Montag, A». Zamlar 192t> 175. Jahrgang ür. 2( Erstes Statt I Die alliierte Antwortnote Festhalten am Vertragsbruch. — Die Die preuhische Kabinettskrise Räumung ein Onadcnakt, keine Der» betrachtet habe, ziel 5 von einem anderen Gesichtspunkte aus aa der Partei, D i n einer » i®- e Ult s § v c 0 P 2 5 Ö & P » ? S Z Die Presse sei in der Lage, der groben Masse der Menschen die groben Dinge des öffentlichen Lebens wirklich nahe zu bringen. Deshalb trage die Presse auch die schwere Verantwortung ba'.üc, in welcher Weise diese Nahebringung der Dinge des öffentlichen Lebens erfolgt. Die Aufgabe der Presse sei es. nicht nur das Machtpolitische. sondern auch das Gefühl-politische zu unterstreichen, in der Masse des Volkes das direkte Verhältnis zum Staatswesen im Ganzen zu pflegen. Das sei nur möglich, wenn die Presse ihre Leser immer und immer wieder vor die Tatsachen stelle, so wie sie sind. Dann werde errreicht, dah Jeder, ungeachtet seines Standpunktes. auch in der Lage sei, dem Standpunkt des Anderen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen: dann werde erreicht, was er. solange er im öffentlichen Leben stehe, immer als sein Lebens- Deutschland und Oesterreich. Die grostdeutsche» Führer über ihre Berliner Neise. i Av 5 - ■ ft ' ' HW Verständnis en t g eg e n zu b r in g e n beginnt. als es anfänglich der Fall zu sein schien, linier Bezugnahme aus gewisse ReichstagSreden bei der Debatte über die RegierungSeriläiung wird jedoch weiterhin darauf hingewiesen. daß durch derartige mft der Regierungserklärung nicht im Einklang siebende Kundgebungen der günstige Eindruck, den das außenpolitisch» Programm der Regierung Luther erzeugt hat, abgeschwächt werden könnte. X § MW GiehenerAnzeign General-Anzeiger für Oberhesfen Druck und Verlag- vrühl'fche Univerfitätt-Vuch- und Steindruckerei 8. Lange in Sietzen. Zchriftleltung und Geschäftsstelle: ächnllttatze 7. Gegen die Arbeitslosigkeit im Ruhrgebiet. Essen, 25. Jan. (WTB.) Vertreter des Reichsarbeitsamts, des preußischen Wohl- sahrts- und Finanzministeriums hielten in Essen eine Beratung mit den beteiligten Regierungspräsidenten und Vertretern des Siedlungsver- bandes im Ruhrkohtenbezirk sowie der Stadt- und Landkreise ab. um über die Schaffung vermehrter Arbeitsgelegenheit in den besetzten Gebieten, vor allem im rheinisch- westfälischen I n d ust r ieb ez i r k, zu verhandeln. älebereinstimmend wurde ein großzügiges Strahenausbauprogramm des Eied- lungsverbandes im Ruhrkohlenbezirk zur Schaffung von Rotstandsarbeiten gutgeheißen wird, wozu das Reich und Preußen mehrere Millionen beitragen wollen, unter der Voraussetzung, daß auch seftens der Kommunalverbände entsprechende Mittel verfügbar gemacht werden. Die zunehmende Arbeitslosigkeit, insbesondere infolge der Stillegung der südlichen Rand zechen, machten diesen Vorschlag sofortiger Arbeitsbeschaffung in für das ganze Industriegebiet wirtschaftlich zweckmäßige Weise drwgend erforderlich. Die Qlrbeüen sollen alsbald begonnen werden. Entschließung wurde die Stellungnahme der Versammlung zur Regierungserklärung ^im Re chStag festgelegt. Die einstimm g angenommene Entschließung hat folgenden Wortlaut: „Der Aeich-Parteivorstand des Zentrum- otole die Vorsitzenden der Lande-» und Provin» zialverbände und die Generalsekretäre der Partei billigen die Vvm Vorsitzenden der Fraktion am 20. Januar Im Reichstag abgegebene Erklärung zur Bildung des Kabinett- Luther. Entsprechend dieser Erklärung ist die Versammlung davon überzeugt, dah die Zentrumsfraktion de« Reichstages und ihre Vertretung in der neuen Regierung an den Grundsätzen und an der bisherigen politischen Linie des Zentrum« fest halt en werden." Die Versammlung hat im Laufe der Besprechungen von den Maßnahmen Kenntn S genommen, die die Reichstagsfraktion getroffen hat, um die mit der Kreditgewährung an den Barmatkonzern zusammenhängende Angelegenheit zu Hären. Sie btt gt diese Maßnahmen und stellt deshalb weitere Erörterungen b.S zur vollständigen Klarstellung durch d e parlamentarischen und gerichtlichen älntersuchungen zurück. England und Luther. Günstige Veurteilung der Regierungserklärung. London, 25. Jan. (WB.) Die Aeußerun» älthrfh! MM wWk» LZ Erscheint täglich, nutzer Sonn» und Feiertags. Beilagen: vietzenerFamilienblätter Heimat im Bild. Mouatt-kezngrpreir: 2®olbmark u. 20 Dold- -sennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen Kn einzelnen Nummern infolge höherer Genrall. ^ernspre ch-Anschlüsfe: vchnftleitung 112, Verlag undDeschäftsstelle 51. Anschrift für Drcchtnach. richten: Lnzeiger-ietzen. Postscheckkonto: Zranffuri a. M. 118M. f-8-Jj« O a, T" a; 1 Q 5 Hi D ft 2 r, ->£'5» 5=5®3 »a5 ! • . — 2. ft ft _ r JT ” 72 2° y3 2° 2 53 ’ ' Sh 2- 3 2= n 2» 3 •< Q SS zum krankheitshalber zurücktretenden Thorsson Finanzminister. Der frühere General Kuropatkin, der russische Höchstkonrmandierende im russisch-japani- schen Kriege, ist in Shemtschurin, im Gouvernement Pskow, im 80. Lebensjahre gestorben. einem 3d^r uw der rom.nuniflische Antrag auf Amnestie politischer Gefangener. Kleine politische Nachrichten. Der ehemalige liberale Premierminister Asquith hat die ihm angebvtene Würde eines Peers mit dem Titel eines Graf-en von Oxford angenommen. Der Kön g b lligte die von Baldwin vorgeschlagene Ernennung in Anerkennung der außerordentliche Verdienste von Asquith. Aussagen einer- Kartenlegerin in EverS- walde. Die Gutsbesitzerin lieh sich wenige Tage vor dem Verbrechen bei ihr die Karten legen und erhielt die Auskunft, dah sie in kurzer Zeit ihren Gatten verlieren werde. Hierüber zeigte sich die Gutsbesitzerin sehr erfreut und fragte die Kartenlegerin, ob sie den bevorstehenden Tod nicht noch beschleunigen könne. Diese Vorgänge wurden der Staatsanwaltschaft bekannt. In einem Verhör erklärte die Kartenlegeri,r, daß ihr die Gutsbesitzerin in dieser Woche einen größeren Geldbetrag gab, damit sie über die damaligen Vorkonnnnisse nicht sprechen sollte Die Gutsbesitzerin und der Inspektor gestanden beide jetzt, nachdem sie in einem Verhör in Widersprüche verwickelt worden waren, ein, den Mord begangen zu haben. Marquardt will die Tat begangen haben, weil der Ernrordete feine Frau schlecht behandelte. Der Bräutigam als Mörder. In Lychen in der Mark wurde gestern mittag die erwachsene Tochter Minna der Witwe Fehler von ihrer Mutter ermordet im Bett aufgefunderr Als der Mörder wurde der Bräutigam der Ermordeten ermittelt und in Fürstenberg verhaftet. Auf dem Transport legte er ein Geständnis ab. Er will die Tat begangen haben, weil das Mädchen sich weigerte, ihn zu heiraten. Der Mord in Sardinien. Das städtische Volksbad wird am Mittwoch das Dampf- und Heißluftbad neu er- bffnen. Die Badezeiten werden im heutigen Anzeigenteil mitgeteilt. . ** P V sonalien. In den Ruhestand tritt auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze am 1. Februar der Staatsrat im Ministerium der Finanzen und Vorsitzende der Abteilung für Forst- und Kameralverwaltung in diesem Ministerium Landsorstmeister Friedrich Ioseph. Auf fern Rachsuchen tritt mit Wirkung vom I. April an der Amtsarzt Dr. Otto Martin zu Offenbach in den Ruhestand. — Ernannt wurden der Schulam'sanwärter Heinrich Schäfer aus Harheim, Kreis Friedberg, zum Lehrer an der Volksschule zu Friedberg: der Schulamts- anwärter Iohannes Lachmann aus Pfordt, Kreis Lauterbach, zum Lehrer an der Volksschule zu Sandlofs, Kreis Lauterbach: der Schulamtsanwärter Ernst Gilbert aus Hanau zum Lehrer an der Volksschule zu Metzlos, Kreis Lauterbach: der- Schulamtsanwärter Otto Schwarz aus Trais-Horloff zum Lehrer an der Volksschule zu Rudlos. Kreis Lauterbach: dec Schulamtsanwärter Philipp Mahler aus Mühl- Henn zum Lehrer an der Volksschule zu Helden- bergen, Kreis Friedberg: der Lehrer Karl Hem- bes zu Dockenrode, Kreis Alsfeld, zum Lehrer an der Volksschule zu Seligenstadt, Kreis Offenbach a.M. - Vom Bund der Auslanddeut- schen w'.rd uns geschrieben: Zu den Reichsdeut- fchen. die durch den Kriegsausbruch und die Kriegsereignisse mit am härtesten getroffen worden sind, gehören unbedingt die Auslanddeut- fchen. Vertrieben von Haus und Hof kehrten sie, oft erst nach jahrelanger Internierung, bettelarm in die He'mat zurück und hofften dort eine Ent- schäd'gung und damit W'ederauVaum"gich eit zu erhalten. Sie warten heute noch vergebl ch. Viele von ihnen sind in der Zwischenzeit krank, erschöpft, mittellos, alt dahingestorben. Es mutet geradezu grotesk an, wenn man beachtet, wie die Ausland: eutschen, deren Berm-gen I qirbiert worden sind, M't 1(6 b s v.» Prozent ihres liquidierten Friedenswertes entschäd'gt werden, während der gesamte Liquidationserlos dem Reich gutgeschrieben wird. Auf Grund des Ermächtigungsgesetzes vom 13. Ianuar 1923, eme von der Re.chsregierung ohm- M tw rkung des Reichstags beschlossene Gesetzgebung, w rd für den durch Verdrängung verlorengegangenen Hausrat nur e ne Entschad gung von h chstens 1250 Mart und für verlore-'g-gangene D ru'sgegenstände eine solche von höchstens 1500 Mark gewährt. Bei Zusammentreffen der beiden Schadensarten c ne Höchstentschad gung von 2000 Mark. Wenn man dem oic letzt bekanntgew-'rdene Entschädigung der Rhein- und Ruhrgeschädigten, die bei Verlusten bis 5000 Mark sofort Doll und darüber hinaus, ohne Höchstgrenze, mit 75 Prozent entschädigt werden, und wenn man weiter berücksichtigt daß deren Schäden 1923 entstanden s nd. währ'nd d e Auslanddeutschen bereits zehn Iahre auf ihre Entschädigung warten, dann kann man sch vorstellen, wie diese unterschiedliche Behandlung von Re.chsa -gehör gen, d e weder aus p I tischen, noch moral fchen, noch sozialen Gesichtspunkten gerechtfertigt ist, unter den Auslanddeutschen zu einer maßlosen Erb tterung geführt hat, denn die Rot unter ihnen ist grenzenlos. Mit dem Vermögen der Ausland deutschen ist die erste Rate der Kriegsentschädigung an die Entente g za^lt worden, ihr Rechtsanspruch ist also unerschütterlich. Der Ruf nach einer endgültigen, gesehl ch n Entschädigung wird immer lauter, sie wird kommen müssen, nicht nur im Interesse der Erhaltung des Staatsgedankens und im Interesse der Erhaltung des Gedankens einer deutschen Volksgemeinschaft. sondern ganz besonders auch aus re n Prakt fchen, w rtscha tlichen Erwägungen heraus, denn man w'rd die gerade in den Kreisen der Auslanddeutschen jetzt noch brachliegenden wertvollen und wertvollsten Kräfte be'm We- deraufbau unsere- Landes nicht nur nicht entbehren können, sondern ihrer sehr dringend bedürfen. Der Bund der Auslanddeutschen ruft seine Mitglieder zu dem Kampf auf, der für die Crre chung seiner Ziele jetzt wieder neu einsehen i iß und ladet alle Auslanddeutschen zu einer Versammlung ein. die sich mit der Reu- grundung der Ortsgruppe Gießen belassen soll. (Räheres im Anzeigenteil der heutigen Rümmer.) ® ■e t,u.r ßeilbewegung im Film. Es gibt wohl kein besseres Mittel, weite Kreise für eine coache zu interessieren, als die Vorfüh- ?"g Praktischer Arbeit im Film. Dies hat auch der piefige Raturheilverein erkannt und betätigt, indem er den Film der deutschen Ra- turheilbewegung weiten Kreisen zugängig machte. Dor der Vorführung benutzte der 2. D< .-sitzende, Der schwedische Ministerpräsident Dran- tin g hat den Vorsitz im Kabinett abgegeben, bleibt aber weiterhin Mitglied der Regierung. Sandler wurde zum Ministerpräfiden- t e n ernannt und Wigforh an Stelle des 3u dem achtfache n Morde in Iezzo in Sardinien wird berichtet, daß zwischen dem ermordeten Tischler Boi und seinem Verwandten namens Serian und einem Fleischhauer Orru feit längerer Zeit Streit bestanden habe. Diese sind unter dem schweren Verdacht, die Tat begangen zu haben, verhaftet worden. Wie man toeiter hott, über f ielen gegen 1 älhr nachts oie Mörder die Familie und töteten den Mann, seine Frau, seine vier Kinder, sowie die Schwester Bois und seine betagte Mutter mit Hammerschlägen und Dolchstichen. Hierauf schnitten sie in die Stinck Bois ein Kreuz hinein. Das älteste Kind lag auf der Schwelle. Es ist offenbar auf der Flucht niedergemacht worden, lieber die näheren Ursachen ist noch nichts bekannt. Aus Stadt und Land. Gießen, den 24. Ianuar 1925. " Die Indexziffern. Die auf den Stichtag. 21. -oanuar, berechnete Großhandelsindex z i f f er des Statistischen Reichsamts ist gegenüber dem Stand am 14. Ianuar mit 138,9 unverändert. Gesunken sind die Preise für Gerste, Kartoffeln, Schmalz. Fleisch, Milch, Baumwolle, Iute und am meisten Nichteisenmetalle. Hoher sagen dagegen die Preise für Roggen, Weizen, Hafer, Hopfen, Baumwollgarne, Aluminium und Gasöl. Don den Hauptgruppen blieben Lebensmittel mit 138,3 (Dorwoche 138,1) nahezu unverändert, während die Industriestoffe von 140,3 auf 140,0 (also um 0,2 Prozent) nach- gaben. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (ErnL')ru-g,Wohnung. Heizung, Beleuchtung und D.kleidung) für den 21. Ianuar blieb nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts gegenüber Ser Vorwoche (124,0) ebenfalls unverändert. D i e Sonnenfinsternis, die als seltenes Raturschauspiel am Sam'stagnachmittag mit Spannung erwartet wurde, konnte von hier aus leider nicht beobachtet werden. Der Sonnen- schein, der kurz nach der Mittagsstunde das Ge- wöll durchbrach, veranlaßte viele, schleunigst die Waffen zu rüsten, d. h. Gläser zur Beobachtung zu schwärzen. Iedoch die Mühe war vergebens, denn schon kurz nach 3 Uhr wurde der Helle Himmel wieder trüber, und gegen 4 Uhr zogen schwere Wollen herauf, denen sich später zeitweise auch noch Rebelbildungen zugesellten. Unter diesen Umständen blieben wir hier vor dem gc- fchlossenen Vorhang fitzen. ** Das Landesfinanzamt gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß mit Wirkung vom 1. Ianuar ab die Verwaltung mehrerer Steuern bei einem Finanzamt zusammengefaht ist. Für die Finanzämter Oberhefsens kommt das Finanzamt Gießen in Betracht. Man beachte die Anzeige. -atgtecintg yvcyne Anerkennung fitr vas Zustandekommen d«S bedeutungsvollen Vertrages, von dem er überzeugt fei, daß er mit Hilfe des Allmächtigen zum Wohle des Bayernlandes gereichen werde. An den Papst hat Ministerpräsident Dr. Held folgendes Telegramm gesandt: Euer Heiligkeit habe ich die hohe Ehre, alleruntertänigst zu melden, dah Seine Eminenz, der apostolische Runtius Msgr. P a c e l l i soeben mit mir m Gegenwart sämtlicher Staatsminister die Ratifikationsurkunden zum Konkordat ausgewechselt hat. Euer Heiligkeit bitte ich, in diesem historisch bedeutungsvollen Augenblick des Inkrafttretens deS neuen Konkordats, das mit Gottes Hilfe der Kirche wie dem Staate zu dauerndem Segen gereichen wird, erneut das Gelöbnis unwandelbarer Treue und inniger, kindlicher Liebe entgegennehmen zu wollen. Frankreich und der Vatikan. Paris, 26. Ian. (TU.) »Rew Bork Herald" trfährt aus Rom, dah der Papst mit Rücksicht auf den bevorstehenden Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und dem Datllan Vorkehrungen trifft, das französische Protektorat über die katholische Mission im Orient einem ander en Staat zu übertragen. Von einer dem Vatikan nahestehenden Seite erfährt der „Rew Dort Herald" außerdem, daß die Behauptung Herriots. der französische Vertreter in Syrien und Palästina sei von der Mission nicht gebührend empfangen worden, unrichtig ist. Es wird vielmehr darauf hingewiesen, daß General S a r r a i l alle Empfangsfeierlichkeiten a b gelehnt habe. Die preußischen Kirchenwahlen. Berlin, 26. Ian. (TU.) Am Sonntag haben in der evangelischen Kirche der älteren preußischen Provinzen die Reuwahlen zu den evangelischen Gemeindekörperschaf- ten stattgefunden. Es waren Sie ersten Kirchen- Wahlen seit dem Inkrafttreten der neuen Kirchen- üerfaffung, die zugleich indirekt über die Zusammensetzung der Provinzialshnode und der Generalsynode -entscheiden, in deren Händen die Berufung der leitenden Männer und die innere Reugestaltung der Gesamtkirche gelegt sein wird. In Groß-Berlin hat in fast der Hälfte der Gemeinden, in Denen nur ein Wahlvorschlag eingereicht war, ein besonderer Wahl- flfcing nicht stattgefunden. Auffallend ist, dah sehr viele Frauen gewählt sind. U. a. sind gewählt die Universitätsprofessoren S. I. Schmidt und D. D e i h m a n n, der neue Reichswirtschaftsminister Dr. Reuhaus, Regierungspräsident von Gersdorff, Bürgermeister Berndt. 