>-h» **?* _r Ellina v, lren fjoiL®*’ '»nfe ,eiRen ?£ ?°re j)Ee? •'S.»? i.:£ ? iüÄ e!Reren C® !'1u"8 r e ßinbti^w ^"'ch aus, ®'r. langsam , ^uigen Mi. lme. der ^[Qt, aLaüe unter. "'k°he (Eis hin. "J# unter bem ^"whig an. löjinei^n bie CIRer klieren. Mjünen Stellen en "ach oben, ens völlig oen ^ung eines kurz 9ü59an.) mit ^ch betriebene -^achl aus und °ö'nen führen- r enster! •nb urg traße V> e 3 Uhr rt 1. Militär- m. Topp, 3M N chG ds 8' Uhr. lersitöi fliöieflü öneii in Gießen 5164D nc»d- Dv ;Mankel Hörsaal 44 lena ’M atitifc' . „b WSÜ® Mr. PI Erstes Blatt IZ5. Jahrgang Dienstag, 26. Mai (925 Erscheint täglich, aufjer tonni und erlagt. Beilagen: □tefcenerjamilienblätter Heimat im Bild. Monatr-Tezugrpreir: »(Bolbmarh u 20 Sold- ..fennig für Trägerlohn, >-uch bei 'Ilichterfchemen i.x>n einzelnen Nummern i «folge höherer (Betoalt. f}e r n | p r e ch-Anschlüste: -chriftleiiung 112, Der« . :gunb(Befd)äftsItel!e51. Tlnschnst für Drohinach- c.d)ten. Anzeiger-ietzen. posischrckkonl»: granffurt a. Dl. 11686. SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Drud und Verlag: vrühl'sche Univerfitütr-Vuch- und Lleindruckerei R. Lange in Sietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe I. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vis zum 'Jladimittag vorder ohne jedcBerbmdlickKeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlid)8, auswärts 10 Goldpfennig: für Ne» lilame»An eigen v 70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzoorfchrift '.'N .Auf. schlag. - Bcrantroortlid) für Politik u. freuilleton: Or. Friede Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernft Blumschein, für den Anzeigenteil: HonsBeck, sämtlich in Gießen Die Anschlußbewegung. Vom öfterrcichisch-deutschen Bolksbund. Dortmund, 25. Mai. (WTB.) Auf dem .'-.nbcslag des Oefkcrrcichifch deutschen Volksbundes rarben ucrfd’icbcnc Entschließungen gefaßt. Danach >cht der Bundestag zunächst die Erwartung aus, •3 die deutsche Regierung bei den Verhandlungen :'?r den (starantiepatt alles unterlasse, was eine ? 4) m a l e r n ii g der durch den Friedensvertrag -gesehenen Rechte Oesterreichs, sich mit ®c- vtzmigung des Völkerbundsrats an 2) c u t f d)« i n b a n *, u f d) I i e 6 e n, herbeiführen könnte. Der Bundestag drückt ferner die Zustimmung zu dem Intritt Deutschlands in den Völker- und au9, da nach feiner Vollziehung die deutschen tetet beim 'l.ulkrbunb ihre Verpflichtung, als «walt beut, ch e r Minderheiten auf,311« een. mich für bie Sudelendcutschen, sübsteierischen 1 b fübtiroler Minberheiten übernehmen würben. "er Bundestag fordert in Inkrafttreten einer Konvention die die Pah- jranfen zwischen Oesterreich und Deutschland aus- H die .Zollschranken obbaut und durch geeignete tIfenbabnucrbinbungen die verkehrssreiheit zwischen den beiden deutschen Staaten fördert. r Bunde, tag beantragt weiter, daß die öfter« chisch-deutsche Rechtsangleichung beschleu« ,j d>e Tgahrhei'. Mit dankbarer Gc- ziuung begrüße die Großdeutfche Volkspartei die innen Tüorte, die ihr bei jeder Gelegenheit von utschland gewidmet werden besonders bie Aeuße- r.iq Dr. Sirefemanns, bah sich keine Reichs- n lirrung bereit finben werbe anläßlich bes Sicher- jir?pattc5 eine Erklärung abzugeben, bie auf einen . rüd)t des Anschlusses Oesterreichs hmauslausen iitic. Dinghoier gab seinem Bedauern uusdruck, fr die österreichische Regierung aus fiskalischen r-1 mben in der Frage der Abschaffung des Pahoisums 1 Den leßten Verhandlungen eine Stellung cinge« tarnen l>abe, die feine Partei nicht Hilgen könne, und erklärte weiter, seine Partei t'.cöe es stets mit allen Mitteln bekämpfen, baß rfctrreid) in ein wirtschaftliches Sjftcm rgfglicih'rt werden sollte, welches seine Spitze cac n das Deutsche Reich kehren würde. if chllich der Stellungnahme des Auslandes zu der Üchlußfrage bedauerte er bah Englanb und tat i e n jetzt aus ihrer Reserve l)crausgetreten ern und bas Selbstbestimmungsrecht bes flut (dien Volkes nicht anerkennen. Es i ’t immer wieder gesagt werden, daß Artikel 80 Versailler Vertrages und Artikel 88 des Ver- vxcs von Saint Germain kein A n s ch l u ß v e r- i enthalten, sondern bie Aufgabe ber Selbständig« t Oefterrcidic- von der Zustimmung des Völker- rilsratcs abhängig machen. Der Sicherheitspakt. S*er englisch-sranzvsischc Mcinungs- anStansrti. Paris, 25. Mai. lWTB.) Das „Journal 15 Debats" fmreibt über den Meinungsaus- Liff), der zwischen dem englischen Kabinett und 'r französischen Ministerium des Aeuheren hin- rtäch der der Reichsregierung zu erteilenden ÜitDort über Öen Vorschlag des Abschlusses 'ö-L.c Sicherheitspaktes gepflogen wird Dieser Meinungsaustausch kann bis ins ln endliche anöar.crn. Durch den Bericht der ^rrotlfommiffion über die Entwaffnung Jr rt schlan d ö . der seit Anfang Januar in Imrbeitung iü. i(t den bürgerlichen und den iriiärischen Diplomaten ein Mittel in die Hand tij' ng ihr Talent zu beweisen. Es wird daS glicht verbreitet, daß Briand und Chamberlain 1« Laufe der nächsten Tagung des Völker, bundsrats, i>: sie beide beiwohnen werden, cme ßöfunjJ tn würden. Das ist nur eine Vermutung. ib-’jj- man fragt sich, ob die beiden Minister mehr jj i-e haben werden, sich im Verlaufe von direkten 3:r banölunger. im Juni zu einigen, als durch die tzt'i:eichen Verbalnvten oder geschriebenen Roten, fit eit Februar ausgelauscht worden sind. Am k Februar hat Botschafter von Hoesch dem Breiigen Ministerpräsidenten Herri 0 l öic B'itit f d)c n Vorschläge über den Abschluß -e-sS Sicher beirs Pakt es unterbreitet. Herriot eigentlich sofort in Berlin anfra« il m müssen, ob Dr. Stresemann von Paris »ere getrennte Antwort erwarte oder ob es sich eine Angelegenheit handle, die eine gemein- lltec Antwort der verschiedenen direkt oder in- Das Schicksal Amundsens. Der Flug zum Nordpol. — Keine Nachrichten. — Hilfsexpeditionen. Nansens Ansicht. 3n dem Augenblick, da diese Zeilen geschrieben werden, steht es noch nicht fest, ob Amundsen mit seinen Flugzeugen den Rordpol erreicht hat. Trotzdem bedeutet, mag Amundsen nun bei ersten Ansturm zum Pol gelangen oder nicht, dieser Flug eine neue Etappe in der Geschichte der Polarsorschung: Aum ersten Male benutzt eine Expedition, die aus den Erfahrungen aller früheren gelernt hat. das modernste Verkehrsmittel, das Flugzeug. Wenn Amundsen dieser Flug gelingt — was augenblicklich noch nicht bekannt ist — wird auch Deuts chland an dieser neuen wissenschaftlich-technischen Leistung einen nicht gelingen Anteil haben. Denn auch die Dornier-Maschinen, die Amundsen benutzt, in Pisa gebaut sind, so sind doch ihre Konstruktionen in allen Teilen in Deutschland durchdacht und von Deutschen ausgeführt. Daß diese Apparate in Italien gebaut wurden, findet seinen Grund in der bekannten Knebelung der deutschen Flugzeugindustrie durch Öen Versailler Vertrag, nach dessen Bestimmungen Konstruktionen dieser Art nur im Auslande hergestellt werden dürfen. Die von Amundsen verwendeten Maschinrn stellen den Typ des modernen brutschen Verkehrsflugzeuges mit mehreren Motoren dar. Die Dorniermaschinen Amundsens, die zweimotorig sind, haben den großen Vorteil, daß auch, wenn der eine Motor versagt, die Maschine trotzdem ihre volle Manövrierfähigkeit behält. Dadurch ist bei einem so zweifelhastm und gewagten Unternehmen, wie es ein Rord- polflug immer bleibt, die Sicherheit des Gc- lrngens bedeutend verstärkt, da auch noch mit einem Motor die Expedition beendet werden kann. Da Amundsen den Flug mit zwei Fahrzeugen ausführt, so kann, wemt die eine Maschine unterwegs völlig versagen sollte, dir zweite immer noch die Mannschaft des beschädigten Apparates an Bord nehmen und den Flug zu Ende sühren. Roch eine weitere Errungenschaft der deutschen Wissenschaft wird Amundsen auf seinem Fluge wertvolle Dienste leisten können. 3m Sommer des Jahres 1923, als bereits eine Amund- sen-Expedition geplant war, aber nicht ausgeführt wurde, hat eine von Junkers ausgerüstete Spihbergen-Erpedition trotzdem den Flug noch Rorden unternommen und Spitzbergen überflogen. um durch ausgedehnte Flüge über dem Gebiet des ewigen Eises Erfahrungen für einen künftigen Polarflug zu sammeln. Damals hat Professor Wegener, der bekannte deutsche Geograph, die Tlnternehmung als wissenschaftlicher Ratgeber begleitet und dem flugtechnischen Personal, besonders dem Schweizer Fliegeroberleutnant Mittelholzer, der sich auch als Alpenflieger einen Rainen gemacht hat, wertvolle Ratschläge für das Verhalten in der Arktis gegeben. Die 1923 gewonnenen Erfahrungen sind durch zahlreiche photographische Aufnahmen belegt und festgehalten worden, so daß sich die Piloten des jetzigen Fluges auf wertvolles Material stützen können, das sich auf Rotlandungsmöglichkeiten direkt an dem deutschen Vorschlag beteiligten Regierungen erfordere. Rach den letzten Rachrichten aus ßonben ist die britische Regierung mit dem sranzösischen Standpunkt über Artikel 19 beS Dölker- dundstatutS und des Artikels 80 des Friedensvertrages nicht einverstanden. Das „Journal des Debats" ist der Ansicht, daß die Texte dieser beiden Artikel genügen, und daß es unnütz sei, eine neue Definierung vorzunehmen, habe doch der Völkerbund schon anläßlich eines Tbitrages von Bolivien die deutsche Formulierung der Revision der Verträge a b - g ele hn t. Die Schiedsgerichtsbarieit sei strikte behandelt durch den Artikel 13 des Völkerbundstatuts, und die Artikel 36 und 38 der Statuten des ständigen internationalen Gerichtshofs im Haag. Frankreich habe also keine neue Definition vorzuschlagen. Es hab« nur zu fordern, daß Deutschland als zukünftiges Mitglied des VöllerbundeS daS Dölkerbundstatut und das Statut deS internationalen Gerichtshofs respektiere. Was die Angliederung Oesterreichs an Deutschland an bet reffe, so genüge es. auf den Artikel 80 des Friedensverirags hinzu- weisen, vorausgefeht. daß alle Freunde Frankreichs entschlossen feien, den 3nhalt dieses Paragraphen voll aufrechtzuerhalten Gewiß könne Deutschland als Mitglied des Völkerbundsrats Schwierigkeiten bereiten. Man müsse sich darauf gefaßt machen. Aber es werde ihm nicht gelingen. seine These zum Siege zu führen. Frankreich müsse allo im ganzen genommen sich um jeden Preis hüten, jetzt fordernd aufzutrelen. Es müsse nur darüber wachen, daß ein zukünftiger Sicherheitspakt den Respekt vor den bestehenden Verträgen nicht in Frage stelle. Neue Verschleppung der Kontrollnole. Paris. 26. Mai. lTTl.) Die Botschafterkonferenz tritt nicht vor Freitag oder Samstag zusammen. Die Blätter legen besonderen Wert und Rachdruck auf die Feststellung, daß die erneute Vertagung nicht auf Meinungsverschie- im Packeis, auf Gletschern und im 3ungeis bezieht. Endlich sind auch auf dieser Expedition die D 0 r d i n st r u m e n i c . die in der Rähe des Pols natürlich starken Schwankungen unterworfen sind, aber in der Eintönigkeit der Polarlandschaft als Richtungsweiser von auszerordentlicher Wichtigkeit sein müssen, in ihrem Verhalten zu den magnetischen Polkräften eingehend geprüft worden. Auch standen der Amundsen-Expedition die Wettermeldungen aus der ganzen Welt, die nach Spitzbergen übermittelt wurden, zur Verfügung, seine Flugzeuge sind von bester und zweckmäßigster Konstruktion, die Erfahrungen des großen Spihbergenfluges lagen ihm vor, und zu alledem tritt die energische Führer- persönlichkeit Amundsens selbst: man darf die Hoffnung nicht auf geben, daß dieses trotzdem sehr kühne Unternehmen doch noch zu einem glücklichen Ende geführt werden möge. Beunruhigung über den Derbleib Amundsens. N e u y 0 r k, 25. Mai. (Kabeldienst der TU.) Nach einem Funkspruch von der „Farm" ist die ,Hobby" van einer Erkundungsfahrt ohne E r« folg zurück gekehrt. „Hobby" hat einige hundert Meilen nördlich Spitzbergen Wolkc.iuil« düngen angetroffen die cs als möglich erscheinen lassen, daß die Flugzeuge in Nebel und Sturm geraten sind. Der Funkspruch gibt zu, daß an Bord der Begleitschiffe Beunrutzigung über das Schicksal Amundsens herrscht. Man nimmt dort an. daß Amundsen gc- zwungen gewesen sei, zu landen, und daß er sich letzt auf Schneeschuhen unterwegs zum Nordpol befindet, wodurch sich die Verzögerung in seiner Rück« kehr erkläre. Möglich sei auch, daß Amundsen Untersuchungen am Nordpol vornehme und erst nach deren Abschluß zurückkehren werde. Die Dashingtoner Flottenkommission hat erneut bi" Entsendung eines Luftschiffes nach dem Nordpol beraten. Es ist jedoch anzunehmen, daß die Regierung die Entsendung des Zeppelins nicht genehmigen wird. Die letzten Meldungen, die vom Dampfer ,5arm“ gekommen find, geben zu, daß Amund- sen ein Tlnglück zugestohen sein könne. Die Meteorologen erwarten einen Sturm, der von Rordrußland über Sibirien auf den Rordpol zu- qehen wird. AMundsen muß von dem Sturm Kenntnis beben und unverzüglich zurückkehren, wenn er dazu in ber Sage sei. Sollte das in den nächsten Stunden nicht geschehen, so wäre bet Beweis erbracht, daß Amundsen keine Möglichkeit mehr hat, vom Rordpol zurückzukehren. Montag morgen um 2 TIHr lag noch keine Rachricht über Amundsen vor. Die Hobby", welche nach der Welmans-Bucht zurückgekehrt ist. nachdem sie östlich und nördlich der Dänen- insel Patrouillensahrten ausgeführt hat. meldet denheitcn zwischen den Alliierten zurückzuführen sei. „Echo de Paris" gibt folgende Begründung: B a r t h 0 u habe gestern erklärt, daß die R e - paralionskommission vor der Beschlußfassung in der Raumungsfrage gehört werden müsse, weil die Besetzung der Rheinlande auch als Garantiemaßnahme für die Durchführung der Reparationen erfolgt sei. Die Repara- tioTtSlommission werde offiziell darüber beschließen, ob Deutschland seine Verpflichtungen erfüllt habe. Deutschland für Verbot des Gaskrieges. Genf, 25. Mai. (T. U. Wie der Vertreter der Telunion erfahrt, ist heule in der Sitzung des militärischen Ausschusses der Waffenhandelskon- f e r e n z von dem deutschen Vertreter, Herrn von Eckhardt, eine Erklärung abgegeben worden, daß die deutsche Regierung bereit sei, eine Konvention zu unterzeichnen, die den chemischen Krieg, besonders dieAnwendungvon Giftgasen, verbietet. Die Erklärung erregte beträchtliches Aufsehen und wurde mit starkem Beifall aufgenommen. Vie bayerischen volksgerichte. Wicderalifnaftule der Verfahren im Reichstag beschlossen. Berlin, 25. Mai. Am Regierungstisch: Reichsfinanzminister v Schlieben. Zweite Lesung des Gesetzentwurfes über die Wiederaufnahme deS Verfahrens gegenüber Urteilen der bayrischen Dolksgerichte. Der RechtSauSfchuh, in dessen Ramen Abg. Haas-Baden (Sem.) Bericht erstattet, hat einen Gesetzentwurf aus gearbeitet, wonach gegenüber den Urteilen der bayrischen Dolksgerichte die Wiederaufnahme des Verfahrens statt- finden kann. Die Wiederaufnahme zugunsten des Verurteilten findet auch dann statt, toemt aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen eine Freisprechung des Angeklagten oder in Anwendung eines milderest Strafgesetzes eine geringere Bestrafung zu erwarten ist. Darüber, schwierige EiSverhältnisse. linier den zurückgebliebenen Mitgliedern macht sich eine <;ew.sse Riedergeschlageuheit w dem Verbleiben Amundsens und seiner Begleiter an stellen. Das amerikanische Marineininistei-ium soll sich damit einverstanden erllärt haben. Dagegen liegt, von amtlicher Seite bestätigt, die Mitteilung vor, daß das Flottendepartement sich entschlossen hat, keines der beiden Zeppelin-Luftschiss zur Suche nach Amundsen zu entsenden. da die langwierigen Vorbereitungen ein? wirksame Hilfe ausgeschlossen erscheinen lassen. Entgegen den allgemeinen Desorgin's.ii hat Nansen sich dahin geäußert, daß nicht der geringste Grund zu Befürchtungen vorliege. Eine Derspä' tung von einigen Tagen habe gar nichts .3u bedeuten, da viel Unvorhergesehenes eintreten könne. Die Direktion der Domier-Werle. nach deren Lizenzen die beiden Eindecker Amundscns gebaut wurden, erklärte, es erscheine unwahu schein! ich. daß den beiden Flugzeugen etwas zugestvßen sei. Die Motore seien gründlich c> probt worden. Wäre dem einen Flugzeug ein Unfall zugestoßen, so wäre der zwciic Apparat verabredungsgemaß wied> nach Spitzbergen zurückgekehrt. Auch bei Ehef des dänischen Flugwesens. Oberst Koch, ein erfahrener Polarforscher, glaubt, daß kein Grund zu Befürchtungen vorliege. Amundsen habe vielleicht unterwegs landen, wieder starten und längere Fuhmärfche machen müssen, bis er den Pol erreichte. Aus London wird gemeldet, daß auch Kommandant MorSleh, öer die Expedition mit Scott und Shackleton mitgemacht hat und jetzt der zweite Kommandant der Algarsson- R 0r dp 0 l-G xp e d i t i 0 n ist, die Meinung ausspricht. daß Amundsen vielleicht auf glatter Eisfläche landen konnte. 