N!« 8?$5 Clr ■Heren ni ;*ä8 ä’ää^S ,lbÄb* i »et, ’J'Mn, °n 133sn .Endis^^Dvau. ^^nnch! ;!,??? bij NiÄ'to. vSSenkleie fi^L26 W ™entern NNmatH ÄüÄa^Ä ne. (S^J ?QN, **= «N. ZZH -W»« «•,sst= « ÄÄ<> m? langsam fletäwnt nduklenbökse. ÄorM^ langt > anhaltende flaue 2iX "Euer PrvdÄ! n nnchnungslusi besteht ^wertem Umfange. Daß m Brotgetreide bletbtz 'S" dringlich, während Ausnahme von Roaa« chmeneigung bestehl. 2§ ie Kurse etwa 1 Mrj xt oie äußerst große De» lno. daß seitens der amt» chast nur drei erste Idas, en. Sv eröffnete Weizen r Mai 2 Mark niedriger. Karl schwächer. 3m freien per Mai ein ungefähr - Der Kurs toutoe hier abgenommen. Derste ft# ubäi Verkehrs, Hafer Ib ül, Futtermittel ohne ingen. Es notierten frt k. 239 bis 244, do. iw. 0, do. März LM M bis 261,5, LvM niäd. . 137 bis 146, to März 183,5 bis 184,75, 'Decke, ■gerfie 154 bis 168, Hafer, s 360 blS 365; Per 100 bU 35^5, AvMimehl !,50 bis 12,50, fogs& toriaerbsen 26 bis 33. , 24, ßuttetablw 14,Ä M 19, WW« 21 3 Sbiwn, blau 11 bis 50, VaMchen 14,75 bis 2380, rrvckenschniyel 820 760 bis 7,75, Äarto^ ^haschwt 21,30 biS 21,81 Allerlei. brr Winter? t ä Gabriel hat das Sr- m HnterschMS du Dtt- ffentlich'- Tabnelhal tu* us der hervorgeh°l> bav nen äußerst strengen n hätten, ähnlich dem ct, dlo den Wintern btt 1739 bi6 40. Der Winter StaMJJ , daN oer Mslanten unter "MN» . wenigstens &a tersons uno < hat, als chfernÄ niednge >rden eme j„den ^S»268“6 LKS -Dahl der & y_ Höchste ^eistagSsi^^aul» und ifürMe _ Abgabe von #*"■ ... Kogra^ L, Sd-r». w« 7 ^;'rt zu sein, daß ich meine gairze Persönlichkeit für die Durchführung der neuen Ausgaben ewsetzen werde. 3d) weiß, und 3hre soeben gehörten Worte haben es beftät-gt, daß ick) auf 3hre volle Mitwirkung rechnen kann. Möge es uns dem Geist von Locarno entsprechend gelingen, in vertrauensvoller Zusammenarbeit die mit der Besetzung verbundenen moralischen und materiellen Lasten der rheinischen Bevölkerung zu erleichtern. Die in Angriff genommenen und weiter zu erwartenden Milderungen des Desatzungsregimes gehören in diesen Rahmen. Der Reichskommissar schloß mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß die hier am Rhein zu leistende Arbeit der Befriedung und dem Wiederaufbau Europas förderlich werden möge. Die Franzosen räumen Bingen. Bingen, 23. Dez. (TU.) Die f r a n z 0sische Besatzung ist von hier a b ge-' rückt. Rur ein kleines Tlebernahme-Detachement ist noch im ehern. Diltoria-Hotel zurückgeblieben. Bon der Rhein^andkommission begnadigt. Koblenz. 23. Dez. (LU.) Wegen eines Artikels gegen die Fremdenlegion war ter Redakteur Wolf aus Baumholder zu 15 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Zur Verbüßung der Strase wurde Wolf am 15. Dezember per- haftet. Runmehr ist einem Gnadengesuch, das der Verurteilte durch die Reichsregierung an die Rheinlandkommission eingereicht hatte, entsprochen und die Entlassung des Redakteurs aus tem Gefängnis angeordnet worden. , Kanzler und Außenminister bieiben in Berlin. Berlin, 23. D^. Entgegen ten ursprünglichen Dispositionen werten nun doch der Reichskanzler Dr. Luther und Reichscrußenministeo Dr. Stresemann wäbrend ter Weihnachtsfeierlage in Berlin bleiben. Dr. Luther wird erst nach Weihrrachten eine kurze R:ise antreten. verlas die Regierung die D e r l u st l i st e für Marokko. Sie besagt: Getötet wurden 140 Offiziere und 3500 Mann, darunter 780 Franzosen. Verwundet wurden 252 Offiziere und 73CO Mann, darunter 1800 Franzosen. Vermißt werten 20 Offiziere und 1200 Mann, darunter 225 Franzosen. Japans Aktion in der Mandschurei. Tientsin von (General Feng qcitommrtt. London, 23. Dez. (TU.) Nach Meldungen aus Tokio wünscht die japanische Prefse eine Aktion zur Unterstützung TschangTsoLins.so» wie Vorbereitungen zum Schutze japanischer Staatsangehöriger, eine Maßnahme, die leicht zur Verhinderung einer völligen 'Niederlage Tschcwg Tso Lins benutzt werden kann. Die Armee Kuosunlings, berichtet die „Times", ist indessen noch weit von ihrem Ziel entfernt. Die arktische Kälte behindert naturgemäß die Operationen. Kuo befindet sich noch nicht einmal in der Lage, selbst wenn er wollte, eine Entscheidung zu erzwingen. Wie der Sonderberichterstatter des „Daily Erpreß" berichtet, haben die Truppen des Generals Feng Yu Siang Tientsin genommen. Sie sind von Süden einmarschiert, nachdem sie die Nangking - Eisenbahn abgeschnitten hatten. Dadurch wurde die Abfahrt des internationalen Zuges für immer verhindert. Auch die Eisenbahnlinie zwischen Peking und Hangkau soll unterbrochen sein. Die englischen Blätter betonen, daß neuerdings die christenfeindliche Propaganda in China weitere Fortschritte mache. Man befürchtet gerade während der Weihnachtsfeiertage Demonstrationen oder Unruhen. Tschangrsolins Abschied von seinen Führern. Tokio, 23. Dez. (WTD.) Rach einem Telegramm aus M u k d e n versammelte T s ch a n g - ts 0 lin gestern früh die hervorragendsten Anhänger um sich, um von ihnen Abschied zu nehmen. 3n einer Rede teilte er mit, die Meldungen von der Front liehen erkennen, dah ter Feind in diesem Augenblick einen ent- scheidenden Angriff begonnen habe. Wenn seine Armee eine Aiederlage erleide, werde er anher Landes seine Zuflucht suchen. KuoSunglingausdemRüÄmarkch Schanghai, 23. Dez. (WTB.) Eine japw nische Meldung ans Mulden besagt, baß der Hauptangriff Kuo Sung-Lings gegen Tschana Tso-lin. der gestern abend begann, ge - scheitert sei. Die Streitkräfte Kuo Sung- lings befänden sich zur Zeit auf dem Süd» zug in Richtung auf Hfinmin-Fu Keine amtliche Bestätigung von der Einnahme von Tientsin. London. 24. Dez. (WTB. Funkspruch.) Laut „Mvrnina Post" ist in London noch keine amtliche De stä t ig un g von der Meldung über die Einnahme Tientsins durch Feng°Puh°Siang eingetroffen. Das japanische Kabinett berat über China. London. 23. Dez. Aach einer Meldung des Reuterschen Bureaus aus Tokio verlaut^ amtlich, daß das Kabinett sich bei der Beratung über die Fragen, die die Mandschurei betreffen, auch mit der japanseindlichen Stimmung in China befaßt und seiner Meinung dahin Ausdruck gegeben habe, bah, so bedauerlich diese Stimmung auch sei, das gegenwärtige Dorgehen Japans zum Schuhe der japanischen Interessen notwendig sei, dos; Japan völlig neutral sei und weder einen stärkeren Einfluß in China zu erreichen beabsichtige, noch irgendwelche anderen we'.ter- gehenden Beweggründe habe. Die japanischen Truppen würben Mulden verlassen, sobald es die Lage gestatte. Die Untersuchung der Mai- ur.ruhen in Schon Hai. Peking, 23. Dez. (WTB.) Die mit der Untersuchung der blutigen Zwischenfälle in Schanghai im vergangenen Mai betraute Kommssst.-n erstattete einen 'Bericht, der beiagr, daß eine einmütige Entscheidung der juristischrn Bevollmächtigten nicht erzielt werden konnte, und daß deshalb jedes Kommissionsmitglied einen besonderen Bericht vorlegte. Der Bericht des amerikanischen Bevollmächtigten belastet don Leiter der englischen Polizei in Schanhai mit einem Teil der Schuld, dagegen haben der englische und der japanische Vertreter an der Haltung der Polizei in den kritischen Tagen nichts zu tadeln. Der Präsident der Gemeindeverwaltung in Schanghai stellte fest, daß der Leiter der Polizei und ein anderer englischer Beamter vom Amt zurücktraten, und daß die Gemeindeverwaltung für die Hinterbliebenen der bei den Zwischenfällen Getöteten einen Scheck im Betrage von 75 000 Dollar zur Verfügung stellte. Ein russisch-türkischer Neutraiitätsvertrag. Angora, 23. Dez. (Wolff.) Das offiziöse Blatt „Hakimieti M i l l i e" veröffentlicht den Wortlaut des zwischen Rußland und der Türkei am 17. Dezember in Paris unterzeich- neten Vertrages. Dieser enthält drei Ar- titel und drei Protokolle, die die R e u 1 r a l i - tat beider Parteien garantieren. Beiden Par- 7 teien ist vollständige Freiheit in ihren Beziehungen zu dritten Staaien gegeben, wobei die Bestimmungen des vorliegenden Vertrages zu beachten sind. Reuter meldet aus Konstantinopel: Die Ansicht des Regierungsorgans „Hackmieti Millie" üver die Unterzeichnung des Vertrages gegenseitiger Reu'.ralitat zwischen der Türkei - und der Sowjetunion sei, daß die Bedeutung dieses Abkommens unmittelbar nach der Entscheidung des Völkerbundsrates im M o s s u l st r e i t nicht der Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit entgehen könne, daß aber trotzdem dieser Vertrag nicht als eine Drohung gegen irgend jemand beabsichtigt fei, sondern als eine Antwort auf den kürzlich unter den West» fiaaien aigeschlossenen SicherheitSpakt angesehen werden könne. Das Ablommen sichere in Wirtlichkeit Aktionsfreiheit gegen orientalische Staaten. Der Korrespondent der „Times" in Angora hat in türkischen politischen Kreisen eine Enquete darüber angestellt, wie man den russisch-türkischen Vertrag auffaßt. Er glaubt darüber folgendes mitteilen zu können: Nach dem Geisteszustand in Angora zu urteilen, werde die Türkei von nun ab den Völkerbund als einen wirklichen Feind betrachten. Der neue Vertrag sei deshalb deutlich gegen den Völkerbund gerichtet, den man anklage, allein den europäischen Interessen und hauptsächlich England zu dienen und der erklärte Gegner des Orients zu sein. Unter diesem Gesichtspunkt könnte der türkisch-russische Vertrag sogar als ein Versuch angesehen werden, einen neuen asiatischen Völkerbund zu bilden, der sich gegen den Genfer Völkerbund wendet, und um dessen Fahne sich nach und nach sämtliche Völker des Orients icharen würden. Diese Idee liege auf jeden Fall in der Luft und drohe wahr zu werden. Aber man würde in Europa Unrecht haben zu glauben, daß dieser Vertrag besagen wolle, Angora wolle sich übereilt in einen bewaffneten Widerstand stürzen. Die kühle Vernunft, jeder Leidensck)aft bar, beseele die führenden Manner von Angora, die gegen niemanden eine drohende Haltung einnehmen woll- fen. Ihre gegenwärtige Ueberzeugung sei einfach, daß der neue Vertrag die Sicherheiten gebe, bi» der Türkei gefehlt haben, und gleichzeitig ihre Verkeidigungsmittel vermehre. Das Echo in Paris. Paris, 23. Dez. (WB.) Dem am 23.Dez. in Paris abgeschlossenen türkis ch-russische y Reutralitätsvertrag wirb von der Äl'endpresfe eine große Bedeutung beigelegt .Der „Temps" 'chreibt. Man hatte sich gefragt, welche Antwort die Regierung von Angora auf den Beschluß des Völkerbundes in der M o s s u l f r a g e erteilen werde. Jetzt ist man hierüber aufgeklärt. Die ttnkerzeich-- nung des Vertrages ist ein Ereignis, dessen Bedeutung man nicht verkennen darf, denn er wird im ganzen Orient st arten Widerhall finden. Die Türkei hat dein Döllerbund in der Mofsulfrage eine Antwort erteilt und Rußland eine solche auf den Vertrag von Locarno. Beide Vertrüge richten sich jedoch direkt gegen England. Auch das Wirtschaftsblatt die „Information" legt den Vertrag in der gleichen Weise aus und bezeichnet ihn für die Türkei als eine Garantie gegen England, und für So- wjetrußland als eine Garantie gegen Locarno. Angesichts dieser Verträge habe die westeuropäische Diplomatie keine leichte Aufgabe. Sie müsse durch die Tatsachen beweisen, daß ßoearno eine Geste des europäischen Friedens uni> daß der Sicherheitspakt gegen niemanden gerichtet fei, und daß der englisch-türkische Konflikt von Mossul durch direkte Verhau»' fungen auf freundschaftliche Weise geregelt werden könne. Das „Journal des Debats" fragt: Wie find die freundschaftlichen Versprechungen. die Tschitscherin und Ruchdy Bey einander gegeben haben, zu werten? Die Türkei und Rußland seien hauptsächlich rivalisierende Mächte, doch würden sich beide unter ihrem gegenwärtigen Regime dem Teufel verschreiben, um den West Mächten Schaden zuzufügen. Baldwins Unterredung m't dem türkischen Botschafter. London, 23. Dez. (TT1.) Dis gestrige Unterredung zwischen Baldwin und bem türkischen Botschafter ist ohne jedes Er -- Nur Faszisten können Ehrenämter bekleiden. Mailand, 24. Dez. (Sil.) Der frühere Ministerpräsident G i o l i t t i ist als Provinzrat von Cuneo zurückgetreten, weil die Mehrheit beschlossen batte, daß die Vorstandsmitglieder nur aus Faszisten bestehen dürf- 1 e n. Aus Solidarität mit Giolitti ist auch der frühere Minister Soleri als Provinzrat zurück- getreten. Die Finanzpläne Doumers. Paris, 23. Dez. (Wolff.) Finanzminister Do um er wird morgen dem Parlament feine Finanzpläne unterbreiten, durch die der Ausgleich des Budgets für 1925 fichergestellt werden soll. Das Budget für 1925 hat ein Defi - z i t von annähernd sechs Milliarden. Um es zu beseitigen, wird der Finanzminister Vorschlägen, für 1926 die drei Milliarden neuer Steuern, die als Vorschlag des zurückgetretenen Finanzministers übernommen werden, beizubehalten, ferner den Tabakspreis so zu erhöhen, daß eine Mehreinnahme von 600 Millionen Franken erzielt wird, eine Taxe auf den Export zu legen, durch die ebenfalls 800 Millionen Franken erzielt werden sollen. Zwecks Sanierung der Finanzen schlägt der Minister die Schaffung einer Amortisationslasse, der jährlich eine Summe von annähernd zwei Milliarden zufließen soll. Ueujahesgave des Gteßsuev Ämelsevs fite feine Lefsv ifi von dem BsvSmsV Male« Mofestov Lueia« Vesnhavd sntwokße«. Ln dvei bunten Savbsn «nf ßEüsem holzfreien ^artonvavtev sedrmSt, stellt sich als srtchmackvoVsv Wandschmuck dar der MünMerSalendsv 1926 gebnis gewesen. Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" nennt sie eine diplomatische Geste. Mehr hätte in Abwesenheit Austen Chamberlains nicht getan werden können. Das Kabinett scheint im übrigen nicht einstimmig von der Zweckmäßigkeit der Unterredung überzeugt gewesen zu sein. Dem türkischm Botschafter ist, wie die „Westminster Gazette" schreibt, zu verstehen gegeben worden, daß, abgesehen von kleinen Grenzberichtigungen natürlich von einer Revision der Entscheidung des Völkerbundes keine Rede fein könne. Der türkische Botschafter soll sich darauf beschränkt haben, den Standpunkt seiner Regierung noch einmal ztz wiederholen, Immerhin begrüßt man in London auch diese Unterredung als einen Beweis für die Möglichkeit einer friedlichen Verständigung mit der Türkei. Ende der MUitärkontrolle in Bulgarien. Sofia, 23. Dez. (TU.) Die Gesandten der Ententemächte übergab?n gestern d:m bulgarischen Außenminister K a l f o f f d e Rote über die Aufhebung der interalliierten M i l i t ä r k o n t r o l l e, die ab^r provisorisch solange aufrechterhalten bleiben soll, bis der Völkerbund die Kontrolle übernehmen kann. Ein neuer Verwelschungsplan für Südtirol. Berlin, 23. Dez. (Abendblätter.) Der „Lokalanzeiger" meldet aus Rom: Rach dem faszistischen „Impero" wird im Ministerium des Innern der laizistisch? Vorschlag geprüft, Bozen zur Hauptstadt einer Provinz zu machen, zu der die Kreife Bozen, Bruneck, Brix en. Meran und Cavalose gehören sollen. Auf diese Weise würde die neue Provinz Bozen etwa 250 000 Einwohner haben, von denen 150 000 Deutsche, 30 000 Ladiner und 79000 Italiener wären. Eine einzige große deutsche Zeitung mit dem Titel „Alpe?rzeitung" soll erscheinen. Dieses Blatt wird dazu bestimmt sein, die deutsche Bevölkerung italienisch zu machen. Zum neuen Präfekten von Bozen soll eine dem Ministerpräsidenten nahestehende bekannte Persönlichkeit vorgesehen sein. Täglich neue Vergewaltigungen der Deutschen. Bozen, 23. Dez. (TU.) Sin Zivilist und ein Karabinieri kamen in ein Privathaus in Bruneck und verfügten die sofortige Einstellung des deutschen Unterrichts, den Frl. Gemaßmer einigen Kindern erteilte. Mittlerweile kamen vier weitere Carabinieri ins Lokal. Den Kindern wurden nun die Schultaschen durchsucht und alle deutschen Bücher und Hefte weggsnommen, einschließlich der Katechismen. Auch die Schiefertafeln wurden mitgenommen. Rach genauester Hausdurchsuchung mußte sich daS Fräulein in Begleitung der sechs Männer (fünf Karabinieri) zur Unterpräfektur begeben. In ihrer Abwesenheit wurde ihr Zimmer genau durchsucht. Reisepaß. Schulzeugnisse, Vormerkungen, selbst ein ge Kunstleckert-n wurden mitgenommen. Sic wurde auch gefragt, ob ihr Vater Staatsbeamter fei, bejahenden'ails wäre derselbe sofort entlassen worden. Fräulein Gemaßmer erhielt kodann einen Abschubbefehl nach Bozen. Bei Abfahrt des Zuges veranstaltete die Bevölkerung von Bruneck herzliche Sympathiekundgebungen. — In dem kleinen Orte Montaii gab es eine wahre Treibjagd nach Lehrpersonen und deutschem H a u s u n t e r r i ch t, an der sich sechs Amtspersonen beteiligten. Auch hier wurden einige Fibeln, Tafeln und Rechenbücher weggenommen. Andererseits soll durch sie regelmäßig eine Summe von etwa einer Milliarde an die Dank von Franlreich abgeführt werden, um die Vorschüsse an den Staat zu amortisieren. Die restlichen drei Milliarden will der Finanzminister durch Verdoppelung der Umsatzsteuer, ferner durch die Schaffung einer Stempelsteuer für jede geschäftliche Transaktion, wie sie in Italien schon seit Jahren besteht. Der radikale Abgeordnete Archimbaud hat den Entwurf einer Entschließung an die Kammer eingebracht, demzufolge die Regierung aufgefordert werden soll, eine Untersuchung über die Devisen- und Börsenspekulationen einzuleiten, die vor und nach der Bekanntgabe der Demarche gewisser französischer Industrieller erfolgt sind, did der Regierung ihre finanzielle Hilfe durch Stabilisierung der französischen Währung angeboten hatten. Nicht 10, sondern 50 Milliarden bezahlt. Berlin, 23. Dez. Don autoritativer Seite wird der „Täglichen Rundschau" geschrieben: Die von der Neparationskommission in ihrem Kommunique über den Ertrag der Ruhrbesetzung veröffentlichten Zahlen von zehn Milliarden Goldmark als gesamte Reparationszahlung Deutschlands von der Unterzeichnung des Versailler Vertrages bis zum 30. November 1925 können deutscherseits nicht anerkannt werden, da sie be- tanntlich auch zum Teil aus sehr erheblichen Minderschätzungen deutscher Leistungen beruhen, über andere Leistungen eine endgültige Abrechnung überhaupt noch nicht erfolgt ist. Nach deutscher Berechnung ist mindestens das Fünffache der hier angegebenen Zahl geleistet worden. Im übrigen kann darauf hingewiesen werden, daß beispielsweise das Washingtoner Institut of econo- mic die deutschen Leistungen bis Ende 1922 bereits auf 25,8 Milliarden Goldmark veranschlagt hat, eine Schätzung, der sich I. M. Keynes in einem Aufsatz in der „Nation" im Oktober 1923 angeschlossen hat. Das Urteil im Kasieler Kommunisienprozetz. In dem Hochverratsprozeß gegen den kommunistischen Parteisekretär Ernst Woll- weber aus Kassel, der sich wegen Beihilfe zum Hochverrat und Vergehens gegen das Republik- schutzgefetz zu verantworten hatte, wurde heute in den späten Rachtsiunden vom Staatsgerichtshof das Urteil gefällt. Der Angeklagte wurde zu drei Jahren Gefängnis und 300 Mark Geldstrafe verurteilt. Ein Jahr sechs Monate und die Geldstrafe werden auf die Untersuchungshaft angerechnet. Kleine Politische Nachrichten. Wie der Berliner ^Lokalanzriger" meldet, haben sich nach kurzer Verhandlung die Deutschsoziale Partei unter Führung von Rich. Kunze und die Deutschvölküche Freiheitspartei unter Führung von Wulle zu einer Völkischen Arbeitsgemeinschaft znsammengeschlos en. Im Reichstage ist ein brutschnationaler Antrag eingegangen, der die Reichsregierung auffordert, schleunigst einen Ge'ehentwurf vorzulegen, durch den die Wo hnungSümter beseitigt und der Mieterschutz neu geregelt wird. Ein Antrag der Deutschen Volkspartei fordert Auskunft, ob die Preistreiberei - und ähnliche Verordnungen aufgehoben werden soll. Ein Antrag der Demokraten verlangt eine Uebersicht über die Maßnahmen der Länder zur Bekämpfung der Mißstände im Hausierer- Handel und Mandergewerbebetriebe, ferner eine Uebersicht über die Maßnahmen der Regierung in der Preissenkung, besonders innerhalb der Kartelle und Trusts. a Das Professorenkollegium des Mailänder Polytechnikums hat M u s s o l i n i einstimmig zum Ehrendoktor ernannt mit folgender Widmung: „®em großen Baumeister und Erneuerer aus einem Haufen von faulen und gefährlichem Schutt." Aus aller Wett. Ein neues kathslisches Fest. Berlin. 