Montag, 20. Juli (925 175. Jahrgang Annahme von Lnzetarn für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher ohne jede'Lerbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette ortlich8,auswärts 10 Goldpfennig; für Re» Klame-Anzeigen d 70mm Breite 35 Goldpfennig, Plahvorfchrifl 20" Auf» schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friede. Wilh Lange; für den Übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: HansVeät, (amtlich in Bietzen Kr. (67 Erstes Er scheint täglich, autzer Sonn- und Feiertags. Beilagen: VietzenerFamilienblätter Heimat im Bild. monats»8ejug$prei$: 2 Goldmark u-20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, .uch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern nfolqe höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlbsie: ochriftleitung 112, Der» lagundGeschästsstellebl. Anschrift für Drohtnach- richten: rlnzeigerGici>en. Postscheckkonto: Frankfurt a. M- 11686. ietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drud und Verlag: vrühl'fche Univerfitalr-Vuch- und Zleindruderei R. Lanze in Siehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulfttahe 7. Kritische Lage in Marokko Reue Offensive Abd ei Krims Taza gefallen? Belgien der britischen Regierung ihre Absicht mtt- getellt haben, Düsseldorf, Ruhrort und Duisburg zusammen mit dem Ruhrgebiet bis zum 15. August zu räumen. die Ruhe bernahe vollkommen hergestellt wurde. Dagegen seien um Arn-Aicha und Ain-Maatum die feindlichen Gruppierungen sehr zahlreich und hätten einen äußerst heftigen Angriff gegen Ain-Maatum unternommen. Doch habe der französische Posten dem Angriff widerstehen können. Tagsüber wurde er von Flugzeugen mit Kartätschen, Gcanateii und Eis verproviantiert. Die Riftruppen hätten sich unter Zurücklassung zahlreicher Toter zurückgezogen. Die französischen Verluste dagegen seien leicht. Neue Flugzeuggeschwader nach Marokko. Paris, 19. Juli. (TA.) Am Samstag sind mehrere moderne Fluggeschwader nach Marokko aufgebrochen, die Ajdir. das Hauptquartier Abd el Krims. durch Vonibenwürfe zerstören sollen. Danach scheinen sich Frankreich und Spanien über die Tätigkeit der französischen Flieger in der spanischen Zone verständigt zu haben. Die Räumung der Ruhr. Der Abzug der Franzosen aus Gelsenkirchen, Gladbeck und Bochum. Die Gemeinde- und Bezirksratswahlen in Frankreich. Paris, 20. Juli. (TU.) 3n ganz Franc- reich mit Ausnahme des Saine-Departemcnts fanden gestern die Gemeinde- und Vezirksrats- wahlen statt. Insgesamt wurden 1499 Gemeinderäte und 1700 Vezirksräte gewählt. Die Wahl- Handlungen nahmen überall einen ruhigen Verlauf. Die Wahlbeteiligung betrug 62 Proz. Die extremen Rechts- und Linksparteien behaupteten ihren Stand. Die Radilalsozialisten und die Radikalen haben Fortschritte erzielt, während dagegen die Linksrepublikaner und die gemäßigten Republikaner ins Hintertreffen gerieten. Die meisten Parlamentarier sind gewählt bzw. wiedergemählt worden, so H e r r i o t. Finanzminister C a i l l a u x , Kolonialminister Hesse u. d. Unterrichtsminister de M o n z i e. Der „M a t i n" berichtet aus Fez vom 18. Füll, seitdem Abd el Krim wisse, daß die Franzosen alle seine Angriffe abzuschlagen bereit seien und noch viel schärfer vorgehen wurden, und das; sogar französische Verstärkungen eingetroffen seien, konzentriere er reguläre Truppen an verschiedenen Punkten, indem er d.e Dissidcntenstämme allem sich betätigen lasse, um den Augenblick abzuwarten, wo er alle seine Kontingente werbe einsehen müssen. Er bereite sich für eine ausgedehnte Offensive aus die französischen Posten des westlichen und mittleren Frontabschnittes, besonders gegen die Posten von Issual, Terual Tarant, vor. Weiter heistt es, daß zwischen Fez el Dali und Ain-Aicha die Straße wieder freigemacht und Bedrängung des allbesetzten Gebietes. Mannheim, 18. Juli. (WTB.) Die De- sastungsbehörde in Ludwigshafen hat, wie wir hören, uo'i der Stadtverwaltung Ludwigshafen die Bereit st ellung von weiteren Quartieren für Offiziere neuankommender Truppenteile binnen kürzester Frist verlangt. Bis spätestens 20. bzw. 21 Juli sind für 16 unverheiratete Offiziere je zwei Zimmer (Schlafzimmer und Salon), ferner 28 Wohnungen verschiedener Gröhe mit herrschaftlichen Zimmern für verhei- ratete Offiziere und deren Familien zu beschaffen. Daß die Stadtverwaltung Ludwigshafen bei der heu- kigen Lage des Wohnungsmarktes kaum in der Lage ist, diesen Forderungen zu entsprechen, ist ohne wei- teres klar. Sie ist aus diesem Grunde an die maßgebenden Behörden des Reichs und des Landes um schleunige Intervention herangetreten. Hefsifcher Landtag. D a r m st a d t, 18. Juli. Das Haus beginnt feine heutigen Verhandlungen mit der Beratung einer Reihe von Anträgen zu Kapitel 100, „Justiz- minifterium*. Abg. Schül (Ztr.) berichtet über die Ausschuh. Verhandlungen zu diesen Anträgen, die sich auf bedingte Begnadigung, Strafaufschub, Straserlah, Am- ttestie usw. beziehen. Ein Antrag Schreiber wird vom Ausschuß zur Annahme empfohlen, die anderen Anträge sind vom Lusschuh abgelehnt worden. Abg. S ch r ei b e r (Dem.) verlangt, daß auch auf dem Gebiete des Rechts ein Aufbau vollzogen wird: dieser könne nur durch einen Abbau der vielen noch aus der Kriegszeit stammenden Gesetze erfolgen. Kein Jurist kenne sich mehr in dem Tohuwabohu aus. Ein großer Fehler sei es, daß jeder Bundesstaat eigene Ausführungsbestim- mungen erläßt. Erfreulich sei die Rechtseinheit im Strafrecht und die Tatsache, daß auch Oesterreich ein säst gleiches Strasrecht wie das deutsche geschas- ftn habe: das sei bedeutsam für das künftige Groß- Deutschland. Die Sonderstellung des Duells im strasrecht müßte beseitigt werden. Sein Antrag, die bedingte Begnadigung dem Gericht zu übertragen, sei berechtigt, denn die Verfassung stehe diesem Verlangen ilicht entgegen; es sei nur eine Zedierung des Rechts an einen anderen. Auch der Einheitlichkeit des Rechtes wegen müßte das Begnadigungsrecht dem Richter übertragen werden. Die Aufhebung der alten Schöffengerichte sei keine Verbilligung gewesen: bei den jetzigen Be- -irksschöffengerichten müßten Schössen und Zeugen ost weite Reisen machen und größere Kosten auf- wenden. Aus diesem Grunde verlange seine Partei die Wiederherstellung der allen Schöfsengerlchle. Für die Wiederausnahme des Versah- rens müßten neue Bestimmungen erlassen werden, auch bessere Bestimmungen über die Unter* suchungshaft. Es wäre einmal interessant, zu erfahren, wie oft die Untersuchungshaft verhängt ivorden sei, wenn nachher Freisprechung erfolgte. Weiter verlangt der Redner Reformen auf dein Gebiete des ehelichen Güterrechtes und des Mobiliarrechtes. Die Abbauanträge von Dr. Leucht- gens lehne feine Partei ab, sie wolle aber im Sechserausschuß Ersparungsantraae prüfen. Nachdem der Redner noch über den Andrang zum ,uristischen Studium, über die Besorde- rungsverhaltnisse der Richter und die Zusammen- setzung der Disziplinarkammer gesprochen hatte, übte er Kritik an verschiedenen Urteilen die politisch beeinflußt seien. Er fragt den Justizminister, warum die Justizbehörden nicht gegen den deutschnationalen Freiherrn von F o r ft n e r vorgeyangen feien, der in Verbindung mit einem Individuum gestanden hatte, das an einem Anschlag gegen den Reichspräsidenten Ebert beteiligt gewesen sei. Abg. S ch Ü l (Ztr.) verlangt ebenfalls mehr Einheitlichkeit und Vereinfachungen des Rechtes im Sinne des Vorredners. Ferner wünscht er, daß eine Reihe von Streiffällen des bürgerlichen Lebens chcht von Behörden, sondern von ordentlichen Gerichten entschieden werden. Weiter fordert der Red- I ner bessere Bezahlung der Richter und äußert Wun- i sche zu deren Ausbildung. Er schließt sich dem Vorredner in dem Verlangen nach Wiederherstellung der Schöffengerichte in früherer Form an sowie in | dem Verlangen verschiedener Reformen im Justiz- । wesen. Rach einer Pause wird zunächst über Kap. 88, „Erwerbslosenfürsorge und Arbeits- nachweiswesen, allgemeine und besondere Wohlfahrtspflege ufro.", abgestimmt. Der Ausschuß beantragt hierzu, die Ausgabe mit 5 013 000 Mark zu genehmigen. Diese Forderung wird einstimmig bewilligt. Ferner wird die Regierung durch einen Beschluß des Hauses ermächtigt, 200 000 Mark für Kinderspeisungen zu bewilligen. Außerdem wird ein Antrag angenommen, in dem die hessische Regierung ersucht wird, bei der Reichsregierung vorstellig zu werden, daß den Arbeitslosen aus der Zeit des Ruhrkampfes auch Unterstützungen gewährt werden über die vom Gesetz vorgesehene Zeit hinaus. Es finden noch weitere Abstimmungen statt, doch werden die hier gestellten Anträge abgelehnt. Hieraus werden die Beratungen zum I u st i z - et a t wieder aufgenommen. Abg. Dr. Riepoth (D. D.) ertlärt, feine Partei sei mit der Reform der Schwurgerichte wohl zufrieden, nicht jedoch mit der Neuordnung der Schöffengerichte. Ein Richter könne nur auf Grund des geschriebenen Rechts und seines^ Verantwortungsgefühls urteilen. Härten könnten unterlaufen, dafür fei das Begnadigungsrecht der Regierung da, das nur ausgeübt werden falle, wenn es zweckmäßig fei. Heutzutage werde z u viel begnadigt. (Abg. Greiner ruft: Polizeistrafen!) Bedauerlich fei, daß die Strafkammern in der Rechtspflege nicht mehr die Rolle spielten wie früher. Man wollte durch die Bezirks- schöffengerichte die kleinen Amtsgerichte sparen, aber dieses Sparen sei nicht durchzuführen :es bringe auch keine Verbilligung. Die Bezirksschöffengerichte seien unzweifelhaft teurer. Die Aufnahme immer neuer Anwälte in den Richterftand trage zu dessen schlechten Beförderungsaussichten bei. Abg. Schreiber habe die Verankerung der Republik in der Justiz verlangt, das fei abzulehnen: man habe früher ja auch nicht die Monarchie in der Justiz verankert. (Beifall rechts.) Der vom Redner gestellte Antrag auf Erhöhung des Betrages zur Fortbildung der Richter fei vom Justizminifter unbegreiflicherweife abgelehnt worden, obwohl der Minister selbst in seiner Antwort auf den Antrag den Forderungen zustimmte. Das Haus möge aber den Antrag annehmen. Der Redner erklärt weiter, die Deutsche Dolkspartei habe zum Richtertum im allgemeinen volles Vertrauen, dann wendet er sich Berlin, 19. Juli. Der „vorwärts" meldet aus Paris, daß sich nach bisher noch unbestätigten TUel- dungen laja feit Samstag früh in der Hand der Riskabylen befindet. Der „Chicago Tribüne" wird aus Fe; gemeldet, daß die fran- zösifchen poften bei Ayn-Maatuf von den Riskabylen umzingelt sind und eine sranzö- sische hilsskolonne, obwohl mehrere Flugzeuge ihr den weg zu bahnen versuchten, unter schweren vertu st en zurückgeschlagen wurde. Ulan befürchtet, daß die Stellung ebenfalls in d ie Hände der Riskabylen fällt. Rach einer haoasmeldung aus Fe; soll sich die Lage in der Gegend von O u e ,; a n gebessert haben. Die Ofsensiobewegung des Feindes nehme ab. Die zögernde Haltung der nicht unterworfenen Stämme könne man auf die schweren Verluste zurückzuführen, die sie bei den Angriffen auf die französischen poften dieser Gegend erlitten hätten und ebenso aus die besonders energische Haltung der spanischen Truppen nördlich von Lukkas und im Frontabschnitt von Laroche. Die Konzentrierung der Ble- hallas des Sultans gehe weiter vorwärts. Zu gleicher Zelt träfen in der Operationszone die Bataillone aus IHataga, die kürzlich in Casablanca gelandet seien, ein. Drohender Streik im Saarbergbau. Saarbrücken, 19. Juli. (WTD.) 2lm heutigen Sonntag nahm der 16er-Ausfchuß, die gewählte Vertretung der christlich-organisierten Bergleute, gemeinsam mit der Reoierleitung zum Lohnangebot der Dergwerkdirektionen Stellung. Der 16er-Ausschuß kam nach eingehender Prüfung der Lage und nach reiflicher äleberlegung zu folgendem Beschluß: Das Angebot einer fünf- prozentigen Lohnerhöhung wird für unannehmbar erklärt, weil es der feit Januar dieses Jahres im Saargebiet herrschenden Teuerung in keiner Weise gerecht wird. Der 16er-Ausschuh beschloß ferner, daS letzte gewerkschaftliche Mittel, den Streik, zur Anwendung zu bringen, falls die Bergwerksdirektionen nicht noch im Laufe dieser Woche w e i t e re Angebote machen. Forstner bereits richterlich vernommen worden sei; wenn auch nur etwas Wahres an den Beschuldigun- gen gewesen sei, so würde man ihn zweifellos fest- gehalten haben. Es sei heute dem deutschen Richter- stand so vielfach hier im Hause der Vorwurf der Klaffenjusli; gemacht worden, daß er hier einen Fall zur Sprache bringen wolle, auf den die Bezeichnung Klassen- justiz wohl eher anzuwenden sei. Es handle sich hier um einen Fall, von dem schon tagelang in Darmstadt gesprochen werde und der eine unerhörte Parteinahme für einen hohen Beamten darstelle. Dieser Beamte habe sich in einem Kaffee derart aufge- führt, daß die Polizei gegen ihn einschreiten muhte. Durch einen solchen Vorfall werde die Staatsauto- rität schwer gefährdet. Der betreffende Beamte habe Bochum, 20. Juli. (Täl.) Gelsenkirchen ist von der französischen Besatzung frei. Sonntag früh wurde die Besatzung, und zwar Teile des 24. Infanterie-Regiments forme die 35. Auto-Kompagnie, mit den dazu gehörigen Spezialtruppen zusammengezogen, um nach dem Verladebahnhof Altenessen abzumarschicren. Der Abmarlch geschah ohne Zwischenfall. Das Schulgebäude wurde an die Schulleitung bzw. Hausmeister übergeben, Unmittelbar nach dem Abmarsch der französischen Truppen besichtigte dre Stadtverwaltung das freigegebene Quartier. Der Abmarsch der Besatzung aus Recklinghausen ist ebenfalls ohne jeden Zwischenfall erfolgt. Samstag morgen 9 Mr ist die Besatzung aus Gladbeck (Infanterie-Regiment Rr. 4) abgerückt. Damit ist der Abschnitt Gladbeck, zu dem Buer, Dorsten, Horst, Marl, Wulfen, Dahlen, Kirchhellen und Bottrop gehören, vollständig geräumt. Der Abzug geschah ohne jede Reibung. In einem Schreiben an die Stadtverwaltung Gladbeck erkennt der belgische Kommandant das korrekte Verhalten der deutschen Behörden bei den Aebergabeverhaadlun- gen an. Auch die Räumung Bochums hat am Sonntag nachmittag begonnen. Zunächst wurden Teile der marokkanischen Division, Angehörige des 21. Infanterie-Regiments, abtransportiert. Die Truppen sammelten sich in feldmarschmäßiger Ausrüstung und zogen mit klingendem Spiel durch die Straßen der Stadt in der Richtung auf Essen zu. Das Verladen der Infanterie Hal ebenfalls gestern begonnen. Der Abtransport der übrigen Truppen erfolgte gestern früh. Der Räumungstermm. Auch Düsseldorf, Duisburg und Ruhrort werden geräumt. Paris, 20. Juli. (I.U.) General (BuiUaumat hat den Regierungspräsidenten von Düsseldorf offiziell davon in Kenntnis gesetzt, daß die Räumung des Ruhrgebietes bis Freitagmitternacht erfolgt fein wird. Rad) Meldungen aus London erfahrt „Sunday Times", daß die Regierungen von Frankreich -und unter dem Beifall der Rechten des Hauses gegen die Verallgemeinerung von Angriffen gegen den Richterstand. Abq Böhm (Dschn.) meint, wenn die Bcslim- mungen über die Duelle nach dem Wunsche des Abg. Reiber aufgehoben werden sollten, so müffe man auch dem Schutz d e r p e r s ö n l i ch e n E h r e eine größere Bedeutung im ©eje.6 Zumessen. Der Redner verlangt, unter Hinweis auf den Abg. ßflUi daß Abgeordnete als Redakteure nicht ver- antwortlich zeichnen, weil sie fönst die Möglichkeit haben, andere Personen zu beleidigen ohne daß \\t zur Verantwortung gezogen werden können. Auch dieser Redner äußert zahlreiche Wunsche zur Justtz- I PfÜ2tfg. Kindt (Dschn.) erklärt, daß Frecherr von eine Polizeistrafe von 25 Mk. erhalten. Eigenartig ei, daß ber Ministerialrat, ber in Gruppe \ 13 cm- gereiht wäre, noch ein Gesuch ein^ereidit habe, in dem er behauptet, die Strafe sei viel zu hoch, und zwar sei die Hohe des Strafmaßes durch politische Gründe veranlaßt Das Justizministerium habe die Volizeistrase von 25 Mk. auf 12,50 Mk. herabge- etzt. (Lebhafte Pfuirufe auf der Rechten des .'laues.) Das sei eine Klassenjustiz, wie man sie sich nicht schlimmer denken könne. Das Urteil über diele Angelegenheit überlasse er dem Hause und dem Lande. Das Ansehen der Regierung sei schwer geschädigt worden. Abg. L e u s ch ne r (Soz.) klagt, daß die Anwalts- gebühren zu hoch seien. Ministerialrat Schwarz meint, die Justizverwaltung könne im wesentlichen mit der an ihr geübten Kritik zusrieden fein; Beschwerden und Wünsche wäre bei einer so großen Verwaltung elbstverständlich. Die Fälle von angeblicherKlafsen- justiz, die hier im Landtag erörtert worden wären, hätten sick; alle außerhalb Hessens zugetragen: er habe deshalb keine Veranlassung, naher daraus einzugehen, doch wolle er entschieden gegen die Verallgemeinerung Verwahrung cinlegen, daß von den Richtern nicht objektiv geurteilt wurde. Das Vertrauen z u m R i ch t e r st a n d sei gerade in der letzten Zeit in weiten Schichten der Bevölkerung g e- wachsen, denn sie wünsche, daß zahlreiche Ange- legenheiten, die von Wohnungsämtern, Ruufmannd- gerieten usw. entschieden würden, von d e n o r • deutlichen Gerichten abgeurteilt werden. Der Redner lobt das^ Schiedsgerichtsverfahren, doch könne es noch vereinfacht werden. Ueber die Verhängung der Untersuchungshaft könne man auf dem Papier soviel Bestimmungen erlassen, wie man wolle: die Frage der Durchführung sei doch in erster Linie eine Personenfrage. Die Fälle seien an sich so verschiedenartig, daß man dazu gar keine aus- sührlichen Anweisungen geben könne. 