3n diesem Falle dürfte er einen langen Skilauf zum Pol versucht haben, so daß man inden nächsten fünf Tagen doch noch gute Rachrichten von ihm erwarten könnte. 3m übrigen kann die Algarfton- Polarexpedition. die in Liverpool ausgerüstet wurde, infolge von Luftschwierigkeiten noch nicht starten. ob der Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens zulässig und begründet ist, entfdjnöet die Strafkammer. Die erneute Hauptverhandlung findet vor dem Gerichte statt, das schon zur Zeit der Anordnung der Hauptver- handlung für die Sache zuständig ist. Wer in brm wicderaufzunehmenden Verfahren als Richter m t- gewirkt hat, ist von der Mitwirkung bei d'r Entscheidung über die Wiederaufnahme unu in der erneuten Hauptverhandlung ausgeschloss.n. Bayrischer Staatsrat v. R ü h l e i n wendet sich gegen den Gesetzentwurf. Die bayrische Regierung bestreitet die Z u st ä n d i g k e i l des Reiches in der Frage der bayrischen Dolksgerichte. Abg. Hampe (Wirtsch. Dgg.) stimmt dem Antrag insofern zu. als dadurch eine Wiederaufnahme Der Verfahren ermöglicht werde. Schwerwiegende Bedenken gegen den Antrag lägen aber auf verfassungs»- rechtlichem Boden Zwischen der bayrischen und der ReichSregierung beständen 0 h n e o 1 e ö dauernd Konflikte. Der Antrag Millier- Franken würde neuen Konflikts st of, bringen. Daher lehnt der Redner den Antrag ab. Abg. Lohmann (dtntl.) schließt sich der Auftassung der beiden Vorredner an. 3n dem Augenblick, wo zahlreiche Anträge auf Rach- Prüfung der Rcichsverfafsung vorlägen wäre der Antrag Müller-Franken aus staatspolitischen Gründen abzulehnen. Abg. Sänger (Soz.) bringt zum Ausdruck, daß aus Gründen des reinen Rechts die einstimmige Abnahme des Gesetzentwurses am Playr wäre. Außerdem sei die Gültigkeitsdauer d^s Gesetzes über die bayrischen Volksgerichte längst beendet. Abg. Dr. Kahl (DllVpt.) ertiärte. daß er dem Gesetze z u st i m m e n werde, well viele Gründe ihn dazu veranlaßten. Bon einem Eingriff in die bayrische Instiz- hvheit könne dabei keine Rede fein, well Artikel 7, Abf. 3 der ReichSdersa,'ung dem Reiche die Zustizoberhvheit zugestehe. Rein rechtliche, nicht politische Gründe deraniastten ihn, im Interesse der Rechtssicherhell für das Gesetz einzutreteo, r-as einer grundsätzlichen Rechtsauffassung ent- freche. Dies sei aber nicht etwa die Auffassung seiner ganzen Partei. Abg. Lroßmann -RLrnberg (Bahr.Dpt.) betonte, daß gewisse Mängel am Gesetz über die Dollsgerichte anzuerkennen seien, daß Bayern aber auf Grund der Reichsperfassung nicht in der Lage gewesen fei, das Gesetz zu ändern. Verhandlungen mit der Reichsregierung hätten leider zu keinem Ergebnis geführt. Abg. Sänger habe sich vor längerer Zeit im bayrischen Landtage gegen einen Antrag der Anabhän- gigen Sozialdemokraten ausgesprochen, der die Aufhebung der Dolksgerichte forderte. (Hört! Hört!) Der Redner wendet sich dagegen, daß der Reichstag in die Iustizhoheit der Länder eingriffe und bittet daher, den Antrag abzulehnen. Abg. Dr. Korsch (Komm.) meinte, es würde im deutschen Lande wenig verstanden werden, wenn im Deutschen Reichstag aus formellen verfassungsrechtlichen und partikularistischeu Gründen eine Aenderung des Gesetzes über die abscheulichsten Ausnahmegerichte verhindert werden, die es gibt. Abg. Dr. Haas (Dem.) fragte, ob es nicht als sicher gelten könne, daß dieBayern selbst froh k*ärs*n, wenn sie eine Möglichkeit der Wiederaufnahme der Verfahren der bayrischen Volksgerichte hätten. Wenn Bayern selbst nicht in der Lage sei, das Gesetz zu ändern, so sollte man in Bayern froh fein, daß das Reich diese Äenderung vornehme. Deshalb müsse man für den Gesetzentwurf stimmen. (-Zustimmung.) Die dann vom Hause vorgenommene einfache Abstimmung über den Artikel 1 des Gesetzentwurfes ergibt feine klare Entscheidung. Im Hammelsprung wird der Gesetzentwurf mit 143 gegen 126 Stimmen angenommen. Desgleichen der Rest des Gesetzentwurfes in" zweiter und dritter Lesung. Das Haus wendet sich dann der Beratung des Haushalts für die Ausführung des Friede nsvertrages zu. Abg. Dauch (Dt. Bpt.) gibt namens der Deutschnalionalen Volkspartei, der Deutschen Volispartei, der Bayrischen Vollspartei, des Zentrums und der Wirtschaftlichen Vereinigung eine Erklärung ab, dahingehend, daß eine Besprechung des Haushalts für die Ausführung des Friedensvertrages erst erfolgen könne, wenn der von der Regierung angekündigte Ergänzungsetat vorgelegt worden fei. Abg. Dernburg (Dem.) schließt sich dieser Auffassung an. Das Haus stimmt dann dem Etat für die Ausführung des Friedensvertrages für 1924 und 1925 in zweiter Lesung zu und vertagt sich auf Dienstag. Der Neichshaushalt. (Sin Vertrauensvotum für den Reichsfinanzminister. Berlin, 25. Mai. (Wolff.) Der Haushaltsausschutz des Reichstages nahm heute den Bericht über das Ergebnis der Verhandlungen deS auf Wunsch des Finanzministers eingesetzten Anterausschuffes über die gegenwärtige Finanzlage entgegen. An Hand eingehender Unterlagen ist der Ausschuß zu der Auffassung gelangt, datz die stillen Rücklagen im ® tat, die nur in ganz bescheidenem Umfange vorhanden sind, fachlich gerechtfertigt sind. Eine solche stille Rücklage sieht der Ausschuß in der Summe von 235 Millionen für die Durchführung der vierteljährlichen Steuer- und Gehclltszahlungen. Die von der Reichsregierung beantragte Repa r a t io n s r ü ckl a g e von 220 Millionen Mark, die seinerzeit heftig angegriffen wurde, fei ebenfalls sachlich gerechtfertigt. Rach eingehender Prüfung hält der Ausschuß die Auffassung, als ob int Etat große stille Reserven vorhanden sind, nicht für gerechtfertigt. Reichsfinanzminister v. Schließen erklärte, die im Etat 1924 erzielten Mehreinnahmen hätten nicht etwa allein die Wirtschaft belastet, sie seien vielmehr zu einem großen Teil entstanden aus den Rentenmarkkre- ditgewinnen und den Gewinnen aus der Silber-undMünzprägung. Man könne Vertrauen zu ihm haben, daß er alles tun werde einerseits die Wirtschaft zu schonen und andererseits zu verhüten, daß im Etat ein Loch entstehe. Hiernach gibt der Vorsitzende, Abgeordneter Heil mann, die Mitteilung des Unterausschusses zur Kenntnis, in der es heißt: Rach eingehender Prüfung der Finanzlage ist der Unterausschuß zu der Ansicht gekommen, datz Gefahr einer Störung des Gleichgewichts im Haushalt naheliegt. Zu ihrer Vermeidung ist die größte Vorsicht auf der Ausgabenseite geboten, während die Einnahmen keinesfalls herabgemindert werden dürfen. Die Lage der Landwirtschaft in Preußen. Berlin, 25. Mai. (WTB.) 3m Hauptausschuß des preußischen Landtags erklärte Landwirtschaftsminister Steiger u. a.: Wir müssen die Erträge der Landwirtschaft steigern. Im Jahre 1924 wurden 2609 neue Siedler st eilen geschaffen. Bis zum 1. Mai wurden 20,9 Millionen Mark an 350 öffentlich-rechtliche Gesellschaften für Meliorationen usw. gegeben. Durch die Kultivierung der Heide wurden von 1919 bis 1924 im Regierungsbezirk Stade 8537 Hektar, im Regierungs.bezirk Lüneburg 8772 Hektar urbar gemacht. Die Landwirtschaftsschulen sollen zu Realschulen oder landwirtschaftlichen Aufbauschulen mit einer Fremdsprache umgewandelt werden. Die Zahl der Fortbildungsschulen habe sich verdreifacht. Der Verbrauch von S t i tfft o f f habe sich im vergangenen Winter gegenüber 1913 um 130 000 Tonnen, der Verbrauch von ® a V-Um W 000 Tonnen gesteigert. Dagegen seien um 16 000 ~onnen Superphosphate weniger verbraucht worden. Der V i e h b e st a n d habe noch nicht die Vorknegshöhe erreicht. Nur der Pferde- bestand fei um 2,37 Proz. höher. Sehr drückend fei die Kredit not der Landwirtschaft. Im kommenden Herbst feien von der preußischen Landwirtschaft riind 800 Millionen Mark Kredite zurückzuzahlen. Iahrtausendfeier in Elberfeld. E l b e r f e l d, 25. Mai. (WTB.) Schon in den frühen Nachmittagsstunden des Samstags strömte eine festlich gestimmte Menge durch die prächtig ge- schmückten Straßen. Am Abend waren zahlreiche Häuser der Stadt illuminiert. Am Sonntagnachmittag fand im Stadion der Hauptfestakt statt, eine große sportliche Veranstaltung der Schulen, Turnvereine und sonstigen sporttreibenden Vereinigungen, zu der die Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden und zahlreiche Ehrengäste erschienen waren, u. a. Neichsgerichtspräsident Dr. Simons und Reichswirtschaftsminister Neuhaus. An den Veranstaltungen waren 6000 Sporttreibende und etwa 25 000 Sänger beteiligt. Bei dem am Abend in der Festhalle veranstalteten Festakt entbot Reichswirtschaftsminister Neuhaus die Grüße des Reichspräsidenten und der Reichsregierung und druckte besonders seine Freude über die gebotenen sportlichen Veranstaltungen aus. Dr. Simons erklärte, was man durchsetzen müsse, sei die Heilung von einer großen Krankheit. Nicht nur bei uns, sondern in ganz Europa f eh l e das Recht. Wo bleibe das Recht, wenn Düsseldorf und das Ruhrgebiet nicht geräumt würden? Wenn das Recht wieder hergestellt sei, dann könne auch die deutsche Wirtschaft wieder hergestellt werden. Deutsche Frauenwoche am Rhein Köln, 23.Mai 1925. (WTB.) Dem feier- lichen Anstalt der Eröffnung der 3'.ibrtaufcnb= feier am 16. Mai in der stimmungsvollen, mächtigen Halle im Rheinpark wird sich — dieser unvergeßlich eindrucksvollen Kundgebung würdig — die „Deutsche Frauenwvche am Rhein" vvm 2 2. bis 2 8. Juni zu Köln in klangvollen, inhaltsschweren Tönen anschließen. Das vorgesehene Programm: „Erneuerung der Familie" ist ein so wertvolles, datz man auch hier kaum von einer Augenblicksfeier wird sprechen tonnen. Die Deutsche Frauenwoche am Rhein wird vielmehr zum inneren Erlebnis einer jeden deutschen Frau werden, welcher Glaubenszugehörigkeit sie sei. Denn diese Woche wird getragen von einer hehren Idee, welche den Grundgedanken und das Ziel beseelt: „3n der Frau wieder die angeborene Mütterlichkeit zum Geben neu zu erwecken und wieder zu Anseyen und Ehren zu bringen." Diese Ideen und nationalen Forderungen, die Frauenaufgaben und Ziele in Gemeinde und Staat, im eigenen Heim und in der Berufs- oder Seelengerneinschaft wird ein Vortrags-Zyklus der Berufensten, dem jeweilige Tagungen der Verbände und Organisationen vorausgehen, zum Ausdruck bringen. Alle möglichen Erleichterung eit und Vergünstigungen sind vorbereitet: so Führungen durch die Iahr- tausend-Ausstellung, durch Kirchen und Museen, durch vorbildlich geleitete soziale Stätten, Stadt- Auto-Rundsahrten. ermäßigte Theaterkarten eine lückenlose Deutsche Frauenwoche am Rhein! Selbst für freie Straßenbahnfahrt ist gesorgt, wie eben nur Frauen für Gäste sorgen können. Die Bonner Iahrlausendfeier. Die Bonner Jahrtausendfeier wurde am Sonntag mit einem Festakt in der Beethoven- Holle eröffnet. Nach herzlichen Begrüßungsworten des Oberbürgermeisters Dr. Falk sprach der preußische Innenminister S e o e r i n g , der die Grüße der preußischen Regierung übermittelte und die rheinische Art und rheinische Treue pries. Die Festrede hielt Geheimrat Meißner von der Bonner Universität. 600-Jahr-Feier der Stadt Ems. Rachdem die Besatzungsbehörde die geplanten Festveranstaltungen in vollem Umfange genehmigt hat, kann die Durchführung der Feier m der Zeit vom 14. bis 21.3uni d. I. als gesichert gelten. Die markanteste Darbietung dürfte der geplante historische Festzug werden. Daneben wird auch das von Hans Ludwig Linkenbach »erfaßte heimatliche Festspiel „Der Stadtschreiber von Embs" mit seinen geschichtlichen Erinnerungen großes Interesse erwecken. Eine weitere Anziehungskraft werden die Festveranftaltungen der staatlichen Kurverwaltung ausüben. Die Feier, zu welcher sämtliche Reichsbehörden geladen sind, findet unter dem Protektorat des Landwirtschaftsministers Dr. Steiger statt. Das Washingtoner Arbeitszeiladkommen. Beratung der internationalen Mrbeits- konferenz. G e n f, 25. Mai. (Wolff.) Die siebente Internationale Arbeitskonferenz hielt heute eine Vollversammlung unter dem Vorsitz ihres Dizepräsidenten. dem früheren chilenischen Ministerpräsidenten Codesido, ab. Der Direktor des Internationalen Arbeitsamts Thomas gab einige Erläuterungen zu seinem der Konferenz vorliegenden Jahresbericht. Hierauf setzte die Prüfung des ersten Teiles dieses Berichtes ein, welcher sich auf die Arbeitsgesetz- ge&ung bezieht. 