«SV «r. 24z Erstes Blatt t: ie' £ * wte« ? L ch.dos furch,. , befvnderr S? für "^eführ, c U. H 6ier &F'lc' Da- werdenden unb C&Ur! k'ne MF? vier gewährt miSTJ 'n W ?r/tbnerin afMlii!,?6 wrgen zu «" 4 erhäl, T. (JJ ,6rW g* Ät' r lagen unb ß.'-fcu^ w- liommcn 6inY'?u?8 gsseuche bj'nrtWle,t»S schreibt tfflftaM: £ in de 9 u ,Äl1.|ifn und ert- ll;n ftch.^'kS in der M ^'Uemeindeha^ ^fnr^ 1e(rd'2n;0dan5S' Vänn> rb yfffammrft @cm^ s;&ä siSLsA Zeme'NOk zvin SW'-Lr igunfl ^hrt tJ°Kn, ßerr ’S® .E'l, fr» 6 H®’rt Wunsch« der Leiden Vereine Nachkommen und sich dauernd für alte Zeit mit ihnen und damit mit seiner lieben Petrusgemcinde verbunden füllen werde. Die Feier, welche von Gesängen des KirchengesangvereinS unter Leitung des Herrn Hamm umrahmt war, gab den, nunmehrigen Oberhirten Gelegenheit, mit manch einem Glied seiner Gemeinde im trauten Kreise Dleich- aefinntcr ein warmes Abschiedswort und einen Ab schiedshändedruck zu tauschen. Der Gesamteindruck der schlichten Feier darf zusammengesaßt werden in dem Wunsche: Gottes Segen dem Herrn Oberfirchenrat Wagner im neuen größeren Wirkungskreise! Dein Andenken in der PrtruS» gemeinde wird unvergessen bleiben. Es ist uns tröstlich 511 wissen, daß auch er seine frühere Gemeinde nicht vergessen wird." -• Grundstücksverpachtungen der Stadt Gießen werden in unserem heutigen Anzeigenteil angekündigt. Interessenten seien auf diese Bekanntmachung besonders hingewiesen. ’ E i n lebender Maikäfer wurde gestern nachmittag auf dem Neuen Friedhof bei iümbettungsarbeiten mit ans Tageslicht befördert. Der braune Geselle hat sich in seiner Zeitrechnung etwas reichlich stark geirrt. Aber immerhin, er paßt zum Erdbeereis, das wir am Montag in Aussicht stellten. ** Die Freiwillige Sanitatsko- könne vom Roten Kreuz in Gießen hält vom 27. Oktober ab unter ärztlicher Leitung wieder einen Ausbildungskursus für „Erste Hilfe" bei lUnglückSfallen. Die täglich steigende Zahl der Unfälle macht es erforderlich daß in weitesten Kreisen CRotbelfer zur sachgemäßen Hilfeleistung bei eintretenden Unfällen vorhanden sind. Man beachte die heutige Anzeige. Bornotizcn. — Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater. Z’/5 Uhr „Die blaue Stunde" (Ende gegen 9V, Uhr)' — Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde 81Uhr Neue Aula der Universttät Lichtbilder-Dortrag. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die weiße Schwester". — Astoria-Licht- spiele: Marcco, der Schrei in der Wüste. — — D ie Gesellschaft für Erd- und Bolle rlunde nimmt ihre Bortragstätigteit heute abend mit dem Dortrage „Aus dem Dorf» leben der Kamerunneger" auf. Man beachte die Anzeigen, die jeweils in Samstag-Nummern unseres Blattes erscheinen. - Die Dortrags-Deretnigung teilt im heutigen Anzeigenteil mit, daß sie ihren nächsten Vortragsabend, Konzert der Madrigal- Dereinlgung aus Darmstadt, mit Rücksicht auf eine ursprünglich für diesen Tag vorgesehene große Werbeveranstaltung auf Donnerstag, 2 9. Oktober, verlegt hat. — Der Ortsgewerbeverein veranstaltet am Dormerstag abend, 8V< Uhr, eine Mitgliederversammlung, in der u. a. Steuerobersekretär Frees einen Dortrag über „Steuerfragen" hält . (Siehe Anzeige.) - Missionsvortrag in der Stadtkirche. Am Freitag, 23. Ottober, abends 8 Uhr, spricht in der Stadttirche der Direktor der Basler Mission, Pfarrer Divper aus Basel, über die ..Fremden feindlichen Bewegungen in China und die Missio n". Der Blick auf die weltweiten Aufgaben des Christentums kann vor engen und kleinen Einstellungen bewahren, die heute doppelt naheliegen bei der Einkreisung und Beschränkung des deutschen Lebens. Ein zahlreicher Besuch des Dortragsabends ist bei dem Interesse, welches das Thema allenthalben findet, zu erwarten. (Siehe gestrige Anzeige.) — Der Hessische Vaterländische Block, Bezirksverband Gießen, veranstaltet am lammenden Sonntag im Anschluß an einen Geländemarsch und ein Mannschaftspreisschießen auf der Liebigshöhe eine vaterländische Kundgebung. Redner ist der Landtags- abgeordnetc R. Kindt-Darmstadt. An der Kundgebung werden sich auch alle vom Land kommenden Gruppen beteiligen. Nach der Rede findet die Preisverteilung statt. Wirtschaft. • Neue Besprechungen über den Ruhr-Montantrust in Berlin. Wie dec DHD. von unterrichteter Seile erfährt, finden auch in dieser Woche wieder wichtige Besprechungen über die Gründung des Ruhr-Montantrustes in Berlin fta.t. Ob diele Verhandlungen schon in dieser Woche den Abschluß bringen werden, erscheint noch ungewiß. Irgendwelche neue Schwierigkeiten sind aber nicht eingetreten. Auch werden von einzelnen Mitgliedern solche betonteren Schwierigkeiten, wie verschiedentlich fälschlich gemeldet wurde, nicht gemacht. Finanzielle Schwierigkeiten im Richard-Kahn-Konzern. Der Richard- Kahn-Konzern ist in eine Illiquiditätskrise geraten, die dazu geführt hat, daß dieser Tage mit maßgebenden Berliner Banken Verhandlungen über die Bereitstellung dringend benötigter neuer Betriebsmittel stattgefunden haben. Voraussichtlich werden in den nächsten Tagen diese Verhandlungen zum Abschluß führen. Die Schwierigkeiten entstanden vor allem durch den Ausbau der Stock Motorpflim A.-G., die ihr Fabrikationsprogramm nach Bereitstellung des 2.5-Millionen-Mark-KrediteS durch das Landwirtschaftsministerium während der ersten Hälfte dieses Jahres bedeutend vergrößert hat. Die Bezahlung durch die Landwirtschaft erfolgte ausschließlich durch Wechsel, für die im Augenblick keine Rediskontmöglichkeiten bestehen. Beschäftigt find die Betriebe des Kahn-Konzerns durchweg voll. Der Arbeiterstand beträgt etwa 7000. Der Status weist rund 60 Mill. Mk. Aktiva und rund 30 Mill. Mk. Passiva auf, so daß man glaubt, demnächst eine Lösung des Geldbedarfes im Verein mit den interessierten Banken herbeiführen zu können. Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 20. Okt. Die politischen Erörterungen an der Börse sind völlig verstummt. Die heute erfolgte Veröffentlichung der Verträge von Locarno blieb völlig einflußlos. Sonstige Anregungen lagen für das Effektengeschäft nicht vor, so daß die Spekulation ihre gestern an ter Nachbörse begonnenen Leerabgaben fort- setzte. Man wies dabei auf die Illiqui- öität des Richard Kahn-Konzerns hin, die zeigt, daß selbst ein Werk, das an und für sich gesund und fachmännisch geleitet ist, bei den gegenwärtigen Geldverhältnissen in Deutschland in finanzielle Verlegenheiten kommen kann. Die Nachrichten über Schwierigkeiten bei der Bildung des Gisentrustes wurden wenig beachtet, da man damit schon von vornherein gerechnet hatte und überdies die Aussichten auf ein baldiges Zustandekommen des Trustes nach anderweitigen Informationen günstig bleiben. Die Kurse unterlagen daher infolge der svekulativen Verkäufe anfangs allgemein Einbußen. Bemerkenswerte Abschwächungen hatte besonders der QHontanmart’t zu verzeichnen, Chemiewerte, Elektroaktien und die jüngst bevorzugten Rebenwerte schlossen sich an. Auch heimische Anleihen tendierten nach unten. Am Devisenmarkt konnte sich Paris von der gestrigen Abschwächung nicht erholen und wurde unverändert mit 109,75 gegen London genannt. Die Reichsmark notierte gegen Mittag in London 20,32, Amsterdam 59,24, Zürich 123,65, Paris 5,39. Der Geldmarkt war weiter flüssig. Auch der heutige Ausweis der Reichsbank zeigt nach Uebertoin- dung des Quartalswechsels eine Fortsetzung der Entlastung des Institutes. Tägliches Geld stellte sich auf 8 bis 10 Prozent, Ntpnatsgeld auf 10 bis 11'/» Prozent. Frankfurter Qfberbbörfc Frankfurt a. M., 20. Okt. Die Äbendbörse war freundlicher gestimmt, und es kam infolge von Rückkäufen und Deckungen zu einer allgemeinen Besserung des Kursniveaus. Angeregt und lebhafter verkehrten Schifffahrtswcrte und Baltimore auf die Erwägung, daß mit dem Inkrafttreten der Lo- Dörsenkurfe. (Ohne Gewähr.) Frankfurt a.M. Berlin fture Schluß flUttag Damm: 19. n 20 ia 19. 10. 1 20 10. 6% Deutsche RetchSmileihe . 49, DeuN'öie RcichSanleihe . 3*/5% Deutsche Reichzanlcihe 3% Deutsche RcichsanleWe . Tcunche ^vnrvramienanleihc 4°/0 'tireuhische KorckolS . . . 4% Hessen........... 3 */;% Hessen.......... 3% .Hessen........... Deutsch« Wertb. DoNnr-Arrt. dtv- Doll.-Schatz ÄnNetlng?) 4% -tolltiitten..... . 5% Äoldnierikaner..... Berliner Handelsgesellschaft. Commerz, und Pttval-Bank. Darmst. und 9tattonalbcmt . Deutsche Bank......... Deutsche Bereinsbank .... DtScomo Commandit . . . Metallbank........... Mitteldeutsche Lrcditbank. . Ccsterreichische Creditanstalk. Wektdank • .......... Bochumer Guß ....... BuderuL............ Caro . ............ DeutschLnrcmbnra...... Gelsenkirchener Bergwerke. . ßarpener Bergbau...... Kaliwerke Aschersleben.... Naliwerk Westeregeln..... Laurahütte......... . Oberbedarf........... Phönir Bergbau....... RhcinslM........... Rtebcck Maniaii........ TelluS Bergbau........ Hamburg-Amettka Paket. . . Norddeutscher Llovd..... Cberamische Werke Sllbin . . estnientwcrk Heidelberg . . . Philivv Holzmann...... Anglo-Cont-Guano ..... Badllche Anilin........ Lbemiiche Maver Alavtn . . Goldschmidt....... . (SricM eiitttr Electron .... Höchster Farbwerke...... Holzverkohlung........ RütgerStverke . ........ Schetdeanstalt......... Mg. ElckrrtäitätS-Gelcllschoft Beramann .......... S>?ainkrastwerke ........ Cchuckert . . ......... Siemens L Halske ...... '.Idlcrwcrke Klcuer...... Daimler Motoren....... He»li.46 II.14V 0,27.5 1.24 90 25 «6,9 7,95 40 94* 1117,5* 110,1* 104,5* 78,5 7.1.! 0,03 47,5 ni <8,5- 84.5' 112* 123.75 135 44 56 77,75* 63 5 73.25 51 65* 70 25* I 67,3 | 65,5 124,9 73.75 124.25 123,5 51 75 70 94 100* 7 94 | "7.5' ! <6,5-5 ' 6t* 88* 1 36.5 | 35.75 2h 34 0,4 i A ' 25,25 4 d 245 0,2875 0.285 0.465 0.145 0.275 0.26 0.27 0,165 97,25 7,8 41,13 127,9* 95.25* 107* 101 2« 104,1* 7.11 - 79* 47,25 43.5 76,75* 85,5* 111.6* 121.75 19,9 42.5 62 75 77* 62,5* 74 65* <0,5* 126*5 73 124 25 124,9 70 99,5* 78,25 70,75* 90,25* !J7 87 34 27 4 0.835 0.88 0,2775 0,4'25 0,137.» 0.27 0,25 0,27 0,25 97.13 7.6 41,4 129.2* 95* 106,5* 108,2* 104* 7,11 77,5* 44 42,75* 76* 84* 109* 120,13 JH,13 38.5 11* 75,75* 61* 71 65,75* 52,4 90 5 (24,25 69 *122.2 66,9 98, R* 77 69' 88* x »a 32,25 42. 62 2i,5 3.5 Zellstoff Waldbof...... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waabäulel . . . 86.5 58 56,13 S',?? Su*5 18.525 Schweiz . . Ml, 79 1 80,99 80.79 Bii.im Spanien. . 6U.2-2 , 60.38 60,17 60.33 yapan .. . Rio de Jan. 1,723 1 1.727 1.723 1.727 0 621 1.626 0.631 0.633 Wien in D - Ceft. abgeft. Ito, 13 69,27 M.13 M.27 Prag .... Belg rad . . 12.42 12,46 12.42 12,46 7.445 7,405 7,445 7.465 Budapcit. . 5.87 1.S* 5,87 6,81 Bulaaricn 3.05 1 8.06 3.05 «.06 Lissabon . 21 225 21,275 21,225 10.275 Dandg. . . Konstantin. 80.49 80.69 80.52 hü. 72 2.375 2.385 ?,36’i 2,3.5 Alben. . . 5 61 5.63 5.69 5.71 Canada. . . 4.195 4,205 4.195 4.205 Uruaua» . . 4.245 4.255 4,245 4.255 (Eigener Drahtbericht de« ..Gießener Anzeigers-.) Berlin, 2( Oktbr (Leld Briet Amerikanisch« Violen..... Belgische Noten ....... Dänische Note» ........ Englische Noten........ Französische Noten...... Holländische Noten...... Italienische Noten...... Norwegische Noten...... Deutsch Ocsterr .» 100 Kronen sbumanischc Noten...... schwedische Noten...... Schwei;» Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten....... Frantfurter G 4.188 19.01 105.04 20,252 18,45 168.18 16,71 85,49 58,94 111.87 80,M 59,95 13,88 6.82 etreidebvrfe 4.2OS 19.14 I05.5S 20,352 18 .55 169,02 11,79 85.91 59,24 112.4:1 80,93 .0,2» 12,44 5.‘.6 Frankfurt a. M., 20. Oft. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 24, '.Koggen, inländischer 17,50 bis 18, Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 25, Hafer, inländischer 19,50 bis 21,50, Mais, gelb 19, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 37,75 bis 38,75, Roggenmehl 25,25 bis 26, Weizenkleie 9,75 bis 10, Roggenkleie 10,50 bis 10,75. Tendenz: Stetig. Rundfunk-Programm des frankfurter Senders. (Aus der „Radio-Amschau".) Donnerstag, 22. Oktober. 