» w. der lehstag « Uh,; I,6r°le4‘ r?fe aramm Eintritt frei! anche ">enl«r n. Anzeiger erb. nachnng. Friedberg wird üw . Februar M. I-.< ,3 Ahr im Gasthaus „Zur lurgstraße ictcn ßadieit öffcnt- 'feigem taffen: nit Kredenz,! doch. 1 mit LckreMsch. MM MWtzeS benutzt. Außerdem: lonversatwns'Lerikn 2 -eilige Schriften, je, Schiller, Ahlard, are, -eine, Freytag, d Myer, Geschickte eine große Anzahl Serie. , zum Teil in Ganz-, der gebunden unlur Februar 1925. ollftreckmigsabl.). Mission. itauttuberg veriauft er Angebote nach« ierg Telephon M .Stämme: = 12,35 5N. =.94,09 , = 75,06 =65,65 ir =15,83 n r «1|W* ™ s ■finn" getrennt n WL S,gS«5raul" öa er^br. 1925. für htnwt'*- n W^^velrM-lS' Olu^r lflen 2. * 3' ’n 9 4? 5^- .9.11 an "‘V- d Siebet ^^/Äruard.2- Saale llr. 4ö Erstes Blatt 175. Jahrgang Dienstag, 24. Februar 1925 Erscheint täglich, außer 5owru und Feiertags. Beilogen: viebenerFamilienblLtter Heimat im Bild. IRoeets-BejfxisprtU: 2 (Botbmark u. 20 Gold- Pfennig für Träger lohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: Schriftleitung 112, Der- lagundGelchosl^slellebl. Anschrift für Drohtnach- richten: LnzelaerOletze». polscheStonto: $r«wffer1 a. M. HtM. GichenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrühl'sche Univerfitälr-Vuch- und 5letndruckerei H. Lange in Gietzen. 5chriftleltung und Geschäftrflelle: Zchulftratze 7. Annahme von Nnzeloen für bi, lagetnnmmtr Dis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerdtndltchbeit. Prell für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite vrtlichü, auswärts 10 Doldpfennig; für Ne. Klame-Anzeigen v 70 nm Breite 35 Goldpfennig, Playvorschrift 20' .Ausschlag. - Verantwortlich für Politib u. Feuilleton: Dr.Friedr. Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Llumschein;sür den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Die Räumungskonferenz. Frankreich fordert den Ausschluß Deutschlands. Die Beharrlichkeit, mit der der britische Generalstab den Bericht der interalliierten Mllitärkontrollkommlsflon prüft, hat beinahe etwas Rührendes. Gin Mitglied dieser ÄommtHlon, der britische General Mor- g a n . konnte bereits Im Oktober vorigen Jahres über einen wichtigen Teil des Berichtes einen eingehenden Zeitungsartikel verfassen; vier Monate später brütet der britische Generalstab immer noch über den vermeintlichen Feststellungen. Dre Ileberreichung der Kontrollnote wird von Woche zu Woche hinauSgezögert, und um die öffentlich« Meinung der Welt etwas au beschwichtigen, teilt man jetzt mit, daß das Entwaffnungsproblem auf einer Konferenz des britischen Außenministers Chamberlain mit Dem französischen Ministerpräsidenten und Außenminister Herriot in den ersten Märztagen besprochen werden soll. Don dieser Konferenz steht allerdings noch gar nicht fest, ob sie überhaupt sbattsinden wird. In London möchte man gern, und auch in "Bari- ist man nicht abgeneigt; ein französischer Kabinettsches findet jedoch bekanntlich immer Gründe, wenn er einer peinlichen Unterredung ausweichen will. lieber die Reise Her - riots nach London, über die vor einigen Wochen als ziemlich feststehend berichtet wurde, ist es ganz still geworden. Herriot zieht es vor, den Sturz deS Franken in Paris zu beobachten. anstatt bei einer Reise nach London selbst die Gefahr des Sturzes auf sich zu nehmen. B r i a n d wurde gestürzt, alS er im Januar 1922 auf der Reparationskonferenz zu Cannes weilte. Lloyd Georges Stellung ist untergraben worden, als der damalige britische Ministerpräsident die Genueser Finanz- und Wirtschaftslonse- renz leitete, unD es hätte nicht viel gefehlt, daß Herriot während der Londoner Reparationskonferenz im letzten Sommer als Privatmann nach Paris zurückgekehrt wäre. Destigia terrent! Die Bereitschaft HerriotS, zusammen mit seinem Kollegen Clemente! vom Finanzministerium nach London zu reifen, sollte in allererster Linie der Beruhigung der öffentlichen Meinung In England und deS britischen Schatzsekretärs Churchill dienen, entsprang also nicht dem leidenschaftlichen Wunsche der französischen StaatSlenker, daS heikle Schuldenproblem einer schnellen Lösung zuzu- führen. Run wird Chamberlain auf der Reise nach Gens (zur Bölkerbundsratssihung) ohnehin durch Paris reisen, und so haben Herriot und seine Mitarbeiter erst einmal zehn bis vierzehn Tage Zeit, sich taktisch neu zu orientieren. Sine spätere Geschichtsschreibung wird einmal feststellen müssen, dah man bei der Behandlung der großen aktuellen Probleme in der Rachkriegszeit n t e das Raheliegende und Vernünftige getan hat. Wenn schon die interalliierte Militärwntroll- kommtssion darauf verzichtet«, sich vor jeber ^Feststellung" genau bei deutschen Behörden zu erkundigen, Ux wäre eS wenigstens notwendig gewesen, daß die alliierten Regierungen mit der Reich« regierung Fühlung genommen hätten, ehe sie aus dem Militärkontrollbericht praktische politische Schlüsse zogen. Die Zurückhaltung, ja, man kann sagen Zaghaftigkeit der alliierten Regierungen bei der Behandlung des angeblich so belastenden Kontrollberichts zeigt deutlic^r aL6 alles andere, auf wie schwachen Füßen die meisten der ausgestellten Behauptungen stehen müssen. Die Retchsregierung Hit die Melkung, daß von Berlin aus amtlich eine Beteiligung Deutschlands an der bevorstehenden alliierten Kontrollkonferenz beantragt worden sei. dementiert. Gs war nicht genau festzustellen, ob die Reichsregierung den britischen Botschafter in Berlin, Lord 6’216 er- non. einen entsprechenden Wunsch übermittelt hat, oder ob lediglich der deutsche Botschafter in London. Dr. St Hamer, beauftragt worden ist. im britischen Auswärtigen Amt zu sondieren, ob ein entsprechender förmlicher Antrag Deutschlands Aussicht auf Berücksichtigung habe. Wahrscheinlich sind beide Wege beschritten worden. 2llle Deutschen. soweit ste sich durch die Gewaltpolitik der Entente in den letzten sechs Jahren nicht die Fähigkeit zu kaltblütiger Kal- tulation haben austreiben lassen, werden darin übereinstimmen, daß es nicht nur dem Interesse. sondern auch der Würde des deutschen Dolles entspricht, wenn Die Reichsregierung eine Beteiligung an solchen Konferenzen für sich fordert. Der amerikanische General Allen hat es in seinem Rheinland-Tagebuch rucks chtslvs auS- fesprochen. daß alle Welt — einfchl. der hohen ranzösischen Militärs — sich über die effektive Entwaffnung des deutschen Volkes klar sei. und daß die .Entdeckungen" gewaltsam ausgebauschle Bagatellen darstellen. 5Xe Londoner Regierung hat der 'Fortführung der Besetzung im Kölner 216- schnitt unter Hinweis auf deutsche Verfehlungen in Der Erlwaf fnungsfrage zugestimmt und Die Räumung in Aussicht gestellt, so- bald die Verfehlungen gutgemacht toirDcn seien. Sobald sich die Behauptungen des Kontrollberichts als Schwindel Herausstellen, entfällt — wenigstens für England — Der Vorwand, die Besetzung der Kölner Zone ^ufrechtzuerhalten. Deshalb arbeitet man in Paris fieberhaft an neuen Formeln, mit denen die Fortführung der Besetzung motiviert werden soll. In Amerika scheint man volles 2krftänb- nis dafür zu haben, daß über das Wesen und den Ilm fang der angeblichen deutschen Verfehlungen in der Entwaffnungsfrage im Beisein deutscher Vertreter verhandelt werden soll. In Paris besteht.man Darauf, dah man zunächst einmal im engsten Freundeskreise über den Kontrollbericht und über die darauf zu gründende Rote berät. Der Zweck dieser vertraulichen Aussprache ist zweifellos der, in der Entwaffnungsfrage neue Wolken blauen D u n st e S zu produzieren und Deutschland noch einige Zeit um seine vertraglichen Rechte zu prellen. Verständigung zwischen Paris und Brüssel. Paris, 24. Sebr. (TU.) Halbamtlich verlautet, daß das Militärkomitee in Versailles daS Gutachten über den Generalbericht Ende der Woche dem Dotschaf- ter rat übergeben wird. Wie der ..Temps" auS Brüsseler Kreisen erfährt, haben sich Belgien und Frankreich in der Frage der Abrüstung und der Räumung Kölns bereits verständigt und beschlossen, mit Deutschland kein Kompromiß zu schließen und in die Räumung des Kölner Gebiets er st nach vollständiger Erfüllung der Abrüstungsbestimmungen dcS Friedensvertrags einzuwilligen. Die Brüsseler politischen Kreise sind der Ansicht, daß Deutschland sechs bis achtzehn Monate brauche, um die Abrüstungsklauseln zur Zufriedenheit der Kontrollkommission auszusühren. Auf jeden Fall wird angenommen, daß die Räumung der Kölner Zone nicht vor dem 1. September erissigen kann. Unabhängig davon würde das Ruhrgebiet, wenn Deutschland gewissenhaft den DaweSplan auSführt, am 15. August geräumt werden. Die Presse veröffentlicht gleichlautende, anscheinend osfiziöse Mitteilungen, nach denen die französische Regierung trotz aller britischen Vorstellungen eine Zulassung Deutschlands zu der geplanten interalliierten Konferenz entschieden ablehnt und sich auch einer Anhörung deutscher Delegierten nach den zwischen den verbündeten Mächten unter sich erzielten Beschlüsse zur Festsetzung der AuSfüh- rungSmodalitäten widersetzen wird. Rach dem »Petit Parisien" und „L'Oeuvre" steht die französische Regierung auf dem Standpunkte, daß die Abrüstungsklausel sich unzweideutig aus dem Friedensvertrage ergäbe und von Deutschland daher ohne Widerrede zu erfüllen sei. Dagegen müßte Deutschland zu Verhandlungen außerhalb des Vertrages, besonders zu den Garantievertragsverhandlungen, zugezogen werden. Am Quai d'Orsay wird erklärt. daß mit einer Zusammenkunft zwischen Herriot und Chamberlain am 17. März bestimmt gerechnet werden kann. Eine Kanzlerrede. Auf dem Bankett der deutschen Presse. durch Deutschland gemacht habe, ist auch für den, der sein Vaterland kennt, in diesem Sinne immer wieder lehrreich. Man fühlt die Gegensätze und Zusammenhänge Berlin, 24. Febr. CEU.i Der Einladung deS ReichSverbandeS der deutschen Presse zum ersten Bankett Der deutschen Presse im Hotel Esplanade waren gestern neben Dem Reichskanzler Dr. Luther die Reichsminister Schiele, Dr. F r e n k e n , Dr. R e u h a u s , Dr. von Schlieben und Stingl sowie in Vertretung des auf Urlaub befindlichen Reichsarbeitsministers Dr. Brauns Staatssekretär G e i b und Der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft O e f c r gefolgt. Unter Den Repräsentanten Der Cinzelstaaten sah man Den badischen Staatspräsidenten Dr. B e l l p a ch unD den württembergischen Gesandten Boßler. Dorn diplomatischen Korps waren die Gesandten von 14 verschiedenen Staaten erschienen. Zahlreich waren die Konsulate vertreten. Wissenschaft und Kunst, Handel ünD Industrie hatten zahlreiche Dertteter entsandt. Die Presse selbst war durch eine Anzahl prominenter Verleger und zahlreicher Journalisten aus Berlin und dem ganzen Reich sowie durch die Berliner Korrespondenten der ausländischen Presse vertreten. Zur Begrüßung der Gäste ergriff Der Vorsitzende deS ReichSverbandeS der deutschen Presse, Paul Bäcker, das Wort: Das Bankett der Presse verfolge einen Doppelten Zweck. Sein primärer Zweck sei, Dem IcitenDen Staatsmann Des Reiches Gelegenheit zu geben, sich in freierer, Darum vielleicht auch in universellerer Weile zu äußern, als es vor den parlamentarischen Körperschaften unter dem Zwange bestimmter Tagesordnungen mit konkreten Gegenständen der Gesetzgebung oder Verwaltung geschehen kann, und zwar über Fragen. Deren Behandlung vor Der breitesten Öffentlichkeit, vielleicht vor Der ganzen Welt, er nicht für zulässig halte. Als BegleitumstanD Des wichtigen unD primären Zweckes Dieser Veranstaltung bezeichnete der Redner Die Gelegenheit zu näherer, persönlicher Berührung und Verständigung zwischen den Vertretern Der Regierung auf Der einen und Der Presse auf der anDercn Seite. Es sei zu wünschen, Daß Dieser Abend und diese Einrichtung des Reichsverbandes der deutschen Presse auch dazu beitragen möchte, eine einheitliche Zielrichtung der deutschen Presse in den großen nationalen Fragen zu schaffen. Re.chskanzler Dr. Luther sprach den Dank aller Gäste aus. Herr Bäcker habe gemeint, ein Harmonium sei die deutsche Presse nicht. Der Kanzler möchte dem aber entgegenhalten, daß sie eine gut instrumentierte Symphonie fei. freilich eine Symphonie moderner Art Obwohl wir mchl immer in jedem einzelnen Falle mit allem voll zufrieden sind, was die Presse tut und sagt, so tragen wir doch alle, wenn wir ehrlich gegen uns sind, eine stille Liebe zur Preste im Herzen. (Bravo.) Herr Bäcker bat mir die Erlaubnis gegeben, hier tn freierer Weise zu sprechen alÄ tm Reichstag. Ich bitte, mir es freundlich nachzusehen, wenn ich dabei etwas unter den Strich gerate. Bei Dem, was ich zu sagen habe, gehe ich von Dem Standpunkt Der Regierung aus: Regieren kann man ja nur, wenn man regieren will. (Sehr richtig.) Die Regierung hat zwei Wege, um Die Verbindung mit Dem Doll zu finden, um Dessen Willen sie ja allein Da ist: Der eine ist Der juristische Weg. Ebenso wichtig aber ist Der andere Weg: der Der ganz unmittelbaren Berührung mit Der Wirklichkeit in Volk und Land. Sine solche Rundreise, wie ich sie in den letzten Wochen Ich bin in derselben Woche im Kölner Dom gewesen und in der Marienburg, habe auf einer Höhe bei München gestanden, wo ich Die Alpenke11e vor mir sah und im Abendglühen hat aus Deutfchösterreich Der Groß-Denediger zu mir herübergegrüßt. Dann sah ich Die deutsche Weichsel, Die deutsche Weichsel- wunde. Die eine beton Dore Belastung unseres deutschen Schicksals Darftell!. Ich sah die Eilen- bahnbrücke von Marienwert-er, ein Meisterwerk Der Technik, auf dem kein Zug mehr fährt. Ich habe Den einen Zugang gesehen. Den die Bevölkerung auf einer Strecke von 49 Klm. allein noch zur Weichsel hat. wenige Meter breit. Ich habe Den Deich gesehen, über Den Die deutsch- prlnische Grenze achtmal herausschneidend hin- unD herläuft. Ich habe Den ZustanD Der Buhnen gesehen, wie sfe einstmals von Deutsche.' Hand angelegt waren und wie sie jetzt verfallen unD Der Weichselniederung nicht mehr Den nötigen Schuh gewähren können. Dann habe ich in Marienwerder im Dom gestanden und ist von Der Orgel heruntergeklungen in wunDervollen Variationen: „Deutschland. Deutschland über alles". Mit einer solchen Reise aber kann man das ganze deutsche Vaterland aber nicht erfassen. So sehe ich für diese meine Rundreise einen Abschluß und eine Krönung in dem heutigen Abend. Da die Prelle Die große Mittlerin ist, um Die rechten Beziehungen zwischen Regierung und Volk aufzubauen, ist es auch gerechtfertigt. Daß ich bei dieser Gelegenheit nach dem gefragt werde, waS Die Regierung eigentlich will. Sie wissen, daß an die Spitze Der Erklärung, die die jetzige Regierung im Reichstag abgegeben hat, das Wort geftellt worden ist, daß wir sachliche Politik treiben wollen. Ich bin gelegentlich gefragt worden: Was versteht ihr eigentlich unter Politik? Ein Standpunkt, nur Heber- Parteilichkeit sei sachlich, wäre gerade in meinem Munde, der ich ja keiner Partei angehöre. Doch eine gefährliche Heberheblichkeit, die ich mir nicht zu eigen machen will. Cs gibt auch nicht so ein Ding an sich, das