24. Dez. (TU.) Wie die Mor- genblätter aus Rom melden, verkündet der Papst in einer Enzyklika die Einsetzung eines neuen Festes, das unter dem □tarnen „Christus König" jedes Jahr am letzten Sonntag des Oktobers gefeiert werdet: soll. Ein Lastkahn mit 9000 Zentner Weizen gestrandet. Halle a. d. Saale, 23. Dez. (Wolff.) Der einer hiesigen Reederei gehörende Dampfer „I. K. 14", auf dem 9000 Zentner Getreide verfrachtet waren, ist heute mittag bei Lettin bei Halle gestrandet Der Kahn hatte infolge des Sturmes und der Verschiebung einer Doie durch den Eisgang die Fahrtrichtung verloren. Alle Versuche, den Kahn vor dem Dwsacken zu retten, sind gescheitert, so daß zu befürchten ist, daß ein großer Teil der Ladung verloren geht. Bisher konnten nur 1000 Zentner umgeladen werden. Bier Menschen ertrunken. München, 23. Dez. (TU.) Rach einer Mel- 7 düng der .Münchener Rauesten Rachrichten" aus Innsbruck ereignete sich bei der Innregu- lierung in der Rahe deS Tiroler Dorfes Fritzen ein schweres Unglück. Infolge der reißenden Strömung kenterte ein Doot mit acht Mann, von denen nur vier gerettet werden konnten, die übrigen vier sind ertrunken. Blutiger Ausgang einer Familienstreitigkett. Münster i. W., 23. Dez. (WB.) Im Verlaufe von Samilienftreitigteilen stach der Lokomotivführer Heines seinem Schwager mit einem Schraubenzieher in den Hals und flüchtete dann. Der Verwundete und vier andere Verwandte folgten Heines in seine Wohnung, wo ihn einer der Verfolger durch den Kopf schoß. S)eine£ erlag der Verletzung im Krankenhaus. Die fünf Personen wurden in Haft genommen. Eine neue englische Großfunkstation. TU. London, 24. Dez. Die neue englische Großfunk st ation in Rugby wird am 31. Dezember um Mitternacht den Sendeverkehr aufnehmen. Die Station, beten Einrichtung 400 000 Pfund Sterling gekostet hat, dürfte eine der größten Anlagen der Welt fein und wird den drahtlosen Verkehr zwischen allen Teilen des britischen Weltreichs wesentlich erleichtern. Die Sendestärke der Anlage ist außerordentlich groß. Die Versuche haben ergeben, daß die Station in Hongkong und auf Java deutlich gehört werden konnte. Die Reichweite der Anlage für drahtlose Telephonie beträgt etwa 9000 Kilometer. Von besonderem Interesse sind verschiedene neue Errungenschaften auf dem Gebiete der Radiotechnik, die in Rugby zum erstenmal angewendet werden. So können u. a. gleichzeitig Wellen verschiedener Länge gesandt werden. Auch sind besondere Methoden zur Verhinderung von Störungen und Einwirkungen durch andere Stationen angewandt worden, die von großer Bedeutung für die Entwicklung des Radioverkehrs finb. Amerikanischer Rordpolslug 1926. Paris, 23 Dez. (WTB.) Nach einer Meldung des „Neuyork Herold" plant man in amerikanischen Kreisen für das Jahr 1923 einen Nordpolflug, der von Henry Ford finanziert werden wird und von Barrow auf Alaska über den Pol nach Spitzbergen gehen soll. Ein eigenartiger Augunfall. — Rauchvergiftung des Zugpersonals. Bafel, 24. Dez. (T. U.) Auf der Iura-Eisen- bahnlinie Basel—Delsberg—Biel blieb gestern in dem acht Kilometer langen Tunnel zwischen Grenchel und Moutier ein Güterzug stecken. Bei den Nachforschungen nach dem Verbleib des Zuges fand man ihn im Tunnel. Der Lokomotivführer, der Heizer und der Zugführer lagen bewußtlos auf der Lokomotive. Infolge der starken Rauchentwicklung durch den zunehmenden Feiertagsoerkehr und der Unmöglichkeit des Abziehens der Gase durch die starken Niederschlage erlitten alle drei Personen eine Gasvergiftung. Sie hatten aber, bevor sie bewußtlos wurden, noch die Kraft, den Zug zum Stehen zu bringen, wodurch ein schweres Unglück verhütet wurde. Die drei Beamten konnten durch künstliche Atmung wieder ins Leben gerufen werden. Eine Flutwelle im Pazifischen Ozean. London, 24. Dez. (TU.) Aus Tokio wird gemeldet, daß eine Flutwelle, die offenbar durch ein unterirdisches Erdbeben verursacht wurde, die Insel Hap überflutet hat. Japan selbst ist von schweren Stürmen heimgesucht worden. Ganze Dörfer sind z e r st ö r t und der Eisenbahnverkehr ist teilweise unterbrochen. Derwerksungluck in Amerika. TA. Rew Bork, 23. Dez. Bei einem Grubenbrand in Dellaire (Ohio) sind a ch t Bergleute ums Leben gekommen. Wettervoraussage. Heiter bis wolkig, meist nördliche Winde, kälter, Nachtfrost, nur leichte Niederschläge oder Reifbildung. Das mit feinem Kern gestern über Jütland gelegene Fallgebiet ist nordöstlich nach dem finnischen Meerbusen hin abgezogen. Kleinere Ausläufer bewirken heute noch Regenfälle, die bei sinkenden Temperaturen in leichtes Schneetreiben übergehen dürften. Nachts stärkere Ausstrahlung und Frost. In den nächsten Tagen dürfte unter Herannahen eines neuen Störungsgebietes, das sich zur Zeit westlich von Irland anbeutet, nach leichtem Frost- wetter wieder mildere Witterung bei vorwiegend südlicher Luftströmung eintreten. Gestrige Tagestenweraturen: Maximum. 6,1 Grad Celsius, Minimum: minus 1,1 Grad Celsius. Niederschläge 1,8 Millimeter. Heutige Morgentem-, veratur: 1,4 Grad Celsius. O e: W«v2, Rott des M Mn nicht ff ?Ächicht« und ^ Wirttichkett ecke etwas st Linn unser« 3« Zenwinkel emj Rabbi Jesus von leitbeti9e?Ä oer migteit, die sie « *|Ä ein Mer alles Leben, >mo Mischen Obenn >c den' da bete"!" nchten. Zu loufeni Ideen, Kriegsgesan hat ihre tarnen d« wegung, die Jesus sie große Massen । lag näher, als an? (ein Name vergeh selhaste, das Unglc schichte kein Seiler nach seinem Tode dah das Milwort chen läßt: wa von Ewigkeit zu । Jahrhundert schreit die Menschheit. Set sagen, jedes Zeitalt und Formen gemalt in ihm oorzugSMis Offenbarung Sohan, der morgenländische' sein haar war we Schnee, und seine und seine Me gl glüht, und seine tauschen". Der Dill den Herzog, der m liegen, das Land d telallers erblicken i gant. Die Nonne Kloster Helfta bei ö in einem (Sebufjle, tünstlerifche Anschau nllr die Well mein u reinem Solde), uni ewiglich sein, die c alleneichsie Kaiseri immer wäre! Also slurn, meinen liebe Ehren. Bedenkt, nx behren!" In einen gene durch Lösegeld 'hm, daß er di hrit erlöst habe. 1 müde, in uriprüng °0N J-iu Wunden L?!°valis,ach war .ch ohne die man ihn ost ifieiflg Anmeldung, Endung der 1 öe^5katnmer Der Vorbei IAe Sicher um 9 Uhr z ^«bejdfuk h 6h Lebens } i" alb Carl Oedr. || kÜofCn' Gotha ki Mm MWSWWWll empfehle l 18860 Därme und Blasen Jakob Thsisebach, Gießen Nordanlage 7 — Televbon 1227. Bekanntmachung. Ab 2. Januar 1926 werden die bisher zwischen Lich und Queckborn verkehrenden Züge 5 W und 10 W bis Grünberg weitergeführt, und zwar in folgendem Fahrplan: Zug 5W 738 nachm. ab 752 „ U 758 „ V 803 8Öi[ „ 84 - v 8g „ Y 85? an Butzbach, de Lich Nb............. Niederbessingen....... Oberbessingen ....... Münster (Oberh.) ... Ettingshausen........ Harbach ............ Oueckborn........... Grünberg............ 24. Dezember 1925. Butzbach-Licher-Ei enbahn. Dahnoerwaltung. an M ab Zug 10 W 935 nachm. Öl* „ N1-. » 92» „ 92L „ 92« w 910 855 „ 12055V Hersteller: Julius Uliisch, Gießen 3 8- Das Idealbrot in technischer und hygienischer Beziehung. X s- & Steinmetz Brot fi s E - Naturbrot ohne r jeden Zusatz! lottern e*exddieft and lektot verdaaMda Iche TroßhuikslM 14. Dez. Die ww eng- ation in Anzbh toirb Mitternacht-01 Die Sldion, deren S'uv nb eierting gMel Hal, l Anlagen der Dell im und Serke).' zwischen allen Tri' eltreicht wesentlich erleich- e der Anlage ist außer- Z^suche habrn ergeben, nnigkeit, die sie vertreten, abgestandenem Zisternen- wasser gleichen ihre Gebote und Mahnungen, wie ein frischer Bergquell mutet Jesu Rede an, da tft olles Leben, unverfälschtes Leben in Gott. Die jüdischen Oberen sehen ihren Einfluß dahinschwin- Len, ba bereiten r? dem Gegner den Untergang, |ie spielen ihn der römischen Obrigkeit in die i)änbe, und die läßt den Angeschuldigten hin- wchten. Zu Tausenden sind damals Menschen hin- gerichtet worden, die keine Verbrecher waren, Vor- impfer nationaler Jnteresien, Verfechter religiöser Ideen, Kriegsgefangene. Kein Geschichtsschreiber hat ihre Namen der Nachwelt mitgeteilt. Die Bewegung, die Jesus erregt hatte, war nicht so, daß sie große Massen in Bewegung gesetzt hätte. Was Cag näher, als anzunehmen, daß mit seinem Tode pein Name vergeßen sei? Und da geschieht das Rät- felhafte, das Unglaubliche, das in der ganzen Geschichte kein Seitenstück hat: Dieser Jesus entfaltet nach seinem Tode eine außerordentliche Kraft, so daß das Bibilwort nicht zuviel sagt, das ihn sprechen läßt: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig uon Ewigkeit zu Ewigkeit." Don Jahrhundert zu Jahrhundert schreitet er siegesgewaltiger hinein in die Menschheit. Jedem Zeitalter hat er etwas zu tagen, jedes Zeitalter hat ihn mit seinen Farben unb Formen gemalt. Der Evangelist Markus sieht i n ihm vorzugsweise den Helfer der Kranken, die Offenbarung Johannis malt ihn mit den Farben ter morgenlänbifdjen Phantasie, ^,sein Haupt und fein Haar war weiß wie weiße Wolle, als der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerslamme, und seine Füße gleichwie Messing, das im Ofen glüht, und seine Stimme wie groß' Wasser- rauschen". Der Dichter des „Heliand"' sieht in ihm ten Herzog, der mit den Jüngern, seinen Schwert- bogen, das Land durchzieht ,die Mystiker des Mit- telalters erblicken in ihm den himmlischen Bräutigam. Die Nonne Mechthild von Hackeborn im Kloster Helfta bei Eisleben sagt um das Jahr 1250 ir einem Gedichte, in dem tiefe Frömmigkeit und künstlerische Anschauung zusammenfließen: „Wär' dür die Welt mein und wäre ‘ c von Gold rein (von reinem Selbe), und könnte ich hier nach Wunsch ewiglich fein, die aUerebelfte, die allerschönste, die nllerreid)fte Kaiserin sein —, wie nichtig mir das immer märe! Also viel gern sähe ich Jesum Ehri- ftum, meinen lieben Herrn, in seinen himmlischen lehren. Bedenkt, was die leiden, die ihn lange ent- behren!" In einem Zeitalter, in dem ost Gefangene durch Lösegeld zu befreien waren, sagt Luther uon ihm, daß er die in Sünden gefangene Menschheit erlöst habe. Der Graf Zinzendors wird nicht unübe, in ursprünglicher, wenn auch oft schwärme- elidier Religiosität und in Ausdrücken, die dem Aeschmacke ber Gegenwart nicht mehr entsprechen, eon Jesu Wunden und ihrer Wirkunaskrast zu spre- cben. Novalis sagt um das Jahr 1800 von ihm: „Was Mär' ich ohne dich gewesen?" In der Gegenwart steht man ihn oft als Sozialreformer, als den Anwalt der Unterdrückten. Was Jesus In neunzehn Jahrhunderten ber einzelnen Seele gewesen ist, das läßt sich selbstverständlich historisch und statistisch nicht feststellen, aber Millionen von Menschen haben am Abend ihres Lebens bekannt, daß sie ohne ihn in den Nöten ihres Lebens nicht hätten standhalten können. Schwere Zeiten sind für unser Volk gekommen. Wir seufzen unter wirtschaftlichem Drucke und Haden unter Schmerzen kennengelernt, daß die Entwicklung eines Volkes keineswegs immer in gerader Linie aufwärts geht. Wir find auch seelisch aus dem Gleise gekommen, sonst würden wir einander besier au verstehen suchen und uns nicht gegenseitig das Leben zur Qual machen. In Jesus finden wir Ruhe, Frieden. Gerechtigkeit, Verseh- nung, Freiheit von Sorgen, Stille im Sturm. Das wäre ein seliges Weihnachtsfest, das viele unter uns zu diesen Quellen des Lebens und der Kraft zurückführen würde. H. B. Wichtig für Pferdebesitzer! Aus unserem Leserkreise geht uns die folgende Anfrage zu: Es ist in unserem Dorfe in den tehten Jahren wiederholt vorgekommen, dah unmittelbar nach den Weihnachtsfeiertagen schöne, gesunde und kräftige, gut genährte Pferde, als sie wieder eingespannt werden sollten, zu- fammenfielen und nach kurzer Zeit verendeten. Auch ich hatte im vergangenen Jahr einen solchen Patienten, der mir schlechte Aachfeiertagr brachte. Um was für eine Krankheit handelt es sich, und was kann man zu deren Verhütung tun? Unter sachverständiger Mitarbeiter gibt daraus die nachstehende Antwort: Es handelt sich zweifellos um die schwarze Harnw nde. auch Alerenschlag genannt. Wissenschaftlich heißt die Krankheit Lumbago. Die Krankheit befällt nur — waS Ihnen ja auch aufgefallen ist —, aut genährte, kräftige T ere. u’ib zwar sind die der kaltblütigen Dalsen der Erkrankungsgefahr mehr auSgeseht, als die Warmblüter. Ab r auch diese, insbesondere die Oldenburger, können leicht erkranken. Die Krankheit entsteht besonders bei Tieren, die sehr viel Kraftfutter, insbesondere Hafer, zu fressen gewohnt find und dabei stark arbeiten müssen. Wenn solche Tiere ihre hohen Haferrationen auch während der Feiertage,' in denen sie im Stalle stehen, bekommen, unb dabei keine Bewegung haben, so erkranken sie, sobald sie zum ersten Male wieder aus dem Stall kommen und bewegt werden. Die Erscheinungen der Krankheit sind die folgenden: Die Tiere beginnen auf der Hinterhand zu schwanken, und können sich in den schwereren Krankheitsfällen nicht mehr stehend erhalten. Dabei tritt schnell sehr starker Schweißausbruch auf, der Urin verfärbt sich dunkel-fchwarzrot (daher der Dame „schwarze Harnwinde"). Die am Boden liegenden Tiere werden sehr unruhig. Die Jnnentemperatur steigt sehr hoch, dis zu 42 Grad. In schweren Fällen tritt schon nach wenigen Stunden der Tod durch Herzlähmung ein. Wenn sich die Krankheit länger hinzieht, ohne dah sich die T ere erheben können, tritt sehr schnell Blutvergiftung ein, die zum Tode führt. Tiere, die länger als 24 Stunden liegen bleiben, sind in der Regel verloren. Dur wenn es gelingt, die Tiere auf die Deine zu bringen und sie — fei es auch mit Hilfe einet) Hängevorrichtung — täglich wenigstens einige Zeit stehend zu erhalten, besteht Aussicht auf Heilung. Die Genesungsdauer ist zuweilen kurz, zuweilen dauert es aber sehr lange, bis die Läh- mungen, die von den Muskeln ausgehen und daS Unvermögen, sich stehend zu erhalten, erzeugen, beseitigt sind. Durch möglichst frühzeitig eingeleitete tierärztliche Hilfe gelingt es, manches Tier zu retten, das ohne diese Hstfe verloren ist. Wesentlich leichter als das Hellen ist indessen das Vorbeugen. Man gebe den Pferden, besonders gut genährten schweren Arbeitspferden an den Feiertagen nicht die alte, oder als FeiertagEzabe gar noch eine erhöhte Hafergabe, sondern man vermindere sie um mindestens 50 Prozent oder gebe — noch besser — nur Weizenschale als dickes Getränk. Die Tiere mögen sich die Feiertage über mit Heu falt fressen, das schmeckt ihnen zwar nicht so gut, bekommt ihnen aber weit besser. Ferner nehme man die Tiere auch an den Fe.er- tagen etwa eine halbe bis eine Stunde aus dem Stalle und bewege fi? kräftig — und daS Wunder ist erreicht, daß nie mehr ein Fall von Vieren- schlag auftritt. K. Bornotizen. — Tageskalender für Freitag (1. 5 e i e r t a g): Stadttheater: 7 Uhr „Lanzelot und Sandcrein" (Ende 91 Uhr). — Evangelischer Arbeiter-Verein: -1 Uhr nachm., Dereinslokal, Weihnachtsfeier. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Findellind". — Polasl-Lichtipiele (Kirchenplatz): „Die Betrügerin". — Astoria-Lichtspiele: „Der weiße Panther". — Tageskalender für Samstag (2. Feiertag): Stadtlhealcr: 31 Uhr nachm. „Der Fa> miüentag" (Ende gegen 6 Uhr): 7 Uhr .Heimliche Brautfahrt" (Ende Uhr). — Weihnachtsfeiern: Bauerscher Gesangverein: 7 Uhr im Saale des Gesellschaftsvereins. — Gesangverein „Sänger- kranz": 8 Uhr Hotel Hindenburg. — Turn-Verein 0. 1846: 7 Uhr Turnhalle. — Manner»Turn-Derein: 5 Uhr Liebigshöhe. — Spiel-Vereinigung 04: 7) Uhr Phiiosophenwald. — Gießener Radfahrer-Dereln 1885: Hessischer Hof. — A. V. 18711921: 6 Uhr Saalbau Sauer. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Findellind". — Palast-Llchtspiele, Kirchenplatz: Film-und Bühnenschau.— Astoria-Lichtspiele: „Der weiße Panther". — Tageskalender für Sonntag (am 3. Feiertag). Stadttheater: 3 Ubr nachmittags „Die Mäusckönigln" (Ende nach 5 Uhr); 7 Uhr: „Das Dorf ohne Glocke" (Ende gegen 10 Uhr). — Weihnachtsfeiern: Gesangverein „Heiterkeit": 4 Uhr nachmittags, Liebigshöhe. — Gießener RudergeseU- schäft: 6 Uhr Bootshaus — Verein ehemal. 116er: 7.30 Uhr, Turnhalle. — Artillericoerein: 4 Uhr nachmittags, Vereinclokal. — Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: „Die drei Portiersmädels". — Palast-Lichtspiele, Kirchenplatz: Film- und Bühnenschau. — Astoria- Lichtspiele: „ Der UebcrfaU auf die Virginia-Post" ** Die Abgabe von Geräten gegen monatliche Raten zahl ung betrifft eine Bekanntmachung des städtischen Gaswerks im heutigen Anzeigenteil, auf die wir die Interessenten besonders Hinweisen möchten. Näheres in der Anzeige. ** Von der Bezirkssparkasse Gießen. Eine hübsche Weihnachtsüberraschung erhielten verschiedene Sparer der Bezirkssparkasse Gießen. Bei der kürzlich stattgefundenen Sparprämienoerteilung des Hessischen Sparkassen- und Giroverbandes entfielen zwei größere Gewinne von je 1000 Mk. und ein Gewinn von 100 Mk. auf Sparer der hiesigen Sparkasse. Außerdem erhielten 124 Sparer eine kleine Prämie von je 20 Mk. Kirchliche Nachrichten. Evanoel'tche Gemeinden. Donnerstag, 24. Dezember. Heiliger Abend. Dahenborn-Varbenletch. Watzenborn-Steinberg. 8: Weihnachtsausführnng des Kirchengesangvereins. Garbenteich. 57,: Krippespiel. Freitag, 25. Dez. 1. Weihnachtsfeiertag. Gießen. Stadtkirche. 97,: Pfr.Becker.5:Plr.Mahr. - Johomneskirche. 97,: Pfarrer Ausfeld. Deichte u. heil Abendm f. d. Lukas» und Zohannesgem. 5: Pfarrasf. Schultheis. - Kirchberg. 10, 11: Heil. Abendmahl f. Staufenberg. Kollekte f. d. Heidenmission. Dachm. 4: Liturgischer Weihnachtsgottesd. tKonfirmandenchöre). - Wieseck. 10: (Frauenchor.) Opfer f. d. Heidenmission. 57,: Liturgische Ehristleier. Watzenborn - Garbenteich. Watzenborn-Steinberg. 1 (Kirchencbor.)5 Ehristve'.per (Schülerchor) Garben- teich: 10. (Kollekte.) Samstag, 26. Dezember. 2. Weihnachtsfeiertag. Gießen. Stadtkirche. 97, Pfr.Mahr.Beichte u. heil. Abendmahl t. Matthäus- und Markusgemeinde. 5: Pfarrast. Hertel. — JohanneSkirche. 97, Pfarrer Dechtolsheimer. 5: Liturgischer Gottesdienst Pfr. Ausfeld. - Kirchberg. 10; nachmittags. 4 Ein Weihnachtsoratorium der Kinder von Baudert und Leipold, aufgesührt von der 1. Schulklasse Staufenberg — Wieseck. 10: Pfarrer Haupt, Gießen (Scyülerchor), Opfer f. d. Evang. Bund. 4 und 7: Ein altdeutsches Krippmsptel. (Reinertrag der evangelischen Jugendarbeit). — Watzenborn- Garoentetch. Watzenborn-Steinberg 10. Garbenteich 1 (Schülerchor). Sonntag nach Weihnachten, den 27. Dezember. Gießen. Stadtttrche. 