4,30 bis 6 TIhr Nachmittagskonzert deö Haus- orchesters: Vorklassische und klassische Musik. 6 bis 6,30 Ahr Die Lesest nute, 6,30 bis 7 Uhr Stenographischer Fortbildungsunterricht (Diktat von 150 Silben ab aufwärts). 7 bis 7,30 Uhr Vortrag über „Rentneraot und Privatsürsorge". 8,30 bis 9,30 llfcr Uebertragung von Kassel: Liederabend von Alice Tannert-Wünsch. 10 bis 11 Uhr Deutsche Mundarten, ein Zyklus. Vnrhpttapn ist besser als heilen. Desbalb V urucugcn foQ nmrt mif eraiebiae tägliche Tnrmentleerunn achten, nm Ansammlungen von Giftstoffen und Galen im Darm zu verhindern, die schwere förverlirbc Schäden verurfachen können. Apotheker Rich. Brandl's Schweizervillen sind feit 50 Jahren das angenehmste und nnrtfamfte Hausmittel zur Regulierung der Darmtätigkeit. In allen Apotheken. 8»94s- Extr. Sei. pal. 1,5. Exlr. Achill, mosch. — Alofs. — Abwnth . m. b. ■*$». 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Daneben aber auch kleinere Formen mit allerdings höheren, kantigeren Köpfen,die aber doch weich und leicht verarbeitet sind. Rückwärts ist die Krempe ganz schmal, fast ausgeschnitten, seitlich und häufig stark aufgeschlagen. Diel Samt oder Filz mit Delours. Diese Formen nähern sich entschieden dem Stil des Turbans und der Toque, die immer beliebt waren. Reiherbüschel oder Pinselreiher, einseitig wie doppelseitig gesteckt, sind modern. Roch ein Wort über das „große" Gesellschaftskleid. Es wird viel Glanz darin entfaltet, der von dem reichen Schmuck aus Strassleinen, Perlen, Rubinen und Brillanten ausstrahlt, mit denen man die zarten leuchtendfarbigen Stoffe benäht und behängt. Als eine besondere Reuheit wird man Pelzbesatz an diesen Kleidern sehen, der ohne Rücksicht auf die Pelzart in der Farbe des Kleides eingefärbt ist — eine Extravaganz, die nicht jeder mitmachen mag. Praktische Winke. Kalkflecke und „hartes Wasser". Häufig hört man aus Hausfrauenkreisen, besonders in unserer Stadt, Klagen über ein unbefriedigendes Waschresultat. Trotz Verwendung bester Waschmittel und trotz aller aufgewandten Sorgfalt wird das Ergebnis des öfteren durch eine unangenehme Ansteckung einzelner Stücke beeinträchtigt, ohne daß die Ursache dafür sich ohne weiteres erkennen läßt. Es handelt sich um die Erscheinung mattgelber oder weißer Flecke, die am deutlichsten im durchfallenden Licht wahrzunehmen sind und die schönste äsche unansehnlich machen können. Beim Waschen selbst hat die Hausfrau vielleicht schon öfter feststellen müssen, da ßdas von ihr gebrauchte Waschmittel nicht so recht schäumen will, ohne eine Erklärung dafür zu finden. Die Erklärung aber ist einfach. Das hiesige Leitungswasser hat einen verhältnismäßig hohen Kalkgehalt. Der Kalk nun geht mit einem Teil der Seile oder des seifenhccktigen Waschmittels eine Verbindung zu sogenannter Kalkseife ein, die nicht nur für den Waschprozeh als reinigendes Element ausscheidet, sondern häufig sogar die eben beschriebenen Befleckungen bewirkt. Es leuchtet ein, daß die Verwendung stark kalkhaltigen Wassers, vom wirtschaftlichen Standpunkt betrachtet, unratsam ist. 3e höhher der Gehalt an Kalksalzen, um so mehr Fettgehalt des Waschmittels wird gebunden und um so weniger gut schäumt die Lauge. Man müßte, um eine gut wirksame Lauge zu erhalten, in diesem Fall entsprechend mehr vom Waschmittel gebrauchen, was natürlich — besonders wenn es sich um die „große Wäsche" handelt — eine erhebliche Mehrausgabe bedeutet. Wie begegnet man nun diesem ä^ebelstand? Es gibt ein verhältnismäßig einfaches Mittel, hartes, das ist kalkhaltiges Wasser, weich zu machen. Man gibt zu diesem Zweck dem Wasser eine gewisse Menge Bleichsoda bei,, wie man sie ja auch zum Einweichen der Wäsche gebraucht. Der übermäßige Kalkgehalt des Wassers wird hierdurch niedergeschlagen und das Wasser zum Waschen gut brauchbar. Die Klage über mangelhaftes Schaumvermögen der Lauge hört auf und das Waschergebnis wird einwandfrei. Will man Wäschestücke, die Kalkflocke aufweisen, wieder instand sehen, s olegt man das verunzierte Stück in schmacksaures Wasser, das ist Wasser, das im Liter etwa 1 bis 2 Eßlöffel Küchenessig enthält und erwärmt es langsam auf 40 bis 50 Grad Celsius, dann löst sich der Kalk. Rach zehn Minuten nimmt man die Wäschestücke heraus, spült sie zwei- bis dreimal gut mit Wasser und kocht sie in einfacher Bleichsodalösung auf. Rach nochmaligem Spülen sind die Flecke verschwunden. Warme Fußböden. Wir Hausfrauen können für den Winter nicht genug Mittel erfinden, um unsere Zimmer warm zu halten und doch möglichst an Feuerung zu sparen. Immer sollte man dabei den Grundsatz vor Augen hüben: Füße warm und Kopf kalt. Mit Reid — nein, mit dem Willen, sie nachzuahmen, mühten unsere Architekten der alten Römer gedenken, die ihre Heizungsröhren durch den Fußboden laufen liehen und so stets eine gleichmäßige, von unten aufsteigende Wärme erzielten. Besonders wer eine Wohnung zu ebener Erde inne hat, hat unter den kalten Fußböden zu leiden. Aber auch in den oberen Stockwerken macht es sich bemerkbar, daß in dm meisten Wohnungen heute nur noch eines, höchstens zwei Zimmer geheizt werden, und die kluge Hausfrau sucht möglichst ein solches Zimmer zum allgemeinen Winterwohnraum aus, das auch im unteren Stockwerk geheizt wird. Ein vorzügliches Mittel, um die Kälte der Fußböden zu mildern, ist Papier. Man lege darum unter die Teppiche 5* bis öfache Lagen von altem Zeitungspabier, das ab und zu; erneuert werden muh. Richt nur werden dadurch die Teppiche sehr geschont und die Mottengefahr sehr verringert, sondern der Fußboden wird bedeutend wärmer erhalten. Auch die Dastmatten, die jetzt in so reizvollen Mustern und Farben hergestellt werden, sind eine vorzügliche, wärmehaltende Unterlage. Wattierte Steppdecken waschen. Man legt die Decken in lauwarmes Seifenwasser, schwenkt sie gründlich hin und her, preßt sie zwischen den Händen, reibt sorgfältig etwaige Flecke aus, preßt sie wieder durch und legt sie über Rächt in klares, kaltes Wasser, am andern Tage drückt man sie aus, besonders gut die Ecken und Kanten, und klopft sie dann mit einem Stock, um die Watte aufzulockern. Beim Trocknen auf der Leine müssen die Decken verschiedene Male umgedreht werden, damit keine gelbe Wasserstreifen entstehen. Schuhzeug gegen Schimmel schützen. Alle Stiefel und Schuhe, die an einem feuchten Ort aufbewahrt werden, setzen leicht Schimmel an, der natürlich dem Leder seh« schadet. Man verhindert dies, indem man die Schuhe oder Stiefel mit einer Lösung von einem Teil Kampfer in neun Teilen Terpentinöl bestreicht. Da dieses Verfahren auch gegen das Benagen des Schuhzeugs von Mäusen und Ratten schützt, ist es besonders bei den Stiefeln zu empfehlen, die seltener getragen werden. holländische Säfesuppe. 125 Gramm Edamer Käse werden gerieben und in eineinhalb Liter wenig gesalzener Fleischbrühe eine Viertelstunde gekocht. Die Suppe wird dann durchgcseiht, mit 50 Gramm Butler und einem Viertelliter Milch nochmals aufgekocht. Man legiert sie mit drei Eidottern und serviert sie über gerösteten Semmelstückchen. m. 247 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhesfen) Mittwoch, 2s. Moder (925 Aus dem Reiche der Frau e )e 15 «!tkl V höhe i und Frau chtspiele 0Uch Donnerstag liilllf# dichte »acht. 1 08565 i. Anz. von Gießen sagen wir md Gönnern auf diesem ics Lebewohl >e So He de kl . *»«c Don ähnlicher Bedeutung ist die Zahnbildung. Beim gesunden Säugling brechen die ersten Zähne ungefähr im 6. Monat durch, und zwar sind cs meistens die beiden mittleren unteren Schneidezähne, die zuerst erscheinen; ihnen folgen die beiden mittleren oberen Schneidezähne, dann die äußeren unteren und dann die äußeren oberen. Abweichungen von der Reihenfolge sind natürlich ganz belanglos. Wichtig ist nur. daß ein einjähriges Kind mindestens diese 8 Zähne haben soll. Die übrigen 12 Zähne, die zu dem aus 20 Zähnen bestehenden Milchgebiß fehlen, kommen dann im 2. Lebensjahr durch. Wenn auch zugegeben werden darf, daß 'viele Kinder beim Zahndurchbruch etwas unruhiger sind als sonst, so muh doch im Interesse der Kinder energisch betont werden, daß der Zahndurchbruch keinerlei Krankheitserscheinungen verursacht, daß ein Brechdurchfall oder eine Lungenentzündung nicht mit den Zähnen zusammenhängen. und auch keine Krämpfe durch den Zahndurchbruch verursacht werden. Es ist deshalb so wichtig, das immer und immer wieder zu betonen, weil — wie die tägliche Erfahrung lehrt — auch von sorgsamen Eltern in der Zeit des Zahndurchbruchs alles nur auf die Zähne geschoben und bei schweren und schwersten Erkrankungen immer wieder auf den Zahndurchbruch gewartet und ärztliche Hilfe überhaupt nicht oder erst dann geholt wird, wenn cs vielleicht schon zu spät ist. Auf andere Erscheinungen der Knochenbil- gung. wie z. D. das Erscheinen von sogenannten Knochenkernen in den knorpligen Knochenteilen, kann aus Raummangel, und weil diese Dinge auch nur bei ärztlicher LIntersuchung erkennbar sind, nicht näher eingegangen werden. Sehr wesentlich ist dagegen die Beobachtung der Haltung und Bewegung des Säuglings. Die Haltung des Säuglings ähnelt lange Monate der des Reugeborenen, die Arme sind «gebeugt, die Deine angezogen. Während aber nach einiger Zeit die Beine gestreckt werden, bleibt die Deugehaltung der Arme sehr lange erhalten, ja ein Abweichen von dieser Haltung deutet oft auf Krankheiten hin. Bezüglich der Bewegung ist zu sagen, daß der Säugling sich sehr gern bewegt; er kann gar nicht genug zappeln und strampeln und fühlt sich am wohlsten, wenn er das frei tun kann. Deshalb ist auch das Wickeln und enge Einpacken so sehr zu verwerfen. In der ersten Zeit sind die Bewegungen unruhig und sinnlos, erst allmählich kommt Ordnung und Sinn in die Bewegungen. Kopf und Körper des Reugeborenen sind gleichfalls ganz ohne Halt. Beim Ausrichten sinkt das Kind in sich zusammen. Erst im zweiten Monat beginnen die Kinder, den Kopf für kurze Zeit zu heben, frei halten können sie ihn frühestens mit drei, oft auch erst mit vier bis fünf Monaten. Während das Festhalten von Gegenständen schon frühzeitig möglich ist — selbst ganz junge Säuglinge umklammern schon den Finger, den man ihnen reicht —, kommt die Fähigkeit zum Greifen nach vorgehaltenen Gegenständen, wozu auch schon eine aewisse Intelligenz gehört, erst mit etwa sechs Monaten zustande. Ilm diese Zeit können die Kinder auch schon aufrecht auf dem Arm sitzen; völlig frei sitzen sie erst später, etwa mit neun bis zehn Monaten. Gesunde Säuglinge stemmen, wenn man sie stellt, schon mit vier bis fünf Monaten ihre Deine auf. Selbständig stehen lernen sie mit neun bis zwölf Monaetn, können sich um diese Zeit auch schon meist selbst am Dettrand hochziehen. Mit zwölf Monaten, können sich um diese Zeit auch Gehversuche, die dann rasch, bei manchen Kindern früher, bei manchen später, zum selbständigen Laufen führen. Verzögerungen in dieser Entwicklung deuten immer auf englische Krankheit hin und sollten stets für die Eltern Veranlassung sein, ärztliche Hilfe aufzusuchen. Die geistige Entwicklung des Säuglings beginnt etwa mit dem zweiten Monat. Bis dahin schlummert seine Seele. Die Umwelt ist ihm gleichgültig, meist schläft er. und nur hin und wieder gibt er LInlustgefühlen durch Weinen Ausdruck. Die zuerst meist schielenden Augen sind ausdruckslos und irren ziellos umher. Im zweiten Monat werden sie schon ausdrucksvoller, richten sich nach leuchtenden oder glänzenden Gegenständen, und mit drei Monaten kann man den Blick schon nach vorgehaltenen Gegenständen lenken: das Kind fixiert und wird damck auch aufmerksam auf seine Umgebung, die es z. T. neugierig betrachtet und verfolgt; und es dauert gar nicht lange, da greift cs nach dem vorgehaltenen Gegenstand. Spätestens mit sechs Monaten muß das erreicht fein. Verspätetes Fixieren oder Greifen sind stets Zeichen geistiger