lu lee nnten keteq tt Ohle. lcklt L lche Artikel itzt. ^Gebrauch. i» ss Laden! •suche ießen 8, auswärts 10 (Bolbpfennig; für Ne^ Klame-Anzeigen v 70>nw Breit« 36 Goldpfennig Platzvorschrist 20' .Auf- schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton Or Fnedr. Wild Lange: für den übrigen Teil Ernst Dlumschem: für der Anzeigenteil: Han» 'Bea Ölungen ist allo nach wie vor ausschließlich § 29 Abs 2 deS DermögcnSsteuergesetzes maß- g-benb. Danach war für das Jahr 1925 als erste Vorauszahlung am 15. Februar ein Viertel der DetmögenSsteuer von 1924 zu entrichten. Wann weitere Vorauszahlungen für 1925 zu entrichten sind, wird der Reichstag bei der (Beratung deS neuen Dermogenssteuergefeyes zu befchliehen haben. Steuerpflichtige, die ihre Dermöge-ssteuer unter Berücksichtigung der verlängerten Schonfrist nicht entrichten, sehen sich der Erhebung von Verzugs Aufschlägen und auch der Gefahr der zwangsweisen Beitreibung aus. , v) D i e Arbeitszeit in den Bäckereien und Konditoreien. Wie wir hören, hat das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft u. a. bestimmt, daß für die Zeit vom 1. Mai biS 30. September auf Antrag die Verschiebung der Lage der achtstündigen Detriebsruhe auf die Zeit von 9 Hbr abends bi« 5 Hhr morgen- widerruflich unter der Bedingung zulässig ist, daß Lehrlinge vor 6 Hhr morgens überhaupt nicht und vor 7 Hhr morgen« nicht mit dem AuStragen von Backwaren beschäftigt werden. 0 Zusatzsteigerung für Ren t en a u S der Invalidenversicherung. Dem Reichörat ist durch das Reichsarbeitsministerium frt Entwurf eines Gesetze- über Zusatzsteigerung für Renten auS der Invalidenversicherung vorgelegt worden. Da- Gesetz soll, wie wir Horen, mit bem 1. April In Kraft treten und sieht in Artikel 1 folgende Fassung vor: .Bei der Invalidenrente werden 10 Proz. der feit dem 1. Ian. 1924 gültig entrichteten Beiträge alS Steiger ung«- bstrag gewährt. Ferner wird für jede ordnungsmäßig verwendete Beitragsmarke der bis zum 30. September 1921 gültigen Lohnllassen HI. IV und V ein Steigerang-betrag gewährt: er beträgt für jede Beitragsmarke in der Lohnklasse III 4 Rps.. Lohnklasfe IV 8 Rpf., Lohnklafse V 12 Rpf. ** Sprengungen zu wissenschaftlichen Zwecken. In die'er Woche werden Donnerstag und Freitag in Gralenwöhr bei Rürnberg zum Zw«ke der wissenschaftlichen Sr- forschuna der Fortpflanzung deS Schall- in der Atmosphäre Sprengungen vorgenommen, die. jeweils um IP'4 Hhr beginnen*», sich in Abständen von einet Stunde bis 31 i Hhr wiederholen. Bei günstiger Windrichtung dürften diese S nrengun» gen wohl auch in unterer Gegend zu fjätjn sein. Wahrnehmungen hierüber wolle man mit möglichst genauer Zeitangabe an da- meteorologisch- geophysikalische Institut der Hniverfilät Frankfurt gelangen lassen. • • Ski-Gelegenheit in der Rhön. Der Wintersportverein Gersftld (Rhön) meldet uns vom gestrigen Tage: Klare- Wetter bei 3 Grad minus, Schneehöhe ab 600 Meter 15 bi- 20 cm, auf der hohen Rhön bis 30 cm. Trockene Beschaffenheit des Schnees, gleichmäßig pulverige Beschaffenheit der Schneedecke, ab 600 Meter sehr gute Skibahnen. • • Der Sonderzug zur Leipziger Frühjahrsmesse am 28 Februar ab Eob- lenz über Gieße n—Cassel verkehrt unter allen Hmständen. D.n Meßbesuchern wird dieser Zug besonders empfohlen, da er 33l 3 Prozent Führ- Preisermäßigung bietet und jedem Reisenden ein Korpulenz und Kran heft Die Krankheiten deS reiferen AllerS. Cbei den meisten Menschen stellt sich scho> 'er dem vierzigsten Jahre irgendein Merkmal des beginnenden Alters ein, meistens in Form einer unliebsamen Leibesfülle. Kurpulenz ist die Einleitung für allerlei Gebrechen und Schwächen der reiferen Jahre. Sie ist eine Folge der Verzögerung deS Stoffwechsels und BlutumlaufS und steht im Zusam- menhang mit vielen körperlichen Leiden und Beschwerden. Je später Leute korpulent werden, desto länger bleiben sie jung, frisch. lebenSmutig und leistungsfähig. Durch knappe Ernährung die gettleibigleit bekämpfen zu wollen, hat keinen Zweck, Blut- armut und Verven schwache sind oft bi: Folgen. Voch schädlicher können Iodkuren. einschließlich der Kuren mit sogenannten EntfettungS'.ceS. die aus jodhaltigen Pllanzen (Focus) hergestellt find, im Ginzs.'falle wirten. -Der Zeck und Mittel dazu hat, benutzt mit Erfolg gegen Fettleib.gleit Brunnenkuren. Aber man kann doch nicht das ganze Jahr in Kurorten zubringen. Der Reaktol-Verland in Berlin hat nach den totrAarnen Bestandteilen von fünf der bewährten Kurbrunnen Tabletten künstlich hergestelll. die man jederzeit ohne große Vorbereitungen einnehmen kann, und die gegenüber allen anderen Kuren außerordentlich billig find. Sitzplatz gewährleistet wird Auskunft, Metz- abzeichen und Fahrkarten übermittelt der Ehrenamtliche Vertreter deS Mehamts Hermann Fuhr i. Fa. I. H. Fuhr, Gießen. Sonnen- straße 25. sowie der Rorddeuftche Lloyd, Th. LooS, Gießen, Kirchenplatz 13 " Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: Ochsen 4. Färsen und Äüf>e 1, Kälber 1027. Schafe 493, Schweine 674. Vückiertisch. — Hermann Steinke: Heber tausend Rätsell Rätsel und Sprachwunder aus alter und neuer Zeit. Geb. 2 50 Mk. (Verlag Jriedr. Andrea« PerthcS. Gotha.) — Es handelt sich hier um ein ernstes, geistreiches Buch für Erwachsene und die reifere Jugend. Die Reichhaltigkeit des Werkes macht zu einem Leckerbissen für jedermann, zum Handbuch für den Familientisch. Für alle, die vornehme Geselligkeit pflegen, bedeutet da« Rätselbuch die Quelle lustiger und anregender Unterhaltung. 1309 — Magdalene Dornls. Roman von Fell? Hollaender. (Verlag Hllstein, Berlin. Preis 1 Goldmark.) — Ein Roman schicksal-voller Lie- besverstrickuirg. Er enthüllt Tiefen der menschlichen Ratur, steigert die Wirrnis der Seelen bis zu einem Punkt, der als Ende nur den Zusammenbruch übrig läßt. Bilder mit dem Kolorit der Großstadt Berlin zeigen Felle Hollaender im Besitz seiner vollen realistischen Erzahlerkraft. Die so au-gedehnte L te-atur über die Web- technik bietet eigentlich wenige Bücher, die allgemein verständlich geschrieben s-nd und doch nicht oberflächlich, sondern volkstümlich im wahren Sinne so daß jeder daran« Ruhen ziehen kann, der Betriebsleiter sowohl, wie der Werkmeister und derjenige, der noch im Lernen ift Solch ein Buch ist .Der W e b st u h V*. Seine Entwicklung, sein Aufbau, feine Wirkungsweise und seine Bedienung, mit betonterer Berücksichtigung des mechan schen WebstuhlS. von Dr. ing. Peter Leis, ersch enen in dem bekannten technischen Verlage Dieck & To. in Stuttgart. Der Verfasser, früher Leiter der technischen Abtei- Gerlchtssaab Der flukmütiqe ReidiSbaukrat. — Ein skrnvelloscr Effektenmakler. Frankfurt a. M. 24. Sehr. (WD.) Rach zweitägiger Verhandlung verurteilte das erwet- terte Schöffengericht den 48jährigen Reichsbank- rat Karl Leonhard wegen fortgesetzten Betrugs. Bestechung und Amtsunterschl'-gunq zu vier Jahren Gefängnis und den 30j ihrigen Effektenmtver Mak Kaufmann wegen fortgesetzten Betrugs und Bestechung zu vier Jahren Zuchthaus. Kaufmann hatte als selbständiger Effektenmaller. nachdem es ihm nicht gelungen war, bei der Reichsbank ein Girokonto zu erlangen, noch zur Abrechnungsstelle der Frankfurter Banken zugelassen zu werden, feine Effektengeschäfte durch Leonhard über die Reichsbant besorgen zu lassen. Hierdurch wurden der Reichsbant zunächst für kurze Zeit Gelder entzogen. Dadurch aber, daß die Spekulationsgeschäfte des Kaufmann anfang- günstig waren, wurde immer wieder für Deckung gesorgt. Als aber im Herbst 1923 Kaufmann keine glückliche Hand mehr hatte, beging Leonhard für ihn, nachdem einmal ein Defalt entstanden war. Hnterschlagungen in großem Umfang. Als im Sommer vorigen Jahres daS Defizit der Reichsbank 408000 Mark erreicht hatte und Kaufmann nicht in der Lage war, dem Drängen Leonhard- auf Zahlung Folge zu leisten, zeigte Leonhard die Sache feinem Anwalt an, der daraufhin der Reichsbank Meldung erstattete. Während Leonhard von Kaufmann nur Heinere Beträge für feine Leistungen erhielt. hat Kaufmann einen wesentlichen Teil der Gelder durch luxuriösen Lebenswandel verbraucht. Er hielt sich vier Autos, beschenfte feine Geliebten mit Brillanten. Sllberfachen. Bargeld und Möbel und lebte sozufagen wie ein Fürst: namentlich auch in Berlin, wo er im Adlon Hotel wohnte und auf großem Fuße lebte. Leonhard wurde mehr oder weniger ein Opfer feiner Gutmütigkeit und Rachgieolgkeit. Amtsgericht. * Gießen 24. Jebr. Ein Fuhrmann von hier, der mit feinem Hauseigentümer Streitigkeiten wegen des MietzinfeS hatte, äußerte, er werde die Miete zwar bejahten, aber auch die Frau d^S Vermieters wegen Aotteibungsverfuchs anzeigen. Der Angeklagte gibt diese Acuherung -u. behauptet aber, die Frau deS Hauseigentümer- habe feiner eigenen Frau felbst mitgeteilt, sie habe Pillen genommen, um ihre Schwanaer- fchast zu beseitigen. Die heutige Beweisaufnahme ergab nach der eigenen Au-'age der Ehefrau des Fuhrmann-, daß die Frau deS Hauseigentümers eine derartige Aeußerung nicht getan hat ES wurde auch weiter festgesdettt. daß von einem AbtreibungSverfuch oder ähnlichen Manipulationen gar feine Rede sein kann. Wit Rückfich' auf die Schwere der Beleidigung wurde der 2Ingc- klagte zu einer Geldstrafe von vierzig Mark verurteilt. Gegen einen Handelsmann von Wleseck und gegen einen Händler von hier, die trotz ordnungsmäßiger Ladung im heutigen Termin unentschuldigt auSg^blleben waren. wurdenDor- führungsbefehle erlassen. Längere Zelt nahm die Privatllage einer Schneiderin von hier gegen eine mit ihr im gleichen Hause wohnende Frau wegen Beleidigung in Anspruch. Schließlich verglichen sich Die Parteien dahin, daß die Angeklagte eine Ehrenerklärung für die Privatklägerin abgibt, daß jede Partei ihre Kosten und die Privat- Hägcrln außerdem die Gerichtskosten übernimmt. luna de- deutschen Fnrfchung-inftiiut» für teetil- stofte in Karlsruhe spricht seine langjährigen Erfahrungen nicht nur in webtechnifcher. sondern auch erzieherischer Hinsicht au«. Etwa 120 Figuren im Tert und 4 erläuternde Kunstdrucktafeln erleichtern da« Verständnis wesentlich. 41 • Karl Man- Jahrbuch 1925. HerauS gegeben von Prof. Dr. Ludwig Gurlitt und Dr E. A Schmid Seit dem vorzeitigen Tode des früheren Mitherausgeber- Studienrat Dr. Mar Finke - wohl de-selben. dem Hans Blühe, in feiner Selbst bi ographie „Werke und -Sage" ein Denkmal gefetzt hat - wird da- Jahrbuch außer von dem verdienstvollen Leiter de« Man- Verlag«, bcrau-g'-g den von dem bekannten Pädagogen und Schriftsteller Gurlitt. Auch der neue Jahrgang dient dem an dieser Stelle früher schon erörterten Zweck: den vielgelefenen und unter Vorwänden persönlicher Art nlelqefdamäbten Voll-dichter - mit dem sich nun auch die Literarhistoriker zu beschäftigen beginnen — den Lesern menschlich näher zu bringen. Dabei wird jede Lobhudelei mit Geschick und Geschmack vermieden und abweichendett Meinungen breiter Spielraum gewährt Don den Auftatzen feien besonders hervorgehoben: Rietzsche — Karl May von Wer ncr von KrenSki. Juristische Fragen bet Shake speaoe und Karl May von Hniveri -Pros Schling: Kunst und Verbrechen von Ministerialdirektor Wulfen: Spannung von Prof. Eduard Engel Karl May al« Erzieher von Prof Gurlitt. — „Der Spiegel mit dem Dild- ranb“. Fab^gefchichten von Wllh. Müller-Ru dersdorf. Görlitz 1925. Der'agSanstall Görlltzcr Rachrichten und Anzeiger A.-G. — Scerüftung und Flottenpolitik der Mächte von der Vorkriegszeit bis zur Gegenwart. Von Korvettenkapitän Gadow. Zentralverlag G. m b. H. Berlin35 Fest broschiert 1 Mk. 1586 Rundfunk-Programm des frankfurter SenderS. lAuS der „Radlo-Hrnschau".) Freitag, 27. Februar: 11,55 Hhr: Zeitangabe. 12 Hhr: Rachrichten- bienst. 4 Hhr: Wirtschaft-Meldungen. 4,15 Hbi Rachrichten der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M -Hanau. 4,20 Hhr: Rachrichten- dienst. 4,30 biS 6 Hhr: HauSfrauen-Rachmittag deS Frankfurter HauSfrauen-DereinS. Programm xl a.: Vortrag von Foau Hedwig Krähmer. „Häusliches Turnen für Frauen". 6 Hhr: Wirt- sch ajt-meldungen. 6 bis 6,30 Hhr: Die Lesestunde (Meisterwerke der Weltliteratur): AuS „Soll und Haben" von Gustav Frehtag (Fortsetzung). 7 bis 7,30 Hhr: Esperanto-Hnterrtcht. 7,30 Hhr: Funk- Hochschule. Vortrag von Professor Dr Schultz: „Dom Wften deutscher Romanti?'. 8 Hhr: Die Besprechung (Theater und Kino). 8,30 Hhr: Tanz- nuHil der Tanzkapelle Sassy vom Tanz-Palais. 9,30 Hhr: Rachrichten, Wettermeldung, Sportbericht. 10 bis 11 Hhr: Einakter-Abend: Eour- tellne. Ausführende. Mitglieder der Frankfurter Bühnen, in den Hauptrollen Otto Wallburg vom Reuen Theater. Programm: 1. Der unerblttlichc Wachmann (GroteSke). 2. Mimenslege (Staffec■ hauS-Szene). 3 Am Postschalter (Szene). Äird)Tid)*» Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Isr. ReligionSgemeinde. '»ottelb. L d. Synagoge (©übanlage). Sam-tag, den 28. Februar. Doraod. 5 45, morg. 9.00, abdS. 6.10 u. 6.50. Isr. Reltgionsgesellschast. 6ab6atfeier, 28 Fehr. Srcttag abö. 5.35. Samstag vorm. 8.30, nachm. 3.30, SabbatauSgang 6.50, WochengotteSdlenst morg. 6.45, abend- 530. Plagt Sie Rheumatismus oder ssicht, so raten wir Ihnen, 60 Gramm echten Hroga- Gjtraft zu kaufen. Der echte Hrvga-Sxtrakt enthält PflanzenauSzüge und Swffe, welche die Schmerzen schnell beseitigen nnd die abgelagerten harn» fauem Salze au« dem Körper fd affen. Sicher erhältlich: Hni.-Apoth. ^Zum goldenen Engel.- Die fertige Speiie reicht man mit Vinifie-Sauce, bereitet aus Dr. Oetker1» SaucenpuJver mit Vanille-Oeschnuck. Versuchen Sie ferner i Dr. Oetker*» Schokoladenspeise mit Makronen 1 Päckchen Mk. 0.30 Dr. Oetker*» Gala-Schokoladen Puddingpulver 1 Picke -en Mk. 0.15 Der Name „OETKER“ bürgt für beste Qualitlt. Ver- langen Sie nur „Originalpackungen** (niemals lose) mit d r Schutzmarke „Oetker'» Helßcopf“. — »e beliebten Oetker-Rezeptbücber erhalten Sie kostenlos in den Oe» schiften oder wenn vergriffen gratis und franko von Dr. A. Oetker, Bielefeld. Lin ■Mitt MM wird stete jung und alt erfreuen. Sie können eich diese« Vergnügen mit Dr. Oetker*s Schokoladenspeise mit gehackten Mandeln häufiger lelsten.weil die Zubereitung billig Ist und wi-hlg Umstände erfordert Mabel aber ist die Speise außerordentlich nahrhaft und wohl bekömmlich. Für 4 Personen genügt> j Pickchen D-. Oetker*» Schokoladcnapdae mit g-kickten Manddn .... M. 0.20 Ll’er Milch ........cx „ 0 17 3 Eßlöffel (75 g) Zucker..... „0 07 M. 0.44 Die Kur erfordert keine besondere Diät oder sonstigen Zwang, man wird nicht im Beruf oder in der Erholung gestört, sie verursacht keine Durch alle oder sonstige Hnannehmlichkeiten, und, was die Hauptsache ist, sie wirkt ganz ausgezeichnet. Reaktol hat Dankschreiben von Personen, die chrer Stellung nach sicher nicht einen überraschenden^ Erfolg bestätigen würden, wenn er nicht tatsächlich vorhanden wäre, und sie kann mehrere tausend solcher Er olgsbestätigungen aufweilen. Gewichtsabnahmen von 20 bä 30 Pfund sind nichts Sellenes, und. wohlgemerkt, wird das erhielt ohne jede Beeinträchtigung deS Wohlbefindens, vielmehr macht sich schon nach kurzer Zeit ein deutlich wahrnehmbare- Gefühl größerer Srperllcher Frische bemerllich, Atemnot, Kopfschmerzen und ander« Begleiterscheinungen der Korpulenz verschwinden oft schon, bevor eine größere Gewichtsabnahme festgestellt werden konnte. Teilen Sie uns Ihre Adresse auf einer Postkarte sofort mft und adressieren Sie diese an die Hauptniederlage für Reaktol, Viktoria-Apoe theke Berlin A 235, Friedrichstraße 19. Es geht Ihnen barm vollständig kostenfrei eine Probe Reaktol nebst einer für {eben Korpulenten außerordentlich wichtigen und interessanten Aufklärungsschrift zu. Denn Sie sich übe»eugt haben, so steht eS Ihnen frei, mehr von dem Mittel zu beziehen oder eS in einer dortigen Apotheke zu taufen. Reaktol ist in den meisten Apotheken zu habe«. In tiefem Schmerz geben wir davon Kenntnis, daß 2031B Sein Andenken wird bei uns in höchsten Ehren bleiben. Gießen, den 25. Februar 1925 Der Oberbürgermeister. Die Beigeordneten. Die Stadtverordnetenversammlung Am 24. d. Mts. verschied plötzlich und unerwartet Das Kommando 2045D Fritz Wenzel Karl Wenzel. Gießen, den 25. Februar 1925 Die Beamten und Angestellten der Stadt Gießen Altersvereinigung 1873-1923 2046B Gießen, den 25. Februar 1925. 