Mittwoch, 175. Jahrgang Nr. 145 Erstes Blatt vnick und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr Such' und Sleindruckcrei «. Lange in Sietz-N. Schriftleitung und Seslhäftsltelle: Schulftratzi 7 24. Juni V)25 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummcr bis zum Nachmittag vorher ohnejedeDerbindlichbeit. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Re- Klame-Anzeigenv 70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzoorfchrist 20°, Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: 3. D.: Ehrhard Evers; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. GietzenerAnMger General-Anzeiger für Gberhesien Erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags. Beilagen: ViehenerFamilienblätter Heimat im Bild. Monatr.Yezuorpreis: 2Boldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterfcheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n s p r e ch-Anschlüsse: Schriftleitung 112, Verlag undDeschästsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnreiaerGlehen. Postscheckkonto. Frankfurt a. M. 11686. DieMaroKKodebatteinderfranzösischenKammer Aach der Wiederaufnahme der Kammer- sitzung um 9.30 älhr abends ergreift der zweite Interpellant, der kommunistische Abgeordnete Verth on. das Wort. Er spricht zuerst von der Rolle, die der ehemalige Minister Malvh arspielt hat, den die französische Regierung nach Madrid entsandt hatte, um Verhandlungen mit der spanischen Regierung anzuknüpfen. Er während der die Sozialisten über ihre Haltung berieten. Vei Wiederaufnahme der Sitzung lag folgende, von den Vertretern der Kartell-Gruppe, also auch von Leon V l u m unterzeichnete Tages- ordnung vor: „Die Kammer bekundet ihre Abscheu vor den Aufwiegelungen, die das Leben der Soldaten, das Kulturwerk und den Frieden Frankreichs bedrohen. Sie billigt die Regierungserklärung und nimmt von ihrem Entschlüsse Kenntnis, die Verhandlungen mit Spanien zu einer Lösung zu bringen, die die Achtung vor den internationalen Verträgen mit der freien Entwicklung der Rifbevölkerung in Einklang bringen und dementsprechende friedliche Ve- ziehungen zu Frankreich gewährleisten. Sie bestätigt ihre am 29. Mai angenommene Tagesordnung und vertraut der Regierung, dah ste auf ihren Ausführungen beharren werde. Sie lehnt jeden Zusatz ab und geht zur Tagesordnung über." Auch die Kommunisten hatten eine Tages- ordnung eingebracht. Die Regierung bean- ■ Priorität für die erste Tagesordnung und Vertrauensfrage. Die. die meinen Worten irgendein politisches Manöver im Hinblick aus die innere Politik suchen, kennen mich nicht, was ich versuche, ist, einen Teil der öffentlichen Meinung davon zu überzeugen, dah es sich um eine grohe Sache handele. Meine Absicht ist, mich an die zu wenden, die vielleicht falsch belehrt sind, denen ich aber versichere, dah ich mit ihnen für den sozialen Fortschritt und die Demokratie bin. Ein Teil der sozialistischen Kammerfraktivn spendet den Worten des Ministerpräsidenten Verfall und zwar unter Führung der Abgeordneten Moutet, Varenne und Paul Doncour. Tie Sitzung wird nach der Rede Painleves unterbrochen und nach 40 Minuten wieder eröffnet. Der Kammerpräsident verliest die beiden Interpellationen der kommunistischen Abgeordneten D o r i o t und V e r t h o n. Ministerpräsident Painleve erklärt sich bereit, die Interpellationen sofort zu beantworten. Rach dem Abg. Doriot, der sich zunächst kein Gehör verschaffen kann, steigt der rechtsstehende Abg. P i c o t auf die Rednertribüne und teilung machen. 3. Vorher soll die politische Kommission in Beantwortung des Antrages der Linksparteien beauftragt werden, unverzüglich mit diesen Gruppen in Verbindung zu treten. Die Kommission wird Vorschlägen, die Möglichkeit einer Interpellation und die Schlußfolgerungen zu prüfen, die man daraus ziehen müsse. Die Kommission wird den Parteien der Linken mitteilen, dah die sozialistische Partei schon jetzt entschlossen sei, die gemeinsame Aktion der Linksparteien aufrechtzuerhalten und zu einer entschlossenen Politik gemäh der am 11. Mai 1924 und am 3. und 10. Mai 1925 durch das Land zum Ausdruck gebrachten Meinung zurückkommen. . _. 4 Der ständige Derwaltungsrat und Die Kammerfraktion werden eine Erklärung an dte republikanische und sozialistische Bevölkerung abfassen. Die Tagesordnung Auriol lautet: Die sozialistische Kammerfraktion und der ständige Derwaltungsrat beschließen, die Politik des Friedens, der Reformen und der finanziellen Sanierung, wie sie durch das Land am 4. Mai 1924 gewollt und am 3. und 10- Mar 1925 bestätigt worden sind, gegen jede Abweichung zu verteidigen und weder einen Aufschub noch eine schwächliche Haltung gegenüber dm Erfordernissen der Finanzlage und des Willens der Demokratie und des Proletariats zuzulaffen. Rach den bisher vorliegenden Stimmen- zrffern sind für die Tagesordnung Compere- Morel 62, für die Tagesordnung Renaudel 49 und für die Tagesordnung Vincent Auriol 12 Stimmen abgegeben worden. Da noch etwa zehn Stimmen ausstehen, kann dws Referendum noch nicht als abgeschlossen betrag tet werden. Vincent Auriol hatte erklärt, dah er sich dem Anträge Renaudel anschliehen und verlangen werde, dah nötigenfalls die für seinen Antrag abgegebenen Stimmen der Tagesordnung Renaudel zugezählt werden Gewisse Mitglieder der Fraktion haben gegen die Rechtsgültigkeit eines derartigen Verfahrens protestiert und andere haben eingewendet, dah, da das Endergebnis des Referendums noch nicht bestimmt sei, es auch nicht möglich sei, auch schon Schluhfolgerungen daraus zu ziehen, Endlich und erst nach längerer Zeit kann der Abgeordnete Doriot erklären, er habe nur gesagt, dah die von dem imperialistischen Frankreich unterdrückten Kolonien den Sieg davontragen würden. Painlevs beschäftigte sich auch mit der P r o p a- o a n d a, die im Inneren Marokkos in den Haupt- (tobten und in den großen französischen Städten betrieben werden. Auch A g i ta t i o n s s ch r i f t e n i n arabischer Sprache würden verbreitet. Der Ministerpräsident verliest hierauf Propagandaschriften und wendet sich dann noch besonders an die die Sozialisten, die er auffordert, in Gedanken an Iaures dieser nationalen Frage nicht die Einheit der Front zu stören und die Regierung unter den obwaltenden Umständen nicht zu verlassen. Der Abg. Lson Blum ruft Painleve zu, er möge nicht den Versuch machen, zwischen den einzelnen Sozialisten zu unterscheiden. (Die Rechte lacht.) Painlevs wiederholt, daß die geistigen «ohne von Jaurös nicht vergessen dürften, daß er es gewesen sei, als man vom Marokkoabenteuer sprach, der erklärte, daß Frankreich sich nicht von Nordafrika losreißen könne, schon aus zivilisatorischen Gründen. In einer nationalen Frage, so fährt Painleos fort, bemühe ich mich, eine nationale Abstimmung zu erzielen, und ich wundere mich, daß meine Worte nicht von allen verstanden werden. (Die Rechte protestiert.) Paris. 23. Iuni. (WB) In brr heutigen Kammersihung ergriff Ministerpräsident Patn- (et>6 das Wort zu einer längeren Erklärung über die Marokkopolitik. Rach der Uebernahme der Regierung durch das Kabinett sei auf der Rordfront des Quergha in Marokko ein weiterer Einbruch durch die Rifleute erfolgt und Marokko sei bedroht gewesen. Deshalb sei beschlossen worden, die vom Kabinett Herriot bereitgestellten Verstärkungen abgehen zu lassen. Dadurch sei es möglich geworden, den Weg nach Fez zu versperren. Ieht vollziehe sich der Kampf an den Ufern des Querghaflusses auf einem von Frankreich geschützten Boden. Der /, Ähr. Die Beratungen des Staatsvoran- sch'lags werden wieder ausgenommen, unD zwar beginnt heute die Spezialdeb alt e. Zunächst wird ein längerer Antrag des Ersten Ausschusses zur Vorbemerkung seines rBe- richtes angenommen. In diesem Antrag wird vorgeschlagen. Kredite für Die laufende Unterhaltung von CtehäuDen nur unter Der Beschränkung zu bewilligen. Daß Liebertragungen is Das Rechnungswesen Der nachfolgenDen FinonzperioDe nicht ftattfinben Dürfen. Auch Die WÄteren Vor- schlüge in diesem Antrag zielen auf Ersparnisse ab. Hierauf wird Kap. 1 greift Den Abg. Doriot tätlich an. I fragte Priori Kammerpräsident Herriot hebt schließlich stellte Die D die Sitzung auf. weil sich eine regelrechte Zie Tagesordnung deS Kartells wurde Dar* Schlägerei entwickelt zwischen kommunistischen auf mit 510 gegen 30 Stimmen angenommen, und rechtsstehenden Abgeordneten. , Rach Wiederaufnahme der Sitzung um Die Abstimmung 6i/2 Uhr bespricht der Kammerpräsident den ' . ... Zwischenfall, in der sozialistischen Kammerfraktwn. den der Abg. ^Picot dadurch hervorgerufen Paris, 23. Iuni. lWolff.) Die fosia- bat daß er Den Abg. Doriot tätlich ange- listische Kammerfraktion hat heute vor griffen hat. Der Kammerpräsident mißbilligt das mittag eine Sitzung abgehalten, "M von dem morgen des Wg-°rdn-i°n. toorauf Meter fein bisherigen Ergebm? des v°n chr B'dnuc.rn aussvricht sich zu Handlungen habe Referendums über die drei Anträge Rennt au tonen,’ Die man vergesst möge, nis zu nehmen, in denen die Stellungnahme D r Wer er spreA ^r seinen Kollegen in der Partei gegenüber, den Linksparteien und Dem Sammer sein Bedauern aus. - Der konnnu- Kabinett Painleve definiert werden soll. Es nistische Dissident Ernest Lafont ruft: Damit liegen drei Tagesordnungen vor. Die folgende ist ein Präzedenzfall geschaffen, dessen wir uns Wortlaut haben: erinnern werden. — Abg. Doriot erklärt: Die Tagesordnung CoMp^re-More! MüZiL ^r Kammer mir gegenüber die gleiten stützangsprluik seflenub« !. Ausdrücke anwenden wollte wie er, dann wurde stenum aufzugeben und der ^gierung. «Nich. in dieser passiven Weise ver- "n ° ®er Aba Doriot ergreift sodann das diese Entscheidung treffen. Zu diesem Zweck soll Wori zur Begründung seines Interpellation, in eine Kormmsswn ^mü ^ deren Verlauf er auf die Anklagen zurückkommt, in diesem Sinne gehaltene Erklärung abzufalfen. die Painleve gegen die Kommunisten vorge- Tagesordnung Renaudel KKKMr®" MftÄÄ'Ä die Worte gehört, die Painlev4 zittert 6abe_ | hat, ^olgendes^^ .u definieren, um berent- willen Die Finanzpolitik des Ministeriums für Die sozialistische Partei Die Revision Der iln- terstühungspolitik gegenüber der gegenwärtigen Regierung nach sich zieht. 2. Eine Abordnung Der Fraktion soll dem Ministerpräsidenten von Diesem Entschluß Mit» in der in Angora unterzeichnet wurde. tag Der Reichswehrkommandeur erklärte sich be- nachdem der Reichswe laubnis Ruhleben Vertreter bc bei diessr Debatte kein 2. Auswärtigen Ausschuß überwiesen Beratung des von den 3o= Dampfer Dampfer Das ManöverrmglücK au? der Meser. reit, eine solche Fähre zur Verfügung zu stellen, rReichswchrministerdieEr- erteilt habe. Das Gericht wird über Zuspitzung der Lage in China Vor ernsten Ereignissen. — Fremdenmorde. den englischen und den italienischen wieder flott zu machen. Der spanische wird als verloren angesehen. TodeSsturz beim Trabrennen. Bei dem gestrigen Trabrennen in * Der „Temps' meldet aus Athen, daß dos g i e ch i s ch - t ü r k i s ch e Abkommen am Sonngen vernommen werden. Es sind vorwiegend Infanteristen und Pioniere aus Minden. Detmold Und Bückeburg, die an der Unglücksfahrt teilgenommni haben. Zunächst wird die Frage einer Ortsbesichtigung angeschnitten. Der Vorsitzende schlägt vor. am Mittwoch und Donnerstag aus einer großen Fähre In Velten- heim eine Uebersehung vornehmen zu lassen. Verteidiger und Staatsanwalt hielten eine Ortsbesichtigung nicht für erforderlich und empfahlen, die Besichtigung einer solchen Fähre in Minden vor- zunehmen. Es folgt die zweite zialdemotroten M aller -Franken und Genossen eingebrachten Gesetzentwurfes zur Verlängerung der Dauer der E r w e r l, s l o s e n f ü r- sorge im besetzten Gebiet. Der Ausschuß für soziale Angelegenheiten ist auf Grund der Regierungserklärung zu einer Ablehnung des beantragten Gesetzentwurfes gelangt, beantragte aber eine Entschließung, in der die Regierung ersucht wird, ihrerseits die Erwerbslosenunterstützung im besetzten Gebiet fortzusetzen und insbesondere die Dauer der Un- M i n t e n, 23. Juni. (SIL) Am heutigen Verhandlungstage des Prozesses wegen des Manöverunglücks auf der Weser sollen 38 Zeu- Aus aller Welt. Schweres Unwetter in Spanien. Nach einer Meldung aus Madrid haben in Spanien schwere Gewitterregen große Ueberschwemmungen verursacht. 