5>er Vertreter der großbritannischen Regierung, Betterton Parlamenlssekretär des Arbeits- Ministers, erklärte datz in Großbritannien das Prinzip der 48-Stundenwoche seit langem anerkannt fei. 3n den hauptsächlichen Industrien wurden Millionen von Arbeitern den Vortell dieses Fortschrittes genießen und auf dem Wege von Sonderabkommen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Verbänden werde eine weitere Ausdehnung dieses Grundsatzes verfolgt. Im April 1925 habe der Vertreter der britischen Regierung im Unterhaus erklärt, datz Großbritannien zur Zeit die Ratifikation des Washingtoner Abkommens über den Achtstundentag nicht vornehmen könne, sie sei aber bereit die Frage einer gründlichen Prüfung zu unterwerfen. Es tonne auf jeben Fall von einer feindlichen Einstellung gegen die gegenwärtigen großen Prinzipien der inter- nahonalen Arbeitsgesetzgebung feine Rede fein. 5>er englische Arbeiterdelegierte Fulton versicherte, daß die Erklärungen des englischen Regierungsvertreters enttäuscht hätten, nicht so sehr durch das, was er gesagt, sondern durch das, was er verschwiegen habe. Es sei verständlich, daß die fleinen Länder das Washingtoner Abkommen kaum ratifizieren können, bevor die großen Industrieländer dies getan hätten, denn jedes Land habe natürlich ernste Schwierigkeiten in dieser Hinsicht zu überwinden. Es handle sich nur darum, daß alle Regierungen den gleichen guten Willen zeigten, diese große soziale Reform praktisch durchzuführen. Er hoffe, datz, wenn die Konferenz 1926 wieder zusammen- trete, sie mit Genugtuung feststellen könne, daß die Ratifikation des Washingtoner Abkommens durch die großen Industrieländer zur Tatsache geworden fei. der deutsche Delegierte, Ministerialdirektor Dr. Saig sagte: „Der Bericht des Direktors enthüll eine wertvolle Aebersicht über den Stand b?r Ratifikationen der Washingtoner Konvention m den verschiedenen Ländern. Ich bin glücklich, fest- stellen zu können, daß der Bericht, soweit er Deutschland angeht, durch die Tatsachen bereits überholt ist. Rur äußere ilmftänöe, insbesondere zweimalige Neuwahlen des Reichstages im vorigen Jahr, haben verhindert, daß die Ratifikation durch Deutschland rascher in Ordnung kam. Wir hoffen aber, bald wieder weitere Fortschritte berichten zu können Die in Deutschland zur Zeit geltende Arbeitszeit-Verordnung vom Dezember 1923 entspricht nicht in allen Punkten dem Aeberein-- kommen von Washington, obwohl auch sie auf dem Grunds atz des Achtstundentages beruht. Diese Arbeitszeit-Verordnung ist ab:r von vornherein nur als eine Rotverordnung geschaffen worden. Von den Möglichkeiten, die die Verordnung von 1923 zur Verlängerung der Arbeitszeit bietet, ist im ganzen nur mäßig Gebrauch gemacht worden. Rach den ge- werkschastlichen Erhebungen arbeiteten nicht über 50 Prozent der deutschen Arbeiter mehr als 48 Stunden in der Woche. Inzwischen beschäftigt sich das Arbeitsministerium mit den Vor- bereitungen für eine endgültige Arbeitszeitgesetzgebung. Wir legen Wert darauf, alles in unserer Gesetzgebung festzulegen, ehe uns eine Ratifikation des Washingtoner Abkommens möglich ist. Die Zusammenkunft der Arbeitsminister in Bern hat den Gedanken einer gleichzeitigen Ratifikation durch die großen Industrieländer erheblich gefördert. Die deutsche Regierung faßt das Ziel ernstlich ins Auge, denn Deutschland ist bereit, alles zu tun, was der Verbesserung des Loses der Arbeiterschaft der Welt dienen kann. ZchMte Mmpse in Marokko. Berlin, 25. Mai. Wie die Abendblätter mel- den, ist es in Marokko gestern im Zentrum der französischen Stellung wieder zu schweren Kamp- f e n gekommen. Eine Gruppe des Obersten Frey- denberg, die auf dem nördlichen Ufer des Nergha- tales weiter vorstieh, begegnete einer feindlichen Abteilung in Stärke von 5000 Mann. Die Rifkabylen leisteten hartnäckigen Widerstand und wiederholten ihre Gegenangriffe, wobei es zum Handgemenge kam. Der Gruppe Frendenberg gelang es trotzdem, die Rifkabylen unter schweren Verlusten zurückzu- Zuschlägen und ihren Marsch fortzusetzen. Die Eingeborenenstämme, die sich Abd el Krim ange- schlossen haben, sollen den Befehl erhalten Haden, sich möglichst lange dem Vormarsch der französischen Truppen entgegenzustellen und d i s z u m A e u ß erst e n W id e r st a n d zu leisten. Am östlichen Teil der französischen Front herrscht Ruhe, doch verstärkt sich dort der Druck der Rifkabylen außerordentlich. Der Feind erhält fortwährend Zulauf und hat versucht, durch ein Flankenmanöver die Verbindung zwischen Marokko und Algier auf der Straße Fez—Taza abzuschneiden. Das französische Oberkommando hat dem Manöver durch eine Ver- langerung der Front zuoorkommen müssen. Die 300 Kilometer lange Front muß mit ungefähr 40 000 Mann verteidigt werden. Infolge dieser Schwierigkeiten hat das Oberkommando sich zu der Rückverlegung einzelner Teile der Front veranlaßt gesehen. Kleinen feindlichen Abteilungen sind 15'Kilometer hinter der französischen Front Handstreiche gelungen. Das Erdbeben in Japan. Drei neue Stöße. — Riesiger Schaden. Neunork, 25. Mai. (TU.) Auf Grund amtlicher Feststellungen sind in den letzten Tagen in dem vom Erdbeben heimgesuchten Gebiet Japans 12 0 Erdstöße festgestellt worden, die schätzungsweise einen Gesamtschaden von 6 5 Millionen Dollars verursacht haben. Die Zahl der Toten upb Verletzten in den Städten Toyooka und Kinosaki und den angrenzenden Dörfern beträgt 528, bzw. 1032. Die Zahl der eingeftürzten Häuser beläuft sich auf 1964, die der niebergebrannten auf 3850. Viele Taufende sind obdachlos aber die Gefahr einer Hungersnot ist durch das rechtzeitige (Eintreffen von Lebensmitteln und durch große Stiftungen gebannt an denen auch der Kaiser und die Stadt Tokio mit namhaften Beträgen beteiligt sind. Nach soeben eintreffenden Meldungen ist das hcimgefuchte Gebiet abermals von drei neuen Erdstößen betroffen worden die bis Tokio verspürt wurden, ohne hier aber Schaden anzureichten. An Tokio herrscht eine ungeheure Aufregung. Die Tempel sind überfüllt. Die Steinhäuser werden gemieden, da die Bewohner fürchten, unter den Steinmassen begraben 'zu werden. Die Regierung hat Borkehrungsmatznahmen zum Schutze der Bevölkerung getroffen. Falls sich neue Erdbeben ereignen, wird in weiten Teilen Japans der Be- lagcrungs,zustand verhängt werden. Die Schäden an den Eisenbahnlinien und an den Bahnhöfen werden auf 1*/2 Millionen Ven geschäht. Aus dem Flottenstützpunkt Sasebo sind sechs Zerstörer mit Lebensmitteln in das vom Erdbeben betroffene Gebiet entsandt worden. Eine Rettungsmannschaft in Stärke von 1500 Mann hat Osaka verlassen. Am die Opfer unterzubringen, find Baracken und Zelte errichtet worden. Rach den letzten eingetroffenen Rachrichten hat die Seidenindustrie wenig gelitten. Vier der hauptsächlichsten Fabriken in Tayjma sind nicht beschädigt worden. Der der Fr-ühjahrsernte an Baumwolle zugefügte Schaden ist noch nicht bekannt. Man hofft jedoch, daß er nicht ernstlich fein wird. Das Feuer in Toyooka und Kino- faki ist erloschen. Aber beide Orte zeigen ein trostloses Bild der Zerstöruna. Die Flücht- llnge von den Badeplätzen an den heißen Quellen von Kinosaki teilen mit, dort seien die Erdstöße furchtbarer gewesen als an irgendeiner anderen Stelle. Beinahe alle Hotels seien auf den ersten Stoß ein gestürzt. Die Badegäste feien unbelleldet ms Freie gestürzt. Eine große Zahl von ihnen sei sofort in dem erstickenden Qualm zusammen gebrochen. An den (Sifenbabnflahonen von Kinosaki sanden zahlreiche Reisende den Tod, darunter auch ein auf der Hochzeitsreise befindliches junges Paar. Kleine politische Nachrichten. Die Z e n 1 r u m s f r a k t i o n des Reichstags beschäftigte sich gestern mit dem deutsch- spanischen Handelsvertrag. An der Sitzung nahmen der Re'' skanzler Dr. Luther und Außenminister Dr. Stresemann teil. Es kam zum Ausdruck, daß die Stellungnahme des Zentrums zu dem Handelsvertrag von der Entscheidung der Deutschnatio n a I c n abhängig gemacht werden soll. Wenn bis Mittwoch keine Einigung zustande kommt, soll, wie verlautet, * nochmals der Weg der Vertagung beschritten werden. Aus Prag wird gemeldet, datz der frühere deutschnationale Abgeordnete der Rationalver- fammlung Dr. Däran, der wegen angeblichen Hochverrats und Spionage eine mehrjährige Kerker st rase verbüßte und nach seiner Freilassung heftig: Angriffe gegen die Iustizverwal- tung gerichtet hatte, in der Rächt von Samstag auf Sonntag im Automobil nach Deutschland g e- fluchtet ist. In einem Brief teilt er mit, daß o. Die Flucht unternommen habe, um einer d. oh enden neuerlichen Verhaftung zu entgehen. Baran Witt sich vorläufig in Deutschland niederlassen und von dort aus die Wiederaufnahme seines Prozesses betreiben. .. Erscheinen der „Rheinisch-West. L? Zeitung" ist wegen eines Ar- titels ..Hmdenburg und die Türkei" vom 11. Mai von der Besatzungsbehörde verboten worden. Aus aller Wett. Tod im Gewittersturm. Berlin. 25. Mai. (WTB.) Der am Sonntag über Berlin und Umgegend niebergegangenc \ schwere Gewitterregen hat an verschiedenen | Stellen erheblichen Schaden angerichtet und in Potsdam einen tödlichen Unfall hervor- gerufen. Zwei alte Bäume, die durch.den heftigen Gewittersturm umgeriffen wurden, begruben im Fallen zwei Damen, Mutter und Tochter, unter sich, die mit schweren Verletzungen inö Krankenhaus gebracht tourben. Auf dem Transport starb die Tochter bereits. Verschiedene Aerzte hoffen, die Mutter, eine Frau Westphal, am Leben zu erh allem Der Wasser- schütz mußte gestern wiederholt seine Motorboote einsehen, um Ertrinkende zu retten, was glücklicherweise in allen Fällen gelang. Unter anderen wurde auch ein KriegLinvallde. der zwei künstliche Beine hat und aus eigenen Kräfte» niemals ans Land gekommen wäre, vor dem Tode des Ertrinkens bewahrt. Dom Blitz erschlagen. Bei einem schweren Gewitter, das am Sonntagnachmittag über Pommern niederging, wurde der Landwirtssohn Lindner wahrend der Heimkehr vom Felde vom Blitz erschlagen. — In Wudarge bei Stargard wurde der Bauer Schliep beim Viehhüten vom Blitz getötet. Seine Begleiterin wurde lebensgefährlich verletzt. Schweres Anwetter im Erzgebirge. Don einem schweren Anwetter wurden a&i Sonntag abend die Ausläufer des östlichen Erzgebirges heimgesucht. In Verbindmrg mll einem außerordentlich heftigen Gewitter setzte starker Hagelschlag ein, von dem besonders die Gegend vvnDipoldiswalde betroffen wurde. Sehr heftig trat das Anwetter in Reich ardsgrinnna und Reinholdsberge auf, wo Eisstücke in Größe von Taubeneiern noch zwei Stunden nach dem Anwetter bis zu 30 Zentü meter Höhe die Straßen und Felder br- deckten und in eine Winterlandschaft verwandelten. Die Bäume sind ihres Laubes und des Blütsr- schnees beraubt und sehen so kahl aus wie sonst im Rovember oder Dezember. Gasexplosion. Im Gasthof „Zum Deutschen Kaiser" in Haynau bei Liegnitz ereignete sich eine schwere Gasexplosion. Der Besitzer des Gasthofes, Schmidt, seine älteste Tochter und der Zahnarzt Dr. Mahler wollten die im Keller befindliche Gasuhr nachsehen, da sich Gasgeruch bemerkbar machte. Anvorfichtigerweise zündete Dr. Mahler ein Zündholz an, wodurch eine furchtbare Explosion erfolgte. Die drei Personen standen sogleich in Flammen. Herbeigeeilte Gäste rissen den Brennenden die Kleider vom Leibe und versuchten die Flammen zu ersticken. Alle drei Personen erlitten schwere Brandwunden. Das entstandene Feuer konnte bald gelöscht werden. Großfeuer in einer chemischen Fabrik. Die chemische Fabrik Assindia in Buer steht in Flammen. Die Feuerwehren der um» liegenden Ortschaften sind an dem Drandplaye tätig. Das Feuer findet in den lagernden: Raphthavorräten reichliche Rahrung. Die Löscharbeiten gestalten sich wegen der Explosionsgefahr äußerst schwierig. Der Straßen- babTrt>erfef)r Essen-Buer ist unterbrochen. Aus Stadt und Land. Gießen, 26. Mai 1925. Gießener WochensraEPreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter, das Pfund 2 Mk., Matte 35. Pf., Käse 60- bis 65, Wirsing 35, Rotkraut 40 Pf., gelbe Rüben, das Päckchen 50 Pf., rote Rüben, das Pfund 5 Pf., Spinat 20, Römischkohl 10 bis 15, Spargel 1 bis 1,20 Mk., Anterkohlrabi 6 Pf., Tomaten 2 Mk., Zwiebeln 25 Pf., Rhabarber 25, Kartoffeln 5, Aepfel 35, Dörrobst 35, Honig 35 Pf., junge Hähne 1 Mk., Suppenhühner 1,20 Mk., Eier, das Stück 11 Pf., Blumenkohl 1—1,20 Ml.. Salat 15 bis 20 Pf., Salatgurken 1,20 Mk., Einmachgurken 40 Ps., Lauch 5 bis 10 Pf., Rettich 25 bis 30 Pf., Sellerie 1,50 biS 2 Mk., Radieschen, das Bund 10 bis 20 Pf. Borrrotizerr. — Tageskalender für Dienstag: Gießener Theologenschast: 8.30 Ahr im Vo? lesungsgebäude, Hörsaal 44, Vortrag von Prof Grisebach „Möglichkeit und Begründung der Ethit". — Gießener Hochschulgesettschaft: 8.30 W im großer, Hörfaal der Aniversität Vortrag am bichromatischen Harmonium über die Musik mit Vierteltönen von Willy Möttendorff. " Anveränderte Iunimiete in Preußen. Wie der amtliche Preußische Presse» dienst von zuständiger Stelle erfährt, bleibt die Miete für den Monat Juni dem Mai gegenüber unverändert. Sie beträgt also 76 Prozent der Friedensmiete bzw. 72 Prozent, soweit Schönheitsreparaturen zu Lasten der Mieter gehen. •’ Z u Gunsten des Roten Kreuzes finden im Juni im ganzen Deutschen Reich Geld- fammlungen statt. In Hessen werden bereits die Vorbereitungen dafür getroffen. Das Ministerium des Innern hat dem Hessischen Roten Kreuz (Hessischer Landesverein vom Roten Kreuz und Alice-Frauenverein) die Erlaubnis zur 23c» schaffung von Geldmitteln durch Haus- und 1 ’-.jM K ;ag®*® laUW ’ * W« roher ou tffl mehr t Mseisenb jtonifl« 1 Hör Sotorraberi keiizinbeha! ktren. 3m I bedien ist, K-Nahes e 150 Mark 1 k. Le , Blotf, Bk jlaltetc am j in Unioerfi Kchlbildervo When". 2 m hag> imchmies 0* her hrr mir, so Mt seinen Jen vorgesu einer grohc Selbe, in ' 'Bad), besse sönlichkeit wickle. 2 Wahrheit" fen Cinöri fiens, her L -eine Zeiig Lusfichnmc Diedrichs lechen, tvi vidjer kam Jngriffsgeif iierbifziplin Htbner chic Dort „Und ’ini das Lk :rage trug ! M des S Hecken Fne -M ernste u bechlden. W ‘llnetboien s »nd Herzen oictungcn - " D öeäfrauenl 2lm Emick rungsvoU Moria stc aus sjlberi Wangefi I in einem i Mrt der des Mice- ^ende mit -ckmnung m Sri. QIu MchSst Jeta v. KI 3, Gep Ochtvieder, 1 } Hanau Mgrohh swuenvere Hrlich eii Ärmliche Nhriger . ** 2ie v ""Musik , Frühkon^ eines : Met muri & buchte ™gen und ?ni sind Muren *.,3ai "firmet Sä V? der 1 ; lQMe b di Scherbe, Strokes M in » saiiBch - hei teil'»'1 mit dem« cad vav- an Dem - und infolge fr )cn Wotl jDnntüjJ,, 'M der ’*8 «-K- w ^Mtkgt. oeitertontitn a ^desMtzwT^- n 'Berbinbm; ® i ®eiDitifr/»i l von dem Wjjöq I Walde tafle g ilnbtar in 1» ' >ergcautto)6i4- । meiern nch M bis zu 30 3cn*'. . n und Zrldci bc dschaft vermndeiL es und des M» kahl auS vir Irc >ld Land. h 26 W ® «£#»«*• ksit» ( tote Ruben.,k- Wüst 8»OT V 2au%i |. >0tfie lg ■ ) 10 bi$ 20 * n. Mn Kaiser ' v I ereignete lrch cm besitz« des Ur! Tochter und bc n die im Äfflr tc M, da sich idinorsichiiümrc:« iM an, vsdmch lamatn- Arff- imendn k- AfA" ie Flaum 0 «* I n criitta \W Lene Fs« kme Nischen JabrJ. sindiai«»"! eu«W&» te » ti dem WM in den lager» lahrung. D>e M jen der «jjl» grifl. S-Arav untctiwyn. ^'nisch,^ toefe» 2 S.S »It ftutm. vy i^onae» "»2 S 5? De». f®-. Dtt DaN- Ö seme Doioch^ • 8« retten, rv« J® gelang. Unte ^nbaTibe. ! «zmm ftröhe Ware, vor d« »lagen. Witter, taj „ »mein medsgu. tnbncr vähns 2litz erschlagen. - wurde der 3ai» Dam M «. .. lebensgesährlch n. , .30 M- “ , ittstvt ’rjj/? t I(lenöon'- 1,0 *“’Ä% .Pchen £ durch ■" Straüenfammlunßcn für bk Zeit torx 1! 5..’ 21. 