Minderwertigkeit. Das erste Lächeln setzt auch mit zwei bis drei Monaten ein, und. je nachdem, wie man sich mit dem Kinde beschäftigt, spätestens aber mit sechs Monaten kann man die Kinder schon zum herzhaften Lachen bringen. Im zweiten Halbjahr werden die Stimmungen schon deutlicher und energischer zum Ausdruck gebracht, ebenso Willensäußerungen, dann beginnt das Kind auch schon zu lallen, spielt mit allem, was es erreichen kann, meist derart, daß es die Gegenstände in den Mund führt, zerbricht oder zerreißt und schließlich fortwirft, um sie weinend wieder zu verlangen. Dom sechsten Monat an beginnt das Kind auch schon die Personen der Umgebung zu kennen, weint, wenn fremde Menschen ans Bett treten. Mit einem Jahr lernt es sprechen. Die ganze geistige Entwicklung geht um so schneller und regelmäßiger vonstatten. je mehr man sich um das Kind kümmert. Allerdings gilt auch hier das Wort, daß allzuviel ungesund ist. Während das Kind im ersten Jahre stark wächst — 20 Zentimeter —, läßt das Wachstum dann nach. Bis zum sechsten Lebensjahre, mit dem das Kleinkindesalter schließt, wächst es im ganzen noch etwa 40 Zentimeter, bald schneller, bald' langsamer. In den Zeiten, in denen es schneller wächst, sieht es dann magerer aus. Auch die Körperproportionen ändern sich. Während beim Reugeborenen der Kopf noch 1/i der ganzen Länge ausmacht, ist das Verhältnis beim sechsjährigen Kinde etwa 1/G. Die Muskeln werden kräftiger und die Beweglichkeit größer, die Kkiochen fester und in ihren Knorpelteilen knöchern. Das Kind wird nun allmählich sauber, wobei freilich die Erziehung eine große Rolle spielt, lernt Stuhl und Urin halten und seine Bedürfnisse melden. Das Gebiß, auf das sehr geachtet werden und dessen sorgsame Pflege ganz besonders empfohlen werden soll, wird-immer mehr zum Kauen in Anspruch genommen. Das Kind wird lebhafter und will nicht mehr so viel schlafen. Es muh aber doch darauf gehalten werden, daß der Racht- schlas mindestens 10 Stunden beträgt, und auch mittags soll eine zweistündige Schlafpause unbedingt innegehalten toerben. Zu erwähnen ist noch, daß die Herztätigkeit allmählich langsamer wird und ebenso die Zahl der Atemzüge kleiner und tiefer. Die geistige E ntwicklung des Kleinkindes, die, je nach Erziehung und Beschäftigung, bald rascher, bald langsamer vor sich geht, äußert sich zunächst in> der Sprache. Das Kind lernt leichte, dann schwerere Worte nachsvrechen, merkt sich allmählich die Worte, schließlich auch den Sinn der Worte und benutzt diese endlich, um sich verständlich zu machen. Erst reiht es die Worte nur aneinander, bringt aber vom dritten Jahre an etwa schon richtige Sähe zustande. Sobald es das kann, benutzt es die Sprache, um sein Wissen zu bereichern — es fragt, und je mehr es fragt, desto größer wird auch sein Wortschatz. Damit kommt das Kind in das Spielalter; denn in dem Augenblick, wo es allein laufen und sich alles -Erreichbare holen und auch durch Worte seinem Willen Ausdruck geben kann, geht das Spielen los. Das Gefühlsleben ist deutlich vorhanden, aber wenia tief. Wenige Tage genügen, um die liebsten Menschen der Umgebung vergessen zu lassen und neue Versonen ins Herz zu schließen. Wer Die Herdstmode. Cs bahnt sich ein verhältnismäßig lang» I amer Umschwung in der Mode an, der in den Herbstmodellen sichtbar zum Ausdruck kommt. Bei unverminderter Reigung zum Schlanksein rügen doch sowohl Kleider wie Mäntel eine fülli* fitre, weiblichere, bewegtere Linie. Der männliche Stil verschwindet. Während der Oberkörper »och in schlanker Linie bekleidet wird, seht man inun in Kniehöhe Glockenvolants oder Falten an, die rhythmische Bewegtheit geben. Man ist kurzen Hemdkleides und auch der hemdartigen Äürze müde. Die Form der Kleider geht sogar hier und va ein wenig auf die anliegende Prinzehtaille zurück und es wird prophezeit, daß im Winter vielfach Fischbein in die Rähte eingearbeitet werden, um die Figur zu modellieren, statt wie bisher in ein gerades Stück Stoff zu stecken. 2ber trotz dieser Reigung hat man dem bc- Memen Blusenschnitt auch an den Kleidern noch micht ganz entsagt, sondern benutzt ihn gern in Verbindung mit dem angesehten erweiterten Rock. ! Sic lange Kasak scheint nicht mehr in Gunst z,il sein, dagegen erlebt der Jumper eine Wiederauferstehung. Als bevorzugter Kleiderbesatz wird Posa- irenterie genannt, schöne, weiche, farbige Dorten mb Dortenknöpfe. Sehr viel verwendet wird Pelzbesatz, der ja immer eine sehr vornehme, allerdings auch kostspielige Garnitur darstellt. Eine große Rolle an der Winterkleidung, c inerlei, ob es sich um Gesellschasts- ober Ärahenkleider oder Mänter handelt, spielt der, Gürtel, dem man durch Ausstattung und eigen»' artigen Sih, durch Knüpfungen und Windungen Reiz verleiht. An Mänteln und Jacken ist außer dem Dlockenansatz der weite Aermel charakteristisch. Reicher Pelzbesatz an Kragen und Aermeln gehört zum eleganten Mantel. Complets sind eben» 'alte noch beliebt, allerdings auch in der geänderten Linie; die herrenmähig geraden langen Zacken sind verpönt. An Farben wird man Grau und viel ins Rötliche spielendes Braun sehen. Auch Grün, namentlich ein bläuliches, an Haschenglas gemahnendes Grün wird gern verarbeitet. "levhonM “toWiau, “• varmouiums •urerfilm in 0 Akten n Neapel. Nordafrika eben Wüste twahr irold Lloyd tiansa Ä,. SW ! ASW iWOliB fiebern Kinde lieb und freundlich entgegenkommt, ist eben sein Freund, jeden, der ihm hilft, liebt cs, vergißt auch Unfreundlichkeit rasch. In biefem Alter muh dann die richtige Erziehung beginnen, die kaum je in körperlichen Strafen zu bestehen braucht. Die meisten Kinder verstehen aufs feinste am Tonfall der Stimme, ob man lobend oder tadelnd mit ihnen spricht, und die Reaktion der meisten Kinder auf diesen Tonfall soll und kann man am besten zur Erziehung ausnuhen. Ein Klaps am rechten Orte schadet zwar nie, Prügel richten meist nur Unheil an, kränken das vorhandene Ehrgefühl und erziehen vielleicht zum Trotz — das beste Erziehungsmittel ist und bleibt entschieden ein rechtes Wort zur rechten Zeit. Die Apothekerin. Von Marta Major. Schon in alten Zeiten wurde den Frauen bas besondere Talent zugesprochen, Tränklein und Salben von zauberischer Wirkung bereiten zu können. Sie wurden deswegen als Heilige verehrt oder als Hexen verbrannt. Die Sitten haben sich mit der Zeitfolge geändert, aber das Talent hat sich scheinbar von Generation auf Generation vererbt: die moderne Frau versteht sich auch aufs Heiltränkleinbrauen und aufs Salbenreiben, sie ist Apothekerin geworden, reichsgesehlich anerkannte Apothekerin, die den geheimnisvollen Reiz ihrer mittelalterlichen Urahne durch erstes Studium der Heilkunde erseht. Dieser Beruf, der den deutschen Frauen heute seit mehr als zwanzig Jahnen offen steht, bietet insofern günstige Aussichten, als man ihn nicht als überfüllt bezeichnen kann, ich möchte sagen, merkivürdigerweise, denn manche Vorteile, beispielsweise annehmbare Bezahlung und angesehene soziale Stellung sind mit der Apotheke» rinnenlaufbahn verbunden. Die an sich recht interessante Tätigkeit ist andererseits mit viel einförmiger Arbeit belastet. Die Arbeitszeit ist ziemlich lang, auch muß Rackt- und Sonntagsdienst geleistet werden. Für Frauen oder Mädchen, die nicht ihre volle Arbeitskraft cinsehen können, sei es, weil sie familiäre Verpflichtungen ober andere Interessen haben, deren Ausschaltung sie als unmöglich empfinden, ist dieser Beruf also nicht geeignet, auch nicht für vergnügungssüchtige Schmetterlinge oder Nachtfalter. Verantwortungsgefühl muh bei der Arzneikundigen unbedingt der Grundzug des Charakters fein, bann wird sie auch gern und willig den Nachtdienst auf sich nehmen, der ja in der Hauptsache in Arbeitsbereitschaft besteht. Im Prinzip wird für den Sonntags- und Nachtdienst wochentags entsprechende Freizeit gewährt, das ist aber nicht immer durchführbar, besonders dann nicht, wenn es sich um einen kleinen Apothekenbetrieb handelt. Immer ist der Verkäufer für den Käufer da, nicht umgekehrt! Und der Käufer — in diesem Falle der Kranke — ist nun mal rücksichtslos und will bedient fein, sofort, zu jeder Tag- und Nachtstunde, erwartet von der Apothekerin Anteilnahme für fein Leiden, Rat und Hilfe. Sie darf dem Störenfried der Nachtruhe kein mürrisches Gesicht zeigen, denn Kranke aufzumuntern oder deren Angehörigen, ist allezeit ihre erste Pflicht! Wer diesen Beruf ergreift, soll auch die ge- sundhe't i et Er or ernis e nicht außer acht 'a'fen: der Nachtdienst ist angreisend und die Labora- toriumsluft erfordert gesunde, widerstandsfähige Lungen. Als Vorbildung wird die Reife für die erste Klasse einer deutschen Vollanstalt (Gymnasium, Realgymnasium, Oberrealschule, Studienanstalt) verlangt. Latein spielt für das Studium der Arzneikunde eine wichtige Rolle, darum müssen Oberrealschü'erinnei die gleichen Laieinkenntnisse nachweisen, wie Realgymnasiastinnen, die nach Obersekunda verseht worden sind. Die Lehrzeit, die die grundlegenden pharmazeutischen Kenntnisse gibt, dauert drei Jahre. Dabei sind die Aufnahmebedingungen sehr ver» cnöiiiog. diiiiiiiiii iioit iilerod. tz.Nach« t werd., ’u-OSofo iefr Act fc1ll- jjj LWäi 3ber, abends 8 Uhr ERT ichst einlade. Sn *^1 Altes ölei SKk P n__rj rTeSTJ ylW8 3W ft w- älSg”orb.. Heir^ DM ich bittet lei«1®" StzK Die körperliche und geistige Entwickelung des Säuglings und Kleinkindes. Don Dr. Siegfried Wolff, Kinderarzt, Eisenach. Bei der großen Bedeutung, die schon fTeinc Abweichungen von bet Norm oft für bas Leben des Kindes haben können, ist die Kenntnis von der normalen körperlichen und geistigen Entwicklung des Säuglings und Kleinkindes unbedingt wichtig. Das gesunde Neugeborene ist im Durchschnitt 50 Zentimeter lang. Abweichungen kommen natürlich vor, Knaben sind meist etwas größer, Mädchen etwas kleiner. Das Längenwachstum geht mit großer Regelmäßigkeit vonstatten und beträgt im Laufe des ersten Jahres zirka 20 Zentimeter. Dieses Längenwachstum wird auf» fallen de rweise durch Krankheiten, die der Säugling durchmacht, kaum beeinflußt. Selbst bei schwersten und langbauernben Ernährungsstörungen sehen wir immer wieder, daß das Kind normal weiterwächst, wenn auch das Gewichtswachstum >ioch so sehr leidet. Das Rormalgewicht eines Neugeborenen beträgt zirka 3000 Gramm; Knaben wiegen meist etwas mehr, Mädchen weniger. In den ersten Tagen nach der Geburt nehmen die Kinder meist 100 bis 300 Gramm ab, holen aber diesen Verlust, der hauptsächlich durch Wasserverlust und kleine Trinkmengen bedingt ist, in etwa 10 Tagen wieder ein, so daß das Geburtsgewicht etwa mit 14 Tagen, oft aber auch erst nach 3 Wochen, erreicht ist. Die weitere Zunahme gestaltet sich beim gesunden und vernünftig ernährten und gepflegten Säugling so, daß das Kind täglich etwa 20 bis 30 Gramm und monatlich etwa 500 bis 600 Gramm zunimmt. Ungefähr gilt als Regel, daß das Kind mit 5 bis 6 Monaten fein Gewicht verdoppelt, am Ende des ersten Jahres verdreifacht. Aengstlichen Müttern fei gesagt, daß Schwankungen immerhin Dorkommen, daß, besonders bei täglichem Wiegen, auch hin und wieder Abnahmen zu verzeichnen lind, die dann durch stärkere Zunahmen wieder ie man sich nicht kümmert, weil sich das Kind lonst wohlfühlt. Die besorgte Mutter wird in solchen Fällen nicht, wie das leider vielfach üblich ist, eine Nahrung nach der andern durchprobieren, sondern leim sachverständigen Arzt Rat suchen und finden. Vielfach trösten sich selbst sorgsame Eltern über das schleckte Gedeihen eines Säuglings damit, Laß das Kind eben sehr zart und schwächlich sei, ■unb daß die Eltern als Kinder auch so elend gc» toefen seien. Das ist natürlich ein ganz falscher Standpunkt. Abgesehen davon, daß man in der Jugendzeit der Eltern in der Kenntnis der Eäuglingscrnährung längst nicht soweit vorgeschritten war iire heute, müssen wir sagen, daß »vir in keinem Alter so gut wie im Säuglings- cilter imstande sind, aus