2024 D Dor nur Gießen, den 25. Februar 1925. 2039D Die Beerdigung fand heute in aller Stille statt. )a. jg. Mastkuhfleisch 60 Pf Kalbfleisch Meine stets frisch gebrannten Fachkenntnis lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Mischungen. Statt Karten 1947V 1943. Seltersweg 70 Seltersweg 70 1278c Dr. Friedrich König, Studienrat und Frau, Gießen, Dr. Josef König, Studienrat und Familie, Berlin. Es wollen : Mädchen alle richtet Hierdurch erfüllen wir die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Mitgliedes MMM und nach dem Theater ä: Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen abzusehen. 01731 zusammengestellte Hauptsorte: 011IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII1ID Ordentliches Mädchen für tagsüber gesucht. 01733 Schillerstr. 5 I. fllllllllllllllllllllllllllllllllll) Dezernent des Feuerlöschwesens der Stadt Gießen, in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 27. Februar, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Zusammenkunft der beiden Wehren 3/42 Uhr am Turmhaus. Uniform: 1. Rock und Helm. erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Es sind mit in jahrzehntelanger Praxis erworbener Spezialmischung I edelste sort, pfd.Mk. 4.00 Heinrich Driesch Arbeit ver- Ln HL des Hessllcher wesen ic.long fiung ormf SunflrttaW < jahres enlfr« 0 M E 130 R * ten Verarmung W> stinden wurde man bann ein am 1. 3anuai angemessen, 1 überwiegenden reSsrist näfcrnb das 1 Obrigkeilsstaal srllos übersch' erträglich ist. 1 Ä’ir sie r unum ihre Kinder an Dettag sch |ü' jensevL der h noch um 3,5( erwähnt — c Srzbergerscher tansmus zu Sin 2er mitt* vielleich fen, die für ( Lings recht a Drüder und ausbildung si denn diese 2 diesjährigen Gymnasiums niedrigsten E fchwislcr in 1 den niedrigstei den vollen, ve 16 3Jny. ten l hin ift leine ine Wung gegei Durchschnitt lies Mar! ab, .der Füns und noch sind eben ei well selbst in vlle Sprößlin .die „sozialen" .ihren besteche: Miet, und 1 Pcvz. (gex dankenswert, t derschlechterunk Aun wird hörigen der äi desschule fr ^elleichr den ( Bnnten die Die steht ter Ougendc Lchlagworc tigen" auf a und der 8 Nachruf. Ein plötzlicher Tod nahm am Dienstagabend den warmherzigen und hochverdienten Förderer unserer Bestrebungen Herrn Bürgermeister Krenzien von uns hinweg. Der Entschlafene hat stets seine ganze Kraft für unseren Verein und namentlich wieder in den letzten Tagen für die geplante Errichtung einer Ausstellung^- und Festhalle zur Verfügung gestellt und uns mit seinem Rat allezeit große Dienste geleistet. Wir werden ihm ein ehrendes, dankerfülltes Andenken bewahren. Verkehrsverein Gießen E.V., zugleich für den einstweiligen Vorstand des Festhalle-Bauvereins. Es empfiehlt sich beim Einkauf von Herren- und Damenstoffen Bauer, Tuchhandlung Mo/tkestraße 22 /. Stock Drucksachen aller M die vrützl'sche UniverfltSlr-vruüirei n. Lange, Sietzen, Schulftr. 7. iLehrer bebauen .jn erster Linie. Mnissen - be Mhr als ein 2 k"En darin, den Dm grü K nicht h?d Mst in den Alttelstandes.. Letzten Dienstag, abends 7 Uhr, verschied an den Folgen eines Schlaganfalls unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Marie König geb. Müller im 65. Lebensjahre. Herr Bürgermeister Krenzien besoldeter Beigeordneter der Stadt Gießen HerrBürgermeisterKrenzien Mit ihm haben wir einen Mann von edler Gesinnung, einen allzeit freundlichen, hilfsbereiten, mit vorbildlicher Arbeitskraft ausgestatteten Vorgesetzten verloren. Wir werden ihm ein dauerndes, ehrendes Andenken bewahren. SLAZrSrsST» Säe scäion4?^ Das heißt: Betreiben Sie systematische Fußpflege? / Hierzu gehören • 1 Packung Kukirol-Fußbad, 1 Dose I Kukirol - Streupuder und 1 Sdiachtel Kuktrol - Hühner- . augen-Pflaster. _,, , vh\(X Mit diesen drei Präparaten, die zusammen nur 2 Mark kosten, können Sie eine richtiggehende Kukirol-Fußpilege- Kur durchführen. „ . , v Ist Ihnen die Gesundheit ihrer Füße diese Ausgabe nicht wert? „ ..... Sie erhalten alle drei zu einer Kur erforderlichen Kukirol-Präparate in jeder Apotheke und wirklichen Fachdrogerie, bestimmt aber in den nachstehenden DroSerien: Adler-Drogerie, Seltersweg 39. Central- Drogerie E. Karn, SchnleiraBe, Kreuz-Drogerie, ' Dahnhofstr. 61, H. Moll, Neustadt 28, Drogerie Winterhoff, Kreuzplat» 9/10« zur Giehen drei tüchtige verkäuserinnen der Kolonialwaren-, Konfitüren- branche für dauernde, selbständige Stellung gesucht. Schrift!. Angebote mit Zeugnisabschriften und Lebens- lauf unter 01726 an den Gieh. Anz. Unser lieber Alterskamerad HerrBürgermeisterKrenzien ist durch einen sanften Tod plötzlich und unerwartet von uns genommen worden. Wir bitten die Alterskameraden, dem Verblichenen ein ehrendes Gedächtnis zu bewahren und an der Beisetzung recht zahlreich teilzunehmen. Der Vorstand. am 24. Februar unerwartet entschlafen ist. Wir betrauern einen treuen Mitarbeiter, der mit unermüdlichem Fleiß und selbstloser Hingabe seine ganze Kraft in 11-jähriger Tätigkeit dem Wohle unserer Stadt gewidmet und sich vermöge seines freundlichen Wesens und mannhaften Charakters unsere aufrichtige Wertschätzung erworben hat. melden, die tu gutem Hause schon längere Zett tätig waren und auf eine Dauer« stellung rechnen. Näheres zu börett bei 01738 3tau6üttroöit?nor Br. SUWMW, Wetzlar. Bannstraire 38. Ein in Küche und Haushalt gut erfahr. Milieu itfML on« Walltorftr. 4. warme und falte Speisen Moa Fürstenberg-DrSu Stadttheater Freitag. 27. Aebr., Ermänigle Preise! von 47i—61/« Uhr: Marionettentheater Die Bremer Skotzl mafiionlen. Hieraus: mai und Moritz. 20. Mlkag-M.-Vrsl. von 7^.. bis 10V, Uhr: Suter käme. Komödie in 4 Akten von Nofenow. Emvfchle )a. Rindfleisch . Tüchtiges, ehrl. Wi wegen Erkrankung des jetzigen gesucht. 9tur solche mit besten Empfehlungen woll. sich melden [01721 Südanlage 18 II. 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SS mag seltsam erscheinen, dah eine 3eU und eine Staatsform, die die volle Gleichberechtigung aller Staatsbürger zum Grundsatz erhoben haben und gar nicht oft genug betonen können bah jede Bevorzugung der Denhendcrn der Vergangenheit angehöre, in Wirklichkeit so häufig gerade das Gegenteil des Srstrebten erreicht haben. 21 m betrüblichsten tritt diese De- 1 obuchtung in Hellen vielleicht auf dem Gebiete der Iugendausblldung zu Tage. Während das Schlagwort von der „Freien Bahn des Tüchtigen" auf allen Wahlversammlungen widerhallt und der § 1445 der Reichsverfassung ausdrücklich festgclegt, dah für die Ausnahme eine« Kindes in eine bestimmte Schule nicht die wirtschaftliche und grill christliche Lage der Eltern maßgebend sein soll, dah vielmehr öffentliche Mittel bereitzustellen sind für den Zugang Minderbemittelter I zu den höheren Schulen, laufen die Bestimmungen des Heslilchen Landesamtes für das Blldungs- wesen je länger, je mehr auf eine A u s s ch l t e- hung ärmerer Kreise von diesen Bildungsstätten hinaus. Am Anfänge des Schuljahres entsprach unser Schulgeld mit monatlich 10 Mk. ungefähr dem der Vorkriegszeit von 130 Mk jährlich: man wird aber sicher behaupten können, dah bei der allgemeinen Dolks- vcrarmung schon dieser Sah viel drückender emp- hinten wurde als damals. Am 1. August hielt inan dann eine Erhöhung auf 12,50 Mk und am 1. Januar gar auf 15 Mk. monatlich für angemessen, obgleich die Wirtschaftslage ter überwiegenden VcvölkerungSmasse sich seit Jahresfrist schwerlich gebessert hat. Damit ist annähernd das P/2 fache Schulgeld des „unsozialen" Obrigkeitsstaates erreicht unö die Grenze zweifellos überschritten, die für diejenigen Eltern erträglich ist, denen gründliche Bildung alS ter rinzta für sie noch mögliche, aber gleichzeitig auch ils der unumgänglich notwendige Aachlah für ihre Kinder am Herzen liegt. Dah ter genannt« Betrag sich für Schüler, die das Unglück haben, jenseftS der hessischen Grenzpsähle zu wohnen, noch um 3,50 Mk erhöht, sei nur nebenbei erwähnt — alS Trost für die, denen nach der Srzbergerschen Finanzreform der deutsche Uni- larismus zu wett getrieben erscheint. Sin Verteidiger deS derzeitigen ZuftanteS 3>trt> vielleicht auf die Erleichterungen Hinweisen, die für Geschwister geschaffen und die aller- Tnngts recht ansehnlich sind, wenn 5 oder gar 6 Bruder und Schwestern gleichzeitig in Schul» «auSbildung sich beftnten". 2lber wievielen wird 2enn diese Vergünstigung zuteil? Don den 313 Diesjährigen Besuchern des mir unterstelllen «Gymnasiums kam ein einziger für den zweit- «tcdrlgsten Sah (6,50 Mk.) in Betracht (4 Ge- ßchwister in Volks- und Fachschule), keiner für Den niedrigsten (4 Mk.)! Dagegen zahlten 40Proz. Den vollen, weitere 38 Proz. ten zweiten (13 Mk.), 16 Proz. ten dritten Sah (11 Mk.), und bis hierein ist keine wesentliche Aenderung in ter Herab- flaffelung gegenüber früher wahrzunehmen. Im Durchschnitt liefert jeder Schüler monatlich 13L0 Mark ab, .der Dicht Hesse etwas über 16 Mark. Fünf und noch mehr Kinder in Schulausbildung find eben eine AuSnahmeerscheinung, Lvell selbst in den kinderreichsten Familien nicht atlc Spröhlinge gleichzeitig Schulgänger sind: die „sozialen" Ermäßigungen stehen demnach in i hren bestechendsten Staffeln lediglich auf dem 'Papier, und die Bemessung der Freistellen mft f) Proz. (gegenüber 5 Proz. früher) ist zwar dankenswert, wiegt ater keineswegs die Gesamt- Verschlechterung auf. 2lun wird die höhere Schule von den Angehörigen der äußersten Linken gern al« 0 t a n - t»e« s'ch u le bezeichnet, und man vertritt dort tmelleicht ten Slandvunft, für solche Anstalten könnten die Schulgcldsähe gar nicht hoch genug Mn. Wie steht es eigentlich in Wahrheit mit tarier Behauptung? An ihr ist höchstens da« i'chtig, dah Kinder von Lohnarbeitern tatsächlich in der höheren Schule selten zu finden sind. Wir Ochrer bedauern das sehr, sehen aber die Ursache ir erster Linie nicht in ten wirtschaftlichen Verhältnissen — denn mancher Arbeiter verdient weit nrcbr al« ein Teil ter Eltern unserer Schüler —, Irnbcrn darin, dah man in Gewerkschaftskreisen ten Wert gründlicher und vielseitiger Bildung «ich nicht in dem Matze schätzen gelernt hat wie salbst in den ärmsten Schichten des deutschen Mittelstandes, älnb hier im übrigen das ®rgebot« einer Zusammenstellung ber Täler (einschließlich ter verstorbenen) meiner Gymnasiasten: 3 Fabrikanten. 63 Kaufleute (darunter Buchhalter. Bei sende und ähnliche .Krösusse"), 43 Landwirte und Pächter, 5 Gast- toirte, 22 Handwerker. 31 freie Berufe, wie Aerzte, Rechtsanwälte usw., 7 Arbeiter. Weiter 139 Beamte und ehemalige Offiziere. Darunter z.D. 22 Pfarrer. 25 VolkSschullehrer. 28 Post- und Dahnbeamte (vom Vorsteher kleiner Aemler bis zum Schaffner), 11 Gendarmen und 3 Förster. Wo sind da die St andeSpersonen, wo diegrotzen Geldbeutel? Ich finde nur Eltern, die nach bester Ueberlicfcrung ihres Standes oder auch nach vollständigster unb lotenswürdigster Ucterlegung schwere Opfer für ihre Ämter bringen, und denen ter Staat unbesorgt zwar diese Opfer aufbürten kann, ohne befürchten zu müssen, dah sie ihre Söhne und Töchter aus ter Schule nehmen, solange sie einen Pfennig besitzen: denen er sie ater nicht aufbütoen darf, wofern er ten Ehrentitel eines sozialen Gemeinwesens mit Recht führen wlll. 11 nb mutz ich in diesem 3u1ammenbang noch daraus Hinweisen, dah die Zahl ter Waisen (nicht Kriegswaisen) ter ber Freistellen gleichsteht? Es gab eine Zeit, In ter Hessen sich gern und mit gutem Grunde rühmte, im Bildungswesen im Deutschen Reiche führend zu fein. Ob da« heute noch in allen Stücken zutrifft, sei dahingestellt: sicher aber ist, bau wir im Schulgelde bie Spitze halten, wa« früher nicht ter Fall war. Auch dafür eine Zusammenstellung, und zwar des Jahresschulgeldes, wie c« heute gilt: Baten 84 Mk., ‘Sägern 54 Mk., Braunschweig 96 Mk., Mecklenburg und Preuhen 120 Mk., Thüringen 90 Mk., Oterllassen 120 Mk, Württemberg je nach Altersstufe 48 Mk., 75 Mk. und 90 Mk. Hessen dagegen 180 Mk.I Vergünstigungen für Geschwister gibt c« überall; sie gehen z. D. in Preußen nicht ganz so weit wie bei un«, in Braunschweig, Mecklenburg und Daten ater viel weiter, intern dort das 3., bzw. 4. Kind schulgelbfrei ist. Thüringen erlaubt Freistellen bis zu einem Drittel de« ®e- samtschulgeltertragS. Kurzum: uns« Führer- ftcllung ist unbestritten, aber rühmlich erscheint sie mir wahrlich nicht. Womit unser LandeSamt für BildunaSwesen. ober sagen wir ruhig gleich, womit unser Finanzminister die bestehenden Bestimmungen zu recht fertigen versuchen wird, ist ja llar; eS sollen Staatseinnahmen geschaften werten. Ich bin der letzte, der die mihliche Lage, in ter sich unser Staatswesen tefintet, verkennt, und die Schwierigkeit, Ausgaben und Einnahmen im Gleichgewichte zu halten. Ist ater damit eine Steuer auf Kinderbesitzer und auf BildungSwillen gerechtfertigt? Und bringt sie in ter Tat derartige Betrage ein, dah das glänzende Ergebnis dieSündewider Zeitgeist und Volks st aat decken könnte? Ich glaube, die Frage stellen, heiht sie auch beantworten, und ich kann mir nicht denken, dah die zweimalige Schulgelterhöhung Im Rechnungsjahr 1924 auch bann zur Tat geworben wäre, wenn sie statt durch eine einfache Verwalt ungsrnahnahme, etwa durch Dolkskammer- beschlutz^ zur Einführung hätte kommen sollen. Nach den Wahlen in Jugoslawien. Don unserem Kr.