3uni. sowie zur Werbung neuer 'Jlt tflUcbcr in Hessen erteilt t <5 t n 3 u I a ra r.i c n ft d t; «i 1 der Elektrischen, der für alle Beteiligten noch glücklich ablief. ereignete sich gestern abend 1 ß Ühr an der Straßenkreuzung QDaUtotfuafa -Oäordanlaßc. Lin in mäfjigem Tempo aus der Rvrdanlagc kommendes .'Ilvtvrrad. das mit zwei Personen besetzt tone, fttefj an der unübeHidbllid ?:i Kreuzung nil ciner.i in der Lichtung nach dem yriefcLrf fahrenden Wagen bet Straßcirbahn zu- 'anunca. Die beiden Motorradfahrer erlitten hierbei e Desch^ädiguugen an dem Wogen der Strasienbahn waren nur gc- rit'nlüp'.z Der Schaffner fuhr in mäfjigein Tempo und galt die nötigen L'äutef tonale. btc jedenfalls nfolge deS GerüufchrS deS eigenen Motors von 'en Motorradfahrern überhört wurden. '• Ein lebensmüder Soldat 2lm Sonntag voi mittag wurde am Bootshaus der .'lubergrsillschaft dir Leiche eines Soidaten ge- .anbet. SS handelt sich um cincu seit mehreren Tage», vermieten Angehörigen des hiesigen Ba- laillonS. Aller Wahrscheinlichkeit nach liegt relbstmord vor. Der Grund dürfte in schweren Zerwürfnissen mit feiner Familie zu suchen fein. •• Wasserfahrzeuge und Motorräder auf der Eisenbahn. Wasierfahrzeuge «>n luchi als drei Dieter Lange werden von der Md)*>ci|enbüf)n zum Transport als Gepäck- oder Expreßgut nicht angenommen. Sie können nur als leschlcuniate» Eilgut oder Frachtgut nach den Tarif- tagen beforbert werden. Dor der Aufnahme ron Motorrädern zuni Transport mit der Dahn sind die Aenzinbehälier der Motorräder vollständig zu ent» leeren. Im Falle noch Benzin in den Behältern ent- tollen ist. wird für jedes Kilogramm Rohgewicht des Rodes ein Frachtenzuschlag erhoben, der zur Zeit 4-50 Mark betraut k. Der Hessische Dnterländische 2lock, Bezirksverband Gießen, oeran. fialtete am oonntagnadjmittag im .Qollcgiengebäube der Universität und abends in der Unluerfitätaaula Vid)tbi(beruDrtrage über „Friedrich der Grobe unb Leuthen". Als Redner war Oberstleutnant a. D. von Hagen gewonnen. Der Referent gab ein riterefantei- Bild von dem Leben Friedrichs des drohen, der nicht nur ein tüchtiger Soldat unb Felb- lerr war, sondern sich auch durch besondere Herzensgute feinen Untertanen gegenüber auszeichnete. Ans Dorgcfubrten Lichtbildern sahen wir ihn bald in einer groszen Fabrik, bald bei dem Bauer auf dem Felde, in der Schule oder bei Johann Sebastian Dach, dessen Musit ihn begeisterte. Es war die Per- jenlichkeit des großen Königs, die auf alle Gemüter rrirtte. Du je Worte Goethes in „Dichtung und Wahrheit" kennzeichnen kurz, aber treffend den tiefen Eindruck, den Friedrich II., der Eroberer Schleims, der Sieger von .Hohbach und Lenthen auf alle eine Zeitgenossen aut übte. Fnieresjant waren die Ausführungen be. »iebners über die flriegfübrung Friedrichs II. insbesondere in der Schlacht bei chuthen, wo 35 VOO Preuszen gegen 105000 Oester- kicher kämpften. Zu bewundern ist der damalige Angriffsgeist der Truppen die auch durch gute Ercr- iieroifiiplin dem Feind wett überlegen waren Der H-bner tchlofz seine Ausiuhrungen mit dem Dichtervarl. „Unb setzen wir nicht das Leben ein, nie wird ins das Leben gewonnen fein". Nach dem Vorrage trug Richard Hellbor» (früheres Mit» ilicb des Stadttheaters) Dichtungen aus eigenen Werten Friedrichs des Groszen vor, erzählte aufter- icm ernste unb heitere Geschichten aus dem Leben ».selben. Aus den Dichtungen, wie auch aus den llnefboten spricht die reine menschlick« Natürlichkeit ind j)erzensgüte Friedrichs des Grotzen. Alle Dar- »ictungcn wurden äufjerft beifällig aufgenommen. “ Der Alice-Frauenverein (Can- deösraucnverein vom Roten Kreuz) schreibt uns: 2m Samstagnachmittag sand eine einfache, stimmungsvolle Feier im oberen Raume bes Cafe Äftoiio statt. G- wurden Chrengaben. bestehend iu5 silbernen Droschen und Ehrenurkunden, an Hausangestellte verliehen, die mittdeftens 20 Jahre ii einem Haufe in Stellung waren. 3n Gegenwart der Dienstherrschaft unb des Vorstandes >rs Alice-Frauenvereins überreichte die Dor- r.zende mit warm empfundenen 'Dorten der QIn- iTtennung für ihre treuen Dienste, die Ehrung 11 Frl. Auguste Dörr bei Generalleutnant a. D. Mingelhöffer. Frau Luise Schneider bei Frl. Beta v. Klipstein. Frl Berta Seipp bei Prof. Or. 3. Geppert, SrL Luise Kraft bei Rentner Ähwieder, Frl. Marie Hofmann bei Frau Dr. L. Hanau Ditwe. Frl. Eulalia Jülich bei Oeingrobhättdler Ernst Riemann. Der Alice- Zrauenverein macht darauf aufmerksam, dast all- jährlich eine Verleihung von Ehrengaben an rilnnliche und weibliche Hausangestellte nach JCiäbriflcr Dienstzeit stattfindet. •• Die vereinigten ehemaligen Militärmusiker ueranftalteten, so schreibt man uns, uv, Hinunellahrtstag auf der Terrasse der Liebigshöhe itn Frühkonzert, das sich infolge des herrlichen Sßet- e.s eines regen Besuches erfreuen durfte. Ein- teilet wurde das Konzert durch den Choral „Wie dön feuchtel der Morgenstern' Aus dem reich- heiligen und genußreich zufammengesteIlten Programm find noch besonders hervorzuheben die Owertüren zu den Opern „Wilhelm Teil" von R.'jfim. „Danditenstreiche" von Supp6, die Fantasie aus „Carmen" von Bizet. Auch die Straußschen Walzer und die flott gespielten Militärmärsche .mteten reichen Beifall Durch die Klangwirkung rb den Rhychmus erfreute das Konzert durchweg 'i* dankbaren Zuhörer. Die Leitung lag in den ’lmbcn des Musikmeisters a. D. Hermann Topp. - e stapelle beabsichtigt, ab Juni laufende Konzerte i u.-ranftalten, die von feiten des mufikliebenden »iblikuws voraussichtlich einen regen Zuspruch er- Tten werden. Lssdkrei» ließen. Sk Deuern, 24. Mai. Unter sehr starker Beteiligung von auswärts land heule hier das 3ah r eSs e ft der ev Kirchengefangver- eine deS Dekanats Gießen statt ES waren neun Dereine erschienen Um 2 ■ Uhr nahm in unserer geräumigen Kirche ber Frst- gotte > enst feinen Rntang Der gemeinsame Kir- chenaefang wurde durch den Posaunenchor von Grohen-Bufeck begleitet Außerdem wurden unter der Leitung von Prol. Jtouimantt aus Gießen drei Maffenchöre borgetrager Bei bieten Chören wirkten gegen 500 Gänger mit. die denn auch einen gewaltigen Tonklanq hervorbrachten. Die Rnsprache hielt Pfarrer K a l b h e n n von Grosten-Baseck. 3n der anschließenden Paule wurden die Vereine und sonstigen Teilnehmer durch die Ortseinwohner in freigebiger Weile mit Kallee und Kuchen bewirtet. Um 4' . Uhr land im Freien vor der Kirche eine Rachfeier statt, in der hauptfächlich die gesanglichen Leistungen der Vereine zur Geltung kamen. 3eder Verein trug zwei selbst gewählte Chöre vor. Hervorragende Leistungen bot der Frauenchor Wieseck unter der Leitung bei Lehrers Stoll. Unter den Fest gasten war auch der Superintendent der Provinz Oberhessen Wagner anwesend. Erst gegen 6’ . Uhr fand die Feier, zu der sich am Nachmittag noch schönes Wetter eingestellt hatte, ihren Wschluß. f Treis a. d. Lda , 25. Mai. Der hiesige Raiffeisen-Verein, der jetzt 82 Mitglieder aus allen Devölkerungslchichtcn zählt, hielt gestern abend bei »Mitglied Nickel seine erste Hauptversammlung ab. Nachdem der Rechner die Vilanz für 1924, die in Einnahme und Ausgabe etwas über 65 000 Mark aufwies, verlesen und dem Vorstand Entlastung erteilt war. sprach Herr (Saab von dein Lagerhaus Gießen über Zweck unb Ziele des Raifseisen- verbandes. über vorteilhaften Düngerbezug u. a. m. Die statutengemäß auSscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates wurden einstimmig wiedergewählt. — Unsere Gemeindebehörde beabsichtigt die Anschaffung einer Brücken- wage, was einem schon lange gefühltem Bedürfnis entspricht. k. A l l e n d o r f a. d. Lumdu , 25. Mai. Am Sonntag hielt der „ßumbatallangcrbunb*' hier sein diesjähriges Wertung s f i ngen ab. Am Vormittag kamen die Vereine des Bundes im (9aft- haufe Ranft zusammen und zeigten dort in zwei Liedern, einem aufgegebenen unb einem selbftgewahlten Chor, was sie zu leisten vermochten. Man darf sagen, daß durchweg recht gut gesungen wurde. Es war zu merken, baß in ben einzelnen Vereinen gar eifrig gearbeitet wird. Verbunden mit diesem Wertungs- singen war das 20jährige Stiftungsfest des hiesigen Männergefangvereins. Nachmittags bewegte sich ein großer Festzug, der von sechs Vor- reitern eröffnet wurde, durch das geschmückte Städtchen. Aus dein Festplatz trugen auch die Gastvereine noch Lieder vor. Dom Wetter begünstigt, nahm das Fest einen harmonischen Verlauf. Ärcis Fricdbcrg. ss. Friedberg. 25. Mai. Für die beiden noch in diesem 3ahre zu errichtenden Schul- hauSneubauten. den einer Höheren Mädchenschule sSchillerschule) und ben eines Polytechnikums, ist nunmehr das AuS- schreiben eines 3deenwcltbewerbeS feitenß des Bürgermeisters erfolgt. Für das erstere Projekt find drei Preise im Gesamtbeträge von 5000 Mk. (2500, 1500 unb 1000) ausge- worfen. Das Preisgericht seht sich zusammen aus den Herren Ministerialrat Prof. Dr. Hofmann. Pros. K. Roth und Bürgermeister B u f b a u m von Darmstadt, Bürgermeister Dr. S e y d , Oberstudiendirektor Philipps und Oberbaurat Haag, Stadtbaumeister Köhler, den Stadtverordneten Koch und Mörschel von Friedberg. Für das zweite Projekt sind 7500 Mk. ausgeworfen (3500, 2500 und 1500). Das Preisgericht erleidet insofern eine Aendcrung, als an Stelle des Bürgermeisters Burbaum Professor Eberhardt von Offenbach und an Stelle von Oberstudiendirektor Philipps der Direktor des Polytechnikums, Pros. Dr. Schäfer tritt. Der Ankauf weiterer Entwürfe bleibt Vorbehalten. Die Meldefrist läuft bis zum 15. August. < Rosbach v. b. .<)., 25. Mai. 21m 'Jianbe des Taunusgebirges, vor allem in den Gemarkungen Ober- unb Nieder-Rosbach unb Ockstadt, ziehen sich giohe zufammenhängenbe .stirfchenkulturen hin, wie sie in Hessen in größerer Ausdehnung nicht mehr angetroffen werden. Die Rosbacher Kirschen haben seit Jahrzehnten über die Grenzen des Hessenlandes hinaus einen geachteten Ruf. In guten Jahren geht ihr Versand weit nach Mitteldeutschland. Die heurige Ernte fällt zum Leidwesen der hiesigen Bevölkerung aber nur schlecht aus. Kalte Regenschauer die in die reiche Blute fielen, unb bas Ungeziefer, das in ungeahnten Massen auftritt, haben die Hoffnungen vernichtet, die man ursprünglich auf die Crnte fetzen durfte. Besonders die Früh- krrichen, von denen die ersten in spätestens 14 Tagen auf ben Markt kommen werben, zeigen nur noch einen geringen Behang. Etwas besser sieht es mit ben spater reifenden Falterkirschen aus. Auch den anderen Obstsorten, die alle eine reiche Ernte versprachen, wird dos Ungeziefer noch viel zu schaffen machen Man siebt hier und da Birnbäume, die von den Raupen der bekannten Obstbaumschädlinge schon völlig kahl gefressen sind. titele Büdingen. !! Büdingen, 25. Mai Die Derwal- tungs- unb RechtSkommission des Gem ein berat s ist zur Feit eifrig mit der Ausarbeitung einer Ortssahung betr. die Anstellung eincS DerufsbürgermeifterS beschäftigt. Da dieselbe der Genehmigung des Ministeriums des 3nnern bedarf unb sicherlich auch mit Einsprüchen zu rechnen ist, wird die Dadi nicht mehr uh Monar 3uni st anfinden Von einer eigentlichen Wahlagitation unb Kanb.batenpro- fiamiemng ist daher noch nichts zu hören Sicher ist jedoch, daß mir ein "BerufSbürgermelfter in Frage kommt — 3n ben Wäldern unterer Gegend machen sich große Maikäfer- schwärme auß».rolder.t'ich unang^.iehm bemerkbar Die Schäd.rn find -um Dell schon recht erheblich 3n dem Demeindewald iwifchen Lors- borf und Nidda sind namentlich thc Elchen »ehr stark tn ihrem Bläkterfchmuck beschädigt worden. nb. Nidda, 23. Mai. Heute nachmittag wurde unter lehr großer Beteiligung der Bewohner Niddas und brr Aanbrn-Tfer der weiteren Umgegend sowie zohlreuhe: Vertreter brr ‘Sebörben unb Ortsge- wcrbevereine der Letter der hiesiegen (stewerbeichule, Rektor Johann Höhn, au Erabe getragen. Biel zu früh, erst 52 Jahre alt, rft er nach längerem Letben abgerufen worben Sein Tob bebrütet einen sehr schweren Verlust für die Anstalt unb dte flkrocrbc- treiben hm der ganzen ffiegenb. 27 Jahre wirkte der Verstorbene mit außerordentlichem Erfolge an der Etewerbeschule, die unter seiner Leitung sich bald eines sehr guten Rufes erfreute, so daß Schüler aus roeitentfernten Orten sich einfanben unb dir Schüler- zahl in jedem Schuljahre wuchs. Auch den selb- ständigen Gewerbetreibenden und Meistern stand er stets mit Rat unb Tat zur Seite, mochte es durch Vorträge in den einzelnen Gewerbeoereinen ober durch praktische Beispiele in feinem Lehrsaol fein. —/- Bad Selkers. 25. Mai Am Him- melfabrtstag fand die Eröffnung des neuen Kurvauses durch ein Nachmittags- und Abendkonzert von Frankfurter Mufilenn statt. Der grohe. schön getäfelte Saal konnte kaum die große Zahl der Besucher fassen, die den schönen Darbietungen freudig B.-ilal! spendeten. Dieser Tage sand auch die Gewerkenversammlung der Gewerkschaft Selters, der Besitzerin deS Bades, statt. Lieber die weitere Ausgestaltung und Finanzierung des Bades wurden wichtige Beschlüsse gesastt. Kreis Schotten. T AuS dem Niddatal. 24. Mai. Zu den Berufen, die in den bäuerlichen Gemeinden im Aus ft erben begriffen find, gehören Gänse- und Schweinehirt. Das soll nicht beiden, daß Gänse- und Schweinezucht nachgelassen hätte, soitdertr es findet sich vielerorts niemand mehr, der das fragliche Hirtenamt übernehmen möchte. 3n manchen Gemeinden sind ja noch ältere Leute vorhanden, die schon 3ahr- zehnte eines dieser Hirtenämter inne haben und auch jetzt noch ihren Dienst tun. Aber auch hier wird die Stelle mit ihrem 3»haber erlöschen, weil kein Ersatz vorhanden ist. 3n bäuerlichem 3nteresse ist dies recht beklagenswert. Die Gänse, auf deren Zucht der Landwirt angewiesen ist, treiben sich unbeaufsichtigt umher, richten auf Ackern und Wiesen Schaden an. verursachen Geldstrafen und sind auS diesen Gründen eine Qual fortgesetzten Aergernisses. Auch das Nicht- auStreiben der Zuchtschweine erschwert die Zucht unb verringert die Zuchterfolgc - Rach dem Zusammenstoß eineS Lastkraftwagens der Schupo Friedberg mit einem Güterzug unserer Strecke in der Ortsdurchfahrt von Kohden im März dieses Jahres, erhoffte man eine D crlcgung der Bahnlinie. Aber es bleibt alle»- Alsfeld, 25. Mai. Sonntag fand in der hiesigen Turnhalle die Feier der lieber« rei^ung der Gesellenbriefe durch den Geiellenprufuntzsausschuß des Ortsgewerbevereins statt. Zu der Feier waren außer ben Prüflingen deren Angehörige unb eine große Anzahl sonstiger Teilnehmer erschienen, fo bah die Turnhalle voll oe> setzt war. Don Behörden war das Kreisomi, der Bürgermeister iowic der Rektor der Gewerbeschule, der Vorsitzende des Orlsgewerbeoerems und ein Vertreter her .'rcnbwrf»fammer anwefead Der Lae- sitzend des O 'eU/nr' ungsausschusies. Architekt Rohrbach, wie- in (einer Pegrusivnasanspräche auf die Bedeutung der rid-ngcn Heranbildung eines tu tätigen Rachwuchle» m .x-ndwerkerstanbe hin, die er eine br:’-.cenbc notwendige Forderung bezeichnete Weitere klnsprackzen hielten der Tertrcter .....'vnr .T'r. Volk, stektor 8 chind » l« Oilaicrmeifter Leuth für den Gewerbe verein, fül bit lsimd» roerffltoirmter. tfkbann folgte b;c feierliche Ucber- reichung der kunsUerisch aueqeftntleten Gesellenbriefe " "n^ GtleUinnen mit Worten der Beglückwünschung Äon den Prüf- lingen Ip ben n i gut. 2-S mit genügend bestanden, wahrend 3 nicht beh a haben. Rach Beendigung der recht wundervoll nerlnufenen ^eter sand eine • G c w c r V e sch n l e nut tellten Geiellenvnifungsftücke statt, die Aeugnis ablegten von r 3itn «ttetß und guter Fertigkeit der einzelnen Priisunge. Oer im vergangenen Herbst in Angriff genommene Erweiterungsbau, bev zwei neue Lehrsäle unb eine Werkstatt vorsiebt, wird im Lause de. ooniinc» vollendet werden, fo baß ich'ili über ausreichende Mume nerfugeu wirb. T Merlau, 24. Mai. Bei der heutigen B ü r g e r m e i st e r w a h l wurde an Stelle des seitherigen Bürgermeiste .. tx o Landwirts Konrad Schomdcr. der 190 ©tintmen erhielt, der Landwirt Will)'I.n Kohendörfer mit 198 Stimmen gewählt D Erregung deS Wahl- kampse«. bx • mit Flugblättern unb Fuhrwerke« Aur Herbeihvluna ber Alten unb Säumigen gc- führt -i nach Betckündiguna bei- Ergebnistc-ö i i einen 2rubel aus, wie ihn Merlau noch nie erlebt hat. Der *2HuHTi>crein brachte dem Getvähltett cm Ständchen unb zog dann unser Führung ci-.L Netter> mit klingendem Spiel unb wehender Fahne durchs Dorf, gefolgt von einer großen Menschenmenge. Starkenburg un» Rheinhessen. • Darmstadt, 25.Mai. ihn das 3nterefsc der 3ugend für die Natur tmb für LandschastS- aufnabmen au wecken und zu fördern, hat da« Dtadtmuseum einen Wettbewerb für Skizzen, Aquarelle und llinstlerische Landschaftsphotographien auS der llnigcbung der Stadl und aus dein Gebiete deS OdenwaldeS ausgeschrieben Die besten Arbeiten werden durch Geldpreise ausgezeichnet und zu einer Ausstellung im städtischen Museum vereinigt. Kreitz Wetzlar. rl. Dorlar, 25. Mai DaS Holzsäge- werk von 3oh. Georg Müller an unserem Bahnhöfe ist durch eine Schreinerwerkstatt vergrößert worden. Diele Handwerker finde« dort Beschäftigung. 