3n den übrigen Gemeinden war Die Wahlbeteiligung recht lebhaft. Sie steigerte sich an einzelnen Stellen auf t0 bis 75 Proz. Rach den bisher vorliegenden Ergebnissen sind 393 Positive. 145 Liberale, 1 Bund für deutsche Kirchen, 9 Kirchliche Arbeitsgemeinschaft und 4 Religiöse Sozialisten gewählt. Unterdrückung des Deutschtums in Tirol. Innsbruck. 26. Ian. (TU.) Die italienischen Behörden haben in einer völlig deutschen Gemeinde Südtirols einen von den deutschen Eltern, deren K »der die italienische Schule regelmäßig besuchen, eingerichteten deutschen Sprachkurs gewaltsam schließen lassen. Ferner wurde in Girlan ein d mitscher Kinderhort und in Immichen eine Klnderspielstube gewaltsam geschlossen. Verhaftung deutscher Parteiführer in Südslawien. Belgrad, Z\. Ian. (TU.) Wie der .Kreuzzeitung" aus Rovirurbas gemeldet wird, wurde Der Dortige Präsident Der deutschen Partei sowie zwei weitere Parteiführer verhaftet. Sie tourDcn beschuldigt SU der Raditschpartei Beziehungen unterhalten zu haben. Bei den Verhafteten wurden Haussuchungen vorgenommen. Die Verhafteten sind Der Gerichtsbehörde übergeben worden. Tw kroatischen Mitglieder der Regierung P a s i t s ch , Handeisminister Dr Sumin und Minister ohne Portefeuille Dr. Trenkowitsch sind wegen ihres Vorgehens gegen die Radttschpartei zurückgetreten. Pasttsch wtrd vom König empfangen werden. Die Spanier in Marokko erfolgreich. Paris, 23. Ian. (TU.) Rach einer Agen- turmelbung auS Tanger Dauert Die Deschie- nung Der Küstenbefestigungen Der an tj er aß durch spanische Kreuzer an. Sie Spanier haben gestern früh erneut d i c 5'ront Der Aufständischen angegrif» cn, sie an verschiedenen Stellen eingedrückt und feindliche Stellungen besetzt. Rach lern »Petit Parisien" haben sich neue Stämme fegen Abd el Krim erhoben. Revolution in Chile. Reuyorl. 25. Ian. (TU.) Wie aus San Jage De Chile gemeldet wird, ist Die Regie- rungd junta durürfgetreten, nachdem ntte Gruppe jung?r Offiziere Den Monedapalast )en Sitz Der höchsten Behörden, besetzt und Trup- oen den Palast umzingelt haben. Premierminister Altamirano wurde verhaftet. Eine neue Regierung ist gebildet worden. Der vor einigen Wochen ins Ausland geflüchtete Präsident A l l e- andri ist dringend aufgeforbert worden aus Staken zurückzu kehren und Die Präsident- chast wieder zu übernehmen. Zu Ausschreitungen tst es nicht gekommen. Es ist noch, nicht bekannt ob Die ganze Armee hinter der Revolte Der jungen Offiziere steht. Das Programm des Hessischen Landtags. Darmstadt, 24. Ian. (TU.) Der Hessisch e L a n d t a g tritt zu se ner zweiten Sitzung am Donnerstag. 29. Ianuar, vormittags 11 Uhr. zusammen. Auf der TagesOrdnung stehen U-a.: Wahl des Staatspräsidenten, Best rnmung Der M tglicDer a'l deS Gesamtministeriums: ferner Die Regierungsvorlage Absin - Dung des ehemaligen Großherz ogs: ferner zwei Anträge über Erlaß von rechtskräst g gewordenen Haft- und Gefängnisstrafen bis zu Aus aller Welt. Die Sonnenfinsternis in Amerika Auf dem Luftschiff „Los Angeles" wurde mit vier astronomischen Apparaten und achtzehn Photographen die Sonnenfinsternis fest- gehalten. Ferner wurden zwei Filmaufnahmeapparate und ein Spektogroph benutzt. Das Gebiet, in Dem die Sonnenfinsternis eine totale war, befand sich 18 Meilen östlich von Montauk- Point, in welcher Gegend das Luftschiff 2000 Fuß über Den Wolken leicht und ohne Schwierigkeiten operierte. In Reuyork und in Reu-England wurde Die Sonnenfinsternis unter idealen Bedingungen beobachtet. In Michigan und Ontario machten niedrige Wolken die wissenschaftliche Beobachtung unmöglich. In dem Augenblick, als um 9,11 Uhr eine mitternächtliche Dunkelheit, begleitet von einer wundervollen Sicht auf Die Korona, über Die Stadt hereinbrach, jubelte die Menge Der Beobachter auf Den erhöhten Punkten unD Hügeln. Schon in Den frühen Morgenstunden setzte eine wahre Völkerwanderung nach Den Außenbezirken der Stadt ein. Die Untergrundbahnzüge waren überfüllt. Sie konnten den Verkehr kaum betoä- tigen. Um 9 Uhr etwa begann das wunderbare Aaturschauspiel. Um 9.11 Ahr war die Sonne vom Schatten des Mondes bolßommen bedeckt. Schon nach wenigen Augenblicken trat der Mond aus Dem Strahlenkreis heraus. Die Sonnenfinsternis war von glänzendem Wet- t e r begünstigt. Der Himmel war vollkommen klar. „Los Angelos" stieg bis 8 000 Fuß auf, um dort seine Beobachtungen vorzunehmen. Vom Luftschiff eingetroffene Funtsprüche besagen, daß während Der etwa 2 Stunden DauernDei« totalen Finsternis keine Wolke den Himmel bedeckte, und daß die Beobachtungen außerordentlich erfolgreich waren. Auf Dem Hapag-Dampfer „Liguria" konnte von den Astronomen der Hamburger Sternwarte, Professor Schorr unD Dr. Baade, auf 49Grad Brüte und 28 Grad Länge bei wollenlosem Himmel vortrefflich beobachtet werden. Die Son- nenkorona hatte eine ausgesprochen strahlige' Struktur bis über 1 Grad Abstand vom Sonnenrande. Batt in der Staatsoper. Der von der Generalverwaltung der Preußischen Staatstheater im staatlichen Opernhaus Unter den Linden veranstaltete O p e r b a l l 1 9 2 5, Der die Tradition Der alten Subskriptions- bälle wieder aufnahm, unD dessen Reinertrag zur Begründung einer Pensionsanstalt der preußischen Staatstheater bestimmt war, verlief in jeder Hinsicht glänzend. Der Ball, Der, was Die elegante Damenwelt anbelangt, im Zeichen Der weißen Perücke des Rokoko stand, vereinigte die erste Gesellschaft Berlins. Unter den Gästen bemerkte man die Chefs Der Heeres- und 9Rarine- kitung, General von Seeckt und Admiral Zenker, verschiedene Minister des Reichs und Preußens, Den Reichsbankprästdenten Dr. Schacht, Staatssekretär Dr. Meißner als Vertreter des Reichspräsidenten, zahlreiche Mitglieder der Diplomatie und Die Spitzen Der literarischen und künstlerischen Berlins, sowie Der Hochfinanz, Der Industrie und des Handels. 300 000 Franken Entschädigung an Frau Dr Helfferich. Aach einer Meldung Der „Rationalzeitung" tst zwischen Den schweizerischen Bundesbahnen Witwe des früheren Staatsministers Dr. Helfferich über die Entschädigung infolge des Todes Dr. Helfferich bei dem Eisenbahnunglück von Bellinzona eine Einigung zustandege- tommen. Die Bundesbahnen zahlen an Frau Dr. Helfferich nicht etwa eine Pension, sondern eine Entschädigung von 300 000 Franken. Scharfe Maßnahmen gegen Weber und Genoffen. _r?crIin’ 241 Oa7t (Wolff ) Die zum We« berschen Konzern gehörigen Deutschen Spirituosenwerke und die Spirituofen- vevtriebsgesellschaft Weber L Co wurden durch Beschluß des Wuch^rgerichts beim Polizeipräsidium Berlin geschlossen Die Handelserlaubnis wurde Di f?n Firmen dauernd entsogen; Die betroffenen Betriebe müssen vom nächsten Montag ab geschlafen bleiben. Es ist erünefen. Daß der Reichsfiskus unter Bei- ailfe ungetreuer Zollbeamten um enorme Sum- men 001^41 bigt wurde: ferner ist festgestellt baß dte Leckung Der Deutschen Svirituosenwerk \?e£e Verstoße gegen die Vorschriften des Monopols beging. Die Schließung weiterer Betriebe die zum Webertonzern gehören, erscheint unter- mtrfl mtf bald 5 Deschaftsgebahren dieser Betriebe ?1V der Deutschen Spiri- tuosenwerke wurden b e -s ch l a g n a h m t. In den Werken arbeiten etwa 100 Angestellte unD in den Konzernbetrieben ist ein Vielfaches dieser Zahl von Angestellten beschäftigt. Aufgeklärter Mord. Im Oktober vorigen Iahres wurde der De- sther eines Rittergutes bei E b e r s w a l d e lur Rachhzeck auf dem Hofe von unbefaimten Tätern C 0 Vc nv Dse Leiche war in die Scheune d'eso dann angezündet worden. Die Ermittelungen der Staatsanwaltschaft führten nun dazu, daß Dte eigene Ehefrau des Er> 45? der auf Dem Gute beschäftigte v?TirqUasbt unter Moidv^rdacht mbaftet wurden, und zwar auf Grund von Die „Buckau" in Danzig. Das Rotorschiff „Buckau" ist gestern abend mit emer Ladung Koks von Kiel kommend in Re u f a h r w a s s er eingetroffen. Für heute und die nächsten Tage sind bei günstiger Witterung Vorführungsfahrten in See geplant. Die „Buckau" Üürd voraussichtlich bis Anfang Februar hier bleiben und dami mit einer Ladung Holz nach Schottland Weitergeheri. HUfe bei Schiffsuntergängen. Wie aus Bregenz berichtet wird, fanden gestern auf Dem Bodensee Versuche mit einem Apparat statt, Durch Den das Sinken von Schiffen verhindert werden soll. Der Lronstrukteur. Ingenieur Liebet tau, versenk.'e ein Versuchsboot mit einer Belastung von 300 Kilogramm, nachdem er Den Apparat so eingestellt hatte, dah das Boot nach seinen Versiche- rungen in einer Stunde von selbst wieder an Die Oberfläche des Wassers erscheinen muhte. Wenige Minuten nach der angegebenen Zett tauchte das Doot auch wieder auf. Es handelt sich um emen Apparat. Der das in das Schiff eingedrun- gene Wasser wieder verdrängt Schisfskalastrophen. Rach soeben eingelaufenen Meldungen sind bet zwei Schiffsratastrophen dreizehn Men- schenleben verloren gegangen. Das britische Oeliankschiff der Red-Line „girrt“ sank am Mittwoch um Mitternacht im Bristol- Kanal. Von der neun Mann betragenden Besatzung wurde nur Der erste Offizier gerettet Der Aberdeener Fischdampfer „111 ft er“ scheiterte an Der Küste Der Grafschaft Kincardine. -Bon Der aus acht Mann bestehenden Desatzuna wurden nur Drei gerettet, Die Beisetzung der Königin von Aeapel. 2lm Donnerstag wurde in Tegernsee die Königin Maria von Reapel beigesetzt Der Beisehungsfeier wohnten Kronprinz Rupprecht mit Gemahlin und Sohn. König Ferdinand von Bulgarien und Herzog von -Urach Der Großherzogin von Mecklenburg. Die Fürstin von Hohenzollern und eine Reihe anderer Fürstlichketten und sonstige Trauer- gafte bet Eine Insel versunken. Rach Telegrammen aus Lissabon ist die an Der westafrikanischen Küste liegende Reine, zu Portugal gehörige Insel Port Alexander plötzlich versunken. Ueber das Schicksal Der Bewohner ist noch nichts bekannt. Fransfutter Neues Theater. „Der Mann ohne Moral" Komödie von de Flers und Caillavet. Eine bittere Komödie, hinter welcher die traurige Erkenntnis triumphiert, dah bürgerliche und höhere, gefühlsmäßige Moral zwei grundverschiedene Dinge sind. Eine menschliche Komödie, die so recht das aussichtslose Schwimmen gegen den Strom der bürgerlichen Weltanschauung veranschaulicht Dretenneau ist die langjährige Säule des Bankgeschäfts Herrer, für ihn kommt m erster Linie das Geschäft, Da geschieht das Unerhörte, er wird nach 20jähriger Ehe von seiner Frau mit einem Herrn v. Derville (An- gestellter seiner Firma) betrogen. Bor Die Wahl ^stellt, wählt Die Frau ihren Liebhaber. Er selbst findet tn Luise, ebenfalls Angestellte Der Firma Herrer, ein liebendes Herz. Drei Monate später ist er unsagbar glücklich mit seiner Leinen Luise. Da fommt Die Frau zurück. Derville hat sie an Die Luft gesetzt, sie weiß nicht wohin, hat niemand als ihren Mann Der Konflikt verschärft sich denn auch Luise hat niemand als Bretenneau^ Was soll er tun? Mit Der einen Frau hat er zwanzig Iahre, mit der anderen drei Monate zusammen gelebt. Die Güte siegt in diesem ein- Ä r€t *™t€t der Frau zwei Zimmer im gleichen Hause, laßt sie zum Essen kommen und lebt weiter vor aller Welt mit seiner Luise Rammen. Sein guter Wille scheitert an Der QKoral Der Menschen, er ist in ihren Augen Der 6r resigniert, gibt Luise Den Abschied und lebt wieder mit feiner Frau zusammen. Innerlich gebrochen, handelt Breten- neau nach Der Moral, Die er seinem Geschäft unD Der Gesellschaft schuldig ist. Otto Walb??g Sav Diefer Mann ohne Moral, er schuf eine Gestalt skullt von reinster Menschlichkett mit ungemein warmen HerzeEonen. Die Regie Großmanns sorgte dafür, daß Der philosophische Gedanke über Dem leichteren Komödianten schwebte. l. w. ff «tu 5®*°“'“8. »A.* teS1 >i«» ÄÄ*« u-n 02 A^Mtof ZZM : Om WgtQnl. J**. Qk Äfft?® ■ÄftÄ ?s-5S ’s?t iS’jyw. ■--SU*» i-ttrS *'« Ä ff ta iie 'Bttfoath,? ^kung ^?°lkSbadwirdert aus Hanau zum Leh- ! zu Mehlos. Kreis Lauier- intoärter Otto Schwarz im Lehrer an der Volks, eis LMerbach: der Schul- p Mahler aus MHI- der Volksschule zu Helden« g; der Lehrer Karl hem- 'reis Alsfeld, zum Lehrer Seligenftatit, Kreis Offen« der Avslanddeut- ,eben'. Fu den Veichsdcul« Kriezsausdruch und die m härtesten getrosten vor« bedingt die Auslanddeut« Haus und Hot kehrten sie, |er Internierung, bettelarm und hofsten dort eine Snt- D^derau'baum'glch'eii.-u leute noch vergcb! ch. Viele ir Zwischenzeit krank, er» dahingestorben. Es miet wenn man beachtet M deren V.'vn'gen l gu Pieri s 1Prozent ihres um- entschäd gt werden, wäb> lidationseilös dem Veich us Grund des Srniachti- tanuar l«3j« von der z, vrdsürden durch Vu mgenen Hausrat nm em i)ftcnS 1250 Mar! ^ u'sgegenstände ewe W wk geviihrt Ve. 3* Schadensarten e ne HM Mark. Denn mn de« ««£ voll und daruoer m w^ter ^h^nd de Monden l jhre eils zehn „ vor« ^leMt noch ^Suntten 5^* en ®£KtK zu e-ner Atü® M.. „rfie Vate der ist M a Vit W' Fasste ÄS UM n'ne Gieren Minder ."Ä-Jäte Zogdverpachtuilg. Die Gemeinde Rüddingshausetr, Är. Gießen, Bahnstation Odenhausen bzw. Londorf, verpachtet am 31. Januar L I.» nachmittags 3 Uhr, ihre Wald» und Feldjagd aus 6 Jahre auf hiesiger Bürgermeisterei. Bedingungen werden vor der Verpachtung bekanntgegeben. Bürgermeisterei Äüddingshausen. _______ M üssig.