Hr.Cö Erster Blatt 175. Jahrgang Samstag. 25. AprU 1925 Erschein« täglich, anher Sonnj und Feiertag«. Beilagen: G.ehenerFamiIienblLtter Heimat im Bild. monats-leiagirtels: 2 Goldmarl, u. 20 Gold- Pfennig für TrSgerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Ferns prech'Anschlüsfe: üchriftleilung 112, Der« lag undGeschäftrstelleSl. Anschrift für Drohtnach- richten rlnzeiaerSiehen. poslschedkonto: Srcnlfurt a. M. 11686. GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnirf und Verlag: vrühl'sche Univerßtäls-Vuch- und Steinöruderci R. Lange in Slehett. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: rchul^trahe Z. Annahme von Jlnjcia«n fürbiclagesnununer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeVerdindlichbei« Preis für l mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Brette SrUich8,auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-An zeigen d 70 i m Brette 35 U oldpfennig, Platzvorschlift 20 . Ausschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: l)r. Friede. Wilh Longe; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: HansBeck, sämtlich in Giehen. Wen wählen wir? Don Geueralsuperintendent Prof. D. Dr. Schian- Breslau. Das in der letzten Seit von der für die Kandidatur Marx arbeitenden Presse geleistet worden ist, um die Stimmung des Volles gegen Hindenburg zu lehren, das geht über alles bisher Dagewesenc, ja über alles vordem für möglich Gehaltene weit hinaus. Die auch d.e Wahl aus- falle, es wird lange Seit vergehen, bis d.e TBunben diefes Wahllam f s ve.narben. Für ras Verhältnis der Dol'ssch.chten zueina-der wird dieser Kamps böse Folgen haben Wir lernen immer mehr, daß die Festsetzungen der Weimar-'r Verfassung dazu führen, daß unser Voll in ständiger Aufregung bleibt, daß die Kluft zwischen seinen Gruppen immer wieder neu veri eft. immer weiter verbreitert wird. Aber wie dem auch sei: jetzt gilt eS zu wählen. Entweder — oder! Wir müssen uns entscheiden. Um waS handelt es sich bei der Entscheidung? Die Linksparteien sagen, es gehe um M o n- archie oder Republik. Rach Hindenburgs eigenen, für jeden, auch den einfachsten Menschen leicht verständlichen Erklärungen ist das vollkommen falsch. Wer doch bei einer solchen Behauptung bleibt, tut es wider besseres Wissen. Hindenburg weiß, und jeder im Reich weih es, dah die Frage »Monarchie oder Republik?" für absehbare Seit in Deutschland keine Rolle spielen kann. Wir haben die Repudl k; unb wir sind nicht in der Lage, das zu ändern. Die Linksparteien sagen, es gehe um die Fortführung oder Unterbrechung einer ruhigen Außenpolitik. Es ist unglaublich, daß eine solche D.hauptung nach den Crgebni sen der letzten Wochen gewagt wird. Der Träger unserer Außenpolitik ist daS Reichsministerium. nicht der R ick-spräsident. Insbesondere ist ihr Träger der R icksminister des Auswärt-gen Dr. Otrefcmann. Stresemann tritt für Hindenburg ein. weil er weist, baf) von ihm her keinerlei Versuch erfolgen wird, die Linien unserer Außenpolitik zu stören. Hindenburg selbst hat entsprechende Erklärungen abgegeben. Wie kann man an seinen deutlichen Worten rütteln? 06 Hindenburg, ob Marx — die Linien, in denen unsere Austenpolitik, die ganz großen, durch die Verfassung vorgezeichneten Linien unserer Innenpolitik bleiben. Selbst auf die feineren Linien der Innenpol tik im einzelnen hat der Reichspräsident wenig E'msluh Da werden freilich Unterschiede fein; aber auch da wäre cd völlig falsch, anzunehmen, daß Hindmburg etwa eine reaktionäre Sozialpol.tik fördern würde. Für die Arbeiterschaft hat er zweifellos ein sehr warmes Herz. Worum geht es also? Darum geht es, ob der oberste Repräsentant des deutschen Volkes künftig Hindenburg heißen soll oder Marx. Dos Fegt in diesen Ramm! H nden - bürg — der Retter Ostpreußens, der geniale Feldherr, der Li'blina des Volks in des Dolles besten Jahren, der Mann der strengen Pflicht- -erfüllung auch in den allerschwersten Seiten, der sich auch in und trotz der Revolution als der Diener des Volkes gefühlt hat, der damals in vollendeter Selbstlosigkeit eigene politische Anschauungen dem Wohl des Ganzen geopfert hat und damit ein Beispiel gegeben hat. dessen Wichtigkeit gar nicht überschätzt werden kann. Und auf der anderen Seite Marx, ein Mann deS Sentrums. das letztlich doch katholisch-kvnfefsio- nelle Politik treibt, für diese Wahl ganz und gar abhängig von der Sozialdenwkratie. die den Klassenkampf will und die durch unheilbaren Dogmatismus internationaler Derstä''digungs- ideen tauferbmaf g hindert ist, zu erfemen. was dem eign cif Vaterland not ist. Dort — bei Hindenburg — die dankbare Liebe auch zu dem herrlichen «Iten Deutschen Reich, dessen Wiederaufi ich'ung freilich auch er nicht zum Siele seiner Pol'tik machen kann; hier — bei Marx und f iner Gefolgschaft — alle die Kräfte wirksam, die unser alt s Reich dauernd schmäh n, beschimpfen, ver- !cumb?n. Als Ebert zum Reichspräsidenten gewählt wurde, entsprach daS der Stimmung in der Masse des Volks Damals konnte di se M s'e sich gar nicht genug daran tun. die eigen? Geschichte in Grund und Boden zu verdammen Er war noch erfreulich, dast ein mast voller Sozialdemo'rat gewählt wurde. Wenn jetzt Hindcb wg gewählt wird, so wird das nicht bedeuten, so kann das rit bedeuten, dah wir dir Verfassung umge- fialten (noch weniger, dah wir Krieg führen! Was fü- ein unglaublicher Wahnsinn, das e'nem Hi'denburg zuzutrauen!): aber es wird bedeuten, dah das deutsche Volk ruhiger geworden ist, dah es gelernt hat. sich ton revolutionären Theorien, von unfruchtbaren Radikalismen frei zu machen undinbesornener Susammen- fassung aller Kräfte des Volks auf dem Boden der gegebenen Tatsachen de ^Wiederaufbau des Volkes zu betreiben. Richt bei Hndenburg stehen d'.e pc^iti- schen Doktrinäre, die Fanatiker abstrakter Ideen! Die stehen auf der anderen Seite. Es ist ein schweres Opfer gewesen, dah Hi-denburg sich diesem Kam^f strikte Es war wohl das größte Opfer series Lebens. Die Gegner haben alles getan, um dieses Opfer dem alten Feldmarschall so bitter zu machen wie möglich So tun wir alles, um dem Opfer seine Fruch' zu schaffen. Wenn Hindenburg nicht gewähst wü-de. wer vermöchte das ausz denken? Das deut'ch' Volk wird ihn wählen! Uiid es wird gut daran tun. Der letzte Appell. Feldmarfchall Hindenburg an das deutsche Volk. Berlin. 24. April. (Sil.) Die Rede, die Generalfeldmarschall bon Hindenburg am Freitagabend im Rundfunk hielt, hat folgenden Wortlaut: .Wenn ich mich heute in letzter Stunde vor dem Wahltag nach einmal, wenn auch nicht bon Angesicht zu Angesicht, so doch mündlich an einen großen Kreis unseres deutschen Volles wenden kann, so ist eS mir eine Freude und gern erfüllte Pflicht, zunächst einWortherz- lichen DankeS zu sagen. Dieser Dank gilt den dielen Taufenden auS allen Gauen unseres Vaterlandes, aus allen DerufSständen und Parteien, die mir in den letzten Wochen mündlich oder schriftlich freundliche und warme Worte der Sustimmung und des Vertrauens gesagt haben. Aus allen diesen Kundgebungen weht mich jener Geist an, der unser Doll in seinen schwersten und größten Seiten beseelt hat und uns unüberwindlich machte, der Geist des Willens zur Einigkeit und zum Weiterleben als Nation und Staat. Die letzten Jahre haben leider nut immer Trennendes und nichts Einigendes gebracht. Wir dürfen der Welt nicht länger das Schauspiel bieten, daß wir uns in inneren Streitigkeiten berzehren und dadurch uns selbst die Möglichkeit nehmen, im Kreise der Völler unsere Pflichten gegen die Menschheit zu erfüllen. Durch die deutsche Politik der letzten Jahre geht ein Sug müder Resignation. Dem deutschen Dolle ist der Glaube an sich selbst verloren gegangen. Wir dürfen uns aber dieser Stimmung des Verzichts nicht hingeben. Im großen Wettstreit der Völker um die Förderung und Veredelung der Menschheit darf keine Ration freiwillig ihren Platz verlassen. Wenn die Well von den furchtbaren Folgen des Krieges endlich unb dauernd erlöst werden soll, so geht es nicht länger an, daß Deutschland glaubt, von der Gnade der anderen Völler und Staaten leben zu können. Wir wollen die Kräfte der Ration sammeln und einsehen, um dadurch wieder hoch zu kommen. Deutschland ist in der großen Entscheidung des Weltkrieges unterlegen. DaS deutsche Doll ist entschlossen, dieser Tatsache Rechnung zu tragen und ihre Folgen auf sich zu nehmen, bis zu der Grenze, die durch die unbedingten Lebensnotwendlgkeiten seiner selbst gezogen ist. Aber ebensowenig wreunserDolk auf die Dauer der Kostgänger der Welt sein darf, wollen wir dauernd Sklaven sein. Durch die internationalen Dereinbarungen des letzten Jahres ist eine Grundlage geschaffen, auf der bersucht werden muß, den Der'-fllchiungen Deutschlands auS dem verlorenen Kriege gerecht zu werden. Die Sukunft wird zeigen müssen, ob diese Grundlage für die Dauer brauchbar und für Deutschland tragbar ist. Erweisen sich im Lause der kommenden Jahre die übernommenen Verpflichtungen als undurchführbar, so werden wir in friedlicher Susa m m enarbeit mit den anderen Rationen nach besseren Lösungen zu suchen haben. Wenn bei allen Böllern der Erde ruhige ilgberlegung und Gewissen wieder zu ihrem Rechte kommen, wird und muh es mögllch sein, in friedllchen Vereinbarungen Lösungen zu finden. Das deutsche Doll hat die Schrecken deS Krieges und seiner Srüdungen auf alle Dollskreise so Hari wie kaum ein anderes Doll empfunden. Ich selbst habe in der Jugend die Folgen des Krieges kennengelernt und habe im botgnüdten Aller die ganze Schwere ihrer Derantwortung aus mir lasten gefühlt. Ich erkläre bor der ganzen Welt, dah es immer mein größtes Bestreben sein wird, neue Kriegsschrecken fernzuhalten und den Kriegsopfern der Vergangenheit nach Kräften zu helfen. Dieses Siri werden wir dann am sichersten erreichen, wenn wir den anderen Rationen das Bild c.nes Dolles zeigen, daß die hart? Rot der Seit zu wahrer und inniger Einigkeit zusammengrsühri hat, das Bild eines Dol- keS, das entschlossen ist, in Arbeit und Sparsamkeit, in Ehrlichkeit und Der- trauen zusammenzustehen, einer dem andern zu Helsen nach besten Kräften, einig zu sein in der Hingebung an das große Ganze, nicht nur nach Rechten, sondern auch nach Pflichten zu fragen. Auch ich werde so handeln. So soll also unter uns allen ein edler Wettstreit entbrennen, wel her Deutsche, welcher Mann ober welche Frau am treuesten unb aufopfernden für die Gesamtheit arbeitet. In diesem Sinne unserem Dolle, wenn es mich an die Spitze berufen sollte, als Führer zu dienen, würde meine heiligste Aufgabe sein." Dr. Marx an seine Wähler Rürnberg, 24. April. (WTB.) An die deutschen Rundfunkhörer hat heute abend Präsidentschaftskandidat Marx eine Rede gehalten, in der er eingangs betonte, baf* die schwarz- rot-goldene Flagge weder eine Mißachtung noch ein Mißverstehen der allen Farben bedeute. Unter den neuen Farben grvßdeutscher Einheit, die schon im Befreiungskämpfe gegen Rapoleon eine Rolle spielen, sollte vielmehr eine S u f a m - menf af fung aller nationalen Kräfte unternommen werden. Sur nationalen wirtschaftlichen Erholung, so sagte Marx u. a.. gehört die friedliche Entwicklung Europas. Sie wissen alle, wie ungeheuer schwer der Weg Deutschlands in den letzten Jahren gewesen ist. Sie wissen aber auch, dah wir fühlbare Erleichterungen und Fortschritte erzielt haben. Die Wohltat der stabilen Währung, die Reuanknüp- fung internationaler Wirtschaftsbeziehungen, alles, was immerhin nach dem furchtbaren Ruhr» kämpf langsam erreicht wurde, war nur durch eine frietHidje Entlastung der europäischen Politik möglich. Das neue Deutschland, das Deutschland der nationalen Demokratie hat diese Fortschritte erziell und gewisses Vertrauen bei vernünftigen Kreisen des Auslandes gewonnen, ein Vertrauen, das wir nicht leichtherzig aufs Spiel setzen dürfen. Immer geht der nationale mit dem wirtschaftlichen Wie^raufbau Hand in Hand. 3n den ersten Rlonaten nach dem Susammenbruch war die Einheit Deutschlands ebenso bedroht wie der Fortbestand seiner großartigen wirischafllichen Anlagen. Damals drohte die kommunistische Revolution, drohte der Ser- fall deS Reiches. Die Rationalversammlung von Weimar hat beide Gefahren beflogt durch bte Verfassung, der alle viel mehr verdanken, als ihre Gegner zugeben wollen. Rur die Uebcrtoinbung der Gegensätze zwischen den deutschen Staatsbürgern und ein vernünftiger Ausgleich der Interessen sind imstande, die nationale Kraft Deutschlands zu erneuern. Die demokratische Staatssorm gibt die Möglichkeit, dah alle Gruppen immer wieder durch eine vernünftige Auseinandersetzung sich ausgleichen. Rur diese Staatssorm verhindert es, dah eine Klasse durch eine andere Klasse unterdrückt werde. Su unserer wirtschaftlichen Erholung brauchen wir den Beistand mächtiger, auswärtiger Staaten und einen europäischen Frieden, damit uns Luft zum Atmen bleibt. Alle Länder, auf deren heutige und künftige Einstellung Deutschland am meisten angewiesen ist. haben fett langer Seit die demokratische Staatsform. Wir dürfen in dieser Well, von der wir uns polllisch und wirtschaftlich in keiner Weise abschliehen können, nicht wie ein Fremdkörper da stehen. CCßenn aber die nationale Su- fünft Deutschlands und gleichzellig fein Rang und feine wirtschaftliche Stellung in der Well durch die Demokratie am besten gefördert wird, dann ist wohl für jeden Deutschen ohne Unterschied der Partei die Entscheidung leicht. Lassen Sie sich nicht durch blohe Stimmungen Hinwegtäuschen über die sehr materielle Verantwortung, die Ihnen das Wahlrecht zuschiebt. Wer über Deutschlands Sukunft mit heißem Herzen, aber gleichzeitig mit kühlem Kopf sich eine Meinung bilden will, und wer über diese Sukunft ernsthaft zu Ihnen sprechen will, der kann keine berauschenden Worte sagen. Er kann nur wiederholen, dah wir die Gegensätze ausgleichen müssen. Das gllt auch vor allem auf konfessionellem Gebiet. Die übergroße Mehrhell unseres Volkes will in besonnener Arbeit neue Wege gehen zu neuen Sielen für Deutschland und für Europa. Ich grüße die glückliche Sukunft Deutschlands! Reichsprändenlenrvahl und Aus7andskredi1e. Reuhork, 24. April. (WTB. Funkspruch.) Laut ^Journal of Commerce" aus Washington hat ein hoher Beamter des Schatzamts sich dahin ausgesprochen, daß die Gerüchte, wonach amerikanische Danken d'.e Gewährung weiterer Kredite an Deutschland im Falle der Wahl Hin') ndurg; auss tzen werden, leicht genommen werven könnten. Maßgebende Persönlichkeiten seien der Ansicht, daß der Ausgang der Präsidentschaftswahl in Deutschland die internationale Kreditlage nicht verändern würde und glaubten, das gegenteilige Meldungen nicht aus amerikanischen Finanzkreisen Verrührt en. Der Vertreter der Triunion Halle Gelegenheit, mit führenden Dankkre,sen. daneben allen maßgebenden Persönlichkeiten Wallstreets. über den Eindruck der deutschen Wahl und ihre Auswirkung auf die Anleihepolitik zu sprechen. Rach den Informationen, die von Morgan, Kahn. Speyer, Equi "ble-Trust, Di'lon- Reads flammen, kann auf das bestimmtste gesagt werden, daß nicht einer ernstlich mit der Umstellung der Anleihepolitik rechnet, falls Hindenburg gewählt wird. Dil- lon-Reads glaubt nicht, daß die Wahl Hindenburgs die amerikanischen Bankiers derartig beeinflußt, daß Aenderungen in der Anleihepolitik erwartet werden können. Man erblich einen großen Fehler darin, daß deutsche Sctlungen so tun. als ob die Wahl Wallstreet einschneidend berühre. Gute deutsche Firmen würden auch nach der Wahl Hindenburgs wie bisher Anleihen erhalten. Die Kandidatur Hindenburg und das Ausland. Das Auswärtige Amt gegen tendenziöse Ltmimnttgsmachc. Berlin, 24. April. (WTB.) Von zuständiger Seite wird uns nütgeteUt: Die demokratische „Voss. S t g " bringt unter der Ueber- schrist: Heraus mit der Wahrheit, eine Mitteilung, wonach die deutsche Reichsregierung absichtlich dem deutschen Dolle die Berichte verschweige, welche die Vertreter des Deutschen Reiches im Auslande dem Auswärtigen Amt erstattet hätten und die darin übereinit’mmtcn, daß die Wahl des Generalfeldmarschalls von Hindenburg einer Katastrophe für das deutsche Volk gleichkäme. Von Seiten des Auswärtigen Amtes muß unter allen Umständen die Verpflichtung a b g c l e b n t werden, vertrauliche Berichte, die dem Amt zugehen, der Oeffentlichkelt in ihren Einzelheiten beianntgeben zu müssen. Rachdem die Frage dieser Berichte in die Diskussion geworfen ist, ist es aber notwendig, die in der „Voss. Stfl " gegebene Darstellung auch auf ihren tatsächlichen Kern zurückzuführen. Es entspricht nicht den Tatsachen, daß die Berichte der Auslandvertreter darin überein- stimmen, dah die Aufstellung der Kandidatur Hindenburg einer Katastrophe für das deutsch: Voll gleichläme. Richt ein einziger Bericht hat sich in diesem Sinne ausgesprochen. Richtig ist, daß in den meisten der vorliegenden Berichte, nicht in allen, betont worden ist, daß die Ausstellung der Kandidatur Hindenburg tu der Öffentlichkeit des Auslandes Bedenken hervorgerusen habe. Diese Bedenken haben sich nicht gegen b i e Persönlichkeit des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg gerichtet. Aus allen Berichten geht vielmehr hervor, daß der Persönlichkeit Hindenburgs dis größte Achtung entgegen^ bracht wird und daß man auch keinen Swe.fel daran gehabt hat, daß der Feldmarfchall perföntid) d i c Verfassung achten und nicht die Hand zu irgendwelchen Experimenten in bezug auf die Außenpolitik oder eine gewaltsame Aenoerung der deutschen Reichsverfassung b'.eten würde. Die zum Ausdruck gebrachten Bedenken borgen sich einmal daraus, ob die Ausstellung der Kandidatur Hindenburgs die Ausrollung der aituellen Frage: Monarchie oder Republik durch die Parteien bedeuten solle, die hinter der Kandidatur ständen. Sie bezogen sich weiter darauf, ob damit eine grundsätzliche Aenderung der deutschen 2lu henpolitik eingel itet werden soll und endlich darauf, ob d.e hinter der Kandidatur stehenden Kräfte stark genug wären, den Feldmarfchall selbst in die Bahnen einer monarchistisch-militaristischen Richtung zu zielen. Die Erklärung des Gener alfeld- marschallS Hindenburg über seine Stellung zu der Verfassungsfrage und zu den aktuellen außenpolitischen Fragen haben die entstandenen Bedenken nach den vorliegenden Berichten vielfach gemildert und die letzten Rachrichten aus den meisten Hauptstädten b:t;nen. dah eine Decuh'gung der außenpolitischen öffentlichen Meinung eingetreten ist. Um so bedauerlicher ist eS. daß diese eingetretene Beruhigung durch deutsche Pressest Immen gestört wird, die z. B. fortgesetzt von einem Telegramm über Kredit» Zurückziehung en sprechen, das niemals im Auswärtigen Amt eingegangen ist. ober die von einer Katastrophe Deutschlands sprechen, wo diese Ausdrücke selbst im Ausland nicht gebraucht worden sind. Wenn das Auswärtige Amt der deutschen Oeffentlich- feit alle Bedenken des Auslandes übermitteln wollte, die sich auf diePräs-.dentenwahl inDeutsch- land beziehen, dann mühte es übrigens auch davon Kenntnis nehmen, daß die Kundgebungen des Dolksblocks zur greßd ut- fchen Frage nach den im Auswärtigen - Amt vorliegenden D richten ebenfalls zu De- denken Anlaß gegeben heben Die Ä f- gabe der deutschen Oessenllichlelt sollte es sein, die Beunruhigung, die.etwa durch den Ais- gang der Reichspräiident'.nwahl im A Island entstehen könnte, abzudämmen und zu beruhigen. stall sie durch eigene Aufgeregtheit in Deutschland z u vergrößern. Amerikanischer KrrdiL für die Rhem-Elbe-Union. Reuyork, 25 A ril. 'TU.> We de Vertreter der Trlunion zuoerlä sig er'ährt. s na die An'eiheverhandlungrn des S.innes-Kon-evns h er gestern früh beendet wordm. Das Krriitab- kommen zwischen der Rruyorler F rma D > l l i, Red u. E o. und der Rhein-. gen weiter verhandel: Ferne, ha die bertommiffion über die das Saar gebiet betret senden Wirlschaftsfragen ihre Verhandlungen im Laufe dieser Woche wieder aufgenommen. Wie die Telunion erfährt, wird sich am Sonntag, 26. April, der Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium Dr. Trendelenburg wieder nach Paris begeben, um die Hauptverhandlungen mit dem_ französischen Handelsminister E h a u m e t, der an Stelle oes bisherigen Handelsministers Raynaldy jetzt den Vorsitz in der französischen Handelsvertragsdelegation übernommen hat, wieder einzuleiten. Die kommunistische Gefahr in Frankreich. Paris, 24. April. ö. P. m. 9.36. Aus Richtung Londorf—Lollar: P. w. von Londorf 5.29, P. w. von Grünberg 7.26, P. Sonntags von Londorf 8.11, P. von Grün-- berg 2.37, P. von Grün berg 6.17. Abfahrt: Rach Richtung Frankfurt a. 21L: P. w. 4.05, P. 6.42, D 7.31, D 8.05, B. P. 9.42, P. 9.55, P. 12.32, D 1.09, P. 2.45, B. P. 3.28, P. 5.36, P. 7.39, B. P. 8.31, Eilgüterzug bis Friedberg 8-58, D 9.49, D 9.58. Rach Richtung Äasfcl: D 12.09, P. w. bis Marburg 5.27, P. w. nach Londorf 6.13, P. bj;. Marburg 6.42, D 8.16. P. m 5on <50 P- Mbis ■i;. m 5* :5) bi# j ® flä i> aonborf, Tat verlitat Kon (potlBercin: - Gaidrver 6a«« » 61 hosjlrav-'- rW- — c Wandolmei H«; (inen,fu>n$c QXetein&w bign der Mini Cb der bemof pauke des ein »ahlgesühlt hc -'Son Uhr tou «arten durch '^Sglihar ST*: glicht» tld. üttVu0" ;l S? ^4 ""«Hk ?a.d)DtrhQi. Dt^U zu in(j. ^>n oetonftQi. °erW HoiLl Verlauf 5^ WMHmb Cm. * ?u erNitn junnfgebränqi. Mmnmiuno !u mtrila. ^mschm eua- «t Grube ftKle ff. d« U «" W bca 1 Quarten, bol, m E giftiger N Jtiroaimobf. « ÄortimHln. ®iomak SA-- fß'fltjjrourn. 'wWrr. zu brr W, ch an all. auenoeteint «u alle buitmgrn r Kleidung nidjt Ittnen Dotschris aus den koche- 4 rrlau schleuder!, nafiums ein Tchü Ziel eine Vrupp. :petr traf einen Soertz, den Sohn itflirt im 01 n i rf, zu loben stürzte I dem Iran span «flirte V iom einem Selbst 1925. i| Einladuug bd MchüMg de 25 flott, die mpr-- fterv der Leiche- OberbürArMeistc: inögang durch bi. he Ldeutung di' udetixtMnbt fo* 'ne einer folfr« ö Land. 25. M'l 19» an Ziehen, hnhoiS'tS'n ge: zÄUoeift Segen* Lufiströimmg len Lusiäufer tic Wetterlage ver- er Zufuhr Mwr h zeig! dir Lust- inent em unregd# tritt erneut 'Dar»' t a. IR-- P. 8.03. v^' n?tlC^Dlr ß 0.09, Ü a: A1 r&D^ taflet •S?«, *Urf 7* D VM iy*'* Sa# ft*«** .17. r.A*eg -F>- „ « a). Tw a-'-" S54, V P- 10.19, P. 1LD, P. nach Londorf 3.08, P. 3.40. P. 6J0. P. nach Londorf 6.45. P. bis Marburg 8.00. B. P. 9.10, D 11.32. Nach Richtung Äölo—fjageti; P. n> 5.14 bt» Betzdorf. T- *30, nach Köln, P. a>. bis Westlar *58. D 8.42, nach Hagen. P. 1125 nach Köln, D 1.46 nach Hagen. B. P. 3.15. P. 3.47 nach flöln, P. w 5.25 bis Betzdor', P. *33 bis Eitorf. P. 1020 bis Dillenburg. Noch Richtung Koblenz: P. sonntags 5J4, P w. 537, D 8.11, B. P. 8.52, P. 1021, P. 12.32, P. 2.00, P. 3.58. P. 6.15, P. 10.14 bis Limburg. Noch Richtung Jnlba: Güterzug 7.13 bis Grünberg. P. 8.16. P. 12.30, P. 0». 3.40, P. w-, außer an Sonn- und Feier- lagen, 5.35 bis Grünberg, P. w. 6.46 bis Burg- und liebergemünden. P. 8.03 Rach Richtung Gelnhausen: P. m 524, P. 8.16, P. L43. P. w. 4.34. P. w. 3) bis Hungen. P. 6.42, P. w. 8.43 bis Lich. Roch Richtung Londorf über Lollar: T. w 6.13. P. Sonntags 9.48, P. 3.08, P. 6.45 _ie Londorf, werktags bis Geilshausen. L?ornotlzeu — Xoaeilalenbet für Samstag. Äon» irü)-.rein: Z1 x Ubr Heue Xula der Uni- txrfiläi Konzert ber .Don-Kolalen" — Angel- fpotLDcrcin: 8 Uhr Teiglcr- Terrasse Vortrag. - Gardevcrcin ®i hen: Z1^ Uhr Rath Deretns- baue 25 Stiftungsfest — Lichtspielhaus Bahn- bofflra&e: .Der Xotcngräbci eine» Kaiserreiches" — LageSkalender für Sonntag. Mandolinen- und Gitarren-Berein .Reapolita : 41/8 Uhr Heue Aula der Universität Mando- linen-Konzeri — Thrift kicher Iugendbund. 3 Uhr DereinShauS (Cöberftr.) JahrcSscst. — ..ieL- bigShöhe" Ab 9 Ubr vormittag« Hunbe-AuS- fldlung. — Lichtfpielts»eater wie SamS ag. — Der Zirkus Straßburger kündigt in unserem heuigen Anzeigenteil ein Gastspiel in Gie- hen an. Die Eröffnungsvorstellung findet am Man- tagabenb ftatt Das Unternehmen hat seinen Stand auf Oswoldsgarten ausgeschlagen. Man beachte die Anzeige. ** Kurze dßinfe für die Dahl. Gv- wählt wirb im Kreise Diesen in den Städten und den Landgemeinden über 1000 Tinwohnern in der Zeit von 9 Uhr vorm. biS 6 Uhr nachm.. in den kleineren Landorten von 10 Uhr vorm. bi« 5 Ubr nachm Möglichst frühzeitige Stimmabgabe ist dringend anzuraten. Der amtliche Stimmzettel, der nur im Wahllokal aus- gegeben wird, ift von grüner Farbe. Der Mille beS Wählers zugunsten seines Kandidaten wird zum Ausdruck gebracht durch ein Kreuz in den KreiS hinter dem "Samen des Kandidaten. Andere Bezeichnungen, zweifelhafte Schreibereien usw. weglassen, da sonft die Stimme unter Umständen für ungültig erklärt wird Diesmal kommt eS auf jede Stimme an. deshalb muh jede wahlberechtigte Person zur Abstimmung fdtveitenl * Sie Politik auf der Land st ratze. Ging da vor einigen Tagen ein Bürger aus der Grünberger Gegend nach Laubach. Unterwegs traf er zwei Herren, mit denen er rüstig dem gemein- (amen Ziele zuschritt. Man kam in eine rege Unter- balümg, und im Handumdrehen war man auch bei der Politik, der leidigen, angetangt. Der Nachbar ton Grünberg, stramm deutschnational und „gut bcjdjlagen", machte seinem Aerzen kräftig Luft, die ihn. unbekannten Herren hielten zur Linken. Als der Deutschno tianale dos hörte, ba packte er aber tüchtig aus. und die Linksparteien hätten bei biefem Rededuell wirklich nicht behaupten können, sie seien seitens des deutfchnatianalen Dandersmannes zu kurz ge- kommen. Aber schlietzlich nimmt auch der längste Weg bei flotter Rede ein überraschend schnelles Ende, Laubachs Tore waren da. und man mutzte sich trennen, da ja feder seinen Obliegenheiten nachgehen wallte. Beim Abschied, der nicht gerade schmorchewegt gewesen sein soll, sagte der eine der Unbekannten ichlietzlich zu dem wackeren Bauer aus der Grün- berger Geoend „Damit Sie wissen, wer ich bin, ich bin der Minister ä) . . . . ch aus 2) .... \ bt." Ob der demokratische cherr Minister bei der Swnd- pauke des einfachen deutschnattonalen Mannes sich wohlgesühlt hat, wisien wir natürlich nicht. '• Bon der Zeuerwehr. Heute früh 5,19 Ubr wurde auf der Feuerwache OSWalds- qarten durch den Feuermelder 342 Feuer gemeldet. Die "Dache rückte fofvrt aus und fand in Der Wahldienst des Giehener Anzeigers für die Aeichspräfidentenwahl ist in umfassender TBdfc bereüfltftellL Dir hoffen gegen 6 Ahr bk ersten leilecgebniiic auS den ländlichen Otten bekanntgeben zu können. Sie Ergebnisse auS den Städten werden voraussichtlich von 8 Uhr an vorliegen Vermutlich wird daS vorläufige Geiamtresultat aus dem ganzen Reich zwischen 1 bis 2 Uhr nachts bei unS einlaufen QH£c diese Dachrichten werden wir durch Aushang an den Fenstern unserer Geschäftsstelle bekamitaeben. Diejenigen Mildü gre, die die Bekannt gäbe deS DefamtrefultateS in der Bacht nicht abwarten wollen, können sich am Montag früh von 8 Uhr an durch ein Sonderblatt unter.richten. Diese» kann in unterer Geschäftsstelle und in den Ubholeftellen in (Smvfang genommen werden. einem Hinterbau deS HauseS Aeustadt 24 ein ziemlich heftiges Feuer vor. daS jedoch in kurzer Feil von der Feuerwache mit Unterstützung einiger in der Bähe wohnender Feuerwehrleute der ®. F. F. und F D F. gelöscht wurde. 6,34 Uhr rückte die Dache auf OswaldS- garten wieder ein. •• Der KreiSfeuerwehrtag in Lich ist vom 3. Mai auf Sonntag. 17. Mai, verlegt worden. — Hundeausstellung. Man schreibt unS: Die Llnrneldungen zur Ausstellung von Hunden aller Raffen am Sonntag, 26. Avril, auf der .Lieb.gShöhe" sind wider Erwarten zahlrnch eingelaufen. Da mir Hunde aus gestellt werden können, die in die Stammbücher eingetragen sind, kommen mir rassereine Tiere zur Prämiierung 3m ganzen sind 360 Tiere aus allen Teilen Deutschlands gemeldet, u. a. ein persischer Dind- himd, von denen ei nur vier Stück in Deutschland gibt. Bei dem billigen Eintrittspreis von 50 Pfennig ist eS jeden Interessenten möglich, die Hunde zu besichtigen und der Prämiierung beizuwvhncn. (Siehe heutige Anzeige.) •* Lullen-Auktion in Lauterbach. Am Mittwoch. 