einem schwächlichen ein blühendes gesundheitstrohendes Kind zu macken. Das lehren Tausende von Beispielen aus der täglichen Praxis. Im Kleinkindesalter ist das schon wesentlich schwerer. Wichtig ist auch dieBeobacktung des Knochen- wackstums bzw. der Knochenbildung. Am ein» sechsten ist b:c Beobachtung am Schädel, wo die zunehmende Derkleinerung der „Fontanelle" (der großen Schädellücke) ein gutes Zeichen für die normale Knochenentwicklung ist. Die Fontanelle nmh spätestens mit l1/., Jahren geschlossen fein; i fr das nicht der Fall, oder sind am Schädel tDeiche. pergamentartige Stellen zu fühlen, so i fr das stets ein Zeichen von englischer Krankheit, deren rechtzeitige Behandlung von größter Wichtigkeit ist. elhaus traße und morgen icliwester ite i an Originalstätten der des Vatikans, in Neapel bang. In die Geschichte inpsreichen Liebe wirkt ette gewaltigste Natur- lusbruch mit ungeheuer t an Ort und Stelle in en ausgenommen. >.803 9505c schieden. Auf dem Lande und in kleineren Städten ist im allgemeinen noch der freie Hnier» lia't ublidb i - Grohstäd'rq wird ost als Ersatz hierfür ein Taschengeld gegeben, im letzten Lehrjahre bekommen manche Lehrlinge Vergütung neben freier Wohnung und Verpflegung. Es kommt aber auch vor, daß Apotheken von ihren Lehrlingen ein Lehrgeld verlangen. Die Gehilfenprüfung bildet den Abschluß der Lehrzeit. Nach einjähriger Gehilfenzeit kann die Apothekerin die Universität oder Technische Hochschule beziehen. Das Studium nimmt mit der Staatsprüfung wenigstens fünf Semester in Anspruch, wobei die Zugabe eines sechsten für einen bakteriologischen Kursus empfehlenswert ist. Die Hochschuljahre erfordern die meisten Kosten, während die übrige Fachausbildung verhältnismäßig billig ist. Nach erfolgter bestandener Prüfung tritt die Gehilfin wieder in eine Apotheke ein. Nach zweijähriger Tätigkeit bekommt sie vom Staate auf ihren Antrag die „Approbation", also die Berechtigung zur selbständigen Leitung einer Apotheke. Zur Eröffnung einer 2lpotheke ist nicht nur ein ziemlich großes Kapital, sondern auch die staatliche Erlaubnis vonnöten. Locarno und die Pariser Opposition. (Don unserem ^.L.-Korrespondenten.) » Paris. 17. OIL 1925. Die sieben Verträge sind paraphiert, d. h. die Delegierten der in Locarno vertretenen sieben Nationen haben sie als persönlich verantwortlich signiert. Sie können erst in Kraft treten, wenn die Regierungen selbst sie geneh-- migt und die Parlamente sie ratifiziert haben. Ob die offizielle rechtskräftige Unterzeichnung der Locarnoer Verträge, wie geplant, schon im Dlionat Dezember in London stattfinden kann, bleibt abzuwarten. Sollte Deutschland — vorausgesetzt, daß der Reichstag die Locarnoer Verträge ratifiziert — noch vor der nächsten Völkerbundsratssihung am 7. Dezember seinen Antrag auf Aufnahme in den Bund stellen, so würde für Ende dieses Jahres oder Anfang 1926 eine außerordentliche Tagung des RatS anberaumt werden, um zu dem Anträge Deutschlands Stellung zu nehmen. So ungefähr wird der äußere Gang der außenpolitischen Ereignisse der kommenden Woche sein. Sie werden sich indessen ganz bestimmt wenigstens in den Parlamenten nicht so glatt abwickeln, wie hier skizziert. 3m Gegenteil, wir werden mit ernsten Krisen rechnen müssen, die noch sehr viel ändern können (von Deutschland ganz zu schweigen). Hingewiesen sei z. B. auf die Notwendigkeit einer gemeinsamen Verständigung der alliierten Außenminister im Hinblick auf chre Erklärungen vor den Parlamenten, oder auf die schleichende französische Kabinettskrisis oder auf die Möglichkeit eines Regierungswechsels in Belgien usw. 2llle diese Zukunftserwägungen mit ihren möglichen Folgen sollen indessen unerörtert blerben. Wir wollen hier nur mit Tatsachen rechnen, mit den Tatsachen, wie sie sich aus dem Konferenzschluh ergeben. Die Delegationen sind wieder daheim. Sicherlich wurde keine von ihnen bei ihrer Rückkunft mtfjr gefeiert als die französische. 3n Paris ist Briand der Held des Tages, der auch in Prag und Warschau den billigen Ruhm seines tschechischen und polnischen Kollegen überschattet. Denn Briand war es, der unbedingt daraus bestand, daß in Locarno auch die Verträge Deutschlands mit seinen östlichen Nachbarn paraphiert wurden, es wäre sonst sicherlich in Locarno nicht so rasch dazu gekommen. Paris frohlockte mit Recht. Viel zitiert wurde ein angeblicher Ausspruch Stresemanns: „Deutschland ist ein Schüler in der dritten Klasse, der in die zweite und später in die erste verseht werden möchte"»sowie folgendes Wort, das dem Reichskanzler in den Mund gelegt wird: „Man mutz die Vereinigten Staaten von Europa schaffen." Mit beiden Zitaten glaubten Briands Anhänger in Paris billige Geschäfte machen zu können. 2lber es kam anders. Die Rechte opponierte. Zunächst „warnte" sie vor der Hinterhältigkeit Deutschlands, dann wurde sie immer Der gefesselte Strom. Roman von Hermann Stegemann. 42 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Endlich schlief sie ein, und als sie um sechs Uhr aufstand, mutzte sie zur Wasserbrause ihre Zuflucht nehmen, um der Mattigkeit Herr zu werden, die noch in ihren Gliedern lag. Dann lief ihr Blut wieder frisch, und nur die zarten Schatten unter üjren Augen erzählten noch von der schlafarmen Nacht. Ilm sieben Uhr rief Tylanders Autotrompete ihren fremdartigen Vogelschrei über die Mauer, und der Professor schritt mit knatterndem GummimantÄ durch den Garten. Er hatte einst von dem Verhältnis, das zwischen Ruth und Hanns Ingold so starke Fäden gesponnen hatte, so gut wie nichts gewußt, aber diesmal war er helläugig und scharffinnig gewesen. 2lls ihm der Mann aus Berlin gestern mit der Denzinkarre beinahe das Tor eingerannt und dann unruhig neben ihm unter den Gra- natbäumen gesessen hatte, bis das Mädel sichtbar geworden war, da war plötzlich alles um ihn hell geworden. 2lber er durfte sich nichts merken lassen. 3m 3nkubationsstad ium ist mit Dreinfahren nichts getan. Und auf einmal war er sich darüber ganz klar, daß er dem Hanns Ingold das Mädel nie gegönnt hätte! Gerhart Tylander half Ruth den Schleier binden, nachdem er ihr eine Schutzbrille aufgezwungen hatte. Der Mechaniker war mit dem Zug nach Schaffhausen unterwegs und Tylander steuerte. Reben ihm satz Ruth, Doktor Engelhardt hinter ihnen. Langsam fuhren sie auf der weißen Straße am Rand des Waldes dahin. Der Iunitau blitzte in den Gräsern, die Wiesen dufteten, und über dem Rhein zitterte in zarten Dünsten die Morgensonne, als hätte sie sich in ihrem eigenen Strahlenneh gefangen. „Elfenau", sagte Tylander leise. Hebei tfjnen hing Hohenelfen im Rebengelände, kreischend fuhren die Enten auf der Dorfgasse auseinander, und dann nahm sie der Tannenwald auf und würzte ihnen den Weg mit wohlriechendem Schatten. Tylander fuhr nur mit zehn Kilometern. Er hatte sich auf eine Unterhaltung mit Ruth ein» deutlicher und brandmarkte zuletzt Briand als einen wahren Vaterlandsverräter, der dem Versailler Vertrag in London den Todesstoß versetzt habe. Briand habe zugesehen, wie Deutschland in Locarno Frankreich und Polen zugleich „chloroformiert" hätte, wobei ihm der deutschfreundliche Lord d ' 2l b e r n o n glänzend geholfen habe, dieser „unglaubliche" diplomatische Vertreter Englands, der seine Regierung wissentlich täusche über die Kriegsvorbereitungen Deutschlands. Briand habe Deutschland wieder in den Sattel gehoben, es erneut zu einer großen Nation gemacht, die morgen schon wieder die Herrin Europas fein würde. Es ist den rechtsoppositionellen Blättern in Paris durchaus ernst mit solchem Gerede. Sie glauben selbst fest daran. Darum verlohnt es sich auch gar nicht, dem zu widersprechen. Denn wozu offene Türen 'einrennen? Außerdem sind diese Hetzblätter nicht die öffentliche Meinung Frankreichs, wenn man sie auch nicht unterschätzen sollte. Zum Glück fehlt es jedoch nicht an ebenso maßgebenden (Stimmen, die jetzt ganz offen zugeben: Der Oberste Rat, der 1919 den Frieden diktierte, spannte die Pferde am verkehrten Ende des Wagens an, als er den Völkerbund voreilig gründete, und es so dahin brachte, daß die Vertreter Asiens und Amerikas über die Geschicke Deutschlands bestimmten. Mit Verlaub. Was würde erst Amerika tun, wenn z. B. heute die Staaten Europas die Angelegenheiten Perus oder Chiles regeln wollten? Rechnen wir doch mit den nackten Tatsachen! Der Völlerbund ohne Deutschland bleibt ein Torso, der nicht leben und nicht sterben kann. Doch lassen wir die Frage des Eintritts Deutschlands in den Bund beiseite: Hat aber schließlich nicht auch Rußland hier noch ein sehr energisches Wort mitzureden? Unb der Vertrag von Rapallo? Die überraschende Neuorientterung Polens, die bevorstehende Zusammenkunft Tschitscherins mit Mussolini? Diese französischen (Stimmen haben ihren Lesern sicherlich einen weit größeren Dienst erwiesen als die nationalistischen Hetzblätter. Unb Oesterreich und Ungarn? Das Stichwort „Zollverein" wurde einmal in die Debatten von Locarno geworfen: es wird nach der Konferenz in Paris wieder aufgegriffen. Für politische Utopien ist jetzt keine Zeit. Dazu ist die wirtschaftliche Lage in Europa viel zu ernst. Will man jetzt den Versuch machen, ehrlich heranzugehen an den Wiederaufbau Europas wie nach dem 30jährigen Kriege, oder nach den Kriegen Ludwigs XIV. oder Napoleons: Nun wohlan! Wir sind bereit. Deutschland gab die Anregung zum Abschluß eines Sicherheitspaktes. Dann räume man ihm auch den Platz ein, der diesem 60-Millionen-Bolk im Herzen Europas, zwischen Rußland und England, zukommt. Dann führe man vor allen Dingen jetzt auch die Wirtschaftsverhandlungen mit Deutschland im „Geiste von Locarno" zu Ende. Kunst und Wissenschaft. Tagung der akademischen Assistenten. Am 11., 12. und 13. Oktober fand in W ü r z- b u r g der diesjährige stark besuchte Hauptvertretertag des Deutschen Akademischen Assistentenverbandes statt. Fast alle reichsdeutschen Ortsgruppen, Danzig und Oesterreich, hatten Vertreter entsandt. Die hessischen Ortsgruppen waren an den Beratungen in hervorragendem Maße beteiligt. Eine große Anzahl wichtiger Fragen stand zur Beratung. Ganz besonders wurden die Hilfsmaßnahme,» für den jungen Nachwuchs, nicht nur der Mediziner sondern auch der Chemiker, erörtert. Ferner wurde über die Fragen der Aerztekammern, der Planwirtschaft und der Aerzteversorgung gesprochen. Der Dertretertag hielt die Planwirtschaft nicht für geeignet, der Ueberfüllung im Arztberuf abzuhelfen. Bezüglich der Aerzteversorgung stand der Dertretertag auf dem Standpunkt, daß gegen eine freiwillige Versorgung nichts einzuwenden fei, er lehnte aber jeden Zwang ab. Die Besoldung der Assistenten in den süddeutschen Ländern ist immer- noch nicht völlig geregelt. Besonders schlimm steht es zur Zett noch in Hessen, wo die neu eintretenden Assistenten so schlecht bezahlt werden wie in keinem anderen Lande und wo die 2lbzüge für dienstliche Woh- gerichtet, aber so langsam der Wagen auch lief, sie fanden sich nicht im Gespräch. „Wissen Sie, ich hasse die Aptvs, die so rasen. 