________851D örftr mein Automobil- u.Fahrradgeschäft suche tüchtigen Herrn perf. in Stenographie u. Maschinenschreiben. Schriftliche Bewerb, mit Zeugnisabschriften und Gehallsansprüchen an 361D Oscar Nahler, Marburg a.d.L. Ärofrmtim Haus Scholz. die Äetegeriheit. uni die Besucher kurz in die Geschichte der Ratur- dellbewegung e'.nzusühren. Gr erläuterte werter die Lehre und Arbeit der Bewegung, wobei der Gedanke vorherrscht, vor allem durch entsprechende Lebensweise Krankheiten zu verhüten. An die hrtereffanten. klaren Ausführungm dc7s Btt»ners schloß sich die Vorführung tes Films. Die Buder zeigten zunächst die Bedeutung des Wanderns und der Bewegung In Lust und Sonne für die DvlkSgesundung Interessant waren auch d»e Brider über die Tätigkeit in einer Raturhetlanstall. Die Vorteile einer Betätigung im Fre^n kamen dabei wirkungsvoll zum Ausdruck. tailcrltcMt waren auch die Spiele im Frrien. bei tenen rhythmische Gymnastik und Atmungstunst gepflegt wurden. Die Filmvorführung wurde durch entspre- chende musikalische Einlagen und Lieder der 3u- aendgruppe des Vereins wesentlich verfchont. *• Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter 2 chlacht viehmarl t; Od>- fen 285. Dullen 73. Färsen und Kühe 903, Kälber 302, Schafe 227 Schweine 3112. Vornotizen. TageSkalender für Montag: Lichtspielhaus. Bahn ho'st raste: »Dos W werden. Der oorgelegte Entwurf hierzu fand die Zustimmung dcr Gemeindevertreter. ebenso die deshalb ersorderlib' Polizei» Verordnung. Um Leinen Zweifel aufkommrn zu lassen, wurde erneut beschlossen. daß für Erbbegräbnisse aust >- dem laut Friedhofsordnung festgelegten Betrag von 30 Mart eine betontere Gebühr von 200 Mark zu entrichten ist. - Die Klagen aus ter Philofopben- strahe über die durch fliegende Gänse verursachte,i Licht ft örunaen sind schon alt. Die verschiedensten Maßregeln zur Behebung des Mißstandes schassten keine Abhilfe, sondern, wie z. B. die anocorbnetc Geflügelsperre, nur Aerger und Derdrust. Eine beabsichtigte Verlegung des Oris'retzcs in der Philosovtenstraße. nach welcher keine Sichtl'-itungen die Straße mehr überqueren und die Stvaßcnlampen mit Wandarmen angebracht werten, soll nun endgültige Abhilfe schaffen. Auf eine diesbezügliche Anfrage teilte das Elektrizitätswerk Gießen mit, daß sich diese Angelegenheit mit etwa 1000 Mark erledigen ließe. Mit diesem problematisch angegebenen Betrag wußte ter Gemeinteral nichts anzufangen und beschloß, das ElektrizitätSw<Ä zu ersuchen, einen detaillierten Kostenvoranschlag vorzulegen. — Die Entschädigung für den Wiegemeister P ost wurde auf jährlich 200 Mark festgesetzt. — Die Einteilung des Baugeländes im Reuen Weg und in ter Gießener Straße (wozu eventuell noch die Möferftrah« fommt) wurde an Hand eines Lageplanes erläutert und genehmigt. Alter Doraus'icht nach werten die damit erschlossenen Bauplätze im Laufe dieses JabreS bebaut. Die Gießener Straße ist damit bis zur letzten Möglichkeit ausgebaut und grenzt mit ihrem bebauten Teil b S an fre Gema r- kungsgre nze Gießen- Wiese ck Mi ter Beratung dieses Punktes brachte ter Bürgermeister- ein weiteres großzügiges Projekt zur Sprache, das. um es gleich vorweg anerkennend zu vermerken. allseitige Zustimmung fand. Im Lause ter nächsten Jahre wird es unbedingt notwendig fein, unsere Schule, die gegenwärtig in drei verschiedenen Gebäuden untergebraebt ist. zu zentralisieren. Die „Rote Schule" in ter Gießener Straße wird in ihrem tadellosen baulichen Zustand laicht einen Käufer aus industriellen Kreisen finden, und somit Brot und Arbeitsgelegenheit für eine Anzahl Mitbürger bringen. Die Schule am Lichtenauer Weg kann durch Anbauten so vergrößert werden, daß unsere gesamte Schule dort untergebracht werden kann. Allerdings reicht bann der vorhandene freie Rc um als Spielplatz nicht mehr auS. Hinzu kommt, daß wir unserer Jugend in unmittelbarer Rähe d^s Ortes feinen geeigneten Tummelplatz bieten können, was heutzutage unter keinen ilmftänten mehr angängig ist. Durch die im öange befindliche Feldbereinignng ist nun die Möglichkeit gegeben, hier vorsorglich e;umgreifen, und im unmittelbaren Anschluß anbie Schule einen genügend großen Platz zu schaffen, der gleichzeitig alS Sport- und F e st p l a tz dienen soll Der Platz würde etwa 10 000 bis 11000 Quadratmeter groß werten, hätte den Vorzug, unmittelbar am Ort zu liegen und würde absolut trocken fein, während die seither als Festplah benutzten Riedwiesen schon bei einigermaßen kräftigem Regen versumpft sind. Die Ausführungen des Dürgermeisters wurden von verschiedenen Seiten zustimmend ergänzt, so daß zu hoffen ist. daß diese brennende Frage in Bälde mustergültig gelöst wird. — Der obli- natorifd)e Bezug des ..Hessischen Kommunal- bienstcs', einer Halbmonatsschrift für sämtliche Gemeinderäte. auf Kosten ter G-meinte, tourte einstimmig beschlossen. — In einer 1V?ständigen nichtöffentlichen Sitzung vrrhcmtelte man über die Aufnahme und Verteilung von Darlehen an Private zur Erbauung von Wohn- b ä u f e r n. Die Grundzüge wurden festgelegt, die Ausarbeitung der Details der Dau- bzw. ter Finanzkommission überwiesen. is. S t e i n b a ch, 23. 3an. Ein tragischer ülnglückSfall ereignete sich in ter Familie des Wrißbinders H. K. Keßler IL Die junge Frau, Mutter von 2 kleinen Kindern, stürzte vor 8 Tagen vom Stallboden in den Hof. Sie erlitt einen doppelten D-inbruch und innere Verletzungen. Ein Sanitätsauto brachte sie sofort in die Klinik nach Gießen, wo sie heute ihren schweren Verletzungen erlag. t Grünberg, 26. Jan. Bei der gestrigen Burgermeisterwahl stimmten von 1421 Wahlberechtigten 1215 ab. Es haben demnach 85,5 Prozent gewählt 'M erhielten Karl Georg Jöckel (Bauernbund) 383. Kaufmann Hermann Mager 295. Finanzteamler Otto Peppler (Dürgerverein und Gewerbeverein) 234. Wilhelm Schmidt i DollSliste und GerechtigkeitSliste) 172. Beigeordneter Fuldat 53. 3igarrcnfabrilant Heinrich Lindner 41, Pens. Zahlmeister August Haas 24 Stimmen. Ungültige Stimmen 13. Rach diesem Ergebnis findet Stichwahl zwischen Jöckel und Mager statt. i. Etting-Hausen. 25. Jan. Bei ter heutigen Dürgermei st erwähl erhielt ter Landwirt Ludwig 0 pPer II. 207. fein Gegner. der Zimmermeister Heinrich Seipp I. 130 Stimmen. Ludwig Opper II. ist demnach gewählt. Da unsre Gemeinde 377 Stimmberechtigte zählt, ist eine äußerst rege Wahlbeteiligung fest-ustellen. KrciS Schotten. Schotten. 24. 3an. Die Stadt beabsichtigt, in den kommenden 3ahren die B e r - schönerung ihres Weichbildes und ihrer näheren Umgebung ernsteste Aufmerksamkeit zuzuwenden und damit zur Hebung des Fremdenverkehrs beizutragen. In einer Besprechung mit den daran interessierten Vereinen und Körperschaften entwickelte Bürgermeister Menges das Derfchönerungsprogramm des Stadtvorstandes, aus dem die Gründung eines Heimatmuseums, die Herrichtung der Kirche im 3 n n e r n , - die Verbesserung und 3nstandsetzung vieler Plätze und Wege von besonderer Bedeutung find. Für die Gründung eines Verkehrsvereins konnte man sich nicht erwärmen, dagegen wurde ein Ausschuß gewählt, der in enger Fühlungnahme mit den lokalen Behörden und Vereinen oont bereitende Arbeiten ausführen soll. — Die Sonnenfinsternis war hier in ihrem ersten Stadium gut zu beobachten. Kurz vor 4 ilfcr verschwand mit einem Male der Wolkenschleier. und die Sonne stand klar und strahlend am Südwesthimmel. Um 4 Uhr rückte der Mondschatten an den Sonnenrand. 4.30 Uhr war fast ein Viertel des Sonnendurchmefsers verdunkelt. 3n freiem Zeitpunkte sank aber die Sonne in eine Wolkenwand, so daß sie nicht mehr zu beobachten war. — Um das unzeitgemäße und gesundheitsschädliche Verscharren der Kadaver auf Wasenplätzen endgültig zu beseitigen, plant der Kreis die Errichtung von Kadaververnichtungsanlagen. 3m 3ntereffe der Allgemeinheit ist dieser Schritt des Kreises sehr zu begrüßen, und man möchte wünschen, daß der Wille sehr bald in die Tat umgeseht würde. — Wie stark die Kraftfahrzeuge als Verkehrsmittel auch in den gebirgigen Teilen des Landes im Vordringen begriffen find, beweist ihre Zahl in unserem Kreise Amtlich sind zur Zeit 26 Kraftwagen und 56 Krafträder zugelassen. * Ei chelsdorf, 25. Jan. Die Firma Albert aus Ziegenhain, die hier seit etwa Jahresfrist einen Steinbruch betreibt und Pflastersteine herslellt, hat am Eichköppel, dem Bergrücken gegenüber dem Bahnhof, einen neuen Steinbruch ang.bgt Das Rohmaterial soll durch eine Drahtseilbahn in unmittelbare Rähe des Bahnhofs befördert und hier verarbeitet werten. Dom Arbeitsplatz bis zum Bahnhof ist dann nur noch ein ganz kurzes Stück Anschlußgeleis nötig. Kreis Wetzlar. * Wetzlar. 25. 3an. Zur Sicherung des Verkehrs auf der Eisernen Lahn- brücke hat die Polizeiverwaltung neue Vorschriften für Fahrzeuge erlassen. Danach dürfen Fuhrwerke und Lasten von mep: als 5 Tonnen Bruttogewicht nicht über die Brücke fahren. ES darf sich auch niemals mehr als 1 Fuhrwerk oder Lastwagen auf der Brücke befinden. Sämtliche Fahrzeuge haben auf ter Brücke im Schritt zu fahren. Wenn Fahrzeuge von mehr als 5 Tonnen Bruttogewicht auf besondere Erlaubnis ter Polnribebörte die Brücke passieren, darf diese aus Anwetfung teS an ter Brücke postierten Polizeibeamten nicht betreten werten. Menschenansammlungen auf der Brücke sind verboten. Zuwiterhandiungeir gegen diese Vorschriften sind unter Strafe gestellt. Hessen-Nassau. bl. Dillenburg. 25. Jan. 3m Dikllreis sind gegenwärtig noch rund 250 Vollerwerbslose und etwa 4 80 Zuschlags- empsänger vorhanden. Diele Zifsern bedeuten eine Besserung der Wirtschaftslage in unterem Kreife. — Die Maul- und Klauenseuche ist im Dillkreise schon wieder aufgetreten. Der Viehbestand hat unter dem wieder holten Auftreten dieser Seuche schwer gelitten. Kassel. 25. 3an. IWV> Heute mittag fand in Anwesenheit des Staa-ZsekrelärS Bredow die feierliche Eröffnung des Kasseler Rundfunksenders statt, zu der die Ober- Postdirektion Kassel und ter Südwestdeutsch.- Rrmdsunksenbedienst A. G. Frankfurt a. M. und Kafsel die Vertreter ter staatlichen und städtischen Behörden, sowie teS Handels, ter Industrie. Kunst und Wissenschaft und Presse etn- gelaten hatte. Die Ansprachen und Konzertdar- bictungcn tourten sofort auf tem Kasseler Senter den Rundfunkteilnehmern von Äaffel und Frankfurt übermittelt. Ein von der Stadt gegebenes Frühstück im Ratskeller beschloß die Feier. Kassel. 23. 3an. sWB ) Zu ter Kreditangelegenheit bei ter L a n des - K r e di i- lasse in Kassel erfahren wir von unterrichteter Seite, daß die beiten verhafteten Fabrik- Direktoren, die Brüter Wilhelm und Fritz K a tz e n st e i n . schon wieder aus der Haft entlassen sind, da Fluchtverdacht unb Verdunkelungsgefahr nicht mehr vorzuliegen scheinen. Es wird ferner darauf hingewiesen, daß Mc in der auswärtigen Presse erschienenen Rachrichterr vielfach nicht den Tatsachen entsprechen oder -u- mintestens stark übertrieben sind. So kann z. D- keine Rede davon sein, daß LandeSrat Dr Poppe ein Geständnis abgelegt hat. Auch steht fest, daß die Kredite den Betrag von 1 048000 Mark nicht übersteigen. Kunst und Wissenschaft. Breslauer Geographentag. Das vorläufige Programm des 21. Deutsche«? Geographentages, terPfingsten 1925 in BreS- lau stattfinden soll, ist jetzt fest gelegt. Aus ter überaus großen Zahl ter Vorträge tourten folgende ausgewähl«: Sapper, Klute (Gießen) und Maull werten über ihr« Forschungsreisen, in Mittel» und Südamerika berichten. Die neuesten Forschungen ter MeereSku nde werden in Vorträgen von v. Drygalski. Schott. Wüst. Bruno Schulz, Troll und Frl. Möller behandelt. Die Schulgeographie werden Schwarz. Bausen- Hardt und Fox erörtern. Endlich getomrrt di« Tagung des Geographenlages dadurch für die Allgemeinheit besonders große Wichtigkeit, weil m einem besonderen Programmpunkt die Bedeutung der Geographie für Dolitik Wirtschaft und Kultur behandelt wird. Hier werten Eredner, Creutzburg, Sieger, Dix, Penck und Scheu sprechen. Bekanntmachung. Das Dampf und .«ßeitzluftdad (umifefr lri'chr.- Dai)) im Stadt. Dolksbad w.rd Mittwoch, de: 28. d. Mts. neu eröffnet. Bade;--ten Mittwoch und Frei'og von 11 bi» 3 Uhr für Herren, 3 bis 7 Uhr für Damen. Donnerstag und Samstag von 11 bis 7 Uhr für Herren. 836V Gießen, den 23. Januar 1925. Stäbi. Bolksbad Gießen. Vrennholzversteigerung. Dienstag, den 3. Februar I. 3«. vormittags 10k Llhr. werden in der Gastwirtschaft von Fr. Seilbach zu Rainrob aus den Slaatswaldoistrikten Schenkenwald -1, Wolfslaus 3, Mühlen- kops 2 und Kleerderg 5 der Försterei Rainrvd versteigert: Brennholz: Scheiter Rm.-. 320 Buche 1. Kl.. 85 2. Kl Knüppel Rrn : 175 Buche 1. Kl., 160 2 Kl.. 50 Eiche. 3 Birke, 35 Fichte. Reisig Rm: 200 Buche, 100Eiche, 4 Birke. 63 Fichte. Stöcke »im.: 40Buche l.Kl., 53 2.Kl., 5 Siche, 8 sichte. Das Holz sitzt an und in unmittelbarer Rähe von verneinten Straßen und gut zur Abfuhr. Ra he re Auskunft durch Herrn Förster Ruppert in Rainrod und die unterzeichnete Stelle. Eichelsdors, den 24. Januar 1925. -Hessisches Forst am t Sichelsdorf Bechtel.__855D Der Voranschlag für 1925 liegt vom Dienstag, dem 27. ds. Mts., an eine Woche aus dem Amtszimmer der Bürger- j meisterei zur Einsicht osicn. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Lauter, den 24. Januar 1925. Bürgermeisterei Lauter. Aff. 849D Herz & Co. Bankgeschäft Neuen Baue 23 Gießen Tel. 1303 u. 1304 Eröffnung von laufenden Rechnungen Vorschüsse auf Wertpapiere unter günstigen Bedingungen An- und Verkauf von Wertpapieren an allen in- und ausländischen Börsen Verwaltung von offenen u. geschlossenen Depots Ausstellung von Kreditbriefen auf alle größeren Plätze des In- und Auslandes Eröffnung v. provisionsfreien Scheck-Rechnungen Annahme von Geldeinlagen Ankauf von Wechseln auf Inland u. Ausland Stahlkammer mit Schrankfächern unter Selbstverschluß der Mieter iso MM AWIßM-MM die Flanelle und halbwollene 1 UUüumiim L Hypothek auf Ge schäft 5 haus s44Ox>.—< sofort gesucht. Schriftl. Angebote unter 802 D an d n Tuche (Unions) seit Jahren nach Hessen liefert, sucht wirklich gut ein= geführten Weidetet. Gefl. schriftliche Angebote unt. 858D an den Gietzener Anzeiger erbeten. (Hienenet 'interner. BeMcMe alle GröSeu lagernd im 846a Modehaus Sahmon Die Geburt eines gesunden Jungen Ernst Heinz zeigen in dankbarer Freude an Karl Bänninger und Frau Rösli geb. Hasler 070 ^rüt ftlnaere und altere Damen, Frauen und Tochter, welche (Jeiflcn ‘u vnuöbnl: führen oder als Hausdame oder Stütze sich ausvtlden wollen, lieginni TouncrStan, den 29. Januar tm Saale des HotclS Prinz Carl, Seltcrsweg 20, unter dewährtcr Lettung ein 0745 IW 0. UMMS verbunden mit Anstandslehre. Lehrstoff: deines Tafeldecken, Tafelschm ick, Servier-'N, Serviettenbrechen, Tveileniolsie, -.Anrichten und Au schmücken der Svetsen. Der Unterricht wird theoretisch und vrakitsch mit allen dazu gehörenden eigenen Tafelgeräten, ShrlitoU und Silber, erteilt. TageSkurfus A b c n d k tt r f u S von 4 bis 6 Ubc von 8 bis 10 Uhr Honorar 12 Wart — Tie Hälfte zahlbar bei Beginn. Anmeldungen werden am ersten Unterrichtstage von nach- mttta 3 Uhr an entgegengenominen. — Notizbuch i st nittzu bringen. — Die Unlernchlsleilung: Jenny Schumacher. ' Verdingung des Ausbaus der Vorfluter und Drängräben in der GenofsenIchaftsdrSnage Hochelheim (Kreis Wetzlar). Der Kostenanschlag nebst den zugehörigen Masienberechnungcn, Zeichnungen und Der« btngungsbeb ngungen liegt bei Herrn Ae- gierungslanbmesier Bi en ko, Wetzlar, Kvl- turamt, zur Einsicht offen. KostenanschlagssummcfürDorflutanlageN unb Ausbau ber Drängräben ausschließlich Materiallieferung rb. 12340 RM. Angebote ftnb nach Prozenten der Bau» summe unb mit ber ausdrücklichen Erklärung, daß der Bieter sich den ausgelegten Derdingungsbedingungen unterwirft, schriftlich in verschloffenem Umschläge an Herrn Begierungslandmeffer Bienko, Wetzlar, Kulturamt, bis spätestens Freitag, den 6. Februar 1925, nachmittags 5 Uhr, ober im Terminslokal bis zum Terminsbeginn abzugeben. 850D Der Termin pnbet am Samstag, bem 7.Februar 1925, vormittags 9 Uhr, in bem Gasthaus Karl Jung zu Hochelheim statt. Die Derbingung kann in mehreren Teilen geschehen. Der Zuschlag erfolgt enttveber im Termin, ober es wirb in biefem die Zuschlagsfrist bekanntgemacht werben. Wetzlar, ben 24. Januar 1925. Der Kulturamtsvorsteher: Daubenspeck, Regierungsrat. Generalvertreter einer leiftungSsähigen Rauch unb Äatt- tabakfabrik lucht für Wichen, Wetzlar u. Umgebung tüchtigen, eingeführten Vertreter. Angebote unter 82 an Hereo, Jfttteld. Annoncen-Ervebttiow Gießen.857h Vertreter In Stab'- u. 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Hiclobrnmin32lfien <5 Bildern) v-Shaw. im Alter von 57 Jahren. Apotheker Karl Gusti Willmann Lina Willmann, Herrn Clemens Marz geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet statt: Dienstag, den 27. Januar, nachm. 3*/tUhr, auf dem Neuen Friedhof, und bitten wir um zahlreiche Beteiligung. Gut erhaltener Kinder-Sitz- und -Liegewagen von nef. Kinde gegen bar (18 Mk.) zu oerk. Wo? sagt die Gc- schäffsst. d. L«. 21. i"714 Holzversteigerung 'n den Freiherrlich von Nordeck zur Rabenau'fchen Distrikten Hainstruth 1b, 2b und 3b und Rinnwege lb und 4a Freitag, den 30. Januar 1925. Versteigert werden: Stämme Eiche 6. Kl. unter 705D an den (Mieft. Anz. erbeten. —9—9——9 I Wetzlarsgeg.gleich- \ Metzger, Kolonial- wertige in (Sieben i waren u.dgl., in s>hr ' • * • * - ! preiswert soiort zu .1 oerk. Schr. Ang u. auf Anwaltsbureau in Gienen per sofort gesucht Schrift!. Angebote mit Zeugnisabschr. und Gebaltsanspr. unter 845D an den Gien. Anz erbeten. Ordentl., zuverlüss. 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Will; Höphier (Gö’tingen) Lina Hopfner geb. Zoeppritz. 842D Samstag nacht entschlief nach kurzem Krankenlager unsere gute Schwester, Tante und Schwägerin Pauline Willmann Samstag, den 24. d. M., nachmittags um 7 Uhr, entschlief sanft nach längerem, mit Geduld ertragenem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Kaspar Balßer V. Schreinermeister und Leichenbeschauer Veteran von 1866 u. 1870/71 im 84. