flr. 92 Erster Blatt V5. Zahrgaitg Dienstag, 2\. Aprll 1925 Erscheint täglich, außer Sowiu und Feiertags. Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat im Bild. »enotsiBejr.gsprefs: 2 Goldmark u. 20 Eold- pfennig für Träyerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernfprech.Anschlüsse: schriftltitung 112, Ber- lagundGelchästsstellebl. Anschrift für Drahtnachrichten Lnzeigerrießen. Potischeckkonto: $ronffurt a. M. 11686. GieheimAMger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühl'sche UniversitStt-vuch- und Steinörudcrei H. Lange in Giehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulttrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer b’-J zum Nachmittag ootbc ohnejedeDerdtndlichkcit, Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich^, auswärts 10 Goidvseniiig: für Reklame-Anzeige'' v 70n ri Brette 35 Goldpfennig. Platzvorschrift 20" , Auf- schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr Friedr.Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschc in; für den Anzeigenteil: Hans Beck^ sämtlich in Gieße''- Luvkampf um Mofful. Don unserem türkfchen ki-ftorrefponbcnten. Konstantinopel, Anfang April. Der französisch-englische Gegensatz, der in den Fragen Der europäischen Politik immer noch schließlich in etwas zu übertünchen war, tritt uns ntrgenbs so kraß entgegen, wie in den Fragen des nahen Orients, denn gerade hier bietet sich Den beiden mächtigen Rivalen auch heute noch genügend Bewegungsfreiheit. Er erreichte seinen Höhepunkt in dem Freiheitskampfe der Türken, der unter dem Gesichtswinkel der europäischen Politik betrachtet, schließlich nichts anderes ist als ein Kampf, den die Türkei als Erponeni Frankreichs, Griechenland als Exoonent Englands gegeneinander ausfochten und der endgültig z u u n - gunftcn Englands entschieden wurde, und damit ist — wenigstens vorläufig — der englische Traum derHerrschaft an den Dardanellen zerronnen. Als einzige Hoffnung für die englische Politik bleibt nur noch die Massulfrage übrig, aber auch hier sieht sie im Hintergründe überall Den Franzosen (einen Interessen entgegentreten. Frankreich kann es nicht verschmerzen, den Engländer im Besitz einer so wertvollen Provinz zu sehen, die im ersten Vertrage von 1916 (Lnkes-Pycot) als zu Syrien gehörig ihm selbst zugesprochen war, dann aber zu einer Zeit, als Frankreich insolge seiner Sanktionspolitik im Westen vollauf beschäftigt war, von den Engländern, die Mossul 1918 „provisorisch" besetzt hatten, ganz in Besitz genommen wurde. Eine schmerzliche Erinnerung für Frankreich schon des- halb, weil es ja mit der Sanktionspolitik Poincarös im Grunde genommen doch nur wenig erreicht hat und obendrein noch das ihr zum Ersätze gewährte reiche Gebiet von Cilicien nach den schweren Niederlagen, die ihr dort die Truppen Kemals zufügten (von Denen Der „siegreiche" Franzose jedoch möglichst wenig spricht) völlig räumen mußte. Nicht gering mag das Erstaunen der Engländer , gewesen sein, als nunmehr der wieder stark gewor- bene Türke ebenfalls, und mit Recht, energisch Anspruch auf seine Mossulprovinz erhob. Bei den Frie- densverhanDlungen m Lausanne gerieten I s« m c t Pascha und Lord Curzon hart aneinander, miD da der französische Delegierte Bompard den Engländer, rare zu erwarten war, völlig im Stiche ließ, mußte die Frage späteren Sonberverhaiü- lungen überlassen werben, bie trotz mehrfacher Versuche immer wieder scheiterten bei der jede Konzession für die Türken ausschließenden Haltung toir Percy E o x. Die Entscheidung wurde dann schließ- lid) dem Völkerbund übertragen, dessen Kommission letzthin zwei Monate in Mossul weilte und von dort aus das strittige Gebiet bereiste, um die Zugehörigkeit des Wilajeis nach ethnographischen, geographischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten festzulegen. Der türkische Vorschlag eines Ple- oiszits wurde seinerzeit in kennzeichnender Weise von England damit abgelehnt, daß die Türkei dann zuvor die angrenzenden Provinzen zu räumen habe, um jede Beeinflussung auszuschließen. Die Abstim- muna sollte dann unter b c in Schutze Der englischen Besatzung stattfinden! Die D ö l k e r d u n d s k o in in i s s i o n hat inzwischen ihre Arbeit beendet und ist über Aegypten am 3. April nach Europa abgereist und wird ihren Bericht in Paris und zum Teil in Genf selbst im Laufe der nächsten Wochen ausarbeiten, so daß er bei Der nächsten Sitzung im Juni vorgelegt werden kann. In ihrer Zusamensetzung ist die Kommission Dem türkischen Standpunkte recht günstig und die türkischen Delegierten sprachen sich auch sehr zuversichtlich aus und betonten vor allem Die peinliche Unparteilichkeit Der Kommission selbst, klagten anbei; seits sehr über Die großen Schwierigkeiten, Die einem objektiven Arbeiten in den Weg gelegt wurden. Das türkische Mitglied Djävad Pascha wurde fast wie ein Gefangener bewacht, aber trotz des brutalen Auftretens Der englischen Soldaten gelang cs nicht, türkenfreundliche Kundgebungen der Bevölkerung zu unterdrücken. Die überall spontan zum Durchbruch kamen und durch Die bezahlten (BcgenDemonftrationen Der englischen Parteigänger Durchaus nicht ab* geschwächt werben konnten. Die Spuren Der englischen Gewaltherrschaft waren mancherorts unverkennbar und vor allem im Gebiet von Suleymaniö rebeten Die Ruinen nur eine allzu bereDte Sprache von Der Wirksamkeit Der englischen Vombengeschwa- Der, Die in Dieser GegenD Der Bevölkerung auf Diese Weise für Den englischen Gedanken zu gewinnen versucht hatten. Aus ihren Reisen in diese Gebiete wurde die Kommission allein von acht Panzerautos begleitet und noch obendrein Durch Flugzeuge vor üblen Ueberraschungen gesichert. GeraDe das Eintreffen Der StuDienkommifsion vor einigen Monaten hat trotz Der entgegenstehenDen 2kbmachiingen Des FrieDensvertrages zu Den folgenschwersten englischen Intrigen geführt. Schon im letzten Herbste hatte man versucht, im Wilajet Hak - kari, Dessen Zugehörigkeit zur Türkei nie bestritten mürbe. Durch Stärkung Der nestorianischen Bewegung einen Konfliktsfall hervorzurufen. Der zu einem Kampfe zwischen türkischen unD englischen Truppen führte — auch hier rourDc von Bombenflugzeugen ausgiebig Gebrauch gemacht —, Der erst durch Den Völkerbund mühsam geschlichtet werDen konnte. Dann hat man Die assyrischen Christen veranlaßt, von her zwischen Den beiden Inippen liegenden neutralen Zone Besitz zu ergreifen, um so für später die eigenen Ansprüche auf dieses „No mans land" zu verstärken. Als Haupttrumpf wurde dann Der jetzige ÄurDenaufftanD in Szene gesetzt, dessen Fäden in dem 1921 in Bagdad unter englischer Leitung gegründeten „kurdischen Komitee" zusammenlaufen. Inzwischen sind die Aufrührer, die erstaunlicherweise über die modernsten Waffen verfügten, von einer großen türkischen Trup- penmacht völlig eingeschlossen, und auch diese drohende Der Wahlkampf. Das neue Hindenburg-Programm. Schon einmal,- mitten im Kriege, ist Feldmarschall v. Hindenburg mit einem Hindenburg- Programm hervorgetre:en, das damals die letzten Kräfte des Volkskörpers mobil machen wollte, um in der Materialschlacht dem Ansturm der Feinde gewachsen zu fein. Ein Gedanke, groß in der Konzeption, Der Gedanke des wehrfähigen und werkfähigen Volkes, der leider durch ungeeignete Mitarbeiter um den besten Teil feines Inhalts beraubt wurde und nicht mehr genug Magnetismus in sich trug, um das Ziel zu erreichen, das ihm gesteckt war. Seitdem haben wir den Krieg verloren, sind durch die tiefsten Tie'en seelischen und moralischen Drucks gegangen. UnD wieder tritt d er Feld- marschaU, Di smal nicht mehr als der militärische, sondern als der bürgerliche Führer, vor Das deutsche Volk mit einem Programm, Das nur die eine Ausgabe kennt, uns hcrauszu- reißen aus Der trostlosen Gegenwart unD Dem Deutschen Volke wieDer Die ®run lagen wirtschaftlicher und politischer Arbeitsfähigkeit zu schassen. Wie er sich das denkt, hat er in Hannover auseinandergesetzt. Mit soldatischer Kürze, mit einer wunderbaren Gabe, die Dinge zu entlompli- zieren und auf Ihre einfachste Formel zu bringen. Wer diesen unvergeßlichen Tag von Hannover mit erlebt hat, der wird den Eindruck nicht wieder vergessen. Der suhlte auch, wie schwer Herr v. Hindenburg mit sich gerungen hat, ehe er sich dazu entschloß, die ihm angetragene Kandidatur anzunehmen. Einer der Redner bezeichnete das als den schwersten Entschluß, den er vielleicht in feinem Geben gefaßt habe; der Feldmarfchall neig:e dabei zustimmend Den mächtigen Kopf. Er liefe auch keinen Zweifel Darüber, Dafe nur Der Appell an fein Pflichtgefühl, nur Die Empfindung, dafe er das Volk, das ihn rief, in Der Stunde Der Hot nicht im Stich lassen Dürfe, stark genug gewesen war, um Die Bedenken hinwegzuiäumen. Die bei ihm selbst gegen seinen (Antritt die politische Linie bestanden. Aber er hat dabei dock) oerftanDen, seine Eigenart zu wahren. Es wäre eine interessante Ausgabe, einmal die Reden zu vergleichen, Die viel zu vielen, Die Herr Dr. Marx gehalten hat und halten toirD, m.t Der einen Rede Hindenburgs. Herr Marx kann nun einmal nicht über seinen eigenen Schatten fpr ngen. Der Ballast einer jahrzehntelangen parlamentarischen Ver- gangenfeeit wird er nicht los, und so sehr er sich auch schon mit Rücksicht auf seine Bundesgenossen bemüht, sich einen überparteilichen Charakter zu geben. Er bleibt Dabei Doch immer Der ausgesprochene Parteimann. Ganz anders der Feldmarschall. Seine Rede war, wenn man so will, auch eine Absage an allzu weitgehende Hoffnungen, die vielleicht bei den Parteien bestehen, die ihn riefen. Er will nach keiner Seite gebunden sein, er will durch die Wahl keine parteipolitische Verpflichtungen auf sich nehmen, sondern frei fein, zu handeln nur nach seinem Gewissem In den verzerrten Spiegelbildern, wie sie die Presse der Weimarer Koalition über Den Tag von Hannover wiedergibt. wird Dem Feldmarschall mit mehr als zufälliger Einmüdigkeit Der Vorwurf gemacht, dafe er um Das Vertrauen Des Auslandes geworben habe. Das hat er getoife nicht getan. Aber wenn er gezwungen war, an Das ruhige Urteil des Auslandes zu appellieren, so doch nur deshalb, weil die Anhänger der Kandidatur Marx das Menschenmögliche getan haben, um Das Ausland mißtrauisch zu machen. Ein Mann, Der solange in Der Schußlinie Rorthclissscher Verleum- dungsprvpaganda gestanDen hat, fühlt sich Dadurch gewiß nicht beeindruckt. Aber Herr v. Hindenburg hat sich mit Recht gesagt. Dafe Die Kosten Dieser PrvpaganDa Das ganze deutsche Volk zu tragen hat, deshalb hat er nicht um seiner Person willen, sondern um Der Sache des Volkes willen sich veranlaßt gesehen, in einigen Deutlichen Worten Die Falle von Lügen abzutun. Die aus Deutschland heraus um ton ausgeschüttet worden sind. Es war menschlich von einem unerhörten Eindruck, wie Dieser Mann, Der durch Die Jahre die ganze Last des Striegel trug, ganz schlicht Den Satz aussprach, er habe in Der Jugend und im Alter den Krieg und das Elend. Das ihm folgt, zur Genüge kennet! gelernt, um nur Den Wunsch zu haben, das nicht noch einmal erleben zu müssen. Das war ein Bekenntnis, das aus Dem innersten: Herzen kam und jehern klar machen muhte, Dafe Dieser Deutsche PräsiDent jeDensalls kein Präsident Des Krieges, sondern einer des Friedens in Ehren, ein Präsident Der friedlichen, ruhigen: Arbeit sein würde, der nichts von Putschen, nichts von Revanche unD nichts von Abenteuern wissen will, sondern seinen Ehrgeiz Darin erschöpft, eine Atmosphäre Der Sauber kV it, Der A r b e i t s- freuDigfeit unD Der inneren Einigkeit zu schassen, in Deren reiner Luft Der Baum Deutschlands wieder erstarken kann. Ein neues Hindenburg-Interview. Hannover, 21. April. (TU.) Deneralfeld- marfchall von Hindenburg gewahrte gestern in seinem Hause einem Mitglied der Berliner Redaktion der amerikanischen Hearst-Presse eine UnterreDung: Frag-: Im Ausland hat man den Gedanken aufg w rsen, ob durch Ihre Re chsvräsidentschaft, S):tt General'eldmarschall. eine Beunruhigung Europas eintreten könnte? Antwort: S.weit dabei an militärische Dinge gedacht ist, kann ich versichern, Dafe mir als altem Soldaten die militärische Ohnmacht Deutschlands viel zu genau bekannt ist, als daß ich kriegerische Abenteuer irgendwie befürworten tonnte. Eine Kriegspartei unter Führung alter Offiziere gibt es in Deutschland nicht. Selbst wenn die Entwaffnung unterer Ration weniger rücksichtslos betrieben wäre, müßten wir unsere Dolkskräfte zum friedlichen Wiederaufbau sammeln. Wir brauchen Frieden im Inland und geordnete Rechtsbez'ehungrn zu unfern Rachbarn. Ich habe in diesen Jahren immer wieder zur Vernunft gemahnt, wenn leidenschaftliche Köpfe die öffentliche Meinung gewinnen wollten. Der Frieden Europas und der Welt wird cm besten dadurch garantiert, daß man uns den Lebensatem gönnt. Dann hören auch Die deutschen Parteien allmählich auf, sich zu befehden, und Deutschland wird gemeinschaftlich mit Den anderen Völkern seiner friedlichen Arbeit nachgehen können. Frage: Ihre Kandidatur wird vielfach als eine monarchistische aufgefafet. Wie denken Sie darüber? Antwort: Einen plötzlichen Wandel der ver- sassungsmäßigen Grundlage des Deutschen Reiches halte ich weder für möglich noch für erwünscht, denn die Dabei unvermeiDliche Krise würbe dem Programm der inneren Eintracht widersprechen. Meine Herkunft aus einer monarchistischen Welt verleugne ist ebenso wenig wie Herr Ebert seine Herkunft aus der alten sozia- ttst.schen Kampfatmosphäre verleugnet hat. Ein Reichspräsident der allen Ständen und Gliedern des Volkes dienen mufe, darf aber nicht Vertreter des Kampfgedankens irgend- welcher Klasse sein. Es ist völlig unwahr, daß ich mich mit Doorn über die Annahme meiner Kandidatur verständigt habe. Ich habe In dieser Frage keine Fühlung mit dem Hause Hohenzollern gehabt. Frage: Fühlen Sie sich noch rüstig genug, um Den großen politischen Aufgaben des künftigen Amts gewachsen zu fein? Antwort: Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Das Amt des Reichspräftöenten erfordert tätige angespannt Arbeit. Ich habe mich in der letzten Zeit ernstlich daraufhln Gewitterwolke zog für die Türken vorüber, ähnlich der, die sich vor einigen Monaten im Westen erhob, als Griechenland anläßlich des Patriarchenzwischen- falls mit einem neuen Krieg drohte, auch hier war englischer Einfluß unschwer zu erkennen. Es müssen also hinreichend Gründe vorhanden fein, die England das Gebiet von Mossul so begehrenswert erscheinen lassen, denn daß es nur für die Interessen Seines Mandatars, des Königreichs I r a k, wie es in selbstloser Weise vorgibt, sich all die großen Mühen und Ausgaben auferlegt, erscheint unwahrscheinlich. Die Wichtigkeit der L a n d o e r b i n - düng nach Indien und die Möglichkeit einer künftigen Kurdenpropaganda zum Schaden der Türkei sei hier nur kurz gestreift. En Licht in die etwas verworrenen politischen Verhältnisie wirft jedoch der vor kurzem erfolgte Abschluß des Kampfes um das Petroleum — ein Wort, das bezeichnenderweise die Engländer in all den vielen Verhandlungen nur zu erwähnen peinlich vermieden, um das sich aber doch alles drehte. Die Turkish Petroleum Company erhält von der Irakregierung auf 75 Jahre die Ausbeutung der Petroleumfelder in Mesopotamien (mit Ausnahme von vorläufig Basra und Mossul bis zur Entscheidung des Völkerbundes). Die Anteile verteilen sich zu 50 Prozent auf die Anglo-Persian und Royal ShellComp., 25 Proz. auf die Standard Oll und sechs andere Gesellschaften, 25 Prozent (der Anteil, der früher der Deutschen Bank zustand) fällt an 25 kleinere französische Gesellschaften. Zwar soll der Praß, dent immer ein Engländer sein, aber das Bemerkenswerte an dem ganzen Vertrag ist, daß diese Einigung der großen Petroleumkonkurrenten mit einer Nachgiebigkeit Englands endet, und so der von Lord Curzon mit allen Mitteln unterstützte Ge- danke eines Petroleummonopols Englands in Mesopotamien damit auf gegeben wird. Doppelt schmerzlich auch noch deshalb, daß neben Amerika auch Frankreich in die Gesellschaft aufgenommen wird, dessen Politik im nahen Orient sich immer mehr mir der englischen über- hcu)L Tie schnelle Niederschlagung der kurdischen Aufiiandes war nur dadurch möglich, daß Frankreich den türkischen Truppen den Durchzug durch Nord- syrien, der ihnen übrigens auch vertraglich zu- stand, gewährte und daß die Truppen dabei auch noch äußerst freundlich begrüßt wurden. Das hat hier zwar freudiges Aufsehen heroorgerufen, anderseits zu ernsten englischen Vorstellungen in Paris geführt. Denn England sieht nur mit größter Besorgnis eine so große türkische Truppenmacht — man spricht von 60—80 000 Mann — sich unmittelbar an der Mofsulgren^e anfameln und befürchtet, eingedenk der Ueberraschungen, deren man hier niemals sicher ist, rin Einschreiten der Türkei, falls