Ur. <9 Erstes Blatt NS. zayrgang Kettag, 23. Januar 1925 Das Vertrauensvotum für Dr. Luther Stimm Hous ton Graefc hatte gute Gründe, sein Ma- An. gegen Sozlal- cin er Prak- Venrer- Zelt- Das Ergebnis der Abstimmung ist die nähme des Dilligung?antrages mit 246 160 Stimmen bei 39 Enthaltungen. Um 1 Uhr abends vertagt sich das umi eine klare Kampfansage an die d»»5ratie. Immerhin toerben wir auf ^□igcn Reihe von Gebieten j I |d) c Mitarbeit leisten. iZ»r. B r e i t s ch e i d habe in seinen Teilen von Hannover und Ostpreußer eingetretenen Ernteschäden wird ohne Aussprach« dem Hauptausschuh überwiese««. Rächste Sitz uns Freitag mittag 12 Uhr. Der Schlußbericht de rKontroll-Kommiffion. London, 23. 3au (TU.) Der Londoner Vertreter der Havas-Agentur macht eine Reihe von Angaben über den Inhalt deS S ch l u fr» berichtes der Interalliierten M i - litär-Kontroll-Kom Mission, der Ende dieses Monats ober in den ersten Tagen des Februar der Botschafter ko nferenz zugehen wird. Die Kontrollkommission soll darin im wesentlichen zu folgenden Feststellungen gelangt sein: 1. bah die in den deutschen Pollzeikasernen vorhandenen Mannschaftsbest an de bei weitem die im Versailler Vertrage erlaubten Ziffern über ft eigen; 2. daß die deutschen Munitionsfabrt» fen nur scheinbar auf den Frieden-» betrieb umgestellt wurden; 3. dah Deutschland die für die FriedenSpro* duktion umgestellten Fabriken gezwungen habe, nur Werkzeuge und Maschinen zu Dertocnben. die es ermöglichen, die Betriebe sofort wieder für die Herstellung von Kriegsmaterial zu verwenden; 4. dah Deutschland in den Fällen, in denen es staatliche Betriebe an die Privat-Industrll übertrug, den Fabrikbesitzern Bedingungen auserlegt habe, die die erneute Uebernahme dieser Fabriken durch däe deutsche Regierung ermöglichen; 5. dah der deutsche General st ab wieder vollständig hergestellt worden sei In einigen Fällen allerdings müsse bei gute Wille Deutfchlan ds offen zu» gegeben werden. auf Freitag mittag 1 Uhr. Tagesordnung: Kleinere Vorlagen. Das Abstimmungsergebnis bei den einzelnen Parteien stellt sich folgender- maßen: Von den Sozialdemokraten fehlten 9 Abgeordnete, alle übrigen 122 stimmten mit Rein. Von den Deutschnationalen fehlten 3 Abgeordnete, die übrigen 108 stimmten mit Ja. Dom Zentrum fehlten 14 Abgeordnete: Dr. Beusch, Dietz, Gerig. Giesberis. Groh, Dr. Hö'le. HoffmaTrn-Ludwiasba'en, Jost, Lange- Hegermann, Schwarz-Franisuri o. M. Sommer. Frau Teusch und Tremmel. Dor Stimme enthalten haben sich die drei Abgeordneten Knoll, Koch-Essen und Röder. Mit Rein stimmten Imbusch und Dr. Wirth, alle übrigen, darunter der frühere Reichskanzler Marr, stimmten mit Ja, im ganzen 50 Stimmen. Don der Deutschen Dolkspartei fehlte nur Dr. Zapf, alle übrigen stimmten mit Ja. Von den Demokraten fehlten 5 Abgeordnete: Korell, Lennner, Schücking. Schulz und Wieland, die übrigen 27 enthielten sich der Stimme. Don der Wirtschaftlichen Vereinigung fehlte ein Abgeordneter, die übrigen 20 stimmten mit Ja, ebenso stimmte die Ba y r is cheDolks- partei mit ihren sämtlichen 19 Mitgliedern mit Ja. Don den Rationalfozialisten fehlten 5 Abgeordnete, die übrigen 9 enthielten sich der Stimme. Preuhischer Landtag. Zur Beratung standen zunächst Uranträge. Der Antrag des Zentrums betreffend die Gewährung von Rotstandskrediten für in den Provinzen Hessen - Rassau. Westfalen, der Rhernprovinz und in früntnen, die eine fliegt Trennung zwischen pariackentarischer und geschäftlicher Tätigkeit biybcdt; man wird bas bann freilich auch auf t r itzndici erstrecken müssen. In meiner Fraktion l'Lifstbm fick» keine Aufsichtsratsnntglieder. (215g. 5>«riags (Rntl.): Sie selbst sind es doch.) Ich ftsÜ! dem Abgeordneten Henning gegenüber fest, t Jf) i.H niemals in meinem Leben einem Auf- fio&ücat angehört habe, darnach ist der Wert ton: Abgeordneicn von Graefe angefiinbigtcn M.a:erials zu ermessen. sDie Abgeordneten Ditt- ir.itm und Simon-Franken (Soz.) rufen dem Ab- fiioüncten „Verleumder" zu, und werden des- bidß zur Ordnung gerufen.) Die Darmats ge» lömn nicht der sozialdemokratischen Partei an. WeVn der „Vorwärts" noch der „Sozialdemo- kr.Ltlche Parlamentsdienst" haben Gelder von *3ämict erhallen. Die sozialdemokratische Partei hnt fein Konto bei irgendeiner Barmatbank. (QSfbierrbneter Henning lacht.) Rein, denn wir t33iaen nicht so zu schnorren wie Sie beim VÄrdirektor von Borkum! (Heiterkell links.) Billigung der Negierungserklärung mit 246 gegen 160 Stimmen enthaltung der Demokraten. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichkeit Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlid)8, auswärts 10 (Bolbpfennig; für Re- Klame-Anjcigen v.TOmm Brette 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20° .Auf» schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton Dr.Friedr. Wilh Lange- für den übrigen Teil Ernst Blumschem; für den Anzeigenteil: chansBeär sämtlich in Gießen. Tu®;, r. über den kindischen Unfug der _ fi:c Dillige n nichts gesagt, was nicht schon hsftrrl gewesen wäre oder was den deutschen Ittlircssen abträglich fein könnte. Bei den Fl- n nigf [anbalcn verlange die Svzialdemo» fnl.e strenge Untersuchung ohne Rücksicht auf «r, gehörten durchweg den Rechtsparteien an. (Äp, hört! links.) Air sind bereit, jeder Maßnahme zuzu° Die große" polllische Aussprache des Reichs- 11»- üb t die Regier un^polllll und unsere gefaulte M tf Ht flu Ende gegangen, bevor sie eigentlich fihrnnen hatte. Die beutf&cn Parteien sind nun jSrel nicht imstande, sich fachlich zu unter- ^.x Bei ihnen xerflattert alles In Partei- Nßlitische Polemik. Deshalb Halle man UW» besser daran getan, nach der ersten Gamllur SU machen, anstatt noch die zweite jl(b nerf etie zu Worte kommen ru lassen, L’.it nit ihrer Redefreiheit im wesentlichen nichts ege über die Tarifpolitik machen. Praktisch also sitzt die Saar mit mehr als der Hälfte ihrer Erzeugung, die seither nach Deutschland abfloß, fest. Die gesamte Eisenindustrie, die Glasindustrie und die keramische Industrie haben so gut wie gar keine Aussicht, auch nur ein Stück in Frankreich unterzubringen, in Deutschland können sie schon bei unserem jetzigen Zolltarif nicht mehr konkurrieren, sie sind also der Gefahr ausgesetzt, daß sie auf ihren Produkten sitzen bleiben und zuletzt ihre Werke st i l l e g e n, also ihre Arbeiter auf die Straße setzen müssen. Einsichtige Männer haben in Frankreich das schon feil längerer Zeit erkannt, die Presse hat aber das Thema urplötzlich abgebrochen, zweifellos auf einen Wink des Auswärtigen Amtes hin, weil Herr Herriot befürchten muß, daß, wenn solche Anschauungen in Frankreich vertreten würden, die Stellung der deutschen Unterhändler bei den Handelsvertragsverhandlungen zu stark werden könnte. Kennzeichnend für die französische Methode ist es aber doch, daß Frankreich lieber eine ganze Industrie zum Erliegen bringt und Hunderttausende von Arbeitern brotlos macht, ehe es auch nur einen Zoll von seiner Linie abweicht. Es hätte zwar noch eine andere Möglichkeit gegeben, diese Kraftprobe zu verhindern. Es besteht nämlich eine Regierungskommisfi 0 n , die vom Völkerbund beauftragt ist, über Wohl und Wehe der Saarbevölkerung zu wachen. Sie hat indessen jedes Eingreifen ab- aelehnt, offenbar weil sie ihre Aufgabe nicht darin betrachtet, der französischen Politik in den Weg zu treten, und daß im Saargebiet auch deutsche Interessen vorhanden find, davon weiß diese Kommission nichts, das haben wir schon längst gemerft. Die Quittung aber werden die Franzosen 1935 erhalten, sobald die Volksabstimmung erfolgt, die, was heute schon sicher ist, eine vernichtende Riederlage aller französischen Hoffnungen auf daS deutsche Saargebiet bringen wird. Die Mißbrauche der Verwaltung des Saargebiets. Genf, 23. Jan. (TU.) Ein Memorandum der Zentrumspartei und der Dolkspartei des Saargebiets an den Völkerbund ist in Genf eingetroffen und wird im Generalsekretariat geprüft. Gegen die Saar-Regierungskommission wird darin der Vorwurf erhoben, daß die meisten Posten bei den Behörden gewissen Franzosen übertaffen worden seien. Die Spionage sei systematisch ausgebaut worden. Außerdem werden zahlreiche Fälle aufgeführt, in denen staatliche Mittel veruntreut wurden. Tin Rüstungs-Jahrbuch des Völkerbundes. London, 23. Ian. (TA.) Der Völkerbund hat neuerdings ein Rüstungs-Jahrbuch veröffentlicht. Aus diesem ergibt sich, daß zur Zett nicht weniger als 5,5 Millionen Mann unter den Waffen stehen. Da die meisten Männer die Wehrpflicht besäßen, sei noch eine viel größere Anzahl zur Zeit mobilisierbar. Die Schlacht flotte der Welt verfügt über ein Personal von 434 191 Mann. Es gibt 84 Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer, 167 große und Heine Kreuzer, 1094 Torpedobootzerstörer und 400 Unterseeboote. 4 0 0 0 Flugzeuge und Luftschiffe ständen für Bombenangriffe und für den Luftkrieg zur Verfügung. Zu dieser Zusammenstellung bemerkt der „New Leader": Die Aufrechterhaltung eines bedeutenden Teiles dieser Weltflvtte sowie der Luftrüstungen wurde mit der Behauptung begründet, daß Deutschland noch eine Gefahr darstelle. Es ist deshalb wesentlich, schreibt das Blatt weiter, daß man sich vor Augen hält, daß in Deutschland nach dem Friedens- vertrag dieWehrpflicht aufgehoben ist, das Heer auf 100 000 Mann beschränkt wurde und die Flotte nur aus 6 Schlachtschiffen, 6 leichteren Kreuzern und 12 Torpedobootzerstörern und 12 Torpedobooten sowie keinem Hnterfeeboot bestehen darf. Coftaricas Austritt aus dem Völkerbund. G e n f. 23 3an. (£11.) Die Mitterlung Co- staricas, daß die Republik aus dem Völkerbund austreten will, wird im Völkerbunds sekretariat ^-^"^?