hinter aller Polittk vorhanden wäre, sondern ich glaube mit den Worten ,sachlicher Politik' ist nichts anderes gesagt als: Wir wollen als Regierung den pflicht- mäßigen Starrdpunkt jeder Regierung. Die ohne irgendwelche Ablenkung nur auf das Ganze sieht, mit aller Kraft durchzuführen versuchen. Gewiß ist hier ein Gegensatz, wenn Sie wollen, zur Parteipolitik, aber ein in der Ratur Der Sache gegebener. IeDe Partei sieht die Dinge selbstverständlich unter dem Gesichtspunkte DeS Bevölkerungsteils, Der hinter ihr steht. Die Regierung soll Das Ganze ohne Rücksicht auf Diese Parteistellung sehen. Das soll nun nicht etwa eine Politik Der faulen Kompromisse sein, aber wohl eine Politik Der Synthese, Der Zusammenfassung unD Damit Der Gewinnung eines neuen StanDpunkteS zum weiteren Doranschreiten Des Volkes. ES gibt Dinge, die man säst ohne sachliche Gegensätze erledigen kann, in jener unmittelbar an den Dingen dranstehenden Politik, wie sie Die Kommunen treiben können. Das ist ein Grund, warum in der Kommunalpolitik, warum in der Selbstverwaltung so viel innerer Frieden im Schaffen für daS ganze deutsche Volk liegt. Aber andere Dinge sind voll Gegensätze. Gegensätze teilS scheinbar, teilS geschichtlich geworden, teils füi alle Zeiten aus gewissen Weltanschauungen, die man nie beseitigen wird. Geschickt! ch ist nun einmal daS Reich auS Ländern zusammen- 07seht. Wir wollen alS Endziel daS einige Deut’Jk Vaterland, gesund und stark nach innen ur.t nach außen. Wir müllen eS ausbauen und wir wollen cS aufbauen unter Berücksichtigung, unter Begründung auf die geschichtlich gegebenen Tatsachen. auS denen das deutsche Volk zusamme i- gewachsen ist. Lassen Sie mich einen andern Gegensatz nennen: Individualismus — Sozialismus. SS gibt keinen Sozialisten, der nicht die starken Kräfte deS Individualismus antoenben will, der nicht den Tüchtigen an die Stelle führen will, wo er wirken kann. SS gibt keinen Individualismus, der nicht weiß, daß groß: Bande, die der sozialistifchen Denkform entspringen, im StaatSganzen lebendig werden nmssen. Jene Zeit vor Dem Kriege, wo die ganze Grund« läge unsere« Staates auf einem InDidiDualisti- schrn Volksschaffen ausgebaut war, hat unS Den« noch Die großen Staatsunternehmungcn, Die großen Kolonialunternehmungen, jene Kräfte staatssozialistischer Kräftezusammensallung gegeben, Die ein Pseiler Des alten Deutschen Reich« waren. Oder lassen Sie unS an die großen Gegensatz» denken, Die unser deutsches Vaterland In den Fragen Der Weltanschauung durchsetzen. Hier handelt es sich um ein Rebeneinanderleben. hier muß die Politik die Aufgabe erfüllen, daß aus diesem Rebeneinander kein Gegeneinander wird. Hier müssen Sie dafür sorgen Daß Die Weltanschauungen miteinander i ir Frieden ringen können, jeder um Die innere Reise. Die er sucht. Hier muß insbesondere iw Wettbewerb zwischen Den beiden christlichen Kon« fessionen Dafür gesorgt werden, Daß Die gemeinsamen großen Gedanken Des Christentums, die die beiden christlichen Konfessionen verbinden, zu starker Auswirkung kommen. Unter Volk Darf an solchen Gegensähen nicht zerbrechen. Auch diese Gegensätze müssen durch eine kluge Politik überwunden werden, so daß im Endziel ttne Stärkung deS deutschen Volles daraus entsteht. 3m Wesen deS Denkens liegt eS. dah Gegensätze. Die an sich in Der Ratur vorhanden sind, als Polaritäten hin- genommen werden. UnD nun. meine Herren, werde ich Sie fragen: Wo sind die großen Ausblicke. wo sind die großen Ziele? Ich meine, die großen Ausblicke und Die großen Ziele liegen immer darin, daß ein Leben wie unser jetziges uns ununterbrochen vor neue Aufgaben stellt. Die Aufgaben, die uns dadurch gestellt sind, daß der Fortschritt Der Technik eine ganz anDete Gestaltung Des sozialen Lebens Hervorrufen, sind ja ungeheuer. Die sozialen Aufgaben werden immer neu sein und wenn wir sie noch so oft im Einzelfalle gemeistert zu haben glauben Aus den andern Problemen, die die Technik hervorgerufen hat, erwachsen die großen Fragen, die uns heute durch Die Entwicklung des Verkehrs vorgesetzt werden. Wir wissen ja noch gar nicht, wie nach dieser Richtung die Welt in 10 Jahren aussieht. Wir wissen noch gar nicht, was daS Flugwesen uns für technische Überraschungen bereitet, -die dte tiefste Rückwirkung aus die politische Gestaltung nicht nur Deutschlands, nicht nur Europas, viellei--t Der ganzen Welt haben werden. So sorgt das Leben selbst Dafür, daß immer neue Ausgaben gestellt werden. Wer sich an diese Aufgaben mit innerer Demut und Sachlichkeit heranmacht, wer dabei immer daL beste Ziel tm Auge hat, voranschreitet, der wird, glaube ich. soweit das in Menschenkrall überhaupt liegt, das Schicksal seines Dolket fördern helfen. Aber im Mittelpunkt all unseres Denkens steht ja Die große Aufgabe, die uns nun einmal durch Den unglücklichen Ausgang des Weltkrieges geworden ist, Die uns dadurch geworden ist. dah wir auf ganz neuen Wegen einen Wiederaufstieg unseres Volkes durchfuhren müssen. Hier sind wir alle im Ziel einig: Wir wollen ein starkes, wir wollen ein gesundes Deutschland, wir wollen ein Deutschland haben, das seinen Platz wieder in voller Gleichberechtigung und in voller Anerkennung dessen, was es darstellt, im Kreise Der Völker einnimmt. (Lebhafter Beifall.) Wir kennen nur Die eine Losung: Deutschland! Wenn man einen schweren steilen Gipfel ersteigen will, Dann Darf man nicht immer auf den Gipfel schauen, sondern man muß sehen, daß man festen Tritt und festen Griff behält, um die nächsten Schritte mit Sicherheit auszuführen. Dann muh man auch, unD gar nicht so selten, zurückblicken, und man muß sehen, welch Stück Wegs man zurückgelegt hat. Durch solches Verfahren stärkt man sich innerlich und findet die Kraft, schließlich ans Ziel zu kommen und schließlich auf Den Gipfel, auf Den wir unser deutsches Volk führen wollen. So will auch ich versuchen, soweit ich es vermag, wie Sie alle meine sehr verehrten Herren, jeder von feinem Puntt aus Regierender oder als Mann Der Presse, jeder unter Gesamtinteresse fördernd unentwegt und unermüdlich voranschreiten für unser deutsches Volk, für unser deutsches Vaterland- Ich darf Sie bitten, mit mir zu rufen; linier deutsches Voll, unser deutsches Vaterland, es lebe hoch! Die Versammlung ftimmte begeistert ein und sang stehend das DeutschlandlieD. Der Reichspräsident schwer erkrankt. Blinddarmoperation gut verlaufen. Berlin, 24. Febr. (2U.) Reichspräsident Evert ist an einer Blinddarmentzündung erkrankt. Er muhte sich einer Operation unterziehen, die Professor Bier noch in der Nacht vornahm. Mit der verfassungsmäßigen Vertretung des Reichspräsidenten ist der Reichskanzler, Dr. Luther, beauftragt worden. Wie der „Vorwärts" meldet, wurde Reichspräsident Ebert nachtS gegen 11 Ahr in einem Auto in das Westfanatorium gebracht. Die Operation ist gut »erlaufe n. DaS Befinden ist den Amstanden entsprechend gut. Die Krise im Zentrum. Die Maßregelung der ausgeschlossenen Abgeordneten. Köln, 24. Febr. (TA.) Der Landwirtschaftliche Beirat der rheinischen Zentrumspartei beschäftigte sich aus seiner Kölner Tagung sehr eingehend mit der Maßregelung der beiden Abgeordneten v. Pa- Pen und Loenarh durch die Zentrumsfraktion des Preußischen Landtages. Die Versammlung erklärte, daß sie sich mit aller Entschiedenheit auf die Seite der gemaßregelten Abgeordneten stelle. Der Beschluß soll der Partei- Uilung mitgeteilt werden. Inzwischen hat sich auch der A^eordnete Baumann mit den beiden Gemaßregelten solidarisch erklärt. Dagegen soll sich der Landwirtschaftliche Beirat der westfälischen Zentrumspartei auf seiner Tagung in Hamm, wie die „Germania" zu melden weih, der einstimmig angenommenen Entschließung des Provinzialausschusses, die der Reichstags- und Landtagsfraktion des Zentrums das Vertrauen ausspricht, zugestimmt haben. Reichs- lagsabgeordneter v. Papen selbst war nicht anwesend. Er hatte ein Schreiben geschickt, in dem er den Wunsch ausspricht, die Beschlußfassung hinauszuschieben. Diefem Wunsch wurde nicht entsprochen, weil er von unrichtigen Voraussetzungen ausging. Der ehemalige Reichskanzler Marx hatte das Referat. Die Jlationalliberale Reichspartei. Frankfurt a. M, 24. Febr (Wolff.) Eine Berliner Dertreterversammlung der Rational- liberalen Reichspartei hat beschlossen, sich der Deutsch nationalen Volkspartei anzuschließen. Der Vorsitzende, Landtags- abgcordneter Maretzki, führte aus, daß die große Ausgabe der Rationalliüeralen Reichspartei jetzt erfüllt sei, da die Deutsche Volkspartei wieder in der nationalen Front stehe. D:e Westgruppe Berlin der Rationalliberalen Partei hat ihren Aebertritt zur Deutschnationalen Volkspartei vollzogen. Die hessische Sozialdemokratie zur Regierungsbildung. Darmstadt, 23. Febr. (Eigener Bericht.) Landesvorstand und Landesausschuß der Hess. Sozialdemokratie, die gestern in Offenbach tagten, haben zur Regierungsbildung in Hessen die nachstehende Entschließung angenommen: Der Landesvorstand und Landesausschuß der Sozialdemokratischen Partei Hessens erklärt sich mit der Haltung der sozialdemokratischen Landtagsfraktion in der Frage der Hess. Regierungsbildung voll und ganz einverstanden. Einmütig und geschlossen steht die ganze Sozialdemokratische Partei Hessens in der derzeitigen Ablehnung einer großen Koalition. Die fialtung der Deutschen Volkspartei im Reichstag nd im Preußischen Landtag schließt ein gemeinsames Zusammenarbeiten mit dieser Partei im Hessischen Landtag von selbst aus. Die Sozialdemokratische Parier ist nach wie vor bereit, mit den Par teien der Weimarer Koalition, wie in den zurückliegenden 6 Jahren, so auch in der Zukunft eine durch den Willen des Hessenvolkes am 7. Dezember 1924 geschaffene tragfähige Regierung zu bilden. Zu einer A e n- derung der hessischen Verfassung liegt für die Sozialdemokratische Partei Hessens keine Veranlassung vor. Der Tschekaprozetz. Leipzig. 23. Febr. (Wolff.) Der Angeklagte M a r g i e s erklärt, daß Reumann ihn vor dem Antersuchungsrichter von seinen Schweigeverpflichtungen entbunden habe. Die Parabellum- Pistole mit der abgestumpften Munition erhielt er im Oktober 1923 im Ruhrgebiet von der Polizei, als die Separatisten sich lausig machten. Dum- oum-Geschosse stellte er nicht her, da Reumann dies nicht befahl. Im Falle Borsig machte er Reumann einen konkreten Vorschlag. Nähere Angaben darüber verweigert der Angeklagte. Den Fall Rausch habe Reumann zutreffend geschildert. In. Frankfurt habe Reumann ihn mit dem Fall Jauche betraut, ihm aber gesagt: Prüfe, aber löte ihn nicht! Er selbst sei zunächst damit nicht einverstanden gewesen, habe sich aber schließlich doch einverstanden erklärt. Was P o e g e über den Aufenthalt in Stuttgart gesagt habe, sollte nur dazu dienen seine graue Gestalt vor dem möglichst schwarzen Hintergrund etwas heller erscheinen zu lassen. Poege s e l b st habe Pläne entwickelt, die er ihm in die Sch uhe geschoben habe. Im Falle Wetzel hat Margies, wie er weiter bekundet, ebenso wie später im Falle Schlosser den Vorschlag gemacht, daß Poege mit einem Totschläger Wetzel Niederschlagen und ihm dann mit einem Rasiermesser die Schlagader durchschneiden sollte. Er habe geglaubt, daß Poege sich niemals an Wetzel, geschweige denn an Schlosser persönlich heranmachen würde. Zs habe aber etwas geschehen müssen, um der Sache ein ernsthaftes Gepräge zu geben und die Gruppe bis zum 1. März zu halten. Poege und König hatten gegen Reumann und ihn Komödie gespielt und umgekehrt. Am 2t. Februar, an dem die Tat gegen Schlosser ausgeführt werden sollte, sei ein Bries von Rebhuhn (Diener) gekommen mit der Angabe, daß Schlosser in München sei. Reumann und Diener bestreiten, den Brief zu kennen. Reumann bestreitet weiter, sich im Falle Jauche in der von Margies geschilderten Weise geäußert zu haben. Er habe gesagt, ich wünsche, daß die Tat zur Ausführung kommt und daß Jauche von Poege erledigt wird. Er habe angenommen, daß Poege weniger brutal vorgehen werde als Margies. Der Angeklagte jxargttes uemern Darauf, Dan 'Jieumann vielleicht angeheitert war und sich an seine rührselige, Stimmung nicht mehr erinnere. In der Rachmittagssitzung wurde der Angeklagte S z o n vernommen. Er will der K. P. D. niemals angehört haben, sondern nur der K. A. P. D. Reumann habe ihn für den Fall Seeckt verpflichtet. Die Verpflichtung lautete nicht auf die Partei. Mit dem Attentat selbst sollte er nichts zu tun haben, sondern nur mit dem Kraftwagen für die Flucht bereit stehen. Raumann habe ihm eine Pistole gegeben. Von anderen Fällen sei anfänglich nicht die Rede gewesen. Was den Fall Rausch betreffe, an dem er nach anfänglicher Weigerung teilnahm, so foltte Rausch, wie Reumann gesagt hatte, nur einen Denkzettel bekommen. Beim Betreten des Wagens nach der Tat sei Reumann gefallen. Er habe gestöhnt und auch nur mit seiner und Szons Hilfe sich erheben können. Reumann erklärt, er habe Szon ursprünglich nur als Chauffeur verpflichtet, dann aber für die Gruppe, und zwar auf die Partei. Szon habe zwar nicht der Partei angehört, aber mit ihr stark sympathisiert. Er habe das Recht gehabt, Leute, die er als zuverlässig kenne, zur Parteiarbeit heranzuziehen. Im Anschluß hieran entspinnt sich eine ausgedehnte Auseinandersetzung, da die kommunistischen Verteidiger behaupten, daß die Partei niemals Richtmitglieder zu Parteiarbeiten heranziehe. — Hierauf wird die Verhandlung vertagt. Die Barmatuntersuchrrng. Berlin, 23. Febr. (Wolff.) In der heutigen Sitzung des preußischen Antersuchungs- ausschusses für die Darmat-Kutisker-Angelegen- heit machte der Vorsitzende Dr. Leidig Mitteilung von dem Schreiben des sächsischen Gesandten Dr. Gradnauer, der sich gegen die Zeugenaussage wendet, nach der ec von 'Burma t 100 0 holländische Gulden erhalten haben soll. Dr. Gradnauer gibt an, es habe sich um einen wesentlich geringeren Betrag gehandelt, der ausschließlich zuwohl° tätigen Zwecken Verwendung gesunden haöe, Die darauf als Zeugin vernommene Frau Margarete Birk, die früher im Bureau des Reichspräsidenten ass Stenotypistin tätig war, gibt an, nach Diktat gleichfalls dem dort tätig gewesenen verstorbenen sozialdemokratischen Abgeordneten Franz Krüger ein Empfehlungsschreiben für Barmat geschrieben zu haben. Krügers Verhalten erweckte den Eindruck, daß ihm die Ausstellung von Empfehlungen für Barmat unangenehm gewesen sei. Es sei durchaus nicht ungewöhnlich, sondern die Regel gewesen, daß Briefe herausgingen mit der Anterlchrift: Der Reichspräsident. I. A. Krüger. Auf eine Anfrage bekundet die Zeugin, daß sie das Empfehlungsschreiben für Barmat auf ausdrückliche Anordnung Krügers ohne Kopie geschrieben habe. Ein weiterer Zeuge, der Schriftsteller Baumeister, erklärt, die Behauptung, daß an den Geschäften der daut- schen Butterhändler maßgebende Führer der Sozialdemokratie und sogar der Reichspräsident Ebert selbst beteiligt gewesen seien, für durchaus unrichtig. Der neueste Bericht Bilberts. Berlin, 23. Febr. (T. A.) Der Generalagent für die Reparationszahlungen hat