9'/,: Pfarrasf. Hertel. 5: Psr. Becker. - ^osianneskirche. 97-: Pfr. Dechtolsheimer' jrofatL - S«**« Ira-iitl blieb gestern »Ls1 *n Au« w* rÄ«* «ft«? ehr und °er u 5^, durch bi« rnfl5gtr- ei n aber, bevor '- w SS > ye-, (S^-L nffenbar durch zlutvelle. vu^ zckbeben ve stört und iB i eine« • rigW .------- (t nordon" feinere, V «äss-H nun»: >5" z jsltM' [Reifte priimng 1926. Anmeldungen müssen im Dezember durch Einsendung der Prüfungsgebühren an die Hand- Werkskammer Darmstadt erfolgen. Der Dorbereitungslrursus in der Gewerbeschule Gissten beginnt Sonntag, den 10. Ian. um 9 Uhr Saal 15. Auskunft wird werktags von 5-6 Uhr in der Gewerbeschule, Jimmmer 13, erteilt. nnazr) Nene ßolhaer Lebensversic^rongsbenk a. G. iiitiiiiiiili'HiiiliHiÜHiiiiiihiliiuiiiiiliiiiiiliiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Lebens-Versicherungen in allen zeitgemäßen Formen zum Selbstkostenpreis Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß wir in Gießen jetzt zwei Geschäftsstellen haben, die von den Herren Carl Joedt, Seltersweg 89 und Gehr. Julimann, Bahnhofstr. 65 verwaltet werden. — Jeder von diesen Herren ist berechtigt, Versicherungen für uns zu vermitteln und Auskünfte in unseren Angelegenheiten zu erteilen. Gotha, im Dezember 1925. teRenöEränErt He Vrühl'sche Universtt21s-Vn>Srrri. 8. Longe. Sießen. Zchulftr. 7. —in wirrt !ttctfe®Bnf(!)ten 8ns» llretn und preiswert Der kiuge £anbeA Kostenlose Raiichlage zur richtigen Düngung erteilt: £andivlrfscf)afflicf)e AusRunflsslelle (les'Deulscöen Kalisyndikafs Darmstadl, Eüsabelhensirasse S Telefon 2917 5: Pfarraff. Schultheis. — Kirchberg. 10; nachm. 17,: Daubringen. — Wieseck. 10: Opfer für den KleintinderschultondS.5' ,: Shristfeicrd. Ätnberhrdie. 8 (im evang. Gemeindesaa'): Lhnstleier d. Frauen- u. WartburgvereinS. - Datzenborn-Garbentetch- Watzenborn «Steinberg: 1. Garbenteich: 10. Katholische Gemeinden. Dießen. Donnerstag, 24 Dez. 4 u. 7 Beickte. Freitag, den 25. Dezember. Weihnachtsfest. 5 Christmette. 6, 6'7 Meste, 8 Kom., 9 Hochamt mit Predigt, 11 Meste m. Pred., 4", u. 7 Beickte. 5'/, Vesper mit Segen. - Grünberg 9'Meste mit Pred. — Hungen. 9'/, Hochamt m. Pred. — Lich. 5 Ehristmette mit Predigt. SamStag, 26. Dezember. Fest d. heil. Stephanus. Gießen. 6'', Beickte. 7 Meste, 8 Kom., 9 Hochamt mit Predigt. 11 Meste mit Predigt, 4' . Beichte. 5'', Andacht mit Segen, 8 Wcihvack:sspiel „Die Prophetin Anna". - Hungen. 8 Hochamt mit Predigt. — Lich. 10 Hochamt mit Predigt Sonntag, 27. Dezember. Sonntag n. Weihnachten. Gießen. 6'; Beichte, 7 Meste, Kom. der Frauen, 8 Kom., 9 Hvckamt, 1t Meste. — Orünbcra. 9", Meste mit Prcdiat. — Hungen. 5‘ , Andacht. — Laubach 10 Meste m. ^. reb. - Lich. 7'. Meste mit Predigt. Israelitisch-' Gemeinden. Oft.91eTlg;r>n6aemeti'NotteZd.d.Synagoge iSüdanlage). Samstag, 26. Dezember 1925. Borabd. 430, morcL 9.00, abds. 4.40 u. 5.20. Gottesdienst her ifr. Veliatonsgesellfchaft. Dabbalfeier, den 26. Dezember 1^25. Freitag abds. 4.05, Samstag vorm 8.30. vachm. 3.30, Sabbat- ausgang 5.20. Wochengottesdienst morg. 7.10 und abds. 4.00. Rundfunk-Programm des Eenders. (Aus der ^Radio-Umschau".) Freitag, 25. Dezember: 8.30 bis 9.30 Uhr: Morgenfeier, Veranstalter vom Wartburgvercin, Frankfurt a. M. Ansprache: Pfarrer Abraham von der Paulskirche. 11.30 bis 1 Uhr: Uebertragung von Kastel: Dorklassische Musik. 3.30 vis 4 Uhr: Stunde der Jugend. 5 bis 5.45 Uhr: Harnonium-Konzert. 6.30 Uhr: Uebertragung aus Berlin: „Lohen- grin". Aomantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner. SamStag, 26. Dezember: 8.30 bis 9.30 Uhr: Morgenfeier. Ansprache: Prediger Wäck)ter. 12 bis 1 Uhr: Mittagsständchen, veranstaltet vom Hausorchester: Weihnachtsmusik. 3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 6 Uhr: Rad)mittagLkonzert des Hausorckesters: Klassische Weihnachtsmusik. 8 bis 8.30 Uhr: Stunde des Frankfurter Bundes sür Volksbildung: „Ein Weihnachtsabend, Charles Dickens, vorgetragen von Gerdi von Hirsch- Heydt. 8.30 Uhr: „Der Bauer als Millionär". Romantisches Zaubermärchcn von Ferdinand Raimund. Musik von Josef Drechsler. Uebertragung aus Berlin: Tanzmusik der Berliner Funkkapelle. Sonntag, 27. Dezember: 8.30 bis 9.30 Uhr: Morgenfeier, veranstaltet von der Evangelischen Gemeinschaft, 1. Gemeinde. Ansprache: Prediger F. Erhavdt. 12 bis 1 Uhr: Mittagsständchen des Hausorchesters: Die Oper der Woche. 4 bis 5 Uhr: Die Stunde der Jugend. 5 bis 5.30 Uhr: Aus bet „Levana", von Paul (Fortsetzung). 5.30 bis 6.30 Uhr: Uebertragung aus dem großen Saal des Saal- baues: Weihnachtsveranstaltung des Weihnachts- liebeswerkes. 8.30 Uhr: Lustiger Aate-Abend. ? Wo ist daS Programm ? Eine Konzertsall- Szene. Bauer :: Tuchhandlung jez' 11951D —Seltersweg 91, 1. Stock Frankiert zu Neujahr nur nut Wohlfahrtsbriefmarken für dio Den ^che Nothilf«1. • 1|nw,ds SÄ' aw“d" I Vereininter Männerehor Uarmoie-taillicM Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wieseck, Fronhausen a. d. L, Gießen, Alten-Buseck, Klein-Linden, 23. Dez. 1925. die kWh für die kWh im Alter von 73 Jahren. Nachtstunden werd en Bei einem Jahresverbrauch von: Kirchgöns, Frankfurt, Gießen, den 24. Dezember 1925. Die Beerdigung findet Freitag, den 25. Dezember, mittags 1 Uhr, in II. Doppeltarif: Kirchgöns statt. ' 12041D I 111. Dreifachtarif: 3. Taris für Kraftentnahme der Dreschbetriebe. die kWh 12023D die Zeiten von: Gerichtsvollzieh. in Gießen. Dammstr. 24.!. Uhr vorm. bis 4% Uhr nachm. Alten-Buseck, den 23. Dezember 1925. Die Beerdigung findet am 1. Feiertag, 25. Dez., abends nachmittags 2 Uhr statt. 016301 9 b) Stunden von: c) die Zeiten von: 4^ Uhr nachm. bis 10 Uhr abends Wilh. Hornberger. ’jtax 120. W Barzahlung verkauft: Gießen (Mühlstr. 6), den 23. Dezember 1925. 12034c Direktion des Elektrizitätswerkes der Stadt Giesten. 12047B liW6lc abends: ^lublokal Bokker. ui 197 eianet. Wilhelm Ms Buchhandlung W 'je Familie Familie Familie Familie Familie Familie Familie -um 1. L g. sucht Dr. Mester SeilerSweg 89.. Ehr. Fleischmann, STaiferaUce 10. (01 24.— Mk. 12.- Mk. bestimmt statt. Hebbel, 5 6 7 Lin 4 T. Lastwagen, Marke Die trauernden Hinterbliebenen: Amalie Theisebach geb. Meier Karl Hammel und Frau Simon Theisebach und Frau Isidor Juda und Frau Jakob Theisebach und Frau. Äug. Junker Witwe Wilhelm Mank Gustav Junker Walt. Habermeh! Wilhelm Junker Willy Lotz Gustav Bepler. 19 Pf. für 18 „ .. 17 „ „ 16 „ „ als Lichtspitzenzcitgilt: in den Monaten: November, Dezember und Januar........ Februar und Oktober. . . März und September . . April und August . . . . Mai, Juni und Juli . . . Am 3. Feiertag, vorm. 11 Nbr: 3ui mmcnfuiift der Kameraden bei Kamerad Ti eck, Hammstr. 7. Am l. Januar, nachm. 3 Nbr: Zmammenkunst mit Damen bei Kamerad Keil tCafv Kramen. I?W HDerVortlaad. 0— I 001— 2 001— . 4 001— Arllllerieverein. V?iWMksse!ei mit Uinderbefche- 20 Pf. 10 „ 50 „ folgt festgesetzt: 1) wenn der Beginn des Hunde- besttzes in die Zeit vor dem l. Juli fällt.......... 2) vom 1. Juli ab für jeden Hund Allen Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel M. -'F Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen, für die liebevolle Pflege der ev. Schwester und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Bekanntmachung. Betrifft: Gemeindehundesteuer. Durch Beschlich der Stadtverordnetenversammlung vom 18. Dezember 1925 wird die Gemeindehundesteuer vom Kalenderjahr 1926 an bis auf weiteres wie Stiller Teilhaber aefuchl mit 2—3000X. Hoher Gewinn. Hypothekar. Sicherheit. Schr. Ana. u. 010191 an den Gien. 51ha. Die Beerdigung findet am 1. Weihnachtsfeiertage, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause Gießener Straße 85, aus statt. 12045D gebäudc, Zimmer Nr. 4, erteilt. Gießen, den 23. Dezember 1925. 1. Zwei ältere Dienstpferde (Fuchswallache), ca. 1,70 Mtr groß 2. Zwei ältere, vollständige Pferdegeschirre. erhalten beim Bezug von prima Manufakturwaren, Betten, Federn, Matratzen. Kinderbetten,kompletten Ausstattungen etc Beamte, Angestellte usw. ohne Aufschlag auf billigste Ladenpreise. von reeller, alter Firma. Anfragen unter 11838a an den Gieß. Anzeiger. Zeit der Abnahme. . a) Lichtspitzenzeit: 50 Pf. f. d. kWh b) übrige Zeit: . .10 „ „ „ „ Mindestabnahme 40 kWh zu 10 Pf. im Monat; Jahresabrechnung. . a) Lichtspitzenzeit: 50 Pf. f. d. kWh b) Nachtzeit: . . 10 „ „ „ „ Die Rabattsätze sind die gleichen wie die unter 11b. c) übrige Zeit: 10 Pf. f. d. kWh mindestens 1000 kWh „ 2000 „ „ 3000 „ „ 4000 „ N I 000 kWh 2 000 „ 4 000 „ 8 000 „ - 5% - io% - 15% . 20% 2. Sonstiger Stromverbrauch. (Licht, Heizen, Kochen usw. einschl. Haushaltungsmotore.) l. Einheitstarif: ... 50 Pf. die kWh ohne Rücksicht auf WtoOCiiSCllölS. Mittwoch, 30. Dez, abdö. 8 Hör, tnt Stu* dautinUelm «Burg- graveni: Zwangloses Beisammensein vörer. Lehrer und Freunde sind willkommen. 120ÄC I. Normal Tarif. 1. Antrieb von Motoren (Kleinkraft.) Bet einem Jahresverbrauch von: Muh mit elehtr. Licht, wie neu, billig zu verkaufen. Schr Angeb. u. 12050D an den Gietz. Anz. WM “ 3anw&wu lenriina liandluna Au Ostern aeiucht. Bei einem Jahresverbrauch von: 0—1 000 kWh........ 1 001—2 000 ......: . . . 2 301—3 000 „ ........ über 3 000 „ ........ pritschenwagen letckt. fast neu. zu verkaufen bet ,v03aD Brief verloren bitte bei dem Aknen» der od. Neuenweg 6 1 rtbAuneüen. 1 uolO2 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben, guten Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder und Onkel HerrnGMrtGeMW nach langem, in Geduld ertragenem Leiden im Alter von 68 Jahren zu sich zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Döll II. und Familie nebst allen Angehörigen. Wir eröffnen TieuS- tar, den ». Jan. 26, in der Stadiknaben» schule iNordanlagei einen neuen AHngnlchrWg tn der Reichskur.z-- fdjrift unter Veitiinfi eines stnail. neptüf- ien Lehrers d.Reichk- hiwcbrtft. Unter- riänsaebübr 10 Mk. Anmelüuugenkön» neu an Herrn A:ex Karabach,'21 •> Stund- bern 2. ober bet Beginn des Lehrgangs erfolgen. Eritq Reielskarz- •ohrlitgesellsehatt n. Damana-itel ong e. V. Oieflia. 28 Pf. für 26 „ „ 22 „ ,, 19 „ „ 18 „ ,, 17 ,, „ 16 15 „ 14 „ ,, 13 „ n 12 „ „ 11 „ „ Mohnungrkaufch. Biete: Kleine 4-Zimmer-Wohnung, pari., in gutem Zustand, mit niedriger Friedens miete. Suche: Gegen Umzugsvergütung eine 5- bis 6-Zimmer-Wohnung. Schriftliche Angebote unter 12043V an den Giestener Anzeiger. 8 001—14 000 ...... 14 001—20 000 „..... 20 001—30 000 „..... 30 001—40 000 „..... 40 001—50 000 „..... 50 001—60 000 „ 60 001—70 000 „ ..... 70 001—72 000 ....... II. Sondertarif. a) Während der Tagesstunden rung am 3. Jeiertag, ’e I nachm. 4 Uhr, tm Krofdorf. | PereinSlokal. “"»c Verschiedenes! 700 IW aus nute, doppelte Sichert), gea. '4>ank- zinsen au leiben ges. Schr Ang. u. 010i9 i au den Wien. Anz. „ „ Nachtstunden . . . „ „ Lichtspitzenzeit . . b) Auf den Verbrauch während der folgende Rabatte gewährt: Dienstag, den 29. Dezember 1925, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Löwen, Äeuenweq dahier zwangsweiie Ittylup 36-45 P.S. gegen sofortige Barzahlung: Die Versteigerung findet voraussichtlich Herr Philipp Junker II. Stellwerksmeister in Ruhe heute morgen um 5 Uhr plötzlich und unerwartet im 67. Lebensjahre sanft entschlafen ist. . 5 . 6 . 7 . 9 4. Tarif für den Betrieb von Klingeltransformaloren (nur bei Drebstrombezug) für das Stück und den Monat 20 Pf. Tages-, Nacht- und Sperrstunden. Vertreter bei der Bäckerbundschaft bestens eingeführt,möglichst ehemaligerDäcker- meister von altangesehener, süddeutscher Margarine- und Rinder- fett. Fabrik gegen hohe Bezüge gesucht. 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Bekanntmachung. Nach Beschluß der Stadtverordneten-Bersammlung vom 18. Dezember 1925 treten mit der Zählerablesung im Monat Januar 1926 folgende Strompreistarife in Kraft: Plötzlich und unerwartet starb nach arbeitsreichem Leben mein innigst- geliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Wolf Theisebach Lik «8 1. Feiertag vorm : Hindenburg 2. Jeienag vorm.: Caf^Amend löfllid) Bargeld! verdienen Sie sofort ohneKavital Allciu' vertrieb zu vergeben: 120214 H. K. Seidel Hamburg. Stadt- Hausbrücke Nr. 37. Dauertteliuna geb. mir tüchtig. A.auisi- leinen b. Gewährng. von Fixum u. Brav. Angeb. u. F. T. 16C6B an äla-Faasenatelnft Vogler, Frenklnrt M. Zählerbenutzungsgebühren. Für Gleichstromzähler bis 7,5.220/440 Volt und Einphasenzähler........40 Pf. für den Monat !ür alle übrigen Zähler .... 50 „ „ „ ür Doppeltarifzähler......100 „ „ ür Dreifachtarifzähler.....150 „ „ „ „ Diejenigen Abnehmer, welche nach dem Doppel- oder Drei- achtarif Strom zu entnehmen beabsichtigen, bitten wir, sich rechtzeitig an die Direktion des Elektrizitätswerkes zu wenden. Die Anbringung der Mehrfachtarifzähler erfolgt nach Eingang der Anmeldungen der Reihe nach. Auskünste über die Stromtarife iverden im Berwaltungs- 2. Feiertag: Frübiwovve im BereinslokallFaul- itidi), X"'Obuhofitr.57. 3. Feiertag: abends 8 Uhr, bet Jo em, Pulver- müble 1. Jan. iNeujahrl: abends 8 Uhr, bet Laickinger, Wil- Helmstraste 49 ,2J4,1) UUIOl.Ss.K vormittags 10 Uhr, werden im Hofe der Cbcrfürfterci Struvbixd) öffeuilich meistbietend gegen a) als Tagesstunden gelten in den Monaten: November, Dezember und Januar........6 Februar und Oktober. . . 6 März und September . . 6 April und August .... 6 „ „ 10 „ 10 „ abends „ 10 „ „ 10 Ich nehme ältere Dame ooer junges (sbepaar tn meine WMW auf. Näheres Noonttraste 24 l bet Krvbu. 1010206 Möblierte Zimmer mit Kochgelegenheit abzugeben. Näheres Noonstrake 24 I bei Krohn. 010205 Verein Rudersport Gießen 1913 e.V. und Atad. kuder- ~ adteilung. Infolge Hochtvaller kann die auf den L MeihnachtSfi i r- tag tm izyotsd nie vorgesehene Wem- nnebtt* feier ,,lw?c niüit W-to. Mai, Juni und Juli . . . 6 „ „ „ 9 „ „ als Nachtstunden gelten während des ganzen Jahres die Stunden von:......10 Uhr abends bis 6 Uhr morgens Brückenwage sog. 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Ferner wird noch darauf hingewiesen, daß, wer die erfolgte Abschaffung eines Hundes bis spätestens zum 31. Dez. ds.Js, bei der Sladtoetwaltung, Stadthaus Berg- sttahe 20, Zimmer Dr. 13, schriftlich oder mündlich angezeigt hat, von der Gntrich- tunfl der Hundesteuer 1926 befreit bleibt. (Sieben, den 24 Dezember 1925. Der Oberbürgermeister. 3. V.: Dr. Seib. fionöltorei_0.ßenier. | Verkäufe Baugelände fttbl. Nähe d. Ba n pretöweit zu u-rt" Schr. Ang. u. 01 >19! an den Giest. An». Mt. „wrir. I. Feiertag nachm. bet Mitglied Seibel. LudwigS- platz. II. Jeiertag abends 8 Uhr: zamilien- zusammeniunft bet Mitgl. Kobel. III Jriertag von nachm. 4 Uhr ab: Weihnachtsfeier auf d. Licbigsböbc. I2>32c Dar Vortlasä. Mener Mahr- GesJIschall 11896 ,W Mn‘ 1. Feiertag, 11 Uhr, bei Heuler. 2. Feiertag. 11 Uhr, uh Pereinslokal. 3. Feie ton. 4 Uhr, mit Tame r bei R a bnefcld. ,i.,n „Balance“ 100 Lir. stund!., zu verk. Heuchelheim, achsti aste 51. 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Auch die Befürmorrer des Vertrages haben wohl angesichts der mehr als mageren „Rückwirkungen" ihre Begeisterung etwas herabgestimmt. Jedenfalls war schon in der Reichs- i.igsdebatte von einer Begeisterung weder bei dem Reichskanzler Luther noch bei den Rednern des Kaufes etwas zu spüren. Das hohe Haus, von dem ein großer Tag erwartet wurde, machte einen etwas gelangweilten Eindruck. Der einzige Opti- n.ist war und ist, wie sich auch aus seinen letzten Aeutzerungen zur Presse ergibt, der Reichsaußen- Minister, der eine völlige Sinnesänderung der alli- i.'rten Gegner erwartet und glaubt, daß der Geist im Locarno alle bösen Geister vertreiben wird. Vtoge sein Optimismus recht behalten. Vorläufig üößt man trotz der täuschenden Ueberschriften einzelner Zeitungen nur auf Ablehnung ober Vertröstung. Was uns aber nottut, ist innerer Friede, gerade jetzt nach Locarno geschlossene Front nach nutze n. Sollen wir noch auf dem Gebiete der Rückwirkungen Erfolge erzielen, so muß das Ausland (eben, daß es hier keinen Meinungsstreit bei uns givt, daß wir in diesen' Forderungen einig sind und nicht ruhen werden, bis sie erfüll sind. Hat ein „Sicherheitspakt" Sinn und Bedeutung, wenn nach wie vor eine unerhörte Besatzungslast dem einen Kontrahenten aufgebürdet wird? Wenn wir fremde Truppen in einer Zahl, wie sie gegenüber unserer Reichswehr geradezu grotesk wirkt, auf deutschem Boden behalten? Wenn wir immer noch offiziell als böswillige Urheber des Weltkriegs betrachtet werden? Wenn erst nach längerem Zögern im englischen Parlament eine ziemlich lahme Entgegnung auf schamlose und alberne Derdächti- gungen unserer Ehre und Zivilisation vom Regie- rungstische aus erfolgt? Wenn mir immer noch von Schandurteilen über sog. Kriegsverbrecher hören? Wenn der Widersinn unserer Ostgrenzen, die Abschnürung Ostpreußens vom Reich, der brutale Rechtsbruch in Oberschlesien zwar vielfach anerkannt, aber doch belassen werden? Hier muß sich jede Regierung zum Durchsetzen ihrer gerechten Forderungen nicht nur aus die überwältigende Mehrheit des deutschen Volkes, sondern auf eine große feste Parlamentsmehrheit ftüt- zen können. Und ebenso notig ist ein Zusammenschluß in den inneren Fragen. Wir befinden uns in der schwersten Wirt- ichaftskrisis Ueberschuldung der Landwirtschaft, mangelnde Betriebsmittel, geringe Preise und hohe Betriebskosten. Die Industrie steht im schwersten Konkurrenzkämpfe: Mangelnder Absatz, immer erhöhte Lasten, Verteuerung des Rohmaterials, niedrige Preise. Dazu ein immer zunehmender, unerträglicher Druck der öffentlichen Abgaben und sozialen Lasten. Wir stehen noch nicht am bilde der Krisis. Die Krankheit der Wirtschaft hat üren Höhepunkt noch nicht überschritten. Sollen mir vor einer entsetzlichen Katastrophe bewahrt i: erben, so ist uns «in starker Staatsmann i'it umfassenbem, festem Wirtschaftsprogramm, das 1. Vorschläge unserer besten Wirtschaftskenner beim rsichtigt, Gitter not. Ihn müssen die Parteien uiuerstützen. Denn angesichts der wirtschaftlichen Rot 1 nd des Abgrundes, vor dem wir stehen, muß der ; arteifampf schweigen, muß auch jeder Versuch, mit sozialistischen Mitteln wegen seiner verhängnisvollen Wirkung unbedingt unterbleiben. Bitter nottut uns Einschränkung und die größte Sparsamkeit auf allen Geoieten des öffentlichen Lebens. Auf der Elberfelder Tagung des Eisen- und Stahlwaren-Jndustrie-Bundes am 19. November b. 3. hat Herr Dr. Solmssen, Geschäftsinhaber der Disconto-Gesellschaft, über Finanzwirtschaft gegen Parteiwirt- schäft eine Rede gehalten, die an allen öffentlichen Stellen, insbesondere in den Parlamenten und Regierungskanzleien, angeschlagen werden müßte. Herr Dr. Solmssen gibt in überzeugenden Zahlen ein erschütterndes Bild über den unheilvollen Einfluß unserer Finanzwirtschaft auf die Wirtschaft. Jeder objekttv denkende Politiker und Wirtschaftler muß ihm zustimmen, wenn er Iulklapp! Don Ernst Edgar Reimördes. Schon der Name wirkt wie ein Klang aus d« fernsten Vergangenheit unseres Volkes und erweckt unwillkürlich Erinnerungen an das Win- tersomrwendfest unserer heidnischen Vorfahren, da- Iulfest. Natürlicherweise läßt sich die merkwürdige Sitte de- Iulklapp, diese originelle Form