14 Personen wurden durch Blitzschläge getötet. Schiffsunglück. Wie Havas aus Eadix berichtet, ist ein spanischer Dampfer bei Kap Vincent g e- strandet. Der italienische Dampfer „Val- mate" sowie der englische Dampfer „Lang- t o n h a m", die ihm Hilfe bringen wollten, ind Dabei ihrerseits infolge des Vebels eben- alls gestrandet. Hilfe ist unterwegs, um Wettervoraussage. Wieder starker bewölkt, wechselnde Winde, wenig Temperatur-Aenderung, regnerisch. Rachdem sich das kleine Tief über Mitteldeutschland aufgefüllt hat, kommt ein neues schwaches Tief von Vordosten heran, während das Hochdruckgebiet im Vordwesten unverändert ist. Der Durchgang des Tiefs wird vorübergehend neue Störungen bewirken. „Den Teilnehmern am Presseflug durch siebe Staaten besten Dank und herzlche Wünsche für den glücklichen weiteren Derlauf des so bedeutsamen Fluges. Reichskanzler Dr. Luther." politische Nachrichten. Herzog Vvrk eröffnete den zehnten Internationalen Eisenbahnkongreß. Lieber hundert Delegierte fast aller Länder der Welt sind zu dem Kongreß erschienen. Deutschland und Rußland nehmen daran nicht teil. Soulos, der Vertreter der Belgischen Staatseisenbahn, führt den Vorsitz. Der Kongreß wird etwa zwei Wochen dauern. Aus Stadt und Land. Gießen, den 24. Iunt 1925. Saarturner in Metzen. Zum 32. Mittelrheinischen Kreisturnfest, das bekanntlich vom 31. Juli bis 4. August in unserer Stadt abgehalten wird, werden u. a. auch zahlreiche Turner und Turnerinnen aus dem Saargebiet hier eintreffen. Diesen Turngästen muß die ganz besondere Gastfreundschaft unserer Mitbürger gelten, die nicht allein in einem festlichen Empfang am Bahnhof, sondern vor allem und entscheidend in der Quartier- Bereitstellung zum Ausdruck kommen muh. Der WohnungsauSschuß, der in unserem heutigen Anzeigenteil zur Quartieranmeldung für die Gäste von der Saar auffordert, spricht mit Recht von einer Ehrenpflicht, die unsere Bürgerschaft diesen Volksgenossen gegenüber zu erfüllen hat. Die Drüber und Schwestern von der Saar, die bisher allen französischen Bestrebungen auf Losreißung des SaargebietS vom deutschen Vaterland prächtigen Widerstand entgegengesetzt haben und die im Iahte 1935 endgültig über die Zugehörigkeit des Saargebiets zu Deutschland bestimmen sollen, müssen auch in unserer Stadt die Lleberzeugung bekommen, daß wir ihre Treue mit gleicher Liebe und Treue lohnen. Wer es irgendwie möglich machen kann, sollte neben der Quartiergestellung auch nicht verfehlen, feine Gäste von der Saar kostenlos zu verpflegen, denn die Frankenwähmmg, die unseren Daar- bewohnern von den Franzosen aufgezwungen wurde, ist jetzt so schlecht, daß unsere Saarturner eine wirtschaftliche Erleichterung durch freie Verpflegung sehr gut gebrauche können. Mögen die Turner urrd Turnerinnen aus dem Soargeoiet überall eine freudige Aufnahme finden, mögen sie bei ihren Quartiergebern zugleich liebe Tischgäste sein, um mit den besten Eindrücken in ihre Heimat zurückkehren zu lönnenl Wenn dieser Wunsch von unseren Mitbürgern erfüllt wird, dann werden auch sie zur Stärkung der deutschen Sache im Saargeviet sehr wirksam beitragen. Zollpflichtige Briefsenvuugen nach dem Snargebiet. Heber zollpflichtige Briefsendungen nach dem Saargebiet herrscht in Absenderkreisen vielfach Unklarheit. Wer es vermeiden will, daß feine Sendung von der französischen Zollverwaltung in Saarbrücken beschlagnahmt wird, muß folgende Bedingungen genau beachten: a) Offene Briefsendungen (zollpflichtige Warenproben oder Drucksachen^ müssen einen auffälligen grünen Zettel (Gröhe etwa 4 x 7 Zentimeter» mit der Aufschrift tragen: Dem Zoll vorzulegen. Darunter sind anaugeben! Art (nach den Bezeichnungen des französischen Zolltarifs». ih'fbutnn, Gewicht und Wert der Ware. Diese Angaben tonnen auch aus einer besonderen Zollerklärung gemacht werden, die in die Sendung zu legen oder haltbar an ihr, zu befestigen ist. b) Verschlossene Briefsendungen, auch Päckchen, müssen die gleichen Zettel mit denselben bei Berlin fiel der Herrenfahrcr E. Fritsche hintenüber auf den Sulf., Er erlitt durch den Sturz und durch einen Hufschlag des Pferdes einen so schweren S ch ä d e l b r u ch> dah er nach Ucber- führung ins Krankenhaus starb. Amtes zugegen sei. Oie Vorlage wird alsdann dem Auswärtigen worfen. Der Konsul habe eine Entschuldigung verlangt und widrigenfalls mit einer energischen Aktion gedroht. Die Fremden verlassen Kanton. London, 24. Iuni. (W.T.D.) Blätter» metiningen zufolge sind alle in Kanton lebenden Amerikaner von dem amerikan scheu Konsul angewiesen worden, die S t a d t z u v e r l a s s e n. „Daily Mail" berichtet aus Hongkong, daß alle Züge nach der chinesischen Grenze mit Flüchtlingen überfüllt seien. Rach einer Pekinger Depesche desselben Blattes dauert der gegen England gerichtete Feldzug in der chinesischen Presse fort. Auf zahlreichen Plakaten wird die Bevölkerung aufgefordert, d ie Engländer totzuschlagen. Klärungsverfuche. London, 23. Iuni. (WB.) Reuter. Das diplomatische Korps in Peking hat den einstimmigen Beschluß gefaßt, direkte Verhandlungen mit der chinesischen Regierung zu eröffnen, um die Verantwortlichkeit für die Ereignisse in Schanghai f e st z u st el l e n und einen Versuch zur Regelung der Lage zu machen. bestätigten Meldungen aus Wutschau Provinz Kwantung sei dort der japanische Zollkvmmissar getötet und zwei andere Iapaner verwundet worden. In Wuigpo nehme die fremdenfeindliche Bewegung zu. Das Zollhaus sei von Ruhestörern geplündert worden. In Tschinkiang wurde der japanische Konsul auf der Straße mit Steinen be- Wiederaufnahme der deutsch- polnischen Handelsvertrags- Verhandlungen. Warschau, 24. Juni. (IlL) Außenminister Skrzyneki hat den deutschen Gesandten Rauscher zu einer Unterredung empfangen, die sich, wie die Blätter Mitteilen, mt der Möglichkeit der Fortführung der deutsch-polnischen Handelsvertragsverhandlungen beschäftigte. Prondzynski, der Leiter der polnischen Delegation, ist nach Berlin abgereist, um die Verhandlungen mit den deutschen Vertretern wieder aufzunehmen. fei, aber biS auf einen geringfügigen Punkt könne er angenommen werden. Der Vertrag werde Annahme finden und die Werlk auf eine neue, festere Grundlage stellen. Im An- schluh hieran stellt Ministerialrat Windisch eine Reihe von Behauptungen, die der kommunistische Abgeordnete Galm in seiner gestrigen Rede ausstellte, richtig. Er erklärte u. a.: Abg. Galin habe Lohnzissern genannt, die einer unvollständigen Lohnliste entnommen waren, deshalb hat et niedrigere Löhne angegeben. Prämien sind nicht nur an unorganisierte Arbeiter bezahlt worden, sondern es waren Leistungszulagen an besonders tüchtige Arbeiter, einerlei, ob sie organisiert waren oder nicht. Die Mitteilungen über die Löhne und die Arbeitsverhältnisse in Wölfersheim veranlassen Abgeordnete der Kommunisten und Sozialdemokraten zu Entgegnungen, worauf Ministerialrat Windisch erwidert. Im Verlauf der Debatte fragt Abg. Dr. Werner (Dntl.) über die Kündigungsmöglichkeit des Vertrages mit dec Provinz Oberhessen an. Finanzminister Henrich erwidert, daß der Vertrag bis 1923 läuft. Abg. Dr. Werner meint, daß ein früherer Kündigungstermin wün- f^nswert sei. Ministerialrat Windisch bemerkt Mau, daß periodisch immer, je nach den Erfordernissen der zeitlichen Verhältnisse, eine Aenderung des Vertrages vorgenommen werde. Die Abg. Dr. Leuchtgens und Glaser beantragen zu diesem Kapitel die Zahl der Beamten auf den Stand von 1914 herabzusehen und 100 000 Mark an die Haupt- staatskafse abzuführen. Diese Anträge werden von der Mehrheit des Hauses abgelehnt und das Kapitel in Einnahme und Ausgabe von 1 991 823 Mark angenommen. Es folgt eine Bause. Während dieser Zeit tagt der Finanzausschuß. Rach Wiederaufnahme der Verhandlungen werden die Abstimmungen über Kap. 1 (Forst- und Kameralgüter) vorgenommen. Das Haus stimmt einstimmig einem Antrag zu, mehrere Positionen der Anträge Dr. Leuchtgens und Glaser (der oben bereits erwähnt ist) dem Sechser-Ansschuh zu überweisen. Ferner wird ein Mehrheits-Ausschußantrag, die Anträge der Abg. Dr. Leuchtgens und Glaser abzulehnen gegen die Stimmen des Vauernbundes und der Deutschnationalen angenommen. Die Einnahmen und Ausgaben des Kapitels werden bewilligt. Der Antrag Angermeier und Gen. über die Iagdverpach- t ungen wird abgelehnt, dagegen eine Regierungsvorlage über den Erwerb von Einrich- lungsgegenständen des Hofgutes Ruoff zu Konradsdorf durch den Hess. Staat angenommen. Von einem Antrag Wolf und Gen. wird der zweite Teil angenommen, wonach sofort ein in Artikel 21 des Gesetzes über die Forstverwaltung eingesetzter Beirat in . Wirksamkeit treten soll. Hierauf soll über einen kommunistischem Antrag Galin abgestimmt werden, 53 003 Mark zu LohnaufbesserUngen für die Wölfersheimer Arbeiter bereitzu st eilen. Die Sozialdemokraten beantragen dagegen eine Lohnaufbesserung mit rückwirkender Kraft (bis April) eintreten zu lassen. Es entspinnt sich hierüber eine Debatte zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten. Abg. Dr. Leuchtgens (Dbd.) weist auf die Wettrennen der bei Öen Parteien in. der politischen Agitation hin und will die Anträge ablehnen . Abg Dr. Werner (Dntt.) macht auf die Schwierigkeiten von Regiebetrieben aufmerksam. I Ec empfiehlt eine Regelung nach dem Antrag ■ Dr. Leuchtgens, der nicht will, daß so gv'fje 5” Rücklagen gemacht werd n. sondern daß die , Mittel, die dadurch erlangt werden zur Verbefs - ' rung des B.t iebes verwandt we den D r Rot- lage. nam n rid) der ungelernten Ar eiter ömie adaeholfen werden Finanzmimste' Henrich spracht für die Ablehnung der Anträge, weil hier Mittel angefordert werden, für die noch keine Deckung vorh'nden ist. Abg. Scholz (D. V. P.) bem r t d:h bet -Annahme einer der Anträge eine Abänderung der Entscheidung des Schiedsgerichte borge nomm n wurde; d:s Barl in n tr.te dann al’ Ob:rschiedsgerichi in 5er Lohnfrage aus. Rach weiterer Debatte wird ein Antrag des Aui-» schuss es. der ein" Lohnaufbess-rung mit rückwirkender Kraft bis zum 1. Mai v rsi h', gegen die Stimmen der Rechten des Hauses angenommen. Bei Kap. 6, Salzwerk, Badeanstalt und Tiefbauamt Dad-Rauhelm bringen mehrere Abgeordnete Einzelwünsche zur Sprache. Die Abgg. Weckler (Ztr.), Haurh (D. Vpt.) und Kindt (Dntl.) sprechen gegen den Regiebetrieb einer Schreinerwerkstätte der Badeanstalt. Abgeordnete der Sozialdemokratie verteidigen den Regiebetrieb. Zu diesem Kapital liegt ein Antrag Dr. Leuchtgens-Glaser vor, 100 000 Mk. mehr in Einnahme einzustellen. Ein Antrag Dr. Werner ersucht, die Däderpreise erträglicher zu gestalten und von einem Uebsrschuß (100 000 Mr. sind vorgesehen) mindestens 50 Proz. der Hauptstaatska s s e zuzufuhren. Dec Antrag Dr. Leuchtgens-Glaser wird in der Abstimmung abgelehnt, der Antrag Dr. Werner angenommen und die Einnahmen und Ausgaben des Kapitels mit 2 335 326 Mk. bewilligt. Ein Antrag Roth (Komm.) auf Errichtung eines Erholungsheims wird abgelehnt, t- --- Deutscher Reichstag. Berlin, 23. Juni. In der ersten Beratung des Gesetzentwurfes über den deutsch-schwedischen und den deutsch-finnischen Schiedsgerichts- und Ber- gteichs-Handelsgerichtsvertrag spricht Abg. Schiik- k in g (Dem.) im Namen Der interparlamentarischen Union seinen Dank für die durch solche Verträge geleistete Arbeit für den Rechtsgedanl'en in der Welt aus Abg. Dr. B r e i t s ch e i d (Soz.) bemängelt, daß diese Frage noch beschließen. Die dann vernommenen Zeugen gaben Auskunst über das Verhalten der Mannschaft auf der Fähre, die sich, als der Schreckensruf „Wasser im Ponton!" ertönte, unruhig bewegte und dadurch die Fähre ins Schwanken brachte. Der Zeuge Amtsgerichtsrat M i d e l d o r f - Vlotho berichtet Über die Vergung der Fähre. Gebrochene Balken seien nicht fest- gestellt worden. Die Fähre muh sich beim Abtreiben gedreht haben. Als der Zeuge die Aussagen Keßlers erläutern will, protestiert Rechtsanwalt Dr. Müller dagegen, daß der Zeuge irgendwelche Werturteile abgebe und ersucht um Protokollierung für die zweite Instanz. Oberst Stobbe-Berlin teilt mit, daß die Versuchsbelastung einer Fähre mit Mannschaften am Ufer gestattet werde, dagegen nicht die Ueberfahrt mit Mannschaften. Die Verhandlungen wurden darauf auf Mittwoch 8 Uhr früh vertagt. Der Siebenstaatenflug. Zürich, Zö. Juni. (T. U.) Bei schönem Wetter startete das Großflugzeug des Siebenstaatenfluges heute vormittag zu feinem Fluge nach Wien und München. Gestern waren die Flugteilnehmer im Hotel Dolder in Zürich Gast des deutschen Konsuls Exz. R e i n b o l d t, der Stadt Zürich und der Züricher Presse. Als Vertreter der Flugteilnehmer sprach der Nachrichtenchef der Junkerswerke den Dank der Flugteilnehmer aus. In Zürich fanden die Flugteilnehmer das Antworttelegramm des Präsidenten des Danziger Senats vor: „Mit Dank für freundliches Telegramm sende ich aus dem erst besuchten Staate herzliche Gruße den Pionieren der neuen Länderverbindung und wünsche glückliche Heimkehr zum Ruhme deutschen Unternehmungsgeistes." Der deutsche Gesandte in Genf, Dr. Muller, hatte ebenfalls ein herzlich gehaltenes Begrüßungstelegramm beschickt, in dein er bedauert, nicht per» sönlich an dem Empfang teilnehmen zu können. In München. Nach dem um 11.05 Ubr in Zürich erfolgten Start landete dos Flugzeug, das sich in einer Durchschnittshöhe von 800—1000 Meter gehalten hatte, um 12.31 Uhr auf dem Flugplatz M ü nche n - Ober wiesen seid . Dort hatte sich eine Reihe offizieller Persönlichkeiten eingefunden. Ministerialdirektor v. L u tz begrüßte im Namen des Ministerpräsidenten und der bayerischen Regierung die Teilnehmer des Sicbenstaatenfluges. wobei er hervor- hob, wie sehr die bayerische Regierung sich der Bedeutung des Luftverkehrs bewußt fei,' und wie sie in dem Siebenstaatenflug der deutschen Press die bedeutungsvolle Möglichkeit für die Manner der Presse sähe, aus eigener Ueberzeugung und Erfahrung das Vertrauen zum Luftverkehr in die weitesten Kreise zu tragen. Für die Flugteilnehmer dankte Chefredakteur Steinfurth von der Telegraphenunion Berlin. An den Empfang schloß sich ein kleiner Imbiß an, bei dem der Oberbürgermeister S ch a r n a g l im Namen der Stadt München die Gäste herzlich begrüßte. Nach einstündigem Aufenthalt ging der Flug nach Wien weiter, wo eine längere Rast eingelegt werden wird. In Oesterreichs Hauptstadt. Wien, 23. Juni. (TU.) Heute nachmittag kurz nach 44 Uhr ist das Junkersgroßflugzeug mit den Vertretern der reichsdeutschen und österreichischen Presse ans dem Flugfelde Aspe r ni bei Wien gelandet. Der Flug von München in die österreichische Hauptstadt war von herrlichem W e t- t e r begünstigt. Das Flugzeug machte vor seiner Landung nordostwärts von Wien eine große Schleife über ungarischem Gebiet. Zum EMpsnttge der Gäste hatten sich auf dem Flugplatz zahlreiche Persönlichkeiten eingefunden, darunter der deutsche Geschäftsträger Är, Barch e r k s mit den Herren der deutschen Gesa n d ts ch a f t, von der österreichischen Bundesregierung Minister für Handel und Verkehr Dr. Schiirff. Die offizielle Begrüßung, die einen außerordentlich herzlichen Charakter hatte, war von dem Gedanken der engen unzerstörbaren Zu- sammengehörigkeii Oesterreichs und Deutschlands getragen. Handelsminister Schürff hieß die Flieger namens der Bundesregierung herzlich willkommen und gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß auch dieser Tag eine Annäherung zwischen beiden Staaten bedeute. Gesandtschastsrat Dr. Borcherts gab Kenntnis van folgendem Telegramm des Reichskanzlers^ terftützung über 26 Wochen hinaus bis auf ein Jayr zu verlängern, ferner für öffentliche Aufträge und Notstandsarbeiten im besetzten Gebiet Sorge zu tragen und zu erwirken, daß auch die Gemeinden des besetzten Gebietes den Arbeitslosen eine sorgsame Fürsorge zuteil werden lassen. Die Sozialdemokraten beantragen namentliche Abstimmung über die Entschließung des Ausschusses. In namentlicher Abstimmung wird hieraus der A u s s ch u ß a n t r a g, den sozialdemokratischen Gesetzentwurf abzutehnen, mit 199 gegen 158 Stimmen angenommen. Der Antrag der Kommunisten wird abgelehnt. Die Entschließung des