.‘:«t (iP . * 'n 10 flefrnC Ulnger --Mt e. 8tt tu, “Unil teste « ®*' lig,t6. 6t6en2hn t > Jiw. " «Äs»* ä 0« ^rl Död ein gebaut'“ c ^un[ iCtiCn8|(f)rei ^nttvvrt _ .ttD°tt L ""LL?.Z n S-mNen. ^Qft, feine j?e^l9 er f1? ?£ * blÄS’ le>n c M die l^Ä's tun 9ebtn- mW? fi(h ^^b-i ., einen ©effcL M .24 laß dich kaßen bis zum 31. Ok- ^spersonals wegen Re- 1 und die Mgestelüeq $.: Wolf. : Einleitung. lgsgesehes vom 22.010= Glichen Kenntnis, dah ung den Beginn des narkung ungeordnet hat. tzes fordere ich die Be- - und sonstigen RechtS- msoweit diese den be- innechaiö einer Frist mcht berichtigen und amit die begehenden xrlchren berüHMgt alle "Rechte hinsichtlich der össentlichen Becher Zestand aus/den öfiait* halb der gleichen Ml dieser Rechte durch b ; Eigentümers der bt- zlaubhast zu machen, ommt, verliert den L- ngemeldeten Rechte m (skommissar. flor. Ar. 250 Erster Blatt (l> "'5 »"'«"iJI -'chgijlüqe; ??en --nd : "ch hösljchkrU? Ä. l)Qt>en- "r M’ ®KrtW bum^ ! e 'Sorte, STjJMtos J |, bod)'° 'chi>n tSJf* und h %?£**.» ***&? Ms-LL ft’ S* n#ti „t MI tu wm auch mit deutscher fttrtii« memg Ueterltgung. * ■v ^ochenmarttpreisc. ja? dein helltigen Dochmnor! ? A60 220 Mnnig, Mci ■s l0' Wirsing 8 bis 10, Drü •Qut 10, gelbe Aükn 10, v iol 20 bis 25, Rvlnifchkvhl u Grünkohl 2V, MnKhl«, «» lt(n 40, Zwiebeln 12, SeenettÜ worzwurzeln 50, Kürbis 6, DU 4. AM 15 bis 20, Nrnen" W, Trauben 65, Hüffe 40 bis f nge Hahnen 120, Vu-ftnW- 0; bas ötiuf: Sier 16 bis H bis 140, Salat 10, Endivien! hlrabi 5, Lauch 5 bis 10, Rette krie 10 bis 40 Pfennig, ig für den Aulvmvbiltm n Krcisstrahenstttchn Giehe? uni» Hießen—AeiSkirl« !äMn Tagen ftcrfercffinMup;- ,1zung M Sen Sutomt» desHa.'b vom KreiSamt empfohr dis zum 31. öltibet zu meilr gen des SirMnauflichiSpers^ ig deS Berkhrs ist Folge - Ällerp ZertehrSslugrr^M8 lerfchaden erlitt, hatte büch tw iahrtunterbttchung. GtWöDelH ia fortgesetzt Mtden.jteW Den im Frankfurter 5* ,!,cke AeuerunS 1'7- - ilt bcr SMltra^iH langst fühlbaren Wfo» * Mn. .Sonntag, 'M die von ÄP ^„ r ia9 Än Kabinett imb> im graph'Mu Mtgent)mr tfan gn8en?mmen. ^T J ^„nteg i verzechnen, ?1 jn 'M Tjeuen Schkn ™ Ä* ±« * 5" 2? ädchen ^M-ürückkomt^ -SZ5&.:S -AsKs Stand jn bfl ihres Ig*- schmucken, en von W ® gebührt sSter« ■äW, **** -andarbE ; Sleril»L unier-^A- f in geschmackvoller Aufmachung wundervolle Muster von Decken und Spitzen: das Auge freut sich am Schwung der Linie und der Fülle der Farbe. 3n den inneren Ausstellungsräumen bietet sich reiche Abwechslung und Anregung. Alle Arten der modernen Wolltechnik. Kreuzsticharbeiten. Schale, Sofakissen sind vertreten. Lochstickerei, Handklöppelarbeiten, Flletmufter entzücken die Beschauerin. Kelim-- und Stramin-Decken und Behänge. schwierige Gobelinstrickereien und einfache Kinderarbeiten sind in reicher Abwechslung für den Besucher auf gebaut. Die Arbeiten sind im eigenen Atelier angefertigt und geben Zeugnis von dem Geschmack und Können der Geschäftsleitung. ** Die Sperre der Kreis st ratze Li ch— Münster ist von heute ab wieder aufgehoben. ** Straßensperrung. Wegen Vornahme von Walzarbeiten ist die Bismarckstrahe zwischen Südonlage und Löberstrahe für jeden Fuhrwerks- oerkehr bis auf weiteres gesperrt worden. Aufgehobene Straßensperre. Die vom Polizeiamt am 25. August angeordnete Sper- rung der Liebigstratze zwischen Ebelstratzc und Aulweg ist wieder aufgehoben. ** D i eEinfuhr von Pferden aus den Ost staaten betrifft eine wichtige Bekanntmachung im neuesten Amtsverkündigungsblatt, auf die wir die Pferdehändler besonders Hinweisen mochten. ’* 3 m Lichtspielhaus Bahnhosstr. lauf tdas große Filmspiel „Die vom Riederrhein" nach dem gleichnamigen Roman von Rud. Herzog. Eine ausführliche Würdigung des sehr beachtenswerten Werkes folgt am Montag. Bornotizen. — Tageskalender für Samstag: Deutscher Kanu-Verband 8t Uhr: Vortragssaal der Buchhandlung Keitzner, Schulstratze, Lichtbilder-Dor- trag. — Gesang-Verein „Concordia" 8* Uhr „fja- berkasten" außerordentliche Generalversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die vom Niederrhein". — Astoria-Lichtspfele: „Marcco, die Bestie von San Silos". — Tageskalender für Sonntag: Stadttheater 7t Uhr: „Der fidele Bauer" (Ende jOj Uhr). — Hessischer Vaterländischer Block 4 Uhr nachm. „Liebigshöhe" Vaterländische Kundgebung. — Goethe-Bund Kaufm. Dereinshaus 8* Uhr Rezitationsabend. — Lichtspielhäuser wie Samstag, außerdem läuft in den Palast-Lichtspielen gleichfalls „Die vom Niederrhein". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Leo Fall ist derjenige Komponist, der im Verein mit Lehar seinerzeit eine zweite Renaissance der Operette herbeigeführt hat; sein Tod weckt die Erinnerung an die schönen Erfolge, die Werke, wie „Dollar- prinzeffin", „Brüderlein fein", „Geschiedene Frau" u. a. m. in zahlreichen Aufführungen auch an unserer Bühne errungen haben. Falls populärstes Werl, „Der fidele Bauer", wird nun morgen, Sonntag abend, neu einstudiert, hier zur Ausführung gebracht. Für die Titelrolle ist Alois Res ny, langjähriges Mitglied der Frankfurter Oper, als Gast gewonnen worden. Rochmals sei daraus hingewiesen, daß alle Sonntagsaufführungen, auch die der Operette, um 7 Uhr beginnen. Dies gilt allo auch für diese Aufführung von „Der fidele Bauer", deren Anfang auf dem Wochenfpielplan irrtümlich mit 7.15 ilfjr angegeben ist. Hessischer vaterländischer Block. Man schreibt unS: Der vom Hessischen vaterländischen Block. Dezirksverband Gießen, veranstaltete Geländemarsch hat von auherbslb eine sehr zahlreich» Beteiligung gefüllten. lieber 40 Gruppen mit 360 Mann haben dazu gemeldet. Die Gruppen werden teilweise schon um 6 Uhr abmarschieren, so dah sie um 91 ? Uhr am Schützen Haus eintreffen; sofort anschließend werden die Gruppen zum Schießen antreten. Es wird teilweise auf den Ständen des Schühen- hercirtß, teilweise auf ganz neu hergerichteten Ständen im Walde geschossen. Um 3 Uhr etwa wird das Schießen zu Ende fein, so bah alle Schützen an der nationalen Kundgebung teil* nehmen können. Bei dieser Kundgebung spricht neben dem Abgeordneten Kindt der Vorsitzende des Hessischen vaterländischen Blocks, Graf Georg Friedrich zu Solms-Laubach. 3m Anschluß an die beiden Reden wird dann die Preisverteilung stattfinden. (Siehe Arrzeige.) — Volkshochschule. Wir werden gebeten, nochmals darauf hinzu weisen, daß das neue Halb- iahr am kommenden Montag, 26. Oktober, beginnt, und daß der Anzeigenteil von heute ab täglich Hinweise auf den Anfang der einzelnen Kurse enthalten wird. (Siehe Anzeige.) — jüdischer Frauenverein. Nächsten Montag abend Vortrag über „Die jüdische Frau in der Romantik*. (Siehe heutige Anzeige.! — Der Borlrags-Bereinigung ist es gelungen, so schreibt man uns, die unter der Leitung des Privatdozenten Dr. R o a ck stehende Madrigal-Bereinigung Darm- ft abt für nächsten Donnerstag zu einem Konzert- abend zu gewinnen. Damit wirb den Mit* gliedern und hiesigen Musikfreunden ein künstlerisch hochwertiger Genutz bereitet. Die Darmstädter Madrigal-Vereinigung, die aus beruflich ausgebildeten Sängern und Sängerinnen besteht, pflegt weltliche und kirchliche A-capella-®e» länge aus alter und neuer Zeit und will durch die Wiedergabe der Meisterwerke der Gesangskunst aus vielen Jahrhunderten Verständnis für deutsche Kultur und Freude am Gesang wecken und fördern. Alte und neue Volks- und Kunstlieder wird der Chor, der aus sechs Damen und sechs Herren besteht, zum Vortrag bringen. Der Chorleiter, Dr. R o a ck, wird vor jedem Gesang kurze Einführungen geben, die aus den Stimmungsgehalt, besonders demjenigen der älteren Lieder, vorbereiten und dadurch den Hörer um so empfänglicher machen. Von dem frühen Mittelalter, in dem das Volkslied im Haus, in der Schule und Kirche heimisch war, biS in die Reuzeit wird Dr. Roack das Wesen und die Wandlungen des Volksliedes an Beispielen aus den einzelnen Perioden künstlerischer Höhepunkte des VolksgeAnges schildern. (Man beachte die heutige Anzeige.) — Gießener Konzertverein. Sonntag, 1. November, in der Universitätsaula 1. Abonne- wems-Konzert (Walter Giefeking). Näheres im Anzeigenteil. Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. Die Dorfe stand in der vergangenen Woche stark unter dem Einfluß der Politik. Cs hatte zunächst den Anschein, als wenn der Abschluß des Vertrages von Locarno einen grundlegenden Umschwung Hervorrufen würde, und dieser Optimismus basierte in erster Linie auf dem Gedanken, daß nunmehr die Bahn für eine regere Betätigung des Auslandes an den deutschen Börsen frei sei. Dieser Optimismus hat sich aber zunächst als unberechtigt erwiesen, wenn auch vereinzelt einige Kaufaufträge des Auslandes getätigt sein mögen. Bei den Erwartungen auf das Ausland wird dem Umstand immer noch nicht genügend Rechnung getragen, daß im Grunde die deutschen Aktienwerte dem Ausland doch noch mehr oder minder unbekannt sind, daß wir von der internationalen Bedeutung unserer sührenden Werte, wie sie vor dem Äriegc z. B. die amerikanischen Eisenbahn-Aktien und die englischen Goldminen-Shares halten, noch außerordentlich weit entfernt sind, und daß für die ausländischen Bankireise solange keinerlei Veranlassung vorliegt, für deutsche Werte Propaganda zu machen, solange die Aussichten für eine Rentabilität, die doch letzten Endes erst Hausse-Momente bringen müllen, noch so gering sind, wie zur Zeit. Als der Spekulation die Gefolgschaft — aus deutschen Kapitalistenkreisen ist diese in absehbarer Zeit nicht zp erwarten — fehlte, stürzte das Hausse-Gebäude auch sehr schnell wieder in sich zusammen, und die Zuspitzung der innerpolitischen Lage übte schließlich einen so starken Druck aus, daß die gesamten Gewinne der vergangenen Woche wieder verloren gingen. 2n die Berichtswoche fiel die erste Medio-Regulierung, die, angesichts der Tatsache, daß es sich um einen völlig neuen Apparat handelt, bemerkenswert glatt verlaufen ist. Unangenehm empfunden wird nur die kurze Aufeinanderfolge der Terminregulierungen, und es ist anzunehmen, daß man schon bald den vielfach laut werdenden Wünschen, den Medio-Termin fallen zu lassen, Rechnung tragen wird. Raturgemäß wird aber zunächst hierüber eine Verständigung mit den Provistzbörsen nötig sein, um den Terminhandel einheitlich zu regeln, so dah man mit dem Fortfall des Medio-Termines vor Beginn des nächsten Jahres kaum wird rechnen können. Der Geldmarkt behielt während der Berichtswoche sein flüssiges Gepräge. Immerhin liegen zur Zeit doch schon Anzeichen dafür vor. daß der kommende Ultimo nicht ganz leicht ausfallen dürfte, was um so bemerkenswerter ist. als der Gegenwert der Rentenbank-Kreditanstalt- Anleihe, der erst sukzessive seinem Zwecke zu- geführt werden kann, dem kurzfristigen Geldmarkt noch zur Verfügung steht. Die Emission der kurzfristigen Preußischen Schatzwechsel, die der Kundschaft zu 7,25 Prozent angeboten werden und bei denen die Möglichkeit des Redis* kontes durch die Seehandlnng vorliegt, dürfte auf den Privatdiskont-Markt etwas verknappend eingewirkt haben, was auch äußerlich dadurch zum Ausdruck kommt, daß die längeren Sichten vorübergehend um lfR auf 7’/s Proz. anzogen. Der deulsck-e Außenhandel im September. Der deutsche Außenhandel zeigt im September eine beträchtliche Abnahme der Einfuhr und eine beachtliche Steigerung der Ausfuhr. Die Passivität der Handelsbilanz, die im Vormonat 454 Millionen Mart war, ist auf 292 Mill. Mk. gesunken (reiner Warenverkehr). Die reine Waren einfuhr weist im September gegenüber dem Vormonat einen Rückgang um 109 Millionen Rm. auf. Dieses ist um so beachtlicher, als die Einfuhr im September noch vielfach im Zeichen der Zollerhöhung steht. Am deutlichsten zeigt das die Einfuhr an Fertigwaren, die infolge der Voreindeckung an Garnen und Geweben eine nicht unbeträchtliche Zunahme (um 2b Mill. Rm.) aufweist. Der erhebliche Rückgang der Einfuhr erklärt sich durch die verminderte Qünfuljr an Lebensmitteln und Getränken (um 40 Mill. Rm.) und Rohstoffen und halbfertigen Waren (um 94 Mill. Rm.). Die reine Waren ausfuhr zeigt gegenüber dem Vormonat eine Zunahme um 52 Mill. Rm. Hiervon entfallen rund 50 Mill. Rm. auf Fertigwaren. Die Lebensmittelausfuhr ist leicht zurückgegangen (um 4 Mill. Rm.), während die Ausfuhr an Rohstoffen und halbfertigen Waren eine leichte Zunahme (um 6 Mill. Rm.) aufweift. e Ermäßigung des Schiffahrt»- Abgabe-Tarifes. Zur Unterstützung der Preissenkungsaktion der Reichsregierung hat der Reichsverkehrsrninifter durch einen Rottarif die vorübergeheitde Ermäßigung des Schiffahrts- abgabentarifes für die wichtigsten Lebensmittel um 10 Proz. angeordnet ¥ Reues Verfahren zur Ausbeutung von Stickstoff. Bei der Gewerkschaft der Steinkohlenzeche ,Mont Cenis" zu Dodingen in Westfalen und bei den Röchlingschen Eisen- und Stahlwerken A. G. zu Völklingen 0' — _ 7 7,69 7,13 7 0,03 — — Bochumer Guß........ — — 74 5* 73 5* BuderuS............ u 42,5 4*.ft 41.25 Caro ............. — 40* Deutsch-Luxemburg...... Gelsenkirchener Bergwerk« . . 73.5 81.75 73,5* 80.75 75,25* 81* 72.75* 81* Harpcner Bergbau...... Kaliwerke RscherSlebcn.... 107,5 106,5* 108,5* 106.5* —- — — 115.9 Kaliwerk Westeregeln..... Laurahütte......... . — — _ 87,5 39 36.5 3'j, 4 Oberbcdarf........... — 19* 48.5* 49,25 Phönir Bergbau ....... Rbcinstahl........... 73,75* 59 73.25* 58 75 74,75* öl',5* 73,25* 59* Nirbeck Montan........ . n 71 5 n 72 TelluS Bergbau........ — 50,25 - Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd..... 72,62* •■s 65* 72.25* OSTS* Cheeomische Werke Albin . . — — _ Zementwerk Heidelberg . . . 65 — — - Pbilipv Holzmann...... 51 f , >. ,1 — - Analo-Cont -Guen» ..... Badische Anilin........ — — _ _ 181,75 121,7. 