2lber wenn man drin sitzt, will man auch etwas davon haben. So kommen wir erst übermorgen an den Bodensee." EngeLbardt rief es ihnen von hinten zu und schnitt sich dabei eine Morgenzigarre zurecht. Ruth lachte. Und gerade als der Doktor den Taschen- zünder an die Zigarre hielt, machte der Wagen einen Satz, daß es ihn beinahe den Bart gekostet hätte, und schoß wie wahnsinnig dahin. Erst stieß sich Engelhardt die Zigarre an die Nase, statt in den Mund, bann bekam er keine Luft, beim zweiten Zug zu viel und beim dritten biß er sie glatt durch. Tylander hatte fünfzig Kilometer cingc- schattet. Ruth sah die Straße auf sie zuschießen. Der Wagen schien das weihe Band in sich hineinzuschlingen. Rechts und links massige grüne Kulissen, darüber eine flirrende ungeheure Bläue und in den Ohren das sanfte Sausen des Windes. Ein angenehmer Schwindel wie vom ersten Glase Wein, löste alle Schwere in ihr auf, wohlig wiegte sie sich, wenn der Wagen an den Kehren nach außen schwang. Dabei berührten sich ihre Schultern, und plötzlich hatte Ruth das Gefühl, als führen sie aneinandergeschmiegt ins Grenzenlose. Gerhart Tylanders Hände lagen fest am Steuer. Er hielt die Obigen auf die Straße geheftet, schneller folgten sich die Vibrationen, die Ferne stürzte auf sie zu. Der Rausch der Geschwindigkeit hielt sie gefangen. Da legte Engelhardt die Hand mit hartem Griff auf Tylanders Schulter. Das Rad rückte, der Anlauf verringerte sich, Häuser nahmen Gestalt an, die Trompete schrie, der Wagen stand, und in der Tiefe sahen sie den Rheinfall rauschen. Silberne Kaskaden, glasgrüne Stürze, Wollen bunfflimmernden Wassersiaubes, ein schwarzer Felsen als Turm breitnackig mitten im qualmenden Gischt, flüssige Säulen, die sich tanzend drehten, und blaugrün quirlende Tiefe. Wie das Rauschen von tausend entfalteten Flügeln stieg das Echo des Falles aus dem Strome. Aufgeschlagen das Tal. weithinrollendes Hügelland und in der Ferne das kühngegipfelte Bild des Säntis. nung und Verköstigung höher sind, als in allen anderen Ländern. Auch fehlt es noch immer an der gesetzlichen Regelung der Besoldung, die in den großen Hochschulländern besteht. Trotzdem die Universität Gießen und alle großen Parteien des Hessischen Landtages die Wünsche der Assistenten als berechtigt anerkannt haben, hat die Regierung diese Notwendigkeit noch nicht in ihrer Bedeutung für die Erhaltung eines tüchtigen wissenschaftlichen Nachwuchses durch ent'prechende Maßnahmen gewürdigt. Die geringfügige finanzielle Mehrbelastung sollte angesichts der kulturellen Bedeutung dieser Frage nicht ausschlaggebend fein. Was die hessischen Assistenten wollen, ist nur die berechtigte Forderung, daß sie ihren Slandeskollegen im übrigen Reich nicht nachstehen, eine Forderung, die sich nur zum Wohl der hessischen Hochschulen auswirken kann. Der Vertretertag beschloß, die süddeutschen Landesverbände auch weiterhin tatkräftig zu unterstützen und eine einheitliche und gleichmäßige Besoldung aller akademischen Assistenten durch Gesetz im ganzen Reich anzüstreben. Volkshochschule Meßen. Man schreibt uns: Die Volkshochschule beginnt am Montag, 26. Oktober, ihr neues Halbjahr. Es ist das 14. Der Arbeitsplan enthält wieder eine reiche Auswahl von Stoffen aus allen Gebieten des Wissens und der Lebensgestattung. Die Volkshochschule will keine Abendunterhaltungen bieten. Sie will auch nicht mit zugedrückten Augen an den vielen brennenden Tagesfragen vorübergehen, die heute jeden ehrlichen Menschen bedrängen. Sie will es auch niemandem leicht machen ober gar ihm Rezepte liefern, bei denen er sich beruhigen kann. Sie will aber auch niemand irgendwo „bekehren". Im Gegenteil: sie gibt in den Arbeitsgemeinschaften jedem Gelegenheit, seine Meinung in sachlicher Auseinandersetzung zu festigen. So will sie an ihrem bescheidenen Teil zur Heberwindung der Zerrissenheit unseres Volkes beitragen. Wahres Volkstum, wie es nur auf geistiger Gemeinschaft erwachsen kann, ist ihr Ziel. Sie wendet sich deshalb auch nicht nur an einen bestimmten Teil unseres Volles ober gar nur an eine Klasse, sondern an Menschen aus allen Kreisen und Ständen. Sie verlangt auch keine besondere Vorbildung von ihren Besuchern. Deshalb lasse niemand sich vom Besuch abhalten, weil ihm die angekündigten Stoffe zu schwierig erscheinen. Die Eigenart der Volkshochschule ist es gerade, ihn zu Selbstarbeit und zum Nachdenken zu führen und ihm die Mittel dazu zu zeigen. Sie übermittelt ihm auch den nöligen Wissensstoff. Zu den Arbeitsgemeinschaften im engeren Sinne rechnet bie Volkshochschule auch die Kurse in der Gymnastik, die die Menschen zu einer inneren Einheit von Geist und Körper führen möchte. Auf Einzelheiten über die Arbeitsgemeinschaften einzugehen, ist hier nicht möglich. Es seien nur noch kurz einige Neuerunge i im k iesma'-ige i Ar'eitsplar erwähnt. Die sog. Elementarkurse, d. h. die fremdsprachlichen unter ihnen, fallen in diesem Halbjahr nach reiflicher Heberlegung auf Grund der gemachten Erfahrungen aus. Der Deutschkurs, der die Teilnehmer im inündlichen und schriftlichen Gebrauch der Muttersprache fördert, ist dagegen selbstverständlich beibehalten und zu einer Arbeitsgemeinschaft ausgebaut worden. Von diesem Winter an will die Volkshochschule ferner versuchen, sich in Einzelvorträgen über Tagesfragen an weitere Kreise zu wenden, um so dazu beizutragen, die Diskussion über aktuelle Stoffe in ihrem Sinne fruchtbarer zu gestatten. Vorgesehen sind: Prof. Dr. Frick: „Amerikanische Eindrücke": Studienrat Dr. König: „Reichsboden und Volksboden im Westen": Pros. Dr. Mittermaier: „D'.e Unter uchungs- haft". Näheres darüber wird jewells bekannt gegeben. Schließlich sei noch der Gedächtnisabend für den Dichter C. F. Meyer erwähnt, der Ende November fein wird.. Der neue Literaturhistoriker der Hniversität, Prof. Dr. V i L- t o r, hat die Ansprache übernommen, Fräulein Müller, Wetzlar, wird vortragen. Alle regelmäßigen Kurse beginnen abends 8 Hhr in der Oberrealschule. In der ersten Woche ist es auf Grund der Ausweiskarte möglich, an jedem Abend einen Kurs zu besuchen und dann Ruch hatte den Schleier aufgeschlagen und bie Drille gelöst. Ihre Wangen waren perlllar, ihre Lippen bunkelrot wie blutenbe Wunde. Der Strom, bet ftäubenbe Fall, ber Felsen, der im Taumel bes Wassers unbeweglich ftanb — chre Gedanken waren plötzlich bei dem alten Mann im Fischerhaus am Lauffen und bei Hanns Ingold und seinem Werk. „Verzeihung, Fräulein Ruth, ist Ihnen etwas? Din ich zu schnell gefahren?" Mit ängstlicher Besorgnis ergriff er chre Hände. Sie bewegte abwehrend den Kopf. Ein blasses Lächeln bat um Entschuldigung, als sie ihm die Hände entzog. Da riß er sich zusammen, drehte sich zartfühlend um, deckte sie mit dem Rücken, damit ber Vater chre Bewegung nicht wahrnehme, und begann mit Engelhardt ein Gespräch, das ihr Zeit lieh, sich zu sammeln. Sie sprachen von Wasserwerken und Industrien, und diesmal nahm Tylander mehr Interesse an Engelhardts Ausführungen, aber nur um diese zu bekämpfen. Der Industrielle regte sich in ihm. Einzelne Sätze klangen laut und klar an Ruths Ohr, und als er den Plan, in Rheinau unterm Lauffen ein Werk von dreißig- tausend Pferdekräften zu bauen, genial nannte, schlug es ihr rot ins Gesicht. In gemäßigter Geschwindigkeit fuhren sie durch Neuhausen nach Schaffhausen und bann über Singen und Rabolfzell nach Konstanz. „Hier haben wir ein Dutzenb Maschinen laufen". sagte Tylander, als sie unter dem Hohentwiel vorbeifuhren und Singen, das aufblühende Industriestädtchen, seine neuen Häuserzüge entwickelte. Cs war ein Tag in Blau und Silber. Der Bodensee verschwamm am Horizont in einem perlmutterfarbenen Glanz. Sie sahen auf der Terrasse des Inselhotels, vor sich bie gekräuselte, in mattsilbernen unb rosigen Tönen schwankende Wasserfläche mit ben malerisch geschwungenen Ufern. Lilienweiße Segel trieben wie verwehte Blütenblätter dahin. Von ben Bosketten unb ben Spalieren wehte ber Duft der Rebenblüten und ber Rosen. Engelharbt tarn auf einen ausbündig gescheiten Einfall. Er wollte den leitenden Arzt des städtischen Krankenhauses besuchen, einen alten Bekannten, wie ec sagte. Sonst pflegte er zu wählen. Eine ausführliche Heberficht über die Veranstaltungen enthält der Anzeigenteil der heutigen Nummer. Oberheffen. Landkreis Gictzen. . . A Von der Strecke Lich—Grünberq. ri. Seit Anfang Oktober verkehrt auf der Strecke Lich—Grünberg ein zweiter Sonntagszug, der vormittags 9,16 von Lich nach Grünberg fährt und um 11 Uhr von dort wieder in Lich ankommt. Da dieser Zug Anschluß in Lich an den 8,16 von Gießen abfahrenden Personeiuug hat und man auch abends 6,50 von Grünberg aus in Lich anfoflimen unb^ von dort nach Gießen weiterfahren kann, so ist damit den zahlreichen Leuten in Gießen, die Beziehungen zur hiesigen Gegend haben, die lang entbehrte Gelegenheit gegeben, ihr Ziel mit der Dahn zu erreichen. Wenn die Züge seither noch nicht sehr benutzt worden sind, so liegt das zu einem großen Teil daran, daß die Verwaltung ber Butzbach-Licher Dahn die Einlegung dieses Zuges nicht genüg enb be- kanntgemacht hat. * :—: Beuern, 20. Oft. Am-So^ntag feierte die hiesige Gemeinde ihr diesjähriges Erntedankfest. Die Konfirmanden hatten den Altar ber Kirche mit Früchten bes Feldes geschmückt, ber hiesige Kirchengesangverein verschönerte den Festgottesdienst durch zwei Chorgesänge. Den Dank für die reiche Ernte dieses Jahres bringt die Gemeinde bar, indem sie, wie auch in vergangenen Jahren, einige Wagen voll Feldfrüchte dem evangelischen Schwesternhaus in Gießen kostenlos zur Verfügung stellt. Anschließend an den Gottesdienst fand nach althergebrachter Sitte das Abendmahl für die Aeltesten unseres Dorfes statt. — Bei der am Sonntag in unserem Dorfe ftattgefunbenen Dorwah l zur Gemeinderatswahl machten von 685 Wahlberechtigten 479 von ihrem Wahlrecht Gebrauch, also rund 70 Prozent. 28 abgegebene Stimmen waren ungültig. Die meisten der abgegebenen gültigen Stimmen erhielten folgende Kandidaten: Daniel Ludwig (Sommertab (Bauernbunds 217 Stimmen, Konrad Wilhelm W i ß n e r (Bauernbund) 211 Stimmen. Phil. Wilhelm Sommerlad (Arbeiterparlei) 173 Stimmen, Ludwig Stein2. (Bauernbund) 156 Stimmen, Philipp Arnold (Bauernbund) 153 Stimmen, Johann Karl Bellos (Bauernbund) 144 Stimmen, Otuauft Ranft (Bauernbund) 133 Stimmen, Ludwin Muhl (Arbeiterpartei) 132 Stimmen, Heinrich Kumpf 3. (Neutral) 127 Stimmen. Es wurden also insgesamt gewählt sechs Kandidaten des Bauernbundes, zwei Kandidaten der Arbeiterpartei und ein Neutraler, während der alte ©cmeinberat fünf Vertreter des Bauernbundes, drei Vertreter der Arbeiterpartei unb einen Neutralen zählte. Von den seitherigen Mitgliebern des Gemeinderates wurden nur vier wiedergcwählt. Die Namen ber obengenannten Personen und ihre neun Ersatz* leute werden nun auf bie gemeinschaftliche Liste gesetzt. ri. Lich, 19. Oft. Der hiesige unter Leitung von Stiftsdechant Lenz stehende Posaunen- ch v r, der dem Verband hessischer Posaunenchöre angeschlossen ist und schon öfters Gelegenheit hatte, der Gemeinde mit feiner Kunst zu dienen, feierte gestern feinen ersten Geburtstag. Es lag nicht im Sinne der Beteiligten, aus diesem Anlaß ein großartiges Fest zu veranstalten. Aber um so eindrucksvoller war die schlichte Feier, die zu diesem Gedenktag gehalten wurde. Der Posaunenchor wirtte im Nachmittagsgottesdienst mit, wo in Psalmengebet und Predigt der Sache gedacht wurde. Darnach war ein Zusammensein im Ge- meindesaal unter Mitwirkung eines Dlasquartetts aus Lang-Göns, das als Festgast gekommen war. und unter Leitung Don Weißbindermeister Boller seine Töne erschallen ließ. ri. Kloster Arnsburg, 19. Oft. Die Lehrerin am hiesigen Rettungshaus für Mädchen, Fräulein Lydia Schmidt, die etwa sieben Jahre hier tätig war, hat Arnsburg verlassen, um in den Dienst der AeußerenMission zu treten . Sie wird wahrscheinlich einst nach weiterer Ausbildung in Berlin, die bereits begonnen hat. sich von alten Bekannten fernzuhalten, aber heute machte er sich gewissenhaft auf den weiten Weg, um die beiden allein zu lassen. „Don einem Kloster ins andere", scherzte Ruch, als sie so in ber friebevollen Stille bes ehemaligen Kloftergartens saßen. Die Gäste bes Hotels waren ausgeflogen, nur ein paar Konstanzer Herren, die hier ihren Kaffee tranken, zogen unter einer ßtnbe grübelnd Schach. Leise schlugen die Wellen an bie Terrasse. In ben Baumkronen flüsterte der Wind, und von ber Rheinbrücke her tönte bas metallische Dröhnen eines ausfahrenden Zuges. Da legte Gerhart Tylander die Hand auf Ruths Arm, der dicht neben ihm auf der Lehne des Gartensessels lag. Nur einen Augenblick, , um chre Aufmerksamkeit zu fesseln unb eine unmittelbare Berührung herzustellen. Langsam neigte sie ben Kopf. Sie wußte, was kam unb konnte--wollte ihm nicht