3n unterem Dorfe sind erfreulicherweise keine Arbeitslosen mehr zu finden. Hesse»°Nassa«. |l Marbura, 25. Mai. 2(n Stelle der am 22. Mai 1883 bei Den Kaijergcburtstagsläuten g c - fprungenen s o g. B r a u t g l o ck e in der l u therischen Pfarrkirche, die im vorigen Jahre durch einen Blitzschlag in ben Glockenturm völlig unbrauchbar wurde, ist jetzt eine neue Glocke grgossen worben. Während die alte Glocke ein Gewicht von 13 Zentnern hotte, wiegt bic neue 18 Zentner. Sie wurde gelegentlich des heutigen Gottesdienstes eingeweiht unb soll am nächsten Samstag das Pfingstfest einläuten. — In den Laubwäldern macht sich in diesem Jahre wie der der sog. (5 i ch e n w i ck l e r bemerkbar. Man ver nimmt deutlich das von ben Schädlingen herrührende Rieseln, bas sich wie tegci nhöri. — Am st eilen Schloß berg ereignete sich gestern ein Wagen Unglück, bei dem der ffubrmann solche Ber letzungen erlitt, baß er in die Klinik gebracht wer den mußte. — Während am Himmel fahrt tage bic ehemaligen 15er Artilleristen, die in Strahbrg lagen, hier einen Regimentstag abhielten, fand gestern und heute hier eine Balleikund gebung des Iungdeutschen Ordens statt. Ein Fackelzug und ein Festzug durch die Stadt waren damit verbunden. Aus dem Amtsvcr!ündigunstsbl«tt. * • Das Amtsverkündigunasblatt R r. 4 1 vom 22. Mai enthält: Die Wahl zum Provinzialtag. — Die E nfendung von Unfallan zeigen. — Bekämpfung ber Geschlechtskrankheiten. — Der Streif Obst- und Gartenoauoerein. — Volks-, Berufs- und Betriebszählung 1926. — Dienstnachrichten. issig, griffig 500000 Deutsche tragen „PN EU METTE“ gegen Fußschmerzen / Zu haben 8 Tage zur Probe ohne Risiko / Wer „PNEUMETTE“ trägt, ist begeistert! ? 7M. 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Euler, Zigarrenkistenfabrik Inhaber Wilh. Jung. Frankfurt am Main Bei der am 17. Mai 1925 im 2. Teil unseres „Geselligen Abends" vorgenommenen Verlosung wurden folgende Lose ausgelost, deren Gewinne bis heute noch nicht abgeholt sind: Mittwoch, den 27. Mai 1925, nachm. 2 Ahr versteigere ich Neuenweg 28 (im Löwen) zwangsweise gegen Barzahlung: iSAeMIUlMlekMllle. kUe,SWleffeii,lMeiiW 1AMM, 9 NWkllMll, 1 Uerfonenanto, 1 Jogdioagen schriftlich erbeten an ,GEDEVA6‘ Gemeinnützige 53MC Nahezu 6 Jahre war mir die Verstorbene eine treue Gehilfin auf meinem Bureau. Noch in ihrem Leiden ließ sie in ihrer Arbeitsfreudigkeit und Pflichttreue nicht nach und hat sich durch ihr vorbildliches Wesen ein bleibendes Andenken gesichert. Danksagung« Für die liebevolle Pflege und innige Teilnahme bei unserem schweren Verluste allen unseren herzlichsten Dank. Leute zum Rübenhacken Dies Wort ift heute im Munde aller Hausfrauen, und eine Tagt es der andern: „Büffle*, d. h. pflege Deine Bretterböden u. 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Es besteht tron der wenig erfreulichen Wirtschaftslage nicht die gelingste Desahr. daß daS diesjährige Finanzjahr mit einem Defizit abschließt, im Gegenteil, man darf aus einen Ueberfcfcufi zählen, der dem des Vorjahres ungesähr gleichkommt. Der Augenblick erfordert also nicht Einführung von neuen Steuern oder Erhöhung der vorhandenen, sondern Erleichterung des schweren Steuerdrucks, der auf unserer Wirtschaft lastet. Sonst schlachtet man die Henne, die die goldenen Eier legen soll. Damit ist auch schon gesagt, welche Steuern in erster Linie abgeoau. oder aufgehoben werk?n müssen. Diejenigen, die die Produk - tion am meisten beschweren und dadurch nicht nur den Export auf dem Weltmarkt verhindern, sondern auch die Lebenshaltung im Inland verteuern. Das ist in erster Linie die UmfaOftcucr. Ihre Beseitigung würde selbst den unbemittelten Klassen gröbere Vorteile bringen als die Ermäßigung der direkten Abgaben, wenn diese auch unmittelbarer und als eine größere Wohltat empfunden wird. Aber man darf sich durch keine falsche Sentimentalität das Urteil trüben lassen. Wenn heute zu Steuererleichterungen geschritten wird, so handelt cs sich nicht darum, einzelnen Klassen etwas Gutes zu erweisen, sondern die Lasten zu mildern, die die Gesamtheit am meisten schädigen. Die Erleichterungen müssen eine werbende Wirkung haben. Wird die Industrie von allen den Herstellungsprozeß versteuernden Steuern befreit, so kann sie den Wettkampf mit dem Ausland wieder ausnehmen und allmählich versuchen, die Passivität unserer Handelsbilanz zu beseitigen und durch Arbeit die Summen zu erwerben, die Deutschland, sei es als Tribut an die Sieger- staaten, sei es zum Bezüge von Rohstoffen, braucht. Die passive Handelsbilanz ist eine schwere Gefahr für unsere Wirtschaft, aber mindestens ebenso gesährlich wirkt die übertriebene ThesaurierungSpolitik. Cs ist geradezu grotesk, daß in Deutschland ein reichliches Drittel des Gesamteinkommens auf Steuern braufgeht, und daß sich unter diesem Drittel etwa 1,5 Milliarden befinden, die überschüssig waren und nicht erhoben zu werden brauchten. Die 800 Milliarden des Dawesplanes haben als guter Antrieb unserer Wirtschaft gewirkt, sie hätten die doppelte Summe wirken können, zumal da für sie keine Zinsen an das Ausland zu zahlen waren. Durch die Unsicherheit bei den Voranschlägen des vorigen Jahres wird die bisherige unnötige Mehrer Hebung von Steuern entschuldigt, aber das Spiel darf sich nicht wiederholen. Man kann sich heute ein ziemlich klares Bild von dem voraussichtlichen Betrag der bestehenden Steuern machen, und dieses erlaubt sicher eine Milderung bzw. Aufhebung einzelner Steuern, die um so bedeutender ausfallen wird, je energischer auf der anderen Seite die Ausgaben eingeschränkt werden. In dieser Hinsicht kann noch sehr viel geschehen, denn wie in der Wirtschaft, so sind auch in der Staatsverwaltung die Unkosten noch viel zu hoch. Iugend-Wohlfahrtslagung in Giehen. (2. Tag.) 21 in Samstagvormittag sprach zunächst Frau Regierungsrat Keller-Darm st adt über: „Entwicklung und Grundlagen der öffentlichen Wohlfahrtspflege im 19. Jahrhundert". Sie schilderte vor allem Wesen und Begriff der öffentlichen Wohlfahrtspflege. die sich durch Motive und Methoden von der privaten Wohlfahrtspflege unterscheide. Allmählich wirken sich die Ideen verstorbener geistiger Führer praktisch in der Wohlfahrtspflege aus. Besonders die Gedanken Pestalozzis, der als Vorkämpfer der öffentlichen Wohlfahrtspflege gilt, kamen in bester Weise zur Auswirkung. Reben der öffentlichen Fürsorge wirkt die private Fürsorge in weitverzweigten Organisationen äußerst segensreich, sie bildet eine unentbehrliche Ergänzung der öffentlichen Fürsorge. Das zweite Referat hielt Prof. Dr. v. D ü r i n g, Frankfurt a. M., der über „die gefährdete Jugend und die Fürsorge für dieselbe im In- und Ausland" sprach. Der Redner berichtete über die als langjähriger Leiter einer 2lnstalt für gefährdete jugendliche Knaben gesammelten Erfahrungen. Bezüglich der Unterbringung gefährdeter Jugendlicher ist er der Auffassung, daß Erziehung in einer g e - eigneten Familie der Anstaltserziehung vorzu- jiihcn ifL Leider sei die Zahl der Familien, die genagt wären, einen Pflegling anzunehmen, roefent Uch großer, als die Zahl der wirklich geeigneten Fam.Iicn. so daß in vielen Fällen die Unterbringung in einer Anstalt erfolgen müße. Erfreulicherweise arbeiteten heute viele Anstalten mustergültig. Der Gedanke, den Zöglingen Liebe und Vertrauen ent- gegen zubringen, wirke günstiger, wie bane Zwangsmittel. Redner gibt den konseisionellen Erziehungsanstalten den Vorzug, weil die religiöse Beeinflus- fung gefährdeter Jugendlicher von außerordenilicher Bedeutung sei. Ein sehr wichtiges Kapitel fei auch die Ausbildung der Zöglinge, damit diese nach ihrer Ent lassung im wirtschaftlichen Kampf nicht untergeben und rückfällig werden. Was die Bestrafung Jugend licher anlangt, so vertritt Redner die Auffassung, daß hierdurch in den meisten Fällen eine Besserung nicht erzielt wird, wohl aber durch Fürsorgemaß. nahmen, die nicht immer in Anstaltserziehung bestehen müssen. Man solle Heime schassen, wo diese langen Menschen, die nur ein Produkt von Anlage und Umwelt sind, wieder lernen, Selbstachtung und Selbstvertrauen zu gewinnen. Vor allem aber müßten die Vorstrafen ausgelöscht werden, die einem mit guten Vorsätzen ausgestatteten jungen Menschen jahrelang als Makel anhaften. Redner hält eine besondere Fürsorge für die gefährdete weibliche Ju- gend für außerordentlich wichtig. Die Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten sei eine hngienische Frage, doch dürfe man nicht, wie dies vielfach geschehe Geschlechtskrankheiten mit Prostitution zusammen- werfen. Die außerordentliche Vermehrung der Geschlechtskrankheiten sei durch die große Wohnungs- not, die ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse und sonstige Nachwirkungen des Krieges mitoerursacht. Für gefährdete Jugend sei aber nicht die Polizei, sondern eine geeignete Erziehung das Richtige. Wer bis zum 21. Lebensjahrue nicht reif ist, gehört nach der Auffassung des Referenten in eine Verwahrungsanstalt. Redner besprach zum Schluß noch einen Entwurf über das in Aussicht stehende Verwahrungs- geselz und forderte zur Mitarbeit für die von ihm entwickelten Ideen auf. An die Ausführungen schloß sich eine sehr interessante Aussprache. Das letzte Referat hielt Direktor Stumpf» Butzbach über: „Die Straffälligkeit der Jugendlichen und der Strafvollzug an Jugendlichen". Der Redner schilderte zunächst das Verhalten der Jugend- lichen gegenüber den Strafgesetzen. Weiter erläuterte er die Ursachen der Verbrechen, die man in allgemeine und persönliche zerlegt. Als Ursachen bezeichnete er wirtschaftliche Not, Schäden des Alkohols, Wohnungsnot, mangelhafte Erziehung und Vererbung. Interessant waren seine Ausführungen über die Kriminalität der Strafanstalt Butzbach, welche er durch statistisches Material erläuterte. Die Zahl der jugendlichen Strafgefangenen in der Zellcn- ftrafanftalt Butzbach betrug im Jahre 1910 10, sie ging in 1914 zurück auf 4. Der Krieg und seine Folgen brachte eine Steigerung auf 79. Durch die Amnestiebestimmungen ging die Zahl zurück, so daß sie in 1921 nur 50 betrug. Infolge weiteren Rückgangs ist die Strafanstalt z. Z. nur mit 12 Jugendlichen belegt. Diese wesentliche Verringerung ist darauf zurückzuführen, daß durch Einführung des Jugendgerichtsgesetzes weniger Gefängnisstrafen bei Jugendlichen ausgesprochen werden. Der Redner machte bann weiter auch statistische Angaben über die Zahl der erwachsenen Gefangenen in der Strafanstalt Butzbach. Zum Strafvollzug übergehend, er- läuterete er das Ziel desselben (Vergeltung, sittliche Dessermachung). Die Strafanstalten sollen keine Erziehungsanstalten fein, sondern den Sträfling sittlich zu heben versuchen und so kräftigen, daß er vor Rückiall bewahrt bleibt. Hierzu werden folgende Mittel angewandt: Unterbringung in einer Straf- anstatt (Einzelhaft), geistige und sittliche Förderung, religiöse Beeinflussung (unbedingt notwendig), Schulunterricht, Zellenbesuche durch Beamte der Anstatt, Bücherei, Vorträge, musikalische Darbietungen. Es soll nicht nur Verstand und Wille des Gefangenen gebeffert werden, sondern auch das Gemüt. Besonders heilwirkend ist auch die Bejchastigung der Gefangenen, die keinesfalls zu einer wirtschaftlichen Ausbeutung ausarten darf. In Aussicht steht weiter als neue Einrichtung der stufenweise Strafvollzug. Rach den Ausführungen des Redners erscheint es außerordentlich notwendig, den Gefangenen Vertrauen zu erweisen und solches auch bei denselben zu erwecken. Er forderte besondere Behandlung der jugendlichen Strafgefangenen, möglichst Trennung von den Erwachsenen, außerdem auch besondere Auswahl der Beamten. Weiter verlangte er erhöhte Sorge um das geistige und körperliche Wohl der jugendlichen Gefangenen sowie regere Verbindung mit den Angehörigen. Besonders wichtig erscheint ihm die private Fürsorgetätigkeit während und nach dem Strafvollzug, um die Jugendlichen vor Rückfällen zu bewahren. Rach Entlassung aus einer Strafanstalt hält er Unterbringung in einer geeigneten Ur. 121 Zweites Blatt Steuerschonfrist. Von Professor Dr. Mar I. Wolff. Der Steuerzahler, der in dem letzten tollen Jahr hi monailiien Abschlüsse der Reichsein- nahmen in 'einer Zeitung verfolgt und „mit einem hettcrcn, einem nassen 2lugt“ die regelmäßige.! von 100—150 Millionen festgestellt ijai. ist nicht wenig überrascht, daß diese unerwartet boten Eingänge nach dcm Voranschlag des Finanzministers für das laufende Jahr nicht nur nicht zur Deckung der Ausgaben ausreichen, lonbern daß sich trotz ihrer ein Defizit ergibt, das eine beträchtlicyc Erhöhung verschiedener indirekter Steuern erforderlich macht. Die Zahlen ?'«5 Finanzministers find seit« dem einer ringel enden Kritik unterworfen worden, und als ihr Ergebnis dürfte seststehen, daß er die Einnahmen durchweg zu niedrig und die Ausgaben rci 'stich hoch angesetzt Hal und daneben noch eine Thefaurierungspolink verfolgt, bie flWar na Prinzip, nicht aber unter den heutigen Umständen berechtigt ist. Die Vorlage der Regierung hat mehr die Zukunft als die Gegenwart im Auge, die Zeit, wo nach dem Dawesplau das deutsche Volk sehr schweie Revarationskostcn zu tragen haben Wirb, und sie will einen Teil dieser Lasten vor- to e g n c l) m e n und den Steuerzahler langsam an Die bitteren Notwendigkeiten der kommenden ' ' irt mehr f i n a n 8 t e die A r ! dieser Besteuerung, verschlimmert. Auch in England Wirb über die Hohe ber Abgaben geklagt, hort treffen sie aber in ber Hauptsache das Aettoe in kommen, in Deutsch- lanb dagegen ruhen sie zum großen Teil auf bein Produktionsprozeß und verteuern dadurch die Ware, so daß sie auf dem internationalen Markt konkurrenzunfähig geworden ist. lieber die verheerende Wirkung der Umsatz - ft c u e r n ist genug geredet und geschrieben worden. Die Herabsetzung von 2 auf 1.5 Prozent War völlig ungenügend, da selbst bei diesem Latz das deutsche Erzeugnis ungefähr mit !0 Prozent zugunsten des ausländischen vorbelastet ist. Der Mangel an Betriebskapital laßt sich nur durch fremde Hilfe oder durch jahrzehntelange Sparsamkeit beheben, um so mehr Veranlassung haben Wir, die Besteuerung nicht über das unbedingt Notwendige auszudehnen. Der Dawesplau sah eine drei- bis vierjährige Schonsrist für Deutschland vor. Die Männer, die ihn entworfen haben, haben sich im großen und ganzen als gute Beurteiler unserer Wirtschaftslag- bewiesen. 3m Gegensatz zu den deut- 'chen Sachverständigen bewiesen sie einen Opti- tinSmuS und ein Vertrauen in unsere Leistungs- lähigkeit, die damals von niemand in Deutschland geteilt Würbe, die sich aber nachträglich al« berechtigt herausgestellt hat. Man darf ihr Werk nicht in Frage stellen ober gar ver- kiteln, inbem man die gewährte Schonfrist nicht in der beabsichtigten Weise ausnuht ober gar durch einen übertriebenen FiskaliSmus in das Gegenteil verkehrt. Die deutsche Wirtschaft braucht diese Hchonfrist. und gerade, weil ihr in wenigen Jahren wieder lehr große Opfer zuAemutet werden. muß sie ihr so reichlich gegönnt werden, l>ic es die Verhältnisse irgend nur erlauben. Dem Pessimismus unseres eigenen Finanzrnini- flers muß man den Optimismus des Dawcs- ierichkes entgegenhalten, der zum mindesten nach ler bisherigen Entwicklung den tatsächlichen Er- Gießener Stadttheater. „Die Rose von Ltambul" von Leo ftnU. Das ist eine Operette, die fast eine jede Bühne mit Operettenbetrieb sich in den ersten beißen Sommertagen herausholt und die in den 1üf)lcn Theaterrällmen den heißen Himmel südlicher Zonen angenehm vortäuscht. Auch am Sonntagabend gab man sich im ^tabttbcatei gern dieser schönen Illusion hin, zumal die Hauptrollen des Stückes in bewährter Weise verteilt waren: Meta Liebermann lang die Kondja Gül. daS unglückliche Geschöpf la» gegen seinen Willen verheiratet werben soll, cber den Welchen des Harem freudig ein Schnivp- chen schlägt. Achmed Bey. der männliche Held lielcr Affäre, war Richard Riedel vom Frank- ürter Opernhaus, der sich mit viel ©barme seiner Aufgabe cntlcbigte. Die temperamentvolle Midili Hanum Würbe von Else Simon gesungen Fridv- :n Müller, schon des Ramens wegen eine komisch- leitere Angelegenheit, war bei Ernst Badekow ^länzeiid aufgehoben. Unter seiner Spielleitung land die flotte Lustigkeit und rosarote Sentimentalität der Operette die richtigen Qlüancen und s kam eine recht abgerundete Vorstellung heraus, leren Erfolg nicht zum wenigsten noch durch das Lwchcster beftinnnt Wurde, das unter ber Leitung Kapellmeister Michels lebendig und flott die einzelnen Schlagernummern herausbrachte. Es gab £enn auch am Schluß den wob it>er bienten Beifall. c. Grotzdeutsche Kunftansftellung in Darmstadt. Die Großdeuifche Kunstausstellung Darmstadt 1?25, Mathildcnhöhe, wird Mittwoch. 