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Rödgen, Schwalheim, den 26. Januar 1925. Die Beerdigung findet Dienstag, den 27. d. M., nachmittags 1V2 Uhr, statt. Heute morgen 31/-, Uhr verschied nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden, versehen mit den Tröstungen unserer hl. Kirche, unsere innigst geliebte Tochter, Schwester, Schwägerin, Tante und Nichte FräuleinRoselGregori im Alter von 44 Jahren. In tiefer Trauer: Adolf Müller und Frau Therese verw. Gregori, geb. Kilbinger nebst allen Angehörigen. Gießen, Mainz, 25. Januar 1925. Beerdigung: Mittwoch, den 28. Januar, nachmittags V23 Uhr, vom Portale des Neuen Friedhofs aus. Das feierliche Requiem ist Donnerstag, 29. Januar, 63A Uhr. 0765 Kleiner, weid emaill. WM zu verkaufen 0759 Ffarbcrger Str. 22. ö«MWM8« E. V. Alle Ausländsdeutschen laden wir zwecks Neugründung einerOrtsgruppe (Sieben für Dienstag, den 27. Januar, abends 8 Uhr, i. d. Restaurant Augustiner, Ludwiasvlatz, ein. Gleichzeitig Bericht über denStand der Entschädigung und die jetzt einsetzende Zwischenaktion. Die Teilnahme ist für jeden AuSlandsde tschen in seinem Interesse dringend notwendig. [0748 Für Dietzen u. weitere Umgebung suchenwir für sof. einen gewandten u. gut eingeführten Vertreter der Tabakbranche. Angebote und Referenzen unter näherer Angabe des in Frage kommenden Bezirks sowie der bisher vertretenen Firmen an Gebr. Crüwell, Rad-Club Germania gegründet 1899 Unser Winterfest findet Samstag, 31. Januar er., abends 81/, Uhr, in der Turnhalle (Oswaldsgarten) statt. Eintrittskarten für aktive und passive Mitglieder, deren Angehörigen sowie einzuladenden Gäste sind am Mittwoch im Vereinslokal, später bei Mitglied F. Friesleben in Empfang zu nehmen. Eintritt nur gegen Karte. MW WWW gewandt im Verkehr mit der Kundschaft, für Reisetätigkeit von Firma der Dureau- bedarfs-Branche per sofort gesucht. Ausf. schriftliche Angebote mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften unter 832 D an den Gießener Anzeiger erbeten. Am Samstag, dem 24. ds. Mts., abends 9 Uhr, verschied nach langem, schwerem Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender und guter Vater Heinrich Franz, Förster im vollendeten 47. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Wilhelmine Franz geb. Stoos nebst Kindern «.Angehörigen. Allendorf a. d. Lda., den 26. Januar 1925. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 27. Januar 1925, nachmittags 3 Uhr, statt. 07 , ss^SllMMV r* «es. DieBeerdigung unseres Kameraden Clemens Rarz findet am 27. Januar, 3% Uhr nachmittags, auf d Reuen Friedhof statt. Rege Beteiligung ist Ehrensache. Der Vorstand. Gegen Hämorrhoiden. Dringl automatisch in die Litze d. Krank- heitskeime ein, beseitigt rasch die Be» schwerd. u. bringt die Hämorrhoiden zur Schrumpfung. Erg. in Apotheken. GrntiSprospekt Rr. 24 durch ti7ss Chemische Fabrik Merz, & Co. Frankfurt a.Main. Ein mittelschwerer Gekonomie- wagen mit Militärrädern, abzugeben ob. gegen einen leichteren zu tauschen. 0741 (ürotzen-Buieck Weidenga^e Nr. 14. DmlUaqeiiüvttM liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die BrUhl'scheUniversitSls. Druckerei. Ä. Lange. K Altersvereinigung 1860 — 1910 Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere itglieder von dem Ableben uns. res Mnr=*afbewahtcnl 2- Fortsetzung folgtl hnnh^n ) hi? vr. Unblutig, dessen Sehnen und Nerven durch das wohltuende Kukirol-Fuflbad fw aämSEw ; mm das nur ZU, wenn es durch Fußbäder mit Chromsäure geschieht 111*111 llllllIhlmilDas Kukiroi-Fußbad enthält davon garantiert keine Spur und keine sonstigen UVlil IliUUUkd Jlischädlichen Bestandteile, deshalb sollte man vorsichtshalber stets nur das Kukirol- ctia Fußbad verlangen und darauf bestehen. Schon für nur 30 Pfennig kann man au9 utytpnrer LchUV'eM Kukiroi-Fußbad. morgens streut man etwas Kuklrol-Streupuder auf die Füßi geschält gesucht. und in die Strümpfe- Die Füße bleiben dann schweißfrei, trocken und warm, si< Selbstgeschriebene brennen nicht, werden nicht wund und man erkältet sich nicht so leicht Dai 3naphnfp nnfpr rp-aBrztlkh empfohlene, millionenfach bewährte Kukirol-Hühneraugen-Pfiaster abei rtn Koh ßuLc. «r'^7entfernt auch sehr hartnäckige Hühneraugen, Hornhaut und Warzen in wenige# an oen tsiei;. 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Heute morgen 6 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere liebe, gute Tochter, Schwester, Schwägerin und Gote Margarete Pfeiffer im 22. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Pfeiffer. Großen-Buseck, den 25. Januar 1925. E Die Beerdigung findet Dienstag nachm. 2 Uhr statt. 5* u 6iährig, lamm- , fromm, la zugsest, mit etwas Hofplatz preiswert zu verk. als Werkstatt zu Rah. in d. Geschasts- mieten gesucht I stelle d. G. Anz. -D CMfeg. Anz. etberen. i t&. ,rt allerbester r-äm-ML-E Vortrags-Vereinigung Gießen iiiiiiiiiiiiiiiiiiuniMniniiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiBiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Donnerstag, 29. Januar abends 8l/4 Uhr in der Neuen Aula der Universität Lichtbilder-Vortrag des Herrn Prof. Dr. H. Ranke- Heidelberg DasKönigsgrabTut anch-Amun Eintrittskarten für Mitglieder im Vorverkauf gegen Vorzeigen der Vortragsausweiskarte pro Platz 0.75 Mk., für Nichtmitglieder zu 1.50 Mk. ' in der Musikalienhandlung Challier. Studenten karten gegen Vorzeigen der Ausweiskarte zu 0.75 Mk. bei Herrn Oberassistent Ritter. 7 Stück 0,43 Fstm.; Nutzscheller Rm. Eiche 2. Kl. 2,50 Mtr. lg. 2, 2,20 Mir. !g. 12; Nutzknüppel Rm. Erle 2 Mtr. lg. 11,4; Scheiter Rm. Buche 1. Kl. 22, 2. Kl. 2, Eiche 6, Fichte 4; Knüppel Rm. Buche 1. Kl. 5, 2. Kl. 2, Hainbuche 2, Eiche 72, Erle 18, Kiefer 45, Fichte 2 Kl. 12; Knüppelreisig Rm. Kiefer 20; Reisig Rm. Buche 183, Hainbuche 14, Eiche 110, Erle 40, Stöcke Nm. Buche 32, Eiche 16, Erle 10, Kiefer 28, Fichte 1. Kl. 4, 2. Kl. 2. Beginn der Versteigerung im Distrikt Hainstruth 1 an der preußischen Grenze um ______ 9 Uhr vormittags. Das blau unterstrichene per sofort gesucht. Holz kommt nicht zur Versteigerung. Sckriftl. Angebote1 W W ■ Montag, 26. Januar 1926 Girtzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Ur. 21 Zwettes Blatt nke-Heidelb, ■er Seit 1922 mfiinfeit ,'Ml erbal- ,j IUUIHLCIU HUI UVUl- 106/1. leiLfCWnnerw faulen ßtiuit. WE natiltb Stadttheater an der Spitze, die v urben, ihre Rotte für manb, weder im Aus- ! Kaufgeauche \ Federrolle ca.iO-S0Ztr.Tm- K«Y1C. I Urt. I- «=»■ n -ädern, .gegen en r» 0741 nietf Nr. W in (Biegen neu begründete Behörden, Schulen, Anstalten und sonstige öffentliche Einrichtungen werden gebeten, genaue Angaben über Bezeichnung, Zweck, Amtsgebäude (Strohe und Hausnummer), Amtsstunden, Fernsprech-Anfchluh, Postscheck-Konto, sowie über Direktion und Mitarbeiter zur Einfügung in die Neuausgabe des Adretzbuches sofort einzu- sendsn an den Verlag des Adreßbuches der Stadt Gießen Schrrlstratze 7 merften und ihren Hamen barunterfctjten^ war auch der deuttche Vertreter Südtirols. Sogar ausländische Journalisten nahmen sie ernst, toi: denn überhaupt fo manches zu der Bericht- erstattung über die italienische Krisis au sagen wäre. Äi verbreitet einer in großen deutschen Zeitungen seine originelle Meinung. eS handle sich nur um Theaterdonner, das sei alles nur .römisches Feuerwerk' — und prompt am nächsten Tage geht eS los. Die ‘Bet reffen en danken für dieses .Feuerwerk". Dann wird erklärt. auf Grund der amtlichen Darstellung, die Kammer Opposition habe die Richtigkeit der Ge- tonltmaforegeln eingesehen und deshalb ihren Protest zurückgezogen. In Wirtlichkeit wurde dieser Protest niedergebrüllt und die Motion infolgedessen als aussichtslos zurückgezogen. Etwas anderes, füllte man meinen. Soweit das parlamentarische Bild. Die Macht und damit die Regierung liegt natürlich einzig und allein bei Mussolini, nachdem er — auf wie lange? — die Prätorianer zu beschwichtigen verstand. TBie jetzt ihre Wortführer aussagen, wurde Mussolini von den revolutionären Pro- in der Emigration sein Leben mit Zeitung sver- kauf fristen muß. zum Gouverneur von Saratow ernannt — kurz ein Zar ohne Land, ohne Macht und Geld hatte toenig Aussicht, in Wirk- lichkeit den russischen Thron zu besteigen, um so mehr, da selbst die russischen M naichifen sich nur zum Teil seinem Manifeste unterworfen haben. Die Monarchisten teilen sich in die Anhänger der Großfürsten Rikolai Rikolajewitsch. der zwar selbst keine Ansprüche auf den Thron erhebt, da die Erbfolge ihn ausschlieht, der sich aber für den Verweser des Zarenthrones hält und die Lösung der Zarenfrage der Zukunft überlassen w ll. Die Leg timisten wieder scharen sich um Kyrill, und sehen in ihm. ob mit oder ohne Land, den rechtmah gen Zarm Zwischen den Groß ürften Ri.'olai Riko'.ajewitsch und Kyrill herrschen sehr ernste D fferenzen, ja fast eine offene Feindschaft. Jedenfalls erkennen die Anhänger Rikolais, mit dem Großfürsten selbst an der Spitze, den neuen Zaren nicht alS solchen an. Diese Spaltung hemmt beträchtlich den Fortschritt der Monarch schen Bewegung in der Emigration und in Rußland. Außer den ausgesprochenen Monarchisten gibt es unter den Gegnern der Bolschewiken noch die große Menge der Unbelehrbaren, die Sozialrevolutionäre, die Sozialdemokraten ufto., die als einzigen Schatz ihre Parteidoktrinen ins Fremdland gerettet haben. Sie befehden sich gegenteilig aufs bitterste in den hundert russischen politischen Zeitungen, die im Aus lande erscheinen, und haben in Wirklichkeit Autorität und Wurzeln in Rußland verloren. Die Hlden der ersten Märzreoo- lution. Kerensky. Miljukow u. a. m. find heute recht einflußlos. Der große Redner Kerensky, dessen Geist und Worte Rußland für Monate berauscht hatten, versuchte zum letzten Male 1920 in Paris wieder an die Oeffentl.chkeit zu treten, aber es gelang ihm nicht, den Widerwillen zu bannen, den die Mehrheit der Emigranten gegen ihn emvsand. Ebenso haben bte Mitgtteoer der russischen Konstituante, mit Tschernow den Matrosen Lenins nie war für sie der Mensch zur Zahl ober Rümmer erniedrigt die ohne Gewifensbisse auS- gelöscht werden durste. Der Traum vom drillen christlichen Volke war kein leeres Gebilde. Ruß- lano wurde groß und stark und reich, und die Russen waren frei und gütig, bis zuerst radikale Verführer und gewissenlose Verschwörer mit der Bombe in der Tasche den Glauben und die Treue vergifteten und den Seelenmvrd der vinzfatrapen. die an einem Tage fünfzig! aasend bewaffnete Bauern auf den Platz der ©igiwria in Florenz warfen, gezwungen, ein Machtwort zu sprechen. Qlbcr, so fragt Curzio Suckert bereit« wieder mißtrauisch in ber Wochenschrift ,.La con- quifta dello Stato". war die Rede vom 3. Januar wirklich ein ernsthafter revolutionär er Akt ober nicht vielmehr ein Manöver der äußerst geschickten mussolinischen Tallik, eine r e ° volutionäre MaSke. um Freund und Feind zu täuschen? Ohne die Maske Robespterres wäre fein letzter verzweifelter Rormalisierungs- versuch (die Wahlreform) als Schwäche ausgelegt worden. Otter hier muh sofort flar gesagt werden, daß die scheinbave Gewaltpolitik der Re- aierung einen schweren Schlag für den revolio- nären Faszisinus bedeutet, ber zu allem entschlossen ist. Das ist bas Kennzeichen ber Lage, man traut Mussolini nicht mehr. Richt mehr links und nicht mehr rechts. Entweder, sagen die radikalen Fas- zisten. die. wie wir gesehen haben, das Heft in ber Hand halten, mit allen Mitteln bie normalisierende Richtung der Regierung sabotieren oder die Schlacht auf dem Feld der Reuwahlen an» nehmen und so auf jede Weise, auch mit Gewalt, die toten Kräfte innerhalb des Faszismus au einer Rückkehr ins parlamentarische Leben verhindern. Man muh Mussolini einfach jede Möglichkeit abfchneiden, parlamentarisch zu regieren! So ist nicht nur der Kampf um Rom bisher unentschieden, es nimmt auch das interessante Experiment um die Wiederbelebung antiker Staatsformen feinen Fortgang. W> rsg SrKZUH WWW M-W Um den neuen Zaren. Bon E. v. Ungern-Stemberg. 3m T-rvhnen und Prasseln der niederstürzen- ben Trümmer des alten Rußland konnte man stets ein Leitmotiv, das Heulen asiatischer Horden. heraushören, bie bie Ueterlagerungen mehr- hundertjähriger westlicher ÄulturDerfcincrungen zu zerbrechen unb abzufchutteln trachteten. Sie Ausklügelungen des Bolschewismus rankten sich zwar am Marxismus empor, besten Lehren die flugcn Führer als neue Religion hinzustellen verstauben, in Wirklichkeit aber wurde der eingeschlummerte Geist des Tartarentums dadurch geweckt. So ist denn im Laufe der letzten sieben Jahre allen freiheitlichen Erlöser- Phrasen zum Trotz eine rein asia tische Despotie entstanden, zu der der offizielle -2,ttel einer Arbeiter- und Dauernrepublik nur schlecht paßt: es sei denn, bah man Arbeiter und Dauern als Objekt ber heutigen Kremlherrschaft betrachten will. Gewiß hat auch Peter ber Große fein Volk nicht mit Samtöänden ungefaßt, als er es mit Gewalt in europäische Dahnen hinein- zwängen wollte, unb. wie er sich ausdrückt, durch bie Gründung von Petersburg ein Fenster nach dem Westen öffnete. Doch grausamer waren die Taten eines Iwan des Schrecklichen, der seine Oprllschnicke aus demselben Kreml auf das Volk loslieh. aus dem jetzt bie Tscheka ober bie Gepe-u ihre Befehle erhall. Aber der blutige Henker Iwans bc» Schrecklichen. Mujuta Skurarow. tr-ar sanftmütig im Vergleich zu Dfhershinsky ober Peters, - denen Menschenleben nicht mehr wie ein Strohhalm gelten, und bereu Taten Rußland in Blut ersäufen. Es ist aber an sich ein Unbing, das alle, heilige Rußland der Großfürsten von Kiew unb Moskau und ber Zaren mit dem Eowjetrußland von heute vergleichen zu wollen Die Zaren bändigten die wilden Instinkte bed Dolles, chre Willkür erkannten sie selbst als Sünde uno Verirrung. Selbst 3wan der Schreckliche oerbra^te ganze Dächte in Buhe nd Geißelungen und Robespierre ober Mussolini? Bon unserem römischen H--Aotrefbonbenteu. Rom. 24. Januar. Den Kopf schon in der Schlinge, ^^ sich TRuffoltni mit einer Kraft unb einer Geschick! cch- flrtt herauSgezogen. die beide Lafsowerser airer- r-nnen muffen. die Opposition unb der rabifalc Faszismus. Denn beide hat der Ruck zu Boden geriffen. Bis sie sich wieder erhoben haben, wird wenigstens das im Lande herrschen. was nwn am besten als amtliche Ruhe bezeichnet. Sie wird durch den nollfommenen Mangel an An- griffen gegen die Regierung Urtb ba» fasztststche System, durch das Fehlen leglicher Berrchtersta - Ung über blutige politische Eretgnrsfe. durch die mrkuslöwenhafte Zahmheit der Presse (nrigetoic- Fen. Man hort überhaupt nur noch eine Strmme. die faszistische folglich müssen alle damit zufriedensein. Dür die ZeitungSverkäufer knurren, wenn efc keiner sieht. Wovon sollen wir denn leben, schließlich wird man außer den Zeitungen uns selber sequestrieren I Bolschewiken vorbereiteten. Der russische Bolschewismus mit feinen asiatischen Horden kann aber nur auf einen vollen Sieg rechnen, wenn er ebenso wie Dschingischan alles zerstörend vorwärts bringt und die niro- päische Kultur über den Hausen rennt Aber der Weltrevolution ist vorläufig Einhalt geboten. und fo kommt denn auch das ZerstörungS- werk in Rußland selbst zum Stocken. Mit bi Stockung ab.r kommen die Besinnung unb die Sehnsucht nach Reinigung unb Heiligung nach all den verübten Greueln. Die M llionen von Dauern, die das wirkliche Rußland bi.den. stehen ihren komm mi tischen Despoten gleichgültig ober feindlich gegenüber und die entwurzelten Herr- e Le- ifit bie iden im itfjelen. ivcst ö’ss Fabrik Co. .Main- hwerer Titustag.r^an,. lande noch in Rußland, kümmert f ich um sie. Die Semofratie aller Schattierungen mit ihrem republikanischen Einschläge, tut dem 3arcng*» danken in Rußland keinen Abbruch mehr. Erschien der Zarengedanke vor wenigen Monaten noch als ein Traum, als eine Sehnsucht, an deren Erfüllung man kaum zu glauben wagte so sind inzwischen Ereignisse cingctieten. die dem Zarcnmanisest Kyrttls eine toeit ernstere Bedeutung