der Dölkerbundsbeschluß nicht günstig ober günstig genug ausfallen sollte. Gerade in diesen -tagen wird auch der Vertrag veröffentlicht, der dem Gebiete geprüft, ob ich ihr gewachsen sein werde. J Ew. Exzellenz zu Dem Dawesplan? Was halten Sie von seiner Aussührbarkeit? Antwort: Die wirtschaslspolitischen Grund lagen des Dawes-Plans sind im vorigen Ja'n vertraglich angenommen und in Fo m. von Reichsgesetzen bei uns zur Anwendung g kommen. Da alle Politik nach seiner Ansicht D c n Grundsatz von Treu und Glauben zur Geltung bringen mufe, so werde ich mich bei allen Entschlüssen von gesetzlichen und vertraglichen Tatsachen leiten lassen. Ich wünsche von Herzen, Dafe Die Durch den DaweSplan erfolgte wirtschaftliche Annäherung zwischen Deutschland und Amerika sich zum Ruhen Der Weltwirtschaft für unS unD Amerika möglichst günstig auswirft. Frage Eines Der Probleme von größtem Interesse in Amerika ist Die Abrüstungs- konfe renz. Die vom Präsidenten CooliDgc aktiv betrieben wird Würden Ew. Erzellenz mir einige Worte sagen, was Ew. Exzellenz von Dem ©avantiepad't und feinen Möglichkeit- u halten? Antwort: Ich habe nicht Den Eindruck. Daß Die Abiüstungssrage im Ausland in D csem Jahre Fortschritte gemacht hat. Die freunDlichen B mühungen Des Herrn Präsidenten ©ooHDge weiß ich wobl zu würdigen. Heber Den Garantiepakt kann ich mich allerdings nicht gründ- sahlich äußern, weil es sich um eine A n • gelegen beit Der Regierungen handelt unD weil ich Den EinDru cthabe. Dafe Die Diplomatischen VerhanDlungen über diesen Hoch5edeu° tenden Plan sich noch im ersten Stadium der Entwicklung befinden. Llebermitteln Sie bitte Dci amerikanischen Ration auch von mir aus bei zlichen Dank für Die ch a r i t a t i ü c Unter- stühung. Die uns von jenseits Des Ozeans in Den Jahren unserer schlimmste nRot gekommen ist. Ich hoffe. Dafe Deutschland und Amcrila sich in gegenseitiger Freundschaft mehr und mehr micDerfinben, um Den großen Weltausgaben Der Wirtschaft unD Kultur desto mehr Dienen zu können. Ministerpräsident Braun übel die Präsidentschastswahl. Zürich, 21. April. (XU.) Der in der Näk von Locarno zur Kur weilende preußische Ministerpräsident Braun erklärte gegenüber dem Ver- ireter des Tessiner Blattes „Popolo Liberto" u. a. daß eine Prognose für die Reichspräsidenten, wohl äußerst schwierig sei. Ohne die Ausstellung der Kandidatur Hindenburgs wären die Mouar chisten sicherlich geschlagen worden. Ministerpräsident Braun hält trotzdem aber die Wahl von Marx sä' wahrscheinlicher. Daß eine eventuelle Wahl Hinden burgs in Deutschland die Republik in G e f a h > bringen könnte, hält er für ausgeschlossen von Alerandrctte ein so völlige Selbständig feit von sranzösisch-syrischer Seite gewährt, daß es einer völligen Rückgabe dieser. Hafenstadt an die Türkei nahezu gleich kommt. Die englischen Petro leumpläne werden dadurch aufs ärgste gestört, denn ein vorteilhafte Ausnutzung der Petroleumfelder kann nur dann gewährleistet werden, roerm cs möglich ist, das Del durch die geplanten Rohrlcimn gen zu einem Hafen zu bringen, als solcher kommt allein Alexandretre in Frage. Außerdem ist damit jetzt die einzige direkte Bahnverbindung nach dem Irak völlig unter türkische Kontrolle gestellt (Sin türkisches Alexandrette zerstört mit einem Schlage das ganze Gebäude der englischen Mos- (ulpohtit. So ist wirklich aus dem an sich völlig unbedeutenden Grenzstreite zwischen der türkischen Republik und dem Königreich Irak ein poiinichet t^ragefompler geworden, in dem das stumme ‘Jungen der englischen und französischen Welbnocht um die Herrschaft im nahen Oriente immer klarer zum Durchblicke kommt. Das bisher immer angewandte Schema: französische Zugeständnisse im .^rient und englische Zugeständnisse am Rhein, läßt mit größter Aufmerksamkeit und den Vorgängen im nahen Osten folgen, denn irgendwie muß die engltsche Politik nach einem Ausgleiche suchen, den auf die Dauer unerträglichen Druck zu tompenfwen, den Frankreich auf seine Orientpläne ausübt (Eine Reoe Dr. Wirths. Chemnitz. 21. April. (I.U.) Reichskanzler a.D. Dr. Wirth sprach gestern abend in einer Massenversammlung der republikanischen Parteien vor etwa 6000 bis 7000 Menschen, um für die Kandidatur Marr zu werben. Nachdem Dr. Wirth anfangs die Angriffe der Rechtspresse gegen seine Person zurückgewiesen Halle, führte er u. a. aus: Wir stehen in diesen Tagen wieder vor einer Bedrohung der Republik, zwar nicht in Form von Putschen, sondern durch Aushöhlung desDolksstaates, um diesen allmählich zum Absterben zu bringen. Es muß daher ein erbitterter Kampf geführt werden, um das große Ziel zu erreichen, die Einordnung aller Schichten des arbeitenden Volkes in den neuen Dolksstaat als gleichberechtigter Faktor. Es sind reaktionäre Bcstrebungen im Gange, das Volk zu spalten. Die Ausstellung Hindenburgs bedeute, die Arbeiterschaft erneut vom Staatsgedanken zurückzudrängen. Dr. Hoefle f. Berlin, 20. April. (WTD.) Heute nach- millag 4 Uhr ist im Hedwig-Krankenhause der frühere Deichspostminister Dr. Hoesle gestorben. Infolge des Ablebens soll sich der Untersuchungsrichter mit der Leitung des Hed- wigkranlenhauses, in das Hoefle kurz vor seinem Tode verbracht worden war, in Verbindung gesetzt haben, um festzustellen, ob Hoefle lediglich an den Folgen einer Lungen- entzündu ng gestorben oder ob möglicherweise noch andere Momente bei seinem Ableben mitgespielt haben. In einigen Kreisen, die sich als unterrichtet ausgeben, wird behauptet, daß Hoefle, der in der letzten Zeit feiner Umgebung gegenüber Zeichen äußerster Niedergeschlagenheit erkennen ließ, am vergangenen Sonntag größere Mengen Verona! und Alkohol zu sich genommen habe, um seinem Leben freiwillig ein Ende zu machen. Da Hoefle ständig über Herzbeklemmungen und Schlafl osigkeit klagte, hat er, wie hinzugefügt wird, tatsächlich von dem behandelnden Arzt Schlafmittel und Alkohol erhalten. Es erscheint im Augenblick nicht ausgeschlossen, daß der Todesfall für das Pflegerpersonal des GefängnislazakettS noch ein Nachspiel haben wird. Dr. Anton Höf le wurde am 19. Oktober 1882 In Otterbach (Rheinpfalz) geboren. In München und Erlangen studierte er Rechtswissenschaften. Aach Abschllih seiner Studien war er an der Handelskammer München als Hilfsarbeiter tätig, ging dann aber 1907 als Dezernent in die Zentralstelle des Dolksvereins für das Ka° thotifche Deutschland nach Gladbach, wo er bis 1914 tätig war. Von 1914 bis 1919 war er Direktor des deutschen Techniker-Verbandes. von Iwri 1919 bis Mai 1920 Direktor des deutschen Deamtenbundes und sodann Direktor des Gesamtverbandes deutscher Bc- amtengewerkschaften (Deutscher Gewerffchafts- bund). Bei den Reichstagswahlen von 1920 wurde er erstmals auf der Zentrumsllste in den Reichstag gewählt. Im August 1923 nahm ihn Strese- mann in sein Kabinett als Reichspost- Minister auf; dies blieb er auch im zwecken Kabinett Stresemann und im Kabinett Warst vom 1. 'Dezember 1923. . Wenige Tage vor dem Rücktritt dieser Ka° Änelle wurde Dr. Höfle als Reichspostminister verabschiedet, weil sich bei Untersuchung der Varmat-Kutisker - Angelegenheit schwer belastendes Material gegen seine Amtsführung ergeben Halle. Hösle, der noch bei Antrill seines Amis vermögenslos war. soll inzwischen tatsächlich eine große Villa in Lichterfelde und ein Bankguthaben von etwa ' i Million Mark besessen haben. Letzteres hob er ab, bevor die Staatsanwaltschaft ?ugtcifen konnte. Das Grundstück wurde bann beschlagnahmt, nachdem Hölle am 9. Februar 1925 sein Reichstagsmandat niederlegte und daraufhin am 10. Februar 1925 in das Moabiter Untersuchungsgefängnis eilgeliefert worden war. Dort verschlechterte sich s in Herzleiden bald so bedenllich, daß et in das Krankenhaus überführt werden muhte. Die Berliner Presse zum Tode Hoefles. Zum Ableben des Reichsprostminister a. D. Dr. Hoefle schreibt die .Deutsche Tageszeitung": Dr. Hoesle wurde das Opfer Darmatscher Gewissenlosigkeit und seiner eigenen Hemmungslosigkeit. Sein plötzlicher Tod bewahrt die deutsche Oeffentlichkeit vor einem forensischen fSchaufpiel. dem man seicht ohne tiefe innere Scham hätte folgen können. Der Anblick eines Reichsm'nisters auf der Anllagebank bleibt uns nunmehr wenigstens erspart. Der ..Derk. Lokalanz." erklärt: Zu Ehren des Verstorbenen muß gesagt werden, daß er nach seiner Festnahme alles, was in seiner Kraft stand, getan hat, um den Gang des gegen ihm schwebenden Verfahrens zu b esch le u‘n tge n und den Behörden die Aufklärung des ganzen ungemein verwickelten Sachverhalts nach Möglichkeit zu erleichtern. Er selbst versicherte wiederholt, das? sein Gewissen rein fei unb daß er seine Handlungsweise vor Gott und den Menschen verantworten könne Es scheint auch in der Tat, daß zum mindesten ein Teil der gegen ihn erhobenen Beschuldigung:» durch die bisherige Untersuchung schon entkräftet worben ist. Das endgültige Urteil über die Frage feiner moralischen unb seiner juristischen Schuld oder Unschuld muß aufgeschoben bleiben, bis der ganze Komplex der Schiebungen und Der- untrcuungen vor Gericht geklärt sein wird Die ..German io" das Berliner Zen- llumsblatt, betont: Hoesle hat auf dem Sterbebett seine Unschuld beteuert, unb wer den Verstorbenen näher gekannt hat. wird höchstens zug^ben, daß Hoefle vielleicht einige Unvorsichtig- teilen und Unllugheiten begangen hat Ab?r er wird energisch bestreiten, daß der Verstorbene eines gemeinen Verbrechens fähig wäre. Hoesle ist ein Opfer der Barmathetze geworden, die fetzt den Erfolg für sich buchen kann, einen unschuldigen Mann in den Tod gehetzt zu haben. In der „Voss Zig." heißt es: Arrs dem ganzen Verlaus des Untersuchungsverfahrens mußte man immer mehr die Ueberzeugung gewinnen, daß die gegen den früheren Rüchspost- minifter erhobenen Vorwürfe zum größten Teil nicht aufrechtzuerhalten waren, daß man Dr. Hoefle zwar Leichtgläubigleik aber nicht Amtsmihbraucy vorwerfen tonnte. Es tfi 2>c. Hoefle nicht vergönnt gewesen, die Verwirklichung ferner Hoffnung zu erleben, daß das Gerichtsverfahren mit seiner vollständigen Rehabilitierung enden werde. Sein Tod überhebt die Lügner der Aotwendigtett ,bte Stichhaltigkeit ihrer aus denr politrschen Kampfe geborenen An- llagen zu beweisen. Die Ausführungen des „Vorwärts" gipfeln in einem heftigen Airgriff gegen die Staatsanwaltschaft, die es über sich 'gebracht habe, den auf den Tod Erkrankten bis wenige Stunden vor seinem Ableben in Haft zu behalten. Die Berufung Croners erfolgreich. Berlin, 20. April. (Wolfs.) Bor der Ersten Strafkammer des Landgerichts I begann die Berufungsverhandlung gecicn Landgcrichtsdircktor Eroner. Die Nebenkläger Landgerichtsdirektor Bewersdorf und Landgerichtsrat Dr. Schulz sind anwesend. Das Hauptverfahren war gegen Croner wegen Beleidigung eröffnet worden, begangen in einem Artikel, den Eroner als Vorsitzender des Repu bl konischen Richte r b u n d e s in der „Vossifchen Zeitung" über die Urteilsgründe des Magdeburger Schöffengerichts in der Klage gegen Röthardt wegen Beleidigung des Reichspräsidenten veröffentlicht hatte. Das Schöffengericht hatte Croner wegen Beleidigung zu 3 00 0 Mark Geld st rose verurteilt. Der 'Angeklagte Croner hat dos Urteil angefochten. In dem Berufungsverfahren verkündigte der Vorsitzende nach fast anderthalbstündiger Beratung den Beschluß der Slraslommcr, daß bas Urteil der ersten Instanz eventuell dem Angeklagten Schaden bringen könne, wenn es in der vorliegenden Form weiter bestehe. Deshalb habe das Gericht zugunsten des Angeklagten entschieden und die Sache an die crste Instanz zurückzuverweisen. Damit wird der Prozeß gegen Croner nochmals vor dem Amtsgericht aufgerollt und entschieden werden müsien Die Deutschenver'olgung in Vudslawien. Laibach, 21. April. (T. U.) Die L a i b a ch e r jugoslawischen Behörden haben den DeutschenLeseoerein und den Deutschen Lehrerverein in Gottschee, der bekannten deutschen Sprachinsel in Unterfrain, oufgelöst. Außerdem wurden 21 Feuerwehren im Gottscheer Bezirk aufgefordert, an Stelle der deutschen die jugoslawische Kommandosprackze einzuführen, widrigenfalls sie aufgelöst würden. Die Unruhen in Bulgarien. Sofia. 21. April. (Bulgarische Telegraphen- Agentur. Funkspruch.) Der Polizei gelang es, ben Zufluchtsort Minkoffs, der die Höllenmaschine in der Kathedrale untergebracht hat, ausfindig zu machen. Da er bei der Festnahme Widerstand leistete, wurde er erschossen. Wie weiter bekannt wird, war Minkoff der Führer der Abteilung für Akten- tatsvorbereitungen, die zum kommunistischen Geheimkomitee gehörte und war ferner der Verfasser von Anweisungen über die Handhabung von Sprengstoffen, die heimlich an die Terroristen verteilt und kürzlich von der Pollzei aufgefunden worden waren. Die Polizei umzingelte ferner ein Haus, unter dessen Insassen man 3 a n f o f f, die Seele der Verschwörung, vermutet. Don den Hausbewohnern wurde auf die Polizei gefeuert. Man hofft, 3ankoff verhaften zu können. „Times" berichtet aus Sofia, es werde immer klarer, daß di e Verschwörer viel mehr Anhänger unter den Offizieren im Heere und unter den Regierungsbeamten hatten, als die Behörden zuerst vermuteten. Geld sch tue im Liebermaß verwandt worden zu fein und verschiedene gut bekannte Per- sönlichk it?n, deren Ramen zu nennen im Augenblick unflug wäre, seien in die weit verzweigte Verschwörung verwickelt. Um bi? Erlaubnis zur Erhöhung der Heeres stärke zu erhalten, hab? die b lgarisch? Regierung den diplomatischen Dertreteru Großbritanniens, Frankreichs und Italiens in Sos a die Original' der kürzlich von dm Behörden b schlagnahm'en Korrespondenten der Kommunisten zur Verfügung gestellt. Diese Dokume-cke bewiesen die Verantwortung der dritten Internationale für diese Unruhen, ihre Verbrechen und die stillschweigende Gutheißung durch die Sowj't-Regierung. Der ..Reuyvrk Herald" erfährt, daß die Regierung noch nicht ganz Herr der Lage ist. Ueber- all im Lande ist es zu heftigen Zusam -- menstößen gekommen, bei denen rund 4000 Menschen ums Leben kamen. In Vartca nördlich von Sofia, wurden allein 100 Bauern getötet Allgemein herrscht die Ansicht, daß der Bürgerkrieg erst durch eine Aeubildung des Kabinetts beigelegt werden könne. internationale Verkrehrsprojekte. Asm, 21. Avril. Kapital und Arbeit des Internationale Arbeitsamt zu beauftragen, wurde trotz heftigen Widerspruchs des französischen Delegierten, mit 32 gegen 3 Stimmen angenommen. Unruhen in Bloemfontein. London, 20. April. (WTB.) Reuter meldet aus Bloomfonteln (Südafrika), daß in dem Ein - gcborencnDiertcl Unruhen ausgebrochen »eien. Die Lage sei sehr ernst. Die Polizei sei gezwungen gewesen, auf die 4000 Mann zahlende Stenge zu schießen. Zur Zett ist die Lage im allgemeinen ruytg. ym Eingeborenenbezirl halten die Pollzei und die Bürgerwehr Wache. 