wieder einen Bericht über die Eingänge und Ausgänge seiner Kasse veröffentlicht, der über die deutschen Leistungen und ihre Verwendung b i s zum 31. Januar Rechenschaft ablegt. Die Gesamtsumme der ersten Iahresannuität, die bis jetzt eingegangen ist beträgt 3941/» Millionen Goldmark. Von dieser Summe entfallen 385 Mill. Mark auf die auswärtige Anleihe Deutschlands. Davon haben Frankreich 161,4 Mill., Groß-Britannien 8,1, Belgien 98,8, Italien 32,4, Japan 1,2, Jugoslawien 11,9, Portugal 2,2, Rumänien 2,8, Griechenland 0,95 Mill, erhalten. Alle diese Zahlungen sind in Gestalt von Sachliefe- r u n g e n erfolgt mit Ausnahme der Reparationsentschädigungsgelder von 26 Proz. der deutschen Einfuhr nach Frankreich und England. Auf dieses Konto sind für England 67,5 Mill., für Frankreich 3,8 Mill- gebucht worden. Für die Kommissionen sind von den eingegangenen Geldern etwa 22 Mill, für Besatzungskosten gezahlt worden. Von den Gesamteingängen sind zu Zahlungen 38,1 Mill, verwendet worden, so daß der Barbestand bei der Reichsbank am 31. Januar 13,1 Mill, beträgt. Die deutsch-sranzösischen Wirtschaftsverhandlungen. Paris, 24. Febr. (TA.) Die deutsche Wirtschaftsdelegation hat keine Weisung aus Berlin erhalten, bis zum Abschluß der Verhandlungen in Paris zu bleiben. Bis zur Klärung der Frage einer Anterbrechung soll versucht werden, um jeden Preis eine grundsätzliche Verständigung über das vorläufige Abkommen und die wesentlichsten Bestimmungen des endgültigen Vertrags herbeizuführen. Es verlautet, daß die deutsche Delegation Ende der Woche für kurze Zeit nach Berlin zurückkehrt und zur Ausarbeitung der grundsätzlichen Vereinbarungen eine Anterkommifsion in Paris zurücklassen wird. Die Danziger Briefkasten. Polen legt Berufung beim Völkerbund ein. Danzig, 23. Febr. (WTB.) Polen hat gegen die Entscheidung des Kommissars, wonach es zur Einrichtung eines Po st dien st es mit Briefträgern, Postkästen usw. in Danzig nicht berechtigt ist, Berufung bei dem Rate des Völkerbundes eingelegt Es ist mit Sicherheit zu erwarten, daß der Rat des Völlerbundes auf feiner 33. Tagung, die in Gens am 9. März beginnt, eine Entscheidung in dieser Angelegenheit fällen wird. In hiesigen beteiligten Kreisen wird darauf hingewiesen, daß Polen erst jetzt gegen die vom 4. Februar datierte Entscheidung Berufung einlegte. Hiernach scheine das bekannte Verfahren Polens, die Erledigung schwebender Streitigkeiten durch Verzög?rung zu unterbinden, trotz der anderslautenden Rede des Ministers Straßburger auf der letzten Völker- bundstagung in Rom Fortgang zu nehmen. Die Deutschenverfolgung in Böhmen. Prag, 24. Febr. (Wolff.) In der gestrigen Vollversammlung der Bereinigung der tschechischen Studentenschaft kam die Auflösung der Deuifajen Techni? cyen Hocyschute t n Brünn bzw. ihre Zusammenlegung mit der deutschen Technischen Hochschule in Prag zur Sprache. Mehrere Redner, darunter auch der Direktor der Brünner tschechischen Technischen Hochschule, sprachen sich entschieden gegen diese Absicht der Regierung aus, da die Auslosung der deutschen Hochschule eine unnötige Erregung unter der deutschen Bevölkerung zur Folge haben würde und die deutsche Technische Hochschule zur Zeit mehr Hörer zähle als die tschechische. Die Krise in Südsiawien. Belgrad, 23. Febr. (Wolff.) In der Frage der 'Freilassung der internierten kroatischen Abgeordneten beschloß die Regierung, die Internierung solange aufrechtzu erhalten, bis die Polizei auf Grund des neuen Anklagematerials die neuerliche Verhaftung verfügt. Die Erllärung der Regierung, daß sie die erforderliche Mehrheit erhielt und daher zur Durchführung ihres Programms schreiten werde, wird in politischen Kreisen dahin ausgelegt, daß die Regierung demnach keinen Grund zu einer Verständi- gungsaktion mit der Opposition zu haben glaube. In oppositionellen Kreisen wird diesem Standpunkte der Regierung entgegengehalten, daß die Regierungsmajorität sich fast ausschließlich auf die Stimmen serbischer Wähler stütze und daß im Interesse einer Kons olidie- r u n g Südslawiens auch den Forderungen Rechnung getragen werden muh, die von der überwiegenden Mehrheit der Kroaten und Slawe n e n an die Staatsverwaltung gestellt werden. Aus aller Welt. Metallarbeiterstreik In Dielefeld. Die Arbeiter der Dürkopp-Werke, Goericke-Werke und der Firma Baer L Rempel find in den Lohnstreik getreten. Tte Arbeiter der Heineren Betriebe sind von der Streikleitung angewiesen, die Arbeit erst dann niederzulegen, wenn sie von der Gewerkschaft dazu aufgefordert werden. Es befinden sich zur Zeit etwa 12 000 Arbeiter im Ausstand. Ein Eisenbahnunglück in Oberhaufen. Am Montag entgleiste beim Bahnhof Oberhausen-West der Cisenbahndirektion Essen ein Güterzug aus unbekannter Arsache in einer Weiche. Der Heizer des Zuges und ein Schaffner wurden fofort getötet. Mit dem Auto in die Gastwirtschaft. Am Samstag fuhr in Koblenz ein ß a flau t o in die Spiegelscheibe einer Wirtschaft und erfaßte mehrere auf dem Bürgersteig befindliche Personen, die unter die Räder kamen und teilweise schrecklich zugerichtet wurden. Ein Familienvater ist feinen Verletzungen erlegen. Grubenunfall. Auf der Grube „Elisabethsglück" bei Senftenberg wurden zwei Arbeiter durch das Platzen eines Dampfrohres schwer verbrüht. Der eine war sofort tot, der andere starb kurz darauf im Krankenhaus. Die deutsche Kolonie in Kopenhagen. Die deutsche evangelisch-lutherische Gemeinde in Kopenhagen beging in der festlich geschmückten St. Petrikivcbe die Feier ihres 350jährigen Bestehens. Die Kirche war überfüllt. Zugegen waren u. a. das dänische Königspaar der dänische Kirchenminister Dahl, der deutsche Gesandte sowie zahlreiche Vertreter der dänischen Geistlichkeit, ber dänischen Behörden und des dänischen Geisteslebens. Hauptpastor Lampe hielt die Festrede, in der er einen Aeberblick über die Geschichte der Gemeinde gab. Darauf hielt Bischof O st e n f e l d auf dänisch eine kurze Ansprache, in der er es als die Aufgabe der Kirche bezeichnete, für den Ausgleich nationaler und sozialer Gegensätze zu arbeiten. Die Feier schloß mit dem Choral „Ein' feste Burg ist unser Gott", der von den Anwesenden stehend mitgefungen wurde. Der Zeppelinflug nach den Bermudas. Presse und Sachverständige sind mit dem Ergebnis des Zeppelinfluges sehr zufrieden. Der Flug habe bewiesen, daß das Schift bei jedem Wetter fliegen könne. Das Luftschiff landete glücklich 11 Ahr abends in der Halle von L a k e h u r st, nachdem es eine Stunde über dem Flugplatz gekreuzt hatte. Kurz vor der Sichtung des Luftschiffes traf eine Radiobotschaft vom Schiffe ein, die nach dem Wege fragte, da schlechtes Wetter die Erkundung erschwerte. Blutiger Kampf mit chinesischen Jlußpiralen. „Daily Telegraph" berichtet aus Kanton, daß der portugiesische Dampfer „Dog o la" auf der Höhe von Macao von achtzig chinesischen Piraten überfallen wurde. Rach langem erbittertem Kampfe mutzten sich die Piraten zurückziehen. Die Verluste waren hoch. Sie betrugen auf beiden Seiten 79 Wann, von denen 40, die nur leicht verletzt wurden, den Tod durch Ertrinken fanden. Amerikanische Dersicherungsschwindler. Die Hamburger Polizet verhaftete den 31jährigen Amerikaner Mac Millan und den 29jährigen Amerikaner George Hansen wegen Teilnahme an einem Heber fall, den sie im vergangenen Jahre gemeinschaftlich mit einer Reihe anderer Banditen auf das Motorschiff „Veronika" an der Küste von Long Island unternommen hatten. Der Bande waren bei dem Heberfall rund 20000 Kisten Spirituo - sen im Werte von 680 000 Dollar in die Hände gefallen. Der Heberfall war unternommen worden, um die Versicherungssumme von der Süddeutschen Versicherungsgesellschaft zu erlangen. Der Führer der Bande, der aus Plauen i. V. gebürtige Kaufmann Hartmann, konnte bisher nicht festgenommen werden. Eine Stadt nledergebrannt. Aus Kairo wird gemeldet: Die Stadt Rahman i e h in der Rähe von Damanhur wurde fast vollständig durch Feuer zerstört. 30 Personen wurden getötet, 38 schwer verletzt. 500 Häuser find nledergebrannt. Wetter Voraussage. Wolkig bis bedeckt, Winde aus südlicher Richtung, vereinzelt leichte Riederschläge, milder. Der Einfluß der britischen Tief-Ausläufer hat sich in unferm Bezirk noch kaum bemerkbar gemacht, doch bleibt die Aussicht bestehen, daß wir mit dem baldigen Zuströmen wärmerer Luft mit wenigstens vorläufiger Milderung der Temperaturen und Abschwächung des Frostes zu rechnen haben- Aus Stadt und Land. Gießen, den 24. Februar 1925. Zur Verhütung beä Keuchhustens. Die Zeit des ausgehenden Winters und beginnenden Frühlings mehrt erfahrungsgemäß auch die Keuchhusten-Gefahr. Manche Leute sehen zwar auf diese Gefahr etwas von oben herab und meinen: „Ach was, nur ein Keuchhusten! Den muh jedes Kind einmal durchmachen!' — Diese Leute irren schwer. Erstens ist der Keuchhusten, wie ein berühmter Kinderarzt ihn bezeichnet, eine der schlimmsten Kinderkrankheiten, die sowohl das Leben, als die völlige Wiederherstellung der Gesundheit schwer gefährden kann. Am Keuchhusten ft erben im Jahre durchschnittlich weit mehr Kin^ der, als an Scharlach oder an Masern! And die Folgekrankheiten des Keuchhustens in Form von akuten Bronchialkatarrhen und akuten ka- tarrhlichen Lungenentzündungen, der in Form von Rerven- und Gehirnstörungen, oft lebens länglicher Art, sind häufig und gefürchtet. Gründe genug, alles daran zu setzen, auch den „ungefährlichen" Keuchhusten bereits vorher von den Kindern fernzuhalten. Denn entgegen der obigen Meinung der „Leute" kann man getrost sagen: Fast ein jeder von „uns hat es in der Hand, von seinen Kindern 'den Keuchhusten rechtzeitig abzuwehren. Das geschieht vor allem durch zweckmäßige Ernährung. Fleisch und Fleischerzeugnisse in jeg- licher Form, Bohnenkaffee, chinesischer Tee sind für Kinder von 1—6 Jahren (und das ist eigentlich das gefährliche Zeitalter für den Keuchhusten) Gifte. Dagegen find Obst, Gemüse, Kartoffeln. Milch und Butter geradezu Vorbeugungsmittel gegenüber dem Keuchhusten. In hervorragendem Maße gilt dies auch vom echten Bienenhonig der ja auch als Hellmittel gegen Husten und Luftröhrenentzündungen aller Art seit uralten Zetten angewandt wird. Ferner hat man beobachtet, daß Kinder, die an Stuhlverstopfung leiden, auch be= scnders stark vom Keuchhusten befallen werden. Stuhlverstopfung bekämpft man am wirftamsten gleichfalls durch Beachtung obiger Grnährungs- grundsätze, wozu noch die Verabreichung einegut durchgebackenen und niemals frischen B o II» brotes treten muh. Ferner allmähliche Gewöhnung des Kindes an regelmäßigen Stuhlgang zu einer bestimmten Tagesstunde. Endlich durch reichliche Bewegung in frischer Lust. Damit kommen wir auf das Gebiet der Abhärtung. Diese muß eine doppelte fein: Einmal die der gesamten äußeren Körperhaut. Da? Mittel dazu ist ein tägliches Luftbad, des Sommers im Freien, des Winters im Zimmer. Dazu eine tägliche Hautabreibung, entweder trocken oder nach einer Waschung. Letztere muß stets einen kühlen Schluhakt haben! Die zweite Form der Abhärtung ist die der Schleimhäute des Atmungssystems, von der Rase angefangen bis zur Lunge. Das kann nur geschehen durch Gewöhnung an das tägliche Einatmen von kühler Luft. Darum müssen des Nachts auch die Kinder, zwar in einem mäßig toa rmen Zimmer, aber doch bei offenem Fenster schlafen. Endlich soll jedes Kind mindestens täglich zweimal mit Salzwasser den Mund ausspülen und so früh als möglich gurgeln lernen. Eine Messerspitze Kochsalz m ein Glas Wasser getan gibt das bill ligste Mundwasser. Wer seine Kinder so hält und gewöhnt unt sie natürlich auch vor Ansteckung nach Möglich, teil hütet, der wird ihnen entweder den KeuA husten ganz ersparen oder diese schlimmste Krank» hell in ihren Auswirkungen unvergleichlich ab» schwächen! Gießener Wockenmarkivreise am 24. Februar 1925 (Händlerpreise). Es kosteten: Butter Pfd. 200 Pf., Matte 35, Käse 70, Wirsing 20, Weißkraut 15, Rotkraut 20, gelbe Rüben 10, rote Rüben 12, Spinat 40, Anter-Kohlrabi 7—8, Grünkohl 20—25. Rosenkohl 40—50, Feldsalat 100, Tomaten 150. Zwiebeln 15—20, Kartoffeln 5, Aepfel 15—25, Birnen 10, Honig 35, junge Hahnen 120, Suppenhühner 110, Endivien 100, Eier Stück 10. Blumenkohl 40—150, Salat 50, Lauch 5—20, Selleris 20-50 Pf. Bornotizen s — TageSkalender für Dienstag, Stadttheater. 71/2 Ahr: „Mein Better Eduard. — Männer- und Frauen-Bereinigung der Mat- thäusgemeinde 8 Ahr, Gcmeindefaal: Hauptver- fammlung. — MSB. „Liedertafel", 8 Ayr, „Stadt Kassel": Karneval. Familienabend. — Hausbesitzer-Berein. Kommende« Donnerstag abend im Kath. Bereinshaus Hauptversammlung. Räheres im heutigen Anzeigenteil. • ** Das Festhalle-Projekt. Nachdem der Bauausfchuß unter dem Vorsitz deS Bürgermeisters Krenzien in den letzten Tagen die Ausschreibung des Wettbewerbs unter den Gießener Architekten festgelegt hatte, traten gestern abend im Stadwerordneten-Sihungssaale der Finanzausschuß und der Gründungsausschuh unter dem Vorsitz von Bürgermeister Krenzien zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen, in der die großen Linien der organisatorischen Grundlage des beabsichtigten Bauvereins gezogen wurden. Ein Richtlinien-Cntwurf, an Hand dessen die Satzungen ausgearbeitet werden sollen, wurde gründlich durchgesprochen und schließlich einstimmig als brauchbares Instrument für den Aufbau der Ver- einssahungen anerkannt. Der Sahungsentwurs soll nun von einer Anterkommifsion auSgearbeitet werden, die sich wie folgt zufammenfetzt: Beigeordneter Dr. Selb (Vorsitzender). Rechtsanwalt Dr. Katz. Bücherrevisor Hermann Will, Direktor Zeller und Stadtv. Kirchner. Ferner wurde der Vorstand des Finanzausschusses wie folgt gewählt: Direktor Otto Bergen (Vorsitzender), Drogist Otto Wint erhoff, stellv, Vorsitzender. Verwaltungsdirektor Kolb. Schriftführer. Verwattungsamtmann Martin, stellv. Schriftführer. Zum Schluß wurde noch das Wettbewerbs- Ausschrei den an die Architekten zur Erlangung von Entwürfen eingehend erörtert und einstimmig in der vom Bauausschuh gegebenen Fassung gutgeheihen. Das Ausschreiben ist im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes enthalten. ** Die Planierungsarbeiten auf dem Trieb zur Herrichtung der neuen, großen Sportplatzanlage unserer Stadt machen gu e Fortschritte. Eine erhebliche Fläche des Platzes ist bereits geebnet, stellenweile beginnt man schon mit den Aufräumungsarbeiten an der Spielplatzgrenze. Zahlreiche Arbeiter finden bei diesem gemeinnützigen Unternehmen eine langersehnte Arbeitsgelegenheit <3r trug lleberziehei gvaugesprenkelien Qln^uq, schwarzen Säcke mit bei rift „Landwirtschaftliches In gde sotyMM^aiisfraii A 48. 01681 mieten. Dolffer-, Deioroiions-SiiS'l Won nnh Tnnoilor./aefrtiriH UUUUUUI UUUU n,judlL l*’l Volsker ‘»’D gesucht. ünö rovezler-GMosk Statt Karten ! 