geben. Die westliche Welt ift^ber Bolschewiken müde geworden. Unter der Führung Englands hat sich vom Balkan bis hinaus nach Finnland eüie antibolschetoi- kische Front gebildet, die fick wie ein eiserner Ring um ben roten Kreml zu legen droht. Die Reste der Zarenarmee, die sogenannten Wränget- truppen, die in Bulgarien und in Zugoslawren interniert sind, werden ausgerüstet und mobilisiert unb sollen dem rumänischen Heere alS ein besonderes Korps einverleibt werden, benn. wenn die Anzeichen nicht trügen, so wird ber stärttte Druck gegen Sowjetrußland im Südosten, in Bessarabien, erfolgen. Diese Armee aber ist dem Zaren Treue unb Gehorsam schuldig. Auch Geldmittel sind Großfürst Kyril! in den letzten Wochen zur Verfügung gestellt worden. Die Grohsürstin-Zarin Viktoria unternahm kürzlich eine Reise in bie Vereinigten Staaten von Dordamerika. Sie wurde von der amerikanischen Gesellschaft mit großen Ehren empfangen unb Deuyorkei Bankiers, mit Ford an der Spitze, stellten ihr für antibolschewillsch« Zwecke einen Kredit von zwei Millionen Dollar monatlich zur Verfügung. So geben beim jetzt mächtige Einflüsse von der Person des neuen Zaren aus. deren Auswirkungeii sich heute nicht bestimmen lasten, unb bis zum großen Teil sehr geheim gehalten werden. Es ist zu früh. Hoffnungen ober Wünsche auszusprechen, sollte aber im F übjahr ein crnster Vorstoß gegen den Bolschewismus erfolgen, fo würde das zum wichtigsten Ereignis unserer Zeiten werden, von ein- schneidendster Bedeutung für die Entwicklung Europas. Sollte sich der russische Adler wieder erheben und das Danner des Hettigen Georg wieder wehen, so würden auch anbere Völker, die in den Abgrund gesunken sind, auf eine Wiederauferstehung hoffen dürfen. Um den neuen Zaren webt bas Schicksal. Ob ihn die Wogen des Weltgeschehens auf die Höhe zur (Sonne erheben, oder in ber Dranbuna versinken lassen werben, ist bem Heute noch verborgen. auseinander getrieb. immer ausgespielt. JpR Gteßen ■ Januar .......... ES Ist auf die Dauer langweilig, gegen offene Türen anzurennen. SS ist angesichts ber kamps- teg erigen Zuschauerinnen etwas penibel, im Par- tcrm>nt Immer mit geballten Fäusten auf nicht- oorhanbene Gegner einzubringen. Mussolini hat nut herkulischer Gewalt ein mächtiges Loch ins Wasser- gemacht - was soll das? Dein, btc Laizisten sind, wie gewisse „Sieger“ mit Versailles, unzufrieden mit ihrem Erfolg. 3u einer richtigen Gloire gehören rauchende Städte, ber Vormarsch auf feindlichem Boden, der Einzug durchs Brandenburger Tor und wie es halt so die alten Kriegsgemälde zeigen. Unb zu einer richtigen Revolution gehören nicht minber fmn- fdllige Attribut«. Wen aber soll die fcconba onbata. die zweite Welle begeistern, wer an sie glauben, wenn man dem Gegner nicht einmal fie Zunge läßt, zu schreien? Schon der erste Tagesbericht des Imrenministers F e d e r z o n i wußte von einer geradezu feldherrnmähigen Deute Au berichten, von 687 Haussuchungen. 125 aufgelösten Verbänden, ungezählten politischen Vcr- Haftungen unb so weiter, aber was ist das? Man beengte den mächtigen Frontlämpferbund ..F'eies Italien“, man entzog ber Freimaurerei mit einem Federstrich den Boten ober stellte wenigstens sämtliche Beanrte des Reiches vor die Wahl. Den Logenbruder an den Dagel zu hängen oder Selbstmord zu begehen, aber kann man deswegen Viktoria schießen? Gewiß, in Florenz, in Pisa, in Arezzo loderten die Flammen znm Himmel unb säuberten Ströme von Schwarzhemden die Straßen, aber hat nicht derselbe Minister- Feder- (pni vor der Kammer erklärt, gegen diele Foszistcn würde gesetzllch oorgegangen werden? Hat nicht Mullolini trotz deutlicher Warnungen feine antt. faszistische Wahlreform durchgedrückt, indem er einfach Disziplin forderte? Was soll überhaupt dieses zweideutige Liebäugeln mit dem Parlamentarismus? Parlamentarisch betrachtet, ergibt sich nämlich, wie hier eingeschaltet werden mag, folgendes Bild: ihn den Aventi zu versöhnen, hatte Mussolini die Rückkehr zum altengiol it t1 a - nischen Wahlsystem angekündigt. Obwohl das ein unbegreiflich weitgehendes Opfer erschien, denn das hieß seinem eigenen Geschöpf, dem er selber ein mindestens fünfjähriges Leben vor- ausgesagt hatte, den Hals umdrehen und einen Aufruhr der Prätorianer- heraufbe'chwören, wies die Opposition bie Wahlreform als Danaergeschenk ab. Darauf steckte der Diktator den Zucker ein und zeigte (in Wirklichkeit unter dem Druck der revolutionären Faszisten l die Peitsche: Seine mrtiparlamentarische Rede vom 3. Januar, mit der er die Verantwortung für alle borge* tommenen Gewalttätigkeiten übernahm, leitete die rtoeiie Revolutionswell' ein unter ber Losung: Gewalt! Der Befehl wurde ausgeführt. Als Folgeerscheinung ergab sich der neuerliche Ab- mll ber mit der Wahllesormankündigung zurück* aewonnenen Rechtslibera en, die Herausbildung ■. einer geschlossenen Opposition nun auch innerhalb beß Rumpfparlament s. ber Zufanrmrnsh.üß ber brei namhaftesten Politiker des Landes, ber früheren Ministerpräsident?n Diolitti, Orlando unb 6 a l a n b r a. Dieser Dreibund bezog sofort Front» ellrmg gegen die Regierung unb lehnte btc Wahlvorlag cab. indem er sich dem Mißtrauen ber Adventinisten anschloß. Alle Richt- aszisten. heißt das, sehen in der Reformankün- bigung n u r einen Kniff, und kamen die Deu- loahlen je zustande, so würden sie unter den gegenwärtigen Umstänten nur den Deckmantel für bie Vergewaltigung der Stimmberechtigten abgeben. Habe man es doch in diesen Tagen bereits erlebt, wie alle jungen Manner in einer gewissen Stadt mit Gewalt in die faszistischen i Reihen g'preßt wurden. Die Opposition beschloß daher. Wahlen unter einem Mussolini überhaupt zu ignorieren. Auf der anderen Seite rührten sich die radikalen Faszisten. Daher erklärte nun Mussolini kaltblütig am gleichen Tage, da er fern laizistisches Parlament die Vorlage anzunehmen hieß, mit der Annahme der Reform fei nicht gefagt. daß nun auch gleich die Wahlen flott» finden müßten. Das habe Zeit, im Herbst wel- leicht oder im nächsten Jahr. Man dürfe doch das Anno Santo nicht stören, beeilte 1 ich die ministerielle Presse hinzuzufügen. Es hegt auf ber Hanb, daß man nun in beiden Lagern nutz - trauifd) werden mußte. Wo will Mussolini eigentlich hinaus? In diesem kritischen Augeirblick retteten ihm wieder die ehrlichsten Politiker die Situation, die Kommunistc.r, Mit der ihnen eigenen Pßffrg- keit drückten sie ihni die Waffen in die Hand, die er brauchte. Erschienen plötzlich im Rumpfparlament und gaben die Erklärung ab. das Proletariat rüste, um mit Waffengewalt die Regierung an sich zu reißen. Der «Sturs des Faszismus bedeute auch den Tod des Bürgertums. das unverzüglich vor das revolutionäre Tribunal geschleppt würde. Ein kalter Schauer faßte den Bürger an. 6o also war es gemeint? Dun. bann lieber noch Faszismus als Bolschewismus! Die Faszisten schlugen sich auf die Schenkel vor Befriedigung und setzten sofort eine Dankadresse an bie kommunistischen Kollegen auf. in der ihnen bie Anerkennung dafür ausgesprochen wurde, daß sie wieder im Parlament einzogen unb damit lich in den Dienst für« Vaterland stellten. Unter fcen Harmlosen, die die blutige Ironie nicht i-tretet Äffe KL Mm W mit bet Kundschaft inDon 3uma ber fButea? ?« fofort gesucht Auri ote mit Lebenslauf unl ■"unter 8320 an den ■ Wiger erbeten. °Ane Iln'° wünfid' die Bekaniitlchaii cmes foL felngcbilt Herrn, Ausg. üjtr, zwecks späterer Heirat Mül näh. Umgeb.! in. u.81 anHerfo, Mittelb. Annoncen- Eiv., Girlien. 1856h . TulaMnm i Weite Hl (Ctatelaine) ti am iLamSiag ver> El loten. Gegen Ae- El lobnunfl abzugebei tl beim PfSrtnrr der । r Lbrenklinik. ■1 Hessischer Landyemeindelag Kreisverein Schotten. b. Schotten, 24. Ian. Der Kreisverein Schotten des Hessischen Land- gemein detags hielt heute im hiesigen Rat- >aussaal seine Hauptversammlung ab. Dach ber Begrüßung burch den Vorsitzenden, Bürgermeister dengel. Schotten, unb nach Erledigung gcschästlicher Angelegenhetten ermattete ber Vorsi-.ende Bericht über die Bedeutung und bie seitherige Arbeit des Hessischen Landgemeindetags Er bildet die Vereinigung aller hessischen Landgemeinden, 96? an der Zahl, mit 910 000 Einwohnern. Die hessischen Stabte (9) mit einer Einwvhnerzcthl von 331 000 sind im Hess, ©täbtetag organisiert. Der Hess. Land- gemetnbetag bezweckt unter Ausschluß jeglicher parteipolitischer Bestrebungen die Wohlfahrt und bie Interessen ber Landgemeinden au pflegen, sich vor allem auch gebührenden Einfluß auf dem Gebiet der Gesetzgebung unb Verwaltung zu sichern. Er ist dem großen deutschen Landgemeindetag an- gegliedert. Er unterhält in jeder Provinz einen Provinzialverband, ber sich wieder in bie Kreis- verbanbe gllcbert. Alljährlich findet bie große Dertreterversammlung des Hess. Landgemeinde- tags statt Kleber diese Versammlung, die Mrzlich in Frankfurt abgehalten wurde, unb über die dort gefaßten Befchlüsse erstattete der Vorsitzende Bericht. Eingehender sprach er über die große Bedeutung und die Wirksamkeit des Provinzialverbands der Provinz Oberhessen. der den oberhessischen Gemeinden näher liegt, der dank der ausgezeichneten ßcitung (Vorsitz: Dr. Diepot h-Schlih> für die oberhessischen Gemeinden von außerordentlicher Wichtigkeit ist und schon viele Erfolge erzielt hat. Um einiges aus der großen Arbell des Verbandes hervorzuheben: Gegen die geplante Aufhebung von U".tererhcberstellen sowie PvsthilsS.teilen hat er scharf protestiert. Der Versuch, die Bürgermeistereien zu Steuerauskunftsbureaus unb ©teuer« spiheleien auszunuhen. ist zurückgewiesen worben. Von der Hess. Staatsregierung ist verlangt worden. daß der Landgemeindetag vor allen wichtigen Gesetzentwürfen gehört wird. Mil der bevorst eher den Derwaltungsreform. mit den Gesetzentwürfen über den Uebergang ber Kreisstraßen aus Staat ober Provinz hat man sich eingehenb beschäftigt. Die Frage ber Fürsorge für mittellose TDanberer, die immer mehr zu einer Landplage werden, wurde behandelt Als gemeinsame Zeitschrift soll die . Zeitschrift für Staats- und Gerneindeverwaltung" nähe-? ausgebaut werden. Besonders eingehend wurden stets die 6teuerfragen behandelt, bie ja das Rückgrat der Gemeindeverwaltungen bilben. — Eine lebhafte Aussprache, an der sich auch Kreisdireltor Geh Rat Doeckmann beteiligte. schloß sich an die Ausführungen. Es tour den Beschlüsse dahin gefaßt, an maßgebender Stelle au protestieren gegen die unerträgliche Steuerpolitik, gegen die überaus hohen staatlichen Forstverwaltungsabgaben, gegen den hohen Stempel, den der Hess. Staat bet Bürgschaftsleistungen sHolzkäufe aus staatlichen Waldungen) verlangt, gegen die Verpflichtung der Landwirte, ihre Wagen unb dergl. Meßgeräte, die bei Verkaufen ja nie benutzt werden, zur Eichung zu bringen. Eine Versammlung des Dü rgermeister,- vereins deS Kreises Schotten war mit obiger D rsammlung verbunden An Stelle einiger ausg'schiedener Mitglieder wurden Bürgermeister Krauß, Wetterield. und Bürgermeister Appel. Ulrichstein, in den Vorstand aewähll. Die Versammlung nahm scharf gegen den auf bem Land schon jetzt wieder eintet)enben Unfug Stellung, auf Kosten der im Sommer stattfindenden Gemeinde-Dürgermeisterwah- len Trinkgelage zu veranstalten. Das Dur- gemeiner amt fei unb bleibe ein Ehrenamt und fei nicht durch Geld Trinken und Essen erläuf- Üch. Der Dürgermeisterschild bleibe blank und rein scher von heute versuchen vergeblich, sie für sich zu gewinnen. Zur llmkehr braucht das nüijt- bolschewistische Rußland einen Führer, einen durch Rom. vom In Gott gesalbten Zaren unb vom bie Tradition geweihten Erlöser. Die Sehnsucht nach bem gottgesalbten Zaren schlummert in den meisten Herzen, aber bie Furcht vor ihm ist fast ebenso groß, denn der Zar könnte bie begangenen Missetaten bestrascm. — Von ber Zarensamilie der Roman ows haben neben ber greifen Kaiserin Mutter Maria Feodorowna. d'e in ihrer Heimat Dänemark lebt, sechzehn Großfürsten unb Großfürstinnen bie Katastrophe der bolschewikifchen Revolution überlebt. Von ihnen sind bie Bekanntesten ber Obrrbesehlshaber aus bom Weltkriege Dicokai Dikolajew.ttch unb die Großfürsten Dimitri Pawlowitsch unb Kyrill Wladimirowitsch. Letzterer ist mit ber Prinzessin Di ktoria von K o b u r g , ber geschiedenen Gattin des Groß- Herzogs von Hessen, ber Schwägerin der ermordeten Zarin, verheiratet. Kyrill Wlabi- m i r o w i t s ch hat sich nun, tote bekannt, als ber älteste überlebende Romanow, nach dem russischen Thronfolgerecht, zum Zaren von Rußland prell miert und fernen Untertanen Treue unb Gefolgschaft auf erlegt. Das Manifest erregte unter ben drei M llionen Emigranten begreiflicherweise großes A.ifsehen. wurde aber im Ucbr gcn von ber Öffentlichkeit nicht besonders ernst genommen unb ein wenig Operetten- haft befunben. Der neue Zar verteilte Chargen unb Würden, ernannte Gouverneure — unter anderen wurde ein früherer General, der eben joeribi« I u]jc[oöratnin3ritien WM. Mittwocb.^Jm abbo. 8 Ubr, hnbei jmSimIaald-Reitl' ayniNliiiumk gnno i'ubwigiriiem ynMallullgiliM " Wir bitten um W Holunder uoL mck' emiicldit W|eb^ Aus Natur und Technik. aussieht, wie er von immer mehr ansteigenden Diesen Fehler vermeidet nun der Sie- nach sino. / b 3 e Antrieb, noch heute so fang an toor. So große Dienste aber auch der Hughes- Apparat geleistet hat — er arbeitete auf den unten in senkrechten Reihen abzulesen b ist also z. D. 4---1---. Ziffernweiß 4 -j- ? - . - r 1 i n V a Jedem Buchstaben ist. wie bei der Schreibmaschine. ein weiteres Zeichen zugeordnet, das nebenstehend über dem zugehörigen Buchstaben steht. Durch vorheriges Geben drs Zeichens „ Buchstabenweih" erzeugt man Buchstaben. durch Geben des Zeichens „Zifserweiß" solange Zeichen oder Ziffern, bis man durch das Zeichen „Buch--- stabenweih" wieder auf Buchstaben umgeschal- M hat. .Ter Siemens-Schnelltelegraph kann auf diese Weise bis zu tausend Buchstaben in der Minute geben. Selbstverständlich kann aber kein Mensch von Hand so schnell arbeiten. Die Buchstaben Der Ziemens -Zchnelltelegraph. Bon Wax Fischer. Wenn man vom Telegraphieren hört, so denkt man unwillkürlich an die Erfindung des seligen Samuel Morse. Bei seinem Apparat werden bekanntlich durch taktmäßiges Rieder- drücken einer Hanbtaste auf einem durch ein cklhr- werk bewegten Papierstreifen Striche und Punkte erzeugt. Bis zu vier Zeichen braucht man dabei für einen Buchstaben, der Erfolg davon ist: Es geht langsam, sehr langsam. Spater machte man sich vom Ablesen der Papierstreifen frei und nahm die Zeichen mit dem Ohr nach dem Klappern des Apparats auf: so entstand der sog. Klopfer, ein durch seine Einfachheit idealer Telegraphenapparat, denn er besteht nur aus einem Elektromagneten mit darüber angebrachtem Anker. Der Klopfer arbeitete schon etwas schneller, aber immerhin noch langsam, und es blieb der Aachteil bestehen, daß das eingehende Telegramm von einem Menschen handschriftlich nie» dergeschrieben werden mußte, was gewöhnlich mit Blaustift geschah. Das Streben nach einem Apparat ist daher begreiflich, der die Rachrichten gleich druckte und so die menschliche Arbeit des Diederschreibens ersparte, außerdem aber auch die Leserlichkeit der Telegramme von der Gute der Handschrift unabhängig machte. Der Hauptvertreter dieser Art von Apparaten ist der von Hughes geworden: er liefert die bekannten, auf die Telegrammvordrucke aufgeklebten bedruckten Streifen. Der Hughes-Apparat ist so eingerichtet, daß der sendende und empfangende Apparat gleich schnell umlaufen, und zwar so, daß das a auf dem Typenrad des einen genau dann unten ist, wenn es beim andern auch unten ist. Wiick> nun beim Sender beispielweise die Taste a gedrückt, so hebt sich der dem Buchstaben a entsprechende Stift aus einer Reihe kreisförmig angeordneter Stifte und ein im Gleichmaß der Typenrädcr über den Stiften umlaufender Arm sendet einen Strom» stoß in die Leitung, wenn die Buchstaben a auf beiden Thpenrädern gerade den untersten Punkt durchlaufen: ein Elellromagnet schlägt in diesem Augenblick am gebenden und am empfangenden Apparat den Papierstreifen gegen daS a und druckt es auf dem Streifen ab. Der Apparat ist also auch recht einfach: er zeichnet sich vor ähnlichen Erfindungen vor allem dadurch aus. daß er keine der dem Techniker so bekannten Kinderkrankheiten gehabt hat. sondern, abgesehen vom Ersatz des Gewichtsantriebes durch den elektrischen S>oy>tlimen mit ihrem Verkehr doch auch noch zu langsam, wenn er auch gegen die vierhundert Wörter des Morseapparats imo die sechshundert des Klopfers zwölfhundert in der Stunde zu befördern gestattete. Das kommt daher, daß der Stromstoß, der zum Abdrucken eines Buchstabens erforderlich ist. auf langen Leitungen, namentlich aber auf Kabeln, verflocht und länger wird, so daß man die Geschwindigkeit herabsetzen muh. um nicht fortgesetzt falsche Buchstaben zu erhalten. mens-Schnelltelegraph dadurch, daß bei ihm während der ganzen Zeit, wahrend der Än Telegramm gegeben wird. Strom fließt: Freilich nicht Gleichstrom. Vielmehr wird der Strom» kluß während einer cklmdrehung des Typenrades in fünf gleiche Teile geteilt: aus biefen Fünfteln werden durch Zusammenstellung negativer und positiver Ströme die Buchstaben und Zeichen bestimmt. die wiedergegeben werden sollen. Unten« stehend sind einige Buchstaben als Beispiele abgebildet. wobei die Buchstaben von oben Der Zchöpfer der EleModtMM (Zum 15 0. Geburtstag Ampöres, am 2 2. Januar.) Das Wort „Am PL re" als Maßeinheit elektrischer Stromstärke ist jedem Fachmann geläufig. Weniger bekannt dürften die Lebensschickialc deS Mannes sein, dem zu Ehre'., im Jahre 1881 der internationale Elektriker-Kongreß in Paris diese Bezeichnung geschaffen, hat. Andrä Marie Ampere wurde am 22. 