27. Mai. 11* Uhr vormittags, in Anwesenheit der Spitzen btr Behörden, der ausstellenden Künftlerschaft und zahlrei en Eingeladenen eröffnet. Jiaaj der Besichtigung findet ein Festessen im Oberwaldhause statt. Trambahnwagen zur Fasanerie stehen'bereit. 3m Ried. Dem Reiseirden, der im Frühjahr mit der Dahn von Mamcheim über Friedrichsfeld nach Darmstadt ober Frankfurt fährt, bietet sich, etwa in der Gegend von Weinheim, ein sonderbarer Anblick dar.' Auf der rechten Seite begleiten ihn die anmutigen Landschaftsbilder der Bergstraße. Während links in der Ebene, nach dem Rheine zu. sich eine merkwürdige Erscheinung zeigt. Zunächst taucht vor Den Blicken ein breiter Wasserstreifen auf. den man für einen Rhein- arm halten könnte^ dann reiht sich See an See. und zwar auf eine Strecke von mehreren Kilometern. Woher kommt nun dieses Wasser, bas im Sommer nicht ba ist? In ber trockenen Jahreszeit sieht man hier statt ber spiegelglatten Wasserflächen, bie bas Licht der Frühjahrssonne zurückwerfen, vielfach Wiesenland ober bestellte Felder: aber gegen den Winter hin bilden sich hier und dort, besonders an den tiefer gelegenen Stellen, große Sümpfe, die den Winter hindurch vereist sind und vom Schnee bedeckt werden, weshalb sie sich bei der Borüberfahrt den Blicken der Reisenden entziehen. Die Frühjahrslonne jedoch läßt sie wieder erscheinen und häufige Riederschläge tragen dann dazu bei. bah sich die Sümpfe geradezu in Seen verwandeln. Ab unb zu ragt einmal ein Daum ober ein Strauch über die Wasserfläche hinaus: man kann daran feststellen. daß bas Wasser im allgemeinen nicht tief ist. In diesem Jahre war bie Sumps- bilbung lange nicht so stark wie in ben Vorjahren. Der Bolksmund nennt bie Gegend bas »Ried", sie liegt ziemlich außerhalb bes Verkehrs unb reicht vom Main im Rorben bis zum Reckar im Süden. Die Ost grenze ist bie Bergstraße unb ber westliche Abschluß ber Rhein. Das gesamte Gebiet umfaßt eine Fläche von etwa 350 000 Morgen, von denen über 30 Prozent Sumpfland sind. Die Einwohnerzahl wirb mit runb 148 000 angegeben, die sich auf 77 Gemeinden verteilt, und zwar in den Kreisen. Heppenheim 2. Denshetm 22, Darmstadt 7. Groß-Gerau 46. Das Rieb ist eine Flachlanbschaft, ein Teil ber Rheinebene, die unter dem Flamen Mainzer Decken' bekannt ist und den nördlichen ^Abschluß der oberrheinischen Tiefebene bittet. Die Geologie erklärt bas Entstehen biefer Tief eben: als Grabensenkung eines Gebirges in ber Tertiärzeit. Die Senkung war bann ein schmaler Meeresarm. ber durch das Rhonetal mit dem Mittelländischen Meer verbunden war. Die Pflanzenwett des Mainzer Deckens ist Isoweit es sich nicht um Kulturpflanzen handelt) gan- merkwürdig und gehört einer früheren Zeit an. In einer Abteilung des Dotanischen Gartens in Darmstadt ist sie auf einem engen Raum vereinigt, und es zeigt sich, bah es vorwiegend Steppenpflanzen sind, bie sich wie Fremdlinge auf der deutschen Erbe ausnehmen. Durch bas ganze Ried zieht sich von Süden nach Rorben eine muttenartige Vertiefung des Bodens bin; biefe Dodensenkung ist aber nichts anbered als ein alte- Flußbett bes Reckars, ber hier in vorhistorischer Zeit bem Rhetne zuströmte. Der Reckar hat bekanntlich noch in geschichtlicher Zeit an seinem Unterlauf starke Veränderungen erfahren. Man hat in früheren Jahren allerdings nur in akademischer Form, die Frage aufgeworfen, ob es möglich sei, ben Reckar wieder seinem alten Bette zu-ul eiten, Dienstag, 26. Mai 1925 Familie, nicht in einer Erziehungsanstalt, für wünschenswert Anschließend an diese Ausführungen sprach (Bebe i m r a i SRittermaier nod- ein kurze» Schlußwort und forderte zum Zusammenschluß aus zwecks gegenseitiger Belehrung und zum Studium sowie zur praktischen Ardcii Am Sainstognachmiitag fand eure Besichtigung der Zellenstrafonftatt Butzbach stakt. Turnen, Sport und Spiet '■1*0111 Turngari Hessen (D. X.) —o— Sein 5. Gaufrauenwett nrnenc hielt ber Gau Hessen । ? -T.» am C onnlag in Butzbach ab Di - stattliche Anzahl von 250 Turnerinnen erklärt sich einmal aus der stetigen Zunahme der Frauen-Abteilungen in ben Turnvereinen, von denen 22 vertrete i waren: Allendors a. d. L. Alssclb. Bad Riuheim <1560 unb Mw.). Biedenkopf. Butzbach Frank-nb ?rg. Friedberg. Gießen <1846 unb Mw.), ©lab n- bach, Groß?n-Linden. Grünberg. Huna n Klein- Linden. Lich. Marbach. Marburg, Ridda ?:icber- Girmes. Treis o. b. ßba und Wetzlar: zum andern trieb aber auch btt Freude, ber ner- abteilung bes Turn- und Sportvereins 1846 zu Butzbach bie Feier ihres 25jährigen Bestebens reicher ausgestalten zu helfen Daß bleie Anleitung mit zu den ältesten im Gau H sfen zähll. verdankt sie einer jahrzehntelangen turne» scheu Tradition, bie von Männern wie W e i b i g, Kuhl unb Wämser eifrig gepflegt Würbe. Unb bewährte Gastfreundlichkeit ermöglichte es, baß schon am Dorabenb sich bie Gießener. Marburger unb Wetzlarer Turnerinnen sowie die beflen Turner des Gaues an ber eindrucksvollen Jubiläumsfeier in der großen Festhaike mit mannigfachen, formvollendet.n Darbielungen beteiligen konnten. Unter ber temperamentvollen unb umsichtigen Leitung bes ®aufraucnturnwartc8 Rudolf Paul (Gießen) begannen Sonntag früh auf bem Sportplatz im „Lustgarten die Wettkämpfe der 15 Riegen in Pflicht und Kürübungen an den Gerälcn. im Laufen. Kugelstoßen, Hoch- unb Weilsprung unb einer Freiübung: leibet mußten bie Hebungen infolge des Heraufziehen den RegentoetterS im Schutz ber Turnhalle bzw. der großen Festhatte ->uiu v[b- schluß gebracht Werben. Aber allmählich hakle der Wettergott ein Einsehen, unb so wurde es möglich, am Rachmittag das sorgfältig vorbereitete Programm in seinem vollen Umfang Wieder aufzunehmen. Rach einem Festzug durch die Sladt boten die allgemeinen Freiübungen für ba > Kreis fest in Gießen in guter Ausführung mit Musikbegleitung ein schönes, anmutiges Bild: in markigen Worten sprach der 1. Gauvertreler Arthur Pfeiffer (Wetzlar) von der geschichtlichni Aufgabe der Deutschen Turnerschaft, an der körperlichen unb seelischen Heranbilbung auch ber deut - scheu Frau nach Kräften mitquwirken. Don groß >n Interesse für bie zahlreichen Zuschauer waren die gemeinsamen Uebimgen an mehreren Da< eea, Wie sie der Gau Hessen beim Kreissest als Donder- vorführung darbieten will, ebenso die ma m.g- fachen Dondervorführungen einzelner A >tci hingen. Trotz der vielen Hindernisse ermöglichte es ber Berechnungsausschuh burch anqeffrengi.' Arbeit unter Leitung bes Turners D a h m (Butzbach), daß gegen o Uhr die Siegerur! > n Je.' ausgegeben Werben konnten. Rachstehend b ing n Wir die ersten Siegerinnen aus jeder <3tufc und diejenigen der näheren Umgebung Turnerinnen — Oberstufe. Reun- I arm b f. Paula Hofmann, Mtv. Gießen, Ehren- fieg; 1. Sieg Luise Steinel, Mtv. Bad-Raul :im. Gretel Walbschmibt. Tv. 1860 Bab-Raul-eim: 2. Marie Rohmig, Mtv. Gießen: 9. Emmi Die- secke, Mtv. Gießen: 10. Helene Leinweber, Tv. Treis a. b. ßba.; 12. Anna Amenb, Tv. Treis a. b. Lba. — Siebenkampf. Paula Hofnaun. Mtv. Gießen, Luise Steinel. Mtv. Dad-Rauheim, Ehrensieg: 1. Sieg Grelel Walbschmibt Tv. 1860 Bad-Rauheirn: 5 Marie Röhmig, Mtv ' .• en 7. Hermine Schwan, Mtv. Gießen: 9. Gretel Birkenstock, Tv. 1846 Gießen. Sophie Bohrig Tv. 1846 Gießen: 14. Helene Leinweber. Tv. Treis a. b. Lba.: 16. Anna Amenb, Tv. Treis o. b. Lba . 18. Emmi Giesecke, Mtv. Gießen. Bei Neigung zur Korpulenz raten Wir Ihnen, in ber Apotheke 30 Gramm echte Toluba-Kerne zu kaufen, die völlig unschädliche, babei wirksame, ben Ansatz verhindernde Stoße enthalten. Sicher: Univ.-Apotheke zum golb. Engel. Die Bestandteile sind auf der Packung angegeben, damit er das Ried burchstromt. Unzweifelhaft würbe dies für die Riedlandfchaft von großem wirtschaftlichem Vorteil sein und ihr einen starken Verkehr zuführen aber es ist undenkbar, bah bie Bevölkerung, bie jetzt am Unterlauf deS Reckars sitzt, sich eine solch? Umleitung gefall n lassen Würbe, bie sie wirtschaftlich schwer |d>ä- bigen würbe. Technisch Wäre das Problem Wohl zu bewältigen, ben Fluß in ber Rähe ber Main- münbung, wie in vorgeschichtlicher Zeit, sich in ben Rhein ergiehen zu lassen. Schon vor 350 Jahren ist versucht worden, das Rieb zu entsumpfen. In ben Jahren 1567 bis 1596 lieh ber Lanbgraf Georg I von Hecken ben „Qanbgraben“ erbauen, ber das Walser ber Sümpfe aufnehme.r und das Land kultur- fähig machen sollte. Eine Zeitlang hat er diese Ausgabe leidlich erfüllt, aber bann verfiel er unb in seinem unbrauchbaren unb unzweck- mähigen Zustanb ist er heute noch vorhanden. Das Landschaftsbitt bcs Rieds Wird sich in den kommenden Jahren Wohl völlig verändern, denn bie hessische Regierung ist gewillt, taS Land urbar zu machen. Baden unb Hessen, auf deren Boden bas Sumpf gebiet liegt, sind übereingekommen, es trocken zu legen. Ci werden damit bie für jenes Land so charakteristischen Wasserflächen während des Herbstes unb des Frühjahrs voraussichtlich in einigen Jahren für bauernb verschwinbei?: Das Land wird von Kanälen burchzcgen werben jur Aufnahme der überschüssigen Badens uchtigkeit, bie durch den hohen Stand bes Grundwaslers veranlaßt Wirb. Die Kosten biefer Regulierung werben zwar nicht gering sein, aber '8. Else Gras, Mtv. Gießen, Kath. Will, Tv. Treis a. d. Lda : 10. Kath. Klein, Tv. Treis a.d. Lda.: 12. Marie Will, Tv. Treis a. d. Lda. — Siebenkampf. Chrissi Cast ein, Tv. 1846 Gießen: 3. Johanna Wagner, Mtv. Gießen: 5. Noli Sern, Tv. 1846 Gießen: 9. Marie Nabenau, Tv. Treis a. d. Lda., Liefe! Mohr, Tv. 1846 Gießen: 10. Ottilie Eßpach, Mtv. Gießen, Else Schott, Lv. 1846 Gießen: 11. Kath. Will, Tv. Treis a. d. Lda., Gertrud Donau, Tv. 1846 Gießen: 12. Else Graf, Mtv. Gießen: 13. Anni Scheid, Tv. 1846 Gießen: 14. Kath. Klein, Tv. Treis a.d. Lda.: 16. Anna Luh, Tv. Allendorf a. d. L., Lina Gartenschläger, Tv. 1846 Gießen: 17. Ottilie Node, Tv. 1846 Gießen: 18. Marie Will, Tv. Treis a. d. Lda. Jugend — Ober st ufe. Neunkampf. 1. Sieg Elfriede Münnich, Tv. 1846 Gießen: 2. Johanna Krech, Tv. 1846 Gießen: 3. Charlotte Amend, Mtv. Gießen: 4. Marie Schwan, Mtv. Gießen: 5. Anni Schön, Mtv. Gießen: 9. Else Klimmratb, Mtv. Gießen: 10. Eleonore Krüger, Mtv. Gießen, Gertrude Ziegler, Tv. 1846 Gießen: 12. Emmy Heß, Mtv. Gießen: 15. Anna Weiß, Tv. Großen-Linden. Jugend — Anter st ufc: Neun kämpf l.Sieg Else Bickelhaupt, Mtv. Gießen: 2. Martha Seiferth, Mtv. Gießen: 3. Emmi Münnich, Tv. 1846 Gießen: 4. Elisabeth Drechsler, Tv. 1846 Gießen: 5. Käthe Wagner und Elisabeth Leuning, Tv. 1846 Gießen: 6. Otti Balte, Mtv. Gießen und Marie Philipp, Tv. 1846 Gießen: 7. Elisabeth Blum, Mtv. Gießen: 8. Mathilde Koch, Tv. 1846 Gießen: 10. Martha Straudigl und Wck- yelmine Walz, Tv. Lich, 11. Elsa Hamel, Tv. 1846 Gießen: 12. Elli Zipp und Mathilde Hamel, Tv. 1846 Gießen: 15. Gretel Lang, Mtv. Gießen und Herta Äreve. Tv. 1846 Gießen: 17. Erika Gvch, HitD. Gießen und Elisabeth Müller, Tv. 1846 Gießen, 18. Gerda Hublih, Mtv. Gießen: 19. Erna Dramm und Morwil Peters, Mtv. Gießen uird Thea Faber Tv. Großen-Linden und Marie Häuser, Tv. Allendorf a. Lahn: 20. Jxma Volk, Mtv. Gießen unu Anni Pfund, Tv. 1846 Gießen: 22. Erna Konrad, Mtv. Gießen: 23. Minna Gerbig, Mtv. Gießen und Emmi Malinowski. Tv. Klein-Linden, schließlich der Tv. 1846 Gießen 7 weitere Siege, der Mtv. Gießen 5 weitere Siege, Tv. Klein-Linden und Allen- dorf a. d. Lahn je einen Sieg. Vüchertisch. Die „Europäischen Gespräche" (Hamburger Monatshefte für Auswärtige Politik. Herausgeaeben von 2L Mendelssohn-Bartholdy. Deutsche Derlags-Anstalt Stuttgart, Berlin und Leipzig) haben in ihrem neuen Heft mit dem Leitauffah in feinem diplomatischen Vorgefühl den Kundgebungen für einen zunächst wirtschaftlichen Zusammenschluß der österreichischen Nach- solgerstaaten vorgebaut, mit denen vor allem Benesch und Seipel inzwischen hervorgetreten sind. Der Wiener Historiker Carl Drockhausen gibt in einem Aufsatz über die Donauföderation dazu die Grundlage, indem er das Problem von der Amnebeluna befreit, mit der es, teils absichtlich, teils gedankenlos, umgeben wird, und dem politisch wie wirtschaftlich unmöglichen französischen Projekt einer Föderation der Anrainerstaaten des langgestreckten Stromes dos Ideal einer organi- scheu Gemeinschaft des natürlich begrenzten DonaubeckenS gegenüberstellt, alte Tendenzen in Kirchs und Schule, 5. Arnsburger Pfingstwoche. § Am Pfingstdienstag wird in Arnsburg das Jahresfest gehalten werden. AlsNedner sind vorgesehen Oberkirchenrat Wagner, Pfarrer Probst von Frankfurt a. M. und Lan- desjugenopfarrer, jetzt Oberkirchenrat Zentgraf. Am Wend ist Begrüßung für die sogen. „Pfingstwoche", die bis zum Freitag andauert. Amcahmt von Morgenfeiern und Abendandachten unter degr Waldkreuz, auch einer Abendmahlsfeier, wird in ihr gesprochen werden über Evangelium und Großstadt" (Pfarrer P r 0 b st), „Die Berufung" (Pfarrer zur Nied en), „Zurück zur Bibel" (Pfarrer Göckel, Hungen), „Was ist Bekehrung?" (Pfarrer z u r N i e d e n), „Evangelium und Jugend" (Pfarrer Kornmann, Alrichstein). neuer Form auf nehmend und ohne Awpie den Vereinigten Staaten Europas Wege ebnend. — „Die Gerechtigieit bei der Besteuerung" betitelt sich ein Artikel von Prof. Dr. P. bert in der neuesten Nummer 4182 der „311 u- strierten Zeitung" (Verlag I. I. Weber, Leipzig), in dem in anschaulicher Weise die hauptsächlichen, für eine gerechte Besteuerung maßgebenden Gesichtspunkte dargelegt werden. Dem 100jährigen Jubiläum der Gründung des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler am Kantate- Sonntag. 10. Mai. ist ein durch neun Abbildungen unterstützter Aufsatz „Der Börsenverein der Deutschen Buchhändler in seinem ersten Jahrhundert" von Dr. Friedrich Schulze gewidmet. Eine Ganzseite füllt die Zeichnung „Die erste Huldigung vor Generalfeldmarschall v. Hindenburg nach seiner Wahl zum Reichspräsidenten: Der Fackelzug der vaterländischen Verbände und Studenten am Montag. 27. April, vor Hindenburg auf Schloßgut Groh-Schv.