122,35 121,75 Chemische Mayer Alapin ■ . — — Goldschmidt..... GrieSreimcr Electron . . 68,5 68 _ 119,13 110,25 119,5 Höchster starbwerke. . 110,2-5 120 119,25 120 Holzverkohlung...... — 47 25 — Rütgrrswerke...... 15,25 o5 66 - Scheideanstalt......... 93.13 90,5 — «llg- tkltttrtjttcitS-Grsellschaft Bergmann Mainkraslwerte . Swuckert Siemens & HalSke ...... Adlcrwert? ftleticr ... Daimler Motoren. ... Henliyenstaedr VJZcauin......... . . , SHctDitniDetfe Mcmnbeim . frankfurter Armaturen . . . Komervenfabrik Braun . . . Metallrnsell'chaft Frankntrt. Tct. Union ..... Schuhfabrik Herz . . . . . . , Sichel ........ Zellston Waldboi....... Zuckerfabrik Srar.kntbal . . Zuckerfabrik Waghäuiel . . . r.i ?2-6 1 67,5* | 85 ; 33 95 00 2,35 6:4.25 IX» 55,25 05,5‘ 76 96* 78,5 95.75* 76,5 .1.25 — — 67..V 67,62* 87* 87* 86* _ 34.75 35 — 31 33 — — — —» — —- — —■ — — —— —. 05,13 — — 60 — — 35,5 — 3 — —— 84 86 84,5 58,25 — —— 65 Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. Banknoten. 22 Oktbr-- 23. Oktbr. Amtliche ‘JZotkrimc Amtliche Notierung fficlb Brie' C9c(ö Brief Amft..9i0li 168,63 169,05 168.74 169,16 Buen.12.55 112,26 112,51 Helsingfors. ^ftaiicn. . . 10,655 16,565 20,32 10,695 16,605 10,5.5 16,47 10,59 16,51 London. . .*0,37 20,32 20.37 Neunork . . 4,195 4,205 4,195 4.205 Paris - 18.22 18,26 17,77 17,81 Schweiz - . X0,Wj *t,03 80 S i 81,00 Svainen . 50,97 60.18 50,95 00.11 Japan . . - 1,720 u.6:i3 1.F24 1,718 1.722 mio de Jan. 0.635 0.638 1.610 Wien in D-- Lest. abgest 59,12 54,26 69,12 5V,Ai Prag .... 12,43 12,47 12.425 12.465 Belgrad . . 7,44 . 7,46 7.41 7,4! Budapest. . Dulaarien . 5,87 1 5,80 6,875 5. 3.(13 3,06 3,05 8.06 l'ifirtbon 21.12.5 '.0,175 21 125 21.175 Danzig. > - 80,00 80,80 80.00 60,80 Konstantin. 2.37 2,R8 2,365 Alben. . . 5-49 5.31 5 49 o.51 Canodo. . . 4,19’1 4.205 4,195 4,205 Uruguav. - 4,235 4.265 4,265 4.255 Berlin. 23 Oktbr. Geld Briei Amerikanische Noten..... M85 4.205 Belgische Noten........ 19,06 19,16 Däiiiikbe Noten........ 1Ö3, <4 104,26 Englische Rotrik........ 20.273 20,373 ^ranzösssche Noten...... 18,40 18,50 Holländische Noten...... 168,25 169,09 Italienische Noten...... 16.54 1 >,62 Norwegische Noten...... 85.19 85,61 Tcutsch-Qeflcrr., ä 100 Kronen 58.93 59,23 Numänssche Noten...... — Schwedische Noten...... 111,91 112,50 Schweizer Noten....... 80,70 81,10 Spanische Noten....... 59,75 »0,05 Tschechoslowakische Noten .. 12.39 12.45 Ungarische Notm....... 5,84 5,88 Frankfurter Abendbör'e. Frankfurt, 23. Oft. Die innerpolitischen Befürchtungen, die infolge der Erklärungen der Deutschnationalen Fraftion im späteren Verlauf der heutigen Börse eine scharf rückläufige Kursbewegung veranlaßten, spielten im heutigen Abendverkehr nur noch eine untergeordnete Rolle. Die Stimmung war entschieden freundlicher, und die Kurse der Hauptmärkte ließen gute Erholungen erkennen. Einige Rückkäufe gaben auch dem Geschäft ein etwas lebhafteres Gepräge Der Chemie markt blieb allerdings vernmhlässigt. Auch das Anleihegeschäst hielt sich in engsten Grenzen . Kriegsanleihe 0,225 G, 0,227 B. Etwas Interesse stellte sich für merikanische Werte ein, die reger umgesetzt wurden. Die Börse schloß in fcefeftigter Haltung. Anleihen Schuhgeibet 5,700, Ausländische Renten. Zolltürken 7,8. Ungar. Goldrente 12,1, Zprozentige Goldmexikaner 41, öpvozentige ©ilbermerifaner 16,12, 3prozentige Mexikaner 11,25, Bank- Aktien Bank für Drau-Industrie: 89, Commerz 94, Darmstädter Ultimo 106, Deutsche 108, Discontv 103,25. per Ultimo 103,50. Dresdner 100, Reichsbank 134.25, Oesterreichische Kredit 6,19. Montan-Aktien: Deutsch-Lur 72,5, Har- pener Ultimo 106, Mansfelder 65.50. Oberbedarf 46,5, Otavi-Minen 26, Rheinstahl-Ultimo 58.25. Kali Westeregeln 121, Kali Aschersleben 116, Chemische Aktien: Goldschmidt 66. Höchster 118,62, Elektro-Aktien: AEG. Ultimo 95,75. (Siehr. Licht und Straft 91. Mainkraft 71, Siemens u. Halske Ultimo 87. Transport-Aktien: Rordd. Lloyd 71. 5proz. Te- huantepec 16, Industrie-Aktien: Aschaffenburger Zellstoff 59,5. Eßlinger Maschinen 36.5. 3nag 0,46, Gebt. Iunghanns 53. Löwenbräu München 175, Metallgesellschaft 95.5. Sichel 3,3, Zucker-Aktien. Frankenthal 56. Heilbronn 55,1, Offstein 53,12. Berliner Dorfe. Berlin, 22. Oft. Die Baisse-Bewegung des Vortages setzte sich heute nicht fort, oielmebr konnten sich die stark crmäfjigteu Dortags- kurse auf der ganzen Linie wieder b e f f e r n. Dabei regte besonders die deutsche Handelsbilanz im September an. die eine erhebliche Verminderung der Passivität aufweisen wird. Im reinen Wareirverkehr hat sich der Einfuhr-Ueberschuß von 454 Millionen auf etwa 290 Millionen Mark vermindert, da die F e r t i g w a r e n - A u s f u h r eine ansehnliche Steigerung erfahren bat. Bei Beginn des offiziellen Verkehrs wurd? jedoch die freundliche Stimmung wieder etwas unsicher, da politische Bedenken in den Vordergrund traten. Es wurde auch auf den Fran f en- stürz hingevüesen. der die Konkurren.ztätigkeit der französischen Industrie auf dem Weltmarkt wahrscheinlich erhöhen wird. Immerhin blieb bi? Grundstimmung zuversichtlich. Von ausländischen Renten waren besonders Türken, Ungarn und Russen lebhaft im Geschäft. Der Geldmarkt liegt unverändert. Tägliches Geld 8 bis 10 Proz., Monatsgeld 10 bis 11’ . Proz. Im Devisenverkehr ging der französische Franken gegen London auf 113,50 (im Berlinev Usancenhandel auf 114,50) zurück. Rordische Devisen lagen unverändert. Die Reichsmark notierte gegen Mittag in London 20,33 bis 20,34, Paris 5,36, Amsterdam 59,22, Zürich 123,6. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M, 23. Oft. Cs wurden notiert: Wetterauer Weizen 24, Ro^en, inl. 17,25 bis 17,50, Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 25, Hafer, inl. 19,50 bis 21,50, Mais (gelb) 18,75 bis 19, Weizenmehl, inl. Spezial 0 37.50 bis 38,25, Roggenmehl 25 bis 25,75, Weizenkleie 9,75 bis 10, Roggenkleie 10,25 bis 10,50. Tendenz: Geschäftslos. Kirchliche Nachrichten. Evangekische Gemeinden. Gießen. Sonntag, 25. Oktober. 20. n. Trinitatis. Stadtkirche. 9'/,: Psarrass. Hertel. 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Parrass. Hertel. 6: Psr. Mahr. - Iohanneskirche. 9'/,: Pfarrast. Schultheis. 11: Kinderkirche für die Iohannesgemeinde. Pfr. Ausfeld. 6: Psr. Bechtolsheimer. 8: Bibel- besprechung im Iohannessaal. Pfr. Ausfeld. - Kirchberg. 10 Erntedankfest. Kollekte f.Epileptischen- anstall Rieder-Ramstadt. 11: Heiliges Abendmahl für die Alten von Daubringen u. Ruttershausen. Mainzlar. l’/2: Abendmahl für die Alten. 1' : Saubringen. Heiliges Abendmahl. — Wieseck. Evang. Gemeindesaal, Ludwigstr. 11. Rur Abend- gollesdienst; 7'/.: Eröffnungsfeier des Konfirmandenunterrichts. Opfers, d.ev Gemeind, in Oesterreich. - Watzenborn-Garbenteich. Erntedankfest. Eröffn, d. Konfirmandenunierrichts. Watzenborn-Steinberg: 10. Garbenteich: :/4l. (Kollekte.) Katholische Gemeinden. Gießen. Samstag, den 24. Oltbr. 4‘ u. 7 Beichte. Sonntag, den 25. Oktbr. 21. Sonntag nach Psingst. 6‘/o Beichte, 7 Messe, Koni, der Frauen, 8 Koni., 9 Hochamt m.Pred-, 11 Messe m. Pred., 5*/0 Christenlehre und Andacht. Dienstag und Freitag abds. 8 Rosenkranzandacht mit Segen. Grünberg. 9' , Messe mit Pred. - Hungen. 9' , Hochamt mit Pred. — Sich. 7*/1 Messe mit Predigt. Rundsunk-Programm des frankfurter Setiders. Sonntag, 25. Oktober. 8 bis 9 Uhr. Morgenfeier, veranstaltet vom Wartburgverein Frankfurt a. M. 12 bis 1 Uhr: MittagsstänkXchen. veranstaltet vom Hausorchestei: Johann Sttautz (geb. 25. 10. 1825). 4 bis 5 Uhr: Die Stunde der Jugend. 5 bis 6 Uhr: Chorkonzert des Gesangvereins „Lyra". 6.30 bis 7 Uhr: „Lebenskunst", 8. Vorlesung: Aus den „Aphoris- men zur Lebensweisheit von Arthur Schopenhauer. 7 bis 8 Uhr: Stunde des Rhein-Maini- schen Verbandes für Volksbildung: „Religionsschöpfer", ein Zyklus — „Spinoza und das Va° rock", Dorttag von Dr. Carl Gebhardt: „Von beit festen und einigen Dingen" (Vorlesung). 8 bis 8.30 Uhr: „Zwischen Ostsee und Stillem Ozean", von Rütger-Essen. 8.30 bis 9.30 Uhr: Richard Sttautz. 10 bis 11 Uhr: Lyrik aus Goethes Jahrhundert. Montag, 26. Oktober. 3.30 bis 4 Uhr: Die Stande der Jugend. 4.30 bis 6 Uhr: Rachmittagskonzert des Hausorchc- sters: Die Oper der Woche. 6 bis 6.30 Uhr: Die Lesestmide (Die Rovelle): .Colomba" von Prosper MörimHe. 6.30 bis 7 Uhr: Die Bücherstunde. 7 bis 7.30 Uhr: Stunde des Südwestdeutschen Radioklubs: 21. 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Wir betrauern den Tod unseres ,zL/Z'c2 lieben Alten Herrn Für die vielen Beweise liebevoller Teilnahme, die uns beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen entgegengebracht wurden, sprechen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Katharina Luh geb. Schön. Großen-Linden, Pohlgöns,24 Oktober 1925. 08614 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank. Die stud. Ref.-Vbdg. „Adelphia“ i. V. D.B. Walter Reu! (X X x), iuf. 9949V Gießen, den 24. Oktober 1925. 08636 Prof. Dr. Friedrich Henkel Studienrat i. R. in Worms. m. 250 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für (Vberhessen) Außenpolitische Umschau. Don Prof. Dr. Otto Hoetzsch, M.d.R. Der Verfasser, einer der hervorragendsten Kenner außenpolitischer Probleme innerhalb der Deutschnationalen Reichstagsfraktion, legt hier Im wesentlichen den Standpunkt feiner Partei dar, der sich in einigen Einzelheiten mit dem unserigen nicht ganz deckt. D. Red. Schneller, als man in Deutschland erwarten konnte, ist die Konferenz von Locarno zu Ende gegangen, und dort hat man das Ergebnis auch überschwenglich in allen Sprachen gefeiert Auch die Aeußerungen der deutschen Delegierten waren auf diesen Ton gestimmt, daß eine neue Aera beginne, eine Aera des Vertrauens, des Friedens und ein deutlicher Schnitt in der Entwicklung, die leit dem Versailler Vertrag unheilvoll gegangen ist. Aber um welchen Preis! Das Ergebnis entspricht doch den deutschen Lebensinteressen sehr wenig, und wo sind die Gegenleistungen der anderen für Deutschlands Entgegenkommen? Der Reichskanzler selbst hat bei der Ankunft in Berlin, nach seinem Urteil befragt, gesagt, das könne er er ft in 14 Tagen sagen. Es gilt also das höchst verwickelte Vertragswert sehr genau zu prüfen und daneben die Forderungen, Voraus- fetzungen und Rückwirkungen, das heißt, deren Sicherstellung zu bezeichnen, die Erwartungen und Forderungen zu vergleichen, mit denen die deutsche Delegation nach ßoeanw geschickt war, mit dem, was wirklich erreicht worden ist. Das wird ungemein erschwert dadurch, daß die Vertragsentwürfe bereits paraphiert wurden. Natürlich sind sie noch nicht förmlich angenommen, ober die Paraphierung bedeutet doch, daß einzelne Aenderungen an dem nunmehr vereinbarten Text nicht mehr möglich sind. Dann können Fragen, Wünsche, Forderungen in bezug auf den Text der Verträge nur in der Form der fogenannten authentischen Interpretation, die von beiden Seiten angenommen wird, erfolgen. Aber das ist klar: Durch die Paraphierung dort sind wohl die beiden Delegierten Dr. Luther und Dr. Stresemann persönlich verbunden und mit dem Schicksal des ganzen Werkes persönlich verknüpft. Dagegen sind die Reichsregierung und die Regierungsparteien in ihren Entschlüssen selbstverständlich vollkommen frei. Dafür ist ein Zwischenraum gegeben bis zum 1. Dezember, an dem Die förmliche Unterzeichnung die Verträge in Kraft setzen soll. Auch das ist dann noch zuviel gesagt. Dennn wirksam werden die Verträge erst, wenn der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund vllzogen ist. Darüber aber, über den Gang der ganzen Dölker- bundsaktion der nächsten Zeit, liegen noch keine bestimmten Programmen vor. Die Entscheidung, um die in diesen Wochen gekämpft wird, hängt von Inhalt und Auslegung der Verträge ab, über die gestritten wird, sowie von dem, was man auf unserer Seite als Rückwirkung bezeichnet. Die deutsche Delegation hat eine schriftliche Formulierung und Einzelzusage der anderen Seite in dieser Richtung nicht erreichen können. Sie hat sich begnügt begnügen müssen mit mündlichen Zusagen, die allein auf die Persönlichkeiten von Briand und Chamberlain gestellt sind. Er ist eine reine Vertrauenssache, und in dieser Beziehung eine sehr große Zumutung an das deutsche Volk! Sind wir doch in den letzten sieben Jahren genau an das Gegenteil gewöhnt worden, nämlich den Zusagen der anderen Seite zu mißtrauen, weil wir immer getäuscht worden sind. Man denke nur etwa an Oberschlesien und dergleichen mehr! So hat die deutsche Vertretung gerade in einem der allergewichtigsten Punkte nur ein leeres Gesäß mitgebracht, das erst aufgefüllt werden mußte, und weder der Reichskanzler noch der Außenminister können sich wundern, wenn sie dabei auf Enttäuschung und Mißtrauen im ganzen deutschen Volke stoßen. Das, was wir unter Rückwirkungen meinen, liegt ja auf der Hand. Das muß jetzt in bezug auf die Entwaffnung ünb Luftnote, Rheinlandregime, überhaupt die ganzen Westfragen in ein formuliertes Programm Erbracht werden, dessen Erfüllung vom Gegner zu ordern ist, wenn Deutschland die Verträge rctti- zieren soll. So kann die Entscheidung im Augenblick gar nicht endgültig fallen. Die Zeit ist daher für die Prüfung der Verträge selbst zu benutzen, die Verhandlungen mit der anderen Seite in bezug auf Wald im Oktober. Von Anton Schnack. Irgendwo wird, während du über deine Zeitung hinweg melancholisch durch die Scheibe eines Cafä- hauses in die zitternd flutende Straßennacht der Staot hinausschaust, der Mond aufgehen. Ja, es ist jetzt die Zeit, wo der Mond voll und herrlich wird roie eine japanische gelbe Feuerkugel. Hier in der verbauten Stadt siehst du ihn ja nicht. Großmächtig sind hier die bleichen Reklamegiebel, aufgestellten Schlöte