Ausschusses wird mit großer Mehrheit angenommen. Es folgt die zweite Beratung der von den Sozialdemokraten und Demokraten eingebrachten Gesetzentwürfe, die die P a ch t s ch u h v r d n u n g vom 9. Iuni 1920 in verschiedenen Punkten abändert. um den Schuh der kleinen Pächter zu verstärken. Der Ausschuß für Wohnungswesen hat für diese Entwürfe eine etwas andere Fassung beschlossen. Abg. Dr. David (Soz.) bemerkt, daß der Schutz der kleinen Pächter vor einer Beendigung der Pacht durch den Verpächter und der Vertreibung von Haus und Hof verstärkt werden müsse. Abg. D o m s ch (Dntl.) führt aus, daß die Pachtschuhordnung bald wieder aufgehoben werben müsse, weil nur dadurch normale Verhältnisse im Pachtwesen geschaffen werden konnten. Abg. West ermann (Dt. Dpt.) stellt sich grundsätzlich auf den Standpunkt des freien Verkehrs gegenüber dem Zwange. Vorläufig werde aber seine Partei nochmals für die Verlängerung der Pachtschuhordnung auf zwei Iahre stimmen. Abg. Ronneburg (Dem.) ist gegen den Abbau der Pachtschutzordnung. Die demokratische Partei stimme gegen die deutschnationalen Anträge und für die Ausfchußanträge, eventuell auch für die Zentrumsanträge. Damit schließt die Aussprache. Auf Antrag des Zentrums wird einstimmig beschlossen, daß die Derlängerungsmöglichleilen der Pachtungen unter zehn Hektar sich auch auf Sammel- pacytverträge erstrecken sollen, wenn der einzelne Pächter nicht mehr als zehn Hektar bewirtschaftet. In bezug auf die Häuerlingsverträge wird auf Antrag Witter (Ztr.) und Genossen beschlossen: Liegt durch Verschulden des zur Arbeit verpslich- kten Häuerlings ein wichtiger Grund zur schriftlichen Aenderung des Arbeitsverhälmisses vor, so darf von der Befugnis, einen solchen Vertrag zu verlängern oder feine Kündigung für unwirksam zu erklären, kein Gebrauch gemacht werden. lieber den Antrag der Sozialdemokraten, die Befristung der Verlängerung bis zum 30. September zu streichen, sie also zu einer dauernden zu machen, ergibt die namentliche Abstimmung die Ablehnung des Antrages mit 219 gegen 146 Stimmen bei einer Stimmenthaltung. Der Ausschußantrag auf Verlängerung bis zum 30. September 1927 wird angenommen. Ein Antrag Rönnebera (Dem.), die Bestimmung in der geltenden Pacytfchuhvrdnung zu streichen, wonach die seit dem 1. Ianuar 1924 abgeschlossenen Verträge nicht darunter fallen, wird in namentlicher Abstimmung mit 185 geg^n 183 Stimmen bei zwei Stimmenenthaltungen an-- gcnoimncn. Dagegen wird ein Antrag der völkischen Abg. Henning und Genossen wonach die aus Reichsmark abgeschlossenen Pachtverträge nicht unter die Pachtsch'-ltzverordnung fallen sollen, in namentlicher Abstimmung mit 19? gegen 17'2 Stimmen abgelehnt Im übrigen werden die Ausschußantröge bestätigt London, 23. Iuni. (TU.) Die gestern in London aus Tokio eingetroffenen Meldungen, wonach in der Mandschurei große Unruhen ausgebrochen seien, haben große Erregung hervorgscufen. Die Ursachen der Unruhen sind mcht genau bekannt. Man glaubt jedoch allgemein, daß politische Agenten die Abwesenheit Tschang Tso Lins von der Mandschurei sich zu Ruhen gemacht haben, um in der Provinz Propaganda zu treiben. Die Anzahl der nunmehr in Schanghai anwesenden Feng- Truppen wird auf ungefähr 6000 Mann geschäht. Die Truppen verfügen über modernes Kriegsgerät und haben vollständige europäische Ausrüstung. Ihre Ankunft in Schanghai rief besondere Vesorgnis herber, da man über die Gründe ihrer Anwesenheit nicht im Klaren ist. KriegzwischenTschangundFeng? Reu York, 23. Iuni. (TU. Funkspruch.) Rach Telegrammen aus Hongkong steht der Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen den Truppen des Generals Tschang und denen des Generals Feng unmittelbar beoor. In Peking und Schanghai ist der Belagerungszustand berhängt worden. In Ringpo ist ein Japaner und ein Russe getötet^worden. Ein amerikanischer Zerstörer ist nach Ringpo unterwegs. Plünderungen und Morde. London, 23. Iuni. (WB.) Die Lage in China verschlimmert sich anscheinend. Rach un- jonbern oerbunbcn v reife genommen Höhe wie für den Pistungen den teil, befoi 2lin Sams> Dab-Rauh-rim. 23. fW1- 0anrgci 3ii Heugras- und in der Spanien, labrib haben «UA,n 9ri H Vetlontn u ;'?,r Wn M um ble irdendeinem geeigneten kann. Frankfurt a. M. für essen. Wie . Arbeit und . die Miete flarvcn und Zigaretten. Gietzener Mfco D i e Juli-Miete in i wir hören, hat das Ministerium f Wirtschaft in Aussicht für den Monat Juli in Vormonat sestzusehen. ibttnnen, nncn in Ruhleben rtt Cr $rifft6c c erlitt biirrfi fern s hks PfcrdcS einen »an er nach Heber hat jedoch den Boden nur bis zu 15 Zentimeter durchdrungen. Immerhin ist er von großem Dorers für die Hackfrüchte Den Dick» am 23. Juni (Händlerpreise). Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkte. Butter 190—200, Matte 40, fldfc 65, Wirsing 40, gelbe Rüben (Päckchen) 30, rote Rüben 25, Spinnt §6, Dohnen 60, Spargel 60—100, Erbsen 50, Misch' geinüie 20, Tomaten 160, Zwiebeln 25, Rhabarber 30, Kartoffeln, alte 5, Kartoffeln, neue 16, Kirschen 50—60, Stachelbeeren 35, Johannisbeeren 40, Erdbeeren 100—130, Honig 35 Pf. je Pfund: Eier 13, Blumenkohl 80—100, Salat 10—20, Salataurken 60, Ober Kohlrabi 20, Lauch 5—10, Rettich 25 Pf. je Stück: Radieschen Vd 16 Pf. wechselnde Mnde, ,. regnerisch. Tief über Mittel- komm/ ein neues Mit, während das i Mverändert Ift \tb twibtrgtütnb zu verzeichnen. Der Landwirtschaft Ergebnis sehr zu Ruhen. Kreis Schotten. Q Laubach. 22 Juni Die und diese mit ihm ~ tragen hatte. Mit dem Gesang von „Ein feste Burg" nahm die erhebende Feier ihr Ende. Vereins, mit mehreren Preisen geschmückt, von dem Feldbergfest zurück. berichtet, ift ein Kap Dliiceni gt- ^mpfer ,ya|, ampser „Sang- Gingen toMder 8 AMh eben- h unterwegs, um enischen Tampser s'VünW Dümvi'-. sollte ein Teil der entstehenden Ausgaben durch Dcrdoppelung der DergnügungSsteuer sür Kostümfeste und karnevalistische Deranstaltungen gedeckt werden. Der Magistrat hat nun beschlossen, die Kartensteuer für Kostümfeste und «arakters vom St;rdjenDorftanb pieler übertragen werden Achten. * *®irb ethy .u«. vielsaö» alle Deranstaltungen karnevalistischen von 25 auf 50 Prozent zu erhöhen und außerdem die Pauschalsteuer für das Spiel um Geld ober Sachwerte in Spielklubs, Dereinen und Gesellschaften — soweit es nicht als Glücksspiel verboten ist — auf daS dreifache des Rormal- d Land. n 24. Juni 1925, Gießen. i KrelsturMbas . August in * ii u. a. auch JW‘ :netinnth aus eintreffen. Dtksen onbere Gastfreund' en, die nicht allem n Bahnhof, sondern der Quartier- druck kommen muh. in unterem W rticranmctbung fü fordert, sprüht mit lickt, di? untere auf sprach ein Vertreter der Vereine und dankte für alle Förderung, die der Pfarrer diesen zuteil werden liest. Run richtete Pfarrer Freitag herz- liche Abschiedsworte an die Gemeinde, er gedachte der vergangenen Tage, wo er mit der Gemeinde reud und Leid zusammenge- tagnachmittag trafen sich 200 Psadfircher vom hessischen Landesverband des deutschen Pfadsinderbundcs hier am Dahn- iicfc. In straffer Disziplin ging ce unter frischen Gesängen durch die Stadl, wo die jungen Leute von den Kurgästen begeistert begrüßt wurden. Am Grand-Hotel wurde dem Dorsitzenden der amerikanischen Pfadfinder, der zur Zeit hier zur Kur weilt, ein .Ständchen" gebracht Dann ging es weiter zum Hochwald, wo die Vorbereitungen für das am Abend geplante Sonnen wendfeuer getroffen wurden. Der Hvlzstvst war schon ausgelchichtet. da auf der gräflichen Heugrasversteigerung waren noch geringer. Die geringen Preise von diesem Jahr erklären sich durch die verminderte Kaufkraft der Derbraucher und durch die reichere diesjährige Futterernte: besonders der Klee war auch tresfltch geraten. — Der mit dem diesjährigen Ausschuh-Fest verbundene Blumentag zum Besten des hiesigen Ehrendenkmals hat ein gutes Ergebnis gehabt. Es gingen insgesamt 4 3 8,25 M k. ein. Betreffs der Wahl des Platzes für das Denkmal gehen die Ansichten noch weit auseinander. Die meisten Stimmen vereinigen sich jedoch für die Wahl des Standplatzes auf oder vor dem Friedhof mit der Totenkapelle als Hintergrund. Der Ramsberg wird abgelehnt mit der Begründung, dast diese Stätte zu belebt ist. vornehmlich am Sonntag, wo die Hinterbliebenen der ge= fafienen Heldensöhne das Bedürfnis haben, In stiller Andacht sich der Erinnerung an ihre Lieben zu widmen — Der Degen, der seit Samstag elnsetzte und auch heute noch, allerdings mit Unterbrechungen, anbauerte, war den Landleuten und Gartenbesitzern sehr willkommen. Er Arcie Lauterbach. A Lauterbach, 23. Juni. Die Volkszählung am 16. d Mts. hat für Lauterbach eine vorläufige Einwohnerzahl von rund 4800 ergeben, und zwar etwa 2250 männliche und 2550 weibliche Personen. Das genaue Ergebnis kann erst nach Prüfung der Kontrollisten festgestellt werden. Die Volkszählung im Jahre 1919 ergab 4418 Einwohner. Kreis Wetzlar. b. Wetzlar, 22. Juni. Mit Rücksicht auf ben großen Wäschemangel, der in vielen und vor allem kinberreichen Familien herrscht und der sich besonders bei Wöchnerinnen bemerkbar macht, hat daS KreiSwohlfahrtS- amt sechs Wa nderkessel beschafft, die Wäsche für Mutter und Kind enthalten. Der Inhalt eines Kessels besteht aus 2 Bettüchern. 1 Gummiunterlage. 1 Handtüchern, 4 Frauenhemden, 2 Cinschlagetüchern. 4 Resseltoinbeln, 2 Bieberwinbeln. 4 dreieckigen Windeln, 4 Hemden. 3 Jäckchen, 3 Rabelbinben und 1 Badethermometer. Das Kreiswvhlsahrtsamt hat die Kessel- form gewählt, weil sich darin die Sachen sauber aufbewahren lassen und der Kessel auch her der Wäsche des Inhalts benutzt werden kann. Anträge aus Ausleihung der Wanderkessel sind beim Kreiswvhlsahrtsamt zu stellen. Der Kessel bleibt 14 Tage bis 3 Wochen im Gebrauche einer Wöchnerin. In besonders ärmlichen Fällen kann die im Kessel enthaltene Säualingswäsche der Mutter aus Antrag ganz belassen werden. Bedingung für die Ausleihung ist die pünktliche und saubere Rückgabe des Kessels und seine- Inhaltes. Das Kreiswohlfahrtsamt erwartet, dast von der segensreichen Einrichtung fleißig Gebrauch gemacht wird. HcFcn-NaFau. H Marburg. 23. Juni. Seit SamStag tagt hier die 2 5jährige JubiläumSkon- ferenz der christlichen ^Bereinigung deutscher Eisenbahner und Postbeamten. Cs sind hierzu über 1000 Teilnehmer. Männer und grauen, aus allen Teilen Deutschlands. sowie Vertreter aus dem Auslände, eingetroffen. Die Hauptfestversammlungen finden täglich in den Stabtsälen statt, für Mittwoch ist ein AbschiebSausflug nach dem Frauenberg vorgesehen. Die Dereinigung, die sich die sittliche Hebung und Stärkung ihres Berufsstandes angelegen sein lästt, zählt etwa 109 Ortsgruppen mit über 2000 eingeschriebenen Mitgliedern. Die Zentrale für Deutschland ist Eisenach spd. Frankfurt a. M, 23 Juni. Aach dem Beschlust der gemischten Verständigung-- kommission in Sachen der Gewährung einer a u st e r o r d e n t l i ch e n Beihilfe an Erwerbslose und andere Bedürftige Versteigerungen haben hier Hmgegenb bedeutend geringere Preise erzielt als im vorigen Jahr. Während im vorigen Jahr der Morgen auf gegen 100 Mark und darüber kam, konnte man ihn hier in diesem Jahr durchschnittlich für 25 bis 40 Mark haben. Die Preise Dr. med. A. Hcnechel &. Co.. G.m.b.II.. Berlin NO 43. Niederlage b< i IIirweh-Apotheke, Fritz Bauer. Frankfurter Str. 4. Viktorla-Bl-ocerie. Gtlth^ Marktstr. 5- i niv.-Avothekee. Cold. Engel, A. Habrik. Marktplatz: Central-Drogerie. Lmd harn. Schulst«;: Kreui-nrogrerle. August Noll, Bahnhofstr. 51 Neustadt-Drogerie. Hans Noll, Neustadt Sl. " Der Kreistag des Kreises Gießen tritt am kommenden Montag, vormittags 10'/. llbr, im Sitzungssaal des Regierungsge- bäubes zu seiner diesjährigen ordentlichen Tagung zusammen Tagesordnung: 1. Diensteinweisung der KreistagSmitglteber Seipp und Kreiling. 2. Rechnungen über Einnahmen und Ausgaben der Kreiskasse für die Rj. 1922 und 1923. 3. Doranschlag über Einnahmen und Ausgaben der Kreiskasse für das Rj. 1925. 4 Tätigkeitsbericht der Bezirksfürsorgestelle für Rj. 1924. 5 Satzung füi das Jugendamt des Kreises Giesten. 6. Errichtung einer Stelle eines Geschäftsführers für daS Jugendamt des Kreises Giesten. 7. Schlustabrechnung des Getreidekommunalverbandes. ' Gegen die öffentliche Bekanntmachung von Richtwählern. AuS Anlast eines SinzelfalleS hat der Reichsminister des Innern darauf hingewiesen, dast es mit den derzeit geltenden Dorschriften unvereinbar ist, wenn eine Gemeinde nach einer Reichs Wahl die öffentliche Bekanntmachung der Richtwähler 6c*- schließt. Eine solche Mastnahme würde auf mittelbare Einführung der Wahlpflicht hinauslaufen, die bisher vom Reichstag abgelehnt wurde. Das Verfahren bei Reichswahlen ist durch de Wahlgesetze und die Reichsstimmordnung erschöpfend geregelt. Grundsätzlich besteht nach Llbschlust einer Wahl weder ein Anspruch der Parteien auf Einsicht in d'.e Stimmlisten zum Zwecke der Feststellung, wer von seinem Wahlrechte Gebrauch gemacht hat, noch fahrt von einer Gemeindevertretung beschlossen werden, dast die Tarnen aller Richtwäyler ausgehängt werden. " Auszeichnung. Man berichtet uns: Der Küserlehrling Heinrich Sommerkorn von (Sieben erhielt bei der Küfer-Fachausstellung des Mitteldeutschen Küser-Jnnungsverbands in Angaben tragen wie zu » außerdem must die Rümmer und das Datum dec lEinluhr-i Genehmigung, die vvr der Absendung vom Absender bei der Zolldirektton m Saarbrücken einzuholen ist. durch den Vermerk .Genehmi- mmg der Zolldirettion In Saarbrücken Rr..... vom . . .