-Korrespontenttn. Abdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Wien, 14. Februar 1925. DaS Wahlergebnis liegt im Drohen abgeschlossen vor; daran werden auch Heinere Korrekturen nichts ändern. Die Regierungsparteien erhielten mit 162 Mandaten die absolute Mazori- tä l, die Opposition umschlieht 144 Mandate; 10 Mandate, und zwar 6 der „Deutschen Partei" und 4 des serb. Bauernbundes können als .neutral" angesehen werten — das ist daS Ergebnis, wie eS sich oberflächlich darftellt. Geht man auf die einzelnen Parteien ein, so erstartten die Altradckalen PasitschS von 108 auf 141 Skuptschina-Mitglieder — vor allem auf Kosten ter sogenannten kleinen Parteien, von denen jene, die mit ten All radikalen „kooperierten" in die Standardpartei auf gingen; zu ten .kooperierenden Parteien" gehörten die „Grohferten" in Mazedonien, ter Doyvodina und Bosnien, die Rumänen im Banat, Seile ter mazedonischen Bauernpartei sowie der katholisch-slowakischen Partei ter „Bunjeracen" m ter Doyvodina. Sie oppositionellen Teile dieser kleinen Parteien, auf die sich die Stohkraft ber Ältrabckalen wart, wurden auf gerieten, so ist vor allem ter moslemische Bauernbund Mazedonien«, Dzemijet, zu nennen, ter von 14 auf 1 Mandat sank. Bezeichnend ist, dah die Liste des kroatifch-allrabikalen Ministers Surmin in Agram nicht ganz 350 abgegebene Stimmen erhielt. 3m allgemeinen muh gesagt fein, dah die allradikale Partei recht günstig ab- geschnitten bat Diese kann jedoch keineswegs im gleichen Mähe von der zweiten Regierungspartei, Den Pribitschewitsch-Demokraten behauptet inerten. Die nur eine Zunahme um 6 Mandate (nunmehr 21) aufweifen; diese über ten ganzen Staat verteilte, serbischer als die Serben emgefteÜte Gruppe, besitzt eben eigentlich nirgends Doden- flänbigfeit — hierin ist ter Grund für bie gc- geringe Anziehungskraft zu finden, bie besonders zu verzeichnen ist. weil es sich doch um eine .Regierungspartei" hantelt. Don ten OppofitionSparteien haben am testen die David»witsch-Demokraten abgeschnitien. die trotz Einschränkung ihrer bemerkenswerten Agitationstätigkeit einen Zuwachs um 3 Mandate (nunmehr 39) aufzeigen. Die Konsequenz und Redlichkeit, mit ter Davids witsch seine Thesen der Stammesversöhnung propagierte, zeigten somit entschieden Zugkraft, die einen Fingerzeig für bie künftige Wirksamkeit ter Partei abgeten. Hervorzuheben ist auch die slowenische DolkSpariei teS Pater Korosec, die mit dem Wahlausgang trotz geringfügiger Derminterung der ManöatSzahl von 24 auf 19 mit dem Ergebnis zufrieden fein kann, zumal sie in ter slowenischen Parteizersplitterung (eS kandidierten 10 selbständige slowenische Gruppen) alS heimatliche Standardpartei auftrat, der es zum erstenmal seit Menschengetenken gelang, die Hochburg des Liberalismus, die Stadt Lcnoach. zu erobern. Don ter Raditsch-Pariei, die im Verein mit ter „kroatischen Vereinigung" ihre Gesamtzahl von 68 Mandaten erhalten konnte, ist zu bemerken, dah sie die nicht unbeträchtlichen Rückgänge in Kroatien selbst durch Gewinne in Slowenien. Bosnien und Dalmatien ausgllch — in allen diesen Staatstellen allerdings auf Kosten ter .befreundeten" Parteien des engeren Oppositionsblocks. Auher diesen sogenannten großen Gruppen ist noch bemerkenswert, dah die Sozialisten überhaupt kein Mandat errangen, dah die grvhösterreichische „kroatische Rechtspartei" nicht nur (wie bisher) fein Mandat gewann, sondern einen Stimmenverlust von 4000 Wählern erlitt, so dah die Gesamtstimmenzahl, die im ganzen Staatsgebiet für diese Partei abgegeben wurde, nicht ganz den Sintausenter au«- füllte. Die „Deutsche Partei" verlor zwei Mandate. wofür die Gründe im Banat zu suchen sind, dessen deutsches Sprachgebiet im Gegensatz zur fallweise opposllionellen Parteiführung seine wirt- schafllichen und kulturellen Belange sicherer im Regierungslager gewahrt erblickte und daher vielfach altradikal wählte. Ebenso wie diese regierungsfreundlichen Banater Schwaben fanden Teile der Magyaren, dah die irretentistische Ta.tll ihrer eigenen Stammespartei unrichtig wäre, weshalb von 40 000 ungarischen Wählern etwa 35 030 für die Davidowitsch-Demokraten und nur 5000 für bie Stammespartei abstimmten, bie daher man- batSloS blieb. 3m groben hat sonach die Regierung Pa - sitsch-Pribitschewitsch den Erfolg erreicht; doch bah dieser nicht durchschlagend ist. dah sogar die Majorität vielfach sich als zu geringfügig erweisen wird, um das grobe Problem ber StammeSassimilierung zu lösen, das muh stark unterstrichen werden; mit ber Majorität von bestenfalls 18, schlimmstenfalls 8 Stimmen, läht sich zur Rot regieren, aber nicht herrschen — und letzteres war das erklärte Wahlziel. Und aus dieser Feststellung ergeben sich alle toeiteren Fragen, welche Taktik bie serbische Standarbpartci. die Allrabllalen, einschlagen werden. Dor allem wird erwogen werden, wie sich die Regierung Pasitsch-Pribitschewitsch zu den Raditsch-Mandaten stellt. Gewih besteht dieMög- lichkell von Richwerifizierungen, doch werben diese wohl nur für jene Mandate in Frage kommen, die von verhafteten Führern ter Raditsch- partei besetzt sind; da diesen „annuriierten“ Persönlichkellen jedoch andere Parteileute au:omatisch nachrücken, so ergibt dies feine grunblcgmte Veränderung ter Derhällniszahlen. Gewiy wird die Pribitschewitsch-Gruppe Vorschlägen, in Anwendung ter „Obznana" alle Radllschmandate zu annullieren und in ganz Kroatien allgemein konkurrenzmögliche .Rachwahlen" vvrzunehmen — doch steht kaum zu erwarten, dah sich die Alt- radllalen von ter wirklich wenig günstig abge- schnllten habenden Pribitschewitsch-Gruppe inS Schlepptau nehmen lassen; da« würde ter alt- radikalen Linie widersprechen, die sie anlählich ter Beschickung ter Skuptschina durch die Ra- ditfch-Partei im März 1924 eingebaltcn haben, die sie alS Triumph ter Staatsitee empfanden. Da sich aber auch ter .engere Opposition-block' kaum inS Schlepptau jener Vorschläge aus dem Radllschlaaer nehmen lassen wird, die auf .Don- krtt ber Skuptschina durch die getarnte Opposition" eingestellt sind, so werten beite Seife am Boden ter Tatsachen stehen müssen — und hierin ist bie weitere Entwicklung zu ersehen, die in einer Annäherung der zum enaeren Block gehörenden Oppositionsparteien und oen All radikalen besteht. von denen ein nicht kleiner Flügel unter dem hochangesehenen Vizepräsidenten ter Partei und Präsidenten ter Skuptschina Jovanovic auf eine „Verständigung" binMclt; wieweit sich Pa- sitsch geneigt zeigt, die Führung der Paetei auf jüngere Kräfte übergehen zu lassen. Sie ihre serbische Einstellung bereits einer jugoslawischen StaatSaufsassung untergeordnet haben, bleibe dahingestellt — gegen das Placet Palitschs fällt in der altradikalen Partei keine Entscheidung! Dah die DerständigungSaftton JovanovicS aber bestimmt die PribftschewUsch-Demokicuen au« der Teilnahme an ter Regierung ausbooten mürbe, da eine gemeinsame Arbeit b efer mit dem engeren Oppositionsblock ausgeschlossen erscheint — das steht heute bereits ganz fest. Alle diesen Fragen werden sich bis zum Zusammentritt ter neuen Skuptschina (Mitte März) im Stadium ter Erörterung befinden und bann in einer Regierungskrise gipfeln, die bann entscheiden wirb, ob die Wahlper.ode mit einem Kabinett Pasitsch-Pribitschewitsch ober Jovanovic- Davidowitsch endigt; es ist fein Zweitel, bah letztere Kombination, bie irgenbcinmal kommen muh. je eher desto günstiger für Jugoslawiens Innenpolitik wirken würde. Pafit sch hat für seine serbische Heimat soviel geleistet. dah er bestimmt ten groben Gründern nationaler Staaten teS 19. Jahrhunderts gleichzustellen ist — aber Pafitfch steht im 85. Lebensjahr, und dieses begrenzt sein Verständnis für die neuen Aufgaben, die durch sein LebenSwerk spruchreif wurden. Wirtschaft. Der Vcrmögensschwund bei den Rcichsbctrieben. Sonderbarerweise hat sich noch keiner bet zahlreichen Untersuchungsausschüsse, die zur Aufdeckung der vielen Finanzskandale eingesetzt worden sind, mit dem bei sämtlichen Reichsbetrieben zu beobachtenden Dermögensschwund be aht. Dabei hätte eine Untersuchung auch über diese Vorgänge sehr nahegelegen, da die dahingcschwun- denen Summen unglaublich hohe Beträge darstellen. und da ter jetzt aus ter Politll verschwundene frühere Reichskanzler und Rcichs- schatzminister Bauer bei den Retchsbetrieben führend tätig war bzw. es noch ist. Die Spitzengesellschaft sämtlicher Reichste« triebe bilden die „Vereinigten Jndustrieunter- nehmungen A.-G." (Viag). Rach der letzten Bilanz sind die in diese Gesellschaft eingebrachten gesamten Beteiligungen, d. h. der Wert aller dem Reich gehörenden und von ihm betriebenen Unternehmungen, mit knapp 115 Mill. Mark bewertet. Dabei wurden im Jahre 1919, alS eine Reihe ter damaligen staatlichen Betriebe zu den „Deutschen Werken" vereinigt wurde, allein die Werte dieses einen Unternehmens der Viag mit insgesamt 300—400 Mill. Goldmark von sachverständiger Sette veranschlagt; diese Schätzung erscheint durchaus glaubhaft, da allein die Spandauer Filiale der „Deutschen Werke" an Grund und Boden umfangreicher ist als die Betriebe ter AEG., der Siemens-Dchuckert-Werke und der Bergmann-Elektrizitätswerke zusammengenommen. und da allein die Vorräte und Materialien dieses Spandauer Betriebes in der Eröffnungsbilanz mit 14 Mill. Dollar bewertet wurden. Jetzt wlld — wie gesagt — der Wert der gesamten Unternehmungen auf knapp 115 Goldmillionen beziffert. Dabet sind in den Jahren 1919—1920 allein den „Deutschen Werken", wie aus dem Etat nachgewiesen werden kann, aus Reichsmitteln Betriebskapitalien von ungefähr 500 Papiermillionen zur Verfügung gestellt worden, eine Summe, die man einem Betrage von rund 40—50 Goldmillionen gleichsetzen kann. Jetzt dagegen beträgt nach der neuen Reichsmark-Eröffnungsbilanz das Aktienkapital nur etwa 30 Mill. Goldmark, während die Reserven mit knapp 6 Mill. Goldmark beziffert werden. Dabei verlangen die Deutschen Werke jetzt neue Zuschüsse vom Reich, die einstwellen in Höhe von 12 Mill. 2029A Verlangen Sie von der Firma Kreuzversand A. Klotz, München (Fabrikant und Patentinhaber 4 D. R. P.) gratis das Buch „Fritz- und Beinschmerzen". Pneumette tragen helht: Dem übermüdeten Fuh die denkbar beste Unterstützung gewähren. Die Pneu mette hat 500000 Futz. 8 Tage zur Probe. Wenn Sie nicht zufrieden slnS^ haben tzie das Recht zwo Rückgabe ohne „Wenn* und »Aber-. Garantie für ein halbes Jahr. 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Der Wirt und etliche Gäste, die sonst nichts von ihm wissen wollten, sahen ihm nach. Kanasterpeter stand aus der O tsstrahe. „Es er's alles naut notz" sprach er vor sich hin". Sollte er heimgehen? Auf seinen zerissenen Strohsack? Oder ins Wirtshaus zurück? Dort sah man ihn ja nur mit scheelen Augen an! Schwanke.^ ging er weiter. So kam er an die Schwalmbrücke. Der abnehmende Mond stand im letzten Viertel am Himmel. Das stille schmale Wasser blinkte durch die Erlenbüsche, die an den Lier- rändern standen. „Es er's alles naut mih notz", murmelte ti nochmals, „aich sei verlurn'.---Sich hmm noach niemand nix ze freie. Sät Schlambambel er's an allem schold — stöhnte er--und lieh sich über das niedere Steingeländer in's Wasser fallen. Schulbuben fanden ihn am anderen Morgen und liefen erschrocken und schreiend ins Dorf. Man holte den toten Kanasterpeter an's 11 "er. Die ausgebrannte Pfeife lugte aus seiner Rock- tasche hervor.-- Den Acker und das Häuschen übernahm ein Nachbar gegen die Hyvotheken, die Kuh der Handelsmann, der den Wirt und den billigen Sarg bezahlte. Die Kosten der Leichenschau trug der Staat. oetsgesellschaft 157, Commerzbank v,so, Darmstädter Bank 13,50, Discontogesellschaft 123,50, Dresdener Dank 115,50, Metallbank 112, Mitteldeutsche Creditbank 1,98, Reichsbank 77,10, Rheinische Creditbank 3,50, Allgemeine Deutsche Cre- ditanstalt 3,90. Montanaktien: Buderus 19. Gelsenkirchen 91, Harpen er 149,50, Mannesmann 67, ManSselder 4,90, Phönix 63,50, Rheinische Braunkohlen 49. Rheinstahl 57,50, Stinnes-Riebeck 46,37, Tellus 3.65, Kali Aschersleben 19,20, Westeregeln 24,25. Chemische Aktien: Badische Anilin 30, Scheideanstalt 142, Elberfelder Farben 25,75, Th. Goldschmidt 22,87, Höchster Farben 25,90, Holzverkohlung 8,90, Aütgerswerke 18,50. Elektro- aktien. AEG 12,05, Licht und Kraft 8,12, Schuk- kert 69,50. Transportaktien: Hapag 100, Rordd. Lloyd 4,10. Sonstige Industrieaktien: Kleyer 4,10, Deutsches Erdöl 61, Dyckerhosf 4,55, Holzmann 5,87, Gebr. Iunghans 12,62, Kemp-Stettin 0,54, Lechwerke 21,50, Rheinisches Metall 10,87, k ®ör1enhir!e. Sevifenmartt Berlin—Frankfurt a. M. (9« Billionen Mark auSgedrückt. BuenoS-AtrrS, London. Neu- York, Japan. Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest kür 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten ) Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.) ständiger Wirtshausgast mehr am selben Tische. Kanasterpeter fühlte das und handelte danach. Eben war er daran, das Hypothekengeld für den letzten schlechten Acker zu vertun, der schon auf dem Zwangsverstrich stand. Die letzte dürre Kuh gehörte schon halb dem Wirte „Zur Gemütlichkeit". Sie Pfändung des Tieres hatte der Gerichtsvollzieher abgelehnt — aus gesetzlichen Gründen. Dafür hatte der Wirt der Gemütlichkeit schon bi? schriftliche Zusicherung des Kunasterpe.er in der Hand, dah er alsbald aus dem Freihandverkauf der Kuh befriedigt werde. Denn an der Wand der WirtSstube hingen unter Glas und Rahmen in goldene und bunten Buchstaben die beiden Sprüche: Die Rose blüht, der Dorn der sticht wer gleich bezahlt, vergibt es nicht Und: Hier wirb nicht gepumpt. Poesie und Prosa — Auf beide ist kein Beriah. Jetzt, da der Kitze die Haare ausgingen, war Kanasterpeters Kredit erschöpft. Schließlich hätten auch die Leute gesagt, der Gemütlichkeitswirt begünstige die Böllerei. And solches wollte er als Ehrenmann vermieden wissen. Dafür sagte er dem Handelsmann, die Kuh sei fällig. Dieser ging mit dem Kanasterpeter in den Stall, entdeckte das Ungeziefer, wie er es geahnt hatte und — ging wieder fort. Dadurch wurde auch das Kühche billig c. Kanasterpeter kam in Der le :en- heit. Er überlegte, was zu tun sei. Rach einer Weile ging er zum Schmied. „®eg? die LäuS mminste Duwack". „Mei bester iS all." Geschäftliches. ünfere schnellebige Zeit stellt besonders hohe Ansprüche an un'er Nervensystem, das wir deshalb besonders Pflegen müssen. Fettreiche Rahrung ist (Den Reimen zuträglich, die widerstandsfähiger sind, wenn sie eine gewisse Fettschicht umgibt. Also führen Sie ihrem Körper reichlich Fett zu, das Ihnen mit der Feinkostmargarine „Schwan im Blauband" in b sonders wohlschmeckender, bekömmlicher und billiger Form geboten wi.d B.'im Einkauf der Dl.ubandmar- garinc, die stets frisch getsrnt in den Handel kommt, erhalten Sie gratis die illustrierte Familienzeitschrift „Die Blauband-Woche".. p^r^PETERS^ WO» UNION 5% Deutsche RelchSanletbe . 4% Deutsche Reichsanlethe . SV3% Deutsche Reichsanleihe 3°/ Deutsche Reichsanleihe . Deutsche Svarvramienanlethe 4*/o Preußische Koosols . . . 