29. April, vormittags 11 Uhr. findet in Lauterbach die zweite Bullen-Auktion des Landwirtschaftskarnmer-Ausschusies für Oberhesien in diesem Jahre statt. (Siehe heutige Anzeige.) Zum Verkauf gemeldet sind 44 Bullen des hessischen Fleckviehschlages (Simmentaler) aus den bekannten guten Zuchten der Kreise Lauterbach und Alsfeld und drei Eber des veredelten Lanbfchweines. Gemeinden und sonstige Interessenten ist bei größter Auswahl beste Gelegenheit geboten, hochwertiges Zuchtmaterial zu erwerben. Q Zum Der kehr mit Vieh und Fleisch. Dem ReichSrote ift der Entwurf eines KcfeheS zur Arndrruna der Verordnung über den Verkehr mit Vieh und Fleisch ;ugegangen. Die Aufbebund der GenehmigungSrflicht für den Handel mit Lebens- und Futtermitteln durch die Verordnung vom 26. 3uni 1924 hat Veranlassung gegeben, die Frage zu prüfen, inwieweit die Sr- laubniSpflicht auch für den Handel mit Vieh und Fleisch beseitigt werden tonnte und die Entwicklung Der Verhältnisse eine Aenderrng der übrigen Vorschriften der Verordnung über Den Verkehr mit Vieh und Fleisch angezeigt erscheinen ließe. DaS Ergebnis der Prüfung hat zur Aufstellung de« Entwurfes geführt, der u. a. folgende neue Vorschriften e.-tthält: Die oberste Landesbehörde kann für SchlachtviÄhmärite zum Zwecke der Feststellung von Preis und Gewicht der Tiere Vorschriften erlassen und Einrichtungen anorbnen. insbesondere den Schlustscheinzwanz und den Handel nach Lebendgewicht vorschreiben. Mer gewerbsmäßig für andere Vieh oder Fleisch ver- äutzert oder erwirbt lKommiisionar) oder gewerbsmäßig den Abschluß solcher Geschäfte vermittelt oder gewerbsmäßig Gelegenheit zum Abschluß von solchen Geschäften nachweist, darf auf Vieh- und Fleischmärkten, auf denen er in einer dieser Arten als Vermittler zugelassen ober in der Regel tätig ist, weder Verkäufe noch Käufe für eigene Rechnung tätigen. fpo. Keine Pfeifer und Trommler im besetzten Gebiet. Pfeifer- und Tronun- lerkorps find nach einer Bekanntmachung des französischen Oberdelegierten in Mainz im beseht e-n Gebiet verboten, soweit sie militärischen Charakter haben. Die Bildung und Aufrechterhaltung von Mu'iüorp» dieser Art, die Beteiligung daran, sowie die Teilnabme an Ucburgen pellen Derstösi? dar. die strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen Ausnahmöwei'c wird den Feuerwehren, die bereits ein Musit- korvs besinen, gestattet dickes bcyubcbalien. Reue KorpS dürfen nicht gegründet iüerben Die Leiter haben den DA^ierlcn von beabsichtigten öffentlid)cn Aufzügen dieser Art zu benachrichtigen. 'Besonders feien Ausflügler und Wandervögel, die daS besetzte Gebiet bc- fuchcn. dringend gewarnt Pfeifen und Tiommeln mitzunehmen. Sic haben nicht nur die Beschlagnahme dieser 3nftrumentc zu gewärtigen. sondern feyen sich auch der Gefahr empfindlicher Geld- oder Gefängnisstrafen aus. - DerHypotdekcngläubiger-und S p a r e r f ch u tz ve r ba n d für das Deutsche Reich, Landesverband Hefs:n (Heiiifchcr Sparerbund) ist jetzt in das DcreinS- rqjiftet eingetragen w-rden. Der Dorstand bestecht auS: Provinzialdircl tor i. R Geheim rat Wilhelm Best. Professor Friedrich Axt, Oberst a. D. Heinrich Wrz 0 dek. Derwal- tungsinspekwr ßubtoig 2 il 0 lah . Chcmilcr Dr. Karl Schnerr. Anna Walz, alle in Darmstadt. und Iustizinspektor Leonhard 2 ost in Grotz-älmstadt '* Das Wetter in Hessen 1924. Nach Mitteilung der Hess Zentralstelle für die Landes- statistik liegen im Jak ne 1924 die Jahresmittel des Luftdrucks 0,1 bis 0,2 Millimeter über den 20jährigen Mitteln (1901—20). Noch war der Barometerstand im Juni und Oktober und abnorm hoch im November und Dezember: tief im Februar, April, Juli, August und September. Die Jahresmittel der Lufttemperatur liegen 0,5 bis 1,0 Grad Celsius tiefer als der Durchschnitt. Das Jahr war also kalt, relativ am kältesten in der Ebene. Zu kalt waren Januar, Februar. Marz, April, August, November und Dezember, besoders zu falt waren Januar, Februar und August. Zu warm waren Mai und besonders Okwber. Die Zahl der Frost- und Eistage war wesenttichcr grötz^r, die der Sommertage kleiner als im Dorjahre. Die durchschnittliche Bewölkung war normal, geringer als im Vorjahre, die Sonnenfchein- dauer etwa 2 Prozent gröher als 1923. Es gab mehr heitere und weit weniger trübe. Tage als im Jahr 1923. Das Jahr 1924 war feucht. Wrofi war der Niederschlagsüberfchufj im April, Mai, Juli, August, Oktober und November. Zu trocken war Januar und ganz besonders Dezember. Die Gewittertätigkeit war weit bedeutender als im Dorjahre: die Zahl der Hagelfälle gering. Die folgende Zusammenstellung kennzeichnet die Monate und damit das Jahr. I a - n u a r: Ziemlich trüb, sehr falt, trocken. Februar: Ziemlich trüb, sehr falt, ziemlich trocken. März: Heiter^ falt, ziemlich trocken. A p n l: Wolkig, kühl, feucht (beianbers rm Odenwald). Mai: Warm, feucht, gewittereich. Juni: Heiter, normal warm, ziemlich feucht, gewitterreich. Juli: Ziemlich bewölkt, normal warm, ziemlich feucht, gewittereich. August: Kalt, sehr feucht und gewitterrcich. September: Wolkig, normal warm, ziemlich feucht. Oktober: Wolkig, warm, zuerst trocken, zuletzt feucht. November: Trüb, kalt, nach den drei ersten sehr feuchten Tagen sehr trocken. Dezember: trüb und nebelig, kalt, autzerordentlich trocken. Turnen, Sport und Spiel. Siebener Leichtathletik. Die lachende Frühlinassonne hat nun auch die Jünger der Aschenbahn in chr eigentsichcs Betätigungsfeld zurückgefuhrt. Der Gießener Sportclub von 1 900, der feit Jahren Öen Gdelsport Leichtathletik so betreibt, wie cs dieser Art der Leibesübungen gebührt, wird erst recht im Jahre seines 25jähr. Jubiläums alles daran sehen, sich auf der stolzen Höhe zu halten. Alle Voraussetzungen und Bedingungen, die der moderne Leichtathletikbetrieb erheischt, find erfüllt. Dem neuen Abteilungsleiter, Berw.-Jnspeltor Müller. wird eine Reihe erfahrener Leute, wie Wallenfels, Fischer, Becker zur Seite stehe», deren sportliche Auffassung und Schulung die beste Gewähr dafür bieten, dah sich der ganze Betrieb in den gewünschten Bahnen bewegt. Vor allem wird, wie bisher, der Jugend besonders Interesse bei forgfamftcr ilrinrr- wachung entgegengebracht werden. Gleichmätzig gute KörperauLbildung ist hier der oberste Grundsatz. 3n diesem Zusammenhang fei auf cinep Irrtum hingewiesen, in dem wohl die mmten Eltern befangen sind. Sie fürchten nämlich, ihr Junge werde oder müsse sich überanstrengen. Demgegenüber sei festgestellt, dah erstens bei einem ordnungsgemäßen Trainingsbetrieb, wie ihn die Athlcnkadteilung de» S. 4. 1900 pflegt, feine Gelegenheit dazu geboten ist und dah zweiten- die Gefahr im Wcttkainpt durch die neuesten Bestimmungen der Deutschen Sp-^rtbcbördc für Leichtathletik volllpnrrncn beseitigt ift. Der Stamm der Aktiven, der mit jedem Jahre Zuwachs erfährt, kann sich mit der Zett auf allen Gebieten sehen lasten. Asterbings toerben die Sprinter auch in diesem Jahre die Hauptwasfe bilden, und cs dürfte nicht schwer fallen, bald zehn Leute hcrauszudringcn. die die 100 Meter unter 12 Sekunden laufen. Aus dem -lmtsvcrknndigunsisbltttt. • Das Am tsvcrkündigung-blatt Rr. 33 vom 24. April enthält: Matznabmen gegen die Maul- und Klauenseuche. — Amtstagc der Hess Versicherungsanftalt. — 5> traft.rnfperre. — Kreisfeuerwehrtag. — ArbeitSauSrüstung der Votftandsarb:iter. — Verordnung über ausländische Arbeiter. — Beurlaubung der Lehrer und Lehrerinnen. Gefunden, verloren Dienstnachrichten. ------- .. «5 Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde». (Heften. Sonntag, den 26. April. Misencorbia* Domini. Stadtkirche. 8: Pfr. Decker Zugl- Lhristen. lehre für die Reukonsirmierten au« der Markus- gemeinde. 9'Pfr. Mahr. 11: Kindersirchc für die Matthäiwgerneindc. Johanne-kirche. 8: Pfarrass. Schultheis. Zugl. Ehristenlehre für die Reukonsirmierten aus der Johannesgem. 9'/t: Pfr. Bechtvls- heimer. 11: Kinderkirche für die Lula-gemeindc. Pft. Bechtolsheimer. 8: Bibelbesprechung im Jo» hanneSsaal. Pfarrass. Hertel. — Kirchberg 10. 11: Heilig. Abendm. f. d. Jugend von Staufenberg. Mainzlar nachm. 1 . - Watzendorn-Garbenteich. Watzenborn - Steinberg: 1. Garbenteich. S Beichte anschlieftcnd Gottesdienst u heilig. Abendmahl der Verheirateten. - Wieseck. 9: Deichte 9'/, JmQIn- schluft Feier deS heil. Abendmahls. (Opfer 1ür die cvang. Gemeinden im Au-land.) I1/,: GotteSdienstl. Feier der Ausnahme der Kleinsten in die Schule. Katholische Gemeinden. Gtetzen. SamStag, den 25. April. 4', u. 7 Deichte. Sonntag, 26. April. 2. Sonntag nach Ostern. 6* . Beichte, 7 Messe, Komm, der Jungfrauen, 8 Kom.. 9 Hochamt m. Predigt, 11 Messe m. Predigt, 2'/, Ehri- stenlehre u. Andacht. Donnerstag nachm. 5 Deichte, Freitag 7 SegenSamt, abends 8 Maiandacht — Vrünberg, 9* Messe m. Pred. 1 - —- " »>. .. i ÄcottS Smulf ion (Deutsches Fabrikat) & MP erfreui sich seil 5 Jahrzehnten in allen KuifurUnderr der WcM 1 LJ der unßefefUen Anerkennung der Herren Aerxte. Kräftige Knochen bekommen die Kinder bei regel- mflbtgem Einnehmen von Scott s Emulsion St6n- dig laufen neue Bestätigungen hierfür ein. 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Beileidsbesuche dankend verbeten. 03613 Die Beerdigung findet Montag, den 27, April 1925, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhöfe statt Am 23. April verstarb nach kurzem Krankenlager an den Folgen einer tückischen Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel Johann Weber im Alter von fast 60 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen: Marie Weber geb. Köppgen. Gießen (Krofdorfer Straße 17), den 24. April 1925. 03677 Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. April, nachmittags um 2 Uhr, in Hörnsheim statt. Dort in jenen sel’gen Höhen werden wir uns Wiedersehen. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine innigstgeliebte Frau, die treusorgende Mutter ihres Kindes, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Emma Schäfer geh. ßümbel im blühenden Alter von 25 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen der tieftrauemden Hinterbliebenen: Wilhelm Schäfer und Kind. Hörnsheim, Lützellinden, Lang-Göns, Großen-Linden, 23. April 1925. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Geißler V. Familie Wilhelm Hofmann. Lollar, den 24. April 1925. Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. April 1925, nachmittags 3*/a Uhr, statt. 4285 D Todesanzeige. Gestern vormittag entschlief sanft unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Ludwig Geißler III. im 82. Lebensjahre. Tüchtiger Hriseurgehilfe oder [4281D Volontär in angenehme Stellung für sofort ges. Albert Seit» Wwe. Frtteurgeschäsi, AlSscld lOberh.). MWMt sucht 103680 Albin Klein, (Eichen. zelüiuelv.-LeWU- gefucht. Schriftliche Angeb. unter 03629 a o. Glotz. An», erb. Erbsenreifer Bohnenstangen Staketenlatten liefert ab Lager Earl Haasjr., Bietzen Frankfurter Str. 59. agl9c Telephon 1682, Vertreter und stille Vermittler für Gietzen und Umgebung von alter, erstklassiger Ver- sicherungS-Akt.-Gesellfch. aller Branchen gegen hoho Provision für sofort gesucht. 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Das Holz ist mit Rinde gemeffen und geschält. Angebote sind verschloffen mit der Aufschrift Holzverkauf bis spätestens Samstag, den 2. Mai 1925, mittags 12 Uhr, der unterzeichneten Bürgermeisterei einzusenden. Zuschlagsftist 5 Tage. Die Derkaufsbe- dingungen der Gemetnde werden durch Lin- reichen von Geboten anerkannt. Auskunft erteilt nach vorheriger Benachrichtigung der Gemeindeförster Diehl, Gedern. Gedern, den 24. April 1925. . 4991D Hess. Bürgermeisterei Müller. Lohrindenverkauf. Der diesjährige Lohrindenanfall ein» zelner Gemeinden der Bürgermeisterei Rechtenbach soll im Wege des schriftlichen Angebots verkauft werden und zwar aus den Gemeindewaldungen: Dornholzhausen etwa 140 Ztr. 16jähr. u. Ebersgöns Groh-Rechtenbach Rieder-Kleen Ober-Kleen Reiskirchen Vollnkirchen Volpertshausen Weidenhausen „ 100 u 27 . „ 150 . 17 . w 120 „ 17 „ » 35 . 17, . 250 . 17 . „ 120 „ 18, „ 90 , 15 „ „ 90 . 15 u m 90 . 15. Die Äaufbedingungen, denen sich die Bieter zu unterwerfen haben, sind von dem Bürgermeisteramt Groh-Rechtenbach gegen Voreinsendung des Portos zu be- 2 Monate alt, zu verkanten. «*«.• Wilhelm Habn Zlroidorf 24. 453lmtnet-0au5 mit sos. beziehbarer beschlag nabmefreler 4-Zlmmer-Wobnung zu verk. Schr. Ang. u. 03649 a. d. Gietz. An,. BnngeMe am Aulweg, zirka 5000 qm, ungeteilt, zu verkaufen. Schr.Angeb. unter 03643 a. d. Gietz. Anz. AslklMM mit Aufsatz, f. Äuto- droschke geeignet, im Auftrag zu verk. O. Faber o« Fahrzeugbau Gietzen, Mühlstr. 22. 2 Schreibmaschinen, Be.ge, Eaudollne, Zither, Fahrrad, Zentrifuge, Auzug, Schuhe bill. zu verk 038K Eaisorallee 18 p. Leitspioilelbank sehr gut erhalten, vrelSw. abzugeben. Zu er fr. I. d Ge- schäfiSst. d. G. A.,«g, ziehen. Angebote im einzelnen oder insgesamt sind verschloffen mit entsprechender Aufschrift bis zum 6. Mai 1925, an welchem Tage vormittags 10 Uhr die Eröffnung der Gebote erfolgt, an den Unterzeichneten einzureichen. Groh-Rechtenbach (Äreiö Wetzlar), den 23. April 1925. 4267D Der Bürgermeister: Schneider. Eine im Kochen, Backen u.Elnmachen durchaus selbständige, ältere 4280V Wil ode. WMIteM au möglichst sofort. Eintritt gesucht. Frau Dr. C. H. ^’einmüller Guranrsbachi. Rheinland HauS Waldfried. Zum 15. Mai oder L Juni [03653 perfette llöchin die auch HauSarb. mitübernlmntt, ges. Güdanlage 11 I. Ordentliches Mädchen für tagsüber gesucht. 1MD (tzntbardt, Seltersweg 38111. Suche zum 15. Mai zuverlässiges tffliäcta Selbständ. Kochen nicht erforderlich Fran Er. Koebler-Kaetz, Frankfurter Str. 44' Braves, ehrliches WB unter 20 Jahren von nutzerbalb f. kleinen Haushalt sofort ges. Schiffenberger 4D Mädchen nicht unter 18 I., für alle Arbeit bei gutem Lohn tt. guter Behänd!, f 15. Mai aes.<2Er.".,2Ktnder.) Zron Siuölenmt Lion, Butzbach. Kaiserstratze 7. kWessstMk« o. -mflöHen gel. Studentenheim OiM7 Burggrabenll. In kleinen HauS!'. <2Pers.) gut empfobl Rädchen evtl. 