3an. 1775 bei Lyon als Sohn eines ehemaligen Geschäftsmannes geboren, der im Augeirblick der Revolution das Friedensrichteramt in seiner Gemeinde bekleidete und im Jahre 1793 die Vor-- leidigung seines Heimatortes gegen die Truppen bcS Konvents leitete. Am 24. Dovember büßte er dies auf der Guillotine. Vor seinem Tode richtete er an feine Frau einen Abschiedsbrief, in dem er über Andre Marie die prophetischen Worte aus- spricht: ..Was meinen Sohn angehet, so gibt es nichts, das ich nicht von ihm erwarten dürfte." In der Tat hatte dieser bereits in ungewöhnlich jungen Zähren ein hervorragendes Interesse für Mathematik, Literatur und Philosophie gezeigt und auf allen diesen Gebieten früh Erfolge aufzuweisen. Das furchtbare Schicksal des Vaters versenkte den ohnehin überaus empfindsamen Jüngling in tiefe Melancholie. Erst nach Jahren trat eine Aenderung ein; auf einem Ausflug zum Zweck des Botanisierens traf er am 10. April 1796 Julie Carron. die die große Leidenscha seines Lebens wurde. Dem Leben wiedergewon ■ neu, führte er jetzt ein Tagebuch feiner Liebe, werden deshalb nicht wie beim Hughes-Apparat von Hand auf einer Tastatur gegeben, sondern auf einer Art Schreibmaschine in einen Papierstreifen gelocht, wobei an Stelle der —Zeichen Löcher entstehe'-, an Stelle der -s-Zeichen aber keine Löcher. Das Wort „Berlin" mit einem Punkt dahinter sieht z. B. auf dem Streifen so aus. wie es untenstehend abgebildet ist. Die Meinen Löcher am oberen und unteren Rande des Streifens dienen zu seiner Fortbewegung durch eingreifende Zahnräder. Der Streifen wird dann in den Sender gesteckt und telegraphiert sich in diesem selbsttätig ab, indem die Rasen von Ziffernweiß fünf nebeneinander liegenden, etwas gestaffelt angeorkneten Hebelchen beim Einfällen in die Löcher negativen, sonst aber positiven Strom senden, wobei jeder Buchstabenzwischenraum wegfällt. Das Wort „Berlin" mit einem Punkt dahinter geht also so über die Leitung: H---1— - - - —H- t + + - - - - - - 4- —H + + + --F 4“ + + “ — — — + — — + *r Wenn man das sieht, so sollte man denken, das müsse schauderhaft lange dauern — tatsächlich dauert es aber keine Sekunde, bis alle diese Zeichen über die Leitung gelaufen sind. Auf der empfangenden Seite stellt jedes Stromsünftel einen von fünf Umschaltern (Relaiszungen) je nach seiner Richtung nach rechts oder links. Fünf ilnifd;alter können aber in ihrer Gesamtheit zweiunddrcißig St (hingen entnehmen, nämlich 25, denn wenn der erste links liegt, kann jeder von den vier anderen rechts oder links liegen usw. Wenn die fünf cklmsch alter wahrend einer Umdrehung des Typenrades eingestellt sind, so wird während der nächsten der durch ihre Stellung bestimmte Buchstabe einen ganz außerordentlich kurzen Stromstoß abgedruckt. Da nämlich die Buchstaben des umlaufenden Thpen- rades ungefähr zwei Meter in der Sekunde zurücklegcn, würde der abzudruckende Buchstabe schon um zweizehntel Millimeter verwischt werden. wenn er auch nur den zehntausendsten Teil einer Sekunde mit dem Papier in Berührung bliebe. Es wird übrigens durch besondere Maßnahmen jede Llmdreyung des Typenrades zum Abdruck eines Buchstabens ausgenuht. Bedingung ist selbstverständlich genauer Gleichlauf des Empfängers mit dem Sender. Während dieser Gleichlauf beim Hughes-Apparat durch ein mechanisches Mittel — eine Fliehkraftbremse — erzielt und durch die eintreffenden Buchstaben mechwrisch berichtigt wird, erfolgt die Erzielung und dauernde Berichtigung des Gleichlaufs beim Siemens-Schnelltelegraphen „natürlich" elektrisch. Der Empfänger liefert aber nicht nur Druckschrift auf Papierstreifen genau wie der Hughes- Apparat. sondern auf Wunsch auch dieselb. n Lochstreifen, wie sie der Sender beim Abtelegraphieren „aufgefreffen“ hat — das ist tatsächlich der Eindruck, den man beim Zusehen hat —. Dadurch erspart man das cklmtelegrap hieran von Hand: Man steckt einfach den empfangenen Lochstreifen wieder in einen Sender und gibt das Telegramm so weiter. Bei der Verwendung des Apparates zur drahtlosen Telegrammübermittlung tritt an Stelle der -j-Zeichen eine Pause von entsprechender Länge, während nur für die —Zeichen Wellen gesandt werden. Ebenso wird bei der Tonfrequenz- telegraphie verfahren. Dabei wird auf Fernsprechkabeln an Stelle der —Zeichen ein bestimmter Ton gesandt, und man kann auf einer einzigen Doppelleitung mit sechs verschiedenen Sendern, von denen jeder mit einem anderen Ton sendet, sechstausend Buchstaben in der Minute senden. Sogenannte Siebe weisen jedem Empfänger seinen Ton zu und halten die anderen Töne von ihm ab. Der Siemenslochstreisen wird neuerdings auch zur Bildüberlragung mit den Schnelltelegraphen benutzt. Dabei wird der Helligkeitsgrad der einzelnen Bildpunkte, in die das Bild aufgelöst wird, durch buchstabenähnliche Lochzusammenstellungen übermittelt. Aus der Emvfangstelle erscheint dann an Stelle der Druckschrift das Bild. Der Siemens-Schnellte.'egraph eignet sich selbstverständlich nur für Linien mit starkem Verkehr-, für diese ist er aber der König der Telegraphenapparate. Bald wird man soweit fein, baß sie nach Art einer Schreibmaschine von Hand das rührende Einblicke in sein tiefes, reines Seelenleben gewährt. Aber er war arm, auf die geringen Einkünfte aus mathematischen Preisarbeiten angewiesen, und erst am 6. August 1799 konnte er mit Einwilligung dec Eltern Julie heimsühren. Ein Jahr höchsten Glückes folgte. Da wurde Ampere als Professor der Chemie und Physik an die Zentrallehranstalt des Departements gerufen und von der geliebten Gattin getrennt. 1804 wieder nach Lyon versetzt, traf ibn der furchtbare Schlag: Julie starb am 13. Juli an der Schwindsucht. Die melancholische Neigung seines Wesens trat von da ab verhängnisvoll hervor, zumal eine um seines Kindes» willen 1807 eingegangene zweite Ehe schon zwei Jahre später nach einem häßlichen Scheidungsprozeß auseinander ging. Freudlos lebte der unglückliche Mann dahin, nur in philosophischen Disputationen mit Männern wie Maine de Bi- ran. Cabanis. Tracy eine Unterhaltung findend 2ln äußeren Ehren fehlte es ihm nicht: 1803 wurde er Generalinspektor der ilniöerfität von Frankreich, 1814 Mitglied des Instituts. — Europäische Berühmtheit gewann der Gelehrte durch feine 1820 auf Grundlage der Forschungen Oehr- iteds gemachte Entdeckung des Gesetzes der elektromagnetischen Anziehung. Durch feine Studien über die gegenseitige Beeinflussung zweier Ströme nach Richtuna und Intensität wurde er der Schöpfer der Elektrodynamik: die Ampöresche Tafel toirb noch heute zu den entsprechenden Beobachtungen gebraucht. Am 10 5 1836 starb er auf einer Inspektionsreise bedienten Sender kleinerer Orte den großen Tele- ?raphenäintern auch gleich Siemenslochstreifen iefern und auch ihrerseits statt des Gebens von Hand mit Lochstreifen „gefüttert“ werden können, die auf einem Schnelllelegraphen angekommen sind. Dadurch werden in kommender Zeit das langwierige Ilmtelegraphieren von Hand und die damit durch das Einschalten von Menschen bedingten Telegraphierfehler so gut wie ganz verschwinden. Freilich so einfach wie der alte ehrliche Morse sind solche neuzeitlichen Apparate nicht mehr: Aus einem kleinen bescheidenen Ahrwerk mit einem einzigen Elektromagnetchen. das von einigen galvanischen Elementen erregt wurde, ist eine große, stolze, aus dem Starkstromnetz gespeiste Maschine mit Elektromotoren, umlaufenden Armen. Relais und Kondensatoren geworden — aber das ist eben zur Bewältigung des Verkehrs genau so notwendig wie der Ersatz der engen Postkutsche durch den geräumigen v-Zug mit einer gewaltigen Turbinenlokomotive von zweitausend Pferdestärken, die ihn künftig schneller als im Hundertkilometerstundenmaß von Stadt zu Stadt eilen läßt! Was bringt die Technik 1925? Bon Dr. Helmut Thomasius. Das Jahr 1925 fällt in einen Zeitraum technischer Hochspannung. Der bekannte Physiker Rudolf M e w e s hat in gründlichen Untersuchungen dargelegt, daß es im Geben der Menschheit sogenannte „Geistesperioden" gibt und hat des weiteren, indem er bei seinen Forschungen bis an die Grenze des geschichtlichen Zeitalters zurückging, die Theorie auf geteilt, daß diese Perioden höchster geistiger Leistungen mit gewissen Veränderungen auf der Sonnenobcrfläche zusammenfallen. Sie dauern im allgemeinen elf Jahre, worauf ein weiterer Zeitraum von elf Jahren kommt, während dessen die geistige Leistung bis zu einem Minimum ab nimmt. Daß ein enger Zusammenhang zwischen Sonnenflecken und erdmagnetischen Strömungen vorhanden ist, wurde schon längst nachgewiesen. Ob nun aber die Veränderungen der erdmagnetischen Strömungen auch die menschliche Geistestätigkeit in günstigem oder ungünstigem Sinne beeinflussen vermögen, bedarf noch der Aufllärung. Sei dem wie ihm wolle: An der Tatsache kann nicht gezweifelt werden, daß wir uns gegenwärtig in einer Periode technischen Aufschwungs befinden, dessen Kurve vielleicht im Jahve 1925 ihren Kulminationspunkt erreicht. So darf man also diesem Jahre mit berechtigten Hoffnungen entgegensehen. Der Erwartungen gibt es ja gerade auf technischem Gebiete wahrlich genug! Im Vordergründe des Interesses steht gegenwärtig in alten Ländern der Welt das Problem des Fernsehens. Mit Silfe der elektrischen Wellen ist es uns im Jahre 1924 gelungen, die menschliche Stimme über die Weite des Ozeans hinüber zu senden und sie in fremden Erdteilen vernehmbar zu machen. Wird es uns im Jahre 1925 glücken, auch unseren Blick in solche Fernen zu richten und Vorgänge im vollsten Sinn des Wortes „mit eigenen Augen" zu verfolgen. die sich in den Großstädten Amerikas, in den Wüsten Jnnerasiens oder im australischen Buschland abspielen? Schon 1924 verging kaum eine Woche, wo nicht irgendeine Zeitung^ in erster Linie natürlich eine amerikanische, die Rach- richt brachte, daß es diesem oder jenem Techniker gelungen fei, die Frage des Fernsehens zu lösen. Allüberall, in Deutschland, in Italien, in Frankreich. in England, in Amerika beschäftigen sich die hervorragendsten Techniker. Männer mit glänzendem Ramen, mit dieser Frage. Jeder Tag. jede Stunde kann die Erfüllung bringen, ja noch mehr: diese Frage ist eigentlich schon gelöst. Sie stellt gegenwärtig weniger ein technisches, als vielmehr ein finanzielles Problem dar. Ein gewaltiger und kostspieliger Apparat ist nötig, ein Apparat, der Taufende von elektrischen Wellen verschiedener Länge gleichzeitig aussendet. In dem Augenblicke, wo die Summen zum Dau dieses Apparates zur Verfügung stehen, dürften wir imstande sein, Vorgänge im gleichen Augenblick zu beobachten, in dem sie sich an einem weit entfernten Orte abspielen. Wenn also im Jahre 1925 eines „Medicäers Güte" der Technik leuchten wird, dann wird dieses Jahr in ihrer Geschichte auf ewig eine ruhmvolle Rolle spielen. Die Annalen werden melden, daß in ihm das Fernsehen zur Tatsache wurde! Wie men sieht, wird das Fernsehen nur durch die Fortschritte der Radiotechnik ermöglicht werden. Diese Fortschritte werden sich aber, und zwar voraussichtlich im Laufe des Jahres 1925, auch nach verschiedenen anderen Richtungen auswirken. Vorbereitungen sind im Gange, die es ermöglichen sollen, amerikanische Sender auch in Europa vernehmbar zu machen. Man kann die Pariser Oper bereits in London abhören. Davon Rauen täglich ausgesandte Zettsignal dient dazu, um im Sudan die ilbrcn der dort befindlichen Forschungsexpeditionen richtig zu stellen So wird es voraussichtlich im Jahre 1925 dazu fommmen, daß ein einziger Mann imstande fein wird, zu der ganzen Menschheit zu sprechen, und daß ungezählte Mlllionen von Hörern seinen Worten lauschen. Ein Austausch von kulturellen Gütern wird unter Vermittlung der elektrischen Wetten stattfinden, wie ihn selbst die Erfindung der Duchdruckerkunst nicht hervorzubringen vermochte. Die literarischen und künsfler schen Leistungen eines jeden Volkes werden allen andern Völkern in einer Weise Angängig gemacht, die in bezug auf Llnmittelbarkett nicht mehr übertroffen werden kann. Eine einzige elektrische Welle wird um den ganzen Erdball Herumfluten und alle illjren richtig stellen. Kein Ort mehr auf der ganzen Welt, der nicht an "Den oegjiungen der Kultur teilnehmen konnte. Im Eise der arktischen Meere, im entlegensten Gebirgsdorf, in der Wette des Ozeans wird man den Stimmen der bedeutendsten Gelehrten, wird man den berühmtesten Sängern, wird man den Klängen der schönsten Opern lauschen. Die Fesseln aber, die Raum und Zett der Menschheit auferlegten, dürften sich gerade im Jahre 1925 in einem Umfange und in einem Ausmaße lösen, durch die alle Erwartungen übertroffen werden. Der ruhmreiche Flug des „Z. R. HI" über den Ozean stellte den Auftakt zu einer neuen Entwicklung des Verkehrswesens Dar. Der Vertrag von VrsailleS gestattete für dieses Luftschiff nur Abmessmr gen wie sie bereits bei einem seiner Vorgänger dagewefen waren. Schon beginnt in Amerika unter deutscher Geltung die neue Werft zu erstehen, auf i'cr während des Jahres 1925 jenes Luftschiff gebaut werden soll, das dem Geiste der Konstrukteure des „Z. R.lll" eigentlich vorschwebte. Ein Gigant des Lustnreers wird sich zu lichten Höhen erheben, ein Bahnbrecher des Verkehrs der Zukunft unö ein neuer Künder deutschen technischen Ruhms! In heut« noch unwahrscheinlich anmutend iurzer Zeit wird er den Flug über den Ozean zurücklegen, der zugleich die Eröffnung des regelmäßigen Luftverkehrs zwischen den Kontinenten darstelltzn wird. Man rechnet damit, daß ein solches Luftschiff im Jahre vierzig Flüge hin unö zurück macht. Stürme werden ihm — der „Z. R. IN" hat es ja bewiesen — nichts anhaben, er überwindet fie spielend. Jede Gefahr ist ausgeschlossen, wird doch die Füllung anstatt mit dem leicht brennbaren Wasserstoff mit dem saft ebenso leichten unverbrennlichen Heliumgas erfolgen, das in Amerika in Form natürlicher Gasquellen aus der (3rb< entströmt. ilnb die Geschwindigkeit des Flugs'? May wird wohl mtt 200 Kilometern in der Stunde uni vielleicht mit noch mehr rechnen dürfen. Dies wttd jedoch nicht die höchste Geschwindigkeit