Ur.95 Erstes Blatt 175. Jahrgang Zreitag, 24. April 1925 Erscheint taglid), außer Sonn- und Feierlag«. Beilagen: G testen er F a mi li en b lütter Heimat ien Bild. Blonats-kezugrpreir: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech'Anlchlüsse: Schriftleitung 112, Verlag undBeschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerSiesten. poflscheckkonto: Stanlfurt a. M. 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesfen vnick und Verlag: vrühl'sche Universitäts-Vttch- und Steinöruderei K. Lange in Stehen. Zchriftleitung und Seschäftrttelle: Schul'ttahe 7. Annahme von »nzeiaen für die Tagesnummer v» zum Nachmittag vorher ohne jedeVerdindlichkeit^ Preis für \ mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlichS, auswärt» 10 Goldpsenniy; für Ne» blame An,eigen v 70a in Breite 35 Goldpsennig, Platzvorschrift20° .Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr Wilh Lange; für den übrigen Teil; Ernst Blumschein;fürden Anzeigenteil: Han» Beck, sämtlich in Diesten. Fellachenvolk? Die Fellachen sind, wie man weih, die ilr- bevöllerung Aegyptens. Die Zivillsation deS ägyptischen Dolles war, nachdem sie ihren Höhepunkt erreicht hatte, müde und greisenhaft geworden und das Dolj unfähig zu nationalem Wollen. So ward sein Land eine leichte Deute fremder Eroberer und ging aus einer Eroberer» Hand in die andere: aus der Hand der Ptolo- mäer in die der Römer, der Byzantiner, der Araber, der Türken und schließlich der Engländer. Die Devölkerung aber sank von Stufe zu Stufe, und auS einem Volke, dessen Äultuc- schöpsungen wir heute noch mit ehrfürchtigem Staunen betrachteir, wurde sie zu einem Sklaven» volke. Wer davon spricht, daß auch wir Deutschen auf dem Wege sind, zu einem solchen Fcllachenvolk zu werden, begegnet meist ungläubigem Spott oder gar zorniger Abweisung. Wie? Ein europäisches Kulturvolk von mehr als sechzig Millionen, das für die Menschheit so unendlich viel getan hat, wie das unsere, sollte im Fella- chenturn enden? Rirnrnermehr! Gin solches Volk kann nicht zugrunde gehen! — Aber das ist eine gedankenlose Frage. Wenn so wie das ägyptische auch die anderen gewaltigen Kulturvölker deS alten Orients ins Fellachentum hinabgesunken. wenn das rörni che, wenn das spanische Weltreich zugrunde gegangen sind, woher nehmen w i r dann das Recht, von dem ewigen Bestände unseres Volkes und unseres Reiches zu reden? ilnb sind wir denn nicht bereits weit genug gekommen auf dem Wege zum Fellachen- tum? Danach fragt man sich nicht in dieser Zell der innerpolitischen Kämpfe, aber gerade un Hinblick auf sie ist es gut, die Frage wieder einmal aufzuwerfen. Ein souveräner Staat ist das Deutsche Reich nicht mehr, denn unsere politische, unsere militärische, unsere wirtschaftliche Freihell ist zum groben Teil dahin, und auch unser Staatsgebiet ist uns kein sicherer Besitz. Roch immer hausen fremde Gewalthaber im Ruhrrevier, noch immer wird das Kölngebiet widerrechtlich von den Fremden beseht gehalteil, und die Frage, wann sie es endlich zu verlassen gedenken, wild kaum noch erörtert. Go stehts um unsere' staatliche Souveränität. Sind wir denn aber wenigstens sicher, ein freies Volk zu bleiben, insofern, als wir das Recht zur Betätigung eines eigenen nationalen Wille ns behalten? Wir. würden uns einem gefährlichen Irrtum hingeben und uns einer geradezu verbrecherischen Leichtfertigkeit schuldig machen, toeiun wir uns in Sicher hell wiegen wollten, indem wir diese Frage ohne weiteres bejahen. Wiederholt haben wir gegen die Art und Weife Einspruch erheben müssen, in der das Ausland sich tn unsere Reichspräsidentenwahr einzum.fchen erdreistete, und haben darauf aufmerksam gemacht, dab dieses Verhalten vollkommen unvereinbar ist mit dem Sclbstbestimmungsrecht. auf dcnt wir so gut wie andere Kulturvölker Anspruch zu haben glauben. Glauben! Aber je länger es dauert, desto schwankender wird der Boden, auf dem dieser Glaube beruht. Zu den wenigen englischen Blättern, die sich, wenn auch nicht immer mit Erfolg, bemühten, uns Deutschen gerecht zu werden, gehörten bisher die Londoner „Daily R e w s". Auch in der Angelegenheit unserer Präsidentenwahl strebt das Blall nach einer Art von Objektivität, aber es ist eben ein englisches Blatt, für das d'.e Welt aufjer England nur von nebensächlicher Bedeutung ist. insbesondere aber unser Deutschland, das der Rormalcngländer schon soweit im Wüsten- sande des Fellachentums begraben sieht, daß er es erst recht als etwas Rebensächliches glaubt behandeln zu können. Heber den hannoverschen Hindenburg-Tag lassen sich »Daily Rews" von ihrem Sonbn:berichterstatter einen z'emlich ausführlichen Aufsatz senden, und der Mann saht darin seine Eindrücke über H'ndenburg in die Worte zusammen: „Ern ehrlicherer Mann als ich dachte, eindrucksvoller und einfacher." Vieles von dem, was Hindenburg sagte, so fährt der Gewährsmann der „Daily Rews" fort, habe Aufrichtigkeit geatmet und feine Erklärung: „Ich Bin gewohnt, meine Pflicht zu tun" werde ihm, dem Korrespondenten, wegen der Kraft, mll der sie vorgetragen wurde, immer im Gedächtnis bleiben. Aber die meisten Leute in Eng- land und fast alle in Frankreich würden niemals bereit sein. Hindenburg allein als das Symbol deutschen Rationalbewußtseins hinzunehmen, sie mürben ihn nur ansehen als 6 Y m b 0 l einer deutschen Einheit, die die übrige Welt nicht dulden zu können überzeugt fei. Da haben wir es, und das ist echt: llnjcren Willen zur deutschen Einheit, so wie er sich in unserem Rationalhelden Hindenburg verkörpert, wird die übrige Welt nicht dulden! Sie ist bereit, unS gut zu behandeln, wenn wir uns fügsam zeigen, bereit auch, uns in diesem Fall zu fördern, soweit es geht. Aber zeigen sich unter uns Reigungen und Bestrebungen, die der Welt, das heißt England, nicht passen, so zieht man den Knebelstrick fester. So hat's England mit den ihm unterworfenen Fellachenvölkern in Indien und Aegypten immer gemacht, und so soll's auch mit dem deutschen Volk geschehen. Wir brauchten diese plumpen Anmaßungen nicht allzu tragisch zu nehmen» wenn nicht in Deutschland selbst die Fellachengesinnung bereits weit, ach, nur allzu well um sich gegriffen hätte. Was wir in Aegypten sehen, das ist das Ende des Weges zum Fellachentum. Den Anfang sehen wir bei uns: in weiten Kreisen keine Fähigkeit mehr zur Hingabe an ein großes nationales Ziel, kein Glaube mehr an die Macht des nationalen Gedankens, an die Kraft natio- Der Wahlkampf. Dr. Jarres spricht im Berliner Sportpalast für Hindenburg. Berlin, 23. April. (XII.) Bei der großen Kundgebung der im R e i ch s b l 0 ck vereinigten Parieren im Berliner Sportpalast hielt die HauptrÄte Reichsminister a. D. Dr. 3 a r- res. Er führte u. a. aus: „ilnertoartet wurde mir die Ehre zuteil, im ersten Wahlgang um den höchsten Vertrauensposten des deutschen Volkes mit meinem QI amen und mit meiner Person bienen zu dürfen. Ich habe mich ihm gestellt. Es hat viel Lärm in der Gasse gemacht. Meine Mahnung, beit Kampf rit terlich zu führen, ist wirkungslos verhallt. Erhebend bleibt aber auf der anderen Selle die Tatsache, daß der Grundgedanke einer überparteilichen Bewegung auf christlicher, nationaler und sozialer Grundlage, der ich meinen Rainen geben durfte, schon im ersten Wahlgang einen so starken Widerhall im ganzen Volk gesunden hat. Don Beginn der Wahlbewegung an war es der Wunsch des Reichsblockes, das gesamte-deutsche Büraer- tum in all seinen Schichten ohne Unterschieb des Bekenntnisses und der Lebensstellung — Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Arbeiter des Geistes und der Hand — in Stadt und Land aus breitester Basis zu vereinigen. Was im ersten Wahlgang nicht vollkommen gelang, konnte und sollte nach unserem Willen im zweiten W a b I g a n g nach Kräften erstrebt werden. Don mir wußte man, daß meine Person kein Hindernis für eine solche Verständigung bilden würde, aber der Pakt zwischen Zentrum und Eozialdemo- traten war bereits grundsätzlich festaelegt. Das Geschäft war längst fertig und bedurfte nach dem ersten Wahlgang nur noch deS roten preußischen Stempels. Wtr klagen die Parteien der Weimarer Koalition an, daß sie die Wahl deS deutschen Staatsoberhaupts zum Gegenstand einrS politischen Geschäfts herabgewurd'.gt haben. Durch dieses Vorgehen wlld die Verfassung in ihr Gegenteil verkehrt. Angesichts dieses unnatürlichen Wahlbündnisses ergab sich für unS nur noch umso stärker die Rotwendigkeit, unsere Kampffront nach Möglichkeit zu verbreitern. Ich empfinde es als eine Ehre, im ersten Wahlgang in der Dresche gestanden zu haben. Runmehr mache ich dem größten, dem besten deutschen Manne Platz. Hindenburg soll und wird uns -um Siege führen. In ihm verkörpert sich unser Programm. Er war uns. er ist uns und bleibt uns der ideale Vertreter deutschen Wesens: im Glück und im Unglück. Der Raine Hindenburg bürgt uns für eine klare und besonnene Polltik. In den schlichten und unantastbaren Erklärungen, die der Feld- marschall am vergangenen Sonntag in Hannover abgegeben hat. ist das Regierungs-Programm eines weisen Dolksführers enthalten. Wer es nach diesen Erllärungen, die sich mit der grundsätzlichen Einstellung des Volks- blockcs decken, noch fernerhin wagt, Hindenburg als einen Militaristen hinzustellen, der besorgt bewußt die Geschäfte unserer schlimmsten Gegner im Auslände. Wenn ein Hindenburg die Verfassung beschwört, so hält er diesen Eid, wie er immer sein Wort in seinem Leben gehalten hat. Wir sehen in der Verfassung von Weimar nicht das Ideal unserer paatsrechllichen Ordnung, aber nur auf organischem und gesetzlichem Wege kann daö deutsche Doll se'nrr Verfassung d'ejenige Gestalt geben, die am besten seinen Lebensbedürfnissen entspricht, und hierüber entscheidet trotz aller Fesseln, wie sie uns der Friedens- vertrag auferlegt, nicht das Ausland, sondern das deutsche Volk selbst. Das gleiche gilt von der Wahl des deutschen Reichspräsidenten. Wll smd nach wie vor der Ausfällung, daß die Staatsumwälzung dem deutschen Volle keinen Segen gebracht hat. Die Re- volutionäre von 1918 unb ihre Bundesbrüder find sehr konservativ geworden, ja, sie sind tm wahren Sinne des Wortes Reaktionäre, denn sie wollen keinen nationalen Fortschritt dulden. Wir wollen dagegen im Rahmen bei Reichsverfassung einer fortschntt- lichen Entwicklung dienen und unser staatliches Leben erneuern. Dazu gehört aber auch, daß wll ihm die Reinheit wiedergeben, die das beste Erbe der Vergangenheit bleibt und die wir in den letzten Iahren allzuhäufig vermissen mußten. Dazu gehört ferner, daß wll dem nalen Wellens und nationalen Empfindens, fein Streben mehr nach nationaler Macht, sondern nur noch kalte Skepsis, müde Resignation, verschwommene Träumereien von einer allgemeinen Wellverbesserung. Das sind bie Leute, die Bismarck im Auge Halle, als er sagte: „Es gibt eine Feigheit, die es nicht wagt, sich zu wehren und auch nur die Degenspitze weg Zuschlägen, die auf ihre Brust gerichtet ist, sondern sich von ihr durchrennen läßt, nicht Hand anlegt, um die Gefahr abzuwenden, die ihr droht." Wan lese das erschütternde Kapllel, daS Oswald Spengler in seinem Buche vom Untergang des Abendlandes über diese unsagbar triste Derfallserscheinung geschrieben hat. Es fängt an — so ungefähr sagt er — mit den Menschen der ewigen Angst, die die Weltgeschichte für gleichgültig erklären, und endet bei ben Aposteln des Weltfriedens. IedeS Doll Eigenleben der Länder innerhalb deS Reichsverbandes wieder zur nötigen Geltung verhelfen. Wir verwahren uns aber auch dagegen, bah man das Schicksal unseres preußischen Staates irgendwelchen Experimenten austie- fcit. Wir wünschen an bet Spitze bes Deutschen Reichs eine Persönlichkeit zu sehen, btc außerhalb bes Parteigetriebes steht, die besten Kräfte ohne Ansehen bei Person, ber Herkunft unb beS Berufes zur Führung ber Reichsgeschäfte heranzieht, Kultur unb Wirtschaft forbert, Ordnung unb Sitte schirmt, ben Frieden unter ben Bekenntnissen unb Berufen fördert, für gerechten unb sozialen Ausgleich sorgt unb bas Reich mit WürDe vertritt. 3n unserem Hindenburg haben wir diesen Mann. Er ist nicht der politische Gefangene irgendeiner Partei oder irgendeiner ParteUonstellation. Fällt die Wahl deS deutschen Volkes auf ihn, so wird er In der Lage sein, frei von jeglicher politischen Bindung, nur dem eigenen Gewissen verantwortlich, der Gesamtheit deS Volkes zu dienen. Seine Persönlichkeit bietet uns die Gewähr, daß er diese Freiheit des Gewissens und Handelns nach allen Seiten und in jeder Beziehung wahrnehmen wird. Er bürgt unS dafür, daß ber brutsche Rame in der ganzen Welt zu Ehren kommt. Mit Stolz hat es mich erfüllt, daß mir der treue Eckehart des deutschen Dolles beim ersten Wahlgang seinen Segensspruch mit auf ben Weg gab. Heute geht mein Mahnruf von meinen Lippen unb von meinem Herzen an das deutsche Doll, diesem würdigen Bannerträger unserer großen vaterländischen Sache zu folgen. Die Millionen, die bei ber ersten Wahl mich mit ihrem Vertrauen beehrt haben, werden, so bin ich überzeugt, meiner Parole folgen. Aber das genügt nicht! Das Heer ber Richtwähler, ber Gleichgültigen unb Lauen, bie sich im ersten Wahlgang abseits hielten unb auf ihr Wahlrecht verzichteten, gilt es jetzt mobil zu machen. Sie stehen durchweg auf unserem politischen Boden. Solche Gleichgültigkeit mag bei der Ungewißheit des ersten Wah'gang?s verzeihlich erfcheinen, jetzt aber, wo eS um bie Ent- fcheibung geht, würde sie zu einer s chwer en Versündigung am Volke werden." Die Rede wurde mit stürmischen lang anhaltenden Beifall ausgenommen. Rach Vorführung vaterländischer Lichtbilder sprach noch für dir Wirtschaftspartei der Adg. Drewitz. Für die vö k.sche Freiheitsbewegung sprach der Abgeordnete K u b e und für den Frauenausschuß ber Deut '-nationalen Vcllspartei 21 ma Grete Lehmann. Das Schlußwort sprach der Deutsch- vottsparteiler Dr. C u r t i u s. Sven Hedin an Hindenburg. Hannover, 24. April. ($11.) Sven Hebln hat an Generalfeldmarfchall von Hindenburg fol- genbes Telegramm gerichtet: Stockholm, 23. April 1925. Mll Verwunderung höre ich, baß in Deutschland Befürchtungen geäußert werden, die Wahl Ew. Exzellenz würbe im Ausland wie ein Signal für Revanche und Reaktion wirken. Aus meinen Beobachtungen heraus möchte ich Cw. Exzellenz versichern, baß biese Befürchtungen g r u n b l 0 s sind. Weite Kreise bes Aus- l a n b e s betrachten Ew. Exzellenz als Verkörperung ber guten Eigenschaften besbeutschenDolkes und werben in Ihrer Wahl die Rückkehr zu all dem sehen, was im brutschen Volk gut unb wertvoll erscheint gez. Sven Hedin. Botschafter von Maltzan zur Hindendurgkandidatur. Berlin, 23. April. (Wolff.) Botschafter Freiherr von Maltzan hat im Deutschen Verein in Reuy 0 rk am 19. April erklärt, bie Amerikaner deutscher Abstammung seien ber beste Beweis ba üi, baß man unter ber weisen Leitung ber Republik eiiolg- reich unb glücklich ar bellen könne. D es bedeute ein gutes Beispiel für Deutschland. Ohne Rücksicht auf Parteizuaehörigkeit müsse sich heutzutage jeder in Den Dienst des Vaterlandes stellen. Kein Geringerer als Hindenburg habe dies bereits im Iahre 1918, als er s i ch Ebert zur Verfügung g e - bringt solchen Abfall hervor. Mögen auch bedeutende Ramen darunter sein, vom Standpunkt der wirllichen