der Weihnachtsbescherung, nicht auf vorchristliche Zeit zurückführen. Jedenfalls aber ist sie sehr alt und wahrscheinlich eine Erfindung des skandinavischen Nordens, von wo sie unS kam und an den Ostseeküsten, besonders in Mecklenburg und Pommern, heimisch wurde. Wenn der heilige Abend angebrochen ist, überall die Lichter an den Tannenbäumen auf» flammen, und hinter den Fenstern die schönen, alten WeihnachtsUeder ertönen, werden mit dem Ruf .Iulklapp" von unbekannten Voten gebettn- uisvolle Pakete zur Tür heretngewvrfen. Gewöhnlich klopft der Bote vorher heftig an, ruft mit verstellten Stimme „Iulklapp" und sucht dann schleunigst die Weile, um nicht erkannt zu werden. Früher ritt der Ileberbringer eines derartigen Paketes bisweilen auch wohl auf einem sog. Iul- bock, einer aus einem künstlichen Ziegenkopf und einigen Tüchern hergerichteten, merkwürdigen Ticrgestalt. Vielleicht sollte in der Form deS Iulklapp ursprünglich das heimliche Gabenspen» l cn des Christkindes dargestellt werden, das sich durch Klopfen bemerkbar macht. Die Iulklapp-Pakete sind fast stets von beträchtlichem .Umfang, dabei enthalten sie häufig nur winzige Gegenstände. Auf jeher der zahlreichen Umhüllungen steht eine Adresse, meist auch ein launiger Vers mit Anspielungen auf irgendeine Schwäche des Adressaten. So wandert der Iulklapp von Hand zu Hand, bis schließlich nach dem Entfernen der letzten Hülle, der richtige Empfänger zu feinem Geschenk kommt. Heber den Geber aber zerbricht er sich häufig vergebens Den Kopf, denn die verschiedenen Aufschriften sind natürlich mit verstellter Handschrift bzw. von einer unbeteiligten Person geschrieben. Bei dem Verpacken des Geschenks, beim Adressieren usw. sich von ben Fesseln ber Partei frei machen kann. Mit vollstem Recht sagt er: „Wir können reden und schreiben und bean- tragen soviel wir wollen. Es wird sich nichts ändern und alles beim alten bleiben, wenn wir nicht die Axt an die Wurzel des Uebels legen und die Finanzwirtschatt bis zur Neuordnung völlig loslösen vom Kuhhanbel her Parteien." lind weiter: „An dieser Parteiwirtschaft, die der deutsche Partikularismus ins llnqemeffenc verzweigt, drohen wir zugrunde zu gehen." Deshalb fordert Herr Dr. Solmssen einen Wirtschastsdiktator mit unumschränkter Machtvollkomenheit. Für einen nüchternen Beobachter sprechen gerade in unserer Zeit die schwerwiegendsten Gründe für einen bürgerlichen Zusammenschluß, und wer, wie ich, einen solchen seit Jahr und Tag verlangt und für ihn zu wirken versucht, kann die Hoffnung nicht aufgeben, daß bic klare Vernunft und der Wille, das Beste des Vaterlandes zu fördern, über Parteiegoismus enblid) siegen werden. Aller> dings, unsere parlamentarische Vergangenheit läßt leider großen: Zweifel Raum. Wie oft haben wir es in den letzten Jahren erleben müssen, daß die Parteien nicht vermochten, den großen Staatsge- danken als Richtschnur festzuhalten, sich hinweg- zusetzen über parteipolitische Erwägungen und nur dem salus rei publicae zu dienen. Wieviel Kämpfe haben mir im Innern auch zwischen nahestehenden Parteien erlebt, anstatt dem Ausland die geschlossene Phalanx einmütiger Schicksalsgenossen zu zeigen. Wieviel Regierungskrisen haben wir sich abfpielen sehen, weil plötzlich eine Partei oder eine Gruppe abspringt und ber Regierung, die sie bisher unterstützt hatte, die Gefolgschaft verweigert. Ist es da ein Wunder, wenn die Partei der Wahlverdrossenen und Wahlmüden immer mehr zunimmt, wenn sich allmählich im Volke immer mehr Erbitterung zeigt gegen ein Wahlsystem, das die starken Pechönlichkeiion zurückdrängt und die Parteibeschlüsse zur ultima ratio macht? Ist es ein Wunder, daß der Parlamentarismus selbst In seiner jetzigen Gestalt immer mehr Anhänger verlier! und scharfe Kritiker findet': Gewiß, wir haben den Weltkrieg verloren unb an dessen Folgen zu tragen. Wir sind durch das unerhörteste, härteste und gemeinste Friedensinstru. ment, das je die Welt gesehen hat. geknebelt und versklavt, und keine Regierung, kein Parlament kann vorläufig diese Nachwirkungen ausheben. Aber gerade darum ist ein Zusammenschluß nötig, muß alles Trenende zurücktteten und nur eine Parole gelten: Einigkeit! Was uns auch trennt, ein Abgrund ist es nicht. Die Scheidung Hier Monarchist—hier Republitaner, hier schwarzweißroi — hier schwarzrotgold darf nicht zu Kämpfen führen, die uns im Innern zerwühlen und nach außen hin schwächen. Man lasse jedem seine Ansicht. Man beendige endlich den unseligen, durch die Weimarer Verfassung herbeigctiihrten Flaggenstreit und gebe die törichte Furcht auf, als ob in Kürze versucht werden sollte, die Monarchie wieder aufzurichten. Niemals hat mehr gegolten — und damit will ich diese Ausführungen schließen — das prophetische Wort unseres großen Staatsmannes Bismarck, das er im Reichstag am 13. Marz 1885 sprach: „Dieser Völkerfrühling hielt nur wenige Jahre nach dem großen Siege vor. Der alte Erb- feind des Partethaders übertrug sich auf unser öffentliches Leben und unsere Parlamente. Wir sind angekommen in einen Zustand unseres öffentlichen Lebens, wo die Regierungen zwar treu Zusammenhalten, im Deutschen Reichstag aber der Hort der Einheit, den ich darin gesucht und gehofft hatte, nicht zu finden ist, sondern der Parteigei st überwuchert 11 n s, und der Parteigeist, wenn er mit feiner Lokistimme den Urwähler Hödur, der die Tragweite der Dinge nicht beurteilen kann, verleitet, daß er das eigene Vaterland erschlage, der ist es, den ich an Flage vor Gott und vor der Geschichte, wenn das ganze herrliche Werk unserer Nation von 1866 und 1870 wieder in Verfall gerät, durch die Feder hier verdorben wird, nachdem es durch das Schwert geschaffen wurde." Das eihnachtsgefchäft in Metzen. Erhebliche Ausfälle gegenüber dem Vorjahre. • Gießen, 24. Dez. 1925. Die Weihnachtszeit 1925 zeigt die beklagenswerten Merkmale einer deutschen Not-Weihnacht noch deutlicher als manche vorhergehende Weihnachtszeit der Nachkriegsjahre, von den glücklichen Dorkriegsverhältnissen ganz zu schweigen.^ Weite Vevölkernngskreise, die sich zum vorjährigen Weihnachtssest noch „allerlei erlauben" konnten, müssen sich diesmal mit der Christkinpchen-Veschaffung fd>r zngeknöpbt. ja, häufig sogar noch mehr als bescheiden, verhalten. Das ist nicht nur von ber Stadtbevöllerung zu sagen, sondern mindestens im gleichen Ausmaß, vielleicht aber noch mehr, gilt es für die Landleute. Die außerordentlich starke, allgemein verbreitete Geldknappheit, die ungeheuren Steuerlasten, die Betriebsstillegungen bzw. -einschrün- kungen mit daraus resultierender verbreiteter Arbeitslosigkeit, die gefunfene Kaufkraft breitester Volksschichten und viele- andere mehr sind die schlimmen Kennzeichen dieser Zeit, unter denen auch der heimische Weihnachtsmarkt recht empfinblich zu leiben hatte. Wer den Publikmnsverkehr in den letzten Wochen in den Hauptstraßen der Stadt auch nur gelegentlich beobachtete, mußte schon zu der Elckenntnis kommen, daß unsere Geschäftsleute in diesem Jahre um die Erfüllung eines großen Teiles ihrer Hoffnungen kommen wurden. Im Vorjahre z. B. konnte man oft an den Ladeneingängen das bekannte Schild „Vorübergehend geschlossen" hängen sehen, und ein Blick durch die Türscheiben zeigte dann ein fürchterlich dickes Gedränge und Geschiebe. Von diesen Schildern war in diesen Weihnachtswochen nirgendwo etwas zu bemerken. Als besonders kennzeichnendes Merkmal ist die Tatsache zu registrieren, daß der kupferne, der silberne und der goldene Sonntag große Versager für die Geschäftswelt waren. Wen aus diesen Mitbürgerkreisen man auch spricht, überall vernimmt man die Wahrnehmung: Kaufinteresse und Bedarf vorhanden, aber es ist eben kein Geld da! Lind infolgedesscm blieben die von der Geschäftswelt erhofften Käuferscharen aus, oder soweit sie doch kamen, begnügten sie sich mit Ausgaben, die gegen früher stark beschränkt waren. Aus diese Weise kam für die Geschäftsleute ein Weihnachtsgeschäft doller starker Enttäuschungen zustande. Dieses Gesamtbild sei nachstehend auf Grund unserer Rundfrage bei zahlreichen Firmen durch einige Einzelangaben noch erläutert und verstärkt. Die Texlil-Branche hat erst in den letzten Tagen noch etwas Geschäft gehabt, doch ist der ganze Verlauf nur als mittelmäßig zu bezeichnen. Gerade bessere Qualitäten mit dementsprechend höheren Preisen wurden ganz wenig gekauft, hauptsächlich erwärmten sich die Käufer nur für Waren der mittleren und billigen Preislage. In den seltensten Fällen dürfte da der Umsatz des jetzigen Weihnachtsgeschäfts an den vorjährigen heranreichen, das Geschäft wird um 15 bis 20 Prozent hinter dem von 1924 zu- rückbleiben, denn auch das Fehlen der Landbevölkerung hat sich sehr ungünstig bemerkbar gemacht. In der 3n der Damenkonfektions-Branche ist gleichfalls ein sehr mageres Ergebnis erzielt worden. Waren in höheren Preislagen fanden auch so gut wie gar keine Käufer, denn das erforderliche Geld fehlte, die Nachfrage galt fast ausschließlich der mittleren und billigeren Preislage, ja zum Teil mußte sogar noch unter dem Einkaufspreis verkauft werden, nur um die Waren endlich abzustoßen, die schon länger lagerten und die im nächsten Jahr natürlich noch weniger als heute gebracht hätten. Im Vergleich zum Vorjahre ist das heurige Geschäft wesentlich schlechter, es macht nur etwa die Hälfte von 1924 aus.Dabei haben die Käufer häufig noch Kredit In Anspruch genommen, ehie für den Kaufmann sowohl wie auch für die Käufer doch sehr bedenkliche Maßnahme. Die Geldknappheit und mancherlei andere Zwangsmaßnahmen sieht man als Ursache des unbefriedigenden Geschäfts an. Den Damenwäfchegefchäslen war zum Teil ein zufriedenstellender Geschäftsgang beschieden, bei dem das Ergebnis nur ganz wenig hinter dem vorjährigen zurückgeblieben ist; zum Teil wird aber auch über mancherlei Widrigkeiten geklagt, die einem Ausfall von etwa 20 Prozent gegenüber dem Vorjahre zur Folge hatten. Die Kurz-, Schnitt- und Dottwarenbranche hat einen 25 bis SOprojentigen Rückgang des jetzigen Verkaufs gegenüber dem von Weihnachten 1924 zu verzeichnen. Man beklagt die mangelnde Kaufkraft der Bevölkerung, der es im großen und ganzen nicht möglich war, die allerdings wohl begehrten, aber pekuniär leider nicht erfchwingbaren besten Waren sich anzueignen. Auch hier beherrschte die Nachfrage nach mittleren und billigeren Qualitäten das Feld so sehr, daß ein Kaufmann uns gegenüber den bemerkenswerten 'Ausspruch tat, wir gingen wieder auf das Deutschland von vor vierzig Jahren zurück. Der Schuhwarenhandel ist besonders empfindlich in Nachteil versetzt worden. Während die städtische Bevölkerung früher und auch noch im Vorjahre zu Weihnachten Lederschuh, werk, und zum großen Teil recht gutes, erwarb, ist sie diesmal überwiegend nur als Käufer von Hausschuhen und anderen weniger preisenden Sachen aufgetreten. Das Geschäft, das früher schon im November einsetzte, brachte diesmal im November gar nichts, in den ersten Dezember- wochen war der Geschäftsgang gleichfalls ungewohnt still, erst in den allerletzten Tagen kam etwas Leben hinein. Der Verlust der vorhergehenden Wochen konnte dadurch natürlich nicht mehr ausgeglichen werden. Bemerkenswert ist, daß z. B. in einem Geschäft nur 25 Prozent aller Käufe sich über den Preis von 10 Mark hinaus erhoben, während die restlichen 75 Prozent sich auf der Linie unler 10 Mark je Verkauf bewegten. Die Verringe- rung des diesjährigen Geschäfts gegenüber dem von 1924 wird auf 35 bis 40 Prozent beziffert. 3m Buchhandel beziffert man den Minderamfang des Weihnachtsgeschäfts von 1925 gegenüber dem vorigen auf 20 bis 30 Prozent Meist wurde hier ebenfalls in mittlerer Preislage gekauft, nur in vereinzelten Fällen sanden auch teure Sachen Abnehmer: z. D. in Bilderbüchern und Iugend- fchriften wurden gerne gute Preise angelegt, auch in Nomanen war das hier und da der Fall. Das Geschäft hat erst sehr spät und zögernd eingesetzt. flotter wurde es erst in den letzten Tagen. Die Kunst- unb Luxuswarenbranche hat gleichfalls erst in den allerletzten Tagen stärkeren Zuspruch gefunden. Für ganz hoch- werttge und demgemäß auch preisende Waren war aber fein. 2lbnehmer zu finden; wer früher z. B. 100 Mk. oder 200 Mr. ausgab. ließ es letzt höchstens bei der Hälfte genug sein. Es war ein ausgesprochenes Geschäft in mittleren und billigeren Preislagen, das obendrein um 25 bis 30 Prozent hinter dem Vorjahre zu- rückblieb. Dom Lebensmittelhandel hört man — in ber großen Linie gesehen eigentlich nur Klagen über unbefriedigenden Absatz der ausgesprochenen Weihnachtsartifel (Nüsse. Lebkuchen u. dgl.), während die gangbaren, d. h die notwendigen Artikel, weil unentbehrlich, na- türlich ihre Käufer fanden. Immerhin betont man, daß die drei Verkaufssonntage — wie in anderen Branchen übrigens auch — die Erwartungen nicht erfüllt haben. Die Minderung des Geschäfts gegenüber der vorigen Weihnachtszeit schätzt man auf 10 bis 25 Prozent, je nach Lage der Firmen. Die Elfen- und HauShalttingsgeschäfte stehen mit ihren Weihnachtsgeschäftsabschlüssen an der ungünstigsten Stelle. Hier schätzt man den Ausfall gegenüber Weihnachten 1924 auf 40 bis 50 Prozent, zum Teil sogar noch darüber. Für große Sachen sanden sich keine Käufer, da hierzu das Geld fehlte, die paar verkauften Kleinigkeiten konnten den Ausgleich nicht bringen. Z. B. hat ein Geschäft im Vorjahre zu Weihnachten etwa 12 Gasherde verkauft, diesmal nur einen. kann der Absender seinen Witz und seine Erfindungsgabe zeige::. Manchmal ist der Inhalt des Iulklapp auch weiter nichts als eine Verspottung, eine Neckerei. Um die Sache möglichst abwechslungsreich zu gestalten, wird in ein Iulklapp» Paket manchmal nur ein Zettel mit einer Anweisung gelegt, wo 'das betreffende Geschenk im Hause zu finden ist. Dort aber weist ein zweiter Zettel wieder nach einem andern, möglichst weit entfernten Platz, biS schließlich nach langem, vergeblichem Herumlaufen vom Keller bis zum Boden und umgekehrt das richttgc Versteck entdeckt wird. • Früher waren die Lleberbringer dec Pakete häufig verbleibet. sie schwärzten ihre Gesichter oder machten sich auf irgendeine andere Weise unkenntlich; denn beim Iulklapv fommt es vor allem darauf an, daß das Geheimnis des Absenders gewahrt bleibt. 3n die Weihnachtspakete eines größeren Familienkreises bringen die Iulklapp-Pakete, namentlich wenn sie in Mengen auf der Bildfläche erscheinen, einen fröhlichen, übermütigen Ton hinein. Das hat uns Fritz Neuter in seinem berühmten Roman „Alt mine Stromtid" (Teil i, Kap. 7) so recht gezeigt, wo bei der wundervollen Schilderung des Weihnachtsabends im Pastorhaus zu Görlitz, die in unserer ganzen Literatur einzig dasteht, das Iulklappwerfen eine wichttge Rolle spielt. Dort gelangt u. a. als Iulklapp ein Brief ins Zimmer, in dem ein Zettel liegt: „Ün de Zittel Wiste up en amxern Zettel, de lagg baben up den Dähn (Boden), un de wedder up en annern, de lagg unnen in den Keller, un de wedder up en annem, un de wedder . un wenn de Fra Pasturin den hübschen gestickten Kragen hewwen wull, de ehr bestimmt was, müßte sei vörlöpig 'ne Rundreise dörch ehr ganzes Hus an- treden, bet sei em taulehbt ganz dichttng (nahe- bi in ehren eigenen Pastor sinen Stöwelschacht (Stiefelschaft) furni“ Die Sitte des Iulklapp hat Reuter auch noch in seiner drolligen Erzählung «Wat bi 'ne Aew- werraschung rate kamen kann" behandelt, wo der Rats^rr Zarnekow, bem man kurz vor Weihnachten den Kutfcherbvck vom Wagen gestohlen hat, von drei Seiten als Iulllapp einen neuen erhält und schließlich sogar noch seiner: alten zurückbekommt. In ähnlicher Weise, wie bei uns zu Weihnachten mit dem Iulllapp, überrascht man sich in Holland am St. Rikolausabend (©int Niklas» mit scherzhaften Riesenpaketen. Die Bezeichnung Iulllapp aber kennt man dort nicht. Dom Weihnachts-Karpfen. Wenn heute ber Karpfen schon lange traditionell als festliches Essen auf ber Weihnachtstafel so mancher Familie immer roieber erscheint, so hat es doch verhältnismäßig lange gedauert, bis dieser leckere Fisch von seiner angeblichen Stammheimat des Schwär,zrncercs zu allen Völkern Europas gekommen ist. Urkundlich wirb der Karpfen erst im Jahre 1070 als ein Klosterfisch am Bodensee erwähnt, während er noch zwei Jahrhunderte später in Norbfrankreich völlig unbekannt gewesen sein soll. Die Chroniken haben uns brei Namen von Männern aufbewahrl, die sich besonders um die Verbreitung dieser gaftro; nornischen Köstlichkeit verdient gemacht haben. Da ist zuerst Leonhard Mascal zu nennen, der 1514 ben Karpfen von Norbfrankreich nach England brachte. Den gleichen Ruhm darf Peter Ore für sich in Anspruch nehmen, der 1560 diesen Fisch in Dänemark einführte. Der Oberst Burggraf von Nostiz (gestorben 1588) aber war es, der drei Jahre vor seinem Tobe den Karpfen von Schlesien nach der Mark Brandenburg mitbrachte. Allpreußen ward dieses Genusses erst 1769 teilhaftig, Amerika gar erft seit 1850. Heute streitet sich die Donau mit dem Rhein, der Rhone, der Seine und mit vielen anderen kleinen Flüssen, wer die besten Karpfen heroorbringt. Ein erfahrener Koch weiß sogleich zu sagen, ob es sich um einen Fluß- oder Teichkarpen handelt. Der erstere hat mehr eine ins Gelbliche, der letztere eine ins Grünliche ober gar ins Schwärzliche spielende Farbe. Um im Farbigen zu bleiben, so führt uns die bekannte Redensart von der „blauen Karpfen-Seligkeit" zu der Zubereitung, die das geschlachtete und geschuppte Exemplar der Bauchflosser, wobei ber Milchner dem Rogner vorgezogen wird, durch Ueber- gießen mit siedendem Essig sich gefallen lasten muß. Der Rogner darf sich dagegen brüsten, sogar poetisch besungen zu sein, und zwar von Heinrich Seidel in dem Gedicht „Das Huhn und ber Karpfen", allwo ec sich gegen das Geschrei der Hühner anläßlich des Eierlegens also tadelnd ausläßt: „Da sprach der Karpfen: „Ein! *.,1 Alljährlich leg’ ich 'ne Million Und rühm' mich des mit keinem Ion: 'M Wenn ich um jedes Ei So kakelte, mirakelte, spektakelte — Was gäb's für ein Geschrei!" Beliebter als der blaue Karpfen ist aber zu Weih- nachlen der in Bier gekochte, wobei des öfteren insofern arg gesündigt wird, als man zu schweres ober gar bitteres Bier verwendet, dem eine Zwiebel, zwei Lorbeerblätter, ein Kräuterbündel, Salz, Pfeiierkörner, Nelken, ein Stück in Mehl gerollter Butter, eventuell dazu ein Stück aufgeweichten Honigkuchen und einige Rosinen die schmackhafte Brühe zu geben haben. Weniger bekannt ist die sogenannte Art ä la Bourguignonne, bei der an die Stelle des Bieres eine Falsche Burgunder zu treten hat, der etwas Thymian und Basilikum die pikante Noto zu geben haben, während die in Mehl gerollte 'Butter mit etwas geriebener Muskatnuß, einer gehackten Sardelle und einem Löffel Kapern das Spe- üfifche zur sämigen Sauce beiträgt. Eine weitere Steigerung im Kulinarischen ist die Zubereitung ä la Ohambord :Spcck- und Trüftelftreifen zieren den Fisch, der in Weißwein mit ähnlichen Zutaten wie oben ganz langsam weichgedämpft werden muß, um schließlich, mit Fleisch-Glace überstrichen, mit Champignons, Krebsschwänzen, in Würfel geschnittener Zunge, sogar mit Wachtel-Schenkel garniert auf getragen zu werben. Den Karpfen zu backen, entspricht mehr englischer oder auch französischer Sitte; eine Sarbeilen-Soße paßt noch am besten hierzu. Karpfenmilch als Austern frisiert ist ein Scherz, auf den selbst bessere Feinschmecker gern hereinfallen werden; man muß nur einige alte Austernschalen bei der Hand haben, in denen diese Delikatesten, fein rund geschnitten, mit gebutterter Semmelkrume und Parmesankäse bis zur bräunlichen Kruste überbacken werden. Da Weihnachten das Fest ber kleinen wie ber großen Kinder ist, kann man sich solche Spie« lerei gefallen lasten. Jedenfalls — guten Appetit, 5 verkauften Waschmaschinen in der 1924er Weihnachtsgc'cväftszeit steht jetzt kein einziger Absatz gegenüber. Diese Stichprobe mag ge- intgcn. In der Spielwarenbranche hört man ebenfalls ernste Klagen. Hier beziffert man den Geschäftsrückgang gegenüber der Weihnachtszeit 1924 auf 30 bis 40 Prozent. Gute und teure Sachen ließ man auch hier dein Geschäftsmann stehen, die mittlere und billige Preislage allein erwärmte zum Kauf. Das Geschäft kam erst in den letzten Tagen in Fluh, es vermochte den Ausfall der vorhergehenden Wochen nicht mehr aufzuholen. Oderhesfen. Lattdrrcro (SkQcil E Aus d e ut Kreise Vietze», 23. Dez. Das Fvrtbildungsjchulwesen macht in unserem Kreis erfreuliche F o r t s ch r i t l e. Aach Anordnung des Kreisschulaintes besuchen die hauptamtlichen Fortbilbungsschullehrer unseres Kreises an einem Wochentag Vorlesungen an der Aniversität Dietzen, um sich an der Quelle der Wissenschaft weiterzubilden und fo ihren Schulern recht Gediegenes und Wissenschaftliches bieten zu können. Weiter werden von Ostern ab in unserem Kreis allenthalten Bezirks- Hochschulen errichtet, die die Fortbildnngs- Ichülerinnen ein tßahr lang zu besuchen haben. Die Vergütung für Räumlichkeit. Abnutzung der Geräte, Heizung und Beleuchtung, Besoldung der Lehrerin wird auf den Kops der einzelnen Schü- lerin berechnet und danach jede Gemeinde nach dem Verhältnis ihrer Schülerzahl belastet. Für die Schülerinnen selber ist der Unterricht int ent- qeltlich. Die Klagen über die Fortbildurrgs- schicke, besonders über die Mädchenfortbildungsschule, scheinen allmählich zu verstummen, sehen doch jetzt unsere Landwirte, welche große Mühe sich unsere Schulbehörde gibt, um unsere Jugend zu berufStüchtigen Menschen heranzubildsn. * Heuchelheim. 