1947D Nein, ans keinen Fall. Billig V nm QnaLät De»hald kauf ErdaH 1932c Tüchtiger frisch, Wir bitten, beim Einkauf von „Schwan im Blauband“ das farbig illustrierte Familienblatt „Die Blauband - Woche“ gratis zu verlangen. muss sich die nebenstehende Packung ein- prägen, in der allein die Feinkost-Margarine „Schwan im Blauband“ geliefert wird. Sie ist unübertrefflich für Küche und Haushalt und entspricht den höchsten Anforderungen des verwöhnten Geschmackes. Preis 50 Pfennig das Halbpfund in der bekannten Packuna. 4. V> Ludwin Tüll, (st eften, Marktüraye 32. Th. Erb, !>>,«», ^onnenitrane 12. xr«i» oentot. coTTtm: do» JCrtWonH «v Aut« sichtsbehörde ix Betracht. Nieder.ug.v Gibt der Preis bas rechte Matz? a. Main Ur. 10833 erfolgen. Giehen, den 23. Februar 1925. Hinkler, Rechner. (Stellenangebote) Kolonialwaren- Grvhhandlung sacht zum 1. April, cvli. früher, tiidp tigcn, energischcll Lagtrißts. ferner fürÄontor- orbeikcu tüchtigen jllMIlMllllll. SdjrthL Angebote un er 016x5 an den Gieh. Arn, erbeten. teUungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. •* ® e ft o b I e n wurden in der Zeit vom SamStag bis Montag mittels Einst eigens aus der Scheune deS Landwirtschaftlichen Instituts am Diesecker Weg Z0 Pfund Saatbohnen, sowie drei Allgem. Ortskrankenkasse Giehen-Stadt. Die rüdfiänbtgen Beiträge zurKranken- lasse, Invaliden- und Erwerbslosenver. sicherung für den Monat Januar 1925 können noch biS zum 3. Marz dS. IS. ohne Kosten bezahlt werden. Dach Qlblauf dieser Frist erfolgt Beitreibung und Kostenberechnung. Die Einzahlung kann DienStagS von 8 biS 1 Llhr bei unserer Kasse, oder auf unser Postscheckkonto, Amt Frankfurt Verloren. Die einem unserer Gäste am 21. Februar abends im Gasthaus „Ium Rebstock abhanden gekommene Brieftasche mit Inhalt von größerem Geldbetrag u. wertvollen Erinnerungen wird von dem Fin, der an das Polizei-Fundbureau zurückerbeten. Geldinbalt als Belohnung. 1049D Club Lüdeeke. Resi Dotm-HeiiltPorbeel Es empfiehlt sich beim Einkauf von Herren- und Damenstoffen Bauer, Tuchhandlung Mo/tkestraße 22 I. Stock Hochschulnachrichten. Von der Landes Universität (Rieften. ß. 11. Dr. phil. Stoltenberg, der sich für Sozialpsychologie und allgemeine Soziologie zu habilitieren wünscht, wird am Mittwoch, 25. Februar, 6.15 Uhr, in der Kleinen Aula der Universität eine öffentliche Borlesung über da- Thema „Seele und Gesellschaft" hasten. Neuorganisation des ForstinstitutS der Landesunivcrsität Gießen. DaS Forstinstitut der Hessischen ßandeSuniversitüt Giehen wurde durch Verfügung des Hessischen Landesamts für das Bildungswesen vom 20. Januar 1925 mit Wirkung vom 1. April 1925 an m drei felbftän- dige Abteilungen ausgestellt und für jede Abteilung ein eigener Direüor bestellt. 1. Abteilung für Produktionslehre (Direktor Prof. Dr. Danselow), 2. Abteilung für Betriebslehre (Direktor Pros. Dr. Borgmann), 3. Abteilung für Jorstpolitik usw. (Direktor Prof. Dr. We- b e r). Für die gemeinsamen Angelegenheiten wurde ein Geschäftsführer bestinnnt, der in jährlichem Turnus unter den ordentlichen Professoren wechselt. - Erdal Für die Schuhpflege _ _ rr mit Dammetkraaen, grünlichen Hut, schwarze Schnürschuhe und führte eine schwarze Aktentasche mit Griff bei sich. Zweckdienliche Mit- Lagerraum mit oder ohne Bureau. zum L Mär» treiwerdend, »u ver- Taiisehe meine Wohnung, i>ranffurterStTonc, 1. Eiock, unwett ^eHier. 6 Zimmer. 3)kadcheu« u. Man- sardenzlmmcr. neg. gleichwertige. SrUriftL Angebote unter oiiy? an den Gieh. An», erbeten. flitut“. Dor Ankauf wird gewarnt. Zweckdienliche Mitteilungen zur Ermittlung der Täter und zur Wiedererlangung deS gestohlenen GuteS nimmt die Kriminalpolizei entgegen. •• Gefunden wurde in der Ludwigstrahe ein Drahtgitter von einem Kellerfenster. Dasselbe ist bei dem I. Polizet-Revter sichcrgestellt, wo sich der Eigentümer melden kann. •• Mehabzeichenverkauf für d i e Leipziger Frühjahrsmesse. Für die Leipziger Frühjahrsmesse ist das Mestabzeichen zu Vorzugspreisen erhältlich durch den ehrenamtlichen Vertreter deS Westamts für den Han- delSkammerbczirk Giehen. Herrn. Fuhr, i. Fa. I. H. Fuhr, Giehen, Sonnenstr. 25, sowie durch den Dorddeutschen Lloyd, Giehen, Kirchenpl. 13. Diese Stellen erteilen auch alle Auskünfte über die Messe. (Siehe Anzeige in unserer SamstagS» nummer.) •• I n der Gesellschaft der Giehe- n e r Kunstfreunde sprach am Freitag Professor Paul S ch u b r i n g (Technische Hochschule Hannover) über .Dantes Hölle Im Bilde der Jahrhunderte von Voticelli bis Feuerbach". Dach Filialleiter für eine in «tieften zu errichtende Filiale eineß Schreib- und Bur au MalchiNtN-GelchästeS neludit 1HI2»» Nur seriöse und kaolinlkrältige Herreuwollen sich meiden unter L. It. 5f>4 1 an Kudolf Moeee, Leipzig. .oe teuren auogezayu äi oen t>or genommen en Wahlen wurden sämtliche Auslcheibendea durch Zuruf wiedergewähtt. Der Sozialpoltt.sche Aus- schuh wurde durch Zuwahl von Kaufmann Horst und Werkmeister Möller erweitert. Dem Vorschlag des Vorstandes, die lange Jahre bestandene GesangSabtcilung. die längere Zeit geruht hat, wieder in Tätigkeit zu sehen, wurde zuaestimml. Zum Schlust sand noch eine elngehende Aussprache über die künftigen Ausgaben des Vereins statt. ee Erledigte Schulstelle. Das Landesamt für das BildungSwesen gibt bekannt: Erledigt ist eine Lehrerstclle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Rudingshain, Kreis Schotten. Wohnung ist vorhanden. Zu verkaufen 1 Büssing - Laslwageo 4 to, 40 P. S., mit ftetienomrieb, frisch durchreoanert, mit vollständig neuen Bordirreisen. Ferner ein gebrauchter 4 to, mit Keitenan-rieb, 45/60 P. 8., mit neuer ©ummtbereif.ina. Schriftliche Angebote unter 1924D an den Gieftener Anzeiger. Schwan i m Blauband (hrüe F etn-Grotz- kellere! sucht einen bei ielnfter Privat- kiindschasi. Ho els usw. besten- ein» «rfübnen Reisenden ober Ceneralvertreler. eener kurz otc geinigen «runoiogen aurjetgenoen Einführung zeigte der Debner, wie sich das Bild Dante- in der Phantasie der Dachwett gestaltet. Insbesondere fein Werl blieb im Vordergrund der Betrachtung stehen: ab und zu unterbrochen von Finzcrzeigen auf di« totale Bindung der Geschehnisse. Mit den neun Din- gen stiegen wir hinab in die Gräuel der Hölle von den Lauen bis hinab zu dem Sitze des furchtbaren Luciser DaS reiche Bildmaterial, alles wesentliche Stücke von der Renaissance bis zur Romantik, ermöglichte eine fast lückenlose Einfühlung in den Geist der Jahrhunderte, die das Werk des groben Florentiners spiegelten. Familienabend der Lukasge- m ein de. Der Familienabend, den die Lukas- gemeinde am Sonntag in ihrem Gemeindet aal veranstaltete, war, wie immer, gut besucht. Herr HanS Thiemer brachte auf dem Klavier Kompositionen von Richard Wagner und Mendelssohn mit vollendeter Meisterschaft zu Gehör. Frau Gretel Wölke, die von Herrn Herbert Weber auf dem Klavier begleitet wurde, fang Lieder von Wilhelm Friedemann Bach und Brahms und fand wie immer eine dankbare. verständnisvolle Zuhörerschaft Lehr« Fritzel hielt einen Vortrag über .Kirche und Volksleben in Oberhessen". Was der Dortra« genbe darbot. gründete sich auf eigene Erlebnisse und innige Vertrautheit mit der Eigenart unserer Landbevölkerung. Er schilderte das kirchliche Leben eines oberhessischen Kirchspiels, wie eS sich in enger Verbindung mit dem Volksleben feine eigentümlichen Formen geschaffen hat. Der Vogelsberger Canbmann hängt fest und zäh an der Art fein« Vorfahren und ist nur schwer zu bewegen, Aeuerungen, auch wenn diese durchaus berechtigt sind, zuzustimmen. Eigentümliche Sitten und Bräuche bei der Fei« des heiligen Abendmahls, bei Begräbnissen, überhaupt bei der religiösen und kirchlichen Betätigung führte der Vortragende in anschaulich« Form vor. Er beschrieb daS Kirchlein d« Vogelsberg« Gemeinde, von der er ausging, beschrieb die Kirchenorgel, das Wappen, das in dem Gottes- Hause hing, und gab ein Bild von dem Kirchen- gefang; besonders wies er darauf hin, dah bas kirchliche Leben in diesen Landgemeinden recht rege ist und dah Zucht und Sitte dort noch nicht geschwunden sind. Auch wenn man sich gelegentlich bei der Kirchweihe v«gnügt, Ausschreitungen kommen niemals vor. Herr Frihel gestaltete seine Ausführungen in sehr humorvoller Weise, stets aber merkte man, bah er von inniger Liebe zu unserem oberhessischen Landvolke erfüllt ist und dieses biS in die verborgensten Regungen seines Seelenlebens kennt. Bei ein« Auhenseite und bei Gewohnheiten, die dem Stadt- bewohn« recht verwunderlich sind, ist der Vogelsberg« Dau« ein frommer, fleißiger und zuverlässiger Mensch. Die Versammlung nahm diese interessanten und zu Herzen gehenden volkskundlichen Schilderungen mit grobem Interesse entgegen. f. Der Evang. Arbeiterverein hielt am Samstagabend seine Hauptversammlung ab. Aus dem vom Vorsitzenden, Stadtv. Kirchner, erstatteten Iahresberich: ist zu entnehmen, daß der Verein, der 264 Mitglied« zählt, auch im abgelausenen Jahre segensrc ich gewirkt hat. Die Kassenverhältnisse sind günstig. Die Sterbeunter- stühungskasse des Vereins, der auch Frauen von Mitgliedern beitreten können, zählt 335 Mitglieder, sie hat in vielen Fällen den Hinterbliebenen der »«ftorbenen Mitglieder wertvolle Anbei Arbeit. Bu melden 196öD Alicestraft« 12 p. Vermietungen Söiön mööl. Zimmer per 1. März z. orrm Nordaiilage 7 p., oitw Lswaldsgarten Lcböu möbliertes Z i m m e r Ml el'ktr. Vtdn au vermieten 016/7 91 ooftrnfte 31 p. ^Hansa-Handels-Schule^ J.Kunzeimann Gießen, Bleich Straße 5 “’s Alleinig'■ Handelsschule a n Platze, deren Inh iberSchuikifer, Lehrer und Fachmann ist. Prospekt u. A sk frei. Neue Kurie am 2L April uni 4. KaL . Anmeldung täglich. j «uesamung von -uriniert - Versorgung-gebühr ntssen beim hiesigen Postamt 1 für den Monat März «folgt bereits am 26. Februar in der Zett von 8—12 und 3—6 Uhr. ** Die Vergünstigungen für die Hot ge biete. Vach ein« Mitteilung der Hess. Landwirtschaftskammer ist es wahrscheinlich, das) nicht nur die Vermögenssteuervorauszahlung und die Sinko mmen st euer vorauSzahluna die Im Februar fällig werden, ebenso wie da- 4. Ziel für das Kalenderjahr 1924 her genannten Steuern im Votgebiet gestundet werden, sondern dah auch die Umsatzsteuervorauszahlungen biS zur Ernte 1925 weit« gestundet werden. Die LandwtrtschaftS- famrn« empfiehlt eine abwartende Haltung bezüglich d« Zahlung ber genannten Reichssteuern im Ostgebiet Verhandlungen wegen der end- qüliigen Abgrenzung deS Aotgeb,eteS würden voraussichtlich in d« nächsten Woche stattsinden. «Die ganze Provinz Obcrhe'sen ist bekanntlich alS 7!otg2»iet anerkannt. D. Red.) •• Personalien. Ernannt wurden die Lehr« Heinrich G ö rz und Theodor Zeit l er an der Volksschule zu Giehen zu hauptamtlichen Forlbildungsschullehrem an der Fortbildungsschule duselbst. bet Fvrstwartaspirant Karl Hedderich zu Grebenau zum Förster d« För- ' crei Reimenrod. Forst amt Grebenau, der prak- i lche Tierarzt Dr. Gustav Schneider in Friedberg zum AmtSveterinärarzt: d« KreiSvet«inär- nrzt Deterinärrat Karl Blume zu Grünberg >um Kreisoeterinärarzt des Kreisveterinäramts Beosheim uni« Belassung sein« bisherigen Amtsbezeichnung .Deterinärrat" mit Wirkung hom Tage seine- Dienstantritts. •* Vermißt wird seit dem 20. Februar d« Kaufmann Karl Görtz au- Weilburg. D« Mann ist 41 Jahre alt. 1,68 Met« grob, von hager« Gestalt, trägt gestutzten Schnurrbart, hat auffallend schlechte Zähne und schnelles Sprechen. Brieskasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der, Redaktion.) H. T. Bei der Beantwortung Ihrer Frage ist von grober Bedeutung, wer die Schuld an der Zerstörung deS Gegenstandes trägt. Es müsste zunächst sestgesteltt werden, ob bei beti Ausstellung alle Vorsicht-- und Sicherungsmah- nahmen beobachtet wurden, ferner mühte klar- gestellt werden, ob der Mieter etwa fahrlässig oder mutwillig mit der Sache umgegangen ist. Wir raten Ihnen, die Angelegenheit doch mal bei der Instandsehungsstelle beim Mreteinigungs- amt vorzubringen. W. 21. Wenn es sich im vorliegenden Falle um eine Zw angsinnung handelt, so gehört jeder selbständige Gewerbetreibende ohne weiteres zu dies« Innung. Der Vorstand einer solchen Innung ist auch berechtigt, im Falle unentschuldigten Fernbleiben« der Mitglied« von den Innungsversammlungen ©trafen zu verhängen. Die Aufhebung d« Strafe wäre unter Hinweis auf eine besondere Ursach; des Fehlens beim Innungsobermeister zu versuchen, allenfalls dann noch bei der Aussichtsbehörde. Für eine Innung, die nur für die Stadt Gieyen besteht, ist der Oberbürgermeister Aufsichtsbehörde, für eine Innung, die für die Stadt und den • K a o I Oe/ - Politur putzt Metalle jungerlHann aueb übaebauier Beamter, alS Geschäft»- füb er für lllanufafiuironrenfieicbäh ge sucht. Herren, welche über 5—100>X> Mark Hohe Bezüge 2dir. oeriünen entl. Beteiligung. 2christliche Angeb. unter 1972D Angebote unt. Mitt cm benGietz.Anzeiger.«an den Gteb. Auz. Rundfunk-Programm deS frankfurter Lender-, (Aus b« .Radio-Umschau".) Mittwoch, 25. Februar: 11.55 Uhr: Zeitangabe. 12 tthr. 21achrichten- dienst 4 Upr: WiNschaflLmeldungen 4.20 ilbv Rachrichtenbienft 4.30 bis 5 30 U&r Kinder- stunde, 1 ßteb«: a) Abendfrieden H L An- derfen, b) Freund Husch H Hermann, c) Tanr- lieb iSchwäbtsche Volksweise) d) Schlaf Kind lein hold unb füh (Volkslied), e) Frau Schwalb« ist 'ne Schwätzerin O. Kern; 2. Der Halskrag< lMä'-chen) H 5. Andersen. 3 Liede a) Schisslein. b) D« Storch (Litauisches Kind«lied), c) Hänschen sitzt am Fenster (Volkslied), (!> Puppenwiegenlieb E Reinecke, e) Mauskätzchcit (Volkslied)- 4- Vorn Schwaben, der da» Lever- lein gegessen (Märchen! L Bechstein. Aussüh- rende: Marga Wartenberg tSopran), Marn Gläf«- ilrban «Rezitation) 5 30 bis 7 Uhr Rachrnittags-Konzert des Hausorchesters unter Mitwirkung des Kornettguarietts des Frankfurter OpernhauSorchesterS — Programm u a Quartett Ar 2 von Ramsöe: llnt«hattui>gsstückc 7 biS 7.30 Uhr: Stenographischer Fortbildung-- kuriuS für alle Systeme tDiktat von 80 Silben auswärts). 7.30 bis 8 Uhr. Funkhochschule, Paul Deller. „Musikgeschichtliche Wandlungen. (t?lr lleberblick über die Geschichte ber Musik von bei’ Anfängen biS zur Gegenwart)". 11 Vortrag .Die Nachfolge Dachs und Händel--. 8 bis 8 30 älhr: Vom Detektorapparat bis zum Re- flerempfänger Vortrag von Dr Hardtke 8 30 ilfor: Trio-Abend 1. Trio Ar 7 in C-Moll für Flöte, Violine und Klavier (Cargo- Allegro-Anbante-Allegro) G F. Händel: 2 Au§ der Sonate Ar. 3 in F-Moll für Violine unt Klavier I. S Dach: 3 Sonate Ar. 3 für Flöt« und Klavier I. Matthefon: 4. Trio Op. 3 Ar. 1 für Flöte, Violine unb Klavi« (Andante-Menu- etto-Allegro) P. Locatelli. 2usfübre,tde^ Roll Schüttauf (Flötel. Ludwig Keip« (Violine) Johanna Flügge (Klavier). 9.30 Uhr: Aachrichten- dienst. Wett«meldung, D«kehrS nachrichten. Sport. 