“ aus der Sendung angegeben und Darunter vermerkt werden: .Durch die Post in Saarbrücken zu verzollen.' Sämtliche An- flaben über die Ware sowie die Genehmigung kvnnen auch in einer besonderen Zollerklärung «macht werden, die mit kreuzweise geknüpfter Schnur an bet Sendung befestigt fein must. In verschlossenen freigemachten Briefen im D-wicht bis zu 150 Gramm, die an Private gerichtet sind, können Webwaren mit Ausnahme von Spitzen. Tüll und Stickereien zollfrei versandt »erben. Briefiendungen. bei denen sestgesteltt ober vermutet wirb, bast lic abgabepflichtige Gegenstände enthalten, und die den obigen Bedingungen nicht entsprechen, oder Die ein- und durchsuhrverbotene Gegenstände enthalten, werden beschlagnahmt. Beschlagnahmt werden in allen Fällen: Gegenstände mit falschen französischen (Handel--) Marken, fremde Scheidemünzen: Spielkarten:: Büchet Nachdrucke , Arzneien, die nicht in einem amtlichen HeilrnittelverzeichniS stehen: Tabak, Zi- v Londorf, 23' Juni. Zu der Berichtigung in Rr. 140 des „Gieß. Anz." von Bers- rod betr. das Wertungssingen in Beuern ist zu bemerken, dast die Mitteilung in Rr. 128 des „Giest. Anz." auf Wahrheit beruht. Der Arbeiter-Gesang-Derein „Unia n", Londorf hat nach bet Wertungstabelle und nach dem Diplom, das dem Verein ausgehändigt worden ist, nicht 69'/2, sondern 70 Punkte erhalten, mithin steht der Verein an zweites Stelle und nicht, wie es in bet Rotiz von Bersrod heistt, an dritter Stelle. (Wir schließen hiermit diese Auseinandersetzung. — Die Red.) | ton. Weickart shain, 23. Juni. Am Sonntag fand hier die Beigeorbneten- w a h l statt. Gewählt wurde Karl Biedenkopf II. mit 56 Stimmen. Drei Stimmen waren ungültig. Don 230 Wählern hatten nur 59 von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Kreis Friedberg. Ss. Friedberg, 22. 3uni. In nichtöffentlicher Stadtverordnetensihung wurde die Aufnahme eines langfristigen Darlehens von einer Million Mark beschlossen. Ob eS der Stadt wirklich gelingt, das Geld von dem betresfenden Geldgeber zu erhalten, steht noch dahin. Auf Grund der von der Stadt beschlossenen Richtlinien zur Gewährung von Baudarlehen haben sich 5 7 D a u l u st i g e gemeldet. Don diesen Gesuchen sind der Stadtverordnetenversammlung 15 zur Genehmigung vorgelegt worden, die einen Zuschuß von 326 000 Mark erfordern: es sollen danach 2 Zweizimmer-, 11 Dreizimmer-, 12 Vierzimmer- und 9 Jüns- zimmertoohnungen erbaut werden. — Die hiesige Turngemeinde feierte gestern abend im Kreise ihrer Mitglieder im Saale des Hotel Trapp am Vorabende des Gründungstages ihr a ch t z i g st e s S t i f t u n g S f e st, verbunden mit der Ehrung einer Anzahl von langjährigen und um ben Verein besonders verdienten Mitglieder. Der erste Sprecher, Thierolf, gab in einer Ansprache ein Bild von dem wechselnden Schicksale der Gemeinde, und war in der angenehmen Lage, einer größeren Anzahl von älteren Mitgliedern eine künstlerisch ausgestattete Ehrenurkunde, teilweise für besondere Verdienste um den Verein, teilweise für 40 oder 25jährige Mitgliedschaft zu überreichen. Im Ramen des Turn- gaueä überbrachte der 2. Vorsitzende Schneider von Butzbach die Glückwünsche des Gaues und überreichte drei besonders verdienten Turnern (Köhler, Jockel und Hain) den Ehrenbrief der Deutschen Turnerschaft Der Abend wurde durch musikalische Darbietungen und Vorträge der Gesangsabteilung verschönt. Während des Abends kehrte die Jugendmannschatt des !! 03 üb in gen. 23. Juni. Eine Heuernte, wie sie seit langen Jahren nicht gewesen war, ist dieses Jahr in ben hiesigen Wiesengründen kommt dieses Kreis Alsfeld. m. Flensungen, 23. Juni. Die letzte Volkszählung ergab in unserer Gemeinde 237 männliche und 240 weibliche, mithin xufammen 477 Einwohner die sich aus 83 Wohnhäuser von Flenstmger Hof einen Zuwachs von 13 Personen der Vabnhof gehört, Dcrtellen. Da bei der vor- letzten Zählung 515 Personen anwesend waren, ferner unsere Gemeinde durch das Libelheim Flensunger Hof cnen Zuwachs von 13 Personen rhielt, ohne die unsere Gemeinde nur 464 Glieder zählte, so ist also seit der vorletzten Zählung ein Rückgang von einem halben Hundert zu verzeichnen. also 10 Prozent der damaligen Einwohner- • Grosten-Linden. 23. Juni. Die Straßensperre in unserem Orte ist vom KreiSamt wieder aufgehoben worden. —o— Grosten-Linden, 23. Juni. Zur 31. Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (D. L. G.), die in diesen Tagen in Stuttgart stattfand, hatte der Landwirt- schastskamtner Ausschust der Pro- vinz Oberhessen ine Sammelgruppe V o« geleberger Vieh geschickt: auch unsere Gemeinde hatte einen prächtigen Zuchtbullen beigegeben, der mit seinem stattlichen Gewicht von 18 Zentnern es sicherlich mit manchem Simmentaler wird aufnehmen können. Wahrend die Gruppe mehrere Anerkennungspreise und einen Hauptsiegespreis von 500 Mk. erzielte, wurde unser Gemeindebulle bei scharfem Wettbewerb, wie gestern schon kurz berichtet, mit einem 3. Preis ausgezeichnet. Durch sorgfältige Auswahl bei der Züchtung und gute Pflege lassen si chauch mit unserem Vogelsberger Höhenvieh Erfolge erzielen, die sich bei der verschiedenartigen Bewertung der Tiere in der Wirtschaft und auf dem Markt, insbesondere als Schlachtvieh bezahlt machen, zumal die durchaus gesunde Rasse auch weniger der Infektion durch Tuberkulose unterliegt. ’ Holzheim, 22. Juni. Pfarrer Freitag, der nahezu 28 Jahre in großem Segen in unserem Dorfe gewirkt Hot. verläßt uns in diesen Tagen, um sein neues Amt in Bleichenbach anzu- treten. Mit großer Wehmut sieht die Gemeinde den beliebten Pfarrer scheiden. Am Sonntagabend versammelte sich noch einmal die ganze Gemeinde um das Pfarrhaus, um von dem scheidenden Pfarrer Abschied zu nehmen und ihm und seiner Familie ein letztes Lebewohl AU sagen. Nachdem die große Versammlung das Lted „Ach bleib mit deiner Gnade" gesungen hatte, ergriff der berufene Vertreter der Gemeinde das Wort, um dem Pfarrer für all das zu danken, was er der Gemeinde in den 28 Jahren feines Hierseins gewesen ist. Er wünschte ihm und seiner Familie auch in seinem neuen Wirkungskreise reichen Segen. Dann fang der Gesangverein Harmonie das erhebende Lied „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre". Dar- «6 »AL ran»»1*" * ' -jjlterfhinf ent be W SüGtg^tnu muffen auch , U-s sS. 1. Preis und den von bet Stabt Frankfurt gestifteten Ehrenprei-. Bornotizen. — Tageskalenber für Mittwoch. Lichtpielhaus Bahnshofstraße „Wege zu Kraft unb Schönheit". — D i e Deutsche Demokratische Partei hält am Donnerstag, 25. Juni, abends 8*/i llbr, im Gewerbehaus. Kirch straße, eine Mitgliederversammlung ab. (6. heutige Anzeige!) — Der Ortsgewerbe v ereil, halt am Sreitagabenb 81/? llbr im Gcwcrbchaus seine bies- hährige Hauptversammlung ab. Eine Ziehungsliste aus Ingelheim liegt dort vor- (8 Anzeige.) Landkreis Gicsten. !'! Aus dem Kreise G i e st e n. 23. Juni. Die Landwirte sind zur Zeit eifrig damit bc- schasttgl, die Gemüse- und Dickwurz- äcker auözustellen. nachdem die letzten Tage ausreichenden Regen gebracht haben. Die luhle Witterung ist für das Anwachsen der Setzlinge außerordentlich günstig. Viel Klage wird drr- über geführt, dast die Kohlpflanzen von bet Kvh 1 fliege und anderen Schädlingen ange= bohrt sind, die Maden haben die Stengel hohl gefressen unb den Entsproß oder das Herz der Pflanzen fo beschädigt, dast wohl fünfzig Prozent Der Setzlinge unbrauchbar sind- X Klein-Linden, 23. Juni. Die hiesige Bürgermeisterwahl wirft ihre Schotten ooraus, da sich mehrere Kandidaten für den Posten bewerben. Wie sich das Stimmenoerhällnis auf die neuen Bewerber verteilen wird, ist noch sehr unsicher, eine Stichwahl wird wohl unvermeidlich sahes von 16 Mark für ble ersten angefangenen ICO Quabratmcter des Betriebsraumes unb 4 Mk. für jede weiteren angesanaenen 50 Quadratmeter pro Veranstalttmgötag festzusehen. — 2m Dorort Praunheim wollten zwei Männer, die reichlich gekneipt hatten, in einem Rachen auf ber Ridda nach Hause fahren. Als der vierzigjährige Mechaniker Ballenberg den Rachen besteigen wollte, rutschte er aus unb fiel in bas liefe Wasser. Ehe ihm Hilfe gebracht werben konnte, ertrank er. Der Ertrunkene hinterläßt eine Witwe mit acht un-v mfmbigen Kindern. Frankfurt a M., 23. Juni. (WTB.) Das Auto des Frankfurter Bankiers Adolf E a s s e l geriet auf ber Fahrt nach Dab Kifsingen vor Hammelburg ins Schleudern unb überschlug s i ch. Die 14jährige Tochter Calsels würbe getötet, sein Sohn erlitt einen Armbruch Frau Cassel wurde mit mehreren komplizierten Oberschenkelorüchen in bas Krankenhaus gebracht bl. Dillenburg, 23. Juni. Am 29. Ium werben es 50 Iah re, bah bas weithin sichtbare Denkmal beS Dilltales, der hiesige W i l - Helm sturm, geweiht wurde Entstanden auS dem Gedanken, an jener Stätte, wo ber groste Sohn unterer Stadt, Wilhelm von Oranten, einen Zeitabschnitt seines LebenS vollbracht, erinnert uns der Turm an die großen Zeiten unserer Vorfahren. Dem Tag zum Gedenken wird am 10. und 11. August hier ein Heimatfest veranstaltet werden. — Auf ber im Ranzenbachtal gelegenen Roteisensteingrube „ F r i e b r i ch s f u n d" entstand am Sonntagabend gegen 8 älhr ein Brand, der das Kesselhaus unb die umliegenden kleinen Gebäulichkeiten zum größten Teil vernichtete. Die Entstehungsursache ist noch nicht festgestellt. machte aber der start niedergehende Regen dem Vorhaben ein Ende Es galt möglichst rasch noch »trockenes Quartier" zu beziehen. Wer in Den Schuhhütten der Umgebung nicht unterkommen konnte, der suchte in rasch ausgestellten Zetten Unterschlupf. Auch ber Sonntag ließ nicht alle Pläne der Pfabiinder Wirklichkeit werden. Am Morgen wurde im Walde zwar gespielt unb gelungen, auch abgekocht, aber der Regen am Rachmittag ließ ein rechtes Pfadfinderleben nicht mehr aufkommen, wenn er auch den Pfadfindern Stimmung unb Mut nicht rauben konnte Die Freiwillige Feuerwehr beging am Sonntag bie Feier Ihres 30jährigen Bestehens durch eine größere Festlichkeit, deren Verlauf durch die Ungun ft der Witterung aber stark beeinträchtigt wurde. Ein Festzug. an bem sich außer den Vereinen der Stadt auch zahlreiche auswärtige Wehren beteiligten, bewegte sich nach den, Hochwalde, dem alten unb besonders beliebten Festplatz der Alt-Rauheimer. LehrerHilbe- brand hielt dort die inhaltsreiche Festrede. Bürgermeister Dr. Kayler beglückwünschte namens ber Stadt bie Wehr unb pries deren vorbildliche Schlagfertigkeit und Hilfsbereitschaft. Die Vereine der Stadt ließen durch ihre Vorsitzenden dem Jubelverein Fahnenschleifen ober andere Zeichen des Gedenkens überreichen. Auch einige auswärtige Wehren befanden sich in der langen Reihe der Gratulanten und erwiesen dem Druder-verein besondere Aufmerksamkeiten. Der Gesangverein ^Frohsinn", die Gesangsabteilung des Turnvereins 1860. der Volkschor unb Turner unb Turnerinnen beider Turnvereine waren bestrebt, den Kommers sowie das Fest durch gesangliche und turnerische Darbietungen zu verschönern, jedoch war es infolge des regnerischen Wetters nicht möglich, das reichhaltige ! Programm ganz durchzuführen. — Das diesjährige Jugendsest wird am 24 Juni von den Schulen der Stadt gemeinsam unter ben alten Eichen im Hochwalde gefeiert. — Dem Männerturnverein, der 1913 als zweiter Verein der D. T. am hiesigen Platz gegründet wurde, ist es durch hochherzige Spenden seiner Mitglieder möglich geworden, sich eine Fahne I anzuschaffen. Die Wei ste wird am 5. Juli vorgenommen. Ein größeres Schau- und Werbeturnen wird damit verbunden. Turnlehrer M. Gebhardt-Frankfurt a. M. wird es leiten. Er ist beauftragt, die bekanntesten deutschen M e i ff e r t u r n c r aus München, Frank- I furt, Darmstadt, Berlin u. a. Orten für die Veranstaltung zu gewinnen, die dadurch auch für die I Umgebung von Bedeutung werden wird. !'! Münzenberg. 23. Juni. Zu einer großem Kundgebung des Jungdeutschen Ordens wird sich nächsten Samstag und Sonntag die Sonnentoenbseier auf ber Burg Münzenberg gestalten Die Brüderschaften aus den Balkeien Oberhessen, Hessen-Rassau unb Maingau werden an der Kundgebung teilnehinen. Für etwa 4000 Ordensbrüder find bereits Quartiere bestellt. Eine größere Anzahl von Bannern wird gelegentlich ber Feier eingewelht werden. Krcis Büdingen. wurzeln, ben Kartoffeln, aber auch bet Sommer- frucht kommt er sehr zu gut. m. Boden Hausen, 23. Juni. Unser Orgel w e r f, welches durch Alter und Krieg sehr gelitten hatte, wurde durch die Finna Nikolaus & Pappe in Lich in 14fägiger Arbeit wieder fo erneuert und ausgebesien daß es jetzt manchem neuen nicht nachsteht, wie wir dies bei der vorgestrigen Einweihung sehen und hören konnten. 64 neue Profpektpfeifen, die der Krieg dem Werke geraubt hatte, wurden eingefügt. Ferner wurde ein Magazingebläse mit Moiorbetrieb eingebaut, ge- win das einzige dieser Art in der ganzen Gegend, das den Balgtreter überflüssig macht. Unser langjähriger Organist, Lehrer i. R. Schuchordt, wird jetzt gewiß noch mit größerer Freude an die Arbeit gehen. Musiker Döring von hier, der einen Organistenkursus in Friedberg mitmachie, wird sein Nachfolger werden, da bekanntlich der Organistendienst nicht mehr mit einer Schulstelle GB Londorf, am 24. Juni 1925. 6249D Beerdigung: Freitag, 26. Juni, nachmittag 3 Uhr.* Settersweg 19. 202DA Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Harries. Gießen (Asterweg 35), den 24. Juni 1925. 6236D 1 bis 2 möblierte Zimmer mögt parterre oder 1. Stock, wenn möglich in guter Lage, sofort gesucht 6243h nnter Fachleute. 6223D 1-3 Uhr 05384 Asterweg 39 L gesucht. [6230D fionöitotei ©eigner Plockstratze 9. gesucht. 05379 Seltersweg 23. 6235al Eieier, Hamburg. Stellenangebote Vereine Frankfurt am Main. 6226ss US « für 15412 Hause. Hammstr. 5 v. Beim kühlen Wetter $ngweste o ffl Jagdwageo, Bäckerwegen, Break zu verkaufen 05398 MublstraKe 22. /2ö-Ju8i\ Beginn neuer Kurse \ Vogtsche HandelsschuIeGießen/ Ooethestraße 32 X- 6254a 6207a ßtüenfllflies IieHMen gegen hohen Lohn Martin Abermann Gießen, Löberstratze 8. Rheinland - Konzern Vez.-Dir. Frankfurt am Main, Taunusstraße 47. Aktien-Kapital und Reserven sämtl. Gesellschaften: 27 Millionen. Ich habe über meine Füße gar nicht mehr zu Klagen. Mit IhrenPneumetten bitt ich sehr zufrieden, sodaß ich dieselben nur jedermann bestens empfehlen kann. 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Schwarz: 1 Steine. Kh8, Lei, Ba7, Bc3, Be4, Bf4, Bg5. Partie Nr. H 8 8 6 5 3 g gespielt in der ersten Runde des Darmstädter Schachturniers. Weih: Gutkewitsch. Schwarz: Orbach. 1. d2-d4 1. Sg8-f6 2. c2 —c4 2. e7-e5 3. d4Xe5 3. Sf6-g4 4. Sgl -f3 4. L18-C5 5. e2-e3 5. Sb8-c6 6. Lfl -e2 6. Sc6xe5 7. Sf3xe5 7. Sg4xe5 8. 0-0 8. d7-d6 9. Sbl-d2 9. Lc8 — f5! 10. Sd2-f3 10. Lf5 — e4! 11. Lei -d2 Weiß hat die Eröffnung recht , Behandelt; es ist sehr schwer ihm etwas anzuhaben 11 11. a7-a5! 12. Sf3xe5 12. d6xc5 13. Ld2-c3 ‘ 13. Dd8-g5! 14. g2-g3 Dies ist der entscheidende Fehler, durch den Weih das Spiel verliert; bester Lf3 14 14. 