sein, die das Jahr 1925 dem Menschen zur Verfügung stellen wird. In den letzten Wochen des Jahres 1924 sind Flugzeuge ausge stiegen, die mit einer* Geschwindigkeit von 450 Kilometern in der Stundv und darüber das ßuftmeer durcheilten. Die Techniker sind sich jedoch darüber klar, daß damit die höchste Leistung noch nicht erzielt ist. Reu« fruchtbare Gedanken in bezug auf die Konstruktion von Motoren werden sich im Jahre 1925 auswirken, und so erscheint es nicht ausgeschlossen, daß man in feinem Verlauf vielleicht auf sechshundert oder siebenhundert Kilometer in bet Stunde, ja unter Umftänben noch darüber hinaus kommt. Der Mensch braucht dann die Schwalb« nicht mehr zu beneiden, die in ben ersten Frühlingstagen ihren Flug nach Rorden lenkt, um sich nach ihrem Reste umzusehen. Sobald das Wetter umschlägt und die Sage kühler werden, fliegt sie mit einer Geschwindigkeit von etwa vierhundert Kilometern in der Stunde wieder nach dem Süden, nach Gegenden voll Licht, Sonne und Wärme. In zwei bis drei Stunden ist sie dort. Was die Schwalbe kann, wird von 1925 ab auch dem Menschen möglich sein! Was aber nützen diese Aussichten, wenn bia Menschheit hungert und von Krankheiten heimgesucht wird? Die Fortschritte der Hygiene Haden bewirkt, daß die Sterblichkeit zurückging und die durchschnittliche LeoenSdauer beträchtlich anstieg. Das bedeutet einen erhöhten Bedarf an Rahrung, den in vielen Gegenden der Boden nicht mehr zu liefern vermag. Auch hier dürfte die Technik während des Jahres 1925 durch den Ausbau neuer verheißungsvoller Wege Abhilfe schaffen. Aus den Hochöfen der Hüttenwerke und aus zahlreichen sonstigen technischen Neuerungen entströmen ununterbrochen Gase, die reich an Kohlensäure sind. Einst eitthielt die Atmosphäre bei Erde beträchtliche Mengen dieser gasförmige, Verbindung des Kohlenstoffs. Da gediehen alb überall — in einer Periode der Erben tstehung die man heute als „Carbon" bezeichnet — riesig« Bäume und Farne, es ergab sich eine lleppig» MWUM-TI will ■■ nun ■ I will • n—w Gewinnung Les Schwefels. Es ist noch wenig bekannt, wie der Schwefel heute, wenigstens in Louisiana (Nordamerika) getooimen wird. Der in anderem Gestein vorkommende reine Schwefel wird aus ihm durch Ausschmelzen gewonnen, da er schon bei 120 Grad schmilzt. Man schichtet die Gesteine gemeinhin zu Hausen auf und zündet den Schwefel an, indem ein Teil verbrennt, bringt er dadurch den Rest zum Schmerzen: aber dieser so gewonnene Rest beträgt nur 30 bis 40 Proz. Das ist natürlich sehr unrationell. In Louisiana liegen die Schwesellager nun 200 Meter unter der Erdoberfläche, und da kam man auf ein sehr sinnreiches Verfallen, den Schwefel tief unten von oben her zu schmelzen und auch heraufzubeför- bem. Man macht ein Bohrloch und treibt in dieses eine Röhre von etwa 30 Zentimeter Durchmesser ober vielmehr ein System aus drei konzentrischen Röhren: Die innerste ist von einem mittleren Hohlring umgeben, und dieser wieder von einem äußern. Zunächst wird nun durch das äußere Ring-Rohr überhitzter Wasserbampf nach unten getrieben, der dort in der Tiefe ben Schwefel zum Schmelzen bringt Ferner wirb purch das Jnnenrohr Preßluft hinuntergeführt, die dann mit dem geschmolzenen Schwes^ durch das mittlere Ringrohr wieder nach oben steigt. Ein Bohrloch kann auf diese Weise 100 Tonnen Schwefel an einem Tag liefern. Das ist sehr viel, und so ist denn die Schwefelförderung in Louisiana nach dieser Methode gegenüber der alten in Sizilien gewaltig gestiegen: 1911 wurden dort 200 000 Tonnen, hier 456 000 Tonnen gewonnen, im Jahre darauf dagegen bort 800 000 Tonnen und hier 447 000 Tonnen. Das Verhältnis wird sich heute wohl noch mehr zuungunsten Siziliens verschoben haben. ; Der Weburistag der Bakterien. Bakterien und Infusorien feiern im Jahre 1925 ein Jubiläum: Vor 250 Jahren hat sie der Holländer Leeuwenhoek ans Licht gezogen, nachdem sie bis dahin ein der Menschheit völlig unbekanntes Dasein geführt hatten. Da sie mikroskopisch klein sind, war zu ihrer Entdeckung erst' einmal die Erfindung des Mikroskops nötig. Zwar kannte man die Glaslinse und ihre Wirkung schon lange, aber erst dem Holländer Jansen gelang es 1590, die letztere durch Zusammensetzung mehrerer Linsen zu verstärken: 1660 entdeckte bann Hooke die Pflanzenzelle und nun folgten zahlreiche weitere Entdeckungen, 1675 also die der Bakterien und Infusorien. Man mache sich einmal Rar. was dies für die damalige Menschheit bedeuten mußte, war es doch geradezu eine neue Welt, die sich ihr damit erschloß, die' unsichtbare Welt des Wassertropfens, und wie mußte die Menschen der Gedanke packen, mit einem Schluck Wasser vielleicht viele Millionen von Lebewesen in sich auszunehmen ober mit dem Wegwischen eines Tropfens das Geben Tausender zu vernichten. Heute ist der Gedanke alltäglich geworden. Lind welch eine gewaltige Zunahme der Erkenntnis dieser kleinsten Wett oes Lebens liegt zwischen jenem großen Augenblick, da Leeuwenhoek in sie ben ersten Blici -oarf, und heute! — ilebrigenä wurden i i demselben äabr auch die „Samentierchen" von Hamm entdeckt. anderem. Maßgebend fei der Wunsch gewesen, i die Gefahren abzuwenden, welche der Entwicklung I Srtrnffnrti M S’rr'fi den Generaldirektor Dr. über .Die mitteldeutsche Reichsminister o. D. von über , Weltwirtschaftliche $1,37 74 81 20,09 22.74 166.08 17,33 13,99 0,93 2,19 «2,82 Kl,03 69,5« 12,61' 6,81 MB toll Hfl voll Banknoten. (Ohne Gewähr.) deutschen Volke". Vach einem Referat des Staatsminifiers Dr. Boelitz, W. d. Pr. L. „$>ie Hochschule im Aufbau deS deutschen Bildungswesens" wird eine Bede des Reichsauhenministers Dr. S t r e s e - mann an die akademische Jugend die Tagung beschließen. Zusammenhänge" spre- eine öffentliche Kund- »zuwenden, welche Der örumiaiung des großen deutschen Industrieunternehmens und der Beibehaltung seiner finanziellen Entschlußfähigkeit dadurch entstehen konnten, daß ein oppo- fitionskräftiges Winderheitspaket sich in einer von ausländischem Finanzkapital wesentlich mrt- bestimmten Gruppe befand und von dort aus einmal in die Hand großer Konkurrenten bec AEG. hätte wandern ßnnen. " Dementi der Dadischen Anilin- und Lodasabrik. De Meldung französischer Blätter, die von einem Zweigunternehmen der Gesellschaft in Rußland und dessen Konzessiv- nierung wissen will, wird von der Verwaltung der G s lisch "st als voll g unzutreffend und aus der Luft gegriffen bezeichnet. Börsenkurse. (Ohne Gewähr.) 4,198 21.47 75,19 IC,19 12.86 '69,87 17,41 E4.31 8,96 2,91 113,88 11,4- 19,80 12,375 5,88 Wird auf 160 Reichsmark abgestempelt. • Besihwechsel der AEG. Vorzugsaktien. Eine der Verwaltung der AEG. angehörige Großbank hat die sämtlichen ungefähr 9Z Mill. Vorzugsaktien Lit. A und B der Opposition abgekauft, rmd zwar nicht erheblich über dem Tagespreis. Die Beweggründe für diesen Schritt, an dem die AGG. als solche und die Verwaltung in ihrer Gesamtheit nicht beteiligt waren, sind nach der , Frankfurter Zeitung" nicht im Stand des Prozesses zu suchen, sondern in die beete Ulienmlkheeife von Bergmann * Co., RadebevL Überall erhlltllch. Imi-Drei. Angnit Reil, k. Dwfc 6«er| Welleeleli- Drefr t. WtittrheB Mz welche eine zarte, vetsae flanx o. blend, Khflnen Teint erlangen o. erhalten will, vitcht eich nur mit dei Berliner Dors«. (Slgener Drahtbericht des .Gietzenec Anzeigers'.) Berlin, 24. San. Die heutige Börse eröffnete in ausgesprochen fester Haltung. tlmcrffanlftie Waten * « * « , belgische Noten Däntich: Woteti ....... Snglllche Sloten ....... R.-niuonfcte Notes ...... Holländllwe Noten ..... atollenlfdje Noten ..... Norweaüche Noten SDcrJfrt C.-fierr (il00.1trmiai Rumanttof Noten..... Schwedische Noten Schwester Noten Svanüchc Noten . . dicrrmrifttje Nelen . . Unaarische Noten . . . . . • feit in den Vordergrund tritt. AuS dem Rheinland find große Aufträge an den Markt gelangt, die eine allgemeine Auswärtsbewe- g u n g verursachten Am Vkontanmarkt machte sich ebenfalls eine starke Auswärtsbewe- gung bemerkbar wobei von den favorisierten Papieren Köln-Reuessen plus 6 Prozent und Harpencr plus 5.5 Prozent erreicht wurden. S^r lebhaft gestaltete sich auch das Geschäft in Elektrowerten, von denen neben Stinnes- werten besonders AEG und Akluinulatoren bevorzugt waren. Reger Umfaß herrschte am Markt der Ebemischen Werte, blonder« gefragt waren Elberfelder. Badische An-lin und ^>ochftrr, die ihre Kurfe wesentlich verbessern konnten. Reges Interesse zeigte sich ferner für Sch iss - fahrtswerte, die ebenfalls nennenswerte Kursaufbesferungen erzielten. Am Banken- markt machte sich eine gewisse Zurückhaltung bemerkbar. Berliner Handel waren leicht ab- gefchwücht. Reichsbankanteile gefragt und etwas fest. Auch für Petroleum und Spritaktien lagen ^ahl> eici>e Kaufaufträge vor. man hört- vorwiegend Geldkurse. die leicht nach oben tendierten. Sehr vernachläsfigt bei abbröckelnden Kurfen lag der heimische Renten markt. Kt icgsanlech.- 0,90?. 3n An stand renten herrschte lebhafte ^lmfaytätigkeit bei unveränderten Kursen. Der Geldmarkt lag unverändert, tägliche« Geld ist etwas flüssiger mit 8 bis 12 Prozent. Monatsgeld 9,5 bis 12 Prozent p. a. Privatdiskont 8 Prozent. Am Devisen- markt waren keine nennenswerten Veränderungen zu verzeichnen. Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M. (Rn Billionen Mark anftqebtüitt. ©renot-Btw». 8en>en. Wt» York, Jovan. Rio de flouek-o fßr eine Lindeik. Wfm an* Budaveu tut 100000 Linbliir». alle« übrtfle »ür 100 $tnb<Üm4 Telegraphische Auszahlung. Teilnehmer, die zum Teil aus weiter Ferne hierher geeilt waren, schloß der Vorsitzende der Studentenschaft, Herr Daniel, die Hochschulwoche. die bei allen Teilnehmern gewiß einen unvergeßlichen Eindruck hinterlassen wird. Landwirtschaftlicher Vorlragskursus in Schotten. <> Schotten. 24. 3an. Unter großer Beteiligung der Landwirte des Kreises fand am I Donnerstag in der geräumigen Turnhalle in Schotten ein D o r t r a g s k u r s u s für Landwirte statt. Dr. S e b f r i e d vom Tierseucheninstttut in I Gießen sprach über „Jungtier- und Aufzuchtkrankheiten". Träger der Krankheiten seien die Bakterien. Er empfiehlt sorgsame Reinlichkeit, gute Ställe, Impfen und vor allem Jungviehweiden. Velertnärrat Dr. G a d v e r vom Ministerium des Innern. Abteilung für öffentliche Gesundheitspflege in Darmstadt, referierte über „Entschädigungen bei Viehverlusten aus Anlaß von Seuchen auf Grund reichs- und landesgefetzlicher Best immun gen". Er sprach über die Gründe der Einführung des Reichsviehseuchengesetzes vom volkswirtschaftlichen und psychologisch-veterinär- polizeilichen Standpunkte aus. (Sr behandelte als- I dann drei Fragen: 1. Welches find die bindenden Bestimmungen des Reichsviehseuchengesetzes? I 2. Inwieweit ist es den Landesregierungen überlassen, Bestimmungen zu treffen, Einschränkungen und weitergehende Verpflichtungen vorzunehmen oder einzugeben? 3. Wie wirkt sich bei uns in Hessen die ganze Frage her Entschädigung aus, wie lauten die einschlägigen Bestimmungen, welches sind die den Behörden zufallenden Aufgaben? Deterinärrat Dr. Schmidt- Schotten sprach I über alle im abgelaufenen Jahre im Kreise Schotten vorgekommenen Tierkrankheiten, ihre Ursachen und die Maßnahmen zu ihrer Verhütung. Er behandelte erst die sogenannten Futterkrankheiten (Rotlauf. Darmeirtzündung bei Schafen, Leberegelkrankheit und Lungenwurmseuche). Gerade die Leberegelkrankheit^ habe unter dem Echafbestand außerordentliche Lücken geriffen (manche Orte 50 Prozent des Herbstbestandes nach Ausschluß der Schlacht- schase). Alsdann behandelte er die Seuchenkrank- beiten. Der Milzbrand breite sich jetzt langsam wieder mehr aus: Grunde sind die Einfuhr von Rohhäuten. Geg enRaufchbrand empfiehlt er die kostenlose Schutzimpfung, die sich sehr gut bewähre und äußerst günstige Resultate gezeigt hätte. Rur 1 von allen geimvften Rindern fei bis jetzt eingegangen. Die Tollwut habe die Reuerung gebucht, daß alle von tollwütigen Tieren ge- biffene Menschen jetzt nicht mehr nach Berlin brauchen, sondern in Dießen untersucht und behandelt werden. Die Schutzimpfung fei unbedingt erforderlich. Auch die kranken Tiere können in Gießen untersucht werden. Alsdann referierte er über die Mau l- und Klauenseuche. Er appellierte an die anwesenden Landwirte, bei der Bekämpfung dieser Seuche die Behörden weitgehendst zu unterstützen. Rur durch Einhaltung der Verhütungsvorschriften und Einhaltung der Sverrmahnahmen könne sie ersolg- reich belämpst werden. Zur Delämpfung bezw erfolgreichen Heilung der Schafräude habe der Landwirtschaftskammerausschuß Oberhessen 2 Badewannen zur Verfügung gestellt. Dr. D-chmidt sprach noch über Scheidekatarrh. BläschenauSschlag. Verwerfen. Er bat die Landwirte, ihm Material (verworfene Frucht» zur Verfügung zu stellen, damit die Diagnose festgestellt werden könne: ohne dies könne keine erfolgreiche chen. Am Abend finbet gcbuitg Dort der Halleschen Professoren- unb Studentenschaft statt, auf der zu folgenden Themen Stellung genommen wird: Llniversltätsprofessor D. Dr. Kahl, M. d. R.. „Hochschule und Politik", Bergmann August Winnefeld. M. d. R.. ^Akademiker und Arbeiterschaft", canb. jur. Schweigkart- München, „Unser Dienst am Berliner Produktenbörse. D e r l i n, 24. 3au. Der Produktemnarkt Was weiter fest infolge amerikanischer Meldungen. Roggen erreichte den Stand von 300. Weizen erheblich ruhiger, aber auch über 300. Schluhnotiz lautete 3V3>/. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, mark. 265 bis 271. Weizen. März 291, Weizen. Mai 303,50 bis 304,50, Roggen, märk. 262 bis 268. Roggen, Januar 282, Roggen, März 289 bis 285, Roggen, April 294, Roggen, Mai 300 bis 298, Gerste, märt 280 bis 312. Futtergerste 230 bis 252, Hafer, märt 194 bis 203, Gerste, pomm. 184 bis 192, Gerste, 'Mai 225 Mais (loko Berlin» 226 bis 228. Raps 405, Leinsaat 410 bis 420; für je 100 Kilo. Weizenmehl 35,75 bis 38.75, Roggenmehl 35,50 bis 38.50, Weizenkleie 16.80 bis 17, Roggenkleie 17, Diktoriaerbsen 30 bis 35, kleine Erbsen 20 bis 23 Suttererbfen 20 bis 21, Peluschken 17,50 die 18 50, Ackerbohnen 20 bis 22, Wicken 18 bis 19. Lupinen, blau 13 bis 13.50, Lupinen, gelb 16 bis 17, Serradelle, neu 17 bis 19, Rapskuchen 19 bis 19.50, Leinkuchen 26 bis 26,50. Trocken- schnitzel 9,90 bi« 10. Torfmelasse 10, Kartoffelflocken 21,20 bis 21.50, Zucker 19 bis 20. VU DentrtDe Ret<®«anrette 4*/o Deutsche vteichSaMethe . 6Vie/e Deutfdje Rctchsanleih» TU Deutsche Reich-auletd« . Deutsche epamrdrnitnanuHe 4*/0 Preußische Aonloli . . . <•« veffen ......... ■WA Heilen 8% Hetzen Denlsche Wert». Tollar-snt. bto Doll SchaL-LmveNu». 4'/. Hotltärtea......... 6*/e Wotoourttame ..... Berliner Haodel«aeselllchatz kommen- und Privat-Bauk Lärmst, und fllaitonatbau! ■ Deutiche Bank......... Deutsche öerttnlbanl . « . TtSconto ttommanbU .... Metallbank........... Mitteldeutsche trebttban! . . Leslerr-tchische Lredttaoftall tBeftbanl........... Bochumer Ont Buderu»....... • • . • Lar» ........... Deutsch-Surrmburo Selsentirchrner Bergwerk. . ßarpentr Bergbau fidlfroerfe «schrrSledea. . . . Saltwerk Lesreregelu .... Laurahütie . . . . Oderdedarf Phonst Bergba» . ..... -iyelmtabl Ricbrck Montan ....... LrlluS Bergbau....... Hamburg-Amerika Wawt. .. Norddeutscher Llovd ..... Lberamische Werke Hfbtil .. Zementwerk Heidelberg . . . Ddiliov Holimarm ..... Snglo-Loni -Guan» .... Badische Anilin........ Ldemischr Mayer Mavta . . Soldlcomtdt ErieS eimer Electron «... Höchster Farbwerke ..... Hostderkodlung ....... NütgerSwerke echeidranstatt Büg. 5k-!trt-ttäMdenftof1 veramami ........ . MamkraftwerHe ....... Schulten . . ........ Siemens 4 HalSW ..... Ldlrrw-rke Meyer ..... Larmier Motor«. ..... Heuiioenftardt....... • jieontn........••••• H-rank tarier 8 rm atmen . .. '‘toMernenfobri! Braun . . .