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Harnack schreibt in der Frankfurter Zeitung: Die bevorstehende Aeichspräsidentenwahl nötigt jeden Wähler, zwischen zwei Kandidaten die Entscheidung zu treffen — Hindenburg oder Marx! —, und er muh wählen; denn wenn er sich der Wahl enthält, ist er mitschuldig an einer Zufallswahl. Die Frage nach der Konfession des zu Wählenden darf keine Rolle spielen, — sie würde für die eoange- lischen Deutschen auftauchen müssen, wenn neben dem Katholiken Marx ein protestantischer Staatsmann von den gleichen Qualitäten ausgestellt wäre; aber wir können bei dieser Wahl nicht nach unseren Wünschen aussuchen, sondern müssen zwischen zwei gegebenen Kandidaten wählen, und da gibt es keine Wahl, sondern es gibt nur Marx! Uebrigens ist es nock fraglich, ob die Erhaltung der religiösen, staatsbürgerlichen und kulturellen Freiheiten durch einen Deutsch- nationalen sicherer gewährleistet wird als durch einen Katholiken, und ob jener kräftiger für den inneren Frieden auf der Höhe geistiger Freiheit sorgen wird als dieser. Daher sind in der Lage, in der wir uns bei dieser Wahl befinden, alle konfessionellen Bedenken zurückzustellen: Auch von den evangelischen Deutschen __muh Marx gewählt werden!______ Volksblock Wähler und Wählerinnen, die am Gehen gehindert sind und das Wahllokal nicht aufsuchen können, werden auf Wunsch abgeholt und an das Wahllokal gefahren. Anmeldungen werden im Wahlbureau, Hessischer Hof, Frankfurter Straße 7, Telephon 766, entgegengenommen. MWWWWMMM j Verschiedenes! Zurück! Dr. Mitin Augenarzt Friedberg Kaiserstr. 115 Sprachst. 10 -1 und 3—5 Uhr. Sranzöstftb Enalilck erteilt Sind. Lange. AuSlandsvrariö, prima Referenzen. SchrlftL Angebote u.036Jla. Gietz. Anz. 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Imkncrhin sei aus eine überaus 6c- djlenßmerte Untersuchung kürzerer Art des befann- in Volkswirtes Dr. M e I ßi n g e r verwiesen, aus tt einmal hcroorgeht, daß schon vor dem Kriege tr Lohn des deutschen Arbeiters, wenn man den rflli|d)en gleich 100 (eßt, bedeutend tiefer stand, owlich zum Beispiel im Maschinenbau 85, in Frank- ?n d) 79,7, in Belgien 63,2, wahrend zweitens Mei- iigcr daraus Hinweisen kann, daß „her deutsche ge- irnle Arbeiter heule mit seinem Tariflohn hart am. Die Furcht vor der deutschen Konkurrenz geht oeder einmal um. Ganz besonders in England, du sie eigentlich niemals erstorben ist. Sie hat vor ein Weltkriege unter der Parole gestanden, daß die rutschen STarleOe mit ihren, „Dumping“, die chutzzolle und Aussuhrpramien des Staates das infaire“ Element bildeten, das zur Furcht vor dem ätschen Wettbewerbe berechtige. Dann kam nach em Kriege die Inflationszeit mit der Furcht vor -m „Valuta.Dumping“, und heute unter reorganisier, Wahrungszustänben Deutschlands ist es der rungerlof)r," des deutschen Arbeiters und die lange «beitejeit, welche zum Schreckgespenst werden. Es wäre leichtfertig, die Bedeutung dieser Aus- Ubsuorftdlungen zu unterschätzen. Denn sie haben ineswegs nur argumentioe Bedeutung. Sie sind ui, nicht etwa nur aus Unternehmerkreise ' chränkt. Im Gegenteil, die ausländische Arbei- e r s ch a s t verlangt von der deutschen die Einsüh- Ing des Achtstundentages, nicht so sehr, r dem deutschen Arbeiter, dem man bisher das ^arbeiten der Reparationen noch nicht erleichtert j eine soziale Errungenschaft zu vermitteln, als elrreljr, weil man in der Verkürzung der Arbeits- Lt d i e wirksamste Waffe gegen den eutschen Wettbewerb“ sieht. Andererseits Mch ziehen die englischen Unternehmer aus der Ule von der unfairen deutschen Arbeitskonferenz ipilal, indem sie dieselbe zur Grundlage von Bc trbungen schutzzöllnerischer Art — auf Grund des ifeguarbing os Industries — machen. Gründe genug, welche unsere Regierung ver tiilaflen sollten, dieser ganzen Argumentation wirk- in entgegenzutreten. Aber wie Immer bei uns, > im eine volkswirtschaftliche Untersuchung am 11 eße wäre, tritt tiesstes Schweigen an t eile der zu erwartenden Aufklärung. Es kann :lres verschiedenllich Personen aus den, (Hegen- hi verwiesen, denen man gewiß eine Autorität f rr absprechen wird. In den Generalversammlungen .^reicher englischer Banken haben die Vorsitzenden Den Ansprachen an die Aktionäre betont, daß die -gierigen deutschen K r e d i t v e r h ä l t. Q'' le noch für längere Zeit ein „Handicap“ für die 3c. !he Industrie seien. Ferner wäre immer wieder iließe, wenn man nämlich wirklich der Lohnhöhe u fundamentale Bedeutung beimißt: So bezieht :f 3 L 3 sh erhält. Aber immer wieder muß und müßte betont iffen Vorsprung in bei, Arbeitsausgaben wieder i>tthnad)cn, und Ddtße besonderen Umstände innerhalb her beut- Hen Produktion, ganz un ab hängig von b e r o ß n f r a g e , die Konkurrenzfähigkeit ber beul- hcn Industrie in durchaus gerechtfertigter Weise ?r ungelernte sogar über dem Friedensreallohn .hl". Bei den Effektioverdiensten würde nach Mei- ■ngcr sich das Bild noch stärker zugunsten unserer rbeiter verschieben. Ferner sei hier nach Angaben nzlischer Quellen daraus hingewiesen, daß heule Arbeitskonkurrenz anderer Länder weit gc- 01 Nachdruck barzulegen, wie sehr heute Deutsch- dadurch gegenüber der Vorkriegszeit benach- ist. baß es bic wichtigsten Rohstoffe — in 1 ''iLinie Eisenerze — vom Auslanb kaufen : Wenn freilich, wie der „Economist“, ebenfalls ß drm genannten Artikel anbeutet, es wahr fein | tie. daß sowohl die französische wie die belgische iiiirung „Reparationskoksliescrungon .zur Unter* | i iing ihrer Eisen- und Stahlindustrien benutzt 1 l-i“, fd würde damit ein Moment gegeben fein, I k )en Vorteil, den die englische Eiseninbustrie aus Ii geIifcher Ehrist“. Dicfcr Vortrag hat einen starken Eindruck auf die Zuhörer gemacht — In der hiesigen Volksschule mürben 14 ABE-Schüßen ausgenommen. Die Gesamtzahl bcr Schuler in ben 5 Klassen ber Volksschule beläuft sich auf Inh. Die Mädchenfortbildungsschulc besteht aus 2 Klassen mit 45 Schülerinnen. Den Vtanbarbrits- unterricht erteilt Frl. Mootz aus Gießen. Die A 11 gemeine F o r t b i l du n g s i ch u I e besteht aus 2 Klassen unb wirb von 35 Schülern, bic gewerb 1 iche Fortbildungsschule befiehl aus fünf Klaffen unb wirb von 80 Schülern besucht. Die '2Ul gemeine Fortbilbungsschulc wirb von hiesigen Lehrern geleitet. Den Fachunterricht erteilen auswär tige Herren. Die Schüler bes Fachunterrichts sind meistens auswärtige, man hat ihnen in an (gegen fommenber Weise ben Unterricht zusamen^ttgt. Der heutige Viehmarlt war mit 434 er Irin unb 2 Stück Rinbvich befahren. Es wurden fiu Ferkcl von 6—7 Wochen 30 Mk.. von 7—8 kodiert .‘>5 Mi , von 8—9 Wochen 42 Mk., von 9—19 Wochen 50 Mark unb für Läufer 60 Mk. gcu cher Verein auf bringen muß. Der Direktor d^es Polytechnikums hat darum nachgesucht, daß den Studierenden d?r Anstall dieser Platz für einen 2lachmittaa in der Woche überlassen werden folL Rach läng Tret Debatte wird der. Antrag des Polytechnikums abgelehnt. der Arttrag des ,Vereins für Bewegungsspiele' un. ilcberlaffung des Platzes ,e- jedoch genehmigt es soll diesem Verein ocr Wunsch auSgcdrirckt werden, dem Polytechnikum in tiefer Beziehung freiwillig entgegenzuk:mmen. — Die städtischen Vergebungen sollen sür die Zukunft in den hiesigen Blättern ausgeschrie- TJerkuuf dur^b unfere Jdbrrad - O(an dl er FAHRRÄDER QuelnAtyT-A'-i«« von Weltruf Elegante neue Modelle w leligiow I'.chen ß am wähl. Montag, 27. April: einen Schuf) Der Mann 1 einer wurde ihre Berufung z u r ü ck g c w i es e n. Platze Amtsgericht Wetzlar Briefe —... —--------„ scheint die Arlache zu der Muttat gewesen Scheine am Lahmhof gdunhen yu haben 21 ui der Polizeiwache bat er, au^ tret en zu dürfen.! hierbei versuchte er, sich der Scheine zu entledigen, indem er sie in den Kohleneimer warf. Gr i?ßer Zeugenapparal, namentlich von Bekannten, aufgeboten worden war, bsn werden, nur tn Ausnahmefallen auch in auswärtigen: bei bsfoberen Arbeiten kann auch ein engerer Wettbewerb stattfinden. — Eine sehr i ausgiebige Aussprache verursacht der nächste । Punkt „Dicht! knien fftr Vergebung von Wohnungsbaubarlehe n" Vs ist vorgeschlagen, den Baulustigen Kapital zu 5 Proz. zu gewähren, während die Stadt selbst 11 Proz. bezahlen muh, also 6 Proz. auf den städtischen Voranschlag übernehmen muß. Die Brlechungs- grenze soll 75 Prvz. betragen, die Abrentung 1 Proz. lieber die Höhe der BeleihungSgrenze gehen die Meinungen sehr auseinander, da man sie für zu hoch hält. Beigeordneter Dr. Leucht- g e n s beantragt 60 Proz., da sonst nmncher zum Bauer, verleitet würde, dem es nachher an den nötigen Mitteln zur Durchführung d-s Baues fehle. Schließlich wird der Antrag des Fltmrrz- ausschusses mit 75 Proz. genehmigt. Bau- lustige sollen bis zum 1. 3unt um Genehmigung des Bauzuschusses nachkommen: sollte daS zur Verfügung stehende Daukapital nicht gang in Anspruch genommen werden, so wird die Stadt für daS noch zur Verfügung stehende Geld entsprechende Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen bauen. — Als Beitrag zu den Kosten der Pflasterung der durch den Stadtteil Sauer» Lach ziehenden Fauerdacher Straße, die durch den Kreis vorgenommen wird, gewahrt die Stadt einen Zuschuß von 27 000 Mk. Da die Behandlung einzelner Punkte der Lagesordnung ziemlich lange Zeit in Anspruch genommen und ein Teil der Stadtverordneten am Abend noch andere Verpflichtungen hat, wird die Sitzung vor Erledigung der Tagesordnung um 7 injr abgebrochen, der Rest d-r Tagesordnung soll in einer am nächsten Montag ftattfinbenben Sitzung erledigt werden '*! Bad -Nauheim , 24. April. Die Arbeiten an der Erbauung des städtischen Volks - bades. das hinter dem Konitzkystift erbaut wird, sind in vollem Gange. Das Bad erhält einen Wasier- bebälter von 60 Meter Länge und 25 Meter Breite mit 3000 Kubikmeter Wasserinhalt. Er wird aus dem großen Teich gespeist und fließt in die Ufa ab. Die Kesamtkosten belaufen sich aus 55 000 Mark. Arcis *Si’s ’ W-'a. !! DÜ.di n gen, 24. April. Vor lurzer Zeit ging die Rachricht durch die Presse, daß zwischen Lißberg und Hirzenhain Werber für die Fremdem Legion aufgetaucht seien. Die genauen amtEchen Feststellungen ergaben felgendes Bild: Ein «aus Wenings gebürtige Bauersmann sah Lus der Landstraße kurz hinter Liß» berg ein mit zwei Herren und zwei Damen besetztes Auw', halten. Der Lenker des Kraftwagens sprach den Borbeigehenden an und bot ihm nach längerer Lirsterhaltung allerlei Eßbares, sowie einige Zigaijren an, die der Bauersmann auch annahm. DiÄ in der Presse aufgestellten Behauptungen, Daß die Zigarren den Knecht des Mannes, der sie geraucht hatte, in einen zw erlag ig en Sich l a f versetzt hätten, stellten ich als volllommsi haltlos heraus. Alle vorliegenden Feststellungen berechtigen keineswegs zu Der Annahme, daß man es rn dem erwähnten Falle mit Webber für die Fremdenlegion zu tun hat - Wye bekannt, finden die Reuwahlen der Bürger in erst erei im Laufe dieses Sommers statt. Als Wahltag ist der 1 4. 3uni in Aussicht gekommen Sowohl auf dem Lande, wie in unsere, 2 Städtchen bemerkt man schon eifrige Vorberellgrngen zur Wahl. Was Büdingen anbetrifft, so wnüd der langjährige Bürgermeister . F e n d t sich n i cch t w i e d e r a u f st e l l e n lassen. Es dürfte nicht ausgeschlossen sein, daß für Du- i dingen die Stelle, ^ines D e r u f s b u r g e r m e r - sters ausgeschrieben wird, wenn sich hiergegen i auch noch viele rStimmen erheben. Als sicher fanbitieren Rechttzmiwalt Koch und Versiche- r rungsvertreter G'tkorg Hildner (Sozialdemokrat). Außerdem werden noch mehrere andere -Kamen genannt. mw* Lchottcn. wg. Gedern^ 24. April. In die hiesige Hoskaplaneischule (Privatschule rmt Lehrplan der Realschule)' tonnten zu Beginn des - neuen Schuljahres .«uf Grund einer Aufnahmeprüfung 13 neue »Schüler ausgenommen werden, und zwar 7 Pi die Sexta, 4 in die Quinta und 2 in die Untertertia. Die seit Ostern 1924 neueingerichtete Llntewsekunda wird zur Zeit von 6 Schülern besucht, bfcnen es ermöglicht ist, nach erfolgreichem Besuch dieser Klasse die sog. Reichsverbandsprüfuntz» (9. (Hefag) wird tm Laufe des Monats Mai den FluHbetrieb mit einem Verkehrs« und vier SpartfluZeugen aufnehmen. Die Sportslugzeuge werden von Ehemaligen Kriegsvilo- fen geführt, die dem Hessen fHneger-Verein für Luft- ♦ Darmstadt, 24. April. Der JustiMretar Heinrich Ludwig Scheuer aus Mainz, der am Amtsgericht Langen tätig war, hatte sich vor dem Bezirksschöffengericht wegen Verbrechens im Amt nach §348 ,Abs. 2, 349 StrGB. zu verantworten. Scheuer Haie schon in Mainz bei der Sparkasse eine Betrügerei begangen und war dafür 1919 zu drei Jahren Gefängnis verurtellt worden. Jetzt hatte sich Scheuer von einem Bäckermeister, der zu 200 Mark Geldstrafe verurteilt war, 100 Mark geben lassen und dafür die 2l k t e n über diesen Fall beteiligt Das Bezirksschöffengericht verurteilte Scheuer zu Jahr Zuchthaus und 200 Mark Geldstrafe. mannGrotzfeuer aus. Das Sägewerk mit gro- fjen Holzvorräten sowie die Tischlerei sind ooll- tönbig medergcbrannt. Auch das Wohnhaus wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden ist beträchtlich. Die Ursache des Feuers ist noch unbekannt. ____ ... Worms, 23. April 'WTD.) Ern tzicsiger Bierfahrer versetzte während eines Streites einem Landwirt aus Monsheim eine derart starke Ohrfeige, daß er tot zu Boden fiel. Ob ein Herzschlag oder der mächtige Schlag die unmittelbare Todesursache waren, ist noch nicht efigefteHt worden || Marburg, 24. April. Unter Hinweis aus den Beschluß der Dertreterversammlung des hes- Heben Dolksschullehrervereinsm Hanau, in dem die baldige Gründung einer P a 0 a - goaischen Akademie in Marburg ermar- :et wird, beschäftigte sich auch die Stadtverordneten Versammlung mit dieser Frage. Wie oesaat wurde, rechnet man mit einer jährlichen Be- uchszifser von etwa 200 studierenden Lehrern. Aus ikonomischeu und unterrichtlichen Gründen sei die Anlehnung dieser Akademie an eine vorhandene Universität das gegebene und für Hessen-Nassau käme deshalb die Landesuniversität Marburg m Frage. Wie der Vertreter des Magistrats müteilte, hat sich die Stadt schon seit einiger Zeit um diese Sache bemüht und verfolgt sie weiter. bl. h e r b o r n , 24. April. Man plant hier die Errichtung eines A l t e r s h e i m s und einer Herberge für Wandernde. Dementsprechende Räumlichkeiten wurden bereits angetauft, so daß mit der Einrichtung und Freigabe in Kürze zu rechnen ist. — Der Staat läßt zur Zeit für Beamte der Post ein Doppelwohnhaus erbauen. Verschiedene Eisenbahnbeamte errichten sich selbst ein Eigentum. __,v fpd. Frankfurt a. M., 24. April. 