50 eingeborene Rädelsführer wurden verhaftet. Bisher wurden vier Eingeborene getötet und 21 verwundet. Auch zwei Europäer erlitten ernste Berlegungen. Die Regierungserklärung Painleves. Paris, 21. April. (TL1.) Der gestern zu» fammcngetrctenc Kabinettsrat beschäftigte sich ausschließlich mit der Regierungserklärung. Der endgültige Text wurde vom Ministerrat einstimmig angenommen. Der „Matin" gibt folgende, offenbar verbürgte Inhaltsangabe der Erllärung: Das neue Kabinett erachte, daß zwei große Probleme die Politik Frankreichs beherrschen: das Sicherheits- und das Finanzproblem. In der Sicherheitsfrage bleibt das Kabinett der Genfer Politik Herriots treu, die in den drei Begriffen Schiedsspruch, Sicherheit und Abrüstung ihren Ausdruck findet. Das neue Kabinett wünsche ausdrücklich eine Wiederversöhnung zwischen allen Völkern, auch zwischen denen, die sich feindlich gegenüberstehen. Das Finanzproblem müsse durch die Konsolidierung des budgetären Gleichgewichtes mit Hilfe sofortiger Maßnahmen zur Durchführung der finanziellen Sanierung, geregelt werden. Es unterliege deinem Zweifel, daß dem Lande groheOpfer auferlegt werden müssen. Die Regierung behalte sich vor, sich int gegebenen zunächst an den guten Willen und die vertrauensvolle Mitarbeit des Landes zu wenden. Werde sie in ihren Erwartungen enttäuscht, so würde sie zu anderen Maßnahmen Zuflucht nehmen müssen. In der elsaß-lothringische» Frage wird die Regierungserklärung nachdrücklichst daraus Hinweisen, daß dem Kabinett daran gelegen sei, mit den bestehenden Mißverständnissen gründlichst aufzuraumen. Die Vatikan frage dürfe nicht länger Gegenstand von Auseinandersetzungen zwischen den Franzos«m sein. Die Kammerdebatte habe den Beweis erbracht, daß Frankreich große gemeinsame Interessen mit dem Vatikan verbänden, die nicht nur Elsaß- Lothringen unb die Kolonien, sondern ganz Frankreich angtngen. Es sei deshalb angebracht, daß Frankreich durch einen außerordentlichen Vertreter beim Vatikan vertreten sek. Auf Die militärischen Refvrmpläne werde das Kabinett verzichten. Die Herabsetzung der Militärdienstpf licht komme nicht in Frage, solange die Probleme der Sicherheit und der Abrüstung nicht gelöst seien, die Regierung sei es sich schuldig, auf die Einwande des Obersten Kriegsrates gegen die Reformpläne des Generals Rollet Rücksicht zu nehmett. Die Regierung werbe mit allen Mitteln eine DerbilligungderGetreidepreise erstreben. Das gewerkschaftliche Recht werde entsprechend den Bestimmungen des Washingtoner Vertrages tn vollem Umfange aufrecht erhallen. Die Erklärung gipfelt in einer Bitte um Vertrauen: das Land befinde sich in einer zu kritischen Lage, um sich wiederholt Regierungskrisen leisten zu können. Dach Verlesung der Re- gierungserllärung in der Kammer wird die Aussprache eröffnet. Man rechnet mit einer stürmischen Debatte, da die Opposition ihre befahigsten Redner vorschicken wird. Kleine politische Nachrichten. Der Stellvertreter des Reichspräsidenten Dr. Simons empfing das Oberhaupt der schwedischen protestantischen Kirche, Erzbischof Dr. S ödc r- b l o m. Der sozialdemokratische Parteivorstand ds Wahlkreises Ostsachfen (Dresden-Bautzen) hat den Ministerpräsidenten Held, den Landtagspräsidenten Winkler, ti? beiden Lanbtcg^ pge r'.n.tcn Bet hke unb Castan, sowie noch einige andere Rechtssozialisten mit 2551 Stimmen aus der Partei ausgeschlossen. * Im Hinblick auf die bevorstehenden K a m m e r- Neuwahlen in Holland hat sich der Ministerpräsident Ruys de Beerenbrouck in einer in Harlem gehaltenen Rede für etne fernere Zusammenarbeit zwischen den bisher die Regierungskoalition bildenden drei Rechtsparteien, der katholischen, der antirevolullonären und der christlich-historischen Partei, ausgesprochen. Der russische Bolkskommisiar Tschitscherin hat den Generalsekretär des Völkerbundes davon verständigt, daß es der Sowjetregierung unntöglich sei, zu der am 4. Mai beginnenden internationalen Konferenz über den Waffenhandel einen Vertreter zu entsenden. Tschitscherin weist auf die Abneigung Rußlands gegenüber deut Völkerbund hin und erklärt, daß eine Zusammenarbeit mit dem Völkerbund in dieser (frage einer Einmischung des Völkerbundes in die inneren Altgelegenheiten Sowjetrußlands gleichkomme. Am Montag begann im Internationalen ■Arbeitsamt die Internationale Konferenz für A r b e i t s ft a t i ft i k. 24 europäische Staaten haben Vertreter entsandt. Der Vertreter Deutschlands Wagemann vom Statistischen Reichsamt wurde in das Präsidium der Konferenz gewählt. * General Duvat, Chef des französischen Flugzeugwesens, weilt feit einigen Tagen in Bukarest. Er wirb in Gemeinschaft mit ben Astrawerken eine große Flugzeugfabrik in Rumänien errichten. Das Kapital wirb Wohl französisch-rumänisch fein unb stch zum größten Teil, dem rumänischen Gesetz zur Forderung der nationalen Industrie entsprechend, in rumänischen Händen befinden, das Personal hingegen meistens aus Franzosen bestehen. Zweiter deutscher Akademikertag. (Don unserem Sonberberichterftotter.) Im Gelben Saale der Elberfelder S t a d t h a l l e begann die Vollversammlung des zwetten deutschen Akademikertages, in der die von den einzelnen Ausschüssen als Ergebnis mehrtägiger Arbeit formulierten Vorschläge durchgesprochen werden sollten. Dr. H o p p m a n n, der Vorsitzende der Vaterländischen Vereinigung etter Akademiker des Wuppertals, ergriff als Togesleiter das Wort zu einer längeren Aussprache, tn der er die Gntwicklung der Akademikerbewegung und ihren Aufschwung seit dem ersten Deutschen Mademikertag in Potsdam schilderte. Es folgten sodann die Ausschußberichte. Dr. S t a h f f forderte als Leiter des Ausschusses für Leibesübungen die Wieberaufrichtung des Geistes des Turnvaters Jahn in unserer deutschen Turn- und Sportbewegung, im Gegeirsatz zu einem in- t «national gerichteten Sporkfexentum. Dipk-Ing. Gerlofs- Berlin sprach über den Wehrgedan- len tm deutschen Turnen. Wehrpflicht sei uns genommen, aber das Wehrrecht könne niemand uns nehmen. Es müsse aber die Angst überwunden werden vor dem offenen Bekennen zum Wehrgedanken. Die Anträge des Ausschusses für Bildung», wesen, die sich hauptsächlich mit der praktischen' Verwirklichung eines grvßdeutschen Schulwesens mit einheitlichen Grundsätzen beschäftigten, begründete Stubienrat Dr. Iseler-Elberfeld. Der Redner sprach int besonderen bc» Wunsch aus, baß Der Verband bei- Deutschen Hochschulen sich durch Zusammenschluß mit den österreichischen und sudetendcutschcn Hochschulen zunk'grohdeut schen Bilbuvgsibecrl bekennen möge. Auf Antrag des Ausschußes für Grenz- und Ausland- d e ut sch tunt nahm der Akabcmikertag sodann eine Entschließung an, in der er sich scharf gegen bic von dem ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Seipel vertretenen Pläne einer Donau» föberation wendet und die Reichsregierung zur Ergreifung geeigneter Maßnahmen zur Verhinderung dieser das zukünftige Grohdeutschlarrb zerstörenden Plärre auffordert. Es folgten eine Reihe weiterer Berichte unb Anträge, die sich mit deutschen Kulturfragen, mit dem Pressewesen, berufer' i d schon Fragen her deutschen Akademiker und • ) mit der Juden» frage beschäftigten. Aus Antrag des Prof. Plate-Jena wurde ein Ausschuß, dem unter anderem Pros. Spahn, Prof. Lenard -Heidelberg unb Prof. Plate angehören, eingesetzt, der die Ängelegonheil des früheren Privat- dozettten der Llniv^rsitäl Heidelberg Dr. Arnold Rüge betr. Entziehung der venia legendi prüfen soll. Zum Schluß der Dollvcrsanrmlung berichtete der Tagesleiter über bte Arbeit des Organisationsausschusses unb gab unter allgemeinem Beifall die Begründung einer Einheitszeitung der Akabemikcrbewegung unter dem Titel „Deutsche Akabemikerzettung" bekannt. 2lU5 aller Welt. Das Baden-Badener Schachturnier. Baden-Baden, 20. April. (WTD) Das Ergebnis der vierten Runde des Internationalen Schachgroßmeisterturniers ist folgendes: Reti- Oost erreich verlor gegen Colle-Belgien in 28 Zügen. A lf e chi n - Frankreich gewann gegen Dates- England in fünfzig Zügen. Troybal- Tschechoslowakci schlug in 54 Zügen die Hoffnung Amerikas. T o r r o - Mexiko. Spielman n - Oesterreich verlor ein Vierfpringerspicl an Rubin stein- Polen. Rabinowitsch- Rußland gewann ein Damonaambit gegen CBo» gcl jubüto =-Uirainc. Carl-Deutschland gewann eine englische Partie gegen Roselll -- Italien. Remis ergaben die Partien T e Kolste- Holland gegen Dr. Tarrasch - Deutschland und Mieses- Deutschland gegen Marshall- ü. S. A Abg brochen wurden die Partten 6ac- mifch-Deutschland gegen Dr. Tartakowsr- Oesterreich unb Thomas- England gegen Grünfeld- Oesterreich. Riemzowitsch- Dänernark war spielfrei. Das Todesurteil gegen Granz aufgehoben. Wir hören aus Hannover: Das Gericht hat im Falle Wittig dos ge^en Granz erkannte Todesurteil wegen Anstiftung zum Morde aufgehob en und nochmalige Der- gcordnet. Im Falle Hanmapel, in dem Granz Handlung vor dem hiesigen Schwurgericht an- wegen Beihilfe zum Morde zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, wurde die Wiedorauj- nahme des Verfahrens abgelehnt. Berufung gegen diese Ablehnung ist möglich. Furchtbare Bluttat eines Landwirtes. Neumünster, 21. April. (WTB. Funk» fpruch.) Auf dem zur Landgemcinde Wasbcck gehörigen Gutshof Birkenhof des Gutsbesitzers Ottcr- bein erschoß gestern der aus Berlin stammende Gutspächtcr N c u m ann , nachdem er 5 Pferde, 2(1 Milchkühe und 5 Schweine durch Schüsse getötet hatte, seine Frau und seine 70jährige Schwieger» mutter. Er steckte dann mit B e n z i n d a s W o h n - ha usin Brand und verübte schließlich S e l b st - mord. Neumann ist vermutlich durch seine ungünstige finanzielle Lage zu der Tat veranlaßt worden. Ein ganzes Dorf oerbrannt Am Sonntagabend brannte im Untcrengainn der auf dem linken Ufer des Inn gelegene Teil des Dorfes S ü s vollständig nieder. In^ einer halben Stunde war der ganze Dorftell ein Flammenmeer 44 Wohnhäuser und 43 Ställe sind ab gebrannt. Viele Familien sind obdachlos. Der Schaden wird auf li Millionen Frank geschätzt. Einc allgemeine Hilfsaktion ist in Vorbereitung. Von dem Unglück wurden hauptsächlich arme Familien bc troffen. Das Dorf ist ein Knotenpunkt der Engadin- Fidela-Straße. Räuberischer Aeberfall. Rom, 21. April. (WTD. Funkspruch.) „Messagero" berichtet aus Genua, bah zwei Schweizer, bic in Begleitung ihrer Frauen die Ruinen von Dassana. einem Werke, bas durch bas Erdbeben von 1884 zerstört wurde, besichtig ton. von einem jungen Burschen mit vvrgehaltenem Revolver auf gefordert wurden, ihre Schmucksachen, Brieftaschen usw. ab» ouliefcrn. Rachbem ber Bursche alles erhalten hatte, bat er bic Reisenden, sich tn ihrem AuSsluge weiter nicht stören zu [affen. Unlergrundbahnzufammenstoß in Deuyork. Bei einem Untergrundbahnzusammenswß Im Stadtzentrum wurden 7 Personen schwer und etwa 100 leichter verletzt. Wettervoraussage. Roch vielfach heiter unb trocken, vorwiegend nördliche Winde, wärmer. Das von England her anrückendc Gebiet hohen Druckes hat auf dem Kontinent noch an Raum gewonnen unb in fast ganz Deutschland Aufklärung und trockenes Wetter bewirkt. An seiner Westseite wirb es von einer atlantischen Störung bedroht, bic aber morgen in unserem ®ebict sich noch nicht bemerkbar machen bürfte. Gleichzeitig liegt über Rorditalien eine Depressiv». deren Ausläufer für uns jedoch nur zeitweise Verstärkung der Luftströmung bedingen. tue auchi als eine leere bert füfc unbekümmert in fertreler and Lager: Barth & Co.. Gienen. ladwigslrafie 57. Dunkelbraune Kinder-Stiefel . Gr. 31-35 9.95, 27-30 &90, 27-28 7.95. 25-3> gute Paßform r. 31-35 630, Gr. 27-30 795 30 | Weiße Schuhe und Stiefel | ßwtere Vorteile för lietterrertiefer! Fulda, Marktstr. 17 Gießen. Bahnhofstr. 58 J70 <|30 @6 ist eine allgemein verbreitete Ansicht, bah die Angabe non Romen, Berus und Wohnort in Hotels, ®afi bä ufern, Pensionen usw. nicht viel '* - n‘l* ' mit bet man Kirche und Schule. DekanatSkonferen; Mründerg • G rün berg. 20 April. Heute hier erste von bem neugewiiblten Dekan. Pfarrer " Die Lienststunden des Polizei- amtS ab 20 April sind von 7 Llhr vorm. bis 12i Ufjr mittags und von 2 bis 5 Llhr nachm. Samstags von 7 bis 12 Llhr. Das Meldeamt und die Revierrneldest.llcn sind für das Publikum geöss.ier von 8 Llhr norm. bis 12 Llhr L sicherlich den Entschlich reisen lassen werden, Zukunft bei der Wahrheit zu bleiben. Die Vrandversicherungsbeiträgc für 1924. und Art zu breiten. In aßen diesen Fällen liegt zwar eine Ur« kundenfälschung nicht vor, wohl aber cincU«bet« tretung nach t? 360 Abs 8 des Strafgesetzbuchs. Danach wird derjenige mit Geld oder Hast bestrast, der sich einen zuständigen Beamten gegenüber eines ialschen Ramens bedient. Run ist selbstverständlich der Hotelbesitzer oder sein Stellvertreter oder Beaustragtcr kein Beamter, er hat aber, was dem Reisenden bekannt sein muh. die Meldungen dem mit der Fremdenkontrolle beauftragten Beamten vvrzutegen. so bah die Täuschung deS Hoteliers als der Mittelsperson zu einer solchen des zuständigen Beamten wird, die unter allen Umständen strafbar ist. Es sind denn auch schon viele Reifende, die sich derartige Scherze leisteten, empfindlich bestraft worden, sogar solche, die nichts weiter verbrachen, alS ihren Rainen mit Absicht recht undeutlich zu schreiben, wodurch der Argwohn der Behörde erst recht erregt wurde, die nun der Sache auf den Grund ging. ES soll auch schon vvrgekommen sein, bah sich der eine oder andre Reisende einen CH amen beilegte, der sich später alS der eines Verbrechers herausstellte, den, die Polizei auf den Fersen war. So etwas führt Dann natürlich zu recht unerquicklichen Erörterungen und Aufklärungen, die in den "Betroffenen Aus Stadt und Land. Gießen, den 21. April 1925. Die Angabe der Personalien im Hotel Lack-Spangenschuhe bvelte Form gutes Fabrikat .... Größe 31-35 1L90, 27-30 10«), 25-26 Braune Turnschuhe m|f angecoeeener Cjiurr. mlwohle Gr. 43-45 4.60, 36-42 3.75. 20-35 8.30, 22-28 Segeltuch-Sandalen „lt L.der,ohle Gr. 3642 L95, 31-35 L65. 27-30 L45, 25-26 Groscb littt Deutscher Evangelischer Gemeindetag. •I« Offenbach, 19. April Heute wurde hier die 10 Tagung des Deutschen Evangelischen Gemeinde- tages eröffnet. 3m Jahre 1910 gründete Pfarrer D Stoa in Berlin die „Konferenz für Gemeindearbeit", die dem 3deal dient, lebende Gerne.ndcn zu schassen Rach seinem Tode trat an seine Stelle der jetzige Generalsuper- intenbcrU D. Dr. Schian in Breslau, bekannt au« seiner Eichener Hochschultätigkeit Der Ge- meindetag ist aus allen Teilen Deutschlands beschickt. ßingcleitct wurde die Tagung durch Gemeinde-Festgottesdienste in den Evangelischen Kirchen und einen Iugendgottesdienst In der FriedenSkirche. AlS Festprediger sprachen Pfarrer Krömer von Dresden, Superintendent Sanncil von Magdeburg, Pfarrer D. Säge r von Freiburg i. Br und der hessische Zugendpsarrer Zentgraf von Darmstadt. Eine Gemeindeversammlung, die abends in der Turnhalle der Goethestrnhe stattsand, war gut briucht. Pfarrer Hofmetzer begrühtc die Erschienenen und I) Dr. Schian dankte der Gemeinde Offenbach. Pfarrer D. Düsse von Essen-Rüttenscheid sprach über das Thema „Die Evangelische Gemeinde in Abwehr und Ausbau." Er ging aus von dem allgemein hervortretenden Ruse nach Sammlung der Gemeindekräfte In feste Gemeinschaften Die FreiwilligteikSgemeinde, wie sie 3esu« und seine Jünger geschaffen haben muhte schon in der Sorge um die aufwachsende 3ugcnb und, indem sie sich Satzungen gab, zur Dvllskirche sich ertoetterv. Freiwilligkeitsgemeinden gibt es asio grundsätzlich nur in der ersten Generation, wie auch die Geschichte der Mission-» kirchc und der modernen Sekten dartut. Uns liegt ob, die Evangelische Gemeinde aufzubauen. Das Beste daran tut Gott. Der Gottesdienst bleibt der Mittelpunkt. Um seine Besucherzahl zu heben, kann nur die lausmännischc Regel empfohlen werden Liefert gute Mare, dann kommen die Kunden ganz von selbst wieder." Mit dem Gottesdienst allein ist es nicht getan, es muh Gemcindearbeit hinzutreten, durch tätige Nächstenliebe. Eine solche lebende Gemeinde ir ihrem starken Aufbau braucht keine besondere Abwehr. Trotzdem die Presse vor einiger Zeit eine auf- klärende Rotiz gebracht hat, herrscht vielfach noch Unklarheit über die Art der Umlegung bet Branbversicherungsbeiträge für 1924, die zur Zeit erhoben werden, auf die Mieter BiS 5um 1. April 1924 wurden bic Betriebskosten, zu denen die Brandversicherungsbeiträge gehören, auf die Mieter umgelcgt. Don diesem Zeitpunkt ah sind sie in dem jeweils als Reichsmiete festgesetzten Hundertsah der Friedensmiete enthalten. Demnach kann nur der auf das 1. Dierteljahr 1924 entfallende Teil der Drandveriicherungsbeitrage für 1924 noch auf die Mieter umgelegt werden. Iüflizrnspektor Schroder. «Yictzcncr Wo chcnmarktp reise, am 21. April (Händlerpreise). Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkte: Butter 200, Matte 40, Käse 70, Wirsing 35, Weiß, traut 20, Rotkraut 30, gelbe Rüben 10, rote Rüben 10, Spinat 30, Römifchkohl 15, Unter-Kohlrabi 8, Mischgemuse 20, Grünkohl 20, Feldsalat 100, Tomaten 130, Zwiebeln 30, Meerrettich 60—100, Schwarzwurzeln 70, Rhabarber 35, Kartoffeln 5, Aepfel 15—20, Birnen 12, Dörrobst 35, Honig 40, junge Hahnen 100, Suppenhühner 120, Rüste 10 Pf. je Pfd., Gier 10, Blumenkohl 60—150, Salat 40, Salatqurfen 150, Lauch 5—10, Sellerie 20 bis 70 Pf. je Stück, Radieschen Dd. 25—30 Pf. Dornotizen. — LagcStalender für Dienstag. Stadttheater, 7* : Uhr: ,Die heilige Johanna". — Schutz und Polizeihundspvrtverem. 