: Weiße unb schwarze Zteergwyandotten. Goll>- unb Silber-Sebright Bantam, schwarze Bantam und deutsche Zwerge. Diese Tierchen sind bic Liliputaner unter ben Hühnerrassen unb erweckten allseitiges 3nteresse. — Die Besichtigung von 20 Gehöften nahm fast den ganzen Tag in Anspruch, so daß nur noch kurze Zeit für ein gemütliches Zusammensein mit ben Echzeller Zucht- tollegen übrig blieb, wobei freundschaftliche Reden gewechselt wurden. — Die Heimfahrt ging unter fröhlichster Stimmung der Teilnehmer glatt von statten, so daß alle noch lange mit Freuden des schönen Tages gedenken werden. • * „Die Rächt des3nferno" heißt her große Film, der heute zum letzten Male im Lichtspie Ihaus Bahnhofstraße lauft. Es sind zum Teil grandiose Bilder von erschütternder Wucht, die da bei dem Gang durch Dantes Hölle gezeigt werden. Menschenmassen. gualvoll leidend, strömen in hilfloser Racktheit an unserem Auge vorüber, gepeinigt von teilten Dämonen, die unablässig neues Elend auf ihre büßenden Schultern häufen. So sehen wir hic Geizigen, die Verschwender, die Wollüstigen, die Selbstmörder ihre Sünden büßen, wie sie Dante in seinem großen Werk gezeigt hat. ** Feuer in Ehringshausen. (Ei> gene Drahtmeldung.) Heute Rächt, kurz vor 3 Uhr, brach in einer Scheune unseres Orte« «euer aus, das sich leicht auf die umliegenden Gebäude, Schuppen und Wohnhäuser hätte aus- breiten können, zumal ein kräftiger Wind d« Flammen schürte. Durch das schnelle Eingreifen der O r t s w eh r und vor allem auch der Wetzlarer Motorspritze konnte jedoch die Gefahr bald beseitigt werden. Die von den Rachbarorten herbeigeeitten Wehren brauchten nicht meh» in Tätigkeit zu treten. Wettervoraussage. Rach abermaliger Aufheiterung Zunahme ter Bewölkung unb Regenfälle, vielfach auch Rebel' bilbung. Landkreis Gießen. ietft vollständig aus Reichslur-schrift 9®cilüadA*rcirSen umgestellt hat. ihr erstes DeretnSwettschreiben m » wXfflX 4 ab Die Dettschreiber haben ... VI< 11 DerhältmS sehr gute Arbetten abgelrefert und üta M Iwmten aHe mit Preisen bedacht Eden “ Anno»» H Hansa Handelsschule J. Kunzeimann Gießen, Bahnhofstr. 60 vorwt. Hermes den Verkehr auf der Tkraße. der Annäherung an eine Querstraße muß zunächst zeitig vorher Signal gegeben werden, damit dort ankommende Fahrzeuge lillslein-toille alle Größen lagernd im 846a Modehaus Salomon. zum Wiederverkauf abzugeben 07010 vampfmoUerei Gießen. 32 Reustadt 32. höre ich einwerfen — Die Autos sind heute einmal das Hauptverkehrsmittel Friedrich st raße 3 nach der Villa Heinemann in der Victoria st raße. Von den Berichterstattern, die für die Vorlage der Stadtverwaltung sprechen, wird hervorgehoben, daß die Räume des hiesigen Rathauses zu eng seien, ein An- oder Umbau erhebliche Linkosten verursachen würde, ohne dabei befriedigende Raumverhältnisse schaffen zu können. Die Villa Heinemann sei dagegen innerlich vorzüglich für ein Amtsgebäude geeignet und mit verhältnismäßig geringen Mitteln dafür herzurichten. Dann werde durch Vermietung deS jetzigen Stadthauses an die Polizeiverwaltung Raum für Kleinwohnungen- im alten Pvlizeigebäude geschaffen. Hervorgc hoben wurde noch, daß die Entfernung zwischen dem jetzigen Stadthaus und der Villa Heinemann so gering sei, daß sie als Ablehnungsgrund nicht in Frage, kommen tonne; auch sei es nicht möglich, das große weiträumige Gebäude in anderer Weise nutzbringend zu verwerten. Es kömie einzig als Amtsgebaude Verwendung fin- den. Don den Gegnern der Vorlage wurde neben Sparsamkeitsgründen in der Hauptsache die angeblich nicht geeignete Lage der Villa Heinemann (dicht beim Kurhause» ins Treffen geführt; andere sachlich« Gründe wurden nicht vorgetragen. Aach ausgedehnter Aussprache wurde die Vorlage der Stadtverwaltung mit großer Mehrheit abgelehnt. Linier den Anhängern sowohl, als auch unter den Gegnern des Projekts befanden sich Stadtverordnete aller Parteirichtungen. Das Ergebnis der Abstimmung fand unter den anwesenden Zuschauern stürmischen Beifall. Sn der nicht- u. Biberschwänze liefert oromvtu. billigst C. Rübsamen Siesten Televbon 1659. Rundfunk-Programm des Frankfurter Senders. (Aus der .Radio-Umschau".) Donnerstag, 27. August. 3Llhr: Wirtschaftsmeldungen. 4Llhr; Wetterbericht der Gießener Wetterdienststelle. 4 Llhr: Wirtschaftsmeldungen. 4.20 Llhr Rachrichten- dienst. 4.25 Llhr; Wirtschastsmeldungen. 4.30 bis 6 Llhr: Aachmittagskonzert des Hausorchesters: Walzer aus Oper und Konzert. 6 Llhr: Wict- schaftsmeldungen. 6 bis 6.30 Llhr: Die Lesestunde (Aus fernen Ländern)^ Aus dem Buch; „Unter Indianern Südamerikas" von Prof. Dr Ma« Schmidt, Berlin. 6.30 bis 7 Llhr: Llebertragung von Kassel: „Das Wesen der neuen Musik', Vortrag von Musikdirektor Karl Hallwachs. < Llhr: Wirtschaftsmeldungen. 7.30 bis 8 Llhr Stunde des Südwestdeutschen Aadiollubs. Vorlesung E. Becker auS dem Kapitel über „Kurze Wellen" von Prof. Dr. Esau, Sena, auS dem „Wegweiser durch die Radiotechnik". 8.30 bis 9.30 Llhr: Llebertragung von Kassel: „Sohann-Sebastian- Bach-Abend". 9.30 Llhr: Wettermeldung, Rach- richtendienst. 9.35 Llhr: Die Spätankündigung: „Vom sichern Port läßt sich'S gemächlich raten I“. 9.45 Llhr; Sportfunkdienst. 10 bis 11 Llhr: Aeue Bläsermusik. •) Pneumette, die weltbekannte pneumatische Fußstütze, ist die beste Schuheinlage gegen Uebermüdung und Senkfuß. Unsere Leser seien darauf aufmerksam gemacht, daß die Pneumette an jeder, mann 8 Tage zur Probe und mit halbjähriger Garantie abgegeben wird bei der Firma Schuhhaus Metropol Seltersweg 19. 2029A hauptsächlich M e Lauben nicht, ß# tpo . Hessische und Dn°e n Farbenschlägcm. Allendorf a. d. Lumda sagen wir hierdurch herzlichen Dank. Die Hinterbliebenen. WlMMMiltltt utib leben Bedarf für den Hund (?üi notwendiges Kapitel über Böse Zungen haben behauptet, in Gießen gäbe es nur zwei Straßen Die aber seien nur gebaut, damit eine Elektrische hindurchgelegt werden könnt«: denn sie seien genau so breit, daß eben ein Trambahnwagen darin Platz habe, ohne während der Fahrt rechts und links an den Häusern die Türklinken abzubrechen Mag nun die Straßenbahn ober die Häuserfront das Pri- märe sein — wir haben uns mit der (?ngc unserer Straßen. deS Selterswegs und der Markt- straße abzufinden. Das bedeutet bei dem immer mehr an- schwellenden Verkehr an schnellen und langsamen Fahrzeugen sowohl wie an Fußgängern ein schärferes Achtgeben auf die Derkehrsdis-iplin auf Straßen und Plätzen. Die ständig sich mehrenden Unfälle und Klagen geben das beste Bild von der Lag«. Es hilft nicht, daß die Fußgänger auf die Radler, die Radler auf die Automobilisten, die Automobilisten auf die Pferdegeschirre schimpfen und einer die Schuld ast v-huH »trka 10 Hekto Inhalt mit Herkules- d)< ^»ckwerk, Apsclmüble für Hand- und ncWjf-V ft*ner ^tor-Berrieb Bettzinmolor 3 P.S. und - zu nehmen, um Zusammenstöße mit richtig fahrenden Fahrzeugen zu vermeiden Beim Llebergueren eines PlayeS, von dem aus man in eine links zur Fahrtrichtung einmündende Straße einbiegen will, nimmt man gleichfalls eine weite Kurve, halt sich also solange rechts, bis man für die diese Straße heraufkommenden Fahrzeuge di« richtige Seite des Dammes erreicht hat. Straßenbahnschienen find frei zu lassen und nur im Notfall zu befahren, zumal wenn es sich, wie in Dießen, um eingleisige Strecken handelt. auf denen die Wagen nicht nur von vorn, sondern auch von hinten kommen können. Aber die Autos! MZ SS*'1 n. la Handkoffer sehr billig 1606c Carl Schunck SrWiMM Brennholz Bestellungen nimmt wieder entgegen JllWsWenml CoOot -D B. Nuhn A. G. Photo-Haus 'Winterhoffl Kreuzplatz 9 das Fachgeschäft k für den gesamten 1 X Photobedarf y Fährverkehr sollten schon jedem Schüler in der Schule beigebracht werden — in den Großstädten hat man schon seit längerer "Seit solche Geh- und Derkehrskurse eingerichtet — und jeder übler sollte beim Ankauf eines RadeS ober seiner Radkarte auf bem Polizeibureau verpflichtet sein, sich eine Aufstellung ber StraßenverkehrSregeln zu beschaffen. Ein Funbamentalsah über den Verkehr außerhalb bes Hauses lautet: „Der -sahrdamm den Fahrzeugen". Kein Fußgänger hat hier sich länger als irgenb nötig auszuhalten. Das Llebergueren ber Straße erfolge stets auf bem kürzesten Wege, senkrecht zur Strahenrichtung. Man läuft jedoch nicht plötzlich und ohne Vorbereitung vom sicheren Bürgersteig in die Desohrzone des Fahrdammes. Ein Blick „Die Augen links" überzeugt vörher, ob auch kein Fahrzeug von hinten herannaht. Von der Mitte der Straße an gehen bie Augen rechts und beobachten die jetzt von vorn tommenben Gefährte. Der Bürgersteig selbst auf ber rechten Straßenseite dient hauptsächlich dem Verkehr für den Weg in Richtung des Zieles, daS man zu, erreichen wünscht, der linke Bürgersteig wird für die Rückkehr benutzt. Auf diese Weise vermeidet sich leicht jenes Geschiebe und Gedränge auf den an sich schon schmalen Gehstveifen. Also schon auf dem Bürgersteig immer: „Bitte, rechts gehens". Sebcr Schulbub hat heute «in Rad. Aber auch mancher in Ehren grau gewordene Familienvater schafft sich noch «ine Maschine an. Wissen beide immer, wie sie sich als Fahrzeuglenker auf der Straße zu bewegen hüben? Rechts fahren — links überholen ist daS wichtigste Gesetz auf jedem Führersitz. Daraus ergeben sich noch weitere Regeln. Dei ctaschine verunglückten am SamStag zwei Hefige Einwohner namenL Eifer undS ch m a l z. < rsterer brach ein Bein, während Schmalz erheb- ! che Verletzungen am Kopf und den Händen !kovontrug Kreis »vriedberg. .. Bad-Rauheim. 