3n einem Hause der Schwalbacher Straße fam eL zwischen dem schon lange verfeindeten Packer Wilhelm Lein und dem Arbeiter Hans Cns- lin zu ernsten Streitigkeiten, in dwm Verlauf Cnslin feinem Gegner ein OK elfer in de,r Kopf stieß, so daß der Tod nach kurzer <>ett eintrat. Der Täter wurde verhaftet. Auch die Frau mußte in Schutzhaft genommen werden, da die Volksmenge eine immer bedrohlichere Haltung gegen sie einnahm. - Rls gemeingefährlicher Heiratsschwindler wurde der Arbeiter Max Reve aus Würzburg entlarvt. Durch Zeitungsanzeigen suchte er f-tue Opfer, versprach ihnen die Ehe, pumpt - sie gründlich an und lieh sie dann mitleiDslos sitzen. Die Briefe seiner Opser läßt er sich auf Postschließfach 436 in Frankfurt schicken. Bisher konnte der Bursche noch nicht ermittel.t werden. Hier sind gefälschte 50-Diilionen- scheine in großen Mengen festgestellt worden. Die Fälschungen sind im allgemeinen gut nach- geahmt und weisen nur auf der Rückseite einen etwas undeutlichen Druck auf. — Die Zunft der Taschendiebe hat sich diesmal auf der Messe ziemlich „anständig" benommen. Wohl tarnen die üblichen Diebstähle vor, doch war die Deute nicht besonders groß. Die internationalen Diebe fehlten völlig, diese weilen in Italien, wo ihr Geschäft in Rom bet dem starten Fremden- besuch glänzend geht. spd. Frankfurt a. M., 24. April. Ein furchtbares Drama trug sich heute nachmittag kurz nach 3 älhr in der Wohnung des Rervenarztes Dr. Max Sichel, Dockenheimer Landstraße 55, zu. Während Dr. Sichel eine Dame behandelte, drang ein gewisser Kuhn, dessen Perfonallen noch nicht näher festgestellt werden konnten, in das Sprechzimmer ein und gab ohne weiteres einen Schuh au s den Arz t ab, der in den Unterleib getroffen wurde undbalb an innerer Verblutung verstarb. Der Tater flüchtete, wurde aber auf der Straße von dem Kraftwagenführer des Arztes und einem Schuhmann gestellt. 6v richtete die Waffe ayf den Beamten, die Waffe verfagte, dann Jfloj) er in den Vorgarten zurück und gab. < " Ä auf s ich ab, der den Kopf traf, wurde lebensgefährlich verletzt und kam nach dem städtischen Krankcnhause, wo er gegen 6V2. Ahr feinen Verletzungen er tag. Es konnte bisher feftgefteKt werden, daß der Later bet der Firma Maysahrt in Mainkur beschäftigt war und eine Fahrkarte Gelnhausen—Frankfurt bei sich führte. Der Mörder stand in Behandlung um) sollte, wie wir hören, auf Antrag Dr. Sichels Anstalt zugeführt werden. Diese in einem i Dr Sichels an Kuhn kundgegebeue Absicht em ..hoch Mussolini" neben einem ,^)och Lenin", und nicht selten findet sich em „Es lebe Matteotti" gar nicht weit von einer Aufschrift, die den Mörder des Sozialistenführers mit den Worten „Es lebe Dumini'/ verherrlicht. Und nicht nur die Dinge „großen Politik" werden hier an den Wänden verewigt, sondern auch über' die Wahlkandidaten der einzelnen Städte finden sich höchst ungezwungene Bemerkungen, und bald wird der Cavaliere Pietro ein Esel genannt, während seinem Gegner, dem Commandatorc Paolo die stadtbekannte Untreue seiner Frau in höchst drastischer Weise vorgehalten wird. Ganz so war es unter der Herrschaft des Titus, wenn man nach dem urteilen kann, was uns an den Mauern von Pompeji aufbewahrt geblieben ist. Man schrieb im Vorbeigehen das auf, was man über den oder jenen Kandidaten dachte, und man wollte natürlich durch diese Kundgebung die anderen beeinflussen. Beschimpfungen wechseln mit Empfehlungen. Da liest man z. D. „Den Datinius erbitten als Polizeidirektor alle Spitzbuben", oder einer wird mit der sehr eindrucksvollen Bemerkung zum Bürgermeister vorgeschlagen: „Der wird schon den Knopf auf den Beutel halten!" Besonders merkwürdig ist es urtb wird durch die neuesten Grabungen hervorgehoben, daß die Frauen sich damals augenscheinlich noch viel tätiger an der Politik beteiligten als heute, wo man von ihnen im Wahlkampf verhältnismäßig wenig merft Dabei ist es nicht anzunehmen, daß sie selbst als Wählerinnen mitentscheiden durften, aber die Aufregungen des Wahlkampfes wurden von chnen mit großer Leidenschaft durchgekostet, und hausig liest man an den Mauern, daß Lavia den Titus oder Casus oder Sempronius mit alühenden Worten anpreist ober ihn auch mit Beschimpfungen überhäuft. Die Damen hielten eben damals wie auch heute nur selten den goldenen Mittelweg ein. Ein wenig zweideutig wird die Sache, wenn man eine Wahlinschrift liest, die da lautet: „Den Claudius macht zum Bürgermeister! Ihn empfiehlt „anlmula", sein Liebchen." Es scheinen nicht immer grade die würdigsten Damen Pompejis gewesen zu fein, die durch solche Aufrufe die Vorübergehenden tn ihrem Entschluß zu bestimmen suchten, und wenn die Frauemnschriften an den Mauern des „Viertels des Ueberflusses" besonders zahlreich sind, so erklärt sich das vielleicht daraus, daß hier viel müßige Dämchen herumlungerten, die zu den Politikern der Stadt in naher Beziehung standen und aus ihren Neigungen und Abneigungen gegen den und jenen Bür- der kein Hehl machtem , Nundftmk-Programm des Frankfurter Senders. (Ai der ,Radio»Arnfch ßemnauern die Inschriften, die von den letzten Wahlen noch stehen geblieben sind. Da liest man 12 Uhr: Nachrichtendienst. 3 und 4 Uhr: Wirt- schaftsmeldungen. 4.20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.30, bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert des Hausorchestero:, Operetten. 6 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 6--6.30: Uhr: Die Lesestunde (Die Novelle): „Das alte Bild", und „Der Kirschbaum" von Paul Ernst. 7 Uhr: Wirtschaftsmelduna»n. 7—7.30 Uhr: Uebertranung von Kassel: Stunde der Stadt Stapel. 7.30—K Uhr: Englischer Unterricht. 8.30—9.30 Uhr: Liederabend Jean Stern. 9.30 Uhr: Nachrichtendienst, Wetter-, Meldung. Sportbericht. 10—11 Uhr: Hefeertragung von Kassel: Liederabend. SountaaSdienst d. Aerzte «. Apotheken am 90.4.25 Dr. Geyer. Dr. Neumann. Enaclapotben Zahnarzt: Dr. Haubach, SelterSweg. 99 !)in < .ogrannn Tenders. i. die KZÄ ÄS "7 tann 5 rK: ®Ä^! °°°k« V" 5 11 * wird htirA Wob«,. Ä (i'Vr*Difl «°k> 11 heut? mn “ Zw Mttn, oh« h, ?urdm ton ihZ Sä äis S °7" uwn eint EEl- „Den (HaubiiM empfiehli,Mbnul°' W immer grabe bie * tu fein, *iben in ihrem m, und wenn blt Tib« „WtU btt smd, |o ertürt sit rl mühiyr Dämchen oliMttn der Sich mb aus ihren Hei. > den und jenen 8ür- Antwort. Warum gab Prälat Diehl im Januar 1924 ?. Brentano seine Stimme? Weil dieser seine Bundesgenossenschaft gegen die "eligionsfeindliche Sozialdemokratie versprochen hatte. Warum versagt der Prälat Diehl am 26. April ter Richtung v. Brentano seine Stimme? Weil das Zentrum jenes Versprechen gebrochen und ich.mit der Sozialdemokratie, der alten Feindin kirch- ichen Lebens, verbunden hat. 4282V WtiatoöÖiiiM« Wen. Da es in dem bevorstehenden Wahlkampf um das Schicksal des deutschen Volkes und Vaterlandes geht, fordern wir unsere Mitglieder hierdurch auf, sich an der Wahlarbeit eifrigst zu beteiligen. Wir betrachten es als Ehrenpflicht eines Jeden, sich morgen Sonntag, den 26. April 1925, norm, um 9 Uhr, im Hotel Victoria einzufinden, um dem Generalseldmarschall v. Hindenburg zum Siege zu verhelfen. Jede deutsche Stimme U Mn! Mit und für Hindenburg Mickel, Kirch enrat^ Giehen. 1W-1 BUD ch, etltcrtwM- Prompte Bedienung! Billige Preise? Giehen, Gnauthstrasie Nr. 32. coeib Mit und für 4278D Hindenburg i REINHARDT, CRAMERb. FPAENKEL A. G nodie^1^ Wurz« ede deutsche Stimme A Weotog! Umschau'.» tprll: ranftaltel vorn Don ilählich der (Fröffnung SDtiffion in Dresden rrer Karl JJtibL 350 .30-550 Uhr- Nach. Hestert: NonmnUjche Op. .AGnda" w inne von vssian" vor Inmnt' von Lortzinz. b glückliche Fahrt v« Op. „Luryanl-e' ooi , von Dt. äboll en- lb‘. 6-7 Uhr: Stur* des für Msbüdm (BefW; W* unb voNesang * v. UtbtttirW » „Da» an. Ab 10 Uhr: Ä« jer Neichsprolldenl- FRANKFURT A.M. fertigen seit Jahrzehnten als Spezialität: LADEN-EINRICHTUNGEN Umbauten, Ergänzungsteile Glasaufsätse, Vitrinen usw. 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Evangelische Freunde in Allendorf a. Ld.» Gonterskirchen, Ginarts- hausen, Tandenhausen! Vie Gegenreformation ist auf dem Weg. Collen wir evangelisch bleiben, bann wählen wir nicht Stu oenlrumsmann Marx zum Reichspräsidenten. (Es grillt Luch herzlich (Euer alter Pfarrer B Eigen die Freunde der Barmats, Kuttsker und Genoffen! Der Vorstand 4260V SIKEMKi Kreuzplatz 9/10. a 3eine ^Herren- undiftamenfcfjneiderei 2226V BREMISCHE IKW OtRNHAnO u SO* .Niederlagen: Apotheker B. (Fath, Viktoria-Dragaru, Marktstr. 5: Emil Kara, Oentral-Drogorie, Schulstr. w. Kilblnoer, Löwen-Drog., Seltersweg 79 A: A. Moll, Kreax-Lrogerie, Bahnhofstr. 51: Hana Noll, Nonataflt- Drogerie, Neustadt 28; Apotheker W. Waldsehaildt, Adler-Drogerie, Soltersweg 89; Drogerie Wlalorkofl. Elegante moderne Stutfüfjrung großes £agev in deutfafjen und englifdjen Stoffen fa Qualitäten uKeinricß SKrevert Telepfjon 1323 (yießeTl 3Hoc£ftraße 7 ' H AKIMOl SAUWOHL Leberhqr.- kUrampfriath.-. Vifh/öhrie 4 H.ÄKIMÖ1 J FRANKFUPTMWB y £&]pngerstr 59/61 Zehlungttrieicftterung Webet- niigpJ+Piamos IQ 72-- Landwirte denen das Gedeihen und Wohlbefinden ihres Viehbestandes am Herzen liegt, geben seit vielen Jahren stets 0/e bewahrten Präparate Automobilfabrik Herstellerin zweier Qualitätstypen, eines mittelstarken 10 50 PS 6-Zyl und des kleinen starken 6/30 PS. 4-ZyL, beide mit Vierradbremse sucht für dortigen Bezirk kapitalkräftige, naehweiekar gut eingeführte, solvente Firmen als Vertreter Interessenten wollen Bewerbungen mit allen Einzelheiten und olawaadfroiea Referenzen einreichen unt. B 142 a. d. Ann-Exp. D. Schtirmanu. Düsseldorf 4292 D WMelmMlm- null S|MSlhl!8MWORilgsSeilWkWlI| Ortsgruppe Giehen In ihrer gestrigen Mitgliederversammlung hat die Ortsgruppe fast einstimmig beschlossen, ihren Mitgliedern die Wahl m hinLenburgr zu empfehlen. Marx, der die 3. Steuernotverordnung erlassen hat und ein Feind der Bestrebungen unseres Verbandes ist, kommt für uns nicht in Betracht. Arbeitsvergebung. Zum inneren Ausbau beS Pfarrhauses zu Odenhausen, Kreid Giehen, werden die Schreiner-, Glaser-, Schlosser-, Weih- binder-, Installations-, Tapezierarbeiten und die Beleuchtungsanlage zum öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben. 2In- gebotsvordrucke, Zeichnungen und Bedingungen liegen auf der Kreisbauver- waltung, Zimmer Ar. 18 offen. Ange- botsvordrücke werden daselbst, solange der Dorrat reicht, gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. Die Angebote sind ver- schloffen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen zu dem am v. Mai d. I., vormittags 10 Llhr, stattfindenden Eröffnungstermin einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Lage. Giehen, den 22. April 1925. Kreisbauverwaltung. ____Le 11arins.__4233c Bekanntmachung. Die Aeuverpachtung der Gräsereien in den Gräben und auf den Böschungen der KreiSstratzen des Kreises Giehen soll am Montag, dem 4. Mai b. IS-, ' folgenden Tagen auf weitere 3 Jahre gen. ' e näheren Dersteigerungstermine sowie die Bedingungen können bei den Bauinspektoren der einzelnen Baubezirke eingesehen werden- Auherdem werden die genauen Dersteigerungstermine in den einzelnen Gemeinden deS Kreises in ortS- üblicher Weise bekannt gegeben. Giehen, den 21. April 1925. Kreisbauverwaltung. Cellarius. 4232c Holzfubmiffiou. Nachverzeichnete Holzsortimente in den Waldungen der Gemeinde WieseL lagernd, sollen im Submiffionswege vergeben werden. Los 1 1 Eichenstamm 3. Kl. mit 0,97 Fm. „ 2 1 tiefernst. 3. Kl. (Schnittholz) mit 0,83 Fm. Los 3 2 Kiefernst. 3. Kl. mit 1,61 Fm. Los Los 4 1 „ 4.1 „ „ 0,49 „ 1 » 5 , 0,24 „ 5 11 Fichtenst. 2. Kl. m. 1,371 Fm. 5f 3.....3,871 „ Schnittholz 6 22 Fichtenst. 3. Kl. mit 26,25 Fm. 7 42 „ 4. „ „ 46,16 „ 8 47 „ 4. „ „ 47,82 „ 9 8 w 4. „ „ 9,37 „ 10 69 , 5a*„ „ 47,80 „ 11 37 , 5a>. „ 26,61 , 12 85 w 5a-„ „ 57,65 w 13 52 „ 5a-„ „ 30,20 , 14 27 „ 5a-„ „ 19,76 „ 15 95 w 5b-w „ 32,68 „ 16 192 „ 5b-„ „ 65,52 „ „ 17 30 „ 5b-w „ 12,10 , Die Bedingungen liegen zur Einsicht auf hiesiger Bürgermeisterei offen. Offerten sind verschloffen mit der Aufschrift „Holz, submiffion" bis zum 30! April, vormittags 10 Uhr einzureichen, wo in Gegenwart etwa erschienener Bieter die Eröffnung stattfindet. 4283V Auskunft durch Förster Lotz-Wieseck. Heff. Bürgermeisterei Wieseck. Schomber. Holzsubmission Aus den Waldungen der Gemeinde Steinbach, sollen im Wege deS schrist- lichen Angebots nachstehende Holzsortimente vergeben werden. a) Mefern-Etämme: 3. Kl- - 7 Stück 5,45 Fsttn 4. „ = 38 „ 27,04 . 5. , = 36 . 25,47 , b) Fichten-Stämme: 3. Kl. -- 9 Stück 10,83 Fstm. 4. . — 17 „ 14,25 „ 5a- u. 5-b „ = 61 . 20,11 , Die Angebote sind nach Klaffen getrennt mit bezüglicher Aufschrift bis zum 30. April I. I.» nachmittags 3 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureichen. Zu- schlagsfrist 3 Tage. Bedingungen können vor dem Termin eingesehen werden- Steirrbach, den 24. April 1925. Bürgermeisterei. Krämer. 42840 Bullenverkauf. Die Gemeinde Heuchelheim verkauft einen Dullen auf dem Submiffionswege. Angebote mit Preisangabe für den Ztr. Lebendgewicht find schriftlich bis zum Dienstag, dem 28. April 1925, mittags 12 Ahr, bei der Bürgermeisterei einzureichen. Heuchelheim, den 23. April 1925. ' Hessische Bürgermeisterei. Kreiling. 4256D ____Der Vorstand, holzversteigerung. Freitag, den 1. Mai 1925, vormittags 9j» Ahr beginnend, werden in der Hörieschen Wirtschaft zu Merlan (bei Mucke) aus den Forstotten Kammerwald 3, 5, 6, 7, 9, Flensunger Kopf l, Erlen, Lehnh. Linnes 2, LinneS 3, 5, 9. 11, 12, Krahberg 3 und Zaunbach der Försterei Lehnheim, sowie den Forstorten Hoheroth 1, 4, Burgwald 1, 2, 4. 7, 8. GänSheege 1. 3, Buchenkopf, Haag 1, 2, Eselskops, Eichheege 1, 2, 5 der Försterei Merlau versteigert: Stämme: 1 Eiche 4. Kl. — 0,51 Fsttm, 1 Esche 4. Kl. = 0,68 Fstm., 1 Lärrü 4. Kl. — 0,66 Fstm., 10 Fichtenderbstangen 0,51 Fstm., 42 Am. Fichtennutzknüppel (3 Mtr. lang). Brennholz: Scheiter,Am.: 102Buchen, 6 Hainbuchen, 17 Eichen, 113 Kiefern (meist rund), 166 Fichten (meist rund). Knüppel, Am.: 43 Buchen, 20 Hainbuchen, 8 Sichen, 2 Eschen, 2 Aspen, 37 Kiefern, 116 Fichten (hiervon 30 Am. 2 Mtr. lang). 