8 Uhr Restaurant Dippel. Monatsversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Aschermittwoch". — ZirkuS Ca r a h b u t g e r , das seit vielen Jahren bestes bekannte ZirluSunter- nehmen, kommt zu einem mehrtägigen Gastspiel hierher. Er ist kein Unbekannter, doch kommt er diesmal bedeutend vergrößert, mit großem Ausgebot an Menschen und Tieren. Rach den Empfehlungen, bic daS Unternehmen vorausschickt, ist mit Sicherheit anzunehmen, daß es ihm auch hier während seines Gastspiels nicht an Besuchern lchlen wird. (Siehe heutige Anzeige.) Schmidt in Gründers. geleitete Dekanat S- ! »n f erenx statt, bie von den Geistlichen säst vollzählig besucht war 3u Beginn der Bersauun- lung richtete der neue Dekan herzliche Dor de der 'Begrüßung an seine Amtsbrüder und dankte ganz besonders mxh rövmal fetnem Borgänger. Dekan Ro eschen, der aus Rücklicht auf sein Alter die Dekanatsgeschäfte mcbevgclcgt hatte, indem er die hoben Derdienste des 'Dekans R v e S ch e n hervorhob. her in lchwerer Zeit in hingebenher Treue und amtsbruderlichrr Fürsorge sein 3mt geführt hätte. Die Tagesordming wurde erledigt. Bon allgemeinem Interesse war folgende ®nt schließur.g, die zur Annahme kam .Die DekanatSlonferenz des 5k» kanats Grünberg beba uert, daß Pfarrer Äorel 1 als cvangellscher Pfarrer für den Zentrumsmann Marr alS Reichspräsidentschaftskandidaten cingctreten ist, weil dadurch eine Derwirrung in unseren evangelischen Gemeinden eintreten konnte " Besonders erfreut war die Konferenz durch den Besuch des neuen Superintendenten, Ober kircheirrats Dagner aus Darmstadt, der lang« Zahre als Dekan das Dekanat Grimberg her- waltete. Leider konnte er - infolge Zugver- spätung nur noch dem letzten Seile der Der- fanrmlung beiwohnen. diosus avanciert auS eigener Machtvollkommenheit zum Dr. mcd. ober Rechtsanwalt, der Zauber- künstler erscheint als Prvfesior, ber Porto kaffen - jüngünfl wird zum Herrn Baron, das Liebes- paar zum Ehepaar usw.. ganz abgesehen von den nicht gerade seltenen Fällen, in denen der Gast alle Ursache hat. einen Schleier übet Samen Turnen, Sport und Spiel. Boxkämpfe in Köln. Köln, 19. April. (DD.) Bei den gestrigen Boxkämpfen gewann Domgörgen (Äbtn) gegen Marcel Raillot (Parts), der in der dritten Runde den Kampf aufgab. Der Kampf des Berliner K i a u s ch gegen AmenS (Brüssel) endete unentschieden. In ber zwölften Runde des Kampfes Germain (Brüssel) gegen Enfel (Köln) wurde Gnsel wegen Tiefschlags diSquali- si-iert. ___________________________ es nicht eben sonderstch genau zu nehmen brauche. Und so gibt man denn vielfach eenen Hamen an, ber einem gerade einfällt. Der Pennäler beför- J zmn StudiofuS, ber Stu- eigener Wachtoollkommen- Rechtsanwalt, der Zauber- laute in die «nzelnen Mmiperresforts gefcdfa werden würden. Die 3crianunhntg fand gegen 11 Uhr ohne Debatte ein Onbe. •• Allgemeine Kirchcnkvllekte für ein evangelisches Ret tu ngsf uaend- beim. DaS Derordnun^biatt für die Wange- lische Landes st rche in Hessen enthält in ber Ar. 6 ein Ausschreiben an die Dekanate und Pfarrämter. in dem es u. a heißt Aach dem Vorgang anberer deutscher Landesteile und auf Grund zahlreicher Beobachtungen und Erfahrungen auf bem Gebiete der Fürsorgeerziehung und der Iugenbgcrichtshilfe hat man auch in Hessen die Rot Wendigkeit ber Errichtung eines Aufnahme- und Beobachtung-Heims für sittlichgefährdetemännlich «Jugendliche erfarmt und röt solches Heim im Anschluß an die DrziehungSanstalt Äumühle bei Mir- Hausen zu bauen begönnert. Reich und Staat haben nicht unwefenttich zu den Kosten bei geheuert. Sine spürbare Hilfe bedeutet auch bic von den evangelischen männlichen Zugendvereinen des Landes für das Heim übernommene .Patenschaft". Aber das alles reicht nicht aus. um die etwa 30 00? M betragenden Kosten des Reu- baues zu decken. DeshaD hat bte Kirchenvvgierung eine allgemeine Kirchenkvllekte bewilligt, welche an einem Sonntage tn der Zeit vom 1 Mai bis 1. September erhoben werden soll. Sie wollen die Kollekte der Gemeinde herzlich empfehlen und darauf hinwetsen, daß ber Rettungshausverband hier in Hessen cm Merk leistet. baS von größter Wicht takelt für bic Erziehung unseres Dolles ist und deshalb die tatkräftige Unterstützung aller verdient, die sich bewußt sind. waS das Evangelium für die Erziehung jugendlicher Menschen bedeutet. •• Personalien. Ernannt wurden der Forstasfellor 3brg Schlotterer aus Kesselbach (Kreis Gießen) vom 1. Mai an zum Oberförster: ber ©tubienrat an dem Ltchrerseminar (Aufbauschule) zu Friedberg Dr. Rudolf Reumann zunt Studienrat an der Oberrsalschule und höheren Landwirtschaftsschule -u Groß- ilmftabt •• Fernschnellzuge. Mit dem Znkrast- trclen des Svmmerfahrplans am 5. Juni werden auf einigen HauptschnellzugSlinien wieder Fern- schnellzüge mit erster und zweiter Wagcnllafse cingefubrt Für die Besetzung dieser Züge »st ohne Rücklicht auf die Länge bet zu burchsahren- den Strecke ein Einheitszuschlag in Höhe des doppelten SchnellzugSzuschlageS der Zone 3. also 12 Mark in erster und 6 Mark m zweiten Klasse zu zahlen. fpd. Dom Verband für Jugendherbergen. Die Jahres-Hauptversammlung des Aus- schusses Mai-Lahn-Fulda fand dieser tage unter [tarier Beteiligung in Frankfurt a.M. statt. Der Ausschuß besitzt jetzt 76 Herbergen, darunter ein Eigenheim in Marburg. Weitere Eigenheime sollen demnächst in Schloßborn und Limburg eingerichtet werden. 9m Derbandsgebiet übernachteten im Jahre 1924: Dolksschuler, mannl. 4183, weibl. 14dl, höhere Schüler, mänl. 12 767, weibl. 2696. Sonstige: Männliche: 11380, weibl. 2205. Die meistbesuchten Herbergen waren Frankfurt von 7405, Gersfeld von 4866, Marburg von 2305, Fulda von 1922, Bad Homburg von 1739, Aschaffenburg von 1525, Rü- deeheim von 1380, Wellburg von 1042, Büdingen von 1005, Gießen von 973 Wanderern. Der Gesamtumsatz betrug 531 152 Mark. Der Ueberschutz der Lotterien ergab 39 086 Mark. Aum Vorsitzenden wurde Stadtrat Rektor Iasperi-Frankfurt a. M. gewählt. Zu Beisitzern wählte man u. a. Dr. Flörke-Gietzen, I. Dauer, Karl Schönhord und Kowall aus Wiesbaden. Für das Uebernachten zahlen die Zugendlichen unter 18 Jahren und Studenten 20 Pf., die übrigen Jugendlichen 50 Pf. *’ Der Vogelsberger Hohen - Elub baut, in richtiger Erkenntnis seiner hohen Aufgabe im Dienste des Vaterlandes, ein geräumiges und gemütliches Fugendheim auf der Herchenhainer Höhe. Unweit des Ehrenmals für feine Gefallenen, soll cs mit der ganzen Hohe eine geweihte Stätte werden, ein Wallfahrtsort, wo sich die Jugend immer wieder erholen kann von den Anstrengungen des Alltags, von wo sie stets neue Kraft heimbringt für die beharrliche Arbeit an sich selbst und im Dienste des Ganzen. Hier sollen stst die Jugendlichen all- jährlich zu ernsten Beratungen Aufammenfinben; hier sollen Führertage mit praktischen Wander- kursen veranstaltet werden. Daneben soll sich aber das Heim auch organisch einfügen in das Retz der deutschen Jugendherbergen: es nimt alle wandernden Iungmänner und Jungfrauen unter denselben Bedingungen auf, wie die Herbergen des Deutschen Verbandes für Jugendherbergen. Zur tätigen Mithilfe (Geldspenden usw.) an diesem edlen Heimat- werk für die Zukunftshoffnung unseres Volkes sind alle berufen, die es mit Volk und Vaterland gut meinen. •• Goethe-Bund. In der Sitzung des vergangenen Sonntags sprach der Dundeswart über Erziehung und Unteridjt im alten Griechenland. Nach dem Vortrag wurde der neu eingerichtete Lese- tisch des Bundes eröffnet, den manschon lange er- strebt hatte und der nun namentlich durch die un- eigenniitzigen Zeischriftenspenden einiger Mitglieder zur Wirklichkeit geworden ist. Rindbox-Derby-Stiefel echte Kappe _______ breite Normalform - - ^r. ——- —.----- Braune Ha’bschuhe oder Spangenschuhe strapazierfähig ..... Gr. 31-35 8.95. 27-30 7.95. 25-26 Weiße Turnschlüpfer mit Chromledereohle eut^ Fabrikat........36-42 1M Gr. 31-85 Braune Rindleder-Sandalen kräftige Qualität Gr. 42-46 5.95. 3642 4.96, 31-X» 4^5. 27-30 3Ä), 23-26 mkttags und von 3 llfw bis 5 H^r nachmittags. Samstags von 8 bis 12 Uhr. •• Wählerlisten einsehens Morgen ist ber letzte lag zur Einsichtnahme in die 'Wähler- listen (7( bis 12i llhr vormittags, 2t bis 6 Uhr im ctabtbaufr Bergstraße, Zimmer 14). Stimmberechtigt ist nur. wer an seinem Wohnorte in die Stimmliste eingetragen m ober einen Stimmschein besitzt. Wer in der Zett feit ber Auslegung der Stimmlisten für den 1. Wahlgang seine Wohnung in einen anderen otimmbcürt vericat hat. oder infolge Erreichung des Wahlatters wahlberech- Uflt geworden ist, veriöume nicht, sich durch Einsichtnahme zu vergewissern, daß er in die ehmm- liste seines jetzigen Wohnbestks eingetragen tft Stimmberechtigte, die am Tage der Reiel-sprästden- tenwahl von thron Wohnorte abwesend sind, können sich einen Stimmschein ausstellen lassen und damit in jeder beliebigen deutschen Gemeinde wählen. ** Wahlscheine sollen jenen Wahlberech- tifltenbic Ausübung des Wahlrechtes ermöglichen, bic am Wahltage aus beruflichen oder fonftigen Gründen vom Wohnort ober zuständigen Wahlbezirk abwesend sind. Diese Wahlscheine werden von der Gemeinde des Wohnortes b;w. bisherigen Wohnortes ausgestellt. Inhaber von Wahlscheinen fönnen gegen deren Abgabe in jedem beliebigen Wahlbezirk der jeweiligen Aufenthaltsones wählen. Anstalten, deren Fnsasten infolge Krankheit oder Gebrechlichkeit einen Wahlraum außerhalb des Hauses nicht aufsuchen können (öffentliche ober prnoatc .Krankenhäuser ober Kliniken, Lazarette, Entdin- bungs-, Wöchnerinnen-, Pfründner-Anstalten usw.) werden zu eigenen Wahlbezirken gestaltet. Solchen Wahlberechtigten wird, wenn sie in eine Wählerliste eingetragen sind, ein Wahlschein ausgestellt. Die Ad. stimmungszcil in Srancen- und PsiegeranstatteN nsw. kann entsprechend der Zahl der Wahlschein- inhaber auf 1—2 Stunden beschränkt werden. ** Das Kreuz in den Kreisl Auch bte letzte Wahl hat gezeigt, daß zahlreiche Wähler ihrer Stimme dadurch verlustig gegangen sind, daß sie den Stimmzettel nicht ordnungsgemäß gekennzeichnet hatten. Das Gesetz schreibt vor, daß die .Kennzeichnung auf dem Stimmzettel durch ein Kreuz ober Unterstreichen oder in sonst erkennbarer Weise zu erfolgen hat. Ungültig sind Stimmzettel unter anderem deshalb, weil aus ihnen der Wille des Abstimmenden nicht unzweifelhaft zu erkennen ist. Es wird deshalb bem Wähler bringend empfohlen, den Stimmzettel ausschließlich durch ein Kreuz in den Kreis zu kennzeichnen. Bei allen anderen Kennnzeichnungeu, wenn sie nicht peinlich genau ausgeführt sind, läuft der Wähler Gefahr, daß (ein Stimmzettel nachher von dem Abstimmungsvorstand für ungültig erklärt wird, weil nach dessen Ansicht der Wille des Abstiminenden nicht unzweifelhaft zu erkennen ist. Das einzige Mittel, sich vor UngültigkeitserNärung seines Stimmzettels zu schützen, ist sonach, daß der Wähler das Kreuz in dem Kreis anbringt. *• Was ber Abstimmungsvorstand i m Wahllokal vermeiden soll. Wie ber Amtliche Preußische Pressedienst erfährt, wurde an den amtlichen Stellen bekannt, daß in verschiedenen Abstimmungsbezirken die Abstimmungsvorsieher oder Beisitzer Abzeichen trugen, aus denen ihre politische Einstellung zu ersehen war. Da der Abstim- mungsoorstand bei seiner amtlichen Tätigkeit das Vertrauen der gesamten Bevölkerung genießen soll, bezeichnet der preußische Minister des Innern als überaus unerwünscht, wenn zum Abstimmungsoorstand gehörige Personen bei Ausübung ihrer amtlichen Tätigkeit derartige Abzeichen tragen. Der Minister ersucht daher die Nachgeordneten Behörden, darauf hinzuwirken, daß dies unterbleibt. •• Zur Reichs Präsidentenwahl sprach gestern abenb Pfarrer Korell. M. d. R., in der Turnhalle vor ehrcr vom Ortsausschuß Gießen des Dolksblocks cinbmifmen öffentlichen Wählerversammlung. Da der Hauptredner des Abends mit starker Derspätung eintraf, schilderte in der Zw^chenzeit Studienrat Schön Entwicklung und Ausgaben des Reichsbanners Schwarz- Rot-Gold. In vorgerückter Stunde begann dann Psarrer Korell seinen Dortrag. Er versuchte den Appell an das Gefühl der Dankbarkeit und Ehrfurcht, das er selbst dem Feldmarschall Hin- d e n b u r q gegenüber in offener Weise zum Ausdruck brachte, zu entkräften durch den Hinweis darauf, daß Politik Dache des Derstandes und das Wissen um das Mögliche bedeute. Gr schilderte Hindenburg als ernsten, aufrechten Mann voller Pslichtbewußtsein und Treue, der daS gegebene Versprechrn halten werde und auch an der Spitze der Republik alle Kräfte zum Wohle des Daterlandes einsetzen werde. Wenn er sich als evangelischer Pfarrer für den Ulrtamon- tonen Marx einsehte. so tue er das. wett er glaube, daß die Rel'gion geeignet sei, große Dolksteile über die Parteien hinaus zusammenzuschließen und weil sie mit polittschen Macht- fragen seiner Ansicht nach nichts zu tun habe. Er versicherte, daß kathol kchen lieber griffen tn der Innenpolitik mit Leichtigkeit entgegenzutrcten fet Zuletzt betonte der Redner, daß Fachmänner in den Ministerien die ungeeignetsten Letter seien, wie das Kabinett Cuno bewiesen habe, und er gab der Ansicht Ausdruck, daß unter der bevorstehenden Präsidentschaft HindenburgL wteder Fach Frau Therese Heß sagen wir herzlichsten Dank. Im Namen der Familie: Oberreg.-Rat Dr. Heß Gießen, den 20. April 1925. 4071D Eintritt frei Eintritt frei 29880 Cafe A.mend und ausführliche Broschüre durch 410386 23. Sonder-Konzert WMsiM arbeitet. >S4fi3 Dor Erde r. 03337 Samenbaus Heinrich Hahn Babnboistrake Ecke Wolkenaasse Telephon 1403 | Vermietungen Kinder Verkäufe ans Viuier. 03471 gesucht. [03459 CITROVIN-FABRIK L7»^ukn°8.^K BAD r’OMBURG vamenhüte werden preiswert garniert und umge- Für die vielen Beweise warmer Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Mutter MSI. WM für 8—14 Tage ncf Schr. Ang.». 4079nz u. d. (9. A. Mittwoch, 22. April abends 8 Uhr WMM. und nach dem Theater Der Gießener Schwimmverein I. A.: Gg. Gaebler, 1. Vorsitzender. 4088V Es drängt uns, auf diesem Wege für die überaus herzliche Verabschiedung, die uns von den Einwohnern Grotzen-Busecks zuteil wurde, und die uns tief bewegt hat, noch einmal zu danken. Wir werden diese Erinnerung stets in dankbarem Gedenken behalten. Amsterdam, den 14. April 1925. Carl Landgrebe und Frau Antonie geb. Rodenacker 4095V Koblcnbandlung ftr. Schort, Löherstr. 3 Tel. 1226 Todesanzeige. Gestern morgen 7 Uhr entschlief nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unser liebes Kind Stadttheater MittwochSS.Avril Z. minrooth-nadiab.- Vorskellovg von Tu bis 10 Uhr: Denn rolr Solen errondien. Ein dramatischer Evilog in 3 Akten von Hen.tk Ibsen, deutsch -in EliaS und Sdi entber. Ütnfion WM Neuen Baue 22 Sonnige mööi.31mmet Gute Verpflegung. Tel. 1085. r,.«v Euler «fc Balser, sicher Strane 39. Knchen- nlädchen Sinn 1. Mai ges. Anz. erb. Kinderloses Ehepaar iDauermieier) sucht für sofort ober paier [03461 2 Zimmer leer ober möb tert, und Stürbe. Möllendorff, Schützenstr, 19 I I. 'M mW. Zimmer zum 1. resp. 15. Mai von berusSiät.Dame in gutem Hause ges. SDnericn uni. 310 an Hcrio, Mitt. Ann -■ Erv, Giefien. 4092h Ruhiger Student sucht gut möbl. Zimmer Schrisil. Angeb mit Preiöaug. nut. 03458 an d. Gies,. 2luz. erb. | Mietgesuche 4-5» Zimmer- Wohnung gesucht. Evtl, kann MtetevoraitSneiabli werde>t.tGss.ll. 343 an Herio, Mitt. Aiin.- Erv.» Gienen. 4091h Suche beschlag uabmcfrcie 4 MWW geg. Friedenömiete. SchristlicheAngebot. unter 03490 an den Giefiener Allzeiger. Unverheirateter Dozent der Universität sucht 2-3 möb!. Zimmer Schristl. Angebote unt. 03470 umgehend an b. Giefi. Anz erb. Riiplertael ohne Eiseneiniage in all. Gröben vorrätig Händler erhalten Vorzugspreise! H. Petri Kupferschmiede und Verzinnerei 03137 Wctzsteinstrastc 42 Baugrund Bauschutt Slricttitai feine Mafiarbeit. Karl Beck Maschinen- 034*4 Strickerei, Rordanl. Ecke 'Keserstr. geg. der Mädchenschule. Verschiedenes] stud. theoL erteilt gründliche Nachhilfe u. überwacht Schularbeiten in u. nuner dem Hanse bei mäbigem Preise. Schr. Anaeb. unter 03474 n. d. Gien. Anz. Damenrad zu verkansen. 0.34*» Maiktstrafie 11 100 lausende Dieter Gartenspalisrl vreiSlv.znverkausen Bodhelmeretr. 54 1, 8-10 Ztr. SaalkartoKßln Cbennifilber Blaue zu uerfnuien 0.3177 Ludwigstr. 45 v. Kaufgesuche Mandolenen- u. Gitarren-Verein „Neapolita“ Gießen Leitung: Hans Sonntag Sonntag, den 28. April 1925, nachm. 4.30 Uhr, in der Neuen Universität»-Aula Mandolinen Orchester Konzert unter gütiger Mitwirkung des Gitarre-Solisten und Lautensängers Richard Hinz-Darmstadt Kartenvorverkauf: Musikalienhandlung Ernst Oh silier, Neuenweg. Preise der Plätze: 1.50 und 1 Mk. [O3<82 ..... L , Man verlange ausdrücklich wmwmm Gießener Brauhaus-Pilsener| Suche per 1. ober 15. Mai orbcmL, fieifitgeS Sütn nicht unter 20 Jahre. Mädchen vom Vnnbe werden bevorzugt. Walltoratr. 71 p. 0MW Fleihiges, ehrliches UUW tagsüber in kleinen HauShaltgesucht.^E ^n ersrageil in der GeschästSst d.G.Anz, Ordenti. sauberes mm zum 1. fDlnt gesucht. Nähere^' 4, »v Liudeuvlatz 1 111. W!Ä halbtagsfürSchreib' maschine gei. 4i^D Architekt Kikolans, Südanlaae. Anständiges Möchen für 2 bis 3 Stunden vormittags ges. Öiordanlage 12 p. kann abgel. werden. Hoos, Asterweg 60 OIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIID neu mitla la Blätt, m. Ringschmier’ag. spottbiilig C’arl Schunk. Ullllllilillllllillilllllilllllllö Berkauie weil über- zählig 2 dreijährige SthttrwiiSflöit und eine vierjährige Hannoveraner Stute PH. Schudt Londorf. 4O«tv 3-jährige, dunkelbraune Stute 1,65 m weil überzählig billigst zu verkaufen. I mnnopach 132. Siellengesuchej Chauffeur ledig, geb Schlosser, der mit allen Reparaturen vertraut ist, sucht Stellung für Lastwagen. Schr. Angev. unter 03465 an den Gien Anz. Geb. junge Frau sucht für halbe oder ganze Tage Beschäftigung zu Kindern. Schr.Angeb. inner 03472 a. d. Gien. Anz. Eins. Fräulein, in all. Häusl. Arbeiten, solvie tmSchneidern erfahr., sucht Stelle als Stütze oder ttinderfräulein. Gute Zengn. vorh. Schr. Allgeb unter 03467 a. d. Gien. Anz. 