25. Äug. (Stadt- rcrorbnetenfihung. Durch Angriffe, die i-t der hiesigen Lokalzeitung gegen die Stadt- schnell. billig und zuverlässig arbeitet. Damit müssen wir uns abfinden. Sn zwanzig Sahren fahren wir vielleicht alle im Flugzeug — das kann niemand wissen. Lind die Autos haben sich genau so nach den Verkehrsregeln zu richten wie jedes andere Fahrzeug. Freilich, sie sind nicht beliebt. (Sch hasse diese Denzinpest auch — hält' ich nur ein61i Aber deshalb ist es falsch, nun aus Aerger mit dem Pferdegeschirr trotz des lauten Hupens des hinten ber an tomm en ben Wagens ruhig die Mitte ber Straße zu halten und die Chauffeure zu chikanieren. Das kann auf gerader Strecke noch gut abgehen, wenn der Automobilist rechtzeitig die Situation erkennt und abbremst. Sn einer Kurve jedoch, wo gleichzeitig von vorn auch ein Wagen kommen kann, der dann nach derselben Seite ausbivgen muß. wie der andere, können die schwersten Llnglückssälle geschehen, für die dann sofort der Fahrer haftbar gemacht werden wird, der die Fahrvorschriften nicht einhält. Erst dieser Tage wieder wäre fast ein Menschenleben dabei in Gefahr gekommen, als in dieser falschen Weise auf der Wiefeck- brücke am Ludwigsplatz gefahren wurde. Für Gefühlsäußerungen, die sich so verheerend auswirken können, ist also auf dem Fahr- damm kein Raum. Hier ist alles auf Gegenseitigkeit abgestellt und nur das bedingungslose Einfügen in die Regeln des Etraßenverkehrs gewährleistet eine Sicherheit ber Abwicklung des Verkehrs und den Schuh beS eigenen oder fremden Lebens. Wenn Eie also nachher Shren Bekannten auf dem Seltersweg treffen und erzählen ihm von ben Regeln des Straßenverkehrs — nicht wahr, ich brauche Sie und Shren Hund nicht auf dem Fahrdamm zu überfahren, fonbern Sie unterhalten sich oben auf dem Bürgersteig? Lind wenn Sie sich nach Hause wenden, vergessen Sie nicht: .Dille, rechts gehen!" rvorausi^' E «ÄS5* jetllflU ’ SeitAnwendungder Pneumettehabeich keine Fußschmerzen mehr. Mit der von Ihnen bezogenen Pneumette')-Linlage bin ich sehr zufrieden, ich habe seit deren Verwendung keine Schmerzen in den Füßen und kann die Pneumette-Einlagen allen Futz- leidenden mir empfehlen. Frau Gustav B., Mainz. FrischeFische heute und morgen eintreffend: ff. (Milon ohne Stopf Pfund 35 biö 40 Pf. SeelM und vottionsslHellWe Pfund 30 Pf. WM SWWe im Ausschnitt Pfund 60 Pf. We BoDöfitfilnge dnö Pfund 70 Pf. zWeLMevriif Heringe btc Doie mit ca. 15 Stück Mk. 1 — ZMe Wanden daS Pfund 45 Pf. 7996c ZrWe Malen das Pfund 20 Ps, die Steige brutto ca. 20 Pfund Mark 3.50 MW Stüoeroolö Galmboittr.27 Fermvr. 1631 Herbergungssteuer (Fremden ab gäbe) sucht die Stadtverwaltung einen Erah, zumal der Ausfall zumindest mit 50 000 Mark zu bewerten ist. Die Verwaltung ersucht die Stadtverordneten um die Ermächtigung, mit dem hessischen Finanzministerium in Verhandlungen wegen Abgabe eines Teils der Äurtajcinnabmcn zu treten. Der Antrag findet einstimmige Annahme. Die De- fürchtungen weiter Kreise der Dürgerschaft, die glaubten, die Stadt wolle für die ausfallende Steuer eine neue Kurabgabe erheben, sind mithin hinfällig. Auch der heule noch kurz vor ber Sitzung erschienen« Aufruf an bie ,.M i t - bürg er“, in bem zum Besuch ber Sitzung aufgeforbert wirb mit bem Hinweis, sich bie Stadtverordneten, bie für bie Belastung stimmen, bei ben bevorstehenben Wahlen zu merken, konnte nicht befolgt werden, nachdem die Stadtverwaltung ihren Standpunkt bezüglich bes „Ersatzes" klargelegt. Ein von Anliegern ber neuen Straße „Am Bethaus" eingebrachtes Gesuch um Umbenennung ber Straße wirb abgelehnt, einmal aus historischen Gründen, dann aber auch, weil die Eintragung ins Grundbuch bereits erfolgt ist. Die Polizeiverordnung bezüglich des Kraftwagenverkehrs in Bad-Rauheim, di« eine Verminderung ber Geschwindigkeit auf 15 Kilometer vorschreibt, findet die Zustimmung der Versammlung. Ebenso wird einem De- freiungsaesuch wegen Errichtung eines Hauses außerhalb des OrtsbauplanS (am Höhenweg am Sohannisberg) stattgegeben. Der wichtigste Punkt ber Tagesorbnung betraf bieVerlegung ber stäbtischon Verwaltung auS bem Hause atigen Mithilfe sei bie Wasserleitung gebaut, 5ie Kanalisation durchgeführt, das elektrische Licht gelegt worden. DaS schwierige Problem einet Ortsbebauungsplanes konnte gelöst Werbern Untere Schulverhältnisie hatten an ihm stets einen Fürsprecher und konnten bank des Der- stLndnifses dafür auf ihre jetzige Höhe gebracht terben. Zu vergessen sei nicht, daß für all die lange und aufreibende Tätigkeit ein Lohn irgendwelcher Art nicht gezahll wurde und daß es ein großes Opfer bedeutet, ein Vierteljahr- Hundert lang feine Kraft dem Dienste ber Oeffentlichkeit zu toibmen. Während der zwei- r-brigen Kriegsdienstleistung des Bürgermeisters uhrte er mit viel Takt und Verständnis für die damaligen schweren Zeiten die Dürgermeisterei- zefchäfte, und in der ebenso schweren Rachkriegs- mb Inflationszeit hat er stets mit feinem treff- i Heren Urteil und feiner absoluten Objektivität ets im Dordergrunde deS Geschehens gestanden. 3m Auftrage des Gemeindevorstandes und wohl Sinne der gesamten Gemeinde überreichte er 'em Subilar eine in der Druckerei deS Gießener Anzeigers bergeftelhe künstlerttche Ehren-Ur- künde. Sichtlich überrascht und mit bewegten Dorten dankte der allo Geehrte mit dem ®e- obnis, wie seither, fo auch in Zukunft seine ganze «traft in den Dienst keines lieben Wiesecks zu stellen. Sm Rainen ber Dürgerschaft richtete hierauf Rektor Dr. Rein treffliche Wort« an ten seltenen Subilar, wobei er besonders hervor- bob. daß eS in heutiger Zeit doppelt schwer sei, im Mittelpunkt des össentlichen Lebens zu stehen ■.mb daß es bem neugewähllen Beigeordneten hoch inzurechnen fei, baß er in feinem Alter auch in Zukunft bereit lei, bie Lasten und mannigfachen Llnannehmlichkeilen eines öffentlichen AmteS auf sich zu nehmen. Tlänncr von der Llneigennützig- Irit eineS Karl Schäfer seien notwendig in unterer unklaren und m ihrer Aussicht recht trüben Zeit An seinem Ehrentage möge ihm versichert lein, daß ihn die besten Wünsche der ganzen •emcinbe für die Zukunft begleiten. L Wieseck, 25. Aug. Rachdem während der Sommerferien unsere SchulsSle einer durchgreifenden Renovierung unterzogen awrden waren, konnte am Somitagvor- mittag ber Gemeinberat unter ber Leitung des Rektors Dr. Rein bie neuhergestellten Schulen in ihrer frischen Schönheit besichtigen. Sn beiben Schulhäusern sink) Treppenbau and Schulsäle mit neuem Anstrich versehen worden, gleichzeitig wurde in sämtliche Säle elektri- ches Licht gelegt. Sedem Beschauer drängt sich hier die Ausfassung auf, daß unsere Schule für Ne Kinder einen hygienisch einwandfreien Aufenthalt bietet und wohl als schönste und best- .'Ingerichtete Im Kreise Gießen gilt. Eine größere Anzahl künstlerischer Bilder, für deren Anschaffung der Gemeinberat eine größere Summe bewilligt hatte und die von der Schulleitung mit rrlefencm Geschmack auSgewählt wurden, sind iw Treppenbau und Schulzimmern verteilt und geben bem ganzen ein besonders anheimelndes Gepräge Das neuere Schulgebäude am Lichte- 7« 8..J örn 26. x berftPi U|«B. ^Ut6‘'n ACtUnl d, I 111« öS et cttmTv ,öen<* '■ b?griihtovble,em ^»A^Ls 2^" ^°«delrnzlou. S,Vu|-8‘iotbtn'^i (oid|e Snyigt.) et,lub irt der Siebener XabiQfcrc ebcrroalgem, leider rorh ^gegangenen Äegenmerr.'. rlthlammf. !Vach Snfun'i m r wurde in den cfablfäkn men; spater erfolgte eine der historischen cdjon Gegen 4 W erfolgte l» zwischen erfolgter Sbirol naucr Weg ist in seiner jetzigen Gestalt wohl ein Donftatien ging, cdione Schmuckkastlein von ganz eigenartigem Reiz, auf tter gestaltete die Fahrt pt beffen Besitz und Erhaltung die ganze Gemeinde nit Stolz blicken kann. >cl-und Dogel-uchl- * Wieseck, 25. Aug. Am vergangenen unternahm am Srntot Sonntag hielt die hiesige Gabelsberger Steno- ---- n -t-— :------ und Damen-Abteilung, 1 gebrauchtes Dflßeo Bollggtler 600 mm Stammdurchgang mit unterem Antrieb ist wegen Dergröherung zu verkaufen. Dasselbe kann jetzt noch im Stand besichtigt werden, wo alles andere sowie Aetzkalk sowie 7817c kohleosaur. Kalk z. Düngen erhalten Sie oromvt von Carl Haas jr., Gießen Frinkf-St.M,TsLlM2 öffentlichen Sitzung stand bie Besoldungsvorlaga der städtischen Beamten zur Beratung, ferner mürbe an die Sradtschwester «ine 4-Zmnner-Woh- nung m bem demnächst fertig werdenden städtischen "Umbau vermietet, sowre dem Ankauf und Verkauf mehrerer Grundstücke bzw Bauplätze zugestimmt. Hrcio Büdingen. Blofeld. 