öielle Schwierigkeiten zurück- gefuyrt. Anderseits hält man es für möglich daß sich Evstarica durch das Cßeibalten der s Tur Oie osteuropäischen Verhältnisse interessiere und daß sich im Völkerbund allgemeine Anzeichen großer Schwäche bemerkbar machten. Deshalb habe Polen von Frankreich den Wink erhalten, daß der rechte Augenblick zur Verwirklichung seiner Pläne gekommen sei. Daß dieser Plan älteren Datums sei, werde dadurch bewiesen, daß Äer Senat in Danzig schon 1922 Anlaß zu dem Verdacht zu haben glaubte, daß in Danzig eine polnische Post eingerichtet werden solle. Deshalb habe er sich schon damals an den Vö.kerbundskommissar gewandt. Dieser habe in einem Schreiben vom Januar 19 2 2 die polnische Regierung darauf aufmerk- fam gemacht, daß die Errichtung einer polnischen Post in Danzig außerhalb des der polnischen Republik zugesprochenen Gebietes nicht st a t t- haft sei. Er habe sich jedoch getäuscht, als er in diesem Schreiben die Vermutung aussprach, daß die polnische Regierung sich- sicherlich mit keiner solchen Absicht trage. Von französischer Seite wolle Cnan setzt geltend machen, daß sowohl die deutsche tme die polnische Presse die Sache allzusehr aufgebauscht habe. Für den Völkerbund bestehe aber kein Anlaß, dieser Danziger „Episode" wegen eine Sondersitzung vor der ordentlichen Versammlung einzuberufen. Flucht in Prag verhaftet werden konnte, ließen den Verdacht auftauchen, daß sich Weber muh der Brandstiftung und des Versichs- rungs' chwindels schuldig gemacht habe. 2fa Pfingstsamstag des Jahres 1924 entstand bi einer Halle des Straßenbahnhofs in Berlin- Stahnsdorf, der von Weber als Lagerraum für Spirituosen gemietet worden war, ein gewaltige» Schadenfeuer, wobei über 1 ?00 000 Liter Spiritus ein Raub der Flammen wurden. Dic Löscharbeiten der- Feuerwehr waren dadurch besonders er-schwert, daß die in der Rähe befindlichen Hydranten imbrauchbar gemacht worden waren. Das abgebrannte Spritlager war bei einer englische^ Versicherung mit etwa 5 Mark versich,it Es besteht der dringende Verdacht, daß Weber den Brand selb- an geleg t hat, um sich in den Besitz der Hobe- Versicherungssumme zu setzen. Der Spritschieber Kopp verhaftet. Wie der „Lokalanz." aus Rotterdam erfährt, ist dort der sp r i t s ch ieber Franz Kopp von emem Berliner Kriminalbeamten verhaftet worden. Raubüberfall im Personenzug. Als am Mittwochabend der Personenzug 5Z Magdeburg—Erfurt die Station Sandersleben verließ, drangen in ein Abteil 2. Klass« drei Räuber, die den darin befindlich-" öabrgaft vollständig ausplünderten, fök zogen darauf die Rotbremse und sprangen ab. als der 3itg hielt. Die sofort aufgenommene Verfolgung der Räuber ist bisher ergebnislos gs- wesen. Angst vor der deutschen Konkurrenz. Wettervoraussage» Rachtfroft, vorübergehende AbschwächunL vielfach Morgennebel, tagsüber meist bebeat, stellenweife kann mit leichten Riederschlägen gerechnet werden. vierten Stommilfion des Völkerbundes, die die Beiträge der einzelnen Staaten festsehl und sich Costaricas Vorschlägen gegenüber wenig entgegenkommend zeigte, getränkt fühlt. In dem Schreiben Costaricas sind keine Gründe ange= geben. Mussolinis Presserazzia. 22- San. (WB.) Das extrem-fast zistische Blttt „Imp er 0' ist heute beschlagnahmt worden, weil es Angriffe gegen den Amanzminister de Stefani brachte und mit großen Lettern seine Entlassung verlangte. „Corriere della Sera", welche in der heutigen Rach- m.ttagsausgabe bllsen Anar ff auf bin Finanzminister auszugsweise wttd-rgab, wurde gl.ich- falls beschlagahmt. „Mondo" wurde in der zweien und br.tten Ausgabe aus b sher unbekannten Gründen beschlagnahmt, durste aber in der D.crten Ausgabe erscheinen. „P 0 - Polo" äst heute nicht erschienen." Die -V 0 c e Republicana" kann immer noch nicht erscheinen, toe.t der Präfekt von Rom keinen verantwortlichen A.dukt.'ur des Blattes anerkennen W.ll. Der Herausgeber des Blat.es b schvxrt sch über diese Handlungsweise in einem offenen Vriefe. Dem verantwort!.chen Redakteur der ..Agentur R a z i 0 n a l e“, einer der Oppo- tttion gehörenden Rachrichtenagentur, hat der Präfekt das Weiterarbeiten in der Agentur unterlagt. Die Blätter f hren fort, über zahlreiche Hausdurchsuchungen. Auflösung von Vereinen und Schließung v 0 n L 0 k a l e n zu berichten. Herriot' Die Deutschen stehen größtenteils einer Aussöhnung feindlich gegenüber. Die deutschen Wahlen waren diesmal mehr nach links gerichtet, als die vorhergehenden. Wenn sie für mich einen Fausischlag bedeuten, was kann man erst von den vorhergehenden Wahlen sagen und den Iaustschlägen, die sie für meine Vorgänger bedeuteten? Oberkirch weist bann, darauf hin, daß die Monarchisten jetzt die Ausführung des Dawes-Gutachtens in die Hand genommen hätten. Ger lach, der Präsident der deutschen Liga für Menschenrechte, habe kürzlich während eines Vortrags in Straßburg auf die Wangen der französischen Demokratie den Druderkuß der deutschen Demokratie gedrückt. G e r l a ch erklärte, daß die Vorbedingung für eine Verständigung zwischen beiden Ländern in der Entmilitarisierung des linken Rhein- ufers einschließlich des Elsasses bestehe, was also auf die Reutralisierung des Elsasses hinauslaufe. Abg. Pfleger richtet an Herriot die unmittelbare Anfrage, ob er weiterhin die notwendigen Maßnahmen ergreifen werde, um E l - fah-Lothringen Frankreich zu erhalten. (Lebhafter Lärm.) Herriot: Ihre Frage, mein Herr, ist geradezu beschimpfend Ich kann Ihre Worte nicht gelten lassen. Oberkirch schloß: Deutschland erkennt den Versailler Vertrag nicht an, es saßt ihn vielmehr als eine Zwangsjacke auf. deren es sich mit aller -Kraft recht bald zu ciülebigen sucht. Das beweist die fortschreitende Rechtsbewegung in Preußen und Bayern. Die Situation ist äußerst beunruhigend. Französischer Chauvinismus. Brüssel, 22. Jan. (WB.) Das Kriegs- ?ericht von Ramur hat einen Feldwebel Müler zum Tode verurtellt, der am 22. August 1914 bei Marche les Dames einen gct5d?arMicv vorsätzlich getötet haben soll. Obcql Hülsen und Hauptmann Leppin wurden zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt: Ojerft Hülfen unter der Anttage, er habe 19 bewohnte Häuser in Brand stecken lassen, Hauptmann Lep^ Pin unter der Beschuldigung, durch eine ang b- lich von ihm befohlene Feuersbrunst sei Fras.'eS Bor einem Streik der Metallarbeiter. Die Bewegung der Angestelltenschaft in der bayrischen Metallindustrie hat sich zugespitzt. In Rürnberg haben von den fünf Angestelltenverbänden vier den Verinttlungsvor- schlag des Landesschlichters als ungenügend verworfen. Auch in Augsburg und München wurde der Vorschlag als ungenügend abgelehnt. Infolgedessen ist für die nächsten Tage mit der Möglichkeit eines Lohnkampfes zu rechnen. — Auch in Hamburg haben die im Metallarbeiterverband organisierten Schlosser und Maschinenbauer die Arbeitsniederlegung beschlossen, weil ihnen ihre Lohnforderungen nicht betoilligt worden sind. Sie verlangen eine 20prozentige Lohnerhöhung, die von den Arbeitgebern abgelehnt wurde. (Vofdfunde in SGlesien. Dlättermeldungen aus Breslau zufolge sind bei Grabungen am Geiersberg bei Goldberg G 0 ldfunde gemacht worden. In je 10 Kilogramm gewaschenem Sand wurden 18 birsekorngroße Goldkörner gefunden. Die Funde stammen aus einer Liefe von 24 Metern, Die Schürfungen werden intensiv fortgesetzt. Der Maler Johann Bode t. Im Alter von 72 Jahren verstarb in Frankfurt a. M. der Kunstmaler Johann Bode, der letzte Schüler, Steinkes und der letzte Vertreter der deutschen romantischen Zett. Bodes Liebe als Maler galt den heimischen Wäldern, denen er tausend verschwiegene Schönheiten ablauschte und im Bilde sesthi'lt. Besonders gern suchte er feine Vorlagen im Hirschpark von Groß- Gerau, im Schwanheimer Wald und Frankfurter Stadtwald. Reich ist aber auch die Zahl der Bttder, die Bode brr deutschen Sagen- und Märchenwelt entnahm. Er war ein besonderer Freund der Kinder, die den „Onkel Bode" gern in seinem über dem Main belesenen Atelier aufsuchten und sich von ihm die Geheimnisse des Waldes und seiner Bewohner erklären ließen. Verurteilung eines kommunistischen Redakteurs. Der Staatsgerichtshvf zum Schuhe der Republik verurteilte am Donnerstag den derzeitigen Redakteur der kommunistischen „Schlesischen Arbeiterzeitung", Robert Schulz, aus Breslau, wegen Beschimpfung der deutschen Republik und her Aufforderung zur gewaltsamen Aenderung der Verfassung zu neun Monaten Gefängnis. Französische Radiorazzia in Mainz. Die französische Gendarmerie hat straßenweise die einzelnen Wohnungen auf Radioanlagen eingehend untersucht und die widerrechtlichen Rundfunkbesitzer zur Strafe iw- tiert In einem Fall wurde sogar eine Verhaftung vorgenommen. Spritschieber Weber als Brandstifter. Der „D. Fr. z. D. d. Sch/' wurde im Rove« 1 ber 1921 ins 2eben gerufen. Unter dem Vvrsu von Frau Clara Mende, M.d.R.. und ihrv bewahrten Mitarbeiterinnen. Fräulein Beda Pf>i lipp, Frau Hertha Hissink und Frau Amelü Roth, die mit inr den engeren Vorstand bilden umschließt er als Spitzenorganisation mehr atz 50 Frauenorganisationen mit über 8 Million«! Frauen. Gleich dem „Arbeitsausschuß deutsch« Verbände", mit dem er in steter, engster Arbeit» gerneinschaft steht, verfolgt er das große Ziel „Befreiung des deutschen Volles von der enb i ehrenden Schuldlüge und endgültige A-Vision bj | Friede ns diktat es von Versailles". Er sucht h 1 deutschen Frauenkreisen das Verständnis zu verbreiten für die Bedeutung und die Schwere des in dem sog. „Vertrag' von D. dem deutsche» Volk erpreßten Bekenntnisses zur alleinigen Verantwortlichkeit für alle durch den Weltkrieg entstandenen Schäden und Verluste. So iührt et gegen die älngeheuerlichkett dieser Schuldlüge, die das deutsche Voll recht- und ehr- los gemacht hat, die seine Kraft in Fesseln schlägt wertvollste Teile seines Landes ihm entrisse,, hat die seine Kultur vernichtet. An Hand ein. wandsreien Materials, der hauptsächlich aus den deutschen, russischen und bei- gifcben Archiven stammenden Dokumente, fußend auf den Ergebnissen streng wissenschaftlicher Erforschung Deutscher- und Ausländer sucht der Frauenausschuß z. Dek. d. Sch. Wahr- oeit und Klarheit über den Betrug, der am deutschen Volke verübt wurde, im In- und Ausland zu verbreiten. Das Programm der Schv- lungswcche behandelt