24.Dez. Da die Re- parat urarbeiten in der Kirche längere 3eit in Anspruch nehmen, mutz der Gottesdienst im Schulsaal abgehalten werden. Für die Feiertage hat aber der Turnverein in dankenswerter Weise die neu erbaute prächtige Halle — schon vor ihrer eigentlichen Einweihung — zur Verfügung gestellt, so daß am 1. Feiertag um 10 Uhr und um 5 Ahr, am 2. Feiertag um 10 Ahr und am Silvesterabend um 7 Ahr Gottesdienste in der Turnhalle abgehalten werden können. h. Staufenberg, 23. Dez. 2m Zeche r- 'chen Saale dahier fand am Sonntag abend in Gegenwart der Eltern und sehr vieler anderer Gemeindemitglieder eine Weihnachtsfeier der ersten Schulklasse unter Leitung von Lehrer Rabenau statt. Dieser begrüßte als Veranstalter die Versammlung und setzte den Zweck des Abends, christliche Weihnachtsstim- mung zu wecken, sowie Elternhaus und Schule einander nahe zu bringen, auseinander. Während im ersten Teile einige Kinder „Christseier bei St. Peter" aufführten, das große Freude, zumal bei der Jugend, hervorrief, brachte der 2. Teil als Höhepurckt den „Zug der Kinder zum Christkind" (ein Weihnachtsoratorium der Kinder von Daudert und Leipold). Es wirkten hierbei Harmonium und zwei Geigen mit. Die Einzel- gesänge und Rezitationen der Kinder, sowie der Gesamtchor, der zum Teil deutsche Weihnachtslieder aus dem 15. Jahrhundert brachte, waren k sicher und llangrein. so daß alle Darbietungen „auf einer bemerkenswerten Höhe standen und ^für die Zuhörer eine wirkliche Erbauung bedeu- , leten. Die unihevolle, aber von den Kindern r begeistert geleistete Vorbereitung wurde von allen Anwesenden dankbar empfunden. Es ist nur zu wünschen, daß durch solche gediegenen Darbietungen der Geschmack gebildet und flache, seichte Weihnachtsfeiern, wie sie auch vorkommen, immer seltener werden is. Steinbach, 23. Dez. Die Spartätigkeit in unserer Gemeinde hat in diesem Jahre trotz der geldknappen Zeit in erfreulicher Weise zugenommen. Der Spar- und Kreditverein läßt allsonntägiich durch einen r Voten in den Hausern Sparmarken verkaufen, und so ist es jedem leicht, sich mit kleinen Beträgen einen Betrag zu sparen, den er im Rot- Arnold Mendelssohn. Zmn 70. Geburtstage des Komponisten am 26. Dezember. Es ist eine bekannte Erscheinung bei schaffenden Künstlern, daß sie nach vielversprechenden Jugendwerken der Menschheit das große Meisterwerk schuldig bleiben. Ihr Schaffen versiegt und sollte es mir- sich noch zu späteren Leistungen kommen, so tragen diese durchaus die Kriterien eines Alterswerkes, d. h., die Routine überwiegt, wohl ist das Schaffen noch möglich, aber das in sich Notwendige fehlt, und damit die überzeugende Kraft und menschheitsbewegende Mission des großen Kunstwerkes. Wohl waren einst auch für sie große Erlebnisse die Geburtsstunde der Aeußerungen gewesen, aber die spatere Zelt rückte die Kunst immer mehr aus dem Mittelpunkte der Persönlichkeit, der Stil des Jüngeren veraltete, er ging nicht mit dem menschlichen Welterleben mit und war nicht mehr fähig, zu seiner Umwelt in der alten Unmittelbarkeit zu sprechen. Der klaffende Sprung im Kontakt mit der Welt blieb dem Schaffenden nicht verborgen, durch Artistentum suchte er das zu ersetzen, was ihm an Fähigkeit zur Aeuherung der Kraft des Erlebens abging, und das Werk zeigte wohl den großen Könner einstiger Zeiten; man würdigte es wohl, aber da das Ueberzeit. liche fehlte, ging man darüber zur Tagesordnung über. Wie ganz anders bei unserem Darmstädter Meister Arnold Mendelssohn. Er wurde als Sohn eines Vetters von Felix Mendelssohn-Bartholdy in Rati° bor geboren. Nach anfänglichem Jurastudium in Tübingen wendet er sich der Musik zu, empfängt das musikalische Rüstzeug in Berlin bei Haupt, Grell, Zaubert u. a. und wirkte in seinen Wander, jähren als Organist und Universitätsmusiklehrer in Bonn (ab 1880), ab 1882 als Musikdirektor in Bielefeld, ab 1885 als Lehrer am Konservatorium in Köln und findet 1890 sein Wirkunasfeld in Darmstadt. Was er dort geleistet hat in fast einem Menschenalter, das könnte allein schon ein reiches Lebenswerk füllen. Mehr noch aber als durch sein örtlich begrenztes Wirken hat er mit seinem reichen Schaffen der deutschen Musik gegeben. Denn sein Schaffen ist mit seinem Leben aufs engste verknüpft; was er erlebt, das zwingt ihn aur Gestaltung, und so liegt an diesem Gedenktage eine so reiche Zahl von Werken vor uns, daß beim Ueberschauen des Ganzen manches übersehen werten muß. obwohl unverdient. fall dann greifbar hat ohne Bürgen. Durch das Abholen wandert manche Marr auf die Kasse, die vielleicht sonst andere Verwendung gefunden hätte. Auch untere Schulsparkasse, welche dem Spar- und Kreditverein angeschlossen ist, bewährt sich recht gut. Seit der Gründung im Februar letzten Jahres dis heute wurden eingelegt von Klasse 1 59. . II 250. , III 44. , IV 128.40, zusammen 481.40 Mk. Außerdem beteiligt sich eine ganze Anzahl Schulkinder bei anderen Kassen. Gerade die Schulsparkassen wirken segensreich. Es ist erfreulich, wie eifrig gerade die Kleinsten jeden geschenkten Pfennig in die Schule tragen. Manche Eltern durften einmal später bei Beschaffung der Kleidung zur Konfirmation, oder bergt., jeber Sorge enthoben sein. : L i ch, 23. Dez. Auf dem hiesigen Fürstlichen ch o f g n t ist unter dem Rindviehbe- ft anh die L » ngense u ch e ausgebrochen. Einige Tiere sind bereits verendet. Ibn einer weiteren Verbreitung der Seuche vorzubeugen, wird wahrscheinlich der gesamte Viehbestand, etwa 6 0 Milchkühe, meist erstklassiges Maierial, abgeschlachtet werden müssen. E« jst (djon mit dem Abschlachten begonnen worden; das Fl e i s ch der Tiere, außer den Eingeweiden, ist genießbar. Ministerialrat B e i I i n g und die benachbarten Kreisveterinärräte waren heute morgen zur Abschätzung des Schadens an Ort und Stelle. Weiter hat Prof. Dr. Z w i ck vom Tierfeuchen-Jnstitut in Gießen, nach- dem gestern bereits von Tierarzt Dr. Walter einige Blutproben von den Tieren entnommen worden waren, heute von dem gesamten Viehbestand zur Sicherung der Diagnose nochmals Blutproben entnommen. Der Wert des in Frage kommenden Viehbestandes ist auf rund.5 0 0 0 0 Goldmart geschätzt worden. We-'n man bedenkt, daß täglich etwa 1000 Liter Milch auf dem Hofe erzeugt mur den, so kann man ermessen, welch großer Schaden dem Besitzer erwächst; allerdings wird der Staat einen Teil des schadens übernehmen, da die Lun- genseuche unter das Viehseuchengesetz fällt. Die M i l ch des kranken Viehes ist ebenfalls genießbar, muß allerdings vor Gebrauch a b g e k a ch troerben. Viele Licher Arbeiter und Beamte wurden seither durch das Hofgut mit Milch beliefert, ein großer Teil der Mild) wurde mit der Eisenbahn nach außerhalb verschickt. ; L i ch, 23. Dez. Lich läßt sich seinen alten Ruhm nicht streitig machen. Seit vielen Jahr- zehnten heißt cs bte ^Seestadt Li ch". Wie schon so oft, macht es auch diesmal Uneben seinem Rainen alte Ehre. Infolge bes plötzlich eingetretenen Tauwrtters und der dadurch veranlaßten raschen Schneeschmelze im Vogelsberg und seinen südwestlichen Abhängen Haden sich gewaltige Wassermassen angesammelt, die nun in schnellem Laufe zu Tal eilen. Bis weit hinauf nach Rtederbessingen, im sog. Grund, find die Wiesen wegen der vielen Windungen und her geringen Tiefe des Wetterbettes in ganzer Breite über schw e m m t. Wetter und Weibgraben, sonst harmlose Bächlein, finb zu ansehnlichen Flüssen angewachsen, die weitgespannten Bogen der Wetterbrücke gewahren den Wogen kaum Durchgang. Rur an einzelnen Stellen unterhalb der Stadt, wo Streckung und Vertiefung des Flußbettes Platz gegriffen hat, schießen die gelben Fluten rascher brausend vorwärts. Wieder einsetzenbet. starker Frost, der allerdings gerade jetzt an den schnee- losen Feldern leicht größeren Schaben anrichten könnte, würde für die Feiertage eine prächtige kilometerlange und dazu ungefährliche Eisbahn schaffen und damit Kindern und Erwachsenen ein gefunheä und außerdem billiges Winter-vergnügen bereiten. Kreis Friedberg. —Ilbenstadt. 23.Dez. Feuer brach in der Rächt auf Dienstag in dem Spezerei- geschäft der Witwe Rapp aus. Da es in den Vorräten an Oel, Spiritus und Benzin reiche Rahrung sand, breitete es sich rasch aus. Em Glück war es, daß die Feuerwehr rasch zur Stelle war und mit größtem Eifer das geuer bekämpfte, sonst wäre das gesamte Anwesen abgebrannt. Laden, Küche und Treppenhaus brannten aus. Der im oberen Stockwerk wohnende Schwiegersohn mußte von der Feuerwehr gerettet werden. B Rodh eim v. b. Höhe. 23. Dez. Am Sonntag nachmittag hielt die Kleinkinder- Denn alles ist gleid)wertig, weil er eben nie etwas Erzwungenes geschaffen hat, ba ihm sein Schaffen letzte Daseinsnotwendigkeit war. Und bte Quelle seines Schaffens hat er genährt am Born der alten Meister. Noch in seinen Wanber- jahren erschließt er sich in ber musikalischen Welt Heinrich Schützens Matthäuspassion unb Johcmnis- passion; die Weihnachtshistoric bearbeitete er frei nach der V a ß st i m m e. Und gerade das Zurückgehen auf diese Quellen und dieses persönliche Vertiefen in sie stärkt sein Stilgefühl und läßt ihn bei allen seinen späteren Werken immer den lebenden Musiker bleiben unb nie in ein formales Akademikertum wie bie meisten seiner Berliner Stubienqenossen versallen. Die alten überlieferten Formen sind für ihn nicht mehr die Regel, nach der man sich zu richten habe, sondern er führt sein musikalisches Erlebnis auf gegebenen Wegen, ohne dabei ein Verweilen, ein Umschatten nach links und rechts auszuschließen und gibt so in der persönlich abgewanbelten Form seine eigene Persönlichkeit, sein Ich in reinster Form. Unb der Grund feiner Persönlichkeit ist starke Religiosität, schlicht, innig, daher aber kraftvoll. Jedes Geschehen wird ihm Hintergrund für ein religiöses Erleben; und seine sinnige, aber bekennt- nismutige Glaubensnatur hat der geistlichen Musik reiche Werke erschlossen. Texte, bte wir nicht als kirchlich anzusehen vermögen, haben ihn gerade zu seinen schönsten Leistungen angeregt. Sein innerstes Wesen muhte ihn zu den Werken hinführen, die einer Zeit starken mutigen Glaubens entsprachen, unb es ist fein Zufall, daß eines seiner jüngsten Werke, bie „Geistliche Chormusik" (ein Motettenwerk für das evangelische Kirchenjahr) in Parallele M Heinrich Schützens gleichnamigem Werk steht; selbst die Widmung ist die gleiche: „Dem Rate der Stabt Leipzig, bem Schirmherrn des Thomanerchores zugeeignet." Unb das Eintreten des Thomanerchores unter Straube für bieses Werk sollte ihm überall den Weg ebnen; ebenso auch der deutschen Messe für adjiftimmtgen gemischten Chor ohne Begleitung. Dann die Reihe ber Kirchenkantaten: „Das Leiben des Herrn", nach einem alten Volkslieds; „Aus tiefer Not", scheinbar Bachschem Vorbilde folgenb, aber jedoch die Ausdrucksmitel der Chromatik nicht verschmähend, und Stellen, wie z. B. „Was Sünd' und Unrecht ist getan", stehen an Ausdruckskraft einzig da; „Auf meinen lieben Gott" unb „Zagen »Nb Zuversicht', das Dankeswerk für den Ehrendoktor ber Theologie ber Universität Gießen. Dazu schule ihre Weihnachtsfeier in der hiesigen kleinen Kirche ab. Die Kleinen, die auf ihren Bänkchen um ben christbaumgeschmückten Altar saßen, brachten ihre Lieber unb Gedichte unb sogar einige Weihnachtsspiele unbefangen zum Vortrag. Zum Gelingen ber Feier, bie sich im Beisein der Eltern abwickelte, hatte toe- sentlich bie Kinderschwester Elfriede Ache n- b ad) beigetragen, die es verstand, in mühevoller Arbeit das während der Scharlachferien im Spätherbst Versäumte in ber kurzen Zeit nachzuholen. Kreis Büdingen. N i d d a, 23. Dez. Ein hiesiger Metzger- m e i st e r, ber vor einiger Zeit noch Amerik a a u s g e ro a n b c r t war, um sich dort eine Existenz 3ii gründen, ist nach nur kurzem Aufenthalt daselbst wieder h i e r h e r z u r ü ct g e t e h r t. Man sollte meinen, die vielen, die mit großen Eniiäuschungen wieder aus der neuen Welt zurückkvmmen, könnten eine Warnung sein, den Sd)ritt ins Ungewisse zu wagen. Aber immer wieder finden sich noch welche, die in eine ferne Welt horchen, weil man an die Wirklichkeit, daß sic den Ziiwandernden in wirtschaftlicher Hinsicht nichts bieten kann, nicht glauben will. Kreis Schotten. lg. Gedern, 22. Dez. Zur Verhütung weiteren Umsichgreifens der unter dem Viehbestand eines hiesigen Viehhändlers festgestellten Maul- und K l a n e n s e u ch c wurden verschiedene Maßnahmen angeordnet; u.a. müssen die Hunbe zu Hause gehalten werden. Aud) mußte der Händler einige A o s ch l a ch t n n ae n (5 Kühe) vornehmen lassen. — Vei einer Treibjagd des Forstassessors Klingelhöffer am Samstag im Gebiet der hiesigen Gemeindejagd wurden 23 Hasen und ein Fuchs zur Strecke gebracht, während bei der gestrigen Treibjagd des Jagdvächters W. Zins im Burkhardser Feld neunHafen geschossen wurden. .. T Ober-Schmitten, 22. Dez. Gestern kehrte auch ber jüngere ber belben Brüber Döll, bie vor zwei Jahren nach Brasilien aus - wanderten, in feine Heimat zurück. Er arbeitete auf einer abgelegenen Farm in ber Rähe ber Stabt Blume na u unb war in ber Hauptsache in der dazu gehörigen Molkerei beschäftigt. Bei freier Station und täglich 12- bis 14stunblger Arbeitszeit betrug sein Monatslohn, umgerechnet nach unserem Gelbe, etwa 35 Mk. Dieser Lohn reicht nicht aus, auch nur bie uller- uotwenbigsten Anschaffungen für Wäsche, Kleiber unb Schube zu machen, zumal bie bort üblichen Preise bie unseren weit übersteigen. So läßt sichs begreifen, baß bie Zugewanberten unter Ertragung mancherlei Embehrungen nur den Wunsch haben, bas Reisegelb zusammenzubringea, um bie Rückreise antreten zu formen. Von ben zahlreichen Deutschen, bie sich in ber bortigen Gegenb angcftebelt haben unb sich als Alt- deutsche bezeichnen, haben bie in ber Rachkriegs- ,3eit zugewanberien, bie log. Reu brutschen, Weber Eirtgegcntommen noch Förbrrung zu erwarten. Sie betrachten die aus dem Deutschlanb der Revolution Hervorgegangenen mehr als Abeirteurer. denen sie die helfende Bruderhand nicht darbieten wollen. O b e r - S ch m i i t e n, 23. Dez. Wie sehr man gerade auf bem Lande, wo die Möglichkeit kaum gegeben ist, gute Musik und interessante Vorträge zu hören, die Wohltat des Rundfunks empfindet, beweist bie Tatsache, daß in unserem verhältnismäßig kleinen Dorfe bereits « Teilnehmer vorhanden sind. Weitere Anschlüsse stehen bevor. Wenn bie Leute erst einmal Gelegenheit haben, mitzuhören, dann wächst bas Interesse, unb sie empfinden, welche Annehmlichkeit ber Radioapparat für bie langen Winterabenbe hot. Eichelsdorf, 23. Dez. Dem Forstmeister Vechtel bahier wurde das Forstamt zu Jugen- h e i m a. d. B. übertragen. Sein Nachfolger ist Forstmeister C h a n t r e , bisher in Schotten. Forstmeister Bechtel hat sich während seines mehrjährigen Wirkens dahier besondere Verdienste dadurch erworben, daß er sichrtes Wegebaus, der während der Kriegsjahre vollständig vernachlässigt wurde, ganz besonders annahm. Eine ganze Anzahl Zufahrtswege zum Walde wurden chauffiert, Böschungsgräben zur Ableitung des Wassers geschaffen, an dem Wegrande Bäume gepflanzt unb an vielen Stellen am Waldranbe, bie einen herrlichen Ausblick gewährten, bequeme Ruhebänke aufgestellt. Diese Annehmlichkeiten, die nicht allein den Gemeinden, Holzfuhrlenten und ber Landwirtschaft, sondern and) die große Zahl von kleineren geistlichen Chören, die alle berufen sind, das Glaubcnsleben unterer Gemeinden zu stärken und zu beleben, und weitesten Kreisen zugänglich sind. Denn das ist eine Stärke des Meisters, daß er trotz aller Weile des Ausdrucks sich in der Wahl seiner Mittel beschränkt unb gerade durch sein reiches Können selbst das Größte und Erhabendstc in einfachstes klarster Form zu geben vermag. Unb eines Werkes sei hier ganz besonders gedacht, gerade zu dieser Zeit: ^.Das alte deutsche Weihnachtslieb", das er im Verein mit Karl Budde herausgegeben (1924, Hanseatische Verlagsanstalt, .Hamburg) unb zu dem er eine Reihe so schlichter und doch so innig-schöner Melodien beigesteuert hat. Seit langem die schönste musikalische Weihnachtsgabe für das deutsche Volk und für das deutsche Haus; denn diese Weisen verlangen gesungen und Eigentum des Volkes zu werden! Mendelssohns Domäne ist die Vokalmusik; denn alles Artistisch-Neflcktierendc ist seiner gefunden Schaffensart fremd. Unb besonders die Höhezeit vokalischer Kunst wurde für ihn fruchtbar; seine Madrigale nach Worten aus Goethes „Werther", feine Bearbeitungen für das Volksliederbud, für gemischten Chor (das sog. „Kaiferliederbuch") und eme große Reihe klangschöner Werke zeigen ihn im ausbrucksfähigen, lebenskräftigen Vokalsatz. Denn gerade das Madrigal gewährt dem Schafen'den ausgiebige Gelegenheit, frei ohne starke Formgebunden- beit dem Texte reichste Ausdeutung zu verleihen. Und es scheint so, als ob Mendelssohn hiermit seiner Zeit weit vorausgeeilt ist; denn erst die