Geschichte betrachtet, sind sie min* bertoertig. Das römische Voll hat über den Rest ber Antike gesiegt, weil es die Fellacheninstllte des Hellenismus für die Haltung seiner Politik auszuschalten wußte. Eine Rat'ron ist Menschentum in lebendige Form gebracht. Das praktische (Ergebnis well verbessernder Theorien ist regelmäßig eine formlose und deshalb geschichtslose Masse. Alle Weltverbesserer und Weltbürger vertreten Fellachen ideale, ob sie eS wissen oder nicht. Ihr Erfolg bedeutet die Abdankung der Ration innerhalb der Geschichte, nicht zugunsten des ewigen Friedens, sondern z u - gunften anderer. Die babylonische, chinesische. indische, ägyptische Welt gingen aus einer Eroberer Hand in die andere unb bezahlen den stellt, das mllitärisch besiegte Heer in die Re- publll zurückgefühlt und Ebert durch ben im Magbcburger Prozeß bekannt gewordenen B.ref gedankt habe, erkannt. Diese Tatsache sei die beste Gewähr ba'ür, daß Hindenburg bei seiner eventuellen Wahl loyal zur Republik stehen würde. Analoge Aeußerungm bat Botschafter von Maltzan am 16. April in der amerikanisch-deutschen Hand:lS'ammer gemacht. Marx in Stuttgart. Stuttgart, 24. April. ($11.) Im über» füllten Saal ber Lieder halle sprach in einer Wahlversammlung deS Delksblocks gestern abend Reichskanzler a. D. Dr. Marx. Die Eingänge zur Liederhalle waren von Hunderten von Personen umlagert, die keine Karlen mehr betamen und beim Eintreffen des Präsidentschastskand«- baten Hochrufe ausbrachten. Als Dr. Marx die Rednerbühne betrat, wurde er von der Versammlung. bie sich von den Sitzen erhoben hatte, stürmisch begrüßt. Stürmische Hochrufe unb lebhafter Beifall dankten Dr. Marx für seine Ausführungen, die sich in den selben Grdanken- gängen bewegten wie dir in zahlreichen and eren Städten gehaltene Rede. Anschließend fpriK)en ber demokratische Abgeordnete Heuß und ber sozialdemokratische Abgeordnete R 0 ß m a n n. Reichskanzler a. D. Dr. Marx sprach noch in drei weiteren Lokalen in Stuttgart. Die Hypothekengläubiger und Sparer. Karlsruhe, 23. April. C-ßrioatttelegramm.) Der Landesverband Baden des Hypothekenglaubiger und Sparerschutzoerbandes für baj Deutsche Reich faßte einstimmig eine Entschließung, m der es heißt: „Die Wahl des Reichspräsidenten ist nicht Parteisache', hier entscheidet nur die Persönlichkeit. Dr. Marx erkennen wir als erklärten «feind unserer Bestrebungen. Er hat als Reichskanzler die 3. Steuernotoerordnung erlassen. Er hat auch den früheren Reichspräsidenten zur Erlassung der ner fassungswidrigen Verordnung vom 4. Dezember 1924 bestimmt, nachdem unter seiner Mitwirkung der Währungsbetrug am deutschen Volke verübt worden war. Hindenburg ist ein Mann, der auf sich selbst steht, weder verkettet mit dem Parteigetriebe, noch mit eigennützigen Wirtschaftsmächten. Ihm dürfen wir vertrauen, daß er, die Worte seines Aufrufes wahrmachend, die Heiligkeit des Rechts auch zugunsten der entrechteten Sparer wieder zur Geltung bringt, und daß er nötigenfalls gegen eine ungerechte Entscheidung der Reichstagsmehrheit von seinem oerfas- sungsmäßigen Recht der Anrufung des Volksent- scheids Gebrauch machen wird. Rnttdfttnkreden ber beiden Kandidaten Berlin, 23. April. (Wolff.) Während Hindenburg ferne Rundfunkrede Freitag abend um 8 llhr halten wird, wird Marx feine Rundfunkrede morgen abend nicht, wie «ngekündigt, um 9.15, sondern erst um 9.30 Uhr halten. . Das Reichsschulgesetz. Berlin, 23. April (WTD.) Di Vorbereitungen für das Reich^fchulgest'tz (Dole 1 sur Ausführung von Artikel 146 Aos. 2 der Reichs- Derfaffung) sind bei dem Reichsmintsterium i Innern soweit gefördert worden, daß der Entwurf kurz nach dem Zusammentritt des Reichstages dem Kabinett vorgelegt wer. cm kann. Grundlegend für diesen Entwurf ist folgende Bestimmung ber Reichsversal sung: Der Wille ber Erziehungsberechtigt:n ist möglichst zu berücksichtigen. Dresem L.i.wort muh bet neue Gesetzentwurf unter Berüc.iichti- gung der schullechnischen. pädagogischen, finanziellen und Schul^erwaliungsi ckece'sen ge e -)t werden. Unsere auf christlicher Grundlage erwachsene Kultur erfordert auch für die Bekenntnisschule, in der Kinder des glei en Religionsbekenntnisses von Lehrern ihres Bekenntnisses gemäß bem'elben unterrichtet und erzogen werden, freie Bahn. DaS zu erlassende Gesetz muh Vorsorge treffen, baß in der gesamten UnterrichtSverwa tung, Schul-uß.ch und Lehrerblldung auf die besonderen Bedürf i'se ber Bekenntnisschulen gebührend Rücksicht genommen wird. Das gleiche gilt verfassungs- gemäh auch von den Weltanschauungsschulen. Kampf mit ihrem Blute. Das war i h r Friede. Erst hatten sie für sich geblutet, jetzt mußten sie es für andere, und oft genug ;u deren Unterhaltung. Das ist ber Unterschied. Diese Sätze schrieb Spengler, lange bevor er diesen Wahlkampf erlebte. Aber noch kämpfen wir gegen dieses Fellachentum. das er uns so eindringlich schildert. Noch haben wir bie gläubige Zuversicht, daß unser Kampf mit einem vollen Siege enden wird. Verzagen wir aber 'n diesem Kampfe, folgen wir nicht mit Hingebung aller Kräfte der Fahne, die Hindenburg uns ooranträgt so ist'- um uns geschehen, unb ber Wüstensand des Fellachentums breitet sich über den Strahlenglanz des deutschen Namens. Das halte sich ieder von uns vor Augen. Wer weiß, worum es geht in diesem Wahlkampf, der wird keinen Augenblick im Zweifel sein über den Weg, den er zu wählen hat. Sozialdemokraten sürhindenburg Lie sozialdemokratische Fraktion des Preußr- schen Landtages hat zwei Vorsitzende, Herrn Heilmann und Herrn Grezesinski. Es wird den Herren heute unbequem sein, das) sie beide als Kronzeugen für den Feldmarschall von Hindenburg ausgerufen werden können. Herr Heilmann hat im Kriege einen Artikel grschrie- ben, der wie eine Fanfare in der eigenen Parier wirkte und in dem kriegerischen Sah ausklang, ich gehe zum Hindenburg, wahrend Herr Grezesinski in der Revolutionszert Vorsitzender des Arbeiter- und Soldaten- -ats von Kassel war und in dieser Eigen- scha't eine Bekanntmachung erließ, worin er sagte: „Hindenburg gehört zu dem deutschen Volte und 2)ent deutschen Heer Er hat sein Heer zu glanzenden Siegen ge'ührt und sein Volk in schwerer Stunde nicht verlassen. Are iat Hindenburg in der Größe seiner Pflichterfüllung uns näher g e st a n- >cn als heute." Der Aufruf klang aus in >er Forderung, den Frldmarschall. für den die ärgerliche und soldatische Bevölkerung Kassels nur Gefühle der Verehrung undH och- a ch t u n g habe, vor jeder Belästigung zu sichern. Dieselben Herren, die damals so überzeugte Anhänger Hindenburgs waren, geben sich alle Mühe, ihn herunterzureißen und ihm die Verehrung des Volkes abzusprechen, die sie ihm damals öffentlich bescheinigten. Die Reichsratsbeschlüsse zur Auswertungsfrage. Berlin. 23. April. (WB.) Zu den gestrigen Reichsratsberatungen zur Steuerreform ist noch nachzutragen: 3m Gesetz über die Ablösung öffentlicher Anleihen soll die Abfindung der K.-Schatze in der Weise erfolgen, daß für die 16,7 Millionen 1923 °/U>roz. K.-Schähe 50 Reichsmark Ablüsungsschuld und für die 50 Milliarden 1924er K.-Schähe ebenfalls 50 Reichsmark Ablösungsschuld gewährt werden sollen. Bei mündelsicheren Anlagen gilt die Markanleihe in Höhe des doppelten Geldwertes ihres Erwerbsprcises als Alt- besihanleihe. Die Tilgung der Anleihe-Ablo- sungsschuld erfolgt durch Auslosung zum Rennbetrage und nicht durch Auslosung mit Prämien unter Aufwendung des gleichen Betrags, wie er in der Regierungsvorlage vorgesehen ist. Eine Vorzugsrente wird den Altbrsihern aller Markanleihen des Reiches, nicht nur den Altbesihern von Kriegsanleihe gewährt. Die Vorzugsrente wird auf airdere Dlnterstuhungen öffentlich-rechtlicher Art voll angerechnet. Den bedürftigen Altbesihern von Markanleihen des Reiches, die insgesamt weniger als 1000 Mark Nennwert besitzen, wird eine ein- malige Barabfindung von 15 Reichsmark für je 100 Mark gewährt. Für unannehmbar erklärt die Reichsregierung die vorgesehenen Aenderungen Aenderungen und verlangt die Wiederher st ellung der Regierungsvorlage bezüglich der Auslosung der Ablösungsschuld mit Prämien', ebenso sei die Bestimmung über die Gewährung einer Vorzugsrente nur an die bedürftigen Altbesiher von Kriegsanleihen wiederherzustellen. Desgleichen soll der Abfindungsbetrag nur bedürftigen Altbesitzern gewährt werden. Die Dorzugsrente wird in Höhe von 180 Reichsmark jährlich nicht auf andere Llnterstühungen ange- t rechnet $ Die Frage der Ermäßigung der Lohnsteuer. Berlin, 22. Avril. (WTB.) Die sozial demokratische Reichstagsfraktion Hal den Reichsfincmzminfiter in einem Schreiben ersucht, die L o h n st e u e r mit Wirkung vom 1. 5. ab zu ermäßigen. Nunmehr ist die Antwort des M i n i st e r s eingegangen, in welcher, dem „Vorwärts" zufolge, erklärt wird, daß die Entscheidung über die Ermäßigung der Lohnsteuer nur vom Reichstag erfolgen könne, und zwar nach Vorlegung aller Steuergesetzentwürfe. Man bobe sich dann Darüber schlüssig zu werden, ob Teilstücke als besonder» dringlich vorweg erledigt werden sollen. Der Minister persönlich trete dafür ein,, daß das bezüglich der Lohnsteuer zu geschehen habe. Trauerfeier für Dr. Hoefle. Berlin, 23. April. (WTB.) In Anwesenheit zahlreicher Parlamentarier fand heute nachmittag im Hause des verstorbenen früheren Reichspostministers 2r. Hoefle eine Trauerfeier statt. Vom Reichs / a n z l e r Dr. Luther und dem früheren Reichskanzler Dr. Marx sowie von zahlreichen anderen Ministern des Reiches und Preußens waren B eile idskundgeb ungen eingegangen. Auch die deutschen Beamtengewerkschasten ehrten den Ver storbenen durch die Niederlegung eines Kranzes. Reichsarbeitsminifter Brauns hielt eine Gedenkrede. Der Gesundheitszustand Kutt Kers. Berlin. 23. April. (WTB.) Der Gesnnd- heitszustand Kutislers verschlechterte sich derart, >aß int Hinblick auf die entfte Situation der I itersuchungsrichter nunmehr dem Antrag der 3 .rteibigung zustimmte, daß die Privatbe» a n bl u n g Kutiskers gestattet werde. Auf und der veränderten Umstände hatte auch der »wteibiger Kut.flers einen neuen Haftent- assungsantrag gestellt. Angesichts dieser j tschridang hat der Äntersuchunrsrichter unter ustirnrnung b.t Staatsanwaltsä'aft den Dorschlä- ,.n des Verteidigers zugestimmt und für den ommenben Montag ein Aerztekon>ilium i das U tersuch mgsg f i gni? berufen, das über die Haftfähigkeit Kutiskers ein Gutachten abgeben soll. Neue politische Morde in Sofia. Vor e’net Rcfiicrungsbildnnft. Sofia, 23. April. (TU.) Gestern abend ereigneten sich h'.er wieder zwei polttNche Mord» •aten. Ein Führer der Bi.uernpartei, Prutktm, ',er zur Zeit Stambulinskis Pvlizeivrüsident von Sofia war. und der ehemalige Kriegsminister im Kabinett Stanrbul nskls. B u r a w i e w , wurden auf offener Straße von unbekannten Tätern erschossen. Prutttm wurde seinerzeit l-e'chul '■igt, als Polizeichef im Auftrag SiamvulinsklS das Boinbeitattentat int Theater Odeon in Sofia veranlaßt zu haben. Die polizeilichen Maßnahmen zur LInterdrüctung des Aufstandes werden immer schärfer. Gestern wurden sämtliche in Bul- garienansässigen Russen verhaftet, wobei nicht berücksichtigt wurde, ob sie kommunistischen Organisationen angeboren oder nicht. Zn politischen Kreisen verlautet, der König habe den Wunsch, int Interesse der Wiederherstellung des Friedens so bald wie möglich ein Kabinett auf breitester Grundlage mit der Uebernahme der Regierungsgeschäfte zu betrauen. Gegen diesen Plan habe sich der Ministerpräsident Zantow ausgesprochen, der einen solchen Regierungswechsel kurz nach dem Aufstand als ein Sy st em wechsel betrachtet, der augenblicklich unter allen Umständen vermieden werden müßte. Die Absicht des Königs, eine liberale Regierung zu bilden, stoße nicht auf den Widerstand des Militärs, sondern lediglich auf den Widerstand Zankows. 10 000 Mann Truppen- Verstärkung in Bulgarien. P a r i s , 24. April. (TU.) Wie „Petit Journal" erfährt, hat die B o t s ch a f t e r k o n f e - r e n z die Forderung der bulgarischen Regierung um eine Truppenverstärkung von 10 000 Mann in vollem Umfange bewilligt. Ursprünglich hieß es, daß nur 7000 Mann gewährt würden. Kleine politische Nachrichten. Die Verhandlungen des Wirtschafts- ausschussesdesVölkerbunbe s über die Abschaffung der Ein- und Ausfuhrbeschränkungen werden am 25. Mai in Genf beginnen. Sie werden sich vor allem mit dem Wiederaufbau Mitteleuropas beschäftigen, besonders mit der wirtschaftlichen Wiederherstellung Oesterreichs. Das Wirtschaftskomitee des Völkerbundes hat die Länder Mitteleuropas, Oesterreich, Deutschland, Ungarn und Jugoslawen, aufgefordert, zu den Beratungett Vertreter zu entsenden. * Der englische Ministerpräsident hat an Lord Balfour die Einladung gerichtet, in das Kabinett einzutreten als Groß siegel- bewahret, um die Stelle auszufüllen, die durch ben Tod von Lord Curzon freigeworben ist. In Belgien hat der sozialistische Parteikongreß mit 413 gegen 173 Stimmen beschlossen, die Verhandlungen zur Bildung eines Kabinetts ein zu stellen. In Paris tarn es nach einer Wahlversammlung, die von dem Abg. Taittinger geleitet wurde, in der vergangenen Rächt gegen 12.30 Uhr zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen Mitgliedern der Mille- rand-Liga und Kommunisten, die sich vor dem Lokal versammelt hatten. Es gab drei Tote und acht Schwerverletzte. Hochschulnachrichten. Gesellschaft für evangelische Pädagogik. Eine Gesellschaft für evangelische Pädagogik unter dem Vorsitz des früheren Vizepräsidenten des Provinzialschulkollegiums von Magdeburg, Geheimrat Dr. W a s s n e r , hat sich im Anschluß an den Frankfurter Reichselterntag konstituiert. In der Grün- dungssihung ist eine Reihe namhafter Persönlichkeiten aus Fachkreisen, Vertreter pädagogischer und evangelischer Verbände beigetreten. Die Geschäftsführung der Gesellschaft liegt beim Reichselternbund in Berlin-Steglitz. Tagung der deutschen Zivilprozehrechtslehrer. In München begann am Donnerstag die Tagung der deutschen Zivilprozeßrechtslehrer. Geheimrat Dr. Wenger, Rektor der Universität München und Staatsrat Dr. Meyer, Vorsitzender der Juristischen Studiengesellschaft München, begrüßten die Teilnehmer aus dem Reich und aus Oesterreich. Am Abend hielt die Juristische Studiengesellschaft anläßlich der Tagung eine Festsitzung ab, auf der Staatsrat Dr. Meyer besonders den Vorsitzenden des deutsch-italienischen Schiedsgerichtshofes in Rom, Dr. S o l d a 11, und die Rektoren der Universitäten München und Wien begrüßte. Der Rektor der Wiener Universität, Hofrat Sperl, hielt den Fest- Dortrag, in dem er den Gedanken der internationalen Zuständigkeitsverordnung für den Zivilprozeß darlegte. Aus aller Welt. Das Baden-Badener Schachturnier. Auf dem internationalen Schachgroßmeisterturnier in Baden-Baden wurde am Donnerstag die sechste Runde gespielt. Sir Thomas-England verlor gegen Colle-Belgien in 28 Zügen. Mieses-Deutsch- land verlor gegen Rubinstein-Polen in 31 Zügen. Te Kolste-Holland verlor gegen Riemziwoitsch-Däne- mark m 37 Zügen. Remis wurde die Partie Reti- Defterreid) gegen Pates-England in 53 Zügen. Ebenfalls mit remis endete die Partie Dr. Teybal-Tschecho- slowakei gegen Dr. Tarrasch-Deutschland. Spielmann- Oesterreich gegen Grünfeld- Oesterreich wurde remis mit dem 42. Zuge. Das Damenbauerspiel Saemisch- Deutschland gegen Torre-Mexiko endete überraschenderweise mit dem 21. Zuge remis, obgleich der Berliner Meister einen Springer mehr hatte. Rabino- witsch-Rußlcmd gegen Dr. Tartakomer-Oestcrreich endete remis mit dem 50. Zuge, damit hat Dr. Tar- takower alle sechs bisher gespielten Partien zum remis geführt. Die unvermeidlich englisch aespielte Partie Earl-Deutschland gegen Bogoljubow-Ukraine endete ebenfalls mit remis. Abgebrochen wurde die Partie Marchese Roselli-Jtalien gegen Marshall-U. S. A. in ungeklärter Stellung. Älsechin-Frankreich war spielfrei. (Eine deutsche Mount-Lveresl-Lxpedilion. Beim Empfangsabend für die enalische Mount- Everest-Expedition im Deutschen Alpenver - ein in Berlin wurde die erstmalige Mitteilung über den Abschluß der Vorbereitungen für eine deutsche Mount - Everest-Expedition gemacht, die am 2 Juli sich von Venedig aus au den Weg machen wird. Tunnrleinsturz auf der Schwa.