10 biS 11 Uhr De- Durschen Heimkehr oder Der tolle Hund Darrnstädt« Lokal Posse von EliaS Aieb«gall- Ausführende: Mitglieder der Fvanksurt« Dühnen. i^cschäftlickcH. - Auch eine „Russifizierung". Mil geheim« Freude steltt die Hausfrau fest, dast es anscheinend wieder .echt russischen Karawanen- Tee" gebe, prangen doch auf den Umhüllungen russisch Ausschlisten. russische Stempel unb Hoheitszeichen. die ganz echt auSsehrn. In Wirklichkeit haben dieses Tees genau so wenig ^Russisches" an sich, wie andere auch, sie werden ir Deutschland verpackt und legen einfach das russische Gewand an. Rußland trinkt zwar viel Tee. kommt aber alS Produzent nicht in Frage. Auch früher stammte d« gute .russische Tee" auS den bekannten Teeländ«n. (Ehina, Geh» fon. Java, Indien). Es liegt hier die Aach- toitfung einer Suggestion vor, von d« wir umsomehr Grund haben, unS zu befreien, als deutsche Tee-Importhäus« Tee- in den Handel bi Ingen wie beispielsweise die bekannten Teemischungen der „Marke Teekanne", die nicht «st ruilistzi«t zu werden brauchen, um ihre Güte zu erweisen. -undimHaxis <* siehPstetebei dir wie Sonntag aus! « ^AIAJÄnloeWitiz-uixi Scheu«nrutta) k ?W "'<1?'-. -. - .< \ - , |IIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIII1 f Perser Verbindungsstücke, == in Qualitäten Mossul, Belutschistan, wundervolle Muster === xu Mk. 190.—, 220.—, 250.— W ----- Regulärer Preis bedeutend höher. Die Teppiche sind verzollt u. versteuert. == ----- Nur soweit Vorrat. | MObelhaus <1. Ittmann. Inh. A. Brnmlik f ----- BahnhofstraDe 29 GIESSEN Bahnhofstraße 29 = W Schlafzimmer, Herren- und Speisezimmer, Metallbetten, = ----- Matratzen, Chaiselongues mit Rips bezogen zu Mk. 38. -, 45. - = Vorsitzender. 01691 Eiche Kl. 1969D scheiter und Knüppel. 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Es entfernt sie ohne Entzündung, also schmerzlos. Es hat sich durch seine Güte die Welt erobert. Und dann nehmen Sie regelmäßig Kukirol-Fußbader. Sie halten den Fuß warm und trocken, verhüten aber andererseits das Brennen, den lästigen und ungesunden Fußschweiß und damit das Wundlaufen. Sie kräftigen Nerven, Sehnen und Gelenke und gehen den Füßen eine Elastizität und einen Schwung, daß der Herr Oberst nach dem Parademarsch, den Sie ihm hinlegen, Zigarren verteilen läßt Sie sind nur eine kleine Truppe, denn es ist uns zwar gestattet, Arbeitslosenunterstützung zu zahlen, aber wir dürfen diese Arbeitslosen nicht etwa zum Militärdienste heranziehen und stramme, frische Kerle aus ihnen machen Umso strammer müssen Sie sein, jeder von Ihnen muß so viel wert sein, wie zehn gewöhnliche Männer, und dazu genört. daß Sie kuklroien! Noch einiges wäre zu sagen über den Kukirol-Streupuder. Der Ist ganz besonders wichtig, deshalb nehmen wir ihn zuletzt, damit Sie es besser merken. Manche von Ihnen werden ausgesprochene Schweißfüße haben, also so, daß Strümpfe, die Sie morgens frisch anziehen, abends schon wieder riechen und kleben Es kann auch Vorkommen, daß Sie einmal kein Kuklrol-Fußbad nehmen können Oder es steht der Truppe eine Marschübung bevor Wenn Sie sich daran gewöhnt haben, täglich die Füße mit Kukirol-Streupuder zu behandeln, so wird die über mäßige Schweißbildung aufhören. Sie werden immer saubere und trockene Füße haben. Sie weiden dadurch auch am sichersten dem Wundlauten vorbeugen Niemals sollten Sie zur Fußpflege unbekannte Präparate kaufen Zahlreiche Ihrer Kameraden und Offiziere kuklroien bereits. Millionen andere benutzen nm die Kukiroi-Präparate. Tun Sie es auch! Die Kukirol-Fabrlk Ist nicht ohne Grund die größte derartige Spezlalfabrlk der Welt Dte ganze Kukirol-Kur (also alle 3 Präparate zusammen) ist in einer Sonder packung für nur 2 Mark in jeder Apotheke und Drogerie zu haben. Die 3 Präparat« werden aber selbstverständlich auch einzeln abgegeben. Verlangen Sie noch heute unser neues, wichtiges Büchlein, betitelt .Kuklroien Sie* Dieses gibt Ihnen wichtige Aufklärungen über die Notwendigkeit der Fußpflege und enthält u. a. auch einige Photographien unserer Fabrik. ■esBwMiB» jetzt Bad Eimen (b l Magdeburg», später Bad Kuklrol ? (Deutschland). Uingcrcr BuW la. liebst, vom Lande» für leichte Arbeiten sofort gesucht. 19mD Emil Schmalst Gießen, Frankfurter Str. 7. Ordentliche Putzfrau fürdieAbeudstunden gesucht. Näheres in der Geschästsst deS Gieß. Anz. [01683 hhmmwm Sauberes, ehrst litya daö schon gedient bat, per sofort oder 1. März [1960D gesucht. Waschfrau und Büglerin wird gehalten. Nau CeoDOlö Blum Wetzlarer Weg 15. iniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiD Haushälterin. Für meinen kleinen srauenl. Geschäfts- haush. suche ich ein tiicht. Frst, auö gut Jaiu., im Alter v. 24 b.28J., das einengut bürgerl. Haushalt selbst, führen kann. Schr. Ang. m. Bild u. 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Was ich Ihnen mitzuteilen habe, ist als militärisches Geheimnis zu behandeln, sonst könnte es wieder diplomatische Schwierigkeiten geben Denn bekanntlich hängt die Schlagkraft einer Truppe von ihrer Marschfähigkeit ab Da nun die Ententekommlssion-schon in jeder alten Gummiunterlage und in jedem Landtvirtstochtcr Luftkissen eine Gasmaske wittert, besteht die Gefahr, daß sie In der Verwendung sucht Sielle tu bess. *der vorzüglichen Kuklrol-Präparate bei der Reichswehr eine unzulässige deutsche ------ . [Rüstungsmaßnahme erblickt und die Zerstörung der Kuklrol-Fabnk verlangt r Die glückliche Geburt eines Sonntags- ♦ mädels zeigen hocherfreut an Zschorlich Oberleutnant im 15. Inf.-Regt. und Frau Mechthild geb. Ficher 1000 Mark gegen Hypothek-Sicherheit und hohe Zinsen schort gesucht. Schr. Ang u. 01663 an den Gieß. Anz. Privat- WM wird gegeben. Wo? sagt die GeschästSst. des Gieß. Anz. 0,664 Nach Gottes Willen entschlief Sonntagabend, 8 Uhr, nach kurzer schwerer Krankheit unser heißgeliebtes, gutes Kind, Schwesterchen, Enkelchen, Nichtchen und Kusinchen J Ischen im zarten Alter von 3 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Lehrer Praß nebst allen Angehörigen. Großen-Linden, Schotten, Steeg-Bacharach, Bad Kreuznach, den 23. Februar 1925. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 25. Februar, nachmittags 3Va Uhr, vom Sterbehause aus statt. 01675 Bücklinge das Pfd. Mk. O.4O, die Kiste mit netto 5 Pfd. Mk. 1,75 ff. Hering Talat m. Majonäse ' «Pfund Mk. 0.59 frische marin. Heringe (Holländer) Stück Mk.0.20 । Tüchtige B Wruidier | sow.ein geprüft.® iulogenscliWBiöer (flotte Arbeiter) für landw. Maschinen und Geräte für dauerndgesucht G. Schieferstein Maschinenfabr. Lieh. 1965D j Verkäufe | Mtrxfl'' ■ Gebrauche Ala tz fe WU fr Wet Vor und nach dem Thealn warwe und leite Speisen wa Fürfienberg'Dräv MM '"iliÄ ^ntierbinö. ö-nnnfiumi i iln,flVu6lö|flffT WerMfoog^m Bttuttiibtt r. y. Ptute ebtnbb; jl Trugstunde j" der Cbeneol. - bBL «Ine =4ä" °s abg .e n toben- SS*5& «et Ä^‘ Heute abend Abschied miete® lieben Liam foltlttl MS taste. Treiivunki 8.15 “• Cafe Krämer. Stadttheatei MNWv'dr^.^bv MW<-M von tfli-91 »Übt •• w Wik miif. Lvereue in 3 filier von Fran» Vöbar. ^5sSs ,!3!feS IC« . dt, deaticbi MW .öSr^-stf dem*“rtlale=Juljrt^ Ä»S5!S< ,‘i.Pibn»" .cggder (tr. 46 Zweiter Blatt Eindrücke aus Gotha. (QSon unserem x-Korrespondenten.) (Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Gotha, Februar 1925. Jede flandrische Stabt hat ihren Belsrieb. einen da« gesamte Stabtbllb überragenben Turm, von bem man AuSlchau unb Umschau halten kann biS weit in ble ßanbc. Wie ein solcher Delsrieb überragt die Stabt Gotha bas gewaltige Massiv des herzoglichen Schlosse-, baS von seiner Höhe trutzig herabschaut aus bie Straßen unb Gäßchen, die uralten Häuser ber Stabt. Der Gothaer Bürger ist stolz auf sein Schloß unb denkt weh- itiittg an die Zeiten zurück, da in dem gewaltigen Gebäude noch ber herzogliche Hof seinen Glanz entfaltete. Es waren doch schöne Zeiten damals in ber kleinen Residenzstadt! Heute, im Zeitalter des Materialismus unb ber Realitäten, tft bas alle- nunmehr eine romantische Erinnerung, unb vir haben bei Gott feine Zeit zu Träumereien. Run gut, befassen wir unS einmal damit, wie die Dinge in Wirklichkeit auSsehen! Gotha denkt heute noch mit Schrecken an die Zeit de« kommunistischen Terrors zu» rück. Seine durchaus nicht konservative Bevölke- rung hat bei dieser Gelegenheit zur Genüge 'ennengekernt. wie die Prophezeiungen sich aus- wirken. mit denen fremdrassige Agitationsredner die Massen zu beschwören wußten. Die von Moskau haben durch ihr glücklicherweise stark 'abgekürztes Gastspiel auch die Liberalsten unter den Liberalen aut Vernunft gebracht. Die logische Entwicklung dieser Sturmepisode ist die heutige 'stark bürgerliche Zusammensetzung des Thüringer Landtages, tn welchem die Kommunisten mmmebr eine komische Rolle spielen, während sich ihre natürlichen Brüder, die Sozialdemokraten, verpslichtel fühlen, von 3eit au Zeit durch radikale« Getue ihre An- wesenhett au bekunden. Sie werden eS dadurch nicht erreichen, daß vom thüringischen Volk vergessen wird, welche Schuld sie durch ihre gemeinsame Mißwirtschaft mit den Kommunisten en Gefühlsausdruck, ein Durchleben von Ge- ffühlSspannungen, als Einzelgefühl, al» Gefühls- lompleff (Stimmung), in der Steigerung als j Affekt, Ekstase. Die Gefühlswallungen sind gra- ghisch im Roten bi Ide als Kurven festgelegt. ; Würde man dieses Rotenbild bzw. die Gefühte- . furoe mathematisch in« Klangliche umsetzen (in Jen Musikapparaten Haden wir e« al« Tatsache), so würde der Eindruck hinter dem Wollen des Komponisten zurückbleiben. Das Rotenbild gibt tut bestimmte Anhaltspunkte, gewissermaßen als Lrientterungsskizze über das Gefühlserlebnis, das ler Komponist im Augenblick der Konzeption des Werke« gehabt hat. Der darstellende Künstler muh darum bem UrertebnlÄ nahekommen. Die einen nähern sich fern Kunstwerk, indem sie eS zu verstehen suchens ■eher das Werk bleibt ihnen doch noch zu sehr la« Objekt, an da- sie sich heranfühlen, dem Tie sich zufühlen. Andere gehen so in dem Werk ch bauamt, die Nachprüfung der Dringlichkeils listen und den Ausbau des Systems der Ge. Währung von Prämien bei der Freimachung von Wohnungen beziehen. — Alm die Fertigstellung der Stadion-Hochbauten bis zur Einweihung im Mai d. Is. sicherzustellen, hat dec Magistrat auf Antrag d's Stadtam es für Leibes- Übungen die für das Ctatsjahr 19.5 vorgesehene« Mittel in Hohe von 423 000 Mk. schon jetzl freigegeben. spd. Frankfurt a. M., 23. Febr. Wie die Polizei heute nachmittag mitteilt, muhten cun Samstag mehrere Säle wegen Aleber - füllung geräumt werden, da die Zahl dec Karnevalisten ungleich größer war, als Polizeilich für den betreffenden Raum gestattet \ toar. Die Polizei beamten erhielten strengste An- ; Weisung, bei etwaigen Aleberfüllungen der Festräume die sofortige Räumung derselben durchzuführen und die Saalbesiher zur Verantwortung zu ziehen. Ferner müssen die aufgehängten Dekorationen schwer entflammbar gemacht werden. Obwohl Frankfurt über eine überaus große Zahl von S.älen verfügt, sind doch für die Fastnachtstage sämtliche zu Bällen geeignete Räume schon seit Wochen und Monaten.vergeben. Der letzte Samstag brachte nun einen Rekord. Es fanden in der Stadt nicht weniger als siebzig Maskenbälle statt, die ausnahmslos überaus stark besucht waren, einige so sehr, daß der Tanz erst gegen Morgen einsehen konnte, da die AleBerfüIIung zu groß war. Dazu kam, daß jede Kneipe und ledes Kaffee einen „eigenen1 Kappenabend veranstaltete. Das beste Geschäft bei diesen Veranstaltungen machen die Wirte dann aber die Steuerstellen. Guck, Marie, ich bin meiner Lebtag kein Kopfhänger gewesen. Ich will dir was heimlich sagen. Ich war auch einmal drunten aus Rand und Band. Alnd hab' mich selbst kuriert. Alnb hab s erfahren: Nur eine Freude hat wahrhaft Bestand. Die kommt aus dem Bewußtsein heraus, daß man seine Pflicht tut in der Welt. Deswegen brauchst du nicht abzuwanöern." Er hatte mit wachsender Wärme gesprochen. Sie hing an seinen Lippen, wie sie als Schulkind getan. »Du willst dem Glück entgegenmarschieren", kam er zu Ende. „Guck, Marie, über das Glück hab ich auch schon ost simuliert. Den einen be- fucht's. und er hält's nicht fest. Der andere läuft, Gott weiß tote weit danach und hat's daheim. Hast du dir nicht schon einmal überlegt, worin das Glück denn eigentlich liegt? Ich hab mir's vielmal überlegt und komm immer zum selben Schluß: Von Grund aus glücklich ist nur der, der einen anderen glücklich macht. Guck. Marie, ich kenn dich wie keiner sonst. Du hast's in dir, daß du ein' glücklich machen kannst. Aber deswegen brauchst du nicht abzuwandern. Ich mein, darüber müssen wir noch einmal sprechen — du und ich!" „Ja, Herr Lehrer," sagte sie leise, das Gesicht von einem frohen Staunen verklärt. Alnd ihr Blick ruhte voll auf ihm. Nun wußte er’S: Sie ging nicht fort. III. Der Dblbelsheinrich gedachte eine frischmelkende Kuh zu verkaufen. Obwohl sein Nachbar, der Daniel Moll, ein annehmbares Gebot darauf tat, getraute er sich nicht, den Handel abzu- schlißen, sondern sprach den Löb Hehmann aus Dirlammen um seine Vermittlung an. Dem schuldete er gegen sechshundert Mark, die sich im Laufe der Jahre angesummt hatten. Der Viehhändler kaufte die Kuh, gab sie an den Daniel Moll weiter und steckte den Nutzen ein. Es waren ihrer mehr, die bei dem Löb in der Kreide stan- .Das wär' ein schlechter Handel, wo du nik profitierst." „Ich will dir was sagen, Karl. Mancher Handel is wie ein Igel. Greift man ihn an, sticht man sich." „Dabberlababb! Du siehst dich vor." „Was heißt heutzutag vorsehen? Eh' man die Augen ausgepuht hat, legt sich einer um. ünb ich find mein Geld auch net im Dreck." „Das ist wahr." „'s is überhaupt nif mehr los. Wenn ich so denk, was hab ich früher allein für Maschinen verkauft. Alleweil besorgen sie die Genossenschaften. Wo die Spatzen kein' Weizen fressen, da sein ich immer noch Hoflieferant." Der Kaufmann kam hinter dem Ladentisch hervor. „Tröst dich mit mir, Wb. Von den dicken Bauern kann ich auch nicht leben, die kleinen müssen den Dporesrassel*) bringen." •) Da- Geld. ?ttn N qu?.1 ÄS' spiele Ü % teij 0 WL oben; Ä'ö Är," er W W SW** t 2lobb rurnvererr heim und L i«» sW w. kt 3a«l» Turnen, Sport und Spiel. S- C. 15)00 unterliegt gegen den Gnuhanddallmeifter ft. C. 05 Wetzlar mit 1:6. Mit diesem Ergebnis haben die Handballek aus der Nachbarst adt nun auch dein Gießener Publikum ihre hohe Klasse bewiesen. Gleich nach Beginn des Spieles läßt sich erkennen, daß die Eästemannschaft gut im Schwünge ist, und die Ausbeute einer Reihe gut Dorgetragener Angriffe sind während der ersten Spielhälfte sechs, meist äußerst plaziert geworfene Tore für die Wetzlarer Farben. Aber auch der Torwart beö Meisters muß wahrend dieser Zeit einmal hinter sich greifen, denn die Gießener Stürmerreihe entwickelt zeitweilig einen ganz guten Offensivgeist. Die zweite Hälfte bietet ein wesentlich anderes Bild. Die Klubleute kommen immer mehr auf und sind ihrem Gegner nahezu ebenbürtig. Auf beiden Seiten können die Tore reingehalten werden. Nun zur Mannschafts- kritil: Der Sieger bot eine geschlossene Leistung Die gesamte Hintermannschaft war stabil, und die Läuferreihe vergaß neben dem Zerstörungsspiel auch die Aufbauarbeit nicht. Der gefährlichste Teil der Mannschaft war zweifellos dei Sturm. Besonders im Innensturm standen drei Könner großen Formats: Paulus, Voß, Waldschmi dt. Wenn die Gießener Mannschaft in der ersten Hälfte nicht viel bestellen konnte, so war das eben eine notwendige Folge davon, daß sie sich während der kurzen Zeit ihres Bestehens noch nicht genügend einspielen konnte. Vor allem klaffte zwischen Läuferreihe und Sturm anfangs eine große Lücke. Manche l>n MW Der Con meine Herrscht Schlager vom haben sich übe: Urquell des G' an das Herz der vas die Aotu ^intnWen 8U ja Zeihe von San tat Schätzen iht daS herrlichste „Der erste Dorn der alt« iichen Trank zi Mtorella aus Jahrhunderts, Arnard de 2 eie den ganz« hören. Es ist, Klangfrüchte c Der fra „C’est ch Tais-toi, < As-tu d’a Qui a dit Der So feinen SMIegei ©cbluied, aui eint uralte 2al gefchtoäMrirn wurde in den 1 ausgefunden, u der Epoche bi Der cn< nMolher, the Be silent, dar I have no mc iVhohascallet Der 601 ger ist ein 3 . denen, die sid bewahrt Habei und wurde sei Staatspreis ge «Maler, ad Non sum i Habes mor Quls dixit ..Der Cor ich 2hne chenland, f Lesbos eine t Wbo zu er ^lasger, die Dickicht ihrer Der gri ..Anthrakt Meter! E C r6mat’ Tis ekales ft1», btr 1 W Hk *» 6«l nur 6, *4 X Der Händler kniff das linke Auge zu. , „Sv längs dauert! Gest' war ich in Storn- porf. Alnd kam ein Bekannter bei mich, der hatt ein' Pack Nägel auf'm Arm. „No," sagt ich, „was schaffst du?" „An meiner Knallhütt'," spricht er, „gibt's alsfort was zu reparieren." Die Nägel, verzählt et, hätt er früher beim Kaufmann Hansul am Bach geholt. Der nahm ihm fürs Pfund zwanzig Pfennig ab. Etz holt er sie im Konsum und kriegt sie für neun. Alnd wie mit den Nägeln ging's mit vielen Artikeln. Der Konsum tat glänzende Geschäfte machen, tät Dividende bezahlen bis dort enaus. Ich kenn den Kaufmann Hansul. 