verwehren zu sagen, was gesagt sein mußte. „Fräulein Engelharbt, ich bitte Sie um Gehör für bas, was ich Ihnen jetzt sagen möchte. Cs ist ungefähr ein unb ein halbes Jahr her, ba berührte ich in unserer Fabrik bei einem Der- such mit elektrischen Lokomobilen bie Starkstromleitung. Fast ein halbes Jahr lag ich an ben Folgen zu Bett unb im Stuhl. Ich hatte vorher nur unser rastloses heißhungriges Hinstürmen gekannt, bas Erobern neuer Werte, bas Hinein- schmeißen von Energie, Kraft unb Kapital in Unternehmungen, bie uns ebensogut verschlucken wie in bie Höhe tragen konnten. Sie. gnäbiges Fräulein, sind zu früh in Ihre Wilbnis verschlagen worben. Sie können bieses Arbeits- unb Erfolgssieber, dieses allgemeine Wettrennen, dieses explosive Derdienenwollen in feiner schwindelnden suggestiven Gewalt nicht fassen. Vielleicht gab Ihnen bas bißchen Autorasen heute früh eine schwache Vorstellung. Ich hatte dasselbe Tempo zum normalen meines Lebens gemacht, wie wir alle. Auch mein Leben außerhalb des Geschäftes lief mit ber großen Geschwindigkeit. Hnb nun auf einmal aus, ber Motor abgestellt, sogar das Gefühl dafür erstorben, ruhender Pol. Ich glaube, Sie vermögen daS besser nachzufühlen, wenn ich nicht versuche, Worte für diesen Zustand zu finden. Hnb bann — —> fam ich nach Rheinau, unb bann kamen Sie." . (Fortsetzung folgt.) cke ... ».vrtobn^unberq, : vS > -fkt v'ilttls i SUZ WO Mt. Hk "n'ZKLr il QBiiMmeV;3aUCrn&lmbl Svininerlad ^ Stimmen, Ludwig Stein' Ammen MtpsArnvld 3°&Qnn Karl Del. 144 Stimmen, Olunuft Sanft «iimmen, Lu'iwnNuhllDr. nmmen, Heinrich Rumbf 3. Wien. Es wurden allo ine- )s Kandidaten des Daum, da'en der Arbeiterpartei ■n& der alte Gemeinderal Ä ttnbunbtf, drei Jertrelttdu einen Deut rasen zählte. tgliebetn des @emeinöerafti iedergewW. Die Damen ter :lonen und ihre neun Ersetz. . auf die gemeinschaftliche Wie )tt Der hiesige unter Leitung Lenz stehende Posaunen' •fxmb hessischer Posauneiubvie nb tyon öfters Gelegenheit 1 mit feiner fiunff gu bienen, i erfien Seöurrstag. 88 laa Mengten, auL Wem Anlaß t zu veranMen. Ader um so c die schlichte Feier, die zu Balten wurde. Der Posaunen- hmittaasgottesdienst mit too in । Predigt der Sache gedacht wr ein Zusammensein i Se- lkitwirkung eines DlastMekls äs als Jestgast gekvmnmwr. ung von DeißbindeMer m? erschallen lieh. . Arnsburg, IS. Ost u en Retiungshaus für Schmidt, die etwa M war, hat Arnsburg verlassen, er Dusteren Mission zu ^richnnlich einft nächstem M^^eret^egoimv^ issenhast auf den weiten MS> 6i,ne M Ä"&n «** 'L-rsr di° »Ito dicht neoen ’^ n ^aen&W. Ä”S-J" nmg Wu!tS eie ®* C-S*äw‘ "oai 9*»l£ Sie»” ®!' aeSA^Ä'""64'' J im ^uhl .^^instuM° WH nni^L),; . Joctj^0 n;.d) China ziehen. 21« ihre Stelle wurde jetzt Fräulein Schmidt aus Crumbach bei Darmstadt berufen. Die neue Lehrerin wurde heute im Beisein einiger Schwestern der Anstalt feierlich in ihr Amt eingeführt. Die Schulkinder des Rettungshauses begrüßten sie mit Gesang. Etifts- dechant Lenz- Lich wies sie im Ramen des Vorstandes durch eine herzliche Ansprache in ihren mühevollen und doch so verheißungsvollen Dienst ein. Stiftspfarrer Scho rl em m er-Llch wandle sich in seiner Ansprache an die Kinder und ermahnte sie, ihrer neuen Lehrerin mit Liebe und Gehorsam entgegenzukommen. Der Vorsitzende des Vorstandes Graf Wilhelm zu Solms-Laubach, dec im hiesigen Schloß wohnt, war leider, da er verreist ist, verhindert, sich an der Feier zu beteiligen. 3 Wirberg, 20. Ott. In allen Kirchen des Kirchspiels wurde am letzten und vorletzten Sonntag das Erntedankfest gefeiert. Wie alljährlich, hatten die Kinder auf das Schmücken des Gotteshauses große Sorgfalt und Mühe verwendet. Die Gottesdienste waren gut besucht, in den Filialkirchen waren sie überfüllt. Die Kinder sangen das Erntelied und brachten unter Aufsagen von Psalmenworten die Erntegaben, die aus dem Altar niedergelegt wurden. Die Kirchenkollekten ergaben in Wirberg 22 Mk., Bellersheim 8 Mk., Harbach 6 Mk. Am Erntefest wurde auch, wie alljährlich, eine Naturaliensammlung für das Elisa- bethenstift resp. Schwesternhaus in Gießen veranstaltet, die einen schönen Ertrag brachte. Der Pfarrer predigte über das Gleichnis von den an- vertrauten Pfunden und zeigte die Pflichten, die reiche Ernte uns gegen Gott, die Nächsten und die Allgemeinheit in Gemeinde und Staat auferlegt. Z Harbach, 20. Ott Noch von der Kriegszeit her fehlen an unserer Orgel die Prospckt- pfeifen, was nicht nur ein Schönheitsfehler ist, sondern auch, weil die Pfeifen klingend sind, einen Schaden für die Orgel bedeutete. Schon vor Jahren, in der Inflationszeit, regte der Pfarrer die Anschaffung an, als auf dem Wirberg die Pfeifen angeschafft wurden: damals lehnte der Kirchenvor- stand ab. Nun wurde endlich die Anschaffung beschlossen und die Pfeifen bei Förster und Nikolaus in Lich bestellt. Sie kosten mehr als das Doppelte, als was seinerzeit das Reich bezahlte für die Zinnpfeifen, dabei find die bestellten neuen Pfeifen aus Zink mit Aluminium bronziert. Da auch eine Ausbesserung der Kirche in bezug auf das Nötigste beschlossen ist, wird unser Gotteshaus wieder in einen würdigen Zu stand kommen. Kreis Arievbcrg. 3 Aus dem Kreise Friedberg, 20. Okt. Vor den Gemeinderatswahlen. Obwohl, soweit der bäuerliche Teil der Bevölkerung in Frage kommt, die Feldarbeiten noch alle Kräfte in Anspruch nehmen und nur wenig Muße zu anderer Beschäftigung ermöglichen, ist in den letzten Tagen doch allenthalben mit den Vorarbeiten zu den Ge- meinderatswahlen begonnen worden. Vielerorts haben, mehr als man nach dem Branche früherer Wahlen annehrnen konnte, auch auf dem Lande sich die politischen Parteien der Sache angenommen und politische Listen aufaefteüi. Jedoch gibt es auch noch eine ganze Anzahl von „Mustergemeinden", deren Wähler unter Ausschal- lung jeglichen Wahlkampfes sich auf eine Liste einigen und damit die Wahl eigentlich überflüssig machen. Das gilt vor allem von mehreren Gemeinden des Butzbacher Bezirks, deren nachahmenswerte irinmütigteit schon bei der Bürgermeister- wie auch bei der Beigeordnetenwahl bewußt zum Ausdruck gekommen ist. Selbst in einer Gemeinde mit regerem politischen Leben, wie es beispielsweise Ober- Florstadt ist, haben sich die m den Ortschaften unseres Kreises hauptsächlich vertretenen Berufsstände der Arbeiter, Bauern und Gewerbetreibenden auf e i ne n Wahlvorschlag geeinigt. Die Sitze sind nach dem Stärkeverhältnis der Parteien ver- teilt worden, drei erhalten die linksstehenden Parteien, d. h. die Vertreter der Arbeiterschaft, drei die Bauern und einen die Handwerker. Ein gewiß anerkennenswerter Schritt, dessen Nachahmung in anderen Orten auch dort gewiß viel zur „Be- iriebung“ des Gemeindelebens beitragen würde. Daneben gibt es aber auch immer noch genug Gemeinwesen, in denen sich die einzelnen Lager scharfen -kämpf ansagen. Das gilt nicht nur von den otäbten, fonbern auch von einzelnen Landgemein- den. In Vilbel scheint sich ber Kampf zwischen Sozialdemokratie unb Bürgertum roieber schärfer auszuwirken. Nachbem die sozialbemokratische Mehrheit bet allen Gemeinbewahlen ber letzten Fahre sich siegreich behauptet hat, ist nun das Bürgertum nach seinem Wahlsieg bei der Beigeord- iietenwahl wieder rühriger geworden. Der B ü r» ger nerein ist aus langjährigem Schlafe zu neuem Leben erwacht. Er will die große b ü r - gerliche Einheitsliste für die Gemeinderatswahl präsentieren unb sich mit großer Werbe- krast für sie einsetzen. sf. Friedberg. 19. Ott. Die ungefähr 120 Mitglieder starke Ortsgruppe des Deutsch- nationalen Handlungsgehilfenver- b a nd es feierte gestern unter starker Beteiligung auswärtiger Mitglieder ihr 2 5. S t i f t u n g s - f e st. Nachdem am Vorabend bereits eine gesellige Zusammenkunft der Mitglieder und Gäste vorausgegangen war. sand eine Kreis- t a g u n g am Sonntagvormittag im Kasinosaale statt. Dor Eintritt in die Tagesordnung erfolgten Begrüßungsansprachen im Damen der Stabt, der Handelskammer, der Deutschnatio- italen Partei, der Deutschen Dolkspartei. der Demokratischen Partei und des Zentrums. Der erste Referent. Schultz- Gießen sprach über .Dringliche sozialpolitische Forderungen des Deutschnationalen Gehilfenverbandes". Dann sprach ber 2. Referent. Auerba ch-Frankfurt a. W., über „Die wirtschaftlichen Ziele unb Aufgaben der Kaustnannsgehilfen". Rach den mit großem Beifall aufgenommenen Dorträgen wurden zwei Entschließungen einstimmig angenommen. Die erste befaßte sich hauptsächlich mit sozialen Forderungen, Festlegung der 4Sftünbigen wöchentlichen Arbeitszeit, möglichste Beseitigung der Sonntagsarbeit. Arbeitslosenversicherung, bessere Ausbildung der Lehrlinge und Gehilfen, Einführung einer Gehilfenprüfung usw. Die zweite Entschließung befaßte sich mit der Preissenkung und begrüßt die Müstnahmen der Regierung. fordert aber auch, daß die Ermäßigung der Llmsahsteuer sich bei der Preissenkung auswirke und nicht die 500 Millionen Goldmark, die die Ermäßigung der Steuer ausmache, in den Taschen ber Händler verschwinde. Rach einem Schlußworte des Leiters der Dersammlung. Hirsch- Gießen, wurde die sehr anregende Sitzung geschlossen. < Bab-Nau heim, 20. Okt. Die beiden Altstadt list en, die zur bevorstehenden S t a b t= verordnctenwahl eingereicht würben, werden Listenverbindung eingchen.. An der Spitze der einen Liste, die das Kennwort „unpolitische Liste" trägt, steht der seitherige Stadtverordnete Reallehrer B e.ch t o l s h e i m e r. Die andere Liste ist ebenfalls unparteiisch, sie nennt sich „Bad-Nau- Heimer Bürgerliste". Spitzenkandidat ist der seitherige Stadtverordnete Minder,, der frühere langjährige Führer der sozialdemokratischen Partei am Vlatze, der sich im Stadtparlament zuletzt zum rechten Flügel begeben hatte. Eine engere Listenverbindung haben auch Demokraten, Den tTd) e Bolkspartei unb Zentrum beschlossen. Mit dieser Verbindung geht dann nochmals die unpolitische Liste der Kurinler- essenten (Arbeitsgemeinschaft der Berussverbande) eine Listerverbindung ein. <£ Ober-Mörlen, 20. Okt. Unsere große Landgemeinde wird von dem Kampf der Parteien von jeher mehr berührt, als die meisten Orte der näheren unb weiteren Umgebung. Das kommt schon zum Ausdruck in dem scharfen Kampf, der sich um die Aemter des Bürgermeisters und des Beigeordneten entspann, es zeigt sich aber auch in der Tatsache, daß im Gemeinderat nicht weniger als fünf verschiedene Richtungen vertreten waren, die zwar nicht immer in Kampfstellung standen, sondern auch recht ersprießliche Gemeinschaftsarbeit geleistet haben, die aber auf alle Fälle fünf verschiedene politische und wirtschaftliche Glaubensbekenntnisse vertreten. Auch für die bevorstehende Gemeinberatswahl soll es bei ber Zahl „f ü n f" bfeiben. Es ist schon zu begrüßen, daß sie wenigstens nicht überschritten wird. Sozialdemokraten, Beamte, Bauernbund, Zentrum unb christliche Gewerkschaften reichen gesondert ihre Wahlvorschläge ein, die Gewerbetreibenden Haden sich mit den Bauern auf eine Lifte geeinigt. So wird auch ber neue Gemeinberat wieder aus fünf verriebenen Interessengruppen zusammengesetzt fein. Kreis Büdingen. )( Ortenberg, 10. Okt. Gestern feierte im Hauptgottesbienst unsere dankbare Gemeinde Erntedankfest. Die beiden Altäre und der Chor waren mit Erntegaben unb Blumen reich unb finnig geschmückt, der Gottesbienst, in bem der Ortsgeistliche über ben rechten Erntebank prebigte, wurde durch einen Chor des Kirchengesangvereins unb der obersten Schulklasse verschönt. Die Kollekten im Klingelbeutel und auf den Opfertellern erbrach- tssn 70,Ü8 Mark. — Unsere neue Glocke ift fertiggestellt, der Guß ik gut gelungen. Wegen des Kalten Marktes findet die Einweihung am 8. November statt, die feierliche Einholung vom Bahnhof jedenfalls am 1. oder 2. November. —/— Ortenberg, 20. Okt. Die letzten Vorbereitungen zum Kalten Markt werden getroffen. Wenn die Vorzeichen nicht trügen, scheint er noch größer zu werden wie ber vorjährige. Der große Marktplatz ist für bic bestellten Schaububen bereits völlig belegt, alle verfügbaren Ställe unb Scheunen sind für die Unterbringung ber Pferbe unb Fohlen vorbereitet, die Läden Der Kaufleute in allen Lagern aufgefüllt, z.T. sogar bedeutend vergrößert. Die Eisenbahndirektion hat entgegenkommenderweise verschiedene Personensonderzüge eingelegt, um den Massenandrang zu befördern. So verkehrt am Sonntag ab Gedern bereits der Mitta'gszug wie an Werktagen, am Montagmorgen unb Dienstag bringt ein Sonderzug von Helden- bergen, der alle Anschlüsse hat unb Ortenberg um 8 Uhr erreicht, die Marktbesucher rechtzeitig an Ort unb Stelle. Auch an ben beiben Abenben ist ein Spätzug, ber Ortenberg um 8 Uhr etwa verläßt unb die Anschlüsse nach Gelnhausen unb Gießen erreicht, eingelegt. Kreis Schotten. X!X Schotten, 19. Oft. Bei der heutigen öffentlichen Kreisausschußsitzung stand die zweite Bürgermei st erwähl von Burkhards zur Verhandlung. Es waren zirka 40 Zeugen und zwei Rechtsanwälte aufgeboten. Der Kandidat W. Kunkel hatte bei der Wahl eine Stimme mehr erhalten als Bürgermeister Kneipp, während es bei der für ungültig erklärten ersten Wahl umgekehrt war. Der Kreisausschuß entschied: Verwerfung der Reklamation ber Partei bes Bürgermeisters Kneipp unter Verurteilung in bie Kosten, außer den Anwaltskosten. Nach ber Sitzung hörte man bereits Stimmen, bie Weitergabe nach Gießen verlangen. Wann wirb die Gemeinde einmal zur Ruhe kommen? — Mit Burkhards hat nun bie letzte Bürgermeisterwahl ihre Erledigung gefunben. Zwei Gemeinden, Feld - t rütfen unb N i e b e r - S e e m e n , erhalten wohl kommissarische Bürgermei ft er, ba auch die zweite Wahl für ungültig erklärt wurde. Over-Schmitten. 