und die Fronten der Warenhäuser, aber draußen, weit draußen, irgendwo, wo du noch nie warst, steigt er über einer Fichten- schonung voll Felerlichkeit und Größe auf, über dem Dampf der ruhenden Erde mit seinem wundervollen Gold. Dort wurde ich gerne sitzen auf einem vermoosten Buchenstumpf, von dort würde ich hinübersehen in die gewaltig rauschende Nacht. Sieh hin, der du schon müde bist in deiner Jugend, das ist ein herrliches Gewölbe, das über dir sich verzieht, das über dir sich schweigend öffnet, wie es sich schon Millionen geöffnet hat. Aber du sitzt nicht lange in deiner Einsamkeit: Unter einem Stein hervor singt die Grille, die Grille deiner ein- (amen Herbstnächte in der Knabenzeit, wo sie im Herde fang, daß es dir Tränen einer unbekannten Trauer und Erschütterung in die Augen trieb. Wäre ich doch aufgewachsen als Holzknecht! Wäre ich ausgewachsen in der kargen Hütte eines Forstwarts, ia einer Stube voll billigem Knaster, mit dem Geruch von feuchter modernder Walderde und einem rotkattunenen Bett am Fenster, vor dem ein alter Brunnen rauscht, immerfort, durch Nacht und Morgenkühle. Schon als Knabe hätte ich mich über das mor- schende, wurmstichige Fensterholz gebeugt und hinüber in den Wald gehorcht, stundenlang zu allen heißen und guten Nächten. Ach, ich höre es, wie es herüberkommt in einem dunklen, schwermütigen Sausen, uferlos, zeitlos, auf- und abschwellend wie unterirdische Musik. Wenn ich hantieren würde an der birkenen Holzbütte, an der Scheupuppe für den Krautacker, den Westen und die Aktionen beim Völkerbund, die notwendig werden. Denn um mit dem letzteren zu beginnen, der für Deutschland so wesentliche Artikel 16 ist in einer Erklärung der vier Haupt- möchte ja interpretiert. Aber das ist für unsere Forderung z u wenig. Der Völkerbund muß das erklären, daß für Deutschland wegen seiner militärischen und geographischen Lage diese Aus- nähme vom Artikel 16 ausdrücklich gilt, die ganz allgemein in der Mächteerklärung bezeichnet ist. Diese wieder schließt sich im Worttaut genau an an Artikel 11, Absatz II des Genfer Protokolls, mit dem die solidarische Verpflichtung der Völter- bundsgenossen zu gegenseitiger Waffenhilfe scheu sehr stark ausgehöhlt war. Der Völkerbund hat also das Deutschland gegenüber zu legalisieren, und er muß, wenn dieses auf der Bahn weitergehen sollte, ein zweites tun, nämlich den Inoestigationsbeschluß (Militärkontrolle) förmlich außer Straft setzen, der sich offensichttich mit dem „Geiste von Locarno" nicht verträgt. Gleichfalls auf internationalem Wege ist weiter über die Kriegsschuldfrage zu sprechen. Wir harren noch sehr einer Aeußerung der deutschen Vertretung, wie sie diese in Locarno weiter gefördert hat, und daß trotz des Abschlusses dort Deutsch- land der Weg zu weiterer internationaler Behandlung und Austragung der Schuldfrage keinesfalls versperrt ist. Nun die Verträge selbst! Da bleiben sehr erhebliche Einwände, Bedenken und Unklarheiten. In Artikel 1 des Rheinpaktes die Fassung, die dem Sinn und Weg des Garantiepaktes widerspricht. Der Garantiepakt ist und darf nicht ein Pakt des Verzichtes auf Land und Leute fein, sondern soll nur fein ein Pakt des Verzichtes auf das Mittel zu kriegerischer Aenderung des jetzigen Status. Das ist eben eine ganz klare Unterscheidung, die durch die Fassung von Artikel 1 wieder verschoben wird. Mit diesem Artikel kommt der Verzicht auf Land und Leute doch wieder herein. Deshalb protestieren wir dagegen, verlangen wir, na- mentiid) im Hinblick auf die englische Auslegung, eine amtliche Festlegung des deutschen Standpunktes. Wir verlangen weiter Klarheit, ob Artikel 2 in Verbindung mit 16, 15 und 7 förmlich und tatsächlich die „isolierte Aktion" Frankreichs ausschließt. Wir verlangen ferner Klarheit über das Kündigungsrecht, das in Artikel 8 unklar und ohne sichere Garantie für eine erfolgreiche Kündigung Deutschlands ausgesprochen ift. Wir verlangen Klarheit in bezug auf die Präambel der östlichen Schiedsverträge, die doch in keiner Weise die Grenzsicheruna und Anerkennung aussprechen sollten, und daher entweder selbstverständliche oder überflüssige und schädliche oder nichtselbstoeränderliche und dann gefährliche allgemeine Sätze der (Einleitung tragen. Wir drücken darauf um so mehr, als Frankreich zwar förmlich auf feine Garantie der Ostverträge verzichtet hat, aber in besonderen Verträgen mit Polen und der Tschechoslowakei sich noch einmal gebunden hat, also von der Seite aus gesehen, diese garantiert. Ist eindeutig klar, daß die Fassung der französischen Ostverträge, die ja veröffentlicht sind, nicht dem Rheinpakt und dem West-Schiedsvertrag dem Geist und den Tatsachen nach widersprechen, daß also die Garantie Frankreichs nicht besonders eingefügt ist ober nur in der Weise, die sich mit den Pflichten Frankreichs aus dem Völkerbund und aus dem Rheinpakt verträgt? Wir verlangen schließlich Auskunft, wie man sich die Pflichten gegen die deutschen Minderheiten in den beiden Staaten denkt, an die bei einem so entscheidenden Vertragsabschluß doch auch gedacht werden mußte. Man sieht also, daß eine ganze Reihe von Punkten der Klärung nach Inhalt und Auslegung bedürfen. Und wir bestätigen die Meinung der französischen Presse gern, die sagt, es werde wohl bis zur Ratifikation „lebhafte Kontroversen" geben. Die Freude in Paris und London über den Abschluß zeigt, daß man dort Grund hat, mit dem (Ergebnis zufrieden zu fein. Deutschland würde seine eigenen Interessen preisgeben, wenn es nicht sehr fragte, was denn Deutschland für Vorteile aus dem ganzen Abschluß für sich hätte. Oder anders gewendet, worauf alles ankommt, ob die oft geforderte Gleichberechtigung in dem tiefsten Sinne, in dem wir sie fasten, durchgesetzt wurde und durchzusetzen ist. Davon, von allen diesen Punkten hängt es ab, ob der Vertrag überhaupt zu ratifizieren ist. Die Frage ist noch keineswegs bejaht, ob in Locarno wirklich, wie man sagt, der ich würde alles stehen lasten. Immer horchen, hinüberhorchen, wo die unsichtbaren Wogen über den Wipfeln aufstehen, immer hineinhorchen in das verwegene Geheimnis. Da sehe ich alles, den Zaun, der bis zum Weg voergeht, und der den wilden Blumenwuchs von Levkojen, Begonien und Monatsnelken umfriedet. Dann kommt der grasbewachsene Weg. Und mit dem Weg kommt der Wald. Immer anders ist der Wald, zu jeder Tageszeit hat er ein anderes Gesicht, manchmal ist es das Gesicht eines versunkenen unerklärlichen Geheimnisses, manchmal ist es voll von Jagd, Jubel und Hellem Lärm, bann ist es wieder stumm, ohne Laut und von einer furchtbaren Traurigkeit. Ich liebe aber am meisten den Wald im Oktober. Da ist er voll einer unerklärlichen Demut und Sterbensnähe. Aus den Lichtungen steigt der violette Nebel und das graue, langsame Feuer der Kohlenbrenner. Da stünde ich dort, ein roter Dachshund läge zu meinen Füßen, und sähe zwischen die Stämme hindurch bis in die Tiefe, und ich wüßte nicht mehr, wo der Wald begänne und wo sein Ende fei. Karin kommt vielleicht. Aber sie kommt nicht, denn bas Dorf liegt weit, in der Hügelmulde mit seinen vierzehn Häusern. Da erinnerst du dich an die große Stadt, einen Tag weit von den Wäldern entfernt, wie sie dampft und raucht, wie die Scheiben blitzen von Odeuren, Leckereien und kostbaren Stoffen. Du siehst, wie sie in den Bureaus sitzen mit den Augen auf Zahlen und vertrackte Briese gerichtet; wie sie mit den Linealen spielen und daraus warten, daß die Zeit in ihren muffigen, staubigen Stuben vergehen möge. Du aber bist im Wald, im Oktvderwald, der wie eine Feuersbrunst in den dünnen blauen Himmel hineinlvdert, und dein Gesicht ist frisch und deine Augen haben die Kraft und die Stärke eines Tierblicks. Deine Tage wären ein Schweifen, ein Schweifen umher durch alle Dickichte und Lichtungen; den Kohlern würdest du schon am Morgen begegnen, wo noch nichts ist als Silberreif in den Wäldern, ein Dampf aus Nebeln und Kälte. Am Mittag säßest du vielleicht in der Hütte am Walde, wo Grundstein des europäischen Friedens gelegt worden ist. Es hängt von Briand und Chamberlain, von der französischen und englischen Regierung in den Kämpfen der nächsten Wochen ab, ob Deutschland diesem Vertragswerk seine Zustimmung geoen kann. Bestenfalls kann Locarno nur ein A n - fang sein, aber sicherlich nicht der Abschluß, Die Casur und die Aera, als die man dort, etwas vorweg, die Konferenz gefeiert hat. EW-Lsthrlugens Erwachen. Genn man erwacht, so muß ein Schlaf coran* gegangen sein. In der Tat, Elsaß-Lothringen hat geschlafen und hat geträumt. Wie heute nach dem Erwachen in eine schreckensreiche Wirklichkeit das Land über feinen vergangenen Traum denkt, mochte ich mit einigen Sätzen der „Zukunft" belegen, der heute meistgelesenen Wochenschrift des ehemaligen Reichslandes. „Im November 1918", so heißt es da, „ist unser politischer Verstand einfach untergegangen im Meere heißen Freiheitsgefühls. Damals haben wir, d. h. das elsaß-lothringische Volk, vergessen, außer unseren Gefühlen auch unsere Rechte zu bekunden. So schlimm war der Zusammenbruch unseres Der- ftanbes, daß die zwei, drei Mann, die da redeten von Dolksrechten, die auch unter der Trikolore nicht aufgegeben werden dürften, bestaunt wurden wie die weißen Raben, und nicht einmal ein mitleidiges Bedauern hörten, als sie von den Chauvinisten wie Freiwild gejagt wurden. An dem Fehler von Anno 18 krankt unser Volk. Wäre damals die Vernunft auch gebührend zu Worte gekommen, könnte Herr Painlevö heute auf der fertig gebauten elsässischen Brücke den Deutschen die Hand zur Versöhnung reichen. Das Reichsland hat geschlafen und geträumt, als es sich den Siegern bedingungslos überlieferte, ohne Minderheitenrechte anzumelden. In dem Maße, in dem das Volk einig und zäh Autonomie im Rahmen des französischen Staates verlangt hätte, hätte es sie damals, als Wilson und Lloyd George das Selbstbestimmungsrecht wenigstens der befreundeten Völker wahrmachten, auch bekommen können. Das Reichsland hat nichts gefordert, weil ihm die französischen Propagandisten ein blauweißrotes Paradies voller unerfüllbarer Versprechungen vorgeschwindelt hatten, und es hat nichts bekommen, weil dieselben Propagandisten der französischen öffentlichen Meinung hin wiederum ein Elsaß vorgemalt hatten, so leicht zu assimilieren, wie es in der Welt der Wirklichkeit nicht besteht. Auch für Frankreich wäre es besser gewesen, mit der Wirklichkeit zu rechnen, statt heute nach sieben Jahren am Grab einer Illusionen zu stehen. Die Reichslänber aber inb schwerer betroffen als Frankreich, denn wenn las Bild, das sich beide Teile voneinander machten, als trügerisch erkannt ist, so kann die Ehe nicht mehr angefochten werden, und in der Zwangsehe hat sich der schwächere Teil dem stärksten zu fügen. Bis jetzt war nun Frankreich ohne Frage der stärkere Teil. Zwar mußte es bald bemerken, daß Im Reichsland ein Mißbehagen entstand, das von Jahr zu Jahr anwuchs. Die Einheimischen sahen sich in allen öffentlichen Einrichtungen um fünfzig Jahre zurückgeworfen, sie sahen sich aus Tausenden von Aemtern der Landesverwalttmg verdrängt, die sie früher inne hatten, darunter allen wichtigen, sie sahen diese Landesverwaltung selbst sich auflösen in der furchtbaren Zentralisation und korrupten Bureaukratie des napoleonischen Staates, sie sahen ihr kirchliches und kulturelles Leben mit dem raschen und zielbewußten Untergang bedroht, ihre Heimatsprache geächtet, ihre Kinder der ver- werflichsten Schulmethode ausgeliefert, und sie sehen jeden Tag an allen Ecken und Enden Verfall, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen. Das Land kam aus einer tiefen Depression nicht hinaus. Will man das Unglück des Landes kennenlernen, so öffne man eine beliebige, nicht von den Franzosen bezahlte Zeitung des Landes. Als willkürlich herausgegriffene Veranschaulichung stehe hier die Betrachtung der lothringischen „Volks- ftimme" über die Reise des Ministerpräsidenten nach Elsaß-Lothringen, unter der Überschrift „N a r r e n s p o s s e n": „Wenn die Herren in Paris ihren Besuch wahrheitsgemäß schildern würden, so würden sie sagen, daß außer den Behörden, den zum Empfang befohlenen Personen und den Inner- franzosen sich kein Mensch um sie ge- kümmert hat. Ja, man ist empört über das Auftreten, zumal des Dr. Bonnet, des neuen sie dich wortlos zu Tische weisen und wo schweigend gegessen wird, ein paar gebratene Kartoffeln aus der Herdasche und ein Happen schwarzen Fleisches, dann würdest du zum Brunnen an der Hauswand gehen, trinken und dich wieder in den Wald schlagen, der schweigend ist wie ein schwermütiges Geheimnis. Niemand kommt über deinen Weg. Niemand sieht dich zwischen den Stämmen stehen, wie du unablässig und lange über die Berghänge in das Tal, wo ein paar Hütten stehen, hinabschaust. Es raschelt eine Schwarzamsel im roten B ichen- laube. Wer Karin kommt nicht. Du siehst wohl einen Rauch, einen blauen, gekräuselten Rauch aus einer Hütte steigen, das ijt Karins Hütte. Da wird sie nun stehen, über die Waschbütte gebeugt und ein linnenes Hemd zwischen den Händen reiben. Und du wartest, bis sie aus der Tür kommt mit einem Korb vor den Knien, und wie sie schwerfällig den vollen Korb naffer Wäsche in den Garten schleppt, um sie an die Leinen, die zwischen den Apfelbäumen ausgespannt sind, zu hängen. Ünb da würdest du die hohlen Hände an den Mund setzen und wie ein Kuckuck rufen, einmal, zweimal, dreimal, da würde Karin stutzen, und du würdest sehen, wie sie den Kopf hebt und herab- schaut an den Rand des Waldes. Nun hat sie dick; gesehen, und du hörtt schon deinen Namen durch die hohlen Hände rufen und ihre nackte weiße Hand fängt an zu winken und zu locken. Und