3m Anschlt ; hieran teilte der Redner mit, daß die Justizverwal- tung an die Staatsanwälte ein Ausschreiben gerichtet habe, in dem (unter Hinweis auf den Fall Höste) erneut auf eine richtige Behandlung der Unterstichiings- gefangenen aufmerksam gemacht wird. Während der Rede des Ministerialrats sind nur noch 7 Abgeordnete im Sitzungssaale anwesend. Gegen 2j Uhr werden daher die Beratungen a b • gebrochen und die nächste Sitzung aus Montag vormittag 10 Uhr anberauint. Vie landwirtschaftlichen Nolstandslredite in Hessen. Darmstadt, 19. Juli. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtags hat am 17. Juli folgende Anträge der Fraktion des Hessischen Bauernbundes einstimmig angenommen: „Der Landtag möge beschließen, die Regierung zu beauftragen, dem Finanzausschuß eine Uebersicht der steuerlichen Belastung in den Gemeinden des Landes, sowie der Einnahmen und Ausgaben der Gemeinden für dos Rechnungsjahr 1925 vorzulegen." Ferner einen Antrag Wolf: „Der Landtag wolle beschließen: Aus Antrag einzelner Tierzüchter, die durch L e b e r e g e 1 f e u ch e beson- ders schwer betroffen worden sind, wird seitens der hessischen Regierung ein Darlehen zu 4 Prozent inter Bürgschaft der Gemeinden gewährt. Eine Entschädigung soll nur ausnahmsweise in Frage kommen, wenn die Existenz des Viehhaliers bedroht ist und sich die Gemeinden mit einem cmgemesienen Betrage beteiligen." Zur Frage der landwirschastlichen R o t st a n d s k r e d i t e gab die Regierung eine Cr- flärung ab, mit der sich der Finanzausschuß ein- stimmig befriedigt erklärte. Danach erwartet die Regierung, daß Diejenigen Landwirte, die dazu in der Lage sind, die Kredite am 1. Oktober ab» decken. Den Kreditnehmern jedoch, die dazu nicht in der Lage sind, soll auch über den 1. Oktober hinaus der Kredit verlängert werden, lieber die Frage des Zinsendienstes nach dem 1. Oktober und über die Möglichkeit, die kurzfristigen Kredite in langfristige zu verwandeln, konnte bei der gegenwärtigen Schwierigkeit auf dem Kapitalmarkt und in den hessischen Finanzverhältnisfen eine bestimmte Abmachung nicht getroffen werden. Die Angelegen- heit wird im September Gegenstand erneuter Verhandlungen fein. Grohdeulsche Tagung in Darmstadt. Darmstadt, 19 Juli (SIL) Am letzten Lag der hiesigen Großdeutschen Woche besprach Dr. M i t t e r m a n n, einer Der Führer der Groß- deutschen Partei und Präsident deS nieberöfter» rrichffchen Landtages, die A n s ch l v ß f r a g e. Ausgehend von den Eindrücken seiner Reisen am Rhein und in Frankfurt a. M. sprach er von der jahrhundertelangen Gemeinschaft zwischen Deutschland und Oesterreich im heil gen römischen Reich' deutscher Ration, die durch , die österreichische Sonderentwicklung später jäh unter- brochen wurde. Der Redner verwies bann auf die Absichten des Herrn Dr. Den eich. Oesterre.ch einzuverleiben, auf die von vielen Seiten erwünschte wirtschaftliche Union mit den Rachfolge st aalen u. a. m. Auf die innerpolitischen Verhältnisse übergehend, beleuchtete er di? Stellung der Parteien im Parlament. Während Rechte und Linke teilweise für den Anschluß eintreten, ist die christlich-soziale Partei, offenbar beeinflußt durch den Machtspruch der Verträge von St. Germain und Versailles, sehr zurückhaltend in dieser Frage. — Der zweite Redner, Staatsminister a. D. Doelitz, gab in einem Schlußreferat einen Ueberblick über die deutsche Kulturgemeinschaft. Das Schlußwort der Tagung sprach Landlagsabgeordneter Dr. Keller; er dankte allen Römern für ihre außerordentlich gehalwollen Vorträge. 3m Anschluß hieran stimmten die Teilnehmer an der Tagung daS Deutschlandlied an. Der Reichspräsident an das deutsche Handwerk. Magdeburg, 18. Juli. Anläßlich der Eröffnung der Mitteldeutschen Handwerksausstellung auf dem Ausstellungsgelände in Magdeburg hat Reichspräsident von Hindenburg an die Redaktion der „Magdeburgischen Zeitung' folgendes Schreiben gerichtet: „Der Wiederaufstieg unseres Vaterlandes ist nur möglich, wenn alle Volkskräfte für dieses Ziel eingesetzt werden. Das deutsche Handwerk will und darf mit seinem festen Willen zum Ausbau dabei nicht fehlen. Die Uebcr- lieferung der stolzen Vergangenheit ist in ihm heute noch so lebenskräftig wie einst. Die Arbeitsformen des Handwerks haben sich vielfach der technischen Entwicklung folgend gewandelt. Sein deutscher Sinn aber ist unverändert geblieben. Das ehrbare Handwerk hat bei seiner schaffenden Arbeit noch große Ausgaben zu erfüllen und verdient deshalb tatkräftige Förderung. Was ich als Ehrenobermeister des Handwerks dazu tun kann, will ich gern und freudig tun." Der deutsche Beamlentag. Regensburg, 18. 3uli. (Wolff.) Rach dem am 16. 3uli abends vom Stadtrat den Beamten füHrern des Bayerischen Deutschen Deamlenbundes gegebenen Gastabend wurde gestern vormittag im ehrwürdigen Reichssaal des Regensburger Rathauses dec Deutsche Beamtentag feierlich eröffnet, den der Gauver- band Regensburg des Bayerischen Deutschen Deamlenbundes veranstaltet. Auf die Be- grühungsworte des Gauverbandsvorsitzenden Studienrates Ruhl erwiderte Staatsminister Stütze! namens der bayerischen Staatsregierung und der Vorsitzende des Deutschen Beamten- bundes Flügel für den Bayerischen Deutschen Beamtenbund. Oberbürgermeister Hipp» Regensburg hielt einen Vortrag über die schöne deutsche Heimat, zu welcher er das deutsche Berufsbeamtentum in besonders wirkungsvolle Beziehungen setzte. Die Eröffnungssitzung vereinigte etwa 500 bis 600 Beamte aus allen Teilen Deutschlands. Die polnische Agrarreform Lärmszeuen im Sejm. Warschau, 18. Juli. (Wolff.) 3m Sejm begann die dritte Lesung des Agrarreformgesetzes, die von grundsätzlichen Erklärungen der Vertreter der Parteien eingeleitet war. Der Sprecher der Deutschen, Abg. Ä röntg, erklärte, daß die Mehrheit des LanÄages das Agrargesetz bis jetjt als ein Werkzeug der Ausrottungs- Po l i t i f behandelte. Alle deutschen Zusatz-Anträge seien von allen denjenigen Parteien ab« gelehnt worden, denen es nicht um Parzellierung, sondern bloß um Polonisierung zu tun sei. Der Führer der Ukrainer, C h r u ck i, sprach sich ähnlich aus. Er sagte, daß dieses Gesetz den Tod für die ukrainische Ration in sich trage. Das ukrainische Volk, dessen lebendiger Körper durch den Rigaer Grenzkordon beschnitten sei, könne niemals auf das Recht, in dem von ihm bewohnten Gebiet Herr zu sein, verzichten. Es müsse deshalb allen, die dort herrschten, das Recht, über Land zu verfügen, verweigern. Beim Beginn der Abstimmung verliehen die Ukrainer zum Zeichen des Protestes den Saal, wobei sie ein gegen die Polen gerichtetes Lied anstimmten. Als am Samstag ein Abänderungsantrag der Rationaldemokraten angenommen wurde,nach 1 dem Gläubiger, deren Forderungen infolge zu ‘ niedriger Schätzung des Bodenwertes ausfallen, die Schätzung auf dem Wege eines normalen Gerichtsverfahrens a n f e ch t e n können, erhob Lovis Corinth. Amsterdam, 18. 3uli. (WV.) Rach einer Meldung aus dem Badeort Zanddoort ist Lovis Corinth an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Man wußte seit langem: er war krank. Aber in den Ausstellungen hingen immer noch wieder neue Bilder von ihm, Landschaften, weiträumig gesehen, breit gemalt, leuchtend in einem schier überirdischen Licht und einer tiefen Sehnsucht nach dem Unendlichen voll. Er war ein Ostpreuhe und lieh sich nicht unterkriegen. Er sah vor der Leinwand und malte. Mühsam nur gehorchte die zitternde Hand dem meisterirden Willen. Unsicher zielend fuhr sie hin und her. Aber dann schoß der Pinsel raubvogel- gleich auf den Fleck, den das ungetrübte Auge sich ausersehen. And dieser Tupfen Farbe konnte und durste nicht anders sein, wie er war. So entstanden die Altersbilder Lovis Corinths. Wer davon nichts wuhte, kam nicht in die Versuchung, ihm seine 3ahre nachzurechnen. 3n den Rachschlagebüchern stand, daß er am 21. 3uli 1858 in Tapiau in Ostpreußen geboren war. Aber wen kümmerte das, dah er allmählich auf die Siebzig zusteuerte? Er war seiner 3ugend nicht u- ' gcwinden, aber er war groß genug gewesen, den Wandlungen des Geschmackes zu trotzen und auch in einer vielfach grundlegend veränderten Zeit mit der unverwelllichen Frische eines ursprünglichen Temperamentes zu wirken. Als er auch den 3ahren nach noch jung war, gesellte er sich zu den Stürmern und Drängern seiner Zeit und er ward mit Liebermann und Slevogt der Vorkämpfer der Sezession, die in der impressionistischen Malweise das letzte Hell gekommen wähnte. Reben der kühlen Ruhe des Berliners, der fröhlichen Phantastik der Franken stand die urwüchsige Raturkraft des Ost- pveuhen. Wer seine Schöpfungen frisch zu erleben das Glück gehabt hat, erinnert sich noch, welchen Sturm der Entrüstung sie aufgeregt haben. And es war freilich manchmal, als schlage er mit feinem Malstock dem Philister den Hut vom Kopf und breche in eine schallende und höchst unzivilisierte Heiterkeit aus, wenn der so übel behandelte Staatsbürger sich derlei energisch zu verbitten die Freiheit nahm. Man half sich auch dieser Erscheinung gegenüber, indem man in der Kunstgeschichte wälzte und Ahnen oder Verwandte suchte. Man fand Franz Hals, der auch eine lebhafte Freude am Krach hatte und dem es viel mehr Späh machte, die Hille Bobbe als ein Schützenstück zu malen, Als wenn eine sich auf den Bänken der radikalen Dauerngruppen ein solcher Lärm, dah die Sitzung unterbrochen werden muhte. Drei radikale Dauern, die wegen Singens und Schreiens von zwei Sitzungen ausgeschlossen wurden,weigerten sich, der Aufforderung Folge zu leisten und blieben bis zur nachmittägigen Wiedereröffnung im Saale. Parteigenossen brachten ihnen während der Mittagszeit Speise und Trank. Mit Beginn der Rachmittagssitzung forderte der Sprecher der Myzwolenie eine Wiederholung der Vormittagsabstimmung. Als der Sejrnuiarschall dies als mit der Geschäftsordnung in Widerspruch stehend ablehnte, begannen die radikalen Bauern neuerlich mit Lärmen; abermals wurde mit Fußen getrampelt, mit Stöcken auf die Pulte getrommelt, gepfiffen, geläutet und mit Autohupen getutet. Darauf unterbrach der Vorsihende zeitweilig die Lesung des Agrarreformgesetzes und setzte laufende Angelegenheiten auf die Tagesordnung. Englands imerpMische Lage. Entspannung im englischen Kabinett. Kritische Lage im Kohlenbergban. London, 20. 3uli. (TA.) Rach den Blättern scheint das Einvernehmen innerhalb des britischen Kabinetts über das Schiffbau-Programm wiederhergestellt zu fein. „Daily Expreß" glaubt zu wissen, daß einige Kabinettsrnllglieder beschlossen haben, in der heutigen Sitzung zu beantragen, daß der Sold der Rekruten der Armee, der Marine und Luftfahrt um 20 bzw. 15 und 10 Penny gekürzt werde, wodurch eine jährliche Ersparnis von 400 Millionen Pfund erzielt werden würde. Das Kabinett wird heute eine Entscheidung darüber treffen, ob es dadurch möglich sein wird, sofort zwei oder drei Kreuzer in Auftrag zu geben. Die Lage tn der Ko h len in d u st r i e ist unverändert kritisch. Der Sekretär der Derg- arbeitetBereinigung, Cook, bereitet den Bericht für den am Freitag zusammentretenden Kongreß der Gewerkschaften vor. Am Donnerstag wird man mit dem Antersuchungs- ausschuß des Generalrates des Gewerkschaftsrates gemeinsam beraten. Eine Zusammenkunft der internationalen Dergarbeitervereinigungen wurde nach Paris einberufen. Die Regierung wird keinerlei Schritte unternehmen, ehe nicht der Bericht des Antersuchungsausschusses fertig- gestellt ist. Das serbische Koalitions- Ministerium. Belgrad, 19. Juli. (WTB.) Gestern wurde das neue Koalitionskabinett unter Poschitsch als Präsidenten gebildet. Es setzt sich zusammen aus zwölf Radikalen und vier Anhängern der Ra« d i t s ch o a r t e i. Die Regierungsmehrheit umfaßt 142 Radikale und 62 Anhänger der Raditscbpartei und macht von insgesamt 315 Abgeordneten 204 Ab, geodrnete aus. Die Blätter betrachten die Bildung der nuen Regierung der serbisch-kroatischen Koali« tlon als Beginn einer endgültigen p o > litischen Konsolidierung. „Drsme" erklärt: Der Eintritt der kroatischen Bauernpartei in die Regierungsmehrheit und ihre Teilnahme an der Staatsgewalt auf verfassungsmäßiger Grundlage bedeutet einen glücklichen Wechsel in unserer inneren Politik. Die politische Atmosphäre ist von dem Alp befreit, der unser poltisches Leben bedrückte, den Fortschritt unterband und jede Reform hinaus- zögerte. Nachdem die neue jugoslawische Regierung den Eid geleistet hatte, trat das Kabinett zu einem Ministerrat zusammen. Es wurde ein Dekret ausgearbeitet, wonach S t e f a n R a d i t s ch und die übrigen verhafteten Mitglieder der kroatischen Bauernpartei a m n e ft i e r t werden. Nach der Unterzeichnung des Amnestiedekretes durch den König wurden die Mitglieder der Naditschpartei aus der Hast entlassen. Persönlichkeit nur dadurch eine Existenzberechtigung gewönne, daß sie nicht einmalig sei! Rein. Es war nicht erleuchtend, bei Corinth an Hals oder 3ordaens oder an noch andere Holländer zu denken. Man mußte ihn nehmen, wie er selber war, und je reifer er wurde, je wilder eine neue 3ugenö an den Grundlagen einer unbeschreiblich innigen Raturliebe rüttelte, die Corinths Kunst beseelte, desto leichter erschloß sie sich jedem, der nicht der Mode und der Tagesmeinung rettungslos ausgeliefert war. Hier hatte ein Mann ein unendlich reiches Werk geschaffen, das sich über weite Bezirke des Lebens spannte, von der Tragödie des Gekreuzigten bis zur sinnlichen Herrlichkeit einer entfesselten Andromeda. 3n diesem Künstler lebte die Ehrfurcht vor der menschlichen Erscheinung, die der deutschen Kunst einige unsterblich; Bildnisse geschenkt hat, die Freude an der gotterfüll- ten und schaffensseligen Ratur, die namentlich Corinths Alter immer neue Begeisterung zu- strömen ließ. Er war eine diesseitige Ratur, die in diesem Leben ihre Freuden quellen fühlte. And doch fehlte ihm nicht die Ehrfurcht vor dem, was über uns ist, und diese Ehrfurcht war es, die ihn immer wieder auch zu biblischen Stoffen zwang, in denen er ein Sinnbild menschlichen 3rrens und göttlicher Erlösung sah. Er war ein mannhafter Künstler, und wenn er sich selbst gern im ritterlichen Panzer malte, so war das fein bloßer Kostümscherz, und es tag ihm nicht nur etwa an dem Kontrast des schwarzen Eisens zu blühendem Frauenfleisch. 