24 Aug Bei der geflogen Wahl eineS Beigeordneten wurde ber seitherige Beigeordnete Georg Wilhelm R v h l mit 55 Stimmen wiedergewählt Sein Gegner Land- trirt Hugo Schä s er erhielt 50 Stimmen. Gießener Stadttheater. .Der Glückspilz". Lustspiel in 3 Akten von Gustav Rickelt. - Gastspiel deS Kurhausttheaters Dab-Ranheim. Gestern abend gab eS im Stadttheater Rickelts flott gearbeitetes, mit bühnens icherer Hand gebautes Lustspiel „Der G l ü cksp i I z". Wenn man auch das Stück mehr als Schwank spielte. eS ging doch recht lustig diesseits und jenseits des Vorhanges zu. Julius D a st ö und Willi Hanke alS Walter Wachtel und Reinhold Ohlsen ernteten Beifallsstürme. Sehr feine Charaktertvpen waren Adolf $e!e! V alS Drown, Paul Schubert als Oberbürgermeister und Mar Hoffmannn als Sustizrat Ohlsen; auch Karl D o l ck S Weinhändler Ohlsen gefiel sehr. Richt zu vergesien feien OSkar Feigel (Otto) und ßubtüig Linkmann, von denen besonders der letztere alS Diermann in vorzüglicher Maske erschien Don den Damen ernteten Rita Andre als reizende Grete Ohlsen und Auguste M a r ck S als gütige Tante Aurelie verdienten Beifall. Die Heute Rolle der Adelheid von ZftimmerSdorf war mit Luise S ü n g - ling gut besetzt. Sn den übrigen Rollen machten sich Karl Suhnke, Paul Gehre. Erika Rohr, Hermann Stichel, Hans Kurzhoff, Cina Oldin i und Georg Eilert um das Stück verdient. Der Beifall nach den Aktschlüssen und am Ende war reich und wollte nicht enden. te/oi rcraxtltung und insbesondere gegen die Person :n. u up—y frt Bürgermeisters erhoben worden sind, war «n, dereri fey Augenmerk ber Oeffentlichkeit in erhöhtem i drn tncttfc a Matze auf die heutige Sitzung der Stadtverord- tzjmt wam „Uten gerichtet, die unter dem Vorsitz von Dei- aÄ1& ’-BanW peor&neten Ä ling vor vollbesetztem Zuschauer- “BoM fr raum ftattfanb. Diejenigen der Besucher, die trroedtB rDIX 1>ct heutigen Tagung eine besondere Sen- ^nerraWw la.tion erwartet, dürften wohl doch nicht ganz - Die «j, auf ihr« Kosten gekommen sein, denn bie Aus- [t ben ,;n » '»rache — auch zu ben beiben Punkten, die in lod) kurze M sur trflcr Linie Gegenstand bes öffentllchen Snter» nn mit den rHes waren Ersatz für bie DeherbergungS- pb wobei 'teuer“ unb ..Derlegung ber Geschäftsräume der •hpn - -tabtverwaltung" — verlief in jeder Hinsicht mmung der 'cchlich. Unter Mitteilungen verwahrte sich rrc „och lange m Dorsitzende zunächst gegen den im Anzeigen- (Aciucii . teil der „Dad-Rauheimer Zeitung" erschienenen ■* -inferne“ ** 'hgriff auf ben Bürgermeister, der in jeder de> d t Mlc ' Äeziehung als verfehlt bezeichnet wirb. Für «am 1. Oktober in Wegfall kommende De- iher von ® -----—---------------------------- ®anfl Ä Lcnlchrn^ Jt bilfloRr W >nwkl, 9^ 6!fnt) fll lS» fic I urdcn Heule tr Scheune lei»t M Ortsgruppe Gießen. AltaitzervoninouslrieDbligationen müssen ihren Anspruch auf Genußrecht innerhalb eines Monats nach der Aufforderung durch die Gesellschaft bei dieser anmelden. Die Fristen laufen teilweise schon Anfang September ab. Verbandsmitglieder erhalten Auskunft durch den Verband. 79'5D Der Vorsitzende: Rechtsanwalt Luley. +Bnichleidende* Keine Qual mehr durch ungeeignete Bänder, Erlösung und sichere Hilfe hiervon bringt Ihnen mein patentamtlich gesch.. ärztlich best empfohlener Bruchverband-Apparat, ohne Feder, ohne Gummiband. Wundwerden ausgeschloss. Tadellose Paßform, ohne Berufsstörung, Tag und Nacht tragbar, daher Heilung ohne Operation mögl. Glänzende Zeugnisse. Absolut konknrrenxlosl Kostenlose Sprechstunde «auch für Damen und Kinder) 7973A in Gießen, Hotel Kobel, am Freitag, dem 28.8.,von 87a—W/jUhr in Marburg, Bahnholhotel, „ „ 28.8., ,, 3—6 „ Heinrich Siegmann, Weinheim (Baden). Wegen Motorisierung unseres Betriebes haben wir einige Arbeitspferde abzugeben. 79820 Hofgut Winnerod. Vogtsche Handelsschule, Gießen,Goethestr.32 Erstklassiger Lehrkörper 7988a z.Zt. 160 Schüler, 50 Schulmaschinen Muster- und Lehrbureaus. 19. Okt. Beginn neuer Kurse. Auskunft und Prospekt durch die Schulleitung: Dr. Reukauf. Donnerstag, 27. August 1925, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im ,,Löwen", Neuenweg dahier zwangsweise gegen Barzahlung: 1 Drehbank, 1 Bohrmaschine, einen Schweißapparat, 2 Herde, 1 Klavier, 1 Kassenschrank, 2 Büfetts, 2 Sofas mit Sesseln, 2 Schreibtische, 1 Schreibmaschine, 2 Spiegel, 1 kl. Kommode, 15 Meter Anzugstoffe, 4 Mille Zigaretten, 200 Borderradgabeln, 10 Motorradlaternen, 40 Leder - usw. - Hüte, 15 Pelzmützen, 1 größeren Posten Herren-, Damen- und Kinderstiefel; voraussichtlich bestimmt: nachmittags 5 Uhr in der Festhalle auf dem Trieb: 2 Sack und eine Kiste Zucker, 1 Sack Mehl, einen Welche fol. Tarne würde die Schulaufgaben meiner 14« u. lOjäbr. Kindern beaufsichtigen? Dafür gebe möbl. Zimmer mit Morgenkaffee. lElektr. Licht, Tel., Bad). 7989D Zu erir. in der Ge- fchäftSstelled. G.Anz. msbi. Zimmer an Fräul. abzugeben «012 Hammttr. 1. Verschliessbare Garagen m. Waschgelegenbeit zu vermieten. Frankfurt. Str.«2. Telephon 157. [:™D zu vermieten n Zronlsurter 5tt. 9 l. JJenfion Brandl Neuen Baue 22 SoüniaemöW.3lmmer Gute Verpflegung. Tel. 1085. c,.?D [Stellenangebote! Selbständiger Wayeulackierer sofort gesucht, osms Gg. Bellos, In Löbers Hof 6. Privatsekretärin mit Maturum oder guter Allgemeinbildung gesucht, Schriftl. Angebote mit Lebenslauf und Gebaltsanspr. unter 7995V q.d. Gieff. Anz. 3iingtrtr Baosburscbe am liebsten vom Lande, ehrlich und fleißig, sofort gesucht. Zu et fr. bei Herso, Plockftr. 5. |7991h Slalioiisfflääen sofort gesucht. 7M2D Provinzial Niuberbcim Licher Straffe 74. Oröentl. tümtiges WA« für halbe Tage gesucht. Zu erfragen 8002V PlMO 1II. fchweine zu verkaufen 7J78D neurtoöt 50- Wohnhaus (Villa) nahe am Bahnhof, mit 13 Zimmern, Bureau, bzw. Lagerräumen, geschlossen oder etagenweise beziehbar, zu verkaufen. Schriftl. Angebote unter 06993 an den Gteff. Anzeiger erb. DKW verschied. Modelle, gebr. und sabrikneu, stets a. Lager bet 7e37c Schilling, Gießen, frankfurter Str. 23. Iagdwagen, Bäcker-, Metzger- und Lauterbacher Wagen, Federkarren zu verk. 0700.. Mühlstrahe 22. Gut erhalt, weiffer Emailleherd und portiere zu verkaufen. 06991 Ga.Pb.(tzail-Str.8 Koiizerttroniinel Sonnenstr. 29. Zirka 30 Zenlner Heu zu verkaufen Kaspar Keil, Grünberg. Zirka 10 Zentner HEU eine Partie elektr. Lampen und zwei Tische preiswert zu verk. Karl Schott, 22 Sandgasse 22, Televb. 752. 7>88D | Kaufgesuche Getragene Heirenlitider wie Fracks, Smokings, kauft zu höchsten Preisen uc-ro L. Roeenzwelg | Gießen I Seltersweg 58 I. EHans Schwarzkopf- Berlin ■Dahlem mit dem /chwarzen Kopf es iß wundervoll in feiner Wirkung. Jch benutze es feit Jahren und habe immer lockeres, duftiges Haar. Du mußt aber aus* drücklich „Schaiunpon * verlangen und dabei er» wähnen .mitdem fchrvan een Kopf! Ein Päckchen koftet 20 Pfennig. Weshalb fb miß& .Meine Frifurwül nicht hab ten und bleibt ftzähnig, obwohl ich fthen vielerlei verflicht habe Lina Langsdorf Franz Leib Verlobte Gießen, 25. August 1925 Weserstraße 8 Kaiserallee 89 7999V Statt Karten? Für die uns anläßlich unserer Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten danken herzlichst Heinrich Hofmann und Frau Gießen (Marktstraße 15), den 26. August 1925 Für die anläßlich unserer Hochzeit in so reichem j Maße erwiesenen Aufmerksamkeiten danken r herzlichst August Haas und Frau Mariechen geb. Schäfer Für die mir aus Anlaß meiner 25 jährigen Amtstätigkeit in so überaus reichem Maße zuteil gewordenen Ehrungen, besonders für die Ueberreichung der prachtvollen Ehrenurkunde seitens des Gemeindevorstandes spreche ich allen meinen tiefgefühltesten Dank aus Karl Schäfer III., Beigeordneter Wieseck, 25. August 1925 1998D i Gutgehende Bäckerei auch hierzu gectgn. (tzeschästöbans von kapitalkräftigem Fachmann zu kaufen gesucht. Schr. Ang. u. 7987D an den Gieff. Anz Verschiedenes Wanzen Schwaben Ratten Mäuse sowie jedes HauS-, Stall' und Garten- Ungeziefer vertilgt unter Garantie und Berschwiegenheit. Karte genügt. Nur schriftliche Auftrage können mit Sicherheit berücksichtigt werden, weil geschäftlich immer ab- wesend. 06984 P. Kreutz, flnmmetliiger. Gießen, Ederstraffe 14 pari. Akademiker i erteilt Unterricht in Mathematik, Physik, Chemie. Näh. Ausl, bei G. Kalbfleisch, cand. dipl. ing, Frankfurter Str. 94. UT- Frische vorweg. 07007 empfiehlt 154 10 d Bücklinge, Pfd. 60°) do. 5-Pid.-Kiste-E75 holl. Bollberinge BiSmarckberinae 15.) Rollmövse . . 18d russ. Sardinen Pfd. 20 d Schweizerkäse */< Pfd. 60 -) Chesterkäse -/« Pfd. 50 r) Edamerkäse, 40% '/< Pfd. 40 r) lNBananenPfd.90-) ©eotfl Wnllenskls gegenüber der Engelavotbeke. Gießener! Vogelhaus wolkengaffe \1 alle Sorten Vögel, sowie groffe Sendung Goldfische, Nelp und Laub- srösche eingetroffen. Primaner gewünscht in Mathematik für Tertianer täglich. Schriftl. Angebote mit Preis unt. 07004 an den Gieff. Anz. Junge Dome nut guter Stimme, welche Luft u. Liebe hat zur Bühne zu geben, wird bet gu- temGehalt per sofort gesucht. Schr. Ang. u. 06966 an den Gieß. Anz Tel. 240 auch nacklS M M Sicherheits- Hypothek aus dem Jahre 187$ günstig abzutretem Schriftl. Angebote unter 07011 an beit Gieff. Anz. erbeten. Wer überntmint ein Mädch. achtbarer (i l- tern, 10 I. alt, evan» Religion, aus etniflt Woch. unentgelil. in Pflege. Anfr. erbittet u. Adresse H. Krnie, Schloff Meerhol^ Kr. Gelnbaufen. Ruder - Club 1 Hassia 1906 e.1. Sonntag,30.AM" nachmittags 3 Utx an der Lahn: Sportfest. Wettrudern, W«k' schivimmen u. Siif tenwettfahrten. SamStag, ö.Cejti abends 8'/r.Uhr: Siegesfeier in Bootshaus. Ter Dorstati' ssk.s Der I WH !ßor £ H & $ n Innf D‘e £ Sütor«1- 5 qeine'N L-S. eäö di-hten stellt, für Gleich Buch, 6a trägt uni schwanke stellung. deuWn und denp §Wienm von d-l - unltN S-B'enger llärt A-r der wrischcn 'S der Beriet! deutschen ; Dichter uni rühmten i entel Schl oerfitätsp' waren zt Professor; und Schn lens. 2 v. Gleiche Deutscher den Kam, gesetzt h° einstimme ten die rischen R 'Bering, d Aen'chts _ rufung eir ünlei rcuttc Freiburg berstet um aus Aotwend Disziplin hatte in reite, öie i fretyeit fa im Äovemi sehesre! sich damit lehre im gestellt, di leweilS b stisch al sterium h Diszihlinc Professor teilt, unfi amienpflil sessor Köl Dorgehene glicht de- dem Sta, Plinarh und sorde gültige dem "Leisf gericht er korpers si der Dozei in genüg. Ausd " D Ar. 61 fr ter Fried; «fö mpfun ^reisschula richten. trS . "I'eferu! Mem üßot XhRai ta HL US erscheint L7 dem; Arwen qi ter rr? B.S; ul; °ei WM Ssö SjL”' SB, mA Ulf 1 I t« «ff. ’l Li 1? ?u|t 1925 ÄatfttaBee jg ’l«« Soweit er. '« d-cken H«,W n unb Jrau 1 "n 26. 1925 X vochzrit in jo reifem erhfamkeiten banken M* Haas )en geb. Schwer meiner 25 jährigen o überaus reichem jenen Ehrungen, be- eic/iung der pracht- ijfens des Gemeindeallen meinen tief- Dank aus Beigeordneter Lugu$t 1925 1998D -xrl^t0auchn5- ict der W.6k>^ »ijteMTö berinae 13-1 „ . IC'1 Ihermar 13-' , . .184 irdinen . 