ülper bei Braunschweig" von Rudolf Lipus. Für die Damenwelt bringt das Heft eine Reihe Modenbilder. Wirtschaft. • Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft im April Bei dem kaum veränderten allgemeinen Tiefstand unserer Wirtschaftslage hat sich der Eisenbahngüterverkehr im April gegenüber dem Vor- nwnat nur wenig gehoben. Der sonst im Frühjahr eintretende erhebliche Vrrkehrsaufschwung ist ausgeblieben. Nur der Stückgulverkehr hat sich zum Teil lebhafter gestaltet. Die arbeits- tä^liche Inanspruchnahme der Eisenbahn im Güterverkehr, gemessen an der Zahl der zur Güterbeförderung gestellten Güterwagen, war allerdings um etwa 800 Wagen größer als im März. Die Gesamtleistung des April blieb aber hinter dem März zurück, weil in den April die Osterfeiertage fielen. Der Verkehr wurde ohne Störung bewältigt. Die Verschlechterung im Kohlenversand, besonders infolge Rückganges des Hausbrandbedarfs, hielt an. Aus den hauptsächlichsten Kohlengebieten wurden fast 135 000 Wagen, etwa 13 Prozent, weniger abbefördert als im Vormonat. Im mitteldeutschen Braunkohlengebiet erreichte dieser Rückgang sogar 22 Prozent. In fast allen Kohlengebieten wurde die Förderung durch Einlegung weiterer Feierschichten eingeschränkt, die Halden bestände vergrößerten sich. Die nach den Amschlagplätzen in Duisburg (Ruhrort) und in Cosel beförderten Kohlenmengen waren im ganzen etwas höher, als im März. Naturgemäß ist die Beförderung von künstlichen Düngemitteln zurückgegangen (Beendigung der Düngezeit). Der Versand erreichte im ganzen nur etwa 38 890 Wagen, gegenüber 74 000 Wagen im Vormonat. Die Betriebe in den Kaliwerken werden zum grüßten Teil voll aufrechterhalten, um die Lagerbestände zu ergänzen. Die Bautätigkeit hat nicht in dem er- warteten Amsange eingesetzt. Der Versand von Baumaterialien, besonders von Zement, ist nur wenig gestiegen. Die Anforderungen an den Betrieb für den Güterverkehr toiefen im April nur geringe Aenderungen gegen den Vormonat auf. Die in den le!' < en Monaten geschaffenem und ausg bautm Eilgü'crzugvrbindmig., waren im allgemeinen ausreichend belastet. Auch int April ist der Wagenpark nicht voll in Anspruch genommen worden. Die Zahl der die Betriebsattlagen belastendett überzähligen Wagen war insbesondere in den Bezirken Altona, Hannover und Magdeburg außerordentlich hoch. 'Wegen Rückganges der Kohlenförderting als Folge von Feierschichten (Mangel an Austragen) und der Oster- feiertage trat in den oberschlesischen Kohlengebieten ein starker Rückstau an betriebsfähigen Leerwagen ein. Die Zahl der Schadwagen hat weiter zugenommen. Der Betrieb mit der Kunze-Knorr- Bremse entwickelte sich weiter günstig. Der Personenverkehr zeigte eine leichte Belebung, so daß die Kürzung der Züge, die in früheren Monaten bei dem schwächeren Verkehr vorgenonrmen war, teilweise wieder aufgehoben werden mußte. Der Verkehr aus Anlaß des Osterfestes war stark: er wurde ohne Störung abgewickelt. Zu seiner Bewältigung wurden 2 300 Züge über Plan gefahren, gegen 1 100 Züge im Vorjahre. * K 0 nkurs 11 achricht. lieber das Vermögen der Oberhessischen Maschinenfabrik G. m. b. H. in Alsfeld wurde das Konkursverfahren eröffnet. Forderungen sind bis zum 10. Juni beim Amtsgericht in Alsfeld anzumelden. * Friedrich Krupp A.-G., Essen. Der Geschäftsgang der Gesellschaft ist laut „D.H.D." in letzter Zeit in allen Abteilungen den heutigen Verhältnissen entsprechend angemessen. Einzelne Abteilungen sind sogar voll beschäftigt und mit Aufträgen auf längere Zeit versehen. Frankfurter Abendbörse. Frankfurt a. M., 25. Mai. Bei geringfügigem Geschäft setzten sich an der heutigen Äbend- börse die Rückgänge fort. Die minimalen Umsätze verhinderten stärkeres Nachgeben der Kurse. Einzelne Bankaktien waren leicht gebessert. Am deutschen Rentenmarkt erlitten 5proz. Kriegsanleihen einen neuen Kurssturz von 0,542 auf 0,528. Die Abend- börse schloß geschäftslos und in schwacher Haltung. Deutsche Anleihen: 5proz. Reichsanleihen 0,528. Ausländische Renten: Zolltürken 8,50. Bankaktien: Commerzbank 102, Darmstädter Bank 125, Deutsck)e Bank 124,62, Deutsche Vereinsbank 77, Dresdner Bank 105, Mitteldeutsche Creditbank 101, Reichsbank 130, Rheinische Kreditbank 94, Oesterreichische Kredit- aktien 7,30. Montanaktien: Harpener 120,50, Klöck- nerwerke 85, Marisfelder 73,25, Phönix 108,75, Kali Westeregeln 17. Chemische Aktien: Badische Anilin 131,50, Anilin Berlin 121, Elberfelder Farben 120,50, Th. Goldschmidt 95, Höchster Farbwerke 121. 5nbu- strieaktien: Gement Heidelberg 73,75, AEG. 103,25, Eßlinger Maschinen 58, Reiniger, Gebbert & Schall 3,25, Schuckert 71,50, Zucker Frankenthal 3,50. Am Freitag, 29. Mai, bleibt die Abendbörse geschlossen. CBeritncx ör}ß. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers"^ Berlin, 25 Mai, An der heutigen Börse war sowohl an den Jndustrieaktiemnärkten. als auch am Anleihemarkt das Geschäft noch weiter als s 0 n st eingeengt, roie bas in ber Regel zu sein pflegt, wenn der Verkehr burch zwei kurz aufeinanderfolgende Feiertage unterbrochen wurde. Das an sich geringe Angebot drückte bei der völlig fehlenden Aufnahmefähigkeit des Marktes allgemein auf das Kursniveau, fv daß die Börse in recht schwacher Haltung begann. Lähmend wirkten die sich mehrenden Meldungen von Zahlungsschwierigkeiten im Warenhandel, namentlich in der Textilbranche, und der pessimistisch gehaltene Ton mehrerer jetzt ver- 0.555 I 0.5625 Banknoten. 8.5 | 37,5 I 124,62 124.62 Berliner i nttenbörse. Ein < 64 68.56 4,30 57 96,25 73,65 68.5 0.70 94.75 92,3 65.60 69,25 in 100.5 7.40 0,165 66.50 62.25 66 89 69.9 122 15,10 17.10 62 110 91 87 2,95 4.45 46,5 60 0,53 0.95 2.325 10.90 3.60 : 68 ! 69,5 108 131,75 97 120,25 121,25 79.75 0. 28 0.58 0,68 n,34 0.60 (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 25. Mai. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 22,25 bis 24, Roggen, inländischer 20,25 bis 24, Sommergerste für Brauzwecke 21,50 bis 26, Hafer, inländischer 19 bis 23, Mais (gelb) 21 bis 23, Weizenmehl, inländisches (Spezial 0) 38,25 bis 39,75, Roggenmehl 31,25 bis 33, Weizenkleie 13 bis 13,50, Rogaenkleie 13 bis 13,50, Erbsen 24 bis 27,50, Linsen 28 bis 36, Heu, süddeutsches, gut und in 96,5 101 7.30 0.1 133 0.19 97 122,4 123,50 6,95 84 112 67,5 67 70 90,25 71 123.5 15,30 18 63.40 7,12 110,40 93,25 91 103.50 81,25 7.3.75 65/5 öffentlichler Geschäftsberichte führender Geselljchaf- ten. Mit dem herannahenden Ultimo hat der Gelb- in a -r f t eine nunmehr deutlich sichtbare Versteifung erfahren, indem der Satz für Tagesgeld auf 7i—9* Proz. anzog. Monatsgeld wurde demgegenüber unoeränbert mit 9$ bis 11 Proz. genannt, lieber ben Rahmen ber am Monatsende erhöhten Pfingstforderungen hinaus ging die Versteifung des Geldmarktes jedoch nicht. Gegen Schluß der ersten Börsenstunbe konnte sich an einzelnen Spezialmärkten auf Rückkäufe ber Börse hin eine leichte Erholung durchsetzen, die namentlich für heimische Anleihen, verschiedene Jndustrieaktien und einzelne K 0 ! 0 n i a l w c r t e zu geringen Kurs- aufbeHerungen führte. Im ganzen verharrte das G e f ch ä f t auch späterhin in seiner Stagnation. Am Devisenmarkt hält die Festigkeit des englischen Pfundes gegen den Dollar an, wahrend die Devisen Paris, Brüssel und Rom infolge der amerikanischen Schulbsordsrungen gebrückt blieben. Die Reichsmark notierte heute gegen Amster- bam 59,205, Lonbon 20,41, Paris 4,655. Börsenkurse 0.5425 9.5675 0,63 0.7055 0,33 .0 60 0,73 | 0,56 94,75 I 92,3 1 8.5 40 128 102 124,6 0.68 i 0,345 ! 0,615 I 0,58 0,96 115 2,325 48,25 11 3.5 68,62 111,25 93,50 90,25 2,85 65.5 68.62 62 68 83 70 120, .0 11.90 17 60,25 7.5 108.75 90 87.75 2,8 64 67,3 0,58 0,55 0,715 0,35 0,62 '.73 0,70 0,675 94,75 92,3 8,8 41 150 102 125 125 113,5 102 7,5 96,60 122,25 122.75 82 ttge dic mm cibi dies- bfljii $lülii l’iiroi ber t geintz gärtm durch- künstl müje 2 Anges die iverdl Bech nung W, zwei Siuni Leicht und n Besch- Snllal eine e 1 einem ter 9 Hindu große der t 64.75 70,5 91 123,25 15.5 18 2,25 3,5 48 10,7 66 94,75 92,55 1 8,85 I 37,5 | 1.30 | 102 . 124.75 131.50 0,6 96 120,62 121 6,62 79,25 108,25 103.25 83,5 87 71,5 65,5 2.8 71,5 45,25 59,75 trocken 9,50 bis 10, Weizen- und Roggcnstrvh 6 bis 6,50, Treber, getrocknet 16 bis 16,50 Mk. Tenbenz: Behauptet. Berkin—Frankfurt a. M. (In Sitüonen Mar? auLgedrückt. SueuoS ?IfreS, London, 9?en^ vor?, Japan, Nie de Janeiro für eine Einheit. Wien und« Svdavcst für 100000 Einheiten, cilleS übrig: für 100 Ei ilieiten.! Telegraphische Auszahlung. 105, ö 83,75 74,62 6'3,25 3 1,50 60 99 Berlin, 25. Mai. Der Probuklenrnarkt lag bei ruhigem Geschäft ziemlich unveränbert. Roggen knapp behauptet, Gerste, Hafer und Futrerartikel still. Am Samstag, 30. Mai, bleibt bie Probukten- börse geschlossen. Es würben für 100 Kg. notiert: Weizen, märt. 267—269. Mai 282—280, Juki 275i bis 273, Roggen, märf. 220—224, Mai 226j, Juli 221—220, Gerste, märt. 226—242, Futtergerste 200 bis 218, Hafer, märt. 229—237, Mai 219, Lull 190,50, Mais (loko Berlin) 208—210, Mai 204—206, Juli 198. Es würben notiert für 100 Kg.: Weizenmehl 34—36,75, Roggenmehl 30,25—32,50, Weizenkleie 14, Roggenkleie 14,80—14,90, Viktoriaerbsen 22 bis 27, kleine Erbsen 22—25, Futtererbsen 19—21, Peluschken 18,50—20, Ackerbohnen 19—21, Wicken 20 bis 22,50, Lupinen, blau 10—11, Lupinen, gelb 11,50—14, Serrabella 13—15,25, Rapskuchen 15,2" bis 15,60, Leinkuchen 22,40—22,80, Trockenfchnitzel 9,80—10, Kartoffelflocken 19,50—19,70. 2,25 50 11 69,75 fC. Scantrut--?r (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) F r a nk f u r t a. M., 25. Mai. Auftrieb: Rinder 1293 Stück, darunter Ochsen 298, Bullen 31, Färsen und Kühe 964, Kälber 727. Schafe 73, Schweine 4287. Rinder: Ochsen: Vollsleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 60—68, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 50—58, müßig genährte junac und gut genährte ältere 42—49; Bullen: Vollsleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 52—58, vollfleischige jüngere 45—50; Färsen und Kühe: Vollsleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 58—66, vollfleischige ausge- mastete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 52—60, wenig gut entwickelteFärsen 49—57, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 42—51, mäßig genährte Kühe und Färsen 30 bis 40, gering genährte Kühe und Färsen 15—25. Kälber: Feinste Mastkälber 75—80, mittlere Mastrind beste Saugkälber 65—73, geringe Mast- und gute Saugkälber 56—64, geringe Saugkälber 50 bis 55. Schweine: Vollfleischige von 80—100 Kilo 74 bis 75, unter 80 Kilo 68—73, von 100—120 Kilo 73—75, von 120—150 Kilo 70—73, unreine Sauen und geschnittene Eber 55—65. Marktverlauf: Reger Handel, geräumt. Schafnotierung fällt der geringen Abschlüsse wegen aus. Fettschweine vernachlässigt. In ber Pfingstwoche finbet ber Hauptmarkt Dienstag, 2. Juni, statt. 5®/n Deutsche NclchSanlekh« 4% Teu'schc 9ic)d>3an(tibe 87,% Dcmsche NeichSaulethe 3% Deutsche Nrich-anlrioe £c urteile Svarprümicnanlelhe 4% Preußische Konsols 4% Hessen 37«% Hesse» 3% t>cif<».......... Deutsche Wertb. Dollar-Anl. bto- Doll.-Schav-Anweisng.'l 4°/0 Zolltnrteu......... 5% Goldmexikaner • • • ■ Berliner Handelsgesellschaft Eommccz- und Privat-Bank Darmst. und Naitonalbank Deutickre Bank Deutsche Bcrcinsbank ... DiScomo Lommandit Metallbank ....... Mitteldeutsche Creditbank. . Oesterreichische Creditanstalt. Westbank Bochumer Guß • ...... Buderus.......... Caro . Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpener Bergbau Itahlöcrfe Ascherslebcir. . . . Kaliwerk Westeregeln .... Laurahütte ....... Oberbedarf Phönix Bergbau . Rbeinstahl ....... Ltiebeck Montan Tellus Bergbau. ..... Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd Lheramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Pbilipp Holzmanu...... Analo-Com -Guano . . . .. Badische Anilin Chemische Maver AlaNül - . Goldschmidt GrieSiieimcr Electron .. Höchster Farbwerke Holzverkohlung viütgccswcrke ...... Schcideanftalt ......... «fifl. Elektrizitäts-Gesellschaft A-rrgmann .......... S’/ranrfraftiuerte ........ Schuckert . . . , Siemens & HalSke . .... Adlcrwcrke Kleyer ..... Daimler Molvrerc. ..... Hcyligcnftaedt..... Meguin Mviorenwerke Man:tbeim . ß-rankfurtcr Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . Schuhfabrik Herz . . .... Sichel Zellstoff Waldhof ..... Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäusel . . . 'Zr- svpter Mm '5. Mai Amtliche Noli ruiig Amtliche Notierung l^eld Brref 6leld Briet plinM.-tflott. 168 f.9 159,11 168.6- 169,0a Buen-Aireö 1.698 1,702 I.7U8 1,712 Brss.-Antw. '0,9. 21,01 20,97 21,03 Chrisliania 70,54 70,72 JO, 52 70,70 tioprnbagen ;8.9(i 79,10 73,85 79,05 Stodootm 112.21 11'2,49 112,22 112,60 Heliingfors 10 576 10,613 7,57 j 7,615 Italien. . 16.905 16,945 16,915 16,955 London. 40.3 I 20,438 20.384 20,496 9.u.. 2.47 Belgrad . . 6 86 6,88 6,97 i;,99 Blidapeft. - Bulgarien 5.897 .4,035 5,917 3,0-15 5,8l6 3.035 5.916 ! ,145 Lissabon 20 425 -0,475 <0,275 <0,325 Danzig. . 80 87 ■<1.07 80.86 81.06 Konstantin. 2.295 ■2,305 -.295 2,305 Aide». 7 34 7.38 7.64 7,36 Frankfurt a.M. Berlin Schluh. üurs Stblüf;'1 Aden 5- Datum: 23. 5. 25 5. 23. 5. j 25 5 Berlin, 25. Mai. Geld Briet Amerikanische Noten ..... 4.178 4.198 Belgische Noten ....... •20,92 21,02 Dänische Noten ....... 78,60 -8,98 Englische Noten........ 20,354 20,454 Französische Noten ...... 21,45 21.57 Holländische Noten ..... 168,28 169,14 Italienische Noten...... 16.93 17,01 Norwegisch« Noten...... 70.37 70-69 Dcutsch-Ocftcrr.«100 Krone« 19,065 59.365 Rumänische Noten ...... -r~ — Schwedische Noten...... 111,9.5 112,41 Schweizer Noten...... 81,10 81 ,.50 Spanische Noten....... 60,90 61,20 lUckechoflowakische Noten . . 12.45 <2.51 Ungarische Noten 5.875 5.895 dwhereme Feuer am Nordpol. Technisch-politischer Roman aus der Gegenwart. Aon Karl-August von CafferL 50 tforfleRung (Nachdruck oerboten.) Don hier aus begaben wir uns durch bas Hauptportal in die Wohnstadt Eine breite, hohe Strohe nahm uns aut, in die kleinere Nebengassen munden, Längs der Hauptstraße licken immer in einzelnen Eisblocks die Speiscanstaltcn, Urholungs- und Vergnügungsstätten. Ein flino existiert bereits, ein Theater ist im Bau begriffen, und nu einem gewaltige« großen Park mit tiemüjc- seldern und Blumenanlageti wird mit vollen flräf- len gearbeitet Hier machte zunächst die Beschaffung der nötigen Gartenerde Schwierigkeiten. Wohl lieferten die aus dem Bohrloch geforderten Erdmassen, die muii nach den Erfahrungen der Bodenchemic oer otbeitete, ein brauchbares Material, nur fehlten diesem gänzlich sterilen Boden die notigen Erd- bozillen, ohne die kein Pflonzenwuchs möglich ist. Einige Ladungen Oberflächencrdc wurden daher von Platinia herangebracht- außerdem beschaffte man von Europa mehrere Kubikmeter bester Gartenerde, mit der die ganze Fläche des Parkes gewissermaßen geimpft wurde Die in einer kleinen Dörflich;- gortnerei ongestclltcn Probepflanzungen verliefen ourchmis erfolgreich. Unter dem stets regulierbaren künstlichen Sonnenlicht wuchsen die ausgesätcn Ge- milfe in überraschend kurzer Zeit heran. 21 n den Nebenstraßen liegen die Wohnblocks der Angestellten und Arbeiter. 3m allgemeinen Haufen die Mitglieder einer Abeitskolonnc zusammen, doch iverden auch besondere Wünsche respektiert. Für die Verheirateten und die Angestellten sind Einzclwoh- nungen vorgesehen. Alle Räume besitzen elektrische Heizungs- und Lüstungsanlogen. Die Arbeitszeit ist eine achtstündige, die aber in zwei völlig verschiedene Tätigkeiten zerfällt: vier Stunden dienen der Schwer-, vier Stunden der Leichtarbcit. Als erstere rechnet alle bergmännische und maschinelle Tätigkeit. Als leichte Arbeit gilt die Beschäftigung in der Wohnstadt, im Park, beim Entladen der Flugzeuge und ähnliches. Dadurch wird eine einseitige Uebermüdung vermieden. Die breite Straße der Wohnstadt mündet an einem zur Arbeitsstadt führenden Portale. Doch auch der Flugzeughasen besißt dorthin eine direkte Verbindung. Am Eingänge der Arbeitsstadl liegt der große Verwoltungsblock, der auch die Wohnräume der höheren 'Angestellten und ein Logierhaus für ^öste enthält. Alle Gebäude bestehen aus hölzernen, lcicht zusammenlegbaren Teilen. Vom Verwaltungsblock laufen strahlenförmig breite Straßen nach verschiedenen Richtungen. 