3n ihm steckte etwas von der leidenschaftlichen Anruhe und dem heroischen Trotz, die dem sterbenden Florian Geher das blanke Schwert und die schwarze Fahne in die Fäuste pressen. And wenn wir seiner gedenken, wird mit der Erinnerung an den großen Maler die an den festen und aufrechten Menschen leben, der nie mit seinen Mitteln gekargt, sondern sich, ein verschwenderischer Genius, immer und ohne Rücksicht ausgegeben hat. Dr. Paul Wei gl in. Das Beileid der Reichsregierung Berlin, 18. 3uli. (WTB.) Der Reichs- k a n z l e r sandte an Frau Corinth folgendes Telegramm: Tief bewegt durch das plötzliche Hinscheiden von Lovis Corinth spreche ich in herzlicher Erinnerung an den Menschen, der von uns gegangen ist, und in aufrichtiger Bewunderung seines Lebenswerkes, das den Heimgegangenen in die Reihe der wahrhaft großen Künstler stellt, Ihnen, hochverehrte gnädige ürau, namens der Reichsregierung meine wärmste Teilnahme aus. Kleine politische Nachrichten« Der toürttembergif ch e Landtag beschloß gestern bei Beratung von Anträgen des Finanzausschusses zum Wohnungsbau sofort die Friedensmiete zu gewähren. Die kirchliche Trauung der Prinzessin Mafalda von Italien mit dem Prinzen Philipp von Hessen wird nach einer Vereinbarung mit dem Vatikan ohne Messe statt- finden. Der Prinz von Hessen verpflichtete sich, die Kinder bis zum Eintritt der Großjährigkeit katholisch erziehen zu lassen. Aach einer Havasmeldung aus Lissabon haben am Sonntag früh aufständische Offiziere, denen es gelungen war, aus der Festung Sao 3eliao zu entweichen, mit Anterstühung eines Kreuzers „Vasco de ®ama“ eine Aeberrumpe- lung des Regierungsgebäudes versucht. Der Regierung gelang es, den Führer der Aufständischen und vier Offiziere gefangen zu nehmen. Man rechnet damit, dah sich auch der Kreuzer „Vasco de Gama" übergeben wird. * Der amerikanische Vizekonsul Drether- t h o n wurde am Donnerstag in Agus Rcllentes in Mexiko von rückwärts angeschossen und erlitt erhebliche Verletzungen. Die amerikanische Regierung will erst einen einwandfreien Bericht abwarten, ehe sie weitere Schritte unternimmt. Der amerikanische Botschafter in Mexiko wurde zur Berichterstattung nach Washington beordert. Alles deutet daraufhin, daß die amerikanisch-mexikanische Krise ihren Höhepunkt erreicht hat. Aus den verschiedensten Gegenden Mexikos wird gemeldet, daß amerikanisches Eigentum beschlagnahmt wurde. Aus aller Welt. Erössnuug der Essener Bauausftellung. 3n Essen wurde in der Ausstellungshalle die Dau-Ausstellung, die vom 18. 3uli bis 26. August dauert, feierlich eröffnet. Die Ausstellung will das Bauwesen und seine Ausgaben fördern. Sie bringt einen Aeberblick über die wichtigsten Baustoffe und über die neuesten Konstruktionen der Deschlagmittelindustrie. Sie berücksichtigt eingehend das Gebiet der Wärmewirtschaft im Hause und zeigt vorbildliche Anlagen für Heiz-, Koch- und Dadezwecke in der Gastechnik. Sie verweist ferner auf die Verwendung moderner Strahenbau- st o f f e hin und hat für den Industriebau und das deutsche Bauwesen eigne Abteilungen errichtet. Wohlfahrtsminister H i r t f i e f e r eröffnete die Ausstellung mit einer von großer Sachkenntnis zeugenden Rede, die das ganze Gebiet des Dau- und Siedlungswesens umfaßte und viele vorausschauende Gedanken enthielt. Bom Schachturnier in Breslau. B r e s l a u , 20. Juli. (TU.) Aus Anlaß des Kongresses des Deutschen Schachbundes in Breslau, der in der Zeit vom 18. Juli vis 2. August stattfindet, veranstaltet der Deutsche Schachbund ein Turnier, das am ersten Tage folgendes Ergebnis zeigte: Runde Meisterturniere: Bogoljubow—Bluemich 1:0 Tarrafch—Moritz 1:0 Wagner—Baescher 0:1, Rubinstein—Gottschall 0:1, Grünfeld—Niemzowitz i:i, Rethi—Saemisch 0:1. Haupttournier: Müller— Bergmann 0:1, Hushong—Orbach 1:0, Kühn—Kalt- Heuer 1:0, Fuchs—Schmitt 0:1, Holzhausen—Orbach 1:0, Gilt—Schönmann 1:0. Trauung der ßouifenbräute. Am Todestag der Königin Luise wurden in der Potsdamer Hof- und Garnisonkirche wieder zwei Paare getraut, die von der Stiftung Luisendenkmal ausgestattet wurden. Im vorigen Jahre mußte eine Luisentrauung unterbleiben, weil die Stiftung der Inflation zum Opfer gefallen war. Den Bemühungen Giehener Konzertverem. Symphouiekonzert in Bad-Nanheim. Das Sonderkonzert, welches das Staatliche Kurorchester im Rahmen der Abonnementskonzerte des Gießener Konzertvereins im Großen Hause des Kurhauses am 16. 3uli Deranfailtete, war ein künstlerisches Ereignis von starker Bedeutung. Man hatte Prof. H. Abend r oth aus Köln, der schon im vorigen 3ahre an der Spitze des Staat!. Kurorchesters Triumphe feierte, wiederum zu gewinnen gewußt und damit einen guten Gedanken in die Wirklichkeit umgesetzt. Denn ein fast volles Haus — in dieser Saison ein seltener Anblick — zeigte, welches Interesse man diesem Meisterdirigenten hier wie allerorts entgegenbringt. Doch nicht alle, die sich in dem herrlichen Konzertsaale versammelten, waren Kurgäste. Abgesehen von dem hochansehnlichen Gießener Kontingent strömten die Massen aus der näheren und weiteren Umgebung zusammen. And alle haben wohl das mit nach Hause genommen, was man von einem guten Konzert verlangt: Erhebung über den Alltag, innerste Befriedigung und Sehnsucht nach weiteren gleichwertigen Gaben. — 3n Rauheim selbst ist zur Zeit der oberste Dirigentenplatz nach dem plötzlichen Hinscheiden des verdienten langjährigen Leiters, Generalmusikdirektors Winderstein, verwaist. Manche Kombinationen über seinen Ersatz und über die künftige Gestaltung der Rauheimer Konzerte, die einen Mittelpunkt des Musiklebens der Provinz Oberhessen abgeben müssen, schwirren durch die Luft. And die Entscheidung, die einmal getroffen werden muh, ist nicht so einfach, wie man sich dies vielfach vorstellt. Einer der Hauptgesichtspunkte bei der Reuordnung wird es aber zweifellos sein, daß an dieser Stelle während des Sommers künstlerifche Leistungen geboten werden, um derentwillen man von fern und nah zusammen« kommt. Mit einem Abendroth an der Spitze wäre dies Ziel erreicht. Allein — ein Abendroth kommt wohl schwerlich auf längere Dauer für Bad-Rauheim in Betracht. Als Kernnummer enthielt das etwas umfangreiche Programm Anton Bruckners dritte Symphonie in O-Moll. Bruckner ist in Rauheim ein seltener Gast. Reulich brachte Kapellmeister Äother aus Wiesbaden die „Romantische". Ettva zwanzig 3ahre zuvor hatte Prof. Winderstein einen Bruckner gewagt. 3n der Zwischenzeit aber blieb es still. And nun kam Abendroth mit der herrlichen Wagner-Symphonie, die dem Komponisten bald nach ihrem Erscheinen (1877) viel Angemach entfesselte. Wie bei Rother, so liegt Dor,.6! Wettervoraussage. Wenig Aenderung der bestehenden Witterung. lieber Mittel- und Osteuropa liegt ein ausgedehntes Gebiet hohen Druckes, das sich bis nach Skandinavien erstreckt. Das Tiefdruckgebiet im Westen hat sich weiter abgeschwächt und in westlicher Richtung zurückgezogen. Die Aussicht auf Niederschläge ist gering. Aus Stadt und Land. Gießen, den 20. Juli 1925. Die Festsetzung der Augustmiete. Q Durch die 2. Verordnung über die Erhebung einer Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz für 1925 ist die staatliche Sonder- st e u e r von 60 auf 80 Reichspfennig von vollen hundert Mark des Steuerwerts erhöht worden. Die Erhöhung entspricht 4 Proz. der FriedenS- miete. Es ist deshalb, wie wir hören, beabsichtigt, die Miete für August auf 84 Proz. der FriedenSmiete festzufetzen. Die Erhöhung soll lediglich zur Förderung des Wohnungsbaues Verwendung finden. vollen W M * 1 6 «- ü«b.»*>“ jen»“" der vaterländischen Verbände Potsdams ist es gelungen, die Stiftung zu neuem Leben zu erwecken. Schwerer Raubmord. Wie aus Pont bei Geldern (Niederrhein) berietet wird, wurden der sechzigjäbrige Landwirt Jansen und seine 48jährige Haushälterin Rommen in dem Jansenschen Gehöft ermordet auf- gefunden. Die Wohnung bot ein wüstes Durcheinander. Kisten, Kasten und Betten waren durchwühlt. Nach den bisherigen Feststellungen wurden die beiden unglücklichen Opfer von den Mordbuben an- gefallen und mit einem Hammertotgeschlagen. Die Leichen wurden mit eingeschlage- nem Schädel in derJauchetonne ausgefunden, in die sie hineingepreßt worden waren. Jansen, der zurückgezogen lebte und als Sonderling galt, hatte kurz vorher einiges Vieh verkauft und das Geld noch im Haufe. Es soll bei ihm ein reger Schmugglerverkehr stattgefunden haben. Großer Oelbrand im Hafen von Hoboken. 3m Hafen von Hoboken (A. S. A.) ereignete sich ein großer Oelbrand auf dem der Regierung gehörenden Gelände. Große Raphtatanks von 60 Meter Höhe explodierten und zerstörten dabei sämtliche, in der Äähe befindlichen Ge- bäube. Hunderte von Autos -wurden zerstört. Die Feuerwehren versuchten, das Feuer einzudämmen. ; J Acht Personen vom Blitz getroffen. Rom, 19. 3uli. (WTB.) 3n der Gegend von Bari schlug während eines heftigen Gewitters der Blitz in ein Gehöft ein, wohin sich flehen Landarbeiter geflüchtet hatten. Drei waren sofort tot, die vier andern wurden lebensgefährlich verletzt. Bei Trani wurde am gleichen Abend ein Bauer durch einen Blitzschlag getötet. en. *>, enlltiMörb' - "6 hi, er nld)t Berwen I W Ausge Die ow KZ am an m< S sich vahm auch in ein W Die daraus ihrer guten Erd Mer innen a tut Erde ab, mürbe. 9Q* dir gute Q«tö Schutz Wen Di |»| Ein für Lehrer (en sand geslei ich etwa lö Forl Oberheffenr. Der trägt hielten Dr. ioiad) Über „Ser öelle in erschoss! -Michi AussÜ! ringen und des " Persvi Iustizsekrrlär rich Gustav bei dem Amis bei dem Amtsg Vermögenssteuerpflicht öffentlicher Sparkassen. Nach einer Entscheidung des Reichsfinanzhofs vom 10. Dezember 1924, die sich auf den § 5 des Vermögenssteuergesetzes stützt, sind öffentliche ober dem öffentlichen Verkehr dienende Sparkassen, wenn sie über den eigentlichen Sparkassenverkehr hinaus Bank- ober Kreditgeschäfte betrieben, mit ihrem gesamten Vermögen steuerpflichtig. Die Haftung der Waschanstalten. Nach einer Entscheidung des Kammergerichts haftet eine Waschanstalt für Entwendung der Wäsche. Die wachsende Unsicherheit bildet keinen Entlastungsbehelf, muß vielmehr Anlaß zu größerer Vorsicht sein, insbesondere, wenn eine Versicherung gegen Diebstahl nicht besteht. auch bei Abendroth das Hauptverdienst in der Tatsache der Wiedergabe. Hinzu kommt die geradezu glänzende Durchführung der Aufgabe. Mit wenigen Proben — freilich mehr, als sonst zur Verfügung stehen — war es Abendroth gelungen, das Orchester zu besonderen Leistungen zu führen. Dirigent und Musiker lebten in dem Brucknerschen Riesenwerk. Streicher, Holzbläser und Blech wetteiferten miteinander — so wie eS der Meister gewollt. Das Ardeutsche und die Herzensreine dieser Musik hatte alle berührt und entspannt. Sattester Orchesterklang, dem Ohre ein Labsal, dem Herzen eine Wonne, beherrschte diese Stunde der Erhebung. Dabei die wunderbare Ausarbeitung Der Kontraste, die prickelnde Rhythmik selbst bei schwierigen Stellen der Blechbläser, die Ausarbeitung des Motivischen und der kontrapunktifchen Feinheiten und so manches andere. Aeberall spürte man die suggestive Kraft der starken Persönlichkeit des Dirigenten und die restlose Hingabe jedes einzelnen unter den Musikern an den Führer. Diese Gesamtleistung riß die Zuhörer zu solch begeisterten Beifall hin, tote er im „Großen Hause" nur selten gehört wurde. Mit der Bruckner-Symphonie hätte das Konzert an sich zu Ende sein können. Denn was nach kam, mußte die borangegangenen Eindrücke abschwächen. H. Wetzlers Ouvertüre zu Shakespeares „Wie es euch gefällt" war fehl am Platz. 3n diesen Kreis gehört der sonst hochgeschätzte Dirigent und Komponist — ein Frankfurter und einst Schüler des Hochschei, Konservatoriums — nicht hinein, so gut er auch bei feinem Freunde Richard Strauß in die Lehre gegangen ist. Aber auch dieser hätte mit seinem über die Maßen oft gespielten „Don 3uan" entbehrt werden können. Denn mehr und mehr erweist sich, wie hohl diese Kunst ist — ein schillerndes Gewand über einen teeren Raum. Mit Rücksicht auf ausgiebigere Proben der Symphonie muhte aber auf ein dem Orchester bekanntes Werk zurückgegriffen werden. Mit Wagners Meistersingervorspiel wurde die künstlerische Linie der Bruckner-Svmphonie wieder erreicht. So oft dieses Werk audp gespielt werden mag, immer ist es willkommen und zwingt die Hörer durch sein kerndeutsches Wesen in Bann. Burkhard 21) dem Ämtsgeriä 1. Juli: der 6d mer aus 6/einß an öer Ein erto Wiatzee bemer! Spitzbube in ein h . (ah, entfiel) er. <öi : beim Stabüjaufe t Polizei. " ZurTa | schulgelellsc Nr. 161 über di Bder Giehe llich die §ir k Optische De wähnt tooröen. ■ Meise wie die i f Klein-Mikroskope gestellt. "ZurRick ! geteilt wird, Hai ker Trauerseier nicht für den $ brrn im (Kamen “"Pflege gt Arrnenderein ge[ '' Aichtse ^mslagnachmittz c" dem (Bau be H gegeben, be T°rde. zahlre ™ des offen! Polkshalle-D der ßeui 2^ war ret J* Waunlge StzZ wi Einung t Le"» । UA“* 7sNh Pvr 'WnXaUf ‘ 5? von W» diitp das Daß alle Werke mit Schwung und starker Modulationsfähigkeit gespielt wurden, bedarf keiner weiteren Versicherung. Stärkster Beifall dankte dem Meisterdirigenten für seine Gaben, nicht minder dem Orchester für feine glänzenden Leistungen. K, S. & Bornotizen — Bon der Gießener Theolog schäft wird uns geschrieben: Die Welckonfe e n erenz u r 19 2 3 wurde begutachtet und dem Kreiskasserechner den leichtathletischen ' festen, Hessen-Nassau) ucr* der ett- lchtig- Waschanftatten. vorbehaltlich der Prüfung der Rechnung durch die Oberrechnungskammer Entlastung erteilt. Der Verwaltungsbericht des Kreis- unterzogen. Näheres im heutigen Anzeigenteil! — Sin Palästina-Film soll am nächsten Sonntagvormittag im Lichtspielhaus Bahnhofstraße vorgeführt werden. Näheres in der heutigen Anzeige. und Land. n. btn 20. Juli 1925. '■t Muguff miete. sitnung über tue Sr- vom bebauten ®nmb* etliche 6onbtr« ichspsennig von voll« Werts erhöht worden, i Pro;, der Frieden-, wir hören, beabsichtigt, it aus 84 Pro», der MtR. Die Srhbhmig ng des Wohnungsbaues abgelehnt. Nach längerer Debatte wurde beschlossen, daß der Kreis Büdingen vorerst noch beim Hess.- Nass Wirtschaftsverband verbleiben soll. Allgemein war man der Ansicht, daß die Straßenunterhallung in dem gleichen Maße wie seither fortgesetzt werden müsse, zumal der Verkehr, insbesondere durch die Kraftfahrzeuge ständig Aunehme. Aus Ueberschussen des Voranschlags wurden 5000 Mk. der Rubrik ,etra- ßenneu« und Umbauten" als erste Rate zum Neubau einer Kreisst raße von Büdingen nach Michelau überwiesen. Nach Durchbera- parkassenverkehr hinaus betrieben, mit ihrem Setzungen, interessante Dressuren von Pferden, Ssel. Hunden und Bären füllten den Abend. Sin russisches National-DalleU und schließlich als Höhepunkt des Gebotenen gewagte Trapezlüntze am sausenden Miniaturflugzeug vervollständigten das reichhaltige Programm. Launige Spaßmacher übertchütleten in den Pausen dar. Publikum mit aussage. SjUÄI Für Nervenkranke U. Nervös-Erschöpfte. EFexUlkerasstelt Bef- heim I. ¥aun bei Fra kfurt a M Behatrl eingerichtet, vorrtigliche Verpflegung tauch Diät-Kuren). Mäßige Preise Prospekt durch Dr. M. Schnlze-Kahleyee. Nervenarzt. " Zirkus Corth-Althoff, der auf Oswalds Garten für einige Tage seinZweimasten- ^lt aufgeschlagen hat, erfreute am Samstag und Sonntag ein zahlreiches Publikum durch ein viel- ^staltiacS und gediegenes zirzensisches Programm. IuteS Pserdematerial, vorzügliche turnerische Leides Protestantismus in Stockholm steht bevor. 