u. c*. in der ausgezeichnrl klaren und knappen Zusammenfassung von -J,-. Emmy Voigtländer die einschneidendsten Paragraphen des DUtats v. V., ferner die wirtschaftlichen Verluste und Belastungen Deutschlands die Folgen des Vertrags auf die Volksgesundheit der Verlust der Kolonien — die uns geraubt wurden auf Grund der Kolonialschuldlüge — dessen mannigfache Auswirkungen, den Kampf um das Deutschtum am Rhein und im Osten unk schließlich noch die Fragen, die gerade in da letzten Zeit den Ge, ------ Ve""^m rtil Vaters § Emil Minna, A den 2], ^Rllen denjenigen, die an der Schulungswocht in Eisenach im vergangenen Sommer teilnahm«,.! sind diese Sage als ein tiefstes, seelisches Erlebnis unauslöschlich im Gedächtnis geblieben - hoffen wir, daß auch in unserer hessischen Landeshauptstadt ebenso wertvolle Arbeit unter r'sJta Beteiligung aller Kreise der Bevöllerung ünt! 1 aller Telle des Landes geleistet werden möge. Den ungünstigen Eindruck, den dieses Gebaren auf das Ausland machen muß (in Italien ha: ja kürzlich eine Zeitung öffentlich Stellung gegen den Dolenskandal genommen), sucht die polnische Regierung mit allen Mitteln abzuschwächen. So hat die polnische Gesandtschaft in Rom bei der Redaktion der ..Epoca" gegen einen Artikel von Bcllonzi protestiert, der gegen das offenkundige Bestreben der Polnischen Regierung, die freie Stadt Danzig zu- einer Polnischen Stadt zu machen, Ste.luag nimmt Die Gesandtschaft bezieht sich auf verschiedene Artttel des Versailler Vertrages und das pol- nisch-Danziger Abkommen von Warschau, läßt aber die H a u p t b e g r ü n d u n g . daß selbst der Versailler Vertrag die Freie Stadt Danzig unter das Protektorat des Dölterbundes stellt, nicht aber unter polnische Protektion, gänzlich außer acht. Es ist nicht das erstemal, daß die polnische Gesandtschaft die öffentliche Meinung, die sich entschieden gegen die schleichende Vergewaltigung Danzigs richtete, durch derartige Vorstöße in der Presse zu beeinslussen trachte. Herriot und die Opposition. Herrkots Rheinpvlitik. — Das Elfatz. Paris, 22. Ian. (TU.) Der elsässische Abgeordnete Oberkirch griff heute nachmittag in der Kammer unter dem ständigen Beifall der Opposition in einer ungewöhnlich scharfen Weise das Kabinett Herriot an. In den Miitelpuntt seiner Detrachtimgrn stellte er die R u h r b e s e t -- z u n g und das S i ch e r u n g s p r 0 b l e m. Es kam zu peinlichen Zwischenfäl^n. Für die Ruhr-- besetzung gab Oberkirch folgende neuartige Begründung: „Wenn wir die Ruhr besetzt haben, so geschah das, weil Deutschland gegen die Bestimmungen des Vertrages verstieß, besonders soweit ftc sich auf die zollfreie Ausfuhr elsaß-- 'll-thringisch-r Erzeugnisse bezogen. Richts hat Deutschland mit größerer Genugtuung ersehnt, . als feine in London miebcrcrlaneite Wirtschaftsfreiheit. (Lebhafter Beifall auf der Rechten.) Unb das Ergebnis? Daß jetzt ein Zollkrieg ausbrechen wird. Wie aus dem in Rr. 17 deS „Gießener 2h, zeige:s" an: 21. Januar enthaltenen Programm ersichtlich ist, veranstaltet ber „Deutsche F rau. e^nausschuß zur^ Bekämpf ung bei He 6c”SLtc an1 ______________„ 1 fefes Schuldlüge" vom 27. bis 30. ds. Mts. ti« AM Schulungswoche in Darmstadt. . M M j 'to'einig« «”.6 ![■• ' to Win- y ftäw» EÄ te' 'M iß 94 »ir5i Bin, vor stielhaus (BahithvfstraßeL „Alexandra". — a-Llchtsp ele: .Boulevardblut". - Gießener Turnerschaft. Morgen, i«üag. abends 9.15 Uhr im Saalbau Dauer ich des Kreid'chwimrnertagss Zusammen- »aller Turner. «Siehe gestrige Anzeige.) iir die Gebiete am Rhein beträchtliche Werte, ! Heideloerg 72 Prozent (um 5 Uhr 4 Min. l nirvpälscher Zeit), in Frankfurt eben- . 72 Prozent (um die gleiche Zeit), in Bonn r iro-ent (um 5 Uhr 3 Min. mitteleuropäischer i und in DusfeldvN sogar 76 Prozent (um igen, die an der Schulung^, ergangenen öommer tcilnaNc-, als ein tiefstes, seelisches I, ■ lich im Gedächtnis gcbtxba. /ch in unierev -cslilchcn VaiA,, wertvolle Arbeit unter red Kreise der i »anbei grMel werden as Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die reichen Blumenspenden bei dem Heimgänge meines heben Gatten, unseres guten Vaters Emil Machalett sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Minna Machalett und Kinder. Schwächliche Kinder nehmen jetzt am besten Möbliertes Zimmer zu mieten gesucht. Lchrttrl. Angebote nutet 737l) an den ßUefr. An» erdeten. Eßhee in guter Geschäftslage für besseres Unternehmen gksuch! emL auch Haaskauf Cfi. unter A. 43 an „AU" * Saaseastetn & Vegler, Annoncen- Erv., Gießen. P57A - u- v. IM. Damr — in dem Augonblickc. in bem der den Leirug ^gschattenrand über den Ort des Beobachters ubk ~ t. j ^segt — geschieht da- älnerhärte: mitten 1D Zage wir es plötzlich Rächt, am »fi'mtel erglänzen die Sterne, ins- B|. nder c die Planeten. -Um den Mvnd- 0678 M ?L^tttoen DeulM' Ö aul die DolkSge,^ ; fönten - die uni 8eri-' ' der ^vlvntalschuldliiae - ' .ElrhmM, U m .-Hyrtn M im oitcn, x gerade in i WMü hrstigster, (eü- a Erörterungen bildüm « )verstänLizengutachten. M ^bon, byi Rechlsbruch vvnt'l febtmb. Sie verschiedenrn $ besten Lachkemem beha?^ in von sachverständiger &r fipncn nach allen Seiten hin!' itiest- Den öchluh einer jti- t öffentlicher Vortrag. . o Verfinsterung 80 Prozent, was aber für ->'obachtung nichts Rennen Zwertes auSntacht. i Üngland erreicht die Qktf nftcrum 85 bis ozent, in Irland und Südschottland 90 -| Prozent, im äußersten Rorden Schottlands Ach auf den Färöer Inseln bis zu 98 Proz. oabre Wunder der Finsternis beginnt aber mit dem Eintritt der vollen Totalität. Wie •* Liniversitäts-Gottesdicnst. Am nächsten Sonntag. 25. Januar, findet in der Reuen Aula um 111 i iÜhr der dritte Llniver- lltäts-GvUesdienst dieses Semesters statt, zu dem jedermann herzlich eingeladen ist. Räheres morgen im kirchlichen -Anzeiger. *e Seinen 70. Geburtstag begeht morgen, Samstag, der Rechnungsrat a. D. Eduard 04)1 ff nie, Hierselbst. Der alte Herr kann an diesem Tage auf ein reichgesegneteS Leben zurückblicken. 3n feiner dienstlichen Laufbahn als Beamter bei den Kreisämtern Schotten und Offenbach und in über 30 Jahren als Büro» direktor bet der Provinzialdirrktion uni) dem Kreisamt Gießen erwarb er sich die hohe Wertschätzung seitens feiner Vorgesetzten und der übrigen Beamtenschaft, sowie die Zuneigung weiter Bevölkerungskreise. 21 eben feiner Beamtentätig° teit widmete er sich eifrig den Vereins- und mancherlei grmelnnützigen Bestrebungen. So ist er seit über 10 Jahren zweiter Vorsttzender des Kricgervereins. 3n dop Kriegsjahr.n. als der erste Vorsitzende des Vereins im Felde stand, leitete er den Verein in bester Weise, und in dieser schweren Zeit hat er sich auch vorbildlich um die Fürsorge für die Frontkämpfer, die Kriegerfrauen und -Witwen, zugleich aber auch um die Wahrung der Belange der Altveteranen bemüht. Weiter war er stets ein Warner Förderer der Gabelsbergerschm Stenographie, zu deren Aufblühen in Gießen er hervorragend beigetragen hat. Sein Interesse galt daneben noch zahlreichen anderen Vereinigungen, denen er ebenfalls gerne Rat und Hilfe gewährte. Wir wünschen dem verdienstvollen Manne einen lonnigen Lebensabend. - Ehrung eines verdienten Arztes. Geh. Sanitatsrat Dr. Karl Habicht in Darmstadt, der Vorsitzende der Hess. Aerztekammer, wurde vom Aerztlichen Kreisverein Darmstadt einstimmig zum Ehrcmmitglied ernannt. ** Aufruf der Dillionen-Mark- Rvten? Wie die „Köln. Ztg." hört, soll der Aufruf des vor dem 11. Oktober v. Os. aus- qegetenen Papiergeldes Ende Januar ober Anfang Februar erfolgen. Die Llmtauschfrist ist noch nicht beftimmt. doch mässen nach dem Münz- gesctz die alten Dillionenscheine noch drei Monate nach Aufruf als gesehlich.'s Zahlungsmittel gelten. ;' Der Gustav-Adolf-Derein. Wie ati dieser Stelle schon berichtet wurde, wird im September dieses Jahres in unserer Stadt die große Tagung des Gustav-Adolf- Vereins fein, dessen zweites Heimatland Hessen geworden ist durch den bekannten Mitbegründer Prälat D. Zimmermann- Darm- fiat't. Der Gustav-Adott-Verein, 1832 bzw. 1842 verhaftet werden tonnte, luj ustanchen, daß sich Weber« stung und des Dersi^ dels schuldig gemacht habe., des Jahres 1924 entstand > Strahenbahichofs in von Weber als Lagerram' >»et worden Dar, ein gcwM / wobei über 1 ?00000 21 ub der Nammen wurden. Feuerwehr waren dKurchi , daß die in der Ach- W unbrauchbar genwd)1 Dort zebramte SpMlager ML tzersichNMg mit etwa b S • -Deber den Drand sr! M ßch tn bcn W me zu sehen. sichre W M-S WK-»' •sps i Ks'sS •fJW Sä»*-* iür Dauermieler per füfort gesucht Sktzrlltl. Angebote unter 7ß5D an den Wien. Sin*, erbeten. UIMWDWW :Stellenangeüote] Sinn 1. 2 ob. foäter ehrliches, besseres WM für meinen Vrivai- Haitöl). gk sucht. Mit guten Emvsehlungen zu melden 742D Kreuzplatz 10 L | Vermietungen | MöbL Zimme“ an berufS.ät. Fräulein aii uevm. I n Mittelweg 13 III. ; Mietgesjche | Mime im äliniksvier'el qcmcht. Lchrilll. Anüeb. unter 0682 an den Kieß. An- icinrr erbeten. MummH Für die vielen Beweise der Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Frau Katt. Backer Wwe. danken wir von ganzem Herzen. Besonderen w Dank Herrn Dechant Lenz für seine trostreichen K Graheswoite, sowie dem Bezirksvereiu Gießen, k der Verbindung selbständiger Gärtner Hessens W und dem Gärtner-Kollegium von Lieh. Die trauernden Hinterbliebenen. L d. N-: Frits Becker. Gießen, den 23. Januar 1925. 2'" U ö Djt ^onueufinfternis nm 24. Januar. 1. * vom 24. Januar erreicht ?• d g* MW >an „irk! 8 5? '• er in L^'b ' 9c und cnbififu bet DersgKe A viij^ '^len bag sucht —»uv. ------- Deutung unh ÄnU öu r.lLt’.-ite der Dettinsterung »W von ^chderr |