20. Okt. Die Eigentümer von Grundstücken, bic, obwohl Richt- landwirte, unter ber Einwirkung ber Lebensmittelknappheit und Inflation ihren burch Erbschaft ober Kauf erworbenen Besitz nichtveräußerten, halten jetzt bie Zeit für gekommen, ihn auf dem Wege der Versteigerung ab- zustoßen. 3n ben letzten Wochen konnten drei Versteigerungen hier abgehalten werden. Die ausgebotenen Grundstücke fanden namentlich in ber Arbeiterschaft recht viel Liebhaber, während die Landwirte sich zurückhaltend verhielten. Die Preise bewegten sich zwischen 800 und 2400 Mark pro Morgen, je nach Kulturwert, Lage und Güte des Bodens. — Das heutige Derbandsrückspiel des hiesigen Fußballklubs gegen Sportklub 1919 Schotten aus dem dortigen Sportplatz endete mit 3:1 für Ober-Schmitten. Damit hat ber hiesige Verein seine Verbanbsspiele (Bezirk 2 im Taunusgau) beenbet und steht mit 4 Punkten und einem Torverhältnis 12:7 an zweiter Stelle. Da sich die Vereine von Echzell unb Eichelsdorf infolge interner Schwierigkeiten nicht an den Verbandsipielen beteiligten, verringerte fich die Teilnehmerzahl auf drei (Ridda, Orer-Schrniiten, Schotten), so daß die Verbanbsspiele am nächsten Sonntag mit dem Rückspiel Ridda—Schotten schon beendet sind, Kreis Alsfeld. Aus bem Kreise Alsfeld, 20. Oft. Während der Scheinblüte unserer Wirtschaft in der Nachkriegszeit hat so mancher Grundbesitzer seine Einwilligung gegeben zum Ausbeuten der in seinem landwirtschaftlichen Grundstück ruhenden B o d en s ch ä tz e. Insbesondere waren die Onar- zitsteine so sehr gejucht, daß man mit Recht von einem wahren „Ouarzfieder" reden konnte. Heute steht mancher Eigentümer mit betrübtem Herzen vor seinem Acker oder Wiesenstück. Durch die Ausbeute ist das Grundstück für immer verunstaltet und in seinem (Ertrag herab- gemindert; der damals hoch erscheinende Erlös ist durch ben Währungsverfall verloren gegangen. Die Nachfrage nach Quarzit ist in ben vergangenen Monaten so gering gewesen, baß die erst in letzter Zeit auogebeuteten Grundstücke noch zum Teil als Lagerplatz für das herausgeschaffte Steinmaterial dienen müssen, für das sich fein Abnehmer finden will. -er. Homberg a. d. Ohm, 20. Okt. In einer öffentlichen Versammlung, zu der außer den Mitgliedern des G e m e i n d e r a t s auch die Vorsitzenden ber verschiebenen Vereine eingelaben waren, sollte zu ben beiden Den dm alsprojek- t c n, entworfen von Bildhauer Arnold- Beuern, Stellung genommen werden. Der eine Entwurf sieht die Aufstellung des Denkmals am Rathause vor, der andere bei der Friedhofskapelle. Da es nun einmal ein Denkmal für die Gefallenen des Weltkrieges fein soll, so entschied sich die Mehrzahl ber Anwesenden in ber Versammlung für die Aufstellung bei ber F r i e d h o s s k a p e l l e , benn man will ein solches Ehrenmal nicht an einer verkehrsreichen Straße und dem Marktplatze ausgestellt wissen. — Die Dreschmaschine hat vorige Woche ihre Tätigkeit dahier beeenbigt. Die Herb st arbeiten sind größtenteils beendigt. Manche Landwirte sind' noch mit dem Einbringen der Dickwurz beschäftigt, wenige noch mit der Herbstaussaat. Preußen. Kreis Wetzlar. XX Wctzla r, 20. Okt. Dieser Tage fand die diesjährige Hauptversammlung des Som« bauver eins statt. Dieser zählt jetzt noch 124 hiesige und 17 auswärtige Mitglieder, dazu 6 Patron^. Trotz des Verlustes des Dereins- DermbgenS durch die Inflation konnte der Verein die Zentralheizung des Dornes wieder instand sehen. Fenster einfügen und der evangelischen Gemeinde die Mittel zur Beschaffung eines eisernen Schrankes gewähren. Auch wurde beschlossen, das von dem Bildhauer Hattenrott gefertigte Dorn-Modell dem Stadt-Museum als Leihgabe zu überlassen. Cs soll fortgesetzt werbend an bie Bürgerschaft für Gewinnung neuer Mitglieder herangetreten werden. rtr. Dorlar, 20. Okt. Auch hier hat sich mit bem Wachsen ber Seelenzahl ber Bevölkerung bie Zahl derHäuser entsprechend vermehrt. Im Jahr 1924 wurden drei Hofreiten fertiggeftcllt, 1925 sind sechs Wohnungen mit Nebengebäuden hinzugekommen. Alle Neubauten wurden mit den am Orte gebrochenen Grauwacken fundamentiert unb gedeckt mit ben an verschiebenen Plätzen gebrannten Ziegeln. Alle Neubauten würben an die elektrische Lichtleitung angeschlossen. Man “ hofft, daß auch bie schon früher geplante L i ch t d e r f o r» gung ber Blockftation zur Ausführung gelangen wirb und dabei auch gleichzeitig die links ber Lahn gelegenen Wohnhäuser mit elektrischem Licht versehen werben. XX Atzbach. 20. Okt. Trotz der früheren Abneigung herrscht jetzt hier allgemein gute Stimmung für die Zusammenlegung der Feldmark. Die Gemarkuva umfaßt 844 Hektar, worunter 242 Hektar Wald sich befinden. Rur durch die Zusammenlegung kann auch hier die Bautätigkeit gefördert werden, denn es fehlt vor allem an Bauvlätzen. ra. Reiskirchen, 20. Okt. Die durch die 3nruhestandversehung des Pfarrers Trauthig frei gewordene h-esige Pfarrstelle ist dem Synodalvikar Dr. Schmidt aus Burscheid übertragen worden. Die Amtseinführung hat Superintendent Wieber von Garbenheim vorgenom- men. Zu der Pfarrei gehört auch unsere Rachbar- gemeinde Rieder-Weh. Pfarrer a. D. Trauthig hat seinen Wohnsitz in Braunfels an der Lahn genommen. z. Hochelheim, 20. Okt. Der Betriebsplan, welcher die Grundlage für die Bewirtschaftung des G e m e i n b c m a (b e s bilbet, war dermaßen veraltet, daß er unbedingt eines den neuzeitlichen Verhältnissen entsprechenden Ersatzes bedurfte. In Erkenntnis dieser Notwendigkeit hat die Gemeindevertretung beschlossen, einen neuen B e- t r i e b 5 p I a n aufstellen zu lassen. Die Neuaufstellung erfolgt durch zwei Forstpraktikanten, die auch für die Gemeinde Vollnkirchen einen gleichen Man auffteUen. — In bas hiesiege elektrische Ortsnetz sind jetzt Kraft st ecker eingebaut worden, die den Anschluß fahrbarer Motore, besonders solcher zum Getreideausdrusch und zum Brennholzschneiden, ermöglichen lassen. x. Ebergöns, 20. Okt. Daß das Amt eines Flurhüters nicht begehrenswert ist, ergibt sich daraus, daß in hiesiger Gemeinde niemand zu finden war, der diesen Poften übernahm. Der Flurhüterdienst ift daher dem Flurhüter Watz aus Oberkleen übertragen worden. fr. Ebergöns, 20. Okt. Der ansteckende Scheidenkatarrh, von dem vor kurzem aus der benachbarten Gemeinde Oberkleen berichtet wurde, hatte auch unter dem Rindvieh- beftanbe ber hiesigen Gemeinde eine starke Verbreitung angenommen. Infolge grünolicher Behandlung der erkrankten Tiere durch einen Butzbacher Tierarzt ift bie Seuche nunmehr zum Erlöschen gebracht unb somit weiterer Schaben von den oiehhaltenden Landwirten abgewandt. p. Niederkleen, 20. Okt. Das hiesige Forfthaus erhält zur Zeit einen neuen Verputz. der ihm ein geschmackvolles Aussehen gibt — Die hiesige planmäßige Förster st elle wird gemäß einem Beschlüsse des Forstschuhverbandcs nicht wieder beseht; sie ist in eine Hilss- sörsterstelle umgewandelt worden. Derzeitiger'Der- walter der Stelle ist der Hilfsförster Schw e i tz e r von der Dianaburg bei Greifenstein. b. Volpertshausen. 20. Okt. Wer schon einmal von hier nach Reiskirchen gegangen ist. wird am Dorfausgange einen mehrere Meter tiefen Graben gesehen haben, der nicht nur zur Verschandelung des Ortschaftsbildes beitrug, sondern mit Rücksicht auf die Enge des Weges an ber betreffenden Stelle auch eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bildet. Dieser Graben soll jetzt bei Durchführung der Zusammenlegung zugeworfen und das in ihm fließende Wasser durch einen Kanal abgeleitet toerben. 3n Verbindung hiermit wird auch die an der gleichen Stelle bestehende scharfe Kurve eine Abschwächung erhalten. Die für den Kanal ausgeschriebene Lieferung von Zementröhren ist dem Maurermeister Ludwig zu Vollnkirchen übertragen. Dillkreis. bl. Dillenburg, 20. Olt. Der hiesige Kriegerverein veranstaltet zur Errichtung eines Kriegerdenlmals in unserer Stadt eine Lotterie. Man hofft, hierdurch den größten Kostenbetrag zu decken. bl. H e i ft c r b c r g , 20. Okt. Am Sonntag wurde unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung unsere neue Schule eingeweiht. bl. E i s e n r o l h, 20. Oft. In unserer Gemeinde befinden sich noch 28 Erwerbslose, bic z. Z. an dem Straßenbau nach Hartenrod beschäftigt sind. Kreis Biedenkopf. bl. Hartenrod, 20. Oft. Derzeit ist man mit dem Bau einer Verbindungsstraße zwischen der Gemeinde Eisemroth und unfernt Ort beschäftigt. Ein schmaler Feldweg verband bislang beide Gemeinden. Der gesteigerte Verkehr mit dem Dill kreis erforderte jedoch, daß an Stelle dieses Weges eine fahrbare Straße geschaffen wurde. Aus Mitteln der produktiven Erwerbsloienfürsorge wird der Bau gefördert. Arbeitslose von hier und der Umgebung voll- führen das Werk. Die Gesamtkosten schätzt man auf etwa 177 000 Marl. 2n aller Kürze wird mit den Walz- und Steinarbeiten begonnen. Man hofft, im nächsten Frühjahr bic Straße fcrtiggefteHt zu haben. Frankfurt a. M. und Umaeqeud. Frankfurt a. M, 20. Olt. Die Direktion ber Straßenbahn hat einen Aufruf an bie streikenden Straßenbahner gerichtet, in dem die Belegschaft aufgefordert wird, bis Mittwoch früh den Dienst auf ben zuständigen Bahnhöfen wieder aufzunehmen. Wer dieser Aufforderung nicht nachkomme, habe sich als entlassen zu betrachten. Die Streiklage ist heute noch unverändert. Die heute abend auf Einladung des Schlichters in Hanau zwischen den beteiligten Arbeitgeber- und Rrbeitnehmer- verbänden stattgefundenen Verhandlungen sind ergebnislos verlaufen. Turnen, Sport und Spiel. Um die Bezirksttgameisterschaft in Hessen-Hannover. tz. Also doch wieder zwei ganz ausgefallene Ergebnisse im Bezirk, unb deren unerwartetstes Hann. Münden — Hessen 09 Kassel 3:2! Eine feiner Erfolg für die Mündener, bic nun wieder vor den F. C. Wetzlar auf bie üiert- lehte ©teile rücken. Damit entbrennt der Kampt um ben Abstieg von neuem unb heftiger benn je. Unb weiter: Borussia Fulda-SPiel-- verein Kassel 5:1! Dabei verhütete Sern* schilb im Kasseler Tor ein noch höheres Ergebnis. Die Zeit ber hohen Ergebnisse für Sp. D. Kassel mit 14:0, 8:1, 7:0 scheint vorbei zu sein, und Borussia zeigte, daß sie an einem guten Tage einer ber besten Mannschaften im Bezirk sein kann. 3m Lokaltreffen S. C. 03 — Sport Kassel 2:2 lieft man eigentlich ein erwartetes Ergebnis, trotzdem die früheren 48er Vesser waren unb noch besser zu werden versprechen. Lokalbegegnungen warfen jedoch alle Voraussagen, alle Ansichten und alle besseren Leistungen über den Haufen. 