20 4 zerkalr irkaie :äf<< J . 40 4 % eonn^usU na*01!-; Sflb’ M'K'-: Si-sK ifi6 u V'osc». ,e Sen- ldfiicde, , Laub’ flerronen; lauer t in M V AM । M t SliA'Ä §- «ft. flfli M *5’ auS dem MN. MS, Skss? ---itzsA fit. (99 Zweites Blatt Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten) Mittwoch, 26. August (925 Lin neuerLiteraturprozeß Dor einigen Tagen hat in München das erneuerte Lchöffengerichi, dem drei Berufsrichter und fechs Haienridiier angehören, eine Novelle des weit- berühmten russischen Lichters Tschechow als un- ludjtifl erklärt. Demselben Schicksal oerfielen die russischen Dichter B a l m o n t (einer der größten wqriter Rußlands), Briussow (einer der bekanntesten Novellisten), Kusmin, der auch in Deutschland viel gelesen wird, und verschiedene jüngere Autoren, obwohl die (Genannten Mitglieder der Kaiserlich Russischen 'Akademie waren, die in der Auswahl ihrer 'Angehörigen ganz besonders streng verfuhr. Trotzdem haben die Münchener Richter das Buch „Der moskowitische Eros", das in der Allgemeinen Derlagsanftalt München A.-G. erschienen war und eine Sammlung von Gedichten und Novellen der genannten Dichter bar- stellt, für unzüchtig erklärt. Gleichermaßen verurteilt wurde ein zweites Buch, das den Titel „Persische Liebesgeschichten" trägt und in döm mündlich überlieferte persische Schwänke erzählt werden, die in der Art ihrer Darstellung, die alles auf Komik absteUt, den alten deutschen Schwänken zum Verwechseln ähnlich sind und denselben gesunden Humor atmen, wie unsere Soldatenlieder, deren Sammlung und Herausgabe von der Bayerischen Akademie der Wisienschaften unterstützt wurde. Trotzdem hat das bayerische Schöffengericht auch dieses Buch für unzüchtig er- klärt. Für den künstlerischen, psychologischen und literarischen Wert der beiden genannten Bücher hatte der Verteidiger Gutachten führender Männer des deutschen Geisteslebens beigebracht, wie den als Dichter und Kulturhistoriker in ganz Deutschland be- rühmten Baron v. Gleichen-Rußwurm (Urenkel Schillers), Prosesior Schmidnoerr, Uni- versitätsprosessor Artur Kutscher. Außerdem waren zur Verhandlung erschienen: Unioerfitäts- Professor Dr. Strich, ferner die bekannten Dichter und Schriftsteller Karl H e n ck e l l und Kurt Martens. Die letzteren beiden Herren sowie Baron v. Gleichen-Rußwurm gehören dem Schutzoerband Deutscher Schriftsteller an, der sich ganz besonders den Kampf gegen die Schundliteratur zur Aufgabe gesetzt hat. Sämtliche Genannten erklärten übereinstimmend den Wert der Bücher unb vernein-- t e n bie Schulbfrage. Trotzdem haben bie baye- rischen Richter die beiden Bücher verurteilt. Der Verlag, dessen Verdienste auch der Vorsitzende des Gerichts anerkannte, hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Der Schutz der akademischen Lehrfreiheit. Unter diesem Titel berichtet Professor Köll- re utter, Jena, über bie Maßregelung deS Freiburger Professors Marschall von Diebe r st e i n durch das badische Kultusministerium, um auS diesem Fall Schlußfolgerungen über die Notwendigkeit der Schaffung eines geeigneten Disziplinarrechtes zu ziehen. Professor Marschall hatte in einer akademischen NeichsaründungS- rebe, die doch gewiß unter den Begriff der Lehrfreiheit fällt, die WillenSakte der Usurpatoren im November 1918 als „Hochverrat am Gesetz e S r e ch t gemessen" bezeichnet. Gr hatte sich damit auf den Boden der in der Strafrechts- lehre im allgemeinen herrschenden Anschauung gestellt, die jede Handlung zur Beseitigung der jeweils bestehenden Staatsmacht rein j u r t - stisch a l s Hochverrat ansieht. Das Ministerium hatte das gegen Marschall eingeleitete Disziplinarverfahren eingestellt und dem Professor einen förmlichen Verweis erteilt, unter der Begründung, er habe seine Be- amtenpslicht in gröblicher Meile verletzt. Professor Köllreuter verurteilt die Willkür dieses Vorgehens, indem er darauf hinweist, bah es Pflicht des Ministeriums gewesen sei, die Sache dem Staatsgerichtshof oder dem Diszi- p l i n a r h o f zur Entscheidung zu Überlassen; und fordert die Schaffung eines allgemein gültigen Disziplinarrechtes etwa nach dem Beispiel Thüringens — wo im Disziplinargericht erster Instanz nur Mitglieder des Lehrkörpers sitzen damit der Eigenart der Stellung der Dozenten sowie der akademischen Lehrfreiheit in genügender Weise Rechnung getragen werde. Aus dcm AmtsvcvküudigttUgsblLLi. •• Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 67 vom 25 August enthält: Nachtrag zu der Friedhofsordnung der Gemeinde Beltershain. Bekämpfung der Tuberkulose. Dienststunden des Kreisschulamtes. Gefunden, verloren. Dienstnachrichten. Das hauswirtschastliche Pflichtjahr. Seit durch die fortschreitende Industrialisierung Deutschlands der überwiegende Prozentsatz der schulentlassenen Mädchen mehr ober weniger der Not gehorchend, außerhäuslichem Erwerb nachgeht, kann von einer ausreichenden hau-wirtschaftlichen Ausbildung in der Familie keine Rede mehr sein. Den jungen Mädchen, die tagsüber in Handelsstätten und Fabriken gearbeitet haben, fehlt begreiflicherweise, müde und abgespannt wie sie nun einmal sind, Aufnahmefah.gke't und Interesse, sich unter Anleitung der Mutter deS Abends noch hau-wirtschaftlichen Arbeiten zuzu- lvenden. Die Folge davon ist, daß sie ohne die nötigen Haushaltskenntnisse. wenn sie später in die Ehe treten, ihrer Verpflichtung zur Leitung des gemeinschaftlichen Hauswesens nur mangelhaft gerecht werden. Denn angesichts des meist geringen Verdienstes des Mannes sieht sich die Frau bald vor die Notwendigkeit gestellt, entweder innerhalb oder außerhalb des Hauses mitzuverdienen oder durch sachgemäßeste Wirtschaftsführung die Hrushaltskosten soweit nur irgend angängig zu verringern. Ein derartiges Wirtschaftstalent ist aber leider nur in den feitenften Fällen angeboren, seht vielmehr eine gründliche hauShaltSkundliche Schulung voraus. Nun erschöpft sich eine genügende hauswirtschastliche Vorbildung aber keineswegs in rationeller Ver- Wendung und sparsamer Verwertung der Lebensmittel. nicht Im Selbstanfertigen. Aus bessern und pfleglicher Behandlung von Wäsche und Kleidung, sondern erstreckt sich auch auf GesundheitS-. Kinderpflege und noch viele andere Dinge. Aus Ser Erkenntnis von der Notwendigkeit hauswirtschaftlicher Ausbildung des weiblichen Nachwuchses heraus wurden — abgesehen von den seit jeher bestehenden: privaten Haushaltungsschulen — seitens ver- schiedener deutscher Staaten in der Nachkriegszeit obligatorische Kurse in Haushal- tungskunde, Erziehungslehre und Kinderpflege im Nahmen der Mädchen-Fortbildungsschulen eingeführt. Nach der alten Wahrheit jebod). ..daß niemand zween Herren dienen könne", hat diese neben der Ausbildung für einen außerhäuslichen Beruf einherlaufende hauswirtschastliche Ausbildung keine der beiden zu ihrem vollen Necht kommen lassen. Auf Grund dieser Erfahrungstatsache fordert daher die Berufsorgani- satrvn der deutschen Hausfrauen an Stelle des auf drei Jahre verteilten ..auch-hauSwirtschaft- lichen" Unterrichts in der Berufsschule für alle nach achtjährigem Schulbesuch zur Entlassung kommenden Mädchen ein der Berufsausbildung vorangehendes geschlossenes hauswirtschastlicheS Pflichtschuljahr mit etwa 30 Wochenstunden. Eine derartige Regelung hätte dann nicht nur den Vorteil, daß sich ein ganzes Jahr hindurch das volle Interesse des jungen Mädchens ungeteilt der Haushaltsführung — nicht nur in der Schule, sondern auch daheim in der Wirtschaft — zuwendete und dadurch gleichzeitig die Mutter entlastete, sondern darüber hinaus noch ein volle- 2ahr für die körperliche Entwicklung gewonnen würde, ehe daS reifende Mädchen vor die Wahl eines auherhäuslichen Berufe- mit seinen möglichen gesundheitlichen — und seelischen — Schädigungen gestellt würde. Diese auf der vorjährigen Berliner Tagung des Nelchsverbandes der deutschen Hausfrauenvereine gestellte Forderung nach einem Pflichtjahr ist seit dem Jahre 1920 ün Bremer System bereits mehr ober weniger verwirklicht, insofern bort für bie nach achtjährigem Schulbesuch zur Entlassung kommenden Mädchen die gesetzliche Verpflichtung zu halbtäglichem, einjährigem Besuch der hauswirtschaftlichen Fortbildungsschule besteht. Natürlich bedeutet die allgemeine Einführung eines solchen Pflichtjahres eine finanzielle Mehrbelastung sowohl der Gemeinden wie auch der Familien. Namentlich werden sich die kinderreichen und mittellosen Familien wirtschaftlich dadurch benachteiligt fühlen, daß sie die Kinder noch ein volles Jahv länger selbst erhalten sollen. Allerdings findet gerade in solchen notleidenden Familien, in denen die Mutter ohnehin noch zum Mitverdienen gezwungen fein wird, ein gewisser Ausgleich dadurch statt, daß sich die große Tochter des vernachlässigten Haushalts annehmen, den jüngeren Geschwistern die Mutter ersehen und wohl gar der letzteren noch die eine oder andere Erfahrung in rationeller Wirtschaftsführung vermitteln kann. Für die Gemeinden wiederum werben sich die Mehrkosten für Lehrkückeneinrichtung und Lehr- kraftbesolbung durch entsprechende Ersparnisse an Mitteln der Wohlfahrtspflege lehr bald rentieren, denn jede durch unsachgemäße Wirtschaftsführung in Not geratene Familie bedeutet eine MehrSchach-Ecke. Bearbeitet von W Orbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des .Gießener Anzeigers". Problem Nr. 25. Don R Dütfchkc, dMogau. (Dem Schachverein Morphy-Breslau zum Jubiläum ) Schwarz. a b c d e t p h 8 s ä b c d e t ß h Weih. Matt in zwei Zügen. 