eins, zwei, drei bist du den Hang hinuntergestürmt, über Felsblöcke, Gräben und Master hinweg, einmal stolperst du über einen Ast, den der Herbstwind in die Hangwiesen geschleudert hat, aber bann bist du bei ihr und Karin springt wie ein junges Tier an deinem Hals, um dich nicht mehr loszulasten .... Aber da bittet dich ein Herr mit mürrischem Gesicht und herabhängendem Schnurrbart um die Zeitung, die deiner Hand entglitten ist und neben dir liegt, und du weißt nicht, was du sagst, und du siehst nur durch die Scheiben, wie ein gespenstiges Heer lautloser Gestalten im Bogenlicht die Straßen auf- und niederschreitest, während irgendwo der Samstag, 24. ©höbet 1925 Landesvaters von Elsaß-Lothringen. Die frühere Regierung hatte auch ihre Schönfärber, aber so kraß haben ihre Manner das Bedürfnis, gelob= hudelt und geschmeichelt zu werden, doch nicht her- vorgekehrt. Das kommt davon, doß k*-nklc'.ch uns und wir Frankreich so uieie Jahre einander schon statt einmal ehrlich und offen i.uleinanbcr zu reden. In Colmar hat der Ministerpräsident angefangen mit der Bedrückung, die bas ßanb 50 Jahre hätte aushalten müsten. Es war aber keiner Mannes genug, um Herrn PainlevS ben Star zu stechen. Dieser brauchte sich übrigens aber nur umzu schau en, um zu merken, daß es mit der Bedrückung Schwindel ist. Sieht so ein ßanb aus, wie unseres aus* sah, wenn es 50 Jahre bebrüeft war? Jedenfalls ist die „Befreiung" für uns etwas ganz anderes als für Herrn Painlevö. Wir werden befreit von unserer Muttersprache, während die Deutschen die französische Sprache in Friedenszeiten immer respektiert haben. Wir sind jetzt besrett von den Elsaß-Lothringern in den oberen Beamtenstellen, weil nicht Platz genug ist für die Kameraden aus dem Interieur. Wir werden befreit von dem Notrest christlicher Schulen, ben man uns gelassen hatte, und befreit von altem, heiligem Recht der Kirche, die unserem ßanbe Sitte unb Glauben ber Väter gegeben hat. Wir sinb befreit von sozialem Fortschritt unb orbentlidjer Verwaltung unb kommen leben Tag weiter zurück." Der Artikel schließt mit ben Worten: „Franl- reidh hüte dich." Frankreich regte sich anfänglich nicht aUyi sehr auf über dies Mißbehagen Elsaß-Lothrinaens. Uebrigens diese ßandesbezeichnung verschwindet jetzt aus der französischen Amtssprache, seit Die Regierung des ßanbes noch Paris verlegt worden ist. Es gibt nur noch drei roiebergefunbene Departements, bis so schnell wie möglich aus bas Niveau ber anderen 80 herunterzusinken haben. Auch sucht Frankreich die ßothringer unb bie El süsser auseinander zu manövrieren. Beide ©ruppen aber haben die Erfahrung machen müsten, daß ihre Schmerzen Frankreich wenig kümmern, solange Frankreich sich für den stärkeren Teil hält. Endlich, seit etwa einem Jahr, haben bie Elsaß ßothringer sich barauf besonnen, baß im Kamps um die Heimatrechte Die Kanonen nicht bas Entscheidende sind, und daß in der Richtung, in der sich auch die kleinsten und unbedeutendsten Nationalitäten im letzten halben Jahrhundert Beachtung erstritten haben, für sie bedeutende Erfolgsmöglich ketten vorliegen, wenn sie nur einig und opferbereit sind. Für die Einigkeit im Miß- behagen aber ist durch die französische Regierung ausreichend gesorgt. Die opferwilligen Führer endlich, auf die es ankommt, haben sich im ßauf ber letzten Monate mehr unb mehr gefunden. Unb so wurde aus dem Mißbehagen ein Stampf. Er begann, taktisch wie psychologisch auher- ordenllich geschickt, mit der Abwehr ber Herriotscheu Angriffe auf bie konfessionelle Schule. Der allerletzte Hauptpunkt aber ist ber Sprachenkampf, denn bie Elsaß-Lothringer wissen nur zu gut, daß lebiglich mit bem Zugestänbnls der Zweisprachigkeit chres ßanbes ein bauember Friede mit Frankreich möglich ist. Auf der Grundlage der durch fieiben beschaffenen Einigkeit ber Stimmung begann sich der Anfang einer wundervollen Einheitshandlung abxu= zeichnen. Die katholische Kirche unter Führung ihres unbeugsamen Straßburger Bischofs Ruch begann die neue Tonart, bie einzige, bie bei den Franzosen etwas erreicht. Die evangelische Kirche folgte; bie Not hat beide Konfessionen zu brüberlichem Vorgehen angeleitet. Ein Plan des Widerstandes gegen die französischen Forderungen wurde bis zu den letzten Folgerungen, „bis zum Aeußersten", wie man erklärt, entworfen. Bisher sind keinerlei Fehler in diesem Kampf vorgekommen. Alles ist von hoher sittlicher Gesinnung getragen und dadurch unangreifbar. Die Wortführer der Heimatbewegung sind über alle jene persönlichen Anzweiflungen erhaben, denen die Heber» (äufer, die Peirotes, Weill, Oesinaer uiw. nur zu sehr unterliegen. Die Radikalen Des Landes, die mit der gegenwärtigen französischen Regierung ihre Parteigeschäfte zu machen gedenken, werden von der Volksstiminung im Stich gelassen. Von Dieben- Hofen bis Attkirch kann man gehen, unb überall weilen bie Männer, bie bem Volk den Puls zu fühlen verstehen, leuchtenben Auges hin auf bie neue „Zukunft, Unabhängige Wochenschrift zur Verteibigung ber elsaß-lothringischen Heimat- unb Mond aufgeht, weit hinter den Wäldern und verschollenen Einöden, wo Karin lebt und durch ein kleines Äammerfenfter in eine lautlose schwarze Nacht schaut.... Frankfurter Theater. 3m Neuen Theater erlebte „1t t d e I und die 36 Gerechten" seine Uraufführung. Hans Nehfisch, der Verfasser der „Erziehung durch Colibri" versteht sich auf Theater und Theaterwirksamkeit. Aus einem interessanten Stoff hat er eine noch interessantere Komödie zusammengebraut. Gut ist die Grundidee von dem Träumer und Vagabunden Kasper Nickel, einem großen Kinde mit noch größerem Drang nach Abenteuern, der aus dunklem Tatendrange einbrechen geht, halb Dichter, hall» Halunke, der auf einmal ein Gerechter werden totlL 3m Verlause der Komödie verliert der Stoff zwar etwas an Frisch«, aber in der Art, wie Nehfisch die Situationen bühnenwirksam gestaltet, bleibt es doch wirksam, wenn man erlebt, wie der gute Nickel sich für den Nachfolger eines verstorbenen Kommerzienrats hält und nun an dessen Stelle als einer der 36 Gerechten leben toifi, um deren willen die Welt nicht untergehen darf. Köstlich sind bie Momente, in denen Nickel mit seinen Gehirnkonfusionen in größter Glaubhaftigkeit Abenteuerromantik seiner Triebe mit Frömmigkeit seines neuen Wesens verquickt. 3st auch nicht alles in der reinen Sphäre der Kunst geblieben, so hat die Vühne doch ein amüsantes Stück gewonnen, das allerdings sehr gute und feinfühlig charakterisierende Darsteller braucht, damit es nicht stilistisch umkippt. Otto Wallburg war der ideale Nickel: er war Künstler, der selbst das Possenhafte adelte und trotzdem einen überwältigenden Hetterkeits- erfolg erzielte. Helga Nielsen, Aloys Großmann, Maja S e r in g und TU or K 0 warzik stellten glaubhafte Gestalten auf die Vühne. Die Tege Heinz Goldbergs vom Ter iner £e fing» theater war nicht immer von einheitlicher Wirkung und litt unter Temposchwierigleiten. Hans Nehfisch konnte persönlich für den starken Beifall danken, L. W, BABON / 4n Alle Eltern uml Erzieher - ■ Jugend, die Mel geht und steht, trage immer W Die RechLserke der Mittelpunkt der Lebensverhältnisse einer er- Entscheidungen. Ans der „Deutschen Richter-Zeitung". Sin Rechtsgeschäft, daS gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig. DGB. § 138 Abs. 1. Die Frage der Sitten- Widrigkeit eines Rechtsgcschästes ist nach dem Zeitpunkt seiner Vornahme zu beurteilen. Das Reichsgericht hat in seiner Entscheidung vom 23. Juni 1924 (Art. des 4. Zivilsenats IV 3 24) einen Anterhaltsvertrag. den zwei ihre Scheidung erstrebende Eheleute zum Zwecke der Erleichterung der Ehescheidung miteinander abgeschlossen batten (d. h. zur Erlangung der Zustimmung des anderen Teiles vor Gericht dadurch, daß den vorgebrachten Gründen seitens des beklagten Teiles kein Widerspruch entgegengesetzt wurde), für sittenwidrig und deshalb für nichtig erklärt. Dadurch, daß später Ereignisse cintretcn. die bei dem Vertragsabschluß noch nicht ins Auge gefaßt waren, wird an der Richtigkeit des Geschäftes nichts geändert. Der Schuldner ist verpflichtet, die Leistung so zu bewirken, wie Treu und Glauben mit Rücksicht aus die Derkehrsfitte es erfordern. BGB. § 242. Das Rechtsverhältnis zwischen Gast und Speisewirt begründet für letzteren in der Regel nicht die vertragliche Reben- pslicht zur Verwahrung der vom Gast abgelegten Aeberkleider (RGZ. Dd. 104 <5.46; 105 S.203) d. h. also, wenn der Speisewirt in seinem Lokal Vorrichtungen zum Aufhängen oder sonstigen Ablegen der Äeverkleider getroffen hat, daß der Gast sie zu beaufsichtigen und sich gegen ein Ab- hcnrdenkommen zu schützen vermag. Wird fedoch der Gast genötigt, den Gastraum ohne Lieber- kleider zu betreten, so übernimmt der Speisewirt die Obhut innerhalb des Verköstigungsvertrages Eine andere Auffassung verstieße gegen Treu und Glauben im Verkehr. (Retchsger.. Art. d. 6. oivil- senats VII 479/23 vom 27. Juni 1924). Rücktritt vom Verlöbnis. Schadensersah beim Derlöbnisbruch. BGB. §§ 1298, 1300. Der ehemalige Verlobte ist verklagt. Die Klägerin verlangt u. a. Kur- kvstenerfatz und Rente, weil der durch den Vrr- löbnisbruch erlittene Schmerz eine Rervenerkran- kung herbeigeführt habe, die die Behandlung in einer Heilanstalt erforderlich mache und sie im Erwerb behindere. Dieser Anspruch kann nach der Auffassung des Reichsgerichts nicht auf den Derlöbnisbruch, sondern nur auf uner- .laubte Handlungen gegründet wer- den. Im Rahmen des § 1300 BGB. (Beiwoh- . nung) ist Erkrankung nur insoweit zu berücksichtigen, als sie die Gröhe des seelischen Schmerzes r ernennen läßt, für den die verlassene unbescholtene Verlobte nach § 1300 Entschädigung begehrt. Reufrstsehung einer Rente. Zivilprozeßordnung § 323. Der Beklagte war als Kraftfahrzeughalter' durch Arteil vom. Jahre 1912 zur Zahlung einer lebenslänglichen Rente an den beschädigten Klager verurteilt worden. Dieser hat nunmehr, zum Teil auch wegen der Geldentwertung, Rentrnerhöhung verlangt. — Die Revision des Beklagten hat sich zu Anrecht gegen Reufestsetzung in Goldmark gewendet. (Art. des Reichsgerichts, 4. Zivilsenat IV. 808 23 vom 28. Juni 1924.) Der Zivilrichter ist an eine Disziplinären^ scheidung gebunden. Reichsverf. Art. 129. Der Kläger ist im Disziplinarwege seines Dienstes entlassen worben unter ZÄilligung von drei Vierteilen des gesetzlichen Ruhegehaltes. Seine Klage gegen den Staat auf Zahlung des sich ergebenden Anter- schieds der Bezüge wurde abgewiesen. Der 3. Zivilsenat des Reichsgerichts (Entsch. III 109 24 v. 8. Juli 1924) vertritt den Standpunkt, daß die Reichsverfassung mit der Gewährleistung des Rechtswegs nicht die Befugnis der Gerichte be- -Vollsreck)te'. Die Zukunft spricht jedem aus dem Herzen, und sie ist wirklim die Zukunftspartei im Lande, ohne übrigens die stärkste Partei, die katholische. zu verdrängen; vielmehr scheinen beide mehr die mktischen Pole einer unh derselben Hcimat- bewegung zu sein. Auch die andern Zeiitingen sprechen heute Fraktur: „Entweder ihr nehmt uns, wie wir sind," wird den Franzosen zugerusen, „oder ihr erstattet uns unser Naturrecht zurück!" Das ist deutlich. Von Völkerbund, von P le b i s z i t, von der Autonomie im Nahmen Frankreichs, wird gesprochen. Und nicht nur gesprochen'. Hinter diesen Worten steht ein heiliger Ernst und eine Volkskraß, mit der nicht zu spaßen ist, zumal sie sich keiner illoyaleit Mittel bedient, dafür aber die schrittweise anzuwendcnden loyalen wohl zu kennen scheitck. 9n Paris ist man nervös geworden. Die Zukunftsbewegung nötigt die Machthaber zu ernsterem Nachdenken als bisher, und auf einmal findet man das elsaß-lothringische Problem recht schwierig, nachdem man jahrelang verkündet hatte, die Geschichte Elsaß-Lothringens sei nun überhaupt zu Ende und in der Einheitsgeschichte des zentralistischen Frankreichs endgültig aufgegangen. Jetzt sucht man nach Mitteln, die Zukunftsbewegung zu unterdrücken. Wer das Volk im alten Reichs- land kennt, weiß, daß es mit dem Unterdrücken nicht mehr geht. Die Franzosen werden Ihr Idol der Gleichmacherei opfern muffen, wenn sie Frieden im eigenen Lande wünschen. Man kann die Elsaß- Lothringer als unglückliche Versuchsobjekte einer unmöglichen Verwaltungsweise aufrichtig bedauern, aber man muß, weltgeschichtlich betrachtet, Genug- tung empfinden an der immanenten Gerechtigkeit, welche die Eroberer zwingt, ihre unwahren Redensarten von „Befreiung unterdrückter Brüder" vor der Welt als das zu zeigen, was sic sind. gründen wollte, die Rechtinäßigleit der Dienstentlassung unabhängig von der Entscheidung der Difziplinarinstanz zu beurteilen. Entmündigung. Zivilprozeßordnung §§ 645ff.; 680 ff. Die zivilprozehrechtlichen Vorschriften über das Verfahren bei Entmündigung n>egen Geisteskrankheit oder Schwäche einerseits und wegen Verschwendung oder Trunksucht andererseits find in ihren Grundzügen einheitlich geregelt und schließen die Verbindung aller Entmündigungsgründe in demselben Verfahren nicht aus. (Reichsgericht. Art. des 4. Zivilsenats IV 650/23 vom 16. Juni 1924.) Mittäterschaft. Strafgesetzbuch § 47. Zu ihrer Annahme genügt nicht die bloße Anwesenheit am Tatort, wenn der Anwesende die Tat nicht fordert und er auch nicht durch geistige Einwirkung den verbrecherischen Willen des Täters stärkt. „Dies gilt auch dann, tvenn der Anwesende das strafbare Verhalten des Täters kannte und innerlich billigte. Ebensowenig ist Mittäter, wer erst nach Beendigung der von anderen ausgeführten Tat ihren Erfolg sichert oder aus- nützt, selbst wenn er dies schon vor oder bei der Ausführung der Tat ins Auge gefaßt hatte." (Reichsgericht. Arteil des 1. Strafsenats 1 D. 5424 v. 23. Sept. 1924.) Aus der Juristische» Wochenschrift. Eine juristische Person, die Mitglied einer Gesellschaft oder Genossenschaft der im § 16 Abs. 1 Satz 3 deS ReichsmietennesetzeS bezeichneten Art ist, kann nicht Wohnungssuchender im Sinne des § 13 des Wohnung-- Mangelgesetzes sein. Gemeinnützige Gesellschaften und Genossenschaften dürfen nicht jeden Wohngenossen als Wohnungsuchenden berücksichtigen, sondern nur solche Mitglieder, die die Mitgliedschaft mindestens ein Jahr lang besitzen. Die Wohnung ist son. Einen solchen Mittelpunkt kann aber nur eine natürliche Person haben; nur diese kann daher Wohnungssuchender sein. Die Zeit der Mitgliedschaft einer juristischen Person kann der von ihr in die Wohnung einzusehenden natürlichen Perlon nicht hinzugerechnet werden. (Kammergericht, 17 Z. Senat, Entsch. v. 17 März 1925, 17 V 165/24.) Ehegatten, welche die allgemeine Gütergemeinschaft vereinbaren, find zur Erteilung der vom Finanzamt geforderten Auskünfte verpflichtet. Eine eidesstattliche Erklärung ist unzulässig. § 169. 