L Vetter «r» fiqiferaOeeja Eie haben mir 'Mittler' irouifiort' tote litt- 13 F. an Fanel. ?end er- ibegabte iommeu. Traut- )TA 0. dun g". Ergänzt wurden seine Ausführungen durch Lichtbilder. Der Film führte uns 600 Meter tief in ein Kalibergwerk. Man sah die Bergleute bei der schwierigen Arbeit im Innern der Erde, inan sah die Verwendung des Kalis und deren Folgen. Besonders interessierte die Zuschauer die Wirkung des Kali auf Hederich. Was für ein lästiges Unkraut der Hederich in unserer Gegend ist, wissen alle Landwirte, konnte Mitteln, zum Lei! aus ijm vom geführten Geldern Mitglieder bei der schon lange währenden allgemeinen Gc.dknappheck durch Darlehen unterstützen. Es mag hier noch hervor- gehoben werden, das) ohne die Unterstützung des Vereins wohl mancher angefangene Bau nicht unter „Dach" gekommen wäre. Der Bericht schloß mit der Mahnung, den Gemeinschaftssinn noch mehr als bisher zu betätigen. „Einer für alle, alle für einen!" Vachdem Herr Haak für die freundliche Begrüßung im Vamen der Gäste herzlichst gedankt hatte, gaben er sowie Herr K remann Ausschluß über die Lage auf dem Geldmärkte, über Warenverkehr und die Tätigkeit der Raiffeisenverbände. Auch ihre mit großem Beifall ausgenommenen Ausführungen (der Mangel an Raum verbietet es, ausführlich darauf einzugehen> schlossen mit der Mahnung, nun allmählich wieder ans Sparen zu denlen und sich die Worte des Vorsitzenden zu Herzen zu nehmen. Dipl. Landwirt Schneider hielt dann einen Vortrag über „Düngemittel und deren richtige An w e n - Ein Autoleder mantel tunen Wolliull» u melime Anzüge iObernxue Malle! aut erhalten tu wer taufen. .'411 ertragen iuderSelchaitMlle L8V, Mo- ungWg- erkennung seiner Verdienste um bic Chöre mit Worten herzlichsten Danker, zum Ehrenmit-- a l i e d ernannt. Mit eindrucksvollen Worten begrüßte hierauf der neue Dirigent, Lehrer Lotz, die Sängerschar und die Gäste. Dck Gesangsvor-- dieser Gelegenheit wurde der bisherige Dirigent, Lehrer L e h l . " 2 um eine Stelle im Odenwald anzutretcn. in An- fchw-^ ben Metallbetten SiablmatL Sinter betten, dir. an M. $lat3l N tret Eins- Döbilfabr. 8Ü1LTM. trägen der beiden Chöre und Violinvorträgen des früheren und des neuen Dirigenten verlebte man dann einige recht genußreiche Stunden. is. Steinbach, 22. Jan. Am Sonntag veranstaltete die hiesige Ortsgruppe des Land- jugendbundcs im Gasthaus zum Einhorn eine Reichsgründungsfeier, verbunden mit Danner weihe. Der 1. O tszruppcnvor- sitzende Karl Balser lll. begrüßte die Fest- vcrsammlung. Darauf sprach der 1. Dezirksoor- s ist ende Hinrich M o o tz - Grohen-Drckeck. Rach dessen kerniger Ansprache nahm der 2. Vorsitzende 9’ "üg Balser die Dannerwewe vor, deren Abschluß das Deutschlandlied war. Das Danner war von zwei Damen der Ortsgruppe an« gefertigt und g schmackvoll auSg-fdl n. Die dann zur Aufführung kommenden b iden vaterländischen Theaterstiäcke: „Schlag ter. ein deutscher Held", sowie ..Leonore, die Grabesbrauf. ergriffen die Zuhörer in starkem Maße. Rach dem einmütigen ilrt’il a'l r Anwesenden düchlen die Darbietungen ihresgl ichen suchen. De' Vorstand dec Ortsgruppe hatte in seinem Bestreben, io wie im vergangenen Iahr, auch diesmal dem Publi um ernste, erhebende und we tvoll.- Stücke vor Augen zu führen, vollen Erfolg gehabt. Ebenso verdiente und erntete die Musikkapelle reichen Bestall. Der Nachfolgen^ Tanz ände'te die ernste Stimmung in ein fröhliches Beisammensein bis zur frühen Mergenstunde. s) Lich. 22. Ian. Bei d^r l> uigen B r e n n - Holzversteigerung im Flügen S adtwald würben bezahlt: für 4 Raumnwter Bu:i if.heit- hvk 50 Mk.. 4 Raummeter Buchens aüvp tolz 36 Mk., 4 Raummeter Du^enstockhol'' 17—'0Mk.. 100 Stück Wellen 20—25 Mk. Die Vers', gerung war von Käufern aus Lich und älmgegend sehr stark besucht. ton. Weickartshain. 22. Ian. Dec fett Ende Iuli v. 38. stillael-gte Bergwerksbetrieb der Gewerkschaft Louise ist vom 12. ds. M's ab wieder eröffnet und fast sämtliche Arbeiter find wwdn- eingestellt worden. Es werden täglich 120 bis 140 Tonnen gewaschenes Eisenerz produziert und mit der Eis.'nva )a den Hüttenwerken im Ruhr- und Sieggebiet zugelührck. Kreis ^ric-bcrq. vw. Butzbach, 22. Ian. Ans der , n Stadtver ordnete nsitzung ist zu berich- ten: Während die Stadtwohnungen aus den vorhergehenden Iahren bei der Abhörung keinen Anstand ergabm soll der Voraus lag der Realschule für dis Rj. 1925 einmal zur P üfung bei d.-n Studtve-rordn'ten zi ’u-ieren. Hinsichtlich der Verzinsung von Darlehen an die Htadt von KFeinrentne-.n wurde betont, daß man. da die Kleinrentner! Wra •««‘äs ,arkW chenschiu. fl A Alte Herren- »ZÄL iWß tet holz- $ep‘®r geht»? Hm. das kommt darauf an, wer am andern Ende dieses Drahtes ist. — S" Ihren Ramen noch nicht genannt, mein lieber eher enberC irkbdoin^ ’üeiiöße j, 1 Uirä|ev lievagcU' irren. c>» ndwE» feit. Mv Führer itnteÖL— Ich blätterte Weiler im Telephonbuch: Prax- maicr Anton — nein, der stand nicht darin, der hatte nicht einmal ein Telephon. Vielleicht wars gut so. Vielleicht hätte er mich erst recht enttäuscht. der gemütliche Praxmaier. der immer die Hausaufgaben von mir abschrieb — der mich immer verstohlen zwickte, wenn der Lehrer was Dummes sagte. Ich hatte weiter geblättert. Den Franz Schwickelmann hatte ich auf geblättert. Sechzehn vierunddreihig, bitte, Fräulein! Rrrr ... Hier Schwickelmann — Franz Schwickelmann — Schriftsteller Franz Schwickelmann. — Sie wünschen? Ah. endlich eine angenehme Enttäuschung. Die würdevolle Stimme unseres Klassenersten, der immer alles wußte, hatte nach der fröhlichen Seite umgeschlagen. Grüß dich Gott, Franz Schwickelmann, wie "eh Sonntag; 8MIV. Teil Wer“, 4lll Will 611t, TBeue aut IniMi W Ni^vrrkau'l-n [110D 7, a muar auch die etwa 2*A- Kilometer westlich von hier cm Fuße des Tarrn uS liegende Gemeinde O ck - ft a d l mit Friedberg zu vereinen. Die Gemarkung dieses Ortes grenzt fast unmittelbar bis an die Stadt Friedberg, allerdings hegen hier die Verhältnisse doch nicht so einfach, wie bei Faucrback». welches auch in seiner bebauten Fläche fast unmittelbar an Friedberg grenzte. Gestern abend fand nun in Ockstadt eine Vorbesprechung statt, an welcher von Fried- berg Bürgermeister Dr. Seyd. die Deigeord- not en Winkeck er und Repp und Stadtverordneter Sch röder. von Ockstadt Dü.germei- /stec M ö r l e r und eine Anzahl Gemeinderats- mitglieder und sonstige Einwohner teilnahmen. Bürgermeister Dr. S e y d setzte alle Vorzüge aufeinander, die Ockstadt b'v rstünden. und versprach. daß der ländliche Charakter sowie auch die sonstigen Eigenheiten in jeder Beziehung bewahrt bleiben sollten. Verschiedene Ockstädter Bewohner verhielten sich dem Projekte gegenüber ziemlich zurückhaltend und hielten dasselbe noch für verfrüht. Es soll demnächst eine allgemeine Versammlung ein berufen werden, die der Bewohnerschaft Gelegenheit geben soll, sich über diese Angelegenheit auszusprechen. Man kann wohl annehmen, daß das Projekt einmal zur Ans üFirung kommen wird, daß jedoch noch viele Schwierigke len und Bedenken aus dem Wege zu räumen sind. fpd. Vilbel. 22. Ian. Die Wirtschaftsgebäude der Petc-rsschen Mühle im benachbarten Masfenheim to urben durch Großfeuer zerstört. Die Rachbargebäu'e Formten durch die an der Brandstätte erschienenen Wehren der Umgebung gerettet werden. Kreis Schotten. als wolle er mich zwicken — wie damals der Anton Praxmaier. wenn der Lehrer mal was Dummes gesagt hatte. . . So. hatten Sie nicht nötig, wer find denn Sie eigentlich, he? Der Anton Praxmaier neben Ihnen in bet fünften Bant — der Anton Praxmaier. der so oft die Hausaufgaben von Ihnen abgeschrieben hat . . . Und dann stellte es sich in fünf Minuten eines eiligen Schwatzes heraus, daß der Anton Praxmaier, der gemütliche Praxmaier. der einzige meiner Schulkameraden im Adreßbuch war der sich fein bißchen verändert hatte. Der ganz alte, liebe, gemütliche Anton Praxmaier aus der fünften Bank geblieben war. Wenn er auch nur ein Kellner wurde. Und in der langen Schnellzugsmuhe, die ich nachher hatte dachte ich darüber nach, ob es vielleicht damit zusammenhing, daß alle anderen Telephon bekommen hatten und der Anton Praxmaier keins. Frankfurter Neues Operettentheater. „M a r i ett a“, die Premiere der Frankfurter Operettenbühne, ist ein in Musik gesetztes Ro- mänch'ir zwischen einem feschen Herrenreiter, einer tizianblonden Herzogin von Lavama und einem kleinen Orangenmädche.i. das gleichfalls Marietta heißt. Die beiden Ramensfchwestern werden natürlich verwechselt, es entstehen allerlei Herzensverwicklungen. wie sie von einer braven Operette verlangt werden, zum Schlüsse heißt es auch hier: uum cuique? Der Herrenreiter bekommt seine Herzogin und der treue, bann und wann Mein und Dein verwechselnde Riceolo seine kleine Marietta. Das Ganze spielt unter dem in der Operette erst recht ewig blauen Himmel Italiens. Die Librettisten Dodansky und Hardt-Warden brauten aus Liebe plus Scntimcntalilä: und Humor eine recht flotte Handlung zusammen, deren Höhepunkt der erste Akt bildet. Der inusitnlische Vater „Mariettas' ist Walter .Kollo. Er hat gute instrumentale Einfälle und bringt Melodien, die das Zeug dazu haben, populär zu werden. Der Erfolg der in flottem Tempo geleiteten und hübsch inszenierten Ausführung war sv start, daß die Künstler sich wiederholt dem beifallsfreudigem Hause zeigen mußten L.W. 8. tutete ä Sonntag- RY in ohne Mann in irolandin 5 Akten. 752c schon zum Teil dementsprechende Vergütung en bekommen, die A Iwerstungsöeschlüsse des Reiches abtonrten müH:. Die Straße vor dem ncue"baulcn Hause des Kd. Ford. Brandt erhielt weder den Ramen Bebolstraße, wie e3 die Kommunisten beantragten, noch auch den Ramen Rathen ' - strafte, den die Soziald iuon-eten wünschten, sondern infolge Mehrheitsbeschlusies den Ramen: ,.S ch i l l e r"° Straße. Das Gesuch des Po l k 5» bildungsvcreins um Deckung des Fehlbetrags einer öffentlichen Veranstaltung wurde genehmigt. Die Gewährung von Baudarlehen durch die Stadt an Bau lustige wurde zurückgestellt bis zu dem Zeitpunkt, da die Stadt > durch ein erhaltenes Darlehen selbst in die Lage verseht wird, Daulustigen unter die Arme greifen ! zu tonnen. Wenn auch Stadtv. Oppenheimer vorschlug. nur die Stadt bauen zu lassen, so war die Mehrzahl der Stadtverordneten doch dafür, daß man das eine tun und das andere nicht lassen solle, d. h. daß man Privaten und Stadt das Bauen gestatten müsse. Als Vertreter der Stadt für den Ortsausschuß für Leibesübungen wurden u. a. die Herren Ingenieure Meyer und Ruhl bestimmt. Was die Feldbereini na betrifft, so beharrte der Stadtrat auf seinem früheren Beschluß, das Hm» lageverfahren beizubehalten. sf. F r i e b b e r g . 