5 3 2 Weih: 7 Steine Kh2, Db3, Tf4, Sb7, Se7; Ba2, Bd5. Schwarz: 6 Steine Ke5, Sei, Sg2; Ba3, Bd6, Bh5. Partie Nr. 17. Gespielt im Breslauer Meistetturnier (6. Runde). Französisch. Weiß: Bogoljubow. Schwarz: Reti. 1. e2-e4 1. e7-e6 2. d2-d4 2. d7-d5 3. Sbl-c3 3. Sg8-f6 4. Lcl-g5 4. Lf8-b4 5. e4-e§ 5. h7-H6 6. Lg5-d2 6. Lb4xc3 7. b3cxc3 7. Sf6-e4 8. Ddl-g4 8. g7-g6? Alles soweit nach bekannten Mustern, aber an dieser Stelle geschieht bester Kf8! 9. Lfl-d3 9. Se4xd2 10. Kelxd2 Die Verhinderung der Rochade bedeutet an dieser Stelle keine Schwächung, da der Druck, den Weiß aus den schwarzen Königsflügel ousübt, dieselbe vollständig aufwiegt. 10.....' 10. c7-c5 11. h2-h4 11. c5-c4 Somit stellt Schwarz den weißen König fidjer; bester war jedenfalls 11.....cxd womit Scywarz mehr Angriffschancen behielt. 12. Ld3-e2 12 h6-115 Dieser Zug, der das Vorgeben des Bauern h4— H3 sichert, gibt dem Spr. gl das wichtige Feld g5 frei. 13. Dg4-f4 14. Sgl-f3 15. sf: 16. a2 17. g2 —g4! 18. g4xh5 19. Thl-h3 13. Sb8-c6 14. Dd8-e7 15. b7-b5 16. a7-a5 17. Ta8-a7 18. g6xh5 belaftung der öffentlichen Fürsorge. A conto dessen ist also auch die Allgemeinheit an der Schaffung von Einrichtungen zur Erziehung des Iungmäbchens zur künftigen Hausfrau und Mutter materiell stark interessiert. Dieser Zug deckt den Punkt c3 und droht zugleich zum Angriff auf den Punkt 17 überzugehen. 19..... 19. b5-b4 20. Th3 — f3 20. b4xc3 + 21. Tf3Xc3 21. Ta7-b7 22. Tal - gl 22. Sc6-a7 Schwarz übersieht die folgende Opferkombination des Weißen, sonst hätte er sich wohl durch Sd8 auf die Verteidigung eingestellt. 23. Tc3-g3 23. Lc8-d7? 24. Le2xh5!’ Nimmt Schwarz das Opfer an: Th5. so gewinnt ein zweites Opfer des Weißen, nämlich Sf7; z.D. Tf5, Tg84-, Kf7, Tgl -g7-4--r ; er spielte daher noch 24..... 24. c4-c3 + 25. Kd2-e3 Aufgegeben. Eine von Bogoljubow sehr gut geführte Partie, was man aber von (einem Gegner gerade nicht behaupten kann. Lösung des Problems Nr. 24 von (B. Hunte. 1. Tb7-b8, Tc5 (V.) 2. Ta8 usw. V. a) 1. .... Th5, f5, e5, d5; 2. Th3, f3, e3, d3 usw. b) 1. .. ., g3; 2. Tg3 :usw. c) 1.....Tg7 2. Tb5-s--ft usw. d) 1.....bc 2. Sc4+4- usw. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren Dom RedakttoStnifch. Anekdoten. Während der „tollen" Weimarer Zeit, als Goethe und Großherzog Karl August ihren unbekümmerten Jugendübermut zum Schrecken braver Bürger auf abenteuerlichen Fahrten austobten, kamen der Dichter und der Fürst auf einem Jagdausflug in ein Bauernhaus, um ihren Durst zu löschen. Die Bäuerin unterbrach ihre Arbeit am Butterfaß und ging in den Keller, frische Milch zu holen. Kaum ist sie fort, ergreift der Herzog einen fetten Kater, der auf der Ofenbank sich räkelt, steckte ihn ins Butterfaß und zwängt ihn mit dem Deckel in seinem Gefängnis ein. Mit Wort und Frage wird die rückkehrende Bäuerin überschüttet, so daß sie nicht zur Besinnung kommt, bevor die Gäste ihre Milch getrunken haben und schleunigst den Rückzug antreten; voll Freude über den gelungenen Streich und über das verdutzte Gesicht, das die Bäuerin machen werde, wenn sie den Kater in der Butter finde. Einige Wochen später klopfen dieselben Jäger reumütig an dieselbe Tüt „Das sind ja die Herren ..." ruft ihnen die Bäuerin entgegen — und der Kater saust im Bogen erschreckt von der Ofenbank — „die euch neulich" fällt Karl August ihr in» Wort, „den Schabernack gespielt haben. Aber hier ist eine Entschädigung für die verdorbene Milch." Schweigend streicht die Alte das Goldstück ein und sagt mit vertraulichem Blinzeln „Hat nicht» gemacht, ihr Herren; die Butter ist an den Weimarer Hof gekommen. Für die war sie immer noch gut genug." • Als Richard Wagner während seiner Studienzeit in großer Not war, wurde er an den reichen, aber geizigen Kommerzienrat o. M. empfohlen. Der junge Komponist widmete ihm mit der Hoffnung auf ein Geldgeschenk eine Komposition. Entzückt über die Zuneigung übereridjte der Bankier dem Musiker als Gegengabe ein litographiettes Porträt seiner eigenen Persönlichkeit. Wagner hielt das Bild enttäuscht in der Hand, als der Bankier ihn fragte: „Nun, was sagen Sie dazu?" „Das sieht Ihnen sehr ähnlich", war Wagners Antwott. Kraft. Für Studierende, die vor dem 1. Oktober das tierärztliche Studium begonnen unb die tierärztliche Vorprüfung nach den bisherigen Vorschriften bis Aum 1. Juni 1926 vollständig bestanden haben, sind besondere Uebergangsbestimmungen vorgesehen. Hochschulnachrichten. Die neue Prüfungsordnung für Tierärzte. Vom Reichsminister des Innern ist unterm 21. August 1925 nach Zustimmung des Reichsrats eine neue Prüfungsordnung für Tierärzte erlösten worden. Das tterärzlliche Studium erfährt dadurch eine Verlängerung von acht auf neun Halbjahre. Anatomie und Psychologie werden in Zukunft nicht nur in der tierärzlichen Vorprüfung, sondern auch in der tierärztlichen Hauptprüfung erscheinen. Die tierärztliche Vorprüfung und Prüfung darf in Zu- tunjt nur noch einmal wiederholt werden. Die neue Prüfungsordnung tritt mit dem 1. Oktober 1925 in Kunst und Wissenschaft. Historischer herein für Hessen. Der Historische Verein in Darmstadt besucht auf seinem zweiten IahresauSflug Ober- Hessen, unb zwar am 29. August Büdingen unb am 30. August Gelnhausen. Assessor Lade spricht über „Kunstgeschichtliches aus Düdingen". Eine hessffche Polarexpedition. Professor Dr. Klute, der Ordinarius für Geographie an der Landes Universität, ist vor einiger Zeit zusammen mit dem bekannten Forscher Krüger- DenSheim zu einer auf drei Das Rätsel unserer Familiennamen. Jeder trägt mit feinem Namen ein Stück uralter Ueberlieferung und Geschichte mit sich. Daß wir in diesem Wott, das uns durchs Leben begleitet und uns gleichsam seinen Stempel aufträgt, etwas Ehrwürdiges und Teures besitzen, das geht schon bar- aus hervor, daß wir biefen steten Begleiter forgfam behüten unb barauf achten, daß ihm nicht etwa ein Buchstabe roeggenommen oder in der Aussprache eine Veränderung zuteil wird. Daß uns unser Name etwas bedeutet, ist klar, wenn wir ihn auch nicht so eng mit unserem Leben verknüpft erachten wie der primitive Mensch, aber w a s er bedeutet, dos ist vielen ein Rätsel. Diese reiche oiclgeftaltige Welt der deutschen Geschlechts- und Familiennamen erscheint dem Blick des Laien fast wie ein Urwald, aus dem die wunderlichsten Gebilde und dunkelsten Formen aufragen. Deshalb bedürfen wir eines Nach- fchlagewerkes, das uns in allen Fällen erschöpfende Auskunft gewahrt, und als solches bietet sich das alteingeführte Werk „Die deutschen Familiennamen" von Heintze dar. Ein ausführliches Namenbuch ergänzt hier eine lichtvolle Darstellung der Sprach- künde, Geschichte und Geographie unserer Familiennamen. Unsere Namen berühren uns schon deshalb so wunderlich, weil sie als Zeugen ferner Vergangenheit in unserer modernen Sprache stehen geblieben sind. Hören wir von Namen wie Hildebrand, Gund- lach, Obebrecht, Amelung, so ist es uns, als wenn eine Reihe von Rittern mit geschlossenem Visier vor uns aufmarschierte, unb stoßen wir auf kürzere Namen wie Benz, Renz, Boop, Rapp, Rum,. Agel, Hutzel, so ist es uns, als sähen wir einen Chor seit- samer Sobolbe uns urnhüpfen, bie uns mit bem Ge- heftnnis ihres Wesens necken wollen. Die Wstsen- fchaft aber öffnet ben alten Rittern bas Visier unb zwingt die Kobolde zum Sprechen. Sie verfolgt die Entstehung der Familiennamen durch die Jahrhun- öerte zurück und stellt fest, daß es zum großen Teil Personennamen waren, die erst vor etwa 700 Jabren „fest wurden", d. h. einer Familie dauernd anhaften, während der Name vorher vom Vater auf den Sohn gewechselt hatte. Die Personennamen, die damals auf die Geschlechter übertragen wurden, reichen aber bis in die Zeiten der Völkerwanderung hinaus. Man braucht dabei nur an die Gestalten des Nibelungen- liebes denken, an Siegfried, Hagen, Gunther, Dietrick, Rüdiger, Namen, die fämllich, wenn auch vielleicht etwas verändert, in unserer Zeit fortleben. Die Eigennamen haben aber mit der Weiterentwicklung der Sprache nicht gleichen Schritt gehalten. Da man sie als teuere Ueberlieferungen der Altvorderen behütete, so sind sie stehen geblieben wie die Ruinen der Ritterburgen, unb wir verstehen sie heute vielfach nicht mehr. Bei dem Namen „Hilde- brand" z. B. wisten wir nicht mehr, was ,^)ilbe" bebeutet Erst bas Altdeutsche gibt dazu den Schlüssel und belehn uns, daß „Hild" Kampf oder Schlacht hieß. Hildebrand ist also der „Kampfesbrand", der wie verzehrendes Feuer in der Schlacht wütete. Aehnlich ist es mit der Silbe „mar", berühmt, z. B. in Waldemar, Germar, ober mit „rub", das ebenfalls berühmt bedeutet, in Rudolf, Rüdiger usw. So- dann haben die mannigfachen Mundatten dazu beigetragen, die Bedeutung der Familiennamen zu ver- hüllen. Als diese sich bildeten, war die allgemeine Schriftsprache noch nicht vorhanden, die einzelnen Dialekte herrschten, unb so schimmert bie „plattdeutsche" Grundlage noch überall in den niederdeutschen Familiennamen durch, bei Schulte, Möller, Niebuhr (neben Neubauer), bei Voß, Kastebaum (innerdeutsch Kirschbaum) usw. Dahin gehören vor allem die vielen Verkleinerungsformen auf „ke", wie „Gericke" von Gerhard, „Jahnke" von Johannes u. a. Im Oberdeutschen findet sich stattdessen die Endung „el". Aber wie schwer ist es manchmal, aus diesen „Koseformen" die Familiennamen zu erklären, so etwa „Hiesel" aus Matchias, „Gilles" aus Aegidius, „Grolms" aus Hieronymus. Zu dem hohen Alter und dem Einfluß der Mundatten kommen aber dann noch fremdsprachige Einwirkungen, die gar manch- mal unsere Familiennamen zu Hieroglyphen machen. Da ist vor allem der slawischen Elemente zu gedenken, die sich hauptsächlich in jenen Teilen des deutschen Ostens bemerkbar machen, der eine Zeit- lang von Slawen besetzt war. Auch das