176 Reichsabgabenordnung. Das Finanzamt verlangte vom beschwerdefuhrenden Ehegatten gewisse Angaben zwecks Prüfung der Frage, ob durch die Vereinbarung der allgemeinen Gütergemeinschaft eine steuerpflichtige Schenkung des einen Ehegatten an den anderen vorgenommen worden sei. Der Ehegatte verneinte diese Frage und erbot sich mit seiner Ehefrau, die Richtigkeit der Angaben an Eidesstatt zu versichern. Die Entscheidung des VI. Senats des Reichsfinanzhofs vom 2. Rovember 1922 VI. A 187,22 hat infolge der grundsätzlichen Freistellung der Ehegatten durch das Gesetz vom 20. Juli 1922 viel von ihrer Bedeutung verloren. Nächste Fristen zur Hypotheken- aufwertung. Von Dr. jur. Ruckelshausen, Gießen. Für Gläubiger: Als kalendermäßig festgelegter Endtermin spielt der 31. Dezember 19 25 für den Gläubiger in verschiedenen Fällen eine wichtige Rolle. Dies ist vor allem laut § 16 des Aufwertungsaesetzes der letzte Tag für die Anmeldung zur Aufwertung einer Hypothek und der persönlichen Forderung, wenn die Rückzahlung der Hypothekensumme entweder unter Vorbehalt der Rechte angenommen wurde (8 14), ober in der Zeit vom 15. Juni 1922 bis 14. Februar 1924 (§ 15) oder nach dem 13. Februar 1924 (§ 78) erfolgte. Dieser Anspruch auf Wie- dereintragllng der Hypothek ist auf Antrag des Gläu- biaers durch Eintragung eines Widerspruchs zu sichern. . Auch ein früherer Gläubiger, der die Hypothek an einen neuen Gläubiger abgetreten hat und bei dem eine jener Voraussetzungen des Vorbehalts oder der Rückwirkung vorliegt, kann nur bis zum Ende dieses Jahres eine 'Aufwertung seiner vor Abtretung der Hypothek für ihn vorhandenen Forderung (§ 17) geltend machen. Weiter müssen sich bis zu diesem Zeitpunkt solche Gläubiger melden, deren Hypothek infolge der 3. Steuernotverordnung mit 15 Proz. aufgewertet wurde und die nun nclch den Bestimmungen des Aufwertungsgesetzes eine zusätzliche Aufwertung von 10 Proz. oder mehr beanspruchen. Falls der Eigentümer nach Löschung oder Umschreibung einer Hypothek, deren Aufwertung nach obigen Grundsätzen zulässig ist, über das belastete Grundstück verfügt hat, um die Eintragung des auf- qcmerteten Rechts an der bisherigen Rangstelle zu vereiteln, so kann der Schuldner solche Verfügung nur bis zum 31. Dezember 1925 anfechten (§ 22, Absatz 3). Schließlich ist ein Antrag des Gläubigers bis zum selben Zeitpunkt auch erforderlich, wenn vor der Wiedereintragung der aufgewerteten Hypothek im Grundbuch des belasteten Grundstücks eine Gesamt- Hypothek eingetragen worden ist, die der wiedererwachten Hypothek im Range oorgeht und wenn der Gläubiger hierzu eine Verteilung der Gesamthypo- rhek auf die einzelnen belasteten Grundstücke, also eine angemessene Herabsetzung jener Belastung des auch für ihn belasteten Grundstücke anstrebt (§ 23). Besonders in dem Falle der Wiedereintragung einer Hypothek ist es ratsam, mit der Anmeldung nicht zu warten, da die Verzinsung erst mit dem Beginn des auf die Wiedereintragung folgenden Kalendervierteljahres beginnt (§ 25). Für Eigentümer und persönliche Schuldner. Nicht kalendermäßig festaelegt ist für Eigentümer, wie persönlichen Schuldner die Frist zur Einlegung eines Einspruchs gegen das Wiederaufleben der hypothekarisch gesicherten Forderung, sowie gegen Aufwertungsansprüche eines früheren Gläubigers; vielmehr endet diese Frist nach drei Monaten seit der durch die Aufwertungsstelle vorzunehmenden Mitteilung der Anmeldung des Gläubigers. Daher wird in manchen Fällen, da der Gläubiger schon recht frühzeitig die Aufwertung angemeldet hat und da die Auswertungsstelle dem Eigentümer und dem Schuldner hiervon baldigst Mitteilung gemacht hat, deren Einspruch noch vor Ablauf des Jahres 1925 erforderlich sein. Dieser Einspruch kann sich zunächst je nach Lage des Falles darauf stützen, daß kein gültiger Vorbehalt der Rechte vorliege, ober daß die Zahlung bzw. Abtretung der Forderung vor dem Rückwirkungsstichtag erfolgt fei; in diesen Fällen wird der Einspruch zwar auch bei der Aufwertungsstelle erhoben, aber über die Frage, ob Vorbehalt der Rechte bzw. Rückwirkung im Sinne des Aufwertungsgesetzes vorliegt, entscheidet das ordentliche Gericht. Dagegen unterliegt em Einspruch lediglich der Entscheidung der Aufwertungsstelle, wenn er die Begründung bringt, ungünstige wirtschaftliche Verhältnisse des Einsprucherhebenden stünden gemäß den Bestimmungen der Härteklauseln (§ 8 und 15 Ziffer 1—3) der Aufwertung entgegen. In Verbindung mit diesem Einspruch ist noch zu erwähnen, baß ber Eigentümer einen Miberspruck in bas Grundbuch eintragen lassen kann, wenn nach seiner Darstellung eine Aiifwertung kraft Vorbehalts ober Rückwirkung nicht in Betracht kommt. Für ben Schulbner unb Eigentümer, wie für ben Gläubiger ist es ratsam, die dreimonatige Zeitspanne zwischen Mitteilung der Anmeldung unb Einspruch nicht ungenützt verstreichen zu lassen, sondern sich währenddem, besonders wenn erhöhte Aufwertung beantragt ist, volle Klarheit darüber zu verschaffen, ob die persönliche Stellungnahme zur Frage der Aufwertung wohl gute Aussicht hat, sich vor Gericht durchzusetzen, ob es nicht angebracht ist, Zugeständnisse zu machen und ob nicht ein außergerichtlicher Vergleich und damit die Vermeidung eines Rechtsstreits möglich ist. Shielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 25. Oktober: Eine Rächt in Venedig. Montag, 26.: Der goldene Hahn Dienstag, 27.: Aida. Mittwoch, 28.: Tiefland. Donnerstag, 29.: Eine Rächt in Venedig. Freitag. 30.: Der fliegende Holländer. Samstag, 31.: Die Zaubrrslötc. Sonntag, 1. Rovember: Eine Rächt in Venedig. — Schauspielhaus. Sonntag, 25. Oktober. Wie es euch gefällt. Montag. 26.: Ein Volksfeind. Dienstag. 27.: Ein Volksfeind. Mittwoch. 28.: Lanzelot und Sanderein. Hierauf: Die Geschwister. Donnerstag, 29.: Bürger Schippet. Freitag, 30.: Wie es euch gefällt. Samstag. 31.: Lanzelot und Sanderein. Hierauf: Die Geschwister. Sonntag, 1. Rovember: Der Kreidekreis. aus den hochwertigsten Rohmaterialien. Verkauf: CARL, BERG, Gießen, Mäusburg4 9906D der orthopädische Jugendstiefel für gesunde und kranke Fü6e.^**ä1£L2X***^ «9* der orthopädische Jugendstiefel, schützt den Fuh der heran wachsenden Jugend gegen Senkfubbildung, beugt der so üblen Schrögstellung der Ferse vor, stärkt schwache Gelenke, schützt vor Ermüdung und bewirkt leichten und geraden Gang. der orthopädische Jugendstiefel, bringt seinem Träger erhöhte geistige und körperliche Leistungsfähigkeit der orthopä^ ehe Jugendstiefel, erreicht diese Vorzüge, ohne sich in seinem Aussehen von anderem vornehmen Schuhwerk zu unterscheiden. 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Was soll matt von dem Inhalt erzählen? Egon von Wollien, im Begriff, sich mit einer bürgerlichen Malerin zu verloben, wird durch den Todesfall des bisherigen Majoratsherren dessen Rachfolger. Ein junger Verwandter findet eine Klausel, nach der Egon das Majorat nur behalten darf, wenn er eine stan-- desgemähe Ehe eingeht. Es wird beschlossen, die neue Braut von der Familie besichtigen zu lassen. Das geschieht im zweiten Akt, wo Adelsfamilie in die bürgerliche SbhätzC der Rusch les hineingerät, was nicht ohne Komik abgeht. Zum Schluß, im drttten Akt, wird über die junge Hilde Ramberg abgeftimmt, und bei Stimmengleichheit gibt der gute Onkel Ludolf der Stimm: des Herzens nach und so findet sich Majorat und Braut glücklich zusammen. Rudolf Goll hatte die Dpielleitturg und liest die Aufführung in flottem Tempo abrollen. Dem Bühnenbild war eine besondere Sorgfalt gc* widmet worden. Von dm einzelnen Rollen, die durchweg glücklich beseht waren, seien nur einige hervorgehoben: Goll als Onkel ßubolf, Vvlck als Ruschke, Gehre als Generalmajor. Te- lekh als Hofmarschall. Ausgezeichnet Susanne H e y m als Hilde Ramberg, gut Ise Oßke als Frau Irmgard. Die beiden Leutnants Otto und Viktor von Hanke und B a st 6 gefielen gleichermaßen. ® cf f erd als Egon war eine gute Figur. Ludolfs Frau. Marie, spielte Auguste Marcks. Erika Rohrs Tante Elvtilde darf als komische Charakterrolle keinesfalls vergessen werden. Das sind so etwa alle Rosinen auS dem Kuchen, der im übrigen auch nicht schloß war und von allen Gästen des Theaters mit starken Beifallsäuherungen verzehrt ward. Ein fröhlicher Abend. e-8. Aus dem Amtsverkürrdillungsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 8 3 vorn 23. Oktober enthält: Verordnung Über den Verkehr mit Vieh und Fleisch. — Die Einfuhr von Pferden ans den Oststaaten. — Statistik der Weinmost- und Obsternte im Jahre 1925. — Straßensperre. — Feldbereinigung Nonnenroth. ' geh°rt?V>endL N' ' An Akl^j lldtt MD w w SU A"> qÖ W* ■ S* * •teÄse 8 Nt vtzn! »T^rLusch S*kS zusammen. 4KaIW l«w5^'tz»»d«ch ine bof^xZ; ^u>llen. Dmi a^ ^ehun °S H' ksetzt waren ui,*, uen* vie " 1 L'L7L ?„ols Generalmasör^x/ ! H? fiÄ’Ä'Ä “b % li-ielte 2nAE ^?brs Tante AvtiLrdw kterwlle keinesfalls alle Rosinen aus km MEch nicht schlecht 2 M Theaters mit starken veyehrt ward. Sin fröhlicher ._ H. itsvcrkündiguW-latt. ^"""digung.blait Jber enthalt: Verordnung fifrr I) und. Fleisch. - Die Whr n Maaten. - Statistik bei lnte im Fohre 1925. - 6ttn: 'ttmiMg Vonnenroch. verschönt das Leben Benutzung der weltbmlmiten I einweg-lnstrum* ( ileinvertretung: s August Förster GIESSEN Bahnhofstr.65B Filiale: Lieh (Oberbeesen) '«AS ag-SS lenun$ SSien** lintienbSro£b schnell uni »SEss -""BrsZ ZMZLI •jss Zi k«n*^ K i *UI »A bis n von^ Der gefesselte Strom. Roman von Hermann Stegemanm 45. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Engelhardt lief barhaupt^ins Freie, und als er im Garten von den Gästen mit Fragen gequält wurde, ob es nicht bald kühler werde, mir die Matten hinaus. Die Luft zitterte, die Grillen zirpten, wie geschmolzenes Eisen zerrann die Sonne am Himmel. Das Gras dorrte auf den Wurzeln. Ein alter Apfelbaum ließ dürstend die geborstenen Früchte fallen. „ . , In seinem Schatten lauerte Engelhardt sich nieder Er tonnte den Fahrweg von hier aus übersehen, und der Fußpfad lief dicht hinter chm. Der Baum stand noch auf seinem eigenen Boden. , _ Er hatte Ruth verschwiegen, daß Hanns Ingold heute in Rheinau erwartet wurde. Der Ingenieur wollte einen letzten Bcrsuch machen, günstigere Bedingungen zu erlangen, um das Werk zu retten, das wie eine bunte Seifenblase in nichts zerstoben war. Don der Hitze betäubt, brütete Engelhardt vor sich hin. Heiße Luftwirbel sprangen über die Matten, Windbäume erschienen am Hort- zont. Da hörte er plötzlich dumpfe Schritte. Sie hallten merkwürdig stark in der elektrisch gespannten Luft: Hanns Ingold. Gr fuhr aus. Kalter Schauer kühlte seine Sttrn —" ruhig, geistesklar, seiner sicher w'.e seit Iahren nicht mehr, trat er ihm gegenüber. Die Gartenmauer und der Erdaufwurf mit dem Holunderbusch deckten sie gegen Sicht. Hanns Ingold kam mit raschen Schritten einher. Er schien die Hitze nicht zu spüren. Im weißen Flanellanzug, den Panama Dem der Stirn zurückaeseht, die hagere Gestalt vibrierend von verhattenerr Energie, die Augen zusammengekniffen aufs Ziel geheftet, hetzte er heran. Und unwillkürlich rief Engelhardt ihn mit vollein Ramen an. , . „Hanns Ingold, ich warte hier aus Sie! „Und ich bin auf den Weg zu Ihneii, Doktor Engelhardt l" ______ „Um so besser, eS ist Zeit, daß wir zwei uns aussprechen!" Breitbeinig stand Engelhardt vor Hanns, als wollte er ihm mit Gewalt den Weg sperren. Der Apfelbaum rauschte in einem heißen Luftwirbel auf und schüttelte die trockenen Blätter. Hanns Ingold griff an. „Doktor Engelhardt, ich weih, daß Sie dem Werk feindlich sind. Auch heute noch. Sie gehören zu denen, die mit dem Lauf der Dinge zufrieden sind. Wir. die Gesellschaft, sind nicht in der Lage, das Werk zu den Bedingungen zu bauen und zu betreiben, die uns von den Gemeinden und dem Staat auferlegt worden sind. Der Bau käme um drei Millionen teurer. Das geht über unsere Kräfte, dafür fehlt auch die Sicherheit der Rendite." Raserümpfend erwiderte Engelhardt: „Sie haben sich also verrechnet, und wir behalten den Lausfen, dieses Denkmal, das uns die Ratur gesetzt hat, und mit ihm den Frieden und den Einklang mit der Umgebung. Das ist mehr wert als dreihigtausend Pferdekräfte, Ingold." „Sie vergessen zweierlei, Doktor Engelhardt: Ihr Friede ist Kirchhoftuhe und Ihr Einklang Resignatton." ..Ingold!" Gin weißer Schein schlug in Engelhardts Gesicht, er schüttelte die grauen Locken und trat hart an den Ingenieur heran. Sein schwerer Atem keuchte. „Ingold, was geben Sie uns dafür Besseres? Sie sind der Monn, der sich wie Sauerstoffgebläse durch alles durchfrißt, aber Sie zer- stören auch das. was Ihnen nicht feindlich, sondern um glücklich zu werden, entgegentritt. Das Mädel hat Sie