'Schneiderin sucht Stelle als Beibilft'. Privai oder Geschäft. Schr. Angeb. unter 03476 an den Giefi. Anz. G«re VmW lleöeu. llulnuöme findens Schüler oder Schülerinnen, osm NorJanlage 1 IT. Etg. IlBet oetlflüft Schreibmaschine, nute Marke, gegen A nzabl n n g von Herren-Anzug mit Stosflieserung lMafiarbeitf. Schr. Angebote m. Preisangabe unter 03489 an den Giefi. Anz. mMZimmer mit Schreibtisch, el. Licht gesucht. Schr. ■ Anaeb. unter 03460 an den Gien. An». wohn- und Schlafzimmer gut möbliert, von alt. Herrn au mieten aes. Sofortige schri'il. Angeb. unter 4097V an den Gieb. Anzeig. Aus Or. Unblutigs Praxis Aufbewahrenl 10. Fortsetzung folgt! Rheumatismus meinen Siel Das meinen viele, und wenn man sie dann untersucht, so zeigt es sich, daß es nur mangelnde Fußpflege ist Abgesehen von den Hühneraugen auf und zwl^c ,en den Zthen, findet man gewöhnlich auf den Fußsohlen dicke.schmerzh^te Homaunagerungcn. Außerdem aber schmerzen und brennen die Fuße, ^nn man sie nicht fleißig badet Sie brauchen deshalb keineswegs schmutzig ju scltl. Aber die Haut ist entweder durch Schweiß aufgequollen, feuchtkalt und klebrig.oder trocken, glänzend und mit einer Schicht abgestorbener Haut Schüppchen bedeckt die durch die Strümpfe förmlich poliertsind. Die Hautporen sind dadurch außer Funktion gesetzt und die Fuße brennen und schmerzen. _ _, _ _ Kukirolen Sie! Nehmen Sie heute noch ein Kukirol-Fußbad. Sie werden danach eine angenehme Wärme In den Füßen verspüren, aber keinerlei Brennen. Ea kräftigt Nerven, Sehnen und Gelenke und die Schmerzen werden »Chon Weuten^n^chlassen. Am nächsten Morgen belegen Sie die schmerzende Hornhaut und die Hühneraugen mit dem millionenfach be- wählten Kuklrol-Hühneraugen-Pflaster laut mittolgender Gebrauchsanweisung und pudern dann Ihre Füße mit Kuklrol-Streupuder ein Letzteres wiederholen Sie jeden Morgen. Auch in die Strümpfe und Schuhe müssen Sie ieden Morgen etwas Kuklrol-Streupuder hineinstreuen, denn der Sehweiß zerfrißt Strümpfe und Schuhe. In einigen Tagen werden sich Hühneraugen und harte Haut ablösen. Wenn Sie dann regelmäßig das Kukirol-Fußbad und den Kukirol-Streupuder gebrauchen, so werden Sie nicht mehr über Fußschmerzen zu klagen haben. Hüten Sie sich aber vor unbekannten Präparaten, besonders vor solchen, deren äußere Aufmachung darauf berechnet Ist, Verwechselungen herbeizuführen. Kaufen Sie nicht Irgend ein »öl’, sondern achten Sie auf den Namen Kukirol* (sprich Kuh -kle-rohl) und auf die Schutzmarke „Hahnenkopf mit Fuß- Eine xMllständlge Kukirolkur, also alle drei Präparate zusammen, bekommen Sie jetzt In einer besonderen Packung für nur 2 Mark In jeder Apotheke oder Fachdrogerie. Wenn Sie sich genau an diese Verordnung halten, so weide ich nicht wieder nach zusehen brauchen.— Verlangen Sie noch heute unser neues, wichtiges Büchlein, betitelt Kukirolen Sie-. Dieses gibt Ihnen wichtige Aufklärungen über die Notwendigkeit der Fußpflege und enthält u. a. auch einige Photographien unserer Fabrik. Kukirol-Fabrlk, Groß-Salze (Bad Eimen). Suche Villa direkt vom Befitzcr ah kauf Anzahlitngs- mögUchkcit 10-15000 Mark. Schriftliche Angebote tnitcrO3496 an “ den Gicfiener Anzeiger erbeten. GnterbalteneS AmlAMö zn (auf. gesucht. Schr. Ang. mit Br. u. 03486 a. d. G. Anz. Ladenthefen Alt kaufen gesucht. SchriftlicheAiigebot. unter 03494 an den Giebener Anzeiger. Altes Blei iLleiröhrem kauft Brühlsche Druckerei »’D Schllkitr. 7U [Empfehlungen| Bruteier hell gestr.Plnmouth- Rocks, Ci-fi. Zuchl- itQiuiit, Dtzo. 6 Mk., 95% befr., Bestell, auch für später. Gutes ^eg-u.Bruthuhn. ü. Petry. Hof Albach bei Giesten. Frische Zische treffen Mittwoch, Donnerstag und Freitag billig ein Mita Babnüosstrasre 59 Telephon 66. 4098c Ordentlicher, kräftiger 4096V Inn ne kannd. Steinhauerei sowie Kunststein- fabrikationerlernen. Grabsteingeschäft L. Kli«g, Wieseck- — Einige WM für Schlofierei und Dreherei werden noch eingestellt. I. & S). Grieb, 4082D Gambach. Gewandte Büglerin für tagsüber gesucht. au:-! Hcnselstr. 6 II. Wegen Erkrankung des jetzigen kinderliebes, corliches Mädchen in kleinen Arzt- HauShaltl3 Pers) sofort gesilcht. [93478 Dr. Erb, Rabnbofstrafie 52 a. |SteHenangebote| Energischer ab- geballter Beamter f. Versandabteilung gröfieren ^letriebeS gesucht. Schriftliche Be- tverbungetl mit Angaben über seitherige Tätigkeit, Älter und Lohnforderung mit. 4053V an den Giefi. Anzeiger erbeicn. Gcueralagentur einer alten, soliden Versicherungsgesellschaft sucht Mitiirbeitcr geg. Hobe Provision. Schrisil. Angebote umer 03372 an den Giefi. Anz. erbeten. ßönöier, tzllUsterer. HMrelfenöe! Hohen ^nzert Mawa-Pumpe mit Elektromotor. 9. 10. 11. 17. 18. 19. 20. Festhalle: Textilmesse. Südhalle: Lebens- und Genußmittel. Möbelhalle. 1 Uhr nzert tritt frei Mut- IM. Dor unb nach btm Theater wanne unb kalte Speisen wi Fürstenberg-Drän Haus Offenbach: Reiseartikel, Parfümerien. Galanteriewaren usw. Haus Schuh und Leder. Osthalle. Spielzeug. Sportbedarf Kunstgewerbliche Halle. Haus Werkbund: Kunstgewerbe und Buchmesse. Schuhmaschinenhalle Meßamt. Hauptrestaurant. Mesjegüierhalle mit direktem Gleisanschluß. cckenhester mit Zuschnittumbrechvorrichtung zu sehen, außerdem die Halbautomat siche <2chachtel- ilberzichmaschine, die Eckenverdindemafchine mit Finger schütz. die Schachtelteilan ehmaschine ^Einender" ufw Auch die selbsttätige Patemwage »Autokipper" ist ausgestellt Das Herstellungs- gebiet von Iagenberg ist bannt in keiner 2Bei1e erschöpft, wir nennen die bekannte Schachtelhere, die Einwickelmaschine für Schokolade und für die Tabakindustrie ufw Automobilzubehör ist reichlich zu sehen, E. W. Kreß & C o. in Frankfurt stellt seinen Vullan Elektro aus. welcher als elektrischer Dulkanisierapparat mit automatischer Aassähal- ener6ih | 1. Haus der Technik mit Anbau. 2. Westhalle C: Radio und Halle für Papier und Bureaubedarf. 3. und 4. Hauswirtschaftliche Hallen. 5. Tabakhalle. 6. und 7. Stände im Freien. 8. Haus der Moden. die Leistungsfähigkeit der MAA. auch auf vielem Gebiete. Der Schraubenschaufler ist eine reine Arialpumpe mit 2 bis 3 Lauffchauseln für große Wassermengen und Heine Förderhöhen. Ganz besonders find die ausgestellten kompressorlolen Dieselmotoren und Ärafttarren zu erwähnen. Die Erzeugnisse der QH,2IQt. stehen hier mit an erster Stelle und sind weit verbreitet. Aus der Messe erblicken wir einen kompressorlosen Sechszylinder-Dieselmotor von 250 bis 350 P. S., welcher in größeren Zahl für Rheingüterboote geliefert ist. Der MAR.» Fahrzeugmotor nutzt den billigen Brennstoff auch für Lastkraftwagen aus. Enn weiterer Grohdiefelmotor von nicht weniger al- reich ---------- - - bringen viele Berbefserungen. welche jeden Sägewerks- und Schreinereifachmann lebhaft inter- 13. 14. 15. 16. Konzert und mstadt a 1 Mk. («uet itaittheater Mttwv'lM.Avril 3. Woöl-DOIfiOt).- Boiflenniig V°n7>,, biß 10 Mr: Utnn ml! M «W. Vn brrtmaiildjer Gvllofl in »Mn von etn.lf Mn. btmf* unb di entötr. welche mit Recht weitestgehende Berivendung in der Industrie und im Gewerbe finden. Wir nennen die elektro-pneumatifchen Schlagwerkzeuge unb die verschiedensten Bohrmaschinen für alle Zwecke. Die wie stets in Frankfurt besonders vertretenen Holzbearbeitungsmaschinen Künstler, wie Kornelius. Laibl, Rethel, Johann Friedrich Decker u. a. sind in großen Mengen glänzend vertreten. Auch Frankfurter Künstler, wie der unlängst verstorbene Professor Mannfeld. Wilhelm Steinhaufen, zeigen in reicher Fülle Bildnisse und andere Darstellung deS Rheines. Ein breiter Raum ist ferner dem Brief wechsel bedeutender Männer über den Rhein gewidmet: es feien nur erwähnt Ernst Moritz Arndt, Peter Becker und Steinke. Don besonderem Interesse sind die wunderbaren von Peter Becker und Diehlmann in der Zeit der Romantik nach 1813 hergestellt en. Rheinpanoramen. — Die ausgezeichnete Schau wurde heute mittag durch Oberbürgermelfter Dr. Landmann in Gegenwart einer großen gelaßenen Gesellschaft eröffnet und erfreute sich von Beginn an eines überaus starken Besuchs. „Die vertagte Nacht". Bcnefizvorftcllttng int Ltadttheatcr. Aus der Kräfte schön vereintem Streben Erhebt sich wirkend erst das wahre Leben! Das Künstlerfest, das man uns für Samstag versprochen hatte, war wegen mangelnder Beteilt- aurifl abgesagt worden, oo tarn diese Borsteilung der „Vertagten Nacht" für Künstler und Theaterfreunde als ein Trostpreis heraus, hatte aber gleichwohl — wie anzunehmen war — seine ©emeinbe gefunden. Ist doch der Besuch eines Kunst le rfestes eine selbstverständliche Dankesbezeigung, bie eine Stadt ihrem Künstleroölkchen gegenüber zu erfüllen hat; und alle, die am Samstagabend festesfroh die Räume des Stadttheaters füllten, bewiesen durch ihr Erscheinen, daß sie für diese Frage Verständnis hatten. Bei Benesizvorstellungen hat die Kritik nicht nur äußerlich im Smoking zu erscheinen, sie hat auch ihr Referat mit weißen Handschuhen zu schreiben. Es gibt aber Situationen beim Theater, in denen man gern nicht nur die Brille der Objektivität, sondern überhaupt alle noch so rosig gefärbten Gläser beiseite legen und sich so anpacken lasten muß, wie es denen da oben auf den Brettern gefällt. Und so war es in der „Vertagten Nacht". Bei diesem tollen Schwank, bei dem es Schlag auf Schlag auf den ahnungslosen Zuschauer herabhagelt, muß sich natürlich auch auf der Bühne alles in bester Stimmung fühlen. Alle Namen aufzuzählen, die sich um das Gelingen der Aufführung verdient gemacht haben, führt fast schon zu weil; hervorgehoben seien lediglich das flotte Spiel des Herrn Goll, bas frische Temperament des Bonvivants Norfolk, die bestrickende Liebenswürdigkeit und die fast nodi bestrickenderen Kostüme Rita A n - dräs. Erika Rohr bewies eine natürliche Frische, die nach den Erfolgen der letzten Zeit den 15 000 P.S. Leistung ist nach den Patenten und Entwürfen der MAR. bei deren Lizenznehmern Dlohm & Boß für die Hamburger Elektrizitätswerke im Dau. Auch die Halle der Technik und die große Festhalle sind von der MAR. Werk Gustavsburg b i Maiiz. hergestellt. Als bedeutendste Firma im Spezialbau von Papier und Klebstoff verarbeitenden und automatischen Derpackungsmasch.nen haben die Jage-nberg-Werke in Düsseldorf hervorragend ausgestellt. Don chren Anleimmaschinen sind u. a. zu erwähnen: Die neue Anleim- und iSummiermaschine für Dogen. Stucke oder Streifen mit Geradeaustransport. ve^chte- benc sonstige Anleim- und Gummiermaschinen mit selbsttätiger Bogenabnahme- u'td Transport- Vorrichtung, den kleinen ÄlcbcfU. ber baä bie.facb gummierte Papier zum Zukleben jeder Art von Paketen herstellt und die älnrversaMaschen-Etl- kettiermaschine Presto II. Don den> Pap er ver- arbeitenden Maschinen waren der belannte Bier- i Praxis FsssS, LSI und die sW ler „ Hü'1” jgEe-* iuf j nentop SSO ‘(ßad Eine Anbersen-Ausstellung in Berlin. Seit dem Tode des Märchendichters H. Q Andersen werden im Spätsommer dieses Jahres fünfzig Jahre verflossen fein. Der Kreis in Kopeichngen, der dort vor kurzem die Goethe- Ausstcllunz veranstaltete, wird unter Führung von Herrn Pros. ftarl Larsen ein umfangreiches Material über das Leben und die Werke des Lieblings unserer Kinderwelt für eine Ausstellung sammeln, die im Oktober in der Preußischen Staatsbibliothek stattfinden soll Die Ausstellung wird von Dorträgen hiesiger unb dänischer Gelehrten sowie Vorlesungen und Aus- führungen an namhaften Stellen begleitet werden Dem deutschen Arbeitsausschuß gehören an: Dr Waller Georgi. Ministerialdirektor H e 11- bron, Geheimrat Jessen. Intendant Zehner Generaldirektor Mi Hau. Paul von Mendelsohn-Bartholdy sowie in Leipzig Geheimrat Dolkmann und Dr LvwiS gf Menar. Wunsch laut werden läßt, sie oster in größeren Rollen zu sehen. Julius Bast6 als unglücklich liebend Geliebter war cm Humorist sch- tragikomisches Kapitel für sich. Auch Karl V o l ck, Luise Jüngling und Auyuste Marks trugen zum Gelingen des Abends bet. Eine Sensation des Abends bedeutete dre Der- steigerung einer Tischdecke, auf der die Namen samt- sicher Mitglieder des Ensembles gestickt waren. Im Foyer des Theaters war das Schaustück ausgestellt Kurt Joachim Baum leitete mit Trapperhut und Paukenschlag die Versteigeruna, und mit einem Erlös von 150 Mk. wurde die Decke der Gewinnerin zugeschlagen; sie schmückt jetzt den KunfUerstamm- tisch im Cafä Ernst Ludwig. Dan gab's noch einen Akt voll Humor und Laune, und in denkbar bester Stimmung verließ das Publikum das Theater. Dem Festkomitee fei an dieser Stelle gedankt, daß cs mit Tatkraft und Entschlossenheit doch noch das Gelingen des Abends zu- ftandegebracht hat ; ein schöner Beweis für d,e einmütige Geschlossenheit unseres ganzen Ensembles! Hans Schöpflin. Ausstellung des Oberhessischen fiunftoereins. Gs handelt sich hier um einen noch jungen Künstler, der auf große Vorbilder fdjaut, aber oor- wärtsschreitend durchaus feinen eigenen Weg geht. Gr schöpft tief aus den Quellen der Romantik, lernt aber auch bei Dürer und Grünewald Motiv und Farbe gebrauchen. Und all das durchdringt er nut Den typischen Eigenschaften des modernen Dens- mus findet jedoch nicht die feste Linie, auf der fern Schaffen sich aufbaut. Es ist ein noch unklares Pendeln zwischen all den großen Machtzentren, von denen er Teile sich erborgte. So malt er bewußt eine „Romantische Landschaft", geht in den Schwarzwald und ms Allgäu und sicht mit romantisch geschulte,., Auge Frankfurter Messebrief. I Fortschritte in der Technik auf der Frankfurter Frühjahrsmesse. Don Dipl.-Jng. Mangold, Duisburg. Die Deschickung der Technik auf der Frankfurter Messe »st in diesem Frühjahr gut und reichhaltig. Es besteht kein Zweifel, daß auch in Frankfurt die Technik von Jahr -u Jahr eine größere Rolle spielt. Wir werden ui folgendem aus der Fülle des Ausgestellten dasjenige kurz erwähnen, was als Deuheit und welle Kreise besonder- Interessierend anzusprechen ist. Die Metallbearbeitungsmaschinen sind gut vertreten. Besonders dürfte hier eine Gelenk» drehbank .,M u 11 i P 1 e x" intereftieten, die eine außerordentlich vielsellig anwendbare Werkzeugmaschine für Mechaniker, Uhrmacher und Werkzeugmacher ist. Sie vermehrt die Arbeits- mbglichkeiten jeder Werkstätte und erleichtert präzise Schnellanfertigung komplizierter Apparat» teile. Die Maschine ist als Drehbanl, Bohrmaschine, Fräsmaschine in verschiedenster Anwendung zu gebrauchen. St. L. Zack in Hanau a. M. zeigt einen automatischen Rohr- und Schraubenschlüssel, der einen langgehegten Wunsch der Berbraucher erfüllt. Er ist blitzartig für jede Mutter verstellbar und kann durch eine leichte Derstellung sofort in eine Rohrzange verwandelt werden. Die Elektrowerkzeuge von E. und E. Fein in Stutt- llgezeichnet ausgeführte Apparate, cht weitestgehende Verwendung in tung für jeden Auto- und Motorradbesrher sehr wertvoll sein dürfte. Ausi G. m. b. H. in Berlin und Wiesbaden stellt eine automatische Hochdruckschmierung für die Industrie her, welche „2ub“ genannt wird und wesentliche Dorteile bietet. Del der 93aluumanlagen und Kolbenring 21.