Romanische hat manches beigetragen, hauptsächlich das Fran- zösische, das von den zahlreichen Rsfugiös mitgebracht wurde, und schließlich sei auch noch das ßitau- ische erwähnt. Die wunderlichen Namen, wie Kw prolatis, Adomeit usw., die uns in Ostpreußen durch ihre Fremdartigkeit auffallen, stammen alle aus dem Litauischen. Dieses Gemisch aus verschiedenen Zei- ten, Mundatten und sprachen ist aber auch noch im Laufe der Jahrhunderte entfteüt unb verstümmelt, auch manchmal umgebeutet worben. Aus Christian sind so oerschiebenattige Formen wie Kirschstein unb Kasten, aus Wameking. ber Derfeinerungs- form von Werner, ist Warnkönig, aus Blei sogar Pflaumenbaum geworben. Aus solchen wunderlichen Verstümmelungen bie ursprüngliche Form festzu- stellen, ist sehr schwierig; nicht minber schwer aber auch, die während der Zeit des Humanismus ins Lateinische übersetzten JJtamen auf ihre deutsche Form zurückzuführen. So kann z. B. Olerattus die Uebersetzung von drei Namen sein. Oehlmann, Oehler, Oehlenschläger. Wenn wir uns aber in diese Wett der germanischen Namen vettiefen, dann offenbart sich in ihnen der deutsche Dolksgeist in seiner alten Größe unb Kraft, unb wir erkennen aus den »och heute fortiebenben altdeutschen Namen das Wesen jener Vorfahren, die Kampf und Sieg, den Hellen Klang der Waffen, den klugen Rat, das ruhmvolle Walten und die Verehrung segenspendender Götter in ihrem Namen festgehalten haben. Wie D'Annunzio sein „Totenzimmer" eingerichtet hat. Daß sich Gabriele D'Annunzio in der der Witwe des Professors Thode gestohlenen Villa am Gardafee häuslich eingerichtet hat, wissen wir aus der Erzoh- langen von Karin Michaelis, die sein Benehmen vor aller Wett an den Pranger stellte. Aber der Dichter ist entschlossen, in diesem schönen Besitztum nicht nur zu leben, sondern auch zu sterben, und da er alles, selbst seinen künftigen Tod, dazu benutzt, um Aufsehen zu erregen und Reklame zu machen, so hat er sich ein „Sterbezimmer" in der Villa eingerichtet, dffsen Ausstattung in römischen Blättern natürlich beschrieben wird. Das „Sterbezimmer" heißt auch das „Zimmer des Aussätzigen", weil es ein eindrucksvolles Gemälde enthält, auf dem der heilige Franz dargestellt ist, wie er einen Aussätzigen umarmt Das Bett ist so schmal, daß es wie ein Sarg aussieht. Es ist nur mit einer Decke versehen, die au» Leder gefertigt ist und mit goldenen Ornamenten ge- schmückt ist. Die Wände dieses „Sterbezimmers" sind mit Malereien ausgestattet, die „biejentgen Dinge barftellen, die der Dichter in seinem Leben am meisten geliebt", und zwar sind das die folgenden Dinge: ein Pferd, ein springender Hetzhund, ein Flugzeug, ein Schwert, die „zehnte Muse", die die Kraft verkörpert, ein loderndes Feuer, eine Orgel und eine Frau. Während die Wände des Sterbe- zimmers den irdischen Freuden gewidmet sind, sinh an der Decke Malereien angebracht, die auf da» Christentum und auf bas Jenseits Hinweisen. Hier ist nan lich ein großes Kreuz bargefteüt, umgeben von ben Sinnbilbern des Leidens Christi, v'iA VI. w; U! 6 i Monate berechneten Forschungsreise nach West- grönland aufgebrochen, die als Vorexpebittvn einer großen für 1926 geplanten Reise zu gelten hat. Die Forscher, die diese Vorexpeditron mit Mitteln des hessischen Staates durchführen, befinden sich nach den letzten von ihnen vorliegenden Rachrichten bei ilmanaf, an der Westküste Grönlands, 71° n. B, von wo sie in Begleitung einiger Eskimos die Halbinsel Augsuak zu durchqueren gedenken, um dann in sog. Frauenbooten (Llmiak), d. h. von Grönländerinnen geruderten Booten einen Dorstoß in das Inlandeis nach Egedesminde oder Holstenboeg unternehmen wollen. Zweck dieser Borexpedition ist einmal, die grönländischen Verhältnisse kennen zu lernen, dann aber auch reisetechnische Erfahrungen zu sammeln für die von Grönland aus geplante Hauptexpedition, die Krüger im Laufe von fünf Jahren in unerforschte Teile des Eismeeres nördlich des nordamerikanischen Kontinents führen soll. Diese soll in der Art der Reisen des bekannten kanadischen Forschers Stephanson, ohne An- lehnung an ein Schiff, ganz auf die Hilfsmittel, die das Land bietet, gestützt, durchgeführt werden. Bundestag deutscher Orchesterbereine. Der Bund deutscher Orchestervereine, in welchem sich Orchester- (Liebhaber-) Vereine, die gewerbsmäßige Zwecke ausschlicßen und lediglich volksbildend wirken wollen, zwecks Verfolgung gemeinsamer Ziele zusammengeschlossen haben, wird am 3./4. Oktober in Bonn seinen ersten Bundestag abhalten. Reben der Beratung von Organisationsfragen wird eine öffentliche Versammlung mit Referaten über die volksbildende Bedeutung der Orchestervereine. ihre künstlerischen Ziele und Aufgaben, sowie über die Vergnügungssteuerordnung den Mittelpunkt der Tagung bilden. Turnen, Sport und Spiel. Die deutsche Wafserballmeisterschaft. Hellas Magdeburg schlägt S. v. Mannheim 3:2 (1:1). Die Deutsche Wasserballmei st erschüft fam am Sonntag in Bremen in dem neuen A. B. T. S.-Bade in Peterswalde bei angenehmem Wetter zum Austrag, hierzu hatten sich der S. C. Hellas-Magdeburg und der S.D. Mannheim qualifiziert. Unter Leitung des deutschen Meisters Heinrich, Poseidon Leipzig, gelingt es den Hellenen, bereits in der ersten Minute mit einem Tor in Führung zu gehen. S. V. Mannheim kann vorerst trotz allen Drängens nicht den Ausgleich schaffen. Erst kurz vor Schluß wird durch einen schönen Schrägball der Süddeutschen das Ergebnis auf 1:1 gestellt, das sich auch bis zur Halbzeit nicht ändert. Nach der Pause drehen die Hellenen mächtig auf, aber jeher Angriff wird abgeschlagen. Auch Mannheim geht kräftig vor, und es gelingt ihnen, das Ergebnis auf 2:1 zu stellen, hierdurch lasten sich aber die Magdeburger nicht entmutigen, und ein zweites Tor schafft für sie den Ausgleich. Erst kurz vor Schluß können sie dann noch das siegbringende dritte Tor für sich buchen und somit, da keine weiteren Tore erzielt werden, wiederum die deutsche Meisterschaft mit 3:2 Toren erringen. Bei beiden Mannschaften zeigten die Torwächter hervorragende Leistungen, aber auch die Türmer spielten zweckmäßig und schwungvoll. Vorher spielte noch der B. S.D. gegen A. B. T. S. 2:1. Deutsche Golfmeifterschafteu 1925, v. Limburger und Frau Sellschopp die neuen Meister. Die diesjährigen deutschen Golfmeister- schäften sind in Bad Salzbrunn entschieden worden. Beide neuen Meister haben nicht das erste Mal diesen Titel errungen, von Limburger . ist bereits zum drittenmal deutscher Golfmeister, 1921 und 1922 erkämpfte er sich diese Würde. Frau Sell- t schopp hat sogar schon zum viertenmal den Meistertitel gewonnen. Aber auch schon in anderen Län- T dem, z. B. in Holland, konnte sie die intematio- , nalen Meisterschaften erringen. Amtsgericht Wetzlar. Q Wetzlar, 24. Aug. Wegen ^Übertretung der Verordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen — er hatte dadurch, daß er in den Straßen von Wetzlar mit seinem Auto starken Rauch entwickelte, Passanten belästigt — war der Kraftwagenführer Hermann W. von Wetzlar mit 9 Mk. Geldstrafe belegt worden. Auf seinen Frei geworden. Erzählung von Klara Prieß. 4. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „So ein Unsinn, Sinbl" sagte sie. „Sieht aber deinem Vater ganz ähnlich. Alles gleich wichtig nehmen, statt euch beide ganz in Ruhe zu lassen und mal abzuwarten, wieviel Kraft und Widerstandsfähigkeit ihr denn eigentlich habt — und wieviel wirkliche Liebe und Treue! Und nun hat er dem armen Braken einen Zaun umgeworfen, den der in all seine schöne Freiheit mit hereinschleppen muß, unb dich armes Ding hat er auch an die Kette gelegt." „Aber Tante Lotte, ich will doch so gern auf :hn warten." „Warten, warten, was weißt du vorn Warten? Ich weiß, wie es tut, so Tag und Nacht und immer weiter warten, unb die andern heiraten, und es wird immer wieder Frühling unb Herbst, unb man sitzt ba selbst immer im Schatten unb wirb alt unb müde. Unb ich habe nicht mal auf einen bestimmten Mann gewartet, nur so im allgemeinen auf irgendein Stückchen Glück." „Aber Mariechen, wie konntet ihr nur diese Dummheit zugeben?" rief sie bann ihrer eben ein- tretenben Schwester entgegen. Die Frau Oberlehrer setzte sich höchst erstaunt unb etwas beleidigt in bie Sofaecke. „Aber Lotte, was ist bas wieder für ein Empfang! Abgehetzt habe ich mich, unb der Minna selbst noch beim Plätten geholfen, um nur heute noch herzukommen und mir deinen Glückwunsch zu holen. Ich habe viel mehr Liebe unb Verständnis bei dir vermutet. Unb nun bist du so gegen bas Kind und gegen mich. Frau Oberlehrer Schumann holte ihr Taschentuch heraus. „Und die Liebe ist doch die Hauptsache," sagte sie. „Und sie sind doch noch beide so jung. Ich habe doch auch sechs Jayre auf meinen Mann gewartet." „Das weiß ich noch sehr genau," sagte Xante Lotte, „wie du immer blasser unb bein bißchen Jugend hn Nu weg war — und wie du nächtelang weintest, wenn er nicht schrieb. Und als du ihn bann glücklich hattest, war es doch auch, weiß Gott, ein Antrag auf gerichtliche Entscheidung ermäßigte das Gericht die Strafe auf 5 Mk. Der Arbeiter Wilhelm Pf. aus Steindorf, der beschuldigt war, gelegentlich der Reichspräsidentenwahl eine dem Invaliden Jakob W. aus Steindorf gehörige Geldtasche mit 22 Mk. Inhalt, die dieser bei Ausübung seines Wahlrechts im Wahllokal hatte liegen lassen, entwendet zu haben, war dieserhalb durch Strafbefehl des Amtsgerichts an Stelle von 5 Tagen Gefängnis in 50 Mk. Geldstrafe genommen wor- öen. Auf seinen Einspruch hiergegen erfolgte heute seine kostenlose Freisprechung, da ihm die Tat nicht nachgewiesen werden konnte. Der Elektriker Friedrich R. von