4° o Hessen......... . 3'/i°/o Hetzen.......... 3% Hetzen Deutsche Dertb. Dollar-Snl. bfo- Doll -Schah-Annetlng..» 4% BofUürfen......... 6% Äoldmepikaner Berliner Handelsgesellschaft. Commerz und Privat-Bank. Danns«. und Naltonaldant . Deutsche Bank......... Deutsche Beretnsbank .... Dtöconlo Commandtl . . . . Metallbanl........... Mitteldeutsche Ereditbank. . Orsteireichische Creditanstalt. Westbant. .......... Bochumer Saß . Buder..- ........... Taro Deutsch -Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . Haroener Bergbau..... Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln. . . .. Laurahütte......... Oberbedarf Phönix Bergbau Rocinitabl....... . •. Riedeck Montan........ Tellus Bergbau........ Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd..... Lheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg .. . Philipp Holzmann...... Anglo-Eont -Guano . ... Badische Anilin..... .. Chemische Mäher Alavd» .. Goldschmidt.......... Gries etmer Electron .... Höchster Farbwerke...... Holzverkohlung RütgerSwerke ....... Scheideanstalt......... Aklg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann........... Mamkraftwerke........ Schuckert......... ».. Siemens 4 Halske ..... Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ...... Heyliaenstaedt ’J'i'egutn............. Motorenwerke Mannheim . Frankfurter «rmatarea . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesell chast Frankfurt. Pet. Union A.-G Schnh'abrtk Her; Sichel Zellsto s Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . Start gefordecr toctden. un Falle der Mchtbe- willigung wird mit Schließung der Betriebe gedroht. Aehnlich liegen die Dinge bei den anderen Unternehmungen. Besonders seien genannt die Betriebe der Elektrizllätswirtschaft. die mit zu den größten Europas zählen. Während in der Eröffnungsbilanz von 1919, als der Unterschied zwischen Papier- und Goldmark also noch relativ gering war, das Aktienkapital mit 600 Mill. Mark angegeben ist, ist es jetzt auf 60 Mill. Goldmark bei 10 Mill. Mark Reserven zusam- mengelegt worden, trotzdem inzwischen außer» ordentlich umfangreiche Betriebsvergrösterungen und Kapitalneuanlagen durchgeführt worden sind, die von sachverständiger Seite auf mindestens 100 Goldmillionen beziffert werden. Auch für die Kalkstickstoffbetriebe des Reichs läßt sich eine ähnliche Substanzverminderung seststellen. Bei ihnen ist das Aktienkapital von 500 Mill. Mark auf 20 Millionen Mark bei 2 Millionen Mark Reserven zusammengelegt worden, während die Errichtungskosten auf beinahe 100 Goldmillionen und die inzwischen erfolgten Betriebsverbesserungen und Reuangliederungen auf 20 bis 30 Mill. Mark veranschlagt werden. Mindestens vier Fünftel der ursprünglich angelegten Kapitalien der Reichsbetriebe erscheinen in den neuen Bilanzen nicht mehr. Es sind nur zwei Erklärungen möglich. Die eine besteht darin, dah die Bilanzen verschleiert sind, die andere, dah Hunderte von Goldmillionen verwirtschaftet sind. Welche von diesen beiden Möglichkeiten die richtige ist, das sollte Gegenstand einer Untersuchung sein, die schleunigst einge- leitet werden mühte. Wer schnell eine guteSuppe kochen will, nimmt Maggi s Suppsn-Würfkl (zu 12 Vfg. für 2 Teller) und kocht diese nut noch kurze Zeit nach Vorschrift lediglich mit wasser. - alles sonst Erforderliche «st in den Würfeln enthalten.,- 26 Sorten wie Gründern, Königin, Eier-Sternchen, Reis mit Tomaten, (Erbs, Tapioka echt, Blumenkohl, Pilz, Reis usw. Kennzeichen: der Name Maggi und die gelb-rote Packung. J020c stopfte mit den drei Ersatzmitteln seine Pfeife, zündete sie mit Zunder an, ging in den Stall zum Küchen und begann auf es los zu paffen, dah er bald in dem engen Raume die Hand nicht mehr vor den Augen sehen konnte. Das seltsame Rauchzeug sengte seine Zunge als ob sie selbst gleich mitverbrannt würdet Aber es muhte Geld für Schnaps herbei. Das Küchen wußte nicht, wie ihm geschah. Cs war das erste Mal im Leben, dah sein Herr bei einer Tätigkeit stundenlange Ausdauer zeigte. Der Gerichtsvollzieher, der feinen besten Kunden auf suchen wollte, fand ihn so im Stalle. Als er die Türe aufmachen, glaubte er, darinnen brenne eS. Dis ihm der seltsame Desinfektor zurief, er solle die Ture zu machen. So ging er wieder weg, denn zu holen war doch nichts. Allmählich bekam die Kuh einen starken Husten und ihre Augen tränten. Immer stärker d-mpfte Kanasterpeter darauf los. Dann zündete er mit einem Schwefelholz die Stallateme an und untersuchte von Zeit zu Zeit bei ihrem trüben Schein das Fell seiner letzten Schnapslieferantin auf etwa noch vorhandene BerkaufS».Hindernisse". Als der Abend kam, war außer ihm und dem Küchen kein Lebewesen mehr im Stalle zu finden. Biel Zunder hatte Kanasterpeter beim öfteren Pfeifenanzünden verbraucht. Die Zunge lag ihm wie ein Stück trockenes Leder im Munde. Er lechzte nach Schnaps. So öffnete er endlich die Stalltüre, holle das letzte Heu vom Boden, warf es der erschöpften hungrigen Stalllnhaderin vor und stampfte ins Wirtshaus. „Morje* kriegste Set Geld," sagte er zum Wirt. »Och wickfs hoffe", entgegnete dieser; „mer wolle's entöl abwarte, is bann’« Koich'che sau- wer?" fragte er spöttelnd. „Och Hab s mit Tuwak gesäuwertl" »Der Gerichtsvollzieher Hofs verzählt. Peter, Peter, wo's sei'ste for e Kerl. Willste bann net ze ärwen ofange? Zum ersten Male gab er seinem alten Kunden diesen Rat. Sa schüttete Kanasterpeter ein Dtertelchen Vom Ordinären nach dem anderen hinunter. Seine Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Oießener Anzeigers") Berlin, 25. gebr. In der Hauptsache waren auf allen Märtten Briefkurse zu hören. Die Rachrichten, die von den Eisenmärllen kommen und melden, dah die Geschäftstätigkeit in den letzten Wochen immer mehr abgeflaut sei und dah allgemein Preissenkungen am Cisenmarkte zu erwarten sind, verstimmten ganz besonders die Märkte der Schwer-Papiere. Auch der Geldmarkt wird nach wie vor mit großer Zurückhaltung betrachtet, da von den Banken Monatsgeld nur sehr zögernd bewilligt wird. So läht sich eine allgemeine weitere Abschwächung der Kurse seststellen, die vom Montanmartt ausgeht und mit Ausnahme des Chemie- und Elektromarktes alle übrigen Märkte in diese Bewegung hineinzieht. Am Montanmarkt waren start angeboten Harpener und Deutsch - Lux. Mannesmann konnten ihren Kurs behaupten; leicht abgeschwächt waren Rheinstahl und Phönix. Auch oberschlesische Werte neigten zur Schwäche. Am Banken markt standen Berliner Handel im Zeichen weiteren Rückganges, Deutsche Bank waren dagegen leicht befestigt. Auch Petroleum - und Sprit-Aktien neigten zur Schwäche. Am Schiffahrtsmarkt konnten Hapag und Hamburg-Süd ihre Kurse behaupten. Bon Elektrowerten waren Siemens gebessert Schuckert unverändert, Felten und AEG. abgeschwächt. Bei den chemischen Papieren waren Oberkoks angeboten, Badische Anllin und Elberfelder leicht rückgängig. Der Markt der Kali-Aktien ist behauptet. Am Markte der • Borsicht im Wirtschaftsverkehr mit Rumänien! Bon der Frankfurter Bankier-Bereinigung wirb dem WTD. mitgeteilt: Im Hinblick auf die augenblickliche politische Spannung mit Rumänien sehen sich die Frankfurter Danken und DankierS veranlaht, darauf hinzuweisen, dah sie auf Grund ihrer Geschäftsbedingungen eine Haftung für Schäden, welche ihre Kunden im Zusammenhang mit dieser politischen Lage etwa erleiden sollten, nicht übernehmen können. Dies gilt insbesondere für Schäden, welche durch die Deschlagnahme von Anschaffungen auf den Konten der betreffenden Firmen bei rumänischen Danken und Dankiers oder bei dem Inkasso von Schecks, Wechseln und Dokumenten auf Rumänien entstehen. 0 AndauerndeDetriebseinschrän- fungen in der ober schlesischen Kohlenindustrie. Wie der „D.H.D." erfährt, dauern die Detriebseinschränkungen sowohl in der ost- wie in der westoberschlesischen Kohlenindustrie an. Es müssen jetzt nicht nur die geringerer! Kohlensortimente, sondern auch die hochwertigen Qualitätskohlen auf die Halden gestürzt werben. Frankfurter Dbendbörse. Frankfurt, 25. Febr. Im Einklang mit ‘ber leichten Befestigung der Rachbörse, war auch der Abendverkehr etwas freundlicher gestimmt. Leichte Befestigungen konnten sich namentlich am Montan-, Chemie- und Schiffahrtsmarkte durchsetzen. Auch Bankaktien waren tellweise etwas gebessert, während die übrigen Märkte nennenswerte Beränderungen nicht aufwiesen. Die Ten- denzeiHolung. die auf den schleppenden Geschäftsgang ohne Einfluß blieb, wird in der Hauptsache zurückgeführt auf die Wahrscheinlichkeit einer Ermäßigung des Reichsbank-Disrontes auf 8 Prozent für anfang des nächsten Monats. Auch die auherpolitische Lage begegnet einer etwa- besseren Beurteilung. Das GÄchäft blieb auch weiterhin auherordentlich still, doch schloß die Bö.se in gut befestigter Haltung. Deutsche An- • leihen 5proz Reichsanleiche 0,685. Ausländische Renten: Bagdad II 10, Zolltürken 10,62, Dul- i garische Tabak 17,5. Bankaktien: Berliner Han- Kanasterpeters Ende! Bon Franz G r o S. An des Kanasterpeter letzte Kuh war bas Ungeziefer gekommen. Dah solches geschah, brauchte niemanden Wunder zu nehmen. Sah doch ihr Hnw den halben Tag mit feiner kurzen Pfeife hinterm Schnapsglas und den anderen halben Tag stahl er dem lieben Herrgot auch die Zeit. Seine Frau, die vor einem halben Jahre gestorben war, hatte ihm dabei redlich ge» hollen. Wer sie ansah, wuhte auch sogleich, wie es in ihrem Hausstande aussah. Wie der Herr — so's Geschirr! — 3m Dorfe hieß sie die Schlambambel. Don Jugend an. Wie Peter an sie gekommen war, wuhte er wohl selbst nicht zu sagen. Liebe macht bllnb. Schon drei Sage nach der Hochzeit aber gab eS den ersten Hausstreit mit Worten. 11 nb nach drei Wochen — die ersten Schlage. „E jeb ordentlich Fraa muh jo mol ihr Schläk hunn. llagte die Schlambambel. awwer wie mich maner hägt, dos is doch zu schlemm." Als Kanasterpeter eines Tages aus dem Wirtshaus heimckam, in dem er wieder einen über den Durst getruaten hatte, und seine Frau nicht mehr vorfand — sie heulle im Rachbarhaus in die Schürze —, holte er ihre besten Kleider und ihren breitrandigen schwarzen Str hhut aus dem llapprigen Kleiüerschrank, band die Rücke über den Rucken seiner Kuh, befestigte den Hut nicht mit Ungeschick zwischen ihren Hörnern und füh te sie in fernem Dusel solange durchs Dorf, bis der Polizeidiener kam und Herr und Bieh dorthin brachte, wo sie beide hingehörten. PeterS Frau aber kehrte des anderen TaaeS sch^n zu ihm zurück, denn sie fürchtete für ihre Montur. Kanasterpeter, ber von vermögenden Eltern stammte, kam immer mehr von Hab und Gut. Rach dem raschen Tode seiner Frau muhte er sich bi? Kartofsün und bas Genäse selbst kochen und schliehlich lieh er auch das Kochen fein. Es ging auch mit Drot und Wurst. G irten und Heringe holte er im „Konsum". Statt Kaffee trank er nur noch Schnaps und bald duldete ihn fein an- „Sieh zou, wo de annem herkriegst", sprach bet Schmied und ließ die Dolleule stehen. Er hatte gemeint, Kanasterpeter solle die Kuh mit Tabakstaub behandeln. Dieser aber dachte er solle das Tier einräuchern. Und da er kein Geld mehr für Tabak hatte, so sann er auf Ersatz. Born Kriege her hatte .er noch dürres Duchenlaub und getrockneten Waldmeister in einer Schublade liegen. Diese mußten aushelfen, und damit ei eine stärkere und raschere Wirkung erzielte, holte er sich beim Schreiner noch trockene Sägespänne, ausländischen Renten ist eine leichte Abwärtsbewegung zu verzeichnen. Interesselos lag auch der Markt der heimischen Renten bei weiteren Abschwächungen. Die Lage am Geldmarkt ist unverändert. Tägliches Geld 9 bis 12 Proz., Monatsgeld 11 bis 14 Proz. Privatdiskont 8 Proz. Ain internationalen Devisenmarkt Festigkeit des englischen Pfundes und weitere Abschwächung des französischen Frankens. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener S a t eriajt >es „Okfl'-’er Anzeiger*^ Frankfurt a. M, 25. Febr. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 21,25 bis 25,50, Roggen, inländ. 22 bis 25,25, Sommergerste für Drauzwecke 24 bis 31,50, Hafer, inländ. 17,50 bis 22,75, Mais (gelb) 22 bi3 22,50, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 40,50 bis 44,25, Roggenmehl 35.50 bis 39, Weizenkleie 14 bis 14,25, Roggenkleie 14,25 bis 14,50. Tendenz: Unverändert. Berliner Produktenbörse. Derlin. 25. Febr. Ser Produktenmarlt war etwas schwächer und g.'schä tslos. Auch für Mehl bestand kein Interesse. Es notierten je 1000 Kg.: Weizen (märf.) 251 bis 258, Weizen (März) 275, Weizen (Mai) 239 bis 289.50, Tendenz ruhig. Roggen (man.) 247 -chis 252, Roggen (März) 261. Roggen (Mai) 279 bis 278.50. Tendenz matter. Gerste (märf.) 252 bis 265, Futtergerste 215 bis 238, Tendenz matter. Hafer (märf.) 186 bis 193. Hafer (Februar) 206, Hafer (Mai) 210 bis 209, Tendenz matter. Mais (loko Derlin) 223. Mais (Mai) 200.50. Tendenz ruhig. RapS 390 Tendenz ruhig. Für je 100 Kg.: Weizenmehl 34.75 bis 37.00, Tendenz matter. Roggenmehl 34.50 bis 36.75, Tendenz matter. Weizenkleie 14.90 bis 15.00, Tendenz ruhig. Roggenkleie 14.90 bis 15.00, Tendenz ruhig. Diktoria- erbsen 27.00 bis 34.00, kleine Erbsen 21.00 bis 22.00, Futtererbsen 19.00 bis 21.00, Peluschken 18.00 bis 19.00, Ackerbohnen 19.50 bis 21.00. Wicken 19.50 bis 20,00, Lupinen (blau) 12.25 bis 13.75, Lupinen (gelb) 14.50 bis 16.00, Serradelle (neu) 14.25 bis 16.50, Rapskuchen 17.80 bis 18 00. Leinkuchen 23.60 bis 24.00. Trockenschnihel 9.30 bis 950, Torfmelasse 9.50, Kartosselslocken 19.90 bis 20.00. 4. Febrnir 85 Februar R-varr Aniillch, Nokteraii .li'i.i q« 10 TI!' < «f 1 Orin 34 1’5 Lmlr-itzon 168,14 168,V. 168.09 168 5t >. 7 Bu^n-Aires vrss. Antw 1.6'8 21.10 1.662 21 16 1,66 21,1t 1.66» 21 17 OOU'Oofl ; oll üoil DotTboU rnü'hnil Christiania 63.8 64 03 63.83 63 95 Kopenhagen 74.71 74.83 74,83 75 01 Stockholm . 113.03 113,30 113,03 113.30 loKlooii HclüngforS (hatten . . London. . 10,53 17,055 10.60 17 09 10 555 1 ,97 10,559 17.01 roll voll Poh um! 19,99» 20,04! 19,975 20 0’5 VOlilöÖÜ Don uou 9 euuort . . 4,195 4.20-, 4,195 4,20.5 Baris. . . Schweiz . 21. *<2 80,62 21 88 80 8' 21 81 80.59 21 87 80 79 i'OUluOll boujood Sva ien . 5b 48 69,62 69 43 59 57 Japan . . . 1.M6 > .650 1,653 1,6 7 von.uon ■h'io de Han Wien in D - 0,405 ».467 0,461 0,466 vollluoU Ceft abgest 5,908 5,928 5,908 5.92S DOl! Uütl Prag . . . 12 43 12,47 12,-3 12,'7 000 0011 Belgrad . . 6.71 6.73 6.72 6 74 UOir Oil Budapest. . 5 80 5,82 5.79 5,81 bUlij_iOli Pul >arien 3,045 3,055 3,057 3,067 U0U|i)üU L'tzabon 19,975 20 025 19.975 20,0'5 vh'jlU Danüg. . . Konst, ntin. 79.33 2.15 79,50 3,16 79, 5 2 15 79,45 2,16 vollivoll ooll voll Athen. . . b,79 6,81 6,69 6,71 vollüoll 1 bös« Schluß ftu • Sdtuffc. MiNag- 1 b Tie tu 15 2. 34. 2. 25 2 0,705 0,685 0.705 0,690 — _ 0 915 0 91 0 9 -T- 0 8q5 0 8'5 1,27 1,245 1.26 1,25 —■ n 46 0. 