-Waldbahn. Wie wir aus Offenburg hören. ist der aui der Schei e bei Schwarzwalobahn aus einer Höhe von 834 Mtr. zwischen ben Orten Ruß» lach und Sommerau in der Rahe der Station Sommerau liegende kleine Sommerau-Tun- nel heute abend zwischen 6 3) und 7 Ubt eln- gestürzt. Ein Zug befand sich während deS Vorfalls nid)t im Tunnel, so daß nur der Tun- | nelfchaden zu beklagen ist. Aus der Strecke Triberg—Sommerau ist der Eisenbahnverkehr durch Einsturz gesperrt und wird durch Ürnfteigen mit Autos aufrechterhalten. Wie das Blatt weiter berichtet, handelt es sich bei dem Einsturz um den östlichen Eingang des Tunnels, der durch das Loslösen von Felsmasseir aus bisher noch nicht aufgeklärter Weise bewirkt wurde. Eine Friedrich-Ebert-Straße in Berlin. Der Berliner Magistrat hat einem Beschluß der Stadtverordnetenversammlung zuaestimmt, die Budapester- und Sommer-Straße in Friedrich- Ebert-Straße umzubenennen, aber einem Teil des Kurfürstendammes zwischen der Kaiser-Wilhelm- Gedächtniskirche und der Cornelius-Brücke den Namen Budapester Straße zu geben. — Arme Postboten'. Großf:uer in Berlin. Bei der A.E. G. in der Ackerstraße entstand aus noch unbekannter Ursache Feuer. In den Kellerräumen steht ein umfangreiches Oellager in Flammen. Durch die große Rauchentwicklung sind die Löscharbeiten der Feuerwehr, die mit 8 bis 10 Zügen zur Stelle ist, sehr erschwert. Es wird eine weitere Ausdehnung des Brandes befürchtet. Es sind neun bis zehn Personen verletzt worden. Der Oberfeuermann von der A. E. G. mußte schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Dillardspiel mit tödlichem Ausgang. Wir hören aus Buer: Ein Zuschauer beim Dillardspiel, der versehentlich von dem Queue eines Spielers getroffen wurde, geriet mit diesem in einen Wortwechsel, In dessen Verlauf der Spieler dem Zuschauer derart mit dem Queue über den KoPf schlug, daß der Getroffene besinnungslos niederstürzte und kurze Zeit darauf verstarb. Der Täter wurde verhaftet. Ein Todesurteil. Dor dem Stettiner Schwurgericht wurde "gegen den FleischergeseUen Stelzenburg verhandelt, der unter der Anklage stand, seine 39 Jahre alte Frau ermordet zu haben. Der Angeklagte bequemte sich erst nach her Urteil^ Verkündung zu einem Geständnis. Das Urteil lautete wegen Mordes auf Todesstrafe. Hinrichtung zweier Mörder. In Gera fand im Gefängnishof die Hinrichtung der wegen Erdrosselung ihrer zehnjährigen Tochter zum Tode verurteilten Frau Schellhardt aus Gera und des toegen Ermordung seines Schwiegervaters zum Tode verurteilten Zimmermanns Seifert aus Auma statt. Die letzte Hinrichtung in Gera erfolgte im Jahre 1908. Selbstmordversuch eines Mörders. In 5)amborn wurde auf der Rheinwiese die Ehefrau eines Bergmanns aus Hamborn durch drei Messerstiche e r st o ch c n. Rach der Tat versuchte sich der Mörder im Rhein zu ertränken, wurde aber von Passanten gerettet und in H a f t genommen. Den Wirt ermordet. Rach einer Meldung aus Memel wurde dort der 82jahrigc Oberpostschaffner a. D. Pauli ermor - d e t aufgefunden. Als Täter kommen zwei junge Arbeiterinnen in Frage, die vor einiger Zest böi Pauli gewohnt haben. Sie haben wahrscheinlich ihren früheren Wirt erschlagen und dann beraubt, worauf sie sich zu einem Tanzvergnügen begeben haben. vom Schultor erschlagen. Ein schweres Unglück ereignete sich an der katholischen Volksschule in Essen-Mendorf. Zwei Kinder, die mit ihren Schulgefährten an dem Schul - t o r schaukelten, wurden von dem plötzlich zu- sammenstürzenden einen Teil des Tores b e g ra - ben. Ein Kind war auf der Stellö t o t, während das andere mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus geschafft werden mußte. Flugzeugabsturz. Am Mittwochabend ist auf dem Flugplatz eines der zur Zeit in Weimar stationierten Flugzeuge der Hüffnerwerke (Paderborn) infolge Versagens des Motors abge stürzt. Der Pilot Fink und die Gymnasiallehrer Dalberg und Ander- s c n konnten sich zwar durch Abspringen retten, erlitten aber erhebliche Verletzungen. Das Flugzeug wurde sehr stark beschädigt. Schwerer Auto-Unfall. Rom, 21. April. (WTB. Funkspruch.) Bei Ancona überschlug sich ein Automobil, weil durch allzu heftiges Bremsen zwei Gummireifen auf einmal platzten. Drei Insassen wurden sofort getötet, der vierte lebensgefährlich verletzt. Vootsunfall auf der Ruhr. Drei Schüler aus Bochum, die eine Ruderpartie unternahmen, sind aus unbekannter Ursache mit ihrem Boot die Ruhr h i n a b g e t r i e = ben. Das Boot fetzte über ein 1 Meter Hobes Wehr hinweg ohne umzuschlagen. Dann aber trieb es infolge der reißenden Flut gegen den Pf e i - I e r einer Brücke und schlug um. Zwei Schüler ertranken, wahrend sich der dritte durch Schwimmen rettete. Die Leichen konnten nioch nicht geborgen werden. Gefaßte Schmuggler. Von Beamten der Grenzstation Kohlscheid wurde eine Schmugglerbande in Stärke von 12 Mann in einem naheliegenden Eisenbahntunnel gestellt und f e ft g e n o m m e n. Unter den Verhafteten befand sich ein russischer Staatsangehöriger. Die der Bande abgenommene Schmugglerware bestand aus 3552 Kilogramm Kaffee, 75 Kilogramm Pfeifentabak, 15 Kilogramm Feinschnitttabak, 12 Kilogrämm Kakao und Schokolade, 7000 Zigaretten und 20 Block Zigarettenpapier. Erdbeben in Italien. Aus Rom wird unterm 23. April berichtet: Heute nachmittag nach 14,30 Uhr (2,30 Uhr M. E. Z.) ist hier an verschiedenen Stellen ein ft a r f e 5 Erdbeben verzeichnet worden, das in den Fabriken eine allgemeine Panik auslöste aber keinen Schaden verursachte. In Brescia wurde der Erdstoß um 13,4« Uhr (1,48 M. E. Z.) verspürt. In Venedig herrschte um diese Zeit ein ft a r f e r O r - f an , begleitet von Hagel und Blitzschlägen. „LoS Ang'.les" auf der Rückreise. Das Zeppelin-Luftschiff hat die Dermudas- infcln gegen 10 Uhr vormittags bei glänzendem Wetter unter dem Jubel einer zahlreichen Menschenmenge verlassen. Ostseefahrken der „Buckau". Das Flettner Rotorschiff „B u ck a u", das seit Ende Februar zunächst im Hamburger und später im Altonaer Hafen zur Besichtigung lag, ist nach Kiel abgefahren. Dort sotten einige Arbeiten an dem Sckstff vorgenommen werden, worauf bte Buckau^ regelmäßige Ostseesohrten nufnebmen wird. Aus Stadt und Land. Gießen, den 24. April 1925. ** Die städtische Winterhilfe, wie sie auf Grund der Beschlüsse der Stadtverord- ncten-Versammlung stattgesunden hat und die in Verbilligung von Brot, Kartoffeln und Äofrlcn bestand, hat mit Ablauf des Monat Marz ibt Ende gefunden. Es ist dankbar anzuerkennen, so schreibt uns das städtische Wohlfahrtsamt, daß auch die hiesigen Kartoffel- und Kohlenhändler durch Herabsetzung ihrer Preise zur Verbilligung beigetragen haben. Die hiesige Bäcker-Innung gewährt, unabhängig von der Winterhilfe, auch jetzt noch an 40 Fürsorgeempfänger (Klein- und Sozialrentner, sowie verschämte Arme) wöchentlich einen Zweipfundlaib Brot unentgeltlich. Auch hierfür gebührt chr der besondere Dank der Oeff ent lichtest. Denn gerade diese Spende kommt Kreisen zugute, deren Lage besonders schwer ist. Zum Teil sind es Personen^ oder Familien, die trotz schwerer Rotlage twe öffentliche Unterstützung sonst nicht in Anspruch nehmen ' Eine Sitzung des Provinzial- ausschusses der Provinz Oberhessen findet morgen, Samstag, vormittag im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Klage der Ober- hessischen Basaltwerke Ignatz Seipel, 'Mühlheim a.M., g'gen das Kreisamt Büdingen auf Aufhebung deö Polizeibefehls vorn 15. Dezember 1924; 2. Antrag der Firma Gebr. Stein in Alsfeld auf (Srteilung der Genehmigung zum Betrieb einer Anstalt zum Trocknen und Ctn- salzen von gellen; hier: Berufung der Firma Gebr. Stein gegen das Urteil des Kreisaus- schusses des Kreises Alsfeld vom 29. Dezember 1924; 3. Antrag der Gemeinde Wölfersheim auf Enteignung von Gelände des Christian Schutt in Wölfersheim zur Erweiterung und Pflasterung der Haingrabenstraße. Der Mörder Adolf Steul von Bellersheim wurde gestern abend abend von Frankfurt a. M. nach hier überführt. Er kam kurz nach 9 Llhr unter starker Bedeckung auf dem Bahnhof an und wurde in geschrossenern Auto in das Untersuchungsgefängnis verbracht. * • DomKulturbauamtGießen wird uns zu dem Bericht in Rr.92 »Aus dem Vogelsberg" betr. Oedlandme'ioraticnen, mitgetcilt, daß es fein „Kulturbauamt Lauterbach" gibt Die Oedlandmeliorationen im hohen Vogelsberg werden durch den zum SSulturbauamt Gießen gehörigen, in Lauterbach wohnenden, Kulturbau- Oberinspektor Kunz, der hierzu vom Mimst erium für Arbeit und Wirtschaft. Abteilung für Ernährung und Landwirtschaft einen Sonderauftrag hat, ausgeführt. In Oberhessen gibt es nur zwei Kulturbauämter: das Äulturbauamt Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld, Schotten und Lauterbach und das Kulturbauamt Friedberg für die Kreise Friedberg und Büdingen. * * Aus dem Stadttheaterbureau wird mrs geschrieben: Zwei Fachmitglieder, die sich hier allgemeiner Beliebtheit erfreuten, scheiden aus dem Verbands unseres Stadttheaters aus. einmal Frau Sturmfels, die ansStadt- thsater nach Rostock geht, wo auch ihr Gatte tätig ist, sodann Herr Baum, der an das Münchener Schauspielhaus verpflichtet worden ist, aber noch diesen Sommer in Bad-Rauheim mitwirkt. * * Die Zahl der Heilanstalten in Hessen (allg. Krankenhäuser^ beträgt nach einer Feststellung der Zentralstelle für die Landesstatistik im Jahre 1923 77, die Zahl der Betten 7787, die Zahl der verpflegten Kranken 46 092. Auf einen Kranken entfallen 34 Verpflegungstage. Die Zahl der Augenheilanstalten betrug 8 mit 243 Betten, 1560 Kranken und 22 Verpflegungstagen. Anstalten für Geisteskranke usw. gab es 9 mit 3025 Betten und 3209 Kranken Die Zahl der Entbindungsanstalten belief sich auf 6 mit 206 Betten, 1741 Verpflegten und 22 Verpflegungstagen auf eine Verpflegte. * * D ie Elektrizitätsversorgung Hessens im Jahre 19 2 4. Die mit Elektrizität versorgten Gemeinden verteilen sich auf die einzelnen Kreise toic folgt: Darmstadt 19 von 22, Bensheim 27 von 47, Dieburg 60 von 70, Erbach 69 von 99, Groß-Gerau 29 von 31, Heppenheim 62 von 70, Offenbach 32 von 35, Gießen 80 von 81, Alsfeld 83 von 84, Büdingen 76 von 76. Friedberg 72 von 72, Lauter- bach 67 von 67, Schotten 54 von 54, Mainz 20 von 20, Alzey 49 von 49, Dingen 26 von 26, Oppenheim 43 von 44, Worms 40 von 40; nach Provinzen: Starkenburg 298 von 374, Oberhessen 432 von 434, Rheinhessen 178 von 179; das ganze Land Hessen 908 von 987 Die meisten Hausanschlüsse hat die Elektrische Lieberlandanlage der Provinz Oberhessen (Friedberg) mit 38000, dann folgt die Hessische Eisen bahn-Aktien-Geseltschast (Darmstadt) mit 23 280; die anderen Elektrizitätswerke folgen erst in weitem Abstand. * * Weinbau und Weinernte 1924 i n Hessen. Die im Ertrag stehende Fläche betrug in Hektar 13131 Weißweinreben, 1285 Rotweinreben (13 114 und 1308 im Vorjahre). Der Mostertrag belief sich in Hektoliter auf 381 106 Weißwein und 25 336 Rotwein, zusammen 406 442, 28,2 von 1 Hektar (für 1923 lauten die entsprechenden Ziffern 136 682 Weißwein, 11910 Rotwein, zusammen 148 592, 10,3 von 1 Hektar). Der Wert in Mark betrug 1924 17 198 026, von 1 Hektoliter 42,1; der Geldrohertrag von 1 Hektar beträgt 1187 Mk. (die entsprechenden Zahlen für 1923 lauten 6 648 600; 44,7 und 461). Bornotizen. — Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 6-.' Uhr „Die Kaiserin-. — Klavier- und Liederabend 8 Uhr Kcckh. Vereinshaus. — Hypothekengläubiger- und Sparer-Schutzverband 8 Uhr Hindenburg Mitgliederversammlung. — Radfahrer-Verein „Die Wanderer* 8* Uhr Dereinslokal Fruhjahrshauptoerfammlung. — Der Mandoli neN- und Gitarren- Verein „Aeapolita" wird am Sonntag. 26. April, nachmittags 4l/2 2hr, in der Reuen Aula der .Universität sein 3. Konzert abhalten. Der Verein wird, wie man unS schreibt, u. a. Werke von Strauß, Pressel, Verdi und Ciprandi unter der Leitung von Hans Sonntag zum Vortrag bringen. Infolge Verpflichtung des in Hessen sehr beliebten und zum ersten Male in Gießen wirtenden Ditarrensolisten und Lautrn- sä'-g 's Richard Hinz-Darm st adt wird das Konzert ein besonderes Gepräge erhalten. Der Besuch des Konzerts dürfte sich empfehlen. Im übrigen wird auf daS heutige Inserat verwiese«. Wttr rau»saftS. Aach 'ÄegrnsMen bei tsechke'nd« Bewölkung auf westliche Richtung drehende Winde und 216- lühlung. Der Volkshalle-Vau in Giehen crEIärte Heb mit Mefen tritt. als Der Verein führt den Hamen ..DoUSHaltc verein c. L 3toe(f de» Verein» besteht in der Unsere Serien-Woche! Serie III Serie II Serie I Serie III 12.50 Rahmen-Schuhe Rahmen-Schuhe ROMEO Schuh-Akt.-Ges Sehersweg 3X LIESSEN 4186b Giehen. 4193h Eintritt frei. Eintritt frei. den das Damen-R.-Chevr.-Derby- Halbschuhe Lackkappe, beliebte halbr. Form Damen-Rindbox-Schiebe- spangenschuhe schwarz Schwarze Herren-R.-Box- Stiefel weiß gedoppelt, spitze Form Stande» bei und Dertreter der Giehener Turnerschafl Direktor Bergen al» Vorsitzender des nanzausschusses dankte hierauf in launigen, feuernden Worten den eifrigen Mitglie^rn Finanzausschusses für chrc rege Tätigkeit der Sammlung der Anteilschein- Zeichnungen Schwa ze Boxkalf - Halbschuhe spitze Form Schwarze R.-Box-Halbschuhe halbrunde Form, Derby-Schnitt Schwarze R.- Box - Halbschuhe kräftige Ausführung, sehr bequeme breite Form, flach. Absatz Auf allgemeinen Wunsch Samstag Luftballon-Verteilung mit dem Sitz in Gießen. — Der rein» besteht in der Bereitstellung Außerdem große Auswahl in Luxus-Art Wertin M Damen-Lack-Spangen mit Schiebeschnallen, moderne Form Braune Boxkalf-Halbschuhe spitze, moderne Form Damen-Lack-Haibschuhe moderne, spitze Form Hohl. Zimmer d L Rüde der Urtta von Siu euren arl Lchr.Angeb. unter 03588 a. d. Gieß. An». Schw. Dam.-Boxka f-Ha bschuhe halbrunde, bequeme Form, amerik. Abs. Harren-R.-Chcvr.-Stiefel breite Form, Derby-Schnitt Herren-Halbschuhe schwarz. R.