0-0 15. Ddl-cl um den Punkt e3 nochmals zu decken 15 15. Ta8-a6 16. f2 — f4 16. e5xf4 17. Tflxf4 17. f7 — f5! 18. Le2 —fl 18. Ta6-g6 19. Lfl-g2 19. Dg5Xf4! Dies gewinnt forciert, aber auch wenn Weih anstatt Lg2, Lc3-d4 gezogen hätte, würde Df4:, ef4:, La4: matt folgen- 20. g3xf4 20. Tg6xg2 4- 21. Kgl - fl 21. Tg2xh2 22. Lc3-el 22. Th2-hl + 23. Kfl-f2 23. Lc5-b4 Weih gibt auf, da er mindestens eine Figur verliert. Lösung deS Problems Ar. 16. 1. 13, Kc4 (V.) 2. Dd34- usw. V. a) 1 Ke5: 2. d4+ usw. b) 1 , d6 2. DfZ-f- usw c) 1 b3 2. Dd6+ usw. Die Schachmeisterschaft von Hessen. ID. Orbad) 1. Preisträger unb Meister von Hessen, vor der letzten Runde war folgender: Orbach 41, Bleutgen, Orth 4, Dr. Adam 34, Flander 3, Dr. Wolff 2, Gutkewitsch, Sixt 14. Die Reihenfolge der Sieger war demnach noch nicht gesichert, unb bie letzte Runde konnte noch viel lieber- raschungen bringen, und brachte sie auch. Am meisten Aussichten auf den ersten Preis hatte Orbach, denn er hatte noch eine Partie mit Bleulaen zu spielen, endete dieselbe zu seinen Gunsten, so konnte ihm den ersten Preis keiner streitig machen, endete die- selbe aber Remis, und Orth gewann gegen Gutke- witsch, so teilten sie den ersten und zweiten Preis. Aber Orth war scheinbar durch seine vorherige Niederlage geaen Bleutgen deprimiert, spielte unglaublich schwach und mußte Dr. Adam, der mit Virtuosität ein Abbins Damengegengambit gegen Sixt ge- wann, den zweiten Platz überlasten. Wenn die Partie Orbach-Bleutgen mit Remis endete, kam Dr. Adam mit Bleutgen zur Teilung der zweiten und dritten Preises. Aber Orbach behandelte ein Damengambit mit großer Kraft, opferte im 30. Zuge einen Bauern, wodurch er einen Bauern im Zentrum bekam, die Derteibigunasmöglichkeiten wurden immer |dymnd)cr, und im 50. Zuge mußte Bleutgen die Massen strecken. Hiermit war die Reihenfolge der Sieger klargestellt. Die Partie Dr. Wolsf-Flander gewann ersterer. Der Schlußstand des Turniers ist demnach folgender: W. Orbad) 5j Punkte, 1. Preis und Meister von Hesten, Dr. Adam 4i P., 2. Preis, Bleutgen, Orth je 4 P., 3. und 4. Preis geteilt; es folgen Dr. Wolff, Flander 3 P., Gutkewitsch 2* P„ Siri 1* P. Den Städtekampf gewann Gießen überlegen mit 2i zu Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedakttonSttsch Tertia gaudens. „Scheußlich!" sagt der Studienrat Schniffke zu seinem Kollegen, „kommt da heute, während ich gerade in der Teriia den „Caesar" durchnehme, der Rektor herein und gibt mir vor der ganzen Klasse einen Rüffel. Du hättest die Bengel sehen fofien!" „Kann mir schon denken tertia gaudens!" Der Polyglott. „Sie verstehen mehrere Sprachen?" fragte der Prinzipal den Bewerber. „Gewiß — vier," antwortete der junge Mann. „And welche sind dies?" „Schriftdeutsch, Zeitungsdeutsch, Amtsdeutsch und Kaufmannsdeutsch." „Herr!" schrie der Prinzipal und schlug auf den Tisch. Dann überlegte er's und sagte: ..Sie lind ein kostbarer Mann ich engagiere Sie." Ach richt,gl „Ober, wie können Sie mir diese schmutzige Serviette bringen?" „Entschuldigen Sie, die ist nur falsch zu-/ sammengelegt!" munistischen Internationale, unter deren Firma die stets ihre Hand in Unschuld waschende Sowjetregierung ihre verschiedenen dunklen Geschäfte im Ausland zu besorgen pflegt — den Mörder des deutschen Gesandten Grafen Mirbach, Genossen Blum- gen, mit Waffen, Munition, Geld, kommunistischen Agitatoren und Propagandaschriften. Die Hilfe war jedoch zu gering und kam überdies nur sehr langsam. Der aufsteigende Stern Persiens, der Diktator Risa Khan war stärker und Moskau ließ Kut- schul Khan, der überdies oon der kommunistischen Propaganda Blumgens nichts wissen wollte, fallen. Seit jener Zeit arbeitete Rußland in Persien nur mehr — allerdings sehr energisch — mit den pn- Der siebente Zwerg, s? Bon Franz Hessel. Ich bin der siebente Zwerg. Dah Schneewittchen bei uns war und tote es ihr erging, das wtßt ihr alle. Aber mich Tennt ihr nicht. In meinem Dettchen hat sie geschlafen, nachdem sie die sechs andern versucht und zu kletn gefunden halte. Meines war auch zu Nein. Aber sie blieb drin. Unb ich lag bei dem sechsten Bruder und konnte nicht schlafen, soviel mußte ich hinüberschauen nach dem schönen Menschen- tinb. Moosweibchen könnt ich wohl. Die sink» suh- träg, aber allzu anhänglich. Gnomenweibchen auch, die sind geschäfttg und munter, aber sie halten nicht still. Den tanzenden Elfen auf feuchter Mondwiese hab ich bisweilen zugesehn. Ihre Schleier sind nicht zu fassen, so dünn, so unbestimmt. Aber dies Menschenkind . . Wie sie uns Kußhände nachwarf am andern Morgen, als wir zur Arbeit gingen! Ich war der letzte in der Tür. Mein Herz pochte heftig tote ein kleiner Silberhammer Unfern Haushalt hat sie reizend geführt. Immer gab es Blumen auf dem Tisch. Aber in den Ecken war nicht gut ausgefegt. Das muhten der sechste und ich nachholen. Ich tat'» gern. Ihr wißt, wie wir dann Unglück hatten mit dem Schneewittchen. Den Giftkamm der bösen Königin, ich zog ihn selbst aus Schneewittchens Haar, das mich dabei ganz bedeckte. Den Schnürleib, darin die Hexe sie ersticken wollte, ich löst ihn ihr ab. ich zuerst von allen sieben entdeckte die zwängenden Schnüre. Dann aber kam das mit dem vergifteten Apfel. Da war nicht zu helfen. Da war sie fo gut wie tot. Unb wir bauten den gläsernen Sarg. Unb als wir sie darin über Land trugen, da kam dieser Ausbund von Schönheit, der Königsohn: hellblaue Federn am Hut. glatten Wams. Puffärmel, pralle Trikots, überaus prall. den Sarg mit Schneewittchen, weil er fo sehr darum bat. Mir war's nicht recht. Ich lief hinter den Sargträgern her. Sie schritten schnell mit ihren langen Menschenbeinen. Ich muhte hüpfen. Ich wollt aber um alles noch einmal Schneewittchens Gesicht sehn. Geschwind, geschwind sprang ich durch die hohen Gräser und über die dicken Baurnwurzeln mit meiner kleinen Laterne. Als ich die Langbeinigen endlich überholt hatte und vor ihren Füßen vorbeisprang, um von vorn hinein zu leuchten in das gläserne Grab, da erschrak der nächste ber Träger und stolperte. Die andern bekamen den Ruck ab. Der Sarg schaukelte auf ihren Schultern. Sie sehen ihn ab. Sie sehn hinein. Ich seh durch ihre Beine hindurch auch hinein. Der Deckel geht auf, Schneewittchen lebt, hat das Stück Apfel- grüh in der Hand, das ihr aus dem Munde gefahren ist. Sie sagt ihr: Wo bin ich? Der schöne Königsohn sagt sein: Bei mir! Sie sinkt in seine Arme. Er hebt sie auf sein Roß. Ich aber blieb stehn und hatte das Rach- sehn. ilnb daß sie auch diesmal mir das Leben verdankte und ihren schönen Prinzen dazu, das weih Schneewittchen bis auf den heutigen Tag nicht. Auch nicht, wie sehr ich sie geliebt habe. Die sieben Zwerge, an die denkt sie Wohl manchmal, wenn die Kinder fingen: Hinter den Bergen, bei den sieben Zwergen. — Aber mich, den einen, den siebenten, den hat sie gewiß längst vergessen. Staatsgedanken bei Griechen und Römern. Professor ßaqueur. — Dritter Weicker-Vortrag. Der Redner ging aus von der auch in jüngster Zeit oft ausgesprochenen Behauptung, nicht die Form der Verfassung entscheide über das Wohlergehen des Staates, sondern der Geist, mit dem diese Form erfüllt und in dem sie gehandhabt werbe. Unter gewissen Voraussetzungen man dies xutreffen. aber manchmal ist ber Abstand der Verfassungsform von den wirkenden Kräften, die sie fassen soll, so groß, daß die Verfassung selbst die Schuld an schweren Staatserschütterungen trägt. So hat die ursprünglich auf einen kleinen Stadtstaat zugeschnittene, dann auf einen Flächenstaat, ja auf ein Weltreich angewandte römische Verfassung ein Jahrhundert der Revolutionen erzeugt, das erst durch Au - g u st u s zum Abschluß gekommen ist. Als eine theoretische Vorläuferin der Reform des Augustus kann Ciceros Schrift vom Staat (De re publica) betrachtet werden, die in den Jahren 54 bis 51 entstanden ist und gleich nach ihrem Erscheinen großes Aufsehen erregt hat. Nachdem die Forschung zunächst den griechischen Quellen des Cicero nachgespürt hatte, galt es nun Ciceros eigenen Anteil und seine eigne Stellung zu den staatstheoretischen Problemen zu ermitteln. Cicero selbst bezeichnet sein Verfahren als einen neuen Weg. Er projiziert die politische Theorie in die Geschichte des römischen Staats. Die theoretischen Forderungen werden als Motive des Stadtgründers und seiner Rachfolger bargeflellt. Die nach griechischen Vorgängern geforderte. auf dem Ausgleich monarchischer, aristokratischer und demokratischer Elemente beruhende Idealversassung erscheint als das Endprodukt einer langen organischen Entwicklung der römischen Geschichte — eine künstliche Konstruktion, die aber vor den griechischen Versuchen den Vorzug besitzt, einen festen geschichtlichen Boden unter den Füßen zu haben und sich des Schicksalhaften der Geschichte bewußt zu sein, während die griechischen Etaatstheorien. selbst wenn sie die Grundlage einer tatsächlichen Reugründung bieten wollten, ausgesprochen rationalistisch zu sein pflegten. Freilich ist auch schon von griechischer Seite versucht worden, in dem spartanischen Staat ein geschichtliches Beispiel der theoretisch geforderten Mischverfassung nachzuweisen. Polybius, der 167 als Geisel nach Rom kam. übermittelte dem fürstlichen Kreis des jüngeren Scipio, der ihn gastlich aufnahm, die griechischen Gedanken und gewann seinerseits in dieser Umgebung die tiefsten Einblicke in das Wesen des römischen Freistaates. der damals au) Kem Höhepunkt seiner Macht stand. Es war natürlich, daß er die Erkenntnis der einzigartigen K.-ast und Größe dieses Staatswesens mit der griechischen Theorie zu bereinigen suchte, indem er die römische Verfassung als die längst postulierte Mischverfassung barstellte. Die Konsuln sollten das monarchische, der Senat das aristokratische, die Komiti^n das demokratische Element fein. Diesem namentlich in der ersten Gleichung die Tatsachen vergewaltigenden Doktrinarismus stand die Lehre des alten Cato gegenüber, der den römischen Staat als das Wert vieler Menschen und vieler Jahrhunderte auffaßte, die nacheinander die Anfänge (origines) der späteren Entwicklung geschaffen und den großen Bau allmählich aufgerichtet haben. So trat an die Stelle des Systems die Geschichte. Dieser Wendung suchte Cicero gerecht zu werden, indem er bie Geschichte des römischen Staates zur Grundlage seiner Betrachtung machte und seinen Lesern das allmähliche Werden der römischen Verfassung vor Augen führte. Auch er stellte sie als die Erfüllung des Postulats ber besten Mischung bar, aber das königliche Element sah er nicht mehr im Konsulat, fonbern in dem Princeps. ban ersten Staatsmann, der vermöge seiner überragenden Persönlichkeit, seiner angeborenen unb planmäßig entwickelten Führereigenschaften. seines Ansehens unb seiner Würbe ben Staat beherrscht unb leitet. Ein solcher Prin- ceps war ber ältere, war ber jüngere Scipio gewesen, ein solcher zu werben war CiceroS eigenes heißes Bemühen, nach einem solchen Führer schrie ber von hunberijährigen Revolutionen unb Bürgerkriegen zerfleischte, aus hunbert Wunben blutenbe römische Staat. Indem Cicero dies Ideal zeichnete, wurde er, ohne es recht zu wissen unb zu wollen, ber theoretische Schrittmacher des Principats, ben Augustus mit erstaunlicher Klugheit und Tatkraft begründete, als bie Zeit erfüllt war. terirdischen Mitteln seiner von reichlichen Geldmitteln unterstützten Propaganda, welche von seinen zahlreichen Konsuln und sonstigen Agenten mit Geschick und Erfahrung geleitet wurde. Es kann nicht geleugnet werden, daß die Propaganda der Bolschewisten, die sich als Allerwelts- vefreier gebärden, auf die Völker Asiens und Afrikas, nicht nur auf die islamischen, einen gewissen Eindruck macht und machen muß. Die Hoffnung auf Freiheit, welche jene Propaganda in den Herzen der an ihrer Zukunft nahezu verzweifelnden, einer rücksichtslosen europäischen Expansions- und Kolonialpolitik zum Opfer gefallenen Völker entzündet, ist der Schlüssel des Erfolges überall dort, wo der Bolschewismus in Asien und Afrika einen solchen zu erzielen vermochte. Denn trotz, oder vielmehr wegen der demokratischen Einstellung des Islam, fehlen bei den islamischen Völkern überall dort, wo der erstere seine Macht auf die Gemüter nicht verloren hot, die Voraussetzung für die kommunistische Idee. Dazu kommt, daß der Bolschewismus, der die Freiheit — die e r meint — zu bringen vorgibt, tatsächlich nur die unterträgliche Tyrannei seiner mit Feuer und Schwert argumentierenden doktrinären Ideologie uni) den alles verschlingen wollenden russisch-hunnischen EroberunHshunyer bringt, sowie, daß seine Knutendespotie überall dort, wo sie sich stark genug fühlt, oder keine ungünstige Wirkung auf seine Propaganda fürchtet, sofort gegen die relegiosen und kulturellen Werte des Islam, — der wichtigsten Kraftquelle, aus welcher bisher der siegreiche Widerstand der islamischen Völker gegen das wesens- und formfrcmde Europäertum genährt wurde — wendet. Die Moslim des Kaukasus und Turkestans haben es am eigenen Leibe verspürt, daß, während die zaristische Regierung die Atoskowitcrfahno auf die Amtsgebäude und die Häuser, die Bolschewiken sie in die Schlafzimmer der unterworfenen — oder wie sie behaupten, „frei verbündeten" Völker pflanzen. Der größte Teil des tapferen Turkmenenvolkes, welches schon vor fünfzig Jahren den Russen harte Nüsse zu knacken gab, wohnt, etwa eine halbe Million Köpfe stark, längs und jenseits der persischen Nordostgrcnze, auf russischem Boden, etwa vom Kaspischen Meer bis zur Grenze Afghanistans. Nur ein kleiner Teil hat seine Zelte in Persien selbst, südlich des Airek bis in die Gegend von Astrabad, wo der russische Konsul Weiner, ein berüchtigter bolschewistischer Agitator, seit Jahr und Tag mit großem Aufwand an Geld und anderen Mitteln bemüht ist, diese Stämme aufzuwiegeln, ausgeschlagen. Die halbnomadischen Turtmenenstämme bei Astrabad fühlen nun plötzlich das dringende Bedürfnis, sich als Sowjetrepublik zu konstituieren, was sich für den Orientkenner nur mit einem weitgehenden Versprechen russischer Subventionen (was jedenfalls verlockender ist, als an die persische Regierung Steuer zu zahlen) erklären läßt. Die einlaufenden Meldungen besagen, daß auch in anderen Teilen Persiens Unruhen, aus dem Bedürfnis nach lokalen Sowjetrepubliken entstanden seien. Wie rasch und ob diese Bewegung aufgehalten werden kann, weiß niemand. Das Verhalten Moskaus in Persien kann nicht der Befreiung des Landes dienen, denn Persien ist heute freier, als es in den letzten Jahrzehnten jemals war, und entschieden im wirtschaftlichen und politischen Ausstieg begriffen. Es kann sich auch nicht um die Verwandlung der teils nomadischen, teils, soweit sie seßhaft sind, — fanattisch schiitischen Bevölkerung des Landes in begeisterte Kommunisten handeln. Es handelt sich selbstverständlich wie im Falle der Mongolei allein nur um bolschewistischen Macht- -hunger. Das russische Auftreten in Persien wird zunächst t die Beziehungen mit England wesentlich verschlech- tern, es wird wieder einmal den Gegnern Sowjet- * rußlands einen starken Beweis für dessen Gemein- Fraulein Fob. / Roman von Anders Eje. 3. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) 11. Das Separe. DaS Hotel Savoy hatte zweierlei Festräurne, die roten und die gelben — beide in ihrer Einrichtung sehr vornehm, in ihrer Qualität aber nicht ganz auf demselben Riveau. Zu den gelben Salons wurden die Flügeltüren feierlichen Teilnehmern an offiziellen Veranstaltungen und öffentlichen Festen geöffnet! die roten waren für Gäste reserviert, die sich am liebsten so wenig als möglich beobachtet sahen. Beide standen unter der Aufsicht je eines Oberkellners, von denen feder einmal, vor langer Zeit, seinen bürgerlichen Aamen geführt hatte, der aber jetzt nur mehr in seinem Taufschein eine Rolle spielte. Riemand kann mitteilen, wann und wie sie ihre neuen Ramen erhalten hatten, man mußte sich einfach mit der Tatsache begnügen und das tat man auch ohne Widerstreben: der rote Oberkellner wurde Herr Mumm und der gelbe Herr Mosel genannt. 3n seinem Acußeren ähnelte eigentlich Herr Mumm mehr einer altmodischen L.körkarafje, als einer Champagnerflasche. Beinahe vierschrötig, mit breit herausstehenden Schultern und einem etwas kahlen Schädel, der wie ein Kristall- psrvpfen in den Kragen gesteckt war, erinnerte sein zufriedenes, erwartungsvolles Angesicht immer an appetitgesegnete Gourmands im Augenblick des ersten Ganges. Daß ihm der Frack schlecht faß, und daß die weihe Weste niemals die Spuren der Anstren- ngen ihres Besitzers verbarg, sie über den agen gespannt zu halten, kümmerte seine Gäste und Gönner nicht. 3m Gegenteil. Die Modejournal-Korrekt heil des Herrn Mosel in den gelben Räumen wäre in den roten nur unangenehm gewesen, wo die Gäste selbst recht oft auf Dispens von den für die Kleidung eines Gentleman geltenden Vorschriften Anspruch machen muhten. gefährlichkeit bieten. Es wird schließlich die bolschewistische Propaganda in den islamischen Staaten ungünstig beeinflussen. Das Wichtigste aber dürfte fein, daß sowohl die Türkei als auch Afghanistan, welche vor einigen Jahren einen politischen und militärischen Bündnisvertrag schlossen, sich in ihren Derbin- oungslinien und damit in ihren vitalsten Interessensphären aufs schwerste bedroht fühlen müssen. Der aus bolschewistischer, weltbeglückerischer, größenwahnsinniger Parteimentalität leicht erklärliche Expansionsdrang Moskaus muß sich unfehlbar Früher oder später um die Früchte seiner eigenen Propaganda in Asien und Afrika bringen. Die Türkei, für welche Sowjetrußland immerhin eine gewisse Rückendeckung darstellte, welche sie gegenüber ihrer sonstigen Isolierung nicht entbehren zu können glaubte, sieht sich demnächst vor die Frage gestellt, ob der rote Imperialismus, dessen Agenten eifrig daran arbeiten, auch die innere Ordnung der befreundeten türkischen Republik zusammenbrechen zu lassen, nicht eine größere Gefahr darstellt, als alle anderen imperialistischen Gefahren der Welt zusam- rnengenommen. Eine Frage, vor welche sich ebenso Afghanistan und noch manche andere Staaten gestellt sehen werden. Damit aber wird die politische Lage im Orient eine bedeutende Aenderung erfahren. Die Völker Asiens werden daran denken müssen, sich vorn „Befreier" zu befreien. Dieser politische Umschwung, welchem ein Umschwung der Meinungen vorausgeht, ist heute schon ebenso auf dem Marsche wie der — Imperialismus Moskaus. Turnen, Sport und Spiel. Vom Turngau Hessen. Das Gauturnfeft in Friedberg. (27.-29. Juni). ö Die Turn gemeinde Friedberg, 1845 gegründet und somit der älteste Verein des Tum- gaues Hessen, feiert in diesem Jahre ihr 8 0 j ä h - riges Bestehen. Aus diesem Anlaß ist ihr vom Gau die Abhaltung des diesjährigen G a u t u rufe st e s , des 52. der feit dem Jahre 1869 eingeführ- ten Gaufeste, übertragen worden. Obwohl Friedberg an der äußersten Südgrenze des Gaues liegt und der Besuch der Veranstaltung für viele Vereine des sehr ausgedehnten Gaugebietes mit hohen Kosten verbunden ist, liegen aus etwa der Hälfte der Gau- vereine schon rund 650 Meldungen an Wetturnern und Kampfrichtern vor, eine Zahl, wie sie nach dem Kriege seither noch nicht erreicht worden ist. Erfreulich ist es — und es zeugt von echt turnbrüderlichem Geiste —, daß gerade die entlegenen Bezirke des Gaues, wie Schlitz, Lauterbach, Kirchhain, Biedenkopf, Frankenberg sehr zahlreich gemeldet haben. Für alle Wetturner und Kampfrichter sind freie Quartiere beschafft, aber auch andere Festbesucher, deren Anmeldung noch erwartet wird, werden in. Freiquartieren untergebracht. Der Wohnungsausschuß verfügt, wie schon früher mitgeteilt wurde, über soviel Quartiere, daß auch in den letzten Tagen noch einlaufende Wünsche befriedigt werden können. Die Turngemeinde Friedberg hat mit Unterstützung der gesamten Einwohnerschaft geradezu vorbildliche Vorbereitungen getroffen, so daß das diesjährige Gautumfest einen besonders glanzvollen Verlauf nehmen wird, wenn das Wetter sich für die Festtage günstig gestaltet. Von dem Geist, der in der Turngemeinde Friedberg waltet, zeugt das von ihr herausgegebenc F e st d u ch , das dieser Tage herausgekommen ist. Es ist mustergültig in bezug auf Ausstattung und Inhalt. In einem größeren Aufsatze des 1. Sprechers der Turngemeinde, Studienrat T h i e r o If, ist die sehr fesielnde Geschichte der Turngemeinde, die mehr als lokale Bedeutung hat, zum erstenmal ausführlich dargestellt. Dann plaudert der Friedberger Heimat- ——MP—— Herrn Mumms Bereich bestand aus zwei Zimmern, Rümmer vier und Rümmer sechs, beide mit ihren kleinen, eifengeschmiedeten Balkons, die wie Vogelbauer vor den Fenstertüren hingen, auf die Esplanade hinausgehend. Diese beiden Zimmer waren des Oberkellners Augapfel. »Herrn Mumms Pupillen" pflegte sie die Kassiererin scherzhaft zu nennen. Es war vergeblich wenn irgendein Grünschnabel in der Kunst der Rachtschwärmerei versuchte, auf Rümmer vier oder sechs Anspruch zu erheben, da lieh er die zwei Zimmer lieber leer stehen. Herrn Mumms .Urteil über die Herren der Schöpfung hing vom Zeitpunkt ihres Eintrittes in die Zunft der Racht- schwärmer ab, — und dieses Mitgliederverzeich- nis hatte Oberkellner Mumm in seinen fünf Fingern, daher wußte er auch ganz genau, wie er sich zu verhalten hatte, als ziemlich spät am Rachmittag die Bestellung des Banldwektors Fel- lips einlief. Sechs war für vier bridgespielende Sperren reserviert, von denen die Hälfte die Mitgliedschaft in der hochverdienten Altersklasse der Rones beanspruchen konnte, - da konnte irgendeine Llrnplozierung natürlich nicht in Frage kommen. Aber in Rümmer vier, — Herr Mumm erinnerte sich, daß er d eses Zimmer nur höchst ungern sechs jungen Herren überlassen hatte, die nach ihrer Angabe einen Verein gründen wollten. Einen Verein . . . Herr Mumm lächelte. Vereinigungen wurden im Hotel Savoh doch immer in den gelben Zimmern gegründet, gewöhnlich ohne Pr.tokoll und Statuten. Der Oberkellner entschloß sicy, die gründungslustige Gesellschaft zu Herrn Mosel in den gelben hinüberzuschicken Die würden gerade recht für ihn fein. Also: Herr Fellips — mit Gesellschaft — in Rümmer vier. Das paßte gerade. Fortuna auf sechs, Eros auf vier, — getrennt nur durch zwei Türflügel und einen schweren, verräucherten Vorhang mit Dorten, Quasten und Fransen von angelaufenem Silber. D avo! Die Piaz erung befriedigte Herrn Mumms Gefühl für das Zweckmäßige und Harmonische Der Feldherr inspizierte. Hinter ihm, mit drei Schritt Abstand, folgte Herr Andersen, der toten Zimmer flinker, verschwiegener und höchst verläßlicher Servierkellner, um den die frühen, ab- forscher, Prof. Dreher, in einer trefflichen Abhandlung über Friedberg, die „Perle der Wetterau". U. a. Beiträgen ist noch zu erwähnen ein Aufsatz über „Unsere G a u t u r u f e st e", der einen Rückblick über die 51 Gauturnfeste des Hessengaues bietet. Der Festverlauf folgt dem in den letzten Jahren geübten Brauche. Die Eröffnung findet am Samstagabend statt. Dieser Festakt war in den Vorjahren immer von besonders erhebender Wirkung. Wer die eindrucksvollen Feiern auf dem Marktplatz in Marburg, Wetzlar, Lauterbach und Biedenkopf miterlebt hat, dem werden sie unvergeßliche Erinnerungen sein. Es gibt Turner, für die die Eröffnungsfeier jeweils der geistige Höhepunkt des Festes war. Es sollten darum recht viele Festbesucher es sich ermöglichen, schon am Samstagabend der Feier, die am Kriegerdenkmal auf der Kaiserstraße stattfindet, beizuwohnen. Die Turngemeinde Friedberg sorgt ja gern für Quaetiere, wenn die Anmeldung m Laufe der Woche noch erfolgt. Als Neueinrichtung zu begrüßen ist die am Sonntag früh 6 Uhr, vor Beginn des Wetturnens, vorgesehene Morgenandacht, wobei ein evangelischer und ein katholischer Geistlicher sprechen werden. Zu besonders feierlicher Handlung soll diesmal die »iegeroerfünbigung gestaltet werden. Ihr beizuwohnen, dürfte daher jedem Turner unv Fest- besticher dringend empfohlen werden. Vom Arbeiter- Turn- und Sportbund. Schwalheim, 21. 3uni. Der 6. Bezirk im 9. Kreise des Arbeiter-Turn- und Sportbundes hielt gestern und heute hier sein 5. Bezirks-Turn- und Sportfest äb. das von den Turnern des Bezirks zahlreich besucht war. Die Kampfrichtersitzung fand bereits gestern abend statt. Das Wetturnen begann heute früh und konnte bis zum Eintritt des Regens durchgeführt werden. Es wurden gute Leistungen geboten, die Zeugnis ablegten. daß in den Arbeiterturnvereinen eifrig an der turnerischen Ausbildung und Vervolltommnung gearbeitet wird. Der hiesige festgebrnde Verein hatte, unterstützt von der Bevölkerung, alles aufgeboten, um dein Fest einen würdigen Rahmen zu geben. Leider konnte infolge des am Rachmittag einsetzenden Regens nicht alles ausgeführt werden, was an turnerischen Darbietungen und sonstigen Llnter- haltungen vorgesehen war. Zur rechten Geltung gekommen war nur noch der stattliche Festzug, der in den reichgeschmückten Straßen des Dorfes überall herzlich begrüßt wurde. Die Vereine des Bezirks in ihrer einheitlichen Turn- kleidung und die Schuljugend im schmucken Fest- kleide gaben ein farbenfrohes Bild ab. Die Leichtathleten des S. C. 1900 in Alsfeld siegreich. Am Sonntag hielt der Sportverein A l s f e l d 0 6 seine ersten nationalen Wettkämpfe ab. Als einzige derartige Veranstaltung im Gau Hessen-Hannover hatten sich die Kämpfe einer außerordentlich starken Beteiligung zu erfreuen. Frankfurt, Butzbach, Wetzlar, Kassel und fast die ganze nähere Umgebung waren vertreten. Die von dem Gießener Sportclub von 1900 entsandten Jugendlichen der 1. und 2. Rennmann- schaft, sowie die wenigen Aktiven stellten trotzdem allesamt ihren Mann und brachten nicht weniger als 20 Preise, darunter 9 erste. 5 zweite und 6 dritte, mit nach Hause. Die beste Seift ung des Tages schuf der 1900er Seipp mit 6,60 Meter im Weitsprung für Anfänger. Auch in der Hochsprungdisziplin legte er als Erster mit 1,60 Meter einen Beweis seines Talentes ab. Der Mittelstreckler Rohrbach lief über 800 Meter und 1500 Meter in 2,24 Min. bzw. 4,39 Min. sein Rennen unangefochten nach Hause. Die 100-Meter-3unioren sinthduftenden Morgenstunden ein ganzes Retz von Legenden gesponnen hatten. War es denn denkbar, daß einer der auf der Dank eine halbe Million in der Währung des Landes liegen hatte, trotzdem jede Rächt bis Tagesanbruch im Hotel Savoy sich mit Gläsern, Flaschen, Diskretion und allen möglichen Handreichungen befaßte. Reunundneunzig von hundert Kellnern an Herrn Andersens Stelle wären längst selbst Hoteldirektoren mit wechselndem Gllick geworden, aber Herr Andersen dachte nicht im entferntesten daran Vom Stammpublikum mit ausgesuchter Höflichkeit behandell, von den gelegentlichen Gästen sehr von oben herab angesehen, veränderte dieser Mann niemals auch nur ein Miene, ilnfc in seinem korrekten Gesicht saß ein Paar Augen, die zwar sahen, aber nicht beobachteten, und ein Paar Ohren, die taub waren für alles, was sich nicht um die Speise- oder die Weinkarte Handelle. Sie haben den Tisch mit Relken geschmückt," sagte Herr Mumm, „warum nicht mit Rosen, wie gewöhnlich?" „Herr Fellips zieht Relken vor", antwortete Andersen ruhig, aber bestimmt. Lind im nächsten Augenblick stand Herr Fellips in der Tür. Er war ein wenig erregt nach einem kurzen Wortwechsel, den er mit dem Mädchen auf der Stiege hatte — es hatte sie gereut, und sie wollte auf halbem Wege wieder umkehren. Der Kavalier war etwas lauter geworden, und es hatte jemand eine Tür geöffnet. Glücklicherweife befand sich diese einige Stufen unterhalb des Platzes, wo das Paar stand. Fräulein Lisa fühlte, daß der Rückzug abgeschnitten war, und eilte nach oben. Die also entstandene Situation benützte der hier wohlvertraute Herr Fellips mit anerkennenswerter Raschheit, er öffnete die Tür zu Rümmer vier, und rief dem Oberkellner zu: „Hören Sie, Mumm! Helfen Sie dem Fräulein aus den Lieberkleidern." Das Mädchen war ganz ruhig Aber anstatt Humor zu zeigen, lächelte sie Herrn Fellips nur an, als ob sie sagen wollte: das haben Sie nicht gut gemacht. Lind als Fellips eine Handvoll Relken brach, die er quer über den Kaviar und die Austern reichte, die auf dem Tisch brachte der Sprinter D a ch m a n n in 12 Sek. an sich, desgleichen belegte er im 3unioren- SPeerwerfen mit 35,36 Meter den ersten Platz, während ihm die gleiche Leistung bei den Anfängern einen zweiten Sieg einbrachtc. Dritter wurde hier, ebenso im Kugelstoßen (9,50 Meter) Seipp. Sein Klubtamerad Frey landete vor ihm mit einem 9,74-Meter-Wurf an zweiter Stelle. Dieselbe Plazierung wurde F r c y bei einem schönen 30-Meter-Wurf durch die Anwesenheit von Paulus, F. C. Wetzlar, bereitet. 