-/etalloeiell chasl ffrealfmt Set Union Lnd'abNk Her, . . . . . Sichel . Seano" Daldbok...... Wirtschaft. • DaSBaudarlehnfürdicdeutsche Schiffahrt. Der Vertrag, der den Zweck bat. einer drohenden 2(rbciteraitIafTung auf den Sch ssswersten vorzubeugen, ist nunmehr zw.fchen der Regierung und den Sch fsswerften abge= schloßen worden. Es handelt sich bekanntlich um die Bereitstellung eines 'Betrages von 50 Mill. Marl, der als Daudarkrhn aus dem Fonds für Produkt vc Erw.rbSlosenunt^riiuyung den Werften zur Verfügung gestellt werden soll. Wie der .D. H. D." hierzu fcfüuftdten in der Lage ist, soll dieser Betrag nur einmalig gewährt und prozentual entsprechend dem Werte der vorhandenen Schiffe per l.Juli 1924 verteilt werden. Rach diesem Verteilungsschlüssel kamen auf den einzelnen Reeder etwa 9 bis 12 Prozent des Wertes seiner Schiffe für Reubauten in Frage. Aus Reeder- und Werftkreisen soll der als Bedingung für die Hergabe des Baudarllchns gestellte gleiche Betrag von 50 Millionen Reichsmark in zw schon bereits gezeichnet fein. 'Heddernheimer Kupferwerk und Süddeutsche Kabelwerke AG. Heddernheim. Die außerordentliche Generalver- sammmlung genehmigte den bekannten Fufions- vertrag mit der Metallbank und Metallurgischen Geselllchaft A. G.. wobei die Aktien in der Weise umgelauscht werden, daß 200 Rm. Heddernheimer gegen 160 Am. Metallbankaktien ausgewechselt werden. Bei der Metallbank ist eine Erhöhung bcfarmtlid) nicht nötig, da die zum Umtausch benötigten Aktien auS den Dorratsaktien genommen werden. • Deutsche Gold- und Silber- scheideanstalt Frankfurt. Die GD. genehmigte den Abschluß und die Verteilung einer Dividende von 7 bzw. 6 Proz. Die Aktien werden von 1000 PM. auf 140 Rm. abgestempelt: der Rücklage werden 100 000 Rm., dem Wohl- fahrtSfonds 100 000 Rm. überwiesen. • Metallbank und Metallurgische Gesellschaft, A-G.. Frankfurt. Die Generalversammlung genehmigte den bekannten Abschluß und die Verteilung einer Dividende von 7 bzw. 6 bzw. 7'/- Proz. unter äleberweisung von 100 000 Rm. an die Rücklage unb 75 000 Reichsmark an den Pensionsfonds. Die 2000-PM.-Akt le men werden. Die Kämpfe gestalten sich dadurch interessant, daß vorher Ausscheidungskämpfe in den Gauen bzw. Gauverbänden stattfinden. Es werden daher nur die besten Schwimmer des MittelrheinkreifeS in Gießen ihre Kräfte messen. Lllxmds wurden praktische Hebungen, in der Schwimmhalle des hiesigen Volksbades vorgenommen, wobei auch die Sprungübungen für die MeisterschaftSkämpfe gezeigt werden konnten. Später vereinigten sich die Tellnehmer mit einer größeren Anzahl Gießener Turnern zu einem gemütlichen Beisammensein im Saalbau Sauer. Am Sonntagvormittag erstattete Kreis- schwimmwart Bitsch- Frankfurt a. M. Bericht über bad verflossene Geschäftsjahr. Aus diesem Bericht ging hervor, da ßdas Schwimmen infolge der reinlichen Scheidung zwischen D. T. unb den Spvrtverbänden im Mittelrheinkreise gewaltig zugenommen hat und zu den besten Hoffnungen berechtigt. Besonders wurde auf das Rettungsschwimmen hingewiesen und gefordert, bah jeder Turner ein Schwimmer und jeder Schwimmer em Turner sein solle. Schwimmlehrgänge werden in den einzelnen Gauen abgelebten. Die Jugendwettkämpfe sollen sich nur bis zu den Gauverbänden erstrecken. Eine besondere Zeitschrift für bas Schwimmen wird demnächst von ber D. T. herausgegeben. Mit einer Besichtigung ber Schwimmanlagen an der Lahn, die für bad Kreisfest in Frage kommen, sand die Tagung, ber auch der Schwimmwart der D. T.. R. Braun, Frankfurt a. M., beiwohnte, ihr Ende. Der Fluq an die Zugspitze. München. 24. Jan. (211.) Das erste Zugspitzenflugzeug ist heute in Schleiß- Heim bei München gelandet. Das übet- Flugzeug. von dem Ptloten Billig geführt, legte die Strecke Berlin — München in einer reinen Flugzeit von 3 Stunden 50 Minuten zurück. Der starke Rebel erforderte eine Zwischenlandung in Nürnberg, doch konnte der Flug nach München glatt fortgesetzt werden. Hochschulnachrichten. Akademische Tagung der Deuts llen Volksparteü In ber Zeit vom 29. Januar bis einschl. 1. Februar 1925 veranstaltet ber Reichs- stubenten-Ausschuß ber Deutschen Bvlkspartei, in dem 25 Hochschulgruppen zusammengeschlossen sind, unter Leitung von Dr. Pinkerneil, M. b. Pr. L., eine „2Ilabe- mischeTagung" inHallea. b. Saale. Hervorragende Persönlichkeiten auS Hochschule, Politik und Wirtschaft haben nicht nur ihr Erscheinen zugesagt, sondern werden auch bad Wort ergreifen. Von studentischen Organisationen stnb u. a. auch der Vorstand der Deutschen Studentenschaft unb der Hochschulring deutscher Art ein- DW P-D- .,^n Mst Anscher Lunfi ° äusängS «m Qrt 2" und alle an ben S M ber vlllnlllen Jto fZr“ ■SÄfiÖ und k durften sich stellte den k.S 2 fjeftattete für ‘nSut dagrwesen waren. I unter deutsche Lvtrng L»uuf drr während k« a^df gebaut werden soll -3-w >■1 Gigant des Quitmeert erheben, em v 'julunf! und ein ntue Änhmö! 3n heule mutenb lurzer (Zeit wird Ozean zunictlegcn, der des regermäßigen Luft« »ntrnentca darsteLn wird. 16 ein solches Luftschiff e bin unb zurück uimbl bev „3.^ 1U“ bat es ja laben, er überwindet fit \ ausgeschlossen, wird doch Ä dem leicht brennbaren ast ebenso leichten unver« erfolgen, das in Amerika Dasquellcn aus der Erd, Rundfunk-Programm des Frankfurter Tenders. (Aus der „Radio-Llmfchau".) Dienstag, 27. Januar: 11.55 älhr: Zeitangabe. 12 Ahr: Rachrichtcn- dienst. 4 Ahr. Wirtschaftsmeldungen. 4.30 bis 6 iUjr: Rundfunknachnnttag in Musik unb Wort. 6 älhr: Wirtfchaftsmelbungen. 6 bis 6.30 Llhr: Die ßefeftunbe (Meisterwerke ber Weltliteratur): 2luS .Soll unb Haben" von Gustav Fretztag (Fortfetzung). 6.30 Uhr: Vortragszyklus des Stabt--Gesunbheitsamtes: Vortrag von Prof. Dr. Schnaudiegl: »Die Augendiagnofe". 7 bid 7.30 Ubr: Die Besprechung (Literarischer Teil H). 7.30 Uhr Funkhochschule, Vortrag von Prof. Dr. Schultz: .Der Geist Stefan Georges". 8 bis 8 30 llfyr: Vortrag von Direktor Deckmann .Der mechanische Bote deS mobemen Geschäftsbetriebes". 8.30 Uhr: Kammermusi labend. Oktett in F=5)ur für Streichquartett, Kontrobaß, Horn, Fagott unb Klarinette (Op. 166) Fr. Schubert. 9.30 Uhr: Rachrichten. Wettermeloung, Sportbericht. 9.56 Uhr: Drei Minuten ber Hausfrau. 10 Uhr' Zeitangabe. 10 bis 11 Uhr: Die Lokaldichtung (Frankfurter Dichtungen auS alter und neuerer Zeit.' Zehnter Abend: Aus Friedrich StolheS gesammelten Werken (Bekanntes) — AuSsüh- renbe: Frau Lene Obermeyer und Herr Hans Rerling, beide vom Frankfurter Schauspielhaus. Mt des 4M«z«aoaa)Stunns äh ber wer uns heute kaum mehr eint rechte Vorstellung zu machen permögen. Rach dem die ersten Versuche qüustig verlaufen sind, wird man bereits im Jahre 1925 in weiterem Umfange zur „®ae- büngung" übergeben. Man wird die Kohlensäure aus den technischen Feuerungen gewinnen unb sie auf die Felder leiten, wo ftc in bestimmter Weise verteilt wird. Dann wird der Boden ein mehrfaches von dem tragen, was er vorbrocht» Die Technik wird aus diese Weise die Fortschritte der Htzgicne ergänzen und so bad ihrige dazu beitragen, daß ein gesundes und leistungsfähiges Menschengeschlecht auf Erden wandelt. 3>etLung etntreten Bezüglich der Luderkulvse führte er aus. daß sie bei Rinder nicht vererblich fei In Deutschland betrage die Steichllchkeits- ziffer bei Kühen SO Prozent, bei Kälbern nur 0.25 Prozent. Bekämpfungsmittel feien gute Ställe und Jungviehweiden. 3m Kreise Schotten fei die Prvzentzahl von den mit Tuberkulose befallenden Kühen sehr hoch. Die B 0 r n a ' s ch r Krankheit habe nur 12 Fälle in 10 Gemeinden gebracht. Bei Schweinerotlaus empfiehlt er die Schutzimpfung. Am Schluss« feiner Ausführungen empfahl er die Errichtung einer freiwilligen Kreisv.ehvcrficherung. Reichen Dank ernteten alle Redner. In der Diskuffion sprach der frühere Land- tagdabgeorbnelc Stein als Kreisvorfiyender deS Bauernbundes dem ÄreidDcterinäramt Schotten als Veranstalter des Kursus sowie den Vortragenden Herren den Dank der Versammlung aus und forderte die Landwirte auf, diese lehrreiche Kurie stets zu besuchen und das CBor- getragene im Praktischen zu verwerten. Er sprach sich für eine Kreisviehversicherung aus und wandte sich gegen die in letzter Zeit immer mehr um sich greifende Bettelei von Leuten, denen ein Stück Dich eingegangen ist. Bürgermeister H 0 f - mann- Ulfa empsrchl ebenfalls eine KreiSvieh- verslcherung. wandte sich jedoch fchars gegen eine Pflicht Versicherung. Bürgermeister Moser- Bobenhausen 11. gab Anregungen bezüglich ber Vereinfachung der Verwaltung. Dr. Schmidt entwickelte noch einmal seine Gedanken über die geplante Versicherung und wünschte auch nur eine freiwillige Versicherung. Es wurde eine Krmmiffion zur Vorbereitung der Sache gewählt. Turnen, Sport unb Spiel. | H.KreisschwimmertagdesMtttclrhein- Turnkreises am 24. und 25. Januar in (ttietzen. Der 8. Kreisfchwimmtag erfreute sich einer recht guten Desüches. Selbst die entlegensten Gaue, wie Saar-. BlieS» unb Untermosel-Gau, waren vertreten. Am SamStagnachmittaa begannen die Verhandlungen, sie befaßten sich zunächst mit den Schwimmwettkämpfen bei dem diesjährigen KretS- tumfeft in Gießen. Als Grundlage für das I Wettschwimmen sollen die Hebungen bienen, die für bic Meisterschaftskämpse ber D. T. in Frankfurt a. OIL ün Mai bS. 38. vorgeschrieben smb. I Es wird nur in einer Stufe (Oberstufe) gefdjtotnv Deutsche Hochschulwoche in Friedberg. 6f Äriebbe rg, 24. 3an. Auch die letzten Tage der geftern au Snbc gegangenen Deutschen Hochschulwoche nahmen einen burch- aus befriedigenden und erhebenden Derlauf. Alle Veranstaltungen erfreuten fich emes sehr starken Besuches Der Donnerstag Rachmittag brachte mit einem Lichtbildervortrage von Prof. Dr. Keller eine ..Stunde der Erguickung am Dorne beß deutschen Lebens". In einer Reihe vortrefflicher Lichtbilder aus der Baukunst, der Plastik unb der Malerei zeigte der Redner das Wesen und bic Seele ber deutschen Kunst im Gegensätze zu der ausländischen Kunst. Einen besonders stimmungsvollen Verlaus nahm der vaterländisch e Abend, in dessen von musikalischen und | deklamatorischen Vorführungen umrahmten Programm bic Rede des bekannten Vorkämpfers in ber Kriegsfchulbsrage, Professor Dreher, den Mittelpunkt bilbetc. Die Rede, die unter Beibringung von unanfechtbarem Aktenmaterial den Beweis für die systematische Einkreisung Deutschlands durch Franlreich, Rußland unb England erbrachte, wurde mit stürmischem Beifall begrüßt. Der letzte Tag brachte am Vormittag noch eine Filmvorführung aus dem Geben BiSmarckS, am Abend bewegte fich ein mach- tiger Fa ckelzug unter Dorantritt der Kapelle des Jnf.-RegtS. 15 aus Gießen durch die Straßen der Stadt. Bei der fich anschließenden Schluh- feier sprach Pfarrer Beith von der Pauls- lirche in Frankfurt. Roch vor wenigen Jahren war man vielfach ber Ansicht, daß sich der Student nicht um Politik zu kümmern hätte, jetzt ist es, schon in Hinsicht auf das herabgesetzte wahlfähige Alter, darin anders geworden. Der Staat braucht alle lebendigen Kräfte und gerade die lludcntischc Jugend, bic dazu berufen ist, einst llrhrend in dem Volke zu stehen, ist jetzt mehr denn je dazu berufen, an dem Wiederaufbau unseres Volkes teilzunehmen. Gr betonte den Wert bed StaatSgebankenS. da ber Staat bic Grundlage bed sittlichen und kulturellen Lebens darstelle. Die großzügigen Ausführungen fanden lebhaften Beifall. Sehr zur Verschönerung des Abends trug auch die vortreffliche Mitwirkung her Willtärrapelle bei. Mit Worten des Dankes an alle Mitwirkenden unb auch besonders die geloben. Rach vorangehendem Degrühungsabenb wird die Tagung am Freitag, dem 30. Januar, mit den Referaten von Dipl.-Jng. Krufpi, ,Aufgaben unb Ziele ber volksparteilichen Studentenbewegung" , unb von Dr. Pinkerneil, M. b. Pr. G, .Student, Staat und Volk", eröffnet. Für Samstag, den 31. Januar, ist eine Besichtigung der Gewerkschaft W i chel bei Fr an kleben vorgesehen. Im Anschluß hieran wer- ing. eh. Piatscheck Wirtschaft" und evtl. Raumer. M d. R., roll voll Bell SB Sa doll voll voll voll nbigfeit des AugS'? Ncw ometem in der Stunde uni lehr rechnen dürfen. Siri höchste Geschwindigkeit sein, n Menschen zur Verfügung letzten Wochen deS Ichres ausgestiegen, Ne mit einer 5 Kilometern in der Stunde neer durcheilten. Die Tech- batub-a Hat, önß damit ch nicht cqtelt ift. ‘Hau t bezug auf Ne Ko» nerbtn sich im 3afitt \925 int es nicht auLgrschlvssen. M vielleicht auf sechs- unbert Kilometer in da Luden noch darüber hin-ut »raucht bann die Schwalb, n, die in den ersten §ruh- g nach Morden lenkt, um e umzusehen. vobckd d^ 1 die Lage kühler tneM Selchwindigkert von etwa 7t in der Stunde Wiede. Aegcnden voll LAS""« bis drei otunDen ift Ihc kam, wird von 1925 1 möglich sein.' )tefe Aussichten,.vcnn d, ^d von Krankhe'ten hem SISSK SÄ M* 1Q25 ^.M-e fassen. ter W J der ent. :n Gale, dr dei gediehen alb d^SrdentstebunS Wr-S „chr zuimgl""' „ her Saktenen. ->r 250 ^a?r aezoge"' cm öAtcn Da Ve der »jele mit >en 3. Januar 94. Januar Retxnu 21. 84. Unit litte vlokieruna flmtu ui Viotteri 11 »elb Brie» CH» tlrnf Hmn-?Ron U9, 4 *89,. u 161,2 j H9.71 21, 0 voll uofl BrN Anno 81,5» 21,01 / i .44 voll voll (Ebriftlnnio. 64,0? 64,'8 (4.19 64,28 upll voll ffopenbageii ?‘,01 : 1,19 .5 01 73,19 voll voll Ctoctbolm . -13,01 1)3,28 •13,02 10,555 «3,90 10,659 voll voll Celftnaforl. 10,5 55 10.« 9 voll voll NlalikU. . . V, 6 17,40 -.7,79 1/.33 voll voll London. . . 20,14 20,19 4^05 20.13 10,18 voll voll 91eut)ovt , . 4,1 H 4,195 82,6/ 4^Qi DOÜ voll Vor«,.... 82,755 72,61 s 22,73 voll Doll Schwet, . . 80,94 bi,14 81.1 . bou voll Gönnten . . Dien in D.« ty,7ö «4,78 49.02 voll voll Ceft. abgefl 0.005 5,925 P,91 1,93 voll voll Vraa . . . . 12,54 12,58 12,54 12,58 voll voll Budapest. . t,83 ,*£ 8,83 6,85 1/87 voll voll Suen.-AtreS 1.083 1,(81 voll, voll Vulnarten 3,045 3,058 2,045 8,G55 voll voll Jovan . . . 'Mio de Jan- 1,813 1^15 1,619 1,617 voll »oll 1,002 0,564 1,4 9 0,'0. voll voll Belgrad . . 6,82 6 84 6 835 8,655 voll-voll L'Nabon . • 19,91 20.02 19.88 :u,os vOUDOil ftr24. Januar. Seid Schluh- Aut» Sd^ufjU. Abend» bBrfc S<6tuft» Aut» SMu&ft. mitlag» b'rfe '.1. 24. . 3. 1. 4 1. 0.105 | 0,692 0, CS 0,800 1.15 1,1 1.13 . 1,1V 1 12 1 1,1b 1,11 1,115 1 49 1.1 1,49 1.47 0 7 0,4-8 1 0,875 1.37 l.d 1,33 1.34 1,5 1. 13 1 1.6 l.» —- * 1.4 — 1,45 1,45 94.75 9 '.75 91,73 94,7 i 89,9 I 89 9 8 .90 1 89,9 11,40 11,62 11 —- 47,24 — 181 : 181 179 .79 6, 0 S,° 6,62 C 62 14,75 14.3 14,8 14,40 13,25 13,40 13,20 13,25 0,37 0,37 W 18,95 19^- 18,93 19 20 20.2 •• «■ 1.90 1.01 1,9 2 10,85 1 .7 10,75 10,40 0,14 0,13 02 0,225 94,5 94,75 96,‘0 22,5 22 40 22.25 27.90 15,25 14,95 14 14,1 93 93 < 96,25 93 107,5 HO 105 •09,7 iso.; 16 1-8 164,50 {8 18,75 18 18,13 23 23,13 22,1 23,50 7,4 7,9 7,4 6 16>5 15,75 14,93 15,25 64,40 86 63,90 6 ,25 88,4 59 57,70 69,5 6 St,75 54,60 tb 8 3,2 — 39 U 22,73 30,75 3,9 3,9 3,9 100 999 6.4 8.30 8.13 6,3 141 — 135 137 82,25 33.25 32,62 23,40 00 — ■— 29,2, 28 4? 25,62 26,25 23,50 27 26,95 27,50 28,25 27,40 28.50 10 25 10 7L — 22,21 ri, 21,13 21 <4,60 24,6 ** 13,65 | 13 70 13,40 | 13.62 ;e,5 226 21,99 22,3 11,1 I 14.1 79^ 80,5 S3 75.9 81 93,50 90 34,50 3,85 3.9Ö 3.9 1 4 8,9 5.63 5,40 i 5,82 3,9 3 95 f w 10 5 10,8 11^1 i IM 0,79 0,766 — 1,1 1,2 1,8 1,2 18 18,4 2,15 r,"0 2,4 2,4 4,5 4,6 4.1 3 3 1,2 13 12,4 13,25 13.6 5.4C 5.5 — 4.4 4,40 — -*• 51. Fortsetzung. (Dachdruck verboten.) CI gewähre ich auf die noch vorhandenen 810a 1. 2. 3. vor Horn. 839V fllllüllllllllllilllllllllllllllin ÜIIIIIUIIIilllllllHülliUlilllO 156 460 111 1300 13,5 Preis 50 Pfennig das Halbpfund in der bekannten Packung. 5 27 45,2 44,2 Fichte-Scheit Eiche-Knüppel Kiefern-Knüppel Fichte-Knüppel A tu innerem Wert heraus bricht sich das Gute Bahn. Tausendund aber tausend Hausfrauen haben den Wert der Feinkostmargarine „Schwan im Blauband“ erkannt, deren gute Eigenschaften, köstliches Aroma, feiner Geschmack, beste Bekömmlichkeit und billiger Preis, höchste Ansprüche befriedigen. Bis 50% Rabatt •.1 Reise öle £