95 0 47 1 037 0 98 1,06 1 06 1 20 1,0 1.4 1.30 1.10 1,10 1 21 1 25 1 09 1.1'1 1.1» 1, 2 94,75 94.7.5 94,75 94.75 91 91,15 91 3) 9 .25 10 90 10,62 10,6 10,6 39.1 39.5 43 42.5 159 157 160 158,5 6,.55 6 5 6.50 6,40 13.5 13 50 13 60 13 50 132 131,5 132,13 131,75 n 440 0.44 _— 123,75 123,5 124,13 123,62 110 112 —» 1,95 1 98 2 2 9 5 9 50 9 62 9 50 0,121 0,1. 0 225 0 225 89,75 88,62 88.75 19 19 19 18.9 12 12 12,3 82 '5 81 81.5 80 ?5 91.02 91 50 8 90 118 149,5 147,60 146 75 19 4,2 19,1 18 75 24 24.25 24 5 24 7 75 7.6 7 13 7,6 11,13 10 875 11 50 11.10 6 . .40 63,50 63,30 63 57 57 5 57 >0 46.90 r6 9 46,25 3,7 46 40 ■16 50 3 65 — 99,62 100 98,5 99,25 4,10 4,10 4 4,1 ** _ 95 25 95 _ 5 90 5.90 5,9 5,8 — 159 18 30 30 30 29 40 0,48 0,48 23 2 9 23,13 22,6 24,9 25,70 24 55 .4,6' 24 60 25 90 25,62 25,60 9 8 9 —— 18 25 18 0 18 18,13 140 142 — 12.1 12,05 12 12 19 1 18,75 19 19 14.25 1« .'5 69 5 69.5 69 40 69 78.50 78,7> 79,25 79,20 4 0.5 « 10 4 13 4.IS 5 95 5,95 6 5,9 3,75 3, 5 — 9 8,8 9.1 9,25 — — 100.75 101 — 0,62 — 1,12 1.12 1 2 1,1 134 133.5 — 3,3 2, 5 2,3 2,3 4 4 — 4 2 90 >. 8 5 2,9 2.8 12,50 12,45 13 6 12,25 4,65 4,70 3 8 3,90 — Berlin, 25 JVef-rnnt V’r’** 'leuirt Amerikanische Rote» . . .. . 4,1'2 21 03 4,192 21.19 roll i oll Belgische Roten ....... Dänische Roten ........ 71 63 75 01 roll Englische Noten........ Französische Roten ...... Holländische Roten ..... 19.97 20 07 toll 21 84 167 78 21 96 118 59 Sü licnische Roten...... 17 00 17 08 voll Norwegische Noten...... D""sch'Oesterr . ä ioo Kronen 6v.64 li3 96 voll 6,91 5,93 voll Rumänische Noten...... — Schwedische Noten...... 112 84 113 40 voll Schmier Noten....... SO 49 80 8' 59 6 > toll «panische Noten....... 59 30 12.405 roll Tschechoslowakische Noten .. 12.465 roll Ungansche Roten....... 6,76 6,79 voll *•* ®ss aÄ $eb: ^«"l K^-K- **■ &nL6V«!. w. ^^enbotfe, reffe. $”• N fe 239 biz L?> {2?9 bi-L^>M > 252 bis Är* matter, fir"1 ar) 236, & W i ?ati M Ä mS3»* jl,103 Kg.. Bet.., Z7L 5ss ZZE 6tbkn u» bti 21.« ui?4 ’6« 19M tt*j? (blau) |2 25 b-i #*»«wn ~-Oufnfd)nihe[ gw u> ar^ifelflorfen 19JK) kg lichei. b’fle ßeit stellt ln un'er Aewrnlhstm r Vflrgrn m'M $ca*1' zuträglich, bie Jpenn fit eine E ahcen Sie ihrem ferfr? hnrn mit der Feinlvi- Slaubanb“ in b fonbet '->chec und bllü,e. ilauf drr U.ubondviar- • flefimi in btn W sis Die illustrierte Im, ■ uband-Doche". 3ETERS^ » UNION k Fahrrad- F teilen mir mjr. ®e gtitr 1 feinen Zähnen. igcr - und bnnlc M n erhob er sich endli^, en an Tischen und SU? auf lvanletchcn Demenz , Aaste, die sonst nichts ahen ihm «ach. mV der 0 bfttabt. t not)" Ibtad) er W lgehen'c n TtrMä? z zurück ,' 9»rt W «" Duzen an! WgS? M er an dir W”1 Mond stand tm Wj® )18 stille schmales büfche, dir an ben J- i mS ™»'Ä' L * «K \ ,f6e,e?'^n Wn5jL -t und den f. 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WsWeiWnm des Gräflichen Forstamt» zu Laubach. Montag, den 2. Mat), 10*4 Uhr vormittags beginnenb, im Solml er Hof zu Laubach 1. aus den Distrikten Sckmitthain, Schiffenberg, Roth, Lingclback, Kirchberg, Striekbcrg, Hoher Main, Tbomasbiegel bei RcvierS Jägerhaus Rm: Scheiter 70 Buchen, 7 Eichen und Weichbolz: Änüpprl 280 Buchen, 16 Eichen .'. >tl., 18 Mabel- und Weichholz: Stödc 270 Buchen, IO Nadeln; Reiserkuüvpcl 80 Buchen, 4 ,yith- hm; Etainmreiser 65 Buchen, 17 sichten 'Bohnenstangen); Nutzholz: I6$tüd (heben und Elchen, Terbstangen «zu Teichseln geeignet); 2. aus den Distrikten Struth, Heinzebcrg, LiesetvLldchen, lireuzsecner- berg, Eichelaarten ded Reviers Freienseen, Rin.: Scheiter 190 Buchen, 15 Eichen, Birken, Lbstbüumc 1. und 2. AI., 15 Mabel- und Weichholz; «nüvpel 170 Buchen, 83 Eichen, Birken, Radel und Weichbolz ). und 2. Ml.; Stöcke 60 Buchen; Reiser- lnüvpel 80 Buchen: 3. aus den Distrikten Winter-berg, iluhstrauch, Rasserwald, Pe- terStvald, MuShau, WenzelSkovs deö Reviers Lberseen, Rm.: Scheiter 70 Bucken, 3 Eicken 1. Hl.; »Inüppel 22 Buchen, 5 Eschen 1. ftl., 5 Fickten 2. AL; Stöcke 94 Buchen- Reiserknüppel 4 Bucken, Ast- reifer 4 Escyen; ftoblrcifet und LcSholz der drei Reviere flLchenweise. Buchenscheiter und Lnüppel 1. fil. kommen nur im Distrikt Heinzeberg 1 zum Ausgebot. Auskunft erteilen die Herren Förster Melchior zu Jägerhaus bei Schotten, Förster ftraut- wurst zu Glashütte bei Freienseen, Förster Schreiner zu Altcnhain. 2057D Laubach, den 24. Februar 1925. Gräfliches Forstamt. Holzversteigerung. Montag, den 2. Mörz, vorm. 10,3«Uhr, werden in dem Gasthaus ,^ur Krone" in Schotten au- sämtlichen Distrikten der Förstereien Schotten-Nord und -Süd, Eickelsachsen und Burkhards versteigert: Stämme: Eichen. 1. AL 2 St.-.3,84 Fstm., 2. ük. 1 Gt.- 1,22 Fstm., 3. Al. 3 St. = 2,67 Fstm., 4. MI. 30 St.= 20,43 Fstm., 5. Al. 33 St.= 15,30 Fstm., 6. Kl.-, 278 St. 67,56 Fstm. Eschen: 4. Kl. 1 St.= OL8 Fstm., 6. Kl. 12 6t. = 1^9 Fstm. Buchen: 2. Ml. 5 St. = 6,21 Fstm., 3. Kl. 7 6t. = 6,23 Fstm., 4. Kl. IO 6t. = 6,16 Fstm. vainbuchen: 5. Al. 1 St.= 0,39 Fstm. Birken: 5. Kl. 4 St.-- 1,68 Fstm., 6. Kl. 3 6t.- 1,07 Fstm. Erlen: 4. ÄL 1 6t.-0,49 Fstm. Linden: 4. Al. 1 St.= 0,61 Fstm., 5. ÄL 1 6t. = 0,44 Fstm. Kiefern: 2. Kl. 1 6t.= 1,59 Fstm., 3. ÄL 8 6t.= 8,96 Fstm., 4. ÄL 7 St. = 4,69 Fstm., 5. ÄL 15 St = 5,99 Fstm. Lärchen: 4. ÄL 1 St. =0,96 Fstm., 5. ÄL 0 61.-3,32 Fstm. Fichten. 1. AI. 1 St.-3,06 Fstm., 2. ÄL 3 St. = 6,87 Fstm., 3. SU. 34 St.« 48,82 Fstm., 4. ÄL 63 6t. = 69,38 Fstm., 5a»ÄI. 117 St. =74,79 Fstm., 5b-ÄI. 244 6t.-60,74 Fstm. Weitztannen: 3. Kl. 1 6L= 1,61 Fstm. Weymuthöktefer«: 3. ÄL 1 6t =0,71 Fstm., 4. Kl. 4 St.- 3,08 Fstm., 8. Al. 18 St.— 9,36 Fstm. Terbstangen: Eichen: 1. ÄL 15 St. = 0,52 Fstm. Eschen: (Deichseln) 71 St.= 3,55 Fstm. Buchen: 22 St = 0,55 Fstm. Lärchen: 9 St. = L°3 Fstm. Fichten: 523 St =39,86 Fstm. Rcidstangen: Fichten: 1. Kl. SO et. =0,15 Fstm., 2. ÄL (Bohnenstangen) 2730 St — 6,41 Fstm. Nutzschciter: Buchen 1. ÄL 52 Rm. Ruyknüppel: Rm. Eichen 181, Lürcken 14, Fichten 29. R^ylnüppcl.eisig: Fickten 198 Rm., Wey- mouthSftefern 27 Rm. Ruyreisig: Fichten 336, Weumouthö« liefern 23 Rm. Fm Distrikt Mirickberg kommt nur daS westlich der LntriebSfläcke liegende Fichten- stammholz zur Versteigerung. Äauflieb« Habern wird emvsohlen, daS Holz vorher zu besichtigen, da Einwendungen wegen der Qualität und Menge später "ickt mehr berücksichtigt werden können. '? ähere Aus- kunft erteilen die Herren Förster dellet und Sckott zuSchotten, Trupp zu Eichelsachsen und Iüngel zu Burkhard-. Schotten, den 23. Febr. 1925. 2O33V HcfftfcheS Forstamt rchotten. Zwangsversteigerung. Die untenstehend bezeichneten Drunb- stücke, die zur Zeit der Eintragung deö DersteigerungsvennerkS auf den Hamen de- Levi Lindenbaum in Frankfurt a.Qll im Grundbuch eingetragen waren, sollen Montag, den 27. April 1925, nachmittags 12' , llbr durch daS unterzeichnete Gericht auf dem Gemeindehause zu DellerSheim versteigert werden. Die Bersteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung. Der DerstrigerungSvermerk ist am 31. Dezember 1924 in daS Grundbuch eingetragen worden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung deS BersteigerungSvermerkS aus dem Grundbuche nicht erstchtlich waren, sind ste spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht antumelben und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, wid- rifcr'cl 6 se kl ef;. Anz er beten. -5eljt ijul mööL Zimel (Nahe Sübanlnne od» Frankfurters trabe) von Arzt gelucht. Angebote unter 165 an NerNS.Dtttteld.Anu.- Erv.. Giesten. 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Wenn man das 'Rote Meer und die Bay von Aden hinter sich hat und in den indischen 0*8 ean kommt, muh man ein paar Ellande passieren. felsige, hohe Inseln, die dem Kap Guarda- hn vorgelagert smd. Las sind Die beiden tahlcn. nur in den Felsenspatten mit etwas Aloegebüsch bewach- s.'NQii ..Bruder-Inseln", auf den Seekarten .The brother»Islands" benannt, und Sokotra. Man fiept sie von weitern Interessant ist eigentlich nur Sokotra, denn eS ist bewohnt und weist sogar einen Sultan auf. der hier unumschränkt regiert. Von England eine jährliche Rente bezieht und dafür die „Britische Obetcherrtchast" anerkennt theovetisch Die Insel hat ein kleines Städtchen, glcich- Acitlfl Residenz feiner schwarzbraunen Majestät: y a m r 11 o. Das Städtchen bat ein freundliches Aussehen - von weitem Denn die 5 -6000 «'lamitischen Einwohner der Insel sind Menschen non einer ganz eigenartigen Freundlichkeit: sic find zwar hocherfreut, wenn ein Schiss der Giaurs" strandet, lieben aber keine Besuche. fanii notfommen. daß Schifsbriichige obci frei- willig hergereiste Gäste in ein Messer fallen oder einem zufällig in der Gegend herumsausen- den Pfeil im Wege find. Wie gesagt das kann vorkommen. Schon manches Schiff hat hier warme Aufnahme gefunden, so Gude bei achtziger Jahre die .Pommern", die hier auf die Klippen lief und deren Mannschaft zum Leif totgcfchlagcn wurde. )um anderen Teil sich in Booten rettete. Auch etn Holländer strandete hier um 1900. Die freundlichen Insulaner sperrten die Mann- fcbaft in ein Zelt und bewachten sie sehr streng. Aber die Sitten waren milhci, als vor einem Dutzend Jahren man fütterte die MvnHeers mit Datteln und Milch Man löschte die Ladung sehr gründlich, erklärte daS Schiff als gute Prise und gab den Holländern eine kleine, alte Dhau. um nach Afrika oder Arabien zu fahren. Borher aber ermahnte man die Mynheers freunblid). aber energisch nie wiederzukommen. Henn Besuche seien unerwünscht. Die Holländer fuhren los. irrten er ne Zeitlang in der arabischen See umher und sanden schließlich Aufnahme auf einem britischen Dampfer. Bor kurze' Zeit erfuhren Franzosen eine ähnlich liebreiche Aufnahme, und einem englischen Schiff ging eS nicht besser. Man liebt keine Gäste aber man mag ganze Schiffsladungen gern auf Sokotra. DaS ist verständlich. Fromme Leute schätzen einen .gesegneten Strand". Ja. war eS denn bis vor kurzem noch in manchem europäischen Winkel viel anders? Ss ist noch gar nicht so lange her höchstens fünszig Jahre . daß in den Kirchen bei Insel Oefcl noch allsonntäglich gute Christen um .gesegneten Strand" beteten und b.-r Herr Pastor solche christliche Bitte dem lieben Herrgott nnn der Kanzel auS unterbreitete. . . Sokotra ist hen Oeselanci n nur um ein halbes Jahrhundert Mischa und Mascha. Russische Skizze von Willy Zi m in e r m ann-Ss uSlow.Berlin. Mischa säst in feinem Lehnstuhl, dicht neben dem Fenster Ach. dachte er. gar schön ist doch das Atter Wie ein grostcS Sieb scheint es. Alles, was gelungen und gut war. bleibt darin, und alles was den Kopf verwirrte und das Herz beschwerte, ist durch die Maschen dohin. Man denkt kaum noch daran. Sie Aussicht, die Mischa von seinem Platz aus auf die Landschaft hatte, konnte mit ihren leuchtenden Farben wirklich dunklere Sorgen- schatten, als fte in Mischas Vergangenheit waren, überstrahlen. Dort der herrliche Schnee auf dem Wolgaeis. ebenso weih, aber viel reichlicher als Mischas in Stirn und Racken hängendes Haar drüben ein buntes Gewirr von Masten und Schornsteinen überwinternder Segler und Dampfer. — und im Hintergründe der schneebedeckte hohe Turm der Astrachaner Börse,- wo Mischa ein Leben lang emsig und mit wechselndem Erfolg feine Kommissionsgeschäfte betrieben hatte. alles das band Gegenwart und Vergangenheit zu einem Kranze, dessen herbst schöne Blätter sich schmeichelnd itber die Domen der (Erinnerung legten. Aber noch etwas anderes webte um Mischas Lebensabend ein breites Band inniger Zufriedenheit. Das war zunächst die wohlige Wärme in dem Stübchen. Zwar, einen eigenen Ofen halte es nicht, doch lag es dicht neben dem Rguchschacht der Backstube, die das Zimmer aufterbem mit dem lieblichen Geruch srilchge- hndenen Brotes erfüllte. ilnb dann der Lehnstuhli Richt ein gewöhnlicher war es. wie man ihn in den Ausstellungen der Möbelgeschäfte oder beim Trödler zu sehen bekommt. MttchaS Lehnstuhl war wohl auch mit grünem Plüsch überzogen. In der Lehne lag eine reiche Polsterung, rings mit gelbglänzenden Knöpfen nmnagelt. Aber er stand auf sechs Füstcn und- hatte drei Armlehnen, links und rechts je eine schmale, in der Mitte eine breite, von der eine Riesentroddel hinabhing. Durch diele sinnreiche Anordnung der Armlehnen war der Stuhl in zwei Sitze geteilt. Auf dem zum Fenster gekehrten hatte all die Jahre, die der Lehnstuhl an dieser Stelle stand, Mischa seinen Platz. Reben ihm sah Mascha, Mischas betagte Ehefrau. Während Mischa ans dem Fenster schaute und die Welt in und um sich wie ein schönes Vild betrachtete, sah Mascha in den Plüsch gelehnt. irgendein Buch mit gestreckten Armen zurückgeblieben — und die Sitten sind nur etwa- räuber, dafür aber durchaus herzlich, wie man fiebt. Das Inselvölkchen setzt sich auS etndn kleinen Stamm rassereiner Beduinen — der Aristokratie — und einem Mischmalch von Arabern. Malayen. Portugiesen. Somalinegern und anderen Ganz- und Halbfarbigen zusammen. An wildlebenden Tieren gibt es Möiven, Sturmvögel. Zibethkatzen. Ratten. Skorpione, Giftspinnen und giftige Taulendfüßler - die Fauna ist also grösttenteils ebenso lieblich wie die Menschen Sokotras An Haustieren und halbzahmetn Getier gibt es kleine Kamele, Schafe. Ziegen, Katzen. Hühner und ein paar Rinder Fischfang und Handel sind die Hauptbe-' schäftigungen der Sokotraer. Ihre Dtzaus fahren bis Indien und Ceylon einerseits und bis Sansibar und Madagaskar andererseits. Die Dhaus. die wir aus nächster Rahe sahen, sind ziemlich groß. haben lateinische Segel, weisen achtem einen hohen Ausbau zum Wohnen auf und besitzen vom einen spitzen Schnabel. Ge- handelt wird mit Aloe, einem Rutzhoiz und Ambra, eingetauscht werden Hirse. Reis, Kaffee, Datteln und andere Produkte. Das ist das freundliche Sokotra Im Indischen Ozean zwilchen Sokrota und Ceylon liegen viele Inselchen in zwei Hauptgruppen die Malediven und die Lakediven. Zwischen beiden Gruppen liegt die Insel Minikor. Während die Sotatra- Infel ein hohes Land vulkanischer Herkunft ist. bestehen die Malediven und Lakediven aus Ko- rallen-Atollen. Sie ragen nur 1,5 bis 2 Meter über den Meeresspiegel und sind von Taufenden kleiner und großer Risse umgeben Siele Atolle und Risse sind in ständigem Wachsen, so dah wenn nicht Unvorhergesehenes dazwischen kommt, mit der Zeit ein grostes Inselland entstehen wird. Meist find Riffe und Atolle Halbkreis- oder auch kreisförmig und weifen in der Mitte eine Lagune auf. die mitunter eine gute Einfahrt hat und al« Hafen benutzbar ist. Fast alle Infein find mit Kokos- und Seychellenpalmen bewachsen. Die Bäume sind recht hoch und geben gute Ernten, die aber mitunter durch die zahlreichen, auf den Palmen lebenden Ratten beeinträchtigt werden sollen. Alle gröberen Inseln find bewohnt: die Bevölkerung ist zahlreich. Die Inseln stehen unter britischem Schutz, ein Teil der Lakediven gehört zu