allerjüngste Gegenwart wendet sich, nachdem die instrumentalen Ausdrucksmittel sich verausgabt haben, dieser Art von Vokalmusik zu. Und es steht zu wünschen und zu erhoffen, daß die nächste tommenbe Zeit sich ber Pflege dieser bisher viel, viel zu wenig beachteten Perlen zuwendct. Auch in den großen begleiteten Vokalwerken folgt er gern Goetheschen Texten: -Paria" (für gern. Chor, Soli, Orchester); „Pandora" (Männerchor. Soli, Orchester). Die Einleitung zu der Legende in „Paria" läßt einen aufhorchen; fast scheint cs hier, daß in der Art dieser Ausdrucksmelodie die Brücke zu Mendelssohns Schüler Hindemith geschlagen ist. Der Reihe seiner Lieder kurz zu gedenken, auch hier ist der Ausdruck ihm Wegweiser in der Wahl seiner Mittel; Ernst und Humor, Feierliches und Erhabenes findet hier feine Künndung. jedem einzelnen zugute fominen, sichern dem Scheidenden ein dankbares Gedenken. Seine Untergebenen, die im denkbar besten dienstlichen Verhältnis zu ihm standen, sehen gleichfalls ihren Vorgesetzten nur sehr ungern scheiden. Kreis Alsfeld. er. Homberg a. b. Ohm.. 22. Dez. Eine vortreffliche Weihnachtsfeier veranstaltete bie Höhere Bürgerschule am Sonntag- abenb in ber Stablhalle. Rach einem Gesang ber Schüler folgte ein Gebichtvortrag. An- schließend begrüßte Rektor Dr. Appel, ber bet- zeitige Leiter ber Schule, bie in großer Menge Erschienenen, deren Zahl bie geräumige Stabt- halle kaum faßte. Als Ziel ber Feier bezeichnete er, reine Freube durch die Schüler hinein- zutragen in die Versammlung und die ganze Gemeinde. Zwischen Elternhaus unb Schule müsse Vertrauen herrschen, wenn ber Unterricht sruchtbringenb 'ein soll. Seine überzeugungsvol- len Worte fanben bei ben Zuhörern starken Wiberhall. Hierauf würbe ba5r -Eiteborner Krippenspiel in cinbrucksvoller Weise ausgeführt. Der gcmcin'ame Gesang ..O du fröhliche, o du selige" schloß die erhebenden Feierstunden, die bei allen Teilnehmern höchste Befriedigung auslösten. Kreis Lauterbach. s Pford t, 23. Dez. Die Bauernhof- re i t e n des Adam I ß l e i u. Georg Fei cke dahier brannten in der vorigen Rächt vollständig nieder. Die Feuerwehren von Pfordt und den Rachbarorten hatten angestrengte Arbeit, um bei dem herrschenden Sturm ein Weitergreifen des Brandes zu verhindern. Die Entstehungsurfache des Drandes ist nicht bekannt. Maiugau. Drei Personen durch Gasvergiftung ums Leben gekommen. WSR. Frankfurt a. M., 23. Dez. Wie wir erfahren, hat sich im Hause Vogelgesang- straße 14 in ber Altstabt ein Drama ereignet, bei dem brei Personen infolge Gasvergiftung lu m 6> Leben gekommen finb. Eine Frau, bie zufällig das Haus betreten hatte, stellte starten Gasgeruch feft unb veranlaßte bie polizeiliche Oeffnung des betreffenden Zimmers. Dabei wurden ein Mann unb zwei Frauen im Alter von etwa 25 Jahren, bereu Ramen bis jetzt noch nicht fest gestellt werden konnten, tot aufgefunben. Cs handelt sich um einen Anglücksfall eigener Art. Der 45jährige Schlosser Valentin Beseler. ber mit einer Frau in wilder Ehe lebte, kehrte in Abwesenheit seiner Geliebten in schwer bezechtem Zustande mit zwei jungen Mädchen heim. Dabei scheint einet von den Dreien in besinnungslosem Zustande auf bie Gaslei - tung gefallen zu fein, wodurch das Gas ungehindert entftrönüe unb alle einschliefen. Vei der Oeffnung ber Wohnung fanb man ben Man r unb eines ber Mädchen auf bem Boben Liegend vor, währenb das andere Mädchen im Beit lag. WSR. Hanau, 2. Dez. Heute vormittag 9,30 Ahr würbe durch einen Wirbelsturm bie südliche Dachhälfte bes Lagerhauses ber Firma Karl Presser 6- Co. im Hanauer Maw' Hafen in bie Höhe gehoben und in feines ganzen Länge über das Gebäude zirka 30 Meter- weit weggeschleudert. Die abgehobene Dachhälfte hatte eine Länge von 60 Metern um? eine Breite von 15 Metern. Personen finb glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen. Gietzener Wochenmarktpreise. Cs kosteten auf dem heutigen Wochemnarü: bas Pfunb Butter 200 bis 220, Matte 40, Käse 65 bis 75, Wirsing 15 bis 20, Weißkraut 12. Rotkraut 20, gelbe Rüben 15, rote Rüben 15, Spinat 45 bis 50, Anter-Kohlrabi 10. Grünkohl 25 bis 30. Rosenkohl 60, FelbsalA 120 bis 150, Tomaten 80, Zwiebeln 12, Meerrettich 40 bis 100, Schwarzwurzeln 50 bis 70, Kartoffeln 4, Aepfel 15 bis 20, Birnen 30, jung: Hahnen 120, Suppenhühner 120, Ganse 100 bis 140, Russe 60 bis 90, Endivien 80 bis 100; das Stück Eier 19 bis 20. Blumenkohl 60 616 200. Lauch 10 bis 15, Sellerie 20 bis 40. Selbst der Oper blieb er nicht fern, unb seine Opern „Elfi, bie einsame Magb" (Köln 1896); „Der Bärenhäuter" (Berlin 1900); „Die Minneburg" (Mannheim 1909) legen auch von diesem feinem Schaffen beredtes Zeugnis ab. Es hieße einseitig sein und vielleicht auch ungerecht, wollte man nicht auch der vielen instrumentalen Werke gedenken; denn auch ba hat er, be sonders auf bem Gebiete der Kammermusik, Werte geschaffen, bie von seinem gefunben Urmusikertum zeugen. Durchaus geht er dem Formalismus aus dem Wege; das seine Wadjgeben an die kleinsten Abweichungen der Stimmung, des Erlebnisses erbringt gerade durch den episodenhaften Ausbau der Form den Beweis für bie Echtheit bes Werkes, für seine Verwachsenheit mit dem persönlichen Er leben des durchaus romantisch empfindenden Meisters. _ Wohl kaum ein Gebiet, das er nicht in feinem Schaffen gewürdigt und bereichert hat; es würbe zu weit führen, auf einzelne Werke einzugehen. Aber eine -Wesensseite des Meisters fei nicht vergessen sein sonniger Humor, rote er sich in seinen Lied- bearbeitungen widerspiegelt, wie wir ihn in feinen Kammermusiksätzen finden; wer vermöchte z, B. in der strengen Form des Streichquartetts an Stelle des Scherzos einen Walzer zu schreiben so voll-r idyllischer Behaglichkeit und Lebensbejahuna wie er in seinen V-Dur-Quartett (op. 76)! Vor wenigen Monaten wurde ben Besuchern der Laubachcr Kammermusiktage Gelegenheit gegeben, ein Bilb von seinem Schaffen zu gewinnen. Und allen Besuchern jener Veranstaltung steht noch die rüstige Gestalt des Meisters vor Augen, wie er in jugendlicher Frische selbst noch sein Werk begleitet hatte; fast etwas Bismarcksches in feiner Erscheinung, wie begeistert leuchtend sein Auge! Und er ist uns vielleicht mehr, als man es ahnt; ein Hort gesunden deutschen Musizierens, echten deutschen Musikertums; den Weltern ein Zeuge einstiger großer Zeit, ben Jüngeren ein Mahner und Wegweiser; eine Stütze unseres Glaubens, auch an die deutsche Musik. Möge uns ein gütiges Schicksal ihn, ben Darmstadter Kirchenmusikmeister, Ehrendoktor ber Philo- sophie (Heidelberg) unb ber Theologie (GießenX Mitglied der Akademie ber Künste — ober noch besser ihn, den deutschen Musiker, den Hüter der bcuticnen Musik noch recht, recht lange rüstig uni1 frisch in ber Fülle seiner Kraft erhalten! Das sei unser Wunsch zu seinem 70. Geburtstage! -in- 17 Neue« Baue 17 Marie Schmidt Gustav Nitzschc Verlobte Gießen, Weihnachten 1925 Statt Karten! Gießen Gießen Weihnachten 1925 Statt Karten! Ihre Verlobung geben bekannt Krefeld Gießen Garbenteich, Weihnachten 1925 Weihnachten 1925 Statt Karten! 11906D bar Gießen, Weihnachten 1925 Wilsonstraße 8 Landgraf-Philipp-Platz 5 Statt Korten Statt Karten! 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" Feruer im Filmteil: Pola Negri,u sd=™n.Drama Die Betrügerin Außerdem: „Die neueste Wochenschau“. Eintrittspreise: 1.20 bis 2.50 Mk. Ludwigsburg bei Wieseck • 10 Minuten von der Endstation der Auto- Hnie Wieseck - Gießen entfernt. Der i Bon Der 6ii fionb Me' heute!° °' ne llnsi-he D 0ie könnte mj" Snoeiterung fen "Dir ter modernen v zialer SW alles, was r meinen, die Kinder der reude etiui ders steht. , mismus al: begegnen» Perfönlichke täten M auf den H arg stockt, aber sckM gnnenwelt famen Bort seelischen 2f ist das gekc tun? ,, Ein sch' fehlt der ( kenwelt fchaft de uns verfchi mentlid) ch inus, natu üßeltbemegi zweit, und Bahnen, |i( ein vordem Berwicklunc Jorderunge erste Slnblit tonn ein soi moralische H M gewähr es daher, ei zu erreichens die Grundla des geistiger Heute Astoria-Lichtspiele, Seltersweg Programm am 1. und 2. Feiertag: „Der weiße Panther“ Ein hervorragender Abenteurerfilm aus dem wilden Westen. — Ferner ein ausgezeichnetes Lustspiel In 5 Akten, betitelt: Wer zuletzt lacht In diesem Film kommt ein Boxkampf zum Aue trag, wie er schöner und grausamer auf der Leinwand nie gezeigt wurde. Programm für Sonnt ag (3. Feiert, 1,27. Dee.: ttWsMWW Kolossales Wild-West-Drama in 6 Akten. Ferner: Eine Zwangsehe Schauspiel aus Arizona In 4 Akten. Eintrittspreise en den Feiertagen Mk. 0.80 Ms LOO. HOTEL SCHUTZ Voranzeige: Am 31. Dezember 1925 findet in sämtlichen Hotelräumen eine große Film- und Bühnenschau Persönliches Auftreten von Dani I sanTlOF genannt: Dr Mabuse, der 0™Cin*l5 bekannte humoristische Manipulator. — Ferner; Selette Agoust Sketsch Comp. in dem „Er “-Sketsch — Opernring Nr. 14...??? Zu verkaufen ■ Ren. sowie getragen: ■ ■ (Bm erb» ae>r. Ulster, Schlüpfer, ■ Paletots, auch für korvut. Herren W ■ vaffend. Fovven u. 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Mannesmann das führende deutsche Fabrikat! (Für Tischbestellungen Tel. 353) __________________________________12040c BeMMeit mit dem Weihnachts-Potpourri (XV. Miiitärkonzert) unter persönlicher Leitung des Herrn Obermusikm. W. LSber im Spielvereinigung 1904 2. Feiertag VelMlSW 71/, Uhr pünktlich Philosophenwald 1. Feiertag Frühschoppen 11 Uhr Schipkapah 3. Feiertag Frühschoppen Vereinslokal Bunte Bühne Seltereweg 50 ni0Iee Heute große MSselWiiliBlittiir An allen 3 Festtagen nachmittags 4 Uhr — abends 8 Uhr Mannesmann-Mulag. ist nur möglich, wenn Sie sich ein Qualitäts-Fahrzeug anschaffen und nicht einen billigen Massenwagen, der dauernde kostspielige Reparaturen erfordert. - Der Mannesmann- Mulag-Wagen ist hochwertige deutsche Werkmannsarbeit und daher unverwüstlich. - Es werden gebaut: 4/5-t-Lastkraftwagen ♦ 4/10-t-Lastkraftzüge Für den Schnellverkehr 3-3‘/,-t-Lastkraftwagen und Omnibusse, nach Wahl mit Luft- oder Vollgummi-Bereifung. | Kaufgesuche | Kaufe WMW mit Garten Anzahlung 5—0000^ sofort, Rest nach Vereinbarung. Schrtstl. Angebote mit Preisangabe rc unter 010188 an den Gieft. Anz. erbeten. Palast-Lichtspiele, Kirchenplatz Programm am 1. Feiertag: Pala Regri „Die Belriigerin" 8 Akte. — Ferner: Gerhard als Hofschuster Heiteres Spiel in 3 Akten Biatrittspreise am I. Feiertag Mk. 0.80 bis B5k. 2.00. Kr. 301 Drittes Mett Gießener Anzeiger (Genrrai-Anzeiger für Vderheffen) Donnerstag, 24. Dezember 1025 Der Sinn und Wert des menschlichen Ledens. Von Professor Dr. Rudolf Süden, Jena. Der Sinn und Wert des menschlichen Lebens stand früheren Zeiten außer Zweifel, daß wir uns heule so viel mit dieser jrage befassen, bas verrät eine Unsicherheit des Denkens und ein Schwanken des Lebensgefühls. Die Gegenwart ist nicht matt und müde, eher könnte man ihr Streben hastig, ja fieberhaft nennen. Unangreifbar sind ihre Leistungen im Reich der Erfahrung: denken wir nur an die gewaltigen Fortschritte der Naturwissenschaft, an die staunenswerten Triumphe der Technik, an die unablässige Erweiterung des geschichtlichen Gesichtskreises, den- ken wir ferner an den großartigen Aufbau der modernen Gesellschaft in politischer, nationaler, sozialer Richtung und an die wachsende Fürsorge für alles, was menschliches Angesicht trägt, man könnte meinen, die Fülle derartiger Leistungen werde die Kinder der Gegenwart mit einer stolzen Lebensfreude erfüllen. Aber wir wissen, daß es ganz anders fielst, daß die Zeitstimmung mehr zum Pessimismus als zum Optimismus neigt. Durchgängig begegnen wir der Klage, daß es der Zeit an starken Persönlichkeiten und ausgeprägte Individualitäten fehlt, daß das geistige Schaffen, namentlich auf den Höhen von Religion, Philosophie, Kunst, arg stockt, daß wir stark gegen die Außenwelt, aber schwach gegen uns selbst und im Reich der Innenwelt sind. Aeußerltch in einem unaufhaltsamen Vordringen, müssen wir uns mühsam einer seelischen Leere und Vereinsamung erwehren. Wie ist das gekommen, und was können wir dagegen tun? Ein schwerer Mangel ist unverkennbar: cs fehlt der Gegenwart eine umfassende Gedankenwelt und damit auch eine innere Gemeinschaft der Seele. Die Geschichte bringt an uns verschiedene Lebensgestaltungen, wie sie namentlich christliche Religion, immanenter Idealismus, naturalistischer Positivismus bieten; diese Weltbewegungen sind vielfach miteinander entzweit, und sie treiben das Leben in widerstreitende Bahnen, sie gewinnen nicht den ganzen Menschen; ein oordrmgendcr Svezialismus möchte sich solchen Verwicklungeit entziehen, aber er scheitert an den Forderungen des Lebensproblems. So zeigt der erste Anblick der heutigen Lage ein wirres Chaos; kann ein solches Chaos unserem Streben die nötige moralische Kraft und den unentbehrlichen geistigen Holt gewähren? Zur dringenden Forderung wird es daher, einen Standort jenseits jenes Gewirres zu erreichen; es bedarf einer Selbstbesinnung auf die Grundlagen und auf die Hauptforderungen des geistigen Wesens, sie sind möglichst zu voller Klarheit herauszuarbeiten. Die nähere Gestaltung des menschlichen Lebens wird namentlich dadurch bestimmt, daß es nicht in einer einzigen Ebene verläuft, sondern durchgehende Abstufungen erhält; diese Abstufungen muffen wir genau verfolgen, erst sie ergeben einen ausgesprochenen Charakter unseres Lebens. Wir Menschen sind zunächst Glieder der Natur, die einzelnen Wesen stehen hier in einem Nebeneinander, und alle seelische Regung dient der physischen Selbsterhaltung des Individuums: hier l?e- steht keine innere Gemeinschaft des Ganzen. Aber innerhalb des menschlichen Bereiches eröffnet sich eine neue Stufe und führt durch mühsame Arbeit hindurch zu einem neuen Lebensgefüge. Das seelische Leben, das auf der tierischen Stufe den Naturprozeß nur begleitet, erreicht beim Menschen eine Selbständigkeit, erst hier läßt sich von einem Geistesleben reden. Das Hauptwerkzeug des Aufstiegs bildet das Denken, es vermag einen den einzelnen Punkten überlegenen Zusammenhang zu verlegen. Als Dernunftwesen kann der Mensch an einem Gesamtleben innerlich teilnehmen, ohne feine Selbständigkeit einzubüßen. Das Zusammen- ivirken von Einfügung in das Ganze und Selbsttätigkeit des einzelnen gibt dem Handeln einen moralischen Charakter, es entstehen die Ideen des Guten und Wahren und werden zu lebendigen Mächten. Auf Grund dieser Wendung zu einer geistigen Einheit und moralischen Freiheit entsteht eine Tatwe'i und wird dem erfahrungsmäßigen Dasein überlegen. Damit erst wird dem Menschen das Leben voll zu eigen, er darf das Bewußtsein haben, an einer großen Weltwende mitzuwirken und im geistigen Schaffen die Unendlichkeit zu einem eigenen Besch zu gewinnen. Das Leben erweist sich dieser Gedankenrichtung als ein hohes Gut, über dessen Aneignung und Bejahung kein Zweifel ist. Die Tatsache einer solchen aufsteigen- den Weltbewegung und unserer Beteiligung an ihr bildet die beste Wehr gegen Zweifel und Anfech- tungen des menschlichen Daseins. Aber so sehr wir diese Weltsache würdigen, es sei auch keinen Augenblick übersehen, wie schweren Hemmungen und Widerständen der Ausstieg einer Innenwelt in unserem Bereich begegnet; es wirkt manches zusammen, um jede Bewegung ins Stocken zu bringen. Zunächst sei die augenscheinliche Uebermacht der si'.inlichen Welt anerkannt, sie behandelt scheinbar das Innenleben mit seinen geistigen Werten als gänzliche Nebensache. Und das Sinnliche bringt oft auch innerlich in bas Geistige vor unb macht bieses mit raffiniertem unb lüsternem Wirken zu einem bloßen Werkzeug eines un- eb'en Genusses, ber Mensch folgt ost nichtigen Trieben, die sein eigenes Bewußtsein unwürbig finbet. In anbercr Richtung leibet bas Streben des Menschen Schaben unb Entstellung baburch, baß es freilich seinen Eifer auf bas Kulturleben wendet, aber dieses nicht den Zielen des Geistes unterorb» nct, vielmehr menschliche Zwecke, wie ben Gewinn an greifbarer Macht unb sinnlicher Lust zur Hauptsache macht. Das aber bebcut't eine innere Er- niebrigung, eine Verdrängung einer echten Geisteskultur durch eine geistlose Menschenkultur. Aber das schlimmste ist die Ablösung i c' Subjekts von sachlichen unb gemeinsamen halten, sie lenkt die im Menschen wirkenden Anl 11 nicht burch einen überlegenen Willen, fonbern unterwirst sie ber Lust unb Laune bes Jnbioibuums; es entsteht eine freischwebenbe leere Geistigkeit, welche gern ben Schein ber Wahrheit annimmt unb dabei den Anspruch echten Lebens erhebt. So entsteht eine krasse Unwahrhaftigkeit, wie sie namentlich heute einen verderblichen Einfluß ausübt. Sie macht das Streben wehrlos gegen bie mannigfachsten Versuche bes Lebens unb bringt es oft in einen gereb-m Gegensatz zu ben geistigen Forderungen. Hier liegt bie Wenbung zum Bösen mit seiner zerstörenden Macht in nächster Nähe. Wer alle biese Hemmungen unb Entstellungen überblickt, ber kann leicht zur Verneinung bes Lebens neigen; er müßte es, wäre nicht eine weitere Lebensstufe möglich, welche ben Stern ber Seele über bie Verwicklungen hinaushöbe unb burch bie Anbahnung eines unmittelbaren Verhältnisses zur Quelle bes Geisteslebens eine neue, reinere unb echtere Tiefe ofefnbarte. Daß dies tatsächlich in weltgeschichtlicher Wirkung geschieht, bas ist bie gemeinsame Ueberzcugung nicht nur aller höheren Religionen, fonbern auch allen erneuernben Schaffens in Kunst unb Philosophie. Im besonderen das Ehri- ftentum vertritt mit weUdurchdringender Macht bie Ueberzcugung, baß burch Erschütterung unb Verneinung bes anfänglichen Lebens hinburch ein neuer Stand errungen und damit eine endgültige Bejahung erreicht wird; auch Schmerz unb Leib können in biefem Zusamenhang dem Ginn unb Wert des Lebens bienen. Damit erhebt sich über ber Stufe des Aufstiegs unb über ber Stufe ber Hemmung unb des Kampfes eine überwindende Geistigkeit als ein Reich ewiger Wahrheit und schaffender Liebe. Aber je freudiger mir diese tiefste Quelle verwahren, um so entschiedener müssen wir zugeben, daß diese Welt ober vielmehr dieser Wcltabschvitt in hohem Grade unfertig ist: wir sind nicht im vollen Besitz, sondern erst im Suchen, wir fühlen I uns dabei in weitem Abstande von der antircn Lebenslöstmg. Diese sah in dem Weltall einen fertigen unb vollenbetm Kosmos, in seiner künstlerischen Anschauung ur.b Aneignung fnnb das Leben seine volle Höhe und Seligkeit. Uns bagegen ist bas Leben zu einem großen Drama geworden, bas schwere Verwicklungen unb schroffe Gegensätze in sich trägt, aber burch sie hindurch bas hohe Ziel einer Vergeistigung ber Wirklichkeit erstrebt. Damit erlangt unser Leben einen eigentümlichen Charakter: Wir haben bas Weltall nicht bloß anzn- schauen, sondern wir dürfen an feiner Bewegung selbsttätig Mitwirken unb uns selbst als Welt- wesen verstehen. Damit gewinnt unser Leben einen deutlichen Sinn unb einen unbestreitbaren Wert, nur dürfen wir überzeugt fein, daß ein ethischer Aktivismus unseres ganzen Wesens uns über den Gegensatz von Optimismus unb Pessimismus hinausführt. Die neuen ElekirizitÄLspreifL in Metzen. Die Begründung der StadlvsrWaltung. * Gießen, 24. Dez. 1925. Im Vordergrund des kommunalpolitischen Interesses in