-Box, spitze Form Die Versammlung erklärte sich mit diesem SahungSentwurf einverstanoen und beauftragte die nachstehend genannten Herren, die einstimmig gmgeheihene Gründung durch de sofort g? Lin- iraaung des Verein» in das Dereinst cguter au vollziehen: Direktor Bergen. AechtsanwaU Dr Katz, Derwalrungsdirettor Kolb. Direktor Mattern. DerwaltungSsckretär Mau», Slabtv. Levp Maier, Beigeordneter Dr. S e i b. Stadtv. H. Winn. Der einstweilige Vorstand setzt sich aus denselben Herren zusammen, nur tritt an Stelle von Direktor Bergen der Bücherrevisor H Will als Dorstandsmitglied, da Direktor Bergen bat. ihn wegen anderweitiger starker Inanspruchnahme von diesem Möbliertes Zimmer von solidem Tauet« mietet sofort gesucht. Lchrt i liebe Singen, unter 08599 an den (Sieh. An». Ami zu befreien: ferner gehört noch dem Vorstand an der LIniverfität»-Ooerinspektor Sri Sm erfreulicher, U der Geschichte unserer Stadt ?c: ftru' blgci VeschLuh brachte em Mittwoch aucnd die Besticbungen aul 13 v 6 a u • u n g einer DolkShalle in Sieben zur Aeire Tie Entscheidung zugunsten der Srrich- tung dieser Bauwerke» wurde wie wir gestern schon kurz beachteten, einstimm g gefällt in einer von dem Stadtv. Winn geleiteten Derfamm. (ung im Saalbau Sauer, zu der sich im Beiteln de» Ober bürget meifter» Keller und de» Beigeordneten Dr. Seid die Ausschüsse für den VoU»haV.-Bau und der geschäf ts ü hrende AuS- schust für da» 32 Mittelrheinische KreiSturnfest vollzählig cmgcfunden hatten. Der Vorsitzende. Stadtv. Winn, betonte einleitend, für» erste müsse man die Bauausführung in einfachen Verhältnissen halten, späterhin. wenn die Zeiten sich gebessert hätten, könne mehr getan werden. Die Sammlung der Mitglieder des Finanzausschusses in der Bu.ger- schalt habe bl» jetzt erfreulicherweise die Summe von 116 000 Mk erbracht, au» städtischen Mitteln werde dank der eifrigen B:mü')ung7N de» Obcr- bütgermeistet» Keller ein Bttrag von 50000 Mark zur Verfügung aestellt so dab heute insgesamt 166 000 Ml oereitstanden. Atm gelte eS. mit aller Kraft an die Dauarbeit heran- zugehen. damit der Bau bi» zum Mit teil heini- schen ÄreUlutnkft gebrauchsfertig dastehe. Auf eine Anfrage de» Vorsitzenden der Siebener Turnerschatt, Lehrer» Kling, ob die Turner bestimmt damit rechnen tonnten, daft die Halle bi» Snde Juli zur Benutzung fertig fei, antwortete bet Vorsitzende, e» bestehe begründete Au-sicht. dast die Halle pünktllch fertig werd«. Beigeordneter Dr. Seid verla» hierauf die von einem AuSschuh entworfene Satzung, die et in verschiedenen Punkten erläuterte. AuS ZweckmäftigkellSgründen hat man die Form eine» rechtsfähigen Vereins für die organisatorische Form der Otünbung gewählt. Die wichUasten Bestimmungen der Satzung besagen Leeres Zimmer gesucht. Schriftliche Änged- unter 03396 a. d. Gieft. Anz. erb. Sonntag, den 26. April, DereinShauS Löberftrahe 14, Giehen joQresiefi öes mrlfiiifien Jügenööunöes nachmiltagSä älhrund abends 8* . Ahr. Thema lanfriftbe o. lampfoerelte 3ugenö. Redner: Pfarrer Dr. Eichhorn, Irigendsekretär Stabe und andere. Jedermann ist herzlich eingeladen. tpotei gemerkt haben will, als ihn seine Frau danach fragte. T.e Sache wird vertagt, da noch wei- ter« Zeugen geladen werden sollen. Der flatrfmann F. M. von Wetzlar halte uw* gen Unterschlagung vom Amtsgericht Wetzlar eine Gefängnisstrafe von 1 Monat zudiktlen erhalten weil er als Vertreter einer frankfurter Firma für diese Betrage ei »kassiert und nicht abgeliefert haben soll: außerdem soll er Daren dieser Finna, die ei an eine andere Firma abliefem sollte, an diese nicht geliefert und auch nicht wieder rurürfgeliefert haben Der Angeklagte gibt den Sachverhalt zu. begründet aber sein Tun damit, dah er sich für be rechugt «halten habe, ba er noch (Bcgenforbcrungen an die Frankfurter Firma gehabt habe. Da noch weitere Zeugen geladen werden sollen, wird auch diese Sache vertagt. Derselbe Angeklagte ist in einem weiteren Falle vom IHmtfncridrt Wetzlar wegen Untreue mit zwei Monaten Gefängnis bestraft, wogegen sowohl die Staatsanwaltschaft. als auch der Angeklagte die Berufung nerfnlgten stier soll der Angeklagte all- Vertreter einer anderen Firma ebenfalls einkassterte Beträge ftir sich behalten und non den auf Uagei befindlichen Beständen Teile auf eigene Rechnung verkauft und die Einnahme hieraus für sich ver wendet haben. Auch in diesem Falle will der Ange- klagte wegen feiner Geaensorbentnaen an die Firma rechtmäßig gehandelt naben. Heute wird bie Be rufung des Angeklagten verworfen und bet In rklagte auf die Berufung der Staatsanwaltschasi zu Monaten Gefängnis verurteilt und ihm noch Verbüßung von tz Wochen für den Rest der Strafe Bewährungsfrist bentlliat. wenn er bie (Be- richtskosten bezahlt und der mrma den Schoden Zusicherungen vollauf zufrieden Anichllehend wurde bem Dauatt»ichuh der Auftrag erteilt, die Inangriffnahme der Arbeiten sofort in die Wege au leiten. Gestern nachmittag fanden sich Oberbürgermeister Keller. Beigeordneter Dr Seid, die Mitglieder der städtischen Daudeputatton und zahlreiche Angehörige der Ausschüsse de»Dolts- Halle-Verein» und de» geschäflvsuhrenden 'Surn- ivstauSschusle» auf dem Trieb zusammen, um sich über die Platzfrogen an Ott und Stelle schlüllig zu werden O» wurde beschlossen. baS Gebäude auf dem o o r b c t c n Zeil deS Trieb gegenüber der Kaserne der Maschinen- aewehr-Kompagnie inparalleler Lagezur Grünberger Strotze, die Front der Halle mit dem Hauptportal aber von der Strafte ab- gesetzL zu errichten. Da» Baugelände ist bereit» abgesteckt, man darf annehmen, dah der erste Spatenstich in den nächsten Tagen erfolget wird de» BaugeldeS für die zu erbauende Volkshalle, die zur Benutzung bei turnerischen, sportlichen und sonstigen Veranstaltungen sowie bei Ausstellungen jeder Art bestimmt ist. — Mitglied de» Verein» kann jede natürliche und juristische Person, auch jede Personenvereinigung. werden, die mindestens einen der Anteilscheine, die über fe 100 Mark lauten und mit fortlaufenden Hummern versehen sind, gegen Zahlung von 100 Mark erwirbt Die Anteilscheine werden zur Bück ahlung ausgelost. Jeder Anteil gewährt eine Stimme. — Die bereitgestellten Gelder werden durch alljährliche Auslosung von Anteil- schetnen mindesten» in Höhe von 5000 Am. von der Stadt Gicsten zurückge ahlt. Cine Verzinsung der auf Grund der Antrilscheine gegebenen Beträge erfolgt bl» zur Höhe von 10 Prozent, sofern der Betrieb der DolkShalle einen ent» sprechenden äleberschuft abwirft. Mit der Zurückzahlung der Anteilscheine erlischt die Mitglied- schaft. Weitere Bestimmungen betreffen die Bildung de» Vorstandes und die Vertretung de» Verein» nach außen. Den Vorsitz soll »in Vertreter oet Stadtverwaltung führen Das Ge- schaftSjahr ist das Kalenderjahr. Im Dezember jeden Zähre» findet eine M tgliederverfammluna statt. In der u. a. die Auslosung der zur Bück- zahlung gelangenden Anteilscheine ftattfinbcL jSlelienangePote] Suche Mädchen bei hohem Vobn für hier und auSwariü Lonbie Wülfer, neroerb»mähine stellen Vermittlung. Neustadt 50. ibh Jüngeres P** Mädchen für täaltche Aushilfe sucht $ra« Katb. Schifte nb. 5Beg 5L bat. diese gute Eigenschaft eines Finanzausschuft- mitglleb» auch fernerhin kräftig zu betätigen, denn mit dem bisherigen Ergebnis der Werbearbeit fei die Ausgabe keineswegs ganz erfüllt, vielmehr gelte es. noch mehr zusammenzubringen, damit e» über den ersten Bauabschnitt hinaus flleich von vvmcherein mbglich sei, die Halle oweit wie nur irgendwie erreichbar auszubauen. Oberbürgermeister Steller hielt sodann eine kurze Ansprache, in der er u. a. Tagte: AlS der ®eba nie btr Errichtung einer DolkShalle mir zum erstenmal borgetragen wurde, habe ich dies^ Projekt mit größter Freude begrüßt und ihm jede Förderung zugesagt. Ich bin überzeugt, dost, wenn die Volkshalle errichtet ist, sich kaum ein Giehener Bürger finden wird, der nicht froh wäre, dah wir un» diese» Werk geschaffen haben. Allerdings bin ich von vornherein der Auffassung gewesen, daft diese Errichtung nicht Aufgabe der Stadt allein sein sollte, daft die Bürgerschaft, wie sie sich beim StadltHeater und beim DolkSbad ein Denkmal bürgerlichen Gerneinsinn» setzte, auch hier ein solches Denkmal errichten sollte, daft der schon oft bewährte Ovfersinn der Bürgerschaft auch hier mithesfen mühte. Ich habe mich in der Erwartung, dah die Sache so kommen werde, nicht getäuscht, und mit Stolz und Freude tonnen wir heute feststellen, dah die Errichtung der DolkShalle nach jeder Dichtung hin gesichert ist. 116 000 Mark sind au» der Bürgerschaft gezeichnet worden, 50 000 Mark werden von der Stadt gegeben. Da» ist ein guter Anfang, aber weitere Zeichnungen müssen noch erfolgen, denn sie werden zum vollständigen Ausbau notwendig sein. Die Volkshalle wird Leben und Verkehr in unsere Stadt bringen, der weiten Streifen der Bürgerschaft von Buhen sein toirb. Ich danke allen, die biS heute daS Werk so glücklich und rasch gefordert haben, und ich hoffe und wünsche, dah der nun erstehende Bau der Stadt zum Segen gereichen möge. Aun frisch an» Werk! Auf Vorschlag he» Versammlungsleiters, Stadtv. H Winn, wurde Oberbürgermeister Keller, wie gestern schon mltgctellt, in dankbarer Würdigung seiner Derdtenste um diese Schöpfung einstimmig zum Ehrenvorsitzenden des DolkShalle-Vereins ernannt. Deranlaht durch eine nochmalige Frage des 2. Dorsitzenden der Giehener Turnerschaft, Uni- versitätsvberir.sdektor» Erle, nach der Gewähr für wirklich rechtzeitige Fertigstellung der Dolks- Platzvertretet gesucht, btt bei vuoven- und Spiet Warengeschäften ein- geführt find. ®n«cb unier B. M. MJBO ar Anne. - Erved. Zn oaltbenbant erbeten. 420BM Junge Mädchen für leichte Arbeit« gehübt- 4823t TZtll ^strafte''IS Auf feine Benirtetltmg durch das Amtsgericht Braunfels zu 4 Monaten Gefängnis wegen Am ftifhing zum Diebstahl hat der Ziegelmeister Li. 91. oon Wetzlar Berufung verfochten, ebenfalls hat die Staatsanwaftschait Berufung eingelegt. Der Angeklagte soll der Anstifter zu einem Diebstahl oon etwa 50 Meter Dasserleitungsrohren aus einem Steinbruch gewesen sein. Drei Mitangeklagte, die f. Z. zu Geldstrafen verurteilt worden waren, hatten sich bet diesem Urteil beruhigt. 3n der heutigen Hauptverhandlung ergab sich durch die Aussage de» Zeugen E. ein etwas anderes Bild, jo daft das Gericht in dem Tun des Angeklagten Hehlerei erblickte und demgemäß auf 2 Monate ® e f ä n g « n I e erkannte. Helclihaltige Aasnahl in Seidenstoffen unter Ladenpreis be; «b L. TEITLER Gießen Dammulr. 25 Kein Laden!***^^*™ Halle zum Durnfeit bciomcn bk Baufachteute Stadtv Winn. Stabrbaudirektor Braubach. ArchiU-tt A i k o l a u ». Stadlbauinlpek.or Höhn übereinstimmend, daß die redjtje.tigc Fertigstellung g.witz ist falls nicht Hähere Gewalt ein- Kleine Strafkammer Wetzlar. ® Wetzlar, 22. ApriL Weil er einen Mantel, den er geliehen, aber nicht Aurürfgcgebcn hatte, unterschlagen haben soll, ist der Arbeiter D. T. au« Oberquembach vom Amtsgericht Draunsels zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden, chiegeaen legte der Angeklagte Berufung ein, da er nicht die Absicht der Unterschlagung gehabt haben will. Diel- mehr gibt er an, er sei an dem betr. Tage total betrunken gewesen und es sei ihm der Mantel in einer Gaftwirtsct)ast in Wetzlar abhanden gekommen, was er aber infolge der Trunkenheit erst 2 Tage Die abgesagte Turnstunde findet Hüllte oM Hom statt. Der Oberturnwart. Amtsgericht Giehen. e ®leben. 22 April. Zwischen der Äa- mllie B und der Familie Z. in Lollar, die in einem Hause zviammenwohnen. bestand lange Zeit ein freundschaftliche» Verhältnis, bis an Weihnachten Zwistigkeiten unter ihnen au#- brachen. Die Tochter der Frau B war mit ihrem Bräutigam L spät In der Aacht von einer Weihnachtsfeier nach Haufe gekommen. Da Frau D den Lürkchlüssel von innen hatte stecken lassen, waren die Heimkehrvnden genötigt, die Frau D. hcraus,zullopfen. Infolge de» hierdurch entstehenden Lärms wurden die Kinder der Frau Z. wach und weinten. Die» veranlaftte die Frau Z, nach dem Grund de» Lärm» nach- zufehen, und bie Folge hiervon war ein Wortwechsel zwischen ihr und dem Bräutigam L.. der schlicftlich in gegenseitige Beleidigungen au»- artete. Als am nächsten Abend L. in der Wohnung der Frau B. wellte und einmal kurze Zeit da» Zimmer verlieft, wurde er von dem ($bemann Z. von hinten gepackt und fest gehalten, während Frau Z. ihm derart aus den Kopf und ins Gesicht schlug, daft die Zähne bluteten. Auch folgten bie Gheleute Z. dem L. in die Wohnung der Frau B und verstehen ste erst nach mehrmaligen Aufforderungen. Au» diesen Vorfällen entstanden 2 Privatklagen der Frau B. unb de» L. gegen die Eheleute Z. wegen Beleidigung, Mlfthandlung und HauKsriedenSoruchs. Aach längeren Verhandlungen verglichen sich die Parteien dahin, daft die gegenseitigen Beleidigun- gen zurückgenommen wurden, die Eheleute Z. die Vorkommnisse bedauerten und sich zur Zahlung fämtllcher Kosten verpflichteten penflot; Btooöl Neuen Baue 2i booilgemöDi.dnnmn «Inte «Verpflegung. UL 1085. Dr. Beschlagnahmefrete 5 Zimmer Wohnungen «efl. Vaudorleben abzugeben EchriftL Cfferten unter 34ß an cherio, Mitleid. Annoncen - Erved., Kirchliche Nachrichten. IseaeMische Gemeinden. gsr. VeligionSgemeinde. «ottesd. L b. Synagoge ^übanlagc1 Sarnttag, den 25. April. Vorabd. 7.15, morg. 8.33. abbfl. 7.45 u. 8.25. Schlank sein heifit jung sein! Uebemäblgc Körperfülle macht alt und setzt da» Wohlbefinden herab Wir raten Ihnen, in der Apotheke 60 oder 30 Gramm echte roluba-Kerne zu kaufen, die unschädliche Stoste von fettzehrender Wirkung enthalten. Sicher: llniversttäts-Apotheke ,3um goldenen Gngel" 2992A Wegen Betrug» war der Holzhändler F. C. aus ist o t h vom Amtsgericht Herborn zu 80 Mk. Geldstrafe verurteilt worden, weil er in der Inflation«) zeit für zu fiefernbe 20 Feslmeter Fichtenstammholz den dafür vereinbarten Preis von 950 00 Mk. er halten haben soll, während er aber in Wirklich feit überhaupt kein Stammholz besah. Der Ange klagte be ft reitet den Betrug und behauptet, die Un- terlaÖung der ftolzlieferuna habe ihren Grund in der Nichtzahlung der vereinbarten Beträge durch Zeugen S. gehabt. Auf seine Berufung sprach Gericht heute den Angeklagten frei. flleifeBoche. oon öl'. Herrn dauernd au mieten gef LchriftLAnaeb. unt 03591 n. d. Gteft. Anz. Herr Stiefel Wieseck, den 23. 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Man verdankt Dem Zigarre: fabrikanten Karl Michel, Mitglied der Oberhess. Handelskammer, Die Einr chtung Der Svnntagszüge Laubach Mücke, die von großer Bedeutung für den Verkehr ist. Die beiden Hauptstrecken der Oberhessischen Eisenbahn, Gießen—Fulda und G'eßen Gelnhausen, werden hierdurch miteiminder verbunden. Der bedeutende Verkehr auf Der Westseite des Vogelsbergs wird hierdurch sehr erleichtert, vor allem auch vom Gesichtspunkt Der Touristen. Es wird außerdem noch eine Verbesserung dcS R - fchcr- tehrs in anderer Richtung erstrebt. Fabrilanl Michel wird Die betreffenden Wünsche Der hiesigen, im Handelsregister eingetragenen Firmen auf Der am kommenden Freitag in Friedberg stattfindenden Tagung der Handelskammer vertreten. — Die Wintersaat steht in unserer Gemarkung vorzüglich. Auch die Sommersaat, die sich günstig entwickelt, berechtigt zu guten Hoffnungen. Das Wachstum Der Wiese n g rä s e r und des Klees ist hervorragend günstig. Die Frühobst bäume, sowie auch die Beerensträucher, haben reichlich anqeseht. Die Gimpel (Dompfaffen>, die Den Blütenknospen in anderen Jahren lehr schädlich sind, fehlen in diesem Jahr fast ganz. Man sieht sic nur ganz vereinzell Die Kirschbäume blühen seit Anfang Der Woa' □ t rterskirchen, 23 April. Gutem Vernehme: ach wird Pfarrer Hohgräfe, Der feit Jahr-, iten in unserer Gemeinde segensreich wir!: uns demnächst verlassen und nach A s s e n b i bei Friedberg versetzt werden. Der Dortige Gastliche, Pfarrer Breunlin, ist als fein Rachfolger in unserer Gemeinde in Aussicht genommen. KrciS Büdingen. 