's is ein braver Mann und is ein solider Mann. Nu hat er die War' sitzen und wird sie net los. Oder er muß sie verfchlaudern. Guck, Karl, ich gunn dir gewiß alles Gute, aber der Konsum bleibt hier auch net aus. Die früher vor Dalles Weißbrot aßen, die rufen eh Teller, und die Wurst liegt drauf. Die Welt geht emal den Weg. Alnd sich bngegen auflehnen, heißt den spitzen Mäusen gepfiffen." Also sprach der Löb, setzte seine Pfeife in Brand und entfernte sich. Der Krämerskarl war keiner von denen, die sich so leicht ins Bockshorn jagen ließen. Alnd doch gaben ihm die Worte des Händlers zu denken. Allenthalben schossen die Konsumvereine wie die Pllze aus dem Boden. Kam es im Dorf dazu, erwuchs ihm eine schwere Konkurrenz. Seine Mittel waren Gering, er verborgte viel und muhte Kredit in Anspruch nehmen. Anders der Konsumvevttn. Der toürbe von vornherein über ein erkleckliches Kapital verfügen, würde bar bezahlen und bei den Lieferanten die Preise drücken. Ein geschlossener Abnehmerkreis erhielt das Geschäft in flottem Betrieb. Derweil würde er hinter fein-m Ladentisch sitzen und wie ein Bettler auf die Pfennige warten. Ehedem batte die Duckelhanne an der Wolfs- faut den Alleinhandel in Spezereiwaren gehabt. Wer den Weg in die Stadt scheute, ging zu ihr und bezahlte, was sie forderte. Alnd das war nicht wenig Als er. der Krämerskarl, seinen Lad-n aufmadite, wünschte ihn die Hanne ins Pfesterland. Mit Fug. Er konnte mehr als Birnen schälen und schlug die Konkurrentin auS dem F->ld. Nun würde der Konsumverein ihm den GarauS machen. Die Leute liefen halt dahin, wo Wohnung tft eoenraiis tnftano gefegt öotöen. Das Schulhaus macht in seinem neuen Kleide einen vorteilhaften Eindruck. t Grün berg, 23. Febr. Die Hessische Wanderbühne hatte beabsichtigt, an drei Tagen hier Theatervorstellungen zu g>- ben. Wegen außerordentlich geringen B e s u ch s. was wohl auf die Fastnacht zurückzuführen ist, muhte das Spielvorhaben auf« gegeben werden. t Lauter. 23. Febr. Gestern abend veranstaltete die hiesige Ortsgruppe des Land- jugendbundes im Saale des Gastwirts Rock einen gesellschaftlichen Abend. Die Gruppe zählt zur Zeit ungefähr 50 Mitglieder. Bei trefflichen Darbietungen der verschiedensten Art. die sämtlich sehr beifällig aufgenommen wurden, verlief der Abend zur allgemeinsten Zufriedenheit. ' Ettingshausen. 23. Febr. Auf Einladung des hiesigen Sportvereins hatte sich gestern abend die Bewohnerschaft unseres Ortes im Sommerschen Saale zusammengefunden. Der Verein unterhielt seine Gäste durch 3 Theaterstücke, die von Herrn Drasch eingeübt und flott gespielt wurden, aufs beste. Die Gesangseinlagen waren von Herrn Schmaus, Münster, ein- studiert worden. Der schön verlaufene Abend schloß mit einer Tanzunterhaltung. — Seit Donnerstag findet hier, geleitet von Fräulein Mutschler, ein Haushaltungskursus statt, an dem sich auch einige Mädchen aus der Almgegenb beteiligen. i Oer-Desfi ngen, 23. Febr. In dem Bewußtsein, daß nur vermehrte Berufsbildung die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Bauernstandes heben kann, wurde vergangene Woche durch Obstbauinspektor Wiesner vom Land- toirtschaftskammer-Ausschuß für Oberhessen hier ein Obstbaukursus abgehalien, der sich durch starken Besuch und fruchtbringende Belehrungen auszeichnete. — Der wiederholte Alnterhal- tungsabend des Radfahrervere i n s am gestrigen Sonntag war durch die Aufführung von Halms „Sohn der Wildnis" und Sachs' „Kälberbrüten" ein voller Erfolg in der Arbeit für gute Volksbildung. Der Direktor der Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung. Herr Hassinger aus Darmstadt, war zur Fühlungnahme mit der oberhessischen Landbevölkerung hierhergekommen und dankte den vortrefflichen Darstellern und Veranstaltern für ihre wertvolle volkserzttherische Arbeit mit warmen, auftnuntern- den Worten. Er begründete in einer Ansprache die Notwendigkeit der Dolksbildungsarbeit. Die Volksbildung soll jedoch nicht totes Wissen vermitteln, sondern gemeinsame Alnterhaltung und Arbeit fördern, die das Gemüt bereichert, Gegensätze überbrückt und Liebe zur Familie, zu Heimat und Vaterland weckt. Die zahlreichen Anregungen, die die Zentralstelle in diesem Sinn gibt, machen sie zu einem notwendigen Sammelpunkt der Volksbildungsarbeit. die in der schweren Gegenwart so nottut. * Watzenborn-Steinberg, 23. Febr. Aleber das Thema „Feldbereinigung" wird Landwiitschaftsrat Dr. Koenig vom Land- wirtschaftSamt in Lich am nächsten Sonntagnach- mittag, auf Veranlassung der Landwittschafts- kammer, hier im Gasthaus „Zur Krone^ einen Vortrag halten. / Garbenteich, 22. Febr. Eine Weihestunde besonderer Art war eS, die uns der heutige Sonntagnachmittag brachte. Musikdirektor Müller- Friedberg war zu einem Kirchenkonzert gekommen und zeigte uns herrliche Leistungen auf der Orgel. Begleitet wurde er von ben Solisten Frau Müller-Armendinger- Frankfurt a. M. (Sopran) und Frau Pfuhl« F l ö r i n g - Darmstadt (Violine). Das Programm war feinsinnig zusammengestellt. Die Leistungen flanbeit auf großer Höhe, und man konnte es ber atemlos lauschenden Gemeinde anmerken, wie dankbar sie für den in einer Landgemeinde seltenen Kunstgenuß war. Den Mitwirbenden gebührt Dank dafür, daß sie unseren Landgemeinden solche Weihestunden bereiten, und man kann unseren ländlichen Gemeinden, die selten solche Kunstgenüsse haben können, nur raten, diese Feierstunden sich nicht entgehen zu lassen. Die Künstler kommen gerne. 1nc ?eIIer85eim. 23. Februar. Die 125 Hektar yroße Waldjagd der Mark .Bellersheim wurde heute auf die Dauer von 6 Jahren an Wilh. Zabel von Frankfurt a. M. zum Preise von 535 Mk. pro Jahr verpachtet. Kreis Friedberg. Dad-Nauheim, 23. Febr. Wie die Bürgermeisterei bekannt gibt, bleibt unsere Stadt ün Besitze ihres selbständigen Arbeitsnachweises. Wie wir vor einigen Tagen in einer ausführlichen Notiz mitteilten, hatte das Landesamt für Arbeit und Wirtschaft die Absicht, den Arbeitsnachweis aufzuheben und dem Kreisamt Srriebberg anzuglieoern. Die längeren und schwierigen Verhandlungen, die die Stadt in letzter Zeit gepflogen hat, haben nun, bevor die interessierten wirtschaftlichen Verbände in einer allgemeinen Protestversammlung Stellung gegen die Aufhebung genommen haben, zu dem Ergebnis geführt, daß die bewährte Einrichtung erhalten bleibt. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind in gleicher Weise über diese Lösung befriedigt, es wird nun tthre Aufgabe fein, durch recht fleißige Inanspruchnahme des Arbeitsnachweises dessen Notwendigkeit auch für die Zukunft zu beweisen. Kreis Büdingen, „?“ Nidda, 23. Febr. Ein Landwirt aus der Almgebung suchte ein geschlachtetes Kalb hier unterzubringen. Verschiedene Metzger, denen er das Fleisch an bot, lehnten den Ankauf ab, weil der Stempel des beamteten Fleischbeschauers fehlte. Inzwischen hatte die Gendarmerie Kunde bekommen, beschlagnahmte das Fleisch und erstattete Anzeige. Die Staatsanwaltschaft wird sich nun mit dieser Angelegenheit beschäftigen und den ursächlichen Zusammenhang zwischen kern gesetzwidrigen Fleischangebot und der mysteriösen Schlachtung aufzuklären suchen. Gerade der Verbraucher, dem durch diesen Fall die Zeit der Fleischnot wieder Erinnerung wird, hat lebhaftes Interesse daran, daß reinliche Verhältnisse im Handel mit Fleisch und Wurstwaren herrschen. Kreis Büdingen- ** Fauerbach, 23. Febr. Die Gemeinde Fauerbach hatte am vergangenen Sonntag einen großen Tag. Die gesamte Einwohnerschast vereinigte sich nut zahlreichen geladenen Gästen und dielen Besuchern aus den benachbarten Dörfern zu einer in ihrer Schlichtheit sehr eindrucksvollen Cinweihungsfeier für den Erweiterungsbau der Kirche. Die Feier begann mit dankbaren Worten des Abschieds, die der Ortsgeistliche Pfarrer Strack in Böckels Saal art die versammelte Gemeinde richtete, die hier während des Almbaus der Kirche ihre Gottesdienste abgehalten hatte. Dann bewegten sich in feierlichem Zuge die Festteilnehmer zur Kirche. Dem Schüler- und Posaunenchor folgten der Oberhirte der evangelischm Landeskirche in Hessen. Prälat Dr. D. Diehl mit der Geistlichkeit des Dekanats, Kirchenvorstand und Gemeinderat, die Ehrengäste und die Gemeinde. Vor der Kirche übergab der Leiter des Erweiterungs- baus, Baurat Frey aus Büdingen, den Schlü!,el dem Kreisdirektor Dr. Gähne r, aus dessen Händen ihn Bürgermeister Dietrich empfing und an den Ortsgeistlichen, Pfarrer Strack, Wallembaufen, weitergab. Prälat Dr. O. D i e h l öffnete dann die Pforte. In dem von musikalischen Darbietungen des Gemischten Chors, des Gesangvereins, der Schüler und des Glau- berger Posaunenchors wirkungsvoll umrahmten Dormittagsgottesdienst sprach der Prälat die Wciherede. Pfar-rer Strack hielt die Predigt und nahm als erste Amtshandlung in dem Gottesdienst eine Trauung vor. In dem besonders aus der Almgegend stark besuchten Nachmittags- gotteSdienst hielten Ansprachen Prälat Dr. Diehl, Pfarrer Köhler, Nidda, ein Fauer- bacher Kind, Pfarrer Klotz, der lange Jahre in Fauerbach amtiert hat, und als Vertreter der Gemeinde Herr W. Seum. Für das leibliche Wohl der großen Gästeschar hatte die Einwohnerschaft in liebenswürdiger Gastlichkeit gesorgt. Ein strahlendes Fr-ühlingswetter trug zu dem vollen Gelingen des schönen Festes bet Aus einem kleinen, muffigen, verfallenen Kirchlein hat Daurat Frey ein freundlichhelles und geräumiges Gotteshaus geschaffen. Das alte Schiff ist zum Querschiff für den Altar- raum umgestaltet, der auch die Orgel birgt. In den äußerlich gleich schllchten Formen setzt sich das neuerbaute Hauptschiff mit seitlichem Chor an. Maler Kienzel - Darmstadt hat ihm tm Inneren mit farbenfrohen Ornamenten, Spruchbändern und Figuren ein heiteres, fest- liches Gewand gegeben, den Altarraum schmückt ein von Fräulein Äum Da setn stiltftertes Glas- gcmälde. Besondere Anerkennung verdient die Opferfreudigkeit der Gemeinde Z^.Vybach und die Tatkraft ihres enc’ es ermöglichten, ein für ein Fmaldorf außergewöhnlich schönes Gotteshaus zu schaffen, ein neues Kleinod hessischer Hei- matkunst. Kreis Schotten. 6. Burkhards. 23. Febr. Hier sprach am Samstag in einem für das Kirchspiel Burkhards veranstalteten und gut besuchten Ge° meinbeabe nb der Durenkornmandant Koos 2 o o st e, der sich auf einer DortragSreise durch den Vogelsberg befindet. Kreis Alsfeld. Alsfeld, 22. Februar. Gestern hielt der hiesige Zweigverein des V. H. C. nach zweijähriger Pause wieder seine Dekorie- rungsfest in den Räumen der Turnhalle ab. Man hatte dieses Mal von Theateraufführungen abgesehen und statt dessen für den unterhaltenden Teil des Abends ein MilitärkonzerS gewählt, das von 8 Mami der Kapelle der Gießener Reichswehrbataillons ausgeführt wurde. Die vorzüglichen Leistungen der Musik mit einem ausgewählten Konzertprogramm fanden stürmischen Beifall. Eine angenehme Abwechslung erfuhr das Programm des Abends durch die gesanglichen Darbietungen des gemischten Chors des D. H. C., dessen prächtig vorgetragene Volkslieder unter Leitung des Lehrers Jäckel- Alsfeld reichen Beifall fanden. Das packend und schwungvoll vorgetragene Melodrama „Die Mette von Marienburg" von Felix Dahn und das humoristische Tanzduett „Der lustige Ehemann" waren eine weitere Abwechslung in dem schön verlaufenen Abend. Bei der Verleihung der W a n d e r a u s z e i ch n u n g e n, die der Vorsitzende vornahm, konnten diesmal dreizehn Mitglieder mit dem gold e n e n Abzeichen dekoriert werden. Nach Schluß des offiziellen Teiles hielt ein gemütliches Tänzchen die Teilnehmer bei den einschmeichelnden Klängen der Gießener Militärmusik noch bis in die frühen Morgenstunden zusammen. Starkenburg und Nheinhefsen. 4 Darmstadt, 23. Febr. In Haßloch im Kreise Groß-Gerau kam es dieser Tage zu Ausschreitungen von betrunkenenjungen Burschen gegen den Landwirt Anton Schaber und dessen Angehörige. Einer der Burschen schlug die Mutter der Frau Schader derartig heftig gegen den Kopf, daß sie besinnungslos zusammenbrach und bald darauf starb. Im Verlaufe des Ermittlungsverfahrens sind fünf Burschen fest genommen, drei aber wieder auf freien Fuß gefetzt worden. Als Täter kommen in Betracht die Arbeiter Georg Schäfer aus Königstädten und Willy Hermann aus Frankfurt a. M. Den tödlichen Schlag hat wahrscheinlich Schäfer geführt. Kreis Wetzlar. xx Wetzlar, 23. Febr. Im Evangelischen Männerverein, der sich gestern abend in der Herberge zur Heimat eingefunden bat . fand ein musikalischer Abend statt, der gut besucht war. Nach den Degrüßungswvrten des Pfarrers L ü h l hielt Lehrer Stauer einen Vortrag über den Altmeister der Musik — unseren größten Tonmeister — Johann Sebastian Dach und feine unsterblichen Weisen. Herr Klauer erläuterte seine klaren Ausführungen durch gute Darbietungen am Klavier. Der Vortrag, sowie die musikalischen Darbietungen des Cellisten und Sängers fanden allgemeinen Beifall. O Lützellinden, 23. Febr. Der hiesige Männergesangverein hielt im Saale des Gastwirts Franz sein diesjähriges Stiftungsfest ab. Der Saal war bis zum letzten Platz beseht. Nach den herzlichen Begrüßungs- Worten des Vorsitzenden zeigte der Verein unter seinem Dirigenten KarlSomrncr fein Können. Die vorgetragenen Cböre zeigten durchweg eine gute Schulung. Auch Die mitwirkende Kapelle bot in ihren Musikstücken Gutes. Ein tragisches Volks- stück: „Treue Heimat, ein Opfer der Fremdenlegion", und ein luftiger Einakter „Die fidelen Handwerksburschen" bildeten den zweiten Teil des festlichen Abends. Eine Verlosung von Gebrauchsgegenständen beschloß die Feier. Kinderzeitung Der kleine Coco“ gratis Kinderzeitung Der kleine Coco“ grat!» doch als Ludwig der eine Strecke von Hagen nach Hamburg 10-Tonnenladung. Gerade dieser Lari bei einer meine Herrschaften, müssen wir eingesteh Schlager vom Variete und von der C 'n: Die Operette, 13.9 24 40 in Neu erschienen. „Fips Lachzeitung für hebe kleine 95 60 5 85 Danknoten. (Ohne Gewähr.) t u n die ich unten 9 75 0 235 ifi 60 12.50 »1,5 91 62 149 19 2 Sie: ich bin ein verlieve so leicht 11 50 63, *5 t7 9 47 25 30 0 5 23 5 25 26.85 18 ?5 0 69 0 0 0 815 1.23 0.18 0,99 > 1,35 1.10 94.75 91 1) 10.9 5.75 159 80 23 24.90 25,9 18 1,2 2,1 2,85 12 5 18.75 n 69 1 78,5 4.03 6 9,75 8,9 «msgesunden, und man hört es ihr an, dah sie Her Epoche Cromwell- entstanden ist." Der englische Sänger intoniert: 1 9) 9 6 0,121 5,8 157 ;o 73.6' 4 90 25,75 18 0.715 0.925 1.275 0..0 1.05 29 76 0.4- 23,5 25 9 18 ?5 145 160 6 60 I 13,5 । 