18 Am Kiefernknüppel' reisig. Reiffg, Am.: 122Duchen, 84Eichen, 4 Aspen. Stöcke, Am: 108 Buchen, 9 Eichen, 19 Kiefern, 448 Fichten. 3n LinneS 9 werden nur die rot unterstrichenen Dummern versteigett. Dähere Auskunft erteilen die Herren Förster Edelmann zu Merlau und Müller zu Mücke sowie die unterzeichnete Stelle. Grünberg, den 23. April 1925 Hess. Forstamt Dieder-Ohmen. 4255V holzversteigerunq. Montag, den 4. Mai um 10 Uhr vormittags beginnend, werben auf dem Amtszimmer der Fürstlichen Oberförsterei zu Sich, die nicht eingelösten Abfuhrscheine aus den Holzversteigerungen für Rechnung der ersten Steigerer meistbietend verkauft. Es handelt sich um folgende Holz- mengen: Raummeter: Scheitholz Buchen 16; Knüppel Buchen 5,5; Eichen 4; Fichten 1,5: Stockholz Buchen 8; Eichen 2,6; Fichten 7; ReiSholz Buchen 49; Eichen 55; Kiefern 5; Fichten 39; Duhreistg Fichten 5; Bohnenstangen 100 Stück. Fürst zu Solms-Lichsche Forstverwaltuna Oberförsterei Lich. 4279V Holzsnbmission. Mittwoch, den 29. April 1925, nachmittags 4 Llhr, kommen aus den Waldungen der Gemeinde TretS a. d. Lda. folgende Holzsortimente zum Derkauf. a) Eichen-Stämme: 6 Stück 3. Kl. «= 6,44 Fstm. 31 . 4. „ = 21,69 . 20 „ 5. . = 9,60 34 „ 6. . = 8,33 . b) Fichten-Stämme: 4 Stück 3. Kl. — 6,68 Fstm- 12 . 4. „ = 10,34 . 38 „5a- , = 21,44 , 104 „ 5b- „ = 28,91 „ c) Lärchen-Stämrne: 1 Stück 4. Kl. — 0,69 Fstm- 8 . 5. . = 2,24 , Angebote sind verschloffen bi4 zum obigen Termin getrennt nach Klaffen bei der unterzeichneten Stelle einzureichen, woselbst in Anwesenheit der erschienenen Bieter die Eröffnung erfolgt. Bedingungen können vor der Eröffnung eingesehen werden. Besondere Bemerkungen werden nicht berückstchttgt. TrelS a. d. Lda-, den 23. April 1925. Hessische Bürgermeisterei TreiS a. d. Lda. _____________Will.________4239V iiMogwetltelomrag Mittwoch, den 29. April, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen" dahier folgende Gegen, stände meistbietend gegen bar: 1. Beitimmt: 1 neue MmaidM 9rig. Baumann, 2 mhteit, 15 (Siiage; 1 nrae Slrshoreffe „Sorte Boni“ f.5elöftMnönng, Banalbreite 90 mm. Eeiftnng pro Shmöe 200—300 tg Statt; 1 galerUalteaer Safleehtemiet ftt (Beiefiftsiwede, 1 fiifienlflmnl e. 16hallelongue; 1OT> 2.1 Berfitoro, 1 soft Reineke Sievrr-Dollziehnngsbeamter- Tfc- V .5 Leiter n F die Pflicht. ankreuzen soll. Sein Kandidat, unser Kandidat MAN Mil! 42760 Grau- und WeWückkalk ffAmtA Alf HttÄ frthUtt- ■ aa hi 1OMÖI sowie Aetzkalk und kohlen- beste Qualität Der Wahlausschuß des Volksblocks Großer Stelnweß 14. Reparaturwerkstatt. Teleph.799» 1128c Straße 59. Telephon 1682. 'm mit hohem Fettgehalt- Da geöört Sem fitem hint Das vollkommensre und unschädlichste selbsttätige Waschmittel Wilhelm Marx Reichskanzler a. D., Berlin Paul von Hindenburg Generalfeldmarschall, Hannover Ernst Thälmann Transportarbeiter Reichstagsabgeordneter, Hamburg der deutsche Kandidat kann nur Hindenburg und Nein anderer fein, DJflfffiöölten WlizeiilMI Weülmen Eeitetroagen emvfieblt bill. «mtD Eülerel Sommerkarn Bleichstr. 10 nliiiiiiiliiiiiiliiiiiiiiiiu Strickmaschinen neuester ttonstruk'., bester Hetmeriverb. Auch gegen Teil- Anblnm liefert Otto Mstller Magdeburg I Roggherstr.2 ' OIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIID Der 3m im den Sch dein auch bi Sraftentf zur Heuen ' Stillen C^ean das unsere Ze es: ßnglan ten von QIm ’ämtlidj an bt teil Sie eitgli M in WW Zv aller ütbedit des Sttiegö FloiteMachi sanmengezvgi vorsichtiges im Stille auch der lHre. Aach ?le herrschen ‘lad es in ' Nft das 6rii Man habe Z genossen betr- aber entwickel Hw Sein Q) ich gut wie ; E> seine le «rhin blie Hutung, de oloiienmQnöbe S&W in d sich selbst darsteiies a» Der den ^eret nigt selbst Sand j 21 Sieger gfr. hinge sauren Kalt Aum Düngen stets prompt und billigst bei Carl HaaS jun.. Kieken, Frankfurter "^n ür Wieder hat jeder Deutsche beiderlei Geschlechts wiederum zur Wahl zu gehen. Wieder erhält er einen Stimmzettel — diesmal grün — in die Hand gedrückt, auf dem er seinen Kandidaten Das Amt des Reichspräsidenten ist ein politischer, kein militärisches Amt, Hindenburg ist in politischen Dingen unerfahren und würde infolgedessen nur ein Werkzeug reaktionärer Parteien und Verbände sein, die diesen Greis gegen seinen Willen zur Annahme der Kandidatur gezwungen haben. Welche Eigenschaften muh das Oberhaupt der Nation, ein Führer des Volkes, ein verantwortlicher Reichspräsident haben? 1. Er muh ein erprobter Staatsmann sein, und das Volk muh ihn als solchen kennen. 2. Er muh ein politisch erfahrener Mann, d.h. er muh ein Staatsmann sein von Ruf und fachmännischen Kenntnissen. 3. Er muh in voller innerer Zustimmung und Zuversicht auf dem Boden der Reichsversassung stehen, ihre Grundgedanken müssen die (einigen sein. 4. Er muh, jede Klassenzerklüftung bekämpfend, für den Zusammenschluh des ganzen volles ohne Parteilichkeit wirken und leben. 5. Er muh menschlicher Voraussicht nach die Gewähr bieten, dah seine Kraft sieben Fahre hindurch die Bürde des Amtes zu tragen vermag. Wer diesen Bedingungen entspricht, der muh gewählt werden. Wilhelm Marx, der erfolgreichste Reichskanzler, entspricht diesen Bedingungen, Hindenburg aber nicht. Auch nicht die kleinste Landgemeinde würde politisch so unklug sein und einen 78jährigen Greis zu ihrem Ortsoberhaupt wählen. Wähler und Wählerinnen zeigt, dah Ihr staatspolitisch denkt und zu handeln versteht, wählt den erprobten Staatsmann 4247 0 Der Stimmzettel Rcichspräfidentenwahl 2. Wahlgang Hindenburg schrieb am 7. April an den Neichsblock: „Ich erkläre hiermit, dah ich wegen meines hohen Alters nicht in der Lage bin, den verantwortungsvollen Posten des Reichspräsidenten zu übernehmen." Folgt deshalb seiner Mahnung und wählt MAN Ml! Le Jurch ö( J5. __ vom 27. Mr; 192) chen und Erretter br vir dich ohne Unterlaß Freunde de; Fried«-' amilie und der men': n danach trachten ■en Befahren uni imunlsmus fcr üugc derlitten, r» infetn Herrn. Am«:' hvUtzrn, die den > bedeutende Per April 1925 ansbhr £'lnbÖen ‘ntet, > I» 1 “ns > i Hvh!^ ^°ben. f «2fr, gerechten deutsche, ir wohl und jufritbei le guten deutschen ur jungdeutsches Hau- '- I werden ohne Zuhils« ssrt in politischem 56 erl durch belgischen utl neifter und Boldt 6t 4269: Ordens (t D.). Ml du «kB , Dell W hts die ■ einen >t seinen Slinnnze^ Aandidalk ite V“ preis Nr. 95 Dritter Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Samstag 25. April 1025 Bei Hindenburg. Don Dr. h. c. Margarete Behm. M. b. 2t. Dori des GewerkvrreinS der Heimarbeiterinnen Deutschlands Durch das frühlingSgrüne Land fuhren wir ?wölf aus verschiedenen Himmelsrichtungen am 8. April nach Hannover. Unser Ziel war Hindenburg. - PunV 5 Uhr standen wir vor dem sreundlichen Hause in der Seelhorst straße, in dem der uiwergleichliche Kriegsführer, der Befreier Ostpreußens, feinen Lebensabend w verbringen gedachte - Wie er Wohl sein wird? ob er so gealtert ist. wie ein Teil der Presse sagt! ob man ihm noch die große, schwere Bürde zutrauen kann? — Schon waren wir bei ihm im Zimmer, an dessen Tür er unS entgegengetreten. aufrecht und gerade und alle überragend. Bewundernswert fein Gedächtnis. .Mir sind ia al'eDekannte", grüßte er mich, die Führerin der Heimarbeite- rinnenbewcgung „Mars nicht 1916 im Hauptquartier. daß wir uns zusetzt sahen?" fragte er einen, der im Kampf gestanden. Dann kam eine Aussprache über die Böte deS Baterlandes: Schwierigkeit des D.ivchkommenS auf der ganzen Linie, aber auch freudiges Bejahen dos Ge- staltenwollens von beiden Seiten. Die Knappheit und Klarheit der Zwischenfragen, das warmherzige Bereitsein zur Arbeit für Volk und Vaterland. Jo lange mir Gott noch das Leben läßt,“ fanden In unser aller Herzen Wiberklang. — .Das ist der Mann, den wir brauchen, hinter dem alle stehen rönnen", jetzt in der FriedenS- arbeit, wie einst im Kamps. — Und nur von Friedens arbeit, aufrecht und in Ehren wurde gesprochen. Keiner weist besser als Hindenburg, daß jeder andere Kampf als der für Reinheit. Sauberkeit und Tüchtigkeit im Innern, als der, durch unsere Arbeit wieder zur Geltung und als Ration nach außen zu Ehren zu kommen, jetzt unser aller Millens- und Schaslensziel sein muß. — Dazu bai gute Mort, daß auch zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern Treue um Treue getauscht werden, daß aller Ziel der soziale Friede sein müsse. Ist es nicht ■tote eine Verheißung besserer Zeiten! Mir gingen nach einer Stunde von ihm, mit Grüßen für viele beauftragt; besetztes Land, Ostpreußen. Unser Scheiden schloß mit warmem Dank und dem Ausdruck vollen gegenseitigen Vertrauens. — Gott Hebe, daß der Mann unser Reichspräsident wird, Lang es draußen zwischen uns weiter. Möge es die Herzen aller Deutschen zu gleichem Mollen Lecken. Der Kampf um den Stillen Ozean Von Kapitän zur See a. D' v. Waldeyer* H artz. Der Ausgang des Weltkrieges hat nicht nur den Schwerpunkt der G e l d in a ch t. sondern auch den Schwerpunkt militärischer Straftcntfaltung auf See von der Alten zur Reuen Melt verlegt. Der Kampf um den Stillen Ozean ist das große politische Problem, das unsere Zeit beherrscht. Drei Großmächte gibt LS. England, die Vereinigten Staaten von Amerika und Japan! Sie nehmen 'amtlich an dem Kampf um den Stillen Ozean 'eil. Die englische Auffassung geh! dahin, daß •ri zur Zeit in den europäischen Gewässern keine strategische Zone mehr gäbe Man habe zwar, aller 11 ebertieferung folgend, nach Beendigung de« Krieges mit Deutschland feine stärkste Flottenmacht wieder im Mi11elmeer zu» sammengezogen. Dies bedeute jedoch nur ein vorsichtiges Herantasten an die Machtstellung bn Stillen Ozean, zu der letzten Endes auch der GrvßschtffahrtSweg des Mittelmeeres 'ühre. Rach britischer Auffassung ist Japan 2>tc herrschende Macht im Fernen Osten. Wie stark eS in Wirllichkeit sei, darüber wäre sich selbst das britische Volk niait im mindesten klar. Man habe Japan bisher als seinen Bundesgenossen betrachtet. Wie die Verhältnisse sich aber entwickeln würden, ließe sich nicht übersehen. Kein Volk auf Erden verstünde sich ähnlich gut wie Japan darauf, feine wahre Straft unb seine letzten Absichten zu verschleiern. Immerhin bliebe es eine Tatsache von höchster 'Bedeutung, daß Japan während seiner letzten Flottenmanöver nicht weniger als 193 Kriegs- lahrzeuge in der Front gehabt habe; eine Zahl, die sich selbst in britischen Augen als gewaltig darstelle! Wer den Gegensatz zwischen Japan und den Betel hlgten Staaten übersähe, streue sich *ageu 77. 77.6b 77,90 .X. 11 Etockbolm • 113,01 113,3 113,04 113.32 HelungforS 10,56 10,60 10,66 10,60 Italien. . London - • 17,2^ 17. >6 17.2 17.21 20.11b 3i),160 20,16z 20,212 'Jleubort . . 1.195 4,2(Vi 1.19 ! 2- r Toi iS • . . todiroeb ■ • n-77.; ,835 -1,86 *1,19 sl:p.i "1,23 8 J Spanien. .9,97 iic.ts 59/3 oo ar Japan . . . '«io de Jan Wien in D-» l 765 1.76; 1,758 1 762 1.43/ 7.43! 0 41i >446 Ceft. abgest >9.075 59.12; • 9,91 60.07 Prag ... ■3,435 12 475 12,4 12 47 Bclzrad .. u.<3 6.715 6 725 6,7 il Dudapest. . Bulgarien - .813 ! .05 ■ ,83 3,060 .82 8,0 -.81 3,06 > Lissabon .‘0,395 3>,44 20 5 6 20.585 Danzig. . ■ Konstantin- 7 ,8(1 8 ,00 80 00 •0.20 4,19 2,20 2,18 2,19 Alben- . .74 7.76 7,91 7.96 Berlin. 4. April. (Ser- Amerikanische Noten ..... 4,80 <,200 Belgische Noten ....... ',17 21,27 Tänilchc Noten ....... 77.71 . t.Of* Englische Noten. ....... 0,137 10.217 Französische Noten ...... 1.82 21,02 Holländische Noten...... i 67,6.5 108,15 Italienische Noten ...... 17,2- 17.30 Oiorwegische Noten...... ii^.43 68,7 DeuiiÄ'Oestcrr, älOO Kron«, 59,03 59.33 Numanlschc No!en ...... — - Schwedische Noten ...... 112,84 113,40 Schioeizer Noten....... 81,13 81,53 Spanische Noten . ...... 59 78 tiö.08 Tschechoslowakische Note» .. 12.41 12,475 Ungarische 'Jiotin . ... 5.80 ».88 Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 24. April. Die Börje eröffnete heute in durchaus fester Haltung, wovon in erster Linie Montan- und C h em i e aktien profitierten. Auch die übrigen Märkte waren wesentlich lebhafter, so ber Hanke nmarkt, wo Neichsbantanteile int Vordergründe des Interesses standen. In Verbindung mit den Fortschritetn in der Eisensyndikatsbildung wurden Montanwerte in erheblichem Umfange ^nh-rm: .38 >.71 «0 lli3.5 25.2 17J& 117 49 19 8 .28 V 6 I 14 I3H 80.30 88. 89 141 141 109 135 16.3 > 88,5 5 74.-5 "> ,A 541 1 128 i 2.28 13 10.2 3,35 100 8 92 10 30 , .85 | 12 v: W 2 .01 9,'J 62 ;■ 73 25 Ü.2i 9 92 10,0 8 0.11 108,40 132 130 5 i,75 । 80 '8,25 137.25 139.25 ■23 ! ’.ßfi i 0.723 74 7 «I 5^ 62 50 60 ' 2.75 117 11.73 19,9 Ü.'iOJ 0,6“'.7 .90 0.36 . 47 >60 H.ü 137.5 17 103 -i 26 75 Äß 78 16 7 fl "2,5'1 8 75 138 2 4 4 7 80 138.i5 16 130,50 Ul 7a t!),5 72 1.79 -,:-8 ,119.62 ! 51.75 3.lung . ...... RütgerSwerke Lcheideaustalr Ma Eiektrüttätr-lSesellschaft B-rgmarm gulnkrastwerke ....... chuckett . . Siemens L HalSle Adlerwerlc Jlieutc ...... Da.mler Moloren. ..... Heuligenstardt. . ...... '•’icguin............ Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . Mctallgesell'chaft Frankfurt. Pet. Union A.-G- .... Schuhfabrik Herj . . .... Sichel ■ Hellstoss «aldhof. . .... Xiidcrrnbrir Frankenthal •. Zuckerfabrik Waghäusel • . • 14. i-J!l .50 1*7 • 125,7 8",3 , :I6 75 Srantjurier Gelreidebörie. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers'.) Frankfurt a. M., 24. April Cs wurden iwtiert: Weizen, Wetterauer 20,25 bis 23,75, Roggen, inländ. 19 bis 22,50, Sommergerste für Brauzwccke 20 bis 25, Hafer, inländ. 17 bis 21,50, Mais (gelb) 21, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 36 bis 38, Roggenmehl 30,50 bis 32. Wcizenlleie 13 bis 1325, Roggenkleie 14,25 bis 14.50 Mk. Tendenz: Ruhig. Berliner Produktenbörse. Beilin. 