2x Büdingen, 23. April Seit Begrün dieser Woche ist man wieder zum alten Lehrplan des humanistischen G t>m na- s i u m s, wie er feit einem Jahrhundert bestand (feit 1822). zurückgekehrt. Man ist hiermit allgemein in Eltern- und Lehrerkreisen sehr befriedigt. Die Einrichtung des Lehrplans des sog. Plagt Sie Rheumatismus ooer Gicht, so raten wir Ihnen, 60 Gramm echten ilroga- Extrakt zu laufen. Der echte Llroga-Extrakt enthält Pflanzenauszüge und Stoffe, welche Die Schmerzen schnell beseitigen und die abgelagerten Harnsäuren Salze aus Dem Körper schaffen. Sicher erhältlich- LIniversttäts-Apotheke „Zum goldenen Engel". Die Bestandteile sind auf der Packung angegeben. Vier Temperamente oder Cs kommt nicht auf das Mas an, sondern ans das Wie. Don Dr. med. Waldemar Schweisheimer. Es besteht eine ganz leichte Halsentzündung. Die Schleimhaut ist etwas geschwollen, kaum gerötet Ein kleines, rötliches Bläschen auf dem einen Gaumenbogen. Kein Fieber. Geringe Schluckschmerzen. Sonst alles in Ordnung. Der objektive Befund ist also sehr gering. Aber im Leben kommt es nicht so sehr auf das objektive Was an, als auf das subjektive Wie. Jeder erträgt das gleiche Was in anderer Weise. Und keiner kann ihm helfen, eine wirkliche oder eingebildete Last leichter zu tragen — nur vielleicht er selbst Sanguiniker. Der Doktor sagt, es ist nichts Schlimmes. Ich dachte mir ja gleich, daß weiter nichts dahinter steckt Ein bißchen Rachenkatarrh, eine kleine Erfüllung. Man hat glücklicherweise eine gesunde Ra- tur. Fieber und so, das gibt's bei uns hall doch nicht Zu Hause bleiben? Auch schön, da können wir einmal in Ruhe unsere liegengebfiebenen Briefe erledigen. Nichts ist ja angenehmer, als so ein bißchen krank zu sein, ohne daß einem etwas fehlt. Ein Ferientag, der unversehens vom Himmel geschenkt wird. Das Schlucken schmerzt ein bißchen. Ist aber schon wesentlich besser! Ich freue mich schon, wenn man wieder richtig schlucken kann. Da wird einem Essen und Rauchen erst den richtigen Spaß machen. Man ist ja so undankbar. Weiß gar nicht, wie gut man'5 immer hat. Es ist ein Segen, daß so ein Tag nicht ganz fester Gesundheit das richtig zum Bewußtsein bringt. 9m Wechsel liegt die Würze. Die Schmerzen sind tatsächlich schon fast verschwunden. Dieser Doktor mit seinen Tabletten kann Mittag- und Abendessen Fürstenberg-Bräu Gut gepflegte Weine doch allerhand machen. Man sollte eigentlich zu Hause bleiben. Wer es geht wirklich so gut, daß ich die Karte für heute abcno nicht verfallen lassen will. Bielleicht ziehe ich einen wärmeren Mantel an. Zigarre? Man sollte nicht. Aber warum nicht? — — — Schmeckt ausgezeichnet. Und Rauch desinfiziert ja die Mundhöhle! Phlegmatiker. Rein, wie ich müde bin! Ich kann mich nicht vom Sofa erheben. Schon das Bewußtsein, krank zu sein, macht mich ganz müde und schläfrig. In allen Knochen. Am besten wäre es, ins Bett zu gehen. Aber ich stehe hier nicht auf. Der Doktor meint, ich könne ruhig essen und trinken, auch wenn es etwas schmerzte. Aber es ist ja nicht der Mühe wert. Bis man da schon aufsteht und anordnet. Ruhe ist hier die erste und gescheiteste Pflicht. Die Tabletten nehme ich nicht. Das hat ja doch keinen Zweck. Solche Krankheiten werden entweder von selbst wieder gut oder sie gehen gleich schlecht aus. Machen kann man da dach nichts. Auch den Halswickel lasse ich fieber fein. Bis man nur das Tuch feucht macht und den Guttapercha zusammen- gelegt und das Wolltuch findet! Wo Sicherheitsnadeln sind, weiß ich auch nicht. Es wird schon wieder gut werden. Am besten ist es, man verschläft die ganze Krankheit, und damit — will ich--auch--gleich ----anfang----- Choleriker (am Telephon). — — Wie 'bitte? Fräulein, ich verstehe kein Wort!-- — Ach, Du bist's, lieber Freund! — Schlecht, hundsmiserabel! Ich kann kaum ein Wart sprechen, so eine elende Halsentzündung h.ibe ich. — Ja, er mar vorhin da. Ich Darf heute Den ganzen Tag nicht aus dem Hause!! Dazu brauche ich doch keinen Doktor. Wenn ich zu Hause bleibe. ins Bell gehe, wird das selbstverständlich von selbst wieder gut. — Rein, er will mich nicht ausgehen lassen. Gerade mir muß das passieren! Ausgerechnet heute'. Wo wir heute eine so wichtige Konferenz haben. Wenn fa ein Doktor was könnte, würde er einem was in den Hals pinseln, und fertig wäre die Sache. — Nein, du hörst doch, daß ich nicht sprechen kann. Essen kann ich auch nicht, trinken tut mir weh, rauchen darf ich nicht. Ich sage nur, daß immer i ch es bin, der jeden Augenblick krank ist, daß immer meine Geschäfte zugrunde gehen müssen, weil meine schwache Natur mir jedes Disponieren unmöglich macht. Das ist doch kein Leben! Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Der eine ist i m m e r gesund, und mir fehlt immer etwas. — Was, ich sei sonst kerngesund? Aber verstehe doch, in welcher Gemütsverfassung ich bin, wo ich seit gestern abend unaufhörlich zu Hause bin. Bei mir im Geschäft geht sicher alles Drunter und Drüber. Es ist nicht nötig, daß Du anrufft, wenn Du mir immer nur Unannehmlichkeiten zu sagen hast--- — Fräulein, wenn Sie noch einmal immer Die Leitung unterbrechen, beschwere ich mich beim Amt. Sie hören Doch, daß ich fein Wort sprechen kann! *■ Melancholiker. Dieser Doktor hat mir nicht die Wahrheit gesagt! Das ist ausgeschlossen, daß cs sich hier um eine „leichte Halsentzündung" handeln kann. Diese wahn- sinnigen Schmerzen, bis ins Ohr hinein und Den ganzen Nackenmuskel hinunter. Es ist doch etwas Verruchtes, daß man so wehrlos dem Ansturm jedes winzigen Bazillus ausgesetzt ist. Meine ganze Kon- stitutton erträgt derartige Dinge auch gar nicht. Vor zwei Jahren erst hatte ich eine schwere Grippe, vor fünf Jahren eine heftige Mandeleiterung. Der Mensch ist eben ein schlaffes Segel im Wirbelwind des Lebens. Schlucken kann ich keinen Bissen. In kürzester Zeit führt das zu einer Unterernährung, Die jede Krankheitseinwirkung doppelt gefährlich macht. Flüssige Nahrung soll ich nehmen? Wie kann ich Das denn, wenn jeder Schluck mir Höllenpein bereitet, und der dabei entstehende Druck aus den Krankheitsherd die Erreger vielleicht erst in die Blutbahn hineinpreßt. Die Tabletten, die der Doktor mir verschrieben hat, nehme ich natürlich nicht. Solches Zeug vergiftet ja den Körper von Grund aus. Helfen kann es niemals, denn bis das mit dein Blut wieder an die entzündete Stelle kommt, ist es ja längst wirkungslos. Diese Aerzte — immer verschreiben, nur, damit etwas geschieht! Wenn ich langsam schlucke, fühle ich deutlich, daß Der eine Gaumenbogen gelähmt ist. Er arbeitet nicht. Zweifellos ist da Der Nero bereits gelöhnt; Dann kommt immer alles in die falsche Kehle Wenn das nachts passiert, ersticke ich im Schlaf. Ich muß eine Nachtwache haben. Woher das lommt, diese Lähmung, sagt Der Doktor nicht. Mit dieser hinter- hältigen Schonung wird der Kranke erst recht zur Verzweiflung getrieben. Arn bedenklichsten ist es, daß kein Fieber besteht! Das ist ein trauriges Zeichen für die schwache Reaktionsfähigkeit meines Körpers. Richtiges -Fieber — das zeigt wenigstens an, daß sich der Körper ordenttich wehrt. Mein Körper macht nicht einmal den Versuch zum Widerstand. Ein Bläschen im Hals, sagt der Doktor? Dieser gleihnerische Schurke! Zum Glück habe ich selbst im Spiegel beobachtet, was hier auf der entzündlichen, geröteten Schwellung entsteht. Ein Auswuchs. Deutlich erhaben, nicht scharf abgegrenzt, anscheinend ins Gewebe freßend. Krebs! Eine Krebsgeschwulst Des Rachens. — Und damit vergleiche man, was der Doktor mir sagte! Die Berufe dieser vier Typen? In jedem Beruf sind alle vier Typen vertreten. Eines nur ist sicher: Zu den Melancholikern gehört unbedingt — der kranke Arzt selbst. Vor und nach dem Theater kalte und warme Platten 3842< | Universitäts-Restaurant Plockstraße 5 Inh.: F. C. Günther Fernsprecher 198 Saal und Räume für private und gesellschaftliche Veranstaltungen v c f £> r m ‘ Q) i) m n d) i u iTi ö hatte mancherlei U n st m m i g k e i t e n hervcrgerusen. Starkenburg und Rheinhessen. " Darmstadt, 23 April. Hessen wird sich, ebenso wie andere Länder, an der internationalen P o l i z e i t echn i s ch e n Ausstellung, die in Karlsruhe vorn 7. bis 23. 3unt ftattfindet, beteiligen SS fand deshalb dieser Tage unter dem Vorsitz des von dem Hessischen Ministerium des Innern zum R:- aierungskommissar für die hessische Abteilung der Ausstellung bestellten Polizridirektors Dr. 11 singer im Polizeiamt Darmstadt eine De sprechung statt. An ihr nahmen äusser den De tretern der Ministerien, der Rcichsbchörd (Post, Eisenbahn), der Stadtverwaltungen, o. Polizciämter, auch Vertreter von Industrie und Handel teil. Man war allgemein der Ansicht, daß Hessen anderen Ländern gegenüber nicht zurückstchen dürfe, und daß insbesondere seine für die Ausstellung in Betracht kommenden, hoch entwickelten Industrie- und Gewerbezweige sich nach Möglichkeit beteiligen sollten. Kreis Wetzlar. G. Krofdorf. 20. April. Unfet Oct stand am Sonntag im Zeichen des deutschen Gesanges. Die Gesangvereine Ründeroth und Hülsenbusch aus Westfalen, unter Leitung ihres Dirigenten Pfeiffer, eines geborenen Krof- dorferS. statteten dem hiesigen Gesangverein „Germania" einen Besuch ab. Zu Ehren der fremden Sänger fand Sanrstag abend im Freund- schen Saale ein Kommers statt. Der Abend bot jedem Besucher einen reichen Genuß. Es wurden durchweg sehr stimmungsvolle Vaterlands- und Heimatlieder gesungen, die lebhaften Beifall auslösten. Am Sonntagnachmtttag g'.ng es in geschlossenem Zuge unter Dorantritt einer Musikkapelle auf die Burg Gleiberg, wo in den oberen Räumen bi Konzert- und Gesangsvorträgen der Vereine die Stunden schnell dahinflogen. Wer den schonen Vaterlands- und Heimatliedern zugehört hat, konnte feststellen, daß auch hier die alten Lieder.' und der alte deutsche Geist noch nicht ausgestorben sind. Ilm 7 Uhr ging es im geschlossenen Zuge wieder zurück nach Krofdorf, wo im Moosschen Saale noch ein gemütliches Zusammensein ftattfand. Montag früh reisten die beiden Vereine, die auf geschmückten Leiterwagen nach Gießen zur Dahn gebracht wurden, in ihre Heimat ab. Mögen die fremden Sänger eine schöne Erinnerung mit nach Hause genommen haben. Frankfurt a. M., 23. Avril. I.WB.) Auf der Straße zwischen Vilbel und Frankfurt stieß ein Automobil in voller Fahrt gegen einen Daum. Der Wagen wurde zertrümmert. Ein Insasse. Metzgermeister Appel aus Frankfurt, wurde getötet, die beiden anderen Insassen schwer verletzt. frankfurter Uammerspiele. „Fenster", eine Komödie in drei Akten von John G a l s w o r t h y. Die Grundidee ist gut, nicht eben neue Probleme auf die Derne stellend, stark philosophisch angehaucht, aber rrch- tig lebendig wird die ganze Komödie doch nrcht. Man spürt bei diesem „Fenster" das Fenfter- lreuz, die Konstruktion zu sehr. Aus dem Inhalt hätte bei weitem mehr herausgeholt werden tonnen, die einmal aufguellenbe Tragik versandet nur zu bald. Ilm mit den, Philosophen und ^Fensterputzer Blv zu reden, die Disposition war Aia, aber sie wurde abgeleitet. Es wird sehr viel 7t>on Moral, Instinkt und Fenstern gesprochen, von Fenstern, die dünne und dicke Scheiben haben, leicht trüb werden, von anderen, dir ins weite Land blicken, diese vergleichende Symbolik mit der Menschenseele ist auch an sich nicht ganz neu. Der Inhalt ist kurz zusammenfasiend folgender. Eine recht harmonische Familie, der Vater ist Schriftsteller, der Sohn Dichter und ehemaliger Frontkämpfer, die Mutter praktisch nüchtern, was zwischen den beiden leicht extremen Männern schon ein Kunststück ist, die Tochter ein junges Mädchen, von keinerlei Lebenserfahrungen getrübt. So sieht es um die Familie, da kommt Kitty Bly. die Tochter besagten Fensterputzers als Hausmädchen in das Haus, in welchem die Köchin D'ssie, ein prächtiges Faktotum, nutzt zu vergessen ist. Also diese Kitty Dly hat vor zwei Jahren als Achtzehnjährige ihr Kind getötet, hat zwei Jahr im Gefängnis verbracht und ist hungrig noch Leben und Liebe. Aus diesem Gefühl heraus macht sie sich an die beiden Herrn heran. Beide wollen ihr helfen, sic küßt den Sohn gewaltsam, die Steigerung tritt ein, die Mutter, nach Genuß mehrerer Kognaks die kämpft aus überspannten Ritterlichleitsgefühlen für Stitti), ein Zuhälter übelster Sorte erscheint, um sein Mädchen abzuholen. Am Schluß gewinnt die Mutter, nach Genuß mehrerer Kognak die Einsicht, daß das Mädchen nur Liebe sucht, aber auf die großmütige Hilfe vfeift. Die Aufführung unter der Regie Krakows war ausdrucksvoll pointierend. Den Spaniers Fensterputzer Bly und Raisoneur des Stückes war vorzüglich charakterisiert, Ellen D a u b als Kitty von Format, A. Engels und I. Keims als Schriftstellervater und Dichtersohn, sowie K u n d r y Sievert, als Tochter Mary, ergänzten sich, um die erfrischend vernünftig wirkende Mutter Thessa Klint Hammer» m guter Darstellung. Ängemeines D'Hagen strömte Mathilde Einzigs Dessie aus. L. W Wirtschaft. Heyligenstaedt & (S o., Gieße n. Die Firma veröffentlicht in unserem heutigen Anzeigenteil einen Prospekt über nom. Mk. 17 000 000.— neue Stammaktien. Die neuen Stücke sind zum Handel und zur Notiz an der Börse zu Frankfurt a. M. zu- gelassen. lieber die Geschüfttlage des Unternehmens macht die Verwaltung in bem Prospekt folgende Angaben: Die Gesellschaft beschäftigt z. Z. 3<30 SIrbeitcr und 42 Angestellte Während des vergangenen Jahres wurde das Unternehmen durch die herrschende Kreditnot und die Absatzstockung zur Betriebseinschränkung gezwungen. Seit Oktober des vergangenen Jahres macht sich jedoch eine merkliche Besserung des Beschäftigungsgrades geltend, so daß schoi^von November ab der Betrieb wieder voll, d. h. 54 Stunden die Woche, arbeiten konnte. Der Auftragsbestand hat sich seit Beginn des neuen Jahres weiter erhöht und die Gesellschaft ist heute auf Monate hinaus voll beschäftigt. • Frachterleichterungen f ü r das Siegerland in Sicht. Wie die „Kölnische Zeitung" hört, ist von der Reichsbahn die Wieder- einsührung eiiics Ausnahmetarifes zur Ausfuhr über die trockene Grenze von Eisen und Gisen- waren beabsichtigt. Es sollen der Hauptverwaltung der Reichsbahn Ermäßigungen von durchschnittlich 50 bis 60 Prozent vorgeschlagen werden. D'.e hierdurch bedingten Ausgleichsmaßnahmen für die Seehäfen sollen möglichst gleichzeitig getroffen werden. So ist z. D. in kurzem mit einer durchschnittlichen Ermäßigung von etwa 20 Prozent des Ausnabmetarises. 35 für Eisen» und Gtahlwaren zur Ausfuhr über See nach außeldeutschen Ländern zu rechnen. Zur Förderung dieser etwaigen Ermäßigung muß jedoch gesagt werden, daß die Frachtsätze des Aus- nahmetarises 35 heute gegenüber dem entsprechenden Vorkriegstarif eine Steigerung von etwa 130 Prozent aufweisen, eine Tatsache, die wohl genügend die Veihinderrmg der Ausfuhr durch die rigorose Frachtpolitik der Reichsbahn zeigt. 6 Unveränderte Preise fu r Si e g e r- länder Eisenstein. Der Siegerländer Eiseiisteln- und Roheifenverband hat beschlossen, für den Monat Mai die bisherigen Preise unverändert weiter bestehen zu lassen. Fried. Krupp A. G. in Esse n. Wie dem „D. H. D." aus Essen gemeldet wird, bestätigt sich die Nachricht, daß am Samstag und Sonntag eine Aufsichtsratssitzung der Fried. Krupp A. G. stattfinden wird, an die sich eine a. o. H.