Wetzlar ist wegen Diebstahls unter Anklage. Da der An- gesagte heute persönlich nicht erschienen war, — er hatte einen Rechtsanwalt beauftragt, ihn zu vertreten - gelangte die Sache zur Vertagung. Der Arbeiter ‘ Karl M. aus Wetzlar, der wegen Bettelns festgenommen worden war, sollte von der Polizeiwache nach dem Gerichts- gescingnis überführt werden. Unterwegs versuchte er auf verschiedene Xöc Je, den Beamten zu veranlassen, den Transport nach dem Gerichtsgefängnis aufzuschieben, indem er teils vorgab, er müsse noch einmal unbedingt nach Hause, um verschiedenes zu regeln, und als dieses nichts nützte, lud er den Beamten ein, mit ihm ein Glas Bier zu trinken. Ratürlich ging der Polizei- beantte nicht darauf ein, denn M. suchte nur eine Gelegenheit, dem Beamten zu entwischen. Schließlich wollte der Beamte, veranlaßt durch das Benehmen des M., diesem die H a n d k e i t e an le gen, wobei M. sich widersetzte und dem Beamten die Handkette aus der Hand schlug. Erst mit Hilfe eines des Weges kommenden Passanten gelang es, den Widerspenstigen zu bändigen. M. gebrauchte hierbei Ausdrücke drohenden Inhalts. Wegen dieser Vorgänge hat M. sich wegen Bettelns und Widerstandes zu verantworten. Das Gericht erkannte wegen Bettelns auf 1 Woche Haft und wegen des Widerstandes auf 2 Wochen Gefängnis, welch« Strafen als durch die erlittene Untersuchungshaft verbüßt gelten. Wegen Diebstahls hatte sich der Arbeiter Emil B. von Wetzlar zu verantworten. Der Angeklagte ist beschuldigt, im Jahre 1923 mehrere Diebstähle in Wetzlar begangen zu haben. In einem Falle hat er auch seinen eigenen Vater bestohlen, der dieserhalb Strafantrag gegen seinen Sohn gestellt hat. Der Angeklagte gibt die Diebstähle zu und will aus Rot gehandelt haben. Das Gericht erkennt gegen den schon wegen Eigentumsvergehens vorbestraften Angeklagten auf eine Gesamtgefängnisstrafe von 2 Monaten unter Einbeziehung einer bereits früher wegen Diebstahls erkannten Gefängnisstrafe von sechs Wochen, auch wird ein Monat der erlittenen Untersuchungshaft auf die Strafe angerechnet. Wirtschaft. Frankfurter Abendvörse. Frankfurt a. M., 25. Aug. Die heutige Abendbörse verlief ohne Anregung bei unbedeutenden Umsätzen. Gegenüber den schwächeren Rotierungen an der Rachbörse waren die Kurse zumeist gehalten. Am Anleihemarkt war die Stimmung etwas schwächer. Die Abendbörse schloß ruhig mit Reizung zum Rachgeben. Deutsche Anleihen: 5prozentiye Reichsanleihe 0.177.50, 4prozentige SchuhgebietSanleihe von 1913 3800, 4prozentige dto. von 1914 3800, ^/»Prozentige Preußische Konsols 0.295. Ausländische Renten: 5prozentige Goldmexikaner 35.50. Bankaktien: Allgemeine Deutsche Kreditanstalt 80. Kommerzbank 96, Darmstädter Bank 113.25, Deutsche Bank 113.75, Discontogesellschaft 104, Dresdner Bank 101.50, Mitteldeutsche Creditbank 93.50, Reichsbank 124.50, Oesterreichische Kreditaktien 7.40. Montanaktien: Deutsch-Luxemburg 61.50, Gelsenkirchen 50.25, Mansfelder 66.75, Phönix 68.25, Rheinstahl 54. Stinnes-Riebeck 73.50, Kali Aschersleben 119.50, Kali Westeregeln 136. Chemische Aktien: Badische Anilin 124.25, Chemische Griesheim 121. Transpvrtaktien: Rordd. Lloyd 53.37, Monastir 9. Jndustrieaktien: Adler- werke Kleher 48.50, AGG. 96, Aschaffenburger Zellstoff 65, Dyckerhoff & Widmann 31.10, Elektrisch Licht und Kraft 97.50, Fuchs Waggon 0.35, Lahmeyer 69.75, Rheinmetall 28, Lechwerke 78.50, Vereinigte chemische Frankfurt 50.50, Heil- bronnzucker 55.50, Reckarwerke Stammaktien 74.50. Börsenkurse Berlüi Datum: 40 50 54,5 Berliner Börse. 24. 8. 0.18 113,25 113,5 52,4 51,75 06 53,5 103.25 80.5 93,25 7,4 0,00 0,300 0.K7 1 0.115 0,27 0.22 , 0,25 0,225 69,75 । 94.25 6,20 35 | 124.5 I 0.4 0.75 100 63,5 35,9 20 9,25 60 57 124,5 0.4 70 119,13 120,2- -i.4 63.5 97,25 96,75 70 75 55,75 75 47 38,25 27 39 5% Deutsche Reichsanleihe . 4% Deutsche Reichsanleihe . 3Va°/n Deutsche Reichsanlethe 3°/n Deutsche Reichsanleihe . Deutsche Lparpramicnanleihe 4% Preußische Konsols . . . 4% Hoffen.......... 3'/,% Hessen 3% Hessen Deutsche Wcrtb. Dollar-Anl. dto. Doll.-Schay-Anwcisng.') 4% Zolltürken 5<7» Goldmexikaner .... Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank. Darmst. und Nationalbanl . Deutsche Bank......... Deutsche Dereinsbank .... Disconto Commandit ... Metallbank........... Mitteldeutsche Creditbank . . Oesterreichische Creditanstalt. Westbank............ Bochumer Guß . Buderus............ Caro a-Luxemburg...... irchener Bergwerke. . Harvener Bergbau..... Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln..... Laurahntte Oberbedarf . . . Phönix Bergbau....... Rbeinstahl....... Riebeck Montan ....... Tellus Bergbau. ....... Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llohd Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann...... Anglo-Cont-Guano . . . Badische Anilin........ Chemische Mayer Alapin . . Goldschmidt.......... Gries heimer Electron . . . . Höchster Farbwerke Holzverkohlung . . Rütgcrswctte......... Scheideanstalt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann........... Mamkraftwette........ Schlicken Siemens & HalSke ..... Adlcrwerke Kleyer ...... Daimler Motoren. ...... Hehligenstaedt....... . Meguin............. Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgescllschaft Frankfurt. Pct. Union A-G.. Schuhfabrik Her; Sichel............ . Zellstoff Waldhof . Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . Frankfurt a.M. Schlich-! Rurs , Sdjiuön. Abcnü- börfe Schluß» Kurs SMufeh IJUttag borfe 25 8. 24. 8. 25 8 0 1775 0.1725 1.1875 — 0,330 0,320 i.31 0.31 0 315 o,67 0.68 0 70 — 1,1225 0,115 o 28 1.2725 0.28 D.22 0,30 0,31 0,315 0,25 0.265 89,5 91.75 91.75 4.25 94,5 94,8 i.35 6,2 6,4 35.5 — 1251 125 127 96 95.5 95,5 113.25 113,25 113,25 113,75 113,75 113,62 104 104 103 75 80.5 — — 93,5 93,3 93,5 ?,4 7.4 ,.4 0,06 0,05 0,05 63 60,40 63.13 40 39 39.6 36 35 36 61,5 59,25 61.4 50.25 49 50.5 95 93.6 96 119,5 120 120,25 136 0,5 20.6 35 31,5 33.62 37 35.13 35,9 68,25 68.4 69,7 54 53.25 54 73.5 74 74,5 46 — — 54,5 52,2 55 53.4 52 53,75 65,75 55,13 52.13 65,5 —- 91 90,25 124,25 124,25 124 75 0,4 — 72 70 72 121 119 75 121 121,5 120 120.6 4.1 — 64 62,25 62,75 96,25 — — 96 95 96.25 70.5 70.25 71,75 74 — 57 55,62 55,62 76.4 76,5 76,5 48,5 47.13 48,5 39 39,13 39 28 — - 37 36 36 — 54 54 0.4 — — 0,825 0,75 100,5 —- 63.25 64,5 64 33 9 36 35 19.25 20 19 9.3 9,13 9,25 60 — 56 56,5 56 (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 25.Aug. Die Deckungskäufe ber letzten Tage haben sich etwas oerlangfamt unb waren nur noch in wenigen Werten ausreichenb, um eine weitere Befestigung ber Tenbenz herbeizuführen. Trotzbern scheint es, als wenn bie optimistische Stimmung bie Oberhanb behält, zumal man gestern in verschiedenen Werten vermehrt" Kaufaufträge zu beobachten glaubte. Auch heute waren namhafte Kauforbers an bie Börse gelangt, so baß biese anfangs ein freunb» licheres Aussehen hatte. Namentlich am Markt ber heimischen Staatsanleihen trat bies beutlicher hervor, wo Schutzgebietsanleihen ihren Stanb von 4,05 behaupteten unb Kriegsanleihe auf 0,190 anzogen. An ben Industrie- aftienmärften beginnt bie Aufwärtsbewegung ba- gegen nur langsam vor sich zu gehen, ausgenommen einzelne Spezialwerte. Die am Vortage zum erstenmal beobachtete lebhafte Steigerung ber Schiffahrtswerte behauptete fick), ba man zum Herbst einen Aufschwung ber Schiffahrt erwartet unb mit einer Besserung ber Frachten rechnet. Der G e l b m a r f t ist weiterhin flüssig, tägliches Gelb ist mit 7,5 bis 9 Prozent angeboten. Monatsgelb stellt sich auf 10,5 bis 11,5 Prozent. 5m internationalen Devifenverkehr blieb bie Diskontherabsetzung in ben skanbinavischen ßänbern einflußlos. Warschau besserte sich nach ben jetzt bekannt geworbenen Stützungsmaßnahmen des polnischen Kabinetts auf 5,93 gegen Kabel Neurecht befcheibenes Vergnügen. Da hast bu erst recht beine Last mit ihm unb bemen Kinbern unb anberer Leute Kinber gehabt." „Ach, Lotte, bu bist immer jo scharf. Das kommt nur, weil bu nicht verheiratet btft." „Aber beshalb finbe ich es buch noch nicht vernünftig, bas Kinb um jeben Preis an ben Mann bringen zu wollen unb so eine unreife Sugenbliebe gleich zu einer Lebensaffäre zu machen. Die Anna hätte etwas Orbentliches lernen unb fick erst mal mit freien, offenen Augen in ber Welt umschauen sollen. Unb um ben Braken tut es wir fast noch mehr leib. Na, ber wirb euch noch schön an ber Kette zerren!" „Aber Tante Lotte — ich habe ihn boch so lieb!" „Die alte, törichte Einrebe! Na, Kinb, es nutzt boch nichts, ob ich roeiterrebe wie ber Prebiger Salomo. Unb bann nehmt mir bas nicht weiter übel, stoppt eure Tränenströme unb geht jetzt nur lieber beim, ich bin noch nebenan bei ber Sesemann zum Tee gebeten." Anna ging mit ber Mutter nach Hause burch bie abenbbunteln Straßen. Auch vom Himeml war aller Glanz unb Schein verschwunben. Dunkel lagen bie Giebel unb Turme vor grauen Wolken. Unb etwas von bem sonnigen Schimmer, ber ihre junge Liebe umglängt, schien Anna auch für immer bahin unb erloschen, als sie still unb abgespannt mit ber Mutter nach Hause kam. Später am Abenb — bie Pensionäre waren zu Bett, ber Oberlehrer las nach seiner Gewohnheit m Ruhe bie Zeitung in seinem Arbeitszimmer — saßen bie beiben Frauen flitfenb unb nöhenb am Eß- zirnmertisch. Unb bie Mutter meinte, bah Tante Lotte leioer Gottes recht scharf unb verbittert fei, man müsse ihr bas schon um ihrer Einsamkeit willen verzeihen. „Unb bann hat sie auch immer etwas gegen Papa, bu mußt bas alles nicht so wörtlich nehmen, Anna. Denn Papa unb ich sinb boch immer ganz glücklich miteinander gewesen, bamals bie sechs Jahre Brautstanb unb später. Ich will Tante Lotte morgen mal ordentlich Bescheid sagen, daß sie dir keine Angst macht, mein Kind. Und Braken ist ja so gut und so klug, Anna, und hat dich lieb — paß mal auf, wie schnell ber Karriere macht. Und das Landgut hat er doch auch immer noch im Hintergründe. Dir können Gott banken, daß alles so gekommen ist, denn wir haben doch kein Vermögen. Unb so sprachen bie beiben Frauen weiter mit- einanber unb putzten an ber jungen Liebe herum, bis sie wieber einen Schimmer von bem alten Gold- glanz bekam.