3m Hinblick aus dleseS außerordentlich bedeutsame Ereignis läßt die Gießener Theologenschast über den auherdeutschen Protestantismus Beruht erstatten; für Frankreich hat sich Pfarrer Lic. Dr. Hans Hartmann - Solingen — auf Grund einer Studienreise — dieser Aufgabe ihren mehr oder minder faulen Kalauern, so daß trotz der großen Hitze die drei Abendstunden im Zirkus Sorty-Althoff im Fluge vergingen. •* Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 482 Och'en, 76 Bullen, 1099 Färsen und Kühe, 463 Kälber. 136 Schafe 3672 Schweine bern ßL Ä“ toa^ bu^d*in- «tonn'/Wi. 0)0 fen en. w etfmuflg, d°° en (11.6 Oü *• griRg ndm vL & den Nückfalle, aus 6 Monate Gefängnis und Auferlegung der Kosten des Verfahrens. Der Staatsanwalt hatte 1 3ahr 3 Monate Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 3ahre beantragt. Die beiden Angeklagten M. uitd M. wurden freigesprochen, da ihnen eine strafbare Handlung nicht nachzuweisen war. Turnen, Sport und Spiel. S.C. 190V bei denleichtathletisch en VezirbsmeisterschafteninWetzlar Man berichtet uns: Die besten Vertreter der Leichtathletik aus den Gruppen Weilburg, Wetzlar, Vuhbach-Gießen und Dillenburg kamen im Wetzlarer Stadion zur Austragung der Bezirksmeisterschaften zusammem Es wurde in den drei Jugendklassen, der Anfänger- und der offenen Klasse gestartet. Wiegt man die Erfolge des S. C. 1900 in diesen Klassen gegeneinander ab, so fällt den Jugendlichen der weitaus größte Anteil zu. Die bessere Allgemein- durchbilbung der in Stärke von etwa 40 (I) Mann erschienenen Sportclub-3ugend trat hier deutlich zutage. In der Ansängerkonkurrenz hätten die 1900er wesentlich besser abschneiden können, wenn nicht verschiedene aussichtsreiche Bewerber die durch das Fehlen einiger außer Gefecht gesetzter Leute (Fischer, Dirkenstock, Wallenfels) entstandenen Süden in der Seniorenmannschaft hätten ausfüllen müssen. Daraus ist es auch zu erklären, daß sich die 1900er in den Sprinterstrecken weniger gut durchsetzen konnten. Auf dem Gebiete der Wurfübungen und des Hochsprungs hingegen reichte nur das Können eines Paulus (F. C. Wetzlar) aus, um die Clubleute nicht zu Meisterehren kommen zu lassen. Da man sich keiner allzu schnellen Abwicklung befleißigte, mußte auch noch zuguterletzt Seipp aus den ihm sicheren Sieg im Weitsprung verzichten. Die Ergebnisse, soweit sie für die Plazierung des 1900er in Betracht kommen, sind: Jugend Jahrgang 11 und jünger: 50-Meter-Lauf: 1. Müller 7,3 Sek.; 2. Konrad 2 Meter zurück: 3. Speyer weiter 1 Meter zurück (sämtlich S. C. 1900). Speerwerfen: 1. Müller (1900) 33 Meter; 3. Speyer (1900). Hochsprung: 1. Müller (1900) 1,35 Meter. 4x50-Met er-Staffel: 1. S. C. 1900 erste Mannschaft: 2. S. C. 1900 zweite Mannschaft, 3 Meter zurück: 3. g. 6.05 Wetzlar weite« '/, Meter zurück. Iahrgang 1909/10: Dreikampf: 1. Lohne« (1900); 2. Drill (g. S. 05 Wetzlar); 3. Heilmann (1900). Weitsprung: 1. Lohnes (1900) 4.71 Meter; 3. Heilmann (1900). Kugel- stoßen: 1. Drill (S. S. 05 Wetzlar); 2. Heil- mann' (1900); 3. Lohnes (1900). Iahrgang 1907/08: 100- M eter - Lauf: 1. Eidracher (Butzbach) 11,8 Sek.. 2.Häuser (Butzbach) 2 Meter zur. 3. Lohnes (1900) weiter 1 Meter zurück. 1 000-Meter» Lauf: l.Dep- perling (1900) 3,02 Mm.. 2. Friedrich (F. 6. Wetzlar), 3. Meyerhofs (1900). 60-Meter- Hürden: 1. Hopfenmüller (1900) 9,3 Sek. 2. Laichinger (1900) 4 Meter zurück. Hoch- sprung: 1. Schneider (1900); 2. Guhot (1900); durch Lo« entschieden. DiSkus: 2. Depperling (1900); 3. Hohmann (1900). 4xl00-Meter- ' wurde. - ein können- gm- zu euch sonst Kreis 9^Dt‘if, - «in unt S« .7iufrt ht ;", di---»» 5 Äte w't leuitm h dieser ^"e ent- Senn weyr - tm biet« .bet emen der !L> » •n#rlingtrI”,r Ahmp6Dnie M" nx außerordentlich zahlreichen Zuschauern weiter span- nende Rümpfe der Leichtathleten ausgesoch- ten, besonders die erbittert durchgesuhrten Läuse be- geifterlen das Publikum. Unmöglich ist es, hiervon Einzelheiten anzugeben. In dem arohartig angelegten Schwimmbassin tummelten sich die Wassersportler. Den braunen Gestalten sah man es an, wie gesund dieser Sport ist, und wie wohlig sie sich in ihrem nassen Element fühlen. Auf dem Kleinen Sportplatz zeigten die starken Männer ihre staunenerregenden Künste, wie sie mit scheinbarer Leichtigkeit die schwersten Gewichte in der Lust her- umjonglierten. Auch die Arbeiter-Radsatz» rer fehlten nicht und fanden mit ihrem Massen- reigen stürmischen Beifall. 185 Sanitäter und 60 Samariterinnen versahen den Sanitätsdienst und leisteten in etwa 80 Fällen Hilfe. Alle Verletzungen waren leichter Natur, wie sie eben vei derartigen sportlichen Veranstaltungen unvermeidlich sind. Für schwere Fälle stand das Krankenauto der Höchster Arbeitersamartter zur Verfügung, während die Frankfurter ihr geräumiges Sanitätszelt aufgeschlagen hatten. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete em Fußballspiel Baden gegen Hessen- Nassau. Die Badener Mannschaft entschied das ruhig und fair durchgeführte Spiel mit 3:2 für sich und zeigte infolge einer glücklicheren Aufstellung ein besseres Zuiammenspiel. 15 000 Zuschauer waren Zeugen dieses hochinteressanten Treffens. Mit der Vorprobe war die Austragung Meisterschaften in den leichtathletischen W> kämpfen im 9. Kreis (Hessen, , , bunbm. Hierbei gelang es dem Sportler Otto R u s p e l e r, Freie Turnerschaft Gießen, Im 5000- Meter-Lauf mit gutem Vorsprung Erster und somit hierin Kreismeister zu werden. Zeit 18,6:2 Minuten. Hauptverdienst in bet , Hinzu kommt tue flt- »™« d°- 2« freilich mehr, al» sonst war es Abendroth O«- i besonderen Leistungen > Musiker lebten in bem 'l Streicher, MM« niteinander - P yas Urdeutsche.u"b J« sik hatte alle berührt und >*£”*»* sSS* lose HniSabeseo« Mitn an l die Zuhörer j wie er im . Rundfunk-Programm des frankfurter Tenders. (Aus der .Radio-Umschau".) Montag, 20. 3ulL 4.30—6 Uhr: Nachmittagskonzert des Hausorchesters: Mozart-Opern. 6 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 6 bis 6.30 Uhr: Die Lesestunde (Die Novelle): „Michael Kohlhaas" von Heinrich von Kleist. 7 Uhr: Wirt- schastsmeldungen. 7—7.30 Uhr: Stunde des Süd- westdeutschen Radioklubs. Vortrag von Schauf: Wechselftrommaschinen I: Die Einphasen - Syn« chronmaschine". 7.30—8 Uhr: Sprachliche und praktische Hinweise für Italienrestende. 8—8.30 Uhrr Stenographischer Fortbildungskursus für alle Snsteme (Diktat von 80 Silben aufwärts). 8.30 bis 9.30 Uhr: Uebertragung von Kastel: 2. Lieder-Abend. 10—11 Uhr: Ein gebildeter Hausknecht. Poste mit Gesang von D. Kalisch. Dienstag, 21. Juni. 12 Uhr: Nachrichtendienst 3 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 4 Uhr: Wetterbericht der Gießener Wet- terdienststelle. 4 Uyr: Wirtschaftsmeldungen. 4.20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.30—6 Uhr: Nachmittagskonzert des hausorchesters :od)lager. 6 Uhr: Wirt- ichaftsmeldungen. 6—6,30 Uhr: Die Lefestunde (Meisterwerke der Weltliteratur): Aus „Soll und Haben" von Gustav Freytag (Fortsetzung). 7 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 7—7.30 Uhr: Die Bücherstunde. 7—7.30 Uhr: Funkhochfchule. Vortrag von Prof. Küntzel: „Aus der Geschichte des deutschen Unternehmertums" (2. Abt., achter Vortrag). 8—8.30 Uhr: Uebertragung von Kastel. — Stunde der Stadt Kassel: „Die Kasseler Hofmusik zur Zeit des Landgrafen Moritz des Gelehrten", Vortrag von Dr. Friedrich Stichtenoth. 8.30 Uhr: „Die schöne Gala- thee'. Komische Oper in einem Akt. Musik von Frz. von Supp». Hierauf: Fritzchen und Lieschen. Sing, spiel in einem Akt von Sagues Offenbach. Anschließend Nachrichtendienst, Wettermeldung, Sportfunk- dienst. __________________________ tung Loranichlags beantragte der Vorsitzende, I die Erhebung einer Kreissterier unter Zugrundelegung der im Voranschlag vorgesehenen Steuer- arten und Ausschlagssötze zu genehmigen und den Voranschlag unter Berücksichtigung der vom Kreistag beschlostenen Aenderungen anzunehmen. Der Antrag wurde gegen eine Stimme, die mit der Steueroerteilung nicht einverstanden war, angenommen. Der Antrag des LandwirtschafdsLammeta-us- schusses der Provinz Oberdessen, die Kör- Kommission um ein weiteres Htttglicb für Fragen der Ziegenzucht zu verstärken, wurde angenommen. Zum Mitglied wurde Landwirt- fchaftsrat W e n z e l - Büdingen und zu dessen Stellvertreter Philipp O st he i m - Schnell ernannt Mitglied Storck- Kohden brachte nachfolgende Resolution em. die vom Kreistag gutgeheihen wurde: .Der Kreistag spricht sein Bedauern darüber aus, daß der Staat den: Kreis zuerst als Daudarlehen die Summe von 80 000 Mk. in Aussicht gestellt, tatsächlich bann aber nur 55 000 Mk. überwiesen hat, so daß viele Daulustige in eine schwierige Lage gekommen sind. Der Kreistag bittet die Negierung, den Nest der versprochenen Summe noch auSzahlen zu lassen." Da keine weiteren Anfragen gestellt wurden, schloß der Vorsitzende die Sitzung Amtsgericht Wetzlar. 2 Wetzlar. 18. Iuli In der Person des ArbeUerS Friedrich H. aus Hermannstein saß ein wegen Detruges wiederholt vorbestrafter Mann auf der Anklagebank. Die Anklage lautete auf Betrug in mehreren Fällen, begangen im strafschärfenden Nückfalle Mehrere Leute, teils Geschäfts-, teils Privatleute aus Wetzlar und Umgebung, waren durch den Angellagten geschädigt worden. Der Ang^lagte hat sie unter allen möglichen AuSrÄxm und Versprechungen zur Hergabe von Waren und Darlehen veranlaßt, aber niemals seine Versprechungen eingelöst. Sin besonder- krasser Fall verdient der Erwähnung. Der Angellagte traf in Wetzlar den Zeugen Zimmermeister K. auS Klein-Alten- städten mit einem Fahrrad. Sr bat diesen um ■Uebctlalfung des Fahrrads auf kurze Zeit, da er unbedingt mal nach ^aufe fahren müsse, in etwa einer halben Stunde wolle er wieder zurück sein und dann das Fahrrad zurückgeben. Der Zeuge wartete auf die Rückkehr des Angeklagten, doch vergebens. Nachdem mehrere Stunden verflossen waren, ging der Zeuge nach Hermannstein. um sich nach dem Angeklagten zu erfunbigen. Doch die Angehörigen wußten nur, daß er des Morgens früh zur Arbeit gegangen war. Der Zeuge begab sich nun zur Polizei und erstattete Arrzeige. Die Polizei stellte dann fest, daß der Angellagte das Nad am gleichen Tage in Niedergirnres an den Händler M. in Niedergirmes verkauft hatte. Dieser hat es dann wieder am selben Tage an den Kaufmann M. aus Wetzlar weiterverkauft. Diese beiden Käufer des Fahrrades hatten sich heute wegen Hehlerei zu verantworten. Der Angeklagte H. gab die ihm zur Last gelegten De- trugssälle im großen und ganzen zu. während die beiden wegen Hehlerei Angeklagten eine strafbare Handlung bestritten. Sie wollten in gutem Glauben. daS Nad sei rechtmäßiges Eigentum des Angellagten H., gehandelt haben. Das Gericht erkannte gegen den Angellagten H. wegen Betrugs in 5 Fällen, begangen im strafschärfen- „K r e i s k i n d e r h e i m" und für l a n b ro i r t • schaftliche Zwecke kam es zu längerer Aussprache. Verschiedene Diskussionsredner nahmenStel- Staffel: 1. V s. R. Butzbach 4) Sek.. 2. 6. & 1900 ; 3. 5. 5. 05 Weylar. 10 < lOO-OHtter- Staffel (4 Iugendl 11 u. jung.. 2 I^gendl, 09/10. 4 Iugendl. 07/08): 1. S C. 1900 «Otto. Konrod. Gräf. Speyer. Lohnes. Kraushaar, Dickel. Hopfenmüller. Bepperling. Guyst); 2. D. f. R. Butzbach 50 Meter zur.; 3. F. C. 05 W tzlar. Anfänger: Kugelstoßen: 1. Birken- stock (1900 ) 9,10 Meter. Weitiprung:2. Lang- wtz 5,85 Meter (durch Stechen mit Heyer. Hessen- Giehrn. entfch). Offene Konkurrenzen: 3. Bachmann (1900). 1500-Meter-Lauf: 1. Nodrbach (1900 ) 429 Min. 2. Gehrhardl (Weilburg) 60 (Bieter zur. Die übrigen aufgegeben. Kugelstoßen: 1. Paulus < F. E Wetzlar); 2. Frey (1900); 3. Langlotz (19CW). Diskus: 1.Paulus (F. E Wetzlar); 2. Langloh (1900); 3 Frey (1900). Speerwerfen: 1. Paulus (F. T. Wetzlar); 2. Langlotz (1900). Dom Arbeiler-Turn- und Sportbunb. £ Bei herrlichstem Wetter fand im Frankfurt» Stadion eine Dorprobe zur 1. Internationalen Arbeiter-Olympiade statt. Die Beteiligung aus dem 9. Kreis (Hessen und Hessen- Nasfau) war sehr stark. In der Kampfbahn traten zunächst die Leichtathleten zu ihren interessanten Wettkämpfen an, die von den zahlreichen Zuichaucrn mit großer Spannung verfolgt wurden. Gleichzeitig marschierten die Knaben und Mädchen auf der großen Festwiefe zu den Freiübungen auf, um erstmalig im großen Verband zu üben. Hier muß die Zeit bis zu den Festtagen noch fleißig genutzt werden. Aber man ist sicher, daß die Vegeisterung und opfer- müdige Hingabe der Funktionäre dafür sorgt, daß alles klappt. Das Reichsbanner erschien mit Banner und Musik, die gesamte Frankfurter Sanitätskolonne marschierte auf, um in ihr Arbeitsgebiet eingewiesen zu werden —, alles wetteiferte in der Hilfe, das große Werk zum Gelingen zu bringen. Für Verpflegung und Unterkunft ist ebenfalls bestens gesorgt. War der Dormitag den Einzelkampfen offen gehalten, so war der Nachmittag in der Hauptsache den Massen zugedacht. Den Anfang machten auf der großen Festwiese die Knaben und Mädchen, die diesmal ihre Freiübungen nach Musik übten, in deren Rhythmus die Kleinen sich bald hineingefunden hatten. Ein recht schönes Bild boten die Freiübungen der Turner und rhythmischen Uebungen der Turnerinnen. In der j.ampfbahn wurden vor Kreisausschuh beschlossen habe, beider Provinzialdirektion die Auflösung dieser Stelle zu beantragen, lieber die Rubriken „Wohlfahrtspflege", steuerpsticht Sparkassen. i0 bes M&sfinanM it fid) auf btn 6 bbtt 8t, sind ösienM ober nende Sparkassen, wenn — Taaeskalender für Montag. Zir- kus Corty-Althoff 8 Uhr Vorstellung. — Licytspiel- haus, Bahnhofstraße: „Kammermusik". — Sechster Welckervortrag. Mor- •• Zur Warnung. Ls kommt ab und zu o«* daß einzelne Freimarken auf den nut der Post !efSrbertcn Briefsendungen nur geringfügige ober >chVache Entwertungszeichen, oftmals nur Striche der schwärzliche 0>ccke tragen, weil sie beim (Stempeln in der (Eile nicht getroffen worden sind. Selbstverständlich ist ec verboten und auch straf- fällig, solche unvollständig entwerteten Freimarken, ochdem sie von den Umschlägen abgelöst worden sind nochmals zur Freimachung von anderen Post- rndungen zu benutzen. Trotzdem geschieht dies sehr lfh in der falschen Voraussetzung, der Betrug wurde ucht bemerkt. In den meisten Fallen werden diese tzedührenhinter-ikHungen aber bei den Postanftal- £’ eine Anfrage über ihre Gültigkeit am Post- sie sind für viele zu Seworden. inj eine unyragr * Diese Derallaemetnerung chrer Bedeutung hat |3,Ql-»r' or.. f«,hnhene Straßensperre, die eigentümliche Rückwirkung gehabt, daß sie ni» ’ %uni anawrbnete Sperrung bep nun auch in der Kunstwissenschaft selbst zur niLrf^rtnp5' imifdien Äterwea uni) Schottstraße Kennzeichnung von Gegensätzen im künstlerischen L? n^m Solütiamt öieber aflufgeboba7 toorbem Schaffen alle Zeiten dienen. Diese Entwicklung -st vom Poltzetamt wieoer zu veranschaulichen ist. wie man uns mitteilt, ** a l s ch e Re n t e n b a n! bi c in e. In Ausgabe, die sich der Redner gestellt hat. btn letzten Tagen wurden in Frankfurt a. M. > ’s '2*. . -- - ixetxr falsche Rentenbankscheine zu 10 Mark '2stgestellt, die auf ganz aewöhnliches Papier «druckt sind unter Nachahmung des Waster- -eichenS. Infolge deS unsauberen Drucks sind 'ir leicht kenntlich; auch die rötliche Tönung t «r Rückseite ist ein ziemlich sicheres Erkennungs- eichen. " Die Antenne als Blitzableiter. Oaß die Antenne als Blitzableiter dienen kann, zeigte sich während des schweren Gewitters, daS ich am Freitagnachmittag, wie berichtet, über Frankfurt a. M entlud. Dabei schlug der Blitz i oiidb in ein HauS der Wittelsbacher Allee cm. Die darauf befindliche Hochantenne leitete dank ""S | Kreistag des Kreises Büdingen, zur Erde ab, ohne daß Schaden angerichtet !! Büdingen, 18. Juli. Dieser läge fand im mrbe. GS hat sich also erneut gezeigt, daß oberen Rathaussaal zu Bübingen bie diesjährige tU gute geerdete Hochantenne einen sicheren ordentliche Sitzung des Kreistages Schutz gegen die Desahren des Blitzes darsteltt. des Kreises Büdingen statt. Der Vorsitzende, !