®. in Frankfurt erblicken wir eine fahrbare Garage-Pneu-Lustpumpe für Gleich-, Dreh- und Wechselstrom. Der automatischeAbfüllappavat der Expressor-Bertriebsgesellschaft in Halle a. d. S. ermöglicht endlich ein einwandfreies Abfüllen von Benzin und anderen Flüssigkeiten. Der Autodoktor von Kleinberger & C o. in Duisburg ist ein bewährtes Pflege- mittel für die Lackierung jedes Autos. Die Politur wird trotz 21bspriyen und Abwaschen völlig erhalten, und Risse in ihr verschwinden. Die Frankfurter Gasgesellschaft zeigt auf einem umfangreichen Stande die Anwendung des Gases in der Industrie, Gewerbe Felsen, Bäche unb Kräuter, so ist er Schüler des frommflläubiqeu Mittelalters mit dem „Einsiedler" unb „Rübezahl"; bann sinb roieber auf die Moderne weisende, oft verschwommene Scyöpfungcn, .Hexensabbat", ..Die Gesättigten , „Traum des Trinkers". Klarer ist: „Der Schach- teufet" unb „W a l d e s za u b e r" (mit starken Anklängen an Richter unb Thoma). Anzuerkennen bleibt bei allem ber bewußte Wille zur Rückschau auf älteres Ebelgut beutscher Malerei unb zur Eigenentwicklung in ein neues Kunsterlebnis hinein. Wie weit bas von Erfolg fein wiri^ muß bie Zukunft lehren. e—s. „Frankfurt und der Rhein". Kunstausstellung in Frankfurt. Die Iahrtausendfeier der Rheinlande gab diesmal den Anlaß, der Kunstausstellung im Römer den Rahmen „Frankfurt und der Rh ein" zu geben. Damit dokumentierte Frankfurt zugleich feine jahrhundertelange kulturelle und wirtschaftliche Verbundenheit mit dem Rhein und feinen Kulturstätten. Alle Darbietungen dieser glänzenden Schau ent flammen Frankfurter Archiven oder heimischem Privatbesitz. In einer Fülle von Urkunden seltsamster Art, die dem städtischen Archiv gehören, wird die enge Beziehung Frankfurts zu den uns genommenen Städten des Elsaß und Lothringens besonders eindrucksvoll bewiesen. Reisebücher, Chroniken. Ilrkundenbücher. Erinnerungsbücher, die die Rheinstädte und die Schönheiten der Rheinlande behandeln, und die in Frankfurt fdton vor 500 Jahren ihren Verleger fanben, liegen in großer Zahl zur Schau aus. Päpstliche und erzbischöfliche Urkunden weifen in ihrem Inhalt auf did nahen kirchlichen Beziehungen Frankfurts zu den Rheinlanden hin. Die Werke Vieler nach Frankfurt etngewandeNer rheinischer essieren. Fontaine & Co. in Frankfurt a.M. stellt automatische Metall-Kreissägemaschinen und selbsttätige Sägeschärfmaschinen für Geradschnitt (DRP.) und verschiedene Flachen- und Fräserschleismaschinen aus. Der Parallel-Schraubstockschnellfpanner „Frx von Cäsar Schulz in Pößneck i. Th. erspart das bisherige langsame Aus- und Zuspannen und dürste sich rasch überall einbürgern. Die Kasseemaschine der Süddeutschen Expreß- Dertriebsgesellschaft in Karlsruhe bereitet in wenigen Augenblicken jede Tasse Kafsee ober andere Heihgetränke frisch. Für Hotels, Restaurants und Konditoreien usw. dürfte sie sehr geeignet sein. Die Tiegeldruckpressen mit Zylinder- Farbwerk der Planeta D res de n - L e i p z i g er Schnellpressenfabrik 2L ®. Coswig in Sachsen sinden das Interesse aller Besucher. Sie werden in drei Bio dellen vorgeführt: Spezialmodell, mit f fbfltätiger Bogenablage (Halbautomat) und mit Bogenanlege- und -ablege» Vorrichtung (Bollautomat). Auf dem Gebiete der Fördertechnik ist die Deutsche Maschinenfabrik Duisburg (Demag) mit ihren in kber Weise bewährten Elektrozügen zu finden. Dieselben werden auch mit angehängtem Führersitz geliefert und geben so ein in der Luft laufendes, keinen Bodenraum in Anspruch nehmendes Fördermittel. Fenestra in Düsseldorf bringen in ihrem „Hesefa" einen Hebe» und Senkwagen heraus, welcher sich für manchen Werks- und Verladebetrieb sehr gut eignen dürste. Auch für Montag zwecke ist er gut verwendbar. Eine ebenfalls außerordentlich vielseitige Verwendung hat die Schrollciter von Mohr & Federhaf s in Mannheim. Mittels der an ihr angebrachten Hebevorrichtung können Fäsfer und Stückgüter- bequem und sicher aus Kellern, auf Wagen usw. geschafft werden; ähn- liche Zwecke erfüllt ein Stapelaufzug mit elektrisch betriebener Hebevorrichtung, welcher besonders für Stückgüter g braucht wird. Hervorragend ist in Frankfurt die Maschinenfabrik Augsburg -Rürn berg iMAR) vertreten. Ihre ausgestellten vorzüglichen Modelle von Kranen und Verladebrücken geben auch dem Laien ein anschauliches Bild dieser wichtigen Masch nen in der Fördertechnik. Ferner weisen wir auf ein Modell einer Walzenwehranlage hin. das im Betrieb vorgeführt w>rd. Ihr Scheibengasbehälter ist eine wesentliche Verbesserung der bisherigen mit Wasserbecken ausgerüsteten Gasbehälter und in den Ich'en Iahren in steifendem Maße ausgeführt werden. Patent- fetten von 15 und 40 Tonnen Tragkraft zeigen unb Haushalt. Wir sehen die verschiedenen Glub- unb Härte- usw Oesen für bie Industrie Da- Schweißen unb Schneiden mit Gaß unb Sauerstoff. Lötwerkzeuge. Für baS Gewerbe erbfiden wir bie verschiedensten Trockene-'- . Emaillieröfen, Kstindampskesfel, Wurstlesic. i nb Räucherschrank für Fleischereien, welche alle . at GaS beheizt werden. Etwas Besonderes sind d>e Garage-Heiß- luftöfen. Für Wäschereien kommt ebenfalls daS Gas zur Heizung elektrisch angetriebener Waschmaschinen in Frage. Auch gibt es Bügeleisen mit direkter Gasheizung. Für Druckereien werden Spezialbrenner hergestellt, welche jede Verschlechterung ber Luft vermeiden. In Großküchen und Konditoreien finbet baS GaS weiteste Amven» bung. Die hier ausgestellten Backöfen. Großherbe usw. stammen von Junker & Ruh in Karlsruhe. Die Anwendung des GaseS im Haushalt ist ja heute allgemein bekannt. (Badezimmer. Küchen usw.). Die Maschinensabrik Waldau in Köln führt ihre Mawa-Pumpen In Betrieb vor. Die Mawa-Pumpen vereinigen die Vorteile der Kolben- unb Zentrlfugaipumpen in sich, ohne deren Rachteile mit zu übernehmen. Dies wirb durch eine außerorbenllich sinnreiche Konstruktion bewirkt, aus bie näher einzugehen leibet heute der Raum nicht gestattet. Wir halten sie für eine sehr aussichtsreiche Pumpe, die schon zum Fördern jeder Flüssigkeit, auch gan > dickflüssiger. mit Erfolg Anwendung gesunden hat. Aus der Provinz. Landkreis (tiicftcn. T Geilshausen, 20. April Am Samstag nachmittag überfuhr hier ein mit Langholz beladeneS Fuhrwerk ein fünfjähriges Kind so unglücksich. baß cs nach kurzer Zeit v e r st a r b. Die Untersuchung ergab, daß den Fuhrmann keine Schuld an dem Vorfall trifft. J Wirberg, 20. April. Die Konfirmation der Kinder unseres Kirchspiels fand am 2. Ofterfciertagc statt, bie Prüfung und Vorstellung der 26 Konfirmanden am Sonntag Judika. Die 5cicr wurde verschönt durch die Mitwirkung des Gesangvereins Harbach, der ebenso wie ber Kirchen cho r von Harbach seine Chöre unter Leitung von Lehrer D r a u t vortrug. <5 Harbach. 20. April. Am Freitag zog hier der neue Lehrer, Herr Faber, auf. Schon vor zwei Iahten war chrn unsere Sck)ulstelle übertragen, er konnte aber nicht ausziehen, well unser Schulhaus noch von dem pensioniertem Lehrer Fay bewohnt war. Vachdem nun int Februar das Haus sreigeworden ist. hat die Gemeinde In dankenswerter Weise das Haus vällig neu Herrichten lassen. Die Äinbcr hosten ihren neuen Lehrer ab und die ganze ®emdnbc 6 reitete ihm einen freundlichen Empfang Der seitherige Verwalter der Stelle. Lehrer D r a u t wurde nach Reiskirchen verseht. i. Ettingshausen, 20. April. Bei her gestrigen Beiaeordnetenwahl wurde 5)eln- rid) Keil VII. zum Beigeordneten gewählt. — Pfarramtskandldat König, der mehrere Monate zur Unterstützung im Dienste dem hiesigen Pfarramt beigeordnet war, verläßt jetzt unsere Gemeinde und übernimmt die Verwaltung ber Pfarrstelle in Pfeddersheim bei Worms. f Grünberg, 19. April. Heute, am Kon- firmationsfonntap, wurden 6 7 Kinder in bet hiesigen Stadtkirche konfirmiert, und zwar aus Grünberg 18 Knaben und 22 Mädchen (von diesen waren 8 Knaben und 14 Mädchcn aus bei 1 Volksschule und 10 Knaben und 8 Mädchen — von letzteren zwei von auswärts — aus ber Oberrealschule), aus Lehnheim 2 Knaben und 8 Mädchen, aus Stangenrod 4 Knaben und aus Lumda sechs Knaben und sieben Mädchen. KreiS Büdingen Aid da, 20. April. Der hiesige Gesangverein „Sängerkranz 1 h ci| gestern abend im Gambrinussaale fein Früh - j ahrskonzert ab, das sehr gut besucht war. Mit seinem Verständnis wurden mehrere Mätr« netchöre eindrucksvoll vorgetragen. Sie wechselten mit Musikvorträgen eines Orchesters ab, §ommerspross«ndi!vung im zrühling. Besteht bei Ihnen Reigung zur Sommersprossen- bilbung, so müßen Sie gerade in den Frühlingsmonaten etwas ordentliches dagegen tun. Wir taten Ihnen, in derApotheke weißes Citalbol-Wachs, 50 oder 25 Gramm, au laufen, um sofort mit der Behandlung der befallenen Stellen zu beginnen. Sichererhältl.: Ilnivers.-Apotheke „3um nolb. Engel." /ffex Setter der Dirigent deS Gesangvereins -Austizinfpektor DaPper t»n hier ist. Die Haupt- Kummer des Abends war ober die Aufführung der Wiefteschen Operette „5>ic W i nzer - tiefer mit Chor und Orchesterbegleitung. Die Zuhörer spendeten den Sängern und Mitwirkemden reichen, wohlverdienten Beifall. Ein gemütliches Tanzvergnügen bei einer vorzüglichen Musik bildete den Schluß deS in jeder Hinsicht wohlgelungene« Konzerts. nd. A i d d a, 20. April. Heute fand an der hiesigen Realschu le i_E. die Aufnahme von 1 4 neuen Schülern in die Sexta und eines Schülers in die Obertertia statt. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres schied Lehrerin Elfe Petter, die nach Darmstadt versetzt tourt) c, nach vierjähriger Wirksamkeit dahier aus dem Lehrkörper der Anstalt aud; zu ihrer Nachfolgerin ist Schulverwalterin Hildegard Walther aus Darmstadt ernannt worden. Als neue Lehrkraft trat Lehramtsassessor Schott aus Darmstadt heute feinen Dienst an der Realschule an. Die neugebildete älnicrfefunba zahlt 12 Schüler. A Fauerbach b. Aidda, 19. April. Die Tlnsicherheit in den Wäldern unserer Gegend nimmt immer mehr zu. Bürgermeister Dieterich von hier begab sich vor einigen Tagen in den Markwald zwischen hier und Obev-Lais, um sein gesteigertes Holz zu besichtigen. Plötzlich sprang ein unbekannter Mann vor ihn und befahl ihm, sich schleunigst aus dem Walde zu entfernen. Als der Aufgeforderte erklärte, daß er erst fein Holz suchen wolle, legte der Fremde mit einer Flinte auf ihn an und drohte mit Tvtschiesten. Zum Glück befanbcn sich in der Nähe rroch andere Leute von hier, denen der Bürgermeister zurief. Darauf verschwand der Schütze, wahrscheinlich ein Wilddieb, schleunigst im Fichtendickicht. Auch in der Harb wurde ein junger Radfahrer von Ulfa auf dem Heimweg von einem Strolch angehalten. Da er dem Angreifer nichts geben konnte, wurde er m iß Handelt und ihm mit einem Messer die Kleider durchstochen. Es gelang dem überfallenen Burschen, auf seinem Rade zu entkommen. △ Dleichenbach, 20. April. Ein Lastauto der Ortenberger Basaltwerke, das mit etwa 300 Zentner Steinen beladen war, kam im Dorfe einem aufgebrochenen Kanal zu nahe und versank. Rach Erleichterung des Autos und mehrstündiger angestrengter Arbeit konnte das Gefährt, ohne Schaden genommen zu haben, seine Fahrt wieder fortsetzen. — Zur Zeit wird die hiesige Ortsdurchfahrt, die durch den starken Kraftwagenverlehr sehr leidet, neu beschottert und gewalzt. Kreis Schotten. Laubach, 20. April. Arn Samstagabend sand unter Leitung des Vorsitzenden des hiesigen KriegervereinS, Hermann Stotz, eine allgemeine Dersammlung statt zur Besprechung der verschiedenen Vorschläge zur Errichtung eines Kriegerdenkmals für die gefallenen Söhne unserer Stadt. Die Vorschläge wurden im einzelnen genau erörtert. Am meisten gefiel der Platz vor der Friedhofskapelle als Standort des Denkmals. Als solcher wurde auch die Südseite des Schloßgartens vor der Unterfrforte sowie der Rainsberg empfohlen. Mit der De- arbeitung der verschiedenen Pläne wurde Architekt Schmidt unter Mitwirkung verschiedener sachverständiger Herren beauftragt. Auch soll Geh. Daurat Dr. W a l be - Darmstadt zu näherer De- gutachtung herangezogen werden. — Gestern fand tin großen Saale des „Solms er Hofs" die Auf- MHrung eines von Pfarrer Th. Rebel gedichteten historischen Schauspiels statt. Das ttück führt den Titel „3n Treue fest" und be- lndelt die Leiden des Dreihigjährigen Krieges, insbesondere die Ereignisse des Jahres 1636. Damals wurde die ganze Gegend durch Einquartierung, Durchzüge, Pest und sonstige Drangsale auf das schwerste heimgesucht, wie dies uns durch die „Wetterfelder Chronik" (Gießen, bei 3. Ricker, 1882) genauer erzählt wird. Die Aufführung fand statt mittags 41/2 und wurde abends 8V2 Ahr wiederholt. Die Regie lag in den bewahrten Händen von Bernhard Grafen zu Solms-Laubach, der fachmännisch geschult ist. Die Darsteller gehörten Laubacher Bürgerkreisen an und boten durchgängig gute Leistungen- die Vorstellung zeuate in allen Teilen von sorgfältigster Vorbereitung. Die Bühnenbilder waren recht wirkungsvoll, das Spiel flott und sicher. Mit der Darstellung der schweren Kriegszeit ist ein Liebesidhll geschickt verflochten, das mit dem tragischen Ende des Helden schließt. Er fällt als siegreicher Verteidiger von Haus und Herd bei dem Kampfe um die Anterpforte gegen Marodeure des Göhischen Heeres. Die Aufführung, die aus der Stadt und ilmgegenb gut besucht war, fand vielen Beifall. Der Dichter und die Darsteller wurden wiederholt und stürmisch herausgerufen. A Rebgeshain, 20. Avril. 3n nächster Seit verläßt uns unser langjähriger Lehrer Wagner, um in Glauberg, Kreis Büdingen woselbst er als junger Schulverwalter nach feinem 6emtnarabgang einige Zeit wirkte, feine Amtstätigkeit fortzusehen. Die einstweilige Verwaltung der hiesigen einklassigen Schule übernimmt 6uh>ettoalter Schnierle von dort. !•! Aus dem Vogelsberg, 20. April, ©eit etwa 27 3ahren finden im gesamten Vogels- berg 910 6 e O e dlandmeliorationen statt. Besonders hat sich das Kulturbauamt Lauterbachin dieser Angelegenheit sehr verdient gemacht. Man hofft, etwa 250 Morgen Wüstungen und Oedland in Ruhland zu verwandeln. Sobald eine solche Wüstung zur Melioration bestimmt ist, werden die Felsblöcke beseitigt, das Gelände wird eingeebnet, Hügel werden abgetragen, Vertiefungen zugeschüttet die sogenannten Wundstellen werden neu eingesät das Ganze mit Kalk, Thomasmehl und Kalisalz gedüngt, und, wo es möglich ist. für Bewässerung gesorgt. Der Zweck ist die Vermehrung des Futterbaues. Durch die Wiesen und Hutweiden soll die Viehzucht gehoben und produktiver gestaltet werden. Mancher Kleinbauer ist somit in die Lage versetzt, den Viehbestand zu ocrgröfjern und gesundes, leistungsfähiges Milchvieh wird auf den Hutweiden gedeihen. Ferner wird den zahlreichen Erwerbslosen Ge^genhcit gegeben, in der kritischen Zeit anderweit Verdienst zu finden Der hessische Staat leistet 50 vom Hundert zu den Ausfuhrunaskosten. 3m letzten Jahre sind im Kreise Lauterbach in Crainfeld Jtöes Raufen, Engelrod. Grebenhain, im Kreise Schotte n in Oberfe^men, Burkhards, Kaul stoß und Michelbach Meliorationen außgefübri worden. Kreis Alsfeld. !*! 21 u5 bem Steife SHsfelb, 20. April. Mit großem Eifer werden jetzt in unserem Kreise die 3el obereinig ungen ausgeführt. In den Flußtälern der Antrifft, Schwalm, Ohm und Fulda, wo die Landwirtschaft im Vordergründe steht, wißen die Bauern die Vorteile der Feldbereinigung zu schätzen, während der südliche Teil des Vogelsberges, wo die Viehzucht vorherrscht, noch mit der Feldbereinigung zurücksteht. In Atzenhain, Flensungen, Büßfeld und Nockenrode wurde die Feldbereinigung neu beschlossen, Udenhausen und Vieben sind bereits angefangen, 2fisfelb und Ober-Breidenbach sind in Arbeit. Eine Hutweidenmelioration wurde in der Gemarkung Bauerschwend vor genommen. Etwa 30 Gemeinden von den 83 des Kreises haben ihre Gemarkungen bereits bereinigt. In Altenburg, Brauerfchwend, Rainrod und Oberbreidenbach sollen große Entwässerungspläne zur Ausführung gelangen. Starkenburg und Rheinhessen. —!— Offenbach, 20. April. Der soeben den Stadtverordneten vorgelegte Entwurf des städtischen Haushaltsplans für 1925 schließt mit rund 21 Millionen Marl in Einnahme und Ausgabe ab, bzw. mit einem Gesamt? uschuh- bedars von 86,50 Mk. auf den Kops der Bevölte- rung. Mehrausgaben verursachen hauptsächlich die Löhne, Besoldungen, Gebäudeinstandsetzun- gen. Bildungsbedürfnisse und Wohlfahrtspflege. Es steht darnach zu erwarten, daß Grund- und Gewerbesteuern höher in Anspruch genommen werden als 1924, obwohl aus der Reichseinkom- menfteuer bereits 2 600 000 Mk. vorgesehen sind, gegen 1300 000 im Voranschlag 1924. Die etwaigen Lasten aus der Aufwertungsgesetzgebung sollen von den Rücklagen an die Erneuerungs- sonds gekürzt werden. Für die Stadtverwaltungen wird doch nun allmählich erkennbar, wie sehr gespart werden muß. Hessen-Rassau. bl. Dillenburg, 20. April. Schon seit längerer Zeit ist man damit beschäftigt, für den Bereich des Dillkreises ein Kriegs-Geben k b u ch herzustellen. Das Gedenkbuch soll jeden einzelnen Gefallenen resp. Vermißten mit Wohnort enthalten und mit Photographien der Helden geschmückt fein. Die Gemeinden des Kreises sind aufgefordert worden, die nötigen Bildnisse beizubringen. Wan hofft, daß zum l.Mai alle Unterlagen vollzählig vorliegen und man alsdann mit der Drucklegung beginnen Tann. Wirtschaft. ** Ser Ausweis der Reichsbank vom 15. April zeigt einen weiteren Rückgang der Kapitalanlage der Bank und des Zahlungsmittelumlaufs. Während die Lombarbforberungen zur Monatsmitte leicht um 9,6 auf 17 Millionen Rm. Zunahmen, ermäßigte sich bie Wechselanlage um 64,5 auf 1422,5 Millionen Rm. Sie Abnahme würbe durch bie Rebiskontierung von 34,8 Millionen Rm. on öffentliche Stellen und durch Abgabe von 31,3 Millionen Rm. an die Rentenbank herbeigefuhrt; von privater Seite machte sich eine unwesentliche Neuinanspruchnahme von Wechselkrediten in Hohe von 1,6 Millionen Rm. geltend. Sie Summe der rediskontierten Wechsel belief sich am 15. b. M. auf 616,5 Millionen Rm., das Sarlehen bei der Ren- tenbank auf 36,4 Millionen IKm. Ser Danknoten- umlauf verminderte sich in der Berichrswoche um 105,6 auf 2187,7 Millionen, der Umlauf an Rentenbankscheinen um 72,5 auf 1486,6 Millionen Rm.; insgesamt sloß der ansehnliche Betrag von 178,1 Millionen an papiernen Geldzeichen in die Reichsbank zurück. Ihre Bestände an Rentenbantscheincn erhöhten sich durch diese Zugänge auf 426,7 Millionen Rm. Sie Zahlungsmittelrückslüfse führten zu einer Steigerung der fremden Gelder um 126,7 auf 859,6 Millionen Rm., bie Eingänge betrafen zum größten Teil öffentliche Gelber. Die Golb- 11 nb Seckungsbevisenbeftänbe änberten sich lucht nennenswert. Sie Notendeckung burch Golb bewerte sich infolge Abnahme bes Notenumlaufs von 43,8 auf 45,9 Proz., bie Seckung burch Golb- unb Seckungs- devisen von 58,3 auf 61,2 Proz. Sie Scheidemünzen- beftänbe verringerten sich um 0,5 Proz. auf 63,7 Proz. Millionen Rm. * Die Kommunale Landesbank in Darmstadt gibt ihren Bericht über das dritte Geschäftsjahr (1924) hwaus. Hiernach Hit sich die Zahl der angeschlossenen Kommunalverbände, Stadt- und Landgemeinden feit Erscheinen des vorjährigen Berichtes um rund 100 erhöht und beträgt jetzt über 230. Rach der Bilanz von Cnde 1924 betrugen die kurzfristigen Darlehen an Mitgliedsgemeindm rund 7.3 M llionen Reichsmark, die langfristigen Darlehen rund 1.3 Millionen Reichsmark. Der Gesamtumsatz für 1924 stellte sich auf rund 877 Millionen Reichsmark. Die Zinsen, die die Dank den Mitgliedsgemeinden berechnete, hielten sich wesentlich unter den Tagesgeldsätzen. Zur Zeit der Drucklegung des Berichtes zahlten die Mitglieder für bei der Bank aufgenommene Vorschüsse 11 Prozent für das 3ahr. Auch dem hessischen Handwerk und hessischen Landwirten konnte die Vank gute Dienste leisten. Seit 1. 