unserer Stadt steht gegenwärtig bie Erörterung über die Neugestaltung ber Elek- t r i 3 i t ä 15 p r e 1 f e. Es erscheint angebracht, über bie (9rünbc, bie bie Stabwerwaltung bei ihren jüngsten Vorschlägen an bie Stadtoerordnetenver- sammlung leiteten, einiges mitzuteilen. Wir folgen dabei der schon erwähnten Denkschrift der Verwaltung, in ber es nach einem Hinweis auf bie Strom» lieferungsbclaftung bes Elektrizitätswerks im Winter u. a. heißt: Charakteristisch für ben Winter ist bie starke Lichtspitze. Währenb bie höchste Tagesbelastung, bie etwa 14 Stunden bauert, runb 1200 Kilowatt beträgt, erhebt sich bie Lichtspitze für bie Dauer von burchschnittlich 2$ Stunbcn nochmals um über 1000 Kilowatt barüber hinaus. Diese Lichtspitze ist etwa 120 Tage (November, Dezember, Januar, Februar) im Jahr vorhanben. Für biese Spitzenleistung, die fast ber Tagesleistung in ber Höhe gleichkommt, müssen entsprechenbe Maschinen das ganze Jahr zur Verfügung stehen, während sie nur etwa an 120 Tagen und nur während etwa 2Z Stunden durchschnittlich täglich benötigt werden. Es ist klar, daß diese Maschinenanlage nur äugerst unwirtschaftlich arbeiten kann, unb baß ber von ihr erzeugte Strom relativ teuer werben muß. Das Verkeilungsnetz innerhalb ber Stabt ist im letzten Jahre unter Auf- roanb von 100000 Mark verstärkt worben. Es ist für eine Leistung von etwa 1250 Kilowatt bei wirtschaftlichem Betriebe (Verluste) ausreichenb. Wird diese Höchstleistung auch nur während einiger Tage im Jahr überschritten, so wird es notwendig, das Verteilungsnetz durch Legung neuer Kabel zu verstärken. Der Kostenaufwand "wird sich voraussichtlich I auf mindestens 120 000 Mark belaufen. Die mit I diesem Kapital beschafften Anlagen werden nur wenige Stunden im Jahre benutzt. Es ist ohne weiteres ersichtlich, bas; bie entstehenben Zinsen unb Abschreibungen nicht aus bem Betrieb geberft werden können. Die bei wirtschaftlichem Betrieb zulässige Höchstbelastung bes Stabtnetzes ist zur Zeit schon beinahe erreicht. Das weitere Steigen ber Belastung während der Lichtzeit darf daher nicht gefordert werben; bies geschieht jeboch burch einen nichtigen Strompreis. Der Lichlstrompreis muß ferner aus folgenbem Grunb verhältnismäßig hoch sein: Nach bem Stromlieferungsocrtrag, der mit ben Oberweser Werken abgeschlossen ist, stellt sich ber Einkauf ber zur Spitjenbcd’ung erforderlichen Strommengen mit Rücksicht "auf die geringe Zeitdauer der Benutzung relativ teuer. Auf Grund ber Belastungskurve am 27. November 1925 finb zur Deckung ber Lichtspitze 1000 Kilowatt erforberlich, bie etwa täglich 2* Stunbcn im Durchschnitt benötigt werden. Es kommen also pro Tag 2500 Kilowattstunden in Betracht. Die Lichtspitze besteht etwa an 120 Tagen im Jahr, so daß sich eine Gesamtsumme von 300 000 Kilowatt ergibt. Diese kosten nach dem Stromvertrag Oberweser: 2) Leiiungsgebühr 70,80 Mk. X 1000 Kilowatt = 70 809 WIL,' b) Arbeitsgebühr 2,18 Pf. X 300 000 Mk. Kilo- walt — 6540 Mk., c) Lein ugsgebühr 1000 Kilowatt X 48 Mk. — 43 000 Mk. Zusammen 125 340 Mk. D'e Kilowattstu..de stellt sich demnach auf 41,78 Pf. ab Umspa! imerL Dazu kommt noch, daß das Stadlnctz mit Gleichstrom betrieben wird, während nur Drehstrom bezogen werden kann. Die Umformung des 20 000 Volt-Drehstromes auf 220 Bolt» tt.br« ............................... ■ ................. Franziska. Roman von ßieSbet Dill. 28. Fortsetzung. Nachdruck verboten. ..Der Wert des Menschen besteht nicht in dem, tvas er besitzt, noch in dem. was er weiß, fonbern einzig in seinem Charakter. Ich muh der Erhaltung meiner Stimme leben. Ich besitze genügend Ehrgei-. um mich nicht schon mit vierzig Gehren verabschieden zu l ass en und euch den Regisseur zu machen, alnsere Welt und die andere Welt werden einander nie verstehen, und niemals werden sie die Gründe für unsere Hairdlungen einsehen lernen, weil sie alles nur durch ihre einseitigen Anschauungen betrachten, nämlich durch das Monokel oder die Drille, versteht ihr des?" Sie verstünden, sagten Franziska und Mucki. »Laßt euch liebeir," fuhr der Kammersänger fsrt. den Schaumwein schlürfend, „ab'r liebt nicht selber. Die meisten von uns stnd's. offen gestanden, auch nicht wert. Wenn sich nun die eine Welt der anderen nähert, gibt'S meiner Erfahrung, nach meist eine Explosion, und vor der warne ich dich, Franziska." Dieser Abend, der so fröhlich begonnen, hatte auf Franziska nachdenklich gewirkt. Cs war etwas von des Stephansbergers Drohung in ihr sihengeblieben. Jetzt, wo sie es eigentlich gar nicht mehr so nötig hatte, überzeugte sie sich immer erst davon, wenn die Proben aus waren, daß nicht irgendeiner etwa draußen auf einer Bank in der Anlage auf sie wartete, und auf der Straße schloß sie sich den Kolleginnen an. Sie fragten immer: .Was macht er denn, dein Schah? Seid ihr denn auch wirklich verlobt?" Franziska schüttelte diese Fragen nach der Zukunft alle leicht ab. Es war ihr, als läge diese noch so im Dunkeln, daß man besser nicht vorher den Scheinwerfer solcher Fragen auf fie richten sollte. An die Zukunft dachte fie, wie der Verbrecher an das Gefängnis denkt. Sie hoffte, daß irgendein Zufall, dem fie sich immer gern vertraute, ihr aus dieser Lage helfen würde, in die sie ihre eigene Unbesonnenheit gebracht. Sie war stolz darauf, die Geliebte eines in der wissenschaftlichen Welt bekannten Mannes zu sein. Sie hatte seine Artikel in ihrem Schreibtisch aufbewahrt, Hasses Bild aus einem wissenschaftlichen Fachblatt hing über ihrem Schreibtisch. Seine Arbeiten hatte sie nie gelesen; sie wußte nicht einmal, toaS er eigentlich schrieb, und vergaß immer, weshalb er eigentlich diese ewigen Versuche machte. Hasse hatte es ihr oft erklärt, doch sie hörte nur mit halbem Ohre zu. Cs war dies eine Eigenschaft von ihr, mit der man sich absinden mußte. Erst hatte er sich darüber empört und warf ihr Achtlosigkeit vor feiner Wissenschaft vor, vor feinem Fach, vor den Männern überhaupt, jetzt war er gemäßigter. Er war oft auch müde, wenn er zu ihr kam, er wäre viel lieber in feiner kühlen, ruhigen Wohnung mit den herab- gelaffenen Vorhängen geblieben, anstatt zu ihr zu gehen, wo es nach toellen Vlumen, Puder und den Parfümen roch, die auf dem Klavier, auf dem Schreibtisch, überall in angebrochenen Flakons standen. Die breite Chaiselongue mit ihren vielen seidenen Kissen lockte ihn mehr als der dürre, staubige Wald, die vollen Straßenbahnen, die Vergbahn, die die heißen Weinberge hinaufllomm, die heißen, menschenüber- süllten Kaffeegärten mit Musik, wo Kinder spielten und man seinen Platz an einem Tisch mit vielen älnbekannten teilen mußte, in der Sonne saß, von Mücken und Menschen umschwirrt. Aber Franziska drängte hinaus aus der engen Wohnung in die Sonne. Es war, als habe sie Angst, mit ihm allein zu sein, vor diesen stillen Sonntagnachmittagen, wenn die heiße Straße mit herabgelassenen Jalusien in der Sonn dag und die Hunde auf den Haus- schwellen schliefen und man keinen Laut vernahm wie das feine Ticken der Tlhren. Tlnd wie hatten sie sich beide früher nach diesen stillen, einsamen Sonntagnachmittagen gesehnt, ihre schönsten, unvergeßlichsten Stunden hatten fie da verlebt. Aber das war üergangen, verrauscht. Man muß nicht Vergangenem nachhängen in Sehnsucht und mit leiser Traurig- und etwas Glänzendes, das erloschen, wieder neu zu beleben versuchen. Er tat es nicht mehr, sondern überließ sich der Wirkung, die ihre starke Persönlichkeit immer mehr auf ihn ausübte. Franziska war mehr als schön. Sie war in ihrer warmen, echten, impulsiven und scharmanten Menschlichkeit eine Künstlerin. Sie war wie eine Flamme, leuchtend, beunruhigend, anziehend und verzehrend. Eines Abends führte Hasse Elisabeth wieder einmal zu Tisch, wie er sich gleich im Flur auf der Tischorimung überzeugt hatte. Sie nahm, als Haffe sich ihr näherte, eine stolz abweisende Haltung an. Das ärgerte ihn. „Ich werde bereits chronisch", tagte er, als er ihr den Arm bot, und er sah im großen Spiegel, daß Elisabeth errötete vor Tlnwillen. Hasse fühlte ordentlich, als er jetzt, Elisabeth am Arm, an einer Gruppe von Assistenzärzten vorbeiging, ihren spöttischen Blick durch ihren Rücken brennen. Er dachte mit leisem -Unbehagen daran, ihr wieder auf neutralem Boden begegnet zu fein. Der r ine Spiegel ihrer Augen war getrübt, ein unreiner Hauch war darüber gelaufen. Sie sprachen an dem ganzen, ihnen endlos scheinenden Abend kaum ein Wort zusammen. »Warum tragen die Damen hier alle Scheitel?" fragte Haste während sie die Ehepaare an sich Vorbeigehen ließen. .Gefallen sie ihnen nicht mehr?" gab fie medisant zurück. „Sic Scheitel an und für sich sind ja sehr schön," erwiderte er in demselben Ton. „aber warum sich gewaltsam zehn Jahre älter machen?" „Frisuren, wie sie Kunstreiterinnen oder Theaterdamen tragen, würden in unseren Kreis auch nicht passen", gab fie zurück. „Das sind zwei Welten." Hasse schwieg. „Vor dieser Dame darf man sich in acht nehmen", sagte er zu Worth, als sie bei den Likören ihren Gefühlen freien Raum gaben. „Was mag fie bewegen heute? Sie ist doch sonst ein harmloses Tierchen, meine Cousine", sagte Worth. „Vorhin bedachte sie mich auch mit einem spi"'" W— ' m • Herz fuhr gleuy v...... w . . „1 ;,.... Gleichstrom bringt einen Verlust von mindestens 20 Proz. Der Strom kostet demnach 50,14 Pf. die Kilowattstunde frei Sammclschicne Elcltrizität-iwerk. Hierauf kommen noch die Kosten des Elektrizitäts» Werks (Aerteilungs-, Verlust, Verwaltungskosten. Zinsen und Abschreibungen von Maschinen, Vertei- lungsnetz usw.). Die Umstellung vom Einheit.taris zum Doppeltarif kann nur nach und nach geschehen. Deswegen ist eine Mindestabmchme von 600 Kilowattstunden int Jahr vorgeschriebcn. (Durch Beschluß der Stabt« Parlaments wurde diese Mindcslabnahmc auf 480 Kw. pro Jahr sestgesetzt. D. Red.) In Gießen befinden sich Über 5000 Zähler. Wenn ber Zehn- pscnnigtaris ohne M i n d e st a b n a h m e cingc« führt wird, dann ist sicher damit zu rechnen, daß mindestens 50 Prozent der Abnehmer Doppeltarif« zählcr verlangen. Es wären bas 2500 Stück. Da ein Doppcltariszählcr 120 Ml. lostet, bedeutet b?s für das Elektrizitätswerk hie Aufbringung unb Festlegung von 300 000 Mk. Es ist ganz ausgeschlossen, de.ß i n Lause des nächsten Jahres dieser Betrag für den Ankauf von Zöllern beschosst werden kann. Dabei ist noch bar utf Hinz"w isen, daß 2500 seitherige Zähler frei und bem Werk zurück- gegeben werden. Bei einem Einkaufspreis von ^0 Mk. stellen d'ese ein K 'pital von runb 100 000 Mark bar, das brachgelegt wird unb keinen Nutzen bringt. Bei 10 Prozent Zinsen und 10 Proz. An'ort'tztion m'irte die" Zählermiete für den Dopl pelt.arifzählcr 24 Mk. im Jahr 'betragen, während nur '2 Mk. e.hoben werden. Schon ans Gründen der Kavitalbcschaffung muß daher die Umänderung auf mehrere Jahre verteilt werden. Die allein dazu mögliche Regelung bietet die Festsetzung einer Min- destabnahme. bie von Jahr zu Jahr emsprechend der Entwicklung gesenkt werden kann. Verbilligung bei dem neuen Taris gegenüber bem allen: 2) Handwerk. Es seien nur folgende zwei Punkte heroorgehoben: Früh r bis 6000 Kilowattstunden jährlich — 30 Pf. die Kilowattstunde, setzt 19 Ps., früher bis 72 000 K Wwattstunden jährlich — 13,4 Pf. die Kilowattstunde, jetzt 11 Pf. Im ersten Falle tritt also eine Ermäßigung von über 30 Proz., im letzten Falle non über 14 Proz. ein. Es liegt eine erhebliche Senkung der Strompreise für bas Handwerk vor. Die Verhältnisse gestalten sich verschieden je nach ben Schnittlinien der Stromtarife der alten unb neuen Regelung. b) Der allgemeine Strom tarif wird in der Stabt von 51 Vf. auf 50 Pf. herabgesetzt, im Lande von 53 aus 50 Pf. D"r Fricdemsatz betrug 45 Pf. für die Kilowattstunde. Es liegt also zur Zeit eine Steigerung von 11 Proz. vor. die weit hinter ber allgemeinen Teuerung, insbesondere für Kohlen, Lohne usw. zurückbleibt. Der Hauptvorteil wird dem Verbraucher durch die Einführung des 10-Pf.-Torifs gebracht. Es muß dabei aus den obenangeführten Gründen eine Mindestabnahme von 600 Kilowattstunden bzw. 60 Mk. im Jahr ober von 50 Kilowattstunden bzw. 5 Mk. im Mo- nat aarantiert roerben. Nimmt jemanb statt 50 Kilowattstunden nur 25 Kilowattstunden im Monat ab, dann kostet ihn die Kilowattstunde statt 10 Pf. eben 20 Pf., immer noch bedeutend unter dem früheren Tarif. An nachstehenden Beispielen sei ein Ucberblick gewährt 10 Kilowattstunden zu 50 Pf. (Lichtzeit) 5 Mk., 2O^Kilowattstlinden zu 5 Mk. (Sondertarif) 5 Mk., 30 Kilowattstunden 10 Mk. 1 Kilowattstunde kostet im Durchschnitt 33 Pf. 10 Kilowattstunden zu 50 Pf. (Lichtzeit) 5 Mk., 15 Kilowattstunden zu 5 Mk. (Sondertarif) 5 Mk., 25 Kilowattstunden 10 M. 1 Kilowattstunde kostet im Durchschnitt 40 Ps. 5 Kilowattstunden zu 50 Pf. (Lichtzcit) 2,50 Mk., 15 Kilowattstunden zu 5 Mk. (Sondertarif) 5 Mk., 20 Kilowattstunden 7,50 Mk. 1 Kilowattstunde kostet im Durchschnitt 37 Pf. Aus diesen Berechnungen ergibt sich, daß ein Haushalt, ber in einigermaßen erheblichem Umfange Strom verbraucht, sich bei Einführung des Doppeltarifs von 10 bzw. 50 Pf. bedeutend besser stellt als bei einem Einheitstarif von 48 oder auch 45 Pf. Unter den Sonbcrtarif fällt ber Lichtverbrauch am Morgen, am Tage vor Beginn ber Lichtzeit unb nach 10 Uhr abends. Ferner kommen noch in Betracht der Verbrauch bei Bügeleisen, Wärmekissen, Heizöfen usw., sofern er außerhalb der Lichtzeit erfolgt. Es ist klar, daß einem Serbin ich dagegen immun. Sie sind Wohl noch nicht geimpft?“ Jetzt habe ich es ganz mit ihm verdorben, dachte Elisabeth, als Hasse sich fqjt vor ihr verabschiedete, und sie bewegte den fleinen Feder- skicher so heftig in ihrer Hand, daß fein Schildpatt zerbrach. Am anderen Mittag traf Haffe unerwartet Franziska in der Stadt. Sie stand an dem Juwelierladen an der Ecke, der sie anzog wie ein Magnet, und betrachtete die in weißem Samt auZgclegwn Perlen, die glitzernden Ohrgehänge durch ihre Lorgnette. Sie trug einen Sealskinmantcl und ein Sealsbarett mit einem Reiherstuy. In den Weichen P.lzmantel schlüpfte sie am liebsten, wenn fie zu den Proben des Morgens ging. Sie sah in nicht kommen, so versunken war fic in den Anblick der Ohrringe. Hasse wollte sie gerade begrüßen, als er auf bemi eiben Bürgersteig Frau Worth und Elilabckh in dunkel- blauen Tuchkostümen, gleich gekleidet, mit Aerz- hüten uni> feinen Schleiern wie zwei Schwestern herankommen sah. Elisabeth trug '6Uf ihrem Rerzmuff einen Deilchenstrauß. Hasse zog den Hut, das junge Mädchen errötete tief, im Dor- ubergehen traf ihn der Hauch von frischen Veilchen und weckte in ihm plötzlich Erinnerungen» an fein Elternhaus, den veilchenblauen Salon feiner Mutter und ihre heitere, vornehme, gepflegte Erscheinung. Das Leben, das er jetzt führte, war so ganz entgegengesetzt feinem früheren. Es war etwas Sprunghaftes, Heimliches. Verstecktes, Dunkles, etwas Ungewisses und Ansicheres darin, eine Zukunft, die er nicht in der Hand hatte. Er war feines Glückes keinen Tag sicher. Er mußte sich jeden Tag von neuem dessen versichern. Er empfand es bitter, daß er Franziska heute morgen an dem Zuwelierladen an der Ecke sah. gebannt von den glitzernden Juwelen, in ihrem Sealmantel, der ihr lässig um die Schultern hing, die Hände in den Taschen vergraben, das Barett über dem lässig aufgesteckten Haar. Er trat auf fie zu und grüßte sie. „Wie kühn, aus offener Straße!" Sie reicht« ! ihm die Fingerfpihen hin. 1 (Fortsetzung folgt.) dran nöliert: L ländischer zwecke 22,5 21,50, Mai Spezial 0 2625, Wc stetig. s Star 39 Ochsen 119 Schaf für 100 9 Mastkälbei Sougkälbe Saugfäsbe Ma'HZmn und Sch^ und Schaft ^ollflejschi 80 Kg. 82 120 bis j Kleinvieh [ Derl, handel blei vor dem ? seitens der Umsang b. lern mit ' nehmnngsl mein burd Pool etwa- nicht von i Festsetzung ruhig. 2Ir im pronip handel erc per Mürz bessert. - ; märkischer 1 Sez. 2515 2655 bis 140 bis 14' bis 162 bis W 188,5, 1 gerste 154 163, W mehl 32 I Deizenklei biS 102,1 erbsen 22 Peluschken Tiden 21 Ito. Igclb) Leinkuchen 8,5, Tvchnr bis 15’ h, (Wtr Der im M immer me Vaclte ’ gcof^ ; ■5$ »«l'A m6 'V gU Ddl‘“ "* ilefr Selten ^ev Jung nur n rcrainm;un zogen Ph°x ginge", au! a f 11 c n S h,- anadi Geldma geid mit 2 T)er Sah Wonatsgel gesragt wu %n Sev längs we London, i Kurs aus verändert eher befest Mittag ii Zürich 124, Wirtschaft. Banknoten. Cannes. sind zwei Spiele angesetzt: von Copyright 1925 by 21. Scherl G. m. b. Sy, Berlin. 24. Fortsetzung. Nachdruck verboten. plötzlich und ein Denn lebte seit ruhig in dem Taubenschlag, sie KRAUSE-STEINHÄGER der Gang drückte und drei Monaten hatte also ein die Mause» unsanft aus 4 2 3 Dez Abend- geringe Verein < Wetzlarer F.C. 05 ,.Hessen Gießen B. E. Wetzlar C.E. N.-Girmes V. Spv. Wetzlar Gießen 1900 Für den 27. Pol. Spo. Wetzlar — S. C. Niedergirmes (gewinnt die Polizei glatt). B. C. Wetzlar — Gießen 1 900 (die Gießener werden nicht antreten). mama, als sie sich so dem Rest geschleudert Kinder badete. „Ost Anzug?" Mama Graurock Neuapoüolische (tzemcirrdc. (stottee-dtciiste: Am 1 Wei.machlSiag, nachm. 3' .Uhr, nm Sonmaa, dem 27. Dezember, uachm. 3'^ Uhr, abeudö S'-zUür. des Spenglerpotats in Davo s. Am 3. Feiertag beginnt ein internationales Weihnachtsturnier. Der Berliner C. B. 86 weilt in Budape ff. Cröffnungsspringen wird in Kihbühel vorgesehen. und am Semmering auf der Lichtrnstem- schanze. Recht, gegen einen Hausfriedensbruch zu protestieren. Aber wer beschreibt ihren Schrecken, als sie bemerkte, daß dieses Erdbeben eine Katze war! Sie quiekte, als würde sie lebendig be* bräucher, der 3 oder 4 Kilowattstunden im Monat verbraucht, kein lO-Pf.-Tarif cingeräumt werden kann, ohne daß das Werk erhebliche Gelder drauslegt. Es ist auch wirtschaftlich bedeutungslos, ob dieser Abnehmer im Monat 3 Pf. oder 9 Pf. am Stromgeld spart. Durch die beantragte Tarisänderung wird nach Angabe des Elektrizitätswerks eine Mindereinnahme von 50—60 000 Mk. im Jahr eintreten. Dazu kommt die Festlegung von Geldern für die Beschaf- rung der neuen Doppeltarifzähler. Es sei darauf bingewiesen, daß das Elektrizitätswerk 125 000 Mk. im Rechnungsjahr 1925 an die Stadtkasse abliefert. Es ist das die Hälfte des Aufkommens an städtischer Gewerbesteuer von sämtlichen Gewerbe- und Handeltreibenden sowie industriellen Betrieben. Es ist dringend davor zu warnen, durch übereilten Tarifabbau die F i - it an . Repräsen- tatidspiele Berlin-Ost - Berlin Süd, Berlin- Rorden — Berlin-Westen. Vootbal-Bereenigung — Werder Bremen in Bremen. 1. F. C. Katto- witz — F. V. 06 Breslau in Breslau (2.). F.T. C. Budapest — Viktoria 96 Magdeburg in Magdeburg. Pokalschlußspiel in Magdeburg. - Kölner B. C. in Rotterdam. Oiympique — F. C. Freiburg in Fre bürg. Rückspiel Hertha D. S. C. — Union Altona in Hamburg. Sportfreunde Hatte - 1. F. C. Reutölln in Berlin. 