25. April. Weizen (mark.) 248 bis 251. Weizen (Mai) 264 bis 265, Weizen (3uni) 258 bis 258.50. Roggen (märt) 225 bis 229, Roggen (Mai) 214 bis 215.50. Roggen (3uni) 219 bis 218.50, Sommergerste 215 bis 233, Futteiger st e 190 bis 202, Hafer (mark.) 202 bis 211, Hafer (Mai) 1.87 bis 188 bis 187, Hafen (Juli) 186. MaiS (Mai) 188 bis!88.50, Weizenmehl 32.25 bis 34.75. Roggenmehl 29.75 bis 32.25. Weizenkleic 14.80 bis 15. Roggenkleie 15.80 bis 16. Raps 395 bis 400. Diktoriaerftsen 22 bis 28, kleine Speifeerbsen 20 bis 22, Futtererbsen 19 bis 22, Peluschken 19 bis 21. Ackerbohnen 19 bis 20. Wicken 19 bis 20. Lupinen (blau) 10 bis 12, Lupinen (gelb) 11.50 bis 14.50. Serradelle 14.50 bis 16. Rapskuchen 15 bis 15.4". Leinkuchen 22.40 bis 22.70, Trockcmscknitzel 10.40' bis 10.50, vollwertige ZuckeZchnitzel 17.75 bis 18.50, Torsmelasse 9.50, Kartoffelstöcken 19.25 bis 19.70. Büchertisch. - Maurice Leblanc: ..Die Abenteuer des Arsone Lupi n“. Bd. I. „D i e Z u b e.»y- lampe". (3ofef Singer Verlag A. G. L'ipzig 1 Maurice Lrblanc — ein zweiter Conan Doyll L:blanc stellt dem bckannten „Sherlock Holmes" in Arsene Lupin die Charakterfigur Genllo man-Einbrech rs großen Formats g 'gertufca» Dr>' Erzählungen Lablancs siird von raffin erier nung und überaus phantasier eich, dabei schar> logisch. Arsene L win ist Dieb, E > b ech^r. Hochstapler — ein Meister in feinem Fach. Unb trotz-- dem fymvathisch. 1585 * Wilhelm Rothhaupt. Habari. Don schwarzen und weißen Afrikanern. Mit vielen Zeichnungen von Fritz Schönpflug. (Strecker und Schröder, Stuttgart.)«.Der Leser durchwandert mit dem Verfasser das östliche Afrika. Er vergißt die täglichen Sorgen Europas und erlebt die glückliche Freiheit jener ferner. Länder. Jeder Taa bringt Wechsel. Er besuche in Hellen Mondnächten die Tanzfeste der Veger. hört beim wichtigen Schauri (Gerichtsverhandlung) den Redeschwall und die komisch naive Verteidigung eines durchtriebenen Mohrenjüng- lings. stürmt mit eingeborenen Jägern dem Wilde folgend durch Busch und Dornen und genießt wohlig den zauberhaften Frieden eines schattigen Flußtales. Das Buch zeigt wirklich einmal, wie der Veger leibt und lebt. Die köstlichen Zeichnungen atmen ganz den Geist, von dem das Buch getragen wird. 60 - Otto Sohka: Der entfesselte Vi e n s ch. (Eng'.lhoms Romanbiftliothek, Stuttgart.) Otto Soytas Romane sind ideenreich, man schnellt auf der Sprungfeder des ilnertoarteien immer weiter, man ist durch die stets spannungsreiche Situation gefesselt und wird immer begieriger, dem Autor in das Reich des Seltsamen zu folgen. Die Geschichte des ..Entfesselten Menschen" ist die Geschichte des Mannes, der außerhalb ber menschlichen Wünsche und Hoff- nungen gestellt ist, dem damit alle menschlichen Ziele erreichbar und dennoch wertlos geworden sind. 50 - Der verzauberte Pilger. Don A. S. L e s l o w. Aus dem Russischen übertragen von A D. Braun (Vovellenbücherei fürs deutsche Haus). 165 Seiten. Preis gebunden 2 Mk. Verlag von Quelle u. Meyer in Leipzig. Unsere Erzählung führt in das letzte Jahrzehnt vor Aufhebung der Leibeigenschaft (1851), in jene Zeit, wo das. was die russische Volksseele und den russischer: Charakter ausmacht, ganz unverfälscht zum Ausdruck kommt.- Jene kindliche Freude an Der grellen Buntheit des Lebens und zugleich eine dumpfe Resignation vor dem Schicksal, die das eigene Ich im Rausch zu vergessen sucht. Dieser Zusammenllang primitiver Derbheit mit einer dem abendländischen Menschen fremden Weichheit gibt dem Ganzen ben gleichen Ge fühlston, wie er uns in ber typisch russischen Musik nnb Malerei entgegenklingt. Spielplan der frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 26. April: Da.s Rheingold. Im Schumatrn-Theater: Barbier von Sevilla," Cavaller.a rufticana und Bajazzo. Montag, 27.: La Traviata (Violetta). 3m Schumann- Theater: Die Fledermaus. Dienstag. 28.: Das Rheingold. 3m Schumann-Theater. Oberammer» gauer Passionsfestspiele im Urtext Mittwoch, 29.: Die Zauberflöte. 3m Schumann-Theater: Oberammergauer Passionsfestspiele im -Urtext. Donnerstag. 30.: Susannens Geheimnis: hierauf. Tanzsuite Couperin-Strauß: zum Schluß: Gianni Schicchi. Freitag, 1. Mai: Der Evangelimann. Samstag, 2. Mai: Die Hugenotten. Sonntag, 3.: Die Frau ohne Schatten. — Schauspielhaus. Sonntag, 26. April: Goethes Faust 1. Teil. Montag, 27.: Louis Ferdinand Prinz von Preußen. Dienstag, 28.: Troilus und Cressida. Mtttwoch, 29.: Mary Wigman. Donnerstag, 30.: Mary Wigman. 3m Schumann-Theater: Wilhelm Tell. Freitag, 1. Mai: Der Kreidetreis. Samstag, 2.: Bummelstudenten. Sonntag, 3.: Louis Ferdinand Prmz von Preußen. mMeWMz Beste Eiereinlßgen van Baerle L Co., Worms a. Rhein ■ Erste deutsche Wasserglasfabrik. Gegr. 18C3 I In allen einschlägigon Geschäften zu haben. D 9Ut Köpflein, fo einen königlichen Genuß vujchaffet, öas ist -Ue-Learrtz tVei«bra«d Keinen Heller unö keinen Pfennig, Deutscher, für ausländische Getränke mehr! Denn Ür-Lrank Weinbranö, öas ist ein Leinbranö, unö kein aus- länöisches Getränke kann besser unö edler segn. W v man Ltr°5rank° liefert frei Haus GarlBotijentte, MmWlerWs Walltorfirake 0 Acruivrecher 1160 akticngesellscma ft vo»* SEIDEL & NAUMANN DRESDEN Alleinvertretung: Ernst Balser Bürobedarf, Gießen. s2Sl, „ fix Kx Wj »Z; i Verein HundesporL von Gießen u.Umgegend e.D. Ausstellung sm Weil oller Wo am 26. April d. Z. auf der Liebigshöhe. 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Dieser Emmy Koob Paul Spies Verlobte Lollar, den 25. April 1925 ——................. 4245D Darmstadt, im April 1925 Karlsstroh« 83 Regierungsassessor Dr. iur. Ludwig P. Schmahl undFrauKarin Gertrud geb.Wiskott geben ihre Vermählung bekannt Lilli Deitz Willi Allendörfer, Lehrer Verlobte , . Treis a. d. Lda. 5eCerS^bn Homberg a. d. Ohm 25. April 1925 Hurhaur Michelstadt i.G. Luftturort 4244 D 50 bei). Fremdenzimmer Telephon "1@iitti0igeil.giwr Pension von " l Gl. WkWIllUkN Ü‘°"lliarl Bahnlinie Friedberg i,H.-Nidda: von Frankfurta.M. in 2 Std., von Gießen in 1 Sid.,von Gelnhausen in I Std.zu errddien. Solbad in staatlicher Verwaltung. Solquellen mir schwachem Kohlensäuregehalt, *■ Lithium »Stahl. Schwefelquellen. Inhalatorium, Höhensonne, Sonnenbad mit Soldusche. Herrlicher großer Park und Wald. Ruhige Lage. Arzt Hessische Badi-Kirrt-inn i hrklkiMer | 4271a RAWWle SAeiblllA in reicher Auswahl Hausrat Gemeinnützige Möbelversorgung für das Rhein-, Main- und Lahngebiet G. m. b. H. 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Führende Frauenftim men zum Wahl tag Am 26 April muh der große vaterländische Gemeinschaftsgedanke alle Kreise unfiaffen in der Kandidatur dessen, der Deutschlands Führer in grober und schwerer Zeit gewesen, zu dem wir Deutsch: in festem Vertraue aufschcruen als dem. der deutsche Ehre und Würde in seiner Person versinnbildlicht, und dessen immer und immer wieder bewährte heibe Liebe zu seinem deutschen Volk und Land aufs neue sich zeigt in bei Bereitschaft, die so wohlverdiente Ruhe seines Alteis dem Dienst am Vaterland zu opfern. Es dünkt mich eine Selbstverständlichkeit, daß die Frauen aller Parteien ihm Treue um Treue lohnen und nicht nur selbst ihre Stimme Hindenburg geben, sondern auch überall für ihn werbend eintreten. Maria Birnbaum, M. d. L., (Sieben. Cs gilt, das gemeinsame Gute in allen Deutschen zu suchen, zu wecken und gegen alle« Hindernde zur Entwicklung zu bringen. -Cs gilt, über Hab und Hader der politischen Parteien hinweg, die Tagesarbeit in der Linie der besten unserer Vorfahren zu leisten in schlichter Pslicht- ersüllung. im sichtbaren Ausdruck des Heimatgefühles für Mutterboden und Vaterland. Ci Mann, der sein Bestes gegeben hat. in schwerster Zeit, unter dessen Führung zahllose Familien im bedrohten Grenzlande vor dem Untergehen, zahllose Frauen vor dem Schlimm- sten bewahrt wurden, ein Mann, der sich frei von jedem parteipolitischen Ein - ' luß erwiesen hat. versöhnend, ausglerchend, bedacht aus Einigung und Festigung des Volksganzen — ein solcher Mann hat Anspruch auf das uneingeschränkte Vertrauen jeder Frau in der gegenwärtigen Entscheidungsfrage. Anna Gerhardt. Altenburg S.-A Vorsitzende des Reichsverbandes Deutscher Hausfrauenvereine. 3Um. dein Treueste n, die Führung unseres armen, und aus tausend Wunden blutenden Vaterlandes anzuverlrauen, ist eine erlösende Zuversicht I Man soll uns nicht mit ausgeklügelten Bedenken kommen. — „Hindenburg sei zu alt? UnS ist der Held mit dem jungen Herzen nicht zu alt." — „®a8 Ausland. die Feinde, runrln bic Stirnen!" Deutsche Frauen, für Deutschland wählen wir den Reichspräsidenten, nicht für Ausland und Feinde. Labt uns die Augen auf das richten, was s ü r t> i e Heimat gut und notwendig ist.---Man fiat uns an die Wahlurnen gerufen, nun. deutsche «Trauen, die Reihen geschlossen, fragt nicht nach Partei und Konfession, nicht nach Stand und Alter-, glaubt an unseren Retter Hindenburg! M a r g. D a m m a n n, Vorsitzende des Deutschen Frauenhundes. Außenpolitische Umschau. Don Prof. Dr. Otto Hoetzsch, M. d.R. Schneller als man dachte, ist die Regierungs- bÜbung in Frankreich gelungen, und bas De- -nerkenswerteste daran ist. dab mit ihr Cail- laut in das Kabinett emgetreten ist. Wie ernst unb kritisch muh die Lage in Frankreich empfunden werden, wenn man diesen Mann, der eben erft amnestiert war, jetzt in einem RegierungSauto eilig nach Paris holte, ihn ohne ein Mandat im Parlament aufnahm, ihn begrüßte wie einen Qfe- f reiungsengel. wie einen Zauberkünstler wie die Hoffnung Frankreichs. Das Kabinett wird schon als ein großes Ministerium bezeichnet Vorschublorbeeren, aber richtig ist. daß es mehr ein Kabinett der Männer als der Parteien ist: Caillaux. Briand. De Mon- ye, Painlevr. Es ist fast alles erste Garnitur der französischen Politiker, unb in den verwickelten Erörterungen ist niemals auch ;ur der Gedanke aufgetaucht, P o i n c a r e ober einen ähnlich gerichteten Polit.ker zurückzurufen. Man will nicht rüdtoärts, sondern man will vorwärts. Das ist doch die Linie für das Kabinett. dessen parlamentarische Grundlage an sich unlieber genug ist. Feuer am Nordpol. Technisch-politischer Roman aus der Gegenwart. Don Karl-August von Laffert. 25. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) 15. Bericht des französischen Gesandten in Christ iania an das Auswärtige Amt in Paris. „Euer Exzellenz । ilaube ich mir, den genauen Bericht über die bei- htn deutschen Flugzeuge zu senden, nachdem ich bereite am gestrigen zage ihr Entkommen aus Spitzbergen telegraphisch gemeldet habe. Der norwegische Außenminister hatte den Polizeibehörden in Hammerfest die vorläufige Fest, nehme der deutschen Flugzeuge befohlen und gleich, eilig eine stärkere Polizeiabteilung von Tromsö dorthin beordert. Wahrscheinlich wurden die Boches ^rrch Verrat des deutschen Konsuls in Hammerfest «warnt und fuhren unvermutet ab, trotzdem die Behörden der Stadt protestierten. Es kam sogar '»ch zu einem Feuergefecht mit den abführenden Rutschen, in welchem diese mit ihren schwerbewoff- uten Fahrzeugen die Oberhand behiellen. Zweifellos wird Norwegen wegen dieses ekla- 'ernten Friedensbruches eine angemessene Sühne von >utschland verlangen. Ich schlug dem Außen- mmifter vor, die Eintreibung der nicht zu klein zu lemeffenben Buße Frankreich zu übertragen. Natürlich verlangte ich eine exemplarische Be- Itiafung des deutschen Ko- suis in Hammerfest. Doch ter Minister verschanzte sich dahinter, daß jener norwegischer Untertan und nur Wahlkonsul sei. Ich halte aber die Gelegenheit für günstig, diesen Norwegern einmal klar zu machen, daß wir bei aller Freundschaft für ihr Land doch ble unumschränk- len Gebieter von Europa sind. Als ich das Entkommen der Deutschen aus hammerfest erfuhr, war ich außer mir und verengte die energischsten Maßnahmen zu ihrer Er- ! Preisung in Spitzbergen. Und hier muß ich der nor- regrschen Regierung den schweren Vorwurf mach«', "Hß sie ihren Pflichten gegen uns in keiner LZse lachgekomen ist. Denn es soll ein Kabinett bet Linken, des Kartells der Linien fein, ruhend auf bem Boden zwischen Bürgerlichen, Radikalen und Sozialisten. Aber Caillaur ist ein Gegner der DermögenS- abaabe. btc die Sozialisten sordern, und Briand steht außenpolitisch viel weiter rechts als Hcr- riot. Indes, die Parteischw.e.izleiten w7rden zu- rückgcdrängt werden, well die Finanznoi zu grob und zu drängend geworden ist, und die Fähigkeit, diese zu heilen, die Herriot nicht hatte, traut man eben Caillaux zu. Die Regierungserklärung am 21. April zeigt eine gemäbiglc Linie in der inneren Politik. Der Konflllt mit dem Vatikan und Elsoh-Lo:hrin- gen wird vorsichtig abgebaul und beigelegt. Ff. nanzresorrn im Innern und Sicherheitsfrage in der Außenpolllll sind die beiden Richtpunlte des neuen Kabinetts. Wie wird eS in der Außenpolitik vorgehen ? Wird Briand die Zusage Herri o t s auS London in Sachen der Ruhrräumung einhalten? Wird er seine Sicherheitsabsichten wieder aufnebmai, die in Cannes durch Poin- carss Stob scheiterten? Uns dünkt, daß das abhängt von der englischen Politik 'Frankreichs, in der sich Briand und Calllaux wohl gefunden haben. Sie werden an den Eng- länder die nüchterne Frage richten, was er und der Amerikaner sich in Sachen der internationalen Verschuldung Frankreichs es kosten lassen wollen, wenn Frankreich in der Sicherheitsfrage den angelsächsischen Wünschen entgeg-nkommt. Sind diese Wünsche nicht durchzusehen, so werden Briand und Caillaux darin einig fein, daß dann Frankreich seine eigene Sicherungspolitik, auf eigene Hand und auf eigene Rechnung, gegen Deutschland wieder macht. Wir können uns denken, dab diese Anfrage den Kabinetten in London unb Washington gar nicht so gegen ben Strich geht, und dab man gewillt fern wird, der neuen französischen Regierung entgegenzukommcn. zumal sie nach Her- riots Sturz und dessen Abhängigkeit vpn den sozialistischen Stinmren tatsächlich den Sozialismus in der Bestimmung der französischen Politik matt setzt. Was in Sofia und Warschau vorgeht, sind demgegenüber Vorgänge an der Peripherie. Bedeutungslos sind sie deshalb nicht. Steht Bulgarien vor einem groben Umsturz, ben diese mt er hotten systematisch durchgeführten Attentate mit bem entsetzlichen Anschlag in der Kathedrale von Sofia vielleicht andeuten? Mit dem Wort Kommunismus und kommunistische Agitation, so sehr diese dabei beteiligt ist, ist Bulgariens Lage frellich nicht geklärt. Die Kriegsfolgen, die unsinn'ge Reparationslast, die mazedonische Frage, der Gegensatz zu Serbien, die durch den Friedensschluß aufgezwungene Abrüstung und Entwaffnung, alles das lammt zusammen, um