22. Ian. Rachdem Friedberg vor einer Reihe von Iahren bereits die Rachbargemein de Fauerbach eingem-eindet hat. ist neuerdings eine Bewegung im Gange Herr. Hier Fritz Müller. Fritz Müller? Kenn' ich nicht I Aber Franz Schwickelmann. kennen Sie denn nicht mehr Ihren alten Schulkameraden Fratz Müller? Hm. warten Sie — Fritz Müller, sagen Sie? War das nicht . . . Hm. ja, lassen Sie die Dummheiten Herr! Mein Schulkamerad Fritz Müller — jaja, der in der fünften Bank — der hatte eine glockenhelle Stimme und kein solches Geguickse. wie Sie es am Telephon machen! Halten Sie gefälligst andere Leute zum besten, verehrter Herr! — älnd außerdem, mich kriegen Eie nicht dran: der. der Eie fein wollen, der Fritz Müller, ist ja längst gestorben. — Schluß I , . Aus der Telcpyonzelle ging cm zerknitterter Mensch. Der Mensch war ich. Lächelnd kam der Kellner auf mich zu: Wieviel Telephonge- spräche. bitte, Herr Fritz Müller? Ich fuhr auf, woher wußte dieser Mensch meinen Ramen? Sie hatten an der Telephonzelle gelauscht? Hatte ich wirllich nicht nötig, hatte ich wirklich nichr nötig, sagte er gemütlich, und ferne Hand machte eine halb verstohlene Bewegung, bm M JJ# «* J Jugendfreunde. Don Fritz Müller-Partcnkirchen. Was wollen Sic? Jeder hat mal eine Idee. Ob sic verrückt ist, sieht man erst nachher. Da spielte mich das Schicksal zw schen zwei Schnellzügen in meine Heimatstadt. Vor ficbcn» jindzwanzig Iahren hatte ich si; zuletzt gesehen, als mich das Schull-aus in die Hand des Lebens nab. Ratürlich überkam es mich wie alle Heimatsinder: Rührung. Staunen — Staunen. Rührung. Rein, wie sich d esc Stadt verändert hatte. Wie. wenn ich jetzt behaglich durch sie schleiiderte. alter Erinnerungen voll? "Aber nein — ich sah auf meine älhr — eine halbe Stunde noch bis zu meinem Schnellzug. Es ging nicht. Richt mal zu einem Besüchlein langte cs bei einem alten Freunde. , Hm, hatte ich denn solche hier? Verwandte? Keinen. Lind B'kannte? Ic nun, da waren die alten Schulkamevaden. He, Kellner, bitte, das Adreßbuch, aber n bißchen fix!" Die Erinnerung kramte in versunkenen Ramen, während der Finger durchs Adreßbuch fuhr: Billmann — aha. Roderich Dillmann — p. ja, das war der Billmann in der dritten Dank, links an der Ecke -- der mit dem braven Gesicht, der immer so schüchtern w.sperte. wenn der Lehrer ihn nur fragte, jaja . . . jaja. . . Unb da richt g. da war der Diggelmaicr. Halt, ob cei auch der richtige war! Iawohl, Franz Taver — es gab nur einen Franz üancr ©iggclmaicr in der ganzen Stadt — der. der immer auf der letzten Dank sah - der mit der lustigen Stimme der immer den Kopf• voll Lustigkeiten und Dicchcrcicn hatte, ach ja. . . jaja. . . älnd da da stand ja auch noch der Pvax- maier Anton, mein Rebeinnann in der fünften Bank, der gemütliche Prirma er. der mich immer verstohlen zwickte, wenn der Lehrer was Komisches oder waS Dummes sagte — denn auch Lehrer sagen mal was Dummes — ach jo, der Praxmaier . . . jaja. . ünb der schwickelmann. unser Franz zochwik- kebnann, stand auch noch da -- der erste in der ersten Dank, der würdige Schwickelmann mit der fetten Stimme, der immer alles wußte — der ban Lehrer immer sagen durfte, wo wir das Aus der Provinz. Saitöfrcid (victzen. L Wiescck. 23 Ian Unter dem Viehbestand eines hiesigen Eigwohrers wurde die M a u 1 - u n d K ! a u e su ch c festgestelll. Rach den Sicherunasu . ■; g l:i b.ldrt die gesamte Gc^ meindc ei- D?obachtung5bezirk. Man hofit, ■ ü 5 gesamten Viehbestandes in fraglichem G h fi tie ’ - tocren Störungen, die das ganze wirtfchaftliE i Leben bedrohen in verhältnismäßig kur -. '.ei’ zu beseitigen. Die»e Maßnahme tft allerdtngs nur dann durchführbar, wenn durch die cingeleiteten Llntersuchungen fest- gestellt wird, daß hie gefürchtete Seuche nicht fchou weitere Verbreitung gesunden hat. >). Staufenberg, 22. 3an. D.im Holz- fobren kam ein dem Grasen Schwer>n gehörendes Fuhrwerk oberhalb des Schlosses Friedel- bauten der Doschung zu nahe und stürzte ab. lndem es sich mehrmals überschlug. Der Wagen wurde zertrümmert. Ein Pferd brach daS Genick, während das andere unverletzt blieb. _ t). Saubringen. 22 Ian. Sicherem Der- nehmen nach ist Hof H e ibc r t s h a u s e n , der ungefähr 400 Morgen Land umfaßt, von dem seitherigen Bc’itzcr. H e i de ck e r - Ober-Weimar durch Kauf an den Oekonomen Pfeifer- Gießen übergegangen Der Preis beträgt einschließlich Inventar 270 000 Mark. ■ i'- Treis a. d. Ld a., 22. Ian. In der hiesigen Ortsgruppe der Liga zum Schuhe der deutschen Kultur sprach Dr. Stic r-G i e - ft c u über den „Anfang des Befreiungskampfes". Er meinte damit den Dawesplan, den er eingehend erläuterte und seine für uns günstigen wie die noch viel mehr ungünstigen Punkte deutlich aufzrigte. Die klaren und überzeugenden Ausführungen des Redners erntetm solchen D i- fall, daß er auf Wunsch der Dersammlung für Ende Februar einen zweiten Vortrag zusagen mutzte. a’. Allen do rf a. d. Lahn. 22 Ian. Gs ist kennzeichnend für die R o t unserer Zeit, wie mancher Mensch sich heutzutage bei der verbreiteten Arbeitslosigkeit durchs Leben schlagen muß. Kam da vor einigen Sonntagen ein Mann mit einer Trompete in unser Dors, blies Lieder und sammelte Geld. Ec- freulichcrweise wurde er gut beschenkt, obwohl die Musik nicht besonders war. Vorgestern kamen zwei junge Leute und fangen an verschiedenen Stellen Lieder, c’xmallö um Geld. Auch diese schienen gut abgeschnitten zu haben, denn sie machten bei ihrem Aozug recht frohe Gesichter. V Aus der Rabenau. 22. Ian. ilnfcrc Dasaltsteinindustrie, die vor dem Kriege über 100 Arbeiter beschäftigte, ist seit einigen Iahren so aurudgegangen, daß bis vor kurzer 3eit fast kein St iobruch mehr ini Detrieb war. Es sind wohl nach dem Kriege verschiedene Dau- ten -- zur Herstellung von Kunststeinen. Stein- sägewerl usw. — errichtet werden, aber auch diese sind nicht mehr Im Detrieb. Ietzt scheint nun etwas Leben in diese Industrie zu kommen. Der frühere Betriebs führe der Hessischen Steinbrüche, S ch m i c d c k ii c ch t , hol im „Kirchge- Heeg" der Gtrnurlung Kes selb ach von dein Fteiherm von Rabenau einen Steinbruch gepachtet, in welchem etwa 30 Mann beschäftigt werden. Auch in den Steinbrüchen bei Londorf soll die Arbeit beginnen. Ferner ist der Pflastersbeinbruch auf den „Däumem" oberhalb Kesselbachs nach jahrelangem Stlllstand wieder in Betrieb genommen worden. * Rüddingshausen 22. Ian Am Samstag hielten drr hi.'fige Männerchor und der Gemischte Chor ihren Familien- abend bei Gastwirt Ioh. Wiftner cb. Dei rech0IU^tnbtn5TOüre, rot \W fttitao.. f. mitil lilr.MA\®W,üerf uretero H. Streck,Eii-Eekr. L R., Biiminwi • Schotten. 22. Ian. In den ober- hessischen Landstädtchen, auch in Schotten, herrscht zur Zeit unter den Verbrauche m und d.'nLLa.id- toirten Erregung über das i ßverhältnis von Vieh- und Fleischpreisen und von Mitch- und D u 11 e r ß r c i f_c n. Die Preise von Rindvieh. Schweinen und Schafen sind seit Monaten zu.üäg gingen, die FleischprIse jedoch nicht. In Frantsurt a. M.. der größten Ver- braucherstadt der weiteren llmg^gmb. kostet das la Rindfleisch 60—70 Pfg.. hier kostet es 1 Mk. Die Landwirte, die foweso gezwungen sind, Vieh zwecks Bezahlung der Steuern abzusehen, können ihr Vieh nicht mehr zu annehmbaren Preisen loswerden. Sie gehen viel ach dazu über, selbst z u schlachten und das Fleisch zu verkaufen. Hierüber haben beräts Ve hand- tungen in der 2'in')toirtfdnf‘ö arnmer stat 'emn- ben. Die staatliche Preisprü'ungsstelle soll sich ebenfalls! mit der Sache schon befaßt haben. Es mu ßhierin Wandel geschaffen werden, damit dieser ungesunde wirtschaftliche Zustand beseitigt wird. Slrcio Büdingen. „?“ Ridda. 22. Ian. Der Gefangenen- toärter i. R. Ludwig D i e h l m a n n vollendete in diesem Monat sein 80. Le b en sj a h r. Der Hockbetagte. der sich aud> im Drange seines nicht lübermäftig sonnigen Derufes eine heitre Seele bewahrte, erfreut sich noch ausgezeichneter körperlicher und geistiger- Frische. Seine Blumen, und ; Blattpflanzen, die er mit der gatzzen Innigkeit I .xä ausgesprochenen Dlumenfreun - ! des liebt und pflegt, erheitern und beglücken : 'einen Lebensabend. Mögen Rosen. Tulpen und 1 Lilien ihm noch recht oft erblühen! — Die Ma- 0 r i g a l v e r e i n i g u n g - D a r m st a d t (Leiter Privatdozent Dr. ,x. R o a ck). die bereits in allen größeren Plätzen Obcrhefsens durch ihre lünst- erisch hochstehenden Darbietungen sich in das Herz der Zuhörer cingefungen, soll nun auch hier heimisch werden. Zur Zeit finden Dera- tungen unter DHeiligung 'ämt icher hiesigen Ver- eine statt, um das in Aussicht stehende Konzert zu sinanckeren. Es sott an einem Sonntagr p mittag stattsinden. um den Bewohnern der Umgegend den Desuch zu ermöglichen. )( Ortenberg. 