lieb, hat Sie lieben gelernt, und Sie!" „Ich!" Ingold fing ihm die Frage vom Mund, und vergessen war seine vorbedachte Rede. „Ich? Wollen Sie sagen, daß ich Ruth nicht liebe! Die ganze Heimat, die ganze Iu- gend, meine Glaube, meine Hoffnung ist sie mir. Als ich heimlehrte von den Des-Moinesfällen und das Schiff im Aennelkanal angerannt wurde, stand Ruth vor mir, an nichts erinnerte ich mich mehr als an Ruth! Und in diesem Iahr, das mich alles gekostet hat. was ich vor mich gebracht habe unb in dem ich hin und her gerissen worden bin, wie von vier Pferden auseinandergepeitscht. ja. was hab' ich denn da gehabt! Und nun, da alles wieder zerbricht, dieses, mein Lebenswerk, weggeschwemmt werden soll wie ein Kadaver, jetzt —" „Ieht" — fiel Engelhardt schneidend ein — „jetzt ist Ihnen Ihr Werk mehr wert als alles, und wenn Sie vor die Wahl gestellt würden, das Weib zu heiraten, das Sie liebt, oder dieses Werl zu bauen, so opferten Sie das Weib für das Werk!" Einen Augenblick stand Engelhardt noch hoch aufgerichret. mit Lippen, die unter dem Bart vor Erregung zitterten, dann stieß er ein „Leben Sie wohl" hervor und ging. Das Herz zerschlug ihm fast die Ripven. Ingold ließ ihn gehen, ohne den Versuch zu machen, ihn zu halten oder eine Antwort zu geben. Der heftige Ausfall Engelhardts hatte in seinem Innern eine Bresche gerissen, durch die längst gestauter Gedankenschwall brausend herausbrach, ein wilder entfesselter Strom. Er lehnte sich an den Baum und starrte in die dunstige Helle des Tages. Die Antwort auf Engellhardts Ausfall war so leicht gewesen, er hätte ihm nur zu sagen brauchen: Darum handelt es sich ja gar nicht. Das Dilemma Weib oder Werk ist ja gar nicht gegeben. Im Gegenteil: Wird das Werk gebaut, so heiraten wir. Wird es nicht gebaut, so warten wir. Warten? Rein, ganz so war es doch nicht. Dann mußte er mit Rägeln und Zähnen darangehen, das Projekt doch noch durchzusetzen, oder sich wieder als Ingenieur in die Fremde verdingen! Aber das Werk war ja noch gar nicht verloren! Rie war es lebendiger gewesen als jetzt! Was fehlte denn noch! Ein paar lumpige Millionen und einer, der als Geldmann mit hineinging, so wie er als Ingenieur hineingesprungen war. Werk oder Weib. Llnruhia quirlten die Gedanlen. Schweiß stand in lichten Tropfen auf seiner Stirn. Wie mit Ketten angeschmiedet lehnte er am Daum. Heiße Windstöße schüttelten die Krone. Wie ausgestorben lag das Land. Eine halbe Stunde zehrte an ihm, zernagte ihm das Herz, in dieser halben Stunde rang Hanns Ingold, der das furchtbare Dilemma geleugnet hatte, schon mit der Zwangsvorstellung. es könnte so sein, und dieser Kampf war der schwerste, der größte, der wildeste seines Lebens. Auf einmal fand er sich auf St. Josephs Acker wieder. Wie er hingekommen war. wußte er nicht, aber er glaubte eine meilenweite Wanderung hinter sich zu haben von dem Apfelbaum an Engelhardts Feldmark bis hierhin. Er bückte sich und hielt die brennenden Hände in den Rhein, ilnö als die lebendige Welle ihm die Finger leckte, packte ihn einen Augenblick das elementare Verlangen, im wilden Rhein, der noch ungesesselt über die Felsen sprang und seine Kraft verschleuderte, alle Kämpfe und Gluten zu enden, einzutauchen in ihn. aufzugehen in ihm. den er bezwingen wollte, den er, davon war er überzeugt, mit seinen Plänen schon bezwungen hatte, ehe noch der erste Spatenstich getan war. Doch als er Stirn und Augen genetzt hatte, war auch dieses unter der Schwelle seiner Energie hervorgebrochene Verlangen, das nur augenblickliche Schwäche gewesen war. wieder erloschen. „Rein, niemals! Ich kämpf' es aus." Wie einst als 3unge fing er Wasser mit der Hand und trank aus dem Lauffen. Dann ging er den Weg zurück und lieh sich bet Ruch Engelhardt melden. And Ruch sagte zu ihrem Vater, bevor sie zu ihm ging: „Rein, Papa, heute ist alles anders. Damals wußtest du noch nicht, daß ich ihn liebe. Du konntest gegen ihn auftreten, ganz wie du es getan hast. Beim zweiten Mal wußtest du es. aber deine Stimme gab nicht mehr den Aus- schlag gegen sein Werk. Heute aber weiht du. daß fein Werl nur an äußeren und nicht mehr an inneren Widerständen scheitert, und daß gerade dieses Werk, dieser brennende Gedanke ihn zu dem Manne gemacht hat, den ich liebe. Ich weih, daß du es gut meinst, Papa, nun laß mich zu ihm gehen." (Fortsetzung folgt.) ,V) E 2 Vernickeln von Tel. 1403 Bahnhofstr. Emaillieren Metallbetten Hein 6 Ml 1 FÄ 8.1 1 Schraubstock Schleifstein 1 nfteotkaroceriee 4624 D £ 5 «2 ■95 Mllietiö Moen Inr SchreiBßr, Wagner nsw.: i i Gebrauchen Sie Persil allein und ohne Zusatz! Es wird in kaltem Wasser aufgelöst, die Wäsche kommt in die kalte Lauge und wird einmal gekocht. — Das ist die richtige Art zu waschen! 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Von unserem Dr. I. ^.-Berichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Paris. 12. Oktober. Das Problem ist ein einheitliches insofern, als der brtgctärc Fragenkomplex, dessen unangenehmster Leit die kurzfristigen Anleihen sind, von ■inr Rentenproblem nicht .zu trennen ist und Hile von dem Währungsproblem bomb iieiit werden. Bei der Labilität des Papierfranken Ihn an keine Lösung von .f)oupb oder Neben» jroölemen mit Aussicht auf Erfolg herangegongen Wirten, wenn man nicht eine gesunde, sestumrissene I^öihningspolitik befolgt. Weil Frankreich nicht nur eine verhältnismäßig linfcre, sondern auch absolut höhere Anzahl von t- icn und mittleren R_entnern hat, als jeder nittre europäische Staat, kann es iceber ben Weg Ir Inflation noch ben einer brüsken Deflation U>i:n. Die einzige Möglichkeit ist einer allmählichen kh tittweisen Besserung bes Papierfran- Imicrtcs. diesem Zwecke müßte ber französische Staat vl allem bie Sicherheit schaffen, die von der San» ac! de France erhaltenen Vorschüsse abstatten zu Innen. Dies könnte er nur durch mehrere sofortige, bbyetäre Maßnahmen erreichen: durch kräftige ivifriche in feinen zu hohen Ausgaben, durch v’|| ion von Monopolen, durch eine allgemeine !cöuttion seiner jährlichen Ver - j'lli chtnngen. iDie letzteren betragen beinahe zwanzig Milliar- !si>n. d. h. in Goldfranken umgerechnet die Gesamt- l'far des französischen Budgets vor 1914; dies ist ii vielleicht bedenklichste Einzelheit in dem Budget k laufenden Periode. :i):c Ursachen dieser Ueberlastung liegen zu- tg«: die Kriegs- und Wiederaufbau- - n leihen und nicht an letzter Stelle bie hohen :n f e n, zu denen sich der Staat seinen Bür- enr gegenüber für die ihm seit 1914 gewährten !ir ehen verpflichtet hat. 12as von den Sozialdemokraten vorgeschlagene Ul^ilmittel einer gründlichen Kapitalweg - >i i!ierung ist ein Unding. Diese Maßnahme nffite, um wirklich wirksam zu sein, wenigstens lll Milliarden einbringen, was ausgeschlossen ist. häl entfernt davon, die plötzliche Gesundung ber ivlizösischen Staatsfinanzen herbeizuführen, könnte r mögliche Ertrag bestenfalls bazu bienen, einen ^rechtlichen Teil ber Staatsschulben zu amorti» irrn, d. h. vor allem bie Großkapitalisten zu l,vihlen. Aber gefetzt ben Fall, diese Kapitalsabgabe üLt'be durchgeführt werden, so konnte sie mangels suchender Barmittel nur in Rententiteln und in biw» der nationalen Verteidigung entrichtet wer- n. Da andere Modalitäten rucht existieren, wären :i keine Kapitalzahlungen, fonbern Verzicht- i-flun gen au f G i n r o mm en s tei l e. 3n ber ■t würbe bas eine so starke Verkürzung ber Rett» In lein, baß sie einer gewaltsamen Konvertierung #:id)tänie. 2ies führt zu bem Kernproblem zurück: bas n zösische Volk könnte unter ben gegenwärtigen hriiinben bem Staat überhaupt nur durch r ng a b e eines starken Prozentsatzes (Ines Einkommens helfen. r und Reise- inmiunimminiunHinmraHflmnr ;ken miiiniimiiiii iflltoTäiM Seltersweg 70 9783a iiifctaiB der 1925, abends 8 Uhr ,er Leitung ein neun wrtiW* i,5LÄoIoi.n.n»or#M t, s°" ” ’ .N«"* lif Ih iAil, he, den kleinen Sparern und Rentnern einer» 13, die, nur auf ihre Rente angewiesen, eine Der- nterung derselben kaum ertragen könnten, und • zroßen Gläubiger des Staates andererseits, vUK'lec man sich arrangieren zu kennen. Mit den aiilteaen durch Einräumung von Vorzugsbedingun- OQti, die ihnen den Rest ihrer Tage ohne Entbeh- D'Tig in zu verleben erlauben würden; mit den llmenen durch einen Appell an ihre patriotische -Ärs-lichtung, dem Staat in seiner finanziellen Iengnis zu geben, was des Staates ist. £>ie Anrufung des guten Willens der Besitzer Mite oroßen Forderungen an den otoat hat wenig gMichtet, bas flache Laub hat so gut wie ganz 2er Staat verlangt auch nichts anberes: bas Rollern ist für ihn keine Frage bes Kapitals, viel» :rh r ein Problem ber Äboürbung feiner ,iy rlichen 15 a ft e n. Zu beffen Losung muß leinen Weg suchen, ber nicht durch bie Eleganz I, Konzeption besticht, hingegen so weit als rnög- * gerecht ist. Wenn man bem Rentner fein r.f vrnmen beschneidet, so kann man fein in Ren- riteln besteheubes Velmögen unangetastet lassen irr sogar erhöhen. Eies ist scheinbar parabox, in Wirklichkeit aber l. di eine konsolidierte Goldanleihe leicht zu er» tcch tn, inbem man ben Besitzern 5- ober kprozen- tcec Papierfrankeffekten niebriger verzinsliche Wiitel anshönbigt, beren Nominale bem Golbwert * ’ifes Nominales in Papierfrank gleichkommt. Mls Beispiel: ber Inhaber eines Oprozentigen htimpapicrs im Nominale von 400 Franken, bas treir Wert von 264 Papierfranken ober 66 Gold- fcnilen hat (ber Einfachheit halber ist 1 Gold- ftnll = 4 Papierfranken angenommen) unb ber 'fj-rcus ein Einkommen von 24 Papierfranken be= wirb eingelaben, seinen Rententitel in einer ■iroeientigen Golbanleihe zu fonfolibieren, inbem ' (i letin Papiernominale von 400 Frank gegen ein Wnominale von 100 Frank umtauscht. Durch id.se; Prozebur hat er sein Kapital um mehr als l.ü Moz. erhöht, sein Einkommen ist aber m 50 Proz. geringer geworben, ba er nur mhi: 3 Golbfranken Rente erhält, gegen früher :?!Wapierfranken — 6 Golbfranken. Mesen Erwägungen entstammte ber Gebanke , jji ter Auflegung ber aktuellen 4prozentigen konso- . Iltic :ten Golbanleihe, beren Titel nur im JUiiiiufd) gegen bie öprozentigen Bons ber natio- iimitH Verteidigung ausgegeben werben. Der bis» Erfolg ist aber weit unter ben pessimistisch- iiln Erwartungen geblieben, trotzdem bie Banken, ii»> m eingeweihten Kreisen gefsüstert wirb, mehr ill- ;ehn Milliarden übernommen haben. Eas Ergebnis ist sicher auch burch ben Streik ISr Bankbeamten ungünstig beeinflußt worben. ?llhm hat aber, wie sich nachträglich herausgestellt Efl:, »ei den Vorbereitungen zu dieser Anleihe in» j t u falscher psychologischer Voraussetzungen, fMure Rechenfehler begangen. 1 1*5 war richtig, sich zu sagen, baß alle Fran- ’jaen. denen ber faktische Wert ihrer Effekten wich- difc?r- ift, als bie jährliche Rente, diesen Modus der p ii|i)libierung und Konvertierung leicht akzeptieren öttriom. Zu dieser Kategorie, in deren Besitz sich tat» M ylih ein erheblicher Teil der Vcrteidigungs-Bons öw-nDet, zählte man zur Zeichnung bemüßigte LUiDr-Gesellschaften, kleine Kaufleute, Bauern, of dinierte Arbeiter. ö.it den voraussichtlichen Gegnern der neuen Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhesfen) Samstag, 2\. Gttober (925 versagt unb bas waren, wie oben erwähnt, bie sich ergebenben Fehler in ber Rechnung. Die Lanbbeoälkerung hat nicht genügeub Verstänbnis bafür gezeigt, baß ber Erwerb einer zwar um i kleineren, aber, was immer auch mit bem Franken geschieht, ft a b i l bleibenben Divi- benbe immerhin einen Anreiz bilben müßte, die äprojentigen Verteibigunas-Bons gegen 4prozentige Golbrente umzutauschen. Man hat überhaupt an bie Möglichkeit eines Widerstrebens gerade von dieser Seite aus einfach gar nicht gedacht. Hätte bie vom Staate entfaltete Propaganda es verstauben, bie Sache bem französischen Bauern plausibel zu machen, bann wäre bas ziffernmäßige Ergebnis der Anleihe heute sicher ein weitaus günstigeres. Aber — unb bies ist ein sehr wichtiges „aber" — selbst wenn ber Anleihe ein voller Erfolg beschie» ben sein mürbe, ber praktische Nutzen bestände nur in ber Verminberung ber jährlichen Staatslasten um etwas mehr als eine halbe Milliarde ober um zirka 2 Pro;. Da bies schon jetzt als mißlungen angesehen werben kann, erscheint ber ganze Zweck ber Transaktion verfehlt. Oberhessen. Lanvkicr-s C. c’it. X Wieseck, 22. Oktober. Die Erneuerungsarbeiten an unserer Kirche sind soweit fortgeschritten, daß die Einweihefeierlichkeiten am Reformationsfest bestimmt stattfinden können. Gestern brachte unter lebhafter Anteilnahme der Bevölkerung der 23jährige Dachdecker Hans Rosenbaum den von Bergolder Leib in Gießen neu vergoldeten Turmhahn wieder auf seine lujtige Höhe. Im Lause der Jahre eingerostet, dreht er sich nun wieder im Winde. So tut er als Wetterfahne der Gemeinde künftig noch einen besonderen Dienst. X Klein-Linden, 23. Ort. Die vor mehr als zwei Jahren von der hiesigen Baugenossenschaft angefangenen vier zweistöckigen Doppelwohnhäuser an der Frankfurter Straße nach Großen-Linden zu gehen jetzt ihrer Fertigstellung entgegen. QUit ileberroin« düng großer Schwierigkeiten, Selbstbetätigung ber Refleltanten, wurden bie Häuser von ber Genossenschaft im Rohbau hergestellt. Seit diesem Frühjahr haben die Interessenten ben inneren Ausbau auf eigene Rechnung übernommen , einige Wohnungen sind inzwischen bezogen, bie übrigen werden demnächst fertig. In sehr anerkenneiis- rrertcr Weise wurden den Baulustigen durch bie Vermittelung der Gemeinde Gelder zur Fertig- Itelltfng überlassen. — Seit diesem Frühjahr wurden von privater Seite acht ei n - und zweistöckige Wohnhäuser errichtet, die teils bezogen, teils bezugsfertig oder im Rohbau vollendet sind. Weitere