3anuar besteht eine Arbeitsgemeinschaft mit der He'f scheu Lanbos- bank (Staatsbank). Verhandlungen weaen der vollkommenen Verschmelzung der beiden Anstalten sind im Gange. e Erneuerung des Kohlenfyndi- t a t s. Rach 24stündiger Verhandlung ist beute früh 8 Ahr die Erneuerung des Kohlensyndikates vollzogen worden. Frankfurter Abendbörse. Frankfurt a. M., 20. April. Die Abend- börse nahm wieder einen lustlosen Verlauf. Dabei ist allerdings festzustellen, daß ein weiterer Rückgang bet Kurse im allgemeinen nicht ein» getreten ist. Rui ganz vereinzelt tarn es zu neuen leichten Abschwächungen. Die Umsätze waren sehr gering, da das 3nteresse für Aktten sowohl wie für Anleihen andauernd sehr gering ist. Die Kurse konnten sich zumeist behaupten. 3m freien Verkehr hörte man fünfprozentige Anleihen zu 0.625. Die Vörse schloß lustlos in behaupteter Haltung. Ausländische Renten: Bagdad II 9.12, Zolltürken 9.87. Bankaktien: Commerzbank 109 50 Darmstädtet- Bant 136.50, Deutsche Bank 134* Discvntogesellschaft 115 62. Dresdner 107.12, Mitteldeutsche Creditdank 99.135, Oesterreichische Kre- bilaltien 8.10. Mvntanaktien: Maasfelder 84 Kali Aschersleben 15 75, Kali Westeregeln 21’ Chemische Aktien Badische Anikn 134.12, Elberfelder Sachen 25.90. Th. Goldschmidt 104.50, Höchster Farben 130, Holzverkohlung 7, Rütgers- toette 14.90. Sonstige 3ndustrieaktien: Kleyer 3.40 AEG 10 90, Dyckerhoff & Widmann 3 40. Gebr' Iunghaus 11 80, Reckarsulmer 9 Rheinisches Mc° - toll 56, Thüringer merrnziteu Dvttza 81, -botgt tt Häffner 74, Frankenthalzucker 4.1, Offstein- zucker 3.25. Börsenkurse. Tntrniu 18.4. 4. 0,62 I 0,68 37,12, 9 46,875 84 3,25 91 60 8 1 0,11 0,6» 1 18 126 2,1 8 :r> 76 77,75 85 SG 37 144,5 55 75 47 1 0 3 45 75,12 78 68 3 4' 5 12 2 92 » 'H 0.655 1, 6 126,5 2 1 3,6 50 12,62 0,625 0,70 0,651 0,78 0,36 0,70 0,71 0,69 94.75 115.50 115 63 111 ID s 99.75 I 99.135 3 40 5 13 2.8» 7,1 134 2‘» 0,46 104 80 129.5 .29,9 - 12 14,21 132.50 10 4) 79 5 9 5 70 75.21 129 15 75 21 8 0» 6,11 80 ! *.5| 64,5 ! 71 130 1 16 | 21 1 52 12,62 I 4 20 8,4 i 134,12 0 48 1 4 5 129,75 130 7 14 9 30 50 10 99 87 93.7» 5*fn Deintche Stell® Santefte . 4*/o Dcu'schc RctchSanteiye . 8'/,"/« Deutsche RcichSanlcihe 8% Dcutfchc Retchtzanlrihe . Deutsche Sparprümienaulcihe <°/o Preußische Konsolü ... 4e'o Hessen 3‘/,% Hessen 3% Hciscn........... Dcn Ische 2?>>.rtb. Düliar-Attl. bto. Doll-Schay-Amreisng.') <% Zolliörken......... 5% Goldnrerikantt ..... Berliner HandclSgescNschast. Commerz- und Privat-Bank. Darmst. und Ratioualbant . Dculiche Bank......... Deutsche Dereinsbauk .. . . DiSconto Commandft . .. . Mctaltbank........... Mitteldeutsche Ercditbank . . Ocstc»ir!chische Creditanstakt. Sßtitbaul......... . . Bochumer Guß ...... BuderuS ........... Coro Deutsch-Surembnrg ..... Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpcncr Bergbau Kaliwerke Aschersleben. . . . Kalboerk Westeregeln. .. . . Laurahüttc Oberbedarf Phönü Bcrgban Rheins,abl Riebet Montan ....... Tellus Bergbau........ Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd Cheramische Werte Albin . . Zementwerk Heidelberg .. Philipp Holzmann...... Anglo-Cont -Guano . . .. Badische Anilin...... * Cbeinische Blayer «lavin I. Goldschmidt......... Gries - ctmer Electron . . . \ Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung Rütgerswerke echeidcanstalt »llg. Elektrizitäts-Gesellschaft Berjimami .......... Mamkraftwerke ... Schuckert......... Siemens & Halske Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Hcyligenstaedt Meguin Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armaturen . . , Konservenfabrik Braun . . . Metallgcsell chaft Frankfurt. $cl. Union A. G...... Schuh'abrtk Herz Sichel..... ^ellsto'i Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal .. tjuLerfabrik Waghäusel > .. 0,341 0,735 , 0 67 | 0 68 1 94,75 ; Fl.70 ! 1« I .... 109 109.50 136 136 5 132 93 ; 1X4 89,75 , 89.75 Berv^ M. ÄUrs börie rr. 4. ! 20 4. 0 6»5 0.635 o.m 0.681 0 675 0 6 SO 0,740 0 73 > H4D 0,355 9,720 0,70 —— 0.71 0 79 0,72 0 70 0 711 94,75 94 75 92 92.05 9,9 | 9,9 — 1 •» 143,5 143,5 1'19,50 >tl 136 12 126,21 134 134 115,75 116 — 100 100 8 12 s 0,2 0,225 73 74 25 15.8 '5,40 80 80,2' 69,50 69 63 72,90 7. 50 132 139,5 15,6 15.50 • l 21 8,60 8 90 55 10 55,7. 46,8 16 75 101.5 10 75 —— - -» 76,5 76.12 79 78.9 —e —. 85 85,75 — 133,25 134 133,62 104 104,25 5 75 •-‘1,4 38,75 120,5 14,69 14,81 10.9 0 90 87,12 16,25 — ! - 59, n 59,1 69,25 ! 69,6 3,31 8,39 5,20 5,20 — 7 25 7.25 10» 105 1,1 11 — 1 2,12 2,12 —— — 2 2 12,5 12,75 3,4 1 3,3 Weizenkleie 13,25 bis 13,50, Roggenkleie 14,25 bis 14,50, Erbsen 25 bis 30, Linsen 40 bis 45, Heu, süddeutsches, gut, trocken 9,50 bis 10, Weizen- und Roggenstroh 5,50 bis 6, Treber, getrocknet 17 bis 18. Tendenz: Ruhig. Frankfurter Echlachtviehmarkt. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 20. April. Auftrieb: 983 Rinder, darunter 379 Ochsen, 36 Bullen, 568 Färsen und Kühe, 366 Kälber, 45 Schafe, 3815 Schweine. Preis für 50 kg Lcberchgewicht: Ochsen: vvllfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 60 bis 65 Mk., junge fleischige, nicht außgemäftete und ältere ausgernästete 52 bis 59, mäßig genährte junge uni) gut genährte ältere 40 bis 50; Bullen: voUfleifchigc aus- gemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 50 bis 56, vollfleischige jüngere 40 bis 48; Färsen unb Kühe: vosifleifchige ausgernästete Färsen höchsten Schlachtwerts 58 bis 65, vollfleischige aus- gernästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 48 bis 55, wenig gut entwickelte Färsen 50 bis 56, ältere ausgernästete Kühe.,und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 35 bis' 45, mäßig genährte Kühe und Färsen 25 bis 35, gering genährte Kühe und Färsen 15 bis 25. Kälber: feinste Mastfälber 75 bis 80, mittlere Mast- unb beste Saugkälber 70 bis 75. geringere Mast- unb gute Saugkälber 60 bis 70, geringe Saugkälber 50 bis 55. Schafe: Maftlammer unb Mast- hämmel 48 bis 50. Schweine vollsieifchige von 80 bis 100 kg 62 bis 65, unter 80 kg 58 bis 62, von 100 bis 120 kg 62 bis 65, von 120 bis 150 kg 62 bis 65, Fetlichweine über 150 kg 62 bis 65. unreine Sauen unb geschnittene Cbei 50 bis 56 Mt. Marktverkauf Großvieh unk Kleinvieh lebhaft gehandelt unb ausverkauft. An Schweinern art t ruhiger Handel mit etwas Heber« stand. Berliner Produktenbörse. Berlin, 20. April. Arn Prvduktenmartt war die Tendenz heute matt, infolge der niedrigen amerikanischen Preise. Brotgetreide im Preise etwas nack^elassen. Gerste in guter Ware verkäuflich. Hafer gefragt und Suttcranitet ruhig. Cs notierten je 1000 Kg.: Weizen (märf.) 244 bis 246, Weizen (Mai) 251. Weizen (Juli) 250 bis 247, Roggen (mark.) 221 bis 223, Roggen (Maft 215 biS 214, Roggen lJuli) 216 bis 214. Gerste (märf.) 210 bis 230. Futteraerste 185 bis 205 Hafer (märf.) 195 bis 204, Hafer (April) 190. Hafer (Mai) 184 bis 185.5. Mais (Mai) 179.5. für je 100 Kg.: Weizenmehl 32.00 bis 34.25, Roggenmebl 29.75 bis 32.00, Weizenkleie 14.25 bis 14.35. Roggerckleie 15.20. Viktoriaerbsen 22.00 bis 28.00, kleine Erbsen 20.00 bis 22.00, Futtererbsen 19.00 bis 20.00, Peluschken 19.00 bis 21.00. Ackerbohnen 19.00 bis 20.00, Wicken 19.CC bis 21.00, Lupinen (blau) 10.50 bis 12.00. Lupinen (gelb) 12.50 bis 14.50. Serradelle 14.75 bie 16.00, Rapskuchen 15.50 bis 15.80, Leinkuchen 22.20 bis 22.50, Trockenschnihel 10.30 bis 10.40. Tvrsinelafse 9 30, Kartoffelflocken 19.30 bis 19.70 Zucker 17.75 bis 18.50. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (In Dillionen Mark auSgedrückt. BumoS-Stres, London, 9tea» York. Japan, Rio de Faneiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Ein betten, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.) 18. 2h>r1l 20. April flnitTirtje OtoHermta Anstiche ‘JtoUer-t ti Geld Brut Loudon. . 20,8*. 20 132 20 li 8 i 10,195 Ncuyork . . 4,Ui 51 98 4,2-1» 4,195 4,302 Poriö. . . 2- 04 12 04 12 >0 Schweiz . 1 8 H 28 61 1 1 61 13 Spa.kn . 60 4-1 60.63 60 02 60 18 1 765 Japan . . 'Nio de Jan 1.768 1.7- i-d43 > ,748 V.Ul 1.139 l.ill Wien in D - £?ft. abgest 69.01 69.23 59.09 69 23 Praci .... 12 43 1?.'7 12.127 12,467 Belirad . . 6 75 6 77 fi 75 6,77 Budapest. 1,814 t,x34 6.81t B.S34 Bul arten 1,055 f,'6» > .1'65 r.071 L'ssadon 20.22» 20 27 i 29,22. 20 27 i Danzia. . Konst nriu. 79,70 79,90 79 70 79 9) 4 16 - 9 2 1x5 i, 195 Silben. . . 7,79 7,81 7 83 7 91 Danknote n. Ferrfn, 0. Apr«. »rfs Br'«' AmeritanNche Not«, ..... f.178 «,198 Belgische Noten ....... 21 15 21 2» Dänische Noten ....... 77 03 77 41 Englische Noten........ 20 05. 20 155 F-ran;ösische Note» ...... Holländische Noten ...... Aprlienische Noten ...... Norwegische Noten...... 2 01 117 03 17 21 2 13 .67 eg 17 2l ’8 39 18 73 Doms« Oesterr, ü 100 Krone« Rumänische Noten .... . 19 01 69.31 Schwedische Noten ....... 11' 80 in ?6 Schnx-tcer Noten....... >1 4 n 44 Spanisch,- Noten....... 59.389 59 689 Tschechoslolvakische Noten • • 1* 40, U «65 Ungarische Nocen . ... 6,785 5,805 Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers Berlin, 20. April. Sie Börse zeigte auch zu Beginn der neuen Woche insofern ein wenig verändertes Pild, als die Umsätze nach wie vor außerordentlich gering blieben. Sie innerpolitischc Lage legte begreiflicherweise der Spekulation größte Zurückhaltung auf, zumal aus dem Wirtschaftsleben keinerlei Anregungen zu erwarten sind. Immerhin dürften sich die Auslassungen in der Generalversammlung der Seutschen Bank über die Entwicklung des Geschäftes im neuen Geschäftsjahre noch dahin ausgewirkr haben, daß vereinzelt Seckungs fäufe vorgenommen wurden, deren Ergebnis kleine Kursbesicrungen waren. Das gilt vor allem für den M 0 ntanm 0 rkt. Der Markt der Anleihen zeigte nur geringes Geschäft, die Kurse waren ziemlich gehalten. Ser internationale Sevisenmarkt blieb ruhig. Ser französische Franken notierte gegen London ziemlich unverändert 91,30. Die Mark wurde genannt in London mit 20,1, Paris 4,55, Amsterdam 58,65, Zürich 12.3,10. Der Geldmarkt ist leicht. Tagesgeld ist stark angeboten, so daß der Zinsfuß auf 7—9 Prag, ermäßigt werden konnte. Monatsgeld notierte unverändert 9^—114 Proz. Märkte. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 20. April. Es wurden notiert: Weizen, Wetteraucr 20 bis 23,50, Roggen, inlandrs.sie" 19 bis *22,50, Sommergerste für Brauzwecke 20 bis 26, Hafer, inländischer 17 bis 21, Mais, gelb 19,50 bis 19,75, Weizenmehl, inländisches Spezial 0 35,50 bis 37,50. Roggenmebl 30 bis 32, Schöffengericht Wetzlar. 2 Wetzlar, 18. April. Wegen fort» gefetzt en s ch weren Dieb st a hl s stand der H. W. aus Dillenburg unter Anklage, weiter waren angeklagt wegen Hehlerei die E. Z. aus D a r m ft a b t sowie deren Mutter, welch letzter-, heute krankheitshalber nicht erschienen ist unb bezügl. der das Verfahren abgetrennt wurde. Wie die Anklage deßauptet. hat der als Güter-' bobenarbeiter auf Bahnhof Dillenburg beschäftigte Angeklagte W. wiederholt aufgegebene Frachtfenbungen mitunter ganz beteiligt, mitunter auch von diesen nach Erbrechen der D hältnisse sich Teile ihres Inhalts ungeeignet. Auf diese Weife erbeutete er Rauchwaren, Wein, Schokolade usw.. einmal auch ein Fahrrad. Don bi Jen Gegenständen sandte er den größten Teil an seine Braut, die Angeklagte Z., welche bie Waren mit Hilfe ihrer Mutter verkaufte unb sich dirserhalb heute wegen Hehlerei zu verantworten hatte. Der Angeklagte W. gab im all- gemeinen die Taten zu, auch die Angeklagte Z. bestritt nicht den Verkauf der Sachen, beftrüt aber, etwas davon gewußt zu haben, wo die Sachen herstammten. Sie behauptete, in gutem Glauben, die Sachen feien rechtmäßig von W. erworben, gehandrtt zu haben, obwohl der Angeklagte in den den Sendungen beigelegten Schreiben stets betonte, es brauche kein anderer etwas davon zu toiffen. Diese Behauptungen der Angeklagten Z. waren ihr nicht zu widerlegen. Während die Staatsanwaltschaft bie Angeklagten als der ihnen zur Last gelegten Taten überführt ansah und daher gegen W. 2 Jahre Gefängnis und gegen Z. wegen gewerbsmäßiger Hehler-ci I Jahr Zuchthaus 6 xmtragte, tonnte das Gericht zu einer Verurteilung in beiden Fällen nicht gelangen. Der Angeklagte W. erhielt 9 M 0 - n a t c Gefängnis unter Anrechnung von 6 Monaten LlntersuchungShoft, die Angeklagte Z. wurde sreigesprochen. Rundfunk-Programm des frankfurter Senders. (Ans bet „Radio-Amschau-.i Mittwoch, 22. April. 12 Uhr: Nachrichtendienst. 3 und 4 Uhr Wirt chaftsmeldungen. 4—4.30 Uhr: Kinderstunde. 4.20 Ihr: Nachrichtendienst. 5.30—7 Uhr: Tanznachmit tag des Haus-Orchesters. Programm: Die neuesten amerikanischen Tanzschlager. 7 Uhr: Dirtichaftsmel- düngen. 7.30—8 Uhr. Funlhochschule. Paul Bet ter „Musikgeschichtliche Wandlungen. 19. Vortrag: „Die Spätromantik, Brahms, Bruckner und die Nachromantik". 8—8.30 Uhr: Uebertragung von Kassel: „Die Frühjahrsbestellung im Gemüsegarten", Vortrag von Fritz Schwend, Dozent on der Hohe ren Lehranstalt für praktische Landwirte, Stoffel Wolfsanger. 8.30—9.30 Uhr: Drei Satiren des Lu- kion. 1. Der Hahn oder Der Traum des «Sdjufters. Personen: Der Hahn, der Schuster Simeon. 2. Die Fahrt über den Styx ober Ser Tyrann. Personen Ehawn, Klvtho, Hermes, Kyniskus, Megapenthis, Myctllus. 3. Ikaromenippus oder Sie ßuftreije. 9.30 Uhr: Nachrichtendienst, Wettermeldung, Ver kehrsnachrichten, Sportbericht. 10—11 Uhr: Heber tragung von Kassel: Kasseler mundartliche Vorträge. Schlechte Säfte im Blut sind die Mrfadjc vieler Leiden. Wir raten Ihnen, in der Apotheke 60 oder 30 Gramm echte Herbex- Kerne zu kaufen unb gerade jetzt im Jrühling eine Blutreinigungskur zu unternehmen. Sicher erhälll.: Llniversitätöapvtheke „Zum goldenen Engel". Die Bestandteile sind auf d«r Packung angegeben. ,M1A - fetter am Nordpol. Technisch-politischer Roman aus brr Gegenwart. Don Karl-August von Laffert. 21. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) — — damit einverstanden. Also Sic lösen ecft 6 Uhr nachmittags ab. Ihr Stellvertreter bleibt htmn bis Hommerfest, wo wir gegen Mitternacht eintreffen. 