13.15 1 0 450 , 124,9 18 .5 9 55 0 12 , 89 18,75 81 5 92.50 148 75 19 4» 24 I 7.95 12 62 50 57 60 45,75 , 3,7 30 3,95 'chliehenden Theaterabend unseres Turnvereins ©ar der Saal voll besetzt. Tarif bat für die verarbeitende Industrie die allergrößte De- 0,625 1,15 16 2,35 i 90 12,50 4,525 3 8 0,62 1.15 133 2.35 3.9^ 9 12 5 4,55 3,90 12,13 18.70 68 9 78,25 4 13 6 8.8 100 — Danz einsach! »Ich möchte schrecklich tetn mal aui einen Maskenball gehn, — ich habe owaS noch nie mitgemacht. Ich könnte auch ein 1,2 2,4 4,2 2,9 12,50 prächtiges Kostüm trugen zehnten formte ich damit traue mich nicht. Wissen beholfener Mensch, — ich Kopf." .Ra. dann gehen Sie Sechzehnte." 161 13 50 132,40 124,75 0 915 1.26 0 48 1 05 1,35 1 5 1,5 94,75 9 .5 10.8 40 160 6,50 13.75 132,50 124.30 2 o 75 0 2 5 90 25 18 9 12,4 82 30 92 140 75 19 39 29,80 4 12 18 5 3.6 68,2 78 13 4 10 6.1 3,75 9 7.90 11.75 63,25 57 61 46.50 95.75 5 9 1,05 1,02 . 94.75 i 91,1 11,9 10 69.62 79,91) 4,13 6 9 1 100,75 deutung. da er zur Erleichterung der Ausfuhr nach Ueberfeeftaaten über die deutschen Seehäfen geschaffen worden ist und da die Klemeisen- möuftrie vor dem Kriege im Export ihrer Produkte mit an erster Stelle stand. Die hohen Frachten wirken besonders dadurch hemmend auf den Absatz der Kleineisen- waren, weil ausländische Industrien, die mit der deutschen in schärfster Konkurrenz stehen, in ihren eigenen Ländern bedeutend niedrigere Tarife genießen. Die deutschen Frachten bei Ausfuhr übet die trockene Grenze überfteigen die französisch n Frachten bei einer Entfernung von 400 Kilometern im Etückgutversand für eiserne Muttern, eiserne Aieten, eiserne Röhren und Eisendraht um 69 Prozent, für alle anderen Eisenwaren (soweit sie nicht besonders in den Tarifen aufgeführt sind) um 82 Prozent. Für den Wagen- ladungsverlehr verschiebt sich dieses Verhältnis noch ganz bedeutend zuungunsten der deutschen Frachten. Vec 10-Tonnen-Ladungen erhöht sich der Prozentsatz gegenüber den französischen Frachten bei Eisenwaren auf 293 Prozent, bei eisernen Rieten auf 257 Prozent, bei eisernen Muttern aut 318 Prozent. Heute kann ein Versand aus Südwestfalen nach der Schweiz und nach Italien billiger über Belgien und Frankreich vorgenommen werden, als eine direkte Aufgabe über eine deutsch-schweizerische Grenzstation. Der deutschen Reichsbahngesellschaft werden also Tr mspycte nach dieser Richtung entzogen. Ebenfalls sind die deutschen Frachten weit höher als die belgischen und italienischen. Für die Fabrikate der Eisenverarbeitung übersteigen die deutschen Frachten die belgischen um 40 biZ 259 Prozent, die italienischen um 39 bis 152 Prozent usw. Die Reichsbahntarike sind in jeder Beziehung den wirtschaftlichen Bedürfnissen anzupasfen. Sie müssen in erster Linie der Förderung der Wirtschaft dienen. ES ist unerträglich, aus rein fiskalischem Grunde die Tarife auf Kosten der Industrie und des Handel- hochzuhalten. Wirtschaft. Die finanzielle Lage der Reichsbahn und deren Arachtcnpol tik. Don unserem Essener Mitarbeiter. Aach eigenen Angaben der Reichsbahnvcrwal» lung ist deren finanzieller Stand zur Zeit auster- ordentlich günstig. Die Einnahmen vermehren sich lausend nicht unerheblich, im Durchschnitt des letzten Vierteljahres '9?4 wurden im M nat Einnahmen von 224,3 Wi lionen Mark erziehst; im Dezember allein betrugen diese aber schm 345.1 Millionen Mark. Es ist damit zu rechnen, dah auch in Zukunft die Einnahmen den auherordent- lich hoch eingeschätzten Voranschlag erreichen und sogar übersteigen werden. ilmto unverständlicher ist die von der Reichsbahn beliebte Tarifpolitik. Die Frachten bewegen sich heute noch immer auf einer so hohen Stufe, dast sie in verhängnisvollster Weise den Absatz von Industrie und Handel ein engen und eine schwere Hemmung der mehr denn je notwendigen Erporttättgkeit bedeuten. Fist täglich werden z. D. Klagen laut, dah die Frachten die Konkurrenzfähigkeit der Kleineisenindustrie in stärkster Weise sowohl im Auslande, als auch tm Inlands beeinflussen. Beim Seehafenausnahmetarif ist festzustellen, dah die Frachten z. D. für eiserne Muttern um 291 Prozent, für Gisendraht um 355 Prozent, für Röhren und warmgewalztes D.ndeisen ebenfalls um 355 Prozent höher sind als in Friedenszeiten. — Die Berechnungen sind angestellt für 0.687 o 9 i.?o. 18 9 12 81 91,75 149,9 69 4 24.5U 7.95 11.25 63,9 57 75 46.75 3.7 30 3,9 94,75 10,9 39,4 160 6 55 13 62 13' 0,448 der Mann mit dem Kots . . . Der Conferencier: Schließlich. — Ludwig den Vier vorstellen. Aber .uni Deutsche RelchSan'elde . 4*A Trutsckc NclchSanleche . 8*Teutlchc A.ich Waldbos ,',ucker-adrik Frankenthal . . Zuckerrabrik Waghäusel . . . haben sich überlebt. Wir müssen wieder zum Urquell des Gesanges zurückkehren, unser Ohr en das Herz des Volkes legen, um zu erlauschen, was die Ralur selbst uns aus ihren Geheimnissen zu sagen hat. Ich werde Ihnen eine Reihe von Sängern vorstellen, die Ihnen aus! len Schäden ihres heimatlichen Volksliedes LaS herrlichste vortragen sollen. „Der erste ist ein Franzose, der aus dem! Vom der allen Troubadourweisen einen köstlichen Trank zu kredenzen hat. Sein Lied ist eine 'Hastorella auS der Blütezeit des dreizehnten IayrhundertS, vermutlich von dem sangesreichen Vernarb de Dentadour. In der Melodie werden Cie den ganzen Zauber der Provence heraus- Hören. Es ist, als ob Mandel- und Granatbäume Alangfrüchte angeseht hätten. Der französische Sänger trägt vor: „C’est charbonnier, maman, qui est lä! TaJs-toi, enfant, Je sals bien ^a! As-tu d’argent? Et moi non plus, Qui a dit venir, charbonnier par id?!‘* Der Conferencier: „Ich lasse sofort feinen Kollegen auftreten. Er ist englischen tSeblütes, aus Rorthumberland, und wird Ihnen eine uralte Ballade feiner von der Volkslegende geschwängerten Heimat zu Gehör bringen. Sie inurbe in den Ruinen eines Schlosse- von Essex bi z».^stsi -Arter ifS? 8 z, U«L», * W»eUe a u-n 5 duien Sollte ■ * Ää ZSM out -wanttoDthin, OU ausgrh^ngten jv ""bar y ubttaul gtoht\j M für bfn» He.Su fallen * * u unS &■ eJ)te Oanuiag h J m ber e5 itg Maskenöäft. überaus stark 6t Mr, dah -er San letzen konnte, da Mt Dazu tto, bat Xante etnm .eigen« k. Das beste FMi len machen die D.n< ’llen. Frankfurter Atenddorse Frankfurt a M. 23 Febr Das Geschäft an der heutigen Abendbörse war auf ein Minimum zusammen geschrumpft Umsätze von Belang kamen auf keinem Gebiet zustande. Rur am Bankenmarkl kam eS zu einigen Dotierungen bei stillem Geschäft und kaum veränderten Kursen. Die Stimmung läßt sich im allgemeinen als behauptet bezeichnen, obwohl vereinzelt einige kleine Verkaufsorders, die Vorlagen, die Kurse etwas herabzudrücken vermochten Deutsche Anleihen seicht abgeschwächt. Die Börse schloh bei stillem Geschäft in behaupteter Haltung Deutsche Anleihen: 5proz ReichSanleihe 0,?15, Agioschahe 0^80. Bankaktien: Berliner Handelsgesellschaft 160, Commerzbank 6,55, Darmstädter Dank 13,62, Deutsche Bank 132, Discontogeselllchaft 125, Dresdner Bank 115.50, Metallbank 112.50, Mittel- deutsche Credftbank 1.95. Reichsbank 77.75, Oeftcr- reichliche Kreditaktien 9.62 Montanaktien . Mans- selber 4.90, Oberbedarf 11,25, TelluS 3.70, Kali Aschersleben 19.37, Kali Westeregeln 24.50- Che- mische Aktien: Badische Anilin 29,75, Elber- selder Farben 25.70. Elektroaktien: AEG. 12, Licht und Kraft 8.10. Transporlwerte: Rordd. Lloyd 3,90. Ausländische Renten: Ungar. Goldrente 9.40. 4' -'-Proz. Ungarn von 1924 8.62. Sonstige Industrieaktien Aschaffenburger Zellstoff 108,50, Dyckerhoff 4 60. ®filliger Maschinen 8.30. Gebr IunghanS 12,75, Kemp-Stettin 0.53. Lech werke 20.40. chemische Mainz 10. Badischer Zucker 3.90. Offsteinzucker 3,95. Skuttgartzucker 3,85, Preuheickali 4.25. f Börsenkurse. Derkinsr Dorfe. (Eigener Drahtberich: des .G.etzener Anzeigers".) Bersin, 23. Febr. Die Lage am Geldmarkt ist ein wenig seichter geworden, da zum größten Dell der Ultimo-Bedarf für Februar gedeckt ist. Die Spekulation benutzt die Situation, um auf ber ganzen Linie einen Vorstoß zu unternehmen. Die Krise im preuhi- schon Kabinett wird kaum beachtet, ebenso kamen die Presse-Stimmen aus Paris über die Ausschließung Deutschlands von der Kontroll-Konferenz in keiner Weise zur Auswirkung. Das KurSniveau ist an allen Märkten gleichmäßig befestigt. Besonders am Montanmarkt sind nennenswerte Steigerungen der Kurse zu verzeichnen. Größeres Interesse bestand für Gelsenkirchen und Harpen er. neue Erhöhungen traten aber auch für Rheinstahl, Deutsch-Luremburg und Phönix ein. Am Slektromarkt wurde lebhaft bei Kursgewinnen gehantelt. Siemens und Felten standen unter Rachfrage, auch Schuckerl ist um 1 Prozent gestiegen Fester liegt auch der Petroleum-Markt- Gröberes Interesse bestand für Deutsche Erdöl. Der Kalimarkt hatte lebhaftes Geschäft bei steigenden Kursen. Sprit- Aktien lagen dagegen weiter lustloS. Schultheiß waren gebessert. Der Danken- markt eröffnete unverändert bei behaupteten Kursen. Reichs bank waren wieder gesucht. Der *fitn durften und tonnten allerdings besser besetzt sein Sobald aber die Mannschaft noch einige Spiele hinter sich hat, wirb sich schon ein« feste Form her austrift allisieren Torwart unb Verteidigung entledigten sich ihrer schweren lutgabe recht gut Die Läuferreihe litt zuerst unter dem obengenannten Mang ft. konnte aver no4 Seitenwechsel befrtebigen. Der Mittelläu- •tr Rohrbach war bei unermüsichern Fleih einer ter Erfolgreichsten. Der Sturm, in ter Hauptsache die Innenleute Vetter, Fischer. ^2anglotz , war die Hauptwaffe ter 1900er. 3chate. dast er sich nicht besser durchsetzen konnte. Die Sportclub-Mannschast dürfte auS dicker Bieter läge, die aber immer noch als ehrenvoll yu bezeichnen ist. viel gelernt haben unb wird rS hoffentlich auch bei den nächsten Spielen zu verwerten wiffen. Das älnentschieden nach Halbheit ist ja ein gutes Omen für eine Fvrm- »ecbefierung. toertunflSfurnen in Rodheim a. d. V» • D i e schlechte Konjunktur auf dem rheinisch-westfälischen Kohlenmarkt hält laut Fnchblatt ,Industrie-Kurier" nach wie vor an. Das Hausbrandgeschäft ist sehr ruhig geworden. Fett- und Ehnuhkohlen werten für den Hausbrandbedars gar nicht mehr bestellt. Selbst in Anthra'.it-Rust-Kohle ist die Lage im Vergleich zur Vorweihnachtszeit wie umgekehrt, die Läger der Händler sind gut mit Anthrazit-Rust-Kohle versehen. Reue Bestellungen geben sie daher nicht mehr, ja für Februar erteilte Aufträge werten sogar in vielen Fällen zurückgezogen. Infolgedessen übersteigt die Herstellung der Zechen in Anthrazit-Ruh-Kohle, auch Ruhkohle II. die Auftragsbestände, naturgemäß wird auch Dreckkoks für Heizungszwecke wenig begehrt. Aehnliches gilt auch für 3n- dustrtekohle und Industriekoks. Die Belebung in fast allen Industriezweigen ist doch noch nicht so stark, als dah umfangreiche und starke Bestellungen an Brennstoffen sich als notwendig erwiesen hätten. Aus diesem Grunde ist das Angebot an Ruhrbrennstoffen auch in den Qualitätssorten zur Zeit viel stärker als die Aufnahmefähigkeit des Marktes. Das geht so weit, dah die Schiffsladungen, die Anfang Februar mit aufbereiteten Fett- und Flammkohlen am Oberrhein lagen beziehungsweise dahin unterwegs waren, zur Deckung des ganzen laufenden MonatSbedarf aus reichten: die weiterhin zum Oberrhein geschickten Kohlen fanden keine Aufnahmefähigkeit mehr, so dah sie auf Lager genommen werden muhten. Für geringere Sorten besteht Aufnahmeneigung überhaupt nicht, so dah diese kaum absatzfähig sind. rt unb Spiel 'kliegt qeqrn brn rK.C.OLWctzsu 1:6. haben öic Handbälle nun auch btm Vietze« iffe bewiesen. Gleich mc jt sich erkennen, dah bi Schwünge ist, unb bi ft vorgetragener Angnis ßpie^älfte sechs, mri1. n Lire für Ix'c Dey- ich der Torwart bd .eser Hrit evnmal Hinte Dietzvm Lckrmench n Mz guten vssenlio le bietet ein toeienuic (ubleult kommen imme im Gegner nahezu eben reiten können die eor- Olun zur Mannschatls iine g-schlvlsene Älllung mW war stabil, unb neben dem Zerstörung rbeit nicht. Ger gefaU- hast war zveisello- Znnensturm standen ö:t ks: Paulus, lvoh i die Siebener 2Zann> [ffe nicht fiel beMr eine notwendige 8M‘ hrcnb der kurzen Zer chl gcnüjenb t« e arvtzr Lucke. Aan-< T Robheim a. d. D. 23 Febr. Die Turnvereine von LaunSbach Rvb - beim unb WaIdg irmes veranstalteten gestern hier im Ben berschen Saale ein We r- gsturnen, wozu jeder Verein 8 Turner. Hälfte davon Zöglinge, zu stellen hatte. Ls wurden je 2 Hebungen am Pferd, Barren unh Reck und eine Freiübung geturnt. Die höchste Gesamtpunktzahl erreichte Robheim mit 1246. dann folgte Waldgirm es mit 1227 and Laun Sbach mit 1214. Die Freiübungen unb die Gedichtvorträge unserer jungen Damen- nege unter Leitung des Turnwarles K. Disse 1 brachten angenehme Abwechslung in die Veranstaltung. Erfreulicherweise hatten sich viele Zuschauer eingefunten, die mit grobem 3nter- isse die Sache verfolgten. Auch an dem an- fanden stärkeres Interesse. Die allgemein, Auf» wärtsbewegung fam auch am Markt ter Maschlnen-Werte zum 2hiAörud Am Geldmarkt ist tec Laac wesentlich leicht« Tägliches Geld 9 bis 10 Prozent Monats gell ist ausreichend vorhanden bei 10 bis 12 Prozent Prrvatdiswnl 8 Prozent Am internationalen Devisenmarkt schwächte sich Paris weiter ab. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. TL On 8dtai.) X«i€flrapbt|a>« Auszahlung. (Ohne Gewähr.) JHother, the man with the cokes is fiere! fee siknt, daughter, I see, my dear! I have no moncy, You nothing at all, Who has callcd the man with the cokes aller al!?!" Der Conferencier: „Der nächste <5än- fler ist ein Italiener, unb zwar einer von Denen, bie sich noch bie urlateinische Tradition Gewährt haben. Seine Ode stammt von Caiull n-nd wurde seinerzeit mit dem ersten römischen Staatspreis gekrönt." „Mater, advenit carbonifer! Non sum ignara, tace quer! Habes monetam? Non habeo; Quls dixit venire carbonifero?!" Der Conferencier „ilnb zum Schluh lieft ich Ihnen einen Dolkssänger auS Grie- «ch e n l a n d, dem es gelungen ist, auf ter Insel Lesbos eine verschollene Romanze ter Dichterin «öappho zu entdecken, bei den Rachkommen ber "telasger, bie sie noch heute im verschwiegenen -vickicht ihrer Zypressenwälder trällern: Der griechische Sänger, mit Pathos: „Anthrakophoros. ho d’csti d6, Meter! Eido, leresis mS! C r6mat’ echeis? moi ouk estin, Tis ckalcsen andra xyn anthraxin?