Bauten sind in Angriff genommen, fo daß die Bauhandwerker aller Art beschäftigt sind. Es wäre nun wünschenswert, daß die schon lange ersehnte Ausführung der Wasserleitung Tatsache würde, damit die neuen Häuser, welche z. T. an neu erschlossenen Wegen liegen, Anschluß erhalten könnten und bie Klagen über Wassermangel im Sommer in den höhergelegenen Orts- teilcn nicht wiederkehrten. - -c— Großen-Linden, 23. Oft. Unser Feldbereinigungsverfahren ist nunmehr in einen seiner wichtigsten Abschnitte insofern eingetreten, als zur Zeit ber Melio - rationsplan auf ber Bürgermeisterei offenliegt. Er bringt sowohl innerhalb des Ortes, als auch ganz besonders für die Feldgemarkung wesentliche Aenderungen bzw. Reuerungen. Bon ber oberen Bahnhofstraße nach Rorden hin bis zur Burgstraße einerseits und von ber Dismarckstraße nach Osten hinab bis zum Bahnkörper andererseits ist eine große Fläche als Baugelände in den Ortsbauplan cingegliebert worden. Damit ist die bauliche Entwicklung unseres Ortes, die in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts einsehte, und von dem langjährigen Bürgermeister unb späteren Landtagsabgeordneten Leun unermüdlich gefördert wurde, in ihren Grundzügen für den nordöstlichen Ortsteil auf einen gewissen Abschluß eingestellt; denn ber in den gleichen Jahren mit vieler Mühe und erheblichen Aufwendungen zunächst in der bescheidenen Form einer Haltestelle errichtete Bahnhof zog die Bautätigkeit nach sich hin, andererseits aber wird ber Bahnbamm und die nahe Gemarkungsgrenze von Leihgestern ihr hier auch ein räumliches Ziel setzen. Für die Landwirtschaft sind im südwestlichen Ortsteil zwei neue Ortsausfahrten in das Feld vorgesehen, eilte dritte soll zweckmäßiger gestaltet werden. Das Feldwege netz hat mit seiner großzügigen und arbeitsdienlichen Anlage allenthalben Anerkennung gefunden. Ferner . soll in umfassender Wesse ber Kampf gegen die erheblichen wirtschaftlichen Schädigungen aufgenommen werden, die jahraus jahrein von ben verschiedenen Wasserläufen verursacht werden. So wird der Lückebach von ber Gemarkung Leihgestern her bis zur preußischen Grenze bei Lützellinden in geordnete Dahnen gebracht, und damit merben große Wiesenflächen zu beiden Seiten des Eisenbahndammes von der Gefahr der Überschwemmung bzw. drohender Dersump- fung befreit. Der nach Westen zur Bauernmühle führende, reichlich geschlängelte Mühlgraben wird gestreckt unb höher am Talabhang her geführt, um das Wiesengelände im sog. „Krötenpfuhl'' trocken zu legen. Sehr wünschenswert ist auch, zumal gleichzeitig Ackergelände gewonnen werden fann, eine Verlegung des Klee- bachs, der insbesondere bei Hochwasser fein ilfergelänbe in vielen Windungen ausnagt und gelegentlich bis in ben westlichen Ortsteil vor- bringt. Die Gemeinbe leistet wohl für die Regulierung der natürlichen Wasserläufe pslichtmäßig einen Zuschuß, ist aber im übrigen mit ihrem Gelände nur ein Glied der Feldbereinigungsgesellschaft, wie jeder andere Grundbesitzer auch. Die Aufbringung der Kosten des Verfahrens, auch die Aufnahme von Geldern, ist daher nicht Sache der Gemeindekasse, sondern ber Feldbereinigungsgesellschaft. die also z. B. die Herstellung der Feldwege, deren chauffierte Abfahrten nach den Kreisstraßen und dergleichen aus ihren Mitteln bestreiten muß. : Aus dem Busecker Tal. 23. Olt. In einzelnen Gemeinden bürgert sich eine nicht gerade schöne Sitte bei unserer Jugend ein. An Sonntagabenden wandert untere ländliche Jugend, insbesondere untere Mädchen, hinaus auf die Landstraßen, singt lustig und fröhlich unb freut sich ihres Lebens. Da- Rätsel-Ecke. Silbenrätsel. Aus den nachfolgenden Silben: ah — ar — ba — bei — boldt — bruck — chi — ci — des — dog — c — e — c — e( — en — eng — eu — fahr — fan — fer — feu — sid — ge — gnei -- hum — i — in — inns — to — laus — le — le — li — lisch — lu — ment — na — nau — ne — ne — ne — ne ni — nick — no — nor — of — Pi — rab — rei — ret — reih — ri — rie — sau — schi — se — se — fen — ta — te — le — tich — trau — ung — ur — us — Del — ja bilde man 27 Warte, deren Anfangs- und Endbuchstaben, diese von unten nach oben gelesen, ein Schillerzitat ergeben (ch und ck — ein Buchstabe». 1 Waffengattung, 2. Stadt in Palästina, 3. Hund, 4. italienische Intel, 5. europäischer Staat. 6. Göttin, 7. Sprache, 8. Männername. 9. Inseln im Stillen Ozean, 10. Dichter, 11. Angebot, 12. Pflanze, 13. Ratursorscher, 14. latein. Männer- name, 15. deutsche Stadt. 16. Asiate, 17. biblische Person, 18. Raturerscheinung, 19. kirchliche Handlung, 20. Gift, 21. preußischer Feldherr, 22. griechischer Dichter, 23. Dichtung, 24. Fahrzeug, 25. Berwandtengrad, 26. ürftoff, 27. Gemüsepflanze. Lcknradc. Wenn, liebe- Weib, in dunklen Stunden, Du siehst mein ganzes hingeschwunden, So denk': die erste wird vergehn, Wenn wir die letzte schimmern sehn. ^udiftabciirätfci. Was wächst mit K im Garteis ran, Holt sich mit B ein junger Mann. (<■•111 (Krlcbins. Eines Tages halt' ich Lust zur Oper; Ach, sagt meine Freundin, das ist fein, Grad gibt's im Theater 'was von Flotow, Kauf Billetts zu „1 2 3 4 5 6 7 8 9". And ich dachte, folge ihrem 3 4 2, 6 7 8 9 muß ja wijsen, traJ es fei. -- (bennJic war 'ne Dame von sehr altem 4 5 6 8) So ward die Geschichte abgemacht. — Unb die Anterha tistig, sie war prächtig, — das war etwas andres doch als l 4 7 2 4 — Unter Held sang seine 1 2 6 7 8 6 mächtig Ebenso der.1 2 4 3 seinen 9 7 2 bracht. Doch das Ende kam zu schnell. Die Rächt, Welche jeden'6 1 6 7 in den 1 2 4 7 8 Schickt, zwang auch uns zu 2 4 7 6 — Unser Heim war nämlich an der 1 4 4 8 6. Unb ich brachte sie zur Villa „4 5 7 6 3“ — Damit ist dann bie Geschieht' vorbei. SU'CH.VvorträtfcL Cs bedeuten: Von links nach rechts: 1. Bad in Hessen. 3. Papageienart, 6. Fluß in Turkestan, 7. Gedichtform, 9. Ruhholz, 11. Meerenge, 12. englische Insel. 13. Rebenfluß der Saale, 14. Stadt im Rheinland, 17. griechische Bezeichnung für Unterwelt, 18. Kriegsgott, 20. biblische Person. 23. Sprenganlage, 24. zeitlicher unb räumlicher Schluß. 25. japanischer Staatsmann, 26. Hoherpriester. Von oben nach unten 1. Weiblicher Personenname, 2. deutsche Hauptstadt, 4. Held eines bekannten Jugendbuches. 5. Gesurtsstand, 8. Vorgebirge des Harz, 10. Gelangstück. 15. fruchtbare Gegend in der Wüste, 16. weiblicher Personenname. 18. Behörde, 19. Städtename in Südamerika, 21. Abschiedsgruß, 22. altgermaniscke Gottheit. Auflösungen. Silbenrätsel. 1 Alma. 2. Uran, 3. Faden, 4 Elli, 5.Issac, 6. Roah, 7 Export, 8. Raphta. 9. Kofel. 10. Amsel, 11. Heyse, 12. Ra ros, 13.. Stendal, 14. Olga, 15. Leuthold. 16. Loi c. 17 Martin. — Auf einen Lahn soll man nicht wie laden. Silbenkreuz. Re de Ma ! gen Se rie Rege:'. Rede, Degen. Made, Magen, Marie, Genre. <5eäen, Serie, Riese. Desuchskarie'.rätsel. Filmregisseur. M M S L M Kreuzworträtsel. o L A L M A A S 5 A Bruchstück-Aus_ade. Hai, Eli, Rad, Dur, Sem, Ton, Dol, Eos Gnu, Inn, Rab, Rix. — Herbstbeginn. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren com Redaktionstisc Der Tapfere. Zwei Männer sind in Streit geraten unb stehen sich drohend gegenüber. „Kannst du boxen?' ruft der eine. „Nein," entgegnete der andere unsicher „Nun, bann komm nur her, bu Schurke!" ruft ber erste. Die Arten der Dichter. In einem gelehrten Kreise sprach man von den verschiedenen Arten ber Dichter: den epischen, tragischen, komischen, lyrischen usw. „Sie vergessen b'.e zahlreichste Gattung", sagte eins Dame, „—die hungrigen". Kritik. Am Predigerseminar zu H. war es Sitt bah nach der Probepredigt der Kandidat vo: Seminardiener nach der Sakristei zurückbegleitc wurde. Auf diesem kurzen Wege pflegte de Diener dem künftigen Prediger seine Kritik übe bie soeben gehörte Probeprebigj zuzuflüster. War sie gut, so sagte er: „Herr Kandibat, Sic sind eine Posaune vor dem Herrn." _$3ar sie mäßig, so sagte ec: „Herr Kandidat, Sie haben einen sehr schweren Text gehabt." Und war die Predigt unter aller Kritik, so hieß es: „Herr Kandidat. Sie haben ein wunderschönes Lied singen lassen." gegen wird kein Mensch etwas einzuwenden haben. Daß aber diese Spaziergänge im Som- yier bis stark nach Mitternacht ausgedehnt werben, ist verwerflich, denn nicht immer gehts dabei zu, wie es sich geziemt. Schreiend unb jodelnd wird bann in später Rächt stunde der Heimweg angetreten. In ber jetzigen kühleren Jahreszeit endet ber sonntägliche Abendspaziergang meistens in einem Wirtshause. Während in früheren Jahren an Sonntagabenden nur die Burschen ein Wirtshaus auf suchten, sieht man heute auch die jungen Mädchen scharenweise ben Wirtshäusern zueilen. Und gerade die Aller- jüngsten, die kaum aus ber Schule entlassen sind, betragen sich dabei oft genug am schlechtesten Die Eltern sollten sich darum bekümmern, was an diesen Abenden die Schulentlassenen treiben. Mitternacht unb noch später wirb es oft, bis das elterliche Haus aufgesucht wird, unb Vater unb Mutter wissen häufig nicht, wann ihre Kinder, so muß man 14- unb 15jährige boch unbedingt noch bezeichnen, nach Hause gekommen sind. Daß Körper unb Geist bei einem solchen Leben not lei den, wirb niemanb bestreiten wollen. Und wie nötig tut uns boch gerade heute eine gesunde, widerstandsfähige Jugend, die in^ dem harten Existenzkampf ber Gegenwart bestehen fann. Alle, die ein Herz für unser heranwachsendes Geschlecht haben, mögen zusammenstehen, um diesem Treiben ein Ende zu bereiten. !—! Ettingshausen, 23. Oft. Die Kartoffel- und Dickwurzernte ist nunmehr eingebracht. Die Aussaat der Wintersaat ist beendet. Die ©runimeternte ist reichlich und gut ausgefallen. — Die B a s a 11 i n d u st r i e in unserer Gegend ist in erfreulichem Aufblühen begriffen. Täglich rollen mehrere Waggons Pflastersteine bzw. Klopfsteine ihren Bestimmungsorten zu. Abnehmer sind das Waldecksche Gebiet, ganz besonders aber Holland. Eine Firma hat ihren Bruch bedeutend erweitert und ihre Anlagen mit neuzeitlichen Maschinen ergänzt. Die Legung eines Anschlußgleises an die Bahn steht bevor. o. Rieber-Del singen, 22. Oil. Heute nachmittag 4 Uhr erlag in ber Medizinischen Klinik zu Gießen unser allseitig b.lVbter Lehrer Ludwig Graulich seinem schweren Herzleiden. Seine ganze definitive Amtszeit wirkte er in unserer Gemeinde. Geboren in dem benachbarten Hattenrod als Sohn eines Landwirts, kannte er das Landvolk in allen seinen Eigenheiten und Qloten. Er hatte alle guten Eigenschaften eines Landlehrers, vorzügliches Lehrgeschick und die rechte Weife auch im Verkehr mit der Gemeinde. In allen Lagen war er hilfsbereit, Gemeinde und Vereinen widmete er seine Kraft. Sein Gemischter Chor war ihm besonders ans Herz gewachsen, unb dessen Weisen trugen hier zur Hebung aller kirchlichen und weltlichen Feiern bei. Um Politik kümmerte er sich nicht. Er war ein rechtsstehender, echt deutscher Mann und wechselte auch nach der Revolution seine Gesiimung nicht. Sein offenes unb leutseliges, so recht volkstümliches Wesen hat ihm die Liebe aller, auch über die Grenzen« unseres Dorfes hinaus, erworben. Die Gemeinde Rieder-Bessingen wird dem treuen und tüchtigen Lehrer für alle Zeit ein dankbares Gedächtnis bewahren. I. Hungen, 23 Oft. Aus den jüngsten G e m e i n d e r a t s s i h u n g e n ist zu berichten: Die Vergütung für bie mit bem Verwiegen von Vieh auf ber städtischen Dieh- toage beauftragten Personen wirb neu geregelt. Für die Anlegung eines neuen O b st b a u m st ü ck s soll ein geeignetes Grundstück erworben werden. Dem Antrag des Pächters der Fischerei in der oberen Horloff um Eintragung von 2 Mitgliedern wird stattgegeben. Das Ergebnis der Ausschreibung der Stelle einer Hebamme wird bekanntgegeben und die Bewerberinnen bem Kreis- gesundheitsamt empfohlen. Dem Reubau eines städtischen Krankenhauses fann zur Zeit aus verschiedenen Gründen nicht nähergetreten werden. Das Gesuch der D u d e r u s s ch e n Eisenwerke, Wetzlar zur Anlage einer Kettenbahn auf Grube Abend st ern (Heckenwaldl wird vorbehaltlich der Zustimmung der Forstbehörde und des Kreisamts genehmigt. Den von dem Ministerium für Arbeit und Wirtschaft für die Gewährung von Darlehen an hiesige Daulustige gestellten Bedingungen wird zugestimmt, ebenso werden die für die landwirtschaftlichen Rotstands» kredite übernommenen Bürgschaften auch für die Zeit nach dem 1. Oktober 1925 aufrechterhalten. Die Erbauung einer neuen Transformatoren st ation gegen ileber- l Vfung derjenigen in der Pfanne wird bis zum Eintritt günstiger Verhältnisse zurückgestellt. Verschiedene Gesuche um Überlassung von Wohnungen werden berücksichtigt, während eine Entscheidung bei anderen zur Zeit nicht getroffen werden kann. Kreis 9tlssc!d. • Mücke, 23. Oft. Das Bibel- und Erhol unasheim glenfunger Hof Mücke fiat jetzt seine dritte Sommerarbeit beendet. Das Heim war, besonders in den Monaten Juli bis September, voll beseht. Viele Hundert Erho- lungsaäste gingen im Laufe des SommerS durch dasselbe. Es war wohltuend zu beobachten, wie der Oberregiermngsrat, ber Professor, ber Dank- bireftor, der Oberingenieur, der Oberpostinspel» I F tor. bcr Pfarrer und der Lehrer mit dem einfachen Arbeiter am gemeinsamen Tisch als Mensch zum «Menschen sich fanden. Da merkte man keinen Klassenunterschied und keinen Kastengeist. Das Heim mit seinem Gemisch von allerlei Gästen ist ein glänzender Beweis dafür, das; das Evangelium der einzige sichere Boden des Sichsindons ist. Das Heim hat eine Zuschuhkasse, welche durch Gaben aus den Gemeinschaften der Pilgermission gefpeist wird. Diese Kasje ermöglichte es. im Laufe des Sommers 41 Personen mit 245 freien Berpflegungstagen. 