den Apanagen des indischen „Bibi" von Kan- nanur. Auf Groh-Male ist ein Sultan, der sich auch Soldaten hält. Sie Eingeborenen ein Singhalefenstamm mit arabischem Einschlag - sind sehr gutartig, gastfreundlich und gegen Schiffbrüchige hilfreich Gin hübscher Menschenschlag. Fleißig sind die Insulaner gerade nicht. Aber sie sind gute Seeleute und haben auch mehrere Schifserschulen, in denen der Gebrauch moderner Instrumente gelernt wird. Der Fischreichtum ist sehr Droh — die Fischerei ist daher ergiebig. Cs wird viel Heimarbeit gefeiftcl; Eisenbearbeitung. Mattenweberei und Korbflechterei. Die Männer find tüchtige Bootsbauer. Die Produkte der In- fcln Kokosnüsse. Kokosfasern. Palmzucker. Ben- weit von sich haltend, aber so, dah die rechte Hand auf der breiten Mittellehne eine Stühe fand. Hierdurch war Maschas Oberkörper ein wenig gegen Mischa geneigt, ilnb das hatte noch einen besonderen Grund. Denn früher, als Mischa auf dem linken Auge noch nicht blind war. hatten sie oft beide zusammen in das Buch geschaut, und die Köpfe waren dicht beieinander. Wenn dann Mascha irgend etwas nicht verstand, nruhte Mischa erklären, und hatten sie« beide gut verstanden, so plauderten sie wohl noch ein Weilchen über dieses und jenes, was im Buche stand. Das war nun auch vorbei Denn wie Mischa lauf dem linken Auge nichts sehen konnte, so war Mascha auf dem rechten Ohr fast taub. Eine Zeitlang versuchte es Mischa mit lautem Sprechen, immer dichter brachte ec seinen Mund an Maschas Ohr. Sa aber das Hinüberneigen für längere Unterhaltungen recht beschwerlich war. setzte sich Mischa aufrecht und las in dem Buch feiner schönen Erinnerungen, während Mascha still für sich die gedruckten Blätter wendete. So war es auch, als Rlischa im Anblick der glitzernden Schneelandschaft das Atter mit einem Sieb verglich, worin feine Welt wie ein Berg reifer Weizenkörner erglänzte. Und fo tief hatte sich der Alte in sein Wohlempfinden gesenkt, dah er Maschas taube# Ohr vergast. „3a, ja, Mascha, wie ein Sieb", sagte Mischa laut. „Wie ein Sieb." Da Mascha nichts antwortete, stieß Mischa sie mit dem Ellbogen leicht an und wiederholte mit lauter Stimme „Wie ein Sieb ist das Alter, meine ich. Was weh getan hat, fällt hindurch, was gut war, bleibt darin." Aber Mascha hatte noch nicht verstanden. Eie drehte den Kopf ganz herüber, legte den Buchdeckel aufs Knie und hielt die Hand gegen das Ohr. „Was ist das für ein Sieb?“ fragte sie. -Es ist gar kein Sieb", rief Mischa unwillig. „Habe mir nur etwas gedacht" Dabei setzte er sich wieder aufrecht und blickte verdrossen durch das Fenster. Ihm war, als schimmere bcr_ Schnee da drauhen nicht mehr so rein, als läge in seinem Sieb irgend etwas Unangenehmes, was grötzer als die Menschenweite war. Rach einer Weile begann Mascha zu buchstabieren. Eie setzte den Finger auf die Schrift, wiederholte das Wort laut unb lauter und stiest endlich ihren Mischa leicht mit dem Ellenbogen an. dia. Kaurimuschcln und Schttdparr werden u»ch Indien gebracht. Reis und andere Aaßrrmgs. mittel müssen meist importiert werden. An wildlebenden Tieren gibt es bloß Seevögcl und Ratten auf den Inseln, an Haustieren Ziegen, Katzen. Hühner. Tjan nennt diese Insulaner „Wilde . Welch' europäischer Größenwahn! Ich habe auf meinen vielen Reifen die Beobachtung gemacht, dah es unter ..Europäern" mindestens ebenlotüele ..Wilde" gibt wie unter Asiaten und Schwarzen. In Sibirien stellte ich fest, dah bie Tataren kulturell am höchsten standen. Und im Horben fand ich, dah unter den Ostfalen, Tungusen. Wogulen und Syrjänen lehr wenig Wilde" zu finden waren unter den Rusien aber sehr, lehr viele' Ich habe auch im eigentlichen Rustland viele Wilde" gefunden, und auch in Moskau ist ihrer Legion, ilnb ich möchte meinen, bah biefe bescheidenen. hübfchen unb schüchternen singhalesischen Seeleute, Lotsen und Fischer viel weniger als „Wilde" zu bezeichnen sind als so mancher Mensch in unterem lieben Daterlande. dem der Gebrauch der Zahnbürste unbekannt Seife überflüssiger Lurus ist. der die Tunke mit dem Messer vom Teller löffelt und eben dieses Messer beim Essen durch die Zähne zieht . . . Richtige Wilde aber gibt es auf den Coco-Inseln und vor allen Dingen - - auf den Andamanen und Ri ko baren. Sie wifsen nichts von maledivischer Freundlichkeit gegen Fremde, sie eifern dagegen den Sokotraern nach unb übertreffen diele noch erheblich in einer besonderen Art von Gast- unb Menschenfreundlichkeit Auf diesen vulkanischen Inseln den Spitzen eines versunkenen Gebirges, der Fortsetzung des Aralan-KammeS von Hinterindien, früher die Berbindung mit dem Fest lande leben int südlichen Teile hellhäutige Malaven- raffen, im nördlichen ein paar schwarzbraune Ur- rassen. die im allmählichen Aussterben sind. Es ist nicht schade um diese boshaften, hinterlistigfeigen Menschen Die Raffen stehen auf ganz niederer Kulturstufe. Eine Körpergröste von über 1,50 Meter ist feiten, gewöhnlich hält sich das Mast unter anderthalb Metern. Schiffbrüchige werden fast stets auSgeraubt unb find immer in Lebensgefahr. Die englisch-indische Kolonie in Port Blair hat 15 000 Einwohner, einschließlich der Sträflinge, bie viel Lanb urbar gemacht haben. CS gibt Tabak- und Reisplantagen. - Der Export besteht aus Kopra, Palmzucker. Muscheln unb dem wertvollen Manori-Holz, auch gibt es Perlen und Edelsteine. Die Inseln weisen viele Sümpfe und Dschungeln auf und haben daher ein schlechtes Klima. Fast alle Eilande sind reich bewaldet, mehrere von ihnen bergen Büffel, wilde Schweine, viele Schnepfen unb Tauben, so dah die Jagd lohnend ist. Aber sie ist mitunter unbekömmlich Mancher Jäger kam. statt mit Beute, mit Malaria heim oder mit Pfeilwunden, ilnb mancher blieb im Dusch unb Dschungel den Speer im Herzen. Wir haben absolut keine Lust, hier auf die Jagd zu gehen. „Sieh hier", sagte sie. ,.WaS ist das?" Mischa saft noch aufrecht, beugte sich dann abei nach links. Da ihm daS linke Auge blind war. muhte er den Kopf weit herum drehen. Auch fand er nicht gleich die richtige Stelle, da Maschas Finger beim Anstößen mit dem Ellenbogen verrutscht war. ..Was ist es denn?" fragte Alascha gereizt. „Hast du's noch nicht gefunden?“ ..Genug Worte stehen auf dem Blatt", meinte Mischa ärgerlich. „Soll ich dir alle vorlesen?" Diesmal hatte Mascha gut verstanden. Sie hatte sogar den Groll auS Mischas Worten gehört. „Laß es fein", sagte sie beleidigt. Mischa setzte sich wieder aufrecht zurück. Was sind das nur für dunkle Wolken am Himmel, dachte er. und ist doch Schnee in ihnen, ilnb die Wolga sieht aus, als wolle es Sau« Wetter geben. Auch ist's gar nicht so warm wie sonst, und der Sih drückt so hart, als läge ein Pub Buchweizen darin. Richt lange dauerte es. als Mischa das Läuten eines nahenden Schlittens vernahm. Den Kops legte er dicht ans Fenster. Da sah Mischa in einem Schlitten den Polizeikommissar. Er fast nicht, er lag mit zurückgefallenem Kopf unter der Decke und war betrunken. Ser Kutscher hieb tüchtig auf die Pferde ein. ..Mascha, Mascha, schnell, sieh nur hin,“ ries Mischa, „wie er seinen Schnapshauch durch die Stadt klingelt." Mascha rührte sich nicht. Hastig griff Mischa ihren Arm. Er zog sie gegen bas Fenster „Aber so eile bich doch", sagte Mischa herrisch. „Siehst du ihn?“ Wohl suchte Mascha die Straße ab, es war jedoch nichts mehr zu sehen. „Es ist vorbei", sagte Mischa erbost. .Was siebst bu im Stuhl wie eine Ressel im Schafspelz!“ Aufrecht fast Mischa in feinem Seifet. Sie glatte Schneebahn, über bie der Schlitten des unpäßlichen Polizeikommisiars gejagt war. kam ihm grau in grau wie eine verichlammte Lanb- straße vor. Lange sprach keines ein Wort Da hob Mascha (gjigfam den Kopf Dicht beim Rauch, schacht, ba, wo die Dielen von der Mauerede einen kleinen Spalt offen ließen, saß ein Mäuschen. bas sich bald mit der einen, bald mit ber anderen Vorderpfote die Schnurrhärchen strich. Mascha wollte ihren Mischa gern zum Teilhaber dieses ergötzlic^n Schauspiels machen. Deshalb drückte sie ihren Ellenbogen sanft in Mi Ans der Provinz. Landkreis (kieken. .1 Wicseck. 25 Fedr. Am Montag fand die vom Kreisbauamt ausgeschriebene Berge bu ngderArbelten zum Innenausbau eines von der Gemeinde zu errichtenden Doppel- wohnbauseS statt Saa hierbei erzielte Er gebniS Dürfte das Interefle der weitesten Streife erregen unb soll deshalb hier mitgetcili weiden mit dem Bemerken, da st die zuerst genannten vtablen da« Höchstgebot, die zuletzt genannten Zahlen ba« abgegebene niederste Angebot bc- deuten Deistbi 2725.80 Mk. Glaferarbeiten 1352.50 Mk. bzw 1005 Mk.. Schi einerarbeiten 6771 Mk. bzw. 3884 Mark. Wafserleitungsarbeiten 943 Mk. bzw. 31.’ Mark, elektrische Inftallattonsarbeiten 244 Mk bzw 117 Mk. i5 gen Holzsubmission traten folgende Höchst geböte zutage: Kiesernstämme 2. ÄL 42.2=* Mk 3 Kl. 38,25 Mk . 1 Kl 27,25 Mk., 5. Kl 19,10 Mk, Fichtenstämme 2 . 3 , 4.» 5a und 5b Klasse 33,85 Akk, Eichenstämme 2. Kl 72,60 Mk. 3. Kl. 62.25 Mk, I Kl 31,25 Mk je Festnieter t Stangenrod. 24. Fedr Bei der gestri gen Holzsubmi ssion wurde das Fichten- Bauholz für 31,70 Mk.. bas Kiefern-Bauholz für 21,17 Mk. je Fstm ber Firma Ludwig 2lfs III in üuedborn zugeteilt. Das Grubenholz (Kiefern) erhielt bie Gewerkschaft Luise in Rieder Ohmen für 20 Mk, bas Papierholz erstand Wtth Schmidt in Atzenhain für 16 Mk. je Fstm i G r ü n b e r g. 24 Febr Gestern abend sand in der hiesigen Stadtkirche die Dorsiihrung dos Bethel-Films statt. Die Kirche war recht gut besetzt. Rach einigen Eingangsworten, in denen Diakon Deubel seiner Freude über den guten Besuch AuSdrud gab. wurde ber dritte fchas Arm. Da aber das blinde Auge eine weite Drehung des Kopfes beanspruchte, toomb wiederum eine Verschiebung des ganzen Kör- perS verbunden war. ließ der Lehnstuhl ein lautes Knarren vernehmen imb schwupp, war das Mäuschen fort. „Ungeschick," sagte Mascha lieblos. ,waS wälzt bu dich wie ein trunkener Knecht." »Hab ich dich damit gestört?" fragte Mischa laut. ..Mich nicht, aber das Mäuschen, das sich ba am Rauchschacht geputzt hat.“ „Ah sieh, ein Mäuschen", meinte Mischa eintenlenb. „Sann werden wir heute noch schwär zen Besuch haben." „Wer sollte zu uns kommen?" Mischa hatte recht. Richt lange bauerte c8 unb der Pope trat ins Zimmer, der die beiden Alten schon seit längerer Zeit nicht ausgesucht hatte. Rach seinem frommen Ginh setzte er sich ihnen gegenüber und begann mit ihnen zu plau dem Wie es gehe, ob sie auch daS Beste nicht vergessen hätten, ob sie sich ganz zufrieden fühlten?" Mischa hüstelte verlegen mit schrägem Blick auf Mascha. „Zufrieden, zufrieden, Bälerchcn?" sagte er. „Hab auch gedacht, ich tonnte ganz zufrieden fein. Da seht bu dich breit in den Stuhl unb denkst: jetzt ist alles gut, und wie du'S noch benkst. ist schon etwas quer unb ärgert dich." „Das siehst bu nur so schief, Mischa", faglf ber Pope. „Rück s grabe, und es gefällt btt." „Wie kann ich rüden, was der Herrgott eingemauert hat", meinte Mischa mißmutig. „Ein blinde« Auge hab ich. Was sie mir zeigt, kann ich nicht sehen, oder ich drehe mir den Hals ab. ilnb sie hat ein taubes Ohr, grab zu meiner Seite her. Sa ist nichts zu rüden, Väterchen. Es bleibt so.“ „Du irrst. Mischa", sagte bet Pope lächelnd. „Komm, setz bich einmal an Maschas Platz und du. Mascha, geh ans Fenster. Wie ist eS jetzt? Könnt ihr nicht wieder zusammen in eurem Buch lesen? Hast bu nicht MalchaS gesundes Ohr zu dir? Grade haben wir's gerüdt, und nun gefällt'« euch. Sieh, Mischa, es gibt im Leben nichts Schiefe«, was man nicht wieder grabe rüden könnte." „Recht hat er", sagte Mischa nach des Popen Fortgang. „(Sin Sieb ist das Alter. Sa« Gute ist darin, das Schlechte ist burchgefallen. ilnk bleibt doch etwas zurück, was dir nicht gefällt so rüttle es nur ordentlich, bis alles klar ist.' Zum erstenmal nach langer Zeit fand Masche ein freundliches Lächeln der Zustimmung. tmim plagen Sie sich fo? Es geht doch viel bequemer' Nehmen Sie den guten Terpenti nöl-Schuhputz und mit wenigen Bürstenstrichen zeigt Ihr Schuh einen wunderbaren Hochglanz, welcher auch bei Regen und Schnee nicht abfärbt. Merken Sie sich deshalb Bubis Leibspruch: Büdo-Terpentmölereme Der- bcs LrcdeS „od; bete an die Macht der Liebe" gesungen. hierauf hielt PfarrSrSchmid t eine ^egriißunflrfinTVrndfe und anschließend daran wurde i* :v Finn gezeigt, wobei Diakon Deubel die cvii itenhcn Erläuterungen gab. Die Vorführung der verschiedenen Filmabschnitte wurde non Gemeindesängern unlcvbrocben und umrahmt, die eine besonders feierliche Stimmung schufen. Der Abend- machte auf alle Besucher einen starken Eindruck und bat sicherlich zu der Erkenntnis beigekragen. daß diese segensreiche Anstalt mit allen Kristen unterstützt werden muh. - - Der Holzmacher Schäfer von hier, der im Stadtwalde beschäftigt ist, wurde bei der Arbeit non einem Mitarbeiter mit der Axt so unglücklich getroffen, dah er In die Klinik noch Gießen verbracht werden muhte. Der A r m *i knvche n und die Sehnen sind durchschlagen. Es handelt sich um einen U n g l ü ck s f a l l. Gr otzen - Li nben, 24. Febr. Bei der gestrigen V u tz t) c> l z v c r st e i g c r u n g im hiesigen Gemcindewald wurden folgende Durch- schnitlshi eise gelöst - Eichenstämm» 3. Kl. 12 Mk., Kiefer nstumme 3. Kl. 41.50 Mt.. Fichtenstämme 5a Kl. 32.50 Ml., Fichtenstämmr 5b Klasse 32 Ml.. Fichtendrrbstangen I. Kl. 33 'Ulf., 2. Kl. 30 Mi. ie Fstm.. Kiclernnuhscheitcr 20 Mt.. Fichtennutzscheiter 16 Ml., Kiesernnuyknüppel 20 Mt., Fich- tennuy.'nüppel 16 Mt.. Fichtennutzreiscr 9 Mk. ± Allendors o. d. Lahn, 24. Febr. Am Samstagabend veranstaltete unfer Juruücr* ein. der dem Durngau Hessen der D. T. an- gehört, in feinem Vereinst otal einen Vergnügungsabend. In einer krntgen Ansprache begrüßte zuerst der 2. Vorsitzende Karl Faber die zahlreich Erschienenen und forderte die Mitglieder auf, auch weiterhin ihre ganze Kraft in den Dienst der edlen Turnfache zu stellen, mit der gleichzeitigen Bitte an alle dem Verein noch Fernstehenden, auch ihrerseits mit zur Förderung des deutschen Turnens beizutragen. Die anschließend von einer Schülerriege vorgesührten Freiübungen sanden starten Beifall, ebenso die flott gespielten zwei Theaterstücke, nach deren Ablauf der gemütliche Teil des Abends begann. Besonders hervorgehoben verdient noch zu werden, daß der Verein im letzten Jahr den Plan zur Errichtung einer Turnhalle gefaßt und das hierzu erforderliche Gelände bereits käuflich erworben hat. T> Lich. 24. Febr. Gestern wurde der sog. F a n n a ch t s m a r k t. verbunden mit Schaf-, Schweine- und Krämcrmarkt, hier abgehalten. Zum Auftrieb gelangten 154 Ferkel und 40 Schafe. Der Markt war gut besucht und brachte ein reges Geschäftstreiben. 6 bis 8 Wochen alte Ferkel kosteten bis zu 35 Mt., Springer 50 bis 55 Marl. D ß i d> . 