5ür die große Fahrt möchte ich aber, daß Sie mit vierstündiger Ablösung arbeiten." „Wie Sie wünschen, Herr Nagel.' „Geht Ihre Tourenzahl beim Cinkoppelu der Hochsrequenzmaschine stark herunter?" „Nur im ersten Lugenblick." „Dann nehmen Sie den Akkumulator zur Hilfe." - „Das ist vorläufig nicht nötig. Den spare ich mir lieber für schwierigere Lagen." „Die konnten bald ein treten. Eine Wolkenbank im Norden läßt aus Gewitterneigung schließen." „Das würde ich nicht ungern sehen. Falls wir in dunkle Wolken kommen, wäre es eine gute Probe für uns, trotzdem beide Flugzeuge dicht beiein- ander zu halten. Beim Nord,luge muffen wir doch häufig auf völlig undurchsichtige Luft rechnen." „Teilen Sie, bitte, Herrn Sanders mit, daß wir vielleicht in einer Stunde in Gewitterbildung kommen." „Ich habe Ihr Gespräch mitangehört, Herr Nagel'" rief Sanders. .Alles wohl bei Ihnen?" „Alles wohl. Und bei Ihnen auch?" „Danke, ja." „Dann Schluß." Sie verließen den Funkerraum. Ganz am Ende des Flugzeuges befand sich noch eine Heine Kabine mit vielen Fenstern nach allen Seiten. Sogar die Hallte des Bodens bestand aus dickem, aber völlig durchsichtigem Glas. An der Rückwand war ein kleiner elektrischer stochherb angebracht. Dicht daneben ein Geschirrschrank und eine Abspülvorrichtung. „Unsere Küche", erklärte Sanders. .Hier können wir stonserven auf wärmen, auch kleinere Gerichte zubereiten sowie stasfee und Tee machen." „Wer von Ihnen kann denn kochen?" fragte Linda lachend. „Ober soll ich das übernehmen?" „xmb m mcyl noEu. Liner oer ZMksutgameure kocht vorzüglich. Dieser Raum dient aber noch einem anderen Zweck. Hier hält sich in schwierigen Lagen ein Hilfsführer auf. Mos der eigentliche Führer oben auf Deck nicht zu überiehen vermag, kann man von hier aus erblicken." Eine kleine Wendeltreppe führte sowohl nach oben wie nach unten. Sie stiegen aufwärts und betraten einen schmalen Gang voller Fenster nach beiden Seiten. Er ging nach vorn bis zum Führer stand. ..Stören mir?" fragte Sanders, als sie ein- traten. „Augenblicklich nicht im geringsten , antwortete Liebhard. „Die automatische Steuervorrich- tung hält die „Schwalbe ftet» in gleicher Höhe und Richtung, so daß ich mich ruhig für einige Zeit entfernen könnte." Er erhob sich von feinem Führersitz. Dor ihm auf geneigtem Pult lag eine große Sorte Rußlands. Ein kleiner, selbsttätig sich bewegender Stift zeigte auf der starte die Stelle, über der man sich gerade befand. „Arbeitet die Oriennerungsvorrichtnng völlig zuverlässig?" fragte Sanders. „Rur ungefähr. Do wir immer mu seitlichen Winden rechnen müssen, für deren wechselnde Stärke wir keinerlei Anhaltspunkte besitzen, so ist von 3cit zu Seit eine Korrektur der Anzeigenvorrichtung nötig. Das geschieht jedesmal, wenn wir im Gelände Punkte überfliegen, die sich auf der Karte genau feststellen lassen." „Ich kann mir denken, daß die Einrichtung trvtzdeni höchst zweckmäßig ist, besonders wenn man eine Zeitlang in unbekannter Gegend oder bei undurchsichtiger Lust fliegt." „Der letzte Fall wird binnen kurzem eintreten", jagte Liebhard. „Die vom „Stößer" zuerst gesichtete Wolkenbank im Norden nähert sich mit großer Geschwindigkeit, so daß ich mit einer heftigen Gewitterbö rechne." „Vermag ein Gewitter uns gefährlich zu werden?" fragte Linda. „Ein Blitzschlag ist nicht zu befürchten", be« ruhigte Sanders. „Unsere Flugzeuge sind mit einem eigenartigen Anstrich versehen, der ,ede elektrische Labung unb damit auch die Möglichkeit des lieber- springens eines Blitzes verhindert. Es wäre ein ganz atm armer Hurau. wann wir atnroe jujtratg m die Balm eines Blitzes atrtrten. aber auch bas würde völlig ungefährlich sein, denn der elektrische Strom wird die Metollwändc des Flugzeuges- passieren. ohne daß wir etwas davon bemerken." Liebhard fügte hinzu -Das einzig Unangenehme bei solchen Gewitterböen sind plötzlich oirkretenbc Fallwinde, die ein Flugzeug zu Boden schleudern könnten. Dazu befinden wir uns aber in viel au großer Höhe. Vielleicht bleibt das Gewitter überhaupt unter uns." —Können rott uns während des Unwetters hier im Führerstande aushalten?" fragte Linda Mich stören Sie nicht", sagte Liebhard. „3d, wurde Sie nur bitten, sich auf die beiden Klappst ühle hinter mich zu setzen, damit das Gesichtsfeld nach beiden Seiten freibleibt." Sanders klappte die gepokerten Sessel herunter unb nahm neben Lfnba Platz, während Liebhard zu feinem Führersitze zurückkehrte Einen Augen- blick herrschte Schweigen. Die drei Menschen beobachteten die aufsteigende schwarze Dolkenbank, die plötzllch die strahlende Sonne mit einem Ruck verschluckte (Emen verstohlenen Blick warf Sanders auf die junge Frau im grauen Sportkleide. Aus dem feinen, fchmalen Gesicht, das durch einen enganliegenden turbanähnlichen Lederhut cingerahmt war. sahen dunkle, lebhafte Augen voll regsten Interesses. Die schlanken Beine hielt sie übereinandergeschlagen, während die Fußspitzen nervös hin und her spiel- tcn. Den an ständige strenge Arbeitgewöhnten und für alle weicheren Gefühle verfkblosienen Mann überfiel ein plötzliches Glücksbewußtsein. Seile an Seite mit dieser reizvoll eigenartigen Frau sollte er die unbekannten Fährnisse der nächsten Seit erleben, fei es zu ruhmvollem Gelingen oder zu raschem Untergang. Linda fühlte instinktiv den Strom feiner Bewunderung unb wandte sich ihm zu. Do befinden sich eigentlich unsere Vorräte unb die wissenschaftlichen 3nftrumente?" fragte sie ab» lenkenb. Sanders begriff nicht sofort. Seine Gedanken irrten in Fernen. Doch rasch fand er die fachliche Ruhe wieder und antwort»!?: „Die lagern im untersten Raum de» Flugzeug», zu dem die Hintere Wendeltreppe führt Dort unten befindet sich zunächst brr Treppe ein kleines Bade- itmmer mit ioilettcnraum. Dann folgt eine Kühl kammer für untere leichter verderblichen Vorräte, ein großer vorratsraum mit Proviant. ein Benzintank. eine Kammer voll ran st'.cibungostücken und Instrumenten und zum Schlisst die schallsicher ob- gcöttbtctc Anlage für die drahtlose Verständigung." Ein erster greller Blitz flammte auf. ..Stößer" in der Bö verschwunden , meldete Liebhard. Er sprard einige Worte ins Telephon, bann erklärte er. „Stößer" will versuchen, das Gewitter zu übersteigen. Wir werben das gleiche tun." Öle Schwalbe" erhob sich vorn unb kletterte (uftan. Wenige Augenblicke ipätcr huschten weiße Nebelschwaden an den Fenstern vorbei, die sich hm daraus zum undurchdringlichen 'JXecrc verdichteten „Unterhalten Sie, bitte, ständige Sprcchverbln bung mit „Stößer" und melden Sir. talls durch lauter ober schwächer werbende Töne eine Der- änberung des Abstandes zwischen beiden Fahrzeugen eintreten sollte." Es war sehr bimtd geworden. Bon Zeit zu Zeit erglühte die Nebelwand in gelblichviolettrm phosphoreszierendem Leuchten. Liebhard zündete kein Licht an. nur ein kleines Lämpchen erhellte seine Führerkarte. Das Telephon läutete an. Gleichzeitig ertönte e. aus dem Lautsprecher „Hier Nagel. Bei Ihnen alles in Ordnung?" .Hier Sander», im Führerstande bei Liebhard Alles steht gut." „Das freut uns. Wir fasten einen Augenblick die „Schwalbe" in der Dunkelheit hinter uns. Ger ling glaubte einen Feuerschein über dem vorderen Teil des Rumpfts zu erblicken." Sofort drehte Linda sich um unb erstarrte eine, Augenblick vor Schreck. Durch bie Glasfenster leuch tete ber etwa mannshohe helle Schein einer flackern ben Flamme, die direkt aus dem verdeck des Flug zeuges zu kommen schien. Krampshast ergriff sic den Arm von Sander-), der sich ebenfalls umdrehte „Wir brennen”, sagte sie, heiser vor Entsetzen „Liebhard. wir müssen lanbcn!“ schrie Sander „Sehen Sie dort." (Fortsetzung folgt.) Die Hilfe gegen Gicht und Rheumatismus Sic wissen fein sicheres Mittel gegen diese Plagegeister, denn alle Einreihungen, Packungen, Bäder. Salden usw. lindern nur für einige Zeit die Schmerzen, aber sic packen nicht das liebel an der Wurzel. Ich empfehle Ihnen ein wirklich erprobtes Mittel, und Sie sollen eS selbst versuchen, ohne daß es Sie etwas kostet, aber ehe ich Ihnen mehr sage, lesen Sie den folgenden Brief: „Od> teile Ihnen mit. daß Ihre Gichtosint- Tabletten schon nach zwei Monaten bei mir überraschenden Erfolg erzielt haben. Mit jedem Tage fühle ich mich Wohler unb kann jetzt trotz meiner 65 Jahre große Fußtouren in den Ber-- gen machen unb auch die schwersten Arbeiten mit Leichtigkeit verrichten. Die Stur setzte ich getreulich fort, ich hoffe den Rheumatismus für immer los zu fein. Ihnen tage ich meinen besten Dank unb empfehle Ihr vorzügliches Präparat in Bekanntenkreisen. Hochachtungsvoll I. D. in A. Solche Briefe besitze ich Taufende, unb nun hören Sie weiter. Gicht unb Rheumatismus können mir von innen heraus wirUich kuriert werben durch (Snt- gif hm g des Blutes. Diese« ist verunreinigt durch zurückgebliebene Harnsäure Salze, unb dies, müssen heraus, sonst nutzt aUes Otnrtibcn unb Warrn halten nichts. Zur IMettigung der Harnsäure aber bient bas Gtchtosint. Sic können bas glauben oder nicht, aber Sie sollen keinen Pfennig dafür ausgeben, efy. Sie sich Überzeugt haben. Teilen Sie uns Ihre Adresse auf einer Postkarte sofort mit unb adressieren Sie biefc an: Generalbepvt der Biktoria-Apotheke, Berlin A 235, Friedrichstraße 19. cs geht Ihnen bam vollständig kostenfrei eine Probe Gichtofint mil Weiteren Aufklärungen unb genauer Gebrauchsanweisung zu. Wenn Sie sich überzeugt haben, so fleht cs Ihnen frei, mehr von dem Mittel zu bcziestcv ober cs in einer dortigen Apotheke zu laufen Gichtofint ist in den meisten Apotheken zu haben. 98 Jahre litt tft an 'SÄ’“ fjerba-Sdfe metic t« rasche Heilung. Freu vochwenm m ®. Tr T<. - .»,80°^ oerftärft M. L— Aer *e Was kennzeichnet die Mignon Mandel Sultanin? Ein 'tochrxrtes Etikett mn tOr*i»er>en Zwe- untei sbdt-chwi Soeee oerertte Scnriftze chen uno oe- Me- kenbe- Fichte d*e mttee Menoel eene c.3OHNE HALLE A. & Lichtspielhaus Großer Posta Itaiom-toerpl einnetroffen. Gleicherzeit wird empfohlen: SMsstüKßse. SkstzW, lomiRer, Bioftrolel, ZMWen.SWWe unb sonstige Ausrüstung. Billtaste Preise. Hansa-Haus Gtto jafobi Kirckenpl. 10 im Friseur!oben. 03485 32. Mittelrheinifches Kreisturnsest Zur Ausstattung von Maffenguarlieren für die in Gießen unterzubringendcn Turner werden mttote Wert Zewi Stroh sLangbrusch) benötigt. Angebote mit Preis- angabe per 100 Zentner an 3. Loh in Dießen. Hinter ber Westanlage 11, erbeten. 4080c Der Wohnungsausschuh. Steckzwiebeln echte o Ps Porti ons-Echesstichc Pfund 3* M Prima Seelachs ohne Üovi Pid. 25 Ps., tm Ausschnitt 30 Ist. Cabliau ob*c Rouf, Vld. 30 Di., im ÄuSichnitt 35 Pl. Notzunqr, Biand 75 Pf. Muiit, Psi. 3? Ps. die Kiste m.n Pfd-netto Mk. 1.50 Hlirli. ötW, Stil 12 Pf. Mittwoch, den 22. April, nachm. 2 Uhr, versteigere ich Reuenweg 28 (tm Löwen) zwangsweise gegen Barzahlung 1 großen Warenschrank, zwei Fahrräder, eine große Partie Schmierseife, iWäscheschrank 1 Eisschrank, 1 Ausstellungs Kasten, 1 Grudeherd. Junker Gerichtsvollzieher 4099D GBfiaakwiMibriaKaMi Spezialbeamte für 11 niall-, Hallvsticht tmb Easco sowie iiir Vcbrn8öeifirt)erunn gegen feste Bezüge und Pravillon von grok- Frank- im ter Veritcherlingakov.zern steittcht. OffertenumerF.O.E. UhuiHubolf Moste, Fraukknrt am Main. «e„6s N'MWfMWMW^MMWWWM Wohnungstausch Biete eine 4-Ztmmerwohnung mit 3ubebäx und eine 3-Ninimerivohnung. Gesucht eine 6—7-Zimmerwobniing Nähe vleichstrahe Zu ersrnaen i ei <>crit«, Plockstraße 5 miiiiiiinmminimimiinnifflfflnnnnnnnimiiiiiiiiiiiiiiii Ium Hausputz laMeife ,5fT 200-«t Toovelstück J 31. Jü gerafelfe’Wb-: 32 ImlOlklll SvUlmselseL"?« weiß, 200-er-Stück.....30 ; Stotnfeite gelb, Psd. 5O.j MUeriesse weiß,Psd. 54.) ii Sk!srWi!vek Paket. 14 4 Stck. ss, es, 52.) WkektMA la Qualität S-Pfd. D. 1 Pld.-D-' -Pfd -D. .,1.85 1.00 0.60 SlStzltzNe 42 Wc’Men 32 „„ MMrllen von 55. an SUMer oonl^an ernsp.r M! Marktplatz 17 Telephon 1662 Hk. 300 034831 Bahnhofstr. 65b Fernruf Nr. 1367 4064a Vorzügliche Verpflegung ^Besonders geeignet für Erholungsbedürftige. Höhenlage Pensionspreis Mk. 4.50 Liegehalle vorhanden Herbstein O.-H. 4070D äDiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiir; Druckfachen aSerM ÄISKSÄ die Vrühl'sche Universitats-Vruckerei, R. Lange, Siehrn, Schulstr. 1. Central-Drogerie, Schulstr. r°>.240 auch nachts DAPOLIN das Motorenbenzin 4076t Cellarius. Gegen barin Mengen zu 2 u.5und mehr Liter 4062D Bürgermeisterei. 4073A 1 -- 2 = 3 = 4 = 5 = 6 = 7 --- 8 = 9 = 1 Arbeitsvergebung. Zum Neubau einer Leichenhalle zu Leihgestern werden die Erd-, Maurer-, Zimmer-, Dachdecker-, Spengler-, Glaser-, Schreiner-, Schlaffer- und Weihbinder- arbeiten zum öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben. Angebotsvordrucke, Zeichnungen und Bedingunaen liegen auf der Kreisbauverwaltung, Zimmer Ar. 18 offen. Angebotsvordrude werden daselbst, solange der Borrat reicht, gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. Die Angebote sind verschlossen, postsrei und mit entsprechender Aufschrift versehen zu dem am 29. April d. I.» vormittags 10 Ähr, stattsindenden Derdingungstermin einzu- reichen. Zuschlagsfrist 8 Tage. Giehen, den 20. April 1925. Kreisbauverwaltung Giehen. aus GEEICHTER PUMPE auf der STRASSE für alle Kraftfahrzeuge, Landwirtschaftsmotoren usw laute!: ÄeAe sich!, Vie Mi migch kn der Di lunl! die nanziel! in kn be'.b: blick alle a zuckckstchen einem sieg Land so sck 2p!er gebt! 'ernte, unk für es eint man muh d behaarlichr erlangen, d öie össentlic Leiden ver leit beti Mögliche i meine 6tür yofhumg x gegeben: ? der Achlur DerirL tat in das finb der lehtei ■ tßari Men ist filjung. w erfolgt- den Zuga und es la war. Don halten Hl nommcii. i noch 6inla «timten d saal 2lls i riot crfch' bringt ihr mische 0 Es lebe * folgt der < erscheint 7 ihm Me folgt vom rechten Se gelten. 2e geschickt. ' er rasch maligen verliest. Mini die 2tcbi Erklärung in einem rung ein unterbr Mischen 2 Wgeordnc sHiungen auf §ai gcndften . wicdachost und.Sein Se/allenen Alleinverkauf: Pianohaus August Förster GIESSEN Holzverkauf. Aus der Waldung der Gemeinde Leihgestern sollen auf dem Wege des schriftlichen Angebots nachstehende Mengen Fichten-Derbstangen 1. Klaffe verlaust werden: Los entfaltet '^lüten-u^tatterpraeht 50%. trhälillch in 'Drofferien^patfiefarCIdumen - u Samen handL _ In Gießen: Neustadt-Drogerie, Central-Drogerie, Kreuz-Drogerie, Blumengeschäft G. Wittmann, Blumen haus Dietz. 3323ss In Gießen aus plombierten Kannen bei: A. Kircher, Automobilgeschäft Bleichstraße 15, Fernruf 1338. Tastenkasse Mk. 1)00. Z Teilzahlung gestattet. LeoOdermann 4 All ein vertrrterd. Nat. Reg.'K ass.G es. gj Gießen. Seltersweg 81? l0 I. Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat beratene Bor« anschlag derGemeinde Bieber-Bessingen für 1925 liegt vom 22. d. W. an eine Woche lang auf dem Bureau der Bürgermeisterei Aieder-Bessingen zurEinsicht der Beteiligten offen. Es ist die Erhebung einer Umlage be« schloffen worden, zu der auch die Aus« märker beizutragen haben. Aieder-Dessingen. den 20. April 1925 Bürgermeisterei Aieder-Bessingen. Steuer nagel. 4O77D 3,35 Fstm. 4.73 „ 3,79 „ 4,30 „ 5,74 „ 3,81 „ 23,95 „ 20,14 „ 23,38 „ pro Liter 36 Pfg. in Gießen bei: Jacob Maternus, Kolonialwaren Ecke Frankfurter- und Klinikstraße, Fernruf 1337. Aug. Schneider, Automobilhandl., Garage Marburger Straße 68, Fernruf 1089/90. Jnen leit, gelten WTt forß ^ankrrtch Mt als Ehandlio «"Wicklung äSS dorantien S* d- JJ®iben l & dah ?bu Mi, Uni von fe eures J r*i< fefatk 2©olbmai auch , National -Kontrollkassen mit Totaladdition, doppelseitiger Anzeiger, mahagonifarb. Stahlgeh. Nagut-Geflügelsutter Fleischsaser-Gebäck Garneelen, Fischmehl Hirse, Bruchreis Hühnermais, Futterkalk Geflügelkalk, Hundekuchen div. Sorten Dogelfutter usw. frisch eingetroffen und billigst bet August wallensek Krupp-Lastkraftwagen IV) bis 3 Temen Schnellest- und 5 Tonnen Lastkraftwagen sow e Spezialfahrzeuge Jeder Art für Stadtverwaltungen, Faun-Werke A.-G. Nürnberg 2 bis 3*2 Tonnen Sohnell-Lastwagen und 6/24 PS Personenwagen ßeneral-Veitietei: Gustav Heuser, Frankfurt a. M Schillerplatz 517. Tel. Hansa 7647 Kr.95 5* Bell Aiieu/Aieö über 100 Liter zum Bezüge Innerhalb 3 Mo- MdpUlII rnUbWülöv naten aus ca. 4000 Dapolin-Depots liefern die obenstehenden Depots oder die Deutsch-Amerikanische Petroleums-Gesellschaft Frankfurt a. M., Eschenheimer Tor 3, Fernspr. Hansa 0826, 6829,30. Die Witwe Marie Röhrig, Giehen, Reustadt 78, ist durch Beschluß vom 13. März 1925 wegen Trunksucht entmündigt worden. 4072c Hessisches Amtsgericht. □iiitiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiu I „Haus Kübel 1 Altbekannte Sommerfrische in Herbstein W M MMW finden Sie in der „„d „ 10 = 30,22 Die Angebote mit bezüglicher Aufschrift sind bis zum 25. d. M.» nachmittag 1 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Tage. 'Bedingungen können vor dem Termin eingesehen werden. Leihgestern, den 18. April 1925. jnöUHtie- Snotlflitofleln 1. Absaat, treffen erster Tage ein und werden noch Bestellung. nnoenotmnen. Weife & Petri Grabenstrahe 7 Televbon 1313 0331)7 Metallbetten Stahlmatr., Kinderbetten, dir. an Brio. Slnt.31 N frei. Eisan- am Kriegerdenkmal._____4067c Erbsenreiser Bohnenstangen Staketenlatten liefert ab Lager Carl Haas jr.. Giehen Frankfurter Str. 59. 8,iac Telephon 1682, Die Dachdeckerarbeiten zum Deubau des Telegraphenamts in Giehen sollen öffentlich vergeben werden. Zeichnungen und Preisverzeichnisse liegen im Postbauamt in Giehen, Bahnhofstraße 85, Hofgebäude, während der Dienststunden zur Einsicht aus und können daselbst, solange der Vorrat reicht, mit Ausnahme der Zeichnungen zum Preise von 0,75 Mk. bezogen werden. Die Angebote sind verschlossen und mit einer den Inhalt kennzeichnendenAufschrilt versehen bis zum 30. April, vormittags 10 Ahr, an das Pvstbauamt postfrei einzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart der etwa erschienenen Dieter. Falls keins der Angebote für annehmbar befunden wird, bleibt die Ablehnung sämtlicher Angebote Vorbehalten. Frist für die Zuschlagserteilung 14 Tage. Der örtliche Bauleiter. 40850 imF II'ömI mit einem ungeheuren Aufwand an Menschen und Tieren 80 Nummern in 2 Manegen Riesenelefanten, Kamelherde, Löwen, Bären, Känguruhs, Lamas, Guanacos, Affen. Ueber 100 edle Rassepferde Gießen Oswalds-Garten Eröffnung: Montag, den 27. April s abends 7*/3 Uhr Z Straßburger’s einzig in Europa existierender 3-Masten- I T C U S mit 2 Manegen kommt FlUGEiä PIAHOS Seltersweg Schuh -G.. 0000a 7 Wir bringen die neuesten und schönsten Besichtigen Sie bitte unsere Schaufenster unerreicht illig in riesiger Auswahl