03 Kassel, bie als Eintracht und als 48er stets eine hohe Spielkultur ihr eigen nannten, besinnen sich ihres alten guten Rufes und sind ernstlich dabei, von sich reden zu machen. Die Mannschaft hat Zukunft! Ein weiteres Derby stieg in Göttingen. S. Vg. 05 3:0. Erstens ist S.Dg. eine viel kräftigere Mannschaft als die 05er, bie schon mit ihrer alten guten Kunst, die sie bis an die Tabellenspitze brachte, wenig Chancen gegen bic robuste S. Vg. hatten, unb zweitens hat 05 im Sturm sehr nachgelassen. Damit war das Spiel entschieden. Richt so hoch verdient war der Sieg, wie er im Spiel Marburger S. Vg. — Kur- Hessen Kassel mit 1:6 ausfiel. Marburg hat also bis dato in der zweiten Serie noch kein Spiel gewonnen. Rach Halbzeit verwies Schiedsrichter W i n g e n f e 1 d - Fuloa den Kasseler Linienrichter wegen Parteilichkeit vom Platz. Dem Resultat nach sehr glatt, aber in Wirklichkeit erst im Endspurt, vertrat Gießen 1900s C l f ihren Klub in Osterode mit 5: 2 siegreich. Das Fehlen des Oft er ober Goalmannes nahm deren Hintermannschaft die Sicherheit. Das Loch im Goal wurde, so gut es ging, gestopft und hielt bis kurz vor Schluß, bann aber platzte bie Raht und aus war's mit ber Maurerkunst. 1900 muh sich nun endlich den Anschluß an die nicht absteigenden suchen, und dann ist es immer noch fraglich, ob es ihm gelingt, sich zu halten. Die Zuschauerzahlen: 1500 in Kassel, 1000 in Göttingen, 800 in Marburg, 300 in Fulda. Osterode und Münden je 200, sind ber beste Beweis für die Anziehungskraft der Lokalderbys und des Gaumeisters. 3m ganzen im Gau also 4000 Zuschauer zu 132 Spielern. Das umgekehrte Verhältnis wäre mehr wert als Punkte und Meisterschaft. HenkeFs SchenerpuBver Gebrauche AU - und tro Hau» Sieht’» stets bei Dir wie Sonntag tu Mit Ata kannst Do alle Sachen Blitzblank und appcUUfch machen! Ata putzt und scheuert alles! Ata Bewies SB und Sand aus dem cahnflntz liefert prompt und billig C.Rübsamen,Gießen Fernsprecher 1659. 1860c Kreuzplatz 9819a Sie - Kein Laden Löberstraße 17 ] fortrags-Vereiiiginu ♦ Der für Donnerstag, 22. Oktober Statt Karlen! rstag, b> nachmittags 2 Grabstücke Flur VI 6 Albach Statt Karten! r v V Gotha, Kindleberstr. 24, den 20. Oktober 1925. fit; 4: 16 9825V 8 VII schleier. 9833c Grabstücke Flur III XVIII Wiesenstück b) II 8 I XXVII ll:Nl IrW Der Oberbürgermeister: I. V.: Or. Rosenberg. 9 14 IV XII 21 8 1 14 1 4 Garten Grabsiücke 1 10 Grabstück Grabstücke Acker' Grabstücke Garten Grabstücke Aecker Grabstücke Acker Grabstücke Gärten Grabstück Garten Grabstücke Acker Garten Grabstücke Erdbeeren Pfirsiche Mirabellen Kirschen Reineclauden Birnen usw. Preiselbeeren XXXVIII XXVIII XXIX XXX XXXI VI VIII Spargel Erbsen Bohnen Karotten Schwarzwurzel Herbstgemüse usw. Heidelbeeren AnderTderstrabe(nebenEderstr.21) Zwischen Asterweg und Schottsttaße (hinter dem Hause Asterweg 60) 3n der Schwarzlach (Ederstrasze), rechts vor der Bahnunterführung Zwischen der Bahn und der Straße nach Wißmar An der Straße von Gießen nach Wißmar, links vor der Rüb- samenschen Besitzung. Am Gichgärtenweg Am Gichgärtenweg Zwischen Kaiserallee und Mittelweg Hinter der Villa von Herrn Tloos Zwischen Kaiserallee und Mittelweg Zwischen Schliesplatz und Philosophenwald Unterhalb der Liebigshöhe. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde am 19. Juni 1925 eingetragen: Die Firma Handelsgesellschaft der Thyssenschen Zechen Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu Bonn, Zweigniederlassung Gießen. Gegenstand des Unternehmens ist 1. der Handel mit Kohlen: Koks und Briketts, sowie allen bei der Koksherstellung gewonnenen Nebenprodukten, ferner der Handel mit Waren aller Art, insbesondere mit künstlichen Düngermitteln, mögen diese Erzeugnisie von der Gesellschaft selbst hergestellt oder von dritten erworben sein: 2. die Errichtung und der Erwerb solcher Anlagen, welche geeignet sind, die vorbezeichneten Zwecke zu fördern, der Erwerb von Grund- stücken, ferner die Erzeugung und Verwendung von Gas und elektrischer Energie: 3. die Beteiligung an anderen Unter- nehmungen irgend welcher Art, die die vorbezeichneten Zwecke zu fördern geeignet erfcheint. Die Gesellschaft kann weitere Zweigniederlasiungen im In- und Ausland errichten. Das Stammkapital beträgt 300000 Reichsmark. Zu Geschäftsführern sind bestellt: 1. Kaufmann Hans Valenz in Duisburg-Vkeiderich, 2. Kaufmann HcinrichKindt in Duisburg - Beeck, 3.Kauf- mann Gustav Schneider in Bontt, 4. Kauf, mann Otto Gall in Düsseldorf, 5. Kaufmann Alfred Greeven in Düsseldorf, 6.Kauf- mann Adolf Munk in Düsseldorf. Der Gesellschaftsvertrag ist am 9. Februar 1922 sestgestellt- Sind mehrere Geschäftsführer vorhanden, so erfolgt die Vertretung entweder durch zwei Geschäftsführer gemeinschaftlich oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen oder durch zwei Prokuristen gemeinschaftlich. Gießen, den 13. Oktober 1925. 9773c Hessisches Amtsgericht. 5 7 1 37 18 2 10 Auf dem Nahrungsberg An der Gnauthstraße Am Altenfeld zwischen den Gärten (fr. Sandgrube) Am Altenfeldweg An der Heyligenstaedtschen Fabrik Am Erdkanterweg Am Aulweg An der Liebigstraße Am Leihgesterner Weg (in derNähe der Poppeschen Fabrik) Zwischen Leihgesterner Weg und schönen Aussicht An der Gaffkystraße vor dem Lupusheim Am Schlangenzahl Auf dem Aulweg hinter d. Weiher. Am Diehmarktplatz Zwischen d. Lahn u. Wetzlarer Weg Zwischen Margaretenhütte u. Kläranlage Jn der Hammstraße Am fr. Schweinemarkt Am Leimenlräuter Weg links An der Lahn hint. d. städt. Gärten Zw. Krofdorfer und Wißmarer Weg Am Alten Krofdorfer Weg. Lilly und Emil Mannheimer zeigen die Geburt ihres Sohnes Werner Ephraim an AuMikung Mein u.prel9roert rneMWMe UW.-Nnillerei. B. fange. Gießen. SlWslc.7. Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Marie Wehrum Karl Schlag Hausen bei Gießen 19. Oktober 1925 9 12 14 16 25 34 Wir bitten, beim Einkauf von je 1 Pjund „blaubana-Margarine“ das farbig illustrierte Familienblatt „Die Blauband-Woche,‘ kostenlos zu verlangen. 1 2 36 1 7 7 Donnerstag, 22. Okt., 8l/4 Uhr im Gewerbeverein. 1. Steuervortrag d. Herrn Steuerobersekret. Frees; 2. Verschiedenes. ““d Der Vorsitzende. ■bk V/x ,Wie alt sind Sie?6 ST \ .Neunundzwänzig, Herr!1 J Und da haben Sie t-- X noch Hühneraugen? Menschenskind, haben Sie denn noch nie etwas MMN von..Lebewohl“ gehört?“ nachmittags 2 Uhr Zusammenkunft Ecke Wolfstraße und Kaiserallee: 106 Grabstücke Flur XVIII Zwischen Eichgärten und Mittelweg Donnerstag, den 29. Oktober 1925 a) vormittags 81/. Uhr Zusammenkunft Ecke Stein-und Ederstraße: Mittwoch, den 28. Oktober 1925 a) vormittags 8'/, Uhr Zusammenkunft Ecke Wolfstraße und KaiseraNee: Bekanntmachung. Grundstücksverpachtung der Stadt Greben. Montag, den 26. Oktober, Dienstag, den 27. Oktober, Mittwoch, den 28. Oktober und Donnerstag, den 29. Oktober 1925, sollen die leihfällig gewordenen Grundstücke der Stadt Gießen öffenUich meistbietend an Ort und Stelle auf weitere 6 Jahre verpachtet werden und zwar: Montag, den 26. Oktober 1925 a) vormittags 8' Uhr Zusammenkunft am Schlachthaus: Flur XVI IV „ XVI oiomy fftrnfPjJ schM-v lagunö®« Änschnstl .-.«nHud * Bekanntmachung. Bestellungen auf Fichtendeckreiser unter gleichzeitiger Barzahlung werden beim städtischen Rechnungsamt, Stadthaus Bergstraße, Zimmer 18, bis spätestens 24. d. M. entgegengenommen. Die Welle kostet, da der größte Teil der Deckreiser aus nichtstädtischen Waldungen bezogen werden muh, einschließlich Anfuhr vor das Haus 65 Pfennig. Gießen, den 20. Oktober 1925. Der Oberbürgermeister. 3. V.: Dr. R osen berg. 9823B Dienstag, den 27. Oktober 1925 a) vormittags 8 /a Uhr Zusammenkunft Stadthaus Bergstr.: KT. 24 • Gemeint ist natürlich das berühmte, von vielen Aerzten emptohicne Hühneraugen-Lebcwohl für die Zehen und Lebewohl-Ballenscheiben für die Fußsohle, Blechdose (8 Pflaster) 75 Pf.. Lebewohl- Fußbad gegen empfindliche Füße und Fußschweiß, Schachtel (2 Bäder) 50 Pf. erhältlich in Apotheken und Drogerien. Sicher za habcc bei; H. Noll, Ludwigspiatz - Drogerie und Neustadt • Drogerie, O. Wlnterhoff, Drogerie, Krcurptetx 9/10. 3785A Spezialhaus J. M. Schulhof Marktstr. 4. 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An dem Kursus können männliche Personen jeden Standes, welche das 18. Lebensjahr vollendet haben, teilnehmen. Anmeldungen werden bet Kolonnenführer Kratz, Schulstr. 11, entgegengenommen. 9802D____________________ Der Kolonnenvorstand. „ daselbst ., An der Rodheimer Straße (gegenüber der Lindenburg). Uhr Zusammenkunft an den Bahnhöfen (Wirtschaft Teigler): Voraussichtlich bestimmt: 1 groß. Posten Herreir-, Damen- und Kinderstiefel, 1500 Zigarren, bessere Marken. Dern, Gerichtsvollzieher in Giehen. Billiger u. nahrhafter als Frischgemüse nnd Frischobst sind Obst- ii. Gemüsekonserven b) nachmittags 3 Uhr Zusammenkunft Ecke Marburger Sttaße und Friedhofsweg- 1 Grabstück Flur XXI qenolK" a ist stell' lunfl der Locarno dernis. nehmen, / wird, die räumen, t Mögliä schiuli voi 'Holen zu ix>h diese' »icht im daß auhe Pflichten kftgelegl Polens a jum mini zeichnet scheu D ift gezwul iinfccgrciiji den Unter, ßinffang > richtig blei hat, eine Polen in durch der C lich Dervin, gründet ift, eiserne Äin geschloss daraus folg den Pali ü uuüttriidba kalten, toff Pvlitii Belten zerspre Bclvegung SS ir f tu feit fein Sonfleflatir mit feinen < le. als ob f lehr erfr mehr eine Z ?u wahren. Äuhrnministi V5N einem d! den, spricht getnis gaa er die einfa lichleit nicht irürt?. er a nicht so verl hvrnng übei Mn hat ganze S mißlungen, schlecht b ihm mit cir es sich nicht den Mn't rohler tcan Je irissen g« teuft, sie schind d '^rantreick j E bem § te w in die Wngekbt r'dvrsx Schneiden m das Gleich, eieren. 4 _ Die 2 Deutschland rarno-Dert^ jN. @ttD S ** Halten. Mion^fäi •!.«««Mi Akti B batten. OaD eine ft a [ ,ih Her? § f i Nstider Eskierr, >ege7 baß ni*. daran , Grabstücke ., XXII XXI Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. B wurde bei der Direction der Disconto-Gesellschaft, Zweigstelle Gießen eingetragen: Arn 15. September 1924: Durch Beschluß der Generalversammlung vom 30. Zuni 1924 sind die Art. 31, 32 der Satzung geändert worden. Diese Aende- rungen betreffen die Frist für die Hinter- legung der Anteile und Anordnung der Beifügung eines Aummerverzeichnisses, sowie die Frist für die Bekanntmachung der Generalversammlung. Am 15. April 1925: Durch Beschluß derGeneralversammlung vom 19. Dezember 1924 ist das Grundkapital auf 100 C00 000 Reichsmark umgestellt. Durch Beschluß der Generalversammlung vom 19. Dezember 1924 sind die Art. 9a des Gesellfchaits- Vertrags gestrichen und 5, 7, 9, 14 und 31 geändert worden. Die Aenderungen betreffen das Grundkapital, die Aktienein, ziehung, den Reingewinn, die Bildung einer besonderen Reserve, die Höhe der Beteiligung der Geschäftsinhaber an Grundkapitale sowie die Ausübung des Stimmrechts. Gießen, den 16. Oktober 1925. 9772c Hessisches Amtsgericht. Lieber das Vermögen der Firma Friedrich Arnend, Aniversitätsmühle in Grohen-Linden bei Gießen, Inhaber: Karl Amend daselbst, wird mit Wirkung vom 19. Oktober 1925, mittags 12 Uhr ab die Geschäftsaussicht angeordnet. Zur Aufsichtsperson wird der Kauf- mann Louis Althoff in Gießen ernannt. Gießen, den 19. Oktober 1925. 9830c _________Hessisches Amtsgericht. vorgesehene 2. Vortragsabend, Konzert der Madrigal-Vereinigung Darmstadt mußte Umstände halber verlegt 982 ic werden auf Donnnerstag, 29. Oktober. Bet schwerem überaus ftörenbem lobt jeder die Blauband- Margarine als billigen. wohlschmeckenden und nahrhaften Brotaufstrich. Preis 50 Pfennig Halbpfund in der bekannten Packung.