25. Febr. Aus der jüngsten Stadt- v o r st a n d S s i tz u n g ist folgendes zu berichten: Für Vie 2 a g d b e r e ch 1 i g u n g soll als Iahres- pachtpreis für das Jahr 1925 der gleiche Betrag wie im Vorjahre, nämlich 2204 Mt,, von den Pächtern gefordert Kerben. — Die Pachtpreise für die verpachteten st ä d t. G r u n d st ü ck e • wurden für das Jahr 1925 in der gleichen Höhe wie im Jahre 1924 festgesetzt. Danach sind pro Quadratmeter Pachtland zu entrichten: Für Land 1. Klasse 1,2 Pf., für eingefriedigte Gärten 1.5 Pf., für 2. Klaffe 1 Pf., für 3. Kl. 0,8 Pf., für 4. Kl. 0,4 Pf. und für 5. Kl. 0,2 Pf. Zum Zwecke der Durchführung des Land s i e d l u n g s v e r f a h r e n s ist im Jahre 1922 ^eitenS der Stadt Lid) ein größeres Stück Wald- gelänbc am Plattenwald nach durchgeführtem . Abtrieb zur Verfügung gestellt worden. Als Cnt- : schädigung für Rodungsiosten wurden den Pach- . fern drei Freijahre gewährt, die mit Ablauf des Jahres 1924 beendet sind. Der Stadtvor- üand beschloß nunmehr, den Pacht preis für 1925 auf 15 Mk. pro Morgen festzusehen. — . Dem Förster der Försterei Lich I wurde für das Jahr 1925 Taxholz bis zur Höchstinenge von ' H,2 Festmeter bewilligt. - Von besonderen Maßnahmen zur Vertilgung schädlicher Vögel wurde, da besondere Klagen über verursachte Schäden nicht laut geworden sind, zur ' Zeit Ab st and genommen. — Auf Vachsuchen * verschiedener hiesiger Geschäftsleute um Crlaub- s nis zur Anbringung von Firmenschildern senkrecht zur Straßenfront wurde be- " schlossen, letztere nach Maßgabe der Destimmun- £’ gen des 2. Vachtrags zur Baupolizeiordnung der Stadt Lich unter Ansehung einer jährlichen Min- , destanerkennungsgebühr von 2 Alt. zu genehmigen. — Der Bürgermeister brachte die einge- holtcm Erkundigungen von den Städten Gießen. ■ Friedberg und Bad-Vauheim über die Erhebung .• von Anertennungsgebühren für 2In» tennenanlagcn zur Kenntnis. ES wurde befd)!offen, für Antennenanlagen, die über städtisches Gelände angelegt werden, eine jährliche Anerlennungsgebühr von mindestens 2 Ml. zu erheben. In einem besonderen Falle beträgt der , Ansatz 3 Mk. in Berücksichtigung des Umstandes, daß die Antenne am Stadtturm befestigt worden ist. - Zum Zwecke der Verbreiterung der ■ Ziegelgasse wurde das Anwesen des Landwirts Hermann Zimmer m a n n in der Ziegel - nasse, bestehend aus Scheune und Hofraum, zum Preise von 4300 Ml. käuflich für die Stadt Lich erworben. Die Liebergabe soll am 1. April d. I. erfolgen. Die Kosten des Besihwechsels übernimmt die Stadt. - Die Prüfung der Gesuche um Gewährung eines öffentlichen Baubar- lehenS für das Jahr 1925 wurde der städtischen Dohnungsdeputalion übertragen. — Der Bürgermeister teilte noch mit, daß seitens des Fürsten Reinhard zu Solms eine Klage gegen d i e Stadt Lich wegen der Fischerei der echtigung in dem Weidgraben und den Vebenbächen der Wetter beim Landgericht Gießen eingereicht worden sei und baß er den Rechtsanwalt Fischer in Gießen mit der Vertretung der städtischen Interessen betraut habe. ): Hungen, 24. Febr. In einer stark besuchten P f a rr ve r ein sve rs a mm l un g im „Solmser Hof" unter dem Vorsitz von Pfarrer D. Fritsch- Vuppertsburg eröffnete Pfarrer Gockel-Hungen mit Schriftlesung und Gebet. j Der Vorsitzende berichtete über die letzt«: Ver- i Handlungen des Gesamtvorstandes in Berlin, Psr. V e b e l - Laubach über die Krankenkasse, Pfarrer S c r i b a-Wetterseld über die Sterbekasse. Lieber die Tagung des Landeskirchentags sprach dessen Abgeordneter Stistsdechant Lenz-Lich. Lieber verschiedene Punkte entspann sich eine lebhafte Aussprache. Kreis Friedberg, s. s. Friedberg. 25. Febr. Der gestrige Pserdemarkt war über alles Erwarten start beschickt, es mögen wohl nahezu 200 Pferde ausgetrieben gewesen sein. Hauptsächlich waren es Händler, die teilweise mit 30 Stück vertreten waren. Das Material war mittel bis gut. Dagegen war der Handel ziemlich schwach, es macht sich hier wie überall die gerade in der Landwirtfchast besonders fühlbare Geldknappheit bemerklich. Vur die Händler konnten etwas Geschäft verzeichnen, während der Handel in einzelnen, von den (Bauern ausgestellten Pferden gleich null war. — Der auf heute angefehte Schweinemarkt mußte wegen Seuchengefahr a u s f a l l e n. Ss. Friedberg, 25. Febr. Die Besucherzahl des hiesigen Polytechnikums, das im wirtschaftlichen Leben unserer Stadt eine immer größere Volle spielt, scheint sich auch in dem nächsten Semester wieder bedeutend zu heben, denn es liegen bereits über 120 neue Anmeldungen vor. Dadurch wird aber die Frage der Wohnungsbeschaffung aud) immer schwieriger, denn bis jetzt find nur 50 Zimmer zur Versagung gestellt, seither haben schon eine ganze Anzahl oer Studierendei: Wohnung in dem benachbarten Bad-Vauheim und sogar in einigen Ortschaften, wie z. B. Ockstadt, genommen, ob aber in Bad-Vauheim im Sommer während der Kurzeit ihiterfunft zu beschaffen ist, durfte bei einer starken Frequenz doch sehr zweifelhaft sein. Immer mehr drängt sich daher das Bedürfnis auf, die Bautätigkeit, die seither hier vollständig barnicbcrliegt, zu heben, und eS dürste wohl Ausgabe der Stadtverwaltung sein, durch Beschaffung von Daukredit, wie in anderen Städten (z. B. Gieß«:) in dieser Hinsicht helsend cin^ugrcifcn. Kreis Schotten. ./> Schotten, 25. Febr. Die Stadt Schotten plant auf Pfingsten einen Blumen - Wettbewerb. Wer an Fenstern usw. die schönsten Blumen hat, soll mit Preisen bedacht werden. — Der Landwirtschaftskam- m e r a ri s s ch u ß für die Provinz Oberhessen veranstaltet am 27. Mai dahier auf dem Dockzahl eine landwirtschaftliche Kreisfchau. Die Vorarbeiten haben begonnen, ein Ausstellungsausschuß ist bereits gewähll. 0 Laubach, 25. Febr. In einzelnen Gärten sieht man bereits die Blütenknospen von Spalierobst (Gute Luise) und Blätter von Rosen in voller Entwicklung. — Hinsichtlich deS Bauplatzes der neuen Ober- f o r ft c r c i ist noch keine Entscheidung getroffen. Man hat an einen Bauplatz an der Straße nach Gonterskirchen, sowie aud) an ein«: solchen an der Wetterfelder Straße gedacht. Lieber die Höhe des Beitrags der Gemeinde zu den Baukosten ist noch nichts entschieden. — Das Die rfa milien haus am Lardenbacher Deg wird voraussichtlich noch in diesem Frühjahr bezogen werden. )-C Ruppertsburg. 24. Febr. Heute sand im hiesigen Geineindewalde die 3. Holz- verstetgerung für dies«: Winter ftatt, Die Preise waren wesentlich niedriger als bei der ersten Versteigerung. Es wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenscheiter 10 bis 12 Mark. Duchenkniippel 8 bis 10 Mark. Eichen- tnüppel 6 dis 7,50 Mark. Fichtenknüppel 4 bis 6 Mark. Buchenstöcke 4 bis 6 Maik. Buchen- reisig 1 bis 1,50 Mail, alles pro Raummeter. — Am Sonntagabend hielt der hiesige Männer- g e f a n g v e r e i n im Schlörbschen Saale seine diesjährige Abendunterhaltung ab. Der Besuch der Veranstallung war sehr gut. Sogar aus umliegenden Orten hatten sich Gäste ein gefunden. Die vier schön«: Chöre fanden allseitig Anklang. Außer vielen heiteren Svlostücken und Terzetten und dem Schwank „Kulike norm Schöffengericht" wurden noch aufgeführt aus den heiteren Dorfbildern von Vonalt. „Sühneverfuch und Gemeinderatssitzung" und das dreiaktige patriotische Vrlksslück „Treue um Treue". Die Mitspieler gaben sich Muhe, ihren Rollen gerecht zu werden. Kreis Büdingen. gn. Geiß - Vidda, 23. Febr. Eine große Ehrung bereitete die hiesige Gemeinde ihrem Lehrer Lentz, der jetzt 25 Jahre hier wirkt. Bei der Uebernahme der hiesigen Lehrer- steile übernahm er auch den hiesigen Ges a ng •- Pci ein „Orpheu s", den er mit gewohnter Frische heule noch leitet. Wie innig verknüpft hier Lehrer und Gemeinde. Gesangverein und Dirigent sind, zeigte der gestrige Abend. Lim 7 Llhr zog ein großer Festzug. bestehend aus den Orts- vereinen, den verschiedenen Körperschaften von Gemeinde, Schule unb Kirche und der Schuljugend durch die Orisstraßen nach dem Schulhof. Hier hatte fid) die übrige Gemeinde schon ringe?unben. Die Feier tour.be cingdcltct durch ein feierliches Lied des Gesangvereins. In einer Ansprache schilderte der Präsident des Gesangvereins. A. Kreutz die rastlose und erfolgreiche Tätig- leit feines Dirigenten und überreichte demselben ein schön ausgeführtes Diplom und einen Sessel. Bürgermeister Lind kennzeichnete das vorbildliche Wirken des Jubilars in Schule und Gemeinde in treffenden Worten und übergab ihm im Vamen der Gemeinde als Zeichen der Wertschätzung ein gerahmtes Meistertoerk der Malkunst von Rembrandt. Für die Kirche sprach Pfarrer A n t h e s. Veben der erfolgreichen erzieherischen Tätigkeit des Geleierten betonte er besonders dellen Verdienste als Chorleiter und Organist und Pfleger der Kirchenmustk. Die Anerkennung und Dankbarkeit der Kirchengemeinde wurde weiter zum Ausdruck gebracht durch Lieberreichung der Chlisiusstatue von Thorwaldfen und eines in schwedischem Marmor auSgeführten Schreibzeugs. Es versteht sich, daß au'd) Die Schüler nicht zurückbleiben wollten und sich durch Gesänge und Deklamationen ihrem Lehrer dankbar zu erzeigen suchten. Lehrer Glenz brachte die Glückwünsche der Schulen und des Schulvorstandes zum Ausdruck und kennzeichnete die große Schwierigkeit des Lehrer- und Erzieherberufes. Die von ©e- sängen durchzogene Feier endete mit dem gemeiiv- samen Gesang: „Lobe den Heri^n". Der so allseitig Geehrte sprach allen feinen herzlichsten Dank aus und versprach, weiterhin auf seinem Posten aus- zuharren. solange es seine Kräfte erlaubten. Bei der Fortsetzung der Feier im Lehmerschen Saal wurden der Reden noch manche gehalten. Der Turnverein trat auf und verschönte die Feier durch prachtvoll gestellte Pyramiden. Der erste Sprecher des Turnvereins, Landwirt W. Reinhardt. brachte die innigen Beziehungen zwischen Tuinerei. eochule und Gesang zum Ausdruck. Dabei stellte sich heraus, daß der Gesangverein „Orpheus" schon im Jahre 1843 durch den damaligen Lehrer Ahn gegründet war und von demselben bis 1880 geleitet wurde. Fast der ganzen Gemeinde war diese Tatsache bisher unbekannt, sie konnte aber durch herbeigebrachte Dokumente bewiesen werden. Auch der Sängerbund „Geiß-Vidda und Llmgegend", dessen Leiter der Gefeierte schon seit der durch ihn angeregten, im Jahre 1909 erfolgten Gründung ist. hatte seinen Vertreter entsandt. Lieber dein Ganzen hatte sich eine weihevolle, feierlich-frohe Stimmung ausgebreitet, die bis zum Ende durch nichts getrübt wurde. Kreis Alsfeld. M- Alsfeld, 24. Febr. (Stadtvvr- ft an d s s i tzu n g.) Unter Mitteilungen gibt der Vorsitzende bekannt, daß dieStadt das Haus des Konrad Decker, Schwabenröderweg, zum Preise von 12 250 Mk. käulich erworben habe, sowie daß die Stadt bei der kürzlich stattgefundenen Versteigerung der Massengrundstücke aus der Feldbereinigung insgesamt 28 Morgen Land gekauft habe, der Morgen toste im Durchschnitt 418 Mt. Fleischbeschau im Städtischen Sch lacht Hofe: Auf Ansuchen des praktischen Tierarztes Dr. V e u f 2 l d wird dessen Vergütung für die Ausübung der Fleischbeschau im Schlacht Hofe von 100 Mk. auf 140 Mk. monatlich erhöht. Im übrigen bleibt der mit ihm abgeschlossene Vertrag bestehen. — Verschiedene Abänd e- rungen des Oktroireglements und der Polizeiverordnung betr. die Entwässerung der Grundstücke in der Stadt Alsfeld werden nach den Vorschlägen der Finanz- und Daukommission genehmigt. — In Ausführung des Reichs- mietengefehes wird ein Instand- sehungsantrag gemäß § 6 Abs. 2 dieses Gesetzes genehmigt und die Herstellung der notwendigen laufenden Instandsetzungsarbeiten an- geordnet. — Stadtbleiche: Der mit dem Stadtbleicher Falken Hain er abgeschlossene Pachtvertrag über die Stadtbleiche, der am 1. April d. I. abläuft, wird auf weitere sechs Jahre verlängert, die Pacht wird auf 300 Goldmark festgesetzt. — Der Ankauf eines Bullens für die städtische Faselhaltung zum Preise von 625 Mk. wird genehmigt. — Für die nach den Entfcheidungen des Schiedsgerichts bzto. Oberschiedsgerichts von der Stadt zu leistenden Herauszahluntzen anläßlich der Zuteilung von Grundstücken im Feldbereinigungsverfahren wird der hierzu erforderliche Kredit bewilligt. — Für Beschaffung von Lehrmitteln zum Unterricht in der S ä lckg l i n g s p f l e gc in der Mädchenfortbildungsschulc wird ein Kredit bis zu 100 Mk. bewilligt. --- Ein Gesuch des Alice - Frauen-Vereins um Erhöhung deS städtischen Zuschusses für die Schtoesternstation wird an die FinanzkvmMission zur selbständigen Regelung überwiesen. — Für den Landesverband zu>- Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten wird ein Jahresbeitrag von 20 Mk. bewilligt. — Verschiedene Gesuche um Abgabe von Bauplätzen werden entsprechend den Vorschlägen der Baukommission genehmigt. Ueber die beantragten Baukostenzuschüsse soll später entschieden werden. — Saalbau „Deutsches Haus". Hierüber entspinnt sich eine ausgedehnte Debatte. Der Vorsitzende teilt mit, daß die drei vorliegenden Entwürfe von Architekt Rohrbach. Gewerbelehrer P a b st und Stadtbaumeister E g n c r dem Ministerialrat Klingelhöffer, dem Erbauer der Alsfelder Oberrealschule und Stadtschule, zur Begutachtung vorgelegt worden seien Vach einer längeren Aussprache, die sich hauptsächlich um die Stellung und Größe der Bühne des Saales drehte, beschließt man, dem Projekt C zuzustinnnen. Danach kommt die Bühne nach der Seite des Marschallschen Hauses zu stehen Zugleich mit dem Saal werden die vorhandenen Hotel räume neuzeitlich unbebaut: gleichzeitig wird eine Aulogarage mit vorgesehen. Mit dem Umbau des ganzen Anwesens hofft man bis zum Herbst dieses Jahres fertig zu sein. Die Bauleitung liegt in den Händen von Stadtbaumeister Egner. — An die öffentliche Sitzung schloß sich eine nichtöffentliche Sitzung an. Starkenburg und Rheinhessen. B. Darmstadt, 24. Febr. Der bekannte Musilschriftsteller Rat Hermann Sonne in Darmstadts der langjährige Vorsitzende des dortigen Richard-Wagner-Vereins. kann an: 3. März feinen 6 0. Geburtstag feiern. Der Verein veranstaltet ihm zu Ehren ein außerordentliches Dereinskonzert. * Dar m st a ö t, 25. Febr. (Eigener Bericht.) In einer scharfen Erklärung wenden sich die Darmstädter Handelskammer, die Darmstädter Industriellenvereinigung, die Vereinigung des Darmstädter Großhandels, die Vereinigung des Einzelhandels. Der Ortsgewerbeverein und die Handwerker-Vereinigung gegen den Oberbürgermeister Dr. Glässing und die Absicht der Stadtverwaltung, einen Ratskeller in: Rathaus einzurichten. In der Erklärung heißt es u. a.: „Was beabsichtigt die Stadt- I Verwaltung in dieser schweren Zeit? Sie will einen Betrieb eröffnen, für den in dieser Zeit kein 'Bedürfnis besteht und der die Bürger zum Weinkonfum verleiten soll, um der Stadtkass« Einnahmen «u verschaffen. Die Wohnungsnot ist auch in hiesiger Stadt erschreckend. I^ermann ist sich klar darüber, daß kein für Wohnungsund gewerbliche Zwecke benutzter Raum entbehrt werden kann. Die Stadtverwaltung will eine Anzahl Geschäftsleute in dieser schweren Zeit aus dem Rathausc entfernen, um die gewerblichen Geschäftsräume in Weinstuben zu verwandeln. " Kreis Wetzlar. Hochelheim. 