------ Seit Annas Verlobung mit Max Braken waren sieben Jahre ins Lanb gegangen. Diese sieben Jahre bebeuteten für Anna bie Iugenb. Sie hatte nicht nur bas Warten- unb ©ebulbenmüffen, bas bittere Sehnen unb zehrenbe Zweifeln eines siebenjährigen Brautstanbes kennen gelernt, auch bie Sorge um bas tägliche Brot, Krankheit unb Tob waren an ihr vorübergegangen. Unb jeber graue Tag unb jebe un- ruhevolle Nacht hatten Spuren in ihrem Leben unb auf ihrem Gesicht zurückaelaffen. Von bem glatten, jungen Gesicht unb bem Hellen Jugenbmut war wenig genug übriggeblieben. Anna Schumann wußte selbst am besten, baß sie ein ganz anberes Men- schenkind war, wie bamals bie Junge, bie Siebzehnjährige. Schon bamals, währenb Max Braken seine ersten fröhlichen Semester in München verlebte unb ihr lange liebe Briefe schrieb, schon bamals fing bie Sorge an. Bei bem Oberlehrer zeigten sich bie ersten Spuren eines Herzleibens,bas ihn immer gereizter, selbstsüchtiger unb ungerechter machte unb ben Rest von Behagen und damit auch bie Pensionäre aus seinem Hause vertrieb. Als bann ber Tob als Erlöser kam, wurde bie Not noch großer. Die beiben Söhne hatten eben unbefangen zu ftubieren. Mit Mühe unb Not ließen sich ein paar Stipenbien auftreiben, aber eine schwere Last blieb es boch für bie Mutter, ba sie jetzt in ber Hauptsache auf ihre Witwenpension angewiesen war. Das alte Giebelhaus mußte verkauft werben. Anna ging bas ans Herz. Das alte Haus war boch eine richtige Heimat gewesen, unb taufenb Erinnerungen unb ihr bestes Stück Leben knüpfte sich an seine alten Mauern unb Giebelkammern. Und wohin sollten die beiden Famen jetzt? Wenn man die Sohne weiter auf der Universität taffen wollte, langte ber Rest für Mutter unb Tochter nickt einmal zur Miete unb bem notdürftigsten Lebensunterhalt. Da bewilligte ber Senat ber Stabt eine Petition bes Fräulein Charlotte Grashoff, Konventualin des St. Gertmdstistes, daß, ba augenblicklich keine Frei- stelle zu vergeben fei, ber Witwe bes Oberlehrers york. Die Reichsmark notierte in London 20,41, Paris 5,02i, Amsterdam 59,0 'i. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (Au Dillianen Matt auSgedrückt. Buenos-AtreS, London, Leo. York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien Mtz Vndapest. für 100000 Emheiten, alles übrige für 100 etnbefatä Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.) Banknoten. 24 August 25. August Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld Brief llmst.-Rotl. 169,11 169,53 169.11 169,53 Buen.-AireS 1.692 LG97 1,692 1.696 Brff.-Antw. 19,12 19,16 19 06 19,10 Christiania. Kopenhagen 80,70 80,90 80,30 80,50 101,27 112,69 101,53 1(10,67 100,93 Stockholm . 113,97 112,73 113,01 HelsingforS. 10,565 10.605 10,57 10,71 Italien. . . 15,59 15,63 15,81 15,85 London. . -0,378 20,43> i0,379 20,431 Ncuyork . . 4,195 4,205 4.195 19,74 4,205 Paris.... 19,82 19,85 19,78 Schwei; . . 81,28 81,48 81,21 81,41 Spanien. . 60.37 60,53 60.38 60,54 Japan . . . 1,713 1,716 1,708 1,713 1.520 Wo de Jan. Wien in D-- 0.516 0.518 0 518 Oest. abgest <9,11 59,25 >9,12 59,26 :: 12,435 12.475 12,43 12,47 7.50 7,52 7,50 7,52 Budapest. . Bulgarien. 5,897 3.03 5,912 3.04 5,89 3,03 5,91 3.04 Lissabon 20,875 20,9-5 20 825 20,875 Damtg. . Konstantin. 80,80 81.00 80 80 ' 81.00 2,245 2,255 2 435 2.445 Athen. • 6,53 6.55 6 53 6.55 Berlin, 25. August. Geld Bries Amerikanische Noten..... 4,215 4.235 Belgische Noten........ 19,0 19,13 Dänische Noten........ 100,55 101.05 Englische Noten ....... Französische Noten...... 20,355 .0,455 19,73 19,83 Holländische Noten..... 168,58 169.42 Italienische Noten...... 15,86 15,94 80,80 Norwegische Noten...... 80,40 Deutsch-Oesterr., d 100 Kronen Rumänische Noten...... 59,125 59,425 Schwedische Noten...... 112,47 113,03 Schweizer Noten....... 81,19 60,10 81,59 Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . 60.40 12,38 12,44 Ungarische Noten....... 5,84 5.88 Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 25. Aug. Es wurden no» tiert: Weizen, Wetterauer neuer Ernte 23,75, Roggen, inländischer neuer Ernte 19,25 bis 19,50, Sommergerste für Brauzwecke neuer Ernte 26,00 bis 27,50, Hafer, inländischer neuer Ernte 20 bis 21, Mais, gelb 22, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 39,25 bis 40, Roggenmehl 28,50, Weizenkleie 11,25 bis 11,50, Roggenkleie 11,75 bis 12. Tendenz: Ruhig. Frankfurter Häuteauktion. fpd. Frankfurt a. M., 25. Aug. Auf der Frankfurter HLuteauktton vom 25. August tarnen rund 1800 Hammelfelle, rund 9700 Kalbfelle, 8400 Großviehhäute zum Angebot. Der Besuch war sehr gut. Es wurde aber im großen und gangen recht vorsichtig geboten und Schaffelle in Voll- und Halbwolle muhten durchschnittlich ca. zehn Prozent billiger abgegeben werden als im Vormonat. Kalbfelle ohne Kopf konnten durchschnittlich die Preise des Vormonats behaupten, teilweise wurden ca. zwei bis drei Prozent höhere Preise erzielt. Für leichte Häute ohne Kopf bis 29 Pfund zeigte sich ein leichter Preisrückgang. Bei den nnttelschweren und schweren Großviehhäuten wurde zu den Anfangspreisen ein Zuschlag nicht erteilt. Berliner Produktenbörse. Berlin, 25. Aug. Am Prvduktenmarkt hält die flaue Stimmung unverändert an. Das stark ermäßigte polnische Angebot, sowie Ware aus neuer inländischer Ernte wirkten bei dieser Ermattung zusammen. Mehl blieb still, ebenso Futterartikel. Es notierten pro Tonne: Weizen (märt) 212 bis 215, Weizen (medlenbg.) 210 bis 212, Roggen (märt.) 161 bis 167, Roggen (pornrn.) 153 bis 161, Gerste (märf.) 230 bis 258, Sutter* gerfte 180 bis 185, Hafer (mär!.) 165 bis 172, Hafer (pomm.) 158 bis 163, Mais (loko Berlin) 214 bis 218, Raps 355 bis 360; pro Doppelzentner: Weizenmehl 30,25 bis 33,25, Roggenmehl 23,75 bis 25,25, Weizenkleie 13, Roggenkleie 12,80, Diktoriaerbsen 26 bis 34, Futtererbsen 21 bis 23, Wicken 26 bis 28, Lupinen (blau) 12,50 bis 14, Rapskuchen 16,10 bis 16,30, Leinkuchen 23, Trockenschnitzel 12 bis 12,30, Torfmelasse 9,50, Kartoffelflocken 22 bis 22,25» Zucker 21,80. Schumann unb feiner Tochter Anna gestattet fein sollte, bie Wohnung bes Fräulein Grashoff zu teilen unb bis auf weiteres im Stifte zu wohnen. Tante Lotte zeigte wieber einmal, baß sie bas Herz auf bem rechten Fleck hatte. In ihre Wohnstube nach dem Garten hin, in bie sogenannte „kalte Pracht" hinein, würbe ber Fenstertritt, Lehnstuhl unb Nähtisch ber Frau Oberlehrer gebracht. Unb es zeigte sich, baß ein gut Stück Gemütlichkeit in ben alten Sachen steckte unb von ihnen ausstrahlte. Unb bann hausten bie brei Frauen miteinanber, so gut es gehen wollte. Man rieb sich wohl manchmal wunb aneinanber bei biefem zu engen Mitein- anberleben. Aber es war auch viel echte Liebe zwischen ihnen, unb bie machte bas Schwere, wenn auch nicht leicht, so boch wenigstens erttäglich. Anfangs war öfter bie Rebe baoon, baß Anna sich eine Stelle suchen sollte. Tante Lotte riet ganz energisch bazu. „Es macht dir bie Zeit kürzer, Kind, unb bu oer- bienst bir ein paar Groschen zur Aussteuer. Ich werbe schon mit Mutter fertig. Wir beide passen ja auch hierher in diese Altweiberluft, aber bu mußt hier heraus unb bir mal frischen Winb um bie Nase blasen lassen." Anna sah wohl ein, baß bie Tante recht hatte. Aber sie war schon so mutlos, daß sie sich zu einem energischen Entschluß nicht mehr aufraffen konnte. Die Mutter weinte ihr auch so viel vor, als sie von diesen Plänen hörte: Die paar Jahre bis zu Annas Heirat! Dann verlöre sie ihr Kind ja doch, unb so lange würbe man sich zu breien schon durchschlagen. Unb Anna könnte sich boch um so netter unb in Ruhe ihre Aussteuer nähen, sie häten boch ausgerechnet, daß bafür jebes Jahr fünfzig Mark übrig mären.x Das reichte schon, wenn man bann alles selbst nähte unb stickte. Ein Bries von Max Braken machte allen Plänen ein Enbe. Er schrieb fast entrüstet, baß er seine Braut nicht in irgenbeiner abhängigen Stellung als „Fräulein" wissen wolle. Er stelle selbstverständlich jeden gewünschten jährlichen Zuschuß zur Verfügung, verlange aber, baß Anna ruhig daheim bei ber Mutter bleibe, bis er in ber Lage fei, ihr selbst ein Heim zu bieten. (Fortsetzung folgt.) M. S* Bell' fflönfll55 0>IWJ3 pAiB A WS M Best gitmg V rang nid) Sicherheit Bestimm Jedoch len! Qlufmcrlfan gefieii fei. W bei nilfen an Miste Test hinlnciff. $be Aenderun in den Rheil Üch bei seiw Verpflichtung welche die i toufjt und h Bestimmung ES erinnert erster Linie norden C Inge des äffe N lie für Aölkrbund i öflltungfi bllichtun, Uebereinstim IranMchr' der Fr Rechte, Deutsch!, stehen, b Etensoweni, Garantien f Kimmungen, ranlien rege leichlerung v jenen Abmc ■«ote vom 1( ^cherheiispu ltafl8 über b K die Ers ^hemlandabk auch Alungen j. Stilen Streich Merlen ab( M» We, 1 lunscn zu v nb te »ring *V05° ß-T l?66* Jerli ZeichMßcn! am Vonlag scM °"e Wem - i)e*n0$ nimmt- stellt ntung der beiden Landl strebt sind, d ständign' lern ergan verschosst ®enugiuun{ aufmerfiami vom 16. l gibt, daß 3n dem Äst Hinauszuschi rung aus d gen beschräi mit ihren 2 wesentli veranlaht in der Iran, geworfene anscheinend Regierung sich nur die behält.