-D anschließen soll. Gegenstand der Beratung wird die von Herrn Krupp v. Bohlen- Halbach bereits vor Wochen in Aussicht gestellte Umorganit'ation sein. Die Firma Krupp hat mehr als irgendein deutsches Unternehmen unter dem Gang der Ereignisse zu leiden gehabt. Richt allein, daß die Umstellung auf Friedensarbeit ungeheuere Mittel erforderte, c8 mußte auch für die neuen Fabrikate ein völlig neuer und anders orientierter Absatzmarkt gefunden und erobert werden. Abgesehen davon, daß eine Menge wertvollster Maschinen zerstört werden mußte und daß die Entschädigung des Reiches in keiner Weise ausgereicht hat, bestehen auch in dem Zinsendienst der neuen Anleihe nicht geringe Härten, die neben den allgemeinen Schwierigkeiten in Anschlag zu bringen sind. Es ist damit zu rechnen, daß in den kommenden Sitzungen generelle Umgruppierungen vorgenommen werden, daß in erster Linie scharf unterschieden werden wird zwischen wirklich produktiven und unproduktiven Betrieben. Voraussichtlich wird es dabei auch zu Aenderungen innerhalb der Verwaltung selbst kommen: ebenso wird man mit Entlassungen der Angestellten- und Arbeiterschaft in gewissem Umfange zu rechnen haben. "Darmstädter und Ratio nalbank K.G. a. 21., Berlin. In der o. H.-D. stellte u. a. der Vertreter des Deutschnationalen Hand» lungsg.hilsenverbandes Anfragen hinsichtlich des Gehaltsetats und des Abbaues, die von Direktor Goldschmidt dahingehend beantwortet wurden, daß bei dem Abbau zuweilen Härten nicht vermieden werden können, daß aber zu allererst Ausgaben und Einnahmen ausgeglichen werden müssen. Die allgemeine Wirtschaftslage scheine sich, wenn auch äußerst langsam, dem Besseren ^uzuwenden. Der Jahresabschluß wurde genehmigt und der Verwaltung mit allen gegen 120 Stimmen eines Aktionärs, der nicht genügende Auskunft erhalten zu haben glaubte, Entlastung erteilt. Frankfurter Ab-ndbörfe. Frankfurt a. M., 23. April. An der Abendbörse erfuhren die schon mittags einseßenden Kurserholungen namentlich für Chemiewerke eine Fortsetzung. Deckungs-, aber auch Meinungskäufe, die vorgenommen wurden, vermochten dem bisher sehr ruhigen Geschäft einen etwas lebhafteren Charakter zu geben. Am Montanmarkt konnten Kaliwerte etwas anziehen. Don Bankaktien erzielten Reichsbankanteile eine neue Kursavame von 2 Proz., die übrigen Werte waren zumeist unverändert. Von sonstigen Jndustrieaktien lagen Maschinenaktien weiter recht günstig. Karlsruher plus 1,25 und Krauß Lokomotiven plus 1,50. Fenier hatten wieder Julius Sichel-Altien eine neue Steigerung von 1,75 aufzu- weifen. Der heimische Anleihemarkt war vernachlässigt. 5vroz. Reichsanleihen unverändert. Die Abcndbörse schloß angeregt und in fester Haltung. Deutsche Anleihen: 5vroz. Reichsanleihen 0,623, 4- proz. Badener v. 1908—14 0,800.. Bankaktien: Berliner Handelsgesellschast 14-5, Commerzbank 103,50, Darmstädter Bank 137, Deutsche Bank 125,75, Dis- rontogesellschaft 116,75, Dresdener Bank 107, Metallbank 112, Mitteldeutsche (Kreditbank 99,75, Reiche, bank 139, Oesterreichische Kreditaktien 8, Moßtan- aftien: Harpener 137,5, Mannesmann 61, Kali Aschersleben 17, Kali Westeregeln 22,25, Chemische Aktien: Anilin Berlin 133,50, Scheidcanstalt 130,50, Elberfelder Farben 26,70, Th. Goldschmidt 109,75, Höchster Farben 134, Holzverkohlung 7,25, Rütgers- werke 16, Jndustrieaktien: Adlerwerke Klcyer 3,45, AEG. 113,75, Zement Heidelberg 85,50, Daimler 5,50, Elektrisch Licht und Kraft 6,75, Holzmann 88,50, Gebr. Jimghaus 12,25, Karlsruher Maschinen 71,50, Krauß Lokomotiven 71,50, Lechwerke 85,50, Rheinmetall 60,50, Julius Sichel 59,75, Siemens u. Halske 73,75, Thür. Elektrizität Gotha 81, Voigt und Häffner 76, Frankenthalzucker 4,25. Börsenkurse. (Ohne Gewähr.) !Ffrn*t ff v M D-Nnm: 21 0,9 145,5 7.1'i 116 75 25.25 ll 7 SO 1,32 । 15 -.12 2,2 13 137,25 i 0,46 ' IDO 8 88 187 .50 J io 58 62 50 60 (02,75 134 .21 16 1,75 104,75 fd,3 :g,5 ! 80,12 108 109,75 1'2 133.62 139 0,47 2,28 i3,l 1(12,62 : 89 2. 88,25 137,25 139.25 78 75 138 ■7 15.5 88.5 130,75J 130.50 11.25 113 75 100 8 0,2 78 16,7 *3 0 68 1,19 127 2 225 3, 1 59,75 13 4,25 3.12 77,6- 80,25 89,3 116,75 112 99 75 8 0,11 (08,49 132 131.13 | 189 5 107,90 13t 61,90 72,50 3,4 5,5 126,5 2,1 3.75 53 13 4,12 3,275 89,5 91,5 113 5 iS 75 45 5,50 2,85 7,5 89,3 116,40 110,r, 99,8 8 0,11 7,63 105 62 7-- 73.25 3,43 6.50 73,50 9,25 57,5 48.10 ,01.5V 82.5 I 10 I 71,75 j 7 •. 2 > , 136.5 17 12 । 78,25 1 80.21 146,.'0 903,50 88,53 ; II 62 2 10,05 36 35 1« 73,2 5 9.25 ‘8 77,50 1.12,5 IG S3.5 0,6 72,5 <8,5 137.5 17 22,5 73,75 9 125 8.7 Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers".) Berlin, 23. April. An der heutigen Börse traten vereinzctt Käufe der Kundschaft auf, wobei namentlid) solche für rheinische Rechnung festgestellt wurden. Da zur Zeit die Spekulation nur ganz kurzfristige Geschäfte macht, so tarnen auch heute wieder vereinzelt umfangreiche Deckungen vor, wenn auch im großen und ganzen das K u r s b i l d keine nennenswerten Veränderungen 49.40 : 50,625 102,75 103,2") . 55 ! •- 65 5% ®rutTd)e RelchSanleshe 4% Druischc NetchSanicih» • 8’/»•/« Dcntschc RcichSanlrih« 3°/,. Deutsche Reichsanleibe . DeMlche Svarprämicnanleihe 4% Preußische KonsolS . . . 4% Hessen 3'/s% Hessen 3% Hessen Deutsche Wertd. Dollar-Ant. tno. Doll -Schatz-Amretsng.') 4»/0 Bontürten......... 5% Goldmexikaner .... Berliner HandclSacsellschast. Commerz- und Pnvat-Bank Darmst. und Nalionatbank . Deutsche Bank Deutsche BcretnSbank .... Disconw Commandit . . . Metallbank......... . Mitteldeutsche Lreditbank . . Oesterreichische Lreditanstalt. Westbank........... Bochumer Guß ...... Buderus ........... Taro ............. Deutsch-Luxemburg (Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpener Bergbau Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln Laurahülie .. Oberbcdarf Phönix Bergbau ...... Rheinstahl Riebeck Montan . Tellus Bergbau. Hamburg Amerika Pakei. . . Norddeutscher Lloyd..... Thrramische Werke «(bitt . , Zementwerk Heidelberg .. , Philipp Holzmann...... Analo-Cont -Guan« Badische Anilin Chemische Mayer Alaptu . < Goldschmidt ©ritöi eimer Electron .... Höchster ffarbwerke ..... Holzverkohlung ..... Rütgerswerke...... Lchcideanstalt Sllg- ElektrtzttätS-Gesellfchakk Bergmann .......... Mamkraflwerke Schlickert Siemens L HalSIe Adlerwerke Kley« ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt • • . Meguin........... Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metassaekell'chaft ffrantfiR». Pcl. Union A--G. ..... Schuhfabrik Her; . . . . . , Sichel.............. Zellstoff Waldhof....... Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäusel • . . 1461 111 103.50 137 ; 1'7 124,75 125,7. 3,50 . i 4 । ». 45 2 0 7.5 | 0.7 1125,25 IW Schlub- Hut» Sdjlußr Abcnv» bBrle Schluß- Kur» Schluß Mittag b’d« 21. 1. 18 1. 22. 4. 23 4 1 G375 1.023 «50 0.62) 0.73 0,60 0,695 0 68 .72 i 0.725 0,7» 0 6 -3 0.70 — 780 0.795 0,38 0,36 0.360 0 3>0 0,73 0.750 ',715 9.739 0.72 0,75 0.70 — 0.75 0 80 — 0,71 0.76 0.73 0 80 04 75 04 ■ > 94,75 94,76 92 92 92.05 92.01 aufwies. Am Montanmartt mar immerhin eine Reihe von Besserungen zu verzeichnen, die über 1 Proz. hinausgingen, so für Mannesmann und Bochumer. Auch am Banken markt hielt das Geschäft, das schon gestern lebhafter war, an. Die gestrigen Beratungen im Reichsrate übten eine ungünstige Wirkung auf die Anleihen aus, da der Reichsrat denjenigen Beftiinmungen, gegen die in erster Linie von den Banken- und Börsenkreisen Sturm gelaufen wird zugestimmt hat. Kriegsanleihengingen auf 0,625 zurück. Der Geldmarkt liegt anöauerno leicht. Die Unterbringung von Wechseln gestaltet sich dagegen schwierig. Tägliches Geld hörte man mit 7—9 Proz., Manatsgeld $—11- Pro; Am internationalen Devisenmarkt bat sich der französische Franken leicht abgc.fbvudu Das englische Pfund konnte seine gestrige Avance g,'gen den Dollar illfrechterhatteu. Die Mark notierte im Auslande ohne nennenswene Berande- nmuen. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mark auSgedrückt. BuenoS-AireS, London, Neu- york Japan, Rio be Janeiro für eine Einheit, Wien nub Budapest für 100tOO Nnheiten, alles übrige für 100 tinlietltii.l Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.) Banknoten. (Ohne Gewähr.) "t. Äprtt !3. Apen rimNich« 9Zottetuit(i Ärld Briet Ilmtnjjt Vo't't.i ti I»en> Ümst.-Rott 107 78 17, 9 68, 1 «ucn--AircS 1,598 1 602 ; .60 L=U Brss- Antw :i 19 .1 25 21 17 21,23 Christiania (.8.5 »8,5 68,36 8.54 stoprtthagcn 77, 72.75 77,4b 7 7.68 Stockholm 113,116 113-34 113,04 113,33 HelssugforS Italien. . London. - Oicuyork . ■ 10,561 17.2 10.601 17.2 t- 10,1. ß 17,21 10.60 1 ,26 23,13. 20,18 10.11b -•',169 4.19. 1 205 4,195 1,205 Porte . . 21, 2 21,98 11.77, .1,835 Schweiz . . 81.10 8 .40 81. m - - 81 39 Spanien. ßl.O 60 2. .9,9 7 tiO.18 Japan . . - 1,768 1 7 2 1 763 1.767 ’Hio de Jan 0 437 1.439 0.43; । 1K Wien in D-- CeR. abgest 9.075 59.115 59,075 10.125 ’nrrtfl . 12,4'6 12 475 12,435 12 475 Belzrad . . 6.765 6,783 6.78 6 745 Budapest. . '.815 ' 885 1.813 ,838 Bulgarien 3,0 3.06 3,05' 1.065 Vjffnbon 30 25 20,175 10.395 . 145 Danzig. . - Konstnutin- 79 y »0.03 7; .80 8 ,00 2,18) 2.19i 8,19 .•,20 Athen. . - 7.75 7.76 7,74 7.76 Berlin, 3. April. (Sen «V'-' AmertlanNche Notett . . ,,. 4, 80 1,200 Belgische Noten . Dänische Noten . i ,11 77 39 21,21 7 7.77 Englische Noten 10.185 22,84 Holländische Noten...... 167,23 LL LU Italienische Noten ...... 17,21 Norwegische Noten...... Deutsch Ocsterr-,diooKronen Rumänische Noten...... 61.18 68, 2 59,015 59.315 Schwedische Noten ...... 112,84 113,40 Schweizer Noten....... Spanische Noten ...... Tschechoslowakische Rote» • . 81,04 81,44 59 78 12,4.1 60,08 12.47 Ungarische Noten . . ... 5.79 7.81 Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbcricht des „Gießener Anzeigers".), Frankfurt a. M, 23. April. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 20,25 bis 23,15. Roggen, inlänb. 19 bis 22.50, Sommergerste für Brauzwecke 20 bis 25. Hafer, inlänb. 17 bis 21,50. Mais (gelb) 21, Weizenmehl, inlänb. Spezial 0 36 bis 38, Roggenmehl 30,50 bis 32, Weizenkleie 13 bis 13,25, Roggenkleie 14,25 bis 14,30. Tendenz befestigt. Frankfurter Echlachtdiehmarkt. (Eigener Drahtbericht des „Gießenpr Anzeigers".) Frankfurt a. M.. 23. Afiril. Auftrieb: 1 Dutten, 19 Färsen und Kühe, 1006 Kälber. 208 Schafe. 782 Schweine. Es wurden bezahtt für 100 Pfund Lebendgewicht: Kälber: Feinste Mastkälbcr 78 bis 85, mittlere Mast- und beste Saugkälber 70 bis 77, geringere Mast- und gute I Saugkälber 60 bis 68, geringe Saugkälber 50 bis 59. Schaf e. Mastlämmer und Masthämmel 46 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 36 bis 44. mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 24 bis 30. Schweine: Doll- fleischige von 80 bis 100 Kg 60 bis 62. unter 80 Kg. 52 bis 60. von 100 bis 120 Kg und 120 bis 150 Kg. 60 bis 62. unreine Sauen und geschnittene Eber 45 bis 50 Mk. Marltverlauf Kleinvieh lebhaft gehandelt, ausverkauft. In Schweinen langsamer Handel und 11 eher stand. Berliner Produktenbörse. Berlin. 23. April. Der Produttemnarkt war für Brotgetreide fest, besonders Weizen erzielte recht ansehnliche Preise infolge Deckungen. Gerste ruhig, Hafer vom Konsum mehr gefragt. Mehl bei geringer Kauflust zu teuere Preise. Futterarlikel waren fest. Es notierten je 1000 Kilogramm: Weizen (märk.) 248 bis 251, Weizen (Mai) 264.50 bis 265, Weizen (Juli) 280 bis 258, Roggen (märk.) 226 bis 229. Roggen (Mai) 218 bis 216, Roggen (Juli) 222 bis 220.50, Roggen (pomm.) 220, Roggen lMecklenburg) 220. Gerste (märk.) 215 bis 233. Futtergerste 190 bis 202, Hafer (märk.) 200 bis 209, Hafer (April) 196, Hafer (Mai) 188. Mais (Mai) 187, Raps 395 bis 400; für je 100 Kilogramm: Weizenmehl 32.25 bis 34.75. Roggenmehl 29.75 bis 32.25. Weizentteie 14.80 bis 15.00 Roggenlleie 15.75. Viktoriaerbsen 22.00 bis 28.00, kleine Erbsen 20.00 bis 22.00, Futtererbsen 19.00 bis 20.00, Peluschken 19.00 bis 21.00. Ackerbohnen 19.00 bis 20.00, Wicken 19.00 bis 21.00, Lupinen (blau) 10.00 bis 12.00, Lupinen (gelb) 11.50 bis 14.50. Serradelle 1450 bis 16.00, Rapskuchen 15.00 bis 15.40, Leinkuchen 22.40 bis 22.80, Trocken- schnitzel 10.40 bis 10.50, Tor'melasse 9.40 bis 9.50, Kartoffelflocken 19 50, Zucker 17.75 bis 18 50. 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Vkl WeM A lOflllt Nm! 4WD h tötet AKTIEN-GESELLSCHAFT FOR GLASINDUSTRIE VORM.FRIEOS.SIEMENS DRESDEN gönnt ihm die wohlverdiente Ruhe, spart ihm den (Eintritt in das ihm unbekannte Ge biet der Politik und Herrengarderobehaus L.Rosenzweig ©leben, Seltersroeg 58 I Ifinctana Ecke Bolksbad. “I5r’ Wegen ErfoarniS bob. Vnbenmicte 1 Treppe hoch'. Kein Laden! der hessische Staatspräsident Ulrich (im 72. Lebensjahre) der italienische Staatsmann Giolitti (80 Jahre) der serbische Ministerpräsident Pasitsch (80 Jahre) der französische Kriegsdiktator Clemenceau (1918: 77 Jahre) dann waren zu alt: der Generalfeldmarschall Moltke (noch mit 90 Jahren Chef des Generalstabes) der Papst Leo XIII. (93 Jahre alt geworden) Kaiser Wilhelm I. (91 Jahre alt geworden). Wir wissen, dah nicht die Lebensjahre für die Leistungen eines Mannes entscheidend sind, sondern seine geistige und körperliche Frische. Unser Hindenburg ist nicht zu alt. Er ist geistig und körperlich gesund und frisch. 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Mafien alMl "HK | Ausstattung stilrein a.Drelsroeri vievrliht sche UnlD.-Sniderel H Lange. Gietzen. SlvuM.7. IWWWWMWWMWWWWW so sprach Hindenburg am 19. April in Hannover! 421ID Wenn Du Zweifel hast, ob Du als Protestant für den Volksblockkandidaten Marx stimmen darfst, so erinnere Dich an die Ltaatspräsidentenwahl im Hessischen Landtag am 2S.Januar diesesZahres. Da stimmte der deutschnationale Abgeordnete Prälat vor. Diehl das Haupt der hessischen evang. Landeskirche für den Zentrumsführer von Brentano! Sei nicht evangelischer als Dein Prälat, folge feinem Beispiel und wähle Marx ____ über EiTfiX gehl mx. Der Aufsehen erregende Spionage-Prozeß (Oberst Redl) einer der interessantesten Filme der letzten Zeit, läuft ab Sonntag, den 26. April im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. Aus dem Inhalt: (Fortsetzung aus der gestrigen Annonce). Der Film, dessen Hauptdarsteller von ehemaligen hohen, aktiven Offizieren verkörnert werden vaW ;n historischer Treue eine mit aufregendsten Spannungen angefüllte Tragödie. Heiße Leidenschaft treibt Redl zu der schonen russischen Spionin, die den Offizier zuerst in ihr?