20. Ian. Der Veteranen - und Militärverein Hassia hatte am Sonntag seinen Festtag. Am Rachmittag fand im Hirzelschen Saal ein Konzert des Acker- letzte Mal stehen geblieben waren — ach ja, der Schwickelmann . . . jaja. . . Ich schlug das Adreßbuch zu. Schade, daß so wenig Zeit war. Ich hätte sie gar zu gern mal besucht, diese alten Schulkameraden. Wer natürlich, wenn so wenig Zeit war. §alt, da fiel mir etwas ein. Kellner! Sic wünschen, fragte der Kellner in der Bahnhofswirtschaft diLnstbcreil. Das Telephvnbuch, bitte! ünb eine halbe Minute später setzte sich eine Äiubcl in der dunklen Zelle in Bewegung. Hier Amt! Rümmer einundachtzig vierundneunztg Bttt- mann. bitte! _ . Rümmer genügt, Raine ist nicht notig — rrr, Pause. Dann eine grobe Stimme: Hier Dittmann & Co., wer dort? Rein, halte d-eser Dillmann mit dem braven Gesicht, dieser Roderich Dcklmann. der immer so schüchtern wisperte, wenn der Lehrer ihn was fragte, hatte der sich einen groben Angestelllen zugelegt. Ich nwchtc Herrn Roderich Dillmann sprechen, bitte! , _ . Bin ich selbst! brüllte die grobe Stimme. Ich ließ vor Schrecken den Hörer fallen. Mir verging die Lust am Weitersprechen. Der liebe, brave Roderich Dittmann — ein Traum ver'ank. Ich läutete ab. Ich wurde jäh von D llmann & Kompanie getrennt. Ich hatte nichts dagegen. Ich kurbelte wieder. Hier Amt! Rümmer achtzehn vierundneunzig! Rrrr. . . Hier Professor Diggelmaier! sagte eine ungemein würdige Stimme. Franz Harter, ja? sagte ich ein wenig beklommen. _ Professor Diggelmaier! betonte die würdige Stimme ärgerlich, was geht Sie mein Vorname an. — Sie wünschen? Aber rasch, bitte, meine Zeit ist gemessen. Herr! Ich — ich wünsche nichts — nichts mehr. Schluß, stotterte ich. älnvers sämtheit! grollte der Professor Dig- gelmaiersche Zorn durchs Telephon. Den Hörer hängte ich ein. Das also war der lustige Franz Paver Diggelmaier geworden — der Digzel- maier, der den Kopf voller Lustigkeiten und Diechereien hatte — der würdige Professor — ach ja . . . jaja . .. Lik- liellicbflit für drii i [7JU mannschen Quartetts stakt, abend« wurde cv Theaterabend geboten Der T urnocr* richten, die zu gleicher Zeit für grchcrc Veranstaltungen aller Art Raum bieten soll. Sin« Sammlung erbrachte bereit« übr 1000 Mark, die übrigen Kosten tollen durch verzinsliche und unverzinsliche Darlehen und durch Zuschüsse de» Gaue.- aufgebracht werden. Der Plan, an dem die Turnhalle errichtet werden sott, ist noch unbestimmt. Mrcie Vetzlar. T R ie de rg i r ui e s. 22. Ian Rachdem gestern mittag auf Grube Philipps- Wonne (Buderus! bei der Personenbeförderung ein Ballen auS dem Schacht auf ben Fordcrkorb schlug ohne weiteren Schaden anzurichten, stürzte gestern abend mit fürchterlichem Getöse der ganze Schacht ein. Da die eine Schicht gerade ausgefahren war und die andere im Begriff stand, einzufahren, ist zum Glück der Verlust von Menschenleben nicht zu bei lagen, lieber 150 Bergleute sind aber wied. arbeitslos grw rden. Wie verlautet, will die Firma wegen des schlechten Geschäftsganges den Schacht vorerst nicht wieder aufbauen. 5 Wetzlar. 22. 3an In althergebrachter Weise wird die bi ’ige Deutsche Volks- Partei auch in dies em Iahre den Geburtstag des Altreichskanzlers Fürst von Divmarck II. Aprils begehen. Die F.-ier findet am 2 9. Mär,, statt Als Redner ist ein he» vorragender Pallc.mmtarier g?to nnen worlen. (Sin Ausschuß ist mit den DorberItungen zu der Feier bereits beschäftigt. ]:[ Hochelheim, 22. Ian. Zum zweiten 2Nale nach dem Kriege veranstaltete der hiesige Raifseifenverein dieser 5a;c einen Farn i l i e n a b e n d. lllachdem der Vorsitzende Fr. 2c e i tz die auswärtig.n Gäste, die Herren Land- Wirtschaftslehrer Haak. dipl. Landwirt Schneider und Lagerhausverwalter Gath aus Gießen, sowie Herrn Vechaudsrevisor Krein a n n aus Wetzlar mit herzlichen Worten begrüßt hatte, folgte ein kurzer Bericht über hie Tätigkeit des Vereins im IahrL 1 9 2 4. Der Warenumsatz war ein ganz bedeu- lender Das ha le seinen Grund mit darin, daß durch die Ungunst des Wetters im vergangenen Iahre säst alle Landwirte gezwungen waren, Saaiaetrciöc und Saat artof e.n zu beziehen, und daß ferner der Verein einen großen Teil der hiesigen Einwohner mit Bremntofien versehckn hat. Erfreulich ist, daß auch die Spartätigkeit im abgelaufenen Iahre wieder vugenommen hat. So lonnic der Verein zum Teil aus eigenen abrugeben. Wo? iaflt die GrlchWst des Gieb. An». l»-> NAd^Vinilei Ga/arock u, Litewka Heu zu kaufen gesucht Siebener VoxoeielN. ^m#h,dnlT S-isamaenU ^^wald"/arlen. Gönner Freu^^iUtaninieN: 0,8(h 15 3,1 99,2". 6.16 3,9 2,5 herübersenden. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt . Januar. t"rte» Universitäts-Restaurant Plockstraße 5 Fernsprecher 198 749a 87 3,90 18 2,46 3 22 50 14/0 07 10 159 22 29 3.9 11,2 4t, BO 167 6,75 13,75 rt. v,i 4,1 3 '2.8 9,üvü 1,14 1.2 2»; 4 3 2,80 17,13 L 61,25 Mittag- und Abendessen Fürstenberg-Bräu Gut gepflegte Weine 32 1 25.80 24 27,50 10,2t 24,80 62,7 57,2 52,9. 3 23,6 Gin Wechs elf allen- 6,18 36,25 31,60 25 ,75 26.10 2', 62 12,50 21,13 73,4 87 9 8 5,40 10,75 12.80 20,0 73,50 87,4 8,75 t,25 10,9 1,12 18,50 L95 10,7 11,13 18 ,2 6,75 11,6 19,13 18,90 20 1,0 fimcrtrantlcfje Moten . . . . , Ctetfllüoe Noten ...... «I'inH'lic Noten ...... Engltsche Noten »ramüfiftbe Noten ..... holländische Noten .... ßt -ltenischr Noten..... Norwegische Noten. ... Deutsch Ccfterr .älOOfitonett Rumänisch» Noten..... Schwedische Noten . . . * * Schweller Noten ...... Spanische Noten Tschechoslowakische Noten • < Ungarische Noten . . . 0.8 *5 1.16 1,15 1,48 0, 8 1,165 1.6 1/2 1.48 94,75 8-,90 11 47,25 166,75 6,8 4 12,80 18,50 1,9 10,-5 0,25 1,23 21 18 14,50 14, 2 111,25 119, 0 17,? ■ 21,4 7 14,70 81, 0 .6,50 -0,75 28 40 3,9 Vor und nach dem Theater kalte und warme Platten 6,18 133 51,62 24,80 2o,9 26.40 20,8 6,8di 1,11 1,11 1,49 0,69 1.33 1.52 1,45 94,71 89,9 11.4 41 177 6 50 14/0 12,9 18,50 1^9 10,50 0,25 91,50 21,40 14 94,4 101 157.1U 17 21,25 7.13 14 25 61/0 6,9 50,90 r>2 25,13 ■’S,62 10,0 24,60 12.60 KsWienz mA alt. formen und ist auch ^ungesund. Wir raten Äorvulenten und allen -nm Ltarkiverden Be> anlagten. in der Avotlieke echte tolubaiMernc, 3U oder GO Gramm, äh kanken und damit gerade ietjt im Winter, wo der Slörvcr von Natur aus eine besondere Neiming -um Ansatz zeigt, eine' Kur uorAiinebmcn. Toiuba enthält übrigens keine Stoffe, die das Lerz an greifen. Sofern in anderen Apotheken nicht erhältlich, sicher Univ.» Apotheke „Zum goldenen Engel". :>3ss 'berliner Handelsaesellfchaft I82V4, Kommerzbank 6,75, Darmstädter Dank 14,50, Deutsche Bank 13,12, Diseontogesellschaft 18,87, Metallbank 19,75 bis 20, Mitteldeutsche Creditbank 1,90, Reichsbank 82,37—82. Montanaktien: Buderus 22,5, Deutsch- Luxemburg 97, Gelsenkirchen 104,50—104—105, Harpener 160- 159, Mannesmann 70,75, Mansfeld 5.10, Oberbcbarf 14. Caro 14,37, Phönix 62.75, Rheinische Braunkohlen 54,75, Rombacher Hütte 33,50, Rheinstahl 57,25. Riebcck 52,87, Tellus 3, Äali /fficftcrcgeln 22. Chemische Aktien: Badische Anilin 32,12. Chemische Griesheim 24, Schcideonstalt 24,50, Goldschmidt 25,87, Höchster Farbwerke 27,50. Holzverkohlung 10,25, Chemische Rhenania 7,30. Elektroaktien: AEG. 13,30, Licht und Kraft 3.60, Felten 40, Reiniger 4,20. Trans- Portaktien: Hapag 29,50, 5proz. abgestempelte De- huantepec 24,12. Sonstige Industrieaktien: Kleyer 3,87, Aschaffenburger Zellstoff 33, Dt. Erdöl 60, Holzmann 6.15, Iunghans 13, Lechwerke 23,25, Reckarwerke Stammaktien 8, Metallgesellfchaft 18, Rheinisches Metall 12,80, Peters Union 2,45, Pokorny Wittekind 7,90, Voigt & Häffner 2. Julius Siel 3, Badischer Zucker 4,35, Heilbronnzucker 4,30. Börsenkurse. Wirtschaft. Die Wirkungen der Etenerlaften das NZirtsckiaftsieKeti. Ein Urteil der Darmstädter Handelskammer. Die Darmstädter Hand Iskammer veröffentlicht einen Bericht über das Wirtschaftsjahr 1924 ber bemerkenswerte Ausführungen über die drückenden St u rlasten enthält Es heißt hie über- Bedauerlich ist. daß man die außerordmtlich^ Belastung mit Steuern nicht rechtzeitig abbremste. d. h. in dem Zeitpunkt, zu welchem man übersehen konnte, daß der Ertrag der Steuern die in den Voranschlägen ausgestellten S^llbeträge erreicht, bzw. überschritten hat. Das ist bereits im Spätsommer der Fall gewesen, wo einige wichtige Steuern mit ihrem monatlichen Jstauf- fommen das monatliche Soll bereits um 40 bis 100 Proz. überstiegen. Die Folge dieses Versäumnisses war. daß Reich. Länder und Gemeinden teilweise über ihren Bedarf Gelder vereinnahmten. während die Wirtschaft andcrnteils unter empfindlichem Mangel an Betriebsmitteln litt und wegen Kredits ins Ausland betteln ging. Durch diesen Zustand wurde vielen Betrieben das Herzblut herausgepreßt, zumal die Vorauszahlungen auch bei Verlust gezahlt werden müsse,u Rach außen hin machte dieser Zustand den Eindruck einer steuerzablungsfähigen. blühenden Wirtschaft. 3n Wirklichkeit verschuldeten im Innern die meisten Betriebe, weil die ^ieuor- betrage nur mit aufgenommenen Krediten dezaylt werden konnten. Die Rückwirkungen auf den landsabsatz und den Export blieben nid}t aus. Bw erfterent traten sie als mangelnde Kaufkraft, bei letzterem als Konkurrenzunfähigkeit wegen zu hoher Gestehungskosten in Erscheinung. 21m be= trubendsten ist es, daß bis heute noch keine Klarheit darüber heirfdit, ov das Reich, Derctcat und die Gemeinde ihr Versprechen, daß die gezahlten Steuern nur Vorauszahlungen finb und am Ende des Jahres verrechnet werden, einhalten. Gerade von den Finanzbehörden werden vielmehr Stimmen laut. Die einer solchen Verrechnung aus dem Wege gehen möchten und am liebsten auch unter das Jahr 1924 einen Schlußstrich wünschten, genau wie unter 1923, um int neuen ^ahr daS bisherige System sorlsctzen zu können sollte dies Wirklichkeit werden, so wäre dies außerordentlich bedauerlich, denn Reich, Staat und Gemeinden Dürften durch ein wlches Verhalten, das ledes Vertrauen untergräbt, ihre kaum bieder gewonnene Kreditfähigteit schwer schädigen. Abgesehen davon, macht aber auch die ganz ungerechte gegenwärtige Verteilung der steuerlichen Lasten eine endgültige Veranlagung und Verrechnung zur Notwendigkeit. Tatsache ist, daß bei der Einkommen- unö Körperschastssteuer, sowohl nach dem Umsatz, wie auch nach dem Vermögen gezahlt werden kann, daß weiterhin für einzelne Erwerbsgruppen verschiedene Prozentsätze gelten, die nich t immer den wirklichen Verhältnissen, sondern vermehr oder weniger lebhaften Rührigkeit der Verbände in Berlin zu danken sind. Dies bewirkt, daß unter Berücksichtigung der hieraus werter ausbauenden Gewerbesteuern die steuerliche Gesamtbelastung. uni Umsatz gemessen, zwischen 2 bis 10 Prozent schwankt, wohlgemertt bei Betrieben, die bezüglich ihrer Reinverdienstguoten sich unter normalen Verhältnissen ziemlich gleichstellen. Das größte Anrecht wäre es, solche Ungleichheiten verewigen zu wollen, statt diese wieder gut zu machen. Rur eines hilft hier, und das ist eine möglichst baldige endgültige Veranlagung der Einkommen- und Körperschaftssteuer und. im Anschluß an diese, der Gewerbesteuern. Steuergerechtigkeit kann nur Dadurch erreicht werden, daß wieder in gleichem Maße, wie früher, der tatsächliche Ertrag besteuert wird und nicht ein konstruierter Ertrag. Der der Wirklichkeit nicht entspricht. Eine solche Rückkehr zum Alten bringt dann auch von selbst den Wegfall der verschiedenen. jetzt notwendigen Bewertungsmaßstäbe und damit eine Vereinfachung der Steuerveranlagung mit sich. "BildungderDeratungsstellefür Auslandkredite. Die im Reichsfinanzministerium von einer Kommission vorbereiteten Richtlinien für die Aufnahme von Auslandkrediten durch Länder und Kommunen sind von den Ländern angenommen worden, so daß die in den Richtlinien vorgesehene Beratungsstelle für Auslandkredite Der Länder und Kommunen ins Leben getreten ist. Der Kommission gehören an: Geh. Reg. Rat. R 0 rden vom Reichsfinanzministerium als Vorsitzender. Direktor Dr. Dahlberg vom Reichswirtschaftsministerium, Präsident Dr. Schröder von der Preußischen Staatsbank, Präsident Arnold von der Bayerischen Staatsbank und Reichsbankdirektor Dreyse, Mitglied des Reichsbankdirektoriums. 