das Land in dieser Unruhe und inneren Erregung zu erhalten. Auch hier ist es unbedingt notwendig, daß die Kriegsfolgen liquidiert werden, genauer gesagt, dab die sinnlosen ReparationSverpflichtungen nach bem Dorbilde Oesterreichs ober Ungarns gelöst Werdern und ist es zudem notwendig, dab das Land eine gröbere militärische Rüstung erhalte, als ihm zugestanben worden ist. Sonst kann das an sich gute Militär mit dem König an der Spitze die Ordnung auf die Dauer nicht aufrecht erhalten. Die Rückwirkung auf die Staaten der Kleinen Entente ist natürlich erheblich. Sie werden sowieso durch gemeinsame Front gegen den Bolschewismus einander näher geführt. Das kann auch Bulgarien näher an sie heranbringen. Warum soll denn, wenn die Verhältnisse auf bem Balkan in Ordnung kommen sollen, Bulgarien auberhalb dieser Vereinigung von Staaten bleiben, die allein und durch sich Gegensätze und Reibungen auf der Balkan Halbinsel beseit'gen tonnte. Darin liegt ja doch allein die Daseinsberechtigung der Kleinen Entente ober einer Fö- beration der Dalkanstaaten. Gleichzellig hält sich Dr. B e n e s ch in Warschau auf. Es ist ber erste Besuch dieses geschäftigen Politikers dort. Schon spricht man davon, dab Polen ber Kleinen Entente sich an- f(blieben werde, aber zunächst dreht es sich nur um die Unterzeichnung einer Reihe von Verträgen. die der Friedenszullanb notwendig macht. Die Deutschen landeten nach einer Fahrt von kauin vier Stunden in der Adoentbai. Daß sie trotz tiefen Nebels nach einigem Suchen dort glücklich anfamen, verdanken sie nur einem norwegischen Lotsen, den' sie von Hammerfest mitgenommen hatten. Das Kohlenbergwerk von Eriksen Halle Benzin für die Deutschen bereitgestellt, wie ich nachträglich erfuhr. Eriksen soll nun von der Regierung in Chri- ftiania den gemessenen Befehl erhalten haben, den Boches weder das Benzin auszuliefern, noch ihre Abreise zu gestatten, der er sich nötigenfalls mit Gewalt zu widersetzen habe. Ich hatte schon wenig Vertrauen zu diesem Herrn Eriksen mit seinem deutsäzen Namen. Außerdem war mir bekannt, wie gern diese sogenannten norwegischen Demokraten in selbstherrlicher lleberhebung den Befehlen der Regierung zu trotzen wagen, wenn es ihnen aus irgendeinem Grunde so paßt. Ich schickte daher an unser Dermessungsfahrzeug „Der. bun", das sich in ben Gewässern zwischen Spitz- bergen unb ber Bäreninsel befindet, den funkentele- graphisckzen Befehl, sofort die Adoentbai anzulaufen und die Deutschen gefangenzusetzen. Alles vergebens. Am 17. Juli mittags sind die deutschen Flugzeuge völlig unbelästigt aufgeftiegen unb haben bie Richtung nach bem Pol eingeschlagen. Mögen sie im ewigen Eise erfrieren. Der famose Herr Eriksen, zweifellos ein verkappter Boche, melbetp der Regierung auf ihre Anfrage höhnisch, daß er im Kampfe gegen die Elemente nur hilfsbedürftige Menschen kenne, aber keine Deutschen ober Franzosen. Den Mann werbe ich mir für später merken. Die Deutschen können beim Eintreffen dieses Schreibens bereits in Alaska gelandet fein. Wahrscheinlich werden sie zu ihrer Rückreise von Nome, der Hauptstadt Alaskas, einen Dampfer benutzen. H»er bietet sich die letzte Gelegenheit, der Deutschen habhaft zu werden, worauf ich bereits telegraphisch hinwies. Ich schlug daher Euer Exzellenz vor, alle unsere im Großen Ozean befindlichen Kriegsfahrzeuge nach Norden auf den Hauptschiffahrtsweg zu beordern, um leben Dampfer nach ber Frankreich gehörenden Konterbande der beiden Flugzeuge zu durchsuchen. Die llnlled States würden einem Ersuchen Frankreichs um Auslieferung der Deutschen wohl Rätsel-Ecke. Kreuzworträtsel. Don links nach rechts: 1. Deutscher Fluß. 2. Edelstein. 3. Gemüts- ausbruch. 4. Wild. 5. Farbe. 6. Wohlgeruch. 7. Rebenfluh der Aller. 8. Europäer. 9. ‘Saunt. 10. Rahrungsrnittel. 11. Körperteil. 12. Alt- deuts 't Gott. 13. Fürwort. 14. Rebenfluh von 1. 15. 1. 16. Keine Verneinung. 17. Kirchlicher Titel. 18. QHännername. 19. Fürwort. 20. Schlagader. 21. Gramm. Artikel. 22. Fluh In Süd- schwcden. 23. Deutscher Fluh. 24. Vlännername. 25. Teil des Baumes. 26. Griechischer Buchstabe. 27. Formation. 28. Sternbild. Don oben nach unten: 29. Fasergebilde. 30. Edelsteinschmuck 31. Tonart. 32. Mädchenname, 33. Getränt -34. Mexikanischer Dollsstamm 35. Lärm. 36. Auerochs. 37. Fürwort. 38. Lebensende. 39. Ton. 40. Fluh in Spanien. 41. Stoff. 42. Ausruf. 43. Metallische Verbindung. 44. Sagenhafte Heldenmutter 45.Japanisches Mah. 46.Rebensluh desMains. 47.Pro- vinz in Ecuador. 48. Italienischer Dichter-. 49. Fluh in Spanien. 50. Erdart. 51. Heiliges Versprechen. 52. Fürwort. 53. Staat in Rord- amerika. 54. Göttin. Besnchskartenrätsel. Dr. E. O. Schartegast Berlin Welchen 2lmtstllel führt der Herr? Kapselrätsel. Aluminium, Rotdorn. Brenner, Wolle, Elbe, Harfe, Anmut, Trust, Malzmamr, Brandung, Schere, Pulver, Pfennig. 3ebem der vorstehenden Worte sind zwei aufeinanderfolgende Buchstaben zu entnehmen, welche, aneinandergereiht, ein Sprichwort ergeben. 'Auslösungen. Zahle nr<4tel 1 Daphne. 2 Evcly» 3 Roland, 4 Ha!, 5. Argyle, 6. Turm. 7 S>i*rcilne, 8 Oncunabdn. 9. Cast Beding. 10. McVpomcne. 11. Aalborg, 12. Churchill, 13. Thalia. 14. Aarau. 15. Rabob, 16. Diamant. — Der hat die Macht, an den die Menge glaubt. Geheimnisvoll«. Inschrift. Das kleinste Haar wirst seinen Schatten. Echakade. Land — Karte — pandkarie. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RevattionStisch. Wie er <8 ausfasitc. Cin Landwirt befefh eine Kuh. die während des Melkens so störrisch war. daß man die größte Mühe mit ihr hatte. Er beschloti deshalb, sie auf dem Viehmarkt zu verrufen und beauftragte den Knecht damit, schärfte aber ein. den Käufer auf die schlechte Eigenkfchaft des TiereS aufmert» fam zu machen. Der Knecht brachte einen so guten PreiS heim, bah sein Herr ihn fragte, was cr bem Käufer wegen bin: Kuh gesagt habe. .Ich sagte ihm", entgegnete ber Knecht, „bei der Kuh wirb man mit bem Melken nicht fertig". — Theorie unb Praxis. Gelegentlich cincjfr Vortrages in Liverpool sprach Winston Ebunchill über Angst- ustä n bc unb bemerkte dabei, bah cs feiner Meinung nadj fein größeres Angstgefühl gebe ald bas. von bem ein Schiffspassagier überfallen wirb, wenn er bei Rächt durch den gellenden Alarinrus .lllinn über Bor dl" aus dem Schlaf aufgeschreckt wird. Da erhob sich im ersten Rang ein Mann unb wandte sich mit den Worten an den Redner: „Ich bitte ben Herrn am Vortragst/ch um Verzeihung, aber ich kenne cinfln, den noch ein ungleich stärkeres Angstgefühl In der geschilderten Situation überfallt. ES ist das der Mann, der über Bord gegangen ist unb jjm Meer schwimmt. Ich spreche 2 ahruitg: denn ich habe mich ld)mi einmal in meinem Leben in bieser unangenehmen Lage befunden." Die ibevle Schwiegermutter. „Ich sage Ihnen. meine Herren," erzählt der weitgcrciste Forscher am Stammtisch, „bie vorzüglichste HoaSfrau. die es je gegeben hat, war meine Schwiegermutter." ..Lebt fie denn nicht mehr?" fragt man. „Rein," fährt der Erzähler trüben Blickes fort. ..fie wurde in Afrika von Kannibalen aufgefreffen. Aber als sie die Menschenfresser schon im Kochtopf hatten, da rief sie noch ntft schwacher Stimme: „Vergessen Sie nicht Salz. Pfeffer und Zwiebeln!" Wohnungsmangel. „Sie haben sogar die Frechheit besessen, in eine Wohnung zweimal einzubrechen", sagt ber Richter zu bewi angeflagtcn „schweren Jungen". „Aber, entschuldigen Sie. bei dem WohnungS- mangel ist das doch begreiflich", erwiderte dieser. Darüber hinaus glauben wir nach wie vor nicht an eine so enge Verbindung zwischm Polen und der Tschecho-Slowakei. wie der Eintritt in die Kleine Entente es bedeuten würde. Die gegebene Gntwicklungsrichtung ist bei beiden Staaten verschieden. Die Stellung zu R u h l a n d ist zu verschieden. Die Möglichkeit gegenseitigen Wirt- schastsaustausches in gegenseitiger Stützung sind zu gering. Im ganzen aber werden diese Vorgänge die Reigung im Westen nur bestärken, sich von den Ange legen Hellen Oft» und Südvsteurvpas noch etwas mehr zu desinteressieren. Man hat zu wenig davon, man verbrennt sich zu leicht bie Finger daran, unb vor allem wird die Reigung in England nur verstärkt, in die Sicherheitsdiskussion unter leinen Lim ständen Fragen des Ostens oder Südostens hereinzuziehen. Gleichzeitig drängt sich in Frankreich alles derartig aus die Finanzreform zusammen, bie sowohl eine Angelegenheit der Innen- wie ber kaum entsprechen. Da muffen mir uns dann selber helfen. Allerdings wirb es einiges Geschrei in der amerikanischen Presse geben. Wer Schreien tut nicht weh, unb außer papiernen Protesten wirb Amerika nichts gegen bas unangreifbare Frankreich wagen. Schaben kann es auch nichts, wenn diese Vankees einmal merken, baß wir in ber Welt befehlen unb sonst niemand. Zum Schluß versichere ich noch, baß ich, wie in bieser Angelegenheit, so auch in Zukunft stets ben Leitspruch Euer Exzellenz im Auge behalten werde: Fortiter in re, Juaoiter in modo. Die Welt muß es begreifen lernen, baß Frankreichs Wille unbeugsam, Frankreichs Macht unwiderstehlich ift Der Gesanbte Frankreichs." 16. Aus ber Abenbnummer des „Neuyork Heralb" vom 18. Juli. „Die Deutschen auf bem Fluge zum Pol." Ein Spezialtetearamm aus Christiania melbet uns, baß bie beiben deutschen Flugzeuge unter Füh- rung von Mr. Georg Nagel am gestrigen Tage von Spitzbergen aufgestiegen sinb und birekte Richtung nach Norden einschlugen. Drei Stunden lan^ bc- stand funkentelegraphische Verbindung von Spitz- bergen mit den Flugzeugen, bie bereits in nächster Nähe bcs Poles angekommen waren. Dann brach bie Verbindung ab. Wir haben Mr. Peary, ben glorreichen Entbecker des Nordpoles, um seine Ansicht befragt, ber uns folgende Zeiten gütigst zur Verfügung stellte Seit mehreren Tagen wird die gesamte zivilisierte Welt durch ein Unternehmen in Spannung versetzt, das wieder einmal die Erreichung bcs Norbpols zum Ziele hat. Was viele Dutzende von wagemutigen Männern vergebens vor mir versuchten, das will ein deutscher, bisher völlig unbekannter junger Ingenieur mit zwei Flugzeugen erreichen. Daß bie lleberfliegung bes Poles im Luftschiff ausführbar ist, beweist schon ber Versuch von Amunbsen. Aber wir wissen auch, welche ungeheu- ren Schwierigkeiten babei zu überwinden sind unb wie umfassend alle Vorbereitungen getroffen werden müssen. Haben bie beutschen Abenteurer bas bebadjt? — Ich glaube kaum. Wierde boch vor wenigen Tagen Außenpolitik ist, daß auch hier die französte ftben Interessen an diesen ferner liegenden Problemen zurücktreten werden. Da der Wille der englischen Politik klar liegt und ter gleiche bleibt, und da die Richtung der französischen Politik jetzt auch klar liegt, so werden wir nun unsere Augen, nachdem der Kamps um die Präsidentschaft vorüber ist, wieder nach auf) en richten müssen. Die Entscheidungen ziehen unweigerlich herauf für unser Vaterland und seine Außenpolitik, die durch Me Inneren Kämpse und Auseinandersetzungen der letzten Wochen nur vorübergehend zurückgeschvben und unterbrochen worden sind. Geschäftliches. Die natürlichen Pstanzenkräste im llngarische» Wasser Fatzhauer kräftigen Rerven unb Körper und heilen Migräne, Ischias und Rheuma, ’^'ss Auskunft: llniv^Apotheke zum goldenen Engel. die erste dürftige Nachricht über ben geplanten Flug bekannt. Mit Sicherheit wissen mir, baß bie beiben Flugzeuge im geheimen hergestellt sind unb baß bie französische Kontrollkommission Anspruch auf sie erhebt, weil sie ben Bestimmungen von Versailles wibersprechen. Was wirb nun bas voraussichtliche Schicksal ber wahrscheinlich völlig unzureichenb ovrberefteten Expebition fein? Die letzten Funkenmelbungen befagen, daß sie bie Nähe bes Poles erreichten. Dann brach bie Der- binbung ab. Voraussichtlich hat sich also bie Katastrophe bereits ereignet. Vielleicht fanb ein Motor- befett statt, ber bie Fahrzeuge zur Landung nötigte. Dieser Versuch muß auf bem roilb zerklüfteten Eis- trümmerfelbe ber Polargegend unb bei ben bort fast ftänbig herrschenden rafenben Stürmen eine alsbaldige Zerstörung ber Flugzeuge zur Folge haben. Ausgeschlossen ist auch nicht, baß btc Flieger in bas magnetische Krastselb eines starken Norbluh- tes gerieten. Die hiermit verbundenen mächtigen elektrischen Spannungen können entmeber zur unmittelbaren gefährlichen Funkenbildung fuhren, bie bas Benzin zur Erplosion bringt, ober sämtliche Eisenteile ber Maschinen werben magnetisch induziert, wodurch em Absturz die unvermeidliche Folge ist. Die Insasfen ber Flugzeuge sind, auch wenn sie ben Sturz aus ber Höhe überleben sollten, in jebem Falle verloren. Ohne genügende Ausrüstung, ohne ausreichenden Proviant und vor allem ohne jede Kenntnis ber arktischen Gefahren müssen sie bereits nach wenigen Wochen bem Hunger unb ber Kälte erliegen, bevor bie geringste Möglichkeit zu einer Hilfsexpebition besteht, bie doch erst im nächsten Frühjahre mit Aussicht auf Erfolg abgehen könnte. Eine weitere Möglichkeit besteht, daß bie Expeditton in der Nähe bcs Poles kehrigemacht httt, um noch Spitzbergen zurückzufliegen. Sie werben bann natürlich behaupten, ben Pol erreicht zu hoben. Doch wirb es ihnen schwer sollen, ben vollgültigen Beweis dafür zu erbringen. Alle Messungen ber Sonnenhöhe sinb in ben hohen Breiten wegen ber starken Strahlenbrechung ber Luft völlig unzuverlässig. Dom Flugzeug aus bürsten derartige Messungen vollends unmöglich fein. (Fortsetzung folgt) HÄ r o 9 ^<2 ; / *>/ ML-L' ****i>4Ä 1579D "fiEHMBOR SSsPäkWöis' w^lioccl« CDas £K(eid [iefrt wie neu aus werf fit c» ohne fXodtcn fitfbg gefärbt hat mit Brauns* Kalifarbe CUocoL Crtocof färbt ‘Wollt. Haamnallt. cfeide etc end . erhältlich. C jj8 IL ^2 rSa: A^. UZ N 9 «5 Ku».1 - “t H ill »1= lO ®Bti IV.S0NDER-AUSSTELLUN6 Sonntag, den 26. April 1925 Für die Wäsche Waschmaschinen, Waschbütten, Waschbretter, Waschklammern, Waschseile, Bügelbretter, Aermel- bretter usw. Bis 11 Uhr voll beleuchtet Oberhess. Korbwarenhaus Schulstraße, neben der Stadtpost 4266c MBNKS5 Maulsbn: Hießen, Schanzeoslr. 16, M 923 MOTOREN* WERKE MANNHEIM fiU-Cu voe#». HM *rr. ITATlCNXMe M „Vom Tode errettet. . Lungenleidende! 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