Äetz? locktihnimmer weite? auf der Bahn des Verbrechens vorwärts treibt und ihn schMeßlich selbst denunziert, um sich ^.n ihm bef Ireien und den wirklichen Geliebten dauernd an sich zu fesseln. Skrunellos überliefert Redl seinen und ehemaligen Schulkameraden der Degradierung und dem iSHS? bi? setoe EntlarvungJrfolS SJd der erzwungene Selbstmord des unter der Wucht der Beweise verzweifelt zusammeSbS der Schicksalechweren Tragödie ein Ende setzt 4206c Samstag, den 25. April republikanischen Verbände. Beginn: 8.15 Uhr 1- (j UuivljjUy abends Landgras-Philipp-Platz 2. In der Turnhalle (Oswaldsgarten) anschliehend an den Fackelzug WeMmmlm Mitwirkende: Reichsbanner-KapeVe, Gesangverein „Eintracht Redner: BlioenpeiHtr W MM. MM te M MWes finden Sie in der mwd Lenttal-vrogerie, 5d)Ulftr. | Tel. 240 auch nachts Daselbst und int Hotel Hindenburg ab 8 /» Uhr abends Bekanntgabe der Wahlergebnisse. An Herrn Pfarrer Norell! Herr Marx ist nicht, wie Sie meinen, Katholik, sondern ein wütender protestantenfreffer. Auf dem velegiertentage der Berliner Zenirumrpartel im April 1922 sagte er: „Der Individualismus, der Nationalismus, die Verflachung, mit der wir jetzt kämpfen, ist eine Holge der Reformation" (Germania vom 8. April l 922). Diese Einstellung des Herrn Marx ist der Grund, warum auch Kreise, die nicht rechts stehen, für Hindenburg etntr-ten. 4199D Nr. 95 Drittes Blatt England über Hindenburg Aon unserem ständigen W. v. K.-Berichterstatter. (9lad)brurf, auch mit Quellenangabe, verboten.) London, Mitte April 1925. Dic-j Bolt der Insulaner rechnet lieber mit Tatsachen als mit spekulativen Angelegenheiten. Was die Kandidatur Hindenburg anbetrifft, sa kann man etwa drei Gruppen unterscheiden. Da ist zunächst die flrofje Masse der konservativen Platter gemäßigter Richtung, die sich, von einigen iHürffällen antideutscher Propaganda abgesehen, im wesentlichen neutral verhallen, auch wenn sie na- turgemäß eine Wahl Marx nicht ungern sehen würden, weil Marx bequemer wäre. Aber .zu einer wirklichen Meinung ist dieser Teil der englische Presse noch nicht gelangt, obwohl man das mit gc- schickier Wiedergabe deutscher Zeitungsstimmen ZU verschleiern sucht. Etwa- anders stellt sich eine Gruppe konservativer 'Blätter, die sog. Beaver- b r o tk - P r e s s e, ein, die offen feindselig berichtet und Stellung nimmt Dazu gehört in erster Linie der ..Daili) Expreß" von den Wor gen Mähern und der „Evenmg Standard", das wichtigste 'Abendblatt. Deren Auffassung ist jedoch weniger von einer grundsätzlichen Gegnerschast gegen die Kandidatur Hindenburg, sondern gegen öie to genannte Paktpolitik. Man bekämpft den Gedanken eines westeuropäischen Paktes mit allen Mitteln. Diese Gruppe sogt, daß England keinerlei europäische Perpslichtungen übernehmen dürfe, wenn es sich nicht ins eigene Fleisch schneiden wolle. England habe genug mit sich selbst 311 tun und versage nid) über überschüssige Streitkräfte, die es im Talle eines europäischen Krieges verwenden könne. Man greift also die Kandidatur Hindenburg ganz besonders im Hinblick aus die Wirkung seiner Präsidentschaft auf die Paktpoliiil an. Ge lingt es mit der Verdächtigung der Präsidentschaft Hindenburgs den Paklvorschlag zu Fall zu bringen, dann ist das politische Ziel dieser Gruppe erreicht. Schon vorher hat man lein Mittel und kein Argument verschont, um die englische Regierung 1 uegen ihrer Paktpolitik, wie man sagt, „madig" zu machen. Konnte man Hindenbtirg zum Sündenbock machen, so würde man das gerne tun, denn bann könnte niemand England den Vorwurf machen, daß es seinen Standpunkt in der Pakisrage geändert habe. Die liberale Presse verhält sich i|n allgemeinen neutral, wenn auch etwas sorgenvoll. Ihr kommt es weniger aus die Personenfrage als auf die Sache an. Man betrachtet den schweren inneroolltischen Kampf in Deutschland mit einiger Unruhe. Aber man weist auch darauf hin, daß die Kandidatur Hindenburg letzten Endes eine Quittung auf die Politik der A liierten sei. Daraus ergibt sich — übrigens hat der General Hamilton neulich in einer Rede den gleichen Standpunkt vertreten —, daß man den gesamten Zustand der cu orsSvchlPeiiknios diie bfs umlhro Zustand der europäischen Politik pessimlstlsch he- urteilt. Die | 0 3 i a I i ft i ( d) c Presse kann man übergehen, da eine erwähnenswerte sozialistische Presse in England nicht existiert. Die amtliche Meinung wird indessen kaum durch die Stimmungsmache in den Zeitungen beeinflußt. Hier erregt die französische Krisis zweifellos viel mehr 'Besorgnis als die deutsche Präsidentenwahl. Die deutsche Präsidentenwahl kann an den tatsächlichen Macht Verhältnissen nichts ändern. Deutschland ist entwassnet, es hat den Dawcs- beridjt angenommen, aber die Gegenleistung für die Annahme des Dawesberichtes, die Kölner Räumung, fleht bis dato noch aus. Auch ist das Ruhrgebiet noch besetzt. Eine Kandidatur Hindenburg wäre also nur dann von europäischer 'Bedeutung, tuenn es nicht gelingt, die von den Alliierten gegebenen vertraglichen Verpflichtungen und sonstigen Versprechungen und Zusagen einzulösen. Dieses bongt aber nicht von Deutschland, sondern von Frankreich ab. In der sranzösischen Politik, machte sich jedoch schon lange vor der gegenwärtigen Krisis ein bedeutsamer Umschwung bemerkbar. Die bekannte Brandrede H e r r i 0 t s in der französischen Kammer nach Weihnachten war ein Zeichen dafür. Es wäre jedoch ein Irrtum, diese Schwenkung in der französischen Politik, die man als einen Abbau der Persöhnungspolitik de>. vergangenen Sommers bezeichnen könnte, etwa auf die deutschen Präsidentenwahlen zuruckzuführen. Vielmehr spielt in diese französischen Stimmungen das Problem der interalliierten Schulden weit entscheidender hinein, als das deutsch-französische Verhältnis. Feuer am Nordpol« Technisch-politischer Roman aus der Gegenwart. Don Karl-August von Lassert. 24. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Er bringt wohl Verstärkung mit?" fragte Stratoff höhnisch. „Ihr hier mit euren drei bewaffneten Männerchen fühlt euch uns nicht gewachsen. Deswegen braucht ihr Hinterhälte, bis ihr euch stark genug wißt, eure Krallen zu zeigen?" „Sie vergessen sich, Herr Stratoff", jagte Karsten. „Herr Sanders, ich bitte um Ihren Entschluß!" rief Stratoff. Dieser hatte sich bei dem erregten Wortwechsel erhoben. „Wir fahren sofort", sagte er ruhig. „Ohne Pässe?" fragte Karsten. „Mit oder ohnx, wir fahren." „Warten Sie noch die paar Stunden, bis der Dampfer aus Tromsö da ist", bat Karsten. „Dann wird sich alles aufklären. Auf die Wettermeldung aus Spitzbergen ist noch nicht da." „Hier scheint mir das Wetter gefährlicher als oben im Norden", meinte Nagel. Sanders rief: „Meine Herrschaften, ich bitte, sofort die Flug- zeuge zu besteigen. Unser Gepäck ist bereits an Bord." Er streckte dem Konsul die Hand entgegen. Leben «ie wohl, Herr Karsten. Der gastliche Aufenthalt in Ihrem Hause wird uns stets unverletzlich bleiben." Dieser war verweilen. „Sie sehen mich in der furchtbarsten Verlegenheit!" rief er ängstlich. „Der Bürgermeister und der Polizeimajor verlangten von mir das Versprechen, daß ich Sie nicht ohne Erlaubnis abfahren ließe." „Dann melden Sie den Herren, daß sie sich einer force majeure gegenüber befanden", sagte Stratoff. Sanders stand bereits in der Tür. Linda und Nagel folgten. „Es kostet mich meine Stellung!" rief Karsten und eilte hinter ihnen her. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen) Frankreichs Finanznöte gehen in dieser Linie auf die ungelöste Frage der interalliierten Schulden zurück. Wenn Frankreich auf Deutschland drückt ober Deutschland gegenüber eine im versöhnliche Politik betreibt, so meint Frankreich nicht Deutschland, son- dern England. Man weiß in Paris, daß England ein unbedingtes Interesse an gesunden deut- id)en Verhältnissen bat. Hindei! man die gesunde Entwicklung der deutschen Politik, dann hört man die englischen Absichten. Da die französische Krisis eine Finanzkrise ist, da auch der Nachfolger Herriois die Erbschaft der Poincareschen Schulden übernehmen muß, so ist es weiter nichts als Propaganda, wenn man die französischen Bestrebungen immer wieder auf die deutsche Gefahr zurückzufüh- ren sucht. Deutschland ist immer nur der Vorwand. Die französische Unruhe geht auf finanzielle Bedrückungen und nicht auf die Drohung eines deutschen Heeres zurück. Wenn wir als Deutsche also unseren Weg unbeirrt und ruhig ohne große Worte und Gesten weiter gehen, so kam, uns, wie der Volksmund sagt, „nichts passieren". Das europäische Sturmzentrum ist nicht Deutschland, sondern Frankreich. Der Grnnb ist der, daß sich das französische Siegervolk mit Händen und Füßen gegen die notwendige finanzielle Hungerkur wehrt. Protestkundgebung gegen die Tabaksteuer. Man berichtet uns: Eine im Katholischen Vereinsbaus vom Deutschen Tabakarbeiterverband vetanstaltete Protestkundgebung gegen d i e Tabak st euer war dermaßen überfüllt, daß es vieler; nicht möglich war. Einlaß zu finden. Der Redner, Landtagsabgeordneter Kiek, lührte u. a. aue$’ kein Gewerbe und keine Arbeitet gruppe sei so stark von Steuer- und Zoll- crhöhungen in Mitleidenschaft gezogen, als das Tabakgcwerbe. Es sei in Deutschland geradezu zur Tradition geworden, bei jeder Finanzreform oen Tabakzoll und die Tabaksteuer zu erhöhen. Die jedesmalige Folge einer Erhöhung war eine große Arbeitslosigkeit, so daß bc: den Arbeitern Rot unb Elend einkehrte. Die Befürworter der Zoll -und Steuererhöhung führten an. daß die Interessen der Allgemeinheit denen eines einzelnen Gewerbezweiges und einer einzelnen Arbeitet gruppe vorgehen. Die Tabakarbeiter lehnten diese Erhöhung mit aller Entschiedenheit ab. Durch die fortdauernden Erschütterungen des Tabakgewerbes falle es sehr schwer, den Lohn entsprechend der Teuerung zu erhöhen. Durch das schlechte Lohnniveau in der Tabakindustrie sei die Krankheitsziffer in erschreckendem Maße hoch. Es müsse alles darangeseht werden, daß die Tabaksteuer- und Zollerhöhung zij Fall komme. Herr v. E i s e n h a r d t, Syndikus des Reichsverbandes Deutscher Zigarrenhersteller, erklärte. daß er ebenfalls Gegner der Tabaksteuer und Zollerhöhung sei. und daß unter allen Um- ständen versucht werden nrüsse. die Steuer von dem darniederliegenden Gewerbe fernzuhalten. Herr Loeb, Dorsihender der Zigarrenhändler, sagte, daß auch die Kleinhändler unter dem Steuerdruck leiden, und daß auch sie deshalb gegen jede weitere steuerliche Belastung des Tabaks wären. Mit aller Gewalt wolle man dieses Genußmittel. welches fein Genußmittel mehr sei. sondern ein Anregungsmittel, beseitigen. Alle Hebel müßten in Bewegung gesetzt werden, um die Steuer zu Fall zu bringen. Aach einem kurzen Schlußwort des Referenten wurde die Versammlung von dem Dezirksleiter des Holzarbeiterverbandes, Herrn Moosdorf, al» Vertreter der Zigarreickistenarbeiter, geschlossen. Die von der Versammlung einstimmig angenommene Resolution hat folgenden Wortlaut : • Die am 21. April im Kath. Dereinshaus in Gießen tagende öffentliche Protestversammlung gegen die Tabaksteuer- und Zollerhöhung war besucht von ca. 800 Tabnkarbeitern und -Arbeiterinnen,' Zigarrenlistanarbeiter und -arbeiterinnen sowie von den Werkmeistern, ferner von den Tabakwarenhändlern. Tabaksabrikatherstellern uni> sonstigen Tabakinteresscnten von Gießen und Umgegcnb. Die Versammlung lehnt mit aller Entschiedenheit eine Erhöhung des Tabakzolles und der Banderolsteuer ab. Auf Grund des geringen Einkommens von 80 Proz. der Bevölkerung ist „Ich rate Ihnen, gehen Sie sofort zur Polizei Miib melden Sie dieser, daß wir jetzt gegen Ihren Willen auffahren würden", sagte Nagel. „Und fügen Sie hinzu, daß jeder, der mich anzurühren wagte, eine Kugel durch den Kops erhalt!" schrie Stratoff .Karsten eilte davon. Die anderen eilten rajch zur Mole. Hier standen Liedhard und Gerling bereit. Schon von weitem rief toanbers ihnen zu: „Motoren anlaffen! Sofort absahrcn!" Als sie das Deck der Flugzeuge betraten, rasten schon die Propeller. Zwei Polizeibeamte, gefolgt vom Major und Bürgermeister,eilten herbei. „Landungsbrücken hach!" befahl onnbers. „Sic müssen die Pässe abwarten!" schrie der Major zu. „Wir fahren ohne Pässe!" rief Sanders zurück. «Herzlichen Dank für die freundliche Ausnahme." Die Flugzeuge setzten sich langsam in Fahrt. „Halt, ober laste schießen!" schrie der Major. Die Stiele durchfurchten nebeneinander die auf» schäumenden Wellen. Die Passagiere verschwanden unter Deck. Ein Polizist legte an und schoß. Doch der rasch hinzuspringende Karsten schlug die Mündung des Gewehrs nach oben. Jetzt tanzten „Stößer" und „Schwalbe" nur »och auf den WcUenfpitzen. Ein letzter Anklatfch einer hohen Woge, und iii sausender Fahrt ging es in die Lüste. Kein weiterer Schuß fiel. »Ein braver Mann, Ihr Konsul", sagte Linda. „Das :■* er", bestätigte Sanders. „Aber nun müssen wir -Der ohne unseren Lotsen fahren." „Ich bin hier!" ertönte eine tiefe Baßstimme. „Es war feine Zeit mehr, von Bord zu gehen. Außerdem war ich für Spitzbergen gechartert und werde meine Pflicht tun trotz unserem Herrn Polizei- major." Schon seit einer Stunde flogen sie über dem grünblauen Nordmeer. Klar war der Himmel, doch die nächtliche Sonne schien gedämpft. Eine kleine Insel mit spitzen Bergen erschien. Der Lotse deutete dorthin. ____ die Inlandkauf kraft . „Was ich längst erträumte" ans „Göttergatte" von Lehdr; 7. Potp. aus „Polenblut" von Nedbal. m. „Der Zauber der Montur" aus „Die Landstreicher" von Ziehrer. 6 bis 6.30 Uhr: Jugendstunde: Aus dein Roman „Der Schatz im Silbcrfee" von Karl May. 6.30 bis 7 Uhr: Der Briefkasten 7 bis 7.30 Uhr: Aus Historie und Phantasie (Anetdvten und Rätsel). 7. Potp. aus „Polenblut" von Nedbal; s. „Der 7.30 bis 8 Uhr: Funkhochschule. Vortrag von Professor Dr. Schultz: „Frank Wedekind unb das neuere deutsche Drama" (nachgeholt). — 8 bis 8.30 Uhr: Stunde des Frautsurter Bundes für Volksbildung: Vortrag von Studienrätin Gertr. Albrecht: „Die Brutpflege der Vögel". 8.30 bis >30 Uhr: Flöten-Konzert. 1. Quartett op. 12 für vier Flöten von A. Reicha; 2. Trio D-Dur op. 2'11) für Zwei Flöten unb Bratsche von Beethoven; i. Duo für zwei Flöten von Hindemith. 9.30 Uhr: ’Jladjod) tenbienft, Wettermeldung, Sportbericht. 10—11 Uhr: Chorkonzert des Künkelschen Doppelquartett-. Stammtisch zum roten Ochsen in ID. Eie haben Ihre Wette verloren, denn nach unseren Erkundigungen führen die meisten großen Passagier- Dampfer in ihren Apotheken für evtl. Crkältungs- erscheinungenFays echteSobener Mineral-Pastillen. „Zu diesem Zwecke ist an jedem Führerstand ein eigenartiges Instrument angebracht," erklärte Sanders, „es besteht aus einem Kreisbogen aus Metall, der durch ein Uhrwerk in 21 Stunden einmal um sich selber gedreht wird, und zwar in derselben Richtung wie die Sonne. Auf diesem Kreisbogen ist eine Orientierungsnadel und ein kleines Fernrohr mit Mattscheibe befestigt. Außer der selbsttätigen, langsamen Bewegung vermag man den Kreisbogen auch noch durch das darauf angebrachte Fernrohr zu bewegen. (Ss ist jetzt nur nötig, das Fernrohr auf dis Mitte der Sonne zu richten, dann weist der Dricm lierungszeiger jedesmal genau nach Norden. Aller- dings muß man dabei immer auf dem gleichen Längengrade fliegen. Wir befinden uns augenbluf* Uch auf dem 20., das ist derselbe, auf dem die Stabt Königsberg liegt." „Wenn mir nun aber auf einen anderen Längengrad übergehen müssen?" „Dann ist jedesmal eine kleine Korrektur nötig, die durch Drehen einer Stellschraube bewirkt wira" „Wie würden Sie sich helfen, wenn einmal bad Uhrwerk bes Kreisbogens nicht richttg gingen" „Das kontrollieren wir mit unseren Uhren, und bie Uhren werden wieder durch die Funkenstation in Rauen kontrolliert, die jeden Abend Punft elf Uhr durch ein allbekanntes Zeichen die genaue mitteleuropäische Zeit für Schiffahrt entsendet." »Auf tockf)e Weise wird nun aber der Breitengrad festgestelll? Woran merken wir zum Beispiel, wenn wir den Pol überfliegen?" «Auch wieder an der Sonne. Wir stellen mit Instrumenten fest, wie hoch sie sich gerade über dem Horizont befindet, und sehen gleichzeitig nach der Uhr. Aus einer Tabelle laßt sich bann mit Sicherheit feftfteüen, daß eine bestimmte Zeit unb eine bestimmte Sonnenhöhe dem und dem Breitengrad entsprechen." Plötzlich wurde es dunkel. Ohne es vorher 314 bemerken, waren sie in dichten Nebel geraten. Wir befinden uns dicht vor der Südspitze con Spitzbergen", sagte der Lotse, .xk^t geht es in das ewige Eis des Nordlandes hinein." Steil hob sich der Bug der Schwalbe nach oben. (Fortsetzung folgt) I 7 Gewinn- und Verlust-Konto für 1923. Soll. An 93,982,3^8,683,129,170 i 84 An 10,225,380.251,647,388 %' 115.919,399,792,084,954 75 An Haben. 