6 Erhöhung des Silberumlaufs? Das Reichsfinanzministerium beabsichtigt, den Silberumlaus auf 10 Mk. pro Kopf der Bevölkerung zu erweitern. Die Reichsbank hat bereits vor einiger Zeit ausreichende S'lberkäufe vorgenommen, die den bisher geltenden Sah von 5 Mk. pro Kopf garantieren. Die Verhandlungen über eine Erhöhung dieses Satzes dauern im Reichs- finanzministerium noch an: vor einer Beschlußfassung in dieser Hinsicht muh die Stellungnahme des Reichsrates ab gewartet werden. * Zusammenschluß Der Kaliindu- strie gegen Den Wintershall-Konzern. Wie der „Hannov-rsch? Kuner" belichtet, haben sich mehr re Kal-Konz rne, i: zusammen die Mehrheit in der Kaliirdustrie darstellen, über eine gemeinsame Wirtschafts- und Preisv^li'ik verständigt und ei n m Schicht-nbftck gebildet. Offenbar fei örf’r Dch-chluß durch das Vorgehen Des Wintershall Konzerns ve u sacht, d r tu ch die bekannten Vcrhandlunaen mit der Preußischen Bergwerks- und Hütt n A.^G. endgültig Die A <° sicht bestätigt hat, daß er eine Majorisierungspolitik betreibe. Peters Union 21.=®., Frankfurt am Main. Der Aufsichtsvat hat beschlossen, der G. D. (3. 3.) vorzuschlagen, das Stammkapital im Verhältnis von 331/3:1 zusammenzulegen, so dah an Stelle des bisherigen Stammkapitals von 200 Mill. PM. ein solch s von 6 Mill Rm. (vor dem Kriege 5 Mill. RM.) tritt. Das Vorzugsaktienkapital wird derart umgestellt, daß auf eine Vorzugsaktie von bisher nom 1 003 Mk. eine solche von 16 Rm. entfällt, mithin das seitherige Dorzugsaktienkapital von 10 Mill. Pm. nach der Zusammenlegung 160 000 Rm. beträgt. Frankfurter 2lbendbörse. Frankfurt a M, 22. 3an. (T. U.) Nachdem die Realisationen zum Stillstand gekommen sind, konnte sich an Der Abendbörse ein lebhaftes Geschäft entwickeln. Die Kursbesftrungen, Die fdjon im Mittagsverkehr einsehten, machten weitere Fortschritte und nahmen vereinzelt, so bei Harpener, einen größeren Umfang an. Angeregt durch stärkere AuslanDkäufe blieb das Geschäft lebhaft bis zum Schluß. Große Beachtung bestand für Montan ■ und Chemieaktien, Die besonders fest lagen aber auch Der Elektro- unD Banlaktienmarkt verkehrten in angeregterer unD besserer Haltung. Auf Den Rebenmärkien schien sich die starken Kurssteigerungen für 23er- HeberungSaftien fort. Das Interesse für aus- „ r-- ^"len hat sich etwas verminDert, Die alrnsahe flnD kleiner geworden. Deutsche Renten lagen weiter lustlos und wenig beachtet. Die Dorfe schloß lebhaft und fest. Deutsche Anleihen: bproz. Reichsanleihe 0,895, 3^/chroz. Preußische Konsols 1350. Ausländische Renten: 4'/-proz. Oesterreichische Schätze von 1914 9,62, 4>'proz. Oesterreichische Staatsrente von 1913 3,75, Oester- ^lchuche Goldrente 11, älngarische Goldrente 11, 1 3oUturfen 11,12, Türten von 1908 8. Bankaktien: schwindlerpaar arbeitet augenblicklich nach folgendem Rezept mit gutem Erfolg: In einem beliebigen Geschäft kaust das Paar Kleinigkeiten, bezahlt diese und ersucht gleichzeitig, ihm einen Fünf zigmarkschein z n wechseln. Durch fortgesetztes Schwatzen versteht es Dann das Paar, die Geschäftsinhaber so verwirrt zu machen, daß es ihm ermöglicht wird, Den Fünfzigmark- schein mit Dem Wechselgeld wieder einzustreichen. Das Paar konnte bisher nicht auf frischer Lat ertappt werden. fpd. Ufingen, 22. Ian. Der älteste Rasfa, ue r ist gegenwärtig Der im 101. Lebensjahr stehende ehemalige Samenhändler Adam Buhl mann in Hausen-Arnsbach. Der alte Herr ist noch recht rüstig. p/o Dcokfchr RrlchAanlclb» 4"/° DruNchr ReichSantelhe S'/,"/, D-uNche Nelch-anleib« 3®A Deu Ische ReichSanletbe Deutsche SvarpräMlenanirtvs s-i/A Sellen ' 8°/o Hessen........... Deutsche Wend. Dollar-Aol. bfo Doll -Schatz-Anwetlng. «°/» Hontürien......... 6 ,• <8olbme:l?anet . .. . > Berliner Handel-qesellschas» <5ominera- und Prlvat-Bank Dannft- und Naiioualdarik . Deutsche Bank........ Deutsche BeretnLbank .... Di^conto Conunaudtt . . . Mclalldank........... MiNcldeutlche Ercdttbank. . tr esteire.tchische Lredttansrall Westdan!........... Bochumer Guß ...... Buderus...... Karo . ....... Deutsch-Luxembura Velseuktrchencr Bergwerk« . . Sarpener Bergbau albücrfc Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln. . . . . i-auraiiüttc Cbevbekarf Phouti Bergbau ...... Rbelnuabl .......... Öllcbcd ivontan ...... Tellus Bergbau. ..... Oamdurg Amerlka yake». . . Norddeutlcher Llovo ..... Tberamische Werke Albt« . . Bementioerf Heidelberg .. Vl'ilivv Holzmaun ...... vlnalo Corn -Guano . . ... Badische Anilin ....... 6heniild)e Mayer Äiavdr . Goldicbmtdt ®ric6 timet Tlectrou .... Höchster Farbwerke Holzverkohlung RütgerSiverke......... Echeibeaustalt Maa TicktrtzttätS-Sesellfchaft Beramauu Bialiikraitwerke ..... . Lchuckert ..... .. . Siemens & HalSW..... eibkriverfe Kleyer ...... Daimler Wolorat. ..... Heliliaenstaedr . ...... 'O.eautn ....... tj-rnn‘fnrtrr Annamren .'io ,lernenfabrlf Braun L-eiullutsell chaft Frankfurt $ri Union A G eetiub'abrir Herz . . Sichel « . . . . . gellste Galdboi . . Jurfrr'tibrif 3-rnnfent6a1 Huderrobrl' 'yo.itibänlel sich zunächst lebhaftes 3nte?effx:, waS wok^ Scrvtvch, zuruckzuführen ist, daß die Förderung im Ruhrkohlenbergbau die Friedensstärke wieder erreicht hat. Eine weitere Anregung schien die CBetebum des Roheisenmarktes zu bilden. Drvtzdem bliev die Tendenz zunächst uneinheitlich. Besser lagen Gelsenkirchen und Deutsch-Luxemburg. Erhöh! waren die Kurse für Harpener. Auch ober* schlesische Werte wurden lebhafter gehandelt Schiffahrtswerte waren fast unverändert, Hapag lagen abgeschwächt. Am Markt der Frei- verkehrs-Kaliwerte war das Geschäft lustlos bei leicht abgeschwächten Kursen. Auch am P e t r 0 le u m m a r k t überwog die Abgabeneigung: auch hier bröckelten die Kurse ab. Eine Ausnahme bildete Der Bankaktien-» markt, wo sich ein lebhaftes Geschäft entwickeln konnte. Gesucht waren Berliner Handelsgesellschaft und Reichsbankanteile. Besonders Berliner Handelsgesellschaft eröffneten fest. Am Markt Der heimischen Renten zeigte sich eine recht lustlose Stimmung, doch vermochten sich Die Kurse auf der Höhe der gestrigen Schlußnotierungen zu halten. Am auslä-ndischen Rentenmarkt ging es wieder recht lebhaft zu. besonders fliegen die Vorkriegswerte von Oesterreich-älngarn. Gesucht waren vor allem ungarische Anleihen. Diese Aufwärtsbewegung ist auf Die Hoffnung der Anleihebesitzer zurück- zusühren, daß etwa nach den Schweizer Vereinbarungen auch dort eine Auswertung von 50 Prozent erfolgt. Zu erwähnen sind noch Elektrowerte, an Deren Spitze Siemens leb» Haftes Interesse sanden. Am G eldmar kt wird tägliches Geld mit etwa 10 bis 12 Prozent gesucht. Monatsgeld notierte ungefähr 9 bis 12 Prozent p.a. Privatdiskont ging mit 8 Prozent um. Am Devisenmarkt waren leine nennenswerten Veränderungen zu verzeichnen. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a.M, 22. Ian. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 21,50 bis 26, Roggen, inlanD. 22 bis 25,50. Sommergerste für Braugerste 26 bis 34. Hafer, inländ. 18 bis 22,50, Mais (gelb) 22,75 bis 23.50, Weizenmehl, inländ.. Spezial 0 41 bis 43,50, Roggenmehl 36 bis 39,50, Weizenkleie 14,75 bis 15,25, Roggonkleie 14,50 bis 15 Mark. Tendenz: fester. Frankfurter Schlachtvrehmarkt. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 22- 3an. Auftrieb: 11 Rinder, Darunter 5 Ochsen, 6 Kühe, 1145 Äälber, 765 Schafe, 949 Schweine. Cs wurden bezahlt für 100 Pfd. Lebendgewicht: Kälber: Feinste Mast- falber 60 bis 65, mittlere Mast- und beste Saugkälber 50 bis 59, geringere Mast- und gute Saugkälber 40 bis 49, geringe Saugkälber 35 bis 40. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 40 bis 45, geringere Masthämmel und Schafe 30 bis 38, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 20 dis 28. Schweine: Vollslüschige von 80 bis 100 Kg. 70 bis 72, unter 80 Kg. 65 bis 70, von 100 bis 120 Kg. 73 bis 75, von 120 bis 150 Kg. 73 biS 75, unreine Sauen und geschnittene Eber 60 bis 70 Mk. Marktverkauf: Kleinvieh ruhig geräumt, Berliner Produktenbörse. Berlin, 22. 