•! (Ein Fortbildungsschulkursus I Kreisdirektor Dr. Gähner, leitete die Sitzung. ■ für Lehrer an den Fortbildungsfchu- An Stelle de verstorbenen Mitglieds Bürgermeister Dien fand gestern seinen Abschluß. Es beteiligten Erk-Nidda war erstmals das neugewählte Mitglied L sch etwa 75 Fortbildungsschuttehrer aus allen Teilen Hüttenbeamter Stein-Hirzenhain erschienen. Er vberhessens. Der Zkursus dauerte vier Wochen. Vor- wurde vom Vorsitzenden verpflichtet, irage hielten Dr. F e ld und Dr. Ra a b. Dr. F e l d Die Rechnung der Kreiska ijrad) über „Berufspädagoge". Dr. Raab behan- r beite in erschöpfender Weise das Thema: „Wirt- chaftliche Ausführung der Reparationsverpflich- : »ngen und des Londoner Vertrages". • • Personalien. Ernannt wurden: Der l ausschusses für 1923 wurde angenommen Iilstizsekretär bei dem Amtsgericht Gießen, Hein- und die Genehmiauna für die darin aufgeführte ' rich Gustav SaintongeS, zum Iustizsekretär Abgabe von Kreisstrahengelänbe erteilt. bei dem Amtsgericht Mainz; der Amtsrichter Jahresbericht der Wanderhaus- bei dem Amtsgericht Lauterbach, Amtsgerichtsrat h a 11 u n g s s ch u l e. Der Vorsitzende teilte mit, Aurkhard Xfjurn, zum Amtsgerichtsrat bei daß die Lehrerin Frau Friedmann auf ihren » bem Amtsgericht Friedberg, mit Wirkung vom Wunsch aus dem Kreisdienst entlassen worden sei. - I Juli der Schulamtsanwärter Ludwig Kam- Eine Nachfolgerin fei bis jetzt noch nicht angefteUt, um er aus Steinheim (Kreis Gießen), zum Lehrer da der Haushaltungsunterricht fetzt ein Lehrgegen- V' an der Volksschule zu MIri±,ftein (Kreis Schotten), stand der Fortbildungsschule geworden sei. Mitalied i/i (£in ertappter Einbrecher. In der Seitz-Höchst a. N. forderte die alsbaldige Aus- ftalfcraUce bemerkten drei junge Leute, wie ein schreibung und Wiederbesetzung der Lehrerinstelle, Spitzbube in ein Haus einstieg. Als er sich beobachtet da das Unternehmen dock; sehr segensreich gewesen s s.ih, entfloh er. Sie verfolgten den Kerl, holten ihn sei. Landtagsadg. Wolf sprach sich mit Rücksicht auf beim Stadthause ein und überlieferten ihn der die Finanzlage dafür aus, daß von einer Wieder- Polizei. eröffnung der Schule vorerst abgesehen werde. Bür- • • Zur Tagung der Gießener Hoch- germeifter Lehr- Eckartshausen stellte den Antrag, Ichulgesellschaft. In unserem Bericht in erst in den Gemeinden festzustellen, ob genügende Qtr. 161 über die Ausstellung anläßlich der Ta- Beteiligung für die Kurse der Wanderhaushaltungs- siung der Gießener Hochschulgesellschaft ist Der» schule vorhanden sei, und den Kreisausschuß zu er- iehentlich die Firma M. Hensoldt & Söhne, mächtigen, gegebenenfalls die Kurse wieder einzu- tdptische Werke, in Wetzlar nicht er- richten. Dieser Antrag wurde angenommen, tvähnt worden. Die Firma hatte in gleicher Kreiskassevoranschlay für 19 2H und : Weise wie die anderen Aussteller Mikroskope, Spezialooranschlag für das Kreiskinderheim Mein-Mikroskope und Prismen-Feldstecher aus» Bingenheim für 1925. Im voraus bemerkte geftcllt. der Vorsitzende zu diesem Punkt, daß man trotz größ- • • Zur Richtig st ellung. Wie uns mit- ter Sparsamkeit nicht hätte vermeiden können, daß geteilt wird, hat Rechtsanwalt Peters bei in diesem Jahre eine höhere Umlage erhoben wer, der Trauerfeier für Justizrat G rünewald den müsse. Vor allem werde diese Erhöhung durch nicht für den Katholischen Armenverein, fon- bic größeren Ausgaben für die Kreisstraßen und die dem im Namen des Vereins für Kran- Wohlfahrtspflege bewirkt. Er wies weiter darauf kenpflege gesprochen. Einen Katholischen hin, daß auch in anderen Kreisen eine bedeutende Armenverein gebe es hier nicht. Erhöhung der Kreisumlagen nicht zu umgehen ge- • • Richtfest in der Volk-Halle. Am wesen wäre. Landtagsabgeordneter Wolf führte Samstagnachmittag wurde in der Dolkshalle den aus, daß auch Kreise vorhanden seien, die ihr Bud- en dem Bau beschäftigten Arbeitern ein Nicht- get nicht in dem Maße erhöht hätten, wie Büdingen. Isst gegeben, dem die Spitzen der städtischen Die einzelnen Rubriken des Voranschlags wurden Behörde zahlreiche Stadtverordnete, sonstige nun der Reihe nach durchgesprochen. Der Frage, ob Herren des öffentlichen Lebens und der Vorstand der Kreis mit einer geringeren Anzahl von Bau- des Volkshalle-Bauvereins beiwohnten. Die De- inspektoren auskommen könne, soll erst näher Wirkung der Leute mit Wurst. Brot. Bier und getreten werden, wenn feststeht, ob die Straßen dem Zigarren war recht reichlich und lieh gar rafch Kreis verbleiben. Zur Rubrik „P r e i s p r ü - eine srohlaunige ©tinnnung zum Durchbruch | f u n g 6 ft e U e n" teilte der Vorsitzende mit, daß der frmmen. Etadtv. Winn. der unermüdliche För- -........" ' ' m derer deS großzügigen Unternehmend, sprach den Arbeitern herzlichen Dank aus für ihre eifrige inb tatfroöc Mitarbeit, der man die rasche Fertigstellung des Rohbaues hervorragend zu sanken habe. Beigeordneter Dr. Seid feierte ...... Bie großen Verdienste des Stadtv. W i n n um hing dagegen, daß der Staat durch Schaffung neuer Biesen Bau. Weitere Ansprachen von verfchie- Aemter oder neuer gesetzlicher Verpflichtungen den lenen Rednern hatten natürlich das glücklich ge- Kreisen noch mehr sinanzielle Lasten auferlege, selbst ■'baffene Werk zum Gegenstand. Bei frohem aber nicht für die erforderlichen Mittel sorge. So sei .'iebertlang biteben die Teilnehmer einige ©tim- es bei der sozialen Fürsorge und den Landwirt- >en gemütlich beisammen. Hervorgehoben fei. dah schaftsämtern. Zu Rubrik „DerDeutscheLand- nan bei den Gesängen und den Reden eine gute Kreistag" billigte der Kreistag den Beschluß des Mufti! des Baues feststellen konnte. Kreisausschusies, wonach der Austritt aus diesem ee Das Lichtspielhaus Bahnhof- Verband beantragt werden soll. Die Ausgaben zu trabe wurde am Samstag nach geschmackvoller Rubrik „K r e i s ft r a fj e n u n t e r b a 11 u n g in Renovierung wieder eröffnet Das Lustspiel Gemeinschaft mit der Provinz waren bereits im Kammermusik", nach dem gleichnamigen Lust- Vorjahre angenommen. Auch hier «urd« darauf hin- viel von Ilgenstein für den Film bearbeitet, gewiesen, daß der Staat und bte Provinz zum jar ein guter Griff zur Wiedereröffnung. Der erstenmal den Ersatz oon je einem Srtüel Der not« berfasser ist durch sein Lustspiel Liebfrauen- wendigen Unterhaltungskosten abgelehnt und sich nur mich" in Gießen nicht mehr unbekannt, ^nd zur Zahlung der Beitrage aus der DmkriegsM be- sa in „Kammermusik' die bekaimte Filmdiva reitgefunben hatten. Dies habe eine wesentliche Er- Henny Porten die Trägerin der Hauptrolle Höhung der Steuerlast des Kresies zur Folae. Eine st, konnte auch hier der Erfolg nicht ausbleiben. Eingabe der Gewerkjchast Hesi. Gemeindebeamten Sie Leistungen der übrigen Mitwirkenden stehen auf Lohnerhöhung der Kreisst raßen wa r te r wu r de Unfalls auf künstlerisch hoher Stufe, besonders ' ' ' ------- Ferdinand von Walden, der als Intendant ein« hervorragende Figur macht. Alles in altem, ein Lustspiel, daS dem deutschen Fllmmarkte Ehre nacht. —2. ng des Kammeraenchis Entwendung der Mfchr. bildet keinen Enllastun-5' aß zu größerer Vorsicht eine Versicherung gegen »NUT'" । E msrei ßebr. Rover Laden: Marktplatz 8. Eine gebrauchte furt am Main 7004A 06080 preiswert Tel. 24V auch nachts Film-Malinee ter wirft t Telephon 1662 Marktplatz 17 7032c am Kriegerdenkmal. Billige Bananen!! Stück 12 u. 15 Pf., Pfund nur 80 Pf. IkWÜ 80 $1 ZillMK We SWlilü'Leigek. W.80U IM Wie daioroee-Dattelp. Triumpf-Lebensmittel 05082 haben Zutritt. 06091 Mrckenvlatz 10. HpnpÖnÖi Heidelbeeren lllllill lall! Illlllilll ■ ! Verkaufe morgen auf dem Markt (am leUUV HUI IVIAUimi erst- (am Spritzenhaus) größeren Posten erst- 06093 klafstger Ware. in bekannt guter Qualität empfiehlt Zer-inand §pahn billigst 05924 W. Hankel mein r M! Neuen Baue 7 Telephon 612 Fulda K. i. Nur einige Tage 4624 D t 9 Fahnen Sperrsitz Loge Brandplatz lMUMMM JMisdxrMuilM Simlliche Masehinen lir Schreiner, Wagner m » 9 18/35 P. 8., 6-sitzig, in gut erhaltenem Zustandezu verkaufen. Angebote unter Z. 20 an Ala Haasenstein & Vogler,Frank- Galerie 60 Pf. 2. Platz 1.50 Hk. 3 Platz 1.00 fflk. Wiederverkaufer und Grotz- abnehmer Vorzugspreise. Noch t selbst ost - a ff s TMTC Jj tii Aj ?SM | Vereine | Volkshochschule. Rußland.! Schlußabend 01«2»lRg„S. 81. JolL Die Vereinigung für Feuepbestattong für Gießen und Umgegend macht ihren Mitgliedern bekannt, dah auf Antrag der Angehörigen die Kosten der UebersUhrung einer Leiche nach Friedberg aus Ber- einSmnteln gewährt werden können. Anfragen erledigt SchrtflsubrerRechtS' anwalt Dr. Measer. Brauaafse 11. -n, in d-n' aus denen I baut Dänin Wfront 3m Reiä der Gemein nad)We ansschutz s lätzen über schrvlendem Das fott Oberbürgem tag und aut! und dessen weist in erst mehr als bi Binnen müs Amtsantritt Wen „Geht obersten Bert nicht getan. 3 beachtet sie n nen die Gern allen Parlan ständige tom die in engste ganisationen UM. Stallung für 60 Stück Vieh HoööelinetStraBeß neb. Möiers Mühle. 5 & Fortsetz ^„Aun, ovo derhei »Fellipj »der QBiti Hochfeine frische Süßrahm - Tafelbutter la Avfelgelee, offen u. in 1 Kg-Eimern diverse (Konfitüren neue Salz- und Essig-Gurten neue Kartoffeln neue Matjes-Heringe preiswürdig bei August Wallenfels ober nicht 3nteressen kommunale Semeindeor hemmt war rung und ' der Praxi; -neuen ©eine kurzer Zeit ten, so in! Ter verkauf: Zigarrenhaus Elk- meler A Loeb, Marktplati 15 sowie ununterbrochen ab 10 Uhr vormittag» an den Circuskaesen Akkumulatoren für Automobil-Beleuchtung und Anlasser, Radio - Heizbatterien sowie Akkumulatoren für alle anderen Zwecke liefert 3^5 SS könne s'Aiche M keit einer Staabno^n und Nom vrra»llunS 3 lorro egl Lr Bere Z Jahre' Engerer, rtöftigcr lartirte sofort gesucht, Delle & Petri Grabenstr. 7. eii,3« ?'««< l°61en ui 6tu»nen , Tabbr 506 verh, ”hC 'n »llnb Dause, »3a.“ ■> Ä ’M» taii-temang, Spezial-Werk» E. Althofff, Bahnhoffstr. 353/l0 Reparaturen werden fachm. u.billigst ausgef. Bum Verkauf eines konkurrenzl. in allen Kulturstaaten patent erten Werkzeuges Provisions-Vertreter für gröh. Bezirk gesucht. Maschinentechn. Kennm ersorderl. Tägl. 60—80 Verd. spielend erreichb. Se ien günst. Gelegenh. f. sich. Existenz. ES kommen nur Herren nmerstkl BertaufLialent in Frage. Angeb. unter BI. ». K. 1837 an Ala Haasenstein u. Vogler. Mannheim.________7005A Täglich abends 8 Uhr: Da* große 00014 Sensationsprogramm bei billigen Preisen. Einmalige Vorführung des neuesten (IV.) Palästinafilms „Erez-Israel", Bilder von der jüdischen Aufbauarbeit in Palästina, im Liclilspielliaus, Bahnholstr. am Sonntag, dem 26. Juli, 11 Uhr vormittags. Saalöffnung 10 Uhr. - Eintrittskarten von Mk. 3.00 bis 1.00 am Tage der Vorführung an der Kasse erhältlich. Jugendliche Jene Frau Hausbesitzerin hiesiger Stadt, die im Oktober 1924 eine Ansichtskarte aus den bayer. Bergen tTülzer Hütte! erhielt, wird gebeten, ihre iuerte Adresse, die verloren ging- unter 7026D an den Gieh. Anzeiger zu senden, behufs einer Mitteilung.________ in allen Größen liefert preiswert Th. Brück Suche Wi für sofort für hier und auswärts. [*„0 Fran Herr, la Handkoffer sehr billig 1606c Carl Schunck w* «md Maybach • Motor, Modell 24, mit Soziussitz, komplett zu verkauf, u. Garage zu vermieten. otu7e Carl Schott, 22 Sandgasse 22, Telephon 752. Zeichnerischer Wettbewerb. Ieüe Zeichnung, Sie angenommen wird, wir- mit 20 bis 50 Mark honoriert. Wenn Sie Zeichner von Beruf oder ein besonders befähigter Amateur pnö, so haben Sie beim Lesen unserer Anzeigen über Kukivol gewiß schon einmal eine gute Oöee gehabt. Wir sind überzeugt, daß Tausende fit gehabt haben. Co wäre sthade, wenn alle diese guten Odeen nutzlos verschimmelten. Andererseits ist uns mit der Oöee allein nicht gedient, auch nicht mit der bloßen Odeenskizze, sondern wir brauchen fertig ausgeführte, für die Wiedergabe im Zeitungsdruck, und zwar in der Größe unserer bisherigen Ollustrationen geeignete Zeichnungen. Damit sie für die Cage-zeitungen geeignet sind, sollen sie als Strichzeichnungen hergestesit sein, keine Halbtöne enthalten, kein kleinliches Beiwerk, und sollen gute, ruhige Schwarzweißkonlras^! haben. Co darf kein Te>'t eiagezeichnet werden, sondern die Zeichnung muß so an- geordnet sein, daß er daryntergesetzt werden kann. Cs wird vorläufig von jedem Zeichner nur eine Arbeit, die für sich allein verwendbar sein muß, zum Wettbewerb zugelassen, doch behalten wir uns vor, später weitere zu bestellen. Zede Zeichnung wird sofort, nachdem über die Annahme entschieden ist, bezahlt, wir behalten uns vor, die Zeichnungen unseren Zwecken entsprechend abzuändem. Dr. Anblutig darf bei den Zeichnungen nicht verwendet werden. Wer sich am Wettbewerb beteiligt, erklärt damit ehrenwörtlich, daß die Zeichnung «Original im Sinne des Gesetzes zum Schutze öcs Urheberrechtes, also kein Plagiat ist. Die Zeichnungen müssen bis spätestens 31. Atzgust in unserem Besitz sein. Nicht angenommene Zeichnungen werden vernichtet oder, falls Rückporto beigefügt, zu- rückgesandt. Cs steht jedem Zeichner frei, Ce-ckskizzen mitzusenden, doch behalten wir uns das Recht vor, sie abzuändern oder unbenutzt zu lassen. Die Zeichnungen sollen witzige Illustrationen sein zu dem Thema „Kukirolen Sie", eine Mahnung übrigens, die jeder beherzigen sollte, einerlei, ob et Zeichentalent hat oder nicht. Kukirolen heißt: richtige, also Kukirol-§ußpfiege betreiben, Fußpflege mit Hilfe unserer drei millionenfach bewährten Präparate: Kukirol-Zußbad (50 pfg.),Kukirol- Streupuder (1.- Mk.) und Kukirol-Hühneraugen-Psiaster (75 pfg.), die man einzeln, oder vorteilhafter vereinigt in der Kukirol Kurpackung in jeder Apotheke und Drogerie kaufen kann. Sie sparen beim Clnkauf einer Kukirol» Kurpackung, die 2 Mark kostet, genau 25 Psg. und erhallen außerdem noch einen Kukirol-Zederhalter gratis. Wer kukirolt, bleibt bewahrt vor Schweißgeruch, Brennen, Wundlaufen, Hühneraugen und Hornhaut. Der (Sang wird elastisch, die Körperhaltung straff und energisch, denn schmerzende Füße verursachen knieknickigen Gang, krumme Haltung und Nervosität Die Kukirol-Präparate sind eine Wohltat für die Menschheit und dienen ihrer körperlichen Verschönerung und Crtüchtigung. Sie find deshalb in Sportkreisen besonder» beliebt und hochgeachtet. verlangen Sie von uns kostenlos aufklärende Literatur über Kukirvl-Fußpflege. Sutirri'WtÄ!irtStM(8roWebei9)laMittfl. verwaltongsgedüu-e: Reitbahnstraße. Fabrik: Kukiroistraffe. 1. Platz Sperrsitz Loge 2.00 Mk. 3.00 Mk. 4.00 Mk. versehen Sie sich mit einem guten Photo- Apparat! Große Auswahl finden Sie im [6W9D PW» w Schulstraße Verkäufe - Eioiafliifieoliays mit Laden, in guter Vnge zu verkaufen Durch Kauf wird trus mit Laden frei. chr. Shtfi. u. 06076 an den Gieh Anz. SMSKUK zweirädrig, 10 Ztr. Tragkraft, billig ab- zugeoen. Wo? sagt die Geschäslsst. des Gien. Anz. 06074 ~ Photo- Apparat 18x24. billig zu verkaufen. Wo? sagt die Geschäftsstelle des Gieh Anz. «*» Einige Zentner alte MM billig abzugeden 06088 SörlitkrelSuhlir!» neben dem Alten Friedhof. Se <ßt>r -nie & Ä der etW'^ein1 Aiuiion (»nimu* Sange-Dre Drang w o munoien ® mchZ-'L endbch Der tfffe SMioodt und Sttidiunwen tauscht u. kaust gegen SM« und ,0,1D smmm Blößen, Neustadt 50. Verschiedenes Tüchtige junge Frau für Mittwoch und Samstag vormitt. z. Putzen aciuckt *083 eelterSwca 38 II. Der altbertihmte, bestbekannte Circus Corty-Althoff Giessen - Oswaldsgarten Hauptagentur gröberer Dersicherungsgesellschaft mit allen Nebenbranchen für Gieben und Umgegend zu vergeben. 