1. F. C. Katto- witz — D. f. B. 93 Breslau in Breslau (3.). Auch im Handball gibt cs zahlreiche Freundschafts- und Repräsentativspiele, von denen ertoäbnt seien: Hanbballstädtespiel2 Barmen — Hagen in Barmen, Dessau-Leipzig, Pirna — Dresden in Pirna (3.). Die letzten G 01 fspiele werden als Weih- nachtsspiele am 2. Feiertag in Hamburg aus- getragen. Das Tennisturnier um die Meister- Turnen, Sport und Spiel. WeLhnachts-SporLvorkchcm. vo. Das Weihnachtsfest wird auch im Sport gefeiert. Richt durch Ruhe, denn man ruht ja nur von der Arbeit aus, sportliche Betätigung ist vorgesehen. So stehen die drei Weihnachtsfeiertage im Zeichen der Freundschasts- und Revräfe-'tativspiele. man hat, besonders im Fußball. zahlreiche ausländische und namhafte inländische Gegner geladen, besonders aber steht — der Jahreszeit entsprechend — das Weihnachtsfest im Zeichen des Wintersports. Trotz der eingetretenen Erwärmung dürfte sich hier und da noch in den Bergen die Ausübung des Wintersports betoenftelligen lassen. Allenthalben sind Veranstaltungen vorgesehen: Ein internationales Springen geht in Flins - berg (3. Feiertag) vor sich, dem fick Wettrodeln am folgenden Tage anschließen Schreist erb au veranstaltet ein Eröffnungsbobrennen (2. Feiertag). Berlin sieht die Austragung der Berliner Kunstlauf-Meisterschaften (3. bis 5. Feiertag). Sehr reichhaltig ist der Harz bedacht. Altenau bringt Ro^elrennen (1.), einen Rodelkursus (2.) und ein Werberodeln d^s Bezirks 4 des D. R. D. (3.). Schierke sieht Bobrennen um den Wanderpreis der Kurverwaltung 12.). und eine Werbeveranstaltung der Schierker Sportvereine und Rodelrennen (3.). In Elend sind gemeinsame Skitouren vorgesehen (2. und 3j). Braunlage eröffnet mit dem 2. Feiertage die erste Sportwoche mit Sprungläufen. Schllttenpartien. Wettrodeln usw. 51. Andreasberg veranstaltet aus Anlaß seines 30jährigen Jubiläums eine Just läumssport- woche (3.). Thale bringt ©röffnungsrobeln (1.), Skilauf und Sk springen bei der Roßtrappe, sowie Zweierbob-Eröffmmgsvennen um die Gaumeisterschaft des Harzes 25 (2.). Hahnenklee beginnt den ersten Skilaufkursus (1.) und trägt die Harzgau-Meisterschaft des D. D. V. im Fünfe'bob und Dobrennen um den Wanderpreis der Kurverwaltung (3.) aus. Goslar veranstaltet einen Skikursus (2.). In Benneckenstein w rd ein Rodelfeft abgehalten (3.), baä mit Stafettenläufen und Schülerwettkämpfen verbanden ist. -Auf dem Großen Felbberg im Taunus wird die Südwestdeutsche Dezirksrodelmeister- l schäft ausgetragen. In Titisee begeht man die Einweihung des Eisstadions (2.) m't Berbands- * schnell- und Kunstläufen, sowie E shvckey-Wett» , spielen und Eissch'eßen. Partenkirchen veranstaltet sein Eröfsnungsspringen auf der Olym- piaschanze (2.), ebenso Kusstei n aus der neuen Sprungschanze bei Mitterndorf. De Gruppe Chiemgau des Bayerischen Sr'verbandes halt in Bad Reichenha11 e neu Skikursus ab. In Grohholzleute-Isni findet die Skilehrer- und Kampfrichterprüfung des D. S. D. -statt (3.). Mit dem 28. beginnt die Austragung Der 3. Feiertag bringt in Köln Berussbor- kämpse. deren Hauptkampf Ensel und Hee- ser II bestreiten. In Hamborn sind ebenfalls Derufsboxtämpfe (Reppe l - Gvhres u. a.) geplant (1.). In Marseille steht i>:r deutsche Fliegengewichtsmeister Harry Stein dem Franzosen M 0 r a ch i n i gegenüber. La'MkrLZshandbak. tz. Sic neueste Veröffentlichung des K. H. 21. (ÄreisHandballausschuß) crilärt das 0:0 Spiel der „Hessen" Gießen gegen den Sportklub Niedergirmes für letzteren für verloren, da bei Niedergirmes nicht spielberechtigter Stürmer (K. Stork) mitgeroirri hat. D?s mcacrcn ist das Spiel Niedergirmes—1900 Gießen für 1900 verloren erklärt, da letztere nicht angetreien sind. Inzwischen hat, wie mir aus sicherer Quelle erfahren. 1900 feine Hand- ballmannschast aus den Verbandsspielen zurückgezogen. Wenn diese Tatsache von K.H. 21. veröffentlicht wird, verschwindet 1900 aus der Tabelle. Wie wir weiter erfahren, hat ör 1.23.21. in Kassel die .Berufung des Pol. Sp. 23. Wetzlar gegen das Spiel F. C. Wetzlar—P. Sp. 23. Wetzlar (Wetzlar F. C. gewann 4:2) abgelehnt. Mit dem noch ausstehenden Protest gegen die Schiedsrichterentscheidung des Spiels „Hessen"—F. C., die noch nicht geklärt ist, strotzt also die Handballbewegung des Kreises von Unregelmäßigkeiten. Daß diese Differenzen nicht sein müssen, zeigt der Kasseler Gan, der diese Spielserie ohne Einsprüche durchführte; nicht mehr fein müssen, denn da waren sie auch. Trotz allem aber: Spielen und spielen lassen! Aber Können, Leistung und Auftreten müssen immer im Einklang stehen. Der Tabellenstand ist nunmehr folgender: PelZmÄrLel. Ein Rürnberger Spielzeugroman. Rach dem I allenischen der Teresah erzählt Gustav W. Eberlein. Spiele gern, unentsch. verl. Punkte >55 — — 10 Umfä&c. Rur für einige chemische W^rte bestand' geringe Kauflust zu weiteren ansehnlich erhöhten Kursen; sonst waren die Rokierungen fast unverändert, neigten aber zur Befestigung. Aschaffenburger äettstosi setzten die Aufwärtsbewegung um weitere 3 Proz. fort. Int Frei- Verkehr hörte man Höchster Farben 103,75, Mannesmann 50.75, AEG. 86 Geld. Rordd. Lloyd 92,50. Die Abendbörse schloß in befestigter Haltung geschäftslos. Deutsche Anleihen: öproz. Reichsanleihe 0,1921, 2- Bantakt'.en: Kommerzbank 96, Darmstädter Dank ultimo 104,25, Deutsche Dank ultimo 104,5, Diskonto ultimo 103.25, Dresdner Bank ultimo 101,75, M tteldeutsche Creditbank 88,75, Oesterreich'.sche Kreditaktien 6.1. Montanaktien: Deutsch Luxemburg 58,25, Phönix 59.5. Chemische Aktien: Badische Anilin 103,50, Elberfelder Farben ultimo 103.25, Höchster Farben ultimo 103.25. SchissaHrtsakt'en: Ha Pag. ultimo 90,5. Industrieaktien: AEG. 85,75, Aschaffenburger Zellstoff 53, Inag 0,30. Karstadt 90,3, „Dank, tausend Dank, liebe Freunds", verabschiedete sich die falsche Katze. „Jetzt kehrt Au euren Geschäften zurück, und wenn ihr einmal in Bedrängnis kommt, so erinnert euch daran, daß ihr nur meinen Ramen zu nennen braucht. Ich bin Fifi, wohigemerkt, die Gummikahe, chie alle Zwistigkeiten, alle Streitsachen, alle Prozesse beilegt. Ich gebe immer demjenigen unrecht, der unrecht hat. Mit meiner Hilfe könnt ihr mit Tieren aller Rassen diskutieren und eure Begehren Vorbringen." Auf diese Weile maa)te sich Fifi von Schuld und Schuldnern frei. Sie brauchte nichts zu zahlen und hatte nichts zu fürchten: denn eine Stunde später waren alle ihre gutgläubigen Helfer von den Katzen, denen sie ihre Wünsch« vorbringen wollten, gefressen. Ohne die geringsten Gewissensbisse, ja, mit jenem Gefühl der Genugtuung, das in der Seele des Gerechten wohnt, versteckte sich Fifi jetzt unter dem Schrank im Schlafzi.-nmer des Abraham Schloß und erwartete d':e Rächt. Don ihrem Schlupfwinkel aus konnte sie eine Ecke des Schlafzimmers überschauen, und gerade diejenige, wo der Käsig mit Jakob, dem Papagei, stand. Ihm gegenüber hauste Iulchen, die Amsel. Und Tante Berta, die Elster? In einem Winkel des Käfigs, den Abraham nicht mehr zu öffnen gewagt hatte, lag sie starr und tot, vor Hunger eingegangen. 2n Fifi erwachte bei diesem Anblick die. Empörung. Ihre eigene Schurkerei vergessend, verdammte sie Abrahams Undankbarkeit und Grausamkeit gegen Tantck Berta auf schärfste. Richt zufrieden mit dem Unheil, das er über den armen Puppenpeter gebracht hatte, wütete er darauf noch gegen seinen treuen Kameraden! Das war zuviel. Fifi ging das Schicksal der Elster so zu Herzen, daß sie auf Abraham nun' Haß für zwei fühlte, für den Puppenpeter und für Tante Berta. Dafür werde ich dir jetzt nicht einen, sondern gleich zwei Streiche spielen, dachte sie. Rur heran, alter Dickwanst — jetzt sollst du mich kennenlernen! Sie hörte den Schlüssel im Schloß knirschen — Abraham Schloß, in der Hand eine schwankende Laterne, trat unsicher herein. (Fortsetzung folgt.) Krankkurt a.M. Berlin Sd)’.u" * Kur» .idcn)- örlc 2«hlu't« J.U > öa,(u(ji "tUt.ii b-ri' 23 12 23 12 2 . 12 23 12 5°/, Deuücke 'Jkid)3an!ethc <°L> Deutsche tHctd)5a:: leibe U.185 0-192 o.i-l 0.2 — —- 0,21 0 22 3V3% Deutsch: Sllich'anleide 0 2 11 10 ■— 3°,-.. Deutsche Reichs inleche J.2-J 0,2» 0,3.3 0 32 Deutsche Sparprumienaulcitzr - 0.110 0.12 4°/0 Preußische KousolL ».IS 0 2 0,2 0 2 4° 0 Hessen ...... — — —— 3‘/a'7n Hessen........ 3% Hesse».......... — — 0.19 — - — 0 185 0,185 Deutsche Wert!). Dollar-Anl. 90,2 j 90 2 i 1. 3 91.75 dto. Doll. Schal5-A'in:eilna/: tid 97,9 98 2 98,2 4°, 0 .ckoNtnrlen ..... 7 *5 ? 7 - — 5°/0 Goldmerikaner • U ö 42.25 45 43 5 Berliner HanvelSocsellschast 0 1.47* 136 5* .37’ 136’ Commerz- und Privar-Bonk 9 7i* 9 * !i6’ 9l>* Iamift und Na'.ionatbanl tot 2* 104.2’ 104,2* tur Deutsche Bank. ... 101.7* 104,5* (04,5* 107.2* Deutsche BcreinSbank • • . — — " Disconto Eommundik • • M. t.illbanl. 103.2* 103 2’ 103 2’ 103* 69 -9 5 — — Piiiteldeut.che Creditbank 88..',' 88 75* 89 89.75 Cefteircicäiicfce Credikanstalt 6.2 0.1 6 4 6,12 Weftbank ...... >.03 0.03 - Bochumer Guß ....... — • J • 50.75* 59.5’ Buder..s ......... 23 25 21.25 26 1 Caro ........... 36,25* 7.5 38* 29 Deutsch ^urembura . . . . Ö8 3* 58 5* 57.2-* .'»* Gelsenkirchener Bergwerke . 6f 61. * 63' bl 62* Harpencr Bergbau . . SS* 89* 87 75* 88.75* Unierte Aschersleben.... 9'.5' 4 92,25 93.25 Kaliwerk Weskrrcgeiu .... 93.5 93 fi 9

;t L'aurabüUc ...... 3J 24 2.« Oberbevars ........ 35,5' 16.25 37* Pbonix Bergbau ...... N heiu Nabl ....... Niebcck Montan....... 60 60* 60,3* 59* 4,* 17 25* 46,7 ' 68 5 67, u’ 68.5 €8 Telluü Bembau...... 38 Hamburg-Amerika Paket. . . 8:1,75* 90 5* 8-»* ■ - 0 Vtorddeuischer Llovo . . 91,25' 92, 5' 21.25* 92* Cberamtiche Werke Albin . — Zementwerk Heidelberg . . 60,2 60.2 - — Pbilivv HobiMann ... .9,5 59. j 39,62 29.5 Anglo Coni .Guano . ... — — 69.2.5 69 Badische Anilin ....... Cdemifche iUfaticr Alapin . . 101.4* 103,5* 101 f tOl.ö* Goldschmidt .... ISO 75 51 25 51..5 1.4 GrieS cimcr Electron .... 101, V 102’ 03,2’ 101.2" HvchNer st-orbwerke...... Hollverkoblnng • ....... 1 1.2* 40 103,2* 40, j5 104 7* 101,5* ttülgersivorkc ........ 44 47.25 15.25 46.5 Scheideanitalt ....... 79,5 79,4 All« ClekrrtziiätS.Gesellschasr 8 62* S ,75’ 7 5* 8 12* Bergmanu ....... 61* (U 65* Mainkraitwerke ....... 63.25 61 Sduutcri ........ 52 75’ 54.25* 5»’ 53.9* Siemens 4 Halske ..... 67’ 07,5 68* 68 Adlerwerke Kiener ...... 21,5 22 22.25 21,5 Daimler Motoren. ...... 21 20.5 2 t 75 205 HenligenHoedt ....... - — - 1 egu.n. ...... 27 27 27.12 27 Motorenwerke Mannker'in — — 28.13 — ö-ronffurtcr Annaturen 19 — - — Koidcrcenrabrir Braun — — — — Metallgesell chast st-ranksurt >2 82,5 — — Pct. Union Sl.-G..... 51 - 1 50..5 50,75 Schub'abrik Her; ... 20,5 20.5 2 1.25 20 5 Sichel . ....... 1.75 1 75 — — HeMon D.llLbcs .... /,’irfcrrobri( st-rankii.tbal . . 82 — 81.75 3.8,1 1 -fc- SurfmabrrZ Wagdaulet 32.25 32 75 34.75 — 22 Dczbr 23 Dez r. Amtliche Nori rung Amtliche Notierung Weib Briet <»eld Br,er los 49 1«8.'. 1 168 57 168.9» Buen.-^Aire» 1.7.38 1,742 1.736 1. 40 Brss'7lntw 1'5 125 19.065 19.0' 19,06 Cbristiania 85.14 85,36 8.5 2:1 85.51 Kovrnbag:n 1'14.34 1'14.3« 104,17 104.43 Stockbolln H2.il 112,89 112,51 112,79 Helsingsors Italien. . London. 10 5'5 16.92-5 10,585 16,925. 10 55 16.93 10,59 Hl. 97 <0.31 30.34 20.345 20.3 5 Neunork - 4.195 4.20' 4.19i 4,2 67 Poris. . . l .50 5.54 ------ 15,52 Schweiz . Ml 95 St. 1.3 10,97" 'i ,7(1 €pü;.ien 59,2« 59,42 54.23 59, ä7 Favan . . 1805 1,809 -.809 l 600 1.813 -icko de Ian Wien in D- ) (0 '.62 '>.642 £eft. Qbocft »9.19 69,3» □9.23 59.37 Prag . . . 12.415 12.155 12 41.5 12.455 Äelzrad . - 7.43 ; .40 : 43 7.45 Bndav-'st - 3.97.5 3,825 5,875 j,895 Bul.arien 3.015 3.025 3,01 - >.02» tl'fftibOH 21 25 2I.31Ö 21,2.5 1,325 Dornig. . Aonft-ntin- Sl) 66 80 6-i «0.8S 2.245 2.255 2,235 - 2.245 Atben 5 29 i 5.34 5.36 Canada. . 4 195 4,2 5 1.195 ».205 Utuflua'.) 4.255 4,225 4.265 4.275 Berlin, 23 Dezür Geld Briet Amerikanische Noten ..... '.19 4.zt Belgische »Noten ....... Dänitckie Noten ....... 115,97 10.1.84 19,07 101.U Englische Noten........ 20,305 20.405 Franjösiiche Noten ...... 13,4b 1.3 51 Holländische Noten ..... n»8,1 ! 168.-7 Italienische Noten...... ti',‘0 16.98 Norwegische Noten. ... Deut-sch-Oelkerr.5100 Kronen 8-5 04 85 46 50.08 59,38 Niimänilche "Noten ..... — Schwedische Noten ..... 112.22 Ui,78 Schweizer Noren...... 81,91 81 31 Svanische Noien ...... 58.-'7 £9 27 Tschechoslowakische Notel« . . 12.38 12 41 Ungarische Note:« . . . 5,86 Weihnachtspreisrätsel u n Q. Weilinachts-Rössol'prünq. <.r:r luvten. 25 26 in 1 ö Konstruktion, Form und Leistungen der Stoewer-Automobile ' '' ''r' - ' • - 5TOEWER ............... erbsen 22 Peluschken "Eiden 21 tto. (gelb) biS 23, Lupinen (blau) 12 bis 12,5, 12 bis 14,5, Rapskuchen 14,75 bis 15, 23,6 bis 23,3. Trodenschnihel 8,2 bis P i e r r o t .... Hollaender. Brat f i s c h . . Kaserne Garderobe.. Hoffmann... Simplon .. . . Iiocletian. Ruhe....... Geber...... Familie.... S t r u e n s e e . . Thusnelda.. Friede..... law — — na nie — — rok Ulli) ei Bei lästigem Husten raren rok Ihnen, die von Acrzten alS Irältmc Hustenmedt»tn hervorragend beautachieicn „Laaitta"-Hnstendoul»onS au nehmen. Lindern tue SdjmeiAcn, löten den djlcun. „eanitto*- Bonbo ■# und in allen Apotheken erhältlich UntversitärSavoibeke r. Gold. Gnget. Avoih. Krofdorf toll, 18. Land in Asien, 19. Likör, 20. französische Festung, 21. Blutgefäß, 22. Fürstengeschlecht. eines WeihnachtSliedes. (Hierbei sind sch oder ch am Anfang oder Ende eines Wortes als ein Buchstabe zu verstehen.) Bcrschiebcrätsel. Das Weihnachtsfest ist so recht eigentlich das Fest der Kinder. Um die Weihnachtszeit finden auch sie, denen im allgemeinen die Zeitung noch vorenthalten bleibt, viel Schönes in ihren Spalten an Unterhaltung und Belehrung. So hat sicherlich unser Weihnachtsmärchen vom Pelzmärtel und seinen lustigen Kumpanen manch langen Winterabend verkürzen helfen, wenn die fleißige Kinderschar im traulichen Schein der Lampe bei den Weihnachtsarbeiten zusammen- hpdte und die gute Mutter vorlesen mußte. Mit den Festtagen gibt es für Groh und Klein wieder Muhestunden, für die der vorsorgliche Rätselonkel, der ja vielen Hessenbuben und -Mädels vom letzten Weihnachtsfest her noch ein guter alter Bekannter ist, wieder ein paar herzhafte Rüsse zu knacken gegeben hat. Und für brave Kinder, die beim Rätselraten fleißig und flink waren, hat er auch in diesem Jahre wieder eine Reihe schöner Sachen, Bücher und Bilder, beteitgefleUt. Drum nun wacker an die Arbeit! Bis zum 10. 3 a n ua r 1926 muß alles geschafft sein. Bis dahin müssen alle richtigen Lösungen mit der genauen Angabe von Bor- und Zuname, Alter, Schulklasse, Wohnort und Straße des Einsenders in einem Umschlag mit der Ausschrift „Rätsel-Wettbewerb" bei der „Red a k- tion des Gießener Anzeigers" ein- gelaufen fein, die sie unverzüglich an den Rätselonkel weiterle.tet. Die richtigen Lösungen werden mit den Ramen der Preisträger am Samstag, dem 16. Januar, im „Gießener Anzeiger" veröffentlicht. Vorstehende W rie sind seitlich so zu verschieben, daß 8J?ei benachbarte, senkrechte Duch- stabenreihen zwei Gedichte von W. Busch nennen. Kreuzworträtsel. |68zir 1.4ij 19,W ö„‘t 101,(3 •12,7# 11.9? -1.3 5 '.IV, 15.52 *'-- Sanf. liebe greunbf. WJ Äamen zu enterst, fr« Proste Strc'tlayj <.zi IW lOi.q 8), IUI 16K.< 16.98 8-146 59.31 114,58 81 31 £927 12.44 5.86 <3elb ',19 16.97 10.1,W 20.31)5 15,4b 158,1: tb.’O 8.504 50.08 112.24 81.91 58.17 ii.aa 588 ------------------------------------1 tun- Hirn» dä- die sam als auf meld- mels ße ist tau den lu- nie. bei- sank bracht de des hat fü- a schen bal. einst bie lauf Hirn- ttank net che ver- heit net der ben aus was le- 0 tour- blü« fri- tc bet weih- benS- et» bei- längst sie. ganz mensch- te ab. ruh' nein nacht weih- den bei- be gründ leibS gü. Höch- nacht se die und nen mit- der vorn unS ichmer- gen hüllt bracht iß- wir len ken 0 und ste ste er heil' nacht bes nacht nid bet Ichrc!- ichlei- re ne in voll- eh' nacht vor heim fei nicht Sv- das sen stur» dicht lig. tem lie- won- je- ih- wir denn 1° auf den ge- cnt- er ne ge wir fas. ste zück- ; b- 1 12054c sag iiiiiimiiiu= '-ilNIIIIIIIIII i Leipzig. 12008A iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiimmiiiiiiiHiiiimiiiimiiiiiiiimiiiiniiimiiiilS empfiehlt Th. Brück = (Biegen, den 23. Dezember 1925. 120330 haben bei Ihrem Eisenhändler od. Schmied a E Giessen Brandplatz (Altes Schloss) VMtstk Handelsschule Gießen, Goethestr. 32 1 Janüsr Jeginn neuer Kurse (Mahal Vaillants Gas-Badeöfen zu beziehen durch alle Firmen der Gas- und Wasserbranche lllustr. Katalog Ausgabe 17 U kostenlos. joh.Vaillant <> Remscheid, Was der Verein des Einzelhandels in Gießen und die Textilverbände im „Gießener Anzeiger“ am 23. Dezember 1925 Städtisches Gas- und Wasserwerk Stebtnq. 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Wenn ich auf Veranlassung der genannten Verbände in die Lage komme, die Höhe meiner Preisnachlässe in öffentlicher Gerichtsverhandlung zu erweisen, dann werden beim nächsten Weihnachtsgeschäft die wenigen jetzt noch abseits stehenden Interessenten ihren Bedarf auch noch bei mir decken und ich brauche mich nicht mehr, wie ich dies heute tue, bei den Verbänden für die in meinem Interesse gemachte Reklame zu bedanken. Betrifft: Abgabe von GasgerSten gegen monatliche Ratenzahlung. Um die Annehmlichkeit des Steinkohlengases, das bekanntlich eine hohe Heizkraft besitzt, beim Kochen, Braten, Backen, Heizen usw. noch wetteren Kreisen der Bevölkerung zugänglich ZU machen, überläßt das Gaswerk sowie die einschlägigen Geschäfte, die mit uns ein Abkommen getroffen haben, den Gasabnehmern Gaskocher, Gasherde mit oder ohne Back- und Bratvorrichtung, Gasheiz. und Gasbadeöfen gegen monatliche Ratenz' hlung. Das Verfahren ist kurz folgendes: Der Gasabnehmer sucht in den Ausstellungsräumen des Gaswerks oder tn einem der unten verzeichneten Geschäfte das für seine Zwecke am besten geeignete Gasgerät aus. Der nach dem Kauf auszufüllende Antrag ist alsdann von dem Käufer dem Gas- werk oorzulegen. Nachdem eine Prüfung auf sachgemäßes Fabrikat, Preis usw. stattgesunden hat, eine Anzahlung geleistet und ein Vertrag abge chloffen ist, erhält das Geschäft, das den Verkauf vermittelt hat, von uns den Auftrag zur Ausführung der Lieferung. - Alle weiteren Einzelheiten sind in Bestimmungen, die bei uns sowie in den Geschäften einzusehen sind, festgelegt. Folgende Geschäfte sind zur Zeit berechtigt für unsere Rechnung Gasgeräte auf Ratenzahlung abzugeben: Edgar Borrmann, Gießen, Neustadt 11 Earl Hensel, Gießen, Walltorstraste 10 Rudolf Rüdiger, Giesten, Walltorstr. 35 Liotarg Wl Zu mHnl In unserm neu erbauten Geschäfts-, Büro- und Lagerhaus in der Dr.-Wolf-Straße in Limburg (Lahn) können zum 1. April bezw. 1. Mai 1926 4 grolle Lhdeiräme 30 qm und S Biiroräsme gleichen Größe einzeln oder zusammen an Interessenten abgegeben werden. Die Räume werden modern ausgestattet und eignen sich zufolge ihrer zentralen Lage inmitten der Stadt für Musterläger, Verkaufsstellen, Haupt- oder Zweigbüros besonders gut Etwaige Wünsche können beim Ausbau noch berücksichtigt werden. Alle uns bisher schon bekannt gewordene Interessenten belieb, sich jetzt an uns z. wend. Bäckergenossenschaft e. G. m. b H. Limburg (Lahn) 5-01 ‘D Untere Grabenstraße 22 :: Telephon 223 Dr. med. Adam’s aga BheiniHche* Curgcl- und Inlialn ionswalz bewährtes Borbeugunlisnunel aegen sännt. Hnlekltonö- u. ErkäUungSrranl- beuen insbes zkaiarihen, Grtvve und Keuchhusten (Srfeut die teueren Botin« vasten ii. 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