3te miUelsle suhrn uns direkt -ur Bohranlage Diese unterscheidet sich von den bekannten oberirdischen Bohrtürmen nur dadurch, daß kein Turm vorhanden ist. Die Bohrung ging anfangs im Eise sehr schnell und leicht oorwäris. 3n der Bohrkrone befand sich eine elektrische Heizanlage die das Eis zum raschen Schmelzen brachte, worauf das Wasser ausgepumpt wurde. Die so gewonnene Flüfsigkeii wird jetzt ob Spülwasser benutzt. Augenblicklich ist man in zwei hundert Meter liefe angelangt und rechnet in den nächsten Tagen mit dem Ausbruch des Deles. Große Tanks, die einfach nur in das Gis hineingejchmol- zen wurden, und zwei gewaltige Rohölmotoren warten nur daraus, ihrr aus dem Innern der Erde kommende Heiznahrung aufzunehmen. Die Maschinen sind imstande, 32 uOO P,erde- hohe herzugeben. Ein Teil dieser Kräfte wird Aum Betriebe aller Anlagen der Fabrik- und Wohnstadt verwandt werden. Der gesamte Ueberjchuß aber dient dem Dortreiben der beiden großen Eislunnels in Richtung Platinia einerseits und nach Alaska andererseits. Rach Platinia kann der Tunnel nur bis an den Anfang des Gebirges fortgesetzt werden, weil dort das ewige Eis unterbrochen ist. Die Fort- führung der Berbindung über das Gebirge muß zunächst weiter durch Flugzeuge erfolgen Später ist die Anlage einer Schwebebahn vorgesehen, doch muß hierzu die Errichtung einer Erzgrube mit anschließendem Hüttenwerk abgewartet werden, was eine Arbeit des nächsten Jahres sein ivird. Ein großes, reickchaltiges (Eijcngcbiet wurde bereits durch den Präsidenten von Nova Thule, den genialen Herrn Sanders, in nicht zu großer Entfernung von De- trolea mit Hilfe der Wünschelrute aufgefunben. Die dort zu errichtende Erzftadt wird Ferreata heißen. Man bestätigte mir, daß die Länge des projef- lierten Tunnels fast 1400 Kilometer betragen wird, eine Entfernung, die derjenigen von Berlin bis Sizilien gleichkommt. Meine Ansicht, daß hierzu Jahrzehnte nötig seien, begegnete fröhlichem Lächeln. Herr Nagel, der erste Direktor der Kompagnie, hat eine besondere Eisbohrmaschine erfunden. Ihr Kops besteht aus einem mächtigen, stets glühenden Eisenkranze, der einen Durchmesser von drei Meter aufweist. Dieser Kops frißt sich bei schneller Rota- tion in das rasch schmelzende Eis hinein. In der Mitte bleibt ähnlich wie bei dem Kern einer Bohrmaschine ein runder Eiskegel stehen, der von Zeit zu Zeit abgebrochen und nach rückwärts entfernt wird. Dadurch schafft man ziemlich rasch ein kreisrundes Tunnelloch. Man beabsiwltgt. von mehreren Stellen aus gleichzeitig zu arbeiten. jRaturlith müfien diese weit voneinander enlcmlen Stationen zuvor emGerichlet und mit Starkstrom aus der Zentrale in Petrsleo versorgt mertten Nun komme ich zu einem der gemalftcn Ge- danken dieses Unternehmens. Man will in den Tunnels keine Etsenbahnschienen legen, sondern dte Anlage nach dem Prinzip der Berliner Rohrpost pneumatisch betreiben. Die eisglatten Tunnelwande, die dann allerdings ständig unter (Befriertemperatur zu hallen sind, bieten die Möglichkeit, einen geschoß- artig konstruierten Wagen mit einer Geschwindigkeit von 250 300 Kilometer die Stunde durch Lustdriick vorwärts zu treiben. Sollte die Druckluft auf größeren Entfernungen wegen der Porosität des Eise» versagen, dann ist eine elektrische Fortbewegung vorgesehen, die Fahrzeuge in ichlittenartiger Weise vorwärts treibt. Auch hierbei hofft man große Geschwindigkeiten .zu erreichen. Ich hatte bereits Gelegenheit, ein probemäßig angelegtes Tunnelstück von etwa einem Kilometer Länge in einem pneumatischen Wagen zu durchstiegen. Das Ansahren und Bremsen geschah so plötzlich, du . man sich fcsthalten mußte D«e Fahrt selber oer- lief ohne Erschütterungen und dauerte insgesamt 50 Sekunden Ei>v Beschreibung des Maschinenhauses, bei Funkenitation unb sonstiger Anlagen erübrigt sich, weil sic nichts Bemerkenswertes aufweifen. Ich möchte nur eine kurze Aufzählung ber sonst noch geplanten Anlagen machen. Der Erbohrung ber ersten kleineren Oclquellen sollen im Lause bes Winters wettere folgen, bic von weit größerer Ergiebigkeit sind. Gleichzeitig mit dem Dau des Tunnels erfolgt die Legung bes Hochlpon- nungskapels zunächst bis Kennanland, ber äußersten Spitze Nova Thules. Alaska gegenüber und etwa 30 Kilometer von Kap Borrow entfernt, von h^r beginnt die wett schwierigste Arbeit: bas Legen bes Untcrfcefapels über biese große Entfernung in einem nur fetten eisfreien Meere. Ein bereits in Rußland im Dau begriffener starker Kabeldampser wird im nächsten Jahre in Begleitung von zwei ber größten Eisbrecher mit btefer Arbeit beginnen. Zu glecher Zeit erfolgt ber Bau ber Hochspannungsleitung in Alaska, zunächst bis Nome, ber Hauptflabt bes Landes, und dann an der Küste entlang nach Süden mit einer Abzweigung nach Kanada und einer nach den Vereinigten Staatev Der Oelreichtuin von Petrolea ist so unermeßlich, daß man nach Aufstellung genügender Rohölmotoren und Dynamos den halben Jtontinenl von Nordamerika mit elektrischer Krott au versorgen hofft. Ein bisher noch nie in diesem Maße versuchte» Problem bitb.i die Kraftübertragung einer Energiemenge von vielen Millionen von Vferbekrüsten auf derartige ungeheure Entfernungen. Doch Herr Nagel versichert, daß die eigenartige Konstruktion feines Hochsponnungskadel» diesen 21 nforberungen gewach- f»n fei." (Wettere Drittel folgen.» 9. Heller Sonnenfchem weckte Lindo in ihrer Kabine. Sie f".'hr auf unb blickte erschrocken nach de, Uhr. Drei Uhr morgen». Da» konnte bodj nicht stimmen' Ilm diese Zett war e» Anfang August no stockfinster. Da erinnerte sie sich, daß das Flugzeug Unterbetten bereits in ber Nähe de» Poles an- gelangt war wo der hakbiährige Tag noch etroa lieben Wochen lang bauerte. Beruhigt legte sie sich ruf» neue nieber unb schließ sanft geschaukelt unter dem leichten Vibrieren bes großen Doget», wieder em. vinige Stunden später klopfte e» an die Tur, unb Stratoff rief .Linda mach auf' Es ist sieben Uhr. Um halb neun sind wir in Platinia " Lch komme bald", tönte es hell zu ruck. ,Loß in einer halben Stunde den Tee onnchten!" Stratoff faß bereit» am gedeckten Frühstücks ti -st vor dem fummenben elektrischen Samowar, al» seine Frau eintrat. .^Diesmal ist die Fahrt zum Pol schon etwa» bequemer unb vor ollen Dwqm uugesährlicher o(» die unserige im vergangenen Jahre", meinte er. Und alles verdanken wir nur dem Genie von Nagel und Sanders!" tagt ■ stmdo. ,Lch möchte es ihnen wirklich gönnen hoü ihr Herzenswunsch in Erfüllung ginge unb Nova Thule eine deutsche Ko- nie roü rdc. die den Ausgangspunkt für die Gesundung ihres Vaterlandes bedeutete." Stratosf rückte etwas unruhig hin und her. Dann erwiderte er ; Selbst die Schätze Nova Thules würden Deutschland > chts helfen. Dieder ausrichten kann cs sich nur durch eigene Kraft. Und dazu gehört in erster Linie intensivste 2lrbeit unb sparsamste Wirtschaft. Dir in Rußland haben den eminenten Vorteil einer wirklichen Revolution hinter uns. Nachdem Ehao» erhob sich die Diklotur, die mit eisernem Be sen eine Arbeit Stätigkeit verlangt und durchsetzt, wie sie nie vorher bei uns geleistet wurde. Darum iverden wir in zehn Jahren wieder obenauf (ein. (Fortsetzung folgt.) fg-Gii-Puderkissen. Ak den Wieder u Nubuk»** Gü-Puti in der Dose für dar xkearien Sdc* 5300c Telephon 1160. Neuenweg 10. sic sind fdelprodukfe und bürgen für eine Leder pflege in höchster Vollendung Wdr- Wachs Werk tobert (jürUv SöAnr.Oeden-A Zweigniederlassung: Frankfurt (Main), Schloßstraße 117, ““ss Tel. Maingau 4753. Gebrüder Jakob Grotzschlachterei „Der Mite“ (Bund Der Frontsoldaten) Ortsgruppe (Liehen Anmeldungen bei der Geschäftsstelle Tietzstrahe 7 II . 04519 Tierschauseft in Hohensolms am sog. Wollmarkt — 15. Jnni 1925. — Schau mit Prämiierung beS Vogelsberger Rindviehes aus Teilen beS Kreises Wetzlar und Biebenkovf, sowie Ausstellung von landwirilchaftlichen Maschinen und Geräten. Konzert, Volksbelustigungen, Tanz. Feuerwerk. Besitzer von Schau-, Verkaufsbuden, Karustells, Luftschaukeln ustv., sowie Fabrikanten und Verkäufer von landwirtschaftlichen Maschinen wollen sich wegen Vergebung der Plötze bis zum 5. Juni schriftlich unter Angabe der Größe des beanspruchten Platzes an den Vorstand, z.Hd. des Landwirts Do ff in g wenden. Der Vorstand. 5335D lllllllllllll.....IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Ein wirklich lelstunKsftthigbs Motorrad ist das ICelch*fahrtinodelI Mk. 550.- ist der billige Barpreis desselben, Schilling, Frankfurter Straße 23. GWWWU! Morgen vormittag eröffnen wir WMeglö^llletzMl Wir dielen dem verehrlichen Publikuln zu billigen Preisen allererste Qualitäten W- uni Wm unb bitten von unserem Angebot ausgiebigen Gebrauch zu machen. — Telepdonische wie auch Hausbestellungen gelangen heftens unb prompt zur Ausführung. 53530 )as 37 in lange und 13 m tiefe, in der Kukirol-Straße gelegene Fabrikgebäude der Kukirol-Fabrik; links daneben das Garegen- a*d WnMtetartegeMude. -st Das 30 m lange, In de> Reitbahnstraßc gelegene Verwaltungsgtbaudcdcr Kukirol-Fabrik, lu welchem ungefähr lOOi.aatatilnBtoche Beamte beschäftigt sied Unsere „Rehklahhmeh“ Die Kukirol-Fabrik wurde vor 6 Jahren begründet. Damals kämpfte sie nur gegen die Hühneraugen, heute für eine Kulturidee: die richtige and systematische Fußpflege. Damals arbeitete sie In gemieteten Räumen, heule —siehe oben. Der Weg zu diesem Erfolge war durch unzählige Drahtverhaue gesperrt. Wir haben sie arte mit den Tanks unserer Propaganda niedergebflgelt Unsere Propaganda wird verschiedenartig beurteilt. Marktschreierisch, widerlich and geschmacklos nennen sie die Leute, die von Propaganda zwar nichts verstehen, sieb aber trotzdem berufen fühlen, über diese ein Urteil abzugeben. Zupackend, lebendig und großzügig nennen sie andere. Wieder andere behaupten, daß die große „Rehklahhmeh" (Reklame) die Ware verteuert Dazu wäre verschiedenes zu sagen. Eine Reklame, die gelesen werden soll, muß in Wort oder Bild eine besondere Kote haben. Sie darf nicht dürr und nüchtern sein. Auf welche Weise man das PubHkinn veranlaßt, sie zu beachten, das ist schließlich Nebensache. Die besondere Note unserer Propaganda kann man durch die Worte Ausdrücken Es hat mir so wollen behagen, Mit Lachen die Wahrheit zu sagen. Nicht nur die Wahrheit über die guten Kukirol-Präparate, denn das ist selbstverständlich, sondern auch über so manche Narretei in unserem öffentlichen Leben. Wer unsere Propaganda genau gelesen hat, wird ment bestreiten können, daß sie bei allem teilweise groteskem Humor einen ernsten Unterton hatte. Die Geißelung des Schieber-, Kokotten- und Wuchertums in der Serie .Der Valutaprolet* z. B. hat uns, dessen brauchen wir uns nicht zu schämen, einen großen geschäftlichen Erfolg gebracht, aber schließlich härten wir diesen auch erreichen können, wenn wir unserer Propaganda mit anderen Mitteln Beachtung erzwungen hatten. Es ziemt sich deshalb nicht, ans zu schelten, weil wir die Bekämpfung von Zersetzangs-Erscheinungen in unserem Volksleben mit unserer Propaganda verquickten Einen Vorwurf könnte man uns nur machen, wenn wir auf die schlechten Instinkte spekuliert hätten, statt sie an den Pranger zu stellen. Aber .die große Reklame verteuert die Ware*, hatschi Ein Drohst in einem kleinen Städtchen äußerte dieser Tage .Die Kukirol-Fabrik ist die erste deutsche Firma, die eine großzügige Reklame nach amerikanischem Muster gewagt hat" Man mag üßer die Amerikaner sonst denken, wie man will, aber daß sie in Geldsachen kurzsichtig seien, wird niemand de- behaupten wollen. Eine Propaganda, wie wir sie In Europa machen, wird in Amerika von tausenden Firmen gemacht Die Folge müßte sein, daß die meisten Bedarfsartikel in Amerika viel zu teuer wären. Das würden sich aber die Verbrauche.- nicht lange gefallen assen die Konkurrenz würde sie autkllreo und die Folge wäre, -laß Firmen, die solche Propaganda machen, sldi nicht halten könnten. Sie können sich nicht nur sehr gut halten, sondern sie haben ^roße Erfolge und du Publikum beweist ihnen keine Abnetgeng, andern Wohlwollen. Das ist durchaus begreiflich, denn Reklame verteuert die Were nicht! Allerdings unter zwei Voraussetzungen: 1 Die Reklame muß gut sein, muß so großen Umsatz schallen, daß Ihre Kosten im Vergleich zu diesem Umsatz keine groß« Rolle spielen, und _ , „ 2 . die Ware muß gut sein, denn es lohnt sich nicht, kostspielige Reklame für eine Ware zu machen, die man einmal und nie V ‘^Und weil beide Voraussetzungen bei der Kukirol-Propaganda und bei den Kukirol-Präparateo zutretien, deshalb verteuert unsere gute Propaganda unsere guten Präparate nicht. Unsere Prepaeanda schafft große UmMtee, denn wir verkaufen jährlich viele Millionen Packungen unserer Kuklrol-Präparatc und wir werden za künftig noch mehr verkanten, denn unsere Aufforderung ätuMlroien Siel wird von Millionen befolgt. Sie würden das nicht tun, wenn sie nicht die Güte unserer Präparate zu schxUeo wüßten. Unsere Fabrik ist die g oiMc derartige Sperialiabrik der WclL Ihre Bedeutung wurde von der Stadt Groß-Salze dadurch anerkannt, daß sie eine an unserer Fabrik gelegene Straße Kukirol-Straße benannte. Die Postvcrwaltung ist genötigt, ein neues, großes Postamt für unseren riesigen Postverkehr zu errichten Also die Voraussetzung 1 ist reichlich erfüllt, der Umsatz tat da, ein vieJ größerer, als ihn vor wenigen Jahren selbst erfahrene Fachleute für möglich gehalten hatten. Auch die Voraussetzung 2 ist erfüllt, denn unsere Präparate werden In Fachkreisen als erst« Klasse bezeichnet Zahlreiche Aerztc. darunter Kapazitäten, die unsere Präparate selbst ausprobiert haben, setzen sich für sie ein und beben sie glänzend begutachtet. __ Die Wiederverkäufen die ihnen trüber teilweise mCht gewogen waren, well viele noch größere Posten veralteter Konkurrenz- Präparat e vorrätig hatten, haben mit Ausnahme ganz weniger, die noch nicht umlernen können ihren Widerstand längst aufgegeben, well sie ebenfalls lieber eine gleichmäßig gute Ware verkaufen, als eine, die das Publikum abiehnt Und gleichmäßig gut sind unsere unter der Leitung eines approbierten Apothef Jr ■ und eines Chemikers hergesteltten Präparate Daran wagen heute selbst diejenigen nicht mehr zu zweifeln, die unseren Präparaten (röher infolge unserer neuzeitlichen Propaganda etwas skeptisch gegenüberstanden. Die volIrtAixlige KuklrDt-Kur enthält afle 3 Kukinri-PrAperatc: Kukirol-Fußbad, Kokirol-SUeupuder und Kakirol-Hühneraugen-Pflaster, kostet nur 2 Mark und ist ta allen Apotheken und rachdrogerien zu haben. Führt sie ein Geschäft nicht, so hat sic das nächste, oder wir veranlassen die Zusendung durch eine hterfge Apotheke oder “TS Kukirol-Präparate werden selbstverständlldi auch einzeln abgegeben. Sie sparen jedoch beim Einkauf einer ganzen Kur- Packung 26 Pfennig. Unsere neue Druckschrift .Kuklrolen Sie* gibt Ihnen wfgjg» ÄMfschJüeee über die Notwendigkeit der Fußpflege ued wir Wttea Sie, diese umgehend anzufordern. Die Zusendung tffoigt kostenlos und portofrei, ohne jede Verbindlichkeit für Sie. Kukirol-Fabrik Kurt Krisp, Groß-Salze bei Magdeburg Größte ruflpflefe-SperfWtWfoftr* der WeH. SWeme HertaWen Bonenlem (MoftwJ)