6990A Bestand vorhanden. Offertenunt. F.T. 14099 an AlaHaasen- stein & Vogler, Frankfurt a. M. Zai Weinöereilüog Weinhesen, Gärröhren, Korbflaschen, Korkspunde Eentrai-Vrogerie, Schuistratze Für den dortigen Platz nebst gröberem Umkreis wird für Spar- und SiedlnngS- genoffenschaft 6958A eenttil-Btrtrtiet SS an angesehenen geschäftsgewandtenHerrn, der einen gröberen Ävparat ifBerixetcv Inkassos auizubauen und zu dirigteren ver- i»a.r, unter günstigen Bedingungen, vergeben. Ges! Offerten mitNcserenzen unter F. T. 28G2 an Ala Haasenstein L Vogler, Frankfurt a. Main,__________________ Hintergebäude,bei geringer Anzahlg. zu verkaufen. Schr. Ang. u. 7021V an den Gieb- Anz. | Kaufgesuche | Haus in der Bahnhosslr., daS fid) für Bäckerei- betrieb eignet, nur vonLelbsiverkäufer, cesucht. Schriftl. Angebote unt. 06003 an den Gies;. Anz. Ein kräftiger, zweirädriger Mn zu kaufen gesucht. Schr. Ang. u. 06092 an den Gieh. Anz. p.. . Vermietungen^ irtöoi. MM zu vermieten <*w Lndwigstraffe 40, Ganenh., I lkS. Lagerraum auch als Werkstätte geeignet, ca. 40 qm, mit elektr. Licht, Krallanl., GaS- und Wasserleitg., obere Bahndosstr., sofort z. verm. Schr. Angeb.u. 06077 a. d. Gieb. Anz. |Stellenangebote| guverlafsigen Anstreicher gehilfen für bessere Arbeiten stellt sofort ein ceos6 I I. Marcus, Wetzlar a. d. L., Dannstrahe 15. 3uche einen jungen sauberen Mann zum Verkauf v. Speiseeis auf der Straße. 06090 Ernst Walldorf Hammstratze2. Solides, jung. Fräiileio für Konditorei und TageScastL gesucht. Konditorei A. Geißner. Suche für Frankfurt a. M. in kl. Haushalt ein tüchtiges Mädchen das auch kochen kann, geg. hohen Lohn. Schriftliche Angebote unter 70240 a. d. Gieß. : Anzeiger erbeten. BriMrJuliße aus guter Familie in die Kehre gesucht. ßondiforei und Cosö hermonn Schröder Wetzlar, ,<>3iD Langgaffe 66. Dortselbst wird ein braves Hausmädchen xei ft6* Ld unb* a.t ^nöeroon N ®Qgi A'S 2ng'^ d-T Eöa 'Non. $r ö» in £?•bas r fr 6es Di * 8 ft lür «01 HO r-r ft er W& SS Pgnt 5'n: Aus Alt if*- 6%« nut oettiefW efa K- »>' ZAL 5 3eonW Mn nusdenzrsttt vie * “2 Ä-S ;*» v"“ Mebran childebran 3utunV der ™ ®en|AV* Mng ilb« k brand se>ae6 den rlchMgg „ u fproche. - -Os der Teschs Sinne,i«Pt( mannes: fit W- stfl Die Juden. Papsttum, ° lionen. Wie an vielen Mittelolter" den erfolare von schul dem Bande „ iere Zeit lit! für sich zu v die ®i«berff dessen Wuch Halbdunkel zu verschwln Schiller. Hi Bande oerfl gesehen von den gesundheitlichen Schädigungen. Der Versuch, zunächst einmal die Post für die Einrichtung eines ständigen Pers on en Verkehrs zu interessieren, schlug fehl, die Post verhielt sich ablehnend, da aus irgendwelchen Gründen die Post neben der Viebertalbahn keine Verkehrsmittel laufen lassen konnte oder wollte. 3n der Zwischenzeit ist eine Aenderung eingetreten; die Post bewirbt sich heute überall um die Einrichtung von Postautolinien. Zu diesem Zwecke fand vor kurzem eine informatorische Besprechung im Kreisamtsgebäude zu Gießen zwischen dem Oberpostrat Wittich- Darmstadt und den in Frage kommenden Bürgermeistern statt. Vorher hatte eine Besprechung des Vortragenden mit den Bürgermeistern von Rodheim, Fellingshausen, Crumbach stattgefunden, die zu dieser Frage eine zustimmende Haltung einnahmen. Der Verlauf und das Scheitern der Verhandlungen zwischen Gießen und W i es eck wegen der elektrischen Bahn hat wohl ebenfalls dazu beigetragen, die Post auf diese Strecken aufmerksam zu machen. Auf Grund der von Oberpostrat Wittich gegebenen Informationen müssen die beteiligten Gemeinden die Ileber- nahme einer Bürgschaft für die Rentabilität der Linie gewährleisten, ferner auf ihre Kosten eine Autohalle bereitstellen. Die übrige Einrichtung und Durchführung des Betriebs ist Sache der Post. Weiter wünscht die Post Angaben über die Größe der zu benötigenden Wagen. Zur Sache selbst führte der Redner aus, daß er der Einrichtung einer Postautolinie den Vorzug gebe. Wenn Wieseck dazu übergeht, einen Eigenbetrieb einzurichten, so ist zu bedenken, daß zwischen den Verkehrsverhältnissen Wiesecks mit Gießen und Krofdorfs mit Gießen ein großer Unterschied besteht. Wiesecks Arbeiterschaft ist vollständig auf Gießen oder auf den Weg über Gießen angewiesen, während die Arbeiter Krofdorfs zum großen Teil in Lollar und Wehlar Beschäftigung haben. Trotzdem ist er der festen Lieberzeugung, daß der Betrieb rentiert, mancher würde dann den bequemeren Weg nach Gießen wählen und dort Beschäftigung suchen. Außerdem ist eine starke Belebung des Fremdenverkehrs in die landschaftlich schöne Gegend zu erwarten. Ein weiterer Vorteil der Postautolinie ist eine wesentliche Verbesserung unserer nicht rosigen postalischen Verhältnisse. Der Brennpunkt der ganzen Frage sind die verhältnismäßig hohen Fahrpreise. Rach dem bestehenden Tarif der Post kostet ein Kilometer 10 Pf., für den Arbeiterverkehr werden 50 Prozent Preisermäßigung gewährt. Eine Fahrt Krofdorf—Gießen und zurück würde demnach auf 1 Mark zu stehen kommen. Rotwendig ist, festzustellen, ob die an der Linie interessierten Kreise auch bereit sind, das Auto, wenn es einrftai da ist, zu benutzen. In zuversichtlichster Stimmung schloß der Redner, daß es für das wirtschaftliche Leben der ganzen hiesigen Gegend von hohem Wert ist, mn Verkehrsmittel nach der nahen Kreisstadt Gießen zu haben. In der Aussprache wurde zunächst das Ersuchen an die anwesenden Wiesecker Gern e i n d e v e r t r e t e r gerichtet, ihre Erfahrungen u nd Absichten der Versammlung mitzuteilen. Dem wurde weitgehend entsprochen. Ein Wie- secker Vertreter gab zunächst ein anschauliches Bild über die Entwicklung der ganzen Angelegenheit. um dann nachzuweisen, daß für Wieseck mit seinem außerordentlich starken Verkehr, der den ganzen Tag anhält, die Einrichtung einer Postautolinie nicht in Frage kommen kann. Wieseck ist fest entschlossen, einen Eigenbetrieb einzurichten und nach allen Richtungen und Möglichkeiten auszunuhen. Auch er erkannte an, daß zwischen Wieseck und Krofdorf in dieser Frage ein großer Unterschied besteht und hält ebenfalls für die Krof- dorfer Verhältnisse die Einrichtung einer P o st - autolinie für das vorläufig Gegebene. Eine ganze Reihe weiterer Redner ging auf die ein- l zelnen Fragen näher ein und gab sämtlich der •* Post den Vorzug. Rur wurde allgemein der 5chohe Fahrpreis bemängelt. Bei den Verhandlungen soll wenigstens versucht werden, den r Preis der Arbeiterkarten noch um etwas herab- zusehen. Zum Schluß wurde die Wahl einer Kommission vorgenommen, die die zu erhebenden Wünsche bei den Verhandlungen vertreten soll. Zunächst wurde sie beauftragt, die erforderlichen Erhebungen anzustellen, damit der Post klare Unterlagen gegeben werden können. Als Mitglieder der Kommission wurden gewählt Apotheker Habich. Karl Friedrich Dende r. Karl Schmidt, Lehrer Praß, Karl Will und Ernst Moos. Gegenteilige Meinungen traten in der Versammlung nicht zutage, alle Anwesende waren sich darin einig, daß etwas geschaffen werden muß, um die Verbindung mit Gießen endlich einmal sicherzustellen. Aus der Provinz. Landkreis Gictzen. • Reiskirchen, 20. Juli. Zur Verlängerung der Wasserleitung und der Kanalisation in Reiskirchen ist die Kreisst raße am Ortsausgang Reiskirchen — Gießen für den Automobil- und Fuhrwerksverkehr bis 1. August gesperrt worden. Der Verkehr geht über Oppenrod — Burkhardsfelden — Reiskirchen und umgekehrt. L Hattenrod, 20. Juli. Bei der gestrigen Bürgerin ei st erwähl erhielt der bisherige Bürgermeister Reeb 100 Stimmen, der Landwirt Heinrich Mengel 96 und der Landwirt Heinrich Albohn 70. Es findet demnach Stichwahl zwischen Reeb und Oltengel statt. Die Wahlbeteiligung war stark. t Grünberg, 18. Juli. Die jüngste G e- meinderatssihung wurde von Regierungsrat Braun-Gießen eröffnet und zum Teil geleitet. Auf Antrag des Landwirtschaftsamtes wurde eine Vermehrung der Schulräume des Landwirtschaftsamtes dergestalt beschlossen, daß die Stadt im Prinzip mit der Errichtung eines Anbaues an die Ober- Realschule für die Erweiterung und Beschaffung von Räumen für die Landwirtschaftliche Schule einverstanden ist. Regierungsrat Dr. Braun machte den Vorschlag, die Stadt möge sich die Kommunalgeldverteilung zu etwa 5 Proz. Verzinsung zunutze machen und eine langfristige Anleihe von etwa 20 000 Mark aufnehmen, er werde einen dahingehenden Antrag beim Kreisausschuh befürworten. — Rach einer neuen Bestimmung in der Friedhofsordnung können Erbbegräbnisse nicht mehr beschafft werden. — Zum Wasserwärter wurde Wilh. Schröder gewählt. — Die Versammlung erledigte hierauf noch eine Reihe kleinerer Angelegenheiten. Kreis Alsfeld. H Alsfeld, 18. Juli. Der Umbau des von der Stadt erworbenen Anwesens des früheren „Deutschen Hauses" macht rüstige Fortschritte. Die ilmänöerungen im Erdgeschoß, ft>» weit sie die Räume für den Wirtschaftsbetrreb und die Hotelküche und den kleinen Saal betreffen, sind im Rohbau fertiggestellt. Auch die Arbeiten zur Errichtung des großen Saales machen gute Fortschritte. Der Saal wird ganz in Eisenbeton ausgeführt, mit den Detonarberten hofft man im Laufe der nächsten Woche fettig zu werden, so daß alsdann das Dach auf geschlagen werden kann. Die inneren Derpuharbei ten sind bereits im öffentlichen Wettbewerbe ausgeschrieben. Mit den Ausstattungsarbeiten für die ganz modern vorgesehene Bühne im Saal wird gleichfalls demnächst begonnen werden. Die Herstellung der Heizungsanlage ist der tfirma Imhof u. Co. in Bad-Nauheim übertragen worden, die vorkommenden Betonarbeiten werden von der Gesellschaft für Beton- und Eisenbetonbau in Gießen ausgeführt. Der Hotelbetrieb mit allem neuzeitlichen Komfort, wird voraussichtlich bis zum 1 Oktober d. I. eröffnet werden, während der Saalbau erst 2 bis 3 Monate später fertig- gestellt werden kann. Die Stadt wird dann über einen m odernen Saalbau verfügen, wie ihn wohl nur wenige Städte von der Große wie Alsfeld besitzen. Der Hotel- unb Wirtschaftsbetrieb soll verpachtet werden. Kreis Büdingen. !! Büdingen, 18. Juli. Der jüngsten Gemeinderatssihung lag wieder ein Einspruch gegen die schon zum zweitenmal abgeänderte Ortssahung betr. der Anstellung eines besoldeten Ber ufsbürg ermei- st er s für die Stadt Büdingen vor. Der Antrag wurde als unbegründet abgewiefen und ein weiterer Antrag auf g änzliche Aufhebung des Ortsstatuts ebenfalls abgelehnt. Zum Reubau eines Försterhauses wurde beschlossen, 200 Quadratmeter Gelände am östlichen Erlenkippel unentgeltlich zur Verfügung zu stellen Die vorgeschlagene Kanalanlage am Schulhaus und Steinweg fand die Genehmigung des Gemeinderats. Verschiedenen Körperschaften und Vereinen wurden Llnterstühungen genehmigt, zum Teil abgelehnt. Die Aufstellung einer Dapolin- Kraftwagenbetriebs st off- Pumpe bei der Molkerei am Neuenweg durch Jean Henzel wurde genehmigt. — Die B ü d i n - ger Wollwarenfad rik in der Nähe des Bahnhofs hat dieser Tage ihren Betrieb wieder aufgenommen. ,/?" Nidda. 18. Juli. Um das Interesse an der Ziegenzucht zu wecken und eigne Zuchterfolge vor Augen zu führen, veranstaltet der Ziegenzucht- verein des Kreises am Sonntag, 26. Juli, hier auf der sog. Gönswiese eine große Kreisschau mit Prämiierung. Gleichzeitig können ausgestellte Tiere angekauft werden. — Die Stadt läßt ihre Sauerkirschen selbst abbrechen und gibt sie zum Preise von 30 Ps. pro Pfund an die Einheimischen und die Bewohner der Umgebung ab. — Seither war es für Privatleute schwer, im Sommer E i s für das Füllen ihrer Eisschränke zu erhalten, da die Bierverleger, die einzigen, die als Lieferanten in Betracht kamen, kaum den Bedarf ihrer Wirte befriedigen konnten. Der vergangene eislose Winter zwang die Besitzer geschäftlich notwendiger Kühlanlagen zur eignen Eissabrika- tion durch Anlage von Eismaschinen. Durch die Mehrproduktion wird es den Einwohnern möglich, jetzt ihren Bedarf zu decken, was als besondere Annehmlichkeit empfunden wird. A Otibba, 19. Juli. Während aus der weiteren und näheren Umgebung über ausgiebigen Regen durch Gewitter berichtet wird, sind wir hi>er bis heute noch ohne jeden Regen geblieben. Es herrscht daher in Garten und Feldern eine große Trockenheit, die sehr nachteilig auf das Wachstum der Gemüse, der Kar- toffeln, der Hackfrüchte und des Grummets wirkt. Auch der Klee, das wichtigste Grünfutter, bleibt zurück. Der Roggenschnitt hat vor acht Tagen bereits auf höher gelegenen Reckern begonnen und liefert sehr gute Erträge in Körner- nnd Halmentwicklung. Auch ist schon auf einigen Aeckern Gerste geschnitten worden, die gegen sonstige Jahre infolge der Trockenheit meistens zu kurz geblieben ist. Die Aehren sind aber normal, so daß der Körnerertrag zufriedenstellend ist. -/- Ortenberg, 18. Juli. Eine rege Tätigkeit zur Wiederher st ellung der durch den Krieg und die nachfolgenden schweren Jahre arg vernachlässigten Häuser hat auch hier begonnen. Wie in anderen Städtchen, herrscht bei der Wiederherstellung die bunte Farbe vor und bringt in bas landschaftliche Bild eine schöne Abwechslung hinein. Erfreulicherweise ist man bei diesen Arbeiten besonders auf die Erhaltung der alten schönen Spruche bedacht, die so manches Haus seit alters zieren. Eins der baugeschichtlchi interessantesten Häuser, bas Schiffsche Haus, soll mit Unterstützung der Denkmalpfleae und anderer Fonds erhalten bleiben. Das Kriegerbe nk- m a 1 1870/71 auf dem Marktplätze wurde gelegentlich des Schützenfestes einer gründlichen Wiederherstellung unterzogen und ist nun wieder eine Zierde unserer Stadt geworden, auch die beiden Denkmäler auf dem Friedhof für Pfarrer Bose und Lehrer Flick sollen demnächst erneuert werden. Ein Teil der Straßen wurde urngepfla- ftert und dadurch viele Wünsche befriedigt. — Unangenehm macht sich infolge des kolossalen Kraftwagen- und Motorradverkehrs in der Vorstadt die Staubplage bemerkbar. Es wäre sehr wünschenswert, wenn die Ortsdurchfahrt mit Kkein Pflaster versehen oder wenigstens besprengt werden könnte. — Mit dem Bau eines Bier-Fami- lien - Hauses seitens der Gemeinde soll demnächst begonnen werden. Das Haus kommt in den sog. Herrngarten zu stehen. Da noch mehrere Baupläne vorliegen, u. a. wird der Bau eines P o st- a m t s nötig werden, so will die Gemeinde, wenn möglich, den Herrngarten erwerben und ihn für weiteres Baugelände erschließen. — Ein schon lange ausgesprochener Wunsch vieler Reisenden wurde seitens der Bahnverwaltung jetzt erfüllt. Es wurden mehrere Bänke aufgestellt, von denen aus man sich an dem schönen Landschaftsbild des Niddertals erfreuen kann. Noch weitere Bänke sollen in den nächsten Jahren folgen. KreiS Schotten. „?" Ober-Schmitten, 17. Juli. Vor dem Kreisausschuß in Scho11en wurde heute über unsere jüngst stattgehabte B ü r g e r m e i st e r- wahl verhandelt, gegen die von 6 Wählern der unterlegenen Partei Berufung eingelegt, die aber, da sie verspätet eintraf, gesetzlich nicht zulässig war. Die Wahl wurde aber auf Grund der in der Bcrufungsschrift erwähnten Wahlverstöße von dem Kreisdirektor beanstandet. Zu der Verhandlung waren neben dem Bürgermeister und dem Wahlleiter 9 Zeugen, sowie eine zahlreiche Zuhörerschaft aus dem Dorfe erschienen. Durch die Zeugenaussage konnten die in der Berufungsschrift aufgeführten Wahlverstöße nicht erwiesen werden, so daß der Kreisausschuß die Wahl für gültig erklärte. Die entstandenen Kosten mußten der Haupt st aatskasse auferlegt werden. Gewählt ist demnach der seitherige Beig. Karl Mantel. Wirtschaft. * Aus dem S ti nnes - K onz e rn. Zu den verschiebenen Meldungen über den Abbau im Stinneskonzern und den Verkauf der Berliner Hanbelsanteile erfährt ber „D. H. D.", daß die Neuordnung auf ber Grundlage vvr sich gehen soll, baß alle Interessen, soweit sie nicht mit den ausgedehnten Kohleninteressen der Gesellschaft zusammenhängen, langsam verringert werden. Aus diesem Grunde dürfte auch die russische Abteilung sowie die die ungarischen und österreichischen Interessen vertretende Hugo Stinnes A. G. für südöstlichen Handel und Industrie, die zur Stinnes Eisen QL®, gehört, zur Auflösung kommen. * Gute Hoffnungshütte Oberhau- s e n. Die Verwaltung nimmt, wie der D. H. D. meldet, in verschiedenen Walzstraßen die Einführung der einfachen Schicht an Stelle der bisherigen Doppelschicht vor. Demnächst soll auf der Hütte ein Hochofen und in Neu-Oberhausen das Martinswerk stillgelegt werdem Die Zahl der von diesen Maßnahmen betroffenen Arbeiter beläuft sich auf etwa 800. * Friedrich-Alfred-Hütte, Rheinhausen. Wie der D. H. D. bereits meldete, hat die Firma Krupp in Rheinhausen außer einem kleinen Stahlwerk zwei Hochöfen für Spezialroheisen stillgelegt. Diese Maßnahme erklärt sich aus dem mangelhaften Absatz, der im Gegensatz zu den Vormonaten — in denen noch neue Belegschaften eingestellt worden sind — sich nunmehr etwas fühlbarer macht. Es kommen aus diesem Grunde etwa 500 Mann zur Entlassung. Jedoch ist die Belegschaft nach dieser Maßnahme zahlenmäßig nicht unter die Höhe der Monate April und Mai heruntergegangen. * Keine englische Kohleneinfuhr über Lübeck. In der Woche vom 5.