5 Personen mit 86 Ber- pslegungstagen zu 1 Ml. pro.Tag, 51 Personen mit 804 Berpflegungstagen zu 1.50 bis 2 Mk. pro Tag. 22 Personen mit 340 Berpflegungstagen zu 2.50 Mt. pro Tag für volle Pension aufzunehmen. Bei vielen wurde dieser niedrige Satz von Wohltätern übernommen. Beben dem Erholungsbetrieb fanden Zusammenkünfte und Frei- z eiten für Lehrer und die Jugend statt. Starkenburg. • Darmstadt, 22. Oft. Die Deutsche Volkspartei hat an Oberbürgermeister Dr. Glässing in Beantworpmg seines letzten Schreibens eine neue Erklärung gerichtet, in der es heifot: „Sie stellen es so dar, als ob der Grund zu unserer Haltung Ihnen gegenüber einzig und allein in der Stellungnahme zu finden sei, die von der Stadtverwaltung anläßlich der seither von Bürgermeister Daub versehenen Beigeordnetenstelle eingenommen wurde, und befinden sich dabei in Uebereinstimmung mit dem sozialdemokratischen „Hessischen Volksfreund". Allein wir haben das in unserem Schreiben mit keiner Silbe zum Ausdruck gebracht, und Ihnen selbst kann es nicht unbekannt sein, daß die Meinung s v e r sch i c - denheiten zwischen Ihnen und uns viel älter und tiefgehender sind. (Das Schreiben erinnert dann an die Bemühungen des Oberbürgermeisters, einen Platz in Darmstadt ,.P l a tz der Republik" zu benennen, und an die Entschuldigung des Oberbürgermeisters bei den Sozialdemokraten wegen der Nichtbeteiligung der Stadtverwaltung an dem R e i ch s b si n n e r t a g in Darmstadt.) Ein solches Verhalten des Oberbür- Meisters, der aus unseren Reihen her vorgegaügen ist, vermögen wir nicht mehr zu decken und hoben Ihnen deshalb zur Vermeidung schädigender Rückwirkungen auf uns selbst unsere Mißbilligung ausgesprochen. Wenn das der Herr Vorsitzende der Partei gemeinsam mit der Stadtverordnetenfraktion getan hat, so geschah dies — abgesehen von der selbstverständlichen Berechtigung jedes Bürgers hierzu — in seiner Eigenschaft als Führer derjenigen Partei, deren Mitgliedschaft Sie seinerzeit erworben und noch nicht aufgegeben haben. Die Stadtverordnetensrak- lion war sich bei ihrem Vorgehen wohl bewußt, daß auf den städtischen Oberbürgermeister die Grundsätze parlamentarischer Ministerien nicht ohne weiteres Anwendung finden. Soviel muß aber auch dem städtischen Oberbürgermeister klar sein, daß die Ersprießlichkeit seines Wirkens von dem Vertrauen der Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung und der st ä d t i - schon Bevölkerung abhängig ist. Sie haben sich aber durch Ihre einseitige politische Stellungnahme wiederholt in scharfen Gegensatz nicht nur zu unserer Partei, sondern zu der Mehrheit der Bevölkerung unserer Stadt gesetzt — und diese Mehrheit findet sich nicht im sozialdemokratischen Lager!" Das Antwortschreiben ist wieder unterzeichnet von dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenfraktion Sanitätsrat Dr. N o e l l n e r und von dem Vorsitzenden des Landesverbandes der Deutschen Dolkspartei, Abg. D i n g e l d e y. Preußen. Kreis Wetzlar. ] Wetzlar, 23. Okt. Die heutige Stadt- verordnetensihung, die erste nach den Sommerferien, hatte für die öffentliche Sitzung nur unwesentliche Punkte zur Beratung. Eine Anfrage der s o z i a l d e m o k r a t i s ch e n Fraktion wegen der bekannten Vorfälle bei der Dergebung der Straßenschilder an den Stadtverordne.en Schlossermeister 11 Im wurde vertagt, weil der Genannte selbst nicht anwesend war. Die Beschlußfassung über die neue Ortssahung der kaufmännischen Berufsschule wurde te/ agt; die Gebührenordnung für die Abdeckerei angenommen, wobei sich noch eine Debatte über eine in spätere Aussicht genommene Kadaver-Berwer- tungsanstalt entspann. Der Erhöhung der Wanderla^ersteuerzuichläge V url e zu- gestimmt. Beu a s die Tagesordnung gesetzt wurde ein Antrag der sozialdemokratischen Fraktion, weitere 20 000 Mark für Instandsetzung alter baufälliger Wohnungen zu bevilligen. Da eine Kommission des Bauausschusses bereits «ine Ortsbesichtigung vor- genommen hatte so wurde die Summe einstimmig g e e b m i g t. Die bewilligte Summe soll aus Mehrü erweisungen der Einkommensteuer ge.romn.e i erlern Ein Wei e.er neu h.nzu- genommener Beratungspunkt war die F e st - sehung der Märkte für dos Jahr 1 9 2 7. Auch hier erfolgte die Genehmigung nach Vorschlag der Verwaltung. Die wichtigsten Beratungsgegenstände scheinen diesmal der nichtöffentlichen Sitzung bor'c'a'en gewesen zu sein. DaS geht aus einem Antrag des Swdtverord'.'.e en Der lich hervor, der wünschte, daß die Punkte 5 und 7 der nichtöffentlichen Sitzung öffentlich be a'en werden sollten. Ein Antrag des Stadtverordne en Köhler wegen Punkt 5 bewegte sich im gleichen Sinne. "Nachdem der B ü r g e r m e i st e r in Aussicht genommen ha'le, d'.e Beschlüsse des Kollegiums zu dielen Punkten in der nächsten öffentlichen Sitzung sowieso bekannt zu geben, heute aber um Beratung in nichtöffentlicher Sitzung bat, zogen d'e Antragsteller ihre Anträge zurück. ] Wetzlar, 23. Okt. Die Stadtverwaltung hat nunmehr beschloßen, die Bollerbrücke, eines der größten Verkehrshindernisse int Zuge der Bahnhofstraße, zu erweitern. Mit den Arbeiten ist vor einigen Tagen bereits begonnen worden. Die Verbreiterung soll jedoch nur nach der Ostseite vorgenommen werden, während die äußerst gefährliche Kurve an der Westseite bestehen bleibt. Sie wird zwar durch die um etwa 4,5 Meter größere künftige Breite zum Teil gemildert. Daß die Stadt sich nur zu einer teilweisen Verbreiterung entschlossen hat, dürfte außer mit der Kostenfrage auch noch mit der beabsichtigten Lahnkanalisierung zusammenhängen, die besonders für die Stadt Wetzlar von außerordentlicher Bedeutung ist. Bach- dem alle früheren Pläne anscheinend fallen gelassen worden sind, soll nach dem neuen Projekt die Schiffahrt angeblich durch das jetzige Lohnbett innerhalb der Stadt geleitet werden. Hierfür wäre die Riederlegung der beiden großen Wehre und die Schaffung eines Stauwehres unterhalb der Stadt erforderlich. Bei Durchführung dieses Projektes kann der jetzige Schleusenkanal entbehrt und zugeworsen werden. Damit würde auch die Bollerbrücke ganz verschwinden und ein freier Platz erstehen, der allen Anforderungen eines immer mehr steigenden Verkehrs genügen würde. Diese Gesichtspunkte dürften auch die Stadtverwaltung nur für eine Teilerweiterung bestimmt haben, lleberhaupt steht unsere Stadtverwaltung vor ungeheuer schwierigen Aufgaben inbezug aus die Lösung des immer mehr zunehmenden Kraftwagenverkehrs. Die engen, krummen und bergigen Straßen der Innenstadt vertragen eine weitere Belastung fast nicht mehr. Die weitere Schaffung von Umgehungsstraßen, besonders eine Verbindung der Unterstadt mit dem Bahnhof durch Erbauung einer neuen Brücke über die Lahn am Haarplatz, wird immer dringender. An eine Durchführung kann aber heute leider aus finanziellen Gründen nicht gedacht werden, da die Beschaffung solch erheblicher Mittel zur Zeit ausgeschlossen erscheint. kz. Wetzlar, 23. Okt. Die alte Franzis- kanerkirche am Schill erplah, die in den letzten Jahrzehnten völlig dem Verfall preis- gegeben war, wird zur Zeit einer gründlichen Reparatur unterzogen. An dem Dache, dessen Ziegel zum Teil zerbrochen und abgefallen waren, so daß der Begen an vielen Stellen einbringen und fein Zerstörungswerk verrichten konnte, sind eben die Gerüste der Dachdecker aufgeschlagen. Die Kirche wird auch im Innern neu hergerichtet werden und eine neue Orgel erhalten, die bereits der Orgelbaufirma Walker in Ludwigsburg in Auftrag gegeben worden ist. - ö— Dutenhofen, 23. Okt Ein 6äuge r f e ft verbunden mit Fahnenweihe beabsichtigt der hiesige Gesangverein „Harmonie" am 20. und 21. Juni nächsten Jahres abzuhalten. Trotzdem b:r Verein erst kaum zwei Jahre besteht, hat er auf dem Gebiete der Sangeskunst große Fortschritte gemacht. Auf einem Gefangswettstreit in diesem Jahre wurde er bereits preisgekrönt. # Erda, 22. Okt. Als gestern ein Landwirt die Jauche aus der Grube der H a a r f a b r i k wegfahren wollte, entdeckte er in der Grube eine neugeborene Kindesleiche. Die Polizei wurde herbeigerufen und ist jetzt mit der Aufklärung der Tat beschäftigt. Vorläufig liegt völliges Dunkel über dem Verbrechen. Kreis Biedenkopf. T Waldgirmes, 23. Okt. Da die W i ck- I c r in der Zigarrenfabrik von Rinn u. C l v o s dahier bei schlechtem Material nach dem Tarif wenig verdienten, sind sie heute morgen in den Streik getreten. bl. Bischoffen, 23. Okt. Allenthalben hört man darüber Klage führen, daß an Sonntagen der letzte Zug n a ch H e r b o r n schon nach 3 Uhr unseren Ort verläßt. Ebenso ergeht es natürlich auch den Ortschaften der Umgebung. Bei größeren Festlichkeiten, wie z. B. anläßlich der Einweihung unseres Kriegerdenkmals am vergangenen Sonntag, wurde es den Teilnehmern nicht ermöglicht, die Bahn zu benutzen, da die Weihe des Denkmals beim Abgang des Zuges noch nicht zu Ende war. Aber auch bei sonstigen Begebenheiten hält die Rückfahrt schwer. Wäre es nicht zu ermöglichen, daß der Zug erst später fahren könnte, vielleicht gegen 5 ober 6 Uhr? Ohne Zweifel würde der Bahn eine Mehreinnahme durch regere Benutzung entstehen, und der Bevölkerung des Ahrtales wäre weit besser gedient. bl. Hartenrod, 23. Okt. Die hiesigen Schwerspatwerke der Deutsch-Luxemburgischen A. G-, Sitz Ludwigshafen, arbeiten mit 2 Grubenbetrieben. Die Gesamtbelegschaft beträgt z. Zt. etwa 150 bis 160 Mann. Dillkreis. bl. Rodenroth, 23. Oft. Mit dem Bau einer Wasserversorgungsanlage wurde in unserer Gemeinde begonnen. Hiermit kommt man einem langgehegten Wunsch nach. bl. H irzen ha in, 23. Okt. In unserer Gemarkung ist die Förderung von Diabas (Grün- ftein) äußerst rege .4 Gruben sind in voller Tätigkeit, zwei stellten kürzlich den Betrieb ein. Es handelt sich hierbei um einen Stein, der zur Errichtung von Denkmälern und sonstigen größeren Bauten verwandt wird. — Unsere Gemeinde hat z. Zt. noch etwa 30 Erwerbslose, die bei dem Wegebau nach B a n z en b a ch beschäftigt werden. — Die Lage der Cisenerzgruben in der hiesigen Umgebung ist nicht besonders günstig, da die D a h n t n r i f e den Betrieb noch zu sehr hemmen. In Oberhessens Nosenort. Von unserem nach Steinfurth entsandten *“ M meid, * lottesdienstliches Leben hier * - 4)cn Nptoortrag hie» fa ongen, nachdem Superintente r9. der Vorsitzende der H» es ^egriiüungsmort gefproi O'cl der Konferenz klar qeln Wlior Ebert zeigte hi "nd ließ milerleben, mitah? mrd) welche Ängst dieser Tb ■S Krauen ihn in seinem S nslim er war, da er @oti ni lidit antwortete - bis schließ! rborgenen heranstral und fr sinkenden Mann das retkn W nichts tun, du sollst r W sleischyewvrdenen 'ffiori. t dir alles vergeben nnb ce ein begnadigter Mensch, Fm . nimm es als Gottes ©dir u sind dir vergeben — ww; ob bürgt dir dafür, aber hr hinter dem lob, hinter l> in der '.fuitrftonbeiic steh wch leben. Luther ist im i cht verstanden und vielfach n ovrden. Es ist eine Freud-', I Anzeichen vorhanden sind Hut es Verständnis dieses Proper r und vorwärts mit Luther" - . io wirft du genesen. Än b h eine rege Aussprache, an d cfenden Professoren der llniverst - lie beiden iofgenöen ZT1 o umassn-GoM" und Psa, eitershaulen zeiM, welch J • in Luthers ne „Bedeutung für dos oW Mnn war dankbar für das. irtc im Herzen Wort und LuthersLehl nimmermehr. 2ie - 9 9 mit Geber und den yerz-r .Datbekanani^ .m Selte-.sE r Ähie nächste W ’rftura6 lelbit Minden « 'l?h hir unser Volksleben' ji» - -bm .Aer.zte tn.Dr.B rtiompsons Ijjnpulvef & der* ö'/e/e Bea/ei/er* der* Kaffeebohne, »* S»KWt£ sondernd' einen 2lr Bin wieder unter Nummer 2414 an das Fernsprechnetz angeschlossen Christian Zimmer Photographische Kunstanstalt Goethestrahe 25 Täglich geöffnet von 8 - 7 Uhr, Sonntags von 10 - 3 Uhr 9907V SiflQtrenmtint ne- lonbrt solo. Kunden Bar-Barlelien und too-toile Sckriill. Angeb unt. 08039 a. d (Lies; Anz. Vortrags-Vereinigung (Goethe-Band - Kauim. Verein - Ortsgewerbe-VereiD) Donnerstag, den 29. Oktober 1925, abends 71/, Uhr in der Neuen Aula der Universität Freitag, den 30. Oktober, abends 8 Uhr, im Wintergarten des Hotel Schütz, Vortrag des Herrn Direktor Günther über: Aufgaben des reisenden tofmanns Zu diesem interessanten Vortrag wird die Kaufmannschaft Gießens hiermit eingeladen. Sonntag, 25. Oktober Nachmittags-Tee mit Tanz Anfang 4 Uhr Abends 8 Uhr Erstklass. Familien-Konzert Verstärktes Orchester 9924D Docke a,,2° . l auch Bei Eis und Schnee gebrauch sie täglich. Stets scharf und Kronenfritt unmöglich. ORIGINAL H-STOLLEN Mir DER. FABRIKMARKE" Sonntag, den 8. November, nachmittags 4 Uhr, in der Neuen Aula der Universität w Karten im Vorverkauf bei E. Thallier, Neuenweg, von Montag, den 26. Oktober an. Preise der Plätze: I. Platz 2 Mt II.Platz l,50Mk,lll Platz 1 Ml. 19O8D Mk. 3.50 „ 4.50 Es spricht der Landtagsabgeordn. ViröE Kinöl (Sarmslaiits Wir laden die gesamte nationale Bevölkerung aus Stadt und Land zu dieser Kundgebung ein Josef Hoffmann schreibt über die Sechste in-lnstrumente: Sie sind die Verwirklichung des Ideals von einem Piano und oaa einzige, worauf ich alles das auszudrücken vermag, was ich empfinde. Niederlage: Pianohaus Robert Schön au Seltersweg 91 9925a Erstkl. Qualitäts-Massenartikel in jedem Haushalt unentbehrlich, hervorragend geeignet für den Verkauf direkt an Private, 100°/oGewinn, bietet Fabrikant direkt an. Schrift). Ang erbeten unter J. 0. 4982 an Rudolf Mosse, Berlin- Friedenau. Rheinstaße 19 (nwiSS Bettfedern graue, per Pfund. . . Mk. 2.50 Halbdaunen, per Pfd. » 4.80 Kopfkissen m. 2 Pfd. Federn 8.J8 4Qt’.e tür den -doch fatk ; ®botto( Stuber ! 2 die Vüc Modes Empfehle mich im Um arbeiten und Um pressen, sowie Neuanfertigung von Damenhüten. Unterhalte auch ein reichhaltiges Lager in fertigen Hüten. Reelle Bedienung Solide Preise Kein Laden os64i A. 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