“ D l e Zuhörer singen begeistert mit, was -ihnen um so leichter gelingt, als ber Programmierte! zugleich versucht, bie gehörten Lieder inS Deutsche zu übertragen: .Mutter, der Mann mit dem KokS ist da! 8r hat die Rechnung vom vorigen Jahr. 3ch hab' kein Geld, du hast kein Geld, Der hat nur den Mann mit dem Koks bestellt?" Aber selbstverständlich kann eine älebersetzung fternals so reizvoll wirken wie das volkstümliche, urwüchsige Original!" (Aus den „Lustigen Blättern" ) Tßet wollte ihnen bs ! Sollte er jetzt zeit, tarn trat ins Leben. Ergehen. » W ; Darenkennw,sse d / Posten M iy r ibn gul öezabst^- . L Kn "oürt»n 1« fP ; ®”!STl|Sofc' itter Mrde er oe 'ich sor"-7, tragen mi Frankfurter Getreidebörse. (Cigcner Srahtbendit des ,®tcBencr Anzeiger*^ Frankfurt, 23 Febr. Es wurden notiert Wette rauer Weizen 21.25 bis 25.50. Roggen, inländischer 22 bis 25 25. Sommergerste tiir Brau- zwecke 24 bis 31. Hafer, inlänb- 17.50 teS 22.75. Mais (gelb) 22 50, Weizenmehl, inlänb. Spezial 0 41.25 bis 44.25, Roggcinnehl 33 75 bie 39, Weizenkleie 14 dis 1425, Roggenkleie 14.25 bis 14.50. Tendenz: stetig Frankfurter Schlachtviehmarki. (Eigener Drahtbericht des .Giehcner Anzetgers'.tz Frankfurt a. M.. 23. Febr Auftrieb 1142 Rinder, darunter 342 Ochsen. 45 Bullen. 755 Kühe unb Färsen. 335 Kälber, 138 Schafe, 2723 Schweine Rinder Ochsen, voll l 'fthige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 52 bis 60. junge, fleischige, nicht ausgemästete unb ältere ausgemästete 44 bis 51; mähig genährte junge und gut genährte ältere 40 bis 43. Bullen vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwcrts 45 bis 50: vollfleischige jüngere 28 biS 44. Färsen und Kühe: vollfleischige aus gemästete Färsen höchsten Schlachttvertö 52 bis 58. volllfeischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwcrts bis zu 7 Jahren 40 bi* 50; wenig gut entwickelte Färsen 42 bi- 50; ältere aus gemästete Kühe unb wenig gut entwickel e jün gere Kühe 30 bis 38; mähig genährte Kühe und Färsen 22 bis 30; gering genährte Kühe und Färsen 12 bis 20 Kalber teinste Mast- fälbcr 65 bis 72: mittlere Mast- und beste Saugkälber 55 bis 62, geringere Mast- und gute Saugkälber 48 bis 54. Schafe Weidemastschafc Masilämmer und Masthännnel 42 bis 48. gerin gere Masthämmel und Schafe 32 bis 40; mähig genährte Hämmel und Schake iMerzschafe) 22 bis 30. Schweine: vollsleischige von 80 bis 100 Kg. 70 bis 73, unter 80 Kg. 62 bi8 70, von 100 bis 120 Kg. 71 bis 73. von 120 bis 150 Kg 7 Ibis 73; Jettschweine über 150 Kg. 71 bis 73 unreine Sauen unb geschnittene ©ter 60 bis 70 Marktverlauf: reges Geschäft, ausverkauft Berliner Produkkenbörfe. Berlin, 23. Febr. Der Produltenmarll zeigte heute eine feste Haftung, betonte - für Weizen. Roggen weniger käuflich Gerste und Hafer sehr still. Mehl höhere Preise unb Futter- arlifel mehr verlangt. Es notierten je 1003 Kg Weizen (märk.) 252 bis 258. Weiten (März) 276.50, Weizen -Mai) 285.50 bis 236.75. Roggen (märf.) 250 bis 254, Roggen (März) 262, Rog,en iApril) 272, Roggen (Mai) 279.25, ®erf.e (märf» 255 bis 268. Futtergerste 215 bis 233. Hafer (märf.) 187 bis 193. Hafer (Mai) 211 bis 210 Mais (toko Berlin) 222. Mais (Mai) 198, Raps 390; Weizenmehl 34.75 bis 36.75. Roggenmehl 34.50 bis 36.75, Weizenkleie 15.00, Roggenkleie 15.00, Vittoriaerbfen 27.00 bbs 134.00. fle nc Lrbsen 21.00 bis 22.00. Futtererbsen 19.00 bis 2100 Peluschken 18.00 bis 19.00, Ackerbohnen 19.50 b'S 21.00, Wicken 18.50 bis 20.00, Lupinen fblat 12.25 bis 13.75, Lupinen (gelb) 14.50 bis 16 00 Serradelle (neu) 14.25 bis 16.50. RaPSkucher 17.80 bis 18.20. Leinkuchen 23.80 bis 24 00 Trockenschniyet 9.30 bis 9.50. Torsmelasfe 9.50 Kariosfell locken 19.80 biS 20.00. 1. 3rbruir 93 ^ebnnr ■ tnillä« ‘Jictttruni finit.10: . • (' fIb X'ru' '»<13 '1 "« Lmtz. Rmi t*Ufn fltrr< Jfc- 29t 104.71 168.01 ■ 1.4 4 6 i fi*i r(( 16 1 1X54 1 k5s : cl t'cU .'Intrr ri.r: ri s yi.iu 21 1 r. voll ffbriftfanta 63. b7 64.03 63.74 74,M 6!I 90 l-6li Voll .Qotxnraatn 74.73 74 91 74 73 rci voll ßlc-ttolm 113.04 113,30 113.o: 11; .'> .. voll 6#limg'orl xftaltrn . . 10. M' 17.21 lO.ürtt 17.2-' 10 .55 17 n 10 5''i 17 19 von vo 1 10.. voll London. . . 19,993 20.043 IV.A'.-J 20 o 5 loh voll ‘i.euüort . . 4.195 4.3H5 4.19j 4,SU OCL JOil 1 l Völl T rt». . . 22 04 Kl' 11 h1 11 O ELiveN . 10.64 Ml SS N. tn HU M > IV..,von Spa ttn . lü >S A.7S 19 ; uV 67 Iavnn . . . *io dk ftan 1.6 .-4 1.64 1.613 1.647 1 pf'iroi: O,4u7 0,469 0.459 0,461 l Cl! VC .1 Wien in D-» Ct't. abgeft 5.W fl.1W 5, 5,92< LOU .1. -1 Prag Vrlirab . . 12 425 12.46.5 12.'25 12. if'5 -fc. .'«li 6.7X5 6.775 6,7.5 6 77 .... ®uba;»eft . . 6.79 5.Hl 5.7H 5.10 l'll Bin ürten •',045 3,163 3,045 3,04 . V...I.JIl ^CTabon Tantig.. 19,975 20 0'5 19.975 20,ir-5 . .11 <9 24 79,44 79 13 79,13 i oll n 11 .«onft nein. 8 19 2,20 2.217 »..19 Silben. . 6,64 6.65 6,5V 6,61 DOll'DOl' 'ni F-r<*n SÄ''Ä; RuI> börfe • W tt.r. -s r. rt. r. 23 r Berlin, 2S. fffbruar. m.i.i ?lnKrifanff(tt 'JZoten..... 4.175 4,1 >5 rrn ‘l'elaiftbc 'Jtofrn ....... 21 0' 21 I toll Täntidie Noten........ 74 3fi 75 00 roll CEttq 1 tfcb • Noleu........ 1? 1’5 «4 1 ? loil (sranzokilche ‘^Men...... 21 xr> 21 "4; voll HoUänbtlcht Noten ...... le: i.3 114 19 roll jt iKittfdic ‘Jtotm...... 17 J’J 1 oU tltorwkt'.itlLc 'Jlottn ...... U .59 CL9I toll loll T.-urfdi v tfierr, i ioo .ffronea 6,105 6.V25 Numiiuilche 'Jlottn...... — — Schwedische Noten...... 112 K? 118 X ICH Schwerer Noten....... Svonische Noten......j 80, jS M.94 10.1 69 42 69,72 10:1 Tschechoslowakische Noten . . » 41 12 46 LOlI Ungarische Noien....... 6,76 6,78 101 - • ' 17 Rahma biilfenj 1052a Gardinen empfiehlt in riesiger rfusutahl Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: Am 7. Februar 1925 die Firma Gießener Dernickelungs- und Emaillieranstalt Grün & Cie., Gießen. Gesellschafter sind Wilhelm Grün, Kaufmann in Gießen, Johannes Fritz, Kaufmann in Cassel und Heinrich Mauermann, Kaufmann daselbst. Die offene Handelsgesellschaft hat am 15. Oktober 1924 begonnen. Am 10. Februar 1925 bei der Firma Otto Scheel, Gießen: Der seitherige Inhaber Kaufmann Otto Scheel ist verstorben. Die Firma ist auf die Otto Scheel Witwe, Marie geb. Bob in Gießen als Alleininhaberin übergegangen. Dem Kaufmann Heinrich Erb in Gießen ist Prokura erteilt. Am 13. Februar 1925 die Firma Wärme- und Kälteschutz Oskar Schleypen, Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Oskar Schleypen in Gießen. Dem Kaufmann Rudolf Werner in Gießen ist Prokura 'erteilt. Am 14. Februar 1925 bei der Firma Wilhelm Aeuhaus, Lollar: Der Sih der Firma ist nach Gießen verlegt. Gießen, den 21. Februar 1925. 19458 ______ Hessisches Amtsgericht._________ Bekanntmachung Der im Schlachthof in der Zeit vom 1. April 1925 bis 31. März 1926 an- fallende Dung ist meistbietend zu ver- geben. Schriftliche Angebote sind bis zum 28. Februar 1925 hier einzureichen. Gießen, den 18. Februar 1925. Der Oberbürgermeister, I. D.: Klingspor. 19638 Holzsubmission. Die Gemeinde Oppenrod verkauft im Wege christlichen Angebots nachverzeichnetes Holz: I. Klefernstamme. Los 1 23 Stück 3. Maste 15,43 Fstm. n 2 35 „ 4. „ 15,94 „ n 3 16 „ 5. „ 6,54 „ II. FichtenstSmme. Los 1 3 Stück 3. Maste 3,52 Fstm. n 2 4 „ 4. „ 2,91 „ „39 „ . 5a „ 3,50 „ „ 4 16 „ 5b „ 3,46 „ Die Angebote sind getrennt nach Losen, Sortimenten und Masten pro Festmeter bis zum Freitag, dem 27. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann die Eröffnung erfolgt. Die Gemeinde behält sich die Auswahl der Bieter sowie die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen vor. Nähere Bedingungen werden im Eröffnungstermin bekanntgegeben. Oppenrod, den 20. Februar 1925. Bürgermeisterei Oppenrod. ____________Balser.________1919D Bau- und Nutzholz- Versteigerung. DienStag, den 3. und Mittwoch, den 4. März, kommt im Aieder-Weiseler Temeindewald, ForstortSuterwald, Langscheit und Buchwald zur Versteigerung: Stämme: Eiche: 1. Kl. 4,50 Fstm,, 2. Kl. 6,40 Fstm., 3. Kl. 11,20 Fstm., 4. Kl. 21,10 Fstm., 5. Kl. 24,10 Fstm., 6. Kl. 40,20 Fstm. (darunter Deichseln). Buchen: 3. und 4. Kl. 5,60 Fstm. Erlen: 4. Kl. 0,98 Fstm. Kiefern: 3. und 4. Kl. 4,90 Fstm. Fichten: 4. Kl. 11,40 Fstm., 5a-Kl. 35,20 Fstm., 5b-Kl. 105,80 Fstm. Lärchen: 5. Kl. 12,70 Fstm. Derbstangen:Fichten: l.Kl. 26,20Fstm., 2. Kl. 33,10 Fstm. Lärchen: 2 Fstm. Reisstangen: Fichten: 2,50 Fstm. Ruhscheiter: Eichen: 4,5 Rm. Kiefern 32 Rm, (3 Mtr. lang). 1 Ruhknüppel: Erlen: 6,5 Rm. Zusammenkunft am ersten Tag, vor- mittags 9 Uhr auf der Straße Butzbach - Hausen an der Lichteiche(EinhäuserMühle), am zweiten Tag, vormittags 9 Uhr an der Waldecke, Straße Butzbach-Hochweisel Bemerkt wird, daß das stärkere Eichen- und Fichtenstammholz zum größten Teil am ersten Tage zum Ausgebot kommt. Auskunft durch Förster Decker, Hausen bei Butzbach. Rieder-Weisel, den 20. Fesruar 1925. Hessische Bürgermeisterei. ___________Winter._______1911D Holz-Versteigerung im Fürstlichen Forstrevier Hungen, Distritt Tiergarten am Donnerstag, dem 26. Februar dS. 36. Zusammenkunft 10 Uhr vormittags am Pfannekuchenweg auf der Sttahe Hungen—Schotten. Zum Ausgebot kommen: Buchen Rm.: 22 Scheiter, 18 Knüppel, 4 Stöcke, 75 Astreisig, 396 Stammreisig. Eichen Rm.: 10 Knüppel, 122 St. Fichten- Reis- u. 230 St. Fichten-Bohnenstangen. Braunfels, den 23. Februar 1925. Fürstliche Renttammer. 1961D Jetzt ist es höchste Zeit Ihre Damen-Strohhüte zum Umpressen zu bringen. nhArliA« Selterswe943 11 VW (Eingang Goetheatraßo) 19531) Hausrat-öießen Einbenplaty Cinzelbüfetts, Vertikos auf Teilzahlung! Trotzdem es ein billiges Vergnügen ist gibt es nichts vornehmeres als eine Karmitri Zigarette zu rauchen denn auch der raffinierteste und verwöhnteste Kenner 1 ’ % mufr den Gcidunaduiinn de« Karmitri - Raucher« unbedingt anerkennen HR Hotel Schütz Heute abend Große Faschings-Feier Eintritt nur gegen Karten Kein Preisaufschlag! 1976D vieberheimer Zasel-, Zuchtvieh- und Schweine-Markt am 3. März lsd. Is. verbunden mit WMkW und Mlssuns con MtM. Voraussichtlich wird der Markt mit Fasel, Zuchtvieh, Schweinen, sowie aus originaler Nachzucht stammender Schweizer Saanen-Ziegen und -Docken gut befahren. Es ist somit Gemeinden wie Privaten günstige Gelegenheit geboten, ihren Bedarf zu decken. Der Losevertrieb ist dem Herrn Kaufmann Gustav Geipert übertragen. Wegen Bezug von Losen wolle man sich an denselben wenden. Ausgegeben werden 12000 Lose L Mk. 1.—. Wiederverkäufer erhalten auf 10 Lose eine Freilos. Die Verlosung findet nachmittags 3 Uhr unter polizeilicher Aufsicht statt. Das Markt-Komitee. issoes Kawüer Das beste aller ^SchuhpuiuniUel NHKUfflÜ» Uriiön-Aq gsb u rg KÄMtitr: ■*•*> -Qa er-. Hausbesitzer-Verein E.V. Gießen. Donnerstar, den 26. Februar 1925, abends 8 Uhr findet im Katholischen Vereinshaus Hauptversammlung statt. Tagesordnung: 1. Jahresbericht, 2, Rechnungsablage, 3. Ersatzwahl der ausscheidenden Vorstandsmitglieder, 4. Dachantenne und Blitzgefahr. Anschließend Diskussionsabend. 01670 Der Vorstand. Letzte Quittungskarte (gelb) ist vorzuzeigen. Schußwaffen aller Art besonders Mauserpistolen, Kal. 7,63, mit 1000-m- Disier und Anschlagkasten, sowie einwandfreie Parabellumpistolen (08) kaufe laufend zu höchsten Tagespreisen oder tausche Taschenpistole Marke Walther, Schweitzer oder Ortgies und 50 Patronen. - Überbiete jedes Angebot! Hermann Becker, Metzen Telephon 1658 Kaiserallee 10 Telephon 1658 Meine stets frisch gebrannten Kaffees lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Es sind mit in jahrzehntelanger Praxis erworbener Fachkenntnis zusammengestellte Mischungen. - Hauptsorte: Spezialmischung I edelste sort, pfd.Mk. 4.00 Heinrich Driesch Seltersweg 70 1M3a Seltersweg 70 Waagen aller Art empfiehlt u. werden etchfähig hergestellt. 0l8St Karl Schmidt • Neuenweg 42. Drucksachen aller Art staltilng Itilrehi unMretsrocrt die vrühl'sche Univerfitäts-Druckerei, R. Lange, Stehen. Schulftr. 7. der Narrenrat. 01889 Restaurant Rebstock Westanlage Heute abend 8u Uhr: Wnteta in sämtlichen Lokalitäten nach Kölner Art. Für Stimmung und Humor ist bestens gesorgt. la Hauskapelle. .. - Es ladet ergebenit ein Betrifft: Errichtung einer Festhalle zu Gießen. Ausschreiben. Zur Erlangung von Entwürfen für den Bau einer Festhalle wird ein Wettbewerb unter den in Gießen anstssigen Architetten ausgeschrieben. An Preisen werden ausgesetzt: 1. Preis 1200 RM. außerdem f.Änkäufe 500 „ Die Gesamtsumme anderweitig zu verteilen bleibt dem Preisgericht Vorbehalten. Das Preisgericht besteht aus: 1. Bürgermeister Krenzien, 2. Stadtbaudirektor Braubach, 3. Stadtverordneter Rentner Winn, 4. Regiemngsbaurat Berth, 5. „ Kuhlmann, 6. Gewerbeschulrat Diplom-Ingenieur Bünnings, 7. Architekt Prof, von Loehr, Frankfurt a. M. 1962V Die Entwürfe sind bis zum 15. März ds. Zs. beim hiesigen Stadtbauamt ein zureichen, wo auch die Unterlagen von Dienstag, den 25. ds. MtS. ab unent- geltlick) abgegeben werden. Der vorbereitende Bauausschus;. yolzverfteigerung. Freitag, den 27. Februar, kommen im Gemeindewald Langsdorf nachstehende Äolzsortimente zum öffentlichen Ausgebot: Buchen-Schetter 300 Rm. Eichen-Scheiter Buchen-Knüppel Lainbuchen-Knüppel Eichen-Knüppel Birken- und Nadelholzknüppel Buchen-Neiser, kurz und in Schichthaufen Äainbuchen Eichen Sonstige Buchen-Stöcke Eichen-Stöcke Kiefern- und Fichtenftöcke 1 Elsbeerftamm 4. Kl. 4 Lärchenstämme 6. Kl. 29 .125 45 100 35 180 200 200 50 9 120 20 637 Stück Fichten-Derbstangen 57 Stück Eicyen-Derbstangen 5 Stück Buchen-Derbstangen 9 Rm. Eichen-Nuhscheiter 13 Nm. Fichten-Nuhreisia. Die Bedingungen werden vor bei Versteigerung bekanntgegeben. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr aw Bahnhof. Anfang am Alten Nonnen- röther Weg. Langsdorf, den 23. Febr. 1925. Bürgermeisterei Langsdorf. Bender. 1968V Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Rüddtngshausen soll nachstehendes Nutzholz auf dem Submissionswege vergeben werden. Eichen-StLmme: 3. Klaffe 1 Stück 0,61 Fstm. 4. „ 2 „ 1,50 „ Fstm. n 2,11 Fstm. Fichten-Stamme: 3. Klasse 9 Stück 15,02 4. „ 45 n 4930 5a- „ 64 1/ 50,39 5d- „ 305 79,12 Klasse 5 16 20 2 193,83 Fstm. Kiefern-StLmme: Stück 5,04 Fstm. „ n,y „ „ 8,43 „ "354 „ 25>2 Fstm. Angebote sind bis spätestens Samstag, den 28. Februar, nachm. 3 tthr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei ein- zureichen, wo anschließend die Eröffnung stattfindet. Nähere Bedingungen werd«n daselbst bekonntgeyeben, bzw. sind vorhtt bei der Bürgermeffterei zu erfahren. 3M Verlangen erteilt Lerr Förster Kalber- loh Auskunft. Nüddingshausen, 23. Febr. 192?. Bürgermeisterei Nüddingshausen „ (Post Londorf). 19750 3. 1 4. 5. (20—24) 5.(12—19) Müssig.