—11. Juli waren, nach einer Meldung des Fachblattes „Industrie-Kurier", im Lübecker Hafen keine Kohlenankünfte zu verzeichnen, während in den vorhergehenden Wochen ausnahmslos ca. 4—5000 Tonnen wöchentlich eintrafen. * Rückgang der französischen Eiseuer z p r o d u k t i o n im Mai. Die französische Eisenerzproduktion ist nach einer Pariser Meldung des Fachblattes „Industrie-Kurier" im Mai auf 2 791 206 Tonnen zurückgegangen, nachdem sie im April d. I. 3 531 702 Tonnen und im März 3 049 921 Tonnen erreicht hatte. Von der Maisörde- rung entfallen 1116 818 Tonnen auf das Becken von Briey, 214 148 Tonnen auf das von Longwy und 80 738 Tonnen auf den Distrikt von Nancy. Die Vorräte betrugen Ende Mai 1 669 784 Tonnen (April 1 797 478 Tonnen und März 1844 462 T.). * Rückkehr zur Kohlenfeuerung beim Schiffsbetrieb. Infolge der hohen Oel- preise und der fortgesetzt sinkenden Kohlenpreife werden vielfach Schiffe wieder mit Kohlenfeuerung ausgestattet, da der Betrieb mit Kohle weit billiger zu stehen kommt. So hat nach den „Tgl. Berichten aus der Petroleum-Industrie" die Schiffahrts-Gesellschaft „Nederland" beschlossen, auf 5 ihrer größten Darnp- fer, die mit Delfeuerung eingerichtet sind, wieder die Kohlenfeuerung einzuführen. Die Einführung des Schiffahrtsbetriebes mit Rohölfeuerung hat dem Kohlcnabsatz wesentlich geschadet. Nunmehr ist aber infolge der rückläufigen Kohlenpreise der Betrieb mit Kohle wieder rationeller geworden.- Berliner Produktenbörse. Berlin, 18. Juli, Der Produktenmarkt verlief bei ruhigem Geschäft unverändert. Nur Weizen schwächte sich im Verlaufe ab. Roggen bleibt weiter anqeboten. Es notierte die Tonne: Weizen (Juli) 273,50 bis 271,50, Roggen (neuer) 198 bis 203, Roggen (Juli) 210 bis 208,50, Wintergerste (neue) 190 bis 194, Futtergerste 200 bis 215, Hafer (märk.) 245 bis 255, Hafer (Juli) 190,50, Mais (La Plata, loko Berlin) 214 bis 216, Raps 340 bis 345: ber Doppelzentner: Weizenmehl 33,75 bis 36,50, Roggenmehl 30 bis 32,25, Weizenkleie 13 bis 13,20, Roggenkleie 13,50, Viktoriaerbsen 29 bis 34, kleine Erbsen 25 bis 26,50, Futtererbsen 22 bis 26, Peluschken 23 bis 26,50, Ackerbohnen 24 bis 26, Wicken 26 bis 27,50, Lupinen (blau) 12 bis 13, Lupinen (gelb) 15 bis 16,50, Rapskuchen 15,80 bis 16, Leinkuchen 22 bis 22,20, Trockenschnitzel 11 bis 11,20, Torfmelasse 9,60 bis 9,75, Kartoffelflocken 25 bis 25,50, Zucker 17,50 bis 19. Buntes Allerlei. Automatische Flugzeug-Steuerung. In England werden gegenwärtig Versuche mit einer neuartigen Vorrichtung zur automatischen Steuerung von Flugzeugen gemacht. Ein Flugzeug, das mit der Vorrichtung ausgerüstet ist, verkehrt jetzt probeweise zwischen London und Paris. Es ist bereits gelungen, das Flugzeug eine halbe Stunde lang führerlos fliegen zu lassen. Der Pilot verließ zu diesem Zweck den Führersitz, nachdem er eine gewisse Höhe erreicht und die Steuerung auf den Kurs eingestellt hatte, den er einhalten wollte. Dann zog er sich in die Passagierkabine zurück und las hier dreißig Minuten lang in aller Ruhe ein Buch. Als er wieder den Führersitz eingenommen hatte, konnte er feststellen, daß das Flugzeug genau den Kurs beibehalten hatte, auf den es vorher eingestellt worden war. Was kostet ein Blitz? Es ist berechnet worden, daß ein Blitz beim üblichen Stromtarif etwa 1.20 Mk. wert ist. Schade, daß man ihn nicht einfangen kann — nur mühte man es allein können, denn wenn sich alle am Dlitzfang beteiligten, so würde es kaum lohnen! Eine wildwachsende weihe Seerose im Wiener Stadtgebiet. In einem etwas abseits gelegenen Gewässer des Wiener Praters fand ich im vergangenen Sommer einen ganzen Stock dieser herrlichen Wasserrosen. Sie wachsen in einer kleinen Lichtung zwischen dichten Schiksbeständen in einer Wafsertiefe von 1,5 Meter. Der schlammige Untergrund, die nicht ganz unbedeutende Wassertiefe und die gegen das offene Wasser geschützte Lage dürften wohl ausschlaggebend dafür gewesen sein, daß dieses Kleinod vor unberufenen Händen geschützt, echten Naturfreunden erhalten blieb. Die Schwimmblätter des Seerosenstockes hatten einen Durchmesser von 20—25 Zentimeter und bedeckten gleich einem grünen Teppich die Oberfläche dieses Miniaturtümpels. Vier blendend-weiße, einen feinen Duft ausströmende Blüten ließen auf ein ganzes Stocksystem schließen. Hoffentlich bleibt diese herrliche Pflanze den Wiener Naturfreunden noch lange erhalten. * Voraussicht. „Nicht wahr. Sie werben doch den Diebstahl meiner Juwelen in Ihrem Blatt recht ausführlich behandeln?" sagte die Schauspielerin mit verführerischem Augenaufschlag zu dem Berichterstatter. „Wann ist denn das LInglück passiert?" „O, eS hat noch Zeit," erwiderte sie harmlos. „Nächsten Montag." Guter Grund. „Warum versetzt Du denn alle Deine Nachthemden, Schmidt?" fragte fein Freund. „Weil ich sie nicht mehr brauche," sagte er triumphierend. „Ich bin doch jetzt als Nachtwächter angefteUf“ Der Sch rei des Arztes. „Ich hörte eben einen furchtbaren Schmerzensschrei, Herr Süttoti Der Patient hatte mir doch versprochen, bei bet Untersuchung die Zähne zusammenzubeißen?" „Dach tat er auch, aber erst zum Schluß, als ich den Gaumen untersuchen mußte und die Finger zwischen seinen Zähnen hatte!" Die Eifersüchtige. „Du hast was mit benj Dienstmädchen!" „Aber Olga . . .!" „Leuge es nicht! Sie ist den ganzen Tag qm Pfeifen, aber jedesmal, wenn du in die Küche gehst, macht sie einen Kuß lang Pause!* (In einem Teil der Auflage wiederholt.-) Der Affenprozeh. Dayton, 17. Juli. (Wolff.) Sieben von den zwölf Verteidigern tm Scopesprozeh beteiligten sich gestern an einer Aussprache über den Antrag der Staatsanwaltschaft, d i e wissen- chaf11iche Beweisführung auszücht ie ß e n. Sehr dramatisch wirkte die zu Herzen gehende Mahnung des Vertreters ber Anklage Stewart, die mit den Worten schloß: „Wenn die Anhänger der Entwicklungslehre mich glauben machen könnten, daß ich in Urzeiten einmal ein Wurm gewesen bin, der sich im Staube krümmte, dann würden sie mir bie Hoffnung auf ein besseres Jenseits rauben, unb ich verließe biefe Welt, um zur Glückseligkeit einzugehen!" Der Verteibiger Matone erklärte bie Bemühungen der Verteidigung, Fachleute der Wissenschaft als Zeugen vernehmen zu taffen, bedeuteten keineswegs einen Angriff auf bie Bibel. „Behalten Sie ruhig Ihre Bibel!" rief er aus, aber nur so weit bas Gebiet des Gewissens in Frage kommt. „Behalten Sie ruhig Ihre Bibel für das weite Fell» der Theologie. Versuchen Sie aber nicht, intelligenten Wesen einzureoen, baß die Bücher ber Bibel, die von Leuten geschrieben wurden, von denen kein einziger auch nur bie einfachsten Grundsätze moderner Wissenschaft kannte, wissenschaftlich ausge* legt werden könnten. Findet Gefallen an der Wissenschaft ober an ber Theologie, ganz nach Belieben, aber verquickt nicht beides miteinander." Zum erstenmal beteiligte sich Bryan persönlich an ber Verhandlung. Er wandte sich an den Gerichtshof und verlangte Ausschließung ber wissenschaftlichen Beweisführung. Das Gesetz, so erklärte er, bestimme ganz genau, was die Bevölkerung von Tennessee gelehrt zu wissen wünsche. Dieses Gesetz bedürfe keiner Auslegung. Der Mensch komme von Gott, also von oben, während bie Anhänger ber Entwicklungslehre glaubten, baß er von unten herkomme. Wenn die Evolutionisten auch manche Punkte der Darwinschen Lehre verwürfen, so hielten sie doch fest an Darwins Grundsatz, daß alles Leben vom einzelligen Protoplasma abstamme. Das sei eben ber Fehler der Entwicklungslehre. Bryan erklärte weiter, jeder Geistliche fei besser befähigt, Gutachten über bie Bibel abzugeben, als ein sog. Bibelsachverständiger, ber nicht Geistlicher sei. Jedenfalls hätten bie Vertreter ber Entwicklungslehre bie Absicht, den Gottesglauben ber unmündigen Kinder zu untergraben, ber boch bie Grunblage aller Dinge sei. Als nun ber Richter fragte, ob es mit der Bibel in Einklang gebracht werden könnte, wenn gelehrt werde, Gott habe dieUrzel)e nicht erschaffen, erwiderte Bryan, sicherlich sei das niäst ber Fall. Auf eine andere Frage des Gerichtshofes antwortete Bryan, die Entwicklungslehre bestreite unbedingt den Gedanken jungfräulicher Geburt und lehne die Auferstehung des Fleisches und die Idee der göttlichen Sühne ab. Sie lasse keinen Raum für das göttliche Wunder und für jene Bücher der Bibel, bie bavon handelten. — Die Geschworenen waren gestern während der ganzen Verhandlung ausgeschlossen. Der Richter Raulston verkündete bann seinen Entschluß, die Beweiserhebung durch wissenschaftliche Argumente von ber Berhanblung auszuschlie - ß e n. Er führte aus daß cs nicht zur Zuständigkeit des Provinzialgerichts gehöre, zu entscheiden, ob bie biblische These von ber geistlichen Erschaffung ober bie Schöpfungsgeschichte ber 'Menschheit, wie sie burch die Evolutionstheorie gelehrt werde, wahr sei. Es sei ungesetzlich, in den öffentlichen Schulen zu lehren, daß der Mensch von einer niederen Tiergattung abstamme. Die Beweisführung der Sachverständigen würde aus diesem Grunde in die Verhandlungen kein neues Licht hineinbringen. Der Richter drückte auch seine Ueberzeugung aus, daß die Anhänger der Evolutionslehre schließlich boch bie Erwägung anfteücn müßten, daß ber Begriff der Abstammung von nieberen Tieren ersetzt werben müsse burch bas Wort „Aufstie g". Das Enbe bes Prozesses wirb für Montag erwartet. von Bergmann — Sie wahren Schuldigen. Bon Mathias Morhardt, übersetzt auS dem Französischen von H. v. Berschuer. tzerausgegeben und eingeleitet von Geheimrat Prof Dr. S. Brandenburg. Leinenband M. 6.—. Quelle & Meyer in Leipzig. Mit Freuden kann man feststellen, daß sich nicht nur in England und Amerika, sondern auch in Frankreich die Stimmen mehren, welche sich gegen die Legende von der Kriegsschuld Deutschland» aussprechen. und daß man auch hier die wahren Schuldigen allmählich zu erkennen beginnt. Einen bedeutsamen Platz nimmt unter den Vorkämpfern dieser Anschauungen Mathias Morhardt ein, besten Buch: „Les Preuvcs“ hier in deutscher Übersetzung vorgelegt wird. Morhardt verbindet eine genaue Kenntnis deS QuellenmaterialS mit großer dialektischer Gewandheit, und die Lektüre seines Buches ist besonders geeignet, in die Werkställe der ftan- zösisch-russischen Geheimdiplomatie während der Wochen nach dem Morde von Serajedo tief hinein» blicken zu lasten. Er weist überzeugend nach, wie die deutsche Polittk bemüht war, Den AuSbruch deS Krieges zu verhindern und dttekte Verhandlungen zwischen Wien und Petersburg in Gang zu bringen, während die ftanzösische Diplomatie unter der Leitung Poincares nicht nur nichts tat. um Rußland zum Entgegenkommen zu veranlasten, sondern sich angelegentlich bemühte, die Rusten vorwärts zu treiben. Als den Schritt, welcher den Ausbruch de» Krieges unvermeidlich machte, steht M. In lieber* einftimmung mit der deutschen Forschung die Anordnung der rustischen Gesamtmobilmachung durch den Zaren an. — Egelhaafs Historisch • politische Iahresübersicht für 1 924. Fortgeführt von Hermann Haug. — Carl Krabbe Verlag Erich Gußmann in Stuttgart. Geheftet: 10 Mk., gebunden 12 Mk. Der Daroesplan mit allem Drum und Dran beherrschte das ganze Jahr 1924 hindurch die internationale wie die deutsche Polittk. Dem- schrieben die auS dem Buche lernen können, ba% da» lurifHtoc Wissen sich nicht in Paragraphen und AuSlegungSmethoden erschöpft. 1308) — Sie Auswertung außerhalb der dritten S t e u er n o t ver ordn u ng und des Aufwertungsgesetzentwurfs an Hand de» neuesten Rechtsprechung des Reichsgerichts et- rrtert von Dr. Otto Wameyer. Reichsgerichtes in Leipzig Jndustrieverlag Spaeth 8 Linde. Berlin W10. In großer Vollständigkeit und Hebersichtlichkeit ist die neueste Rechtsprechung des Reichsgerichts über alle nicht unter die Drill« Steuernoi Verordnung fallenden Aufwertungsfragen bargeboten. Der Gedankengang, auf dem bad Reichsgericht zu den einzelnen Entscheidungen gelangt, ist bei den die Aufwertung betreffenden Entfcheidlurgen von besonderer Bedeutung und namentlich für den Tatrichter und beit Anwalt von Wichtigkeit. 