24. Febr. Am Sonntag v c r st a r b der Gemeindevorsteher a. D. Friedrich S ch i c s e r st c i n. Er hatte das Amt des Gemeindevorstehers 8 Jahre lang verwaltet, mußte dasselbe aber im Jahre 1922 wegen einer int Kriege zugezogenen bösartigen Krankheit, an deren Folgen er auch am Sonntag erlag, abtre len. Sckrieserstein war in der hiesigen Gemeinde sehr beliebt und hat sich durch fein immer freund liches Wesen gegen Jedermann das (Bertrauen sämtlicher Ortseinwohner erworben. Dornholzhausen, 24. Febr. Bei der im hiesigen Gemeindewald stattgehabtcn Holzvei steigerulig wurden solgende Preise erzielt: 2 Rrn. Buchenscheitholz 34 bis 44 Mk., 2 Rm. Kiefernknüppel 15 bis 27 Ml., 50 Buchen- Wellen 13 bis 17 Mk.. 50 Gemischte Wellen 14 bis 20 Mk Der Festmeter Bauholz Toltctc 20 bis 34 Ml. Füi eine 3 Meter Schicht (Vutzholzi wurden 40 bis 48 Mt. gezahlt. - Gesterii abend wurde in der hiesigen Turnhalle ein F i l in über den Rhein gezeigt. Die Veranstaltung war gut besucht und wurde mit großem Interesje verfolgt. rl D 0 r l a r , 25. Febr. Die Dahn st recke Wetzlar-Lollar ist ein Teil der Militärbahn Berlin-Metz. Kurz nach dem Kriege 1870 wurde sw aus strategischen Gründen erbaut. Sie hat eine ungewöhnliche Steigung, so daß selbst die Maschinen, die einen Zug hon Wetzlar hinaus- ziehen müssen, dauernd stöhnen ..Wir packens noch nach Kinzenbach!" Beim Bau der BaHn muhten tiefe Einschnitte ins Gelände gemacht und an anbereren Stellen hohe Dämme aufgeschüttet werden. Lim die Böschungen zu befestigen unb die kahle Erde zu verdecken, wurden damals Akazienbüsche angepsl-anzt. Diese sind gut angewachsen. Selbst auf nackten Felsen haben sie Wurzeln gefaßt und verdecken im Frühling und Sommer mit ihrem frischen Grün unb den weißen Blütentrauben die fahlen Klippen. In der schönen Jahreszeit erschallt aus den Hecken bet Sang der Amseln, Hänflinge. Zeisige u. a. Singvogel. die dort günstige Vistgelegenheit finden. Im Juni werden die duftenden Bluten von fleißigen Bienen umsummt, die köstlichen Honig aus ihren: Vektar bereiten. All diese Herrlichkeiten müssen wir in diesem und den nächst«: Jahren wieder entbehren, weil die Bahnverwaltung kürzlich eingroß esStück Akazienbüsche bei unserem Dorfe hat abhauen lassen. Sie standen weit ab von den Schienen und Telegraphenleitungen, behindertenden Der- tehr in lein er Weise und brachten aud) leinen sonstigen Schaden. Wo war da eine Vot- wendigkeit? Wir sehen kerne, und wünfchen nun, dah wenigstens die jetzt noch vorhandenen Büsche in Zukunft stehen bleiben! Kreis Wetzlar xx Her mann st ein, 25. Febr. Durch wildes Rasen mit dem Fahrrad wurde hier ein Llnglücksfall herbeigeführt, der einen sofortigen tödlichen Ausgang hätte nehmen tön nen. Ein Bursche aus Hermannstein fuhr mit einem Altersgenossen auf der belebten Hermann ft einet Straße um die Wette und rannte dabei der fünfjährigen Enkelin des Gastwirtes Rühl derart in den Rücken, dah das Kind auf das Gesicht stürzte und bewußtlos liegen blieb. Außer- den: trug das Kind eine starke Derletzung am Kopfe davon. Durch sofortige Behandlung konnte die Kleine wieder zum Bewußtsein gebracht wer- den, doch liegt sie noch krank darnieder. xx Werdorf, 24. Febr. Der junge Gesangverein Harnwnie, unter der Leitung des Herrn Richard Marx aus Wetzlar, veranstaltete am Sonntagabend im Keinerschen Saale ein gut« besuchtes Konzert. Der Derein trug eine Anzahl Chöre moderner und älterer Meister vor, die von den Zuhörern mit reichem Beifall aufgenommen wurden. Mit feinem Gefühl hatte es der Dirigent verstanden, zwischen Lied und Sängern einerseits und dem Publikumanderseits die rechte Harnwnie herzustellen. Besonderen Genuß boten ferner die guten Darbietungen der Mit- gHebei der Hüllentappelle der Stahlwerke Röchling. Jeder Zuhörer ging mit voller Befriedigung nach Hause. Hegcn-Nassau, bl. Dillenburg, 25. Febr Auf den: hiesigen Bahnhof wurde mit dem Bau einer Unterführung begonnen. Ser Staat stellte zu diesem Zweck und zur Erwei terung deS Empfangsgebäudes 1 Million Mark zur Verfügung. Mit dem Ihn bau des Bahnhofs wird Wohl auch in Kurze begonnen werden. Gleichzeitig ist hiermit der Dau einer Straße nach dem Mittetfeld geplanl, die neues Wohngelände erschließen soll. In einer ganzen Reihe von ©c metnden des Dillkreises wurden in der letzten Zeit Kurse in der Säuglings und Kleinkinderpslege abgehalten, die von dem Bezirksvorband für den Reg.-Bezirk Wiesbaden, unterstützt durch das Kreiswohlfahrtsamt, ins Leben gerufen wurden. Eine ftaat- lich geprüfte Wanderlehrerin stand den Kursen vor. Die Beteiligung war eine äußerst starke. Die Kurse wurden theoretisch wie auch praktisch geführt und den grauen und Mädchen Gelegen heit zur Vervollkommnung ihres Wissens gr geben. Die gleichen Kurse sollen im nächsten Winter abgehalten werden, Da ein allseitiges Interesse vorhanden ist. Sie möchten nicht gern stärker werden, darum raten wir Ihnen, in der Apotheke 60 ob. 30 Gramm echte Toluba^Krrne zu kaufen, die unfchäd- 1 liche Stoffe von fettzehrender Wirkung enthalten. Sicher erhält!.: LIniv.-Apoth. „Zum golden. Engel". Jr-r was ihm b^andcrs wichtig erschien Ind doch waren untc. den Zuhörern nur totnide, die sinen Ausführungen zu folgen ücr- mochien. Denk n war an 'ich eine schwere Sache 3n den eignen Sack fccrtkn, öa»u iticb rin? lang' ■ - ilc ** "ifcu tn v e der Lehrer tat. tas muh: harte Kopfarbeit losten? WelanT: lea, L>a »lc ft sich den O<- fchästskrcis und P C Gclchäflstührung der Äaffe oorges'clll Hub. (Vr lae> die Satzungen einer grohei- weithin bclanntrn Genoifenschaft vor. die man sich um I-vrbild nehmen solle. Eine endgültige zkld?luftialfung bleibt der General^ nerfammlun.-- rdehalten d- oemnachst cinbe- rufen werden mulk Denn die Anwesenden tar» über einig ", Mh eine Spar und Darlehns- lasse gtginnd werde, so h *.€ i jeden die Ausgabe Hera, su. die gule Sich ctiinmunq zu machen Einstwc^n kenne rr n.itteilen, dab der fträmcrSfail Icveit sei. d.-.s Amt des Rechners zu übei nchm-n Einen tüchtigeren und znver- lässigeren Döamten werde man ia?mcrlia) > Posten sei der Beste gerade gut genug. Als Wcilandt geendet halte, waren die Lippen der Bauern wie versiegelt Der Wirt kam herbei und brachte Bier. Aach einem fräftlgcn „Prost!" woraus ihm alle Bescheid taten, sagte der Lehre» einen gemütlichen ?on anschlagend .Man hält- nicht für möglich, und 's ist doch wahr, haft es auf dem Land noch Leute gibt, die nicht wissen, was sie mit ihrem baren Geld an sang 7» sollen. Vorige Woche erzählt mir ein Kolleg?, in Dirlammen hatte ein Landwirt vier Hundertmarkscheine unter der Treppe versteckest D> baldowerte lie freilich fein Spitzbub auS. Aber die ORäufc lamen da- hinter. Und wie o.-r Mann • 1 8 Tags seine blauen Lappen hervorholen wollte, sand er nur noch ein paar elende Fetzen And halte Kapital | und Zinsen verloren." n Der ÄramcrMarl wühle zu berichten, eine Frau 'M Ort — der Aame tue nicht- zur Sache — habe ihr Vermögen in ihren Strvhsack gestopft. Für das Bergnügen. dah sie nachts auf den Gold» hucken liege, büfie sie monatlich an dreißig Mark Rente ein „TPie in Wallenrod die Eisenbahn gebaut wurde." setzte Weilandt daraus, „war dort eine Witwe Die sparte ihr Geld in allen Struinps.m aus. Eine Rachbarin. die in das Geheimnis ein# geweiht war. machte ihr Anglr. d n u ilirnllchcn Arbeitern war' nicht zu traue 1 Die fliege.» ein und giapichten. was sie graplchen könnten. Da bat die Witfrau gelrischen .Ei. du lieb' Hlm- melche, alle weil schass' ichs fort!’ And lief schnell wie ein Wiesel auf die Kasse nach Lauterbach" So ernst die Männer bis dahin dreingrichaut batten, nun brach eine allgemeine Heiserkeit durch. Der Polenlchnucd rief /Dorn gerührt, brennt hinten nct an. 3ch sein für die Rass ! Die meisten stimmten ihm bei. Der Bäcker Dippel aber, der den Spitznamen ZriflnaU hatte, konnte fick nicht entdicchea. zu fag.'N ..Wer kein Geld bat. bleibt doch ein Lappanier. And wann wir zehn Kasten gninben! * Weilandt fiel es nicht schwer, dem Einwand >u begegnen Der Bölbesheinrich raunte seinen» Qiadjbar, dem Schmalbach, zu. .Wann ich mir toa* lehnen >leihen, will, ich möchte sehen, wer sich für mich rcLDurflt’ Der 25b macht feine Spargemente tAuSslüchte». Bri dem kann ich haben, was ich will. And brauch mir von teim. n nct in die Aorten gucken zu lassen." , Schvrlch, noch ein' Schoppen" hieß der Polenschmied den RiUerwirt an. der eben bei ihm vorüberging. ..Das Geld liegt auf der Gass'. Ich kauf' mir ein Aff Der kleine Kumpf gab seiner Verwunderung Ausdruck, warum man beim ?r»nfcn nicht heut' schon genossenschaftlich gehandelt habe. Man wäre doch billiger zu dem Bier gekommen, wenn man gleich ein Fah aufgelegt halte. ..Das können wir Immer noch!" meinte her Lehrer 3n der Tat wurde bald ein stalllrches Gebinde ngeslochen. — Während die Genossenschaftler srch berieten, batte der Bürgermeister in seiner Wohnung den Gemeindevot und die Orts Polizei um sich versammelt 3m Dorf ging der Picb*teufe! um Der Walkmullerin waren Wäschestücke von ihrem Bleichplatz gestohlen worden. Aus der Hofrelte des Butterntckel waren zwei ßeitrianen und eine Heugabel verschwunden. Allerlei Dermutungen liefen um. keine führte aus die rechte Spur Der Bürgermeister redete wie aus dem Lack geschüttet. 3n brr guten alten Zeit hab? inan mit den Dieben kurze Fünfzehn gemacht, man habe sie einfach aufgehangt Schade, das) da» Gdctz abgeschafft fei Die Erfahrung lehre, je nachsichtiger die Gerichte, desto schlechter die Menschen. Er ermähnte den Ortsdiener. den Zlurlchüy und her Nachtwächter, ihre Augen offen zu halten. Auch der klügste Dieb weide zuletzt gefangen Aach her Sitzung zog die ganze Gesellschaft »n hen ..Ritter". Auf die erleuchtete Oberstuba deutend, sagte der Bürgermeister. „®rob Getrommel und wenig Soldaten!" Er war ein Gegner der geplanten Genossenschaft, weil er sich bei einem ähnlichen Anternehmen in der Kreisstadt beteiligt hatte und von her Zkonkurrenz her neuen ftaffe eine Schmälerung seiner Dividende befürchtete. 3n der Wictsstubc besserte der 'Butternickel, der allen genossenschaftlichen Bestrebungen fetnb war. seitdem sein Butterhandel durch die über- Hand nehmenden Molkereien stark beeinträchtigt worden war .DaS fein all so Anschlag vom Lehrer. He soll sich net so grün machen, sonst fressen ihn die Geihen. 'S is doch eso. hast he nct fa lang' Ruh' ballen kann, wie ein Huhn ein Aorn auHteft. And hat Sinsäll' wie eine alte S?anh. He meint, er könnt die OB eit bannen. Das soll er ein weis machen, der keine knöpf' au den Hosen hat." Der DürrhanneS legte die Stirn in gewichtige Falten und tagte: „3(f> glaub als. hie Regierung steckt dahinter. Die will ausspionieren, wer die Geldleul' im Dorf sein. Dernachert setzt sie die Sleuerschraub' an." Unter den anwesenden Gemeinderäten befanden sich etliche, die der Spar, und Darlehns- lasse wohlwollend gegenüberstanden, allein sie schwiegen sich aus. Erst wollten sic abwarten. ob die Sache eine greifbare Gestalt annehm? S?t diesem und jenem drängte sich der Gedanke vor .Ich mag oon bei ÄaHc wohl Borleil hoben Mein Rachbar bat Ihn aber auch. Deshalb bin ich dagegen ' Als cs zehn Adr ichlug. herrschte der Bürgt 1 meister hon Rachtwächter an: ..Mach, datz du enaus kommst und haft acht, bah nii gestohlen wird." Der )kachtwckchter, der Dt Inken für frim Schande hielt und GlaS um Gla» durch bu Gurgel gejagt batte, platzte loe. . Das soll bann bvaufl* gcftoblen werben ' Die Haupt spitzbuben sein ja hierl" Da fatzte ihn der Duttcrinckel am Aragon und warf ihn unter allgemeinem Gebrüll hlnaus IV. Sonntag morgen Der Himmel hat sich mit Wolken bedeckt. Zuweilen bringt das Dagco geflirn durch und schickt ein bleiches Licht herab Es ifi gewitterschwül. In den Ställen zerrt da- Bieh an den Äcttax und wehrt sich gegen bio ft ech enden fliegen. lieber dem Dors schwebt Glockenklang. Eh' der Peter Margvls zur Kirche geht, schaut er nach Ici'tem Bienenstand. 3m Grasgarten an windstillem Ort hat er in einem haltbaren Häuschen, dem selbst die Dachkanbel nicht fehll. zwanzig Stöcke untergebracht. Es ist aber Raum für hrciftia darin. Die Bienen haben einen guten Ausflug ins Feld. Seitdem die Esparsette den Rotklee verdrängt hat, ist die Drach» beson ders ergiebig Man muh allerdings auch mit schlechten Honigsahren rechnen Es ist Zkifur gc sorgt, dah die Bäume nicht bis in den Himmel wachsen. Als Bub' hat S der Peter Margoll erlebt, bah sein Datcr einen Glucksschwarm fand unb dadurch zum Züchter wurde. Dem Allen waren die fTeinigen Bienen eine liebliche Unter- Haltung, und er freute sich, wenn he im Früh- Jahr das Gelbe von den Weidentatzchen in ihre Zellen trugen. Er sprach mit ihnen, und sie kannten ihren Herrn. Der Honig war ihm al# tausmittel unentbehrlich. Obwohl er durch trobkörbe viel Einbusse erlitt, wollte er von Mobllstöcken nicht- wissen And gar die Glas türen waren ihm in der Seele verhahi. lFortsetzung folgt) ■■■Vogtiche ■■ Butelmkili, GleDen. loetkoitrilt 31. Begtaa des 13. Sekallahrss 20. April la dem neeerbaaten Sebalgeblude. 1 —1- u.2-Jahresklass. Höhere liaudels- klaeeonC^u. 1 Jahr). Prospekte und Anmeldungen durch die Schulleitung: Dr. Reukauf, ,.^a DlpL-Kaufmann, DipL-Handelslohrer. Junge Frauen und Mädchen die sich in der Entwicklung befinden haben unter allerlei Beschwerden zu leiden, die vernachlässigt, zu schweren Erkrankungen führen können, deshalb sei man beizeiten bemüht, des Blut in einem gesunden Zustand zu erhalten und für ErgÄiuung, sowie Auffrischung des Blutes zu sorgen. Artillerie Samstag, 28. Februar treffen sich die Kameraden der R. A. (F) M. K. Nr. 47 und L. M. K. 1344 im Hotel Köhler, Giehen. 01736 schafft frisches, gesundes Blut, der Körper fühlt sich schon nach kurzem Gebrauch wohlcr, das Aussehen wird besser und frischer Mut kehrt zurück. Junge Mädchen und Frauen bekommen ein blühendes, gesundes Aussehen. Prah »6 FL ML 1-, Ns FL ML 1.73. Lectterrtndraoöea lihiAtil ML UO. Zu haben tu Apotheken und Drogerien Galemu Chem. Industrie, G. m. b. H., Fnxuktur. a. H, Speicher*. 4/5 JVorkaofaktelleii in ließen: < "eotrai- l>rogerte, Sc hu lat 1 aüt; Germania-Drogerie- fr rankfurter Strießc 39. [2019g« 3Keinrid) ZKrevert Telephon 1323 gießen LjPlocAjtvaßc 7 tfeine ^Herren.' und amenfdjneiderei elegante moderne Ctufßü/jrung großes JEager in deutjdjen und cngtißßcn Stoffen fa Qualitäten 2236D H 8 im J.IUB Y. M frisch gekirnt Wir bitten, beim Einkauf von „Schwan im Blaaband“ das farbig illastr. Familienblatt „Die Blauband-Woche“ gratis tu verlangen. ffach gdänerflrbettß\ Preis 50 Pfennig das Halbpfund in der bekannten Packung. ist gut ruh’n. 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