84 Per Bctricbs-Üeberschuß 1923 Per Zlnsen-Kontp - - - ?5 •S< Aktiva. 315,500 Passiva. Aktienkapital (26,000,000 : 20) R..K "I R..K R..K Aktiva. 037 J488 85Q.400 345,500 II. 492 44 339,100 a) b) 55 55 42 1919 1920 7% 1921 je 500. Passiva. 77 . ,'C HX). 93, II», 001,424,502 58 . . 4t 07,389.77 . K ;i>.j|$J..77 UcpCrscliuG 56,987"' |,U23,lQu,555^83,000 4,372.iX)5.528,GO3 Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei Akt.-Qes. 58 -84 Pasfjva. 66,681 4t 106,3»).— 1O.-'25,3&)J>1.017,388 i 3) I 79,107,194,157,936,«5 I 58 13 13 c) d) e) » Bonus a. Jfi, 500,000.— Vorzugsaktien, a. dl 8,000,000.— Aktienkapital, a. JC 1,000,000.— Vorzugsaktien. 591 590 R..K 1,300,000 1283)00 130,606 78,(145 85,742 3J9.1 OG 785,85 450,573 2,6(10 27,M 1,870 Auf Grund des vorstehenden Prospektes sind nom. (I 17,000,000.- neue Stammaktien der 112 i 13 264X10 MQ Tantiemen, die Vorzugsaktien 7%, die Stammaktien 4%, der Aufsichtsrat 12%, der sodann verbleibende Rest fällt den Stammaktionaren zu. per 1. Januar 1924 lautet wie folgt: Eröffnungs-Bilanz für den 1. Januar 1924. Aktiva. M 219,3|2 625,670 Die Bifenz sowie Gewinn- und Verlust-Rechnung des Geschäftsjahres 1923 lauten: Bilanz-Konto für den 31. Dezenter 1923. 72 20 50 85 11,711,690,857,308,395 60 Immobilien: Gelände - - Ücbäqde: Wert am 1. Januar 1924 Zuesiiss............. ' Abschreibung für 6 Monate........ • Invcntarien: ArtiejtsmaschiiKn: Wert am 1. Januar 1^24 . . . Zugang ................... Abschreibung (ur 6 Monate Elektrische Anlage; Wprt am 1. Japuar 1924 . . . Zugang Abschreibung • • Werkzeuge: Wert -IN I. Janyar 1924 Zugang Abschreibung.............. Fabrik-Einrichtung: Wert am 1. Januar 1924 . . . Zugang ................... Abschreibung........ » - Fuhrpark: Wert am 1. Janyar IQ24......... Zugang.................. Abschreibung....... -....... Mobilien: Wert am 1- Januar 1924 ......... Zugang ......... .... Abschreibung......... Gleisanschluß: Wert wie am 1.1.24 Materialien .............. * Fabrikate............... Vorausbezahitc Prämien ....... Effekten Debitoren . r Aval-Debitoren ............... ' Kasse - 15% 7% 2O,8j(),38üllüU,tW,0pU 19,992,590,f)ä),Q00.000 803^30,000,000,OqO 79,107,194,15-,036,465 7” 47,037,255 131,839 85,000 826^41.490 ,8|3.000,000,000 ! pes Vortrag aus 1922 . " Fabrikations-Konto: zum Handel und zur Notiz an der Börse zu Frankfurt a. AI. zugelassen worden. Zugleich ist hierdurch den Vorschriften der VI. Verordnung zur Durchführung der Verordnung ubei Goldbilanzen vom 6. November 1924 genügt- Frankfurt a. M„ im März 1925. Baruch Strauß Unkosten: Handluncs-LnkosteD........... ßetricbs-uqkostcn • » • • Abschryi?«pgeji: Imjnobiiicn-Kuntq B - . » - ' » Arbeitsmascnlnep-Konio.......... Fabriktinrichlungs-Konto WcrkMuge-Konto.....------ Eick! rische Licht- und Kraftaplage-KoptO . Mpqilicn-Kgiito ............. Fuhrpark-Konto........ - ........... Reingewinn 192-3 »•••••• Vortrag aus 1923 ..... An Dividenden werden verteilt in den Geschäftsjahren: 1918 14% a. JC 1,250,000.— Aktienkapital, 20% a. di 1,250,000.— Aktienkapital, 10u(, Bonus in Reichsanleihe zu 77%%, 20% a. JC 2,000,000.— Aktienkapital, " a. JC 300,000.— Vorzugsaktien, Bonus in Reichsanleihe ä 77U%, a. JC 4,000,000— Aktienkapital, Bonus a. /d, 4,000,000.— Aktienkapital, Ü K'W- RüSSÄTdßÄÄkel I P) der 5. Durchführungsverordnung als Reservefonds im Sinne des § 262 HOB Grundstücke, Gebäude und Arbeitsmaschinen sind mit dem Anschaffung- bzw. Herstellungspreis per 1913, abzüglich angemessener Abschreibungen, eingesetzt worden. Die angesetzten Betrage ubeischl.cittii hv keinem Falle den Zeitwert. Die Obligationenschuld in Höhe von 470,500.— wurde gemäß den gesetzlich^ Vorschriften auf 15% aufgewertet. Die Zwischenbilanz per 30. Juni 1024 lautet wie folgt: Zwischen-Bilanz für den 30. Juni 1924. 15% ■>K O ' O 396,992 ; 44 17,81)3 ; 4| "1,756,987 1 75 1922 200% 77% Reservefonds Rückstellung ♦) für Aufwertung U. a. Kreditoren: Verpflichtungen. . . . Akuto-Kapiiai-Koutü..... Obllgatiofls-Konto . .... Öbligatlons-Ziiitcn-Kontu .... Dividenden-Konto ...... Reservefond;-Konto .... Reserve-Konto B....... Ta!onstcuer-Rl®crve-Kunlo . . . Bau-Rescrvciondc-Kontu .... Konto-Korrcnt-Konlo: Kreditoren Aval-Kreditorcn-Konto ... Gewinn- und Verlust-Konto: Gewinnvortrag aus 1922 . . - Gewinn in 1923 ...... 10 1ö 10 94 94 94 1,888,690 115,555,106,188,026,082 364,203,602,170.181 115,019,399,792,084,954 41 IT II 4 M DteVorzugsakticn befinden sich im Besitze des Aufsichtsrates und der Verwaltung. Sie sind mit 25fachcm Stimmrecht ausgestattet, so daß die pom. dl 1,000,000.— Vorzugsaktien das gleiche Stimmrecht wie die nom. JC 25,000,000.— Stammaktien vertreten Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus den Herren: Direktor May und Direktor Dietrich Fahlenkamp. Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen: Gustav Plaut, Kommerzienrat, Cassel, Vorsitzender, Wilhelm Sartorius, Rechtsanwalt, Darmstadt, stellv. Vorsitzender, Albert Strauß, Bankier, Frankfurt a- M., Carl van den Daele, Generaldirektor, Barmen, Carl Strauß, Bankier, Frankfurt a. M., Joseph Frisch, Bankier, Stuttgart, Albert Wendel, Bankdirektor, Gießen, Heinrich Brunner, Bankdirektor, Cassel. . , Der Aufsichtsrat erhält neben der unten angeführten Tantieme eine feste jährliche Vergütung, und zwar der Vorsitzende % 3000.— und diu übrigen Mitglieder JC 2000.—. dS Bek ann1iuÄiungen cGesellschaft erfolgen im Deutschen Reichs- und Prpuß. Staatsanzeiger, -was zu ihrer rechtlichen Gültigkeit genügt. Außerdem in einer Frankfurter Tageszeitung. Der Reingewinn wird wie folgt verteilt: • 5°; fließen dem gesetzlichen Reservefonds zu bis zur Höhe von 10% des Aktienkapitals. Nach Vornahme der Abschreibungen erhalten sodann: der Vorstand und die Beamten die ihnen vertragsmäßig zustehenden Gratifikationen und 112 f 9,147 9%8 ImmobUien Gelände . Gebäude ....... Inventancp: ArbeiUmascbinen pnd Kraftanlage .... Eleklrisclic Anlage Werkzeuge................ Fabrlkelnrichtung Fuhrpark « Mobilen Gleisanschluß.............. Fabrikation; Fertig- und Haiblertigfabrikatc . h atppafiep: Betriebs- und Fabrikationsmaienal Versicherungen: Vorausb'ezahlte Prämien Effekten. Verschiedene............ Banken: Guthaben •• Debitoren: Forderungen............ \assa: Barbestand.............. Aktien-Kapitai • • • • Rückstellung (für Avfwfru#ngpi| und ändert») Reservefonds Banken Kreditoren Ävaf-Krcditorcn - • * • Akzepte Gewinn- und Verlusi-Mot«: BrmtorGewinn ...... ' » - abzüglich Abschreibungen 625,670 17,675 643,345 6,257 Immobilien-Konto. a) Gelände - b> Gebäude ................. c) Beamten-Wohnhaus-Ncubau d) Fabrik-Neubau (Nacp Abschreibung von 41 868,64J.875.343,981.20) jinrentarico-Konto: a) Arbeitsmaschinen (nach Abschreibung von , -,040,479.962,833,763.—) b) Fabrikcinrichtung (nach Abschreibung von dl 8-1,3.K),149,420,718.—) . . . c) Werkzeuge (nach Abschreibung von -K 7,118,271,602,818,142.40) d) Elektrische Licht- u. Kraftanlage (uucli Abschicibung von .11 6,425,630,650.—) e) Mobilien (nach Abschreibung von 34,768,400. -)........... f) Fuhrpark (nach Abschreibung von 2t 602.000.000.- ) . ....... g) Gleis-Anschluß (nach Abschreibung von 4 4,502,74L—). . r .... . Fabrikatious-Konto .. .............. • Matcrialicn-Konto ............... Versicherungs-Konto Effekten-Konto ................ Aval-Debitoren ............................. Bankguthaben . . . Kqntp-Korrcot-Konto: Debitoren ......... Kasw-Kooto ................... ... 41 1,888,600.64 . . . . V. 10,249,7.58,607.47 Der rechnungsmäßige Ueberschüß wurde auf neue Rechnung vorgetragep. An Steuern wurden - insgesamt im Jahre 1923 bezahlt: P- JC 14,406.776,658,216,434.—. Die Gesellschaft hat ipi Jahre 19U eine 4%%ige Anleihe in Hohe von JL 60U OOi). ^aufgenomnici Diese Anleihe wurde im Januar 1923 zur Rückzahlung gekündigt. Der Restbestand der Anleihe betjagi nunmehr nom- Jl 470,500.— und unterliegt in dieser Höhe der Aufwertung. Die projektierten Neubauten sind, soweit cs die Verhältnisse zuließen, im Jahre 1923 vollende worden- In der Hauptsache bestanden dieselben in einer großen massiven und modern eingerichtete Halle, die zum Bau großer Werkzeugmaschinen bestimmt ist, vorläufig aber als t isphmenlager iheni außerdem ist noch ein sanitären Zwecken dienendes Gebäude errichtet worden- Durch diese Bauten i> die überbaute Fläche des Betriebes um 1711 qm vermehrt worden und beträgt nunmehr insgesamt 10 loikim Außerdem wurden 4500 qm Grundstücke erworben, die in unmittelbarer Nähe der Fabrik liegen iund be der in Aussicht genommenen Arrondierung des jetzt noch von einer Straße durchschmtteqcn 0sUn-Bluc^- der Gesellschaft von Nutzen sein werden- Der Gesamtgrundbesitz der Gesellschaft belauft dich auf (?7a74 01- Sodann ist in den Jahren 1922/1023 noch ein Beamtenwohnhaus errichtet worden, so daß die Gesell- SChaf yurch feöÄÄ* durch Bezüge von Spezialmaschmen fremder Herkunft ist der Maschinenpark der Gesellschaft ständig vergrößert und modernisiert worden . Die außerordentliche Generalversammlung vom 22. Dezember 1924 beschloß d e Umstellung des Aktienkapitals im Verhältnis 20:1 so, daß die « 25,000,000.— Stammaktien, St. *000. , aui Reichsmark 1 250 000— Stammaktien, St. 25,000 ä R. JC 50.—, die .(( 1,000,000.— \ orzugsaxaen, St. . 1000 ä J( 1000 —, auf R. JC 50,000.—, St. 1000 äR..K50.—, umgestellt werden. Die GoJdmark-Eroffnungsbilan? über nom. JL 17,000,000.— neue Stammaktien der Heyligenstaedt & Camp. Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei Akt.-Ges., Gießen St. 17,000.— über je JL 1000.— No. 8001—25 000. Zugleich Bekanntmachung gemäß VI. ^^im^znr Durchführung der Verordnung Uber Gold-Bilanzen. Di? Heviieenstaedt & Camp. Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei A--G-, Gießen ist hervor- »■anS “ s hn Jahre 1876 gegründeten offenen Handelsgesellschaft Heyligenstaedt Comp. und kt im 19 Aoril 1911 mit dem Sitz in Gießen errichtet worden. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb yon Maschinen und puß-^rMUg- nissen Äer Art insbesondere die Fortführung der von der Firma Heyligenstaedt & Comp. betriebenen ^^äk^!äkaL^^^BcLLug ursprünglich .« .,250,000.- und wurde wie folgt erhöht: rk 6. g J£.. 750:000'.T. Sh:nMn.'A.k,!Pn JC 300,000.- Vorzugs-Aktien G.-V. v. 16. 3. 21 J( 2,000,000.— Stamm-Aktien 200,000.— Vorzugs-Aktien G-Vv 6 2^2 f( 4 000,000.— Stamm-Aktien .(( 500,000.— Vorzugs-Aktien Das Kapital betrüg sonach am 1. Mai 1923 J( 9,000,000.—, eingeteilt in St. 8000 Stammaktien zu je JK 1000—Pund St. 1000 7% Vorzugsaktien zu je JL 1000.— wovon 500,000.— npt 6fachem und ■* Erhöhung des Aktienkapital um nom JC 8 tm 000— durch Aufgabe von St. 8000 Aktien zu je Jt 1000- zwecks Stärkung der Betriebsmittel und Durchführung von Erweiterungsbauten. Diese Kapitalserhöhung wurde unterm 3Q. Mai in das Handels DtoAktien wurden einem Konsortium zum Kurse von 650'% überlassen mit der Verpflichtung:^ Aktien den Aktionären im Verhältnis 2:1 zum Kurse von 1000% anzubieten; 2 weitere ,'ft 4,000,000.— bestens zu verwerten, wobei der Gesellschaft aus dem Vepweitungsgewinn Das'reine AgiQV aus7dcr° Enüssion zu 1 wurde durch die Kosten der Kapitalserhphung apfgebraucht- Der Gewinn aus dln Venvcrtungsaktien wurde in Gesamthühe von M 826,64 ,490 - einem Baureservefond Dcr fit Cipspllschaft hat sich zu dieser Verwendungsart berechtigt gehalten, in Anbetracht de| Teil der prejfW Baute, für die das Agio nach Beschluß der Generalversammlung zu verwenden Ausgabe von St. OOTMM über je Jt 1000.-, die den Aktionären im Verhältnis 1:1 zu 110% angeboten wurden und deren Ruck- 'U 'n ie'^Gener al rs am mlu n g° v om 21. September 1923 beschloß eine weitere Erhöhung um JC 9,000,000.- , h . up vnn e< Onno Stammaktien zu je dl 1000.—. Diese Stammaktien wurden den Genußschem- Sem aum ü^ 4 auf cinen Genußschein Emission Mai 1923 über JL IOOO - dne neue Stammaktie entfiel mit der Maßgabe, daß die Genußschein-Inhaber pro Aktie esne Zahlung von <1V. zu leisten hatten. Per Umtausch der Genußscheine in Stammaktien ist durchgeführt und die Erhöhung des Aktienkapitals unterm 19. März 1924 in das Handelsregister des Amtsgerichts Gießen eingetragen.8 Zur Verbriefung des Aktienrechtes dieser letzten Emission dienen die Genußschcinc Emission Mai 1923 mit dem Aufdruck. ^mmaktie No gemäß Umwandlungs- Beschluß in der außerordentlichen Generalversammlung vom 21. September 1923. Gießen, den 11. November 1923. Der Vorstand.“ Der aus dem Umtausch der Gesellschaft zugeflossene Betrag in Höhe von JC 16,393.— wmrdc zu Neubauten und anderen Anschaffungen verwandt. Die Gesellschaft hat sich zu dieser Verwendungsart berCChIn6derGene7alversammlung vom 21. September 1923 wurde außerdem beschlossen, das Stimmrecht der nom ll 1,000,000.— 7% Vorzugsaktien auf das 25fache zu erhöhen. Das Aktienkaoital beträgt nunmehr JC 26,000,000.— eingeteilt in JC 25,000,000. Stammaktien st. 25% Obei je ft 1000%No. r-25,000 und JC 1,000,000.- 7% Vorzugsaktien,’eingeteilt in St. 1000 247? 2,477 Die Gesellschaft beschäftigt z. Z. 33t) Arbeiter und 42 Angestellte. Wahrend des vergangenen Jahres wurde das Unternehmen durch die herrschende Kreditnot und die Absatzstockung zur Bctriebsuinschian- wuiuu aas unwiitiw ' . d weroariaenen lahres macht sich ledoch eine merkliche Besserung des November ab der Betrieb wieder voll d. h. 54 Stunden die Woche äfften konnte, 'per Auftragsbestand hat sich seit Beginn des neuen Jahres weder erhöht] und die Gesellschaft ist heute auf Monate hinaus voll beschäftigt. Gießen, im Maiz i9.o. Heyligenstaedt & Comp. Heyligenstaedt& Comp.,Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei Aktjengesellschaft,Gießen 17,000 Stück über je Ä 1000.— No. 8001—25 000 41060 Stamm-Aktien . . .« I,§50,000 Vorzugs-Aktien . . dC SO.iäK) JC 79.944,897,209,371,788 14,037.431,473,757,382 39 45 868,541,875,343,981 3,640,479,962,&33,763 84.390,149,420,718 7,118,271,602,818,143 6,425.630,650 34.758,400 802,000,000 4,502,741 3Q 40 — - 10,225.380,249,758,697 1,888,690 47 84 4t 844,983 — 345,506 310,624 66 84,744 1 1 20,830 38 19,992 59 805 oJ 1.627.488 05 M 1,300 000, — 130,606 24 128,000 — 68.881 8) 1,627,-188 05 ------- ,M ”7 373,562 58 447,000 — 54O3M — 03,100,000.064.000 — 36O,O0O,Q00/X N).(XK) 8,100,000j)00,000 —- 655,000,000,000,000 .—- 552,000POO — 3,500,000 —— 3.000 -—. 480.001) — IO6.3()t) ße|ud Hon fen, so weih fingen, wie ti 3n De® ii-d Tlohon iam* ti M oer Während n schaut y will es D geM f eigene-! 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