3m~ 400-Meter-Lauf für 3uniorcn hielt sich Müller an dritter Stelle recht gut. 3n der 3ugendklasse ließ sich diesmal der 3ahrgang 09/10 besonders gut an. Der 50-Meter-Laus hatte folgendes Ergebnis: 1. Lohnes 6,5 ©et; 2. Völker; 3. Kirchner. Hochsprung 09/10: 1. Völker 1,35; 2. Lohnes 1,35 (durch Los entsch.). 3n der Klasse 07/08 hatte Laichin- ger im Weitsprung einen guten Tag. Er wurde mit 5,81 Meter überlegener Erster. Die 100 Meter sahen Völker in 12,8 Sek. an 3. Stelle, das Kugelstoßen Depperling mit.A,78 Meter auf demselben Platz. Die 4mal 100-Meter-Staffel für Jugendliche wurde im Endlauf vom Mißgeschick des Lieberwechselns ereilt und mußte so als erster Anwärter ausscheiden. G Vom Rudern. Frankfurter Jubiläums-Regatta des Südd. Ruberberbande«. „Hassla" gewinnt den Herausforderungspreis des „Sport-Echo". Schon die Dorrennen zur Regatta zeigten, daß die Mannschaften der „Hassia" sportlich auf der Höhe sind. Während am Samstag noch günstiges Wetter herrschte, fanden die Hauptrennen am Sonntag bei starkem Regen und stark bewegtem Wasfer statt, so daß es zu verschiedenen Behinderungen kam. Den Gastvierer errang ,,H as s i a“ (Peter, Eisenbach, Valentin, Rupp, Steuer Roll) im Endspurt mit zwei Längen gegen Mühlheim und Mainz. Den 1. Senior- M WWW erfährt eine köstliche Bereicherung, wenn Sie aus besonderem Anlaß, einer Geburtstagsfeier oder sonstigen Festen vr. (Detlefs Götterspeise zum Nachtisch auftragen. Schon der Name „Götterspeise* weist arf den delikaten, aromatischen Geschmack hin, den diese hochfeine Gelee-Nachspeise besitzt. Verschiedene Arten, wie Himbeer, Erdbeer, Johannisbeer, Kirsch, Waldmeister stellen den verwöhntesten Geschmack zufrieden. Znr Zubereitung ist nur Wasser erforderlich. Ein Päckchen Dr. Oetker's Götterspeise kostet 40 Pfennig. Versuchen Sie ferner: Dr.Oetker’sSchokoladenspeis. m.geh. Mand. Päckch. 20 Pf. Dr. Oetker’sSchokoladenspeisem. Makronen Päckch .30Pf. Dr.Oetker’sOala-Schokoladen-Puddingpulv. Päckch. 15 PL Dr.Oetker's Puddingpulver nach törk. Art . Päckch. 25 Pf. Dr. Oetker's Puddingpulver nach holl. Art Päckch. IS Pf Dr. Oetker's Puddingpulver mit Makronen Päckch. 30 Pf. Verlangen Sie die beliebten Oetker - Rezeptbücher kostenlos in den Geschäften oder, wenn vergriffen, umsonst und portofrei von Dr.A. Oetker, Bielefeld. V. 11913S y standen, nahm sie die Huldigung ganz unberührt und heiter entgegen. „Was wollen Sie trinken?" fragte Herr Fellips und blätterte in der Weinlist r, die in prachtvolles russisches Leder mit goldbesetzten Ecken gebunden war. »Mineralwasser bitte." Herrn Fellips' Augen verließen für einen Moment die Champagnermarken der Weinkarte, - Oberkellner Mumm sah ganz Bestürzt aus. Fräulein Lisa deutete sich das Mienenspiel des Kavaliers auf ihre eigene Weise „Sie glauben, ich habe Angst, wie im Theater. Aber da irren Sie sich. Ich liebe nur den Wein nicht, — das ist alles." „Gut." Herr Fellips schlug die Weinliste mit einem Klaps zu, der in der Brust des Oberkellners ein schweres Echo fand Dann wandte er sich auf feinem Stuhl halb um. „Also. Eine Flasche Mineralwasser." Langsam schritt Herr Mumm der Tür zu. Sein Gefühl für das Harmonische hatte einen Knicks bekommen. Zu Austern, Rebhühnern und frischem Spargel Wasser zu trinken . . . Des Oberkellners Betrübnis entging H.rrn Fellips nicht. Er lachte und beeilte sich, seine Weisung zu ergänzen: „Lino eine Flasche Cltquotl" Jetzt wurde Herr Mumm lebendig. Der vierschrötige Körper richtete sich auf, die Serviette beschrieb eine lustige Bewegung in der Lusi, die kurzen Deine wurden geschwind, und eine Sekunde daraus hörte man seine würdevolle Stimme am Haustelephon: „Eine hundertundelf, zwölf Grad." Herr Fellips erklärte dem Mädchen den Zusammenhang. „Wie man gedankenlos fein kann", lachte fte „Aber so ist es immer: man denkt nur an sich selbst. Hören Sie, Herr Fellips, machen wir den gemütlichen Menschen nicht traurig. Rehmen Sie für alle Fälle so viel Champagner, daß er fein komisches Aussehen nicht verliert. Wenn wir ihn nicht trinken mögen, können wir ihn ja in den Eiskübel schütten." (Sortierung folgt.) :< M M M ein endlich gelöstes Raucherproblem. Oas Geheimnis uralter Orientkultur wirb zu jenen sprechen, die erkennen, welch' prik» kelnde, hocharomatische Eigenheiten in dieser vortrefflich gelungenen Mischung liegen 4- 2 1 GÄR E T T E N F Ä B P I K LES $ i N G fr CO -FR A N k F U ß T AM M A I N V - ' -■ —----------- ------ ------... .... ■: .. . <----- . - K-d noch ng ganz unberührt itiF fragte ßtn Mjnlisir, die w mit goldbefrtztrn jrner: .Majid.Pickch.20PI. ikronenPlckchJOPf. igpnlv.Päckch.lSPl. .Art. PM. 25 Pi. Art Pickch.lt PI nen Pickch.KPI. Oetker-Rezept- ften oäer, wenn Mietfrei von lielefeld. IIP!« erließen für einen rfen Der Detn- sah ganz /bestürzt ) das Mnenfpiel > Mise. jft, wie im Theater itbe nur den lttQ drS Sütb Mhit L "vPortESchv" ÄJfl zeigten, M sportlich \ vainsta, * die Änm- 7" und stark V "erlchie- ®uftDtercr erranq JBalentin, Aupp, M ztoei Längen D-n 1. Senior. Uli» M wenn Sie Geburlstaostcitr sten Iterfpeife ragen. <* weist arf den hmack hin, den •speise besitzt. imbter, Erdbeer, lister stellen den sieden. Znr Zu- r erforderlich. öltetspcisc kostet r im J2 5ti den Än. “9 nbkachs. \ 2n- 6'« k $* ten (n.i,-ttii 6»r1 an il6”' »urde : durchbei ioren \«3.8 -,?K8 L S^K $ag. g^1"' faj L vrÄ m N mstte io n. Bzjniifie mit einem OTnW -- W SX'! Ws «A 'A'-ch. jung^nö eine .nu [üfflt fein y'rur an oll -Schatz-Latretloo.1 6% ®enfr<$c RrichSanless), r/o Deutsche SteichSanleihe ■ fl'/i'/o Deutsche ReichSanleihe 8•/., Dtutscht RcichSanleibe . Deuische Sparpramienanlttl» <•/, Preußische Konsol« • . . <% »effen ....... mäßig gut über die schwierige Zeil hinweazu- bringen. Jetzt Sachwerte abtzübauen. ist außer» außerordentlich schwer, da da« Bestreben dazu in zu weiten Kreisen der Wirtschaft dringend geworden ist. Es gibt zu viele Unternehmen, >ie sich durch solchen Abbau entlasten muffen, während die Zahl der aufnahmefähigen Werke relativ gering ist; diese suchen sich natürlich unter der großen Anzahl der Angebote die wenigen guten Objekte herauS; der Rest aus dem Massenangebot findet keine Aufnahme; er ist zur Verkümmerung verurteilt. Ob und inwiefern im Ausland Aufnahmefähigkeit für deutfche Sachwerte vorhanden ist. läßt sich schwer übersehen. Ganz allgemein ist zu sagen, daß die Reigung. deutsche Werte zu übernehmen, nicht sehr groß sein dürste, da den meisten Auslandkreditgebern bas damit verbundene Risiko und der Mangel an Übersichtlichkeit zu stark fein werden. In der öffentlichen Meinung wird vielfach versucht, den Abbau der Wirtschaft unter Hinweis auf amerikanische Methoden (Typisierung, Fordisierung usw.) als unnötig zu erklären. Leider wird dabei übersehen, daß zur Durchführung derartiger Maßnahmen großes Kapital gehört, das wir einfach nicht aufbringen können; gerade der Mangel daran zwingt zur ilmftel- lung der Wirtschaft; in dem Hinweis liegt also ein unlöslicher Widerspruch. Außerdem ist auch nicht daran gedacht, daß der deutsche Inland- markt nur für ganz wenige Fabrikate aufnahmefähig genug ist, um große Massenfabrikation übernehmen zu tonnen, während der AuSlandmarkt (durch Zollmauern usw. geschützt) im Verhältnis zur Matsenfabrikation der recht geringen deutschen Erzeugnisse schon jetzt nicht aufnehmen will. Außerdem ist noch daran zu denken, daß andere Länder (z. B im Erz- und Kohlenbergbau) viel bessere natürliche Vorkommen haben; diese geologischen Vorteile durch belfere Arbeitsmethoden auszugleichen, ist aber in der Regel so gut wie unmöglich. Alles in allem läßt sich sagen, daß wir schon in der nächsten Zeit einen mindestens 20pro- zentigen Abbau der deutschen Wirtschaft erleben werden. Untere Hauptsorge muß darauf gerichtet fein, daß die abgebauten materiellen und geistigen Kräfte in den Gewerbezweigen unterkommen, auf die wir (wie z. D. die Landwirtschaft) zur Sicherstellung und zur Unab- hängigmachung unserer Existenz vom Ausland besonders angewiesen sind. t*teer (Herausforderungsvreis des . Sport - Gcho"-Offenbach' konnte die gleiche Mannschaft «st nach dreifachem Start auf der Strecke gegen Mühlheim Mainz und Mannheim erringen. 3m Ermunterung-Vierer siegte Me Mannschaft Döbu», Eisenträger. Müller. Kanold, Steuer Roll, gegen Ried Germania-Offenbach und Alemannia- Sranffurt. 3m Iubiläumsachter gab .Haffia" nach 1000 Meter infolge Behinderung durch Mühlheim auf. das ausgeschlossen wurde Bom Radsport. Der Gau 7 3 Lahn B. D. R. hielt am Sonntag feine Gaumei st erschast im Einer- Streckenfahren über 150 Km ab. Von 36 Gemeldeten stellten sich 30 Fahrer dem Starter. Gau- fahrwart Ma rx-Gießen. Sieger wurde D. R a u vom Gießener Radfahrerverein 1335. Ergebnisse; 3unioren: 1. W- Rau-Gießen 1885, 5 Std. 11,30 Min.. 2- Feldhaufen-Weilburg, 5 Std. 12,45 Min., 3- O Heß-Fortuna, Gießen, 5 Std. 14 Min 4. Lofekann-Kirchhain 5 Std. 15 Min., 5. H. Gorr-Buhbach, 5 Std. 16 Min., */. Hontärta......... 5% Goldmerikanee ... . Berlin er HandelLaesellschast. Kommen' und Prival-Bank DannfL und Narionalbauk Deutsche Bank ..... Deutsche veretnSdaok .... Disconto Commander Metallbank Mitteldeutsche Kreditbank . Oesterreichilche CredllanstaU Weltbank ....... Bochumer Guß ..... BuderuS ......... Caro ........ Deuklch-Luremburg .... Gelsenkirchener Äergwerte. . fearpeuer Bergbau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln .... Laurahülte ..... • Obetbebarf ..... ibonii Bergba» ...... «hetustahl ...... Nie deck MoMau. ...... TelluS Bergbau. ..... Hamburg-Amerika Pak«. . . Norddeutscher Llovd . . . Cberamische Werte Albi» . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holimann Ünglo-Lom-.Smmo ..... Badische Diiltn Cbcmische Maver Alavio .. Goldschmidt ..... Griesi eimer (Electron .... Höchster Farbwerke...... Holjoerkobluug ....... RütgerSwerke ....... Schetdeanftalk «Up <€!etaUitätK»ekaf»aft Beramaun Main kraftweeP ...... Schmiert Siemens <4 HalSk, . ..... Adlerwerke Kleyer ...... Daimler Motor«. ..... Hevligeukoedt Meguin..... Motorenwerke Mmwbeim Frankfurter Armaturen . . Konservensabrik Braun . . . Metallgesell'chaft Franks»». Tet Union A.-G Schuhsabrtk He^ Sichel - . HeHfloH Saldhoi .... Zuctenabrik ssrankeuthal .. Zuckersadrik Wagdäulel - . . 5rantfurter Steinbach wurde von dem Schlosser Otto B. ein vierjähriges Mädchen mit einer Speerspitze so unglücklich an der Stirn getroffen, daß es infolge Wundstarrkrampfes starb Dies trug hem B. eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung ein. AU Grund der Beweisaufnahme, die für den Ange klagten entlastend mar, und der medizinischen Gutachten kam das Gericht zur Freisprechung; es nahm einen unglücklichen Zufall an und verneinte ein Lerschulden des B. Amtsgericht Meßen, • Gießen, 19. 3uni. Gin hiesiger Kaufmann R. steht mit einem in dem gleichen Hause wohnenden Kriegsbeschädigten S., der infolge von Malaria schwer trank ist, nicht gut. Anscheinend sind beide hochgradig nervös, während ihre Frauen im Gegensatz zu vielen anderen Fällen, ihren Männern zuzureden und Streitigkeiten und Reibereien nach Möglichkeit zu verhindern suchen. Vor einigen Monaten kamen die beiden wieder hintereinander. Die Veranlassung hierfür war der Umstand, daß die Ehefrau A. angeblich den kleinen Jungen des K. ohne Veranlassung auSgezankt hatte. 3m Verlauf der Streitigkeiten kam es zu gegenseitigen schweren Beleidigungen und schließlich dazu, daß der schwer gereizte K. dem R. mit einem Stock einen Schlag auf die rechte Schulter versetzte. Die Folge hiervon war natürlich eine Privatklage deS.R. wegen Beleidigung und Körperverletzung gegen K. der seinerseits mit einer Widerklage gegen R. wegen Beleidigung antwortete. Rack umfangreicher Beweisaufnahme und langem Zureden gelang es schließlich, die beiden Streitteile dahin zu vergleichen, daß sie die Vorfälle bedauerten und die gegenteiligen Beleidigungen zurücknahmen, und daß jeder Teil feine eigenen und die Hälfte der Gerichtskosten übernahm oblag, Schaden zuzufügen. Er erhöhte die Lohnbeträge nachträglich, d. h. nach der Auszahlung der geringeren Beträge um insgesamt 130 Mr., um der Kassenführer Die Haupturfache in der jeh gen Wirtschaftskrise liegt in dem Mißverhältni - der in vielen Fällen immer noch reichlichen Höhe der Sachwerte zu den Betriebsmitteln. Oft ist immer noch eine Xlcberbetocrtung der Sachwerte festzustellen, wäh- rent» tatsächlich seit bei- Markstabilisierung die Sachwerte gegenüber dem Warenkapital bedeutend an Wert verloren haben. Anstatt neu* erarbeitetes Kapital flüssig zu halten, wurde es auch noch nach der Markstabilisierung (vielfach unter dem Zwang der technischen Weiterentwicklung) wieder in Sachwerten angelegt, wobei oft die Hoffnung mitfpielte, daß Betriebskapital auf dem Kreditwege zu erhalten fein werde; dabei wurde übersehen, daß Kredite die unangenehme Eigenschaft der Zurückzahlung an sich haben, und daß (wie wir feit Wochen merken) in der Kredithergabe unter Umftänbcn gerade zu dem Zeitpunkt Schwierigkeiten entstehen können, zu dem es dem Kreditfuchenden am unangenehmsten ist. Eine Rolle wird vielfach auch dabei das Bestreben gespielt haben, der Arbeiterschaft möglichst lange Beschäftigung zu geben, ein Ziel, das man in vielen Fällen durch die Beibehaltung der Sachwerte und durch Investierung vvn barem Geld in Sachwerte zu erreichen hoffte. Leider hat sich gezeigt, daß soziales Empfinden bei mangelndem Kapital schließlich gerade für die Arbeiterschaft zu den bösesten Folgen führen muß. Rur ein verhältnismäßig geringer Teil der Wirtschaft sah rechtzeitig, daß ein älebermah von Sachwerten ohne gleichzeitiges, ausreichendes und jederzeit verfügbares eigenes Kapital zu Schwierigsten führen müsse. Diese Kreise haben die Sachwerte, die sich nicht selbst produktiv tragen -konnten, abgestoßen bzw. stiffgelegl; dadurch haben sie die den anderen -Derlen entstandenen Verluste vermeiden formen, so daß sie jetzt in der Lage find, die verbliebenen Betriebe verhältms- bewegung ein. Bevorzugt waren hierbei Montan- und Ehemieaktten Man hörte für Mannesmann einen Kurs von 81 und für Badische Anilin einen solchen von 118 nennen. Auch für deutsche Anleihen, namentlich Kriegsanleihen, zeigte sich Interesse. Der Kurs für Kriegsanleihen stieg im freien Verkehr auf 0,397’ Schiffahrtsaktien umsatzlos. Die Abendbörse schloß in lebhafter und efler Haltung Deutsche Anleihen, bproz. Reichv- anleihen 0,392' ,. 