3an. Der Produktemnarkt war trotz Der Schwäche des Auslandes befestigt. Das Inlandangebot war für Roggen, Hafer und Gerste sichtlich größer. Roggen hat sich bei ziemlich lebhafter Deckungsnachfrage wieder erholt. Für Gerste und Hafer war die Kauflust vorsichtig und zurückhaltend. Auch für Mehl zeigt« sich später einiges Interesse. Futterartikel weiter fest. Es notierten pro 1000 Kiko: Weizen, märf. 257 bis 264, dtv. Mai 293.50 bis 294,50, Roggen, märf. 250 bis 258, dto. Februar 275 bis 276,50. Dto. März 279,50 bis 280,50, dto. April 284, Dio. Mai 288 bis 289, Gerste, märf. 230 bis 312, Futtergerste 230 bis 252, Hafer, märt. 190 bis 200, Dto. pomm. 180—190, Dto. Mai 221—222, Mais (toto Berlins 223 bis 227, Raps 400 bis 405, Leinsaat 410 bis 420: pro 100 Kilo: Weizenmehl 34,75 bis 37.75, Roggenmehl 34,50 bis 37,50, Weizenkleie 16,70. Roggenkleie 16,70, Dib toriaerbfen 29 bis 34, kleine Erbsen 20 bis 23, Futtererbsen 20 bis 20,50, Peluschken 17,50 btfl 18, Ackerbohnen 20 bis 21, Wicken 17 bis 18, Lupinen, blau 13—13,50, dto. gelb 16—17, Serradelle, neu 17,50 biß 19, Rapskuchen 19, Leinkuchen 26 bis 26.20, Trockenschnitzel 9,90 bis 10, Torsmelasse 9,80—12, Kartofselslocken 20,70 bis 20,90 Mk. Rundfun -Programm des Frankfurter Lenders. (Aus Der „RaDio-Amschau".) Samstag. 24. Januar: 11,55 Ubr: Zeitangabe. 12 älhr: 2lachrichten? dienst. 4,30—6 ilbc: Rundfunknachmittag in Musik und Wort. 6 IHjr: Wirtschaf sm lduagm. 6—6,30 älhr: Die Lesestunde (An Die 3ugenD): Aus dem Roman „Wenn die Ratur ruft" von Jack London. 6,30—7 Ahr: Die Besprechung (Theater und Kino). 7,30 ilf)c: Vortrag von Dr. Kobner, Syndikus Der Industrie- und Handelskammer: „Die Jndustri bclaftung3gefetc. ihre Aufbringung und Auswirkung". 8 Llhr: StunDe des Frankfurter Bundes für Volksbildung: Vortrag von Professor Dr. Hülsen: „Kunstverstehen und Kunftgenießen". 8,30 Ubv: Wunschab nd des Hausorchesters unter Mitwirkung des Münchenei Komikers Curt Graf. 9,30 Uhr: Rachrichten, Wettermeldung, Sportbericht. 9,40 ü£r: Die Spätankündigung: Jam salis! 9,55 Uhr. Zeitvorbereitung. 9,56 IHjr: Drei Minuten Der Hausfrau. 10 Ähr: Zeitangabe. 10-11 Ahr: Kammermusil-Kon'ert. A bführende: Licco Arnar (Violine), Emma Lübbecke-Job am Grotrian-Steiuw c g^oly man Doch bisher durch Jäten u. Dgl. nicht Herr über ibn werden. Dankbar werden sie dafür fein, Daß ihnen durch Den Lichtbildervortrag Aufklärung über ein wirksames Mittel zur Bekämpfung Dieses Äebels gegeben tourDe. An Die geschäftlichen VerhanDlungen schloß sich bei riesigen Brötchen, aus Raiffeisenmehl gebacken, unD bei Dem von Der Verkaufsstelle gelieferten echten Bohnenkaffee ein gemütliches Beisammensein an. Gemeinsame Gesänge unD Vorträge heiteren Inhalts trugen zur Hebung Der fröhlichen Stimmung bei. Erft lange nach Mitternacht fand die schöne Veranstaltung ihr Ende. Hessen-Nassau. T. Krofdorf. 22. Jan. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr, Die nun schon 12 Jahre besteht, seht sich gegenwärtig aus 30 aktiven und 26 passiven Mitgliedern zusammen. Im vergangenen Jahre wurde die schon lange herbei- gesehnte lange Steigleiter beschafft. lf Marburg, 22. 3an. Heber Die Bevölkerungsbewegung Der Stadt Marburg im Jahre 1924 liegen folgende Ziffern vor: Geboren wurden 417 Knaben und 332 Mädchen, zusammen 739; auf Die Anstalten kommen Davon 462 Geburten. Gestorben sind 465 Personen, und zwar 239 männlichen und 226 weiblichen Geschlechts; hiervon kommen auf die Anstalten 318 Personen. In Den Stand Der Ehe traten 149 Paare. — Bei Der letzten Viehzählung waren im Kreise Marburg vorhanden 4259 Pferde, 25 345 Stück Rindvieh, 11 748 Schaft, 25 594 Schweine. 6226 Ziegen und 97 555 Stück Geflügel. Pferde und Ziegen zeigen . eine Vermehrung, die anderen Viehgattungen noch eine Verminderung gegen 1914. bL Dillenburg, 22. Jan. In den Tagen vom 12. bis 18. D. HL fand in Den Räumen Des hiesigen Gymnasiums eine Wanderausstellung statt, Die unfern schönen Deuts ch e n Rhein in Wort unD Bild zeigte. Fast sämtliche Schulen des Kreises nahmen an Der Veranstaltung teil. Auch von der Bevölkerung wurde Der Ausstellung reges Interesse entgegengebracht. bl. Saiger, 22. Jan. Das seit Jahrzehnten hier bestehende alte Schulgebäude konnte Den Anforderungen Der Reuzeit nicht mehr gerecht werden. Unter Den schwierigsten Geldverhältnissen nahm man im vergangenen Jahre einen Reubau vor, Der jetzt unter Teilnahme der gesamten Bevölkerung und der Vertreter Der staatlichen und städtischen Behörden (einer Bestimmmung übergeben wurde. spd. Frankfurt a. M, 22. Jan. Die Ar- beitsmarktlage ist in der letzten Woche im allgemeinen dieselbe geblieben, wie in Der Vorwoche. Die Zahl Der Arbeitsuchenden betrug im Laufe der Woche 10 227 (10 925) gegenüber 2030 offenen Stellen. Besetzt wurden 1610 Stellen, einschließlich 799 Aushilfen. In Erwerbslosenunterstützung befanden sich am 17. Januar 4806 Hauptunterstühungsempfänger. Auf 1000 Einwohner entfalten 10 Hauptunterstützungsempfänger. — Die Familie Schiff in Reuho r k hat auf Anregung ihres hier wohnenden Verwandten Die infolge Der Inflation entwertete Jakob H. Schiff-Stiftung für Wohlfahrts- zwecke in voller Höhe von 30 000 Reichsmark wieder aufgewertet. Die Stadtverwaltung dankte Den Spendern dadurch, dah sie eine neuerbaute Straße mit Dem Ramen ,Jak.b-H.°Schiss- Strahe" belegte. — Die städtische Deklei- dungsstelle wird in diesen Tagen aus - gelost, ihren Warenbestände werden zum Ausverkauf gestellt. — Im Opernhaus stürzte Mitt- Lwoch abend ein älterer Herr von einer Rottreppe ab und verletzte sich Dabei so schwer, daß er kurz ?hadj der Einlieferung in das städtische Krankenhaus verstarb. Jetzt stellt es sich heraus, daß 'Der Mairn in einem Anfall geistiger ilmnadj® tung selbst den Tod gesucht hat. — Die Speisung Der armen AltstadtkinDer ist für ein weiteres Jahr gesichert. Da holländische Freunde bedeutende M-mgen von Lebensmitteln lktn BUlio»,» Mark auJufbrihtt 8uenue-«trc . 4 76 '■-,04 »oll voll eto:/'>o(m .0 '.13, 0 •U,0t 11 l Oh 1)011 ßrhhmford 1 ,5 7 16, 97 17,60 10, 6 10,80 Oll voll ßlaUeii. 1/ 1 7.34 17.3 voll voll Landon. . 20, 3> 2C,ceg 20, 2 10,132 voll voll ‘.Kcunor? . 4,1 1 . V £2,: 0 4,195 4,27, voll voll VartS ■ $2 62 12,71 12,77 Dvh VOu Schwrt, . . du,61 li;l8 »9.7 Ö0.33 11,03 101. voll Cva icif . VU.JÜ v3,58 *•9 72 Lüll UOd W'cu in D.- Ceft nbflffl f.QOl k,9S.' *1,6? 5,"1 »,v ; ofl voll Prag 11.S8 tr.56 1k,SS 5,83 roll UOll vudap.st :,S0 0,62 B 31 voll voll Bn n 9(irf4 ' ,686 1.69? 1,187 V9 voll UOd Bul arten :,j 2 :, 6^ 1,l6 UOll ftavmi 'n Io d 9u duum " Gert fuhr in die Höhe. Heiligt Donnerwetter." ries er. ..ich tann doch nicht ewig in diesem Talkessel siyen! Wir kneifen einfach aus. ..Za natürlich. Wir nehmen einen Crtra- > zug ... Liebster Graf, wir müssen Geduld haben. Wir können nur auf einen glücklichen Zufall rechnen, ilnfre Gastgeber sind friedliche Leute, und Sie sehen, wie Togol mich ehrt. Ader sie haben eine solche Heidenangst vor ihren dnndi- schen Schutzherren, daß sie uns beim ersten Fluchtversuch einsach niederknallen würden Llnd wohin ieilen wir uns denn wenden? Himmelhohe Berge und Gletscher schließen uns ein. Wir kenn en weder Weg noch Steg, wir haben lerne Führer. Wir würden zugrunde gehen wie Zhr Freund Murray - wie beinahe Sie selbst. Gert lieh sich wieder auf fein Teppichlager Aurüdfalicn. .Verflucht" sagte er in kom'scher Ergebenheit. . Wenn ich daS alles geahnt hatte .. Wenn man wenigstens ein Lebenszeichen nach der Kakao n8n besonders billig, Pfund 1»OO, U«vU ngn ,/.Pfund .... 1.30, 1.10, U.ml Schokolade JÄt Weshalb brängte Frau von Elstern auf di« ' ' '^Vd^babc nur Vermutungen Sie mochte an Freyes Zukunft denken Deshalb wollte sie tntHen. Ler ich bin. Ich trage al» Missionar cman Brudernamen." ___ „ ,, .1 Sie haben ihr feine Aachricht mehr zukommen lasten . fiagtc^ci. .^r nie geschrieben. Zch wollte jeden Einsluh auf sie ausschalten. Sie sollte ganz frei fein, ganz Freye." Gert starrte den Mann verwundert an, als rede er in einer fremden Zunge. Er geriet in Erregung. „ „ . . _. Bei Gott Bruder Dorotheus. rief er. ..Sie sind ein seltsamer Heiliger! Sehen Sie. mich — mich bindet nichts! Zch bin ein liebloses Ungeheuer. Ein Mensch mit verbummeltem Herzen $Ibcr Sie - Sie Heben doch die Freye! Za ich liebe sie. 3ft sie nicht liebenswert?' ..Das ist sie. Und deshalb begreife ich Sie qj Oberteil aus Etamin mit imit. Filet Einsät- O 50 Posten I ötores zen und Tüll-Volant oder Stickerei, Mk. 6.50,450, Posten II Etamin- oder Tüll-Storesa^giatum oder gemußt tüii JJ50 oder Etamin, reich mit echten Handarbeits-Filet-Motiven u.Klöppelemsatzcn, Mk. 16.50,1-.50, Posten IH Madrasgarnituren eleg. hellgrundige, jed. 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Zch kenue ^^^"vblterung. vielfach verstreut in Pamir, zum Leit tactarificrt, cm geriebene» 1 S-'hcibaft was ich iroch alles kerne. Aber nun zur Hauptsache. Bruder Dorothu.». Sie tagten wi> leien Gefangene unterer ©aftfreunbe. Gelangtnc von einigen fünfzig QlngUhafcn. ®aö ist bodi Wahnsinn. Sin paar Wochen intei c1n.it mich schon die Geschichte. Wer dann wachte ich weiter. Zch mochte endlich einmal wieder nach Hause." v _ „Ich auch. Die Sache ,st nur die, daß wir nicht forttommen." . 0H0' Wer kann mich hier feftschmicden < .Die Ehmcsen öedyä Dagermsen von hier liegt ein kleines chinesisches Fort, Bulunkul hecht eH Z» icbem Sommer, zumeist im Zull, schickt her Kommandant einen Abgesandten her-, um den fällige" Tribut zu erheben. Ami durcu Sie -.licht das ungeheure Mihtraucn dieser Aaste ve^ gehen, da^ durch den Krieg im Aorden noch mehr genährt wurde. Obwohl meine Paste in bester Ordnung sind, hält man mich für einen Spion Man lä&i mich nicht eher fort, ehe nicht 1000 Mark aucbinTeilbetrciaen. gegen vielfache gute Ticherbeit und sehr bobe Zinsen gesucht. ?Hü(f»ablunq nach Bereinbarung-Lchr. Angebote unter 0674 an oen ©test. Anz. ■ M als L Hyvothek von Geschäftsmann gesucht. Lchr. Ann. tu i/j70 an d Gien. Anz. Mer Blei iLlelröhren' lauft BrühUHr Druckerei u-D Schustrr. Bonbons | öimBeeren. ■. $fun6... 15 l iF.aliöonöons.. «^d. 15 I Brannen 1 < Ssund.....25?, s Misten la ' t Pfund ... 35 Wlala 3 t Pfund .. . 40.) [ Hamburger Kaffeelager MM W8M Mämburg 31 ch j n8cl 'eat® platte^ Taschentücher « für Kinder, weiß, mit Rand, Ig nh 3 Stück...........Mk.U»nU Ein Posten Etamine für Gardinen A HA 150 cm breit, gute Qualit., c der Ä> waren Derlst^m. ^antantcUc A^ « wi-dcr L'L» stA Ä Spche Simens GvÄ ncrmeS 5U verzeichnen. Tekreidebörse. 5 -Dichenec !■< 22. 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