388 Politik und Geschichte. - Die Kultur Babyloniens und Assyriens. Von Profestor Dr. B. Meißner «Wissenschaft und Bildung Ar. 207.) geb. M. 1,60. Quelle A Meyer in Leipzig. Der bekannte Berlin«: Forscher gibt hier ein eindruckvolles Bild von bem Leben und Treiben der beiden alten Kulturvölker im Euphrat- und Tigristale. Rachbem in der Einleitung die geographischen, ethnographischen und hiswrifchen Verhältnisse auSeinandergeseht stnd, werden die verschiedenen Menschentlasten vorgeführt, die im Lande leben. Besonderer Bedeutung erfreuten sich die Vertreter des Rechts, vor allem, seit der große Hammurabi in seinem Desetzbuche die ganz« Lage seines Reiches nach rechtlichen Gesichtspunkten geordnet hatte. In der Landwirtschaft leisteten bt« Babylonier ganz Hervorragendes. Auch daS Handwerk und die Künste blühten im Lande. Die Hauptgötter, ihr Kultus und die mit ihnen verbundene» kosmologischen und theologischen Anschauungen werden besprochen. <301) - Altgermanische Kultur. VonProfestor Dr. G. Reckei. (Wissenschaft und Bildung Ar. 206.) geb. M. 1,60. Quelle & Meyer in Leipzig. In fünf Kapiteln gibt der Verfasser einen Überblick über die Geschichte der Anschauungen auf dem ©c- Der andauernd außergewöhnliche Erfolg der ...ren zehn „Bücher der Bildung" hat den Verlag Albert Langen in München bewogen, die zweite Reihe schon dieses Frühjahr herauszugeben. Wie hoch und zualeich wie weit die Ziele sind, die sich die Sammlung steckt, wird immer deutlicher. Bor allem sie die Scheidewand zwischen der Ersten und Zweiten Sektion der philosophischen Fakultät nieder. In diesem Sinne geradezu programmatisch chirkl der Band „Natur und Naturwissenschaft, eine erste Auswahl aus den Werken von Helmholtz, der einer der wenigen Naturforscher jüngerer Zeit ist, die durch kostbare Mitgift an reicher Menschlichkeit ihre Arbeit zum lebenbtgen Btldungs^ flirt vertieften. - „Die fchönsten Prosa- fchriften von Richard Wagner . Die wenige non den Unzähligen, die pch an fernen Musikdramen begeistern, kennen dte wundervollen 'Äußerungen des auch als Schriftsteller gemcllen Meisters' Der Band reicht von den erschütternden 'iovellen der Pariser Jahre bis zu der großen Fest- idirift „Beethoven , dem Ttessten wohl, was mcht nlir über diesen Tondichter, sondern über Musik überhaupt je ausgesprochen worden ift. — (Ein besonders glücklicher Gedanke war es, eine Auswahl aus Jean-Jacques Rousseau zu bringen. Tony Kellen hat sowohl aus den Hauptwerken wie auch aus den zerstreuten Schriften des einsamen Denkers die schönsten und charakteristischsten Seiten ausge- wählt, um dem Leser einen Gesamtblick über das heute noch aktuelle Schaffen Rousseaus zu ermög- ljchen. — Weit über den Kreis feines Forschungsgebietes hinaus greift die Wirksamkeit von Rudolf Hildebrand. Menfchenwissenfchaft trieb eru, der Hildebrand. Menschenwissenschaft trieb er, der Zukunft des Vaterlandes. Die Auswahl „Volk und Menschheit" bringt die berühmte Antrittsvorlesung über das Grimmsche Wörterbuch, dem Hildebrand seine besten Kräfte gewidmet hat: weiterhin den richtunggebenden Vortrag über Sachsens Anteil an der Ausbildung der neuhochdeutschen «chrtft- spräche. — Der Band von Macaulay „Machte der Geschichte" enthält vier in Emersons Sinne „repräsentative" Essays des großen Staats- mannes: Friedrich der Große ober Aufstieg zur Macht, Machiavelli oder Politik und Pnoatethik, Die Juden, ober Kapitalismus und Einfluß, Das Papsttum, ober Reformationen unb Gegenreformationen. Wie sich der letzte Essay im Macaula ybanb an vielen Punkten mit Gregorovius -Rom im Mittelalter" unb Döllingers „Geschichte unb Wirdjc , den erfolgreichsten Bänben der ersten Reihe berührt, so ist der Band „GestaltunbGebanke von Schiller das unentbehrliche Gegenstück zu dem Bande „Die schönsten Essays von Goethe". Unsere Zeit liebt es, zu trennen und bas Getrennte für sich zu betrachten. Um so unentbehrlicher ist ihr bie Wiedergewinnung ber Totalität eines Geistes, dessen Wucht, Würde unb beteuernbe Schönheit im Halbbunkel eines mihverstanbenen Klassikertums ui verschwinben brohten. Es gibt einen unbekannten Schiller. Ihn an den Tag zu bringen, ist m biesem Banbe versucht worben. dyu ©»eTfion eine gute Vorstellung über bie Kräfte unb Mächte, bie heute im deutschen Kunstleben wirksam finb. Daneben mutet ber reich bebilderte Artikel von E. Tiehe-Eonrat „2llt-Wien im Bilde" mitt den schönen Stadtbildern von Canaletto, Goebel, Waldmüller, Alt u. a. tote ein Gruß aus längst vergangenen Tagen an. Sine literarische Studie mit zahlreichen Abbil- düngen gilt dem Münchener Bildhauer I. P. Steinei. Sin ausgezeichnetes farbiges Blatt von Carolsfeld „Blick auf Salzburg" (aus der Dresdener Galerie) leitet das Heft ein. Im Teil der angewandten Kunst wird in ausführlicher Weise der Dau der Länderbank am Potsdamer Platz in Berlin, eine Schöpfung der Berliner Archi- teften Mebes und Emmerich, gewürdigt: ein Artikel über Schweizer Gebrauchskeramik, beide mit zahlreichen Abbildungen, schließt sich an, und eine Reihe der ungemein durchempfundenem in ihrer Tektonik wie in ihrem Jntarfiaschmuck hervorragend schönen Möbel des Stockholmer Architekten Carl Malmsten beschließt den reichen Inhalt des vorzüglich ausgestatteten umfangreichen Heftes. - Ehristliche Kunst im Bilde. Von Pro- festor Dr. Graf Vitzthum. Zweite Auflage. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. Sie Heinen Kulturatlanten ber Sammlung Wissenschaft und Bildung haben einen großen Erfolg gehabt. In die Reihe dieser Sammlung gehört der vorliegende im 11 -20. Tausend erschienene Band. Der Leser erhält eine Vorstellung vom Umfang ber christlichen Kunsttätigkeit, er erkennt, in wie mannigfaltiger I Weise die Kunst vom Christentum für seine Zwecke verwendet worden ift: zum Bau seiner Kirchen und geistliche Aiederlastungen, zu ihrer Ausschmückung | mit Gemälden, Glasfenstern und Skulpturen ihrer I Ausstattung mit gottesdienstlichen Gebrauchsstuckem Altären, Kanzeln, Taufbecken, Mschofsthrvnen und zur teroe aus, um oon uelender Geschehnisse der Weltzeigen München), beginnt in ihrem soeben ausgegebenen daß Deutschlanb ohne bas Rheinlanb gestern nicht mit t,cr Reihe ihrer reichillustrierten sein konnte, heute nicht sein kann und morgen mcht bie sommerlichen Kunstausstellungen sein wirb. Als eine Säuberung burch zwei Iah^ I ^^..»s^lands Die Berliner Akademie-Ausstel- tausenbe rheinischer Geschichte bebeutet bas Buch ^rof Schmitz berichtet und die einen Gewinn fur ,ebes deutsche Haus, in dem sich 4toQn4tg Abbildungen ausgewählt charak- die Liebe zum Rhemland mit einfach natürlichem, ©emälbe unb Plastiken veranschau- Daterlanbifdjem Wollen vereint. 399 ' Don Hans Thoma bi« zu ben — Der Hof im Ried. Don Gustav Schröer Jüngsten ber zu Gaste gebetenen Münchner Reuen (Rovellenbücherei fürs deutsche Haus) 2. Auflage. - . .i«_ (Verlag Quelle & Meyer, Leipzig) Schröer schildert in erschütternder Weise das Schicksal der Hoferbin Regina Roßwein, die sich mtt männlicher Kraft und echt deutfcher Bauernttcue für das Vermächtnis der Voreltern einsetzt. Wie die reife Kunst Schrvers Menschenschicksale, Land und Leute zu schildern ver- mag, wie er uns Menschen von Fleisch und Blut seelisch nahebringt, das macht den Hauptreiz dieses Buches aus. Die Rovellenbücherei hat durch dieses Werk eine wertvolle Bereicherung erfahren. (1504) Vir MU, wie jfNrtfi MmWe«? Wie bei allen Krankheiten so unterscheidet man auch bei Hämorrhoiden gutartige und bösartige. Härmorrhoiden, die vernachlässigt werden. können leicht bösartig werden und sind dann nicht heilbar. 2m Gegenteil, sie breiten sich immer mehr aus, wandern immer tiefer in den After hinein, die Knoten werden größer und schmerzhafter und verleiden dem Kranken nach und nach jede Lebensfreude. Der Moment ist gekommen, wo bei geringen Anstrengungen die Gefahr von Blutungen akut wird und Gerinsel in die Blutbahnen kommen können. Blutgerinsel in den Adern sind aber direkt eine Lebensgefahr, da sie die Blutgefäße verstopfen. Das Hämorrhoidenleiden ist leicht zu bessern, wenn es mit genügender Sorgfalt beobachtet und behandelt wird. Hierzu gehört dreierlei. Erstens peinlichste Sauberkeit der erkrankten Teile, zweitens Sorge für leichten Stuhlgang, aber nicht etwa, indem wahllos Abführmittel eingenommen werden, und drittens gründliche Behandlung der Afterpartie durch eine hierzu besonders geeignete Salbe. Dadurch wird der Entzündung und späteren Vereiterung der Hämorrhoiden vorgebeugt. Die kühlende Salbe muh die Schmerzen lindern und die Schrumpfung der Knoten bewirken. Die entzündungserregenden Bakterien müssen vernichtet werden und eine gründliche Desinfektion des ganzen Mastdarms muß einsetzen. Alle diese Eigenschaften sind in geradezu idealer Weise vereint in der Hämorrhoidensalbe „H u m i d o n". Dieses Spezialmittel wird nach den neuesten Erfahrungen ärztlicher Wissenschaft hergestellt und ist in einer reinen Zinntube mit Afterrohr bequem und überall anzuwenden. Schon nach kurzem Gebrauch verschwinden die unangenehmen Erscheinungen, wie Jucken, Schmerzen und Spannen. Die Blutungen hören auf, die Knoten schrumpfen und das Allgemeinbefinden und damit der Seelenzustand wird zusehends besser. Die Hämorrhoidensalbe „H u m i d o n" ist tausendfach erprobt und wird allgemein gelobt, selbst von solchen Kranken, die meinten, daß ihnen nur noch eine Operation helfen könnte. Herr Alfred O...., Dresden, schreibt: „Es muß anerkannt werden, daß „H u- m i d o n" tatsächlich das Mittel gegen Hämorrhoiden ist. Es erzeugt mit seiner sofort einsehenden Heilkraft gerade Wunder. Meinem Arzt habe ich glückstrahlend das Mittel gepriesen und zur Verordnung empfohlen." Aehnliche Anerkennungsschreiben liegen in großen Mengen vor. Aber auch namhafte Aerzte schlossen sich dem begeisterten Lob der Kranken an. Herr Dr. med. Ch..... schreibt: „Dank meiner Tätigkeit als Arzt in einem der- größten Geschäftshäuser Berlins standen mir die vielen Hämorrhoidenkranken in diesem Hause für meine Beobachtungen zur Verfügung. Da mir die Bestandteile des „H u m i d o n" bekannt sind, so muhte ich dasselbe schon theoretisch für ein gutes Hämorrhoidenmittel halten, und die von mir erzielten Erfolge entsprachen durchaus meinen Erwartungen. „H u m i b o n" hat durchschlagenden Erfolg, und mir scheint, daß diese Salbe anderen Mitteln, besonders durch die Schnelligkeit ihrer Wirkung, überlegen ist. Ich werde weiterhin „H u m i d o n" den Vorzug geben." Die Versandapotheke der „H u m i d o n"- Gesellschaft (Apotheke zum weihen Kreuz) schickt jedem, der es wünscht, kostenlos eine ausreichende Probe „Hu m i d o n" und eine ärztliche Aufklärungsschrift über die Entstehung, Behandlung und Heilung von Hämorrhoiden. Verlangen Sie sofort eine Probe „Humidon" umsonst und schreiben Sie noch heute, ehe Sie es vergessen, an die „H u m i d o n"-Gesellschaft m. b. H., Berlin W 8, Block 331. 7019D Dienstag, 21. Juli, abends 8.30 Uhr (pünktlich) Vorlesungsgebäude der Universität, Ludwigstraße 23, Hörsaal 44 spricht Pfarrer Lic. Dr. Hans Hartmann (Solingen) auf Grund einer Studienreise über: 7028D Die Bedeutung des französischen Protestantismus f.d.innere Erneuerung Frankreichs 3m Hinblick auf die bevorstehende Weltkonferenz des Protestantismus in Stockholm lädt hierzu ein die Gießener Theologenschaft. Karten am Saaleingang für 0.80 Mk., für Studierende 0.40 Mk. Bad Lippsprlnoe am Süd-Teutoburger Walde das Bad des Mittelstandes heilt Erkrankung der Atmungsorgane, Grippefolgen Magen- u. Verdauungsleiden u. Nierenkrankheiten Müßige Preise für Unterkunft u.Kurmlttel Kurze Kuren - Glänzende Erfolge A Dnpllpn Armin iueqnelle, Uboriueheilquelle tt\y/UCllCll Hurbrunnen, Kaiser-Karls-Quelle 2 Bäder Armtnlnsbad, Kaiser-Karls-Bad Verlangen Sie kostenlosen Prospekt durch Armlninibad, Bad Llppsprlnge, Postfach 30 Versand aller Quellen zu Vor- und Hauskuren durch die Llborlns-Hellqnelle, Bad Llppsprlnge Postfach 31 Pensionshotel Kurhaus vollständig neu hergerichtet. 3511ss MWlMMilMkl Gegründet 1850 Montag, den 27., Dienstag, den 28. und Mittwoch, den 29. Juli I. Is. findet der diesjährige JaUobimarKI statt. Montag, den 27. Vieh- und Pferdemarkt. Dienstag, 28. Vieh- und Schweinemarkt. Austrieb an beiden Tagen um 8 Uhr morgens. Dienstag, den 28. d. M., norm. 10 Uhr findet Prämiierung von Vogelsberger und Simmentaler Vieh statt, zu der jedermann ohne vor- \ herige Anmeldung zugelassen wird. Wertvolle * Geld- und Ehrenpreise sind gesichert. Mit dem Markte ist eine Verlosung von wertvollen Gewinn-Gegenständen (lebendes Vieh, landwirtschaftliche Geräte usw.) verbunden. Lose zu R.-Mk. 1.00 das Stück erhältlich bei der Bürgermeisterei. Alle Interessenten werden zur Beschickung des Marktes und zu dessen Besuch herzlichst eingeladen. 7008v Bürgermeisterei Ulrichstein, Appel. Kaiser-Natron machialleSpeisen leicht verdaulich,.'1 darf in keiner Küche fehlen. In Originalpackujij.Reieple gratis in meisten Geschäften. Arnold Holste Wwe.Bielefeld 32.Kreisturnsest N* Mm! In der Zeit vom 20. bis 24. Juli werden für alle Schüler und Schülerinnen Uebungsstunden abgehalten. Jeden Tag vorm. 10 Uhr für die Knaben. Jeden Tag nachm. 6 Uhr für die Mädchen. 7006c Jedesmal in den Turnhallen Oberrealschule und Steinstratze. Der Turn-Ausschuh. MeiD-Hoille alle Größen lagernd im 846a Modehaus Salomon. /2O.Juli\ /Beginn neuer Kurse \ . Vogtsche tHaDdeMuleßießeny \ Ooethestraße 32 Zf 6251a J/' KlMlereZ A«WW werd, sachgcmäh u. preiswert gestimmt u. repar. Möettä? Gießen, vloM.ll Telephon 2403. Lllkaoigbr.Klav. u. Harmoniums 1 Kiste, 60 Stück Handkäse 1J0 bet 5 Kisten 1.15 „ 10 „ L- abKäsereigeg.Nachu. Höppner Heidelberg G. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße Noch bis einschließlich Mittwochs Henny Porten in dem vornehmen Lustspiel Kammermusik Eine Perle deutschen Humors. — Dazu: Baby Peggy als Hotelboy Eine tolle Groteske. Das Theater bildet im Schmuck seiner neuen Innenausstattung eine Sehenswürdigkeit Gießens. Großes berühmtes Orchester 7037c Kakao Pralinen Schokolade Wir suchen für den Platz Gießen und Umgebung einen bestens eingeführten, branchekundigen VERTRETER Nur Herren, die mit der einschlägigen Kundschaft wirklich gut vertraut sind, haben Aussicht Bewerbungen mit ausführlichem Lebenslauf, Referenzen und Zeugnissen erbeten an Most G.m.b.H., Halle-S., Kakao- und Schokoladefabriken gegründet 1859. 6954A Erklärung! Ich erkläre hiermit öffentlich, daß das Haus Schiffenberger Weg 63 mein Eigentum ist und nicht, wie im Adreß buch 1925, von Heinrich Werz als Eigentümer, angegeben ist. 06005 Johann Müller, Butzbach. Für die Reise Für die Ferien für Damen, Herren u. Kinder. Alleinige Niederlage: Fortschrittschuhe Hammerschuhe Cr. Labmanii’s Gesundheits - Stiefel 7015ay Geschäftshaus Zentrum bevorzugt, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 7020D an d. Gießener Anzeiger. Konkursverfahren. Heber das Vermögen des Kaufmanns Emil Fischbach zu Gießen, Inhaber der gleichnamigen Sirma wird heute am 16. Juli 1925, nachmittags 51/2 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Louis Althoff in Gießen, Walllorstrahe, wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 10. August 1925 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfaffung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigeraus- schuffes und eintretenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Mittwoch, den 19. August 1925, bormittags 10 Ahr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. 7022c Allen Personen, welche eine zur Kon- kursmaffe gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmaffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Ge- meinfchuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 10. August 1925 Anzeige zu machen. Hessisches Amtsgericht in Gießen. Bekanntmachung. Die Anfuhr von 250 cbm Dasaltklein- schlag von dem städtischen Steinbruch (8. Schneise) an die Wege im Gießener Stadtwald soll am Donnerstag, dem 23. Juli 1925, vormittags 11 Ahr, im Stadthaus Bergstraße, Zimmer Ar. 6, öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen können beim städtischen Rech- nungsamt, Stadthaus Bergstraße, Zimmer 18. eingesehen werden. Gießen, den 17. Juli 1925. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Rosenberg 70296 Bullen-Submission. Die Gemeinde Treis a. d. Lda. beabsichtigt, einen zirka 17 Zentner schweren Dullen zu verkaufen. Die Angebote auf pro Zentner Lebendgewicht sind bis zum Dienstag, dem 21. Juli, nachmittags 4 Uhr, auf der Bürgermeisterei schriftlich einzureichen. 6988D Verkaufsbedingungen liegen offen. Treis a. d. Lda., den 16. Juli 1925. Hessische Bürgermeisterei. Will. f -------------. Ihre Verlobung zeigen hiermit an Erna Miller Ludwig Benner Altona-Ottensen Gießen Sewickley Pa. U. S. A. 1. Juli 1925 ______ 7031D JJ Sonntagsjunge angekommen! Peter Dunkel und Frau Grete geb. Klenker Gießen, Seltersweg 16 Chaiselongues von Mk. 55.— an Kein Laden! Sofas Kein Laden! Polstermöbelhaus A. Wehrheim, Gießen Löberstraße 17 von Mk. 110.— an Polstermöbelhaus A. Wehrheim, Gießen Löberstraße 17 Klubmöbel von Mk. 130.— an Kein Laden! Polftermöbelhaus A. Wehrheim, Gießen Löberstraße 17 Komplette Betten von Mk. 110.— an Polstermöbelhaus Kein Laden! A. Wehrheim, Gießen Löberstraße 17 6986D Guter Schlaf ist d. beste Heilmittel Metallbettens. Groß u. Klein, mit od. ohne Zubebör.Stahlmatr. a. Private. Bequeme Beding. Kat. 31N fr. Eisenmöbelfabrik Suhl lTbÜr.l 51A l&CiOSOOWSSSlBS Hansa Handelsschule J. Kunzeimann Gießen, Bahnhofstr. 60 vorm. Hermes 3. August \ neue Kurse. . Zum Einmachen VI einessig — Eesig-Eesenz Welnetelnsänre Salicyl - Pergamentpapier Gewürze, Korke. Schwefel Flaschenlack 7038D CentraldroBerie, SchulstraBB Schreibmaschinen- Reparaturen oötts Karl Overbeck GleBen, Rodhelmer StraBe SB.