3proz. do. 0,700, 3> _>proz. Preu- fische Konfols 0,565. Schutzgebietsanleihe 5,90. Bankaktien: Eommerzbant 98. Darmstädter Bank 120.50. Deutsche Dank 120.50, Disconto 108,25, Dresdner Bant 102,25. Mitteldeutsche Creditbank 93, Oesterreichische Kreditaktien 7,30. Mont an- aktien: Deutsch-Luremburg 69,50. Ilse Bergbau 9830. Mannesmann 80, Mangselder 60.70,, Phönix 9125. Oaurabüttc 45,50, Kali AscherS- loben 12.50. Chemische Aktien Badische Anilin 117,25. Scheideanstalt 106,50, Elberfelder Farben 103,62, Th. Goldschmidt 83. Höchster Farben 109.50. RütgerSwerke 61. Industrieaktien AEG. 91.50. Dyckerhoff 41, Fuchs Waggon 0,65, Iulius Sichet 37. Voigt u. Häffner 73.50, Zucker Stuttgart 2,325. Berliner Dorfe. 'Berlin, 23. Juni. Die 5)aliung der gestrigen Börse übertrug sich auf das heutige Geschäft. Der herannahende Ultimo kündigt sich bereits durch etwas zahlreichere Realisationen des Wertpapierbestandes an, die sich zunächst noch auf die Börse selbst beschränken. Das herauskommende Material stößt nirgends auf Aufnahmefähigkeit, woraus sich die recht schwache Tendenz der ersten Börsenstunde erklärt. Das Publikum beteiligt sich an dem Börsengeschäft zur Zeit sv gut wie gar nicht; es liegen von feiten des Publikums weder Kauf- noch Verkaussaufträge vor. Der offene Börfenaeldmarkt zeigt allerdings noch keine bemerkenswerte Anspannung, sondern ermöglichte die Entnahme von iäglichem Geld, das gegenwärtig allein zu erhalten ist, zu den bisherigen Sätzen von 71 bis 94 Pro.;., Monatsgeld 101 bis 11* Proz., jedoch nur nominell. Stark ermäßigt waren bei Beginn des Berkehrs auch heimische Staatsanleihen, da- die bisherigen Berhand- hingen und Ausführungen im Slufwertungsaus- fchuß, die jetzt vor ihrem Ende stehen, wenig ermutigend aus die Börse einwirkten. Auch V o r - knegspfandbriefe waren niedriger, dagegen kommunale Obligationen gut gehalten. Am Devisenmarkt lag Mailand gegen London etwas gedrückt mit 130. Im übrigen keine wesentlichen Veränderungen. Die Reichsmark wurde notiert in London mit 20,42, Zürich 122,60, Amsterdam 59,32. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. /ein vilUouen Mark oHÄQtbrücft. Buenos SirrS, London, Neu- Mrf, Japan, Rio de Janetto für eine Wien und vndavestiür 100000 Lin Helten, alles übrige für 100 (Finbelten.) Telegraphische Auszah I u n g. 22 Juni 23 Juni Amtliche Noti rung Amtliche Notierung (Sielt- Brief (Selb Briet nmft.-trtott. 168.34 168,76 168,31 168, W Bmn.-Aires Brll.^Antw. 1.684 1.688 1.679 1,683 19,41 19,45 19,55 19,59 Ehristianta. Kopenhagen 71,25 80,70 71,39 80,90 71,(4 81,42 71,82 81,6? Stockholm ■ 112,23 112,51 112.20 112,48 hellinasors. 10,56 10,60 10,565 10,60.5 Atalten. . . 15.69 15.7.3 15,63 15.67 London. . 20.391 20.416 20,388 20,441 Neuhort . . 4.195 4.205 4,195 4,205 Paris.... Schwei» - - 19.54 19,58 19,72 19,76 81 465 81.665 81,46 81,61 Spanien. . 61.27 61,43 60,87 61.0-1 yavan . .. Rio de Jan. 1,708 1,712 1,703 1,707 0 459 1.161 0.462 0.16! Wien in D.» Oest. abgest. 59,057 59,197 59,057 59,19- Prag .... Belgrad .. 12.437 12,477 12,433 12,47: 7.245 7,265 7,245 7,26" Budapest • ■ Vuloarten Lissabon 4,895 .1.045 5,915 11,055 10,535 3,8'5 3,042 5,91.- 3,052 20 473 20,49.5 20,52.5 Danzig. . - Äonftantin. Alben 80,8.5 11,05 80,88 81,(18 2 25 2,26 2,28 2,29 r, 69 0.71 6.69 6.71 Frankfurt a.M. Berlin Schluh- flurs Schluhk. Abend« jörle Schluh- Kur» Schluß» Mittag bRrfe 0.415 , 0.3925 0.41 9.3925 0.52 — 0,555 0,58 0,61 0,52 0.54 0.56 0,6.5 0.7 0.71 I 0,72 — 0,26 0,28 0,24 0,55 0 525 0,54 0.545 — 1 0,6 — 1— — — 0,65 — 0.56 0.465 0 52 | 0.5 89.75 89,75 91.75 1 91.75 93,15 93,37 93.5 93,3 7,62 7.50 7,75 UM 35,50 37 38 121 IAN 122 120,13 98 98 98 98 120,75 120,5 122 120.50 121 120 5 121 120 68 68 — 108.25 108,25 108,25 108,40 1,75 91 — * 98.5 98 98 — 7,3 7.3 7.40 7.40 0.1 0,1 0,125 0.15 — 55.13 57 55,50 53,25 55.5 53 M 52 51.5 5.4 72.2.5 69.50 72,25 69 59 75 .56,5 59.25 58 110 106 110 107,2.5 13 12.5 13 12.6 VA 104 16 16 48.5 4.5.5 47 45,5 5,6 5.4 5,50 5,4 93.2.5 91 2. 93.25 90,7 73,5 70 <3.25 — 76.25 74.5 76,5 * 2.45 2,3 — — 56 53 55,50 53.5 59.75 öS 58.90 57.62 — _ 71.10 71 — — 64,5 61 63,62 — — —. 100,75 95,75 118,5 117,25 118,10 116,75 0.48 0.48 86 83 84,10 82.9 109 107.75 109,25 108 109,9 109.50 109 50 108,52 6,25 6 — 67 61 67.26 65 108,75 106,5 — — 92,75 91.5 93 91,50 73,50 72 73,5 — 82 81 — — 60..50 59 62 59,40 83 78.50 80.25 79 59 59.75 60 60,13 38,5 57 59 57,25 43,2.5 43 •— — 46,5 43 44 — — 69 65 0,425 0,42 — — 0,85 0,875 0,8 0,9 106 104 — — 71,5 2,2 2.2 3.6 2,75 3.1 3.1 38 37 37 36 J.62 9.25 9,50 9,4 3,975 92 — — 61.25 59 60,25 60 Ddendborfe. Banknoten. Berlin, 83. Ium. flktb «riet «»kriNmtlchc IRttte . e • • • Belgische «tot» . . . ,,,, DSnilchc Note» . .... Englische Sota . . . ..... krantöstsche Note» ...... Holländische Rota...... Italienisch« Rota ...... Norwemsche Noten...... Deutsch k?esterr., 1100 Arant» Rumänische Nota...... echwediiche Nota ...... Cchweizer Noten..... • Sr-onische Noten..... • Ilchechoslmralischc Note» • • Ungarische Noten ... ... 4,179 11. «5 40,85 19.6« 168.00 15.76 71,55 59,11 tU ,92 60.69 12,445 5.86 4.199 16.55 KZto .-0,45 19,78 168.84 71,95 69.41 US,48 81 60.99 18,505 6.90 Frankfurter Geireideborse. (Eigener Drahtbericht de« „Gießener Anzeiger«".) Frankfurt a. M. 23. Juni, »s wurden notiert: Weizen, Wettevauer 21,50 bis 23,50, Roggen, inlanb. 18.50 dis 20,50. Hafer, inlänö. 18.50 bis 22.50, Mais (gelb) 21 biS 22.50. Weizenmehl, inländ.. Spez. 0 35,75 bis 36,75. Roggenmehl 28,25 bis 29. Weizenkleie 11,60 bis 11.75 Roggenkleie 12,50 bi« 12,75. Tendenz: Ruhig. Frankfurter Häuteauktivn. fpd. Frankfurt a. M., 23. 3uni. Die Preise für die ausgebotenen Felle find mit geringen ^Interfchieden die gleichen der Vormonat • lichen Auktion. Bei Schaffellen wurden zirka 5 Prozent höhere Preise erzielt, für einen Posten Lammfelle zirka 20 Prozent mehr. Bei Kalbfellen fchwankten die Preiserhöhungen zwischen 2 und 5 Prozent, leichte Häute, ohne Kopf, etwa 4 Prozent höher. Bei den schwereren Fellen ge- staltete sich das Geschäft langlam und fchleppend bei einem folgenden Preisauffchlag von 8 bis 10 Prozent. Die Tendenz der Versteigerung war im Durchschnitt uneinheitlich. Berliner Produltenbörse. Berlin. 23. Iuni Der Produktenmarkt hatte ruhiges Geschäft- Weizen blieb angeboten. Roggen und Gerste nur wenig angeboten. Mehl bei wenig veränderten Preisen ruhig. Sutter- artifel ohne Anregung. Es wurden bezahlt für 1000 Kilo: Weizen, märk. 266 bis 269. do. Juli 259.50 bis 261. Roggen, märk. 215 bis 219, do Iuli 210 bis 212. Gerste, märk 226 bi« 242. Futtergerste 200 bis 216. Hafer, märk. 231 bis 239. do Iuli 191 bis 190, Mais (loko Berlin) 208 bi« 211. Raps 360 bis 370; für 100 Kilo: Weizenmehl 33.75 bis 36. Roggenmehl 29,25 bis 30.50. WeizenNeie 13,20, Roggenkleie 14 bis 14,20, Viktoriaerbsen 26 bis 30, kleine Erbsen 25 bis 26.50. Futtererbsen 21 bi« 24. Peluschken 21 bis 23, Ackerbohnen 21 bi- 22, Wicken 24 bis 26, Lupinen, blau 10 bis 11, do. gelb 13,50 bl« 14,50, Rapskmhen 15,60 bis 15,80, Leinkuchen 22,50 bis 23. Trockenschnihel 10.20 bis 10,40, Torfmelasse 10. Kartoffelflocken 20,20 bis 20,30 Mk. Rundfunk-Programm des frankfurter Senders. (Aus der „Radio-älmschau".) Donnerstag, 25. Juni. 12 Uhr: Nachrichtendienst. 3 und 4 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 4.30 bis 6 Uhr. Rachmittagskonzert des HauSorchesters: Operetten. 6 ilfcr: Wirtschaftsmeldungen. 6 bi« 6.30 Uhr Die Lesestunde (Aus fernen Ländern): Aus dem Buch: ,,Mit den Zugvögeln nach Afrika" von Bengt Berg. — (Fortsetzung.) 6.30 bis 7 Uhr: Sprachliche und praktische Hinweise für Italien- reisende. 7 bis 7.30 Uhr: Stunde des Südweft- deutschen Radiotlubs, Vortrag von Prof. Dr. Madelung: „Charakteristische Merkmale der Hochfrequenz gegenüber der Riederfrequenz". 7.30 bis. 8 Uhr: Funkhochschule, Vortrag von Prof. Dr. Raumann: „Die Dramen der Rönne von Gandersheim" 8.30 bis 9.30 Uhr Übertragung von Kassel: Serenaden-Abend. — Anschließend: Rachrichtendienst. Wettermeldung, Sportbericht. Die Saar-Turner kommen zum 32. Mitteirheinischen Kreisturnfest. Ehrenpflicht eines jeden Mitbürgers ist die Bereitstellung der Quartiere! Der Wohnungsausschuß. Möbelfabrik Th.Brück Inhaber: Th. 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Auf Grund der VerdingungSvor- schriften werden nachstehende Bauarbeiten für die Arb eit erwvhnungen beimKraft- ttoetf in Wölfersheim zur Vergebung öffentlich ausgeschrieben, und zwar: Erd--, -Maurer- und Detonarbeiten: 300 cbm Erdaushub, 150 cbm Keller- und Funda- »mentbeton, 120 cbm Backsteinmauerwerk, 570 qm V, Stein starke Wände, 95 qm Zementdielwände, 165 qm Trägerdecken, 280 qm Beton- und Terrazzoboden, 250 m Treppenstufen und Fensterbänke, Zimmerarbeiten : 26,50 cbm Tannenholzlieferung, 1 300 m Verarbeitung, 760 m Bohlensparren, 110 m Gesimse, 250 qm Verschalung, 60 Treppenstufen, 4 Bodentreppen usw. : Dachdeckerarbetten: 420 qm Kronendeckung eingespeist: Trägerlieferung und Grobschlofserarbeit: 1800 kg Eisenträger, 200 kg Grobeifenzeug, 200 kg Schmiedeeifenzeug; Spenglerarbeiten: 85 m Abfallrohr und Rinne, 20 in Gauben- und Fensterbankabdeckung. - Angebotsunterlagen sind zum Selbstkostenpreis auf unserem Zweigbureau in der Blindenanstalt erhältlich, woselbst auch die Zeichnungen eingesehen werden können. Eröffnungszeit Montag, den 6. Iuli, öormit*' tags 11 Ahr, in vorgenanntem Zweig- bureau. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Friedberg, den 22. Juni 1925. Hessisches Hochbauamt. Haag. 6217D Neue Vertretung DKW Schilling, Gießen 5ffch-3entrale Marktlaubc Donnerstag, Freitag und Samstag treffen Irische Seelische eilt; prima oy" MW-Heringe Stück 18 Pf. I. L- 2l. Verben. Iltoin-Sclioilie alle Größen lagernd im 846a Modehaus Salomon. Frische Seefische empfehle z. billigsten Tagespreisen ab heute täglich eintreffend. Hechle Blaufelchen Weihsische treffen Donnerstag ein. 6253c Hamburger teMg. A. Koch Nachfolger, Sckulstr. 10, Tel. 1612 Kristallzucker Pfd. 0.36 Pfd. 3.55 Viktoria-Kristall pfd. 0.42 10 Pfd. 4.15 Fein gern.Zucker pfd. 0.38 wpfd. 375 MiHgrahe Filialen in allen Stadtteilen. Es zeigen ergebenst an Gießen, 23. Juni 1925 Westerland a. 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Hausbrot-Backofen Q o 5 von 60.— Mark an. eo91D TeUxahlung bis zu 1 Jahr. Preisliste gratis und franko. Backofen- Industrie ILaiiterbach 191 in Hessen. Die Köchin [agt: tfur 1 Esslöffel Quiefo auf1 Liter kochendes Waffe r, und der fünfte Kaffee ift fertig Trinke Quieia! Nähkursus! An dem am 1. Juli beginnenden Aäh-Anterricht in filelöer- nnö VeibzengllWen können noch einige Damen teilnehmen, s. Bornemann Damenschneidermeisterin, ___Großer Steinweg 14. 1,4378 KWW In Gießen oder nächster Ätäbewirüzur Errichtung einer Zigarreniabrik geeignet. Gelände zu kaufen oder -n mieten gesucht. Baugelände kommt auch in Betracht. Eventl ivird bestehende Zigarrenfabrik ausgekaust. Ausführliche Angebote unter 05397 an den Gießener Anzeiger erbeten Iuxplatz!!! Karussell und Schießbude wird für datz am 18. u. 19. Juli 1925 tu Klein Eichen, Oberbessen (b. Grün berg i. H.) startsindendcn Bezirks - Nriegersest gesucht. Angebote zu richten an den Vorstand des Kriegerdereins zu Klein- Eichen, Oberhesfen, Post Lardenbach, Oberhessen, Bahnstation: Weickartshain. Oberb., 10 Minuten vom Jestplah. 6232 D Die Gemeinde Saasen verkauft auf dem Wege des schriftlichen Angebots einen zur Zucht zu schwer gewordenen Simmentaler Bullen. Angebote sind bis zum Montag, dem 29. Juni 1925, vormittags 11 Ähr, bei uns einzureichen, woselbst auch die Verkaufsbedingungen eingesehen werden können. Bürgermeisterei Saasen. Schmitt. 6250D Selma Stiefel Gustav Lorsch Verlobte Birklar bei Lich Alsfeld 05391 Liebigshöhe Donnerstag, 25. Juni, abends 8 Uhr; 2. Abonnementskonzert ausgeführt v. d. ehern. Militär-Musikern u. Leitung d. Musikmstr. a. D. Herrn Topp. Bei schlechter Witterung findet das Konzert Q im Saale statt. 8 Ortsgewerbeverein Freitag, den 26. Juni, 81/, Uhr Haupt-Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht; 2. Vorstandswahl,- 3. Bericht des Herrn Dr. Vünnings a) über den Neubau, b) über Sitzungen in Darmstadt. Eine Ziehungsliste über Gewerbeausstellung Ingelheim liegt vor und muß spätestens an diesem Abend ein- gesehen werden. 6228v Der Vorsitzende. Hansa Handelsschule J. Kunzeimann Gießen, Bahnhofstr. 60 vorm. Hermes Prospekt frei. Tel. 240 auch nachts vernichtet verblüffend bopptifiarh,geruchlos, j In 2lpol$tfcen u.Krvg. I la Handkoffer sehr billig 1606a Carl Schunck Vergehung uon öonardelten! AufGrund derVerdingungsvorschriften werden nachstehende Bauarbeiten für das Deamtenmiethaus Vilbel zur Ver- gebung öffentlich ausgeschrieben: Zimmer- arbeiten: 64 Stufen der Stockwerkstreppen: Schreinerarbeilen: 63 Türen, 5 Glasabschlüffe, 24 Fensterläden, 580 qm Fußboden usw.: Weibbinderarbeiten: 2 900 qm Decken- und Wandpuh, 1080 qm Leimfarben-, 550 qm Oelfarbenanstrich usw.: Glaserarbeiten: 86 Fenster, 28 qm Verglasung usw. — Angebotsunterlagen sind zum Selbstkostenpreis auf unserem Zweigbureau in der neuen Blindenanstalt erhältlich, woselbst auch die Zeich- nungen eingesehen werden können. Eröffnungszeit: 4. Juli, vormittags 11 Ahr in vorgenanntem Zweigbureau. Zuschlags- frist 3 Wochen. Friedberg, den 22: Juni 1925. Hessisches Hochbauamt. ___________Haag._______6246V Bekanntmachung. Freitag, den 26. d. M., nachmittags 2 Ahr, werden die Kirschen an der Kreis- strahe „Gießen-Gleiberg" versteigert. Gießen, den 23. Juni 1925. Kreisbauverwaltung. Cellarius. t244c Lichtspielhaus Versäumen Sie nicht das einzigartige Filmwerk Wege zu Kraft und Schönheit Heute ist der letzteTag der Aufführung. Anfang 4, 6, u. 8.15 Uhr. Ab morgen: Kinder von Montmartre 6 Akte von Variete, Konfektion und Liebe. Dazu: Professor Rehbein auf der Hochzeitsreise Lustspiel in 2 Akten. 6241c